Md ernivrechanschluß 2251 rahtanjchrift:„Anzeiger" rahtanschrift: Anzeiger" omckeck 1168« Frankl. M. Verfolgung auf dem Ostufer des Dnjestr IGA • Der Reichsmarschall empsing die Kreta-Kämpser (PK.-Eitel-Lange-Scherl-M.) iJUDf (3lad)brurf, auch mit Quellenangabe, verboten.) jiten®6 Hoch!' •en h^ tfüN ikenh»® C Zayrgang llr.ltt ffrschemt täglich, außer tzonntags und feiertags Beilagen: Schlosser und hat nur eine zweiklassige Volksschule absolviert. Beim Ausbruch des Weltkrieges wurde er als Spezialarbeiter einer Kanonenfabrik zugeteilt und als solcher vom aktiven Dienst im cheer befreit. Er trat bald mit den revolutionären Gruppen in Verbindung, zeichnete sich als bolschewistischer Agitator aus und wurde 1918 zum Jnnen- kommissar der Ukraine gewählt. 1919 nahm er an der Seite des später zum Marschall ernannten, früheren Kavalleriefeldwebels Budenuyj am Feldzug gegen Polen teil, der bekanntlich mit dem fluchtartigen Rückzug vor Warschau endete und im Frieden von Riga seinen Abschluß fand. Immerhin wurden Woroschilows militärische Fähigkeiten so hoch eingeschätzt, daß man ihn zum „Volkskommissar für die Landesverteidigung" ernannte. In diesem Amt trat er mit Stalin in'enge Berührung, den er während der heftigen inneren Parteiauseinandersetzungen tatkräftig unterstützte und dessen Vertrauen er deshalb besitzt Sein nächster Mitarbeiter ist der Marschall Jegorow, der noch zur Zarenzeit für kurze Zett die Offiziersepauletten getragen hat. Als nach dem russisch-japanischen Krieae im Jahre 1905 die ersten revolutionären Unruhen ausbrachen, zeigte Jegorow seine Sympathien für die Aufständischen so unverhüllt, daß er gezwungen wurde, sein Regiment zu verlassen, unter Zuzählung zur Reserve. Im Weltkriege wieder als Leutnant zum aktiven Dienst ern- berufen, trieb er unter den Soldaten bolschewistische Propaganda. Jegorow wurde 1917 vor ein Kriegsgericht gestellt; die Kerensky-Revolution rettete ihn. Run stellte er sich offen aus die Seite der Bolschewiken und schloß in Zarizyn (dem späteren Stalingrad) enge Freundschaft mit Stalin, was ihm später ein hohes Kommando und den Marschallstab eintrug. Es gibt noch eine Reihe anderer hoher kommandierender Generale und Marschälle, unter denen Marschall Timoschenko als Kriegskommissar, der auch aus dem Arbeiterstande hervorgegangen ist, großen Anspruch auf Vorschußlorbeeren erhoben hat. Berlin, 19. Juli. (DNB.) Das Jagdgeschwader nter Führung des Majors Trautloff, das sich Hon am 30. 6. in Luftkämpfen über einem Brucken- dpf an d e r Düna durch den Abschuß von 65 f owjet - Kampfflugzeugen besonders hervorgetan litte, errang am 18.7. seinen 500. Luftsieg an der lftfront. Diese Leistungen eines einzigen Geschwa- t rs sind ein Beweis für den todesmutigen Angriffs- Montag, 21. Juli Ml Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7Rvf. te mm bei 22 mm Zellenbreite, Wertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüße Mengeni'taffelv Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr Berlin, 19. Juli. (DNB.) Reichsmarschall G ö - ring empfing am 17.7.41 in seinem Haupt- quartier die anläßlich der Kämpfe um Kreta mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten Fallschirmjäger. Der Reichsmarschall hielt dabei eine Ansprache, in der er u. a ausführte: , Der Sieg auf Kreta war einer der ruhmreichsten unb glorreichsten, den die deutsche Wehrmacht bisher errungen hat. Eine fast unmögliche Aufgabe ist durch Ihr Vorbild und durch Ihren Mut gelost worden Ich war in diesen Tagen mit allen meinen Gedanken und Wünschen bei Ihnen. Der Glaube an Ihre Tapferkeit hat mir die Gewißheit des Sieges gegeben." Reichsminlster Dr. Goebbels empfing acht Kriegsberichter unter Führung des Hauptmanns M o o r s , die sich beim Einsatz aufKreta besonders ausgezeichnet hab^n. Er ließ sich von ihren Erlebnissen berichten und sprach ihnen seine Anerkennung für ihre Leistungen aus. Das Eichenlaub für schneidige Jagdflieger. DNB. AusdemFührerhauptquartier, 20. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sandte dem Kommodore Major Lützow und dem Staffelkapitän Oberleutnant Pri11er zur Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz nachfolgendes Telegramm: Herrn Major Lühow, Kommodore. In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 4 0. Luftsiege als 27. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler. Herrn Oberleutnant Priller, Staffelkapitän. In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes iw Sowjetunion durchgeführt wurde, w>« die Ü-tonnteftcn Führer der bolschewistischen Armee lend des Autzenmntes, mit dem Kainszeichen um, V errätern belegt, in den Kellern der SM- g-WA vurden. Wenn auch die Henker IN der letzten Zeit |it ihrem 'grausamen Werk anschemend eine Pauje Antreten ließen oder nur m der Berborgenheit °r° leiteten, ohne dabei Schauprozesse zu °°r°nstalten s» ist doch trotz aller gegenteiligen Behauptungen d Sowjets und trotz ihrer Propaganda eine Stabilisierung der Verhältnisse niemals erreicht wor»en. Ilie Frage ist oft aufgetaucht, wer nach der Hm- I chtung des Generals T u ch a t f ch e w f 11 an der Hitze der bolfchewistifchen Armee st-ht M°n wech, iah ein Militärkollegium von jroolf Wen (bene nlen dem Kriegskommissar Zur Seite steht und Ice wichtigsten militärischen Entschließungen fatzt, nan weiß, daß durchgreifende .Milltarresarmen iurchgeführt worden sind, daß die Disziplin ge ! f-ftigt, die Grußpflicht emgesuhrt wurde und daß lie Generale wieder goldene Litzen und Sterne k-n. Alles das sind aber schließlich Aeußerlichketten, iie für die Sck)lagkraft der bolschewistischen Armee, :°n der in Moskau so viel Wesens gemacht wird, wenig besagen. Der Wmterfeldzug m Fmnlans führte schließlich zum Erfolge nicht, wegen der Ausbruchsversuche der Sowjettruppen, die an zahlreichen Stellen der großen Front oingeschlossen sind, wurden unter schweren blutigen Verlusten der vor- getriebenen bolschewistischen Massen abgeschlagen. Unwillkürlich taucht in der Erinnerung der schwer» wiegende-Satz aus dem damaligen Wehrmachtbericht Über die Doppelschlacht von Bialystok—Minsk auf, daß der Feind ein mehrfaches seiner Gefan- qenenverluste an blutigen Opfern erlitten hat. Die deutsche Luftwaffe ist hart dabei, die Sowjetflieger zu dezimieren, die Rückzugstraßen mit Bomben zu belegen oder mit Bordwaffen anzugrelsen, Eisenbahnen, Flugplätze und Aufmarschraume auf das empfindlichste zu stören. Die „Rückversicherungen" der angloamerikanischen Mllitärsachverständigen in Rundfunk und Presse gegen einen großen deutschen Erfolg an der Ostfront mehren sich von Tag zu Tag und netjmen schon groteske Formen an. So hob die Reuyorker Mittagspresse vom Samstag hervor, daß die (m Ortsangaben schweigsamen) Moskauer Heeresberichte im Gegensatz zu den Vortagen, die Versicherung des erfolgreichen sowjetischen Widerstandes ausgelassen haben, und die „Daily Matt rechnet etwa unter dem gleichen Datum ihren Londoner Lesern vor, daß der deutsche Ostfeldzug ... noch nicht einmal einen Monat dauere. Man tonne sich also in die em Sommer noch auf einiges gefaßt machen. Unter diesen Umständen dürfte eine Seu- düng des Moskauer Rundfunks über den „Einsatz der Schulkinder im Krieg" wenig imponieren, m der es heißt, daß die Kinder helfen, die Geleise der Eisenbahn zu überwachen und daß sie ... Lokomotiven anhalten, die ihnen verdächtig Vorkommen'. Moskau und das BaltischeMeer. Bon Dr. Paul Rohrbach. Stalin, der rote Zar, hat als seinen Vorgänger — Peter den Großen entberftl Sowjet-Geschichtsschreibung und Sowjet-Film sind angewiesen Peter als die gewaltige Kraftnatur zu schildern, die es unternahm, Rußland ein neues Gesicht und einen neuen Geist zu geben. Eine Parallele zur Ausgabe, die der Bolschewismus sich gesetzt hat! Zar Peter würde sich wundern, nachträglich zum „Genossen Stalin-Dschugaschwilis erklärt zu werden, aber sein Protest aus dem Grabe würde ihm wenig helfen. Für den Bolschewismus ist die Berufung auf Peter den Großen nur ein Stück der schon lange erfolgten Anknüpfung an den alten Pan-Russismus und die sogenannten „historischen Aufgaben Rutz« lands. Dazu gehört auch der Drang nach den südlichen und westlichen Meeren. Katharina II. gab einem ihrer Enkel den Namen Konstantin, wett sie ihn schoy als Vize-Zaren auf dem Thron von Konstantinopel sah, und Stalin befahl seinem Helfer^ Helfer Molotow, in Berlin anzufragen, wie man sich zu Sowjet-Stützpunkten am Bosporus und den Dardanellen stellen würde. „ So weit gingen Peters Träume noch nicht. Er war es zufrieden, das „Fenster nach Europa am Baltischen Meere hurchzubrechen. Was weder seinem Vater Alexei noch Iwan dem Schrecklichen in einem zwanzigjährigen Krieg um Livland gelungen war, das gelang ihm. An der Newa-Mündung gründete er seine neue Hauptstadt Petersburg, Riga und Reval wurden russische Häfen. Katharina fügte Kurland und Litauen hinzu, Aleander I. Finnland. Em Jahrhundert nach Peters Tode lag das ganze baltische Osteuropa innerhalb der Grenzen des Russischen Reichs. Aber damit nicht genug. Kuropatkm, der Kriegsminister Alexanders III., schrieb eine Denkschrift, in der er berechnete, um wieviele Quadratwerst und 'wieviel Einwohner Rußland von Regierung zu Re- überlegenen bolschewistischen Kriegskunst, sondern infolge der erdrückenden Uebermacht. Sowjetrussifcher Generalstabschef istSchapofch- nikow, von dem man im Auslande wenig weiß. Schaposchnikow ist einer der wenigen Offiziere der alten Zarenarmee, den die Bolschewiken nicht nach dem Umsturz ins Jenseits beförderten; er hat die zaristische Generalstabsakademie m St..Petersburg absolviert und war während des Weltkrieges als Stabsoffizier einer Infanteriedivision zugetettt. Da er gleich nach dem Umschwung zu den^-Bolschewisten überging und durch seinen Eifer das Vertrauen Lenins und Stalins zu erwerben verstand, wurde er zuerst zum kommandierenden General des Wolgamilitärbezirks und spater zum Chef der bolschewistischen Militärakademie ernannt Nun begann sich Schaposchnikow als ein sowietrussischer „Moltke zu fühlen und veröffentlichte eine grundlegende Schrift unter dem Titel: „Der Generalstab ist das Gehirn der Roten Armee". Jedoch wurde die Schrift als unzulänglich abgelehnt und nicht in den Lehrplan der Akademie ausgenommen. Als zeitweiliger Kommandant des Leningrader (Petersburger) Militärbezirkes verstand er es, sich geschickt im Hintergründe zu halten, so daß fern Name bei den vielen Militärprozessen nicht genannt wurde und das Mißtrauen Stalins ihn nicht trat . Der Name des Marschalls Worofchilow 'st bekannt; weniger weiß man im °^9em^en u^e\ feinen militärischen Werdegang. Woroschilow hat niemals Gelegenheit gehabt, sich m F-ldzugen die goldenen Sparen zu verdienen. Er ist von Beruf Oberkommandant Stalin Von unserer Berliner Schristleitung. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen geist deutscher Jäger und die ungeheure Ueberlegen- yeit der deutschen Luftwaffe. Das genannte Geschwader hat damit seit Kriegsbeginn weit über 800 Luftsiege erfochten. Der Llebergang Über den Dnjestr. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 19. Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsch-rumänische Truppen haben aus Bessarabien heraus an mehreren Stellen den Ueber- gang über den Dnjestr erzwungen. Die bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat sich der Durchbruch durch die stark befestigte Stalin-Linie nördlich der Pripet-Sümpfe über Smolensk hinaus erweitert. Das vom Feinde zäh verteidigte Smolensk selbst wurde schon am 16. Iuli genommen. Verbände der verbündeten finnischen Wehrmacht brachen erbitterten feindlichen Widerstand und stießen bis zum Rordufer des Ladogasees vor. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter von 1500 BRT. und erzielten Bombentreffer auf zwei weiteren Handels- schiffen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Rächt abermals den britischen Flottenstützpunkt verleihe ich Ihnen zu Ihrem 4 0. Luftsi-ge als 28. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler. ♦ Mit der Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Mäjor Lützow anläßlich des 40. Luftsieges hat der Führer auch das siegreiche Jagdgeschwader des Kommodore besonders ausgezeichnet. In vielen großen Luftschlachten an der Ostfront errang das Geschwa- der überraschende Erfolge. So konnte der Kommodore schon am 2. 7. den 326. Luftsieg feiner Jäger melden und außerdem die Zerstörung von 223 Feindflugzeugen am Boden. Eine besondere Leistung erzielte das Geschwader am 7. Juli, als es einen starken feindlichen Bomberverband vollkommen auf-, rieb. Bei einem Angriff von 27 Sowjetflugzeugen auf einen Feldflugplatz schoß das Geschwader unter Führung seines Kommodore in 15 Minuten sämtliche Sowjet-Flugzeuge ab. Bis zum 18 Juli erzielte das Jagdgeschwader Lützow allem im Osten 683 Luftsiege. Insgesamt hat das Geschwader bisher 1072 Gegner im Luftkampf zum Absturz gebracht. Major Lützow selbst hatte am 28. 6. seinen 27. Gegner abgeschossen und k a u m 3 W o ch e n später schon den 40. Luftsieg errungen. Sie flämische Freiwiliigenlegion. Brüssel, 20. Juli. (DNB.) Demnächst wird die flämische Freiwilligenlegion im Kampf gegen den Bolschewismus eingesetzt werden. Sie wird die Uniform der Waffen--- tragen, mit einem Sonnen- rad. Die Freiwilligen werden einen Eid auf Adolf Eitler als den Führer aller Germanen und gleichzeitig ein Treuegelöbnis an das flämische Volk ablegen. Wie die flämischen Truppen, die im Mittelalter in zahllosen Heerzügen für das Reich kämpften, hat auch das flämische Freikorps von heute als Standarte die flämische Löwenflagge. Die Freiwilligen werden von flämischen Offizieren geführt werden. Stockholm, Juli 1941. Man erinnert sich gerade jetzt, mit welcher bluti. len Wucht noch vor wenigen Jahren die j°genannte Säuberung 'in den hohen und tjodjften II. _ .. r. . .c-ic-i ittm mit’ nie iieöener Kamilienblätter eimat unBild DieScholle Bezugspreis: tonatlich.......RM1.80 ustellgevühr... ,, -.25 auch bei 9Hc6terf ob einen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aus dem Führerhauptquartier, 2.Juli. (DRV.) Das Oberkommando der Wehr- «acht gibt bekannt: Vie aus Bessarabien vorgehenden deutsch-rumänischen Kräfte haben nach Brechung des feindlichen Widerstandes auf dem Ostufer des Dnjestr die Verfolgung aufgenommen. Im Raum von Smolensk verlaufen die Operationen weiterhin planmäßig. An der finnischen Front werden wtttere Erfolge erzielt. An zahlreichen Stellen der Nfront scheiterten verzweifelte Ausbruchsversuche «^geschloffener Sowjettruppen. Der Feind erlitt hierbei wieder schwere blutige Verluste. 3m Kampf gegen Großbritannien bkmbardierten Kampfflugzeuge in der letzten Rächt mlitärische Anlagen in Wittel- und Ostengland. Bei Irrfuchen des Feindes, am Tage die besetzten Ge- &efe am Kanal und an der norwegischen Küste «nzugreifen, schossen Jäger und Flakartillerie sieben, Marineartillerie zwei, ein Vorpostenboot ein briti- sses Flugzeug ab. Britische Kampfflugzeuge warfen it der letzten Rächt an wenigen Orten Rordwest- dutschlands, vor allem auf die Stadt Hannover, Spreng- und Brandbomben. Wehrwirtschaftlicher -!»er militärischer Schaden entstand nirgends. Racht- jcger schossen eines der angreifenden britischen tampfflugzeuge ab. 500 Lustsiege eines Jagdgeschwaders im Osten. iS Stan" i!941 :ht «b .ft*! w*j um*! -H jeÄ X er befehligt die bolschewistische Armee? Bon unserem Ust.-Berichterstatter. Stalin hat sich am 19. Juli, drei Tage nach ir Einnahme von Smolensk durch die deutschen nippen, zum Volkskommissar für Vereidigung und Marschall Timoschenko zu rin em Stellvertreter ernannt. Die letzte Ramens- lserv» Sowjetrußlands wird damit mobil genzacht: j mau so, wie die Ernennung Woroschilows um Oberkommandanten des Nord-, Timoschen - 3 5 zum Oberkommandanten des Mittel-' und kudjennys zum Oberkommandanten des Süd- ! o.fchnittes dem unwissenden Sowjetsoldaten das Ver- tinuen wiedergeben sollte, ^aß jetzt „bie 9^°D,e*} fanonen" die Führung übernehmen und daß sich tun alles, alles wende. Formell ist der Volkskommissar für Verteidigung das, was wir unter einem kieasminifter verstehen: also der verantwortllche Slann für die Organisation des 5)eeres, der Heimat, br Wehrwirtschaft und des Nachschubs. Tatsächlich |r Stalin aber militärischer Oberbefehls- ffl b e r, was eindeutig daraus hervorgeht, daß der || Warschau Timoschenko zu seinem Stellvertreter befallt wurde. Die Lage an der Ostfront ist nach dem Wehr- ; rachtbericht vom 20. Juli eindeutig dahin charakterisiert, daß der Nord- und der Sudflugel in starker Bewegung sind. Die aus Bessara- k en vorgehenden deutsch-rumänischen Truppen haben nach Brechung des feindlichen Widerstandes bereits auf dem Ostitt-r des Dnjestr — also m Richtung auf den südlichen Bug — bie Verfolgung des weichenden Feindes ausgenommen. Ebenso werden von der finnischen Nordfront wettere Erfolge gemeldet. Planmäßig schreiten die Operationen bet Smolensk voran. Nun kommt ein Satz im Vehrmachtbericht, der besonders aufhorchen laßt: Alexandria an. Bei Angriffsversuchen Kritischer Flugzeuge an der Kanalküste wurden am gestrigen Tage durch Jäger fünf, durch Vorpostenboote drei, durch warine- Artillerie zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. = Der Feind flog weder bei Tage noch in der Rächt i= I in das Reichsgebiet ein. gterung zugenommen habe, und dies Dokument gipfelte in Der Forderung nach einem eisfreien Hafen am westlichen Ozean. Damit meinte Kuropat- fin das norwegische Narvik. Diese ganze Linie hat auch der Bolschewismus ausgenommen. Kaum saß er in Petersburg im Sattel, so streckte er auch seine Krallen aus, um das Baltikum festzuhalten, wo der estnische und lettische Nationalismus sich regten und die deutschen Truppen die Düpa nordwärts überschritten hatten. Der Mordkeller in Dorpat und die Verschleppung Hunderter von deutschen Balten in schmutzstarrenden Viehwagen nach Sibirien bezeichnen dort s eine erste Spur. Unsere Soldaten jagten ihn aus dem Baltikum heraus. Es folgte Versailles, die Unfrigen rückten ab, und wieder füllten sich die Gefängnisse Rigas mit Schlachtopfern. Die kommunistischen Flintenweiber höynten die Unglücklichen und vergnügten sich mit dem Zuruf: Zielt nur immer auf die Beine, dann tanzen sie so schön! Ein Teil der Gefangenen wurde bei der Einnahme von Riga am 20. Mai 1919 durch die Baltische Landeswehr gerettet, aber zu Haufen lagen die Gemordeten im Gefängnishof und in den Straßengräben, in die sie beim Fluchttransport mit der Revolverkugel im Hinterkopf hineingeworfen waren. Finnland hatte sich-aus der steigenden roten Flut durch deutsche Hilfe unter Mannerheim und von der Goltz noch während des Weltkrieges gerettet. Estlands, Lettlands und Litauens nationale Staatlichkeit wurde in den Friedensdiktaten anerkannt. Damit war das ganze Vorfeld des Baltischen Meeres für Moskau verloren. Die Bolschewisten aber dachten nicht daran, ihr Spiel aufzugeben. Die Kommunisten in den baltischen Randstaaten waren ihr heimlicher Stoßtrupp. 1925 versuchten sie in Reval einen Putsch, hinter dem die rote Sowjetmacht zum Einfall bereit lauerte. Er mißlang, das estnische Volk ist solide und nüchtern, das Moskauer Rot ist bei ihm nicht beliebt. Der Lette ist haltloser und unruhiger; in Lettland und auch in Litauen sanden die bolschewistischen Wühlereien besseren Boden; auch der lettische Außenminister Munters ließ sich zu einem Besuch im Kreml verleiten, wo man ihn mit der Versicherung uneigennütziger Sowjetfreundschaft köderte. Da erhob sich im August 1939 die lang erhoffte Chance, wieder an die Ostsee vorzustoßen. Zuerst wurde Finland überfallen. Es wehrte sich so kräftig, daß es nicht überrannt werden konnte, aber es mußte Wiborg und Hangö, die Pforte zum Finnischen Meerbusen, ausliefern. Daß dies nur ein Vorspiel zur Bolschewisierung ganz Finlands sein sollte, trat bei Molotows Besuch in Berlin zutage. Die Finnen wußten, was sie taten, als sie über 400 000 Volksgenossen im abgetretenen Gebiet dem roten Mord und der Verschleppung nach Sibirien entzogen. Estland, Lettland und Litauen wurde der Strick um den Hals erst halb, bann ganz zugezogen. Im Außenkommissariat in Moskau hängt eine Karte von Sibirien, auf der sind, nicht im fruchtbaren Ackerland, sondern in der wüsten, menschenleeren Taiga, der Waldregion diesseits der Tundren, die Stellen eingezeichnet, wohin Esten, Letten und Litauer „umgesiedelt" werden sollten! Erst wurde das nationale Militär der drei Randstaaten ins Innere der Sowjetunion abgeführt, die Offiziere, die sich nicht zur roten Fahne bekannten, erschossen. Dann wurden die politisch führenden Persönlichkeiten, die bürgerliche „Intelligenz", alles was irgendwie nach Besitz und Bildung schmeckte, eingekerkert, ermordet, verschleppt. Der Hauptschlag aber sollte erst noch kommen: Evakuierung des baltischen Randgebiets, Abtransport der Bevölkerung nach Sibirien und Auffüllung des leer gewordenen Raums mit Menschenmaterial aus der Sowjetunion. Dann, wenn auch Finnland verschlungen war, hätte die Ostsee von Libau bis nahe an den Polarkreis ein durch und durch rotes Gestade umspült. Wie ärgerlich, baß Narvik in beutscher Hanb war! Aber gab ber Krieg in Europa nicht bie Hoffnung, auch einmal Deutschlanbs Kräfte erschöpft unb bamit die Weltrevolution ein entscheidendes Stück nähergebracht zu sehen? Niemand weiß besser als die Schweden unb Norweger, was ihnen geblüht hätte, wenn Moskau fein Stück hätte durchsetzen können. Nicht umsonst eilen bie schwebischen Freiwilligen jetzt Finnlanb zu Hilfe. Die GpLl. übernimmt die innere Verwaltung. Istanbul, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Moskau berichtet wird, hat bas Präsidium des Obersten Rates der Sowjetunion am Sonntag die Vereinigung des Volkskornissariates des Innern mit Dem Volkskommissariat für Staatssicherheit (GPU.) KU einem einzigen Volkskommissariat beschlossen. Zum Volkskommissar wurde der bekannte GPU.-Möroer Berija ernannt, der auch eines ber Mitglieber des kürzlich eingesetzten „Derteibigungskomitees" ift. Die GPU. wirb also die gesamte innere Verwaltung bes bolschewistischen Reiches mit allen Behörden übernehmen — eine fürsorgliche Maßnahme Stalins, ber mit verstärktem Terror alle Schwierigkeiten, bie ihm aus ben Nieberlagen unb dem Zurückfluten der bolschewistischen Heerhaufen erwachsen, -u Überwinden versuchen will. Gleichzeitig wird bekannt, daß der Erlaß über die Einsetzung von Kriegskommissaren auch auf die bolschewistische Kriegsflotte ausgedehnt wird. Auf allen Kriegsschiffen, bei den Stäben und allen Kommandostellen werden solche Antreiber eingesetzt, die mit ähnlichen Kontroll- und Strafbefugnissen ausgestattet sind roi1 die Kommissare bei der Armee. So werden Wehrmacht und Verwaltung also von ber GPU. unerbittlich ins Unglück getrieben. GpLl.-Mord auchiuGmoleusk Berlin, 19. Juli. (DNB.) Smolensk weist alle typischen Anzeichen einer von ben Bolschewisten zerstörten Stabt auf. Noch immer schwelen verkohlte Reste ber Häuser, die von flüchtenden Sowjetsoldaten ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in Brand gesteckt wurden. Aus dem Gefängnis strömen pestilenzartige Gerüche. Hier haben die Mordkommandos ber GPU. gearbeitet, bis der Sieg der deutschen Waffen ihrem grauenhaften Handwerk ein Ende bereitete. Zu Hunderten und aber Hunderten werden die grausam verstümmelten Opfer bolschewistischen Sadismus hinausgetragen, um zur letzten Ruhe gebettet zu werden. Durch die Straßen ziehen, an zerstörten bolschewistischen Panzern und Geschützen vorbei, in endlosen Reihen die gefangenen Sowjetsoldaten den Sammellagern zu. Die Zivilbevölkerung, die der Terror der GPU. in den Häusern gefangenaehalten hatte, wagt sich wieder frei auf den Straßen zu bewegen. An allen Straßenkreuzungen weisen bereits deutsche Straßenschilder den ununterbrochen ostwärts marschierenden und fahrenden deutschen Kolonnen den Weg. In Smolensk zieht deutsche Ordnung ein. Roosevelts „schwarze Listen". Entrüstetes Echo in Südamerika. Buenos Aires, 20.Juli. (Europapreß.) Aus zahlreichen südamerikanischen Ländern liegen Erklärungen über Rückwirkungen der von den „USA. herausgegebenen Schwarzen Listen vor, die für die lateinamerikanischen Staaten eine schwere Wirt- schaftsschädiguna bedeuten. So erklärte der chilenische Finanzminifter, durch die Schwarzen Listen würden überall Schwierigkeiten im Handel entstehen. Deshalb müsse die chilenische Regierung in einer Reihe von Fällen eingreifen. Der chileniscke Außenminister Rosetti erklärte, Chile würde grundsätzlich keine Schwarzen Listen anerken- n e n. Bisher sei die chilenische Regierung noch nicht offiziell von ben neuen Listen in Kenntnis gesetzt; wenn sie offiziell unterrichtet fein werbe, werbe sie bie Maßnahmen treffen, die ihr notwendig erschienen. Der Sekretär der peruanischen Handelskammer in Lima betonte, bie Schwarzen Listen feien nur für bie amerikanischen Geschäftshäuser binbenb, keineswegs aber für die peruanischen. Besonders schwere Auswirkungen dürften die Schwarzen Listen auf dem Gebiet ber Kohle-, Metall- und Papierlieferungen haben. Die Veröffentlichung von Roosevelts „Schwarzen Listen" hat besonders bei den zahlreichen Angestellten und Arbeitern der betroffenen chlleni- schen Firmen, denen somit bie Arbeitslosigkeit droht, einen schlechten Eindruck gemacht. Man schätzt, baß I etwa 2000 chilenische Angestellte unb 20 000 chilenische Arbeiter durch bie Anwendung des Systems ber Schwarzen Listen geschädigt werden. Auch in Argentinien stoßt das System der Schwarzen Listen, mit dem sich Roosevelt ein Handelsmonopol schaffen will, aus stärksten Widerspruch. „El Pampero" schreibt: „Die argentinische Regierung muß den neuen Yankee-Provokationen gebührend antworten." Die Herausgabe von Schwarzen Listen wird als ein Versuch bezeichnet, den freien Handel abzuwürgen. „El Pampero" fährt bann fort: „Die Bevölkerung Argentiniens fragt' sich, wieweit und wie lange noch bie wachsende USA.-Jntetventivn im wirtschaftlichen und voliti- schen Leben Argentiniens geduldet werden soll. Ein Herr Roosevelt bestimmt, baß wir freien, stolzen Argentinier aus unserer Mitte diejenigen ausstoßen, bie unter dem Schutz unserer Verfassung Handel treiben." Das dritte Kabinett Konoye. Die Persönlichkeit des neuen Außenministers. Tokio, 19. Juli. (Europapreß.) Die Beurteilung ber Neubesetzung bes Außenministeriums unb ihre möglichen Auswirkungen auf bie Außenpolitik in ber japanischen Presse läßt erkennen, baß es noch zu früh ist, um sich ein klares Urteil zu bilden. Der neue Außenminister ist politisch ein verhältnismäßig neuer Mann und diplomatisch ein unbeschriebenes Blatt. Seine Ernennung kam, wie „Asahi Shirn- bun" feststellt, selbst ber Beamtenschaft des Außenamtes völlig überraschend. Er ist 56 Jahre alt und entstammt einer bekannten Familie aus der Provinz Wakayama. Noch verhältnismäßig jung wurde Toyoda Marineattachs in London und nahm später als Mitglied der japanischen Marinedelegatton an ber Abrüstungskonferenz in Genf teil. Dann übernahm er den Posten eines Direktors für Schiffsbauwesen im Marineministerium. 1940 war er Vizeminister biefes Ministeriums und lieferte als solcher Beweise großer Geschicklichkeit unb besonderen Weitblicks in einem kritischen Augenblick ber Beziehungen zwischen Japan unb ben USA. Im letzten Kabinett Konoye hatte ber jetzige Außenminister bas Amt eines Ministers für Industrie und Handel inne. Der neue Außenminister selber erklärte ber Zeitung „Asahi Shimbun", er sei zur Zeit des Abschlusses des Dreimächtepaktes Vizemarineminister gewesen. Auf die Frage, ob der Dreimächtepakt unerschütterlich sei, antwortete Toyoda: „Wie Premierminister Konoye in seiner heutigen Erklärung barstellte, kann es keinen Wechsel in ber grundlegenden Politik Japans geben." Weiteren Fragen gegenüber blieb Toyoda ausweichend; er betonte aber, baß feiner Ansicht nach bie Außenpolitik dehnbar sein müsse. Die Auslassungen bes neuen Außenministers lassen barauf schließen, daß er sich nickt als Initiator einer eigenen Außenpolitik, sondern als Organ der Durchführung her Politik bes Gesamtkabinettes fühlt. So dürfte „Hochi Shimbun" Recht haben mit ber Feststellung: „Admiral Toyoda ist besonders deswegen zum Außenminister gemacht worden, um eine H arm o- nifierung zwischen der Diplomatje und ber Wehrmacht, zwischen ber Regierung unb ben Organen der Kriegführung zu sichern." Die Wehrmacht ist nunmehr durch drei Generale, Kriegsminister T o y o , Planungsminister Suzuki unb den Minister ohne Portefeuille Ya° nagama, sowie durch drei Admirale, Außenminister Toyoda, Marineminister O i k a w a , ben neuen Handelsminister Sakonyi unb drei Kabinettssekretäre mit Ministerrang vertreten. Der wesentliche Kern ber neuen Kabinettsbildung dürfte am besten umschrieben sein in dem Artikel von „Asahi Shimbun", der feststellt: „Die Wiederkehr von Barow H i r a n u m a bedeutet mit Unvermeidlichkeit, daß bie im Dezember bes letzten Jahres durch seinen Eintritt in das zweite Kabinett Konoye gebildete Achse Konoye—Hiranuma verstärkt wird. Die Ernennung von Harummichi T a n a b e, ber in einem befonberen Verhältnis zu Hiranuma steht, zum Innenminister bebeutet, baß Hiranuma im neuen Kabinett in ber Eigenschaft eines Dizepre- miers ist." Ein weiterer Charakterzug des neuen Kabinetts ist, daß Konoye anscheinend das Gleichgewicht der Kräfte zwischen den beiden Zweigen der japanischen Wehrmacht, Heer und Marine, im Auge hatte. Fürst Konoye erklärte, daß mit dem raschen Wechsel der internationalen Lage dieMis - fion Japans immer schwieriger werde unb es an bei* Zeit fei, baß bie gesamte Nation sich wie ein Mann Zusammenschlüsse. Die Politik Japans zur Meisterung ber schwierigen internationalen Lage fei bereits feftgelegt, unb man habe biefe Politik nunmehr rasch und entschlossen durchzuführen, deshalb müsse auch bie Innere Struktur bes Lanbes auf ber großen Linie ber Staatsführung aufgebaut werben. Amerikanischer Vorstoß im Pazifik. Tokio 19. Juli. (DNB.) „Japan Times and Advertisen' weist darauf hin, daß bie drei Pazifik- Inseln Mibway , John st on unb Palmyra amtlich zu Flotten - unb Luftstützpunkten ber Vereinigten Staaten erklärt worben finb. Das Blatt schreibt: In biefer Entwicklung kann man ben Versuch erblicken, bem USA.-Imperium Zufahrt- straßen und Ausfallwege gegen I a - pan zu schaffen. Diese drei Inseln bilden strategische Außenposten, welche die Grenzen der Vereinigten Staaten in ein Gebiet tragen, bas streng neutral sein sollte. Das ganze Vorgehen soll eine Reihe von Außenstellungen vorbereiten, bie in Japan mit Recht Besorgnis erregen müssen. Durch bas Verschicken von USA.-Waffen in ben Atlantik bis nach Island, Grönlanb, Westindien und Neufundland und bis an die Schwelle Asiens und der fernöstlichen Interessensphäre bestätigt Washington ausdrücklich seine imperialistischen Absichten, die als Verteidigung getarnt finb. Diese Einkreisung stellt für ben internationalen Frieben eine solche Gefahr bar, baß sie zu einem sehr bedenklichen Faktor wirb. Jetzt ist es Zeit, bah Japan in seinem eigenen Interesse kraftvolle Maßnahmen ergreift, bevor biefer Würgering zu stark und zu groß wirb. „Moria" - Sieg Deutschlands an allen Ironien. Der ganze europäische Kontinent steht im Zeichen ber V-Aktion: „Viktoria!" — Sieg Deutschlands an allen Fronten. Das Reich siegt gegen die Juden, bie Plutokraten, ben Bolschewismus. Viktoria für Europa! Holland: In allen Städten sind riesige Transparente und weiße Fahnen mit großem orangenem V zu sehen. Millionen von V-Streuzetteln werden durch Flugzeuge abgeworfen. Die Autos unb Fahrzeuge ber holländischen Behörden tragen gestanzte V als Zeichen bes Sieges. Hunberttaufenbe laufen mit An- fteefnabeln, einem orangefarbenen V, durch die Straßen. Die holländische Presse steht völlig im Zeichen des V. — Der tägliche Wehrmachtbericht wird in einem Kasten an der gleichen Stelle auffällig auf der ersten Seite gebracht. An der Spitze des Kastens wird die Losung in holländischer Sprache „V — Deutschland siegt an allen Fronten!" besonders herausgestellt. Die illustrierten Zeitungen bringen Photomontagen über den Sieg im Osten, bie in ber Mitte bas V tragen. Der Rundfunk gibt vor unb nach bem Wehrmachtbericht als Morsezeichen für V dreimal kurz, einmal lang. Der Sprecher erläutert dies: „Habt Ihr bas V-Zeichen gehört? Das V-Zeichen bebeutet: Viktoria, Sieg an allen Fronten!" — In ben Straßen finb bie Karten von Europa in Kästen ausgehängt. Alle bie Kästen tragen auf ber Umranbung die gleiche Parole. In sämtlichen Kinos von Den Haag und ben übrigen Städten sieht man Stanbbilber mit entsprechenden Texten. Belgien: Alle Autos und Lastwagen tragen heute einheitlich das V. Transparente stehen an ben markantesten Punkten aller Städte. Die Tender aller Lokomotiven tragen das V. An den Fenstern ber verfchie- benften Häuser ist bas gleiche Zeichen angebracht. Die gesamte Presse steht ebenfalls unter bem Siegeszeichen V. Die Wehrmachtderichte tragen bas Zeichen am Anfang. Felbpostkarten unb Siegelmarken mit bem V finb im Umlauf. Bei ber Anbringung ber Riefentransparente sieht man größere Menschenmengen. Protektorat: Lawinenartig hat bie V-Aktion auch im gesamten Protektorat eingesetzt. Das abenbliche Bild Prags ist beherrscht von bem riesigen strahlenden V auf dem Veitsberg, vom Pulverturm und von den Brückentürmen der Karlsbrücke, und vom Aussichtsberg des Laukenzberges sieht man große V-Fahnen wehen. Die größte und zugleich längste Geschäftsstraße Prags, die einstige Volksstraße, heißt heute Viktoriastraße. Das bekannte Bata-Hotel im Bezirk Zlin heißt heute „Viktoria-Hotel". Auf Straßen, Plätzen und an Gebäuden in Prag und' anderen Städten sieht man das V in rotweißen.Farben. Spruchbänder find an den deutschen Theatern und an ben vielen Verwaltungsgebäuben ber Filmateliers angebracht. Die Straßenbahnen tragen ein V. Lokomotiven finb mit einem großen V bemalt. Das größte Kino Prags nennt sich in Zukunft „Viktoria" unb trägt bereits feinen neuen Namen. Das Caf6 Slawia ist ebenfalls umgetauft in bas Caf6 Viktoria, bie Schilber finb bereits heute nacht angebracht worben. Gartenanlagen zeigen bas V sichtbar für jeben. Auf ber Molbau fuhren heute Ruberboote in V-Form, bie Autos ber Behörden tragen bas V umrahmt von einem Lorbeerkranz. Poststempel tragen ben Vermerk „Viktoria!" Alle be- beutenben Blätter finb feit gestern mit einem farbigen „V" überbrückt. Leitauffötze beginnen mit bem „V", alle Textfeiten tragen bas „V". Ueberall lieft man bas Motto „Viktoria'" —j „Der Sieg Groß- beutfchlanbs im Kriege ist der.Sieg Europas im Frieben!" Generalgouvernement: Auch hier sieht man Tracksparente, Plakate unb Klebezettel, Fluazeuge werfen Papierabzeichen mit bem V ab. Polnische Fahrer, bie bei der deutschen Wehrmacht beschäftigt finb, haben das V auf ihre Fahrzeuge gemalt. Lokomotiven und Straßenbahn- wagen tragen auck hier das V. Auf Straßen und Plätzen, an Hochhäusern und Türmen sogar in überbimenfionalen Größen. Aus bem Krakauer Rat- hausturm ist ein großes Transparent in 5 verschie- denen Farben sichtbar. An ben Litfaßsäulen prangen bie Plakate, Freilickttonkinoauffuhrungen, bie auch im Zeichen ber V-Aktion stehen, fanden vor mehr als 30 000 Zuschauern statt. Hier wurde die Oie höchste TapferleitSauszeichnnng. w • Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichen- laub, Schwertern und Brillanten ist die höchste Tapferkeitsauszeichnung, bie jetzt vom Führer und Obersten Befehlshaber bem erfolgreichen Jagbflieger Oberstleutnant M ö l b e r s anläßlich seines 101. Abschusses verliehen worben ist. (Scherl-Bilberbienst-M.) letzte Wochenschau gezeigt. Die Wochenschau tragt jetzt auch bas Zeichen bes V. Die Bevölkerung riß sich um bie aus Flugzeugen abgeworfenen V-Zei- chen, bie polnischen Text tragen. Norwegen: An allen Ecken in Oslo ist die V-Parole zu sehen. Der Ost- unb Westbahnhof sind mit großen Trans- parenten geschmückt. Neben ber Parole „Deutschland fiegt an allen Fronten" ist hier die Parole: „Deutschlands Sieg ist Norwegens Sieg" zu lesen. Die gesamten Zeitungen stehen im Zeichen des Buchstabens V. Sie bringen Leitartikel über den europäischen Sieg über den Bolschewismus. Der letzte Buchstabe biefer Leitartikel ist ein V. Große Karten der Ostfront tragen ein strahlendes V in ihrer Mitte. Plakate hängen über- all aus. Auf Straßen und auch an Häusern sind große V angemalt. Frankreich: Das Stadtbild von Paris wird beherrscht durch überdimensionale große Transparente unb Fahnentücher, bie am Eiffelturm unb an anberen markanten Gebäuden zu sehen finb. An ben Autos der Wehrmacht sieht man bas V auf ben Kotflügeln und an den Wagentüren. Die Auslandsorganisa- tion hat zahlreiche Flugblätter verteilt. Zusammen mit ber Auslandsgruppe de» faschistischen Partei finb auch Flugzettel ausgegeben worben, bie das V zusammen mit einer deutschen und italienischen Flagge tragen und darunter das Wort Viktoria. Am Sonntag fand eine Rote-Kreuz-Sammlung statt, auf ber Nachrichtenmäbel Anstecknadeln in Form eines V mit Lorbeerkranz vertrieben. Alle Provinzstädte beteiligten sich ebenfalls feit gestern an der V-Aktion. Duff Cooper ausgeschifft. Berlin, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Reuter gibt bekannt, daß Brendan B r a ck e n, der seit mehreren Jahren parlamentarischer Sondersekretär Churchills war, zum Jnformationsminister ernannt worden ift. Der bisherige Inhaber dieses Postens, Duff Cooper, wird Kanzler des Herzogtums Lancaster und begibt sich in den Fernen Osten. Außerdem ist der parlamentarische Staatssekretär im britischen Außenamt, Butler, zum Erziehungsminister ernannt worden. Churchills Schwiegersohn Sandys wird Finanzsekretär im Kriegsministerium. Diese Personalveränderungen zeigen, daß Churchill in Duff Cooper einen neuen Sündenbock gefunden hat, den erc ähnlich wie seinerzeit den Schiffahrtsminister Croß, der Oberkommissar von Australien wurde, aus England „fortbeförderte". Duff Cooper wird nach dem Fernen Osten verbannt, wo er, so heißt es, „im Auftrag des Kriegskabinetts die bestehenden Verhältnisse in ber gemeinsamen Planung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen britischen Behörden zu überprüfen und bann bem Kriegskabinett unter Angabe von Hinweisen zu berichten hat". Rumänien feiert die Rückkehr Bessarabiens. Bukarest, 20. Juli. (Europapreß.) Der Samstagvormittag ftanb in ganz Rumänien im Zeichen ber Feiern anläßlich ber Rückkehr Bessarabiens unb ber Nord-Bukowina zum Mutterland. Die Häuser der Hauptstadt waren mit rumänischen, deutschen und italienischen Flaggen festlich geschmückt. In der Kathedrale fand ebenso wie in allen übrigen Kirchen des Landes ein Dankgottesdienst statt. Vizeminister- Präsident Mihail Antonescu hielt im Rundfunk eine Rede, in ber er bie Bebeutung bes Kampfes gegen ben Bolschewismus hervorhob und den Stolz Rumäniens betonte, an diesem Kampfe an der Seite Deutschlands teilnehmen zu können. Aus Anlaß des Einzuges rumänischer Truppen in Kischinew richtete General Antonescu an alle Bessaradier und Buchenländer einen Aufruf mit der Aufforderung' sich ber Gefallenen würbig zu erweisen unb sich selbst bas Vaterland zu verdienen. Sie hätten Gelegenheit gehabt, den Kommunismus am eigenen Leibe kennen zu lernen. Sie wüßten jetzt, daß ein Leden ohne Freiheit und Eigentum, ohne Gerechtigkeit und Familie schrecklicher fei als ber Tob. Die Vergangenheit werde nun ausgelöscht. Er selbst werde die Neuaufrichtung Bessarabiens unb bes Buchenlanbes in bie Hanb nehmen. Oie ersten dänischen Freiwilligen in Hamburg. Hamburg, 20. Juli. (DNB.) Sonntag vormittag traf bas erste Bataillon bes Freiwilligenkorps „Dänemark" in Hamburg ein. Unter Voran- tritt eines Musikkorps ber Schutzpolizei unb begleitet von einer Ehrenkompanie der Waffen-^ marschierte das Freiwilligenkorvs, an der Spitze sein Kommandeur, Oberstleutnant Kryßling, unter herzlicher Begrüßung und Anteilnahme ber Bevölkerung zu kehrt. Im Mittelmeer hat eines unserer Unter- iglischen Zerstörer torpediert und wer65 U-Boot unter dem Befehl Rein Feldpostbrief braucht lange Zeit iU ge° e trieb das Gelernte verbessern und machen. Und so Sowjetische Bauernknechtung e-ae ist das heutige Sowjet-1 nisierung folgen sollte, ist ein alter Lieblingsge- Europas gewesen. Erst die danke der linken bolschewistischen Parteidoktrinäre, i agrarischen Grundcharakter Sie sieht die völlige Entpersönlichung der landwirt- aeändert. Aber auch sie kön- schastlichen Besitztümer und der Arbeit auf dem ache vorbei, daß noch heute Dorfe vor. Der Bauer ist Industriearbeiter auf dem mitt rben. nany en X dib 1 des den entfl* der geln Sir dem großen ftrii >jh die Kornkammer en« jftt mb men irtei das ichen Drin, statt, iorm N bet Qrtmer tiefer hinein stoßen unsere Panzer AV En Feind. Sie umholen ihn im großen Bogen ujtb treiben ihn zu uns heran. An den Flanken Men die motorisierten Vorausabtei- litgen den Bolschewisten entgegen. Sie sind Mer als die Schnellsten, kühner als die Kühnsten, feig sitzen die Vorausabteilungen dem Gegner versenkt. Ein anderes U-____ . , , von Kapitänleutnant Nigliorini hat ein feindliches U-Boot versenkt. Ein weiteres englisches U-Boot wurde von zwei unserer von Kapitänleutnant Ga- malori bzw. Kapitänleutnant Martinoli befehligten Zerstörer versenkt. trachten unsere hauswirtschaftlichen Arbeiten als Mittel xur Erreichung und Erhaltung der Gesundheit unseres Volkes an Leib und Seele." Der Leiter des Einzelhandels im Bezirk Hessen, Wilhelm Köhler, ging auf die Mehrarbeit ein, die dem Einzelhandel durch das Bezugschein- y st e m auferlegt ist, und die Verständnis auch beim Käufer notwendig macht. Er betonte die Mühe, die das Einnehmen, Aufkleben und Verrechnen der Karten mit sich bringt, die Schwierigkeiten der Warenbeschaffung und des Transportes, des Personalmangels und des Verkaufes selbst und appellierte dabei an den guten Willen, den auch die Hausfrau bei ihrem Einkauf dem Kaufmann gegenüber an den Tag legen sollte. Daß der Kaufmann seinerseits höflich und verbindlich bleiben seeboote unter dem Befehl von Kapitänleutnant Zanni einen en$ "' Heber den gesamten Teil Syriens, der von britischen und australischen Truppen besetzt ist, wurde der Belagerungszustand und das Kriegsrecht verhängt. Der spanische Staatschef empfing am Nationalfeiertag in den berühmten Gärten von La Granja das Diplomatische Korps. Dem Empfang wohnten Offiziere der Wehrmacht und die obersten Führer der Falange bei. a ost' w; Kleine politische Nachrichten Deutsche Dorpostenboote zwangen am 19. Juli britische Kampfflugzeuge die sich unter starkem Jagdschutz der Kanalkuste zu nähern versuchten, zum Abdrehen. Ein britisches Kampfflugzeug wurde abgeschossen. Eine deutsche Minenräumflottille hatte am 17 Juli eine Feindberührung mit britischen Kampfflugzeugen im Kanal. Die Briten warfen eine größere Anzahl schwerer Sprengbomben. Das Flotttl- len-Führerboot schoß ein britisches Flugzeug ab. Damit hat diese Räumflottille in kurzer Zeit ihr siebentes britisches Flugzeug abgeschossen. In Berlin traf auf Einladung des Reichsaußenministers der stellvertretende kroatische Staatsführer und Minister für Landesverteidigung, Marschall Kvaternik, ein. Am Sonntagmittag legte der Marschall am Ehrenmal einen Kranz nieder. Stockholms Tidningen" bringt einen Bericht ihres Sonderberichterstatters, der l n R i g a sich ein Bild der Greuellaten der Bolschewisten machen W pichen -s uni Häuser De" Jn der W Nister' ndfu" Aoh -Seite lhur« nbotf t den von erte". lannt inettr amen eschie« dann en zu GestiegeneKaufkrastundgrößerer Bedarf beeinflussen die Marktlage. n M litt» öienei*- lismus oüßt^ entmj s-i a*5 w -abien1 • Letzte Funksprüche. Auch neuer Leiter des britischen Rundfunks. Berlin, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit der Verbannung Duff Coopers nach dem Fernen Osten und der Berufung Brackens auf den' Posten des Jnformationsminifters wurde auch für den britischen Rundfunk ein neuer Leiter von Churchill eingesetzt. Harold Nicholson wurde Leiter der BBC., der British Broadcasting Co. Der bisherige Erziehungsminister Ramsbotham wird Präsident des Arbeitslosenunterstützungsamtes. Lord Hankey wurde zum Generalschatzmeister, E. T h u r t l e Unterstaatssekretär im Jnformations- ministerium, Oberst Watt parlamentarischer Sondersekretär des Premierministers, Sir Hugh S e l l y parlamentarischer Untersekretär im * Luftfahrtministerium sowie Hauptmann Balfour, Abgeordneter Tom Williams und Major Lloyd George Mitglieder des Kronrates. Die Internationale Filmkammer wählte zum neuen Präsidenten Graf Giuseppe D o l p i di Misu- rata (Venedig), zu Vizepräsidenten Dr. Balvgh (Ungarn), Direktor Andersson (Schweden), Professor Carl Fröhlich (Deutschland) und Direktor Pus- cariu (Rumänien). Zum Generalsekretär wurde der Vizepräsident der Reichsfilmkammer, Karl Melzer, ernannt. Zum Sitz der JFK. wurde Berlin bestimmt. Die deutsch-italienische Kommission für die (Breng ziehung des slowenischen Gebietes hat in Laibach mit ihren Arbeiten begonnnen. . Politik und Geschäft bei Frau Roosevelt. Berlin, 21. Juli. (DNB. Funkspruck.) Frau Roosevelt, die sich ihre Hetzrede so gut bezahlen läßt, daß selbst bei Wohltätigkeitsveranstaltungen gelegentlich der ganze Erlös in ihre Tasche wandert, hat eine neue lukrative Möglichkeit erhalten, Politik und Geschäft zu verbinden. Wienaus Washington gemeldet wird, gab das panamerikanische K a f f e e b ü r o , das die Interessen der faffetbauen- ben iberoamerikanischen Länder in den Vereinigten Staaten oertritt, bekannt, es Hube Frau Roosevelt, die Gattin des VSA.-Präsidenten, als Rund- funkrednerinverpflichtet. Frau Roosevett soll vom 1. September ab wöchentlich einmal je eine Viertelstunde im Rundfunk über die Tagesereignisse sprechen. Wie die Kommentatoren Pearson und Allen mitteilten, erhält siefürjedenVortrag2000 Dollar. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz SA.-Briaadeführer Petersen in Weimar und den SA.-Gruppenführer Hohem Otterndorf (Niederelbe) auf die Dauer von fünf Jahren zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Volksgerichtshofes bestellt. Der brasilianische Staatspräsident Dr. Cetulio Vargas wird demnächst eine etwa zehntägige Luftreise nach Bolivien und Paraguay unternehmen. im Nacken, lassen ihn nicht mehr los, bis er irgendwo vernichtend geschlagen wird. Und die anderen? Sie tun an jeder Stelle ihre Pflicht. Ist Dein Sohn Pionier, Mutter, so findest Du ihn jetzt an den großen Flußübergängen, deren Brückenkopf er mit der Handgranante im Sturm erkämpft hat, im Ponton sitzend, während ununterbrochen die Fahrzeuge der Armee vorüberrollen. Ist Dein Sohn Kradmelder, so jagt er mit seiner Meldung von Gefechtsstand zu Gefechtsstand, windet sich durch die langen Kolonnen, über holprige Wege, durch flache Wasserläufe. Seine Augen sind gerötet vom Fahrtwind, sein Gesicht ist verklebt und verstaubt. Aber er ist so stolz und glücklich, Melder zu sein. Ist Dein Junge Infanterist ober Artillerist? Ueberall, wo er steht, erfüllt er seine Pflicht. Und nun sorgst Du Dich, Mutter, daß Dir Dein Sohn nicht schreibt. Verstehe, wir denken an Euch, aber noch mehr denken wir an den Sieg. Und wenn wir dann verschnaufen für eine kleine Weile, dann legen wir uns lang und schlafen. Und dann die Feldpost. Sie hat einen schwierigen Weg. Die Straßen sind schmal, oft durch tiefe Schlaglöcher kaum benutzbar. Nur ganz langsam kann sich Fahrzeug nach Fahrzeug dort hindurchquälen. Die Kolonnen aber sind lang. Und es ist doch klar, daß zuerst die Soldaten die Straßen benutzen, die nach vorn gehen. Auch der Nachschub muß rechtzeitig heran. So muß sich eben der große dicke Feldpostomnibus gedulden. Siehst Du, Mutter, deshalb hast Du von mir noch keinen Brief. Und so wirst Du mir auch nicht böse sein, wenn ich diesen Brief gleich an alle Mütter richte, die alle die gleiche Sehnsucht haben, einen Brief von ihren Söhnen zu bekommen. Kriegsberichter Frank Goetz. Musterstaat zu der Vernichtung fast einer ganzen Bauerngeneration geführt, sie hat ganze Landstriche und Provinzen entvölkert, sie hat den alten gesunden Bauernstamm ausgerotfet. Der fleißige und arbeitsame, der ehrgeizige und für den Export arbeitende Bauer — er ist heute verschwunden. Geblieben ist der unterjochte und versklavte Knecht, der von den durch Moskau in jedem Dorf zu Dutzenden unterhaltenen Spitzeln unterdrückt und nach allen Regeln der jüdischen Kunst ausgenommen wird. Heute ist das Sowjetbors gesetzlich endgültig kollektiviert. Freilich hat der Bauer sich noch im letzten Augenblick, bevor man ihm alles nahm, auf seine Weise gerächt. Im ganzen Lande setzte ein Massenabschlachten von Rindern und Ziegen, von Schafen und selbst Pferden ein, daß die Sowjetlandwirtschast die katastrophalen Folgen hiervon noch heute nicht überwunden hat. Sodann aber zeigt der Bauer bei jeder günstigen Gelegenheit, daß man ihn gezwungen hat, daß er sich also auch als Kostgänger des Staates fühlt. Er arbeitet nachlässig und oberflächlich, er sabotiert die Regierungsmaßnahmen und lehnt alles ab, wozu er nicht mit Waffengewalt gezwungen wird. Die Folgen des Zwanges und des Terrors machen sich in den Ernteerträgen bemerkbar. Der Ernteertrag hat trotz aller Maßnahmen der Regierung und einer Propaganda, die jedes Jahr von neuem mit allen Mitteln angekurbelt wird, nicht zugenommen, und selbst die Anbaufläche ist nur ganz geringfügig gestiegen. Es ist in der Tat so, daß das Land aus der ständigen latenten Hungersgefahr nicht herauskommt. Und der Dauer wartet auf seine Befreiung. rungen ihren Zwecken dienst teht denn als Grundsatz über aller vvlks- und )auswirtschaftlichen Ertüchtigung, der das Deutsche Frauenwerk seine ganze Kraft widmet, das Motto „Wir dienen dem Leven unseres Volkes, wir be- NSG. Auf der Pressekonferenz des Gaues Hessen-Nassau sprach nach den Ausführungen des Gauleiters, über die wir bereits berichtet haben, Frau Professor Charlotte von Reichenau über grundsätzliche Fragen der Hauswirtschaft und Konsumtion. Die Hauswirtschaft stellt einzelne Güter her, wie es andere Produktionen ebenfalls tun, sie tut indessen darüber hinaus noch viel mehr, indem sie die verschiedensten Güter zu einer sinnvollen Einheit zu- sammenschließt. Dieser sinnvollen Einheit muß die richtig geführte Hauswirtschaft vor allem auch Dauer geben, und die von ihr Betreuten müssen sich in ihr geborgen fühlen. Eine weitere Aufgabe der Hauswirtschaft ist es, eine bestimmte seelisch- geistige Atmosphäre im Hause zu schaffen, in der die Menschen sich wohl fühlen. Denn erst wenn diese drei Faktoren harmonisch zusammenwirken, wird der Lebensraum sinnvoll gestaltet, der die Familie im Kleinen zu der wirtschaftlichen und ethischen Zelle werden läßt, die sich in der Ganzheit des Staates im Großen auswirkt. Aus dieser Perspektive gesehen hängt vom Funktionieren des einzelnen Haushaltes die gesamte Ersparnisbildung in Der Volkswirtschaft ab. Gau-abteilungsleiterin Frau Erna Mertens unterstrich, wie im einzelnen die Hauswirt- fchaftliche Ertüchtigung durchzuführen ist, um zu einer sinnvollen Verbrauchslenkung zi' langen. Sie ging davon aus, daß jeder D gelernte Arbeiter haben muß, um erfolgreich arbeiten zu können. Aus dem gleichen Grund muß die Hauswirtschaft auch erst einmal erlernt werden, und Neue- Mhewisten haben den G Zandes gewaltsam geändert. Aber auch sie ton nicht an der Tatsache vorbei, daß noch heute M ßi3tr zwei Drittel der gesamten Bevölkerung auf : ret°' bim Lande leben und daß die Landwirtschaft, wie , ri" in es definierte, „hie wichtigste Industrie" des ies ist. Freilich ist der Bauer seit je ein er- irier Gegner des Regimes gewesen, der dessen ü( stets ablehnte und als das konservative Mmtfent im Lande sich der Machtübernahme durch tut'Hw art- und wesensfremde System widersetzte. n frühzeitig erkannte der Bolschewismus, daß im Dauer ein Feind erstanden war, den er erfen mußte, wenn anders die Gefahr beit werden sollte, daß die Stadt und die Zentten industriellen Entwicklung des Landes vom m regelrecht ausgehungert werden können. Die rstreiks, die die Dauern in den ersten Jahren Krieaskommunismus durchführten und die das me an den Rand des Abgrundes führten, haben Staat zu erhöhter Wachsamkeit veranlaßt. Vs erste Antwort des Staates war die Hunger - L die gegen das Dorf geschwungen wurde: ersten großen Hungerwinter 1921/22 sind Mil- .... Menschen gerade auf dem Dorfe verhungert, brutale Mittel hatte die Bauern zunächst r noch widerspenstiger gemacht. Aber wit langend stetig wirkenden Mitteln wurde ihr Wider- gebrochen. Schon zu Lenins Lebzeiten wurden _„„nen aufs Dorf entsandt, die wie die Heu- ien das Land überschwemmten und dem Bauern ! Getreide gewaltsam enteigneten, bas er auf um Boden geerntet und das er der Stadt zu »rem abgelehnt hatte. Jahr um Jahr wiederholten it ieiefe Feldzüge gegen das Dorf, bis der Bauer, i? schüchtert und ermattet, in feinem wertvollsten Ktinibe dezimiert und stets neuen Repressalien und • feigen Expropriationen ausgesetzt, nachgab. $3 Lenin mit seiner „NEP"-Politik die furcht- it-jp.n Auswüchse der Dernichtungsfeldzuge Der B: 2i gegen das Dorf wieder einigermaßen gut- stmchen versuchte, erholte sich der Bauer Zwar »vergehend. Dann kam Stalin » der dieses Anziehen mit den Dauern" mit radikalen Mit- •Migu beenden trachtete, mit seiner Kollektivierung k bäuerlichen Besitze, und heute ist der Sowjet- mir nicht mehr Herr auf feinem Grund und fbm und nicht mehr selbständiger Bauer auf |6te Scholle, sondern nur noch Fronknecht auf sichern Boden, der unter Aufsicht zu arbeiten v) Lie Früchte seiner Arbeit abzuliefern hat, Der tu seiner Rechte verlustig gegangen ist, unb leDig- So fcr Roboter in den staatlichen ,Landwirtschafts- K ist eim der größten Tragödien, die die Mensch- Geschichte kennt, wie Stalin ferne Kollekttvie- r: durchgeführt hat, und wenn man nach den Duften forscht, fo ergibt sich, daß die Kollekttvie- fc mehr Menschenopfer gekostet hat als der Welten allen an ihm beteiligten Landern Zusammen, eigenen Nöte des Bauern interessierten dabei d; Moskauer Machthaber nicht im geringsten, Der l;t?r war Objekt der jüdischen Weltverschworer pb bannt basta! Die Kollektivierung der Landwirb Bat, die übrigens nur die erste Stufe auf hem fe geschickter Kampfesweise. Immer werden wir iidrem Gegner überlegen sein, auch dort, wo er zch'iimäßig stärker ist. Natürlich mußten mir uns eM umstellen. Hier wird nicht nur ein gerader . utfccffener Kampf geführt, hier wird vom Geaner urd) tragen und heimtückisch, manchmal unmenschlich mbuerbilten gekämpft. konnte. Das lettische Volk verlor in einem Jahr! 10 v. H. seines Volksbestandes. 200 000 wurden in | die weiten russischen Steppen und in die arktischen Gebiete Sibiriens gebracht. * Der italienische Flieger Oberstleutnant Arturo Ferrarini hat bei einem Probeflug mit einer neuen Maschine den Tob gesunden. Ferrarini har sich 1920 durch seinen Flug Rom—Tokio und 1928 durch seinen Raid Rom—Brasilien mit seinem Wasserflugzeug „Savoia 64" Weltruhm erworben. * Der ehemalige italienische Botschafter in Moskau, traf mit dem Botschaftspersonal in Kars an der türkischen Grenze ein. Im Zuge her Italiener be» sand sich auch das Personal der dänischen urtib finnischen Gesandtschaft in Moskau. * In dem USA»5)afen Brooklyn sind wieder mehrere beschädigte drittsche Kriegsschiffe zur Re- paratur eingelaufen. Alle Trockendocks auch anderer USA.-$äfen sind mit schwerbeschädigten britischen Schiffen aller Klassen belegt. * Der Hauptschriftleiter der „Times", Geoffrey D a w s o n , tritt zurück. Sein Nachfolger soll der bisherige stellvertretende Hauptschriftleiter Robert M'Geovan Barrington-Ward werden. Feld, er schuftet, liefert und schweigt! Wagt er aber zu mucksen, so wird er ins Zwangsarbeitslager abgeführt, und ein gut Teil der 15 Millionen Insassen, die heute diese Lager füllen, stellen Bauern dar. Denn die Kollektivierung hat im sowjetischen Aus aller Wett. Sdiivrrcn (ilfnibabnmmliitf In Jtallm. Cln her Nacht zum 20. 3ulf Hai sich auf der Stielke zwischeii O.onm San ü)louannl und VOhnti* üdipvrlnhi (bei 0 hiuff o) ein schwere» Eisen- bnbii'Uiifllürf vrelgnel Ein non einem ßMUcr^ug mit- gesührter Mran ।l|t (Id) Ino, sliejz mH ,einem Muo» ii'l er gegen das Widerlager einer Briilke und ner- Hi (id)fe bind) üiilgldfitng eine Sperrung des Rach- bargielsei. .in diesem Augenblick brauste ein .-jug von '.Dtalfanb heran, dem eis Wagen mll Arbeitern augehängi waren, Füns Wagen diesem Teiles des Äiigee entgleisten, mobel drei schwer beschädigt ronr den. o l in rt 3 0 Tote und 50 'verletzte sind 411 be- klagen. Budapester Gasthaus iilebergcbrfliinl. Cln Budapest brannte das vielen ftrrmbt-ii bekannte M I 0 f-ffla st ha 11 v aus dem Blocksberg nieder, wobei drei Kranen in-rf) rannten, zwei lebens- gefährlich verlehl wurden und mehrere leichte Brandwunden <1 Ulen. In dem Meller des Gasthauses waren Feiu-rwei kskärper imtergebrarht, die für hen St.-Stephan»!aa bestimmt waren. An den nüiierroerfofdrpern wurde gerade zur Zusammen. Heilung de-. Feuerwerks gearbeitet. Dabei erplofoler- im einige Bake len. Das ganze Lager entzluid. te sich und setzte hen Mioef schnell (n Braud, bah sich »111 nach em 3 eil her Im .Meller Arbeitenden retten konnte. Gröhe Feuersbrunst In Scollla. 3n Sevilla brack) In einer F l a l ch e 11 f a b r i k ein grober Brand rtuo, der auf ein Alter » he1111 Übergriff und das ganze umliegende Stadtviertel einzuäschern drohte Den Feuerwehren von Sevilla und Cadiz sowie einer groben Hohl freiwilliger .Helfer gelang es nad) fünfftiinblgen angestrengten Bemühungen, das Feuer einzudannnen. Aicher dem Fabrikgebäude, dem Altersheim und einigen Wohnhäusern wurde auch der Eogny-Palasi aus der Heil Karls IV. zerstört. Affenbesuch In der Wohnung. 3m Zoologischen Garten von Aarhus (Däne- mark) gelang e« a ch t Pavianen, die Tiir ihres Großartige Käfigs aufzubrechen und ins Freie zu flüchten. Angestellte des Gartens nahmen die Verfolgung aus, die haburd) erschwert wurde, dcch die Assen in hen Lchloßpark liefen und ans die B ri 11 m e kletterten. Dann liehen sie sich im Vorort auf einem .Hause nieder und krochen, als sie sich umringt sahen, durch eine L-uslkloppe In das Innere des Hanfes, beffen Bewohner bei hem unoermute len Anblick der zähnefletschenden Assen von vani- schem Schrecken ergriffen wurden. Die Affen konnten ober doch einer nad) dem andern wieder eingefangen und in den (barten zurückgebracht werden. „Walküre". Jubel bei den Bayreuther Kriegsfestspielen. W a i) r e u 11), 18.3101. (DWD.) Mit einer überwältigenden Aufführung her „W a l k ü r e" Berichten die Bayreuther Festspiele ein Publikum in Helle Begeisterung, das aus dem Norden und dem Süden des Neiches, aus Pommern und Kärnten gekommen war. Unter der hinreißenden Gewalt von Wagners Musik und vor den zauberhastcn Bildern her Szene schlugen die Herzen dieser Sol« baten, unter denen man auch viele Verwundete sah, der NÜstungvarbeitcr und •arbellerlnncn, In gleichem Maße Häher, und der Belsoll konnte den Schluß der Akte kam abwarten, um mH Ungestüm hervorzubrechen. Die „Walküre" Ist unter den Werken Richard Wagnero allerdings in besonderem Maße geeignet, breiteste Schichten zu entflammen. Dazu bcfi|)t Bayreuth für das elementare Geschehen des ersten Aktes und für die gesanglichen Glanzftücke dieses Aufzuges drei Künstler, die an stimmlichem Vermögen, an Leidenschaft des Vortrages und Durch- geifflgiing non Gesang und Spiel leßte Vollendung erreichen: Franz Völker als Siegmund, Maria Müller als Sieglinde und Josef v. M a n 0 • marba als hnndling. Ueberdies hat Heinz Tietje n s Regie das Drama der drei bis zur scheinbar nebensächlichsten Geste und Blickweuduiig psychologisch so durchgeformt, daß dieser Akt zu den auch in Bayreuth hervorragenden Eindrücken gehört. Er enthält ein imposantes Gegenstück in der bewegten ,.Walkiire"-Szene des letzten Aufzuges, deren bei aller Stilisierung der Gruppenbildung natürlich sich entwickelnde und steigernde Bewegung ein Glanz, stück der Inszenierung ist. Der Ausklang mit her di« ganze Szene umlodernden Waberlohe bietet in btr ungewöhnlichen Farbengebung von Emil Preeto« r i il s und mit feinem differenzierten Wechsel von Licht- und Schattenwirkungen einen unvergeßlichen Eindruck für jeden, der dieses Meisterstück her Boy. reuther Bühnentechnik (Paul Eberhardts) ein. mal sehen durfte. hier dominiert solistisch Rudolf Bocke! mann als ein wundervoll singender Wotan, der mit btr Majestät des sorgenden und zürnenden Gottes bi, Innigkeit des liebenden Vaters tief ergreifend zu verbinden weiß. Margarete Klose (Fricka) und Maria Fuchs (Brunhilds) waren die vollwertigen Partnerinnen des Wotan-Dramas. Die dramatischen Energien entband Heinz Tietjen als Dirigent auch im Orchester. Durch überlegene Kontraftierunz von drängendem Temperament und lyrischem Verweilen gab er der Vorstellung starke musikalisch, Impulse, und es war deshalb bedauerlich, daß ha, prachtvoll aufatmende Orchesternachspiel des ersten Aktes bereits von prasselndem Beifall iiberberfi wurde. Johannes Jacobi. Haupifchrtflletler: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. HaiipIfchrisUelte,») ürnst iälumldjcfn. Sicrnnliuortllrf) für Politik un) »Mlbrr; Dr. Nr. W. Laiific,- für ba« Feuilleton: Dr. Hana TJnjrioi; für Stadt (fliehen, Provinz, Wlrlfchaft n. 'Spott: (Kruft Blumscheln. i Druck und Viering: örlUllfrljc Universitütadrurferei »t. Lauge » «. Steriagaleiter: Dr.-Iiig. 0Uch Hamann,- vluzelgenleiter: Han4 Sied. Perantivortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel PI.Str«. Am Samnfngmorgen l*L iinsrrr lnnlgnlg .Inliren plötzlich von un» gegangen. In tiefem Sctimerz; Pomlllc Jakob Philipp. (dellen (Krofdorfcr Sl.rid.le 34), 89501 3311080 343109 357688 75 chewinn« zu 500 NM 30326 73/33 97270 115080 140441 1/1)995 188345 71/017 229/81 744223 244235 75283/ 71145/1 311302 317402 329/41 348558 363428 366968 3/4068 9741148 11'11)7', UIII6/', 17).-11 19 21)04 An der Nastimlttagaziel,littst wurden gezogen 205037 101571 108193 18361 3385/0 336317 1219.33 72056 151999 221052 9/6/3 95677 49/16 83679 340885 148026 92896 100000 NM. 25000 NM. 5000 NM. 4000 NM. 3000 NM. 2000 NM. 3 diciuliui« zn 3 u-eminne zu 4» zu zu zu 3 Gewinne 6 Wem in ne 9 Wrwittue 18 (fierolitne 288980 362050 30 n.ewittne zu 1000 NM. 147058 158720 294168 325744 ------- ------ /0 Memlnue au 500 NM. 3302 J5305 47265 48309 50517 537111 57533 7/436 80040 111899 150743 151529 155478 169101 189218 203341 206456 2'7323 263027 305452 318630 327690 328826 342683 360834 384/09 Die Ziehung der 5. Klosse 5. Deutsche Reichsloiterie findet uom 12. August bl» H. Septeniber 19-11 statt. Dum große Komlker-Kneemble Heinz Rühmann atu der Mann, der nicht nein Nagen kann Theo Lingen «In der komim'ludc Diener der Welt Hans Moser ali« nuNchrludrr Onkel Ehl liiiwi»plel, von dem man Nprlchi ! Neueste deutsche Wochenschau Heute Montag Neuaufführuntf JKichtspiclftaus Nur 3 Täte! a jftUflo Berin Uhler Verlag Verlßn-Llchterfeld« Seltene Nntururkunden von den Mn!Ulten und vom Wattenmeer bl« alle Naturfreund« und Pog«tll,bhad,r mit Pegeifterunq lefen und fchauen werden: UnterSäbelschnäblern und Seefchwalben Veodachtungen und Natururdunden out der ’llogtlrorlt der deutschen Nordseelitift« Von dunen ßd)til)mnd)er gnogesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach Wundervollen Natnraulnahmen. On veinen lei'nnden 'NM.ri.90. BesteNnngen nimmt jede Biichhandliing entgegen. Verlangen Sie bitt® ban auesilhrliche bebilderte Werbrblatt. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Kontoristin Statt, Karten Ihre KrlegstraUung geben bekannt Dr. med. Rudolf Rühl ÄRHlNtrnzarzt z. Z. Unterarzt, i. c. KricgMlazarcttabt. Karola Rühl, ßcb. Antz MuHlklchrcdn Gießen (IIcHNciiNlrnße 10), den 20. Juli 1041 ____________________3064 Bjj Wir haben uns verlobt Hildegard Möhlenbeck Lagerführerin im RAD. Karl Schneider Obcrfeldmeluter im RAI)., TruppführerachuJo 9 Gladbach Londorf (Obcrh.) z. Z. IIohcnnNcluui (Oberb.) z. Z. im Felde im Juli 1041 _________» für leichter« Büroarbeiten gCNUellt. Hollmann-Werke, Wetzlar 3043D Gemeinsame Bekanntmachung der Canbrdlc der Landkreise Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Ooet- bürgermeiflers der Stadl Gießen. Betr.: (Lierverteilung. Btiücrhininc, kinderliebe Hausgehilfin in Dauerstellung z. 1. August gcfticbt. Dr. Lange, Au der Fobauuevktrche 6. Kellner ftlr Wartesaal B..Klasse stellt etu fialmliolgaslslälleii Giellen. ? #Vih eiiielaiiseud und leichte Re* heutiesctiästiguug iverden nuinni. Hiliskräftc (Invalide usw.) ges., auch Leute uom Laude, die rHads.könu.werd. herlicks.Aua.uui. 0 ' 108 i) d. (M. A. Verschiedenes Vorige Woche Kanarienvogel entflogen. Kohs uud Flügel dunkel.Geg.Fiu derlolmabzuaeh. i.d.Frauenklinik tzerren- Unnöonöuljr verlor./ da dringend benötigt/ lieg. Belohnung ahzugeben oam (Ur.Lteinwcg 17 Ab Montag, den 21. Juli 1941, werden auf den Bestellschein 26 der Reichseierkarte 4 Eier anogegeben, und zwar auf die Abschnitte b und ( je 2 Lier. Gießen, den 18. Juli 1941. 3061D Für die Land rate der Landkreise Alsfeld, Büdingen. Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Ober- bürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. _ E>r. L o tz. , j Bekanntmachung. Die Ausgabe der Zusatzkarlen für Schwer- uni Schwerstarbetler sowie der Zulagekarlen für Lang- und Rachlarbeiier erfolgt von Dienstag. 22. M bis Arettag, 25. Juli 1941, in der Zeit von 8 bis 12 und 11.30 bis 17.30 Uhr im Liebigbau, Zimmer 11 Bei der ?(bl)olung der Schwer- und Sd)werstarbei- lerkarlen ist die neu eingeführtc Lifte vorzulegea Die Abgabe der Langarbeiterkarteu erfolgt wie seither gegen Vorlage der vorgefchriebetien Bescheinigung. 30fißC Bei verspäteter Abholung wird eine Ordnung»- gebühr von 1,— RM. erhoben. Gießen, den 22. Juli 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Witwe 11 Indre obue Aubaug sucht passenden Wirköiiiiskreis in sraueulosem Hauobalt. Rtög- liclisi Dauerst elle. Äugel«. ilBOBTI) un H Gies Miia Verkäufe ""| Ein Bvgeldberg. i. August kalbend znverlaufeno>«i, Walzenborit. Lndnügstr. 7 (dastbadevken, BirtSbchofcu, Luvrt'vaaeu mit .iubebör,2Mäu- tri, 2 P. Gchuhe und Perick. fiir ziveiiäln. Inna. 'H verk. Auzus. oorui. ab 8 10, abeudS ab 7 llbr. :hi erfragen in Gvscbäftdst. doS zu '.’inu’ig Gut erhaltenes, weißes Kinderbell mit Matratze zu verkaufen v Lndwigstr. N v. MciurAnärtarn Im ai|f»<-nn Bnivlort u>rtb«n tton tanlfsbm ItltDUt nn» a*4*n'" „Wenn die Bauern reich sind, können die SSÄ» WSÄas» lese älterer Knabe spöttelte über sie, sie wolle wohl einen kleinen lieben (Bott spielen, sonst sahen die Kinder voll Ernst den, Schauspiel zu und liehen olle-t midersvruchvloo mit dem Schmetterling geschehen. Sie öffnete den Mund ein wenig und l)ond)le da- Pfauenauge von Zett zu Zeit an, wobei ihr (fle- d)l merkwürdig ernst, fast traurig wurde. Aber nicht» wollte geschehen. Bor lauter Enttäuschung wurden sehr verächtliche Worte unter den Kindern laut, und die llngednld lockerte schon die Aufmerksamkeit. Da schrie plötzlich einer der Knaben: „Er lebt sal", und alle suhren empor und umringten Eornelia, hielten den Atem an und machten die Bugen groß. Eornelia lächelte setzt beinahe, al' das Pfauen- äuge kaum sichtbar die Flügel bewegte, sie Iiauchte noch einmal zärtlich eine leichte Welle über das Tier hin — da, aus einmal schlug der Schmetterling die Flügel abwärts gegen ihre Handflächen und erhob sich, taumelnd vorerst, über den Band her lebendigen Schale und flägelte dann sicher in die Luft empor. Die Kinder sudelten ihm nach. Alis einem Sonnenstrahl tanzte das Pfauenauge in die blaue Unendlichkeit des .Himmels hinein. Das Mädchen kniete noch eine Weile im Gras, die .Hände im Schatz gefaltet, das Haupt zurlickgebeugt und lächelte mit geschloffenen Augen ins ftrahlende Licht ... nach Auslösung seine» Truppenteil», mit dem er all» den, Weltkriege zu»lickgekehrt war, in da» 100 000-Mann-heer übernommen und tat dann in der damaligen Reichswehr Dienst. Er gehörte z>n nächst dem in (fließen in Garnison siedenden .Hem* mentsstab de» Reichswehr^Fusanterie Regiments l > an mit den, er 1920 nach Kassel übersiedelte. Dort war er später ab 1928 als Hauptmann Regiment» Adjutant de» Infanterie-Regiment» 16. Jin Jahre 1934 wurde er Kompaniechef der 1 Kompanie FR 15 in (fließen, der damaligen Ti aditionskom- panie des alten 3nf.-Regl». 116. Bon (fließen wurde er nach Breolau versetzt, dann war er noch einmal ganz kurze Zeit in (fließen beim Stab der 9. Division tätig. 1939 wurde er zum Major befördert. Seine melieren militärischen Dienstleistungen führten ihn nach Wien, Hannover und Berlin. Am 80. September 1939 wurde er zum Oberst befördert. Al» Kommandeur eine» SchlitzenMegilnent» mürbe er zu>n Deutschen Afrikakorpv versetzt, wo er sich in den doi ei wähnti n Kämpfen die Hobe fi i iegoaus jdd......... durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht erwarb. Kleidung in den Lustschuhfeller. 'Oer Schlüssel. Bei der ärztlichen Prüfung an einer italienischen Universität befragte der Professor einen Kandidaten über wirksame Kräftigungsmittel, die einem Kranken nach schwerem Leiden wieder aufh'Isen können. Aber der Student, der augenscheinlich sehr aufgeregt war, blieb stlunm Der Professor wallte ihm etwas helfen und fügte hinzu. --Menn Sie zum Beispiel eine junge Dame zu behandeln haben, die sehr blutarm ist, was würden Sie ihr raten f Ein anderer Prüfling, der noch im Hintergründe stand hatte Mitleid mit seinem Leidensgefährten, und um ihm etwas von Eisen zu zeigen und dadurch die Antwort in den Mund zu legen, zog er heimlich seinen Hausschlüssel aus der Tasche und hielt ihn hoch. Der Kandidat sah das, er dachte an das Haus, an die Familie, ein Leuchten ging über (ein Gesicht, und er antwortete triumphierend: „3d) würde ihr raten, zu heiraten!" sönliche Wünsche und Bedürfnisfe abgeftellten — Erholungsreisen» nicht gut zu vereinbaren wäre, das deutsche Beherbergungsgewerbe sich vielmehr bemüht, amt) im Kriege feinen Gästen nach befiel Möglichkeit eine zufriedenstellende Unter hm |t zu bieten, so hat man sich mit Rücksicht auf die (le (amtbeit der austretenden Reisenm nfche entschlossen, eine Beschränkung der Aufenthaltsdauer der Gaste einzuführen. Die» geschieht nunmehr durch Den Abschluß von Beherbergungsvertragen für eine Dauer von nicht mehr als 3—1 Wochen, fernei durch eine Erklärung an anwesende Gaste, nut denen ein Beherbergungsvertrag an einem bestimm ten Tag (nach 3—4 Wochen) ablaust, schließlich durch eine Aufforderung zur Abkürzung des Au, enthalt» an die Gäste, mit denen ein Behelfer gungsvertrag von längerer Dauer bereits abgeschlossen mar. Bon der Wirtschaftsgrupve Gaststätten- und Be herbergungsgewerbc find die Einzelheiten, im-besondere mich die Ausnahmen von dieser .Regelung, den zliständigen Stellen der Fachgruvpe Beherber- gungsgewerbe bereit» mitgeteilt worden Wahrend e» an den einzelnen Bstriebslnhabern im Beher- be-rgungsgewerbe liegen wird, die ihnen überna* neuen, sicher nicht immer leichten Ausgaben trotz ihrer gastlichen (flrundeinstellung möglichst reibungslos durchzuführen, muß von den im Einzelfalle be- trossenen Gästen unbedingt da» nötige Verständnis für die obige Regelung erwartet warben, da fte hem Wohle tunlichst großer Bolkskreise dienen soll. V. A * Alten- B u seck, 21. Full, liniere Ein wohne- rin Frau Marie B o l z Wwe., Großen-Biisecker Straße 11 wohnhaft, kann am heutigen Montag ihren 8 0. Geburtstag begehen. Der Jubilarin gilt nud) unser herzlicher Glückwunsch. Vorsicht Schwindler! LPD. Mainz, 20.Juli. 3n letzter Zeit find in der hiesigen Gegend zwei Schwindler ausgetreten, die mehrere Personen um Geldbeträge ge- chädigt haben. Der eine schwindelt den Leuten vor, ■i könne Kaffee, - toffe ujro bi schasse....... i"b im voran» da" Geld aushändigen und nahm auch Interessenten mit an ein Schiss, wobei aber Immer da» „Geschäst" durch eine angebliche Echu post reise nereltelt wurde. Da» Geld aber war verloren. Der andere Schwindler lief, fkb von Geschäftsleuten Geldbeträge geben, um damit eine Bahnsenduna ein- lösen ober eine Reparatur an seinem Auto beheben zu können. Auch von ihm sahen die Leute niemal» ihr Geld wieder. 'Bor den Gaunern wird gewarnt. Kinder im Walde verirrt LPD. Frohnhausen (Dill), 20. Juli Fünf kleine Kinder, von denen die ältesten etwa neun Jahre alt waren, verirrten s I ch int W alb« Sie hatten Heidelbeeren ae|ud)l und fan- den abend» d-». Heimweg 111.i»i mi pt Bi1 '•111,1 uch her Dunkelheit machten sich die Angehörigen und Rachbarn auf, um die Kinder zu fnchen, die man schließlich alle aus einem Feld fand Erst nach Mitternacht langten sie wieder zu Hanse an. Hrcmlfurlcr Schlachtviehmarkl. Frankfurt a. M., 19. Juli. Es notierten fr 50 Kd Lebendgewicht in R M : Ochsen n) 40,5 bi» 48,5, b) 42 bl-' 44,5, c) .'19,5, Bullen n) 45,5 bl-' 40,5, |>) 42,5, c) 35 bis 37,5, Kishe «) 45 bi» 40.5, b) in ß bl» 12,8 -I 11 bl W - d) !2 bi ti) 40,5 bl» 47,5, b) 42,5 bi» 43,5, c) 30,5 bi» 38,5, Kälber (Sonderklasse) nicht notiert, andere Kälber „) 59, b) 50 bl» 59, c) 40 bi» 50, d) 34 bi» 40, - hämmel 52) 48 bl» 51, c) 38 bl» 44, Schase n) 40 bl» 44 b) —, c) 18 bl» 32, Schweine n) 04, bl) 04, I 1,2) 03, c) 01, d) 58, e) 50, ßl) 04. — Marktverlaus: Hl II lliupiili. wx . |......... - ’ ... > mär' ein Bellel|a bas einzige Mädchen mit seiner Kunst der Wieder- Verlebendigung versuchen. Eornelia nämlich genoß einen ganz bestimmten und eigenen Ruf unter den Kindern, seitdem sie einmal auf höchst merkwürdige Weise den Wortlaut von vier versiegelten Briesen erraten und ein andermal einen Hasen bi» zur Starre fixiert hatte. Sie stand im Verdacht einer kleinen Zauberin Cornelia legte den Falter sehr vorsichtig in die zur Schale geformten Händchen und hob sie in Die höhe ihres Gesichtes, dabei lisvelte sie kleine Worte des Zuspruch» und der Beschwörung. Rur ein Wenn bic Alarmsirenen ertönen, marschiert man in gelassener Selbstverständlichkeit in Den Lnstschutz- Fcller Da» Ist ein klares, unmißverständliches Gebot gesunder Vorsicht, beim die Erfahrung hat trotz mancher gegenteiliger Gerüchte und Ansichten gelehrt, daß ber Luftschutzkeller die sicherfte Gewahr gegen feindliche Bombenangriffe bietet. Mancher .Bruder Leichtfuß" hat diese Lehre allerdings zu spät mit in» Krankenhaus nehmen müßen. Und noch ein» ist wichtig: Das Luftschutzgepäik in Ordnung halten! Viele nehmen zwar ihre Wertpapiere und sonstigen Kostbarkeiten mit In den Keller, vergessen aber, sich selbst mit gleicher Umsicht zu betreuen^ hierzu gehört die Mitnahme genügender Kleidung, die nicht nur gegen den „Reh lerschnupsen" wappnet, sondern auch dann dringend benötigt wird, wenn wirklich einmal eine Spreng- bombe ober Brandbombe das Haus trifft. Dann wird mau froh fein, baß man feine Kleibungsitucke nicht im Schrank hängen hat, fonbern auf dem Leibe frQ.if. Sollte eines Nacht» etwas vaffiert ein, ifi e» wenig angenehm, in Pylama, Bademantel oder fonstigen nad)tfd)lafenen Kleidungsstücken herum- lau cn 3U mü||en. Am besten Ist e«, man nimmt nie auf »en Feldern fchneüer reifen Insten, ab über dem Erh°Iun«»r"en »stl- inbidiaften verfchieden und umfnstt, wenn wir fach noch an Wichtigkeit zun mmt, kann der a"de .Ipr nnntPA Vaterland berüdlld)tiacn einen Zeit- oftmals ohne Sd;aden eingeschränkt nnibui, |oftrn m "oa'k me r'ercn Wochen"İ? siZ und e° stck> nicht um nrstttch »b*eb,ne OtW- b-rten Gpha., hi<* Sdmitter meistens schon Mitte rei en zum Zwecke der Genesung von Krankhe ten ' au den Febern, in Rordroeftdeustchland ist und dergleichen handelt. E» war etbstnerstnndl ch. r Roggen selten vor Ende Juli reif, und in be- daß zu Beginn be» Krieges hieraus ganz befonbe»» be » Päten Geg^ höheren Gedirgs- Rücksicht genommen werben mußte, indem eine aen ober auf den Rordsriesischen Faseln und der Zeitlang der Erholungsreiseverrehr völlig unter- .itnnhrriipapnben Küste üeht sich der Beginn der brochen wurde. Einige Monate banad) wurden aber. b » An ana od^r Mitte August hinaus Be- - wie erinnerlich - die einschränkenben Maßnah. i einem Montag an gefangen werden, dagegen ickt, komm-t ,a dem Bauern bei . b n Grundgedanken des — möglichst auf per er Ernte besonders stark zum Bewußtsem. Dwse | m.dig gefühlte Abhängigkeit Hai ~ ----' on altersher zu tiefer. Gläubigkeit gesiihrt und zu „ tmb voller Hoffnung." Alle blefe Worte emütigem Vertrauen aus den Segen, den er auch nul l j^^^^hlt ber bauernstolze Spruch: „Dao Hem Fleiß nicht herbeizwingen kann. In unserer Wannen in der Welt ist der Pslug im Acker» st jahrhuildertealten bäuerlid)cn 'sprldpvortweis- , „ C. K. ciit kommt dieses demütige Gotivertrauen zum Höntöfixcn. ...-druck- „Der Bauer pflügt umsonst Die Erde / , w , bricht ber Aerr nicht Werde!" heißt es, oder: „Der Tageskalenber für Montag, i^ben trägt gut / Wenn der Herr selber das Beste Gloria-Palast, Selteroweg: ,,Bcnus vor Gericht . ut" Des Herrn Ritt über die Saat läßt goldenen —. Lichtspielhaus, Bahnhosstraße: „Der Mann, von wfV'unb „Des Herrn Fuß düngt den Acker am dem man spricht". esten." Der Spruch: „Das Korn gesaetundGott Oberst V0N Herff. vertraut", fordert aber den Bauer nicht auf, die .nilicrrrcujiraflcr vv* i)änbe müßig in den Schoß zu lc-gen. Im Gegen- Der Führer und Oberste Besehlshaber der Wehr- eil immer wieder hören wir aus dem Spruch des 1)nt __ wie wir bereits berichteten — «n dauern die alte Weisheit, daß (flott nur dem HW, Oberst von her ff, Führer einer Kampfgruppe, 'er sich selber redlid) plagt: „Wer den Boden nut blirri) Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen ilgenem Sd)weiß düngt, dem wächst Gottes Segen Kreuzes ausgezeid)net. Dazu wurde vom Deutschen darauf" Oder: „Man muß Gott helfen Korn Nachrichtenbüro folgendes mitgeteilt : „^ad) Dein nadicn" Nock; deutlicher wird es hier auoflclpro- Xo,be bc0 Generalmajors von Prittwitz und Gaffron Heu: „Faulem Wichte / Bringt auch guter Acker Erhielt Oberst von herff den Befehl über D e bei Beine Früchte." Einer unserer schönsten deutschen Vardia und Sollnm ciugesetzien Teile de» Asiika- vauernsprüche sagt: „Schmutzige Hand / Segnet korps. Seiner Führung ist es zu 'oerdanken, baß bic khas Land." Der Bauer Ist ein Feind jeder falbunßö. '2lnnriffc der überlegenen englischen Kräfte ^ururt nollen Frömmelei, hinter der sich nur Schwache und geschlagen und durch wiederholte Vorstöße in die ouemlichkeit des Menschen verbergen. So heißt I Wgffe unwirksam gemacht wurden. Am > uno Besser ackern und düngen / Als beten unb lß ft 1941 mar es stark überlegenen en glichen 'n" Oder: „Arbeiten im Lande ist besser als in Kräften gelungen, überrajd)enb die bei S0Uum stehenden deutschen Truppen anzugreifem ^n siel» 1 .. .. . . . (K. [ f .".Lw.... iU * Dhiir lin M Sinacn." Oder: „Arbeiten im Lande i|t vesser am m Kräften gelungen, uverraimeno uu- » •• »er Wüste beten." stehenden deutschen Truppen anzugreifem Fn s ei» Gesunder Bauernstolz ist sich bewußt, daß von offensiv gehaltener Kampssührung hat Obeist von -einer SIrbcit b“ . Sohl unb »e^e be. oanxen fterff den fiein-b zunächst «i.ffl^atien bnron mie- Oie Familie Rubens. Bon Bcnno Branscheid. Zn diesen Tagen, da Siegen in Westfalen, - zwar, durch den Krieg bedingt, um ein Jahr versvatet — zum Gedächtnis der 300. Wiederkehr des Todestage» seines großen Sohnes Peter Paul Rübe n s rliftet, ist es verdienstvoll, sich seiner Geburt zu erinnern uhb vor allem seiner Eltern )u gedenken, die ein hartes Schicksal aus ihrer flämischen Heimat an den Das Schicksal des Jan Rubens ui^d seiner Ehefrau Maria Pypelinx ist verbunden Mit dem des Hauses von Dramen. Es war 'M Jahre 1557, als Prinz Wilhelm von Oranten, ber Führer des nie derländischen Adels, von Breda aus mit semer Frau Anna von Sachsen, unb seiner gesamten Hof- Haltung in das Land seiner Bäter, das j zog, um hier Kraft zu gewinnen sur den Kamps «oeoen Bhilivv II. von Spanien, der »n Den Jticoer ?anben immer gröbere ^nfprstche erhob , „ Zeit kam es in Flandern zu dem berühmten Bilde türm, worauf die niederländischen Protestanten nach deutschen Städten flüchten mußten. Unter ihnen b and fid) audt der Antwerpener Stadtschofse Fan Ruben» mit seiner Frau, bic sich in Köln med mauert, wo sie im März 1577 nach immer stärker werdenden geistigem undkörverlid)e,nVerfallstarb. Dieser Frau steht voll seelischer Große die Gattin des Jan Rubens, Maria Pypelinx, gegenüber Sie erhielt Anfang April 1571 von Rubens felbst Nach- richt von feinem schweren Vergehen, durch das er sein Leben verwirkt hatte. Obwohl sie selbst pon ber nroßen Schulb ihre» Mannes auf» tiefste er|d>uttcr ( war, begann sie sofort einen helbenha ten Kamps [ um die Befreiung ihres Ehegemahls. Voll verzeihen, der Liebe suchte sie zunächst einmal Fan elbst auf- zurichten, um ihm Mut zuzusprechen Sie richte e Bittaeludie an Graf Johann non Ra au, den Sie- ?en«»errn unb «"»ber be» Pr'^en Wilhelm. - unb leitete Berhanblungen ein, um bas Schicksal des Jan Rubens zu wenden. Aber erst als Anna.von Sachsen 1572 von Siegen nach Beil lein gebracht war, hatte ihr Bemühen Aussicht auf Erfolg. Sie bot da sie von Hause aus vermögend war, 5000 Taler als Kaution an, ein Anerbieten, bas von dem in gelblichen Nöten besindlichen Hause Draiiie» angenommen wurde. Ruben» aber mußU sich ver- Pflichten, zu Lebzeiten des Prinzen sich meßt in bcßai Landen sehen zu lassen, unb im Gebiet be» Grafen wohnen zu bleiben. Am Pfingstfest des Wahres 1573 mürbe Rubens nach zweijähriger haft mieber mit seiner Frau ver- eint: sie zogen nach Siegen, hier lebten sie in sehr bescheidenen Verhältnissen, zumal es Rubens be hoher Strafe verboten war, außer zu gelegentlichen Spaziergängen in die Nachbarschaft das Haus zu verlassen In dieser Zeit aber die die beiden Ehegatten in herzlichem Einvernehmen und Liebe ver- eint sah, wurden Ihnen »wei Kinder geboren 1575 Philipp und am 27. Juni 1577 Peter Baut. 3an Rubens und seine Frau haben nie aufgehört, den Grafen im Hinblick auf ihr schweres Los ZU btttri, sie ganz aus der Gefangenschaft zu entlassen. Aber erst im Mai 1578 führten biefe Verhandlungen, nachbem Maria Pypelinx auf einen Teil ihrer Forderung verzichtet hatte, zu einem Erfolg worauf sie die Genehmigung erhielten, In die Niederlande zurückzukehren. Der Weg führte fie aber rokber nach Köln, wo 3an Rubens eine rege Anwa »tat g- feit entfaltete. Daneben aber trieb er, ha biese Ein fünfte zum Unterhalt nicht reichten, mfammen mit einer Hrau «anbei 3«n Huben, «at jeme mal nicht Wiedersehen unb ist am l. März 1587 m,ch kurzer Krankheit in Köln gestorben, wo er In der Peter.kirche betgesestt ist. S.Jt.-'fpoit Gießener Siege bei der Offenbacher Ruder-Regatta. Auf der 21. Offenbacher Ruderregatta, verbunden mit einer reichsoffenen HJ.-Regatta, fah man eine Reihe spannender Rennen, bei denen die mainischen und westdeutschen Mannschaften die Hauptrolle spielten. In den erstklassigen Rennen kam die Frankfurter RG. Germania zu einem Doppelerfolg; sie gewann den Vierer o. St. und den Zweier „ohne". Im Kriegs-Achter war der ARC. Rhenus Bonn vor dem -Würzburger RV. erfolgreich. Aus der Ergebnisliste verzeichnen wir: HI. -An f.-- Gig-Vierer m. St.: 1. 3t.: 1. Gießener R G., 3:32; 2. Wiking Offenbach, 3:35,2; 3. RTG. Groß-Auheim, 3,39; 2. 3t.: 1. Germania Frankfurt, 3:32,4; 2. Weisenauer RV., 3:38,0; 3. Hanauer RG. 79, 3:39,8; 3. 3t.: 1. Mainz-Kasteler RG. Germania, 3:44,0; 2. Borussia Frankfurt, 3:47,8; 3. Frankfurter RG. Fechenheim, 3:54,6. HI.-Z w e i t er° V i ere r m. St.: 1. 3t.: 1. Wiking Offenbach, 3:37,0; 2. Offenbacher RV., 3:43,2; 2. 31: 1. Gießener 3t©., 3:37,8; 2. Hanauer RG., 3:37,8. Fußball-Rundschau. Die Fußball-Ausbeute war am gestrigen Sonntag nickt allzu groß. Im Tschammerpokalwettbewerb gab es noch einige zur ersten Schlußrunde zählende Begegnungen, die interessant verliefen. Rot-Weiß Frankfurt schaltete den Mittelrheinmeister VfL. 99 Köln im Wiederholungsspiel mit 3:0 (1:0) aus und wird nun in der nächsten Runde vom FV. Metz erwartet. Der vorjährige Pokalsieger Dresdner SC. warf den LSV. Wurzen aus dem Rennen, der so bekannte Mannschaften wie VfB. Leipzig, Fortuna Leipzig und BC-Hartha ausgeschaltet hatte. Mit 4:1 (2:0) landete der D. SC. einen klaren Sieg. Das Wiederholungsspiel zwischen dem Niederrheinmeister TuS. Helene Essen und Westende Hamborn, die sich vor acht Tagen in Hamborn unentschieden getrennt hatten, gewann Westende mit 4:2 (1:2), so daß nun 7 Bereichsmeister ausgeschieden sind. Von den übrigen Spielen ist der Vergleichskampf zwischen Schlesien und Sudetenland in Bielitz zu erwähnen, den die Schlesier knapp mit 4:3 (2:2) gewannen. — Schalke 04 bestritt in Braunschweig ein Freundschaftsspiel gegen die „Eintracht" und gewann mit 8:0. Am kommenden Samstag sind die „Knappen" bei der Frankfurter Eintracht zu Gast. — Spannend verlief der Freundschaftskampf zwischen Dessau 05 und Dresdner SC., den der Sachsen- meister nur knapp mit 3:2 gewann. Um den Aufstieg in Hessen. Bei den Aufstiegskämpfen zur hessischen Fußball- Bereichsklasse hat sich in der Südgruppe Germania Nieder-Rodenbach eine klare Führung erkämpft, denn auch im zweiten Heimspiel, in dem Reichsbahn Bad Homburg der Gegner war, wurde mit 5:0 (2:0) ein sicherer Sieg errungen. In der Nordgruppe, wo sich SG. Petersberg und VfL. 1860 Marburg im Rückspiel 3:3 (1:2) trennten, liegt weiter der BV. 06 Kassel in Front. Die Tabellen: Gruppe Süd. 1. Germ. Nieder-Rodenbach 2 2. Wetzlar 05 1 3. Reichsbahn Bad Homburg 1 Gruppe Nord. 1. BV. 06 Kassel 2 2. VfL. 60 Marburg 3 3. SG. Petersberg 3 9:2 4:0 2:4 0:2 0:5 0:2 7:4 3:1 10:8 3:3 5:10 2:4 Wiener Fußballsieg in Paris. Die Fußballelf der Wiener Luftwaffe fand am Sonntag in der Pariser Soldatenelf einen nur sehr schwer zu schlagenden Gegner. Dor 13 000 Zuschauern gab es im Prinzenparkstadion einen recht harten Kampf, den die Wiener knapv mit 4:3 (2:2) gewannen. Das Spiel war durchaus offen. Entscheidend war, daß sich die Wiener stärker als ihre Gegner einsetzten. Gebiets- und SbergauMisterschaflen von Heffen-Aaffa». Gebiet unt> Obergau Hessen-Nassau richteten am Sonntag in Rüsselsheim ihre Meisterschaftskämpfe im Schwimmen aus. Unter guter Beteiligung wurden in einigen Wettbewerben vielversprechende Leistungen erzielt. Der erfolgreichste Schwimmer war Gunter K a r o h (Bann 81/Frankfurt a. 3)1.), der sich neben den drei Kraulmeisterschaften auch den Sieg über 100-m-Rücken sicherte. Die Ergebnisse: Hitle^r- Jugend: 100-m-Kraul: Gunter Ka- roß (Bann 81) 1:07,2; 200-m-Kraul: Karoß 2:49; 400-m-Kraul: Karoß 6:08,8; 100-m-Rücken: Karoß 1,21; 200-m-Brust: 1. Willi Werner (Bann 287) 3:08,3; 2. Horst Weickert (81) 3:12; 3. Günther Kund (287) 3:13,2; 100-m-Brust: 1. Willi Werner (287) 1:26,3; 2. G. Dams (118) 1:26,4; 3. G. Kund (287) 1:27; Kunstspringen: 1. Fritz Bug (Bann 81) 76,80; 2. ©Untermann (115) 72,21; 3. Schnell (81) 69,26; Turmspringen: 1. Fritz Brembach (81) 51,50; 2. Bug (81) 43,84; 4X100-m-Kraul: 1. Bann 118 5:15,1; 2. Bann 115 5:21,8; 4X200-m-Brust: 1. Bann 287 13:19,4; 2. Bann 116 13:59,8; Lagenstaffel: 1. Dann 81 5:56,5; 2.Bann 287 5:57; 3. Bann 118 6:06,4. B D M.: 200-m-Brust: 1. Ingrid Nittka (Untergau 98) 3:11,8; 2. Elli Werner (287) 3:28,6; BDM.° Werk „Glaube und Schönheit": 1. Verane Wupper (115) 3:39,2; 2. Helga Fischer (80) 3:42,8; 100-m- Rücken: 1. Waltraud Engraf (115) 1:35,4; 2. Gisela Wagner (287) 1:36,6. BDM.-Werk: 1. Hilde Schmidt (81) 1:34,8; 100-m-Kraul: 1. Ulla Lehmann (118) 1:19,8; 2. Margot Keck (80) 1:22,6; 3. Gisela Wagner (287) 1:25; BDM.-Werk: 1. Hilde Schmidt (81) 1:21; 2. Liesel Winter (81) 1:30,6; 100-rn-Brust: 1. Ingrid Nittka (98) 1:29,4; 2. Ilse Runk (116) 1:36,8; 3. Ruth Küppers (166) 1:37,7; 400-m-Kraul: 1. Angelika Raedche (287) 6:12; Kunstspringen: 1. Hilde Voigt (81) 57,70 Pkt.; BDM.-Werk: 1. Helma Ott (166) 50,13.; 2. Ria Fürstenfeld (115) 46,44 Pkt. 3 X 100-m-Kraul: 1. Untergau 115 4:08,4; 400-m-Lagenstaffel: 1. Untergau 287 6:32,9 Min. Am erfolgreichsten war somit Bann (Untergau) 81 Frankfurt mit 7 Gebiets- und 3 Obergau-Meisterschaften, vor Offenbach (287) mit zwei Gebiets- und 2 Obergaumeisterschasten, Darmstadt (115) mit einer Gebiets- und 3 Obergaumeisterschaften, Worms (118) mit je einer und Hanau (98) mit den zwei Meisterschaften von Ingrid Nittka. Borussia Fulda in Gießen mit 4:1 geschlagen. Die beiden Mannschaften liefen in den angekündigten Aufstellungen mit nur geringen Abänderungen ein. Bei Gießen fehlten Harnisch, Kraft I., die durch Lutter und Fett ersetzt wurden. Bei Fulda fehlte Gärtner. Das Spiel wurde, wenn man die Mannschaftsleistungen der Fuldaer betrachtet, nicht allen Erwartungen gerecht, die man in es gesetzt hatte. Die Fuldaer Borussen hatten sich offenbar das Spiel in Gießen als einen Spaziergang vorgestellt. So kam es, daß sie chr wahres Können erst in der zweiten Halbzeit zeigten, zu einer Zeit jedoch, in der die Gießener Hintermannschaft zu einem unüberwindlichen Bollwerk zusammengewachsen war. Bei etwas mehr Glück hätte das Resulatat noch ungünstiger für die Borussen ausfallen können. Die Mannschaft der Gäste hatte in Grämlich, dem linken Läufer, sowie Schaffert und Huber ihre besten Leute. Bei der Gießener Mannschaft überragte das Schluß- drsieck mit dem als Stopper spielenden Möbs. Die Außenläufer zerstörten gut, ließen'jedoch im Aufbau zu wünschen übrig. Der Gießener Sturm war sehr gefährlich und ließ bei allen Aktionen den nötigen Druck nicht vermissen. Schiedsrichter Best konnte gefallen. Spielverlauf: Zur allgemeinen Ueberraschung sind es nicht die Fuldaer, dtt das Spielgeschehen eindeutig an sich reißen können. Sie spielen wohl gut zu, laufen in Stellung, können sich jedoch bei der Hintermannschaft nicht durchsetzen. Demgegenüber ist die Gießener Mannschaft, wenn auch im Zuspiel unterlegen, in ihrer Spielweise gefährlicher, da alle Spieler sich mit aller Energie einsetzen. Als der Fuldaer rechte Verteidiger eine Ecke verschuldet, tritt Fett diese gerade vor das Tor. Der Fuldaer Tormann kann den Ball nur noch berühren. Ehmann, der die Lage erkannt hat, köpft kurz entschlossen ein. Nach diesem Tor erwartet man, daß die Fuldaer mehr aus sich herausgehen, dies ist jedoch nicht der Fall. Als Lutter im Strafraum gehakt wird, kann Fett den verhängten Elfmeter verwandeln. Auf der Gegenseite bringen zwei Ecken für Fulda nickts ein. Als der Gießener Tormann beim Herauslaufen den Ball nicht an sich bringen kann, hat Huber eine klare Torgelegenheit. Durch sein Zögern kann Räcker ihm den Ball noch vom Kopf weg zur Ecke drücken. Die dritte Ecke für die Gießener sollte auch das dritte Tor bedeuten. Wieder kommt der Ball zu Ehmann, der kurz entschloffen einschießt und damit die Halbzeitführung herstellt. Nach Wiederbeginn haben die Borussen sich etwas voraenommen. Verwirrend läuft der Ball durch ihre Reihen, und nur dem überragenden Können von Möbs ist es zu verdanken, daß die Fuldaer zu keinem Erfolg kommen. Als Schaffert wieder einmal die Verteidigung durchbrochen hat, schießt er unheimlich scharf auf das Tor. Der Ball springt von der Torlatte an den zurückeilenden Verteidiger und von dort ins Tor. Weiter greifen die Borussen an. Huber jagt einen Strafstoß mit unheimlicher Wucht über die Latte Räcker kann dreimal hintereinander mit äußerster Mühe klären. Der Gießener Sturm kommt nur noch mit Durchbrüchen durch. Hierbei schießt Fett an die Latte. Auf der anderen Seite prallt ein Schuß des Rechtsaußen ebenfalls an. der Torlatte ab. Ueberraschend fällt dann das vierte Tor. Ehmann gibt den Ball uneigennützig zu Dreier, der aus zwanzig Meter Entfernung unhaltbar in die Ecke schießt. Trotz dieses Erfolges kämpfen die Borussen unentwegt weiter. Bei dem Bemühen um eine Verbesserung des Resultates vernachlässigen sie die Deckung und bei weniger egoistischem Spiel von Lutter hätte jetzt das Resultat höher geschraubt werden können. Als der Schiedsrichter abpfeift, hat die Stadtmannschaft einen verdienten Sieg errungen und bewiesen, daß sie in ihrer augenblicklichen Form durchaus in der Lage ist, größere Aufgaben zu lösen. Der große Beifall der zahlreich erschienenen Zuschauer am Schluß des Spieles dankte beiden Mannschaften für ihr gutes Spiel. Die große Schau der Leichlachleten. Glanzleistungen im Olympiastadion. Der erste Tag. Schon am ersten Tage der deutschen Leichtathletik- Meisterschaften, denen nachmittags im Berliner Olympiastadion rund 10 000 Besucher beiwohnten, wurde erneut der Beweis erbracht, daß die deutsche Leichtachletik auch im Kriege ihren hohen Leistungsstand behauptet hat. Der Samstag brachte neben zahlreichen Vor- und Zwischenkämpfen bereits in 14 Wettbewerben die Entscheidungen. Davon entfielen zehn auf die Männer und vier auf die Frauen. Die Meisterliste lautet: Männer. 200-m-Lauf: Scheuring (Stuttgart), 21,8 Sek. 5000-m-Lauf: Raff (Oberhausen), 14:39,8 Min. 3000-m-Hindernis: Seidenschnur (Kiel), 9:18,4 Min. 4X400-m-Staffel: LSV. Berlin, 3:17,5 Min. 3X1000-m-Staffel: LSV. Berlin, 7:39,6 Min. Kugelstoßen: Wollte (Berlin), 15,14 m. Hammerwerfen: Storch (Arolsen), 53,49 m. Hochsprung: Nacke (Jena), 1,94 m. Dreisprung: Scheibe (Halle), 14,71 m. Stabhochsprung: Glötzner (Weiden), 4,10 m. Frauen. 200-m-Lauf: Blask (Berlin), 25,6 Sek. 80-m-Hürden: Peter (Oppeln), 11,7 Sek. Weitsprung: Schulz (Münster), 5,90 m. Speerwerfen: Plank (Nürnberg), 43,72 m. Ihre Titel erfolreich verteidigten lediglich Seidenschnur (Kiel) im 3000-m-Hindernislauf, Nacke (Jena) im Hochsprung, Glötzner (Weiden) im Stabhochsprung und der Luftwaffen-SV. Berlin in den Staffelläufen über 4X400 m und 3X1000 m. In allen übrigen Wettbewerben gab es neue Meister. Dr. Luh (Gießen) Dietter lm Kugelstoßen. Im Kugelstoßen kam es zu einem Zweikampf zwischen den Polizisten W ö l l k e und Trippe, in dem sich diesmal Olympiasieger W ö l l k e mit einem Stoß von 15,14 m behauptete. Der Titelverteidiger, der vor Jahresfrist 16,31 m schasste, mußte mit einer nur wenig schlechteren Leistung (15,12 m) mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. Bongen (Berlin) und Dr. Luh (Gießen) stießen je 14,76 m dank der besseren Vorkampfleistung kam der Berliner ^-Mann aus den dritten Rang. Ergebnis: 1. Wöllke (Berlin), 15,14 m; 2. Trippe (Berlin), 15,12 m; 3. Bongen (Berlin), 14,76 m; 4 Dr. Luh (Gießen), 14,76 m; 5. Jansen (Köln), 14,36 m; 6. Lampert (Litzmannstadt), 13,86 m. Der zweite Tag. Lagen schon am Samstag die meisten Sieger- leistungen über denen des Vorjahres, so war diese Feststellung auch bei einigen Wettbewerben des Sonntags zu machen, so beispielsweise in den Läufen über 1500 Meter, 10 000 Meter und 110 Meter Hürden, ferner in der 4X 100-Meter-Staffel (Män- ner und Frauen) und im Speerwerfen, wo der Sieger Berg beinahe die 70-Meter-Marke gemeistert hätte. Den Kämpfen des zweiten Tages wohnten im Olympiastadion rund 20 000 Besucher bei. Zur Entscheidung standen noch elf Wettbewerber der Männer und fünf der Frauen. Nur in sechs Fällen konnten die Vorjahrsmeister wieder siegreich bleiben, und zwar Weltrekordmann H a r b i g über 800 Mettr, der Wiener Wotapek im Diskuswerfen, der L o- stger Berg im Speerwerfen, K a i n d l (München) über 1500 Meter, Gisela Mauermayer (Mün-, chen) im Kugelstoßen und im Diskuswerfen der Frauen. Die am zweiten Tag ermittelten Meister sind. Männer: 100-Meter-Laus: Scheurig (Stuttgart) 10,8 Sek. 400-Meter-Lauf: Ahrens (Berlin) 49,3 Sek. 800-Meter-Lauf: Harbig (Braunschw.) 1:54,0 Mn. 1500-Meter-Lauf: Kaindl (München) 3:55,0 Min. 10000-Meter-Lauf: Syring (Wittenb. )31:00,4 Min. 110-Meter-Hürden: Zepernick (Berlin) 15,3 Sek. 400-Meter-Hürden: Fromm (Bad Tölz) 55,6 Sek. 4 X 100-Meter-Stcrffel: LSV. Berlin 42,7 Sek. Diskuswerfen: Wotapek (Wien) 47,58 Meter. Speerwerfen: Berg (Leipzig) 69,36 Meter. Weitsprung:.Luther (Berlin) 7,20 Meter. Frauen: 100-Meter-Lauf: Kühnel (München) 12,3 Sek. 4X100-Meter-Stcrffel: SC. Charlottenb. 49,6 Sek. Diskuswerfen: G. Mauermayer (Münch.) 43,83 m Kugelstoßen: G. Mauermayer (München) 12,94 m Hochsprung: Eckelt (München) 1,54 Meter. Becker (Gießen) Fünfter bei 1500 Meter. 1500-Meter: 1. Kaindl (München) 3:55,2; 2. Dompert (Straßburg) 3:55,4; 3. Böttcher (Wittenberg) 3:57,8; 4. Rank (Posen) 3:58,2; 5 Becker (Gießen) 3:59,2; 6. Hochgeschurz (Oberhausen) 4:00,0. Aücheriisch. — Friedrich Meier: Kriegsmarine am Feind. Ein Bildbericht vom deutschen Freiheitskamps zur See. 240 Seiten. 4,50 RM. Verlag Erich Klinghammer, Berlin SW 68. — (60) — Das Buch will einen Gesamtüberblick über den bisherigen Einsatz aller Teile unserer Kriegsmarine im gegenwärtigen Kriege geben. Der Nachdruck liegt aus den Bildern, über 400 dokumentarisch wirkenden, bisher kaum bekannten Aufnahmen. Dazu knapp erläuternde Texte, Einzelschilderungen und OKW.-Berichte. Alle Kriegsschauplätze sind berücksichtigt: Danzig und Westerplatte, Narvik, Ostsee und Nordsee, Atlantik; die wesentlichen Aufgaben wie die Sicherung unserer Seewege und die Gegenblockade gegen England; alle Waffengattungen: Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer, U-Boote, Minenräumboote, Vorpostenboote, Marineartillerie. Das Ganze bildet einen imposanten und spannenden Bericht vom Kampf unserer Kriegsmarine um den Endsieg und Grohdeutschlands Zukunft. Großadmiral Raeder hat dem Werke ein wegweisendes Geleitwort mitgegeben. Hans Thyriot. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 35. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Es kann lange dauern, bis man den Naturkräften ihre Geheimnisse so weit abgelauscht hat, daß der Mensch sie sich dienstbar machen kann. Fehlschläge sind da das tägliche Brot und der Erfolg das Gnadengeschenk an ein Sonntagskind. Wenn man aber gar die noch nicht völlig in ihrem Wesen durchschauten Naturkräfte gleich der Technik dienstbar machen will, bann darf man nicht bloß auf das Sonntagsgeschenk warten, da muß schon geradezu Sonntag und Weihnachten zusammenfallen. Und das ist nach dem Lauf dieser Weltordnung nun einmal bloß alle sieben Jahre der Fall. Gegen diese Auffassung fträubt sich des alten Praktikers nüchterner Sinn. Und alles, was Nissen oder Lietzendorf zu ihrer Rechtfertigung ansühren, das macht ihn nur weiter skeptisch. Am besten wäre es schon, wenn man den Chefingenieur ganz aus diesem Arbeitskomplex um die U-Boot-Konstruktion hinausbugsieren könnte. Schließlich ist er doch Betriebsleiter. Und auf dem Gebiet gibt's für einen tüchtigen Mann auf der Dominik-Werft so viel zu tun, daß der Arbeitstag dreimal so lang sein könnte, als er wirklich ist, und noch immer nicht zureicht. Gewiß, Lietzendorf scheint entgegen der Ansicht des Aufsichtsrats nicht so sehr ein Praktiker zu fein, sondern mehr ein Tiftler, ein Theoretiker. Sein Feld ist das Büro, der Zeichentisch. Die Spintisie- rerei. Mit Menschen umzugehen, Menschen zu führen und anzuleiten, das liegt ihm nicht. „Eigenllich könnte mir das nur recht sein", überlegte der alte Herr, „wenn sich Linds Protektions- kind gerade aus den Arbeiten herauszieht, die ihm der da drüben zugedacht hat. Da brauche ich mich nicht mit ihm herumzuärgern." Und es gibt doch, weiß Gott, genug zu tun. Gerade für die Tiftler. Da sind zum Beispiel die Verhandlungen mit den Japanern, _ Er sagt es in einer Heftigkeit und bringt es so überraschend heraus, daß Dominik verwundert ausblickt, doch ehe er etwas fragen kann, hat der Jn- gangen. Da dreht er sich nochmals um und ringt es sich ab: „Ich weiß, wie Sie über mich denken, Herr Direktor. Aber ich werde Ihnen beweisen, daß ich nicht bloß von Herrn Linds Gnaden bei Ihnen ar- betten darf. Ich danke Ihnen, daß Sie mir diese Spezialaufgabe anvertrauen, bei der ich Ihnen zeigen kann, daß ich etwas zu leisten vermag." Dominik hat fein Lebtag schon oft genug Menschen gegenübergeftanben, die mit einer plötzlichen Sinnesänderung zum Guten überraschten. Und das Leben hat ihn gelehrt, gerade in solchen Fällen ganz besonders vorsichtig zu fein. Stroh feuer brennt hell und hoch — aber nicht lange. Außerdem ist es gefährlich. Es braucht andere Wege, auf denen der Mann sich bewährt. Das kann er dem Ingenieur natürlich nichts ins Gesicht sagen. Aber er will ihm die Rüge dennoch nicht schenken. Darum meint er: „Tja, Herr Lietzendorf, das ist ja sehr hübsch, was Sie mir da vor- tragen. Aber es kommt ein bißchen reichlich spät. Der Chefingenieur knabbert an der Lippe. „Sie mögen recht haben, Herr Direktor. Aber bitte, halten Sie dies der überaus schwierigen Situation zugute, unter der ich vom Beginn meines Eintritts bei Ihnen leide." „Don einem Leiden habe ich Ihnen bisher nichts angesehen. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, Sie fühlten sich in Ihrer Stellung ganz wohl. Sie kriegen ein hohes Gehalt und —" Lietzendorf ist sehr erregt. „Das ist ja gerade das Furchtbare. Das hält doch kein Mensch mit Nerven und Ehrgefühl aus. Dieser ewige, nie ausgesprochene, aber immer schwebende Widerstreit zwischen Ihnen und mir, zwischen Menschen, die täglich, stündlich zusammen schaffen, zusammen^ sorgen. Jede Stunde fühlt man's: Du bist beargwöhnt, was du auch tun magst. Man sieht dich lieber gehen als kommen." „Und Sie meinen, daß Sie an dieser Sachlage unschuldig sind und also Grund haben, sich über mich und meine ungerechte Voreingenommenheit zu beschweren?" fragt Dominik bissig. Dem Ingenieur fährt die Glut iif die Stirn. Aber Die Japaner haben ihre besonderen Wünsche. Welche Kundschaft hätte das nicht? Sie wollen ein mit einer Sauggasmafchine ausgerüstetes Motorschiff. Das ist im Schiffsbau ein ziemliches Novum und es erfordert eine Reihe von Umkonstruktionen gegenüber den mit Dieselmotoren ober gar mit Dampfmaschinen ausgerüsteten Schiffen. Mag sich Lietzendorf daran die Zähne ausbeißen. Er hat mit dem Chefingenieur eine längere Aussprache, in der er ihm fein neues Arbeitsfeld zumeist. Der hört schweigend zu. Alsa noch immer Mißtrauen! Das ist der erste Gedanke, den er aus Des Direktors Darlegungen entnimmt. Man kann sÄn Bestes geben, man kann sich selbst entäußern — wenn Menschen eine vorgefaßte Meinung haben, dann wird man sie dennoch nicht überzeugen. Am liebsten wiederholte er jetzt das, was er vor ein paar Monaten zu Nissen gefagt hat: „Machen Sie endlich dieser gegenseitigen Quälerei ein Ende. Lassen Sie mich laufen. Ich will noch in dieser Stunde aufhören, wenn Sie es wünschen." Er hat das Wort auf der Zunge. Aber er schluckt es hinunter. Warum? Er könnte es selbst nicht sagen. Vielleicht weil er fürchtet, damit bas Mißtrauen erst zu betätigen? Vielleicht, weil er weiß, daß Nissen ihn braucht und er ihn nicht im Stich lassen darf? Denn das, was Nissen schafft, ist ja zugleich Geist von seinem Geist, Kraft von seiner Kraft, Tat von seine Tat. Vielleicht, weil ihm die Dominik-Werft ttotz allem, was er hier erlitten hat, ans Herz gewachsen ist? Wer blickt in feine eigene Seele so tief, daß er genau wüßte, warum er das eine tut und das andere läßt? Lietzendorf ist nicht der Mensch, der sich so genau kennt. Aber als der alte Herr mit seinem Vortrag zu Ende ist, da holt der Chefingenieur tief Atem und sagt: „Einverstanden." er bezwingt sich. Schließlich hat Dominik recht, und . .4 . • - - ----- — .das hier ist die gerechte Strafe dafür, daß er einmal gemeur sich bereits erhoben und ist zur Tur ge-1 bereit gewesen, sich zur Kreatur Linds hinzugeben. Wenn er auch die Zusammenhänge damals nicht richtig überschaut hat und die Stellung auf der Dominik-Werft vor allem darum annahm, weil sie gut bezahlt war und ihn vorwärtsbrachte. „Sie haben für Ihren Argwohn keinen berechtigten Grund", verteidigte er sich darum und spricht etwas lauter als sonst. „Aber ich bin mir meinerseits trotzdem nur zu sehr bewußt, in welcher schiefen Situation ich arbeite. Wenn Sie gerecht sind, Herr Direktor, dann werden Sie mir bestätigen, daß mein eigentliches Verschulden nur darin besteht, ein Schützling des Herrn Lind zu sein." „Hm!" Dominik fühlt sich unsicher werden. „Wenn Sie mir den Beweis für Ihren guten Willen erbringen wollen, dann haben Sie ja jetzt mit der Ihnen übertragenen Spezialaufgabe dazu reichlich Gelegenheit." Damit ist die Unterredung zu Ende. Wieder steht Lietzendorf an der Tür und hält die Hand auf der Klinke. „Es liegt mir daran, klar zu sehen", sagte er, „und deshalb bitte ich Sie, mir noch einige Minuten Ihrer Zeit zu widmen." „Bitte!" antwortet Dominik und zeigt auf den Stuhl. „Aber fassen Sie sich, wenn's geht, kurz." „Das will ich versuchen." Lietzendorf läßt seinen Blick eine Sekunde lang am Fußboden, um den rechten Anfang zu überlegen, dann hebt er wieder den Kopf. „Es handelt sich um meine Erfindung", sagt er zögernd. „Um Ihre Erfindung?" Der alte Herr weiß nicht, worauf der andere hinaus will. „Um meine Ideen zur Funktion und Konstruktion einer Einheitsantriebsmaschine —" „Und was ist damit?" „Ich möchte ein für allemal die Rechtslage klar- gestellt wissen." „Hm." Dominik zögert einen Augenblick. „Also wieder neue Schwierigkeiten!" Seine Augen bekommen den Glanz von Stahl. „Es ist doch seltsam mit Ihnen. Herr Ingenieur Lietzendorf. Alles, was Sie betrifft, schafft Schwierigkeiten? Es liegt doch auf der Hand, daß diese Arbeiten, die Sie, ich weiß nicht, mit welchem Recht, als Ihre Ideen bezeichnen, der Dominik-Werft gehören." Er macht eine kleine Pause. „Genau wie Arbeiten unserer übrigen Ingenieure der Werft zustehen — einschließlich der meines Sohnes — selbstverständlich." (Forts, folgt.)