Giehener Anzeiger Paris, ebr. (Europapreß.) Die 2lbort>» te sich etwa im Oie Spannung in Ostafien Dor 3n 1941. für M " mit zahlenmäßig überlegenen Verbänden von Gläsler- und PZL-Jhigjeugen zwölf feindliche Flug- zeuge ab. Eines unserer Flugzeuge wurde abge- schossin, zwei wettere sind mit Toten und verwundeten an Bord zurückgekehrl. In Rordafrika die üblichen Aufklärungsunlernehmen unserer Schnellen Kolonnen. 3m Gebiet von Kufra haben unsere Flugzeuge feindliche Stellungen bombardiert und deutlich erkennbare Brände hervorgerufen. 3n der Vacht des 20. Februar haben deutsche Flugzeuge den Slüh- punkt Bengasi, Flugplätze und Artillerleslellun. gen des Feindes angegriffen. 3m Gebiet des Aegäifchen Meeres haben unsere Flugzeuge militärische Ziele eines griechischen Slühpunkles bombardiert. 3n Ostafrlka dauert im unteren 3 uba - G e b l e t die Schlacht auf beiden Seilen des Flusses an. Von den anderen Abschnitten ist nichts von Be- deulung zu melden. Der Feind Hal Einflüge gegen einige Orl'chaflen von Erllrea, des 3uba-Landes und des Gebietes von 3avello unternommen. Es sind Menschenleben und einiger Schaden zu beklagen. Zwei feindliche Flugzeuge wurden von unserer Luftabwehr abgeschossen. 3n den ersten Stunden des 21. Februar haben feindliche Flugzeuge L a l a n i a überflogen und dabei einige Bomben abgeworfen, durch die sechs Personen verlebt und Schaden von geringer Beier! reisbien 0^9 be= die Die Blätter behandeln ausführlich die Erklärungen des Generalstabschefs Marshall in der Sitzung des Heeresausfchusses des Senats. Der Gene- rnlstc'bscbef habe die Lage im Pazifik a l s „ernst" charakterisiert uni) deshalb eine Verstärkung Verstärkungs- oder Ablösungstruppen handelt. Mit den 5000 Soldaten sind auch 142 Offiziere eingetroffen. imd der Leser mißtrauisch. Er ist im übrigen sehr tlerant, so daß er etwa ein Mädchen, das wir „Erzogen" nennen, als „zu temperamentvoll" be- zichnet. Die große Toleranz hat ihre gefährliche feite, dort, wo beispielsweise schädliche Volks- trmente ihren Nutzen daraus ziehen. Die Toleranz «tspringt aber auch einer gewissen Gleichgültigkeit, ,L__...l oft angewandten Wort äußert: ■Sie sind frei, ihren Nachbarn zur Hölle fahren der pazifischen Flotte durch modernste Flugzeuge bekanntgegeben. Marshall soll weiter betont haben, die Leitung von Heer und Marine beabsichtige nicht, die Verteidigung der USA. von wichtigstem Material zu entblößen, um die Hilfe für England zu beschleunigen. Die Vermutung der Presse, daß diese Erklärungen Marshalls den Regierungsstellen nicht ungelegen kamen, charakterisiert das gegenwärtige Stadium des fernöstlichen „Nervenkrieges" sowie die sich versteifende Haltung Englands" und der USA. gegenüber Japan. „New Port Daily News" betont, die Verstärkung der USA.-Luftwaffe im pazifischen Be- Engländer gemeinsame Feind Vernichtende Wirkung der deutschen Lustangriffe auf Malta lägen der Un , 23. 8 etlldjaits n Titel. eser hunderttausend. Amerika steht in der Bücherproduktion unter den Kulturnationen an letzter Stelle mit 0,7 Büchern auf zehntausend Einwohner (Dänemark an der Spitze mit 9 Büchern). Amerika neigt zu „best-sellers“, die wöchentlich bekanngegeben werden. So entsteht ein Bucherfolg nach dem Grundsatz: „Wer Erfolg hat, erntet noch mehr Erfolg". Der Amerikaner, der sehr eigenwillig ist, wenn es um die Tat geht, erweist sich so als eher unselbständig, wenn es sich um geistige Dinge handelt. Denn hier unterstellt er seine „Meinung" einem unbestimmten Etwas, das er mit „truth” oder Wahrheit bezeichnet. Er glaubt nun, daß diese Wahrheit am ehesten gefunden wird, wenn man der „Reaktion der Mehrheit" folgt. Und diese Reaktion glaubt er im Fall von Büchern an deren Verkaufsumsatz ablesen zu können. Viele amerikanische Journalisten schreiben in ihren Büchern das genaue Gegenteil dessen, was sie sonst immer vom Ausland her kabelten. Mit diesen Büchern machen sie „Meinung", während das, was sie in Zeitungen berichteten, im Rahmen des allgemeinen Mißtrauens gegenüber der Presse in allzuvielen Fällen ohne tiefgehenden Einfluß bleibt. Meßen i, richten d ;e DienM rgruppebß lach, Orks fftroHr:- :ag von 1; ■ hielt Senator Reynolds (North Carolina) eine vierstündige Rede, wobei er sich in scharfen Gegensatz zu Senator Bailey aus dem gleichen Staat stellte. Während Bailey sich am Vortage für Intervention und notfalls für den Krieg aussprach und warm für die Englandhilfe-Dorlage eintrat, erklärte sich Reynolds nun überraschend a l s Gegner des Gesetzes, nachdem er ihm im Ausschuß unbedingt zugestimmt hatte. Reynolds erklärte, die Vorlage bedeute Rettung des brittschen Empires auf Kosten amerikanischen Lebe ns und amerikanischen Geldes. Die britische Propaganda habe das amerikanische Volk umgeworfen, so daß jener Teil des Volkes, der nur an Schutz und Erhaltung des amerikanischen Lebens interessiert sei, von den anderen als „Fünfte Kolonne" bezeichnet werde, weil er nicht England jede Hilfe geben wolle. Die erste Verteidigungslinie der Vereinigten Staaten sei hier und nicht Tausende von Meilen entfernt. Die einfache Wahrheit fei, daß England glaube, Amerikas erste Verteidigungslinie befinde sich in Europa. 5000 USA -Soldaten in Manila eingetroffen. Mailand, 21. Febr. (Europapreß.) Wie der „(Sortiere della Sera" aus Schanghai meldet, sind an Bord des nordamerikanischen Militärtransporters „©ran t" über 5000 Soldaten in Manila eingetroffen. Es wurde nicht mitgetellt, ob es sich um Washington, 21. Februar. (Europapreß.) diplomatischen Kreisen Washingtons wird darauf verwiesen, daß zwischen London und Wa- shingt 0 n über die Lage im Fernen Osten ein lebhafter Gedankenaustausch im Gange sei. Die englische Regierung dränge auf eine Verstärkung der antijapanischen Haltung der USA.-Regierung und fordere neue wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen gegen Japan. Die „New Port Post" meldet, daß neue gegen Japan gerichtete Vorschläge der englischen Regierung von Hopkins dem Präsidenten Roosevelt überbracht worden seien. reich und die Erklärungen des Generalstabschefs deuteten einen bemerkenswerten Hinweis auf letzten Fernostabsichten der USA.-Regierung. ©er Kampf um die Englandhilfe. nung japanischer Offiziere unter Führung des Generalleutnants Yamashita, die eine Besichtigungsfahrt in den besetzten Gebieten unternommen hatte, hat auch Paris und andere französische Städte besucht. Bei einem Empfang der japanischen Offiziere wurde die herzliche Freundschaft zwischen der deutschen und der japanischen Armee betont. Generalleutnant Yamashita sagte, mit dem deutschen Sieg im Westen sei eine Neuordnung Europas eingeleitet worden, deren geistige Grundlagen auch die Ideale Japans feien. Japan stimme mit Deutschland völlig darin überein, daß d i e englische Seeräubermacht, die ein absolut unbrauchbares Element in der sich anbahnenden Weltordnung darstelle, niedergeworfen werden müsse. England sei der gemeinsame Feind., Die Japaner seien des festen Glaubens, daß es gelingen werde, ihn zu vernichten und damit ein Zeitalter zu begründen, in dem Gerechtigkeit herrsche und die aufbauenden Kräfte der beiden Völker volle Entfaltungsmöglichkeiten finden würden. Weitere militärische Maßnahmen in Australien. Stockholm, 21. Februar. (Europapreß.) Der austtalische Schatzkanzler Spender teilte mit, daß Schritte für die Aufrechterhaltung einer „erhöhten Bereitschaft" wirtschaftlicher und finanzieller Natur getroffen werden sollen. Die Ausbildungszeit der Miliz wurde von 60 auf 90 Tage erhöht und 50 v. H. des gesamten Ist-Standes der Miliz sollen ständig Waffendienst tun. Maßnahmen zur Luftabwehr sind inzwischen in Neufüd- wales eingeleitet worden. Die Behörden von Sydney haben die Anlage von 13 öffentlichen Schutzräumen angeordnet. Die Räume fassen zusammen etwa 700 Personen. Auch Australien braucht seinen Schiffsraum für Kriegsmaterial. Neuyork, 22. Fedr. (DNB. Funkspruch.) Nach einem Bericht der „New York Times" sieht sich die australische Regierung gezwungen, ihre Einfuhr noch stärker zu drosseln. Handelsminister Page er- Härte, die australische Bevölkerung müsse auf sehr viel Waren in Zukunft verzichten. Australien könne weder Tabak noch Holz noch Seide ober Baumwolle einführen. Aber auch den Teegenuß werde man auf das stärkste beschränken, Australien brauche seinen Schiffsraum für kriegswichtige Frachten und müsse seine Devisen für den Ankauf von Kriegsmaterial und Kriegsroh» ftoffen aufsparen. Der australische Ministerpräsident in London. London, 21. Febr. (Europapreß.) Der australische Ministerpräsident Menzies ist zu seinem bereits vor längerer Zeit angekündigten Besuch in London eingetroffen. Menzies wird mit den führenden Mitgliedern des englischen Kabinetts und Vertretern der militärischen Leitung politische und mitt- tätische Fragen besprechen. für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittags 'Unremen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrerte, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenftanelk Platzvorschrift (vorherrge Vereinbarung) 25% mebr d Samstag, 22.' Sonntag, 23. Februar Ml Annahme von Anzeige« DM nen immlung r: se Mim K'!- ZenbariM Sammler, ü leichmA 9 vchich Tichn w "Ä Idungen k ciegsM r Tafel rr] bie bijty; mmstap »i Bomben k mqs nut 2 uM*, eüv. SchuM ilbaufn^H 0^ -ff W wa Washington, 21. Febr. (Europapreß.) dicht besetztem Hause und überfüllten Galerien Splitterbomben belegt. Unsere 3äger lieferten einen deutnng ungerichtet wurde, neuen Beweis ihres Mutes. Sie schossen im Kampf I ----- iearbeitetderamerikanischeZourualist? Von Hans Leuenberger. 1 man - fett W' )eim ,5 ,e !ßrbe^ s ist eine f test j1 JJL । Derbro^, ich- DK >n ■«*'1 > oon.y •4 ilspane p SV bas & ners ein Unglücksrabe. Selbst im ernstesten Geschehen darf das Korn Humor nicht fehlen. Auch muß einer nicht trachten, die Bilder, die der Amerikaner von den Dingen und Menschen der Erde vor seinem geistigen Augen hat, „verzerren" zu wollen. Der Amerikaner hat seine Vorstellungen typisiert und erwartet auch in Berichten immer wieder das Auftauchen dieser Typen, also etwa des „Deutschen mit dem Bierkrug" und des „Franzosen mit dem großen Schnurrbart und der Baskenmütze". Die amerikanische Presse gliedert sich in zwei Hauptgruppen. Die des Ostens blickt nach Europa, ist gemäßigter, während die des jüngern Westens frischer, aber auch sensationeller wirkt und, vor allem in Kalifornien, eher nach dem Pazifik schaut. Der Westen lieft zehnmal mehr als der Osten. Die Zeitungen „wandern" nur von Ost nach West, nicht enud) umgekehrt. Am wenigsten lesen die Städte mit mehr als einer Million Einwohner; am mei» ften die mit Einwohnerzahlen zwischen sechzig- und Die amerikanische Presie ist ein Spiegel ameri- linischen Wesens. Der Amerikaner versucht nicht, ,nen andern direkt zu seiner Meinung zu bekeh- irn. <5o wenig tut dies die Presse. Ripley konnte iinen Landsleuten die unmöglichsten Dinge erzäh- In unter der Devise: „Believe it or not“. Er überleb es also dem Leser zu glauben oder nicht. So । aubte er vieles, wenn auch nicht alles. Wenn wir tem Amerikaner sagen: „So ist es!", bann antwortet er: „Wart' einen Augenblick!" Und wenn wir noch so viel Pathos in eine Beteuerung hinein- r leitzugjystem in grötzte Verwirrung gebracht haben. Vor allem aber sollte nach dem Willen Churchills das Afrika-Unternehmen Wavells der britischen Diplomatie im Mittelmeerraum und in Südosteuropa neuen Auftrieb geben. Deshalb brauchte man einen Preftigeersolg um jeden Preis, auch um den einer Schwächung des Verteidigungsstandes der Insel und einer Einengung ihrer Ernährungsbasis. Churchill hofft von dem Erfolg gegen die italienischen Waffen in Nordasrika nun eine Wiederherstellung von Englands politischem Prestige im Südosten als Grunovoraussetzung für die Wiederaufnahme der berüchtigten Kriegsausweitungsplane, die man nach dem militärischen Zusammenbruch Frankreichs vorerst hatte fallen lassen müssen. Schon in den diplomatischen Vorbereitungen Englands für den Krieg, den die britische Plutokraten- käste in blindem Hatz auf das mächtig emporstre- bende nationalsozialistische Deutschland dann im Spätsommer 1939 gegen das Reich vom Zaun brach, hatte der Südosten eine besondere Polle gespielt Den britischen Garantieangeboten, die nichts anderes bedeuteten als die mit ihnen bedachten Staaten in den Einkreisungsring gegen Deutschland einzugliedern, hatten sich zwar nur Griechenland, die Türkei und das damalige Rumänien gefügig gezeigt. Aber britische Agenten wühlten überall auf dem Balkan, um namentlich auf wirtschaftlichem Gebiet die Stellung zu untergraben, die sich Deutschland hier dank seiner Leistungsfähigkeit und dank der den Balkanlänoern sich bietenden natürlichen Vorteile eines sich ergänzenden Wirtschaftsaustausches geschaffen hatte. Die enge Verquickung von Politik und Geschäft sollte die Balkanstaaten in die Arme Englands treiben Aber das so oft bewährte Rezept britischer Diplomatie versagte. Den ersten kräftigen Stotz erhielt Englands Prestige im Südosten zweifellos durch die Abfuhr, die die britische Diplomatie schon vor Kriegsausbruch in Moskau ein- stecken mutzte. Der überraschend schnelle Zusammenbruch Polens, Frankreick;s militärische Katastrophe und der Berliner Dreimächtepakt sind weitere Meilensteine auf dem Wege des Niederganges van Englands Ansehen im Südosten. Schließlich schlug die Hoffnung fehl, die man in London auf Carol von Rumänien und eine dem englischen Pfund zugängliche Kaste verantwortungslaser politischer Geschäftemacher gesetzt hatte Nachdem sich erwiesen hatte, datz England trotz feines prahlerischen Garantieversprechens nicht in der Lage war, die Rumänen vor den Nevisionsforderungen Rußlands. Ungarns und Bulgariens zu schützen, führte die nationale Revolution des Generals Antonescu Rumänien in das Lager der Achsenmächte, für die sich vorher schon als erste Staaten des Südostens U n« garn und die Slowakei durch ihren Beitritt zum Berliner Dreimächtepakt offen erklärt hatten. Der einzige und in seiner Auswirkung immerhin recht problematische Erfolg der britischen Südost- Politik war es, daß Griechenland sich durch englische Versprechungen verleiten lieh, gegen Albanien vorzuprellen, was Italien mit militärischen Maßnahmen beantwortete, die trotz der großen Schwierigkeiten, die ein winterlicher Gebirgskrieg bot, die englischen Pläne auf eine Ausweitung des Kriegsschauplatzes nicht reifen ließen. Der foftoarfte Stein auf dem englischen Schachbrett im Südosten war aber die Türkei, die sich durch ihre Ab- wachungen mit den Westmächten seit dem Frühjahr 1939 auf einen gegenseitigen Beistand im Kriegsfälle festgelegt hatte, freilich mit der Einschränkung, datz nur ein Angriff auf ihren Besitzstand sie zum Kriegseintritt zwingen werde und sie sich an keiner Kombination beteiligen werde, die sich gegen die Sowjetunion richte. Moskaus eiskalte Haltung gegenüber dem britischen Liebeswerben hat zweiftl- los auch in Ankara ernüchternd gewirkt. Der Besuch des türkischen Außenministers Saraeoglu in Moskau brachte indessen keine Klärung, Ende Oktober 1939 wandelte die Türkei vielmehr die Abmachungen mit den Westmächten in ein regelrechtes Bündnis um, ohne freilich aus ihrer Rolle als „nicht- kriegführende Macht" herauszutreten, fo sehr auch ein gewisser Teil der türkischen Presse sich in einer hemmungslosen Hetze gegen Die Achsenmächte gefiel. Trotz des Zusammenbruchs Frankreichs wurde der Pakt mit England beibehalfen, obwohl drohende Komplikationen zwischen den beiden ehemaligen Verbündeten im Vorderen Orient nach dem Muster von Dran und Dakar die Türkei durch ihre Nach- barfthafi mit dem französischen Syrien in eine überaus heikle Situation hätte bringen können. Auch als durch den Eintritt Italiens in den Krieg das Mit- telmeer unmittelbares Kriegsgebiet wurde und England feine Pressionen verdoppelte, um die Türkei in den Krieg hineinzuziehen, blieb man in Ankara trotz aller Sympathiekundgebungen der türkischen Presse für die Sache Englands auf der Linie vorsichtiger Zurückhaltung. Was der britischen Politik in Ankara nicht glückte, sollte ihr auch in Belgrad und Sofia versagt bleiben. Jugoslawien hielt trotz aller Lockungen an seiner Politik strikter Neutralität fest, die am besten den Interessen des Landes zu entsprechen versprach, das mit dem italienischen Adria-Nachbarn schon vor Jahren seinen Frieden gemacht hatte und mit dem Großdeutschen Reich, das durch irit» Niick« gliederung der Ostmark ebenfalls Nachbar Iugolla- Wiens geworden war, durch die besten kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen sich freundschaftlich verbunden fühlte. In B u l g a r i e n ist das Bündnis aus dem Weltkrieg nie vergessen ward en. Zugleich empfand man hier Deutschlands Kampf gegen das Diktat von Versailles stets auch als wertvolle Hilfe in Bulgariens Ringen um eine Revision der ihm im Diktat von Neuilly aufgezwungenen Ungerechtigkeiten. In Sofia hat man sehr wohl verstanden, daß es der deutsche Sieg war, der im vorigen Jahr den Bulgaren ohne Schwertstreich die Rückgliederung der Dobrudscha erlaubte, und man hat mit feinem Dank dafür nicht zurückgehalten. Angesichts dieser Tatsachen war es von Churchill doch einigermatzen verweaen, zu glauben, daß die Offensive des Gene- rals Wavell in Nordafrika sich propagandistisch in diplomatische Erfolge Englands auf dem Balkan um- münzen ließe Dummdreist und engstirnig meint er immer noch, es müsse für andere Völker eine Ehre sein, sich für England schlagen zu dürfen, auch wenn sie das Schicksal Polens, Norwegens, Hollands, Bel- giens und Frankreichs vor Augen haben und wis- fen, datz England nur darin konsequent ist, seine Bundesgenossen im Stich zu lassen, wenn sie ihre Schuldigkeit getan haben Aber unbeirrt erklärte Churchill in feiner letzten Unterhausrede: „Wenn alle Balkanvölker zusammenstehen und übereinstimmend handelten, von Großbritannien und der Türkei unterstützt, so würden viele Monate verfließen, und in diesen Monaten könnten viele Dinge geschehen." In seiner gewohnten Unverfrorenheit machte also Churchill kein Hehl daraus, daß es England lediglich darauf ankommt, Zeit zu gewinnen. Wie im „Der Sieg im Westen." Die Mitkämpfer werden um besten beurteilen können, wie gut der Film die Atmosphäre des Feldzuges festhält: nach dem Urteil von Frontsoldaten sieht und hört man nicht nur die Einschläge, son-' dem riecht auch förmlich das Pulver der krepierenden Geschosse. So wird der Westfeldzug noch einmal nach- und miterlebt und festgehalten, sowohl für die schnellebige Zeit wie auch für die Heimat, die Um und Nachwelt Der Film ist ein Dokumentarfilm deS Heeres. Er zeigt alle seine Waffen und Waffengattungen im kampf- und todesmutigen Einsatz und zugleich die hervorragende Bewährung unseres Materials, vor allem auch unserer Panzer und unserer schweren und schwersten Artillerie, wie sie durch die Initiative des Führers so glänzend vorbereitet worden ist. Er zeigt aber auch die reibungslose Zusammen- a r b e i t des Heeres mit den anderen Wehr- Machtteilen, der Kriegsmarine und vor allem der Luftwaffe, die immer wieder die entscheidenden Schläge vorbereitet und ihr Gelingen durch die Luftherrschaft ermöglicht. Ader auch der Nachschub, die rückwärtigen Dienste, die großartige Leistung der Organisation Todt und des Reichsarbeitsdien- stes werden gezeigt und treten als ein Wunderwerk der Gesamtplanung und Gesamtorganisation bildhaft in Erscheinung. Glaube und Stolz sind die Geburtshelfer dieses Filmwerks gewesen — man wird das spüren: Der Glaube an die Einzigartigkeit des deutschen Soldaten und deutschen Offiziers jeder Rangstufe, M: H 56 028); New nbelt denen t'l »r dielen «I •juflt rourtrJ weiften H oeniflfif* 4 -hrenfe Bürger^ ifditn h lob be?lq , ShioPM interfuMl e @ebe'M ies, mit ;«Tiitkid einmanliF| ncr wir, M mce benM enau uM ■ I ,»*»i erhin^'J le- janba, •• 1 bi« t, nfd)*' st SS K Md" ungern hat: i» er W vW < I« »u X ud) Betriebes und sprach dem genialen Konstrukteur und Betriebsführer Professor Dr. Messerschmitt und dessen Gefolgschaft seine besondere Anerkennung aus. ♦ Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat auf Vorschlag des Sanitätschefs der Kriegsmarine, Admiralstabsarzt Dr. Fikentscher, angeordnet, die Marineärztliche Akademie von Kiel, wo sie vorübergehend untergedracht war, nach Danzig zu verlegen. Die Bedeutung der alten Hansestadt Danzig für die Kriegsmarine ist dadurch erneut unterstrichen worden. Der Rundfunk überträgt am Todestage Hör st Wessels, dem 23. Februar, von 11 bis 12 Uhr, eine Gedenkfeier der SA. Im Mittelpunkt steht eine Ansprache des SA.-Obergruppenführers Graf Helldorf. In einem Hörbericht von SA.-Standartenführer von Engelbrechten geben alte Kampfgenossen Horst Wessels ein Charakterbild des unvergeßlichen Sturmführers. ♦ Der Führer hat auf Vorschlag des Stabschefs der SA.-Iägerstandarte 2 Rosenheim den Rainen des verstorbenen SA.-Gruppenführers Hermann K r t e b e l verliehen. ♦ Im 75. Lebensjahr starb der außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister a. D. Dr. jur. Adolf von Brüning. Der Verstorbene gehörte seit 1911 dem Aufsichtsrat der ehemaligen Höchster Farbwerke vorm. Meister, Lucius und Brüning an und später bis 1932 dem Aufsichtsrat der IG.'Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M. Abschied von Geliebten Bon Hneq8bend)ter Werner Klahn. sicher Wichtigkeit, daß Vizepräsident Lange in Jntburg erklärte, es bestehe keine Absicht, b.absehbarer Zeit die Zinsen noch weiter zu (elfen. Als Begründung führte Vizepräsident Lange kliimmt, daß die Sicherung der für die Verteidl- U ;g des Reiches erforderlichen Mittel den und e» ingten Vorrang vor allen übrigen öffent- chrn Ausgaben hat. Die Voranschläge zum Reichs, »^shaltsplan für 1941 sind daher nach dem Gebot Wen. Als Begründung führte Vizepräsident Lange et daß es auch auf diesem Gebiete Grenzen gebe, dc sonst Störungen in einzelnen Sektoren der Ortschaft eintreten könnten. Die so glückliche Sen- fcrg des Zinssatzes in den letzten zehn Jahren ist M.z allmählich und in Ruhe erfolgt. Eben deshalb wr sie ein Erfolg. Run muß sich die Wirtschaft di den neuen Zinssatz erst in ihrer ganzen Breite I ijj Liefe allmählich einspielen, bis der nächste 6 ritt getan werden kann. So war es auch in der Sw vor dem Weltkrieg. Schon von 1870 bis 1914 v,rde eine erhebliche Herabsetzung des allgemeinen L'sstandes, nicht zuletzt durch die vielen Depositen- kc en der Banken, erreicht, um die mächtig auf- fl Lende Industrie in dem ehemaligen Agrarland tatschland mit reichlichem und billigem Geld zu Dfforgen. Wir haben also Erfahrungen, die sich fi! r die letzten zehn Jahre hinaus erstrecken, und t« ist natürlich, daß wir uns diese Erfahrungen -r.utze machen. Dr. Ho. «K Ä es 'M tint S l,vWifS - NC ’M ‘miner S Blüe^ Mu? strengster Sparsamkeit aufzustellen. Erhöhungen der Ausgabebewilligungen und die Einstellung neuer Ausgabebewilligungen darf der Reichsfinanzminister nur zulassen, sofern sie in dem dringenden Interesse der Reichsverteidigung oder aus Anlaß der Eingliederung neuer Gebiete notwendig sind. Er hat dazu das Einvernehmen mit dem Beauftragten für den Vierjahresplan, mit dem Oberkommando der Wehrmacht, dem Generalbevollmächtigten für die Reichs- Verwaltung und dem Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft herbeizuführen. Der Reichsfinanzminister wird ermächtigt, den Generalhaushaltsplan für 1941 durch Verordnung festzüstellen. PK. Der Erste hieß Anton. Der Zweite war -u Beginn namenlos, ein Zustand, der bald als höchst störend empfunden wurde. Er wurde nachträglich getauft. Obgleich hundertprozentig mit männlichen Eigenschaften ausgestattet, erhielt er den Namen „Z i t r o n e". Zwischen Anton und Zitrone kann nur in Stunden wehmütiger Erinnerung eine Beziehung konstruiert werden. Anton war ein klei- ner Fist, ein schmucker Bursche, von dem sich sein Besitzer gm Tage vor Kriegsbeginn verabschiedete. Man kam gerade aus Jugoslawien. Anton wurde aufgebockt. Sein Herr stand im eben verpaßten grauen Rock vor ihm. Er hat nun inzwischen allerhand von der Welt gesehen, Anton dagegen gar nichts. Mit der Zitrone liegen die Dinge ganz anders. Anton gehörte in die Sphäre des Privaten, die Zitrone ist Heereseigentum. Aber man hat mit ihr gefährlichere Dinge erlebt als mit Anton, dessen höchste Leistung vielleicht die Bewältigung der Groß-Glockner-Straße war. Aber jetzt der Reihe nach: In der Gegend von Calais stand nach Ablauf der großen Schlacht zwischen vielen anderen Fahrzeugen ein sechssitziger Citroen. Wir entdeckten ihn, packten die militärischen Ausrüstungsgegenstände aus und machten uns mit unserer Zitrone davon. Nachträglich wurde er uns offiziell zugestanden. Die Zitrone war noch eine durchaus jugendliche Erschei- nung. Sie war erst 11000 Kilometer unterwegs. Sie hatte, reichlich französisch, ein ziemlich grelles Rot aufgelegt — eine Farbe, die zwar zu ihrem Typ paßte, aber durchaus nicht unserem Geschmack" entsprach. Nach der Devise „man trägt jetzt wieder Grau" erhielt sie im nächsten Heereskrastfahrpork ein Kleid in zeitgemäßer Farbe. Ihr Gesicht wirkt seitdem härter. Gleich ihre erste Tat sprach für ihr mitfühlendes Wesen. Wir fuyren im Dämmerschein durch eine gottverlassene Gegend. Da blieb die Zitrone plötzlich stehen. Sie wollte einfach nicht mehp weiter. Rundherum eine unendliche Stille. Aus einmal hören wir aus weiterer Ferne schwache Hilferufe. Wir machen uns vorfichttg auf den Weg. Schließlich stoßen wir auf eilten verwundeten Franzosen: Oberschenkelschuß. Wir schleppen ihn zum Wagen. Der Fahrer hat inzwischen die Zitrone untersucht. Da, die Störung ist schon de- Durd) einen Erlaß des Reichsministers der _ iKijen sind die Richtlinien über die Einkommen- fiuer von 1940 in einigen Punkten ergänzt und je nbert worden. Für die Einkommensteuererklä- nr.g von Privatpersonen ist besonders wich- lii bie Wiedereinführung von Pansch- Erträgen für WerbungskostLn und Sonderaus- jG’ en, bie sich aus Gründen der Verwaltungsverein, [taiung ergeben haben. Diese Pauschbeträge sind auf I8> Mark bemessen worden, so daß also jeder uerpflichtige ohne weiteres in seiner Steuererklä- rmg 360 Mark abziehen kann. An Stelle des Pau- fiulsatzes können auch die tatsächlichen Kosten ein- Sksgt werden, wenn sie höher sind. Betriebe haben die Möglichkeit, erhöhte fi setzungen für Abnutzung vorzunehmen, ni-Dt nur für Maschinen und Geräte, sondern auch lü Gebäude und bauliche Anlagen. Zum Beispiel bi d) vermehrte Inanspruchnahme für Wehrmachts- euräge oder unterbliebene Instandsetzungen. Diese kieichterung gilt sowohl für das Betriebsvermögen ii auch für den privaten Hausbefitz, jedoch werden j Jtrffteüungen für unterbliebene Instandsetzungen ibt anerkannt. । erweiterte Kinderermäßigung kann sich aus der jiIehörigkeit von Kindern zur Wehrmacht ergeben. [Sinn Kinder aus diesem Grunde ihre Berufsaus- : Üb ung bis zum 25. Lebensjahr nicht beginnen oder enden können, so wird dem Steuerpflichtigen pt Kinderermäßigung auch dann gewährt, wenn ‘h- Kind das 25. Lebensjahr bereits vollendet hat. i.Mbei verlängert sich die Altersgrenze von 25 Iforen um die Zeit, während der das Kind der Athrmacht angehört hat, mindestens jedoch um volle |ids Kalendermonate. Die Monate der (Einberufung Bei Angriffen gegen feindliche Geleitzüge im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe drei Handelsschiffe mit zusammen 11 500 BRT. und beschädigte vier größere Schiffe schwer. Der Feind verlor im Luftkampf bei Dover zwei Iagdslug- zeuge vom Bluffer Spitfire. 3n der Rächt zum 21. Februar richteten sich erfolgreiche Bombenangriffe gegen Hafen- und Dockanlagen i m Themse-Gebiet und am Briffol-ftanal. Lin Hafen an der Westküste wurde vermint. 3m Mittelmeerraum griffen deutsche Kampfflugzeuge britische Truppenansammlungen bei Ll Breda und einen Hasen in Libyen wirkungsvoll an. Der Feind warf In der letzten Nacht an einer Stelle im besetzten Gebiet Bomben, ohne Schaden anzurichten. Appell der Kriegsberichter in Frankreich. In Frankreich, 21. Febr. (DNB.) Reichs- Pressechef Dr. Dietrich sprach auf einem im besetzten Frankreich abgehaltenen Appell der deutschen Kriegsberichter. Er überbrachte ihnen die Grüße und den Dank der Heimat, den Dank der Millionen deutschen Zeitungsleser, die Tag für Tag durch die PK.-Berichte an den Erlebnissen der deutschen Soldaten, an ihren Kämpfen und Sieaen, an ihren Freuden und Leiden unmittelbaren An- teil nehmen und dadurch mit ihnen innerlich auf das engste verbunden sind. „Man hat", so erklärte Dr. Dietrich, „die Kriegsberichter die jüngste Waffe der deutschen Wehrmacht genannt. Sie sind echte Soldaten. Ihr Platz ist stets dort, wo die Truppe im Kampf steht. Sie fahren die Angriffe als Pan- zerschlitzen mit, sie gehen mit den Stoßtrupps der Pioniere, sie sind auf unseren U-Booten, Schnell- booten und Kreuzern, sie fliegen die tödlichen Angriffe unserer Bomber mit. Dieser ständige Einsatz m vorderster Front hat von den Männern der PK. schwere Blutopfer gefordert. Die Verluste Der deutschen Kriegsberichter liegen weit über dem Durchschnitt der Gesamtoerluste der Deut, schen Wehrmacht." Die kämpferischen Aufgaben der Zukunft würden den Schriftleitersoldaten an Die schönsten Ausgaben heranbringen, Die einem Journalisten gestellt werden können. An ihrem Ende stehe Der Sieg. Don Dieser Siegesgewißheit sei Das ganze Deutsche Volk tief durchdrungen. Sie fei auf dem untrüglichen Gefühl und Dem tiefen inneren Wissen um Die Kräfte einer heraufziehenden neuen Zeit. „Wir haben", so rief Dr. Dietrich aus, „nicht nur die stärkste Wehrmacht und die besten Soldaten Der Welt, wir haben nicht nur Das größte Kriegs- potential unD die beste Führung, sondern wir haben auch die bessere Idee! In Den Soldaten Des nationalsozialistischen DeutschlanDs, so schloß Dr. Dietrich seine ReDe, stürmt die junge Mannschaft der neuen Zeit Die Bastionen Der plutokratischen Reaktion. Die Bastionen fallen, sie müssen fqllen — Denn wer mit den Ideen Der Zukunft marschiert, Dem wird sie gehören!" 31,5 Millionen am »Taq der deutschen Polizei-. Berlin, 21.$ebr. (DBB.) Die am „lag der deutschen Polizei" durchgeführte Sammlung für das Winterhilfswerk hat das Ergebnis von 31,5 Millionen Reichsmark erbracht. Zu diesem Betrag haben die einzelnen Angehörigen der deutschen Polizei und ihrer Hilfsformationen aus eigenen Mitteln neben ihren laufenden sonstigen Spenden eine besondere Opferspende von über drei Millionen Reichsmark beigetragen. Mit dieser bisher h ö ch st e n Spend'e für das Winterhilfswerk hat das deutsche Volk in der kriegszelt erneut ein eindringliches Bekenntnis für den Führer und fein Werk abgelegt und zugleich die in nationalsozialistischem Geiste geleistete Arbeit seiner Polizei anerkannt, wenn in den luftgefährdeten Gebieten wie Düsseldorf und Hamburg oder In den neuen Oslgauen, in Kattowih, das Sammelergebnis b e - sonders hoch ist, so zeigt sich hierin die feste Siegeszuversicht des deutschen Volkes, das durch diese überwältigenden Zahlen seine unwandelbare Treue zum Führer bekundet. Kleine politische Nachrichten. Reichsmarschall Göring besuchte auf einer Besichtigungsfahrt durch Süddeutschland die Werke der Messerschmitt-AG. und ihre Anlagen. Er überzeugte sich von der hervorragenden Leistungsfähigkeit dieses hoben. Eine Zündkerze war verrußt. Wie fetzen Die Fahrt fort. Der VerwunDete stöhnt von Zeit zu Zeit. Wir nennen in der Unterhaltung unser Ziel, das wir bei unserem augenblicklichen Tempo — ungefähr 60 Kilometer — baldigst erreicht haben müs- jen. Da wird der Franzose, der den Namen des Ortes gehört^hat, aufmerksam. „Halt!" brüllt er, „halt!" Der Fahrer verlangsamt sofort die Fahrt. „Die Brücke i st gefpreng t", warnt der Der- mundete weiter. Wir halten und steigen aus. Mit der Taschenlampe geht einer ein Stück voraus. In knapp fünfzehn Meter Entfernung stößt er auf einen Abgrund, auf die von Dem Franzosen bezeichnete Stelle. Wir haben insgesamt 42 000 Kilometer mit Der Zitrone zurückgelegt. Von kleinen Unpäßlichkeiten abgesehen, die in jeder Gemeinschaft vorkommen, hat die Zitrone sich immer wacker gehalten. In Angouleme wollte sie einmal ein aufdringlicher Mann im Schutz der Dunkelheit belästigen. Er wollte ihre Ernährungsbasis gefährden, indem er einen auf ihrem Rücken befestigten Benzinkanister entführte. Der Aufdringliche war ein evakuierter Franzose, der für sein eigenes Fahrzeug Kraftstoff benötigte. Ein Kamerad von uns schnappte den Uebeltäter. Wieoiele Nachte haben wir in Frankreich — in Ermangelung besserer Schlafgelegenheit — in ihren Polstern verbracht! Sturm, Regen, Geschoßhagel und die glühende Sonne am Golf von Biskaya und jenseits auf spanischem Boden — hundert Widerwärtigkeiten haben ihre Gesundheit nicht erschüttern können. Sie Machte auch Den Rückweg mit, Durch Frankreich, Belgien, nach HollanD hinein. UnD in Den NiederlanDen trug sie uns nochmals viele tausend Kilometer hin unD her. Jetzt ist Die Stunde des Abschieds gekommen. Sie wird für einen anderen Einsatz benötigt. Und so waschen wir noch einmal mit unendlicher Liebe ihren schonen Leib. Morgen wird sie abgeholt. Wir werden den Männern, denen sie in Zukunft gehören wird, sagen, was sie uns bedeutet hat. Wir werden sie bitten, ihr feines „Innenleben". zu berücksichtigen. Wer ihr gibt, was sie braucht, dem ist sie treu bis ... na ja, wo die Reise hingehen soll. vielfach vorbestrafter Volksfchädling hingerfchtet. Am 20. Februar ist der am 30. August 1906 in Koethen geborene Werner Jänicke hingerichtet worden, den das Sondergericht in Freiberg als Volksschädling zum Tode verurteilt hatte. Jänicke, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat sich unter Ausnutzung besonderer Kriegsverhältnisse, nachdem er aus der Strafhaft ausgebrochen war, als Volksdeutscher Flüchtling aus Polen aus- gegeben und so zahlreiche Betrügereien begangen. Volksschädlinge und Mörder hingerichtet. Am 18. Februar 1941 ist der 22 Jahre alte Johann Piontkowski aus Castrop-Rauxel hin^ gerichtet worden, den Das Sondergericht in Dortmund am 21. Januar als Gewaltverbrecher und Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Piont- kowski, ein bereits wegen Straßenraubes und meh, rerer Einbruchsdiebstähle vorbestrafter Verbrecher, hat unter Ausnutzung der Verdunklung eine Laden- inhaberin überfallen und unter Bedrohung mit einem Messer beraubt. Ebenfalls ist der 1890 in Zell geborene Franz Stelzmüller hingerichtet woi> den, Den Das Landgericht St. Pölten wegen MorDes zum Tode verurteilt hat. Stelzmüller hat in Freienstein (Niederdvnau) seine Ehefrau erwürgt. HaupnchnNtttter: Dr. Zrledrtch öti'oelm tiaege EttUverneter tM HaupftchrtMetkett' ®rnft vlumscheft». Beran lwottltch für foitth unb Wlber Dr *tr. SB. Lange für das firf tri liefen: Dr. Han« Thnttot; 6r Stab’ Sieben, Prvvnv, itittudiaii u. Sport: tfenft itiiumfdx'n. Trnd uno Berlag Brühlicke Unit>enitat»6ni(feiet R. Lange fl. G. Beriaqsletter Dr.-Ing. Trick Hamann Äneeigenleiter' Hone Beck. Wer-mhynrtfi* kft den TfnbaN der^n eiaen: TbeodorSammel Dem .ßeobener Bergsteiger Wiegele, hat Winter-Erstbesteigung der Hochtvr-NvrdwanD Gesäuse (Enntal) erfolgreich abgeschlossen. Die Bergsteiger hatten zu dieser Ersteigung der 900 Meter hohen Wand, die unter normalen Verhältnissen im Sommer in dreistündiger Kletterarbeit be- roältigt werden kann, nahezu sieben Tage benötigt. Während dieser Zeit mußten sie sechs Nächte in der Wand verbringen. Als sie nach dem Einstieg in die Wand bereits ein großes Stück geklettert waren, stürzte ihnen Der Proviantbeutel in die Tiefe, so daß sie Das Unternehmen nochmals von vorne beginnen mußten. Das tollkühne Wagnis ist um so anerkennenswerter, als die Wand völlig o e r e i ft war und mit ihren faßrunden Einbuchtungen im Winter als fast unüberwindlich angesehen wurde. Fritz Kasparek ist einer Der erfolg- reichen Bezwinger der Eiger-Nordwand, deren erste Besteigung im Jahre 1938 größtes Aufschen erregte. jcn, aber im allgemeinen noch nicht überhöhten ^irsfianD erreicht haben. Wichtig ÜnD auch die Spareinlagen, Die fthDig gewachsen und zusammen mit Den Giroein- seit Kriegsbeginn einen Zuwachs von 9 Mil- lit-ben erfahren haben. Bereits bei der letzten Er- inßigung des Spareinlagenzinses auf 2,5 v. H Pdten Die Sparkassen Darauf verwiesen, daß dieser irrige Satz vor Dem Weltkriege niemals erreicht i^rDen sei. Allerdings haben sich Die verschiedent- Pt geäußerten Befürchtungen wegen Der „Zins- Wsmdlichkeit" der Spareinlagen nicht bestätigt, ui; mehr hat Die (Einlagenfteigerung angehalten. 9(d) wenn man von Dem tatsächlich erzielten Zu- ytdjs einen Teil als Gegenwert für Den einge- uäntten Konsum absetzt, ist das Ergebnis über« tyenb. Schwieriger liegen die Verhältnisse aber in Bank - Versicherungsgewerbe. Die Zinsspanne bc Banken ist in Der letzten Zeit stark beschnitten Mden, wobei gleichzeitig aber auch Die Sätze für tH! Einlagen ermäßigt wurden. Bei einer weiteren 0-itung des Kapitalmarktzinses müßten die Haben- Fen der Banken voraussichtlich ebenfalls gesenkt erben. Eine Schwierigkeit liegt nun darin, daß IVergütung für täglich fällige Einlagen bereits 1 v. H. aogesunten ist. Bei einer weiteren Er- igung könnten unter Umständen die Einlagen räßerem Umfange auf das Postscheckkonto um» st werden, wodurch die Banken in ihrer Auf- ; Der Wirtschaft Kredite zu gewähren, behin- würden. Die Leistungen des Versicherungserbes wiederum sind in der Lebensversicherung, n auch nur zu einem verhältnismäßig geringen | ji, von dem Erträgnis aus den Kapitalanlagen ol ängig. Es liegt ganz offen zu läge, daß ein vieres Sinken Des Zinssatzes entweder zu einer - absetzung der Versicherungsleistung ober zu einer Höhung Der Versicherungsprämien führen muß. Inter diesen Umständen ist es also von recht er» ■’M h 11 w 8M Porten: H “MU Moli 'i ‘n -Qiti üj Wfung |J e. «MfJ d/r aiNt uftaifo Bieber Di;, en 1930 yj b unb v er nomirrL 8 M. h onen, - bei ommen fr) r in Stuft von 9 os, mat-rs nannte, das prolti XatbeH ngsrente 5 auch Infa Hes bebffii ifdintQleni^ rtreiben, K it meist fr) zu Derlei >5 in felto ten onbftfl eil in fifr-i OWbri uhe |e(|tf. 'i talerfrag w e trägt h »tzlich ueHii r 4000 N eb. Eine n dadurch eh phenzeit m t einen W'i Mutti kati jelcka^t sie kocht jetzt mit dem „Sanas“- Universal - Dampfapparat alle Speisen auf einmal, denn der neue „Sanas“ ist der neue praktische Kochapparat, der die Speisen schmackhafter macht, Brennstoff und Zeit spart und vor allem die wertvollen Vitamine und Nährwerte der Speisen erhält. Außerdem kann man mit dem „Sanas“ eindünsten und Säfte bereiten. Er ist es wert, daß man ihn anschafft. 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Klein, der sich um die künstlerische Ausgestaltung der Woche hervorragend verdient gemacht habe. — So möge uns die vom Alltag befreiende Feierstunde Kraft verleihen im gegenwärtigen Schicksalskampfe. Sieg-Heil unserm Volke — Sieg-Heil unserm Führer! Der Teufelstanz von Josef Hellmesberger leitete über zu der Vorlesung von Rombach, der, von Beifall begrüßt, zunächst seiner Freude über die Einladung Ausdruck gab und, anknüpfend an eine Stelle aus feinem großen Roman „Der junge Herr Alexius", jene Tränen, die wir beim Lachen weinen, als die herrlichsten pries. Echter Humor sei mehr als der raketengleich verpuffende, schnell vergessene Witz', er müsse eine innere, wärmende Heiterkeit erzeugen, die zum Lächeln und zum Schmunzeln führt und die Dinge der Tragik entkleidet Er, Rombach, habe sich den Mut zum Humor ge^ nommen und er hoffe in seinen Büchern etwas vom Erbe seiner schwäbischen Heimat bewahrt zu haben, das man vielleicht Humor nennen könne. ausbrach. Die Szene ereignet sich in einer Schenke einem sog. Comparitium, wo der Torfknecht Adrian 'Professor Eger, - iund Stadtbaudirektor ©ran erträgliche Spannung, doch entgingen wir der fahr, da er um ein weniges zu weit schoß. Dann hackten die Maschinengewehre, unsere tillerie fuhr in den Forst viele hundert Meter uns; eine breite Straße, deren Böschungen uns und den Franzosen Deckung bot, trennte uns vom Feinde, so lagen wir uns in dieser Nacht gegenüber. Mitunter, wenn sich irgendwo ein Licht brach, schossen wir, doch dann schwieg der Granatwerfer, die atmende Schwüle des Waldes verdichtete sich, dann ließ die Spannung nach, als wir fest an» gepreßt am Hang dem Feinde, ohne Sicht zu haben, gegenüber waren und noch Zeit hatten. Als, vielleicht verirrt, e*ne schwere Granate nicht weit hinter uns einschlug, ohne uns zu schaden, flüsterte einer mir zu: „Der da gestern gefallen ist, den habe ich einmal beneidet wie nie wieder später einen Menschen. Wir waren zusammen auf der Schule und zu einem Weihnachtsfest, wann, weiß ich nicht mehr, schenkte ihm sein Vater alle zweiunddreißig Bände Karl May.. Und jetzt kam es mir o an, da dachte ich gerade an ihn und dies, ob er wohl noch die Bücher gehabt hat — Der Granatwerfer ließ wieder eine Bombenserie aus dem Himmel fallen. Sie suchten unser schweres Maschinengewehr. Nach einer Weile wurde es still. „Ach ja", sagte der Soldat, „diese Bücher. Heber- Haupt, weißt du, ich hatte selber eine ganze Menge und habe sie verschlungen. Du brauchst nicht darüber zu lachen, ich kann es nicht sehen, aber ich denke mir, daß du es nun tust. Ich habe sie sehr gern gehabt. Den Buffalo Bill liebte ich besonders. Und Hadschi Halef ben Omar. Sage auch nichts gegen die kleinen Hefte, dir wir unter der Schulbank lasen. Einmal wäre ich beinahe von der Penne geflogen, weil ich in der Chemiestunde Frank Allan schmökerte. Oder erinnerst du dich noch an Percy Stuart und Mae Hollister? Das sage ich dir, wenn ich diesen er« börmlichen Hollister einmal erwischt hätte ..." Uitt — pfiff ein Querschläger vorüber. „Du mußt leiser reden", sagte ich. „Na ja", sagte er und nahm den Kopf weiter in den Dreck. „Als der arme Percy feine hundertzweiundneunzig Aufgaben, soviel waren es, glaube ich, erfüllt hatte, bloß weil er in diesen verrückten Ex- centric-Club kommen wollte, da sollte er doch angeblich die letzte Aufgabe nicht ganz gelöst haben. Und nun mußte er noch einmal soviel Aufgaben schaffen. Das war eine Sache, zumal wir ehrlich an die Wahrhaftigkeit dieser Dinge glaubten. Jedenfalls hatten wir den Gewinn, daß wir immer auf der Seite des Guten standen. Gefährlich wurde es nur, wenn unser Lehrer die Hefte erwischte, er soll sie zwar immer verbrannt haben, doch bin ich davon heute noch nicht ganz überzeugt; er hat sie bestimmt gelesen, denn er bewies oft eine verblüffende Namen- und Sachkenntnis." Er schwieg. Nach einer Weile sagte er: „In vier Minuten greifen wir an. Wir wollen langsam die Handgranaten fertigmachen —" Wie man Putzlappen spart . « Zum Nachpolieren genügt beim Herdputz oft eine zerknüllte Zeitung an Stelle eines weichen Lappens. Zum Putzen selbst aber soll man stets einen feuchten Lappen nehmen, weil man damit weiter \ kommt. WEEN Herdputzpulver Der 22. Februar, der zweite Kampftag, brachte erneute heftige Kämpfe. Insbesondere waren sechs Diwisionen auf 10 Kilometer breiter Front etwa 2 Kilometer vorwärts gekommen, 3000 Gefangene waren eingebracht, dazu einige Geschütze. Aber auch die eigenen Verluste beliefen sich auf rund 3000 Mann' Am Ende des dritten Kampftages war die ganze erste feindliche Stellung in deutscher Hand. Der 25. Februar brachte dann die Wegnahme von Douaumbnt durch die kühnen Männer des II Bataillons des brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 24. Hier wurde ein Handstreich unternommen, der bis dahm eigenartig in der Kriegführung war, und der im wesentlichen der hervorragenden Verantwortung und Entschlußfreudigkeit selbständig handelnder Unterführer zu danken ist. Es sind vor allem die Namen des Hauptmanns Haupt, Oberleutnants v. Brandts und Leutnants der Reserve Radtke, die sich hier dauernden Kriegsruhm erwarben. Die brandenburgische Infanterie überschritt ihr Tagesziel und bekam die fast völlig unzerstörte Panzerfeste in ihre Hand, obgleich das Fort noch unter schwerstem eigenen Artilleriefeuer lag. Ein Versuch der Franzosen, das Fort in der Abenddämmerung zurückzuerobern, scheiterte blutig im Feuer der in größter Eile mustergültig verteilten deutschen Fortbesatzung. Die Siegesstimmung hielt auch in den nächsten Tagen noch an, und es bestand die Hoffnung, daß das III. Armeekorps auf das Zwischenwerk Thiau - mont und auf Fort Souoi11e Vordringen könne. Das V. Reservekorps erhielt den Befehl, Fort Vaux zu nehmen. Aber nun versteifte sich der feindliche Widerstand in der Mitte der Angriffsfront, und es gab für die deutschen angreifenden Truppen schwerste Verluste. Sechsmal versuchte der Gegner vergeblich, das Fort Douaumont wiederzugewinnen. In achttägigem schweren Ringen war die französische erste Linie auf der Nordostfront der Festung von der Maas bis in die Gegend von Haudiomont um durchschnittlich 8 Kilometer zurückgeworfen worden. Der nordöstliche Eckpfeiler des äußersten Fortgürtels war bereits gefallen. Jetzt aber hatte sich der französische Widerstand derart versteift,'daß gleich rasche Fortschritte künftig nicht zu erhoffen waren. Als wir beim Anschleichen kaum mehr zu atmen wagten, da wir die Franzosen nicht fern von uns wußten, löste ein feindlicher Granatwerfer die Bücher der Kindheit Bon Ernst Heyda. .anden von m Witttne unf DogtO'i-' 1. Von Saarbrücken über Metz und Etain führt die -roße Straße nach Verdun. Im Laufe der Jahr- änderte ist diese Straße oft Zeuge der großen Kämpfe, der geschichtlichen Auseinandersetzungen Iveier Völker gewesen. Abseits dieser Straße gab . s wie jetzt in Lothringen auch Bilder friedlichen lzjiederaufbaues mitten im Kriege,Mber es gab zu ;en verschiedensten Zeiten auch Schlachtenbilder als in Beweis dafür, daß das alte Lothringen vom Schicksal dazu ausersehen • war, Kampfzeuge europäischer Geschichte zu sein. Als der Wagen auf die Höhe der Cotes Lorraine iiommt, pfeift ein Eissturm über Straßen und Wäl- )er, Schneeflocken wirbeln im Nebel und verhindern ede Fernsicht. Es ist das gleiche Wetter, wie es ) amals inr Februar vor 25 Jahren herrschte, ds das große Ringen, die blutigste Schlacht der Weltgeschichte, der Kampf um Verdun be- febk-' Wwtt. Unser rechtes Bild zeigt den Eingang in das Fort Douaumont nach der Eroberung durch die deutschen Truppen am 25 Februar 1916. Links: die Reichskriegsflagge auf dem französischen Siegesdenkmal nach der Einnahme der Festung Verdun im Juni 1940. • (Scherl-Archiv und PK.-v. d. Piepen. — Scherl-M.) r M1I 12.15 W ......... W sS Rückblick gibt uns Auskunft über die Frage, warum i das alles so kommen mußte. Um die Jahreswende 1915/16 hatte sich die Oberste ' Heeresleitung schon mit dem Plan eines Großangriffs im Westen befaßt, und der General Schmidt von Knobelsdorf, der Chef des Generalstabs der V. Armee, hatte schon im Dezember seinen Angriffsplan gegen Verdun vorgelegt. Der Chef des Generalstabs des Feldheeres, General von Falkenhayn, war zuerst mit diesem Plan nicht einverstanden. Aber nachdem sich auch der Oberbefehlshaber der V. Armee, Generalleutnant Kronprinz Wilhelm, der von seinem Ge-, neralstabschef vertretenen Auffassung anschloß, kam es nach Besprechungen in Berlin dazu, die Vorbereitung des Angriffs streng geheim vorzunehmen. Das Ziel war, „die Festung Verdun in beschleunigtem Verfahren fortzunehmen". Verdun bildete zu Beginn des Weltkrieges den nördlichen Eckpfeiler der zusammenhängenden französischen Befestigungsfront zwischen der luxemburgischen und der schweizerischen-Grenze. Seine örtliche Bedeutung lag in der Deckung der zahlreichen Maasbrücken in seinem Bereich sowie des Knotenpunktes, der Bahnen Paris—Metz und St. Mihiel—Sedan. In bald nach 1871 begonnener ununterbrochener Arbeit hatten die Franzosen den Platz nach neuzeitlichen Gesichtspunkten zu ihrer stärksten Lagerfestung mit einem Gesamtumfang des äußeren Fortgürtels von 50 Kilometer aus-gebaut. Bereits im August und September 1014 hatte Verdun die Operationen beeinflußt. Nach ihrem Abschluß lag es der deutschen Front, insbesondere der unentbehrlichen Nachschub- und Verschiebebahn Diedenhofen—Sedan so bedrohlich nahe, daß die Wegnahme der Festung in der zweiten Oktoberhälfte vorbereitet wurde. Diese Vorbereitungen mußten jedoch angesichts des Kräfte- *ipb Munitionsverbrauchs in Flandern am 31. Oktober eingestellt werden. Seitdem hatte an der Front um Verdun, abgesehen von heftigen örtlichen Kämpfen im Südosten der Festung im Frühjahr 1915, fast' völlige Ruhe geherrscht. Mit dieser Ruhe sollte es jetzt zu Ende fein. Monatelang sollte die Luft von Geschützdonner erschüttert werden, wie das vordem in der Weltgeschichte niemals der Fall gewesen war. Die deutsche Führung wußt-e zwar, daß die Werke der Hauptverteidigungsstellung nach den neuesten Befesttgungsgrund- scitzen mit Eisenbeton und Panzer oder durch Anlagen im gewachsenen Fels schußsicher waren. Aber man kannte die Kampfkraft der deutschen Truppen, und in der Tat hat sich ja auch gezeigt, daß in diesen Kämpfen Befestigungen genommen wurden, die bis dahin für völlig uneinnehmbar gegolten hatten. Bor der Hauptoerteidigung befanden sich noch vorgeschobene Stellungen und Feldstellungen, die ebenfalls stark gesichert waren Um die Jahreswende 1915/16 umschloß die deutsche Front die Linie der Festungswerke in einem Abstand von etwa 6 bis 8 Kilometer in einem nach Südwesten offenen Drei» und den lüsternen Blumenhändlern märchenhafte Angebote entlockt. Zum guten Ende: zwei rhodische Schwänke aus dem über 1100 Seiten starken Roman „Der junge Herr Alexius". Hier hat ein Volkserzähler zur Unterhaltung der Seefahrer auf einem ägäischen Schiff das Wort, und auch die bmnenländischen Hörer ergötzte die Geschichte von dem Kapitän, den ein In- eftenftid) vom Kurs zu bringen droht, und von der zoldenen Laus im Kloster; noch schöner schien uns las witzig pointierte, zuletzt an Situationen bei Boccaccio erinnernde morgenländische Reifeabenteuer des Despoten, des Diakons und der hübschen Witwe, bei der sie unterwegs einkehren. — Die Hörer spendeten, herzlich erheitert, vielen Beifall. Das Scherzo aus der 7. Symphonie von Schubert, vom Städtischen Orchester unter Führung von Kapellmeister Söll ne r mit schöner dynamischer Gliederung und breiter Klangentfaltung gespielt, ließ die Feierstunde ausklingen, die von Kreisleiter Backhaus mit dem Gruß an den Führer be« viertelkreis. Die Oberste Heeresleitung entschied sich nach mancherlei Ueberlegungen für den Angriff gegen die Nordfront. General von Falkenhayn hatte jedoch abgelehnt, den Angriff auf beiden Maasusern zu führen. In aller Stille, und wirklich vom Feinde unbemerkt, wurden die Angrisfsvorbereitungen durchgeführt. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß diesmal die Luftwaffe zum ersten Male eine Verwendung fand, die ihrer Bedeutung entsprach. In Ausklärungsflügen war das genaue französische Stellungssystem so weit wie nur möglich im Lichtbild sestgelegt. Die Kampfgeschwader waren dazu bestimmt, wichtige Erdziele, z. B. Eisenbahnknotenpunkte, zu bombardieren, und neben den Fliegern sollten noch Heeresluftschiffe bei günstiger Wetterlage eine aufs Höchste gesteigerte nächtliche Angriffstätigkeit entfalten. Nach dem Angriffsbefehl sollte am 12. Februar 1916, 5 Uhr nachmittags der erste Infanterie-Angriff erfolgen. Die Schützenlinie sollte durch Flammenwerfer und Handgranatentrupps verstärkt werden. Da der Gegner allem Anschein nach von den Vorbereitungen nichts gemerkt hatte, so schienen alle Umstände für das Gelingen günstig, bis auf einmal die Wetterlage einen dicken Strich durch die Rechnung machte. Bereits vor dem 12. Februar war das Wetter ungünstig gewesen. Trotzdem standen an diesem Morgen die Angriffstruppen in den vordersten Gräben bereit. Die Artillerie hatte das Einschießen vollendet, aber darüber prasselte Regen mit Schnee vermischt hernieder. Heber dem Ängrisfsfeld lag ein Dunst, der jede Weitsicht unmöglich machte. Schweren Herzens entschloß sich infolgedessen das Armeeoberkommando den Feuerbeginn um einen Tag hinauszuschieben, da die Wirkung, besonders der schweren Artillerie, auf der das Angriffsverfahren beruhte, nicht gewährleistet werden konnte. Aber am 13. Februar und in den folgenden Tagen wurde das Wetter nicht besser, und so wurde der Angriff von Tag zu Dürfen Rheumatiker Fleisch essen? Noch vor gar nicht so langer Zett glaubte man, bah tzleischgenuh eine der hauptsächlichsten Ursachen von Rheuma und Gicht darstelle. Heute wissen wir, daß dies doch nur sehr bedingt richtig ist. Zu rcut^ licher ^letschgenuh ist sicher ungünstig, aber völliges yortlasien von Fletsch und anderen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln führt nur in seltenen Ausnahme. Sllen zur Heilung. Ter Mehrzahl der Rheumatiker adet ein mäßiger Fleischgenutz nicht, wenn nur die Hauptnahrung aus reichlich Gemüse, Obst, Salaten und dergleichen besteht. Wichtig ist eine, im ganzen knappe und mäßige Kost und das Fortlassen aller Reizmittel. Nicht zu vernachlässigen ist auch die arzneiliche Behandlung. Seit 25 fahren ist Togal eines der bekanntesten Rheumamittel. Togal hat sich nicht nur bei allen rheumatischen Beschwerden, (Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen hervorragend bewährt, sondern auch bei Gicht. Neuralgien, Ischias, Grippe und Erkältungskrankheiten. Togal-Tabletten wirken schmerz, stillend, fördern die Heilung und stellen Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden bald wieder her. Togal verdient auch Ihr Vertrauen! Sie bekommen Togal zum Preise von M —.99 und M 2.42 in jeder Apotheke. 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USSERY 1 122 «C i,, 1 zeff* 55SJ 20 b'5 4,1° 8 ist gut und ausgiebig. Die schon traditionell gewordene Feierstunde der Gießener Kunstwoche sand gestern abendm Der festlich geschmückten Aula statt. Nach dem Scherzo von Psitzner, vorgetragen vom Städtischen Orchester unter Leitung von Otto Solln er, er- gob sich der Vereinsleiter des Goethe-Lundes, Dr. Otto Henning, zu einer Begrühung^an- i'prache; er erinnerte an ein Wort von Relchsmim "ter Dr. Goebbels, der gelegentlich des ^mstchkon- Sert-Jubiläums des Rundfunks Humor und Musik als die besten Helfer zur Stärkung der feehfd)en Kräfte im Freiheitskampfe des deutschen Volkes bezeichnete Dies fei das schönste Motto auch für bie den Meistern des deutschen Humors gew drnete Kunstwoche, die aus der Fülle deutschen Humor^ oals einet unversieglichen Kraftquelle der Nation schöpfe. Die heutige Feierstunde^stehe wie alliahr ch ihn Mittelpunkt der Woche für Kunst und Ltteratu^ «ihm, Dr. Henning, sei aufgegeben, alle Ehrengäste caus Staat, Partei und Wehrmacht, aus den Be työrben und dem kulturellen Leben herzlich wmkom imen zu heißen. Reg.-Rat Dr. cf man Propagandaministerium, der in der fr üher Humor als Wesensausdruck der deutsche Seele im Schrifttum habe sprechen frollen. habe su [feinem Bedauern in letzter Stunde krankhel vhalb nbfagen müssen. Dagegen habe er dw Freude, Den Dichter Otto Rombach, dessen .®ud)er uns heb mnd wert feien, bei uns zu begrüßen. Di 6 stunde solle ein Bekenntnis zur beutj^en Kultur Hm allgemeinen und zur Kulturpflege uns , im besonderen fein. Eine Ehrenpflicht |e J J iOberbürgerme.Jer Ritter, der lss.der erkrankt sei für das der Woche entgegengebrachte Verstandn^. mnd tatkräftige Förderung Dank ?bZustatttn -so gelte fein Dankesgruß dem Kreisletter Pg. Back- Ihaus, weiterhin den Herren Pg. J Tag verschoben. Endlich brachte der 20. Februar strahlend klares Wetter, und nun eröffnete um 5 Hhr nachmittags die deutsche Artillerie ihr Feuer auf die Bahnlinie Chä- lon—Verdun. Bald darauf erzitterte der Bahnhof von Verdun unter den Bombenwürfen deutscher Flieger. Aehnliches hatte sich schon früher ereignet. Man brauchte darin nicht notwendigerweise den Beginn eiges ernsthaften Angriffs zu sehen. Aber der folgende Tag brachte auch den Franzosen völlige Klarheit über den deutschen Angriff. Denn bis dahin hatten sie auch noch mit einer Offensive gegen das Elsaß oder auf Lille gerechnet. Am Morgen des 21. Februar herrschte gute Sicht, und nun kam der Befehl zur Feuereröffnung. Die zuversichtliche Stimmung von Führung und Truppe wuchs von Stunde zu Stunde. Auch meldete die Luftaufklärung Volltreffer auf Eisenbahnen und Forts sowie Brände in Verdun. Die Angriffs- front reiche von Consenvoye bis Azannes. Die In- Verdun vor 25 Jahren und heute Von Karl Brammer. Zum Zeichen deffen hörten wir zuerst die schwäbisch-behaglich ausgesponnene und oorgetragene Schelrnengeschichte vorn Wemschiss und von den beiden versoffenen Taugenichtsen Kunz und Brosarn die der Schultheiß eines Neckardorfes, um die unliebsamen Kerle loszuwerden, mit einer Wemladung 2U Schiff nach Holland schickt. Rombach schildert, an die Art der wegkürzenden Reise- und Rollwagengeschichten der Renaissance erinnernd, wie die bei- ben Stromer unterwegs den Wein ausjaufen, zwar vom schlauen Schultheißen übers Ohr gehauen sind, aber dennoch eines Nachts de- und wehmüttg wieder im Neckardörschen cinpaffieren und um gut Wetter bitten. Danach hörten wir das Kapitel „Die Herzogstulpen der Tante" aus Rombachs Roman „Adrian, der Tulpendieb", der. vor 400 Jahren spielend, den Leser und Hörer in die Zeit versetzt, da mit der Einführung der Tulpenzwiebeln aus dem Orient eme Art von Tulpenrausch m den Niederlanden ?ernitV(A. hne 2. te ledert IjrtnMi Ijwalb« d flaturuTto* beutlfienfat' schuhmachs mit 92 W llsnah'E?•' WS ; Omtijo K'ä- t, trt mtb £■ tuldjen . 9 u'lerfrfe! Sasit--IV ern u n1 eil rafi tlgtufi ^ stholltl tot» ,)t suiWB‘2 'bitte Wy icKsachs Ehe 0* -eten a. S. kann. IE112.260 Im sie zu Hause von der sie natürlich Luise, denn i am Unbezahlter Urlaub und Krankenkasse KH.XNCHEN Zer Optiker am Bahnhof] Mja^UUa^e, 29/302/U. Lieferant auch 3htcr Krankenkasse Wir haben uns mit dem Leiter des Finanzamts Gießen, Oberregierungsrat Schmidt, über eine Reihe von Aufgaben der Finanzämter unterhalten, die in der Regel außerhalb des Gesichtskreises der Steuerzahler liegen. Es handelt sich dabei um Ausgaben im Dienste des sozialen Gedankens. Verdunkelungszeil 22. Februar von 18.47 bis 8.25 Uhr. 23. Februar von 18.49 bis 8.23 Uhr. allgemeinen wird das Finanzanlt als diejenige Reichsbehörde angesehen, die von ihrem „ein» nehmenden" Wesen besonders gekennzeichnet ist. An diese Tatsache allein denken sicherlich die meisten Steuerzahler, wenn sie ihren Steuergslichten genügen. Jedoch ist das Finanzamt nicht nur eine einnehmende, sondern in erheblichem Maße auch laub nickt unterbrochen wird, so verlangt das Wesen des einheitlichen, fortlaufenden Beschäftigungsverhältnisses auch eine entsprechende einheitliche Fest» setzung des Grundlohnes, und zwar muß der Arbeitsverdienst zugrundegelegt werden, der in den letzten vier Wochen bei tatsächlich geleisteter ununterbrochener Arbeit erzielt worden wäre. Der Fall wird also so angesehen, als ob in den vier Wochen doi Beginn der Krankheit voll gearbeitet worden wäre und kein unbezahlter Urlaub Vorgelegen hätte. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Sieben Jahre Pech". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alarm". —Ober» Ankunft gewußt hätten, wären Bahnhof gewesen. Wenigstens die beiden Kleinen sind ja wohl um eine auszahlende Behörde. Dabei ist nicht an solche Zahlungen gedacht, die sich aus der Begleichung von Rechnungen oder Lieferungen für das Reich ergeben, sondern hier stehen im Vordergrund Auszahlungen für Zwecke, die das Reich bei der Verwirklichung großer sozialer Gedanken zum Besten der Volksgemeinschaft erstrebt. Es handelt sich um eine ganze Reihe solcher Aufgaben, die aus Gründen der sozialen Fürsorge von der nationalsozialistischen Regierung als vornehmste Verpflichtungen des Reiches erfüllt werden und zu erheblichen Barauszahlungen an die in Betracht kommenden Volksgenossen führen. Daneben spielt der soziale Gedanke aher auch eine sehr große Rolle bei der Handhabung des Einkommensteuertarifs, ohne daß es in diesem Falle zu Barauszahlungen durch das Finanzamt kommt. Betrachten wir daraufhin zunächst einmal die Auswirkungen des E i n k o m m e n st e u e r tarifs. Er ist in weitem Ausmaß zu einem Instrument des sozialen Ausgleichs gestaltet worden mit dem Ziel, kinderreiche Familien weitgehend steuerlich zu entlasten und dafür kinderlose Steuerzahler bzw. Ehepaare stärker bei der Steuerzahlung in Anspruch zu nehmen. Wie weitreichend dieser soziale Gedanke sich auswirkt, mögen einige kurze Beispiele zeigen. Ein Steuerpflichtiger, der ledig ist und — derartige Einkommen sind Tatsache — jährlich 1OOOOO RM. Einkommen besitzt, also zur Gruppe I (Höchstbesteuerte) gehört, hat davon an Einkommensteuer und Kriegszuschlag allein an das Reich jährlich 65 000 RM. abzuführen. Hinzu kommen noch andere Steuerzahlungen, wie Bürgersteuer, Kirchensteuer usw., so daß man insgesamt auf eine jährliche Steuerzahlung dieses einen Mannes in Höhe von rund 75 000 RM. kommt. Der 100 000-RM.-Mann muß also einen ganz erheblichen Teil seines Jahreseinkommens für die Gemeinschaft geben, der dazu dient, kinderreichen und dementsprechend hilfsbedürftigen Familien den Lebensweg zu erleichtern, ein Ziel, das vom Standpunkt des sozialen Gedankens aus fraglos seine Berechtigung hat. Denn wie viele Hunderte von Familien müßten mehr Steuern als jetzt bezahlen, um nur die 75 000 RM. aufzubringen, die der Hagestolz allein zu leisten hat. Ein Familienvater mit vier Kindern und einem Einkommen von jährlich 20 000 RM. genießt bei seiner Steuerzahlung den Vorzug der Kinderermäßigung. Er hat an Einkommensteuer einschl. Kriegszuschlag rund 2886 RM. zu zahlen. Dagegen muß der Junggeselle mit gleichen Einkommensverhältnissen 9000 RM. Einkommensteuer und Kriegszuschlag, also fast 50 v. H. des Einkommens bezahlen und damit zum Ausgleich dessen beitragen, was kinderreichen Familien für die Erziehung und Ausbildung ihrer Kinder im Dienste der Zukunft der Nation steuerlich zugute kommt. Man wird hiernach einem Junggesellen, dem die höheren Steuerzahlungen unbehaglich sind, nur den guten Aus der (Stab! Gießen. Beglückende Heimkehr. Fauchend fährt der Zug in die Bahnhofshalle. Die Lokomotive zischt noch ein paarmal und steht dann mit einem kleinen Ruck, der sich bis in die Abteile fortpflanzt. Unteroffizier Heinrich klettert schwer bepackt aus der dritten Wagenklasse und befindet sich im Nu in einem dichten Gedränge, das ihn mitnimmt und zum Ausgange spült. „So, da wären wir wieder mal", sagt er halblaut vor sich hin und zieht vernehmlich die Lust ein. Es ist zwar von Kohlendunst und Lokomotivenqualm geschwängerte Luft, aber es ist Heimatluft. Nach ein paar Monaten des Fernseins kann man sie wieder atmen, Gott sei Dank! Und hinter dem Bahnhofsgebäude beginnt die Stadt, nach der man sich wahrhaftig oft genug gesehnt hat, wenn man das natürlich auch nicht immer wahrhaben will. Na, nun ist man jedenfalls da, und zu Hause werden sie Augen machen. > Und ob sie Augen machen. Daß er jetzt angekommen ist, wissen sie nämlich nicht, wenn sie auch mit der Möglichkeit des Urlaubes rechnen. Aber nachdem sich die Sache ziemlich lange hingezogen hatte, ist sie zu guter Letzt noch sehr fix gegangen. Wenn Rat geben können, zu heiraten und sich eine möglichst zahlreiche Familie zuzulegen; dann wird er ebenfalls die guten Auswirkungen des sozialen Gedankens im Einkommensteuertarif an seinem Geldbeutel verspüren. Neben dieser gerechten sozialen Staffelung des Einkommensteuertarifs, dessen Vollkommenheit bisher von keinem anderen Land der Welt naaigeahmt worden ist, kommt der soziale Gedanke noch auf anderen Gebieten der Arbeit des Finanzamts zum Ausdruck. Und hier handelt es sich in allen Fällen am Barauszahlungen, die das Finanzamt an die Empfangsberechtigten zu leisten Ha5 So wurden im Bezirk des Finanzamtes Gießen seit 1933 über VA Millionen RM. Ehestandsdarlehen, seit 1935 rund Yk Millionen RM. einmalige Kinderbeihilfen, seit 1936 nahezu 1 Million RM. laufende Kinderbeihilfen, seit 1938 rund 150 000 RM. Ausbildungsbeihilfen und seit 1939 nahezu 40 000 RM. alsEinrichtung-- darlehen für landwirtschaftliche Sied- l e r vom Finanzamt ausgezahlt. Das find insgesamt fast 3 Millionen RM. sozialer Beihilfen in dem Bezirk eines einzigen Finanzamtes, die den Gedanken der tatkräftigen Förderung kinderreicher Familien und ländlicher Siedler eindrucksvoll unter Beweis stellen. „Dienst an der Volksgemeinschaft" ist nicht nur das oberste Leitmotiv in oer Steuergesetzgebung und in der praktischen Handhabung der Steuergesetze, sondern er gilt auch als ungeschriebenes Gesetz für den Verkehr des Finanzamtes mit der Bevölkerung. Wer mit feinen Nöten und Sorgen hinsichtlich der Steuerverpflicktungen sich nicht selbst zu helfen weiß, der wende sich vertrauensvoll an das Finanz- diese Zeit in der Schule. Unteroffizier Heinrich marschiert mit seinem Affen, an dem mehrere Paket- chen baumeln, durch wohlbekannte Straßen und betrachtet dabei genießerisch das Leben und Treiben, das in der späten Vormittagsstunde schon ziemlich lebhaft ist. Nach der langen Abwesenheit hat alles ein etwas anderes Aussehen, wenn sich im Grunde auch nichts geändert hat. Da drüben die Gastwirtschaft hat noch dieselben Schilder am Eingang, und auch die Straßenbahn bimmelt noch genau so vorüber wie sonst. Nur daß alles mit strahlendem Glanze verklärt ift Wenigstens scheint es dem Unteroffizier so. Es muß wohl das Glück der plötzlichen Heimkehr fein. Einer Heimkehr, die allerdings nur vierzehn Tage dauern wird. Aber was sind vierzehn Tage, wenn man am Anfang steht. Sie dehnen sich schier unendlich und verheißen ungezählte Freuden und beglückende Erlebnisse. In Friedenszeiten ging man wohl auch auf vierzehn Tage in Urlaub und hatte ähnliche Empfindungen. Doch jetzt sind sie viel schöner, weil sie um das Zuhause kreisen. Es gibt nichts, was von diesen Gefühlen übertroffen werden könnte. Unteroffizier Heinrich denkt darüber nach und spürt die Tiefe der Beziehungen, mit denen der Mensch seiner Heimat verbunden bleibt. Wie innig sind diese Beziehungen aber erst, wenn sie zugleich den engen Kreis der eigenen Familie einschließen. Der Soldat schreitet unwillkürlich rascher aus, der Gedankengang beflügelt Schritte und Sinne in gleichem Maße. Erlebt er in diesem Augenblick nicht etwas Köstliches, etwas, dessen Wert unschätzbar ist? Und als er zu Hause die Tür öffnet und den beseligten Ausruf feiner Frau hört, da wird ihm mit aller Deutlichkeit offenbar, daß es sich um diese Gnade einer beglückenden Heimkehr wohl lohnt, am Ende der vierzehn Tage wieder den Abschied auf sich zu nehmen. H.W.Scn. Soldatenfrauen, deren Männer auj Urlaub kommen, haben bekanntlich einen Anspruch darauf, während der Urlaubszeit ihres Mannes ebenfalls vom Betriebe beurlaubt zu werden, wenn es die Arbeitslage des Betriebes irgendwie gestattet. Der Urlaub wird entweder auf den bezahlten Erholungsurlaub angerechnet, ober die Frau kann unbezahlten Urlaub nehmen. Liegt unbezahlter Urlaub vor, so ergibt sich evtl, eine wichtige Folge für die Krankenkasse. Wird nämlich zufällig die Frau wenige Tag^ nach Wiederantritt der Arbeit krank, so erhebt sich die Frage, waches Krankengeld ihr zusteht. Zugrunde gelegt wird der Grundlohn, der vor der Krankheit liegenden vier Arbeitswochen. Nun kann es sein, daß in diese vier Wochen beispielsweise 14 Tage Urlaub fallen. Würde jetzt der tatsächliche Verdienst zugrunde gelegt werden, so würde das Krankengeld sehr knapp ausfallen, denn es würde nur ein vier- zehntägiger Verdienst für die gesamten vier Wochen zugrunde gelegt werden können. Es xvar strittig, wie diese Frage behandelt werden sollte, so daß sich das Reichsversicherungsamt mit dem Fall beschäftigen mußte und eine grundsätzliche Entscheidung erließ, die im Reichsarbeit^ blatt Nr. 5, Teil II, Seite 86 veröffentlicht ist. Der zugrundeliegende Sachverhalt war ein etwas anderer als der eingangs geschilderte. Es handelte sich nicht um eine Soldatenfrau, sondern um einen kranken Arbeiter, aber das entscheidende Merkmal des Streitfalles war aud) die Frage, wie der unbezahlte Urlaub, der in bie vier Wochen vor Krankheitsbeginn fiel, hinsichtlich der Höhe des Krankengeldes beurteilt werden sollte. Da das Arbeitsverhältnis durch unbezahlten Uramt. Er wird dort jederzeit bereitwillig und fad)-. tottDig beraten, und er wird feftftellen tonnen, daß man sich in den Amtsstuben dieser Behörde nicht von rein fiskalischen Gesichtspunkten leiten läßt, sondern imstande ist, sich in die Lage bes Ratsuchenden hineinzuversetzen. Er wird ferner ver- ftänöniSDolIe Hilfsbereitschaft und weitgehendes Entgegenkommen bei unverfchuldeten Nichtzahlen, können finden, wenn natürlich auch der Grundgedanke, daß die Steuern bezahlt werden müssen, sein, Geltung behalten muß. Vor allem ist es notwendig, nicht frtit Wut und Kampfeslust zum Finanzamt zu kommen, sondern exakte Beweismittel vor. zulegen und vornherein den Willen zu betonten; den steuerlichen Pflichten nach besten Kräften gerechi zu werden. Denn an einer Tatsache kann aud; bas Finanzamt, bei allem guten Willen zur De rückstchtigung des sozialen Gedankens, nicht Vorbeigehen, daß nämlich das Reich die ihm zustehendm Steuern haben muß, und besonders jetzt im Krieg, mehr als je zuvor auf die Erlangung feinet Gelbe, größtes Gewicht zu legen hat. Der alte Grundsatz gilt unverändert,^ daß zum Kriegführen Geld, Geld und nochmals Geld gehört! Und sowohl für bas Reich, das alle Volksgenossen doch verkörpern, als auch für den Einzelnen ist es im Hinblick auf bi, Zukunft besser, die Kriegsausgaben zu einem großen Teile durch Steuerzahlungen zu decken, als einer unnötigen Verschuldung und damit einer Beeinträchtigung unserer künftigen Aufstiegsmöglichkeiten Dor. schub zu leisten. Der soziale Gedanke in der Steuer. Politik des Reiches behält aber auch jetzt im Kriege in vollem Umfange feine Berechtigung und dient in der Gegenwart, wie auch im Hinblick auf die Zukunft in bester Heise der ganzen Nation. B. Das Finanzamt im Dienste des sozialen Gedankens. 3m Finanzamtsbezirk Gießen bisher fast 3 Millionen Reichsmark soziale Beihilfen ansgezahli. Umwege -es Herzens Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus •Ver'ag Dr. Eich acker • Gröbenzell 32 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ich habe nur genau das erzählt, was vorgefallen ist. Welche juristischen Folgerungen daraus zu ziehen find, muß ich dem Gericht Überlasten." D?nrn et<)ob sich der Staatsanwalt, dessen Amt jetzt von Staatsanwaltschaftsrat Beyer versehen wurde. „Erklären Sie mal an Hand der hier hängenden Skizze von dem Tatort, wie die Sache verlaufen fein soll." Koßmann folgte der Aufforderung und gab nochmals genauen Aufschluß. „Ich habe nicht die Paragraphen des Strafgesetzbuches bei meiner Tat beachtet, sondern das Gesetz, das. jedem Mann im Blut liegt/' „Mit solchen Erklärungen kann auf der Bühne operiert werden, aber nicht im Gerichtssaal. Wir haben uns hier nun an die Bestimmungen des Gesetzes zu halten. Sie bestreiten also nicht, daß Sie mit dem Willen zu einer ungesetzmäßigen wohlvor- bereiteten und überlegten Handlung zur Tafftelle geeilt sind uniJ dabei auch damit rechneten, Kühlitz ohne Kampf zu erschießen, wenn er sich nicht zum Zweikampf stellen würde?" „Ich bestreite nichts von meinen Handlungen und meinen Ueberlegungen. Ich verzichte nur darauf, irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen. Wie alles zu beurteilen ist, wird das Gericht entscheiden müssen." Die Anwälte hatten keine Fragen an ihren Klienten. Als erste Zeugen wurden der Waffensachverständige, der Gerichtsarzt und der Förster Der» nommen. Der erste bekundete, daß das aus dem Körper des Angeklagten entfernte Schrotkvrn mit denen übereinstimme, die in der Schrotpatrone im Drilling Kühlitzens gewesen seien. Der Arzt erklärte, die Narben des Angeklagten wären ungefähr so alt gewesen, wie Zeit zwischen der Untersuchung und dem Mord verstrichen sei. Sie könnten so entstanden fein, wie Koßmann es schildere. Der Förster und nach ihm noch der Gendarmerie- meister versicherten, daß der Befund am Tatort mit den Angaben des Angeklagten Übereinstimme. Als fünfter Zeuge erschien der Wilderer Korn, der aus der Strafhaft vorgeführt wurde. Nachdem dieser auf Befragen nochmals genau erklärt hatte, wo er sich in der Nacht des Mordes aufgehalten hatte, wurde er gefragt, in welchem Abstand er die Schüsse gehört und welchen Klang diese gehabt hätten. Nachdem der Waffensachverständige und der Förster noch bezeugt hatten, auch sie seien in der Lage, solche Unterschiede zwischen einzelnen Schüssen herauszuhören, und daß sie bei Korn die gleiche Kenntnis vorausfetzten, wurde in die Mittagspause eingetreten. Eine Stunde fpäte.r versammelten sich alle Anwesenden von neuem.' Zuerst marschierte ein halbes Dutzend Zeugen auf, Kollegen, Kolleginnen und Bekannte des Kapellmeisters Kühlitz. Sie bezeugten dessen zahlreiche Liebesverhältnisse. Die Wirtschafterin des Toten legte ausführlich dar, wann und unter welchen Umständen ihr Herr Damenbesuch empfangen habe. „Die Damen kamen oft schon am Vormittag, meist nachmittags, abends fast nie, weil Herr Kühlitz dann immer fort war. Manchmal hatte er auch nachts Besuch." „Haben Sie gewußt, welche Damen es waren?" „Nein. Wenn ich schon einmal eine sah, so wußte ich doch nicht, wen ich vor mir hatte, und Herr Kühlitz hat nie darüber gesprochen." Als Frau Brigitte Koßmann aufgerufen wurde, stieg die Spannung auf den Höhepunkt. Sie trug ein einfaches Kostüm und wirkte ganz unausfällig. Mit gesenkten Augen schritt sie durch den Saal. Sie erklärte auf Befragen ausdrücklich und mit klarer Stimme, daß sie von ihrem Recht der Zeug- nisverweigerung keinen Gebrauch machen wolle, obwohl sie nachdrücklich auf die Bedeutung des Eides hingewiesen wurde. „Wann haben Sie Herrn Kühlitz kennengelernt?" „Nach meiner Verheiratung." „Wann war das?" „Vor sieben Jahren." „Verkehrte Herr Kühlitz viel in Ihrem Haufe?" „Ja, er kam jede Woche wenigstens ein bis zweimal zu uns." • „Und wann traten Sie zu Herrn Kühlitz in nähere Beziehung?" „Im August vergangenen Jahres." „Was war die Veranlassung dazu?" „Als mein Mann mich bot, feine Frau zu werden, stand mein Vater infolge der Bankenkrise 1931 vor dem Ruin. Ich hatte meinen Mann, den ich schon lange vorher gekannt habe, immer sehr geschätzt, aber an eine Ehe nie gedacht. Don meinem Vater wußte ich, daß der Bankrott seines Bankhauses kaum zu vermeiden war. Als mein Mann mir damals sagte, er wolle und könne meinen Vater retten, gab ich ihm mein Jawort. Ich tat das, um vor allem meinem Vater Hilfe zu bringen. Später glaubte ich manchmal, daß mein Mann mich regelrecht gekauft habe. Ich erfuhr erst jetzt, daß er mehr für meinen Vater getan hat, als er eigentlich wagen durfte. Damals aber nahm ich an, ich wäre für meinen Mann nur eine Frau aus einer alten Familie, die für ihn den Schlußstein fetzungen zwischen ihr und dem Schwiegersohn. „Sie haben also versucht, den Angeklagten davon abzubringen, sich dem Gericht zu stellen?" „Jawohl. Ich hielt sein Ehrgefühl, für übertrieben und glaubte, der oft bestrafte Wilderer verdiene nicht, daß sich mein Schwiegersohn um seinetwillen ruiniere. Später allerdings sah ich ein, daß mein Schwiegersohn mit seiner Auffassung recht! hat." Nach einigen belanglosen Fragen brachte Justizrat Hirte die Vernehmung auf eine charakteristisch« Würdigung Koßmanns. Die alte Frau ergriff dein Faden sofort und begann ausführlich zu erzählen,, in welch großzügiger Weife ihr Schwiegersohm feiner Zeit dem vor dem Bankrott stehendem Bankier d'Oleron geholfen habe. Erst neuerdings fei ihr, der Zeugin, die Grüße dieser Hilfe aus dem Akten des Justizrats Hirte bekanntgeworden. Koß» rnann habe nicht nur fein ganzes Barvermögem daranaefetzt, sondern auch seinen Fabrikbesitz uniD fein Wohnhaus bis zur letzten Möglichkeit beliefen« um dem Schwiegervater zu helfen. Obwohl in* zwischen sieben Jahre vergangen feien und bie Koßmannsche Fabrik einen großen Aufstieg Hinte« sich habe, lasteten immer noch hohe Betrage oom Schulden auf dem Werk, die aus der Hilfe für das zusammenbrechende Bankhaus stammten. Frau d'Oleron gab unumwunden zu, daß es ih« schwer falle, hier vor der Oeffentlichkeit die Schande ihrer Familie zu kennzeichnen, aber sie verurteil« das Verhalten ihrer Tochter aufs schwerste und Habs volles Verständnis für die Auffassung ihres Schwiegersohnes, der von dem Begriff der Familienehrs so durchdrungen sei, daß er alles versucht nichts von der Schmach in die Öffentlichkeit dringen zu taffen. Ausführlich wurde zum Schluß noch erörtert,; welche Beweggründe Koßmann dazu gebracht hatten,, sich freiwillig dem Gericht zu stellen, um den Wil" derer Korn zu retten. Richard d'Oleron konnte in feiner Aussage nui die Angaben seiner Mutter bestätigen. Auf Wunsch des Staatsanwalts wurde die frühere Wirtschafterin Kühlitzens Frau Koßmann gegenüber» gestellt. „Erkennen Sie in der Zeugin eine der Besucherinnen von Herrn Kühlitz?" Die alte Haushälterin besah sich Gitta Koßmann kritisch, schüttelte aber schließlich den Kopf. Die letzten Zeugen, die noch vernommen mürben,, waren der Inhaber der von Koßmann in Anspruch genommenen Detektei und einer der beiden Hamburger Anwälte,' die er aufgesucht hatte. Sie bestätigten lediglich das, was der Angeklagte in feinen Vernehmung bereits vorgebracht hatte. Inzwischen war es spät abends geworden, so daß die Verhandlung auf den kommenden Sormittafl zehn Uhr vertagt wurde. (Fortsetzung folgt.) , feines gesellschaftlichen Aufstieges bilden sollte. Als er sich-in der Ehe mir gegenüber zwar höflich und zuvorkommend, aber sehr zurückhaltend benahm, fühlte ich mich betrogen. Bei meinem Mann setzte ich keine Liebe zu mir voraus. So lebten wir uns mehr und mehr auseinander. Kühlitz hat schon bald nach unserer Eheschließung mit Andeutungen versucht, sich mir zu nähern. Ich wies ihn stets zurück. Erst Jahre später gab ich nach. Es geschah nicht aus Liebe, sondern mehr aus Enttäuschung über meinen Mann. Jekt weiß ick jedoch, daß mein Mann die ganzen Jahre nur Darauf gewartet hat, ich möchte ihm ein Zeichen meiner Zuneigung geben, damit er aus feiner eigenen Zurückhaltung, die nur ein Ausdruck feiner Beherrschung und Ritterlichkeit war, heraustreten konnte. Gitta Koßmann hatte deutlich und fest gesprochen. Jeder Laut war im ganzen Saal vernehmbar. Sie trug den Kopf erhoben und sah den Vorsitzenden des Schwurgerichts an. Trotzdem merkte man, welche Ueberwindung es sie kostete, sich hier in aller Oeffentlichkeit so bloßzustellen. Ab und zu überlief ein Zittern ihren ganzen Körper, und die Stimme schwankte und war belegt. Trotzdem sprach sie tapfer zu Ende. Sie beantwortet die Fragen nach den Einzelheiten ihrer Verbindung mit Kühlitz ohne Zögern, obwohl üe mehr und mehr blaß wurde, was den Vorsitzenden veranlaßte, ihr einen Stuhl anzubie- ten, den sie jedoch ausschlug. Schließlich wiederholte sie so gut, wie sie vermochte, die Gespräche, die sie mit ihrem Mann nach der Entdeckung ihrer Untreue und nach der Erschießung Kühlitz geführt hatte. Der Staatsanwalt erhob sich. „Frau Zeugin, Ihre Aussage ift von größter Wichtigkeit. Hatten Sie den Eindruck, daß Ihr Mann Herrn Kühlitz erschießen wollte?" „6a." „Hatten Sie weiter den Eindruck, daß Ihr Mann einen Zweikampf durchführen oder ein Verbrechen begehen wollte? „Ich habe keinen Augenblick daran gezweifelt, daß er einen Zweikampf austraaen wollte. Die Darstellung meines Mannes über Den Verlauf der Tat, Die er mir kurz darauf gegeben hat, habe ich keine Sekunde angezweifelt." Darauf wurde Frau Koßmann entiaffen. Als nächste Zeugin rief man Frau d'Oleron auf. „Wann hörten Sie zuerst von der Tat?" „Durch die Zeitungen. Damals dachte ich aber noch nicht daran, daß mein Schwiegersohn daran beteiligt sei." „Und wann wurde Ihnen das erzählt?" „Ungefähr eine Woche später durch meine Tochter." Frau d'Oleron, Die straff und aufrecht, nur leicht auf einen Gehstock gestützt, vor Dem Richter- tisch ftanD, versuchte eine wörtliche Wiederholung Des Gesprächs, Das sie mit ihrer Tochter geführt hatte, ebenso eine Wiedergabe der Auseinander Gloria- er »für Kunst und Literatur 1941. e. N d«d chung mitteilt, zum zweiten Male als Kriegsberg- Gießens auf Gießen gerichtet, wo in der Volks- orrunbe um die 2 D°ü!,ch° Krieg-- W durchgesührt. Der ursprünglich vorgesehene Zeit- BcreichsmannschastskLmps der Tur- punkt (8- 3uni 1941) tommt nicht mehr in Stage, lcke Erokveransto tuna seltener Ar» da an diesem Tage der Ge amt-BüC. IN, Schot. Halle mit der Vorrunde im Bewährte Kur bei Erkältungen, Grippegefahr! 275 A Statt Karten z. Z. im Felde Februar 1941 tz 908 D . Am Flügel: Arthur Apelt Leitung: Franz Schneider-Facius **640 Tanzleitung: Irmgard Trömel Kindertanzgruppe Abendkasse ab 18 Uhr 928 D liebe - Drucksachen bei ßrühli Gießen I Arterienverkalkung II Hann. Münden Lahnhofstraße 11 Bühnenbild: Karl Löffler Verstärkte Tanzgruppe Professor Or. G. Äaader . und Frau Hedwig Mitwirk.: Assion, Garbe; Geiger, Lowitz, Schneider-Facius, Seitz,Volck Preise R3I. 0.25—0.75 Außer Miete! Kassenöffnung 10.45 Uhr Extrasingchor Außer Miete! sich zur Die Verlobung unserer Tochter M a r i a n n e mit Herrn Assistenzarzt Hinrich Hemmers geben wir bekannt ^idcrdfertmirüm schon gezogen, UnMMrfctmidj öas Äück gewogen! ver ülücksmmm hat Dein Los dabei Otto Keller und Frau Hildegard, geb. Kuhl Willi Werner und Frau Minna, geb.Loh. Dir geben unsere Verlobung bekannt der Wertarbeiten der SchOlerinnen des Fröbelsemioars Sonntag, den 28. Februar von 11 bis 18 und 15 bis 18 Uhr. Gartenstraße 30. leoaD Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen in dankbarer Freude an Marianne Äaader Hinrich Demmers Assistenzarzt (aMH. Preise von RM. 1.20 bis RM. 4.10 Kassenstunden am Sonntag von 11 Uhr bis 12.30 Uhr (Strafkammer (»netzen. Die M. H. und die E. W. in Gießen hatten in nichtöffentlicher Sitzung wegen Anstiftung Tschammerpokalfpiele. Löhnberg — Wetzlar 05 bestehen will. Neben den Tscharnrnerpokalspielen werden die Verbcindsspiele fortgesetzt. Die beiden Gießener Vereine müssen nach auswärts und treffen auf Gegner, die gefchlaaen fein wollen. Man hofft, VfB. und 1900 als Sieger zu sehen, ob allerdings die Punkte nach Gießen kommen, ist fraglich. VfV.'Reichsbahn — Visfenberg. Verbandssplele. Bissenberg —DfB.-Reichsbahn chwiegerch, letlagten I®* eilen?" Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eie. Werkstätte Kurt Kling form. Hefier Nacbl. dandafiisteameUt. Äarktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 18. Februar 1941 Roonstraße 25, z. Z. evang. Schwesternhaus Meisterschaft im V , , , , ner eine turnerische Großveranstaltung seltener Artz über den Bereich Hessen hinaus auch offen sind für den Bereich Südwest, werden bekanntlich vom nen Sonntag siegte, fo wird die Luftwaffe einen Kampf mit allem Einsatz führen müssen, wenn sie Ortszeit für den 23. Februar. Sonnenaufgang 8.27 Uhr, Sonnenuntergang 18.5} Ub". — Mondaufgang 6.35 Uhr, Monduntergang 16.18 Uhr. Ortszeit für den 24. Februar. Sonnenaufgang 8.25 Uhr, Sonnenuntergang 18.53 Uhr. — Mondaufgang 7.11 Uhr, Monduntergang 17.25 Uhr. fiad)ldnrw«s*i r» ». L erbauen 6U M ivtetzerdsUen tüif eatonfli dner tttudw versuchten Abtreibung zu verantworten. Das Verfahren wurde auf Grund des Gnadenerlasses vom 9. September 1939 eingestellt, da im Falle einer Verurteilung auf keine höhere als eine dreimonatige Gefängnisstrafe erkannt worden wäre. Aus der engeren Heimat. Auf dem Heimweg tödlich verunglückt. HU Mr die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten banken wir herzlich August stattfinden. Oer Fußballsonntag. Der Kriegsgefangene bleibt immer Feind! Iraner wieder ereignen sich Fälle, die beweisen, »it sedankenlos und unbedacht manche Volksgenossen n .imgang mit den ihnen zur Arbeitsleistung zu- -Nssenen Kriegsgefangenen sind. Die Verordnung arten Umgang mit Kriegsgefangenen vorn 11.Mm - Jti untersagt jeglichen Umgang und jegHcpe Jöe- itchng zu ihnen, sofern sie nicht durch die Aus- . der hi bi steter ■r Seeife 'St im Urin, und bitt'i 19 Uhr: Erstaufführung! In neuer Ausstattung! Der größte Opernerfolg der letzten Jahre! tfduDaizcr Setei Märchenoper für große und kleine Leute von Norbert Schultze Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Max Schwartze a.G. »tmttd fcl « 11,0 H Ä! W 'einet (u »« °°hl fc? ’Horpetn,^ ndliit oui J einem en, als Z lchller-Beckers, Winhold; die Herren Bley, Bosny, frrm, Durst, Grüneke, Lange a. G., Schmitz, Ser ider-Oeit." Die Bühnenbilder stammen von r mQT”| lat^Löffler. Die Tänze sind von Irmgard Trömel lilpiert. Außer Miete! 5TADTTHEATEIR Gl ESS IE IM Sonntag, den 23. Februar 1941, 11.80 Uhr - 7. Morgenveranstaltung l Zur Gießener Woche für Kunst und Literatur 1941! Jliundartlidiei SCumot Lieder und,mundartliche Rezitation (Diese Morgenveranstaltung findet anstelle der wegen Erkrankungen verschobenen Aufführung des Lustspiels „Die stumme Schönheit“ statt) im Oie Versorgungslage im Rhein-Main-Gebiet. IDiesecfi! Sonntag- ab 16 Uhr: Sam bei Gastwirt Braun Deranstaltungssperre im B-irk Gießen | NSRL.-Bezirk Friedberg betreut. Das Weidig- am 9. März. I Bergfest auf dem Schrenzer bei Butzbach wird, Am 9. März ist dos Interesse aller Turner und wie NSRL.-Bezirk-sührer P;‘^auP‘f‘«£rre/ Sportler in der näheren und weiteren Umgebung Otter b e i n (Snebberg) auf einer ^be ts^pre. zn- r,____ f m : . r. ... . j.l.l ____ ... m-fe. fhiino miffpiff. Aiim Zweiten Male als Kneasbera- Erkältungen behandelt man häufig unsachgemäß durch Trinken größerer Slüfftg/ keitsmenacn, die nicht feiten das Herz unnötig anstrengen. Unschädlich und doch wirksam ist folgende Kur: 1—2 Eßlöffel Klofterfrau-Meliffengeist und 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrühren. Diese Mischung fofort nach dem Zubettgehen möglichst heiß trinken und dann schwitzen. Wenn notwendig wird diese Anwendung 1 bis 2 mal wiederholt. Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken. nehme man noch einige Sage, und zwar 2 bis 3mal täglich, besonders abends, einen Teelöffel Klosterfrau- MeliÜengeift in einer Taffe Pfefferminz- oder anderem Tee t Dieses Nezevt hat schon vielen geholfen! Bo schreibt beispielsweise - Fräulein Verdi Sron. Schneiderin. Köln-Müiheim. Wrangelftr. 8. am 9.10 40: -Kloster- ttau-Melisfengeift verwende ick schon feit mehreren Jahren. Insbesondere bet Erkaltung und hartnäckigem Hüften hat er mirgute Dienste,geleistet und mich in kurzer Zeit davon befreit. Dan ich Klostersrau-Melifienaeist in den Kreisen meiner Bekannten immer weiter empfehlen werde, ist für mich selbst verständlich. , ’M rVx | ig ihres AI I no<- et 8Ul*l ^*A SÄ i'S t e n seine 60-Jahrfeier begeht, an der sich die Be- zrrksführung des Bezirks Friedberg in einer noch zu bestimmenden Form beteiligen wird. Gedacht ist an ein Treffen der Turn« und Sportvereine in Schotten, dem Festorte des DHC., und in Verbindung damit an für die Bezirke Gießen und Friedberg offene volkstümliche Wettkämpfe, gewissermaßen als Ersatz für das Hoherodskopf-Bergfest, das, wie im Vorjahre, auch Heuer nicht auf der Bergeshöh' stattfinden soll. Die enge kameradschaftliche Verbundenheit der NSRL.-Gemeinschaften mit dem VHC., wie sie bei den choherodskopsbergfesten der letzten Jahre in Erscheinung trat, soll auch an diesem Tage des VHC. sichtbaren Ausdruck finden. Das Weidig-Bergfest wird voraussichtlich erst :~ Steindorf — Sportfreunde Wetzlar Naunheim — Watzenborn-Steinberg Luftwaffe — VfL. Marburg. durchgeführt wird. Stellvertretender Bezirksführer Hans Stein (Gießen) hat deshalb für den 9. März im NSRL - Bezirks Gießen Spiel- und V e r a n ft a l t u n g s- fperre in den politischen Kreisen Gießen und Wetzlar und Veranstaltungssperre für die Fachämter Turnen und Leichtathletik in den politischen Kreisen Alsfeld und Dillenburg angeordnet. Er gibt in einem Aufruf an die Vereine des NSRL.-Be- zirks Gießen der Erwartung Ausdruck, daß alle Gemeinschaften sich zahlreich an der Gießener Veranstaltung beteiligen. Eine ähnliche Anordnung wird für den Nachbarbezirk Friedberg (Bezirksführer SA.-Haupt- sturmführer Dtterb ein treffen, der bereits alle turnerischen Veranstaltungen innerhalb seines Bezirks für den 9. März abgesagt und in einem Appell an die Vereine den Besuch des Turngroßkampfes in Gießen besonders empfohlen hat. Die oderhessischen Bergfeste. Die beiden oberhessischen Bergfeste, das Hoherodskopf-Bergfest und das Weidig-Bergfest, die in morgigen Sonntag findet zur Gießener Fest- die 7. Morgenveranstaltung des Stadttheaters i Für die Aufführung von Schlegels Lustspiel i stumme Schönheit", die wegen verschiedener mtungen verschoben werden mußte, wird rtlicher Humor" vom Rhein, Main und r rezitiert. Dazu werden heitere Lieder von Wolff, Max Lang und Ottmar Gerster gern. Die Zusammenstellung und Leitung hat =ru Schneider-Facius. Es wirken mit: Anni |[n, Anneliese Garbe, Gert Geiger, Siegfried ocZ, Franz Schneider-Facius, Hans Seitz, Karl öl' Am Flügel Arthur Apelt. Diese Morgenver- ,sl'tung ist die letzte der rezitatorischen Reihe ifreine Erweiterung der ursprünglich geplanten lenftalhmg „Oberhessischer Humor". Außer O Eschenrod (Kreis Büdingen), 21. Febr. In der Nacht zum Donnerstag ereignete sich hier ein , schwerer Unglücksfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der hiesige Land- wirt und Schreiner Johann Hinrich Kl-in IV ,chö^n7E7ist'da^r"äuß-rst!raglich. ob .der Vor. tarn beim Nachhauseweg do m W e g e ab und ejgcncn Petzes für Naunheim diesmal den stürzte von einer hohen " Sieg bedeutet - Sollten die Marburger in Gie- Eiche bach. Ob er den Tod infolge Ertrinkens mit der Mannschaft antreten, die am vergangen oder infolge eines Herzschlages gesunden hat, konnte; ° - - - - " ci - ct- -■— nicht schstgestellt werden. Die Leiche konnte erst am anderen Morgen nach längerem Suchen aufgefun- den werden. Das tragische Ableben des fast 69jäh- rigen Mannes, eines weithin bekannten Handwerkers, begegnet .überall aufrichtiger Teilnahme. ag. I h Versorgung der Bevölkerung und des Klein- i MttN Is mit Speisekartoffeln ist weiterhin äußerst am? -ä lütter Empfangs handel in Hessen-Nassau kann ——xM'Anforderungen aus eigenen Lagerbeständen jjeL Der Bedarf an Milch, Milcherzeugnissen, >:k und Fetten konnte hinreichend gedeckt wer- »«.Neischzuschüsse erübrigten sich auf allen Märk- ü inb Derteilungsstellen. Die Viehauftriebe waren !üll, besonders auch auf dem Frankfurter tftt, reichlich und ließen Herausnahmen und Um» r«gen zu. Die Fleischqualität war einwandfrei. I r Berichtswoche wurden zwei Eier aufgerufen. BUUörad mit Her,unruh-, Schwtadelgeflihl, Nervosität, Ohr«. airkolattoassi ör uv gen werden durch AntisHCTOtin nnttfam bf »nchSlt u. a. Liutsalze und Kreislaufhormone. Greift Me Befwwer. verschiedenen Richtungen her an. Packung 60JEabl. * 185 m npm. Hochinteressant» Aufklärungsschrift liegt ««der Packung bei Als die Bissenberger im Vorspiel auf die VfBer nach deren Sieg über Wetzlar trafen, glaubte man mit Recht einen hohen Sieg Voraussagen zu können. Diese Annahme war um so berechtigter, als die Bissenberger auf eigenem Gelände von Burgsolms geschlagen worden waren. Jedoch schon kurz^nach Spielbeginn überraschten die Bissenberger durch ihr zügiges und planvolles Spiel. Besonders ihr Mittelstürmer verstand es immer wieder, seine Nebenleute richtig einzusetzen. So kam es, t ifc bei Spielschluß die VfBer mit dem knappen Ergebnis mit 5:3 gesiegt hatten. Diesmal fahren die Gießener mit einer noch stärkeren Mannschaft als im Vorspiel nach Bissenberg. Auch Funt ist wieder mit habet, so daß der Sturm als sehr stark (auf dem Papier) anzusprechen ist. Das Spiel wird erst entscheiden, ob er seine Stärke auch richtig zur Anwendung bringen kann. Die Hintermannschaft spielt in gewohnter Aufstellung bis auf den Tormann. Die Gießener werden sich dem Schiedsrichter Scharf mit Benner, Fleischhauer, Schlitz, Nikolai, Leutheuser, Kraft, Ehrnann, Funk, Kaisac, Godglück, Fröhlich stellen. Man erwartet von allen Spielern die Erkenntnis, daß ein Spielverlust den dritten Tabellenplatz kostet. Eine dementsprechende Einstellung ist eine Selbstverständlichkeit. Internationale Wintersportwoche. Beim Eishockey-Länderturnier in Garmisch-Partenkirchen wartete am Freitagvormittag die Schweiz mit einem Rckordsieg von 19:0 (2:0, 9:0, 8:0) über Holland auf. Am Nachmittag überraschte Rumänien durch einen 5:2-Sieg (1:0, 3:0, 1:2) über Italien. Gruppensieger wurden die Schweiz und Schweden; in der Gruppe A liegt die Entscheidung zwischen Deutschland und Ungarn. Im letzten Dorrundenkampf gab es am Freitaa keinen Sieger. Deutschland und Ungarn trennten sich nach bewegtem Spielverlauf 0:0. Ungarn ist nun dank des besseren Torverhältnisses Sieger der Gruppe A, aber Deutschland nimmt bestimmungsgemäß als bester Zweiter auch an der Vorschlußrunde teil und trifft da wieder auf Ungarn, denn nach den Bestimmungen muß der Sieger der Gruppe A gegen den besten Zweiten antreten, also Deutschland. L für üdck Silber« i*| iotjn uinM MW 10 brachte tarcWfl rau eiE ich ju.'>3 6d)»'*y trott fiffl Erft ne* r»«'-' qenjorhen- > j • w» 8Ä !IL sicher Sunftoercin: 17.30 bi- 18 30 Uhr Au-, fangen ,M Stadtth-at-r und tm Turmhaus am ke dplatz. - Deutfch« Stenagraphenschaft: 20 Uhr Zuät Lich, Lich-r Straße, Johreshauptverjamm. I1" Weiter berichtet Herr Fritz Finger (Bild obenstebend), Bankkaufmann. Tbvrow Krs. Teltow, von Achenbachstr. 33. am 6.10.40: .Meine Familie und id) Mbit haben «toherfrau- Melissengeist bei Erkältungen bzw. Grivveansallen angewandt und haben in allen Fallen reckt gute Cdoige erzielt. Klosterfrau-Melissengeist bat meist nach 1-2maliger Einnahme nach Gebraucksanweisung die Er- kältungserfweinungcn beseitigt. 2ck kann deshalb Klostcrirau-Mclissengcist icdem bei Erkaltungen emvrelilen. Perfucken auck Sie einmal bei den ersten Anzeic.ien einer Erkaltung oder eines. Griooeanfallsden bekana. ttn «loflfrfrou.OTeliffenaeift in brr blauen Packung nut den brd ?lonnen; crhalttt» in «notbeken 'Drogerien und Oieformbäufern in Flaschen ju RM. 2J0 1.65 unb 0.90 (3nhaH. 10p. 50 unb 25 ecm) Bergef en Sie ibn nicht bei Obrem nächsten Einbaus! Die Wirkung non Mostersrau-Melissengeilt wirb Sie gerat» befneblgen. Burgsolms — 1900. Die Löhnberger werden am kommenden Sonntag bestimmt alles daran setzen, um den Wetzlarern den Sieg so schwer wie möglich zu machen. Wir glauben jedoch, daß das bessere Können der Wetzlarer auch in Löhnberg sich durchsetzen wird. —• Schwerer haben es die Sportfreunde in Steindorf. Der Ausgang des Spieles ist vollkommen offen. — Beide Vereine siegten im Verbandsspiel auf eigenem Gelände mit Ergebnissen, die Klassenunterschiede bedeuten. Zn der Zwischenzeit hat sich das Stärkeverhältnis zugunsten der Steinberger ver- Von einem Baum erschlagen. Lpd. Büdingen, 21. Februar. Zn Gedern wurde beim Holzfällen der 36jährige Wilhelm Obernheim von einem umstürzenden Baum getroffen. Der Verunglückte wurde mit einem schweren Schädelbruch ins Krankenhaus gebracht, wo er stach kurzer Zeit ft arb. Landkreis Gießen. Z Steinbach, 20. 'tzebr. Heute wurde hier der Gemeinderechner und ftaatl. Untereinnehmer i. R. Jakob Nicolaus I., der 2 Tage nach seinem, auch von uns gemeldeten 84. Geburtstage gestorben war, beerdigt. Der Verstorbene war 44 Jahre Gemeinderechner und 32 Jahre Untereinnehmer gewesen. An seinem Grabe fang der Gesangverein „Eintracht", die Kriegerkameradschaft erwies ihm den Trauersalut. Kranzniederlegungen erfolgten durch den Bürgermeister Rink, der die Verdienste des' verstorbenen Rechners würdigte, und die beiden Vereine. K Steinbach, 22. Febr. Am 24. Februar kann unser Dorfgenosse Louis Wilhelm P i tz seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der alte Herr erfreut sich noch einer für sein hohes Alter guten Gesund heit. Unsere herzlichen Glückwünsche! orießen-Wleseck, den 22. Februar 1941. Wrabenflrafee 14. ^4D Tageskalender für Sonntag. , ebener Woche für Kunst und Literatur 1941 q...k M:|€r Tag): 11.15 bis 12.15 Uhr im Stadttheater: l^V^lidartllcher Humor vom Rhein, Main und [er S flernr“; 17 Uhr im Club Sonnenstraße: Festliche nftaltung ,'Frohe Stunden bei Wilhelm ♦ o 'tüblB'i-T mit der Solotanzerm Ilse Meudtner und h Q8t lii‘Jk-1 ßortragsmeifter Emil Kühne; 19 bis 22 Uhr 1 i Stadttheater „Schwarzer Beter". — Gloria- Äst, Seltersweg: „Sieben Jahre Pech". — Licht- 'ick°us, Bahnhofstraße: „Alarm". - Oberhessi- j]e Kunstoerein: 11 bis 13 Uhr Ausstellungen im IcUtheater und -im Turmhaus am Brandplatz. 5röbelfeminar: 11 bis 13 Uhr und 15 bis 18 ^Ausstellung der Werkarbeiten der Schülerinnen gSeminars. Siebener Woche tn Abend wird im Stadttheater zum Abschluß jeftwodje die Märchenoper „Schwarzer Peter" iDlorbert Schultze zum ersten Male aufaeführt. _^iGtadttheater hat wiederum als Gastspielleiter i HRq Schwarze vom Deutschen Theater Wies- MJ|(| hbi- zur Inszenierung des „Schwarzen Peter", |tr mn Otto Söllner musikalisch geleitet wird, ge- bas honen. Die Oper wurde neu ausgestattet und öüfiimc iü! mit verstärktem Chor, verstärkter Tanzgruppe WchV friMiter Mitwirkung der Kindertanzgruppe auf- Es wirken mit: die Damen Mauer, Neuhaus, ubung einer Dienst- und Berufspfttcht oder durch ein Arbeitsoerhältnis zwangsläufig bedingt sind. Das Wort „zwangsläufig" besagt klar und deutlich genug, daß sich jede Unterhaltung mit ihnen nur auf die Arbeitsverrichtungen und Anordnungen erstrecken darf. Jeder über dieses notwendigste Maß hinausgehende Umgang hat zu unterbleiben. Auf diese streng einzuhaltende Verpflichtung weist das Reichsgericht in einer Entscheidung (2 D 459/40 — 2 Dezember 1940) neuerlich hin. In ihr wird noch besonders betont, daß auch geringe Vertraulichkeiten mit Kriegsgefangenen Gefahren ergeben, die der Kriegsgefangene zu Spionage oder Sabotage aus- nutzen kann. Zudem müsse die Front immer auf die richtige Haltung der Heimat vertrauen können. Verbotener De-kehr mit Gefangenen. Nach einer Polizeiverordnung über den Verkehr mit Gefangenen wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft, wer es vorsätzlich unbefugt u n - ternimmt, mit einem Gefangenen oder sonst auf behördliche Anordnung Verwahrten in Verkehr zu treten, insbesonder sich durch Worte, Zeichen oder auf andere Weise mit ihm zu verständigen, ihm etwas zu übermitteln ober sich etwas von ihm übermitteln zu lassen. Gießener wochenmarktpreise. Nachstehende Preise sttid Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * Gießen, 22. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vt kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, Vi kg 11 bis 13, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 11, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10, Feldsalat 1 RM., T/io 10 Rpf., Schwarzwurzeln, kg 26, Kartoffeln 4,3, 5 kg 43, Aepfel, Vi kg 28 bis 40, Lauch 24, Sellerie 21 Rpf. Amtsgericht Gießen. Ein Mann in Gießen hatte wegen Uebertretung des Reichslustschutzgesetzeo einen Strafbefehl über 30 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. In der gestrigen Hauptverhandlung konnte die Schuld des Angeklagten nicht einwandfrei nachgewiesen werden, weshalb Freisprechung erfolgte. zum Verkauf bringen. 910D © eöt. 5®eter, llieöetöieten Ludwig Keßler VII im Alter von 71 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: 937 D Am 20. Februar 1941 verschied unser verehrter Herr Direktor Ludwig Keßler VII Großen-Linden, 21. Februar 1941. Bekanntmachung 938 D Ludwig Hahn V. Stadtwerke Oie! 918 A im Alter von 56 Jahren verschieden. 4. sondern Rödgen, den 22. Februar 1941. 948 D sagen wir allen unseren innigep Dank. Gießen, den 22. Februar 1941. 916D Fr. Linker & Sohn Fernruf Nr.: GIESSEN Ludwigstraße 16 . V Ul Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Balthasar Häuser und Angehörige. Geburt ~anzeigen bei Brühl. Gießen Am 21. Februar, morgens 6 Uhr. ist infolge eines Unfalls mein lieber, herzensguter Mann, Bruder. Schwager, Onkel und Pate 1. 2. 3. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen innigstgeliebten, herzensguten Mann, unsern treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Maria Keßler, geb. Lang Wilhelm Keßler und Familie Otto Keßler und Familie. Großen-Linden, Pohlgöns, Hörnsheim, den 20. Februar 1941. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Hahn, geb. Hahn. Giesser. Friedrich str.7 Lieferant aller Kassen Franz Vogl 4 Co. Seltersweg 44 Ruf 2464 Gutes Farbband und Kohlepapier ilt notwendig für eine saubere Korrespondenz! Sie erhalten es' bei: Zahl, Alter und Geschlecht ihrer Hunde. Rasse und gegebenenfalls Zuchtbuchnummer. Abrichtestand (z. B. als Schutzhund) und abgelegte Prüfungen. Etwaige bisherige Zuchtverwendung (z.B. als Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Bahnhofstraße 7, aus statt. (HM oon wen M WimWMde. Zur Erfassung von Hunden für Wehrmachtzwecke sind alle Rasse- und Mischlingshunde mit 50 bis 70 cm Schulterhöhe, die entweder noch nicht gemeldet waren oder seit dem 1. 4. 39 mindestens 1 Jahr , alt geworden sind, durch ihre Besitzer gem. Reichsleistungsgesetz in der Zeit vom 17. 3. bis 31.3.41 beim zuständigen Polizeimeldeamt mit folgenden Angaben anzumelden: im 71. Lebensjahr. - Zwei Jahrzehnte hat er sich mit seiner Kraft, seinem großen Verstand und einem kämpferischen Geist für unsere Kasse erfolgreich eingesetzt. Er hat damit auch in wirtschaftlich schweren Zeiten mit uns gehend, geholfen, die Kasse wieder auf gesunde Grundlage aufzubauen. — Sein Andenken werden wir immer in Ehren halten. Mein Geschäft bleibt vom 24. Februar bis 1. März geschlossen Spar- und Vorschußverein Aktiengesellschaft Großen-Linden. Die Beerdigung findet am Montag, dem 24. Februar, um 14 Uhr, in Rödgen statt Für die herzliche Anteilnahme und die schönen Kranzspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Karoline Häuser Zuchthündin). Unterlas ung oder Unrichtigkeit der Anmeldung ist strafbar. 897D Für übernommene Hunde wird eine angemessene Vergütung gezahlt. Kassel, den 13.2.1941. Wehrkreiskommando IX. AK. Gegen Bezugschein lieferbar du Verkaufsstelle CARL BRÜCK Juwelier Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAnxelger Montag, den 24.Februar 1941, werden wir bei Herrn MAMnniliMMsen eine gröbere Anzahl erstklassiger Ferkel und Läuferschweine Ihren Bruch $ vom Arzt festgestellt, .empfinden Sie lästig ? Warum tragen Sie denn noch nicht mein tausendf. bewährt. Reform- Kugelgelenk-Bruchband, durch welch., wie viele Leidende berichten ihr Bruch verschwunden ist. Wie ein Muskel schließt die weiche, flache Pelotte bequem von unten nach oben. Kein Nach: eben bei Bücken, Strecken, Ensien und Heben, ohne lästige Feder nnd Scltenkslriemen, ohne nachlassenden Summt, ohne starren Eisenbtigel. Kein Scheuern, da freitragend. Aeußerst preiswert. Nur Maßanfertigung. Neueste Patente Nr. 668304 u. 684 828. 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Februar festgeh Schweinemarkt fällt aus tierschützlerischen Gründen aus. —: Krämermarkt findet statt. Lich, den 18. Februar 1941. Der Bürgermeister. Geil. -die leichte Herzleiden? LSeugen Sie bei Herzklopfen, Her>. druck', Atembeschwerden, Herzang- und anderen leichteren Herzkrankhe. ten mit Toledol-Herzsaft einer Be-> schlimmerung vor! Schon vielenhcj Toledol die gewünschte Besserung Stärkung des Herzens oebtofr Warum quälen Sie sich noch dannfi Pckg. RM 2.10 in Avoth. Verlang« Sie kostenl ose Aufklärungsschrift voi Dr. Rentschler L Co., Laupheim 54.3 Stillende Mütter Liefert Eure überschüssige Muttermilch ab! Vit tränke Säuglinge müssen zugrunde geben, raeih ihnen an Muttermilch fehlt. Das muh und toi vermieden werden, wenn alle Frauen, die übr schlissige Milch haben, diese unter der sellitv? stündlichen Boraussetzung peinlicher Sauberkritl spritzen oder abvumven. denkt daran, datz Eure eigenen fliiü JIlUllvl, einmal so krank sein können. Helith wertvolle Gut unseres Volkes erhalten. Durch gespendete Muttermilch zeigtJhr.m schönster Wei edelste Hilfsbereitschaft und grösstes Verarmt tungsbewusttsein Eurem Volke gegenüber. wennFhrüberschiissigeMilchhabt,da, JlillHvlf wendet Euch sofort andieUmverM Kinderklinik Gietzen, Friedrichstr. 16, AnrurM Tie dortige Frauenmilch-«ammelEle grbk ßi jede weitere notwendige Auskunft, ebenso 01 jede Hebamme und Fürsorgeschwester. Rach den Richtlinien der ReichsarbeitsgemeiM für Mutter und Kind werden für den Liter Jim milch RM. 2,50 vergütet und während des föiej nutzer der Nührmittelzulage für jede füllende Liu» noch 250 Gramm Fleisch und 125 Gramm Dutt 1 vro Woche als Sonderzulage gewährt. A Universitäts- Staatl. Gesundheit 1 Kinderklinik Gietzen Gietzen -WWW kauft wieder laufen» I MmmertW WM Telefon 3164. Betr.: RaucMot in den MMMMM Amtlicherseits wird aus naheliegenden Gründen die Anregung^ geben, ein Rauchverbot in Nahverkehrsmitteln auszusprechen. Hinzu kommt, datz sich die Fälle mehren, datz in stark beanspmM Wagen durch brennende Zigarren und dergleichen KleiderschädM^ vorgerufen werden. . .Lj Wirbitten daher dieRaucher, für diese Gründe Verständnis zu MW und das hiermit ausgesprochene Rauchverbot freundlichst zu bsM u Gietzen, den 20. Februar 1941. L