»tatst« j. 21. JmtuarWl London dM ous dos MEmm Seite Italiens. tim '1 Alters^ als Reich- 120 140 140 160 160 170 (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Mitte Januar 1941. i feftgekgt ni, bereit- ’ Meistch kampf je* nd finbef s wurden welkere f)dfen an l mit Bomben belegt. Fünf eigene Flugzeuge kehr- ten gestern vom Feindstug nicht zurück. iojer te , zu einem', ’n gemanrr 1110:6 M geführt <£r Ämedes ß 1 erlin, 20. Jan. (DNV.) Der Führer und ierDuce hatten gelegentlich einer Zusammenkunst „ Gegenwart der Außenminister der He f e eine eingehende Aussprache über die Lage, He im ©elfte bet herzlichen Freunden ft zwischen beiden Regierungschefs und der in|en Kampfverbundenheit zwischen dem Irschen und dem italienischen Volke verlief und Ho volle Uebereinstlmmung der beider- Wligen Auffassungen in allen Fragen ergab. Vtotzen ; Pfd. | 140 155 ' 140 160 160 : 160 Es ist niemals ratsam über Ereignisse im Orient iw'* HI. Jahrgang Nr.u | jrltiemt t ä g 11 et), außer Lohntags und feiertags SeiLanen: Die Illustrierte AiliienerFamilienblätter jx-mat unBild DieScholle S.'l-iats-Be^ugsvrei-s: Di! 4 Beilagen NM. 1.95 lEb^e Illustrierte 1.80 gutellgebütir... „ -.25 ■ ivo bei 'Jiiditerfcbeinen oui einzelnen Nummern inf-lße höherer Gewalt x insvrechanschlust 2251 Wpv l)tanschriit:„Anzeiger" Botfdberf 11 6brftrantf. M Zusammenkunft Führer—Duce. Eingehende Aussprache über die Lage ergab eine volle Llebereinstimmung der beiderseitigen Auffassungen in allen Fragen. Annahme von Anzeige» für die Miitagsnunnner bis 8'/. Uhr desBornnttags Anzetgen-Preise: Anzeigenteil 7 Not ie mm bei 22 mm Beilenbreite# Wertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Bcilenbreite Nachläße: Wiederholung Malstallel l Abschlüsse Mengenstabel 8 Plabvorschrifi ivorhertae Berelnbarnng) 25% mehr fliegt . ll,otny durchs uerst (öitjwi N -ll-r l !r ihiN h « fiegi ’ Wnd.; endlich, ■ ri*1 n9e U .bestimmt Dor der dritten Amtseinführung Roosevelts. Washington. 20. Ian. (GuropapreB.) Die Bundeshauptstadt stand bereits am Sonntag völlig im Banne der am Montag stattfindenden dritten Amtseinführung des Präsidenten Roosevelt. Der größte Teil der erwarteten 400 000 Zuschauer traf im Laufe des Tages in Washington ein. Sie Tribünen die die Paradestraße und das Weihe 5)au3 umsäumen, sind trotz der hohen Preise bis zu .zehn Dollar bereits seit Wochen ausverkauft Die Hotels sind überfüllt, und die Eisenbahngesellschaften ver-» S t o ck h o l m , 21. Ian. (Europapreß.) Die Nach, richten über die Angriffe der deutschen Luftwaffe im Mittelmeer liefern neue Beweise dafür, daß der Krieg in diesem Sektor in eine ganzlich neue Phase eingetreten ist. So lange wie möglich weigerte man sich in London, zu glauben daß»die Bedrohung im Mittelmeer durch die deutsche Luftwaffe ernsten Charakters sei. Heute sind alle Zweifel hierüber zerstreut. Englische Reqierungskreise machen kein Hehl daraus, daß die Lage e r nj ist. Unter den jetzigen Berhältnisien seien die britischen Schiffe westlich von Kreta gegen Lufi- anqrisfe auf ihre eigenen Berteidigungsmoglich- keiten angewiesen. Damit rolle sich das ganze Problem der Marine — und Luststrategie, von Flotten in engen Fahrwasiern auf. Die Luftkamp'e der kommenden Wochen im Mittelmeer wurden daher von historischem Interesse sein. Auch aus einem Bericht des Londoner Korrespondenten von „Nya Dagligt Allehanda geht deutlich hervor, daß der Einsatz deutscher Kampf- Iflieqer im Mittelmeerraum in England größte Sorge und Ueberraschung hervorge^en hat. Bon englischer militärischer Seit- werde erklärt, daß die britischen Streitkräfte im Mittelmeer jetzt in aller Eile eine neue Taktik entwickeln müßten, um den deutschen Kampffliegern begegnen zu können. Und dennoch halte man in London weitere Verluste für unausbleiblich. Man hoffe allerdings, daß durch die Anwendung einer neuen Taktik'die britischen Streitkräfte im Mittelmeer in eine günstige Lage versetzt werden konnten. Zwei britische K euzer im Kanal von S>z lien versenkt. Rom, 20. Ian. (Europapreß.) Weitere Feststellungen haben ergeben, daß nicht nur ein, sondern zwei englische Kreuzer beim Kampf im Kanal von Sizilien getroffen und Versen k t worden sind. Der eine Kreuzer ist am 10 Januar von den italienischen Fliegern südöstlich von Pantelleria versenkt worden, der zweite am 11. Januar durch das deutsche Fliegerkorps östlich von Malta. De.de Kreuzer hat. ten der gleichen Bauklasse angehort. Deshalb sei es .nicht möglich, festzulegen, welche Kampshandlung sich das englische Eingeständnis des Verlustes des Kreuzers „Southampton" beziehe. Aus den Meldungen über den empörenden Flaggen zwischenfall von Son Franzisko heben sich drei Tatsachen als beslmders er- schwerend heraus. Erstens hat sich beim Erscheinen der Reichsdienstflagqe aus dem Gebäude des Gene- ralkonsulates eine Menge in drohender Haltung angesammelt. Daraus geht also ganz klar hervor, in welch hohem Grade die öffentliche Meinung m den USA von der jüdisch-demokratischen Preise gegen Deutschland a u f g e h e tz t sein muß, obwohl Deutschland den Amerikanern nicht das geringste getan hat Zweitens hat sich die amerikanische Po - ljze, die ja in einer Großstadt von 634 >OO Einwohnern in hinreichender Stqrke verfügbar em muh anscheinend absichtlich so verhalten, daß der Anschlag gegen die deutsche Flagge u n g e h i n - dert du'rchgeführt werden konnte Drittens — und das ist besonders abstoßend — scheinen die eigentlichen Uebeltäter noch nicht einmal aus dem Straßenpöb-l sondern sogar aus der amerikanischen Wehrmacht zu stammen. Im gewöhnlichen menschlichen Leben gilt selbst unter wilden Völkern das G a st recht als heilig. Die USA ihrerseits pochen fortgesetzt auf 'hre angeblichen Aufgaben als Hüter der Zivilisation. Um so genauer müßte man dort darüber unterrich- z tet sein, daß die internationalen Verträge und Gepflogenheiten die Flagge eines fremden Landes unter einen ganz besonderen Schutz stellen. Dor einigen fahren nab es im Neunorrer Hafen bereits den Zwischenfall mit der Flaage auf der „Bremen" Wie kommt es, daß solche schweren Ausschreitungen gegen eine fremde Flagge in Deutschland völlig undenkbar und in den demokratischen USA ohne weiteres möglich sind? Gibt es. einen schrofferen Gegensatz zu den phrasenreichen Reden der maßgeblichen Männer drüben? tärisch von beiden Achsenmächten in engstem Zusammenwirken geführt wird, ist diese erneute Begegnung zwischen dem Führer und Mussolini wiederum ein Beweis engster politischer Zusammenarbeit, die ausschließlich dem Ziel dient, in der ent- schlossenen Fortsetzung des uns aufgezwungenen Kampfes den endgültigen Sieg zu erringen und damit eine Voraussetzung zu schaffen für eine Neuordnung Europas im Sinne der Ideale, jur Die Nationalsozialismus und Faschismus bte Waffen führen. Die deutsch-ital'enjsche Krieg- führunfl im Mittelmeer. Rom, 20. Jan. (Europapreß.) Im „Giornale d'Italia" beleuchtet Gayba die Gemeinsamkeit der Kriegführung Deutschlands und Italiens im Mittelmeer, die nur allzu logisch und natürlich sei. Diese Gemeinsamkeit beweise die geistige Verbrüderung sowie die Einheitlichkeit der politischen und kriegerischen Ziele der beiden Achsenmächte. Dor allem sei sie aber auch eine rationelle Method e der Krieg. Rührung zur Erzwingung des Sieges. Im Kriege handele es sich in erster Linie darum, den Fei n d z u s ch l a g e n. Den Feind aber schlage man d ort, wo er zu treffen sei. Da er sich gegenwärtig vor allem im Mittelmeer mit erreichbaren großen Kräften zeige so sei es natürlich daß Die| beiden verbündeten Mächte ihn an jener Stelle angriffen, die er selbst gewählt habe. Das Kriegs, potential Italiens sei keinesfalls gemindert, aber Italien sei auch nicht isoliert. Gegen die vereinigten feindlichen Kräfte werke die Achse die vereinigten eigenen Kräfte. Das starke Deutschland stehe an der Nischen Jagern wurden zusammen fünf britische Jagdflugzeuge abgeschossen. Im Zuge der bewaffneten Aufklärung gegenGrohbrltannien wurde 25 Kilometer südostwärts Harwich auf einem im G e l e i t zu g fahrenden Dampfer von 8000 BEI. ein Volltreffer enielt Das Schiff brannte unmittelbar nach dem Einschlag und zeigte Schlagseite. Deutsche Kamps, fliegerverbände führten in der letzten Nacht trotz i ungünstiger Wetterlage Angriffe gegen kriegswichtige Ziele in London und I C A H f In diesen Tagen wird sich der japanische ' Reichstag zu seiner üblichen dreimonatlichen ; Sitzung versammeln. Zum ersten Male wird das Parlament in Tokio keine Gliederung nach Par- teien au> weisen. Es wird sich um eine Volksvertretung handeln, die nur von nationalen Interessen geleitet werden soll, in dem Parteiwesen und Par. teiintrigen fehlen. Die Kammer wird über das neue Wahlgesetz beraten. In erster Lime aber wird sie sich mit dem Budget f u r das Jahr 194 1 /42 zu befassen haben. Die Anforderungen, l die das Budget an die Bevölkerung stellt, sind ungeheuer gewachsen. Das Budget des letzten Fne- denshaushaltes 1937/38 war auf 2,764 Milli roden Pen festgesetzt worden. Im Dezember des Jahres 1940 setzte eine Kabinettskonferenz die Budgeter- fordernisse auf rund 12 Milliarden Yen an, was eine Vervierfachung der Gtaatsaus- gaben für das laufende Jahr bedeuten wurde. Man nimmt afc, daß gewisse Abstriche von Diefer Summe gemacht werden können: aber immerhin werden neue Staatsanleihen notmenbig merben, deren Bons stets eine willfährige Auf- nahmt im Lande leibst finden. Der Appell des Ministernräsidenten Fürsten K o n o t) e, nichts zur Verteidigung des Kaiserreiches zu verabsäumen, wird bedingungslos befolgt werden. Die Beziehun- gen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von Nordamerika sind noch lange nicht geklärt und können jeden Augenblick Ueberraschun- gen bringen, für die Japan gerüstet sein will. Der fast vierjährige Krieg in China gestattet jetzt einen Lichtblick. Dieser Konflikt, der Japan so große Energien gekostet hat, der von Sieg W I Sieg führte, ohne daß es jedoch Tokio möglich gewesen wäre, ein endgültiges Resultat 311igi". gen, könnte vielleicht, wenn sich bte Nachrichten aus dem Fernen Osten bestätigen, „em für Japan günstiges Ende finden. Es wird nämlich berichtet, daß Marschall Tschiangkaischek, mü desten Hand die höchste Staatsleitung und das Oberkom° manbo über bie Streitkräfte bes Tschungking-Re- gimes vereinigt finb, ernstlich erkrankt fei, unb baß bas militärische Kommando an den Kriegsminister General H 0 . Y i n g . H s i n ubergegangen ist Dazu kommt bie offene Unbotmaßigkett ber mit dem Marschall oerbünbeten kommunstttschen Armee unter Führung von C h u - T e h. Tschiangkaischek hatte sich gezwungen gesehen, eine größere Trupvem macht gegen bie Kommunisten ins Feld zu schicken, bie heute Stellungen in ber Provinz Schensi ^nas dem Hoangho einnehmen. Daburch ist eine Schwa- chung ber Position bes Marschalls eingetreten, bie sich nicht nur militärisch, sonbern mehr noch moralisch auswirkt. Es wird sogar behauptet, baß Die Erkrankung Tlchiangkaischeks eine ^ehr diplomat. I sche als physische unb seine unbebmgte Gefolgschaft 1 in ihrem Wiberstanbe gegen Japan schwankend ge« ianv uzuu —u. stets als „britischer Reichsver- binbungsweg" bezeichnet, obwohl er in dem Vertrag von 1936 ausbrücklich „ein mtegrierenber Bestaub- teil Aegyptens" genannt wird. Auf Grunb dieses letzteren Vortrages hat Aegypten längs des Ka- nah ganze Kasernenstädte bauen müssen; hre Kosten bebeuteten eine ungeheime Belastung ur bie äggyptischen Finanzen. Die Kosernenstabte hnb ausschließlich von englischen Truppen belegt. Ferner befinden sich im Bereich bes Suez-Kanals noch Flugplätze, Tanklager, strategische Straßen und andere wichtige militärische Ziele. , }m P-rsischen Golf. Das Gebiet des Suez-Kanals 1 Das Auftauchen deutscher Flreqer über dem G-, I m P^-1 Don 160 Kilomeler. In Sng- i l et des Suez-Kanals ha, zusammen mit den'ch W Kanal stets als ,chntr,cher R-,chso-r. I lun Bambardierunqen Maltas in Landon eme h°^- . ... ciabige Unruhe verursacht Schon wurden «tim N-N faul, dle Griechenland -n. d°b -r -nplstch^n U»t°rltutzung im gleichen Urnsange w>e bisher mchl mehr r ven könne wenn die Straße von Slzill ft-rbinduna 7°ch dem östlichen Millelmeer aus- ; fntie Da» Ericheincn deuftcher Alieger , , «uez-Kanal aber hat die Engländer w'-der -mmal wichtige mrtuarstche LttS’Ä A SÄ' — Neuer erfolgreicher Angriff gegen Malta Sit6e. 6in6eW^ übereilte Schlüst- zu ziehen: denn der Ferne Osten hat andere Regeln als ber Westen. Es steht aber dennoch fest, daß sich in ber nächsten Umgebung Tschiangkaischeks eine einflußreiche Gruppe gebübet hat, Die ben Frieben mit Japan anstrebt. Diese er- innert sich, daß WangNchingwei der frühere Ministerpräsident und nahe Verwandte des Mar- schalls, nach seiner Flucht aus Tschungkmg am 30. November 1940 ben Vertrag mit Japan unterzeichnete unb banach zum Staatsoberhaupt bes Neuen China ernannt würbe. Gleich barauf hatte sich Wangtschingwei noch einmal an Tschiangkal- schek fleroanbt unb ihn beschworen, boch enbhd) bte Freunbschaft zwischen China unb Japan wieder. herzustellen. Der Ausruf blieb bamals erfo^los. Die Zeit scheint aber für ben neuen Chef ber chinesischen Zentralregierung zu arbeiten, denn immer knapper werden bie Zufuhren von braußen ^u«. bas Tschungking-Negime. Seit bie Japaner Die 'Burmaroute besetzt haben, stockt auch von Dort die Lieferung von Kriegsmaterial Unb das Zerwurs- nis mit bem Kommunistenchef, General ^du-Teh. scheint auch Moskau verstimmt zu haben. Bor allem aber ist Wangtschingwei nicht ber erste beste. Wangtschingwei war mit Tschiangkaischek einer Der Mitbegrünber bes mobernen China, em Vertrauter bes Großen Sun-Yat-Sen unb der fähigste Kops der Kuomintang. Sein Einfluß reicht sehr weit. Niemanb bezweifelt auch seinen Patriotismus und niemand darf ihm Bestechlichkeit vorwerfen Auch einige andere chinesische Diplomaten und Staats- männer haben Tschiangkaischek telegraphisch gebeten, einen ehrenvollen Frieden mit Japan zu schließen, das ja feierlich erklärt hat, keine Gebietsabtretun- gen und Kontributionen von China zu verlangen. i Sollte wirtlich endlich eine Verständigung mit 1 Tschunaking erreicht werden, so würde Japan durch l diesen Friedensschluß ungeheuer entldstet werden. ° Es könnte bann seine ganze Aufmerksamkeit den 1 Problemen im Pazifik zuwenben. Ser ©hUe 1 Ozean ist allerbings, nach menschlichen Maßen gemessen, riesengroß; er ummtzt 165 715 490 Duabrat- filometer. Japan hat aber niemals ben Ehrgeiz, seinen Einfluß über ben ganzen Stillen Ozean aus» zubehnen. Es verlangt nur bie Sicherheit m feinem eigenen Lebensraum unb in ben ostasiatllchen Gewässern. Diese berechtigte Forberung wirb jedoch Tokio von Washington nicht zugestanden. Deshalb hat sich Japan zu neuen Rüstungen unb zu neuen Anstrengungen entschlossen. Die Luftwaffe und bie Flotte werben verstärkt, ba Japan auch an ber ub- chinesischen Küste unb in Hainan festen Fuß gefaßt hat reicht ber Rabius ber japanischen Machtspbare sehr weit. Vorläufig beschränken sich die amerikanisch-japanischen Gegensätze noch auf diplomatische Noten unb auf mehr ober weniger aggressive Reben in ®Afhinaton. Aber bie Wahr bei biefen geroalti- gen Rüstungen liegt barin, baß plötzlich die Kanonen von selbst losgehen können unb daß bie Be° finnuna zu spät kommt Jebenfalls w'rd der japanische Reichstaa nicht zögern, alle für die Rüstungen notroenbiaen Kredite, mögen sie bas Lanb auch noch so sehr belasten, ohne weiteres zu bewilligen. Deutsche Bomber über dem Suez-Kanal ___ _____——. u 1 ,hproits vemelbet worden, daß deutsche Kampfflugzeuge An einem ber letzten f £ere _ ^nfer 3eigt ein Frachtschiff beim Passieren Angriffe im Suezkanalgebiet durch^ef ber Englänber vorn Jnbischen Ozean burch -.es Suezkanals, der 1 (Scherl-Lildarchiv-M^ GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ibt (hack rmann (8c , Köln), \ i (Berlin). nschasl" ag in M fr erste TtÜ fand. fyV flick (Mack Ettel im » cht. rstt wmt' haft 6if, Zonntag in ’ fit mit il ? annheimer v Ist Tschiangkaischek kriegsmüde? Bon unserem S.-Benchterstatter. l'-ie Begegnung bes Führers mit dem Duce ist die fünfte Zusammenkunft ber beiden Staatsmänner seit Beginn bes Krieges. Am 18. März 1940 fgö auf bem Brenner bie erste Begegnung statt. vc,n kam ber Duce am 18. Juni mit bem Führer in München zusammen, um nach bem militärischen Zi-iommenbruch Frankreichs bie Bedingungen für be: Waffenstillstand festzulegen. Wiederum auf bem nner trafen sich bann am 4. Oktober nach Der U' erzeichnung Des Berliner Dreimächtepaktes zwi- Deutschland Italien unb Japan ber Führer ur. Mussolini mit ben Außenministern ber beiben Eluaten und dem Generalfeldmarschall Keitel. Zum vi-ten Male hatte dann der Führer am 28. Oktober ^Florenz eine Besprechung mit Mussolini, nachdem ei vorher sich mit dem französischen Staatschef Dirschall Pstain und mit dem spanischen Staats- kh Franco getroffen hatte. Diese fünfte Begegnung zwischen den beiden Füh- ttn ber Achse steht roieber im Zeichen engster Ampfverbunbenheit bes beutschen unb bes italieni- fd-n Volkes Währenb beutsche Stukageschwaber, ge- Ickützt von italienischen Jägern, ihre zerstörenden «.griffe a«f bie Bollwerke englischer Macht tm « ftelmeer richten unb bamit botumentieren, bafe | t)( Krieg gegen die britische Plutokratie auch mut» der Südosikusie Englands gute Ton im Gastrecht, k »irtflno ‘Tinntpuflp fehr- DerAlaggcnzwischenfall von «anFranztsko 1 bewegt^1 n seiner ■nttau\M> lugen • (jr MW komme E rden m W iffen : ;r, Jtonjert,^ , feiner Ww°r«5 V n W'T< I d« iE. mid) i« Ä mmwi '"J, oesen- I ! «6 hö' : iwSt * i hot, da, öi-ck Berlin 20. Jan. (D71V.) Das Oberkommando «•»* wre Bomben schwereren Sallbers trafen o .en am Kal liegenden 5 la g, - “8 > r a 9 ■ ' flnen 3 e r f. ö rer ImDo» unbjmei legende Handelsschiffe. unö <|a. ungünstiger und Brande waren in Werslanlag , b frieg9roku^.*a» v . iirifanlagen sowie im Arsenal von ta valelka zu b I ^amplon erfolgreich durch. Außerdem »dachten. Bon den begleitenden deusichen und .tat.e Das Leistungsprinzip im Leben der Völker Hans-Gerrit von Stockhausen wurde 1907 zu Kassel als Sohn eines Majors geboren. 1926 trat er in die Kriegsmarine ein. Nach einer Weltreise auf dem Kreuzer „Emden" als Seekadett wurde er 1930 Offizier. Als Leutnant zur See fuhr Stock« hausen zunächst als Wachoffizier auf kleinen Fahr» zeugen und wurde dann Vermessungsspezialist. 1935 kam er zur Unterseebootswaffe. aus, fordert aber für alle, die Gleichheit der Aut- U di7 Verew^unq des" *ZZS "OZ^lismus der Leistung, versprechen sind Betrug an den Völkern, die ihm der allen ote glerche Chance grbt, gfret nur dem vertrauen. Bedenkenlos hat sie England dem Oer Focke-Wulf-„Kurier". Großes Interesse in Italien für die neue deutsche Kampfmaschine. Rom, 20.Jan. (DNB.) Das Auftauchen de, F o ck e» W u l f „Kurier" ist in Italien mit lebhaftem Interesse begrüßt worden, sieht man doch in italienischen Fliegerkreisen in dem neuen deut« schen Flugzeug die ideale Kampfmaschine, die nicht nur ungemein schnell ist, sondern gleich« zeitig über einen großen Aktionsradius und stärkst, Bewaffnung verfügt und auch mit gutem Recht als eine fliegende Festung angesprochen werden kann. Die römische Presse widmet dem neuen viermotori« gen Giganten der Luft ihre besondere Aufmerksam« Feit und kündigt seine Indienststellung in großer Aufmachung an. Die serienmäßige Herstellung des Focke-Wulf „Kurier" mache die deutsche Ueberlegen« heit in der Luft für England noch gefährlicher, da nunmehr auch die entferntesten Gegenden der britischen Insel vor deutschen Bombardements nicht mehr sicher seien, denn der neue „Todeskurier" sei ein Flugzeug, das auf Grund besonderer technischer Neuerungen von der Witterung und vor allem den Einwirkungen der Kälte so gut wie unabhängig ist und durch seine ersten imposanten Erfolge gegen große Frachtdampfer im Atlantik bereits eine außerordentliche Gefährlichkeit bewies. Auf Grund der serienmäßigen Produktion dürfe man auch alsbald den neuen vortrefflichen Typ, der aus dem „Condor" entwickelt wurde, über dem Mittelmeer auftauchen sehen. Jeder neue Monat bringe immer weitere Fortschritte. Jeder Monat bringe nicht wiedergutzumachende Verluste für das englische Kriegspotential mit sich. Das Ritterkreuz für Korvettenkapitän von Stockhausen. Berlin. 20. Jan. (DJIB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an Korvettenkapitän von S t o ck h a u fe n. Als Kommandant eines Unterseebootes hat er während nur weniger Feindunkernehmungen 15 Schiffe mit insgesamt 1 01 5 3 0 BEI. versenkt. Diese glänzende Leistung, die in unermüdlicher Zähigkeit zum Teil trotz stärkster feindlicher Gegenwehr erzielt worden ist, ist dem großen Können und der beispielgebenden Linsahfreudigkeit des Korvetten» kapitäns von Stockhaufen zu verdanken. Oke deutsche Lustwaffe im polnischen Krieg Rur kriegswichtige Ziele bombardiert. Zwei Dokumente aus den Geheimakten des französischen Generalstabes. Tüchtigen ben Erfolg, stellt die einzig mögliche Harmonie der sozialen Interessen unter ungleichen Men« schen her, die es gibt. Und er ist zugleich die sinn» vollste und höchste Form des sozialen Lebens überhaupt, weil aus ihr die Nation immer wieder die Kräfte zu neuer Blüte entwickeln kann." Bevor Dr. Dietrich dazu überging, die Brauchbar- kett dieser Idee für das Zusammenleben der Völker darzulegen, flocht er einige Bemerkungen über die Wirtschaft ein. „Wir haben erkannt", so sagte Dr. Dietrich, ,daß das Geld in der Wirtschaft kein Wert an sich ist, sondern nur tine Funktion ist, und daß die Bindung an das Gold zwar in einer früheren primitiveren Wirtschaftswoche für die Austauschfunktion des Geldes zweckmäßig war, sich aber in einer modernen fortschrittlichen Wirtschaftsepoche für die funktionelle Aufgabe des Geldes als unzweckmäßig, ja als schädlich und verhängnisvoll erwiesen hat. Dieses rudimentären Ueberrestes einer längst überholten Wirtschaftsepoche hat sich die jüdische Plutokratie bemächtigt, um in ihm ihre Herrschaft zu verankern. Sie erhält durch den Gold- wahn die Vorstellung aufrecht, daß das Geld nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck sei und erstickt mit verbrecherischem Egoismus den wirtschaftlichen Fortschritt der Völker. Der Nationalsozialismus hat erkannt, daß das beste Fundament jeder Währung das Vertrauen zur Führung des Staates und in die produktiven Kräfte der Nation ist." Das Gold fei im modernen Wirtschaftsleben nicht nur der Faktor ohne Leistung, sondern geradezu der Hemmschuh ihrer Entfaltung geworden. Es sei der Gegenspieler des Leistungsprinzips, das den wirtschaftlichen Fortschritt und die soziale Entwicklung der Völker vorwärts trag«. Der Leistungsgedanke sei auch im Zusammenleben der europäischen Völker das tragende Ordnungsprinzip von zukunftweisender Bedeutung. Die Anerkennung des Leistungsprinzips sei im Leben der Nationen ein dynamisch ordnendes, wahrhaft schöpferisches Regulativ, ein Prinzip, das an Stelle der Gewalt den friedlichen Wettstreit der Völker zu setzen vermochte, weil es allen die gleich enBedingungen, d. h. allen Nationen die gleichen Möglichkeiten gebe, an den Schätzen her Erde teilzuhaben, um sie nach Maßgabe ihrer Fäkigkeiten und Leistungen nutzbar zu machen. Es sollten nichf nur wenige Völker, die sich durch Gewalt in den Besitz des größten Teiles der Schätze der Erde gesetzt hätten, ihren Anteil an den Ent- „Geistige Grundlagen -es neuen Europas". Reichspreffechef Or. Dietrich spricht in einer Festsitzung der Deutschen Akademie in Prag samung der Truppenkolonnen auf dem Rückzug und derer, die für die Front bestimmt sind- durch die sehr schnelle und manchmal sehr Doüftänbige Zerstörung (Fabriken!) der Luftwaffe, durch die Zerstörung der Verbindungsstraßen, die sehr ernst ist, und durch die noch ernstere Zerstörung der Verbindungen selbst. Die Furcht, die sie den Stäben eingeflößt hat, hat diese veranlaßt, sich zu zerstreuen und zu verbergen und ihren Aufenthaltsort sowie ihre Verlegung geheimzuhalten, so daß sie oft für eine gewisse Zeit jede Verbindung miteinander verloren haben. Deutschlands Ueberlegenheit zur Luft ist vielleicht die erste und wichtigste Ursache der polnischen Niederlage, denn sie hat das Oberfom« mando und die Verkehrsadern des mobilisierten Landes fast ausgeschaltet. Ich muh aussprechen, daß die deutsche Luftwaffe nach den Krieg sge» setzen gehandelt hat; sie hat nur militärische Ziele angegriffen, und wenn oft Zivilpersonen getötet ober verwundet worden sind, so deswegen, weil sie sich neben militärischen Zielen befanden. Es ist wichtig, daß man das in Frankreich und England erfährt, damit keine Repressalien unternommen werden, wo kein Anlaß zu Repressalien ist und damit nicht von uns aus ein totaler Luftkrieg entfesselt wird. Auszug aus dem Bericht des Schwadronchefs Ehoify. Die deutsche Luftwaffe, die sich vom ersten Tage des Kampfes an die unbedingte Beherrschung des Luftraumes errungen hatte und von der gegnerischen Flak in keiner Weise behindert wurde, machte den Eindruck, als führe sie vom 1. bis 10. September den Kampf im Rücken des Feindes nach einem Programm, das ihr ein genau unterrichtetes Oberkommando vorgeschrieben hatte. Da sie ihre Aufträge in voller Sicherheit ausführen konnte und von einem außergewöhnlich schönen Wetter begünstigt wurde, hatte sie die Möglichkeit, sich ihre Ziele zu merken (vorherige Erkundungen oder photographische Aufnahmen) und sie mit einer Präzision und einer Ruhe zu bombardieren w i e bei einer Hebung in Friedenszeiten. Daraus erklärt es sich, daß die Z i v i l b e v ö l k e» r u n g und auch die Ortschaften selbst verhältnismäßig verschont geblieben sind. Nächtliche Bombenangriffe haben nicht stattgefunden. Die Bombardierung von Warschau ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. Die einzigen Ziele, auf die direkt gezielt worden ist, waren die Bahnhöfe, die Flugplätze, das Große Hauptquartier und die Weichselbrücken. Alles in allem ist zu schlußfolgern, daß die deutsche Luftwaffe vom 1. bis 10. September 1939 auch im Rük- ken der polnischen Front bei ihrer Kriegführung nur die Zerstörung Militär ischerZiele im Auge gehabt hat. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, daß sie diesen Auftrag nur deshalb durch möglichste Schonung der Zivilbevölkerung erfüllenI konnte, weil sie im Besitz so zuverlässiger Nachrichten war, weil sie in solcher Sicherheit operieren konnte und weil die außergewöhnlichen atmosphärischen Verhältnisse ihr zu Hilfe kamen. Wicklungsmöglichkeiten dieser Welt haben, sondern alle nach Maßgabe ihrer Leistung. Die Anerkennung des Leistungsprinzips stellt die natürliche Bindung an eine gemeinsame Ordnung dar, in der Freiheit und Verpflichtung nebeneinander bestehen können. Es ist die Idee einer rassisch gegliederten ober organisch gebundenen Ordnung der Völker. Sie, ist aus einer neuen Synthese des Geistes zweier großer Kulturnajionen des Kontinents geboren worden, um' (Europa zu neuem Glauben, zu neuer Entwicklung und zu neuem Fortschritt aufzurufen. Die Revolution unserer Zeit entthront den Individualismus als falsche Grundlage des Denkens und entdeckt die Menschenrechte des Volkes, die eine neue Epoche in der Entwicklung Europas und der Ordnung seines Lebens begründen Das einzige Ordnungsvrinzip, das England Europa geschenkt hat, war das Prinzip des Gleichgewichts der europäischen Kräfte, der Kampf aller gegen alle, der permanente Aufreiz zur Selbstzerfleischung der Festlandmächte. Es ließ den Krieg hfl Trieben zum Dauerzustand des Kontinents werden» um ihn nach Bedarf zum blutigen Inferno zu entfachen. Englands Beiträge für Europa waren von jeher der Hemmschuh für jede organische Ordnung seiner Völker. Die Essenz seiner Völkerbundspolitik mit der Gewalt ihrer Waffen dem Rad der Ent- Wicklung in die Speichen zu greifen, deshalb glaubt diese verhinderte Inquisition, uns durch eine Weltkoalition des Haffes niederringen zu können. Dr. Dietrich gab in feinen weiteren Ausführungen die aus den Erkenntnissen unserer Zeit erwachsende Lösung des F r ei h e i t s v r o b l e m s : „Der Mensch handelt nur dann in Wahrheit frei, wenn er dem Wesen der Gemeinschaft gemäß handelt, der er angehört." Daraus werde klar, warum Freiheit nur schöpferische Freiheit sein könne, und warum nur dem für die Gemeinschaft schöpferischen Menschen diese Freiheit zukomme. Die Französische Revolution schrieb zwar das Wort „Freiheit" auf ihre Fahnen, aber in Wirklichkeit habe sie die Freiheit in der Zügellosigkeit des Individualismus erstickt. Was übrig blieb, fei nur eine Paraphrase des Wortes, deren sich die Plutokraten bemächtigt hätten, um unter der Fahne der Freiheit die Fesseln der Knechtschaft zu verewigen. Unsere Revolution habe nicht die Freiheit vernichtet, sondern die. Freiheit des Liberalismus der Phrase entkleidet und erst den wahren Inhalt der Freiheit ^ur Geltung gebracht. Wahre Freiheit gebe es nur in einer höheren Gebundenheit. Das gelte nicht nur für das Leben des einzelnen, sondern auch für das Leben der Völker untereinander. Auch der heit betrieben, einer Freiheit, vor der ich ihnen bat- gelegt habe, was sie in Wirklichkeit ist. Wer den nationalsozialistischen Staatsgedanken in feiner innersten Struktur und feiner praktischen Funktion betrachtet, muß in ihm die modern st e Volksherrschaft der Geschichte erkennen. Er stellt dem anonymen Prinzip einer entarteten Demokratie das Verantwortungs- und Führerprin» ziv des echten Volksstaates entgegen. Wenn die Messiasse der Demokratie und die Plutokraten heute voll Verachtung von den Diktaturen sprechen,, bann verbirgt sich hinter diesem geistigen Hochmut nur der Makel der Unwiffenden, der Inbegriff einer Heuchelei, die nichts mehr fürchtet als die Erkenntnis der Wahrheit durch das Erwachen der Völker. Und noch eine letzte große Problematik gilt es zu löfen, wenn wir die geistigen Grundlagen einer neuen europäischen Ordnung vor unseren Augen freilegen wollen. Die Französische Revolution prägte das Wort von der „Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt." Diese Idee der Gleichheit ist die Wurzel, aus bereiter soziale Gedanke des 19. Jahrhunderts erwachsen ist. Aus dieser falschen Voraussetzuna ist aber auch jene fast tragisch zu nennende Begriffsverwirrung entstanden, mit der das Problem des Sozialismus so lange behaftet war. Don Natur aus sind nämlich die Menschen nicht gleich, sondern ungleich. Es gibt Fähige und weniger Fähige, Tüchtige und weniger Tüchtige, Könner und Nichtskönner. Das Problem also, das der Sozialismus zu lösen hat, ist nicht das, die Harmonie der Interessen unter Gleichen, sondern bie Harmonie der Interessen unter Ungleichen herzustellen. Nur ein Prinzip, das biese Lösung zu geben vermag, kann Anspruch dar- auf erheben, eine mit der natürlichen Entwicklung in Einklang stehende, fruchtbare Ordnung menschlichen Zusammenlebens zu bieten. Der Nationalsozialismus geht von der natürlichen Ungleichheit der einzelnen Menschen Berlin, 20. Jan. (DNB.) In La Charit6 sind seinerzeit die Geheimakten des französischen Generalstabes in deutsche Hand gefallen, die vom Auswärtigen Amt gesichtet und bearbeitet werden. Nachstehend veröffentlicht das Auswärtige Amt zwei weitere Dokumente, welche bie deutsche ßuft- kriegführung in Polen betreffen. Es handelt sich um Auszüge aus einer Denkschrift des französischen Luftattachös General Arrnengaud und aus einem Bericht des Schwadronschefs Ehoify, Mitglied der französischen Militärmission in Polen. Beide stellen übereinstimmend fest, daß die deutsche Luftwaffe nur kriegswichtige Ziele bombardiert und die polnische Zivilbevölkerung geschont hat, während die Engländer vom ersten Tage an ihre ohnmächtige Wut an Kirchen und Krankenhäusern, an Frauen und Kindern ausgelassen haben. Erst nach immer wiederholten, aber vergeblichen Warnungen und nach monatelangem Warten hat die deutsche Luftwaffe zum Gegenschlag gegen die Verbrechen der Royal Air Force ausgeholt und übt nun mit immer stärkerer Wucht das unverwirkbare Recht der Vergel- ' tung aus. Auszug aus dem Bericht des Generals Armengaud. B u t a r e ft, bpn 14. September. Die Sage bei meiner Abreise aus Polen am 9.10. und 11. September war außerordentlich verworren. Freiheit und Souveränität der Völker nach außen seien Grenzen gesetzt, die durch räumliche Gegebenheiten und gesunde organische Ordnungsprinzipien bestimmt würden. Dr. Dietrich ging hier insbesondere auf die billige und plumpe Unterstellung unserer Gegner ein, De utschland wolle die Welt erobern. „Derartige Behauptungen" — so erklärte Dr. Dietrich hierzu — „sind überhaupt nur deshalb möglich, weil es Völker gibt, die leichtgläubig sind wie Kinder. Seit zehn Jahren arbeite ich an der Seite des Führers. Ich glaube, wenn er beabsichtigte, die Welt zu erobern, dann müßte ich schon einmal etwas davon gehört haben. Solche durchsichtigen und lächerlichen Behauptungen sind nicht nur un- oerein bar mit der Idee und der Grundhaltung des Nationalsozialismus, sondern sind ihr geradezu entgegengesetzt. Das politische Grundelement des Nationalsozialismus ist der o o l k s • politifche Staatsgedanke. Er erstrebt nicht imperialistische Eroberung, sondern innere Sammlung und volklichs Konzentra» Hon. Dafür ist die vom Nationalsozialismus so einzigartig gewaltige Rückwanderungsbewegung des deutschen Volkstums, die Rückwanderung des deutschen Blutes in das Mutterland, der eindeutige Beweis. Der volkspolitische Staatsgedanke ist nicht auf eine kräftezersplitternde Expansion nach außen, sondern auf den inneren rationellen Ausbau und die Sicherung der völkischen Lebensarundlage gerichtet. Er hat die Idee zur Geltung gebracht, daß die Beziehungen der Staaten zueinarcher dauerhafter her- gestellt werden können, wenn das Gesicht der Nationen klar und geschlossen, wenn die Führung verant- wörtlich und autoritär im Volke wurzelt. Die Le- bensordnung unseres Reiches ift von innerer volks- politischer Geschlossenheit und klarer äußerer Linienführung. Idee und Dnnamik des Nationalsozialismus sind völlig auf den Frieden gerichtet, wenn die unerläßliche Lebensgrundlage und Lebenssiche- rung unseres 90-Millivnenvvlkes im Herzen Euro- pas gegeben ift Das nationalsozialistische Deutschland ist in den Kampf gezwungen worden, weil die auf Imperialismus und Weltbeherrfchung gerichteten Lebensprinzipien . des Angelfachsentums diese einfachsten Voraussetzungen für unser zu fried« licher Entwicklung tendierendes Volk nicht aner- kennen wollen. Deshalb haben sie uns den Krieg erklärt. Es ist der Krieg der von England geführten destruktiven Gewalt gegen die konstruktive Ord- nung im Leben der Völker. Daß das nationalsozialistische Deutschland sich in diesem ihm aufgezwun- genen Krieg stärker erweist als seine Angreifer, ist kein Beweis für die Gewalttätigkeit seines Prinzips, sondern nur für die feiner Ordnungsidee inne» wohnende Kraft! Sie sagen: „Wir kämpfen für bie demokratische Art, zu leben, wir kämpfen für die Freiheit, unser Leben zu leben, wie wir wollen." Der Nationalsoziälismus beabsichtigt gar nicht, sie daran zu hindern. Er ist der Meinung, daß jedes Volk im Innern fein Leben nach seiner Fasson leben soll. Das Verbrechen gegen bie Freiheit, dessen sie uns hier bezichtigen, begehen sie in Wirklichkeit selbst. Nirgendwo, in keinem Lande der Welt, gibt es eine größere und wider- kichere Unduldsamkeit gegen die Lebensart anderer als in den angelsächsischen Ländern. Diese Unduld- famkeit aber wird heuchlerifch im Namen der Frei« mieteten Dutzende oon, Schlafwagen, die auf den Washingtoner Bahnhöfen für Uebernachtungszwecke bereitstehen. Die Erwartungen aller richten sich vor- nehmlich auf die kurze Ansprache, die der Präsident von der Sondertribüne vor dem Kongreßgeväude hatten wird, nachdem er zum dritten Mal den Eid auf die Verfassung geleistet hat. Eine Warnung,' seine Machtgelüste nicht zu überspitzen, richten einige nordamerikanische Zeitungen an Roosevelt anläßlich seiner Amtseinführung in die dritte Amtsperiode, „New Port Herald Tribüne" weift darauf hm, daß die Opposition gegen die Land-Lease-Vorlage, die die Erweiterung der Vollmachten Roosevelts enchält, im Kongreß wie aber auch in den ganzen Vereinigten Staaten wachse. „New Pork Times" weift darauf hin, daß kein Präsident der Vereinigten Staaten jemals zuvor eine solche Macht ausgeübt habe, wie sie Roosevelt zu übernehmen wünsche. LlSA.-Etühpuntte auch auf den Galapagos-Inseln? N e u y o r k, 20. Jan. (Europapreß.) lieber bie Abtretung von militärischen Stützpunkten auf den Galapagos-Jnseln im Stillen Ozean, die Ecuador gehören, soll nach einer Meldung der „New Dort Herold Tribüne" ein Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Ecuador abgeschlossen worden fein. Die Vereinigten Staaten würden als Gegenleistung bei den zwischen Ecuador und Peru bestehenden Grenzstreittgkeiten vermitteln. Das neue japanische Wahlgesetz. Tokio, 20. Jan. (DNB.) Das neue Wahlgesetz wurde vom Kabinett mit folgenden Haupt- puntt^n angenommen: Statt bisher 466 Abgeordnete gibt es in Zukunft nur noch 400 Abgeordnete. Jede Provinz bildet einen Wahlkreis mit Ausnahme der Großprovinzen, die in zwei bis vier Wahlkreise auf geteilt wurden. Das Wahlrecht wird auf Familienhäupter über 25 Jahre beschränkt. Die bisherigen parlamentarischen Vizeminister werden durch parlamentarische Beiräte ersetzt. ■ Als Reichstagskandidaten werden nur diejenigen zugelassen, die innerhalb ihres Wahlkreises von mehr als 30 Personen dem Wahlvorftand vorgeschlagsn werden. Das Oberkommando, bas über keinerlei Luftbeobachtung verfügte und mit feinen in der Kampflinie stehenden Armeen nur sehr schlecht ober gar keine Draht- und Funkverbindung hatte, hatte keinerlei genaue Nachrichten über bie Bewegungen bes Feindes und schien mir auch über die Lage seiner eigenen Truppen nur sehr unvollständig Bescheid zu wissen. Die deutsche Luftwaffe hat von Anfang an, auch um den Preis schwerer Verluste, un» gefähr so gearbeitet wie 1914/15 bei uns, als es noch keine Jagdflieger und kaum Flakartillerie gab: Ihre Aufklärungsflüge fliegt sie in 1800 bis 2000 Meter Hohe; ebenso ihre horizontalen Bombardie- rungsflüge. Bei den ©turaflugangriffen stoßt sie tief herunter; fie arbeitet w i e auf dem Schießplatz. Daher sitzen ihre Bomben auch sehr genau. S i e zielt — und oft mit Erfolg — auf Fabriken, Stützpunkte und Flugplätze, Bahnhöfe und andere technische Bauten, sogar auf die kleinen Brücken über Eisenbahnen und Straßen, auf Fernsprechzentralen und Befehlsstellen; oft benutzt sie sehr großkalibrige Bomben. Aber trotz der Möglichkeiten, die sich ihr bieten, gelingt es ihr im allgemeinen nicht, die Brücken zu treffen. Diese Tätigkeit der deutschen Luftwaffe hat, wie ich es schon in meinem Bericht vom 31. August vorausgesagt habe, einen sehr erheblichen Einfluß auf den Verlauf der Operationen gehabt, und zwar auf vielfache Weise: Durch die erzwungene Verlang- Prag, 20. Jan. (DNB.) Aus der von der Deut« /chenAkademie in Prag veranstalteten Festsitzung sprach auf Einladung des Präsidenten der Akademie, Ministerpräsident Siebert, der Reichspressechef Reichsleiter Dr. Dietrich über das Thema „Geistige Grundlagen des neuen Europas". Dr. Dietrich gab einleitend kurz eine Begründung seines Vortrages. Der Kampf, der heute auf den Schlachtfeldern und Meeren mit der „ultima ratio“ der Völker, mit der Gewalt der Waffen ausgefochten werde, sei, so erklärte er, in seinem tiefften Grunde ein Kampf zweier Weltanschauungen. Hinter den Armeen und Geschwadern aus Eisen und Stahl und mit ihnen spiele sich ein Weltkampf her (Bei ft er ab, in dem eine neue, aus den zwei größten Kulturvölkern des europäischen Kontinents geborene Idee menschlichen Zusammenlebens mit den geistigen Mächten der Vergangenheit um ihre Freiheit und Zukunft ringe. „Cs gebe Völker, die diese tieferen Zusammenhänge begriffen und sie als das Wirken schöpferischer Kräfte in der Entwicklung der Menschheit erkannt hätten. Und es gebe andere Nationen, deren herrschende Schichten in der saturierten Selbstgefälligkeit ihrer begrenzten Anschauungen, in der Verkalkung ihrer Begriffe und in der horizontalen Erstarrung ihres Denkens ihre Völker blind gemacht hätten für jede geistige Perspektive im Ablauf der Ereignisse, die außerhalb ihrer eigenen Begrenztheit liege. Sie hielten sich selbst für das letzte Ziel des Fortschritts und ihre Demokratie für das Ende der menschlichen Entwicklung. Deshalb beschimpften sie, was sie nicht verständen und deshalb bespuckten sie, was sie nicht begreifen konnten. Da sie militärisch den Krieg nicht gewinnen konnten, hätte sie einen moralischen Krieg gegen die Achsenmächte entfesselt. Und in dem Maße, in dem ihre Hungerblockade zerbrochen sei, versuchten sie, Deutschland und Italien mit einer Haßblockade zu umgeben. Der Reichspressechef legte sodann die neuen 3oeen dar, die der deutsche Geist im Zeitalter des Nationalsozialismus hervorgebracht hat, und stellte sie ein in die großen geistigen Zusammenhänge, die Schicksal und Zusammenleben der europäischen Volker bestimmen. Der Wille zur Ordnung, das Streben zu höherer, fortschreitender Entwicklung sei das moralische Gesetz, der „höhere Befehl" im Leben der Völker. Um ihn zu vollziehen, seien den Menschen zwei letzte schöpferische Kräfte gege- den: Idee und Persönlichkeit. Die geistesgeschichtliche Tat, die heute vollbracht werde, bestehe darin, daß sie das individualistische Denken, das Jahrhunderte unserer Entwicklung beherrscht habe, entthront und durch das g e m e i n s ch a f t s bewußte Denken ersetzt habe, das unserem Leben ganz neue Grundlagen und ungeheuere Auswirkungsmöglichkeiten erschließe. Heute entdecken wir, daß die Welt sich nicht um das Individuum dreht, sondern um die Gemeinschaft, das Volk, von dessen Schicksal der einzelne getragen wird. Und wieder erheben wie damals die Mächte des Rückschritts, die Reaktionäre der plutokratischen Welt ihr Haupt, um den Fortschritt im Leben der Nationen zu unterdrücken und die Fackel des Geistes im Blute der Völker zu ersticken. Wieder finden sich die dunklen Kräfte einer überlebten Zeit, die Nutznießer menschlicher Rückständigkeit zusammen, um die Scheiterhaufen geistiger Intoleranz für die Kämpfer des Fortschritts zu errichten. Aber diesmal besitzen die Träger der neuen Ideen nicht nur das Recht, sondern — Gott fei dank — auch die Macht, ihren Verderbern entgegenzutreten und sie selber zu Boden zu schmettern. Und well sie nicht stark genug ift, Der italienische Bericht Hom, Völker zu neuer Kleine politische Nachrichten. starkes Artilleriefeuer festzustellen. 50 Jabre Oetker! ZVas bedeutet Dr. Oetker für Dich, liebe Hausfrau? MM Ein hrers besäßen, dann sähe es besser Glück der Völker und die PZohlsahrt Der Gründer der Firma, Kommerzienrat Dr. August Oetker, hatte ein ungewöhnliches Verständnis für die kleinen Sorgen und Wünsche der Hausfrauen. Darum begann er vor nunmehr SO Jahren, Hilfsmittel zur Erleichterung ihrer täglichen Arbeit zu schaffen. So entstand das inzwischen millionenfach bewährte Backpulver „Vackin", dann die verschiedenen Oetker-Puddingpulver und Backöle, Dr. Oetker Vanillinzucker, Soßenpulver, Einmachehülfe, das ausgezeichnete Kindernährmittel „Gustin" und als Neuestes Dr. Oetker Gelierhülfe zur vorteilhaften Selbstbereitung von Marmeladen und Gelees. -eht um diese Zukunft der Kampf, aber das Urteil ....... " J)en. Sie hat die deutsche Bomber sind nicht zurückgekehrt. Im Morgengrauen des 20. Januar haben feindliche Flugzeuge Bomben aus eine süditalienische Ort- chaft abgeworsen. Militärische Anlagen wurden nicht leschädigt. Zwei Zivilpersonen wurden leicht verletzt. Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front bei andauernder ungünstiger Wetterlage kein Ereignis von Bedeu- Vekgrad, 20. Jan. (Europapreß.) Der italie- wische Widerstand verstärkt sich, wie Meldungen von der Grenze besagen, an allen Fronten. Insbesondere im Kampfabschnitt von V a l o n a sowie im mittleren Kampfsektor sind die Griechen auf harten italienischen Widerstand gestoßen. Am Sonntag wurden im Kampfabschnitt von Valona zwei italienische Angriffe in kurz aufeinander folgenden Wellen unternommen. Am nördlichen Frontabschnitt wurden Kampfhandlungen durch das ungünstige Wetter ver- ') mar während des Wochenendes wie» ousbti fottelmttt ; W inrniü 1 Mt loit, * Kriegs, tung. Unsere Flugzeuge haben wirksame Bombenangriffe auf feindliche Stützpunkte durchgeführt. Außerdem wurden Truppen und Nachschubkolonnen mit Bomben und MG.-Feuer belegt. In der L y r e n a i k a Artillerie- und Spähtrupptätigkeit an der Front von Giarabub und Tobruk. In der Gegend von Giarabub haben unsere Flugzeuge feindliche motorisierte Abteilungen mit bestem Lrfolg bombardiert. Bei einem feindlichen Luftangriff auf Tobruk wurde ein Flugzeug von unserer Luftabwehr abgefchofsen. In O st a f r i k a haben unsere vorgeschobenen Abteilungen an der Sudanfront einen starken feindlichen Angriff zurückgewiesen und Gefangene gemacht. Eine unserer Abteilungen hat eine auf Kraftwagen herangeschaffte Abteilung und eine Kavalle- rieschwadron angegriffen und in die Flucht geschlagen. Unsere Flugzeuge haben an verschiedenen Ortschaften des Sudans Panzerwagen bombardiert. Der Feind hat einige Luftangriffe auf eryträifches Gebiet unternommen und leichten Schaden angerichtet. Bomberformationen des deutschen Fliegerkorps haben, begleitet von italienischen und deut- ! scheu Jägern, im Sturzflug den Flottenstützpunkt von La Valetta (Malta) angegriffen und dort liegende Schiffe, das Arsenal und die Hafenanlagen wiederholt getroffen. Lin Dampfer ist gesunken. Der 1907 p 1926 tral - Deltrch wurde tt uhr SM neu Fahr, ialist. 1935 Hile dich Erzeugnisse haben im Laufe der Jahre unzähligen Hausfrauen durch ihre ZuueriSssigkeit, Güte und Preiswürdigkeit daS Wirtschaften erleichtert. Dazu kamen die bemShrten Oetker-Rezepte, di- in Millianenauflagen Zahr für Z-Hr in die dtutschm Haushalte gelaugten und d°rt anerkannt gute Dlenste leisteten. Allein van den O-tk-r-Back-Rezeptbüchern und Dr. Oetkers Schulkochbuch wurden bis i-ht 15 Millionen Stück verkauft. So gilt mit Recht der Spruch- „Dr. Oetker hilft der Hausstm^ Das Spiel mit dem Schicksal. Aus dem merkwürdigen Leben des Winston Spencer Churchill. Bon Helmut Sündermann, Slabsleiter des Reichspressechefs,. Fausey, hrer »«eh ad egsmrin, Korvette lnmondav! r wenigs! tt Ins. tt Diel! Zähigkeil nwehr er- । und fo fiorotffa. er* 'S Maltas Festungswerke buchstäblich zertrümmert. Rom, 20. Jan. (Europapreß.) Aus Malta ein- getroffene Berichte schildern die ungeheure Gewalt der von den deutschen Bombenflugzeugen auf La Valetta ausgeführten Angriffe. Riesige Massen der gewaltigen Festungswerke, die während der Belagerung im Jahre 1665 einen unüberwindlichen Widerstand bildeten, seien von den deutschen Fliegerbomben buchstäblich zertrümmert worden. Eine nicht unbeträchtliche Zahl der Festungsmannschaft liege unter den ungeheuren Trümmern begraben. Verstärkter italienischer Widerstand an der albanisch-griechischen Front. 1(h l ‘Ng ÄS »N- /Echt QJ. J w ■nben i ,en!5 int» ^nh’d» I [er Geschichte "ist schon gesproch. ödeen einer neuen Zeit, die die W e ts eil» uf ®nit) auch cij, icmmenbruch ausgeliefert. Seine Moral ist Maske und seine Phrasen sind Demagogie." . Zum Schluß erklärte der Reichspressechef, aus der unmittelbaren Anschauung der schöpferischen Per- sjnlichkeit dürfe er sich wohl eine Feststellung erlauben: „Wenn die Lenker der sich demokratisch urnnenden Welt auch nur einen Bruchteil von der ineren Größe und dem Verantwortungsbewußt- gliche Hai' ichen Men- h die jinn- dens über, wieder bit Snmchboi. der M!el n über bii । fügte & tfchast teil unttion d zwar in iexoche füt naßig roar, ichen W des rerhangni^ Ueberrefl» hat sich bii i ihm ihn ) den Gold- Geld B sei und er- i wirtfcha'!' malsoziali^ ment jedkk ){5 EtaoNi n ist/ i nicht nur •abeju bet den. Es l" 5, das dr" ,l< Gntviik' 4 im L as trageiv« Nedeutun- p- fei ie orbne* Urtnjip. W iffe"3' -1,-p L ben@t* to< en, fonben- He »'E e m *be* x-'S Ab-« M inCit y ,Ä Vßt Ä J“ * Äi ** die j” r-" scheut, wird ein Fehlschlag. Das Wort Krieg ist sein Leitstern. Aber dieser Stern führt ihn von Niederlage zu Niederlage. Aber noch gibt er das Rennen nicht aus. Im Jahre 1922 bietet sich wieder einmal eine Gelegen- heit. Als Kemal Pascha damals in einem kur. zen energischen Feldzug die Griechen, die sich in Kleinasien festgesetzt hatten, von dort vertrieb, behauptet Churchill plötzlich, die Früchte des englischen Sieges in Mesopotamien und in Palästina seien in Gefahr. Sofort erteilt er an die damals in Konstantinopel und Tfchanak stehenden britischen Streitkräfte den Befehl, „die Türken zuruckzuschla- gen, koste es, was es wolle". Gleichzeitig sendet er ein'Telegramm an die Dominions mit der Frage, ob sie bereit seien, im Falle eines Krieges Truppenkontingente nach Europa zu entsenden. Das Abenteuer war im besten Rollen, als eine glatte Weigerung des in Konstantinopel stehenden englischen Generals eintraf, der angesichts der turki chen Entschlossenheit eine Niederlage in einem solchen Kamp für sicher hielt und als das überraschte britische Kabinett in schärfster Weise den wildgewordenen Kriegsminister zurückpfiff. Die Dominions antworteten empört. Man warf Churchill vor, er wolle seine Kriegspolitik dem Empire aufzwingen, und Beaverbrook erklärte kurz und sachlich: IV. Kaum ist der Weltkrieg beendet, da hält dieser merkwürdige Mann emsig Ausschau nach neuen Möglichkeiten, einen Brand zu entfesseln, oder wenigstens ein Feuerchen zu entfachen, an dem er seiner Leidenschaft wieder frönen kann. Wer sucht, der findet. Und während in Versailles der sogenannte Frieden gebraut wird (den er als Einrichtung verachtet und deshalb über die Friedenskonferenz den an sich treffenden Ausdruck findet: sie sei „ein ungestümer Zusammenstoß verwirrter Demagogen"), entdeckt er mit Freude den russischen Bürgerkrieg und beschließt sofort, diese Gelegenheit zu nützen. „Rettet Rußland — so verkündet /er den erstaunten Staatsmännern, die froh sind, daß der Weltkrieg ein Ende hat und in deren Brust keinerlei Sehnsucht nach neuen Abenteuern schlummert — „noch ist es Zeit, noch sind eine Armeen nicht durchorganisiert, helft General Denikin, helft General Koltschak in Sibirien Als sich erweist, daß die Armeen dieser Generale noch viel mehr desorganisiert sind als die der Sowjets, scheut er in der nervösen Hoffnung, doch noch zu einem Kriege zu kommen, nicht vor der Parole zurück: „Schafft eine deutsch-französisch-englische Militärallianz." So geschehen im Jahre 1919! Auch das russische Unternehmen, für das er keinen Eifer „Dieser Mann bedeutet Krieg. In wutentbrannter Enttäuschung wirft sich Chur, chill nun wieder in die Innenpolitik. Er arbeitet eifrig am Sturze Lloyd Georges - auch ein Dank dafür, daß dieser ihn trotz allen Wider- standes in das Kabinett zurückgeholt hatte. Der Fall Lloyd Georges freilich kostet auch ihm das Ministeramt. Aus der Suche nach Möglichkeiten, wieder ins Kabinett zu kommen, gewinnt er den Eindruck, daß die Zukunft wieder der Kouser- vatioenPartei gehört. Und er scheut sich nicht, zum zweiten Male die Partei zu wechseln und tm Jahre 1924 stellt er sich der erstaunten Oefsentlich- feit wieder als konservativer Abgeordneter vor? Der Lohn folgt auf dem Fuße: im zweiten Kabinett Baldwin, im November 1924 ist er wieder M i- n ist e r. Diesmal als S ch a tz k a n z l e r , ein Ami, das er bis 1929 ohne rechte Neigung verwaltet. Dann hält sich Baldwin für stark genug, den lntti- ganten Winston endlich auszubooten. Es hat den Anschein, daß es dabei bleibt. Er. spielt nur noch die Rolle eines Unikums, niemand nimmt ihn mehr ernst. Aber er ist entschlossen, die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen. Er weiß, daß er im Frieden nie wieder eine Rolle zu spielen vermag. Er glaubt immer noch an den Krieg als seinen Stern. Die Feldzüge der viktorianischen Zeit haben ihm die Chance des Bekanntwerdens geboten, in der Vorbereitung des Weltkrieges hat er feine erste große Aufgabe erhalten, im Kriege selbst war er auf dem Weg zum Posten des Mini- , sterpräsidenten. Ein Krieg — und nur ein Krieg , wird verhindern, daß er sang- und klanglos aus , der englischen Geschichte verschwindet. Krieg — das , ist ihm letzte Befriedigung, das ist das größte Spiel mit dem Schicksal. Wie ein Besessener arbeitet er dem Ziele zu. Wir haben noch keine Schilderung darüber, rote Churchill die Stunde des Kriegsbegin- nes im Jahre 1 939 begangen hat, aber mir können ahnen, was es für ihn bedeutet, nach zehn- jähriger Arbeit für dieses Ziel, erneut seine Stunde gekommen zu sehen. Diese Stunde hat ihm wieder ein Amt gebracht, und die Entwicklung hat es ihm ermöglicht, sogar den heiherfehnten Posten des Premierministers, die Macht, die diktatorische Macht an sich zu reißen! Jetzt ist er am Ziel: die britischen Armeen marschieren, wohin er will: nach Norwegen, nach Holland, nach Belgien ... Und es gibt nie- manb mehr, der ihn aus, dem Kabinett verweisen kann, wenn die Armeen wieder geschlagen zurück- kommen oder an den Stätten der Niederlage zu Zehntausenden verbluten. Und es darf sich niemand mehr erheben und ihm wie einst Zorn und Empo- rung ms Gesicht schleudern. Und wenn er über die Trümmer seiner Hauptstadt klettert — „i>er Krieg ist ein Spiel, das man mit lächelndem Antlitz spielt . Und wenn Millionen Betrogener in Angst und Verzweiflung durch die Straßen jagen — pah „habt ihr den Krieg nicht gerne?". ♦ Das Spiel des Winston Spencer Churchill mit dem Schicksal ist auf dem Höhepun k t ange- gelangt und dem dramatischen Abschluß nahe. Von dem Sprung in die Schlucht im Jahre 1892 bis zur höhnischen Absage an den Führer nach dem Zusammenbruch Frankreichs im Jahre 1940 führt der lange, verschlungene und meist unsaubere Weg, der oft die Bahnen der Vernunft verlassen hat. Damals aber wie diesmal hat er die Grenze i des Wahnsinns überschritten. Einst sprang ein be- . deutungsloser dummer Junge, heute reißt er ein - Reich mit in die liefe.* ' Quellen, denen die Zitate dieses Aufsatzes ent- , nommen sind: W. S. Churchill: The World Grifts. • 1911—1918; W. S. Churchill: The Aftermath; W. ter Manschen dieser Erde! Die gleiche Grüße des - Eeistes, die bk Kulturvölker des Kontinents so oft & der abendländischen Geschichte hervorgebracht fobei, tritt auch heute wieder hervor, um Entschei- fangen zu vollziehen, die den Gang von Jahrhun- jzrten bestimmen. Die Völker verspüren den Hauch dieser Größe, nur das Gehirn der Staatsmänner ß-wisier Demokratten ist nicht groß genug, sie aus- luneymen. Es geht heute ein Erwachen durch die Völker dieses Kontinents. Aus Vorkämpfern und Mitläufern einer überlebten Vergangenheit werten Verbündete einer aufsteigenden Zukunft. Noch Es ist Thatsache,jlass die Fabrikate, welche von Dr. Oetker in Bielefeld für Küchenzwecke fabriziert werden, einen wirklichen Fortschritt bedeuten! Eine Oetker* Anzeige aus Großmutters Zeiten Entwicklung und Blüte führen fallen, bereits in Marsch gefetzt. Ihr Rhythmus schwingt mit in dem Narschtritt der Armeen und Heeressäulen, die als Kämpfer für die Lebensrechte ihrer Nationen und für das Zeitalter des Volkes angetreten sind. Jede «chte Revolution erhält ihre Weihe im Kampf und stndet ihr Ziel in der Ordnung, in jener wahrhaften Ordnung, Die nicht den Keim zu neuen Kriegen in' sich birgt, sondern das Tor des menschlichen Fortschritts weit aufstößt, weil es den Völkern den Weg fortschreitender ruhiger Entwicklung verbürgt." 20. Jan. (DNB.) Das Hauptquartier der I ren Kalibers. Die italienischen und deutschen B « v.ut u-t—t. gleitjäger haben sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Lin italienisches Jagdflugzeug und vier In der Aula der Universität Berlin ^kündet- ^g^gE^Ang'iäffen bereits wiederholt getroffen I hindÄIedoch" 5ÄÄ? wurde! erhielt weitere Treffer durch Bomben schwerer starkes Art des Reichsministers für Wisienfchaft, Erziehung und Volksbildung, Dr. Rust, und des japanischen Bot- (djafters in Berlin die Eröffnung des ersten deutsch- japanischen studentischen Leistungskampfes. Professor Dr. med. h. c. Gonser starb tn Stuttgart, wo er seit 1938 im Ruhestand lebte. In 34jähriger Tätigkeit in Berlin arbeitete Professor Gonser mit an den Grundlagen, auf denen heute Partei und Staat in Gemeinschaftsarbeit die Ge- fahren der Genußgifte bekämpfen. ♦ Zum erstenmal seit Beginn des Krieges waren die Gendarmeriekommandeure aus dem gesamten Reich zu einer Arbeitstagung zusammengetreten, auf der der Chef der Ordnungspolizei, ^-Obergruppenführer General der Polizei Da- luege, einen Ueberblicf über die Leistungen der Ordnungspolizei feit Kriegsbeginn gab und der Reichsführer ttk und Chef der deutschen Polizei H i m m l e r die Befehle für den künftigen Kriegseinsatz gab. e Der Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General der Flieger Christiansen, führt Arbeitstagungen und Lehrgänge durch, die der Ausrichtung auf Ibie Kriegsaufgaben des NS.-Flieaerkorps und der wehrsportlichen und weltanschaulichen Schulung der NSFK -Führer und -Männer dienen. Die Perso- nalrefcrenten sämtlicher NSFK.-Gruppen sind zu einer Arbeitstagung in Berlin versammelt. Ferner werden die hauptamtlichen Segelfluglehrer des NSFK. in den Segelslugfchulen Rhmow und Salzgitter zu dreiwöchigen Lehrgängen zusammenge- zogen. S. Churchill: Weltabenteuer im Dienst; Hugh Martin: Battle; Lord Riddell's War Diary 1914/18; E. A. Powell: Fighting in Flanders; Lord Oxford and Asquith: Memoires and Reflexions; The Auto- biography of Margot Asquith; Feldmarschall Wil- fon: Kriegstagebuch; Lord Beaoerbrook: Politicians and the war; Lloyd George: Mein Anteil am Weltkrieg; A. Mac Calum Scot: Winston Spencer Chur, chill; Kröger: Brest-Litowsk; Poincarö: Memoiren; Fuller: Erinnerungen eines freimütigen Soldaten. Aus aller Welt. Großer Erfolg der Philharmoniker in Turin und Genua. Das zweite Gastspiel der Jtalienreise Wilhelm Furtwänglers und der Philharmoniker fand in Turin im Theater Dittorio Emmanuele statt. Vorgetragen wurden Werke von Wagner, Dach und s Pfarrer Peder ist vor die Frage gestellt: Liebe zum Beethoven, die mit stürmischem Beifall aufgenom- Beruf oder Treue zur Familie. Dank der Spiel- men wurden. Nach der Veranstaltung war das Leitung von Generalintendant Franz E v er th Orchester Gast der Stadt Turin im Rathaus, wo rollte die spannunggeladene Handlung (Wolfgang der Bürgermeister Furtwängler eine goldene Erinnerungsmedaille überreichte. Die Berliner Philharmoniker weillen dann in Genua. Auch hier nahm das Konzert einen'höchst glanzvollen Verlauf. Uraufführung von Vethges „Pfarr Peder". In D a r m st ad t fand im Hessischen Landes- cheater in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, unter ihnen Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, die Uraufführung des Dramas „Pfarr Peder" von Friedrich Bethge statt. Der Dichter hat seinem vor zwei Jahrzehnten geschaffenen frühesten Drama eine neue Fassung gegeben. „Pfarr Peder" spielt im Schwäbischen um das Jahr 1070. als Papst Gregor VII. den Priestern das Zölibat auferlegte. Engels als Pfarr Peder, Ursula von R e i b - nitz als feine Frau, Julius Ka n d e l s , Waller Segler und Jochen Poelzig als Geistliche) vor den packenden Bühnenbildern von Caspar N e - her a. G. wirkungsvoll ab. Dichter und Mitwir- kende durften lebhaften Beifall quittieren. Zum Ableben des U-Vrigadeführers Clausius. Der am 15. Januar 1941 verstorbene ^-Brigade- führer Max Clausius gehörte zu jenen bewährten Offizieren, deren ganzes Sinnen und Streben nach dem unglückseligen Ausgang des Weltkrieges darauf gerichtet war, mitzuarbeiten am Wiederaufbau Deutschlands. ^-Brigadeführer Clausius diente in den Infanterieregimentern 59, 167 und 83. Spä. ter wurde er Kommandeur des KurheMchen Jnfan. terieregiments 83 in Kassel. Als Anerkennung fiir feine hervorragenden Leistungen in der großen Ab. wehrschlacht bei Cambrar erhiell er den Pour le mörite. Nach dem Weltkriege setzte er seine ganze Kraft ein für die Wehrhaftmachung der ostpreußischen Jugend. Seit 1934 gehörte der Verstorbene der *1*1 an, zuerst als Sta'bsführer des Gruppen- stabes z. b. D. Berlin, dann als Angehöriger des ^-Führungsamtes hn ^-Hauptamt. HaupnchNsUetler- Dr Rrtebrtd) Wilhelm Lange €telibet trete: oh £auptid)rim eitere- Ernst Blumschetn. verantwortlich 0r foittL und Üllder Dr. Sr. W. Lange für das Reit«.ieton: Dr. Han« Thyriotr ür Gtobi Sieben, Proviw-, Wirtichai. u. Lport: Senn lö.umiche n. Druä uno Verlag Brühliche Unicerutattöruderet R. Lange f ®, -Perlagslener^ Dr.-Ing. Erich Hcnnann «nrergente ter Han, Veck. vercmtwnrttich ifir ben Inhalt her fhveiaen: DbeodvrKümmel Ui.Rr.e. Photograph Ludwig Uhl Im Namen aller Hinterbliebenen: Gießen, Berlin, den 21. Januar 1941» Katharine Jünger im 60. Lebensjahre zur ewigen Ruhe eingegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Karl Jünger. Reiskirchen, Gießen, 19. Januar 1941. Lieh: Drog. Zimmer. 12»V 0225 Stuhl oder Leiter? Danksagung. JB Bieber, Aßlar, den 20. Januar 1941. CEM61H8ZU 0229 Gießen, den 17. Januar 1941. 325V Wiesbaden, den 21. Januar 1941. 328 D 269 D Ihre Verlobung geben bekannt Gretel Schmitt Frieda Last Herbert Sachweh Adolf Schmitt Großen-Äuseck Erfurt Ilsdorf Großen-Luseck 2m Januar 1941 327 D 331 D vr 'Stadttheater Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei 2» v. H. «wen ttt del wteoerboNe» Lut tohmm einer ttnadtf* Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt, ß. I. V.: Nicolaus. Nach einem arbeitsreichen Leben verschied am 16. Januar mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 22. Januar, nachmittags um 2/z Uhr statt Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlichst Nach einem arbeitsreichen Leben ist am Samstagabend unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Crombach, geb. Will Familie Wilhelm Jung Familie Fritz Groß. Elisabeth Uhl, geb. Straszacker Dr. Lotte Uhl Wolfgang Uhl, cand. phys. Wer beim Fensterputzen, Großreinemachen usw dann doch den Stuhl nahm, hat es nachher oft schon bitter bereut Weniger Unfälle würde es geben, wenn immer eine sichere Leiter benutzt würde. Solche stabil gebauten Leitern gibt es in verschiedenen Ausführungen bei wagen zu verkauf. l0234 («nrtmann- ftraße 31 I. Messer mit hintersetzter Schneide, DRP. Neue Einstell-Vorrichtung, DRP. Schlitten u. Resteschneider, DRP. Gliederreißen Gicht-Schmerzen Frau Marie Lorenz, Private, Wien 23, Fischamenö I. W. 227, schreibt am 25. 1. 40: „Seit Jahren litt ich an Gliederreißen u. gichtischen Schmerzen in den Kniegelenken so stark, daß ich zeitweise einen Stock benützen mußte. Schon nach Verbrauch weniger Trineral-Oval- tabletten konnte ich nachts wieder schlafen u. heute nach wenigen Monaten sind die Schmerzen bereits ganz verschwunden u. kann mit meinen 62 Jahren u. 106 kg Körpergewicht marschieren wie früher." Bei Gicht, Rheuma, Ischias, Hereuschub,ErkLltuugskrauk- helle«, Grippe, Nerven- «. Kopfschmerze« helfen die hoch- wirks. Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen- u. Darmempfindltchen best. vertragen. Mach. Sie sof. ein. Versuch! Origpckg. 2VTabl. nur 79 Psg. In all. Avath. erhält!, o. Trineral GmbH., München C 27/547. Berl.Ste kosten!. Brosch.„Lebensfreudedurch©efixnööeiti* Auf Wunsch des Entschlafenen fand die Beisetzung in der Stille statt JnngesGhevaar sucht 2 Zimmer mit Küche evtl. 1 Zimmer mit Küche. Schr.Angeb.unt. 0230 an d. G. A. danken wir allen Verwandten und Freunden herzlichst. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Becker für die tröstenden Worte, dem Sparer bund und der Siebener Rudergesellschaft für die ehrenden Nachrufe. Im Namen der Hinterbliebenen. Theo Reiber. Teile Ihnen hierdurch höflichst mit, daß Ich bei Sehr festem Husten und starker Verschleimung, Ihr Husta-Glycin mit sehr gutem Erfolg angewandt habe. Bei mir sowie bei meiner ganzen Familie fehlt In keinem Hause mehr Husta-Glycin. Ich kann es allen Schwerkranken empfehlen, gez. Peter Herweg, Kfm Neuß, PreuQenstr. 57,27 12. M. Nehmen auch Sie Husta - Glycin, Fl. 1.— und 1.65. Sparflasche 3.25 Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 9 Drog. Plerenkemper, Seltersweg 69 Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Drog Eines, Seltersweg 66 Drog. Seibel, Frankfurter Straße 39 üesiCiiishaare, alle lästig. 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Januar, 20 Uhr Vorherige Anmeldungen erbeten 1 anzschule Bälllke Wolfstr. 31, Ecke Lieber Straße, Ruf 3835 (Verschiedenes] Wer nimmt 2 ältere Hamen Mr vier Wochen in volle Mn? Schriftliche Angebote mit Preis unter 330D an den Gieß. Anz. Mui erba lenr Pianos n. Finte! u tauten gesucht jiinnoböiif Schönau Te. 3269 Bekanntmachung. In der Heit vom 20. Januar bis 9. Februar 1941 erhalten Kinder bis zu 3 Jahren je kg Bienenhonig durch die nachfolgenden Verteiler in Gießen: Avemann, Otto, Walltorstraße 2 Boermel-Ernst, Robert, Kreuzplak 5 Dittmar, Valentin, Steinstraße 48 Driesch, Heinrich, Seltersweg 85 Geisse, Gustav, Seltersweg 2 Haas, Wilhelm, Frankfurter Straße 113 Häuser, Georg, Kaiserallee 23 Kräuterhaus Jung, Mäusburg 9 Maternus, Jakob, Klinikstraße 22 Plack, Adolf, Neuen Bäue 17 Wallenfels, August, Marktplatz 17. Die Abgabe erfolgt gegen Abtrennung des Ab- schnttls P 2 der örtlich gültigen Reichsfettkarte des Ernährungsamtes Gießen-Stadt. Die Empfänger des Honigs haben zu dessen Entgegennahme geeignete Behältnisse mitzubringen. Die vom Verteiler abgetrennten Abschnitte der Fettkarte sind nach Ablauf der Zuteilungsperiode gebündelt zu je 100 Stück von dem Verteiler unmittelbar dem Eierwirtschaftsverband Heßm-Nassau in Frankfurt a. M., Taunusanlage 6, zu übersenden. Wsk-Msel gut'erhalten (Größe 44-45) zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0227 a. den Gieß. Anz. erbet. Herren. Damen- Schaftstiefel Gr. 39 ob. 40 so- wie gut erhaltene Damenstrickwesle Gr. 46 zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unt.332D andenGieß.Anz. Edgar BORRMANNS: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 318 A | Verkäufe Kinder: Buchhaltung | MESBilanz - Kontenplan I [. ohnbucbhaltung i IlSaSl Glänzende Urteile Proepek Fernunterricht Dr. J Jaenicke. Rost.ekGlM] Wir stellen zu Ostern einen kaufmännischen Lehrling ein. Bewerbungen mit handschriftlichem Lebenslauf u. 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Gustav M u l l e r. IM bakterien angegriffen. Will man solche Eier noch in der Schale kochen, so ist besondere Vorsicht geboten. ih 5 laße 113 2 em- ranz ng iplan ung Dspek* |ockGI35 „Rosen in Tirol." Ein Bolvary-Filrn im „Gloria". Bun fast Singdrosselgröße ist auch der Wasser- Ichmätzer. von dessen dichtem dunklem Gefieder sich Kehle und Brust blendend weiß abheben. Dst ganze geschwungene Körperform, vom stumpfen Köpfchen mit dem langen spitzen Schnabel bis zum hoch auf- zestellten breiten Schwanz, erinnert an ein Boot. Zwar ist der Wasserschmätzer kein eigentlicher Schwimmer, aber dennoch ist seine Heimat das Was- er. und zwar der rasch fließende Gebirgsbach, in dessen Gesteinsritzen er haust, aus dessen Insekten- weit er sich seine Nahrung fängt, indem er sich kopf- iber in die Fluten stürzt, am Grunde des Baches n schiefer Haltung dahinläuft oder mit Beinen und Flügeln gegen den Strom rudert. Er ist ein kühner, lingriffslustiger kleiner Kerl, der auch nicht verzagt, wenn seine Brut einmal durch Hochwasser fortge- ipült wird, sondern sogleich wieder ein neues Nest cm derselben gefährlichen Stelle baut. Dieser kühne freudige Geist spricht auch aus seinem hellen schmetternden Gesangs den er sogar im härtesten Winter erschallen läßt. ' , Ein nur vorübergehender Gast bei uns, wie auch lonst überall, ist der Kreuzschnabel, der Vogel mit Durchfrieren geschützt. Bei Möhren, roten Rüben, Kohlrabi und dergleichen genügt es, wenn man sic IVs bis 2 Stunden in kaltes Wasser zum Au stauen legt; für Steckrüben und große Kohlköpse ist allerdings die doppelte Zeit erforderlich. Durch Einstechen mit spitzem Messer kann man feststellen, ob das Gemüse schon restlos aufgetaut ist! Man verarbeitet cs wie üblich; die Garzeit wird im allgemeinen kürzer ein. Gefrorene Eier legt man zum Austauen ein bis eineinhalb Stunden in kaltes Wasser (‘/s Liter Maser, 1 Eßlöffel Salz). Sie müssen nach dem Auftauen allerdings sogleich verbraucht werden; denn Eiweiß und Eigelb werden durch die poröse, oft auch rissige Schale ganz besonders gern von den Fäulnis. Um das Auslaufen von Eiweiß durch die feinen Risse in der Schale zu verhüten, wickelt man die Eier zweckmäßig vor dem Kochen fest in weiches, weißes Papier ein und setzt sie mit kaltem Wasser Das Programm sieht sowohl Einzellieder wie Duette vor Lieblichkeit und Innigkeit edelster deutscher Hausmusik werden dabei im Konzertsaal berufene Gestalter finden. 3anfi>iref(»r i. K Gustav Mütter f. Verdunkelungszeit 22. Januar von 17.49 bis 9.19 Uhr. Manchen Aerger über Verluste an Werten hat der Winter des vorigen Jahres durch seine starke anhaltende Kälte gebracht. Wie viele haben sich damals gesagt: „Das soll mir nicht wieder passieren." Nehmen wir also jetzt einmal ein Zimmerthermometer zur Hand und überprüfen die Temperaturen im Keller und in anderen Vorratsräumen. Die günstigste Temperatur in den Vorratsräumen liegt bei + 4 Grad Celsius. Sinkt sie auf 4- 2 Grad herab, so heißt es eingreifen. Mit Säcken und Zeitungs- papier deckt man die auf Brettern oder in Kisten ge- lagerten Kartoffeln ab. Die Einmachgläser können in größeren Gruppen mit mehreren Lagen Zeitungspapier umhüllt werden. Hat man noch einen kleinen Vorrat an Dauerobst, so packt man ihn ohne Zwischenmaterial in eine kleine Kiste oder ein Fäßchen und stellt es an einen kühlen, frostgeschützten Ort. Zur Sicherheit kann man noch Decken darum hüllen. Und was machen wir, wenn durch besondere Zu- fälle der Schutz doch einmal nicht ausreicht? Sind gefrorene Lebensmittel noch zu verwenden? Gewiß! Man muß nur zweckmäßig damit verfahren und sie Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 bis 21.15 Uhr „Des Meeres und der Liebe Wellen". — Goethe-Bund Gießen und Volksbund für das Deutschtum im Auslande (VDA.): 19.15 Uhr in der Neuen Aula der Universität liest der Schweizer Bauerndichter Alfred Huggenberger aus eigenen Werken. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Rosen in Tirol". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Was will Brigitte?". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. bann, wie gesagt, auf den Tisch und sagte als Abschluß seiner Erlebnisse: „Mit die Komödi baldst mir net gehst!!" ^$1 frnu jruar M (g Lienen- in Gießen. Ganz ähnlich verfährt man bei gefrorenenem Gemüse. Bis zu Verbrauch bleibt alles im kalten Raum und wird dort mit Stroh oder Papier vor eng verbunden. Neben dem Autofahren war er in seinen jungen Jahren ein passionierter Reiter in der Blütezeit des damaligen Reitsports in Gießen unter dem bekann« ten Stallmeister Balzer. Das Andenken an diesen Bahnbrecher des Autosports in unserer engeren Heimat und allezeit entgegenkommenden, verbindlichen Menschen Gustav Müller wird bei allen, die ihn kannten und schätz- ten, in guter Erinnerung fortleben. R irsiis .|dungcn Wito keLicb«r '3885 Up^e 5cheW iE Sladlthealer Gießen. Am heutigen Dienstag wird zum 150. Geburtstage Franz Grillparzers das Trauerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen" in neuer Inszenierung als Festvorstellung aufgeführt. Mit dieser Neuinszenie- rnug wird das nach Shakespeares „Romeo und Julia" schönste Liebesdrama der Weltliteratur des großen Ostmärkers nach über zehnjähriger Pause wieder im Spielplan des Stadttheaters erscheinen. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. Bühnenmusik: Otto Söllner. Es wirken mit: Luise Prasser als Hero, Hans Canincn- bcrg als Leander, weiter Anneliese Garbe, Hilde Kneip; Walter Erler, Joachim Ernst, Raoul La- porte, Karl Volck. 17. Dienstag-Miete, Gießener konzerlring. Die nächste Veranstaltung des Gießener Konzertringes bringt am Sonntag, 26. Januar, einen Liederabend von Lore Fischer und Heinz Marten. Der Retter. Von Karl Robert Popp. Settdem sie chn in München einmal zum Saal hinausgeworfen haben, mag der Huber-Alisi nichts mehr vom Theater wissen. Wenn die Rede auf die weltbedeutenden Bretter kommt, dann wedelt er allemal mit seinen Pratzen verächtlich durch die Luft, so daß sich am Stammtisch gegenüber der Schneider unwillkürlich duckt, und sagt ingrimmig: „Mit die Komödi baldst mir net gehst!!" Eine solche Mlßach- tung der Kunst hat natürlich ihre Vorgeschichte. Es ist' so gewesen. Als der Alisi einmal auf dem Viehmarkt besonders gut verkauft hatte, war er in seiner Herzenssteude nach München hineingefahren und hatte vorerst im Hofbräuhaus gefeiert. Hinter- her sah er sich dann in gehobener Stimmung jenes Stück an, „den Schmarr'n", wie er später sagte. Die ersten Auftritte interessierten ihn nur mäßig, aber bann horchte er auf und wurde gerührt. Ein armes, blitzsauberes Dirndl trat auf und ward alsbald gar hart von einem Wucherer bedrängt. Sie beteuerte an. Durch besonders ungünstige Zufälle kann es auch passieren, daß eine Flasche mit Saft oder Süßmost gefriert, oder auch der Inhalt eines Einmachglases, welches man zum baldigen Verbrauch schon zurecht- gestellt und nicht weiter beobachtet hat. Da beißt es aufpassen, wenn man sich Flaschen und Gläser erhalten will. Grundfalsch wäre es, diese Flaschen oder Gläser in einen Behälter mit heißem Wasser zu stellen. Schon bei der ersten Berührung mit sehr warmem Wasser würde durch den starken Temperaturunterschied sofort der Boden von Flasche oder Glas abplatzen. Also auch hier heißt es: lanasam auftauen. Man stellt das Glas entweder in kaltes Wasser, wenn sich noch kein Sprung darin zeigt, oder sonst in eine trockene Scksiissel in einen leicht temperierten Raum. So kann nichts passieren. Das Glas bleibt heil, und nach einigen Stunden ist auch der Inhalt völlig aufgetaut. Gemüse aus einem solchen Glase sollte man erst kurz vor der Mahlzeit tischfertig machen. Es darf nicht lange kochen und auch nicht zu lange warm stehen, weil es durch das Gefrieren schon weicher ist als sonst. So läßt sich mit Umsicht und Ueberlegung mancher Schaden verhüten. itn m Privatz J.A.U, 10: M Glieder- -Ämerzn io stark, n mußte. ral-Oval« nu. heule en bercirl )2Jahm ! früher.' unaSkml> n öle bo- ick v. Her?, Mach. Li! ??8. In afl. ! 271547. tfanöHl* 6t Mit Bankdirektor Müller ist ein Mann aus dem Leben abberufen worden, der zu Beginn unseres Jahrhunderts einer der ersten Wegbereiter des Automobilsports in Gießen gewesen war. Nächst dem Gießener Altmeister des Nabrennsports und des Autofahrens Wilhelm Hamel war Gustav Mü Her u. W. der zweite Pionier, der dem damals geradezu als Sensation wirkenden Auto im Verkehrswesen Gießens Eingang verschaffte und immer mehr Freunde erwarb. Bereits im Jahre 1901 machte er mit seinem ersten Auto eine Fahrt, die von Gießen nach Ludwigshafen führte und mit allerlei Hindernissen und Zwischenfällen gespickt war. lieber diesen Wagen hat er uns im Februar 1935 aus der Jugendzeit des Gießener Autosports selbst erzählt, daß es sich dabei um ein konstruktiv nicht besonders geglücktes Versuchskind eines unbekannten Ingenieurs gehandelt habe. Acußerlich habe dieser Wagen an den bekannten „Benz-Eom- fortable" erinnert, nur daß der einzylindrige Motor nicht im Hinterteil des Wagens, sondern vorn angebracht war, von wo aus die Kraft der Maschine durch einen verschiebbaren Treibriemen auf drei mit der Hinterachse verbundene hölzerne Riemenscheiben übertragen wurde: linke Scheibe: kleiner Gang; rechte Scheibe: großer Gang; mittlere Scheibe: Leergang. Rücklauf war bei dem kurzen I Radstand nicht erforderlich. Ebenso hatte man auf ein Differential der Hinterachse verzichtet und den Gummiverlust in Kauf genommen Dagegen wirk en nach Art der alten Droschken zwei kräftige Brems» klötze direkt auf die Pneumatiks der Hinterräder, denen das offenbar auf die Dauer aber nicht besonders zuträglich war. Jene Fahrt nach Ludwigshafen über eine Strecke von ungefähr 150 Kilometer wollte der Gießener Bahnbrecher des Auto- sports in einer Zeit von etwa fünf Stunden, also mit der für unsere heutigen Begriffe gerc^ezu „enormen" Stundengeschwindigkeit von 30 Kilometer zurücklegen. Es wurde aber eine Reisezeit von drei Tagen daraus, da der Motor des Kraft-» wagens unterwegs mancherlei Tücken und Widerborstigkeiten zeigte. Dennoch hat sich Gustav Müller nkcht abschrecken lassen, er blieb dem jungen Autosport weiterhin treu und wurde einer seiner stärksten Förderer in Gießen Er gehörte mit zu den Gründern des Ober- ' hessischen Automobil-Clubs, der im Jahre 1911 zur Förderung des Autosports in Gießen ins fiebert trat und bis zu seiner Ueberlcitung in den DDAE. wirkte. Während 25 Jahre war Bankdirektor Müller der bewährte Schatzmeister des Oberhessischen Automobil-Clubs. Auf Grund seiner Verdienste um diese Gemeinschaft zur Förderung eines wichtigen deutschen Verkehrsmittels wurde er bei der Emglie- derüng des Oberhessischen Automobil-Clubs in den DDAE. zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Mit der gedeihlichen und raschen Aufwärtsentwicklung des Autofahrens und damit des Kraftfadrsports überhaupt in Gießen und in Oberhessen ist das Leden Gustav Müllers in der geschichtlichen Erinnerung 3ein frieren, Schnee die Erde bedecken, das macht , nchts. Wer an einem solchen hellen frostklaren Äintertag über Land wandert, wird, wenn er ziück hat, aus irgendeinem Strauch oder einer Hecke kielleicht plötzlich einen schmetternden Gesang hören und, wenn er seine Augen anstrengt, vielleicht sogar > en kleinen braunen Gesellen entdecken, so winzig, aß man sich nur schwer vorstellen kann, wie es nöglich ist, daß in einer so kleinen Brust eine so rarte Stimme wohnt. Seine Lebensfreubigkeit und Zufriedenheit, die sich durch die Kälte des Winters nicht unterdrücken lassen, sind es ja gerade, die tiefem Zwerg unter unseren Singvögeln den Kö- tigsnamen eingetragen haben, Zaunkönig oder Schneekönig, wie er in manchen Gegenden auch genannt wird. „Sich freuen wie ein Schneekönig", agt der Volksmund, wenn einer mit bescheidener Habe fröhlich und beglückt ist. Der Zaunkönig ist der bekannteste von unseren Wintersängern, er wagt sich auch in die Nähe der menschlichen Behausungen, wenn er auch meistens jo rasch und mausartig am Bodeli dahineilt, daß er nur selten deutlich zu erkennen ist. Seltener trifft man einen anderen dieser Sänger, die Misteldrossel. Meist haust sie nur in einsamen ruhigen Nadel- ! hölzern, doch verirrt sie sich manchmal auch in weite siark- oder Gartenanlagen, wo alte, mit Misteln Gedeckte Bäume stehen. Ihr Lied erinnert an das !»er Schwarzdrossel mit den charakteristischen weichen Flötentönen, doch ist es eintöniger und melancho- lischer. Der Vogel fällt durch seine Größe auf, er ist etwa 27 cm lang, gegen die 21 cm der Singdrossel. Immer trifft man ihn allein. Grade 50 Jahre alt wird Karl Zellers Operette „Der Vogelhändler", dessen Hauptschlager »Schenkt man sich Rosen in Tirol ..." Geza von 23 o l • oarys und Ernst M a r i s ch k a s neuestem must- Malischem Filmlustspiel Motto und Titel gegeben hat. Bei seinem Einzug ins Reich des Films ist „Der Vogelhändler" gründlich abgestaubt und entrümpelt worden, so gründlich, daß fast eine ganz neue Handlung entstanden ist, in der dem Bogelhandler Adam und seiner Christi von der Post nur ein bescheidenes Plätzchen geblieben ist und da,ür der Fürst Heinrich Dagobert von Lichtenberg mit seinen vielen Amou- ren, die junge^Fürstin und ein als ihr Partner neu oingeführter flotter Offizier in den Vordergrund gerückt wurden. Diese Umgruppierung ist der Operette ausgezeichnet bekommen. Auch ein paar anbere neue Gedanken, bei denen man vermutlich schon die Besetzung durch ein — sogar vierblättriges Kleebau unserer bekanntesten Komiker im Auge hatte, tun das ihrige, um der alten Geschichte im neuen auf« gefrischten Gewände einen vollen Erfolg zu sichern, zumal zwar manch für uns heute unerträglich Rührseliges erheblich beschnitten und gemildert wurde, aber die schönen Melodien Zellers, ohne ihnen Zwang anzutun, in die neue Handli gebaut wurden. (Musikalische Bearbeitung Grothe.) Die Regie Bolvarys hat mit Diel totnn rür die beschwingte Musikalität des spezifisch alpen- ländischen Biedermeiers in raschem Wechsel zwischen den in kräftigen satten Tönen gehaltenen Mildern aus dem Tiroler Volksleben mit Banderlanz und Vogekhändlermartt und den sehr stilvoll angelegten Hofszenen mit dem hübschen Karussell des Reitturniers als Glanzstück die bunte Szenerie locker und einfallsreich gestaltet, wobei es auch an «par ‘ heit und Gefühlsbetontheit bei der Entwicklung oes Liebeserlebnisses der in ihrer Ehe enttäuschten Für- ftin nicht fehlt. Sie spielt Marte ar e II, und biegsam, mit anmutiger herber A^ie. Joyan. res Heesters ist ein bestrickender Liebhaber, der neben angenehm maßvollem Spiel eine jchone Stimme einzusetzen hat. Mit viel Delikatesse m ch Theodor Danegger den allzu oft verliebten F ' ten. Leo Slezak. Theo Lingen und Hans der seltsamen Angewohnheit, nirgends festen Wohnsitz zu haben, sondern plötzlich in dichten Scharen zu erscheinen, wo er will, länger ober kürzer, manchmal Jahre zu bleiben, um dann ebenso plötzlich, ohne sichtbaren äußeren Grund, wieder zu verschwin- den und vielleicht erst nach langer Zeit in dieselbe Gegend zurückzukehren. Aus diesem Grunde nennt ihn der Dolksmund auch Zigcunervogel, während er seinen Namen Kreuzschnabel feinem eigentümlich gekreuzten, stark gebogenen Ober- und Unterschnabel verdankt, der ihm als vortreffliches Werkzeug dient, um die Tannen- und Kiefernzapfen aufzubrechen und daraus den Samen hervorzuzichen, der feine Nahrung bildet. Wahrscheinlich hängt feine nomadenhafte Lebensweise mit dem Gedeihen der Nadelholzsamen zusammen, auf die er angewiesen ist. Doch frißt er auch andere Baumsamen, sowie Kerne von allerlei Beeren und hegt im Sommer besondere Vorliebe für Blattläuse. Er brütet zu allen Jahreszeiten, aber mit Vorliebe im Winter. So läßt er auch seinen Gesang das ganze Jahr über ertönen und sich auch durch die grimmigste Kälte darin nicht im geringsten stören. Sein Lied setzt sich aus verschiedenen zwitschernden, klirrenden und zirpenden Lauten zusammen und ist bei den einzelnen Exemplaren recht ungleichwertig. Bei den meisten klingt es nicht besonders melodisch, doch gibt es auch einzelne gute Sänger unter ihnen. C. K. Ortszeit für den 22. Januar. Sonnenaufgang 9.23 Uhr, Sonnenuntergang 17.51 Uhr. — Mondaufgang 4.14 Uhr, Monduntergang 13.32 Uhr. 7. des Ab- Marie dö dessen §iü' bringen, chnitte w SffS üherfenM' 3250 ziehen- itajLL- richtig auftauen. Angenommen, die oberste Schicht der Kartoffeln ist gefroren. Da geht es nicht an, gleich die Gesamtmenge zum Auftauen zu bringen. Milde Temperatur würde bei diesen Kartoffeln bald Fäulnis Hervorrufen, weil die Zellwände im Innern durch das Gefrieren zerrissen und die Nährstoffe den Fäulnis- batterien besonders schnell zugänglich sind. Man nimmt stets nur so viel Kartoffeln, wie man für b^n Tagesverbrauch benötigt. Die übrigen bleibön bis zum Verbrauch im kalten Raum; benn bie Kälte chützt sicher vor bem Angriff der Fäulnisbakterien. Die zum Verbrauch notroenbige Kartoffelmenge wirb entgegen sonstiger Vorschrift 20 bis 24 Stunden mit kaltem Wasser bedeckt an einen frostfreien Ort gestellt. In dieser Zeit tauen bie Kartoffeln auf unb geben gleichzeitig etwas von bem währenb bes Ge- rierens gebildeten Zucker ab, so daß sie im Geschmack nach bem Kochen das unangenehm Süßliche zum Teil roieber verloren haben. Handelt es sich sowieso nur um eine begrenzte Menge bei den gefrorenen Kartoffeln, so wäre vorzuschlagen, sie für süße Kartoffelgerichte, wie Auf- laufe, Puffer, Bällchen und Kartoffelnapf, ober -blechkuchen, zu verwenben. Bei solchen an sich süßen Speisen wird der Zucker in ben Kartoffeln überhaupt nicht in Erscheinung treten. schluchzend ihre Zahlungsunfähigkeit, aber ber Unmensch wollte sich auf nichts einlassen. Sie sank ihm bittend zu Füßen, aber der Bazi wandte sich hohn- lachend ab. Der Huber-Alisi schnupfte gerührt auf und starrte auf die vergeblichen Versuche, des Wucherers hartes Herz zu rühren. .Dabei handelte es sich um lumpige fünfzig Mark! Endlich ist es dem Alisi, der vorher das Dreißigfache dieser Summe begossen hatte, zu viel'geworden, unb er hat oben im Olymp mit der flachen Hand auf die Brüstung geschlagen, daß cs nur so klatschte. Hinter ihm schrien bie Leute „Ruhe!" und einige fügten härtere Ausdrücke hinzu, aber der Wucherer auf der Bühne ließ sich gar nicht stören. Der Huber- Alisi sah jetzt rot vor den Augen, so wütend war er über den Hallodri, und da in solchen Fällen Entschluß und Ausführung bei ihm zusammenfielen, flettterte er im nächsten Augenblick, von allen Gei- ftern bes Mitgefühls und bes Gambrinus befeuert, an einer der burchgehenben Säulen herab, enterte die Bühne und schrie, atemlos vor Klettern unb Galle, ben Erpresser an: „Zapf' di, Lacki, sau- bibber!!" Dann zcktz er seine Brieftasche hervor, hieb fünfzig Mark auf "ben Tisch unb machte eine nicht mihzuverstehende Hanbbewegung: „Da san bie Kröten! Und iatz fahr' ab, eh i dir bei Pultengrint z'sammhau, Darmbürrer, ölenbiger!!!" Der Wucherer war noch währenb ber letzten Worte in den Kulissen verschwunben, bas Publikum applaudierte heftig unb schrie vor Wonne, nur bas Dirnbl zeigte sich nicht bantbar. Es wurde vielmehr unter der Schminke weiß vor Wut und zischte: „Der- schwinden Sie, Sie Affe!!" Dann sank der Vorhang, ein wütender Mann schoß aus den Kulissen, der bem Huber-Alisi seine fünfzig Mark roieber zusteckte, unb am Ende beförberten ihn sechs derbe Fäuste über bie Hintertreppe ins Freie. Verbittert fuhr er zurück. Daß bie Besucher, ge- rührt von einem solchen bluthasten Aufgehen im Spiel, ihn immer wieder herausriefen, erfuhr er nicht. Auch nicht, baß die Presse am anberen Tage fein Lob in höchsten Tönen sang unb ihn „einen ber seltenen Menschen, denen das Theater noch Wirklichkeit rst" nannte. Er saß wieder oben auf seinem Berggütl, und wenn er Samstags in den Krug ging, konnte er fuchsteufelswild werden, sobald der Lehrer von den : Brettern sprach, die die Wett bedeuten. Er hieb >et-> )8 fast vollendeten 80. Lebensjahre verstorben. Im Jahre 1900 kam er zu der Vorgängerin der heutigen Dresdner Bank in Gießen, der damaligen Bank für Handel und Industrie, deren Geschaftsleitung er m Gemeinschaft mit Direktor Jungenfeld versah. Neben seinem Wirken in ber Bankleitung in Gießen hatte er noch bie Zweigbetriebe in Butzbach, Alsfelb unb Herborn zu betreuen. Im Jahre 1924 trat er in ben Ruhestcmb, ben er seitbem in unserer Stabt, mit der er sich eng verbunden fühlte, verlebte. Moser tun jeder auf seine Art ihr Bestes, den fürstlichen Hofstaat würdig zu repräsentieren unb mit viel Laune und Behagen für jebe nur benk. bare Verwirrung zu sorgen. Frisch und natürlich macht Elfriede Datzig die Christi von der Post, Hans Holt ist der Dogeihändler, Erika von T h e l l m a n n eine Hofdame, Dorit K r e y s l e r ein durchtriebenes Schlippchen vom Varietö, Josef E i ch h e i m ein Bäuerlein, das es dick hinter den Ohren hat, sie alle unterstreichen in angeregtem Zusammenspiel die ganz auf Heiterkeit abgeftimmtc Grundnote der Bolvaryschen Inszenierung (Terra- Film). In der Wochenschau sieht man interessante Bilder vom Geburtstag des Reichsmarschalls Göring, den energischen Aufbau von Verkehr und Wirtschaft im Elsaß wie im Generalgouvernement, vom Leben unserer Gebirgsjäger im hohen Norden, sehr instruktive Bilder aus einer Schule unserer Kampf- siieger und schließlich fesselnde Ausschnitte aus einem Erlebnisbericht von einer Kreuzerfahrt im Atlantik. Fr. W. Lange. Aus der Stadl Gieheu. Vogelgesang im Winter. Der Winter ist die Zeit der Stille. Die Natur Ibft scheint tot unb stumm bazuliegen, bie ge- eberten Sänger, beren Stimmen im Sommer bie uft belebten, haben wärmere Gegenben aufgesucht, as summenbe Jnsektenleben hat sich zum großen eil in bie Erbe zurückgezogen. Der wirkliche Na- nrfreunb unb Vogeikenner aber weiß, baß Vogel- uf unb -gesang nicht vollkommen verstummt finb, je es bem unaufmerksamen Spaziergänger viel- licht erscheint. Von ben Spatzen unb Meisen allerbings, bie sich in Winter am zutraulichsten in unsere Nähe drän- en unb auf unserer Fensterbank begehrlich Futter üschen, soll nicht bie Rebe sein. So lieb sie uns nch sein mögen, als Sänger sinb sie boch nur Dilet- inten. Um im Winter wirklichen Vogelgesang zu ören, muß man sich schon aus bem Rauch unb mnft ber Stäbte in bie Einsamkeit ber Wälber hin- usbemühen. Man suche sich nur einen sonnigen ßintertag aus, benn Nebel unb trübe Wolkenschicht ebrürft bie Vögel noch mehr als uns, macht sie raurig unb still. Dafür kann es ruhig Stein unb Was alles verloren wird. Man wandelt in Italien ein altes Sprichwort gerne so ab: „Sage mir, was du verlierst, und ich werbe dir sagen, wer du bist." Ader wenn man sich die Statistiken ansieht, bie bie verlorenen Gegen- stände eines Jahres zusammcnstcllen, bann muß man sagen, daß bie Vergeßlichkeit eine verbreitete Erscheinung ist. Es wurden in einem Jahre in Italien zum Beispiel 51670 Paar Handschuhe und 25000 einzelne Handschuhe verloren. Noch auffälliger ist es, daß 13 000 Hüte in ber Eisenbahn, in ben Straßenbahnen, an ben Schaltern ber Banken unb in ben Gasthäusern liegen blieben. Daß die Regenschirme mit 113 000 an der Spitze marschieren, setzt weniger in Erstaunen, da diese ja von jeher von den Vergeßlichen bevorzugt werben. Was wirb aber noch alles verloren! Wie leicht vergessen Frauen irgendein persönliches Sdeibungs- stück, unb es sind Tausende darunter in den Fundbüros der Städte, bei denen man es wirklich nicht begreift, wie eine Frau sie verlieren konnte. Kinder vergessen sogar ihre Spielzeuge, von denen man glauben möchte, daß sie sich gar nicht von ihnen trennen könntet. In der Statistik liest man weiter: 33 714 verschiedene Kleidungsstücke, 25 499 Koffer, 5805 Ferngläser, 5970 photographische Apparate, 24 230 Brillen. Kurz, alles kann verloren gehen, aber das weitaus meiste wirb gefunden, im Fundbüro katalogisiert unb wartet nun barauf, daß der Verlierer kommt unb es roieber abholt. Oft genug erscheint jedoch niemand, um nachzufragen. So scheinen besonders wenige von ben 4007 Rauchern, die ihre Pfeife verloren haben, noch Interesse an ihnen zu nehmen. Auch Nahrungsmittel werben verloren, Hühner, Butter unb Brot, aber bas kommt seltener vor, und in diesen Fällen kann man nicht lange auf ben rechtmäßigen Besitzer warten; so werden die Nahrungsmittel irgendeinem Wohlfahrtsbüro überwiesen, unb ber Vergeßliche wirb zum Wohltäter. Dis meisten Dinge werben in ber Eisenbahn verloren, danach kommen gleich bie Straßenbahnen unb nach größerem Abstand die Kinos. CI& Umwege -es Herzens Roman von H.H. Hansen Copyright by Prometheus »Verlag Dr. Eichadcer • Gröbenzell 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie war aufgestanden und blutrot geworden. Ihre rechte Hand stützte sich auf die Kante des Tisches, und die linke krampfte sich im Stoff des Kleides zusammen. Plötzlich sah sie Wesen und Art des Mannes und ihrer Ehe anders, als sie es Jahre hindurch getan hatte. „Ich erwähne alle diese Dinge nur, weil du mich mit deinen Anschuldigungen dazu gezwungen hast. Man kann einer Frau nicht beibringen, welche Bedeutung sie für einen Mann hat. Sie muß es selbst spüren. Du bist ein so eifriger Theatergänger. Ich komme dir deshalb mit einem Wort, das du kennst, aber sicher nie durchdacht hast, weil dein Theaterbesuch wie alle Kunstliebhabereien der sogenannten Gesellschaft nicht einem Herzensbedürfnis entspringt, sondern nur eurer Auffassung vom guten Ton. ,Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet' nicht erjagen/ Das gilt für eine Frau mehr als für einen Mann. Und Gitta, noch eins. Es konnte sein, was wollte. Selbst wenn du mit all deinen geäußerten Auffassungen recht hättest. Niemals durftest du dich so mit Schmutz und Schande bedecken, wie es geschehen ist. Das warst du mir, deiner eigenen Selbstachtung und deinen Kindern schuldig." Sie hatte den Kopf tief gesenkt und schluchzte leise vor sich hin. Er sah auf sie nieder und empfand einen Augenblick Mitleid. Dann bedachte er aber die Größe der Schmach, die ihm angetan worden war und schüttelte alle weichen Regungen von sich ab. „Was ich dir jetzt gesagt habe, ist kein nachträgliches Liebesgeständnis. Meine Liebe zu dir ist ebenso erloschen wie meine Achtung, die ich vor dir gehabt habe. Und den Vorwurf kann ich dir nicht ersparen, daß du alle meine Aufmerksamkeit, meine Mühe, meine Arbeit, mein reslloses Eingehen auf jeden erfüllbaren Wunsch, meine Hilfe für deinen Vater und meine unverstandene nie begriffene Liebe, nur mit völliger Gleichgültigkeit entgegengenommen hast. Wann warst du jemals zärtlich zu mir? Wann? Nie! Im Anfang dachte ich, die Sprödigkeit des Mädchens, das mich nicht liebte, sondern nur achtete und hochschätzte, würde eines Tages von selbst den Weg finden können. Ich hoffte, daß du aus der Achtung den Weg zur Zuneigung und schließlich zur Liebe finden würdest. Ich hoffte nach der Geburt unserer Söhne* und wurde sogar zärtlich, obwohl ich immer eine Abweisung durch dich befürchtete. Du hast eins vergessen und versäumt, Frau zu sein, eine Frau, die Liebe spendet und Liebe erringt mit den tausend Kleinigkeiten, die einer Frau zur Verfügung stehen." Zum zweitenmal stand er auf und ging zu seinem Schreibtisch, dessen Schublade er aufschloh. „Ich werde jetzt in deiner Gegenwart ein neues Testament abfassen, das dir statt der bisher bestimmten Hälfte meines Besitzes nur noch eine Jahresrente von zwölftausend Mark für den Fall meines Todes zuspricht. Die Erziehung der Kinder wird, wenn ich vorzeitig sterben sollte, von dir nur beaufsichtigt, nicht aber gelenkt werden dürfen. Dafür werde ich jeweils mit dem wachsenden Alter der Jungen einen andern Erzieher bestimmen und einen genauen Plan festlegen." Eine Viertelstunde verging damit, daß Hannes Koßmann einen Bogen Papier eilig beschrieb und kuvertierte. Er wandte sich zu seiner Frau um. „Den üblichen Schritt der Scheidung werde ich nicht tun. Ich will meine Schande nicht ausposaunen und zum Gespött meiner lieben Nächsten werden lassen. Außerdem will ich den Kindern nicht den Glauben an ihre Mutter nehmen. Sie sollen einmal später mit Achtung von dir sprechen können, auch wenn du diese Achtung nicht verdienst. Aber zwischen uns beiden gibt es keinerlei Gemeinschaft mehr. Wir werden nach außen das alte Verhältnis aufrechterhalten, um keinen Klatsch zu entfesseln. Mehr kann ich nicht tun, so sehr es mir widerstrebt, mit dir weiter unter einem Dach zu hausen." Sie saßen sich gegenüber und starrten sich an. Er ruhig und gelassen, sie bleich und zusammengeduckt wie nach erhaltener Strafe. „Und — und — was willst du —?" Sie brach die gestammelte Frage ab. Frohe tlnierhaliung mit KdF. Die NS.-Gemeinschast »Kraft durch Freude" hatte zu einem Meisterabend froher Unterhaltung im Gloria-Palast eingeladen, der überwiegend leichter und heiterer Musik gewidmet war. Im Mittelpunkt des recht umfangreichen Programmes standen die Darbietungen des durch den Rundfunk sehr bekannt gewordenen rumänischen Geigenvirtuosen Georges Boulanger mit seinem Orchester. Boulanger, der im ersten Teil der Vortragsfolge als Solist wirkte, nur mit Begleitung am Flügel, hat fein Instrument als eine Art flüsternder Geige spezialisiert. Seine Virtuosität berul)t auf einer subtilen Technik, die gerne mit spielerischen Nuancen brilliert, auf den Wirkungen des Dämpfers und der halben, spitzen, gehauchten und gezwitscherten Töne. Er brachte eine Reihe eigener Kompositionen — B. „Sanssouci", „Allein unter dem Sternenzelt", „Teddybär", „Picci- cato-Walzer" und die ganz humoristisch verspielte „Familienpolka" —, die seine virtuose Eigenart besonders wirkungsvoll zur Geltung brachten. Zuletzt erschien er dann mit seinem kleinen Orchester und erfreute die Zuhörer u. a. mit einer afrikanischen Serenade, der „Strickstrumpfpolka", der ,Lustigen Puppe" (die Mama sagen kann) und dem berühmten „Dacapo", womit er sich, unter stürmischem Beifall, vom Publikum verabschiedete. Bruno K l i b o r mit seinen Solisten eröffnete das Programm. Der Klangkörper ist auf den Streichern aufgebaut; Handharmonika, Schlagzeug, Flügel und Saxophon geben Akzente und Begleitung im lebhaft rhythmisierten Repertoire. Als Ansager wirkte Earl E i ch h e i m, der nach bekannter Weise die Be- sucher mit allen möglichen munteren Plaudereien unterhielt, von tten Frauen, von der Mode, vom Sport und vom Tanz, sogar vom schweizerischen Temperament und vom Münchener Hofbräuhaus. Vielen Beifall fand er auch als Improvisator am Flügel, wo er beispielsweise das „Aennchen von Tharau" im Stile berühmter Meister spielte; Wagner, Liszt und Beethoven würden gestaunt haben. Die Tänzerin Marja Tamara erfreute mit einem mexikanischen Tanz und einer Groteske. Die fünf Vokal-Melodros musizierten auf ihre Weise als Quartett mit instrumentalen Wirkungen und pantomimisch-parodistischen Pointen; wir hörten z.B. von Jgelhoff „Ich freu mich so", „Reich mir deine kleinen Hände", die erfreuliche Geschichte von Tante Lieschen und Herrn Schmidt und zuletzt, bei besonders stimmungsvoller Beleuchtung, zur Belohnung die berühmte Melodie „Horst du mein heimliches Rufen". Auch dies war natürlich ein Erfolg erster Ordnung. Nach einem eleganten akrobatischen Tant mit Orchesterbegleitung: der italienische Tenor Emilio L e p o r e. Er sang, ebenfalls vom kleinen Orchester begleitet, zunächst einige Stücke in heimischer Sprache, mit weicher Klangfülle und temperamentvoller Wiedergabe, dann auf Deutsch „Dein ist mein ganzes Herz", zum Schluß eine bekannte neapolitanische Weise als Zugabe und Dank für reichen Applaus. — Die Besucher unterhielten sich vorzüglich und sparten nicht mit ihrer Anerkennung. Hans Thyriot. Gchwervenvundete sofort anmelden zwecks Erlangung des Verwundetenabzeichens. Da festgestellt worden ist, daß noch nicht alle in diesem Kriege schwerverwundeten Angehörigen des Heeres, insbesondere diejenigen, die bereits aus dem aktiven Wehrdienst entlassen worden sind, im Besitz der ihnen zugedachten Auszeichnungen, z. B. des Verwundetenabzeichens sind, werden sie hiermit aufgefordert, sich bei ihrem zuständigen Wehrmeldeamt zu melden. Unter den Begriff von schweren Verwundungen fallen Verluste von Hand, Fuß oder Auge, völlige Taubheit oder an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit. Als Schwerverwundete sind weiter anzusprechen Hirnverletzte und solche Kriegsbeschädigte, die Entstellungen des Gesichts erlitten haben. ** 7 5 Jahre alt. Am heuttgen Dienstag, 21. Januar, wird der Justizsekretär i. R. Wilhelm Ranft, Am Wingert 2 wohnhaft, in bester körperlicher und geistiger Frische 75 Jahre alt. Dem Jubilar bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch zu seinem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend dar. ** Bienenhonig für Kleinkinder. Das Ernährungsamt Abteilung B gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß bis zum 9. Februar Kinder bis zu drei Jahren je ein Viertel Kilo Bienenhonig erhalten. Die Bekanntmachung sei der besonderen Beachtung der Mütter empfohlen. Aus -er engeren Heimat Hauptappell der Freiwilligen Feuerwehr Grünberg. 4- Grünberg, 20. Jan. Am Samstagabend fand im Hotel „Hirsch" der Hauptappell der Freiwilligen Feuerwehr statt. Wehrführer Reinhard Haas ehrte das Andenken des kürzlich verstorbenen Kameraden Wilhelm Schomber, der 50 Jahre der Wehr angehörte, in der üblichen Weise. Er begrüßte dann Ortsgruppenleiter Schütz, Bür- Klein-Linden muß im Falle nochmaligen Nicht» antretens aus der Runde genommen werden. Lehrgangsarbeit im Fachamt Handball Das Wochenende war wieder der Lehrarbeit de» Fachamtes Handball gewidmet. In Gießen versammelten sich die verantwortlichen Männer der Vereine und Gemeinschaften mit den Spitzenspielern geworden. Noch bis zum 73. Lebensjahr hatte er in guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit die Postagentur verwaltet und ist dann in den Ruhestand getreten. Er starb im 83. Lebensjahre. Die Beliebtheit und Volksverbundenheit, deren sich der Verstorbene erfreute, kam in dem großen Trauer- gesolge zum Ausdruck. Der Obst- und Gartenbau- verein Heuchelheim, dessen langjähriger Vorsitzender der Verstorbene als ein eifriger Obst- und Garten- bauförderer war, gedachte am Grabe der Verdienste seines Ehrenvorsitzenden. Auch der Gesangverein „Teutonia" und die Freiwillige Feuerwehr Heuchelheim erwiesen ihrem Ehrenmitglied die letzte Ehre. Mit Jakob Kreiling ist ein Mann dahingegangen, der durch seinen echten Sinn für den Heimatgedanken in unserem Dorfe tief verwurzelt war. # Mainzlar, 20. Jan. Der Obergefreite Erich V o g e l von hier, der bei einem motorisierten Trum penteil im Felde steht, wurde zum Untervsft- zier befördert. ! Großen-Linden, 20.Jan. Der Zweig, verein , Lütten berg" vom DHC. unter- nahm am Sonntag feine erste Wanderung in diesem Jahre. Sie stand unter dem Motto „Rund um Gro- ßen-Linden". Der Weg führte durch die Groß-Lin- dener Sttaßen, am Friedhof vorbei, nach dem Luh- Wäldchen und der Luhmühle. Auf der Höhe bot sich den Wanderern ein überraschend schönes Winterbild von Großen-Linden und Umgebung. Don der Luhnrühle ging es am Mühlgraben entlang zur Bauernmühle im Kleebachtal und von ba_ nach Großen-Linden, hier wurde das alte ehrwürdige Kirchenportal besichtigt zurück. Kreis Lauterbach. Ulrichstein, 20. Januar. Der Feldwebel bei einer Nachrichtentruppe Werner Groh wurde zum Leutnant befördert. Sein Bruder, der Unter* offizier Heini Groh, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse, ebenso der Unteroffizier Karl S e i m. — Als der Landwirt R. abends seine Scheuer schlle* ßen wollte, hörte er ein Geräusch. Beim Nachsehen fand man ein vollständig ermattete» Reh. Nach guter Pflege wurde ihm die Freiheit wiedergegeben. Auch vier Hirsche aus dem Oberwald kann man fast täglich in unserer Gemarkung sehen. und Schiedsrichtern. Im Bezirk Gießen (Fachamt Handball) hat sich im Laufe der Zeit eine neue Art der Durchführung praktischer bzw. fachlicher und überfachlicher Lehrgänge durchgesetzt. Man geht davon aus, daß es nicht damit getan ist, die Schulung zu trennen. Wichttg und zweckdienlich ist vielmehr die Ausbll- dungsarbeit auf breiter Grundlage unter Heranziehung aller Kameraden. Gewiß wird in jedem Falle der Charakter eines Lehrganges (Spitzenspieler, Schiedsrichter o. dgl.) gewahrt, wesenllich aber ist, daß die Kameraden ohne Ausnahme in allen Sparten aus- und durchgebildet werden. Diese Grundsätze lagen der Lehrgangsfolge auch diesmal wieder zugrunde. Der Lehrgang war für Spitzenspieler angesetzt und sah zunächst praktische Arbeit vor, die darauf hinzielte, das vorhandene Material zu sichten, um für spätere Aufgaben in jedem Falle gerüstet zu sein. Dabei ergab sich, daß es gerade im Hinblick auf das zur Verfügung stehende Material sebr schwer fallen wird, die richtige Auswahl zu treffen. Das ist ein Beweis dafür, wie vorbildlich in dieser Hinsicht gearbeitet worden ist. Neben rein fachlichen Angelegenheiten (Regelbesprechungen usw.) wurden Derwaltungssachen besprochen, die, wie sich immer wieder gezeigt hat, auch für den aktiven Spieler von großem Nutzen sind. Der Schulung kam noch der Umstand zugute, daß das Bereichsfachamt feine Bezirksfachwarte und deren Schiedsrichterobleute zu einer Arbeitstagung Ausammengezogen hatte. Ein Teil von ihnen konnte seine Erfahrungen ebenfalls mitteilen, so daß der Gedankenaustausch zwischen allen Teilen des Bereichs sehr rege war. Schwere Bluttat in Muschenheim. In Muschenheim (Kreis Gießen) wurde am gestrigen Montagmittag ein Verbrechen aufgedeckt, mit dessen Aufklärung die Gendarmerie und die Staatsanwaltschaft Gießen zur Zeit noch beschäftigt sind. In dem Wohnhause des in der Hessengasse in Muschenheim allein und meist einsam für sich lebenden 47 Jahre alten Landwirts Knr l Seipp bemerkte man noch in den Mittagsstunden des Montags brennendes Licht, von dem Hausbewohner aber waren keinerlei Wahrnehmungen zu hören. Die Nachbarn kamen auf die Vermutung, daß hier irgend etwas nicht stimme, und fie benachrichtigten deshalb die Gendarmerie. Als diese das Haus gewaltsam öffnete, fand sie Seipp in schwer- verletztem Zustande mit mehreren Stichen am Kopfe und in der Brust vor. Nach den ersten Aeußerungen des schwerverletzten Mannes ist anzunehmen, daß er in der vorhergegangenen Nacht vom Sonntag zum Montag von einem jungen Menschen, der aus Muschenheim stammt und dessen Persönlichkeit er genau bezeichnete, in seinem Hause ü b e r f a H e n worden ist. Er sei durch ein Geräusch im Hause wach geworden und habe nach dessen Ursache sehen wollen, dabei habe er sich plötzlich diesem jungen Manne gegenüber gesehen. Weitere Angaben waren von dem Schwerverletzten bis zum gestrigen Abend nicht zu erlangen. Er yrußte dem Krankenhaus in Lich zugeführt werden, wo er gestern abend noch nicht vernehmungsfähig war. Die Ermittlungen der Gendarmeie, vor allem auch nach dem Verbleib des bezeichneten jungen Mannes, find noch im Gange. Iahreshauplappell der Kriegerkameradschast Lollar. —.— Lollar, 20.Jan. Am Sonntagnachmittag hielt die Krieaerkarneradschaft Lollar ihren sehr gut besuchten Jahreshauptappell ab. Nach Begrüßung der Kameraden, insbesondere der beiden ältesten Ehrenmitglieder Christoph R i n g l e b und Karl B i e r a u sowie der beiden aus dem Kriegsdienst wieder entlassenen Kameraden Ernst Kaletsch und Ernst Leib durch den Kameradschaftsführer Zaubert wurde der Opfer des Weltkrieges, der Opfer der Bewegung und der im jetzigen Krieg gefallenen sowie der im abgelaufenen Jahr verstorbenen sechs Kameraden bei gesenkter Fahne gedacht. Der hierauf erstattete Jahresbericht ließ eine rege Tätigkeit der Kameradschaft während des verflossenen Jahres erkennen. Der Kassenwart Johannes Schmitt erstattete den Kassenbericht, der eine« günstigen Kassenbestand aufwies. Nunmehr erfolgte die Ehrung der Kameraden Ludwig Geißler V., Ludwig Hofmann V., Friedrich Riehm und Karl Reißenweber, die für ihre fast 50jährige treue Zugehörigkeit zur Kameradschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Den Kameraden Adolf Göttlich, Willi B o r s ch e l und Ludwig Klinke! XII. wurde die von ihnen geschossene bronzene Ehrennadel und dem Kameraden Heinrich Viehl, als bester Schütze im Endkampfschießen, die vom Kreis tri egerführer ge- sttftete Plakette überreicht. Der Kameradschaftsführer brachte wieder die enge Verbundenheit zwischen den einberufenen Kameraden und der Heimat zum Ausdruck, indem er Dankschreiben solcher Kameraden bekannt gab und ihnen vom Appell wieder Kartengrüße iiberfanbt wurden. Der der Kameradschaft vom Reichskrieger- führer verliehene Fahnennagel für die Teilnahme am Großdeutschen Reichskriegertag 1939 in Kassel wurde alsdann an der Bundesfahne angebracht. Nach Erledigung einiger weiterer geschäftlicher Angelegenheiten wurde der Appell in der üblichen Weise geschlossen. Anschließend blieben die Kameraden noch einige Zeit in bester Kameradschaft beisammen. Der Handballsonntag. In der Bereichsklasse kam diesmal nur ein Spiel zum Austrag. In Garbenheim standen sich die Platzbesitzer und der Tv. Hochelheim zum entscheidenden Spiel gegenüber. Garbenheim konnte die Chance nicht nutzen und verlor nach aufregendem Kampf. Lützellinden und Katzenfurt verzichteten beide auf Spiel und Punkte. Auch bei der Jugend gab es Ausfälle, die sich aber vorerst noch nicht weiter auswirken werden. Tv. Garbenheim — Tv. Hochelheim 9:14 (4:2). Das interessanteste und vor allem wichtigste Treffen kam in Garbenheim zum Austrag. Für beide Gegner stand außerordentlich viel auf dem Spiel. So ist es nicht verwunderlich, daß man alles aufgeboten hatte. Trotzdem hatten die Gäste nur 10 Mann zur Verfügung, und auch Garbenheim hatte Ersatz in seinen Reihen. Das Spiel begann sehr verheißungs- voll für G., bei Halbzeit hatte man bereits eine knappe Führung herausgearbeitet. Als kurz vorher allerdings der beste Mann der Hintermannschaft ausscheiden mußte, war es um die Elf geschehen. Hochelheim nutzte die Gelegenhett geschickt aus und konnte nicht nur den Rückstand aufholen, sondern auch noch unzweckmäßig umstellten, war ihr Schicksal auch noch unzweckmäßig umstellten war ihr Schicksal besiegelt. Hochelheim konnte einen beachtenswerten Sieg sicherstellex, der es erneut an die Spitze gebracht hat. germeister König sowie den Kreisführer Bouffier (Gießen), Gendarmeriemeister Manz und Vertreter der Wehr von Lauter. Bürgermeister König sprach zu der Vereidigung der Wehr und zum Feuerwehrrecht. Er dankte dem Wehrführer Haas für alles, was er für die Wehr und die Stadt geleistet hat. Hierauf vereidigte er den Wehrführer. Anschließend vereidigte der Wehrführer die Unterführer Karl I ö ck e l I., Richard Äöckel, Karl Böß und Hans Carle. Ebenso wurden dann die Trupp-, Obertrupp- und Haupttruppmänner vereidigt. Wehrführer Haas gab hierauf einen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr, das 67. seit Bestehen der Wehr. Im Jahre 1940 wurden sieben Hebungen abgehalten, a« drei Hebungen nahm die HI. teil Der Hauptwert bei den Hebungen wurde auf die Handhabung der Motorspritze gelegt, mit der zwölf Hebungsfahrten in die Hrngegend durck)- geführt wurden. Arn 11. Juni wurde die Motorspritze zur Bekämpf«ng eines Großfeuers nach Leihgestern beordert, am 4. August mußte fie bei einem WaDbrande bei Lehnheim eingreifen. Die Stadt ließ für die Wehr eine Anzahl Gasmasken beschaffen. Truppführer Karl Böß sprach dann über die Gruppe. Truppführer Richard I ö ck e l las dann Briefe von Kameraden aus dem Felde vor, denen von der Wehr Weihnachtspäckchen gesandt worden waren. Es fand noch eine Aussprache über Streifendienst und die Motorspritzenmann- schäft statt. Nachdem Ortsgruppenleiter Schütz noch über die Tätigkeit der Wehr in der Kriegszeit gesprochen hatte, schloß Wehrführer Haas den Hauptappell in der üblichen Weise. Landkreis Gießen. L_ Heuchelheim, 20. Januar. Am gestrigen Sonntag wurde hier der über die Grenzen Heuchelheims hinaus bekannte Postagent i. R. Jakob Kreiling zur letzten Ruhe bestattet. Durch sein Amt als Inhaber der Postagentur, das er 37 Jahre lang treu verwaltet hat, war er bei allen Einwohnern eine bekannte und geachtetete Persönlichkeit Zugendspiele. Tv. Wreseck — Tv. Hausen 2:6 (2:2) Mtv. Gießen — Tv. Klein-Linden kpfl. f. Gießen. Wieseck konmmt mehr und mehr auf und stellt heute bereits eine der besten Jugendmannschaften des Bannes. Das hat einmal mehr Hausen merken müssen, das alle Mühe hatte, einen knappen Sieg sicherzustellen. „Das habe ich erwartet. Natürlich fragst du jetzt auch noch nach meinen Entschlüssen, die deinen — nun, deinen Liebhaber betreffen. Mit ihm werde ich abrechnen, das ist gewiß. Ich muß es tun, ohne die Öffentlichkeit auf die Hintergründe aufmerksam zu machen. Meine Pläne stehen fest. Du wirst dich darum nicht zu kümmern haben, um so mehr, als du nach eigenem Eingeständnis für diesen Menschen nichts weiter übrig hast. Hnd nun sind wir fertig. Oder hast du noch eine Frage?" Sie schüttelte erst nach längerer Zeit den Kops und erhob sich bann wie gebrochen. Das Gesicht wirkte grau und zerfallen, die Augen lagen tief in den Höhlen. Hannes Koßmann ging zur Tür und öffnete sie weit. Seine Frau ging hinaus, ohne ihn noch einmal anzublicken. * Am anderen Tag schickte Koßmann dem Kapellmeister Kühlitz eine kurze schriftliche Mitteilung durch Boten, daß er leider verhindert fei, bereits abends mit ihm zusammen den Jagdausflug anzutreten. Er bitte ihn aber, selbst vorauszufahren, da es Samstag sei. Am Sonntagvormittag werde er wahrscheinlich nachkommen. Kühlitz war von der Absage enttäuscht, wollte aber die einmal gefaßten Pläne nicht aufgeben und bestellte deshalb seinen Wagen zu elf Uhr abends vor das Theater, um allein zur Jagdhütte zu fahren, morgens einen Pirschgang anzutreten und dann die Ankunft Koßmanns zu erwarten. Dieser verbrachte den Tag wie üblich. Er traf bereits gegen halb acht Hhr in der Fabrik ein, arbeitete bis mittags um zwei Hhr, aß in einem Restaurant und erschien um drei Hhr wieder im Werk zu einer Besprechung, an der außer dem kaufmännischen Direktor auch der technische Leiter und drei Ingenieure teilnahmen. Die Verhandlungen zogen sich bis acht Hhr abends hin. In,zwischen hatte Koßmann den Vertreter einer Rohstahllieferfirma bestellt und verhandelte mit diesem von halb neun bis kurz vot elf Hhr weiter. Erst um elf Uhr verließ er das Werk. Mitternacht war nahe, als er endlich die Tür feines Hauses abschließen konnte. In der Halle legte er ab und ließ sich dann von dem Chauffeur in der Küche noch etwas Kaffee kochen und einige Brote zurechtmachen. Kurz vor halb eins zog sich der Mann zurück, nachdem er feinem Herrn gute Nacht gewünscht hatte. Kaum war der Chauffeur aus dem Zimmer, als Koßmann sich erhob, aus dem Waffenfchrank einen zur Pirschbüchse umgearbeiteten Militärkarabiner nahm und die Waffe prüfte. Er hatte die Büchse so anfertigen lassen, daß sie in zwei Teile zerlegbar war und leicht im Rucksack untergebracht werden konnte. Aus einem Wandschrank nahm er zwei Rahmen mit Munition und steckte das Ganze zusammen in einen Rucksack. Aus seinem Schlafzimmer besorgte er sich noch einen alten Wettermantel und einen dazu passenden Hut. Es waren Kleidungsstücke, die er auf der Jagd zu tragen pflegte. Um zehn Minuten vor eins stieg Hannes Koßmann durch das Fenster in den Garten, zog hinter sich den Flügel zu und sprang über die niedrige Hecke des Vorgartens auf die Straße. Mit elligen Schritten lief er zum Bahnhof Grünewald und er» reichte gerade noch den dort in Richtung Belzig abgehenden Personenzug. Es war zwei Hhr, als er zwei Stationen vor Brück den Zug verließ, und völlig unbeachtet von dem Bahnsteig hastete. Nun hatte er noch sechs Kilometer Fußmarsch bis zum Jagdhaus. Er war ein ausgezeichneter Wanderer und schaffte die Strecke in fünfzig Minuten. Der neue Tag war im Werden, als er sich in hundert Meter Entfernung vor der Jagdhütte an einen Baurn lehnte, um zu verschnaufen. Regungslos beobachtete er den Eingang zu dem kleinen Gebäude. Als sich nach einer Viertelstunde immer noch nichts regte, ging er auf die Hütte zu und klopfte an die Tür. Sofort kam von drinnen Antwort. Eine Minute später öffnete der Kapellmeister. Er war überrascht, den Freund schon jetzt zu sehen. „Großartig, daß du schon da bift Da wollen wir mal ..." Er fuhr hastig in seine Kleider, tat einen Schluck aus der mit heißem Kaffee gefüllten Thermosflasche und ging dann mit Koßmann zusammen in Richtung nach einer Waldlichtung, auf der die Rehe auszutteten pflegten. Unterwegs sprachen fie, wie Jagdliebhaber es zu tun pflegen, von ihren Aussichten, erörterten die verschiedenen abschuß- reifen Böcke im Revier und verstummten erst, als sie sich auf einem schmalen Pirschweg der Lichtung näherten. ^Fortsetzung folgt.)