Montag, 20. Januar 1Nbr besVormittags
Anzelgen-Preife:
Anzeigenteil 7 Stof ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederlrnlung Ntalstasiell Abschlüsse Drengenitafsel 8 Plavoorschrist «vorherige Vereinbarung) 25'mehr
lA- Jahrgang Nr.lb
LS-rfctienu täglich, anbei Sonntags und feiertags Beilagen: Die illustrierte GiekenerTamilienblätter Heimat imBild-DieScholle
Monats-BezugSvreis:
Sht 4 Beilagen NM. 1.95 thne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt
Fernsvrechanschluft 2251 Drahtanschrift:„Anzelger" Postscheck 116»K Arants. M
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen wk:ä!T:
Sckarfster beut Wer Protest.
। 4i c i u) s v i c u । i u jj y t, Vic V "4 ' „ -
i Reichsgründungslages auf dem deutschen General- U S A.- Zerstörers
deutschen Dlenstgebäuden sicherfiellt.
Rom zur Kriegshehe in LlGA
machen?
Oeussche Bomber über -em Suez-Kanal
ver-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Buenos Aires, im Januar 1941.
Die Regierung der Republik Chile hat durch ein kürzlich erlassenes und dem argentinischen Außenministerium mitgeteilten Dekret Anspruch aus ein bettächt- liches Gebiet dep Südpol-Zone, zwischen den Breitengraden 53, und 90 östl. Greenwich, erhoben. Damit ist die Frage über Landesverteidigung aus dem „sechsten Erbteil", der Antarktis, die schon seit Jahrzehnten immer wieder austaucht, neuerdings aktuell
johlenden Wenge heruntergeholt und zerrissen. Obwohl sich nach dem hissen der Reichs- flagge eine Menschenmenge auf der Straße vor dem Generalkonsulat angesammelt hatte, die in drohender hckltung die sofortige Entfernung der Flagge verlangte, wurden nur wenige Poliz eibe- amte abkommandiert. Auf diese Weise konnten die
der sich in die Todesnähe des Südpols wagt, ob er nun Argentinier oder Chilene sei, nichts weiter als ein wagehalsiger Zwerg gegenüber den Urgewalten von Eis und Schnee, die dort die wahren Herrscher sind.
diges Vorhaben durchführen. LrstnachdemAn- schlag fehle die Polizei, die im Angesicht des ruchlosen Vorfalls eine bemerkenswert lässige Haltung zur Schau trug, eine Gruppe berittener Beamter ein. Später wurden dann zwei mutmaßliche Tater verhaftet, die nech übereinstimmenden Meldungen der Reuyorker Morgenpresse Angehörige des i „Lraven" gewesen sind.
„tyrannischen" Staatsführungen. Tausendmal sei nachgewiesen wordey, daß es sich bei dem gegenwärtigen Konflikt um einen europäischen Krieg handele, und daß die Angriffsabsichten auf das nordamerikanische Festland ein Märchen seien. Sogar in einem amtlichen Dokument der USA. und im Bericht des Senats-Ausschusses für die Marine widerlegten Sachverständige jede Möglichkeit eines Angriffes. Daher werde auch vom Senatsausschuß die Zweckdienlichkeit jedes Bündnisses zu Kriegszwecken der USA. mit jeder andere. Macht ausgeschlossen. Ein eventuelles Eingreisen in einen Krieg, der die Bereinigten Staaten nichts angehe, werde
Luca auf der Insel Malta mit Bomben an. Sie erzielten Treffer schweren Kalibers in hallen und Unterkünften sowie auf den Startbahnen. Ein
Der deutsche Geschäftsträger in Washington hat wegen dieser frechen und herausfordernden Beleidigung der deutschen Farben schärf st en Pro- test beim Staatsdepartement erhoben und gefordert, daß die amerikanische Regierung die Täter der ihnen gebührenden B e ft r a f u n g zuführt und das vertraglich zugesicherte w.e international anerkannte Recht der hissung der Reichsslagge an den
des Gesamtproblems nur auf dem Wege einer i n - t er nationalen Konferenz mit Vertretern aller interessierter Staaten möglich sei. Darum könne die Erklärung der Republik Chile nicht ohne Vorbehalt aufgenommen werden. Inzwischen aber
Täter ungehindert auf einer Feuerleiter bis in das 10. Stockwerk gelangen und dort ihr unttriir-
angeführt, mit welchen die argentinischen Besitze rechte im Südpolgebiet begründet werden. Ferner wird darin festgestellt, daß eine befriedigende Lösung
Rom, IS.Fan. (DJIB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front haken heftige Schneefälle die beiderseitige Tätigkeit stark beschränkt.
3n Rordafrika Tätigkeit der Artillerie im Abschnitt von Tobruk sowie von motorisierten Streifen in der wüste der südlichen Eyrenaika.
In Ostafrika bombardierte unsere Luftwaffe wirksam feindliche Luftstützpunkte im oberen Sudan ‘oroie den Babnkof und Truppen in Aroma, ferner im Ti 'angriff im Gebiet von Makeira (unteren Sudan) bewaffnete Gruppen. Der Feind unternahm
Deutschland oorausging.
England
must neue Zugeständnisse machen.
Washington, 19. Jan. (Europapreß.) Staats, sekretär hüll teilte auf der Pressekonferenz mit, daß England der Errichlung eines zweiten nord- amerikanischen Stützpunktes auf Santa Lucia zugestimmt habe. Ursprünglich fei nur ein Stützpunkt für Seeflugzeuge in der Gros Jslet Bay vor- gesehen gewesen. Jetzt sei jedoch eine weitere Basis für Landfluqzeuge in Dieux-Fort geplant. Santa Luoia sei für die Vereinigten Staaten strategisch besonders wichtig, weil diese Insel in der Nähe von Martinique, zentral in der Insel-Kette des Karibischen Meeres und in der Nähe von Südamerika gelegen sei.
Dazu schreibt „Popolo di Roma", die fortschreitenden Verzichte Englands zugunsten Nordamerikas nähmen ein beträch'liches Ausmaß an. Letzten Endes gebe das in die Enge getriebene England Glieder seines Staates auf, um sich zu erhalten. Der beste N u tz n i e ß e r der traurigen Lage Englands würden schließlich die Vereinigten Staaten sein. Es sei gut, sich bei dieser Gelegenheit zu vergegenwärtigen, daß die Haltung der USA. im Hinblick auf die England-Hilfe zwischen Unter- stützung und Erpressung hin - und her. pendle.
Luftangriffe auf wassaua, wo ein Gebäude leicht beschädigt wurde, und auf Asfab, ohne Schaden an- zurichten.
Deutsche Bomberverbände griffen unter dem Schuh von italienifchen und deutschen Jägern einige Flugplätze auf der Insel Malta an. Flughallen, Kasernen und Rollfelder wurden getroffen und zahlreiche große Brände festgestellt. Ein englisches Flugzeug vom hurricane-TyP wurde ab- geschossen. Ein deutsches Flugzeug ist nicht zurück- gekehrt.
Auch Summst und Tel Aviv angegriffen.
Stockholm, 19. Jan. (Europapreß.) Neben Alexandria, Kairo und der S u e z k a n a l - zone sind, wie ein am Samstag in Kairo veröffentlichtes Kommunique mitteilt, auch Summit im englisch-ägyptischen Sudan sowie Flugplätze in der Nahe von Tel Aviv, der jüdischen „Muster- siedlung" in Palästina bei Jaffa angegriffen worden. Zwei Wochemationen Fleisch
für England verloren.
In zwölf Tagen drei Gefrierfleisch- Dampfer versenkt.
B e r l i n, 18. Jan. (DNB.) Nach Neuyorker Meldungen ist der 14 936 BRT. große britische Damp er „Al'meda Star" im Nordatlantik von einem deutschen U-Boot torpediert und von der Besatzung aufgegeben worden. Der mit Kühleinrichtung versehene Dampfer war mit einer Ladung Gefrierfleisch von Australien nach England unterwegs. Die „Almsda Star" ist der dritte mit Gefrierfleisch beladene Dampfer, der innerhalb der letzten zwölf Tage durch deutsche U-Boote torpediert und versenkt wurde. Diese drei Damvfer hatten zu- sammen eine Tonnage von 31 000 BRT., was etwa 40 000 Tonnen Ladefähigkeit bzw 4 0 Mi Ilio- nen Kilogramm entspricht. Bei der starken Kürzung der wöchenttichen Fleischoationen, die rn
FrecheVeschimpsungderdeuischenMbenmWA
In San Franz sko d e Reichsd enstflagge vom deutschen Generalkonsulat durch amerstantsche Marmeangehörige heruntergeholt und zerrissen.
letzten Rächt einen britischen Geleitzug, der großen Abständen den Kanal zu durchqueren suchte, sowie den Hafen von Dover.
Der italienische Bericht vom Sonntaa.
feindlicher Jäger vom Muster hurricane wurde ab- geschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Fernkampfbatterien befchossen in der ‘ mit
Rom, 20.Jan. (Europapreß.) „Das nurdameri- kanischL Volk wind von der Regierung Roosevelt mit interoemionistischer Agitation bombardiert. Nach Roosevelt und nach Hüll sind es fegt Kriegs Minister S t a m s o n und Marino Minister Knox, die im Gewände des Heeres- und des Marine-Sachverständigen die Sonderausgabe übernommen haben, das amerikanische Volk zu alarmieren", o schreibt „Popolo di Roma". Diese beiden schwenkten das rote Tuch einer unmittelbar bevorsteyenden deutschen Bedrohung und der bedrückenden Gefahr,
Sännen. .,, „ ., ,
Argentinien aber hat gleichfalls schon mey- trete Male feine Ansprüche auf einen Teil des sec^ ften Kontinents angemeldet. Hierbei handelt es sich atm das Gebiet zwischen dtzn Breitengraden 20 und «8 westlich Greenwich. Tatsächlich hat also das chilenische Dekret einen gewissen I n t e r e s s e n k on- fflikt zwischen beiden Ländern hervorgerusen. Gerade im Gebiet zwischen dem 53. und 68. Bretten- «rad, an welchem Chile besonders interessiert tl , hat Argentinien in vielfältiger Form feine <5ou- roeränität ausgeübt und bewiesen. Es errichtete bereits 1884 einen Leuchtturm auf der Staatemnsel, Ipäter noch andere auf nahegelegenen Inseln, schließlich ein Observatorium auf den südlichen Orkaden, Las seither ständig unterhalten wird. Die argentinische Kriegsmarine hat die Schiffbrüchigen der schwedischen Expedition Nsordenskjoeld gerettet uno »ie Mitglieder der verschollen geglaubten franzo- Tischen Cbarcoterpedition zwilchen den Eisgletswern «esucht. Schließlich aber hat Argentinien gegenüber England immer wieder feine Hohettsrechte ''der die Falklandinseln betont, als deren Ausläufer die Zone «n zu sehen ist, die Chile für sich beansvrucht. E n Wertrag zwischen den Nachbarländern Argentinien mnd Chile hat schon 1881 die Stachenmse n und die übrigen Inseln östlich von Herland Argenttmen Zuqesprochen; internationale Dokumente vo - besagen, daß die argentinische 3unsbrttion HebHm Süden des Kap Horns vom Breitengrad>6?'nach Osten bin erstrecke Im Jahr 1029 hat das argen ttinifche Außenministerium dem englischen Botsih unitoeteilt, „alle Tatsachen bestätigten die legale Lage ider Argenttnischen Republik bezualich dieser Hohetts rechte, welche sich neben anderen unbestreitbaren •©Fünften, aus der Tatsache der ersten effefhoen und fstänftigen Besetzung herleiteten".
Das argentinische Autzenminlitenum bat Mtttt November 1940 der Chilo-Remerung auf >me Be- Ikanntmachung über di» Antark^szon» ü-n^Hef Än einer eingehenden Note werden alle Argumente
nimmt die argenttnische Regierung die Anregung ^IPSlmPfltflnPr ül)f llPUflWblflnl) Chiles an, durch zuständige Stellen beider Lander -Ull'i UlUHtl W | die Trennungslinie der gemeinsamen Ansprüche zu revidieren und festzusetzen.
Die Frage der Länderoerteilung am Südpol wird also noch lange hin und her beraten werden, bis ' endlich eine den geschichtlichen und geographischen Begründungen entsprechende praktische Lösung ge- 'unften werden kann. Inzwischen aber ist der Men ch,
Die Vereinigten Staaten haben jetzt mit der Besetzung der See- und Luftstützpunkte begonnen, die ihnen England von der Mündung des Lorenz- Stromes an bis nach Südamerika einräumen mußte. Die erste Abteilung amerikanischer Soldaten ist eben auf Neufundland gelandet, der großen Insel sie ist ,'ast so groß wie ganz Süddeutschland — die dem St. Lorenz-Strom vorgelagert ist. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Neufundland liegt unmittelbar vor dem St. Lorenz-Strom, der noch immer die wirtschaftliche Schlagader Kanadas ist. Man kann es auch so formulieren: zwischen die englische Insel und den britischen Gliedstaat Kanada schiebt sich Neufundland, das von nun an zu dem 23er- teidigungssystem der Vereinigten Staaten gehört. Neufundland als solches hat es niemals „zu etwas Richtigem gebracht". Trotz seiner Größe ist es nur von etwas mehr als einer Viertel-Million (!) Menschen bewohnt, die sich hauptsächlich mit der Fischerei beschäftigen. Außerdem spielt noch die Forstwirtschaft eine Rolle.
Neufundland wurde von dem Italiener ®io- । vanni Cadoto im Dienst des englischen Königs Heinrich VII. entdeckt. Aber der Entdecker bekam von seinem Auftraggeber nur einen sehr schmalen Lohn, nach heutigem Geldwert etwa 1000 Mk., ftenn England war damals ein dünn bevölkertes Land von 3 Millionen Menschen. Man wollte auch nicht eine ferne Jnfel auf der anderen Seite des Atlantik entdecken, sondern war auf der Suche nach einer „Durchfahrt" zu den Gewürz-Inseln, da damals Gewürze die Verkörperung von mensch- lichcm Luxus waren. Erst ungefähr 100 Jahre später begann, sehr zögernd, die Besiedlung von Neufundland, das selbst keine besondere Entwicklung auf- wies, aber sehr wichtig als Stützpunkt für die Hochseefischerei wurde. Di? sogenannte Neufundland- Bank ist ein verhältnismäßig seichter Teil des Atlantischen Ozeans und durch ihren überaus großen Reichtum an Fischen, besonders an Kabeljaus, be« rühmt. Daraus entwickelten sich jahrhundertelange Rivalitäten zwischen englischen und franz-isischen Fischern, die erst mit einem englisch-französischen Abkommen im Jahre 1904 beigelegt wurden. Die- ses Abkommen gehörte zu dem großen englisch- französischen'"'isgleichswerk. das der von EduardVII. und Deleafsö eingeleiteten Einkreisungspolitik gegen
geworden.
Im Laufe der vergangenen hundert Jahre war Das Südpolgebiet das Ziel zahlreicher waghalsiger, «benteuerreicher Forscherfahrten. Immer mehr In- elgruppen, Festland und Eisbänke wurden entdeckt : und erhielten Namen, und durch Abwürfe von Fahnen und Dokumenten ergriff der eine öfter andere . Staat symbolischen Besitz weiter, von tausendjähri- qem Eis bedeckter Wüsten. Aber dem internationalen Recht nach blieben diese Besitzergreifungen wertlos. Denn anläßlich der Verhandlungen über Länder-
Wem gehört der Südpol? *
Bon umerem ständigen Stn.-Benchlerstatter.
ihnen nur riesigen Schadeü bringen.
Es bleibe somit noch das Märchen von der b e» drohten Freiheit der Völker. Gayda fragt, von welcher Freiheit denn England sprechen könne, das ein Viertel des Erdballes beherrsche und sich die Herrschaft über das Mittelmeer und die anderen Meere und Seeverbindungen anmaße. Welches Beispiel der Sicherung der Freiheit der Welt lieferten denn die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die einen so großen Teil der Reichtümer dieser Welt, das Haupterfordernis der wirtschaftlichen und nationalen Freiheit der Völöker, beherrschten? Zu dieser Feststellung seien die 21chsen- mächte berechtigt, wenn sie auch nicht daran dächten, diese riesenhaften Reichtümer der USA. anzutasten. Es seien jedoch nicht bulbbare nationale und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten im europäischen System auszubessern. Enalanb und auch bie Vereinigten Staaten, bie ben Vertrag von Versailles wegen seiner Ungerechtigkeiten nicht unterzeichnet haben, hätten hierzu zwanzig Jahre Zeit gehabt, aber nichts getan. Der Krieg sei von England provoziert wvr-
megungen in Europa zu zerschlagen. Niemanb in Europa debrohe die Vereinigten Staaten. Welche bunkle Macht führe also bie in ben USA. gegen bie Achsenmächte gerichteten kriegerischen Strömungen? Welche Vorwände könnten diese Strömungen für ihre vorsätzliche Angriffslust noch ausfindig
Der Wehrmachtbericht vom Sonntag.
Berlin, 19.Fan. (DNB.) Das Oberkommando < der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein Unterseeboot versenkte jroei Dampfer mit zusammen 8600 BRT.
In der Nacht zum 18. Zanuar richteten sich Angriffe der Luftwaffe gegen kriegswichtige Ziele in Swansea. Es entstanden mehrere Großfeuer, vor allem in den im Süden der Stadt gelegenen Hafen- und Verkehrsanlagen. Einzelne deutsche Kampfflugzeuge griffen in der gleichen Nacht militärisch wichtige Ziele im Suezkaual-Gebiet und Aegypten an. Ein Kampfflugzeug belegte gestern überraschend zwei Flugplätze in Südoft- c n g 1 a n b aus geringer höhe wirkungsvoll mit Bomben und WG.-Feuer. Bombeneinschläge mitten unter einer erheblichen Anzahl zum Tanken abgestellter Kampfflugzeuge konnten beobachtet werben. Vor der Themsemündung wurde ein Handelsschiff mit einer Bombe am Heck getroffen.
In den ersten Nachmittagsstunden des 18. Zanuar griffen deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unter dem Schuh de» tscher und ifalienif-her Jagö-1 fliegerverbände die Flugplätze Hal Far und
zurückkommt. , ~ „
Das Gebiet, für welches Chile sein Interesse an. kündigt, umfaßt bas Dellingshausen-Meer, einen ! Teil bes Webbell-Meeres, das Charcot- unb Alexan- Iberlanb bie Inseln Abelaibe unb Biscoe, Roislanb, Erebus unb bie Grahaminfeln im Sähen her Shet- lartbsinfeln. Chile begrünbet feine Ansprüche mit der These, baß ein Großteil dieser fünfzehn Ouabrat- Kilometer umfassenden Zone als natürliche, wenn «auch unterbrochene Fortsetzung der chilenischen An- । Len anzusehen sei. Tatsächlich hat Scott dort über । Viertausend Meter hohe Berge entdeckt. Ebenso roie (vt:uii|u/cii ia ---------
much Argentinien, bezeichnet sich auch Chile als der in der sich die USA. von Japan aus bejanben. Die B>em Südpol am nächsten gelegene Staat, Vereinigten Staaten, so sagt Knox, benoivgten Zett, mr». wie ein Blick auf die Landkarte *ifft, fo ziem- ----- .........’™h ***
lief) mit gleichem Recht-, denn die weitest nach dem Süden vorgeschobene chilenische Insel Diego de Ra- miirez ist nur 428 Meilen von den ShetlaNdinseln entfernt. Die Festsetzung bes 53. Breitengraftes als , östliche Grenze begründet Chile mit der Tatsache, Laß dort eine chilenische Walfischfängerei schon seit I906 ununterbrochen gearbeitet habe. Der 90. Brei- ttengrab, der die chilenischen Ansprüche nach dem Westen zu abqrenzt, verläuft in der Nähe der Insel 1 Juan Fernandez, bie zum chilenischen Hoheitsgebiet »gehört. Als weitere Begründung führt Chile in fei- mem Dekret an, daß schon der «erste chilenische Re- । gierungspräfibent Bernard O'Higgins im Jahre *1913
Dem Kapitän Coghlan von her britischen Kriegs- Tnarine mitgeteilt habe, baß bie bem chilenischen Hoheitsgebiet naheliegenbe S"ftpolzone aleich,alls zu chilemschem B-sij, gehörten. Das chilenische Auhen. «Ministerium betont, baß wissenschaftliche Forschun- •gen die Existenz von enormen Noblen la gern iin der Antarktts nachgewiesen hätten. .Zwar soll die Kohle von minberroertiger Art sein, jedoch ftanbelc *5 sich, um bie reichsten Lager der Welt. Auch ver- «mutet man dort große Erbölvorkommen, schließlich »glaubt man sogar Golb unb Titan fiirden zu
Neuy o rk, 19. Jan. (DNB.) Am Samstag hat sich in San Franzisko ein unerhörter Flagge n - Z w i s ch e n f a N vor dem deutschen Henn amagua) oer x>erpanoiungen uuec -cunuci» G e n era 1 k o n s u 1 a t zugetragen. Die deutsche Verteidigung am Nordpol wurde festgelegt, daß B e i ch sd i e n st f 1 a g g e, die aus Anlaß des rin tatsächliches Anrecht auf^.Besitz erst^bann w | w UIIUM1I8„WB„ -------------- --------
trete, wenn das m Frage kommende Gebiet auch; ( । t f ^hißl war, wurde unter dem Beifall einer bewohnt oder sonst «n einer tatsächlichen < --
Verbindung zum „Mutterland" stünbe. Bekanntlich sollten alle, den Südpol betreffenften Fragen vor Jahresfrist auf einer internationalen Konferenz in Bergen geregelt werden. Argentinien, welches als dem Südpol am nächsten gele» Sener Staat immer schon größtes Interesse für „seine
Antarktis" hegte, hatte diese Konferenz unb auch sschon eine Kommission von Fachleuten angeregt, welche das Land bei dieser Besprechung in Bergen vertreten sollte. Aber der Ausbruch des Krieges verhinderte das Zustandekommen dieser Konferenz «und so blieb das Südpolproblem weiterhin in der Schwebe. Chile ist nun der erste Staat, der seither wieder auf die Frage der territorialen Ansprüche
um ihre Verteidigung zu vervollstänftigen, unb diese Zeit könne nur England und seine Flotte geben. England aber brauche die amerikanische Hilfe, um fartbestehen zu können. Knox malte dann das Schreckgespenst von der Festsetzung der „Aggressoren" in Südamerika an die Wand und bchauptete, daß Deutschland „wahrscheinlich" dort einbringen werde, „falls ihm bie Möglichkeit gegeben werde, zum Zwecke neuer Eroberungen den Ozean zu überqueren". — Man müsse, so sagt dazu „Popolo di Roma", von biefem großen polittsch-parlamentarischen Manöver Kenntnis nehmen, bas alle Aussicht habe, zu triumphieren. — Das Blatt hält es bann für bezeichnen!), daß beide Minister bas Ableben des Versailler Diktats beklagten, jenes traurigften Unter- brückungsinstruments, bas je eine blinde Diplomatie zusammengebraut hat. Das Verlangen des Marine- minister Knox nach einer ,,Zwei-Ozean-Flotte" fei em imperialistisches Programm wie je eines.
Im „Giornale b'Jtalia" zergliedert Gayda die Ziele der auf ein Eingreifen in den europäischen ------ .----„ - ... -
Konflikt aeriebteten Strömung in den USA. unb. ben, um bie ihm unerwünschten revisionistischen Befragt, wer ber Angreifer sei. In zahlreichen groß- —m sprecherischen Reben Roosevelts, Hulls unb ihrer Parteigänger seien diese Ziele Umrissen worden. Man behaupte die Notwendigkeit einer vorsorglichen Verteidigung der USA. gegen die Vorgeschichte Be- drohung bes nordamerikanischen Gebietes burch eine Invasion ber Achsenmächte sowie die Notwendigkeit ber Verteidigung ber Volker gegen die sogenannten
* 4r *•% ■*
Deutsche Wacht in Sturm und Schnee an Frankreichs Küste.
Von Kriegsberichter Hans BiallaS.
Der Beobachtungsposten des Küstenschutzes hat mit dem Scherenfernrohr am fernen Horizont eine verdächtige Rauchfahne entdeckt. Sofort werden auch die Nachbarposten televhonifck verständigt, damit auch sie die Erscheinung in Beobachtung nehmen können. (PK.-Kliern-Scherl-M.)
den letzten beiden Wochen auf ein Schilling und dann sogar auf einen halben Schilling Wert begrenzt war (die Kaufkraft eines Schillings beträgt zur Zeit bestenfalls 60 Pf.), sind mit diesen drei Torpedotreffern mindestens zwei Wochenra» tionen Fleisch für En gl and verloren.
Die britische Regierung hatte versucht, die scharfe Kürzung der Fleischrationen mit angeblichen Massentransporten von Truppen und Kriegsmaterial nach Nordafrika und entsprechender Verknappung an Schiffsraum zu begründen. Die Versenkung von drei großen vollbeladenen Fleischdampfern inner, halb von ,zwölf Tagen aber redet eine andere Sprache, warum der britischen Bevölkerung die Fleischtöpfe immer höher gehängt werden.
Eine Ehurchill-Rede.
An die Adresse des Sondergesandten Roosevelts.
Berlin, 18. Fan. (DNB.) Churchill hat in Glasgow vor einer öffentlichen Versammlung gesprochen. Aber seine eigentlichen Hörer waren nicht die Glasgower Versammlungsbesucher, sondern ein Mann, der auf der Tribüne saß: Herr Hopkins, der Sondergesandte Roosevelts, der sich an Ort und Stelle ein Bild über die Hilfsbedürftigkeit Englands machen soll. Ihm und den Presseberichtern aus USA. galten die hochtönenden Phrasen, daß England „die vorderste Linie der Zivilisation und des Fortschritts" einnehme, daß es entschlossen sei, „die Menschheit an diesem Wendepunkt ihres Geschickes nicht im Stich zu lassen", und der Klageruf, daß .dieser böse Mann Hitler Großbritannien von seinem Weg hinwegfegen wolle". Es sind die heuchlerischen Phrasen, mit denen die Kriegserklärer vor den USA. ihre »demokratische Sendung" Nachweisen sollen.
„Vor uns liegen Gefahren, die durch irgendeine Nachlässigkeit verhängnisvoll, ja tödlich werden können. Wir haben die Aussicht auf zahlreiche Monate, in denen wir die Bombardierung unserer Städte und Fndustriebezirke erdulden müssen, ohne auf die- selbe Weise antworten zu können. Wir haben Leiden und Prüfungen vor uns. Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, daß sich ebene Wege vor uns öffnen oder daß wir in diesem Jahre keine schrecklichen Augenblicke erleben werden." Das sind reichlich düstere Prophezeiungen, bei denen man immer wieder an die Prahlereien vor einem Jahr denken muß. Churchill hat dem englischen Volk gar keine konkreten Hoffnungen zu machen, daß es etwa aus eigener Kraft diesen Kampf, der so mutwillig begonnen | wurde, durchstehen könne. Hilfe aus Amerika ist sein einziger Trost. Eine Hilfe, die das stolze England zum fortwährenden Verkauf weiterer Besitzungen und zur Aufgabe immer neuer Machtpositionen nötigt. Weg ohne Ende, wie Churchill anscheinend selbst ahnt. „Wir werden so viel wir können, bezahlen, wir brauchen aber viel mehr, als wir bezahlen können". Churchill schloß seine 'Rede mit dem kühnen Ausspruch: „Mein einziges Ziel ist, den Hitlerismus in Europa auszurotten". Eine gefährliche Arroganz in einem Lande, das an nichts anderes denkt als den erwarteten deutschen Angriff!
Das Echo her Ehurchill-Rede
Stockholm, 19. Jan. (Europavreß.) Die Rede Churchills in Glasgow wird in London als Anzeichen dafür angesehen, daß die englische Regierung den in den nächsten Monaten zu erwartenden militärischen Ereignissen mit Unruhe entgegen.- sieht. Neutrale Korrespondenten telegraphieren: „London erwartet kritische Wochen im M i t t e l m e e r." Es ist beobachtet worden, daß Churchill im Gegensatz zu seinen letzten Ausführungen nicht mehr in abfälligem Ton über die Schlagkraft der italienischen Mlitärmaschine sprach, son- dern Italien stets in einem Atemzug mit der von Deutschland drohenden Gefahr erwähnte. Besonders hat es Aufsehen erregt, daß Churchill die Schwäche der britischen Luftwaffe gegenüber der deutschen durchaus zugab, indem er erklärte: „Wir müssen viele Monate lang Bombenangriffe auf unsere Städte und Industriegebiete erwarten, ohne mit der gleichen Münze antworten zu können, wie haben Lecken und schweren Prüfungen entgegenzusehen."
Die Churchill-Rede wird als Versuch bezeichnet, Roosevelt gegenüber den Isolationisten den Rücken zu stärken. Selten habe der englische Regierungschef, so argumentiert man in London, mit einer derartigen Offenheit die englischen Versor- gungs- und Erzeugungsschwierigkeiten aufgezeigt. Auch die Finanzschwierigkeiten habe Churchill klarer denn je umrissen, wobei ihm ein wenig zuversichtlicher Jahresbericht des Schatzamtes vorgelegen haben soll. „Wir werden bezahlen, was wir bezahlen können, aber wir brauchen mehr, als wir zu bezahlen in der Lage find", sagte Churchill.
Oer Wehrmachtbericht vom Gomstag.
Berlin, 18. Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Lin Unterseeboot meldet die Versenkung von 29 00(^ BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Die Luftwaffe klärte am gestrigen Tage über dem britischen Raum auf und griff hierbei einen L o n. doner Bahnhof an. Bombentreffer in Gleis- und Gebäudeanlagen wurden von den Besatzungen beobachtet. In der letzten Rächt griffen Kampfflie- gerverbände einen Hafen an der englischen Westküste mit Erfolg an. Außerdem wurden englische Häfen vermint, sowie kriegswichtige Ziele in London von schwächeren Kräften mit Bomben belegt. Zwei feindliche Flugzeuge wurden im Luftkampf, ein drittes durch INarineflakartillerle abge- schossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Oer italienische Bericht vom Gamstag.
Rom, 18. Jan. (DNB.) Der italienische Wehr- wachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front wurden im Abschnitt der 1L Armee feindliche Angriffe zurück- geschlagen.
In der Lyrenaika an der Front von Tobruk erhöhte Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Während eines feindlichen Angriffes wurde eine Hurrikane von unserer Marineflak abgeschossen. An der Giarabub-Front haben unsere Flugzeuge Truppen und motorisierte Kolonnen des Gegners Wit Bomben und MG.-Feuer belegt.
3a Ofiaf tita wurden feindliche Kraftwagen,
DNB.... 18. Jan. (P K.) Auch über die französische Kanalküste hat der Winter seine harte Hand gelegt. Heulende Stürme peitschen den Meeresarm, der die Insel England von Europa trennt. Drüben, wo sonst an sonnenklaren Tagen weiß die britische Kreideküste herüberleuchtet, liegt trüber Dunst über der bewegten See. Jedoch immer noch greifbar nahe ist das Jnselreich, das im Donnern der Fernkampsgeschütze und brausenden Anslug unserer Bombengeschwader täglich die starke Faust Großdeutschlands spürt.
Trotz Sturm und Schnee, trotz eisiger Winde, die über Land und Meer pfeifen, tun die deutschen Wachen am Kanal unermüdlich ihren harten Dienst. Dort, wo weit vor dem französischen Kanal- Hasen der Leuchtturm ragt, ist eine S i g n a I ft a • tion der Kriegsmarine eingerichtet. Der Feind ist nahe, und stündlich kann von See aus unter dem Schutze des unsichtigen Wetters ein britischer Anflug erfolgen, oder ein feindliches Kriegsschiff, Zerstörer oder Schnellboot die Einfahrt in den von der deutschen ^Wehrmacht kontrollierten Kanal wagen. Gerade an solchen Tagen ist die Aufmerksamkeit aller deutschen Posten entlang der Küste und in den Kanalhäfen besonders wach. Brausend klatschen die aufgewühlten Wogen an den Molen empor, die weit in die See hineingebaut den Hafen schützen. Ganz vorn der Mölenkopf birgt die deutsche Signalstation. Eisige Winde brausen darüber hin. Dis hinauf fliegen die Spritzer, wenn bei hochgehender See der Sturm das Wasser zerreißt und die See an den Grundmauern der Mole rüttelt.
Unerschütterlich steht dann der Po st en; in seinen Wachtmantel gehüllt, späht er auf die See hin- aus. Da kann kein überraschender Handstreich auch nur den geringsten Scheinerfolg erzielen. Oft schon hat es der Brite gewagt, aber mit blutigen Köpfen ist er davongejagt worden. Noch konnte kein britischer Flieger so schnell aus den Wolken hervorstoßen, daß nicht der Alarmruf ihm oorauseilte und ihn ein rasendes Abwehrfeuer empfing.
Drohend recken sich die Gescyütze vom Umgang des Molenkopses gegen die See. Hier, dies eine, weist am Rohr tiefe Kratzer auf. „Spuren englischer Maschinengewehre?", „Nein", der Signal- meister lacht ingrimmig: „Das war unser MH.> Schütze, der einen anfliegenden Tommy im Visier hatte und ihn im Eifer des Gefechtes um einen Zentimeter zu tief verfolgte ..." „Dort!" die Hand des Signalmeisters weist hinüber nach dem großen Hafenbecken, „ist er runter gekommen."
Der Blick geht zurück auf den Hafen. Da rauchen die Schornsteine, da hämmern die Werften, der Betrieb ist in vollem Gange. In sicherer Hut liegen die deutschen Kriegsfahr- zeuge, die von hier gegen England auslaufen.
die sich einer unserer vorgeschobenen Stellungen a n der Sudan-Front genähert hatten, in die Flucht geschlagen. An der Kenia-Front haben wir einen von Flugzeugen und Panzerwagen unterstützten Angriff feindlicher Streitkräfte glatt zu- rückgeschlagen und dem Feind große Verluste beigebracht. Unsere Luftwafse hat Anlagen und Lagerhäuser des feindlichen Stützpunktes von Port Sudan bombardiert. Feindliche Luftangriffe an
DNB. ..., 19. Jan. (PK.) Die deutschen Luft- streitkräfte auf den italienischen Flughäfen haben zum zweiten Schlage gegen den wichtigsten Stützpunkt der englischen Streitkräfte im Mittelmeer, gegen Malta, ausgeholt. Der Angriff galt diesmal einigen Flughäfen, über die mit großem Erfolg am Hellen Tage Taufende von Zentner Bomben mittleren und schweren Kalibers abgeworfen wurden, die in kürzester Zeit auf den Angriffsplätzen ein Bild völliger Zerstörung hinterließen.
Unser Stuka-Verband ist gegen den Absprung-Hafen der englischen Bomber eingesetzt, dessen Vernichtung zwar besonders schwer, aber darum auch um so wichtiger ist. Größere Wolkenbedeckung über dem Mittelmeer, die über Malta im Zielgebiet aufreißt, bietet gute Sichtmöglichkeiten für den Angriff. Klar heben sich die Umrisse der englischen Insel gegen das Meer ab. Wind und Seegang sind von großer Stärke. In Sicht der Insel, die erste Begegnung. „Jäger von hinten!" Kurze Feuerstöße des Bordfunkers auf den uns an Schnelligkeit und an Wendigkeit, aber auch an Bewaffnung überlegenen Gegner. Unsere Abwehr ist, wie wir erleichtert feststellen, nicht mehr notwendig. Deutsche Zerstörer übernehmen den Kampf mit den englischen Jäaern, die bald im Sturzflug durch die Wolken verschwinden.
Sidi el Barani zwei weitere Kreuze« in der gleichen Gegend, ein Kreuzer von 6000 Tonnen an der afrikanischen Küste, ein 5000 • Tonnen - Dampfer. Also durchweg „große Brocken".
Der Torpedo war als gefährliche Waffe schon lange bekannt, und Italien hat eine gute Baupraxis. Es war jedoch nicht ganz leicht, ihn mit dem Flugzeug in eine harmonische Ehe zu bringen. Wie verhütet man vor allem, so lautete eine der chwierigsten Fragen, daß der komplizierte Mecha- nismus des Geschosses beim Aufprall auf dasWasserzu Schaden kommt, ja zerstört wird? Dieses Problem, das wohl in erster Linie auch mit dem Aufprallwinkel in Verbinduna stand — der beim Schisprung z. B. enffcheidend ist — ist gelöst worden. Im August vorigen Jahres gab es
Hier find deutsche Frachter vertäut, da laufen täglich die Minensuchboote aus, um die Fahrrinne frei von britischen Minen zu halten. Immer wieder versucht es der Engländer, im blitzschnellen Anflug weit vor dem Hafen hier und dort seine Minen abzuwerfen, aber schon ist die Meldung von den Vorpostenbooten oder der Signalstation da, denn ihrem wachsamen Auge entgeht nichts. Sind es keine Bomben, die der Tommy in sicherer (Entfernung ins Meer wirst, so kommt die Meldung: „Unbekannter Gegenstand von feindlichen Fliegern abgeworfen" — und in wenigen Stunden ist die Gefahr beseitigt.
Oben, am Rundgang des hoch über die Mole ragenden Leuchtturmes, tritt der Signal - gast heraus. Er wechselt Morsezeichen mit einer auslaufenden Gruppe der kleinen H a f e n s ch u tz - boote, die auf ihre stürmische Position gehen. Nicht nur Wache, sondern auch Auge und Ohr des Hafens ist die Signalstation. Manches Mal müssen
Gigiga, verbera, Dlredaua, Gura und Toselll haben keinen Schaden verursacht.
In den frühen Morgenstunden des 17. unternahm der Gegner einen Luftangriff auf einen unserer Stützpunkte lm Dodekanes. Infolge der wirksamen sofortigen Reaktion unserer Abwehr kehrten die Flugzeuge sogleich um und warfen ihre Bomben planlos aus freies Gelände, ohne Schaden anzurichten.
Durch die aufgerissene Wolkendecke sehen wir das Angriffsziel: einen großen, gut und zweckmäßig angelegten Flugplatz mit mehreren Startbahnen, großen Hallen und Unterkünften, zahlreichen split- tersicheren Boxen für die schweren englischen Bom- der. Einige englische Bomber sind in ihren Boxen am Rande des Platzes abgestellt. Das Gelände um dem Flugplatz ist reichlich mit Flakstellungen versehen, deren Abwehr sowohl durch schwere Flak vor dem Sturz als durch leichte Flak während des Sturzes und nach dem Angriff gut ist. Der Flugplatz zeigt bereits zahlreiche Spuren des vernichtenden Zerstörungswerkes der Bomber, die vor uns gestürzt waren. Starke Rauchentwicklung an den Unterkünften, Brände in den Hallen, Zerstörungen der Startbahnen find deutlich zu erkennen.
Unser Ziel sind die Hallen. In das Chaos der Explosionen und Brände hinein krachen unsere und die Bomben der foltjenben Maschinen. Der Angriff selbst hat nur Minuten gedauert, Minuten, die genügten, einen großen Flugplatz weitgehend zu zerstören. Zum zweiten Male haben deutsche Stuka-Verbände über der englischen Festung durch die Tat bewiesen, wer tatsächlich die Luftherrschaft im Mittelmeer besitzt. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein.
dann auch schon in Libyen eine „magere Patrouille" von fünf Flugzeugen, die mit Lufttorpedos kämpften. Der erste Angriff wurde am 15. August bei Nacht auf den Hafen von Alexandrien ausgeführt. Beobachtungen über den Erfolg konnten damals jedoch nickt angestellt werden. Bei Marsa Matruh indessen — roeniae Tage später — begann die Erfolgsreihe der Amphibien.
In der Tat tft das Torpedoflugzeug ein Zwitterding, eine Kombination der Fliegerei und der Ma. rine. Die eine hat die Flügel gegeben, die andere die Waffe. Der Pilot ist Flieger, der Beobachter Marineoffizier. Dieser bestimmt die taktischen Ma- nöoer, richtet den Torpedo und wirst ihn ab. Es wäre übrigens irrig zu glauben, daß nur Wasser, slugzeuge zum Torpedoabwurf geeignet seien. Die Landmaschine S 79 hat sich, wie uns italienifche Flieger versicherten, ausnehmend gut bewährt, da sie einerseits beweglich ist, andererseits aber sehr gut in der Lust liegt und deshalb ein genaues Zielen gestattet.
Auch auf englischer Seite werden Lufttorpedos an- getDanbt, doch haben sie bisher immer nur «nfte-
bei Nebel und in pechschwarzer Nacht ihre Signal« den einlausenden Fahrzeugen den Weg weisen. Do blinken draußen auf See Morsezeichen auf, weil vorgebeugt lehnt dort ein Signalgast und meldet die Antwort, die ihm von der Signalstation kommt, dem Kommandanten, der das Schiss nach harter, ge, fahrvoller Fahrt sicher in den Hafen zurückführt Immer ist den heimkehrenden Fahrzeugen der erste Anruf der Signalstation wie ein Gruß Deutsch lands.
Darum tun die Männer hier wie überall ihren Dienst, in dem Bewußtsein ihrer oerantroortungg. vollen Aufgabe und in der Gewißheit, daß sie an ihrem Posten auch Wacht gegen England stehen und dazu beitragen, den Wxg im Kanal, das Tor zu Großbritannien, offenzuhalten. Selten wird ihr Dienst, ihre ermüdende Wache durch einen Land, gang unterbrochen. Sie begnügen sich gern in dem Bewußtsein, eine vorbildliche Station aufgebaut zu haben.
wegliche Ziele getroffen, während in dem See« gefecht von Kap Teulada z. B. ein einziges italie. nisches Schlachtschiff siebenmal aus weniger als hundert Meter Entfernung abgeworfenen Torpedos ausweichen konnte. Die Italiener weisen dagegen darauf hin, daß sie ihre Erfolge gerade bei be« weglichen Zielen zu verzeichnen hatten. Dank ihrer besonderen Eigenschaften, die nach den Er« fordernissen der Seekriegführung entwickelt sind, stellen die Lufttorpedos eine gefährliche Waffe im Luftkampf gegen Schiffe dar, da sie vor allem unter der Wasserlinie, also an den enffcheidend emp« kindlichen Stellen, zu treffen vermögen, in Serbin« düng mit der Beweglichkeit der Flugzeuge eine ernste Bedrohung der englischen Flotte im Mittel- meer.
Englischer Hungerkrieg gegen Frankreich.
Der Lebensmitteldampfer „Mendoza" vor der brasilianischen Küste aufgebracht.
Der große französische Dampfer „Mendoza", der mit einer Ladung Lebensmittel schon vor einigen Tagen in den Hoheitsgewässern von Uruguay durch einen englischen Hilfskreuzer widerrechtlich angehalten wurde, ist auf der Weiterreise 5,5 Seemeilen von der Küste des brasilianischen Staates Santa Catharina aufgebracht und beschlagnahmt worden. Damit dokumentiert England, oaß es den Hungertrieg, der ihm gegen Deutschland mißlungen"ist, in aller Form gegen das unbesetzte Frankreich zu führen ge- denkt. Die Vereinigten Staaten von Amerika bür« fen sich sagen, daß sie den englischen Seeräuberkrieg durch den Verkauf von 50 Zerstörern und durch an« dere Unterstützungsmaßnahmen direkt fördern; zu diesen Maßnahmen gehört ja auch die offenhinbiae Anweisung an die amerikanischen Kontrollschiffe, nichts gegen englische Seestreitkräfte zu unternehmen, die die amerikanische Neutralitätszone durch Krieashandlungen verletzen. Dom rein praktischen Standpunkt aus gesehen, ist das neueste englische Kriegsverbrechen völlig sinnlos, da aus dem geschlagenen Frankreich für englische Zwecke nichts mehr herauszuholen ist. Ab- gesehen von dem sehr wenig aussichtsreichen Versuch, auf diese Seeräubermanier etwas gegen die englische Fleischnot zu tun, handelt es sich also um einen reinen R a ch e akt, einen Ausdruck typisch britischer ordinärer Gesinnung. Der Vorfall ist ein neuer Beweis dafür, daß für die angelsächsischen Mächte das Völkerrecht lediglich auf dem Papier steht, bzw. völlig willkürlich nach eigenem Ermessen ausgelegt wird. Dazu gehört ja auch die bevorstehende amerikanische Genehmigung für englische Kriegsschiffe, in amerikanischen Häfen beliebig lange und ausführlich Reparaturen vornehmen zu lassen.
Uruguay unterrichtet die panamerikanische Konferenz.
Montevideo, 19. Jan. (Europapreß.) Das uruguayische Außenministerium gibt bekannt, daß die betroffenen südamerikanischen Staaten d e n Präsidenten von Panama gemäß Artikel2 der Panamerikanischen Erklärung, die auf der Panama-Konferenz beschlossen rourbe, von der Aufbringung des französischen Dampfers „Mendoza" durch ein britisches Kriegsschiff innerhalb der panamerikanischen Neutralitätszone unterrichtet haben.
♦
In R io de Janeiro behandelte die Interamerikanische Neutralitätskommission den von der uruguayischen Regierung der Havanna-Konferenz vorgelegten Plan der Schaffung eines
Torpedos fallen vom Himmel.
Eine gefährliche Waffe im Lustkampf gegen Schiffe.
Bon unserem Rch.-Korrespondenten.
Rom, Mitte Januar 1941.
„Durch Lufttorpedo versenkt" ... ein Satz, den man öfters in italienischen Wehrmachtberichten lesen konnte. Die Mittagsausgabe der „Giornale d'Jtalia" brachte dieser Tage eine Er- olasliste: Ein englischer Kreuzer am Eingang zum Hafen von AlexandriGi, ein anderer Kreuzer vor
Deutsche Stuka-Verbände im Angriff auf die Flughäfen von Malta.
Bon Kriegsberichter Hans Rechenberg.
em
mit Tschungting abzuschließen.
III.
Das
Emst von Niebelschütz.
krieg
Deutsche Reichspost
gen der eit mH DeE
ihre 6igJ I weisen. !i n auf, Ee
IW#?*»6* biatf-#
Sofia, 18. Jan. (Europapreß.) Das bulgarische Gbranse genehmigte den Haushalt des Knegsrni- ni eriums. Der Berichterstatter, Abgeordneter An- hr jesf, erklärte, der Haushalt sei im Verreich zu hn der Nachbarstaaten klein. Die bulgarische Armee ho>e sich trotzdem in der Geschichte als eines der Merften Heere erwiesen. Der Abgeordnete General jnoff führte aus, Bulgarien stelle wegen seiner «e graphischen Lage einen Kreuzungspunkt zv-ischen Ost und West dar. Die Sicherheit D.Hgariens durch eine gute Diplomatie und ein star.
Heer müsse gewährleistet werden. Die Ausga. t) n für das Heer im Staatshaushalt betrügen 29 VT), der gesamten Staatsausgaben. Dies sei in die-
in dem V? nziges W weniger: len £orp& ifen bagtct ide bei bi hatten, ach den f' Welt ft e Dass« n allem u» meidend er? i, in Verb' nötige er e im M-
Abgesehen von dem propagandistischen Großangriff, der mit der belgischen Greuelkampagne gegen Deutschland unter seiner lebhaftesten Forderung gestartet wurde, hat er es verstanden, die Verluste der Flotte so geheim zu halten, daß England von zahlreichen und ernsten Katastrophen erst im Jahre 1919 erfuhr. Schon bald nach Kriegsbeginn hat er dem erstaunten Lord Ridell im Tone beleidigter Unschuld erklärt: „Wir sagen stets d i e W a h r h e i t. Wir haben einen Anspruch dar- auf, daß man uns vertraut. Wir haben bisher nichts verheimlicht, als den Verlust des „Audaceous" und den einiger U-Bootes
Bei den Verlusten an den Dardanellen freilich scheitert diese Kunst Churchills, und in England findet man, daß der Strug jetzt lange genug zum Wasser gegangen" sei. Churchill wird seines Postens als Erster Lord der Admiralität enthoben, und es findet sogar eine Untersuchung gegen ihn statt, um die öffentliche Erregung zu beruhigen. Unnötig zu betonen, daß diese „Untersuchung im Sande verläuft.
Nachdem die Karriere als Feldherr ein klägliches Ende gefunden hat, taucht Churchill plötzlich als Ober st in Frankreich auf. Ruhmestaten wer- den von seiner dortigen Anwesenheit nicht berichtet, wohl aber zwei Aussprüche, die er in Ansprachen vor englischen Truppen getan hat, und die sich würdig anreihen an fein Gespräch mit dem Sergeanten in der Schlacht von Omdurman. „Na, habt ihr den Krieg nicht gerne?" — mit dieser Frage begrüßt
Unser Bild zeigt einen Teil des Altars, und zwar „Die Verkündung". (Scherl-Bilderdienst-M.)
und IO ition fort- h hart»,:. MW-
Das Spiel mit dem Schicksal.
Aus dem merkwürdigen Leben des Winston (Spencer Churchill.
Von Helmut Sündermann, Slabsleiter des Reichspressechess.
den.
Anders also als beispielsweise der von Veit Stoß für Krakau geschnitzte Marienaltar oder der St.- Wolfgang-Altar des Michael Pacher, die uns beide als Ganzes und unversehrt überkommen sind, ist der Sterzinger ein Torso und dem- nach der kultischen Verwendbarkeit beraubt. Nichts nur ist die gesamte Schreinarchitiktur nebst Sockel und Baldachin verloren gegangen, sondern auch die Figuren selber sind keineswegs mehr vollzählig erhalten und waren überdies so auf- gestellt, daß man sich von dem em-
f wh t find /keimst, fpawit mit dem PoLkpnöüH!
Alle sind wir heute aufs Sparen eingestellt, um in allen Lebenslagen sicher tu sein. Das Postsparbuch macht das Sparen großer und kleiner Beträge für den Sparer in der Heimat ebenso leicht und bequem wie für den Sparer an der Front! Einzahlungen und Abhebungen können bei sämtlichen Postämtern, Poststellen und Landzustellern in Großdeutschland vorgenommen werden. Selbst kleinste Pfennigbeträge können in Form von Briefmarken mit der Postsparkarte für das Postsparbuch zusammengespart werden. Wer im Felde steht, kann seine Ersparnisse mit Feldzahlkarte auf sein eigenes Postsparbuch oder auf das Postsparbuch von Angehörigen einzahlen. Man kann auch Postsparbücher für Dritte gusstellen lassen. Deshalb ist das Postsparbuch die gegebene Sparmöglichkeit für jeden Deutschen. Gehen Sie noch heute zu Ihrem Postamt. Verlangen Sie die ausführliche „Anleitung für Postsparer“ und lassen Sie sich ein Postsparbuch ausstellen.
« ftmV telephG "ÄA
Episode:
„Als Churchill nach Antwerpen kam, erklärte er Mhn: Die Lage ist mir ganz klar. Diese Stadt mutz bs zum Letzten verteidigt werden. Die belgische Infanterie muß Straße für Straße kämpfen, wenn t- notwendig wird." Sein Biograph Martin erzählt b: zu noch: „Er versicherte der belgischen Regierung nit großem Wortschwall, daß 30 000 bis 40 000 T ann unter dem Kommando von General Rawlm- sm schon auf dem Wege seien, und seine Versiche- r. ngen wirkten auch überzeugend, weil er sie selber für wahr hielt."
Wer denkt nicht bei dieser Szene an die Rolle Aurchills im Juni 1940, als er der französischen I-gierung im letzten Augenblick das Blau-; oom Simmel herunterlog, um den W-stenstillstand zu « rhindern? Auch damals konnte er mchts dagegen tun, daß das deutlche Artilleriefeuer stärkere Wirkungen hatte als feine Phantasien. Als die deutsche t-eeresleitung von der Belagerung Antwerpen» zum
lenW tifgebrs menbo|( hon wr ir jn IW« ; wideMM- Jeitetteifi A IH-J* und i’1
mentiert A r IW I
form fl«!1 1 u '
ämerflij* ■ieeräiM^ und dimh ° . för»«",. > offenbar jronWÜ# reitf""1 blung« £ !t am«’® -r«h-n°'Z franlrrtL isr-ich'" )j ms gft. ut
ßwf’lL
Ire««19*!
iten öu tf .1«* S«,l!
BW* tA Ker t auf W,
er die Tommies in Flandern. Und den Scotts-Füsi« lieren verkündet er: „Der ftrieg ist ein Spiel, das man mit lächelndem Antlitz spielt." Wahrhaftig, ein schönes Wort im Munde des Mörders von den Dardanellen. Sein englischer Biograph, der sonst an Bewunderung nicht spart, bemerkt mit Schaudern: „Je mehr dieser seltsame Mensch vom Kriege sah, desto mehr Gefallen fand er daran!
Der Spaß am Krieg hat ihm aber die Freude an der Politik nicht genommen, und schon im Jahre 1917 holt ihn Lloyd George wieder in das Kabinett trotz des entrüsteten Widerstandes führender englischer Politiker. Aber Lloyd George gibt als Begründung, daß es noch gefährlicher sei, wenn Churchill gegen das Kabinett sei, als wenn er im Kabinett säße. Bonar Law meint zwar lakonisch: „Mir wäre es lieber, wenn ich ihn immer und überall gegen uns wüßte" —, aber es bleibt dabei, Churchill ist wieder Minister, freilich nicht mehr mit der Möglichkeit, strategische Expe- rimente zu machen, sondern als Munitionsminister mit organisatorischen Aufgaben betraut. Erst kurz vor Beendigung des Krieges gelingt ihm wieder der ersehnte Sprung ins Kriegsministerium. Kurz darauf aber ist „das große Derby" zu Ende, und er hat keinen Preis geholt, sondern war nur unter „Ferner liefen". Der „menschenfresfende Tiger" hat zwar „Blut geleckt", aber er hat seinen Durst nicht stillen können. Die Enttäuschung läßt ihn nicht ruhen.
(Schluß folgt!)
Oer Sterzinger Schnitzattar
Ein Geschenk Mussolinis an Reichsmarschall GSring.
Der Altar war ein zum Oeffnen und Schließen eingerichteter Wandelaltar mit drehbaren, gleichfalls aus der Ulmer Werkstatt bezogenen Flu- geln, die auf je vier Tafeln mit Szenen aus der Passion und der Marienlegende bemalt sind und bereits deutlich die Bekanntschaft des Malers (wohl kaum Multschers selber) mit niederländischer Kunst erkennen lassen. Da heute alles auseinandergenommen ist und außer den Gemälden nur die Hauptfiguren die Zerstörung des Gesamtwertes überdauert haben, ist eine Rekonstruktion nur hypo- thetisch durchführbar. Die geringsten Schwierigkeiten macht sie für den Schrein selber, der bei geöffneten Flügeln die Festtagsseite sehen ließ: in der Mitte die im Faltenreichtum ihrer Gewänder großartig schwingende Muttergottes mit dem nackten Kinde auf dem Ann, beiderseits je zwei weibliche Heilige, die sich nach ihren Attributen als Barbara und Ursula, Apollonia und Katharina ausweisen. Auffallenderweife also nur Frauen. Wurden die Flügel geschlossen, so erblickte man auf der Alltagsseite an den Schmalseiten des Schreins, auf Konsolen steherch, zwei gepanzerte heilige Ritter: St. Florian, den Schutzpatton gegen Feuersnot, und St. Georg, den Drachentöter — beide noch wohlerhalten, rote auch zwei von den vier Halbftguren von Engeln, die hinter den Begleiterinnen Marias den Brokatteppich ausspannten. Wie der bis zum Gewölbe reichende Baldachin oder das „Gespreng" und der Sockel, auch „Sarg" oder „Predella" genannt, aus- gesehen haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir müssen uns mit den vorhandenen Resten begnügen, die uns das Sterzinger Gefamtwerk als einen aus HolzschnitzPlastik und Malerei zusammengesetzten Flügelaltar zu refonftru'reren erlauben — mit seinen ehedem 35 Figuren und acht Bildtafeln sicher einen der größten und kostbarsten der deutschen Spätgottk.
Wie bereits gemeldet, hat der ita- lienische Staatschef dem Reichsmarschall Hermann Göring zu dessen Geburtstag den „Sterzinger Altar" als Geschenk überreichen lassen. Damit ist eins der hervorragendsten spätgotischen Holzschnitzwerke aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in fein Ursprungs- land zurückgekehrt. Das Städtchen Sterzing in Tirol bis 1919 österreichisch, seitdepr italienisch, liegt zwischen Bozen und Innsbruck an der Brenner Straße unweit der heutigen deutsch-italienischen Grenze. Der Kunstfreund besuchte es um der bedeutenden Figurenreste willen, die einst einen Altar bildeten, nach dessen Abbau jedoch zusammenhanglos im Sterzinger Rathaus aufbewahrt wur-
milja nach Suez leistete.
Auflösung der IV. Armee Tschiangkaischeks.
Mackland, 18.Jan. (Europapreß.) Wie „Cor- riere della Sera" aus Peking meldet, hat der Militärrat Tschiangkaischeks bekanntgeaeben, daß zur Auflösung der 4. Armee geschritten worden fei, nachdem deren Kommandant, General P e h Ting, festgenommen und vor ein Kriegsgericht gestellt wurde. Der Rat teilt weiter mit, daß General Peh Ting seinerzeit den Empfang des Befehls bestätigt habe, der ihn aufforderte, nach Norden zu marschieren, um die Japaner am Jangtse anzugreifen. Der General habe aber dann nicht nur sechs Moüate in Untätigkeit zugebracht, sondern zuletzt auch die chinesische Zenttal- arnree mit dem ehrgeizigen Plan angegriffen, die ganze Küste Südchinas unter seine Kontrolle zu bringen. Jetzt habe die 9.A rmee den Befehl erhalten, nach Norden zu marschieren, um den Gelben Fluß zu überschreiten und die Japaner anzugreifen.
"i-l-Meeres", womit eine Erweiterung amerikanischen H o h e i t s y e w ä s s e r jton drei auf 25 Meilen gemeint ist. Die Lu spräche hierüber soll nach dem Empfang des Leines biefes Planes fortgesetzt werden. Weiter er- srtirte die Kommission das Konterbanden- jriblem, wozu noch Antworten einiger ameri- kicher Staaten über die in ihren Ländern be° tetmden Gesetze erwartet werden. Die Beratungen ibc die Schaffung einer Sicherheitszone wurden jor der Neutralitätskommisfion abgeschlossen. Das Nntokoll hierüber soll am Dienstag unterzeichnet iti der panamerikanischen Union zugeleitet werden.
ftinemarf und Island innig verbunden
Kopenhagen, 18. Jan. (Europapreß.) Im g.'chen innigster gegenseitiger Verbundenheit Däne« mrts und des isländischen Brudervolkes beging die O-ni sch- Isländische Gesellschaft in llc»enhagen in Gegenwart des dänischen Kronprin- . wrpaares, zahlreicher Minister und sonstiger hervor- " rosnber Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens i h- 2 5 j ä h r i g e s I u b 1 l ä u m s f e st. Die Red- ne des Abends, darunter Staatsminister Stau- nin g, brachten übereinstimmend den Wunsch nach W-derausnahrne der früheren herzlichen Beziehun- ge- und ihrer Hoffnung auf eine Aufhebung bir englischen Besetzung, die ein Volk mit E vollend jähriger Geschichte auf das Schwerste bild rück en muß, zum Ausdruck.
Bulgariens Militärhaushalt,
kam." ...
Jedoch der „menschenfressende Tiger ruht nicht. Er muß an dem Spiel teilhaben, das mit so hohen Einsätzen gespielt wird, er will das Schicksal sor- dern, er ist ganz von Sinnen auf seiner Jagd nckch dem Lorbeer. Jetzt oder nie. Dieses „Jetzt ober nie" kostet diesmal dreißigtausend englischen Soldaten das Leben; sie fallen bei dem Dardanellenunterneh- men, das Churchill während des ganzen Winters eifrig vorbereitet und im Frühjahr 1915 beginnt. Es wird zu einer der größten Katastrophen der Alliierten im Weltkrieg und muß nach mehrmonatigem ergebnislofem Ringen abgebrochen werden. Die krankhafte Sucht Churchills, etwas Außerge- wohnliches zu tun, hatte England ein neues, schweres Opfer gekostet.
Während seiner Tätigkeit in der Admiralität hat Churchill auch eine andere Eigenschaft mit Voll- endung entwickelt, auf die er heute seine ganze innere Politik aufbaut: die Täuschung der Oefsentlichfeit über die eigenen Verluste Mit Stolz hatte er schon vor dem Kriege von der „großen und fraglos hilfreichen Rolle" ge- frrodien der „der Schwindel im Dafein derienigen großen Wiker spielt, die sich de» Zustande» demokratischer Freiheit erfreuen". Für ihn ist gerade letzt im Kriege die Lüge nicht nur ein Notbehelf, sondern ein Requisit, mit dem große Politik gemacht wird.
Wie „Popolo di Roma" aus Schanghai meldet, soll in Tschungking eine Abordnung von Burma eingetroffen sein, um mit Tschiangkaischek über die Steigerung des Handels sowie über die Regelung und Verbesserung des Verkehrs zwischen Burma und dem von Tschiangkaischek de-
Millionen Lewa. Sollten die Ausgaben för bte Luft» wafte vergrößert werden, so würbe dies auf Kosten des Landheeres geschehen. Die bulgarische Armee sei gut ausgerüstet und aus gebildet und in jeder Beziehung auf der Höhe.
Suezkanalgesellschast in Zahlungsschwierigkeiten.
Ankara, 18. Jan. (Europapreß.) Der Direktor der Suez-Gesellschaft, Baron de Benoit, hat beim ägyptischen Ministerpräsidenten um ein M o - r a t o r t u m für die Zahlungen der Suez-Gesellschaft an den ägyptischen Staat nachgesucht. Diese Bitte spiegelt den außerordentlichen Rückgang des Verkehrs durch den Kanal wider. Baron de Benoit begründet seinen Schritt mit dem erheblichen Beitrag, den die Suez-Gesellschaft freiwillig für den Bau der britischen Militärstraße von Js-
Angriff überging, fiel es in wenigen Tagen unter großen Opfern für die Belgier.
Das Fiasko von Antwerpen ist für Churchill keine Lehre, sondern ein Anreiz. Er strebt jetzt offen auf ein militärisches Kommando, er hält den Krieg nach wie vor für die Chance seines Lebens und ist — ohne Rücksicht auf Opfer — entschlossen, sie zu nützen. Der damalige englische Ministerpräsident Asquith berichtet in seinem Tagebuch eine Episode aus dem Oktober 1914, die das wahre Gesicht Churchills treffend kennzeichnet: „Winston Churchill ... flehte mich förmlich an, feine Zukunft nicht konventioneller Art und Weife zu betrachten. Nachdem er — wie er sich selbst aus- brüeft — in Antwerpen Blut geleckt hat, beginnt er jetzt wie ein menschenfressender Tiger nach mehrBlutzu schreien und bittet mich, ihn ... von seinem Amt an der Spitze der Admiralität zu entheben und ihm ein militärisches Kommando an- zuvertrauen. Er behauptet, daß die Marineseite dieses Krieges praktisch schon erledigt und dort keine Lorbeeren mehr zu erringen seien ... Er erklärte, daß seine politische Karriere für ihn nichts bedeute im Vergleich mit militärischem Ruhm."
Jn den gleichen Tagen berichtet der englische Feldmarschall Wilson lakonisch: „Sah Winston für fünf Minuten, aber er redete solchen militari- schen Unsinn, daß ich sofort mit ihm ins Streiten
nur schwer eine -----
beit sich, kurz gefaat, um Bruchstücke, vergleichbar den in unseren Musee verstreuten Cinzelfigurenaus zerstörten Schnitzaltären, die sämtlich an bre Fähigkeit des Betrachters appellieren, sie als Teile eines nicht mehr vorhandenen Ganzen $u würdigen. In Sterzing kommt als eindrucksschädigend noch Hinzu, baß die ursprüngliche Bemalung und Vergoldung unter einem dicken Oelanstnch des 18. Jahrhunderts verschwunden ist, bep zwar eine neuere Restaurierung wieder beseitigt hat, leider aber nicht, ohne die Figuren nach eigenem Gutdünken abermals farbig zu behandeln, was eine durchgehende Centimentalijierung des Ausdrucks zur Folge hatte. Das ist nun allerdings, vorausgesetzt, daß sich durch einen glücklichen Zufall die alte Farbschicht erhalten hat, ein Schaden, der mit den Mitteln der heutigen Denkmalpflege wieder gut- gemacht werden kann. Die originale Farbigkeit spätgotischer Holzbildwerke ist ein so wesentlicher Wirt- schastsfaktor, daß man gewiß alles versuchen wird, ie roieberherzustellen.
Ueber die Entstehung des Altars sind wir recht genau unterrichtet. Er wurde Anfang des Jahres 1456 von der Kirchengemeinde Unserer Lieben Frauen zu Skrzin^ bei Meister -an- Mult- eher, der in Ulm eine große, auch für den Export arbeitende Werkstatt unterhiett, in Auftrag gegeben, natürlich auf Grund eines — in Innsbruck abaeichloffenen — Lieferungsvertraaes, der leider nicht erhalten ist. Im Sommer 1458 bereits konnten die Bildwerke, plastische Figuren sowohl wie die , gemalten Altarflügel, von Ulm auf Wagen über die Alpen gefahren und nach der Aufrichtung des : Schreines und seiner Zubehörteile im Chor der , Frauenkirche mit der umständlichen Bemalung und . Vergoldung begonnen werden. Im Januar 1459 i fand dann in Gegenwart des Meisters, der alles . persönlich überwacht hatte, die feierliche Schluß-
fe -Seiten völlig gerechtfertigt Davon betrügen die zwischen Burma und dem von Tschiangkalschek Lsaaben für das Landheer 2,3 Milliarden Lewa, herrschten Gebiet zu verhandeln und vletteicht ft die Luftwaffe 445 Millionen, für die Kriegs-1 Wirtschaftsabkommen t™* mhairfihho
tirrinc 56 Millionen und für den Arbeitsdienst 1641 --------
___„große Derby" hatte begonnen — und es nirte die Enttäuschung feines Lebens. Er frltte nur einen Ehrgeiz, sich hervorzutun, koste es, ms es wolle, und er diente diesem Ehrgeiz nicht irr mit Skrupellosigkeit, sondern auch mit einer ! rworrenheit, die dort unfehlbar zu Fehlschlägen fijrt, wo die eherne Sprache der Waffen gesprochen llird. Die großen militärischen Experimente Chur- l^llls haben Hunderttausenden von Soldaten das Lehn gekostet, diese Opfer aber waren umsonst, denn fr. Geschichte war gerecht genug, um dem Abenteu- ki7 Churchill nicht den Ruhm zu geben, Entscheiden-
im Kriege geleistet zu haben.
Gleich im September 1914 erklärte er großspurig, e- werte „die deutsche Flotte, wenn sie sich nicht z.vn Kampfe stelle, wie Ratten in ihren Höhlen aus- axben". Bereits am Tage nach diesen stolzen Wor- tm erhält er schon die Antwort: nicht weniger as drei britische Schlachtkreuzer wurden von einem echzigen deutschen U-Boot torpediert.
mm diese Panne zu übertönen, entwickelt er den e-oßen Platt, von Antwerpen aus, das von i dm deutschen Truppen belagert wurde, der deutschen S-mee in die Flanke zu fallen. Sogar wenn er die 3 000 bis 40 000 Mann, die er den Belgiern oer- frach, wirklich nach Antwerpen hätte senden tonnen, b«ibt unerklärlich, wie die deutsche Millionenarmee, ' be sich an Antwerpen schon längst vorbei durch g:nz Belgien geschoben hatte, mit diesem kleinen 2’uppenteil ernstlich hätte bedroht werden sollen, lit einem blinden Fanatismus glaubt aber Chur- d- tt, hier zu einer großen Tat berufen zu fein. Cr i ehrt selbst nach Antwerpen. Lord Ridell berichtet t seinem Kriegstagebuch von dieser merkwürdigen
iberaü h intmorhir^ , dah fit. gland slk iQl, das t ! ten wirb - i! einen gern in flufgebauh
FF
Kleine politische Nachrichten.
Die Deutsche Akademie veranstaltet am heutigen Montag in Prag eine Festsitzung, m deren Rahmen der Reichspressechef Reichsleiter Dr. Dietrich zu dem Thema „Geistige Grundlagen des neuen Europa" das Wort ergreifen wird.
♦
Vor der Wiener Universität wurden die ehema- ligen Professoren dieser Anstalt Dr. Abel, Dr. Hugel- mann, Dr. Gleispach, Dr. Layer, Dr. Machatschek und Dr. Uebersberger, die von der Systemregierung wegen ihres mannhaften Eintretens für den Nationalsozialismus und den großdeutschen Gedanken seinerzeit ihres Amtes enthoben worden waren, in Anerkennung ihres Einsatzes und ihrer Haltung in schwerer Zeit zu Ehrensenatoren ernannt.
Die Theater in Posen werden nach vollendetem Umbau im Rahmen der „Ostdeutschen Kulturtage 1941" am 11. und 12. März eröffnet. Das Große Haus wird mit einer Aufführung des „Prinz von Homburg" seine Spielzeit eröffnen, während die Eröffnung des Kleinen Hauses eine Aufführung der Oper „Die Entführung aus dem Serail" vorbereitet hat. Außerdem wird eine Reihe bedeutsamer kultureller Veranstaltungen durchgeführt, zu denen Kulturschaffende aus dem ganzen Reich nach Posen kommen werden.
*
Reichsminister Dr. Goebbels hat als Nachfolger des tödlich verunglückten Intendanten Dr. R a s k i n den Intendanten des Reichssenders Köln, Dr. Winke l k e m p e r , mit der vertretungsweisen Leitung der Ausländsabteilung der Reichsrundfunkgesellschaft und des Deutschen Kurzwellensenders beauftragt. Gleichzeitig hat Dr. Goebbels den Sendeleiter Franz Huber aus Graz zum kommissarischen Intendanten des Reichssenders Wien ernannt.
In Hannover führte der Stellvertreter des Führers den neuen Gauleiter von Südhannover-Braun- fchweig, Hartmann Lauterbacher, in sein Amt ein, in Anwesenheit von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Stabschef Lutze, Reichsminister Kerrl,
Gauleiter Weinrich, ferner von dem bisherigen Gauleiter Ruft und dem Gauleiter-Stellvertreter Schmalz.
Der Führer hat dem Ordentlichen Professor Dr. Dr. theol. Dr. phil. Dr. jur. h. c. Walther Köhler in Heidelberg aus Anlaß seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Wissenschaft, insbesondere auf dem Gebiet der historischen Theologie, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschuft verliehen. *
Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauch itsch, empfing eine sich in Deutschland zum Studium von Kriegserfahrungen aufhaltende japanische Offiziersab- o r d n u n g. Ihr Führer, General P a m a s ch i t a , übergab als Geschenk der japanischen Armee ein Samuraischwert und brachte die Bewunderung des japanischen Volkes für die Leistungen des deutschen Heeres zum Ausdruck. *
Als erste gesellige Veranstaltung gab die U n g a - risch-Deutscke Gesellschaft einen Empfang im Ungarischen Landeskasino in Budapest. Erschienen waren der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Szinyei-Merse, Vertreter des Außenministeriums und des Kultusministeriums, der deutsche Gesandte von Erdmannsdorff, der Landesgruppenleiter der AO. der NSDAP, und zahlreiche Angehörige der deutschen Kolonie. *
Auf Grund von Anregungen aus den Niederlanden und Dänemark hat Reichsarbeitsführer Hier! sich bereit erklärt, einer Anzahl von Niederländern und Dänen Gelegenheit zu geben, den Reichs- a r b e i t s d i e n st , kennen zu lernen. Diese Ausländer, die vor Weihnachten in verschiedenen Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes einen Einblick in den Dienstbetri"b erhielten, sind z. T. auf der Truppführerschule 13 in Schievelbein zu einem besonderen Unterrichtskursus zusummengefaßt worden.
*
In allen rumänischen Städten hielt die Legionäre Bewegung große Versammlungen ab, in denen
führende Legionäre, darunter sämtliche legionären Minister und Staatssekretäre sprachen. Das Thema der Reden war: „Der Kampf des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens für die Neuordnung Europas". In Bukarest sprach der rumänische Arbeitsminister Jasinski.
♦
Die finnische Postverwaltung bereitet die Heraus, gäbe einer Gedenkmarke für den Präsidenten Kallio in einer Auflage von zwei Millionen Stück vor. Sie wird eine Wiedergabe der letzten Vhotopraphie des Präsidenten tragen, die wenige Augenblicke vor seinem Tode ausgenommen wurde, als er in Helsinki die Front der Ehrenkompanie abschritt.
Zum ersten jugoslawischen Ernährungs- und Be- schaffungsminister wurde Milan Protitsch ernannt. Er war im Bank- und Wirtschaftsleben des Landes tätig und verfügt über große Erfahrungen.
*
In La Paz wurde zwischenChileundBo- li v i en ein Nichtangriffspakt abgeschlossen, in dem sich beide Regierungen erneut zu dem Grundsatz bekennen, Gebietseinverleibungen durch Gewalt nicht anzuerkennen. Kein Staat sei berechtigt, sich in die (inneren oder äußeren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen.
Au« aller Welt.
Begeisterung für die Berliner Philharmoniker in Mailand.
Die Berliner Philharmoniker,, die unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler eine Italien-Fahrt unternehmen, haben in der Mailänder Scala ihr exstes Konzert auf italienischem Boden gegeben; sie werden noch in Turin Genua, Rom, Neapel, Florenz, Bologna, Venedig und Triest konzertieren. In dem mit deutschen und italienischen Fahnen geschmückten und vollständig ausoerkauften Mailänder Theater wurden Werke von Richard Strauß, Bach und Brahms mit wahren Beifallsstürmen ausgenommen und das Orchester zu Zugaben — das Vorspiel der „Meistersinger von Nürnberg" — gezwungen, die neuen Beifall auslöste. Dem Konzert wohnten der Herzog von. Bergamo, zahlreiche Nationalräte und Senatoren bei, die nach, her an einem festlichen Empfang teilnahmen, den der Bürgermeister von Mailand in den großen Sälen des Rathauses zu Ehren Furtwänglers und seines Orchesters gab.
Die Grillparzer-Woche der Stadt Wien.
Der vierte Abend der Grillparzer-Woche brachte als Beitrag des Theaters in der Josef-Stadt eine Aufführung von „D e s Meeres und der Liebe Welten" in der nach der Bühnenbearbej. tung Heinz Hilperts von Hans Thimig besorgten Inszenierung. Paula Wessely spielte die Hero. Paul Hubschmid als Leander und Rudolf T e u b l e r als Oberpriester standen mit ihren dar. stellerischen Leistungen kaum zurück. Eine Festauf. sührung des Trauerspiels „Ein treuer Diener seines Herrn" fand im Deutschen Volkstheater statt. Die Spielleitung des Generalintendanten Wal. ter Bruno I l tz wurde dem Stück künstlerisch uni) geistig gleichermaßen gerecht.
Der Literaturpreis der Reichshauptstadl.
Im Rahmen einer Morgenfeier im Schillertheater fand zum fünften Male die Verleihung des Litera- turpreises der Stadt Berlin statt. Der Preis wurde dem mecklenburgischen Dichter Friedrich Grie. s e, dem in Görbitz lebenden und wirkenden bal. tischen Maler und Dichter Herbert von Hör. ner und dem lange Jahre in Der Reichshaupfftadi wirkenden, im Juli vorigen Jahres auf einer Dich, terfahrt nach den Schlachtfeldern des Westens im Fort Eben Emael einem Herzschlag erlegenen Dich- ter, Erzbildner und ehemaligen Weltkriegssoldaten Kurt Kluge zuerkannt. Preisgekrönt wurden Grieses Roman .Die Weißköpfe", Hörners „Der graue Reiter" und Kluges „Die Zaubergeige".
tiaupud)n|ttetter: Dr itrtetmct) Wilbelm fange Stellvertreter oei Haupt,chrl tletiew Ernst Blumschetn. 2ortiich ür VoNti, und Bilder Dr fit. W. Lange für das ffeu'.ieton: Dr. Hans Thbrlot; (h Stab' Gießen, Provm?, <15irtid)a.. u. Sport: Ecn>: Ä>ui»iche r.
5)nid unv vertag ißrühhcbe Uniocr-uairorurfcrei JH. Lange r ®. RetiaofMet Dr.-Ing. Erl» Hamann Anzeigend ter Hane Beck.
rn-mr-1' » ftr bm Inhal4 her •tn-roew TbeoönrÄüntm«’! Pi N' g
Vorführung kostenlos
öleßsn Bahnho streße 49 Ruf 3941
hn fast vollendeten 80. Lebensjahre.
In tiefer Trauer:
Margarete Müller«
Heute 19.30 Uhr im Gloria-Palast:
Gießen, den 18. Januar 1941.
0220
Ö
Am 18. Januar entschlief sanft nach schwerem Leiden mein fieber, herzensguter Mann, Bruder, Schwager und Onkel
Die Trauerfeier findet Dienstag, 21. Januar, nachmittags 3y2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.
Meifterabend froher Unterhaltung mit Georges Boulanger
308 D
| Verkäufe
Jugendliches lonillelö zu verkauf. [0202 Iu erfragen im Gieß. Anzeiger.
Graue Haare verschwinden
K;h Apotheker Walter Ulbrichts Haartorbe-Wleflerhersteller ie-Grau“. - In wenigen Tagen Naturfarbe zurück! Ein- le Anwendung! Kein Färbemittel! - Vollkommen nnschäd- . Erstklassige Gutachten n. Sachverständigen-Urteile! lOrig.- »che, Monate ausreichend, RM. 3.50. Alleinverkauf: gosV lanla-Drog. C. Seibel, Gießen, Frankfurter Straße 39, Telephon 3593
Gustav Müller
Bankdirektor i. R.
NS».- MoH
239 ccm, Baujahr 1935, f.RM. 330.— verkauft Akmann Kraftfahrzeug-
gMSG.Mirt Freude
Wetterau
Die Deutsche Arbeitsfront
Kreisdienststelle
Suche zuverläss.
Tages- oder Mail*
für sofort oder water. [281D Frau Täubert, Seltersw. 7011.
Ordentl., ehrlich. Mädehen für gange Tage gesucht.
Schrift!. Angeb. unt. 0223 an den Gieß. Anzeiger.
Schwärzer Dameo-Mantel für 12 Mk. zu verkaufen. Zu erfr. in d. Geschäftsst. d.Gieß.Anz. 0221 tieacnansorucksacner
Rechnungen Brief blAtter Briefumschläge Postkarten 6eschäftskarten
Del Brühl. Schulstr. 7
—
Der Mitbegründer unsrer Kameradschaft, unser lieber Kamerad
Jakob Rau
ist zur großen Armee abberufen worden. — Antreten zur letzten Ehrung Dienstag, 21. Januar, 13.45 Uhr, Neuer Friedhof. Beteiligung ist Ehrensache
Artilleristenkameradschaft 1895
_____________________________________________312 D
ttsM MtaMdin im Man HM
Am Dienstag, dem 21. Januar, abends 7.15 Uhr liest in der Aula der Universität
öet 5Met öMlliMlkl Weö öuggenöetget
aus eigenen Werken.
Die Mitglieder des^VDA, die zu dieser Veranstaltung herzlichst eingeladen werden, haben auf Mitgliedsausweis ermäßigten Eintritt zum Preise von 0.50 NM. 26sD
Der Ortsleiter des VDA: Dr. Lost, Landrat.
Goethe-Bund J Gießen
Dienstag, den 21. Januar 1941, abends 7.15 Uhr, Neue Aula der Universität:
Mitglieder-Abend
Der bekannte Schweizer Bauerndichter
Alfred Huggenberger
liest aus eigenen Werken
Die Mitglieder des Goethe-Bundes haben auf Mitgliedsausweis (Kontrollabschnitt 6. B. Nr. 4) bis zu drei Plätzen freien Eintritt. 241 d
Gießener Konzertring 1940/41 Arbeitsgem. Konzertverein, Stadttheater, NSQ. Kraft durch Freude Sonntag, den 26. Januar 1941, 16 Uhr, in der Univ.- Aula /Eingang nur Ludwigstraße:
Siebentes Konzert (Gruppe A, Nr. 4) Lieder nnd Duette
Lore Fischer (ah) Heinz Marten (Tenor) Am Flügel: Professor Hermann Reutter Lieder und Duette von Schumann, Brahms, Wolf und Deutsche Volkslieder.
Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Karten zu 1.50, 2. — , 2.75 und 3.50 Reichsmnrk bei Musik-Challier, Neuenweg 10, Fernruf 2671, und in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Fernruf 2141. Studenten karten RM. 1- nur b. Hausverwalter i.Vorlesungsgebäude g. Ausweis.
Familiendrucksacnen
Verlobungsanzeigen Vermählungsanzehen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7
Vermietungen
Schöne 31/2-Zimm.-Wo!iiL mit Balkon (3. Stock) Geschäftslage, Stadtmitte, fof. zu vermieten. Schr.Angeb.unt. 315D an d.G.A.
Mietgesuche
Vielt. Ehepaar, Postbeamt.,sucht Mim-Wil. Auch durch Vermittlung.
Schr. Ang. unt. 298Da. d. G.A.
Stellenangebote!
Beine Ursprungszeugnisse, andern nur Zeugnis abidiriften dem Be werbungöichreiben bei legen! — Ltchtbilvel undBewerbungSuntev agen müf|en zur Ler Meldung von Verlusten auf der »Rüdtelte Na men und Anjchrift der
Bewerbers tragen!
Suche für sofort für einige Stund, täglich eine erstklassige
MW sowie einen
Steueröerület Schr.Angeb.unt. 316D and. G.A. Gesucht fürEafd in einem Landstädtchen z. Eintritt per 1.2. evtl, auch später junges, solides, tüchtiges
Wen welches sich als Servierfräulein ausbilden will, Schristl. Angeb. mit Bild u.Zeug- nissen unt. 311D an d. Gieß. Anz. Desgl.eineiuilge Wngefteine die kochen kann.
. ■
rX '?
EMW
IglorirI
Heute Montag fällt die Vorstellung 7.30 aus =
Jugend hat keinen Zutritt 309A =
äiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin
= HANS MOSER - MARTE HARELL JOHANNESHEESTERS
1 HANS HOLT - THEO LINGEN - LEO
X SLEZAK - ERIKA VON THELLMANN
Spielleitung: Geza von Bolvary 1 E
Drehbuch Ernst Marischka, nach der Operette = „Der Vogelhändler“ von Karl Zeller. Musik = und musikalische Leitung: Franz Grothe =
Großartig in der Ausstattung, vorbildlich in ; = der Besetzung mit erstrangigen Darstellern, = einzig in der Mischung von Musik und Heiter- =
keit - ein Spitzenfilm der Terra =
SYeueste
deutsche 'Wodjenscfjau
Tägl.: 3.15, 5.15, 7.30. So.: 2.30, 4.45, 7.30 5
werkstätte, Hitlerwall 7, Fernruf 3248. Zu verkamen: alt. gut erhalt. Tisch, 6 Stühle, sehr stabil, auch fürWirtschaft geeignet^ Mnder- klappstüblchen. Fahrgestell für Babykorb. An- zuseb. nur Montag 16-19 Uhr u. Dienstag 9—11 Uhr. 0219
Neustadt 271.
Kaufgesuche 2-3mal 5-6=3imm.=
Saus mit Bad uni Garage geg.bar zu kaufen gesucht. Vermittler angenehm. Schriftliche Angebote unt. 0222 an d. Gieß. Anz.
Waschmaschine gebraucht, zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. unt. 0215 an d. G. A.
M- fvstzn lalle Sorten) Weinbrandflaschen
Sektflaschen kaust jede Menge
Wein-Großhandlung
Gtges Seltcrswcg 66. 'ventfUr. 3458
Verschiedenes!
Braune Aktenmappe am Donnerstag mit einem kuvf. Kochlöffel [0218 verloren. Gegen Belohn, auf dem Fund- büro abzugeben. KleineAnzeigen m fflicfcenei Anzeige .verDen von tauienDen beachlet uno ae4e|en.
Empfehlungen
pr03p.dchem.iab.
Schneider,Wiesbaden
MckWmMchMLWeek
Sofortiger fleminn^ntftheiö'
LICHTSPIELHAUS
31OA
NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU HEUTE MONTAG ERSTAUFFÜHRUNG
Täglich: 3.15, 5.15, 7.30. Sonntag: 2.30, 4.45, 7.30 Jugend hat#keinen Zutritt
Ein Film der Bavaria-Filmkunst
Leny Marenbach - Albert Matterstock - Fita Benkhoff - Gg. Alexander - Harald Paulsen Carl Wery - Flockina von Platen - Adolf Gondrell - Hedwig Wangel - Willem Holsboer SPIELLEITUNG : PAUL MARTIN
Montag, 20. ZanuarM!
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
'6 Zweites Blatt
I 11 UlJ 111, jiv iv luuuvi Wegschieben des Autos befaßten, kam aus N ich tun g 1 Grünberg eine Lokomotive heran, die das Auto erfaßte und zur Seite schob. Glücklicherweise kamen Personen nicht zu Schaden, sondern es blieb nur bei einigen Beschädigungen des Kraftwagens.
Ehormeisters Nicolai aus Großen-Bufeck Jang der Sängerchor eine Reihe von Chören und schönen Volksliedern, aus denen Kompofttionen von Pauß- ner, Othegraven, Silcher, Trunk, Heinrichs, Opla- den, Schmitt und Stürmer heroorgehoben seien. Dis ausgezeichneten Leistungen des Chores fanden den verdienten starken Beifall der Hörer. Feldwebel Stumpf als Vertreter des Lazaretts und Sprecher der Verwundeten brachte den Sängern mit herzlichen Dcmkesworten die wohlverdiente Anerkennung für ihre schöne Unterhaltungsgabe zum
Dereinsführer Junker sprach dann über bie Pflege der Obstbäume im laufenden Jahre. Zur Durchführung der Baumspritzungen braucht der Verein einen Spritzenführer, Hilfskräfte für die weitere, Arbeit beim Spritzen stehen zur Verfügung Die Vaumspritzungen müßen in erster Linie durchgefuhrt werden. Vor allem sollen sämtliche jungen Vaume gespritzt roerben; denn im Vorjahr trat in beträchtlichem Ausmaß die Obstmade zutage. Der Dereinsführer empfahl eine besondere Zusammensetzung des dabei zu verwendenden Materials. Außerdem empfahl er die Verwendung eines in Oberhessen hergestellten Wellpapiers bei der Anlegung von Kleberingen, das sich infolge feiner praktischen Gestaltung bewährt hat. Die Pflege der jungen Obstbäume erfordert das ganze Jahr hindurch richtige Düngung und Befeuchtung. Das Begießen der Bäume muß in einem immer weiter zu ziehenden Umkreis erfolgen, damit die Wurzeln sich ausdehnen können, die immer der Feuchtigkeit nachftteben. Bei den älteren Bäumen muß die richtige Düngung nicht versäumt werden. Der organisierte Obstbaumzüchter soll m diesen Fragen immer Vorbild sein, vor allem aber in der Behandlung des Obstes. Nach deni Preisbe- ftimmungen dürfe, so bemerkte der VerÄnsführer, erstklassiges Obst, wie es eingepackt zum Verkauf kommt und von den besten Obstsorten sein muß, nur 42 RM. pro Zentner, in der gleichen Gruppe dürfe gutes Obst nur 27, alles andere 20 RM. kosten. Dabei werde auf Aroma, besondere Größe, tadelloses Aussehen usw. Wert gelegt. In der nachfolgenden Preisgruppe, zu der gute Obstsorten, wie z. B. die Boskoop zählen, betrügen die Höchstpreise für flek- kenreines, ausgesuchtes Obst 24, 18 bzw. 12 RM. ; für den Zentner. Alles andere Obst sei der dritten [ Gruppe eingereiht, in der der Höchstpreis 13. 8 und 1 6 RM. betrüge. Die Ausgabe der Obstzüchter sei ‘ es, hochwertiges Obst zu erzeugen, bas ben An-
den fleißigen Spieler, jeder wollte einmal sein E&ftes Lied, bas er mit aufglühenbem Herzen fdmetterte.
Aber als plötzlich in einer kleinen Pause sich das Mßdeutsche Wunschkonzert im Radio meldete, das tnier unauffällig eingestellt hatte, da brachen sie stc kleine Stubenmusik, ihr privates Wunschkon- zrt ab und schalteten sich mit aufgeschlossenen Her- an ein in den großen allgemeinen Empfang. Und sie Kimen alle auf ihre Kosten dabei. Hervorragende ^trumental- und Gesangssolisten, beliebte Orche- ftr und Mlitärkapellen Überboten einander an ge« h Hgen Darbietungen. Aber ebenso aufmerksam kuschten sie auch auf die bekanntgegebenen Körnenden und ihre Spenden. Bis einmal ein heller Ivischenruf erscholl, weil einer den Namen eines Eben Bekannten hatte fallen hören, und sofort em tges Gespräch über die noch draußen stehenden jnmeraben in Fluß kam. Da hörten sie bie Musik
Der Obst- und Gartenbauverein Gießen hielt am gestrigen Sonntag nachmittag im „Burghof" eine Jahreshauptversammlung ab. Der große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, als Vereins- ührer Junker die Versammlung mit Worten des Dantes und der Treue für den Führer eröffnete. In seinem Jahresbericht führte er die Besichtigungen von Gärten und Obstanlagen zur prakti- chen Erörterung von Züchterfragen an, die auch in diesem Jahre fortgesetzt werden sollen. Dem aus dem Obst- und Gartenbauverein hervorgegangenen Kleingärtnerverein wurde der Weg gezeigt, ba es ich um zweierlei Interessen handelt; während die Kleingärtner auf genossenschaftlicher Grundlage zu- ammenarbeiten, hat der Hauptverein mehr wirt- chastliche Ziele. Der Obst- und Gartenbauverein konnte seinen Mitgliedern im abaelaufenen Jahr wieder allerlei Pflanzgut, Fichtenstämme, Düngemittel, Gerätschaften verschiedener Art beschaffen, und er führte auch die Obstbaumspritzungen durch. Außerdem erhielten die Mitglieder in den Versammlungen wertvolle Belehrungen und Anregungen.' Diese Tätigkeit fand ihre Anerkennung in der Zunahme der Mitglieberschaft, die trotz einiger Ab« gange durch Tod, Verzug usw. eine schme Steige- rung aufroeift. In dem Jahresbericht erwähnte der Vereinsführer auch die gute Zusammenarbeit mit feinen Mitarbeitern und dankte allen Mitgliedern für die Treue zum Verein.
Türrahmen stand. . . .
„Soso!" sagte der Hauptfeldwebel und trat naher. Schnüffelnd schob er sich auf Icke zu. Eine schwärzliche Wolke stieg von der Pfanne aust .
„Mann!" schrie der Spieß. „Die verbrennen ja!
,'^awoll, Herr Hauptfeldwebel!" stotterte Jcke und hob die Pfanne vom Ofen. Der sonst so sichere Schwung mißlang ihm kläglich. Die Kartoffelpuffer torkelten durch die Luft und rutschten mit leichtem Klatschen an der Pfanne vorbei in ben Kohlenkasten und legten sich über den Koks.
„Sie Stümper", knurrte der Spieß. „Zeigt mal ^Dann briet sich der Spieß zwei vorschriftsmäßige Kartoffelpuffer, und sie waren so wunderschön braun daß Seppl beinahe mit den Fingern zuge- (anqt hätte. Heinrich aus Hamburg schepperte abermals mit einem Teller, und der Hauptfeldwebel vertilgte vor den hungrigen Augen der fünf Landser seine selbstgebackenen Puffer. Es war schwer für die Fünf, ihr verbindliches bienftfreubtges Lächeln ^Icke^brttt das nächste Paar und wartete mit ver- fnHfenen Lippen auf den Augenblick, wo er dem Spieß mal zeigen könnte, wie so ein echter Spreeathener Kartoffelpuffer umschwenkt. Leider ging der Hauptfeldwebel schmunzelnd mit einem „Danke schön!" . k.
Die vier Wartenden losten gerade aus, wer die
Aus der Stadl Gießen.
Das Wunschkonzert.
Die Sonntagnachmittagssonne strahlte golden üirch die breiten Fenster der Lazarettstube und legte fid wie eine liebe Hand da und dort auf ein blaß gewordenes Soldatengesicht oder ein paar ruhende ftjnbe, als wollte sie sagen: habt nur noch ein biß- (tyri Geduld, bald habe ich ben Winter aus dem A de gefegt, dann dürst ihr auch wieder hinaus, lio als gar einer, ben stummen Gruß der Strahlen- verstehend, seinem Kameraden auf die Schulter tOpfte und meinte: „Mensch, es ist doch gleich ganz fliDeTS, wenn die Sonne scheint!", da hatten alle vccherige Nachdenklichkeit und jeder Mißmut ein Ebe. Eine holte seine Handhärmonika, und in sein sthliches Lieb stimmten alle ein. Nun löste eine Mise die andere ab, denn jeder hatte einen Wunsch
Schäfer. 16. Mittwoch-Miete.
Fpeitag, 24 Januar: „Des Meeres und der Liebe Wellen", Trauerspiel von Grillparzer. 18. Freitag- Miete.
Sonntag, 26. Januar: Festvorstellung zum 40. Todestag Devbis „Die Macht des Schicksals , Oper in 4 Aufzügen von Giuseppe Verdi. Zum letzten Mal. Außer Miete.
Der Schweizer Bauerndichker Alfred Huggenberger in Gießen.
Im Rahmen eines Mitglieder-Abends wirb am morgigen Dienstag, 21. Januar, in der Aula der Universität der Schweizer Bauernbichter Alfred Huggenberger aus eigenen Werken lesen. Huggenbergers Werk tritt nicht mit großen Worten an/ben Menschen heran, aber es kommt aus jener Tiefe aus der allein Wertvolles, Starkes und Bleibendes fließen kann. Die Dichterstunde mit Alfred Huggenberger verspricht wieder em einzigartiges und tiefes Erlebnis zu werden.
Von »er Universität Gießen.
— Das Geheimnis der Marionetten wird in Bildtafeln und einem amüsanten Aussatz im Januarheft der „neuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Preis 1,— RM.) sichtbar. Dem Auftakt mit ber zweiseitigen Farbtafel, bie eine interessante Aufnahme eines beutschen Kampfflugzeuges über ber englischen Küste zeigt, folgen Beittage von Kasimir Edschmid über die Reichsstädte bes Elsaß mit Aufnahmen dieses Landes, das wir nach seiner Heimkehr nunmehr wieberentdecken müssen, und von Professor Carl von Loesch über die gleichfalls heimgekehrten Bessarabien- und Dobrudscha-Deutschen. Neben einer farbig luftigen Veröffentlichung über bie Worpsweder Malerateliers wird noch besondere Aufmerksamkeit erregen ein Titelblattwettbewerb, zu dem alle beutschen Künstter aufgerufen werden. Bei dieser Gelegenheit erfährt rrfan in Bild und Wort aufschlußreiches über bas Wesen bes Plakats überhaupt.
— Mit ihrem neusten Heft beginnt bie „TI oben m eit" (Deutscher Verlag, Berlin) wie- ber monatlich zu erscheinen, lieber 90 zum Teil bunt wiedergegebene Mobelle zeigen bie Lime per neuen Mode im Gesamteinbruck unb zahlreiche Kleiber, Kostüme, Komplets, Mäntel, Jacken, Blu- len unb Röcke sowie viele Kinberkleibung. Der reiche Handarbeitsteil unb ein zweiseitiger Beitrag mit vielen Zeichnungen: „Abänbern—Veränbern— Umänbem" sind besonders zu erwähnen.
kt noch mit einem Ohr.
„.Wenn ich nur wüßte", sagte plötzlich em gut« tätig dreinschauender Feldwebel, „wo heute ber 1 utnant K. steckt! Er war mit mir in Polen und stankreich. Ein Prachtkerl! Als er versetzt würbe, mg es ber ganzen Kompanie nahe, als verliere 3er seinen Vater aber Freund!" Er machte mit
125. SekhSstsjubiläuni.
* Krofdorf, 18. Jan. Im Laufe dieses Jahres jährt sich das Bestehen des Kolonialwarengeschaftes von Otto Becker zu Krofdorf zum 12 5. Male. Der Gründer bes Geschäfts, David Heyer, ein gebo- rener Sachse, wurde 1812 von der damaligen fron- zösischen Militärbehörde (Königreich Westfalen) mit noch anderen Jünalingen zum Milttärdienst aus- gehoben. Auf dem Wege nach der Garmfon gelang es ihm in der Gegend von Marburg, sich von dem Trupp zu entfernen. Trotz scharfer Fahndung durch französische Gendarmen kam er bis nach Krofdorf. Hier fand er Aufnahme bei einem Zimmermetittr. 1815 verheiratete er sich, und am 19. Januar 1816 kauften die jungen Eheleute von dem Pfarrer Reutz einen Hofgering mit daraufstehendem Bau, das Zeughaus genannt. Hier fingen sie tm gleichen Jahr ein Kolonial- und Kurzwarengeschäft an. Die Waren bezogen sie von ber Firma Joh. W. Hast in Gießen. 1858 übernahm der Schwiegersohn Heyers, ^oh. Adam Moos, bas Geschäft. Don 1894 bis 1926 führte es besten Sohn Ernst Moos, und von 1926 dis heute dessen Schwiegersohn Otto Becker.
A Rf Al wirkt schmerzstillend-1 ■
Airol Karmelitergeist ab 80 Rpf. in allen Apotheken u. Drcgr cen
„Aber nur mit einem halben Teelöffel SalZ- murmelte Tünnes, ehe er sich nach brehte unb seine „Sägesabrik" in Betrieb setzte.
Zeitschriften.
— Das Januarheft der Zeitschrift „N e u e 5 Volk" (Blätter des Rassenvolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) brinat unter anderem einen aktuellen Aufsatz über Rassenpolitik in ben Kolonien von Dr. Günther Hecht. Das Helben- lieb von Narvik singt Hellmuth Unger Interessante Erperimentalaufnahmen begleiten ben biologilch seyr aufschlußreichen Beitrag -Insekten auf dem Operationstisch" von Dr. E. Decker. Charakteristisch be- bildert sind ferner bie Beiträge über Menschen unb Schicksale im Elsaß und „Tragödie ber Mischehe von Dr. Karl Eiland. Auch die kleinen Beitrage, die Sparte „Das Rassenpolitische Amt gibt Auskunft" und die Bücherecke bringen viel Wissens-
^DÄch-c Soin?" murrt. S.ppl »ud iE buw 'S S£“S PWÄÄ’ "S SfÄ-w wusfig* Turf. Eins baoon mar ihm 'N der ^entasch- z-r irodjen. Da jedach keine zehn Stunden seit dem letz len Appell in Tuchhosen vergangen waren, best n- Len gegen die Verwendung bes Knickeies keine B - ^Der" Kananenasen mürbe auf die nötige Rotglut gebracht und Icke, ber Schweigsame aus Berlin Wartete mit einer Pfanne aus den Bren Es eub «tanben wegen der Menge des Salzes, das chemnch Wit einem Eßlöffel dineinfchüttete kurzgestrßte De fcatten, die Seppl jedoch brutal abfchnrtt. Er reifte “fSA- !-«> ""'“»'“’S: r/AWBS s» e s ««5s .gerade umfchwenk-n wollte, brüllte Seppl
lU2?er UvD. stand schnuppernd in berJur unb fagte nur „Aha," Dann leckte er sich bie Lippen
r Hand eine Bewegung, als wollte er sagen: ba Attn einem bie Worte. „Man konnte zu ihm kommen, mit welchem Anliegen es auch war, ob es sich i an braußen ober daheim handelte, er hatte für öen ein Herz unb ein warmes Wort!" _
Er schwieg, unb man lanichte dem letzten Teil t s Konzerts, das auch bie Bekanntgabe von freu- tjgen Familienereignissen brachte. Mit einem Mal ihr er hoch, strahlend übers ganze Gesicht: „j)abt rrs gehört! Michael K., bas ist er! Er hat einen Zungen!" Er zündete sich eine Zigarettt an unb rechte sein Etui herum: man könne ja später einen Augenblick bie Fenster öffnen. .
Am nächsten Morgen zeigte er wie etn glücklich r-'.schenkter der Stube die Geburtsanzeige, bie ihm hr Leutnant geschickt hatte. „Kinder, ist bas nicht m Vrachtkerl! Aber nun soll er auch ein zackiges ; trlück'wunschtelegramm erhalten, der Michael! Und ar schneuzte sich abroenbenb bie Nase, um, feine
§Jl.-$pOTt
iern
m-
erziekte in
der Altersklasse nt
(Marburg)
Gary
Reichsbahn Hanau Gruppensiegel im Ringen
3 Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
Instinkt genug haben müssen, um zu erfühlen, ich nicht in Worte kleiden konnte. Oder st
(88,5 + 90);
(87,5 + 90);
(85,5 + 92);
1900 — Naunheim 4:2 (1:0).
Die Blau-Weißen haben sich für die
Tatsache, daß keine Verletzte zu beklagen sind, aus Sicht gesehen wichtiger als ein Sieg um jeden
Erst heute wurde mir klar, daß du in mir M etwas anderes gesehen hast als einen Emportim^' ling. Der Adelsstolz deiner Mutter, die ihren ßj' gLnottennarnen förmlich anbetet, der Pattiziersttlj deines Vaters haben sich in dir vereinigt. Das die erste Kluft zwfichen uns. Du kamst anscheines. gar nicht auf den Gedanken, daß man einen auch als Menschen zu würdigen hat, nicht nur «If Verdiener und Erben. Und wenn ich einen Teil W Schuld an unserem Auseinanderleben trage, so lieg er nur darin, daß ich niemandem mein .herz mit te Händen entgegen tragen kann. Zur Zurückhalti»" zwang mich dir gegenüber das Bewußtsein, du mich noch nicht liebtest, hörst du, noch nicht. 5i hoffte auf später. Du bist eine Frau und hätte
Landgraf (Dresden) uni) Stelter (Hamburg-Altona) je 177,0 P.; 12. Datz (Karlsruhe) 176,5 Punkte.
dir jemand wertvoller, der mit glatten und woh gesetzten Worten seine Liebe zu beteuern versteh Er mag recht haben mit seiner Darstellung, vielleicht sitzt ein wirklich wertvolles Gefühl so W-
daß es sich schlecht in Worte formen läßt." (Fortsetzung folgt.)
10. Dickhaus (Remscheid) 177,5 P
10. Linke (Neumünster) 177,5 P
11. E. Med (Stuttgart-'Münster),
Umwege -es Herzens
Roman von H. 0. Hansen
Copyright by Prometheus «Vor lag Dr. Eich acker • Groben teil
Hintermannschaft geschickt ausnutzte und auf 2:0 er. höhte. Wenig später stand es 3:0. Bei einem Schuß aus dem Hinterhalt sprang der Ball von den Händen des Torwächters in die höhe, Luther bugsierte das Leder mit dem Kovf hinter die Linie. In der 70. Minute war es Löbsock, der den vor der Auslinie liegenden Ball hoch vors Tor gab, Kraft lenkte mit dem Kopf zu Luther, der aus der Lust zum 4:0 ein schoß. Eine erneute Verletzung zwang Löb. sack zum endaültigen Ausscheiden. Als auch Jäger das Feld verließ und ^Greven herumhumpelte, kamen die Naunheimer zum ersten Gegentreffer. Von do ab wurden auch sie etwas aggressiver und die hintermannschast der Mau-Meißen stark unter Druck gesetzt. Dankok und Goß. besonders ersterer, waren "doch in glänzender Verfassung, so daß es den Naunbeimern erst in der 80. Minute aelong, durch den Halblinken da? Ergebnis auf 4:2 zu stellen.
Naunheim kam diesmal nicht so zur Geltung wie beim Vorspiel. Dies gilt hauptsächlich für den Sturm, der in der gegnerischen Hintermannschatt ein kaum zu überwindendes Hindernis kand. Damit war den Gallen ihre hefte Waffe aus der Hand genommen. 1900 in der Aufstellung Launsnach Vankok. Goß, Carstens, Greven Jäger, Schellhaas. Löbsack, Kratt 1., Luther, Koch konnte sich sehr schwer mit
Reichswett,kampf der Meisterklasse (1918—1922), Zehnkampf: 1. und Reichssieger: Jakob Kiefer (Bad Kreuznach) 191,5 P. (Pflicht 97,5, Kür 94 P.); 2. Adalbert Dickhut (Dortmund) 191,0 P. (94,5 4- 96,5); 3. Helmut Bantz (Speyer) und Braun (Dortmund) je 187,5 P. (92,5 + 95), 4. Schmidt (Berlin-Spandau) 186,0 P. (92,5 + 93,5); 5. Th. Wied (Stuttgart^Münfter) 184,5 P. (93,5 + 91), 6. Münder (Äugsburg-Göggingen) 182,5 P.
7. Braun (Gelsenkirchen) 180,5 P.
Ser Tumer-Rachwlichs im
Ialob Kiefer der Beste.
Die Süd west-Ringermannschaften m klassischen Stil wurden am Sonntag in Mainz ft Ende geführt, nachdem kürzlich der erste Teil bt6- Titelkämpfe in Frankfurt stattfand, heßbergir (Frankfurt), Weimer (Frankfurt), Flick (Mainz) m:' Horn (Mainz) sicherten sich die Titel im Leicht- Welter-, Mittel- und Schwergewicht.
Niederlage im Vorspiel revanchiert. In der zweiten halste er» spielten sich die Blau-Weißen eine gewisse lieber« legenheit, die für den Sieg ausschlaggebend war.
Der Beginn sah die Platzbesitzer sofort im An- griff, ja es wurde eine längere Belagerung des Naunheimer Tores. Luther hatte in der 25. Minute mit einem harten Schuß Erfolg, als das Leder vom Pfosten ins Netz sprang. Wenig später ergab sich für Kraft I. eine Chance, fein Schuß war für den aufmerksamen Gästehüter jedoch nicht placiert genug. Die klarsten Tormöglichkeiten ließ in dieser Zeit aber Koch aus. Anstatt den in freien Raum gespielten Ball flankend zur Mitte zu geben, versuchte er immer wieder mit erfolglosem Dribbeln. Nach dem Wechsel begann für 1900 eine erfolgreiche Zeit. Fünf Minuten nach Wiederanstoß war es Luther, der ein Mißverständnis in der gegnerischen
Heber 100 der besten deutschen Nachwuchsturner gaben sich am Samstag und Sonntag in Kassel beim Reichswettkampf der Meisterklasse, Jahrgänge 1918—1922, ein Stelwichein. Dieser Reichswettkampf, der zum ersten Male veranstaltet wurde, bildete den Abschluß einer umfangreichen Lehr arbeit auf breitester Grundlage, gleichzeitig war er der Ausgangspunkt der kommenden Leistungsschulung, die den Zweck hat, eine Reichskernmannschaft des Nachwuchses zu bilden, die einmal berufen ist, die Nationalmannschaft zu verjüngen.
Zu den Pflichtübungen des turnerischen Zehnkampfes traten am Samstag 110 Turner aus allen deutschen Bereichen an. Von bekannteren Kräften fehlte eigentlich nur der Mannheimer Pfitzenmeier, oem man gute Aussichten auf einen der vorderen Plätze gegeben hatte. Die zwölf besten Turner des Samstags traten am Sonntagnachmittag in der Kasseler Festhalle vor 1500 Besuchern und unter den kritischen Augen des Reichsfachamtsleiters Ste- di n g und des ReichsmännerturKwarts Schnei- der zur Entscheidung an. Man darf sagen, daß die Leistungen durchweg gut und die der Spitzen- tumer sogar erstklassig waren. Nichts unterstreicht besser diese Feststellung als Tatsache, daß die Kampfrichter nicht weniger als zehnmal die volle Punktzahl gaben. Kieger des Zehnkampfes und damit Reichsbester wurde der schon bekannte und bewährte Kreuznacher Jakob Kiefer, der schon die Pflicht mit 97,5 Punkten als Bester abgeschlossen hatte und mit zusätzlichen 94,0 Punkten aus der Kür aus insgesamt 191,5 Punkte kam. lieber-
raschend gut turnte bet Westfale Adalbert Dick- Hut (Dortmund), der mit 191,0 Punkten (94,5 4- 96,5) Zweiter wurde und dabei den zweifachen deutschen Jugend-meister Helmut Bantz (Speyer), der auf 187,5 Punkte kam, hinter sich lassen konnte. Braun (Dortmund), Schmidt (Berlin-Spandau), Th. Wied (Stuttgart-Münster) und Münder (Augsburg-Göggingen) belegten die nächsten Ränge, wobei zu bemerken ist, daß Braun noch die gleiche Punktzahl wie Bantz erzielte. Bester Kürturner war Dickhut mit 96,5 Punkten. Großes Pech im Endkampf hatte der Essener Walter, der nach der achten Hebung noch an dritter Stelle der Gesamtwertung lag, dann aber durch eine Verletzung zum Aufgeben gezwungen wurde. Das Schlußergebnis:
den Platzoerhältnissen abfinden. Dies gilt besonders für die Außenstürmer. Löbsack war schon früh ver- letzt, und da war es für Luther und Kraft besonders schwer, sich durchzusetzen. Greven war der ruhende Pol im Mittelfeld. Staunenswert war die Beweglichkeit von Jäger, wogegen Carstens merk- lich abfiel. Ein großes Verdienst hat die Derteidi- gung Pankok-Goß. Launspach, diesmal weniger beschäftigt, bewies wieder sein Können, gegen die beiden Gegentore konnte er nichts ausrichten. Schirj Volkmar, Wetzlar, war ein gerechter Leiter.
3:l-2liebetfage des vfv.-Reichsbahn.
Wenn die DfB.er dieses Spiel verloren, so liegt der Grund in der unglaublichen Härte, mit der es durchgeführt wurde. Die Gießener Mannschaft spielte nicht schlecht, wenn auch dabei nicht übersehen werden darf, daß Wunderlich fein Mittelstürmer ist. Seine zu langsame Ballabgabe verdarb oft Torgelegenheiten, die bei einem schnelleren Erfassen zu verwerten gewesen wären. Erst als er in der zweiten Halbzeit auf Linksaußen ging, wurden die VfB.er bedeutend gefährlicher. Immerhin ist die
Preis.
Spielverlauf: Die erste Halbzeit ist ein ständiges Aus und Ab und zeigt beide Hintermannschaften in voller Entfaltung des Könnens. Als Ehmann zwei- mal sich wundervoll durchgespielt und selbst schießt, hat der Burgsolmser Tormann Glück, daß er richtig steht. Ueberraschend fällt aus einer harmlos erscheinenden Situation das Führungstor der Burgsolmser. Bei einer Vorlage zum Halblinken zögern Der rechte Läufer sowie Verteidiger mit dem Eingreifen und geben dadurch dem Halblinken Gelegenheit, unhaltbar einzusenden. Nach Wiederbeginn spielen die VfB.er betont offensiv, sie können jedoch gegen die Härte der Hintermannschaft nicht auf- kommen. Als Leutheuser endlich einmal zum Schuß kommt, wehrt der Tormann den Schuß ab. Die Gießener wurden zurückgedrängt. Hierdurch hat der Halblinke Gelegenheit, ein weiteres Tor zu er- zielen. Als Fleischhauer durch eine unglückliche Kopfabwehr ein Selbsttor verursacht, raffen sich die Gießener noch einmal auf. Leutheuser verkürzt auf 3:1, nachdem Ehmann einen Elfmeter nicht verwandeln kann. Als zweimal der Ball den Burgsolmser Posten trifft, sind die letzten Torgelegenheiten der Gießener vorbei. Trotz der Niederlage behaupten I fie weiterhin den dritten Tabellenplatz.
Die Stimme des Mannes klang bewegt, und «f wandte den Blick sofort wieder von seiner Frau ast als er chre vor Staunen, Angst, Enttäuschung, 3M' leid und Entsetzen aufgerissenen Augen sah.
„Aber das ist ja lange vorbei-" Er machte eiiw wegweisende Handbewegung. „Ich komme zum näii- ften Punkt. Du bist groß geworden in AnsctM ungen, die sich mit meinen Begriffen von unser->l Lebensaufgabe nicht decken. Theater, Konzert, 2Ä leere Vergnügungen — sie sind nicht lebensnotwendig, wenn man seinem Betrieb, seiner Belegfch^ und dem Volk gegenüber eine Verantwortung trägt ganz abgesehen von dem eigenen Schaffensdror? und der Sorge für die Zukunft der Nachkomme^ schäft. Aller meiner Grunde, die mich zu rastlos^ Arbeit gezwungen haben, erinnerst du dich. W keiner von ihnen fand volle Zustimmung in deinen Herzen. Dich in die schwierige technische und verwaltungsmäßige Materie der Fabrik einzuweilM wäre vergebliche Liebesmühe gewesen."
Hannes Koßmann konnte feine wachsende regung nur noch" dadurch meistern, daß er auffta und zweimal um den Schreibtisch herumging. „Gitta, du hast von Anfang an in einem verhängnisvoll Irrtum über mein Wesen gelebt. Die Schuld bann liegt mindestens ebensoviel bei dir wie bei mir.
Der Sport-Club Riebersee wurde ir der deutschen Eishockey-Meisterschaft Sieger b?r Gruppe IV, denn er schlug am Sonntag tn Em misch-Partenkirchen den EV. Füsten mit 4:1 M 1:0, 3:0) und kann nun vom Mannheimer EM nicht mehr eingeholt werden.
Fischer konnte natürlich den vorzüglichen Hanauer Geis nicht gefährden und verlor durch Heberwurf.
Halbschwergewicht: Klotz (Gießen) hatte in ©eorgie einen Gegner, der 20 Pfund schwerer war, und es -ergab sich eine Situation, die Georgie durch seine körperliche« Vorteile für sich gestalten konnte. i
Schwergewicht: Ebenso erging es Noeller (Gießen) gegen Greif (Hanau), denn auch dieser Ringer hatte alle Vorteile auf seiner Seite.
Hanau besiegt Alsfeld 6:1.
Bantam: Berwig (Alsfeld) besiegt Bilefsky (Hanau) m 3Vt Minuten.
Feder: Schrankler (Hanau) besiegt Kurz (Alsfeld) in 1 Minute.
Leicht: Rening (Hanau) besiegt Braun (Alsfeld) in 11 Minuten.
Welter: Breitenstein (Hanau) de siegt Kraft (Alsfeld) in 1 Minute.
Mittel: Gcis (Hanau) besiegt Steinbach (Alsfeld) nach Punkten.
Im halbschwer- und Schwergewicht wird Hanau kampflos Sieger.
Bei den gestrigen Kämpfen konnte sich die Hanauer Mannschaft als Gruppensi-e-Her qualifizieren, und sie wird auch sicher bei den Kämpfen mit dem Sieger der Nordgruppe ein sehr gewichtiges Wort mitsprechen. Im ersten Kampf besiegte Hanau den DfB.-R. Gießen mit 6:1 Punkten; nur der talentierte Nachwuchsringer Lorenz konnte für die Gießener Mannschaft den Eh re npunk- erringen. Damit nahm Hanau für die vor kurzem erlittene Niederlage durch die Gießener Mannschaft glänzend Revanche. Die Ergebnisse:
Bantamgewicht: Lorenz (Gießen) besiegt Bielefsky (Hanau) durch Eindrücken der Brücke.
Federgewicht: Dem (Gießen) unterlag gegen den deutschen Spitzenringer Schrankler nach guter Gegenwehr in 2 Minuten.
Leichtgewicht: Alois Funk (Gießen) war durch einen Sturz außer der Matte stark behindert und verlor dadurch gegen Reifing (Hanau) in 12 Sek.
Weltergewicht: Hffz. Erler (Gießen) hat leider keine Gelegenheit zum Iraining und verlor nach schönem Kampf gegen Breitenstein (Hanau).
Mittelgewicht: Der erst 16jährige Gießener
Das Erscheinen der Kinder machte eine Fortsetzung der Ausspracye unmöglich. Der Vater begrüßte seine Jungen, die sechs und drei Jahre alt waren, herzlich und mit einer gegenüber seinem sonstigen Wesen eigentümlich wirkenden Zärtlichkeit. Sie umarmten ihn stürmisch, kletterten ay ihm hoch und hatten hundert Fragen. Die Mutter wurde weniger lebhaft bedacht, und der ältere der beiden Knaben meinte altklug, Vater sei selten sckon so früh zu Hause, daß man ihm dafür besonders danken müsse.
„Warum habt ihr denn mit eurem Spiel im Garten aufgehört?" fragte Hannes Koßmann.
„Aber es regnet dock ein bißchen, und Fräulein meinte, wir dürften nicht naß werden."
„Sann bleiben wir jetzt auch zusammen, bis es Abendbrot gibt." Rechts und links einen feiner Söhne an der Hand verließ der Vater, gefolgt von der Kindergärtnerin, das Boudoir feiner Frau, um im Kinderzimmer mit ihnen zu spielen. Das Mädchen ging nicht mit dorthin, sondern verschwand über die Treppen nach oben.
Gitta Koßmann blieb zurück. Das Dazwischen- treten der Kinder war ihr wie eine Erlösung gekommen. Jetzt konnte sie wenigstens versuchen, einen klaren Gedanken zu fassen. Was Hannes beschließen würde, war ihr noch unklar. Mit Sicherheit rechnete sie aber darauf, daß er die Scheidung einleiten würde, obwohl ein solcher gesellschaftlicher Skandal zweifellos seinem Grundsatz, vor der Oeffentlichkeit alle privaten Dinge sorgfältig zu verbergen, widersprechen mußte.
Während sie in qualvoller Hnruhe bald in ihrem Zimmer hin und her ging, bald auf einem Stuhl oder Sessel Platz nahm, spielte ihr Mann scheinbar losgelöst von allen anderen Fragen und Problemen mit seinen Jungen. Er saß auf dem Fußboden, ließ eine elektrische Eisenbahn rollen, las mit ihnen in Bilder- und Märchenbüchern, erzählte kleine Geschichten und schien ebenso vergnügt und ausgelassen wie seine Sprößlinae. Nichts in feiner Haltung und in seinen Zügen erinnerte mehr an den Mann von vorhin. Gewollt gab er sich uneingeschränkt der Freude des Augenblicks hin und schien vergessen zu haben, was ihn eine Viertelstunde vorher noch so heftig bewegt hatte.
Zum Abendbrot um sieben Uhr trafen sich die Familienmitglieder In Gegenwart der Kindergärtnerin. Die Mahlzeit wäre frostig und einsilbig ver-
Deutschlands Amateurboxer könnt« den ersten Länderkampf des Jahres zu einem M nen Erfolg gestalten. In Kopenhagen gewannen frö gegen Dänemarks Nationalstaffel mit 10:6 Punkten nachdem die Dänen anfangs 6:0 geführt hatten Siege für Deutschland errangen Schmedes (Dom mund), Murach (Schalke), Schmidt (hamburch Umar (Dortmund) und Klemholdermann (BerliO geschlagen wurden Dbermauer (Köln), Börgers Hausen (Hannover) und Schimanski (Berlin).
(90,5 + 92); .. _ .. x_ ,
(89 + 91,5); 8. Kampes (Düsseldorf-Holthausen) 179 P. (88 + 91); 9. hölzl (Regensburg) 178,5 P.
Ergebnisse der Aezirkskiaffe.
1900 — Naunheim 4:2
Luftwaffe — Wetzlar 05 1:6 Burgsolms — VfB.-Reichsbahn 3:1. Bissenberg — Watzenborn-Steinberg 2:5 Sportfreunde Wetzlar — VfL. Marburg 5:0 1900 hatte bereits eine 4:0-Führung herausgeholt, als die Mannschaft durch Verletzungen drei Mann verlor. Nur diesem Umstand verdanken es die Naunheimer, wenn sie zwei Gegentore erzielen konnten. Die Wetzlarer zeigten auf dem Waldfportplatz sehr wenig, und man geht nicht fehl in der Annahme, daß bei einem anderen Gegner die Wetzlarer eine Niederlage hätten einftetfen müssen. Der Wetzlarer Sieg wurde erst errungen, nachdem die Widerstandskraft durch ein Abseitstor und durch die Verwandlung eines Handelfmeters gebrochen worden war.
Ein Unentschieden wäre den Leistungen beider Mannschaften in Burgsolms gerecht geworden.
Die Sensation des Sonntages bildete die Niederlage der Marburger in Wetzlar. Die Sportfreunde warteten mit einer sehr guten Leistung auf und hatten bei Halbzeit schon eine 4:0-Führung erreicht. Nach kurzer Feldüberlegenheit der Marburger in der zweiten Hälfte übernahmen die Sportfreunde erneut das Spielgeschehen und schossen noch ein weiteres Tor.
In Bissenberg hatten die Steinberger einen viel schwereren Stand, als sich im Resultat spiegelt.
Die Tabelle hat jetzt folgenden Stand:
Alsfeld besiegt Gießen 5:2.
Bantam: Lorenz (Gießen) unterliegt gegfr den starken Berwig (Hanau) nach hartem KaiM durch Eindrücken der Brücke.
Feder: Dem (Gießen) besiegt K. Kurtz (Alssch' nach 2% Minuten Dauer durch Eindrücken des Brücke.
Leicht: Alois Funk besiegt h. Kurtz durch blitz., schnellen Schleudergriff.
Welter: Uffz. Eder befreit sich zuerst aus ber gefährlichsten Lagen, verliert aber in 5 Minuten durch Armzug.
Mittel: hier treffen sich in Klotz (Gießen) Steinbach zwei Gegner aus unzähligen Kämpfe Klotz liegt erst gut in Führung, gibt sich aber ir der 10. Minute eine Blöße, die Steinbach blitzschneg, ausnutzt.
h a l b s ch w e r : Fischer (Gießen) ist noch zu un« erfahren und läßt sich von Kraft (Alsfeld) bunt; Hüftschwung überraschen.
Schwergewicht: Auch Noeller hat hn Schwalm (Alsfeld) einen Gegner, der ihm an Erfahrung weit voraus ist. Schwalm siegt burt: Armzug.
Im Mannschaftsgewichtheben siegt Alsfeld mnl 2240 Pfund vor Gießen mit 2200 Pfund. Beitzg Mannschaften hatten zahlreiche Jugendliche in bei Mannschaft, die durchweg gutes Können zeigten. An Gießen war es besonders der 16jährige Paul Fj« scher, der bei eifrigem Training bestimmt noi von sich reden machen wird. Fischer stieß außer M- kurrenz 175 Pfund.
Die Ergebnisse:
Wie erschöpft sank sie auf ihren Stuhl zurück. „Das war unsere Ehe, und das ist unsere Ehe. Es ist die Erklärung für mein Tun, nidji eine Rechtfertigung. Deinen Freund Ralf kenne ich so lange, wie ich mit dir verheiratet bin. Ich habe ihn ,eä)5 Jahre lang nur als deinen Freund angesehen. Erlaß es mir, dir zu schildern, wie es dazu kam, daß ich seine Geliebte wurde. Ich bin mir darüber im klaren, daß er wie ein Schuft an dir gehandelt hat. Denn er ist seit zwanzig Jahren dein bester, vielleicht dein einziger Freund. Aber ich gab mich ihm hin, weil er mich wie einen Menschen und wie eine begehrenswerte Frau behandelte. Geliebt habe ich ihn bis heute nicht. Aber er war der erste Mann, der mich entflammen konnte. Deshalb ist mein Verhältnis zu ihm fast das gleiche, als hätte ich in einem Rauschgift Vergessen gesucht. Ich habe mich geschämt, daß ich es tat, nicht wegen meines Betruaes an dir und den Kindern, denn euch habe ich nichts genommen, was ihr brauchtet oder für wertvoll hieltet. Peinlich war mir nur der Gedanke, daß ich einen Geliebten hatte, der als dein Freund schuftig an dir handelte. Aber vielleicht war gerade dieser Gedanke der stärkste, der mich zum Handeln trieb. Ich wollte und mußte mich erniedrigen. Ich war sie satt, diese Atmosphäre wohlhabender, tugendtriefender, reiner Bürgerlichkeit. Hannes, das ist es, was ich dir zu sagen habe, und jetzt urteile. Ich erwarte nicht, daß du mich versteht, aber ich hoffe, daß du auch diesmal deine' Heberlegenheit und deine Gerechtigkeit walten läßt."
Sie saßen sich schweigend gegenüber. Der Mann rauchte, und sie krampfte die Finger ineinander. Sie sahen sich ab und zu an und blickten im Zimmer umher. Es war eine gefahrenbergende, erdrückende Stille im Raum. Ehe aber der Mann neue Fragen stellen ober seine Meinung äußern konnte, kamen eilige Schritte die Treppe herauf, die Tür wurde aufgerissen, und zwei Knaben, gefolgt von einem Mädchen, stürmten ins Zimmer.
640 Pfund eine Leistung, mit der er als Reichsbest« anzusprechen wäre.
Kurze Svorlnotizen.
Das Reichsfachamt Leichtathlettil tagte am Wochenende in Berlin. Als feste Termin« für die Meisterschaften 1941 wurden festgelegt: Nb zirksmeisterschaften am 14/15. Juni, BereichsnM sterschaften am 28729 Juni, deutsche Meisterschaft« am 19720. Juli. Der Dreiländerkampf zwisch« Deutschland, Schweden und Finnland findet am 6 und 7. September in Berlin statt.
laufen, wenn die Jungen nicht gewesen wären. So konnte kein Außenstehender auch nur auf die Vermutung kommen, daß eine Spannung zwischen den Eheleuten bestand.
Beide Eltern gingen mit ins Schlafzimmer ihrer Kinder, halfen beim Ausziehen und Waschen, brachten sie zu Bett, liebkosten sie ein letztes Mal und verließen gemeinsam den Raum.
„Bitte, komm in mein Arbeitszimmer, Gitta, ich muß dir jetzt die Antwort auf deine GrHärurmen geben, die mehr eine Anschuldigung als eine Entschuldigung gewesen sind."
Sie folgte ihm schweigend die Treppe hinab. Er vergaß nicht einen Augenblick, was er der Dame schuldig war, öffnete beflissen die Tür, schob einen Sessel zurecht, bot ihr eine Zigarette an und setzte sich ihr dann gegenüber.
„Mit deinen Darlegungen von vorhin zwingst du mich dazu, mehr von mir zu sprechen, als ich es jemals bisher in meinem Leben getan habe. Zuerst darf ich deinen hauptsächlichsten und ältesten Irrtum richtigstellen. Weder deine Familie noch deine Erziehung wären für mich ausschlaggebend, als ich dich bat, meine Frau zu werden. Ich gebe zu, daß mir dies eine angenehme Zugabe und Ergänzung meiner Wünsche war, es spielte aber nur eine nebensächliche Rolle. Geheiratet habe ich dich nur deshalb, weil ich dich lieb hatte, Gitta. Verstehst du mich recht, nur weil ich dich liebte."
Er unterbrach, um sich eine Zigarre anzuzünden. Dabei stellte sie mit Verwundern fest, daß die Hand, die das Stteichholz hielt, leise zitterte. „Erinnere dich bitte daran, wie ich dich einfach in den Arm nahm, als du mir bei meiner Werbung das gesagt hast, was du mir vor zwei Stunden oben vorhiettest. Hast du jemals von mir den Eindruck gewonnen, daß ich schauspielere? Sicher nicht Damals tat ich es ebensowenig wie jemals später in unserer Ehe. Deinem Vater habe ich geholfen, weil ich dir damit die Größe meiner Zuneigung beweisen wollte. Die Hilfe brachte mich an den Rand des Zusammenbruchs. Ich mußte meine eigenen flüssigen Mittel vollständig und darüber hinaus jeden erreichbaren Kredit in das Bankhaus d'Oleron stecken, um den Konkurs zu vermeiden. Vielleicht bist du nicht in der Lage, zu würdigen, was Das heißt, wenn man das Lebenswerk seines Vaters, die eigene Arbeit und alle ZukunstsplL« aufs Spick jetzt — um einer Frau willen.
Drücken Pfd.
Reißen Pfd.
Stoßen Pfd.
J
Alsfeld:
Datei
90
110
140
w
Berwig
110
120
155
W
Schott
115
100
140
355
Kraft
100
115
160
375
Kurz
110
120
160
NI
Braun
115
120
160
395
Kfl
G i e ß e n t
Lorenz
90
90
120
3(8
Dem
90
100
140
3sa
Götz
110
100
140
35a
Fritz Funk
120
120
160
M
Fischer
120
130
160
418
Klotz
120
120
170
4ia
%oa
Verein
Spiele
(Sero.
Unentfd). Verl.
Pkte.
Wetzlar 05
10
8
1
1
17:3
W -Steinberg
11
8
1
2
17:5
VfB.-Reichsbahn
11
7
0
4
14:8
Naunheim
10
6
0
4
12:8
Burgsolms
10
5
2
3
12:8
1900
10
5
1
4
11:9
VfL. Marburg
8
2
1
5
5:11
Bissenberg
7
1
0
6
2:12
Luftwaffe
10
2
0
8
4:16
Sportfreunde
9
1
0
8
2:16