Minik öomei Kursk tafle" ember, Charkow Po/tawo Innerkaiiy itheater äe Nikolajew herson »lauf Odessa -u-11 Der Raum an der Desna und ostwärts des Dnjepr. Britische lohn ' . j imVW Mückgezogen. Diese Befestigungslinie itrdibrodien und die sowjetischen Heei f gebrochen, vollständig die Flanke cyrift:„Änzeiger" 1168« Statt Tufernigoy I Njeilin ismark, ßigung r NSG. n 2141. 3889_P_ D Der Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, Konotop e5vmny A o Aj Bomber griffen in der Nacht zum 20. September verschiedene Orte in Norddeutschland an. Einige Flugzeuge drangen bis zur Reichs- Hauptstadt vor. Ls gelang ihnen aber nicht, die Flaksperre der Reichshauptsladt zu durchbrechen. Lin Bomber wurde durch die Flak a b - geschossen. DNB... 19. September. (PK.) Wir liegen hier an einem hohen Damm, südlich von Kiew. Unsere Infanterie war am Vortage in harten und erbitterten Kämpfen bis an diesen Wall vorgestoßen; zum Schutz gegen die Granaten der Artillerie haben sich die Landser tief in die rückwärtige Seite des Dammes eingegraben. Während wir vorsichtig über die Dammkrone zwischen feindlichen Linien hinüberschauen, sind unsere Körper fest an die schützende Böschung gepreßt, denn auch hier wehren sich die Sowjets zäh und verbissen und ihre Artille, rie sowie ihre schweren Granatwerfer senden fast ohne Unterbrechung Gtanaten jeden Kalibers zu den deutschen Stellungen herüber. Don der höhe des Dammes bietet sich eine gute Uebersicht über das tief gestaffelle Gelände. Etwa 800 Meter vor uns zieht sich die stark ausgebaute Bunkerzone von Kiew, die nach dem Flußlauf genannte W e t a - L i n i e, quer durch unser Blickfeld. Sie soll niedergrkämpft und durchstoßen werden. Im Schutze des Dammes haben sich die Pioniere zum Angriff bereitgestellt. Pünktlich auf die Minute bricht der Orkan unserer Artillerie über die feindlichen Linien herein und überschüttet die Stellungen des Gegners mit Granaten aller Kaliber. Vom 10,5-Zentimeter-Geschütz bis zum schwersten Mörser beteiligen sich alle Typen der deutschen Artillerie an diesem Höllenkonzert. Inzwischen nehmen die schweren Waffen der Infanterie geeignete Ziele unter Feuer. Zwei in der Nacht vorgeschobene Flakgeschütze schießen auf die ihnen gegenüberlie- genden feindlichen Bunker. Lauter Jubel ertönt, als es einem dieser Geschütze schon nach wenigen Schüssen gelingt, die Scharte eines feindlichen Bunkers zu zerschlagen und den schweren Koloß außer Ge- fecht zu setzen. Im Schutz der starken Feuerwalze sind o t e Sturmkompanien der Pioniere zum An-griff angetreten. Mit ihnen zugleich gehen Stoßtrupps der Infanterie vor, die die Aufgabe haben, die Feldbefestigungen der Sowjets aufzurollen und dem zurückweichenden Gegner nach- Erfolgreiche Kämpfe im Südabschnitt der Ostfront (Scherl-Bilderdienst-M.) Britenbomber griffen norddeutsche Orte an. Berlin. 20. Sept. (DNB. Funkspruch.) !« ’i Uhr. jt ßieße" ächtet. . I Mit besonderem Erfolg kämpften Panzer- Die bisherigen Verluste der Sowjet-Wehrmacht an Gefangenen haben die Zahl von 1,8 Millionen überschritten. Die Zahl ihrer Toten ist erfahrungsgemäß mindestens ebenso hoch, wahrscheinlich höher. Demgegenüber versucht die feindliche Propaganda die Wirkung dieser deutschen Erfolge, die sie nicht mehr abstreiten kann, dadurch abzuschwächen, daß sie deutsche Verluste allein an Toten in der höhe von 1,5 bis 2 Millionen Mann erfinden. Tatsächlich betragen unsere Verluste nach genauer Feststellung für die Zeit vom 22. Juni bis 31. August 1941 beim Heer (einschließlich Waffen-^) 84-354 Tote. 292 690 Verwundete. 18 921 Vermißte. Bei der Luftwaffe: 1542 lote, 3980 Verwundete, 1378 Vermißte. Die deutsche Luftwaffe verlor im Ostfeldzug bis zum 31. August nur einen Teil unserer Monalspro- duktion, nämlich 725 Flugzeuge. Poltawa genommen. DNB. Aus dem Führerhauplquqrtler, 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen, die nach dem Hebergang über den Dnjepr bei krementschug den Angriff auch nach Nordosten fortsehten, haben Poltawa, 120 km südwestlich Charkow, genommen. Fn Kiew eingedrungen. Die Reichskriegsflagge auf der Zitadelle. DNB. AusdemFührerhauptquartier. 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Zuge der heute bekanntgegebenen Um- fassungsoperationen wurde auch der Angriff gegen d i e ukrainische Haupt st adtkiew eingeleitet. Nach kühnem Durchbruch durch die stark ausgebauten Befestigungen auf dem West- ufer des Dnjepr sind unsere Truppen in öie Stadt eingedrungen. Auf der Zitadelle weht seit heute vormittag die Reichskriegsflagge. 100 2O0km Ionen der Heeresgruppen des Generalfeldmar- stalls von Rundftedt und des Generalfeld- Uirschalls von Bock haben nunmehr, wie durch Kindermeldung bekanntgegeben, zu einer neuen, Kwaltigen Hmfaffungsfchlacht geführt. 3m Anschluß Ai die Schlacht bei Gomel waren starke Kräfte igen den Ober- und Unterlauf der Desna vorge- P hen, um in hartnäckigen Kämpfen den Heber- |ng über den Fluh zu erzwingen, von hier aus »irde der Angriff nach Süden fortgesetzt, um einer ß-äftegruppe die Hand zu reichen, die den Dnjepr biderseits Krementschug unter schwierigsten lerhältnissen in 120 Kilometer Breite überwunden Stte und zum Angriff nach Norden angefeht wor- n war. Seil dem 13. September ist die Dereini- png dieser Kräfte 200 Kilometer ostwärts Kiew »Ilzogen. Hm vier sowjetische Armeen ist bmit der Ring geschlossen. 3hre Vernich- tng ist in vollem Zuge. An dem glänzenden Herauf dieser Operation haben die Luftflotten des Ge- »raloberst Löhr und des Generalfeldmarschalls teff etting großen Anteil. Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 19. September Moskau sowie Stadt und Hafen Odessa rt guter Wirkung an. Zahlreiche Brände entstan- bm. An der britischen O st k ü st e bombardierten bmpfflugzeuge verschiedene kriegswichtige Anlagen. Bei Versuchen des Feindes, am gestrigen Nach- Allag nach Holland und in die besetzten Gebiete erizufliegen, schossen 3äger, Flakartillerie und Minensuchboote 20 britische Flugzeuge, dtrunter vier Bomber, ab. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in ! brr Reichsgebiet ein. ten>bef Ihr , »Ibmiett 3 isanova kten len io bt -5 i>‘ für die MittagSnummer biSSV.Ubr desVormittagS Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvt. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Heilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstallell Abschlüße Mengen,taffel 8 Plavvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« tnebr Durch den Bunkergürtel von Kiew Von Kriegsberichter Werner Müller. . . Romny Kjjew Priluki ,17.9.41 l rnhaus „Stalin im Schlepptau der Ereignisse." Spanische Stimmen zur militärischen Lage der Sowjets. »kommen ■ r Freude j tackow, iurn /1 {ackow , Luftwaffe j BqH-a Xknihinew' otA Zayrgans Hr. 224 " ^°n ktscheml täglich außer tzonntags und Seiertags das vi sur 'S"» f Ä der - j igeg ftQr? ' WÄ zustoßen. Unter heftigster Gegenwehr der Sowjets wird die Weta überschritten. Jedes einzelne MG.-Nest muß im Sturm genommen, jeder Granatwerfer einzeln niedergekämpft werden. Selbst die feindlichen Schützen in ihren Löchern leisten bis zu- letzt Widerstand. Die Feuerleistung der deutschen Artillerie ist ausgezeichnet, aber dennoch lebt die feindliche Bunkerlinie wieder auf, als die Pioniere zum direkten Sturm ansetzen. Häuser, die bisher einen friedlichen Anblick boten, offenbaren sich plötzlich als feuerspeiende Kampfwerke. Doch unsere Pioniere haben mit einer derartigen Ueberraschung schon gerechnet und gehen unbeirrt zum Nahkampf über. Grell bricht der Feuerstoß der Flammenwerfer gegen die Betonkolosse vor. Ueberall trifft der Flammenstrahl dieser gefürchteten Waffe hin und verbreitet trotz Stahl und Beton Tod und Verderben in den Reihen der Gegner. Schwarzer Qualm steigt in dicken Schwaden zum Himmel, während an anderen Stellen die Hauskulissen über den Bunkern und Befestigungen in Hellen Flammen stehen. Im Schutze dieser Nebelwand haben sich inzwischen die Pioniere an die Ungetüme aus Stayl und Beton herangearbeitet, hier und da durchzuckt der grelle Blitz einer Sprengladung die schwarzen Rauchwolken. Die Maschinengewehre, die bisher ihre Feuerkraft auf die Bunkerscharten konzentrierten, wechseln ihr Ziel und bekämpfen jetzt die Feldbefestigungen zwischen und hinter den Betonkampfwerken. Auch unsere Artillerie hat ihr Feuer vorverlegt und hält die tief gestaffelten infanteristischen Kräfte des Gegners nieder. Mit großem Schneid und bewundernswerter Kaltblütigkeit knacken inzwischen die Pioniere Bunker auf Bunker, jeden mit anderen Mitteln und Waffen und jeden von einer anderen Seite, so wie es gerade die Lage ergibt und sich die günstigste Möglichkeit bietet. Mit unvergleichlichem Schneid brechen sie in den ehernen Ring der Festung Kiew eine Bresche, durch die in breiter Front der Angriff der Infanterie vorgetragen werden kann. Der gewaltige Befestigungsgürtel von Kiew ist durchbrochen. Widerstand der Sowjets wurde überall einzelne sowjetische Abteilungen wurden vernichtet. Panzerkampfwagen stießen in zurückmarschierender sowjetischer Kolonnen. Unter schweren Verlusten wurden die bolschewistischen Kolonnen zerschlagen. 5500 Gefangene wurden gemacht und zahlreiche Panzerkampfwagen und Geschütze vernichtet. In den Morgenstunden des 18. 9. ließen die Bolschewisten im Kampfabschnitt zweier deutscher Divisionen Kavallerieschwadronen gegen die deutschen Stellungen anreiten. Sie wurden völlig aufgerieben. Gutes Fortschreiten vor Leningrad. B e 11 i n, 19. September. (DNB.) Im Kampf um die Befestigungslinien von Leningrad machten die deutschen Truppen im Laufe des 18. September weitere gute Fortschritte. In einem Divrsionsab- schnitt nahm Infanterie nach heftigen Kämpfen eine größere Ortschaft und stellte dadurch eine Verbindung zu den benachbarten Verbänden her. Im Abschnitt der Nachbardivision unternahmen die Bolschewisten heftige Jnfanterieangriffe, die von Panzerkampfwagen schwerster Bauart unterstützt wurden. Die sowjetischen Angriffe brachen unter blutigen Verlusten zusammen, heeresflak schoß drei sowjetische Panzerkampfwagen von 52 Tonnen zusammen. In einem anderen Abschnitt wurden sowst- tische Truppenansammlungen durch Artillerie und Luftwaffe bekämpft. Die Bolschewisten hatten auch hier schwerste Verluste. immer wieder im Schlepptau der Ereignisse geblieben. Selbst wenn man einmal die englische Meinung für richtig hinnimmt, daß die sowjetischen Operationen sich nach einem vorgezeich- neten Plan abwickeln können, dann muß man sich fragen, wie kommt es, daß die Sowjets bei diesem „vollkommenen Rückzug" hunderttausende von Gefangenen, enorme Mengen von Waffen und Material sowie Gebiete unversehrt in den Händen der Feinde zurücklassen, die landwirtschaftlich und industriell zu den wichtigsten des ganzen Landes ge- Die Lage der Sowjets wird jetzt, wie „ABE" aus London berichtet, selbst in E n g l a n d als äußerst kritisch angesehen. Die Zeitungen, die bisher nur von bolschewistischen Siegen gesprochen hatten, sähen sich nun gezwungen, vorsichtig ihre Leser auf eine Wendung zum Schlechten oorzu- bereiten „Mißtraut der napoleonischen Parallele , das sei das Schlagwort, das vom „Evenmg Standard" ausgegeben werde. Der napoleonische Feldzug so stellt das Blatt fest, habe sehr wenig Parallelen zu dem, was jetzt in der Sowjetunion passiere, und zwar aus drei Gründen: 1. Napoleon ließ die russischen Heere intakt, während er stur auf Moskau Die Llmsaffungsschlacht ostwärts Kiew. Die Neichsknegsflagge auf der Zitadelle von Kiew. — Poltawa in deutscher Hand Madrid, 19. Sept. (Europapreß.) Die Stra- lezie der Sowjets, die von den englischen Zeltun- gm häufig als die eines planvollen Rückzuges oe- ;c chnet wird, wird vom militärischen Mitarbeiter bis Madrider „ABE" als völlig kopfloses ' D a n ö d e r charakterisiert. Zunächst seien die sow- jeischen Truppen in Angriffsformation längs der Rutschen Grenze aufgestellt gewesen, hatten sich üer nach den großen deutschen Siegen ersten Lochen auf die Stalin-Linie in die Verteidigung Mückgezogen. Diese Befestigungslinie sei dann durchbrochen und die sowjetischen Heere seienm ichlreichen Einkreisungsschlachten vernichtet worden. -Der sowjetische Generalstab wollte also, so tireibt das Blatt, „offensiv vorgehen, hat aber bi e Defensive in der Stalin-Linie annehmen Nissen. Danach aber hat kein strategischer Man n hr bestanden, denn die außerordentliche Angrisss- Irift der deutschen Truppen hat das sowietische fr erkommando gezwungen, seine Streittraste zu u rstreuen, nicht so sehr wegen der Große des Kriegsschauplatzes, als wegen der Unfähigkeit der feeren sowjetischen Kommandostellen. Stalin hat Mm ersten Augenblick des Feldzuges an die I - Hat ine aus der Hand gegeben und» ist marschierte. 2. Als das Unglück Napoleons begann, mußte er sich aus Moskau zurückziehen, und zwar wegen des Krieges in Spanien. 3. Der russische Schnee war in jenen Zeiten ein unüberwindliches Hindernis, aber in unseren Tagen hat sich die Kriegskunst entwickelt. Die Zeitungen gäben offen zu, daß auch auf die ost zitierten Generäle „hunger" und „Winter" nicht mehr zu rechnen sei. „Die Lage in der Sowjetunion ist unheilvoll", schreibe der „Daily Herold". „Seit Beginn der Offensive sind die Deutschen keinen Schritt zurückgewichen." Das Blatt fordere die sofortige und umfangreiche Hilfe, denn „die Niederlage der Sowjetunion würde ein noch größeres Unglück sein als der Zusammenbruch Frankreichs". Evening Standard klagt: „Die Schlacht im Osten entwickelt sich ständig auf sowjettschem Gebiet und nicht auf deutschem Boden. Das bedeutet, daß die i n d u st r i e l l e Kapazität der Sowjets durch die deutschen Angriffe beschränkt oder durch sie selbst zerstört wird. Sie können also ihr verlorenes Kriegsmaterial nicht ersetzen, während die deutsche Kriegsindustrie intakt bleibt. Selbst der sonst so großsprecherische „Frontbericht" des Exchange Telegraph aus Moskau meine am 19.9. kleinlaut, im Abschnitt der Ukraine entwickele sich die deutsche Offensive „mit bedrohlichen Fortschritten". Tage des Sieges. Wieder hatte die Heimat sich mit nur kargen Andeutungen der Wehrmachtberichte über den weiteren Verlauf der Operationen im Osten begnügen müssen. Aber sie hatte aus ihnen die Gewißheit schöpfen dürfen, daß neue große Erfolge der deut- schen Waffen sich anbahnten. Der gestrige Wehrmachtbericht hat nun den Schleier gelüstet. Eine neue Umfassungsschlacht, die an Umfang und Aus- Wirkung die der beiden ersten Phasen des Feldzuges im Osten noch 3U übertreffen verspricht, ist bereits so weit fortgeschritten, daß das Oberkommando der Wehrmacht. über Anlage und Verlauf chon nähere Angaben machen kann, ohne Gefahr zu laufen, die Operationen zu stören. Auf dem ungeheuren Raum von etwa 25 000 Quadratkilometer jenseits des Dnjepr-Flusses ostwärts der ukrainischen Hauptstadt Kiew, was etwa der Fläche Kur- Hessens und Hessen-Nassaus zusammengenommen entsprechen mag, schloß sich der Ring um vier sowjetische Armeen der Heeresgruppe des Sowjet- marschalls Budjenny, die ihrer Vernichtung ent- gegensehen. Die Ausgangspunkte der glänzenden Operation, die im Zusammenwirken der Heeresgruppen des Generalfeldmarschalls von Bock und des Generalfeldmarschalls von Rundftedt einen so herrlichen und folgenreichen Sieg an die deutschen Fahnen heftete, hatten im Norden die Schlacht von Gomel, im Süden das Erreichen des unteren Dniepr bei Dnjepropetrowfk geschaffen. Zwischen beiden Räumen war dadurch eine von den Sowjets hartnäckig verteidigte Einbuchtung nach Westen entstanden, die Marsckall Budjenny auf die Gefahr hin, hier in eine deutsche Zange zu geraten, glaubte halten zu können, weil die sowjetischen Widerstandslinien am breiten Unterlauf des Dnjepr im Süden und an der Desna, einem Unken Nebenfluß des Dnjepr, im Norden, ihm stark genug schienen, die deutschen Angriffe aufzuhalten. Er hatte sich damit einer gefährlichen Täuschung hingegeben. Denn nach der Schlacht von Gomel waren starke Kräfte der Heeresgruppe von Bock an den Ober- und Unterlauf der Desna vorgestoßen, hatten bei Tfchernigow, etwa 120 Kilometer nordöstlich von Kiew, wo die Desna in Öen Dnjepr mündet, den Uebergang über die Desna erzwungen und hatten den Angriff nach Süden, nun schon in den Rücken der hier im Raum um Kiew konzentrierten Sowjetarmeen fortgesetzt. Gleichzeitig gelang es Teilen der Heeresgruppe von Rundftedt, in harten Kämpfen den Uebergang über den unteren Dnjepr zu erzwingen und den damit beiderseits der Stadt Krementschug (etwa 300 Kilometer unterhalb Kiews) geschaffenen Brückenkopf auf 120 Kilometer Breite zu erweitern. Nach Norden vorstoßend, reichten sie am 13. September den Kräften der Heeresgruppe von Bock 200 Kilometer ostwärts von Kiew, also etwa bei dem Eisenbahnknotenpunkt Romny, die Hand und schlossen damit den Ring um die vier Armeen des Marschalls Budjenny, denen nun die Wahl zwischen Uebergabe und Vernichtung bleibt. Die ersten Auswirkungen dieser Zangenoperation kündeten die weiteren Sondermeldungen des gestrigen Tages bereits an. Heber den Dnjepr nordostwärts Krementschug wurde Poltawa erreicht, aus der Geschichte bekannt durch den Sieg, den Peter der Große hier am 8. Juli 1709 über den Schwedenkönig Karl XII. davontrug, der in die Türkei floh. Der Nordische Krieg war zu Rußlands Gunsten entschieden, Schweden mußte seine durch Gustav Molf begründete Großmachtstellung im Ost- seeraum an Rußland abtreten. Poltawa, heute eine ’ Stadt von über 100 000 Einwohnern und wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Charkow, der bedeutendsten Stadt ’ der östlichen Ukraine. Auch auf der Zitadelle von Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, weht seit vrÜHIscheHniverfitArdruckerei H. Qmge General-MzeigersürOberhessen $W#ie6ew,9$di«l|trobe7-9 Berlin, 19. September. (DNB.) Die Kämpfe i, Südabfchnitt der Ostfront nehmen weiter- ii einen erfolgreichen Verlauf. So eroberten Teile ter deutschen Infanterie-Division nach voraufge- :ngenem schweren Häuserkampf eine größere Ort- ccift und sperrten eine in der Nähe vorbeiführende lr.chtige Eisenbahnlinie. Die Nachbardivision er- D-ang nach der Einnahme einer anderen Ortschaft In Uebergang über einen Flußlauf. In wiederholten Angriffen versuchten die Sowjets, den Brücken- y fcpf wieder einzudrücken. Alle Angriffe wurden je- )cch mit schweren Verlusten zurückgewiesen, der Brücfenfopf wurde erweitert. Andere deutsche Trup- nn griffen in überraschendem Vorstoß sowjetische Verbände an, die auf Lastkraftwagen herangesührt surben. Sie wurden vernichtet. Auf dem Marsch i"findliche sowjetische Abteilungen wurden ebenfalls n:ch kurzen harten Kämpfen auf gerieben. — Jns- gifamt wurden 2344 Gefangene eingebracht und jchlreiche Panzerkampfwagen und Geschütze ver- —• Dnjepropetrowsk jfkirowa , . • k/ f Saporosh/ey^ ’o/to \ te ÄZS i : Ä g!' 1*. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Dehr- lmel »acht gibt bekannt: Die koazentrifchen Angriffsopera- ßb n Samstag, 20. / Somtfog. 2b September 1941 Gietzener Anzeiger ~ rn 03110/ !: mpfwagen im Südabschnitt der Ostfront. In virzweifelten Angriffen versuchten die Bolschenfisten — dcs Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten, tdiere icd Gegenstoß warfen jedoch die Panzerkampz- ,, löigen die Angreifenden zurück. Panzeraufklärung JßllßTSP stillte weitere bölfchewiftische Truppenansammlungen [eburtstag- nri Artillerie und Panzerkampfwagen fest, gegen ii> die deutschen Panzerkampfwagen tn den ersten Morgenstunden des 17.9. überraschend vorstießen, wohl die Sowjets besonders ein Waldstück zah verteidigten, nahmen die Pan^erkampfwagen meh- rre Ortschaften nach heftigen Straßenkämpfen. Der i?*M jAc Beilagen: in toili SiebenerFamilienblätter u p Uij Heimat nnBild DieScholle Be-uaSvreis: eb A Monatlich......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 euch bei Nichterscheinen Daz ftj ton einzelnen Nmnmern len N j? ftfolge höberer Gewalt : bannt kernivrechanfchluß 2251 gestern die Reichskriegsflagge, nachdem deutsche Truppen in heißen Kämpfen den Durchbruch durch die Bunkerlinien der Sowjets auf dem Westufer des Dnjepr erzwungen haben und in die Vorstädte eingedrungen sind. Damit wird auch von Westen her der Druck auf die eingeschlossenen Sowjetarmeen verstärkt. Kiew, die älteste Stadt Rußlands, aber nach dreihundert Jahren litauischer und polnischer Herrschaft erst seit 1686 wieder in russischer Hand, ist mit 747 000 Einwohnern knapp vor dem schon genannten Charkow die größte Stadt der Ukraine und ihr wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt. Auf Kiew waren gebannt alle Blicke aus London und Washington gerichtet. Moskau beruhigte die besorgten Gemüter der Verbündeten mit glänzenden Schilderungen von der Widerstandskraft der zu einer modernen Festung großen Stils ausgebauten Stadt. Man dachte immer nur an einen deutschen Frontalangriff von Westen her und glaubte gegen einen solchen durch starke Bunkerlinien im Vorfeld der Festung Kiew sich hinreichend gesichert zu haben. Aber die deutsche Heeresleitung griff nach Höherem. In beispiellos kühner Konzeption setzte sie zu weitausholender Umfassungsoperation von Norden und Süden her an, damit auch das Moment der Ueberraschung für sich nützend. Denn während die Sowjets sich gegen einen Angriff von Westen her rüsteten und die deutschen Vorstöße gegen Desna und Dnjepr allzulange nur als Versuche werteten, Raum zu gewinnen, schloß sich für sie im Osten der Ring. Sie wurden im Rücken gepackt und von den deutschen Streitkräften mit verkehrter Front im Kessel von Kiew festgehalten. Ein strategischer Plan von größter Kühnheit konnte verwirklicht werden, weil zu seiner Durchführung der Angriffsschwung deutscher Soldaten, ihre nimmermüde Zähigkeit und Hingabe bereit standen. Führung und Truppe haben wiederum Größtes vollbracht und die Weite des russischen Raumes mit all den kaum vorstellbaren Schwierigkeiten des Geländes bezwungen. Ein glorreicher Sieg ist erfochten. Die Sondermeldungen von den erfolgreichen Kämpfen um Kiew macht den lächerlichen Lügen Moskaus und Londons ein Ende, ebenso wie der gestrige Wehrmachtbericht mit dem britischen Propagandamärchen von den Millionen-Verlusten der deutschen Ostheere gründlich aufräumt. Die von der feindlichen Propaganda zu höchst durchsichtigen Zwecken ausgestreuten Zahlen waren schon deshalb völlig aus der Luft gegriffen, weil die deutsche Wehrmacht in allen Schlachten des Ostfeldzuges als Sieger das Schlachtfeld behauptet hat, der Feind also niemals in der Lage gewesen ist, die deutschen Verluste konkret festzustellen. Die vagen Behauptungen der feindlichen Propaganda sind nun durch die genauen Feststellungen des Oberkommandos der Wehrmacht gründlich widerlegt. Gemessen an den gewaltigen Erfolgen der deutschen Waffen sind die Verluste auch in den schweren Kämpfen dieses Ostfeldzuges gering, so schmerzlich auch das deutsche Volk das Opfer empfindet, das es bringen mußte, um die Gefahr des Bolschewismus von Europas Grenzen zu bannen und so sehr sein inniges Mitgefühl allen denen gilt, die einen ihrer Lieben auf den Schlachtfeldern des Ostens hergeben mußten. Aus ihrem schweren Opfer wuchs der deutsche Sieg, der uns den Rücken frei macht für die Entscheidung dieses Krieges um deutsche Freiheit und die Zukunft unserer Kinder. * In England hatten sich in den letzten Tagen die Stimmen gemehrt, die die militärische Lage der Sowjets ernst beurteilten und sogar schon die Frage ventilierten, ob angesichts dessen eine Hilfeleistung Englands und der USA. für den sowjetischen Verbündeten überhaupt noch einen Sinn habe. Sehen wir einmal von der gern geübten Gepflogenheit der britischen Propaganda ab, in kritischen Augenblicken einen betonten Pessimismus zur Schau zu tragen, um nachher sich damit in die Brust zu werfen, daß es doch nicht annähernd so schlimm gekommen sei, wie man befürchtet habe, so steckt hinter den Zweifeln an der Möglichkeit einer wirksamen Hilfe für die Sowjets einmal die Ueberle- gung, daß alles, was man den Sowjets zukommen läßt, sei es nun aus englischen Mitteln, fei es an amerikanischem Kriegsmaterial, der eigenen Verteidigungskraft auf der britischen Insel oder in Afrika abgeht. Zum andern ist der Weg für den Transport solchen Kriegsmaterials, ob über Wladiwostok und die transsibirische Bahn oder über die Häsen des Persischen Golfs und die transiranische Bahn, so lang und so voller Schwierigkeiten, daß es immerhin zweifelhaft erscheint, ob diese Art des Erfindungen. Von Bruno H. Bürgel. Alle Erfindungen, so sagt einmal der Philosoph Ri e tz s ch e, sind erfüllte Sehnsüchte. Am deutlichsten wird uns das, wenn wir an die Kunst des menschlichen Fluges denken. Seit grauen Zeiten, seit den Tagen des primitiven Urmenschen, wird bei Betrachtung des Vogels, der sich in die Lüfte erhob, um einem Angriff zu entfliehen ober um neue Nahrungsquellen aufzufuchen, und pfeilschnell daoonschoß, sich der Wunsch geregt habsn, das auch zu können, und wir wissen ja, daß selbst im Altertum schon naive und völlia unzulängliche Versuche gemacht wurden, mit künstlichem Flügel es dem Vogel gleich zu tun. Der Mensch, der den ersten Pfeil abschoß, tat einen gewaltigen Schritt vorwärts auf der Siegesbahn, die den Erdbewohner zum Heri-n und Bezwinger feiner Mitgeschöpfe machte, *benn er vergrößerte den Machtbereich des Armes. Zwar wissen wir, bah auch die großen menschenähnlichen Affen Steine, Baumäste usw. schleudern, und sicher hat der Mensch der Frühzeit das auch getan, aber Pfeil und Bogen sind die erste wirkliche Fernwaffe-, zum erstenmal wird auf künstlichem Wege eine Entfernung überbrückt, ein Tier erlegt, das die Hand nicht zu greifen vermochte. Wer von uns vermag noch äu ermessen, wie erstaunlich sich die erste Beherrschung des Feuers auswirkte! Sehr wahrscheinlich war die Feuerbewahrung anfangs so etwas wie eine religiöse Handlung, den Aeltesten, den Priestern und Weisen der Jägerstämme vorbehalten- man hat in Höhlen, die nachweislich vor hunderttausend Jahren bewohnt waren, Andeutungen eines Feuerkultes gefunden-, der Gedanke des „ewigen Feuers", der „heiligen Flamme", ist sicher ururalt! Licht und Wärme gab die Flamme; sie gestattete, Naturgefebenheiten, wie Nacht und Kälte, zu überwinden, die Nahrung schmackhafter zu machen, mancherlei Arbeiten besser zu verrichten, ganz abgesehen davon, daß der Feuer- vrand alles Getier abhielt, das gefährlich und unwillkommen war. Jedes Tier fürchtete dieses raun» derbare Etwas, Feuer genannt, der Mensch allein verstand, es zu beherrschen, und hier schon wurde er zum kleinen Gott der Erde! Ein großer Teil aller unferer Erfindungen schasst Bolschewistische Saboteure über Bulgarien abgesprungen. Sofia, 19. Sept. (DNB.) Der Chef der bulgarischen Polizei hat festgestellt, daß in der Nacht zum 14. September ein fremdes Flugzeug Dörfer in der Nähe von Dodritsch (Suodobrudscha) überflogen und Fallschirme abgeworfen hat. Die Stelle wurde umzingelt, wo sich die mit den Fallschirmen abgesprungenen Personen verborgen hatten und die Fallschirmspringer nach einem Feuergefecht getötet. Dabei wurden ein Leutnant der Garnison von Dodritsch und der Polizeichef des Bezirks getötet, ein Soldat, zwei Polizisten und zwei Zivilpersonen verwundet. Das mit dem Fallschirm abgeworfene Material bestand aus Spreng st off, Höllenmaschinen, Maschinengewehren, automatischen Gewehren, Revolvern, Patronen, Lebensmitteln, Kleidung, kleinen Rundfunksendern, Instruktionen für Sabotagehandlungen, Karten, Skizzen, Geld in bulgarischer und fremder Währung, gefälschten bulgarischen Personalausweisen. Aus den Fabrikmarken und der Beschaffenheit des Materials ist einwandfrei fest- gestellt, das es sowjetischer Herkunft war. In der Mitteilung heißt es weiter, daß im letzten Monat an her Hüfte des Schwarzen Meeres einige Personen feftgenommen wurden, die von einem U-Boot aus der Sowjetunion herangebracht und in Gummibooten an Land gesetzt worden waren, um Sabotageakte zu verüben. Dabei wurden Waffen und Materialien gefunden, die denen glichen, die mit den Fallschirmen abgeworfen worden find. Alle diese Personen waren nach Bulgarien gekommen, um Sabotageakte zu verüben. Sie sollten Verkehrsmittel zerstören, Getreidevorräte anzünden, Dörfer in Brand stecken. Die bulgarische Regierung hat durch Vermittlung der Sowjetgesandtschaft bie Sowjetregierung hierauf aufmerksam gemacht und Protest eingelegt. Wer regiert in Argentinien? Von unserer Berliner Schriftleitung. Es ist hinreichend bekannt, daß Roosevelt die iberoamerikanischen Staaten in unerhörter Weise bevormundet und daß seine ganze Politik darauf ausgeht, diese Länder zu wirtschaftlichen Kolonien der Vereinigten Staaten zu machen. Dabei scheut die Politik der USA. durchaus nicht die krummen Wege ober die schlechten Mittel der Fälschungen und des Betrugs, die wir jüngst in Bolivien an dem Fall Belmonte kennengelernt haben. Nun ist Bolivien ein kleines Land und man sollte annehmen, daß das viel größere Argentinien dem Dollar-Jmperialismus einen selbständigen Willen gegenüberstellen könnte. Die maßgebende Rolle in Argentinien hat sich aber ein parlamentarischer Ausschuß, der T a b o r d a - A u s s ch u ß, angemaßt, der seinerseits von dem berüchtigten nordamerikanischen Dies-Ausschuß mit Geld und Hetzmaterial versorgt wird. Die argentinische Regierung scheint gegenüber diesen von Roosevelt bestochenen parlamentarischen Gruppen ohnmächtig zu sein. Dieser Ausschuß gab die Veranlassung zu der widerrechtlichen Untersuchung des amtlichen deutschen Kuriergepäcks, er hat deutsche Schulen verfolgt und deutsche .Vereine in Buenos Aires ohne jeden Grund verdächtigt. Das Deutschtum spielt in Argentinien eine angesehene Rolle, es hat viel zur Entwicklung des Landes beigetragen. Der deutsche Botschafter von T h e r m a n n hat sich in den acht Jahren seiner Tätigkeit um die freundlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern anerkannte Verdienste erworben. Trotzdem wird der Botschafter und wird das Deutschtum täglich durch den Ta- borda-Ausschuß verdächtigt und beschimpft oder zum Gegenstand parlamentarischer Hetzkampagnen gemacht. Wenn nichts anderes hilft, muß das Schlagwort von der „fünften Kolonne" herhalten, um Vorwände für die Verfolgungen der Deutschen in Argentinien zu schaffen, wie es auch anderwärts geschehen ist und wie es in Iran sogar zur Besetzung eines neutralen Staates geführt hat. Jedermann in Argentinien, der nicht mit dem Bolschewismus und dem Dollar-Imperialismus sympathisiert, jeder Argentinier, der seine eigene Meinung gegenüber der nordamerikanischen Kriegshetze bewahrt, wird diffamiert und geschädigt. Das sind die Methoden Roosevelts und seiner Trabanten. Es ist ohne weiteres klar, daß dieser Zustand nicht ohne Rückwirkungen auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien bleiben kann. Nachschubs für die Kriegsentscheidung im Osten noch von irgendwelchem Einfluß werden kann. Trotzdem haben Roosevelt und Churchill auf ihrem Atlantiktreffen am 14. August die Herstellung einer gemeinsamen Front mit den Sowjets im mittleren Osten und die Sicherung eines Nachschubweges für so wesentlich gehalten, daß sie für diesen Zweck die Vergewaltigung der Neutralität eines schwachen Landes wie Iran als Preis nicht zu hoch fanden. Ein Vorwand war bald gefunden, mochte er auch noch so fadenscheinig fein. Denn niemand in der Welt wird ernsthaft glauben, daß einige Hundert deutsche Ingenieure und Wissenschaftler, die der Schah von Iran al^ Mitarbeiter an seinem Werk eines wirtschaftlichen und kulturellen Aufbaus ins Land kommen ließ, nun plötzlich zu einer Gefahr für die iranische Souveränität geworden wären. England und Moskau in der Rolle der Hüter der Unabhängigkeit eines kleinen Staates sind zudem bei früheren Gelegenheiten so gründlich diskreditiert, daß eine Verschleierung der schon zehn Tage nach der Atlantikkonferenz gegen Iran gestarteten Aktion kläglich mißlingen mußte. Iran erlebte nun das gleiche Schicksal so vieler kleiner Länder, die die britische Politik wie eine Spinne in ihr Netz zog und die im Kern nicht fest genug waren, um es sich zuzutrauen, das britische Gewebe mit Waffengewalt zu zerreißen. Als am 25. August britische und sowjetische Truppen von Südwesten und Norden her die Grenzen Irans überschritten, befahl der Schah Riza Khan Pahlawi zwar seinen Truppen, bewaffneten Widerstand zu leisten, aber angesichts ihrer gewaltigen Unterlegenheit (die Friedensstärke der iranischen Armee beträgt kaum 31 000 Mann) mußte ein solcher Widerstand praktisch bedeutungslos fein. Zudem scheint die britische Politik von langer Hand ihre Fsthler ausgestreckt zu haben, um den Schah mit Hilfe einer innerpolitischen Opposition unter Druck zu setzen, falls er den britischen Plänen Schwierigkeiten machen sollte. Schon zwei Tage später trat das iranische Kabinett zurück und eine neue iranische Regierung gab den Befehl zur Einstellung des Widerstandes. Wenn sie freilich geglaubt hatte, durch diese Konzession Dem Lande Die Schrecken einer Besetzung durch fremde Truppen ersparen zu können, so sah sie sich bald bitter getäuscht. Briten und Sowjets marschierten weiter, wobei letztere ähnlich wie seinerzeit in den baltischen Ländern den von ihnen besetzten Teilen Irans die Segnungen des Bolschewismus unmittelbar zuteil werden ließen. Wo Sowjettruppen ein- rücften, wurde das Rätesystem eingeführt, das seine Herrschaft nach gewohnter Weise mit Verhaftungen, Massenhinrichtungen und Dermägenskonfiskationen von den Sowjets mißliebigen iranischen Notabeln antrat. Selbst vor der Hauptstadt Teheran haben Briten und Sowjets nicht Halt gemacht und damit den Schah zur Abdankung gezwungen. Wenn die britische Propaganda ausstreut, das Volk habe sich gegen den Schah und seine Willkürherrschaft erhoben, um aus britischen Händen demokratische Institutionen zu empfangen, so heißt das die Wahrheit auf den Kopf stellen. Mögen auch die Reformen Riza Khan Pahlawis manche ehrgeizigen Politiker des alten Systems in ihrem Betätigungsdrang gehemmt haben und mögen sie auch recht autokratische Züge getragen haben, so waren sie doch auf das Wohl des Landes und die Stärkung feiner so mühsam erworbenen Unabhängigkeit gerichtet. Das hatte d-as ironische Volk im großen ganzen auch sehr wohl begriffen und die Berichte von Aufständen in manchen Teilen des Landes ließen deutlich erkennen, daß sie antibritischen und antisowjetischen Charakter trugen. Aber Oie Verlustzahlen. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der Wehrmachtbericht vom 19. September oer. offentlicht im Anschluß an die Siegesmeldung von der Einschließung Kiews die Verlustzahlen: die der Sowjets und unsere eigenen. Mehr als 1,8 Millionen Sowjetsoldaten sind gefangen, die Zahl der Toten ist erfahrungsgemäß hoher, wobei wir nur daran erinnern, daß bei den Kämpfen ostwärts Welikije Luki nach dem Wehrmachtbericht vom 27. August, der bei diesem Einzelfall das Verhältnis von (Befangenen und Toten genau feststellte. 30 00 0 Gefangene in unsere Hand fielen, während mehr als 40 000 Tote gezählt wur- den. Dann folgt die Korrektur der tollen englischen Meldungen über unsere eigenen Verluste, die von London mit 1,5 bis 2 Millionen Mann angegeben werden. Die im Wehrmachtbericht gesondert angeführten Zahlen des Heeres (einschließlich der und der Luftwaffe ziehen wir zusammen und oer- gleichen sie mit den Verlustzahlen des Abschlußberichts vom 2. Juli 1940 über den Westfeldzug: im Osten 1941 im Westen 194" Tote 85 896 27 074 Verwundete 296 670 111 034 Vermißte 20 299 18 334 Insgesamt 402 865 156 492 Dagegen betrugen unsere Verluste im Weltkrieg im Jahr 19 14 im Westen: 638 000 Mann, darunter 85 000 Gefallene, und beim An. griff auf Verdun im Jahr 1 91 6 310000, darunter 41 000 Gefallene. der Schah stand den britischen Planen auf völlige Unterwerfung des Landes im Wege. Deshalb mußte er beseitigt werden. Auch der Kronprinz, der seinem Vater auf dem Thron gefolgt ist, scheint den Briten nicht genehm zu sein. Die Londoner Presse orakelt deshalb bereits schon, daß die „Reformpartei", also die Kostgänger Englands, auch mit dem neuen Schah kaum werde Zusammenarbeiten können, sofern er nicht mit dem bisherigen Kurs vollständig breche. Seine Erklärung, daß er als konstitutioneller Monarch zu regieren gedenke, genügt den Briten anscheinend nicht. Sie können eine starke Staatsgewalt in dem Lande nicht gebrauchet; das sie als Etappe für ihre gemeinsame Front mit den Sowjets ausersehen haben. Wie in Aegypten und im Irak so müssen nun auch in Iran innerpolitische Gegensätze, von den Briten eifrig geschürt, dazu dienen, ein ohnmächtiges Land der britischen Herrschaft auszuliefern. Daß praktisch Iran zu einem britisch-sowjetischen Kondominium wird, mag den Briten wenig lieb fein, denn an ihm konnten sich leicht die alten Interessengegensätze wieder entzünden, die erst vor dem Weltkrieg dem Einkreisungsplan gegen Deutschland zuliebe mühsam geglättet worden waren. England hat vorerst einmal die Hand auf die Oelquellen Südpersiens gelegt und damit den größten wirtschaftlichen Reichtum des Landes für sich mit Beschlag belegt. Aber die Eilfertigkeit, mit der die politischen Emissäre Moskaus, die die Sowjettruppen auf ihrem Einmarsch in die nördlichen Provinzen Irans begleiteten, dort das Rätesystem mit allen seinen furchtbaren Begleiterscheinungen des Terrors und der Tyrannei einführten, läßt darauf schließen, daß die Sowjets sich hier häuslich ein» zurichten gedenken. Was in den baltischen Ländern schreckenerregende Wirklichkeit geworden war, was Moskau mit Finnland und- den Balkanvölkern vor hatte, das wird nun Iran zu spüren bekommen: die Ausrottung der Intelligenz einer kleinen Nation mit Stumpf und Stiel, die wirtschaftliche Verelendung und kulturelle Zersetzung eines Volkes, das in den letzten zwei Jahrzehnten einen verheißungsvollen Aufstieg aus dem Schlendrian einer altüberkommenen Günstlingswirtschaft erlebt hatte. Die jeder Moral bare Verantwortungslosigkeit/ der angelsächsischen Plutokratie diesseits und jenseits des Atlantik hat dem Bolschewismus zu diesem „Sieg" den Steigbügel gehalten, um des einzigen Zieles willen, gegen Deutschland eine neue Front aufzurichten. Wir sahen, daß man selbst in London beträchtliche Zweifel hegt, ob von hier aus noch die Entscheidung im Osten zu beeinflussen sein wird. Aber es ist für die Briten wieder einmal eine Hoffnung, durch das Mittel der Kriegsverlängerung und Kriegsausweitung das Schicksal, das der britischen Insel droht, von ihr abzuwenden. Auch diese Hoffnung wird trügen, wie alle früheren trogen. Dr. Fr. W. Lange. unfern Sinnesapparaten gewissermaßen Stelzen. Pfeil und Bogen verlängerten den Arm, das Fernrohr und das Mikroskop vergrößern die Reichweite unseres Auges, das Telephon den Machtbereich unserer Stimme, unseres Oyres, Hebel Vorrichtungen und ähnliche Instrumente ermöglichen Kraftleistungen, denen wir sonst nicht gewachsen wären. Aber schon frühzeitig, wenn auch zunächst mit primitiven Mitteln, entsteht im Menschen der Wunsch, Raum und Zeit zu überwinden. Der erste Reiter, der auf seinem Tier davonjagt, in kürzerer Zeit als sonst üblich die Ent-: fernungcn durchmißt und Zeit spart, ist der Vorläufer aller hierhergehörenden Mittel, und als der Mensch der Frühe, wie cs heute noch bei einigen Naturvölkern üblich ist, durch Hornsignale, Trommelsignale, durch Feuerbrände auf weithin sichtbaren Anhöhen Zeichen und Nachrichten in die Feme sendet, ist der Wea betreten, der später zum Telegraphen, zum Telephon, zur drahtlosen Telegraphie führt. All diese Erfindungen, denen sich vor allem Eisenbahn, Dampfschiff, Kraftfahrzeug, Flug- zeug zugesellen, sind Raumüberwinder und Zeit- sparer. Ins geradezu Phantastische wächst sich diese Gruppe von Erfindungen aus, als es gelingt, Zeit sozusagen fe st zuhalten, Dinge, Geschehnisse, die verfänglich sind, aufzubewahren, nicht körperlich greifbar zwar, aber doch in Bild und Ton. Vergeh sen wir nicht, daß die ersten Erzeugnisse dieser Art anfangs für ganz unmöglich, für Betrug erklärt wurden. Die ersten Photographien hielten auch kluge Leute für Malereien besonderer Art; als Edison den ersten Phonographen vorführte, erklärte man ihn für einen betrügerischen Bauchredner. Unsere Urgroßväter würden, sähen sie in einem modernen Kino auf der weißen Leinwand Menschen, die schon verstorben sind, handelnd einherwandeln, hörten sie sie fingen und reden, an Zauberei glauben. Vergessen wir doch nicht, daß die ersten, kümmerlichen Photographien vor noch nicht ganz hundert Jahren gemacht wurden, daß man (eit sechzig Jahren die menschliche Stimme festhal- ten kann, Daß wir feit vierzig Jahren erst das Kino besitzen. Diese Erfindungsgruppen Haden eine kaum über- sehbare Wirkung auf die geistige und seelische Umstellung der Menschheit. Das beginnt schon in jenen fernen Tagen, da man zum erstenmal durch Schriftzeichen wichtige Ereigniste festhält, und wächst ins Große und Breite, als (mögen auch einige kleinere Vorläufer da und dort aufgetreten sein) um 1436 Gutenberg die Buchdruckerkunst erfindet, das Schrifttum erst langsam, später schnell ins Volk bringt, allerlei Flugblätter, später Kalender, Zeitungen, Bücher Blicke in die Welt tun lassen, die Gedanken großer Männer den Massen zugänglich machen, den Geist beflügeln, schulen, die Herzen öffnen. Als die Bilderzeit entsteht, die Photographie als Dokument der Wahrheit hinzukommt, Telegraph und Telephon schnell aus fernsten Zonen berichten, schließlich in unseren Tagen Kinern atograph, Rundfunk, Fernseher eingesetzt werden, ist eine Welt aus den Angeln gehoben, ist eine völlige geizige Umstellung der Menschheit in allen Zonen erreicht. — Gewiß, man hat Darauf hinge- roiefen, daß mit der Massenbildung, mit der lieber» flutung der Menschen mit allzu vielen, oft seichten Neuigkeiten, auch seelische Werte zugrundegingen und eine eintönige Uniformierung der Seelen erzeugt wurde. Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen, aber ohne allen Zweifel ist dennoch, aufs Ganze gesehen, der Nutzen unendlich größer als der Schaden. Daß die Erfindungen ganz allgemein die Welt wandelten, daß sie nirgends nur Gutes, sondern vielfach auch Unerfreuliches mit sich brachten, läßt sich kaum bestreiten. Mit der Erfindung der Dampfmaschine, mit der Entwicklung der ganzen Technik, der Industrie, mit dem Heraufkom- men des Maschinenzeitalters versinkt vieles in der Welt, und alte Werte kommen auße.r Kurs. Die geänderten Wirtschaftsformen ändern auch die Men- fchen, das Tempo im Säkulum der rasenden Motoren zerstört die Spinnstubenpoesie, die unzweifelbar viele alte und ehrwürdige Schönheit und Weisheit barg. Nichts in der Welt ist umsonst, immer müssen wir etwas zahlen, etwas hergeben, wenn wir etwas gewinnen wollen; je sozialer wir denken lernen, je mehr der Gesetzgeber dem Erfinder zu Hilfe kommt, desto reicher wird die Technik auch jene Kreise machen, die sie einst verarmen ließ. Es wird von manchen Seiten behauptet, daß das Zeitalter der großen. Der umstürzenden Erfindungen vorbei ist, und daß es gut fei, denn die Menschheit habe diese mächtige Lawine alles über den Haufen rennender Neuerungen noch gar nicht verdaut, die soziale und politische Unruhe in aller Welt sei die Folge davon. Ohne Zweifel liegt Wahrheit in dieser Bemerkung, aber die Menschheit, so scheint mir, schickt sich eben an, im Buch der Erfindungen eine neue Seite aufzuschlagen, ein neue Kapitel zu beginnen, ein Kapitel, das nicht nur augenblicklich für uns Deutsche wichtig ist, sondern alle Forscher und Erfinder auf den Plan ruft. Man kann es etwa so ausdrücken: Von den äußeren Kräften der Natur wenden wir uns den inneren zu! Wir haben erkannt, daß alle Dinge der Welt sich im Grunde aus den gleichen Bausteinen zusammensetzen. Wie ein Baumeister aus einem mächtigen Berg von Mauersteinen sowohl eine Kirche als auch ein Theater, ein Krankenhaus wie ein Museum schaffen Fann, schafft die Natur alles aus denselben Grundsteinen der Materie, und wir wissen, daß man unter gewissen Umständen den einen Stoff in den anderen verwandeln kann. Hier sieht der Mensch eine neue Aufgabe, neue lockende Ziele, ein Schatzgräber, der auf neuen Wegen den Stein der Weisen sucht, der frei und glücklich macht. Oie gerechte Strafe. Als Langfinger übelfter Sorte, der sich aber leider nur ganz selten einmal erwischen ließ, war der Kopenhagener Polizei „Herr" Olaf Sörensen bekannt. Eines Mittags hatte sich Olaf eine vollbesetzte Straßenbahn als Tätigkeitsfeld ausgesucht und ich geschickt neben einen Mann gedrängt, an des en Rock sich die Brusttasche verdächtig bauschte. Aha, dachte sich der entzückte Taschendieb, hier sitzt eine prall gefüllte Brieftasche ... Aber wenn er sich noch nie geirrt hatte, — hier tat er es, und zwar gründlich. Denn der Fahrgast hatte gerade ein Meerschweinchens das er als Tierliebhaber hielt, zum Tierarzt gebracht und es untersuchen lassen. Damit es hn Gedränge nicht gedrückt werde, hatte er es in seiner Brusttasche verstaut. Kaum war die Hand des Diebes in bie Innentasche geglitten, als er sic auch schon mit einem Schmerzensruf herauszog — und dos Meerschweinchen dazu, das sich an feinem Daumen festgebissen hatte. Der Tierbesitzer schlug natürlich sofort Krach und ließ den Gauner an der nächsten Haltestelle festnehmen. Statt um feine Geldtasche erleichtert morden zu sein, bekam der Meerschweinchenbesitzer sogar noch eine Prämie für die Entlarvung des gemeingefährlichen Verbrechers. Oie Sieger. zu einer neuen großen in der bk; • L, Oiganifation der Armee durch, wobei er mit der b-utschen Militärabordnung zusammenarbeitete. Zu ern M fox Tapferkeit General Jdanitzious diente Offizie- 3*t und Mannschaften als leuchtendes Beispiel. en Die Gefolgschaft der Reichsbahn wird für ba: Kri°°smint°rhilf°m-r7außer den allgemeinen Epen. Cucaracha. la Tucaracha . ya na puede caminar." hur4» 9ffand vom Lobn und Gehalt eine oon- Das Hohelied der Cucaracha, die nicht mehr laufen Das Hohelied der Cucaracha, die nicht mehr laufen kann! Weißt du auch, wie wir in Hamburg nach iron Bitte muaehneident Große Rord- einzu- Sack^eit: 10-15 Minuten bei guter Mittelhitze. — Ergebnis: Etwa 35 Stütt vr. Getter .Gustin' gibt es auf die Abschnitte mit X der Reichsbrottarte für Rinder. egebet Qnge» »fll [o Der, llußde, fl: n 194a 74 34 34 Zu des der und auf das Dr. den durch Abzug vom Lohn und Gehalt eine Son- derspende von 1000 000 Mark zur Verfügung ltel- Sonnenflecken sind immer die Vorboten von licht, das sich ungefähr 48 Stunden später stellen pflegt. Großer Waldbrand bei Genua. B u k a r e st, 19. Sept. (DRV.) General Ida - n tz i o u, der Chef des Großen Hauptquartiers ta rumänischen Armee, ist ant 17. September.auf bim Felde der Ehre geblieben. Als Chef des General st abes führte Jdcmitziou die Re- 2 Lier, 2 Eßl. wasser, 100 g Zucker, 1 Päckchen Or. Geiler vanillinzucker, 75 g Weizenmehl, 50 g Dr. Detter „Gustin'. Man schlägt (Eigelb und Wasser mit einem Schneebesen schaumig und gibt nach und nach '/» des Zuckers mit dem Vanillinzucker dazu. Danach schlägt man so lange, bis eine kremartige Masse entstanden ist. Das Eiweiß wird zu steifem Schnee geschlagen. Dann gibt man unter ständigem Schlagen nach und nach den Rest des Zuckers dazu. Der Schnee mutz so fest sein, dah ein Schnitt mtt einem Messer sichtbar bleibt Er wird auf den (Eigelbhem gegeben, darüber das mit dem „Gustin" gemischte Mehl gesiebt Man zieht alles vorsichtig unter den (Eigelbkrem. Mit 2 Teelöffeln seht man kleine TeighLufchen auf ein gefettetes, mit Mehl bestäubtes Backblech und backt sie goldgelb. neuen M en, |o.| ständig ionellt't JBrilen Staats- sie als i Ton- mb in olitischt i, dazu 1 -en- letifdjen iig lieb | t alten I !fft DOT j deutfit-! n. Eng- [quellen n wirt' nit $e' 7 ayer, Kommandeur eines Jnfanterle-Regi- mfs, und Oberll Heinrichs, Kommandeur ties Infanterie-Regiments; ferner auf Vorschlag tzs Oberbefehlshabers der Luftwaffe an Oberfeld- vnbel Schlund, Bordfunker in einem Kampf- gfchwader, und Oberleutnant Schairer, Staffel- kcpltän eines Sturzkampfgefchwaders. Oer rumänische Generalstabschef auf dem Felde der Ehre aeblieben. Botschaft des Staatschefs entgegenzunehmen, ihren Aufgaben gehört u. a. die Ernennung i jeweiligen neuen Staatschefs und eine Revision i Verfassung. Oer Kampf Israels. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der Oberrabbiner Dr. Hertz in London hat das Meteorologische Institut berichtet, hatte man diese Naturerscheinung erwartet, nachdem Tage vorher eine außergewöhnlich große Gruppe von Sonnenflecken die Sonnenscheibe passiert hatte. Der Präfekt des Departements Hautes Pyr6n4es hat den englischen Geistlichen Price, der in Lourdes tätig war, wegen der von ihm betriebenen Propaganda für England und wegen Verleumdung der Regierung des Marschalls Pötain internieren lassen. Der Bischof von Tarbes hatte bereits vor einem Monat gegen Price die Suspendierung ausgesprochen. Der mit der Regierungsbildung in Syrien beauftragte Scheich Taggedin wurde von dem de- Gaulle-General Catrour auch zum Staatspräsiden, ten der syrischen Republik bestimmt, nachdem der bisherige Staatspräsident seinen Rücktritt angeboten hatte, da die Verhandlungen zwischen dem natio- nalen Block und General Eatroux gescheitert waren. ♦ Der Führer hat dem Präsidenten von Chile zum Unabhängigkeitstage Chiles drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. he Bet' en Dti1 in einet >t hotte ifeit/bei leite bte „Sieg’ i Ziel« t ai# ibon be- noch die n wird, tal eine ngerung der bri’ uch diel' trogen- W Briefe aus Spanien. Neun Monate Winter und drei Monate Fegefeuer." Von unserem ständigen R.-Berichterstatter. Ein großer Waldbrand auf dem Monte Porto» fino, der dem Golf von Genua von dem Golf von Rapallo trennenden Vorgebirge, setzt sein Zerstörungswerk seit 24 Stunden fort. Er hat eine Ausdehnung von sechs Kilometer Länge und etwa vier Kilometer Breite erreicht. Der vom Meere kom- mende starke Wind begünstigt das Feuer an den steilen Abhängen. 500 Feuerwehrleute und Soldaten sind mit den Löscharbeiten beschäftigt, doch gelang es noch Nicht, den Brand vollständig einzudämmen. Den vereinten Anstrengungen dieser Kräfte ist es jedoch gelungen, ein Uebergreifen des Brandes auf das einsam gelegene Fischerdorf San Fruttuoso zu verhindern, das vollständig von seinen Einwohnern geräumt worden ist. Eine Deutsche Geographische Gesellschaft. Die Vorstände aller deutschen geographischen Gesellschaften, des Deutschssn Geographentages, des Deutschen Museums für Länderkunde, eine große Anzahl von Hochschullehrern der Geographie und Vertreter der Schulgeograpyie haben den Zusam- menschluß in einer „Deutschen Geographischen Gesellschaft" beschlossen. Den Vorsitz hat Professor Dr. Oskar Schmieder (Kiel) übernommen. Zum Generalsekretär wurde Dozent Dr. W i l h e l m y (K'.el) bestimmt. Der Sitz wird im Hause der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin sein, deren Zeitschrift zugleich Organ der neuen Gesellschaft wird. dieser schmissigen Melodie tanzten? Selig und im siebten Himmel? Aber ich wollte ja von der 77. Hölle erzählen: Also es ist heiß hier, einfach entsetzlich heiß! So heiß, daß man sich wundert, wie dabei noch atembare Luft bleibt, und wie so viele Menschen noch auf zwei Beinen gehen können und nicht auf allen Vieren zur nächsten Dusche kriechen So heiß, daß man dicht an den Häuserwänden entlangschleicht und jedes offene — Kellerloch begrüßt, ob des kühlen Hauches, der dort herausweht. So heiß, daß die kleinen Hausameisen mein Frühstücksbrot mit ihrem warmen Rest am Küchenherd verwechseln. So heiß, daß sich die Gehirnsubstanz aufzulösen scheint und man zu nichts mehr fähig ist, nicht einmal zum Essen ober Schlafen. Warum ich dann noch Briefe schreibe? — Jnge- maus, für Dich.. .! Und schreiben ist doch mein Beruf, mein täglich Brot. „Schreib' oder stirb!" ist die Losung. Das Fatale ist, daß man beim Schreiben auch d e n ke n muß. Denken bei 36 Grad im Schatten, und in Sevilla sind es 44!! Man nehme einen Bleistift, um Stimmung und Gefühle auszudrücken: Es wird alles in einem Refrain gipfeln wie „Stumpfsinn, Stumpfsinn.. Erfrischungen? Das ist ein Kapitel für sich und Du sollst darüber in einem der nächsten Briefe hören. Versöhnen können mich mit der „Hölle von Madrid" ihre recht sympatischen Insassen; allerdings sind sie ohne Zweifel mehr oder weniger gehorsame Diener Luzifers, diese dunklen Beelzebuben und Teufels- mädchen. Ja, die Spanierinnen: weißt Du, sie haben so ein verteufeltes Feuer, sagt man. Ich glaube, wenn mich eine von ihnen mit ihren flammenden Augen ansähe, dann würde ich ganz rot — so rot wie ihre leuchtenden Lippen und Fingernägel. Ansonsten will ich mich beherrschen, aber rot werden ist erlaubt, gelt? — Bleib' recht vergnügt, Liebes, und sei nicht bös, wenn kommende Briefe nicht so lang werden wie dieser, denn ich sagte ja schon: es ist ein mysteriöses Etwas in mich gefahren, seit ich in Madrid bin. Und ich bin faul wie die Sünde ... Immer Dein Fridolin. Aus aller Well. Nordlicht über Dänemark. In Dänemark war ein prachtvolles Nordlicht zu beobachten. Es war so kräftig, daß es außerhalb der Stadt Kopenhagen die Zimmer hell erleuchtete. Wie HcniptfchUftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchriftleiter-: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Tr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans lot)not; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckcrei R. Lange K.S. Ber'ageletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S. .. u:ui|u;cn .wiuiiui uvvivuuiiy xj** n hginn des Krieges gegen die Sowjetunion wurde em J11 e: zum Armeegeneral und Chef des Großen len 0« Hauptquartiers ernannt, wobei er Beweise baraul jflier glänzenden militärischen Fähigkeiten abgab ich M uxb ai,'f bem Schlachtfeld von dem Führer und dem -andm yinig Michael mit dem Eisernen Kreuz und dem ir, wai Michaels--Orden ausgezeichnet wurde. Der Mut und »int mte qen l zu fo* etwa p T W ir ha^ @ru# I«. »« erg ”* iuch •* . |4# । Sniw lan * atiiirn in' »• aber- |uM * geordnet worden. Kleine politische Nachrichten. Im Geleitdienst stehende deutsche Minensuchboote brachen am 18.9. durch Flakfeuer einen Angriff britischer Flugzeuge im Kanal. Die Flak schoß einen britischen Bomber und zwei Jagdflugzeuge ab. In der Nacht vom 18. zum 19. September erhielten bei Angriffen gegen die Reede von Suez durch deutsche Kampfflugzeuge die Ölraffinerien starke Treffer, wodurch sie zum Teil in Brand gerieten. Port Said und die Hafenanlagen von Alexandrien unterlagen ebenfalls deutschen Lustangriffen, bei denen wichtige militärische Objekte getroffen wurden. In Ostafrika versuchte der Gegner im Sckutz dichten Nebels vorgeschobene Stellungen im Abschnitt Uolchefit anzugreifen. Der Feind wurde in die Flucht geschlagen und ließ zahlreiche Tote auf dem Kampfplatz zurück. Das Zerstörergeschwader „Horst Wessel" hat unter Führung seines Kommodore, des Ritterkreuzträgers Oberstleutnant Schalk, im Osten bisher mehr als 1000 bolschewistische Flugzeuge vernichtet. Bis zum 16. September flog das Geschwader 2490 Tiefangriffe und zerstörte dabei 750 Sowjetflugzeuge am Boden. Weitere 256 bolschewistische Flugzeuge wurden in Luftkämpfen zum Absturz gebracht. Darüber hinaus wurden 63 Panzer, 75 Geschütze, 150 Lokomotiven und 1480 Fahrzeuge aller Art vernichtet sowie 68 Batterien außer Gefecht gesetzt. w Der Reichskommissar der freiwilligen Krankenpflege, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herzog von Koburg, wurde von König Michael in Sinaia empfangen. Mit der Königin- mutter Helene und dem Leiter der deutschen Wehrmachtsmission, Generalleutnant Speidel, besuchte der Herzog die Lazarette in Sinaia und verteilte Zigaretten an rumänische Verwundete. Vorher hatte der Herzog Kronstadt besucht und das deutsche Kriegerlazarett besichtigt. len. Davon werden 500 000 Mark sofort dem Kriegs- winterhilfswerk überwiesen Die japanische Regierung überreichte der Sowjetregierung einen scharfen Protest gegen das Segen von Treibminen in japanischen Gewässern. Durch diese Minen ist ein japanisches Schiff versenkt, ein anderes schwer beschädigt worden. ♦ Die Frau des sowjetischen Botschafters in Tokio, S m e t a n i n , und weitere 50 Frauen und Kinder der sowjetischen diplomatischen Vertreter in Japan reiften von Turuga nach Wladiwostok ab. Die Japaner haben bei ihren Säuberungsaktionen gegen die chinesischen Kommunisten in den gebirgigen Gegenden westlich Hopei während der letzten vier Wochen Tausende von Gefangenen gemacht. in deutsche Oefangenenlaaer eingeliefert. Allein unter den bei ihrem kläglich gescheiterten Angriff auf Berlin abgeschossenen 20 britischen Flugzeugen wurden fünf Besatzungen, das sind 2 5 v. H., Kanadier und Australier festgestellt. Oie neue französische Verfassung. Paris, 19. September. (DNB.) Die beiden Ausschüsse, die sich mit der Ausarbeitung der neuen französischen Verfassung und mit der Neueinteilung des französischen Territoriums befassen, haben ihre Arbeit so gut wie beendet. Frankreich wird künftig in 19 Provinzen eingeteilt werden. Die Kathedrale von Notre Dame wird der Mittelpunkt der Provinz von Paris sein, die einen Durchmesser von 70 Kilometer haben wird; die Grenzen der übrigen Provinzen sind noch nicht genau festgelegt. Die neue Verfassung des französischen Staates wird als Grundlage die Gemeinde als kleinste Einheit fraben. Darauf folgen der Kanton, das Arron- difsement, das Departement und schließlich die Provinz, mit einem Gouverneur an der Spitze. Politisch wird das Volk durch zwei Organe vertreten werden: den „Großen Rat", aus 200 unabsetzbaren und vom Staatschef ernannten Mitgliedern, und die „Kamme r", aus 300 Vertretern der Fa- milien, der Berufsstände und der Legion, die ebenfalls vom Staatschef ernannt werden. Beide Volksvertretungen 'werden sich jedes Jahr einmal zur Nationalversammlung vereinigen, um eine (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Ende August 1941. Meine liebe Jngeborg! Also da bin ich nun in der „Hölle von Madrid"! Sei mir bitte nicht böse, daß ich erst am zweiten Tag meines Hierseins schreibe — selbstverständlich bist Du das erste Wesen auf Erden, dem die Lufthansa ein Lebenszeichen von mir aus der iberischen Metropole bringt. Weißt Du, kaum war ich hier angekommen, da hatte ich so das Gefühl, als ob irgend etwas in mich fuhr. Und dieses mysteriöse Etwas flüstert mir ständig zu: „Ach, das kannst du auch morgen tun!" Dreimal mußte ich — o Schande! — einen Anlauf nehmen, um mich zu diesen Zeilen aufzuschwingen. Es ist, als wäre ich wieder in Südamerika, wo man sich bis zum 20. Breitengrad südlich des Aequator auch zu allem „a u f s chwi n g e n" muß; wo man als „gemäßigter Mitteleuropäer" 50 Prozent seiner Energien im ewigen Kampf gegen die eigene Faulheit und bleierne Müdigkeit vergeudet. Es sind das die Länder, in denen man dem trägen Wahlspruch frönt: „Tue niemals morgen, was du ebenso gut übermorgen tun kannst!" Doch nun etwas über das sonnige Spanien: O wäre es weniger sonnig...! „Neun Monate Winter und drei Monate Fegefeuer" im Jahre lautet das Urteil für den armen Sünder, der in M a - d r i d seßhaft wird. Und es ist nicht daran zu zweifeln: in diesen glutenben Augusttagen läßt uns der Leibhaftige sein grausam' Rüstung spüren. Bisher glaubte ich an sieben Himmel, liebe Jngeborg. Jetzt aber glaube ich obendrein an siebenzigmalsieben Höllen! Was der Leibhaftige in der spanischen Hauptstadt anrichtet? Ich weiß nur soviel, daß er über geradezu teuflisch viele Kalorien verfügen muß. Davon (topft er hier und dort einige Trillionen in die Atmosphäre, um durch solche Kalorien- Invasionen — sicherlich unter dem schnöden Vorwand der Verteidigung seiner Hemisphäre — je nach Belieben strategische Stützpunkte zu ergattern, wie zum Beispiel... „die Hölle von Madrid". Gevatter Luzifers grausame Rüstung ist wahrhaftig des Teufels. Aus seinem Brutofen sprießt und brodelt allerorts mannigfaches Geziefer. Kommt man ahnungslos und bieder abends in fein Hotelzimmer und knipst das Licht an, da huscht es wie ein böser Geist über den hölzernen ober steinernen Fußboden. „HiHiilfe — eine Maus, eine Maaaus...!" wäre der gellende Schrei so mancher heroischen Amazone. Aber ich versichere Dir, diesmal war es keine Maus, die wie ein verhextes Etwas durch das fahl erleuchtete Zimmer huschte, sondern eine gute alte Bekannte aus Amerika: eine fette „Cucaracha". Sprich bas bitte „Kukarat - s ch a" ! Bei Euch nennt man sie Kakerlaken ober Schaben — aber die deutschen Kakerlaken sind kümmerliche Mißgeburten gegen diese feisten Prachtexemplare südlicher Brutstätten. Sie marschieren hier mit Vorliebe die Abflußröhren hinauf in die Zimmer und machen sich über alles her, was so ein Kakerlakenmagen verdauen kann. Von den schönsten Bonbons über Speisereste bis zum Bohnerwachs und Pelikanol. Vielerorts sieht man sie als liebe Haustierchen an, weil sie zu Hunderten als Heinzelmännchen in den Küchen wirken, über Nacht Abfälle fortschaffen und schmutzige Topfe blitzblank lecken. In mir dagegen regt sich bei ihrem Anblick jedesmal die Weidmannslust, und mit einem handfesten Pantoffel beginnt eine aufregende Jagd. Es kommt zunächst daraus an, diesen Wieseln unter den Decken- tlüglem die Rückzugsstraßen zu verrammeln, also etwa mit einer Zeitung schnell die unverputzten Deffnungen der Rohrleitungen zu verstopfen. Bei einem Blick unter das Bett oder beim Fortrucken seiner Neujahrsbotschaft an das Weltjudentum zum Eintritt in das neue Jahr 5702 ausgeführt, daß Großbritannien und seine Verbündeten den Kampf Israels führen. Anderseits wurde in der Sitzung des zionistischen ExekutivkommitSs in Jerusalem der jüdische Anteil an der Verteidigung des britischen Empires hervorgehoben und die Notwendigkeit betont, die Freiwilligenwerbung zu „intensivieren". Das Bündnis zwischen dem Judentum und der englischen Pluto- fratie ist damit genügend gekenntzeichnet. Der rühere jüdische Kriegsminister Hvre-Belisha hat gerade in diesen Tagen den Vorschlag gemacht, daß Engländer und Nordamerikaner ein gemeinsames Bürgerrecht erhalten sollen. Das wäre eine Etappe für das „Weltbürgerrecht", das vom Weltjudentum schon immer erstrebt wurde. Unruhe in Schanghai. Rom, 19. Sept. (Europapreß.) In Schanghai hat am Mittwochnachmittag ein Feuergefecht zwischen Terroristen und japanischen Landungstruppen stattgefunden. Von den Terroristen wurden drei Japaner und ein Chinese verwundet sowie ein Chinese getötet. Infolge dieser Anschläge ist in Schanghai die Schließung aller Lichtspielhäuser sowie zahlreicher anderer Unterhaltungslokale an- des Schrankes lokalisiert man mit ingrimmigem Frohlocken drei, vier und mehr Stück Kammerwild Schießt so ein Teufelsvieh aus seinem Versteck hervor, so donnert wie eine gigantische Bombe der Pantoffel hernieder, und das Bild der Zerstörung ist grauenhaft — wenn man nicht gerade vorbeigedonnert hat. Welch ein Triumph aber, wenn nach erbitterter Verfolgung um Schrank, Kommode, Stühle herum und unter Tisch und Bett hindurch die Beute gezählt werden kann: Ein halbe Dutzend Cucarachas aller Kaliber liegen zerschmettert am Boden, und bas alles ohne Zielgerät! Man spiele mir als Triumphmarsch den Weltschlager: „La Britischer Spähtruppvorstoß bei Tobruk zurückgeschlagen. Berlin, 19. Sept. (DNB.) In der Nacht zum If 9. versuchten britische Spähtrupps im Schutze &r Dunkelheit aus bem ©übt eil ber eingelassenen Festung Tobruk gegen bie deutschen und üilienischen Stellungen oorzustoßen. Unter Der- Ivten muhten sich die Briten unter der starken Wir- hng des Feuers der Achsentruppen zurückziehen. einem Abschnitt vor Tobruk nahmen die Briten ire Artillerietätigkeit wieder auf. Die Banaten schlugen jedoch nicht in Stellungen ein, sondern betonierten in der Wüste ohne Schäden oier Verluste verursachen zu können. bowjetisches Schlachtschiff beschädigt. Berlin, 19. Sept. (DNB.) Deutsche Kamps- ßllgzeuge sichteten am Freitag, 19. 9., i m S e e - ubiet westlich Leningrad ein sowfetisches Schlachtschiff, das sie sofort angriffen. Das Schlacht- ^iff wurde durch die deutschen Bomben schwer -^schädigt. Bei Angriffen auf sowjetische Flugplätze im Raume von Leningrad wurden am Frei- icg, 19. 9., 2 4 Sowjet-Flugzeuge am Koben 3 e r ft ö r t, sechs weitere in Luftkampfen »bgeschossen. Oer Preis der „N onstop-Ossensive". Berlin, 19. Sept.' (DNB.) Die britische Lust- ttnffe hat bei der „Nvnstop-Offensive" über 1000 Fugzeuge seit dem 22. Juni b. I. verloren unb bamit i Dirbunben den Ausfall von 3—4000 Mann fliegen- bin Personals zu buchen. Unter den abgeschosse- niu britischen Besatzungen befinden sich in letzter 3-it in steigendem Maße Nichtenglände r. Die ! biitifdje Luftwaffe läßt Kanadier, Australier, Neu- ieUänber unb andere den Blutzoll für ihre „Non- ittp-Offensive" entrichten. Während bie meisten die ler Flieger aus den Dominien nur als Leichen ge- btrgen werden konnten, wurde ein kleinerer Teil it Angriffsoperationen v „ nfassungsschlacht ostwärts Kiew wurden durchge- hrt von den Heeresgruppen des Generalfeldmar- I «talls von Rundstedt (oben rechts) und des g neralfeldmarfchalls von Bock (oben links). Die Liftflotten des Generalobersten Löhr (unten links) Urb des Generalfeldmarschalls Kesselring (unten ni)ts) bähen an dem glänzenden Verlauf der Operationen großen Anteil. (Scherl-Archiv-M.) Das Ritterkreuz. Berlin, 19. Sept. (DRV.) Der Führer [oerfte Befehlshaber der Wehrmacht verlieh Erschlag des Oberbefehlshabers des Heeres Hferfreu) des Eisernen Kreuzes an Oberst „DSacßin " _ seit 50 Jahren bewährt! extrq. 30Pfg 17Pfg Herges+ellt in den Persil-Werken 275 A '•Ion Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei TIHUEATIER der Universitätsstadt Gießen Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht äandagiiteomeist Jfarktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Sonntag, 21. September 11.15 bis 12.15 Uhr 1. Morgen -Veranstaltung Deutsche Romantik Preise von 0.25 bis 0.75 RM. Alleinstehender, älterer, Berufs« tätiger Beamter sucht valleryeim bei alleinstehend, älterer Frau. Schr. 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Cousin Karl Schieferstein Schütze in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 20 Jahren sein Leben für das Vaterland gab. In unfaßbarem Schmerz: Karl Schieferstein und Frau Katharine, geb. Adam Gefr. Gottfried Adam und Frau Alwine, geb.Roesicke Herta und Ruth Adam. IVon seinem Weltkriegsleiden wurde mein lieber Mann, unser guter Vater Hermann Schneider im Alter von 56 Jahren erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Schneider, geb. Krätzner und Kinder. Gießen (Schillerstr. 23), den 20. Sept. 1941. Die Beerdigung findet Montag, 22. Sept., nachm. 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 03140 03142 Unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u.Tante Frau Johanna Baunach geb. Eidmann ist beute im 61. Lebensjahr von ihrem Leiden erlöst worden. Die trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Baunach und alle Angehörigen. Gießen (Kirchenplatz 2), den 19. Sept. 1941. Die Beerdigung findet Dienstag, 23. Sept., nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Kirchliche Anzeigen. (G. -- Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottss- dienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gielren. Sonntag', 21. Scvtember. Stadtkirche.8, Becker,-10,Schmidt,' 11 KG., Matth.-Gem. Fohanneskirche. 10, Liz. Drommershausen r 11 KG., Luk.- u. Jobs.-Gem.r 17.30 (5.30) Orgelfeierstunde,' 20, fällt aus. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther,' 11.15 Christenlehre. Kavelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. Jost. Gietzen-Klein-Linden. 10 KG.,' 13.30, Weisel. Gietzen-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 10 11 Christenlehre (männl. Jugend),' 11.20 KG. Lollar. 13 KG.: 14 G. Frei: evang. Gemeinde Giehen, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 21. 9., 9.45 Erbauungsstunde: 11 Sonntagschule- 20.15 Predigt. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiger 3924 D Altenstadt, den 19. September 1941. Die Einäscherung findet am Montag, dem 22. Sept., nachmittags 2^4 Uhr, in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt. Tüchtige Hausangestellte für ält. Haushalt f. sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 3914Da.d.G.A. Zu einer älteren Dameab22.Sevt. für 4 Wochen GesellschalieriD f.d.Nachmittags- stunden gesucht. Schriftliche Angebote ünt.03123 an den Giehener Anzeiger erbet. Statt besonderer Anzeige. Heute verschied unerwartet infolge eines Schlaganfalls mein innigstgeliebter Bruder Dr. jur. Robert Bernhard Oberamtsrichter im Alter von 65 Jahren. In tiefem Schmerz: Laura Bernhard. Sprüche erbeten an 3920Ü Vermietungen Siegen. 3904 V Herr Kassel, gebeten. 3905V ten an 3907V Stellenangebote der Interesse hat, sich in die Sekretariatsgeschäfte eines industriellen Wirtschaftsverbandes Heyligenstaedt & Comp. Werkzeugmaschinenfabrik G. m. b. 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August, abgespielt hat, soll nun der Feldwebel Weber, der als Kriegsberichterstatter und Zugführer zum Regiment versetzt wurde, in seiner Gefechtsskizze „Ich komme, ich helfe dir" erzählen: Wieder war das III. Bataillon an der Spitze des Regiments zum 2lngriff angetreten. Die Regimenter der Division sollten an drei verschiedenen Stellen vorstvßen, um den Schwerpunkt bei der schwächsten feindlichen Widerstandslinie herauszufinden. Es galt, ein nach der Aufklärung stark befestigtes Höhengelände, das eine wichtige Straßenqueroerbindung des Feindes beherrschte, zu gewinnen. Während ich um 4 Uhr meinen Zug aus unserer Feldwachaufstelluna herauszog, um mich in die Marschfolge des Bataillons einzugliedern, zogen über uns die deutschen Bomber nach vorn. Staffelweise sahen wir sie ihre Zentnerlasten über den Feindstellungen abwerfen. Vorsichtig, unter. Sicherungen nach allen Seiten und doch schnell ging der Marsch vorwärts. Bald war der Ausgangspunkt erreicht, wo wir die Roten aus den ersten Feldstellungen werfen wollten. Aber der Feind hatte bereits abgebaut. War ihm der Eindruck von den deutschen Bombern so in die Glieder gefahren, hatte er unseren Angriff erkannt? Wir stießen weiter vor. Mitten durch den Wald, der hier und da durch Sumpfstrecken unterbrochen war. Zehn, zwölf Kilometer kämmten wir mit der blanken Waffe in der Hand den Wald durch, bis sich vor uns die Bäume lichteten, die Dächer von L. auftauchten. Und da waren die roten Feldstellungen, Bunker an Bunker, dazwischen Laufgräben und anscheinend auch Geschützstellungen. Die Bolschewiken müssen durch unser unvermutet schnelles Auftauchen lebhaft überrascht worden sein, denn zunächst rührte sich dort gar nichts. Dann aber ratterten die MG.s los, heulten die Granaten heran, zwangen uns in die spärlichen Deckungen des hier lichten Waldes. Während ich mit meinem Zug als Spähtrupp nach links zog, um eine Umgehung des Dorfes zu erkunden, ging rechts von uns Feuerzauber los. Eine unbemerkte Annäherung war links nicht möglich. Weite offene Flächen wurden durch die roten Feldstellungen beherrscht, lebhaftes Feuer Im Südosten liegt der interessanteste Teil Kiews, die Höhlenstadt mit dem Lawra-Kloster, dem bis zur bolfchewifttfchen Revolution angesehensten Kloster Rußlands, das jährlich Hunderttausende von Pilgern noch Kiew zog. Als sein Stifter gilt der Russe Hilarion, der vor seiner Berufung zum Metropoliten von Kiew im 11. Jahrhundert als Einsiedler in einer selbstgegrabenen Höhle am Dnjepr lebte. Die Höhlen der erften Mönche, schmale, in den Lehmboden gegrabene, später durch Mauerwerk gestützte Gänge von etwa zwei Meter Höhe und kleinen rechteckigen Räumen als Zellen gehören zu den eigenartigsten Sehenswürdigkeiten des alten Rußland, ebenso die Begräbnisnischen, in denen über 80 russische Heilige mumienhaft einbalsamiert e schall r$tändlicht n Preislage jmisse. blick in du rescheheni rtesWis^ rielfäW . Verlang’। obeheftedn n Leben’l r Verlag Blde utz-d-b»1 s 28. SeP* ,9.80» der.1 i folg: sich hinauszubeugen. Das leiseste Kratzen am Fen- Kathi wußte das nur zu gut. Und die Neue sah sterbrett, das Klirren eines Knopfes konnte sie ver- " t't*'*** raten. Und wenn es auch dunkel war, so finster war es nicht, daß nicht im matten Kerzenschimmer von unten oder im Laternenlicht von rechts ihr Gesicht zu erkennen sein würde. Dennoch schob sie die Nase vorsichtig über die Fensterbrüstung. Die Neue lag halb ausgestreckt neben Hellwang im Sessel, und er sah einen halben Schritt von ihr entfernt quer auf der Beinstütze des anderen Liege- ftuhls. Er hatte die Ellenbogen auf die Knie gesetzt und spielte mit seinem Glase. „Achtunddreißig ..." hörte Kachi ihn sagen, „das ist mehr als die Hälfte eines Menschenlebens; aber wieoiele Jahre davon lebt man denn eigentlich bewußt? Doch höchstens zwanzig oder noch weniger. Nein, das Leben beginnt nicht mit der Geburt, es beginnt da, wo uns der Wunsch erfaßt, seine Oberfläche anzukratzen, um zu sehen, was dahinter steckt." „Ach ..." sagte die Neue und verdrehte die Augen. Hellwang trank aus seinem Glase und setzte es auf Kathi eilte beunruhigt nach oben und klopfte an 3-äuIein Zöglings Tür. Um eine Ausrede wegen btr Störung wäre sie nicht verlegen gewesen. Aber \v erhielt keine Antwort. Sekundenlang stand |te - e erstarrt Ihre Phantasie begann auf Touren ii laufen und gaukelte ihr Bilder vor. bei denen ihr schwül wurde. Sie tastete nach dem Lichtschal- ir Das Treppenhaus sank in tiefe, undurchdrmg- lihe Finsternis. Kachi streifte die Schuhe von den ilä^en und schlich auf Strümpfen zu Hellwangs ü-beits;immer Langsam und geräuschlos druckte sie Klinke nieder Wenn die Fenster offen waren.-' Fenster waren weit geöffnet Ein scharfer ihftgug strömte ihr entgegen. Irgendwo im Home muhte eine Tür ins Freie offen stehen. Wenn die ufschlug, gab es einen Krach, der sie verraten mußte. - - sch,ah di- Tür rasch zu. Bon einer weit ent° ernten Straßenlaterne fiel em schwacher Lichtschem ;ti5 Zimmer, der gerade noch die Gegenstände un- liiutHd) erkennen ließ. Kathi verhielt atemlos und duschte. Sie hörte Hellwangs Stimme. Der Tisch, ir dem die beiden unten saßen, befand fi<9 ajraoe tierfjaib des linken Fensters. Es war gefährlich. onutag- lo [0311 aulcht. H Tarne t , 1- sich V rechten Metropoliten. Au, U. melf, Weise mußte lange mit i«flnik \ ---r-r-- ■V Durch die fruchtbare wolhynische und podolische ^■v Ebene sind unsere Truppen bis dicht vor Kiew vor- cebrungeq, die „Mutter aller Städte Rußlands", je schon Jahrhunderte vor Moskau die Hauptstadt cnes wesentlich von Kleinrussen besiedelten Reiches MK rar, dessen Grenzen trotz aller politischen herein- wJR teitlichung immer unsichtbar durch die Geschichte üußlands gegeistert haben und sich heute wieder gütlicher denn je abzeichnen. iehende- Der Ueberlieferung nach wurde Kiew von den Jwl tret sagenhaften Brüdern Kij, Schtschek und Choriw LkarnZ jnon im 5. Jahrhundert gegründet. Durch seine 0,1 ^lustige Lage am rechten Steilufer des Dnjepr, in WU tnem überaus fruchtbaren Lande, da, wo sich die infteßpjV raltcn Handelsstraßen von der Ostsee nach dem r schwarzen Meer und von Persien und Arabien Ing. umfcr nach Westeuropa kreuizem war es jedenfalls .feoor er die Alleinherrschaft errang. Unter Wladi- ” :ir und Jaroslaw erlebte das Kierver Reich seine iw, eügL Blüte. Jaroslaw ließ das erste russische Ge- Fräulcii Wbuch, die Rußkaja Prawda, zusammenstellen und Witwe, pünbete zahlreiche Städte, Kirchen und Schulen. Nach Jaroslaws Tode 1054 zerfiel durch die fort« setzten Teilungen unter feinen Söhnen und Enkeln .>« Macht des Reiches von Kiew. Die ständigen Birat Fehden der Teilfürsten trieb viele Bürger zur Aussonderung nach Nowgorod, Wladimir, Halitsch und »deren Städten. So war d.as Südreich dem Ein- jill der Tartaren zu Anfang des 13. Jahrhunderts »nmächtig preisgegeben. 1240 wurde Kiew von ”r gegen die ständigen Raubzüge der Krimtataren (1 schützen. Sv entstand als Selbstschutz von Bauern inb Jägern die militärische Organisation der Ko- > ken, ursprünglich eine Art kriegerischer Orden, aus t m sich jedoch bald das selbständige Staatswesen ixr Saporoger entwickelte, die unter ihrem selbst gestählten Hetman ihre Waffen nicht nur gegen die Tataren, sondern auch gegen die polnischen Best ücker wandten. Unter dem Hetman Bogdan tzmelnizkij, dem in Kiew ein Denkmal errichtet ist, ikämpste die Ukraine 1648 ihre Unabhängigkeit Aus -er Gia-t Gießen. Oes Mannes Kameradin Die erste und natürlichste Aufgabe der Frau ist es, Trägerin und Bringerin des Lebens zu sein. Als Mutter findet sie den Sinn und das Glück ihres Lebens. Die Kraft, der Reichtum und die Sehnsucht der Frau greift aber darüber hinaus. Sie soll und will gleichzeitig Gestalterin des Lebens sein. Die ideale Frau ist nicht nur die leibliche Ergänzung des Mannes und die Mutter seiner Kinder, sie ist gleichzeitig seine Kameradin. Selbst da, wo ihr das Glück der Mutterschaft versagt ist, kann sie dem Mann als Mitgestalterin seines Lebensstiles, als Beraterin in seinem Schaffen, als Mitträgerin seiner Freuden und seiner Leiden unendlich viel bedeuten. Die Mutterschaft ist immer eine Gabe der göttlichen Natur. Eine Frau, die sich selbst die gesunden, natürlichen Voraussetzungen des Muttertums durch freiwilligen Verzicht auf Nachkommenschaft oder bewußte Ablehnung und Verhinderung der Mutterschaft nimmt, handelt nach dem germanischen Sittlichkeitsempfinden unsittlich. Die Natur und das Lebensschicksal haben ohnehin genug Frauen vom Glück der Mutterschaft, der Ehe und Familie ausgeschaltet. Auch für diese Frauen ist das Leben aber nicht sinnlos geworden. Auch sie können als frauliche Kameraden das Leben des Volkes und das Leben zahlloser Einzelmenschen mitgestalten und so an der Ewigkeit teilnehmen. Zahlreiche Frauenberufe gibt es, durch die ein ständiger Strom von jungen Frauen auf dem Wege zur Ehe hindurchpulst, die aber gleichzeitig eine Kernschar von Frauen erfordern, die, losgelöst von Ehe und Familie, ihr ganzes Leben diesem Berufe verschrieben haben. Die nationalsozialistische Weltanschauung yat auch diese Frauenaufgaben mit dem lebensvollen Geist kameradschaftlicher fraulicher Haltung erfüllt. Der schönste und mit der Mutterschaft am nächsten verwandte Frauenberuf ist die Stellung der Erzieherin, Jugendführerin und Lehrerin. Von der Säuglingsschwester, über die Kindergärtnerin, Lehrerin, Heimerzieherin und Studienrätin zur Schuldirektorin führt derselbe Geist aufgeschlossener, von steter Bewegung und kameradschaftlicher fraulicher Gemeinschaft erfüllter Haltung, wie er die BDM.- Führerin oder die Maidenführerin im RAD. und die Jugendgruppenleiterin der NS.-Frauenschaft beherrscht. Hier kann echtes Frauentum voll zarten Verstehens, hingebender Liebe, schöpferischer Lebensgestaltung und lebensnaher Kameradschaft eine wundervolle Entfaltung finden. Hier kann fraulicher Reichtum und frauliche Wesenstiefe an der Formung des Menschenlebens und damit an der Gestaltung der Zukunft des Volkes unendlich wertvolle Arbeit leisten. Kameradin, Gestalterin des Lebens und Trägerin der Weltanschauung zu sein, kann schönstes Frauenglück und höchste frauliche Verpflichtung bedeuten. Das zweite große frauliche Arbeitsfeld außerhalb der Familie und Mutterschaft ist das große und vielverzweigte Gebiet der Wohlfahrts- und Krankenpflege. Eine überwundene Welt hat einmal geglaubt, daß gerade diese Aufgaben nur aus dem Geiste des Mitleids gelöst werden könnten. Die nationalsozialistische Welt hat bewiesen, daß frauliche Kameradschaft noch weit mehr in der Lage ist, Not und Hilfsbedürftigkeit, Schmerz und Leid jeglicher Art zu überwinden. Die deutsche Frau wird durch ihre Kameradschaft und Hilfsbereitschaft in Stunden der Not zur vollwertigen Gefährtin des Mannes. Mit frohem Einfytz ihres ganzen fraulichen Reichtums, mit starker Tat und lebener- fllllter Haltung, mit unbesiegbarem Glauben und zähestem Willen zum Leben hilft sie Leid und Not überwindet?, alle Schäden des Lebens ausgleichen und zerbrochenes Schicksal neugestalten. Zahlreiche Einzelfrauenberufe gibt es bann, die nicht nur Durchganqsstationen für junge Mädchen auf dem Wege zur Familie sind, sondern auch voller Lebensinhalt für Frauen werden können, denen das Glück der Familie vom Schicksal versagt wurde. Die Sekretärin im Büro, die wissenschaftliche Assistentin bei der Forschungsarbeit, die Verkäuferin oder Arbeiterin in ganz bestimmten Betrieben, die Köchin und Hausbesorgerin und viele andere Frauenberufe können ihre Arbeit so fraulich schön und so kameradschaftlich tief, so mütterlich sorgend und so hingebend und verstehend gestalten, daß sie sich und allen Arbeits- und Lebensgefährten Glück und Freude bringen. Immer aber muß die Frau eine Frau bleiben. Alles, was sie tut, muß sie aus einem tiefen Herzen voll Liebe, voll verstehender Kameradschaft und mit natürlichem Frohsinn tun. So wird jede Frau am ewigen Leben der germanischen Rasse teilhaben und selbst gestaltend daran mitwirken. A. H. Oie Leistung entscheidet. Der deutsche Betrieb hat sich im ersten Kriegsjahr als eine Stätte bester Qualitätsarbeit und hohen Fleißes erwiesen. Das soll im Kriege und im Frieden so bleiben. Je besser die Leistung *3 einzelnen am Arbeitsplatz ist, desto stärker ist die Gestaltungskraft unseres Volkes. Das Berufserziehungswerk zeigt allen schaffenden Volksgenossen den Weg zur Erhaltung und Steigerung ihres natürlichen Berufskönnens. In diesen Tagen beginnen überall im Reich die neuen beruflichen Lehrgemeinschaften in den frühen - Abendstunden Beratung und Anmeldung bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsfront. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Ein Schauspiel wird in Szene gesetzt. Eindrücke von einer Theaterprobe. In den ersten Oktobertagen erscheint am Theater der Universitätsstadt Gießen das Schauspiel „Veit Stoß" von Hermann Heinz Ortner in der Inszenierung von Oberspielleiter Wilhelm Michael Mund. Der Kunstbetrachter wohnte einer Bühnenprobe bei. Im Anfang war die Vision des Dramatikers; sie gewann Gestalt im Text: an ihm entzündete sich die Vision des nachfühlenden, tastenden, abhorchenden, zum Leben erweckenden Spielleiters. Wir sind in der merkwürdigen Lage, diesen inneren Vorgang, den geistigen Prozeß, in dem bewegliche Phantasie, kühle Ueberlegung und praktische Erfahrung sich verbinden, gewissermaßen graphisch ausgezeichnet zu sehen; wir haben uns von Herrn Mund das Regiebuch geben lassen: „Veit Stoß", dramatische Dichtung in fünf Akten (elf Bildern) von Hermann Heinz Ortner ... Auf der ersten Seite als Motto ein Wort von Hölderlin: „An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind." Der Anblick des mit weißen Blättern durchschossenen Exemplars unterscheidet sich von dem einer normalen Buchausgabe sehr wesentlich: dieser ist glatt und fließend zu lesen wie ein Roman, jener muß sorgsam entziffert werden. Der Spielleiter hat den Wortlaut umgegraben und durchgeknetet; Seite nach Seite entstand aus dem Lesetext der Sprechiext, die genaue Fixierung der künftigen Bühnenform. Mit Bleistift und Farbstiften, mit Notizen, kleinen Skizzen und (für den Laien wunderlichen) Hieroglyphen ist jede Seite in ein Croquis der Theatertaktik verwandelt. Wer sich hineinversenkt, es ist sehr lehrreich, wird, vielleicht mit Staunen, bemerken, ein wie ungemein komplizierter Vorgang eine Inszenierung ist, an der die Arbeit schon begonnen hat, ehe noch auf der Bühne ein Wort gefallen ist. In diesem Buche, das während der Probe vor uns liegt, ist vom ersten Gongschlag bis zum letzten Vorhangfall jede Sekunde des dramatischen Ablaufs im voraus bedacht und festgehalten: die seelische Schwingung eines Dialogs wie das Scheinwerferlicht, das sie tragen hilft; der Tonfall und die Pause wie das Requisit eines Kästchens oder eines Degens; die Bewegung einer linken Hand und die Wendung zur Tür beim Abgang wie die nach dem goldenen Schnitt bemessene, durch ein paar Kreuzchen und Buchstaben festgelegte Stellung einer Figurengruppe in der sinnvoll erwogenen Beziehung ihrer Glieder aufeinander ... Mit drei' Worten ist der Charakter einer Rolle, die Bedeutung eines Satzes umschrieben ... * Aus dem so beschaffenen Regiebuche ist also gewissermaßen schon die Idealform einer im Sinne des Spielleiters vollkommenen Aufführung abzulesen. Aber bas Theater ist ein überaus fein und vielfältig organisiertes Zusammenspiel von menschlichen Individualitäten und technischen Notwendigkeiten. Die Probe ist die nächste Station im langwierigen Werdegang zwischen den äußersten Polen der ersten dichterischen Konzeption und der „stehenden" Aufführung: die Uebersetzung nämlich ber Theorie des Regiebuches in eine vorerst noch schwankende, zwielichtig erhellte Wirklichkeit, aus dem gedruckten und geschriebenen ins gesprochene Wort (das ist nicht selten ein viel längerer Weg, als man sich vielleicht vorstellt) — aus der Fläche in die Dreidimensionalität eines zweckmäßig aufgeteilten und gegliederten Raumes, aus der gedachten in die lebendige Figur. * Vormittags halb elf Uhr. Das Parkett unseres Theaters liegt im Dunkel. Vor dem Sitz des einsamen Zuschauers ist ein kleines Pult aufgebaut; ein abgeschirmtes blaues Glühbirnchen wirft Licht auf das aufgeschlagene Regiebuch und ein paar Notizzettel. Auf der Bühne herrscht eine nüchterne, kühle Probenbeleuchtung. Wir sind im 6. Bild, bei Stoß in der Werkstatt. Der Raum ist mit Versatzstücken, mit den nötigen Zu- und Abgängen, flüchtig markiert. Ein Altarbild halblinks, an bem der Meister arbeitet, läßt die Gedanken einen Augenblick schweifen, Gestalten und Vorgänge ordnen sich ein: Nürnberg um 1520; die Namen Luther, Wittenberg, Rom bezeichnen die bewegenden Mächte des Jahrhunderts; nah und vordergründig die Erscheinung des großen Bildschnitzers, man denkt an den „Englischen Gruß" in der Lorenzer Kirche, an den Bamberger Altar, an Krakau und an einen längst begrabenen törichten Streit um Herkunft und Zugehörigkeit des Künstlers ... ♦ Drei Gestalten im Raum, die ersten Worte, tastender Dialog, das Spiel beginnt. Die Sätze kommen vorläufig noch mit halbem Ton heraus, markiert, aber mit jeder Wiederholung schon intensiver, persönlicher .. Am Tisch vorn rechts der Einhelfer, er schlägt die Sätze an; im Parkett sitzt der Spielleiter, jedes Wort abhorchend, jede Wendung prüfend, jede Geste kontrollierend. Jetzt würde auch einem zufällig hierher verschlagenen, ahnungslosen Laien deutlich, was es mit so einer rot, blau und grün bezeichneten Einschuß-Seite im Regiebuche auf sich hat; wieviel an einer ganz zwanglos und folgerichtig erscheinenden Folge weniger Schritte, aus der Gasse heraus in d'e Mitte der Spielfläche gelegen sein kann; wie beispielsweise ein simples Tablett mit einer Weinkanne und zwei Bechern zu einem kleinen, eigensinnigen und widerborstigen Problem im Raume werden kann .. Pause, Pause, Pause ... Wiederholung ... Abbrechen . . Wiederholung . noch eine Wiederholung ... Vier, fünf, sechs knappe Sätze nur in 1 Rede und Gegenrede und Bewegung und Gebärde aufgelöst; sie werden unermüdlich aufs neue begonnen, und siehe, mit jedem Versuch wird dex Eindruck schärfer, genauer, natürlicher, sinnvoller im ganzen Die Szene füllt sich, belebt sich, man sieht schon das Kostüm statt des nüchternen Zivils, man spürt die Hintergründe, wittert Gestalten, die noch gar nicht zu sehen sind, und ahnt eine auf die Katastrophe zutreibende Steigerung ... Der Spielleiter, der abschätzend, mitspielend, wie ein Kapellmeister dirigierend vorn im Dunkel sitzt, springt plötzlich auf die Bühne, stoppt die Szene ab, verwandelt sich, von seiner Vorstellung besessen, gewissermaßen in zwei, drei Darsteller zugleich und gibt andeutend, hin und her gleitend, improvisierend die Passage noch einmal so, wie er sie innerlich vor sich sieht ... Welch ein Spiel der nachbildenden Phantasie, welch eine Intensität des Ausdrucks, wieviel Disziplin und Verwandlungskraft der lebhaft mitgehenden, willig geführten, unermüdlich von vorn beginnenden Darsteller ... Ein Satz wird auf die Waagschale gelegt, Stimmklang, Unterton und Melodie werden abgehorcht, gedämpft, gesteigert, in der Schwebe gehalten ... Der Laie würde mit Staunen begreifen, wie man ein plötzliches Erkennen, einen jähen Schreck, eine verstockte Weigerung sichtbar und hörbar machen kann ... Der aus dem Stegreif geborene Einfall eines Darstellers — ein Blick nach der Tür im Vorübergehen — gibt einem Szenenabschitt einen kleinen neuen Akzent, wird gutgeheißen und in den Ablauf eingebaut... Eine Stunde ist vergangen, man merkt es kaum ... Schluß ... Zigarettenpause, wohlver- dient ... Nach ein paar Minuten beginnt die Arbeit an einem anderen Bilde, Nummer 8. Neue Situation, neue Gestalten, neue Probleme, neue Wiederholungen. Die Szene ist bewegter, figurenreicher, heftiger in ber Aktion und auf eine sinnfälligere Weise dramatisch; man spürt die gegeneinander» strebenden, darstellerischen Energien in einem seitlich hereinbrechenden Degengefecht Mann wider Mann: hier entfaltet sich schon in der lockeren Andeutung der ganze Reiz, die sinnliche Wirkung des Theaterspiels im geschmeidigen, federnden Hinüber und Herüber der blitzend und klirrend zustoßenden Fechter. Es geht niemanden etwas an, wie oft dieser heftige, kurze Fechtergang am Vormittag wiederholt wird: am Abend der Premiere wird keiner ahnen, wieviel Ueberlegung, wieviel präzis abmessende, den Raum aufteilende, jeden Schritt berechnende Bemühung sich hinter der eleganten Sicherheit und Leichtigkeit des auf einen Minutenablauf zusammengedrängten Vorganges verbirgt. hth. Das Lied der Dreschmaschine. Wenn wir jetzt durch die Dörfer wandern, hören wir überall das eintönige Summen der Dreschmaschinen. Vor einigen Jahrzehnten war es anders. Da wurden wir Kinder vom Klang des Dreschflegels geweckt. Das Dreschen mit bem Flegel war keine leichte Arbeit, besonbers nicht für junge, ungeübte Arme. Da mußte alle Kraft zusammengenommen werden, aber auch bie Gedanken; denn träumen konnte man beim Dreschen nicht. Da hieß es: Takt halten, besonders, wenn es vier ober gar fünf Drescher waren. Die alten Bauern können uns heute noch von bieser Arbeit erzählen. Schon morgens um drei Uhr ging es beim trüben Schein eines Oellichtes an bie Arbeit. Dumpf und gleichmäßig ertönte ber Schlag ber Dreschflegel, eins, zwei, brei, eins, zwei, breil Die Körner spritzten hoch auf. Dann würbe gewen- bet, bas Stroh geschüttelt, unb von neuem klopften bie glatten Hölzer auf bie reife Frucht, um das tägliche Brot herauszuholen. Nachdem alles ausgedroschen war, wurden Spreu und Getreide, die auf dem Boden der Scheuer lagen, durch die Fege- mühle getrieben, oder der Bauer nahm bie Wurfschaufel unb warf in großem Bogen bas (Betreibe an bas andere Enbe ber Scheune. Dadurch schieden sich Spreu und Körner. Hierauf wurden bie Säcke mit ber Frucht gefüllt Dann würben die Dreschflegel von der Dreschmaschine abgelöst. Sie ist wohl bie erste Maschine, bie sich sehr schnell bei ben Bauern Heimatrechte erwarb; benn der Vorteil des Dreschens mit ihr ist so in die Augen springend, daß einer schon sehr am Alten hängen müßte, wenn er heute noch seine Frucht mit den Flegeln ausdreschen wollte. Wenn man früher zwei bis drei Wintermonate lang Tag für Tag, dreschen mußte, so ist das heute in einem ober in zwei Taaen erledigt. In vielen Dörfern wirb bie Frucht nicht erst in die Scheuer gefahren, sondern gleich auf dem Felde gedroschen. Dicht beim Dorfe stehen bie Dreschmaschinen. Sie haben viel Arbeit; benn alle kleinen Lanbwirte breschen hier ihre Frucht, und in einigen Wochen muß alles erlebigt fein. Es gilt also, rasche Arbeit zu leisten. Schon früh am Morgen, wenn noch Dämmerung herrscht, pfeift ber Heizer zum Beginn, und abends, wenn längst die Glocken zur Ruhe mahnten, brummen die Maschinen noch. In langen Reihen haben die Bauern ihre mit Frucht beladenen Wagen angefahren. Sie wissen ungefähr, zu welcher Stunde sie drankommen. Sie können ihre Vorbereitungen treffen; denn ein Aufenthalt ist immer ärgerlich und wirft das Tagesprogramm über den Haufen. Allein kann der Bauer nicht dreschen, auch wenn alle Familienmitglieder mitarbeiten. Da müssen Leute auf den Wagen, um die (Barben herüberzureichen, es muß jemand bei den Säcken stehen, meist ist es der Bauer selber, andere müssen die Spreu wegbringen, und auch bas Stroh muß beiseite geworfen werben. Es wirb auf Haufen gesetzt ober gleich auf ben Wagen gelaben. Unablässig brummt bie Maschine, klopfen bie Hämmerchen die Aehren aus. Zufrieden und froh steht der Bauer an den Säcken und ficijt, wie die goldenen Körner rinnen. Schon ist wieder einer gefüllt. Die Klappe wird für einen Augenblick geschlossen, ein neuer Sack angehängt. Der Nachbar kommt und fragt, wieviel Garben er auf dem Wagen gehabt hat. Der Besitzer nennt die Zahl. Der andere nickt, zeigt auf die Säcke unb meint: Ja, ber Weizen hat dieses Jahr wieder gut gegeben. Die Arbeit der Dreschmaschine auf dem Felde dauert nicht lang. In einigen Wochen ist alles erledigt. Dann fährt sie ins Dorf. Ihr Weg geht von Haus zu Haus. Manchmal ist sie in einem halben Tage fertig, manchmal dauert es zwei ober mehr Tage, bis bas aufgeschichtete (Betreibe in ben Scheuern ausgebroschen ist. Wohl sehnt ber ßanbmann ben Tag heran, an bem er seine Vorräte bem Dreschwagen übergeben kann, aber noch froher ist er, wenn bie Tage vorüber sind Die Maschine frönt ja gewissermaßen bie Erntearbeit, indem sie bas golbene (Betreibe fein säuberlich in bie aufgehängten Säcke schüttet. Aber es ist boch auch ein harter Tag für alle, für Frauen unb Männer. Ueberall gibt es schwere Arbeit unb viel Staub bei ber Dreschmaschine, in ber Scheuer, auf bem Hof, im Garten. Wie sehen da bie Gesichter ber Helfer aus! Am Morgen ließ ber Maschinist einen lauten Pfiff ber Lokomobile ertönen. Da griff alles frisch unb mutig zu. Aber am Abend? Abgehetzt, verstaubt, mit geröteten Augen, sagen alle: Enblich! Aber ist ber Tag noch so schwer, ber Abschluß gleicht alles wieder aus. Frisch gewaschen, mit gutem Appetit erscheinen die Arbeitsleute zur Abendmahlzeit. Die Hausfrau fetzt ihre Ehre darein, es an verdunkelungszett 20. September von 19.25 bis 7.02 Uhr. 21. September von 19.22 bis 7.03 Uhr. nichts fehlen zu lassen. Wochenlang hat sie dafür gespart und vorgesorgt, daß ja bas Essen reichlich unb kräftig wirb. Auch Kochen würbe für biefen Tag gebacken. ) So ist es fein Wunber, wenn beim Dreschmaschi- nen-Nachtessen bald alle Mühe vergessen ist unb eine angeregte Unterhaltung in Fluß kommt. Da wirb dann manche Schnurre erzählt, manch alte Geschickte wieder aufgewärmt. Aber fast aller Gedanken gehen heute hinaus zu unfern Söhnen unb Brüdern im Feindesland, besonders im Osten, bie nicht bei ber Arbeit helfen können, bie im harten Kampf für Volk und Vaterland stehen. Die letzten Briefe ber Kameraden werben vorgelesen, unb jeder erzählt, was er von seinen Soldaten weiß. Kommt bann gar noch während ber Abenbmahlzeit eine Sonbermeldung durch, bie von ben erfolgreichen Kämpfen unserer Solbaten berichtet, bann ist bie Freude erst recht groß, unb alle, bie zu Hause blei' ben mußten, bie ältesten Männer und Frauen, geloben sich aufs neue: Die Arbeit wirb geschafft, auch ohne unsere Buben. Das beutsche Volk will Brot haben. Und es wirb es bekommen! Mit diesem festen Vorsatz klingt ber Dreschtag aus. —h. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Menschen vom Variete". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „In geheimer Mission". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.15 Uhr „Deutsche Romantik" 19 Uhr „Das Land des Lächelns". — Johannes- kirche: 17.30 Uhr Orgelabenb. — Gloria-Palast, Sel- terswea: „Menschen vom Variets". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „In geheimer. Mission". Theater der Universitätsstadt Gießen. Am Sonntagmorgen nimmt bie Gießener Bühne mit ber ersten Morgenveranstaltung „Deutsche Romantik" eine besinnliche Folge von Wort unb Lied, bie trabitioneüe Reihe ber Morgenfeiern wieder auf. Diese erste Morgenfeier bringt neben Rezitationen aus dem lyrischen Schatz ber beutschen Romantik, gesprochen von Renate Freihen, Luise Prasser, Leopold Fischer, Herbert Kochling, W. M. Mund und Heins Roux, auch Lieber unb Balladen, gesungen von Liesel Schroter-Beckers und Hans Lott. Willst Ou abseits stehen? von der Iis.-Frauenfchafl kreis Detterau. Gfs. Heute tragen alle jungen Männer ben Soldatenrock. Es ist ganz selbstverständlich, daß jeder in dieser großen Gemeinschaft seinen Einsatz gibt und mithllst am Neubau unseres großen Vater- beim Einkauf Reese-GesellschaftHameln Teeka-Fruchttee ist sowohl heiß wie kühl gestellt von be- -onderer Güte. Er ist das beste Austauschgetränk für den iltbewöhrten „Teekanne"- Tee. Teeka-Fruchttee wird mit r(/lüiksmann meldet: Fünfhundert Reichsmark gezogen. Landes. Und Du! Noch immer hast Du nicht den Leg gefunden zur Gemeinschaft in der Jugend- gruppe des Deutschen Frauenwerkes. Auch hier findest Du Arbeit, Freude, Kameradschaft und gemeinsame Aufgaben. Ein Volk besteht nicht nur aus Männern und ihren Pflichten, auch wir Frauen haben unser gut Teil an innerem Aufbau für unser Laterland beizutragen! Darum kommt in die Ju- gendgruppe! feiten: a) wenn ein Urlaubsanspruch aüs dem z. Z. der Dienstverpflichtung bereits abgelaufenen Urlaubsjahr noch zu erfüllen ist, dann ist dieser Anspruch abzugelten; wenn im laufenden Urlaubsjahr em Anspruch auf Urlaub noch nicht entstanden ist, dann wird ein Urlaubsanspruch nur im Aufnahmebetrieb nach Maßgabe der Ziffer II erworben; wenn im laufenden Urlaubsjahr em Anspruch bereits entstanden ist, dann bleibt er bis zur Rückkehr des Dienstverpflichteten in dem alten Betrieb bestehen. Er entfällt jedoch, wenn der Aufnahmebetrieb dem Gefolgschaftsmitglied Urlaub für das betreffende Urlaubsjahr nach Maßgabe der Ziffer II erteilt. Urlaubsansprüche im Abgabebetrieb aus dem Jahre 1940, die nicht durch Urlaubsgewährung im Aufnahmebetrieb entfallen sind, sind nach dem 1 Juli 1941 vom Abgabebetrieb in sinngemäßer Anwendung der Verwaltungsanordnung des Reichsarbeitsministers vom 16.2. 40, Buchstabe e, abzugelten. d) Wenn der Abgabebetrieb den Urlaubsanspruch aus dem laufenden Urlaubsjahr bereits erfüllt hat, hat er Anspruch gegenüber dem Aufnahmebetrieb auf anteilige Erstattung des Ur- pflichtung: 1. Der Urlaub des Dienstverpflichteten bestimmt sich nach der für den Aufnahmebetrieb geltenden Tarifordnung oder Betriebsordnung (§ 2 III der VO. zur Sicherstellung des Kräftebedarfes usw. vom 13. 2. 1939 RGBl. I, S. 206). 2. Bei der Berechnung der Urlaubsdauer ist die Dauer der Betriebszugehörigkeit in dem Abgabebetrieb der Dauer der Beschäftigung in dem Aufnahmebetrieb zuzurechnen (§ 13, Satz 1 der Ersten Durchführungs-VO. vom 2. 3. 1939 (RGBl. I, S. 403). 3. Entgegen der ursprünglichen Gesetzesbestimmung wird auf Grund der Zweiten Aenderungs-An- ordnung von 12. 12. 1940 (RGBl. I, S. 1586) nunmehr auch die im Abgabebetrieb zurückgelegte Wartezeit, (das ist die Zeit, die im Betrieb zurückgelegt fein muß, um einen Urlaubsanspruch zu erwerben) auf die Wartezeit in dem Aufnahmebetrieb angerechnet, jedoch erst, wenn die Dienstleistung im Aufnahmebetrieb mindestens zwei Monate gedauert hat. Um den Fußball-Tschammerpokal. Der Fußball-Wettbewerb um den Tschammerpokal nähert sich seinem Höhepunkt. Acht Mannschaften flehen noch im Kampf, die sich am kommenden Sonntag in vier Spielen um einen Platz in der Vorschlußrunde bemühen. Der Spielplan lautet: Schalke 04 — Austria Wien Admira Wien — Stuttgarter Kickers LSV. Kamp — Dresdner SC. Holstein Kiel — 1. SV. Jena. Das Spiel des Tages steigt in der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn zwischen dem fünfmaligen deutschen Meister Schalke 04 und der berühmten Wiener A u st r i a. Beide Mannschaften scheinen augenblicklich in bester Form zu sein; die in den letzten Wochen erzielten Ergebnisse lassen diesen Schluß ohne weiteres zu. , Die letzte Waffe des Südens ist Württembergs Meister StuttgarterKickers,der den schweren Gang zur A d m i r a W i e n antreten mutz. Don den Mannschaften des Altreichs hat es bisher nur der SV. Waldhof fertigqebracht, die Wiener m ihrer Heimat zu schlagen. Die Kickers, die heute eine sehr starke und ausgeglichene Mannschaft (mit ganz^ge-^ Angeklagte nicht zuerst die Bahnbediensteten hätte verständigen müssen; er stellte aber die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Das Urteil des Amtsgerichts Büdingen wurde aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Landkreis Gießen. £ Lollar, 20. Sept. Der Metzgermeister und Gastwirt i. R. Konrad Moos wird morgen 80 Jahre alt. Der alte Herr hat seinem Geschäft, das jetzt von seinem Schwiegersohn weiterbetrieben wird, über 50 Jahre vorgestanden. In dieser langen Zeit hat er sich einen großen Freundes- und Bekannten- tenkreis sowie allgemeine Wertschätzung erworben. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. 4- Grünberg, 20. September. Am Sonntag, 21. September, vollendet unser Mitbürger Konrad Eckel bei guter Gesundheit sein 85. Lebensjahr. Der alte Herr war früher in Rodheim bei Hungen beheimatet und wohnt seit einigen Jahren bei seiner hier verheirateten Tochter. Am gleichen Tage wird ein weiterer Mitbürger, Andreas Wagner, 84 Jahre alt. Im November 1940 konnte er mit seiner Ehefrau, die kürzlich 80 Jahre alt wurde, das Fest der Diamantenen Hochzeit begehen. Vor mehreren Jahrzehnten ist er aus Leidenhofen (Ebsdorfer Grund) nach hier zugezogen. Beiden Jubilaren bringen auch wir herzliche Glückwünsche dar. Sporlgemeinde Steinbach. Steinbach 1. 3gb. — Dorf Gill 1. 3gb. Im nächsten Spiel um die Bannmeisterschaft empfängt die 1. Jugend von Steinbach die gleiche von Dorf-Gill. Die Einheimischen sollten auch jetzt wieder in der Lage sein, einen Sieg und damit die Punkte zu erringen. Vorher treffen sich im Rundenspiel die 2. Jugendmannschaften. Hier sollte die Spielerfahrung der Gäste überlegen sein. Zweiter Kriegs-Mnterwettbewerb der Ruderer. Der Kriegswinterwettbewerb der deutschen Ruderer hat auch bei seiner zweiten Austragung ein so gutes Ergebnis gezeitigt, daß diese große Zuver- lässigkeitsprüfung für die Vereinsarbeit sicher eine Dauereinrichtung werden dürfte. Die Zahl der teilnehmenden Vereine ist von 225 auf 255 gestiegen, 87 Vereine erreichten die für je ein Mitglied geforderte Mindestleistung von 10 Punkten. Im Em- zelwettbewerb wurden trotz erhöhter Mindestanforderungen (von 150 auf 200 Kilometer) die Sieger« leiftungen des Vorjahres von sieben Mann erreicht. Die Ergebnisse des Wettbewerbs: 1. RE. Jansa 98 Dortmund (147 Mitgl.) 37,8 Durchschnittszahl; 2. Kölner RK. (23) 32,7; 3. Post Hamburg (55) 30,8; 4. Tus. Frischauf Dresden 55) ,30,7; 5. Frauen-RV. Freiweg Frankfurt a. M. (52) 30,5; 6. Fürstenwalder SC. (26) 30,3. Einzelwertung: Männer: 1. Johl (Dresdener RV.) 1500 km; 2. Karp (Düsseldorf) 1203 km; 3. Feldhaus (Neußer RV) 965. Frauen: 1. Margarete Gröhnke (RV. Vorw. Berlin) 588km; 2. Margarete Beier (Post Berlin) 461 km; 3. Liesbeth Thiel (RV. Vorw. Berlin) 444 km. Deutsche Fußballmeisterschaft 1941/42 25 Meister bei den Endspielen. und pflichtbewußt machen. Amtsgericht Gießen. Der O. Sch. in Gießen hatte sich wegen Diebstahls zu verantworten. Er hatte an seiner Arbeitsstelle in einem Reichsbetrieb nach und nach 28 Bettlaken, 29 Bettdeckenbezüge, 5 Handtücher und 6 Wischtücher im Werte von etwa 450 RM. gestohlen. Der Angeklagte wurde wegen Arbeitsvertragsbruchs und fängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Strafmildernd wirkten das Geständnis und die seitherige Unbescholtenheit, straferschwerend dagegen die Menge der gestohlenen Sachen, der grobe Dertrauensmißvrauch und der Umstand, daß es sich um Sachen handelt, die der Bezugsbeschränkung unterworfen sind. , Der Pole Edward Krzaczkowski hatte am 24. Juni ohne Erlaubnis seine Arbeitsstelle bei einem Land- Wirt verlassen. Weiterhin hatte er als Pole nicht das oorgeschriebene Kennzeichen „P“ getragen. Der Angeklagte wurde wegen Arbeitsoertragsbruch und wegen Nichtttagens des vorgeschriebenen Kennzeichens zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten und zu einer Haftstrafe von sechs Wochen verurteilt. Die Haftstrafe gilt durch Die Untersuchungshaft als verbüßt. Weitere fünf Wochen der Untersuchungshaft wurden auf die Gefängnisstrafe angerechnet. Schnellverfahren vor dem Amtsgericht Gießen. Der Pole Kasimir Ziontak hatte am 9. August einen anderen Polen mit Totschlag bedroht. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rase Don fünf Monaten verurteilt. Strafkammer Gießen. Der H.N. in Büdingen hatte eisten Strafbefehl über 150 RM. (an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat) erhalten, gegen Len er Einspruch einlegte. Er war beschuldigt, am 27. Januar v. I. in der Gemarkung Rohrbach durch Fahrlässigkeit die Sicherheit des Eisenbahnbetriebs gefährdet zu haben. Der Angeklagte hatte mit einem Lastkraftwagen, an dem sich trotz des damals liegenden hohen Schnees keine Schneeketten befanden, den beschrankten Bahnübergang befahren. Auf dem Bahnübergang faßten die Hinterräder des Wagens nicht mehr und der Wagen blieb stecken. Obwohl N. wußte, daß in kürzester Zett em Personenzug die Strecke befahren würde, benachrichtigte er nicht den nächsten Schrankenwärter von der Gefahr, sondern arbeitete erst an der Flottmachung fernes Wa- Lauch 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 10, Salatgurken 15 bis 30, Endivien 10 bis 12, : vberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. * ** W o Licht i ft, i ft Leben ... Wo Leben ist, wirft der Feind seine Bomben ab. Nur vollkommene Verdunkelung schützt bei Nacht davor, als (Angriffsziel zu dienen. Der Selbsterhaltungstrieb gebietet, einwandfrei zu verdunkeln und jeden verräterischen Lichtschein im Freien zu vermeiden. Diese Erkenntnisse sind eigentlich Selbstverständlichkeiten und durch tausendfache Erfahrung bestätigt. Ist es nötig, daran zu erinnern? Ja, denn noch immer finden sich Verdunkelungssünder, die durch ihre Nachlässigkeit ihr Leben und das ihrer Mitmenschen gefährden. Deshalb: Verdunkle noch gewissenhafter <1(5 bisher! Lies den bemerkenswerten Aufsatz „Tödliches Licht" im letzten Heft der „Sirene", der großen deutschen Luftschutz-Illustrierten! Die hier entwickelten Fälle werden auch den Letzten wach laubsgelbes, sofern die Dienstverpflichtung im Aufnahmebetrieb mindestens zwei Monate bestanden hat. Der Anspruch des Abgabebetriebes auf Erstattung des anteiligen Urlaubsgeldes besteht auch dann, wenn der Dienstverpflichtete, ohne im Aufnahmebetrieb Urlaub erhalten zu haben, in feinen alten Betrieb (Abgabebetrieb) zurückkehrt und dort feinen Urlaub erhält, oder wenn der Urlaub ihm vom Abgabebetrieb gemäß Buchstabe c Abf. 2 schon vor seiner Rückkehr abgegolten wird. Eine anteilige Erstattung des Urlaubsgeldes findet nicht statt, wenn ein Ausgleich auf Grund der Tarifordnung zur Regelung des Urlaubs der bei besonderen Bauvorhaben beschäftigten Gefolgschaftsmitglieder vom 15. 2. 39 oder auf Grund einer entsprechenden Urlaubsmarkenregelung bereits erfolgt ist (8 16 Abs. 2 der Dienstpflichtdurchf.-Verordnung vom 2. 3. 39 RGBl. I, S. 403.) II. In dem Aufnahmebetrieb ist — neben den Ausführungen unter I — zu beachten ohne Rücksicht auf begrenzte ober unbegrenzte Dienstver- Die Reichssportführung (Fachamt Fußball) gibt auch diesmal frühzeitig den Kampfplan für Die Spiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1941/42 bekannt. An dem bereits begonnenen Wettbewerb sind einschließlich General-Gouvernement die Mann- schäften von 25 Gauen bzw. Bereichen beteiligt, unb demnach werden auch die Endrundenspiele im kommenden Frühjahr von 25 Mannschaften bestritten. In den Gauen und Bereichen müssen die Meister bis zum 29. März feststehen, denn die Endrunden- spiele beginnen bereits am 5. April. Gespielt wirb in vier Gruppen zu je sechs Mannschaften, die in zwei Staffeln zu je drei Mannschaften unterteilt sind. Zwischen den Meistern des Bereichs Oftpreu«. feen und des General-Gouvernements gibt es am 22. und 29. März noch eine Ausscheidungsrunde; der Sieger nimmt an den Spielen der Staffel A in der Gruppe 1 teil. Frankfurter Börse. 3m Verlause starke Zurückhaltung. Frankfurt a. M., 19. Sept. Während zu Beginn dieser Berichtszeit an den Aktienmärkten noch vereinzelt einige wenige Werte stärker gesteigert waren, prägte sich im Verlause eine ausgesprochen starke Zurückhaltung aus. Einmal regte die neuerliche Kursentwicklung zum Nachdenken und zu einer Üeberprüfung der Renditen an, zuni anderen ließen Erwartungen von neuen einschneidenden Maßnahmen, die den Kapitalmarkt betreffen, auch Abgaben vornehmen, so daß die schweren Papiere durchweg mehrprozentig nachgaben. Die nur 100- d. H.-Aufstockung bei Südd. Zucker (wie zuvor die Kapitalberichtigung bei Conti Gummi) scheint den vielfach gehegten Hoffnungen auch nicht entsprochen zu haben (bei Beibehaltung der Dividende mit 5 v. H. auf das berichtigte Kapital — gegen 10 v. H. auf das unberichtigte — errechnet sich gegenwärtig ein Kursstand von zirka 180 v. H.!). Um 10 v. H. abgeschwächt lagen u. a. BMW., Holzmann, Lah- mener, etwas niedriger lagen die Einbußen bei Daimler, Demag, D. Erdöl, Westd. Kaufhof, Zell Waldhof, Rheinmetall. Dagegen blieben JG.-Farden Am Rentenmarkt hat sich das Kursniveott im allgemeinen als fest erwiesen. Vielfach war erheblicher Materialmangel bemerkbar, neben den Pfandbriefen vereinzelt auch bei Stadtanleihen. In Reichsschätzen wurden ansehnliche Mengen umgesetzt, Reichsaltbesitz, Steuergutscheine I, späte Schuld- buchsorderungen und Kommunalumschuldungs-Anleihe kaum verändert. Jndustrieobligationen überwiegend fest, vor allem 4,5-v. H.-Farben von 1939, die um 1,13 auf 108,25 v. H. anziehen konnten. - Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Sept. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg- Lebendgewicht in RM: Ochsen 37,50 bis 46,50, Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 25 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 40 bis 59, Schafe 32 bis 44, Schweine 55 bis 63. Marktverlauf: alles zugeteilt. ringen Schwächen in der Abwehr!) ins Feld stellen, könnten es auch in Wien schaffen. Der Pokalverteidiger D r e s d n e r S C. fährt nach Pommern zum Außenseiter LSV. Kamp. Die Luftwaffensportler werden sich auch diesmal zu wehren wissen, aber es wäre doch eine Vomben- Uederraschung, könnten sie den starken und sieggewohnten DSC. von den Füßen bringen. Das vierte Spiel führt H v l st e i n K i e l und den 1. S V. Jena zusammen. Kiel ist ebenso wie Kamp etwas überraschend in die Runde der letzten Acht eingezogen, hat aber im Gegensatz zu den Luft- waffensporllern die besten Aussichten, in die Vorschlußrunde zu kommen. Jen«, der Mitte-Meister, ist allerdings auch auf dem Platz des Gegners keineswegs chancenlos. Fußball im Turnverein Grvßen-Linden Am Sonntag empfängt die erste Jugendmannschaft von Großen-Linden die gleiche der Stadt Gießen, lieber den Ausgang des Spieles kann man nichts vorhersagen. Vorher spielt die 2. Jugend gegen Launsbach. Auch hier ist keine Voraussage möglich. gens. Als ihm dies nicht gelang, lief er nach dem nächsten Schrankenposten. Inzwischen kam der Zug heran, wobei die Lokomotive mit dem Kraftwagen zusammenstieß. Der Kraftwagen wurde dabei schwer beschädigt. Die Lokomotive hatte nur geringe Beschädigungen. In der Hauptoerhandlung vor dem Amtsgericht Büdingen am 10. März wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. In der gestrigen Berufungsoerhandlung wurde festgestellt, daß der Schrankenwärter dem Angeklagten, als dieser um Abhilfe bat, zugerufen hat: „Mach, daß du vom Gleis kommst!" Der Schran- Am gestrigen Tage wurde in den Abendstunden in einem Cafe in der Bahnhofstraße beim Glücks- mann Nr. 194 ein Gewinn von 500 RM. gezogen. Der glückliche Gewinner war ein Angehöriger der Luftwaffe. Dies ist innerhalb von acht Togen, außer dem Prämiengewinn von 5000 RM., bereits der zweite „Fünfhunderter" in Gießen. Gießener Vochenmarktpreise. \ * Gießen, 20. Sept. Auf dem heutigen WochenX markt kosteten: Markenbutter, Va kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 50, Wirsing, % kg 7 bis 12, Weißkraut 5 bis 110, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 7 bis 10, Spinat 15, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 20 bis 30, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8, Tomaten 25 bis 35, Zwiebeln 10, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 10, Falläpfel 12, Birnen 40, NSG. Da in der Wirtschaft häufig noch Zweifel darüber bestehen, wie bei Dienstverpflichteten der Urlaub zu gewähren ist, hat der Reichstreuhänder der Arbeit in seinen Amtlichen Mitteilungen vom 10. September 1941 folgende grundsätzlichen Hinweise gegeben: I. In dem 21 b ga b e b e tr i e b ist zu beachten: 1. Dienstverpflichtung auf zeitlich unbegrenzte Zeit: Das Gefvlgschaftsmitglied scheidet aus dem Betrieb aus. Soweit ein Urlaubsanspruch besteht, ist der Urlaub abzugelten, es sei denn, daß die betrieblichen Verhältnisse und der Zeitpunkt des Beginns der Dienstverpflichtung die Urlaubsgewährung in der Form von Freizeitgewährung ermöglichen. 2. Boi zeitlich begrenzter Dienstverpflichtung bleibt der Dienstverpflichtete Betriebsangehöriger des Abgabebetriebes. Es entstehen folgende Möglich- ...auch zum Einmathen ADOX FotofilrZ ALLIANZ-VERSICHERUNG fcllc^, WAS WERT HAT. J IST WERT, VERSICHERT ZU WERDEN Die Deutsche Arbeitsfront NSG. „Kratt durch Freude Kreisdienststelle Wetterau grüßen als Verlobte Montag, 29. September 1941, 19.30 Uhr\ Gloria-Palast, Gießen Triumph der Heiterkeit Jj Saltra! 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