Hongkong in japanischer Hand hätten japanische Seeleute viele Ueberlebende habe. Der Führer mit General Dietl am Kartentisch 9 Abwehr feindlicher Angriffe kam es an Stellen der Ostfront zu harken Der Feind erlitt schwere Verluste. Die bekämpfte trotz schlechter Wetterlage der Adder des Reichsminister Or. Goebbels spricht. Vertin, 20. Dezember. (DAV.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am heutigen Samstag, 20 Uhr, vor dem Rachrichtendienst des Rundfunks über alle deutschen Sender zum deutschen Volk. Bei der mehreren Kämpfen. Luftwaffe 3m RNttelmeer versenkte ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Driver vor Alexandria einen britischen Kreuze r der Leander-Klasse. Der Versuch eines starken Verbandes britischer Bomber und 3äger, einen Hafen in den besetzten Deskgebielen anzugreifen, brach gestern unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen zwölf britische Flugzeuge ob, darunter fünf viermotorige Bomber. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Oer Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Das andere Gesicht. Die Darlegungen der japanischen Regierung auf der soeben abgeschlossenen Sondersitzung des Reichstages, die mit der einmütigen Billigung des Mili- tärhaushalts durch das Parlament eine klare Bekundung des Siegeswillens des japanischen Volkes war, haben noch einmal die Verantwortlichkeiten für den Krieg in Ostasien eindeutig sestgestellt. Japan ist, um den Frieden zu erhalten, in seinen Verhandlungen mit den USA. bis an die äußerste Grenze dessen gegangen, was eine ehrliebende Nation aus sich zu nehmen vermag, ohne ihre Zukunft zu verraten. Ebenso wie der Führer immer wieder versucht hat, die Sicherung der vitalsten deutschen Interessen in freundschaftlichem Einvernehmen mit England KU erreichen, das seinerseits von den deutschen Forderungen in keiner Beziehung berührt wurde, vielmehr durch einen Ausgleich und ein enges politisches und militärisches Zusammenwirken mit Deutschland, wie es der Führer vorgeschlagen hatte, nur die größten Vorteile für die Sicherung seines eigenen Empire gehabt hätte, so strebten auch die japanischen Staatsmänner in ihren Verhand' hingen mit den USA. einen Modus vivendi an, der durch eine reinliche Scheidung der Jnteressenzonen jedem das Seine gegeben und dem japanischen Volk nur den ihm von Natur und Geschichte zuge- wiesenen Lebensraum und den Zugang zu jenen Rohstoffquellen gesichert hätte, die die japanische Wirtschaft braucht, um leben zu können. In Washington hat man sich in einer Mischung von Überheblichkeit und Habgier, die den kapitalistischen Imperialismus amerikanischer Prägung von jeher ausgezeichnet hat, allen Gründen die Vernunft und Billigkeit stur verschlossen und eine Liste von Forderungen aufgestellt, deren Erfüllung nicht nur Japans Verzicht auf seinen Führungsanspruch in Ostasien zugunsten raumfremder Mächte, sondern seine Abdankung als Großmacht Überhaupt bedeutet hätte. Wenn sich einst Japan nach dem Weltkrieg, von dem furchtbaren Erdbeben selbst schwer erschöpft, auf der Flottenkonferenz von Washington im Jahre 1922 einer Front der Sieger gegenübersah, denen es sich zähneknirschend fügen mußte, als sie ihm in der Seerüstung den zweiten Platz zuwiesen und ihm den Verzicht auf seine Vormachtstellung in Nordchina aufzwangen, so hat sich die weltpolitische Konstellation seitdem entschieden gewandelt, nicht zuletzt dank der engstirnigen Unnachgiebigkeit, die die USA. sowohl wie England gegenüber den damals ach so bescheidenen Forderungen der „Habenichtse" unter den Völkern an den Tag gelegt haben. Weder in USA. noch in England haben die leitenden Staatsmänner trotz mancher ernster Warnungen klarblickender Män- dazwischen liegen die Villen der reichen Engländer und vieler fremder Konsuln. Der Freundlichkeit unseres deutschen Vertreters verdankte ich eine schöne Rundfahrt mit der Aussicht auf das Meer, die zerrissene Felsküste des Festlandes, die vielen Sunde voll winziger Inselchen und die hohe Insel Lantau, westlich von Hongkong, die mit zur Kolonie gehört. Auf dem Gipfel des Pics liegt ein Luxushotel, zu dem man nach der in den englischen Tropenkolonien herrschenden Sitte zum „Sundown" hinauffahren kann, um einen Whisky-Soda, einen Gin mit Bitters oder ein paar Cocktails zu nehmen und sich über die Politik oder das Geschäft zu unterhalten. Alle nach Ostasien verkehrenden Schiffahrtslinien, außer den englischen auch die deutschen, französischen, italienischen, amerikanischen und japanischen, liefen bis zum Ausbruch des Krieges Hongkong an und hatten hier ihre Hauptagenturen. Immer, wenn es in China Unruhen gab, nahmen reiche Chinesen, denen die Banken in der Internationalen Niederlassung von Schanghai noch nicht sicher genug schienen, ihren Wohnsitz in Hongkong oder deponierten dort wenigstens ihre Kapitalien. Viel ostasiatischer Reichtum ist bis heute in den Hongkonger Bankinstituten aufgehäuft. Niemandem kam der Gedanke, es könnten sich einmal japanische Kanonen von Kaulun her gegen das menschenwimmelnde Victoria, gegen die Kriegsschiffe unter dem Union Jack im Hafen und gegen die Batterien am Strand und an den Abhängen des Pic richten. Japans Entschluß, mit seiner ganzen modernen Waffenrüstung den Engländern und Amerikanern im Fernen Osten zu begegnen, muß dort wie ein Donnerschlag gewirkt haben. Die Eroberung Honkongs durch japanische Truppen klingt wie ein Signal zum Umbruch der Weltlage zwischen der Behringstraße und den Pforten des Indischen Ozeans. Neue Laudunaen auf den Vh'lip"inen. Rio de Janeiro. 20.Dez.(DRV. Funkspruch.) Rach Mitteilungen des nordamerikanischen Kriegsministeriums nahmen die Japaner am Freitag auf den Philippinen neue große Landungen vor. Heftige Luftangriffe richteten sich gegen Manila und Jlo Jlo. Oie Treffer von Hawai. Tokio, 19. Dez. (DNB.) Auf Grund besonderer Informationen meldet „Jomiuri Schimbun" Einzelheiten über die Verluste b e r USA. - Pazi° |. Zahrqana Nr. *02 ctiemi täglich, außer nntags und Feiertags 'Beilagen: Gießener /vamilienblättei Heimat imRild DieSckolle »Bezugspreis? Monatlich ... RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen Don einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsprechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" , iMticheck 11688 Franks. M. versenkten englischen Schnellboote aufgefischt, schließend stellt der Korrespondent fest, daß Widerstand der englischen Truppen im Laufe Freitagnachmittag allmählich nachläßt und glaubt, daß Hongkongs letzte Stunde bald geschlagen für die Mittagsnummer biSS'^Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm hei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüffeMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr Iruppenanfammlunaen, Artilleriestellungen, pan- zerkräfte und Nachschubwege des Gegners. An der Kola-Bucht wurde ein Handelsschiff mittlerer Gröhe durch Bombenwurf schwer beschädigt. Tokio, 19. Dez. (DNB.) Wie die Agentur Do- mei aus Kaulun meldet, befand sich der größte leil der Insel Hongkong am Freitag um 11 Uhr japanischer Zeit (4 Uhr deutscher Zeit) i n japanischer Hand. Die Fahnen mit der auf- zehenden Sonne wehen über dem Hasen und flat» rem von den Höhen der Insel. Die noch verbliebe- ittn feindlichen Truppen haben sich auf den Dikto- NlpHügel zurückgezogen, während die Stadt V i k - lvria selbst bereits von japanischen Truppen besetzt wurde. Die Befestigungen an der Ostküste der Insel lagen seit -Freitag NWWen unter schwerem Feuer der japanischen ArtilleV, die von den Deobachtungs- posten auf dem Jardine-Hügel den Gang der Kämpfe verfolgte. Die englischen Truppen leisteten erbitten ■en Widerstand, der von Stellung zu Stellung im Nchkampf gebrochen werden mußte. Die Hälfte )er Insel kam am Freitagnachmittag in japanischen Benfe. Von den Landungsstellen der japanischen truppen, wo Benzintanks und Fabriken in Brand geschossen waren, leuchten noch immer hohe Feuer- [aulen herüber. Hin Korrespondent beschreibt b i e Landung auf der Insel, die durch ein zMölfstündiges Bom- vardement vorbereitet wurde. Als die Landung der japanischen Truppen in vollem Gange war, hätten die Engländer Schnellboote eingesetzt. Die japanische Artillerie hätte den Schnellbooten die ersten Verluste zugefügt. Endgültig wurde der An- jedoch durch japanisch eStukas abge- jchlagen, die die restlichen Boote zum Sinken brachten. Trotz des starken Feuers der englischen Abwehr Hongkong, mgiischeWirischastsmeiropole des Ostens Von Dr. Paul Rohrbach. Im Friedensschluß von 1842, nach dem Opium- Iritg, in dem England die Chinesen zwang, die kivjuhr des verderblich wirkenden, in Indien auf malische Rechnung massenhaft erzeugten Giftes zu gestatten, mußt? China die kleine Felseninsel Hong- ! on g, unmittelbar vor der Mündung des Perl- jlustes, an England abtreten. Auf dem Perfluß konnten Seeschiffe bis Kanton, damals dem vichtigsten Hafen Chinas, hinaufgehen. Zunächst »ahm das unmittelbar an der Jangtsemündung gelegene Schanghai einen starken Aufschwung, int Hongkong bl;eb bis in die sechziger Jahre un- n-chtet liegen. Mit der Entwicklung der Darnpf- chssmhrt wurde es aber zu einer Hauptstation für )tn gesamten aus- und eingehenden ostasiatischen Mehr. Auf Hongkong wurden große Kohlen- )epot5 angelegt, meist mit englischer Kohle auf- ■ gefüllt, dazu ausgedehnte Dorfanlagen und Reparaturwerkstätten für Schiffe, so daß zu Anfang liefe5 Jahrhunderts Hongkong an der Menge aus- ijnb einlaufender Tonnage nur noch von London MiHrtroffen wurde. 1860 nötigte England nach einem weiteren Krieg lhina zur Abtretung der Halbinsel Kaulun, die, mr durch einen schmalen Sund getrennt, Honkong 'gegenüber auf dem chinesischen Festland liegt. 1898 vuide dieser englische Festlandsbesitz durch eine Pachtung auf 99 Jahre bedeutend erweitert. Hong- MW und Kaulun werden seitdem einheitlich durch iinm Gouverneur, der in der Stadt Victoria uff der Insel seinen Sitz hat, verwaltet. Die ge- iwe Zivilbevölkerung von Hongkong und Kaulun si etwa eine Million Köpfe stark, davon kaum JOfniO Europäer, meist Engländer. f i k - F l o 11 e. Danach erhielt von den versenkten Schiffen das Schlachtschiff der „California"-Klasse direkte Treffer in den Munitions- raum und sank in einer Minute. Das Schlachtschiff der „Maryland"-Klasse wurde von Torpedo- unb Bombentreffern in zwei Teile zerrissen. Das Schlachtschiff ber „Arizona"-Klasfe ereilte das gleiche Schicksal. Don den beiden anderen Schlachtschiffen, die noch versenkt wurden, ging das eine nach direkten T o r p e b o t r e f f e r n in einer Minute unter, und bas anbere infolae verschiedener Torpedotreffer. Die schwer beschädigten USA.- Schisse erhielten durchweg direkte Treffer von Torpedos oder Bomben. * Mit dem ersten Tag der Feindseligkeiten im Pazifik setzte auch die B i l d d e r i ch t e r st a 11 u n g ber Japaner an allen Kriegsschauplätzen ein. Einbrucks- voll waren bie Luftaufnahmen vom Angriff auf die britischen Schlachtschiffe an der Ostküste Malayas. Man sieht den ersten Treffer auf der „P r i n c e o f Wales" und kann beobachten, wie die „R e - pulse" abdreht und in voller Fahrt im Zickzackkurs den Bomben und Lufttorpedos der japanischen Maschinen zu entgehen sucht. Die Zeitungen brachten packende Aufnahmen von dem Durchbruch durch die Hauptverteidigugnslinie Hongkongs bei Kaulun. Em schwerer Gchlog gegen Tschungking. Tokio, 19. Dez. (Europapreß.) Die Besetzung des wesentlichsten Teils von Hongkong durch die Japaner ist von besonderer Bedeutung für die angelsächsische Chinahilfe, da die Materiallieferungen nach Tschungking über Hongkong und Schanghai in der Zeit von Januar bis September dieses Jahres größer als diejenigen über die Burmastraße gewesen sind. Unter dem Gesichtspunkt der möglichen Rückwirkungen auf den weiteren Verlauf des Chinakonflikts untersucht „Nichi Nichi Schim- oun" die Bedeutung ber Erstürmung von Hongkong und kommt dabei zu der Feststellung, daß die Besetzung Hongkongs nicht nur den Zusammenbruch des britisch-nordamerikanischen st r a t e g i • schen Dreiecks Hongkong—Tschungking—Singapur darstelle. Die Gesamtverschiffungen an Material für die Tschungking-Regierung beliefen sich auf einen Wert von 2,6 Milliarden chinesischer Dollars, wovon Material für nur 600 Millionen Dollar über die Burma-Straße geliefert wurde. Durch das japanische Vorgehen in Malaya sei auch die Burma- Straße gefährdet, und bie geplante neue Zufahrtstraße aus Jnbien verspreche keinen Erfolg. # General ber Gebirgstruppen Dietl berichtet im Führerhauptquartier bem Führer von den Operationen an ber Norbfront. Rechts ber Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht General- felbmarfchall Keitel. — (Aufnahme: Presse-Hoffmann. sSch.j.) Harle Kämpfe an mehreren Stellen der Ostfront bei Atwehr feindlicher Angriffe. vrühksche Ilniverfitätrdruckerek 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ ®ie&en3$uIftr«8e?-9 ■ jl kie Befestigungsanlagen waren bis zum Enve bes vorigen Jahrhunderts nicht bedeutend, da iriii in England keine Sorge vor irgendwelchen griffen trug. Der chinefisch-japanische Krieg im 95 und noch mehr der russisch-japanische im 05 gaben Anlaß, ihnen mehr Aufmerksamkeit Wiwenden. Als ich 1908, von Schanghai kom- iwrb, Hongkong zum erstenmal besuchte, wurde mir ib eine beachtliche Neuheit erzählt, daß die Einsen t in den Hafen zwischen der Nordspitzenbatterie IN der Insel und der Hunghom-Batterie auf ber K:i lun-Seite beiberfeits mit in ben Felsen ein* ■ htbaiiten Torpebo-Ausstohrohren versehen worben |ei Diese Torpebo-Batterien konnten da- iralj als eine formidable Sperranlage gelten. An I Wuqzeugangriffe aus der Luft dachte noch kein K Mensch, ebenso wenig daran, daß ein ernsthafter ilncriff, wie ihn jetzt die Japaner führten, von der fcröfeite her auf Kaulun stattfinden könnte. Das Us« Hongkong ftationierte Ostasiengeschwader per epischen Flotte, dessen 20 Meter tiefer Ankerplatz unmittelbar östlich ber von Victoria nach Kaulun Wefyrenben Fähre liegt, bestaub aus Kreuzern ht anderen, leichteren Einheiten. 1931, bei Men Besuch, war schon viel davon die Rebe, dch die Festungswerke eigentlich v e r ft ä r f t wer- bm müßten, aber bamals galt noch ber Vertrag ütc- bie Flottenabrüftung von 1921, ber ben An- litp.'rn des Stillen Ozeans neue Befestigungsbauten iunbrfagte. Erst nach feinem Ablauf, 1936, fing man mit der Arbeit an, Hongkong zu einer bedeutenden ßeftung mit vielen in den Fels gehauenen Wer- | kn, zu machen. £ , tu Stabt Victoria baut sich vom Hafen her Abhang des granitenen Victoria-Pics, dem i Insel kulminiert, in die Höhe. Die untere otabt V enge Straßen unb hohe Häuser, wegen der A vhittenwirkung Das im Sommer sehr heitze a ?ina ist nicht gesunb. Der Gouverneurpalast, das Acdthaus, das Hauptpostamt und das §encht sind 4 Hklchtbauten, entsprechend den reichen Mitteln, die sie verwandt werden konnten. Auf den o60 “1er hohen Pic führen eine Drahtseilbahn uno jn? rundum laufende Autostraße mit prachtvollen »^blicken. Die ursprünglich kahlen Flanken des re'ges sind jetzt zum Teil mit Anlagen bepflanzt; fsT Q Samsfaa. 20 SottnftM. 21 Dezember 1041 Gietzener Anzeiger Di? Wochenschauen bringen gleichfalls Aufnahmen von dem Geschützfeuer gegen die letzten Stellungen Hongkongs. „Rur noch acht Großkampfschiffe". Tokio, 19. Dez. (DNB.) Die japanische Presse verzeichnet die vernichtende Niederlage der nord- amerikanischen Pazifik-Flotte. „Nachdem die gesamte nordamerikanische Pazifik-Flotte am 8. 12. im wahrsten Sinne des Wortes zertrümmert wurde", schreibt Domei, „ist der USA.-Traum eines transpazifischen Angriffs auf das eigentliche Japan verflogen." Nordamerika fei mit diesem Schlag von einer erstklassigen z u einer drittklassigen Seemacht herabaesunken. Noch vor knapp zehn Monaten habe Marineminister Knox behauptet, Nordamerika allein sei den kombinierten Flotten mehrerer möglichen Feindländer gewachsen. Heute habe sich wieder einmal bie Wahrheit des alten Sprichwortes gezeigt, daß Hochmut vor dem Fall kommt. Nach ber Seeschlacht bei Hawai besäßen die USA. nur noch acyt Großkampfschiffe, von denen je drei 30 bzw. 26 Jahre alt und lediglich zwei neueren Datums sind. „Asahi Schimbun" stellt fest, daß die USA. zum Neubau der verlorenen Schiffe 4 bis 5 Jahre brauchten. Die Insel penong von den Briten geräumt. Stockholm, 20. Dez. (Europapreß.) Der britische Nachrichtendienst gab in ben Freitagabend- ftunben die Räumung ber zur britischen Kronkolonie Straits Settlement Gehörenden Insel P e n a n g an ber Norbwestküste Malayas bekannt. In ber Mitteilung wurde weiter gesagt, baß sich bie britische Garnison ohne Verluste habe zurückziehen können. Die Insel Penang ist rund tausend Quadratkilometer groß und hat über 400 000 Einwohner. Die Hauptstadt Penangs (Georgetown) zählt 170 000 Menschen. Die britische Garnison auf ber Insel Penang ist evakuiert worden. Soweit bekannt, ist jedoch die Zivilbevölkerung dort zurückgeblieben. In London wird betont, daß die Gefahr, die dieser Insel drohe, durch ben schnellen Vorstoß ber Japaner auf dem Festland gegenüber ber Insel in ben letzten Tagen bedeutend zugenommen habe. Man nimmt an, daß bie Evakuierung ber Penang-Garni- son zur selben Zeit vorgenommen mürbe, zu ber die britischen Truppen auf bem Festland zurückgezogen wurden. Der Verlust Penangs wird als ernst bezeichnet, da die Japaner bie Insel als Flug- basis für Angriffe auf bie Schiffahrt in ben umliegenden Gewässern verwenden können unb bie britischen Schiffe jetzt gezwungen werben, einen Umweg um Sumatra zu machen. Der neugebackene Minister für ostasiatische Angelegenheit, Duff Cooper, mußte als erste amtliche Aeußerung erklären, baß bie britischen Truppen gezwungen wurden, im Nordwesten von Malaya zurückzugehen unb Penang zu räumen. Er wolle offen zugeben, baß bie Japaner bisher äußerst erfolgreich gewesen seien. ner in ihren eigenen Ländern die Bedeutung er» kannt, die ein zur rechten Zeit durch freiwillige Zugeständnisse erreichte Ausgleich mit jenen aus innerer Notwendigkeit nach Raum und Zugang zu den großen Rohstoffgebieten der Erde, sei es in Osteuropa, sei es in Afrika oder in der Südsee, drängenden Völkern für die Sicherung ihrer eige» nen Imperien und deren weitverzweigte und daher auch äußerst empfindliche wirtschaftliche Interessen hätte haben müssen. Man hat sich zu keiner, auch nicht der geringsten Konzession bereitgefunden, entweder aus der aus innerer Unsicherheit und schlechtem Gewissen geborenen Furcht, einen Präzedenzfall zu schaffen, der den auf keiner hinreichenden Leistung mehr begründeten Rechtsanspruch der angelsächsischen Mächte auf Alleinherrschaft über die Reichtümer dieser Welt in seinem Fundament erschüttern müßte, oder aus der satten Borniertheit der beati possidentes, die wie Fafner auf ihrem Golde schlafen. Sollten solche oder ähnliche Gedanken nicht wenigstens im stillen Kämmerlein auch den Roosevelt, Churchill und Genossen kommen, wenn sie heute doch vielleicht schon zu ahnen beginnen, was sich bereits in der Anfangsphase des von ihnen frevelhaft provozierten Krieges in Ostasien als Folge einer Politik der Versäumnisse und Herausforderungen, wie sie sie und ihre Vorgänger zwei Jahrzehnte hindurch betrieben haben, in ersten Konturen abzeichnet? Die Japaner selbst sind zwar weit davon entfernt, die ersten Erfolge ihrer Wehrmacht zu überschätzen, so gewaltig sie auch sind und so kühn auch der Angriffsgeist ist, der sich in ihnen offenbart. Sie wissen, daß es ein langer und schwerer Krieg sein wird, der ihnen von zwei trotz aller Der- lüfte noch über große militärische und wirtschaftliche Machtmittel verfugenden Weltmächten aufgezwungen wurde. Aber wenn sie nach kaum zwei Wochen bereits mit Genugtuung feststellen können, daß die durch den japanischen Angriff auf den USA.-Pazisik-Stützpunkt Pearl Harbour auf Hawai der USA.-Marine und -Luftwaffe beigebrachten Verluste so groß sind, daß sie die praktische Vernichtung der USA.-Pazifikflotte und der aus Hawai stationierten Luftwaffe" bedeuten, so ist das zusammen mit der Versenkung der beiden einzigen Schlachtschiffe des britischen Ostasiengeschwaders und den erfolgreich fortschreitenden Landungsunternehmen der Japaner auf Hongkong, Malakka, den Phi- ilipoinen und Borneo eine Verschiebung der strategischen Ausgangsstellungen zugunsten der Japaner auf der ganzen Linie und von fortwirkender Bedeutung. Roosevelt und die durch seine und seines Klüngels verlogene Agitation verblendete öffentliche Meinung der USA. hatten sich diesen Krieg sehr er- he blich anders gedacht. Wie England seinen Krieg gegen die europäische Achse mit der alten ihm vertrauten Waffe der Fernblockade gewinnen wollte, so hatte auch Roosevelt schon Jahre vor dem Ausbruch offener Feindseligkeiten seine Netze zu stellen begonnen, um Japan wirtschaftlich zu erdrosseln. Die Rohstoffarmut der japanischen Inseln zwang Japan, seinen wesentlichen Bedarf an Eisenerzen aus den Philippinen, aus Malaya und Dritisch- Jndien einzuführen, Schrott aus den Vereinigten Staaten, Erdöl von ebenda, aus Mexiko und Nie- derländisch-Jndien zu holen, aber die japanische Wirtschaft hat sich, durch die Ausführoerbote der USA. für Schrott und Erdöl beizeiten gewarnt, darauf eingestellt, auch ohne diese Zufuhren aus dem Ausland ihre Rohstoffbasis zu sichern, was ihr die Erschließung Man-schukuos und Nordchinas wie in letzter Zeit auch die enge Zusammenarbeit mit Französisch-Jndochina wesentlich erleichtert haben. Die wirtschaftliche Abschnürung Japans sollte nach Roosevelts Plan ergänzt werden durch die volitische und militärische Einkreisung, die der Präsident mit der Front der sogenannten ABCD^taaten, Amerika, dem Britischen Reich, dem China Tschangkaischeks und Niöderländisch-Jndien (Dutsch-JnDia) zu schaffen im Begriffe stand. Duff Coopers 'Mission in Ostasien und die häufigen Besprechungen der Militärbefehlshaber der USA. und Englands hatten zum Ziel, Vereinbarungen für eine enge Zusammenarbeit der ostasiatischen Streitkräfte beider Mächte mit NiederläNdisch-Jndien und Tschungking zu treffen. Von Singapur aus sollte Japan von der Südsee abgeschnitten und damit der Blockadering geschloßen werden, weshalb England trotz seines wachsenden Bedarfs an Kriegsschiffen im Mittelmeer und im Atlantik daranging, sein Ostafienge- schwader durch Schlachtschiffe zu verstärken und australische Truppen nach Malakka zu holen, während die Bereinigten Staaten offenbar zugesagt hatten, Teile ihrer Pazifik-Flotte gegebenenfalls nach Singapur zu beordern, ihre Luftwaffe auf den Philip, pinen beschleunigt auszubauen und die Materiallieferungen für Tschungking zu forcieren. Der in den letzten Wochen wachsende politische und militärische Druck auf Thailand, das zwischen Britisch- Burma und Französisch-Jndochina liegt, dessen militärischen Schutz Japan sehr zum Mißvergnügen Londons und Washingtons übernommen hatte, zeigte bereits, worauf die strategischen Abstchten der beiden angelsächsischen Mächte auf dem Kontinent im Zusammenwirken mit Tschungking hinausliefen. Japan hat an der vorerst noch schwächsten, aber in der Folge gefährlichsten Stelle diesen Einkreisungs- ring noch im Entstehen mit kühner, starker Hand zer- schlagen. Gestützt auf das Bündnis mit Thailand sind die Japaner im Begriff, sich durch ihre Landung auf der Malaien-Halbinsel und den Vormarsch durch den Südzipfel von Burma zum Indischen Ozean die Kontrolle über die Malakka-Straße zu sichern, womit der Nachschub für Singapur von Westen her abgeschnitten, zumindest aber stark erschwert ist. Auch auf der Malaien-Halbinsel, auf den Philippinen und Borneo sind die japanischen Landungstruppen in vorbildlichem Zusammenwirken mit Marine und Luftwaffe in stetem Vorrücken, so daß der Tag nicht mehr allzu fern zu fein scheint, wo Japan die Gebiete, deren Rohstoffe man ihm in friedlichem Güteraustausch unter den fadenscheinigsten Vorwänden vorenthalten hatte, mit Waffengewalt in seinen Besitz gebracht haben wird. Die strategische Voraussetzung oazu schuf die japa- n sche Wehrmacht bereits am Tage des Kriegsbeginns, als sie durch ihren kühnen, Angriff auf Ha- rvai die dort versammelte Pazifik-Flotte der USA. zerschlug und ihr damit die Möglichkeit nahm, in absehbarer Zeit mit erheblichen Kräften in der Süd- fee, dem Schauplatz der japanischen Landunas- manover, zu erscheinen. Nebenbei rechnet man für die im Verhältnis zu den gleichen Schiffskategorien anderer Nationen recht langsamen Schlachtschiffe der USA. eine Fahrtdauer von 16 Tagen für die Route Hawai—Singapur, eine Zeitspanne, in der sich in der Südsee mancherlei ereignen kann. Auch für die amerikanische Luftwaffe, die auf Hawai nach japanischen Feststellungen 450 Maschinen verloren hat, ist ein Eingreifen in der Südsee so gut wie unmöglich geworden, denn die wichtigste „Luftbrücke" über die ungeheure Weite des Pazifik — die gesamte Flugstrecke zwischen der amerikanischen Der britische Llebersall auf Timor. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Australische und niederländisch-indische Truppen haben am 18.12. den portugiesischen Teil der Insel Timor gewaltsam besetzt. Dieser Gewaltakt gegen Die portugiesische Souveränität wurde durch die Propagandalüge eingeleitet, daß Japan die portu- giesische Kolonie Macao besetzt hätte. Sowohl von japanischer wie von portugiesischer Seite wurde diese Meldung sofort dementiert. Der Angriff auf die portugiesische Insel Timor hat in Portugal große Erregung hervorgerufen. Das portugiesische Paria- ment wird heute zur Entgegennahme einer Regierungserklärung zusammentreten. Unter den faden- scheinigsten Vorwänden ist damit das Territorium eines neu traten Staates von derjenigen Macht mit Krieg überzogen worden, die angeblich diesen Krieg nur führt, um die Freiheit und Souveränität der kleinen Staaten zu erhalten. Das Unternehmen selbst wurde von langer Hand vorbereitet. Schon lange vor Ausbruch des pazifischen Konflikts waren Meldungen im Umlauf, die von einem Anerbieten der britischen Regierung wissen wollten, den portugiesischen Teil von Timor „unter ihren Schutz" zu nehmen. Die Behauptung, die Japaner seien im Be- griff gewesen, sich Timors zu bemächtigen, ist an den Haaren herbeigezogen. Wäre ihnen Timor wich- tig erschienen, so wäre es ihnen ohne Zweifel ein leichtes gewesen, den Engländern zuvorzukommen. Wie sehr gerade die Japaner das Recht neutraler Staaten zu respektieren wissen, zeigt ja Die Schlacht um Hongkong, wo die der britischen Festung gegenüberliegende ebenfalls portugiesische Kolonie Macao von den Japanern nicht besetzt wurde. Die englische Behauptung, die Japaner seien au: Macao gelandet, wurde offenbar nur zu Dem Zwecke ausgestellt, um das jedem Völkerrecht hohnsprechende Vorgehen auf Timor nachträglich zu rechtfertigen. Es bleibt daher Tatsache, daß Die Briten in Portu- giesisch Timor einrütften, obwohl weder volitisch noch militärisch Der geringste Anlaß dazu vestand. Der britische Ueberfall erfolgt dazu gegen das Ge- biet eines Staates, Der nach Der letzten Botschaft des britischen Königs an den portugiesischen Staatspräsidenten als „Der älteste und treueste Freund Großbritanniens" apostrophiert wurde. Aktuelle Geographie. Schon in den letzten Jahren ist Burma, gelegentlich auch Birma geschrieben, viel genannt worden: meijt im Zusammenhang mit der Burmastraße, die Der Nachschubweg für englisches und amerikanisches Kriegsmaterial nach dem inneren Tschungking-Ehina ist und über die steilen Ausläufer des Himalaja führt. Jetzt ist Burma durch Den japanischen Vormarsch von Thailand aus in das Blickfeld gerückt. Burma wird vielfach zum Kaiserreich Indien gerechnet obwohl es eine verwaltungs- rechtliche Sonderstellung einnimmt. Auf seinem Gebiet von 605 000 Quadratkilometer, das also größer als Das europäische Frankreich ist, wohnen 15,6 Millionen Menschen einer alten und eigentümlichen Kultur, die sich meist mit Landwirtschaft, und zwar besonders mit Pflanzenanbau beschäftigen. Denn die Viehzucht ist wenig entwickelt, weil das Fleisch und die Milch Der Tiere aus religiösen Gründen nicht genossen werden darf. Das Gegenstück ist, daß in Burma genau so wie in Thailand der Elefant eine Art Haustier ist und — leidlich gezähmt — als Transporttier gute Dienste leistet. Die hohen und steilen Gebirgszüge schränken den landwirtschaftlich verfügbaren Raum erheblich ein, liefern aber das wertvolle Teak-Holz, das im Schiffbau sehr geschätzt wird. Um so fruchtbarer sind die Ebenen, wo in Den Trockengebieten Weizen, Hirse, Baumwolle und Oelfaaten gedeihen, während der Reis als wichtigste Nährpflanze in den ausgedehn- ten feuchten Sumpfniederungen angebaut wird. In Dem mächtigen Jrawadi-Tal sind große Petrv- leumlager erschlossen worden. Die Hauptstadt ist Rangu an dem östlichen Mündungsarm des Jra- wadi mit fast einer halben Million Einwohnern, über die fast die ganze Ausfuhr an Baumwolle, Reis, Erdöl und Teak-Holz geht. Hier sind auch große Reisschälereien, Holzsägewerke und Petroleumraffinerien tätig. Der japanische Angriff von Thailand aus gegen Burma hat nun sein erstes wesentliches Ergebnis gezeitigt durch die Besetzung von Kap Victoria, auf dem ein wichtiger Flugplatz der englischen Luftwaffe lag. Von hier führt eine 500 Kilometer lange Straße durch Den gebirgigen schmalen burmesischen Korridor nach Tavoy im Norden, die die einzige Verbindung darstellt. Die Räumuna von Kap Victoria ist sehr unangenehm: materiell, weil nicht die Engländer Die engste Stelle Der Malaiischen Halbinsel, Die ßanDenge von Ära beherrschen, sondern die Japaner, die außerdem Damit an den Indischen Ozean vorgedrungen sind; und geltungsmäßig, weil allen Ostasiaten, die für Prestigevermste ein sehr feines Gefühl haben, vor Augen gestellt wird, wie sehr England „an Gesicht verloren" hat und ... an Macht! Don uns aus gesehen, liegt Die berühmte Insel- feftung Singapur am Ausgang Der fast 900 km langen Straße von Malakka, Die Die Malaiische Halbinsel von Der großen holländischen Insel Sumatra trennt. Am vertieften Eingang Der Straße von Malakka liegt die Insel Penang ober Pinang, zu Der auf Dem Festland Der Malaiischen Halbinsel noch Die kontinentale Provinz Welles- ley gehört. Penang ist ein idealer Sitz für Die Engländer, Die in Indien wohnen. Die Insel ist mit schönen Kulturen und Gärten bedeckt, Die in üppigster Vegetation prangen, ihre Gebirge, Die bis 1000 m ansteigen, bieten ein sehr gesundes Klima und angenehme Wohnsitze. Jetzt ist Diese Insel im unmittelbaren Bereich Der japanischen Operationen. Die Japaner stoßen von Der norDmalaiischen Provinz Kedah an Den Fluß MuDa vor, Der Die zu Penang gehörige Provinz Wellesley von Kedah trennt. Die Lage Pedangs am Eingang Der Malakkastraße macht Diese paradiesische Insel zum gegebenen Sprungbrett nach Sumatra und "zum Stützpunkt für eine Luftflotte, Die Den Schiffsverkehr Durch Die Malakka st raße sperrt. Diese ist an ihrer weitesten Stelle 350, an Der schmälsten Stelle nur 75 km breit. Mit anDeren Worten: England fürchtet, daß Singapur, selbst wenn es nicht erobert wird, durch eine solche Umgehung zu Wasser und zu Lande „neutralisiert" werden könnte und praktisch seine militärische Bedeutung einbüßt. Von Sumatra-Tabak hören alle Raucher gern. Jetzt ist Sumatra aber nicht Die Insel Des blauen Dunstes, sondern ein militärisches Objekt, nachdem die Japaner Die Malaiische Halbinsel überquert und am Indischen Ozean sowie an Der Straße von Malakka erschienen sind. Denn die Insel Sumatra erstreckt sich auf 750 km Ausdehnung parallel zur Malaiischen Halbinsel, also auch an Der Straße von Malakka nur auf ihrer Festseite. Die Insel, Die zu NieDerländisch-JnDien gehört, ist mit 423 000 qkm fast so groß wie Das Versailles-Deutschland, aber nur von 7,7 Millionen Einwohnern bewohnt. Unter ihnen finden sich gar nur etwas über 26 000 Europäer. Diese geringe Besiedlung Deutet schon Darauf bin, daß Sumatra kein besonders günstiges Klima hat. Es ist ein echtes Tropenland und außerdem noch stark vulkanisch. Für die gegenwärtigen Operationen kann wichtig werden, daß Die Ostküste an Der Meerstraße von Malakka sehr flach und von zahlreichen Flüssen durchzogen ist, die Sümpfe bilden, Westküste und den Philippinen beträgt mehr als 13 000 Kilometer — ist durch die japanische Besetzung Der beiden westlichsten Brückenpfeiler Wake und Guam, abgesehen von den schweren Beschädigungen auf Den beiden anderen Hawai und Mid- wai-Jsland durch japanische Bombenangriffe, für Die amerikanische Luftwaffe unpassierbar geworden. Sie müßte also Den erheblichen Umweg nach Süden von Hawai über Die Phoenix-Inseln und Samoa nach Port Darwin an der Nordküste Australiens nehmen, um Verstärkungen auf die Philippinen zu schaffen oder sich Flugzeugträgern bedienen, zu deren sicherer Eskortierung Der USA.-Flotte nach dem schweren Aderlaß, Den sie in Pearl Harbour erlitten hat, vermutlich fürs erste wenigstens Die Schlachtschiffe fehlen werden. Sehen so die strategischen Aussichten Des Krieges in Ostasien schon nach Der Anfangsphase für oie USA. sehr beträchtlich anders aus, als man es sich in Washington wohl gedacht haben wird, so drohen sich auch die wirtschaftlichen Kriegsfolgen überraschend schnell in Das gerade Gegenteil dessen zu verkehren, was Roosevelt und seine plutokratischen Hintermänner beabsichtigt hatten. Die jetzt durch Den japanischen Angriff in Def Südsee aufs äußerste gefährdeten Gebiete lieferten nämlich den USA. einen erheblichen Teil ihres Bedarfs an wehrwirtschaftlichen Rohstoffen, und diese Lieferungen waren im Zeichen Der stark forcierten Aufrüstung Der USA. und ihrer Unterstützung Englands in her letzten Zeit beträchtlich gesteigert worden. So belief sich Die Einfuhr Der USA. aus den jetzt unmittelbar $um Kriegsschauplatz gewordenen oder doch erheblich gefährdeten Gebieten im ersten Halbjahr 1941 auf 602 Millionen Dollar gegen nur 463 Millionen im gleichen Zeitraum Des Vorjahres. Allein zwei Drittel des Weltbedarfs an Zinn tarnen aus Malaya, Thailand, Französisch-Jndochina und Holländisch-Jndien und nicht weniger als neun Zehntel oer Weltgummierzeugung erbrachte der indopazifische Raum. Aus Britisch-Malaya haben Die USA. noch in Den ersten neun Monaten Des lau« fenDen Jahres 772 000 t Rohgummi bezogen unD aus dem schon genannten Gebiet in Der gleichen Zeit 116 000 Tonnen Zinn eingeführt, daneben aber noch Bauxit, Erdöl, Mangan, Antimon, Wolfram, Goll), Silber, ganz abgesehen von Kaffee, Tee, Gewürzen, Tabak und Hanf. Alles dies fällt künftighin fort, wodurch die Rohstoffbasis Der amerikanischen Rüstungsindustrie einen Stoß erhält, Den sie spüren wird. Vielleicht noch empfindlicher und unmittelbarer wird zunächst wenigstens England von den ersten unerwarteten Folgen des Krieges in Ostasien betroffen. Sehen wir einmal ab von den ihm drohenden materiellen Einbußen durch den Totalverlust so außerordentlich wertvoller Kolonien wie Malaya und Burma, schon jetzt verschlechtert sich Die finanzielle Lage des Empire, denn mit Unterbindung der Ausfuhr von dort fallen auch die Devisenerlöse fort, mit Denen England seine Kriegs- materialankäufe in Den USA. wenigstens teilweise zu bezahlen suchte. Zudem befürchtet man in England sicher mit Recht, daß Die amerikanische Rüstungsindustrie mit Rücksicht auf den wachsenden Bedarf der eigenen Wehrmacht sehr halb ihre Lieferungen, zu Denen sie sich im Rahmen Des Pacht- und Leihgesetzes verpflichtet hat, einschränken wird, und daß ferner Die amerikanische Schiffahrt, durch Den Nachschub über die ungeheuren Entfernungen des Stillen Ozeans voll beansprucht und oa'bei von japanischen Handelsstörern gewiß nicht unbehelligt gelassen, künftighin nicht mehr in der Lage fein wird, auf dem Atlantik in britischen Diensten zu fahren. So wird auch die USA.-Kriegsmarine wohl mit der Stellung von Geleitschutz und Patrouillen erheblich zurückhaltender werden, als es Die Roosevelt und Knox in ihrem Eifer, Deutschland zu provozieren, schon eingeleitet hatten. Das sind Rück- Wirkungen auf die englische Kriegführung, Die äußerst schwer wiegen und Die man in London wohl zu sehr auf oie leichte Schulter genommen hat, als man es so eilig hatte, Die USA. in den Krieg hereinzuzerren. Freilich daß der Brand in Ostasien entfacht wurde und so schnell um sich griff, hatte man in London vielleicht nicht gewünscht. Der Preis wäre wohl selbst einem Churchill zu hoch gewesen. Denn nun hat das britische Empire zum erstenmal in seiner Geschichte Die Situation, Die alle seine leitenden Staatsmänner immer gefürchtet und bisher durch geschicktes Aushandeln der Interessengegensätze Der übrigen großen Mächte stets vermieden haben: Den gleichzeitigen Ansturm gegen eine Reihe Der wichtigsten Stützpunkte, auf Denen Das Verteidigungssystem Des Empire basiert. England war von sich aus niemals stark genug, um überall gleichzeitig fein über Den ganzen Erdball verstreutes Imperium mit eigenen Kräften zu ver- teiDigen. Die Konstellation des Dreimächtepaktes zwang die britischen Staatsmänner zum erstenmal, einer solchen Notwendigkeit ins Auge zu sehen. Aber sie meinten, Japan mit Drohungen einschüchtern zu können, zu Deren Durchführung ihnen die tatsächliche Macht fehlte. Nun sind Die britische Insel, Die britische Stellung im Mittelmeer und im Nahen Osten und Singapur auf Der Scheide zwischen Indischem und Pazifischem Ozean, Svmbol britischen Herrschaftsanspruchs in Der SüDsee und Kreuzungspunkt wichtigster wirtschaftlicher und politischer Krafllinien gleichermaßen bedroht. Kaum sinnfälliger kann Das Unheil, das Das Gewährenlassen eines Katastrophenpolitikers wie Churchill für das britische Volk und fein Imperium bedeutet, Demonstriert werden. Der Krieg in Ostasien hat schon in seinen ersten Tagen für seine Urheber in Washington und London ein sehr anderes Gesicht bekommen. Dr. Fr. W. Lange. in Denen Urwälder wuchern. Wichtigste Erzeugnis^ von Sumatra sind Tabak, Kaffee, Pfeffer, Vanille und Kautschuk. Unter seinen wichtigsten Städten seien genannt Palembang (110 000 Einwohner), Medan (75 000 E.) und Padang (52 000 E.). Kriegsmaßnahmen der LIGA. Washington, 19. Dez. (Europapreß.) Präsident Roosevelt unterzeichnete am Donnerstag ein Gesetz, Das Die Auflage einer Kriegsanleihe in Höhe von 10 Milliarden Dollar vorsieht. Durch diese Anleihe sollen Die Kriegsausgaben für Das amerikanische Heer und Die Marine gedeckt werden. Laut Mitteilung Des nordamerikanischen Rundfunks wird von diesem Betrag ein bestimmter Fonds abgezweigt, um eine Armee von zwei Millionen Mann auszurüsten und um 800 Patrouillen- schiffe zu bauen. Die außerordentlichen Vollmachten, Die der Kongreß dem Präsidenten für Die ÄriegsDauer gewährt hat, traten Donnerstag mit Der Unterzeichnung durch Roosevelt in Kraft. Die Vollmachten schließen vor allem ein Die Be- rechtigung, eine Zensur über alle Formen Der Verbindungen von und nach Dem Ausland aus» zuüben, ferner Das Recht, Regierungs- und Der- roaltungspoften neu zu besetzen, weiter Die Auf- Hebung Der BeDingungen, zu Denen normalerweise Re gierungskontrakte vergeben werben, so Daß Der Präsident von nun an einen Auftrag placieren kann, ohne dabei wie bisher zur Annahme des günstigsten Angebots verpflichtet zu jein. Schließlich umfassen die Vollmachten noch die Kontrolle über alle Finanztransaktionen von Ausländern und das Nutznießungsrecht am be» schlagnahmten Ausländerbesitz im Werte von schätzungsweise 7 Milliarden Dollar. Für eine Dienstpflicht auch Der Neunzehn- unD Zwanzigjährigen sprach sich im Gegensatz zum Repräsentantenhaus Der U © 21. »Senat aus. Ebenso wie Das Repräsentantenhaus billigte er die Gesetzesvorlage, durch die alle Männer zwischen 18 und 64 Jahren sich registrieren lassen müssen. Er verwarf Dagegen Die vom Repräsentantenhaus ausgesprochene Fixierung des Mindestdienstalters auf 21 Jahre, billigte vielmehr Die ursprüngliche Vorlage Der Regierung, Die eine Dienstpflicht für alle Männer zwischen 19 und 44 Jahren vor» sieht. Bolschewistische Angriffe zufammenaebrochen Berlin, 19. Dez. (DNB.) Trotz schwerster Verluste an Den Vortagen griffen Die Bolschewisten am 17. 12. erneut einen von Den deutschen Truppen besetzten Ort im mittleren Frontabschnitt mit starken Kräften an. Die deutschen Infanteristen, die schon an Den Vortagen heftigsten bolschewistischen Angriffen ausgesetzt gewesen waren und sie trotz Schnee unD Kälte abgeschlagen hatten, legten in Zusammenwirkung mit Der Artillerie wieder ein dichtes Abwehrfeuer vor ihre Stellungen im Voraelände des Orts, durch bas bie feindlichen Angriffe zum Stehen kamen. Nach blutigen Verlusten mußten sich bie Bolschewisten zurückziehen. Bei einem Gegenangriff erbeuteten bie deutschen Solbaten bolschewistische Befehle, aus benen her- vorging, baß Die hier zusammengezogenen feindlichen Kräfte ben von ben beutschen Truppen besetzten Ort zurückerobern sollten. Dieser Versuch war jedoch gescheitert. Auch im Nordabschnitt setzten bie beutschen Truppen ben feindlichen Angriffen eine starke Abwehr entgegen. Drei Panzerwagen und zahlreiche Gefallene blieben vor ben beutschen Linien liegen. An manchen Stellen traten unsere Infanteristen bei einer Kälte von fast 20 Grad gegen einge- brungene feinbliche Kräfte zum Gegenangriff an unb stellten die Lage mieber her. In verschiedenen anderen Abschnitten wurden feindliche Bereitstellungen durch Artilleriefeuer zerschlagen. Im Südabschnitt unternahmen die Bolschewisten vereinzelte Angriffe auf die deutschen Stellungen, die sie trotz hoher Verluste mehrfach wiederholten. An einer Stelle waren bie beutschen Truppen sieben hintereinanber folgenben Angriffen ausgesetzt, die mit starken Kräften unb Artillerieunterstützung vorgetragen würben. Trotz bes Masseneinsatzes gelang ben Bolschewisten an keiner Stelle ein Einbruch, allein vor bem Abschnitt eines Jnfanterie- bataiUons würben nach Der Abweisung,ber feindlichen Kräfte 230 gefallene Bolschewisten gezahlt. Auch vereinzelte Vorstöße bolschewistischer Einheiten auf Skiern wurden unter schweren Feindverlusten abgeschlagen. Harte Kämpfe in der Lyrenaika. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Der itasieirische Wehr- Machtbericht vom 19.12. meldet harte Kämpfe in der Cyrenaika. Verbände Der italienischen und deutschen Luftwaffe griffen mit sehr guten Ergebnissen im Tiefflug auf dem Marsch befindliche Kolonnen mit Bomben an. Arn Nachmittaa bes 17.12. griffen Torpedogefchwader in Den Gewässern Der Cyrenaika Einheiten ber britischen Kriegsmarine an unb beschädigten drei Kreuzer. Ein weiterer Kreuzer wurde am Donnerstag bei Malta von Torpedos italienischer Flugzeuge getroffen. Kreuzer „Dunedin" versenkt. Genf, 19. Dez. (DNB.) Die britische Admiralität gab ben Verlust des britischen Kreuzers „Dune- Din" Der „Dragon"-Klasse bekannt, der im Atlantik durch den Torpedotreffer eines deutschen U-Bootes versenkt wurde. Am 26.11. hatte Der OKW.-Bericht bereits mitgeteilt, daß ein U-Boot unter Führung Des Kapitänleutnants Mohr im Atlantik einen bri« ischen Kreuzer ber „Dragon"-Klasse versenkt habe. Der Kreuzer „Dunedin" war Ende 1918 vom Stapel gelaufen. Seine Wasserverdrängung betrug 4850 Tonnen. Er hatte eine normale Besatzung von 469 Mann. Die Bestückung bestand aus sechs 15,2-cm-Geschützen, drei 10L-cm-Geschützen und vier 4,7-cm-Flakgeschützen. Der Kreuzer hatte zwölf Torpedorohre unb besaß eine Geschwindigkeit von 29 Seemeilen. Reuter bringt bie Schilderung bes Chefingenieurs eines amerikanischen Frachters, der Ueberlebende des „Dunedin" ausgenommen hat. Sie mußten mehrere Tage lang auf kleinen Flößen zubringen. Sie erzählten, daß bas Schiff zu sinken begann, nachdem es ben ersten Torpedotreffer erhalten hatte. Dann riß ein zweiter Torpedo das Heck weg und brachte bie Kammer mit ben Das' erbomben zur Explosion. Kleine politische Nachrichten. Das rumänische Oberkommando teilt mit, daß der rumänische Zerstörer „Regele Ferdinand" am 17. Dezember ein sowjetisches U-Boot im Nord» westen bes Schwarze» Meeres mit Wasserbomben versenkt habe. bgange Bismarcks achvosten des die Front und die sie sich letzten Entschlossenheit anzufeuern! jer mit Wer so große und überzeugen Paul de Lagarde. — (Scherl-Archiv-M.) ... Tfer-^ine^eilmadiis-Stolleti^ch^v. GäfkerXezept ■ ..hl 1 nsrfrfiinBr (Detter Badin" Mebl und .Backin' wtr&en gemixt und auf ein Badbtett (Tischplatte) geffebt Sn Ma Bitt» awrhn+iden f ihn mit Puderzucker. Mehl und .Backin' w«rb-n gemischt und auf---------------- ... mitte wird eine Vertiefung eingedrückt. Zucker. Gewürz«, ® und öas mit der Zlüssigtett angerührte Sohen« oder Puddingpulver werden HInelngegeben und mit einem Teil de» Mehlr zu einem dicken Brei verarbeitet. Darauf gibt man die in Stüde geschnitten« falte Margarine, dar feingehackte Rlnöerfett, den durch ein Sieb gestrichenen Quart und di« gereinigten Rosinen (Korinthen) oder dar gereinigte, entsteinte, in Würfel geschnittene Milchobst. Man bedeckt die Srücht« mit Mehl, drückt alles zu einem Klofc zusammen und eertnetet von der Witte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig. Sollte er Beben, gibt man noch etwas Mehl hinzu. Tr wird zu einer ovalen Platte iji der QrShe een 30x1*an aur gerollt, zmn Stollen geformt und auf ein gefettete» Backblech gelegt Weihnachten mit dem Goldatensender Belgrad. kann, ist anzustreben, den Versehrten in einen verwandten Berus einzuschulen, damit er seine bisherigen Berufskenntnisse nutzbringend verwerten kann. Die Umschulung in einen anderen Beruf ist eine Maßnahme, die nur als letzter Ausweg beschritten werden darf. Die Richtlinien besagen deshalb auch, daß vorher genau zu prüfen ist, ob die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Einsatzbeschädigten die Gewähr bieten, daß er den neuen Beruf ausfüllen kann. Denn jeder umgeschulte Mann muß m der neuen Tätigkeit von vorn anfangen und sich womöglich jahrelang einarbeiten. Ein KalelhöN'INuseum Im Best Recklinghausen. In einer Gedächtnisstunde wurde von Bergwerks- direktor Clos in Datteln im Best Recklinghau- sen das Haus, in dem der verstorbene westfälische Graphiker Hermann Kätethon jahrelang gewohnt Hot, als Kätelhön-Museum der Oeffentlichkeit übergeben. Das Werk des Künstlers, der seine gestal- tende Kraft ganz dem Bergmannsleben gewidmet, und gerade während seines Schaffens auf der Zeche Emscher-Lippe seinem Werk reifste Blätter hinzu- gefügt hatte, soll hier gepflegt werden. Es ist zu erwarten, daß das Mufeumshaus in der Bergmanns- siedlung, das die Deutsche Arbeitsfront in ihre Obhut genommen hat, den Bergarbeitern, deren Freund der Künstler war, viel Freude spenden und die Erinnerung an den verstorbenen Meister lebendig erhalten wird. ^Backpulver gackln Fichte, Jakob Grimm und Fr. Ludw. Jahn haben ihm fruchtbare Anregungen gegeben. Es kennzeichnet aber den selbständigen Geist des Mannes, daß er die Ideen, die in seinen Gesichtskreis traten, in seiner Persönlichkeit umschuf und fortbildete, daß sich alles Stoffliche natürlich und einfach in das Gewebe seines Weltbildes fügte kraft der genialen Prägung, die er den Dingen gegeben hat. Als Lagarde bald nach dem Abgänge r Soweit: 70-80 Minuten bei schwacher Mittelhihe. Sogleid? nach dem Baden bestreicht man den Stollen mit zerlassenem Zett unb bestäubt Weihnachtsgaben 1941. Von Helmut Tündermann, Stabsleiter des Reichspressechess. Paul de Lagarde. Zum 50. Todestage am 22. Dezember. In seinem „Mythus des 20. Jahrhunderts" hat Alfred Rosenberg vor die Charakteristik der Gestalt Lagardes das bezeichnende Wort gestellt: Es wirb einmal eine Zeit kommen, in der die Völker ihre großen Träumer als die größten Tatsachenmenschen verehren werden. Jene Träumer, denen ihre Sehnsucht zum Bild und dies Traumgesicht xum Ziel ihres Lebens wurde. Treffender konnte die besondere Eigentümlichkeit der völkischen Leistung Lagardes nicht Umrissen werden. Lagarde, dessen Leben und Wirken die Zeit von 1827—1891 umgreift, war in seinen Anfängen ganz erfüllt noch von dem Atem der deutschen Befreiungskriege. Die Mitte seines Daseins steht im Zeichen der Bismarckschen Einigung und der Gründung Hilfe für die versehrten Eoldaten Von Harry Nadrowski, Oberst im Oberkommando der Wehrmacht. ^Zum festlichen, feierlichen Auftakt dieser Weihnacht spielt am Heiligen Abend von 18.30 bis 20 Uhr das Große Rundfunkorchester. Anschließend von 20 bis 24 Uhr ist die Sendung „Deutsche Soldatenweihnacht, Front und Heimat treffen sich unter dem Lichterbaum des Belgrader Wachpostens". Nach der Schilderung des Stimmungsbildes über die Weihnachtsfeier in der Wachstube des Belgrader Postens, in der die Soldaten des Senders Belgrad ihr Weihnachtsfest feiern, bringt der Sender einen „Bunten Weihnachtsteller des Wachpostens". Der Höhepunkt dieser Weihnachts-Sendung ist ein Hörbe - richt von der kämpfenden Front. Da spricht u. a. ein verwundeter Soldat von der Ostfront an feine Frau, es folgen Schilderungen der Weihnachtsstimmung in einem Unterstand in Rußland, in U-Boofen, auf Kriegsschiffen, Feldflug- häfen und in der Wüste Afrikas. Am ersten Weihnachtsfetertag gibt die Belgrader bunte Bühne von 20.20 bis 21.30 Uhr eine Weih- nachtsfestvorstellung. Um 21.30 Uhr zieht dann der Belgrader junge Wachposten wieder auh so wie er es übrigens am Heiligen Abend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen von 0 bis 1 Uhr auch tut. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hören wir um 20 Uhr ein großes Symphoniekonzert unter Leitung von Oswald Buchholz, bei dem Professor Hauschild aus Berlin als Gast mitwirkt. Das deutsche Volk feiert feine dritte Kriegsweih- nacht: besinnlicher, innerlicher als die beiden zuvor wird dieses Fest sein. Es ist das erste in diesem Kriege, in dem die deutschen Soldaten an langer Landfront im mörderischen Kampf stehen. So wie an allen Fronten vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer, von Kirkenes bis Libyen um die Stunde der Bescherung und um die Stunde der Weihnacht deutsche Soldaten auf Posten ziehen, so zieht auch in diesen Stunden der junge Wachposten des Senders Belgrad auf, um die Front unö Die Heimat zu grüßen. In die em Sinne hat der Belgrader Soldatensender seinProgramm für den Heiligen Abend und die Weihnachtsfeier tage abge- |W v—u-___überzeugende Geschenke des Schicksals empfangen hat, mag daran denken, daß auch er eine stolze und schöne Gegenaufgabe bereithält. Gewiß — es gibt Starke und Schwache in jeder Gemeinschaft, es gibt solche, die ein Opfer willig auf sich nehmen, weil sie an die größere Zukunft denken, und andere, die schwerer daran tragen. Aber es gibt eine Gabe, die wir alle dem Schicksal, das uns so viel Großes gegeben hat, entgegenbringen können, weil sie ihre Wurzel nicht in unserer Natur, sondern in unserem Willen hat: Es ist die Kameradschaft, au der wir uns gerade im Kriege noch nachdrücklicher bekennen wollen als jemals zuvor. Sie ist es, Die dem Soldaten Kraft im Kampfe, Hoffnung in der Gefahr, Stärke auch in der Not verleiht, sie läßt aber auch die mannigfaltigen, doch im Vergleich zu jenen Leistungen leichten Beschwernisse des kriegsge- mäßen Lebens und Schaffens der Heimat in ein Nichts zusammensinken! Diese nationalsozialistische Kameradschaft ist es, die auch weiterhin unsere Gegengabe für bas Geschenk bes Erfolges und der inneren Kraft sein soll. Diese unsere Volksgemeinschaft soll burch ben Kampf gefestigt unb gehärtet, ebenso ein Garant bes Sieges fein wie bie unüber, windliche Stärke unserer Wehrmacht! All dies, so glaube ich, sind Geschenke, wie sie in solcher Fülle unb Größe vorbem noch nie gegeben waren unb gegeben wurden. Sie vereinigen sich zu bem strahlenden Bilde einer freien Zukunft, die wir erkämpfen, auf daß sie uns und ben ferneren Generationen unseres Volkes bie Sicherheit bes Lebens gebe unb bas Tor zum friedlichen Wettstreit des Schaffens und der Leistung eröffne. Dann mögen wir noch manche Weihnacht heiterer feiern als in diesen Jahren des Krieges, stolzer freilich Tel«: 500 g Weizenmehl, 1 Päckchen Dr. Detter.Backin', M-200 L Zucker. 1 Päckchen Dr. Detter Danillinzucker, etwas Salff 1 Zläfchchen Dr. Detter Rum-Aroma, 1 Mich- Aen Dr. Detter Bad-Aroma Zitrone, 3-4 Tropfen Dr. Getter Backaroma Bittermandel, 1 (Ei, 4 (Etzl. entrahmt« Frischmilch oder Waif«r*). 1 Päckchen Dr. D-kter Sahen- ober V, pvckchen Puddingpulver DaniUe-weschmack, 100 8 Margarine und 50 g Rinderfett-) oöer 150 g ITlar- aarine-), 125 g Quart (Topfen)-), 100 g Rosinen. Korinthen aber getrocknetes Rtlschobst. nicht mehr ausgeübt werden kann, ist an^ustreben, den Einsatzbeschädigten in einen verwandten Berus einzuschulen, damit er seine bisherigen beruflichen Kenntnisse nutzbringend verwerten kann. Die Umschulung in einen neuen Beruf muß auf Aus- nahmefälle beschränkt bleiben. Vor der Umschulung ist genauestens zu prüfen, ob die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Einsatzbeschädigten Ge- währ bieten, daß er den neuen Beruf ausfüllen Die Wehrmacht hat der Derufsfürsorge für ihre Soldaten von jeher größte Aufmerksamkeit geschenkt. Die sorgfältige Betreuung der „Versehrten" des besonderen Einsatzes der Wehrmacht bei der Ruck- führung in ihren bürgerlichen Beruf sieht der nationalsozialistische Staat als seine Ehrenpflicht an. Die Grundlage hierfür schafft das Wehrmachtfur- sorgegesetz. Das Gesetz stellt den Gedanken in den Vordergrund, an die Spitze der Versorgung für Beschädigte nicht den Anspruch auf Rente, sondern den Anspruch auf Arbeit treten zu lassen. Das Deutsche Reich will seinen Versehrten, bie zwar dienstunfähig, aber doch arbeitsverwendungsfähig entlassen werden, burch weitgehende Fürsorgemaßnahmen die Gewähr geben, daß sie als vollwer- tige Arbeitskraft in das berufliche Leben wieder eingegliedert, damit wirtschaftlich sicherge- stellt und seelisch befriedigt werden. Die Durchführung der wichtigen Aufgabe Der Rückführung versehrter Soldaten in bürgerliche Berufe obliegt den Wehrmachtfürsorge, unb -versor- gungsdienststellen, d. h. den Wehrmachtfursorge- und -versorgungsämtern und als deren Organe ben Wehrmachtfürsorgeoffizieren. Diese sind in allen größeren Standorten eingesetzt: sie haben m Verbindung unb in Zusammenarbeit mit allen in Frage kommenden Behörden unb Dienststellen dafür zu sorgen, daß die Unterbringung der Versehrten m einen bürgerlichen Beruf unb die hierzu u. U. notwendige Berufsausbildung rasch und reibungslos "^Welch/Vorbereitungen und Maßnahmen hat der Wehrmachtfürsorgeoffizier hierzu zu treffen? Emer Berufsausbildung geht stets die Berufsberatung voraus. Für diese gelten folgende Richtlinien: Der Einsatzbeschädigte ist, wenn irgend möglich, in seinen alten Beruf einzuschulen und an seinen alt e n Arbeitsplatz zurückzubringen. Wenn der alte Beruf sind, baß ein Einsatz ober eine „Einschulung" in den alten oder einen verwandten Beruf ober bie „Umschulung" in einen neuen Beruf beginnen kann. Der Wehrmachtfürsorgeoffizier berät mit dem Chefarzt bie beruflichen Möglichkeiten, bie ber Körperschaden zuläht und die weiterhin notwendigen Maßnahmen. Kann der Versehrte nach ber Entlassung aus dem Wehrdienst ohne weiteres seinen bisherigen Beruf aufnehmen, so ist keine weitere Berufsberatung erforderlich. Der Wehrmachtfürsorgeoffizier überweist ben Versehrten an das zuständige Arbeits» amt, daß dann ben Arbeitseinsatz regelt. Stellt sich jedoch bei der Berufsberatung heraus, baß eine Einschulung in seinen bisherigen Beruf ober eine Umschulung auf einen anderen Beruf er« forderlich ist, so sind von dem Wehrmachtfürsorgeoffizier außer dem Arzt unb dem Vertreter der Hauptfürsorgestelle, je nach Beruf des Versehrten, auch Vertreter der Handelskammer, der Handwerkskammer, des Reichsnährstandes ober sonstige Sech, verständige von Handel, Gewerbe, Landwirtschaft oder Industrie heranzuziehen (Berufsberatungs- kommission). Gegebenenfalls sind Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung ober des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten zu beteiligen. Diese Berufsberatungskommission prüft die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisie des Versehrten und legt dann unter Berücksichtigung der allgemeinen Arbeitslage und der Wünsche des Versehrten die weiteren Maßnahmen fest, die zur Unterbringung in einen Arbeitsplatz zu treffen sind. In der Mehrzahl der Fälle wird ber Versehrte in feinen alten Beruf elnzufchulen unb auf feinen alten Arbeitsplatz zurückzubringen fein. In ber gewohnten Umgebung und im alten Kameradenkreis kommt er leichter über Hemmungen aller Art hinweg und lernt bald, etwa ausgefallene Funktionen durch andere Handgriffe zu ersetzen. In diesen Betrieben stehen außerdem erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, bie sich der Ausgabe gern unterziehen, die Versehrten anzulernen unb durch Anvassung von Werkzeugen und Maschinen bessere Arbeitsmöglichkeiten zu schassen. Wenn der alte Beruf nicht mehr ausgeübt werden mit seinem lobe Fahne und Schwert sinken taffen mußte, war seitdem ein neues Geschlecht heran- gewachsen, bas seine Gedanken in sich trug. Heute kämpft ein ganzes Volk um bie Verwirklichung seiner arteigenen Kultur getreu bem Ringen La- garbes. Seine Wahrheiten vermählten sich bem Sturmgeist ber deutschen Revolution unb finb bamit eingegangen in ben gewaltigen Entscheidungskampf, in bem die Nation heute steht. Th. Stiefenhofen Auf ben Weihnachtstischen der deutschen Heimat mögen in diesem Jahre manche von ben kleinen Gegenständen fehlen, bie man dort so gerne sieht. Die Geschenke, die bie ElterMhren Kindern, die Tanten Hren Nichten und Neffen, Freunde ihren Freunden zu machen pflegten, sind an Zahl geringer geworden, weil die fleißigen Hände, die sie verfertigen, dem Kriege zu dienen haben. Die Täßchen und tfi3 gürchen, die Puppenkinderstuben und Schaukelpferde, die Vasen und Buchstützen, die Blusen und Krawatten finb freilich keine lebenswichtigen Bedarfsartikel — aber gerade das ist nun einmal der Reiz des Weihnachtsgeschenkes, und deshalb wollen wir es schon als Verzicht werten, wenn uns diese kleinen Freuden heute weniger geboten werden als ehedem Soldaten mit den Panzern und Flugzeugen aller gegnerischen Armeen geschah! Mit dieser festen Zuversicht ist es bie glückliche Ueberzeugung der inneren Gerechtigkei t unseres Kampfes, die uns in diesem großen Jahre so besonders deutlich wurde und uns alle zu einer wahrhaft verschworenen Gemeinschaft werden ließ. Wer noch vor Jahresfrist glauben mochte, daß dieser Krieg von ben Briten aus Kurzsichtigkeit ober nur um politischer Einzelziele willen entfesselt worben sei, bem ist jetzt ganz klar geworben, baß ber Ausgangspunkt des ganzen Kampfes ein erneuter wett- weiter unb haßerfüllter Plan gewesen ist, unser deutsches Volk zu vernichten — unb wenn die ganze zivilisierte Welt babei mit zerschlagen werben würde. Daß dieses traurigste und gemeinste Projekt der Weltgeschichte heute bereits durch bie Ereignisse zerfetzt ist, unb das Schicksal sich gegen jene gewendet hat, bie es erdachten unb begannen —, bas vermag unser Bewußtsein, in einem wahrhaft unvermeidbaren und gerechten Kampf zu stehen, zur tun wir es heute! Daran wollen wir denken, wo immer in diesen Tagen bie Lichter entzünbet werden, ob draußen in ben Unterständen ber Tapferen vor bem Feinb ober zu Hause in ben Stuben einer entschlossenen Heimat. im Frieden. Freilich mag auch da der unwiderrufliche Step. ' tiker finden, daß ihm mancher Aerger über nutz- ■ glückte Gegenstände erspart worden sei und manche Klnderttäne über rasch zerbrochene Herrlichkeiten : unoergossen bleibe. Und Gemütvollere werden ein Gutes darin sehen, daß die Geschenke, wie s- jetzt barbieten, mit mehr Liebe verfertigt oder mit mehr Mühe erworben worden sind als in ben Jahren, in denen die Weihnachtsgeschenke nicht selten bas Ergebnis eiliger Massenkäufe in den letzten Tagen vor bem Fest gewesen sind. Sei bem wie es wolle — es ist Krieg, und dies kann auch am Weihnachtsabend nicht vergessen werden. Ja, Hand aufs Herz, würde eine opulentere Weihnacht uns heute nicht irgendwie fremd erscheinen, und wird nicht die Weihnacht, wie wir sie jetzt eiern, eine vom ganzen Volke tiefer empfundene ein als es im Frieden der Fall sein konnte? Liegen nicht auf den Weihnachtstischen von 1941 noch andere, unsichtbare und doch großartige Ge- chenke, die unserem ganzen Volke in diesem Jahre übergeben wurden? Und werden nicht die Gedanken von Front und Heimat in den Stunden und Tagen dieses Festes gleichermaßen im Banne dessen sein, was uns als gemeinsame Schicksalsgabe vor dem geistigen Auge steht? . Als erstes, so glaube ich, werden wir bie feste Zuversicht zu nennen haben, die uns allen in diesem Jahre stärker als je zuvor bewußt geworden tft Wir erlebten den Zusammenbruch der furchtbaren Gefahr, die sich von Osten her lähmend auf unser Volk herniederzuwälzen drohte — einer Ge- fahr, die alle Weihnachtsbäume ausgelöscht und unser Leben vernichtet hätte. Und wir empfanden in )en gewaltigen Geschehnissen die Unüberwind- lichkeitder deutschen Kraft. Der Alpdruck von tragischen Erinnerungen hat sich gleichermaßen gelöst: Deutschland ist nicht mehr allem der Fleck Erde, auf den eine Uebermacht von Staaten sich ’ stürzt, sondern gewaltige Kräfte in fernen Konti- . nenten sind mit ihm aufgestanden Im Kampf gegen unsere Feinde. Und in ber stillen Betrachtung dieses Geschehens wird uns bewußt, daß sich mit dem Siegeszug der deutschen Heere die Tore öffneten zu Lebensräumen, durch bfe auch die furchtbarste ' Waffe des ersten Weltkrieges, der HungerkcMipf gegen Frauen und Kinder, ebenso vernichtend zu- fammengeschlagen wurde wie es im Kampfe der kann. , Bei ben einzelnen Berufsgruppen ist folgenbes zu beachten: Landwirte mit eigenem Besitz unb selbständige Handwerker,^ Gewerbetreibende und Kaufleute können, wie die Erfahrung der letzten zwanzig Jahre beweist, auch bei schwerem Körperschaden (Arm- und Beinverlust) in ihrem erlernten Beruf hochwertige Leistungen vollbringen. Ihr Berufswechsel ist möglichst zu vermeiden. Die nicht selbständigen Handwerker und die Hand- arbeitet haben in großen Betrieben mit weitgehender Aufteilung der Arbeitsvorgänge bessere Mög- lichkeiten, eine ihrem Körperschaden angepaßte Be- fchäftigung zu erhalten, als in kleinen Betrieben. Bei der Berufsberatung ist dieser Umstand zu be- rücksichtigen. Die Kopfarbeiter werden meistens ihren erlernten Beruf beibehalten können. Der Unterricht in kauf- männischen Wissenszweigen und im Bürodlenst ist nach Möglichkeit auf Einsatzbeschädigte, die schon vorher in ähnlichen Berufen tätig waren, zu beschränken. , _ Wie ist nun der Verlauf der Berufsberatung? Der Chefarzt des Reserve-, Marine-, Luftwaffenlazaretts teilt dem zuständigen Wehrmachtfürsorge, offizier unabhängig von dem Zeitpunkt der Einleitung des DU.-Verfahrens, die Namen der Wehrdienst- und Einsatzbeschädigten mit, die voraussichtlich dienstunfähig werden und soweit geheilt Zum Bestreichen: «Etwas zerlassene Margarine. Zum Bestäuben: (Etwas Puderzucker. •) ver Stollen gelingt auch schon mit 125 g Zett. (Er wird saftiger, wenn man statt 125 g Quark 250 g nimmt, dann jedoch nur 2 (EfeL Milch. bes »Zweiten Reiches". Das Ende feiner Tage wie- i herum ist überschattet von dem tragischen Abgang i bes Eisernen Kanzlers unb den ersten dunklen i Wolken, die sich damals schon um Volk und Reich ■ tzusammenzogen. Außer Friedrich Nietzsche hat fein Zeitgenosse die inneren Gebrechen des neu- i gegründeten Reiches so tief gesehen und so scharf und klar herausgestellt wie Lagarde. Als politischer und völkischer Seher und Ruser hat er mitten int Taumel des unerhörten wirtschaftlichen Auf- schwunges seinen germanisch-deutschen Traum in aufrüttelnden Werken niedergelegt. Seine „Deutschen Schriften" sind ein Vermächtnis, das ganze Generationen denkerisch und gefühlsmäßig beeinflußt hat. So ist die feit dem Abgänge Bismarcks einsetzende völkische Kampfbewegung ohne Lagarde undenkbar, und wenn einmal die Geschichte dieser Bewegung geschrieben wird, wird neben anderen auch oer Name dieses Volks- und Staatsdenkers als Leitstern der deutschen Nation glänzen. Lagardes Schriften griffen so viele aktuelle Probleme freimütig auf, nannten so viel Falsches und Schiefes beim rechten Namen, leuchteten in jo viel lastendes Dunkel, daß sie für Tausende aus allen Schichten unseres Volkes zum Lebensbrot wurden. Recht wie ein „Deutscher Reuter, Tod unb Teufel zur Seiten" zog er bamals aus zu einem Kampf, ber darauf abzielte, bas äußere Deutschland auch nach innen völlig deutsch zu machen. Tief durch- brungen von der Goetheschen Einsicht, daß das innere Gesetz des geschichtlichen Lebens ewig von dem Kampfe zwischen Glaube und Unglaube bestimmt wirb, ist Lagarde auch zu den Fragen der Rasse vorgedrungen. Er bekennt: ,Fch bin feit Jahren überzeugt, daß die in die germanische Welt eingenistete Judenheit der Krebs unseres gesamten Lebens ist. Unsere Wirtschaft kann um ihretwillen nicht gedeihen, unsere Nationalität verkümmert, die Wahrheit wird uns durch sie vorenthalten. Zeitlebens kreiste fein ganzes Denken unb Wirken um die eine große Idee, die er immer wieder mtt beredter Stimme verkündet: „Nationen sind Gedanken Gottes." Wie wenige zu seiner Zett sah er daß bem Zeitalter im tiefsten her Lebensmstinkt verlorengegangen war, unb daß die des heldischen Volksternes reißende Fortschritte machte. Er wollte daher seinem schon stark in Materialismus absinkenden Volke helfen und versuchte, in den Herzen des deutschen Menschen durch sein richtendes unb mahnendes Wort die Kräfte der Erneuerung zu wecken. Mit realistischer Sehschärfe erkannte er, datz die mit fo mel Geräusch g°pn°,°ne „Freiheit" bereits zum Abbruch aller Bindun- gen geführt hatte, daß die menschlichen Stufen unb Grabe im Dolklichen mehr und mehr emgeebnet unb bamit die Lähmung des Dolkskörpers auch im Staatlichen bewirkt wurde. „Frei ist Nicht, wer tun kann, was er will, sondern wer werden kann, was er soll." „Nur Gliedern läßt man zu, sich frei zu bewegen ,wie sie wollen, weil sie als Glieder sich nie vom Ganzen trennen unb nie etwas wider das Ganze tun ... Alles, was ich ausemandergefetzt habe, läßt sich in eine einzige Sortierung zufam- mensassen: die, Ernst zu machen. Macht Ernst nut euren schönen Worten, so wird das Paradies auf Erden sein. Fahrt fort, Worte zu machen ohne Ernst, so werben wir alle bald in Nichts versinken. Alles für das Volk, alles für Deutschland — m diesem ethischen Urgrund ruht Antrieb und Endziel feines Redens und Tuns. . Lagarde gebietet von fernem ersten fchnftstelle- rischen Auftreten an über ein fo ursprüngliches unb einheitliches Gedankengut daß er 3,eltlebens ohne Beugung und Bruch an feinem völkischen Weltbild fortgestalten konnte. Es gehört zum Bilde feiner geistigen Gestalt, dah Lagarde einer wie immer gearteten „Entwicklung", dl- wir als Re,z der Persönlichkeit zu empfinden gewohnt st-sd, über haben war. Alles bei ihm quillt aus genialer An- schauung, und nirgends haftet seiner kritischen Schau der Z-itb-rhältniss- die v«rletz-nd« Schars- des Selbstzwecks an. Wenn man bei ßagarbe non geistigem Ahnentum spricht, mutz man es mit V°r- . sicht und Vorbehalt tun. cherausg-wachi-n ist er au- ber Atmosphäre der deutschen Romantik, Arndt^mw 5 - MALZ 'M Wir haben uns verlobt Mietgesuche"] 6- Gx Gießen Gießen Statt Karten! 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Anläßlich des Hinscheidens unserer innigstge- liebten Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante sagen wir für die erwiesene Anteilnahme herzlichen Dank. Besonderen Dank dem Vertreter der Stadt Gießen für seine lieben und trostspendenden Worte anxGrabe, sowie allen, die unserer lieben Verstorbenen durch ihr letztes Geleit und überaus zahlreiche Kranzspenden die letzte Ehre erwiesen. In tiefer Trauer: Familie Johann Nocker und Angehörige. Gießen, den 20. Dezember 1941. 8-7 MNtt-MNW mit allem Zubehör z. 1.4.42, evt. auch früher ober später, zu mieten gesucht, oder Einfamilienhaus zu mieten ober zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unter 04209 an ben Gietz. Anz. Wir geben unsere Ve rlobung bekannt Margot Küthe Rudolf Möller Unteroffizier Spielplao «om 23 bis 28. Dezente Dienstag, 23. Dezember, 15 Uh> Dornröschen. Donnerstag. 25. Dezbr., 17 Uhr Die Zaub« rflöte. Freitag 26. Dezember. 14.30 Uhi Dornröschen. 18.30 Uhr: Außer Mietel Monika. Samstag, 27. 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Kassel Terrasse 15 z.Z. im Felde 1941 _______04320/ Gestern abend 7 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit in der Klinik zu G’eßen nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Landwirt Gustav Mank im Alter von 66 Jahren. Die trauernd Hinterbliebenen: Landwirt Ph. Heinrich Mank und Familie. Gießen-Wieseck, den 19.Dezember 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Dez., nachmittags 2 Uhr vom Trauerhaus, Gießener Straße 98, aus statt. sisiD Gebrauchter MeriWkn billig abzugeben. Eichweg 7, H. Fast neuer Smoking z. verkauf. [ 5176 D Schijbertstr. 611 Neuwertiger MNNWlei für Knaben im Alter von 13 bis 15 Jahren zu verkaufen. [04310 2l.NiegelPf.6Op | Kaufgesuche | Suche ein. guten Ouno (mittelgroß bis grob), gleich welcher Rasse, als VOfhUNb. [5184D PH.Sckndt, Hofgut Londorf, Kreis Gietzen. Ich suchez. kauf.: Elektro* Heizapparat 220 V, Gleichstr., garant. betriebsfähig. Für gefl. Ang. m. genauen Angaben unter 5160Da.b.G.A. wäre ich bankbar. Gestern nachmittag 5 Uhr verschied nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp Germer HL Landwirt im 87. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Anna Margarethe Germer, geb. Hofmann Familie Karl Weber Wwe. Elisabethe Germer Familie Philipp Germer V. Familie Theodor Kreiling. Heuchelheim, Kassel und im Felde, den 20. Dezember 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Dez., mittags 12.30 Uhr, vom Trauerhause Bachstraße 37 aus statt. 5188D Großen-Linden, im Dez. 1941 5155 D/ Erstkl., schwere, schwarzbunte Milch- ii. Fahrkuh im Januar kalb., unter 2 b. Wahl, z. verkauf. [ 5159 D Holzheim, GombertsgasseF Vogelsberger RM 1 % Jahre, gute Ab st., z. verkauf. Watzenborn- Steinberg, Herm.-Göring- Stratze 33. [04327 KleineAnzeigcn m (Siebener Anzeiger werden von Tamenbeir bcachfet und (iele'“n. | Vereine | Tie Svortkame- raden und ihre Angehörigen treffen sich am 1. Weihnachtsfeiertag, abnachrml5Ubr, unb am IsitoD Tilbesterabend im Bootshaus. Gieft.Ruderklnb „Hassia" 1906, e.V. leeres Ziimner zum Einstellen v. Möbeln zu vermieten. [04306 Licher Strafte 9p Lenes Zimmer' irr schöner Lage, ab 15. Jan. 1942 z. vermiet. [04309 Schillerstr. 11 p» Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unsrer lieben Entschlafenen Katharine Launspach, geb. Becker sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Frank am Grabe und für die vielen Kranzspenden danken wir herzlichst. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Ludwig Launspach 3. Reiskirchen, den 19. Dezember 1941. 5169 D Zimmer f. Studierenden möglichst in Universitätsnähe z. 1. Januar ges. Zuschriften unt. 04265 a. d. G. A. Junger Buchhalter sucht zum 1. Januar Ml. MM mögt, mit Verköstigung. Zuschr erb. unt. 04276 a. b. G. A. Suche für meine Hausangestellte kl. MM evtl. leer. 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[Stellenangebote] Keine Ursprungs« Zeugnisse, trnbern nut ZeugnU- abfditiften bem ®e rverbungSichreiben bet legen! — Lichtbilder un b 9$ ew erbun g niedrige Lärchen. Später ginge der Mond auf, in feinem Lichte fände Christian den Weg über die Almen, und am Morgen träfe er vielleicht Holzknechte, bei denen bliebe er dann eine Weile. v Nun aber besinnt sich Christian plötzlich, irqenb etwas hält ihn auf, ein Vogelschrei, ein erstes Licht in einem fernen Gehöft. Er kehrt eilig UM. Er lauft heim. Unterschiede in der Arbeitsweise Ergebnisse entspringen natürlich schieden des geologischen Baues biete, aber grundsätzlich ist diese laufen wie feine Nähte- kreuz und quer in Schlingen und Schleifen durcheinander. Das sind die Spuren der Wiesel. Was mögen sie hier wohl treiben, was für seltsame Spiele spielen sie, die Christian. Von Karl Heinrich Waggerl. logische Arbeits- und Denkweise dient eine größere „Zeittafel der Erdgeschichte" sowie eine tafelmäßige Darstellung des Stoffkreislaufes in der Erdrinde. Leider konnte diese Schausammlung nur in schwer zugänglichen Räumen, nämlich im Dachraum des alten Forstinstituts in der Braugasse, untergebracht werden, so daß sie bisher nur wenig Beachtung gefunden hat. . , v Neben den oben erwähnten allgemeinen, in jedem Raum gegebenen Aufgaben der regional-geologi- Christian ist mit zwei Schornsteinen beschäftigt, be nebeneinander auf dem Dach seines Hauses f 1:1'en. Sie sehen aus wie Mann und Frau, das entert Christian, dieser närrische Gedanke. Ls ist vielleicht keine sehr gute Ehe, möglicher- Hufe herrschen da allerlei Mißverständnisse zwl- shk-i den beiden. Der Mann steht ober dem Kuchen- chn, er ist das ganze Jahr über vollauf beschäftigt, I Weierlei läßt er sich durch den Kopf gehen und drum kann er das einfach nicht begreifen, diese f lilre und Frostigkeit nebenan. Die Frau nämlich fyt das Schlafzimmer unter sich, und darin liegt i tor ihr Schicksal, so ungerecht ist das Leben: dort ciD niemals ein Feuer angemacht. Er schlaft überhaupt nicht in seinem Bett, der Mann, er hat ( e alt bekommen, dort allein zu liegen. Aber, war- ( fci nur, eines Tages ... 2as Jahr wird alt, jetzt kommt die Zeit der bösen Si-iibe. Der Wind schleicht durch das falbe Kram cif den Wiesen, und die dürren Gräser neigen sich rttrnd in feiner Spur. Er streift um das Haus gegeben. Die wesentlichsten Ergebnisse regionalen Untersuchung sollten an jedem Ort, der geistiger Mittelpunkt einer Landschaft sein will, weiteren Kreisen der Bevölkerung in einer Heimat- schausammlung zugänglich gemacht werden: denn diese Ergebnisse sind nicht nur von allgemeinheimatkundlichem, also kulturellem Wert, sondern sie sind wegen des Zusammenhangs mit d/n nutzbaren Gesteinslagerstätten auch von beträchtlicher wirtschaftlicher Bedeutung. Das Geologifch-Palaeontoso- gische Institut der Universität Gießen besitzt seit einigen Jahren eine derartige Heimatschausamm- lung, die einen Ueberblick über die erschienenen geologischen Karten, sowie Schaustücke der wich- tioften Gesteine, Versteinerungen. Bodenprofile und nutzbaren Mineralstoffe in Verbindung mit kartenmäßigen Darstellungen der Verbreitung der gezeigten Gesteine, Landschaftsbilder aus dem Bereich der betr. Gesteine usw. bietet. Einbegriffen in diese Schausammlung ist eine Ausstellung der Funde aus den Siedlungen der Altsteinzeit-Menschen in der Umgebung von Gießen. Zur Einführung in die geo- luncn Hausen. • Der Abend kommt, es wird dunkel im Holz. Jetzt Die Flammen fliegen Krähen in dichten Schwärmen vom Tal her- ' " ' auf, mit breiten Schwingen ziehen sie durch den klaren Himmel, rufen und fallen irgendwo wie eine Wir saßen in kleinem Kreise zusammen und — wie kann es auch anders fein — fachsimpelten aus unserem Arbeitsgebiet. Da fragte eine Kameradin: „Was ist eigentlich die Flickbeutelaktion, so recht kann ich mir davon kein Bild machen?" „Dann will ich Ihnen aber schnell darüber Aufklärung geben", erwiderte ich, „denn ich hoffe, Sie helfen uns dann mit, daß der Flickbeutel recht bekannt wird." Wir hier in der Frauenschaft besinnen uns doch immer, wie wir helfen und allen denen, die durch den Krieg besonders belastet sind, irgend etwas abnehmen können. Da ist die Bäuerin, die wirklich neben all ihrer Feldarbeit nicht mehr dazu kommt, ihre Wäsche in Ordnung zu halten; in der Stadt aber ist so manche Frau, die heute berufstätig ist, in der Fabrik, bei der Post, bei der Bahn, oder eine Schwester im Krankenhaus; sie alle kommen einfach nicht mehr dazu, aufzuflicken. Und denken wir gar erst an die kinderreiche Mutter, die heute oft kein« Hilfe haben kann und so viel Zeit braucht zum Einkäufen, da ist einfach der Tag zu kurz. Das größte Stiefkind bei all dem ist der Flickkorb. Langsam quillt der Inhalt bis über den Rand. Nun hat die NS.-Frauenschaft, die ja gern di« von den Menschen vertriebenen Heinzelmännchen ersetzt, Rat gesucht. Die überlastete Frau packt ihre ausbesserungsbedürftigen Sachen, frisch gewaschen und gezählt, in einen Flickbeutel, versieht diesen mit Namen und Anschrift oder einer Nummer, und bringt ihn ihrer Ortsfrauenschaftsleiterin. Diese trägt Namen oder Nummer sowie den Tag der Ablieferung in ein Buch ein und gibt den Beutel zum Arbeiten fort. In der Nähstube oder bei Frauen, die schlecht von zu Hause fort können, die aber gerne helfen, wird alles wieder in die Reihe gebracht, und wenn alles fertig ist, wird der Flickbeutel der Besitzerin wieder zugestellt. Jeder Beutel muß mit einem genauen Inhaltsverzeichnis versehen fein, damit ja nichts von dem kostbaren Gut verlorengeht. Manche Frau hat eine Scheu, ihre zerschlifsenen Herausgabe der Karten und der zugehörigen Erläuterungen ist jedoch im allgemeinen Aufgabe der genannten staatlichen Forschungsstelle. Räumliche ~.....und der Art der Oen Sträucher an den Zäunen. !ud) die Sonne ist nur noch ein kahler Fleck am tamg verhängten Himmel, ihr kränkliches Md) hm die Kälte und die Finsternis nicht mehr über- tirfoen. Aber die Vogel haben es gut in dieser Keüi der Früchte, die' Eichkatzen im Gehölz un£> « Hasen in den Krautäckern. . .. Christian hat nichts gegen die Hasen, er versteh! f) ganz gut mit ihnen, wenn er allem über oie teer wandert, und im Winter geschieht es wohl ü». daß er unterwegs an den Zäunen oder a hinein. . Vt iffen Stellen im Jungwald etwas verl e , |D eigen um diese Zeit, er träumt, tarn Krautstrunk vielleicht oder sonst etwas ines ve hallende Stille, ein rieselndes Kmstern W Saftiges. Allein, jetzt kommt es darauf an,'Cs eine j Sachen andere sehen zu lassen. Wir aber wissen, daß doch nur dadurch, daß sie andere Arbeit leistet,, ihre Wäsche nicht in Ordnung ist, und wir wollen mit warmem Herzen helfen. Sie braucht sich also wirklich nicht zu schämen. So, nun wissen Sie, was Flickbeutelaktion ist, und sicher helfen Sie uns nun, daß diese segensreiche Einrichtung wirklich benützt wird. Helfen Sie uns aber auch die Frauen suchen, di« so gern hilfsbereit sein mochten, aber, da sie ans Haus gebunden sind, nicht helfen können. Wie schön wäre es da, sie würden sich hier mitbetätigen und hätten so auch ein« Befriedigung durch Mitarbeit für die Allgemeinheit. Freudig wird solche Hilfe in Anspruch genommen und jede Ortsfrauenschaftsleiterin ist dankbar fük Meldungen. Qks. Eriche. Weit, weit zurück gingen unsere Gedanken, jii unfern Vorfahren, die einst ebenso aus Berges- dhen standen und das Fest der Sonnwende besten. Für sie waren diese Tage eine heilige Zeit, sui Sonne schauten sie auf, zur Lebensspenderin, jun sollte es wieder erscheinen, das goldne Him- nelslicht, nun kehrte Baldur, der Gott des Lichtes, sicher zurück. Pir kennen die uralte Sage von Baldurs Tod: tt, der milde, gütige Gott, wird die Erde und das Leben vor dem Untergang bewahren. Freya, feine Dhnter, läßt alle Wesen der Erde schworen, daß ie ihrem Lieblingssohne nichts zu Leide tun. Bei )em großen Feste, das die Gotter aus Freude bar- iber veranstalten, soll die Unverletzbarkeit Baldurs ,eziigt werden. Alle Waffen, alle Geschosse pral- en an dem Lichtgott ab. Doch Loki, der Gott des tevss und der Zwietracht, sieht es nur mit Un- tefjigen. Er weiß, daß Freya bei dem Treuefchwur iin Wesen vergessen hat, die schmarotzende Mistel. Siu Zweig von ihr, den Loki dem blinden Hödur, trmm Brüder Baldurs, auf den Boden legt, tötet )en strahlenden Sonnengott. Der Winter siegt über )eu Sommer. Sonne und Leben fallen in tiefen 5(4 af. Iber wie die Pflanzen nach dem Licht drängen, O fling auch die Sehnsucht der Menschen nach der Bonne. Ohne sie konnten sie nicht leben. Die Sonne st hr Gott. Es ist ein steter Kampf zwischen Licht ui Dunkel, zwischen Gott und dem Teufel, zwischen 3w und Böse. Wintersonnwende aber bringt die Wung von der Qual der langen Nächte. Das Üiltt siegt über die Finsternis, Baldur kehrt m'teil... Benn wir heute den Tag der Sonnwende be- zchn, bann fühlen wir die enge Verbundenheit irit unfern Vorfahren. Wie es für sie Stunden der Andacht wirren, so soll es auch bei uns fein: Stun- btn der Eknkehr. der stillen und ernsten Versenkung in Vergangenheit und Gegenwart. Mit Stolz denken mr dabei an die Siegestage des zur Neige geben« bm Jahres. Was hüben unsere tapferen Soldaten gelüstet! Und was leisten sie noch! Auf dem Meer, in i?r Luft, in fernen Ländern stehen sie auf der Tccht. Sie helfen, daß wir dereinst ein Sonn- lmdfest feiern können, das zugleich ein frohes Liessest werden wird. Dann werden wieder überall die Sonnwendfeuer brennen, und im Schein ÖK9 flammenden Holzstoßes werden wir noch einmal derer gedenken, die auszogen, die Heimat zu Sitzen. Voll Wehmut aber werden unsere Gedenken bei den Kameraden verweilen, die ihr f)öh)fte5, ihr Leben, für das Vaterland opferten.. —h. Licht brenrü- in der Kammer der Frau, ein armseliges, blasses, unruhiges Licht. Und ganz gewiß ist es auch kalt in diesem Zimmer, vielleicht ist nicht einmal Wasser im Krug, nichts Freundliches an allen vier Wänden, nicht das mindeste. Der Mann läuft noch einmal weg, sucht etwas Grünes, einen Buchsbaumzweig, und den legt er bann in der Stille auf bas' Fensterbrett. Ja, gute Nacht! Es ist Immergrün... Zeitschriften. — Im letzten Heft der von Professor Hoffmann herausgegebenen Monatsschrift „K u n ft dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) handelt ein interessanter Leitaufsatz von alten Bildteppichen; dazu werden einige schöne Proben solcher Arbeiten aus Brüssel, Brügge, Paris und Lothringen geze gt, die mit Vorliebe mythologische oder geschichtliche Szenen barfteüen. Vorzügliche, außerhalb der Fachliteratur kaum bekannte Wiedergaben begleiten einen Artikel über Handzeichnungen Michelangelos; es lohnt sich sehr, diese Blätter, deren Original heute meist unerreichbar ist, eingehend zu studieren. Ein reizvolles Thema nimmt sich der Beitrag „Deutsche Aquarelle des 19. Jahrhunderts" vor, mit Bildern nach C. D. Friedrich, Ludwig Richter, Menzel, Thoma und andern. Dr. Kurt Fischer berichtet an Hand von aufschlußreichen Reproduktionen über Themen und Stilformen der jungen faschistischen Malerei in Italien. _ ..... — Im Dezember-Heft „Neues Volk (Blatter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) finden wir u. a. einen Beitrag „Jahr- gang 1941" mit prächtigen Aufnahmen einiger in diesem Jahre geborenen deutschen Kinde?. Die ständige Spalte „Kleine Vererbungslehre" befaßt sich mit der Frage „Was ist und wie entsteht ein Albino?" Ein sehr instruktiv bebilderter Aufsatz „Ahasver ein Blick in das Verbrecheralbum" charakterisiert eine Reihe von typisch jüdischen Kriminellen. Einen schonen Beitrag zum bäuerlichen Brauchtum liefert der mit Bildern aus Harheim in der Wetterau geschmückte Artikel „Hochzeit auf dem Dorfe". Grundsätzlich bemerkenswerte Entscheidungen lieft man in der Sparte „Völkische Lebensfragen", in der das Rafsenpolitische Amt fortlaufend Auskünfte erteilt der ,Zahn- und Dillmulde" nahezu ebenso ausgedehnte Zeugen des älteren (jung-palaeozoischen) Diabas-Vulkanismus, der sich unter ganz anderen Bedingungen entwickelt hat als der tertiäre Basalt- Vulkanismus; denn die Diabas-Vulkane lagen teils in, teils sogar unter dem Meeresspiegel, die ler- tiären Basalt-Vulkane auf dem Festland. Die Gesteine der Basalt-Vulkane sind uns in nahezu unae» ftörter Lagerung erhalten geblieben, während Die Diabas-Gesteine stark durchbewegt und gefaltet wurden. Durch den Eisernerz-Bergbau des Lahn- und Dillgebietes sind die Gesteine des Diabas-Vulkanismus in besonders zahlreichen und tiefen Aufschlüssen zugänglich geworden. Unter den geschilderten Umständen ist es fast selbstverständlich, daß die vulkanischen Vorgänge und alles, was damit zusammenhängt, stets das besondere Interesse der in Gießen tätigen Geologen erweckt haben. Seit es überhaupt Geologen in Gießen gibt, also feit dem Anfang des vorigen Jahr- hundert, sind Arbeiten erschienen*, die sich mit den Fragen des Vulkanismus im allgemeinen und mit den Besonderheiten des hessischen Vulkanismus und * Da Verfasser zur Zeit im Heeresdienst steht, mußte dieser Aufsatz außerhalb Gießens und ohne Zuhilfenahme des Schrifttums niedergeschrieben werden; um Ungenauigkeiten zu vermeiden, unterbleibt daher jede Einzelnennung oon Namen ober Arbeiten. Das geologische Schrifttum über die Landschaft um Gießen wird im Geologischen Institut seit einigen Jahren in einem umfangreichen, nach Sachgebieten geordneten Zettelkatalog übersichtlich zusammengefaßt. Dieser Katalog ist allen an der geologischen Arbeit im Raume von Gießen interessierten Volksgenossen auf Wunsch zugänglich. Mehr als die meisten anderen Naturwissenschaften ist die Geoloaie in Forschung und Lehre raum- und landschaftsgebunden, denn alle wesentlichen Beobachtungen müssen draußen im Gelände gemacht werden. Zwar kennt auch der Geologe die Samm- lungs- und Jnstitutsarbeit, aber die Untersuchung und Auswertung des nach Hause gebrachten Materials bekommt Wert und Bedeutung stets nur im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Beobachtung im Gelände. Es ist daher selbstverständlich, daß die Arbeitsrichtung eines geologischen Instituts in Fragestellung und Ergebnissen durch die geologischen Verhältnisse der Umgebung stets besonders stark beeinflußt werden. Für den geologischen Unterricht ist eine mannigfaltig gebaute Umgebung erwünscht, denn sie ermöglicht es, einen großen Teil des Unterrichts in das Gelände zu verlegen und den Schülern den Stoff und die Methoden der geologischen Forschung unmittelbar vor Augen zu führen. In dieser Hinsicht hat Gießen eine äußerst günstige, kaum von einem anderen deutschen Hochschulort zu übertreffende Lage; denn die Mannigfaltigkeit sowohl der Schichtenfolge wie auch der Lagerungsverhältnisse in der unmittelbaren Umgebung ist derart, daß schon in Geländeübungen von wenigen Stunden und ohne größere Anfahrtsstrecken mehr gezeigt werden kann, als an vielen anderen deutschen Hochschulorten durch mehrtägige Lehrausflüge erreichbar ist. Im Bereich der F.o r s ch u n g ist die erste und überall gleichmäßig gegebene Aufgabe stets die Untersuchung der Schichtenfolgen und ihres Der- steinerungsinhaltes, sowie die Klärung der, Lagerungsverhältnisse und der räumlichen Verbreitung der verschiedenen Gesteine (einschließlich der nutzbaren Lagerstätten), Aufgaben, die ihre eindeuttgste Lösung in der Ausarbeitung von geologischen Karten finden. In diesen Aufgaben pflegen die geolo- aischen Hochschulinstitute mit der staatlichen For- fchungsstelle für Geologie, der jetzigen Reichsstelle für Bodenforschung (früher: Geologische Landesanstalten) mehr ober weniger zusammenzuarbeiten; die schen Untersuchung bietet jeder Raum, je nach seinem geologischen Bau, nach Besonderheiten, die nicht überall in gleicher Weise vorhanden sind, und diese Besonderheiten sind es, die der Forschungsarbeit eines geologischen Instituts ihren besonderen Stempel aufdrücken. Freilich spielen neben den räumlichen Gegebenheiten auch stets die Persönlichkeit des Forschers und die Eindrücke, die derselbe vorher in anderer Umgebung empfangen hat, eine sehr wesentliche Rolle. Gerade der Vergleich der besonderen Verhältnisse verschiedener Räume erweist sich für die Arbeit des Geologen besonders fruchtbar. Aus diesem Grunde ist für den Geologen ein zeitlicher Wechsel des Arbeitsplatzes trotz der Schwierigkeiten der Einarbeitung stets von Nutzen; daher können auch für den geologischen Unterricht Lehr- ausflüge in entferntere Gebiete auch dann nicht entbehrt werden, wenn die nähere Umgebung so abwechslungsreich gebaut ist wie die Umgebung von Gießen. Die bemerkenswerteste Erscheinung im geologischen Bau der Landschaft um Gießen ist die große Verbreitung vulkanischer Ge st eine verschiedener Art. Der Vogelsberg ist das größte geschlossene Gebiet jungvulkanischer Gesteine (vorwiegend Basalte) des europäischen Festlandes. Die geschlossenen Basaltdecken reichen von Osten her am Schiffenberg, an der Hohen Warte und am Hangelstein bis unmittelbar vor die Tore der Stadt, und im Westen leiten die Schlvtkuppen des Vetzbergs, Gleibergs, Wettenbergs usw. über zu den Basatt- decken des hohen Westerwaldes, die sich zwar nicht mit dem Vogelsberg messen können, aber doch noch eine recht stattliche Ausdehnung ereichen. Neben diesen Zeugen des jungen, tertiären Vulkanismus haben wir im Schiefergebirge westlich Gießen, in über die I zwischen den Stämmen, das kommt von den Nadeln, die unaufhörlich aus dem Astwerk fallen. Im tiefen Holz wird ein Specht laut. Das gefällt dem Häher, dieses Rasseln und Schnarren, und plötzlich lacht er schallend auf, der braune Häher in der Buche. Auf lichteren Stellen ist der weiche Waldboden mit rätselhaften Linien gezeichnet, sie lägen da. Die Eichkitzen sind in den Wipfeln zu Hause, dort jagen sie sich, schnalzend und fauchend, fallen von irgendwoher ins wippende Geäst und äugen | mit ihren beerenschwarzen Augen in die Tiefe. I Ja, viele Tiere beherbergt der Wald, für viele In der Nacht rüstet sich Christian wie ein Kriegs-1 gatt für seinen Rachezug, er bindet eine Decke über den Kopf wegen der Kälte, und dann holt er tue j Schrotbüchse aus der Kammer. In der Kammer steht freilich auch die Frau und hat nichts weiter an als ein Hemd auf dem Leibe, wen wundert es, daß sie beinahe zu Eis erstarrt vor diesem Gespenst, vor dem wilden Jäger in der Nacht? ?ber sq„# «'iL11 nGr fehid)°am^crfkleinen Wiesel in den hellen Nächten? Mitten hin- Platz für ein richtiges Weidwerk, diese Bank an den Beerenstauden. Christian hat es warm und gemütlich in seinem härenen Haus, er bläst zufrieden- durch seinen Bart und rückt sich zurecht, und nun , gilt es also ein scharfes Auge an die Kohlköpfe zu; wenden. _ ,,, , . Am Morgen findet die Frau Christian schlafend unter dem Holunder, und nun ist wohl Pulver und Blei verschossen, nun liegen die Hasen zu Dutzenden zwischen den Kohlköpfen? . , aemis' AU "irintr‘seit roVeber "auTroetjenl6 bas Wn tlöpfenbe Herzen ist er ein Mb-nbes Haus. iohPfmanns Sacke ein so blutiges Aber er hat selbst einen mörderischen Feind, den Wrno m (einer L-pur. err juem um . lst ^n ie ein qam lcicher- Wind. Der Wind sucht die Stellen, wo der Boden J'i über den Anger, dort drücki sickder 1 Erklärt Christian diese Schrot- moorig und feucht ist, dort wirft er sich mit aller Hecken, und bann springt er plötzlich mit einem kicher alter Pr g , b f , „ 1 Macht hinein. Der Baum wehrt sich lange verzwei- H in die Krone des Birnbaums. Zweige brechen bi.chse! Damit kann man Den J.iono s er stöhnt und neigt sich, und schnellt wieder Knochen, Blätter flattern durch bie ßuft, es if Schrttte mcht ttefsen de^aup I aber bann reißen bie Wurzeln knallend in der fautbmlMwt'r sind wi° mit Blut bespritzt, die Danni bremst^tenben Lust, und di- Rauch- Itb-N StrnnA,r an den Saunen. I NEN g bIau unb k-rz-na-rad- in den reinen $)immel auf. Es ist wie ein Opferhienft die Erde reinigt sich, sie wirft alles Faule pon sich ab, nackt und unschuldig märtet das Land auf den wieder- fC®a^ührtrUhennmann seltsam an. dieses Sühne- feuer auf dem Acker. Er möchte fetzt wohl aus dem Wald treten und selbst etwas tn bie Mammen werfen, allen Unrat aus vielen Jabren. Aber der Mann denkt bas nur bei sich und geht tiefer m den >MWW ’m SJ.-fpori 2 kreise 1 Kleinen ist das Tor- (Nachdruck verboten.) 18. Fortsetzung. raten. (Fortsetzung folgt.) Puddingpulver Reese-Gesellschaft, Hameln 5 3 3 2 2 2 2 Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Grüningen MW. Gießen Heuchelheim Lang-Göns 2 2 3 3 5 1 2 10 6 6 4 4 5 4 2 1 den MW. Gießen Lang-Göns Holzheim Grüningen Watzenborn-Steinberg Lich euch trieb feLj Ml B / Grüningen und Gießen besitzen bei die meisten Aussichten. Beachtenswert , verhälwis von Grüningen. Heuchelheim war kör- perlich im Nachteil und hielt sich dadurch recht tapfer. Bei Lang-Göns ging noch nicht alles nach Wunsch. Es bedarf schon großer Anstregung, um vom Ende wegzukommen. Explosion inRaumS Roman von H.C. Hansen Copyright by Prometheue-Verkig Dr.Elchadcer, Gröbenzell b.MOndien y Handball. Arelsklasfe. Die für den kommenden Sonntag angesetzten Punktspiele werden auf einen späteren Termin verschoben. Vorrunden Tabelle der HI. Gew. Verl. Unentsch. Pkte. AmtstrSgern für die bisher gekeistete ArbeN tn» gedachte hierbei insbesondere der aufopferungg. vollen Arbeit der Frauen und ihres erfolgreichen Einsatzes. Gießener Vochenmarktpreife. * Gießen, 20. Dez. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 30 bis 35, Schwarzwurzeln 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, ‘/io 10, Rettich das Stück 8 bis 10 Rpf. lient ianb Mi neuen Jahres erfahrungsgemäß sogar mit einem größeren Anfall von Milch gerechnet werden kann, so daß zweifellos auch die Milchverkaufskontin- gente in ausreichendem Maße sichergestellt werden können. KabWtt - vergeßt nicht abzuwinlen! Der Ehef der Ordnungspolizei teilt mit: Zahlreiche Unfälle im Swaßenverkehr haben sich in letzter Zeit dadurch ergeben, daß Radfahrer beim Verlassen ihrer bisherigen Fahrtrichtung nicht abwinken. Auch bei herabgesetztem Kraftfahrzeugverkehr ist die Abgabe von Fahrtrichtungszeichen unerläßlich. Die Zeichen müssen durch deutlich sichtbares Armausstrecken gegeben werden, sowest nicht mechanische Fahrtrichtungsanzeiger benutzt werden. Radfahrer, denkt immer an diese Pflicht, deren Erfüllung euch und andere vor Schaden bewahrt! Arbeitstagung des RLB. In Marburg fand eine Arbeitstagung der Ortsgruppenführer und Stabsmitglieder der Bezirks- gruppe Oberhessen des Reichsluftschutzbundes statt. Nach einem einleitenden Referat des Bezirksgruppenführers, Stabsluftschutzführer Sckuchhardt, der die Tagung leitete, berichteten die Ortsgruppenführer eingehend über die im vergangenen Halbjahr geleistete Luftschutzarbeit im Hinblick auf die vom Führer befohlenen Aktivierungsmaßnahmen. Generalleutnant Müller-Michels, der Füh- rer der Gruppe XII des Reichsluftschutzbundes, betonte in grundlegenden und richtungweisenden Ausführungen die Bedeutung der dem Reichsluftschutzbund im Rahmen der Landesverteidigung gestellten Aufgabe und wies darauf hin, daß eine Verstärkung der durch den Reichsluftschutzbund zu leisten- den Luftschutzarbeit eine Stärkung der seelischen Widerstandskraft der Bevölkerung und damit der inneren deutschen Front bedeute. Entscheidendes Gewicht sei in Anlehnung und Weiterführung der Ausbildung des Selbstschutzes den planmäßig durch- zuführenden Luftschutz-Hausunterweisungen und Luftschuh-Gemelnschaftsübungen beizumessen. Abschließend dankte der Gruppenführer den Brandplatz stattfinden. Amtsgericht Gießen. Schnellverfahren. Ein Mann in Gießen hatte im Juli d. I. pflicht, widrig und ohne hinreichenden Grund seinen Arbeitsplatz bei einer Gießener Fabrik widerechtlich und eigenmächtig verlassen Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde deswegen zu einer Ge- fängnisstrafe von vier Monaten, auf die drei Wochen Untersuchungshaft angerechnet wurden, verurteilt. Ein Mädchen, das als Hotelküchenmädchen hier tätig war, hatte sich am 25. Dezember v. I. von seiner Arbeitsstelle heimlich entfernt und nahm erst nach etwa drei Wochen dort die Arbeit wieder auf. Am 24. Juni d. I. verlieh sie wiederum ihre Ar- beitsstelle und nahm die Arbeit erst wieder am 16. Juli auf. Am 27. September verließ sie aber- mals ihre Arbeitsstelle und kehrte nicht wieder zu- rück. Die Angeklagte wurde wegen dieser Drücke- bergerei von der Arbeit zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt. Die erheblichen Vorstrafen wirkten straferschwerend. Zuchthaus wegen Anstiftung zum Butterdiebstahl. In der Molkerei in U l f a bei Schotten waren in den Jahren 1938 und 1939 wiederholt Butterdieb st ä h l e vorgekommen. Ein Angestellter hatte diese Spitzbübereien in erheblichem Ausmaß begangen und die gestohlene Butter an eine Reihe von Abnehmern weiteroerkauft. Dafür wurde er wegen fortgesetzten Diebstahls zu l1/« Jahren Ge° fängnis, die Käufer wegen Hehlerei ebenfalls zu erheblichen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Diebstähle hatten nunmehr noch ein Nachspiel gegen den Anstifter, den 60 Jahre alten Heinrich Wolf in Ulfa, dem in der Verhandlung vor dem Amts- gericht Schotten durch Zeugenaussagen nachgewie- sen wurde, daß er 1938 und 1939 den Molkerei- an-gestellten zu den Diebstählen verleitet und von dem Dieb etwa 80 bis 100 Pfund Butter zur Der- Wendung in seinem Gewerbebetrieb gekauft hatte. Der Angeklagte bestritt die Straftat, das Gericht konnte ihm aber keinen Glauben schenken und verurteilte ihn wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, Anstiftung zum Diebstahl und (da die Diebstähle und Hehlerei auch noch nach Ausbruch des Krieges in „Gibt's nicht. Da ist jedem Schwindel Tür und Tor geöffnet. Erst muß ich genau Bescheid wissen. „Eine von mir zu bestimmende kleine Sühne für Ihr grobes Verhalten mir gegenüber. Die Straft wird aber leicht sein, das verspreche ich." ,Lhnen gegenüber soll ich auch grob gewesen sein? Nun hört doch alles auf! Dieser Vorwurf wurde mir bisher in meinem ganzen Leben dreimal gemacht, davon allein zweimal heute abend, von Herrn Kaspar und von Ihnen." „Dann waren- die Menschen entweder viel zu wohlwollend Ihnen gegenüber, oder sie getrauten sich aus Angst vor Ihrer Kraft nicht, Die Wahrheit zu sagen." , galten Sie mich für einen ungeschlachten Raufbold?" , , „Nein, aber wir kommen vom Thema ab. Sind Sie mit dem Preis der Wette einverstanden?" „Noch nicht. Die zehn Mark Buße gelten für Sie und für mich, je nachdem, wer die Wette verliert. Aber die andere Bedingung? Darf ich Ihnen auch eine Strafe auferlegen, eine Sttafe für Ihren ewigen Spott, wenn ich gewinne?" „Spott? Aber Herr Kammin! Ich bin die oer* körperte Sanftmut und würde mir nie erlauben, spöttisch zu sein." . , „Großartig, mit welcher Stirn Sie schwindeln, erkannte er an. Davon kann ich noch lernen. Ader wir kommen vom Thema ab. Einverstanden? „Ja, einverstanden." „Nun der Gegenstand der Wette. Sie sehen, man muß methodisch vorgehen, um zum Ziel zu g°' langen. Manchmal ist es nur ein bißchen um- ^Daß Sie heute abend noch in Verlegenheit bringe, Herr Kammin." „Aha, gnädiges Fraulein Uebermut! Wenni es Sie lockt, einen Felsblock zu rühren, bitte W Nur reiben Sie sich dabei die zarten Fingerspitze nicht wund!" , Karla war erstaunt. Sie hatte niemals gegüm^ daß man mit diesem Mann, der wie ein Bar a sah, ein so leichtes Geplänkel führen könne, ihre Gewandtheit mußte sie aufbringen, um «ug selbst vor lauter Staunen in Verlegenheit zu 0 feiner Gesteine beschäftigen. Zum Teil haben diese Arbeiten weit über den hessischen Raum hinausrei- chende Bedeutung gewonnen. Es liegt in der Eigenheit der geologischen Arbeitsweise begründet, wenn besonders in der theoretischen Auswertung der Beobachtungen oft stark widersprechende Meinunaen geäußert wurden; Auseinandersetzungen dieser Art sind gerade in neuester Zeit wieder in vollem Gang. Wenn dabei auch manchmal in der Einseitigkeit der Auffassung und Deutung über das eigentliche Ziel hinausgeschossen wird, so dienen -diese Auseinandersetzungen doch dem Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis, da die Geschichte der Wissenschaften (und insbesondere die der Geologie) beweist, daß wirkliche Fortschritte sich oft allmählich aus ursprünglich einseitigen und übertriebenen Auffassungen entwickelt haben. Die vulkanischen Gebirge Hessens werden wohl noch auf lange Zeit hinaus Grundlage derartiger Erörterungen bleiben, denn die vulkanischen Vorgänge können in vieler Hinsicht an alten, erloschenen Vulkanen besser studiert werden als an tätigen Vulkanen, weil uns der tätige Vulkan nur einen oberflächlichen Einblick gewährt, während wir am alten Vulkanbau auck die verborgenen Vorgänge der Tiefen nachträglich untersuchen können. Auch an gewissen Nebenerscheinungen des Vulkanismus ist die Umgebung von Gießen sehr reich; es ist da besonders zu nennen das Auftreten vulkanisch bedingter Kohlensäurequellen, die als wesentliche (wenn auch nicht alleinige) Grundlage der zahlreichen Mineralquellen des hessischen Raumes zu betrachten sind. Ferner stehen in mehr oder weniger mittelbarer Beziehung zum alten oder jungen Vulkanismus zahlreiche E r z l a g e r sta t- t e n (insbesondere Eisenerze) verschiedener Art. Alles dies hat, teils aus praktisch-wirtschaftlichen Erwägungen, teils auch aus rein wissenschaftlichen Gründen das Interesse der Gießener Forscher erregt und bis in die neueste Zeit hinein seinen Niede^hlag im wissenschaftlichen Schrifttum gesundem (Schluß folgt.) Wenn die Weihnachtslichtei- brennen... Um die Zeit der Wintersonnwende, da das schlichte Weihnachtslicht durch dunkelste Nacht der neuen Sonüe entgegenleuchtet, spüren auch wir in unserem Herzen einen neuen Tag angehen, wir werden gebefreudig, wir wünschen alles Gute für unsere Lieben im Felde und daheim. Jeder will dem anderen an diesem Festtag eine besondere Freude machen — aber manchmal reichen die Punkte nicht, manchmal langt der Geldbeutel kaum, und man zerbricht sich den Kopf: Was kann ich schenken, womit mache ich eine Freude? Ist es da nicht gut und zweckmäßig, wir reichen uns, wenn die Weihnachtslichtex brennen, auch die beliebten Glücksbriefe der Kriegswinterhilfe? Dies rft durchaus nicht so nüchtern, wie es den Anschein hat. Der bescheidene Umschlag des 50-Rpf.-Glücks- briefes birgt Freude, Glück, Zufriedenheit: Die Freude am Oeffnen des Losbriefes mit der Aussicht auf die Ueberraschung eines Gewinnes. Das Glück, gewonnen zu haben, selbst wenn das Wörtchen „Nicht" an Stelle des erwünschten Fünf- hunderters ober Tausenders stehen sollte, denn einen Gewinn bringt jedes Los für das Kriegswinter- Hilfswerk, das unserem ganzen deutschen Volke zugute kommt. Und zufrieden lächelnd werden mir dann noch den Prämienschein, der sich an jedem Losbrief befindet, einstecken und aufheben bis zum 20. März 1942. Bei seiner Auslosung kann auch er noch einen Gewinn erzielen, vielleicht sogar den Haupttreffer von Fünftausend Reichsmark. post für deutsche Kriegsgefangene in Feindesland. Das deutsche Rote Kreuz gibt bekannt: Der Post- verkehr mit deutschen Kriegsgefangenen, die sich in England, Kanada, Aegypten und Australien befinden, erfolgt unmittelbar über die Deutsche Reichspost; eine Durchleitung der Sendungen durch das DRK. ist dabei nicht erforderlich. Auskünfte über die Art der zugelassenen Mitteilungen und die zu beachtenden Vorschriften bei Versendung von Briefen, Postkarten und Paketen werden von allen Postämtern erteilt. Betreuung Zivilinternierter zu Weihnachten. Um den Internierten in den Weihnachtsfesttagen eine besondere Freude zu machen, hat das Deutsche Rote Kreuz den Jnterniertenlagern Weihnachtssendungen zugehen lassen, bestehend aus Büchern, Noten, Theaterstücken für Laienbühnen, Spielen, Gegenständen zur Ausschmückung der Weihnachtstische und dergleichen mehr. Ferner sind den Vertrauensmännern der einzelnen Lager Summen zur Ausgestaltung der gemeinsamen Weihnachtsfeiern überwiesen worden. Das Deutsche Rote Kreuz hat sich besonders auch im feindlichen Ausland nichtinternierter Frauen und Kinder angenommen. Es sind für diese größere Summen zur Verfügung gestellt worden, um sie durch Geldgeschenke oder Weihnachtspakete mit Gebrauchsgegenständen verschiedenster Art zu erfreuen. Keine Einschränkung im Verkauf entrahmter Frischmilch. NSG. In den letzten Tagen muß man wiederholt feststellen, daß Gerüchte im Umlauf sind, denen zufolge mit einer weiteren Einschaltung eines ver- faufsfreien Tages oder sogar dem vollkommenen Ausfall der entrahmten Frischmilch zu rechnen wäre. Es wird hiermit nachdrücklichst darauf hingewiesen, daß es sich damit um Redereien handelt, die jeglicher sachlichen Voraussetzung entbehren. Wenn auch im Augenblick durch Die Verhältnisse der Jahreszeit (Abkalben usw.) der Anfall von Milch der niedrigste des Jahres ist, so diene doch den Hausfrauen zur Kenntnis daß keine weiteren Einschränkungen in der Zuteilung von entrahmter Frischmilch vorgesehen sind, im Gegenteil mit Beginn des Fußball-Meisterschastsspiele. 1900 — Naunheim. Burgsolms — Luftwaffe. Mit diesen Begegnungen wird die Vorrunde der Staitzl 9 Gießen-Wetzlar beendet. Von den drei angesttzten Spielen kommen nur zwei zum Aus- trag, da VfB.-Reichsbahn, der eigentlich nach Ehringshausen müßte, um Verlegung des Spieles nachgesucht hat. ,, _ Die Spielvereinigung 1900 empfangt auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe die führenden Naunheimer. Die Spielstärke von Naunheim ist xur Genüge bekannt. Trotzdem gehen die Blau-Weißen nicht aussichtslos in den Kampf; da die Spieler Goß und Schäfer wieder zur Verfügung stehen, dürfte die Mannschaft wesentlich an Spielstärke gewonnen haben. Ein spannendes Spiel ist zu erwarten, wobei Naunheim alles versuchen wird, ungeschlagen die Vorrunde zu beenden. Ein schwerer Kampf steht der Luftwaffe in Burg- olms bevor. Die Luftwaffe muß schon mit einem Siege aufwarten, wenn sie weiterhin ernsthafter Anwärter auf die Meisterschaft sein will. Auf Grund der Leistungen im Spiel gegen Ehringshausen ist ein Sieg nicht ausgeschlossen. 1900 — Naunheim. Die vorsonntägliche Niederlage gegen Sinn könnte dazu angetan sein, die Blau-Weißen bereits zu den Abstiegsverdächtigen zu rechnen. Nachdem sich im Bestand der Spieler in den letzten Tagen verschick- bene Änderungen ergeben haben, blickt man jedoch wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Und gerade der Verlust der letzten Spiele ist der besondere Anlaß, daß die Aufgabe mit allem Ernst fort- gesetzt wird. Daß der nächste Gegner der ungezogene Tabellenführer ist, sieht man mit besonderer Genugtuung, denn gerade er ist es, der den Willen zu spüren bekommen soll. Mit der Mannschaft Wenz, Bötz, Goß, Carstens, Kraft, Weniger, Schellhaas, Sittner, Schuck, Schäfer, Ludolph be- fitzen die Blau-Weißen eine Vertretung, die in der Lage sein sollte, den Siegeszug der Naunheimer zu unterbrechen. dem Gleichgewicht zu bringen?" Ihre Augen blitzten ihn übermütig an. Theo Kammin fühlte einen leichten Schauer über den Rücken laufen, weil sie so geradezu aufs Ziel lossteuerte. Aber dieses Mädchen sollte nicht die Genugtuung haben, ihn schon jetzt in Verlegenheit zu sehen. „Sie werden noch Ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie es mit mir aufnehmen wollen, Fräulein Kobelt." Die Szene erfuhr eine wohltätige Unterbrechung, als das Mädchen neue Besucher meldete. Es war eiper der Chefingenieure der Fabrik mit feiner jungen, reizenden Frau, und unmittelbar hinter ihnen folgte der Bruder von Frau Kaspar, ein Architekt, der ebenfalls in Begleitung seiner Frau wor. Die kleine Gesellschaft war damit vollzählig. Man setzte sich zu Tisch und tat einem ausgezeichneten Essen alle Ehre an. Die beiden einzigen Un- verheirateten des Kreises sahen nebeneinander. Viel gesprochen wurde nicht, bis die Dame des Hauses die Tafel aufhob. Herrn Kobelts Vorschlaa, ein Spielchen zu machen, fand pur bei dem Architekten und dem Ingenieur Anklang, die sich darauf in eine Ecke des Herrenzimmers zurückzogen. Die Damen verteilten sich in dem kleinen Salon und im Wintergarten. Kaspar bummelte zuerst herum und machte dann bei den Spielern den Kiebitz, nachdem er die Drohung lächelnd eingesteckt hatte, man werde ihn sofort wieder verhaften lassen, wenn er es wagte, dazwischen zu reden. Theo Kammin hatte es nicht nötig, vorsichtig an Karla heranzupürschen. Es ergab sich völlig zwanglos, daß sie beisammen blieben. Fünf Minuten lang dauerte ein peinliches Verhör zweier Damen, die vor Neugier brannten, Schauergeschichten von einem leibhaftigen Kriminalkommissar zu hören, und sich enttäuscht abwandten, als dieser nicht wie ein Roman zu berichten begann.* Sobald sie allein waren, eröffnete Karla das Geplänkel von neuem. „Wetten Sie, Herr Kammin?" „Wetten ist unmoralisch." „Wenn der Preis moralisch ist, können Sie Ihren Grundsatz vielleicht verleugnen. „Wie soll er heißen?" „Zehn Mark für einen wohltätigen Zweck und — aber das sage tch Ihnen Heber erst fpaW „Die Geschmäcker sind verschieden, Herr Kommissar." Kaspar gewann seine gute Laune wieder. „Verbrecher schätzen Sie vielleicht so, wie Sie es verdienen. Ich muß es noch lernen." „Dann ist also alles in Ordnung." Kobelt nahm seine Gäste beim Arm und führte sie aus dem Herrenzimmer hinaus in den Salon, dessen Hauptmöbelstück ein prächtiger Flügel war. „Unsere Damen müssen bewundern, wie geschickt ich die beiden Gegner versöhnte." Kammins Blick fiel zuerst auf Karla. Sie hatte ein duftiges gelbes Kleid an, das zu ihrer brünetten Hautfarbe ausgezeichnet stand. Neben ihr faß eine Dame, die Der Kommissar noch nicht kannte, und an ihrer Seite Frau Kobelt. Zuerst wurde die Dame des Hauses begrüßt und mit Blumen beglückt. Dann erfolgte die Vorstellung, bei der Kammin feststellte, daß die Ueberraschung vollendet war. „Frau Kaspar", hörte er und beugte sich über die Hand der Dame, die ihm willig und lächelnd entgegengestreckt wurde. „Aha, der böse Mann, der unsere Ehe gewaltsam auf kurze Zeit getrennt hat. Sie haben mir schöne Aufregung verursacht, Herr Kommissar!" ,Lch bitte um Vergebung, gnädige Frau, obwohl das eigentlich falsch ist, denn Verzeihung soll man nur erbitten, wenn man sich einer Schuld bewußt ist. Das ist bei mir wirklich nicht der Fall. Jeder Beamte hätte an meiner Stelle ebenso handeln müssen." Dann kam Karla an Die Reihe. Sie zeigte die beiden Reihen ihrer starken, blitzenden Zähne. „Jetzt haben wir den Herrn Kommissar ein bißchen in Verlegenheit bringen wollen und müssen uns geschlagen geben." „Bitte nicht immer »Herr Kommissar', Fräulein Kobelt. Hier sind wir weder im Präsidium noch bei einer dienstlichen Aktion. Es tut mir leib, wenn ich Ihnen den Spatz verdorben habe, mich in Verlegen- heit zu bringen. Aber ich wäre ein trauriger Kri- minalkommissar, wenn mir bas so leicht passieren könnte." , „Oh", sie setzte eine überlegene Miene auf. ,Zch glaubte' ernstlich, das fei gar nicht so schwer. Ich muh mich also getäuscht haben, als ich kürzlich Anzeichen der Verlegenheit bei Ihnen zu bemerken glaubte. Wetten, daß es mir aeünat. auch Sie aus Bewaffnet mit zwei mächtigen Sträußen fuhr er bei sinkender Sommersonne hmaus zu dem Wohnhaus der Familie Kobelt und freute sich des kommenden Beisammenseins. Von dem verheißenen Kartenspiel wollte er sich schon drücken. Lieber war ihm entschieden eine nette, wenn auch scharfgeschliffene Unterhaltung mit Karla. In der Diele wurde er von einem Mädchen empfangen, bas graziös fein weißes Häubchen und Schürzchen trug. Sie melbete ben Besucher mit melodischer Stimme, bie wie ein gutes Vorzeichen klang. Artur Kobelt trat auf Kommissar Kammin zu, drückte ihm bie Hanb unb versicherte, er sei hocherfreut. Der nächste Herr, ber bie gleiche Versicherung abgab, wirkte weniger glaubwürdig. Es war, wie Theo Kammin mit leichter Grimmasse seskstellte, Herr Martin Kaspar, ehemals Verhafteter und Verhörter des Kommissars. Kobelt lachte unb rieb sich bie Hände. „Großartig, die Ueberraschung, was?" Die beiden anderen hatten durchaus nicht dieses Gefühl. Sie sahen sich beinahe böse an. „Meine Damen haben mir den Gedanken eingegeben. Sie meinten, es wäre doch schabe, wenn zwei Männer, Die nur ihre Pflicht taten, sich jetzt grollten." Aus alter Gewohnheit faßte sich Der Kommissar am schnellsten. „Nun, ich habe es mit Herrn Kaspar persönlich nicht böse gemeint. Die Anzeichen sprachen gegen ihn, unb ba mußte ich eben —" „... ben Raubmörder ins Kittchen setzen", ergänzte Kaspar lachend den Satz. „Aber — Hand aufs Herz, Herr Kommissar — war es notwendig, daß Sie so grob mit mir umgingen?" „Grob?" Ehrliches Erstaunen sprach aus Kammins Zügen. „Bin ich doch gar nicht gewesen. Ich habe in Verbrecherkreisen ben Ruf, daß meine Vernehmungen immer sehr gemütlich verlaufen, wenn auch das Ergebnis für Verbrecher durchaSs nicht gemütlich ist." Mto. Gießen ist bis jetzt klarer Tabellenführer. Die Mannschaft wird allerdings bei ber Rückrunbe einen schweren Stand haben, Da die Mehrzahl Der Spiele auswärts ist. Lang-Göns vergab leichtsinnig zwei Punkte, sonst wäre ber Abstand zu Gießen geringer. Dasselbe trifft bei Holzheim zu, da diese zu einem Spiel auf eignem Platz nicht antraten. Grüningen wird seinen Platz verbessern können, da es in Der Rückrunde die meisten Heimspiele hat. Watzenborn besitzt ebenfalls Aussichten, einen besseren Platz zu erringen. Lich kämpfte recht Unglück- lich, da Mannschaftssorgen bestanden. Sind diese für die Zukunft zu beheben, werden sich auch Erfolge einstellen. Vorrunden-Tabelle des D3. Gew. Verl. Unentsch. Pkte. mar Bin । fniffi 7 o- »are ♦♦ 8 0. Geburtstag. Am morgigen Sonntag, 21. Dezember, feiert Frau Lina Zulauf Wwe.» geb. Löber, eine alte Gießenerin — aus dem ehe- 1 maligen „Pfau" stammend - ihren 80 Geburtstag. \ Die Jubilarin nimmt am heutigen Zeitgeschehen U noch regen Anteil. Auch wir bringen unseren herz- ®liö lichen Glückwunsch Dar. J *♦ Ein Siebzigjähriger. Am morgigen \ Sonntag, 21. Dezember, kann unser Mitbürger Jakob Philipp, Krofdorser Straße 24, in geifti- «er und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glück- | F‘ mU** % e i t o e r g n ü g en unserer Kinder. I F2 Im Rahmen der Sammlung der HI. und des R BDM. für das Kriegswinterhilfswerk am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag wird ben W Kinbern Gelegenheit geboten, sich für eine Spende IW1 zugunsten bes Kriegs-WHW. beim Reiten zu vergnügen. Die Sportbienftgruppe Reiten ber HI. gibt bazu heute ab 14.30 Uhr unb morgen ab 14 Uhr an ber Plockstraße Gelegenheit. Bei ungünstigem Wet- ter wird Das Reitvergnügen in der Reitbahn am E Neues für den Büchertisch kleineren, landschaftlich zusmnmenfassenden Stoffkunst behandeln. Hans Thyriot bis Genügt hier die BlumenspriHe? •363W 40 bis Markt- gibt es fettlösende Reinigungsmittel, dis viel bessere Dienste leisten. Die Sachei» werden darin gut eingeweicht — heiß, we» es sich um Schlosser-, Monteur- oder Maler» kleidung handelt, aber immer kalt bei blut« oder eiweißhaltigen Verschmutzungen, wis sie bei Bäcker- und Mehgersachen vortom* men. Arn andern Morgen wird gut gespült, dann in einer frischen Lösung von dem glei» chen fettlösenden Reinigungsmittel kurz gekocht. So behandelt, ist nicht nur jedes Waschpulver überflüssig, sondern auch das harte und anstrengende Reiben und Dürstem Genau sowenig, wie Die Dlumensprihe yim Feuerlöschen paßt, ein Obstmesser zum Holzspalten oder das Taschentuch zum Fensterputzen — genau sowenig paßt Seife zu Teer^ Öl- oder Fetthänden. Und auch -um Waschen von teerigen, öligen oder fettigen Arbeitssachen soll man weder Seife noch Waschpulver nehmen. Warum? Weil man dazu unheimlich viel Seife ober Waschpulver verbraucht und Hände und Sachen doch nicht richtig sauber bekommt k Zum Lösen von Öf, Teer vnd Fettschmler von den Händen gibt es ein viel einfacheres Mittel: Rehmen Sie ein gutes, feingemahlenes Scheuerpulver l Der Schmutz verschwindet von selbst, und zum Rachwaschen brauchen Sie dann nur ganz wenig Seife. Für die zähverkruftete Arbeitskleidung aber — Der silberne Kalender 1 9 42. Mit 24 farbigen Kunstkarten. 2,50 RM. Verlag Wolde- mar Klein, Berlin. (109) — Der silberne Kalender des Verlages Waldemar Klein in Berlin ist einer der schönsten und wertvollsten, die wir in Deutschland haben; er hat sich im Laufe der Jahre viele treue Freunde gewonnen, welche die neue Ausgabe für 1942 herzlich begrüßen werden. Man kann sich keinen besseren Begleiter denken durch Tage, Wochen und Monate hin. Michelangelo und Botticelli, Dürer und Altdorfer, Brueghel und Cranach, Blechen und Menzel sind etwa die Künstler, deren Bilder hier in vorzüglichen Wiedergaben erscheinen; besonders erfreulich, daß das ausgediente Kalenderblatt jeweils als Postkarte wetterverwendet werden kann. Matthias Claudius, die Bettina und Hölderlin heißen die guten Geister, denen in diesem Jahre der Textteil cm-vertraut wurde zum Drei- gespräch über die Würde des Menschen, die Gewalt der Schönheit und die Macht der Liebe. Hans Thyriot. — Hans Pfann : Führerlos e Gipfel- führten in den Hochalpen, dem Kaukasus, dem Tian-Schan und den Anden. Mit 16 Tiefdrucktafeln. Broschiert 7,— RM., gebunden 9,— RM. kel. Man zahlte pro Stück durchschnittlich 18 B4 RM. Es verblieb kleiner Ueberstand. gruppen übersichtlich gegliedert. Das wertvolle und interessante Werk soll durch einen Band mit etwa 100 Lebensbeschreibungen der wichtigsten Maler und ebenfalls großem Abbildungsmaterial ergänzt werden; ein weiterer Band soll die abendländische Bau- Vorwoche nach. Die übrigen Rentenwerte lagen durchweg wenig verändert, zumal die Umsätze sehr klein waren. Stadtanleihen waren eher etwas freundlicher. Im Freiverkehr waren Feist Sektkellerei auf die bevorstehende HV. um etwa 3 v. H. höher genannt, auch Katz & Klumpp wieder freundlicher. Von Telephonwerten hörte man Salzschlirf mit 67 bis 67,50 Geld. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Dez. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 37,50 bis 46,50, Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 34 bis 44,50, Färsen 41,50 bis 45,50, Kälber 59, Schafe 32 vis 44, Schweine 53 bis 61. verlauf: alles zugeteilt. DDM. beachtet, bet letztgenannten Werten kam jedoch kaum Material heraus, so daß Notierungen selten möglich waren oder nur bei den kleinsten Umsätzen vorgenommen werden konnten. Auf Abgaben von öffentlicher Stelle und auch unter dem Einfluß der bevorstehenden Feiertagsunterbrechung flaute die Umsatztätiakeit aber auch bei den wenigen Favoriten im Wochenverlauf ab und Kursabschläge traten fast allgemein nach den vorangegangenen Steigerungen ein, so daß per Saldo sich nur eine geringfügige Hebung des Kursniveaus eraab. Am R e n t e n m a r k t lag die Reichsaltbesitzanleihe eher etwas unter Druck und verlor bis 161,75 nach 162,50. Auch die Steuergutscheine I erfreuten sich keines fo starken Interesses mehr und gaben bis 107,90 nach 108,75 und 109,50 in der Union Deutsche Derlagsgesellschast Berlin RöH & Co., Berlin SW 68. — Aus diesem Bergbuche spricht die stille Größe des ungekrönten Königs der führerlosen Bergsteiger, dessen beispiellose Erfolge die alpine Welt jahrzehntelang in Staunen ver* fetzten. Was Purtscheller und Zsigmondy in der goldenen Zeit der Bergsteiger begannen, vollendet- Pfann, indem er das führerlose Gehen durch planmäßige Schulung zu einer zu seiner Zeit unerreicht ten Vollendung entwickelte. Es muß daher ihm, deck allein 130 Gipfel über 4000 Meter bestieg, gedankt werden, daß er in der deutschen Bergsteigerjuaend in schlichten Schilderungen seiner eindrucksvollsten Bergfahrten die Freude an den Schönheiten des Hochgebirges und an alpinen Leistungen weckt. — Die Dichtung im Kampf des Reiches. Weimarer Reden 1940. 100 Seiten. Gebunden 3,50 RM. Hanseatische Verlagsanstalt AG. Hamburg 1941. — (79) — Das großdeutsche Dichtertreffen in Weimar stand im Herbst 1940 unter dem Gesetz des Krieges. So setzt sich die Vortragsreihe dieser Tage mit den Fragen auseinander, die dem geiftig Schassenden durch die Ereignisse unserer Zeit gestellt werden. Oberslleutnant Kurt Hesse zeigt den „Beitrag des deutschen Schrifttums zur soldatisch-kämpferischen Leistung unserer Zeit" auf, während Ludwig Tügel mit seinem Vortrag „Die Dich* hing als Gestalterin volkhafter Lebensordnungen" dem Dichter seinen Raum in der Wirklichkeit des Lebens weift. Carl Rothes Beitrag handelt von der „Ueberwindung des westlerifchen Geistes durch die deutsche Dichtung". In seinem Festvortrag über „Die europäische Sendung der deutschen Dichtung" jetzt sich auch Hermann Bürte mit dieser Frage auseinander, um in der herrlichen Schlußapotheose auf Goethe und den, Geist von Weimar voll hymnischer Begeisterung das stolze Wort zu finden: „Es hat im Manne deutscher Menschlichkeit die Menschheit ihren reinsten Sinn gefunden. — Der Goedete ist für jeden Germanisten und Literarhistoriker ein stehender Begriff wie für den weniger speziell gebildeten Deutschen etwa der Brockhaus, der Büchmann, der Baedeker. Profejsor Dr. Carl D i e s ch , Direktor der Staats- und Universitäts-Bibliothek zu Königsberg, hat im Verlage von L. Ehlermann (Dresden 1941) eine kleine, aber gründliche und interessant zu lesende Schrift erscheinen lassen, die dest Werdegang des berühmten wissenschaftlichen Unternehmens, des „Grundrisses zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen", schildert und der Persönlichkeit seines Schöpfers eine maßvoll abwägende Würdigung zuteil werden läßt. Hans Thyriot. — Ulrich Christoffel: Don der griechischen Antike bis zur deutschen Roman- t i k. Eine Einführung in die euroväifche Kunst. 208 Seiten mit 465 Abbildungen nach Kunstwerken aus den Beständen der Berliner Museen. In Seinen 7,50 RM. Verlag Woldemar Klein, Berl'n. — (108) — Das nobel ausgestottete Buch des bekannten Kunsthistorikers unternimmt den Versuch, Entwicklung und Wandel der bildenden Künste (überwiegend Malerei, Plastik und Graphik) von der griechischen Frühzeit bis aur ausningenben Romantik im Ueberblick darzustellen. Daß die enorme Fülle des Stoffes bei verhältnismäßig geringem Text zu Andeutungen und Zusammenfassungen nötigte, liegt auf der Hand; doch war der Verfasser bestrebt, aus der Menge der Hinweise und Nameusaufzählungen in jedem Kapitel in knappen (durch abweichenden Druck herovrgehobenen) Sätzen jeweils die Summe zu ziehen und das für einen Abschnitt, einen Stilkreis oder eine Persönlichkeit Wesentliche faßbar zu formulieren. Dem erstrebten Ziele dient vorzüglich die außergewöhnlich große Zahl der Reproduktionen; wenn ihr Format auch leider mit Rücksicht auf den verfügbaren Raum sehr begrenzt werden mußte, so erhält man doch ein äußerst reichhaltiges, sinnvoll angeordnetes Anfchauungs- und Dergleichs- material; viele Bettachter werden übrigens von der Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit der Berliner Sammlungen überrascht sein, denen das gesamte Abbildungsmaterial entnommen wurde. Die Beschriftung der Abbildungen ist knapp und anregend. Der Textteil ist in großen Stilzusammenhängen und Von der Börse. Sonderbewegungen in Spezlalwerlen. Franks'' rt a. M., 19. Dez. An den Aktie n- märkten konzentrierte sich das Interesse weiterhin auf einige wenige Spezialwerte. Im Vordergrund standen diesmal Siemensaktien, die bis 7 v. H. fester lagen, auch Südd. Zucker wurden mehrprozentig, bis 183,75 höher genannt. Daneben joaren Holzmann, Metallgefellfchaft, Scheideanstalt, bet 5ett der Dewirtschaftungsmaßnahmen stattgefunden hatten) wegen Vergehens gegen die Verbrauchs- regelunasoerordnung zu insgesamt zwei Jahren Zuchthaus. In der Urteilsbegründung wurde vom Gericht festgestellt, daß der Angeklagte die Haupttrieb feder für die Diebstähle des Angestellten gewesen sei und damit auch fortgefahren hätte, als durch die Kriegswirtschaftsmaßnahmen die Bezug- jcheinpflicht für Butter eingefuhrt worden war. Landkreis Gießen. £ Trohe, 20. Dez. Heute wird der Steinbrenner Ludwig Viehmann 70 Jahre alt. Der alte Herr ist körperlich und geistig noch auf voller Höhe. Er war lange Jahre bei den Gailfchen Ton- werten beschäftigt. Dem Jubilar unsere herzlichen Glückwünsche. Kreis Alsfeld. v Homberg, 19. Dez. Am 20. Dezember kann her Kaufmann Friedich Becker, ein geborener Gießener, der schon seit 1901 in Homberg ansässig ist, in körperlicher und geistiger Frische seinen 7 5. Geburtstag feiern. Der Jubilar, welcher nach bestandener Lehrzeit im Hause Gg. Hch. Schirmer in Gießen seinen kaufmännischen Beruf über 50 Jahre ausgeübt hat, vertrat 30 Jahre die Lackfabrik Wilh. Zurbuch in Gießen. Während der letzten zwei Welttriegsjahre arbeitete er als Korre- pondent in der Fittingsfabrik Bänninger in Gieren, feit 1919 als Prokurist einer Metallwaren- abrif in Villingen (Schwarzwald), um dann nach 17jährigem Wirken als Generalvertreter einer Lack- Und Farbfirma im Frühjahr 1936 in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Herr Becker ist Vorstandsmitglied des hiesigen Wandervereins, ein nerein des OHGV., und beteiligt sich noch rege n Wanderungen. Er ist nicht nur bei seinen vielen Geschäftsfreunden, sondern auch in Wand.er- kreisen bekannt und beliebt. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. — Der Auftrieb zum Schweinemarkt betrug nur 17 Fer- idi wii> 2 Ins Feld • L DER HAUSARZT ICussia -Sprudel’ ^Vuellrein und frisch wie die Jugei BAD VILBEL rj4ckJe aüfi&in, Tfet?/ Bel nervSeen Störungen, wleHerz- klopfen, Herzdruck, Herzechmerzen, Herzstechen, kann Toledo! dem Herzen neue Kräfte zuführen u. so einer Verschlimmerung vorbeugen. Flasche RM 2.10 In Apoth. Für die Erhaltung des Wohlbefindens ist neben der ärztlichen Kunst und Erfahrung die persönliche Kenntnis des gesamten Lebensbildes des Patienten entscheidend. So iet der Hausarzt der Mittelpunkt der gesundheitlichen Betreuung, unentbehrlich in •einer Hilfsbereitschaft und G-ftte. Hausarzt! Ein Wort, in dem ständige« Bereitsein, unermüdlich« Fürsorge mitschwingt und 00 das Gefühl des Geborgenseins auslöst. Bewährte pharmazeutische Präparate werden heute vom Hausarzt de« Sohnes ebenso erfolgreich verwandt wie schon einst vom Hausarzt des Vaters. Zu diesen Mitteln gehören Sanatogen, Formamint und Kalzan, die bei Generationen immer wieder ihr« Probe bestanden haben. tu den Solflb- • ten, um ihnen 5 Speisen,Ge- S tränke, Rasier« T wasser heiß ru * machen. Esblt« £ d Trocken-Brennstoff ist käuflich in G ? einschl.Geschäften.Pdcg.20Tabl. G ? Zum Feldpostversand zugelassen. • G Bezugsquellen-Nachweis durch > B • HERST. ERICH SCHÜMM • STUTTGARLW109 Bauer 4 Cie. • Johann A. Wülfing B e rlin SW 68 Büdo-Luxus Schuhcreme Budo-Steinbock Lederfett ÖBi fleme BÜDO verbürgt Qualität Büdo-Werk Wollgang Schott Chem. Fabrik, Schwennlngen/N lieber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern öe« Hugo Dermühler Verlages, Berlin- Lichterfelde. 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Denn Ditcw mln Bi ist wasserlöslich^ und 50 % des Gehaltes können durck falsches Rochen verlorengehen. * * * * * * * * .a,'0OS.„, * ** * * * uulu * * 5ium * * * * ä Lehrpläne und Auskunst durch die Direktion 5183V Empfehlungen] bei [484BA ID OOOllOüoo Häute und Felle Telefon 2750 4500D 275 A EN» NEU 5075 A 5175 D Wie kommt das..? auf Markenpapieren. 0427« Kaule Achtung! Achtung! SWWWk zu den hödisten Tagespreisen! GIESSE MÄM O5Ä/ALDSGAIlTEN-CEßNIL2U5/^ wenden zu wollen. MA BURNUS • G M B H • DARMSTADT * W .* p■ USCHASGrnbH., BERLIN 0'112 ' J Pilo die zeitgemäße Schuhpflege Burnus Am Samstag, dem 27. Dezember, sind die Schalter der nachstehenden Krankenkassen geschlossen! * M •*v*’ * :.ff * * Ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik Vereinigte Innungskrankenkasse Stadt' und Landkreis Gießen Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt' und Landkreis Gießen Zum Waschen. Putzen. Schrubben. 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