■ V. Dienstag, 19, August 19« der Der Hafen von Odessa. — (Scherl li-, i : Z-"°° / enigenZ ^anoeisumiuö ^H - - batte frei, das große Sowjethaus, das wie m ’JJitnir aum ywr aj e. Sie |d)neSCf“n\fnferhie?^nr»ri/tterfäiaft heran- im bolschewistischen Stil erbaut worden ist, be- schütz« lich zur Folge, daß h'^-lutionären Umtrieben im deutet keineswegs eine Verschönerung der Stadt^ erfreu wuchs, die M) «x iciqtc und bekannt ist die Was sich in Odessa befindet, ist noch altes Erbe und lieger Zarenreich empfanglich ze gte unv v ranm 1 i - Theater und den Museen nur bo - gefuh hierOwährendMVabspielt?. schewistische Namen verliehen. Der Hafen, Ödes, lüft. Neun feindliche Bomber in der letzten Nacht abgeschoffen. Berlin, 19.Aug. (BJIB. Funkspruch.) 3n »q. Jahrgang Nr.wtz | scheint täglich, außer ?reW ! Lnntags und feiertags l?}8 b<: ! Beilagen: Nun begann eine Zeit der Rache und der Vergeltung. Im Bürgerkrieg war fast ein Drittel der Häuser zusammengeschossen und verbrannt. Das Odessa von einst war nicht wiederzuerkennen. Handel und Wandel lagen darnieder und dort, wo einst Reichtum und Wohlleben geherrscht hatte, herrschte jetzt schlimmste Hungersnot. Die Bevölkerung Odessas war nur noch ein Bruchteil von der vor dem Weltkrieg. Die gewaltige Hungersnot in den Jahren 1921 und 1922 fordete eine riesige Zahl von Opfern. Die Menschen starben auf den Straßen und blieben hier liegen. Nur nach und nach konnte Odessa sich von diesen furchtbaren Zeiten erholen, aber auch das heutige Odessa ist nur noch ein Schatten von der lebensfrohen und schasfensfreu- digen Stadt, die Odessa einst vor dem Weltkrieg gewesen war. , ,, _ Die Sowjets haben in den Jahren ihrer Herr- schäft für den Ausbau der Stadt nichts getan, denn das große Sowjethaus, das wie in Minsk auch hier P . r , • r. • r < WA avXam tÜ hfl« Nachl 3 u m Dienstag warfen britische Flugzeuge Bomben auf einige Städte 2D e ff - deutschtands. Schäden an wehrwirtschaftlichen Anlagen entstanden nicht. Line ganz geringe Zahl von Sowjetfromfrern, die über die Ostsee das Reich anflogen, wurde bereits an der Küste von der Flak abgewiesen. Lin Flugzeug, das Richtung auf Berlin nahm, wurde von der Luftabwehr ebenfalls rasch zur Umkehr gezwungen. Die Flak brauchte in der Reichshauptstadt nicht in Tätigkeit zu treten. Nach bisherigen Meldungen wurden neun Bombenflugzeuge in der oer- wr bei ben r- $r siegte erntens as Lebensnerv, weist zum Schutz vor den Oft- und Südostwinden eine Reihe künstlicher Bauten auf. Durch das Bombardement während des Bürgerkrieges hat der Hafen gelitten und die Einrichtungen, mit deren Hilfe das Getreide mechanisch von den Esenbahnwaggons in die Dampfer geschüttet wurde, sind zerstört worden. Jetzt hatte man wenigstens einige Elevatoren eingerichtet, um das Getreide Halbwegs sachgemäß verfrachten zu boot und zwei kleinere Schiffe der Bolschewisten versenkt. Jrn^Finnischen Meerbusen wurde ein sowjetisches Handelsschiff von etwa 10 000 BRT. durch Bombentreffer schwer beschädigt. Ein entstandener Feuerherd breitete sich rasch aus, und nach kurzer Zeit neigte sich das Schiff zur Seite. Aus einem sowjetischen Handelsschiff von 3000 BRT. verursachten mehrere Bomben schwere Beschädigungen !.J Nib «sterhy., ■ 8000 «üe dielt irft. notierten jt n a) 46 b'- lullen a) 44) h- a) 44 W 5, d) B te is 42, c) otiert, * 50, d) 0 42 bis 44, «-> 54 - «Dlofii1 Piel »ui. R bet r, 7' »eptem« Jtolüerteibi. Vor einem sowjetischen Dünkirchen in Odessa. Nie Gowjet-Transportflotte von deutschen Kampf- und Gtukaverbänden mit Bomben aller Kaliber belegt. — Sechs Transportschiffe, ein Kreuzer und ein Torpedoboot schwer getroffen. Dor ^ytion, T Tt. Unser Bild zeigt den-Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarfchall von Brauchitfch, auf einem Flugplatz an der Ostfront, wo ihn Generaloberst von Kleist (rechts) begrüßte. j (PK.-Fremke. — Scherl-M.) Wieder 33 schwere Sowjetpanzer vernichtet. dem W im W 01; ufprete beim? blieb gE jenen giftet. 'feien d„ Wadt 7.t ettberg u ,0®et10? arate chivrllulige». vtsinfipttt' HirRflk** rtl> 0 neben»; sctgesehl. Auch an den übrigen Teilen der Ostfront brachten bi Operationen wesentliche Erfolge. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich mit gitet Wirkung gegen militärische Anlagen in m 0 s- t- u sowie gegen verschiedene wichtige Eisenbahn- Irlen. 3m Kampf gegen Großbritannien belegten ii der letzten Rächt stärkere Kräfte dec Luftwaffe kn Versorgungshafen h u 11 mit einer großen Zahl lemben aller Kaliber. Volltreffer in Lagerhallen n humber und in wehrwirtschaftlichen Anlagen der !re 1877 hatte Odesia als Ausfuhrhafen sogar Petersburg über- llllaelt leit 1881 nahm sie mi Hinblick aus den fiandelsumfatz den ersten Platz im Zarenreiche em. J)anuei»uu I p ifkruna hatte frei’ Die Arbeiterschaft hatte sich während der Revolution des Hafens bemächtigt, aber der Aufstand wurde schließlich doch niedergeworfen und das Schlachtschiff „Potemkin" flüchtete nach Rumänien und wurde hort entwaffnet. Die Zeit des Reichtums und der Blüte war mit einem Schlage verschwunden, als das Zarenreich zusammenbrach. Nach dem Sturz der Kerenski- Negierung bemächtigten sich im Oktober 1917 die Ukrainer unter Petljura der Stadt. Im Januar 1918 kam es dann zu Kämpfen zwischen ben Bolschewisten und den Petljura-Anhängern, die Bol- schewi ten siegten. Noch einmal ging ein Aufatmen durch die Stadt, als Mitte März 1918 deutsche und österreichisch-ungarische Truppenteile die Stadt besetzten. Aber im November 1918 verließen die beut- chen Truppen die Stadt endgültig und nun kam es zu heftigen Kämpen zwischen der Hetman-Regierung und den Bolschewisten. Im Kampf gegen das Sowjetregime wurde Odessa durch die französische Flotte beschossen, die Bolschewisten mußten die Stadt übergeben. Französische, griechisch^ pol- nische und serbische Truppen landeten in Odessa, aber im April 1919 sah sich die Entente genötigt, die Stadt wieder zu räumen und nun begann die zweite Sowjetherrschaft. Noch einmal schien es, als ob der Stadt zwanzigjähriaes Leid erspart werden sollte, denn im August 1919 konnte die Weiße Armee Denikins in Odessa Fuß fassen, aber auf die Dauer konnten sich diese Truppen gegen die Sowjetmacht nicht halten und im Februar 1920 kam Odessa endgültig unter das bolschewistische Regime. Deutsche Artillerie. Berlin, 18. Aug, (DNB.) Iftnitt der Ostfront entspannen sich am 1° listige Kämpfe um eine oonDeutschen Jnfanie .1 rnd Artilleristen eroberte Stellung. Trotz BM. t ätiger Verluste durch die ®ner9.1^ neue Em- t'-hr schickten die hierbei Isiten in das vernichtende deutsche u h c u t - i-nchneten sich die Kanoniere einer deur Berlin, 18. Aug. (DNB.) Deutsche Abteilungen stießen irn nördlichen und mittleren Teil der Ostfront mit sowjetischen Panzer- ftreitträften zusammen. In' erfolgreichen Kämpfen, bei denen sich die Ueberlegenheit der deutschen Waffen über die schweren sowjetischen Panzer von neuem erwies, wurden 33 Panzer der Bolschewisten vernichtet und zahlreiche Geschütze sowie Kriegsgerät aller Art zerstört oder erbeutet. Die Bolschewisten erlitten durch das gut- liegende Feuer der mit hervorragender Kühnheit geführten deutschen Truppen schwere blutige Vor- schen Artillerie-Abteilung durch Kaltblütigkeit besonders aus. Unbeirrt durch das wilde Gebrüll der heranstürmenden Sowjetsoldaten feuerten sie in direktem Beschuh in die dichten bolschewistischen Reihen und auf die zur Unterstützung heranrollenden Panzerkampfwagen. Schließlich griffen die deutschen Artilleristen selbst zum Gewehr und wehrten mit den Infanteristen in heftigem Nahkamps die letzte Angriffswelle der Bolschewisten ab. Durch diesen unerschrockenen Einsatz hat die Artillerieabteilung entscheidend dazu beigetragen, daß die Stellung mit anfänglich nur schwachen Kräften gegen die zahlenmäßige bolschewistische Ueberlegenheit gehalten wurde. Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe. können. Eine Eigenart Odessas sind die Limane, die ich in unmittelbarer Nähe der Stadt befinden. Die Limane find ehemalige Flußmündungen, die infolge der Versandung der Flüsse durch Nehrungen vom Meer abgeschnurt worden sind. Durch die Verdunstung haben sie sich in salzig bittere Seen umgewandelt. Es sind hier Salzlösungen bis zu 27 v^H. festgestellt morgen. Das Liman-Wasser unterscheidet sich vom Meerwasser nicht nur durch den Grad der Konzentration, sondern auch durch seine Zusammensetzung. Es enthält bedeutend mehr Magnesia- und Kalksalze und hat infolgedessen eine hervorragende Heilwirkung. Das gilt auch für den Liman- Schlamm. So sind hier Seebäder entstanden, die nur einen Nachteil haben, daß es sich um schattenlose Orte handelt, denn die Südukraine ist eine Gegend mit reinem Steppencharakter und fast ohne jeden Baum. Infolgedessen brennt in heißen Sommertagen die Sonne erbarmungslos und verdorrt die üppigen Wiesen und Weiden. An der Ostfront. Annahme von Anzeigen für die MittaaSnummer bis8'/,Ubr desBormittagS Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf.ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenfrrette Nachlässe: Wiederbolimg Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/<» mehr Helsinki, 18. Aug. (Europapreß.) Aus Anlaß bc Einnahme Sortavalas, der 4500 (Sinmofrner Menden Hauptstadt Ladoga-Kareliens am Nord- urr des Ladoga-Sees, hat Staatspräsident R y a- Feldmarschall MannerheiM em Telegramm Mchtet, in dem er ihn und die tapfere fmmsche hjmee zur Eroberung der Hauptstadt Ladoga-Kare- lins beglückwünscht In dem Antwort-Telegramm W es daß Ladoga-Karelien und seme Hauptstadt M die Zeit des Leidens und der harten Kamp e bim finnischen Volk noch teurer geworden e en. Die b-heriqen Taten der finnischen^Soldaten se er, eine Snrantie dafür, daß mit Hilfe des Allerhöchsten das jr nische Volk einem dauerhaften Frieden entgegen 93te Rückeroberung Ladoga-Kareliens steht m der Warnten Presse im Vordergründe Das ganze sm n che Volk so wird in „Ajan Suunta aus»geehrt -mde sich dankbaren Herzens Feldmarschall Man nirbeim und der oon ihm geführten j »ne entgegen Es gebe in der Geschichte einer htion keine bedeutungsvollere ^.obe als^e b- davon erzähle, daß ein Volk aus eg i) torische Ungerechtigkeiten beseitigt t)abe^ Um werde hier zum Wiener einer moral^ 'heltorbnunq. Von diesem Standpunkt aus geseh . h die Befreiung Ladoga-Kareliens nid)t nur eine BXWft 3?il beitragen können Wir f'ud davon ö ß die gerechte Sache unseres mächtig ttoeiöung rächen Verbündeten eine endgültige hütigen wird, für den auch hier:m Lande der tau kl'lnd Seen sich die Gebete der Bevölkerung Berlin, 18.Aug. (DRB.) Verbände der deul- Luftwaffe griffen am 18.8. den fowjetifchen hßm Odessa wieder mit großem Erfolg an. Die- jo Angriff kommt um so größere Bedeutung zu, fl} die Sowjets in Odessa alle erreichbaren «hiffe zusammengezogen haben und mit dlüfl Mitteln versuchen, ihre eingeschlossenen Irup- pd und ihr Kriegsmaterial üb er See fortzu- jt affen. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflug- uge belegten diese Schiffe, Verladerampen und die Akahrtstraßen mit Bomben aller Kaliber, jl Bordwaffen wurden den fowjetifchen Truppen- V ffen große Verluste zugefügt. Sechs ,1'ansportschiffe von zusammen 15000 BRT. m rden so schwer getroffen, daß sie nicht mehr a. 5 lauf en können. Lin Kreuzer und ein l»rpedoboot, die'zur Sicherung der Trans- ptte eingelaufen waren, erhielten gleichfalls jcwere Bombentreffer, die ste stark belobigten. Mit diesen erfolgreichen Angriffen auf ^jetische Kriegs- und Truppentransportschiffe, die zi7 Aufnahme der aus der Ukraine zurückweichenden fevsetischen Verbände bestimmt waren, bereitet die dcitsche Luftwaffe ein sowjetisches Dünkirchen vor. Oer Wehrmachiberichi. VRB. Ausdem Führerhauptquartier, H August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt f^annt: 3n der Südukraine wurde die Verfol- ging des geschlagenen und zum Teil fluchtartig wlcheuden Feindes gegen denunlerenDnjepr Oie Verbündeten. „Wenn die Nation wieder vereinigt werden sollte, so konnte es nicht durch Beratungen bewirkt werden, die immer einen jeden an seine besonderen Interessen mahnen, sondern durch eine große Handlung, bei der das Gemeingefühl die Oberhand über die Besonderheiten erhält, ohne diese jedoch zu vernichten." _ „EE Leopold von Ranke bei der Eröffnung der Bayerischen Akademie 1871 über die Einigung der deutschen Nation. General A n t o n e s c u ist nicht ohne hinreichenden Grund als erster ausländischer Heerführer mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden: Die Leistungskrast des rmnänischen Heeres ist in diesem Kriege auf der Seite der Achsenmächte dieselbe große Ueberraschung, wie es die militärische Tüchtigkeit der Griechen auf der Feindseite gewesen ist. Die wesentlichen gebietsmäßigen Erweiterungen, die Ungarn in den Jahren 1938 bis 1940 durch eine Politik des rechten Augenblickes en*cid)t hat, ind oon der ungarischen Armee in Galizien und in Podolien unter’ militärischen Leistungsbeweis ge- teilt worden. Die Slowaken waren schon — wenige Monate nach der Begründung ihrer staatlichen Unabhängigkeit — an dem Polenfeldzug beteiligt. Ihre vortrefflichen Leistungen in diesem Ostfeldzug find besonders herausgehoben worden. Von den Finnen hat niemand etwas anderes als militärische Tüchtigkeit erwartet. Sie haben sich aber selbst übertroffen. Sie alle sind berührt von dem Hauch einer neuen Zeit. Ein besonderer Umstand hebt noch die Bedeutung dieses Aufgebotes vom Schwarzen Meer über die Karpatenlander bis hinauf zu Finnland, dem letzten eigentlichen Kulturlande im Osten des subpolaren Europas: Alle diese Länder bilden einen Gürtel, Umsätzen, rschäststättz J ten weiht «| MUNg Mi Jemegungen, . emheiüjä s -echt lebhch I danach auf I Dividende!!. 1 onders auf« I W., die bis 1 erlaufe wie. ] noch immer ? MusyelM. | chr erheblich | edoch Mair- . auch M l zu nennens- i am DQriah- . Vorzüge Md । iof, anderer- leicht zurück. Höststätigkeil Mnkte M ten sich bis h. Znduftm- mlechen soll nen Umsätzr stanhaltender iedenüich Werten, wir ie daß neu- Meist waren i über letzter- Berlin, 18. Aua (DNB.) Die deutsche Luftwaffe setzte ihre vielseitigen Angriffsoperationen im Osten in der Nacht zum 18. August mit gutem Erfolg fort. Einige Flugplätze der Sowjets wurden mit zahlreichen Bomben belegt. Hierbei wurden Flugzeughallen zum Einsturz aedracht und mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. Auf einer Eisenbahnlinie wurde ein Transportzua zum Entgleisen gebracht. Bei einem Störangriff auf Mos - i kau entstanden einige Brände im Südteil der g-ng-nen 7-achl abgeschosten. Stadt. Auf dem Dnsepr wurden ein Kanonen-1 ss ®ic|cnct 2ln jeijer ZZ8Z-Z wäs«. General-Anzeiger für Gbechesfen ■ jran f: v““6*- "t**1 “t“ niiocuiciien my in den letzten Tagen besonders belebten Rum^l k i Japan und die Atlantik-Konferenz f ch-ü f f °. Wer Japans wirkliche Stärke kenne, Maßnahmen die staatliche Ei7enstreit zu Srr?CJÄÄ" und fester zu begründ^ Der Schah'b er« Dr. Ho. Berlin, 18. Aug. (DNB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh und auf iflN- r- [eines i Empire M l)al fc und ■ [m N Wi Wnkn jin her j F Wez fcN In Leg i pi him °!ich er der erst seit 1918 zum vollen staatlichen und volksmäßigen Eigenleben erwachsen ist, der wirtschaftlich vielfach rückständig oder gehemmt ist und für den der zutreffende Beiname „Z w i s ch e n e u r o p a" geprägt wurde. Es ist jener, uns nahe Teil von Europa, der durchaus zu unserem Erdteil (im kulturellen Sinn) gehört und gehören will. Es ist aber auch jener Teil, der daran erinnert, daß die wirtschaftliche und kulturelle Hochleistung Europas an einen engen Gürtel am Atlantischen Ozean und am Mitelmeer gebunden ist, daß unser Erdteil keine ausgeglichene kulturelle Tiefengliederung besitzt. Zwischeneuropa ist schon das Grenzland zu dem eurasiatischen Raum, der von Weichsel und Pruth bis zu den Gestaden des Stillen Ozeans reicht. In diesem staatlich, wirtschaftlich, sozial und kulturell nicht voll entwickelten Zwischeneuropa Hausen — mit Ausnahme von Finnland — die Juden in Stockholm, 19.Aug. (Europapreß.) Die Vermutung, daß die .finanziellen Fragen in den Verhandlungen zwischen Roosevelt und Churchill eine große Rolle gespielt haben, bestätigt sich in einer amtlichen englischen Mitteilung vom Montag, nach der der Gouverneur der Bank' von England, Dton- tagu Norman, an den Besprechungen teilgenommen hat. Der Londoner Korrespondent der „Göteborger Handels- und Schiffahrtszeitung" berichtet, der Materialbedarf Englands und der Sowjetunion fei so ungeheuer, daß Lord Beaverbrook MlNs bescheiden waren doch diese Anfänge des Bismarck- schen Reiches! — sollten der Norddeutsche Bund und die süddeutschen Staaten eine gemeinsame Vertretung erhalten. Die Wahlen ergaben in Württemberg eine ganz partikularistisch-protesüerische Vertretung; m Bayern war sie zu drei Merteln par- tikularistisch-protestlerisch. Wegen des Widerspruchs der 57 süddeutschen Partikularisten konnte die Thronrede des preußischen Königs Wilhelm nicht beantwortet werden. Ja, dieses Zollparlament war in solchem Grade partikularistisch-protestlerisch, daß es eine Erweiterung feiner parlamentarischen Rechte ablehnte — sicherlich ein in der Geschichte des Parlamentarismus seltener Fall! 1871 war Sedan vorbei,, war auch die Kaiserkrönung' schon Vergangenheit, als Ranke zur Eröffnung der Bayerischen Akademie sprach. Alle wollten jetzt Deutsche sein. Sie wollten Deutsche sein und doch ihre Stammeseigen- tümlichkeit im eben gegründeten Deutschen Reich bewähren. In wenigen Monaten hatte sich alles gewandelt. Goethe hat es geahnt, als er seinen Faust nicht übersetzen läßt „Im Anfang war das Wort", sondern „Im Anfang war die Ta t". Taten allein verändern die Menschen. Und das ist es eben, * Wiederholt griff deutsche Artillerie sowjetische Schiffsziele mit gutem Erfolg an. Am 17. August wurden sowjetische Kriegsschiffeinheiten in der breiten Mundung des Bug südlich von Nikolajew mit wirksamem Feuer belegt. Ein sowjetisches Schnellboot wurde durch einen Volltreffer getroffen, so bßfc es sofort nach einer heftigen Explosion sank. Eine deutsche Flakbatterie schoß am 17. 2Iugufl lechs Sowjetflugzeuge ah und erhielte damit an Tokio, 18. Aug. (Europapreß.) Das Atlantiktreffen zwischen Roosevelt und Churchill beschäftigt die japanische Oeffentlichkeit nach wie vor lebhaft, wobei auf Grund von Berichten aus London und USA. die Vermutungen über etwaige Abreden militärischer Natur einen großen Raum einnehmen. Die „Japan Times" sieht den Kern der englisch-nordamerikanischen Erklärung in der Einleitung zu dem Punkt versteckt, der nach der endgültigen Vernichtung der „nationalsozialistischen Tyrannei" allen Nationen ihre eigene Sicherheit gewährleisten will. Die unnachgiebigen Leiter der Politik der USA. und Englands hätten erkannt, daß angesichts der Nachrichten über eine bevor- stehende Konferenz der Europa- Staaten sie etwas hätten tun müssen, um Friedensaposteln in den eigenen Ländern zuvorzukommen. Die „Japan Times" kommt zu dem Schluß, daß die Zielsetzung der englisch-nordamerikanischen Erklärung genau derjenigen entspreche, die Wilson mit seinen 14 Punkten ins Auge gefaßt hatte. Unter der Überschrift „Bereitet euch auf das Schlimmste vor" bespricht „Nichi Nicht" die crnti- japanischen Absichten, die sich zweifellos hinter der Konferenz der beiden Leiter der angelsächsischen Politik verborgen hielten, und zitiert dabei den USA.-Abgeordneten, der erklärt habe, die Roosevelt-Churchill-Erklärung stelle de facto eine Kriegserklärung dar. „Nicht Nichi" glaubt, daß Japan alle Hoffnung auf eine Besserung in den japanisch-nordamerikanischen Beziehungen aufgeben müsse. Der Sprecher der japanischen Marine, Kapitän Jdeo Hiraide, stellt fest, daß die englisch-nordamerikanischen Bemühungen zur Einkreisung Japans von drei Gesichtspunkten aus betrachtet wer- )en müßten, vom geistigen, wirtschaftlichen und trategischen Gesichtspunkt. Die USA. schienen zunächst unter dem Eindruck zu stehen, daß Japan d,u r ch den Chinakonflikt erschöpft sei. So ziehe man dort bei der Beurteilung der japani- chen militärischen Stärke grundsätzliche Fehl- tragen werde. Die Umstellung von der Friedensauf die vollständige Kriegsproduktion werde tiefgehende Veränderungen im wirtschaftlichen Leben der Vereinigten Staaten hervorbringen. Wenn der englische und der sowjetische Bedarf in dem von Lord Beaverbrook angegebenen Ausmaß einigermaßen gedeckt werden solle, dann müsse die nord- amerikanische Rüstungsproduktion auf eine Höhe gebracht werden, die man sich kaum vorstellen könne. Wie United Preß meldet, wurde in London die Unterzeichnung eines Kreditabkommens Roosevelt verkündet den jüdischen Herrschastsanspruch. i pW ei luor V L ist eir hinja pent« mhart U N pos e f ttien p zu mar Men mberc bims (j m 5I'o was es heißt: Geschichte zu machen. Das Ritterkreuz für Kampfflieger chüng anfällig gemacht. Rumänien hatte in den letzten zwölf Monaten, die für dieses Land so schwer waren, erleben müssen, daß Teile seiner akademischen Jugend solchen Einflüssen unterlagen. Auch Ungarn mußte auf der Hut sein. In der Slowakei sorgte die Judenschaft für eine solche unterirdische - Strömung. Sogar in Finnland waren Symptome festzustellen. Das war nicht eine akute bolschewistische Erkrankung, wohl aber das, was der Mediziner eine Disposition, eine Anfälligkeit für gefährliche Krankheits keime nennt. Der Kriegsruhm, den die Völker Zwischeneuropas jetzt an ihre Fahne geheftet haben, ist das wirksamste Serum. Ihr Selbstbewußtsein wird erhöht. Es ist ein echtes Selbstbewußtsein, das sich auf die Tat gründet. Und dieses echte Selbstbewußsein macht frei von jener Gefängnispsychose, die im nationalen Gewände auftrat, auch chauvinistische Schaumwellen schlug, aber es nur zu großen Worten, gewaltigen Gesten brachte und niemals die Fenster ins Freie aufstieß, niemals frische Luft in die muffigen Stuben hereinließ. Das ist das Wesentliche dieses Ostfeldzuges, daß nicht nur das zerstörerische Wesen des weltmachtsüchtigen Bolschewismus äußerlich und innerlich zerschlagen wird, sondern daß sich — staatlich-wirtschaftlich so gut wie kulturell-seelisch — gesunde Grundlagen eines bewußten nationalen. Werdens bilden. Zu diesen gesunden Grundlagen passen große Worte, gewaltige Gesten schlecht. Auf diesen gesunden Grundlagen kann nur stolze und zähe Arbeit weiterbauen. Die geistigen Zwangsjacken aus der Zeit der Gefängnispsychose gehören in die Hinterstübchen der Museen. Wir Deutsche haben das am eigenen Leibe erlebt. Die wenigen inhaltschweren Worte, die der Altmeister der deutschen Geschichtsschreibung — einer wesentlichen und wahrhaft politischen Geschichtsschreibung — 1871 nach dem letzten Einigungskrieg bei der Eröffnung der Bayerischen Akademie gesprochen hat, pressen das ganze Problem und zugleich die Erfahrungen einer vergleichfähigen Vergangenheit in einen einzigen Satz von klassischer Präzision zusammen. 1866 hatten noch Deutsche gegen Deutsche gestanden: nicht nur Preußen gegen Oesterreicher, sondern auch Preußen gegen Sachsen, Hannoveraner, Bayern, Hessen und Frankfurter. Der Norddeutsche Bund war gebildet. Zwischen Ihm und den süddeutschen Staaten waren Militärbündnisse abgeschlossen. Ihre Veröffentlichung erfolgte, als Napoleon III. dem holländischen König Luxemburg „ab= kaufen", also Frankreich einverleiben wollte. Die Veröffentlichung dieser Bündnisse war hinreichend, um solche Gelüste zum Schweigen zu bringen. Allein in der Form eines „Zollparlamentes" — wie Berlin , 18. Aug. (DNB.) Die USA.-Presse lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Aeußerung Roosevelts bei der Begegnung auf dem Atlantik, daß er mit Churchill eine „gemeinsame Politik für alle Völker in der ganzen Welt" aufgestellt habe. Ein großer Teil der amerikanischen Oeffentlichkeit gibt dieser ominösen Erklärung sofort die richtige Auslegung und faßt sie als das unverblümte Geständnis auf, daß Roosevelt fortan die. Welt beherrschen wolle. Der jüdische Kommentator Lippmann bezeichnet in der „Washington Post" das Programm zwischen Roosevelt und Churchill als Ausdehnung der Monroe- Doktrin auf die ganze Welt. Fortan müßten die englischsprechenden Länder in der Welt für Ruhe und Ordnung sorgen. Andere Kommentatoren wissen zu berichten, Roosevelt habe, als er in der gemeinsamen Erklärung von einem „dauernden System der allgemeinen Sicherheit." sprach, die Stellung beider Hemisphären unter die Polizeiaufsicht Englands und der USA. vorgeschwebt. Dazu sollten offenbar die drei Millionen USA.-Soldaten verwendet werden, die jetzt größtenteils 2% Jahre — „notfalls natürlich länger" — bei den Fahnen gehalten werden. • jjrf’“ jSs p. hi Ut PMie! £ Stunl pten Md ReN E Nri P1 Ein tM $ v mit1 EM E*iu k1 n°d) ft her Monb1 [N d F zieht koorgen pten e Muis, Ren Mans Mstnngsbedarf Englands und Moskaus Montagu Norman bei der Atlantik-Konferenz. 7re 1.1 m fjun'gen hinaus, die Eden im britischen Unteren ^nnnn9in f9h 5 gegenüber gegen einige unabhängige Länder des Nahen Ostens i r f f A « H Sn u Ä hC? n? ?• d ausgestoßen hat. Die Unmöglichkeit der beibi* 6 Vx wohl angelsächsischen Mächte, ihrem bolschewistischen selbstverständlich, daß man von keiner Nation mit bünbeten schnelle und wirksam-' fiHfp mkamm-n ,2 R°cht auf Beben erwarten könne, in ihren Weber. gang emzuw,lügen ohne Kampf Da- System der stanken^gebracht aufbie ßänb^r b?s Vaben Dta angenbhttltd) die gesamte 3U drücken, um einer Auffangstellung der gefdjlagi Frontseite des apam chen Empires. Em we entlieh er Smnipt-- ihp« Mipk-m 211 ttörfon 9r&ar BÄ Ä»->-- einigten Staaten zum Kriege für das Judentum reif A^tor ^^^oatskonservatonums der Musik tJt 3U machen. Aber ein Gutes hat dieser 2Iufmanb: f Er befestigt in den europäischen Ländern und bei 1 r a-U5 S^er Dollendung feine?, zahlreichen Völkern der übriaen synafi- h;« rfrpyHMi Lebensjahres in Würdigung feiner besonderen nis ber aemeinfamen @efahr Verdienste um das deutsche Musikleben die Goethe- judisch-plutokratische Bedrohung wird, um so fester ^^aille für Kunst und Wissenschaft verliehen, der Zusammenschluß. Die Teilnahme fast aller euro- Q o r, parschen Völker am Kampf gegen den jüdischen Bol- - neuen Leiter des Deutschen Ausland-Jiv schewismus ist der erste Ansatz. Auch den jüdischen m Stuttgart ist Dr. Hermann Rüdigek Herrschaftsgelüsten von den USA. aus wird der worden. Der bisherige Leiter, Direktor D» gleiche Abwehrwille entqeqentreten ^att, übernimmt den wissenschaftlichen Ausbau! ---------- ' und die Intensivierung der Auslandskunde, nar mentlich der Arbeitsgemeinschaft für Auslands- —■ künde an den württembergischen Hochschulen soiöir m°ud lebe in der Sowjetunion ohne Gefahr Alle wefen^Eng des au-land-kundlichen Mufeumt. Burger seien gleichermaßen den Schlägen seiner ' ♦ aus der Sowietunchn ? F^cht Gesundheitsdienstes und des Einsatzes der Sanitäts. Sowjetgesanbten ins Land gelockt und^sie dort ver- ber 6rei Wehrmachtteile ist vorgefehe» nichtet. Endlos sei das Verzeichnis feiner Ver- * • s brechen. Endlos fei das der Namen seiner Opfer - •£ "der Slowakei weilende Reichserziehungs > Früher ober später werde ihn das Sowjetvolk auf ?ust besuchte den ersten Karpathendeut- die Anklagebank bringen «ls Verräter am Sozialis- Studententag in Käsmark. In feiner Beglei' mus und Feind des Volkes 6 I JurJ9 befanden sich der Stellvertreter des Reichs^ __k studentenführers, Dr. Gmelin, die Rektoren bei flu)CrftC ©u)UyrOUtt1 i)CF IBdf* —- Prager deutschen Hochschulen sowie der deutsch« für Stalin. I ^olksgruppenführer Karmasin. H e l s i n k i, 18. Aug. (Europapreß.) Wie der sow- letische Nachrichtendienst mitteilt, hat man in Stacha- now-Ternpo einen unterirdischen Schutzkeller gebaut. Die geplante Dreimächtekonserenz in Moskau soll in diesem als „Palast" erstellten Schutzraum abgehalten werden, der den Namen „S t a l i n - P a l a st" erhalten hat. Der Palast soll bomben- und gassicher sein. Er wird van dem sow- letifdjen Nachrichtendienst als der sicherste Schutzraum der Melt bezeichneL Stalin habe, fo heißt es rung, durch wirtschaftliche, soziale und kulturell«» W? ---5.:- zr:---- Indien und der Krieg. Optimismus Tokio, 18. Aug. (Europapreß.) Ein aus Kal- kutta zuruckgekehrter japanischer Arzt berichtet, in Indien bereite man sich immer mehr auf die Mög- CtttC nachdenkliche englische Stimme lichkeit kriegerischer Verwicklungen vor. In Kalkutta ZUr Kriegslage. findet jede Nacht die Verdunkelung statt. Seit dem Stockholm 19 Aua M Juni werden schwere Strafen' 'im Falle von | -nZifch- Mon^tsschrist^ThELZh ^trÄ verhängt. Die Z u fuhrvo n Wa - |anb After" warnt schr ernst vor jedem Optimi;-! ren wird t mme r kn ap p er, fo daß japanische | mus. „Es genügt nicht, darüber nachzudenke»' j n°hbrt5r m°n i H ^estlegen sind, schreibt sie, „wie dieser Krieg gewonnen mer^nl r lUx f^^p^^wazeu tische Er Zeugnisse |oü. Es muß auch bedacht werden, wie er vielleicht h?rhpner^/-naPP- ^worden, daß sie von den Be- .v e r l o r e n werden kann. Nicht jeder Krieg fori rationiert werden mußten. Die japa- gewonnen - aber jeder kann sehr wohl iSrlortn '?^r.^^k°^ehongen werden ständig beobachtet, werden." Regierung und Volk in England hätten °uch lhre Telephongesprache werden überhört. | bis zum Verlust von Kreta die Größe der deutschen! Gefahr außerordentlich unterschätzt. „Nach dem Fall! Kretas machte sich in England eine Niedergeschlagenheit bemerkbar, die nicht weniger groß ncr als die nach der sranMschen Katastrophe. S-t dieser Zeit ist es wohl jedermann klar, daß unfm Regierung die Mhigkeit der Bevölkerung, Riede:• . . lagen stoisch, ja gewissermaßen freudig hinzunch^ Stellung beider Hemisphären unter die Polizeiaufsicht Englands und der LlGA. !)ie letzte Parlamentsrede Chur ch ül l s konnte tat .form61 eg ■Loittung wichtig gewelei ■‘tieru Fläche, die a * - - ■ "gtr Die ganz vorzügliche Pflaumen- oder Zwetschgen-Marmelade bereitet man nach folgendem Rezept: 2 Kilo Pflaumen oder Zwetschgen, gereinigt und entsteint gewogen, werden sehr gut zerkleinert, mit 2 Kilo Zucker zum Kochen gebracht und 10 Minuten durchgekocht Hierauf rührt man den Inhalt einer Normalflasche Opekta zu 70 Pfg. und nach Belieben den Saft einer Zitrone hinein und füllt in Gläser. Ausführliches Rezept bei jeder Flasche. Die europäische Landwirtschaft ’ÄfrF S,;WS ihrer Achten Besiedlung sich selb st ernähren itöjHcb erwiesen. Der Weg der extensiven 01115= 0 ing der agrarischen Produktion über die gange können. -Mpnidjn li PK. „Was an Heldenmut, Tapferkeit und Ein- , 'X «ah iaSaw At«»afnfln in hiofsn TinAPtl ^twecki ihe SttWk 1 «geringer, je mehr die Uederseestaaten durch die Wicklung technischer Verfahren auch in Europa nitrrenzfähig wurden und England die Befriedig seines Bedarfs an Agrarprodukten aus sei- U Empire anstrebte. Die niederländische Land- irchaft hatte sich von Kontinentaleuropa abge- cJ)t und war zum Hauptlieferanten Englands Welt hat zu einer Abhängigkeit Europas geführt von so ungeheurer Tra^oeite, daß der Bestand der einzelnen Volkswirtschaften auf dem Spiele stand. Der Weg einer europäischen Großraumwirtschaft ist die einzige Möglichkeit zur Erhaltung der im letzten Jahrhundert herausgebildeten Spezialstrukturen der einzelnen europäischen Länder. Genau so, wie sich der englische Markt aus englischer Empirepolitik heraus von Europa abwandte, muß nunmehr der europäische Markt zur Grundlage der Landwirtschaften Europas werden. Die Aufnahmefähigkeit des Kernstückes Europas, Großdeutschlands, für agrarische Erzeugnisse ist nicht etwa eine Kriegserscheinung, sondern das Ergebnis einer organischen Entwicklung. Gerade die spezialisierten Länder wie Holland oder Dänemark werden von diesem Markt aus die stärkste Befruchtung ihrer Landwirtschaft finden. Minister a. D. P 0 st h u m a verwies darauf, daß die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens in den Niederlanden bereits sehr intensiv durchgeführt werde. Trotzdem sei es noch möglich, die Erträge weiter zu steigern, was im Interesse des nieder- 6 B -a Ich? reitschaft von jedem einzelnen in diesen Tagen fielet worden ist, wird immer ein Ruhmesblatt jiVr Geschichte des Regiments bilden." [Üs ist ein Satz eines umfangreichen Berichtes «»Einsatz des verstärkten Schützen- rnim e n t e 5 unserer Panzerdivision, btiad) harten, z. T. mit zahlreichen Heckenschützen &:-• geführten Kämpfen während zweier schwerer und Nachtmärsche weit über 100 Kilometer to Gros entfernt zum Fluß vorgestoßen war. vir haben die Schützen in tagelangem Ringen zwei sowjetische Divisionen iiÄLine starke feindliche Luftwaffe, den erweiterten jBnfentopf, zeitweise von den eigenen Truppen Mammen abgeschnitten, so lange gehalten, bis .genierte, A ?ten ntteenth Leu ' jedem Dpm r nachzudeM lonnen nq , wie er vickt jeder Krieg H hr wohl Dttia 1 England ti roße der beufij L „Nach bemfl me NiedergH eniger groß r. Katastrophe. 0: 1 klar, daß r- genommen, rjj' n durch die m seien. 16 Prof. Vollendung!^ feiner Ö kleben die R haft verlieht * ö S-ü sa S NiA «nmet di, > ocht-t 6,, 1 ie steht es um Tobruk? Bon Kriegsberichter BUlhardt. j zsrlin, 18.Aug. (DNB.) Zur landwirtschaft- «icht Erzeugungssteigerung in den Niederlanden -I-in Den Haag eine Kundgebung einberufen, an z:Bauern aus allen Teilen der Niederlande teilen. Minister a. D. Poft Huma begrüßte tssekretär Backe vom Reichsministerium für .Hrung und Landwirtschaft, Berlin, der dann Entwicklung umriß, die die niederländische Land- Dm, 18. August. (DNB.) Der italienische Wehr- aatltbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: I Nordafrika erzielte die Luftwaffe der Id): weitere Erfolge. Deutsche Flugzeuge griffen rniit Lagerhäuser und Hafenanlagen von T 0 - iti t an, wo Brände heroorgerufen wurden. Es Äite festgestellt, daß ein bei einem früheren An- Lif getroffenes 1000-Tonnen-Schiff gesunken ist. itci^nische Flugzeuge bombardierten mit guter Wir- <6. 'J* fei",' LS „*«fc emQd)t uti & Q ’en rn und ba5 £ 0 n dienst .lausen die f- ] ^chen Untere öes Nchn^ feit der w | KMtischeaW “l6 ZUküMMjl cher auf bsn ü 'es Nahen Ü. Jung die Anlagen von Marsa Matruk und versenkten in den Gewässern zwischen Marsa Matruk und Sidi el Barani einen von einem Kriegs- schiff geleiteten Dampfer. Im Verlaufe des im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten Angriffes auf B a r d i a wurden zwei feindliche Flugzeuge, die zum Landen gezwungen wurden, von deutschen Einheiten unbeschädigt erbeutet und ihre Besatzungen gefangengenommen. Britische Flugzeuge führten Angriffe auf Bengasi und auf einen vorgeschobenen Flugplatz durch, wo die Bodenabwehr eine feindliche Maschine abschoß. In O st a f r i k a wiederholte der Feind di; Luftangriffe auf G 0 n d a r und auf die vorgeschobenen Stellungen in diesem Abschnitt. Feindliche Gruppen, die versuchten, sich den Stellungen vdn Uolchefit und Culquabert zu nähern, wurden mit Verlusten zersprengt. Im mittleren Mittelmeer wurde eines unserer Aufklärungsflugzeuge von fünf Spitfires angegriffen. Im Verlaufe des sich entwickelnden Kampfes gelang es unserem Flugzeug, obwohl es beschädigt war und Verwundete,an Bord hatte, ein feindliches Flugzeug abzuschießen und zu seinem Stützpunkt zurückzukehren. heben. Im ganzen also ein sehr beträchtlicher Aufwand. , ri„ .. o. Die Belagerung Tobruks und die beständigen Angriffe unserer Luftwaffe auf die Festung und aus Schiffe in und bei Tobruk zwingen die Briten zu einem Kräfteaufwand, der in keinem Verhältnis mehr zu dem absoluten Nutzen, der noch erreichbar ist, steht. Denn, ob Tobruk früher oder spater fällt, ist für unsere afrikanische Kriegführung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Tobruk, hat einen Wert als eine Festung an der großen Straße, um die es im Kämpf an der nordafrikanischen Küste immer geht, verloren. Längst ist vor und in und hinter Tobruk, soweit der englische Bereich sich beiderseits der Straße erstreckt, die Via Balbo auf langer Strecke gründlich zerstört. Die Kämpfe um Capuzzo bei Sollum und noch weiter östlich im ägyptischen Gebiet haben längst erwiesen, daß das deutsche Afrikakorps auch die ungeheuerlichen Strapazen und Geländeschwie- rigkeiten der Stein- und Sturmwüste rings um Tobruk zu überwinden verstanden, daß wir Tobruk nicht brauchen, um bis nach Aegypten vorzustoßen, daß Tobruk uns nicht hindern kann, genügende Kräfte, Menschen und Material an die ägyptische Front zu bringen, um nicht nur Wavells verzweifelte Offensiven vor der großen Sommerpause (man erinnere sich der drei Tagesnächte von Sollum) aufzufangen,'sondern im Gegenstoß vorzudringen. Tobruk ist für uns billiger geworden. Gewiß ist die Bindung starker deutscher und italienischer Kräfte um Tobruk nicht ohne Bedeutung. Doch, was bei den harten Kämpfen um Tobruk, vor allem bei den erbitterten Ausfällen der Briten in den letzten Tagen von unseren Afrikakämpfern geleistet wurde, ist wert, in die Geschichte einzugehen. Es ist auch nicht belanglos, daß uns Tobruk auf dem Wege zur ägyptischen Grenze als Klotz am Wege — nicht so sehr ein Klotz im Wege — liegt, aber ungleich mehr als uns die Belagerung von Tobruk kostet dem Gegner die Verteidigung dieser Festung, sei es in Tobruk selbst, sei es bei der Verfolgung seiner Verteidiger. Die Rechnung um Tobruk geht für England nicht auf. Wir zahlten nicht den hohen Preis, den man uns abnehmen wollte, und wir verzichten heute erst recht auf einen schnellen Erfolg, dessen Gewinn uns zu teuer würde. Und so muß England Tobruk halten, halten für einen Preis, der auf die Dauer Tobruk auch für England nicht wert ist. Ja, einen Preis, den es schon heute nicht mehr wert ist. Auch hier ist England Opfer seines Irrtums, daß ihm die Zeit Verbündeter fei. Die Zeit und die kommenden Ereignisse werden es beweisen. ;Mnt ihren 100. Abschuß. Mit dieser Batterie •at chon die zweite deutsche Flakeinheit in der Zeit 22. Juni bis 17. August 100 bolschewistische leuge zum Absturz gebracht. fcrntampfbati«ien der Kriegsmarine nahmen in L Nacht zum 18. August im Seegebiet von Dover britischen Geleitzug unter Feuer. Die Schüsse W so gut im Ziel, daß der Geleitzug zersprengt ir * formelle Anerkennung der chinesischen Ncttio- LqU gierung durch Dänemark wurde von der däni- L Regierung bekanntgegeben. Oer italienische Bericht. ichast im Verlauf der letzten hundert Jahre Mmen chatte und barlegte, wie sich die Be- ssstruktur unter dem Einfluß der Weltar- n:steilung und des englischen Marktes im- » mehr auf die Veredlung ausrichtete. Die eßbaren Vorteile des Weltmarktes wurden im- Das Wunder am Brückenkopf Von Kriegsberichter Paul Drobig. P. K. Der Bericht des OKW. meldete dieser Tage, daß vor Tobruk zwei englische Zerstörer durch un- ere Stukas schwer beschädigt wurden. Mit diesen Zerstörern hat es eine besondere Bewandtnis. Ihre Fahrt zeigt, welche Mittel England heute aufbieten muß, um der engurnschlossenen Festung Tobruk wenigstens die lebenswichtigsten Dinge zuzuführen. Längst ist es nicht mehr möglich, größere oder mittlere Schiffe nach Tobruk hineinzubringen. Auch der Einsatz kleiner und selbst kleinster Frachter ist nur unter größten Risiken möglich. Die Versorgungslage der Verteidiger von Tobruk ist aber heute chon schwierig, wenn nicht kritisch; Munition, Verpflegung und Wasser müssen ständig zugeführt werden, und die Entscheidung über bas Schicksal der afrikanischen Feste wird nicht zuletzt auf den weiten Wasserflächen vor ihrem Hasen und ihrem Luftraum über der See ausgefochten. Daß der beftänbige Einsatz unserer Luftwaffe eine vollständige Abriegelung bisher noch nicht erreichen konnte, ist kein Beweis gegen ihre Leistungen. Der Verkehr englischer Frachter nach Tobruk ist immer seltener geworden. In den langen Nächten vermögen es vielleicht kleinere Schiffe, die rasch entladen werden können, sich dort' in den Hafen einzuschleichen und noch vor Tagesanbruch wieder zu verschwinden; Kriegsschiffe, die sorgsam gehütete, sparsam eingesetzte Grundlage englischer Macht und Kriegführung im Mittelmeer, wurden nur seltener beobachtet. Bis es unserer Aufklärung aufsiel, daß zwei Zerstörer häufig in der Nähe von Tobruk bald mit wesllichem, bald mit östlichem Kurs beobachtet werden konnten. Und zwar jedesmal so, daß sie zur günstigen Zeit, also mit beginnender Nacht, in Tobruk einlaufen bzw. beginnendem Tag schon wieder im englischen Jägerbereich fahren konnten. Sehr bald stand es nun fest, daß die Briten nach so bitteren Verlusten und erfolglosen Versuchen, mit Frachtern nach Tobruk zu gelangen, Zerstörer als Transporter einsetzten. Zerstörer, schnelle Fahrzeuge gegen Luftangriffe, widerstandsfähiger und besser bewaffnet als englische Frachter, haben aber nur beschränkten Laderaum. Der Einsatz der Transportzerstörer zeigt, wie es um die Versorgung um Tobruk und um die Wirkung unserer Luftangriffe steht. Zu diesem kostspieligen Schiffseinsatz kommt noch der außerae- wöhnlich große Einsatz englischer Jäger verschiedener Typen zum Schutz dieser Transportzerstörer gegen die Stuka- und fu-88-Verbände in Afrika. Das bedeutet einen Verschleiß an Material und Menschen, zumal unsere Jäger einen hohen „Einfuhrzoll" von diesen englischen Schutzflugzeugen er- fee handstreichartig in Besitz genommen wer- Ifi Trotz der vorangeganqenen tagelangen Stra- W, zieht das Regiment noch am Abend hm- Mi und wird bis zu einem nichtigen o tr äfe en= vorgeworfen. Als der zum Brückenkopfkom- Ikuanten ernannte Oberstleutnant Frhr. v. W. die ^unterstellten Truppen überprüft, kommt er zur Mknntnis, daß sie bei weitem nicht ausrelchm, V Lanzen Brückenkopf lückenlos zu besetzen. Es fc*barauf verzichtet werden, die beiden Flügel bis lin Fluß in ' einer Linie zu besetzen; lediglich fetrupps halten die Verbindung aufrecht. Als fe.r Bolschewist nur gewartet hätte, bis das ganze ypnent herüber ist, beginnt er noch am selben feld mit dem rollenden Einsatz starker Shßger= Wunde und versucht, mit Bomben und Vord- Mn die Brückenkopfbesatzung mürbe zu machen. Mr.. Stunden dauert der Feuerzauber; aber er fe" ohne sichtbaren Erfolg, denn als die öorojets D Ochsten Morgen den ersten großen Erdangriss fern, bricht er im deutschen Feuer bald zusam- fe obwohl auch starke Panzerkräfte anrollen. II Di» Angriffe werden im Laufe des Tages immer feier. Einmal läßt er die Massen vom Osten, ein- M oorn Westen anrennen. Er begleitet me An- M mit Aufklärern, Zerstörern, Bombern und fern, und auch die Artillerie weiß gutes 2rom- Mimer zu geben. Noch fehlen die eigenen Flug- fe:, noch sind panzerbrechende Waffen nicht zur gl^ge heran. Die deutschen Kompanien sind tn ifarnber Bewegung, um sich gegensettig^m^oe^ deutschen Kräfte Welle auf Welle zusammenbrechen läßt. Wer es sollte noch schlimmer kommen! Den Sowjets scheint kein Einsatz zu hoch, kein Opfer zu groß, um diese Stellungen doch noch in ihre Hand zu bekommen. Um 14 Uhr des dritten Tages setzt schlagartig schwerstes, annähernd vierstündiges Artillerie- feuer ein, wie es das Regiment bisher noch nicht erlebt hat. Mindestens sieben Batterien, darunter drei schwersten Kalibers, trommeln Stunde für Stunde auf die deutschen Stellungen ein. Das Dorf I. brennt in kurzem an allen Ecken. Im Raume eines Bataillons laden 27 schwere Bomber mit einem Schlage ihre ganze Bombenläst ab. Die Luft ist erfüllt von den fortwährenden Detonationen der Granaten und Bomben. Wesenlliche Teile des Gefechtstrosses sind vernichtet. Kann man denn noch eine geschlossene Abwehrfvont zusammen bekommen? Mit einem Schlage wird es still. Der Angriff der Sowjets setzt wieder von zwei Seiten ein und sofort mit solcher Wucht, daß eine Verteidigung zwecklos erscheinen mag. Drei verstärkte feindliche Regimenter müssen abgewehrt, dazu die letzten Reserven eingesetzt werden. Die Krisis ist auf dem Höhepunkt. Jetzt muß sich deutsches Soldatentum beweisen! Wie aus dem Erdboden gespien, sitzen die Schützen an ihren Waffen und feuern, was der Lauf aushält. Vier schwere Panzer brechen durch die erste Schützenkette und beharken die Deutschen von her Seite. Aber keiner weicht! Erst auf der Höhe des Regimentsgefechtsstandes gehen die Sowjetpanzer in Flammen auf. Die Massen der An- stürmenden können aber nicht überall niedergehalten werden; sie schieben sich so dicht an die deutschen Linien heran, daß sich die Feinde beinahe die Hand geben könnten. Die Lage im Brückenkopf ist ernst. Jede Minute ist mit einem Ueberrennen der deutschen Linie zu rechnen. An einzelnen Stellen kommt es schon zum Handgemenge. Aber äußerster Einsatz bezwingt auch diese schlimmste Situation. Das ist das Wunder am Brückenkopf! Das letzte, das jeder aus sich herausholt, läßt das Unmögliche zur Wirklichkeit werden. In ihrer Abwehr mußte die (Springflut verebben, bei ihrer Ausdauer Welle für Welle im Sande verlaufen. Das Wunder hat sich erfüllt, der Gegner läßt unter schwersten Opfern vom Brückenkopf ab. Noch drei Tage versucht der Bolschewist auf verschiedene Weise sein Glück. Vorübergehend kann er auch durch entstandene Lücken bis an die Brücke vordringen. Aber als dann endlich der Entsatz eintrifft, steht wieder die Front wie am ersten Tage. Von unseren Soldaten oder Gefangenen werden im Brückenkopf allein 2600 Sowjets beerdigt; 1370 , Gefangene wandern nach hinten. In unserer Hand bleiben 1450 Gewehre, 66 leichte MG., 34 schwere • MG. und zwei Pak. Vernichtet sind sechs über- < -J jtttben. Nunmehr litt sie besonders stark unter in9 der ^Schrumpfung des englischen Marktes. Mit 0ln- ken. Aber Beschränkung und Subventionen glaubte man England .1 irr Niedergang überbrücken zu können — immer ! Aran an(^|foc in der Hoffnung, daß die Weltwirtschaft einer rf-M 3« < « schwere, zwölf schwere und 57 mittlere und leichte Panzer, eine Reihe anderer Fahrzeuge und zwei durch Schützen abgeschossene Flugzeuge. Wahrlich ein imponierendes Ergebnis. Was der Gegner an Verwundeten und Toten mitgenommen hat, ist nicht festzustellen. Die Zahl übersteigt aber bestimmt die der Toten um ein Mehrfaches. Ein Wunder scheint es uns, den wichtigen Brückenkopf bei diesem Feindeinsatz durch einen verschwindend kleinen Haufen erhalten zu haben. Wunderbar war aber auf jeden Fall die Haltung des deutschen Soldaten und seine soldatische Leistung! Aus alter Wett. Unentschiedener Ausgang der großdeutschen Schachmeisterschaft. In der letzten Runde des Turniers um die großdeutsche Schachmersterschaft in Bad Oeynhausen konnte Jung gegen Äteninger nur remis spielen. Dadurch wurde er von Schmidt, der Rahn schlug, eingeholt. Richter vergab seine Chance, indem er in einer schon günstig stehenden Partie gegen Weinitfchke nach einem schweren Fehler hur ein Remis erzielte. Das gleiche Ergebnis hatte die Partie Rellftab — Palme; MÜ l- l e r sicherte sich den vierten Platz durch einen Sieg über L 0 kvenc. In den übrigen Partien gewann Pfeiffer gegen Brunöhler und Lachmann gegen Nürnberg, während Kranki von E r n st besiegt wurde. Die Hängepartie W e i - nitschke — Rahn endete unentschieden. Danach ergibt sich folgender Endftand: Junge und Schmidt je IOV2, Richter 10, Müller 9, Kieninger, Palme, Pfeiffer je 8V2, Ernst, Lokvenc, Rahn, Rell- stab je 7V2, Nürnberg 7, Dr. Lachmann, Weinitschke je 5, Brunöhler 4, Kranki 3V2 Punkte. Der steile Aufttieg des 17jährigen Studenten der Mathematik Klaus Junge aus Hamburg zur höchsten Stelle im deutschen Schach ist vhne Vorbild in der Geschichte der großdeutschen Schachmeisterschaften. Der junge Spieler spielte kaltblütig und zeigte besondere Widerstandskraft in schwierigen Stellungen. Schmidt, der Soldat ist, war im Vorjahr Zweiter. Er spielte diesmal nicht so sicher. Aber seine Partien waren ideenreich und inhattsvoll. Um den Titel muß nun ein Stich kämpf stattfinden, dessen Ort und Zeit noch nicht feststehen. Großfeuer im Hafen von Brooklyn. Die Neuyorker Blätter berichten über ein Großfeuer im Brooklyner Hafen. Obwohl Küstenwache, Feuerwehren und Feuerlöschboote um die Bekämpfung des Großfeuers bemüht sind, breitet sich doch der Brand immer weiter aus. Die Anlagen des „Cuba Mail Line Piers", auf dem das Feuer aus- brach, können als verloren gelten. Dort tätige Ar- brängten Lagen zu helfen. Die Reserven müssen schon eingesetzt werden. Als letzte Stoßreserve behält der Kommandeur seine zwei Fahrer, den Gefechtsschreiber und seine drei Melder! Zwei Geschütze werden schnell zum direkten Beschuß eingesetzt, gerade noch rechtzeittg, um einen Panzerangriff 150 Meter vor der eigenen Linie zum Stehen zu bringen. Als dieser Abend sich neigt, hat der Feind allein an der Westseite etwa 450 Tote und 13 Panzer geopfert. Nur die Tapferkeit jedes Schützen ober Kanoniers, ihre Unerschrockenheit, Kühnheit und rückhaltloser Einsatz haben diese Leistungen vollbringen lassen. Dreimal mußte eine Kompanie eine wichtige Höhe räumen, aber der persönliche Einsatz ihres Chefs, der jedesmal oben blieb, auch wenn er feine Schützen zurückschicken mußte, um sie vor schweren Verlusten zu bewahren, reißt jeden wieder hoch, und dann bleibt diese Höhe doch unser. Dort muß der Gegner 380 Tote und zwölf Panzer, darunter vier schwere, liegen lassen. Der Gegner ist so angeschlagen, daß er einen beabsichtigten Angriff vom Osten her nicht durchführen kann. Aber die Sowjets schlafen auch nicht. Sie erkennen die Wichtigkeit dieses Abschnittes und wollen ihn, koste es, was es wolle, zurück haben. Auf der ihnen zur Verfügung stehenden Eisenbahn rollt ein Zug nach dem anderen an, und bald sind auf diesem schmalen Streifen zwei feindliche Divisionen zusammengezogen. Bei unfern Schutzen macht sich schon Munittonsmangel bemerkbar. Der Truppenführer steht vor einem schweren Entschluß. Soll der Brückenkopf in dieser Ausdehnung gehalten ober verengt werben? Um die nleber- schmetternde Wirkung auf die eigene Truppe und die Ermunterung für den Feind zu vermelden aber auch aus taktischen Gründen wird die Belbehaltung auch unter zu erwartenden schwersten Angriffen befahlen' Zu allem Ueberslüß wird noch bekannt, daß durch restlose Verstopfung der (Straßen em Vorziehen einzelner Teile unmöglich rft, öafe sogar bic rückwärtige Derbinbung abgerissen ist! Das Regiment im Rahmen der Kampfgruppe ist nun, wie eine Fallschirmtruppe, ganz auf sich selbst angewiesen. Es wird aber erreicht, daß am nächsten Tage Munition ab geworfen wird. Die Nacht bleibt ruhig, aber bereits im Morgen- grauen greifen die Sowjets wieder mit Schutzen ■ und Panzern an, diesmal sogar von zwei Setten, , und lassen erst gegen Mittag von dem sinnlosen Anrennen ab, weil der rückhaltlose Einsatz aller jichils Trugschluß erwiesen. Ty Weg einer Arbeitsteilung über Kontinental- _____ u o lur.aa hinaus hat sich als gefährlich und un° werden, um zu erreichen, daß die Niederlande trotz ; rch en überaus schlechten, sandigen ober morastigen das Gros der Division herangeführt und die i ■ An Er: M ärkte Ablösung vorgebracht worden war. $ . äh'-t Hilfe einer besonderen Abteilung kann die stärker w®»- - • • - ■■ r,j- -------- —-- I nicht so A itt wirst W strategische; -1 oftrin, die M rfübrer essen, Mitte 1 Ann für wjj eistesstäck R ländischen Volkes sei. Ein früheres System habe ___ ,____„M ... __________ dazu geführt, daß die hochstehende niederländische nn Blütezeit entgegensetze. Diese Hoffnung hat Landwirtschaft zu einem großen Teil vom Ausland abhängig geworden fei. Daher müsse jetzt im Rahmen der Erzeugungssteigerung alles nachgcholt Ab. I jedoch, kann i Bet N« Gicht, helfen Täglich 3.15, 5.15 und 8 Uhr bis Donnerstag einschließlich Jugendliche haben Zutritt! [3454a Neues für den Büchertisch Aus dem Reich nach einer einheitlichen Methode ein TciaA ler geographischen Gesamtwissenschaft da-3 mit dem Ziel einer auf dem Untergrund •rfenf biet der AbsearbelteK Heute Dienstag Wiederaufführung! Steinweg 9. 3455V s Gut erhaltenes MW Ohne Gewähr Nachdruck verboten 4. Ziehungstag 15. 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Gemeinderechner Karl Faber, 56 Jahre, Großen-Linden, Falltorstraße 25. 3. 8. Wilhelmine Schmalz, geb. Lettermann, 78 I., Gießen, Bleichstraße 35. 5. 8. Anna Gisela Kühn, 3 Jahre, Hofgüll, Kr. Gießen. 6.8. Katharina Posse, geb. Komps, 82 Jahre, Gießen, Klinikstr. 10; Elisabeth Müller, geb. Münch, 67 Jahre, Harbach, Kr. Gießen. 8.8. Betriebsingenieur Ludwig Kraft, 24I., Gießen, Löberstraße 3. 9. 8. Reichsb.-Werkstätten- vorsteher a. D. Friedrich Konrad, 78Jahre, Gießen, Stevhanstr. 37; Weibbindergehilfe Georg Burger, 81 Jahre, Steinberg, Kr. Gießen, Wilhelmstraße 1; Landwirt Robert Reitschmidt, 30 Jahre, Watzenborn, Kreis Gießen, Ke'rmann-Göring-Straße 31. 10.8. Kaufmann Heinrich Elges, 75 Jahre, Gießen, Seltersweg 66; Verkäuferin Margarete Kaus,23J., Gießen, Gnauthstraße 12. 11. 8. Karl Heinz Jung, 5 Jahre, Aßlar, Kreis Wetzlar, Bechlingerweg 10; Lina Lisy, geb. Becker, 52 Jahre, Lützellinden, Kr. Wetzlar; Klara von Scheibner, geb. Teubner, 77 I., Gießen, Ludwigsvlatz 9; Johannette Mefserschmidt, geb. Koob, 47 Jahre, Dreisbach, Kr. Wetzlar; Feinmechaniker Heinz Richard Rinker, 23 Jahre, Wetzlar, Zwirleinstraße 31. 12. 8. Hüttenarbeiter Christian Martin, 79 Jahre, Edingen, Kreis Wetzlar. 13. 8. Wagenlackierer Adolf Größer, 58 Jahre, Gießen, Walltorstraße 15. 14. 8. Bäckermeister August Roll, 58 Jahre, Gießen, Mäusburg 12; Marie Römer, geb. Becker, 70 Jahre, Gießen, Steinstr. 14. 15. 8. Rektor a. D. Hermann Schmidt, 65 Jahre, Gießen, Wolfstrabe 16. 16.8. Ilse Rüweler, 10 Jahre, Rod- heim, Kreis Wetzlar. webel. Die Entscheidung über die Uebernahme in das aktive Offizierkorps erfolgt nach dem Kriege. Aktive Soldaten, die sich schon als junge Unteroffiziere in besonderem Maße auszeichnen und die Eignung zum Oberfelüwebelanwärter besitzen, können bis zum vollendeten sechsten Dienstjahr zum Offizieranwärter vorgeschlagen werden. Sie müssen eine mindestens einjährige Bewährung als Unteroffizier iw einer Frontdienststelle nachweisen können. Heilpraktiker. Infolge des Kriegsbeginns wurde der Vollzug des Heilpraktikergesetzes in der Schwebe gelassen. Daraus ergaben sich Gefahrenmomente für die Volksgesundheit, da jeder rechtzeitig gestellte Zulassungsantrag die weitere Ausübung der Heilkunde ermöglichte und jede Beschwerde gegen eine Ablehnung aufschiebende Wirkung hatte. Die unteren Verwaltungsbehörden sind angewiesen, alle eingegangenen Anträge beschleunigt zu entscheiden. Die Versagung der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung muß nun auch erfolgen, wenn sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt ergibt, daß die Ausübung der Heilkunde durch den Betteffenden eine Gefahr für die Volksgesundheit bedeuten würde. Den Amtsärzten wird dadurch eine wichtige neue Aufgabe übertragen. Die Ueberprüfungen sollen dazu dienen, wirklichen Schädlingen an der Gesundheit des Volkes so schnell wie möglich das Handwerk zu legen. Die aufschiebende Wirkung jeder Beschwerde fällt weg. 12 Gewinne zu 4000 RM. 24 Gewinne zu 3000 RM. 173732 177369 326775 388370 111584 168372 204577 271239 300027 339242 371587 381908 Zu erfragend jjjw GeschäftsstelluiV Gieß. Anz. Ar Marieluise Rempel, geb. Schlosser Hans Rompel, z. Z. im Felde Frankfurt a. M. (Steinlestraße 33), den 18. August 1941. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. 3458D herigen Ermittlungen ist das Feuex wahrscheinlich durch leichtsinniges Rauchen entstanden. Bisher wurden fünf Leichen geborgen. 15 weitere Personen werden vermißt und dürften gleichfalls in den Flammen umgekommen sein. Den Krankenhäusern mußten 69 Verletzte zugeführt werden. Die Opfer von Randa geborgen. Zu dem Bergunglück von Randa im Schweizer Kanton Wallis wird bekannt, daß es der Rettungskolonne gelungen ist, die Bergung der Touristengruppe durchzuführen. Zu beklagen sind d^ e i Tote und drei Verletzte. Die übrigen sieben Personen sind heil und werden durch die Rettungskolonne zu Tal gebracht. — Hans Rau: Engländer über Krir, und Gewalt. (Verlag E. G. Mittler & Berlin. Preis geb. 2,50 RM.) Die hier zufaminn. getragenen Zitate englischer Politiker, Historiker M Schriftsteller beweisen, wie seit Jahrhunderten Ham Ach rm nur ■ Mei iickssei hi die | irechen IM ma; ich in 'ihm an M- Unt «Wie rTDirm im »We ich ve |* ( Klmst । haft c I :'s «m a scher Machtgier und Gewalttätigkeit in aller Ml, I 'nem Dem reiht sich würdig an, was zeitgenössische bttj w sche Kriegshetzer als Ziel dieses Krieges bezeichne W sie die Vernichtung und Austeilung Deutschlands. j)er Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. StellvertretellA! I Hauptfchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politi! y Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das FeuMeton: Dr. Hans (beurl.), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, schäft und Sport: Ernst Blumschein. ] L. Dmck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange i'.S. ,’^W Verlagsleitev: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans U, | rgt.-n I Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PI5SL ; 1 "" Wohnung mietet oder WsW.-6lHls kauft. [346iD Angebote an Standke, Kiel Königsweg 103. Drei Mim- Wiimp zu miet, gesucht. Hessisches Hochbauamt Crießen. 34570 Schöne 3-Zimmer- Wohnung von jg. Ehepaar für sofort oder später gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02683 an den Gieß. Anz. Junge Frau sucht sofort oder 1. September Ml. Zimmer Schrift!. Angeb. unt. 02729 an d. Gießen. Anzeig. Möbliertes Zimmer für unsere Verkäuferin zum 15. September gesucht. Angebote an Fa. Carl Schmidt Bahnhofstr. 10. Verkäufe Gut erhaltener blauer ßinöenuagen zu verkaufen. Zu erfragen in — Bertelsmann-Feldausgaben jVer-1 lag C. Bertelsmann, Gütersloh) bringen in Quar-1 tier, Garnison und Lazarette frohe Unterhaltung, Spannung und Entspannung. Vier neue Bändchen sind soeben erschienen. „Die Gulaschkanone" ist eine lustige Auswahl guten Humors aus allen deutschen Gauen. Will Vespers Roman „D a s harte Geschlecht" versetzt in die Tage der germanischen Jslandfahrer. Erhard Witteks „B e - Währung der Herzen" ist eine packende Novelle aus dem Großen Kriege, und „B ei Nacht und Tag" bietet einen Sttauß gemütvoller Erzählungen aus ^der Heimat. Der Preis der unterhaltsamen Bändchen beträgt 1,20 RM., in fertiger Feldpostverpackung kostet es jetzt 1,30 RM. Vielen Leserch die gern Bücher als Liebesgaben an die Front schicken, werden diese neuen Bändchen willkommen sein. — Werner Picht: Das Ende der Illusionen. Der Feldzug im Westen, ein Sieg der Tat über die Täuschung (Verlag von E. G. Mittler & Sohn, Berlin. Preis gebunden 1,80 RM.) Die hier auf Grund amtlichen Materials zusammengestellten Dokumente bringen in Gegenüberstellung von Tatsachen und Feindmeldungen den schlagenden Nachweis der Unglaubwürdigkeit der vom Gegner verbreiteten Nachrichten über die Kriegsereignisse. Fast eindrucksvoller als die bewußten Erfindungen ’ sind die Zeugnisse der verhängnisvollen Irrtümer, deren Opfer die feindliche Kriegführung wurde. Man klammert sich an einen Glauben, dem keine Wirklichkeit entspricht und lebt von Illusionen, bis das Waffenstillstandsgesuch Petains jeder Täuschung den Boden entzieht. — Giselher Wirsing: Der Krieg 1 9 3 9/40 in Karten. 80 Seiten mit 31 großen , farbigen und 4 schwarzen Kartenbildern. . Verlag Knorr & Hirth, München. Preis 2 RM. — (47) — Dieser Kriegsatlas zeigt anschaulich den dramati- ; scheu Verlauf der Ereignisse, die geplante und ge- ; scheiterte Einkreisung Deutschlands von 1939, die ■ Blockadefestigkeit des Reiches cknd die Blockierung : Englands selbst, die einzelnen Feldzüge in Polen, ; Norwegen, Frankreich und Afrika, die Kriegsziele der Feinde bis zur- phantastischen Idee einer „Fernblockade". Andere Kartenblätter lassen uns die deutsch-südosteuropäische Schicksalsgemeinschaft verstehen oder offenbaren uns Englands 120 Raubzüge in der ganzen Welt, die Raumfremdheit der britischen Besitzungen in Asien und Amerika, den ____________ d. Geschäftsstelle „»«WWWM GiLb. Anseig^ Mensch. Auch die großen Kapitel der Wirtsch^ geographie, der Siedlungs- und Verkehrsgeogra^ ; und der synthetischen Anthropogeographie sind -g überzeugender Anschaulichkeit und Lebensn^ Man fühlt sich fast unmerklich zu Erkenntnissen iS leitet, die den Horizont weiten. | Mietgesuche | | Kaufgesuche | | Verschiedene] 62639 68319 71523 75750 78476 82125 8238' 1 83283 99159 105589 109036 110584 110693 114546 119286 128486 130738 139079 141232 142011 147247 150509 163261 176431 178948 179504 184706 189350 191707 196707 198501 210574 213686 225525 231889 235159 253513 255807 256433 256989 264498 266322 269312 273135 276046 293831 301949 305287 312315 312403 318843 323111 326411 328811 330648 332291 334118 336669 337131 340037 344955 348995 353001 355950 371050 377357 378080 379053 379980 380819 384040 388325 390305 398931 399011 1 rwEHöi 'wessen. ' M. 196 Zweiter Blatt Dienstag, 19. August 1941 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) tann mit schwarzem Flor umwunden, man teilt ihnen mit, daß er gestorben ist, und bittet sie, auch »eiter in ihrem, alten Heim zu bleiben. Den aus« Gloria-Palast, Seltersweg: Lichtspielhaus, Abenteuer". res »es weist' den Weg zur richtigen Zahnpflege ,Ein gefährliches Bahnhofstraße: Kranke Zähne vermindern unsere Leistungskrast. Wir haben deshalb die Pflicht, die Zähne immer gründlich zu pflegen. M 86 lei >ei 46$D ien- ). 'ff-A „Mädchen in Uniform". Tanzabend Gisela fiern-Benno Kaminski. Am kommenden Donnerstag, 21. August, veranstaltet die NS.-Gerneinschast „Kraft durch Freude" im Gießener Stadttheater einen Tanzabend mit Gisela Kern und Benno Kaminski, beide von her Bayrischen Staatsoperette in München. Gisela Kern war früher einige Jahre am Gießener Aber die kühle Ueberlegung hält den Fuß zurück, der in Sumpf und Morast versinken würde, und gleich darauf, als derselbe Schrei nochmals erklingt, weiß man, was er bedeutet: Es ist der Schrei der Rohrdommel. Das ist nach dem komischen und lyrischen das dramatische Motiv dieser kleinen Nachtmusik, unh trotzdem man den Ursprung kennt, geht man etwas befangen weiter, denn die Erklärung eines schauerlichen Vorgangs kann den Schauer selbst nicht bannen, und man horcht nun gespannt mit allen Sinnen auf das nächtliche Konzert. Auf den ungeheuren Waldbäumen am See nisten Fischreiher. Am Tage kann man die königlichen Vögel hin und wider schweben sehen. Nachts sitzen sie sonst lautlos in ihren Nestern, aber heute ist ein Störenfried in die Waldbäume eingestiegen, ein Marder oder Iltis vielleicht aus der Suche nach Eiern oder Jungen. Sie erheben sich mit schrillem Geschrei, flattern verwirrt im Laub herum, schlagen klatschend die Aeste mit ihren mächtigen Schwingen, klagend schreien die Jungen, angriffsbereit die Alten und ab und zu ertönt ein ersterbender Laut wie Todesröcheln. Die Möwen, die unter der Schiffslandestelle schliefen, sind ebenfalls aufgewacht und taumeln schlaftrunken mit irrem Gekreisch über das leise glucksende Wasser. Unentwegt läuten die Unten dazwischen ihr Lied. Der Aufruhr da oben ficht sie nicht an, sie sind unantastbar in ihrer musikalischen Versunkenheit, wie Künstler, die abwesend sind vom täglichen Leben rundum. Mr Gesang steigt und fällt, fällt und steigt in gesetzmäßiger Melodik. Nicht das Quarren der Frösche, der gurgelnde Exzeß der Rohrdommel, nicht das Tvdesröcheln der Fischreiher beirrt sie; die Igel, die mit scharrendem Stachelgewand unter leisem Quieken am Ufer entlang pirschen, stören sie nicht, nicht die gehauchten Sechzehntel-Noten des Fledermausgeflatters. Sie sind die wahren Poeten — uralt und ewig jung, gesetzt, das Märchenhafte durch die Jahrhunderte zu bewahren, sie sind die lyrischen Tenöre in dieser kleinen Nachtmusik. w fett ibe, iibe m- UÄt tu. lieb, bet. uck geb. .den cbet. Stadttheater tätig und ist bei den Gießener Theaterfreunden noch in guter Erinnerung. Benno Kaminski ist Solotänzer der Bayrischen Staatsoperette und für das nächste Jahr heute schon als Ballettmeister nach Reichenberg (Sudetenland), für das übernächste Jahr ebenfalls als Ballettmeister an die Oper in Stuttgart verpflichtet worden, lieber frühere Tanz-Gastspiele mit Benno Kaminski liegen uns außerordentlich anerkennende Urteile der Presse vor. Die Vortragsfolge für Donnerstag abend enthält Tänze nach Kompositionen von Tschaikowsky, Thiel, R. Strauß, Chopin, Brahms, Schmidt, Al- beniz, de Falla, Merklin, Schütt. Am Flügel wird Kapellmeister Karl Brand begleiten. peterGeibel—derOichterderWetterau Zu seinem 100. Geburlskag am 21. August. Aus altem Wetterauer Dauerngeschlecht wurde vor einem Jahrhundert Peter Philipp Gei- bel in Klein-Karben (Kreis Friedberg) geboren. Der Junge sollte zu einem Bauern heran- wachsen, so war es der Wille des Vaters. Doch der Sohn hatte andere Pläne, er wollte Tierarzt werden. Und er kämpfte sich nach dem Tode des Vaters ttotz vorgeschrittenen Alters zu diesem Beruf durch. Zuerst aber wurde er Dauer und lernte mit Pflug und Egge umgehen. Später jedoch wurde er ein tüchtiger Tierarzt. , Bekannt wurde Peter Geibel über die Wetterau hinaus als Mundartdichter. Er hatte eine feine Beobachtungsgabe, kannte als Bauer die Schwächen feiner Landsleute und wußte sie in ihrer knor- rigen Sprache in Gedichtform meisterhaft zu schil- Verdunkeluugszett 19. August von 20.41 bis 6.06 Uhr. Sorndhen. Tageskalender für Dienstag. gtaMft ItDt! langhals, ti Hahl>nstr.ö8k, : „Ich dm Mi iz herunter^ Arbeit sDÜ ineral-OvaW Mu. ganz M en, Rbeum, q gskrankbciteii al-OvaltablMs en- u. Daimch Sie fof. einen k g. In alt 8kr:: M 27/547. 8c udedurchGesM Eine kleine Nachtmusik. Von Mare Stahl. Die letzten Klänge Mozarts noch im Ohr, begibt man sich auf den Heimweg. Die Schloßserenade in Meersburg ist wieder einmal gewesen, das Fürst- bischöfliche Palais, die Meersburg, die Stadt und die Weinberge versinken im Dunkel. Der Promenadenweg führt zuerst am Ufer des Bodensees neben der Chaussee entlang, und da die Straße ziemlich belebt ist, hat sich dos Nachtgetter weiter fortverzogen, dorthin, wo der Pfad durch Röhricht, Schilf» 'Sumpf und Gebüsch führt, wo die riesigen Weiden grau durch den Nebel schimmern und die weiten Parkwiesen wie Tanzflächen für Erlkönigs Töchter sind. Zuerst ist es nur ein Froschsolist, der räuspernd seine Stimme probt. Das Programm fängt gegen alle Herkömmlichkeit mit einer komischen Nummer an. Sehr mozartisch ist seine Stimmführung nicht, oder man müßte schon an den Mohren in der „Zauberflöte" denken. Gleich darauf fällt der Froschchor ein, der weist nicht so gewaltige Stimmittel auf, wie sie der Vorsänger hat, aber immerhin entsteht doch durch die Vielfalt eine ganz beachtliche Wirkung. Jetzt steht man gebannt still: Durch eine Pause des Froschgesangs tönt ein vielstimmiger Glockenton: die Sage von versunkenen Städten wird lebendig, ganz deutlich hört man das Leuten der unterseeischen Kirchtürme. Die Unken kennen nicht die Variationen des Froschkonzerts, sie fingen unbeirrt und versunken immer denselben einförmigen Ton vor sich hin, der so unerhört wirkungsvoll ist. Mit leichtern Flattern schwirren Fledermäuse vorüber ayf der Jagd nach Insekten und ihr leiser Flügelschlag ist wie eine Sechzehntel-Note, nur ganz leicht hingehaucht in den vielen Melodien der Nacht. Denn jetzt plötzlich zerreißt ein unartikulierter Schrei die Nacht, unbeschreiblich dumpf und schrill zugleich, wie ihn ein Mensch in Todesnot ausstoßen konnte und der erste Impuls ist, fortzustürzen in der Richtung, aus der der Ton gekommen ift Achtet auf die polen! Den nötigen Abstand halten. — 3n die HauVgemeinschast gehört der pole nicht hinein. Sonntag AB eti»> verlort Abzuges Belobt FUlM Wirksamer Lüstschuh Aus der Stadt Gießen. Oie Biene im Volksglauben. Es ist jetzt die Zeit, in der die Bienen den reichsten (Ertrag an Homg einbringen und in der sie am fleißigsten den üppigen Blumenflor der Gärten urn- fchwärmen Schon seit alter Zeit haben die Bienen in der Gedankenwelt des Menschen die größte Rolle gespielt, galten sie doch, die uns immer als das Urbild kunstvoller fleißiger Arbeit erscheinen, zugleich auch als Symbol der Herrscherwürde, und wenn die Lehrer des Christentums die Bienen auch als Muster nicht nur des Fleißes, sondern auch aller andern Tugenden, des Gehorsams, des Mutes, der Keuschheit aufftellen, so glaubten die Politiker im Bienenstaat das Ideal eines geordneten Gemeinwesens zu erkennen. Auch heute noch ist mannigfacher Glaube und Aberglaube mit diesen Tieren verknüpft, und die Sage stellt sogar ihre Entstehung als ein Wunder hin.-Nach einer deutschen Sage soll die Biene noch aus Las schadet auch nichts! Es ist nur notwendig, hieben fremdblütigen Arbeitern den nötigen A b - stand zu zeigen. Sie sind ausschließlich zum Arbeiten hierher gekommen! Es muß aber auch von jedem Bauern erwartet werden, daß er bei der Abwehr des fremden Blutes den München seiner landwirtschaftlichen Gehilfinnen das größte Verständnis entgegenbringt. Völlig ausgeschlossen ist, daß seine Gehilfinnen in einer Diele in nächster Nähe des Polen schlafen. Eine solche Schlafstelle darf einem deutschen Mädchen nicht zu- gemutet werden. Es entspricht nicht der Würde eines deutschen Mädchens, daß er mit dem Polen sich in der gleichen Waschschüssel wäscht und mit ihm an einem Tisch sitzt und ißt. Wenn sich sonst das Miteinanderarbeiten auch nicht umgehen läßt, in die Hausgemeinschaft gehört der Pole nicht hinein. Don jedem Bguern muß erwartet werden, daß er seinen Mädchen jeden möglichen Schutz gewährt! Eine andere Einstellung natürlich zeigen wir solchen Angehörigen des ehemaligen polnischen Staates, die vor der Einbürgerung stehen. Sie sollen über kurz oder lang Reichsbürger sein und damit in die Gemeinschaft des Volkes ausgenommen werden. Diese Männer und Frauen versuchen wir zu gewinnen, damit sie wertvolle Glieder unseres Volkes im Kampf um das Deutschtum werden. Aber auf die Polen gilt es immer wieder zu achten. Sie sind zur Arbeit da, werden wie Menschen behandelt, bekommen ihre ausreichende Nahrung und Kleidung, erhalten ihren Lohn — aber sie sollen nicht frech werden. Jeder Anmaßung dieser Leute muß energisch entgegengetreten werden. Iziehenden Schwarm, der der Königin bei ihrem Hochzeitsflug folgt, sucht man durch „Bienensegen" :ns Haus zu bannen. Solche Segenssprüche finden ich überall; ein alter märkischer Bienensegen lautet: „ßiebe Bienenmutter, bleibe hier. 6d) will Dir geben ein neues Haus, Darin sollst Du bauen Honig und Wachs, Damit alle Kirchen und Kloster geziert werden." Nach der Anschauung des Volkes gedeihen Vielen nur bei braven Leuten. Schon die alten Römer glaubten, daß sie Diebe verabscheuten und stachen; iie Böhmen meinen, daß sie einen geizigen Besitzer :erlassen. Anderwärts wird geraten, Rothaarige, tuf die der Volksglaube überhaupt nicht gut zu Brechen ist, nicht an die Dienen heranzulassen. Mellet man den Tod des Dienenvaters den Bienen licht in aller Form, so sterben sie fel-bft oder man- lern aus. Man soll Dienen nie verkaufen, weil los Unglück bringt, sondern nur verschenken oder iöchstens eintauschen. Das Verhalten von Dienen- ichwärmen galt schon in der Antike als pro- i chetisch. Das Erscheinen von Bienenschwärmen Linbigte Pompejus ebenso wie Brutus ihren Un- l>rgang an. Auch dem Herzog Leopold von Oester- leid) verkündeten Bienen^ den Verlust der Seim locher Schlacht. Vielfach bedeuten auch heute noch Bienenschwärme, die sich an Häuser hängen, Feuers« irunft oder Unheil. Man hat aber auch die Biene ih glückliches Vorzeichen gedeutet wie dies m m-em altgriechischen Traumbuch geschieht. l K Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 19. Aug. Auf dem heutigen Wochen- trarft kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., flotte 30 Rpf., Käse, das Stuck 8 bis 9, Wirsing, !5 kg 8 bis 15, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 l lcs 12, gelbe Rüden 8 bis 10, rote Ruben 9 bis 10, ^ömischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün, 25Jus 30, L Nischgemüse 8 bis 10, Tomaten 25 bis 35, Rha- tarber 15, Frühäpfel 30 bis 40, Mirabellen 45, I Matgurfen 20, Salat, das Stück 10, Emmachgurken \ 2 bis 5, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 12. u b€r übtJ Äd LÄ 'M WelthM als ugnis ob J gkeit in qm «MM Krieges taJ 9 Deutschs n Lcmge^^Zl Eoorüich fcg Aon: Dr.H^ dt Gießen, Druckerei Injeigenleiter: (q Theodor LünuA^ Wasser ansaugen. Bei der Ueberprüfung wurde fest- gestellt, daß der Besitzer der Spritze die mitgelieferte und vorgeschriebene Drahtgeflechtsiebscheibe verloren und als Ersatz hierfür eine Mefsingscheibe mit zu wenig und zu Heinen Bohrungen eingesetzt hafte. Die Untersuchung anderer beanstandeter Spritzen zeigte, daß die Spritzen auseinandergenommen und die Einzelteile in verkehrter Rechenfolge zusammengesetzt waren. Vielfach konnte auch festgestellt werden, daß statt der vorgeschriebenen Ventilkugeln von 18 Millimeter Durchmesser kleinere Kugeln in den Spritzen eingesetzt waren. Auch die vorgetragenen Beschwerden über Undichtigkeit der LS.-Handspritze Haden sich meist als unbegründet herausgestellt. Es kommt darauf an, Verschraubungen, die sich evtl, beim Transport gelockert haben können, nachzuziehen. Bei anderen beanstandeten Spritzen ergab sich, daß bei der Verwendung von Emailleeimern durch Absplittern der Emaille der Saugfuß und der Kolben mit Emaillesplittern versetzt war. Ebenso kann eine Luftschutzhandspritze nicht einwandfrei arbeiten, wenn sie zwischenzeitlich zum Verspritzen von Kalklösungen verwendet wird, da Kalk an allen wichtigen Bestandteilen festklebt und eine gründliche Reinigung oft vergessen wird. Der Erlaß verweist auf die Pflicht des Luftschutzwarts, von Zeit zu Zeit die Gebrauchsfähigkeit der Selbstschutzgeräte nachzuprüfen. Das bezieht sich vor allem auch auf die LS.-Handspritze. Bei der Ausbildung der Selbstschutzkräfte in den Schulen des RLB.' ist auf die Pflege, Instandhaltung und Reinigung der LS.-Handspritze besonders ausführlich einzugehen. Lumpen im Nohstoffkreislauf. Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt eines Jahres 10 Kilogramm Spinnstoffe. Von den dafür benötigten Textilrohstoffen mußten noch 1932 94 v. H. aus dem Ausland eingeführt werden. Infolge der Maßnahmen des Vierjahresplanes war diese Auslandsabhängigkeit schon 1938. auf 66 v. 5). verringert worden. Nur 25 v. H. der verarbeiteten Textilrohstoffe kommen als Lumpen in den Rohstoffkreislauf zurück. Einen wesentlichen Teil der übrigen Menge, die bisher verbrannt wurde, in den Mülleimenr wanderte oder irgendwo als Mottenfraß diente, zu mobilisieren und der Verarbeitung wieder zuzufuhren, ist der Sinn der bis zum 23. August 1941 durchgeführten Reichsspinnstoff* sammlung. Oie Annahmestellen in Gießen. Ortsgruppe Giehen-NNNe: 1. Bahnhofstraße 63, gegenüber der Grabenstraße; 2. Markt« slraße 25. Ortsgruppe Giehen-Nord: Nähstube, Ecke Wernerwall (gegenüber Denninghoff). Ortsgruppe Gießen-Ost: Licher Straße, Dienststelle der DAF. (Hinterhaus).^ Ortsgruppe Gießen-Süd: 1. Bergwerk, Unterhof; 2. Erednerstraße, Ecke Klinikstraße; 3. Cie« bigstraße 63 (Autohalle 6). Ortsgruppe Gießen-Klein-Lindenl Backhaus, Steinstrahe. Ortsgruppe Giehen-Wieseck: Sitzungssaal, Schulstrahe. Die Sammelslellen der Ortsgruppen Blilte, Nord, Ost und Süd sind montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, die von Klein-Linden und Wiefeck mittwochs und samstags von 18 bis 21 Uhr. Ls wird nochmals darauf hingewiesen, daß an den Spinnstoffabfällen keine festen Teile, wie Knöpfe, Schnallen usw., sein dürfen. Der iib^ Meiste ilil aub.dentt- ZuerW Geschah Gieb,^ S dem goldenen Zeitalter übrig geblieben sein. Nach , einer walachischen Erzählung erhielt die Diene, die j .ursprünglich weiß war, ihre dunkle Farbe und ein- geschnittene Gestalt vom Teufel. Gott hatte nämlich Sen Teufel um Rat gefragt, ob der eine oder mehrere Sonnen schaffen solle. Der Dose aber fürchtete, sei mehreren Sonnen würden seine Schandtaten zu deutlich sichtbar und ihre Hitze würde die Wir- 'Ung seines Höllenfeuers beeinttächtigen. Dies ! Selbstgespräch des Teufels hörte die Diene, die auf feinem Kopse saß, und machte'Gott davon Mitteilung, worauf der Teufel aus Wut nach ihr schlug md sie dunkel färbte. Der Bienenzüchter betrachtet seine Dienen als Wesen, mit denen sein Schicksal eng verknüpft ist. So treten zum Beispiel in Westfalen Neuvermählte >or den Bienenstock und kündigen ihre Verbindung !>en Dienen an, um ihren Segen zu erbitten. In Zähmen wird der Stock bei solchen Festen mit -oten Tüchern verziert. Dagegen trauern die Bienen l trit, wenn der Bienenvater stirbt, ihr Korb wird Milo®111 Drei Ä | 135 ; ■»’S i Berlin'^ ^rte'M ?ter M hm ÄM "Haft! M°beeir| "’rt.ilf Urkunde.? 'M MltOpOteJ J°hn« NSG. Auch in unserem Gaugebiet sind zahlreiche polnische Kriegsgefangene und Arbeiter zur Arbeit eingesetzt. Es muß Don jedem deutschen Volksgenossen erwartet werden, daß er diesen mit entsprechendem Abstand begegnet und auch seine eigene Hausgemeinschaft vor jeder engeren Berührung mit ihnen schützt. Es kommt leider immer wieder vor, daß besonders junge Mädchen auf den Bauernhöfen Grund zu allerlei Klagen haben, die durch das enge Ar- beitsverhältni? entstehen, das auf einem Bauernhof herrscht. Jeder, der einen bäuerlichen Betrieb kennt und sich eine Vorstellung über die Gemeinschaft des Arbeitens dort machen kann, wird zugeben müssen, daß kaum anderswo eine so enge Kameradschaft auch in der Arbeitsteilung besteht, wie gerade auf den Bauernhöfen. Die Arbeiten in Haus und Scheune, in den Kellern und auf den Böden, Siedern und Wiesen führen die Menschen unmittelbar zusammen und bieten so die besten Gelegenheiten zu den engsten Verhältnissen untereinander. Das ist gut, wenn es sich um Menschen gleicher Art und gleichen Blutes handelt. Bedenklich aber werden diese Arbeitsverhältnisse, wenn Kriegsgefangene oder überhaupt fremdblütige Arbeiter in diese Gemeinschaft eintreten. Der Krieg hat die wehrfähigen Männer unserer Dörfer und Städte an die Front gerufen. Ihre Arbeitsplätze in der Heimat werden von fremden Männern eingenommen, und aller Wahrscheinlichkeit nach werden auch nach beendetem Kriege fremde Arbeitskräfte, besonders Polen, noch lange hierbleiben müssen. Oie Verdunkelung der Treppenhäuser. Mit Zustimmung des Reichsmisiisters für Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe haben der Reichsbund der Haus- und Grundbesitzer e. V. und der Bund Deutscher Mietervereine folgenden Aufruf erlassen: „Für einen wirksamen Luftschutz ist die Verdunkelung der Treppenhäuser ebenso notwendig wie die Verdunkelung der Wohnungen. Zur Klarstellung aufgetretener Zweifel weisen der Reichsbund der Haus- und Grundbesitzer und der Bund Deutscher Mietervereine mit Zustimmung des Neichsministers . der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe auf folgendes hin: Die Durchführung der Verdunkelung in den Treppenhäusern obliegt dem Hauseigentümer. Er ist der Polizei gegenüber hierfür verantwortlich. In Häusern mit Hauswart gehört die Verdunkelung der Treppenhäuser zu den Obliegenheiten des Hauswarts. Die Luftschutzmaßnahmen dienen der Sicherung von Leben und Gesundheit aller Volksgenossen. Es ist daher seit langem üblich geworden, daß die Mieter bei der Bedienung der Perdunke- lungseinrichtungen weitgehend Hilfe leisten. Diese Hilfeleistung hat sich bewährt. Um in Zukunft die lückenlose Verdunkelung der Treppenflure in immer höherem Maße sicherzustellen, werden hiermit alle Mieter aufgefordert, sich dem Eigentümer für die Erfüllung feiner Verdunkelungspflicht bereitwillig zur Verfügung zu stellen. Die Mithilfe aller Hausbewohner bei der Durchführung der Verdunkelung entspricht auch dem Sinn einer guten Hausgemeinschaft." Oas Lustschuh-Löschgerät muß in Ordnung sein. Gegenüber in letzter Zeit aufgetauchten Beanstandungen wegen der Luftschutz-Handspritzen weist ein Erlaß des Reichsluftfahrtministeriums darauf hin, daß Ermittlungen und Ueberprüfungen bei den Herstellerfirmen gezeigt haben, daß eine sorgfältige Fertigung gewährleistet ist. Dagegen zeigen die vorliegenden Erfahrungen, daß die Spritzen durch die Selbstschutzkräfte vielfach unsachgemäß bedient und gewartet werden. So wurden z. B. Spritzen zurück- gegeben mit der Behauptung, daß sie zu wenig Technik irgendwie außerhalb der Geschichte steht und etwa aus dem luftleeren Raum auf sie einwirkt. Auch jede technische Erfindung ist Symbol, ist em dinggewordener Traum der Zeit. Damals, in der wettschmerzlichen Romantik, wurde die Welt zum erstenmal langweilig. Und ist nicht die ganze Kunst des 19. Jahrhunderts ein genialer Versuch, den Alltag zu bewältigen? Selbst die romantische Flucht vor dem Alltag ist ja noch eine Beziehung zu ihm!. Die alten Photographien haben auf uns eine Doppelwirkung, weil sie eine Brücke von 1841 bis 1941 schlagen. Sie sind genau so sachlich und nüchtern wie unsere heutigen Photos (nein, noch sachlicher weil man damals noch nicht mit Sehwinkel, Beleuchtung und Ausschnitt manipulierte) — und dennoch schimmert um sie die Aureole von 1841; daher ahnen wir rings um unsere heutigen Photos nun auch die Aureole von 1841. Die Nüchternheit reichte in die Legende, also reicht auch die Legende in die Nüchternheit. Kurzum, die Photographie bringt weil sie bereits in Phantasiezeiten zuruck- reicht/heute eine phantastische Wirkung hervor. Versuchen wir, mit ein paar herausgegriffenen Namen die Aureole von 1841 auszudeuten: Balzac, Victor Hugo, Baudelaire, Delacroix, Chopin, Baader, Schelling, Schopenhauer, Dickens, Edgar Poe Kierkegaard, Gogol — die muß man sich also, will'man realistisch fein, zu dem Alltag hinzudenken; die waren da, mit ihm und trotz ihm. So lehrt uns das Photo, daß die Ewigkeit jeden Augenblick anhebt und immer da ist — zum Beispiel auch jetzt Ct)gnbem uns die Photographie mit der Sekunde den Anhauch der Ewigkeit gibt, räumt sie mit falschen Gefühlen auf. Alle Verstiegenheiten konfrontiert sie mit erstarrendem Medusenblick ihres Alltags. Sie gibt uns die niederschmetternde, erhebende Gewißheit daß alles Alte einmal neu war. Vor allem aber sprengt sie, die nüchterne, jene falsche Nüchternheit, welche die Wett im Alltag beschlossen glaubt und das Unsichtbare, als nicht photographierbar, leugnet — weil sie, die hundertjährige Photograpie, dieses Unsichtbare um so zwingender suggeriert! Sie weiß von mehr Dingen, als die Schulweisheit wahrhaben will. Gebannte Schatten. Von Sigismund von Radccki. Ich schaut? mir neulich ein Werk über die Ent- iiicklung der Photographie an: man iah das , ertte -Moto, aus dem Jahre 1822 sAusnahmedauer acht Stunden), welches einen gedeckten Tisch mit Besteck, keinslasche und einem Stück Brot w,ederg,bt dar- °is weiterhin Portrats aus den vierziger Jahren, ;erie zerschossene Bastion aus dem Krimln-g, dem Lnzug der Italien-Armee aus dem iJahre 1859, Md alles andere. Da siel mir em, daß mir ja bi» Men Menschen sind, welche hundertjährige Phows d trachten können! Und das ist melleichtarstregen hr, als es damals die ersten Photos waren. Damals tor die Erfindung das Sonderbare und das Sar- gltellte selbstverständlich —, denn jeder hatte es !- auch so vor Augen. Sjeute ist die Erfindung felb|t- - rstöndlich und das Dargestellte l°nderbar. Fast Miheimlich. Unheimlich deshalb, well eme Zeit m Ifcnbert Jahren legendär w.rtu S,e ist durch den »ostand eine Erinnerung der Menschen geworden -le Is können wir sie besser verstehen als sie sich selbst, sti ls ward sie unverständlich. Und Ermneru g ist Iimmer Kunstwerk - mit Uebermalung, eraqud, iti) dampfendem Galerieton. Alles w it :6"innerung erfaßt: auch das ®rn5„^trh '-uchs anders, auch die Luft, m der Ga-the ustnete, prir eine andere. Nun aber kämmt so a d bläst den goldenen Staub der Zetteni mit, m le inenmähigtzr Unbarmherzigkeit fort. .. fe völlig nüchtern und alltäglich dar. Ist damit die Tgende zerstoben? Keineswegs denn d,e Legende, «io unser ganzes Wissen und Ahnen von lener Seit I ja weit wirklicher als jene Bildchen - wohl aber hos, was an der Legende trügerisch war. das Heun iiche Forteskamotieren des nüchternen Alltags, des Wn als Erste über die Nüchternheit des Alltags 8flogt Und da erhebt sich Frage. Mußt mch^ ,Ü2n dieses romantische 19.-JE sQc, ? Mphie erfinden? Denn man glaube doch nicht, 0 ß Ehrverlust verurteilt. Gefängnis für Gerüchtemacher. Lpd. Darmstadt, 18. Aug. Dor dem Sonder- gericht hatten sich drei Einwohner aus Horchheim bei. Worms wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz zu verantworten. Einer, hatte sich da etwas zurechtgemacht (daß er den Vorgang von einem Unbekannten erfahren haben will, glaubte ihm das Gericht nicht) und weiterverbreitet, die anderen hatten es nacherzählt. Die Behauptung war ehren- rührig gegen unsere Wehrmacht, aber ebenso gründ- los, wie dem Angeklagten als früheren Soldaten ofort klar sein mußte. Der geistige Vater erhielt wegen vorsätzlichen Vergehens gegen das Heimtücke- mer noch werden sie verlangt. Jteife - mit Verstand! gesetz fünf Monate Gefängnis, bet den änderen nahm das Gericht fahrlässiges Vergehen an und erkannte auf 2 bzw. 1 Monat Gefängnis. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristleitung.) A. TB. Eine letztwillige Verfügung des Erblassers, nach der ein gesetzlicher Erbe auf das Pflichtteil gesetzt wird, ist nach den geltenden Bestimmungen des Bürgerlichen Rechts zulässig, auch wenn der gesetzliche Erbe durch sein Verhalten gegenüber dem Erblasser hierzu eine Veranlassung nicht gegeben hat. Es ist deshalb nicht ratsam, das Testament anzufechten, es fei beim, daß es vielleicht den gesetzlichen Formerfordernissen nicht entspricht. dern. 5n Groß-Felda (Kreis Alsfeld), wo erlrungsverwahrung in einer Anstalt und 3 Jahren anfangs als Tierarzt tätig war, reifte er zum Dich- rtTL x*'u *kA,u ter heran, in Höchst am Main aber schuf er leine schönsten Gedichte. Geibel sah klar, was um rhn herum im Dors passierte. Die ^beiden Bände, die sein Werk unrfaßt, geben eine Schilderung des wette ratschen, des oberhessischen Dor;lebens. Gei- dels Verdienst ist es, die Mundart des Raumes zwischen .Hanau und Gießen in die deutsche Literatur eingeführt zu haben. Er hat für den engen Bezirk der alten Reichsau die Bedeutung, wie Friedrich Stoltze für Frankfurt. Seine Bücher er- lebten eine erstaunliche Anzahl von Auflagen. Äm- Feder. Volksgenosse hat auch im Kriege ein Recht auf Erholung, zumal, wenn seine Arbeitskraft durch die Kriegsnotwendigkeiten mehr als normal in Anspruch genommen wird. Und wer arbeitet wohl im Krieg nicht gern und freudig mehr als in Friedenszeiten? Aber auch die Erholungsmöglichkeiten sind heutigen Tages andere als in Friedenszeiten. Deshalb heißt es, darauf Rücksicht nehmen. Nur ein kleiner Teil der Angestellten in den Hotels und den Gaststätten ist übrig geblieben, er muß das Vielfache leisten. Der Gast muß darauf Rücksicht nehmen, er kann nicht die gleichen Anforderungen stellen, die er vielleicht früher zu stellen gewohnt war. Man muß auch den Ort, an dem man seine Ferien verbringen will, mit etwas Verstand auswählen. Wenn man z. B. hört, daß einzelne Kurorte in Oberbayern jetzt in einem Monat doppelt so viel Besucher haben als im ganzen vergangenen Jahr, so kann man ohne nähere Erklärung verstehen, daß es nicht immer leicht sein wird, die nötige Verpflegung an solche Orte heranzubringen! Warum nur nach Oberbayern reisen, nur nach Kärnten, nach Tirol? Die Welt ist überall schön. Schweinezwischenzählung am 3. September. Laut Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 7. 7. 1941 wird die übliche Herbstzwifchenzählung der Schweine am 3. September 1941 durchgeführt. Es wird von den Viehhaltern und den ehrenamtlichen Zählern erwartet, daß sie der Zählung auch unter den heutigen erschwerten Umständen das nötige Verständnis entgegenbringen und den Viehbestand wahrheitsgemäß angeben. Die Zählung dient nur statistischen und volkswirtschaftlichen Zwecken und bildet die Grundlage für eine geordnete Regelung der Vieh- und Fleischwirtschaft. Es ist Ehrensache, durch gewissenhafte und genaue Angaben dabei dem Allgemeininteresse zu dienen. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 19. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 330 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 15 bis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 24 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 28 RM. das Stück. Das Geschäft verlief mäßig; es verblieb Ueberstand. Zuchthaus für einen Päckchenmarder. LPD. Frankfurt a. M., 18. Aug. Das Sondergericht Frankfurt t rurteilte den Postfacharbeiter Peter D e n z , der sich der Unterschlagung von Feldpo st Päckchen schuldig machte, zu zwei Fahren Zuchthaus, 200 RM. Geldstrafe und drei Fahren Ehrverlust. Der Angeklagte wurde als Volksschädling erachtet. Mißglückte Flucht eines Gewohnheitsverbrechers. Lpd. D a r m st a d t, 18. Aug. Vor dem Sonder- gericht Darmstadt hatte sich der schon zehnmal vorbestrafte Friedrich Mayer aus Wien wegen schweren Einbruchdiebstahls zu verantworten. Er war im Mai von einer Außenstelle des Arbeitsgefangenenlagers Rodgau mit vier anderen Gefangenen ausgebrochen. Nach viertägigem Umherirren stieg er nachts in das gerade vom Förster verlassene Forsthaus Bruck bei Hüttenfeld im Kreise Worms ein und stahl Lebensmittel, Kleider usw. Kurze Zeit darauf wurde er wieder verhaftet. Er legte ein volles Geständnis ab und wurde, zumal er bereits wegen Raubes zwei Fahre schweren Kerker erhalten hat, auf Grund der VolksschädlingsverordnunA zu 2 Fahren 6 Monaten Zuchthaus, Siche- HZ-Sport. Hessen-Nassauer Handball-Mädel siegreich. Die BDM.-Obergaue Westfalen und Hessen-Nassau erledigten am Sonntag das noch ausstehende Ent- cherdungsspiel zur Deutschen Handball-Juaendmei- terschaft. Mit einem in Siegen erst in der verlängerten Spielzeit hart erkämpften 3:3- (2:2) Sieg rückten die jungen Hessen-Nassauerinnen in die Breslauer Entscheidungskämpfe ein. Hilde Müller schoß alle drei Tore. Die Elf, die in Breslau auf die fünf besten deutschen BDM.-Handballmannschaften trifft, wird von den Spielerinnen der Frankfurter Eintracht, der Bockenheimer Tgd., FG. Höchst und Tv. Hausen gebildet. Fußball im Tv. Klein-Linden 1839. Klein-Linden I — Gießen (Sladtelf) 3:6 (2:3). Die Klein-Lindener Turner hatten eine gute Mannschaft aus einiaen Fugendlichen, einigen Aktives und etlichen Urlaubern ausgestellt. Gießen trat nur mit 9 Mann an, erhöhte auf 10 und nach der Pause auf 11 Spieler. Obwohl Klein-Linden die erste Halbzeit mit 2:3 verlor, spielte es sicher und völlig ausgeglichen. Die Stadtelf erzielte ihre drei Tore aus Durchbrüchen, da die Hintermannschaft der Turner oft bis zur Hälfte des Spielfelds aufrückte, sich also das Spiel fast immer in der Hälfte der Gäste abwickelte. Unsicherheit des Linksaußen der Turner und fabelhaftes Spiel des Gästetorwarts ließen aber den Ausgleich nicht zu. Auch die zweite Halbzeit war noch 20 Minuten lang völlig ausgeglichen; dann aber zeigte sich Er- müdung bei der Platzmannschaft, indessen die Gäste zur Hochform aufliefen. Angriff auf Angriff erfolgte von der Stadtemannschaft, es fielen das 4., 5. und nach einem Elfmeterstoß das 6. Tor für die Stadtelf. Ein weiterer Elfmeterftrafstoß wurde von den, Gästen absichtlich ins Aus getreten, der Sieg war ihnen nicht zu nehmen. Kurz vor Schlußpfiff konnte der Linksaußen von Klein-Linden, der mit dem Mittelläufer seinen Platz gewechselt hatte, noch ein drittes Tor für seine Mannschaft erzielen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Großen-Lmden I. — Leihgestern I. Jgd. 2:8 (1:2). Am Sonntag war die I. Fugend der Spiel Vereinigung 1926 Leihgestern anläßlich des Ortssporttages in Großen-Linden Gast des dortigen Turnvereins. Die Lerhgesterner traten fast in der Aufstellung an, mit der sie in Butzbach die Bannmel- sterschaft errangen; lediglich Mittelläufer und die beiden Außenstürmer mußten ersetzt werden. Das Spiel stand ganz im Zeichen des technisch und spie- lerisch weit überlegenen Bannmeisters von Leihgestern. Zu Anfang konnte Großen-Linden das Spiel noch einigermaßen offenhalten, nachdem aber in der 15. Minute Leihgestern 3um 1:1 ausgeglichen hatte, war es mit der Kunst von Großen-Lm- den vorbei. Halbzeit 2:1 für Leihgestern. Nach Wie- derbeginn fielen die Tore für Leihgestern am laufenden Band. Der Mittelstürmer Haßler schoß innerhalb 10 Minuten vier Tore. Auch der Halblinke Martini setzte dem gegnerischen Tormann, einige Schüsse in den Kasten. So endete das Spiel mit einem überlegenen Sieg von 8:2 Toren für Leihgestern. Dem Spielverlauf wurde das Resultat vollauf gerecht. Leihgestern spielte in Meisterform, Gro- ßen-Linden dagegen fand sich zu keiner einheitlichen Leistung zusammen. Beiden Mannschaften gebührt für ihre anständige und schöne Spielweise ein Gesamtlob. Schiedsrichter Eckard, Großen-Linden, wurde das Amt leicht gemacht. Leihgestern II. 3gb. — Rodheim/Viebec II. Jgd. 3:2. Die zweite Fugend von Leihgestern hatte die gleiche von Rodheim zu Gast. Beide Mannschaften führten ein schönes .Spiel vor. Leihgestern, das im Mittelläufer Reitz seinen besten Mann hatte, gewann knapp, wenn auch dem Spielverlauf nach nicht ganz verdient. Ein Unentschieden hätte dem Spielgeschehen eher entsprochen. 400 Wettkämpfer beim 5. Weidig-Vergfest Or. Otto Luh-Gießen Dergfestsieger. Das 5. Weidig-Bergfest, das 2. Kriegstbeffen des NSRL. auf dem Schrenzer bei Butzbach, nahm am Sonntag mit 400 Wettkämpfern bei guter Witterung seinen programmäßigen Verlauf. Nach einer einstimmenden Morgenfeier wickelten sich die Wettkämpfe auf der herrlichen Taunushöhe reibungslos ab. v Weidig-Bergfest-Sieger wurde in der Männer- klaffe der bekannte hessische Leichtathlet Dr. Otto L u h vom VfB.-Reichsbahn Gießen. Er schaffte allein mit der ausgezeichneten Leistung im Kugelstoßen (15,50 Meter) 53 Punkte. VfB.-Reichsbahn Gießen stellte auch in Lotti Lauer die Siegerin im Dreikampf der Frauen. Spannende Kämpfe gab es am Nachmittag in den Pendelstaffeln um die wertvollen Wanderpreise des Weidig-Bergfestes. Den Weidig-Wanderpreis gewann erstmals D f B. - Reichsbahn Gießen vor dem Verteidiger (Turnerschaft Läuterbach). Den Moritz-Kuhl-Wan- derpreis verteidigte mit Erfolg der Tv. Heuchel- beim, uyd den Albert-Wamser-Wanderpreis der Frauen holte sich Tufpo. Butzbach in hartem Ringen mit dem Verteidiger (Betr.-Spgm. Hartmann und Braun, Frankfurt a. M.). Vor der Siegerehrung entbot Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Dr. Mörschel den NSRL.» Kameraden aus den Bereichen Hessen und Südwest die Grüße der alten Turnerstadt Butzbach. NSRL.- Bezirksführer SA.-Hauptsturmführer Otterbein (Friedberg) sprach das Schlußwort, das ausklang in ein begeistertes Treuebekenntnis zu Führer, Volk und Vaterland. Oie Ergebnisse. Aus der umfangreichen Siegerliste bringen wir nachstehend einen Auszug. Die volkstümlichen Dreikämpfe. Manner: 1. Dr. Otto Luh, VfB.-R. Gießen, 85; 3 Willi Münzest, VfL. Lollar, 63; 4. Ernst Decher, DfB.-R. Gießen, 59; 7. Larbig, VfB.-R. Gießen, 54; 11. Helmut Möll, VfB.-R. Gießen, 50; 15. Hans Dietrich, VfB.-R. Gießen, 43; 17. Ernst Hei- bertshaufen, VfL. Lollar, 40; 18. Hermann Ludwig, Tv. Heuchelheim, 39; 20. Erwin Neidel, Tv. Heuchelheim, Hrch. Pfannkuchen, Tv. Holzheim, Helmut Worf. Tv. Pohl-Gons, je 36 Punkte. Altersklasse I (31 bis 40 Fahre): 1. Adolf ' Pfeffer, Tv. Nieder-Eschbach, 70; 3. Otto Dietz, VfL. Lollar, 58; 9. Heinrich Volz, Tv. Lich, 53; 10. Karl Volz, Tv. Lich, 52; 16. Otto Koster, Tv. Lang. Göns, 49; 14. Walter Bierau, VfL. Lollar, 48; 15. Otto Knorz, Tv. Pohl-Göns, 46; 17. Willi Menges, Tv. Lich, 42; 18. Walter Schmitz, SA.-Kampfspiel. gemeinschaft 116 Gießen, 41; 19. Ludwig Reitz, To. Holzheim, 40 Punkte. Altersklasse II (41 bis 50 Fahre): 1. Fritz Adam, Tv. Braunfels, 60; 5. Walter Zerndt, VfB.-R. Gießen, 51; 8. Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 46; 9. Rudolf Keller, Tufpo. Rodheim an der Bieber, 44; 11. Otto Dieruff, Tv. Lich, 40; 14. Willi Keßler, Tv. Lang-Göns, 36 P. Altersklasse III (über 50 Fahre): 1. Adam Popp, Tgm. Friedberg, 71; 6. Philipp Götz, Post, sportgem. Gießen, 54; 9. Ludwig Petri, Tv. 1846 Gießen, 39; 10. Richard Bischoff, Tv. Lang-Göns, 37; 11. Christian Zimmer, Tv. Lich, 35; 12. Ludwig Volk, To. Pohl-Göns, 34; 14. Albert Schmidt, Tv. Lang-Göns, 28 P. H F. - K l a f f e A : 1. Norbert Schneider, Betr.. Spgm. Allianz Frankfurt a. M., 76; 2. Hans Kir- stein, Mtv. Gießen, 69; 5. Werner Pfann, Mto. Gießen, 64; 11. Albert Rinn, To. Heuchelheim, Walter Volkmann, Tv. Heuchelheim, Hans Puhl, Tv. Lang. Göns, 58; 16. Erwin Reinstädtler, Tv. Heuchelheim, 53; 18. Otto Rinn, To. Heuchelheim, 51; 20. Reinhard Rühl, Tv. Lang-Göns, 49; 22. Albert Lenz, To. Heuchelheim, 46; 23. Kurt Philipp, To. Lang- Göns, 45; 25. Helmut Velten, Tv. Lang-Göns, 43; 26. Helmut Bolz, To. Pohl-Göns, 42; 28. Karlheinz Bath, To. Heuchelheim, 40; 29. Otto May, Tv. Lang. Göns, Helmut Brückel, Tv. Lang-Göns, 39; 32. Erich Wiffig, Tv. Lang-Göns, Walter Krether, Tv, Heuchelheim, 36 P. H I. - K l a s f e B : 1. Wolf Menges, Tv. Heuchel, heim, 90; 3. Rudi Hainer, Mtv. Gießen, 83; 10. Hans Reuschling, Tv. Heuchelheim, 70; 11. Walter Rinn, To. Heuchelheim, 69; 16. Walter Wenzel, Tv. Lang-Göns, 62; 18. Karl Gemandt, Tv. Heu-! chelheim, 60; 26. Walter Bolz, Tv. Pohl-Göns, 47j' 27. Otto Stoll, Tv. Lang-Göns, 46 P. Frauen: 1. Lotti Lauer, VfB.-R. Gießen, 67s 3. Lotte Keßler, Mtv. Gießen, 62; 14. Lieselotte' Bankloh, Postsportgem. Gießen, 42; 15. Anna Sachj Tv. Heuchelheim, 41 P. B D M. -Klasse A : Erika Sesselmann, Tuspa- Friedrichsdorf, 63; 4. Emma Kröck, Tv. Heuchle heim, 54; 7. Frmhild Schmidt, Mto. Gießen, 49s 12. Marta Hofmann, Tv. Heuchelheim, 43; 15.Slnnit Kreiling, Tv. Heuchelheim, 40 P. BDM.-Klasse B: 1. Liefe! Stieh, lufpk Friedrichsdorf, 61; 2. Ottilie Stoll, Tv. LanA-Gänsg 57; 3. Frmgard Deubel, T.° u. Gefangv. Schotten, 53; 4. Elfriede Leuling, T.- u. Gefangv. Schotten» 52; 6. Marie Beck, Tv. Pohl-Göns, 50; 7. Margod Metzger, Postsportgem. Gießen, 48; 12. Lieselotte: Mellinger, VfB.-R. Gießen, 44: 15. Ottilie Heit, To. Lang-Göns, Frene Müller, Tv. Lang-Göns, 41; 16. Gretel Kirftein, Mto. Gießen, 40; 18. Edith Schreiber, Tv. Heuchelheim, Elfriede Kollmar, Tv> Lang-Göns, 38; 19. Erna Lang, Tv. Lang-Göns,. 37; 20. Frmgard Ruth, Tv. Pohl-Göns, Elli Damm,, Tv. Pohl-Göns, 36 P. Pendel-Staffeln. 4 X10 0 = m Männerum den Weidig-Wander« preis (7 Bewerber): 1. DfB.-Reichsbahn Gießen. 49,9; 2. Turnerschaft Lauterbach, 51,5; 3. Turm- gemeinde Friedberg, 51,7 Sekunden. 10X100-M männliche Jugend um dm Moritz-Kuhl-Wanderpreis (3 Bewerber): 1. Turnverein Heuchelheim, 2:15,2; 2. Betr.-Spgem. Alliantz Frankfurt a.M., 2:15,6; 3. Jahngemeinfchaft Oberursel, 2:16,5 Minuten. 4X100-M Frauen um den Albert-Wamser» Wanderpreis (5 Bewerber): 1. Tllspo. Butzbach, 59,7;; 2. BSG. Hartmann 8- Braun, Frankfurt a. M., 60,7; 3. Fahngem. Oberursel, 61,5 Sekunden. Sonderkämpfe. HochsprungMäniier(6 Bewerber): 1. ErnjÜ Decher, VfB.-Reichsbahn Gießen, 1,65 m; 2. Karli Roth, Turnverein Burgholzhausen, 1,60 m; 3. Feldwebel Möll und Haupt-Wachtm. Weiler, Gießen, 1,55 m. Hochsprung Frauen (12 Bewerberinnen)? 1 Hedi Langlouis, Tuspo. Butzbach, 1,45 m; 2. Anna Lein, Tuspo. Friedrichsdorf, 1,35 m; 3. Marga Sang- louls, Tufpo. Butzbach, Lotti Lauer, VfB.-Reichsbahn Gießen, Elfriede Parfch, VfB.-Reichsbah« Gießen, Anneliese Volk, Fahngem. Oberursel, 1,30 a. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschloffen. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 60. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Lind winkt zurück. Dann sitzt er in seiner Limousine und braust davon. Die Herren haben sich auf den engen Raum verteilt. Feder hat sein bestimmtes Amt, seinen genau geregelten Aufgabenkreis. „Tauchen wir schon?" scherzt Dr. Busse, einer der Chemiker. „Um Gottes willen!" lacht Professor Erik. „Die Einsteigluke sist ja noch offen. Wollen Sie ersaufen?" „Ach so?" Auf Lietzendorf liegt ein tiefer, fast feierlicher Ernst. Seine Lippen sind fest geschloffen und schmal wie zwei Striche. In seinen Augen dunkelt es von verhaltener Spannung. Die Stirn ist schmal und blaß bis in die Schläfen. Er steht neben dem Dieselmotor, dem Herzstück dieser raffinierten Apparatur. Fetzt dreht er den Zündbolzen heraus, befestigt an seinem Ende das Glimmpapier und entfacht es mit einem Streichholz, das er in fast übertriebener Pedanterie nach dem Verlöschen in die Tasche zu- rücksteckt. Ein kurzer, vorsichtiger Blaser mit dem Mund bringt das flammende Papier zum Glimmen. Nun eine kurze Bewegung, mit welcher der Bolzen in den Explosionsraum des Motors zurück- geführt wird. Ein Wink mit den Augen. Maschinenmeister Leichsenring wirft mit der Kurbel den Motor an. Ein Fauchen, ein Aechzen, ein Dröhnen, ein immer schnelleres Schlagen ... Der Motor läuft. Vorsichtig und gewissenhaft reguliert Leichsenring die Oel.urführung des Dieselmotors. Das ist für die geübte Hand die Arbeit von Sekunden. Fetzt öffnet er den Hahn für das Kühlwasser. Der Motor arbeitet. Er arbeitet tadellos. Lietzendorf lobt mit einem Senken und Heben der Augenlider. „Fertigmachen zum Tauchen?" befiehlt Erik, der sich ganz in das Milieu des Unterseebootes hinein- gefühlt zu haben scheint. Lietzendorf hebt die Hand zum Gegenbefehl. „Einen Augenblick, bitte, noch!" Er ist ein vorsichtiger Mensch. Er weiß auch, was von einem Mißglücken des Versuches abhängt. Die acht Menschenleben sind vielleicht noch nicht einmal das wichtigste. Er greift in einer unbewußten Bewegung nach der Brusttasche. Da drinnen ist der Durchschlag eines Schreibens, dessen Original er heute früh beim Notar hinterlegt hat. Mit der Weisung, das Schreiben für den Fall seines Todes an Nissen Dominik auszuhändigen. Man kann nie wissen, wozu solche Vorsicht gut ist. Auf jeden Fall hat Nissen das erste Anräht daraus, die Zeichnungen und Formeln zu besitzen, wenn ihm selber nicht vergönnt sein sollte, die Arbeiten bis zum letzten Ende zu führen. Lietzendorss Blicke tasten noch einmal jeden Gegenstand im Probierraum ab. Die Armaturen leuchten. Hähne, Schrauben, Hebel, Ventile, Schläuche — alles ist so, wie es sich gehört. „Bitte, die Dynamomaschine einrücken." Sie versorgt ein Kühlsystem mit der erforderlichen Energie und gestattet so, die Temperatur der Abgase schnell und so weit herabzusetzen, wie die Sicherheit der Reaktionen es notwendig erschein-en läßt. Professor Erik, der gerade in der Nähe steht — eigentlich stehen ja alle Insassen des engen Raumes irgendwie „in der Nähe" — macht den befohlenen Griff. Ein paar Sekunden lang scheint der Motor lang- samer zu laufen. Dann hat er sich an die Belastung gewöhnt und kommt auf die gewohnte Tourenzahl. Die Zeiger an Volt- und Amperemeter beginnen zu zittern und ziehen langsam an. Wieder trifft Eriks wartender Blick Lietzendorf. „Tauchfertig?" Noch einmal fliegen die Blicke des Ersinders in die Runde. „Fertig!" sagt er dann kurz und entschlossen. Leichsenring zieht die Klapptür heran. Schließt sie ab. Legt den Riegel vor. Noch einen. Noch ein paar ... Es ist alles ein bißchen behelfsmäßig gebaut. Die Tür klemmt ein wenig, und der Riegel könnte noch einen Tropfen Oel Verträgen, damit er der Hand besser gehorcht. Solche nebensächlichen Dinge sieht man immer erst in dem Augenblick des Versuchs. So! Fetzt ist man also gewissermaßen unterge- taucht. Zehn, zwanzig, fünfzig Meter unter der Wasseroberfläche hält das U-Boot seinen Kurs — das erste U-Boot ohne Elektroanttieb. Barometer, Thermometer, Hygrometer und eine Fülle anderer Meßinstrumente kontrollieren genau den Druck, die Temperatur des Raumes, den Feuch- tigkeitsgehalt der Luft, die Kohlensäure, den Sauer- stoffgehalt ... Ihre Zeiger rücken langsam vorwärts, Farbstifte schreiben ihre violetten Kurven über abrollendes Papier. Die Druckinstrumente vibrieren lebhafter. Eriks Blicke liegen wieder fragend in den Augen Lietzendorfs. Dr. Buffe schiebt sich behutsam von Platz zu Platz und beobachtet. Das Barometer schreibt eine Kurve in langsam fallendem Strich. Der Druck im Fn- nern der Kabine wird also niedriger. Die vorhandene Lust wird vom Motor angesogen. Fn der Maschinenapparatur muß es umgekehrt sein. „Es funktioniert! Aber das will ja vorläufig nichts sagen. Noch zehrt die Maschine vom Lustüberfluß, der „von oben" mitgebracht wurde. Doch schon verspüren die Herren eine steigende Atemnot. Der Sauerstoff wird also, knapp im Raum. Lietzendori gibt leise Befehle. Dr. Busse fühlt bereits, wie sein He-rz zu klopfen beginnt und der Blutdruck in die Stirne bringt und preßt. Der zweite Chemiker macht stenographische No- ttzen. Lietzendorf schaltet an einem Hebel der Stahlgußbirne, iy der die chemischen Apparaturen unsichtbar eingebaut sind. Die Schläuche beginnen zu zittern und sich zu erwärmen. Eriks Gesicht hat eine Meile verkrampft ausgesehen. Fetzt kommt wieder ein Zug der Befreitheiti um seine Augen. Er nickt lächelnd. „Es klappt." Dann sieht er auf die Uhr und dikttert dem Chemiker ein paar Sätze. Fetzt vollzieht sich im Innern der Birne das technisch e Wunder. Nicht wie üblich werden die VerbreMungsabgas« des Treiböls „über Deck" durch den Schornstein abgeleitet. Ein sinnreich geschaffener Mechanisnus saugt sie vielmehr in die eingebauten Apparaturen die, dem Auge des Ingenieurs entrückt, nach dem in sie gelegten Arbeitsgesetz zu schaffen beginnen Nun verbraucht die Maschine bereits nicht meh» die knappe Atmungsluft im Kabinenraum! Fn Lietzendorfs Gesicht kommt ein Funkeln. Sein« Brust geht schwer. Das kommt nicht allein davon daß die Lungen in der sauerstoffarmen Luft sich mehr anftrengen müssen. Das ist die Freude am Gelingen, Erfinderstolz, das Glück über den SieK Vor seinem geistigen Blick vollzieht sich der Vor« gang im Innern der Birne so klar und plastiM als verberge ihn nicht die Wandlung von Rohr'^ systemen, Apparaturen und Gefäßen. . Die Abgase treten unmittelbar nach der Treiböl? Verbrennung in eine dickwandige Kammer... Es ist nicht eine Kohlensäure, die da anfäll» Verunreinigungen und Beimischungen von anberew Verbrennungsprodukten zwingen darum zu eine:l Reinigung. , Wieder wirft Lietzendorfs Hand einen Heb» herum. Der Kammerinhalt wird durch eine Rohrleituniz in einen Filterkanal getrieben und von verunreinU ten Bestandteilen befreit. Nun kann die gereinigte Kohlensäure weitt' fließen. Eriks Blick haftet auf Wärme und Druch meffer, die plötzlich ihre Säulen empor jagen lN Fnne-rn der Glasröhren und damit seinem kundlgev Auge verraten; Es geht alles, wie es geplant um erdacht ist. . Der Mann über dem Stenogramm sinkt plotziM um. Auch die Gesichter der anderen Herren werW immer blasser. Die Luft im Raum verbraucht M durch das Atmen immer mehr. Das ist natürlich. Aber das ist nicht so wichtig. (Fortsetzung folgt.)