Mittwoch, 22. Januar Ml 3bee oder Goldenes Kalb deren Hobeitsrechte und Interessen zutiefst verletzt Griechische NolieiWtzpuiitte bombardiert Streben nach Monopolgewalt jede andere Rücksicht, denn, so sagt man in London, es sei setzt offenbar. treten konnten. Die deutschen Lustangriffe auf Malta Neuyork, 21. San. (Europapreß.) Das Auf- v o n M aber auch dabei erneut kostbarste Schiffs- tonnaqe festqeleqt Geheimfiuq Davel s nach ondon. Sto ckb ol m, 21. San. (Europapreß.) Der bri- Lol viens und Paraguays Außenminister in Buenos Arres. Buenos Aires, Sanuar 1941. Als man In Buenos Aires von der Absicht der Flugzeug brennend abgefchossen. 3n der Lyrenaika gesteigerte Artlllerietätig- keit um Tobruk und feindliche Fliegertätigkei» über Tobruk, wobei einiger Sachschaden anxerichtet wurde. Opfer sind nicht zu beklagen. Unsere Cufl- wasfe hat feindliche Stellungen und Stützpunkte zu wiederholten Malen mit Bomben belegt. 3n Ostafrika an der Sudan-Front kämpften unsere Abteilungen gegen feindliche motorisierte Kolonnen. Sie wurden von unseren sofort eingreifenden Jagdfliegern unterstützt. Der Feind erlitt empfindliche Verluste. Aus strategischen Gründen sah sich das Kommando zur Räumung von Kassa la veranlaßt. Abteilungen unserer Luftwaffe haben Elfenbahnzüge bei Tehllla (Sudan) und feind- liche Kraftwagen an verschiedenen Stellen «m Sudan mit Bomben belegt. Der Feind unternahm einen Einflug auf JlegcHl und auf Oboch (Galla AuMrVr gemeldet, daß bie hilflose Lage, in der die Sllustrious" mit schwerer Schlagseite am Kai I angetroffen wurde, die Vermutung nahelegt, daß kürzlich einen Geheimflug nach London unternommen, um dort mit der Regierung die Lage auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz zu erörtern. Oer italienische Bericht Rom, 21.Jan. (DRV. Funkspruch.) Der Halte- Nische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front die übliche Spähtrupp- und Artlllerietätigkeit. verbände unserer Luftwaffe haben griechische Flotten- st ü h p u n k t e heftig bombardiert. Ls wurden Hafenanlagen und Dampfer wirksam getroffen. Ferner wurden Ortschaften und Truppenzusammenziehungen sowie Nachschubkolonnen mit Bomben angegriffen. Unsere Bomber haben im Kampf mit feindlichen Jägern vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Eins unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Die Besatzung ist — wie beobachtet werden konnte — mit dem Fallschirm abgesprungen. Der Feind hat einen E.7.slug auf B a (o n a unternommen, ohne Schaden zu verursachen. Unsere Jagdflieger haben bei sofort auf- genommener Verfolgung ein feindliches Blenheim- lischen Flottenteile in der Straße von S'zilien auch die englische Versorgung aus den USA. treffen. und In uruguayisch • nordamerikanischen ^erfjanb- itacr yaqer । *>eremigien öiauien in ui-i ocu abgeschossen 1865 ihre staatliche Gestalt und ihren gesellscha t- ' '.; Heben Sn halt gefunden. Dor dem Weltkrieg wa'-en " ’ ; um das Jahr 1900 Berlin, 21. Januar. (DRV. Funkspruch.) Tas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Luftwaffe setzte am 20. Januar trotz ungünstiger Wettertage die bewaffnete Aufklärung über dem britischen Raum fort und belegte dabei mehrere kriegswichtige Ziete erfolgreich mit Bomben. Außerdem erzi ttcn Kampfflugzeuge zwei Volltreffer schweren Kalibers auf incm Dampfer und beschädigten ein weiteres Handelsschiff durch Bombentreffer. Das am 20. Januar als stark beschädigt gemeldete Handelsschiff ron 8000 BRT. wurde einwandfrei als sinkend beobachtet. Ein-elne deutsche Kampfflugzeuge griffen auch gestern Flugplätze auf TTlalfa an. von ben Kampfhandlungen in der Rächt zum 20. Januar kchrteu drei eigene Flugzeuge nicht zurück. Englands Tonnagesorgen. Ter Passagierverkehr englischer Schiffe nach Amerika völlig i nterbunden. 7 * dikstz «Mr» Vein Ltz Hölle °Dinl. Siöma), wobei nur In Negelli Schaden verursacht wurde. Lin Flugplatz auf Kreta wurde mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen. Es wurden Brände und Zerstörungen beobachtet. 3n der Nacht zum 21. Januar unternahm der Feind einen Einflug gegen Latania. wobei einiger Schaden verursacht wurde. Opfer sind nicht zu beklagen. Angriff auf den Säten von Athen ble9 Meinung '.Nejoat | taebel be || Ji) tDurbi meärn, Velin.. uer sG Machsch attet.i ? e Freihii ans btg ?r Gem Oer Wehrmachtbericht > vom Oienstag. ben Atlantik not------- - Gerade diesen Rückwirkungen des deutschen ^tuka- Süll J W K K Porten, ^kdir^ die ar. Krrtz len tnj »s. Jahrgang Nr. >8 vfchemt taghell, außer sonntags und rteiertagS leilancn: Die SUuitnevte licftener^atnilienblnttCT •cimat nnBiib DieScliolle 'ionatd-Beängovreid: Uit 4 'Beilagen RM.1.VV chne Illustrierte ,. 1.80 juitellflcbübr. . „ -.25 ueb bei '.iiicbteddieinen on einzelnen Nummern niolge böberer Gewalt crnivrcdmiifrblnfo 2251 )rn btanichrüt: „An zeiger" (oiiirberf 11G«6^rnntf. M u u l LU IV UU | will V % • w • (J J] - märtigen Politik. Dietrich geht geraden Wegs aus dieses Ziel los. Wir heben yl-r nur die ideelle Verknüpfung der inneren Gestaltungskraft des Nationalsozialismus mit feinem Wirken in der Außenpolitik hervor. Er spricht in Wem Zusammenhang auch ausdrücklich und mit vollem Recht von einem „6 ch l ü I f e l p r o b l e m" im Bereich „der internationalen Ordnung der Völker . Er faßt dieses Schlüsselproblem in die Frage: „Wie ist eine "emein'ome Ord " -a der Rati-"i-n m ter ^cr Voraussetzung ihrer Freiheit nach außen möglich?" Das ist eine sehr wichtige Frasie, die mit der Gestaltung des neuen Europa auf das engste verflochten ist. Dietrich bäP die Antwort bereit: Dieses Schlüsselproblem läßt sich nicht lösen ..durch das Prinzip der Berorrechtung einzelner Völker, fon- dern nur durch das Prinzip der gleichen Chance zur Regionalkonferenz der La-Plata- Staaten in Montevideo bereits Kontakt mit der argentinischen Regierung auf, um verfehle- bene Abkommen vorzubereiten. Oer Fall „Mendoza". Zwei weitere sranzöMchc Dampfer wollen Buenos Aires verlassen. 'Ihtimbntr von 'llmeiacit für die MinanSnummer biöH'/.Uhr hctWurniittag» Unzotnrn-Protle: Anzeigcmcii 7 Rvl te mm bei 22 >m" .‘U'ilcnbrette# Wertteil 50 Ruf. te nun bei 70 mm Scilcnbreite Nachlässe: Wieder boiimgMalstaffell AbschlusioNtougemtasiolN Plavvm'schrisi < tunbenne Vereinbarung) 25 .. meine Vor der La-Plata-Konferenz Bon unserem La.-Korrespondenten. Volltreffer am L-„ —- zeugträger selbst wurde noch am Km liegend von weiteren schweren Treffern heimgesucht. Snfolge von Wassereinbrüchen war bie „Sllustnous — wie j durch Aufklärer festgeftellt werden konnte - br reite vor mehreren Tagen 11 e f g e s a ck t, was - ^!^die°Gesah7 de's ' die M a t e r i Aufgrundgehens nahebrachte n g b er 21 r m e e d e s Generals Wo empfindlichen Schaden, die das Schiff bei ben i'or,fluK_?_ HD Ä t A V; /• fTt «rtzi nh« 8lir/h ht.0 lobt o 51'811 nachdeiii t ite. Zimmer, chrank ewe itärtanN bie Achle k ile rad)t HM « & "Wetters toafenA ragen pf* jjann«9 5 di- nt« ”’ Ait * galt -Ä inen ußenminister Argentiniens undUruguai) s orte, eine gemeinsam an sie gerichtete irh. England, [o mirti in London erklärt, " «L-n-n W rkstaNen I« n m o, im^er 'nach gelungen, unter starkem «NN'"oerÄt worden Flug. Kreuzer, und Flugzeugschus, gewilse besondera drmg. am Km lilaend oon Nch- M°'°riall-ndungen an Me Ori.ntannM »ur« das Mitte^lm^r zu bringen. Setzt jehe es sich ganz be, ' ^o ff f nVn g^a6 n q“ ro l e ^e^ baP bae Risiko für) Neuyork, 22. San. (DNB. Liunkspruch ) Neu- mne Li 2« Kreuzer unb Flugzeugträger im Mittelmeer zu Yorker Schiffahrtskreise berichten, baß bte Ak.lv.ien 8»Ä qrohge^rbenfeL Das werde sich vor allem auf ber deutschen H^oote und ber Cu^afjc‘ben - - ■ 1 -mTx. - j a [ h i l f e für Griechenland aus-, ageverkehr engll cher Schisse nach ben USA. d ö I - wirsen" Darüber dinaus aber werde auch tte Ner.ilig unterbunden hätten. Der etzte englische hpn so raun g der Armee des Generals TOa-, Passagleibam- fer traf danach M U te N o v e m. empiinuiiuje.« 3 r»?L hnt hnhon oell deren Material!b?stände durch die letzte Of'en- der in Neuyork ein. Seit seiner Wiederab,ahrt Bombenangriffen am^lv ^"uar erlUten hat, h 1 < ^rbraucht worden seien, lehr kampttziert.! Ende November horte man nl^9 ^hr oon dem denn der Weg um das Kav der Guten Haflnnng Schilf und vermutet, daß es versenkt worden lei lang und umftänblid) Außerdem würde ist ober in einen I ra n s p o r t c r u m g e 'w 1 "... . . . r, <. - r* - ä a ; f t«, Q n h c (t mürbe. England ziehe auch eine Anzahl Ne A^E-NlÄrs Dassaglekdnm/se/ deVTanadlan Pari,-' Kn °°u Ä cM6onMXe Ausmrrksamkel, g-Ich-nk,,> d-r brikisch-n Krirg-marlne r-qu.rlllt wooden. Rom, 21. San. (DNB.) Die Luftangriffe aus griechische Flottenstützpunkte galten > Hafen von Athen, t:r 7 . folgenden Wellen von schweren italienlsch-en Born- Gelte flnbfl er W ÄetbßÄ Ä« be« wÄ “üf Nr °nd.7.u Don & lUgeX Seile sieht er in der Monooo,gemalt der angel. runb' 10 fKK) Tonnen qrohe Dampfer an die fachsifchen Nationen über die Schätze dieser Erde die lbe'so w^bie Hafenan°Ä°n d u rch B o's ltr ef- »ta t« Berweigerung der „gleichen Chance für aUe . fer schwer beschädigt wurden. Vergebliche Wir sind Zeugen einer ^s"^lung, ln der da« versuchten sechs Kloster die Aktion der „Aleioni^ , Streben nach Monopolgewcht rede andere Ruchsicht, zu vereiteln die ohne Verlust zu ihren Stützpunkten ! ia auch die Erinnerung an Ne eigene Bergungen. ür»ten. sZlerifler gestaltete sich die Auf-jheit völlig zurllckstvhi Wir meinen die «erbriide- gäbe der eine halbe Stunde später unter Führung rung der Bcreirigten Staaten mit 6em engll d>en uon jzauplmann Valletta elnl.essenden ,Al- Weltreich, Im Kamps gegen England haben die cioni-.gormalion, die sich zunächst einiger Jäger ; bereinigten Staaten in der Zeit ,wischen l77S und erwehren mußte, von denen einer abgeschossen 1865 ihre staatliche Gestalt und wurde, bevor sie ll b e r d e m K a p T h e m i st ° k.. ichen Inhalt gefunden Vor dem Weltkrieg wo en les zum Angriss aus vier am Sirdeingang des sie England noch kavitakhongi um das Lahr l!)00 jzasens vor Anker »egende Dampfer übergehen machte es amerrkanischen Journalilten und Karika. konnte. Auch hier gelang es, die feindlichen Ziele tnriften einen Mordsfpaßi lo squeeze tlie British wieberholt zu treffen. Inzwischen waren bie feinb- ■ ■■■ —R"— »ch-n Jäger auf 22 Maschinen angematfVen, die bcnn |g , f man |n London, es fei setzt offenbar, nun auf Ne fünf l'a»enifd)en ®^berjum rlnürM.° 'd!,g MUelmeer und der Atlantik lellab- übergingen und dabei da- Gluch hatten sogleich,|d;nlf(c eln. und derselben Front sind einen von ihnen au^r_^f^V^J^;„3nmnrauf und daß die Angvisle aus Malta und auf die frl- gol0! rou-ben zwei Glofter abgeschossen, worauf mattenteile in der Strafte von S'zilien auch bie vier „Alcimrl" ungefährdet ben Heimweg an- Segnung noch wenig oeranm geworoen. ujciD, i)QB blqe Begegnung auf ber Estanzia Barr a b e 1 San Juan, unme t der argciuini|a)-uruaua.)i ch-n Arenze bei Colonia stattgefunben hat, unb baß beibe Außenminister von einer Reihe von Beamten ihrer Ministerien, darunter den Chefs der Wirtichasis-und ber politischen Abteilungen, begleitet waren, was dar- auf schließen läßt, daß bie Minister ihr Zusammen- sein zu regelrechten biplomatischen Verhanblungen benutzt haben, wenn auch nach außen hin ber „private" unb „unprotokollarische" Charakter ber Begegnung immer roieber betont unb im Hinblick auf Ihn bie Anwesenheit von Journalisten als unerwünscht bezeichnet mürbe. Man hat sich auf das Kommim'mw beschränkt, bas am zweiten, unb auf bie beiden Erklärungen, bie von ben Ministern am brüten Tage ber Konferenz unterschrieben unb oeroffent- licht wurden. Hält man sich an diese Texte, so ft eben -zunächst die Verhanblungsthernen fest, nämlich .Fragen ber Sicherheit unb Verte i b i - n u nft ber L a - P l a t a - M u n b u n g (wo- runter man bas uruguayische Projekt der Errich- lunq von Flotten- unb Lu f t f a h r t - S t u tz - Punkten an ber Küste zu verstehen hat), ferner die Wirtschaftsbeziehungen zwischen bei- den Ländern, die Frage einer Zollunion sowie luristische Fragen, wie biejenige öer Souveränität über 112 Inseln unb Inselchen im Uruguay-Fluß -unb biejenige ber Souveränität über ben La-Plata- Strom. Sn ben beiden gemeinsam unterzeichneten Deklarationen ist dagegen nur von ber Frage ber „Bcrteibigung unb Sicherheit" sowie von ben Wirtschaftslagen (Handelsvertrag und Zollunion) bie Rede. Srgendwelche konkreten Beschlüsse sind von ben Ministern nicht gefaßt worden sie be- schränken sich auch in den Fragen, welche bie Deklarationen behandeln, darauf, ihren Regierungen Vorschläge zu unterbreiten. Da die ubrigm Probleme juristischer Art in den Erklärungen nicht mehr erwähnt werden, schließt man daraus, daß ihre Behandlung auf später vertagt worden ist. Das wichtigste Veryunbiungsihema war dioeifel- los die Stützpunktfrage. Wie man weiß, be- abflchtigt die uruguayische ^Regierung, mit nord- amerikanischer Finanzhilfe an ber ^-o-Plata-Mun düng mehrere Flotten- und Ufahrtswbpunkte ein- zurichten, die zwar theoretisch auslchließlich uru auayischer Souveränität unterstellt, in ^gszeite sedoch „im Rahmen der panamerikanischen Sol - barität" allen in einen gegen ben Kontment ge richteten „Angriffskrieg" verwickelten amerikanifchen Nationen zur Verfügung stehen sollen. Die uru guayische Regierung hat bei der Durchführung ihres Planes gegen eine stets wachsende mnerpotitifche Ovvosition zu kämpfen, die nicht ohne Grund be- W. dai z B. die Vereinigten Staaten, wenn sie erst einmal jene Stützpunkte m der einen oder anderen Form „übernommen haben,nicht mehr bereit fein werden, sie wieder herauszugebeni. Die Vorschläge, über deren Unterbreitung sich die beiden minifter geeinigt haben, gehen in der^Frage^ der „Verteidigung und Sicherheit I mes" nun darauf hinaus, V kchinstchtttch des Handels°ertrug-s wa. man konkreter. Die Erklärung hebt h-rvor, daß weitgehende Einigkeit über di- wichttgsten Punkte des Vertrages bestehe und regt an, daßI -m g- mifchter uruguayifch > argentinischer Ausfchutz von acht Mitgliedern zum Zweck der b°schleumg enBe. ratung des Handelsvertrages und des ANchluffe- deren"An!a°ge'zunächst mit* "ardamerikanifchem Geld ! de7MÜU-ugteä^r' auf Grund ge raten ift Äwg ^bitmflua ®a»el - nach onöon. digen, Brasiliens, Paraguays und Boliv'enssta« Stockholm, 21. Jan, lEuropapreß,' Der bri. finden. Die Argentinier haben also allem An sty em yefe^gbober für nach ihre Opposition gegen die ^nlcige be ötuß H hat, wie die Londoner Presse berichtet, punkte in der von Uruguay zunächst oorgeseyenen aller". ,fjr m . Snbem wir das Innen- unb außenpolitische Prin- UTtanariiie aui zip bes Nationalsozialismus gegenüberstellen, wird le guuvrt vor allem bem auf ben ersten Blick ihre innere Gleichartigkeit Har ber in zwei auseinander- Das ist die Sbee einer rassisch geglieberten, aber ■" organisch gebundenen Ordnung ber Geister. Hier gabelt sich bie Betrachtung Dietrichs: Auf ber einen Seite findet er Anschluß rn ba» Drhmnvwmn'ip lanötm rarbeit be en verlm» r ber henspielEi, - i ©MN 3 irchsühmi icher Letzi is, baß 6 - trenn» die Sluibi fer hem ) in jebto ■ i (Spitzt» j wefeniti! sncchme i ! oerben. tfol fle ig war ff st pra!ti|t< üorbanbtri lufgaben t ab Ick * BersüM rb, bie rit Weis bafii litet worbfi iten (3V gssachenb^ geze^L hem 9lulip tanb zuB rksfachiM ur Lrbck il von ih"" nitteilen, !'i aßen W Rom, 21. San. (Europapreß.) Der Angriff bes beutfchen Fliegerkorps auf La B al et t a hat sich nach einem Bericht ber Agenzia Stefani in zwei Abschnitten abgespielt -Der erste Angriss erfoIM* am Sonntag gegen 1130 Uhr, ber zweite um U gen^ang^er?c?tet. Die m der Nabe^be träqers „SHuftrlous' , vernichtet worben Ein Dampfer sei durch einen ' .. CYt . . m a rrt A n 11 ö V .ri IIHi Zeugen gegen die Lüge den Preis schenkt. Dr. Ho. lm Laufe des Jahres 1941 zum Abschluß kommt. Zu diesem Zweck soll eine Kommission aus Vertretern beider Staaten gebildet werden. Die Fanggründe werden genau bezeichnet, die den japanischen Fi- schereiunternehmungen zur Ausbeutung überlassen bleiben sowie die genauen Pachtbedingungen festgesetzt. Die Pachtsumme wird um 20 o. 5). erhöht. Die Vereinbarungen werden in dem amtlichen Korn- e'mer geschickten Diplomatie; sie ruht in dem Besiß- fanatismus. Es ist wieder einmal das goldene Kalb, das zur öffentlichen Anbetung ausgestellt wird. Diesem goldenen Kalb soll geopfert werden: vor seinen Altar werden die Nationen des alten Europas geschleppt, um sich in Selbstzerfleischung selbst dem mammomstischen Götzen darzubringen. Und dagegen sollte es keine Revolution geben? Gegen den Mißbrauch der Idee erhebt sich die Idee selbst. Die Idee, die der Zeitgeist gebiert, die Idee, die in jedem Land dem Millionenheer der arbeitenden Menschen den Lohn der Tüchtigkeit, im Wettstreit der Nationen dem arbeitsfrohesten Volk Deutscher Offizier in Bukarest ermordet. Von einem Griechen hinterrücks erschossen. - Die rumänische Oeffentlichkeit vermutet die Hand des (Secret Service. Mazedonische Skizzen Von unserem Dr. I. B.» Sonderberichterstatter. Lion, den Schwanz des britischen Löwen zu kneifen. Heute sind solche Privatgelüste in dem freiesten Land der Welt streng verpöm. Warum? Das ist hier die groß« Frage! Die Vereinigten Staaten, die selbst einmal das lockende Schlagwort von der gleichen Ehance für alle ausgegeben haben, sind aus der Dynamik des Werdens und Schaffens in den Besitz- wahn der Monopolisten hineingeraten. Wie aus der Gewerbefreiheit die Diktatur des Kapitals, aus der Pressefreiheit die Diktatur des silbischen Geistes, aus der Demokratie die Herrschaft der Plutokratie geworden ist, so wurde aus der Monroe-Doktrin der Anspruch auf eine Weltschiedsrichterrolle im Dienst der Monpolgewalt über die Schätze dieser Erde. Die angloamerikanische Verbrüderung ist nicht das Werk Die Zusammenkunft Hitler-Mussolini Das Echo in der italienischen presse. Die Unterstützung, die sich die beiden Achsenpartner in vollster kameradschafllicher Zusammenarbeit gewähren werden, wird entsprechend den Verhältnissen und Möglichkeiten geregelt werden. Darum kann die Parole nur sein: Sieg!" — „Messaggero" er- klärt, diese Begegnung werde Ausgangspunkt neuer wichtiger Entwicklungen in der gemeinsamen diplomatischen und militärischen Aktion sein. — In der klaren und vielsagenden Kürze der amtlichen Mitteilung, so stellt „P o p o lo di Roma" fest, komme die unbedingte Siegesgewißheit zum Ausdruck. Die Begegnung habe sich in einer bedeutsamen Stunde ereignet, in der der völlige Zusammenbruch der feindlichen Spekulation auf Unterschiedlichkeiten und Scheidungen an den politischen Fronten der Achsenmächte festgenagelt worden sei. Konoye vor dem japanischen Parlament. Tokio, 22. Ian. (Europapreß.) Beide Häuser des japanischen Parlaments begannen am Dienstag mit dem praktischen Teil der 76. Legislaturperiode, die am 24. Dezember v. I. durch die kaiserliche Thronrede eröffnet worden war. Die Parlaments- erüffnung begann im Oberhaus mit einer Ansprache des Premierministers, F ü r st Konoye. Er sagte: „In der Heimat brauchen wir die vollkommene nationale Struktur, um die nationale Verteidigung im höchsten nur denkbaren Maße zu ent- wickeln und damit wir unter dem Einsatz der totalen Macht der Nation genügend Waffen und Ausrüstung für die Ausführung der nationalen Politik sicherstellen können. Die Errichtung der neuen Ordnung eines größeren Ostasiens auf der Basis der Durchführung der Ziele in der China-Assäre ist oorgezeichnet. Durch den Dreimächtepakt suche Japan den Weltfrieden und die Stabilität des größeren Ostasiens sicherzustellen. Japan wünsche keine Ausweitung des Konfliktes, es warne aber, ihm Hinder- nisie in den Weg zu legen. Russisch-japanischer Fischereivertrag verlängert. Moskau, 21. Ian. (DNB.) Am Montag wurde in Moskau zwischen dem sowjetischen Regierungs- chef und Außenkommissar Molotow und dem japanischen Botschafter T a t e k a w a die Fischerei, konoention um ein weiteres Jahr verlängert. Die Konvention, die bereits seit 1936 abgelaufen ist, wurde bisher regelmäßig Jahr für Jahr verlän- gert, ohne daß bis jetzt eine neue Konvention er- reicht worden wäre. Nun wird in dem Protokoll festgesetzt, daß d-ie Verhandlungen über eine neue Konvention sottgesetzt werden und die Konvention Major Hchinger erhält das Ritterkreuz. Für schneidige Durchführung des Unternehmens »Wildente" bei Mo in Norwegen Untersuchung als griechischer Dolksange- h ö r i g e r zu betrachten ist, der m t t e i n e m t ü r» kischen Paß nach Rumänien eingereist ist. In der rumänischen Hauptstadt hat das Attentat eine große Erregung hervorgerufen. Die Buka- refter Bevölkerung und vor alle» Dingen die rumänischen Legionäre sind erbittert über dieses Sitten» tat an einem deutschen Offizier und sehen dahinter die Hand des englischen Secret Service. Die Studentenschaft vo» Bukarest hat das in einem Flugblatt ausgedrückt, worin sie mit aller Schärfe die Bestrafung der an der Ermordung des deutschen Majors Schuldigen fordert und darauf hinweist, daß Major Döhring auf Befehl Eng» l a n d s durch einen Agenten des Intelligence Service auf den Straßen der rumänischen Hauptstadt meuchlings ermordet worden sei. Kundgebungen der Legionäre und der Studenten vor der Deutschen Gesandtschaft und vor dem Ministerpräsidium drückten die Sympathie und das Zusammen, gehörigkeitsgefühl mit Deutschland wie auch die Erbitterung über den Meuchelmord aus. Mailand, 21. Jan. (Europapreß.) Die Zusammenkunft Hitler—Mussolini und der beiden Außenminister beherrscht das Bild der italienischen Presse, die sich jedoch in ihren Kommentaren große Zurückhaltung auferlegt. Der offiziöse „Popolo d'Italia" unterstreicht in der Schlagzeile, daß die volle Ueber» einstimmung der Ansichten zwischen Deutschland und Italien nach gründlicher Prüfung der Lage bestätigt worden sei. „Corriere della Sera" schreibt: Die herzliche Freundschaft der beiden Führer und das enge Bündnis der beiden Völker könnten nicht durch irgendeinen taktischen Erfolg Englands gegen Italien erschüttert werden. Zudem bilde dieser Er- folg eine Episode und sei so zeitbedingt, daß er von einem Volk wie dem italienischen leicht ertragen werden könne, da seine Geschichte endlose Beispiele wechselnden Glückes aufweise und es wohl wisse, daß man im Kriege nicht nur immer Hiebe austeilen könne. Das Bündnis der beiden Völker sei seit nigen Tagen in eine neue aktive Phase getreten. In dieser Richtung sei die Begegnung Hitler—Mussolini zu deuten. Die Initiative sei immer noch iy den Händen der beiden Führer. Churchill, der geglaubt habe, sie in Griechenland und Bardia an sich gerissen zu haben, habe erkennen müssen, daß die Lage im Mittelmeer für die englische Flotte gefahrvoll sei. Italien beherrsche das Mittelmeer. Die Straße von Sizilien könne nicht mehr durchfahren werden ohne ein märderi- sches Transitgeld zu bezahlen. Diese neue Lage, die noch andere Ueberraschungen einschließe, habe die beiden Führer zur Prüfung der Loge bewogen sowie zur Vereinbarung der künftigen Entwicklung. Man stehe vor einer Periode neuer Verwicklungen. Die beiden Verbündeten stünden Seite an Seite. Weitere Aktionen würden folgen und weitere Schläge ausgeteilt. Man werde sehen, wem das Rückgrat gebrochen werde. „Sowohl die beiden Achsenvölker als auch ganz Europa, das in den Achsenmächten di« Waffe zur Niederzwingung des Aushungerers England erblickt, nehmen das Treffen Mischen dem Führer und dem Duc« als neuen Anlaß ihrer Zuversicht", erklärt die „T r i b u n a Das neue Treffen der beiden Staatschefs fei gleichzeitig eine Mahnung an die, welche aus geschäftlichen Gründen oder ideologischer Dickköpfigkeit oder von der internationalen Freimaurerei und vom internationalen Judentum inspiriert, aus niedrigen Berechnungen heraus glauben, der kommenden Neuordnung Hindernisse entgegenstellen zu können. — „Lavoro Fascista" spricht von dem gemeinsamen Krieg und der gleichzeitigen Er- Neuerung der politischen, wirtschaftlichen und sozia- len Grundlagen der alten Welt, die die Achsenmächte bis zum Letzten verwirklichen würden und schreibt bann weiter: „Der Krieg wird gemeinsam geführt werden, wo immer man auch den Feind trifft rungszahl zurückgegangen ist. Tatsächlich hat sich seit der Zeit vor den Balkankriegen die Bevölkerung auf ein knappes Drittel verringert. Viele. Türken sind nach Kleinasien ausgewandert, viele früher in Vitolj ansässige Bulgaren sind nach Bulgarien gezogen. An Bedeutung hat die Stadt viel verloren, da sie abseits der Hauptverkehrsader Beograd-Skoplje- Saloniki liegt. Die Bahnverbindung mit Saloniki über Kremenica, die jetzt infolge des italienisch- griechischen Konflikts eingestellt worden ist, bietet dafür feinen vollwertigen Ersatz. Bitolj trägt rein orientalischen Charakter. Die Europäisierung macht nur zögernde Fortschritte. Auffallend ist die große Zahl der Moscheen, von denen aber viele nicht mehr benutzt werden. Als traurige Ruinen künden sie von den vergangenen Tagen der Türkenherrlich- feit Und das ist gar nicht so lange her: erst knappe achtundzwanzig Jahre! Vor einigen Jahren zeigte man dem Fremden in Bitolj noch das kleine Kaffeehaus, in dem die Häupter der Jungtürkischen Bewegung ihre Pläne schmiedeten. Wortführer war der junge Enver, der begann, was ein Größerer, Kemal Pascha, später vollendete. So hat Bitolj noch in den letzten Jahren des alten türkischen Reiches den Anstoß gegeben zur Erneuerung, die sich fern von Mazedonien im anatolifchen Hochland vollzog. Heute steht das alte Kaffeehaus nicht mehr. Es hat einem modernen Gebäude ohne Charakter und Heimatrecht weichen müssen. Die schönste Moschee von Bitolj ist die „3fa» kija-dzamija". Vom hohen Minarett genießt man einen prachtvollen Rundblick über die Stadt, deren Ausdehnung in feinem Verhältnis zu ihrer heutigen Einwohnerzahl steht. Zu beiden Seiten des im Sommer sehr wasserarmen Dragor breitet sich Bitolj aus. Dichter stehen die Häuser nur an der Hauptstraße und den in diese mündenden Gassen. Sonst stehen sie meist in großen verwilderten Gärten, aus denen dunfle Zypressen aufragen. Hohe Mauern schließen jeden Garten von der Straße und den Nachbargärten ab. Strengster Abschluß der privaten Bezirke des Lebens ist dem ausgeprägten Individualismus des Orientalen gemaßt. Südeuropa (Griechenland, Italien, Spanien) hat die scharfe Scheidung der privaten und des öffentlichen Lebens offenbar vom Orient übernommen. Die Kuppel der Moschee und selbst das Minarett ist mit zahllosen elektrischen Glühbirnen besetzt, die im Ramazan, dem Fastenmond der Muselmanen, allnächtlich erstrahlen und ihr ein zauberhaftes Aussehen verleihen. Um sich die Mühe des Montierens und Abmontierens zu ersparen — und der Orientale spart sich gern jede Mühe — läßt man die Glühbirnen das Jahr über einfach, wie sie sind. Während man in Bosnien keine Moschee in Schuhen betreten darf, nimmt man es in Sudferbien damit nicht so genau. Ueberhaupt scheinen die Muselmanen Südserbiens, obwohl zu einem großen Teil türkischer Abstammung, bedeutend toleranter als ihre Glaudensgenosien in Bosnien und der Herzegowina, die doch zum überwiegenden Teil rein slawischer Abkunft sind. So hatte der Hodscha der Isakija-Moschee, ein freundliches altes Männchen, gar nichts dagegen, daß ich ihn auf der Galerie des Minaretts photographierte. Im Gegenteil: er war recht stolz darauf, während sonst orthodoxe Mohanv mebaner heute noch das Photographieren ablehnen. Berlin, 21. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Major h olzinger, Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjägerregiment. Major Holzinger war Führer des Unternehmens „Wildente", das zur Wegnahme der norwegischen Halbinsel H e m n e s bei Mo und damit zur Freimachung des Vormarschweges von Süden her führte. Nach einer schwierigen Seefahrt traf die verstärkte Kompanie Holzinger auf der Halbinsel Hemnes mit dem Auftrage ein, sie vom Feinde zu säubern, gegen die Landenge von Finn- eid oorzustoßen, dem Feind damit den Serbin» dungsweg abzuschneiden und auf diese Weise der von Süden vorstohenden deutschen Gruppe den Wea »ach Norden zu öffnen. Als sich das Schiff dem Landesteg von Hemnes- berget näherte, erhielt es vom Land her stärkstes Infanterie- und MG.-Feuer, so daß der Angriff vom Dampfer unter den schwierig st en Verhältnissen begonnen werden mußte. Durch beispiellosen Einsatz des Majors Holzinger gelang dieser Landungsangriff. Im Nahkampf wurden die ersten Häuser und schließlich der ganze Ort genommen. Während dieses Gefechtes wurde das Wich- ten, dringend nötig und wäre froh, wenn es sie beschaffen könnte. Aber es ist merkwürdig: wenn irgendwo ein unverdächtiger, authentischer Zeuge auftaucht, dessen Aussage von niemandem in Zwei» fei gezogen werden kann, so spricht er niemals für England, sondern immer für Deutschland! Das geschah und geschieht zwar häufig nicht in der Oeffent- lichkeit, weil Furcht oder Verpflichtungen gegenüber England dem Betreffenden die Zunge binden. Aber auch dort, wo solche Kriegsbeobachtungen „strena vertraulich" mitgeteilt wurden, ist die Wahrheit vielfach doch ans Licht der Oeffentlichkeit ae- brungen. Bukarest, 21. Ian. (DNB.) In der Nacht vom 18. zum 19. Januar wurde in Bukarest ein deutscher Offizier in Uniform auf der Straße ohne jede Veranlassung durch einen Ausländer hinterrücks angeschossen. Der Offizier ist unmittelbar darauf feinen Der- letzun gen erlegen. Der sofort flüchtende Täter wurde durch das umsichtige Verhalten eines Taxi-Chauffeurs und rumänischer Offiziere und Polizeibeamter sowie deutscher Offiziere bald fest- genommen. Die Ermittlungen über das Motiv des Anschlages, die in eine bestimmte Richtung weisen, stehen vor dem Abschluß. Sofort nach Bekanntwerden des Attentats hat General Antonescu den deutschen Gesandten davon verständigt, daß er die standrechtliche Erschießung des Mörders angeordnet habe, die ausgeführt werden soll, wenn die Vernehmungen des Mörders beendet sind. General Antonescu hat außerdem sofort 10 angesehene Mitglieder der griechischen Kolonie verhaften lassen, da der Täter nach der ersten Zwei solcher unfreiwilligen Zeugen macht uns jetzt das Auswärtige Amt bekannt, das die durch einen glücklichen Zufall während der Westoffensio« in deutsche Hand gefallenen Geheimakten des französischen Generalstabes sichtet und bearbeitet. Es handelt sich um die beiden französischen Offiziere General Armengaud und Schwadronchef Choisy, die während des polni- schen Feldzuges in amtlicher Funktion in Warschau weilten und von dort aus ihre Meldungen und Berichte nach Paris zu geben hatten. Aus den Dokumenten, die wir veröffentlicht haben, ist vor allem ersichtlich, mit welcher Entschiedenheit die französischen Offiziere ihre Heimatstellen daraus Hinweisen, daß die deutsche Luftwaffe in Polen den Krieasgesetzen entsprechend ausschließlich militärische Ziele angegriffen hat. Das sagt uns und unseren Fliegern nichts Neues. Aber erinnern wir uns daran, daß seinerzeit die Scmze Welt mit den wütendsten Greuelgeschichten über ie Tätigkeit der deutschen Luftwaffe in Polen ver- sorgt wurde; erinnern wir uns der Hetze, die wegen der angeblich zerstörten „Schwarzen Madonna von Tschenstochau" inszeniert wurde; erinnern wir uns der infamen Lügen englischer Zeitungen, daß unsere Luftwaffe sich ein Vergnügen daraus mache, die auf den Fluchtstraßen dahinziehende polnische Zivilbevölkerung ebenso wie die Bürgerhäuser und Kirchenbauten polnischer Städte mit Bomben zu bewerfen; erinnern mir uns, daß auch nach Beendigung des Polenfeldzuges diese Hetze nicht aus- gehört hat, sondern bis auf den heutigen Tag von polnischen Emigranten und Briten fortgesetzt wurde. Der französische Schwadronschef Chöisy aber bekennt in seinem Bericht an General Gamelin ausdrücklich, daß die einzigen Ziele, auf welche die deutsche Luftwaffe in Polen direkt gezielt habe, die Bahnhöfe, die Flugplätze, das Große Hauptquartier und die Weichselbrücken gewesen seien. Er folgert, daß ,chie deutsche Luftwaffe auch im Rücken der polnischen Front bei ihrer Kriegführung nur die Zerstörung militärischer Ziele im'Auge gehabt hat". Noch interessanter sind die Folgerungen, die General Armengaud aus seinen Beobachtungen zieht. Er schreibt: „Ich muß aussprechen, daß die deutsche Luftwaffe nach den Kriegsgesetzen aebandell hat; sie hat nur militärische Ziele angegriffen, und Von Grad-ko nach Vitolj. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) II. Bitolj, im Januar 1941. An den letzten Häusern vo» Gradsko vorbei rollt der Autobus auf guter Straße in das ein» ame, wilde Bergland Westmazedoniens. Die Straße führt durch weite fruchtbare Talkessel und enge Felsschluchten, über zwei hohe Pässe, zu denen der vollbesetzte Autobus in endlosen Serpentinen müh» sam emporkriecht, vorbei an wenigen Dörfern, die, von Mauern umgeben, von fern wie Festungen erscheinen. Die fünfstündige Fahrt mit den hundertfach wechselnden Bildern brachte eine seltene Fülle von Eindrücken. Sie rief Erinnerungen an die vor Jahren befahrene bosnische Straße Banjaluka- I a j c e wach, die durch einen der romantischsten Landstriche Europas führt. Wenn die Schönheit dieser Straße im Inland und Ausland bekannter wäre, würden sich dort Automobilisten aus aller Herren Länder treffen. An wilder Schönheit übertrifft aber das südserbische Bergland noch weit die bosnische Landschaft. Vielleicht wird auch einmal die Straße Gradsko—Bitolj und weiter nach Ochrid „entdeckt" und dann ebenso gern und oft befahren werden wie heute die berühmtesten Bergstraßen Europas, sofern die Benzinversorgung und die Frage der Reparaturwerkstätten sich besser gestaltet. Mazedonische Landschaft: Anderswo ist die Landschaft nur mehr Hintergrund für den Menschen und seine Werke; für himmelhohe Viadukte, gewaltige Brücken, für Alpenhotels und Aussichtstürme. Anderswo ist die Landschaft nur mehr Objekt, zu einem Teil nach menschlichem Willen geformt, zum anderen nur mehr dazu da, von Aussichtswarten und Gipfelbahnstationen aus bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang von Leuten, die es sich leisten können, beftarrt zu werden. In Südserbien lebt die Landschaft. noch ihr eigenes Leben. Sie beherrscht den Menschen und alles, was Menschenhano geschaffen hat. Die Bauernhäuser, die Eselskarawanen, der Bauer auf dem Feld, das sind nur Teile der Landschaft und gehören organisch zu ihr. Ernst, unnahbar ist die mazedonische Landschaft. Das Gefühl des Behagens, das sich auf grüner Bergwiese oder in einem lauschigen Hain einstellt, kann in der großartigen Oede yicht aufkommen. Eine Landschaft für Zyklopen, die ihre einzigen legitimen Einwohner waren. In solch düster heroischer Umwelt werden die wilden Leidenschaften des antiken griechischen Dramas faßlicher, ja vertraut, wird das Uebermaß zum Maß. In P r i l e p wird kurze Rast gehalten. Der Autobus hat es nötig, noch mehr kommt es den eingepferchten Insassen zugute, da sie wieder einmal ihre Glieder frei strecken können. Zwei Stunden in drangvoller Enge auf stellenweise frisch beschotterter Straße geschüttelt und gerüttelt zu werden, ermüdet. Dazu eine Temperatur, daß der Schweiß in Strömen rinnt. Nach halbstündiger Unterbrechung wird die Weiterfahrt angetreten. Noch weitere zwei Shin» den dauert es, bis die ersten Häuser von Bitolj in der Feme erscheinen. Im Gegensatz zu Skoplje ist Bitolj eine tote Stadt. Zahlreiche unbewohnte, halbverfallene Häuser zeige» an, daß die Bevölke- tigfte an Gerät, Gebirgsgeschütze, schwere Waffen und Munition an Land gebracht. Die verwundeten Soldaten trug man an Bord zurück. Während der äußerst hart geführte Häuserkampf noch andauerte, erschienen feindliche Zerstörer und schossen den deutschen Transporter samt den Verwundeten in Grund. Während der folgenden fünf Tage führte Major Holzinger, ganz auf sich gestellt, den Kampf um die Halbinsel Hemnes-Finneid. Das Vortragen des Angriffs entlang der Uferstraße, das Zusammenwirken mit einer inzwischen auf dem Luftwege gelandeten Derstärkungsgruppe, der gemeinsame Angriff auf Finneid unter ständigem Feuer feindlicher Zerstörer und unter schwersten Verpslegungs- und Munitionsnöten — das alles sind Heldentaten kühnster Art, die nur ein ganzer Mann und Führer vollbringen konnte. Holzinger wurde 1901 in Pola (Istrien) als Sohn eines Marineoberoffizials geboren. Nach Besuch des Gymnasiums iw Graz studierte er zunächst Phar- mazie, um sich dann der militärischen Laufoahn zu- zuwe'nden. 1928 wurde er Leutnant, 1932 Oberleut, nat, 1938 Hauptmann. Am 14.8.1940 wurde der während des Feldzuges in Norwegen durch hervorragende Tapferkeit hervorgetretene Offizier zum Major befördert. Ziehungen bezeichnet. „Das ist nicht unser Krieg." Eine Rundfunkansprache Kennedys. Neuhork, 21. Ian. (DNB.) Nach einer längeren Unterredung mit Roosevelt befürwortete der ehemalige USA.» Botschafter in London, Kennedy, in einer Rundfunkansprache Zwar die Hilfe für England, um für die Vereinigten Staaten die so dringend notwendige Zeit zur Wiederauftüstung zu gewinnen, erklärte jeooch im Gegensatz zu Roosevelt, daß die Vereinigten Staaten keine Kriegsziele hätten, und wandte sich mit Nachdruck gegen das Argument, daß England Amerikas Krieg führe. „Das i st nicht unser Krieg", sagte er, wir wurden bei Beginn nicht gefragt Wir hatten kein Veto hinsichtlich der Fortsetzung." Im gleichen Atemzug gab Kennedy unumwunden zu, daß die Vereinigten Staaten sich häufig unneutraler Handlungen schuldig gemacht hätten. Er fordert, daß die Engländer zunächst alle Guthaben zur Verfügung stellten, die Amerika brauchen könne. Kennedy stellte fest, daß das USA.» Volk keinen Krieg wolle. Die Kriegsteilnahme würde wie in England so auch in den Vereinigten Staaten die Demokratie vernich» t e n. „Sollen", so fragte Kennedy, „die Kinder und Kindeskinder der Vereinigten Staaten in Europa Wache stehen, während der Himmel wissen mag, was aus Amerika werden wird?" Entschieden wandte er sich gegen die Rooseveltsche Theorie von der Möglichkeit eines Angriffes auf die Vereinigten Staaten. Roosevelts -ritte Amtsperiode. Washington, 21. Ian. (DNB.) Präsident Roosevelt leistete am Montagmittag im Capitol den Eid zum Beginn der dritten Vierjahresperiode als Präsident der Vereinigten Staaten. Anschließend trat er ans Mikrophon und hielt eine Ansprache. Oie Ergebnislosigkeit her englisch-russischen Verhandlungen. Stockholm, 21. Ian. (Europapreß.) Der Ar- beiterparteiler Adams interpellierte die Regierung über die englisch-russischen Beziehungen. Unterstaatssekretär Butler antwortete, die britische Regierung habe am 15. Juni und am 21. Oktober vergangenen Jahres einen Vorschlag für ein englisch . russisches U e b e r ei n t o mm e n vorgelegt. Ein Äorschlag, der eine weitgehende politische Zusammenarbeit vorgesehen habe, sei auch am 22. Oktober unterbreitet worden. Die russische Regierung habe diese verschiedenen Vorschläge nicht aufgegriffen, unter den augenblicklichen Umständen müsse eine Initiative nunmehr von der russischen Regierung kommen. Wir Deutschen bedürfen keiner Belehrung über die Art, wie wir den Luftkrieg zu führen haben; wir brauchen uns die Anständigkeit, Mensch, lichkeit und Rechtlichkeit unserer Kampfmethoden nicht von dritter Seite bescheinigen zu lassen. Da. . , f , ... ^gen hätte England solche Zeugnisse, die sein arg mumquS als em Schritt vorwärts m der Sache! zerrupftes moralisches Prestige wieder heben tönn« ber Verbesserung der sowMsch-japanischen Be- ten, dringend nötig und wäre froh, wenn es fi. Wenige Tropfen genngenj«^^ „ ,„d .... Ä,d"wr”r. *s z»“ ”»biu-"-- "d dl" s xsssifc* ww £ । .ivilbeoölkerung wütete enen Aus -em Mich roi' Er- MAGGI Würze bULvn.v.v - L . . , Kette der Maßnahmen aur Seuchenabwehr: und die Seuchenbekämpfung ist nur eines der Aufgaben- gebiete die in aller Stille von den Sanitatsdien. ften der Wehrmacht und den Gefundheitsbehorden der Heimat gemeistert werden, um den Dolkskörper vor allen vermeidbaren Opfern zu bewahren. Zum Verbessern von Suppen. Soßen, Gemüse. Fleisch- epeisen, Eintopfgerichtei, end besonder» Soloted) ein Mutiger Laie ist. wollte nicht einsehen, welches Unheil mit der Herausforderung des totalen Luft- krieges über England heraufbeschworen werden könnte. Monatelang setzte Churchill feine provoka- torifchen Nachtangriffe gegen die deutsche Zivilbe- Döltcrung fort, obgleich er ganz genau wußte, baß Deutschland keinen Anlaß zu Repressalien gegeben hatte. Bis dann endlich die deutsche Geduld ein Ende hatte und die Vergeltung einsetzte, welche die englischen Kriegsmacher und Lügenhetzer solange treffen wird, bis sie kapitulieren. H. Evers. liehen und hauswirtschaftlrchen Arbeitsstellen sur o,e weiblichen Jugendlichen soll ein gleich strenger Maß- stab angelegt werden wie bei der Auswahl der Pflichtjahrstellen. Das Deutsche Frau- en werk ist zur Mitwirkung bereit. Es. /st dafür Sorge getragen, daß die volksdeutschen Mädchen \ n vorbildlichen deutschen Familien eingesetzt werden, die sich der Aufgabe und Pflicht ihrer Gehilfinnen gegenüber voll bewußt sind. Für die Hausfrauen, die volksdeutsche Mädchen aufnehmen, wurde ein besonderes Merkblatt abgefaht. Impfungen im Weltkrieg und jetzt Von Professor Dr. Horst Habs, Abteilungsvorsteher am Hygienischen Institut der Universität Berlin. In jedem Krieg war d e r A r z t der treue Käme, rad und Helfer des Soldaten: stets wurde er von diesem als solcher gewürdigt. Und doch gab es Maßnahmen, mit deren Durchführung er sich nicht unbedingt beliebt machte. Zu diesen gehört auch die Impfung. Erfährt man sonst als Verwun- deter oder Kranker in der Linderung der Schmer- werden und endlich, wenn die Einberufung oder Dienstverpflichtung von Gefolgschaftsmitgliedern die geordnete Fortführung eines größeren Betriebes unmöglich macht und Ersatzkräfte nicht zu beschäftigen sind. Die Wirtschaftsgruppe Einzel- handel oder die zuständige Untergliederung ist über die Schließung unverzüglich zu unterrichten. Auch nach 1937 errichtete Eigenheime steuerbegünstigt. Das Grundsteuergesetz gewährt gewisse Steuererleichterungen nur noch für solche Eigenheime, die bis zum 30. September 1937 bezugsfertig geworden sind. Eine Ausnahme besteht für Arbeiterwohnstatten. Eine Steuervergünstigung ist jedoch auch bei Eigenheimen erwünscht, die nach dem 30. September 1937 bezugsfertig geworden sind und deren Einheitswert 30 000 Mk. nicht übersteigt. Die Gemeinden haben nach pflichtmäßigem Ermessen die Steuer zu erlassen, soweit sie dem Steuerschuldner nach feiner wirtschaftlichen Lage nicht zugemutet werden kann. Ein Steuererlaß, der die Hälfte der veranlagten Steuer übersteigt, ist in der Regel nicht zu gewähren. Der Erlaß gilt rückwirkend für die Steuer, die für die Zeit ab 1. April 1940 erhöhen wird. Oie Universität Straßburg. »Wegen Einberufung geschloffen." Der Rcichswirtschastsminister hatte verfügt, dah Derkaussstellen uni) Äersandgefchaft« bes handel-, die wegen Emberusung de- Inhabers zum Heeresdienst g-schlo -n werden, ohne Geneh. mioung wieder eröffnet werden dur.-n fall» der Jichabcr des Deschästs nicht für dauernd, s°n- bem nur vorübergehend schlietzen will. Sie Grunde, die dieser Regelung führten, können auch in Fällen vorliegenden denen nicht der Inhaber de- Gsschästes selbst, sondern andere mit demi ®e schäs, in B-,iehung stehende P-rsonen zum $'er8’; dienst einberufen sind. Der Mimiter .st daher damit einverstanden, dah in diesen Fallen entsprechend veriahren wird, E- kommen solgende Falle m Frage: Eine Frau lft Inhaberin des Betnebes und der Ebemann ober der Sohn, l" ^9?" Händen bisher schon praktisch die Gesc^rftsfUhrung lag, ist zum Heeresdienst eingezogen. Fermer kan der Fall so liegen, daß der Betriebsinhaber zwa nid)t fettet einberufen wird, daß er aber roeqen Alters, Krankheit oder ähnlicher Umstande die ® > fchöftsführunfl an einen Sohn oder einen Angestellten abaegehen hat, der nun [ Wen wird. Auch kann eine entsprechend- Lag entstehen, wenn bei größeren Betrieben oder Füi unternehmen 1 - i tende Personen emberusen ch hat fi! || Seoölteiuss I :ele. lürle I e früher r |! ilgarien |f erloren, V :ab*5!opl|e |i iit ßalonii ji italiech; i ist, W j trägt tti: innig maä t die grch viele B ,nen tüntr rkenheM erst W. ihren N1' eine* rkischen w Führer n Gröhes Bitolj uw h-n Die MJJ and wW * M (er und N (t die $ -t°dt, ds » rer heu»»» len de- et sich der-- ■ollen.®* ten ßi uni » bet pr>°p» 5.3* "Siileut"; die ichen & .v , kuppel ; n lnäch^^ usleht". jj, e»8 “V1 ‘S* «ft Hachen, li# Oie BOM-Arbeit im Kriege. In her Mensa des Studentenhauses in Berlin tagte ein Führerinnenring von 500 ^ungmabeln und BDM.-Gruppensührerinnen, dem die hODt« Reichsreferentin Dr. Jutta R ü d i a e r eine lieber- sicht über den Kriegseinsatz des BDM. gab. Allem 46 996 918 Arbeitsstunden konnte der BDM. tn bet Land- und Erntearbeit leisten. 1 148 438 Juno, mäbet beteiligten sich an der Tee- unb Heilkrautet- sammlung ber Hitler-Jugenb unb halsen damit zu einer wesentlichen Devisenersparms. Der Kriegsein. iah des BDM. habe erst als zusätzlicher Di e n st über die berufliche Tätigkeit unb Die Wei- terführung der Erziehungsaufgabe irn BDM. hinaus feinen besonderen Wert. Die Woche der be- rufstätigen Mädel habe dazu geführt, daß samt- liche schulentlassenen Madel eine prakAsche Be. rufstätigkeit ausgenommen haben. Auch künftig müßten die sozialen unb Pflegeri sch e n Berufeim Dorbergrund jeder Berufswahl stehen. Darüber hinaus müsse sich die gesamte Madelschas auch in der Großstadt DO^bereiten auf tonnnen. ben Aufgaben des Siedelns im deutschen Osten. M(f|* । ■ftj li 'Weil’ mN L». ’l I wallt, 68 h bet, 8Zr. W. Hange für bas Feil'.leton: Dr. Hans Thvriot; ür Stabi Gießen. Provnu, ülttiitfiai. u. Sport: Ecn» Ä>um,che 1. Drukt uno üierlaa Ärüt)l,cbe Unircfitau-oru.lerei W. tlanqe m G. Seriaaeteiter Dr.-dng. Erich Hamann Slnzeiaenie ter Hanr Leck. Wm-rnMnn«-“ frr h<*n 'tnhflt' hpr’)Tn r»nen- Theoonr Mmm»’ P. N'.ß. Erna Sarnes Watzenborn-Steinberg, Dorf-Gill, den 22. Januar 1941. 347 D im 73. Lebensjahre in die ewige Ruhe ein. Gießen (Braugasse 2), 21. Januar 1941. 349 D 341 D Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen. In der Nacht zum 21. Januar starb nach kurzer, schwerer Krankheit unsere heißgeliebte, herzensgute, hoffnungsvolle Tochter, Schwester, Nichte und Enkelin Die Einäscherung findet am Samstag, dem 25. Januar, vormittags um 10/4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. im blühenden Alter von 18 Jahren. In tiefem Schmerz: Karl Heinr. Sames und Frau Marie, geb. Haas Karl Sames Mariechen Sames nebst allen Angehörigen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 23. Januar, nachmittags um 3 Uhr statt In der Frühe des 21. Januar ging unerwartet unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater und Großvater, Bruder Schwager und Onkel uw imms mmwE Verlages, Berlin Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem (B ebener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblati „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". Der Deutsche Automobil-Club DDAC. Ortsgruppe Gießen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Else Sonntag. Heinrich Sonntag Buchhalter i. R. Wir erfüllen die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem Ableben unseres Ehrenmitglieds Gustav Müller Bankdirektor a. D. Kenntnis zu geben. Herr Müller, der als einer der ersten Automobilisten Gießens bekannt ist, war Mitgründer des Oberhessischen Automobil- Clubs, für den er allein 25 Jahre die Kassengeschäfte in vorbildlicher Weise geführt hat. Herr Müller ist im Jahre 1934 nach Übergang des Oberhessischen Automobil-Clubs in den DDAC., mit Rücksicht auf seine Verdienste als Ehrenmitglied in den DDAC., Ortsgruppe Gießen, aufgenommen worden. Er war dort ein gern gesehenes und geschätztes Mitglied. Sein Andenken werden wir hoch halten. | Mietgesuche"j Aelter. Ehepaar sucht für 1. Avril oder früher 3-4-3ioimet- Mnung in ruhiger Lage. Schriftl. Angeb.' um. 0239 an den Gießen. Anzeig. Berufst. Dame mit erwachsener Tochter, auch berufstätig, sucht rvoimim evtl. Teilwohn., in gutem Hause. Schriftl. Angeb. unt. 345D an den Gießen^Anzeig. Junge Dame sucht für sofort gut möbliertes Zimmer möglichstDamps- heizg., Nahe Kliniksviertel. Schr. Angebote u.0237 cmdenGieß.Anz. 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Preise von RM. 0.60-8.10. 324d Nr.m Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Mittwoch. 22. Januar Ml Aus der Stadl Gießen. Begegnung mit einem Dollbart. Mit italienischen Landarbeitern nach Italien. Von C. Didoni, Gießen. Cm Abend mit Alfred Huggenberger Ernst Blumschein. wird. 3n den heule erscheinenden ^amllienblällern sehen wir die am 11. Januar begonnene Serie von Aussätzen fori, in denen unser TNusikrefe renk, Dr. Hermann Hering, die Entwicklung und Bedeutung der Or chesler- Inst r u m e n I e beleuchtet. Den Musikfreunden wird die kleine Aufsahreihe in der Zeil der winterlichen Konzerte nicht unwillkommen sein. zarteste und innigste Liebestragödie der Deutschen genannt hat. Erst zwanzig Jahre nachher, für ihn viel zu spät, konnte eine Aufführung unter Laube den Erfolg durchsetzen. übersehen und bewältigt wurde, scheint uns bemerkenswert. Die Darstellung entsprach in der Melodieführung (wenn das Wort hier gestattet ist) durch die fünf Akte hin, welche der auf- und absteigenden Linie der dramaturgischen Architektur mit empfindlicher Schmiegsamkeit angeglichen war, wie auch im Aufbau und Ausdruck des weiblichen Charakters dem Bilde, das die angezogene Notiz Grillparzers umschreibt. Wie die heitere Bestimmt, heit in Heros Wesen (zu Anfang) sich schrittweise wandelt und verwirrt, um in der Turmszene einen sehr reinen Ausdruck erfüllter Erwartung und träumerisch herbeigesehnten Glücks zu finden; wie sie die Uebergänge gewann von diesem Gipfel der Empfindung über die wild und fassungslos ausbrechends Totenklage zur dumpfen, weltvergeffenden Verzweiflung und dem stillen Erlöschen zuletzt — das bezeugte eine mit sympathisch gereiften Mitteln verwaltete Kraft darstellerischer Verwandlung. der geliebten bäuerlichen Scholle kam in der feinen Erzählung von dem langen Acker stark zum Ausdruck. hier lernte man empfinden, wie tief sich der bäuerliche Mensch in Freud und Leid und in all seiner Liebe mit dem Acker, seinem heiligen Land und zuverlässigsten Freund, verbunden fühlt. Die gleiche tiefe Verwurzelung mit dem Grund und Boden kam in der Dichtung „Arbeit und Einkehr" zum Ausdruck, in der die vielfältigen Regungen festgehalten sind, die den bäuerlichen Menschen bei seinem Leben und Wirken aus dem Acker und bei seinem Sichoersenken in die ewigen Werte und in sein seelisches Erleben umfangen. Die schwere Ar, beit und die aufopfernde Liebe der Bauersfrau für ihre Familie und für Haus und Acker brachte der Dichter in dem Lob der Hausmutter so überzeugend vor das geistige Auge der Hörer, daß wohl jedermann das Empfinden haben mußte, in diesen Morten mit Recht zugleich mit dem Lob auch ein Mo- nument des Dankes für die schwer arbeitende, sich selbst in Liebe und Hingebung für ihre Familie und für den Nährboden der Gemeinschaft verzehrende Bauersfrau erblicken zu dürfen. Nach einer kurzen stimungsvollen Erzählung von ein paar Stunden in der Welt eines Jungbauern beschloß der Dichter seine Lesung mit zwei frei gesprochenen Gedichten, in denen der hohe ethische Wert der Bauernerde gepriesen und der aus tiefstem Herzen zu Gott gerichtete Bauerndank im Herbst in packenden Worten zum Ausdruck gebracht wird. Die hörerschait dankte dem Dichter, der ein roarny herziger Dolmetsch der Liebe zur Heimat, zum Boden und zum bäuerlichen Leben und Wirken ist, zugleich als fesselnder Erzähler und seiner geistiger Gestalter seiner Empfindungen und Beobachtungen erneut die Herzen gewann, mit herzlichem Beifall. Es war ein Abend, an den man gerne zurückdenken Die Hero (in der Aufführung der Wiener Grillparzer-Woche von Paula Wessely gespielt) gibt in unserer Inszenierung Luise Prasser; sie liefert mit dieser Rolle nach der Schillerschen Luise eine neue Probe ihrer Begabung und spezifischen Eignung für das Fach der jungen Liebenden im Umkreise des klassischen Dramas. Die Sicherheit, mit der die große Rolle, auch vom Sprachlichen aus, Transportführer Raab und ich betreten deck Bahnsteig. Die italienischen Grenzbeamten besteigen den Zug, dessen Türen verschlossen werden. Die Kontrolle der Fahrtteilnehmer beginnt. Die Grenzstation Brenner ist bereits italienisches Gebiet. Pünktlich 2.30 Uhr ist die Kontrolle durch die italienischen Grenzbeamten zu Ende. Das deutsche Zugpersonal ist von italienischen Kollegen ab- gelöst. Die Durchfahrt wird freigegeben. Mit einem Freudenschrei der italienischen Kameraden fahren wir weiter nach Süden, ihrer schönen Heimat entgegen. Es geht weiter durch Eis und Schnee. Der Sturm wütet und treibt den Schnee hoch in die höhe, die Fenster beschlagen mit Eis. Wir drücken uns in die warme Ecke des Abteils und hauchen nur von Zeit zu Zeit ein Guckloch durch das vereiste Fenster. Wir wollen nicht veraessen, daß wir am höchsten Punkt der Bahn sind, der zugleich die Edelstes und vergleichsweise volkstümlichstes Zeugnis solcher Klassizität ist das.Trauerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen", die dichterische Ver- Bärung und Deutung der alten griechischen Sage Dm hero und Leander. (Die schlichtere bmg hätte unserem Empfinden mehr entsprochen, dich hat sich, wie bei Schillers „Kabale und Liebe; , ter minder glückliche Titel längst auf den deutschen Metylänen durchgesetzt.) 1831, ein 3ahr vor Coethes Tode, erlebte das Stück seine llrauffuhrung an. der Wiener Burg, „die ersten drei Akte w e Grillparzer selbst bemerkt, „wütend applaudiert, beiden letzten ohne Anteil vorübergegangen . ^as Wiener Biedermeier hatte eines der schönsten Stun s'ines größten Dichters unmißverständlich abgeleynr. ter geht die Fahrt, und schon zeigen sich Spuren kürzlichen Schneefalles. In Kufstein finden wir Schnee bereits in 40 cm höhe. Der Bahnhof diefes reizvollen Tirolerstädtchens ist mit Hakenkreuzfahnen und der Trikolore unseres Bundesgenossen geschmückt! Durch das schöne Land Tirol führt uns der Sonderzug weiter gen Süden, die Fenster sind dicht besetzt, alle schauen in die herrlichen Berge urdeutschen Landes, die sich in ihrer winterlichen Pracht vor uns entfalten und in uns allen einen ganz gewaltigen Eindruck erwecken! Die Brennerbahn steigt nach der Station Innsbruck stetig, wir durchfahren viele Tunnel, der Schnee liegt tiefer, die Luft ist kälter. Gespannt erwarten wir den Augenblick, an dem wir den Brennerpaß erreichen! Da — der Zug fährt langsamer, wir sehen nicht viel, es ist heftiger Schneesturm, der Zug hält, wir sind am Brenner. Der Verfasser dieses Berichts hat sich dank feiner vollendeten italienischen Sprachkenntnisse als Dolmetscher bei der Betreuung der bis vor kurzem zur Landarbeit in unserer engeren Heimat weilenden italienischen Männer und Frauen in vielfältiger Weise verdient gemacht. Er hat es auch verstanden, bei gelegentlichen kameradschaftlichen Veranstaltungen, wie sie z. B. von der Ortsgruppe Gießen-Nord mit den italienischen Arbeits. kameraden durchgeführt wurden, den guten Mittler zwischen unseren Volksgenossen und den italienischen Freunden zu stellen. Seine Tätigkeit hat mit dazu beigetragen, das Verhältnis zu den italienischen Kameraden im Rahmen, unseres engeren Heimatgebiets herzlich und freundschaftlich auszubauen. Als ich am Morgen des 6. November von Inspektor Pf aff Hausen telefonisch die Mitteilung bekam, daß ich von dem Leiter des Arbeitsamtes Gießen, Oberregierungsrat Dr. N o n n e n m a n n , als Reisebegleiter und Dolmetscher für den Rücktransport der italienischen Landarbeiter aus Oberhessen nach Italien ausersehen sei, da kam mir dies vor wie ein gütiges Geschenk des Himmels. Nachdem die Rück- reise der italienischen Kameraden auf Donnerstag, 5. Dezember 1940 festgesetzt worden war, hatte ich 4 Wochen Zeit, um die für eine Auslandsreise notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Durch den Umstand, daß von maßgebender Seite meine Frau und mein lOjähriger Junge gegen Vergütung der Fahrt- kosten ebenfalls die Erlaubnis erhielten, an der Fahrt nach Italien teilzunehmen, steigerte sich die Vorfreude um ein Beträchtliches, und es verging von nun an kein Abend, an dem sich nicht die ganze Familie um die Landkarte von Italien scharte, um im Geiste die herrliche Reise vorzubereiten. Endlich kam der langersehnte Reisetermin und freudigen Herzens begaben wir uns zu dem Ver- sammlunasort der italienischen Kameraden, in der „Bauernschänke", auf dem Rhein-Main-Marktge- lände in Gießen. Dort herrschte schon lebhaftes Treiben und frohe Reifestimmung war überall festzustellen. Nach den im „Gießener Anzeiger" vom 6. Dezember 1940 mitgeteilten Abschiedsreden von Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann, Pg. h a n ß , als Vertreter des Kreisleiters, sowie des Inspektors der Confederazione Fascista Laooratori Agricoltura, Dr. T e o d o r i, begaben wir uns in den bereitstehenden Sonderzug, der kurz nach 14.30 Uhr unter herzlichen Abschiedsgrüßen auf beiden Seiten den Bahnhof Gießen verließ. Der Transportzug, der überwiegend aus Wagen 1. und 2. Klaffe bestand, bot im Augenblick der Abfahrt ein wüstes Durcheinander, da sämtliche Gänge und Zugänge mit Kisten und Kasten ver. stopft waren. Dem tatkräftigen Eingreifen des Transportleiters Pg. Raab gelang es jedoch in kürzester Zeit mit meiner Unterstützung diesem Uebelstand Abbruch zu tun! In den Abendstunden gegen 20 Uhr lief der Sonderzug in Bruchsal ein, wo eine kurze Rast ein» geschaltet und an die Transportteilnehmer Abendessen ausgegeben wurde! In tadelloser Ordnung und mustergültiger Disziplin wickelte sich die Essenausgabe, die von der NSV.-Bruchsal durchgeführt wurde, ab, so daß nach verhältnismäßig kurzer Unterbrechung die Weiterfahrt angetreten werden konnte. Diese führte über Stuttgart—Ulm a. D.— Augsburg nach München, wo wir am Morgen des 6. Dezember gegen 7.15 Uhr eintrafen! In München ist Maschinenwechsel und der Aufenthalt leider zu kurz, so oaß der Drang unserer bur» stigen Kehlen nach einem frischen Seidel „echten Münchners" zu unserem lebhaften Bedauern nicht befriedigt werden kann, hoffnungsloses Träumen vom „Münchner Bier". Die Abfahrtzeit naht. Wei- Den Leander spielte Herr Caninenbergt ihm standen, was den Umfang der Rolle wie dis Spanne innerer Entwicklung angeht, die hier zu umgreifen ist, nicht ganz die Möglichkeiten zu Ge, bote, wie sie der Partnerin verschwenderisch zugeteilt sind; aber auch er erschloß die Wandlung, die sichtbar zu machen ihm aufgegeben war, bei allem klassischen Maß aus der unmittelbar-naiven Menschlichkeit, welche die Antike ihren Geschöpfen immer im Augenblick der Entscheidung, beim Anrufe des Schicksals, vor dem Spruche der Götter zu geben wußte; so lag auch hier jie Spanne zwischen der Scheu der ersten Begegnung bis zum blinden hinstürmen aus das beglückend nah verheißende Ziel in der Einheit eines mit jugendlich heftigem Temperament erschlossenen Charakters. Herr E r n st als Oberpriester steigerte sich aus der ruhigen Gelassenheit und der väterlich milden Würde der ersten Szenen im Einklang mit dem immer gewichtiger werdenden Verdacht im Gegenspiel zu eifernder Kälte. — Herr Erler spielte den Naukleros sehr lebendig und dabei sehr schlicht in der Offenheit und Herzlichkeit des Gefühls. — Fast rührend wirkten, ganz irdisch und fremd im heiligen Tempelbezirk, die beiden Alten: Hilde Kneip und Herr V o l ck als Heros Eltern. — Anneliese Garbe gab die mädchenhaft weltliche, ein wenig kokette Janthe, Herr La p or te den von spürsinnigem Argwohn umgetriebenen TempeU Hüter. — Das Haus war ausgezeichnet besetzt. Lang anhaltender Beifall rief zuletzt mit den Darstellern auch den Spielleiter an die Rampe. Hans Thyriot . Das Gesicht erschien mir in einer Straße, in die ch eigentlich nur eingebogen, um einen Umweg zu machen, da es zu einer verabredeten Besprechung noch zu früh war. Schon von weitem fiel mir der chwarze gepflegte Vollbart auf, der mich in seiner yorm an die Selbstbildnisse Hans Thomas erinnerte, mir aber zu diesem Gesicht irgendwie nicht assen wollte. Je näher wir einander kamen, um o mehr verstärkte sich in mir das Gefühl, es fei ein alfcher, ein künstlich befestigter Bart, der eine Wir- ung beabsichtigte, die dem übrigen Gesicht fremd mar. Und da ich nur noch zwei Schritte bis zu ihm atte, erschien mir plötzlich dieses Gesicht losgelöst on seiner entstellenden Manneszier wie ein Bild, :-on dem der Rahmen fiel, und ich erkannte es: Wir ächelten einander zu, wir riefen uns beim Vornamen und priesen beide den glücklichen Zufall, der ins in dieser fast abseits von der Strömung des Verkehrs liegenden Straße zusammengeführt hatte, liimal ich nur vorübergehend in der Stadt weilte. Der Bärtige war ein früherer Schulfreund von nir. Des schönen Augenblicks froh schloß er sich mir »hne weiteres an, nachdem er sich durch einen flüch- tgen Blick auf seine Uhr überzeugt hatte, daß er tum Dienst noch Zeit habe. ,Zu spät kommen sollst du meinetwegen nicht! mahnte ich lachend, „du hast als Schüler genug Um «nnehmlichkeiten damit gehabt!" ,^d) muß immer wieder daran denken", sagte er, slötzlich ernst geworden, ,^ch habe viel Straf art) ei» m gemacht und Arrest adgefesfen deswegen und 'atte doch selbst keine Schuld, höchstens die eine, 'aß ich meinen Vater nicht bat, mir morgens keine Besorgungen aufzuhalsen. Er hatte die üble Gewohnheit, mich, wenn ich aus der Tür wollte, noch rgendwohin zu schicken und wenn es nur drei Zigarren waren, die ich holen mußte. Die Schule • Hipfe nicht fort, pflegte er zu sagen, sie sei kein Frosch!" Er schwieg eine Weile, dann bekannte er, wie beklommen es ihm ums Herz gewesen sei, als ir zum erstenmal sein Amtsgebäude betreten habe. Xeben Augenblick sei er darauf gefaßt gewesen, eine tür werde sich öffnen und ein aufgeregter Herr ihn : nfahren genau wie einst in der Schule. Es habe lange gedauert, bis er dieses Gefühl in sich nieder- .ekämpft und zu einer gewissen inneren Freiheit iirb Selbstbehauptung sich durchgerungen habe. Er uhr sich mit der Rechten durch den Bart, und ich begann den Zusammenhang zu ahnen: „Damals Unterhalts von Wichtigkeit sein. Rom das größte römische Amphitheater war. Heute ist die Arena in den Sommermonaten als Frei- lichttheater weit und breit bekannt und genießt den Ruf, eines der schönsten der Welt zu sein! Auf der Piazza Erbe ist Markt Wir bestaunen das lebhafte Treiben und Handeln. Nirgends kommt das südländische Temperament so zur Geltung wie gerade beim Ein- und Verkauf. Im Hintergrund des Platzes erhebt sich eine Marmorsäule mit dem Flügellöwen. Wir ersehen hieraus das Zeichen der ehemaligen Herrschaft Venedigs. Auf dem Marktbrunnen ist ein antikes Standbild der Verona, im Voltsmund „Madonna Verona" genannt, bejon- ders sehenswert. Die „Piazza bei Signori" ist rings von Palästen umgeben, in der Mit^e steht das Standbild Dantes, des größten italienischen Dichters und Schöpfers der „Göttlichen Komödie". Wir gehen den Platz entlang und sehen plötzlich an einem großen Gebäude eine in das Gemäuer eingehauene Fratze mit breitem, offenem Maul. Es ist der Briefkasten für anonyme Anzeigen, .der zur Hsrrschafts zeit der Venezianer üblich war und dessen Opfer ungezählte und in den meisten Fällen unschuldige Bürger waren! Wir gehen zur Kirche „Santa Maria antica" und kommen an den Grabmälern der Scaliger, eines italienischen Fürstengeschlechtes, vorbei. Die erhöhten Sarkophage unter Säulenbaldachinen sind wegen Fliegergefahr dicht mit Sandsäcken bedeckt worden. Wir bedauern außerordentlich, diese Sehenswürdigkeit Veronas nicht bewundern zu können, da uns die Grabmäler der Scaliger ganz besonders zur Besichtigung anempfohlen worden sind. Beachtenswerte Baudenkmäler sind der Dom, Castel San Pietto und das aus der Zeit Augustus stammende Teatto Romano, ein guterhaltenes altrymifches Theater mit halbLreisför- diefes schönen Wintersterntteffens war der Zweigverein Wißmar, der allen Besuchern noch als be- ondere Ueberraschung Kaffee und Kuchen darbot. Volkstanz, Musik, Gesang und Vorträge, sowie kameradschaftliches Beisammensein füllten den erinnerungsreichen Tag aus. Verhältnismäßig spat erst konnte man sich zum Rückmarsch entschließen, der auf der Wißmarer Straße an der Lahn entlang nach Gießen verlief. Auch diese, wie überhaupt alle Wanderungen im Verein, war wieder ein Beweis für die Hauptziele dieser Gemeinschaft, nähere und fernere Heimat kennen und schätzen zu lernen. Gießener Vochenmarklpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen ich für A-Sßarc. Für 8-Ware ober abfaüenbe Ware sowie für Selbsterzeuger liegen bie Preise nichtiger. ♦ Gießen, 22. Jan. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,80 RM., Käse, das Stück 8 bis 9 Npf., Kartoffeln, % kg 4,2, 5 kg 42, Wirsing, kg 9 bis 10, Weißkraut 9 bis 11, Rotkraut 12 bis 13, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 9 bis 10, Aepfel 28 bis 30, Lauch 20, Sellerie 16 Rpf. Gießener Schiachtviehmarkt. zwischen den beiden kam es bann zu der schweren Bluttat. Der überfallene Mann wurde nach Lich in das städtische Krankenhaus übergeführt, wo fein Befinden am gestrigen Dienstag den Umständen entsprechend gut war; Lebensgefahr besteht anscheinend jetzt nicht mehr. Der Täter, nach dem gefahndet wird, konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden. Neben bem UeberfaUenen werden bie Ettern bes Täters, bie als ordentliche unb brave Menschen allgemein einen guten Ruf genießen, von der Bevölkerung unseres Dorfes bebauert Landkreis Gießen. gfs. Alten-Bufeck, 21.Jan. Die Abteitungs- leitevin im Deutschen Frauenwerk, Frl. Laux, hielt in unserer Gemeinde einen gut besuchten Mütterschulungskursus üb er häusliche Näh- arbeit ab. Alle Teilnehmerinnen waren begeistert bei biefer Arbeit. Es wurde u. a. deutlich gezeigt, wie man aus manch ungeachtetem Stückchen Stoff ein nettes Kinderkleibchen arbeiten konnte.. Ferner gab die Leiterin auch praktische Winke für die Hauswirtschaft. Der Lehrgang verlief mit einer Ausstellung und einer Schluß fei er zur Zufriedenheit aller Beteiligten unb ließ erkennen, wie wichtig und wertvoll diese Mütterschulungslehrgänge sind. * Alten-Buseck, 21.Jan. Am Samstag hielt der hiesige Schw e i n e v e r s i ch e r u ng s v e r e i n seine 54. ordentliche Generalversammlung^ für das abgelaufene Geschäftsjahr im Lokal Einhäuser ab. Dor Eintritt in die Tagesordnung wurde das An- Mu s ch e n h e i m (Kreis Gießen), 22. Jan. Zu ... schweren Bluttat in dem Hause des hiesigen Landwirts Karl Seipp in der Nacht zum Montag, über die gestern bereits berichtet wurde, ist noch mitzuteilen, daß der schwerverletzte Seipp den 17 Jahre alten Wendelin Wirth von Musckenheim als Täter bezeichnet, der chn in seinem Hause überfallen und niedergestochen hat. Der junge Mensch, der feit Montag früh flüchtig ist, hat ttotz seiner Jugend schon mancherlei üble Streiche vollführt. Er hatte vorher gelegentlich in der Landwirtschaft des UeberfaUenen mitgearbeitet unb war dadurch mit dessen Lebensgewohnheiten vertraut geworden; hinzu kam, daß Seipp öfter bei der Familie des Täters zu Besuch weilte. Aus diesen gegenseitigen Beziehungen wußte der junge Mensch, daß Seipp in seinem Hause Geld aufbewahrte, auf dessen Erlangung es bei bem nächtlichen Einbruch mit feinen schweren Folgen offenbar abgesehen war. Der Täter war am Sonntagabend, nachdem Seipp am Nachmittag noch im Elternhause bes W. zu Besuch geweilt hatte, nach Lich gefahren, vermutlich zu dem Zweck, sich auf diese Weise ein Alibi zu verschaffen. Von Lich aus war er nach Muschenheim zurückgelaufen und dann etwa gegen 23 Uhr in bas Haus bes Seipp eingedrungen. Den erhofften Gelddiebstahl konnte er jedoch nicht ausführen, da er durch den wachgewordenen Mann bei seinem Vorhaben gestört wurde. Im Verlaufe der Begegnung Wasserscheide zwischen bem Adtiatischen und bem Schwarzen Meer bilbet. Es geht nun abwärts weiter nach dem Süden. Wir durchfahren viele und lange Tunnels und plötzlich, wir können es kaum glauben, öffnet sich vor uns eine Landschaft so schön im ! Sonnenschein, daß wir erstaunt die Augen schließen und rasch wieder öffnen, um zu sehen, ob es wirklich wahr sein soll, daß wir vom rauhen Winter in den lieblichen Herbst zurückversetzt worden sind. Es ist wahr. Wir sehen das Vieh auf der Weide, wir sehen die lieblichen Häuser im schönsten Sonnenschein. Wir fahren durch das herrliche Südtirol. Ein schönes Land, eine herrliche Gegend! Der Zug rollt weiter nach Süden, wir erreichen Bozen unb kaufen uns ben ersten Fiasco (ca. 2 Liter) herrlichen Südtiroler Weines! Wir führen ihn uns mit Genuß zu Gemüte unb beschließen: „bei biefem bleiben wir!" Unsere italienischen Kameraden schei- nen benselben Geschmack an ben Tag zu legen, denn allenthalben sehen wir bie leeren Fiascos hoch im Bogen ben fahrenden Zug verlassen, um an ber nächsten Station burch neue, volle ersetzt zu weiden. Es geht an ber Etsch entlang unserer Zielstation Verona entgegen! Das Etschtal ist von breiten, steilen Bergen eingefaßt unb bietet einen wunderbaren Anblick, ber noch erhöht wird burch bie im Abendsonnenschein sich barbietenben Bergrücken! Wir kommen nach Trient und bemunbern hier vor allem bie teilweise bis auf die Berhöhen sich erstreckenden kleinen Dörfer mit ihren weißen Häuschen und den charakteristischen flachen Dächern! Beim Passieren von R o v e r c t o werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß dort eine Erinerungs- glocke an alle im Weltkrieg Gefallenen zum Gedächtnis dieser Helden jeden Abend ihren mahnen- ben Ruf ertönen läßt! Abends gegen 20 Uhr treffen wir an unserem Bestimmungsort Verona ein unb werden bort aufs herzlichste willkommen geheißen. Die lieber- gäbe und der Weitertransport ber in ben umliegenden Dörfern ansässigen italienischen Lanbar- arbeiter wickelt sich rasch unb reibungslos ab. Mit herzlichen Dankworten unb vielen Evviva-Rufen verabschieden sich bie italienischen Kameraden von uns, während wir uns in das Hotel geleiten lassen. Am anderen Morgen werden wir durch ein Militärsignal geweckt. Ich eile an das Fenster, offne die zur Durchführung der Verdunklung herabgelas- fenen Rolläden und werde vom schönsten Sonnenschein begrüßt. Das Signal', das uns zum Erwachen brachte, stammte, wie ich später erfuhr, von einer Carabinieri-Kaseme (Gendarmerie). Von dem Leiter ber Confeberazione Fascista La- voratori Agricoltura werben uns zwei Personen für die Besichtigung von Verona zur Verfügung gestellt. Wir sind während unseres Aufenthaltes Gäste dieser Parteistelle. Besonders sehenswert ist in Verona die Arena, die nach dem Kolosseum in Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehver- teiaerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 36 bis 45, Bullen 43,5 bis 45,5, Kühe 20 bis 48, Färsen 32,5 bis 49,5, Kälber 30 bis 57 Rpf. je % kg Le- «c.vL ' c « ... dendaewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend- aus gleicher Richtung kommende Fahrzeuge zu gewicht folgend Preise bezahlt: Klasse a (150 kg warnen Dem Antrag bes Anklagevertreters ent- unb mehr) 1,13, bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 sprechend mürbe er zu einer Gelbstrafe von bis 134 5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 8 0 RM. verurteilt Strafmildenid wirkte der Um- bis 89 5 kg) f,01, e—f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette stand, daß ber Angeklagte em verhaltmsmaßig Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere I junger Fahrer war. Umwege -es Herzens Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker • Gröbenzell 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Inzwischen war es fast dreiviertel vier Uhr geworden. Als sie eine Schneise überquerten, hielt Koßmann plötzlich an. Er richtete den Blick ruhig und überlegen auf den Begleiter und sagte in unverändert sachlichem Ton: „So, Kühlitz, und jetzt wollen mir einmal Jagd Jagd sein lassen und uns mit einer ganz privaten Angelegenheit beschäftigen." „Private Angelegenheit?" Kühlitz mar noch völlig ahnungslos. „3a. Und meil es meine ureigenste Privatangelegenheit ist, rnill ich sie hier erledigen, nicht aber vor Gericht ober burch einen anerkannten Zwei- karnpf." Er beobachtete^ mie Kühlitz zusammenfuhr und ihn erschreckt ansay. Aus bem Munbe bes Kapellmeisters kamen abgerissene Worte. „Gericht? — Zweikampf? — Wie soll ich — wie soll ich bas verstehen?" „Du versteht schon. Das sieht man bir an. Vorgestern abenb habe ich bas Geständnis meiner Frau gehört. Eure unb meine Schaube will ich nicht in bie Öffentlichkeit tragen lassen. Wenigstens meinen anständigen Namen muß ich aus dieser schmutzigen Affäre retten, solange ich am Leben bin. Du brauchst mir weiter nichts zu sagen. Mein Entschluß steht fest" Kühlitz war zwei Schritte zurückgetreten. Er mar bleich geworden unb in höchstem Maße erregt. Koßmann fuhr fort: „Ein regelrechter Zweikampf würde Zeugen erfordern. Mir ist jeder Zeuge zuviel. Also tragen wir bie Angelegenheit allein aus. Fünfzig Meter Abstand sind bei unseren Waffen angebracht. Du gibst mir als Schütze nichts nach. Also hast du trotz deiner Gemeinheit noch eine Chance. Nun los. Wähle deinen Standort." Der Kapellmeister hatte sich langsam gefaßt. „Du kannst mir nicht allein bie Schuld geben. Du selbst unb Gitta.. „Halt!" Koßmann hatte das sehr laut gesagt. „Kein Wort mehr weiter. Ich verbitte mir Erörterungen darüber." Er wandte sich wortlos ab und ging in Richtung des Punktes, den er für sich als richtig ansah. In Kühlitz überstürzten sich die Ueberlegungen. Duellieren, noch dazu ohne Zeugen mit einem so ausgezeichneten Schützen wie Koßmann? Das war der reine Selbstmord. Dieser Mensch hatte sich völlig in der Gewalt und blieb auch in solcher Situation ruhig und beherrscht. Er selbst hatte die Nerven völlig verloren. Schießen? Es war nicht zu umgehen. Koßmann hatte einen eisernen Schädel und ging nie von einem gefaßten Plan ab. Schießen? Ja, wenn es sein mußte, aber bann einer allein; bie« ser eine mußte Kühlitz sein. Er dachte die Gedanken kaum zu Ende, riß seinen Drilling hoch, richtete ihn auf Koßmann und drückte den Schrotlauf ab. Der Schuß brach donnernd durch die Morgenstille. Mit einem Ruck war Koßmann herumgefahren. Er war etwa dreißig Meter entfernt. Eine Minute der Ueberlegung schien er zu brauchen, um diese Wendung zu durchdenken. Dann überkam ihn eine unbändige Wut. Langsam und exakt, wie auf dem Anstand, hob sich seine Büchse. Ehe er abdrückte, fuhr aus Kühlitz' Drilling ein neuer Strahl. Dann schoß Koßmann. Kühlitz warf die Arme hoch und fiel um wie ein im Feuer zu- sammenbrechendes Stück Wild. Mit Schritten, bie fast feierlich wirkten in ihrer stelzenden Langsamkeit, kam Koßmann näher. Er beugte sich zu dem Gefallenen nieder und stellte fest, daß dieser den Schuß in ben Mund empfangen hatte. Die Ausschußöffnung am Genick war handtellergroß. Der Tod muhte auf der Stelle eingetreten sein. Ohne sich noch einmal umzudrehen, ging Koßmann davon. In zehn Minuten hatte er die Jagdhütte er» reicht und zog seine Jacke aus. Auf dem Hemd waren Blutspuren zu sehen. Einige Schrotkugeln des ersten Schusses hatten ihn in ber linken Hüfte getroffen. Die Prüfung ber Verletzungen ergab, daß diese ohne Bedeutung waren. Koßmann klebte Mull- binde und Leukoplast darüber, zog seine Jacke wieder an, legte das Gewehr zusammen, verstaute es im Rucksack und befand sich um vier Uhr zwanzig Minuten auf dem Rückweg. Er wählte eine entfernt liegende Bahnistation, die erst nach einer guten Stunde erreicht werden konnte. Ohne Aufsehen bestieg er ein Abteil in dem ziemlich leeren Frühzug und stieg um dreiviertel sieben Uhr auf dem Bahnhof Grünewald wieder aus. Zehn Minuten später stand er vor seinem Haus, öffnete bie Tür, burchquerte bie Halle und ver- schwand in seinem Arbeitszimmer. Dort reinigte er sorgfältig die Waffe, brachte sie wieder in ihrem Schrank unter, legte die Patronen an Ort und Stelle, schloß den Rucksack ein und stieg bann bie Treppe hinauf. Weder in der Halle noch auf der Treppe begegnete ihm ein Mensch. Er kam ungesehen in sein Zimmer, entledigte sich ber Kleider und reinigte die drei kleinen Einschüsse gründlich, wobei er einen Spiegel zur Hilfe nehmen mußte. In zwei Fällen gelang es ihm, mit Hilfe einer Pinzette die Schrotkörner herauszuziehen. Dann verband er bie Wunben unb zog einen Schlafanzug an. Die Nachprüfung des Anzuges,^ ben er bei feiner Expedition getragen hatte, ergab, daß die Schußspuren nur ganz geringfügig waren unb in dem flauschigen Stofs fast verschwanden. Die Wäsche allerdings war blutbesudelt. Er rollte sie sorgfältig zusammen unb brachte sie in einem verschließbaren Schubfach unter, um sie später zu verbrennen. Dann ging er zu Bett, blieb eine Viertelstunde liegen und klingelte. Als es an der Tür klopfte, stand er auf, zog einen Hausmantel über und öffnete. Es war eines ber Mädchen. „Bitte, richten Sie mir bas Bad." Sie knickste, „Jawohl, Herr Koßmann." Eine halbe Stunde später war er mit Baden fertig unb fühlte sich erfrischt. Mit besonderer Sorgfalt kleidete er sich an unb nahm zusammen mit seinen Kindern um acht Uhr das erste Frühstück ein. Es verlies wie hundert andere seiner Art heiter unb voller Fröhlichkeit. Gitta hatte sich wegen starker Kopfschmerzen entschuldigen lassen und erschien erst zum Mittagessen. Die Leiche des erschossenen Kapellmeisters Küh- Utz wurde vormittags um halb elf Uhr von Spazier- gängern aufgefunden. Der sofort benachrichttgte Gendarm bes nächsten Ortes stellte einen Mann als Wache an ben Tatort und lief zum Telephon, um die Mordkommission anzurufen. Kriminalrat Doktor Bruchbausen traf in Begleitung feines ständigen Mitarbeiters, bes Kriminalasfistenten Wagner, bereit - kurz vor ein Uhr ein, obwohl er eine lange ©trefft durch den Wald nicht hatte mit bem Wagen zu rück' legen können. Inzwischen war auch ber nächster- reichbare Arzt eingetroffen und hatte die Leictzc untersucht. Bis um drei Uhr bauerten dje Besichtigung de; Tatortes und bie ersten Feststellungen. Dann wurd! die Leiche abtransportiert und auf ber Chaussee b einen Leichenwagen gelegt, um zur gerichtsärzftiche" Untersuchung nach Berlin gebracht zu werden. Amtszimmer bes Gendarmen nahm Doktor Bmch Hausen bie ersten Vernehmungen vor. Zunächst ließ er ben Arzt bitten, um dessen kurze 'Mittsilungen draußen im Walde noch einmal fr präziser Form zu hören. „Der Erschossene war wenigstens sechs Stunden tot, als ich die Leiche untersuchte. Also muß die Ttt vor sechs Uhr begangen sein. Auf diesen Zeitpun-lt kann ich mich nicht feftlegen. Ebensogut ist es möglich, daß ber Mord um fünf Uhr oder noch etwas früher geschah. Zweifellos Schuß mit einer Kugel- Der Unterkiefer ist teilweise zerschmettert, ber Kehlkopf burchschlagen und der ganze Halswirbel heraus« gerissen. Der Tod muß sofort eingetreten fein." „Das Letzte ist wichtig", sagte Bruchhausen. ,X les Weitere muß bie Sezierung ergeben. Ich häufe Ihnen, Herr Doktor." Der Arzt verließ das Zimmer, in dem der Afi' ftent Wagner Protokoll führte. Bruchhausen wandic sich zu diesem. „Sagen Sie mal, Waqner, auffallend Fußspuren haben