Mittwoch, |9 November 1941 Annamnk uun un einen für die Drittagsnummer bis 8*/, 11 br deckVormtttagS An4e»nen-Pre»ie Wmememeii < dtpt ie mm bei 22 mm Seilenbreite, Jerttei' 50 Rv: e mm bei 70 mm Se'len breite 'Jinrhlnfic Wiederlwiunn lü mit ar* eil Vlbidiiiiiie'Dtennenitahel B Plavoor'chrin inorber.ne 'Serembnruna * 25*'n mehr 191. Jahrgang Nr. 275 Erscheint laniid) nutzer (Sonntag. und Aeiettag* •Beilnne«: Siebener ^amilienblätter | Heimat rmBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM1.80 Austellgebühr.. ,, -.25 auch bei 'Jhcbterfcbeinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fcrmvreckanicklnsi 2251 Dralitanichrift:„Anzeiger" , Poftsched 116sk^rantf^M Gietzener Anzeiger mSk., General-Anzeiger für Oberhessen *äst an Generaloberst Met tödlich verunglückt Fn» iewf fahr- leine« lüfteten , 6 bis hen alte Geschäft itdef» e defl übef* flUnd übet* miiic*’ u der englischen S üboff- und Südweslküste. Der südliche Stadtteil Leningrads evakuiert. Berlin, 18. November. (DNB.) »Die nachhal- tige Beschießung und Bombardierung der triegs- lvichtigen Anlagen, Rüstungsfabriken und Versorgungszentren von Leningrad hat die eingeschlossenen Bolschewisten zu einer vollständigen Evakuierung des südlichen Stadtteils gezwungen. Die Flüchtlinge berichten, daß der Kirow-Be- flirt bis zum Narwator und der Moskauer Bezirk dis zum zerstörten Kraftwerk Elektro-Sila wegen der Einsturzgefahr der schwergetroffenen Industriebauten geräumt werden mußten. Die ganze Gegend sei in ein Kratergelände verwandelt. Tausende seien in Schulen zusammengepfercht worden. Ferner sei auf den unbebauten Flächen im Westen der Krestowski- und der Dekabristeninsel ein großes Barackenlager entstanden, in dem die Flüchtlinge aus der Umgebung von Leningrad Hausen. Haupteinnahmequelle für den saudi-arabischen Staat bildet. Don britischer Seite wurde gedroht, den Pilgern die Ausreise oder Durchreise durch alle von England beherrschten Gebiete zu verweigern, falls ich Ibn Saud widerspenstig zeige. Da nun ein großer Teil der Mekka-Pilger in den Ländern des Rahen Ostens, im Sudan, in Indien und den Ma- layenstaaten beheimatet ist, so würden die Rückwirkungen dieses Verbotes für Saudi-Arabien sehr empfindlich sein. Jedoch darf auf der anderen Seite nicht übersehen werden, daß die Behinderung der Jslamiten in der Ausübung ihrer religiösen Pflichten in der gesamten mohammedanischen Welt einen Sturm der Empörung gegen England auslösen würde. König Ibn Saud ist kein Feind der europäischen Technik. Er läßt in seinem Reiche Autostraßen bauen, vergibt Vohrkonzessionen für Ölvorkommen und rüstet eine moderne Wehrmacht aus. Saudi-Arabien unterscheidet sich aber doch grundlegend von den sich im Nahen Osten durchsetzenden Nationalstaatsideen. Saudi-Arabien bleibt eine autoritär geleitete Glaubensgemeinschaft. Das puritanische Gesetz des Wahabismus ist die Seele des Gemeinwesens, das durch den starken Willen des Herrschers zusammengehalten wird. Der theokratische Staat der Wahabiten hat zur Einigung Zentralarabiens und zur Konsolidierung der dort herrschenden schwierigen Verhältnisse beigetragen. Die enge Verbindung des Islam mit dem arabischen Nationalgefühl ist jedoch bei Ibn Saud nicht ausschlaggebend für sein Eingreifen in den Umgestaltungsprozeß, der in der gesamtarabischen Welt akut geworden ist. Das Schlagwort oom„Islam im Angriff" stößt bei ihm auf eine kühle Kritik. Er wird sich zu keinen übereilten Entschlüssen hinreißen lassen. Er wahrt England gegenüber seine Unabhängigkeit und dürfte als kluger Politiker erst heroortreten, wenn die Zeit für ihn gekommen ist. — Saudi-Arabien, das sich aus den Gebieten von Oer Weichselraum bleibt bei Deutschland Generalgouverneur Or. Frank über den Aufbau im Generalgouvernement. Nedschd, Hedschas, Schannär, el Hasa, Quartif, Asir und Nedschjiran zusammensetzt, vermag die Bewohner, hauptsächlich Beduinen, nicht aus den Produkten des Landes zu ernähren. Bevor König Ibn Saud Herrscher über alle diese Gebiete wurde, pflegten die hungrigen Stämme die Pilger zu überallen und auszurauben. Das hat aufgehört! Der König hat eine strenge Zucht eingeführt und durch die Ansässigmachung eines großen Teiles der Beduinen den ärgsten Hungerepidemien oorgebeugt. Er schuf die Ichwan-Siedlungen. In den Talzügen wurden die unterirdischen Wasserquellen durch arthe- ische Brunnen erschlossen und ein Kanalsystem angelegt. Die Gesamtzahl dieser Siedlungen beläuft sich augenblicklich auf 146. Aus unfruchtbarer Wüste entstanden hier grünende Felder und Haine, und die ehemals nomadisierenden Bewohner gewöhnen sich allmählich an die erhebliche Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten. Da kein Nichtmohammedaner Saudi-Arabien betreten darf — mit Ausnahme des Hafens von Dfchiddah —, so sind es hauptsächlich irakische Ingenieure und Geologen, die die Bodenverhältnisse dieses Landes durchforschen und die Bohrungen nach Wasser leiten. Bei Kardj, südlich von der Hauptstadt Riadh, ist damit begonnen wor- haft ' einen ir hei« dnung' x Aus- ft Wil« besetzt, all gelt. Oktober huggle Feld- Sonder' estrasten unb drei Gegen Festung und DRV. Aus b em Führerhauptquartier, 18. November. Das Oberfommanbo bet Wehrmacht gibt bekannt: Aus ber Krim führten Kampf- unb Sturzkampfflugzeuge vernichtenbe Schläge gegen bie Festungswerke unb Hafenantagen von Sewastopol, hierbei würbe ein großer Frachter versenkt, ein Zerstörer unb ein Handelsschiff beschädigt. Die Operationen im Donezbecken würben nach Besserung ber Witlerungs- unb Degeverhält- uisse fortgesetzt. Der Feinb würbe aus seinen stellenweise zäh oerteibigten Felbstellnngen geworfen. Weitere Teile bes Znbustriegebietes würben beseht. Mehrere unter Dampf slehenbe Güterzüge fielen hierbei burch überraschenben Zugriff in unsere hanb. 3m hohen Horben zerstörten Kampfflugzeuge sowjetische Barackenlager westlich ber Kanbalak- schabucht. Nachtangriffe ber Luftwaffe richteten sich gegen Moskau unb Ccningrab sowie Flugplätze im Wologba gebiet. Unterseeboote versenkten im Norbatlantik unb im Nördlichen Eismeer vier bewaffnete feinbliche Handelsschiffe mit zusammen 21000 BNT. unb einen Bewacher. . Oer Ourchbruchsangriff. Von Major a. D v Keifer Die Mehrzahl der großen Vernichtungsschlachien der Weltgeschichte ist durch Anpacken und Festhalten des Feindes in der Front unter gleichzeitiger Umfassung einer oder beider Flanken des Gegners oder gar durch vollständige Einkreisung von allen Seiten gewonnen worden. Wenn aber der Verteidiger sich in einer auf beiden Flügeln durch natürliche Hindernisse gut geschützten Stellung befand, blieb oft nichts anderes übrig als der Durchbruch durch feine Front, der nur mit rücksichtslosem Einsatz aller Kräfte gegen einen bestimmten Frontabschnitt erreicht wird und zur Vern chtung führt. Das Durchbruchsproblem ist daher so alt wie die Geschichte der Kriege, nur die Kampfformen und -mittel zur Zerreißung der feindlichen Front haben im Laufe der Jahrtausende vielfache Aenderungen erfahren. Bereits in den ältesten Zeiten hat es mit besonderen Kampfmitteln ausgerüstete Irinnen zur Erzwingung des.Durchbruchs gegeben. Schon aus dem Trofanifchen Kriege berichtet Homer von Kampfwagen mit großen Sicheln an den Rädern, die, von Pferden gezogen, mit unwiderstehlicher Wucht in das feindliche Fußvolk einbrachen und Schrecken und Panik verbreiteten. Wie unsere heutigen motorisierten Kampfwagen hinter Panzerschutz das Feuer der Geschütze und M Ichi» nengewehre in den Feind hineintragen, so schleuderten im Altertum, selbst durch hölzerne Verschalungen gedeckt, mazedonische, persische, ägyptische, indische oder chinesische Bogenschützen und Speerwerfer von ihren Wagen herab ihre vernichtenden Geschossen gegen die feindlichen Linien, damals wie heute Bahnbrecher des Durchbruchs für das folgende Fußvolk. Die gleiche W rkung suchten Ale ander der Große und Hannibal mit ihren Elefanten zu erzielen, die, gleichfalls mit Schützen bemannt und in breiter Front vorwärtsstürmend, anfänglich — nicht zuletzt durch das Einsetzen, das ihre ungewohnte Erscheinung verbreitete — jede feindliche Schlachtordnung niederwalzten und in einzelne Teile zerrissen. Bis es den Verteidigern gelang, die riesigen Tiere durch wildes Schlachtgeheul und durch einen wahren Regen von Pfeilen und Speeren in die Flucht zu jagen, die bann den eigenen Truppen zum Verhängnis wurde. C ä s a r s römische Legionen kannten nur ein militärisches Gesetz: Mit aller Kraft den Durchstoß durch die Reihen des Feindes zu erzwingen. Nicht mit eigens hierfür bestimmten Kampfmitteln, fonh^n allein durch die Wucht des geschlossenen, etwa 20 Hafen Sewastopol. 3m Seegebid um England griffen Kampfflugzeuge in ber letzten Nacht feinbliche Geleitzüge ostwärts Lowestoft an. Drei größere handels- fchiffe würben burch Bombenwurf schwer beschäbigt. Anbere Kampfflugzeuge bombarbierten Hafenanlagen 91od. nadjer spann n der um ir$te i dem Schä« tarb. Berlin, 18. Nov. (DNB.) Der Generalluftzeug- i meister Generaloberst Übet erlitt am Montag bei . Erprobung einer neuen Waffe einen fo schweren 1 Ünglücksfall, bah er an ben Verletzungen auf bem Transport verschieb. Der Führer hat für ben auf fo tragische weise in Erfüllung feiner pflicht dahin- gegangenen Offizier ein Staatsbegräbnis angeorbnd. 3n Anerkennung ber hervorragenben Leistung bes im Weltkrieg in 62 Luftkämpfen siegreichen 3agbsliegers unb in würbigung ber hohen Derbienfle beim Ausbau ber Luftwaffe hat ber Führer ben Generaloberst Ubet burch Verleihung seines Namens an bas 3agb- geschwaber III ausgezeichnet. ♦ „Man muß als Jagdflieger im Kriege sein Hand- werk lernen oder kaputt gehen. Ein Drittes gibt es nicht." So äußerte sich einmal Übet. In diesem Wort hat er sich selbst die treffende Biographie geschrieben. Er war Draufgänger, aber gelernter Draufgänger. Bei all seinem fliegerischen Tun war kühle Ueberlegung, mathematische Berechnung mit kühnem Wagemut glücklich gepaart. Er kannte fein Ziel unb wußte es auf Grund seiner technischen Begabung und seiner praktischen Erfahrung zu. erreichen. Das Fliegerblut machte sich bei ihm schon in seiner frühesten Jugend bemerkbar. Schon als Gymnasiast hatte ihn das Problem des Gleitens durch die Luft interessiert: seine damals von ihm selbst gebauten Flugzeugmodelle gaben davon Kunde. Nur wenig später machte er seine ersten Segelflugversuche. ± ... Bei Ausbruch des Weltkrieges meldete er sich sofort freiwillig, und zwar zu der damals neu ausgestellten Motorradfahrtruppe. Da er noch zu jung war, um bei der neuen Fliegertruppe angenommen zu werden, ließ er sich auf eigene Kosten zum Flieger ausbilben. Nach bestandenem Pilotenexamen im Frühjahr 1915 meldete er sich erneut zur Fliegertruppe und wurde nun auch angenommen. militärischer und fliegerischer Werdegang ist bekannt; sein Name wurde erstmals als erfolgreicher und tollkühner Jagdflieger bekannt, als er bei einem Luftkampf — es war fein dritter über Mühlhausen allein 18 feindliche Flugzeuge angriff unb den Verband zersprengte. Von nun an folgte Erfolg auf Erfolg, Beförderung auf Beförderung, Auszeichnung auf Auszeichnung. Bald hotte sich Richthofen den Leutnant Udet in sein Iagdgefchwa- ©eneraloberft Übet am Steuer seiner Maschine. (PK.-Aufn.: Kriegsberichter Lange. sSch.s) schrift: „Dem Gegner überliefert auf diese wenig faire Art und Weise." Aber Übet war der Fliegerei so verschworen, daß er nach dem Weltkriege seine außerordenttichen Erfahrungen mit in die Eigengründung „Udet-Flug- zeugbau" einbrachte. Sein Name wurde dann durch seine Aufsehen erregenden Schau- und Kunstflüge in der ganzen Wett bekannt, die ihm bald die Bezeichnung des bedeutendsten Flugzeugakrobaten der Welt einbrachten. Seine Stunde aber kam erst mit bem Aufbau der neuen deutschen Luftwaffe. Er, der sein „Handwerk" in der schweren Schule des Weltkrieges erlernt hatte, war der Mann, den Hermann Göring als Organisator des gesamten deutschen bar Rarburg. Haufen', gen er- n mmi i Braun. 39N! anzeigM I, Gießen .Nov. feiern tftau born- t der st 83, 'erlich 's ein ! .sind tätig. ®lüi Englands Werben um Saudi-Arabien Von unserem -u-Berichterstatter. die Germanen gewirkt. Goten und Vandalen, däs bewiesen die reichen vor- und frühgeschichtlichen FlBde, hätten vor ihrem Schicksalszug nach Süden ben Weichfeiraum erfüllt. Durch die ganze Geschichte des frühen und späten Mittelalters ließe sich die . Abhängigkeit des polnischen Elements vom Reick lückenlos verfolgen. Später, als dann das Reich zerfiel, da sei der deutsche Künstler, der Baumeister, der Architekt in ben Weichselraum gekommen. Namen wie Veit Stoß, Coppemicus, Dürer u. a. m. feien mit diesem Gebiet unvergänglich verknüpft. Wenn man heute durch das Generalgouvernement reife, so entdecke man, -daß alles, was irgendwie hervorrage, Schöpfung deutschen Geistes ist. So verdankten allein 181 Städte im Generalgouvernement ihr Entstehen dem Magdeburgischen Recht. Zahlreiche heute noch in ihrer Schönheit und Eigenart vorhandene Fuggerhäuser bewiesen den Einfluß der deutschen Wirtschaftsführung Jahrhunderte hindurch im Weichselraum. Das Weichselgebiet gehöre und bleibe bei Deutschland. Das den, weit ausgedehnte Bewässerungsanlagen anzu- legen. Es soll aus Arabien wieder das gemacht werden, was es einst vor Jahrtausenden gewesen war: ein fruchtbares und glückliches Land. Da die Einnahmen aus den Pilgerzügen nicht genügen und ein Steuerwesen im europäischen Sinne fehlt, ferner England die Subsidien von 100 000 Pfund Sterling jährlich, die es dem König zahlte, um ihn gefügig zu halten, bereits im Jahre 1923 gestrichen hat, weil sich Ibn Saud nicht in die Rolle eines gehorsamen Vasallen drängen ließ, so hat sich der König veranlaßt gesehen, feinem Reiche neue Einnahmequellen zu erschließen. Zum Mißvergnügen vieler seiner fremdenfeindlichen, fanatischen Untertanen verpachtete Ibn Saud die Petroleumfelder am Persischen Golf an die „Standard Oil Co." und an die ..Petroleum Concessions Ltd.". Das dort gewonnene Rohöl wird auf den Bahreininseln raffiniert. Ferner schürfte eine britisch-amerikanische Gesellschaft im Hedschas nach Gold. Sollten die Engländer also ihren Druck auf Ibn Saud verstärken, so ist es dem König möglich, mit Repressalien gegen die obenerwähnten Gesellschaften zu antworten, was die Briten empfindlich treffen würde. Bisher hatte London in der Person des geheimnisvollen Mr. Philby einen Berater und Vertrauensmann am Hof des Wahabitenköniqs. Philby war zum Islam übergetreten; er stand hach in der Gunst Ibn Sauds, der ihm als Belohnung für feine Dienste das Monopol für die Beförderung der Pilger vom Hafen Dfchiddah nach Mekka übertragen hatte. Philbn, der als ..Hedsch- Abdallah" in der ganzen arabischen Welt bekannt geworden ist, war ein zu ehrlicher Freund seines Königs und gab sich r.'.cht dazu her, das Werkzeug schmutziger britischer Intrigen zu sein So erhielt er aus London die Aufforderung, nach Indien zu kommen. Dort soll er in Karachi verhaftet worden sein. England dürfte sich in Saudi-Arabien noch auf viele Enttäuschungen und Ueberraf*ungen gefaßt machen müssen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rom, November 1941. England bemüht sich feit bem Frühsommer dieses Jahres, feit es den Irak überrannt, in Syrien festen Fuß gefaßt hat, Iran beherrscht und im Emir Abdallah von Transjordanien einen gehorsamen Vasallen besitzt, auch Saudi-Arabien in den Bannkreis seiner Interessensphären zu zwingen. Es hat, wie aus London gemeldet wurde, König Ibn Saud den Hafen Akaba am Roten Meer als Köder angeboten, der schon einmal zu Saudi-Arabien gehörte, dann aber durch die Briten wieder entrissen wurde, um Ibn Saud den britischen Plänen zugänglich zu machen. Ferner wurde der Emir Feisal, der zweite Sohn Ibn Sauds und Vizekönig des Hedschgs, aufgefordert, sich nach Kairo zu begeben und dort mit dem englischen Nahost-Minister Lyttleton zu verhandeln. Es scheint jedoch, daß der Emir dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist und daß sich Saudi-Arabien den englischen Wünschen gegenüber sehr zurückhaltend einstellt. Um das Ziel zu erreichen, will England nun, wie aus Bagdad und aus Aegypten verlautet, auch vor Erpres- süngsmanöoern gegen König Ibn Saud nicht zurückschrecken. Sie beziehen sich in erster Linie aus den Pilgerverkehr nach den Heiligen Stätten Mekka und Medina, der die Berlin, 18. Nov. (DNB.) Die kriegs- und wehrwirtschaftliche Vortragsreihe der Verwaltungs- afabemie wurde in der Berliner Universität durch Luftfahrtwesens brauchen konnte. Er erstieg schnell die militärische Leiter vom Generalmajor bis zum Generalobersten als Chef des Technischen Amtes im Reichslufffahrtminifterium bzw. als erster Generalluftzeugmeister des Großdeutschen Reiches. Er vereinigte damit in seiner Hand alle Ausstrahlungen, Erfahrungen und technischen Erfindungen ber deutschen Flugzeugindustrie, und als Präsident der Lilienthal-Gesellschaft auch die deutsche Luftfahrtforschung. Der Führer erkannte seine außergewöhnliche Leistung durch die Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz an: „Er hat der Flieger- truppe eine Rüstung geschmiedet, die kriegsentscheidend ist..." Es ist wohl kein Geheimnis, daß Udet auch an der Entwicklung und dem Ausbau der Stu- kas hervorragenden Anteil hatte. Er starb als Flieger, Kämpfer, Konstrukteur und Organisator bei der Erprobung einer neuen Waffe. Er gab sein Leben für Deutschland, sein Geist aber wird in ber deutschen Luftwaffe fortleben. Wechsel im englischen Emvire-Generalstab. Genf, 19. Nov. (DNB. Funkspruch.) General Sir John Dill, der Chef des Generalftabes des Empires, erhält zum 25. Dezember, seinem 60. Geburtstag, seinen Abschied. Sein Nachfolger ist General Sir Allan B r o o k e, der Oberkommandierende der Heimatstreitkräfte. Dill wurde zum Feldmarschall ernannt und geht als Gouverneur nach Bombay. Sir Henry P o w n a 11, der stellvertretende Chef des Empire-Generalstabes, wurde für eine besondere Anstellung ausersehen. Sein Nachfolger ist Generalmajor Nye, der 45 Jahre alt ist. Generalleutnant B. C. T. Paget, der Oberkommandierende des südöstlichen Kommandos, wird der Nachfolger von Brockte. O-e Lag- in Wladiwostok.^, Schanghai, 17. November. (DNB) „Die Lage in Wladiwostok, dem bolschewistischen Hafen am Stillen Ozean, machte' einen denkbar ungünstigen Eindruck auf mich", erklärte ein litauischer Flüchtling, der in Schanghai eintraf. Die Derpflegungs- lage sei miserabel und verzweifelt. In den Tagen vor seiner Abreise habe starker Brotmangel geherrscht, so daß der größte Teil der Bevölkerung sich von Fischen ernähren mußte. In vielen Straßen sah man lange Schlangen nach Brot stehen. Der Hafen sei fast töt. Die Bevölkerung sei niedergedrückt und werde terrorisiert. Von 17 dis 6 Uhr dürfe sich kein Mensch auf den Straßen frei bewegen. Die Bevölkerung fei erschöpft und schlecht gekleidet. durch den Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank mit einem Vortrag über „Das Generalgouvernement" eröffnet. Das Generalgouvernement, so sagte er, sei ein Teil der Erfüllung eines jahrhundertelangen Ringens um die Wiedergewin- Generalgouvernement, bas bis dahch an der äußersten Ostgrenze des Reiches lag, fei Derbindungs- zone zwischen dem Reich und bem neuen Ostland geworden. Das Ziel aller Arbeit in diesem wiedergewonne- nen Gebiet sei die Leistungsfähigkeit gewesen. Fast l'/r Tausend Kilometer Straßen seien neu gebaut, alle Eisenbahnstrecken überholt, fast 1700 Kilometer Eisenbahn neu gebaut worden. In sämtlichen großen Fabriken werde teilweise mit zwei bis drei Schichten gearbeitet. Die Bestellung in der Landwirtschaft sei restlos durchgeführt, ebenso sei die Ernte vollkommen geborgen. Darüber hinaus habe man noch Hunderttausende von polnischen Landarbeitern an das Reich abgeben können. Der Kul- turaufbau fei ganz auf die deutsche Sendung in diesem Raum abgestellt. Zunächst einmal wurden über 2000 Schulen neu eröffnet, in ber Hauptsache für die Volksdeutschen, denen ja vom polnischen Staat das gesamte Schulsystem zerschlagen worden war. Das Bauwesen wurde belebt, ein großes Theater in Krakau begründet, ebenso die Philharmonie des Generalgouvernements und das Institut für deutsche Ostarbeit in Krakau. Besondere Anforderungen habe der Weichselausbau gestellt, der als kommende Wasserstraße in das neue Ostland von großer Bedeutung sei. Nicht zu vergessen sei die Schaffung deutscher Gerichte für die Deutschen; die vollkommen getrennt seien von den einheimischen Gerichten. Aufgabe der Partei fei es, die nationale Sendung im Generalgouvernement bis in die letzte ' Stelle des deutschen Lebens zu tragen. ber. Hier erkämpfte er sich auch den Pour le merite; mit 62 Feindabschüssen schloß er als Hauptmann den Weltkrieg ab. Seine siegreiche Maschine mußte auf Forderung der Waffenstillstandskommission ausgeliefert werden. Er versah sie mit der Äufnung des Raumes, der feit einem Jahrhundert nach der Zeitrechnung vorn deutschem Wesen erfüllt wurde. Vor den Slawen hätten im Weichselraum striyen dürrer ib geii feiern, erschien ge> Ü und Ausreise erlassen, das bestimmt, daß keine wirtschaftlichen Forderungen der Besatzungsmächte Personen ohne Reisepaß oder besondere Erlaubnis I auf die Dauer nicht mit seiner Auffassung von der zurück« In Oie Liebesgabe. Von Heinz Scharpf. diesem Fall mußte der kleine Hans dern erst der Genius des Feldherrn, der überlegene Einsatz seiner Kampfmittel an entscheidender Stelle, und nicht zuletzt die bssere Kampfmoral der Truppe verbürgen ihn. Washington, 15. November. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hat ein Dekret über die Ein- Oie wahre Demokratie. Von unserer Berliner Schrifileiiung. Sicher: Ein Angriff auf Chikago ist der Gegen- stand unserer nächsten Sorge! So erzählt ... uns Frau Roosevelt. Die Opposition gegen kne Kriegspolitik ihres Gemahls ist sehr stark lM „Mittleren Westen". Das sind die Staaten von Chikago süd- und westwärts. Also muß diesen bockigen nord' amerikanischen Binnenländern klargemacht weroen, daß sie mitten im Schußbereich Adolf Hi^rs ft^en. Darum erzählt Frau Roosevelt, daß Deutschland mehr Schiffe als England und die Bereinigten Staaten zusammen bauen könnte. Ein scheinbares Kom- pliment über die fabelhafte Organisationsfahigkeit der Deutschen soll den Eindruck der Wahrscheinlich- keit verstärken. Damit aber die Farmer des rmtt- leren Westens bestimmt das Gruseln lernen, stigt Frau Roosevelt hinzu, daß diese putschen Aukunfts- schiffe nicht nur die Küsten der USA. bedrohen, son- dern mit Langstreckenbombern Chikago und die tfar- merdörfer im Mittleren Westen in Schutt und Aiche verwandln werden, wenn sie erst einmal an den Küsten der USA. angelangt seien. Der Jnnenmim- ster Roosevelts Ickes gibt gleichzeitig ein Pröbchen amerikanischer Demokratie. Er nennt alle lene, die mit Roosevelts Kriegspolittk nicht durch Dick und Dünn gehen, bewußte oder unbewußte Verräter, Abtrünnige, Spezialisten für Uneinigkeit und ihre Oppositton eine „Art Empörung". Diese Krastaus- drücke veranschaulichen die Denk- und Meinungsfreiheit, wie sie Herr und Frau Roosevelt mm ihr Gefolge verstehen. Und die Wahrheit? „Exchange Telegraph" meldet aus der nordirischen Hauptstadt Belfast, daß zur Errichtung eines großen Stützpunk, tes in Nordirland — in Nordschottland sollen andere amerikanische Stützpunkte geschaffen werden— stän« dig technisches Material aus USA. und Island em« trifft. | Stalin hat Roosevelt gegen Finnland zu sekundieren versucht, freilich mit dem gleichen Ergebnis. Hatte schon Roosevelts Behauptung, Finnland bedrohe die Sicherheit der USA., allgemeines Kopfschütteln erregt, so wird die Note Stalins wohl ihr Begräbnis in der Akte mit der Aufschrift „Diplomatische Kuriositäten" finden, denn toller sind die Tatsachen niemals auf den Kops gestellt worden und höchstens Roosevelt kann darin seinen Stalinsreun- den nachahmen. Die Note der Moskowiter geht überhaupt nicht darauf ein, ob sie Friedensoor chtage gemacht haben. Das war von Roosevelt und seinem Ammanuensis Sumner Welles wahrheitswidrig behauptet worden. Wenn Moskau keine Friedensvor- schlage zu machen hat, weshalb dann diese Note? Daß Finnland, wie es in der Moskauer Note heißt einen „Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion . fuhrt, ist zu lächerlich, als daß diese Verdrehung überhaupt einer Widerlegung bedarf. Zwei Punkte dieser diplomatischen Kuriosität aber sind es wert, einmal unter die Lupe der Kritik genommen zu werden. Daß im Jahre 1939 zum Entsetzen sogar Roosevelts Stalin das kleine Finnland überfiel und es beraubte, wird nicht erwähnt. Die Sache ist so peinlich daß selbst Moskau darüber schweigen möchte, peinlich auch sur Roosevelt, der jetzt verbrennt, was er vordem anbetete, nämlich den finnischen Selbstbehauptungs- Willen und den heroischen Kampf Finnlands sur seine Freiheit. - . Im Zusammenhang mit dem Abschluß des Moskauer Diktatfriedens über Finnland wird nun behauptet, die Insel Hongö, die Fmnlaud genommen wurde, sei eigentlich gar nicht bolsch^ wistisch. Tatsache ist, daß die Insel heute noch durch bolschewistische Truppen besetzt ist und den finnischen Verkehr über die Ostsee bedroht. Weiter wird behauptet, der Bezirk P e t s a m o sei ja von den Moskowitern im Diktatfrieden von 1940 freiwillig Finnland zurückgegeben worden, die Bolschewisten hätten dort nur die Errichtung von Konsulaten usw. verlangt. Tatsache bleibt: Petsamo war von den Bolschewisten geraubt, und nach der nomi- Istanbul, 18. Nov. (Europapreß.) Die tat- sächlichen Gründe für die Rücktrittsabsichten des jetzigen iranischen Ministerpräsidenten Furughi dürften, wie in informierten Kreisen des Irans verlautet, auf politischem Gebiet liegen. Es wird bemerkt, ^daß die Erfüllung der politischen und fen entschied. Erst im vorigen Jahrhundert zwangen die wert- tragenden Feuerwaffen dem Durchbruchsangriff em verändertes Gesicht auf, indem an die Stelle geschlossener Truppenmassen in vorderster Linie zu- erst dichte, dann immer lichtere Schützenlinien traten, denen geschlossene Reserven folgten, wah- rend große Artilleriemassen mit konzentriertem Feuer den Einbruch in den Feind wirksam vorbereiteten. Die sprunghafte Entwicklung der Feuerwaffen nach dem Kriege 1870/71, vor allem die Einführung der Maschinengewehre, deren ab- stoßende Kraft mehr dem Verteidiger als dem An- greifet zugute kam, ließ dann im Weltkriege, als der Durchbruch durch die Stellungsfront von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze als das einzige Mittel zur Wiedererlangung der operativen Freiheit zum brennendsten Problem der Kriegführung geworden war, die gepanzerten Kampfwagen entstehen, die der Infanterie den Einbruch und Durch- bruch durch das feindliche Stellungssystem ermöglichen sollten. Trotz großer taktischer Anfangserfolge mit Hilfe des neuen Kampfmittels ist damals keiner von beiden Parteien der operative Durchbruch mit anschließender Umfassung und Vernichtung gelungen, teils wegen der Schwerfälligkeit der damaligen Kampfwagen, teils wegen ihrer Zersplitterung im Einsatz, teils aber auch — auf deutscher Seite — wegen ihrer zu geringen zahlenmäßigen Starke. Erst im jetzigen Kriege haben die schnellen und wendigen modernen Kampfwagen mit starker Panzerung und Bewaffnung, in großen Verbanden zusammengefaßt und in geschlossenen Massen zum Angriff eingesetzt, ihre volle Durchbruchskraft erwiesen. Mit ihrer Hilfe ist es der deutschen Heeres- sührung immer wieder von neuem gelungen, auch die stärksten, durchlaufenden Befestiaungssysteme des Feindes in West und Ost in voller Tiefe zu durchbrechen, die feindliche Front in einzelne Teile zu zerreißen und diese ringsum einzuschließen. So ist der Durchbruch, der im heutigen Kriege angesichts der unüberwindlich scheinenden neuzeitlichen Befestigungslinien von manchen Fachleuten kaum noch für möglich gehalten wurde, roieberr.m zur entscheidenden Angriffsform, ja zur unbedingten Voraussetzung für die Umfassung und Vernichtung des Feindes geworden. Freilich heute wie zu allen Zeiten gibt das Kampfmittel an sich noch keine Gewähr für die Erringung des Durchbruchssieges, son- Glieder tiefen Angriffes, dessen letztes Glied aus den „Triariern", den besten und kriegserfahrensten Soldaten, bestand. Aehnlich den spartanischen „Ho- pliten", die, 8 Reihen tief, eine lebendige Palisade von vorgestreckten Lanzen, unter dem anfeuernden Klange von Kriegsflöten zum Sturm gegen die feindliche Front vorschritten. Wieder eine andere Durchdruchstaktik verfolgten die Araber in ihren Kämpfen zur Ausbreitung des mohammedanischen Glaubens über Aegypten und ganz Nordafrika im frühen Mittelalter. Wenn sie den Feind von morgens bis abends durch fort- währende Reiter- und Schützenangriffe von allen Seiten zermürbt hatten, gingen sie bei Einbruch der Dunkelheit mit allen Kräften in geschlossener Phalanx, einer Mauer von Schilden gleichend, langsam auf den Feind los, um erst bann, wenn dieser seine Munition verschossen hatte, sich in gewaltigem Ansturm auf ihn zu stürzen, womit sie fast immer ihr Ziel, Durchbruch und Vernichtung des Feindes, erreichten. , v , .. Die schwer gepanzerten Ritterheere des spateren Mittelalters, die den Durchbruch durch die feindlichen Schlachtreihen meist in keilförmigem Dor- stoß zu erreichen suchten, hatten zwar in der ersten Zeit ihres Auftretens große Erfolge zu erzielen, opäter aber scheiterten ihre Angriffe an ihrer star- ren Schwerfälligkeit, besonders nach Einführung der Feuerwaffen, die ihren Panzerschutz illusorisch machten. Ihre Nachfolger, dfe berühmten „Gemerthau- fen" der deutschen Landsknechte, dagegen, mit leichter Panzerung der vordersten Glieder, erwiesen sich Jahrhunderte hindurch in unzähligen Schlack)- hn als unwiderstehliche Sturmtrupps, die sich mit ihren langen, vorgestreckten Spießen unaufhaltsam eine Gasse durch die feindlichen Linien bahnten. Auch in den ersten Jahrhunderten nach Erfindung des Schießpulvers blieb noch immer die lebendige Wucht geschlossener Angriffsmassen der beste Bürge des Durchbruchsieges. Die vorzüglich disziplinierten Infanterieregimenter Friedrichs des Gro- ß e n brachen im starken feindlichen Feuer im strammen Exerziermarsch in den Feind ein, nur dann und wann haltend und auf Kommando Salven ab- gebend. Oft genug war es auch seine Kavallerie, die in fest geschlossener Attacke die feindlichen Linien durchbrach und den Sieg der preußischen Was- Selbständigkeit Irans vereinbar sind. Ueber die künftige Regierung glaubt man zu wißen, daß fU wie die gegenwärtige aus zwei Parteien gebildet weroen wird. Führer der einen Richtung, die sich auf die Kaufmannschaft stützt, ist der jetzige Finanzminister Nafissi: big andere unter dem Namen Dolksportei wird von Suleiman Mirza geleitet. Es ist anzunehmen, daß beide Parteien ein Abkommen über eine Zusammenarbeit treffen werden. Kleine politische Nachrichten. Ritterkreuzträger Feldwebel Otto Eske ist bei einem Gegenstoß seines Regiments gegen den in die deutschen Sicherungen eingebrochenen Feind als Vorkämpfer seines Jnfanteriezuges durch einen Schuß in die Brust gefallen. * Im Nordabschnitt der Ostfront versuchten die Bolschewisten vergeblich, am 17.11. mit von Panzern unterstützte Gegenangriffe in einem Divisionsab- schnitt durchzuführen. Die sowjetischen Gegenangriffe wurden vom deutschen Artilleriefeuer zerschlagen und elf sowjetische Panzer vernichtet. Die gesamte sowjetische Schiffahrt im Gebiet des |i neuen Regierungssitzes der Sowjets mußte eingestellt j werden, da die Wolga bei* Samara vereist ift Finnische Luftstreitkräfte haben die Bombardie- [ rung der Murmanbahn auf dem Abschnitt zwischen | Kotschkoma und Karkumaeki fortgesetzt. Dabei wurden Volltreffer sowohl auf Gleisanlagen als auch auf bewegliches Material erzielt. Ferner wurde eine feindliche Artilleriestellung südlich Karhumaeki mjt Bomben belegt sowie eine Auto- und eine Pferdefahrzeugkolonne bombardiert und unter Feuer genommen. * In der Nacht zum Dienstag griffen feindliche Flugzeuge in fortlaufenden Wellen Neapel an. Die Sachschäden sind nicht schwer. In einem von einer Bombe zerstörten Gebäude wurden 28 Personen getötet, die sich außerhalb des Luftschutzraumes aufhielten, weitere 40 Zivilpersonen wurden verwundet. Die Opfer des letzten feindlichen Einfluges auf Catania find auf 30 gestiegen. Die italienischen Truppen haben im ostafrikanischen Gebiet von Culquabert heftige Angriffe überlegener britischer Kräfte erfolgreich abgewehrt. Alle Versuche der Briten, den Widerstand der seit vielen Monaten von jeglicher Zufuhr abgeschnittenen italienischen Kräfte zu brechen, scheiterten an nellen Rückgabe stellte Moskau Forderungen, die daraus hinausliefen, auch Petsamo m seine Gewalt zu bringen, genau so, wie die Moskowiter die kleinen Republiken des Baltikums „friedlich übergeschluckt" hatten. Das Tollste aber liefert Moskau mit der Behauptung, Finnland habe seine Unabhängigkeit „aus den Händen der Sowjetregierung erhalten. Hehler ist niemals Geschichte gefälscht worden. Die Finnen hatten nach dem Kriege. von 1809 am 25. März 1809 auf dem finnischen Landtag zu Borgä das- Angebot des Zaren Alexander I. angenommen, Finnland unter Beibehaltung der alten Berfa sung innere Selbständigkeit zu geben. Daraus schwuren die Finnen dem Zaren Alexander als dem Großfürsten von Finnland die Treue, und dieser bekräftigte für sich und seine Nachfolger feierlich die finnische Selbständigkeit, die finnischen Gesetze, die lutherische Religion usw. Dieses Zarenwort ist später einfach gebrochen worden, Russen wurden angesiedelt, russische Schulen gegründet, m Finnland regierte die Knute des zaristischen Generalgouverneurs, und durch das Russifizierungsdekret von 1891 wurde Finnland dem russischen Reiche einverleibt. Als die bolschewistische Revolution ausbrach, griffen die Finnen zu den Waffen. Die Bolsche- wisten wurden bei Tammersfors geschlagen, und mit selbstloser deutscher Hilfe errangen die Finnen ihre Unabhängigkeit — gegen den Bglschewismus. Und das nennen diese: „Finnland nabe seine Unabhängigkeit aus den Händen der Sowjettegierung erhalten". Diese Geschichtsfälschung ist würdig den Fälschungen Roosevelts. Finnland hat im Kamps gegen seinen übermächtigen Nachbarn stets um Freiheit und Leben gerungen, und es wird Freiheit und Leben behalten ttotz der perfiden Machen- chaften, die von Washington, London und Moskau ausgehen. Das ist der Wille des gesamten finnischen Volkes, das für seine Freiheit Opfer brachte und bringt, die die Bewunderung aller anständigen Menschen erregen. E.S. Oie Gärten Italiens. Von Augusta von Oertzen. In einem Lande, in dem sich die höchste Kultur mit einem unerhörten Reichtum natürlicher Schönheit verband, gehören die Gärten zu den größten Erlebnissen für den Fremden. Wohl nirgends in der Welt besteht diese eigenartige Verbindung von Kunst und Gewachsenheit wie in den Gärten Italiens, deren lebende Architektur eng verknüpft war mit den Schicksalen bedeutender Menschen, mit den Liebesleiden und -Freuden großen Stils. Um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert begann seine Glanzperiode der großen Familien, die aus der Verwandtschaft mit dem päpstlichen Stuhl Macht und Ansehen schöpften: die Borghese durch Paul III., die Farnese mit Paul V., die Pamphili durch Innozenz X., die Doria, die Albani, die Borgia. „Herrsein" war in Italien identisch mit eigenem Grundbesitz, mit Bauen in großen Dimensionen. So entstanden die prächtigen Dillen und die ebenso prächtigen Gärten nach Plänen berühmter Architekten. Das Lebensideal „fern von der Stadt", das Cicero, Horaz und Plinius gepriesen hatten, erscheint auch den Großen der Renaissance und des Barock höchster Ausdruck eines glücklichen Daseins. Noch heute tragen die verlassenen und verwahrlosten Gärten jener Zeit den Stempel ihrer Besitzer: an den Brunnen der Villa d'Este entdeckt man den Adler und die Lilie der Este, die Jpolito, Statthalter von Tivoli, Erbauer der Villa, dort anbringen ließ, und der Garten der Villa Lante wird feit Jahrhunderten beschirmt von dem Wappentier der Gabara, dem steinernen Krebs. Neben diesen Emblemen trägt fast jeder Garten sein lebendes Wappen, einen Baum, eine Blüte, die gerade an diesem Platze besonders gut gedeiht: Villa Borghese die Olive, Villa Dorazi-Pamphili die Rose, Pilla Albani die Balsamine, Villa Medici den Zitronen- baum, und berauschend steigt aus dem Garten Giusti bei Verona der Geruch der kleinen olea frangens, einer unscheinbaren Blüte, duftend wie ein ausgebrochener Pfirsich. Ein klingender Chor gibt den Gärten Italiens ihren eigenartigen Zauber, es sind die Brunnen, die mit ihren Hellen Stimmen den Besucher schon von weitem grüßen. Berühmt sind die Wasserkünste der Villa Lante, die ein bekannter „Brunnenmeister" des 17. Jahrhunderts geschaffen hat. Heiter, flüssig steigt das Wasser aus dem Spiegel der Teiche, in kristallenen Girlanden, in schimmernden Buketts, in silbernen Kaskaden zerstiebt es traumhaft in den Strahlen der Sonne. Wie von einem Sprühregen überhaucht sind die Treppen und Terrassen, die verwilderten Hecken, die uralten Zypressen der Villa d'Este; dem Spiel dieser lebendigen Tropfen hat einst Franz Liszt gelauscht, Poussin, Watteau, Corot haben hier die Inspirationen zu ihren unsterblichen Gemälden gefunden. Don Hermen und Sphinxen ist der Garten Farnese bevölkert, einsam in der sabi- Nischen Ebene gelegen. In dem verlassenen, gleichsam verwunschenen Garten herrschen wie Gespenster der Vergangenheit die steinernen Figuren zu hunderten. Vor bald drei Jahrhunderten, 1647, vollzog sich vor den grünen Kulissen dieses buon retiro eine der leidenschaftlichen Liebesgeschichten. Der zum Kardinal erhobene Neffe Innozenz' X., Camillo Farnese, war von unbezähmbarer Leidenschaft für die schöne Witwe des Herzogs von Borghese, Olympia Aldobrandini, erfaßt, und heiratete sie gegen den Willen des Papstes. In jenem verzauberten Garten bei Caparola fand das in Ungnade gefallene Paar Zuflucht, bewacht von Hermen und Sphinxen, beschirmt von Zypressen, versanken die Verbannten monatelang in den Kult der Liebe, abgerückt von der Welt durch die unendlichen Weiten der römischen Campagna. Ein illusionierendes Dersteckspiel bietet der Garten in Stra bei Padua, das sog. „Labyrinth", von einem erfinderischen Gärtner für die venetianischen Damen und ihre Liebhaber erfunden. Schmale Wege, einer wie der andere, laufen zwischen grünen Wänden aus Buchsbaum endlos, ziellos im Kreise Nur mit Hilfe des alten Gärtners, der das Geheimnis kennt, löst sich der Fremde aus diesem Irrgarten, in dem einst D'Annunzio und die Düse sich verloren. Wenige mögen den sonderbaren „Garten Eden" in Venedig kennen, ein flach hingestreckter Platz an der Lagune, still und anspruchslos, ein Ruheort für Träumer ... wenn die Dämmerung herabsinkt, wenn das Ave Maria von den Glocken der Stadt ertönt, erscheint die Luft, feucht von Nebel und Duft, von lebenden Schatten erfüllt. Man meint des Außenministeriums in die USA. einreifen dürfen. Ferner dürfen Ausländer die Vereinigten (Staaten nicht verlassen, sofern Grund zu der Annahme besteht, daß die Abreise dem Lande Schaden zufügen konnte. Gegebenenfalls dürfen sie nur bestimmte Häfen benutzen. Aehnliche Bestimmungen waren bereits Anfang des Sommers für deutsche und italienische Staatsangehörige eingeführt worden, als die Regierung anordnete, die Konsulate dieser Lander in den USA. „auf Grund gemeingefährlicher Wirk- samkeit" zu schließen. Japans Außenpolitik unverändert. Einstimmige Entschließung des Reichstages Tokio, 18.Nov. (Europapreß.) Das japanische Unterhaus billigte einstimmig eine Entschließung über die unveränderte Weiterführung der japanischen Außenpolitik. In dieser Entschließung, die von allen drei Gruppen des Hauses eingebracht wurde, wird hervorgehoben, daß die Feindseligkeiten in China nur infolge der Einmischung japanfeindlicher dritter Mächte unter Führung ber USA. noch nicht beendet seien. Die Entschließung wendet sich ferner gegen das unmäßige Streben der Vereinigten Staaten nach der Hegemonie in der Welt. Diese norbamerikanische Haltung sei auch für die Lage im Fernen Osten verantwortlich, da sie bas japanische Programm für die Entwicklung in Ostasien nicht anerkenne. Die Entschließung enbet mit ben Worten: „Das javanische Volk glaubt, baß keine Möglichkeit zum Aufstieg gegeben ist, ohne baß dieser Kampf durchgefochten wird. Die Vermehrung der Anleihen und Steuern geschieht zu Kriegszwecken." Umbildung der iranischen Regierung. Frankreich und feine afrikanischen Kolonien. Vichy, 18. Nov. (Eurovapreß.) Eine hier augenblicklich abgehaltene Wirtschaftskonferenz hat durch den Besuch des Generals Weygand, des Generalgouverneurs für Französifch-Nordafrika, eine besondere Bedeutung erfahren. Auf der Tagesordnung ber Konferenz, an der die Delegierten der Mimste- rien und die Abgesandten von Tunis, Algier, Ma- rokko und Französisch-Westafrika teilnahmen, steht als erstes die Prüfung eines intensiveren Wirt- schaftsaustausches zwischen Frankreich und den ihm am nächsten gelegenen Teilen des französischen Kolonialreiches, vor allem die Versorgung des Mutter- lanbes und der Versand von Fertigfabrikaten nach Nordafrika. General Weygand hat Marschall Pötam und Admiral Darlan über die letzten voü. dem verunglückten Kriegsminister General Huntziger geführten Verhandlungen unterrichtet. Die afrikanischen Kolonien sollen durch ben Bau ber Irans« sahara - Bahn, bie ben Norden mit dem Westen von Französisch-Afrika verbinden wird, engeren Anschluß zum Mutterland erhalten. Daneben wird dem Französisch-Westafrika durchquerenden N i g e r f l u ß eine besonder? Bedeutung beigemessen, einmal wegen feiner Staudämme und aum anderen wegen der Transportmöglichkeiten auf dem Wasserwege. Die erste Eisenbahnbrücke ber Transsahara- Linie über ben Niger ist fertiggestellt, zum erstenmal hat eine Lokomotive biese Brücke mobemfter Eisenkonstruktion überquert. Neue Einschränkungen für die Ein- und Ausreise in den USA. trotzig unb sammelte emsig weiter, bis er an bie vierzig Stück beisammen hatte. Dann verpackte er sie kunstgerecht unb kratzte auf bie Schachtel mit großen schiefen Buchstaben bie Adresse: „An ein Pfertl im Felde. — Von Hans Müller, Pasing 5." Stolz trug er dieses, sein erstes Paket, selbst auf bie Post. Der Beamte nahm es freunblich entgegen unb ließ es durchgehen, obwohl es um zwei Gramm zuviel wog. Aber er wollte dem Knirps bie Freude nicht verderben. Fröhlich kam Hans zurück in dem erhebenden Bewußtsein, seiner Verbundenheit mit der Front Ausdruck gegeben zu haben. Bald darauf erhielt HUde eine Karte aus dem Felde. Von einem Unteroffizier. Der schrieb, wenn sie selbst so süß wäre wie ihre Schokolade, mochte er sie gern kennenlernen. Da klatschte das Mädel vor Vergnügen in die Hände und lief mit ihrer Karts sogleich zu ihren Freundinnen. Dann traf eine Feld- Postkarte für Heiner ein, worauf sich ein Panzerschütze für die übersandte Munition bedankte, dis bereits in Rauch aufgegangen war. Heiner tat einen Freudensprung. Panzer waren seine Lieblingswaffe« Wieder stand Hans im Hintertreffen. „Hat Dir dein ,Pfertl' auch geschrieben?" wurde er von den Geschwistern geneckt. „Aber Kinder", muhte die Mutter begütigen, „ein Pferd kann doch nicht schreiben/ Das sahen die beiden Heiteren denn auch ein. Drei Wochen später kam eine Karte an Hans aus Rußland. Darauf stand zu lesen: „Dielen Dank für ben leckeren Zucker. Ich heiße Hans wie Du und bin Bespannungspferb bet einem Felbgeschütz. Es geht mir gut. Das gleiche auch von Dir hoffenb, grüße ich Dich herzlich." Unb dieses Schreiben war von einem Hauptmann unterzeichnet. Da klatschte Hans nicht nur wie verrückt in die Hände unb tat einen Freubensprung nach dem anderen, sondern er wieherte auch noch dazu wie ein übermütiges Fohlen. Seine Geschwister sah er von unten herauf sehr von oben herab an. Was war das schon, eine Karte von einem Unteroffizier oder von einem Panzerschützen, er dagegen hatte eine von einem eingerückten Pfertl bekommen, mit ber echten Unterschrift eines Hauptmanns! Er war ungeheuer f Nicht einmal der Dorwurf feiner Geschwister, daß er bie Hälfte des Zuckers sicherlich stibitzt habe, vermochte ihn zu treffen. eine Prozession zu sehen, bie in feierlich schwebendem Tanze vorübergleitet. Vieles ließe sich noch erzählen von ben Gärten Italiens, von dem Botanischen Garten in Padua, den schon Goethe besucht hat, von den Gärten der Isola della, von denen in Florenz und Turin. „Nichts läßt sich vergleichen mit diesem Lande", schreibt Goethe, „in dem überall die großen Erinnerungen sich mit natürlicher Schönheit verbinden. Alles dieses zusammen ist das Beste, was wir besitzen, im Traum und in der Wirklichkeit." stehen, der als Jüngster in der Famllie überall vorgezogen werden wollte. Seine Schwester Hilde durfte an einen Soldaten im Felde eine Tafel Schokolade schicken. Hans hätte das natürlich auch gedurft, aber er hatte feine Schokolade schon aufgegessen. Mit neidischen Augen sah er zu, wie Hilde recht patzig die Adresse und ihren Namen auf das Feldpoftpäckchen malte. O, Hans hätte das auch so schön gekonnt, wenn man ihn hätte schreiben lassen, höchstens daß noch ein paar Kleckse hinzugekommen wären. Heiner wieder durfte eine Schachtel Zigaretten ins Feld senden. Das hätte Hans auch können, wenn sich in seinem Sparschweinchen noch etwas oorgefun- ben hätte. So stand er da mit zwei leeren Hosentaschen und kaute mißmutig an feinem Daumen. Bis ihm ein Einfall kam. Er begann Würfelzucker zu hamstern, ben er wie einen Schatz in feinen Taschen verstaute. Hans war ein Leckermaul, er trank feinen Kaffee besonders gern süß. Jetzt beschränkte er sich freiwillig auf bie halbe Zuckerration unb sparte die andere Hälfte für eine Feldpostsendung. Jeden Abend vor dem Schlafengehen zahlte er bie gesammelten Würfel, sie würben baburch nicht weißer, manchmal probierte er einen von ihnen, offenbar um sich zu vergewissern, ob es noch^ Zucker war. „Um Himmelswillen", sagte bie Mutter, „solch' schmutzigen Zucker kannst bu doch nicht fortschicken." — ,Lch werde ihn vorher ein bißchen wafchen", jagte Hans Moskauer Geschichtsfälschungen Bon unserer Berliner Schriftleitung 2 Auf Wunsch der britischen Militärbehörde hat die ZLU| XVU11]u; vci vi iii|cyc ii jjumuiutijuiuc yui vic ägyptische Regierung an die französische Regierung in Vichy, an die spanische Regierung und an die Schulbank tu« oder Im Busch oder glüh-ndheitz-n I nahm« eigener Verantwortung in eine der liebsten _ J . ... fFrtnnnrimnpn mnrmelt. er es vom >en ,Es ist ganz etwas anderes, ob ich es ist bei den in i Feind 'ch einen Rur ehe sie den Wagen verließen, konnte nicht unterlassen, ihnen nachzurufen? „Also morgen dann auf Wiedersehen!" Erfolgreiche Altstofferfassung Oer Gauleiter ehrt die besten Sammler des Gaues. nist wird selbst sein« Musik bei allen Aufführungen dirigieren. Die Titelrolle der Dersdichtung, die dem alten Stoff eine völlig neue mythische Deutung gibt, spielt Bianca B l a ch a. In weiteren Hauptrollen: Carl Bruno Schmidt (Dionysos), Herbert Kochlmg (Theseus), August Wilhelm Funke (Priester), Leo. pold Fischer (Herold), Anja Rau (Leute), Editha Thomae (Charis). Bühnenbild: Karl Löffler. Ko° stümentwürfe: Ruth Lipfert. Im Rahmen der Inszenierung wird erstmalig die Tanzgruppe unter der Leitung von Andreas Bolpert im Schauspiel eingesetzt. Premiere: 23. November. der die daß sie tteien ud)tung, ■ r jetzige er dem Iirza ge« 'm ein treffen Lotte Grützner hatte eine merkwürdige Art, sich bemerkbar zu machen. Der Widerspruch leuchtete nua ihrem Blick, und noch ehe Günther einen ZumSÄHrestag derASG.„Krafi durchJreude" Eine »Kraft durch Freude"-Woche in Gießen vom 19.-27. November. > andere Htäfr >nd ein. iiche Flu» Die Sach oon einer Pechnen umes auf- verwundet s auf Ca- in die A te„l( M litt 7 , 0 *ss* verliehen. ♦ In Preßburg wurde das der Slowakei von deutscher Seite als Geschenk gewidmete Hygienemuseum eröffnet. Es handelt sich um eine Nachbildung des Dresdner Hygienemuseums. Es stellt einen Wert von einer Million Kronen dar. Im Namen des Reiches übergab der deutsche Gesandte Ludin das Museum dem Ministerpräsidenten Dr. Tuka. Aus alter Wett. »heroische Musik" von Höller In Franksiirl urauf- geführt. Im zweiten Montagskonzert in der Gauhauptstadt brachte das Rhein-Mainische Landesorchoster unter Leitung von Hermann Abend r o t h in An- Wesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die Uraufführung der J>eroijd)en Musik" für Orchester des Komponisten Karl Hol- (er, Träger des Nationalpreises für Musik 1940. In dem Werke sind Motive aus dem Marschtted „Kamerad, wir marschieren" von Herms Niel ver- wendet. Von fern klang das Motiv des Frankreich- liebes an. Der Mittelteil ist eine Art Trauermarsch. Dann setzt eine festlich bewegte Siegesmusik Mit Mottven des Herms-Niel-Liedes ein. Der Abend brachte ferner Beethovens ks-clur^lavier-Konzert und Mozarts Iupiter-Sinfome. Professor Wilhelm Backhaus war Solist. Heue Filmrolle für Heinrich George. Für den Wien-Film "Wien 1910 in dem Rudolf Forster den Läger spielt, wird Heinrich George Ritter von Schönerer verkörpern. Lil D a g o v e r wurde für die weibliche Hauptrolle verpflichtet Die Aufnahmen haben begonnen. Drei Beträtet hingerichtet. Der 53 Jahre alte, zuletzt in Wetz wohnhafte Adam Mollen ist vom Volksgerichtshof am 27. August 1941 wegen Vorbereitung zum Hochverra zum Tode verurteilt und am Mittwoch Ungerichtet worden. Er hatte sich schonnm der Zeit t'esst er Erniedrigung Deutschlands führend als rheimscher Separatist betätigt. Jetzt war er tnteber Hochverrat« risch tättq geworden. Weiter sind die vom Volks gerichtshof wegen Landesverrats zum Tode ver urteilten Karl S v i e g e l aus N^chtal und Brimo Raschke aus Breslau hmqenchtet worden, oie hatten im Auftrag eines fremden Nachrichtendienstes Spionage gegen Deutschland getrlebem^^^^^^^^ Lordsiegelbewahrer A 11 l e e traf wieder mit dem Beauftragten Roosevelts zur Durchführung des Leih- uno Pachtgesetzes, Harriman, und dem Unterstaatssekretär im britischen Luftsahrtministe- rium, Balfour, aus den USA. in London ein. ♦ Zehntausend in den Bereinigten Staaten lebende Mexikaner haben sich jur Rückkehr nach Mexiko gemeldet, weil sie nicht im nordamerikanischen Heer dienen wollen. deutende Ergebnisse für die deutsche Meeresforschung erwarten dürfen. Uraufführung „Ariadne" im Theater der Universitätsstadt Gießen. Das oon Inteddant Hans Matter K l e i n zur Uraufführung angenommene Trauerspiel „Ariadne" oon Ernst Wilhelm Eschmann nimmt seine stofflichen Grundlagen und dichterischen Antriebe aus dem griechischen Sagenkreis. Die Inszenierung hat Ober- spielleiter Wilhelm Michael Mund übernommen, auf dessen Anregung Otto Zöllner eine Schauspielmusik zu dem Werk komponierte. Der Kompo- General Moscardo, der tapfere Verteidiger des Alkazar von Toledo, der das Weihnachsgeschenk des spanischen Volkes und des spanischen Staatschefs für die Blaue Division überbringt, ist nach Berlin abgereist. * Anläßlich feiner Beauftragung durch den Führer gab Reichsminister Rosenberg einen Ueberblick über die geschichtlichen Voraussetzungen und über die ihm erwachsenden Aufgaben, unter denen an erster Stelle die Beseitigung des bolschewistischen Chaos und Zurückgewinnung dieser Länder für eine neue Ordnung steht. Der Führer hat dem ordentlichen Profesior, Hof- rot Dr. Erich TschermakEdlervonSeyse- n e g g in Wien aus Anlaß der Vollendung seines 70 Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste als Botaniker und Dererbungssorscher frie Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft rade diese Sammelaktionen haben sich als unerschöpflicher Hilfsquell erwiesen, der aus den Mengen der Altstoffe immer wieder neue Rohstoffe erschließt und auch die Zeiten überbrücken hilft, bis die neuen Rohstoffquellen in den von uns eroberten Gebieten restlos erschlossen sein werden. Der Gauleiter betonte abschließend, daß die Jugend durch diese unermüdliche Arbeit selbst an ihrem zukünftigen Schicksal mitgestalten hilft, denn die Altstoff- erfasiung sei dazu angetan, unseren Lebenskampf sieghaft bestehen zu können. Anschließend schritt der Gauleiter 3ur Preisverteilung. Die Kreisbeauftragten für Altmaterialer- fassung sowie die gaubesten Schulen wurden mit einem Bild des Gauleiters ausgezeichnet, während Lehrer und Schüler mit einem Buch bedacht wurden. Der Gauleiter beschloß die Ehrung der flau- besten Sammler, indem er sie als sein Gäste in den Gemeinschaftsraum des Adolf-Hitler-Hauses einlud, um noch einige Zeit in ihrem Kreise zu verweilen. htn. • uns n di, >Mtt. faago nord. 'M te btoa. chlgkeit einlich. 1 mitt« 1- N i tunsts. i ;n. Ion. j Aar. i mmini. rächen 'ne, die ’rt und erratet, ihre Maus» inungs. and ihr kchange uptstadt ^punt. Am 27. November jährt sich zum 8. Male der Tag der Gründung der NSG. ,Kraft durch Freude". Da ist es angebracht, einmal einen Augenblick sinnend zu verweilen bei der Arbeit dieser jemaltigen Organisation. Als der Führer dem Reichsorganisationsletter Dr. Ley, dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront, vor 8 Jahren den Auftrag erteilte: „Sorgen Sie mir dafür, daß das deutsche Dolk seine Nerven behält, denn nur mit einem nervenstarken Dolk kann man Politik machen", war damit das Ziel der am 27. November 1933 erfolgten Gründung der NSG. „Kraft durch Freude" be- reite klar umriffen. Jetzt galt es, jedem schaffenden deutschen Menschen zu einem frohen, lebenbejahenden Volksgenossen zu formen. Vermittelt die Partei mit ihren Organisationen die politische Einsicht, die den einzelnen alle Maßnahmen des autoritär geleiteten Staates begreifen und bejahen läßt, so hat die NSG. „Kraft durch Freude" die Aufgabe, jeden einzelnen Schaffenden den Stolz auf seine Arbeit empfinden zu lassen, seine Arbeit sinnvoll einzuglie. dem in die schaffende Gemeinschaft und auch seine Freizeit so zu gestalten, daß sie ihm zur seelischen Kraftguelle wird und damit feinen Arbeite- und Lebenswillen steigert. Die Arbeit der NSG. ^Kraft durch Freude" darf daher nicht losgelöst für sich betrachtet werden, sonderen ist ein Bestandteil der Gesamtpopitik des Reiches. Diese Arbeit erstreckt sich dabei nicht nur auf die Freizeitgestaltung, die nach der Arbeit einsetzt, sondern sie erfaßt bereite den Menschen in seiner Arbeit selbst. Die vernünftige Arbeitsgestaltung ist eine Vorbedingung für die Freizeitgestaltung. Arbeit und Freizeit sollen zu einer natürlichen und lebendigen Einhett verwach- sen. Diesen Zielen dienen die verschiedenen Aemter der Organisation: das Amt der „Schönheit der Ar- beit", die verschiedenen Kulturämter, als deren bedeutendstes das Amt „Deutsches Volksbildungswerk" zu nennen ist, das Sportamt und das Amt „Reisen, Wandern und Urlaub". Das Amt „Feierabend" pflegt die Gestaltung der Freizeit mit den Mitteln der Kunst, der wertvollen Unterhaltung und des Volkstums und Brauchtums, während dem „Deut- fchen Dolksbildunqswerk" die gesamte Erwachsenen- bildung obliegt. Die Gliederung der NSG. ,Kraft 'durch Freude" läuft derjenigen der Partei parallel. So gibt es in jedem Gau einen „Kraft durch Freude"-Gauwart, im Kreis den Kreiswart und m lebtet des eingestellt ift ombarbie« : zwischen bei wm> als auch mrbe eint i naeti ich le Pferde- Feuer gedeutelter Reichsstatthalter Sprenger hatte für Dienstagnachmittag die besten Altmaterial- jammler des Gaues Hessen-Nassau in das Adolf- Hitler-Haus nach Frankfurt a. M. eingeladen, um ihnen für ihre Leistung, die gerade auf diesem Gebiet während des Krieges in wirtschafte- und rüstungspolitischer Hinsicht besonders ins Gewicht fällt, eine ehrende Auszeichnung zukommen zu Sechs Kreisbeauftragte für Altmaterialerfassung, eine Lehrerin, zwölf Lehrer, neun Schülerinnen und vierundzwanzig Schüler konnte der Gaubeauftragte für die Altmaterialerfassung, Gauwirtschaftsberater E ck a r d t, dem Gauleiter melden und ihm gleichzeitig für feine tatkräftige Unterstützung danken, Die er der Altmaterialerfassung angedeihen ließ. Der Gauleiter sprach dann den Sammlern seinen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz aus, der einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Sicherung der Rohstofflage geleistet habe. Denn geben ihnen die besonderen Abweichungen von Natur- und Kunstbrut klargemacht. Er hatte das Gefühl, sich nicht zu täuschen, als er in dem Gesicht Lottes eine leichte Röte aufsteigen sah. Sie wandte sich aber auch ebenso schnell wieder von ihm ab und beteiligte sich besonders lebhaft am Unterricht. Günther ging dem Direktor nach, der sich wirklich große Mühe gab, Günther die Einrichtungen dis in alle Einzelheiteen zu erklären, der auf eine leise Andeutung hin von sich aus den Vorschlag gemacht hatte, Günther möge am Spätnachmittag im großen Hörsaal einen Vortrag über Deutsch- Ost halten und insbesondere den Betrieb auf einer großen Farm schildern. Während der Mittagspause sollte dieses Ereignis verkündet werden. Endlich traf Günther auch Eva Rümelin. In der Schusterwerkstatt sah sie, einen dicken Lederschurz vorgebunden, einen Schuh über den Riemen zwischen die Knie geklemmt und den Stifthammer schwingend. Sie hatte ihn gar nicht beachtet. Erst als sie spürte, daß schon längere Zeit jemand neben ihr stand, blickte sie auf. Da der Direktor sich mit einer anderen Schülerin beschäftigte, mit dem Rücken zu ihr stand, schaute sie Günther mit den gleichen offenen blauen Augen an, wie im Abteil auf Der Fahrt nach Rendsburg. Sekundenlang hielt sie seinen Blick aus, nichts verwirrte sie oder brachte sie aus der Ruhe. In ihrer Zielbewußtheit schien sie zutiefst gefestigt zu sein. „ , Die Besichtigung nahm ihr Ende. Günther Merck hatte mehr gefunden, als er geahnt hatte. Er erkannte ungeheures Streben, obgleich noch niemand wußte, wann Deutschland wieder seine Kolonien haben würde. Die Aufregung über die Ankündigung seines Vortrages legte sich erst kurz vor dessen Beginn. Bis dahin waren Lotte Grützner und Eva Rümelin von Freundinnen und Schülerinnen aller Klassen umlagert, weil sie es nun nicht länger mehr für sich behalten konnten, daß sie Herrn Günther Merck bereite kannten. Das Echo, das ihre Reiseschilderung erlebte, ebbte erst ab, als Günther am Pult der Klosse 'stand und an Hand einer großen Korte von Deutschost die Lage des Merckhofes am Meru er- flärte, den Aufbau einer Riesenfarm entwickelte und von den gewaltigen Aufgaben berichtete, die eines jeden harrten, der sich draußen ansiedelte. (Fortsetzung folgt.) Erinnerungen wandelt. Sie ließen sich mit keiner Handreichung mehr helfen und stellten, schon ehe berSug in den Bahn- Hof einfuhr, ihr Gepäck an die Wagentür. Gunther sah dem allen ziemlich erstaunt zu. Nachdem sie ihm klargemacht hatten, man könnte sie vielleicht beim Aussteigen mit einer „Zugbekanntschaft' sie betonten diesen Begriff besonders — überraschen, benahm er sich durchaus zurückhaltend. dem tapferen Durchhalten der Dereidiger. In mehreren Nahgefechten schlugen die italienischen Soldaten alle Angriffe ab und fügten den in überlegener Stärke immer wieder anrennenden britischen Truppen große Verluste zu. Karin Grunelius Roman von Guido ft. Brand Sl.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er mutzte manchmal lachelm Mehr aber noch be- wunderte er den Mut dieser Mädchen. Aber er elbst wurde einer Meinung beraubt und eines Le seren belehrt, als ihm Eva und Lotte abwechselnd die ge- waltige Arbeit, den Ausbau eines Lehrganges und die Emsatzsreudigkeit von Lehrer und Schulennnen schilderten Niemals hätte er bas gcgloubt. !Rtctnan» mutzte drautzen, was hier g-lei,tet wurde, Wenn er es sich auch nicht anmerken ließ, so konnte er doch nicht mit seiner Bewunderung zuruckhalten. Fast kleinlaut hörte er zu. „Hat men denn bei Ihnen eine Ahnung davon, daß wir kein Pensionat für höhere Tochter ftnD, sondern eine Fachschule, die das Aeutzerstevon uns verlangt? Ob Tischlerei, Schmiede, Glaserei, An streichen, Polstern, Haarschneiden oder was weitz ich noch alles ... all das müssen wir lernen, be herrschen i Vielleicht wissen das Mädchen drautzen auch und können es, wie? wollte Lotte Grützner nach ihrer Verteidigungsrede von Gunther Mercr hören. Es fiel ihm schwer, über diesen Ansturm nicht zu lächeln Fräulein Grützner brachte alles mit einer jungmädchenhaften Bewußtheit vor, die * sicheren und vor nichts zuruckschreckenden Könner schäft verwurzelt war. „Das ist ja wunderbar daß Sie das altes fernem und ich bin überzeugt, daß mir da e’n€n A noch drüben bekommen, der in manchen anderen voraus ist und nur noch dl.e Praxis braucht, um zu bestehen. Es ist natürlich leichter, die Arber ten, die so von den Farmern und Farmerinnen verlangt werden, in einer gesicherten ® zuführen als unter den viel härteren Beengung des afrikanischen Klimas und der primitiven Der spanische Regierung und an die japanische Regierung die Aufforderung gerichtet, ihre Konsulate in Aegypten zu schließen. Auf englischen Druck hat sich auch die irakische Reaierung veranlaßt gesehen, die diplomatischen Beziehungen zu Vichy und Tokio abzubrechen. Laub meist auf Haufen gekehrt und fortgefahren, um zwischen Müll und Erde irgendwo zu verwesen oder zu Asche verbrannt zu werden. Auf beide Weisen geben die abgestorbenen Blätter in die große Werkstatt der Natur ein, wo nebeneinander Tod und Leben gewirkt haben. „Eine Handvoll Erde Ist eine Handvoll Welt." Verwesung und Verbrennung muß sein, damit Licht und Leben wird. Warum klammern sich noch einige dürre Wimpel krampfhaft an ihre Zweige?! Sie rascheln doch nur wie ein Fetzen zerknüllten Papiers. Was tot ist, gehört der Erde. Schwermütig geigt der Wind in den kahlen Besten. Es ist der Ausklang einer wilden Totentanzmelodie. Und der novemberliche Himmel senkt seine Nebel wie Trauerflöre. Aber bald wird es schneien und die dunkle Erde wird wie verklärt schimmern unter der weißen leuchtenden Decke, die uns die tröstliche Gewißheit eines neuen ftrüblmgs Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisletters findet am Donnerstag, 20. November 1941, nachmittags von 15 bis 17 Uhr inGießen statt. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. NSG. „Kraft durch Freude": 19.15 Uhr in der Aula der Universität Vortrag Hans Haß über „Unter Korallen und Haien". — Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Nora". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Alkazar". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Eine Tür geht auf". Hans haß erzählt von seinen Abenteuern. Ans Unmögliche grenzen die Berichte, die Hans Haß aus Wien am heutigen Mittwochabend bei feinem von „KdF." veranstalteten Vortwg in der Aula über das Thema „Unter Korallen und Haien" von seinen Tiefseetauchungen geben wird. Was sein Auge in Tauchversuchen auf dem Grunde des Karibischen Meeres geschaut hat, wie er mit einer selbst- gebauten besonderen Kamera Unterwasseraufnahmen machte, wie er sich an Haie und andere Raubfische des Meeres heranpirschte, sie beobachtete und photo- graphierte, auch gefährliche Kämpfe zu bestehen hatte, von denen er sich selbst zuerst keine Vorstellung gemacht hatte, darüber wird er in seinem von etwa 150 Lichtbildern untermalten Vortrag einen fesselnden Bericht geben. Hans Haß will mit feinen Vorträgen sich die Mittel verschaffen für neue Expeditionen nach dem Kriege, von denen wir de- Aus der Giadi Gießen. Lauv und Erde, Die Wipfel und Hecken sind licht und laublos geworden. Die Blätter verloren ihre Farbe, schrumpften und welkten hin. Manche begannen vom Rande her zu zerfallen, sahen wie von Rost zerfressen aus und raschelten bei dem Windstoß wie die vertrocknete Haut eines Insekts, dem das Leben ent- chlüpfte. Andere wurden schöner im Tvdeskamps und leuchtete auf wie von innerem Feuer durch- glüht. In ihrem Zitronengelb und Purpur prangte etwas von den Untergangsfarben der scheidenden Sonne und des Abendhimmels. Dann flatterten und kreiselten sie lautlos in der Lust. Es war trotz des langsamen Gleitens kein Flug, sondern ein Fallen. Wie jedes Wesen, dem Gottes Wille das Ende geschehen läßt, so suchten die niederwehenden Blätter den mütterlichen Schoß der Erde, der sie gebar. Sie können den Bäumen nichts mehr nützen, wären nur lästige Mitzehrer an dem bißchen Feuchtigkeit, bas die Wurzeln mühsam der hart und frostig werdenden Erde entfaugen. So starben sie den Opfertod für die Erhaltung der Art, wie wir es zu gewissen Zeiten auch im Tierreich beobachten. Heroisch ist beispielsweise der Todeszug der hamstergroßen Lemminge, die in Jahren des Nahrungsmangels ihre Berghöhten in den skandinavischen Gebirgen verlassen und in ungeheuren Scharen und tagelangen strapazenreichen Märschen nach dem Meere wandern, in dessen Fluten sie sich wie von einer magischen Gewalt gezogen hineinstürzen, um den wenigen Zurückgebliebenen das Durchhatten zu ermöglichen. Ader das fallende Laub hilft auch anderen Wesen als wärmende Decke über den Winterfrost hinweg. Vieles Kleingetier überwintert in feinem dichten Schutt geborgen. Selbst kleine zusammengekringelte Raupen, die den Sommer über wüst in den Wipfeln hausten, - linden unter dem Blätterteppich eine mollige Schlafstätte. Unter den Straßen- und Alleebäumen wird das aus ihrem Blick, und noch ehe Günther einen Satz beendet hatte, fächelte sie mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand in der Luft herum. Gleichzeitig schüttelte sie den Kopf, als müsse sie einer derartigen Unkenntnis eine doppelte Verneinung ent- aegenhatten. _ . ., A, So! Das glauben Sie! Da kann ich Ihnen nur sagen, daß Sie auch keine Ahnung haben, und wenn Sie morgen mal zu uns hinauskommen und sich unseren Laden angesehen, werden Sie wohl oder übel Ihre Meinung korrigieren müssen. Wir kochen zum Beispiel nicht nur elektrisch, sondern auch ach Apparaten für Petroleum oder Benzin, ja auch auf offenem Feuer! Wir können nicht nur melken, sondern verstehen auch die Käserei. Ach, hundert | Dinge könnte ich Ihnen noch sagen ... Plötzlich fiel ihr auf, daß ihre Freundin Eva sich überhaupt noch nicht an der Unterhaltung beteiligt patte, und sie wandte sich, ein wenig erregt lachend, ihr zu: „Aber warum redest du denn nichts? Ist es nicht so, wie ich sage?" Eva Rümelin schreckte wie aus einem Traum auf. Sie hatte nicht nur zugehört, sondern darüber hinaus einer fernen Wirklichkeit Gestatt zu geben ver- sucht Warum sollte sie denn das alles noch bestätigen, wenn Herr Merck sich selbst davon überzeugen konnte? Günther aber sah ihr doch an, daß sie sich förmlich zusammenriß, als sie, nicht so tampffreubig wie ihre Freundin, andere Einzel- beiten anführte, die das Bild der Frauenschute nin- beten An ber Verlangsamung der Fahrt merkten die beiden Mädchen, daß ber Zug sich Rendsburg näherte. Als änderte sich damit die Atmosphäre, überschatteten sich ihre Gesichter mit einem sonder- baren Ernst, wurden sie einsilbiger und versuchten ganz deutlich einen größeren Abstand zwischen sich und Günther Merck herzustellen. Fast hatte es den Anschein, als machten sie sich Dorwurfe, einem fremden Menschen so viel über die Einrichtungen ber Frauenschute erzählt zu haben. Außerdem hatten i sie auch nicht mit dem Urteil über die eme ober |ic uuui / ______nhfnn n aber die Vol- Panzern »ifionsab- nanarisfe chchlagen der Ortsgruppe den Drtsmart Das verbürgt die chlagkräftige und erfolgreiche Einiatzmöglichkett. Daneben Haden die Betriebe ihre eigenen „Äraft durch Freude"-Betriebswarte. Was in den vergangenen acht Jahren an wertvoller kultureller Arbeit, die dem Volksgan^en zugute kommt, geleistet wurde, läßt sich in eine gedrängte Ueberficht gar nicht zusammensassen. In einer Broschüre über Aufbau und Arbeit ber NSG. „Kraft durch Freude" aus dem Jahre 1939 konnte es bereits heißen: „Es wird schon jetzt als eine Selbstverständlichkeit und keineswegs mehr als eine in der ganzen Welt einzig dastehende Einrichtung empfunden, daß der deutsche Arbeiter Urlaubsreifen in die schönsten Gegenden Deutschlands und mit der „Kraft°durch-Freube"-Flotte nach Norwegen, Madeira und Griechenland macht, daß er Theater und Konzerte besucht, in denen die besten Künstler vor ihm spielen, daß ihm alle Möglichkeiten körperlicher Ertüchtigung und geistiger Fortbildung und Unterhaltung erschlossen sind, daß er in den Betrieben sauber gepflegte Arbeitsstätten und mit auserlesenem künstlerischen Geschmack eingerichtete Kamerad- schaftsräume und Freizeitheime vorfindet, deren Kultur sich allmählich auf seinen privaten ßebens- treis überträgt." Im Kriege wird manches Ziel etwas zurückge- steckt werden müssen, allerdings in der sicheren Gewißheit, nach dem siegreichen Ende des Krieges in verstärktem Maße wieder belebt zu werden. Als Günther dann am nächsten Morgen Hotel aus zum Gerhardshain hinaussuhr und das wuchtige Hauptgebäude der Kolonialen Frauen- schule, umrahmt oon hohen, Hellen Birken, einem Pflanzensteingarten und wuchernden Nadelhölzern, zum erstenmal sah, hatte er sich völlig vorbehaltlos auf das Kommando eingestellt. Der Leiter der Anstatt, der schon auf seine Ankunft vorbereitet.mar, empfing ihn freundlich, betonte jedoch auch, daß die Annahme seines Besuches eine Ausnahme fei. Es sei nickt nur eine unge- wöhnliche Zeit, sondern es werde überhaupt nicht gern gesehen, wenn irgendeine Unterbrechung der Arbeit ftattfänbe. Auf dem Weg in den Außenbettieb der Schute, der sich gegen die Eider erstreckte, belehrte der Direktor Güncher kurz über die Geschichte der Schule und ihre Entwicklung. Bezeichnungen wie „Klein- Windhuk" oder „Tanga" und „Kamerun" erinnerten nicht nur an die Kolonien, sondern hatten auch etwas von dem Geist dieser fremden Welt an sich. Wohnten zum Beispiel in „Windhuk" em paar Schülerinnen, die einen eigenen Haushalt fuhren mußten und dadurch ihre Selbständigkeit unter kolonialen Bedingungen erweisen sollten, so befand sich im „Tangahaus" neben den Wohnungen die Schneiderwerkstatt, und im „Kamefunhaus hinter dem Gemüsegarten wirkten einige Schülerinnen m ber Bäckerei und der Räucherkammer. Bis jetzt hatte Günther weder Lotte Grützner noch ■ Eva Rümelin gesehen. Fast hatte er schon die Hoss- nuna ausaeaeben, als er Lotte unter den anderen , Schülerinnen In der Geflügelzucht entdeckte. Es wur- ostafrika' je Angriffe abgewehrl ib ber seit abgefchnii- eiterten an er an di« kratzte auf Waben die !ßon Hans (ein erstes e nahm # .en, obwohl wollte dem röhlich kam tfein, fe'Nt gegeben :e aus dem hrieb, veM e, möchte Vödeio- ihrer Karte f eine W in we iS'4 18 ftoW belustigten Augen erkannte Günther datz aber man ihm etwas entgegenhatten wollte und A $ mehr ode? weniger mit jener jugendlichen ’T Ä es auf her WtXigteit, die tzch später mit der Heber- Freilich hat der Krieg der NSG. ,Lraft durch Freude" auch wieder manche Sonderausgaben gebracht. Hier ist vor allem das große Gebiet der Wehrmachtbetreuung zu nennen. Man muß einmal in den Lazaretten oder bei Formationen stattfindende Theater-, Konzert- und Vortragsabende besucht haben, um den befriedigenden Stolz mitzunehmen, daß für unsere Soldaten in jeder Hinsicht gesorgt wird, daß das Beste für sie gerade gut genug ist. Die frohen, zufriedenen Gesichter der Teilnehmer am Schluß solcher Veranstaltungen beweisen denn auch immer, daß diese Betreuung durch „Kraft durch Freude" dankbar empfunden wird. Es ist nur begreiflich, daß gerade im Krieg der NSG. „Kraft durch Freude" die Aufgabe erwächst, in der kulturellen Betreuung der Heimat alle Kräfte einzusetzen, um die Heimat stark zu machen im Verstehen unserer großen Zeit und in der würdigen und sinnvollen Gestaltung von Erholung und Freizeit der Heimat das Rüstzeug zu geben, damit sie Heimat und Front als eine unzerbrechliche Einheit empfinden läßt und unseren Siegeswillen unerschütterlich macht. Von der Arbeit der NSG. „Kraft durch Freude" in unserem Kreisgebiet kann berichtet werden, daß sie gerade im letzten Jahr einen gewaltigen Aufschwung genommen hat. Das achtjährige Bestehen der Organisation ist Anlaß gewesen, dieses Ereignisses in einer „Kraft-durch-Freude-Woche" besonders zu gedenken. Im Rahmen dieser „Kraft-durch- Freude-Woche" finden die nachstehenden Veranstaltungen statt: In Gießen: 19.11. Lichtbildervortrag Hans Haß „Unter Korallen und Haien". — 20.11. Gastspiel Erna Sack. — 22.11. Theatervorstellung „Zi- geunerliebe". — 24.11. Gauvariets. — 26.11. Dichterlesung Eugen Roth. — 27.11. Theatervorstellung „Dschungel". In anderen Orten des Kreisgebietes: 19.11. Hochweisel: Theatervorstellung der Heimatbühne Xaver Witz. — 20.11. in Friedberg: Vortrag Pros. Fischer; — in den Butzbacher Werken Vortrag; — in Langenhain: Theatervorstellung der Heimatbühne Xaver Witz. — 21.11. in Fauerbach v. d. H.: Vortrag Zimmer-Emden; — in Friedberg: Gastspiel der Rhein- Mainischen Landesbühne. — 22.11. in Nieder-Woll- stadt: Theatervorstellung des Neuen Volkstheaters Karlsruhe: — in T r e i s a. d. L d q.: Vortrag Oberstudiendirektor Philipps. — 23.11 in Butzbach: Gastspiel der Rhein-Mainischen Landesbühne; — in Ockstadt: Neues Dolkstheater; —- in Geilshausen: Vortrag Oberstudiendirektor Philipps. — 24.11. in Bad-Nauheim: Gastspiel der Rhein-Mcnm- schen Landesbühne (ebenso am 25.11.); — in Münze n b e r g : Neues Volkstheater. — 25.11. in Londorf: Vortrag L. Zukowski; — in Klein-Linden: Neues Volkstheater. — 26.11. in Friedberg: Dichterlesung Erich Limpach; — in Aliendorf (Lahn): Vortrag E. Sulger; — in Rödgen: Neues Volkstheater: — in Groß-Karben: Dariete- veranftaltung. — 27.11. in G r o ß e n - L i n d e n : Varietsveranstaltung. Außerdem läuft an jedem der genannten Tage m jedem Kreisort ein Film. In bet letzten Veranstaltung in Gießen, der Aufführung des Schauspiels „Dschungel", wird im Theater der Universitätsstadt Gießen Kreisleiter Backhaus eine Würdigung der Arbeit der Kreisdienststelle Wetterau der NSG. „Kraft durch Freude" bieten. Dr. H. R. verdunkelungszeil 19.11. von 17.23 bis 8.48 Uhr. Akademische Feier für Geheimrat Prof. Or. Olt. Der Führer hat vor kurzem — wie wir im „Gießener Anzeiger" Nr. 236 vom 4./5. Oktober bereits berichteten — dem früheren Gießener Gelehrten, Geheimrat Prof. Dr. Olt anläßlich seines 40jah- rigen Jubiläums als ord. Professor an der Lud- wigs-Umversität Gießen in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der tierärztlichen Wissenschaft und im Hinblick auf seine erfolgreiche akademische Wirksamkeit die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Die Uebereichung dieser Auszeichnung an den Gelehrten wird im Rahmen einer akademischen Feierstunde am heutigen Mittwochmittag im Vorlesungsgebäude durch den Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger erfolgen. NLben dem Gauleiter werden noch Se. Magnifizenz^der Rektor Prof. Dr. med. H. W. Kranz und dex Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät Prof. Dr. Schauder Ansprachen halten. — Auf die markantesten Daten des Lebensganges von Geheimrat Olt haben wir in unserer Notiz in Nr. 236 bereits hingewiesen. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, 19. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirling, S kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 12 bis 15, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, Vio 10, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 12 bis 17 Rpf. * ** Dienstjubiläum. Am 16. November konnte der Verwaltungssekretär und stellvertretende Standesbeamte Karl Stroh fein 25jähriges Dienft- (Schluß.)* Erfahrene Wanderer, die vom Lahnhohenweg herniederblickend die Wunder des Lahngaues erschauen, halten die oielgewundene Strecke von Diez bis Nassau mit ihren romantischen Seitentälern für die schönste im ganzen Tal. Und die Paddler, die unten im Tal ihre Furche ziehen und in deren Augen vieles in einem anderen Blickfeld und anderen Farbenstimmungen gewaltiger und machtvoller erscheint, schmeicheln mir mit der Feststellung, hier habe kch immer meinen Sonntagsstaat an. Den Glanzpunkt meines ganzen Laufes, so sagt man, bilde das Gebiet, dem das vieltürmige K l o - st er Arn st ein und das reizende Dorf Ob e r n - Hof das Gepräge geben; alle Naturschönheiten scheinen hier zusammengedrängt zu fein. Ein malerisches Bild, wenn die scheidende Sonne über dem Frieden des Landes liegt, die Schatten langsam zu den Bergen hinaufkriechen, und die Glocken den Menschen von der Tagesarbeit zum Feierabend laden. Doch kein Abend bringet Frieden mir und Ruh, Keine Glocke klinget mir ein Rastlied zu. * Teil 1 in Nr. 266, Teil 2 in Nr. 269 des Gießener Anzeigers. jubiläum bet her Stadt Gießen begehen. Dom Oberbürgermeister und der Fachschaft wurden ihm herzliche Glückwünsche übermittelt. ** Arbeitsgemeinschaft der Amateurphotographen. Die kürzlich bei dem Farbphotowettbewerb des Städtischen Verkehrsamtes ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft der Amateurphotographen hielt am Sonntagnachmittag tm Saale-des Hotels Kobel wieder eine Zusammenkunft ab Verschiedene Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, so u. a. Karl Althaus, Hatto Steiner, Rudolf Keitzer, Ferd. Falke, Hans Fritz Schuster, Schneider und Frl. Blochmann, zeigten Aufnahmen aus ihren Sammlungen, die dann gemeinsam besprochen wurden. Manch lehrreiche Anregung sowohl für den Anfänger als auch für den Fortgeschrittenen konnte an Hand der Aufnahmen sowohl in phototechnischer als auch in künstlerischer Hinsicht gegeben werden. Abschließend kam der Wunsch zum Ausdruck, noch mehr Gießener und oberhessische Motive aufzunehmen. Auch wurde eine größere Werbeveranstaltung besprochen, um noch mehr Amateurphotographen an den Interessen der Arbeitsgemeinschaft zu beteiligen. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 Rpf., Bullen 38,5 bis 45,5, Kühe 19 bis 43,5, Färsen 30 bis 49,5, Kälber 38 bis 60, Hämmel 20 bis 47,5 Rpf. je Vi kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., b 1 (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Weiter gehfs in der preußischen Provinz, der ich mich nun einmal verschworen habe, und ich grüße die ehrwürdige Stadt Nassau, in deren Mitte sich das Schloß des Freiherrn vom Stein erhebt. In schwerster Zeit und im Kampfe gegen Widerstände jeder Art hat er als Rufer nach nationaler Besinnung und innerer Erneuerung, als Erwecket völkischer Kräfte und patriotischer Leidenschaften, als Kündet des Glaubens an das „Ewige Deutschland", grundlegende Vorarbeit zum Erstehen des heutigen kraftvollen Reiches gelegt. Dor einem solchen Mann zieht man ganz tief den Hut. „Des gebeugten Vaterlandes ungebeugter Sohn, im Kampf und Sieg Deutschlands Mitbefreier", heißt es in der Inschrift in seiner Gruft bei Frücht südlich von Ems. Nassau (Provinz) muß schon immer einen guten Namen gehabt haben, wie es sich aus der Erklärung des etwas anrüchigen Begriffes „Nassauern" ergibt. Häufig nimmt man an, daß der Ausdruck aus dem Göttinger Universitätsleben stamme, wo den Studenten aus Nassau von ihrer Regierung besondere Vergünstigungen (Freitisch) ausgesetzt waren. Wenn diese dann in nicht ganz einwandfreier Weise von Studenten anderer Herkunft benutzt wurden, so war das eben „Nassauern", d. h. sich einen Genuß auf Kosten anderer verschaffen. Was uns dieLahn auf ihrem Lauf erzählt Eine heiter-ernste heimatkundliche Plauderei. Von Dr. I. Horn, Gießen. In feiner Eigenschaft als Bad wird Nassau weit überstrahlt von dem benachbarten, vornehmen Ems mit internationalem Ruf; schon die Römer scheinen seine Quellen geschätzt zu haben; ihr Pfahlgraben überquert hier mein Tal. Hin geht die Zeit, die Tage enteilen, und un- versehens kommt man dem Ziel seines irdischen Da- seines nahe. Immer noch begleiten mich die Berge und sperren mir die Sicht ins Weite, aber immer mehr fühle ich die Nähe des Rheins, und bald wird sie da sein, die ersehnte Stunde der Bereinigung mit dem deutschen Schicksalsstrom. La öffnet sich das Tal bei L a h n st e i n; ich glaube einen gewaltigen Akkord in den Lüsten anschwellen zu Horen, ich halte den Atem an, und siehe da! in majestätischer Pracht strömt der heilige Rhein still-erha- den seine breite Bahn. Wie der Neckar, der Main und viele andere werfe ich mich klopfenden Herzens dem großen Bruder glückselig in die Arme, um fortan an seiner Herrlichkeit und seinem Ruhm teilzuhaben. O fließe fort in stolzer Ruh, Tauswasser deutschen Volkes Du! Sie ist nun da, die Stunde der Erfüllung, und von der weisheitsvollen Höhe des abgeklärten Alters, wo die Leidenschaften schweigen, geziemt sich eine Rückschau auf das durchwanderte Leben. Zwischen Lahnhof und Lahn stein also ist mein Schicksal beschlossen. Ewig so fort bis zum Ende der Zeit quellen, strömen, münden, quellen die Wasser, nicht der Zeit untertan, immer jung und doch 1000 Jahre alt, ein Symbol des nie versiegenden Lebens. In Krieg und Frieden, Sommer und Winter, Tag und Nacht, vorbei an dem Men- scheu, wenn ihm als Kind das Leben lacht und das Spiel seine Welt bedeutet, vorbei an dem erwachsenen Menschen, dem Mühe und Sorge den Tag füllen. Wie wenn ein Blatt vom Wipfel fällt, so geht der Mensch fort aus der Welt, die Wasser fließen weiter. Zwischen Lahnhof und Lahnstein also liegt meine Welt. Das Walten der Vorsehung und die Hand des Menschen haben mir meine Stätte bereitet: Ein Bild landschaftlicher Schönheit in vielerlei Gestaltung, ein Spiegel tätigen Dranges in allen Zweigen menschlicher Schaffensgebiete, ein aufgeschlossenes Buch der Geschichte, Kultur und Kunst. Von niemandem lasse ich mich daher in dem Kampf um mein Recht auf weitestgehende öffentliche Anerkennung beirren; man nenne es also nicht Unbescheidenheit, wenn ich mich für einen der schönsten Flüsse Deutschlands halte. Zwar gehöre ich zu den Stillen im Lande, die geduldig zu warten wissen, bis ihre Stunde kommt, aber keineswegs bin ich ein Stiefkind in der großen deutschen Fluß- familie, wenngleich Buchner in seinem Gedicht über die deutschen Ströme auch mir eine Strophe zu widmen nicht für nötig hält. Dessen bin ich eigentlich ganz froh, daß sich in meinem ganzen Bereich nur Mittel- und Kleinstädte in meinen Fluten spiegeln: selbst Groß-Gießen ist noch lange nicht groß genug für eine Großstadt. Sie haben alle eine Eigenart auszuprägen, eine Erinnerung zu wahren, eine besonders geartete Aufgabe zu erfüllen; wie oft schon kam die Kunst von stillen Gassen her. In ihren Heimatmuseen lebt die Schi^s-lserinnerung ihrer Landschaft, und der Mensch bleibt in ihnen der Heil- mutter Natur nabe. Das ßabntal ist ein liebes Stück deutscher Heimat, ein Garten Gottes, der jedem Besucher offen steht. MAGGI5 WÜRZEj | Mietgesuche"] | Verkäufe""] 3 einjährige um weg 60, Telefon 2141. 4?mD Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Selters- Heyllgenstaedt & Comp. Werkzeugmasch.-Fabr. G.m.b.H., Gießen Ihre Vermählung geben bekannt Vermählungs-Anzeigen liefert BrDhl'sche Druckerei T)H1EAT)ER der Universitätsstadt Gießen puppeufluden- Taveten inreich.Auswahl empfiehlt [4723D Tavetenhaus H.Kreiling, Bahnhofstr. 33. 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Schmitt Die Geburt ihres ersten Kindes, einer gesunden Tochter Agnes Sybille zeigen in dankbarer Freude an Erhard Waag z.Z. Leutnant im Feld und Frau Eva, geb. Knodt Zum achtjährigen Bestehen IN GIESSEN: Mittwoch, 19. Nov., in der Nduen Aula, 19.15 Uhr Lichtbilder Vortrag HANS HASS, Wien, über das Thema: ,,Unter Korallen und Haien“ Donnerstag, 20.Nov., imGloria-PaJast, 19.30 Uhr Lieder- und Arien-Abend ERNA SACK die deutsche Nachtigall Samstag, 22. November, im Theater, 18.30 Uhr ,,Zigeunerliebe“, Operette von Franz Lehar Montag, 24. November, im Theater, 19.30 Uhr Gastspiel des Gauvariet6zuges Mittwoch, 26. Nov., in der Neuen Aula, 19.15 Uhr Dichterlesung Eugen Roth Donnerstag, 27. November, im Theater, 19 Uhr ,,Dschungel“, Schauspiel v.Frank Jüngere Bürohilfe mögl. Anfänger-Stenotypistin mit Handelsschulkenntnissen gesucht OPEL-AUTOMOBILE Frankfurter Straße 52 4752 D AbgeschLWohnung 1. St., 3 Simm, u. Küche, Mans., mögt. Heizung u. Bad, z. 1. 4. 42 ob. später von Pensionär ges. 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November, 13 Uhr vom Sterbehause in Heuchelheim, Gießener Straße 32, aus statt. 4753 D iMii, MAGGI* WÜRZE rVXW w 7 _ soll und darf man sie sparsam ver- wenden, lieber ein paar Tropfen weniger als zuviel ! Man muß aber ® schon beim Kauf daran denken, daß nicht olles Maggi's Würze Ist, was sich Suppenwürze nennt. mif den es ankommt, um mit den Punkten der Kleiderkarte zu» rechtzukommen: die schonende Wäschebehandlung durch Einweichen mit der seifesparenden, schmutzlösenden Henko