Donnerstag. 20. Zebruar MI Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen «J 330 MO Die Verteidigung von Giarabub 370 ftenftabt, die schon feit Anfang Januar dem wach- 2718 nur auf dem Luftwege herange- Wir meldeten bereits die Ernennung des Herzogs von A o st a , Vizekönigs von Äthiopien, zum Ar- fich unseren Stellungen zu nähern versuchten, mit - meeaeneral der Luftwaffe. In der italienischen Splitterbomben belegt. Verbände des deutschen Flie- roirb unterstrichen, daß der Herzog von Aosta, narCnrnc hnhon 111 miphprhnlfmi TTlölPtl kiNkN feind» -T v •_ . cn i ____: liegende Schisse und hasenannlagen bombardiert. eng verbunden war. Der jetzt 42jährige Herzog ist Lin Stuka-Verband hat tu überraschendem Angriff ein Nesse des Königs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Spannung in Ostasien standen seien Es fei wesentlich für Neuseeland, I beste Beziehungen mit feinen Nachbarn zu unter-! der Belta- fol- Annahme des Gesetzes wäre gleichbedeutend mit einer Erklärung des Kriegszustandes. Unter Versuche des Feindes, sich unseren Stellungen zu nähern, von unseren Truppen unter sehr großen Verlusten für den Gegner glatt algewiesen. 3m Gebiet der unteren 3 u b a hat unsere Luftwaffe Kraftfahrzeuge bombardiert und feindliche Truppen mit Splitterbomben belegt. 3n Keren hat der zähe Widerstand unserer tapferen Truppen den feindlichen Angriff für einige Zeit aufgehallen. 3n den Kämpfen der letzten Tage zeichneten sich besonders die nachstehenden Truppenteile aus: 4. Kolonialbataillon ..Toselli", 151. Kolonialbatarllon. 11. Das deutsche Wohnviertel in Krakau fertiggestellt. Ab- an. 380 1 MO Schriftlettung und Geschäftsstelle: Gießen. Schulftraße 7-9 Industrie durften nicht über die Bäume der Natur hinauswachsen. Der Abwanderung frischer, gesunder Bauernsöhne in die Städte ist ein Riegel voraescho- den worden, der sich mit der Zeit nicht mehr als Riegel sondern als Tor in ein glückhafteres harmonischeres Däfein verwandelt, wenn erst einmal erkannt wird, wie eitel ein Dasein fern der Scholle ist. England gibt die Bombardierung von Zürich und Basel ru. senden englischen Druck stand hielt, steht im Mittelpunkt des italienischen Interesses Die Oase ist ringsherum von den Engländern eingeschlossen, und der bracht werden. Die Engländer haben große Mengen von Kriegsmaterial und Flugzeugen vergebens eingesetzt, um die tapfere Besatzung dieses verlorenen Postens niederzuzwingen. Italienische Blätter vergleichen die Lage von (Biarabub mit einer Insel im Sandmeer, wo sich die zahlreichen motorisierten Bundesrat übermittelten Erklärung übernimmt sie die Verantwortung für diese völkerrechtswidrigen Bombenabwürfe und erklärt sich zur Wiedergutmachung der angerichteten Schäden bereit, nachdem sie bisher sämtliche von der Schweiz vorgebrachten Beweise für die englische Urheberschaft der Bombardierung dreist als ungenügend betrachtet hatte. dem die Verteidigung des Imperiums anoertraut worden ist, von jeher mit der Luftwaffe besonders Warschau, 19. Febr. (Europapreß.) In Krakau wurde ein außschließlich deutsches Wohnviertel. das nach der Initiative des Generalgouverneurs durch die Deutsche Wohn- und Siedlungsgemeinschaft entstand, fertiggestellt. Die im gerkorps haben zu wiederholten Walen einen feindlichen Stützpunkt angegriffen und dabei vor Anker den stärksten Verteidigern dieser Vorlage befänden sich, so erklärte Clark, führende Mitglieder der Bern (8^ pen dem Gegner beträchtliche Verluste bei. 3n Nordafrika wurde ein neuer heftiger Angriff des Feindes gegen Giarabub zurückgewiesen. 3n kufra wurden feindliche Kraftfahrzeuge, die Streitkräfte des Feindes wie Flottenverbände bewegen. Die englische Artillerie schießt von morgens bis abends. Sehr oft sind Vorstöße der englischen Panzerwagen erfolgt, unter deren Schutz motorisierte Infanterie bis an den Rand der Oase gelangte. Aber immer wieder haben die Italiener, denen die Gingeborenentruppen treu zur Seite stehen, alle Angriffe abschlagen können Das eng» lische Kommando bat bereits mehrere^ Male die gegen Giarabub eingesetzten Kräfte verstärken müssen, ohne aber die Verteidiger überwältigen zu können. Wie Stefans meldet, haben die Brunnen der Oase genügend Wasser Die Lebensmittel sind so rationiert, daß sie für lange Zeit reichen können, und die Munition wird so oerwanot, daß kein Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags An-etgen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Nvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung 'JJialftaffell Abschlüße Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25' n mehr Schuß vergeblich abgegeben wird. Die Moral Verteidiger aber ist die einer Familie, die ihr sitztum gegen Wüstenräuber verteidigt. Der italienische Bericht. Rom. 19. Febr. sDNv. Funkspruch.) Der lienifche Dehrmachlberlchl vorn Wiltwoch hat gcnden Wortlaut: An dec griechischen Front dauerte im Druck und Verlag: vrühlsche Untverfitätsdruckerei 8. Lange ib. |M !Si» Brenta Gute !bni(fe; schnitt der 11. Armee der feindliche Angriff ohne daß der Gegner Erfolge erzielen konnte. 3a wiederholten Gegenangriffen brachten unsere Trup- [9b Jahrgang Nr. 43 tfrfdjeini täglich, außer Donntags und feiertags Beilagen: Dte Illustrierte Siebener Nmnillenblätter Heimat imBild DieScholle Vlonats-Bezugsvreis: gilt 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 iutb bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern „folge höherer Gewalt »ernsvrechanschluß 2251 Lmhtanschritt:,,Anzeiger" Lonscheck l l llkk ^rankf. M ,'S uar W * B < ) l,°!'Ä V I 7-' \\*V w eine»1 p stand m eine J» nicht atp allein ch ubesch^-'^ -zeihun? “ les chrechen-^ »rlaffen laben. l heutig 1 6ein®* herabve^ bete. (l •Ä> S; r n D0|< ^Hil jj'4 ew A V Rom, 19. Febr. (Europapreß.) Der Verteidiger beträchtliche Zusammenziehungen feindlicher krast- oon G'arabub 'IRaior C u st an > a, wurde wegen fahrzeuge mit bestem Erfolg bombardiert. feiner außergewöhnlichen Verdienste ^umOberft-i 3n Ostafrik0 wurden an der Kenia-Front leutnant befördert. Das Schicksal der Wü- Grenadier-Regiment „Savoia". Alpini-Valaillon „Ilork-Amba". Der Feind unternahm einige Einflüge auf Ortschaften in Eritrea und im 3uba-Ab- fchnitt. Der Herzog von Aosta. Crzeugungsschlacht in -er Schweiz Von Hans Leuenberger. Schach auf dem Balkan. Die kurze, aber heftige Entwicklung der englischen Reaktton auf die bulgarisch-türkische V er- einb arung hat uns recht gegeben, als wir von einer sofortigen Stellungnahme nach Bekanntwerden der Deklaration zunächst absahen. Denn mir sind jetzt in der Lage, das Problem auf dem Hin- tergrunb der ebenso erheiternden wie interessanten Wirkung aus England zu betrachten. Unmittelbar nach Veröffentlichung des bulgarisch-türkischen Abkommens beeilte man sich in London, zu behaupten, es bleibe alles beim alten Das war insofern eine beabsichtigte Irreführung der englischen Oeffentlichkeit, als sich diese Aeußerung lediglich auf die Tatsache des englisch-türkischen Vertrages, also auf einen völlig anderen Komplex bezog. Da nun diese Londoner Stellungnahme selbst den wenigen Freunden Englands als allzu unsachlich erschien, erklärte man in London schließlich, man habe alles vorher gewußt, ja stellte es sogar so hin, als sei das Abkommen sozusagen m i t Billigung Englands abgeschlossen worden. Auch diese zweite Ausflucht ist ebenso leicht wie schnell zu widerlegen. Denn wenn es so wäre, wie London es behauptet, wie kommt es dann, daß die volitischen Kreise Englands feit dem Bekanntwerden oes neuen Balkanabkommens eine bis zur Reizbarkeit gesteigerte Nervosität zeigen, wie sie von allen Londoner'Beobachtern bestätigt wird?! Und wie kommt es dann ferner, daß sogar die guten Freunde Englands, die amerikanische Presse, ganz offen von einer Niederlage der englischen Außenpolittk sprechen? Und wie kommt es schließlich, daß man selbst in Washington das Balkan-Ereignis als einen Fehlschlag der amerikanischen Offensive dort (beispielsweise durch die Entsendung des Oberst Donovan) ansieht? Kurz und gut, nach dem Hinauswurf, den England in Rumänien erlebt hat, mußte es jetzt wiederum eine ausgesprochen schwere Schlappe im bulgarisch-türkischen Bereich einftecfen, und damit ist nun der gesamten Balkanpolitik Churchills Schach ge- Rom, 19. Febr. (Europapreß.) Der englische Entschluß, die Ostküste in der Nähe von Singapur durch Minen zu sperren, erregte in Ostasien großes Aussehen und verursachte erhebliche Beunruhigung. -Die neue, brutale Eigenmächtigkeit ist", so berichtet „Popolo di Roma^ aus Schanghai, „in allen Schiffahrtskreisen mit Erbitterung ausgenommen worden." Gleichzeitig werde aus Bangkok oemeldet, daß die englische Gesandtschaft die schnellste Evakuierung der Frauen und Kinder empfohlen habe. Die thailändische Regierung habe hingegen empfohlen, Ruhe zu bewahren, denn die geaenroärtige Spannung im Fernen Osten brauche keineswegs Thailand in einen Konflikt hineinzureißen. Der Bangkoker Rundfunk habe auch das Gerücht dementiert, daß Japan Seestützpunkte von Thailand gefordert habe Werte man die schon bisher von der angelsächsischen Propaganda ausgestreuten Gerüchte, die wiederholt den nordamerikanischen Staatsangehörigen erteilten Ratschläge, den Fernen Osten zu verlassen, und dazu die neueste britische Herausforderung durch die Mmenlegung, so trete — damit schließt „Popolo di Roma" seine Betrachtungen — die Verantwortlichkeit Londons für die künftige Entwicklung im Fernen Osten nur immer deutlicher ins Licht. Neuseeland bVrft nack LlGA Stockholm. 19 Febr (Europapreß.) Den Beschluß zur Errichtung unmittelbarer diplomatischer Vertretungen zwischen Neuseeland und den Vereinigten Staaten begründete der neu- seeländische Ministerpräsident Frazer in einer Rede Er sagte, daß im Stillen Ozean neue Probleme von vitalem Interesie für Neuseeland ent» Bern, 19. Febr (DNB.) Die englische Regie- lungsgemeinschaft entstand, fertiggestellt. Die im rung hat nach zweimonatigem Leugnen. Rahmen der Wohnungsbeschaffung für Deutsche im die Bombenabwürfe durch englische Flieger a u f j Distrikt Krakau vorgesehenen Bauvorhaben, bie in Basel und Zürich am 17 bzw. 22 Dezember vier Bauabschnitten ausgeführt werden sollen, sind 1940 zugeben müssen. In einer dem schweizerischen * mit 77 Millionen Zloty veranschlagt. In der Schweiz entfällt auf vier Köpfe der Be- lölterung ein Hektar kulturfähigen Bodens. Davon taten bisher ein Fünftel Ackerboden und vier fünftel Natur- und Kunstwiesen. Wenn die Schweiz ijre Mmdestversorguna mit Brotgetreide und Karr' titeln sowie anderen Äckerfrüchten sicherstellen will, j muß der Ackerboden verdoppelt werden, frae ist, kurz ausgedrückt, das Programm, das sich lic Schweiz gesteckt hat. Damit beschreitet das höchst industriali- ji e r t e ß a nb ber Erbe ebenfalls den Weg der 1 europäischen Neuorbnung, bie für den ganzen Kon- inent bie auf bas Existenzminimum berechnete Er- lährungsfreihett anstrebt. In einem Land, das ge- vohnt war, Industriegüter zu exportieren, um da- •ir Nahtungsgüter zu importieren, ist der Autar- teaedanke recht unbeliebt. „Wir wollen den Mut iufbringen, dieses schwere Wort auszusprechen". i?ufzt eine der angesehensten Zeitungen des Lan- les. „Wir wollen uns mit der unabwendbaren Tätliche als Ausdruck des primitiven Selbsterhaltungs- riebes abfinben". fährt sie fort, um darauf vom vergangenen freihänblerischen Wirtschastsbenken" ju sprechen. Dieser Gebankengang ist für eine Men- jilität bezeichnenb, bie bie Importoerfor- : u n g als „fein" und „fortschrittlich" bezeichnet, während sie für bie Lanbwirtschaft allzuleicht ein ftaienrümpfen aufbringt. Kaum in einem anbern Vereinigten Staaten. Deshalb halte man eine eigene biplomatische Vertretung in Washington für erforderlich. Oie Opposition gegen dasEngtandhitfe-Gesetz Washington, 19. Febr. (Europapreß.) Am zweiten Sitzungstage zur Verhandlung des Englandhilfe-Gesetzes im Senat warf der Oppositionsführer, Senator W h e e l e r, den Befürwortern des Gesetzes vor, sie versuchten Roosevelt mit ähnlichen Vollmachten auszustatten, wie seinerzeit Daladier sie innehatte, wodurch es Daladier möglich gewesen sei, Frankreich ohne Rücksicht auf verfassungsmäßige Beschränkungen in den Krieg zu führen. Falls bas Volk von USA. Englanb zu helfen wünsche, sollte erst einmal bekannt sein, wieviel Gelb ber Kongreß hierfür bewilligen werde. Der Republikaner Vandenberg betonte, daß mit der Annahme des Gesetzes Roosevelt Machtpvlitiker Nr. 1 werden würde. Das Weiße Haus sei bereits zum Hauptquartier für den zweiten Weltkrieg geworden. Der republikanische Senator Johnson erklärte, niemand könne das Englandhilfsgesetz lesen, ohne das Gefühl zu haben, daß dessen Endwirkung, wenn | nicht gar der Zweck der sei, Amerika in den Krieg zu bringen. Der Präsident werde durch das , Gesetz zum Diktator, und zwar ein Diktator . mit der Vollmacht, Amerika in den Krieg zu füh- ! ren. Der demokratische Senator Clark sagte, die eines britischen Commonwealth of Nations in Form etwa eines Dominions machen wollten, ferner Kriegshetzer, wie Senator Glaß und Präsident James Conant von der Harward-Universität. Die USA.-Steuerzahler sollten zu Opfern gezwungen werden, die nicht einmal Kanada, Australien ober Neuseelanb brächten. Der republikanische Senator N y e wandte sich scharf gegen bas Bankhaus Morgan unb andere Jnteressentengruppen, die bemüht eien, dem USA.-Volke einzureden, daß Englands Krieg auch 'der Krieg der USA. sei, und daß sich das nordamerikanische Volk bereitfinben müsse, zu- minbeft einen Teil ber Rechnung zu übernehmen. Die Englanb-Hilfe-Vorlage, so schloß Nye, sei „ein weiterer Schritt in ber seit 24 Monaten eingehaltenen Richtung zum Kriege". Harriman geht als Beauftragter Roosevelts nach England. Washington, 19. Febr. (Europapreß.) Präst. bent Roosevelt teilte auf ber Pressekonferenz im Weißen Haus am Dienstag mit, baß er ben Neu« yorker Bankier Averill Harriman als „23er- teidigungsdeschleuniger" auf brei bis vier Monate nach Englanb entfenben werbe, um dort die Notwendigkeiten festzuftellen, denen sich England gegenüberaestellt sieht. Darauf werde Harriman zu kurzem Aufenthalt nach den USA. zurückkehren. Man nimmt an, baß Harriman in zwei Wochen nach England abreifen wird. Wahrscheinlich wird Harriman vor allen Dingen als Wirtschaftsverbindungsmann Roosevelts dienen. Dor einem Freundschastsvertrag zwischen USA und Mexiko Washington, 19. Febr. (Europapreß.) Unter, staatssekretär Sumner Welles bestätigte in der Pressekonferenz ben bevorstehenden Abschluß eines Freundschaftsoertrages mit Mexiko, wodurch sämtliche zwischen den beiden Ländern schwebenden Fra- gen in freundschaftlichem Geiste gelöst würden. Die Verhandlungen mit Mexiko verzeichneten befriedigende Fortschritte. — In informierten Kreisen wird erklärt, daß mit einer Beendigung der Verhandlungen innerhalb von zwei Monaten gerechnet werden könne. Die USA. errichten Verteidigungsund Sperrgebiete im Stillen Ozean und Kaustischen Meer. N e u y 0 r k, 19. Febr. (DNB.) Wie Associated Preß meldet, hat Roosevelt eine Verordnung unterzeichnet, wodurch auf See Verteibigungsge- biete und im Luftraum «Sperrgebiete geschaffen werden, die Schiffe ober Flugzeuge ohne Genehmigung bes USA.-Marineministers nicht berühren bürfen. «Sperrgebiete finb vor bem Marineoorposten j m Stillen Ozean und im Karibischen Meer geschaffen worben. Die Marinekontrolle über Schiffs- unb Flugzeugbewegungen erstreckt sich vor allem um bas Gebiet ber Häfen, bie früher bereits für geschlossen erklärt würben. Die Sperrgebiete liegen im einzelnen brei Seemeilen um bie Insel Culebra östlich Porto Rico, bie Bucht von Kaneohe auf Hawai, bie Inseln Kiska unb Unalaska vor Alaska unb im Pazifik um die Inseln Lamyra, Iohnston, Wake, Kingman- Reef, Rose, Tutuila unb Guam. — Die Maßnahme tritt 90 Tage nach bem 14. Februar in Kraft. 242 Millionen Dollar für den Ausbau der llSA.-^lottenstuhpunkte. Washington, 20. Febr. (DNB Funkspruch.) Das Repräsentantenhaus nahm ben Marinehaus- hatt in Höhe von 242 Millionen Dollar zum Ausbau von Flottenstützpunkten im Pazifik und Atlantik — barunter Guam, Samoa sowie die von England abgetretenen Besitzungen — an. Die Vorlage । geht nunmehr dem Bunbessenat zu. 1. Htyfa ie im K treten, ft nschasi p. von into ßeunaem bie btto thmft urt onalniW unb B mMM her te fterschasli: > sich ck instate en zu bti nklasse. 6 eine eich lsruhe M tritt W t finb ü n heimü :anni P BaunN bolf W Paul flfe Mannst :ras2ongtn’ es Sech Aussig ipsen, utf ättunft f zuvor nrt 5 ochfett in bie Mägen gelangt. h 9 Das neue Jahr soll eine Erhöhung d" Siferbaus in erster Etappe non mnsz'gtaulenb feftar erfahren Das ist em Drittel ber gep C rroeiterung. Vierzigtausenb zusätzliche Hande sind fir bie Mehrarbeit erforberlich. Gs ist geplant ba- ; .z-i bie Armee weitgehenb heranzuziehern abgesehen ron ben Kräften, die derobligalo ,cy butter stanben seien Cs lei roeienrnm rur ’jfeuieeiano, lizenft vermittelt. Die Ruckbesinnung 7 : öerte Begehungen mit leinen Nachbarn zu unter- W k rbe bebeutet für ben Schweizer $le 0,Gunfe | halten Neuseeland lege auf die Beziehunaen zu fei- . . innere Gesundung. Schon ist jea r 0 I nem anderen Lande größeren Wert als zu den 1 roegung „Union now“, die die USA. zum Mitglied Schweizer Industriearbeiter. Auch oie uropäischen Land hat sich der Städter innerlich herum von oen » stark von landwirtschaftlichem Denken entfernt Nachschub kann oie gerade tn der «Schweiz. Der Handelsmann und brnrht mprhon ' .‘nbuftrieUe beherrschte auch das Feld in der großen Tagepresse, wo es recht selten geschah, baß einmal ein Agrarproblem eine «Spalte ber ersten «Seite mit Beschlag belegen burfte. 1 Dieser Krieg unb fein Verlauf zwingen nun plötz- i ch den «Stäbter, sich mit Mutter Erbe auch außer- ' alb bes Bereichs eines Wochenenbausflugs zu de- 1 iffen. Man entdeckt nun bie Erbe als wichtigsten I Rohstoff". Man spricht von Präzisionslandwirt- chast, die dem Qualitätsgebanten der «Schweizer Ürbeit überhaupt zur Ehre gereichen müsse. Wenn nan zuerst noch unter .Kriegswirtschaft" etwas Üorübergepenbes verstehen wollte, sieht man ein, laß es sich um Bleibenbes handelt, um Zu- itzliches im Interesse ber Gemeinschaft. Besonbers • Vit größeren Stabte spüren bas Nahrungsproblem, vährenb ber Bauer eher warten kann, weil er in (ffter Linie an seine gesicherte Ernährung benkt. A deshalb propagieren jetzt bie Stabte den B 0 ben cis gute Kapitalanlage ... Man spricht J uan ,Igro-Inbustrie", bamit der Inbustrielle unb ' Bankier Gefallen an ihr finden. Ja, man versteht unter Agri-Kultur einen ber wertvollsten Bestand- t>ile ber Kultur schlechthin, bie man also nicht mehr rur aufs Malen unb Musizieren beschränkt ... Die Schweizer Inbustrialisierung folgte einem 'Veg, der bei möglichst niedrigen Nahrungskosten mb entsprechend niedergehaltenen Löhnen der Ar- iuier möglichst viel zu exportieren trachtete, durch die zu niedrigen Agrarpreise stieg die Ver- chuldung der Landwirtschaft in den letzten fünf» mddreißig Jahren aufs Doppelte. Die Importeure -achteten, die Umstellung der Landwirtschaft im Sinn einer ausgeglichenen Ernährung zu sabotieren, »ährend sie wohl die Entwicklung in der Richtung uner Monokultur begünstigten. Diese Monokultur leifet Milch. Der Grasbau verdrängte den Acker- lau. Der Anteil an Kohlehydraten in der Ern ah- iimg, der im Jahre 1870 noch 70 v. H. betrug, fiel auf 25 zu Gunsten einer entsprechenden «Steigerung ies Fettanteils. Wenn die Schweiz das gesteckte Programm einer Erweiterung des Ackerbaus er» t-icht, so entspricht dies gerade dem Stand vor fünfzig Jahren! r . s. Parallel zur Umstellung auf Fett ging die Ge- stnbheit der Bevölkerung zurück, denn -.'Nahrge- jalt" eines Nahrungsmittels ist nicht gleichbebeu- bnb mit „Gesundheitswert". Man erkennt immer !eutlicher, daß gesunde Pflanzen nur auf gesundem Koben wachsen. Der Boden wird „dreidimensional fräs Bodenvolumen und die Bodenqualität ersetzen ien Wertbegriff, der sich nur auf die odenflache fützt. Das gibt dem Schweizer die Gewißheit, daß tr nicht so sehr ein Volk ohne Raum ist. wie es bm scheinen mochte. Er erkennt im Heilmittel der Melioration, der Boden Verbesserung, ein Programm und ruft wieder nach dem „Boben- httor" dem Kulturingenieur, ber bamit erst wie- ter zum Wort kommt, bas ihm fast entzogen wor- ien war. Bei ben teuren Liegenschasten ber Schwel, zrrgüter ift bie Lanbwirtfchast aus höchste Detriebs- htenfität angewiesen. Diese soll sich ober heute n ^ verstehen Denn auch bieser Begriff würbe „inbuftrieu igrftanben. Man importierte Kraftfutter unb ernch- t te „Kuhfabriken", in benen man Milchvieh groß- pg, bas kaum seine Hufe auf einer grünen Wiese W letzte. , . sa6 Die Schweiz erzeugt nur etwas mehr als oie fälfte des nötigen Fettes. Man will den V°rbrauch basteln, nachdem die sich durch Schlachten von Derschüsiigem Vieh und Schweinen cr9cbe"ben Teilmengen verzehr, sind Nachher g^enkt man kn Ausfall durch Minderung des Fettgehaltes der Nilch auf die tzülste wettzumachen. Darm tteg (6er ein gefährlicher Trugfchluß. denn dies ander! »ichts an der Ernährungsdilanz s°nzen «eeinfchaft. weil Fett, das faust m Mtlchst>rm -lnge Kommen wurde, einfach in Form van Lutte boten worden. Das empfrnM man ja auch in London selbst deutlich genug, wo man sich u. a. auch darüber tief enttäuscht zeigt, daß die Abberufung des englischen Gesandten aus Bukarest gar keinen Eindruck auf Sofia gemacht hat. Diese bittere Enttäuschung in London, die etwas von dem fatalen Nachgeschmack des Moskauer Som- mers 1939 an sich hat, ist begründet genug. Man hat wirklich das Menschenmögliche getan, um die Türkei in offensivem Sinne am Balkanraum, d. h. an dem dorttgen englisch-griechischen Experiment zu interessieren. Man veranlaßte die Türken zur Der- sammlung einer Armee an der bulgarischen Grenze. Und darüber hinaus wurde die Türkei bis in diese Tage hinein von einer britischen Militärmission in Ankara unter Führung von Marschall Cornwall und Fliegergeneral Elmhirst „betreut". Ferner hatte Churchill in seiner letzten Rede die bekanntem erpresserischen Drohunaen gegen Bulgarien ausgestoßen. Und schließlich mußte es England erleben, daß in Jugoslawien Agenten des englischen Geheimdienstes in Gewahrsam genommen wurden und die beiden führenden Männer der jugoslawischen Regierung nach — dem Berahof reisten. Das Ende vom. Liede war das bulgarisch-türkische Abkommen, das man jetzt in London vorhergewußt haben will! Damit der Haltung Englünds auch dar Lächerliche nicht fehle, versichert der „Daily Expreß" im Gegensatz zu den offiziellen Londoner Behauptungen, das neue Balkan-Abkommen sei „nahezu unglaublich". Mit einem Wort, es läßt sich also aus der peinlichen Ueberraschuna in London auf die Stärke der britt- schen Enttäuschung schließen. Der Vorgang ist für die ganze übrige Wett eine neue aufschlußreiche Lektion. England hat hier wieder einmal — wie in der ganzen Vorkriegs« und Kriegszeit, angefangen von den deutschen Ange- boten seiner Zeit an Polen bis zu der japanischen Vermittlungsaktion zwischen Indochina und Thailand — den Beweis erbracht, daß Befriedungsaktionen in der ganzen Welt nur an einem einzigen Punkte als unerwünscht, ja geradezu störend empfunden werden, nämlich in denjenigen angelsächsischen Kreisen, die in diesem Kriege eine imperialistische Gewinnchance sehen zu dürfen glauben. Es bedarf demgegenüber noch nicht einmal der besonderen Feststellung, daß die neue Balkanabmachung einen hervorragenden Erfolg der Achsendiplomatie darstellt. Die Tatsachen sprechen ebenso für sich wie die eindeutigen Gutachten aller ausländischen Beob. achter. Das Echo der bulgarisch- türkischen Deklaration. Rom, 20. Febr. (Europapreß.) Die römische Presse weist auf den starken Widerhall hin, den die bulgarisch«türkische Erklärung ausgelöst hat. Ueberall zeige sich Befriedigung, und nur in London und Athen mache sich große Enttäuschung bemerkbar. Die diplomatische Niederlage des englischen Außenministeriums sei so groß, schreibt „Tribuna", daß sie selbst die nordamerikani- schen Pressevertreter in London nicht hätten beschönigen können, sondern sich veranlaßt gesehen hätten, Betrachtungen über diese Niederlage ihren Berichten angufügen. Es sei sonnenklar, daß diese englische diplomatische Niederlage einen neuen Sieg der lichten Kräfte der Ordnung über die dunklen Kräfte der verbrecherischen Agitation und jene der Unordnung bedeute. — Das bulgarisch- türkische Nichtangrisfsabtommen so schreibt „(Sortiere della Sera", bilde einen Akt der Entspannung in der Balkanpolitik und beweise, daß die beiden Staa- ten eine unabhängige Politik verfolgen wollten, die sich nach den eigenen Interessen und Lebens- beoürfniffen orientiere. Das neue Abkommen werde daher als ein Element des Vertrauens und der Zu- fammenarbeit betrachtet. Darum werde es auch von Italien mit Genugtuung ausgenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und der Türkei sowohl im Interesse der beiden Länder als auch der des gesamten Balkans liege Italien am Herzen. In den letzten Monaten seien die Beziehungen zwischen Sofia und Ankara ziemlich gespannt gewesen, vor allem wegen der Einmischung der englischen Agenten in die Politik der beiden Staaten, erklärt die „Stampa". Ihrem ränkevollen Treiben war es gelungen, Rivalität und Mißtrauen in den türkischen Kreisen aufzustacheln. Aber nach und nach hätte sich die Besorgnis gelegt, und es sei zu Besprechungen über eine endgültige Klärung der gegenseitigen Posittonen gekommen. Die Entspannung werde von den Achsenmächten mit Befriedigung ausgenommen. In London dagegen sei man der entgegengesetzten Meinung. Da man die Tatsache nicht leugnen könne, suche man ihre Bedeutung herabzusetzen. Churchill und seine Trabanten könnten offenbar noch nicht verstehen, daß sich viele Dinge unter der Sonne verändert hätten und daß der vielbesungene brittsche Ruf auf dem Balkan im Untergang begriffen fei. * Die „Neue Züricher Zeitung" schreibt, die türkische und die bulgarische Erklärung zeigten, daß man vor allem in Ankara selbst auf die Gefahr hin, in Lon- don zu verstimmen, recht nüchtern denke. Die türkische Erklärung könne daher als Erfolg der Diplomatie der Achsenmächte gewertet werden. Der indirekte Einfluß Großbritanniens hätte auf dem Balkan vollkommen ausgefpiett. Der Berner „Bund" erklärt, im Lichte der jetzigen Nichtangriffserklärung erhalte die Rundfunkansprache Churchills vom 10. Februar eine neue interessante Bedeutung. Dieser habe mit ihren Drohungen und Warnungen wohl die bevorstehende Entwicklung zu beeinflussen, vielleicht auch zu vernebeln versucht. Daß die türkische Ab- machung mit Bulgarien kein Erfolg der Engländer, sondern im Gegenteil ein Erfolg der deutschen Diplomatie sei, liege auf der Hand. Der Wehrmachtberichi Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Erfolgreiche Tiefangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gestern gegen Flug- plälze, Truppenlager, Bahnanlagen und Kraftwagenkolonnen in Süd- und Südost-England. Volltreffer zerstörten hallen und abgestellte Flugzeuge. Auf mehrere Bahnhöfe, auf Gleisan- lagen und zwei fahrende Elsenbahnzüge konnten Treffer erzielt werden. Nördlich Portsmouth wurde ein Truppenlager mit besonderem Erfolg angegriffen. Ein Fernkampfflugzeug im Atlantik bombardierte westlich Irland ein größeres Tank- schiff und traf es so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen ein Handelsschiff ostwärts Harwich. In der Lyrenaika griffen Verbände der deutschen Luftwaffe am 18. Februar den Hasen Bengasi mit guter Wirkung an und zersprengten südwestlich Agedabia Truppenansammlungen und Kraftwagenkolonnen. Der Feind flog auch in der letzten Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die befehlen Gebiete ein. Ein einzelnes feindliches Kampfflugzeug wurde in den gestrigen Morgenstunden beim Einflug in das besetzte Gebiet zur Landung gezwungen, die Besatzung gefangen genommen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Dänischer Protest in Chile. Die Freigabe der beschlagnahmten Schiffe verlangt Kopenhagen, 19. Febr. (DNB.) Das dänische Außenministetium hat anläßlich der von der chile» nischen Regierung durchgeführten Beschlagnahme der Schiffe „Lotta", Frida" und „Helga", in einem chilenischen Hafen den Königlichen Gesandten in Santiago aufgefordert, bei der chilenischen Regierung energischen Protest gegen die Beschlagnahme der Schiffe eingulegen und deren Freigabe zu fordern. „National Tidende" schreibt: Die Beschlagnahme sei ein klarer Bruch des Internationalen Rechts und ein ebenso grober Bruch dessen, roas zwischen freundschaftlich gesinnten Staaten üblich sei. Dänemark habe keinen Konflikt mit Chile, die dänischen Schiffe lägen in den chilenischen Häsen mit dem gleichen Recht wie Schiffe jeder anderen Nation, mit der Chile in Frieden lebe. Die einzige Begründung für die Beschlagnahme sei, daß man die dänischen Schiffe gut gebrauchen könnte. Wenn diese Begründung irgend ein Recht geben könnte, so würde das bedeuten, daß die Rechtlosigkeit in der Seefahrt wieder Gesetz würde. In „Faedrelandet" heißt es: Dänische Schiffe, die in gutem Glauben einen neutralen Hafen aufgesucht hatten, sollen dafür mit ihrer Beschlagnahme büßen, weil es der betreffenden neutralen Nation an Tonnage mangele. Daß eine solche Begründung unter keinen Umständen angenommen werden kann, versteht sich von selbst. Man hat von der Beschlagnahme von Schiffen bei kriegführenden Nationen gehört, aber was hier geschehen ist, ist unerhört. Churchills (Schuldkonto. Neuyork, 19. Febr. (DNB.) Wie Associated Preß aus London meldet, hat das britische Ministerium für innere Sicherheit mitgeteilt, daß bei den Luftangriffen in England im Januar 1502 Zivilisten getötet und 2012 verwundet worden sein sollen. — Wie weit diese Zahlen stimmen, ist Sache des britischen Sicherheitsministeriums, das im Dienste Churchills geneigt sein mag, Ziffern zu veröffentlichen, die auf die englische Propaganda abgestimmt werden. Die deutschen Dergeltungsschlüge auf kriegswichtige Ziele fordern unabwendbar auch Opfer der Bevölkerung. Der Führer hat wiederholt gewarnt. Churchill bleibt unbelehrbar. Alles Blut, das vergossen wird, geht auf Churchills Konto! Erlebnisse in britischem Geleitzug. Den „Derbundeten" die gefährlichsten Plätze. Auf jeder Fahrt fünf Schiffe versenkt. — Hafenanlagen zerstört. Japanische Militäraborduung im besetzten Gebiet im Westen. MW AK v ■ ?./ Die japanische Militärabordnung, die gegenwärtig in Deutschland weilt, besuchte auch verschiedene Frontabschnitte im Westen. Die Offiziere machen sich hier bei einer Besichtigung Notizen über die hierbei aeroonnenen Erfahrungen. (PK.-Sanden-Scherl-M.) Ein holländischer Matrose erzählt. Auf den Azoren geflüchtet. Amsterdam, 19. Febr. (DNB.) Ein holländischer Matrose, der Ende Dezember auf den Azoren von Bord des im Dienste Englands fahrenden holländischen Frachtschiffes „W i n t e r s w i j k" flüch- ten konnte, machte interessante Mitteilungen über seine Erlebnisse. Die Geleitzüge auf der Strecke Kanada—England werden zunächst von einem Kreuzer ober zwei Zerstörern begleitet. Drei Tagereisen vor der englischen Küste wird der Schutz durch acht Zerstörer und durch Flugzeuge erhöht. Um die Stellung in- nerhalb des Geleitzuges wird gelost, da naturgemäß die an der Außenseite fah- renden Schiffe stärker gefährdet sind. In der Gefahrenzone vor der englischen Westküste jedoch müssen die holländischen, griechi- schen und dänischen Schiffe die gefährlichen Außenpositionen einnehmen. Die Stimmung an Bord sei, wie der Matrose weiter mitteilte, trotz guter Verpflegung schlecht gewesen; nur der Kapitän, der sogar englische Uniform getragen habe, sei gern für England gefahren. Die Mannschaft wolltenachHause. Durchschnittlich seien fünf Schiffe je Fahrt versenkt worden. Die Verfenkungsziffem hätten sich jedoch e r • höht, seitdem deutsche U-Boote ihren Aktionsradius weiter ausdehnten. Das Verhältnis zu den Engländern fei kein gutes gewesen. In den Häfen sei es immer wieder zu Schlägereien zwischen Engländern und Holländern gekommen. Durch die Vernichtung der englischen Hafenanlagen bei den deutschen Luftangriffen sei das Löschen durchschnittlich um drei Wochen verlängert wor- den. Die Schiffe seien wiederholt von einem Hafen in den anderen geschickt worden, weil in den ursprünglichen Bestimmungshäfen keine Löschungsmöglichkeiten vorhanden waren. Den S ck i f f s f u n k habe ein Kanadier bedient, da Holländer zum Funk nicht zugelassen worden seien. An Bord habe sich auch eine englische Ge - schützbedienung befunden. Don der Besatzung seien vier Mann in Kanada und zwei auf den Azoren geflüchtet. Grschästsstille am Londoner Frachtenmarkt. Stockholm, 19. Febr. (Europapreß.) Am Londoner Frachtenmarkt herrscht zur Zeit eine völ- lige Geschäfts st ille, wie der Londoner Schiffahrtssachverständige der „Göteborger Handels- und Schiffahrtszeitung" mitteilt. D 1 >,e Regierung ist im Augenblick nicht in der Lage, neutrale Tonnage zu charter.. Der Korrespondent hat den Eindruck, daß die Zurückhaltung der Reeder noch anbau em wird. „Freiheit" — die sie meinen. ^on unserer Berliner Schristlertunq Die Beauftragten der jüdisch-angelsächsischen Geldmachthaber haben imamerikanifchenSenat gewaltige Schimpfreben gegen den angeblich die Wett verschlingenden deutschen Wolf losgelassen und von Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung gesprochen. Ihrem Organ, dem „Wallstreet Journal", ist nicht ganz wohl habet, denn es befürchtet immerhin, aus dem Ganzen könne sich später so etwas wie eine a n t i p l u t o k r a t i s ch e Tendenz entwickeln. Im Gegensatz zu den schreienden Enalandhelfern im USA.-6enat ist nun die innerenglische Propaganda selbst durchaus zweideutig. Das offiziöse Telegraphenbureau Reuter schreibt, man müsse in England die Arbeitskräfte mobilisieren, es müsse, so heißt es wörtlich, „auf gewisse Teile der staatsbürgerlichen Gemeinschaft der höchste Grad von Druck ausgeübt werden". Welche Teile des englischen Volkes damit gemeint sind, ist klar. Die A r b e i t e r f cf) a f t, und nur sie, Toll für den Krieg der berufsmäßigen Kriegsgewinnler zwangsarbeiten.Der von Churchill gekaufte Arbeitsminister Bevin hat das auch deutlich angekündigt. Die Arbeiter werden registriert und sie werden robotten müssen, während die Plutokraten ungestört ihre hohen Dividenden verprassen und Scharen von Luxusgirls „unterhalten" können. So glaubt man, die Plutokraten jenseits des Ozeans zufrieden gestellt zu haben. Auf der anderen Seite aber versichert ausgerechnet der gleiche Arbeitsminister Benin: „Es gibt über die Gewinne weder Verärgerung noch Erregung. Niemand macht Schwierigkeiten, weil dem Kapitalgewinn Schran- ken auferlegt sind. Der Typ des Prositmachers ober des wirtschaftlichen Geiers, der in früheren Krie- gen in die Erscheinung trat, ist von her Oefsentlich- (eit in den Bann getan worden und steht außerhalb des Gesetzes." Hier redet Benin bewußt die Unwahrheit, denn gerade sein Leiboraan, der „Daily Herald", brachte folgende kurze Nachrichten: „Die Ashantt-Goldfefder- gesellschast kann sta tt 8 5 n u r (!) 8 0 v. H. v e r- teilen", oder: „Die Zinnwerke Ranbuttan verdienten (nach deutschem Gelde) ft a 11 2 8 0 00 RM. nicht weniger als 202 000 R M." Die Aktionäre der Birmingham Small Arms, der Lanca- shire Steel Corp. teilen mit: „In den ersten vier Kriegsmonaten haben mir dank gewisser Preissteigerungen zehnmal so viel verdient wie im ganzen Jahr. Und so fort. Und die KrieHsgewinnsteuer? Irn „Daily Ekpreß wird berichtet, die großen Unternehmungen hatten ihre Herabsetzung beantragt, denn die jetzige Kriegsgewinnsteuer führe „unwiderstehlich zur Extravaganz, Verschwendung und allgemeinem Leistungsrückgang." Die herrschenden Plutokraten wissen ja genau, wie man sich der Steuerpflicht entzieht. Die Profitmacherei blüht also in Eng- land wie nie zuvor, während die verarmten Massen immer mehr in den Schraubstock der gewinnbringenden Rüstungsproduktion gezwängt werden. Das aber sind die plutokratischen Giftfrüchte, für die die charsmacherischen „Freiheitsredner" der USA. sich so sehr einsetzen! E. S. und daß damit überall da, wo es austaucht, entsprechende Zerstörungen angetidhtet werden können. Am besten ergibt sich die Größe der Steigerung der Leistung aus einem Vergleich mit den Leistungen der „schweren Kampfflugzeuge", die bei Kriegsbeginn in den verschiedenen Luftwaffen vorhanden waren. Bei einer Motorenzahl von zwei bis vier Motoren erreichten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 320 bis 450 ©tunbentiiomeier uni) eine Marschgeschwindigkeit von 300 bis 400 Stundenkilo. Meter. Die Stärke ihrer Besatzung betrug durchschnittlich 4 bis 5 Mann. An MG s hatten sie 3 bis 6 Stück. Bei einer Gesamtflugweite von 2000 bis 3500 Kilometer konnten sie im allgemeinen eine Bombenlast von 1200 Kilogramm und mehr mit- nehmen. Diese wenigen Zahlen zeigen bereits, wie groß die Steigerung der Leistung bei unseren neuen deutschen Fernkampfflugzeugen im Hinblick aus Geschwindigkeit, Besatzung, Reichweite und Ausrüstung mit Kanonen erst sein muß. Wir haben in den Wehrmachtbetichten der hinter uns liegenden Kriegsmonate die Ju88 und die He 111 als ausgezeichnete deutsche Kampfflugzeuge kennengelernt, die neuen deutschen Fernkampfflugzeuge werden ihre Leistungen noch übertreffen'— wie sehr, davon haben die Engländer heute schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Es ist der Zweck eines Kampfflugzeuges, Erd- und Seeziele vor allem m i t B o m b e n, aber auch, menn es möglich ist und sich aus der besonderen taktischen Sage ergibt, mit MG-Feuer anzu- greifen. Der Einsatz der deutschen Kampfflugzeuge gegen die bewaffnete englische Handelsschiffahrt hat gerade in diesem Kriege eine völlig neue Seite im Buche des Seekrieges begonnen, dem wiederum der Einsatz der neuen deutschen Fernkampfflugzeuge ein weiteres Kapitel hinzufügen wird, das für die Eng- länber bestimmt sehr unangenehme Uebervaschungen enthält. England hat, wie im vergangenen Winter, so auch jetzt, wiederum mit den Leistungen feiner Kampfflugzeuge „Btistol-Blenheim" und '„Welling- ton" geprahlt und von mannigfachen Verbesserun- aen gefaselt, die ihre Leistungsfähigkeit erhöht haben sollen. Wo wirklich gearbeitet worden ist und Verbesserungen durchgeführt wurden, zeigen die neuen Erfolge der deutschen Fernkampfflug, zeuge, des langen Arms der deutschen Luftkrieg- suhrung, der überall da zuschlägt, wo der Eng- lander sich bisher vielleicht noch ein wenig sicher fühlte. s. Deutsche Traktoren helfen der rumänischen Landwirtschaft. Bukarest, 18. Febr. (DNB.) Das Regierungs- blatt „Unirea" weist darauf hin, daß durch Einsatz der jetzt aus Deutschland eingeführten Traktoren die landwirtschaftliche Produktion Rumäniens um 3,4 Millionen Tonnen st eigen werde; das bedeute eine Steigerung des Volksoermögens um 25 Milliarden Lei. Auch auf den übri- aen Gebieten der Landwirtschaft, im Forstwesen, im Anbau von Oelsrüchten und Heilkräutern wird mit Hufe der von Deutschland übernommenen Erfahrungen und technischen Hilfsmittel für das kommende Jahr eine beträchtliche Steigerung erwartet. Kleine politische Nachrichten. FernkampWeger greifen an. Dom Mittelatlantik bis zum Guezkanal erweist sich die Schlagkraft des Focke-Wuif-^Eondor". In stärkerem Ausmaß als bisher hat die Wett durch die OKW.-Berichte vom Auftreten und Eingreifen unserer Fernkampfflugzeuge in den Kampf jeaen England gehört, nachdem am 18. Januar >- 3. zum ersten Male das deutsche Volk vom Ein- satz des neuen deutschen Langstreckenbombers Focke- W ul f - „C o n d o r " ersah- ren hatte. Für den Gegner und für die militärsach- verstandlaen Kreise der ganzen Wett ist der Einsatz Fernkampfflugzeuge 500 Kilometer westlich Portugal, über Island und am Suezkanal eine Ueberrafcfjung sondergleichen ge. wesen hat er doch gezeigt, daß die neuen deutschen Langstreckenbomber Entfernungen zu überbrücken n der Laoe sind, für die bisher der Einsatz von schweren Kampfflugzeugen nicht mehr in Frage kam. Weit westlich der Küste Portugals, 2 0 00 Kilo- Meter vom nächsten deutschen Stützpunkt entfernt, haben unsere Flieger im Mittelatlantik bewiesen, daß Englands Geleitzüge fchon weit vor der britischen Insel nicht mehr sicher sind. 1800 Kilometer Anflug von Sizi- " ^"en sie hinter sich, als sie ihre Bomben °ufdie Anlagen des Suezkanals warfen, und etwa 1400 Kilometer waren von den deut* schen Stützpunkten in Norwegen zu u,m &en Angriff gegen die englischen Widerstandsnester in Island durchzuführen. Das schwere Kampfflugzeug ist an sich nicht ein i öeI Erst jetzt während des Krieges aufge- taucht ist. Schwere Kampfflugzeuge sind bereits feit beginn des Krieges in den Luftwaffen aller krieg, führenden Länder bekannt. Mit dem neuen deutschen Langstreckenbomber Focke - Wulf .„Condor" konnte aber die Reichweite der bisher üblichen schweren Kampfflugzeuge weit überschritten werden. Der zähen Arbeit deutscher Konstrukteure und Facharbeiter und dem fliegerischen Können der Männer unserer Luftwaffe ist die Entwicklung dieses neuen Fernkampfflugzeuges zu danken, das auf feinen Flügen neben verstärkter Bewaffnung e'ne m ehrköofige Besatzung an Bord bat (Sine Enteisungsanlage ermöglicht den Einsatz des Kampfflugzeuges auch unter schwierig- sten Witterungsverhältnissen, und schließlich läßt die febr bobe Geschwindigkeit es in für- Aer Zeit überall da rasch und unvermutet zur Stelle sein, mn der Gegner empfindlich getroffen werden kann. Es kommt Hinzug, daß die Mitführung einer gewaltigen Bombenlast das Haupt- kennzeichen dieses neuen Fernkampfflugzeuges ist Auf Anordnung des Führers findet am Donnerstag, 20. Februar, für den verstorbenen SA.-Ober« gruppenfuhrer Botschafter Hermann Kriebel in München ein Staatsakt statt. « $n diesen Taaen weilte eine Führerabordnuna der HI. unter Führung von Stabsführer Moeckel in Norditalien. Die Abordnung fetzte sich zum größten Teil aus Führern der Jugend' zusammen, die sich an der Front ausgezeichnet haben. Die HI.' Abordnung hatte Gelegenheit, mit verantwortlichen Führern der italienischen Jugend alle Fragen der Jugenderziehung und Jugendertüchtigung zu be- Der thailändische Staatsjugendführer und Staats- minifter, Oberst Dämon Montri, stattete Reichsjugendführer Axmann einen Besuch ab. Das Interesse der thailändischen Jugendbewegung galt im Besonderen den vormilitärischen Erziehungsund Ausbildungsmaßnahmen der HI. * Auf Einladung des Reichsstudentenführers Dr. Scheel ist der spanische Studentenführer Jose Miguel G u i t a r t e zu einer Studienreise nach Deutschland abgereift. ♦ Der Führer von Nasjonal Sämling, Vidkun Quisling, sprach vor Distriktsleitern der Bauern- Organisation der Bewegung über den Verfall der Rechtsstellung der Bauern durch die marxistische Politik nach dem Weltkrieg und sagte, es sei Aufgabe von Rasjonal Sämling, die norwegisch» Aus dem Reich nf den M besondere das tzen, zu beachten finb Allerdings wird von jedem Zivilfahrer während des Krieges unbedingt MAGGI3 WÜRZE Sü&gütijgJgH en für Stoppstra Jefienanni| "«IW ere mch, n übet di en. »hfl h. f) I«« fj !"tz intivor" FrB" gunfl lu vouprid)rtttieiter Di Friedrich (BUbele L'antre (EteUberttrttt M vaupti(t)ri*tietim: Ernst Bltimftfirhu veranlwortitch röt Poitstt untz Ztlder Dr ,Hr. ö. Lange für da« Feuilleton: Tr. Han« Ihnriot: ui Stabt (Blefcen. Promn-, tytrtjdxui u. Sport: (frnii B.um,che n. Drud unc Verlag Wrühli(6c Unlvrr 'iai»t>niderei R. Lange k. G. ller-aaelener Dr. 3np W* Hamann -änxetfltnie ler Han« Beck. ”-’r intfpnr'i'rf* ftr ben 'Inhal« bfr‘«in• dnm theobotÄömmri awohl, wer Maggi’s Würze nimmt, der spart zu jeder Zeit auf angenehme Art, Mauer aus Blut und Stahl. Erlebnisbericht von den Kämpfen einer Division der Waffen-^ in der Panzerabwehrschlacht bei Arras. Bon ^-Kriegsberichter .< ein Schlecht M tu wn tönitfi Steigs, tn ßtifi bie bü *11« 51 von ite WlN- er lind 5tunbenhb Iriio dinj, ensieZk m 2000 Hi ntinen titi mehr M bereife, „ ei un|tü« im hiM chlveile ir) Wir bot« uns litflp- He 111* e fennengb gzeuge w i e n - m schon rinn euges, 6* i, aber tnü be[onbem uer an;» ipfflugM hisscht le Seite ii ieberum te utyeug? tä ür die du)1 !rraschurs!' Winter 9 ingen fei« b „Wellig Beitefiem gteit eB, ■ worben' den, W' •nfampfliw n ßufltnf j her 6f.' ivenig y gefordert werden müssen, das; er sich in jeder Verkehrslage von der Rücksichtnahme aus die Wehrmachtbelange leiten läßt. Oie Frontflugspange. ir|rwt|t"'; rn wirb; enen W r das ‘fo ng tt* ildttil tn W""* ®ei»; Die Frontflugspanye wird in drei verschiedenen Ausführungen verliehen, entsprechend dem Front- einsatz bei Jagd- und Zerstörerverbänden, bei Kampf und Sturzkampf- sowie Transportverbänden und schließlich bei Aufklärunas- und Seenotverbänden. Der Anzahl der durchgeführten Frontflüge entsprechend erfolgt die Verleihung der Frontflugspange ab 20 Frontflügen in Bronze, ab 60 Frontflügen in Silber und ab 110 Frontflügen in Gold. (Scherl-Bilderdienst-M.) Jruerngemeinschaft auf Grund des nationalen Go- jjjismus wiederaufzurichten. Das Minensuchboot der britischen Marine ) u n t l e y" ist nach einer Mitteilung der briti- Iden Admiralität in Verlust geraten. Es hatte eine Mserverdrängung von 710 Tonnen und 73 Mann Watzling. Fn Bergen wurde durch den Admiral der nor- ^gischen Westküste, Vizeadmiral v. Schrader, das .Narinelazarett Sergen* eröffnet Es S*5 weist alle Fachabteilungen auf, so daß auch im Bereich der norwegischen Westküste die ärztliche Der- scrgung aller Soldaten durch Sanitätsoffiziere der Kriegsmarine wie in der Heimat sichergestellt ist. Der vorläufige Ausschuß für Donau-Angelegenheiten oberhalb Braila tritt in Wien unter deutschem Vorsitz zu seiner ersten Arbeitstagung zusammen. An der Tagung nehmen Vertreter der italienischen, sowjetrussischen, ungarischen, rumänischen, jugoslawischen, bulgarischen und slowakischen Regierung teil. teilen. Es kann in den nächsten Jahren mit folgenden Aufnahmeziffern gerechnet werden: Herbst 1941: 1 371000, Herbst 1942: 1 330 000, Herbst 1943. 1382 000, Herbst 1944: 1225 000, Herbst 1945: 1 281 000. Es wird also erreicht, daß die Aufnahmeziffern in den nächsten Jahren annäherndgleich bleiben und eine übermäßige Häufung der Schulanfänger im Jahre 1941 vermieden wird. Das hat außerdem den Vorteil, daß in den Anfangsklassen nicht allzu große Altersunterschiede auftreten. Auch wird ür die Zeit der Entlassung der im Jahre 1941 einge chulten Kinder ein einmaliges übergroßes Angebot an jungen Arbeitskräften verhindert. Eine vorzeitige Aufnahme in die Volksschule kann auch in der Uebergangszeit nicht mehr zugelasi sen werden, da sie die Verteilung des Stauungszuwachses auf mehrere Jahre illusorisch machen würde. Oienflbeginn der Pimpfe im April. Da verschiedentlich Zweifel darüber aufgetaucht sind, ob bei Erfassung und Aufnahme des Jahrganges 1930/31, der neuen Pimpfe, auch nach Verlegung des Beginnes des Schuljahres auf die Zeit nach den Sommerferien die festgesetzten Termine aufrechterhalten bleiben, hat der Reichsjugendführer verfügt, daß aus organisatorischen Gründen auch in diesem Jahr an dem Dien st beginn im April festgehalten werden muß, da die Schulentlassungen, die für Jungvolk und Hitler-Jugend von Bedeutung sind, noch Ostern stattfinden. Sinngemäß muß danach auch von einer Zurückstellung bei denjenigen Jugenddienstpflichtiaen abgesehen werden, die die Grundschulklassen zu Beginn der großen Ferien verlassen. Oie Anmeldung für die Kinderbeihilfe. Das Finanzamt wird für einen Haushaltungsvorstand in Angelegenheiten der Kinderbeihilfe erstmalig nur dann tätig, wenn der Haushaltungsvorstand eine Anmeldung abgegeben hat. Die Anmeldung soll Finanzämtern, Verwaltungsbehörden und Kreisleitern die Prüfung der Voraussetzungen für die Gewährung von Kinderbeihilfen erleichtern. Ent- sprechend sind die Fragen in der Anmeldung gestaltet worden. Die richtige und vollständiae Beantwortung der Fragen vermittelt ein erschöpfendes Bild über die Zusammensetzung der Familie, die Volkszugehörigkeit sowie Zahl und Haushaltszugehörigkeit der Kinder. Außerhalb der eigentlichen Anmeldund hat der Haushaltungsvorstand noch Auskunft über bestimmte Auszeichnungen und Zuwendungen, wie das Ehrenkreuz der Mutter, das Ehrenbuch der deutschen Familie, Ehestandsdarlehen und Ausbildungsbeihilfen, ferner über Auslesemaßnahmen, wie Neubauernschein, Aufnahme von Kindern in bestimmte Schulen usw. zu geben. Diese Auszeichnungen und Zuwendungen werden nur rassisch und erbbiologisch einwandfreien Familien zuerkannt, so daß sich bei Bejahung einer der Fragen die Prüfung der Abstammung, Der Erbgesundheit und der Förderungswürdigkeit der Familie in der Regel erübrigt. Durch die Herausnahme dieser Fragen aus der eigentlichen Anmeldung kommt aber gleichzeitig zum Ausdruck, daß die Verleihung der Auszeichnung ober Zuwendung nicht Voraussetzung für die Gewährung der Kinderbeihilfe ist Keine Teilnahme an kaufmännischen Kursen während des pslichtjahres. Das Pflichtjahr soll den überbelafteten Bäuerinnen und den Müttern mit k l eine n K i n d e r n die so dringend notwendige Hilfe len Gemüsen enthalten. Die zur Margarineherstellung verwendeten Fette enthalten jedoch kein Vitamin A. Um nun die Margarine auch in dieser Hinsicht der Butter gleichwertig zu machen, wurde die Vitaminisierung der Margarine verwirklicht. Die jetzt ausgegebene Margarine hat einen Vita« min-A-Gehalt, Der dem mittleren Gehalt der Butter an diesem Schutzstoff entspricht. Die Vitamin- A-Konzentrate werden aus den vitaminreichen fiebern des Wales und anderer Fischarten gewonnen. Störende Geruchs- und Geschmacksstoffe werden entfernt. Oas Vorfahrtsrecht von Wehrmachtsfahrzeugen. In der Oeffentlichkeit bestehen irreführende Auffassungen über das Dorfahrtsrecht von Wehrmacht- kraftfahrzeugen. Es wird darauf hinaewiesen, daß nach den militärischen Anordnungen die gesetzlichen Vorschriften in vollem Umfange auch für d i e Wehrmacht gelten. Ein Abweichen von den Bestimmungen ist der Wehrmacht nur gestattet, soweit die Erfüllung ihrer hoheitlichen Aufgaben es erfordert. Dies wird in der Regel bei Kolonnenfahrten zutreffen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird beim Kreuzen von Hauptstraßen auf die Absperrung des Verkehrs durch „Wegeposten" nicht verzichtet werden können. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, einzelnen Wehrmachtfahrten entgegen den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung die Vorfahrt einzuräumen. Wehrmachtfahrzeuge werden im Kriege in weitgehendem Maße für die Wirtscha ft einge- fe tz t und fahren bann in ber Regel nicht in Aus- Übung des Hoheitsrechts. Ferner wirb ber Tarnanstrich allein währenb bes Krieges ein Wehrmachtfahrzeug nicht immer als solches kennzeichnen, da sich bereits eine Anzahl verkaufter Wehrmachtfahrzeuge mit grauem ober Tarnanstrich in ber Wirtschaft befinden. Andererseits gehört es nicht zu den Seltenheiten, daß handelsübliche Kraftfahrzeuge der Wehrmacht ohne Tarnanstrich in Aus- Übung des Hoheitsrechtes fahren. Während der Dauer der Verdunklung werden Wehrmachtfahr- zeuge als solche überhaupt nicht erkannt werden können. Es ist ganz selbstverständlich, daß von jedem Wehrmachtfahrer, sofern er nicht in der Kolonne fährt, die Verkehrszeichen, ins- VI. Funker mit eisernen Nerven. Während rechts und links der Vormarschstraße die wehrlosen Troßfahrzeuge vor den angreijenden Panzerkampfwagen in Sicherheit gebracht werden mußten, hatten die den einzelnen Truppeneinheiten zugeteilten Funktrupps die verantwortliche Aufgabe, selbst in den gefahrvollsten Stunden und unter Den schwierigsten Verhältnissen während des Panzer- angriffs die Nachrichtenverbindung aufrechtzuerhalten. Nur dadurch war es der deutschen Truppenführung möglich, die militärische Sage jederzeit zu übersehen, die richtigen Entschlüsse zu fassen und zur gegebenen Stunde Verstärkung herbeizuschaffen. Fieieier-Gtorch bringt Meldung. Die kräftigen Hände des Fahrers scheinen das polierte Steuerrad nur leicht zu berühren. Es federt elastisch hin und her und gerät nur dann in stärkere Schwankung, wenn die Asphaltdecke der Straße durch einen Treffer aufgerissen ist. Es sind schon viele tausend Kilometer, Die ber stämmige ^-Mann aus Thüringen mit seinem schweren Funkwagen zu- rückgelegt hat. Neben ihm der neunzehnjährige Beifahrer, hinten im Wagen die empfindsamen Apparaturen mit den übrigen sechs Kameraden. Vielleicht schlafen sie oder sie schauen durch die kleinen Fenster über das vom stählernen Pflug des Krieges durchfurchte Land. Ihr Funktrupp gehört zur Nachrichtenabteilung ber Division und ist dem Kommandeur der Aufklärungsabteilung zugeteilt. Sie müssen jetzt ungefähr die Hohe von Arras erreicht haben. Der Standort liegt in einem unsichtigen Gelände. Sie parken etwas abseits von den übrigen Fahrzeugen und schicken sich an, den langen Fühler ihres Antennenmastes auszustrecken. Jeder Handgriff sitzt, in wenigen Minuten sind die Drähte gespannt, schon kommen die ersten Nachrichten durch. Draußen im Ort herrscht ausgesprochene Gefechts« stimmung. Eine Handvoll blutjunger Kradschützen begleitet einen gefangenen englischen Spähtrupp nach hinten. Die Tommies, große Kerle mit hageren, gelblichen Gesichtern, sind niedergeschlagen und verdrossen. Ein Fieseler-Storch brummt langsam über den etwas seitlich liegenden, bewaldeten Hügel. Neugierig zieht er feine Kreise, der Pilot winkt, kommt auf wenige Meter herunter und wirst eine Meldekapsel herunter; jenseits des Waldes, etwa 200 bis 300 Meter entfernt, steigen mehlige Staubwolken gen Himmel. Oie Stukas kommen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlägt der Befehl ein: „Schwere englische Panter im Anmarsch, alle Fahrzeuge in Deckung!" Jetzt heißt es anpacken und Ruhe bewahren. Drüben steht ein Schuppen. Fluchend zerschlägt ber kräftige Schwabe mit einem Beil das hinoernde Gitter; ber Wagen rumpelt über den Feldweg, paßt aber in die Bretterbude nicht hiipin. Die Deckung reicht nicht aus. Also als letzter hinter den übrigen Troßfahrzeugen her, die mit Affenfahrt nach hinten brummen. Im Dorf binden Kradschützen geballte Ladungen. Eine Pak geht in Stellung. Ihre Mannschaft scheint es verdammt eilig zu haben. Don allen Seiten entwickelt sich jetzt Artillerie- und Pakfeuer, lieber der Anhöhe weht träger, blauer Rauch. Auf einer Kuhweide, in der Nähe einer Bahnstation, gehen die Fahrzeuge in Deckung- Soaar eine Feldküche ist dabei. Zerlumpte Flüchtlinge streichen umher und fischen aus einem umgekippten französischen Trainwagen armselige Habseligkeiten. 3m Funkwagen wird fieberhaft gearbeitet. Immer wieder muß versucht werden, eine Funkverbindung zu bekommen, um den jetzigen Standort der Aufklärungsabteilung zu erfahren. Indessen fliegen zwei Staffeln unserer Stukas mit bösartigem Gesumm zum Feind hinüber, führen jenseits des Dorfes ihren gefährlichen Reigen auf, stoßen tief herunter auf. die englischen schweren Panzer und verschwinden im dumpfen Gerumpel ihrer Bombeneinschläge. Sie sind erst vor 27 Minuten durch einen Abteilungsfunkwagen ber Panzerjäger im eilig weitergegebenen Klartext angefordert worden und haben bereits nach 40 Minuten ihr höllisches Vernichtungswerk vollendet. Feindliche Panzer wälzen sich heran. Jetzt greift auch die Artillerie tn die Panzerabwehrschlacht ein. Trotzdem ist es möglich, daß einige Panzer durchstoßen. Die Troßfahrzeuge und der wertvolle Funkwagen dürfen ihnen nicht in die Quere kommen, sonst werden sie hoffnungslos zusammengeknallt. Also noch ein gutes Stück über den holprigen Acker und die Fahrzeuge in einen engen Hoylweg bugsiert, wo sie steckenbleiben, aber von der Straße aus nicht mehr zu sehen sind An ber Böschung, wenige Meter vor ber Straße, hat ber MG -Schütze — em herber Funker aus ber Steiermark mit Händen wie Pfannkuchen und einem vernarbten Gesicht — Verteidigungsstellung bezogen. Auch die übrigen Männer der Troßfahrzeuge sind feuerbereit. Aber cs darf niemand ohne Befehl schießen, es hat keinen Sinn, mit leichten Waffen diese schweren Panzer anzugreifen. Die ^-Männer lauschen gespannt in die laue, mondhelle Sommernacht. Aus ber Wiese zirpen die Grillen, ein aufdringliches, nerventötendes Geräusch. Die ungemolkenen Kühe brüllen in ihrer Not — lanagezogen und dumpf. Jemand wirft mit Steinen nach ihnen, doch sie verstummen nicht. Dann wird es immer deutlicher vernehmbar, das Wälzen und Schieden ber stählernen Raupenketten, die den Riefenleib ber Panzer bewegen. Das friedliche Geläut der Kuhglocken klingt wie ein böser Hohn. Die Männer sind müde und überanstrengt, sie haben in den letzten beiden Nächten kaum geschlafen, und nun rollen feindliche Panzer heran, Die ihren verlorenen Haufen mühelos zusammenschießen können. Der MG.-Schütze flucht unaufhörlich. Er kann es nicht fassen, daß er nicht ohne weiteres schießen darf. „So eine Gelegenheit, englische Panzer, Original Tommy — verflucht — und nicht schießen dürfen!" Ihn kann nichts erschüttern. Hinter herunteraelassenen Fensterklappen, nur durch eine dünne Sperrholzwand von ber Außenwelt getrennt, sind die Funker bei der Arbeit. Jetzt bewähren sich Kameradschaft und Kaltblütigkeit. Sie bringen. Das Pflichtjahrmädel muß sich, .soweit es einem Alter und seinen Kräften entspricht, ganz ür diese Aufgabe einsetzen. Eine Zer- plitterung seiner Kräfte etwa dadurch, daß es in den Abendstunden Kurse in Kurzschrift und Maschineschreiben besucht, ist mit seinen Pflichten n i cht vereinbar. Das Pflichtjahr- mäbel soll auch seine Freizeit neben ber Instandhaltung seiner Sachen der Erholung widmen, die ein so junges Mädchen nach des Tages Arbeit nötig hat. Deshalb wird denjenigen Mädchen, die künftig neben ihrer Pflichtjahrtätigkeit kaufmännische Kurse besuchen, die Bescheinigung der Ableistung des Pflichtjahres im Arbeitsbuch nicht erteilt, so butz sie, bevor sie eine anbere Tätigkeit aufnehmen können, noch ein zweites Pflichtjahr ableisten müssen. Die Vertrauensfrauen ber Deutschen Frauenwerks richten bei ber Betreuung der Pflicht- jahrstellen ihr Augenmerk auch darauf, daß die Pflichtjahrmädchen nicht nebenher kaufmännische Kurse besuchen. Ditaminisierle Margarine. Seit Mitte Januar wird überall Margarine an die Verbraucher abgegeben, die durch ein besonderes Verfahren mit Ditaminen aiigereichert ist Im Geschmack und Geruch unterscheidet sich diese in keiner Weise von ber bisherigen. Die Margarine, bie aus einer Mischung pflanzlicher unb tierischer Fette hergestellt wird, ist zum Teil an die Stelle ber Butter getreten: Sie hat aber bisher einen Mangel Die Butter ist, abgesehen von ihrem Nähr- wert, vor allem auch als Träger des Vitamins A für die Ernährung von Bedeutung Das Vitamin A, das u. a die Schleimhäute schützt, die Widerstandsfähigkeit gegen manche ansteckende Krankheit er- höht und wachstumsfördernd wirkt, ist auch in oie- S irach den früheren Bestimmungen wurden zu t1 em jeden Jahres alle Kinder schulpflichtig, die tis zum 3 0. Juni des betreffenden Jahres das « «Ichst« Lebensjahr vollendeten. Darüber hm- tib konnten in besonderen Fällen auch Kinder vor- sill Jfirig ausgenommen werden, die biszurn 30. Se p- schast timber das sechste Lebensjahr vollendeten. Die Erlegung des Schuljahrbeginns von Ostern > •' den Herbst hat auch -in« Verschiebung d« , iurd) 6|r‘l':' [ 6i i (h t ag e 5 für den Beginn ber Schulpflicht er- en I10!' 1 $1ni)erHd) gemacht. Die Schulpflicht beginnt künftig tion 5^ Ii nii dem Anfang des Schuljahres für alle Kinder, Die n fteifl11» iir Laufe des betreffenden Kalender- »s Äolk^A : jryre s das sechste Lebensjahr voll- den bei Bemessung des Geldbeitrages angemessen M berücksichtigen. Im Falle eines Mieterwech- Itl s hat jeder Mieter die auf feine Mietzeit ent« filenben Teilbeträge der Umlage zu entrichten. Die xuregelung findet Anwendung auf alle bisher rd) nicht geregelten Fälle, auch wenn die baulichen Mißnahmen schon fertig sind. Wann beginnt die Schulpflicht? Aufklärer Jäger Kampfflieger wissen genau, was draußen los ist. Dennoch wird keine Sekunde das Funken unterbrochen. Der Mann am Empfänger sucht sämtliche Frequenzen ab, es wird probiert, notiert, verglichen. Wieder nichts ... wieder nichts. Weiter — irgendeine durch den Aether fliegende Nachricht muß den Standort der Aufklärungsabteilung verraten. Die anderen drei entschlüsseln geduldig, mit unbewegten Gesichtern, der Funktruppführer leiert monoton die aufgefangenen Buch« staben des Funkalphabets herunter. Das gepeinigte Gehirn darf keinen Augenblick verzoaen. Sie hören es mit nervenzerreißenoer Deutlichkeit, wie draußen die Panzer vorbeiwuchten. Jede Sekunde kann es losballern. Die Waffen liegen griffbereit. Ein-, zwei-, dreimal erzittert die Erde, Dann verschwindet das Kettengerassel — allmählich — unendlich langsam in der nächtlichen Ferne. Es wird totenstill. Der Funkttuppführer hat keinen Augenblick mit seinem Diktat aufgehört. „Paula — Berta — Tanthippe — Konrad — Nordpol — Quelle — Ludwig." Die Bleistifte fliegen über das Papier ... Endlich schlägt der Schwabe gewaltig mit der Faust auf den Tisch: „Blitz, wurmiger, jetzt Han i di!" Der Hörer ist ihm auf den Hinterkopf gerutscht — die gesuchte Verbindung ist da. Gut gesichert werden dann die Fahrzeuge behutsam aus dem Hohlweg gelotst. Und wieder sitzt der Fahrer am Steuer. Stundenlang und unermüdlich. Die Sicht ist schlecht. Das Nachtgestirn hat in der anbrechenden diesigen Morgendämmerung seine Leuchtkraft verloren. Sie fahren durch eine brennende Ortschaft, wo im grellen Schein gierig fressender Flammen Leichen von Menschen und Tieren Herumliegen. Zuletzt finden sie den gesuchten Standort. Neben der zerschossenen Toreinfahrt steht im kalten, nüchternen Tageslicht ein verlassenes fram wsisches Pakgeschütz. Sein Panzerschild ist von Einschlägen durchsiebt. Es trägt die stolze Inschrift: „Compte sur moi! — Rechne mit mir!" Don den englischen Panzern ist keiner zurückgekehrt! (Schluß folgt.) Wo melde ich mich zur Waffen-ff? NSG. Es wird nochmals darauf hingewlefen, daß freiwillige Meldungen zur Waffen-^ jederzeit von folgenden Dienststellen entgegengenommen werden: Ergänzungsamt der Waffenff Ergänzungsstelle Rhein (XU) Wiesbaden hindenburgallee 59 und Ergänzungsamt der Waffen-ff Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX) Saffel-Wilhelmshöhe Löwenburgstraße 10. Angenommen werden Freiwillige für: 1. ff-Verfügungstruppen (einschließlich Leibstandarle ff „Adolf Hitler"). Mindestgröße 170 cm. 2. ff-Totenkopf st andarlen: s) mit Dienstzeitverpflichtung (12 Fahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehr- bauer). Mindestgröße 168 cm mit 17 Fahren; b) ohne Dienstzeitoerpflichtung (bevorzugt SA.-Männer und Parteigenossen). 3. Schutzpolizei: Ungediente Männer. Aus aller Wett. Schweres Unwetter in Portugal. Die telephonischen und telegraphischen Verbindungen Portugals mit der Umwelt sind nach viertägiger völliger Unterbrechung am Mittwoch wiederhergestellt worden. So wird jetzt bekannt, daß ein gewaltiger Tornado von außergewöhnlicher Wucht Portugal heimgesucht und fast das ganze Land in den höchsten Notzustand versetzt hat. Bisher werden über 100 Tote und 1000 Verletzte gezählt. Der Sachschaden ist vorläufig kaum zu übersehen. Die Mandelbäume, die gerade in voller Blüte standen, sind zum größten Teil umgebrochen oder völlig ausgerissen. Ebenso haben die Korkfelder schwer gelitten und nicht minder die Waldgebiete in Leiria, die besonders Grubenholz liefern. Hunderte von Fischerbooten sind zerschmettert oder gesunken. Durch die reihenweise entwurzelten Bäume wurden die Landstraßen unpassierbar. Vielfach wurden die Dächer der Häuser abgetragen, Mauern eingedrückt und Flußdämme aufgerissen, so daß Ueberschwemmungen des Tejo und des Douro die Katastrophe noch verschlimmerten. Die in der Tejo-Mündung einbrechende Springflut überflutete das gesamte Hafengebiet Lissabons. Meterhoch stand die berühmte Praca do Comercio unter Wasser. Entwurzelte Bäume, Trümmer eingestürzter Häuserwände bedecken die Straßen. In dem Zoologischen Garten wurde der gesamte Baumbestand entwurzelt. Sämtliche Eisenbahnverbindungen waren unterbrochen. Zwischen Lissabon und Oporto wurde die Strecke von den Fluten des Tejo unterspült. Auch der Lufthafen von Cabo Ruivo wurde von der Springflut heimgesucht Besonders hart wurden durch die Springfluten die Reisfelderinseln im unteren Tejo- Lauf betroffen. Die bei der Arbeit vom Sturm überraschten Bauern wurden von den Feldern fort- gerissen, konnten aber gerettet werden. Die Verbindung vom Süden zum Norden des Landes konnte nur über den Rundfunk auftechterhalten werden. Die Hilfsverbände der portugiesischen Legion waren Tag und Nacht an der Arbeit, unterstützt von Feuerwehren, Aerzten und Sanitätern. Der Tornado gehört zu den schwersten Naturkatastrophen, die Portugal seit dem großen Erdbeben des Jahres 1755 erlebt hat. Leichtes Erdbeben an der spanischen Nordwestküste. In Vigo wurde ein Erdbeben verspürt, das zwei Sekunden dauerte. Die verängstigte Bevölkerung stürzte auf die Straßen, jedoch war der Sachschaden gering. Die Erdstöße wurden auch in Ponteoedra und Bayona wahrgenommen. In Ponteoedra wurden mehrere Häuser beschädigt. Durch den immer noch herrschenden Orkan wurden in der Nähe von Bayona 5 0 0 0 Pinien entwurzelt. In El Ferrol del Caudillo mußte der Schiffsverkehr eingestellt werden. Mehrere Barkasien und zwei Fischdampfer sind gesunken. In der Provinz Caceres wurden durch den Sturm 15 000 Bäume entwurzelt. Riesige lleberschwemmung im Tigris-Tal. Bei Bagdad ist der Tigris über feine Ufer getreten und hat teilweise die Uferhöyen überschritten. Zur Rettung der Stadt Bagdad mußten die nördlichen Uferdämme gesprengt merbct. Dadurch sind 150 Quadratkilometer bebautes ßaifc unter Wasser gesetzt und durch die Fluten verwüstrt worden. Truppen wurden zu Rettungsarbeiten ei> gesetzt. Zahlreiche Ortschaften mußten von der völkerung verlassen werden. Auch die Lage Ba^. dads wird als bedrohlich angesehen. Die Wasserflut kam um so überraschender, als im allgemein Ueberschwemmungen im Tigris-Tal erst Ende März oder im April eintreten. Freiheitsberaubung im Luftschutzkeller. Eine Frau in Wiesbaden, die das Amt eintr Luftschutzwarten ausübt, lebte mit den Hausbewch nern nicht im besten (Änvernehmen, so daß es ot zu Reibereien kam. Als bei einem Fliegeralarm bt Hausgemeinschaft sich im Luftschutzkeller aufhiel^ kam es wegen der vorhandenen Sitzgelegenheiten zu Differenzen, da die Luftschutzwartin einen Stuhl ß Anspruch nahm, der ihr nicht gehörte, so daß durch Gewaltanwendung der Stuhl entzogen werde, mußte. Hierüber verärgert verließ sie den Luftschuh raum und schloß d i e Türhinter sichad. Dr darin befindlichen Personen mußten noch über ein Stunde nach der Entwarnung im Luftschutzkeller zv bringen, bis ihnen von dritter Seite aufgemadt wurde. Wegen Freiheitsberaubung erhicü die Luftschutzwartin einen Strafbefehl über 15) RM., gegen den sie Einspruch einlegte. Vor den Wiesbadener Einzelrichter machte die Angeklagir geltend, daß sie nicht die Absicht gehabt habe, ihn Mitbewohner einzusperren. Da nach Ansicht des richts eine Freiheitsberaubung nicht gegeben mar, zumal sich im Luftschutzkeller ein Notausstieg b<. fand, wurde die Angeklagte freigesprochen. Geger dieses Urteil legte der Vertreter der Anklage Berufung ein. Die Wiesbadener Strafkammer stellte bem Rennbohrer die Löchlein in den Fingerhut. Erwähnenswert ist auch die Zeichnung der Werkstatt unes „Fingerhuters", die Jost Ammann mit vielen inberen Werkstattbildern zusammen herausgegeben tat, und zwar bemerkenswert auch besonders bes» ,alb, well Hans Sachs ber Schuh-Macher und Poet, »azu, dem Bild die folgenden Verslein zur Selle ^schrieben hat (im Jahr 1568): „Aus Messing mach ich Fingerhüt. Blechweiß werden im Feuer glük. Dann in das Eisen glenck (behänd) getrieben, Danach Löchlein darein gehieben Gar mancherlei Art, eng und weit, Für Schuster und Schneider bereit, Für Seidensticker und Näterin. Des Handwerks ich ein Meister bin." Wie es scheint, wurden bis etwa 1500 die Fingerhüte nur aus Messing hergestellt, denn noch im Jahr .490 werden die Nürnberger Fingerhutmacher der 3unft der Rotschmiede zugewiesen; erst 1531 erholen sie eine eigene Zunftordnung. Das Handwerk »lichte und gedieh denn auch in ber Stabt bis im Hahr 1696 bie Anfertigung ber Fingerhüte durch Maschinen eingeführt wurde (angeblich durch Berd ton der Becke). Da nämlich Nürnberg in feinen Mauern bie maschinelle Herstellung nicht gestattete, wese aber mit ber Zeit auf ber ganzen Linie siegte, » ging das ehrsame Gewerbe der Fingerhutmacher r Nürnberg immer mehr zurück, so daß dort im ^ahr 1784 nur mehr zwei Meister nachzuweisen sind. L. B. Zwölf Regeln für die Lehrlingseinstellung im Handwerk. jes. ’en, Uornnfit^n. Tageskalender für Donnerstag. Gießener Woche für Kunst und Literatur 1941: Veranstaltet von der NSG. ,Kraft durch Freude": 19.15 Uhr in der Großen Aula der Universität 5rofjer Vortragsabend von Dr. Rockenbach .Heiteres aus deutscher Dichtung". — Gloria-Pa- «ast, Seltersweg: „Sieben Jahre Pech". — Licht- Tielhaus, Bahnhofstraße: „Blutsbrüderschaft". — Öberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus im Brandplatz. Glehener konzerlring. Der Lieder- unb Duettenabenb von Lore Fischer inb Heinz Marten, ber im Januar wegen Erkran- ‘nng ber Künstlerin ausfallen mußte, ist nunmehr uf Donnerstag, 20. März, festgelegt worben. Der 3;nünabenb von Vasa Prihoba, ber ebenfalls wegen Erkrankung verschoben werben mußte, wird vor- :ussichtlich Anfang MaiAattfinben. wq ipuzen i bei SÄ Buf 3^ Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstraße 18, Fernsprecher 2141 teilt mit, baß 14tägig montags, von 10 bis 12 Uhr vormittags, Spredjftunben zur (Srfinberberatung durchgeführt werden. Die Sprechstunden finden im ersten Vierteljahr des Jahres 1941 an folgenden Terminen statt: 5998V 24. Febr., 10. März, 24. März. Kleines Schnupfen Kapitel. Daß zum Winter und Frühjahr unbedingt auch , Husten, Schnupfen und Grippe gehören, ist ein alter Aberglaube. Bei Kenntnis ihrer Entstehungsursachen lassen sie sich meist vermeiden oder doch in wenigen Tagen überwinden. Auch die übertriebene Bakterienfurcht, die vielen Menschen eine Ansteckung unvermeidlich erscheinen läßt, ist ganz unbegründet. Dreierlei gehört zum Ausbruch einer Erkältungskrankheit: Anfälligkeit — also eine Störung im Kräftehaushalt des Körpers — eine Erkältung und erst dann Bakterien, bie ohne die beiden Vorbedingungen nichts ausrichten können. Und wenn der Kräftehaushalt im Gleichgewicht ist, kann es kaum Miet. (L w? d-i,; -!> 6t»:': 1° dq... ■jMlt 'H, Nm, n-m Hitz ’ rr°l i. ing für iferioo" dcben-O^ it erzog«6 Kuffassu^ äußeren Der Dichter Otto R o m b a ch , bekannt durch seine Werke „Der standhafte Geometer , „Adrian der Tulpendieb", „Der Ikarus von Ium" und durch seinen neuen großen Roman „Der junge Herr Alexius", wird in der Feierstunde des Goethe-Bundes am 21. Februar Heiteres aus eigenen Werken lesen. Mit fünfunddreißig Jahren ist ein Rückblick auf | ins eigene gelebte Leben nur vergleichbar einer - iurzen Atempause, die ein Wanderer im Gebirge 11 nlegt, ber über sich bie Gipfel im Wolkerrmeer verargen weiß unb ber burch Höhennebel, Die Den ' 13eg des Anstiegs fast verdecken, wie durch Wolken- rl'cher hinunterschaut ins Tal. Dort liegt, vom i unfein einer sanften Sonne überzaubert, Das uano |i:r Kindheit: Schwaben, mit dem Neckarflutz unD : r it dem Tal der Enz, mit Rebenbergen und einer ■t inkelreichen, stillen Landschaft voller Fachwerr- fäufer. Der Blick schweift weiter: Die Taunusberge, l e vor unseren Fenstern lagen, zeigen sich. Der Siain bei Frankfurt, Romer, Dom und znqtaDr. 1 amats war Krieg. Die Brüder zogen aus. Zwei f ieben. Der jüngste, ich, der wie der Vater Maier t erben sollte oder Musiker (der Urgroßvater ist im Schwäbischen als Pfeifenmacher nachgewiesen; ich hoffe: Orgelpfeifenmacher!), ich griff zur Feder 0:5 Sefretarius des Magistrats. Dann tarn JMriin* ?rrn, wie man im Gebirge die großen Städte im liunft der Welle ahnt, scheint mir Berlin zu liegen, obwohl ich mitten drinnen an meinem Schreivtt|ch fige, nun zehn Jahre schon. Dom Rebaktionspuck hibe ich erst kürzlich zum eigenen Tintenfatz g- finden. Denn nebenher entstanden Bucher Duhnen- vrrke, Rundfunkspiele. Den Schneider Berblinger ans Ulm, der fliegen lernen wollte, habe itn in eitern Volksstück an die Rampe treten (offen. Wnstersprung", Uraufführung jm National- ticater Mannheim.) In ber Geschichte unb Berlins verankert ist mein Schauspiel um An b-eas Schlüter ben genialen Meister des Er ichen Siarois. („Sin Wann an der W°nd° Urauftuh- r:mg im Deutschen Theater. Berlin.) Dach auch m drsem ernsten Stück erscheinen einige Gestalter, d - niir be,anders nahe liegen. Leute aus dem Volk » .Adrian, der Tulpendleb" und seine S,ppIch-ftT wie be kauzige Gesellschaft, die in meinem Raman mn wenn ber Lehrling eine Barentschädigung von höchstens 6 RM. wöchentlich erhält. Kinder im Betriebe der Eltern sind versicherungs'rei. 8. Der Lehrling muß sich, ttotzdem seine Lehrlingsvergütung der Lohnsteuerpflicht nicht unterliegt, eine Lohnsteuerkarte bei der Gemeindebehörde seines Wohnortes- besorgen und dem Handwerksmeister aushändigen. 9. Dem Lehrling muß ein Exemplar der Fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens für das Handwerk, das er erlernt, ausgehändigt werden. Auch der Lehrmeister muß ein Exemplar dieser Vorschriften besitzen. Sie sind bei der Innung vorrätig. 10. Der Lehrling muß ein ordentliches Werkstattwochenbuch führen. Er bekommt dieses Wertstattwochenbuch auf Anforderung von seiner Innung. Allwöchentlich ist hier eine Arbeit zu beschreiben, die ber Lehrling neu hinzugelernt hat. Bei Zulassung zur Gesellenprüfung find die während ber Lehrzeit geführten Werkstattwochenbücher mit vorzulegen. 11. Der Handwerksmeister muß den Lehrling bei der zuständigen Berufsschule anmelden. 12. Die Dauer der Arbeitszeit beträgt für ben Lehrling unter 16 Jahren im Kriege einschließlich ber Unterrichtszeit in der Berufsschule bis zu zehn Stunden täglich, ausschließlich der Unterrichtszeit jedoch nicht über 48 Stunden wöchentlich. Liegt keine dringende Mehrarbeit vor, richtet sich die Arbeitszeit nach dem Jugendschutzgesetz. Bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeitszeit muß der Lehrling eine halbe Stunde, bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit eine Stunde Pause erhalten, sofern die Arbeitszeit durch kurze Pausen wiederholt unterbrochen wird. Ist das nicht der Fall, so müssen bei einer Arbeitszeit von 4% bis zu sechs Stunden 20 Minuten, bei mehr als 8 bis 9 Stunden % Stunde und bei mehr als 9 Stunden eine Stunde Ruhepause gegeben werden. Dem Lehrling unter 16 Jahren muß ferner samstags ab 14 Uhr ober an einem anberen Tage ber Woche an einem Nachmittag ab 14 Uhr ober an einem Vormittag bis 14 Uhr freigegeben werben. Auch ber Lehrling über 16 Jahre muß biefen freien Vor- ober Nachmittag erhalten, sofern er nicht mit bringenber Arbeit beschäftigt wird. Oer gestillte Schmerz. Zum 100. Todestage Friedr. Wilh. Sertürners am 20. Februar. Der großblumige Mohn ist ein Kind bes fernen Ostens. Dort hat man auch schon frühzeitig bie ihm innewohnenben berauschenben Kräfte entbetft. Es ist bies nicht ausschließlich zum Nutzen ber Menschheit geschehen, und man mag darüber streiten können, ob ber weiße Milchsaft bes Opiums mehr Segen ober mehr Fluch in unsere Welt gebracht hat. Tatsache jebenfalls ist, baß bie abend- länbische Heilkunde nach der Entdeckung dieses Giftes für ihre Zwecke daraus großen Nutzen gezogen hat unb ber leibenben Menschheit viel überflüssiger Schmerz erspart blieb. Die Narkotika stammen nicht alle aus bem Pflanzenreich, fonbern finb zum großen Teile in der Retorte bes Chemikers geboren. Das Problem ber „Kopfweh- pulver" hat gerabe in ben letzten Jahren bie Mebiziner viel beschäftigt und bie Gemüter stark bewegt. Der nervöse und ben verschiebensten Einflüssen allzuleicht erliegenbe Großstabtmensch greift oft ohne viel nachzubenken bei ben geringfügigsten Schmerzen nach ben verschiedenen Pulvern und Pillen und verliert dadurch viel von der so notwendigen eigenen Widerstandskraft. Anders war das noch vor hundert Jahren. Damals steckte die Schmerzbekämpfung noch in den Anfängen, unb wa? bem Arzt biefer Zeiten zur Verfügung ftanb, um unerträgliche Leiben zu lin- bem, war herzlich wenig. Auch als man das Opium in Europa schon kannte, stellte es noch keineswegs ein sicheres und leicht zu dosierendes Aus der Stadt Gießen. Vom Fingerhut. Die Holländer behaupten gern, der nützliche Fingerhut sei bie Erfinbung eines Nieberlänbers Dies Märchen — denn ein solches ist es — rührt wohl daher, daß die Nachricht überliefert ist ber Amsterdamer Goldschmied Niclas von Benschöoten habe am 19. August 1684 seiner Angebeteten, der Madame van Reusselaar, einen von ihm gefertigten zierlichen Fingerhut übersandt. Diesem Geburtstagsgeschenk war ein Schreiben beigefügt, worin ber Goldschmieb bie Empfängerin bat, baß sie ,biese neue Bekleibung zum Schutze ihrer fleißigen Finger □fe Beweis seiner Hulb annehmen möge". In Wirklichkeit aber war biese „neue Bekleidung Der Finger" keineswegs neu, denn schon im Altertum finden sich Fingerringe, die genau dieselben Vertiefungen aufweisen, wie sie der Fingerhut zum Festhalten der Nadel besitzt, auch gab es schon damals offene Nährinqe aus Gold und Bronze sowie aus Knochen und Elfenbein. Ferner wissen wir von der gelehrten Hildegrad Don Bingen, daß sie bereits etwa 1150 den „Dinger» guth" kannte. In Nürnberg werden Fingerhutmacher um bas Jahr 1374 erwähnt. Aus bem Jahr 1382 stammt bie wohl erste bildliche -Darstellung eines die junge Donau „Der stanbhafte Geometer" ihr Wesen treibt, Leute wie Kunz und Brosam, bie „Das schwäbische Weinschiff" besteigen, Männer von jener Art, wie mein Großvater einer gewesen fein muß, dem ich in bem Büchlein „Ewige Wanderung" auf die Spur gegangen bin. — So lieft man feine Büchertitel vor, ein Wanderer beim Anstieg, der sich kurz verschnauft und rückwärts blickt, auf manchen Rastplatz, manchen überwundenen Berg, und ber doch glücklich ist, noch andere Givfel über sich im Wolkenmeer zu wissen! Mit * 6» "Nln Milk) i lr oM, ■ DhG i hc vcrM träfe. 5 er DuU 11 wgen schon järw Iß.«? bFrosp* fr Sfr gftsr^1 * * * 5 zu einer Erkältung kommen, weil der Körper sich Temperaturschwankungen leicht anzupassen versteht, ohne Schaden zu nehmen. — Daraus folgt, daß der beste Schutz gegen alle Krankheiten überhaupt eine gesunde Lebensweise ist, die den Körper kräftig und widerstandsfähig erhält. Jede Hausfrau hat starken Einfluß auf den Gesundheitszustand ihrer Familie. Wenn sie es versteht, für zweckmäßige Kleidung, gute Hauptpflege, richtige Ernährung unb aus» reichende Entspannung in Freizeit unb Schlaf zu sorgen, farm es kn Ihrem Wirkungskreis kaum zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Sehr wichtig ist der nötige Wärmeschutz für ben Körper. Ein Verweichlichen ist gewiß nicht gut, aber die Kleibung muß immer ber Außentemperatur entsprechen. Frieren ist bas erste Alarmsignal bei beginnenber Unterkühlung bes Körpers, volkstümlich ausgebrückt: Erkältung. Ünb so wenig überheizte Zimmer gesund sind; so wenig sind es zu kalte. Wer bei der Arbeit sitzt, braucht ein wärmeres Zimmer als der körperlich Arbeitende. Das wichtigste sind warme Füße. Kalte Füße sind als Ursachen vieler Krankheiten längst erkannt. Bei nassen Füßen z. B., die dem Körper am meisten Wärme entziehen, kann man gleich auf einen Schnupfen warten. Also im Winter warme Strümpfe tragen und feste Schuhe oder Ueberschuhe! Bei feuchtem Wetter sollte man möglichst an ber Arbeitsstätte bie Schuhe wechseln, damit die Füße immer warm und trocken sind. Vielen Menschen fehlt die gute Blutzirkulation, so daß sie an chronisch kalten Füßen leiden. Diesem Hebel ist leicht durch Wechselfußbäder abzuhelfen, die eine 1. Der Lehrling muß sich bei dem für feinen letzten Wohnort zuständigen Arbeitsamt ein Arbeitsbuch besorgen. Eine Beschäftigung ohne Arbeitsbuch ist nicht gestattet. 2. Der Handwerksmeister muß sich den Wortlaut des Jugendschutzgesetzes besorgen und diesen im Betrieb aushängen; ferner müßen die im § 23 des Jugendschutzgesetzes vermerkten Aushänge unb Verzeichnisse ausgehängt werden. Auch alle übrigen Anordnungen, die nach besonderer Anweisung bei ber Beschäftigung von Jugendlichen im Betrieb vorhan- ben sein müssen — z. B. über bie Bezahlung ber Lehrlingsmehrarbeit — sind auszuhängen. 3. Don der Kreishandwerkerschaft obet ber Handwerkskammer sind drei Lehrvertragsformulare an- 3uforbern und ausgefüllt, mit ber eigenen Unterschrift, ber des gesetzlichen Vertreters und ber des Lehrlings versehen, über bie Innung an bie Hanb- werkskammer zwecks Anmeldung zur Lehrlingsrolle zu Übersenden. Gleichzeitig ist die vorgeschriebene Einschreibegebühr an die Innung zu übermitteln. 4. Die Probezeit soll nicht zu kurz bemessen sein. Der Lehrmeister muß sich in Der Probezeit darüber klar werden, ob der Lehrling für fein Handwerk geeignet ist oder nicht. Nach Beendigung ber Probezeit ist eine Auflösung bes Lehrvertrages wegen Ungeeignethell nicht möglich. 5. Nach einem Erlaß bes Reichswirtschaftsmini- fters empfiehlt es sich, ben Lehrvertrag noch vor Be- ainn ber Lehrzeit abzuschließen, damit rechtzeittg bei der Krankenkasse bie Befreiung des Lehrlings von der Arbeitslosenversicherungspflicht beantragt werden kann. Nur dann, wenn die Befreiungsanzeige form- und fristgerecht eingeht, kann vom Beginn der Lehrzeit ab Befreiung von ber Arbeitslosenversicherung eintreten. 6. Sofort nach Eintritt muß der Lehrling zur Krankenkasse angemeldet werben. Lehrlinge im Betriebe ber Eltern können auf Antrag von der Krankenversicherungspflicht befreit werden. 7. Der Lehrling muß sich bei der zuständigen Ausgabestelle eine Jnvalidenversicherungskarte besorgen. Versicherungspflicht liegt bann vor, wenn ber Lehrling ein Drittel bes Ortslohnes für Jugendliche (ohne Kost unb Wohnung), oder wenn er neben dem freien Unterhalt (Kost unb Wohnung) ein Sechstel bes Ortslohnes für Jugendliche verdient. Die Hohe bes Ortslohnes ist bei ber Gemeindebehörbe zu erfahren. Eine Beschäftigung, für bie als Gegenleistung nur freier Unterhalt gewährt wirb, ist versicherungs- SS nr. 45 Sweites Blatt - Q ’M. Donnerstag, 20. Zebruar W4( gegen Zahnsteinansatz, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und so preiswert! die große Tube die klein- -be 25 f Sfarkw i r k s am Gymnastik ber Haargefäße an ben Füßen darstellen. Die Füße werden abwechselnd 15 Sekunden in heißes und fünf Sekunden in stubenwarmes Wasser gesteckt. Man beginnt mit warm. Auch schnelle kalte Abreibungen des ganzen Körpers sofort nach dem Aufitehen und kurz vor dem Schlafengehen Härten ab und stärken die Widerstandskraft des Körpers. Das Wort „Abhärtung" Darf jedoch nicht falsch verstanden werden. Alles Gewaltsame ist zu vermeiden. Ienchelgemüfe. Zur Zell reichlich und billig angeboten ist bie Fenchelknolle, richtiger gesagt, knollenartige Der- bickung ber Fenchelpflanze, ein gesunbes unb angenehmes Wintergemüfe. Vorwiegenb Italien fenbet es zu uns, boch hat auch bereits beutfcher Anbau verschobener Sorten guten Erfolg zu verzeichnen. Wie bereitet man es zu? Nach Entfernen bes geringen Abfalls (einige harte Stengel, Wurzeln unb, wenn nötig, Außenblätter) können bie Knollen feingeschnitten als Brotbelag ober als Salat angemacht werden. (Salzen, mit Zitronensaft beträufeln, später etwas Oel ober Quark nebst Petersilie hinzufügen). In etwas Fett unb ganz wenig Brühe können bie ganzen ober zerschnittenen „Finocchi" gargedünstet werden. Entweder abgetropft mit gerösteten Weckbröseln (Zwiebackbröseln) anrichten ober in einer hollänbischen Tunke bzw. wie Schwarzwurzeln in weißer Tunke burchziehen lassen. Auch in Tomatentunke schmeckt Finocchi vorzüglich. „Fenchelgemüse in Tunke" ist überbacken auch sehr gut: in leicht gefettete Backform füllen, eine Backschicht von Weckmehl, Reibkäse, Fettflöckchen ober statt Käse mit Milch verrührter Quark hinzufügen unb 20 Minuten backen. Ober: Fenchelgeynise mit restlichem Kartoffelbrei, Bouillongraupen ober Kartoffelscheiben be- becfen, eine Backschicht (wie oben) auflegen unb überbacken. Bei trockenen Kartoffelscheiben ist ent- roeber bie Gemüsetunke sehr reichlich zu halten ober zwischen bie Kartoffeln etwas gesalzene, entrahmte Frischmilch zu gießen. Besonders beachte man, daß „Finocchi" eine billige, zusätzliche Frischkost im Winter bedeutet, die uns vorwiegend Italien schickt. ** Beförderung. Der in Gießen-Wieseck als früherer Fähnleinführer bekannte Helmut Schäfer aus Gießen wurde zum Leutnant befördert. ** Einstellung von Anwärtern für den gehobenen Justizdienst. Der Ober» landesgerichtspräfident in Darmstadt veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung, in der junge Männer zur Einstellung als Anwärter für den gehobenen Justizdienst aufgefordert werden. Die Bekanntmachung fei zur besonderen Beachtung empfohlen. ** Berufskundliche Aufklärung. Im Frauenfunk des Reichsfenders Stuttgart tpirb von dieser Woche ab an jedem Freitag der nächsten Wochen zwischen 19.45 Uhr und 20 Uhr eine Sendung zur berufskundlichen Aufklärung durchgegeben werden, die namentlich für Jugendliche und Deren Eltern von besonderer Bedeutung sein wird. Strafkammer Gießen. Der I. H. in Gladenbach war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 13. Dezember v. I. wegen Kameradendiebstahls zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt worden. Er war beschuldigt, einem Arbeitskameraden auf der Baustelle eine Är° beitshofe entwendet zu haben. Gegen das Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Der Anklagevertreter war der Ansicht, daß nach dem Ergebnis der Verhandlung die Anklage nicht aufrechterhalten werden könne. Nach dem seitherigen Verhalten des Angeklagten und nach dem Eindruck, ben er mache, fei ihm eine berart verwerfliche Tat nicht zuzutrauen. Die Entfcheibung stellte er in bas Ermessen bes Gerichts. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde aufgehoben unb ber Angeklagte freigefprochen. Gift zuerst vorwiegenb als Schlafmittel anroanbte. Als solches ist es heute längst durch weit weniger schädliche unb gefährliche Präparate ersetzt. Als wirksamstes Mittel der Schmerzstillung spielt es aiber auch heute noch eine große Rolle. Die ©eit» erzeugung an Morphium betrug im Jahre 1936 nach ben Schätzungen ber Opiumkommission rund 37 Tonnen. Demgegenüber stehen aber bie Schätzun- aen ber Wissenschaftler, bie auf eine weit höhere Erzeugungsziffer kommen und nach benen man an» nehmen kann, daß in ben 50 großen Rauschgiftfabriken ber Welt bis zu 1000 Tonnen jährlich erzeugt werben. Daß ber Bebarf für mebizinische unb wissenschaftliche Zwecke ein weitaus geringerer sein muß, wirb jeder verstehen. Wirken boch schon 0,3 Gramm reinen Morphiums tödlich auf einen erwachsenen Menschen. Allerdings kann bie ungefährliche Dosis burch Gewöhnung an das Gift bis auf 5 Gramm täglich aefteigert werden. Neben bem Heroin gewohnt sich der menschliche Organismus an kein anderes Rauschgift so schnell wie an das Morphium. In diesem Zusammenhang ist es interessant, daß z. B. die Schweiz, deren Morphiumbedarf für medizinische Zwecke kaum 10 Kilo pro Jahr übersteigen Dürfte, jährlich rund 23 000 Kilo dieses Giftes erzeugt. Die Wirkung des Morphiums tritt erst dann ein, wenn es entweder durch den Magen an die Organe und Nerven gelangt od?r unter bie Haut eingefpritzt wirb. Seine weite Anwendung als Schmerzlinderungsmittel kam ja auch erst im Zusammenhang mit ber Entwicklung ber einfachen Injektionsspritze auf. Die wirksamste Form ist bie Iprozentige Mor- phium-Hybrochlorib-Lösung, bie schon 15 Minuten nach ber Einspritzung wirksam ist. Im Kriege bes Jahres 1870 wurde bas Morphium zum erstenmal in größtem Maßstab angewandt unb konnte unzählige, qualvolle Schmerzen linbern. Ein berühmter beutfcher Chirurg sagte einmal: „Ohne Morphium mochte ich nicht Arzt sein." Die entscheibenbe Tat zur Finbung unb Verwertung dieses für bie Menschheit so heilbringend gewordenen Stoffes aber verdanken wir dem unbeachtet gebliebenen deutschen Apotheker, und es ist eine zwar späte, aber umso gerechtfertigtere Ehrenpflicht, ihm heute jene Anerkennung zu zollen, die ihm bei Lebzeiten von feinem Volk gänzlich verweigert wurde, Heinz Scheibenpflug. Aus -er engeren Heimat VfB.-R., 7,55 Meter. i. Es stach sich ei ' sich im Heu besä Sie SailenwetNämpse des VfV.-Reichsbchn. e i l e r uni> schwer, alles zu erklären, was seine Frau ms, die Summe von Unglück noch durch die Der- betrat. nner pr unurmnnh ♦ nnta«* iihX I C.VC... — — ..I. er 1 r. _• r . ' 30 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) r "fbltit gibt den Schuhsohlen 3 fache Haltbarkeit und macht Sie wasserdicht! Sdiüht SOLTIT em. der mal etwas aus! seiner abwarten! veranlaßt hatte. büßung einer Freiheitsstrafe zu vergrößern." „Ehe ich die Anklage formulieren kann, müssen erst noch die nötigen Beweiserhebungen gemacht werden. Neue Vernehmungen, die ärztliche Unter- suchung, Nachprüfung wegen des Privatlebens von Kühlitz und ähnliches. Zunächst muß ich Sie in Haft behalten. Es steht Ihnen frei, dagegen Beschwerde einzulegen." 3 0 - M e t e r - L a u f: 1. Mellinger, VfB.-R., 4,0 Sek.; 2. Schlösser, Betzdorf, 4,0 Sek.; 3. Kölges, Kugel st ohen: 1. Kill, ter; 2. Zimmer, VfB.-R., 7, Zwenke dran bei jedem Schritt: r £eine I Sohlen ; Umwege des Herzens Roman von H.S. Hansen Copyright by Prometheus • Verlag Dr. Eich acker • Grobengell auf eine 50jährige Tätigkeit bei der Firma Buderus in Lollar zurückblicken. — Durch einen eigenartigen Unfall ging ein Pferd des Landwirts K. Wagner rc" n~J* "ch einen 9 Zentimeter langen Draht, befand, durch die Lunge. Obwohl der Drayt in der Veterinärklinik entfernt wurde, konnte das Tier nicht gerettet werden. „Korn hat nur aus Angst ein falsches Geständnis abgelegt, weil er sich in alle möglichen Indizien verwickelt sah. In Wirklichkeit bin ich der Täter." „Setzen Sie sich bitte." Der Staatsanwalt ließ sich schwerfällig nieder. „Wollen Sie mir das nicht ein wenig näher erklären, Herr Koßmann?" gekommen war, sonst wären die Leistungei besser gewesen. Ohne Gegner siegte somit W..... mit 6,49 m vor Buchner und Decher, die beide nur geringe Weiten sprangen. (5,87 und 5,76 m.) Den Dreisprung gewann erwartungsgemäß D^e ch e r mit 12,27 m vor Feller (Dillenburg) und betraf, aber er überwand sich tapfer und war Fecht dankbar, der sehr viel Takt und Verständnis zeigte, ohne daß darunter die wahrheitsgemäße Darstellung litt. p Kameradichaslsabend in fein Äereinslokal von Gastwirt Wolf eingeladen, dem die Mitglieder zahlreich gefolgt waren. Vereinsführer Hermann sprach Worte der Begrüßung, wobei er besonders erwähnte, daß es feit langer Zeit wieder einmal möglich sei, einen solchen Abend mit einem reinen turnerischen Programm zu bestreiten. Mit einem anschließend gemeinsam gesungenen Lied wurde die Feier eingeleitet. Unter Leitung von Oberturnwart A m e n d nahmen 25 Jugendturner und 16 Turnerinnen an den Vorführungen teil, die abwechselnd Körperschule und Hebungen an den Geräten zeigten; außerdem zeigten die Turnerinnen zwei schöne Volkstänze. Alle Vorführungen fanden lebhaften Beifall. Eine gute Musikkapelle sorgte für weitere Unterhaltung. Anschließend hielt Tanz die Mitglieder noch einige Zeit beisammen. Zum „Tag der Polizei" wurde „Ich habe damit gerechnet und beschwere mich nicht dagegen. Ich möchte den Eindruck vermeiden, als wenn ich auf Grund meiner bürgerlichen Stellung anders behandelt zu werden wünsche als ein einfacher Mann." „Ganz wie Sie wollen. Jedenfalls wird Ihr Ver. leidiger anderer Ansicht sein. Aber das haben Sie mit ihm auszumachen." Koßmann unterschrieb das Protokoll und wurde zum Untersuchungsrichter gebracht. Am nächsten Tage wurde er dem Gerichtsarzt vorgeführt, der eine genaue Untersuchung der drei kleinen Narben von dem Schrotschuß vornahm. Als er feststellte, daß eines der Körner noch im Körper steckte, entschied er, dieses müsse operativ entfernt werden, da es als Beweismittel dienlich sein könne. Darauf vertauschte Koßmann seine Zelle mit dem Anstaltslazarett und wurde wenige Stunden später operiert. Es handelt sich nur um einen kleinen Eingriff, da das Schrotkorn nur drei Zentimeter unter der Haut in der Muskulatur des linken Beckens lag Am zweiten Tage der Hast suchte Justizrat Hirte seinen Klienten auf. Die Begrüßung verlief von feiten Koßmanns förmlich, von feiten des Anwalts lebhaft und aufgeräumt. „Wir werden Sie schnell hier heraushaben, Herr Koßmann. Einmal liegt kein Fluchtverdacht vor und dann habe ich bei der Lektüre der Aussagen Korns festgestellt, daß sie eine erfreuliche Bestätigung für alle Ihre Angaben enthalten, was die Reihenfolge der Schüsse anbe- trifft. Ergibt nun auch noch die Untersuchung des Schrotkorns, daß es mit denen identisch ist, die in der Waffe des Kühlitz enthalten waren, so ist Ihre Situation ausgezeichnet. Den Hastentlassungsantrag werde ich morgen oder übermorgen stellen, sobald das ärztliche und wasfentechnische Gutachten vorliegen. „Ich möchte nicht, daß ein Haftentlassungsantrag gestellt wird, Herr Justizrat." Hirte sah ihn fassungslos an. „Aber warum denn nicht? Das ist doch die einfachste Selbstverständlichkeit." „Ich würde es bedauern, wenn man glauben könnte, ich nähme auf mein? bisherige Stellung im Leben Bezug, um eine andere Behandlung zu ver- langen, als sie Verhafteten in meiner Lage sonst zugebilligt wird'" „Nehmen Sie es mir nicht übel, Herr Koßmann, aber Ihre Einstellung ist schon förmlich krankhaft Ehrgefühl ist eine schöne Sache, aber bei Ihnen ist es nicht mehr Ehrgefühl, sondern die Sucht, gegen sich selbst anzukämpfen. Sie haben mir Vollmacht für die Verteidigung gegeben und müssen es sich nun gefallen lassen, daß ich nach eigenem Gutdünken handele. Guten Morgen." Der Anwalt erhob sich brüsk und verließ seinen Klienten. Gegen Abend suchte Frau d'Oleron Doktor Hirte auf. „Stellen Sie sich -vor, gnädige Frau, dieser Starrkopf will nicht einmal aus der Haft entlassen werden." Er berichtete aufgeregt von der Unterredung mit Koßmann. „Daran stören Sie ftduam besten nicht. Mein Schwiegersohn ist seelisch W deprimiert, daß er nicht mehr als ganz zurechnungsfähig angesehen werden kann. Jedenfalls müssen Sie alles tun, um seine Haftentlassung durchzusetzen." „Ganz meine Meinung. Sobald die Gutachten vorliegen, werde ich Haftbeschwerde einreichen. Es dauerte einen Tag länger, bis Justizrat Hirte bei der Einsichtnahme in die Akten erfahren konnte, daß der Gerichtsarzt bekundete, das Alter der Narbe stimme mit den Angaben Koßmanns überein. Die Schußkanäle der Schrotkörner gingen von hinten nach vorn. Also müsse der Schuß hinterrücks abgegeben worden sein. In dem Bericht des Waffensachoerständigen hieß es, daß das bei Koßmann entfernte Schrotkorn denen entspräche, die in der Ladung des Kühlitzschen Gewehres gewesen seien. Die Feststellung sei einfach gewesen, weil in dem Drilling noch die abgeschossene Patrone vorgesun« den worden war. Dann fand sich ein neues Protokoll über eine Vernehmung Korns. In diesem bekundete der Wil« derer, er habe das Geständnis in der Verhandlung nur abgelegt, um der Todesstrafe wegen Mordes zu entgehen und eine Zuchthausstrafe eher hinzu- nehmen als eine Hinrichtung. Im übrigen hielt Korn in allen Einzelheiten an seinen ursprünglichen Aussagen über die Reihenfolge der Schüsse fest. Die polizeilichen Ermittlungen zur Nachprüfung der Angaben Koßmanns über seinen Auftrag in dem Berliner Detektivbüro, seinen Auftrag an die Hamburger Anwälte und sein Geschenk für die Familie Korn hatten eine restlose Bestätigung aller von Koßmann gemachten Aussagen gebracht. Die Nachforschungen über das Privatleben Kühlitz' ergaben lediglich, daß er sehr viel weibliche Bekanntschaften gepflegt hatte, unter Kollegen und Bekannten als Schürzenjäger galt, und daß er sehr häufig Damenbesuch in seiner Wohnung empfing. Ueber Besuche Gitta Koßmanns konnte die Polizei keine Zeugen beibringen. _________________(Fortsetzung folgt.) _ Wenn man den sportlichen Erfolg und die Leistungen bei dieser Veranstaltung mit denjenigen früherer Wettkämpfe vergleicht, muß man zu der Feststellung kommen, daß sich die Leichtathletik allgemein, besonders aber in unserem heimischen Bezirk sichtbar verbessert hat. Noch selten wurden so gute Leistungen gezeigt, wie am vergangenen Sonn- tag. Mit dem 30-m-Lauf für Frauen nahm die Hauptveranstaltung am Nachmittag ihren Anfang. Die bekannte Kurzstreckenläuferin Frl. Kirchhoff (Kassel) siegte knapp, aber sicher vor Frl. Quast- hoff (Betzdorf) und Frl. Hedderich (Kassel). Im Kamps der Sprinter aualifizierten sich aus den Dorläufen Zerndt, Müll, Weiler (alle VfB.-R.), Landgrebe (Kassel) und Buchner (Betzdorf) für die Entscheidung. Offensichtlich in dem Bestreben, diesen kurzen Sprint bereits pm Start zu gewinnen, verursachte Buchner eine Reihe von Fehlstarts. Es dauerte recht lange bis zu einem einwandfreien Start, wobei dann noch zu allem Ueberfluß Möll sitzenblieb. Weiler kam auch nicht schnell Bfort und mußte kämpfen, um in 3,4 Sek. er und Zerndt (der als 42jähriger immer noch zu den schnellsten Sprintern des Bezirks gehört) auf die Plätze zu verweisen. Im Kugelstoßen natürlich Dr. Lu h. Für diesen Wettbewerb hatte man mit der Teilnahme der besten Kugelstoßer aus dem Bereich gerechnet. In deren Abwesenheit kam Dr. Luh zu einem leichten Sieg, wobei all seine Würfe an der 15-m-Grenze tagen. Sein bester Wurf mit 15,27 Meter ist ausgezeichnet. Zweiter wurde Landgrebe (Kassel) mit der ebenfalls recht guten Leistung von 12,71 Meter, vor Decher, VfB.-R. Gießen, 11,39 m und Garn (Marburg) 11,26 m. Für Weiler war im Weitsprung Zehnter (Kassel) als Gegner vorgesehen. Schade, daß dieser nicht *'*•--------r*~ri " " " [en noch Fecht wußte schon wenige Minuten nach Beginn der Erklärung Koßmanns, daß dieser die Wahrheit sprach. Logisch reihte sich ein Geschehnis an das andere. Sein Beruf hatte den Staatsanwalt hart gemacht gegenüber den Nöten der Menschen. „Ich stehe heute als Beamter vor Ihnen, Herr Koßmann, und müßte es mir versagen, ein mensch- llches Wort an Sie zu richten, das über die mir aezoaenen Grenzen hinweggeht. Bevor ich Ihre Aussagen protokollieren lasse, möchte ich Ihnen aber doch sagen, daß Sie sich in Dinge hineindrängen ließen, die furchtbar auf Ihnen lasten müssen und die weit über die Befugnisse des einzelnen hinausgehen. Geständnisse von Verbrechern dobe ich oft gehört, auch ganz freiwillig gegebene von Männern, die sich selbst stellten, aber ein Fall wie der Ihre gehört Gott sei Dank zu den größten Seltenheiten." Dann beauftragte er durch den Fernsprecher seinen Protokollschreiber, sofort zu kommen. Ich habe noch eine Bitte, Herr Staatsanwalt. Können^Sie nicht Korn, der gestern verurteilt worden ist, sofort Mitteilung von Der Wendung geben?" "Wenn es Sie beruhigt, gern. Ich rufe sofort den Anwalt an, der Korn aufsuchen kann." Fecht rief den Verteidiger an und erntete von diesem Ausrufe der größten Ueberraschung. Er versprach, seinen Klienten sofort aufzusuchen und von der Angst um sein Leben zu befreien. Dann wurde in zweistündiger Arbeit ein umfangreiches Protokoll über die Aussagen Koßmanns ausgenommen. Es war für ihn unendlich peinlich .Hetzt habe ich noch eine Reihe von Fragen an Sie, Herr Koßmann. „Bitte sehr." „Ich kann etwas offener sprechen, als ich das geheimhin tue, weil Ihr Fall ganz aus dem Rahmen des Normalen herausfällt und deshalb gleich oorwegschicken, daß Ihre Angaben, die Sie von dem Verdacht des Mordes retten, eine Stütze durch unsere Ermittlungen am Tatort und durch gewisse Bekundungen Korns finden. Sie hatten nur die Absicht, Kühlitz zu einem Zweikampf ohne Zeugen zu zwingen, um jede Möglichkeit dafür auszuschalten, daß die Oeffentlichkett sich mit der Angelegenheit beschäftigen konnte?" „Jawohl." „Und wie dachten Sie es sich, wenn Sie ernst« lich verwundet worden wären, was auch dann noch möglich war, wenn Sie Kühlitz gleichzeitig oder hinterher tödlich trafen?" „CJcf) habe Beziehungen zu dem Inhaber einer Privatklinik, der die Heilung besorgt hätte, ohne daß jemand ein Wort davon erfuhr. " „Und wenn Sie sich gar nicht vom Platz mehr hätten wegschleppen können ober selbst getötet worden wären?" .„Damit mußte ich natürlich rechnen. Das ließ sich nicht vermeiden, denn einen regelrechten Mord oder Totschlag wollte ich doch nicht begehen. Aus diesem Grunde gab ich ihm die Chance in dem Zweikampf." „Wir werden zur Nachprüfung Ihrer Angaben durch einen Arzt Ihre durch den Schrotschuh erlittenen Verletzungen nachprüfen müssen." „Natürlich." „Wollen Sie sich jetzt darauf berufen, daß Sie in Notwehr gehandelt haben?" „Die juristische Formulierung überlasse ich ganz den dafür zuständigen und geschulten Herren. Ich habe lediglich meine Pflicht getan, indem ich den Verlauf der Tat so schilderte, wie er der Wahrheit entsvricht." „Ihr Anwalt wird zweifellos damit operieren." „Wenn er es für richtig hält, meinetwegen. An einer Verurteilung liegt mir natürlich nichts. Was ich als Pflicht ansehe, ist selbstverständlich nicht mit dem Bestreben zu identifizieren, daß ich nun verurteilt werden möchte. Läßt sich der Begriff Not- wehr mit dem Gesetz vereinbaren, so ist das um so besser. Noch allem, was ich durch einen Menschen erleben mußte, den ich Freund nannte und der mich hintergangen hat, fühle ich keineswegs das Bedürf- Im Rahmen des Hallenfestes führten die Ma,, burger Gewichtheber unter Führung von Antoi Gary einen Kam^f durch, bei dem sie 2715 Psuu) erreichten, eine Leistung, die außerordentlich gut isi, Gary brachte es dabei im beidarmigen Stoßen auf 250 Pfund. vußball Lollar I. — Watzenborn-Steinberg I. 1:8 (0:4). Zum erstenmal griff am Sonntag der Meiste der Bezirksklasfe, „Teutonia" Watzenborn - Stein berg, in die Tschammerpokalspiele ein. Gegner wo; der Meister der Kreisklasse, die 1. Mannschaft bei VfL. Lollar. Dem Schiedsrichter Hofmann, Wieseck stellten sich die Gäste mit: ©aller; K. Schmandt, Fett; O. Burger, Hedrich, Wehrum; W. Häuser, Heil, Horn, Harnisch, Fische Horn, aus der Mannschaft der Bereichsmeister; 03 Kassel, war diesmal die Sturmführung über, tragen worden, der seine Aufgabe zur vollen Zu frieoenheit löste. Wenn er auch selbst nur einmal den gegnerischen Torhüter schlagen formte, so war er doch durch seine ausgezeichneten und genauer Vorlagen an vielen Erfolgen des Gästesturmes be tei^gt. Die Platzbesitzer hatten eine annehmbare Elf auf die Beine gebracht, die.dem Bezirksklafsei,- meifter Watzenborn-Steinberg in den ersten 24 Spielminuten hartnäckigen Widerstand leistete. Nach dem Ziegler im Tor der Lollarer schon einige gefährliche Torschüsse gemeistert hatte, mußt« er ir der 21. Minute den von Horn placiert geschossener Ball zum ersten Male aus dem Netz holen. Dieser Treffer gab der Gastmannschaft einen starken Antrieb, und bas Spiel würbe nun mehr unb mehr überlegen gestaltet. Lollars Linksaußen Fey rutschü auf dem glatten Boden aus und muhte vorüber- gehend das Spielfeld verlassen. Einen von How an die Querlatte geschossenen Ball nahm Harnisch an der Strafraumgrenze auf, unb scharf sauste bei Ball 3um zweiten Male in die äußerste Torecke Nicht lange bauerte es unb derselbe Spieler schoß einen vom Tormann abgelenkten Ball zum dritten Treffes ein. Der Rechtsaußen W. Häuser erzielte im Alleingang Nr. 4. Bei Hörstel, dem Verteidiger der Platzmannschaft, trat bann wieber eine alte Verletzung zutage, so baß auch hier von einem Aus- fall dieses Spielers gesprochen werben kann. Die zweite Hälfte begann mit stürmischen Angris. fen ber Lollarer. Aber schon nach einigen Minuten waren bie „Teutonen" wieber feldüberlegen. Die Verteidigung war zu weit aufgerückt. Eine weite Vorlage aus dem Hinterhalt fand den Rechtsaußen der Platzmannschaft auf dem Damm. Er konnte von niemand mehr eingeholt werden, unb Lollar fjatte auf 4:1 verkürzt. Auch in ber Folge verlegte sich bie Platzmannschaft auf gefährliche Durchbrüche, bie ihnen noch leicht den einen ober anderen Erfolg hätte bringen können. Aus einem Gedränge vor dem Tore 'ber Platzmannschaft kam ber Ball zu dem freistehenden W. Häuser, ber prompt durch den fünften Treffer den alten Torunterschied wieder herstellte. Der Halbrechte Heil stellte 4 Tlinutem später das Resultat auf 6:1. Als dann ber linke Läufer Lollars im eigenen Strafraum an bem zu Fall gekommenen Mittelstürmer Horn eine grobe Unsportlichkeit beging, war Fett die Gelegenheit! geboten, den fälligen Elfmeter zum siebten Tore zu verwanbeln. Das Endresultat stellte 6 Minuten vor Schluß der Rechtsaußen durch Nr. 8 her. Vor diesem Spiel standen sich bie Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Auch hier siegten die jungen „Teutonen" mit 8:1, nachdem sie bei Halbzeit mit 3:1 geführt hatten. „Selbstverständlich, Herr Staatsanwalt. Ich muß dazu etwas weiter ausholen." Mit regelmäßiger, fast monoton wirkender Stimme erstattete er Bericht. Wie am Morgen bei Justizrat Hirte vergaß er nichts, was von Bedeutung war, ging nur ein- iührlicher darauf ein, was ihn zu iden Haltung bis zur Urteilsfällung guten Leistung von 5,29 m und Frl. Quafthoff (Betzdorf) 5,11 m gewonnen wurde. 3m Hochsprung enttäuschte die Gaumeisterin Frl. Staudt (Limburg) leider, da sie nach der übersprungenen Höhe von 1,30 m die Latte bei 1,40 m bereits warf. Dagegen war ihre Leistung im Kugelstoßen sehr gut. Mit 11,53 m erreichte sie vor Quasthofs eine beachtliche Weite. Die Ergebnisse: \ Männer: 30-m-Laus. 1. Weiler, VfB.-R. (WH.) = 3,4 Sek; 3. Buchner, Betzdorf = 3,4 Sek.; 3. Zerndt, VfB.-R. -- 3,5 Sek. W e i t f p r u n g : 1. Weiler, VfB. (WH.) = 6,49 Meter; 2. Buchner, Betzdorf = 5,87 Meter; 3. Decher, VfB. (WH.) = 5,76 Meter. Kugel st oßen: 1. Dr. Luh, Gießen, 15,27 Meter; 2. Landgrebe, Kassel (W.-H.), 12,71 Meter; 3. Lecher, VfB. W.-H., 11,39 Meter. Dreisprung: 1. Decher, VfB. (W.-H.), 12,27 Meter; 2. Feller, Dillenburg, 11,52 Meter; 3. Weiler, VfB. (W.»H.) 11,47 Meter. Frauen. 3 0-Meter-Lauf: 1. Kirchhoff, Kassel, 3,8 Sek.; 2. Quasthoft, Batzdorf, 3,9 Sek.; 3. Hedderich, Kassel, 4,1 Sek. Weitsprung: 1. Kirchhoff, Kassel, 5,30 Meter; 2. Hedderich, Kassel, 5,29 Meter; 3. Quasthoff, Betzdorf, 5,11 Meter. Kugelstoßen: 1. Staudt, Limburg, 11,53 Meter; 2. Quasthoff, Betzdorf, 9,78 Meter; 3. Lauer, VfB.-R. Gießen, 9,03 Meter. Dreikampf: 1. Quasthoff, Betzdorf, 102,5 Punkte; 2. Kirchhoff, Kassel, 101 Punkte; 3. Hedderich, Kassel, 70,5 Punkte. Hitler-Jugend: 30-Meter-Lauf: 1. Feller, Dillenburg, 3,4 Sek.; 2. Weege, Dillenburg, 3,5 Sek.; 3. Ankel, Dillenburg, 3.5 Sek. Weitsprung: 1. Ankel, Dillenburg, 5,60 Meter; 2. Feller, Dillenburg, 5,57 Meter; 3. Reifenrad, Betzdorf, 5.52 Meter. Kugelstoßen: 1. Reifenrad, Betzdorf, 12,09 Meter; 2. Feller, Dillenburg, 10,67 Meter; 3. Ketterer, Mtv. Gießen, 10,21 Meter. BD2TL Oer älteste Alsfelder Einwohner gestorben. 8 A l s f e l d , 19. Febr. Gestern verstarb der älteste Einwohner ber Stadt Alsfeld, Rentner Karl Gundrum, kurz vor Vollendung feines 9 6. Lebensjahres. Der Verstorbene war als Besitzer des ehemaligen Hotels „Zur Krone" in Alsfeld, das inzwischen niebergelegt worden ist und an dessen Stelle ber Postneubau errichtet würbe, weit über bie Grenzen feiner Heimatstadt hinaus, infolge seines geselligen und humorvollen Wesens, bekannt. Der frühere Großherzog Ludwig IV. weilte gern unb oft in ber „Krone". Auch im öffentlichen Leben hat Gunbrum eine bebeutenbe Rolle gespielt. Er war mehrere Jahre ßanbtagsab- georbneter für bie Stabt unb ber letzlebenbe Gründer ber heutigen Möbelfabriken Alsfelb-Türpe, deren Vorstand er mehr als 40 Jahre angehörte. Der Verstorbene erfreute sich noch bis vor wenigen Wochen einer außerordentlichen körperlichen unb geistigen Rüstigkeit. Mit dem alten Alsfelder „Kro- nen"-Wirt Karl Gundrum ist ein interessantes Stück Alsfelder Vergangenheit dahingegangen. Landkreis (fließt (D Großen-Linben, 17. Febr. Am Samstagabend fand im Saale ber Gastwirtschaft Schaum durch den Turnverein eine Veranstaltung zugunsten des W H W. statt. Der stellvertretende Vereinsführer Ernst Degen begrüßte die Besucher. Sein besonderer Gruß galt dem Ortsgruppenleiter ber NSDAP. Dr. Karl Römer unb ben Wehrmachtsurlaubern. Dann wies er barauf hin, baß auch in der jetzigen Zeit bie Leibesübungen nicht vernachlässigt werden dürften. Im Anschluß hieran gaben alle Abteilungen des Turnvereins Proben ihres Könnens. Bodenturnen, rhythmische Tänze. Ballspiele usw. wechselten einander ab. Auch am Barren zeigte eine aus älteren unb jüngeren Turnern zusammengestellte starke Riege, daß die Uebungen an Schwierigkeit unb Schönheit ber Ausführung gegenüber früher nichts eingebüßt hatten unb baß das Geräteturnen gut gepflegt wird. Zusammenfassend ist zu sagen, daß, obwohl eine große Zahl guter Turner zur Zeit unter den Fahnen steht, der Abend in allen Teilen als wohlgelungen anzusehen ist und die Besucher einige genußreiche Stunden erlebten. Ein stattlicher Betrag konnte als Reinerlös bem WHW. abgeführt werben. ! Großen-Linben, 19. Febr. A" ber Wan- berung, die ber Z w e i g v e r e i n „H ü t t e n b e r g" vom VHC. am Sonntag unternahm, beteiligte sich eine große Schar von Wanderern. Vom Bahnhof Lang-Göns ging es über Hochelheim durch bas schöne Schwingbachtal nach Klein- unb Groß-Rech- tenbach, wo eine Kaffeepause gehalten würbe. Der Rückweg führte über Lützellinden nach Großen- Linben. > L a u b a ch, 18. Febr. Der Presseamtsleiter ber Ortsgruppe Laubach, Pg. Adolf Silß, ber seit Kriegsbeginn zur Wehrmacht eingezogen ist, würbe zum Feldwebel befördert. /^Ruppertsburg, 18. Febr. Zu zeigen, wie man aus alten Kleidern neue macht, war die Aufgabe, die sich Fräulein Oechelhäu - s e r von ber landwirtschaftlichen Schule in Grünberg für ihren Kursus gestellt hatte, ben sie in den beiden letzten Wochen hier hielt. Sie sand ausmerk- fame Teilnehmerinnen. Manche wertvolle Arbeit wurde angefertigt Kreis Wetzlar. ch Wißmar, 18. Febr. Am Samstag hatte ber hiesige Turnverein seine Mitglieder zu einem ein Geldbetrag gespendet. Ueber die gute Zusammenarbeit mit allen Gliederungen sprach sich ber Vereinsiührer noch einmal aus. Ehrenmitglied H. Tobt bankte allen Mitwirkenben unb gab seiner Freube barüber Ausbruck, daß der Verein jetzt wieder feinem Namen Ehre mache. — Eine Mannschaft konnte aus ben Kämpfen um bie Dannmeisterschaft für Geräteturner als Sieger hervorgehen und wirb am kommenden Sonntag an den Gebietsmeister« schäften beteiligt fein. An einem vorgesehenen Dorf» gemeinschaftsaoend im März wird Der Turnverein ebenfalls wieder mit Vorführungen beteiligt sein. — Der Hüttenarbeiter Heinrich Bi11endorf kann 2 Funk, Betzdorf, 4,43 Meter; 3. Mellinger, Df-, R. Gießen, 4,36 Meter. ~"lges, Betzdorf, 8,40 Mo ',85 Meter; 3. Mellinger, Den Dreikampf ber Männer gewann Dr. Luh mit 1600 Punkten vor Weiler mit 1466 Punkten und Landgrebe (Kassel) mit 1396 Punkten. Aus den Wettkämpfen der Frauen ist ber Weit- spnmg hervorzuheben, der von Frl. Kirchhoff,^., ömlunei Achsel) mit ber ausgezeichneten Leistung von 5,30 Betzdorf, 4,1 Sek. Dleter^vo^Fr^ Hedderich (Kassel) mit der ebenso! W e i tsp r ung : 1. Kölges, Betzdorf, 4,55 Meter;