von der „wahrhettsge 2283D,/ ashington Absage an Südamerika und der LlSA.-KapitaliSmuS iure Duce untersteht, wird Zara sein. Das Dekret sieht ein besonderes Verwaltungssystem für Spalato und Curzvla vor. Giuseppe L a st i a n i n i ist zunr Gouverneur von Dalmatien ernannt worden. Ba- stianini war zuletzt italienischer Botschafter in London. mg. tags 9 H ßen, Zimm: ndt I ließen ! instadt 61 i USA. in den Krieg beseitigen wollen. Zuerst erhoffte man sich diese Wirkung „Rettet die WeNwirts-ast!" Die amerikanischen Kriegshetzer, an der Spitze Herr Roosevelt, sind wütend. Das kann man verstehen, denn in den letzten Taaen ist ihnen ihr Konzept nicht nur einmal, sondern gleich zweimal gründlich verdorben worden. Ihr ganzes Streben ist darauf gerichtet, irgendein fräftiges Schlagwort zu finden, mit dem sie die letzten Widerstände im amerikanischen Volk gegen ein aktiveres Eingreifen der Oer Wehrmachtbericht. Berlin, 20.Mai. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock versenkte aus Geleitzügen britische Tankschiffe mit insgesamt 33 000 BRT. Deutsche Kampffliegerverbände bombardierten unter Jagdschutz Schiffsziele in der Suda-Bucht und Flugplätze auf der Insel Kreta. Sie warfen einen Kreuzer der Hort-Klasse in Brand, zerstörten sechs Jagdflugzeuge vom Muster hurricane am Boden und setzten sechs Flakgeschütze außer Gefecht. Im Seegebiet um England vernichteten Kampfflugzeuge südwestlich Weymouth ein britisches Unterseeboot und beschädigten in PNlford Haven ein großes Handelsschiff schwer.' Bei Dor- stößen gegen die englische Südküste schossen deutsche Jäger in Luftkämpfen sechs britische Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug ab. 3n der letzten Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafenanlagen an der Süd - und Südoftküste Englands an. In Nordafrika beiderseitige Spähtrupptätigkeit. Der Feind flog weder bd Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. * i Nach dem gestrigen Wehrmachtsbericht hat sich der Verlust Englands an Tanker-Tonnage durch die kühne Tat eines U-Bootes, das aus einem Geleitzug insgesamt 33 000 Tonnen an Tankerraum heraus- jchoß, seit dem 1. Mai auf insgesamt 85000 Tonnen erhöht. Das ist angesichts der Versenkungen von Tankschiffen in der vorangegangenen Kriegszeit eine ungeheure Zahl, die die britische Oelversorgung aufs schmerzlichste trifft Legt man pro Tanker sechs Fahrten im Jahre zugrunde, so bedeutet die Versenkung bzw. schwere Beschädigung von insgesamt 85 000 Tonnen Tanker-Schiffsraum für England einen Gesamtverlust von 760 000 Tonnen oder 760 000 000 Liter Oel! U-Boot versenkte britische Tankschiffe mit 33000 BRT. Oer italienische Bericht. Rom, 20. Mai. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika haben wir an der Tobruk- Front kleine gegnerische Unternehmen im Keime erstickt und dabei Gefangene gemacht. Verbände unserer Luftwaffe haben Marsa Matruk und Tobruk bombardiert, wodurch ausgedehnte Brände hervorgerufen wurden. Der Feind hat einen Einflug auf Bengasi durchgeführt. In O st a f r i k a hat im Abschnitt von G o n d a r ein eigener entschlossener Gegenangriff am 19. Mai den Feind aus den Stellungen geworfen, in denen er am 17. und 18. Mai hatte Fuß fassen können. Die dem Feind zugefügten Verluste sind beträchtlich, auch die eigenen sind empfindlich. Gouvernement Dalmatien. Rom, 20. Mai. (Europapreß.) Durch ein königliches Dekret ist das staatsrechtliche Verhältnis her zu Italien Hinzugekvmmenen Gebiete geregelt worden. Die an die Provinz Fiume angrenzenden neifen Gebiete sowie die Inseln Veglia und Arbe und die kleineren Inseln werden der Provinz Fiume angeschlossen. Die übrigen Gebiete und die dalmatmischen Inseln bilden zusammen mit der Provinz Zara das Gouvernement Dalmatien. Es besteht aus den Provinzen Zara, Spalato und Cattaro. Der Amtssitz des Gouverneurs^ der unmittelbar dem mäßen" Angabe der englischen Schiffsoerluste (die freilich immer noch um 50 v. H. hinter der Wahrheit zurückblieb, weil Herr Churchill seinen lieben Engländern einfach nicht mehr zumuten konnte). Aber auch die Amerikaner haben offensichtlich die böse Pille von rund 500 000 BRT. Schiff sverlusten im April nicht recht verdauen können. Statt der erhofften Kriegsbegeisterung fragte man sich, ob denn unter diesen Umständen die Englandhilfe überhaupt noch lohne. Solches Nachdenken und Nachrechnen konnte gefährlich werden. Die ameritantschen Machthaber lieben es nicht, wenn das Volk denkt. Des* wegen mutzte schleunigst für Ablenkung gesorgt werden. Herr Roosevelt wollte eine Rede halten! Es ist bekannt, datz in dieser Rede viel von der Verteidigung der Freiheit vergewaltigter Völker, wie beispielsweise Frankreichs, die Rede sein sollte. Bevor aber diese Rede gehalten wurde, ertönten Stimmen aus Frankreich, die alles andere waren als amerikafreundlich, so daß ein recht lebhafter Streit zwischen Frankreich und den USA. im Gange ist, wer wem was vorzuwerfen habe. Dgmit war es also wiederum nichts. Die Rede wurde abgeblasen. Ein anderes Schlagwort mußte her. Und das hat Herr Roosevelt nun gefunden. In einer Botschaft anläßlich der amerikanischen Auhenhandelswvche erklärt er: „Die Vereinigten Staaten müßten d i e Weltwirts chast wieder aus dem Chaos aufbauen, in das rücksichtslose Angriffslust und aus Gier oder Furcht diktierte Handelsbeschränkungen sie gestürzt hätten ... Es sei sinnlos, überhaupt von einem künftigen Welthandel zu sprechen, sofern Amerika nicht bereit sei, die Grundsätze zu verteidigen, aus denen der Welthandel beruhe." „Rettet die Weltwirtschaft", das ist also die Parole, die Roosevelt nunmehr ausgibt, um endlich die'er- wünschte Kriegsbegeisterung im amerikanischen Volke hervorzurufen. Die bösen Nazis haben die Weltwirtschaft ruiniert und in ein Chaos verwandelt, ausgerechnet Roosevelt ist nun berufen, sie zu retten. Ein billiges Argument, aber praktisch! Denn die Weltwirtschaft kann ja nicht gut widersprechen, so wie es Frankreich tat. Vor solchen Enttäuschungen ist man bei diesem Schlagwort sicher. Vielleicht zu sicher, denn auf der anderen Seite gibt es denn doch zu viele Tatsachen, die der Rooseveltschen Behauptung widersprechen. Das Gedächtnis der Welt ist zwar kurz, aber doch wiederum nicht so kurz, daß man nicht mehr wüßte, daß die Weltwirtschaft ihren entscheidenden Knacks im vorigen Welt- k ri e g erhalten hatte. 1918 sah die Welt ganz an« ders aus als 1914. Länder, die vordem Schuldnerländer gewesen waren, wie beispielsweise die USA., waren jetzt Gläubigerländer geworden, während umgekehrt Deutschland, das 1913 Auslandsforderungen im Bettage von 28 Mrd. Mark, darunter 18 Mrd. Mark ausländische Wertpapiere besaß, zum größten Schuldnerland der Welt geworden war. Rußland war so gut wie ganz ausgeschaltet. In verschiedenem Agrarstaaten hatte ein großzügiger 2277D Haft 2553: Betrag del Schätzung 2475,- ck5,- M 1230rJE Oer AN-Flam Von unserem S.-Berichterstatter. Mittwoch. 21. Utai |9« Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Bormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nlublätte: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzoorschrtft (vorherige Vereinbarung) 25"/0 mehr >0,— M ushebung oc Hat. Gewiß, auch heute noch ist die Kalifatfrage eine sehr aktuelle in allen Ländern des Islams. Man hofft, daß bald wieder die Blicke aller Moslems auf einen Kalifen gerichtet sein werden, von dem der wieder aufsteigende Stern des Islams in alle Welt hinausstrahlt. Aber der Kalif soll, politisch ge- ehen, nur der Exponent der Gemeinschaft von Staaten sein, die in ihrer inneren Struktur und Verwaltung selbständig bleiben und die nicht, wie das ehemals der Fall war, der despotischen Laune eines Sultans in Konstantinopel unterstehen. Seit dem Besuch des Schahs Reza Khan in der türkischen Hauptstadt und seit dem Abschluß des Paktes von Saadabad im iranischen Schloß — Ereignisse, bei denen konfessionelle Gegensätze des Islams keine Rolle spielten — hat die politische Schicksalsgemeinschaft der islamitischen Länder Vorderasiens immer mehr gefesttgt. Sie tritt immer uenieiO^' klüito Ad Nationalfest der deutschen Fugend. Zum fünften Male folgt die deutsche Jugend dem Aufruf zur Teilnahme am Reichssportwettkampf. Am Samstag, 24. und am Sonntag, 25. Mai, treten auf den Kampfbahnen und Sportplätzen Großdeutschlands alle Zungen und Mädel von 10 bis 18 Zähren an, um vor der ganzen Nation ihre Einsatzbereitschaft und körperliche Ertüchtigung zu beweisen. Zweck des Reichssportwettkampfes ist es, in dieser zweitägigen Veranstaltung die ganze deutsche Zugend zu erfassen und auch in den weniger Veranlagten die Freude an körperlicher Betätigung, an Kampf, Sport und Spiel zu wecken. Aus diesem Grunde umfaßt der Reichssportwettkampf die einfachen und naturgemäßen Hebungen des Laufens, Springens und Werfens, die dem Altersunterschied entsprechend abgewandelt sind. Im Vordergrund des Wettbewerbs steht der Mannschaftskampf der kleinsten Einheiten der Hitler-Zugend, und die Gemeinschaftlichkeit des Wettkampfes macht den hohen Wert dieser Leistungsprüfung aus, deren Sinn die Heranbildung eines körperlich leistungsfähigen gefunden jungen Menschen, wie Festigung seines Charakters und die Stärkung feiner Wehrfähigkeit ist. Die deutsche Zugend soll dem hohen Ideal einer Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele nach- ftreben. Die zehn Besten in den Einheiten, die bei der ersten Auslese aus den Millionenzahlen unserer Zungen und Mädel am 24. und 25. ermittelt werden, bleiben als geschlossene Mannschaft in den weiteren Ausscheidungen im Bann und Gebiet und in der Reichsentscheidung um die höchste sportliche Auszeichnung, die Urkunde des Führers, beisammen. Bei der Wertung der Einzek- leiftungen erhalten die Besten die Siegernadel der Reichsjugendführung. So werden am 24. und 25. Mai mehr als fünf Millionen Jungen und Mädel das Nationalfest der deutschen Jugend begehen, um zu beweisen, daß sie fteudig dem Befehl des Führers folgen, der seine Zugend stark und gesund wissen will. in den Vereinigten Staaten fast der doppelte sei. Die brasilianische Wirklichkeit sei, ihre Produktion billig und in entwerteter Währung zu verkaufen, dagegen teuer und in hochwertiger Währung zu kaufen. Mit Recht seien die südlichen Nachbarn der USA. allmählich skeptisch geworden gegenüber den Redereien vom guten Willen. Jahrgang llr.yy Erscheint täglich, außer Sonntags und Jreiertags Beilage«: Die Illustrierte ®iefeenerftamilienbldttei Heimat unBild DieScholle Mouats-Bezugsvreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanschlutz 2251 Drabtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M. Sparte, I Fleisch,g " Ml Emutljz I Mehl i | °durch fet • ! ••er A H . !ur Mez | erden . WM» endest ichursuW' Derben. Buenos Aires, 21. Mai (DNB. Funksvruch.) Für die Gedankengänge Hulls über die Wirtschafts- politik in der Nachkriegszeit bringt der Neuyorker Sonderkorr e spondent in der Zeitung „Nacio n" nur wenig Begeisterung aus. Niemand verstände, wieso die Vereinigten Staaten plötzlich ihre bisherigen Theorien über Bord würfen. Da aber seit vielen Jahren der k a u s m ä n n i s ch e R e i n g e - w i n n der Endzweck aller USA.-Politik gewesen ist, würde es auch bei dem neuen Programm nicht anders fein. Dem absurden Grundsatz, welchen Hüll entwickele, könnten die iberoamerikanischen Länder, welchen eine ganz untergeordnete Rolle zugedacht sei, in keiner Weise zustimmeK. Die Idee, Südamerika solle seine landwirtschaftliche Produktion umstellen, um nicht als Konkurrent für die Vereinigten Staaten aufzutreten, zeige die Rücksichts- losigkett gegenüber den südlichen Nachbarn. Argentinien, welches aber trotz aller Wirtschaftsnöte nicht so sehr geschwächt sei, daß es unbedingt vor den USA-Wünschen kapitulieren müsse, bleibe immer noch die Hoffnung, daß der ersehnte Frieden auch die internationalen Handelsbeziehungen umgestalten würde. Auch die brasilianische Zettung ,Zmparcial" erkennt in Hulls Ausführungen einen starken Mangel an Verständnis für die wirtschaftliche Wirklichkeit Südamerikas. Die Wirklichkeit bestehe darin, daß nordamerikanische Autos im Werte von 850 Dollar in Brasilien für 1500 Dollar verkauft werden, daß für Rundfunkgeräte aus USA., die dort 10 Dollar kosten, in Brasilien 25 Dollar gefordert würden. Auf der anderen Sette feien Brasiliens Rohstoffe das Opfer unsinniger Spekulattonen. Was in den letzten Monaten mit Baumwolle vor sich gegangen fei, fei einst ch traurig. Das USA - Kapital habe für weniger als den Selbstkostenpreis eine Produktion auf getauft, deren wirklicher Wert deutticher hervor und zeigt immer bestimmtere Formen. Gewiß, noch ist nicht alles ereidjt, noch versucht England den Spaltpilz in der all-islamitischen Bewegung zu züchten. Die Stellung Transjordaniens ist noch nicht geklärt, und noch herrscht englisches Militär im Nilland. Aber abgesehen von vereinzelten Rückschlägen, die eintreten können, ist der Vorstoß des All-Islams nicht mehr aufzuhalten, der Erfolg der Erhebung des Iraks, gegen "die britische Knechtschaft wird dafür ein Prüfstein sein. Die Kämpfe im Irak. Rom, 20. Mai. (Europapreß.) Aus Bagdad erfährt „Popolo di Roma", daß die irakischen Truppen in der Nähe von Basra 30 britische Panzerwagen vernichtet hätten, während die irakische Artillerie auf dem Schatt-el-Arab (Zusammenfluß von Euphrat und Tigris) südlich von Basra zwei feindliche Kanonenboote zum Rückzug gezwungen habe, die schwer beschädigt worden seien. Englische Flugzeuge überflogen wieder die Hauptstadt Bagdad und warfen einige Bomben auf das Lager Al Raschid ab, ohne jedoch Schäden zu verursachen. Die vielseitige lähmende Wirkung solcher Verluste und Ausfälle für die britische Industrie, die britische Wehrmacht und vor allem für die britischen Flottenstreitkräfte liegt auf der Hand. Schon durch die Einstellung der Produktion des Jraköls ist die britische Admiralität hinsichtlich der Versorgung ihrer Mittelmeerstreitkräfte in erhebliche Schwierigkeiten geraten; man muß bedenken, daß das irakische Mossulgebiet jährlich 5 Millionen Tonnen Rohöl nach Haifa lieferte. Da aber gerade der Krieg im Mittelmeerbecken stärkste Anforderungen hinsichtlich des Oelbedarfes an die britischen Streitkräfte zu Wasser und zu Lande stellte, so waren diese mehr und mehr auf den langen Antransport des Oeles aus dem Persischen Golf, also um die ganze arabische Halbinsel herum, angewiesen. Diese Schwierigkeiten dürften sich noch steigern, sobald sich die schweren Verluste an Tankschiffen erst richtig auswirken, denn ein Ersatz für die verloren gegangenen Tankschiffe ist, da es sich um Spezialschiffe handelt, noch schwieriger als für gewöhnliche Handelsschiffe. 228 englische Panzer in Griechenland erbeutet. Berlin, 20. Mai. (DNB ) Bei der Sichtung des von dem brittschen Expeditionskorps in Griechenland auf der Flucht zurückgelassenen Kriegs- gerate wurde als bisherige Kampstvagenbeute fest- gestellt 111 leichte Panzerkampswagen, 90 schwere Kreuzer-Pa-nzerwagen und 27 Panzerspäh- und Infanteriepanzer-Kampfwagen. Die Beutezahlen erreichen damit allein an Panzer kämpf wagen 228 Fahrzeuge. Es konnte 'bei der Sichtung der Beute festgestellt werden, daß mehrere englische Panzerverbände ihr gesamtes Kriegsgerät bis auf den letzten Kampfwagen im Kampf und auf der Flucht eingebüßt haben. * In Haifa sind weitere Verbände des ehemaligen britischen Expeditionskorps in Griechenland gelandet und infolge Ueberfüllung Haifas mit britischem Militär nach Tel Aviv weitertrauspor- t i e r t worden. Hierunter befanden sich auch Einheiten des 1.enalischen Panzerregiments, die ohne schwere Waffenausgeschifft wurden. Das Regiment hat feine sämtliche Panzerwagen während der Flucht in Griechenland eingebußt. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Istaub ul, im Mai 1941. Die Ereignisse im Irak haben der all-islamitischen Bewegung einen Auftrieb gegeben, dessen Tragweite sich scywerlich im voraus bestimmen läßt. Dabei ist zu beachten, daß der orientalische Nationalismus kein Nationalitätenproblem im Sinne europäischer Ideologie ist. lieber den islamitischen Nationalismen, die überall im mohammedanischen Raum als Kräfte staatlichen Neubaus zum Durchbruch kamen, wölbt sich einigend die islamitische Schicksalsgemeinschaft. Sie ist durch die Lebendigkeit, mit der man sie empfindet, stärker als die trennenden Tendenzen, die beim Neubau der einzelnen Staaten sich bemerkbar machten. Der Abwehrkampf, den der islamitische Orient in allen seinen Teilen in erster Linie gegen England führt, strahlt, weit stärkere Kräfte aus, als die Reibungen, die zu Konflikten politisch-staatlicher Art führen könnten. Es ist im höchsten Grade bemerkenswert und ein Novum in der Geschichte des Islams, daß die Erhebung im Irak mit der gleichen Sympathie von den beiden Zweigen des Islams, von den Schiiten und von den Sunniten, begleitet wird, die im Laufe der Jahrhunderte oft in Fehde miteinander lagen und sich entfremdet hatten. Das Schisma stammt aus der Frühzeit des Islams, als der Kampf um die Nachfolge des Propheten entbrannte. Nach dem Tode des vierten Kalifen »Ali, des Schwiegersohnes Mohammeds, wurden die Söhne Alis bei Kerbala erschlagen, und die Ömajaben usurpierten das Kalifat. Dem schiitischen Dogma gemäß folgten Ali elf Jmame, d. h. Wissende. Der zwölfte Imam, Mohammed al Mun- tazir, zog sich in die Verborgenheit zurück und verkehrte mit den Gläubigen nur durch einen Mittler, durch einen Bab. Im Jahre 941 starb der letzte dieser Babs. Die Schiiten glauben nun, daß der letzte dieser zwölf Jmame spirituell in irgendeiner verborgenen Sphäre fortleben und eines Tages als Erlöser und Befreier wieder erscheinen werde. Im Jahre 1844 trat nun ein gewisser Mirza Ali auf, der behauptete, in unmittelbarer Beziehung zu dem vor tausend Jahren verschwundenen zwölften Imam zu stehen, und daß er ihm auf Erden den Weg zu bereiten habe. Das Volk glaubte ihm, und im schiitischen Iran löste sich eine sehr starke Bewegung aus, die eine seltsame Parallele zum Abendland vor tausend Jahren bietet, als man die Wiederkehr Christ: erwartete. Die Babisten zählten bald mehrere Millionen Anhänger; sie waren Reformer, verwehrten der Frau den Schleier und predigten die Einehe; sie lehnten auch den „Dschihad", den Helli- gen Krieg, ab. Es entwickelte sich bald ein heftiger Kampf zwischen der reaktionären Kaste, die den Schah umgab und zwischen den Babisten. Der Bab wurde gefangen genommen und mit feinem treuesten Schüler in Täbris hingerichtet. Sein Nachfolger Mirza Yechia entfloh den Verfolgern und rettete sich nach Bagdad. Dorthin, zu den berühmten Wallfahrtsstätten in Kerbala und Nedschaf, ein wenig südlich von der Hauptstadt des Iraks gelegen, pilgern alljährlich zu Tausenden die Schiiten aus dem Iran, so daß auch heute noch der Verkehr zwischen den beiden Nachbarländern, verschiedener mohammedanischer Konfession ein sehr lebhafter ist. Auch der orthodoxe Schiitismus hat sich im Laufe der Jahrhunderte gemausert, die konfessionellen Gegensätze haben sich abgeschliffen. Sie haben zum mindesten ihre trennenden Härten verloren und haben dem Gefühl einer islamitischen Schicksal s g e m e i n s ch a f t Platz gemacht. So erklärte z. B. der Scheich ul Islam, d. h. die höchste Spitze der sunnttischen Geisttichkeit, der zugleich der Rektor der Universität El-Azhar in Kairo ist, anläßlich der Heirat der Prinzessin Fawzia von Aegypten mit dem Kronprinzen des Iran, daß Allah der ^arm= herzige allen denen, die an ihn glauben, gleich geneigt bleibe, mögen sie auch unterschiedliche Riten in feiner Anbetung befolgen. Die Bevölkerung des Iraks ist in ferner großen Mehrheit (zu 79 v. H.) Anhänger der sunnitischen Richtung des Islams, der Rets. Namentlich im Narben wohnen die Anhänger der schiitischen Richtung und stehen mit Teheran in näherer Verbindung. Aber das Schisma, dem früher eine große Bedeutung zugekommen wäre, spielt heute eine mindere Rolle, es ist im gemeinsamen Kampf gegen die «englischen Unterdrücker wesenlos geworden. Auch die isanatischen mohammedanischen Sekten, die ihre An- lhänger oft zu inneren Fehden verleiteten, haben ihre i Zwistigkeiten vergessen und haben sich dem Führer 6er Erhebung im Irak, A l i e 1 Kailani, bedingungslos zur Verfügung gestellt. Auch der Groß- mufti von Jerusalem, Emin el Hussein!, der nach schweren Verfolgungen durch die Engländer ! zuerst nach Syrien floh und dann in Bagdad em Asyl sand, hat ja in diesen Tagen einen Aufruf ruf an die Araber Palästinas und des Nahen I Ostens gerichtet, in dem er alle Gläubigen zum Kampf gegen England aufruft. Der arabische Geheimorden „M u s h e i k e l T a u r o w i e h , der in Palästina an der Spitze des Kampfes gegen bie britische Tyrannei steht und der Verzweigungen m allen arabischen Landern hat, fordert seine Mitglieder auf, unverzüglich an der Seite der Brüder üm Irak mit der Waffe in der Hand schonungslos Sie Engländer zu bekämpfen. Aus dem staatlichen und politischen Trümmerfeld, Das der Weltkrieg im IRaum der islamitischen Welt hinterließ, reckt sich überall phönixgleich jene Abwehrkraft empor, die sich nicht mehr durch die ‘ brittschen Kolonialmethoden unterdrücken laßt. Diese Tinhett des Abwehrwillens unterscheidet sich merk- i ich von den panislamittschen Ideen des Sullan-Ka- 'iföi. Diese panislamitische Bewegung der Vorkrlegs- seit, die man ohne die inneren geistigen Voraus- etzungen und aus Zweckmäßigkeitsgründen zu ver- ebendigen versucht, ist heute erledigt. Religion und Nation sind heute kein getrennter Begriff mehr! Äi ! ' 9’lt i Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Gießen: hldorfer** js-Tee1 ,ernhältdBS 1D(1 verN 65 Pf®»* osaftM'2-1’ fließe« lerMäusburg InLustnalisierungsprozeß wahrend des Krieges eingesetzt, und diese Staaten dachten natürlich gar nicht daran, ihre Industrien wieder abzubauen. In dieser veränderten Welt fiel den Köpfen der verantwortlichen Männer nichts anderes ein, als alle Lasten auf die Schultern des geschlagenen Deutschlands und seiner Bundesgenossen zu wälzen. Die Bereinigten Staaten, die ja, wie sie stolz betonten, den Ausschlag bei der Kriegsentscheidung gegeben hatten, zogen sich zwar verärgert aus Europa zurück, als Herr Wilson schmählich Schiffbruch gelitten hatte, aber sie dachten gar nicht daran, gegen den Wahnsinn der Reparationen aufzutreten. Im Gegenteil, immer wieder waren es Amerikaner, die entscheidend dabei mitwirkten. Man braucht nur an den Dawesplan und an den Doungplan zu denken. Richt weniger als 132 Milliarden RM. bzw. 116 sollte das verarmte deutsche Volk danach aufbringen. W i e der Transfer dieser riesigen Summen vorgenommen werden sollte, darüber zerbrach man sich herzlich wenig den Kopf. Es brauchte Jahre, bis man endlich einsah, daß ein Volk letzten Endes nur mit den Erträgen seiner Arbeit zahlen kann. Und wenn diese Erkenntnis sich so langsam Kahn brach, so trifft die Schuld wiederum in der Hauptsache Amerika. Die ungeheure Kreditinfla- tion der Nachkriegszeit in Deutschland ging von Amerika aus. Rund 25 Milliarden RM. pumpte man in das verarmte Deutschland. Es gab ja gar keine bessere Kapitalsanlage. Denn während damals in der Schweiz Zinssätze von 1 v. H. für Auslandsgelder gezahlt wurden, bekam man in Deutschland 6, 7, 8 und noch mehr Prozent. Deutschland hat von diesen geborgten Geldern etwa 11 Milliarden RM. zur Bezahlung der Reparationen verwandt. Ms sich dann schließlich dieses System aus die Dauer als unhaltbar erwies, kam der große Zusam- 'MLNlbruch. Die überstürzte Zurückziehung der amerikanischen Kredite war die jcigentliche Ursache des Zusammenbruchs im Jahre 1930 nach der Scheinblüte der sogenannten Weltwirtschaft, die 1929 ihre Hochkonjunktur erreicht hatte. Damals sank der Bestand der Reichsbank von über 3 Milliarden RM. am 30. Juni 1930 aus 367 Millionen RM. am 30. Juni 1933. Die Konkurs- anträae schnellten von 1373 im Mai 1931 auf 1972 ihn Oktober 1931 heraus. Die hirnverbrannte Tribut p o li t i k war die eigentliche Ursache dafür, daß der Welthandel nach dem Weltkrieg zusammen- brach. Von 284 Milliarden RM. im Jahre 1929 sank der Wert des Welthandels auf 100 Milliarden RM. im Jahre 1933 und 96 Milliarden RM. im Jahre 1934 ab. Man wird kaum behaupten können, daß imagistische" Methoden die Ursache dafür gewesen seien, denn der Nationalsozialismus hat ja erst 1933 die Macht übernommen und hat in den ersten Jahren auf dem Gebiete des Außenhandels kaum etwas geändert. Nein, es waren die amerikani- ifchen Methoden, die zum Zusammenbruch sührten. Auch das Hoover-Moratorium hat nichts daran geändert. Und nach 1930, wie war es da? England entzog sich den Folgen des Zusammenbruches der Reparationspolitik dadurch, daß es den Goldstandard im September 1931 aufgab. So schaffte es sich gewaltige Preisvorteile für feine Ausfuhr. Die Vereinigten Staaten aber folgten der eng- ilifchen Währungsabwertuna, um sich auf diese Art die gleichen Vorteile zu schassen. Denn die Vereinigten Staaten waren zum größten Gläubiger- land der Welt emporgestiegen, zu dem Lande, in dem alles Gold der Welt zusammenströmte. Statt ‘aber die Konsequenzen daraus zu ziehen und eine 'P-assive Handelsbilanz hinzunehmen, richtete Amerika sein ganzes Streben nach wie vor auf die Er- Oetung größter Ausfuh rüberschüsse. Dieser Widersinn ist oft genug und von den verschiedensten Seiten als eine der Hauptursachen für den Abstieg des Welthandels gekennzeichnet worden. Selbst Herr Roosevelt müßte das wissen. Das neureiche Amerika wollte in seiner Gier immer mehu an sich raffen. Statt die Einfuhr zu erleichtern, umgab man sich mit einer Schutzzollmauer von derartiger Höhe, daß sie für viele Waren einfach pro« hibitiv wirkte. Die Hullsche Handelspolitik mit der starren Anwendung des Grundsatzes der Meistbegünstigung und der Diffamierung aller zweiseitigen Tauschabkommen trug das ihrige bej, eine Gesundung des Welthandels zu verhindern. Man macht gern Deutschland den Vorwurf, daß es den Anfang mit diesen zweiseitigen Handelsmethoden gemacht habe. Besonders rn den USA. gilt das als Glaubenssatz. Dabei könnte man auch dort sehr wohl wissen, daß das Lrste Verrechnungsabkommen nicht von Deutschland ausging, sondern ihm von den Nlederlan- den aufgezwungen wurde, die in erster Linie ihre Zinsen haben wollten. Da Deutschland diese nicht transferieren konnte, so beschlagnahmten die Hollander einfach einen Teil der Erlöse Deutschlands aus seiner Ausfuhr nach Holland, ohne Rücksicht darauf, daß Deutschland nun naturgemäß nicht mehr so viele holländische Waren kaufen konnte wie früher. Ebenso ist es mit den Kontingentierun- gen. Die ersten Einfuhrtontingente hat Frankreich eingeführt, nicht Deutschland. Amerika aber hetzte seit 1933 überall zum Boykott gegen Deutschland. Dies um so heftiger, je mehr sich im Laufe der Zeit zeigte, daß Deutschland aus den ihm auf- gezwungenen Methoden etwas völlig Neuartiges machte. Nun begann das Gekeife in der ganzen Welt über die angeblichen „nazistischen" Methoden, die den Welthandel ruinierten. Wie falsch und unberechtigt auch das ist, geht daraus hervor, daß Deutschland 1913 zwar 13,1 v. H. der gesamten Weltausfuhr bestritt, 1933 aber nur 10,2 v. H. und 1938 10,1 v. H. Dieses Deutschland, dem die amerikanischen Kriegshetzer nachsagen, daß es alle anderen Völker vom Weltmarkt zu verdrängen suche, hat also 1938 noch nicht einmal den Anteil an der Weltausfuhr erreicht, den es vor dem Weltkrieg besaß. Das find die Tatsachen. Herr Roosevelt und seine Leute können sie zwar verdrehen, aber nicht aus der Welt schaffen. Nicht Deutschland hat den Welthandel in ein Chaos verwandelt, sondern die englisch-jüdische Plutokratie, die bereit war, einen Weltkrieg vom Zaune zu brechen, um ihre Herrschaft über das Gold, die Rohstoffschätze und den Handel der ganzen Welt aufrechtzuerhalte. Das ist die wahre Ursache für die Zerrüttung des Welthandels. Wenn Herr Roosevelt meinen sollte, daß er berufen sei, diese imperialistische Weltwirtschaft der Plutokratie zu retten, dann wollen wir das nicht bestreiten. Wir wagen aber zu bestreiten, daß das amerikanische Volk ein Interesse daran haben kann, sein Blut zu vergießen, um den Geldsack fetter Juden, überheblicher Lords und habgieriger Wallstreet-Kapitalisten zu retten. Tagung des Führerkorps im Gau Hessen-Mau. Eine Vortragsveranstaltung des Gauleiters. NSG. Auf einer von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger einberufenen Tagung des Führerkorps der Partei im Gau Heffen- Naffau sprach Reichshauptstellenleiter Dr. Kurz vom Hauptamt für Technik Berlin über die politischen Auswirkungen technischen Fortschrittes. An Beispielen der gegenwärtigen Auseinandersetzung zwischen den Achsenmächten und England zeigte er die Zusammenhänge in den großen politischen Ent- wicklungslinien einerseits und der Technik als Gestalterin des Lebens andererseits in fesselnder Darlegung auf. Englands wichtigstes Machtmittel war bisher das Schiff, auf das sich seine ganze Politik stützte. Mit der Schaffung des modernen Flugzeuges waren sowohl das Transport- p'roblem als auch die Probleme der bewaffneten Auseinandersetzungen zu Raumaufgaben geworden. Heute ist das Meer nicht mehr die schützende Fläche um die Insel England. Es gibt kein Land in Europa, das derartig luftempfindlich ist wie England. In seiner Gliederung und in seinem industriel- len Aufbau, in der Führung seiner Transportwege und erst recht in der Anlage seiner Umschlagseinrichtungen hat es die Möglichkeiten von Angriffen aus dem Raum völlig außer Acht gelassen. Es kann heute seinen Einwohnern nicht einmal mehr die nackte Lebensmöglichkeit sichern, well der überwiegende Teil selbst des einfachsten Verbrauches über die See kommen muß, die aber jetzt nicht mehr vom physikalischen Gerät „Schiff" sondern vom physikalischen Kampfmittel „Flugzeug" beherrscht wird. Das Fundament, auf dem allein die englische Empire-Idee möglich war, ist durch eine technische Entwicklung und deren politische Folgen zusammen- vorzunehmen. Oie Lustverteidigung Syriens. Beirut, 20. Mai. (Europapreß.) Der französische Staatssekretär für die Luftfahrt, General B e r g e r et, ist auf dem Luftwege in Beirut eingetroffen. Er wurde bei seiner Landung von Oberkommissar General D e n tz und dem Kommandanten der französischen Luftstreitkräfte in der Levante Jannekeyn, sowie den Vertretern der Zivil- und Militärbehörden in Syrien empfangen. General Bergeret wird an Ort und Stelle nach den Direktiven der Regierung und in Verbindung mit dem Oberkommissar die Anwendung der Maßnahmen für die Luftverteidigung gegen die britischen Luftangriffe in der Levante prüfen. In Aleppo wurden am Montag Luftschutz- Übungen veranstaltet. Eine Anzahl von Hotels in dieser Stadt wurden requiriert Zwei englische Flugzeuge vom Muster Hurricane griffen am Dienstagvormittag die Anlagen des Flugplatzes M i z z e bei Damaskus mit Maschinengewehren an. Englische Umtriebe in Syrien. Beirut, 20. Mai. (Europapreß.) Die Bereim- gung „Arabische Nationalgarde" verteilt in Syrien Flugblätter, in denen die Schuld Englands an den Pranger gestellt wird. Darin wird England u. a. auch der Vorwurf gemacht, daß es bewußt durch feine Agenten Getreide und andere Lebensmittel gebrochen. Was immer die ackerbautreibenden und seßhaften Völker an Kulturen aufgebaut haben, wurde vom englischen Volk stets mißbraucht und zumeist zerstört. Wenn daher Deutschland heute mit seiner Luftwaffe überall dort zum Vernichtungsschlag antritt, wo es das britische Weltreich zu treffen vermag, so erfüllt es damit eine geschichtliche Mission. Für den verhinderten Staatssekretär Neumann (Reichswirtschaftsministerium) machte der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen Kretschmann Ausführungen über die Auskämmaktion in den Betrieben durch Kommissionen, in denen alle beteiligten Stellen vereinigt find. Während bisher eine bezirksweise Prüfung der einzelnen Unternehmen durchgeführt wurde, werden künfttg für die wichttgsten Berufsgruppen beruflich gegliederte Kommissionen gebildet, die über das ganze Landesarbeitsamtsgebiet ihre Arbeit erstrecken. Die erreichten Zahlen seien verhältnismäßig günstig. Präsident Kretschmann richtete an die Betriebsführer den Appell, bei Bedarf an Spitzenkräften in erster Linie den eigenen Betrieb selbst durchzukämmen sowie ihre 'Betriebsorganisation ständig nachzuprüfen. Der Gaubeauftragte für «Kohlenfragen, Dr. Wagner, berichtete über den Stand der Kcchlen- befchafftmg und erörterte die Probleme, die sowohl auf dem Gebiete des Transportwesens als auch der Förderung durch den Krieg aufgetreten fvrtb. Er schilderte im besonderen die Maßnahmen zur Sicherstellung der industriellen Kohlenversorgung und wies bei Behandlung des Hausbrandproblems auf, die dringende Notwendigkeit hin, weitere Einsparungen habe auf kaufen lassen, um die Schwierigkeiten in Syrien ms Unermeßliche zu steigern. Frankreich durchschaut Englands Spiel in Syrien. V i ch y , 20. Mai. (Europapreß.) Die Tatsache, daß englische Flugzeuge über den syrischen Städten Flugblätter abgeworfen haben, in denen die syrische Bevölkerung aufgefordert wurde, sich der de-Gaulle-Bewegung anzuschliehen, hat in der Form eines von den Morgenblättern veröffentlichten französischen Kommentars eine sofortige Antwort gefunden. Darin heißt es u. a., man habe jetzt den Beweis dafür, daß eines der Ziele der englischen Politik darin bestehe, Syrien vom französischen Mutterlande abzutrennen. England sei es auch gewesen, das versucht habe, den größten Teil des französischen Kolonialreiches von Frankreich abspenstig zu machen. Falsche Nachrichten und bedeutende Geldmittel seien für diese Versuche eingesetzt worden, die neben gewissen Erfolgen auch zu glatten Mißerfolgen in anderen Gebieten, wie in Kamerun, Dschibuti und Dakar, geführt hätten. Frankreich betrache es als eine Ehre, dort energisch Widerstand geleistet zu haben. wo es ihm möglich gewesen sei. Aber jetzt sei |lu? Frankreich zweifellos die Stunde gekommen, sich besonders in Afrika wieder in den restlosen Besitz seines Imperiums zu setzen. Ein Punkt müsse besonders geklärt werden, nämlich der, daß das Problem der de-Gaulle-Bewegung eine An« gelegenheit fei, die ausschließlich zwischen Frankreich und dem Abtrünnigen zu behandeln sei. Frankreich könne es nicht gestatten, daß eine ausländische Macht sich dazwischenstelle, um es daran zu hindern. Um nur vom Tschad-Gebiet oder Gabun oder allgemein von ganz Aequatorialafrika zu sprechen, so handele es sich dabei um Provinzen des französi* sehen Imperiums, über die d i e französische Souveränität in vollem Maße wieder h e r g e st e l l t werden müsse. Schließung aller britischen Konsulate. Vichy, 21. Mai. (Europapreß.) In einem amtlichen Kommunique wird die Schließung aller britischen Konsulate in Syrien mit- geteilt. Zur Begründung dieser Maßnahme wird ausgesührt, daß sich die französische Regierung auf Grund der wiederholten Bombardierungen syrischer Flugplätze durch die britische Luftwaffe entschlossen habe, jederweiteren Tätigkeit aller in der Levante befindlichen britischen Konsulate e i xt Ende zu machen. Von diesem Entschluß wurden sämtliche im Levante-Gebiet und in Syrien befindlichen britischen Staatsangehörigen am 19. Mai benachrichtigt. Die britischen Konstlln verlassen, wie aus der offiziellen französischen Mitteilung hervorgeht, das Levante-Gebiet mit ihrem Personal im Lause der nächsten Woche. Britische Truppenverstärkungen in Transjordanien. Beirut, 21. Mai. (Europapreß.) In einer Besprechung zwischen dem Emir Abdullah von Transjordanien und dem britischen Oberkommissar in Jerusalem wurde die Entsendung weiterer britischer Truppen nach Transjordanien beschlossen. Die Engländer ziehen ihre Streitkräfte in der Gegend von Nablus zusammen, wo sich Ueberfäüe größeren Stils ereignet haben. * Aus Ankara erfährt „Popolo di Roma", daß auf Abdullah ein Anschlag verübt worden ist. Emir Abdullah hat den beritischen Behörden den Führer der aufständischen Araber aus Palästina, Abu D o r r a ausgeliefert, der von den Engländern sofort hingerichtet worden ist. Oie Spannungen in Aegypten nehmen zu. Beirut, 21. Mai. (Europapreß.) Aus Kairs wird berichtet, daß die Verhaftungen in Aegypten andauern. Nicht weniger als 150 ägyptische Offiziere sollen sich bereits in britischer Hast befinden. In aller Oeffentlichkeit wird von der Wafd-Partei die Frage nach der Rechtmäßigkeit der britifchen Verhaftungen erörtert' und verneint. Die Spannung in Aegypten nimmt zu. In Beirut glaubt man, daß es unter Umständen dort zu größeren Unruhen kommen könnte. Oie deutsch-türkischen Beziehungen. Ankara, 20. Mai. (DNB.) In der Zeitung „Akscham" schreibt der Abgeordnete Sadak, daß die politische Linie der Türkei bedingt fei durch ihre eigenen nationalen Verteidigungsinteressen und durch den Wunsch, außerhalb des Krieges zu bleiben. Der rasche Verlauf des BalkanfeDzuges habe dieser türkischen Auffassung recht gegeben. Deutschland habe in 18 Monaten Kriegführung bewiesen, daß es nach einem neuen militärischen Plan handele, der den einzigen Zweck habe, England zu treffen. Die Beurteilung der türkischen Polittk durch den Führer sei ein Beweis für die realistische Den- kungsweise Deutschlands über die Türkei. Gewiffe ausländische Zeitungen hätten von deutschen Angriffszielen gesprochen, z. B. gegen die Meerengen. Diese Märchen seien jedoch anderswo enfftanden als in Berlin. Kleine politische Nachrichten. Auf Einladung des Reichsarbeitsministers Seldte besuchte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in Magdeburg die für den Wohnungs- und Siedlungsbau wichtigsten Stellen, das Franz-Seldte- Institut der Deutschen Akademie und das Gauheimstättenamt. Der Präsident der Deutschen Akademie für Bauforschung, Professor Dr. Stegemann, zeigte die Forschungsergebnisse des Instituts in MNaim lmPelZ. Boman von Elisabeth jjolt 63. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Was nachher noch gesprochen wurde, verstand Gerda nicht, sie sah nur, daß Alwine Pola mit ausgebreiteten Armen den Rückweg abschnitt. „Pola komm, wir fahren hinunter. Wir bestellen Champagner, zwei Flaschen, guten französischen Champagner, dann feiern wir einmal wieder wie in alten Zeiten, komm Pola!" „Geh voraus", verlangte die Luckner, „ich komme Mit Leiermann nach." Gerda horchte plötzlich auf. Hat das jetzt die Luckner gesagt? Hat dieses blecherne Gemurmel, diesen völlig stimmlos vorgebrachten Satz wirklich Pola Luckner gesprochen? Hören die andern das nicht? Und sehen sie nicht, wie müde, wie abgekämpft, wie fertig Pola ist? — Aus dem engen Seitenarm des Korridors kam ie'm Schrei, ein kurzer, jäh abbrechender Schrei — so unglaublich schrill und hoch wie der Ton, mit dem eine überspannte Geigensaite zerreißt, daß Gerda entsetzt zusammenfuhr. In diesem Augenblick fiel die Luckner um. Ohne einen Laut, beinahe ohne Bewegung brach sie in sich selber nieder, als hätte der spitze Schrei die Sehnen ihrer Kniegelenke durchschnitten, sie gab den Ausblick frei auf die offene Gittertür vor dem leeren Liftschacht, an der wie ein aufgebäumtes, sprungbereites Tier Alwines dunkler Zobel hing. Alwine selber war weg. Sie lag vier und ein halbes Stockwerk tiefer auf dem Dach des Fahrstuhls und nahm mit einem langen Atemzug, der zu keinem rechten Ende mehr gedieh, von dieser Welt Abschied.--- Um drei Uhr nachts klopften sie an Gredlers Zimmertür. Der Pianist ftiea langsam und schlaftrunken die Treppe hinunter (er ging zu Fuß, denn der Lift war nach der Katastrophe sofort gesperrt worden), um in der Hotelkanzlei alles zu bestätigen, was Dr. Kempf und Kammersänger Kleisel schon vorher übereinstimmend ausgesagt hatten. Es war AN Unfall, Frau von Pachoven, infolge ihres ^ep ^Fortsetzung folgte Kommissar Schweiger ergrimmte. Das sei schlechterdings unmöglich! Nur drei oder vier Kriminalbeamte des inneren Dienstes wüßten davon, daß die Untersuchung eine gewisse überseeische Spur verfolge. Der Polizeirat lenkte ein — wozu sich noch streiten? Er redete von etwas anderem. „Was war denn da neulich mit der Luckner los? Vor ein paar Monaten hat irgend etwas in der Zeitung gestanden — ich hab's vergessen — sie hat in der Schweiz einen Unfall,gehabt, ober so etwas. Erinnern Sie sich?" Schweiger erinnerte sich. Nein, nicht die Luckner hatte den Unfall erlitten, sondern ihre beste Freundin, die Witwe des Hamburger Großindustriellen Pachoven. Die war sozusagen vor Polas Augen in einen Liftschacht gestürzt. Der andere blätterte im Akt nach rückwärts. „Da schau her! Wir haben ja sogar ein Protokoll mit ihr ausgenommen! Sie war an diesem Abend, als die Luckner ihren echten Schmuck zuletzt getragen hat, auch unter den Gästen? Enorm reich — was?" „Natürlich, das Motorenwerk Kempf-Pachoven sei ein gewaltiges Unternehmen." „So, so", sagte der Polizeirat zerstreut. „Wem gehört das Werk eigentlich?" Er hörte, daß offiziell Dr. Clemens Kempf dafür zeichne. Angeblich besitze er 75 vom Hundert der Aktien. Aber wie sich das mit der Pachoven verhielt, das wußte Schweiger nicht. Jedenfalls tauchte unmittelbar nach dem Unglücksfall eine gierige Verwandtenschar auf, die nichts Eiligeres zu tun hatte, als allen erreichbaren Besitz der Verstorbenen — ihren großartigen Schmuck, die berühmte Miniatu- renfammlung, die Pelze, Möbel, Teppiche — kurzum, alles zu verauktionieren. „Haben Sie es nicht in der Zeitung gelesen?" erfunbyte sich ber Kommissar. „Die Luckner ist ja wegen dieser Versteigerung extra nach Hamburg gefahren, — sie soll da einen Zobelmantel aus dem Nachlaß gekauft haben." brochenen Lorgnons beinahe blind, glaubte den Fahrstuhl wegen der aufstehenden Gittertür noch oben und trat durch die offene Tür in den spiegelnden leeren Schacht hinaus. Denn, leider, hatte inzwischen einer den Fahrstuhl wieder nach abwärts geholt, und weil die Tür im vierten Stock nicht mehr richttg funktionierte, war dies auch möglich gewesen, obwohl sie nicht ordnungsgemäß geschlossen war. Gredler deutete durch ausdrucksvolles Verstummen und eine ergebungsvolle Geste an, daß die bedauernswerte Frau einzig und allein als Opfer ihrer Kurzsichtigkeit zugrunde gegangen mar. Die Aussage Fritz Gredlers schloß das Protokoll über die Ursache des Unfalls ab. Behördlicherseits" wurde die Leiche zur Beerdigung freigegeben. 11. Kapitel. Der Sommer war vorüber, es war September geworden, und eine klare Herbstsonne schien in das Büro auf der Polizei. „Schweiger", sagte Polizeiral Mühsam zu dem Kommissar, „Schweiger, ist in der Sache Luckner gar nichts mehr erhoben worden?" Der andere suchte die Protokolle über den Fall zusammen. Nein, da war nichts Neues. Man hatte alles in allem einundzwanzig Personen vernommen, die Photos von vier ober fünf Männern, bei benen eine entfernte Möglichkeit ber Täterschaft bestand, an die Polizeidirektion Neuyork City geschickt und — sehr vorsichtig gefaßt — negativen Bescheid bekommen. Denn die Neuyorker Polizei hatte selber kein Bild Peter Schiffs und war sich ihrer Sache also durchaus nicht sicher. Der Polizeirat nahm den Akt, er las die letzten Blätter, und der Mißerfolg juckte wie eine alte Brandblase. „Wissen Sie, was ich mir schon gedacht habe?" bemerkte er plötzlich aus tiefen Gedanken heraus. „Mir ist eingefallen, ob unser Verdacht nicht vielleicht verraten worden ist." „Welcher Verdacht?" fragte der andere konsterniert. „Ich meine — na also, Schweiger, wir haben doch von allem Anfang an nach einem bestimmten Mann gesucht. Nach dem Amerikaner. Halten Sie es für möglich, daß der Kerl davon Wind gekriegt hat und jetzt vorsichtig im Hintergrund bleibt Dieses Mal hatte man einen anstrengenden Sommer hinter sich im Hau e Luckner. Pola war die ganze Zeit über von einer gesteigerten Lebendigkeit, die ihre Umgebung — wahrscheinlich auch sie fel= .her — zutiefst erschöpfte. Zweimol sang sie in Salz-, bürg. So gut wie schon lange nicht mehr. Dann war sie zehn Tage lang mit Birinsky in Karlsbad, ließ den Baron aber schließlich allein und ging für eine Woche zu Dr. Kempf in die Steiermark. Gerda begleitete sie. Kempf besaß da in einer abseitigen Gegend des Murtales, bei Mötsch, ein Jagdhaus, wo er ständig Gäste hatte. Dort hat sich Pola weit besser unterhalten als in Karlsbad. Jetzt im Herbst ist sie wieder in Wien, auch ihre" Getreuen treffen so allmählich wieder ein. Professor Brix hat auf seinem kleinen Besitz am Traunsee sechs friedliche Wochen angelnd und nichtstuend verbracht. Er ist frisch und gebräunt und macht seinen ersten Besuch im Hause Luckner. In der Halle trifft er Fritz Gredler, den er gleich mit der Frage überfällt: „Wie ist Pola?" „Sie dürften Sie etwas verändert finden seit dem Frühfornrner", sagte Gredler vorsichtig, „sie wechselt wieder einmal die Haut." „Ungenießbar?" „Nicht einmal das, Pola ist jetzt sehr fleißig — sehr konzentriert — sehr hart — ganz auf sich selbst eingestellt, wissen Sie." lieber Gredlers brünettes Gesicht huscht ein Grinsen. „Es kommen keine anonymen Blumengaben mehr, die schöne Frau vermeidet die geheimnisvollen Ausgänge, und irgendwo sitzt ein Liebhaber und kommt sich geprellt vor." Brix war erleichtert. Wenn er etwas haßte, so waren es Polas „Seitensprünge". „Wer war's eigentlich? Ich nehm- an, Ihr seid schließlich drauf- gekommen." „Nein", sagte Gredler, „man ist nicht daraufgekommen, niemand ist drausgekommen. Der Mann, der ein paar Monate lang Polas Gleichgewicht erschütterte, hielt sich konsequent im Dunkel. Entweder ist er sehr diskret ober reich verheiratet." Dann erzählte er, Birinsky lebe gerade jetzt in einer selten großzügigen Zeit, er habe feiner Freun- bin ein großes Armband geschenkt und allerhand Rechnungen bezahlt — ber Korrepetitor unterbrach sich, weil ihm etwas Bemerkenswertes einfiA „Wissen Sie schon, Professor, Pola hat den Zobelmantel der Pachoven gekauft?" Brix wußte es nicht — nie kümmerte er sich um solche Dinge. fest. f Bezugscheine er- "inb dagegen nach Of.trf-, hmmnr. im runb 1,6 Millionen g e 700 und der Verdunkeluugszeit 21. Mai von 21.20 bis 5.18 Uhr. Nach einer englischen Blättermeldung sind Anhänger der Mosley-Partei verhaftet h einem Konzentrationslager bei Peel .auf Man interniert worden. , daß aus ist. Emir 'n Führer ia, Abu mdern so- ichten. :ers Seldte Ley in und Sied- anz^eldte. das Gan- lschen Ala- 5tegenuinn, nstituts in ist bezugsbeschränkt uni) nur auf hättlich. Fertige Scheuertücher sind ~ wie vor nicht bezugsbeschränkt. Auch Strumvf- gamaschen sind nicht bezugsbeschränkt. einer Le. iah von kommissar rrer briti. offen. Die r Tegenü größeren us Kairo. Aegypten Iptifche itischer wird von Recht- n erörtert en nimmt r Urnstän- önnie. mgen. r Zeitung r, daß die durch chre ssen und Krieges mseldzuges t gegeben, ihrung be. schen Plan England zu ilitik durch tische Den- i. Gewisse ischen An> Neerengen. standen als 7!GG. „Kraft durch Freude" Georg Friedrich Händel: „Oer Feldherr-'. Alle .Arzneimittel tragen auf ihrer Packung das »Ztapefc«-Kreuz. Es ist ein Sinnbild erfolgreicher, wissenschaftlicher Arbeit und jahrzehntelanger Erfahrung. Das »SayM«-Kreuz ist das Zeichen BAYERj des Vertrauens. < E J XJR V a ein 0^* lumengA .iinMso-U bhaber s *j: Oer chlich icht darauf' 'Z-rE * 'ti $.9 Aus der Stadt (Stehen. Mutters kleine Helfer im Haushalt. Kleine Helfer stehen jeder Mutter in ihren ändern zur Verfügung. Es ist nötig, die heranwachenden Kinder gerade jetzt im Kriege an den häuslichen Pflichten und Arbeiten teilnehmen zu lassen. Denn gerade an den täglichen kleinen Aufgaben und selbstübernommenen Pflichten bildet sich das Verständnis für die Notwendigkeit des gewissenhaf. ten Einsatzes für eine Gemeinschaft. Es muß der Mutter gelingen, Freude und Stolz in den Kindern zu wecken, daß sie schon mithelfen können. So wie sich jede Hausfrau morgens für ihren Arbeitstag einen Plan zurechtlegt, so sollte sie auch die Arbeit der Kinder im Haushalt möglichst genau zeitlich festsetzen. Jedes Kiita weiß dann genau, welche Zeit ihm zum Svielen zur Verfügung steht, und es richtet sich in seinen Plänen und Verabredungen mit den Spielkameraden danach. Tischdecken, Abräumen, Abwaschen, Abtrocknen, Gemüseputzen, Staubwischen, Einkäufen sind einige Arbeiten, die je nach dem Alter der Kinder selbständig von ihnen ausgeführt werden können. Wich- tig ist dabei, daß man den Kindern die volle Verantwortung für die einmal übernommenen Pflich- 5(uf der Seite der Frauen beträgt der Ge° tzinn feit Kriegsausbruch nur rund 300 000 Kräfte, lies erklärt sich aus der bewußten Zurückhaltung l|tr politischen Führung gegenüber einer stärkeren Ijsranziehung der Frau zur Berufsarbeit in» Kriege, tiefe Haltung gegenüber der Frauenarbeit war nur Mglich, weil der siegreiche Verlauf des Krieges Irtt seinen geringen Opfern an Menschen und Mate- ' ul die restlose Bereitstellung aller verfügbaren irauenreserven noch nicht erfordert. Wenn in die- J m Wochen nunmehr einer weiteren Vermarkung der Frauenarbeit das Wort ge- ! niet wird, so ist dafür der verstärkt ein- s tzende End kämpf gegen England be- ' srinmend. Wir brauchen dazu eine Kriegswirtschaft, Ke ein Optimum an Leistung vollbringt^ $är Zeit sind 1,3 Millionen Kriegsgefangene i- der deutschen Volkswirtschaft beschäftigt; bie h)hen Kriegsgefangenenzahlen auf dem Kriegsschauplatz im Südosten lassen eine weitere Verstärkung dieses Einsatzes erhoffen, dessen Hauptanteil der Lindwirtschaft zukommen dürfte. jt Oberregierungsrat Dr. Stothfang über die Er- jtbniffe im Arbeitseinsatz. Danach ist unter Außer- thllassung der zur Wehrmacht einberufenen Artet- tr und Angestellten die Zahl der beschäftigten Jünnlichen Arbeitskräfte seit Ausbruch des Krieges stiege n. Diese ische Kriegswirt- ten wirklich überläßt und sie auch — wenn es nötig sein sollte — die Folgen einer nachlässigen Pflicht- ausübung selbst tragen läßt. Hat ein Kind zum Beispiel übernommen, stets dafür zu sorgen, daß genügend Brot im Hause ist, und es vergißt einmal den regelmäßigen Gang zum Bäcker, so sollte die Mutter ruhig die Mahlzeit herankommen lassen und alles weitere der Selbsterziehung der Kinder untereinander überlasten. Ein zweites Mal wird das Kind nicht schuld daran sein wollen, daß durch die verspätete Mahlzeit der Tageslauf der ganzen Familie in Unordnung gerät. Es kann auch nichts schaden, die Kinder untereinander zum Wetteifern anzuregen und den angeborenen Spieltrieb mit einzusetzen. Wer ist zuerst fertig mit seiner Schüssel voll Obst, das entsteint werden muß? Ob ihr wohl auch in einer haloen Stunde die Küche in Ordnung habt wie die Geschwister, die letzte Woche das Amt innehatten? Die Ritterlichkeit des Zungen gegenüber seinen Schwestern kann nicht früh genug geweckt werden. Die Arbeit, die die Mutter für die Familie leistet, ist für keinen Jungen zu schlecht. Auch wird jeder Junge sorgsamer in der Behandlung seiner Kleidungsstücke fein, wenn er selbst seine und seiner Brüder Anzüge einmal hat ausbürsten müssen ober beim Auswringen ober Aushängen der Wäsche mit- geholfen hat. Auch die kleinen, noch nicht schulpflichtigen Kin- ber kann bie Mutter so erziehen, daß sie wenige Mühe im Haushalt verursachen und sogar schon kleine Handlangerdienste tun können. Welches Kind hilft der Mutter nicht gern beim Aufräumen, wenn die Schulkinder morgens aus dem Haus sind! Daß jedes der Heinen und größeren Kinder in feinen Spielsachen und Schubladen peinlichste Ordnung hält, sollte auch aus erzieherischen Gründen selbstverständlich sein. Sornofigew. Tageskalender für Mittwoch. Oeffentlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal 34 der Universität Vortrag von Professor Dr Vollrath über „Houston Stewart Chamberlain und die deutsche Goetheforschung". — Stadttheater: 19.30 bis 21.30 Uhr „Wandlungen der Liebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ohm Kru- ger". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bali". Sladtthealer Gießen. Am heutigen Mittwoch wird das Schauspiel .Wandlungen der Liebe" von Paul v. d. Hurk wie- derholt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Hilde Heinrich, Luise Prasser; Joachim Ernst, Raoul Laporte. 31. Mitt- woch-Miete. (Letzte Mietvorstellung dieses Stuckes.) Sprechstunde des Krersleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 22. 5., von 15 bis 17 Uhr in G i e ß e n statt. Wechsel drei Führers des Betriebes anzeige-flichtig. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat unter dem 13. Mai 1941 eine Anordnung über bie Anzeigepflicht beim Wechsel des Führers des Betriebes erlassen. Wechseln Betriebe der privaten Wirtschaft im Wirtschaftsgebiet Hessen ben Führer des Betriebes ober den stellvertretenden Führer bes Betriebes, so haben sie bem Reichstreuhänber ber Arbeit den Namen, das Geburtsdatum und bie Anschrift des neuen Führers des Betriebes ober bes neuen stellvertretenben Führers des Betriebes unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Oer Wällermütter Ehrentag. Der Westerwald-Verein e. V., Zweigverein Gießen, veranstaltete am vorigen Sonntag anläßlich des Muttertages ein Familientreffen der Wällermütter (Westerwälder Mütter) im Saalbau Liebigstraße. Neben frischem Grün und Blumenschmuck rotes die Besucher ein Transparent mit der Aufschrift „Der Wällermütter Ehrentag" auf die besondere Bedeutung der Veranstaltung hin. Nach einer musikalischen Einleitung und einem von Anneliese Eidmann vorgetragenen sinnreichen Norspruch begrüßte der Dereinsführer Py. Gg M a be r die zahlreich erschienenen Mütter mit herzlichen Worten und erinnerte dabei an den tiefen ideellen Gehalt des Muttertages, gleichzeitig und vor allem gedachte er des Führers und unserer ster Begeisterung getragen und scharf profiliert in der Kontur ihrer Lime. Die Rezitatroe prägte er mit dramatischen Akzenten. Dem Tatmenschen im Feldherrn steht als Er- mahner und Träger der Besinnlichkeit ber Seher gegenüber. Mit wuchtigem, fülligen Klang verlieh Gustav Bley den Rezitativen und damit seinen Mahnrufen gewichtigen Nachdruck. Zumal in der Arie „Auf tapfere Schar" breitete er sich mit klanglicher Kraft aus: er ließ seine Aufgabe gipfeln in dem freudig erregten „frohlocket und jauchzet", bas in den Schlußchor mündet. Den beiden Frauenstimmen sind in diesem Werk die verinnerlichten Gefühlsregungen Vorbehalten. Diese Ruhepunkte inmitten des Geschehens fanden in den Duetten ihre Verklärung, so in dem schick- salsbe schweren Trauergesang des ersten Aktes wie in dem „Komm, süße Freiheit" mit der feinen Anschmiegsamkeit beider Stimmen in der thematischen Verwebung. Wohlklang durchzog das anmutig zarte Friedensduett. Heilwig R o l o f f (Berlin) trat darüber hinaus mit weichen Tönen und ausgeglichener Figurierung in ber Harfenarie hervor. Mit schönem stimmlichen Wohllaut und bannender inbrünstiger Kraft des Ausdrucks gestaltete Erna Stoll (Frankfurt) die Arie „Vater des Alls". Die Generalbaßstimme versah am Klavier Eberhard Delp mit feiner Anpassungsfähigkeit und schlagfertigem Mit- gehen. Das Orchester folgte dem Willen des Dirigenten sowohl in dem Ausdeuten des Tonmalerifchen rote in der Fülle des prunkhaften Glanzes, als dessen Träger die Bläser besonders hervortraten. Reicher Beifall dankte herzlich dem Bemühen um bas große Werk und seinem Gelingen. Dr. Hermann Hering. ?e”. K floß k w W. *5$ rch Wil °"°d-rs 'sulch. ! amt. i Vfcunq; ine» mit.! toirb 1 auf ! W*ld)er i w [er tn ber i' ?te ein!! ö winden i "beend' JDlai bt. Mn, tnie § hervor. '>°nal im Verbesserungen in der Krankenversicherung. Zur Förderung des Arbeitseinsatzes hat der )»chsawettsminister die Träger der Krankenver- jiherimg angewiesen, große Leistungsverbesserungen wrzunehmen. Die bisherigen sogenannten Aus- sirAerungsvorschriften fallen weg. Ein Versicherter «hält ärztliche Behandlung sowie Arznei und klei- ntre Heilmittel ohne zeitliche Begrenzung, Kranken- 5<[b wird bei Arbeitsunfähigkeit bis zu 26 Wochen Pwöhrt. Di« Krankenkasse kann aber die Dauer bis ns ein Jahr erweitern. Die Kassen sind außerdem ermächtigt, zur Wiederherstellung der Arbeitselnsatz- Achigteit Krankengeld im Einzelfall weiter zu zah- lei, wenn dies nach ärztlichen Gutachten zweckmäßig erscheint. Für Arzneien, die im Zusammen- )tng mit einer anzeigepflichtigen übertragbaren Rankheit verordnet werden, entfällt die Arznei- lo'tengsbühr. Wie der Versicherte, so erhallen auch jene berechtigten Familienangehörigen freie är;t- üge Behandlung ohne zeitliche Begrenzung. Die Wartezeiten in der Familienkrankenpslege fallen B?-g. Die Arznei kosten werden bei Familienange- hkrtgen, wenn es sich um eine anzeigepflichtige über« tilgbare Krankheit handelt, von den Krankenkassen hu übernommen. Bei den übrigen Arzneien und ilrtneren Heilmitteln kann die Krankenkasse die Ersten bis zu 80 v. H. zahlen._______ Hr. Dann i Karlsbad, ib ging ftr iart. SeA • abseitigen Jagdhaus- Pola wen i, auch ihre 1. । Besitz sun und nichts »raunt und lkuer- en er 1R „sie weW jisätzlichen Kräfte, die für die deut! Haft mobilisiert worden sind, verteilen sich im ßefentlichen auf vier Gruppen. Zu ihnen gehören le Kräfte, die sich schon zur Ruhe gesetzt hatten, i 6)er wieder in das Erwerbsleben zurückgekehrt sind, iL|nb diejenigen, die unter normalen DerhÄtnissen us Altersgründen aus dem Erwerbsleben ausge- Igieben wären, aber jetzt tätig geblieben sind. Wei- jKt Arbettskräfte sind aus ben reichsdeutschen und kSÜSdeutschen Rückwanderern gewonnen worden. I ße vierte Gruppe stellt die ausländischen Arbeits- I häfte dar, deren Zahl etwa rund 1,5 MMionen Das Heilige Feuer, das Symbol der geistigen finigfeit des bulgarischen Volkes, das in der ehe- raligen bulgarischen Hauptstadt Preslav entzündet -"Li—c wurde, ist von einer Sportmann- shast nach Sofia gebracht worden, wo es der König er wird mit der Seife V-Doot gespielt. Das ist eine spannende Sache, besonders, wenn das U-Boot sich langsam auf den Grund des Meere» senkt, während der Panzerkreuzer darüber fährt. — Haben Sie schon beob* achtet, wie gern Kinder mit Seife spielen? Was sie alles damit anfangen? Legen Sie die Seife an Kinderwasch» decken niemals lose hin; hängen Sie sie an einem Bindfaden auf, bann ist jeder unnötige Verbrauch vermieden. Haben Sie schon mal versucht, Öl- oder Teerflecke mit Seife von den Händen wegzuwaschen. Warum geht es so schwer? Warum mutz man so unheimlich lange reiben, und warum bringt auch der üppigste Schaum Öl und Teer nur langsam weg? Es gibt ein viel einfacheres und spezielles Mittel für die Lösung von öl, Teer und Fett- schmutz! Nehmen Sie ein gutes, feingemahlene» Scheuerpuloer — evtl, ein wenig Seife dazu — und schon schwindet der Schmutz wie von selbst. Öl-, Teer- und Fetthände mit Seife waschen ist falsch. Don der Seisenmenge, die Zimmer-Wohnung nebst Zubehör. Offerten an L. 16 postlagerndStadt- Paif'ihneae 'Poll Gießen, Marktstraße 28 Sie dazu brauchen, kann man sich fünfmal das Gesicht waschen. Und wenn Sie mitunter sehen, wke Fran Schulze Fußböden, Fensterrahmen usw. säubert! Sie meint, bas ginge ohne Seife nicht, weil sie es von früher her so gewohnt iff. Nein, für solche Fwecke nimmt man am besten eine gebrauchte Waschlauge. Auf keinen Fall soll man nach dem Waschen die Waschlauge wegtun. Sie gießen damit «in wertvolles Hilfsmittel in den Ausguß. Zum Scheuern und Schrubben von Fußböden, Treppen und Fluren leistet sie immer noch gute Dienste. Seife und Waschpulver können Sis aber auch noch bei vielen anderen Gelegenheiten sparen. Wie kommt es zum Beispiel, baß auch Frauen beim Wäsche- HÜTE DICH die Motten kommen Kalholisdie Gemeinde An Christi Himmelfahrt ist Gottesdienst 2303 d nur um 6 und 7 Uhr. gesucht für leichte sitzende Beschäftigung CAFE WIEN, GIESSEN MITTWOCH, 21. MAI, UND DONNERSTAG, 22. MAI Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Hollmann-Werke, Wetzlar 2285 D Gestern abend um yz7 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine liebe Frau, Unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau Katharine Sack, geb. 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Der St. P. in Lich hatte einen Strafbefehl über 60,— RM. erhalten, gegen den er Einspruch em- legte. Der Angeklagte war in Gießen mit einem Lastkraftwagen von der Kirchstraße kommend nach dem Marktplatz zu gefahren. Zur selben Zeit war ein Motorradfahrer vom Marktplatz hergekommen. An der Ecke Kirchenplatz/Marktplatz waren beide zufammengestoßen, wobei der Motorradfahrer schwer verletzt worden war. In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Gießen am 26. November v. I. war der Angeklagte freigesprochen worden. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. In der Berufungsverhandlung führte der Sach- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Wilhelm Watz Zimmermeister 31. Mittwoch-Miete) 19.30 bis 21.80 Uhr Zum letzten Male als MietvorsteW! Wandlungen der liebt Schauspiel von v. d. Hurk. Preise von RM 0.60 bis 8.10 In tiefer Trauer: Anneliese Koch, geb. v. Grolman Kurt Koch, Dr. med., Frauenarzt Hedwig v. Herff Max v. Herff geb. v. Grolman Oberst u. Regiments-Kommandeur, z. Z. Im Felde Ernstludwlg v. Grolman, Major I. d. FUhrerreserve des 0. K. H. und 6 Enkel. Gießen, Berlin-Zehlendorf, Wünsdorf, den 21. Mai 1941. Die Feuerbestattung hat in aller Stille stattgefunden. ___________2301 D Die große Modenschau Sommer 1941 Schönes Modeschaffen und interessante Anregungen Modellvorführungen durch Kölner Vorführdamen 100 Modelle: Bunte Beyer-Schnitte, Kühler-Kleider Mit Imprägnol behandelte Modelle. ROGO-Strümpfe * Ansage: Erna Monien — Leitung: J. M. Ewald Langen, Lev.-Schlebusch 3 bei Köln Keine Ursprungszeugnisse, 1 andern nur Zeugnis, abschriften dem Bs werbungsichreiben beilegen! — Lichtbilder nndBewerbungsunter- lagen müllen zur Beo Meldung von Berlnsten auf der Rücklette Na- men und Anschrift des Bewerbers tragen! Heuchelheim, Gießen, den 21. Mai 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. Mai, nachmittags um 5 Uhr. vom Sterbehause Bachstraße 45 aus statt. 2304D sich überzeugen müssen, ob die Fahrbahn frei sei. Es hätte zur selben Zeit auch die Straßenbahn an dieser Stelle fahren können, und der Motorradfahrer wäre gezwungen gewesen, die linke Straßenseite zu benutzen. Wenn der Angeklagte richtig, an dieser Stelle langsamer gefahren wäre, dann hätte er seinen Wagen besser in der Gewalt gehabt. Der Anklagevertreter beantragte Verurteilung des Angeklagten zu einer Geldstrafe von 60,— RM. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde ausgehoben und der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 60,— RM. verurteilt. «iliiiiilllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllli Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Nam-freund« und Vogel iebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der D gelwe t der - eutschen Nordseeküfte Von (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmtjec« Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde lUlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllUIUIII gen Charakter hatten. , Der U eher schuß der Betriebe nahm aus 36,06 Millionen RM. zu, Beteiligungen erbrachten 0,121, Zinsen und dergl. 0,55, ao. Erträge 0,70, ao. Zuwendungen 0,15 Millionen RM., anderseits erforderten Löhne und Gehälter 21,07, soziale Aufwendungen 2,12, Steuern und Abgaben insgesamt 7,84, Berufsvertretungsbeiträge 0,12, sonstige Aufwendungen einschl. freiwillige soziale Leistungen und Spenden 1,37 Millionen RM. Nach 3 499 272 RM. seiner Verdienste um Handel und Gewerbe - - „Gewerberat" verliehen. Adolf Lony als geborener Gießener erinnert sich noch gerne seiner Geburtsheimatstadt Gießen, in der eine Straße zu Ehren seines Vaters den Namen „Lonyftraße tragt. Wegen seiner treuen deutschen Gesinnung wurde Herr Lony in der Zeit der französischen Besatzung im Rheinland und lm Saargebiet nach dem Weltkriege mit seiner ganzen Familie von den französischen Machthabern ausgewiesen und sein @e= schäft auf Jahre stillgelegt. Dadurch hat er sich allerdings in seiner Treue zum deutschen Volkstum nicht im geringsten wankend Machen lassen. Des Jubilars werden sicherlich die in Gießen noch lebenden Schulkameraden und Jugendfreunde gerne sucht tüchtige Kraft für Buchhaltung. Schrift!. Angebote unt. 2300D an den Gieß Anzeiger erbet. ist notwendig. Oft aber beobachtet man dabei zu häufigen U oder zu dünnen Stuhl. In tolchen Fällen tollte man da« Gemüse zusufnrnen mit „Ku fehe" geben. Der Stuhl bleibt dann geregelt. Bekanntmachung. Veit.: Musterung der Dienstpflichtigen des Geburfs- jahrganges 1923. * Die Dienstpflichtigen des Geburtsjahrganges 1923, die im Stadtkreis Gießen wohnhaft oder aufenthäll lich sind, und eine Aufforderung zur Gestellung zuk Musterung nicht erhalten haben, haben sich unaufgefordert in der Zeit vom 26.2Rai 1941 bis 29. Mai 1941, um 7% Uhr vormittags, im Restaurant „Amt Burghof, Burggraben 9, zur Musterung zu stellen. Auch diejenigen Dienstpflichtigen, die bereits ihrer Arbeitsdienstpflicht genügt haben und nicht im Besitz eines Annahmescheines für die Wehrmacht sind, haben sich zu melden. 2299V Nicht zu erscheinen brauchen diejenigen Dienst« pflichtigen, die bereits im Besitze eines Annahme« fcheines sind oder sich zur Zeit im RAD. oder bei der Wehrmacht befinden. Bei Nichterscheinen erfolgt Bestrafung. Gießen, den 20. Mai 1941. Der Polizeidirektor. 3. 23.: Hellwege Emden. Anfragen an: Vertreter Theo Tigges Frankfurt am Main Reuterweg 59 Telefon 46713 Nebenstelle 2297 V In nichtöffentlicher Sitzuna wurde gegen den L. E. in Butzbach wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen verhandelt. Der AngeÜagte wurde zu einer Gefängnis st rate von 6 Monaten, abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft, verurteilt. Buderussche Eisenwerke Wetzlar. Das Geschäftsjahr 1940 der AG. Buderussche Eisenwerke in Wetzlar brachte auf allen Erzeugungsgebieten neue und wechselnde Anforderungen, denen entsprochen werden konnte. Hierbei kamen die seit Jahren betriebene Werkstoff- und Betriebsforschung zugute. Der Gesamtumsatz hielt sich ungefähr aus Vorjahreshöhe. Die Ausfuhr wurde, soweit möglich, aufrechterhalten. Ein großer Teil der Eisenerzforde- rung ging an fremde Hütten. Aus- und Vorrichtungsarbeiten gingen im vorgesehenen Rahmen weiter, der technische Grubenausbau wurde weiter ver- v vollständig! mit dem besonderen Ziele der Erspar-1 bleibt einschl. nis von Arbeitskräften. Dis Hochofenwerks waren bis zur Grenze chrer Leistungsfähigkeit ausgenutzt. Anfang 1940 wurde das in den letzten 20 Jahren an Stahlwerke Röchling-Buderus verpachtete Stahlwerk wieder selbst übernommen. In einer erworbenen stillgelegten Gießerei wurde unter dem Namen Georgshütte ein Bearbeitungsbetrieb eingerichtet. Die Buderussche Handelsges. m. b. H. Wetzlar verzeichnete infolge Herstellungsbeschränkungen einen Umsatzrückgang im Vertretungsgeschäft, während das Handelsgeschäft sich auf Vorjahreshohe hielt Dividende wieder 5,5 v. H. — Die Breuer-Werke-GmbH. Frankfurt a. M.-Höchst erzielte bei voller Beschäftigung eine beträchtliche Umsatzsteigerung, sieht aber wieder von der Dividendenoerteilung ab und benutzt den Ertrag zur inneren Stärkung. — Die TriumHh- merte Herd- und Ofenfabriken GmbH. Wels (Ostmark) schüttet bei gleichem Umsatz wieder 5,5 v. H. Dividende aus. — Die Anlagen der Stahlwerke Röchling-Buderus AG. Wetzlar waren voll ausgenutzt. Auch hier wird der Gewinn wie in den Vorjahren den Betriebsmitteln zugeführt. Der Sozialbericht erwähnt die kriegsbedingten Veränderungen und beziffert die sozialen Aufwendungen mit insgesamt 4,70 (4,53) Millionen RM., wovon rund 0,85 (0,88) Millionen RM. freiwilli- von 1558 893 RM. Hieraus werden unverändert 51/0 v H Dividende auf 26 Millionen RM. KapM in SBorftfjlag «-bracht. 76 359 RM. dienen zur M. guna und Verzinsung von Genußrechten, 635 RM. werden der gesetzlichen Rücklage zur Aufrundum auf 3,50 Millionen RM. überwiesen, wonach 51 899 NM. Restgewinn zum Neuvortrag verbleiben. Fußball im Tv. Klein-Linden 1889. Kleln-Linden 1. Jgb. — Rödgen 1. 3gb. 7:0 (3:0). Der Sieg hätte für Klein-Linden noch höher aus. fallen können, wenn der Sturm nicht viel Schuß, pech gehabt hätte. Zur Ehre der Gäste sei hervoo gehoben, daß sie trotz körperlicher und technischer Unterlegenheit das Spiel in fairer Weise bis zum Ende durchkämpften, obwohl Aussicht auf Sieg nicht bestand. „ _ . _ . ,. .. Klein-Linden 2. 3gb. — Rödgen 2. 3gb. 3:1 (1:1). Die Gäste zeigten ein schönes Spiel, das sich bis zum Ende die Waage hielt. Nur zwei Zufallstreffern in der zweiten Halbzeit konnte Klein-Linden feinen Sieg verdanken. Klein-Linden Schüler — Rödgen Schüler 0:2 (0:1). Rödgen stellte eine fünfe, den Gastgebern tech. nifch überlegenere Mannschaft, die verdient gewann. Fußball in Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — Sp. Ober-Roßbach 1. Jgd. 4:0. Leihgestern 2.Jgd. — Tv. Großen-Linden 2. Jgd. 4:1. Am vergangenen Sonntag trug die 1. Jugend der Spielvereinigung Leihgestern gegen die gleiche von Ober-Roßbach ein Gesellschaftsspiel aus. Bei dem Sieger konnte die gesamte Mannschaft gefallen. Ober- Roßbach war keine vier Tore schlechter, konnte aber die gegnerische Hintermannschaft nicht überwinden. Vorher spielte die 2. Jugend gegen Großen-Linden 2. Jugend. Auch hier fonnfe die 2. Jugend einen ein. drucksvollen Sieg erringen. _________________ ihHilpM Bei Notscblachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlächterei Schilling fiiDöer- klWskWW zu verkaufen Hammstr. 2 I. | Empfehlungen | Haarnetze aus Haar, Hauben, Stirn, Dtzd.4.80 farbig, weiß und grau 7.20,Nachnahme Ueberbacher, Hofgastein. 2295D Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiger Werkmeister und Frau sucht Zimmer mit Küchenhenutzung Nähe des Flugplatz. od.Wteseck. Schriftl. Angeb. unter 01737 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote! 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