Donnerstag, 22. Mai |94l Tirana, Mai 1941. da Et ElnweichwH hau Langen, jung. fünften. den. Lingen Ismen leider impfe 22. MAI t Steuer Acht mch vrotzmütter l eivgaveH ...weffir*® ncr vom rechten Flügel an Meer zu Faii zu bringen. Bereits hatte die Division „Siena" den Stola- mas-Flutz überschritten, als der Schlamm auch hrer ein weiteres Dorrücken unmöglich machte, wobei weiteres wertvolles Kriegsmaterial verloren ging. Granattrichtern schutzlos der rauhen Wüterung und dem Trommelfeuer des Gegners ausgesetzt, oft zwei Monate ohne Ablösung und warme Nahrung ver- blutete hier Divi ion um Division, aber die Schlussel, stellung wurde gehalten, der Feind bet Jemen faft täglichen Angriffen jeweils blutig abgewiesen. Grab an Grab und Friedhof an Friedhof künden von diesem stillen Heldentum, das in erschütternder Weise , die unzähligen Kreuze mit der Inschrift „miliie ignoto“ (unbekannter Soldat) unterstreichen. Stockholm, 21. Mai. (Duropapreh.) Wie in London am Mittwoch von unterrichteter Seite betätigt wird, sind sechs Mitglieder der geflüchteten früheren griechischen Regierung, die sich solange auf Kreta aufhietten, in Kairo eingetroffen. Die Tatsache ist bekannt geworden, obgleich die englische Regierung sich bemüht hatte, die Nachricht »g. fl des (Hort' ;der auseiA Berlin, 21.Mai. (DNB.) Mmpfverbänbe der deutschen Luftwaffe führten am heutigen Tage schwere Schläge gegen britische See- ftreitfräfte im östlichen Mittelmeer. Sie erzielten Bombenvolttreffer auf einem Schlachtschiff, fünf Kreuzern und einem 3 € r ft ö r e r. Bier der angegriffenen schweren I Einheiten gerieten noch dem Einschlag der Bomben in Brand. Ein Kreuzer zeigte Schlagseite. Auher- dem wurden an der K a n a l k ü st e in den heutigen Nachmittagsstunden sechs britische Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ohne eigene Berlusle im Lustkampf abgeschossen. Der Wehrmachtbericht. Berlin, 21.Mai. (DJIB.) Das Obettommanbo Nd Daschputz, nicht richj Einweichen „ n Schmutz w Frauen ihnch 'Diel Seifen s>en. Dieses lann man ak Her Einwei^ ZM 2hifqut0g chmuh wird /} i sich bann m Einweichen » >er die AufK daran, batz * Schwere Schläge gegen britische Seestreitkräfie im östlichen Mtelmeer. ,zurVeri* der Wehrmacht gibt bekannt: jn der letzten Nacht bombardierten Kampfstug- zeuge mehrere Flugplätze in Sübroeflengla n b. Durch Bombenvolltreffer entstanden zahlreiche große ' _ .... „nS 11 ti (er. Gestellimg nr ben sich «"£ 941 bis 29.® estauranl rung ZuM >i° bereds * > nicht SehnmchtF Anwalt eines überlebtenIahrhunderts Gefährdete Oelverforgung. Oie Folgen der Tanlerverluste der britischen Handelsflotte. „Oie Achse der Neuordnung Europas." Zum zweiten Jahrestag des deutsch-italienischen Bündnisses. Wenigen Dick Ines Ann°P MD. odtt ■' liehe W«'*‘ *enD'-d Deutsche Kampfflugzeuge griffen mit guter Wirkung Flugplätze auf der Insel Malta an, vernichteten zwei britische Flugzeuge am Boden und schossen ein Jagdflugzeug vom Muster hurncane ab In Nordafrika Spähtrupptätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge bekämpften erfolgreich britische Kraftfahrkolonnen bei S o l l u m und S i d i 3a- ranl. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt. Flucht aus Kreta. Die griechische Emigranten-Regierung geht nach Kairo. ent flewanj; 111M n 2.30b. 4:| • äugend W. 1 gleiche üfil ' Bei dZ Men. vbk! konnte aie Kjerminbeji -^en-Lindp 10 einen ein Brbnbou7bz"ng-Ülnh°o'en' und Unter- aOn der wetteren°Flucht ber griechischen Minister I gehermzühatten. bas er 0:2 (o;]l' gebern ul Rom, 22. Mai. (DRB. Funkspruch.) Der Mette Jahrestag des stählernen Paktes findet, wie Agen° üa Stefani erklärt, im gesamten italienischen Volk stärksten Widerhall. Als der Pakt seinerzeit abge° schlossen wurde, behaupteten die Londoner und Pariser Politiker, dah er beim ersten Zusammenstoß in die Brüche gehen würde. Zusammengebrochen ist dagegen das englisch-französische Bündms. Der stählerne Pakt ist harten Prüfungen ausgesetzt gewesen, die seine Festigkeit voll bestätigt haben Die Soii- zwischen den beiden Staaten ist nunmehr Bewußtsein des italienischen und des deut- * ■ die auf allen Gebieten flmmbtne von Anzeige« für die Mittagönummer biS8'/,Ubr deSBormittaaS tlnaetflen^Brelfc: findet acm eil 7 Rvk. te mm bei 22 mm Zeilenbrette, Xextteö 60 Rvt. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe i Diederbotung MalstaffeN Abschlüsse Mengenstaffet B Platzvorschrifi < vorherige Bereinbarung) 25°/»mevr der amerikanischen Ostküste. Ohne diese „Pipe-Lime müsse der Verbrauch von Brennstoff im östlichen Teil der Vereinigten Staaten innerhalb der nächsten Monate stark eingeschränkt werden. Auch diese Nachricht steht in Zusammenhang mit dem Mangel an Tankern. Man nimmt an, das England den Präsidenten um Ueberlassung amerikanischer Tankschiffe für die Atlantiktrans, porte gebeten hat. Benzin-Rationierung in LIGA. geplant Rom, 21. Mai. (Europapreß.) Eine Kommission ist in Washington z-usammengetreten mit dem Ziel, die Zweckmäßigkeit einer Benzinrationierung zu prüfen. Der Grund für diese Maßnahme liegt m der Erdölknappheit. Diese aber erklärt sick) aus dem unzureichenden H a n d e l s s ch i s f s r a u in der Vereinigten Staaten. Früher hat man für den Erdöltransport vorwiegend ausländische Schiff- fahrtsgesellschaften eingesetzt. Da diese Schiffe jetzt fehlen, mutz die Handelsmarine der USA. auch diese Fahrten mit übernehmen. Bei den zuständigen eng- lischen Ansprüchen an den Schiffsraum der USA. beginnt sich die Schiffsraumfrage in ihrer ganzen Größe zu stellen, was die Notwendigkeit beweist, eine Beuzinrationienurg zu erwägen. Als dann die Griechen im Abschnitt von Kort-1 scha mit ganz überlegenen Kräften angriffen, mußte die IX. italienische Armee zurückweichen und alsbald auch die XI. italienische Armee zurückgehen, um sich nicht der Gefahr einer Umzingelung auszu- setzen So zog sich Mitte November nach dem Fall von Erseke die Division „Julia" zur Perattbruckc und nach Premeti, die Division „Ferrara" bis Borgo Tellini zurück, wie auch der linke Flügel am Meer zurückgenommen werden mußte. Die zweite große Offensive der Griechen, die bis Mitte Januar I dauerte, hatte dann einen weiteren langsamen Rückzug der Italiener zur Folge, da man bemüht war, bis zum Eintreffen von Verstärkungen eine möglichst kurze Front zu beziehen und gleichzeitig dem Feind durch erbitterten Widerstand möglichst starke Verluste beizubringen. So kam eine Linie zustande, die etwa von Pegradec über Klisura, Tepeleni und westwärts zum Meer verlies. Der Hauptstoß des Feindes galt dann von Ende | Dezember bis Anfang Februar den Stellungen um Klisura, die den westlich gelegenen Stutzpunkt Tepeleni und das ganze rückwärtige Gelände deckten und im Falle ihrer Einnahme den Weg nach Berat und Valona freigegeben und dem Krieg vielleicht eine entscheidende Wendung zugunsten der Griechen gegeben hätten. Obwohl die Griechen immer neue V. ______£ —hGnh iknon htpfpr waren. . . Aus Grund des unerhört raschen Vordringens per deutschen Streitkräfte über Uesfub nach Albanien zu und der baldigen Vereinigung mit den italienischen Truppen kam es an der albanischen Ost-1 grenze zu keinen nennenswerten Kämpfen Dagegen I ^suchten die Jugoslawen mit allen Mitteln, gegen! Skutari vorzudringen, zumal sie hier über eine vielfache Uebermadjt verfügten. Eine Aufgabe von Pihitari hätte zwar die italienischen Linien beträchtlich verkürzt aber der italienische Generalstabschef Eavallero wollte die Stadt nicht preisgeben. Die vor allem an Ostern äußerst heftigen Angriffe ber Jugoslawen führten fedoch mch zum Ziel. Als dann der italienische Gegenstoß erfolgte, wurde auch hier der Gegner geworfen und durch bie Ißereim- aung mit den von Norden längs der dalmatinischen Küste auf Ragusa vorrückenden italieni chen motorisierten Abteilungen gleichfalls eine rasche Entschei- bUeo ^wett V großen Zügen das Geschehen dieses sechsmonatigen italienisch-griechischen Krieges das seinen Höhepunkt in den fünf Monaten Stellungskrieg hatte. Was hier der ttalienifche Soldat, der einfache Infanterist geleistet hat, verdient größte Bewunderung. Don einem numert d) wie an tiUerie weit überlegenen Gegner ständig bedroht, der zudem keine Nachschubforgen kannte und immer wieder frische Truppen in den Kampf werfen konnte, bewies der italienische Soldat unter völlig unge- malmten klimatischen Verhältnisfen eine bewun- , d-rnswerte Einsatz- und Opferb-r-itschaft deren , leuchtendstes Beispiel die Kamps- um die Zotzenzuge . nördlich von Klisura bildeten. In Erdlochern oder JVIUU.C III um «“"‘ri ----1 Erfolg versagt, zumal jetzt die ersten größeren Er- ] satztruppenteile herangeschafft werden konnten. Der , Schlacht von Berat folgte ab 10. Februar die Schlacht von Tepeleni, die etwa das gleiche Ziel verfolgte. Aber auch hier war den Griechen trotz klarer numerischer Überlegenheit außer örtlichem Geländegewinn kein Erfolg beschleden, denn Tepeleni blieb fest in italienischer Hand. Kurz nach einem Besuch des Duce an ber albanischen Front begann am 9. Marz der erste stalie- ni ehe G e g e n st o h, der als Probeoffensive gedacht war und vor allem eine Entlastung von Tepeleni I bezweckte. Die Folge war, daß die Griechen die schwerste Verluste erlitten, bte Initiative dem Geg- ner überlassen und erkennen mußten, daß keine Aussicht mehr bestand, die Schlacht zu gewinnen. Als dann Ende März etwa 410000 Italiener 480 000 Griechen gegenüberstanden, schien die Zen für den entscheidenden italienischen Angriff gekommen Gleichzeitig zog aber eine neue Gefahr heraus, denn Jugoslawiens Haltung wurde immer ungewisser. So mußten außer der 250 Küometer langen Front gegen Griechenland auch noch 460 Kilo-! meter gegen Jugoslawien dummbejt abgefeimt werben Was nur irgenbwie entbehrlich schien, würbe von ber griechischen Front weggenommen unb in ben Tagen vom 28. Marz bis 1. April sechs Divisionen an bie jugoslawischen ^^nzen geworfen. Noch einmal gingen die Griechen am 6. April zum . Angriff über, um den schwer bedrängten lugoslawi- ! schen Truppen eine Entlastung zu verschaffen, doch - ohne Erfolg. Kurz daraus begann dann am 8. April der ent- scheidende italienische Angriff, der gegen das Zentrum der griechischen Front angesetzt wurde. Im I Desnitzatal wie von Erseke aus sollte den Griechen im Abschnitt von Kort scha der Ruckzug nach Süden abgeschnitten werden, nachdem die Deutschen bereit? im Osten Flarina erreicht hatten So mußten die Griechen vor der IX. italienischen Armee schleunigst nach Süden zurückweichen, wahrend sich die vom Ochridasee nach Osten vorstohenden ttatte- ! ni chen Truppen am 11. April mit den Deutschen vereinten und jede Vereinigung der griechisch-iugo-1 ssawischen Streitkräfte unmöglich malten Am 14. April ging dann auch die XI. italienische Armee zum Angriff über, erreichte am 22. aus der Peratt- brücke die von Janina kommenden deutschen Trup- venteile, so daß auch hie-r der Kampf entschieden war. Den Griechen blieb nach der Besetzung von M e tz o v o durch deutsche Truppen nichts Öderes übrig, als zu kapitulieren, da ffe völlig abgeschrntten 191. Jahrgang Nr. 120 ürfcöetnt tägUÄ, außer Sonntags und Feiertags Beilage«: Die Illustrierte Siebener Famittenblatter Heimat imBild-DieScholle vrouatö-BeLug^reis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. » - 23 Sieb bei Ricktersckeinen von einzelnen Nummer« infolge höherer Gewalt Bom Ochrida-Gee zur Adria Von unserem Sonderberichterstatter H. W. Bastler. In ber Person des amerikanischen Präsidenten Roosevelt kreuzen sich zwei Mottvreihen. Sie müssen klar auseinandergehalten werden, um eine nüchtern-kritische Einstellung zu ihm und seiner lärmen, den Politik zu gewinnen. Sprechen wir zunächst von den erträglicheren Motiven! Roosevelt kommt aus der Verwaltungs- laufbahn und schrieb anläßlich seiner ersten Bewer. bunq um die Präsidentschaft im Jahre 1932 ein volkstümlich-programmatisches Buch „Look loi- ward“. Diese Schrift zeigt ihn als einen nicht unklugen Beobachter seiner Zeit, der sich über wanche wichtige Dinge seine eigenen Gedanken macht. Er behandelt z. B. die Frage, ob di- Versorgung des Landes mit lebenswichtigem elektrischem Strom unb mit Gas allein dem Privatkapital überlassen wer. den soll, oder die andere Frage, wie den verhäng, nisvollen Auswirkungen des landwirtschaftlichen Raubbaus durch Wiederaufforstung und vermehrte Wiesenhaltung vorzubeugen sei. Der aufmerksame deutsche Leser konnte sich an. gesichte dieses Buches mit einer gewissen Befried., aunfl sagen, daß die hier aufgeworfenen Probleme in Deutschland seit 60 ober 70 fahren eindeutig entschieden seien. Bismarck hat die Eisenbahnver- staatlichung durchgeführt und damit dem "Staats. Dualismus" von Männern wie Adolf Wagner ober Gustav Schmoller eine mächtige Bresche geschlagen. An bie Eisenbahnfrage wagt Roosevelt überhaupt nicht zu rühren, und bas auch aus guten Gründen: Als Bismarck die Verstaatlichung der Bahnen durch- führte, kam er gerade in die „gute Konjunktur der Eisenbahnen hinein und'machte aus ihnen eine Hauptstütze der deutschen Finanzen^ heute find die Eisenbahnen in einem Land wie den Vereinigten Staaten mit ihrer schrankenlos freien Konkurrenz — ein Schmerzenskind unb ihre Verstaatlichung würbe die Finanzen eher bedrohen als stärken. Die Versorgungsbetriebe find bei uns feit Jahrzehnten in ben fianben des Staates, ber ©ememben ober Gemeindeverbände ober sie find mindestens weit' gehend dem öffentlichen Einfluß unterstellt. Das Roofeveltsche Buch wirkt also auf den Deutschen wie eine Arbeit vor 60 oder 70 Jahren. Mer wir leben nicht mehr in den Zeiten Bismarcks und seines Obrigkeitsftaates. Das Verhatt- Nis zwischen Staat unb Volk ist zugleich unerhört intensiviert wie auch oerieine-rl Wir staben als Ausdrucksform für dieses Verhältnis zwischen Staat und Volk bie NSDAP, mit allen ihren manmg- faltiflen Sondergliederrmgen. Die Vereinigten Stoa, ten sind in ihrem Aufbau dagegen ein reiner ... idiilli0 selepboo^ (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Im bisherigen Verlauf dieses Krieges der Achsenmächte gegen Großbritannien unb seine Trabanten nimmt der albanische Kriegsschau» platz insofern eine Sonderstellung ein, als hier fünf der sechs Monate des italienischen Feldzuges gegen Griechenland den Charakter eines Stellungskrieges trugen. Wer zehn Tage kreuz und quer öurd) das Operationsgebiet an ber italienisch-griechischen Front gereift ist und die Schwierigkeiten verschiedenster Art gesehen und zum Teil selbst erlebt hat, kann sich vielleicht ein Urteil über diese sechs Monate Dalkankrieg machen, der nach über- einstimmendem Urteil der Generalstabsoffiziere das italienische Oberkommando vor Aufgaben stellte, die in der Geschichte der italienischen Kriegführung erstmalig waren. Zwei Faktoren bestimmten das ganze Kriegsgeschehen: 1. die Transportfrage und i2. die klimatischen Verhältnisse; zwei Probleme, die zudem vor allem im Winter cufs engste miteinander verknüpft waren. Oft wurde im Verlauf der letzten sechs Monate die Frage aufgeworfen, warum das große Italien mit 45 * Millionen Einwohnern nicht einfach das tleine 7 Millionen Volk der ©ried)en überrannte, eine Frage, die vielleicht ihre Berechtigung hätte, wenn Italien ein direkter Nachbarstaat Griechenlands wäre. Von dem nur eine Million Elnwoh- ner zählenden Stützpunkt Albanien war Italien aber durch die Adria getrennt undttnußte so alles, sowohl seine Truppen, wie deren Wa sen, Ausrüstung, Munition und Verpflegung einschließlich der nötigen Beförderungsmittel vom Mutterland nach Albanien verfrachten. Hierfür tarnen n u r drei albanische Häfen: Durazzo, Valona und San Giovanni di Medua, in Frage und damit begannen auch schon die ersten Schwierigkeiten. Selbst der Haupthafen Durazzo gestattete nur Schiffen bis zu sieben Meter Tiefgang eine Einfahrt und mußte, um ausreichende Landungsmöglichkeiten zu bieten, im Lauf der Monate auf bas Dreifache ausgebaut werden. In Valona waren die Schwierigkeiten noch großer, denn bet Nordwind fiel der Hafen überhaupt aus, wahrend San Giovanni di Medua eine ganz untergeordnete Rolle spielte. So konnten lange Zeit täglich nur rund 1500 Tonnen (Dur^o 900 Valona 500 und San Giovanni di Medua 100 Tonnen) in Albanien ausgeschM werden, doch waren damit die Transporte noch keineswegs am Ziel, vielmehr mutzten Truppen und Material noch iibrr eine Entfernung von 300 Kilometer zur Front verbracht werden. Dazu kam, bah Albanien ohne Industrie und regen Verkehr^^auch«nicht | über ein entsprechend ausgebautes S t r a ß e n n e tz verfügte. Für die zumeist sehr arme Bevölkerung von nur einer Million waren zudem keine großen Lebensmittelvorrate vorhanden, auf die man hätte zurückgreifen können. So ergab sich die Lage, daß während die Griechen alles aus dem Mutterland leicht heranschaffen konnten, Italien erst alles über die Adria verfrachten muß e Wohl hätte Italien die Zahl seiner Div.sionen^^ höhen können, dann wäre aber sofort die örage ihrer Verpflegung und der Heranschaffung der noti- Ln MuW und Waften akut gewogen eme Frage, die erst nach dem Ausbau der Hafen gelost , Als^zw^tter bestimmender Faktor für den ttalie- nifch-griechischen Krieg müssen vor allem die W i t - terungsbebing ungen hervorgehoben werden; ist doch Albanien eines der n t eders chlags- reicksten Länder Europas. Das hatte zur Folge, daß ^r Krttg in den wild d^HüfUten mehrere Monate lang m Eis und Schnee geführt werden mutzte, ein Klima, das "uh" den alpine Reaimentern den übrigen italienischen Truppen völlig ungewohnt war, so daß die Ausfälle durch Erfnerungen überaus groß waren. Ein ebenso u erbittlidier Feind roor schließlich auch der Schlamm.in ihm sanken die Truppen oor allem im Tal der Drin bis zu den Hüften em. und ertranken die Maultiere und m>t chnen> "»t- rolle Lasten an Kriegsmaterial unb Verpflegung, fo »afi ein rascher Vorstotz zu Beginn des Kn-ges und das dabei erhoffte Ueberra(d)ungsmoment den wolkenbruchartigen andauernden N<-d-r,chla«-n nicht zu nerwirklichsn mar. So wurden die Witte rungsverhaltnifse zu einem noch e8n per als die ungemein tapfer sich zur Wehr s tz Griechen, wobei die Frageob unter diesen Der häitnissen ein Beginn der Aktionen un Ok ober 1940 imed-mäfcia war, bei diesen rem strategischen -ve trad)tungen nicht zur Debatte ste^.zumal hier ei auch noch politische Erwägungen eine nicht geringe "äs e,nÄ! w-s L tien in Albanien acht D i n r sro »e n stehen, dar- unter sechs an der griechisck)en gront »ickn TOOOO Mann stellten die Gleichen rund 210 0«’ ™a" Ä9 & L «S wirre, Dadi, S- ’S«1'?Ä ^nRichDM^°° ä SS«- baki vor. wo der Angriff jedoch 'w Kre^e«r eines überlegenen Gegners sowie ™ blieb. Ohne Panzerwagen war hier an ein Vordringen nicht zu bentem V\ ^^L^^unasmanijs mußte, diese Stellung durch ein Umgehungsmanv i.y QN '1889, ' (3;0| »ber a : ?! 4 Je? M 0-6° J Boston, 22. Mai. (DNB. Fuittspruch.) Die Oel- rage nimmt, obgleich England und Amerika den unäschränkten Zugang zu den «Een Erdolquel- len der Welt besitzen, infolge der Transportichwie rigfeiten, die durch die systematische Versenkung und Zerstörung von Tankern hervorgeritten wurden, immer ernstere -Formen an. Eine Verordnung des brittschen Kriegsnttnisteriums bestimmte für bie eng« lische Wehrmacht einen Tag in der Woche zum Transvortfeiertaa". Die englische Armee brauche bringend „Ausbefserungstage zum Ueber° holen und zur Reparatur der Fahrzeuge ! Außerdem schaffe die Einrichtung wichtige Epsparmsse bei ber Abnutzung von Fahrzeugen. Schließlich aber mürben auch riesig e M engen von B r e n n- stoss gespart. An diesen Tagen sind nicht nur militärische Uebungen und Uebungssahrten verboten, Sern selbst die Fahrten der Lastkra twagen zur Verpflegung der Truppen ftnden nicht statt. Es werden viettnehr Sonderrationen einen Tag zuvor ausgegeben. Die Maßnahme ist jedoch nur verständlich, wenn Englands Oelverforgung info.ge des Verlustes an Tankern ein gefährliches Stadium er« ^'Aus^Wafhington wird ferner berichtet, der Präsident plane bie Anlegung einer besonderen „Pip e<-Linie" zur Heranschaffung des Oels nach Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gbechessen schenUlkes verankert, die auf allen ^Webieten brüdeMch juifammenarbeiten. Jeder feindliche Versuch die deutsch-italienischen Beziehungen zu trüben, ist am stählernen Pakt zerschellt. Anläßlich des Jahrestages des stählernen Paktes bekräftigen bie heiben Derbünbeten vor aller Welt ihre totalitäre Solibarität unb ihre »tytuc.i Vui.u.. .. vollkommene Uebereinstimmung nicht nur in Dem Kräfte in ben Kampf warfen, bheb ihnen biefer ben $trieg unerbittlich bis zum Siege wel- (Frfnin nprfaat. Äumal jetzt bie ersten größeren Er- > terzuführen, sondern auch hinsichllich der Art, Die Welt zu reorganisieren. Die Ereignisst haben bewiesen, baß ber Pakt tatsächlich bie Achse ber Neu- orbnung Europas unb zusammen mit Dem Dreimächtepakt die Grundlage der neuen Weltorbnung bilbet. Der stählerne Pakt hat ! zum Zusammenschluß von ^ei parallelen nationalen Erneuerungsbewegungen, bie ihre geschichtliche Entwicklung noch nicht vollenbet hatten, zweier auf bas gleiche politische unb soziale Ideal zustrebe nde Revolutionen, zweier Willen zum Imperium, zweier wirtschaftlicher Autarkien, die sich gegenseitig ergänzen, unb zweier großer europäischer Kräfte I geführt, die sich gegen den Niedergang Europas auflehnen und für die Jahrtausende alte höhere europäische.Kultur eintreten. Die Schlacht um Habbania gegen Habbania durch. D u t 60 kann es nicht aus: 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) - - , —— —wnvu um vnipiuiiqi \yciuu veil sich auf. besitznehmenden Griff seiner Arme imb die zärt- putzte, daß I liche Schwingung seiner Stimme wie einen Stoß. Bagdad, 21. Mai. (Europapreß.) Der irakische Heeresbericht vom Mittwochnachmittag meldet: Die Schlacht um Habbania dauert an. Unsere Vorposten schlugen mehrere feindliche Patrouillen zurück. Unsere Luftwaffe führte Dienstag 18.30 Uhr einen Angriff zende von Bo Dann horcht er, aber es kommt nur ein schwacher Laut als Antwort. Wiederum empfängt Gerda den Neue Erfolge Fauzi Kaukjis. Bagdad, 22. Mai. (Europapreß.) Die Freischaren Fauzi Kaukjis erzielten große Erfolge im Guerillakriea an der transjordanischen Grenze. Es gelang ihnen, eine britische Polizei- Das neue Kroatien. Eine Ansprache des poglavnik — König Tomislav II. Aus den gelichteten Baumen rieselte am sachter Regen aus verfärbtem Laub, auf dem Kühler hatte sich Sin großes goldenes Linüenblatt zur Ruhe gelegt. Es war sehr still. Die Frau in der Wagendecke machte sich ganz klein und kämpfte tapfer mit einem nervösen Zittern. Gewiß, sie ist kein verantwortungsloses Mädel mehr, sie war's auch nicht an jenen trunkenen Abenden im August, als die Sterne und Clemens' Kopf so Dermirrenb nahe schienen. Bor einem Bauernhaus im Dorf blies einer auf dem Horn, und in den Haseffträu- chern am Ufer wachte ein Bogel auf und versuchte zu singen. Es waren nur ein paar schlaftrunkene verlöschende Triller, aber sie gaben den letzten Anstoß. ---Clemens würde nie verstehen, daß Gerda ganz waffenlos, ganz bereit war, .zugeben, weil der dumme Bogel nicht wußte, Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Wie aus Pa* lastina gemeldet wird, ist der gesamte Autoverkehr im Lande von einer polizeilichen Sondergenehmigung abhängig gemacht worden. Kem Auto darf künftig ohne Passierschein über ■ - ■ , - - -- --i den seltensten Fällen ge* Oie USA. der Komplice Englands. Rom, 21. Mai. (Europapreß.) Gilbert Rodfern, ein Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Hoover, ist von einem mehrere Monate dauernden Europaaufenthalt nach den Vereinigten Staaten zu- rückgekehrt. Er sollte dort die Vorarbeiten für den Hooverschen Plan zur Lebensmittelver« sorgungindenbesetztenGebieten durchführen^ der aber inzwischen an beim Widerspruch Englands gescheitert ist. Rodfern führte vor der Neuyorker Presse aus, die Bevölkerung in den besetzten Gebieten verachte und verurteile die USA., weil sie sich zum Komplicen Englands bei dessen verbrecherischer Lebensmittelblockade machten. Diese nordamerikanische Mitwirkung sei ein unauslöschlicher Flecken auf dem Schild der USA. Die Behauptung, die Achsenmächte zögen vorläufig aus den Versorgungsmaßnahmen der* besetzten Gebiete Vorteile, wies Rodfern entschieden zurück. — Auch General Pershing und Admiral Pratt seien mit Rodfern, so berichtet „Tribuna", völlig einer Meinung. Schwere Strafen gegen de-Gaulle-Anhänger. Vichy, 21. Mat. (Europapreß.) 56 Anhänger de Gaulles, Unteroffiziere und Mannschaften, wur- unabhängig an der Seite freier und unabhängiger Nationen als Gleiche unter Gleichen. Die wichtigsten Grenzen unseres Staates haben wir bereits sicherstellen können. In Kürze werden auch die anderen festgelegt fein. Schon heute ist der unabhängige kroatische Staat weit größer, als er jemals im Laufe seiner Geschichte gewesen ist. Ich kann euch heute auch sagen, daß sich der Prinz aus dem Hause Savoyen an die besten kroatischen Traditionen in jeder Weise anschließen wird. Er wird den Namen Tomislav II. annehmen und in Du- oansko Polie gefrönt werden. Mit der Politik der persönlichen Interessen haben wir abgeschlossen. Unsere Parole ist Ordnung und Arbeit. Wir wollen auch in dieser Hinsicht dem Beispiel unserer Verbündeten folgen." Der Poglavnik schloß, auf der Grundlage der Arbeit und der Anerkennung des Bauerntums werde ein souveräner Staat entstehen, für den die Ustaschi-Bewegung das feste Bollwerk bilden werde. Mit vielen Vorbehalten läßt sich die geistigmoralische Situation der USA. mit der des wilhelminischen Deutschlands vergleichen. Auf den Fachgebieten machen die Wissenschaften große Fortschritte. In der Wirtschaft werden noch immer sehr beachtliche Ergebnisse erzielt. Allein, was bei uns hie berüchtigte „Reichsverdrossenheit" gewesen ist, das ist in den USA. von heute die soziale Jnstinkt- miast. Alle Kreise der Bevölkerung sind von einem " ifen Unbehagen^ gepackt und immer deutlicher der einem den Atem nimmt. O ja — er versteht etwas von den Frauen, dieser kühle, hochmütig m sich selbst zurückgezogene Mensch, — sie kann es er- messen an der Zielsicherheit, mit der er sie umstellt hat, an der Unfehlbarkeit seines Angriffs, an ihrem narrisch veränderten Pulsfchlag, wenn sie über zehn Meter Entfernung hinweg seinen Augen begegnet, die grau sind wie der Stahl der Gewehrläufe —. fassen Sie mich los", verlangt Gerda ohne Ueberzeugung und weiß genau, daß dieses abgehackte, zu nichts verpflichtende Gemurmel neben ihrem Ohr später hundertmal nachklingen wirb, daß sie hundertmal zurückflüchten wird in dieses Gefühl, das sie jetzt erfüllt, zurückflüchten wie auf eine glückliche Insel. Aber plötzlich sagt Clemens ein Wort, das sie aufweckt. „An wen denken Sie jetzt?" sagt er, „an den Mann mit dem Potergesicht?" „Wer hat ein Potergesicht?" „Ich frage mich immer wieder", redet Clemens weiter, und sein Arm löst sich von chr, „ob da ein anderer Mann im Weg steht? Oder liegt's an mir? Bin ich ein Stümper?" "Sie haben meine Frage nicht beantwortet, ich will wissen, wer ein Potergesicht hat?" "0h, Ähr unverwandter Kurmacher natürtidk Lassen Sie sich warnen, Gerda, der Mairn ist me- thodisch und herzlos, wenn er auch, das sei zuge- geben, derzeit ein bißchen verliebt in Sie ist. Warum kann er mich übrigens nicht leiden?" „Spüren Sie das?" „Immer!" „Beneidenswert", sagte Frau Maurer verwundert, „er findet, Sie sehen aus wie eine Million Dollar." Dr. Kempf zog die Oberlippe herauf. „Sagen Sie ihm, daß seine Schätzung ungefähr stimmt." Die junge Frau neben ihm setzt sich gerade. Genug mrt dem beziehungsvollen Unsinn, mit dem verdeckten Geplänkel und den Settenhieben nach einem Abwesenden, der sich nicht verteidigen kann. Paul gehört zu den Leuten, die chr eigenes Schwergewicht am Schwimmen hindert. Er kommt nicht hoch — Candreni — Lom — Konstanza. Er fällt von einem Balkannest ins andere, wie in Löcher. „Wüßten Sie keine Stellung für mich, Herr Doktor?/ wollte sie unvermittett wissen. ' (Fortsetzung folgt.) z den am Dienstag vom Mlitärtribunal der 13. Division in Clermont-Ferrand in Abwesenheit verurteilt. Die Militärrichter sprachen sieben Todesurteile wegen Fahnenflucht ins Ausland, Hochverrats und Mitnahme militärischer Gegenstände aus. Acht Angeklagte wurden zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, die übrigen zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das Militärgericht verfügte die Ein- ziehung des gesamten Vermögens der Verurteilten. Frankreich will Martinique verteidigen Obrigkeitsstaat geblieben, nur mit der Abwandlung, daß ote Obrigkeit nicht repräsentiert wird durch einen Monarchen, sondern durch konkurrierende Hintergrundeinflüsse oft recht penetranter Art. Sich mit einem örtlichen Würdenträger in einem der ErnAelstaaten der USA. „anzulegen", ist entschieden gefährlicher als eine kleine Majestätsbeleidigung im Bismarckschen Reich. Denn im Bismarckschen Reich gab es dafür eben eine entsprechende Gerichtsverhandlung auf Grund eines klar umrisfenen Strafgesetzes. In den USA. tobt sich aber der ungezügelte Haß eines solchen örtlichen Tyrannen hemmungslos aus und ruht nicht eher, bis das schwarze Schaf die Weidegründe verläßt. Mit einem Wort: Ran- tihw und Willkür toben sich viel verheerender aus als ein Prozeß roeaen Majestätsbeleidigung. Die Parteien in den USA. sind überständig. Die ursprünglichen Antriebe zu ihrer Bildung sind längst vergessen. Sie sind nichts anderes als der Kader für diese Ortsgewaltigen. Wenn wir heute lesen, daß die Roosevelffche Politik trotz der Wahlerfolge auf Älgemeine Gleichgültigkeit stößt, so ist das eben das Ergebnis des wesentlichen Tatbestandes, daß .zwischen Staatsführung und Volk eine breite Lücke klafft. Wer die Anfänge der Roofeveltschen Amtstätigkeit verfolate, mußte schon 1933 darin die eigentliche Gefahr für sein Regime sehen. Und so ist >es auch gekommen. Die „neue Politik" (New deal) hat nut Mühe und Not die schlimmsten Katastrophenwirkungen der damaligen Weltwirtschaftskrise überwunden, blieb aber immer umstritten und scheiterte gänzlich am Problem der Arbeitslosigkeit. Nr Gegenstück war übrigens eine ungeheure Der- ftyuldung des Landes. Die eine Motivenreihe zeigt uns also Franklin Roosevelt als den verhinderten Reformator. Und hier liegt der Schnittpunkt mit der zweiten Mo- ttvenreihe: mit der Jnstinktfurcht des Amerikaners vor den neuen Problemen der sozialen Frage, die bisher für ihn nicht bestanden hat. Die soziale Frage bestand für die USA. deshalb nicht, weil bis 1910 immer neues Siedlungsland zur Verfügung war. Das hat aufgehört. Und seither verschärft sich die soziale Frage in einem unerhörten Tempo, well ganz plötzlich der große Puffer zwischen Arm und Reich weggefallen ist, weil nicht mehr die großen Aufstiegsmöglichkeiten „eine Chance für jedermann" nieten. mben wurden auf Hallen und Lagerschuppen abgeworfen und verursachten großen Schaden und Brände, deren Flammen sehr wett zu sehen waren. Ein anderes Luftgeschwader bombardierte Micailla. Zwei feindliche Flugzeuge versuchten aufzusteigen, wurden aber durch unsere Flieger abgeschossen, bevor sie Höhe erreichen konnten. Zwei feindliche Flugzeuge versuchten Dienstagabend unsere Stellungen zu überfliegen. Ein Flugzeug wurde abgeschossen, das andere in die Flucht geschlagen. Andere Luftge- schwader beschädigten durch MG.-Feuer zwei Formationen englischer Flugzeuge auf dem Boden, und zwar handelte es sich um etwa 20 zweimotorige Apparate. die aufziehende Helle über dem Mütscher Joch der Mond war und nicht die Sonne. Jetzt lächelte sie den gelben Bäumen ein geistesabwesendes Lächeln zu und sah dabei aus den Augenwinkeln Clemens' Profil, das geliebte, kühne, undurchsichtige Profil dieses Mannes, den eine gütige oder erbarmungslose Vorsehung — sie getraute sich nicht, darüber zu entscheiden — in ihren Weg geschleudert hatte, um chr ein kurzes Glück voll schmerzlicher Intensität und eine lange, lange Erinnerung zu geben, die niemals ihren Glanz verlieren würde. Clemens Kempf steht außerhalb chrer Bahn, und das, sagt sich Gerda vor und spürt seine Hand fest um ihre Finger geschlossen, das darf man nicht vergessen. Clemens vergißt es auch nicht. Ein Strom von Wärme geht von der großen, knochigen Hand aus und sammelt sich rings um ihr Herz. —- Er soll sie nicht festhalten, er hat kein Recht, ihr das bißchen Kraft und Selbstbehauptung wegzunehmen, die sie so bitter braucht. Windgejagte Herbstfäden sind noch in der Luft, einer kommt durch die heruntergeturbelte Scheibe herein und streicht eine Sekunde lang über ihr Gesicht. Es ist wie eine Liebkosung. „Feige, Gerda?" erkundigte sich Kempf halblaut. „Nicht feig — vernünftig." Er wendet den Kopf, die starke, einheitliche Linie fernes Profils zerbricht. „Sie sind aber doch nicht vernünftig, Gerda--nicht vernünftig und nicht überlegt. Sie sind alles das nicht, was sie so gerne spielen wollen. Sie müssen wissen, daß ich etwas von Frauen verstehe, und Sie sind von der Sorte, von der man nicht loskommt, weil sie so ungeheuer werblich sind. Sie müssen", stößt Kempf zwischen den aufeinandergebissenen Zähnen hervor, „eine wundervolle Geliebte sein — widerspenstig und zärtlich und füß." Seine Hand geht von ihren Fin- gern weg und schiebt sich zwischen Rücken und Polsterung. Der Wagen steht zwischen Herbstfäden und fallendem Laub--Clemens Mund liegt wieder auf dem ihren--es ist so wie früher — mein Gott, so wie früher? „Wie können Sie sich unterstehen, mir so zu Kops zu steigen? Ich bin entsetzlich in Sie verliebt!" Der irakische Heeresbericht vom 20. Mai meldet: Mr haben die Stellungen in der Gegend von Basra und Kouatba bombardiert. Ein Offizier und mehrere Dutzend britische Soldaten sind in dem Gefecht bei Kouaiba getötet worden, lieber- läufer berichten, daß der Gegner infolge der schweren Verluste, die er erlitt und die besonders für die Abteilung unter dem Befehl des Obersten Jerr fühlbar sind, sich zurückziehen mußte. Hunderte von Verwundeten wurden nach Indien a6transportiert. Die Toten wurden in den Fluß geworfen. Unsere Flugzeuge bombardierten mit guter Wirkung das Lager Ginelderbane. Die englische Luftwaffe hat die Stadt Mossul angegriffen und dabei die Zivilbevölkerung mit Maschinengewehrfeuer beschossen. Der englische Heb. Rom, 21. Mai. (Europapreß.) In dem festlich mit kroatischen, italienischen und deutschen Flaggen geschmückten Agram hielt der Poglavnik, Ante P a v e l i t s ch , seine erste Rede an das kroatische Volk. Bisher hatte der Poglavnik lediglich vor der Ustaschi-Bewegung gesprochen. Er grüßte mit aus- gestreckter Hand, während die Nationalhymne erklang. Pavelitsch erschien in der Uniform der Ustaschi--Bewegung. Er entwickelte die Geschichte des nationalen Kampfes des kroatischen Volkes und erinnerte an die Vorläufer und Bekenner der Bewegung. „Man sagte, wir Ustaschi ständen im Solde des Auslands. Heute aber sind alle diejenigen, die damals diese Anklage gegen uns richteten, selbst Söldlinge des Auslands. Wir aber haben den unabhängigen kroatischen Staat geschaffen. Unseren Kräften haben die beiden großen Führer Deutschlands und Italiens ihre Unterstützung angedeiyen lassen Unsere Dankbarkeit für diese Unterstützung wird immerwährend fein. Wir leben jetzt frei und tiefen Unbehagen aepa spricht sich das Gefühl ______ wettergehen!" Extreme sozialpolitische, auch geradezu sozialrevolutionäre Forderungen tauchen auf, wie z. B. das Schlagwort: „Jedem Mann über 60 Jahre seine Eier mit Speck!" Das ist nun auch eine Form, in der sich das Verlangen nach einer genügenden Altersfürsorge ausspricht. In dieser geistigen Krise steht nun Roosevelt, der verhinderte Reformator. Er spielt diese Rolle deshalb, weil er zwar Probleme gesehen hat, sie aber grundsätzlich nur mit Methoden der amerikanischen Vergangenheit und eines überlebten Jahrhunderts bewältigen will. Etwa genau so wie die Sozialvolttik des Zweiten Deutschen Reiches nicht den Absprung zu einer neuen Gesamtschau fand. Die Amerikaner selbst halten Roosevelt für einen Revolutionär. Das ift er eben nicht. Er will das amerikanische Wesen einer überlebten Zeit mit einigen neuen Mitteln erhalten. Aber er sieht nicht die neue Zeit. Er fühlt den Boden unter feinen Füßen schwanken. Und nun flieht er aus der Jn- fttnktangst vor dem eigenen sozialen Problem in die Kriegspsychose und neigt sein Ohr allen Kriegstreibern gleicher oder ähnlicher Herkunft. Darum der große Lärm und die heftige Schaumschläaerei Roosevelts! Dr. Ho. formation aufzureiben und über 20 Autos zu erbeuten. Zahlreiche feindliche Panzerspähwagen wurden zerstört. Die Freischaren erhalten ständig Zuwachs aus den Kreisen der nun offen gegen Emir Abdullah rebellierenden transjordanischen Beduinenstämme. Der Jemen mit dem Irak solidarisch. Damaskus, 21. Mai. (DNB.) Der Zustimmung der jemenitischen Bevölkerung zum arabischen Freiheitskampf gibt die Zeitung „Attman" Aus- druck. „Atiman", die in Sana, der Hauptstadt des Landes, erscheint, ist die einzige Zeitung des Jemen. Der Name Irak, so schreibt das Blatt, ist ein heiliger Name geworden. Er ist Symbol des arabischen Wider st andes gegen die britische Tyrannei. Wir wünschen, daß die irakische Militärmission im .Jemen bleibt und uns schnell und gründlich lehrt, wie man das Schwert gegen England führt. Diese Militärmission ift uns Unterpfand der irakisch-jemenitischen Solidarität. Oie Drusen unterstützen den Irak. Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Das nationale Verteidigungskomitee in Damaskus veröffentlichte ein Manifest der Drusen als Antwort auf britische Rundfunkmeldungen, die behaupteten, daß die Drusen mit der irakischen Haltung nicht einverstanden seien. In dem Manifest erklärt Sultan Pascha Attache, der Leiter des Drusenaufstandes von 1925, die Drusen unterstützten den Irak in seinem Freiheitskampf. Der gegenwärtige Chef der Drusen, Mustafa Atrache, stellte eine Mitarbeit ferner Truppen an der Seite der französffchen Armee in Aussicht für den Fall eines britischen Angriffs auf Syrien. Gaudi-Arabien erhebt Anspruch auf Akaba. Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Wie aus Dschidda gemeldet wird, hat die saudische Regierung dem britischen Gesandten Sir Reader Bullard eine Note zugeleitet, in der der Anspruch auf den südlich der Sinai-Halbinsel am Roten Meer gelegenen Hafen von Akaba formell erneut vorgebracht wird. , . —verfall forderte zahlreiche Opfer. Einen zweiten Angriff unternahmen die englischen Flugzeuge auf eine Ortschaft in der Nähe von Mössul. Auch bet diesem Angriff wurden Zivilpersonen getötet ♦ Vornan von Elisabeth Holt. ei nen eventuellen Angriff b er Der« einigten Staaten zu ergreifen. Die Befeftb gun ^arbeiten werden erweitert. Die französischen Behörden haben insbesondere beschlossen, die auf Martinique befindlichen Goldreserven du Bank von Frankreich zu verteidigen und nötigenfalls die Zitadelle in die Luft zu sprengen. Frankreich kennt allein seine Interessen. Vichy, 21. Mai. (DNB.) Dir Rede Roosevelts, in der Frankreich öffentlich beschuldigt wird, Deutschland das französische Kolonialreich zur Verfügung zu stellen, ist Gegenstand hefttger Reaktion in der französischen Presse. „Actton $ran$aife" sagt, wo hören eigentlich die amerikanischen Interessen auf? Das Argument Herrn Roosevelts von der Gefährdung der amerikanischen Sicherheit ver, fd)leiere in Wahrheit bestimmte Gelüste. Die Mon. roe-Doktrin bedeute in der Auffassung des Herrn Roosevelt, daß sich Europa nicht mehr in amerikanische Angelegenheiten mischen dürfe, daß Amerika aber von nun an gedenke, sich in europäische Angelegenheiten einzumischen. Frankreich habe das Recht, allein zu beurteilen, wo seine eigenen Interessen liegen. Die französische Politik schließe keine Bedrohung Amerikas ein. Das ist der ©rurtb, weshalb bei uns jede unfreundliche Geste auf absolute Festigkeit stößt. ✓ Vansittart zurückgetreten. Stockholm, 21. Mai. (DNB.) Wie Reuter meldet, hat Sir Robert D a n s i 11 a r t den Wunsch ausgesprochen, sich von seinem Amt als diplorna- tischer Berater der Regierung bei Vollendung feines 60. Lebensjahres im Juni zurückzuziehen. Der Staatssekretär im Außenamt habe das Rückttitts- gesuch angenommen, werde aber auch weiterhin auf den Rat Vanstttarts zurückgreifen. Sir Robert Vansittart werde an dem nächsten Geburtstags des Königs den Titel eines Barons erhalten. Als Vansittart am 1. Januar 1938 zur Ent- lastung des damaligen Außenministers Eden zum diplomatischen Hauptberater der britischen Regierung ernannt wurde, war der von einem gewissen geheimnisvollen Nimbus umwitterte und daher ott als „graue Eminenz" des Foreign Office bezeichnete Beamte bereits als fanatischer Deutschenhasser bekannt. Obwohl er während der Olympischen Spiele 1936 sogar persönlich das neue Deutschland besuchte und heuchlerische Lobesworte für die mustergültige Durchführung dieses großen Friedens- festes fand, wußte doch alle Welt, daß Vansittart einer der eifrigften Kriegshetzer und verbissensten Feinde einer neuen Ordnung in Europa war. Als er das Ziel seiner lahrelangen Kriegshetze erreicht hatte, hat er seinem Haß keinerlei Zügel mehr angelegt und Deuffchland in Reden und Zeitungsartikeln bei jeder Gelegenheit in der gemeinsten Weise beschimpft. Er war es, der in seinem berüchtigten „Schwarzbach" einer Sammlung verschiedener Rundfunkreden, die deutsche Natton als „europäische Schlächter" branbmarfte und die Deutschen als »„engherzige traurige Roboter" begeiferte. Wenn dieser üble Hetzer und Kriegsverbrecher jetzt offiziell hinter den Kulissen verschwindet, so geschieht dies zweifellos nur, um wieder wie früher in geheimnisvollem Halbdunkel seinen verhängnisvollen Einfluß umso unauffälliger und nachhaltiger ausüben zu können. Zahlreiche neue Verhaftungen in Aegypten. Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Die ägypttschs Polizei hat unter britischem Druck Hunderte von Personen festgenommen, die angeklagt werden, mit Aasri Pascha, dem spurlos verschwundenen Generalstabschef, in Verbindung zu stehen. Eine Untersuchung wurde gegen fast alle Offiziere der ägyptischen Luftwaffe eröffnet. Sie wurden einstweilen vom Dienst suspendiert. Zwei englische Kompanien sind seit drei Tagen unterwegs, um uach dem verschwundenen ägypttschen Offizier zu suchen. Wachsende Unruhe in Palästina. „Sie ist nach Hamburg zur Auktion gefahren, um sich den Zobel zu holen — diesen Zobel, der damals in Zürich an der Lifttür gehangen hat, während Alwine unten im Parterre starb. Es ist allerhind — nicht? Pola muß innen aus Gußeisen fein." "Pst —", der Professor hob einen warnenden Finger. Droben ging eine Tür, und dann schlenderte Dr. Kempf langsam über die Stiege. Seine linke Braue zuckte ein bißchen in die Hohe, er sagte: „Hallo, Professor, schon zurück?" wahrend er Brix die Hand schüttelte. Er war bei Pola zu Besuch gewesen. Dabei suchte er mit den Augen nach seinem Hut und war kühl wie eine verschlossene Auster. Nachher horte man ein erstauntes „Oh" auf dem Treppenabsatz — sehr mit ihren Handschuhen beschäftigt kam Gerda und begrüßte den zurückgekehr- ten Professor. Dr. Kempf entschloß sich zu der Mitteilung, er nehme Frau Maurer, die am Ring zu tun habe, in seinem Wagen mit. „Sie machen einen Umweg", sagte Gerda, als sie fuhren. Es machte ihr nichts aus, sie lag zurückge- lehnt im grauen Leder und atmete durch die herab- gelaffene Scheibe den feuchten Wind, der ein bißchen nach Rauch schmeckte. Irgendwo in der Nähe verbrannte man Unkraut, lieber dem Kahlenberg feget, ten Wolken, der Laubwald an seinen Hängen war gelb und rot gefleckt, er bekam auch schon kahle Stellen. Ganz durchsichtig standen die Ränder in der sonderbaren Beleuchtung der roäfferigen Herbstsonne. „Schlechtes Wetter hier", sagte Dr. Kempf, ohne den Kopf zu wenden, „kälter ist es auch bei uns oben in Hamburg nicht." Frau Maurer hängte den Arm in den Leder- sHlupf. der von der Decke herunterbaumelte. „Wollen öte nach Hause fahren?" „Nein, noch nicht. Ein oder zwei Wochen wird man mich hier noch dulden muffen. „Oh, von dulden kann doch feine Rede fein/* Plötzlich blieb der Wagen unter einer Gruppe von wind,zerzausten Linden stehen. Dr. Kempf veränderte die Haltung. „Gerda", sagte er, „seit vierzehn Tagen versuche ich, mit Ihnen allein zu reden. Sie benehmen sich nicht sehr fair. Schließlich sind Sie kein un° verantwortliches kleines Mädel mehr, sondern eine Frau — ich muß es bet Ihrer Schönheit und Ihrer Art, mich hinzuhalten, annehmen, eine sehr erfahrene Frau." (Hier wurde Gerda rot und dachte tief in iljrem zornigen Herzen, daß Clemens ein Esel sei.) Ihr Ellenbogen, verlockend vor Clemens Nase aufgehängt, gelangte in seine Hand, die Finger unter dem dicken Fahrhandschuh waren hart wie Eisenklammern. „In Mötsch, Gerda, hat es ein oder Mei Augustabende gegeben, an denen Sie weit genug gegangen sind, um mich mehr erwarten zu lassen. Herrgott, was waren ©ie süß und weich und leicht, in Ihrem roten Kleid, wie Sie mit Steinen nach den Sternen in dem See geworfen haben — ich glaube, Sie sind beschwipst gewesen damals. Ich war s beftimmt. Aber doch nicht jo trunken, um nicht beurteilen zu können, daß Ihre Küsse nicht leichtfertig waren. Ich wollte Ihnen Zett geben, ndtfjt drängen, verstehen Sie, Sie sind mir näher und näher gekommen — furchtsam, wie meine Hirsche an Salz Herangehen. Und dann auf ein» mal Schluß. Gepackte Koffer, Depeschen — Pola ift keine Frau, sondern ein Alarmapparat. Nie im Leben kommt sie mtt mehr ins Haus." 12. Kapitel. Poris, 21. Mai. (DNB.) Die auf Martinique stationierten französischen Land-, See- und Luft- strettkräfte haben, wie der „Matin" aus Fort de France metoet. Befehl erhalten, die notwendigen UUw vuti iuhihu Maßnahmen zur Verteidigung der Insel ge g'e n'Land fahren, der nur in Kleine politische Nachrichten buco 22 fett. le Meuter w.®unfÄ ' Momo- nbiüifl ieil >ehen. Der Rücktritt;. Oas neue Bulgarien rlei Zügel gen Aus dem Reich Set- Das zeigt inniinenial -reifen tutitkütichM Qiww* ütd dwMuM, Qw> Wie der en für die ..weckrhm * Robnt S5N Sur Ent. iben zuin etl Regie, "gewissen daher oH Wieder 200 vorbildliche Kleinbetriebe im Handwerk. Zeigt Euch der Fronten würdig! Der Reichsjugendführer zum Reichssportwettkampf. unb Zei. ' ir gemein« ! in seinem ‘ ilung Der« lotion als die Deut« begeiferte, recher jetzt et, so ge« Die früher erfjängni?« achhaltigec Lleberprüfung der Betriebe auf Locklöhne. Verstoß gegen Lohnstop auch bei Hausgehilfin«-« strafbar. ^en, *"3 1 Kr 3Jet; * * auf ab. Sulaarifche Truppen besetzen Samothrake nnd Thasos. Sofia, 21.Mai. (Europapreß.) Sie bulgarischen Zee- und Landstreitkräfte haben am 14. Mai Die rrfei Samothrake und am darauf folgenden öen S ' !«« t Clemens ’s an nm wartet, $ natürlich, im ist £ rsgruppenleiter der Auslandsorganisatton der RSDAP. Dr. Goebbels entmarf ein W der poli- tischen Lage des Reiches und der sich hieraus für in’ Üerr, ? aweri, bQ6 Slmt. "FT®* habe ba; bauDtHfmtttetter: Dr HMrdrt» Btfbele «««e. Stellv««M» » hcuDtxtjnrtiettra- traft Bwmfchet». Bnantw örtlich «n» Dr ftx. W. iJanflf: für bai Frutllrtou. Dr. Hans Htjtioi, ewxm ■. et*tt: toi* «lamtorn DrmI unb kerlog Brühljche nidDcnttäUDradrott «. «. •. efretär u. iefe Tagung", so schloß der staats« Bor einem Hahr. Am 20. Mai 1940 sturmen deutsche Soldaten Laon. Im Vorgehen nach Südwesten wird der Oise- Aisne-Kanal erreicht. Di- 9. ftanzosflch- Armeeist in Auflösung begriffen. Ihr Oberbefehlshaber und der Armeestab sind gefangen aenommen. In die Bresche ergießen sich unsere Divisionen. Panzer- korps und motorisierte Truppen haben Arras, Amiens und Abbeville genommen. Der tn Belgien stehende Feind ist damit «ingekresit Am 21. Mai 1940 wird der Durchbruch der deitt schen Truppen zur Kanalküste nach Nordwesten m Richtung auf St. Pol und MontreuU für Mer erweitert.' In Flandern leistet der tfemb an der Schelde noch zähen Widerstand. Bei Valenciennes ist der Angriff gegen die hier zusammengedrangten französischen Kräfte im Gange. Versuche des Gegners, im Artois über Arras und westM nach Süden auszubrechen, werden abgewiesen. Vor den belgisch-französischen Häfen wurden em Kreuzer und elf Handels- und Transportschiffe vernichtet. Der Feind verlor 120 Flugzeuge Am 22 Mai 1940 gewinnt unser Angriff tn Flandern über die Schilde langsam am Dodem Das Waldaelände südostwärts Valenciennes wird gesäubert Ausbruchsversuche feindlicher Panzerkrafte bei CanÄirai werden abgewiesen. Im westlichen Ar- tois gehen uuftre Truppen auf Calais E In der F-stunq Lüttich mirt> die Werkrgruppe Batkce mit 2V Offizieren und 650 Mann aenommen. An der Südfront von Namur wird noch um einig« Werke «ekümpft. Dünkirchen und Dover wurden tmrtfam mit Bomben belegt, vor der Kanalküfte drei Trans- porter und ein Tanker mrt insgesamt 20 000 B.nX. oerfenift _ Der Reicksführer ff auf der Durchreise in Kopenhagen. Kopenhagen, 21. Mai. (DNB.) Anlahlich eines Ruaes nach Oslo hat der Reichsflchrer-^ und Chef der deutschen Polizei Hemnchch'i w^m ler Kopenhagen einen kurzen Besuch "büestattet und eine Fahrt durch die Stadt unternommen. Mn einem Empfang nahmen der Bevollmächtigte d-s Deud schen Reiches Gesandter von Renthe-Fink, l?r Beaustra'gte für Fragen der inneren Berwal- ™i^rä^ntm<,^nrfi»rjr K annftein ft: Wonschow, teiL Vor dem Abflug n^h Oslo hatte der Reichsführer- ff noch eine k^eUnterhal tung mit dem dänischen Reichspokzeichef Thune Jacobsen. Oer italienische Bericht. Rom 21. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wort- ^eiv. Rordasrika an der Soll um-Front -unb um Tobruk Spähtrupptätiakeit auf beiden Seiten. Bei den Ausfallversuchen der letzten Tage haben die Engländer schwere Verluste an Mann und Material erlitten. »htn6 In der Nacht zum 20. Mai habeni deutsche Flugzeuge den Stützpunkt Malta bombardiert Batte, rie- und Scheinwerferstellungen wurden getrösten und Zerstörungen verursacht. Em britisches Fl g zeug wurde im Luftkarnpf abgeschossen. Im östlichen ^ittclmeerinÄ/nn/n unsere Torpedoflugzeuge einen 10 000-Tonnen- Kreuzer. m Stn 0 ft a f r i f a nichts Neues. . Unser Unterseeboot „M a l a s p i n a" unter Kapitänleutnant Giuliani) Prini lantik den feindlichen Dampfer „Lycaon (775U VRT.). ! I ftng. Die Insel Thasos liegt gegenüber der Mun- ima des Flusses Mest, hat eine Oberfläche von 93 qkm und ist von 12 000 Menschen bewohnt. Sier ist die Kultur von Oliven und von Wem ge- • Hegt Auf der Insel befinden sich auch Vorkommen »on Zink, Blei und Kupfer^ Die Bevölkerung bricht einen slawisch-bulgarischen Dialekt. Su BläUer berichten, daß die bulgarischen Truppen non der Bevölkerung freundlich empfangen wurden. Das Wirtschaftsleben der Insel stt mit lenem des ebenfalls schon besetzten Thraziens eng verbunden. ( Das bisher von bulgarischen Truppen m Gne- henland besetzte Gebiet hat ohne die Inseln Tha- 'os und Samothrake eine Große non 14000 qkm. IÖstlich von Dedeagaftch bis zur Maritza ist eine freie Zone von 2800 qkm mit Rücksicht auf die iürkijchen Gefühle offengelassen worden. An t»er Struma bis zum Gebirge Kimscha sind eben- ialls 1300 qkmunbesetzt. Die ehemals zu Jugo- Wien gehörenden Gebiete Mazedoniens haben eine Gröhe von 28 000 qkm, wobei das Becken oon Pirot nicht inbegriffen ist. Bulgarien umfagt fttzt 110 000 qkm; einschließlich der neuen Gebiete wurde es etwa 150 000 qkm Oberfläche besitzen. Da die neue Grenzziehung aber noch nicht abgeschlossen ist, so werden sich wahrscheinlich noch einige Aende- ruhgen ergeben. staaten eröffnet. In Brüssel wurde eine aemeinsame deutsche und belgische technische Ausstellung der Oeftenttichkett übergeben, die, wie die in Paris aufgebaute, die Verlagerung deutscher Aufträge an die belgische Industrie fördern und damit schon jetzt eine feste Basis der europäischen Wirtschaftslenkung schäften will. Die Ausstellung soll zeigen, auf welche Erzeugnisse und Einzelstücke sich Die Auftragswünsche deutscher Firmen beziehen. * Die Deutsche Akademie (Villa Massimo) in Rom erhielt durch Verfügung des Reichserziehungsmini- ters den Namen .Deutsche Akademie der Künste (Villa Massimo) in Rom". Die Ateliers des Instl- tuts dienen der Weiterbildung von jungen deutschen Zünftlern (Bildhauern, Malern und Graphikern), die hierfür Stipendien mit einjähriger Laufzeit er- halten. Der deutsche Gesandte in Bukarest, Freiherr von Killinger, besuchte das volkdeutsche Siedlungsge- biet um Kronstadt, wo er mehrere Gemeinden, Bauernhöfe und Baudenkmäler besichtigte. weibliches Büropersonal darf im allgemeinen die Einstellung nur zu dem Gehalt erfolgen, das das Gefolgschaftsmitglied im alten Betrieb hatte. Diese Treuhänderanordnungen gehen Dem allgemeinen Grundsatz vor, der besagt daß Neuem- stellungen höchstens zu den Sätzen erfolgen dürfen, die am Tage des Inkrafttretens des allgemeinen Lohnstops — dem 16. Oktober 1939 — im JBetfiebe für die betreffende Tätigkeit gezählt wurden. Der Treuhänder kann ein anderes Gehalt und eine andere ginftufung festsetzen. Die Kontrolle bezieht sich nicht nur auf die Grundgehälter, sondern auch auf sämtliche sonstigen Zuwendungen Da die ergänzende Anordnung mtt ihrer Anzeigepflicht erst mit dem l.Mai 1941 in Kraft trat, muß eine vor dem l.Mai rechtswirksam vereinbarte Elnstel- lung lediglich die Gebote des allgemeinen Lohnstops berücksichtigen. Durch eine weitere Anordnung hat der Reichsarbeitsminister auch das Aufrucken im Lohn oder Gehalt unter stärkere Kontrolle genommen Unerlaubte Lohn- oder Gehaltserhöhungen werden bestraft. Auch Hausgehilfinnen dur- fen grundsätzlich nicht mehr Lohn erhalten als sie an dem erwähnten Stichtage des Lohnstops im Haushalt tatsächlich bezogen haben. Eine Erhöhung ohne Erlaubnis des Treuhänders ist.strafbar. Denn es geht nicht an, daß einige wenige, vielleicht sogar kinderarme Familien durch Locklohne Hausgehilfinnen anwerben, während andere, viel- leicht kinderreiche Familien, die besonders dringend Hilfe brauchen, ohne solche H i l f e bleiben muffen, weil sie derartige Lohnerhöhungen nicht mtt- machen können. Wahre deutsche Gastlichkeit. 611 hem,**. Der Botschafter der Union der SozialMschen Sowjet-Republiken in Berlin, Wladimir D e t a n o- sow, ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Botschaft wieder übernommen. Der ehemalige V5ä.-Botschafter in Berlin, Frederick M. Sackett, erlag in Baltimore im Alter von 72 Jahren einem Herzschlag. F. M. Sackett, der ein Land von 1931 bis 1933 tn der Relchshaupt- tabt vertrat, hat stets seine höchste Aufgabe dann gesehen, gute Beziehungen zwischen Deutschland unö den Vereinigten Staaten zu pflegen. Er wurde seiner Zeit von der Universität Tübmaen und der Handelshochschule Berlin zum Ehrendoktor ernannt Die Kämpfe in der Provinz Tfche^angzwi^fchen japanischen und chinesischen Truppen. bteWte bei Tschuki, 100 Kilometer südlich von Hangtschau, ihren Höhepunkt erreichten, endeten mit Der ^eii- weisen Vernichtung von fünf chinesischen Dw-isiornn, Deren Reste in die Flucht geschlafen Murde^Die chinesischen Verluste werden auf über 20 000 Mann geschätzt. Die Tschekiang-Kämpfe haben damit emen vorläufigen Abschluß gefunden. Weimar, 21. Mai. (DNB.) Die vom ©taois- fetretär und Leiter des deutschen AremdenoerEehrs, Staat-Minister a. D. ch-rmann Es,«r IN- Laben gekusene Deutsche Gesellschaft für Gaststätte n k u l t u r . die sich die Pflege einer aus. geschlossenen lebensnahen Gastlichkeit vom Wirt wie 00m Gast her betrachtet zur Aufgabe gemacht hat, trat zum ersten Male mit einer aus dem ganzen Im Rahmen seines Förderungsw-rkes sur Kriegs, teilnehmer hat der Reichserzichungsminister Erleichterungen im Fachschulstudium verfugt. Die Fachschulen (Bau- und Ingenieurschulen, Textilschulen, Wemieschulen, Bergschulen, Meisterschulen der deut, scheu jhmiüwerkr, Seefahrtsschulen usw.) verlangen, Saft die Bewerber vorher mehrere Jahre praktisch gearbeitet haben. Aus diese praktische Tätigkeit ist der über zwei Jahre hinausgehende Wehrdienst a n z u r e ch u e n, bis zur chochstgrenze eures Iah. res bei nichttechnischen Truppen und bis zu zwei Jahren bei technsi^rI Truppen., Bon körperlicher Arbeit ausaeschlossen« Versehrte dürfen die prcMilche Tätigkeit auf einem technischen Büro der Fachrichtung durchführen. Di« Aiisleseprufung bei der A^. nahm- ist für Kriegsteilnehmer auf Deutsch, Rechnen Geschichte und Erdkunde zu beschränken! Wissenslücken sind durch FörderungsstiMden auszuglei- chen. Besonders begabte Kriegsteilnehneer können ein Semester versuchsweise überspringen. Versehrte brauchen kein Schulgeld zu zahlen; bei Sttpenknen werden Kriegsteilnehmer bevorzugt. Heber 100 000 handwerkliche Meister haben sich am Leistungskampf der Betriebe 1940/41 beteUigt. Auch in diesem Jahre konnte rund 200 Handwerksbetrieben das Leistungsabzeichen -rDmbildlicher Kleinbetrieb" verliehen werden. Vier betriebe rour- don als NS.-Musterbetriebe anerkannt. Der Krieg hat die fett Jahren ansteigende Kurve der Sozial- leiftunq im Handwerk nicht beeinträchtigt. Das zeigt die Entwicklung der Sozialaewerke Schon heute lassen sich die kommenden Ausgaben des Handwerks überblicken, zu denen besonders der außerorbent- liche Einsatz beim sozialen Wohnungsbau gehört. Zum stellvertretenden Generalstabschef des bn- tischen Imperiums wurde Sir Henry P o w n a 11 ernannt. Er steht im 54. Lebensjahr und hat in verschiedenen Teilen des britischen Wellreiches. jo auch an der indischen Nordwestgrenze, hohe Ko-mmando- stellen imnegehabt. Zuletzt war er Kommandant in Nordirland, wo er durch Generalleutnant Franklin ersetzt wird. Asiociated Preß meldet, daß der britische Froch- ter, „Huntingdon" (11 849 BRT) torpe- diert und ein Teil seiner Mannschaft in Lissabon gelandet worden ist. Mit dem Untergang des 6838 BRT. großen Hilfskreuzers „Camito" hat die britische Admiralität die Versenkung von 19 Hilfskreuzern feit Kriegsbeginn zugegeben. Reichsarbeitsblatt wendet Regierungsrat Dr. Knolls sich gegen Betriebsführer, die unter offener Verletzung äs Lohnftops die Arbeit-bedingungen zu verbeffern fuchen, um sichArbeitskraftezu erhalten ober au befchaffeu t)ohe Ordnungsstrafen hatten bereits acieiat dah der aus wichtigen kriegswirtschaftlichen Gründen gebotene Lohnstop nicht ungestrast über- SBÄ nHs I WM^chNLSSSZ aüe ^äUe e ner unzulässigen Erhöhung der sett dem 16 Oktober 1939 geltendes Lohnsätze bekanntwerden und dann die verdiente Strafe finden. Nach den Vorschriften über die Einstellgehalter für Lrt wird. Damit ist der innenpalästinenfische 7kehr prakttsch lahmgelegt. Während der cht zum M'ttttvoch wurden in zahlreichen palästt- Ein argentinischer Frachter schftste in Pernam- Besatzungsmitglieder des englischen Dampfers „City of Schanghai" (5828 BRT ) au^ der von einem deutschen U-Boot an der afnkamschen Kustt torpediert wurde. Frauen im Selbstschutz. Jrn Hinblick auf die erhöhten Anforderungen ist eine Überprüfung särnllicher Luftstzitzwarte angeordnet worden. Damit sollen nun nicht über- all da, wo Frauen Luftschutzwarte sind, diese ausgewechselt werden. Wo eine energische Frau tm Selbstschutz eingesetzt ist, soll sie bleiben. Andererseits sollen die männlichen Kräfte, sowett erforderlich, die mit Anstrengungen und Gefahren ver- bunbene Tätigkeit im Selbstschutz, insbesondere die Aufgaben des Luftschutzwartes, den bisher tätigen weiblichen Kräften abnehmen. Für bie Auswahl der Luftschutzwarte gilt der Grundsiitz, d?ß d e r geeignetste der Lufftchutzgemelnschaft für diesen Posten gerade gut genug ist. Die Arnt^trager werden, soweit sie polizeiliche Aufgaben wahrnehmen, mit polizeilichen Ausweisen versehen. Durch diesc wird jedoch nicht die Eigenschaft als Hllfspolizei- beamter erworben. Der Amtsträger wird vielmehr im Auftrage der Polizei tätig fein. Aehnlich werden die Luftschutzwarte mit polizeilichen Ausweisen ausaeftattet. Auch wegen der damit verbundenen erhöhten Anforderungen ist die Ueberprüfung der Luftschutzwarte notwendig geworden. Mit der Verteilung der Ausweise wird jede Luftschutzgemeim schäft mit einem Merkblatt versehen, das zugleich einen Appell zur Unterstützung des Luftschutzwartes enthält. . itino. e aus Pa« e Auto- hen S o n- lt wotten. heiu über Fällen qc« er versteht chmütig in ann es er- sie umstellt , an ihrem über M [ begegnet, iriäufe -• ertu ohne eses abge' nel dieses । wie aus 4 das f*e Ater» ** die AO. ergebenden Aufgaben. ♦ Auf einer vorn Schulungsamt der NSDAP, veranstalteten Tagung für alle Amtslevter und Haiqrt- abteilungsleiter der DAF. sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley über die weltanschauliche Aufgabenstellung der Parteiarbett unter Würdigung des vielseitigen Kriegseinsatzes der Deutschen Ar- beitsfront. An vielen Beispielen aus der täglichen Praxis schilderte Dr. Ley die segensreichen Auswirkungen der Betriebsgemeinschaft, die zu den Grundlagen der Planung des in Vorbereitung befindlichen großen Sozialwerkes des Führers gehören. Reichsmimster Dr. Goebbels empfing die ®au- vropagandawalter der DAF., die in Berlin zu einer Tagung versammelt sind. In längeren Ausführungen gab er ihnen einen Uebetbüuf über die Lage. « bezeich. Ichenhasier lympischen Deutschland ________ ______ , . . r die mu« V' biß Insel Thasos besetzt. Die einheimischen iyrieben?. riechischen Behörden haben sich, dem bulgarischen Dansittart I jiUUär zur Verfügung gestellt. Samothrake liegt 'kbissensten i^lich von Dedeaaatsch und hat 117 qkm Ober- war. ! .0^ mit 4000 Einwohnern. Die Einwohner be- ^'egshch | äjäftiaen sich mit Viehzucht, Obstbau und Flsch- t\»\ Qr.naf ■LLl ns?., «Tkrtina APrtonüher der Mun- lassen: . W. Die Beihilfe, die Sie von dem Betriebs« fiihrer Ihres Mannes zum Familienunterhalt empfangen, kann unter bestimmten Voraussetzungen und in gewissem Umfange auf den Betrag der Familienunterhaltssumme angerechnet werden. Näheres darüber erfahren Sie beim Sozialamt der Stadt Gießen, Abteilung für Familienunterhalt. (Stellengesuche) | Kaufgesuche | 01742 (MM I Freibankverkauf W*“UIWIIU I am 23. Mai 1941 : 2312a in Eich gärten — Ohne Gewähr Nachdruck verbaten L Ziehungstag 20. Mai 1941 In der Vormittagsziehnng wurden gezogen Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 25000 RM. w 9. Rat:? Läßt sich Seife ersehen? /um den Ein Edgar 2314 A 5000 RM. 4000 RM. 3000 RM. 2000 RM. 1000 RM. 206496 309224 359726 241706 277278 43791 48608 97946 232196 243383 282741 93578 Die Geburt unseres ersten Kindes,eines gesunden Jungen, zeigen in dankbarer Freude an 190078 303712 355672 Unser herzensguter, lieber Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel 206891 207362 222011 237235 276217 277672 314396 322812 339453 348996 349276 351112 Curtmannstratze zu verpachten. Architekt Nicolaus. Gebrauchter KiDder-ZwiUings- Sportwagen zu kauf, gesucht. Schr. Angeb amt. 01752 and.G.A. 295418 72633 6478 374101 183002 198934 14872 180575 34819 34984 BORRMANNg. Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 9 Gewinne zu 12 Gewinne zu 15 Gewinne zu B5CC61 Gewinnauszug 2. Klasse 5. Deutsche ReichSlonerke von 9-10 Ubr Nr. 571-610 von 10-11 Uhr Nr. 611-640 am 24. Mai 1941 r von 8- 9 Ubr Nr. 641-680 von 9-10 Ubr Nr. 681-720 von 10-10.30 Uhr Nr. 721-740 Es wird Fleischbrühe ausgegeben, Gefäße mitbringen. Stadt. Schlachthof, Gießen. 131820 316414 17984 31520 128936 209766 4553 158518 169782 192275 3520 14513 39909 41750 45570 Hollmann-Werke» Wetzlar _________________________________________________2285 D Frau Annemarie Rietschel, geb. Freitag Dr. med. Hans Georg Rietschel z. Z. Oberarzt im Felde Gießen (Bromberger Straße 2) z. Z. Univ.-Frauenklinik Herr Altbürgermeister Ludwig Lang ist nach schwerer Krankheit, im 68. Lebensjahr, heute in die Ewigkeit abgerufen worden. Für die trauernden Hinterbliebenen: Dr. Karl Lang Marie Jung, geb. Lang. Großen-Linden (Obergasse 31), den 21. Mai 1941. Die Beerdigung findet Samstag, den 24. Mai, um 15 Uhr statt. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAnzeigei ---------- 231 lA von 8- 9 Uhr Nr 541-570 Tägl. 3.30,5.30, 8.00; So. 3.00,5.15, 8.00 Uhr Jagend hat keinen Zutritt! ________________________________________________2309 A 54 Gewinne zu 500 RM. 7941 30251 113588 136157 172780 183311 191116 196540 269534 270512 284191 297191 301667 312737 3 Gewinne zu 100000 RM. 106610 3 Gewinne zu 5000 RM. ------ 3 Gewinne zu 4000 RM. 12 Gewinne zu 2000 RM. 21 Gewinne zu 1000 RM. 240780 265480 303971 3 Gewinne zu 10000 RM. 3 Gewinne zu " 3 Gewinne zu Werkbank mit oder ohne Schraubstock zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe u 01750 a.d.G.A. SlWANfTWM Ein köstliches Liebesabenteuer aus der alten Donau-Stadt! Eine glänzende Darstellerschar unter der Regie von Hübler-Kahler, beschwingt von der köstlichen Musik des Schlagerkomponisten Anton Profes verschafft Ihnen 2 Stunden hellster Freude! Neueste Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Lichtspielhaus KupHIÜCCD von3 bis 20v. H. erhalten Sie bei wieder- Nüumdduü holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Seife laßt sich in vielen Fällen ersehen. Genas so ost läßt sich Waschpulver ersetzen. Für baA Reinigen von stark verschmutzten ArbeiföanzLgea von Monteuren, Schlossern, Sackern, Fleischern» Installateuren, Tiefbauarbeitern. Heizern sind Seife und Waschpulver heute viel zu kostbar. Sck gibt ein Mittel, mit dem man diese Anzüge nicht nur rascher, sondern auch gründlicher sauber be» kommt.Dir weichen abends mitheißer iMi»£duge ein. Fn der Nacht löst sich der gröbste Schmutz von allein. Am Morgen spült man auS und kocht mit neuer iMktauge eine Viertelstunde. Dans wird wieder gespült - erst heiß, dann kaL Auch ArbeitSsachen mit zähestem und tagelang verkrustetem Schmutz werden bomtt tadellos tßufeo. aUfc grobieren LlL'L aus; Achtung! Hausfrauen! Steingut- Zubindehäfen in großer Menge und allen Größen eingetroffen, geeignet für Gelee, Marmelade, Gurken, Obst, Eier usw. 90 Gewinne zu 500 RM.________ _____ ______ 92725 106413 116019 124362 130491 137100 168483 WMH 3HIGS LcMMuNm sucht tüchtige Kraft für Buchhaltung. Schriftl. Angebote unt. 23OOD an den Gieß- Anzeiger erbet. Aus jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III 3n Umgebung uon liegen (mit guter Fahrtverbindung nach Gießen) sucht ältere ruhige Dame ab Ende Mai Pension für einige Monate. Preisangebote erbet, an Fran Kilbe Hannes, Köln-Liadeaihal Kervenerstraße 9. 23nV Gut erhaltene Herren- fdinurftiefel Größe 43, gegen gleichwertige Gröhe 45-46 zu tauschen gesucht. Anzusehen zw. 12—14 llhr. 01743 Wo?sagt die Geschäfts. d.G.A. Ernst Theodor 21. Mai 1941 [Verschiedenes Wer gibt an W-l* einenAngelschein ab? Beteilige mich evtl, als Pächter. Schriftl. Angeb. unter 01741 an den Gieß. Anz. Reichslotterie der NS DAP.für das IN JEDER SERIE 885 000 GEWINNE U 103 PRÄMIEN rmIMILLION MW in Weil gesucht für leiste sitzende Beschäftigung Sckwato und | tydcenni! Das Putzzeug für schwarze Schuhe soll man nicht für farbige Schuhe verwenden und umgekehrt natür- lieh auch nicht. Auch farblose Schuhcreme verlangt mindestens ein besonderes Auftragbürstchen. Je strenger man auf diese Trennung hält, desto mehr Freude hat man an seinen Schuhen! Zum Putzen nimmt man ja sowieso das aUtewälvcte. Erdal /i 1^. Die Schuhe halfen länger! L und bleiben länger schön! { Wolfgang Peter Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an Ursula Bergk, geb. Schlösser, Aerztin Dr. med. Hans Bergk, z. Z. Unterarzt im Felde Gießen (Hindenburgwall 17), den 21. Mai 1941 z. Z. Univ.-Frauenklinik (Privatstation) 01746 / Wilhelm Hofmann, Gienen, Dammstr. 20 I, übernimmt alle MtoaM. Handwerkszeug mutz gestellt werd. | Verkäufe | 2 eiserne Bettstellen (zusammenlegbar) und 1 gebr. Nähmaschine zu verkaufen. Gießen-Wieseck, Kornblumenstr.16 Fast neuer oi?« Baby- Stubenwagen zu verkaufen. Wo? sagt die Ge- schäftsst. d. G. A. familiendrucksachei Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.’ Geburtsanzeigen bei BrOhl.OieBen f Mietgesuche J Möblierte 2-Mhi). mit Küche, mögl. Zentralheizung, ver 1. Juli oder früher gesucht. Schr. Ang.^ unt. 01745 a.d.G.A. Modi. Zimmer gesucht. 01749 Gießen o.Wieseck Flehmig, Cafä Hoelters. 1.39 Apotheken ^4 Io den meisten Kultürstaaten patentamtlich geschützt. DR angemeldet. Nr. 120 Zweite; Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefien) Aus dem Reiche der $rau DREI DIRNDLKLEIDER. chaffen imstande ist. E. ’ungen und Kleiderkarten ober nicht unbeaufsichtigt in tigkeit, Geld. Lebensmittel- sonstige Ausweise gehören langen Aermeln, der rot-grün z e (mit ringe- lerztin tim Felde Mai 1941 ation) i ersten nJungen, i'reude an Freitag hei Orr Badeanzua ist zu klein! Wenn der wollene Badeanzug zusammenge- schnurrt ift und sich absolut nicht mehr in die richtige Länge ziehen lassen will, schlleidet nuin ihn eii,fach in her Taille auseinander, so daß man ein Löschen und ein Oberteil erhalt. Dann zieht man diele beiden Stöcke an und mißt ab, wieviel Zentl- Meter Zwilchenraum (zwischen dem Oberteil und der fjofe) sind. 3eftt kramt man einen in der Farbe hübsch passenden Wollrest hervor und strickt einen Streifen non der bereite gemessenen Breite (die Lunge ist der Taillenumsang). Beispiel: die vordere Breite ist 10 Zentimeter, die Hintere 5 Zentimeter, cs werden 200 Matchen angeschlagen 3n der Mitte vorne kann man den Streifen spitz auslausen lassen und den BruOteil des alten Oberteil» einhalten, so, daß eine nette Form entsteht. Auf diese Weite kann man auch einen eintönigen Badeanzug geschmackvoll beleben und ohne Punkte und Geld hübsch aus- sehen. des Dirndls (links unten) mit den den weißen K rauschen und changierenden T a f t s ch ür IN. » 'Betriebs, erhalt emp- dungen un) r Emilien, oberes bar. Stadt Qie. Zucker für das Frischobst. Die neue lila Reichskarte für wahlweise Zucker ober Marmelade, die von Mai bis August reicht, sichert uns wiederum unseren Bedarf an Einmach zucker so daß mir uns darum keinerlei Sorgen zu machen brauchen Doch steigt unser Zuckerbedar merklich an, wenn das Frischobst auf den Markt kommt und wir zu Kompotts und Puddings, Dbft- fäften, roten Grüßen ufro. greifen, um unserer Familie vitaminhaltiae erfrischende Kost vorsetzen zu können. Infolgedessen muß von dem täglichen Zuckerverbrauch etwas zurückgelegt werden, um den Mehrbedarf zu decken. 3n erster Linie greift die webten Tupfen). (0 e b l ü m ter W o l l m u s s e l i n e ist zum Rock des Dirndls rechts verwendet, schwarzer Taft (mit Stepp arbeit) zu seiner Schürze und rotes, schwarzes und grünes T u ch zu feinem g e \ ch n ü r • t e n M lebe r. Die Aerrnel sind aus w c I ft e m Batist. II. Hausfrau bn zu dem Süßstoff als Helfer, der für alle süßen Getränke auonahrnsloa in Frage kommt Da ober Zucker nicht nur ein Genuß-, säubern auch ein wichtiger Aufbaustöss für den menschlichen Körper ist, soll man einen Unterschied in her Bertel- lung der gesüßten Getränke machen: Kinder machen eine Ausnahme und erhalten ein mit „echtem" Zucker gesüßtes Morgengetränk. Allerdings nicht so, baß sie nun mit kleinen, ungeschickten Fingern in ber Kaffeetasse herumrühren, Den Zucker nur mangelhaft auflösen, so baß ein großer Teil am Wrunbe ber Tasse hängenbleibt und in die Abwaschschüssel luonbert, sondern Mutter süßt bereits den ganzen Inhalt bes Kaffeetopfes für die Kinder. Dav spart Zucker. Wir Erwachsene dagegen begnügen uns mit Süßstoff. Ferner kommt es daraus an, was zum Kaffee gegessen werden soll. Fett- und Butterbrote erfordern ein süßeres Getränk als Kuchen und Marmeladebrot. Ferner darf man Zucker nicht In Papier- tüten aufheben, denn durch deren Zerreißen ging schon manches Pfund Zucker im Laufe eines Jahres dem Haushalt verloren. Wo man glaubt, nicht genügend Zucker zu sich nehmen zu können, hilft man sich mit dem überall erhältlichen und sehr nähr- haften Traubenzucker, her zwar weniger stark süßt, aber dafür um so mehr Aufbaustoffe besitzt Mit lleberlegimg und Vorsicht kann man auf diese Arten täglich ein kleines .Häuflein Zucker einsparen, das einem 3iir Zubereitung von Speisen aus frischem Obst willkommen sein wird. Es ist so hier auch wie überall: Viele Wenig geben ein Viel! H. v. L. i ;S Geduld. Zu keiner Zeit merkt der Mensch so seine Gebundenheit durch das Schicksal wie im Kriege, der den freien Willen des einzelnen beschränkt und sein ehernes Gesetz über die Gemeinschaft erhebt Wir können diesem Stunn, der dahinbraust. nicht entlaufen, wir können nur unsere Standhaftigkeit beweisen. Diese -Standhaftigkeit aber, die gewaltiger ist als das Schicksal, sie findet ihr Rückgrat in der Ge duld. Weißer sagt zwar in einem Sinngedicht, „Geduld ist eine Kunst und eine von den schweren — die Weiber können sie nicht lernen aber lehren ...", doch diese Bosheit gegen die Weiblichkeit enthält nebenbei eine tiefe Wahrheit: Geduld kann man überhaupt nicht lernen Geduld ist Temperamentsache. Damit ist aber nicht jeder Ungeduldige als talentlos vom Schicksal entlassen. Auch hier liegt manches Talent verschüttet und es braucht langer Hebung, ehe die Natur sich selbst und ihre Fähigkeiten entdeckt. Die Geduld, das Abwartenkönnen, das stete ruhige Bereitsein für die endlich einmal dock) beginnende Schicksalswende vom Niedergang zum f)od)ftrrben hin, ist eine Eigenschaft, die dem menschlichen Charakter und vor allem dem weiblichen Charakter den schönsten Reiz der Reife gibt. Geduld gibt Ueberlegenheit, gibt Harmonie, gibt Selbstbeherrschung, gibt Macht über andere Geduld ist eine der grundlegenden Führereigenschaften bei Mann und Frau. Geduld hat durchaus keine IVerroanbt- schäft mit Phlegma. Phlegma ist stets schlafmützig, Geduld ist stets wach. Geduld hat keine Verwandtschaft mit Dickfelligkeit. Dickfelligkeit ist empfindungs- los. Geduld aber ist feinfühlig Der wahrhaft geduldige Mensch ist der wahrhaft beherrschte, fern- peranientvolle Mensch. Er wartet ab, aber er wartet eben, er schläft nicht. Er ist feinfühlig, wiederum aber ist er nicht überempfindlich und verbittert nicht, wenn des Schicksals Schläge ihn treffen. Wer wäre wohl so berufen zur Geduld wie die Frau? Ihr Leben ist ein ständiges Wartenmüssen und Wartenkönnen. Die vielen Monate, in denen sie ihr Kind unter dem Herzen trägt, die Jahre, in denen unter ihren Händen die Kinder heranwachsen, sind ein Warten von einem Tag zum andern. Sic. kommt kaum zum Genuß der Erfüllung in ihrem Leben. Ja, sck>on wenn wir ihre tägliche Arbeit an- ehe», behende, aber ohne Ende, wie das Sprichwort agt, dann wissen mir, daß nur Geduld dies zu ’M n,t=n. * Jetjem fi"’ WIM1,141 „*** Heute zeigen wir Vorschläge für drei Dirndlkleider aus allerlei R e st e n. Das Modell in der Mitte hat zu einem kräftig- blauen K attun rott (mit breiter schwarz er Blende am Saum) ein rotes Mieder mit schwarzem Trägerteil, ein gekraustes, weißes LeIne'nblüs chen und eine hellgraue Satinschürze. Aus r o t - fl r ü n tariertem und grüne m Wäschst off ist die hochgeschlossene Form den Kinderwagen. Nicht allein, daß die Kinder im Spiel danach greifen und die Papiere sortwerfen, wenn nicht gar zerreißen oder die Börse offnen und das Geld in den Mund stecken könnten, bedeutet Gefahr, sondern auch, daß schlechtdenkende Menschen sich an diesen Dingen vergreisen. Es ist doch bekannt, daß für abhandengekommene Karten kein Ersatz geleistet wird, wenn es sich, wie hier, um Fahrlässigkeit handelt. Ein Kinderwagen ist nun einmal kein Geldschrank, und dämm sollte keine Blutter ihre Wertsachen unbeaufsichtigt in ihm liegenlasse. Mas fallen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS >en. •®* im, ,auf «eil,, ?n. fanb Fj S'ng bum. e, den |el: denn lei ’emerfk J ****** nrte er 84 * d'ene^ ^ernikisi. dkr 7 1 Mita, dertz. __ AU$ RESTEN Kleine „Gardinenpredigt" Beim Frühjahrsputz kommen die Gardinen in erster Linie an die Reihe. Sie müssen gewaschen unü> neu ausgemacht werden. Hierbei wäre unser Bestand einmal genau daraufhin anzusehen, was lediglich als Staubsängerballast und unnötige „Tagesverdunkelung" an unseren Fenstern herum- hängt. Wir müssen uns überlegen, wozu unsere Gardinen dienen sollen: Sie sollen das Hinein- sehen Unberufener verhindern, übermäßige Sonneneinstrahlung im heißen Sommer unmöglich machen unb sebstverständlich unsere Wohnung auch mit frischen, Hellen Farben gemütlicher gestalten. Was brauchen wir nun, um diese Zwecke zu erreichen? In Schlafzimmern, Baderäumen usw. kann man zweckmäßig einen Teil der Fenster mit Scheibengardinen behängen, so daß kein Hereinsehen möglich ist. An den anderen Räumen braucht man bei offener Bauweise (z. B. auf dem Lande und in ] Vororten) nur schlichte, frischfarbige waschbare Gardinen aus dichterem Gewebe, die lobiali 1) Iabends zugezogen werden und tagsüber alles Licht and Sonne hereinlassen. Bei viel Einsichtmöglichkeiten könne«! mir immer noch in den Wohnräumen mit kleinen Raffgardinchen unseren Zweck erreichen. Sie lassen den oberen Teil der Fenster frei und so Cintrittsmöglichkeit für Sonne und Licht. Man braucht wenig Stoff und kann sie öfters bequem waschen. Natürlich lassen sich Stores nicht immer vermeiden. Bei sehr großen Fenstern in dicht bebaute« Stadtgegenden sind sie das gegebene. Doch wähle man sie möglichst leicht und schlicht. Kleine Rass- und Scheibengardinen lassen sich übrigens auch ausgezeichnet aus alten schlichten Stores, die jo nicht mehr brauchbar find, Herstellen. Besonders glatter Volle und Etamine eignen sich dazu vorzüglich. Ich arbeitete aus zwei glatten Voileschlaf, zimmergardinen kleine Raffgardinchen für drei Wohnzimmerfenster, aus 2 kleinen zartgeblümten Vorhängen aus Voile solche für das Zimmer des Haushaltlehrlings, die mit alten Nesselsonnengardinen mit bunten Abschlußstreifen, die abends vor- gezogen werden, gut zusammen passen. Im •tt’™*’’* zimmer sollte man nur ganz Helle, leicht waschbare Gardinen mit lustigen Blumen- und Tiermusiem zum abendlichen oder hochsommerlichen Zuziehen onbringen. Wie oft sieht man hier total verrutschte und angeschmutzte Gardinen, da unsere Kleinen alle gerne aus dem Fenster gucken und niemand so wie jie Licht und Sonne brauchen. Noch ein Wort über die Gardinenleisten. Am schönsten sind solche aus einfachem gebeiztem Holz. Bei den Schleudergardinen, die sehr dicht an die Leiste schließen, braucht man keinen Behang. Bei Zuggardinen wähle man einen kurzen mag- lichst leichten Behana, der oberhalb des Rahmens ■ Dufhört. Wenn wir uns heute hier und da unbe- dingt Notwendiges an,chaffen müssen, fliehen wir natürlich auch Farbe und Muster der Gardinen in Rechnung, da gut gewählte Gardinen einen Raum sehr schmücken, schlecht gewählte dagegen einen unharmonischen Eindruck Hervorrufen. Die Gardinen sollen zweckentsprechend zur Topete und den Möbeln in den Farben passend sein. Für Schlaf- und Kinderzimmer passen solche aus bedrucktem, indanthrenfarbigem Stoff besonders gut, im Wohnzimmer sind solche aus leichtem Handweb. stoss zu empfehlen. Die Farben seien licht und fröhlich, aber nicht ausfallend und schreiend. Alles überflüssige Stoffwerk ist aus Schönheits- und Gesundheitsgründen immer, jetzt aber ganz besonders aus volkswirtschaftlichen Gründen zu vermeiden. Ein Kinderwagen ist kein (Seidschrank. Als ich vor einigen Tagen einige Besorgungen er- kedigte, stand vor dem Geschäft, in dem ich meine Einkäufe tätigen wollte, ein Kinderwagen. In ihm saß ein kleines, vielleicht einiahnges Madel, das sich jedenfalls gerade in dem Alter befand, in dem Radieschen' bind) das Salzen an Wasser verliert, wodurch sich seine Nährstosse verdichten unb e * leichter verdaulich wird. Wenn ber eigene (harten gute Ernte fpenbei, kann man die Radiesrlien in Scheibchen geschnittwi unb zusammen mit Gartenkresse zu einem wohlschuieckenben Salctt hernehmen. Später im Sommer, iixmn sie sck)vn größer unb nicht mehr so zart fleischig Jinb, lassen sie sich auch zu einer Suppe verkochen^ Richtig groß isf brr „große Bruder" des Radieschens, ber Rettich, um diese Zelt zwar noch nicht, aber dafür .um so schmackhafter, denn ber Malrettich, der früheste Sommerrettich, mit seinem butterzarten, schmelzenden Fleisch ist unbedingt ein Feinschmecker-Essen. 'Vas den Nährwert des 'Kel- tichs und bie Auswirkung seiner Nährstoffe anbelangt, so gilt für Ihn tw aleldje wie für bas Ra- bieschen. Auch ber RetticZ soll Immer mit Schwarzbrot gegessen werden, daß sich die in Ihnen enthaltenen Sauren unb Baßen zu ben Mineralstoffen verbinden können, die erst ben Gesundheitswert der Nahrung bedingen Unb ated) ben maijungen Rettich schmaust der Kenner erst bann, wenn bie fein* wrtonlttenen cheiben in tränen schwimmen äm allgemein en enthalt ber Rettich weniger 'lUaffer als das Radieschen unb ungleich mehr Zucker und ■mehr Vitamine. Sein Geschmack, beruht, ebenso mie beim Radieschen, auf seinem Gewalt an ■ ensol, ber in ben einzelnen Arten indes ß>')r verichleden ist. Früher bleit man bie Scharfe eines Rettichs als gutes Mittel, ben Ber ft and zu „schärfen", weshalb man den Kindern auf ben ersten ^Schulgang Ret- t chschnitlen aufs Brot legte, damit Ifxr Verstand bas ®e(tt nti gut vehaltz n könnt Ritt chen verspeist man am besten nad) bem Essen, was auch unsere Vorfahren schon wußten, als sie die Regel aufftellten, „Ein Rettich macht beut Ve h fertig und senkt die Speisen hinab" Vonaussetzung hierzu ist jedoch, baß er sehr gründlich gekaut wird, und baß man dabei nie vergißt, baß cittMvlel uns gesund ist. M- v. f.. Rezepte. Gefüllter Kartoffelauflauf. I l4 Jahre n Gefängnis und 10 000 RM Geldstrafe verurteilt. Nach den Feststellungen des Gerichts ließ er sich von Händlern, die er belieferte, L e be ns - mittel aller Art ohne Marken geben — Butter, Fleisch, Mehl, Oel —, um sich und seiner Familie keine Einschränkungen auferlegen zu muffen. Der Angeklagte nutzte feine Stellung als Verteiler für Obst und Gemüse insofern aus, als er Mangelware nur den Kunden gab, die ihm Lebensmittel brachten. Außerdem begnügte er sich nicht mit seinem Einkommen (!), sondern nahm auch noch Aufgeld e r. Kuby ist bereits dreimal wegen Schleichhandels und auch jetzt während des Krieges wieder« hott wegen Preisüberschrettungen bestraft worden. oder Beendigung der Steuerpflickt, so wird die Steuerfestsetzung unter Widerruf ber Steuerermä- zigung ohne weiteres berichtigt und der zu wenig entrichtete Steuerbetrag eingezogen. Nachprüfung durch das Aluaazamt. Das Finanzamt kann bei Erneuerung oder Um? chretbung der Steuer karte oder alsbald nach Unterbrechung oder De-endigung der Steuervflicht wie auch sonst, z. B. durch Anforderung der Quittungen über den Bezug Nicht flüssiger und gegebenenfalls flüssiger Kraftistoffe, wie auch anderer Unterlagen nackwrüfen, ob tatsächlich regelmäßig Nichtflüssige Kraftstoffe verwendet worden sind. Auch können bei ber für die Zuteilung der Kraftstoffe zuständigen Dienststelle des Wirtschaftsamts entsprechende (Er= mittlungen vor genommen werden. Berichtigung der Steuerfestsetzung. Stellt das Finanzamt fest, daß auch flüssige Kraftstoffe während der Gültig-kettsdauer ber Steuerkarte verwendet worden sind, so nüberruft es die Steuerermäßigung uni) setzt die Kraftfahrzeugsteuer entsprechend der Verwendung flüssiger Brennstoffe fest (KraftStG. § 11 Ziffer II). Die Nochst e u e r wird jedoch nur für die Monate berechnet, in denen auch flüssiger Kraftstoff verwendet worden ist. Ist der Verbrauch im Verhältnis zur Verwendung nichtflussiger Kraftstoffe nur gering gewesen und kann er als behelfsmäßig in dem oben angegebenen Sinne gellen, so kann das Finanzamt von der Steuernachforderuna ab sehen. Ein solcher Fall wird als gegeben angesehen, wenn in einem ober mehreren Monaten der Gülligkettsdauer der Steuerkarte der zum Antrieb bes 'Fahrzeugs verwendete flüssige Kraftstoff mit einem Eigengewicht bis zu 2000 Kilogramm (einschließlich) nicht mehr als 20 Liter, mit einem Eigengewicht von mehr als 2000 bis 5000 Kilogramm nicht mehr als 40 Liter, mit einem Eigengewicht von mehr als 5000 Kilogramm nicht mehr als 60 Liter je Steuermonat beträgt. Erstattung von kraftfahrzeugsteuer. drucke eingefunben. hatten. Am Bootshaus der Hasiia vorbei ging es durch bie Lahn gärten, in denen sich zahlreiche Steingärten mit ihren bunten und leuchtenden Farben besonders abhoben. Durch Wiesen und Felder wanderte bie stattliche Schar lahnaufwärts bis an den Wißmarer Steg und dann über Launsbach zum Wettenberg, im Volksmund auch „Napoleonsnase" genannt. Wie selten von einer anderen Stelle hat man von hier aus einen prächtigen Blick auf unsere Stadt und ihre Umgebung. | ™-. ----- - Tief unten fließt bie Lahn in vielen Windungen Einsatz kämpfte und auch an Schnelligkeit den burrf) bas Tal. Aus bem Wege nach Krofdorf tagen im schönsten Sonnenschein bie allen Burgen Gleiberg und Vetzberg unb weiter rechts Dünsberg und Allenberg, Biedenkopf und Hohensolms vor den Blicken ber Wanderer. Nach ber Mittagsrast in Krofborf folgte man ber blauen Strich-Markierung durch bas liebliche FyhickachM. UeberaU erfreute sich das Auge am frischen Grün unb an den blühen- i und Sträuchern. Von Fellingshausen Die Kraftfahrzeugsteuer ermäßigt sich nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz für Kraftfahrzeuge, deren Antrieb auf nicht-flüssige Kraftstoffe umgeftellt tft Flüssiger Brennstoff darf nach den Durchführungsbestimmungen nur behelfsmäßig und ausnahmsweise verwendet werden, z. B. zum Anlassen ober wegen einer unterwegs eintretenden technischen Störung. Grundsätzlich ist die Steuerermäßigung nach den Runderlassen des Reichsfinanzministers vom 9.4.37 und 18.12.40 davon abhängig, daß gasförmige Kraftstoffe tatsächlich und ausschließlich zum Kraftfahrzeugantrieb verwertet werden; bie Kraftfahrzeugsteuer wird in voller Höhe erhoben, wenn ein solches Fahrzeug wieder regelmäßig ober auf längere Zeit auch durch flüssige Kraftstoffe angetrieben wirb. Mit Rücksicht auf bie gegenwärtige Lage ber Treidsto ffversor - g u n g und bie sich jeweils ändernde Verbrauchslenkung ber verschiedenartigen Treibstoffe ist es bem Steuerpflichtigen bei Abgabe ber Steuer an- Meldung wie es in einem neuen Erlaß des Reichsfinanzministers vom 27.3. 41 heißt, oft nicht möglich, die zur Erlangung ber Steuerermäßigung erforberliche Versicherung über die ausschließliche Verwendung nichtflüssiger Kraftstoffe während des künftigen Zellabschnittes, für den bie Steuer karte gelöst wird, abzugeben. Geschieht bies aber nicht, so darf die Steuerermäßigung an sich nicht gewährt werden. Da dies unter Umständen zu Härten unb Schwierigkeiten führen kann, ist in bem Erlaß für bie Dauer des Krieges folgende Regelung zuge- taffen: Antrag des Steuerpflichtigen auf Steuerermäßigung. Wer für sein Kraftfahrzeug wegen Verwendung nichtflüssiger Kraftstoffe Steuerermäßigung beanspruchen will, kann in der Steueranmeldung beantragen, daß das Finanzamt vorerst von ber Beifügung der Erklärung über bie ausschließliche Verwendung nichtflüssiger Kraftstoffe Ab- t-a nb nimmt. Das Finanzamt setzt alsdann die Kraftfahrzeugsteuer für die Gültigkeitsdauer der gelösten Steuerkarte vorläufig unter Zugrundelegung des ermäßigten Steuersatzes fest und vermerkt die vorläufige Steuerfestsetzung auf der Steuerkarte. Die Kraftfahrzeugsteuer betragt in diesem Falle von bem Eigengewicht des Fahrzeugs bis zu 2400 kg für je 200 kg Eigengewicht ober einen Teil davon 15 RM., von bem Eigengewicht