Freitag. 19. September 1941 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Weitere Geländegewinne vor Leningrad Osten Süden Zentrum 1938 1938 Der Schnellbooterfolg an der britischen Küste Kohlengebiet deutsche Jäger 13 Jagdflugzeuge und drei Bomber LondonhältdieLagederSowjetsfür ernst t ler Sowjets vernichtet. Schnellboote griffen vor der englischen lüste einen durch Zerstörer und Bewacher ge- ( Hülsten britischen Geleitzug an und versenkten trotz j terker Abwehr vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 25 000 BRT. Rach erfolgreichem Gefecht ] i mit britischen Zerstörern kehrten alle Boote unbe- chädigt zurück. Bei den F a r ö e r - I n f e l n wurde ein großes Handelsschiff durch Flugzeuge, die zu bewaffneter 5eeaufklärung eingesetzt waren, im Tiefangriff schwer beschädigt. Kampfflugzeuge bombardierten h der vergangenen Rächt Hafenanlagen in Süd- c st e n g l a n d. Bei Versuchen, am gestrigen Tage die besetzten Gebiete am Kanal anzugreifen, verlor die britische Luftwaffe 18 Flugzeuge, davon 15 in Luftkäwpfen. i durch Flakartillerie. Drei eigene Flugzeuge werten vermißt. Eine geringe Zahl britischer Bomber führte in ter letzten Rach! Störungsangriffe auf Südwest- t-eutschland durch. f Wirkungsvolle Luftangriffe auf Odessa. Berlin, 18. Sept. (DNB.) Vorn Beginn der Dämmerung bis zum Morgengrauen führte die ieutsche Luftwaffe in der Nacht zum Donnerstag Angriffe auf die Hasenanlagen und nilitärifchen Objekte von Odessa durch, lieber 100000 Kilogramm Brandbomben wurden abge- Dorfen. Im ganzen Stadtgebiet konnte man Brände beobachten. In der Nähe der Küste wurde ein bol- chewistischer Transporter von 10 000 BRT. ver- | -nkt. Ein weiterer Transportdampfer von 6000 MT. blieb nach schweren Bombentreffern stark be- chädigt liegen. Im Südteil der Ostfront richteten fid) die Luftangriffe gegen sowjetische Nachschub- kraßen. Motorisierte Kolonnen wurden zersprengt unb Verkehrslinien an mehreren Stellen unter* 1 rochen. Auch im mittleren Frontabschnitt würben mehrere Nachschubstrecken an ver- Siebenen Stellen unterbrochen Durch einen kühn c eslogenen Tiefangriff würbe ein mit Brennsion ■ eichener Zug zur Erplosion gebracht (Einte.ne Wagen würben vollstänbig zerrissen, die übrigen tntgieiften und brannten aus. lieber dem nord- üchst-n Teil der Dftfront sichteten Kampftw«. i. Jeuge ein sowjetisches Handelsschiff von 4000 B-KI . cn der Küste des Eismeeres. Mehrere Bombentref- ;er beschädigten das Schiff schwer. Ostwärts der Halbinsel Kola wurde ein Handelsschiff von 3—40iM) ZRT. durch Bombentreffer schwer beschädigt. Hervorragende Leistungen S<»r Tiochricktentruppen. Beilin. 18. Sept. (DNB.) Beim U-ber° freiten ba Stijeyt und »itounß Berlin, 18. Sept. (DNB.) Die Kämpfe um Je Befestigungsanlagen von Leningrad wurden am 9. gegen zähen sowjetischen Widerstand von den putschen Truppen erfolgreich durchgeführt. An rareren Stellen versuchten die Sowjets durch Gegenangriffe, die durch schwere Panzer- tmpfroagen unterstützt wurden, das deutsche Vorsingen aufzuhalten. Trotzdem gelang es den deut- f)en Truppen, weitere Geländegewinne •ti erzielen. In einem schneidig geführten Vorstoß rillte eine deutsche Infanteriedivision eine stark be« jiftigte Stellung der Bolschewisten auf und setzte zahlreiche Bunker außer Gefecht. Nach km Durchbruch durch diese bolschewistische Stellung coberte die Division eine größere Ortschaft. Eine fößere Anzahl von Gefangenen wurde eingebracht. Die Sowjets griffen die Stellungen eines Jn- j:nterieregimentes im mittleren Abschnitt n. Das Ziel des sowjetischen Angriffes, der durch tzanzerkampfwagen unterstützt wurde, war die Rück- pminnung einer von den deutschen Truppen in den Kämpfen der Vortage eroberten Ortschaft. Der bol- iyewistische Angriff wurde unter schweren blutigen terlusten abgeschlagen. 2>ie Bolschewisten verlohn 18 Panzert mpswagen, vier Geschütze mb mehrere hundert Gefangene. Die Vorausabtei- Lng einer Infanteriedivision stieß tief in die sowje- :fd^n Verbände hinein. Die Sowjets leisteten nur h einzelnen Gruppen und angelehnt an Ortschaften /isammenhanglos Widerstand, der schnell gebrochen turbe. Zwölf Geschütze mürben erbeutet. Eine im iachbarabschnitt vorgehenbe anbere Vorausabtei- ing erbeutete 19 Sowjetgeschütze. Die in einem Abschnitt ber süblichen Ostfront 'hrgefjenben beutschen Truppen haben ben Bolsche- riften in den Kämpfen der letzten Tage schwere 23er« ste zugefügt. So verloren die Sowjets allein am ■5.9. über 3000 Gefangene, 11 Panzerkampfwagen Stoffen für MeSeitreöolution Von Dr. Paul Rohrbach. In einer 1939 herausgegebenen „sowjet-offiziösen" Schrift in deutscher Sprache findet sich der Satz: „Die Regelung und Organisation des (Sowjet-) Wirtschaftslebens zielt dem Inhalt und der Wirtschaftsgesinnung nach auf eine Wirtschaft, die nicht an der privaten Gewinnerzielung orientiert ist, sondern an der höchst möglichen Befriedigung der Lebensbedürfnisse des Volks. Soviel Worte, soviel Unwahrheiten! Die Sowiet- wirtschaft denkt überhaupt nicht daran, die Lebensbedürfnisse der Völker zu befriedigen, die sie in gewaltsamer Umklammerung in einer sogenannten Union festhält, sondern ihr alles beherrschendes Ziel ist die Militarisierung zur Dorantragung der kommunistischen Weltrevoluion nach dem Diktat des Roten Moskau. Unsere Truppen haben bei ihrem Vormarsch auf Sowjetgebiet einen Eindruck davon bekommen, in welchem Grade alle „Lebensbedürfnisse" der Men- chen dort vernachlässigt sind, in wie elenden Beiaufungen sie leben, wie dürftig sie gekleidet, wie schlecht sie ernährt sind. Anders steht es nut ber Industrialisierung, bie aber nichts weiter ist als ein Tarnwort für die M i l i t a r i s i e r u n g. Wer etwas näher Bescheib weiß, ber weiß auch, mit welchem Maß von Unwirtschaftlichkett nut welcher Derschwenbung an Menschenmaterial, Gelb, Zeit unb Kraft, mit welchen Verzögerungen, nut welchem Leerlauf bie Resultate ber Militarisierung erreicht worben finb. Wenn aber bie ganze Gewalt eines menschenmörderischen Systems, alle aus einer Masse von 170 Millionen herausgepreßte Ar- beitskrast, alle Naturschätze eines Raumes, ber Europa an Größe übertrifft, in ben Dienst dieser einen Jbee gestellt sinb, Waffen für bie Weltrevolution zu schmieben, wenn man Millionen barüber verhungern läßt unb Hundert- taufenbe in eine Zwangsarbeit jagt, bie nichts anderes ist als ein langsames, qualvolles Sterben, so läßt sich begreifen, daß bamit schließlich eine Kriegs- maschinerie geschaffen ist, bie alle Kraft unseres Heeres unb feiner Führung forbert, um sie zu zer- ^Die boppelte Hauptbasis für bie Industrialisierung (lies: Militarisierung!) der Sowjetunion find (Eifen und Kohle. Auf beiden Gebieten ist ein „Zug nach dem Osten" deutlich, um die Produktionsstätten fo wenig angreifbar wie möglich zu machen. Die Eifenhütten-Anlagen liegen an drei Stellen besonders verdichtet:- im sogenannten Zentrum (Gebiet M o s k a u - T u l o), in der Ukra- ine (D onez - B affin), und im Osten (U r al- Kusnezker Kombinat). Hier gestaltet sich die Entwicklung der Produktion von 1933 bis 1938, dem letzten statistisch erfaßbaren Jahr, wie folgt: Das Donez-Bafsin ist das größte im europäischen Teil der Sowjetunion. Hierher werden die Eisenerze von K r i w o i R o g zur Verhüttung gebracht. Kriwoi Roa liegt westlich vom Dnjepr und ist bereits in deutscher Hand 1933 beruhten noch fast drei Viertel der sowjetischen Roh- eisenerzeugung auf dem Eisenerz von Knwoi Rog' arbeiter 'des Daily Telegraph bemerkt u. a. es wäre Unfug, wenn man sich dem verschließen wollte daß die Lage der Sowjetunion nicht nur in Bezug' auf Leningrad, sondern ganz, allgemein gesehen ernst sei. Belagerte Städte, das beweise die Militärgeschichte, fielen früher ober spater doch Schließe Woroschilow seine Hauptarmee m Leningrad ein, dann entblöße er damit bie nördliche Flanke der Armee Timoschenkos. Entsprechend auf Kiew angewandt, werde bie sübliche tflanfc ber Armee Timoschenkos entblößt, sowie Bub- jenny größere Truppenmengen in ber Stadt zusammenziehe, bie Gefahr laufen, nun von ben Deutschen eingeschlossen zu werben. Es gebe Menschen in Englanb, die eine größere Hilfe an die Sowjets verlangten, aber gleichzeitig auch ein englisches Lan= dungsmanöoer in West-Europa. Es fei aber u n« möglich, diese beide Aktionen zugleich auszuführen. Zum anderen habe es aber auch keinen zweck den Sowjets auf Kosten der eigenen englischen Verteidigung Vorteile zu gewähren. Der Transport von Kriegsmaterial aus England nach der Sowjetunion begegne großen dem Feind entgegenftürment) hat er zur Nahverteidigung gegen sowjetische Panzer angefeuert und eine schwierige Lage zum Sieg gewendet. Oberst Conrath wurde als Sohn eines Oberpostsekretars geboren. Er studierte zunächst Philosophie und später Jura. Bei Ausbruch des Weltkrieges trat er als Kriegsfreiwilliger in das 4. Garde-Feldartmerie-Re- giment ein. Er nahm an zahlreichen Schlachten teil unb erwarb sich das Eiserne Kreuz I. Klasse. 1919 wurde er als Polizeileutnant eingestellt. 1934 wurde er persönlicher Adjutant bes Ministerpräsibenten Göring. 1336 kam er als Batteriechef zu einem Flak-Regiment, um 1937 Kommandeur einer Flak- Abteilung bes Regiments „General Göring" zu werden. 1938 wurde er Adjutant bes Reichsmmlsters der Luftfahrt. 1940 wurde er Kommandeur bes Regiments „General Görmg". Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht verlieh ferner auf Vorschlag bes Oberbefehlshabers bes Heeres bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes an Oberst Hoppe, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Surran, Kom- manbeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Graf von Sponeck, Kommanbeur eines Schützen- regiments; Oberstleutnant Srbmann, Kommandeur eines Kradschützen-Bataillons; Hauptmann Zugehör, Abteilungskomamndeur in einem Artillerie-Regiment und Oberleutnant Jßbrücker, Kompaniechef in einer Panzer-Aufklärungs-Abtei- Jung. pb Jahrgang Nr. 223 LrfcheiM täglich, außer Sonntags unb feiertags Beilagen: SteßenerFamilienblätter Heimat nnBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich-------RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 nid) bei Nichterscheinen um einzelnen Nummern nfotoe höherer Gewalt öernlvrechanschluß 2251 Drahianschrif1:„Anzeiger" i tzostscheck 11686 Franks M. Berlin, 18. September. (DNB.) Zu bem im OKW.-Bericht gemelbeten Schnellbooterfolg an ber britischen Küste erfahren wir folgende Einzelheiten; In ber Nacht vom 16. zum 17. September befand sich eine Schnellbootgruppe auf einem Borst o ß gegen bie britische Ostküste, als em aus mehreren großen Schiffen bestehender G e - leitzug in Sicht kam. Zerstörer unb Bewacher patrouillierten in hoher Fahrt rund um ben Geleitzug. Der Kommandant durchbrach mit der Schnellbootgruppe den feindlichen Geleitgürtel. Unter ffarfem Feuer der feindlichen Zerstörer versenkte bas Führerboot mit bem ersten Torpebo einen Frachter von 6000 BRT., der mittschiffs getroffen würbe und auseinanberbrad). Im Abbrehen wurde der zweite Torpedo auf den größten Dampfer des Geleits, ein 8000 Tonnen großes Schiff, gelost und auch das Sinken dieses Schiffes beobachtet. Dann schlug die Gruppe einen scharfen Haken, um sich dem Feuer der Zerstörer zu entziehen, unb setzte nun zum zweiten A n g r i f f an. pebos versenkte ein Schnellboot einen 3000 BJt-L. qroßen Dampfer. Ein anderes Schnellboot kam zum Doppelschuß auf einen schwerbeladenen Tanker von 8000 BRT. Die Treffer saßen vorne und achtern, der Vorsteven wurde abgerissen, das Schiff stand m hellen Flammen. Nach kurzer Zeit war auch dieses ............................ , Schiff verschwunden. Beim Ablaufen stießen die fiü«e rHosten na(h bisher vorliegenden Meldungen Schnellboote auf zwei britische Zerstörer. Es kam - - • - - ------ zu einem neuen kurzen Gefecht das vom Felnder- ^es ab gebni^los abgebrochen wurde. Alle Boote erreichten des Feindes av. Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der Luftwaffe Reichsmarschall Göring und den Oberbefehlshaber des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch bet einer Besprechung. (PK.-Eitel-Lange-Scherl-M.) und der Kohle im Donez-Vasfin, während das Ural-Kusnezker Kombinat in Westsibirien etwas über ein Fünftel lieferte. 1938 hatte sich dos Verhältnis dahin verschoben, daß die sibirische Produktion bereits die Hälfte der ukrainischen ausmachte. Diese behauptete aber immer noch die führende Stellung, und daran wird sich bis heute nicht viel geändert haben. Die Lage der Vorräte an Kohle und Eisenerz innerhalb der heutigen Sowjetunion zueinander ist im europäischen Teil nicht gerade günstig, aber erträglich, im asiatischen dagegen höchst ungünstig. Das Eisenerz von Kriwoi Rog, von dein die Sowjetindustrie jetzt abgeschnitten ist, muß über einige hundert Kilometer zu den Hochöfen und Walzenstrgßen im Donez-Kohlenbassin gefahren werden. Zwischen dem großen Eisenerzvör- rat von Magnitogorsk im Süd-Ural bis Kusnezk im Zentrum der westsibirischen Kohle beträgt die Entfernung jedoch über 2 0 0 0 Kilometer. Auf europäische Verhältnisse übevtragen, würde das bedeuten, daß die Kohle im -östlichen Deutschland liegt und das Eisen in Portugal. Ein Pendel- Zugverkehr über diese enorme Distanz bringt das uralische Esen nach Kusnezk und die Kusnezker Kohle nach dem Ural. Un beiden Enden dieses „Kombinats" sind Hochöfen und Walzenstraßen errichtet. Dieses Nutzungssystem ist aber so schwierig, daß es nidjt zu verwundern ist, wenn das Schwer-, gewicht für die Erzeugung des zur Militarisierung notwendigen Rohmaterials immer noch nicht in Meftfibirien liegt, sondern in der Ukraine. Die Hauptwerke für die Herstellung von Kampfwagen liegen in Tscheljabinsk im mittleren Ural, in Charkow in der östlichen Ukraine, in Stalingrad (früher Zarizyp) an der unteren Wolga und in Petersburg. Tscheljabinsk hat die größte Produktion. Die Hauptfabriken für Last- und Personen-Kraftwagen sind das Stalinwerk in Moskau, das Molotowwerk in Gorki (früher Nifch- nij Nowgorod) am Zusammenfluß von Oka und Wolga und das Werk in Jaroslawl im Gebiet der oberen Wolga, wo nur Lastwagen gebaut werden. Reparaturwerkstätten liegen in Moskau, Petersburg, Mogilew, Kiew, Simferopol in der Krim, Charkow und Tiflis. Man sieht, in welchem Maß die Rüstungsindustrie ostwärts, ins Innere und nach Asien zu verlagert worden ist. Dasselbe gilt für die Herstellung von Geschützen, Gewehren und Munition, ebenso für die Flugzeuge. An einem Punkt haben auch die rücksichtslosesten Anstrengungen nicht ausgereicht, das Kriegspotential auf die erstrebte Höhe zu bringen, nämlich i m Eisenbahnwesen. Die Eisenbahnen waren schon im früheren Rußland der schwache Punkt und deshalb wurden früher die zarischen Armeen, heute die roten Heeresrnassen, so nahe wie möalich an der Westgrenze massiert. In allergrößtem Maßstab ist das jetzt zur Vorbereitung des Einfalls nach Deutschland geschehen. Die Folge ist, daß der Ersatz für die riesenhaften Verluste aus großer Entfernung herangeführt werden muß und während des Antransports den Angriffen der deutschen Luftwaffe ausgesetzt ist. So groß auch die Masse des in drei Fünfjahresplänen aufgehäusten Sowjet- Kriegsmaterials fein mag — unerschöpflich ist sie nicht, und mit der fortschreitenden Einengung der Herstellungs- und Bersorqungsbasis — das gilt auch für die Manganerz-Lager in der Ukraine — muß der Sowjet-Atem immer kürzer werden. Teheran von Bolschewisten und Briten besetzt. Berlin, 18. Sept. (DNB.) Wie der Moskauer Nachrichtendienst mitteilt, sind am 17. 9. die somjetrussischen Truppen in Teheran einmarschiert. Am gleichen Tage trafen auch englische Gcneral- stabsoffiziere in Teheran ein, um den Einmarsch britischer Truppen vorzubereiten. Die Aufgabe des Widerstandes hat die Iraner also nicht das Geringste genutzt. Entsprechend ihren ursprünglichen Plänen setzen Briten und Bolschewisten ihre Besetzung gegen alles Völkerrecht und alle herkömmlichen Moralbegriffe fort. Unmittelbar nach dem Eintreffen der Engländer und Russen in Teheran fand dort eine außerordentliche Parlamentssitzunq statt, in der der n e u e Schah den Eid auf die Verfassung ablegte. Wie Reuter meldet, richtete der neue Schah nach der Vereidigung eine kurze Ansprache an das Parlament, in welcher er die Zusammenarbeit seiner Regierung mit Großbritannien und der Sowjetunion versprach, deren Interessen er als „an die iranischen grenzend" bezeichnete. „0er Bolschewismus muß ausgerottet werben." Berlin, 18. September. (DNB.) Der große schwedische Forscher Dr. Sven Hedin erließ einen Aufruf gegen den Bolschewismus, in dem er sagt: „Für alle Kulturvölker, für alle Nationen, die an Gott glauben, ist es eine lebenswichtige Mission, eine Weltanschauung auszurotten, die das Ziel verfolgt, durch eine blutige Weltrevo- lution die Vertreter der Intelligenz, der Wissenschaft und des Gottesglaubens zu ermorden,^ so wie es in Rußland selbst nach der Revolution im November 1917 geschehen ist. Es ist die unabwendbare Pflicht für alle Völker der Welt, sich ein für alle mal von dieser Drohung zu befreien. Es ist mehr als tragisch, daß gewisse große Völker das nicht einzusehen scheinen und sich in dem gigantischen Kampf zwischen Barbarei und Kultur, zwischen Bolschewismus und Christentum, zwischen Mördern und Kulturmenschen auf die Seite der Barbaren stellen. Besonders auch die Arbeiter und Bauern in aller Welt müssen sich jetzt zusammenschließen, um dieses liebel für alle Zeiten zu vernichten. Ich habe schon früher gesagt und wiederhole es immer wieder: Der Bolschewismus ist ein Unglück für die ganze Welt, er muß ausgerottet werden." Oie englischen Bergbauunternehmungen in Spanien. Madrid, 18. Sept. (Europapreß.) Der spanische Arbeitsminister ist in Hueloa zu einer Inspektionsreise durch das bedeutende Erzabbaugebiet der Provinz eingetroffen. Zu diesem Bezirk gehören auch die im englischen Besitz befindlichen Gruben am Rio Tinto und im Tharsisgebirge. Da seit langer Zeit bei der spanischen Regierung die Absicht besteht, diese wertvollen Gruben in e i ge n e Verwaltung zu nehmen und den verhängnisvollen Einfluß des englischen Kapitals in Spanien auszuschalten, wird der Reise des Ministers besondere Bedeutung beigemessen. Dor allem wird der Mi- mifter sich über die Arbeits- und Lebensbedin^ungen der spanischen Bergleute unterrichten. Es uft bekannt, daß diese Klagen über die Behandlung durch die Engländer vorgebracht haben. Die englischen Nebelwerfer im Einsatz Bon Kriegsberichter DNB. ..., 18. Sept. (PK.) lieber eine steile Leiter klettern wir auf den Boden der Molkerei, winden uns durch das schräge Gebälk des Daches bis zur Stirnwand des Hauses. Mit der Schere schneidet ein Landser ein Loch in das Wellblech. Ungeduldig wartet der Beobachtungsoffizier, das Glas in der Hand. Das Loch ist fertig, wir haben Sicht nach drüben, wo der Feind sich verschanzt hat. Mit sicherem Blick hat der Batteriechef der Nebelwerfer-Abteilung die günstige Lage der Molkerei erkannt, die etwas außerhalb des Dorfes, dicht am Fluß, einen Blick in das feindliche Gelände zuläßt. Durch die Bodenluke reicht eine Hand das Scherenfernrohr herauf. Der B-Offizier tastet sorgsam das Gelände ab. Von unserer Molkerei aus ziehen sich die Gärten mit ihren schrägen Lattenzäunen bis fast zum Fluß hin, dann 'kommt die gesprengte Brücke, die vorläufig unseren Vormarsch aufhält, dann 600 bis 800 Meter jenseits des Ufers Wiesen mit den braunen Flecken grasender Kühe, ein kleiner Hügel mit niedrigem Gebüsch, quer schiebt sich in den Blick ein gelbes Kornfeld, dahinter dräut der dunkle Fichtenwald, in dem der Gegner lauert. Der Offizier ist mit feiner Beobachtung fertig. „Schauen Sie selbst. Das Rohr ist jetzt genau a u f eine feindliche 8 - Stelle gerichtet. Sehen Sie den kleinen Hügel?" Die schwache Erhebung mitten in dem flachen Gelände, die vielleicht 400 bis 500 Meter entfernt ist, scheint jetzt dicht vor der Molkerei zu liegen, deutlich sind zwischen dem Gesträuch einige Gestalten auszumachen. „Drehen Sie langsam nach links, haben Sie das Geschütz dicht vor dem Waldrand? Die anbeten Geschütze der Batterie' müssen tiefer im Walde stehen. Noch weiter links sehen Sie einige hellgelbe Flecke aufgeworfener Erde. Dort müssen sich feindlich e M G.s eingegraben haben." Noch schweigt der Feind. Will er uns in eine Falle laufen lassen? Sollen wir glauben, daß er iese günstige Verteidigungsstellung kampflos räumt? Unsere B-Stelle aber hat ihn gefunden. Gerade an dieser Stelle kann er, durch das Gelände begünstigt, seinen Rückzug hervorragend decken. Vom Dorf, in dem die Infanterie und eine Kompanie Pioniere sich zum Angriff bereitstellen, bis zum Fluß ist ein 200 Meter breiter Streifen, der keine Deckung bietet und von den Sowjets mit SMG. und Granatwerfern bestrichen werden kann, lieber den Fluß muß unser Vormarsch gehen. Die Pioniere sollen den Ucberganq schaffen, über den sich der Angriff ergießen sott. An dieser delle ist eine Nebelwerfer- Abteilung eingesetzt, die hier vor einer ihrer typischen Aufgaben steht. Der Funker sucht Verbindung mit der Feuerstellung der Batterie. Lambert Hoeing. Schon notiert er einen Funkspruch: Batterie feuerbereit! Ein Blick aus die Karte, ein paar Berechnungen, dann schickt der Beobachter den B e - fehl zum Einschießen durch den Aether. Einige Sekunden vergeben, dann zieht es heulend über unsere Köpfe hinweg und schlägt krachend drüben ein. Eine Lage Granaten, dann ist wieder Ruhe. Der B-Offizier kontrolliert die Einschläge, gibt einige Zahlen an den Funker, der sie zu den Werfern weiterleitet. Jetzt dröhnen auch von drüben Abschüsse zu uns herüber. Der Feind sucht unsere Feuerstellung. Auf 16.05 Uhr ist der Angriff befohlen. Wir warten, den Blick auf die Uhr gerichtet. Alles ist ruhig. Im Dorf flauen sich Pioniere und Infanterie. Balken und Bretter sind geschnitten, alles ist bis zum Letzten durchdacht. Erst kommen die Pioniere, schlagen die Brücke, bann kommt die Infanterie, arbeitet sich über das freie Gelände bis zum Wald vor, wirft den Gegner aus feinen Stellungen und säubert den Wald, der die Flanke unserer Vor- marschstraße bedroht. Punkt 16.05 Uhr gibt der B-Offizier den Befehl: „Feuer frei!" Wieder singt es über uns hinweg. Vier Erdfontänen spritzen dicht am Waldrand hoch. Drüben liegt Einschlag neben Einschlag. Dann quillt es weiß auf. Nebel! Immer neue weiße Fahnen wachsen aus dem Boden, vereinigen sich und bilden eine dichte Wand, die fast unbeweglich vor dem Waldrand steht. Blind liegt jetzt der Gegner, feine so sorgsam eingebauten Waffen können wir wirkungslos in den Dunst schießen. Planlos setzt jetzt drüben MG.-Feuer ein. Einzelne Gewehrschüsse peitschen. Da sind aber auch schon unsere Pioniere im Schutz der Nebelwand vorgestoßen. Bretter und Balken werden zum Fluß geschleppt, auf Floßsäcken sind Infanteristen über den Fluß gepaddelt, bauen ihre MG.s ein und dann rasseln die Gewehre und kämmen den Waldrand ab. Ein Brückenkopf ist gebildet. Schon wächst deutlich sichtbar der Uebergang über den Fluß, das tragende Gerüst ist eingerammt, die Bretter für den Laufsteg werden genagelt. Immer noch heulen die Geschosse über unseren Köpfen, drüben am Waldrand verdichten sich die weißen Nebelschwaden immer mehr. Während noch die Pioniere das Geländer der Brücke anbringen, geht schon die Infanterie vor. Gruppenweise arbeitet sie sich auf der Wiese an den Waldrand heran. Später erfahren wir, daß die Bolschewisten fast kampflos den Wald geräumt haben. Der plötzliche Nebelhorn Hellen Tage hatte ihre Kampfmoral derart geschwächt, daß eine ganze Batterie unbeschädigt von ihnen im Stich gelassen wurde. Unternehmer haben derart krasse Unterschiede in der Bezahlung ihrer englischen und spanischen Angestellten eingeführt, daß man geradezu von kolonialen Ausbeutungsmethoden spricht. Man erwartet eine Intervention der Regierung zugunsten der im Rio-Tinto-Gebiet und im Tharsisgebirge beschäftigten spanischen Arbeiter, 'wie überhaupt eine Neuorientierung gegenüber den ausländischen Pro» duktionsgesellschasten in Spanien. Kleine politische Nachrichten. Reichswirtschaftsminister Funk hat dem Generaldirektor Dr. Emst P o e n s g e n zu seinem 70. Geburtstag-ein Glückwunschtelegramm gesandt. Er betont darin den vorbildlichen Aufbau der Vereinigten Stahlwerke und die straffe Zusammenfassung der eisenschaffenden Industrie. Der Führer hat ihm den A d l e r s ch i l d des Deutschen Reiches verliehen mit der Widmung: „Dem um die deutsche Rüstung hochverdienten Wirtschaftsführer." * Staatspräsident Ryti hat dem Oberbefehlshaber der in Nordfinnland operierenden deutschen Truppen, Generaloberst v. ^alkenhorst, das Großkreuz des Ordens der finnischen Weißen Rose mit Schwertern verliehen. Die Auszeichnung und ein persönlicher Brief des Staatspräsidenten wurden dem Generalobersten durch jGeneral Oestermann überreicht. Es stellt die höchste Kriegsauszeichnung Finnlands dar und ist bisher nur an Feldmarschall Mannerheim verliehen worden. * In der Cyrenaika wurden Angriffe feindlicher Einheiten an der Front von Tobruk abgewiesen. Deutsche Flugzeuge bombardierten Tobruk, wobei Kraftwagen und Unterkunstsgebäude getroffen wurden. * Ein U-Boot unter dem Befehl des Korvettenkapitäns Emilio Berengan versenkte im Mittelmeer durch Geschützfeuer ein feindliches mit Kraftfahrzeugen beladenes 3000-Tonnen-Handelsfchiff. * Wie Associated Pseß aus Dover meldet, traten deutsche Ferngeschütze auf der französischen Kanalseite nach achttägiger Pause wieder in Aktion. Häufig wäre das gesamte Dovergebiet von den Einschlägen der schweren Granaten erschüttert worden. * Acht schwere terroristische Bombenattentate ereigneten sich am Vorabend des 10. Jahrestages des Mukden-Zwischenfalles in Kanton und nötigten die Behörden, über die ganze Stadt bis zum Donnerstag den Belagerungszustand zu verhängen. Der englische Kreuzer „Exeter" ist mit schweren Beschädigungen in Gibraltar eingelaufen. Zahlreiche Verwundete wurden in die Lazarette Gibraltars gebracht. * Der Verlust des Unterseebootes „P 32" mußte von der britischen Admiralität zugegeben werden. Das Boot gehörte zu derselben Klasse wie das am 20. 8. als versenkt gemeldete Boot „Cachalot". Es hatte eine Wasserverdrängung von 1520 Tonnen und eine Besatzung von 55 Mann, die als verloren gilt. ----------------------- j 0er Neichsstudentenführer bei bett Studenten im Kriegseinsah. NSG. 1500 Studentinnen und Studenten stehen in unserem Gau gebiet während der Se« mefterferien im Kriegseinsatz in Fabriken. Sie stehen an der Werkbank und am Hochofen, an der Stanzmaschine und im Laboratorium, am Bunsenbrenner und am Zeichentisch, im Bergwerk wie in der Montagehalle. Ihnen stattete Reichsstudent^n- führer Dr. Scheel einen Besuch ab. Nachdem er von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger empfangen worden war, besichtigte er das Verwaltungsgebäude der JG.-Farben und besuchte die in den Heddernheimer Kupferwerken sowie im IG.-Farbwerk Höchst eingesetzten Studenten und Studentinnen. In letzterem vereinte ein Beisammensein den Reichsstudentenführer mit allen in' der Umgebung Frankfurts arbeitenden Kameraden und Kameradinnen, für die er in einer kurzen Ansprache Worte der Anerkennung fand. M Örti HcllMngMÜcr ' Vornan von Horst hiernach 22 Fortsetzung. (Nachdruck^verboten.) „Hallo, Konni, wohinr* „Bibliothek —", brummte er und wurde rot dabei. „Du, Konni, beim Zucker-Storz in der Kaufinger- straße gibt es solchene Gummigutteln, rote und greane und gelbe — dringst welche mit?" „Das wird kaum möglich sein, Lydia, da Eomrn’ ich ja gar nicht vorbei — uni> 's Parken ist da auch verboten, aber wenn's Pfefferminzgutteln fein dürfen oder ein Stück Nußtorte, wäre das was?" „Au ja, pfundig!" „Und für mi Punschtorte!" schrie Söhnchen. Er hatte einen ausgesprochenen Männergeschmack, und das Wort „Punschtorte" gehörte überhaupt zu den ersten Worten, die er nach „Mama", „Kathi" ,unb „Konni" auszusprechen gelernt hatte. „Also gut, ich will sehen, was sich tun läßt. Aber jetzt lauft geschwind und macht das Tor auf!" Die Kinder rannten über den Rasen, ein Wirbel von braunen Beinen unter bunten, kleinen Hintern. Söhnchen wackelte hinterdrein, er hatte noch einen richtigen Suppenbauch. Hellwang fuhr den Wagen aus der Garage. Hinter dem Tor wendete er scharf nach links. Britta schaute ihm mit offenem Ri und nach. „Du, ich glaub', der hat uns beschwindelt! Der fahrt ja gar nicht in die Stadt! Der fahrt auf Starnberg .." „So ein Kerl!" stieß Lydia empört hervor, „traun soll er sich und die Torte vergessen!" Hellwang drückte auf den Gashebel. Der Tank war voll, Del, Kühlmasser, Reisen, alles in Ordnung. Der Motors dröhnte hell, die sechs Zylinder arbeiteten sauber. Hellwang beugte sich leicht vor und horchte mit sachverständiger Miene auf ihr exaktes Spiel. — Der Wind orgelte über die Schutz- scheibe und zerrte an seinem Haar. Die Bäume rauschten an ihm vorüber, und hinter ihm wehte, als nebele er sich gegen einen Verfolger ein, eine gelbe, lange Staubfahne. Und wie alle Männer hinter einem surrenden Motor der unwiderstehliche Zwang befällt, den Mund zu öffnen und Lieder in die Welt hinauszuschmettern, so begann auch Hellwang zu singen. O alte Burschenherrlichkeit, und Wohlauf, die Lust geht frisch und rein, und dazwischen Melodien und Texte eigener Komposition, freie Rythmen zu Fanfarenklängen, die sich zumeist auf Ereignisse des Augenblicks bezogen. Fräulein Zögling wartete mit dem Abendessen eine halbe Stunde, dann setzte sie sich mit den Kindern, die müde und hungrig waren, zu Tisch. Kathi trug das Essen auf, zerteilte Bücklinge mit Bohnen- gemüfe. Lydia und Britta sahen einander verstohlen mit niedergeschmetterten Blicken an. Bücklinge mit Bohnengemüse! Das Entsetzlichste, was ihnen widerfahren konnte. Kathi zeigte ihnen richtig ihre Macht. Gewiß gab es morgen zu Mittag gräßliche Fischkotelette und übermorgen sauere Nierndln — ad), sie kannten schon den Speisezettel, wenn Kathi grollte und von ihnen nichts wissen wollte. Lydia stocherte in ihrem Teller herum. „Man hebt die Gabel zum Mund und nicht den Kopf zur Gabel!" rief das Fräulein scharf. „Wie oft soll ich dir das sagen, Lydia? Iß nur! Bücklinge sind sehr gesund! Und zappele nicht so herum! Sitz ruhig!" „Mir juckt der Kopf", murmelte Lydia verdrossen: „vielleicht san's Laus'... Die, wo in der Klasse neben mir sitzt, hat nämlich Läuse..." Britta erstarrte. „Um Gotteswillen!" schrie Fräulein Zögling auf. Sie zerrte Lydia ans Fenster und unterzog ihre Haare einer gründlichen Untersuchung. „Ich kann nichts entdecken, als daß du einen sehr schmutzigen Kopf baft", stellte sie mit einem erleichterten Aufatmen fest. „Ick) möd)te nur wissen, wie ihr das anstellt, in drei Tagen so entsetzlich schmutzig zu werden. Morgen wird Kopf gewaschen!" Britta ließ ihre Gabel fallen. Hellwang kam erst geaen zehn Uhr heim. Die Kinder schliefen schon. Es war eigentlich Kathis Aufgabe, bei feinem Signal Tor und Garagentür zu offnen, aber dieses Mal kam ihr das Fräulein zuvor. Sie hatte nämlich auf der Terrasse Hell- mangs Heimkehr erwartet. Sie hielt den linken Flügel der Garagentür fest, als Hellwang einfuhr, denn er hatte die gefährliche Eigenschaft, von selber zuzufallen. Hellwang schaltete die Beleuchtung aus und kletterte aus dem Wagen. „Gott sei Dank, daß Sie wieder da find!" rief Fräulein Zögling in die tiefe Dunkelheit hinein, „ich habe mir schon solche Sorgen gemacht. Es passiert doch so viel..." Sie schloß das schwere Eichentor und sd)vb den Riegel in die Ritze. Hellwang stand im Sternenlicht hinter ihr und knisterte mit einem Päckchen, das er in der Hand trug. „Sie waren in der Bibliothek, Herr Doktor..." „Nein — das heißt, ich wollte in die Bibliothek fahren, aber dann ließ ich mich durch das schone Wetter verführen und habe eine prachtvolle Fahrt rund um den Starnberger See gemacht..." „Haben Sie schon zu Abend gegessen?" „Einen wunderbaren Karpfen." „Dann darf Kathi also abräumen und schlafen gehen?" „Ja, natürlid)..Er verhielt plötzlich, als wäre soeben ein Stichwort gefallen. Fräulein Zögling die ooranging, blieb ebenfalls stehen. Hellwang warf einen Blick zum Küchenfenster hin, über dessen Vorhang sich ein Schatten bewegte. Er dämpfte die Stimme: „Uebrigens: Kathi — ich bin sozusagen mit dem Eisbrecher gegen sie losgefahren und höbe ihr zum Schluß klipp und klar die Bedingungen gestellt, unter denen ihr Verbleiben im Haus möglich ist ..." „Nun — und?" fragte Fräulein Zögling gespannt. „Sie hat kapituliert." — Es tarn nickst so ganz sicher heraus, inic er es zu sagen gewünscht hatte. Fräulein Zögling öffnete die Haustür und drehte das Licht an. Hellwang gab ihr das Päckchen: „Ich habe den Kindern etwas nütgebracht, ein paar Stückchen Torte. Bitte, legen Sie das Päckchen ins Kinderzimmer, damit sie es morgen gleich beim Aufwachen finden." — Er trat vor den Garderobenspiegel, um sich die Krawatte zurechtzuziehen. Auf seinem braunen Gesicht lag eine graue Puderschicht, durch die sich dunkle Fingerspuren zogen. Sein Haar war wie mit Mehl bestäubt. „Haden wir warmes Wasser zum Kopfwäschen da?" „Der Badeofen ist leider nicht angeheizt: aber für morgen ist bereits große Kopfwäsche angesagt." „Gut, dann schieb' ich's halt auf." Er neigte ben Kopf und schüttelte die Haare aus. Eine graue Wolke sank zu Boden. „Ein phantastischer Dreck", stellte Hellwang fast ehrwürdig fest und verschwand im Badezimmer, um wenigstens vom Gesicht und von den Händen die Spuren der schmachvollen Niederlage zu beseitigen, die ihm auf der Heimfahrt fein großer Mercedes auf den niederträchtigen Straßen des Ostufers bereitet hatte. „Wollen Sie heute noch arbeiten?" fragte Fräulein Zögling, als Hellwang ins Eßzimmer trat, wo sie mit dem Nähkorb am Tisch saß und Schürzen von den Mädeln ausbesserte. Er hob abwehrend die Hände. „Nein, nein! Man muß einen guten Tag auch gut beschließen. Kennen Sie das Sprichwort, das wir in meiner Heimat haben? Es heißt: Fischchen wollen schwimmen. Mein Karpfen macht da keine Ausnahme. Zünden Sie, dexweil ich eine Flasche hole, auf der Terrasse die Windlichter an und stellen Sic zwei Gläser auf, Moselgläser! Sie werden mich doch nicht im Stich lassen?" „Nein, Herr Doktor, selbstverständlich nicht..." Hellwang stieg in den Keller hinab, um den Wein 5" besorgen. Fräulein Zögling verräumte eiligst das Nähzeug, sie holte Gläser aus dem Büfett, stellte sie draußen auf und zündete die Lichter an, zwei Kerzen in tulpenförmigen, rötlichen Kelchen. Die Nacht war mild und still. Die Flamftien brannten in langen Zungen und überhauchten ihre Umgebung mit mattem Glanz. Um den gelben Gartentisch standen drei Stühle herum, bequeme Strecksessel mit verstellbaren Rückenlehnen. Fräulein Zögling schob den übrigen Stuhl bis ans äußerste Ende der Terrasse. Die beiden anderen Sessel rückte sie enger zusammen, so daß ihr Abstand voneinander nicht mehr als eine knappe Armlänge betrug. Dann eilte sie, als Hellwang immer noch nicht kam, auf ihr Zimmer hinauf. Sie fuhr mit der Puderquaste über Hals, Gesicht und Arme und verrieb einen Tropfen ..Mille fleurs" an ihren Ohrläppchen. (Fortsetzung folgt.) ~&enke dran bei jedem fchrirr: “£±eine Johlen soltit „SOLTIT gibt Leder$oh/en tangere _______ Haltbarkeit, verhütet naf$e Fuße,! Wandervorschläge für den Sonntag ÖQt. Marktumschau für die Hausfrau ti Strfl' I icht-" SCHAUMPON Minuten VQ SC Opekla billiget wem lreich« titars mußte »erden. 15 ain r hatte ib eint laber ftup. traten kanal« Aktion, i Ein. arbeit e er. !s bes itigten Don- i. eilen« Kittel. Kraft. Die zunehmende Külte spielt bei dieser Verände- !rmg eine wichtige Rolle, aber von einem Erfrieren btr Blätter kann keine Rede sein, denn dann mußte bts Blatt ja sterben, während es sich doch im -lerenden Zustand ablöst. Die Untersuchungen am Dirfärbter. Blatt ergeben die Abnahme des Stick- VerbunkelungszeU 19. September von 19.27 bis 7.00 Uhr. Leider besteht bei vielen Hausfrauen immer noch ein Borurteil gegen die grünen Paprikaschoten. Sie haben dabei die Vorstellung von etwas Allzuscharfem. Es stimmt, daß die Schoten einen so ausgeprägten Eigengeschmack haben, daß er entweder auf Freunde oder Ablehnung trifft, aber dies und das feine Aroma sind gerade der Vorzug dieses wertreichen Sommergemüses. Es seien nun einmal die Vorzüge von Paprika aufgezählt. Er ist nun in großen Mengen vorhanden und deshalb billig zu erstehen — und bei welcher Hausfrau spielt das keine Rolle? Der Abfall ist sehr gering und fallt daher kaum ins Gewicht. Die Kochdauer ist meist eine sehr kurze, da sich Paprika gerade für Schnellgerichte besonders eignet. Die hervorragendste Eigenschaft ist jedoch der starke Vita- rnin-OGehaU, der bei der kurzen Kochzeit beinahe völlig erhalten bleibt. Außerdem eignet sich Paprika zu den pikantesten Gerichten und ist gleich fein im Aroma als Salat, als Gemüse ober auch roh genossen. Paprikaliebhaber und vor allem die Ungarn, in deren Land ja der Paprika sozusagen wie Brot gegessen wird, essen ihn roh aufs Butterbrot, ganz leicht gesalzen oder nach Geschmack sogar gezuckert. P a p r i k a s a l a t. Die Schoten werden don Stiel und Kernen durch Herausschneiden der oberen Kappe sorgfältig befreit — die Kerne haben sehr viel Schürfe uni/ müssen daher alle entfernt werden — und in kleine Streifen geschnitten. Mit Essig, Oel, ^alz und Staubzucker angemacht, bildet dieser Salat ein pikantes Beigericht. Wem die dunkelgrünen Früchte zu scharf sind, der wühle die blassen, weiß- lich-grüney Schoten. P a p r i k a g e m ü s e. Die Schoten werden wie vorher vorbereitet, ebenfalls in feine Streifen geschnitten und dann in Fett ober, was noch feiner ist, in Speck gedünstet. Ein leichtes Stäuben mit Mehl ober eine Bereicherung mit Tomaten, Pilzen, es können auch Gurken fein, gibt ein belikates Gericht. Gefüllter Paprika. Die Schoten werden von Stiel und Kernen befreit und in ihrer ganzen Form überbrüht. Reis wirb in wenig Wasser ober Brühe knapp weich gebünstet unb mit Hackfleisch, etwas Salz, gehacktem Thymian unb einer fein ver- wiegten Knoblauchzehe gut verknetet. Diese würzige lichei Men. , wo. ' mit > ein 1 "den i Kann mung 'schall I; aber ** gte ben ' araue Gießen — Heuchelheimer Mühle — Kinzenbach — Frauenkreuz — Rodheim. „Ein wenig bekannter Weg nach Robheim, ber höchstens 3 Stunden beansprucht, ist der solgenbe. Wir gehen vom Neustädter Tor die Rodheimer Straße entlang, von ber uns ein Feldweg zur Heuchelheimer Mühle führt. Wir lassen bas Anwesen rechts liegen, wandern ber Bieber entlang, die Unterführung ber Wetzlar—Lollarer Bahn burchschrei- renb nach ber anmutig gelegenen Kinzenbacher Mühle. Von hier gehen wir aufwärts nach dem tattlichen Dorfe Kinzenbach, wo wir schwarze Dreiecke. antreffen, die uns vom Enbe des Ortes aufwärts zum Wald bringen, an dessen Eingang sich hübsche Blicke nach dem Vogelsberg unb Taunus erschließen. Bei einer Jagdhütte verlassen mir bie Zeichen unb gehen jetzt roten Punkten nach bis zum agenummobe'nen Frauen kreuz. Hier stoßen wir a uf blaue Dreiecke, bie uns nach rechts auf stillen Waldwegen abwärts geleiten. Beim Austritt aus bem Wald bietet sich ein prächtiger Blick auf bas liebliche Biebertal, auf Gleiberg, Vetzberg unb den Dünsderg. Bald barauf erreichen wir unser Enbziel, das zu unseren Füßen reizvoll liegende Rodheim. Das ist ein lästiges Übel,sehr oft mit starker Schuppenbll - düng verbunden! Abhilfe Ist leicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar Zurückbleiben, also mit Pro. I-H. stehen r ve- m sd in der lunsen' wie in beiden- > lern er r empfange- ! in den .-Färb- henfin- m den gebung amero- Worte kehrung bringt. — Die Werke von Reger sind leicht verständlich,.sie führen den Hörer ein wenig in die Welt der Romantik. In ihrer inneren Geschlossenheit zwingen sie zu ganzer Hingabe. Sanitätsoffiziere -er Luftwaffe. Die Luftwaffen-Sanitäts-Jnspektion gibt bekannt, daß weiterhin Schüler der 8. Klasse höherer Lehranstalten als Sanitätsoffiziersanwärter der Luftwaffe angenommen werden. Nächster Einstellungstermin zur Ableistung der vorgeschriebenen Waffenausbildung 15. Januar 1942. Bewerber melden fick) möglichst sofort bei dem Luftgauarzt ihres Wohnbereiches. Die Dienstanschrift des zuständigen Luftgauarztes kann beim nächsten Wehrmeldeamt oder Wehrbezirkskommando erfragt werden. 7!ur -er Tüchtige kommt vorwärts. Viele Volksgenossen besuchen heute Spätnachmittags- und Abendveranstaltungen beruflicher Art, um, dort Gelegenheit zur Förderung ihrer Arbeitsfertigkeiten und ihres Berufswiffens zu erhalten. Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Erfordernisse in der Industrie und in der Verwaltung hat das Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der Deutschen Arbeitsfront neue Lehrgemeinschaften verschiedener Stufen vorbereitet, die in den Berufs- erziehungswerken in diesen Tage degiHien. Beratung und Anmeldungen bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsfront. Altes Mehl im Haushalt. Bei den amtlichen Unterfuchungsftellen gehen von der Verbraucherschaft hin und wieder Beschwerden über verdorbenes Mehl ein, bei denen sich meistens herausstellt, daß das Mehl vor längerer Zeit gekauft wurde, wie z. B. die heute nicht mehr im Verkehr befindliche Weizenmehltype 630. Manche Hausfrauen hatten sich einen Vorrat dieser hellen und D ö l l wurden einstimmig wiedergewählt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde für ihre gute Arbeit im verflossenen Geschäftsjahr Anerkennung zum Ausdruck gebracht. Aus der engeren Heimat. Schweinemarkl in Homberg. —.— Homberg, 18. Sept. Zum Schweine» markt waren 166 Ferkel aufgetrieben. Die Preise bewegten sich zwischen 16 und 27 RM. das Stück. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand. Kreis Wehlar. (D Gleiberg, 19. Sept. Das Fest der goldenen Hochzeit begehen morgen bei guter Gesundheit und in geistiger Frische die Eheleute Wilhelm Winter und Katharine, geb. Krombach. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. Betrügereien einer Hochstaplerin. Lpd. Wegen neun vollendeter Betrugsfülle, Unterschlagung und Rückfalldiebstahls wurde die 30 Jahre alte Lina K. von der Strafkammer Frankfurt a. M. zu 3 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Leben der Angeklagten, die beinahe ein Jahr in Untersuchungshaft zubrachte, war eine einzige Kelte von -Lügen. Vor Gericht trat sie zwar kleinlaut auf, sie verstand es aber, sich bei allen möglichen Leuten lieb Kind zu machen; Bei Kopfschmerzen besonders wenn sie durch Schnupfen, Stockschnupfen und ähnliche Beschwerden verursacht sind, bringt das seit über hundert Jahren bewährte Klosterfrau- Schnupfpulver ost wohltuende Erleichterung. Klosterfrau-Schnupfpulver wird aus wirksamen Heilkräutern hergestellt von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Sie erhalten Klosterfrau-Schnupfpulver in Originaldosen zu 50 Pf. (Inhalt 4 Gramm), monatelang ausreichend, bei Ihrem Apotheker oder Drogisten. 3877V i n Rot des japanischen Klctterweins erreicht. In tesem koloristischen Wunder spiegelt sich Leben und Serben des Blattes. Der Baum rettet sich durch tefes teilweise Vertrocknen sein Leben gegen die Unbilden des Winters, schafft sich Vorräte, tut das- jitbe wie der Hamster, der seine Winternahrung in bn Bau trägt; er schränkt seinen Haushalt ein, feilt sich um und zieht sich zu einer Art Wirner- shlaf zurück. In wochenlanges Arbeit beutet die Z/lanze ihre Blätter systematisch aus und schafft de brauchbaren Stoffe, das Eiweiß, den Zucker, ö.s Blattgrün ufm., in ihr Inneres, und indem sie bis verfärbte und entkräftete Blatt aus der Gemeinschaft ausschließt, ihm sogar die Wasserleitung herrt, aus der es bisher sich nährte, sorgt sie dafür, et - Frau« rat, churzen oehreid in, U en. J iranm«^ ngeb^ Isel J* w1 SZ £ 3»( W jfl (1110) irt, d-r fischt ia keine FlaD in mich b:tz sie selbst den Winter gesund übersteht. Blickt man im Spätherbst in das Innere eines kaumes, so sieht man die aus Blättern zurück- gzogenen Stoffe in den Zellen aufgespeichert, die ttie winzige Mehlsäcke mit Stärkekörnern gefüllt 10/er reich mit Fett versehen sind. Das Blatt lebt pH vorher noch einmal in einen gelben und rten Farbtönen aus, die uns entzücken. Die Rö- tmg erklärt sich durch das Anthocyan, einen neuge- bldeten Stoff, der gleichsam als „Lichtschirm" wirkt, un das lichtempfindliche Chlorophyll vor der rafften Zerstörung durch intensive Strahlung zu bewahren. Das Änthocyan-Rot bildet ein Hindernis für die grünen Strahlen, während rote, blaue :>nd violette fast ungeschwächt hindurchgehen. Das ver- krbte Blatt weist gegenüber dem grünen eine stoffliche Veränderung auf, indem der grüne Farbstoff, bis Chlorophyll,' allmählich zerstört wird. Die Zel- Im ganz gelber Blätter enthalten mit Ausnahme bir mnveriebrt aebüebenen Schließzellen, die bis Lich — Nonnenroth — Ruppertsburg — Ganters- kirchen — Jägerhaus — Schatten. Von unserem Ausgangspunkt Lich wandern wir in östlicher Richtung blauen Ringen nach, die uns durch Feld und Wald über den Rehkopf, später an einigen idyllisch liegenden Teichen vorüber nach Nonnenroth führen. Ein kurzes Stück hinter dem Ort wendet sich das Zeichen im rechten Winkel direkt nach Norden. Hier verlassen wir die seitherige Markierung, gehen geradeaus, überschreiten alsbald die Bahn Mücke—Laubach und kommen bei Ruppertsburg in das liebliche Horlofftal. Dem Bach aufwärts gehend gelangen wir nach dem anmutig im Grunde liegenden Gonterskirchen, einem echten Vogelsbergdorf. Auf guter Straße, stets der Horloff entlang, erreichen mir das gastliche Jägerhaus, hinter dem die wohlerhaltene Kirchenruine des vor Jahrhunderten untergegangenen Dorfes Ruthards- haufen liegt. Auf landschaftlich reizvollen Wegen, mit unterwegs hübschen Blicken nach dem Hohen Vogelsberg, erfolgt der Weitermarfch, nunmehr weißen Ringen nach, an der Kiliansherberg^ vorbei über bie Warte nach unserem Endziel Schotten. Wanderzeit 5 Stunden. Fülle kommt in die vorgebrühten Schoten. Die gefüllten Schoten werden aufrecht in eine Bratraine oder feuerfeste Form gestellt, Tomatensoße darübergegossen und 30 Minuten ungefähr zugedeckt dünsten lassen. Ein Lössel Mehl wird kalt angerührt und in den letzten 10 Minuten dazugegeben. Unsere Dersorgungslage. Bericht des tandwirtschasttichen Blarktbeobachters. NSG. Getreidewirtschaft: Die Brotgetreideablieferungen sind zufriedenstellend. Der laufende Bedarf an Roggen- und Weizenmehl wird gedeckt. Das angebotent Heu wird glatt abaeseht. Die Strohablieferungen sind als Folge des ftärre= ren Ausdrusches größer geworden. Der Absatz kann ohne Schwierigkeit erfolgen. Auch die strohverarbeitende Industrie konnte bedacht werden. Kartoffelwirtschaft: Die vergangene Woche stand erstmals im Zeichen einer Entspannung des Kartoffelmarktes. Es gelang, die zur Bedarfsdeckung notwendigen Speisekartoffeln heranzubringen. Es wird angenommen, daß in der Versorgung auch in der nachfolgenden Woche Stockungen nicht eintreten werden. Gartenbauwirtschaft: Der Gemüsemarkt ist mit Kohlarten ausreichend beschickt, sodaß sowohl Weißkohl wie auch Rotkohl und Wirsing in größeren Mengen zur Verfügung stehen. Bei Spinat und Gelben Rüben werden sogar teilweise die bereitgestellten Mengen nicht restlos abgenommen. Gurken waren genügend am Markt vorhanden. Am Obstmarkt kommt das Weichobst nur in beschränkten Mengen heran. Auch die verfügbaren Mengen an Aepfeln und Birnen können nicht alle Wünsche de- frtebigen. Viiehwirtschaft: Durch planmäßige Organisation der Diehoerteilung und durch Anwendung von Ausgleichsmaßnahmen wurde auch in der Berichtswoche der Bedarf an allen Märkten gedeckt. Die vorhandenen Qualitäten waren mittel bis gut. Für die nächste Woche wird mit der gleichen Gestaltung des Marktes gerechnet. Milch - und Fettwirtschaft: Auch in der vergangenen Woche waren alle Maßnahmen darauf abgestellt, den Bedarf an Milch und Milcherzeugnissen sowie Fett sicherzustellen. plbe, endlich in der Nähe des Stammes die brau- r?n Blätter, so daß die Verfärbung stets vom ktamm nach der Spitze hin sortschreitet. Hat die fergilbung die Blätter des Zweigendes erreicht, hnn ist die vollkommene Harmonie der bräun« Ichen, gelblichen und rötlichen Töne fertig. Ebenso gesetzmäßig wie die Verfärbung des gan- in Baumes vollzieht sich die des einzelnen Blatts. Höchst selten wird die ganze Blattbreite gleich- käßig heller, sondern die lichten Töne beginnen ci der Blattspitze und dringen dann nach der Mitte ’pr, dies erfolgt bei Blättern, die viel länger als j eit sind, während bei Blättern, die ziemlich eben f lang wie breit sind, die Aufhellung vom ganzen sande ausgeht und sich über das Blatt verbreitet, .ks besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Inordnung der Transportbahnen im Blatt und Im Fortschritt der Verfärbung; am längsten blei» (n die Parenchym-Zellen, die den Wassergefäßen n nächsten sind, grün. Dieser Vorgang dauert ehrere Wochen und tritt in südlichen Gegenden ater ein als in nördlichen, jeyseits der Alpen meist st im November ober Dezember, während bei uns e Verfärbung im Oktober beendet ist und die Ab- Ifung des Blattes erfolgt. Bei diesem Farbwechsel spielt das Licht eine di- i’tte und indirekte Rolle. Lichtmangel fördert im Inneren der Baumkrone das Vergilben, aber die luchtenb roten Töne entstehen nur bei stärkerer kelichtung. Die Farbe des Herbstlaubes hängt aufs irgfte mit der Art zusammen, und bei jeder Pflanze (tirchläuft die Färbung eine ganze Skala von Tö- rn, die ihre wundervollen Höhepunkte etwa in I m intensiven Gelb der Dirke oder dem strahlen- Mehttype für besondere Backzwecke zurückgelegt. Infolge zu langer und oft unsachgemäßer Lagerung in Papierbeuteln und in feuchten Räumen ist dies Mehl jetzt meistens verdorben und sauer geworden, so daß daraus hergestellte Backware für den Genuß untauglich ist. Außerdem bedeutet das eine Vergeudung der übrigen Backzutaten. Bei Verarbeitung alter Mehlbestände ist eine genaue Prüfung des Mehls unbedingt erforderlich. Sauer, muffig und klumpig gewordenes Mehl ist für den menschlichen Genuß unbrauchbar. Mehl soll im Haushalt zweckmäßig nicht länger als ein Vierteljahr gelagert werden. Es muß trocken, luftig und dunkel aufbewahrt und von Zeit zu Zeit durch Sieben aufgelockert werden. Gemeinnütziger Cisenvahner- Heimstätten-Verein Gießen. In dem -Geschäftsbericht dieser Wohnungsbau- Genossenschaft für das Geschäftsjahr 1940 wird u. a. mitgeteilt, daß in dem Berichtsjahre Neubauten nicht ausgeführt, dagegen die notwendigsten Instandsetzungen der Altwohnungen durchgeführt wurden. Der Genossenschaft gehörten am Schlüsse des Geschäftsjahres 109 Mitglieder mit 112 Anteilen an. Die Nutzungsgebühren find ordnungsgemäß eingegangen, Mietausfall durch Leerftehen von Wohnungen ist nickst entstanden. Die bebauten Grundstücke find mit 1 v. H., ausschließlich die Einzelhäuser am Wartweg mit 1,4 v. H. abgeschrieben. Die Geschäftsguthaben find von 27 475,67 auf 29 400,26 RM. gestiegen. An sahungsgemäß fälligen Mindestzahlungen sind 4049,56 RM. rückständig. Der Bauerneuerungsrücklage wurden 1153,48 RM. zugeführt. An sonstigen Rückstellungen für nichtausgeführten Straßenbau waren vorhanden 3604,84 RM., von der Stadt Gießen wurden für die Bauten Am Wart- weg und Am Schlangenzahl 7281,58 RM. angefordert, der restliche Betrag von 3676,74 RM. wurde durch Gewinn- und Verlustkonto beglichen. Die Geschäftsunkosten betragen 1322,17 RM., das. sind 6,13 RM. mehr als im Vorjahre und 18,88 RM. pro Wohnung und Jahr. Die Verteilung des Reingewinns in Höhe von 1008,21 RM. wurde in folgender Weife vorgenommen: zur Bauerneuerungsrück- läge für Luftschutz 201,94 RM., 3 v. H. Dividende auf Gefchäftsguthaben 806,27 RM. In der Rentabilitätsaufftellung für das Jahr 1940 sind die Aufwendungen mit 38 722,24 RM., die Erträge mit 39 730,45 RM. ausgewiesen, so daß sich der Reingewinn von 1008,21 RM. ergibt. In der Summe der Erträge sind die Mieten mit 38 544 RM. erhalten. Nach der ßiquibitätsauffteUung für den 31. Dezember 1940 belaufen sich die vorhandenen Mittel und kurzfristigen Forderungen auf 20 822,79 RM., die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten auf 2389,57 RM. Danach war die Genossenschaft am 31. Dezember 1940 mit 18 433,22 RM. liquid. Nach dem Kapitalstand am 31. Dezember 1940 bezifferte sich das eigene Kapital auf 179 331,71 RM. (darin sind die Rücklagen mit 151358,69 RM. und die Gefchäftsguthaben mit 27 973,02 RM. verzeichnet), das fremde Kapital belief sich auf 387 569,37 RM. (einschließlich Hypo- thekenschulden in Höhe von 384 171,59 RM.). Das gesamte Geschäftskapital hatte somit eine Höhe von 566 901,08 RM. In der kürzlichen Generalversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzers, Reichsbahninspektor Keuler, wurden ber Geschäftsbericht mit feinen verschiedenen Unterabteilungen, sowie die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einstimmig genehmigt und dem Vorschläge des' Vorstandes entsprechend die Verteilung des Reingewinnes gut» geheißen. Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausfcheidenden Mitglieder Keuler, Baumann stoffes auf die Hälfte oder noch mehr, doch erfolgt die Entleerung erst nach einer zeitweiligen Anhäufung von Stärke. Zuerst verschwindet die Stärke aus den Zellen, in denen sie zuletzt angereichert wurde, dann sinkt der Stärkegehalt der übrigen Zellen, bis schließlich auch in der Nähe der Leit- bünbel die Stärkekörner ins Innere abtransportiert sind. Bei Pflanzen, deren Herbstblättter keine Stärke besitzen, erfolgt eine Anreicherung des Zuckergehaltes sowie eine erhebliche Zunahme des Gerbstoffes, die von der Pflanze als Vorrat in den Hauptorganismus zurückgezogen werden. Doch erfolgt der Abbau in die weiterlebenden Organe nur etwa zur Hälfte, denn die Stoffableitung ist ja stets nur bei lebendigen Zellen möglich, und so sind es denn auch lebende, wenn auch freilich entkräftete und vertrocknete Blätter, die der Baum abstößt. C. K. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19.30 Uhr „Ich bin kein Casanova". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Menschen vom Variete". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „In geheimer Mission". Orgel-Abend. Die für den kommenden Sonntag angekündigte Orgelmusik in der Jobanneskirche bringt im wesentlichen Werke virtuosen Charakters. Am Anfang steht ein Spätwerk Bachs. In der Fantasie wechseln zwei in sich verschiedene Teile einander ab. Während der eine schwungvolle Passagen und ungemein interessante harmonische Spannungen in sich birgt, wird der andere von ruhig hinfließender Poly- phonie getragen. Die Fuge ist in ihrer klaren Struktur leichter verständlich. Die Choral-Partite ist in- sofern ein interessantes Werk, als die einzelnen Varianten den Choralversen entsprechen. Bei dem letzten Werk des ersten Teils ist es von Interesse, zu wissen, daß die Fuge dreiteilig ist, wobei der zweite und dritte Teil das Thema in der Um- Ueberall sehen wir jetzt die ersten Herbstfarben t?r Natur. Wenn auch bisher nur manche Sträu- cter und ber an den Häusern emporklimmende echmuckwein ihr eigentliches Purpurkleid angelegt haben, so mischen sich doch in das grüne Blätter- tach der meisten Bäume die ersten gelben Flecken, tnb nun steigert sich das Ganze schnell zu der groß- rtigen Symphonie des Herbstes, deren Töne vom irteften Gelb und lichten Gold bis zum strahlen- >n Weinrot und zum tiefen Purpur gehen. Auch renn dies bas Vorspiel zum Fallen der Blätter ist, -deutet die Herbstfärbung nicht Untergang ober Herben, fonbern ist eine Umstellung des Natur- 3ushaltes, in der eine wunderbare . Gesetzmäßig- it waltet. Betrachtet man einen herbstlich bunt- «schmückten Ast, so glaubt man zunächst, daß grüne, :xiune und gelbe Blätter regellos beieinander shen, aber es herrscht doch eine gesetzmäßige .Reihenfolge,' da sich bas grüne Laub stets an ber kpitze des Astes findet; bann folgen gelbgrüne unb leroi, | r be. Wen H I ber .j' i ben ; i mit! hoch. 7 I. «m ganz geiDer -oiuuei nuyumn nm I bir unversehrt gebliebenen Schließzellen, bie bis cht J® zUetzt bas Vertrocknen verhinbern, keinerlei Stärke enM w inw I Die zunehmende Kälte spielt bei dieser Verc Aus der Giadi Gießen tolo, Oie Herbstfärbung. Wae in den Rüche stank nerfleckt das wind ins iMi=ßaO gesteckt! iMi roäfcht ßerufehleiöung ohne Seife und Waschpulver MD I >nho 3 und -ge on Donnerstag; 25. Sept. 1941, spricht um 19.30 Uhr im Stadtheater Sterbefälle verlangt. Kennwort: Fg. GLORInl | Verkäufe 3078 A Kräfte. Kennwort: Fg. U/CPRC DRUCKSACHEN W CKDE Brühl. Oieflen Hersteller: Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 34752 TraumaPlast Weibliche Bürokraft mit Stenographie» u. Schreib - maschinenkenntnissen für sofort Dder 1.Oktober nefuebt. Schrift!. VlW. u. 38881) n. d.Gieß.Auz. Putzfrau f.l.adengcschilft gCSUOht. 3HH1O Vont A (lo. Seiti'rsweg 44 Putzfrau täglich LStuuden gesucht. Schrift!. An geb. u.88911) an den Wicü.'JliiA. 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Kraftfahrer LA''«» für neuen 1,8«t-Wagen gesucht. Ennst Sames .ififlsD ttäse- und Mtgarinegrostverteiler Gießen, Horst'Wessel-Wnll 28. . ----- ------..... ......... .......lenner, V uh er S trabe 74; Vnnb- und Gastwirt Aus weiter Ferne gratuliere ich meiner Schwiegermutter FrauAoBaBahn,(liehen,Sellers».51 herzlich zu ihrem 69. Geburtstag. Ihr Schwiegersohn Adolf Lehrmund, z. Z. im Felde. DieAöeDfl-lehrüemeinschaHen des BrrufNcrzichungswcrkcR der DAF. für dir Bisen- und Metall-, Ban- und kaufmännischen Berufe beginnen Anfang Oktober 1941. A n m e 1 d u n g bis spätestens Ende September 1041. — Kostenloser Arbeitsplan durch den Betriebsobmann oder die Dienststellen der DAF. General-Vertr. für Hessen: Ernst Volkmann, Bochum - Hofstede, Poststrafoe 54 / Ruf 67389. ____________Weist auch Bezugsquellen nach! Die am Montag, dem 22., und Samstag, dem 27. September, im Theater stattfindenden Vorstellungen mit »Prinz von Homburg« beginnen mit Rücksicht auf die Spieldauer um 19.15 Uhr. . Telephonistinnen tüchtige, gut eingcarbciteto Ein Ausziehtisch 3ii verkauf, oaoiß Sonnen st r. 11 v. Wir suchen zu möglichst sofortigem Antritt: i Fernschreiberinnen die einen Fernschreiber flott und sachgemäß bedienen können. Soweit es erforderlich ist, muß auch einfacher Telephondienst mit versehen werden. Vorkennt n. dafür werden nicht Gut erhaltener zweirädriger Handwagen zu kaufen gesucht. Großwäscherei Gdelweih, (Ziehen 2 ihiiücmiinfic 12 DankHaftunü. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust unseres lieben Sohnes u. Bruders Heinrich saßen wir allen innigsten Dank. Familie Karl Valentin. und dort, wo sie sich eingenistet hatte, stiftete sie Unheil. Schon ihre Ehe begann mit einer Lüge: Sie lieh ihren Mann im Glauben, er sei der Vater des Kindes, das sie uptrr dem Herzen trug, in Wirklichkeit war aber ein anderer Mann der Vater. Die der Angeklagten jetzt zur Last gelegten Verfehlungen fetzen sich im tvesentlichen aus yochslaplerischen Betrügereien und Diebstählen zusammen. 3m Sommer i). 3. tauchte sie in Friedberg auf, nannte sich Krankenschwester Ellen imb behauptete, ihr Büter in ' tabrar j In dem Hotel, m dem sie wohnte, erklärte sie, auf ihren Bräutigam, einen Oberleutnant, zu warten. Als die Hotelkosten immer mehr anwuchsen, zahlte sie eines Tages dem Oberkellner einen Teilbetrag, den sie sich vom Geschäftsführer gelieheb hatte. Dann verschwand sie plölilid), ohne das) ein Vrälitigam erschienen wäre. In strömendem 9c eg en ging sie zu Fuß nach Bad- N a u h e i m und stellte sich an einer Scheune unter. Dem Besitzer band sie eine große Mär von einem Flugzeugunglück auf und wurde von dem Mann gastlich bewirtet. Auf llnuvegen kam die Schwindlerin dann nach Frankfurt a. M., wo sie sich in einer Pension einlogierte und nicht zahlte, ebeilso wie in einem Hotel in Essen. Dort hatte sie das Vertrauen einer im gleichen Hause wohnenden Frau gewonnen, die sie während eines Fliegeralarms auf ihr Zimmer bat. Zum Dank dafür stahl sie der Frau einige Kleidungsstücke. In einer Pension in Hannover siel sie dadurch auf, daß sie regen Herrenbesuch bekam. Sie verschaffte sich auf unrechtmäßige Weise ein Postsparbuch, konnte aber trotz aller Bemühungen damit nichts anfangen; dafür verseilte sie einen ?urz zuvor gestohlenen Brjllantring. Als sie in einer Frankfurter Pension dann wieder eine erblindete Frau bestahl imb Freitag. 19. September 19.30 bis 22 Uhr 3. Freitagmiete u. Halbmiete A Ich bin kein Casanova Komödie in 3 Akten von Otto Bielen 3803Ö M Preise von RM. 0.60 bis 8.10 Tüchtige Putzfrau für sofort gesucht 38B3d Theater der Universitätsstadt Stellen General der Flieger Quade über Luftwaffe u> Heer im bisherigen Kriegsverlauf ad.ox Junges Büfettfräulein (nucb Allsängerin) filr Bier- imb Kucbellbüfett gesucht. Kost und Vonis hu Haud. Konditorei-Cafö König Bad-Nauheim 3880 0 NüpKIÜCCO *on3 b,s 20 v-H erhnlten Sie bei wieder IldblllddOU hollen VorüHentllchunoen einer AnzeigeI sonstige Betrügereien begangen hatte, veranlaßte man Vie Festnahme der Schwindlerin. G. A.-Spori. Handball. Die erste Kreisklasse beginnt am kommenden Sonntag die neue Runde mit dem Treffen Krofdorf — Holzheim. Krofdorf spielt feit langer Zeit wieder mit einer aktiven Mannschaft. Die letzten Resultate der Gesellschaftsspiele zeigten, daß die Mannschaft zu beachten ist. Kann jedoch Holzheim die letzten Leistungen aufbringen, so ist der Sieger gegeben. Lang-Göns 3gb. — Watzenborn-Steinberg Jgd. In einem Gesellschaftsspiel stehen sich diese Mannschaften in Lang-Gons gegenüber. Die Platzmann- schpft hat einige Abgänge zu verzeichnen, da einige Spieler nicht mehr in der Jugend spielen können. Kann Watzenborn die alte Aufstellung bringen, so besitzen sic Siegesaussichten. Spielvereinigunq 1926 Leihaestern Teutonia Watzenborn-Steinberg I — Leihgestern I. Da sämtliche Verbandsspiele der Gruppe I Gießen am vergangenen Sonntag als Gesellschaftsspiele gewertet wurden, beginnen nun am kommenden Sonntag die Nundenspiele zur Bannmeister- schäft. Die I. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern bestreitet ihr erstes Verbandsspiel in Watzenbörn Steinberg. Beide Mannschaften treten wohl in stärkster Aufstellung an. Eine Voraussage über den Ausgang dieses Kampfes ist schwer. Ein llnelltschieden wäre für Leihgestern schon ein schöner, ein Sieg sogar ein großer Erfolg. Michael Unser Bürbele hat ein Brüderchen bekommen In dankbarer Freude ngeborg Rackow, geb. Thurn / Siegfried Rackow z. Z. bei der Luftwaffe Gießen (Pos. Str.21), 17. 9. 41 z. Z. Kath. Schwesternhaus __________________________03110/ Ain 1.9. Schneidergeselle Admn Bayer, 67 Jahre, Gienen,An berIobannoAkirche (». 2. 9. Hausmeister Vitbinin Freitag, 78 Fabre, Heuchelheim, Kr. Gießen, Marktstr. 81. 8.9. Marie Gronmaml, geb. Heller, 59 Fahre, Wetzl ah Wertberstraße 5. 6.9. Charlotte Schäfer, geb. Dclnvalb, 81 Fabre, Gießen, Schott- straße 40. 7.9. OberoflenerArtur Aeickert, 17Jahre, Gießen, Landgr.-Pbil.-Platz 8; Lanbivirt Christian Mheini, Fahre,Grllntngtzn,Adolf Hitlei n .-i 8. 9. Wilheiintne Enter, geb. Bourgeois, 69 Fahre, Gießen, Schanzenstr. 8. 9. 9. Kohlenhändler Karl Sctwtt, 47I., Gießen, Sandgasse 22. 10.9.Wilhelmine 9/act>tigatl, geh. Halm, 73 Fabre, Gießen, Steinstraße 65; Horst Lenz, 1 Fahr, Ebringdbansen, Kr. Wetzlar; Werner Aiehergnll, 5 Fabre, Qneckhorn, Kr. Gießen, A alltorgasse 5. 11.9. Atinna Hochstätt er, geh. Kästner, 74 Jahre, Gießen, Seltersmea 54; Katharina Appel, geb. Debnö, 52 Fabre, Gießen, Leimenkantermeg 15; Landrat Wilhelm Heinrich Grillo, 65 Fabre, ^Irannselö, Hnbertnöslraße 290. 14.9. Karla Üiubolpb, 4 Fabre, Danbringen, Kreid Gießen; Henriette Dorothea Wahl, geh. B> - - nabte, tiidjvi traue - i. ynnb Karl Felsina, I I Fabre, Ebers!adt, Kreid Gießen, Liclier Straße 38. 1 Paar guterhalt. Skischuhe Größe 40/41, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 03101 an den Gieß. Anz. Ohit erhaltener puppeniDfloen zu kaufen gesucht. Schriftl.Ang.mit Preis mit.03090 andenGieß.Anz. keitsverbrecher der Todesstrafe verfallen sollen, wenn der Schutz der Volksgemeinschaft oder do, Bedürfnis nach gerechter Sühne es erfordern. E, ändert ferner die Strafvorschriften gegen Mord und Totschlag: Während das bisherige Recht 'beibe Straftaten danach unterschied, ob die Tötuna mit Ueberlegung begangen war oder nicht, weil das neue Gesetz den Richter an, Motive und Z w e ck c des Täters sowie die Art der Ausführung der Tat zu prüfen. Weiter verschärft das (9eje| die Strafe für Wucher, indem es bei Kreditwucher sowie bei gewerbs- und gewohnheitsmäßigem Sach, wucher Zuchthausstrafe ermöglicht. Das Gs fetz bringt auch eine Strafoorfchrift gegen den Miß, brauch von Ausweispapieren; danach roirb bestraft, wer ein Ausweispapier (Paß, Kenn» karte, Führerschein, Behördenausweis usw.), bas für einen anderen ausgestellt ist, vorsätzlich zur Täuschung im Rechtsverkehr gebraucht. Endlich verbietet das Gesetz, feuergefährdete Betriebe und Anlagen, Wald-, Heide- und Moorflächen, bestellte Feeder oder Felder, auf denen Getreide, Heu oder Stroh lagert, durch Rauchen, durch unvorsichtiges Han. tieren mit offenem Feuer oder Licht, durch Weg. werfen brennender oder glimmender Gegenstände in Brandgefahr zu bringen. Haupt|chrfttleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lanqc. Stellvertreter bei Hcniptschristleitera: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Hanne; für bat Feuilleton: Dr. Han« Thyriot; für Stadt Gienen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Bcrlaq: Brühlsche UniversttätSdruckorei N. Lange K E. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenlelter: Han« Beck, BerantioorUlch für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.«, llllllllllllllllllllllllllllll Keine üreprnnen- ■engnleie, lonbrnt mir fieugni«- avlciiristen dem Be werdungbichreil'endel legen I — Lichtbilder uudBetverbungiuiitep lagen müssen inr Ver »letdung vvn verläen aus der Würfle Ile Namen und Anschrift de« Bewerber« «ragen I llllllllllllllllllllllllllllll Aus dem Reich. Steuerzahikacten. Der Reichsfinanzminister hat Steuerzahlkarten eingeführt, mit denen ab 1. Oktober bei den Postdienststellen Einzahlungen an die Finanzkassen und an die Zollkassen des Reiches entrichtet werden können, ohne daß die Einzahler eine Postgebühr dafür zu entrichten haben. Diese trägt die Reichsfinanzverwaltung. Die Steuerzahlkarten, die zu Einzahlungen an die Finanzkassen bestimmt sind, enthalten vorgedruckt die Anschrift und die Post- schecknummer der Finanzkasse. Auf der Rückseite des Gutschriftabschnittes, der der Finanzkasse ausgehän- biflt wird, ist die Bezeichnung mehrerer Steuerarten eingedruckt. Der Steuerpflichtige muß bei jeder Zahlung angeben, welche Steuer er entrichtet und für welche Zeit. Die Steuerzahlkarten können All Einzahlungen jeher Art an die zuständige Finanzkasse oder Zollkasse verwendet werden. Es f[t einerlei, ob mit den Steuerzahlkarten eine Steuerschuld, eine Zollschuld ober eine anberc Schuld entrichtet werben soll. Die Behörben der Reichsfinanzverwaltung werben allen verschlossenen Schreiben, mit denen sie eine Einzahlung an eine Finanzkasse ober an eine Zollkasse bes Reiches for- bern, Steuerzahlkarten beifügen. Die Finanzkassen unb Zollkassen werben an ihren Schaltern Steuerzahlkarten kostenlos abgeben. An ben Postschaltern sinb keine Steuerzahlkarten zu erhalten. Aenderungen des Strafgesetzbuches. Die Reichoreaierung hat ein Gesetz Mr Aenderung bes Reichsstrafgesetzbuches erlassen. Es bestimmt, daß gefährliche Gewohnheitsverbrecher unb Sittlich— & In allen Apotheken und Drogeriem . weiht Bürohilislirälte für einfache Büroarbeit, die gewissenhaft und sauber erledigt werden muß. Kennwort: Kg. Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften, Gehaltswünschen und der Angabe des frühesten Eintritts- Icrmins sind unter Nennung der Kennziffer 566c und des Kennwortes zu richten an unser (\ efolgseha ftsa mt. Gerhard Fieseier Werke G MBH Kassel. 3887 \ Kaufgesuchej Kleines (kinfamilien- Haus zu kattfen gesucht. Schr.Angeh.uut. " H07 an Telefonzelle zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeh. unter 3890D nn den Gieß. Anz. Das beliebte 38830 Landbrot (Roggen-Mischbrot) ist wieder eingetroffen 2-Kilo-Laib 58 Pf. Hch.Kalbfleisch Lieblgstrabe 66 Fernruf 3685 Vermählungs-Anzeigen liefert BrühPsche Druckerei | Vermietungen | Schöne 3-3.-Wohnung int Südviertel au imrruhigeMieter Alt uermieten. Schrift!. 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