Samstag, 2t- / Sonntag, 22. Juni Ml d Samstag, 2t./ Gietzener Anzeiger Die Loge in Gvrien n C L di < r ^ kdienft aufübren wollte. ulül^Sr'» 7r auch diese Rechung stimmte nicht und wenn ?' dieser Mißerfolg sich nicht fo klar und deutlich ?■ ^-lerikanilchen öffentlichen Meinung aufdranat. |E ? nan in Rom doch der Ansicht, daß auch dieser nicht übersehen wird. Sehr aufschlußreich Wt y tniebtr chlasen Schiffsverluste für 461 328 BRT. an. Reuter britische Schiffe (355 000 Schiffe (92 000 BRT.) und Der OKW.-Bericht vom 3. Feind im Monat Mai insgesamt 746 000 BRT. verloren hat. Die nun von britischer Seite zugegebenen 461 328 BRT. sind also etwas mehr als die Hälfte von dem, was England tatsächlich an Schiffsraum verloren hat. üeriW Aktien^ Viennot wurde bereits vor einiger Zeit die französische Staatsbürgerschaft aberkannt. Dem ehemaligen Minister Antier wurde ebenfalls die französische Staatsbürgerschaft entzogen. So wohnen unsere Soldaten in Afrika R o m, 20. Juni 1941. iie große Schlacht in Nordafrika ist geschlagen." 4 ist der Schlußstrich unter die Tage gespannter Hortung, ist das erleichterte Aufatmen nach der Mnnung, mit der Rom den von den Heeres- irj)ten in knapper Form gemeldeten Ereignissen jke. Besser als irgendwo anders weiß man in m über die bestimmenden Faktoren der Krieg- ifrjng in Nordafrika aus eigener Erfahrung untersten Rom, was dieser Sieg bedeutet. ^gleich die Blätter sowie die zuständigen Kreise iior dem Vorliegen amtlicher Bestätigungen sorg- Hij vermeiden, sich auf Zahlen festzulegen, weiß id! doch so viel, daß Englands Panzerns e in Aegypten einen sehr schweren jjld g erlitten hat. lieber drei Verbände dieser Ure verfügte Wavell nach Ansicht römischer Kreise. dieser Brigaden, wie sie der englische Fachdruck nennt, waren znm Stoß gegen Westen ein- E;t Aber nach Zahl und Gewicht der Mittel kann W eine solche Brigade ziemlich einer Division Aschen, denn sie verfügt über 400 bis 500 Pan- kfo daß bei zwei Brigaden nach römischer Schät- Kampfwagen mit zahlreichen LKW. von Bombenangriffen getroffen worden war, ein unheimliches Bild der Vernichtung. Die Trümmer zahl- reicherPanzerkampfwagen,die zum Teil durch Volltreffer und Explosionen regelrecht auseinandergesprengt waren, zum Teil als ausgebrannte Stahlskelette im Wüstensand lagen, bedecken den Kampfplatz. Im näheren und weiteren Umkreis lag eine Anzahl Panzer- kompfwagen, deren Raupenketten durch Splitterwirkung zerstört und viele LKW., die durch den Luftdruck der Bombenexplosionen beiseite geschleudert und umgestürzt waren. Lustwaffenerfolge in Afrika. Rom, 21. Juni. (Europapreß.) Schon während des Angriffs der Engländer an der Sollum-Front war, so berichtet „Giornale d'Jtalia", eines der Hauptangriffsziele für die Luftwaffe der Achse a u f den Ve bindungswegen der Engländer nach rückwärts zu suchen gewesen. Diese Angriffe werden auch jetzt nach dem englischen Rückzug vor allem mit Sturzkampfbombern fortgesetzt. Aber auch die Jagdflugzeuge suchen sich rückmarschierende Kolonnen als Beute aus. Besonders schwere Verluste erlitt auf diese Art eine Abteilung gepanzerter englischer Kraftfahrzeuge südlich Sidi Omar, die auf dem Wege nach Süden Anschluß an die englischen Ausnahmestellungen suchte. Während der Nacht wurde durch neue Bombenangriffe das Durcheinander auf den englischen Rückzugslinien weiter vergrößert. Trotz eifriger Tätigkeit der Scheinwerfer und der Luftabwehr hatten die italienischen Flugzeuge keine Verluste. Vichy, 20. Juni. (Europapreß.) Die Lage in Syrien stellt sich nach den bis zum Freitag in Vichy eingegangenen Meldungen ziemlich u n - übersichtlich dar. Das Fehlen einer einheitlichen Front bringt es mit sich, daß an manchen Stellen die französischen Abteilungen tief im Rücken der englischen und gaullisti- f cf) e n Kolonnen operieren. Dies gilt vor all-m für die Gegend von Kuneitra und Deraa. Bei Kuneitra in der Nähe der Palästina-Grenze waren die schon gemeldeten 500 Gefangenen von den Franzosen gemacht worden. Weiter sind französische Abteilungen bis in die Nähe von Deraa vorgestoßen, befinden sich also etwa 80 Kilometer tief im Rücken der Engländer, die um den Besitz von Damaskus kämpfen. Deraa liegt an der transjordanischen Grenze und ist der Ausgangspunkt der von Transjordanien nach Damaskus führenden Eisenbabn. Die Kämpfe um den Besitz von Damaskus werden mit äußerster Heftigkeit geführt. Die Hauptschwierigkeit für die Franzosen besteht darin, daß sie infolge ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit kaum abgelöst werden können und daß ihre Truv- pen sozusagen ununterbrochen im Kampf stehen. Die Engländer führen den Angriff gegen Damaskus mit Infanterie- und Panzerwagenav- teilungen durch, bei denen besonders Hindus und gaullistische Truppen vertreten sind. Am Donnerstag steigerten sich die Kämpfe zu größter Heftigkeit Die Franzosen konnten in der Abwehr dem Gegner beträchtliche Verluste Züfügen. In her Nacht hatten feindliche Abteilungen unter dem Schutz der Dunkelheit an einzelnen Stellen weiter Die Zelte, in denen xinsere Soldaten an der nord- afrikanischen Front wohnen, sind vielfach i n d i e E r d e eingebaut. Auf diese Art erzielt man nicht nur eine gute Tarnung, sondern auch einen besseren Schutz gegen die Hitze. Natürlich ist jeder Soldat außerdem bemüht, seiner Wohnung möglichst eine persönliche Note zu geben, so daß bei diesem Zeltbau richtige „Erdburgen" entstehen. (PK.-Mühlbrandt-Scherl-M.) Ein A von tii*6 Wiegslaae an. Man hat die letzten Aenßerungen । 'iabio London sehr aufmerksam verfolgt und de drei Gründe vermerkt, aus denen die italie- e. n den irtsbeyn ere jiä kurse trq £r s a st tausend Panzer eingesetzt Joni. Die eine der Brigaden war übrigens die «truppe der 11. Husaren-Division, es waren also |rt is ch e Heimattruppen. Daß diese beiden Waden beträchtliche Teile ihres Fahrzeugbestan- ■nerloren haben, gilt als sicher. Bis wieder eine Wfkräftige Gruppe aus den Resten dieser Der- törc entstanden ist, wird Zeit vergehen. Wie es Wdem Ersatz des ausgefallenen Materials steht, Melcher Zeit und welcher Güte und mit welchen »e Sportmitteln es herangeschafft werden kann, ist «weitere Frage. M weit die Panzerwaffe, lieber den Umfang M Einsatzes und die erlittenen Verluste der iit: orifierten Infanterie liegen, irgend- Me Anhaltspunkte noch nicht vor. Nach italie- Berichten scheint auch sie beim'Einsatz, wo »sazu kam, zum Teil schwer gelitten zu haben, da die Australier offensichtlich darauf erstellt waren, so schnell wie möglich zum Nah- Ms mit der blanken Waffe zu kommen. Gegen ivachinengewehre, die gut getarnt in Aktion traten, nr t diese Taktik sehr verlustreich gewesen zu fein, mjliber die strategischen Absichten Wa - Lil 5 ist man sich nach den aufgefundenen Karten Vjd Aufzeichnungen ziemlich im klaren, und selbst mir diese fehlten, wüßte man aus den ersten «buhten Siegesmeldungen der englischen und der to Presse, woran man war. Wavell war es Ufo, rechts und links von dem bedrohten Suez- Ml Kräfte hin- und herzuschieben. Er wollte sich r) den in Tobruk gebundenen, offenbar unter » ungünstigen Bedingungen des Platzes stark Weihen Truppen Luft schaffen und die Trup- Wder Achse weit nach Westen zurückwerfen. |TSi diesem Vorsatz wurde auch noch ein anderes Ml verfolgt. Es sollte natürlich ein Prestige- Ihf l g erfochten werden. Man hielt es in Lon- Ipi für unbedingt notwendig, der amerikanischen Glichen Meinung bzw. den hinter der USA.« rung stehenden Kreisen eine neue Reklame- ' lip d)feit zu verschaffen. Wenn diese Absicht be- ||ani. so ist sie schwer fehlgeschlagen. Nicht einmal ‘ ! orribor nach Tobruk ist zustandegekommen. Im R^nteit, der englische Vorstoß ist nicht in der Lage .ko,en, auch nur die bisherigen vorgeschobenen W onen für die britischen Truppen zu sichern. « den propagandistischen Erfolg angeht, so ist 'frn in Rom der Meinung, daß genau das enteil des Ange strebten erreicht wor- ’< 5t, denn statt eines Erfolges hat man einen We kennbaren Rückschlag zu verzeichnen. Die besten Panzer-Divisionen Wavells haben 'Nfolzr x Oruity Dmich 4 hentlich q ibe, djz:! hier, «st. Oer Pakt von Ankara. Seitdem für die Türkei das Zeitalter der Eroberungen abgeschlossen war, hat sie in der Weltpolitik die Jahrhunderte hindurch ihre Rolle gespielt als natürliche Brücke zwischen Europa und dem Nahen Orient. Diese Aufgabe des Hüters der Schlüsselstellung auf dem europäisch-asiatischen Brückenkopf an den Meerengen hat die moderne Türkei aus der politischen Erbschaft des zerfallenen Reiches der Os- manensultane übernommen, obwohl der Ausgang des Weltkrieges ihren Landbesitz in Europa auf einen schmalen Streifen Ostthraziens beschränkte und im Orient ihr alle arabischen Länder entrissen wurden. Doch daß Kemal Atatürk, der Vater der modernen Türkei, die Hauptstadt seines neuen Reiches von den Meerengen weg ins Innere Kleinasiens, von dem alten Konstantinopel nach Ankara, verlegte, sollte nicht heißen, daß er auf diese Brückenstellung seines Volkes verzichten wollte. Kleinasien, das den Türken erste Heimat geworden war, seitdem sie aus dem Innern des Kontinents nach Westen aufgebrochen waren, von wo sie dann über die Meerengen gesetzt waren, den ganzen Balkan sich unterworfen und ihre Eroberungszüge bis nach Friaul und bis vor die Tore von Wien ausgedehnt hatten, dieses Kleinasien blieb ihnen mit feiner genügsamen, hart arbeitenden Bauernbevölkerung der völkische Kraftquell auch in den Jahrhunderten innerer Schwäche, die auf das große Zeitalter 5er Eroberungen folgten, und wurde ihnen zum Land ihrer nationalen Wiedergeburt, als Kemal Pascha hier nach dem unglücklichen Ausgang des Weltkrieges wider den Befehl der sich den Siegern unterwerfenden Sultanregierung in Konstantinopel den Widerstand gegen die im Frieden von Sevres bereits deklarierte Zerstückelung der Türkei organisierte. Damals sollte nach dem Willen- der Weltkriegssieger auf europäischem Gebiet nur ein kleiner Landstrich um Konstantinopel herum türkisch bleiben, die Stadt selbst aber und die Meeerengen durch aUiieite Truppen besetzt werden, Smyrna und sein Hinterland an die Griechen fallen, in Südanatolien eine breite Einflußzone den alliierten Mächten vorbehalten bleiben und der türkische Reststaat durch ein System von interalliierten Verwaltunqs-, Finanz- und Ju- stizkommissionen auch den Rest von Unabhängigkeit verlieren. Es ist gewiß nicht unzeitgemäß, an dieses Friedensdiktat zu erinnern, das, wenn es zur Durchführung gelangt märe, vor zwanzig.Jahren den Untergang der Türkei besiegelt hätte. Dagegen erhob sich Kemal Pascha mit seiner ganzen nationalen Leidenschaft. Während schon alliierte Truppen West- unb Südanatolien besetzten, berief Kemal, einer der fähigsten türkischen Generale des Weltkrieges, einen nationaltürkischen Kongreß nach Er.zerum, der den Widerstand gegen die Unterwerfungspolitik der Regierung des Sultans in Konstantinopel verkündete. Eine Nationalversammlung wurde gewählt und eine neue Regierung in Ankara gebildet, die den Kampf gegen die Eindringlinge aufnahm. Man muß sich entsinnen, daß die Türkei damals bereits nacheinander vier Kriege geführt hatte, den Krieg mit Italien wegen Tripolis, die beiden Balkankriege und den Weltkrieg. Fast zehn Jahre 'stand der türkische Soldat schon im Felde, immer hatte er gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen, besser ausgerüsteten und verpflegten Gegner gekämpft, aber seine Standhaftigkeit und Ausdauer hatten ihm die Achtung auch seiner Feinde eingetragen. Run wurde er erneut aufgerufen zur Verteidigung seiner engsten Heimat und der Ruf war nicht umsonst. Die alliierten Truppen wurden aus Südanatolien hinaus- gebränqt, und als Lloyd George, der damalige britische Premier, die Griechen zum Einfall in Westanatolien anstachelte, mußten sie dies Abenteuer mit einer vernichtenden Niederlage büßen. Im Friedensvertrag von Lausanne 1923 sicherte Kemals Außenminister und sein Nachfolger als Staatsprä- Boden gewinnen können. Die Franzosen waren den ganzen Donnerstag über damit beschäftigt, das Gelände am Rand der Oase Guta., in deren Kern die Stadt Damaskus liegt, von biefen oor- gebrungenen Abteilungen wieder zu säubern. Heber den endgültigen Ausgang dieser Kämpfe kann an- gesichls der starken Ermüdungserscheinungen, die sich schließlich bei den Franzosen trotz des von ihnen an den Tag gelegten Mutes bemerkbar machen müssen, noch nichts gesagt werden. Im südlichen Libanon-Gebiet wird die Stadt M e r j Ayun von den Franzosen immer noch gehalten. Inzwischen spielen . an der Küste, etwa 50 Kilometer südwestlich von Merj Ayun, weitere Kämpfe ab Die britische Flotte unterstützt hier zwischen Saida und Damour die australischen Truppen, die in der Richtung auf Beirut Gelände zu gewinnen versuchen. Schwere Strafen für Daladie -Minister. Vichy, 20. Juni. (Europapreß.) Nach einem im französischen Amtsblatt veröffentlichten Dekret wurden den der ehemaligen Regierung Daladier angehörigen Ministern Zay, Viennot und Antier ihre Abgeordnetenmandate entzogen. Zay und, Viennot stehen außerdem unter Anklage wegen Desertion in Kriegszeiten, was ihre D e - qrabierung zur Folge hatte. Für Zay laufet das Urteil auf Deportation, während Viennot zu acht Jahren Gefängnis und zum Verlust her- bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von zwanzig Jahren verurteilt mürbe; Zay und m noch lj ent mit J >t Accu» Haupte! it 282, Ej ), von 11 nderbM^ nb, her q ü zeigtet n im M falls fehl q nach irf M recht R chen 1M ,13 wq [e etwcs j Herrn ’ntigtnM der emj niesen oder famit tim zeraW.s rsen gtod itioe Üiir halte! wj iursgech i Wochen iabschwch n die 2113 ten. Bch !n Deranh ntaegenp Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/rUbr des Vormittags Anzeig en-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel8 Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr renerFamilienblätter mtimBild-DieScholle Bezugspreis: .......RM1.80 ellgebühr... „ -.25 bei Nichterscheinen einzelnen Nummern ge höherer Gewalt ben Monat M a i nennt im einzelnen 73 BRT.), 20 „alliierte" fünf „neutrale" Schiffe. Juni melbefe, baß her °ce Einbußen bavonqetragen. Se die Dinge für Tobruk aussehen? Auch Frage wird natürlich erörtert. Man ist sich r. darüber, daß die Lage für Tobruk durch das A benft:- 1p eiben jeden Erfolges sehr verschärft worben ist, i. IW mar besonders, was die Moral der dort ein= foit «WhHenen Truppen angeht. Auch nur die Mög- 1 ■et, sich im Schutze vorgestoßener englischer ‘^»en aus Tobruk üher Land nach Aegypten M^iehen zu können, hätte die Moral dieser Truv- | r hftärft. Wavell steht also wieder mit der Wüste Briefen auf der einen Seite und mit einer ernp- Miben Flanke auf der anderen Seite in den Mn Stellungen den Truppen der Achse gegenüber. Mm stellt'in diesem Zusammenhang gleichzeitig erneut Betrachtungen über den Einfluß her 'wischen Seekriegführung auf die Ge- Oer Wehrmachibericht Berlin, 20. Juni. (D71B.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampfflugzeuge versenkten im Seegebiet um England einen Frachter von 2000 BRT. und beschädigten drei große Handelsschiffe schwer. Jm Atlantik vernichtete ein Fernkampf, ftugzeug etwa 1100 km westlich Cadiz ein Frachtschiff von 3500 BRT. Nachtangriffe von Kampfftugzeugen richteten sich gegen die Hafenanlagen von Great Yarmouth sowie gegen einen Flugplatz in Südengland. Jn Rordafrika geringe beiderseitige Aufklä- rungstätigkeit. Der Feind warf in der letzten Rächt mit schwachen Kräften an einigen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, die lediglich einige Wohnhäuser beschädigten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden Kampfflugzeuge ab. Eine Gruppe eines Kampfgeschwaders unter Führung von Major Petersen und später von Hauptmann Flieget vernichtete seit Mitte April 1 940 durch rastlose kühne Angriffe gegen die britische Bersorgungsschiffahrt um England bis weit in den Atlantik hinaus insgesamt 10 9.han- d e l s s ch i f f e mit rund 636 000 BRT. und beschädigte weitere 63 Schiffe durch Bombentreffer schwer. Jn den Kämpfen an der Sollum-Front zeichneten sich der Führer eines Panzerregimenks, Major Bolbrinf er, der Kommandeur einer Flakabteilung, Hauptmann Fromm, der Führer eines Schühenbataillons, Hauptmann Bach, der Kompaniechef in einem Panzerregiment, Oberleutnant G i e r d a. sowie die Soldaten einer Flakabtei- lüng, Oberfähnrich Genßter, Unteroffizier Brink Jjpte' schalten und walten zu können, während p inen großen Teil der Mittelmeerflotte dem !?WlÜ:kdienst zuführen wollte. . U<11 ja #'A ts 1 erbrechM i nach , Neue Erfolge der Luftwaffe gegen die britische Bersorgungsschiffahrt Kampfgruppe vernichtete seit Mitte April 1940 636000 DNT Kriegsflotte besonders schwer auf die britische ksNührung zur See drückt. Diese drei Punkte br: erstens die Tatsache, daß fast die Hälfte der Heien Flotte im Mittelmeer mehr ober minber belegt ist; zweitens die Unmöglichkeit für die kicnder, sich in den Randländern des Mitteles so zu bewegen, daß sie als Versorgungs- ^1 für London oder auch nur in jedem Falle für Hti Tiittelmeer operierenden britischen Streifte benutzt werden können: und driftens schließ- iii"- die italienische Kriegsflotte den Q u e r- durch das THttelmeer und zwingt zu *■ hlt lingen Umweg um das Kap der Guten Hoff- f. Englands Rechnung beruhte darauf, daß die ^Jdclhing der italienischen Kriegsflotte nerhäU- M*ößig einfach fein, und man dann die Mögüch- " Jahrgang ttt.^5 iber.. scheint täglich,, außer , 9$’: ö Lnntags und Ferertags Ml Beilagen: ilvrechanschluß 2251 Druck und Verlag: Scheck 11686 Franks?M. vruhlsche UmversttAsdruckerel 8. Lange W ivi emsacy sein, uno man uann uic ^uu,- unfl $ M6cben würde, im Mitfelrneer mit eigenen Streit’ in dieser Hinsicht ist ein Artikel der nordamerikanischen Revue „Fortune". Diese Zeitschrift hatte beim Kriegseintritt Italiens ein Diagramm veröffentlicht, aus dem man sehen konnte, was England der erzwungene Verzicht auf das Mittelmeer kosten würde. Darunter figurierte die Verlängerung der Verbindungslinien für England um die Hälfte, was einer Verringerung der Ausnutzbarkeif der britischen Handelsflotte um die Hälfte gleichzusetzen war. Dazu kam, daß auf den längsten Strecken sich auch die Erfolgsaussichfen für die Seekriegsmiftel ber Achse gegenüber bem britischen Seeverkehr, nämlich ber Flugzeuge, der Unterseeboote unb Kreuzer vergrößerten. Auch hier hat die italienische Kriegsmarine zur Entwicklung der Situation wesentlich beigetragen. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet man in Rom die Kriegslage nach bem siegreichen Abschluß der Schlacht in Nordafrika, unb es ist ver- stänblich, baß man mit biefem Abschluß recht zu- frieben ist. Das Schlachtfeld von Sollum. Berlin, 20. Juni. (DNB.) Bei her Aufräumung des Schlachffelbes von Sollum konnten Arbeitstrupps bie verheerende Wirkung ber beutsch-italienischen Bombenangriffe auf britische Panzerverbänbe feftfteUen. So bot ein Bereitftel- lungsplatz zwischen Sollum unb bem Fort Ca- puzzo, auf bem ein größerer Verbanb britifcher Aach Der Panzerschlacht in Afrika . Von unserem Ph.-Korrespondenten. General-Anzeiger für Oberhefsen Siehen, Schulstrahe 7-9 und Unteroffizier kiel durch besondere Tapferkeit aus. Oie Achse beherrscht die Aegäis. Bem, 20. Juni. (Eyropapreß.) Der „Bund" in Bern schreibt zu bem Abschluß bes deutsch- türkischen Freundschaftspaktes, ber Ausgang bes Ringens in Ankara lege eindeutig ben Erfolg und bamit wohl auch die Ueberlegenheif ber deutschen Diplomatie dar. Das Aegäische Meer sei zu einem mare clausum ber Achsenmächte geworben. Seit Wochen sei, wie man aus Istanbul erfahre, kein englisches ober norbamerikanisches Hanbels- sch i f f mehr in bem bärtigen Hafen ober überhaupt in bie Meerengen eingelaufen. Dafür träfen hort beutsche, italienische, bulgarische, rumänische unb russische Frachtschiffe ein. Von ben Häfen ber türkischen West- unb Norbküste, b. h. von ben Haupthäfen bes Lanbes aus fei zur Zeit kein Seeverkehr mi-t England unb ben Vereinigten Staaten mehr möglich. An ber Süb- füfte könne er sich.auch nicht groß entfalten, ba bas baoorliegenbe Meer Kriegsschauplatz geworben sei. Englanb könnte, selbst wenn es wollte, ben wirtschaftlichen Vorsprung der Achse nicht mehr einholen. Wieder nur ein Teilqeständnis. Stockholm, 21. Juni. (DNB. Funkspr.) Nach langem Zögern gibt Reuter jetzt als britische stör» f "»•»* es l. * -' -ds gh« ft Me 8cr; isj. ‘ tMgl !erlidien3l lnienikhM "tubie-ji| I der vH sident Ismet Pascha, der als Sieger über die Griechen in der Schlacht bei Jnönü seitdem diesen Namen trägt, den heutigen Besitzstand der Türkei und ihre Unabhängigkeit. Daß damals über das Oelgebiet von Mossul keine Entscheidung getroffen wurde, lag allein am Widerstand Englands, das zwar nachgegeben hatte, solange es im wesentlichen um die Interessen anderer Leute ging, sich aber äußerst hartnäckig zeigte, sobald die Oelfrage zur Sprache kam. Entgegen den Bedingungen des Waffenstillstandes besetzte England das Mossulgebiet für seinen Schutzstaat Irak, bei dem es verblieb, weil Kemal nach den schweren Opfern der letzten Kriege eine militärische Auseinandersetzung mit England scheute. Er erhielt lediglich das Zugeständnis, für 25 Jahre mit 10 v. H. am Ertrag der Oetgewinnung beteiligt zu werden. Der Verlust des Mossulgebietes, das in der Mehrheit von Kurden und Türken bewohnt wird, ist um so schmerzlicher für die Türkei, als sie ohnehin nur über eine sehr schmale industrielle Basis verfügt und die Einnahmen aus der Oelgewinnung ihre Finanzen gestärkt hätten. Aber England wollte sich neben seinen Oelquellen im südlichen Iran auch das Mossulöl sichern. Auch das ist eine Erinnerung, die aktuelle Bedeutung hat. England war es auch, das sich am hartnäckigsten der Beseitigung der Fesseln widersetzte, die die Türkei in Lausanne mit Bezug auf die Meerengen hatte auf sich nehmen müssen. Als die Türkei 1935 in Genf den Antrag auf Aufhebung der Entmilitarisierungsbestimmungen stellte, war es England, das Mr Ablehnung des Antrags sorgte. Erst als den Engländern während der Abessinien-Krise an der türkischen Freundschaft gelegen war, gelang es der Türkei auf der Konferenz von Montreux im Juli 1936 das Recht aus Befestigung der" Meerengen durchzusetzen. Erst mit der 'Wiedererlangung der vollen Herrschaft über die Meerengen hat die Türkei ihren europäischen Besitz ganz gesichert und ihre traditionelle Brückenstellung zwischen Europa und dem Nahen Orient wieder bezogen. Die Außenpolitik der Türkei war seit ihrer Wiedererhebung konsequent auf Erhaltung des Friedens gerichtet, den die neue Türkei brauchte, um das auf lange Sicht hin ausgerichtete politische und kulturelle Reformwerk Atatürks und den wirtschaftlichen Aufbau des Landes durchzuführen. Im Sinne dieser Politik lag einmal die Schaffung eines vorderasiatischen Staatenblocks unter türkischer Führung durch den Vertrag von Saaüabad vom 9. Juli 1937 zwischen der Türkei, Iran, Irak und Afghanistan. Zum andern suchte die Türkei Verbindung mit ihren europäischen Nachbarn. Zuerst gelang das mit Griechenland, das seinen imperialistischen Traum mit seinen Hoffnungen auf Korn stantinopel und Smyrna inzwischen endgültig begraben hatte. Noch im gleichen Jahr 1928 wurde das Verhältnis mit Italien geklärt, worauf Mufsoljni in seiner letzten Rede vor der faschistischen Kammer hingewiesen hat, wir werden darauf noch zu sprechen kommen. Die Eroberung Libyens und der Inselgruppe des Dodekanes durch die italienischen Waffen im Tripoliskrieg 1911 hatte das Verhältnis beider Mächte auf lange Zeit getrübt und auch in der neuen Türkei war das Mißtrauen lebendig geblieben, daß Italien vielleicht an seinen damaligen Eroberungen nicht Genüge finden könne. So zeugt es von ebensoviel diplomatischem Geschick wie Vorurteilslosigkeit, daß es bei dem Zusammentreffen zwischen dem Duce und dem türkischen Außenminister in Mailand im Frühjahr 1928 gelang, jedes Mißverständnis zu beseitigen und die Grundlagen für einen Freundschaftsvertrag zu schaffen, der im Mai auf die Dauer von 5 Jahren abgeschlossen und beim Besuch des.türkischen Ministerpräsidenten Ismet Pascha, des heutigen Staatspräsidenten Jnönü, in Rom 1932 erneuert wurde. 1934 ging die Türkei mit Griechenland, Jugoslawien und Rumänien den Balkanbund ein, der die Aufrechterhaltung des Status quo auf dem Balkan zum Ziel hatte. Im Frühjahr 1939 hatte sich die Türkei bestimmen lassen, mit England und Frankreich Abmachungen über gegenseitigen Beistand im Kriegsfälle zu treffen, Abmachungen, die sich zwar von den einseitigen Garantien wesentlich unterschieden, die England sonst freigiebig ausgeteilt hatte, jedoch den Beginn eines für die Neutralität der Türkei nicht ungefährlichen Weges anzeigten. So bezeichnete sich die Türkei bei Kriegsausbruch als „nichtkriegführender Staat", der feine Interessen mit denen der einen kriegführenden Partei, den Westdemokratien, eng verbunden hatte. Ende Oktober 1939 wurden die Frühjahrsabmachungen in ein förmliches Bündnis umgewandelt, aber es Oer Sieger. Von Hans Friedrich Blunck. Ich habe einen langen Waldweg hinter mir und will auf einen Augenblick verschnaufen. Der Fuchsberg, der oben auf der Kuppe den breiten Eichstubben trägt, scheint mir gut. Das junge Grün der Bäume hält noch die Wärme des Tages fest, auch ist der Hügel, wie der Name sagt, seit altersher voll von unterirdischen Bauten, einige Röhren scheinen mir begangen. Fuchsberg und Dachsberg liegen hüben und drüben des Baches. Es ist, als wüßten die Vettern von den Namen der beiden Hügel und hielten auf Ordnung. Hier sah id) Jm letzten Herbst, wie Meister Grimbart nach einer wilden Beißerei aus der Röhre fuhr, Reineke hinter Ihm drein. Gut, daß die beiden meiner gewahr wurden, sie hätten sich, glaube ich, in aller Öffentlichkeit weitergeschlagen. Es sind immerhin Herren von Ansehen, die's lassen sollten; ein dicker Buntspecht, der über mir am Buchengeäst hämmerte, war ebenso verblüfft wie ich. Aber er Halls leichter, ihm fahren keine wütenden Vettern zwischen die Knie. Ich will zugeben, ich übertreibe, wenn ich sage, daß sie mir zwischen die Knie gefahren wären; aber bis ich die Büchse von der Schulter hatte, waren sie auf und davon. Sie machten mir auch nie wieder das Vergnügen, ich habe manche Weile vergeblich auf Reineke gewartet. Denn daß er der Sieger gewesen war, schien mir nach der Art, wie der Dachs davonzog, außer Zweifel. Auch gehört es sich nun einmal so, daß die Füchse im Fuchsberg und die Dachse im Dachsberg wohnen. Ich habe Reineke, so überlege ich auf meinem Eichstumpf, danach noch einige Male zm Winter gesehen. Um die Zeit, wo der Dachs schnarchend in seinem Bau liegt, wird der arme Rotrock von seinem leeren Magen getrieben und bellt vor Zorn über das Schneefeld. Dann, um die Zeit, wo die Dächsin wölft, im Spätwinter, wenn weithin das Land noch unter Eis und Schnee liegt, hat Reineke wieder mit seiner Unruhe zu tun. Ranzzeit ist's, stundenlang treibt es ihn rastlos über den Schnee, und wenn man nachts von., einem seltsamen heiseren Bellen gelang im Mai 1940 zu Beginn der deutschen West- offenswe den Westmächten nicht, die Türkei zum Abbruch der Beziehungen zu den Achsenmächten zu bewegen. Als Italiens Kriegseintritt das Mittelmeer zum Kriegsgebiet machte, begann die britische Diplomatie ein verstärktes Trommelfeuer, um die türkische Regierung in den Krieg zu drängen. Aber die Ablehnung der britischen Pressionen entsprach durchaus dem Wunsch des türkischen Volkes, das keinen anderen Kriegsgrund anerkennen wollte, als den der Verteidigung des türkischen Staatsgebiets gegen einen Angriff. Auch der Konflikt zwischen Italien und dem mit der Türkei verbündeten Griechenland änderte an dieser grundsätzlichen Linie der türkischen Außenpolitik nichts. Die Türkei war entschlossen, außerhalb des Krieges zu bleiben, solange nicht ihre eigenen Grenzen einem Angriff ausgesetzt oder ihre Lebensinteressen bedroht sind. Mit dieser Auslegung mußte sich England zufrieden geben, wenn auch gewisse türkische Preßorgane, je näher der Krieg den türkischen Grenzen rückte, in wachsender Nervosität die Regierung von Ankara zu Handlungen zu drängen suchten, die sie nicht verantworten zu können glaubte. Englands Diplomatie und ihre Helfershelfer in Istanbul und Ankara haben in diesen spannungsreichen Monaten sich darin nicht genug tun können, Deutschland als den schwarzen Mann hinzu- stellen, vor dessen Anschlägen auch die Freiheit und Unabhängigkeit der Türkei nicht sicher sei. Aber dieses selbe Deutschland hat die Türkei durch die Ereignisse selbst eindeutig davon überzeugen können, daß es auf dem Balkan wie seit jeher, keine territorialen und auch keine eigensüchtigen Interessen vertrat und lediglich an der Sicherung des Friedens in diesem Raum und engem wirtschaftlichem Güteraustausch mit ihm interessiert war. Daß diese Erkenntnis von den so engbegrenzten deutschen Kriegszielen sich auch in Ankara durchsetzte gegen die Verleumdungskampagne der britischen Diplomatie, spricht für die realistische Auffassung der Lage durch die türkischen Staatsmänner, die wie der Führer in seiner letzten Reichstagsrede mit Befriedigung festgestellt hat, es verstanden, die Unabhängigkeit des eigenen Entschlusses zu wahren. So blieb trotz zeitweiser Mißverständnisse und Verstimmungen eine Grundlage vorhanden, auf der die deutsche Diplomatie mit zäher Beharrlichkeit das deutsch-türkische Verhältnis zur alten Freundschaft zurücklenken konnte. Auch Mussolini hat in seiner letzten Kammerrede auf das Verhältnis Italiens zur Türkei angespielt und gesagt,, daß das Abkommen von 1928 immer noch Gegenwartswert besitze. Der Duce pries die Weisheit des türkischen Staatspräsidenten, der die Tragödie erkannt habe, die alle Völker erwarte, die sich England anoertrauten. So ist es selbstverständlich, daß der deutsch-türkische Freundschaftspakt in Rom mit vollster Sympathie ausgenommen worden ist. Er wird ein Element der Befriedung für den Nahen Osten bilden, in dem England nach der Niederlage in Griechenland und auf Kreta nun auch das wichtigste politische Ansatzstück für feine Kriegsausweitungspläne verloren hat. Dr. Fr. W. Lange. Das Echo in Ankara. Ankara, 20. Juni. (Europapreß.) In der offiziösen türkischen Zeitung „Ulus" stellt der Abgeordnete Rifky Atay fest, daß hie Türkei und Deutschland nicht erst seit Mittwoch abend um 21 Uhr Freunde seien, sondern daß die nun erneuerte Freundschaft eine alte Tradition habe. Nie habe es direkte Differenzen zwischen dem Reich und der Türkei gegeben. Nach Abschluß des neuen Paktes ergebe sich Mr die Türkei folgende Situation: Die Türkei bleibe weiter allen Komplikationen fern. Auch das bisher von der Türkei vertretene Prinzip der territorialen Unversehrtheit bleibe bestehen. Die Türkei habe keinerlei Angriffsziel. Durch den neuen Pakt werde bestätigt, daß Ankara in feiner Politik der Erhaltung der Ordnung und des Friedens im türkischen Raum in keinem Gegensatz zu Deutschland stehe. Die neue Urkunde erkenne den türkischen Frieden an und schätze ihn, weshalb sie in der ganzen Türkei Zustimmung finde. Washington völlig überrascht. Washington, 20. Juni. (DNB.) Zum deutschtürkischen Freundschaftsvertrag lehnte Unterstaatssekretär Welles eine Stellungnahme mit der Begründung ab, er müsse den Vertrag erst genauer studieren, bevor er sich schlüssig werde, ob ein Kommentar angezeigt sei. „Washington Post" meldet, die Nachricht vom Abschluß sei hier völlig uner- überrascht wurde, das hier und da Antwort fand, war es wohl der alte Rüde, der den Dachs aus dem Bau getrieben hatte. Wäu, wäu — es ist der Fuchs, der durch das Revier streift, es ist der sehnsüchtige Alte, der über den Schnee dahinzieht und „wäu, wäu", antwortet ein anderer von fern, der ebenso herzkrank durch den Winter bellt. Ob er die Fähe fand? Ich wünsche es ihm, denn es ist ein schlimmes Los, im Winter liebeskrank zu fein, und wenn man gar über Schnee und Eis suchen muß, kann die Sehnsucht zur bitteren Not werden. Da hat der Dachs es sich besser eingerichtet, er hält Hochzeit im Hochsommer ünd braucht nicht zu darben. Der Wind, der mich umströmt, ist warm. Oder eigentlich ist es kein Wind, sondern immer noch die sonnenwarme Mittagsluft, die sich durch den Wald schiebt. Draußen ist der Abend schon eingefallen, etwas fröstelnd, wie es solch ein Frühling oft noch mit sich bringt. In den Kronen des jungen Holzes steht ein rötlicher Schein und verblaßt, auch vom Boden steigt es jetzt feuchter auf; wird wohl Zeit, den Weg weiterzusuchen. Und weil's die Tage sind, wo vielleicht gerade die Jungfüchse erscheinen — der Winter war hart und lang — will ich keine.Unruhe bringen. Vielleicht hat man unter meinen Füßen den Schritt gehört und spacht sich Sorgen. Aber während ich noch einmal frierend an den Winter denke und den bellenden Fuchs über den weißen Schnee schnüren sehe, die Rute gesenkt, ja, während ich den Alten und seiner Fähe, auch wenn er mir ein böser Nachbar war, einige gute Tage wünsche, — denn hat er sich den Bau nicht ehrlich erkämpft? — da schnuppert zu meiner Verblüffung auf einmal eine schwarz und weiß gestreifte Nase aus der nächsten Nähre. Blitzschnell war sie da und weder fort, ehe ich den Blick recht hinübergewandt hafte. Was, zum Kuckuck, hatte das zu bedeuten? Mir fällt im gleichen Augenblick ein, daß ich schon lange nicht mehr am Bau war, daß mir neulich am Wege auffiel, daß der Boden nach Eckern und Eicheln ausgestochen war, wie etwa Vater Dachs den keimenden Samen untersucht. Ich lasse den Blick gleiten nach Fährte, nach Losung und — hei, du lieber Himmel, da höre ich, wie — noch in der Röhre — Meister Grimbart sich polternb hen Sand aus dem Pelz schüttelt und dann — hui — fröhlich des Die USA. schädigen sich selbst Dreimächtepaktes nachzukommen. Amerikanisches U-Boot bei Tauchübungen gesunken und unbekümmert ausfährt. Hat sich was mit dem Fuchs im Fuchsberg, der Dachs blieb der Sieger! Aber dann kommt das Beste. Hinter ihm, — ein, zwei, drei Jungdachse, die gleich Spielabend machen und bann, mit einem glücklichen Murren, Mutter hinterdrein. Also, das hat mir der Frühling gebracht? Eine gesegnete Nachbarschaft, die wird nicht ein Fasangelege brüten, noch die Enten am Schilfrand auskommen lassen. Mit einem Knüppel möchte ich dreinfahren. Aber dann überwindet das Lachen allen Zorn. Wie der alte Dachsbär sich nämlich um- wendet und gerade eine wichtige Bemerkung machen will, ehe man ins Unterholz fährt, wird er meiner gewahr, — wie eine Salzsäule sitze ich da. Und der vorsichtige Herr ist so verblüfft,'er schüttelt den Kopf, — wahrhaftig, er schüttelt den Kopf vor Ueberraschung. Aber bann, mit einem fauchenden Knurren hat er sich wieder in der Gewalt. Blitzschnell ist die Dächsin im Bau, tapveln die Kinder hinterdrein. Aber Grimbart über alle hinweg. Auf einmal ist ihm das Leben lieber als alle Vaterfreude. Oie LIGA. am Scheidewege. To ki o, 20. Juni. (DNB.) Der Sprecher der Informationsabteilung der Regierung, Koh I f ch i i, jagte vor dem Zentralrat der Taifei Pokusankai, im Weltkrieg fei es möglich gewesen, amerikanische Truppen direkt auf dem europäischen Kontinent zu landen und die Alliierten mit großen Mengen Krie>gsmaterial weitgehend zu versorgen. Heute sei die Lage jedoch völlig anders. Japan stehe als Partner des Dreimächtepaktes vorherrschend auf der anderen Seite des Pazifiks und nötige die USA. zu gewichtigen Ueberlegungen. Unter diesen Umständen habe sich die Regierung der USA. zweimal zu überlegen, ob Amerika in den Krieg eintrete. Die letzte Serie der britischen Niederlagen auf dem Balkan und in Libyen habe diejenigen Amerikaner abgekühlt, die optimistische Auffassungen hinsichtlich der Aussichten in diesem Krieg hatten. Die USA. seien heute am Scheidewege, wobei die Entscheidung von Roosevelt abhänge, b;er diktatorische Vollmachten in den Händen habe. Die Achsenmächte hätten ein ungeheueres Uebergewicht gegenüber dem Gegner bewiesen. Die täglichen Versenkungen britischer Handelsschiffe durch deutsche U-Boote und Flugzeuge seien schwerste Schläge für England. Gleichzeitig sei die Bombardierung Englands äußerst folgenschwer. Japan sei seit dem Abschluß des Dreierpaktes keinen Schritt von dem damit eingeschlagenen Weg abgewichen. Japan habe hinsichtlich der Bereitschaft seiner Flotte nichts vernachlässigt, um notfalls imstande zu sein, seinen Verpflichtungen auf Grund Neuyork, 21. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Mitteilung des Marinedepartements ist das U-Boot „O 9", das vor Portsmouth (USA.) Tauchübungen durchführte, überfällig. Man befürchtet, daß es verunglückt fei. Ein Rettungsschiff und mehrere Taucher versuchen mit dem gesunkenen Boot Verbindung aufzunehmen, um die Mannschaft 31t bergen. Das Unglück ereignete sich im gleichen Meeresgebiet, wo vor zwei 'Jahren das U-Boot „S q u a l u s" gefunfen fei. poriiisches Europa. Von Dr. Paul Rohrbach. Die Ereignisse dieses Krieges haben uns beit I griff des südosteuropäischen Raumes nahe gefta Er leitet uns über zu dem nächsten, oftroar-s Skat im Löwenkäfig. Ein italienischer Wanderzirkus in Modena bot seinem zahlreichen Publikum kürzlich eine besondere Sensation. Ein junger Buchdrucker, Piero Frcmcia, hatte sich erboten, mit dem Dompteur der Löwengruppe in Anwesenheit von dessen SckMtzlingen eine Partie Karten zu spielen. In den vergitterten Raum, in dem sich drei Wüstenkönige befanden, wurde ein Tiscb gestellt, an dem der Tierbändiger und fein Partner Platz nahmen. Der Bändiger gewann, aber nur dadurch, wie Francia sich nachttäglich beschwerte, daß die „kiebitzenden" Löwen jenem in unzulässiger Weise geholfen hätten. Die Tiere hatten sich nämlich in begreiflicher Neugier den Spielenden genähert, um sich vor allem den unbekannten Gast etwas genauer anzusehen. Daß diese? dabei nervös wurde und schlecht spielte, wird ihm niemand verübeln. Schließlich tranken beide noch in Gesellschaft der Raubtiere eine Flasche Wein, worauf der mutige Kartenspieler, vom Publikum lebhaft beklatscht, den Käsig verlief wartet gekommen und habe in Amtskreisen Heber« raschung und Bestürzung sowie die Frage ausgelöst, welche Folgen sich für den Nahostraum daraus ergeben würden. legenen Hroßraum unseres Erdteils, dem Po: fchen Europa. Der Pontus ist das Schwär Meer, in das der große Strom Südosteurvs die Donau, mündet. Die Griechen nannten M Meer zuerst „Axeinos", das ungastliche, weil für sie anfangs weit draußen an den Grenzer,> bewohnten Erde lag und gefährliche Völker seinen Ufern wohnten. Weil es aber Sitte n Benennungen von übler Vorbedeutung nicht brauchen, so wandelte man „Axeinos" in „(Enno s" um, das gastliche, und nachdem erst ein Srd griechischer Kolonialstädte an seinen Ufern eirpj gewachsen war, brauchte das Beiwort „gajilil auch nicht mehr als bloße Verhüllung eines köf Omens verstanden zu werden. Die Donau ist der Arm, mit dem der bis in das Herz Deutschlands reicht. Donau=(M ist ein Raumbegriff, der Großdeutschland mit M garn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Sulgoiil zu einem natürlichen Derkehrsgebiet verbind dessen Zusammenhang noch enger sein wird, fobJ der Rhein-Main-Donau Kanal zur Vollendung J kommen sein wird. Was ein großer schiffbarer W für den Versehr bedeuten kann, das sieht man i Rhein. Schon vor einem Jahrzehnt betrug der ä terverkehr im deutschen Rheingebiet über fünfj Prozent des gesamten deutschen Binnenverkehr Die Hälfte davon entfiel auf den Auslandsverkej der die deutsche Rheinstrecke passierte. In diesem Kriege ist die Donau ein über« wichtiger Transportweg für die Güterbewrg« zwischen Deutschland und dem Südosten, dem Ile» gangsgebiet vom Mittleren zum Pontischen ti ropa, geworden. Vom Gestade des Schwär« Meeres kamen bereits die bessarabischen Deutschs die auf der Donau heim ins Reich Mhren. 'M Pontische Europa, das durch den Donauweg J uns zufammenhängt, umfaßt Bessarabien, i Ukraine und den Westflügel des Kaukasus. Ein i unterbrochener Wasserweg führt von Regenelnül wo gegenwärtig die Großschiffahrt auf der ?onj beginnt, bis nach Galatz und Braila, den bei« rumänischen Städten, die zugleich Donau- iß Schwarzmeerhäfen sind, und weiter bis nach ®arj und Burgas in Bulgarien, bis nach Odessa in Datum, wo die aus dem Oelgebiet von Baku ko« LC mV "s Äft! pW lAglinß' Vs fe» Deutschland hat, wie schon berichtet wurde id den entsprechenden Maßnahmen g e a n tmorhi Wie ist nun die tatsächliche Lage? Die deufcha Exportguthaben in den Vereinigten Staaten fisl bis auf einen bescheidenen Rest ausgeglichen, |j Firmenbeteiligungen sind bereits feit längerer Ztj abgestoßen, Forderungen in Wertpapieren, ai Grundschulden und Hypotheken bestehen kaum gesamte Wert der in den Vereinigten Staaten eil gefrorenen Guthaben erreicht nicht rnehr all 12 0 Millionen Reichsmark. Die Lrnelf konischen Vermögenswerte in Deutschland ixicqfl sind rund vierzehnmal so groß, sie Eelri gen 1,7 Milliarden Reichsmark. Auch die italieM Bilanz ist günstig, die amerikanischen Guthaben i Italien dürften weit mehr als das Cop« pelte der italienischen Guthaben in Amerika» reichen. Man versteht also sehr gut, roarw- k seit längerer Zeit geforderte Sperre beim anwrli Nischen Staatsdepartement zunächst auf Zögern M stoßen ist. Wenn sich nunmehr die Vereinig Staaten doch entschlossen haben, zu der englisch! Wirtschaftsblockade so etwas wie eine Final blockade hinzuzufügen, so kann Deutschland aq diesem Tun mit Gelassenheit zusehen. Das ist in der weitaus günstigeren Lage, und e? 1 schließlich eine Angelegenheit der Vereinigten Gtal ten, mit welchen Mitteln sie ihre eigene PoM auf dem internationalen Finanzmarkt schädig wollen. Denn darüber müssen sich auch die Arnm kaner im klaren sein, daß eine geachtete girirj stellung in allererster Linie eine Sache des fl:i trauens ist und daß willkürliche Erschüttere^ dieses Vertrauens, die absichtliche Erzeugung « R§chtsunsicherheit von den betroffenen Lärm nicht so rasch vergessen werden. Oie „Dogeluhr". In den Wochen des Brutgeschäftes in der Ar-l welt ist das Konzert der gefiederten Sänger in ft frühen Morgenstunden am allerschönsten, und m hat seit langem beobachtet, daß die einzelnen arten mit ihrem Gesang immer zu einer bestimm Stunde einsetzen, so daß man von einer „VogelU- sprechen kann. Das Studium dieses Frühgestn.t hat die ornithologische Wissenschaft immer wtti beschäftigt; neuerdings hat Georg Scheer berl kenswerte Beobachtungen darüber^ Dcröffctdij über die in der Frankfurter Wochenschrift ,j)ie W schau" zusammenfassend berichtet wird. Wie gpn die Vogeluhr abläuft, konnte Scheer von tieuenui<1 stellen, als er regelmäßig folgende Vögel in 'M Frühgesang verhörte: Amsel, Buchfink, "grauer Tj genschnäpper, Gartenrotschwanz, Girlitz, ©riirrf« Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, 3M segler, Star, Weidenlaubsänger und Wende».^ Verschiedene Vögel derselben Art, vor allem 2tnj beginnen ihren Gesang mit großer Genauigkeit^ zu derselben Zeit und damit auch bei fast her 5-j chen Helligkeit. Bei Sperling und Star kann R die einzelnen Vögel oft gar nicht voneinander^ terscheiden, da sie ihren Gesang-fast genau um selbe Minute beginnen. ' . J Weiter war zu beobachten, rote sich Bügel' z gleichen Art gegenseitig aneifern. Viele weo;j während des Frühgesangs ihren Platz; nach >1 bestimmten Zeit fliegen sie weg, um an einer deren Stelle weiterzusingen, und auch dieser M wechsel erfolgt mit der größten Regelmöß> Manche Vögel wechseln ebenso gelegenttich Schlafplatz, besonders die Girlitze, aber auch 1 Grünfinken und Buchfinken. Die ersten Tönr j Vogelgesanges werden noch wie verschlafen hc^ gebracht, ein Beweis dafür, daß die Vögel unnoiV bar nach dem Aufwachen, ohne zunächst auf j Nahrungssuche zu gehen, mit ihrem Gesang ginnen. Regen, auch ganz leichter Regen, noch ttjl aber Gewitter, wirft bei allen Vögeln verspr auf den Beginn des Frühgesangs ein, wätz-li beim Abendgesang ein leichter Regen nach Tagen anregend zu wirken scheint. Der sang am Morgen ist abhängig von den. denen Helligkeitsgraden, verfällt gHo besmA ten physikalischen GssetzerL - " * s Zur Sperre der deutschen und italienischen Guthaben in USA. schreibt die Frankfurter Zeitung: Auf den bisherigen Verlauf des Krieges in Europa hat Washington auf finanziellem Gebiet stets mit der gleichen Maßnahme reagiert. Wenn die deutschen Truppen ein Land besetzten, so hat man die Guthaben, die dieses Land in den Vereinigten Staaten unterhielt, schleunigst gesperrt. Man hat sich dabei aber nicht nur auf die besetzten Länder beschränkt, sondern auch jene in die Sperre einbezogen, die man der „Achsenfreundlichkeit" verdächtigte. Allmählich waren es so fünfzehn europäische Länder geworden, deren Derttauen auf die oft gerühmte Funktion der Vereinigten Staaten als eines' „neutralen Bankiers" der Welt auf drastische und nachdrückliche Weise erschüttert wurde. Die Washingtoner Administration versuchte, was die besetzten Länder angeht, den Schein eines Rechtes zu wahren, indem sie etwa behauptete, die Sperre geschehe im Interesse dieser Länder, da man auf diese Weise die Guthaben der Verfügung der Achsenmächte entziehe. Völlig frei von solcher Verbrämung ist aber die neue Verfügung Roosevelts, durch die sämtliche europäischen Guthaben gesperrt werden, also auch die deutschen und italienischen. Hier handelt es sich um eine rein politische Maßnahme, um eine Kampfmaßnahme, um eine unzweideutige Diskriminierung der Achsenmächte. Man hat sich damit bedenkenlos über die fundamentalen Regeln des zwischenstaatlichen Wirtschaftsverkehrs hinweggefetzt und den deutsch- amerikanischen Handelsvertrag in einem seiner wichtigsten Punkte verletzt, jenen nämlich, der im Rahmen der Gegenseitigkeit die Ausübung der geschäftlichen Tätigkeit freigibt und^die beliebige Verfügung über das bewegliche Vermögen gestattet. K’lrVl Ml*1 BS te Ernten, K Zahrhs die >n> L üogerDOn L ui0 D°n hig iP5t irn KWtin »' Lu»*® R" M Leiten nn L fine bequ Etgtrn diese h ist ein Lrt er auch hüte Ertrc V ich meih njr mit nu L sie in bei wgi9 g< köstlichen htm hier d U werden. ( l N Dnje mh Stils, f- Katarakte, H Wer he für die kc? des Dr L Micher: r-rjir zur Ve I llch das g h des Kau W. Dort, h Salzfte hje des P L oon Gro Lidern van iWs eine p oon Tu L Meeres, i p Pelroleur i'Summe i Men Eu p hn ßat Mert, un p ein Schic ''chluß über atinopel. mfdji pchsverkehi Wllicht in bi l-Äu der ®: w die hervor p Mannscha R Mer VN in der M einen ' pH: und Si p die Put Hiahrt ebe |p lahmlec -r. Dorpmül pverkehr, pverkehrs Mittel prslrahenr M Dber=l P.W Pyfoarts Ur pwtnarei VN und A besondere iS H'ens t feb d°- und i werden b staust P sein.; K M'fi Ä" i I?5 Infjerqi >Se 1 Minister pavostni kommt nach Sedht. n Der vor- )tet muri-1 Lebiet. Dort, wo die Schwarze Erde in die Ka- usgeM! zena-Flasche, aber Mutti sagt immer, die Zubereitung für die Flasche macht nicht viel Arbeit, weil es so einfach ist und das ist auch an sehr großer Vorteil - Maizena hat ehen fawl en Staate | ;t mehrt rf. Sie n Wand ki Durch seinen beson- eantmr| ? Die b(ri| n Staate- 9 meint Rena, denn das sagt-Mutti auch immer von Babys Wäsche. Man hat so viel zu tun, wenn alle Püppchen immer nett und frisch an gezogen sein sollen. Und daneben wollen die Puppenkinder ihr Recht haben und gerade heute haben sie so sehr viel Appetit Aber der Puppen- mutter und Claus geht’s genau so. Ein Glück, daß Mutti da für alle eine herrlich schmeckende Maizena-Speise gemacht hat mit leckeren Kirschen und Saft dazu. Ei, das schmeckt Die Puppenkinder dürfen auch alle einmal davon kosten. Baby bekommt jetzt schon die Mal» über den Oder-Donau-Kanal zur O st s e e (Budapest—Stettin 1200 km) und Nordsee (Budapest —Hamburg 1520 km) eine kürzere Verbindung zum Meer als donauabwärts noch dem (am Schwarzen Meer gelegenen) Sulina (1650 km)." Britischer Geleitzug zersprengt. Lissabon, 20. Juni. (DNB.) Schiffbrüchige versenkter Schiffe trafen am 19. Juni in Lissabon ein. Diese Seeleute, die auf Schiffen eines britischen Geleitzuges fuhren, berichtetes, daß der Geleitzug aus dem Mittelmeer kam und sich auf dem Wege nach England befunden hätte. Am frühen Morgen des 19. Juni fei der Geleitzug von einem Untersee boot zersprengt worden. Da sie eiligst in die Boote hätten gehen müssen. in 100 Feindflügen vier Flugzeuge abgeschossen und zwölf am Boden zerstört. Durch seine -je Lager von hochwertigem Eisenerz, von Man- an und von Anthrazitkohle sind erst verhältnis- -lätzig spät im 19. Jahrhundert bekannt geworden. ;m Verein mit der natürlichen Fruchtbarkeit des Schwarzerde-Gürtels machen sie diesen Teil des Sontischen Europas zu einer der reichsten Groß- andschaften unseres Erdteils, die durch den Donau» ,eg eine bequeme Austauschmöglichkeit mit allen 5nliegern dieser Wasserstraße erhält. Die Schwarze Trbe ist ein durch reichliche Humusbeimengung iRinkelgefärbter Löß. Wo dieser Boden noch jung- -äulich ist und zum ersten Mal aufgebrochen wird, efert er auch bei primitiver Bearbeitung überraschende Erträge. Später freilich muß, damit sol- ,e noch weiter herausgeholt werden, zur lief» iltur mit modernen Pflügen gegriffen werden, nie sie in der mitteleuropäischen Agrarwirkschuft lurchgängig gebraucht werden. Bei einem land- Airtschaftlichen Betrieb mit modernen Methoden könnten hier die größten europäischen Ernten er^ elt werden. Ein Hindernis für die Flußschiffahrt siuf dem Dnjepr, aber zugleich eine Kraftreserve irößten Stils, bildet das Gefälle des Stroms auf Iter Kataraktenstrecke unterhalb von Dnjeprope» -owsk (früher Jekaterinoslaw), wo deutsche Inge» ieure für die Sowjetregierung die mächtige Kraft- inlage des Dnjeprostroi gebaut haben. Hier steht i sontinopel. > Kroßschiffahrtsstraße Oonau. \ Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller ver- i fentlicht in den „M. N. N." einen Artikel über den i msbau der Großschiffahrtsstraße Donau. Er knüpft ' n die hervorragende Leistung eines Rqumtrupps i (15 Mannschaften der Reichswasserstraßenverwal- i ng ün, der den Güterkähnen auf der unteren k'onau in der unvorstellbar kurzen Zeit von elf I !ogen einen Weg durch und über die zerstörten !onau- und Savebrücken bahnte, durch deren Spren- [ (ring die Putschgenerale in Belgrad die deutsche ichiffahrt ebenso wie durch das Auslegen von ! skinen lahmleaen wollten. ' Dr. Dorpmüller berührt dann die Aufgabe, den [ 'mnauverkehr, der bisher nur cinfn Bruchteil des r ? heinverkehrs erreicht und auch noch kleiner als Ihr des Mittellandkanals ist, in den großdeutschen k ^asserstraßenring über Rhein. Rhein-Main-Donau- I tanal, Oder-Donau-Kanal, Oder und Mittelland- llnal einzugliedern. Die wichtigsten Güter werden I fromaufwärts Getreide, Lebensmittel, Mineralöl linb Erze, stromabwärts Kohle, Düngemittel und I^nduftriewaren sein. „Die Donau besitzt eine so Dl schliche und ausgeglichene Wasserführung, daß sie Ic^ne besondere technische Schwierigkeiten zur Groß- Is^iffahrtsstraßc ausgebildet werden kann. Ober- Ifalb Wiens kann der Verkehr von vollgeladenen IlOO-t-Kähnen, unterhalb Wiens von 1500-t-Kähnen »vÄhrend des größten Teiles des Jahres durch »Mittel- und Niederwasser-Regulierungen sicherge- l|: Ut werden. Die für die Schiffahrt schwierigste N^taraktenstrecke und das Eiserne Tor werden nach ■ bin bisherigen Untersuchungen durch Anlage [do n Staustufen, an denen überdies gewaltige ■ 6'iergiemengen gewonnen werden können, zu Der» Mb'ssern sein. Durch den Anschluß an den großdeut- 1 |r-en Wässerstraßenring wird die Verbindung mit la en Teilen des mitteleuropäischen Wasserstraßen- |n hes sichergestellt und eine Reihe ganz neuer »Eliterwege geschaffen. So erhält z. B. B u d a p c st Schanghai, 20. Juni. (DNB.) Erhebliche Sensation erregt im Fernen Osten eine Erklärung des Schanhaier jüdisch-englischen Großkapitalisten Sir Victor Sassoon während seines Aufenthaltes in Los Angeles. Sassoon erklärte, daß sich England unter Aufgabe seiner traditionellen Regierungsinstitution staatlich in das nordamerikanische Bundessystem eingliedern müsse. Seiner Meinung nach sei die Weltföderation mit England, Australien und Kanada, die ein Teil der USA. werden sollten, notwendig. Für einen „Geschäftsmann" sei es klar, daß ein solcher Staa- tenbund notwendig sei. England -müsse in der Demokratie der Vereinigten Staaten aufgehen. Es sei auch offensichtlich, daß solch ein Arranyement bedeuten würde, daß England seine traditionelle Regierungsinstitution ausgeben müsse. Die USA. brauchten England, Australien und Kanada, um die Exporte aus Südamerika zu konsumieren. Der Vorschlag wird verständlich, wenn man die Gestalt dieses ^Geschäftsmannes" näher beleuchtet. Zugleich aber wird deutlich, wie eng die britische Regierungsclique mit der jüdisch-internationalen Hochfinanz verstrickt ist. Der Einfluß der Judenfamilie Sassoon in England reicht weit zurück. In vier Generationen wetteifern diese „Rothschilds des Ostens", mit den englischen Lords um die besten Ge- Sohn eines bekannten Sanskrit-Forschers geboren. Schon mit 17 Jahren trat er dem faschistischen Kampfbund in Florenz bei und war dann beim Marsch auf Rom beteiligt. Nach der Machtergreifung bekleidete er in seiner Heimatstadt verschiedene Parteiämter, zuletzt das des Gauleiters. Gleichzeitig betätigte er sich als Journalist und Schriftsteller. Auch am Krieg in Abessinien nahm er zunächst als Kriegsberichterstatter teil, trat dann aber als Flugzeugbeobachter in die Staffel des Grafen Ciano ein. Nach der Rückkehr wurde Pavo« lini Abgeordneter der Faschistischen Kammer und Präsident der Geistigen Arbeiter. Bei der „Ablösung der Wache" am 31. Oktober 1939 ernannte ihn der Duce zum Minister für Volkskultur. Wie sehr ihm daran liegt, das Verständnis für Deutschland in seiner Heimat zu wecken und zu pflegen, wird dadurch deutlich, daß er bereits zum zweiten Male seit Beginn seiner Amtszeit nach Berlin kommt. — (Scherl-Bilderdienst.) ■ - 1 11 111VII11 ■ ■ iw heute wagen, England aufzufordern, seine Regierung aufzugeben und, weil es für ihn geschäftlich nützlicher ist, sich in die Vereinigten Staaten einzugliedern. Oer italienische Bericht. wäre nicht mehr festzustellen gewesen, mtenM Schiffe aus dem Geleitzug versenkt worden wären. Aber noch ick den Booten hätten sie mehrere Detonationen gehört, sowie emporschießende Rauchsäulen am Horizont gesehen, die wahrscheinlich von anderen getroffenen Schiffen herrührten. Propagandamanöver in Aeuyork. Neu york, 20. Juni. (Europapreß.) Die gesamten Landesverteidigungskräfte des Neuyorker Hafens nahmen am Donnerstagabend an den Manövern der Marine teil, denen die Annahme eines feindlichen Einfalls zur See und aus der Luft zugrunde lag. Marineeinheiten waren noch in der Nacht im Kampf mit angreifenden „feindlichen Seestreitkräften". schäfte im Empire. Schon im Jahre 1813 war es ein David Sassoon, ein jüdischer Handelsmann ausBagdad,der durch illegale Einfuhr von Opium in China ein Laster verbreiten half, dem allmählich auch die höchsten Staatspersonen frönten. Dadurch wurde nicht nur ihre Widerstandskraft gebrochen, sondern in 25 Jahren China 30 Millionen Pfund entlockt, dessen größten Teil David Sassoon in die Tasche steckte. Als 1839 die chinesische Regierung die Einfuhr neuen Opiums verbot und kurzerhand 20 000 Kisten Opium vernichtete, riß er China in den berüchtigten Opiumkrieg hinein. Als Anerkennung für die grausamen Geschäfte, die er im Bunde mit England tätigte, wurde der älteste Sohn geadelt. Sein Sohn Sir Eduard Sassoon verstand es nicht nur, das Raubgut durch den Erwerb von Seidenfabriken, Teppichwebereien und anderen Großbetrieben in Indien, China und Japan zu vergrößern, sondern als Schwiegersohn Gustav Salomon James de Rothschild sich mit anderen jüdischen Finanzkreisen zu oerfippen. Wie schnell der Einfluß dieser jüdischen Emporkömmlinge auf die Politik der englischen Regierung wuchs, zeigt sich unter feinem Sohn Sir Philip Sassoon. Sekretär des Feldmarschalls Haig und Parlamentssekretär Lloyd Georges. Sir Victor Sassoon ist der Bruder Sir Philip Sassoons. Er, der Jude aus Mesopotamien, kann es M»t dem Riterkreuz ausgezeichnet Lohn für heldenhaften Einsatz im Güdost-Feldzug. ) die ifofffl 'n Gutim s das k in Aiml jllt, rarer t beim ad auf W die Berir j u der en;' ! eine q Deutschs, hen. Dogge, unhl tereinigienj eigene Markt. auch die pachtete H Sache bei ErWerl Erze« iffenen *1 England soll sich in die USA. eingliedern Oer Vorschlag eines englisch-jüdischen Großkapitalisten. ihm gelungen, 14 Flugzeuge abzuschießen. Tiefangriffe auf Erdziele aller Art hat er öet h «S* 'N wird. Dolles ’Httal i. "der J Dinner'«! ^sland^M te. ein 6-J ÖüterbeuJ *en- M|| PontischaH Des scheu LkM ch suhrer M Donauwr: I •dfarabien | ukasus.^V ’n Resptzl aus der ij tta, den iil ) Donta-I] bis nach; J ach £M|1 von MU Berlin, 20. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Dorschlaa des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen Hauptmann von Rettberg, Gruppenkommandeur in einem Zerstörer-Geschwader; Hauptmann Spies, Staffelkapitän in einem Zerstörer-Geschwader; Oberleutnant Baagoe, Flugzeugführer in einem Zerstörer-Geschwader; Oberleutnant Dienhold, Batteriechef in einer Flakbatterie; Leutnant Braun, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader; Leutnant Thiede, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader. Hauptmann Ralph von R e 11 b e r g ist am 1.3.1911 in Homburg v. d. H. geboren. Er hat als Gruppenkommandeur in einem Zerstörergeschwader am Kanal von Korinth aus, und durch seine unerhört kühnen Tiefangriffe trug er wesentlich zum Gelingen hes Unternehmens Kreta bei. Am 14.5. 1941 fand Oberleutnant Baaraoe bei einem Tiefangriff auf feindliche Flakstellungen in Kreta in 10 Meter Hohe fliegend den Heldentod. Oberleutnant Johannes D i e n h o l d ist am 23. 2. 1901 in Dresden geboren. Schon in den Kämpfen in Polen und Frankreich hat er sich als Batteriechef in einem Flakregiment hervorragend bewährt. Bei Beginn des Feldzuges gegen Griechenland zeichnete er sich erneut durch besondere Tapferkeit aus. In unerschrocken und zäh geführtem Nahkampf hat er unter stärkster Gegenwirkung schlachtentscheidend gekämpft. Durch den Einsatz seiner Batterie und durch seine mitreißende Tapferkeit wurde entscheidend dazu beigetragen, den weiteren Vormarsch einer Infanterie-Division zu ermöglichen. Leutnant Rudolf Braun wurde am 30.8.1913 in Brannenburg (Inn) geboren. Bereits als Unteroffizier stand er feit 1936 stets an wichtigster Stelle in der Entwicklung der Sturzkampfwaffe. Sein Schneid und sein unbeirrbarer Wille, immer an den Feind zu kommen, stempeln ihn zu einem der besten Sturzkampf-Flugzeugführer. In über 170 Feindflügen, davon 25 im Mittelmeer und gegen Kreta, hat er bedeutsame Erfolge erzielt. Bei Der Unterstützung des Fallschirmunternehmens bei Cha- nia zeichnete er sich durch einen besonders schneidigen Angriff auf eine Flakstellung aus, die er durch einen Volltreffer außer Gefecht setzte. Bei Angriffen auf Schiffsziele im Seegebiet um Griechenland gelang es ihm, Handelsschiffe von insgesamt 16 000 BRT. zu vernichten. Im Kampf gegen die englische Flotte erzielte er im Seegebiet südlich Malta einen Volltreffer auf einem Schweren Kreuzer und auf einem Zerstörer. Bei der Verfolgung des fliehenden britischen Flottenverbandes gelang ihm ein weiterer Volltreffer auf einem Leichten Kreuzer. Leutnant Arnim Thiede ist am 30.12.1917 in Groß-Lipke (Posen) geboren. In über 100 Stukaflügen hat er seine rücksichtslose Einsatzbereitschaft und sein hohes fliegerisches Können bewiesen. Beim Angriff auf die Metaxas-Linie vernichtete er roid)» tige Stellungen durch Volltreffer und ermöglichte so den weiteren Durchbruch und Vorstoß der Panzertruppen. Auf Schiffsziele angesetzt, versenkte er drei Frachtschiffe von insgesamt. 10 500 BRT. durch Volltreffer und griff trotz schwerster Abwehr einen stark gesicherten großen Truppentransporter an. Im Kampf gegen die englische Flotte' erzielte er einen Volltreffer auf einen Kreuzer, beschädigte einen Zerstörer schwer und konnte einen Leichten Kreuzer außer Gefecht setzen. Alle Angriffe wurden von ihm mit heroischem Schneid trotz schwerster Flak- und Jagdfliegerabwehr geflogen. »ch. nins J Xw?x 5 ptni B Ä «i! d« tzj? 05 m p '»ein" Jwtn (, 7« 4 n9 eines ;es in dtl s n WA önften, u'-1 einzeln»^ einer einer es JöW ft immer j Schee.sl iv veB' Dirb. r von iWlj Vögel n (int, ®i*6; und bei d 6t« "l vone^'t e M-d Viele J- N § um j,- i] auch K wX fA en Dee nenbe Röhrenleitung das Schwarze Meer erreicht, jln den Pontus legt sich nordwärts der breite Iürtel der berühmten Schwarzen Erde in oer heutigen Ukraine. Von dort bezog schon im Altertum Athen einen großen Teil des Getreides, ^as es selbst verbrauchte oder das seine Kaufleute weiter verhandelten. Daß einmal Getreidefrachten DOn den Häfen am Nordufer^des Schwarzen Mee- -es ausgegangen waren, blieb viele Jahrhunderte ^ng vergessen. Räuberische Nomadenvölker hausten n der Politischen Steppe, und als Katharina II. non Rußland Dies Gebiet mit einem Federstrich von Der ohnmächtig gewordenen türkischen unter nie russische Souveränität gestellt hatte, mußte ihr Günstling Potemkin Die blühenden Dörfer und die ahlreiche Bevölkerung am Ufer des Dnjepr erst .urch seinen bekannten Trick hervorzaubern, um -ie Kaiserin alauben zu machen, daß sie ein men» chenreiches Land ihrem Reich hinzugefügt habe. Jas der Boden des Schwarzerdegürtels tragen dnD was aus ihm gemacht werden konnte, das ■emiefen Die schwäbischen Kolonisten, Die auf Den =-iuf Kaiser AlexanDers I. im ersten Viertel des ^.Jahrhunderts sich hier niederließen. Erst von er Kultivierung Der Steppe Durch Die deutschen Siedler an konnte man von einem Politischen Cu° ■tfpa sprechen, und zur Kornkammer des Russischen Reichs wurde dies Gebiet Durch die großen Eisenahnbauten, Die es seit Den achtziger Jahren Des origen Jahrhunderts zunehmend erschlossen. Auch Die mineralischen Reichtümer Der Ukraine, vorbildlicheck Einsatzwillen erwiesen. Durch Dere Tapferkeit zeichnete er sich bei Den Kämpfen irische Salzsteppe überzugehen beginnt, an Der Grenze Des Politischen Europa, liegt Das Erdölge- it längst«Wi^et von Grosnyj, dessen unterirdischer Reichtum rtpapiert', ti reit dem von Baku rivalisiert. Von Grosnyj führt n LeidyfaUs eine 600 km lange DeUeitung, nach dem hafen von Tuapse, an das Nordufer des Schwären Meeres, dessen Seeverkehr weiter südlich auch Ins Petroleum von Baku auffängt. So hat sich l e Summe Der positiven Wirtschaftsfaktoren Des ! ontischen Europas vom Bosporus bis zum Kau- Ii|ii5 im Laufe der letzten beiden Menschenalter i^'rgrößert, und von Transkaukasien streckt sich be» Hts ein Schienenweg nach dex Türkei hinein, mit ! nschluß über Erserum und Ankara bis Konbildliche Einsatzfreudigkeit und seinen persönlichen Schneid hat er hervorragenden Anteil an den erfolgreichen Kämpfen im Südostraum. In zahlreichen Tiefangriffen auf feindliche Flugplätze in Griechenland hat er dem Gegner schwerste Verluste beigebracht. An der Spitze seine Gruppe hat er in kühnem Tiefflug von ihm selbst erkundete feindliche Flakbatterien an der Brücke des Kanals von Korinth derartig nachhaltig angegriffen, daß innerhalb von wenigen Minuten die Flakbatterien niedergekämpft und Den Fallschirmjägern eine fast unbehelligte Landung ermöglicht wurde. Bei dem Unternehmen Kreta hat Hauptmann von Rettberg in zahlreichen Tiefangriffen sich neue entscheidende Kriegsverdienste erworben, die als unvergängliches Ruhmesblatt in die Geschichte der durch Zerstörer geleisteten Waffenhilfe eingehen werden. Hauptmann Wilhelm Spies ist am 26.8.1913 in Rimpar (Bayern) geboren. Als Staffelkapitän in einem Zerstörergeschwader hat er in über 100 Feindeinsätzen, Davon 19 gegen Kreta, hervorragende Erfolae erzielt und in zahlreichen schweren Luft- fämpfen zehn Flugzeuge abgeschossen sowie 20 Flugzeuge am Boden zerstört. Seine außerordentlich waaemutigen Tiefangriffe, die er, stets an Der Spitze seiner Staffel fliegend, durchführte, waren mit ausschlaggebend für die Vernichtung und Lahmlegung der feindNchen Luftwaffe. Allein von seiner Staffel wurden in Serbien und Griechenland 122 Flugzeuge am Boden in Brand geschossen sowie empfindliche Störungen Des Gegners auf Straßen und Eisenbahnen verursacht. Als stellvertretender Gruppenkommandeur hat er mit seinen Besatzungen schwierigste Tiefangriffe auf die Flugplätze der Insel Kreta durchgeführt. Oberleutnant Sophus B a a r g o e ist am 4. 3. 1915 in Flensburg geboren. Er war der erfolgreichste Flugzeugführer der im Südosten fechtenden Zerstörerverbände. In fast 100 Feindflügen ist es | ■ । n jährlicher Durchstrom von 3,8 Milliarden cbm Lasser zur Verfügung. * Auch Das ganze Vorland auf der europäischen Seite Des Kaukasus gehört noch zum Schwarzerdemachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika gehen die Säuberungsaktionen an der Front von Sollum weiter. An der Tobruk-Front hat unsere Artillerie feindliche in Bewegung begriffene Abteilungen wirksam unter Feuer genommen und sie zersprengt. Die Luftwaffe hat die Befestigungsanlagen von T o - b r u f bombardiert und darüber hinaus mehrfach britische Kraftwagen im Süden und Osten von Sollum getroffen. Drei Hurricane wurden abgeschossen. In Ostafrika hat der Feind am 17. d. Mts. einen Angriff mit starken Kräften im Gebiet von Hol chef it ((Bonbar) versucht. Er wurde zurückgewiesen und ließ auf dem Kampffeld über vierhundert Tote und Verwundete zurück. Am gleichen Tage versuchte er, unsere Stellung von Debra Tabor zu überrumpeln, wurde aber sofort im Gegenangriff zersprengt. Feindliche, im gleichen Gebiet zuscnnmengezogene Verstärkungen wurden am 18. d. Mts. von unserer Luftwaffe bombardiert und zerstreut. Aus aller Wett. 7 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags. Lpd. Darmstadt, 20. Juni. Dor Der Strafkammer wurde am Donnerstag und Freitag gegen den 48jährigen Peter Groh aus Darmstadt wegen Totschlags verhandelt, der am 10. Mär^ D. I. Den Damals in DarmstaDt wohnhaften Diplomchemiker Dang Hfi Hwei durch zwei Revolverschüsse getötet hatte. Dang unterhielt mit der Tochter Des Angeklagten freundschaftliche Beziehungen, Die jedoch, wie einwandfrei feststeht, niemals Formen angenommen hatten, die den Ängeklagten oder das Mädchen in ihrer Ehre hätten verletzen können. Wohl aber war zwischen Groh und feiner Tochter eine Entfremdung eingetreten. Das Mädchen ging in den Tod, wodurch Groh vckllia aus dem Gleichgewicht gebracht worden war. Er führte am 10. März eine Zusammenkunft mit Dang" Hsi Hwei herbei, Die schließlich in eine Auseinandersetzuna ausartete, in Deren Verlauf Die Tat geschah. Nach eingehender Beweisaufnahme erkannte Das Gericht auf 7 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags, Aberkennung Der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und rechnete Drei Monate Der Untersuchungshaft an. Heuschreckenplage in Aegypten. Ungeheure Heuschreckenschwärme, Die sich auf eine Breite von vier Kilometer und einen Kilometer Tiefe ausdehnen, haben Die äyptischen Provinzen von Assuan und Kenia überfallen. Die äaypttsche Regierung hat wegen dieser schweren Bedrohung Der Ernte Fachleute unter Führung Des Staatssekretärs im Ackerbauministerium in Diese Gebiete entfanDt. Haupttchrtstietter: Dr. Webtid) Btoele ßaege. ettitoeW* W txnipndjrUtleiietil: Srnft »tamfdjrt«. BetuntoartHd) fit PottUt «ch Btlber: Dr. ffr. W. Lange: für da» Feuilleton: Dr. Han« Dhyrlo»; ür Stad? Gteßen, Prvvtn», Einichcht e. Sport: Ernst Blumjchelv. Druck uno «erlag Brühljche Nntderlitüudruckerrt «. Lange ft. 9. Retwflletttr. Dr.-Ing. Erich Hamann: «nwetaenleiter: Han« ©ect «erantworUtch skr den HnbaU der Arnetara: Theodor Kün»el «URt.8. italienische Minister für Dolkskultur, Alessandro Pavolini, Der, wie gemeldet, auf Einladung Des Reichsministers Dr. Goebbels zu einem Besuch nach Berlin kommt, wurde 1903 in Florenz als Deutsche Reichsbahn Anteilprovision, SOSfcK RM2.2O Apotheken. 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Herren, die im Verkehr mit Privatkundschaft erfahren sind, und sich der Assekuranz zuwenden wollen, werden gebeten, Bewerbung einzureichen. Sorgfältige Einarbeitung erfolgt. Feste monatliche Bezüge, Abschluß- u. Anteilprovision, sowie Fahrtspesenvergütung. - Ausführl. Angebote an Sonntag, 18-21 Uhr. Außer Miete Abschiedsvorstellung für Anni Asslon Ilse Winhol d, Gustav Blej« Heinrich Durst und Hans Albert Scheue Ein Maskenball Oper in drei Aufzügen von Giuseppe Verdi Preise von RM. 1.20-4.10 (287oC III. Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Ordnungsgebühr von RM. 1,— erhoben. IV. Die Verbraucher müssen die Bestellscheine der 3 bis S-ZLmmer-Wohmmg von leitendem Jndustrieangestellten für sofort od. später gesucht. Ruhige Mieter. Schr. Angebote unt. 2705D an den Gieß. Anz. ist oft unerträglich* Das Denken fallt Ihnen schwer, man ist nur ein halber Mensch. Alle Energie ist nutzlos vertan. 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Vorbedingungen: Mindestens 17 Jahre alt, abgeschlossene Volks-oder bessere Schulbildung, Zugehörigkeit zur HJ. oder einer anderen Gliederung der NSDAP., 2 Jahre praktische Tätigkeit als Praktikant, und zwar für die bautechnische Fachrichtung in einem Bauhandwerk oder Baunebengewerbe (auch Bauschlosserei), für die maschinentechnische Fachrichtung im,Maschinenschlosser-, Schmiede- oder Dreherhandwerk, oder in beiden Fachrichtungen vollständige Ausbildung als Lehrling. Diese Vorbedingungen müssen zeitlich spätestens bis Ende Sept. 1941 erfüllt sein. Die Bewerber werden zum 1.10.1941 nach dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung in das 1. Semester der Bau- und Ingenieurschulen aufgenommen; fürV olksschüler sind hierbei zusätzliche Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie erforderlich. Diese Kenntnisse können sich die Bewerber bis Ende September aneignen. Die Ausbildungsbeihilfen werden für die Kosten des Studiums einschl. der Lehrmittel und des Unterhalts fortlaufend für die 5 Semester bewilligt. Die zunächst darlehnsweise gewährten Beträge gelten entsprechend der später zurückgelegten Eisenbahndienstzeit ohne weiteres als getilgt. Die Ausbildung in der Beamtenlaufbahn umfaßt 2 Jahre bei Zahlung ausreichender Unterhaltszuschüsse. Nach bestandener Prüfung zum techn. Reichsbahninspektor werden die Beamtenanwärter sofort als ap. techn.Reichsbahninspektoren angestellt und in der Regel nach 1V2 Jahren planmäßige techn. Reichsbahninspektoren. Ausbildungsbeihilfen können auch solchen Bewerbern bewilligt werden, die sich bereits als Studierende im 1. bis 5. Semester an den Bau- und Ingenieurschulen befinden. Als Bewerber werden auch Volksdeutsche zugelassen. Alle näheren Auskünfte erteilen die Reichsbahndirektionen, die auch Merkblätter über die techn. Beamtenlaufbahnen abgeben. Die Bewerbungen sind binnen 14 Tagen einzureichen und haben zu enthalten: Selbstgeschriebenen Lebenslauf, Paßbild, beglaubigte Abschriften von Schulzeugnissen und Beschäftigungszeugnissen über die handwerkliche Tätigkeit, soweit bereits vorhanden, Bescheinigung über Zugehörigkeit zur HJ. oder einer anderen Gliederung der NSDAP. Die Bewerbungen sind zu richten an: Reichsbahndirektion Frankfurt a.M. SWssellN mit zwei flachen Schlüsseln auf 6; Wege Amtsg^ richt-Philo» sovhenwald (Wiesenweg) verloren. Find, wolle die.ie geg. Belohnung auf d.Fundbüio ab geb en. [Q2°-8 Für die Betreuung einer Anzahl nebenberuflicher Inkasso-Agenten suchen wir zum sofortige^ Antritt einen INSPEKTOR für den Bezirk Gieften WMMW für die Stadl. AaueaalveiksWie Steinstraße 10 gesucht. [2m3A Vorzustellen von 8—12 Uhr. Gebrauchtes, nur gut erhalt. SWWnier und Küche z. kaufen gesucht. Schr. Ang. mit Preis unt. 02104 an d. Gieß. Anz. Gut erhaltener ScMM z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02101 a.d.G.A. 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Weltgeschichte es dem Sessel, Dolmetscher, «GeM! ochgla. gs tem her Sie die Ge? v gutes DcMesle schlie» irhallen. tun, erhabener, eindringlicher, mit ganz an- Worten und Ausdrücken, da doch alles, was Mir für das französische Volk ebenso ein Heilig- dar geworden, wie aus dem Wald von Compiegne A insbesondere jener Schneise mit den beiden td enensträngen. Man durfte das Heiligtum, in ■kr der siegreiche Schlußpunkt unter das Völker- l^tien gesetzt wurde, nicht den Unbilden der Wit- jkiig oussetzen. Man baute ihm daher nahe jem fee ein steinernes Gehäuse, in dem ein Steg pis um ihn herum führte, damit er von diesem rWecht und allen Nachkommen bis in die fernste M in allen Teilen besichtigt werden könnte. Der ife selbst wurde durch Anpflanzung edler Bäume schönt. Ein Sockel aus Granit bezeichnete die peTe, an der der Wagen gestanden hatte, ein Ifty'n wurde angelegt und sorgfältig gepflegt, in uk Mitte eine schwere Gedenktafel^ gelegt, auf der p roßen Lettern die Kunde eingemeißelt wurde Pn dem, was sich hier begeben hatte: daß „hier ^verbrecherische Hochmut der Deutschen für immer Machen" fei. Dem Marschall Foch erdichtete man •' Denkmal an einer Stelle des Platzes, von der ft die in Erz gegossene Gestalt die Stätte des MitMphes überblicken konnte. Von der Hauptfahr- M«, die den Wald von Compiegne durchzieht, ein sehr breiter Weg zu dem Platz gebahnt FjJ mit Hellem Sand bestreut, ein Pfad der An- khirung zum Heiligtum; er durfte nur beschritten 'k»en, für Wagen war er gesperrt. An seinen ■fang stellte man ein vorbereitendes Mahnmal: im Flug getroffenen, nun gerade zu Boden mnben Adler, dessen Kops und einer Flügel be- auf der Erde schleift: Deutschland. 5' war allen leidenschaftlichen Wünschen Genüge ht, das Andenken an den Sieg bis in alle Ewiq- iiu bewahren und die klaffende Wunde in der Mi des deutschen Volkes offen zu halten. Hundert- Mnde von Besuchern sahen den Wald und die- £ Llatz, nicht nur Franzosen, sondern auch Eng- Mdu und vor allem Amerikaner, die von ihrem Mniotland aus Expeditionen zu diesem Ort aus- fittien. Erschauernd standen sie in der stillen M^jfeierlichkeit vor der höhnenden Anklage gegen Mi 3esiegten und wurden veranlaßt, ihn fort und M Zu verurteilen. Wir wissen ein für allemal, W »lle kommenden Geschlechter sollten es sich em- M, was zielloser Haß vermochte. Er druckte «1 Vehaßten den Atem zur Preßluft Zusammen, »N) entladen mußte — und mit welch furcht - Mn Gewalt. Einen Feind nicht besiegen, aber 'Ifcfcnmern, das bedeutet wohl stiebende Funken, !iL£me Weile leuchten; der, den die Hämmer tta» so hat sie auch die beiden Schafe wieder auf dem Plan auftauchen lassen, die schon am Tage vorher sie sagen, ungeheuerste Wirkungskraft hat, da sie doch hier zusammensitzen zu der wahrscheinlich bedeutungsvollsten Auseinandersetzung zwischen den beiden Nationen, unter denen so ost schon die Rollen des Siegers und des Besiegten gewechselt haben. Aber — und auch das verwirrt zunächst die klare Ueberlegung — aber sie sprechen nicht anders, als sie es auch sonst gewohnt sind, mit etwas mehr Nachdruck vielleicht. Ihre Haltung ist ruhig, nur merkt man dort deutlich, wer hier der Sieger und wer die Unterlegenen sind. Der französische General versucht, seine Hände ruhig zu halten, doch gelingt es ihm nicht, ein unaufhörliches leichtes Zittern zu überwinden. Seine schmalen Wangen sind unnatürlich gerötet, die Augen blicken sehr angestrengt. Die Bewegungen des Generalobersten Keitel sind lebhaft; wenn er spricht, so finden seine Worte Ausdruck in seinem ganzen Körper, die Hände unterstreichen sie, er zuckt «mit den Schultern, er hält einen Bleistift in der Hand und klopft mit ihm auf den Tisch. Es ist alles bei ihm in Fluß, allerdings in einem sehr ruhigen und kraftvollen. Seine Worte fallen nicht so gefetzt, wie die des französischen Generals, aber der Sinn spricht klar und unmißverständlich aus ihnen heraus, lebendiger als es irgendwelche geschriebenen und abgelesenen Sätze vermöchten. Der sehr blasse Botschafter Noel sitzt, fast teilnahmslos erscheinend, an dem Verhandlungstisch. Er ist in Prüfungen bereits erfahren, war er doch zuerst der französische Botschafter in Prag und dann in Warschau, auf zwei Stationen, also, von denen er nicht durch seine Regierung abberufen wurde, sondern von denen er hatte fliehen müssen. Seine Mundwinkel sind schmerzlich nach unten ver^gen, doch rettet sich sein Ausdruck auch in eine ironische Abwehr, mit der er sich aufrechtzuerhalten sucht. Zu den ersten Punkten des Dertragswerkes kann der General Huntziger keine Einwendungen vorbringen. Sie beziehen sich auf die sofortige Waffen- niederlegung der französischen Verbände, auf die Linie der von den deutschen Trupppen besetzten Gebiete, auf die Demobilmachung der gesamten französischen Wehrmacht und auf die Auslieferung des Kriegsmaterials. Es ist das Maß dessen, mit dem der Unterlegene, der um Waffenstillstand Bittende, unweigerlich rechnen muß, andernfalls er hätte weiterkämpfen müssen. Außer dem Propellersurren eines Flugzeuges, das über den Platz in tiefen Kurven kreist, bringt ionst kein Laut in den Wagen hinein. Man sieht durch die großen Fensterscheiben zahlreiche Offiziere am Waldrand stehen, ihre Bewegungen vollziehen sich pantomimenhaft. Sie blicken in den Wagen hinein und versuchen aus den Gebärden der Verhandelnden zu entnehmen, ob man zu einem Ende und zu einem glücklichen Ende gelangt, ober ob Schwierigkeiten auftauchen, alles sich in bie Länge ziehen wirb unb gar überhaupt kein gutes Ende lungsführer einanbcr gegenüber. Auf der an der Querseite steht, nimmt der der Gesandte Schmidt, Platz. General H u n tz i g e r spricht in tyt. )er Wald von Compiegne hat ebenso wie fr in früheren Jahren berühmtere, der von Fon- ßnebleau, unter dem Winter der Jahre 1888 auf $59 sehr gelitten. Sie froren bis auf Reste ab mußten neu gepflanzt roetben. So ist der . tmmbeftanb, in dem Buchen und Eichen vorigen, nicht alt. Es ist im Laufe der Jahre ein rfartiger Wald entstanden, den breite Straßen chziehen, auf denen die Wagen von selbst zu Ingfamem Lauf bestimmt werden, denn es ist an- sehm, dort zu fahren: in, wenn auch gebändig- t so boch keineswegs unechter Natur. Es ist ein endlicher Walb, von den Parisern zu Tages- tt-flügen gern besucht. Üls am 5. November 1918 die beutsche Wafsen- lstandskommission zusammengestellt war, wurde i am 8. November in diesen Wald geführt, wo ’n einer Schneise zwei kurze Züge auf Ausweich- Ijisifen Platz finden können. Dort kam der Zug in Stillstand, gegenüber jenem Eisenbahnwagen, nbem sich der Salon des französischen Marschalls :t) befand. Das war ein ehemaliger Speisewagen, t einige Zeit im Orientexpreß Paris—Konstanti- wel Dienst getan hatte und bann in den Zug k französischen Obersten Heerführers eingereiht »rben war, ein gewöhnlicher Speisewagen mit j» inem Raucher- und Nichtraucherabteil und einer fcf)e. Doch diente die Küche mm als Fernsprech- ram, bas Nichtraucherabteil war unter Entfer- m.fl der Tische zu einer Art Vorzimmer mit eini- |t bequemen Sesseln eingerichtet, in bem Raucher- üril hatte ein großer Tisch Platz gefunben, an kten Längsseiten je vier Stühle standen. .m diesem Raum wurde die deutsche Delegation «."fangen..., das heißt, man ließ sie im Stehen ii Beglaubigungsschreiben überreichen, und als ki vollzogen war, fragte Marschall Fach, der sich hi Hintergründe gehalten hatte unb nun etwas ' ne er vorkam: „Que desirent les Messieurs?“ — i &3 wünschen diese Herren? — Nach drei Tagen ki Demütigungen wurden am 11. November 1918 H 11 bis 11.15 Uhr die Unterschriften vollzogen, es war aus dem ehemaligen Speisewagen nun- In Blick in den Salonwagen. Links: General Huntziger, rechts: Generalfeldmarschall Keitel. (PK.-Tritschler. — Scherl-Bilderdienst-M.) zwei N; ilft ne 'lünlf' äi* ivlicnm! giejenw erlorf» Kelotz lungsraum blicken. Es ist dem Sck;reiber dieser Zeilen vergönnt gewesen, sich unter ihnen zu befinden. Da die Herren beider Delegationen schon am Vortag zusammengetroffen waren, bedarf es keinerlei Vorstellung mehr. Es genügt eine kurze militärische Begrüßung. Die Plätze sind bereits vorher angewiesen worden, man setzt sich, die beiden Verhand- Da in solcher Spannung die o , beliebt, die Erheiterung nicht vollends zu vergessen, je y\ SA -H nfl leretiwfl iM ’inju^ Das steinerne Gehäuse des Wagens, fein Aufenthaltsraum für die Ewigkeit, hatte — eben dieser Ewigkeit halber — fein Tor. So galt es am 20. Juni 1940, die Wand, die zum Platz gekehrt war, aufzu- reißen. Doch versagten die Pickel an dem mit Zement zusammengefügten Granit, mir eine Sprengung konnte helfen. Deutsche Pioniere nahmen sie vor und schufen auf das genaueste die Lücke, durch die der Wagen herausrollen konnte. Das verwaschene Gleis wurde gesäubert, einen Schlepper brauchte man nicht, die Pioniere selbst zogen den Wagen heraus. Dann wurde im Walde von Compiegne das Denkmal mit dem herab stürzenden Adler mit der deutschen Fahne verhängt und der Platz selbst und der Zugangspfad, auch die unmittelbare Umgebung gesäubert. Waren sie doch wenige Tage zuvor noch Schauplatz von heftigen Kämpfen gewesen, Spuren von raschen Biwaks fand man noch überall, Bäume, in die Geschosse gefahren waren; auch noch nicht alle Minen waren aufgespürt. Am 21. Juni 1940, kurz nach 15 Uhr begibt sich der Führer mitten auf den Platz, dorthin, wo die Platte aus'Granit. liegt. An einem neben ihr befestigten Fahnenmast geht die Führerstandarte hoch und weht über der Inschrift. Inzwischen sind am Beginn des breiten Fußpfades, dort, wo das nunmehr verhüllte Denkmal mit dem zu Boden gestürzten Adler steht, einige Wagen ausgefahren, denen hohe französische Offiziere und einige Zivilisten entsteigen. Am Ende des Fußweges, seitlich, unter den ersten Bäumen, ist ein Beratungsraum für sie, ein Zelt, errichtet. Sie begeben Jicf) auf den Platz und wenden sich dem Wagen zu. Während die begleitenden Offiziere sie beim Führer im Wagen anmelden, warten sie draußen einen Augenblick und steigen dann hinein. Die Franzosen hatten erwartet, mit einem der höchsten deutschen Offiziere zusammenzutreffen. Erschütternd gewahren sie, daß sie dem Führer selbst gegenüberstehen, der sie mit erhobener Hand begrüßt und sie alsbald aufforbert, Platz zu nehmen. Der General Huntziger scheint kaum auf die Worte des bie Präambel zu bem Waffenstillstandsvertrag verlesenden Generalobersten Keitel zu hyren. Seine volle Aufmerksamkeit gehört diesen Worten offenbar nicht. Er sieht während der ganzen Zeit unverwandt den Führer an. Draußen auf dem Platz stehen überall an den Rändern des Waldes und des Weges die Wachmannschaften, warten eine Anzahl van Offizieren. Es liegt eine große Ruhe über dem Platz, die fo tief ist, daß hin und wieder die Stimme des Generalobersten Keitel, aus dem Wagen heraus, in dieser Ruhe vernehmbar wird. Der Generaloberst läßt das Blatt sinken, von bem er abgelefen hat. Fast unmittelbar banach erhebt sich der Führer mit seiner Begleitung, auch bie Franzosen erheben sich Der Führer verläßt bann den Wagen. Nur der Generaloberst Keitel bleibt zurück, der bevollmächtigt worden ist, die eigentlichen Waffenstillstandsverhandlungen zu beginnen. Ein am Morgen aufgekommener Wind hat über Mittag die Wolken zerstreut und sich dann in der Nachmittagsstunde wieder gelegt. Die Blätter der Bäume sind nahezu reglos. Die starre Ruhe der Kronen läßt die allgemeine Stille noch' eindringlicher werden. Als der Führer den breiten Fußpfad zurückschreitet, tritt ihm der Kommandant der Ehrenkompanie entgegen, salutiert vor ihm und ruft aus: „Die großdeutsche Wehrmacht grüßt ihren Obersten Be^hlshaber!" Trer Führer reicht dem Offizier die Haiw und schreitet sodann an der präsentierenden Ehrenkompanie vorbei, deren Musikkorps das Deutschlandlied zu spielen beginnt. In diesem Augenblick erheben sich im Wagen der Generaloberst Keitel und die deutschen Offiziere erweisen den deutschen Gruß. Mit ihnen ist die französisische Delegation aufgestanden und legt grüßend die Hande an die Kopfbedeckung. Erst als der Führer am Ende des Fußpfades angekommen ist, lockert sich die ungeheure Spannung. — Generalfeldmarschall Göring bricht in den Ruf aus: „Heil unserem Führer!" Da fallen alle Soldaten in diesen Ruf ein. Am Abend des 21. Juni ereignet sich nichts. Die französische Delegation verbringt die Stunden mit dem Studium des ihnen ausgehändigten Entwurfes der Waffenstillstandsbedingungen und telephoniert mit ihrer Regierung. Am 22. Juni vormittags, kurz nach 10 Uhr, beginnen die Verhandlungen aufs neue. Die französische Delegation hat bereits den Wagen betreten und steht wertend da. Nach einer Weile steigen der Generaloberst Keitel, der General Jodl, der Gesandte Schmidt und einige andere deutsche Herren ein und begeben sich zu den Franzosen. Etwa zu gleicher Zeit sind auch durch den zweiten Eingang die wenigen Zeugen eingetreten, die in einem besonderen Auftrag als stumme Zuhörer den Verhandlungen beiwohnen dürfen. Sie nehmen auf bem Gang unb in der nunmehrigen Fernsprechzelle Platz Bon dort aus können sie in den Derhand- formvollendeter Sprache, leise, ohne sonderliche Betonung, aber dennoch sehr eindringlich. Seine Hände halten dabei die Niederschrift der von dem Deutschen aufgesetzten Waffenstillstandbeöingungen, die in der Folge Punkt für Punkt durchgesprochen werden sollen. Der Gesandte Schmidt überträgt die Worte zum Teil in direkter Rede, zum Teil gibt er den Sinn der Ausführungen des französischen Generals in indirekter Nacherzählung wieder. Generaloberst Keitel erweist sich stets als Herr der Lage. Höflich, aber bestimmt gibt er seine Erklärungen. General Huntziger äußert sich nun zu den einzelnen Bestimmungen. Er folgt eine längere Pause, in der sämtliche anwesenden Herren ihre Exemplare der Vertragsniederschrift entfalten. Es ist für den Zuhörer ein Gefühl, schwebend zwischen Unwirklichkeit und dem Bewußtsein, dem Vollzug einer Tatsache allerersten Ranges beizuwohnen, von der man die Gewißheit hat, daß sie für eine außerordentlich lange Zeit Gültigkeit haben wird. Es ist, genau gesagt, die Empfindung, diese lange Zeitdauer und alle Folgen, die in ihr liegen, bereits jetzt in einer gewaltigen Zusammenraffung zu spüren. 'Dieses Gefühl ist so stark, daß man meint, die betreffenden Personen müßten anders sprechen, als r>| *>■ 'N 50 vs». D,e K KfrogN ft'S 1 »» alle, X ZmWawevonCompiegneam24.und22.Llmi4940 Von Kriegsberichter Otto Nebelthau. Mit feuchtem Lappen geht’s nochmal so schnell Wird der Lappen beim Putzen der warmen Herdplatte trocken, dann sofort wieder n a ch f e u ch te n. So putzt es sich nicht nur sparsamer, sondern auch besser. WEEN Herdputzpulve# aus der - Fabrik 9 ist gut und ausgiebig 2L/22.3unimi sämtlicher Bemühungen gespottet haben, sie endgültig von diesem feierlichen Schauplatz verschwinden zu lassen. Der Wärter, der hier in einer Bude einstmals Andenken verkaufte, alte deutsche ^tahl- bclme und sonstige Ausrüstungsgegenstände aus dem Weltkrieg, Postkarten, MiuiaturmodeUe des berühmten Wagens, Stocknägel und dergleichen, hatte sich die Schafe angefchasft, um nutzbringend und mühelos die Kurzhaltung des Rasens, dessen Pflege ibm-tiblag, besorgen zu können Nun wollten die Schafe auch ohne ihren härter und Herrn weiterhin sich ihrer Aufgabe unterziehen und ließen sich auch nur kurz darin unterbrechen, als kräftige Landserarme sie eingefangen und weit vom Schauplatz entfernt ausgesetzt hatten Nur das Gras dieses Rafens schien ihnen zu schmecken, und immer wieder körten sie dorthin zurück Durch eine Bemerkung des Generalobersten Keitel ist es den Franzosen klar geworden, daß er ein schriftliches Zugeständnis machen wird, nach Möglichkeit die Lage der sranzösiichen Zivilbevölkerung zu erleichtern. Er hätte die französische Bitte sonst gleich abgelehnt. Er mag sich auch hier daran erinnert haben, wie wenig der Führer das Diktat von 1918 wiederholen möchte. Denn damals hieß es ausdrücklich, daß' die Blockade gegen das Deutsche Reich in vollem Umfange bestehen bleiben und obendrein noch eine Unzahl von lebensnotwendigem Vieh abgeliefert werden sollte, neben der restlosen Uebergabe sämtlichen Kriegsmaterials. Die völlige Vernichtung und Aushungerung wurde damals diktiert, Deutsckstand absichtlich in die Verzweiflung des unabwendbaren Bruderkampfes gestürzt. Die Lage der heute Unterlegenen kann nicht mit der der deutschen Unterhändler von damals verglichen werden. Nach der auf jene schon erwähnte Frage des Marschalls Foch: „Que desirent les Messieurs?“ erteilten Antwort, daß man über einen Waffenstillstand verhandeln wollte, wurde der Stabschef Weygand beauftragt, die Bedingungen vorzulesen, die entweder angenommen oder abgelehnt werden könnten, bei denen es aber ein Der Führer beim Abschreiten der Front der Ehrenkompanie im Walde von Compiegne. (PK.-v. Hausen. — Scherl-M.) drittes, also Verhandlungen, nicht gäbe. Wie war es jetzt, im Jahre 1940? Der General Huntziger bekennt, ohne mit irgendeinem Wort von deutscher Seite dazu veranlaßt zu sein, daß die Pariser Bevölkexung von der Zurückhaltung der deutschen Truppen befriedigt sei, überhaupt von ihrer Haltung, auch in den übrigen Teilen des besetzten Gebietes. Es wäre ihm ein aufrichtiges Bedürfnis, das zu sagen, weil es die ganzen Verhandlungen" so sehr für ihn erleichtere. Generaloberst Keitel versichert nochmals die loyale Durchführung der Vertragsbestimmungen und gibt der französischen Delegation den aufrichtigen Rat, nicht länger mit ihrer Annahme zu zdudern, da jede Stunde der Verzögerung unermeßliches Leid über ihr Land brächte. Der französische General schweigt. Der Generaloberst erklärt: Ich schlage Unterbrechung der Verhandlungen vor, bis alle Fragen formuliert sind. Ich stelle der französischen Delegation anheim, in einer kurz zu bemessenden Pause noch mit Bordeaux zu telephonieren. Als die Franzosen um 17.30 Uhr erklären, sie könnten die Unterfchrift immer noch nicht geben, da die telephonische Bevollmächtigung ihrer Regierung noch nicht erfolgt sei, gibt Generaloberst Keitel bekannt, daß er nunmehr nicht mehr länger zu martert geneigt märe, da militärische Gründe seine Anmesenheit im Führerhauptquartier notmendig machten. Wiederum sind die Schafe auf dem Platz erschienen und rupfen das kurze Gras der Rasenstücke ab, die zu beiden Seiten der Schienenstränge und um 'diesgroße granitene Platte in der Mitte des Platzes verlaufen. Wiederum erregt ihr Anblick jene zmiefpältige Erheiterung, die dem Wesen der Stunde so roenig gemäß ist, dknnoch ihr aber den Tribut der Ironie stellt, die mohl bei keinem Geschehen völlig versiegt. Man gab es nun endgültig auf, die Tiere zu verscheuchen. Kurz nach 18 Uhr, endlich, kommt der französische Major miederum aus dem Zelt heraus und mendet sich an die deutsche Abordnung. Große Bemegung entsteht. Die französische Delegation begibt sich geschlossen in den Wagen. Nach einer Weile folgt ihr der Generaloberst Keitel mit seiner Begleitung. Man wird sofort gewahr, daß General Huntziger sich in einem Grad der Erregung befindet, die er kaum zu meistern im Stande ist. Sein ganzes Ge- Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Abendsonne brandet mächtig durch dunkle, sich für- Aus der Stadt Gießen Die ©ommerreife. als einmal im Gießener Verkehrspolitik mit dem Obus alte, 5 kg 47, neue, % kg 20, gelbe Rüben, bi Lauch 24, Sellerie 21, Blumenkohl, das Stück 1 Rettich Es ist in Ordnung, meine Herren! Ich bin mit MarktAtsafie 29/30 - 2/U. Das Tagen o Giek-en-Klein-Linden. hiesige Schwimmbad wurde in den lei einer gründlichen Reinigung unterza sicht drückt eine maßlose Anstrengung aus. Nachdem ihm das Wort erteilt ist, erklärt er, daß es ihm nicht gelungen sei, mit seiner Regierung die Verbindung aufzunehmen, daß er sich aber dennoch entschlossen habe, die Unterschrift unter das Der- tragswerk zu leisten. Es könne ein weiteres Blutvergießen nicht mehr verantwortet werden. Nun dauert alles nur noch wenige Minuten. Auf lockenden Höhen eines --------- .............. dem immerwährenden Spiel der Wogen am Meeres- strand zuzusehen? Wie herrlich wandert es sich durch romantische Täler, wie reizvoll ist eine Fahrt im Paddelboot über die blitzende Wasserfläche der Flüsse, wie prächtig sitzt es sich im vorwärtsjagenden Ferienzug, der fauchend über die stählernen Schienen donnert. Das Wort Sommerferien ist wie ein Sommerzeit. Während auf dem nächsten Flugplatz schon der Apparat einfliegt, der die Franzosen nach Italien bringen soll, fahren die Teilnehmer und Zeugen des großen Tages nach Paris in ihre Quartiere. Verdunkelungszeit 21. Juni von 21.48 bis 4.58 Uhr. 22. Juni von 21.48 bis 4.59 Uhr. „Dies ist vorerst die einzige, ruhige Eckc> Haufe!" lachte Jverfen, der es sich in einer Kall^ im oberen Stockwerk bei Likör und Zigarrerc ’ quem gemacht hätte. Droste nickte. „Es scheint mir eine Art 'j Wäsche- oder Bügelkammer zu sein", sagte er. j kann mir nicht denken, daß sich einer der exotP Millionäre Celinas hierher verirren wird!" „Und verhungern wird uns Ada auch lassen!" lachte der Däne. Jversen hüllte sich M Rauch seiner Zigarre. „Jetzt.wird Manuela irt Buenos beim Souper sitzen, — und dieser w Viehzüchter wird ihr Gesellschaft leisten!" „Sahst dich wohl schon als Schwiegersohn' großen Calvo durch die Zuckerplantagen vorn J cumän reiten?" ' J Aber der Däne wehrte ab. „Ich habe von 21rM an gewußt, daß dies alles nur ein Abenteue« werde!" sagte er. „Und als dieser Castillo * tauchte ..." „Perez Castillo? Kennst du ihn denn?" M eine helle Stimme, und Ada trat zu den Männern, ein Tablett mit zahlreichen Lecken' auf den Tisch stellend. „Ein gewisser Don Castillo ist heute bei uns eingeladen. Ich hak" i Namen selbst gelesen, als ich die Einladungsk^ zur Post brachte ..." t Jversen schaute auf. „Perez Castillo? Ob b® Ende der gleiche ist, den ich kenne?" (Fortsetzung folgt) Ihren Vorschlägen einverstanden. Sie spielen heute abend von zehn Uhr ab auf meinem Gartenfest. Ick; erwarte, daß Sie meine Gäste zufriedenstellen!" „Darüber ist kein Wort zu verlieren, Madame!" „Bis heute abend also!" Es waren die Musiker einer ungarischen Kapelle, die die Bewohnerin der Villa Martooani aus Buenos hatte kommen lassen. Im Hintergrund des Zimmers, in dem die Schauspielerin Marina Hallström soeben die vier ungarischen Geiger empfangen hatte, ertönte ein Lachen. Celina fuhr herum. Sogleich erhellte sich ihr Ge- sicht. ,Heinz Droste? Du? Hat Ada es wirklich fertig gebracht, dich herzulocken?" „Das Fräulein Ada allein hätte mich nicht bewogen, — und das Reisegeld, das du mir anbieten zu Müssen glaubtest, erst recht nicht! Aber da die kleine Ada mir einen meiner besten Freunde aus den Gruben am Cerro mitbrachte, so bekam die ganze Sache eirt anderes Gesicht — und hier bin ich!" Celina rief: „Die Hauptsache ist, daß du gekommen bist! Wie gefällt es dir hier? Ist es nicht ein entzückendes kleines Nest, das ich mir gebaut habe?" ganze Zeit heimlich gewartet habe ... Denn daß Marianne etwas auf dem Herzen gehabt habe, — das behauptete die erfcchrene Frau genau zu wissen. „Du bist so schweigsam geworden? An was denkst du?" hörte er Celina^ leise Stimme. Heinz antwortete nicht. Sein Gefühl lehnte sich auf gegen die Sphinx an seiner Seite, gegen den Luxus, der ihn verwirrend umgab und der ihm verdächtig vorkam. Er hörte Celinas schmeichelnde Stimme ... Dann war plötzlich Lärm, die Tür flog auf. Ada stürmte herein. „Gnädige Frau!" schrie sie gellend. „Er ist wieder da! Ich habe ihn gesehen! Drüben bei dem Becken mit den Wasserrosen ist er entlang geschlichen! Als er mich sah, drückte er sich in den Nachbavgarten hinüber. Aber ich habe ihn sofort erkannt. Er ist es gewesen!" Celine war herumgefahren. Droste sah, daß auch sie blaß geworden war. , „Um wen handelt es sich denn?" fragte Droste. „Ach", sagte Celine. Ein lästiger Mensch, dem ich einmal die Tür wies. Du wirst mich vor ihm beschützen, nicht wahr, Heinz?" Es waren die elegantesten Automobile, die sich am Abend in langer Reihe vor das Portal der Villa Mantooyni schoben. Auf der Straße aber patrouillierten unauffällig zwei schlicht gekleidete Gestalten. Privatdetektive, in aller Eile von Frau Marina Hallström in Dienst genommen. Sie hatten Befehl, jedermann, der sich, in verdächtiger Weise dem Hause zu nähern oder gar einzudringen versuchen sollte, sofort zu stellen. Aber vorerst schien niemand geneigt, die glanzvolle Auffahrt zu stören. Nur wenige Neugierige blieben stehen. Everett Swann aber sah alles von seinem nächtlichen Versteck aus; oft glaubte er schon entdeckt zu sein, wenn die Lichtkegel der Autos grell durch die Zweige des niedrigen Baumes leuchteten. In ohnmächtigem Haß funkelten feine Augen. Wilde Verwünschungen brachen aus ihm hervor, als einmal Celinas Gestalt in der Tür sichtbar wurde. Dann war sie wieder verschwunden, die schöne „Marina", die an ihrem Halse, an Ohren, Armen, Fingern die mit Everett Swanns gestohlenen Pesos bezahlten Brillanten trug. Dann kam der Augenblick, der Swann um ein Haar einen Schrei von lieber- bis 80, Salat 8 bis 12, Oberkohlrabi 10 bis 10 bis 12, Radieschen, das Bund 7 bi; und kleinere Schäden vom vergangenen Win behoben. Am Mittwoch und Donnerstag wurdet Bad mit frischem Wasser gefüllt, und am heu.lic Samstagnachmittag wird es wieder eröffnet a> den. Die Hitler-Jugend des Bannes 116 wird i kommenden Sonntagoormittag ihre diesjcihrii Schwimmwettkämpfe in dem neuzeitlichen Schwirn bad abhalten. KP1 A!> Ö«,|L WVe*, fc« Ha# E« L sch» “ ter, «« Ktftabt er pW Ftr Ä Linen W HO 3^ [i morgen.7 KB geistig W feinem ßMiifchen । p gm S> lftschutzr L ist un L ist es ir Msschädi! Len Aufe Enn anziehe penbig wer H Heizen Z LeZeitschr Ken heft! kchrnste 6trc kas. m zu nera V xrschiedem M in 5 F L Meter fc Senosseni peinkassier h corgemor1 Keine Kartoffelkeime in den EHW. Eimer. In diesem Monat keimen die in den Kellern gi lagerten Kartoffeln sehr stark. Diese Keime (in giftig und daher zur Schweinefütterung nicht zu oa wenden. An alle Hausfrauen ergeht die dringen! Bitte, die Keime in den Mülleimer zu werfen obi sonstwie zu vernichten. Auf keinen Fall aber dürfe diese Keime in den Sammeleimer des Ernährung! Hilfswerkes wandern. Dieser kleinen Mühe werd« sich unsere Hausfrauen gern unterziehen, damit fei Schaden in der Schweinemast des EHW. entsteht \ Gießener Wochenmarktpreife. ießen, 21. Juni. Auf dem heutigen Woihq rnarnXkosteten: Markenbutter, VA kg 1,80 M Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoifeli Weiterführung des Obus-Betriebes bis hinaus M Biebertal mit Freude begrüßt werden. Die vielfach und engen wirtschaftlichen und Verkehrsbeziehungir dieser Orte zu unserem Gemeinwesen sind bekam viele Bewohner von Gießen sind in Betrieben br draußen tätig, umgekehrt gehen viele Volksgench jener Orte in unserer Stadt ihrer Arbeit nac Dazu kommt noch der rege Ausflugs- und fonftidl Verkehr in diesem Teile unseres Wirtschafts- M Verkehrsbezirks, der ebenfalls eine moderne M kehrserfchließung notwendig erscheinen läßt. U hier für die Richtung Heuchelheim und Biebern gesagt ist, gilt in gleicher Weise für unsere Nachts orte Krofdorf-Gleiberg und Launsbach, ja sogar ff Wißmar. Auch dort würde es sicherlich dankbar H grüßt werden, wenn der Gießener Obus eine fläJI dige gute Verkehrsverbindung zwischen Stadt dl Land bieten würde. Nach der änderen Richtd wäre auch daran zu denken, den Schiffenberg d[ den vielbesuchten Nachbarort Annerod, von weif letzterem ebenfalls zahlreiche Volksgenossen in M ßen arbeiten, durch den Obus-Betrieb in engere M bindung mit unserer Stadt zu bringen und ad Verkehrsteilnehmern den Arbeitsweg bzw. den M flug leichter und angenehmer zu machen. Es sind, wie schon aus diesen kurzen Hinweis hervorgeht, weitreichende Aufgaben, die hier m Gießener Verkehrspolitik der nächsten Jahre d wachsen werden. Diese Aufgaben sind nicht nur d ihrer felbst willen lockend und lohnend, sondern U bergen auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile W alle Beteiligten in sich. Die schaffensfrohe TaltrM unseres Oberbürgermeisters R i t t e r hat sich in bijl Jahren seiner Gießener Amtsführung schon in viÄ fältiger Hinsicht zum Nutzen unserer Stadt ausH wirkt. Wir können daher auch sicher sein, daß seine starke Initiative und seine unermüdliche M reitwilligkeit zum Aufbau für unsere Stadt unb wirtschaftliches Hinterland, wie auch für die in W tracht kommenden Orte selbst gern in den Dienst hfl Erfüllung dieser großen kommunalen EntwiÄuiü stellen wird. B. Zugegeben: es hat einen prickelnden Reiz, von der Sommerreise zu träumen. Gibt es etwas Schöneres, Jahre gründlich auszuspannen, die eines Gebirges zu erklimmen oder "'ziel ber2ßi des Tobias", in der Operette „Lenchen" in „Leichte Kavallerie", weitere Operettenrollen waren „Franziska" in „Fanny Elßler", ,Zrrna" in „Meine Schwester und ich", „Mi" in „Land des Lächelns". Sie verabschiedet sich nun als „Sabina" in dem lustigen Ehespiel „Bagatellen". Für die neue Spielzeit wurde sie als Naive und Tanzsoubrette an das Staatstheater Karlsruhe verpflichtet. (Sine gemeine Tat. In den letzten Tagen hat die Stadtverwaltung den Platz am Selterstor in schöner Weife mit einem großen Blumenbeet und mit der Einsaat von Grassamen in die Beetfläche neu Herrichten lassen. Wir haben unsere Leser gestern von dieser erfreulichen Verschönerung des Stadtbildes an dieser Stelle unterrichtet. Kaum aber hat diese begrüßenswerte gärtnerische Anlage die Straßenpassanten erfreut, und schon haben sich wieder Flegel an diesem schätzenswerten Werk für die'Gerneinschqft in frevelhafter Weise vergriffen. Im Laufe der letzten Nacht haben diese üblen Burschen von der Veranda des benachbarten Cafö Hettler Gartenstühle heruntergeholt und eine große Anzahl davon weit in die Blumen- und Blattpflanzenanlage hineingeschleudert. Daß dadurch der Blumenschmuck und die Blattpflanze beschädigt, außerdem die Raseneinsaat durch Herumlaufen auf der Einsaatfläche (die Fußspuren waren heute« früh noch deutlich zu sehen) teilweise zerstört wurde, liegt auf der Hand. Ein solches gemeines Verhalten gegenüber einer Arbeit im Dienste Mr Volksgemeinschaft kann nicht scharf genug verurteilt und ge- brandmarkt werden. Die Kriminalpolizei hat die Nachforschung nach den Rowdies heute früh sofort ausgenommen, und man kann nur hoffen und wünschen, daß es ihr gelingen möge, die Flegel zu ermitteln, damit sie ihre wohlverdiente scharfe Bestrafung erhalten. Seit einigen Tagen ist der Obus-Betrieb in Gießen auf zwei Linien im Gange. Mit diesem modernen Verkehrsmittel hat unsere elektrische Straßenbahn eine ausgezeichnete Nachfolge erhalten. Die großen und schönen Wagen des Obus-Betriebes machen das Fahren zu einer Annehmlichkeit, die weit über die Bequemlichkeit in den früheren Straßenbahnwagen hinausreicht. Aber nicht nur für die Fahrgäste^ find die neuen Wagen angenehmer, sondern auch für den Straßenverkehr selbst bedeuten sie einen erheblichen Gewinn. Sie bieten nämlich den Vorteil, daß sie direkt an den Rand des Bürgersteigs heranfahren und damit den Fahrgästen die Möglichkeit zum Einsteigen ohne vorheriges Betreten oder Ueberschreiten der Fahrbahn bieten; sie können entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen oder vor ihnen fahrende überholen, womit eine größere Flüssigkeit im Fährverkehr, gegeben ist; und nicht zuletzt bedeutet die erhebliche Minderung des Fahrgeräusches gegenüber der früheren Straßenbahn einen Gewinn für unsere ohnehin schon genug in Anspruch genommenen Nerven. Es sind also, wie man schon bei dieser kurzen Betrachtung einiger Hauptmerkmale des neuen Verkehrsmittels sieht, recht bedeutsame Gewinne, die unsere Volksgemeinschaft in Gießen aus dieser Erneuerung und Verbesserung unserer städtischen Verkehrsmittel verzeichnen kann. Der Obus kann aber auch als ein gutes Mittel angesehen werden, das über die Erfüllung des täglichen Verkehrsdienstes hinaus für weitreichendere kommunale Verkehrspläne eingesetzt werden kann. Wir denken dabei nicht nur an die engere Verkehrsverbindung zwischen der Innenstadt und unseren beiden Vororten Klein-Linden und Wieseck, von denen der erstgenannte Vorort ja in absehbarer Zeit eine Obus-Linie erhält, während der letztgenannte Ort einstweilen noch die Straßenbahn hat und späterhin auch mit Obus-Betrieb versehen werden kann. Unsere Gedanken bei dieser Betrachtung des Obus- Betriebs sind vielmehr auch darauf gerichtet, neue, bisher noch brachliegende bzw. verkehrstechnisch nur völlig unzulänglich bediente Verkehrsgebiete durch „Du bist eine Lebenskünstlerin, Celina!" nickte Droste. „Und wer waren die seltsamen Gesellen, die du soeben verabschiedetest?" „Du wirst sie heute abend auf meinem Gartenfest als ungarische Zigeuner wiedersehen!" lachte Celina. „Es sind die besten Geiger, die in Buenos auszu- treiben waren!" „Wieviel Geld hast du eigentlich, Celina?" fragte ^Droste kopfschüttelnd. ,Zch werde nicht klug aus dir! Uebrigens finde ich mich höchst überflüssig bei deinem Fest! Du wirst mich entschuldigen. Celina legte beide Arme auf die Schultern Drostes. „Du!" flüsterte sie zärtlich, „muh ich es dir noch sagen, daß du mir der wichtigste Gast meines ganzen Festes bist?" Dann suchten ihre Lippen Drostes Mund. Eine heiße Zärtlichkeit ging von ihr aus. Heinz legte einen Arm um ihren Körper. Ader schon machte er sich wieder aus der Umarmung frei. Beinahe wie ein Fremder stand er vor der schönen Frau. „Man hört schlimme Dinge von deinem Freunde Swann!" sagte er. „Weißt du davon?" „Immer wieder fängst du von diesen alten Geschichten an, Liebling!" klagte sie. „Ich verstehe dich nicht! Sagte ich dir nicht ausdrücklich, daß mich Everett Swann nichts angeht?" „Celina!" Droste' nahm Celinas Gesicht zwischen seine Hände. Er sah ihr lange in die Augen. „Sprichst du die Wahrheit? Hat Everett Swann dir nicht auch in letzter Zeit noch nahegestanden? Als Du schon in der Avenida Alvear wohntest?" Celina errötete. „Das hast Du von Ada und von sonst niemanden!" rief sie zornig. „Das dumme Frauenzimmer! Sie soll nicht von Dingen reden. Die sie nicht versteht. Willst Du törichtem Dienstbotengeschwätz mehr glauben als mir? Ich sage Dir — niemals hat Everett Swann mir ehpas bedeutet? Ich sah ihy nicht mehr seit dem Fest bei Ricardo Calvo!" Droste trat von ihr weg. „Genug davon!" sagte er. Was lag daran, ob diese Frau die Wahrheit sprach ober log? Nie würde Celina eine Rolle in seinem Leben spielen! Frau Guckonhan hatte ihm erzählt, wie traurig Marianne die letzten Tage her gewesen war. Und mit forschenden Augen den jungen Deutschen anblickend, hatte Die Frau zuletzt gefragt, ob er vielleicht derjenige wäre, auf den ,chas Fräulein" die Schüsse in Tucumon. Roman von Heinrich Lang. 22. Fortsetzung. Den Herren von der Geheimpolizei blieb nichts übrig, als wieder abzurücken. Als sie in ihrem Wagen saßen, berieten sie, was zu tun sei. „Ich zweifle nicht daran, daß die Leute, die Den Deutschen besucht haben, eben jene Celina Novello unD ihr Everett Swann waren", sagte er eine. Der andere nickte. „Möglich!" Das Beste wird sein, wenn wir doch wieder auf die Aussagen des Gärtners in der Avenida Alvear zurückgreifen. Man müßte diese Schauspielerin Hallström einmal selbst vernehmen. Sie muß es doch schließlich am besten wissen, was für eine Bewandtnis es mit dem Burschen hat, der ihr Haus umlagert." „Fahren wir nach der Avenida Alvear!" 11. Zauber schlüssel, der das Tor öffnet zu einem märchenhaften Land, in dem Lebensfreude und Sommerlust alle Griesgrämigkeit verbannt haben. Man erblickt dieses Land längst, ehe der Tag der Reife gekommen ist, ja, man kostet den Genuß vorher schon weit ausgiebiger, als er sich in der Erfüllung kosten läßt. Die Vorfreude erweist sich auch hier als die glückliche Gehilfin Der Phantasie, die ungehindert die wunderbarsten Gefilde erschließt. , Ist aber die gegenwärtige Zeit geeignet für eine Sommerreise? Soll man fahren, wenn es dringlichere Ausgaben für die Reichsbahn gibt? In den Büros wird dieses Thema ebenso ausführlich erörtert wie in den Werkstätten, Frau Müller bespricht es auf der Haustreppe mit Frau Meier. Zweifellos ist jedem ein Ausspann zu gönnen, wenn er Tag für Tag in dieser Zeit seine Pflicht recht- • schaffen erfüllt. Ja, es ist sogar erwünscht, daß er seinen Urlaub nach Möglichkeit nimmt, damit er frischgestählt an seine Aufgaben Herangehen kann. Aber muß es eine Sommerreise sein, wie sie in Friedenszeiten üblich war? Hat es Sinn, sich an eine Vorstellung zu klammern, deren Verwirklichung mindestens mit Schwierigkeiten verknüpft ist? Und dennoch: es läßt sich auch jetzt der schönste Plan einer Sommererholung durchführen. Bietet nicht die Heimat die lockendsten Ziele für Wanderfahrten und Ferienaufenthalte? Warum unbedingt in Die Ferne schweifen, wenn das Gute tatsächlich so nahe liegt? Es gibt in der engeren Heimat viele verträumte Winkel und idyllische Fleckchen, die zu entdecken sind und an denen man sich immer wieder erfreuen kann. Wieviel Beglückung vermag ein Spaziergang durch den morgenstillen Wald der Heimat zu geben, wieviel Glück bringt der Aufenthalt in der ländlichen Einsamkeit unserer Landschaft. Wer einmal bewußt seinen Urlaub an schönen Stätten der Heimat verbracht hat, der wird auch dann die Heimat nicht vergessen, wenn es ihm wieder möglich tft. die fernsten Punkte zum Ziele seiner Sornmer- reise zu machen. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 19.30 bis 21.30 Uhr: „Bagatellen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Weg ins Freie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das fündige Dorf". Tageskatender für Sonntag. Universitäts - Sportplatz: Bezirksmeisterschasten- Leichtahltetik. 9 Uhr: Vorkämpfe, 15 Uhr: End- Wunsch des Generalobersten Keitel erheben sich alle zum Andenken an die Gefallenen von Den Sitzen. Alle, Die an Dem Vertragswert mitwirkten, stehen auf und lauschen Den Worten des deutschen Generals, Der Freund und Feind in seine Achtung^ — o—M— —o— v . .. einbezieht und gedenkt, daß den Toten nunmehr Gegen Paris zu klart sich das Wetter auf, die Die Ruhe unD der Dank der Nation gehöre. Abendsonne brandet mächtig durch dunkle, sich far- Nach der Ansprache geht der General Huntziger bende Wolken. Ein Regenbogen steht über Der mif den Generalobersten zu und bittet ihn um Erde. fHtang LM ihr ü Men # kfteri unf d ! unb r»? > wtt Antiid) hi-ri Ä te \N rtj ? K? fc«! V Meine & kNals-. h>u >d< h i "We Robi ™ ?et R i' tot eine kurze Aussprache unter vier Augen. Sie wird ihm gewährt. Alle anderen Anwesenden verlassen den Wagen, die beiden Führer der Delegationen bleiben allein. Nach wenigen Minuten begibt sich der Generaloberst auf seinen Feldstand, läßt sich mit dem Hauptquartier verbinden unD meldet Dem Führer, daß alles vollendet sei, um 18.50 Uhr deutscher Bund 20 bis 25, Spinat, kg 10 bis 12, Röniiss kohl 14, Spargel 70 bis 80, Mischgemüse 12, Ii maten 50, Rhabarber 12 Rpf., Erdbeeren 1,20 M lichkeit i— auch in zahlreichen Aufsätzen im „Gießener Anzeiger" — immer wieder Gedanken und Wünsche geäußert worden, die von der Verkehrspolitik der Stadt Gießen Erfüllung erhofften. Bisher find diese alten Erwartungen leider noch nicht verwirklicht worden, da in früheren Jahren vor allem die finanziellen Möglichkeiten dazu fehlten und auch wichtige verkehrstechnische Vorbedingungen noch nicht gegeben waren. Nunmehr sind aber dank der weitschauenden kommunalen Planung und der außerordentlich fruchtbaren Finanzverwaltung unseres Oberbürgermeisters Ritter, Dem unsere Stadt den Obus-Betdeb in erster und ausschlaggebender Linie zu verdanken hat, bedeutend bessere Positionen als früher für Die Erfüllung langjähriger Verkehrswünsche in unD um Gießen geschaffen roorDen, so Daß man sich jetzt mit größerer Aussicht auf einen befriedigenden Erfolg diesen Dingen zuwenden kann. Vor allem tritt hierbei wieder der Stadtteil jenseits der Lahn, unser sog. Sachsenhausen, in den Vordergrund. Dort befinden sich nicht nur zahlreiche dicht besiedelte Wohnstraßen, sondern auch wichtige wirtschaftliche Betriebe, die ein modernes und leistungsfähiges Verkehrsmittel für ihre weitere Entwicklung zur zwingenden Notwendigkeit machen. Man denke nur an unseren Gießener Schlachthof und an Den Mittelmarkt. Dabei ist u. a. Darauf hinzuweisen, daß 42 Landorte des Kreises Gießen und des Nachbarkreises Wetzlar an die Marktbindung der Metzgereien an den Gießener Markt angeschlossen sind und infolgedessen in jeder Woche eine sehr große Anzahl von Metzgern usw. vom Bahnhof aus Den Weg zum Markt antreten, um dort ihre geschäftlichen Obliegenheiten zu erledigen. Alle diese Volksgenossen würden es ebenso wie die Bewohner der Straßen jenseits Der Lahn sehr begrüßen, wenn ihnen durch den Obus ein günstiges Verkehrsmittel zur Benutzung an Die Hand gegeben würde. Wir glauben zuverlässig zu wissen, daß Die Leitung unserer Stadt einer Derartigen Erweiterung Des Verkehrsnetzes nicht nur verständnisvoll, sondern auch zur helfenden Tat entschlossen gegenüber» stehen wird. Jenseits unserer westlichen Stadtgrenze würde aber auch in Heuchelheim, auf dem Windhof, Trockenheit im AasenrachenM die häufig mit Kopfschmerzen und ähnlichen 3i schwerden verbunden ist und die besonders bei IM Een Rauchern auftritt, läßt sich ausgezeichnet M flussen durch Klosterfrau-Schnupfpulver. Hergr!!el aus wirksamen Heilkräutern von der gleichen Mim die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeiß d zeugt. . 4 Verlangen Sie Klosterfrau-Schnupfpulver in N nächsten Apotheke oder Drogerie in Original^ zu 50 Psg. (Inhalt 4 Gramm), monatelang um reichend, da kleinste Mengen genügen. raschung und Wut ausstoßen ließ. Zwei-junge M ner näherten sich der Villa. Sie kamen zu 51 und nur Der eine trug einen Smoking — unltj sie in Den Lichtkreis Des Portals traten, erteni Swann Heinz Droste unD Kaj Jversen. wußte nicht, ob er wache oder träume, als er Jt] Untergebenen von gestern mit Der größten O-eLI Verständlichkeit 't)ie Villa Marina Hallströms A treten sah. J Endlich schien der letzte Gast eingetroffen zu I« Leise ließ s?ch Swann zur Erde herunter, roM die noch immer patrouillierenden Detektive in eine Entfernung waren. Es war Der Augenblick, in hinter den hellerleuchteten Fenstern die (Seiger X ungarischen Zigeunerkapelle zu fingen begannen] kämpfe. — Stadttheater: 18 bis 21 Uhr „Ein Maskenball". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Weg ins Freie". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ,Las sündige Dorf". Stadttheater Gießen. Vom Dramaturgischen Büro des Stadttheaters wird uns geschrieben: Die heutige Aufführung von „Bagatellen", Lustspiel in drei Akten von Willy Grüb, ist die Abschiedsvorstellung für Anneliese Garbe. Anneliese Garbe trat 1937 dem Spielkörper des Stadttheaters als Naive bei und zählte seither zu den beliebtesten Schauspielerinnen unserer Bühne. In vielen heiteren wie in großen ernsten Rollen spielte sie sich in die Herzen der Gießener. Besonders in deren Gedächtnis wird sie bleiben durch Die Gestaltung der „Finea" in „Die kluge Närrin", Der „Franziska" in „Minna von Barnhelm", Der „Hermia" in „Sommernachtstraum" und der ,Llennchen" in „JugenD". Eine besondere Spezialität waren Volkstypen; sie beherrschte fast alle Dialektrollen. BesonDers zu nennen finD: „Meta" in „Für die Katz", „Hanne" in „Triumph! den Obus auf den modernen Stand des Verkehrs- ...... wesens zu bringen. Seit Jahren find in der Oeffent- ja selbst in Rodheim a. d. Bieber und in Bieber eine Mljrtn. pooollmac Mit, er sei Meten ! herein die heilen, soi ich diese! pngetlagt pj an, er P Msen, pen. Der pnisjtrafe pe wegen p@efän Erteilt, p F. <5. wnjäl(d) ji' Otlober v. p non Rec Rleit ist, R der Tii ptentaffe r v im die M p den Na TO obrot , Uchung den ft p des Ank! 'Ragte we > einer G e f Meilt Da Jw«t und befand, Belt rurteilt. aAöMWI Üblichkeit ist, fälschlich angefertigt und von ihr zu/n UUjvllllll ' Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht. Bei einer d ähnliche« (Nachdruck verboten.) ^-Fortsetzung. Das Gustav Strafkammer Gießen. Der W. B. aus Wiesbaden hatte sich wegen 'en. in den ♦♦ Ein Achtzigjähriger. Der Schreiner neister L R. Georg Adam Hainer, Hitler- nall 7 wohnhaft, wird am morgiaen 22. Jun rO Jahre alt. Der alte Herr, der aus Ober-Breiden- .ach (Kreis Alsfeld) stammt, übernahm 1889 die Leinhardtsche Schreinerei in der Neustadt. Später iedelte er nach der Kaplaneigasse über, seit 1928 ; efinbet sich die Schreinerei, die inzwischen auf seien Sohn übergegangen ist, im Hitlerwall. Der Jubilar, ein Handwerksmeister von echtem Schrot | nb Korn, hat sich in den langen Jahren in unserer ! Heimatstadt einen großen Freundeskreis erworben, । ,nb er ist von allen sehr geschätzt. Noch heute ver- ichtet er bei seinem Sohn die Gartenarbeit. Dabei rfreut er sich noch guter Gesundheit. Wir wünschen jm einen schönen Lebensabend. Die F. S. aus Groß-Karben hatte sich wegen Urkundenfälschung zu verantworten. Sie hatte am 1). Oktober v. I. eine Privaturkunde, die zum Be- veise von Rechten und Rechtsverhältnissen von Er- dir Fälschung zahlte die Krankenkasse der Ange- tagten den Betrag von 130,40 RM. aus. Dem Antag des Anklagevertreters entsprechend wurde die 8-igeklagte wegen schwerer Privaturkundenfälschung ij. einer Gefängnis st rafe von 2 Wochen i irrurteilt. Das Geständnis, die seitherige Unbe- sbaftheit und die Notlage, in der sich die Ange- Kigte befand, wirkten strafmildernd^ tragische Schicksal, des Schwedenkönitzs IIL, das der Handlung zugrunde liegt. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. upfpulver' in OriM nwnaW ien. ___] üct xau|ajung izteuiuuuj ycmuuji. -uci smu !7ankenkafse reichte sie eine Lhimeldung ein, in der f, um die Mitgliedschaft zu erwerben, fälschlicher- r^ise den Namen eines anderen als Arbeitgeber lr kin, dc ernuibtid), Aadt n für die ii den äienr ine icr. den teilen 'fe Seime ng nicht n t die dn- zu wersen soll aber h es Ernöb Mühe -hen, damit M. entsi «reise, eufigen .kg 1,80 is 9, Sarit lbe Rübm. bis 12, gemüse lt eeren 1,20 I, das 6101 rabi 10 bi- Bund 7 bi; Cdej hiilv, >> enNre nicht nur nd. sondki, e. Vorteile 5 r°l)e Im 3 Hon in, r Stadt r gleichen -Melissen^ stag muri: nb am Hk tr eröfsnki is 116 nur: Nissen weiß sofort, worauf es ankommt. Ein seltsamer Mensch ist doch sein Vater. Hat den Kopf voll von einer schweren Sorge, daß sie ihm fast das Herz abdrückt, und findet in solcher schlimmsten Stunde Kraft und Sammlung für eine konstruktionelle Lösung, über der die Ingenieure wohl seit Jahrzehnten vergeblich sitzen. „Du hast wohl schon die Sache durchschaut?" fragt Friedrich Dominik, und in sein Gesicht kommt eine Spur von Farbe und der Anflug seines alten sieghaften Lächelns zurück. „Dann erkläre die Idee nachher dem Chefingenieur." Er nimmt die Zeichnung aus der Mappe und reicht sie Nissen hinüber. „Du siehst, ich habe den Schiffsrumpf durch rohrartige Ausbuchtungen der Schiffsaußenhaut verlängert. Jetzt können wir vom Schiffsinnern zu jeder Zeit an die Wellen heran und diese sind gleichzeitig durch die Außenhaut geschützt. Lietzen- dorf soll die Idee gleich aufs Brett bringen lassen! Aber von einem Zeichner, der den Mund zu halten we iß«" . „Soll ich's denn nicht lieber selber durchkonstruieren?" „Lieber wär's mir. Wenn du willst." ".Natürlich. Gern." Seltsamer Mensch, sein alter Herr! Hat er die Unterhaltung mit dem Bankier vergessen? Er strichelt schon wieder auf einem neuen Blatt. Marotte. Nicht die einzige. Vielleicht die harmloseste. Die zer- qriffene Ledermappe mit den grünen Löschblättern hat alles zuerst gesehen, was die Dominik-Werke groß gemacht hat. Der Block mit dem Zeichen- papier liegt zugeschlagen daneben. Er wird selten aufgemacht. Nur wenn Lietzendorf, der Bettiebs- leiter, etwas nicht kapiert, was Dominik auf sein Löschblatt gestrichelt hat, wird der Zeichenblock herangeholt. . - . Dominik lehnt sich in seinen Sessel zuruck, eein Blick streift durchs offene Fenster über die Fabrikanlage hinweg zum Fluß. Von den Hellingen neht man von hier aus nur ein paar Mastspitzen. Aber auf der anderen Seite des Flusses — Da fängt er an zu sprechen, ohne dabei den zeichnenden Bleistift stillzuhalten. „So! Jetzt hab' ich wieder Ordnung im Oberstübchen. Ich habe mich vorhin gehen lassen... Entschuldige?" „Aber, 23atetf* ch Heizen zu erwärmen. „Die Sirene", die illu- ierte Zeitschrift des Reichsluftfchutzbindes, gibt im leueften Heft Ratschläge über die zweckmäßigste und harsamste Beheizung der Luftschutzräume. ADOX Zwei-j« tarnen M ofing - y traten, g Jversen. 1 ume, w M r größte" ' j w*\ Gießener Gtadtteater Giuseppe Verdi: »Ein Maskenball." Tonnage aus. (Fortsetzung folgt) Dd.,W 'S?» rtz 7d ? d»ch„ d« ein, । len Steil D »ii, Ü-nb-,7 oi|. ton1. In engere «en und • > ben1 Den. s zu verantworten. Er hatte im Jahre 1938 verschiedenen Orten in der Pfalz und in Ober« ffen in 5, Fällen im strafverschärfenden-Rückfall s Vertreter Aufträge von länolichen Sparkassen Genossenschaftsbanken unterdrückt, das Geld Der einkassiert und für sich verbraucht. Es wurde vorgeworfen, daß er von vornherein die Ab- t gehabt habe, den jeweiligen Auftrag nicht uszuführen. Weiter hatte er, nachdem ihm die kassooollmacht entzogen war, den Kunden vorge- egelt, er sei zum Empfang der für den Auftrag schuldeten Beträge berechtigt, obwohl er von rnherein die Absicht hatte, den Auftrag nicht roei* irzuleiten, sondern das Geld für sich zu behalten, lie auf diese Weise erhaltenen Summen verbrauchte fcr Angeklagte für sich. Er gab zu seiner Entschul- txung an, er sei ohne Geld und dadurch gezwun- fn gewesen, von dem einkassierteck Geld zu ver° hauchen. Der Anklagevertreter beantragte eine Ge- s ngnisstrafe von einem Jahr. Der Angeklagte Biirbe wegen Betrugs im wiederholten Rückfall zu ener Gefängnis st rafe von 10 Monaten Hafter ist. Die Lehrgangsteilnehmer werden bei den Ausbildungsarbeiten im Walde auch mit der Handhabung der Axt sowohl rechts wie links vertraut gemacht: hier liegt die höchste Vollkommenheit darin, daß man schon aus der Ferne keinen Unterschied im Axtschlag hören darf, ob er nun rechts ober links geführt wird. In das Gebiet der technischen Ausbildung gehört auch die Unterweisung im Gebrauch der mannigfachen anderen Hilfsmittel der Waldarbeit. Zu dem Unterricht im Schulungslager gehört ferner das Wissen über die Aushaltung und Verwertungsmöglichkeit des Rohstoffes Holz, mit anderen Worten die H o l z f a ch k u n d e. Jeder Hau- und Rottmeifter mutz in der Lage sein, von sich aus schon am gefällten Stamm den vorteilhaftesten des Musikalischen. Hier war das Dru, , J Söllner dienend und führend augleia). J.ri« gent 'unterstrich die einzelnen Bilder mit sicherem Griff und fing alle musikalischen Höhepunkte (Losszene) mit temperamentgebundener Einfühlung auf, wie etwa im Brio des Schlusses im ersten Bild. Er begleitete die Sänger diesmal sehr dezent, dem einzelnen Freiheit gewährend und ihm nachgiebig folgend. Die Chöre unter Erich Richter erwiesen eine gut durchgebildete Pianokultur bei sorgfältigem Klangausgleich und fügten sich den Ensembleszenen organisch ein (bei Ulrica, am Hochgericht). Das Schicksal der Frau in ihrem Ringen um die Liebe zum Gatten, in dem Hin- und Hergeworfen, sein erwachender Leidenschaft zu Richard und in dem mütterlichen Fühlen zum Sohne ließ Anni A s s i o n mit' tiefem seelischen Zwiespalt dem Hörer nahekommen. Die Szene am Hochgericht erhob sie über sich selbst hinaus zu stärksten Akzenten erschütternder Affektgewalt, ausstrahlend in stimmlicher Expansion von großem Ausmaß. Ilse Winhold als Wahrsagerin Ulrica.übertraf nut ihrer letzten Rolle in Gießen alle ihre.früheren Verkörperungen. In den Beschwörungsszenen wuchs ihr Stimmklang dämonisch heraus und gewährleistete damit diesem Bild den notwendigen zwingenden Nachhall. Dem Pagen Oskar gab Liesel Schröter-Beckers Behendigkeit, Frische und sprühendes, prickelndes Leben; eine Kontrastfigur inmitten .der Schicksalsschwere, mit ausgeprägter Linie der Koloratur und ausreichendem Volumen im Ensemble. Der Rene ist eine der gesuchten Baritonpartien mit besonderen stimmlichen und darstellerischen Anforderungen. Gustav Bley hat ihn hier bereits vor Jahren einmal durchgeführt. Diesmal legte er besonderes Gewicht auf die dramatische Fundierung dieser Rolle, betonte das mit jeder Bewegung und Gebärde und modulatorischer Ausprägung im Gesanglichen und hob sich im Ensemble, seiner Aufgabe gemäß, persönlich individuell ab. Seine voluminösen stimmlichen Mittel brachten ihm bei der zweiten Arie Beifall auf offener Bühne. Unheilvoll drohend war die Losszene: hier traten ihm als markantes Verschwörerpaar Gustav Brunn und Ottmar Mayr mit akzentuiertem stimmlichen Können zur Seite. Den Silvan führte Josef Bürschgens mit Geschick durch. Das Ganze rundete sich auf dem Grunde der stim- mungsstark durchmodellierten, von Färb- und Leuchtwerten erfüllten Szenenbilder Karl Löfflers, die unter der Lichtführung von Remigius Konen sich eindrucksvoll verstärkten. Eine Reihe der mitwirkenden Kräfte verabschiedet sich mit dem „Maskenball": angesichts der Geschlossenheit dieser Aufführung wird die bevorstehende Trennung manchen Hörern nicht leicht fein. Um so herzlicher und dankbarer war der Beifall. Dr. Hermann Hering. Srholuna in Waid und Held. Taufende von Volksgenossen haben es schon Eer erkannt, welch große Erholungsmöglichkeiten „as" Wandern bietet. Gerade jetzt in der warmen Jahreszeit ist die Kühle des Waldes neu belebend. r)aa Grün der Natur ist ein gutes Mittel zur Ge- »mderhaltung der Augen. Die Ruhe der Wälder und Helder stärkt unsere Nerven. Und welche Freude bringt die aufmerksame Beobachtung der Natur mit Ihren Tieren und Pflanzen, Bergen und Tälern mit ich! Gerade jetzt im Kriege können wir diese Ent pannung gut vertragen. So ist es denn auch ver andlich, daß der Zustrom zu den Wanderungen dc. ^.-Gemeinschaft „Kraft durch Fteude" ständig in Lachsen ist. -sondere in' Ersetzte, obwohl sie arbeitslos war. Aus Grund W.:. < dir ftälfrfninn zahlte die Krankenkaffe der Ange- Facharbeiter auch im Walde. Ein Besuch im Ausbildungslager für deutsche Waldarbeii in Scholien mit einem bestimmten Firmen-Erzeugnis) von Säge dem Waldfacharbeiter die höchstmögliche Arbeitsleistung gestattet, dadurch seinen Verdienst steigert, aber auch der Forstwirtschaft in bester Weise dienlich ist. Solche Sagen praktisch zu handhaben, sie mit den geeignetsten Instrumenten für die Arbeit herzurichten und sorgsam zu pflegen, wird den Lehrgangsteilnehmern im Lager theoretisch nahe- gebracht, dann aber auch draußen im Wald in der praktischen Arbeit gezeigt. Das gleiche gilt für die Herrichtung und den Gebrauch der Axt, denn auch hier gilt es, daß nicht jede Axt zu jeder Waldarbeit geeignet ist. Zum Beispiel ist die Hauaxt nicht mit Nutzen anzuwenden beim sog. Ausputzen der gefällten Stämme, d. h. beim Abschlagen der Zweige, da f'"'r diesen Zweck eine besondere Axtart vorteil- jerunter,1^ iek**1 ■n dl-U gen Kj ruhige Q uLÄ ir eint /d in-,ö in» y een J V» ft hiE ji»’“ ■> \ uni* ssM >«» rot ($('] l'V ff mg unkrÄ ngenen 5 । । „Also paß mal auf. Es ist immer gut, wenn noch ein zweiter im Bilde ist. Schließlich bist du ja mein einziger. Und leben tut keiner von uns ewig." Er macht durch seine neue Zeichnung ein paar Striche. „Wo wak ich vorhin stehen geblieben? Ach so, ja. Also — wir besitzen an der Dominik-Werst etwa zwei Fünftel des Aktienkapitals von zwei Millionen. Die übrigen Aktien find mit verschwindenden Ausnahmen in festen Händen. Einen Teil hat Lind irgendwie an sich gebracht. Einen anderen großen Poften — etwa nominell drsihunderttausend Mark — hat Frinzka." „Wer ist Frinzka?" „Ein früherer Angestellter — ein Buchhalter von mir." Nissen wundert sich. „Ein Buchhalter? Wie ist der denn zu solchem Vermögen gekommen?" Friedrich Dominik überhört die Frage. „Zwischen Frinzka und mir besteht ein Vertrag, wonach ich das Vorkaufsrecht auf diese Aktien habe. Sie dürften uns also eines Tages zufallen. Dann hätten wir die Majorität. Und erst dann sind wir wieder Herren im eigenen Haus, wie ich es vor dreißig Jahren schon einmal war, bevor ich meine Firma in die Aktiengesellschaft umwandeln mußte." „Warum eigentlich?" fragt Nissen dazwischen. Dominik überhört auch diese Frage wieder. „Unser Bestreben muß daher darauf gehen, um jeden Preis zu verhindern, daß die Frinzkaschen Aktien jemals in fremde Hände kommen! — Wenn beispielsweise Lind sie erwerben würde, dann..." „Wäre dos wirklich so schlimm?" fragt Nissen. Er kann sich diesen Mann nicht so recht als Gegner vorstellen. Gewiß! Was man von ihm hört und w?iß, beweist, daß er keine Rücksicht nimmt. Aber schließlich — ist es doch Brigittes Vater. — „Es wäre unser Untergang. Das halte dir immer vor Augen. Und darum dürfen wir uns die Aktten von Frinzka nicht entgehen lassen, wenn es einmal so weit ist. Das vergiß nie — erst recht dann nicht, wenn ich mal die Augen zugemacht habe. । Laß ihr Mann nicht Ruhe gibt und niemals Üuhe geben wird, damit rechnet Friedrich Dominik. Limit hat er immer gerechnet. Aber daß Martha , Made Martha . .. Las ist unfaßbar. r.. r. Vst denn die Zeit für sie tot? Gibt es für sie p< ne Vergangenheit? Ist das alles, alles nicht ge- prfen damals? Oder hat Mattheus Lind nicht bloß hl- Geld und ihren Leid gewonnen, sondern auch il-e Seele? Nissen tritt hinter ihn. -Eigentlich sollten wir uns doch freuen, daß di? Einte so hinter unseren Aktten her sind", sagt er. Cns ist eine Anerkennung. Eigentlich die einzige, hi der man sicher sein kann, daß die Menschen sie 'Irlich meinen. Weil sie in barer Münze mit ihrem I® Ide bezahlen. [ Friedrich Dominik nimmt den Kopf ins Zimmer Isrrück. Er sieht an allen Dingen vorbei. Er sieht In» Leere — irgendwo hin. Hör' mal her, Junge", klingt dann nach einer ITsile seine Stimme von weither. „Du weißt, daß l'd damals" — er sagt nicht, wann dieses damals lur — „mir nicht die Majorität der Aktien ■ an [nferer Firma sichern konnte. Erst sah es so aus, psr dann... dann wurde es eben anders, als ich p berechnet hatte. Nun, daran ist heute nichts mehr ru ändern, damit müssen wir uns abfinden. | Er bricht ab und kritzelt auf seinem Löschblatt. P t langen Strichen entsteht da irgendeine Kon- puktionsidee. Nissen schaut hinüber. Em Hmter- p ff von oben gesehen. Ein langgestreckter Ruder- 1'tDen, der an feinem Ende das Steuer tragt, pchts und links davor zwei übereinandergreisenoe p iflügelige Propeller auf langen Schraubenwe - In, .hie auf dem einen Ende dicht vor den iPropel- Iftn durch Schraubenstöcke vom Ruderstnien aus :e «alten werden, mit dem anderen Ende ourcy Düllenhosen und Wellenrohre in den Schrauben- tonel und zum Schiffsrumpf hinragen. zu sein, wie Vater vorhin sagte. Schon um in der Generalversammlung mit der Faust auf den Tisch schlagen zu können. Schon um nicht nach der Pfeife andarer tanzen zu müssen. Aber Linds wegen? 1 Du lieber Gott! Was soll dem Mann daran liegen, die Dominiks zur Strecke 3u bringen. Leute, die ihm nie etwas getan haben? Vater sieht Gespenster. Wenn Lind Den .Dominiks schaden will, muß er den Werken schaden. Und daran hätte er als Hauptaktionär selbst den größten Nachteil. Außerdem? Außerdem ist es Brigittes Vater! Ist das nicht Garantie genug? Nissen arbeitet in den nächsten Wochen und Monaten an der „Einheitsmaschine" für U-Kreuzer. So nennen er und der Vater kurz das großartige System von Motoren, Apparaten, Geräten und Einrichtungen, dessen Anordnung die tonnenschweren Akkumulatoren für die Unterwasserfahrt überflüssig machen wird. Strich für Strich fügt er an die geniale Arbeit des Vaters neue Skizzen, Studien, Zeichnungen, Konstruktionen, ^Berechnungen und verbessert und ergänzt so das damals 1918 so jäh abgebrochene Werk. Zu keinem Menschen spricht er davon. Kein Mensch bekommt je auch nur ein Blatt Papier davon zu sehen. Wenn er arbeitet, schließt er sich ein. Wenn er die Arbeit niederlegt, um auch nur fünf . Minuten andere Pflichten zu erfüllen, schließt er sie in den großen Stahltresor des Direktipns- zimmers. Und je mehr und je länger die Erfindung ihn in ihren Bann zieht, desto mehr und tiefer erkennt er ihren unvergleichlichen Wert. Die Neuerungen, die sie bringt, sind von so gewaltiger Bedeutung, daß sie kaum abzusehen sind. Schon die Gewichtsersparnis, die die Ausschaltung der Akkumulatoren und Elektromotoren mit sich bringt, steigert die Leistungsfähigkeit der U- Waffe. Wieviel Torpedos, Geschütze, Maschinengewehre, Munition, Vorräte und Menschen — auch Menschen — machen das Gewicht der ersparten Der Nutzen eines guten ausgebildeten Fach- arbeitertums, das sich in allen Zweigen der deutschen Wirtschaft in bester Weise bewährt hat, soll für die Zukunft auch in der deutschen Waldwirtschaft immer stärker zur Geltung gebracht werden. Zu diesem Zweck hat der Reichsforstmeister eine Verordnung über den Ausbau eines Waldfacharbeiterstandes durch fachliche Schulung in Ausbildungslagern erlassen. Gegenwärtig bestehen 28 solcher Lager im Reich: eines dieser Lager befindet sich in Schotten in dem Gebäude der früheren Försterschule. Wir haben uns mit dem derzeitigen vertretungsweisen Leiter des Forstamtes Schotten und des Ausbildungslagers, Forstmeister Dr. Künanz, Leiter des Forstamts Konradsdors bei Stockheim, über die Schulungsarbeit in dem Ausbildungslager unterhalten. In Hessen ist bereits seit 1929 eifrig an der fachlichen Ausbildung der Waldarbeiter gearbeitet worden. Seit 1938 wunde diese Ausbildung planmäßig durchgeführt. Damit war hier gewissermaßen schon der Boden vorbereitet, auf dem jetzt in guter Weise weiter aufgebaut werden kann, da die neue Verordnung in unserer engeren Heimat in der Praxis bereits bewährte Grundlagen vorfanb. Zu dem Arbeitsbereich des Waldfacharbeiter-Schulungslagers Schotten gehören das- Land Hessen und die Provinz Hessen-Nassau. Die Leitung hat, wie oben erwähnt, in Vertretung Forstmeister Dr. Künanz, als hauptamtlicher Lehrer wirkt Revierförster Metz (Schotten), der auch das Lager betreut, ferner find Revierförster und bewährte Haumeister des Forstamtes Schotten bei der Ausbildung mit tätig. Das Ausbildungslager für deutsche Waldarbeit wurde geschaffen, um den Waldarbeiter aus der Lage eines Gelegenheitsarbeiters herauszuheben und ihn in den Stand eines Waldf a charbeiters zu versetzen. Alle Männer, gleich welchen Alters, die diese Ausbildungslager erfolgreich durchlaufen haben, find als Waldfacharbeiter anzusehen. Für die Ausbildung hat das Reich^sforstamt bestimmte Vorschriften erlassen. U.a. sind für den Besuch des Lagers erforderlich ein amtsärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand und die Annahme als Waldarbeiterlehrling. Die Lehrlingszeit wird bei einem Forstamt unter der unmittelbaren Aufsicht eines älteren Waldarbeiters verbracht, der selbst im Ausbildungslager einen Lehrmeister-Lehrgang mit Erfolg durchgemacht hat. Während der Lehrlingszeit finden die Lehrgänge im Schulungslager statt. Den Abschluß bildet ein Prüfungslehrgang, bei dessen erfolgreichem Abschluß der junge Mensch zum Waldfacharbeitergehilfen aufrückt. Dann folgt die Gehilfenzeit, die wiederum bei einem Forftamt zu verbringen ift Hieran schließt sich ein heuer Lehrgang mit abschließender Prüfung, durch deren Bestehen der Gehilfe zum Waldfacharbeiter wird. Das Ausbildungslager bezweckt aber nicht nur die Heranbildung des jungen Nachwuchses und die Schaffung eines künftigen Waldfacharbeiterstandes, sondern auch die entsprechende Schulung der bisherigen Waldarbeiter mit der gleichen Zielsetzung, ohne Rücksicht auf das Alter der Lagerteilnehmer, damit im Laufe der Zeit alle ständigen Waldarbeiter das neuzeitliche Wissen und die Fertigkeiten mit den modernen Geräten der Forstwirtschaft erhalten. Die zu Lehrmeistern der Lehrlinge bestimmten Waldarbeiter werden nochmals in besonderen Lehrmeisterkursen geschult. Daneben finden noch Soyderkurse über bestimmte Arbeitsgebiete der modernen Forstwirtschaft statt, z. B. Motorsäge-Kurse, in letzter Zeit auch Lehrgänge über die Gerbrindengewinnung an Fichten und Eichen. Die technische Schulung erstrecktt.sich in erster Linie auf den Gebrauch und die Instandsetzung und Instandhaltung von Säge und Axt, der beiden wichtigsten Werkzeuge im Walde. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Ausbildung in der Handhabung und Instandsetzung der Säge gelegt. Es ist nämlich durchaus nicht einerlei, welche Art von Säge bei der Arbeit im Walde verwandt wird. An Hand einer großen Zahl von Sagen wurde uns überzeugend bargelegt, daß nur eine ganz bestimmte technische Art (nicht zu verwechseln schien der Zensurbehörde des von Bourbonen beherrschten Neapel angesichts der Erinnerung an das Attentat Orsinis auf Napoleon III. äußerst bedenklich (1858). Sie verlangte deshalb einschneidende Veränderungen des Textbuches, denen Verdi auf keinen Fall zustimmen konnte, sodaß er die Oper zurückzog. Die Stellungnahme der Italiener für Verdi wuchs sich immer mehr zu einer politischen Aktion aus. Es gelang ihm, mit der Partitur Neapel zu verlassen. In Rom unternahm es der Impresario Jaccovacci, das Werk am Apollo-Theater aufzuführen. Aber auch hier forderte man für die Oper die Umwandlung der Gestalt des Könias in einen Gouverneur von Boston und verlegte somit den Schauplatz der Handlung von Europa fort. Der Erfolg der Oper (17. 2.1859) war durchschlagend, Verdi war wieder der verehrte Liebling der Italiener. Das Textbuch, dessen grundlegende Handlung schon einmal den Stoff für eine Oper von Ändert abgegeben hatte, richtete der römische Advokat Antonio S o m m a in engster Fühlungnahme mit Verdi ein. Wir wissen aus dem vorliegenden Briefwechsel, daß Verdi verschiedentlich entscheidend bet der Durcharbeitung und Ausgestaltung eingegriffen hat. Eine klare, auch-dem Hörer fofhrt übersichtliche und in ihren inneren Triebkräften verständliche Handlung gibt mit ihren mannigfaltigen Kontrasten des Milieus und auch in der Entwicklung der Charaktere dem Musiker reichste Anregung. Entzündete sich in den früheren Werken Verdis Musik unmittelbar an der Szene^ so gewinnt sie jetzt bei der Entwicklung der Charaktere engsten Einfluß und prägt die einzelnen Individualitäten mit plastischer Zeichnungskraft ab. Seinö Melodik hat sich unendlich vertieft und weist mit ihrer dramatischen Gebundenheit in die Zukunft zur „Aida" und zum „Othello". Der Anteil der Instrumente wächst über die lose Begleitung hinaus durch selbständige thematische Führung und wird bestimmend für die dramatischen Momente. So strebt diese Oper einer Vertiefung der bedingenden Opernfaktoren zu in voller Beherrschung und Bewußtheit ihrer Einsatzfähigkeit. Das kommt besonders auch den Ensemblesätzen zugute, die in ihrer Einzelauszeichnung der Charaktere das Vorausgegangene in Verdis Werken übertreffen und namentlich durch eine kontrapunk- tifche Verankerung des Satzes zu innerer Plastik sich erheben, stets aber dabei den musikalischen Gesamteindruck mit der Wirkung des Schönen und Eingängigen verbinden. Das ließ die Aufführung in Unmittelbarkeit überzeugend hervortreten, sowohl in der Durchgestaltuna der szenischen Anschaulichkeit der Handlung wie auch aus den musikalischen Grundlagen heraus. Der Spielleiter Hans Albert S ch e w e bildete das Gegeneinander der verschiedenen Gruppen selbst im stummen Spiel ab im Gebärdenhaften und in der szenischen Anordnung; er lenkte jeweils den Blickpunkt auf die im Zentrum des Geschehens stehenden Personen: dabei jeden einzelnen organisch eingliedernd nach den Erfordernissen der Gegebenheiten Versprich mir das." Nissen gibt seinem Vater die Hand und verspricht. Natürlich muß man sehen, daß man die Aktien fliegt Schon um wieder Herr im eigenen Hause **7 0 Jahre alt. Der Rangiermeister a. D. j onrab Schomber, wohnhaft Schottstraße 15, wri) morgen 70 Jahre alt. Der Jubilar, der körper- !ch und geistig noch sehr rüstig ist, hilft heute noch liglid) seinem Sohn in der Schuhmacherei. Wir be- 5nckwünschen ihn herzlich zu seinem Geburtstage. en*ffJS ** Im Sommer heizen? — Ja, den g luftschutzraum! Auch wenn es draußen schon 1 parm ist und man leichtgekleidet herumlaufen linn, ist es im Keller noch reichlich kalt. Um Ge- ndheitsschädigungen zu vermeiden, muß man sich ir den Aufenthalt im Luftschutzraum weiterhin arm anziehen. Unter Umständen kann es sogar otwenbig werben, auch jetzt noch ben Luftschutzraum ,/Bon Oktober 1937 bis in den April 1938 hinein quälten mich hartnäckiges Bronchialasthma und Bronchitis. Im Januar konnte ich vier Wochen nicht zum Dienst. Was ich dagegen anwandte, verschaffte mir nur vorübergehende Linderung. Nachts mußte ich 2 bis 3 mal aufstehen und räuchern. Endlich ließ ich mir eine Probe der Dr. Boether- Tabletten kommen. Davon nahm ich morgens und abends je 2 Stück. Nach 3Tagen konnte ich die erste Nacht durchschlafen.Ich kaufte mir sofort noch icro Tabletten. Die sind nun langst alle und ich bin völlig von den Beschwerden befreit.Ich werde die Tabletten stets empfehlen." So schrieb Herr AlftedSchätz,Krankenpfleger,MölIn, am 4-Juni 1938. Quälender Husten, hartnäckige Bronchitis, chronische Verschleimung, Asthma werden seit Jahren mit Dr. Boether Tablette« auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Unschädliches, kräuterhaltiges Spezialmittel. Enchält Z erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend, auswurf- fördernd und gewebefestigend. Zahlreiche Anerkennungen dankbarer _ Patienten n. zufriedener Arzte! In Apotheken M131 y. 3.24 __ jon schwer geigen ce: -i?r ich en W bas De ,D to ch neue dei rWierun Uih Den Äc ;ö Kutinen 3 oielen Kr jo führte es kfämpfte es fiid). Und (1 liginfreijui tzes und im ’üur durch ? Me 191 I. Nachden :-'tn den § begar !t; deutsche, itkuichtu Ahrend sich tomanne Luschen zu ’::nfheifen qien, schei Aulsozialisi !?Hen Vo üchr einzi Liese neue fenb und sä Rr rein inglanb p bedroht, iintr e i f i Dnblicklich p jenem bö Giraten, 'm einzigen M Lolksst ■ Ohnmacht sieben un mverschwi ®ii uberse Vche $roi Mgtal “tat Güte! Wen, ja hier Atio --ilbstsch^ Wichen W Alle 9er' Berlin/ Hier hat l[ . ■ “Htm i ^enhauses yrte und Affler 19; l,n- die er SMoliui ?Md)k 5 W ton Wd dar ^Mier °Mchen 5 vor den taffe Attan ? 'n die tauen, \;w\ I ? Deutsch I Unten ß rNung „l«let bi” s* te Sonni K had W tnUr sä S*ii K & । %:• R K & Vorkämpfe 9.00 Uhr Endkämpfe 15.00 Uhr 2684 D Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen Bereich XII (Hessen) Bezirk 8 (Gießen) - ------------------------•--------------------------------- Sonntag, den 22. Juni 1941, Universitäts • Sportplatz Bezirksmeisterschaften • Leichtathletik Fußballspiel Gießen-Stadt gegen Gießen-Land Verwendungszweck des Holzes festzustellen und nach diesem Gesichtspunkt den Stamm zu zerlegen. Das Gebiet der Unfallverhütung und Gesundheitspflege bildet einen weiteren wichtigen Bestandteil der Ausbildung. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle. Teile der Lehrgänge der Gedanke der Unfallverhütung bei der Arbeit im Walde hin. Junge und alte Waldfacharbeiter werden auf die einschlägigen Bestimmungen immer wieder hingewiesen. Ein sehr praktisches Mittel der vorbeugenden Gesundheitspflege sind die Knieschützer, deren Verwendung den Lehrgangsteilnehmern sowohl im Gebrauch wie auch in der Zweckbestimmung klaraemacht wird. Diese Knieschützer fkib ein gutes Vorbeugungsmittel gegen die bisherige Berufskrankheit der Waldfacharbeiter, nämlich Gicht und Rheumatismus in den Beinen. Ein weiteres bedeutsames Mittel der Gesundheitspflege ist die Anwendung von beweglichen Schutzhütten. In dieser Hinsicht hat Revierförster Metz in Schotten aus seinen praktischen Erfahrungen eine bewegliche Schutzhütte konstruiert, die sich in der Praxis im Walde bewährt hat. Diese Schutzhütte ist auch mit Kochherden versehen und ermöglicht den Männern die Herstellung eines warmen Mittagessens. Die Schutzhütte kann auseinandergenommen und auf dem Holzrückkarren transportiert werden. Diese Rückkarren stellen ebenfalls eine wesentliche Verbesserung dar, denn sie wirken zeitsparend und vor vor allem gesundheitsschonend, da bei ihrer Anwendung das körperliche Rücken auf den Schultern der Männer in Fortfall kommt. Die allgemeine Gesundheitspflege und vor allem auch die Zahnpflege läßt sich die Leitung des Schulungslagers bei allen Lehrgangsteilnehmern besonders angelegen sein. Zu der Schulungsarbeit gehört ferner die Unterrichtung in bestimmten Arbeitsverfahren, z. B. im Fällen und Aufarbeiten von schwerem Baumholz bzw. im Fällen und Aufarbeiten von schwachen Grubenhölzern usw. Hier wird ein Arbeitsverfahren besonders in den Vordergrund gestellt, das in der praktischen Tätigkeit in unseren heimischen Waldungen entwickelt wurde und eine bedeutsame Steigerung der Leistungen und Der- dienstmöglichkeiten der Waldfacharbeiter zur Folge hat. Die Gehilfenfacharbeiterprüfung erstreckt sich auf die Feststellung aller technischen Fertigkeiten und der Pflanzarbeiten aller Art, Wegeunterhaltungsarbeiten, Maßnahmen der Waldpflege und der Schädlingsbekämpfung, auf die Fertigkeiten in der Holzhauerei, in der Werkzeuginstandhaltung und Werkzeugpflege. An Fachkenntnissen werden in einer mündlichen und schriftlichen Prüfung ausreichendes Wissen in Holzfachkunde, Werkzeugkunde, Wetterschutz, zweckmäßige Bekleidung und Ernährung, Unfallverhütung, Fachrechnen und Staatsbürgerkunde gefordert. Sämtliche Lehrgangsteilnehmer sind in Schotten im Schulungsgebäude, der früheren Försterschule, untergebracht und werden im Lager vollständig verpflegt. Jeder Kursus, der sich jeweils auf einen Zeitraum von 14 Tagen bis vier Wochen erstreckt, weist in der Regel 30 Teilnehmer auf. In den Lehrgängen für ältere Waldarbeiter sind Männer aller Altersklassen vereinigt. An den Meisterlehr- gängen bzw. an den Lehrgängen für Motorsägenführer und für Forstbetriebs- und -Verwaltungsbeamte nehmen die für diese Spezialaufgaben in Betracht kommenden Personen teil. Die Kurse laufen ständig bis zum Ende des Jahres. Um die Ausbildung und ihre praktischen Ergebnisse beim Einzelnen ständig beobachten zu können, ist ein Leistungsbuch für Waldfacharbeiter geschaffen worden, das der Lehrling bei seinem Eintritt in die Lehre erhält und in das er seine Eintragungen unter Ueberwachung durch den Lehrmeister vornehmen muß. In allen Teilen der Lagerausbildungsarbeit steht mit Recht immer der schaffende Mensch als solcher im Vordergründe. Ihm gilt alle Förderung in vielfältigster Hinsicht und alle Fürsorge für seinen schweren Beruf. Der Weg zu dem erstrebten Ziel in diesen Ausbildungslagern ist verheißungsvoll für den Nachwuchs der Waldfacharbeiter und für unsere deutsche Forstwirtschaft. B. G.A.-Gpori. Vezirksklasse. Vom vergangenen Sonntag ist noch der 4:1-Sieg der Wetzlarer im ersten Entscheidungsspiel um die Bezirksmeisterschaft in Dillenburg nachzutragen. Die Wetzlarer hatten schwerer zu kämpfen, als das Resultat vermuten läßt. Nach diesem Sieg dürfte Wetzlar Bezirksmeister sein, da nicht zu erwarten ist, daß sie auf heimischem Gelände sich von Dillenburg mit einem Torunterschied von mehr als 3 Toren schlagen lassen. In der vierten Hauptrunde zum Tschammerpokal tritt Wetzlar am Sonntag gegen Kurhessen Kassel in Wetzlar an. Nach dem eindeutigen Sieg der Wetzlarer über Spielverein Kassel sollten sie auch Kurhessen als die zur Zeit schwächste Mannschaft in Kassel schlagen können. Skadlmannschaft — Landmanuschaft. Im Rahmen der Leichtathletikmeisterschaften spielen diese Mannschaften am Sonntag auf dem Universitätssportplatz. Die Landmannschaft stützt sich auf bewährte Kräfte von Watzenborn-Steinberg, Leihgestern, Lollar und Daubringen. Die Stadtmannschaft erscheint der Papierform nach noch stärker als gegen die Universität. Es spielen: Räger (Luftw.), Becker (1900), Schlitz (VfB.-R.), Weniger (1900), Rose (Luftw.), Mack (VfB.-R.), Ehmann (VfB.-R.), Kraft I, Kraft II, Deeg (alle 1900), Schelle (Luftw.). Sladlmannschafi — Universität 13:1. In diesem Spiele zeigte die Stadtmannschaft eine geschlossene Leistung. Das Verständnis unter den einzelnen Mannschaftsteilen war weiterhin verbessert, und durch das richtige Jnstellunglaufen und durch schnelle Ballabgabe war das Spiel flüssig. Der Sturm in der zweiten Halbzeitbesetzung sollte, noch von sich reden machen. Allerdings sind für den hohen Sieg zwei Faktoren mit ausschlaggebend gewesen, einmal die ideale Verfassung des Spielfeldes des Universitätsplatzes, die es jedem Spieler ermöglichte, sein technisches Können auszuspielen, zum anderen die mangelnde Widerstandskraft der Uni-1 Nach schwerer Krankheit entschlief heute meine teuere, aufopfernde Frau, Mutter, Schwester Dr. Margret Neumann, geb.Bücking stud. med. im Alter von 40 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. Johannes Neumann Ute Neumann Dr. Georg Bücking. Die Beisetzung findet statt in Darmstadt, Alter Friedhof, Kapelle, Dienstag, 14.30 Uhr. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Gießen (Aulweg 54), Bad Oeynhausen, 20. Juni 1941. 2701 D Meine treue, unvergeßliche Mutter, unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin, Tante und Oma Auguste Ockel Wwe., geb. Sauer ist heute um 19.45 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im fast vollendeten 70. Lebensjahre sanft entschlafen. Im Namen aller Hinterbliebenen: Heinrich OckeL Gießen qo k* den 19. Juni 1941. Wilnelmstraße 54, Auf Wunsch der Entschlafenen findet die Beerdigung in aller Stille statt. Blumen- und Kranzspenden sind nicht im Sinne der Verstorbenen. Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen. _ ' ____________________-___________________ 02083 Statt Karten Heute nacht wurde mein lieber, herzensguter Mann und Vater Kurt Kling Bandagistenmeister von seinem schweren Leiden erlöst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Tilli Kling, geb. Schäfer Rolf Kling. Gießen-Wieseck, Köln, den 20. Juni 1941. Beerdigung Sonntag, den 22. Juni, um 14 Uhr, von dem Trauernause, Lichtenauer Weg 26, aus. Beileidsbesuche nicht erwünscht. Plötzlich und unerwartet verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden am 20. Juni 1941 mein lieber, treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Bäckermeister Heinrich Krieger im 61. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Karoline Krieger, geb. Linker nebst Kindern und allen Angehörigen. Trais-Horloff, den 21. Juni 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Juni, um 13 Uhr, vom Trauerhause aus statt. __ 2694 D Statt Karten. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Frau Elise Rau, geb. Seibert sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Alten-Buseck, Gießen, den 21. Juni 1941. _________________________________________________________2698D versitätsmamrschaft. Diese elf Spieler hieltet Spiel immer offen, und einige Könner von ihnen sorgten immer wieder, daß auch die Universität ge. fährlich werden konnte. Die Spieler der Universität waren aber doch nur Einzelspieler und keine Mann« schäft. Besonders heroorzuheben ist das faire Spiel beider Mannschaften, das dem Schiedsrichter Best, der gut und unauffällig leitete, das Amt sehr erleide terte. In eine Einzelkritik wollen wir nicht ein« treten, da die Prüfung, der die Stadtmannschaft un« terzogen wurde, nicht schwer genug war, um eine einwandfreie Beurteilung geben zu können. Stadtmannschaft spielte mit Deuker, Kraft I., Schlitz, Weniger, Möbs, Mack, Schellhaas, Kraft II., Eh. mann, Deeg, Schelle. Spielverlauf: Die Stadtmannschaft findet sich sofort, und in wunderbaren Kombinationszügen läuft der Ball durch die Reihen der Spieler. Möbs als Mittelläufer zeigt eine Ballverteilung, wie sie idealer durch einen Mittelläufer nicht gedacht werden kann. Es ist daher auch keine Ueberraschung, daß aus die. sen Kombinationszügen heraus Tore am laufenden Band fallen. Sie sind die zwangsläufige Ausbeute einer zwingenden Zusammenarbeit. Besonders zeigt Kraft II. sich erfolgreich in der Verwertung dieser Gelegenheiten. Bis zur Halbzeit werden neun Tore erzielt, wobei auch die Universität zwei zwingende Torgelegenheiten hat. Einmal schießt der Rechts« außen nicht scharf genug, das zweitemal läuft der Linksaußen vor dem Tor der Stadtmannschaft an einem Flankenball, den Deuker verfehlt hat, vorbei. In der zweiten Hälfte gelingt es dem Linksaußen, das Ehrentor zu erzielen. Die Stadtmannschaft schießt noch vier Tore, wobei Kraft I., der springend einen Flankenball aus der Luft in die Torecke zieht für ein selten schönes Tor zeichnet. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei Nach kurzer Krankheit verschied plötzlich meine liebe Frau Friedericke Jung im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Jakob Ludwig Jung. Holzheim, den 20. Juni 1941. Die Beerdigung findet am Sonntag, 22. Juni um 14.30 Uhr statt 02099 Statt Karten. Gießen, den 20. Juni 1941. 02081 Für die vielen Beweise der Teilnahme anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Entschlafenen, sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den Gieflener Anzeiget weiß: richtiges Einweichwasser Arbeitl Und „SchwarzWeiß"- Bleichsoda ist für Ihre Wäsche Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fr. Belloff. ■^tappF3br30iiukafr hxMÜM 2 Wir sind davon überzeugt I Aber auch die „Große Wäsche" kann die Ordnung nicht gefährden, wenn Sie zum Einweichen stets „Schwarz-Weiß“- Bleichsoda verwenden. Die tüchtige Hausfrau spart die halbe bestimmt das richtige Einweichmittel I Das ganze Paket kostet 12 PfII - der Versuch lohntll (Ein Quell d.Frrnva fürdenNaturfrem» MMes Leven Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartel«. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit er- läuternden Bildunterschriften, Namensan. gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener, Universität Berlin. 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Vorzulegen sind: Das Zeugnis der Grundschule, der Gebprts- und der Impfschein. — Aufgenommen werden die Schüler, die 1937 in die Grundschule eingetreten sind, bei guter körperlicher und geistiger Entwicklung auch solche vom Jahre 1938. Die Oberstudiendirektoren: Dr. Wolkewitz. Angelberger. I. V. Dr. Kiefer. Schelhom. .____________________________2651 D OBersduilc für Jungen in Sriinfier^ (Cßerß.) (Vollanstalt für Knaben und Mädchen) Anmeldungen für das neue Schuljahr werden am Donnerstag, 26. Juni 1941, von 9—12 und von 16—17 Uhr in der Schule entgegengenommen. Mitzubringen sind Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis. Der Oberstudiendirektor. I. A.: Dr. Haun. 2683 D_ Stechende Hühneraugen werden Sie schnell los durch SAHUK O-Hühneraugen- Tropfen. 3n 6 Tagen werden Hühneraugen,Ballen und harte Haut mit Stumpf und Stiel schmerzlos entfernt. Mächen Sie noch heute einen Versuch. Packung 65 Pf. 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