Samstag, ly. ? Sonntag, 20. Juli Beilagen: M tafatint ti Oer Durchbruch durch die Elalin-ünie erweitert * Mit Smolensk die letzte größere Stadt vor Moskau genommen. An einem Fluchtweg der Gowjsttruppen. - 1 D: (1598 bis 1605) aus Steinen und Zleaein i oiten weißen Mauer umzogen, deren oberer Teil i. ________ ______U...UU» 111 SRnn hi>n lirivruna- Zinnen ausgeschnitten ist. Don den Ursprungs i von der über den Dnjepr führenden Drucke na«1 Öfi: tsunwerjitat und eine rüsarenoorie. iger Eisenbahnknotenpunkt der Lime Drei--. I *1—ßetilanh unb Ausaanasstation der Str fainie Königsberg—Moskau. Sch HM' ie^ itior; 0tr iJC UlUICll Jiupiunuj —------ v , -r. int) Tor Rußlands" genannt. Die Altstadt ist i Den Ueberresten einer in der Zeit Bons Godu- ... . . . .1.. n n u I OAO \ TT i?nerftamilienblätter —iBild-DieScholle ^—Lettland und Ausgangsstation der Strecke li Bogojawlensk im Gouvernement Tambow ldrnach Plastau. Auch war es bisher Station der w Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8‘/vUbr des Bormittags Arneiaen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvt. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvi. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenitastel 8 Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr Mllahrgang lir. 170 Ciicknnt täglich, außer Sinr lags.und feiertags Bezugspreis: 5 Monatlich.......RM1.80 Äsullgebühr... „ -.25 H SM bei Stichterscheinen tt, *m »einzelnen 9iummem ttrrhe höherer Gewalt Dre Lösung eines nordischen Problems Von unserem st.-Berichterstatter. abtraten. Im Jahre 1812 fand bei Smolensk Anfang August die Vereinigung der deckten russischen Westarmeen unter Bagration und Barclay de Tolly statt, zur Verteidigung der „Heiligen Stadt'. Am 2. bis 14 August rückten die Franzosen gegen die Stadt vor, die von Rajewski, später von Dochturow verteidigt wurde. In dem zweitägigen Kampfe um den Besitz von Smolensk ging dabei der größte Teil der Stadt in Flammen auf. Auf dem Ruckzuge betrat am 28. Oktober 1912 Napoleon die Stadt und verweilte dort vier* Tage lang, vergeblich bemüht, das Heer neu zu organisieren. F- Zahlreiche Krauen unter den Gefallenen der Sowjettruvpen. Berlin, 18. Juli. (DNB.) Deutsche Jnfanterie- einheiten, die am 16. und 17. 7. wiederholt hartnäckigen Widerstand namentlich in Waldgebieten niederkämpften, machten eine überraschende Feststellung. Unter den Hunderten gefallener Sowset- oldaten befanden sich zahlreiche Frauen Diese Frauen trugen teilweise noch Zivtlklet- Ideen gegen „Linien". Don besonderer Seite wird uns geschrieben: . Die „Linien" zählen zu dem großen Kapitel der Enttäuschungen auf Seiten unserer Gegner. Der 1932 verstorbene Andrs Maginot, zweimaliger französischer Kriegsminister, gab als erster dem nach seinen Plänen erbauten Befestigungssystem seinen Namen. Nach französischem Vorbild entstand in der inzwischen von der Bildfläche verschwundenen Tschechoslowakei gleichfalls eine Bunkerlinie, deren Ausbau noch nicht beendet war, als im Oktober 1938 unsere Regimenter als Befreier der sudetendeutschen Brüder in das Land rückten. Eindeutig hatte am 30. September jenes Jahres noch einmal politisches Genie, gestützt auf eine starke Wehrmacht und auf die Stoßkraft eines durch die Kraft der Idee geeinten Volkes einen letzten friedlichen Sieg errungen. Die Maginot-Linie fiel im Kampf der Waffen. Aber auch sie fiel, weil ihre Verteidiger, die nicht wußten, wofür sie kämpfen sollten, der elementaren Kraft eines Gegners weichen mußten, der seine tödlichen Waffen mit einer Wucht führte, wie sie nur der Glaube an eine gerechte Sache verleiht. Unter der gleichen Angriffswucht zerbrach im April d i e Metaxas-Linie, mit dem gleichen Schwung haben unsere Soldaten in der letzten Woche die stark befestigte sowjetische Verteidigungslinie durchstoßen, die ihren Namen dem georgischen Terroristen Stalin verdankt. Diese Stalin-Linie verläuft in großen Zügen von Leningrad am Peipus-See entlang südwärts über Witobsk nach Orscha. Dann folgt fiebern Dnjepr, wendet sich südlich der Pripjetsümpfe nach Südwest, um zum Dnjestr überzuspringen, längs dessen Stromgebiet sie nach dem Schwarzen Meer führt. Am 12. Juli kam aus dem Führer-Hauptquar- fier die Meldung, daß diese Stalin-Linie an aUen entscheidenden Stellen durchbrochen ist. Am rechten Flügel der gewaltigen Front waren die Bolschewisten auf und über den eben erwähnten Dnjestr geworfen und nordostwärts dieses Dnjestr standen unsere Truppen dicht vor Kiew. Auch am Dnjepr war das Befestigungssystem der Stalin-Linie durchstoßen, und unsere Spitze stand mehr als 200 Kilometer östlich von Minsk, eine Linie, die inzwischen durch die Erweiterung des Durchbruchs über Smolensk hinaus längst überschritten ist. Erstmalig nennt dieser Bericht als das (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Juli 1941. 1 Finnland hat nach Ausbruch seines zweiten i Krieges gegen die Sowjetunion durch die B e - ' setzung der Aalandsinseln und durch ihre i militärische Auswertung eines der schwierigsten ‘ internationalen Probleme des Nordens aus eigener Machtvollkommenheit gelöst, das durch lange Jahr- : zehnte die Kanzleien Europas beunruhigte und das 1 mehr als einmal zu ernsten Konflikten zu führen drohte. Die Aalandsinseln sind dem Bottnischen Meerbusen vorgelagert. Sie können zu einer der wichtig st en strategischeü Basen in der Ostsee ausgebaut werden. Von ihnen aus kann Stockholm von den maritimen Zufahrtsstraßen abgeschnitten unb kann andrerseits der Weg in den Finnischen Meerbusen, nach Reval, nach Helsing- fors, Kronstadt und Petersburg ernstlich bedroht werden. Solange Finnland unter russischer Souveränität stand, lag es im Interesse Petersburgs, die unbeschränkte Herrschaft auch auf diese Inselgruppe anszudehnen, dem aber stand das sogenannte „Servitut" vom Jahre 1856 entgegen, das Rußland nach dem verlorenen Krimkriege gegen Frankreich und England in Annex zum Pariser Vertrage aufer- (egt worden war, wonach keine militärischen oder seestrategischen Befestigungen auf den Aalandsinseln errichtet werden durften. Das zaristische Rußland hat sich wohl oder übel an diese einschränkende Klausel halten müssen, da weder England noch Frankreich aus Rücksicht auf Schweden geneigt schienen, auf ihre Gültigkeit zu verzichten, und da die Sängerbrücke (das Außenministerium in Petersburg) bis zum Jahre 1906 auch niemals ernstliche Schritte unternommen hatte, um das Servitut zu annullieren. Da kam die Aera Iswolski? Die ruhige Periode des Grafen Lambsdorff (des Vorgängers von Iswolski) wurde nach dem Fiasko im Fernen Osten durch ein System gewollter Verwicklungen abgelöst. Die neue russische Außenpolitik begnügte sich nicht damit, wirkliche Probleme aufzustellen und zu lösen. Iswolski erhob Anspruch darauf, groß unb glänzenb zu erscheinen, um Die ganze Welt blenden zu können. So nahm er denn auch, ohne tatsächliche Notwendigkeit für die russischen Interessen, neben der Dardanellenfrage auch das für Schweden aufreizende Problem der Aalandsinseln auf. Einen gewollten Vorwand bot die Auflösung der schwedisch-norwegischen Union, die die unvermeidlich gewordene Aufhebung der Konvention Eanrobert bedingte, m der Frankreich und England während des Krimkrieges die Unverletzlichkeit des geeinten skandinavischen Königreiches vor einem russischen Angriff gewährleistet hatten. Iswolski knüpfte in diesem Sinne Verhandlungen in Paris, London und in Berlin an. In Pans stieß er auf keinerlei Widerstand, in London war man weniger entgegenkommend, und schließlich nach dem Zusammentreffen der Kaiser von Deutschland und von Rußland, die von den Leitern ihrer Außen- polittk begleitet waren, teilte die Wilhelmstraße Iswolski mit, daß die deutsche Regierung ihm in der ihm am Herzen liegenden Aalandsfrage k e ine Schwierigkeiten bereiten werde. Mit Deutschland wurde ein Geheimprotokoll unterzeichnet, bas unter anderem auch diesen Punkt klarstellte. In Paris und in London wurde man nervös: Eine Stockholm erwarten. Aber dieser Erfolg blieb aus. Kaiserlich-russischer Gesandter in Stockholm war damals Baron Budberg, e>in charmanter Kavalier, der das „dolce far niente" jeder anderen Beschäftigung vorzog, und der, obwohl ihn sein Minister zur Eile mahnte, gar nicht daran dachte, feinen schönen Sommeraufenthalt am Mälarsee „wegen einer Bagatelle" zu unterbrechen. Alle Telegramme Iswolskis waren vergeblich! Baron Budberg ließ sich nicht stören, er war nämlich persona gratissima am Zarenhofe und brauchte sich nicht um seine Minister zu kümmern. Es verging viel Zeit. Inzwischen hatte sich die schwedische Presse des Themas bemächtigt und einen wahren Sturm entfesselt, so daß die Regierung in Stockholm unschlüssig zu werden begann. Endlich im März 1908 schienen alle Schwierigkeiten behoben und eine gemeinsam von Rußland, Deutschland, Dänemark und Schweden unterschriebene Deklaration war bereits vorbereitet. Da warf ein ganz unerwarteter und ungewöhnlicher Zwischenfall alle Kombinationen über den Haufen. Iswolski wurde zum Zaren berufen, der ihm einen Privatbrief des Königs Gustav V. zeigte, in dem der König von Schweden den Zaren bat, hinsichtlich der herzlichen Beziehungen zwischen ihren Ländern den Paragraphen über die Aalandsinseln zu streichen. Nikolaus II. teilte seinem Außenminister mit, daß er bereits zustimmend geantwortet habe. Damit war die ganze diplomatische Kampagne Iswolskis ins Wasser gefallen und er hatte sich ein wenig lächerlich gemacht. Der Zusammenbruch Rußlands im Weltkrieg und die Selbständigkeitserklärung Finnlands haben die Aalandsfrage wieder aufleben lassen. Schweden und Finnland stritten sich um den Besitz der Inselgruppe, die eine schwedischblütige Bevölkerung aufweist. Die Genfer Liga entschied zugunsten Finnlands, behielt aber die Klausel bei, daß die Inseln nicht befestigt werden dürften. Die Lösung war wenig zufriedenstellend: denn es handelte sich wieder um eine Beschränkung der Hoheitsrechte durch eine internationale Körperschaft. Auch nach dem ersten sowjetisch-finnischen Kriege blieb die Klausel immer noch bestehen. Erst jetzt hat Finnland diesen gordischen Knoten durchschlagen, indem es gegenüber der neuen sowjetischen Bedrohung des Landes mit stillschweigender Zustimmung Schwedens die Aalandsinseln besetzte und befeftigte. vreckamckluß 2251 tanschrift:„Anzeiger" Jr »Meck 11686 F-ranks^M. deutsch-russische Annäherung zeichnete sich am Horizont ab, die auf jeden Fall verhindert werden sollte. Durch eine Indiskretion des russischen Botschafters in London, des Grafen Benckendorff, der sich damit brüstete, ein alter Freund des britischen Staatssekretärs zu sein, wurde der Inhalt des deutsch-russischen Geheimprotokolls im Foreign Office bekannt und erregte dort böses Blut. Um die Situation zu retten, beschloß Iswolski, das Dokument nun auch Schweden und Dänemark zur Unterschrift oonulegen, so daß es den Charakter einer oeutsch-russtschen Intimität verlor. Der König und der Kronprinz von Schweden, die im Begriff waren, eine Eheverbindung mit dem russischen Kaiserhaus abzuschließen, zeigten sich nicht abgeneigt, ein Ostseeabkommen einschließlich der Aufhebung des Aalands-Servituts zu unterschreiben. Iswolski durfte demnach einen glänzenden diplomatischen Erfolg in Igor des normannischen Warager Rjunk, den Dnjepr hinab und eroberte auf seinem Zuge nach Kiew alle slawischen Städte, die an jenem Flusse lagen, Smolensk, Tschernigow u. a. Bis 1054 gehörte Smolensk zum Fürstentum Kiew. Zur Zeit der Teilfürsten wechselte es häufig den Herrn und hatte wiederholt Belagerung auszuhalten; fo 1340 Dura) ein moskowitifch-tartarisches Heer; 1408 ergab sich die Stadt nach siebenwöchiger Belagerung den Li= lauern. 3m Jahre 1514 wurde sie, die 'M 16. Jahr- hundert ihre Blütezeit hatte und angeblich 200 000 Einwohner aufwies, von den Moskowitern erobert und 1610 von den Polen, die sie 1688 an Rußland DIB. Aus dem Führerhauptquartier, Ul HU. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Ma rat: fei Dr Durchbruch durch die stark befestigte tibg| in-Linie zwischen Mogilew und Witebsk r- ich über Smolensk hinaus erwei- j'jct Born Feinde zäh verteidigt, ist Smolensk , I!sltsl am 16. Juli genommen worden. Alle ' che des Feindes, diese Sladt wieder zu ge- Ajmrn, sind gescheitert. Dc u teilt das Deutsche Nachrichtenbüro weiter ’ar- NH der Vernichtung beträchtlicher sowjetischer H WAsik im Raum zwischen Witebsk und ? X;o: ilern drangen deutsche Einheiten rasch nach , Lste» vor. Am 16. Juli wurde der bedeutende Der- L trilfl notenpunkt Smolensk genommen. Von dich Gebielshauptstadt am Dnjepr an verläuft der bereis sertiggeslellte Teil der A u t o b a h n Winsk- kau weiter nach Osten. Die 160 000 Ein- n "mufysr zählende Stadt, die über Munitionsfabriken, ux-cugwerke und eine beträchtliche Textilindustrie ‘titrfigt, wurde als letzte größere Stadl k »!!) rvl 0 s k a u von den Bolschewisten mit Ein- HHaller Kräfte verteidigt. Die deutschen vKjpen brachen auch hier unter blutigsten Ver- l»>!te für die Bolschewisten jeden Widerstand. Die -irischen Verluste bei der Einnahme von Slttoenft sind außerordentlich gering. Der Wehrmachibericht. fTB. Aus dem Führerhauptquartier, nH öiH. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt b"Wnt: W tt gewaltigen Kampfhandlungen an der Ost' fo l verlaufen auf allen Abschnitten zu ren Gunst en. In Kampf gegen Großbritannien t blimirbierk die Luftwaffe in der letzten Nacht mit o ffhfm Kräften abermals Lagerhäuser. Getreide- iir e^eiifer. Oelmühlen und Dockanlagen des versor- Ng^hafens hull. Es entstanden Grohbrände w, ™ Glchener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen rgsasr der, über die sie Uniformen gezogen hatten. So wurden bei der Einnahme einer kleinen Stadt auf dem Vormarschwege in Richtung Petersburg am 17. Juli neben einem schwer bewaffneten Panzerzug und zahllosem Kriegsgerät 3000 Gefangene gemacht. Darunter befindet sich e i n ganzes Frauen- Bata illon und vier Iung-Kommunisten-Kompanien. Die Sowjets erlitten bei der überraschenden Einnahme der Stadt starke blutige Verluste. Das Eichenlaub mit Schwertern überreicht. DNB. AusdemFührerhauptquartier. 18. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing Oberstleutnant G a l l a n d. Eommodore eines Jagdgeschwaders, und Hauptmann O e s a u. Kommandeur einer Jagdgruppe, und überreichte ihnen das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu- zes. Der Führer verlieh diese hohe Auszeichnung Oberstleutnant Galland als erstem Offizier und Hauptmann Oefau als drittem Offizier der deutschen Wehrmacht für ihren immer aufs neue bewährten heldenhaften Einsatz im deutschen Freiheitskampf. Ferner überreichte der Führer persönlich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Oberstleutnant Dinorf, Eommodore eines Skurzkampsgeschwaders, TUajor Storp. (Kommodore eines Kampsgeschwaders. Hauptmann I h l e - seid. Kommandeur einer Jagdgruppe, und Leut- nant Schnell. Slafselkapilän in einem Jagdgeschwader. Portugals Stellung ist klargestellt. Lissabon, 18.Juli. (Europ'apreß.) Der Sprecher des amtlichen portugiesischen Rundfunksenders Emissora Nacional umriß die Stellung Portugals im jetzigen Krieg wie folgt: „Die Stellung Ponu- gals im jetzigen Krieg ist absolut klargestellt. Wir sind bereit, unsere territoriale Jntegritätzuverteidigen gegen alles und gegen alle. Auch unsere Stellung im Kampf gegen d e n Kommunismus, den wir immer bekämpften und verachteten, ist in gleicher Weise festgelegt." und heftige Explosionen. Andere kamps- lugzeuge versenkten vor der britischen Ostküste einen Frachter von 3000 BRT.. beschädigten zwei weitere große Handelsschiffe und griffen mit guter Wirkung Flugplätze in den Midlands an. Vor der nordafrikanischen Küste versenkten deutsche und italienische Sturzkampfflieger am 15. Juli bei Sidi e l B a r a n i ein größeres Handelsschiff und trafen ein zweites Schiff schwer. In Luftkämpfen wurden fünf britische Jagdflugzeuge abgeschossen. Bei Versuchen britischer Kampf- und Jagdflugzeuge, am gestrigen Tage die Kanalküste anzugreifen, brachten Jäger und Flakartillerie zehn feindliche Flugzeuge zum Absturz. Winensuchstreit- kräfte schossen im Kanal vier britische Flugzeuge ab. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht in Westdeutschland einige Spreng- und Brandbomben, ohne nennenswerte Wirkung zu erzielen. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. Das Echo in Nom. Rom, 18. Juli. (Europapreh.) „Stalin ist es nicht gelungen, wie beabsichtigt, die gewaltigen Weiten des russischen Raumes zu nützen. Die deutsche Heeresleitung" — so stellt die römische Presse am Freitag fest — „hat alle Reserven des SowjetheereszumKampfgezwungen. „Neun Millionen Soldaten", so wird hervorgehoben, „stehen in einem Kampfe, der seinesgleichen in der Geschichte dieser Erde nicht kennt." B u d j e n n y verteidige sich vergebens vor Kiew, die Hauptstadt Bessarabiens, Kisch ine w, sei nun von den deutschen und rumänischen Truppen besetzt. Woroschilow, der Kommandant des Nordsektors, und T i m o s ch e n k o , der Oberbefehlshaber des mittleren Abschnitts, setzten alles daran, um nicht getrennt zu werden. Don diesen beiden Kommandanten würden fast alle noch verfügbaren Re erven in den Kampf geworfen. Nach dem Sieg in einer großen Materialschlacht werde nun von ’ den deutschen Truppen eine gewaltige Mass entschlackst ' durchgefochten. e 36 vier- und mehreckigen Türmen waren ir 1812 nur noch 17 in brauchbarem Zustande. «’■) die Mauer führen drei Haupttore. Außer ee befinden sich noch viele Einaänae m Der •liillmauer; der sogenannte Ratschenskische Eingang : ir e durch die Mauer gebrochen, als Katharina II. ? h Smolensk kam und die vorhandenen Tore si^ ' : ?ie Hofequipagen als zu schmal erroiefen. öuD- I >■ ^en Ufern d-- i "8-n^Gouvernements, ist die bbeb™^ne6[tee*tl'üf! kr^gEnt fü/den''unmündig«n Sohn -oestlich-n Rußlands und wurde früher . Schlus. (879-912), der Regem ru 9 den - - ------- ü“' “n 5W Schlüssel und Tor Rußlands. .uuuii uci. uuci vc-n i —> ; ~ r ! t:i die die Stadt beherrschende funskuppeuge . (itebrale zu Maria Himmelfahrt, die am 2Uifang - 5 XII. Jahrhunderts gegründet, 1611 durch Die ton zerstört und 1772 erneuert wurde. Im >m- :r befindet sich das wundertätige Bild der Mutter B.lüs, wie sie der Ueberlieferung nach vom Evan- ifien Lukas gemalt worden ist. In Der Nahe Der trete steht eine Bronzestandbild des 1804 im - > UDernement Smolensk geborenen Komponisten |c»ael Glinka, in Dem der russischen Musik ein "^rechender nationaler Meister erstand. Seine __F t-a^re 1836 glänzend aufgenommene Oper: „Tas , //; Wm für den Zaren" ist auch in Deutschland au\- MF ilfyrt worden. Die Zitadelle, früher Die „Komgs- ö ton" genannt, wurde 1611 von Dem Polen Sigis- jltti) II., Sohn Des f chwedifchen Königs Jo- M hr III., erbaut. In Smolensk bestehen eine . Ui! li. tsunwerfität und eine Warenbörse. Es ist em - - Frontkämpfer berichten Oer Handstreich auf Libau. — Niedersachsen vereiteln den Ausbruch der i S Sowjets aus dem Kessel von Bialystok. Das neue japanische Kabinett r W H sifr finen ■tml Wer int 6 id Pft litik abgeben, da die Nationalpolitik Japans schon von dem zweiten Kabinett Konoye festgelegt worden sei, und man bereits auf der Kaiserkonferenz am 2. Juli auch hinsichtlich der Außenpolitik die notwendigen Maßnahmen vorgesehen habe, um sich zu behaupten. Wie man weiter hört, nahm Konoye den Rücktritt aller Parlamentsberater an. Als ein besonderes Merkmal des neuen Kabinetts Konoye sieht man die gleichzeitige Besetzung des Kolonialministeriums durch Außenminister T o y o d a. Das Eisenbahnministerium liegt in der -and des Verkehrsministers. Während für diese Posten besondere Minister nicht ernannt werden sollen, ist damit zu rechnen, daß das Justizministerium, das Konoye mitverwaltet, zur gegebenen Zeit neu besetzt wird. Der neue japanische Außenminister Admiral a. D. Sadasiro T o y o d a hatte vor seiner Tätigkeit als -andelsminister den Posten eines Vizemarineministers inne. Er steht im 56. Lebensjahr. Toyoda war in der Hauptsache in Verwaltungsstellen der Marine tätig, ferner auch Stationschef und gleichzeitig Chef des 3. Geschwaders. Japanischer Protest in Moskau. Tokio, 18. Juli. (DNB.) Der japanische Botschafter in Moskau übermittelte der Sowjetregierung im Auftrag seiner Regierung einen scharfen Protest gegen die Schaffung von Gefahrenzonen in den Gewässern von Kamtschatka und im Japanischen Meer. Diese Maßnahme Sowjetrußlands bedrohe die japanische Schiffahrt und die japanischen Interessen. >gang des gegenwär- Die W ü r f c l seiende- Tokio, 18. Juli. (Ostasiendienst des DRB.) Das dritte Kabinett Konoye setzt sich wie folgt zu- sammen: Premierminister Für st Konoye, gleichzeitig Justizminister; Außenminister: Admiral a. D. Toyoda, gleichzeitig Kolonialminister-, Innenminister T a n a b e , Mitglied des Oberhauses und früherer Verkehrsminister im Kabinett Hiranuma; Finanzminister: Ogura, Generaldirektor des Su- mitomo-Konzerns, bisher Minister ohne Portefeuille; Kriegsminister: Generalleutnant To jo, wie bisher; Marineminister: Admiral Ottawa, wie bisher; Kultusminister: Maschida, wie bisher; Landwirtschaftsminister: Ino, wie bisher; Handelsminister: Vizeadmiral (Jng.) S a p o n j i ; Ver- kehr und Eisenbahn: Murata, wie bisher; Wohlfahrtsminister: Generalarzt a. D. K o i z u m i. Ferner gehören dem Kabinett als Minister ohne Portefeuille an: Hiranuma, bisher Innenminister; Generalleutnant Yanagawa, bisher Justizminister; Generalleutnant Suzuki, gleichzeitig wie bisher Chef des sog. Planungsamtes. In der ersten K a b i n e t t s s i tz u n g sagte Fürst Konoye, er sei entschlossen, die nationale Struktur von Grund auf zu erneuern, um die von der Re-gierung festgesetzte Politik zur Mei- sterung der immer ern st er werdenden Weltlage kühn und schnell umzusetzen. Kriegs- ministsr Generalleutnant H i d e k i T o j o und Marineminister Koshiro Okawa sagten, sie würden das in der Kriegszeit gebildete Kabinett voll und ganz unterstützen. Sie erklärten, daß die grundsätzliche Politik der Nation unverändert bleiben wird. Die nächste Kabinettssitzung ist für den 22. Juli geplant. Wie verlautet, wird das neue Kabinett Konoye keine formelle Erklärung über seine Po- ine URt l ine W ( T S Li n?, ur flegt Oi)i Hier i(bei je vc irj, g Ob «eit- Hite xKi ^nü Suf Fias gjrber jtföfi g) if Ä I Eine Warnung an die LlSA Francos 3Rebe vor dem Nationalrat. *x, ßl-et Mit 9» Der -rers rs fl6lan riilen Ä Le Bebe einer M würde sich nur auf dem Meer austoben können. Er würde lange dauern und kein Ergeb- n i s haben; denn gegenüber liegen sich zwei stark« und uneinnehmbare Küsten." Franco sprach sodann von der st a r k e n deutschen Wehrmacht, die sich bisher im Angriff als unschlagbar erwiesen habe und darum auch in der Verteidigung unüberwindlich sein werde. Mit erhobener Stimme sagte der Caudillo dann: „Der amerikanische Kontinent kann sich nicht dem Traum von einer Invasion in Europa hingeben, ohne einer Katastrophe entgegenzugehen. Dieser Plan ist ebenso p h a n - tastisch wie die Aussicht, die amerikanische Küste könnte von der Achse bedroht werden. Das Schick- sal des Krieges durch Eintritt einer dritten Macht in den Kampf wenden zu wollen, würde einen Weltkrieg ohne Grenzen entfachen, der Jahre dauern könnte und das Leben jeder Nation zerstören würde, die chr Wirtschaftsleben auf den friedlichen Güteraustausch mit den europäischen Ländern eingestellt hat." Die Rede des Caudillo wurde mit großem Beifall ausgenommen. w rN SH: 'N- ’M ’M Madrid, 18. Juni. (Europapreß.) Die Rede, die der spanische Staatschef, General Franco, am Vorabend des 5. Jahrestages der nationalen Erhebung hielt und über die wir schon ausführlich berichtet haben, war vor allem an diö Adresse der Vereinigten Staaten gerichtet. Der Caudillo warnte die USA. mit großer Eindringlichkeit, in einen aussichtslosen Kampf em- zutreten. Er leitete das Recht zu dieser Warnung von der Mittlerstellung her, die Spanien als einer der letzten nichtkriegführenden Staaten Europas und Anrainer des Atlantik zwischen den Kontinenten em- nehme. Franco erklärte, er habe keinen Z w e i - fei über den Ausgan dringen, und nun entspann sich ein außerordentlich erbitterter Kampf von Haus zu Haus. Die deutsche Flakartillerie kämmte die Widerstandsnester in den Häusern und auf den Dächern ab, und mit zwei Bataillonen, die der Divisionskommandeur an anderer Stelle frei gemacht hatte, gelang es ihm, in kühnem Handstreich Hafen und Stadt Libau zu be» setzen. Die Bolschewisten, die sich auf die Neustadt zurückgezogen hatten, verteidigten sich aber hier mit verbissener Hartnäckigkeit. Erst als am darausfol« genden Tage deutsche Artillerie eingesetzt wurde, die bei dem Handstreich nicht verwendet worden war, wurde Libau endgültig vom Feinde gesäubert. Stadt und Hafen waren fest in deutscher Hand. Oberleutnant GrafvonBothmer,der Adjutant eines niedersächsischen Infanterieregiments, leitete seinen Bericht mit einer Schilderung der unvorstellbaren und jeder Beschreibung spottenden Wegeverhältnisse auf dem östlichen Kriegsschauplatz ein, die noch viel schlechter waren als die berüchtigten Straßen Polens. Bei trockenem Wetter sind sie von grundlosem Staub bedeckt, durch den die Infanterie förmlich waren muß. Die Fahrzeuge versanken darin bis zu den Achsen, und zweispännigs Gefährte waren nur sechsspännig vorwärtszubrin- gen. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wie diese Sttaßen bei Regen aussehen. Was die deutsche I n sta n t e r i e hier allein an Marschleistungen zu vollbringen, an Strapazen zu Überstehen gehabt hat, das zu schildern ist unsere Svrache zu arm. Und nicht nur die bei allen Treffen mit den hinterhältig, zäh und verbissen kämpfenden Bolschewisten bewiesene lupf er feit, sondern auch die bei diesen Hemmnissen und Erschwernissen bewiesene Energie, Härte und Zähigkeit haben den alten Ruhm oet deutschen Infanterie befestigt und bestätigt. Oberleutnant Graf von Bothmer schilderte em, Episode aus dem Kampf der Kesselschlacht um B i a l y st o k. Das Regiment hatte nördlich von Brest-Litowsk vorstoßend, bereits am 27. Juni dis Tschara erreicht, als es nach einem Marsch von 25 Kilometern den Befehl erhielt, einen Abschnitt an ber Selwianka zu übernehmen und hier Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Sowjetarmeen zu unterbinden. Das bedeutete für das Regiment einen weiteren Marsch von 15 Kilometern« bei dem es bereits mehrfach zu Kämpfen mit überlegenen Kräften der Sowjets kam, die aber mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden. Die Lage in der neu zugewiesenen Stellung war alles anders als beneidenswert. Jenseits der Selwianka rückten die Sowjets mit zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Kräften heran, um einen Durchbruch zu erzwingen. Auf der rechten Flanke des Regiments, das zwei Bataillone in der Front und ein weiteres Bataillon zur Reserve eingesetzt hatte, klaffte in dem Ring um die Sowjets eine Lücke, und gerade hie? hatten die Bolschewisten starke Panzerw affe n, darunter auch ihre schwersten Ungetüme, massiert. Auf dem linken Flügel aber war das Gelände außerordentlich unübersichtlich, und hie? gelang es Teilen der Sowjets auch, unter dem Schutze hoher Felder und dichten Waldes durchzu- schlüpfen. Sie stießen dann auf die zur Reservs eingesetzten Kräfte des Regiments, und es kam im Rücken des vorn liegenden Bataillons zu erbitterten Kämpfen. Eine gewiß wenig angenehm Situation. V Der Regimentskommandeur und Ritterkreuzträger Oberst H., der — wie immer in den Stunden höchster. Gefahr — in vorderster Linie bei seinen Männern weilte, hatte den Befehl gegeben: „Die Stellung wird gehalten 1" Und fie wurde gehalten, In der Nacht griffen zwar die Russen auf dem rechten Flügel zum Teil in acht dicht aufeinanderfolgenden Linien an. Kosaken versuchte mit wildem Schlachtgebrüll ein Loch in den Mit allen erdenklichen Mitteln versucht Präsident Roosevelt die iberoamerikanischen Völker bei der Stange zu halten und seinem Willen gefügig zu machen. Der Wille zur amerikanischen Solidarität, wie er in diesen Völkern vorhanden ist, genügt Herrn Roosevelt schon längst nicht mehr. Er will die unbedingte Gefolgschaft der iberoamerikanischen Staaten. Um sie zu erreichen, setzt er Zwang, Pression, Geld und andere Druckmittel ein. Schafft, es das' Zuckerbrot großer Kredite nicht, so muß die Peitsche wirtschaftlicher Schädigung nachhelfen. Auch vor den Mitteln der Korruption, der Sabotage und der Spionage schreckt man nicht zurück. Erst dieser Tage haben uns Enthüllungen über die Tätigkeit eines Agenten Nelson Rockefeller Aufschluß darüber gegeben, daß es sich die Regierung der USA. Millionen kosten läßt, um die Meinung in den iberoamerikanischen Staaten in die Hand zu bekommen. r Daneben verschmäht es aber Herr Roosevelt auch nicht, zur Ergänzung dieser Maßnahmen sich auch besonders kleinlicher und schikanöser Mittel zu be» dienen. So hat er dieser Tage, wie der Bostoner Sender mitzuteilen weiß, die Sperre aller Guthaben verfügt, die südamerikanische Firmen, die in Geschäftsbeziehungen zu den Achsenmächten stehen, in den Vereinigten setz erlassen werden, das jede Ausfuhr an süd- amerikanische Firmen, die von den USA. willkürlich der Nazi^Sympathien verdächtigt werden, verbietet. Nachdem Roosevelt es mit bui Schüssen schweren Kalibers nicht geschafft hat, die Südamerikaner seinen unsauberen Wünschen und dunklen Absichten willfährig zu machen, werden zweifellos auch diese Nadelstiche und kleinen Schikanen in Südamerika nicht die heiße Liebe zu Herrn Roosevelt entzünden, die er sich so sehnlich wünscht. In Jberoamenka hat man sich bisher noch kaltes Blut und einen klaren Kopf bewahrt und ist nicht auf die Hetzereien hereingefallen. Das Gesicht, das der Bolschewismus in diesen Tagen unter dem Zwange beut« scher Kanonen und deutscher Bajonette der Menschheit enthüllt hat, hat auch auf Jberoamertta so abschreckend gewirkt, daß man auch bann noch nicht bereit ist, dem Bundesgenossen des Bolschewismus zu folgen, wenn er noch weitere Pressionsmittel anwendet. Oer syrische „Blih"-Krieg. In der Nacht vom 7. zum 8. Juni überschritten britische, australische, neuseeländische, indische und englandhörige französische Streitkräfte (der Verrätergenerale de Gaulle und Eatroux) die Grenze Syriens von Palästina und Transjordanien her. Sck)on am 29. Mai war diesem ausgesprochen kriegerischen Schritt die Verhängung der Blockade durch England über Syrien „als vom Feind besetztes Gebiet" bezeichnet, obwohl kein einziger deutscher Soldat in Syrien war. Trotz der englischen Flottenüberfälle auf Dakar und Dran im Juli 1940 wurde doch der Ausbruch unmittelbarer Kriegshandlungen zwischen England und Frankreich in Syrien als eine Weltsensation empfunden. Die Engländer wollten in Syrien einen Blitzkrieg führen, um das Prestige wiederherzustellen, das sie auf dem Balkan und auf Kreta verloren hatten. Gleichzeitig ließ General Wavell austtalische, südaftikani» sche, neuseeländische, indische und auch britische Trup- pen bei Sollum antreten. Bei Sollum holten sich die Engländer eine blutige Nase. In Syrien wurde aus ihrem Blitzkrieg ein qualvoller Stellungskrieg, obwohl auf der englischen Sette alle Vorteile des Nachschubs waren und die Franzosen in Syrien keine Verbindung mit dem Mutterland hatten. Am peinlichsten aber war für England, daß das Aufgebot englandhöriger Franzosen unter den Verrätergeneralen de Gaulle und Catroux gar keinen Eindruck aus die treugebliebenen ftanzösischen Truppen in Syrien machte, diese setzten sich vielmehr mtt einer anerkennenswerten Zähigkeit unter sehr mißlichen strategischen Dor- Ziel eines unserer Stoßkeile die Stadt Leningrad. Seitdem sind die Einbruchsstellen überall erweitert und die Durchbruchsoperationen auf der ganzen Front fortgeführt worden. Wo die Sowjets ersuchten, Reserven und schnell zusammengeraffte Verbände in die Bresche zu werfen, wurden diese aufgerieben, wie beispielsweise bei dem westlich Kiew gelegenen Berditschew, wo zahlenmäßig weit überlegene Sowjetkräfte in dreitägigem Ringen von deutschen Truppen vernichtet wurden. Derlei Aufräumungsarbeiten im Rücken unserer Spitzen haben keinen Einfluß auf deren unaufhaltsames Vordringen. Während auf dem Südflügel die bessarabische Hauptstadt K i s ch i n e w erreicht wurde, ist auf dem Nordflügel die finnische Wehrmacht unter Manner- heim beiderseits des Ladoga-Sees im Vorgehen. Ans der ganzen Front hat ein gewaltiges Ringen eingesetzt. Alles, was die Generale Moskaus aus den verlorenen Grenzschlachten retten konnten, war in die Stalin-Linie gefuchtet, die die Sowjet- führung unbedingt halten zu können hoffte. Nun sich diese Hoffnung gleichfalls als trügerisch erweist, werfen die Bolschewisten verzweifelt ihre letzten Reserven unseren vorwärtsdrückenben Panzer- Divisionen entgegen, die sich durch die geschlagenen Breschen in das Hinterland der Stalin-Linie ergießen. Während sich die vierte Woche der Operationen ihrem Ende zuneigt, zeichnen sich auch in dieser zweiten Phase des in Planung und Einsatz einmaligen Feldzuges entscheidende Erfolge ab. Es wird noch lange dauern, bis das Heldenepos dieses Kampfes geschrieben werden kann. Heute schon geben die PK.-Berichte einen gewissen Eindruck von der Größe der Leistungen von Truppe und Führung. Die Bezwingung der tief gestaffelten, zähe verteidigten Bunkerlinie bedingt eine Unsumme von tapferen Einzelleistungen. Das gilt gleichermaßen für die Ueberwindung der zahlreichen Flüsse, die mangels jeglicher Regulierungsarbeit meist auf beiden Ufern von kilometerbreiten Sumpfgürteln begleitet werden. Ob es die Männer der Panzertruppe sind, die weit voraus den Schrecken des Angriffs in die Reihen der Bolschewisten tragen, oder die zähen Infante- riften, die sich schrittweise vorwärstkämpfen müssen, ob die Flieger, ohne die heute ein Erdkampf nicht mehr denkbar ist, ob Pioniere oder Artillerie — alle sind sie beseelt von einem Angriffsgeist, der sie als Träger einer siegreichen Idee zu Siegern werden läßt über Massen von Menschen und Waffen wie über alle Hindernisse der Natur und des Klimas. Als die deutsche Führung in der ersten Phase des Kampfes in die zum Angriff aufmarfchierten Sowjetarmeen hineinstieß, verloren Moskaus Generale an sie das Gesetz des Handelns. Nach dem Durchbruch durch die Stalin-Linie machen sie nun einen verzweifelten Versuch, den Ansturm der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten auszuhal- ten. In diesem Ringen ist ihnen die deutsche Führung nicht zuletzt deshalb überlegen, weil sie sich auf eine Truppe stützen kann, deren Unterführer auch bann zu handeln wissen, wenn sie vorübergehend keine direkten Weisungen bekommen, was bei diesen riesigen Operationen leicht einmal vorkommen kann, yeber deutsche Soldat ist zu seinem Teil Träger eines einheitlichen Kampfwillens, der ihn in jedem Augebnlick im Sinn« seiner Führung handeln läßt. — Wenn die „Times" sich angesichts dieser Sachlage zu der Feststellung versteht, daß für die bolschewistische Armee „eine Periode schwerer Prüfungen eingetreten sei", so geben wir ihr darin recht. Schließlich sind die Engländer für solche Situationen Sachverständige. Ihrer Schlußfolgerung, „man brauche die Hoffnung noch nicht aufzugeben", können wir freilich nicht zustimmen. Mit den Sowjets geht es zu Ende! ti g en Kampfes. _ .. .. reits gefallen, keine menschliche Macht könne dieses Schicksal ändern. Den Vereinigten Staaten, die sich so besorgt um das Schicksal Spaniens zeigten, stelle Spanien seinen Glauben und sein Vertrauen in seine Macht gegenüber. „Niemand ist mehr berechtigt als wir", fuhr der Caudillo wörtlich fort, „festzustellen, baß Europa nichts von Amerika will. Ein Kampf zwischen ben Kontinenten ist eine Unmöglichkeit. Der Krieg Roosevelts neue Pressionen ans Aeroamerika Von unserer Berliner Schriftleitung. Staaten unterhalten. Washington gab eine „Schwarze L i st e" von mehr als 1800 Personen unb Firmen heraus, an die von ben USA. nicht mehr exportiert werden darf, soweit die Waren unter die Expeditionskontrolle fallen. Die aufgezählten 1800 Firmen sollen zugunsten Deutsch- lands oder Italiens gearbeitet haben. Vorbereitet wurde diese Schwarze Liste durch das von Rockefeller geleitete „Büro für Handels- unb Kulturbeziehungen der amerikanischen Republiken". Die Liste schließt nicht nur deutsche und italienische Handelsfirmen, sondern, wie z. B. aus Buenos Aires gemeldet wird, auch rein argentinische Firmen aus. Durch Einwirkung des Rockefeller- Büros sind bereits Tausende von Konten in Argentinien geschlossen worden. Vertreter des Rockeseller-Komitees suchten USA.-Kauf- kute auf, deren Beziehungen mit südamerikanischen Firmen auf der Schwarzen Liste ihnen bekannt waren unb verlangten ben sofortigen Abbruch ber Hanbelsbeziehungen. Zahlreiche USA.- Behörden und Banken halfen an ber Aufstellung ber Schwarzen Liste durch eine weitreichende Wirtschaftsspionage. Der Arttkel glaubt anschließend ankündigen zu können, daß nach der Blockierung italienischer und deutscher Konten tue USA. demnächst ein neues Ge- aussetzungen mit den englischen und den england- hörigen gaullistischen Kontingenten auseinander, Diese schwere moralische Bloßstellung Englands, die- es Versagen seiner Lockrufe und seines Werdeapo rarates wirkte um so nachhaltiger, als der eng«: ische Rundfunk und die englische Presse ein wad" res Nachrichten-Trommelfeuer über die Anwesen hett deutscher Truppen in Syrien niedergeheiß ließen. Syrien ist doppelt so groß als Bayern, aber .zur? größten Teil Wüste. Nur ein schmaler langer Strei- fen, etwa von der Gröhe Badens, ist bewohnte» Land. Seine Verteidigung ist deshalb so schwer gewesen, weil an der Küste im Westen die englische Flotte operierte und die englischen Land- uttd Luft» ftreitträfte vom Norden unb Süben Syrien umfassen konnten. Rechnet man hinzu, daß die Engländer einen Handstreich ausführten, daß sie Franzosen gegen Franzosen ins Feld führten und daß sie zur Entfaltung ihrer überwältigenden Uebermadif fünf Wochen gebraucht haben, so muß man schon sagen, daß England in Syrien keinen Blitzkrieg geführt, keine Lorbeeren an seine Fahnen geheftet hat. Dr. Ho, Oer italienische Bericht. Rom, 18. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: In der Nähe von Malta hatten unsere Luftverbände heftige Kämpfe mit überlegenen feindlichen Jägern. Fünf englische Flugzeuge wurden abg#- schossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt. In Nordafrika wurden in Tobruk errieiß Batterien unb befestigte Stellungen bombardiert wodurch Brände und Explosionen verursacht wurden. Südwestlich von S i d i e l B a r a n i haben unsere Jagdeinheiten im Tiefflug feindliche Kraft-- fahrzeuge unb Truvpen angegriffen. Im Verlaust eines neuerlichen Angriffs gegen bie beiden nördlich von M a r f a Luch gesichteten, im gestriger Wehrmachtbericht erwähnten Schiffe haben deutsche Jäger, die von einem feindlichen Verband, der bi< Transporte zu schützen versucht«, angegriffen wurden, fünf britische Flugzeuge vom Muster Cuttir P 40 abgeschossen, während die Bomber der den zweiten verbliebenen Dampfer versenkten. Feins- liche Flugzeuge haben Bengasi und D e r nc bombardiert, wobei es in ber letztgenannten vp‘ schäft einige Opfer unter ber muselmanischen Bevölkerung gab. In ber Nacht zum 18. haben feindliche FlugZ^ Bomben auf Palermo abgemorfen. Drei DerleM- unter der Bevölkerung. In O st a f r i k a ist die Lage unveründert» Berlin, 18. Juli. (DNB.) Einen anschaulichen Eindruck von den bewunderungswürdigen Leistungen unb dem heldenmütigen Einsatz unserer Truppen an ber Ostfront, aber auch von ben Strapazen und ber Härt« ber Kämpfe vermittelten die lebendigen und packenden Schilderungen zweier F r o n t o f f i z i e r e, die vor Vertretern der Presse von den Kämpfen berichteten, an denen sie Anteil genommen hatten. , Hauptmann Gloger gehörte als I. OOffizier ber Infanteriedivision an, die den Auftrag erhalten hatte, die Hafenstadt Libau im Handstreich zu nehmen. Libau war durch sein« Lag« am Meer und eine Reche von Wasserstraßen und Flußläufen geschützt. Für den Angreifer vom Lande her boten ich im Norden, Osten und Süden nur verhältnis- näßig schmale (Streifen als Angriffsbasis. Die an der Küste entlang vorstoßende Division traf schon an der Grenze auf heftigen Widerstand aus einer gut angelegten und ausgebauten Bunkerstellung, die zwar von den Sowjets mit verbissener Zähigkeit jerteibigt wurde, dem Elan der meist aus Ostpreu- 3en bestehenden Division aber rasch erlag. Die Aussagen ber dabei gemachten Gefangenen, baß bie politischen Kommissare der Sowjets b e - reits im März in Schulungskursen immer lieber auf ben bevorstehenden Angriff der Bolschewisten auf Deutschland hingewiefen hatten, wurden durch die aufgefundenen Auszeichnungen in vollem Umfange bestätigt. Bereits nach zwei Tagen war die Division bis auf wenige Kilometer ostwärts Libau vorgestoßen, und alle zum planmäßigen Angriff auf. die bedeutende Hafenstadt erforderlichen Maßnahmen waren getroffen. Das die Spitze bildende Regiment wurde Der- tärkt, die Einschließung vollzogen und ein weiteres Regiment zur Abschirmung der Front gegen Entsetzungsversuche der zahlenmäßig wett überlegenen owjetischen Streitkräfte eingesetzt. Die Umklammerung und ihre Sicherung war in zwei Tagen, dem 25. unb 26. Juni, gelungen. Am Morgen bes Freitag, 27. Juni, versuchten bie Eingeschlossenen mit etwa 50 000 Mann, stärksten Artillerie- und Panzerkräften einen Durchbruch nach Norben unb Norbosten, was von nur zwei verstärkten Bataillonen in außergewöhnlich erbitterten, ben ganzen Tag über pausenlos anhaltenben Kämpfen vereitelt würbe. Die Schwere dieser Kämpfe wird durch bie Tatsache beleuchtet, baß eine einzige Flak- batterie rund 1000 Schuß abgegeben hat. Immer unb immer wieder versuchten die Russen mit verzweifelten Vorstößen der Einkesselung zu entrinnen, aber die ostpreußischen Truppen wichen und wankten nicht. Vor ihren Stellungen häuften sich bie Leichen ber gefallenen Sowjets buchstäblich zu Bergen. Erst als bie deutsche Abwehr sich zum Teil verschossen hatte, gelang es einigen Teilen ber Sowjets, bis zur zweiten Verteidigungslinie der Division durchzukommen, wo sie im Feuer ber deutschen Infanterie liegen blieben. 21m Morgen des 28. Juni befahl der Regimentskommandeur Oberst Lohmeyer, der für feinen fdyneibigen Einsatz im Heeresbericht namentlich er- wähnt wurde, ben Angriff im Süden der Stadt Libau. Die Sowjets versuchten in aller Eile, Verstärkungen auf Lastkraftwagen an bie gefährdete Linie heranzubringen, die aber, «he sie überhaupt zum Einsatz kamen, unschädlich gemacht wurden. Die bei den Sowjets im Kampf beteiligten Matrosen betätigten sich in der Hauptsache als Einpeitscher. Sie hatten bie Werftarbeiter fiibaus mit Gewehren ausgerüstet, ihnen die Rocktaschen voll Patronen gesteckt und trieben sie nun mit vorgehalte- nen Pistolen in die Kampflinie. Daß dieser barbarische Einsatz 'ber Zivilisten außerordentliche Vlutopfer unter diesen forderte, bedarf keiner Betonung. Von deutscher Sette wurden, als bas Weichbild der Stadt erreicht war, Ma r i n e st o ß t r u p p s eingesetzt, um ttn Strahenkampf in Libau einzu- grenzt. 5j* fflifr M vorgebildet zur Truppe. Sie stammen aus Be> rufen, Mc mit dem Motoren- und Schlosserhand- £>as kleine Btlderbudi »Kinderland—Maizenaland« ► tollte jede Mutter für ihr Kind von der MAI Z E NA *«►. an fordern, diese sdiidct-es ihr gerne gratis ins Haus. Lieber Vati, Baby geht es sehr gut — Mtittl sagt, das kommt auch davon, weil Baby das MAJZENA-Fläschchen so gut schmeckt. Wir haben heute tüchtig Geburtstag gefeiert, mit viel MAIZENA-Kuchen. Beim Topfschlagen hat Mutti als Preis ein kleines Bilderbuch an alle Kinder verteilt, das ist so schön, daß Mutti es immer vorlesen muß, sie kann es schon auswendig. Einen lieben Kuß Deine Rena und Dein Claus. ^*>A***4. NglL.' , inonh, W er f n W )er^' her' es möglich sein, daß sich Mädel in verhältnismäßig so kurzer Zeit solche Summen sparen können. Eine allgemeine Lösung des Hausgehilfinnen- problems ist dennoch mit dieser Maßnahme nicht erreicht. Es läßt sich nicht leugnen, daß auch viele a n - d e r e Haushaltungen dringend der Hilfe bedürfen. Deshalb ist, wie der Sachbearbeiter des Reichsarbeitsministeriums, Ministerialrat Dr. Timm in der „Sozialen Praxis" mitteilt, eine Erweiterung des Pflichtjahrs in Aussicht genommen. Das Pflichtjahr erfaßt jetzt nur die Mädchen, die einen Beruf ergreifen wollen. Die Mädchen, die sich beruflos im Elternhaus aufhalten, seinen 40. Geburtstag feierte, wurde mit der goldenen Ehrenplakette des deutschen Auslandsinstituts ausgezeichnet. dankbarer Kameradschaft an fließt, das Tag um £ag, ja ist. Es ist Konsum und Verbrauchslenkung Gauleiter Sprenger vor der presse des Hhein-Main-Gebietes. ^rde nicht gering." 3d> denke, meine Nachfahren, die Männer am Em großer Teil der Kraftfahrer, der Panzer^ schützen und Panzerjäger forrnnt schon technisch rk'^der der Metallindustrie zu tun haben oder d beruflich und außerberuflich bereits mit o aftfahrzeug vertraut geworden, sind Mitglieder ihr h U1X en »tk ■ 11’ link mit bin K» U it®1 ßflrlli 2u|ip >iiÄ en w 5 _ Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugend- l fiihrers Stabsführer M ö ck e l stattete dem Wilhelm- 6: gitistloff-Laaer der HI. bei Salzburg einen Besuch aü. In diesem Lager sind für drei Wochen 500 auslandsdeutsche Jungen und Mädel aus allen lluf der Hallenwand einer Kraftfahrabteilung ich: „Ein jeder Kraftfahrer weiß genau, Zuerst der Wagen, dann die Frau." 3ch lächelte still vor mich hin, ich. feierte ein 2 edersehen. lieber der Tür meines Rekrutenstalles pringte vor 30 Jahren der gleiche Spruch in Wr Urform, die nach dem Rhythmus einer ge- riysameren Zeit „Reiter" und „Pferd" statt „Kraft, stirer" und „Wagen" schrieb. Ich habe unter diese Parole gar manchen Schweißtropfen vergossen, grr manchen Strich von meiner braven Stute her- urtergeputzt. Ich habe es gern getan, ich hielte es mt dem Dichter: „Achte den Dienst an deinem Hauvtsckiriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauv'jchriftlciters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und ©Über: Tr. Fr. W. Lange; sur da« Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Kiesten, Provinz, Wirtschaft u. Svort: Ernst Blumschein. Druck und Berlaa: Arabische UntversitätSdruckerei R. Lange K. K. Beriagöletter: Dr..Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Han» Beck. Berantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S. p u n g an Obst sei der ungünstigen W i t t e r u n g des Frühjahres zuzuschreiben. Die diesjährige Erd- beerernte hat beispielsweise nur etwa zwei Drittel ihres sonstigen Ertrages gebracht. Beim Verkauf in den Läden habe der Händler zunächst seine alte Kundschaft und die berufstätigen Frauen zu berücksichtigen. Aus eigener Machtvollkommenheit dürfe kein Geschäftsmann seinen Laden oder Betrieb schließen. Wo Mangel an Waren herrsche, wie bei Zigarren und Zigaretten, müsse der Händler sein Kontingent so einteilen, daß auch ein Mann, der abends von der Arbeit komme, noch etwas erhalte. Wesentlich sei auch die rechtzeitige Eindcckung mit Kohlen, mit denen nach wie vor haushälterisch um* gegangen werden müsse. An die Ausführungen des Gauleiters schlossen sich verschiedene Referate von 'Vertretern des Einzelhandels, wobei u. a. auf das unsinnige Gerücht verwiesen wurde, daß die 2. Reichskleiderkarte plötzlich außer Kraft gesetzt werde. Durch dieses Gerede werde nur eine ungehemmte Kauflust geweckt, die binnen kurzem zu einer völlig überflüssigen Verknappung auf einzelnen Gebieten führe. Für die Rauchwaren werde in absehbarer Zeit eine Regelung getroffen, die eine kontrollierbare Abgabe von Zigarren, Zigaretten und Tabak zu Gunsten einer gleichmäßigen Verteilung gewährleiste. Im Auftrage der brasilianischen Regierung wird sich der Neffe des letzten Kaisers von Brasilien, Don Pedro, nach Frankreich begeben, um das Familienarchiv des Hauses Braganca aus dem Schloß d'Eu nach Rio de Janeiro zu Überzeiten seit dem 1. Januar 1939 berücksichtigt werden, kann die Anwartschaft frühestens am 1. Januar 1943 erworben fein. Auftrieb auch für die Volksschule. Aus der Einführung der Hauptschule zieht Prof. Dr.-3ng. Friedrich von der Reichswirtschaftskammer die Folgerung, daß damit auch die V o l k sich u l e einen neuen Auftrieb erfahren mülle. Die Wirtschaft habe das größte Interesse daran, daß die Ausbildung auf der Volksschule so umfassend und gründlich wie nur möglich ist. Es sei vor allem die .Volksschule, durch die sowohl für die gewerbliche Wirtschaft wie für die Landwirtschaft die größte Zahl des Nachwuchses gehen werde. Wenn man die Auslese für die Hauptschule mit dem Begriff der Begabung in früherem Sinne verbinden würde, bann wäre damit gesagt, daß in der Volkschule nur die weniger Begabten oder Unbegabten Zurückbleiben. Für die Volksschule würde das Ge» ühl der Zweitrangigkeit entstehen. Tatsächlich be- fänden die in der Volksschule verbleibenden Kinder üelfach aus solchen Jugendlichen, die zum Teil überhaupt oder in den Entwicklungsjahren mehr zum praktischen Denken und Handeln als zu theoretischen Arbeiten neigen. Nicht um eine Wertigkeit, sondern um eine Andersartigkeit der Begabung handele es sich, die genau so pfleglich entwickelt werden müsse, wie bei denjenigen, die in die wissenschaftlichen oder mehr theoretischen Bahnen gelenkt werden würden. Der Auslesevorgang im zehnten Lebensjahr fei somit nicht eine Sonderung von Besseren und Schlechteren, sondern die Klärung der Eignung und Neigung nach mehr praktischem Denken und Handeln oder mehr theoretischen Arbeiten. Wenn die Einführung der Hauptschule die Volksschule in den Hintergrund drängen würde, so wäre die Folge die Entwicklung eines Kopfes und die Verkümmerung des Körpers. Ansiedlung von Soldaten im Osten. Um allen Angehörigen ber Wehrmacht .einen lleberblid über die Planungsmaßnahmen im neuen Osten zu geben und den Si Mungswil ligen zu zeigen, was sie schon während des Krieges an Vorarbeit für spätere Bewerbungen tun können, hat das Oberkommando der Wehrmacht ein Merkblatt über die Verhältnisse in den neuen Ostgebieten he rausgegeben. Während des Krieges können nur Kriegsteilnehmer, die als Versehrte ober aus anderen Grünben entlassen wurden, durch die Wehrmachtfürsorgeoffiziere Bewerbungen um Einweisung in Betriebe und Wohngrundstücke ber ein gegliederten Ostgebiete einreichen. Alle übrigen Kriegsteilnehmer müssen voraussichtlich bis zur Beendigung des Krieges warten. Die Bedingungen für die Seßhaftmachuna im Dftraum wird der Reichsführer als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums zu gegebener Zeit be tonnt machen. Das Oberkommando der Wehrmacht wird dann bie Wehrmachtangehörigen aufrufen, sich für bie Siedlung im Osten zu melden. Bei der Ansetzung im neuen Osten gehen Kriegsteilnehmer allen anderen Bewerbern, bei gleicher Eignung, voran. Das Merkblatt betont, daß die Besiedlung im Osten zielbewuhte, fachlich befähigte und charakterlich einwandfreie Menschen fordert, die im Kampf für deutsches Volkstum Vorbild fein müssen. Der neue Osten biete kein Feld f ti r Spekulanten. Wer sich hier eine zukunftsreiche Lebensgrundlage schaffen wolle, müsse Pionierarbeit leisten. Die wirtschaftlichen Aussichten seien günstig. Die mittleren und kleineren Städte erwarteten die größte Zuwanderung von Kriegsteilnehmern. Die Neuschaffung eines gesunden Bauerntums bilde bie Grundlage des geplanten Aufbauwerks. . Also an Arbeit gebricht es nicht, und sie muß mit Verstand getan merbe*. Der Fahrer und ber Sri fairer eines Kraftfahrzeuges, eines Kraftrades, rin es Personen- oder Lastkraftwagens, eines Protztriftwagens, die Bedienung der Panzerkampf- mgen und Panzerspähwagen müssen technisch gell ult, müssen befähigt sein, sich selber zu helfen, Mssen die Hintergründe von Pannen und Hem- n)ingen rasch erkennen und die Ursachen zu beiden verstehen, müssen kleine Schäden am Fahr- zistell und Motor selbst ausbessern können, müssen - was vielleicht noch wichtiger ist — ihnen Vorbeugen, müssen mit wachsamen Augen unb auf- Äbrffamen Ohren Zustand unb Gang ihrer Fahrige beobachten und eingreifen, wenn sich Schäden dm ferne anbeuten. Sie müssen sich immer ins Ge- i dvchhnis rufen, daß ein Fahrzeug mit einem klap- ptmben Kolbenbolzen oder einer heißgelaufenen Lslle gerade so wenig kampffähig ist wie em lahmes Pferd. ein. Darum braucht aber ein beschädigtes Fahrzeug noch nicht auf bie Bahn gesetzt unb der H^st^flongs-. yjtaoajen, uie jiaj oeruiiu» im xs-uciiiyuu» uuiyuucn, firma zugeführt zu werden. Die Rückwärtigen fleken Arbeitseinsatz verloren. Durch eine Er- Dienste, bie das Bindeglied zwischen Heimat und Eiterung des Pflichtjahrs auf alle Mädchen Front bilden, nennen Feldwerkstätten ihr eigen, eine wesentliche Entspannung der Arbeits« die bei einem Stamm von Ingenieuren, Werkmei- einsatzlage in der Hauswirtschaft erreicht. Da für die stem und Facharbeitern über em größeres Arsenal jugendlichen Pflichtjahrmädchen wegen der erhöhten fahrbarer Maschinen sowie Handwerkszeug und Er- Anforderungen kinderreiche Haushaltungen ohnehin fatzteile jeglicher Art verfügen. Sie richten sich nach weniger in Betracht kommen, würden die Pflicht- Möglichkeit in Ortschaften unter Dach und Fach ^hrmäbchen künftig weitgehend für Haushal- (Betrieben, Fabriken) ein und werden, um längere Ijungen mit weniger als drei Kindern Zeit ungestört arbeiten zu können, ber Truppe in I Verfügung stehen. Bei der Auswahl der Stellen größeren Sprüngen nachgeführt. Sie überholen mirt) maßgebend sein müssen, daß in erster Linie alle Fahrzeuge, deren Reparatur nicht allzu lange auk erziehen che Gründe für die Erweiterung des Zeit in Anspruch nimmt und brauchen nur selten Pfftchtjuhrs sprechen. ein Fahrzeug in bie Heimat abzuschieben. Die Ausstattungsbeihilfe können auch Tagesmäd- Die Feldwerkstätten sinb aber auch in der Lage, djen erlangen. Dagegen sind Erzieherinnen, Gesell- die Waffen, die durch bie Waffenmeister unb ihre schaiterinnen und ähnliche keine Hausgehilfinnen, Gehilfen nicht wieder instand gesetzt werden können, ebenso nicht unständig beschäftigte Kräfte. Eine in kurzer Zeit wieder gebrauchsfähig zu machen. Pflichtjahrtätigkeit im kinderreichen Haushalt wird Sämtliche größeren motorisierten Einheiten haben angerechnet. Ferner die hauswirtschaftliche Tätigkeit zum Abschleppen besondere Zugmaschinen mit Seil- jn einer Aufbaufamilie für die Zeit von neun Mo- winden unb Tiefladeanhängern zur Hand. naten vor der Geburt des dritten Kindes, ferner Daß Kraftfahrzeuge ber deutschen Wehrmacht eine abgeschlossene zweijährige Lehrzeit in kinder- aus dem besten Material mit der größten Sorglich- armen Haushaltungen zur Halste. Die Tätigkeit keit aefertiat sind ist eine Selbstverständlichkeit. Der kann in mehreren Haushaltungen ausgeubt sein. Die schlagendste Beweis mag fein, daß bei einer Krad- Anwartschaft muß die Hausgehilfin durch eine Be- chützenkompanie während des polnischen Feld- scheinigung des Haushaltungsvorstandes nachweisen, zuges der sie aus einem märkischen Standort durch Da für die Höhe der Beihilfe nur Beschaftigungs- Lpd. Frankfurt a. M., Gauleiter Sprenger sprach am Freitagnachmittag auf ber ©au« Pressekonferenz vor den Schriftleitern des Rhein- führen Das Schloß d'Eu befindet fich im belekten I^in-Gebietes über Fragen des Konsums und der ran öfito?n IW. Den Liinfthen der br° ilLni. V-rbrauch-lenkung. Oemiffe m 6er fdjen Regierung gegenüber IjalJn bie beutfd)en Be. Verlorgung mutzten ,n K->us genommen werben ljorben bas grLtzte Entgegenkommen bewiesen. und,eber Volksgenosse tjab« bafur bas noüge Der. ' v d stanbnls aufzubringen unb bem Geschwätz Der _ , , ,fjr ,ri ..... , . . e. Spießbürger unb UebelrooUenben entgegenzutreten. Der bulgarische Tlmtflerprafibent unb ber Außen- (ei ” , f(ar ba6 das, was von ben Bauern mimfter begeben sich am 21. 3uü nach Rom. un6. anberen Erzeugern abzuliesern sei, auch ab - * geliefert werben müsse, da sonst die ge- In Troyes, südöstlich von Paris, unternahm die regelte Marktversorgung darunter leibe. Polizei eine Aktion gegen die Kommunisten, die in k$g sei selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, der letzten Zeit verbotene Agitation betrieben. 600 wenn ein Arbeitskamerad dem anderen einmal Haussuchungen wurden vorgenommen und umfang- 250 Gramm Butter oder ein paar Eier mitbringe, reiches Agitationsmaterial gefunden und beschlag- Schikanen der Bevölkerung auf diesem Gebiet, wie nahmt. 72 Kommunisten wurden verhaftet. sie während des Weltkrieges vorgekommen seien, * werde er nicht dulden. Was die allgemeine Versor- 358 deutsche Frauen und Kinder, die aus Nieder- gungslage betreffe, erklärte der Gauleiter, so lägen ländisch-Jndien evakuiert wurden, trafen in ber bie Schwierigkeiten auf dem Kartoffel, japanischen Hafenstadt Kobe ein unb würben von markt beispielsweise weniger am Nichtvorhanben- ber deutschen Kolonie begrüßt. Nachbem ihnen im sein dieses Artikels: sie feien vielmehr eine Trans. Deutschen Klub um 16 Uhr ein Begrühungsemp- portfrage. Beim Gemüse sei zu berücksich- fang gegeben wurde, reifte eine Gruppe von 60 fegen, baß der deutsche Gemüsekonsum bereits vor Personen nach Kyoto ab, während der Rest am dem Kriege um über hundert Prozent gestiegen Dienstag nach Tokio Weiterreisen soll. I fei. Auch beim Fleisch habe sich der Bedarf um ein Vielfaches gesteigert, wie die Kaufkraft ganz all- Die Südslawische Akademie der Wissenschaften gemein erheblich gestiegen fei. Die Derknap > und Künste in Agram wurde aufgelöst und die Gründung der kroatischen „Akademie der Wissen-1----- schäften und Künste" angeordnet. Der P ' wird aus den Reiyen der aufgelösten Akai.--------- Vorsitzenden und neun Mitglieder der neuen Ato . bemie ernennen. Die Mitgliederzahl ist mit 45 de° I weder io Liikrad des Kraftfahrzeuges, sind nicht anders gi r fo nen. Gewiß, das Kraftfahrzeug ist kein Leb' W5i mtfen, das sich in t ----- ------- letm V >en Pfleger anschließt, das Tag um ,r || unbe um Stunde auf ihn angewiesen . d V 1c ton Endes nur eine tote Sache, die gut und gern r ' e mal eine Zeitlang, ohne menschlich umsorgt zu inirben, in verschlossenen Hallen stehen kann. Aber einen wahrhaft technisch empfindenden Menschen Mi es doch eine Seele, hat es seine Eigenheiten, jthe Vorzüge, seine Schwächen, die man kennen, ii< man nutzen, die man schonen muß, will man fcin rechten Gebrauch von ihnen machen, will man hiie Kraft bis zum äußersten ausnutzen. Für einen Mfjten Kraftfahrer ist der Wagen nichts anderes, cV; es Has Pferd für uns war: der Kampfgenosse im Angriff, in der Abwehr, zum Sieg. Auch tauschten wir Kavalleristen und Artilleristen Mi3, wenn wir glaubten, seine Pflege beanspruche mir einen Bruchteil der Zeit, die wir der Pferdepflege widmeten. Es ist nicht mit der einmaligen j gvindlichen Reinigung von Fahrgestell und Motor Ach dem Gebrauch in Straßen staub und Schlacker- f(jrtee getan. Es gibt immer etwas an ihm zu mch«n, zu schrauben, zu basteln, zu ölen. Blitz- timt soll es von außen glänzen und spielend leicht fall es in allen feinen Teilen laufen. Ist es gar ein Kmpffahrzeug, so müssen die Waffen, die Richt- Nb Nachrichtengeräte in Ordnung gehalten werden. «fernen Ring der deutschen Linie zu reißen, aber «e brachen im schweren MG -Feuer zusammen, xvtz eines sich allmählich fühlbar machenden Mu- aitionsmangels der Artillerie und der schweren Flak gelang es den Bolschewisten nicht, die an Zahl weit unterlegenen deutschen Reihen zu durchbrechen. Als ein Beispiel für ben heldenmütigen Einsatz des nie- di-yächsischen Regiments berichtete Graf von Both- mir, daß ein Jnfanterieschützenzug an einer ge- fäjrbeten Stelle auf offenem Felde im schweren Feuer der Sowjets abprotzte unb baburch den Gegner zurückschlug. Das Schicksal der eingekesselten Sowjetarmeen war besiegelt. Kleine politische Nachrichten. Teilen Europas zusammengezogen. * sin diesen Tagen haben 170 deutsche Iung - Arbeiter aus verschiedenen Gebieten des Reiches eme von der Reichsjugendführung geleitete Fahrt noch Italien angetreten. Ein Lager wird sie in Dberitalien mit italienischen Kameraden Der- eilen. Die Teilnahme an dem Lager soll den Jung- Leitern, die sich an ihren Arbeitsplätzen während btt Krieges besonders bewährt haben, eine Auszeichnung bedeuten. Auf Initiative des Jngenieur-Majors Vuolas- nitta sind in Finnland Jugendstoßtrupps gegründet w rden, die bie Aufgabe haben, ben wachsenben Bdarf an Arbeitskräften wirksam zu unterstützen u b in Sonderbiensten Verwendung finden. ♦ Der Führer der deutschen Volksgruppe in Unfl rn, Dr. Franz Basch, der in diesen Tagen Poglawnik Pommern, den Korridor, Ostpreußen, Nordpolen ibemie ben über Brest-Litowsk bis Wlobawa unb roieber zurück tJ führte, auf stellenweise unfaßbar schlechten Wegen, '- weder ein Kraftrad noch ein Wagen nennenswert längere Zeit ausfiel und daß die Kompanie mit den I gleichen Fahrzeugen und mit der gleichen Fahrzeug- Ä , ee_ , , I zahl nach mehr als 1500 Kilometer Marsch auf dem eldwerkflätten, die Hilfe der moiorisierien Smheii -^^ .7^52 771 Von Oberstleutnant a.D. Benrh. des NSKK. gewesen. Nach Möglichkeit haben sie straße unb noch viel weniger selbst unter Panzer- eine Motorsportfchule bes NSKK. besucht und find schütz gegen fedes Geschoß gefeit. Die Truppe muß guf ihr in ihren technischen und fahrtechnischen mit dem Ausfall von Fahrzeugen auf dem Marsch Kenntnisfen gefördert worben. Während ihrer j und im Gefecht rechnen. Sie fürchtet ihn nicht. Sn Dienstzeit sind sie technisch und praktisch, im Dienst-1 weiß sich,dank ihrer eigenen Reparaturmogllch- unterncht unb im „tschnischen Dienst" weiter ge- Feiten, dank der Hilfe der Feldwerkstatten gegen ihn chult und bei zahlreichen Fahrzeugappellen und gewappnet. Für die P a uze rre gi ment er, „ bi e_. - ben Fahrzeugbesichtigungen in ihrer Sorge um die atemberaubenden Vormarsch und me fyarten Kampfe ihnen anoertrauten Fahrzeuge überwacht unb über 'st Belgien und Frankreich ^^macht hattem bie gemachten Fehler belehrt worden. Alles nötige nugten roemae Tage nach dem Abschluß der Schlacht Handwerkzeug und ein kleiner Vorrat auswechsel- von Dünkirchen, um ihre oft mehr als arg mtfcge- barer Teile (Zündkerzen, Düsen) stehen dem Fahrer nommenen Kampfwagen zu überholen und soweit in der Werkzeugtasche oder dem Dorratskasten mstand zu setzen, daß sie mit kaum nennenswerten seines Fabr^euaes zu Gebote Lucken in ihren Rechen zum Stoß durch die Wey- lemes Fayrzeuges zu ^eoore^ gandlinie, zur vernichtenden Verfolgung des fran- 3»fHd)en Heeres antreten konnten. Unb nicht anbers er sich Rat holen bei dem dchirrn^s^r, einem jetzt beim Purchbruch durch die Stalin-Linie. lange dienenden, technisch gut durchgebildeten Un- 1 ° * _____ teroffizier, der jeder Einheit (Kompanie, Schwa- < - bron, Kolonne) zugeteilt ist und seine Hand sor- %|tl8 OCtH genb über die Fahrzeuge der Einheit hält. Für äZÄtr » Erweiterung des Pflichtjahrs zeugwagen. Bei den Panzerkompanien übernehmen Panzerwarte, Mannschaften des zweiten Dienst-! jahres, bie eine technische Sonderausbildung durch- Die für die kinderreichen Haushalte durch Einfüh- laufen haben, die Wartung. rung der Aus st attunasbei Hilfe getroffene Die Leitung des technischen Dienstes innerhalb Maßnahme ist gewissermaßen ein Lohnzuschlag für größerer motorisierter Einheiten ist einem Truppen- die Hausgehilfinnen, die sich an bie Seite ber Haus- ingenieur (Ingenieur mit Hochschulbildung) über- frauen stellen, bie bie Hilfe am nötigsten haben, tragen. Ihm unterstehen die Jnstandsetzungsstaffeln, Man erwartet, baß biese Maßnahme eine gerechte Werkstattzüge ober Werkstattkampanien, die ber L c r e Verteilung ber Hausgehilfinnen Einheit je nach ihrer Gröhe und ihrer Fahrzeug- örbern wirb. In kaum einem anberen Beruf dürfte ausrüftung angegliedert sind. Er verma-a, unter-1 ........- " ' # stützt von feto grauen Werkmeistern, Schlossern unb Mechanikern, mit Hilfe von auf Maschinenwagen verlasteten unb von eigener elektrischer Kraft angetriebenen Drehbänken, Löt-, Schweiß- und Bohrmaschinen auch größere Schäden zu beseitigen. Er wirb seinen Ehrgeiz daransehen, die Mehrzahl ber „kranken Fahrzeuge" bei der Truppe „auszuheilen". Aber immer wird dies, besonders bei dem Marschtempo des neuzeitlichen Blitzkrieges, nicht möglich 3003 D 2944 A Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: I. 1. Ausgabetag:. Montag. Dienstag. 13 Uhr bis z. Berger, Kaiserallee 10. II. III. IV. Empfehlungen"^ v. 275 A VI. p* Für meine feine Maßschneiderei (3055V suche ich r? betstunde. fhelabon alte Silbermarken KAISER S MW Gießen, Bahnhofstr. 23/Ecke Löwengasse. — Fernruf 2874. Freitag, von 8 mit Kenntnissen in Steno grap hi e u. Schreibmaschine per sofort gesucht. Schrift!. Angeb.u. 02393 a. d.G.A. große . l/2 Liter l/i Liter 21. Juli 22. Juti 23. 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Ärztin Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem Vermerk auf dem Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. Die Reste der Karten des 24. Versorgungsabschnittes sind zurückzugeben. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Alters- stufen nachzuprüfen; spatere Beanstandungen sind zwecklos. Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Ordnungsgebühr von 1,— RM. erhoben. Haushaltungen, die Hühner und Enten zum Zwecke der Selbstversorgung mit Eiern halten, haben dies den Kartenausgabestellen anzugeben. Wer diese Meldung unterläßt und unberechtigterweise Reichseierkarten bezieht, wird unnachsichtlich bestraft. Die Verbraucher müssen die Bestellscheine der Fett-, Eier-, Zucker- und Blarmeladekarten bis spätestens 2 6. Z u l i 19 41 bei den Waren- verteilern abgegeben haben. Bei verspäteter Einreichung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. Die Warenverteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß bei den Reichseierkarten jeweils nur ein Bestellschein, nämlich der für den nächsten Versorgungsabschnitt gültige, abgetrennt werden darf. 3036C *Doll Gießen Marktstraße 28 Betr.: Einquartierungen. Bekanntmachung. Es besteht Veranlassung wiederholt darauf hinzuweisen, daß die Wohnungsinhaber gemäß §§ 1 und 5 des Reichsleistungsgesetzes vom 13. 7.1938 zu Quartierleistungen verpflichtet sind. Zuwiderhandlungen gegen die durch dieses -Gesetz und seine Durchfüh- rungs- und Ergänzungsoorschriften auferlegten Leistungspflichten werden mit Geldstrafe bis zu 150,— RM. oder mit haft, in schweren Fällen mit Gefängnis und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft. 3035C Gießen, den 18. Juli 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. 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Die Eroberung von Kreta, die zu den bedeutendsten Ereignissen dieses Krieges gehört, ist uns jetzt durch den Empfang der Fallschirmsoldaten und Gebirgsjäger, die sich in diesem Kampfe das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verdient haben, beim Führer erneut in ihrer Größe und Beispiellosigkeit bewußt geworden. wieder Boden, blieb stehen und begann stumm zu trinken. besondere Zierde des elisabethischen Zeitalters, bloß- gestellt würde. Aber sie mußten in die Verurteilung willigen, -griffen zum höchsten Strafmaß, weil sie wußten, das Urteil würde nicht vollstreckt, und um die Unbeugsamkeit ihrer Gerechtigkeit und ihren Abscheu von Bestechung darzulegen. Das Urteil, kaum gesprochen, war schon gemildert; in zwei Tagen war Bacon frei, gehörte bald wieder dem Haus der Lords an; statt einer hohen Geldstrafe bekam er ein hohes Ruhegehalt. Seinen Dank an den König brachte er durch feine Geschichte des ersten Tudors Heinrich VII. zum Ausdruck. So hatte Machiavelli in Englands herrschenden Ständen Beifall und Nachahmung gefunden. Mit den von ihm gepriesenen politischen Methoden war die Vereinigung der vier Königreiche unter englischer Herrschaft vollzogen, später ebenso der Aufbau des Empires und wird heute dessen Erhaltung versucht. Denn eine Macht muß sich, nach untrüglichem Gesetze, auf die Kräfte stützen, die sie schufen. Aber nicht mehr um kleine Herzöge handelte es sich hierbei wie bei Machiavelli, sondern um große Länder: Aegypten, Kanada, Indien, und neben dem Streben nach Vermehrung der Staatsmacht wächst rücksichtslos die Macht des Goldes. Die Plutokratie wird stärker als jede Monarchie. Der Große Kurfürst dagegen hatte einst seinem prunkliebenden, verschwenderischen Sohn, der sich die Königswürde kaufte, die Weisheit hinterlassen: „Menschen erachte als den größten Reichtum Deines Landes." Der derbe und sparsame Soldatenkönig hinterließ einen Kriegsschatz, mit dem sein großer Sohn dem jungen Königstum erst durch siegreiche Kriege das Existenzrecht eroberte und sicherte. Daß dieser den wahren Wert des Goldes^ und der Menschen richtig beurteilt, zeigen seine Worte im Anti- Machiavelli: „Ein Metall, an sich verächtlich, ganz willkürlich bewertet, soll seinen Besitzer der Anerkennung wertmachen? Dann gilt die Ehrenbezeigung also nicht dem Manne, sondern seinem Goldhaufen? Wie kann eine derartige Vorstellung überhaupt in einem denkenden Hirne Einlaß finden? Wie kann man überhaupt zwei so verschiedene Dinge zusam- menwerfen, wie Tugend und schmutziges Gold? Wie sehr bewahrheitet sich das andere Wort Friedrichs: „Kein Mensch wird bestreiten, daß die Kraft eines Landes von seinen Bewohnern, nicht von seiner Ausdehnung abhängt." M M nW 23.’ gieifö ,20.- •Tier :nb& Ein deutscher Sieg reiht sich in diesem uns von den englischen Kriegsverbrechern aufgezwungenen Kriege an den andern und einer ist größer und stolzer als der andere, so daß man glauben möchte, es sei keiner mehr zu übertreffen. Und doch verblaßt jedesmal wieder vor den Ereignissen des Heute der Erfolg von gestern. Erst wenn mir uns das einzelne Ereignis in ruhiger Stunde abschließend vor Augen führen, dann erkennen wir, daß jedes dieser ungeheuren Geschehnisse ein geschlcht- Heu vom Fuder, dort prüfte er kauend ein paar Lindenblätter; und dann wieder blieb er resolut stehen und raffte sich ein Büschel Gras, das er schon lange ins Auge gefaßt hatte. Auch hatte er e,n großes Interesse, ob die anderen Pferde guten Hafer bekamen, und kostete mit seinem weichen Maul ihre Rationen, vorzüglich dann, wenn Jan, der Stallknecht, gerade nicht dabei war. WM Pudding war gutmütig. Andere Pferde blasen sich aut wenn man beim Satteln den Gurt anzieht, weil sie den Druck nicht leiden wollen, und nachher rutscht der Sattel; nicht so Pudding — er war schon von Natur derart prall und dick, daß chm kein Sattelgurt etwas anhaben konnte. Besonders bewunderte icb seine Ohren; sie hatten innerlich solch em entzückendes Durcheinander von weichen Härchen, aber das mar es nicht: sondern sie telegraphierten mir als bewegliche Semaphore jede Regung von Puddings Seele. Bald legten sie sich rutfarhg flach nach vorn — das hieß: vorne ist was los! Gleich darauf war dieser Eindruck verdaut und es kam die Kritik. Entweder legten sich die Ohren mit einem Ruck flach nach hinten, bedeutete: starkes Mißfallen Oder ste standen kerzengerade, bedeutete: gut! Oder ste hingen irgendwie schlaff und regellos ä Is Esel herunter, das bedeutete dann äußerste Gleichgültigkeit. . Seine höchste Form aber erreichte Pudding in der Schwemme. Das war ein Heidenvergnugen: nackt saß man auf nacktem Pferde, trabte ^ritzend ^ns Wasser hinein, bis Pudding plötzlich froh pustend schwamm. An seine Hufe schienen mythi che Schwimmhäute gewachsen, er legte [einen Kopf glatt auf den Wasserspiegel (auf dem die langbeinigen Mücken entsetzt davonliesen) und strebte vorwärts durch sein Element mit einer nackten Galachee auf dem Rücken. Diese Galaihee aber hatte derweil alle Äände voll zu tun. um nicht abzuglitschen Erst klammerte man sich mit den Beinen um Puddings Leib bis er aalglatt mürbe: dann rutschte man weiter und weiter ob. schließlich hielt man gerade noch das Schweisendchen als Schlepptau m der Hand. Unterdessen batte d^r Dackel am Ufer geheult, bis die Sehnsucht nach uns seine Angst überwand und er sich wild - die Ohren flatterten um den Kopf - ins Wasser stürzte und an uns heranschaufette. Und dann saßt« Pudding nach einer eleganten Biegung Generaloberst Löhr. Befehlshaber einer Luftflotte (links, und General der Flieger S t u d e n t (rechts) leiteten den Einsatz gegen Kreta. — (Scherl-Bilderdienst-OKW.-M.) ?iten billigen?" Abgesehen von den bekannten Darstellungen und bgesehen von seinen Auseinandersetzungen mit den kannten Thesen der Machiavellistischen Macht- olitik ist heute eine andere Erscheinung besonders ,'deutsam, nämlich: Die Aufnahme Machiavellis i England. „Ser Charakter Machiavellis , breibt der bekannte englische Historiker und Poli- :ker M a c a u l ay, „war den Herren Italiens nach Nachicwellis Tode verhaßt, und jene Teile seiner Theorie, die in strengem Einklänge mit ihrer etge= en täglichen Praxis waren, lieferten einen Vorhand, fein Airdenken zu verschwärzen." Aber schon vor Macaulay und vor dem von ihm obenb erwähnten Glied des englischen Adels ist em räßerer Engländer für Machiavelli eimgetreten und at sich bemüht, ihn moralisch verständlich und da- hit entschuldbar zu machen: Francis Bacon o n Perulam, Staatsmann, Philosoph uno schriftsteller, vielleicht in bezug auf Machiavellis Methoden besonders empfänglich und sachverständig, r war Kron-Jurist der „jungfräulichen" Königin -lisabeth, vorehelichen Tochter Heinrichs VIII. und er enthaupteten Anna Bolenn. Unter Elisabeths Nachfolger, dem Sohne der von ihr enthaupteten Haria Stuart, stieg Bacon zu den höchsten Ehren tuf. Dann wurde' er wegen Mißbrauches seines " oben richterlichen Amtes auf Betreiben des Unter- ouses angeklagt. Die niedrige Gesinnung, die Barn schon früher oft gezeigt hatte (z.B. als er beim 6turz seines Freundes und Wohltäters 6ffe£, um ch die Gunst der Königin zu erhalten, entscheidend »itgewirkt hatte), diese niedrige Gesinnung hatte iinem Ansehen und seinem Aufstieg Nichts gebadet; aber daß er von kleinen Leuten hohe Be- !echungsgelder nahm, und dann das Urteil nicht zu 2ren Gunsten ausfiel, das konnte das Unterhaus, Hon puritanisch brodelnd, nicht verwinden. Dem /aus der Lords war es peinlich, daß einer ihrer >erühmtesten, durch sein „Novum Organ o n n weltberühmter Mann, neben Shakespeare eine Pudding war wirklich so feist wie jene Schulkameraden, die man beinahe wider Willen puffen muß, nur weil sie so dick sind. Aber das gab ihm in meinen Augen einen geheimnisvollen Reiz, denn ich hielt ihn für einen Nachkommen jener dicken Ritterpferde, jener „flämischen Hengste", die als einzige unter der Eisenlast nicht zusammenbrachen. Einmal besahen wir mit meinem Bruder ein altes Geschichtenbuch und fanden ein prachtvolles Bild: zwei Ritter sprengen mit eingelegter Lanze aus dem Wald, während die Kaufleute auf dem Planwagen bestürzt die Leine ziehen — sowohl wörtlich als auch metaphorisch. Darunter aber stund geschrieben: „Reiten und Rauben ist keine Schänd', das tun die Besten im Land." Und dabei sah das eine Ritterroß genau so wie Pudding aus! Wir blickten uns an — selbstverständlich wollten wir zu den Besten des Landes gehören: Pferde waren ja da, fehlten also nur noch die Lanzen — und dann auf zum Reiten und Rauben! Die Lanzen waren bald geschnitzt, und nun „sprengten" wir durch den Wald zur Landstraße hin, um auf den Planwagen mit den Kaufleuten zu warten. Wir warteten — o, Pudding konnte warten! — aber die Kaufleute tarnen nicht, niemand kam, und wir wurden ungeduldig. Doch nun kam wirklich jemand — es war unsere hebe Mutter, die ihren stillen Nachmittagsspaziergang machte. Geritten und geraubt mußte einmal werden, auf die Kaufleute war kein Verlaß, und also legten wir die Lanzen ein und sprengten mit mörderischem Geschrei über Busch und Graben auf die einsame Dame los! Sie schien zuerst erstaunt, aber dann fing sie an zu lachen, und wir lachten auch und erbeuteten jeder einen Bonbon. Und Pudding fraß schon wieder was von einem Busch ... Aber dabei fällt mir ein, daß das alles schon über zwanzig Jahre her ist, und daß mein Pferd Pudding wohl längst unter jenem Rasen liegt, den er so gern geweidet hat. Und daß seine ruhevolle Tier- jeele sich längst auf unbekannten grünen Wiesen ergeht. Der englische Zaum liegt wahrscheinlich noch verstaubt unter altem Hausgerümpel. Und so bleibt mir nur ein Handwinken ins Unbekannte hinaus, mein Pferd Pudding! Das Wespennest und das Holzpapier. Das Wespennest, in das niemand gern hineingreift, ist ein sehr reizvolles Gebilde der Natur, das von der Lebensgeschichte seiner Bewohner erzählt und bei dem die Tiere eine Technik anwenden, die den Menschen eine bedeutsame Anregung geben konnte. Es sind jetzt rund hundert Jahre her, daß der Webermeister Keller in Kühnheide in Sachsen, der sich nebenbei mit Mechanik beschäftigte, ein solches Wespennest genau beobachtete, da es ihn interessierte, wie die Wespen die papierdünnen Wände ihres Nestes aus Holzfasern bauten. Da damals gerade die Lumpen für hie Papierherstellung sehr teuer waren, kam er auf den Gedanken, von dem Wespennest zu lernen und in ähnlicher Weise Papier herzustellen. Zunächst versuchte er es mit dem Kochen von Sägejpänen, aber die einfache Siedehitze genügte nicht, um die Holzfasern bloßzulegen. Da kam er auf den Gedanken, die Fasern durch Schleifen des Holzes an einem Schleifstein zu gewinnen. Mit der einen Hand drehte er den Stein, der im Wasser lief, mit der anderen preßte er das Holz dagegen und erzeugte auf diese Weise den ersten Holzschliff. Das im Schleiftrog befindliche Wasser erhielt das Aussehen einer breiigen Masse, und auf dem Boden sammelte sich der Holzschliff, der nach dem Abgießen des Wassers haften blieb. Keller quirlte den <Äoff durcheinander, und dabei spritzte eine kleine Masse auf ein danebenliegendes Tuch, wo sie sich flach ausbreitete. Während das Tuch schnell das Wasser aufsog, nahm die zurück- bleibende Masse das Aussehen von feuchtem Papier an, und nachdem sie getrocknet war, hielt der Erfinder das erste Stück Holzschliffpapier in seinen Händen. Keller hat seine Erfindung dann noch sehr verbessert. Da er am Tage seinen Lebensunterhalt am Webstuhl verdienen mußte, konnte er nur in den Nachtstunden das Holzpapier Herstellen. Die ersten sechs Ries des neuen Papiers wurden teilweise zum Druck des „Frankenberger Kreisblattes" verwendet, und damit hatte der ungeheure Aufschwung der Papierherstellung begonnen, wie mir sie heute kennen. Der Erfinder selbst aber hat nichts von der Industrie gehabt, die durch ihn ins Leben gerufen wurde. Er starb in dürftigen Verhältnissen als Handwerker in Krippen bei Schandau am 8. September 1895. C. K. Mein Pferd Pudding. Von Sigismund v. Radecki. Wenn man an einem summenden Sofnmertage im Salon über ein Buch gebückt sitzt, dabei elf Jahre clt ist, und dazu noch Pflaumen verspeist,„und'wenn nan gerade bei der furchtbar schönen Stelle „Cuchll- ESferraf anlangt. w° auf her Monerkn Otto- iraphie der Sonnenuntergang in tragischen Blut- prben brennt, — dann, sage ich, hat man nicht mehr ilel Sinn für die Außenwelt übrig, denn man sitzt lerpuppt in seinen Schmetterlingstraum, ahne Haren ,nd Sehen. Und daher spürten meine Sinne einen sxremdkörper erst in dem Augenblick, als er sich Nir warm und weich auf den gebeugten Nacken tote: dieses war Puddings Schnauze. Mein Bru- ier war nämlich schlankweg mit Pudding in den Salon geritten und faßte nun lachend nach dem Kronleuchter. Da stand dieses vorbildliche Re'txferd -wischen den Mahagommobeln, dick, braun, mit chwarzglänzend-r Mähne, und wartet« zuruckhal- tenb auf sein Stück Zucker. Fallschirmjäger und Luftlandetruppen waren am 20. Mai 1941 im Raume westlich von Kama der Rethyomnon und bei Jraklion gelandet worden, nachdem die Stukaverbände die Landung durch schwere Angriffe auf die für den Beginn der Operationen vorgesehenen Plätze und Stellungen vorbereitet hatten. Es war ein Angriff aus eine selten stark verteidigte Festung. Wochen- und monatelang hatte ein starker Feind die an sich schon von Natur aus gegebene ausgezeichnete Verteidigungsstellung noch befestigt und mit den modernsten Waffen ausgerüstet. Die Besatzung selbst, die aus Neuseeländern, Griechen und vor allem aus der kretischen Bevölkerung sich zusammensetzte, war zahlenmäßig so stark, daß sich kaum ein unbewachtes Fleckchen auf der ganzen Insel Kreta fand. In diese Bastion schlugen nun unsere Fallschirmtruppen und unsere Gebirgsjäger eine Bresche nach der anderen, indem sie dem sofort nach der Landung einsetzenden Gegendruck des Feindes widerstanden und uneinnehmbare Widerstandsnester bildeten. Es war ein unsäglich schweres Ringen, in dessen Verlauf, nachdem Verstärkungen eingetroffen waren, Kania, die Sudaducht, Rethymnon und Jraklion besetzt wurden, bis am letzten Tage des Monats Mai sämtliche Häfen der Südküste mit 15 OOO Gefangenen und dem gesamten Waffen- und Munitionsmaterial der Engländer in unserer Hand waren. Gerade in den Kretakämpfern spiegelt sich deutsches Soldatentum ganz besonders klar und rein wider. Diese Fallschirmsoldaten und Gebirgsjäger, die in diese feindliche Festung Kreta hineinsprangen, waren ganz auf sich selbst gestellt, sie mußten für sich handeln, bis sie zu ihren Kameraden gelangten und langsam im Kampf gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Feind allmählich wieder zu einem Verbände sich zusammenschli^ ßen konnten, der eine taktische Entfaltung möglich machte und die Grundlage fiir größere Operationen schuf. Es war eine unerhörte Bewährungsprobe für den Mut des einzelnen Soldaten, der gleichzeitig auch den Befähigungsnachweis ablegen mußte, daß er selbständig zu handeln verstand. Er hatte in den ersten Augenblicken keinen anderen Bundesgenossen als s e i n e n M u t, seine G e i st e s g e g e n w a r t und seine Waffen. Mit diesen Bundesgenossen bestritt er siegreich die schweren Stunden der ersten Entwicklung und wurde damit der Träger des Sieges. Die Kreta-Kämpfer haben soldatische Leistungen vollbracht, wie sie auch in diesem Kriege bisher nur selten verlangt worden sind. Sie haben das in so vorbildlicher Weise getan daß ihnen ein besonderes Ruhmesblatt in der Geschichte dieses Krieges vorbehalten bleiben wird und sie kommenden Geschlechtern zur Nachahmung immer wieder vor Augengeführt werden können. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat in den Dankesworten, die er an die bei ihm im Hauptquartier versammelten Ritterkreuzträger aus dem Feldzug von Kreta richtete, zum Ausdruck gebracht, daß „die kühne Tat von Kreta mit eine der Vorausfetzungen für die erfolgreiche Fortführung unseres Freiheitskampfes geschaffen habe". Insofern gebührt den Kreta-Kämpfern zweifellos der besondere Dank der deutschen Nation, zu dessen Dolmetsch sich der Führer gemacht hat. E. Vor zwei Jahrhunderten, im ersten Jahre seiner Legierung schon, zeigte Friedrich der Große, wie i zu regieren gedenke. Am Tage der Thronbe- igung vermehrte er bas Heer um 16 Bataillone d 6 Schwadronen, schuf ein Kollegium für Han- djl und Manufakturen und erweckte die Akademie urd) Berufung hervorragender Forscher zu wirklichem Leben. Die sittlichen Grundlagen für die 'Jegieruug eines Fürsten hatte er noch als Kron- Mz niedergelegt in seinem A n t i -M ach ia° Je Ui. In dieser Schrift, einem hervorragenden ibugnis feines scharfen und klaren Denkens, wie |i-nes geraden Charakters und warmen Herzens, in kämpft er die Grundsätze, die 300 Jahre früher r florentinische Rechtsgelehrte und Staatsmann ! Machiavelli in seinem Buch „Der Fürst" vertreten i ,d empfohlen hatte. 21ber, was mehr bedeutet, von r hohen Warte eines verantwortungsbewußten taatslenfers aus stellt Friedrich d i e positiven rundsätze für die Regierung eines Fürsten auf Hier finden wir zuerst den oft wiederholten Grundsatz: „Der Fürst ist der erste Diener des Staates"; hier 'wird eine tief ethische Lehre der ktaatskunst entfaltet. Friedrich widerlegt Machiavelli durch wahrhaft Tenge Gedankengänge, deckt dessen Fehlschlüsse inb Widersprüche auf und belegt seine eigenen usführungen, indem er erfolgreichen Regierungen iter Fürsten die kurzen Scheinblüten schlechter genüberstellt. „Tugend ist Vernunft, beide sind un° ennbar, werden es immer sein, solange folgerechtes anbeln besteht", hält Friedrich Machiavelli ent- »qen. „Er hätte erst denken lernen sollen, bevor - andere in seiner scheußlichen Lehre zu unterrichten nternimmt." „Welche Obrigkeit", fragt er entrüstet, -onnte die Veröffentlichung solch schaudervoller Staatslehren zulassen? Ein Fürst sollte aus Eigen- utz zu allen .Verbrechen die Hand reichen, Mord, errat, Totschlag und die schlimmsten Schändlich- Noch 1813 gaben mir Gold für Eisen und gewannen den Sieg, im Weltkrieg war die überstaatliche Macht des Goldes der eigentliche Sieger, dessen Zinsknechte wir wurden. Die Macht der goldenen Internationale schien in den Himmel zu wachsen; doch schon war die Axt an die Wurzel gelegt: Die Brechung dieser Zinsknechtschaft, also die Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens, wurde 1920 der 2. Programmpunkt der NSDAP., und gerade in diesem Punkte stießen wir auf den härtesten Widerstand: Das sei unmöglich, das widerspräche allen wirtschaftlichen Theorien; dazu fehle jede wissenschaftliche Untermauerung; es seien gefährliche Phantasien, hieß es. Doch unmittelbar nachdem Adolf Hitler die Macht ergriffen, begann er den Beweis für die Richtigkeit seiner These durch die Tat: 6 Millionen Paare starker Arme arbeiteten wieder, alle Räder drehten sich, alle Schlote rauchten; und alles ohne „Gold"! Jetzt hieß es: Ein Wunder, das unmöglich lange dauern kann. Dann erfolgte die gigantische Aufrüstung, ebenfalls ohne „Gold". Der polnische Blitzkrieg eröffnete eine ununterbrochene Reihe von Siegen; ohne „Gold"! Wo wären wir, hätte der Führer die wissenschaftliche Untermalung abgewartet? Das Geranne vom Wunder verstummte, aber, hieß es, im Innern geht das, nicht im Außenhandel. Da schlossen wir Handels- und Wirtschaftsabkommen größten Ausmaßes, wiederum ohne Gold! Die Völker begriffen: Deutsche Arbeits- erzeugnisse sind mehr als geduldiges Papier mit aufgedrucktem Goldversprechen. Arbeit erzeugt jedes Volk aus sich und seinem Boden, Arbeit gibt die Währungsgrundlage, Gold gibt es nur in begrenzter Menge; Arbeit, körperliche und geistige, ist der täglich neue Zins der sich unerschöpflich erneuernden und vermehrenden organischen Natur, insbesondere in ihrer höchsten Form, dem Menschen. Die Forderung des Führers: „Arbeit, nicht Gold ist dieGrundlage derWirtschaft , diese Forderung hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch hohe sittliche Bedeutung, und mit ihr zugleich erfüllen sich unsere sozialen Ziele, wie sie ein Plutokratenstaat nur versprechen kann. In diesem Punkte treffen zwei Weltanschauungen hart aufeinander. t _ Den Sieg der Arbeit über das Gold, die Erfüllung des 2. Punktes wie des ganzen Programms, verbürgt dessen Schlußpunkt, welcher lautet: „Die Führer versprechen, wenn nötig unter Einsatz ihres eigenen Lebens, für die Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einzutreten." Das -Kreuz Ist weil über die Erde verbreitet. Es ist ein Kennzeichen deutscher Arzneimittel, die die Achtung der inter- nationalen Wissenschaft und das Vertrauen von Ärzten in der ganzen Welt gewonnen haben. Arz- neimittel mit dem -Soyei-Kreuz Z^p\ sind deutsche Heilmittel von BAYER) Weltruf. Er hätte nicht anders heißen können, er war zu tut aufgegangen. Im Lichte spiegelte s clänzendes Fell kleine goldene Sonnen. Und dabei vorder eitel, der Pudding Als ich ihm zum ersttm mal meinen neuen englischen Zaum -mlegt - "M lernickeltem Mundstück und rotweiß lackiertem Stirnband, da begann er mit dem »uf 3U W tte" I lnb warf die Mahne hoch — >4 habe es fleMMt 'ehen. Doch sonst war sein Temperamen Phlegma lisch — wie hätte er auch anders Pudding beißen Snnen? Selbst seinem gestreckten Galopp schieni noch I. । in sanfter Tropfen „Nu wenn schon .. • feige I Insicht. Sein Trab war nicht das wettausgreisend- I Lustrafsen des Orlowers, sondern mehr em bet I liches Zackzack des Rößl-ins aus den , I -ein Galopp ober schaukelte weich wie d,° Meg I iines Dauphins. Und gerade darum liebte ich Pub r dang, weil auch ich phlegmatisch war. Wenn onnenflimmernden Espenwald ritt, und d,e Zugel anzog, blieb er stehen - meinetwegen stundenlang -, und die grüne Waldflamme spiegelte sichI dunkel ti seinen ruhigen Augen. Er hatte -m- gr0Be„f„orn stebe für Vorspeisen; hier rupfte er einen Bissen ADOX 1(1 Schulkinder helfen in der Heimat wacker mit jirb p (■Ölt kn waltige Leistung. ♦ bedarf Bestellscheine rechtzeitig abgeben Das lei. —n. Mi (Nachdruck verboten.) 34. Fortsetzung. fei * N Kl Ml« "1 !v m i w® Die Dominiks. Roman von Hellmuth Nl.DöUcher. Verdunkelungszelt 19. Juli von 21.35 bis 5.21 Uhr. 20. Juli von 21.33 bis 5.21 Uhr. Da fliegt Brigitte ihrem Liebsten um den Hak und küßt ihn voll strahlender Freude. Frau Lind steht mit abseits gekehrtem Gesicht. Vielleicht denkt sie in diesem Augenblick an einem Kuß, den auch ein Dominik einst empfing — einem letzten Kuß für Leben und Tod. Wer kann in der Seele eines Menschen lesen? w Nun haben die Schulen ihre Tore für einige Wochen geschlossen: Sommerferien! Ranzen und Schulmappen haben Ruhe. Die große Pause ist Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! den Hochsommernächten aus! Dornotizen. iio, i '3d In Ih »en a' bjftin . ijrin Bei Stockschnupfen und ähnlichen Beschwerden hat sich das aus Heil' pflanzen hergestellte Klosterfrau-Schnupfpulver seit über hundert Jahren ausgezeichnet bewährt. Es wird hergestellt von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Bitte machen auch Sie einen Versuch! Original» dosen zu 50 Pfg. (Inhalt 4 Gramm), monatelang ausreichend, erhalten Sie in Apotheken und Dro» gerien. । Wrc Mo 9 b iüc :b. f El kn Mi J »3 jjjfcsn, M W M :■ teeb Äp W''" Mm Mii Wi M 4' VW Sn & sno-h ’jtr bn »o r Aus der Stadt Gießen. Sonnentage. Wir kennen ein kleines, schlichtes Gedichtchen von Schoenaich-Carolath, in dem es heißt: Es wogt das Korn im Sonnenbrand, darüber die Glocken schallen — Sei mir gegrüßt, mein deutsches Land, du schönstes Land von allen! Als Ueberschrift wählte der Dichter das Wort „Daheim". Und so stellen wir uns auch in der Fremde unser schönes Vaterland vor: Die Höhen von grünen Wäldern betreut, die Abhänge und Flächen mit Getreidefeldern bedeckt und die Täler im Schmuck der blumenreichen Wiesen. So steht auch unsere Heimat vor dem geistigen Auge unsrer tapferen Soldaten, die weit draußen auf Sandwegen und unermeßlichen Ebenen kämpfen müssen, um ihr liebes Vaterland vor Einbrüchen fremder Gewalthaber zu schützen. Sonnentage in Deutschland! Beim Durchschreiten der deutschen Gaue durchflutet uns ein beglückendes Gefühl. Es ist des Jahres beste und reichste Zeit. Das duftende Heu wurde schon in die Scheunen gefahren, die Ernte beginnt bereits. Auf den Getreidefeldern liegt ein goldner Schein. Zwischen den Halmen leuchten roter Mohn und himmelblaue Kornblumen, Rittersporn und Kornraden. Am schönsten aber sind die Wegraine, die im Schmuck der ÜH i;. Ernährungsamt Gießen veröffentlicht heute die Termine für die Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 26. Dersorgungsabschnitt vom 28. Juli bis 24. August. Dabei wird besonders betont, daß die Bestellscheine der Fett-, Eier-, Zucker- und Mar- meladekarten bis spätestens zum 2 6. 3ult bei den Warenverteilern abzugeben sind, bei verspäteter Einreichung eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge eintritt. Dieser Hinweis sollte von allen Versorgungsde- rechtigten sehr ernst genommen werden, wenn sie sich Nachteile ersparen wollen. Der Geschäftsmann muß nämlich, um für feine Kunden die auf Bestellschein zu beziehenden Waren zu erhalten, die Bestellscheine vor Beginn des Versorgungsabschnitts beim Ernährungsamt einrekhen, um dort den entsprechenden Bezugschein empfangen zu können. Die rechtzeitige Anmeldung des Bedarfs wird dem Geschäftsmann aber unmöglich gemacht, wenn die Bestellscheine von den Derbrauckern nicht pünktlich vor Beginn des Dersorgungsabschnittes abgeliefert werden. Um seinen Geschäftsbetrieb nicht ins Stocken kommen zu lassen, kann der Geschäftsmann nur diejenigen Bestellscheine einreichen, die von den Verbrauchern rechtzeitig bei ihm abgegeben sind, und diese Kunden haben dann auch Anspruch auf pünktliche Belieferung mit den bestellscheingebundenen Waren. Gibt ein Kunde die Bestellscheine für Fett, Eier, Zucker und Marmelade aber nicht rechtzeitig, d. h. vor Beginn des Versorgungsabschnitts ab, so kann der Geschäftsmann diesem Kunden die entsprechende Warenmenge verweigern. Der Kunde muß dann zum Ernährungsamt gehen und sich dort eine Bezugsanweisung holen, die jedoch infolge der verspäteten Anmeldung um diejenige Menge gekürzt wird, die in der versäumten Zwischenzeit schon fällig gewesen und durch eigenes Verschulden nicht abge- holt worden ist. Praktisch wird der Fall dann so aussehen: Liefert ein Verbraucher die Bestellscheine nicht bis zum 26. Juli ab, sondern kommt erst am f J fe ' ■. 11 Gaben. t _ In solchen Tagen fällt das Starre von den Menschen ab. Sie werden freundlicher und zuaänglicher. Der Sonnenschein vergoldet ringsum die Welt, und wenn auch die Hitze uns manchmal seufzen läßt, so sind diese Sonnentage doch beglückend und reich an Erlebnissen. Nur draußen in der Natur muß man sie genießen, in Wald und Feld. Und wenn es am Tage zu heiß ist, wandern wir am Abend oder in der Nacht. Welch unendlicher Zauber geht von Sommerblumen prangen: Schafgarbe, Wucherblumen, Leinkraut, Kamille und alle Arten Graser. Diese farbenprächtigen Naturkinder geben den Ge- treibefelbern den lebendigen Rahmen. Staunend stehen wir vor dem Blütenwunder des Sommers. Farbe zu Farbe gesellend, durchrankt vom dunklen Grün der Blätter, so grüßen uns die Blumen. Ein Märchenzauber geht von ihnen aus. Es ist ein Gut, das allen gehört. Auch der ärmste, der verlassenste Mensch kann sich an den Blumen erfreuen. , , . _ Das Jnsektenoolk strömt in Scharen herbei. Es summt und brummt wie eine ferne Orgel. Wer kennt alle Käfer und Schmetterlinge? Wie sie sich roieaen im Sonnenschein, unsere „Sommervögel' 1 Jeder Sonnentag ist ein Fest für die Schmetterlinge. Sie brauchen ja nur ein wenig Licht und Wärme, um ' icht und froh ihr kurzes Leben zu genießen. Behutsam, wie aus wertvollen Kelchen, trinken sie aus den Blüten. Leise schaukeln die Blumen, wenn ein „Sommervogel" sich darauf niederläßt. Es ist so, als ob sie zustimmend nickten, als ob sie sagten: Nehmt nur, es ist genug da! Beim Anblick des Sommerreichtums klingt in unseren Herzen das Lied des Sommers auf. Der leichte Wind flüstert in den Gräsern. Vom Walde her strömt ein harziger, würziger Duft. Im Garten der nahen Sommerhäuser blühen Nelken und Rosen. Mit voller Hand schenkt uns der Sommer seine Frau Lind gibt ihm die Hand. „Ich wußte es, Nissen." Sie sieht ein Weilchen in das Gezweig der Kirsche hinauf. Sie muß wohl erst überlegen, ob sie das sagen darf, was sie nun sagen will. „Sie sind nicht der erste Dominik, der in mein Leben greift ... Einem Donünik kann auch der Treueste aller Drachen fein Gut anvertrauen, ohne Feuer zu speien und mit den Krallen zu schlagen." Nissen muß die Hand dieser Frau nochmals küssen. Und dann nimmt er sich ein Herz. Warum soll er vor ihr das zurückdämmen, was ihm am meisten Sorge macht! Einmal muß ja doch gesprochen sein. Frau Lind hört zu mit gesenktem Scheitel. Sie hat das alles ja schon längst gefühlt. Don dem Aktiengeschäft freilich weiß sie nichts, sie weiß auch nicht, daß ihr Mädchenname in die Sache hineingezogen ist. Mattheus Lind spricht zu seiner Frau nicht Dorf Geschäften. Vielleicht denkt er, sie verstehe nichts davon. „Das ist sehr schlimm, Nissen. Mein ganzes Leben bat unter dem Haß der beiden Männer gestanden. Mich überrascht nichts mehr. Für mich habe ich mich auch damit abgefunden. Aber für euch — für Brigitte und für Sie, mein Junge, finde ich mich nicht ab. Ob ich euch helfen kann, das weiß ich nicht. Aber mit meinem Herzen bin ich bei euch. Darauf können Sie sich — darauf kannst du dich verlassen, mein armer, lieber Junge." Die beiden Menschen sitzen einander schweigend gegenüber. Nur einmal nimmt Frau Lind noch bas Wort. ,^ch habe schon immer barauf gewartet, daß Sie sprächen. Deshalb fing ich Sie auch heute ab. Ich weiß von Ihrer Neigung für meine Tochter unb von Brigittes Neigung für Sie. Ich habe nur biefes eine Kinb, unb es ist mir lieber als mein Leben. Ich weiß auch, daß ihr bcibe wohl noch zu jung feib, um euch über bie Zukunft völlig klar zu fein. Aber — ich weiß jetzt — Sie sind ein rechter Dominik. Wenn Sie bas bleiben, bann werden Sie später, es mag kommen, wie es will, allein wissen, was Sie zu tun haben." Durch bie Sträucher leuchtet ein buntes Sommerkleid. „Brigitte!" Nissen springt auf unb läuft ihr entgegen. Ein heißer Hänbedruck, leuchtende Gesichter. Brigitte wirbelt heran. ,4>at er bestanden, Mutti?" Frau Linds Augen blinken. „Ich glaube ja, mein Kind." „Störe ich Sie auch gan* bestimmt nicht? Sie wollten doch sicher hier in Ihrem lauschigen Winkel ein Feierstündchen allein verbringen." Frau Lind schüttelt den Kopf. Nissen fällt auf, daß das Haar in den letzten Wochen weiß geworden ist. Damals im Frühling, als er feinen Besuch machte, war es noch grau. „Fehlgeraten! Ich bin überhaupt nicht für einsame Feierstunden. Bei mir muß alles quicklebendig sein. In dieser Beziehung bin ich wieder schrecklich unmodern. Sie haben sicher auch sonst schon manches Altmodische an mir entdeckt? Ich hoffe, daß wir trotzdem weiter gut miteinander auskommen." Sie lehnt sich in ihren Korbsessel zurück. Ihre Teetasse balanciert sie auf der Hand. „Nun plaudern Sie mir mal was vor. Erzählen Sie mir ein bißchen von Ihrer Arbeit, von Ihren Ideen." Nissen fühlt nun doch wieder Befangenheit. Es ist nicht einfach, sich von einer fo klugen Frau in bie unklare, brodelnde Seele blicken zu lassen. „Sie müssen entschuldigen gnädige Frau. Ich habe so gar kein Talent zum Plaudern. Was soll ich Ihnen erzählen?" Frau Lind lacht mit blinkenden Zähnen. „Na, hören Sie. Da hat Brigitte mir von Ihnen ein ganz anderes Bild gegeben. Ich meinte, so ein jungen Mann wie Sie sitze sprügelvoll von wirbelnden Gedanken, von welteinreihenden Plänen und auf ihre Stunde wartenden Ideen. Da sei alles mühsam gebändigtes Pulsen, gärender Wein, sprengende Kraft. Und nun fällt Ihnen nicht einmal soviel ein, daß Sie mir alten Frau eine Viertelstunde des Wartens verschwatzen helfen." Nissen muß lächeln. Die Art, wie ihm da der Kopf gewaschen wirb, ist so herzig unb so herzlich, daß sie wohltut. Tiefe sichernbe Geborgenheit geht davon aus. „Sie müssen mich recht verstehen, gnädige Frau. Ich war nicht darauf vorbereitet." „Die Prinzessin von ihrem Hausdrachen bewacht zum sehen", unterbricht Frau Lind ihn lachend. .Trösten Sie sich, Sie teilen da bas Geschick aller Befreier. Und gehen Sie nun nicht gleich auf den Drachen mit Feuer unb Schwert los, sondern halten Sie ihm zugute, daß er zunächst den Ritter prüfen will, bevor er bie Prinzessin freigibt." Ihre Stimme schlägt in tastendem Ernst um: „Denn darum handelt es sich doch wohl zwischen uns dreien, Nissen Dominik?" Ihre Augen suchen bie seinen. „3a", (agt er herb. raupenzucht auch unterrichtliche Ergebnisse so nebenbei mitgewonnen werden, fei nur erwähnt. Dann kam die Aufforderung, Altmaterialien und Knochen zu sammeln. Auch hier setzte sich bie Schule mit allen Kräften ein. Gerade im Gau Hessen« Nassau und auch im Kreise Wetterau wurden erfreulich hohe Ergebnisse erzielt. Da besuchen die Kinder alle ihre Bekannten und Verwandten unb bitten, bis sie das letzte Stückchen Eisen, ein wenig Kupfer oder auch Blei und Zinn erhalten haben. Jedes Knöchlein wird gesammelt, und alle Arten Lumpen werden zusammengetragen. Jede überflüssige Zeitung wird für die Sammlung mit in bie Schule genommen. Ganze Berge von Altmaterial kommen -zusammen, werden sortiert und an den Althändler weitergeleitet. Daß bas Tausende von Tonnen ergibt, ist ein erfreuliches Zeichen unb eine wertvolle Zugabe für unsere Kriegswirtschaft. Eine weitere Nebenaufgabe der Schule ist die Heilkräutersammluna. In den beiden letzten Jahren ist gerade bei dieser Sammlung fast ein Höchstmaß erreicht worden. Kamillen, Schafgarben, Holunderblüten, Erdrauch, Blätter von Brombeeren, Erdbeeren und Himbeeren, Taubnesseln usw. wurden von fleißigen Kinderhänden 3ufam- mengetragen, vorschriftsmäßig getrocknet, gesondert verpackt und an die Hauptsammelstelle eingesandt. In einigen Fällen mußte dem Sammeleifer sogar ein Riegel»vorgeschoben werden, da der Bedarf schon vollständig gedeckt ist. Wenn man in Erwägung zieht, urtter welch schwierigen Verhältnissen die Schule zur Zeit ihren Betrieb aufrechterhalten muß, wenn man weiterhin an die vielen anderen Arbeiten denkt, die auf Lehrern und Schülern lasten, dann ist diese Heilkräutersammlung, die doch fast nur außerhalb der Schulzeit vor sich geht, eine ge- Seit Nissen bei Frau Lind Besuch gemacht hat, ist die Liebe der beiden jungen Leute sicherer geworden. Nissen ist oft im Hause von Mattheus Lind. Aber der Zufall will es, daß er den Herrn dieses Hauses nie antrifft. Oder ist es kein Zufall, und nur die weitsichtige Klugheit der beiden grauen fügt es so, daß nicht ein Zusammenstoß mit dem Vater der hoffnungsvollen Freude der Tochter ein jähes Ende bereitet? Mit Frau Martha steht Nissen sich gut. Von Mattheus Lind wird niemals gesprochen. Er lebt nicht in seiner Familie. Er lebt in einer Welt, die Frau unb Tochter fremb ist, unb nach ber sie auch kein Verlangen haben. Die erste Rosenblüte neigt sich ihrem Snbe zu. — Juni unb Anfang Juli haben eine Ueberfülle von Blüten unb Blüten davon gebracht. Im Garten um Villa Lind werden schon die ersten Himbeeren reif. Nissen hat versprochen, Brigitte abzuholen. Als er über bie Kieswege zum Hauseingang schreitet, ruft ihn aus einem ber sträucherbeschatteten Seitengänge eine Frauenstimme. Frau Linb! Ueberrascht hält er Umschau. Schließlich entbeckt er sie hinter Jasmin unb Haselsträuchern. „Guten Tag, gnabige Frau." Er beugt sich tief auf die schmale Frauenhand unb küßt sie. „Habe ich Sie gestört?" „Aber nein, ich habe Sie boch selbst gerufen. Setzen Sie sich unb leisten Sie mir ein Weilchen Gesellschaft." Sie nehmen im Korbsessel Platz am nachmittäglich gebeckten Tisch unter einer Süßkirsche. Die leuchtend roten Früchte dieser späten Sorte hangen ihnen fast vor den Augen. „Brigitte wird sicher auch gleich kommen. Nein, nein, Sie brauchen kein verlegenes Gesicht zu machen. Ich spotte nicht. Ich spotte, wie Sie wisien, überhaupt nie. Spott ist eine non den neuen Formen geistreicher Gesellschaftsplauderei, bie mir alten Frau nicht liegt." Sie gießt Tee ein unb reicht Zucker, Sahne unb Gebäck. Der alte Dominik sieht mit Freude, wie sich bas Bild ber Einheitsantriebsmaschine rundet und volle endet. Die Konstruktionen scheinen in Ordnung zu fein. Die Maschinenteile auf dem Montagestand häufen sich. Es wird nicht mehr lange dauern, bann kann man mit ber Zusammensetzarbeit beginnen. Und dann wird sich zeigen, was an ber Sache ist. Dann wirb es sich endlich zeigen. Endlich! Er ist unbefangen genug, um Konrad Lietzen- borf einen ehrlichen Anteil an dem Fortschritt der Arbeiten zuzugestehen. Trotzdem sieht er bof Freundschaftsverhältnis, das sich zwischen feiner. Sohn und dem Ehesingenieur an gebahnt hat, ni# gern. Zu tief steckt ihm das Mißtrauen und der Widerwille im Blut gegen alles, was von Lind kommt. Derartige Ablehnungen erwachsen aus den 6p fahrungen eines Lebens. Man kann nichts dagegen tun. Auch daß Lietzendorf nach wie vor an seiner eigenen Konstruktion weiterarbeitet, paßt ihm nicht. Was soll das für einen Zweck haben? Entweder hat der Chefingenieur Vertrauen zu bei von Nissen ausgearbeiteten Methode — bann sol! er feine Eigenbrötelei lassen und an ber Stelst helfen wo's nottut. Oder er hat kein Vertrauen — und dann soll et mit gewichtigen Einwänden kommen und nutzlost Arbeiten verhindern. So sieht ber alte Herr die Sache an. Und f- glaubt, baß seine Ueberfegung logisch unb schlüssig ist Leiber denkt aber nicht bloß Lietzendorf anders, sondern auch ber Sohn verschließt sich ben Darlegungen des Vaters. Im Maschinenbau, da kann man wohl im allgemeinen sagen, daß eine orbeni* lieh burchkonstluierte Sache auch funktioniert. Obwohl es auch da Fehlschläge geben kann. Aber auf dem Gebiete der Chemie, da handelt cs fiO um die Dienstbarmachung von Naturkräften. Unü Naturkräfte haben ihren eigenen Willen. (Fortsetzung folgt.) Für ben Verteidigungskrieg, den Deutschland : durchzukämpsen hat, ist das gesamte Volk aufgerufen worden. Daß auch unsere Kinder, die noch zur Schule gehen, mithelfen wollen in der Heimat- ront, ist ganz natürlich. Wie oft sitzen die Buben an den Lautsprechern, und wie glänzen ihre Augen, wenn eine Sondermeldung durchgeht! Die Betreuungsarbeit für unsere Soldaten ist mehr für die Mädchen. Sie schreiben die Briefe an die tapferen Krieger, sie sorgen dafür, daß zu Weihnachten jeder Soldat ein Päckchen erhalt. Daß olche Kinderbriefe und -gaben die größte Freude ,ei ben Soldaten auslösen, bafür haben wir un- zählige Beispiele. Nur ein kleines Erlebnis soll hier mitgeteilt werden. In einer Dorfgemeinde hatten die Schulkmber im ersten Kriegsjahr an alle Soldaten aus ihrem Dorf einen Brief geschrieben unb dazu eine Ansichtskarte ber Heimat beigefügt. Kinder, die ihren Vater, ihren Bruder oder sonst einen Bekannten an der Front hatten, sandten ihre Karten natürlich diesen. Die übrigen Starten wurden den Briefen einfach bei gelegt. Ein junger Offizier kam nun in feinem Heimaturlaub in einen Laden, in dem er einen achtjährigen Buben sah, den er kannte und den er sehr herzlich begrüßte. Darauf sagte er zum Kaufmann: „Haben Sie noch etwas Schokolade für mich?" Der Kaufmann: „Gewiß, für einen Sol- baten ist immer noch was da," Der Offizier kaufte eine Tafel Schokolade und schenkte sie dem Buben, indem er sagte: „Du hast mir in dem letzten Hei- matbrief eine Ansichtskarte von unferm Dorf beigelegt und herzliche Grüße daraufaeschrieben. Das jat mir soviel Freude gemacht, daß ich dir dafür diese Schokolade schenke? Hocherfreut zog der Bub ab. ♦ So sorgen die Schulkinder in vielen Fallen dafür, daß die lebhafte Verbindung zwischen Front und Heimat nie abreißt. Daß sie dabei besonders an ihren eigenen Lehrer, der draußen im Felde steht, schreiben, versteht sich von selbst. Da werden alle Ereignisse, die sich in diesen Tagen in der Heimat abfpielen, mitge teilt, und es ist eine große Freude für die Schulklasse, wenn dann ein Brief des Lehrers von der Front eintrifft. Es sind gar viele Lehrer eingezogen, es gibt Dörfer, die nur an wenigen Tagen einen „Wanderlehrer" haben. Klassen mußten zusammengelegt werden, 80, 100 und mehr Kinder sitzen zusammen und machen ihre Schulausgaben. Das erfordert größte Anstrengung unb stärkste Anteilnahme; denn es will doch niemand zurückbleiben. Daß die Schulkinder aber neben der eigentlichen Schularbeit noch viele Sonderausgaben haben, ist bekannt, und wir wissen, wenn die deutsche Schule einmal eine Arbeit übernommen hat, bann wird sie auch vorbildlich ausgeführt. Davon können der Volksbund für das Deutschtum im Ausland und ber Verband der Jugendherbergen berichten. Mit dem Kameradschaftsopfer für bie Volksdeutschen, mit den fünf Pfennigen, bie fast jedes deutsche Schulkind monatlich spendet, wurde schon viel Gutes geschaffen. Und wie sind die Schulkinder habet, wenn sie — außer dem Jugendher- bergspfennig im Monat — mit ihren kleinen Heftchen für die deutschen Jugendherbergen sammeln! Bei der großen Zahl der Schulkinder — es sind immerhin einige Millionen — gibt es da immer ganz schöne Summen. Als im vorigen Jahre der NS.-Lehrerbund gemeinsam mit dem Oberkommando der Kriegsmarine zu einem Wettbewerb „Seefahrt ist not" aufrief, da machten sich nahezu vier Millionen Schulkinder mit ihren Lehrern an die Arbeit. In einer Ausstellung des Kreises Gießen konnten wir viele der Kinderarbeiten bewundern. Daß die Bu- . ben besonders viel Schiffsmodelle bastelten, ist erklärlich. Wir sahen Wikingerschiffe, Segler unb die neuesten Kriegsschiffe. Daneben konnten mir Pla- täte, Zeichnungen und Seekarten bestaunen. Zwischen ben Arbeiten der achtjährigen Schüler standen ganz werkgerechte, genau nach Maßstab angefertigte Modelle von Schlachtschiffen, die die Schüler der Oberschule ausgestellt hatten. Auch die Mädchen standen nicht zurück. Aufsätze über die Seefahrt, über Großdeutschland unb die See würben beige- steuert. . .. Das waren unvergeßliche Stunden, in denen die Kinder mit ganzem Herzen bei dieser freiwillig übernommenen Arbeit waren. Nun werden bie besten Stücke auf den Gauausstellungen gelernt, bann folgt eine große Reichsausstelluna in Köln. Die besten Arbeiten werden mit Preisen ausge- dC'©o‘mürbe ber Gebaute „Seefahrt ist not" bis in bie kleinste Dorfschule getragen. So merken auch alle deutschen Kinder, daß Großdeutschlaud sich anschickt, wieder eine Seemacht zu werden. Nach dem Sieae werden sich uns alle Meere wieder auftun. Deutsche Schiffe werden nach den Kolonien fahren, unb viele toufenb junge Menschen werben mit Freube unb Zuversicht bie neuen Schiffe bevölkern. Die Kinder von heute aber werden dereinst an diese Tage denken. Ebenso wie sie in den vergangenen Jahren sich mit Eifer dem Segelflugmobellbau Hingaben. Sie wissen heute Bescheid tu der Fliegerei, sie können mitsprechen. Die eigentliche Kriegsarbeit setzte aber erst em, als aufgerufen wurde zu Sonberleistungen, zu Sondersammlungen. Ganze Schulklassen zogen hinaus in ben Wald und halfen bei der Forstarbeit, auch in unferm Gau wurde davon berichtet. In den Dorfgemeinden wird der Flachs von den Schul- kindern gerupft und geerntet, viele andere Feldarbeiten werden gern und freiwillig übernommen. (Kartoffelkäfersuchaktion!) Neben dem Schulgarten wurde ein Stück Land mit Maulbeerpflanzen angelegt. Es wurde gegraben, gepflanzt und gehackt unb noch einmal gehackt. Zur Gewinnung von Rohseide wurden alle Schulen herangezogen. Viele hatten schon vor Jahren mit dieser Arbeit begonnen und können nun im Sommer eine reiche Ernte von Seidenkokon einsenden. Wie wichtig diese Seide für unsere Wehrmacht ist, feines Hinweises. Daß bei ber Seiden- 30. Juli damit zu seinem Warenverteiler, bann wird dieser die Entgegennahme der Bestellscheine ab» lehnen und die Abgabe ber fälligen Warenmenge verweigern. Der Verbraucher mutz nun ben Weg zum Ernährungsamt antreten, um sich bort eine Bezugsanweisung zu holen. Da inzwischen aber die halbe Woche bereits verstrichen ist, wirb ihm für bie durch seine eigene Schuld versäumte Zeit bie fällige Versorgungsmenge entsprechen!) gekürzt, er verliert also beispielsweise bei ber Buller einen halben oder ganzen Wochenanteil. Daß dieser Verlust für jebermann sehr empfindlich fein wird, bedarf keiner Betonung. Wer sich also vor solchem Nachteil schützen will, liefere bie Bestellscheine rechtzeitig, b. y. für bie fommenbe Verforgungszeit bis spätestens zum 26. Juli bei dem Warenverteiler ab, Bei ben Eierkarten ist zu beachten, baß Selbstoer» forger, b. h. bie Halter von Hühner und Enten, keinen Anspruch auf bie Aushändigung einer Eier» karte haben. Unberechtigter Bezug ber Eierkarte ist strafbar. Bei dieser auf sechs Monate gültigen Karts dürfen bie Warenverteiler nicht alle Bestellschein», abschnitte auf einmal abtrennen, sondern sie haben nur ben für bie fommenben vier Wochen fälligen Abschnitt abzuschneiden, bamit der Verbraucher innerhalb ber sechsmonatigen Gültigkeitsdauer ber Ei erkürte jederzeit bie Möglichkeit behält, nach Wunsch seine Bezugstelle zu wechseln. ; ja« 'jiot ■ .j!ler jnn Illi! Hm li Di Tageskalenber für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Liebe ist zollfrei". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Sieben Jahre Pech . Tageskalenber für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Liebe ist zollfrei". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Sieben Jahre Pech . Stammkunde und Laufkunde e Amtsgericht Gießen. sondern auch tatkräftige, praktische Hilfe geleistet ltrnate Gießener Dochenmarktprelse. zur nächsten menschlichen Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen en die Försterei. Finden |ür A‘2Bare. Für ö-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. Keine Zinkgefäße für Lebensnuttel. ihren 75. Geburtstag. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. * Btt Optiknam^ijnhöf hrenderweise nennt man sie hier Ernteferien!) o nur Schulferien, aber keine Arbeitsferien. , , Nahrung den Gaumen zu kitzeln, sondern vor allem den Menschen durch die werden kann. t Da kann es sich beispielsweise um die heute wichtige Frage handeln, wie man. Neues aus Altem * *- ' * 1------K -----^"chneidert, rial, oder wie man vorhandenen Stoff zu einem Kleid durch Einfärben von Resten strecken kann. -- * Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, kg 10, Wirsing 12 bis 18, Weißkraut 18 bis 20, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 9, Römischkohl 8 bis 14, Bohnen, grün, 60, Erbsen 28 bis 30, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 55 Rpf., Zwiebeln, das Bund 1 bis 1,20 RM., Rhabarber, kg 9, Falläpfel 8, Kirschen 40 bis 50, Stachelbeeren 25 bis 30, Johannisbeeren 25 bis 35, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 8 bis 15, Salatgurken 20 bis 50, Oberkohlrabi 13, Rettich, das Bund 15 Rpf. naten. Aus der engeren Heimat. Soldatenfrau sieht ihren Mann in der Wochenschau. ** 75 Jahre alt. Am morgigen Sonntag, 20. Juli, begeht Frau Elisabeth Donau Wwe., Marburger Straße 49 wohnhaft, in aller Frische Helfer herbeizurufen. Dehnt sich der Brand weiter aus, so' laufen wir bis f"“ ~ f* Behausung und alarmieren v . wir im Hause einen Feuerlöscher, so kehren wir an die gefährdete Stelle zurück, um auch die letzte Mag- lichkeit zu erschöpfen, bevor die Feuerwehr an Or und Stelle ist. Erst dann haben wir unsere Pflicht neu Halber - bensmitteln, wie Sauerkohl, Kartoffelsalat, Fleisch- ■ fatal, Milch, Fleisch, Marmelade, Obstsäften, Wem, I Brotteig usw., verwendet werden, da diese Lebensmittel durch Berührung mit Zink in kürzester Zeit gesundheitsschädlich werden und Massenoergiftungen Hervorrufen können. Eine solche Verwendung ist nach § 3 Nr. 1, § 11 des Lebensmittelgesetzes verboten und strafbar. Der „Volkswirtschaftlichen Corresvondenz" Ides Stammkunden im Sinne, daß der Geschäfts- entnehmen wir den nachstehenden Artikel. mann nur an sie abzugeben brauche, kann nicht men sollte. Im Hofe spielte auch das 2 xh Jahre alte Brüderchen, das unglückseligerweise an einen im Hofe stehenden Sack rhit Kleie geriet. Das Bübchen griff in den Sack und glaubte wohl, Mehl oder dergleichen gefunden zu haben. Er nahm denn auch eine ziemliche Menge von der Kleie und füllte damit, um das Schwesterchen zu füttern, das Münd- chen und die Nase des Säuglings im Kinderwagen. Leider wurde das von Gutherzigkeit geleitete Tun des Bübchens zu spät bemerkt, denn mittlerweile waren dem Schwesterchen Mund und Nase mit Kleie so vollgestopft worden, daß das Kind erstickt war. Ein Arzt, den man in aller Eile zur Hilfe herbeirief, konnte das bedauernswerte kleine Geschöpf leider nicht mehr ins Leben zurückrufen. to n, so aber hat der Stern schon bei der ersten mtbarkeit die volle Helligkeit, ein Beweis, daß p Mond eben keine Gashülle hat. Der Austritt *♦ Ihren 70. Geburtstag kann am heuti- gen Samstag, 19. Juli, Frau Henny Obermann, geb. Moll, Löberstraße 8 wohnhaft, Witwe des früheren Bauunternehmers Martin Abermann, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit begehen. Auch wir bringen der Jubilarin unsere herzlichen Glückwünsche dar. Landkreis Gießen <£ Watzenborn-Steinberg, 19. Juli. Am heutigen Samstag feiern die Eheleute Ludwig Philipp und Frau Katharine, geb. Schäfer, Watzenborn-Steinberg, Ludwigstraße, das Fest der goldenen Hochzeit. Die Hochbetagten sind körperlich und geistig noch rüstig und nehmen an den Geschehnissen unserer Zeit regen Anteil. Drei Söhne und zwei Töchter wurden den Jubilaren während ihres Ehestandes geboren, von denen aber zwei Söhne nach Rückkehr aus dem Weltkrieg verstorben. Die Jubilare können auch auf sieben Enkel zurückblicken. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. Fahrradmarder wird unschädlich gemacht. LPD. Frankfurt a.M., 18. Juli. Der 29jäh- rige, aus Geisenheim gebürtige, in Schierstem wohnhafte Ferdinand Bender hat seit 1935 ungefähr zwei Dutzend Fahrräder gestohlen. Kaum aus der Strafhaft entlassen, beging er wieder einen Fahxraddiebstahl, weshalb er jetzt vom Son- Ititl fit/ h IKtb X« tyltondamüvPudding f »ÄÄSÄ'S&lÄÄjg «mü robem oder gekochtem Obst, das Sie dazureichen ober schlchlwe'se mit dem vuddlng in eine Schate füllen Mondamin-Puddinge erhalten Sie auf di» jeweiligen Abschnitte Ihrer Tiahrmitteikarten. MONDAMIN - SrsettMlt Qfeb.äaüJUJShMlatttnbar» ♦ formen, die Tage der Erholung fangen an. In Kriegsfahren wurde ja wohl das Wort Fe- niiroft vergessen, die Erwachsenen denken kaum v nj) daran. Unsere Jugend vergißt sie aber nicht. bat die Ferien auch redlich verdient; denn es allerlei, was sie in diesen Kriegsmonaten ge» CHti hat. p llhrr auch in den Ferien geht die Sammelarbett Dafür ist gesorgt worden, daß nirgends vfittwanb herrscht. Beim Beginn des Unterrichts Olt l!u; »“ ounu uuci v/luc uu| " - . । auer ieuic»|uu.= ——p --- • o' 111,4) Rufe und Pfeifen versuchen wir, noch andere! ÜDn säurehaltigen oder leicht säuernd en Le- v I ___—-------- L. :**Är« ÄHitorfnhf Kartoffel alat. ^leisch- Der Fr. Sch. in Frankfurt a. M. hatte einem Arbeitskameraden in einem Umkleideraum auf der Arbeitsstelle in Gießen eine Geldbörse entwendet und einen Teil des Geldes für sich verbraucht. Dem ri „ . . , . I Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde Denn, so lehrt die Beratungsstelle, es kommt heute ^nqenaflte zu einer Gefängnis st rafe nicht darauf an, mit der Nahrung den Gaumen zu I Q n sechs Monaten verurteilt. Straferschwe. kitzeln, sondern vor allem den Menschen durch die wirkten die erheblichen, teils einschlägigen Ernährung gesund und leistungsfähig zu erhalten. Po^xafen, strafmildernd das Geständnis. Die Frauen müssen, meint die Letterm, heute ge- $ie $ $ in Gießen war in einer Gastwirtschaft wissermahen neu kochen lernen, — Nicht mehr nach ^fa. Dort entwendete sie einer Angestellten ein den Rezepten der alten Kochbücher („man ™ und ein Paar Strümpfe. Als sie bei nehme.. *), vielmehr kommt es auf die beste und e-ner Hausangestellten einer anderen Gastwirtschaft zweckmäßigste Ausnutzung des Vorhandenen an. übernachtete, entwendete sie dieser 5,— RM. Die Nicht die ist die beste Hausfrau, die viele Lebens- Angeklagte war geständig. Der Anklagevertreter be- mittel vielfältig verwendet, sondern jene, die e i n kragte einschließlich einer durch Strafbefehl er- Lebensmittel auf viele Arten zuzubereiten üerftebt. tannten Gefängnisstrafe eine Gesamtgefängnisstrafe Weißkraut braucht beispielsweise keineswegs immer üon Fragen kommen im Laufe einer Unterhaltung mit ■ der Leiterin Mage; dafür ist zwar die Hauswirt- . schastliche Beratungsstelle nicht unmittelbar em- t gerichtet, aber auch in diesen Fällen wird den Rat- suchenden geholfen, indem sie an die jeweils zuständige Stelle geführt werden, die sich ihrer Sorgen liebevoll und hilfsbereit annimmt. —y— e* 83 Jahre alt. Am kommenden Montag, 21.Juli, kann Frau Marie Diehl, Asterweg 9 wohnhaft, ihren 83. Geburtstag begehen. Wir beglückwünschen die Jubilarin herzlich. ... .... Strafkammer Gießen. ESS br^^b^o^^w^iö«™ Orunbcn in keinem Geschäft, bas ben l-benswich- Verführung eines unbefcholten-n Mabchen» unte tigen Geaenstanb führt, Stammknnbe ist, trotz 16 Sauren nerantaor n 6r Wie am n etaaigen Lrinaenben Bebarf-s- nicht möglich wäre, bie Buroraume einer Baufirma erbrochen und 30 einen solchen tzegenstanb zu ermerben. Der Einzel- RM einen Gummimantel, eme U UL U LS SÄ" SSL Ls ftg-ias** - - *• ~ « $sä ss.wisä 1 Der Kaulmann verfucht also am besten, bie De- einer anberen Baufirma und IM Innern die Schub- barissraae bes Sunben nachzuprüfen. Glaubt er laben, oerließ aber bre Raume w,Ober, ba er nichts nach pfluchtqemäßem Ermessen, baß kein Bebarf bei von Wert oorfanb. Weiter verführte er ein unbe- bem Sunben vorhanben ist, so ist er in der Sage, scholtenes Mädchen unter 16 Jahrem Dem Antrag überhaupt keine Ware oder nur eine geringe Menge des Anklagevertreters entsprechend. wuvb^ b t , der verlangten Ware abzugeben. Wird der Be- geklagte zu einer D e s a m t g e f a n g n > s st r a ,. barfsnachweis vom Kunden verweigert. |o hat der v 0 n z e h n M 0 n a t e n , auf dw drei Monate Kaufmann im Zweifel immer bas Recht, die Ab- terfuchundshaft angerechnet werden, verurteilt Das gäbe oon Erzeugnisten abzulehnen. Geständnis und d,e Familienverhaltniffe des Ange. Das Verhalten des Kaufmanns muß in diesen klagten wirkten strafmildernd. Fällen aber immer darauf gerichtet sein, eine un- W. P. tn Friedberg hatte sich "^öffentliche gestörte Versorgung des Marktes zu gewährleisten. Sitzung wegen versuchter Blutschande, begangen Wer nicht die Ware zur Bedarfsdeckung sicherstel- an seiner Tochter, zu verantworten, ^r Angeklagte l-n sondern sie erst bann Herausgeber! will, wenn wurde zu einer Gefängnis st rase von neun er sich etwa dadurch ungerechtfertigte Vorteile ver- M o n a t e n , auf die drei Monate schaffen kann, handelt stets kriegsschädlick und ver- haft angerechnet werden, verurteilt. Mit Rücksicht stößt gegen die Besttmmuntzen der Kriegswirt- auf die zerrütteten Familienverhaltnisse wurden chaftsverordnung. ihm mildernde Umstande zugebilligt. Aus verschiedenen Gerichtsentscheidungen ist zu | an €inem x)rt zugezogen und deshalb in keinem entnehmen, daß bei den Kaufleuten noch oft Zwei- {»in fnnn oder aus anderen fel bestehen, ob Stammkunden vor den Laufkunden bevorzugt werden dürfen. Diese Zweifel rühren daher, daß eine gesetzliche Regelung dieses Gebietes bisher nicht erfolgt ist. Zwar gellen auch hier die Grundsätze der Kriegswirtschastsoerordnung, nach denen die zum lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung gehörenden Rohstosfe und Erzeugnisse weder vernichtet, noch beiseitegeschafft, noch zurückgehalten werden dürfen. Hieraus ergibt sich, daß diese Erzeugnisse dem ordnungsgemäßen Verkehr und be- stimmungsgemäßen Verbrauch nicht entzogen werden dürfen. Dem Verkehr entziehen bedeutet zurückhalten. Allerdings ist der Rahmen nicht so eng zu »daß ein Kaufmann, der verantwortungs- t seine Ware verteilt und etwa einem Lauf- — soweit sie oazu m | künden nur eine geringere Menge dessen verkauft, ----- — .-tteeinsatz mit herange- als er haben will, nicht tis ,Lurückhalter" anzu- i werden, versteht sich von selbst. Die Tage sehen ist, wenn die Absttht besteht, sie anderen Lande sind für sie voll der schönsten Er- Kunden zugänglich zu machen. auch manchmal Schweiß kostet. Kaufmann hat b-- ihm anvertraute Gut * S steht die deutsche Schule mitten in der Arbeit st^hnnberifch im Jntereffe der Volksgemernfchait ««tthtt i imal. Es find Tage, die den Kindern in stol- stu verwalten und zu verwerten. Daraus ergabt sich Erinnerung bleiben werben. Sie können der- °?ß a6,er ,aud> - nf°lt,g Be°°rzugung bes ernst ihren eigenen Kindern erzählen: Wir roaren <’tammtunben mty. gulaflifl ist- Das Re ch ge ch fccStobei, wir haben geleistet, was wir konnten, m Entscheidung »am 6.1.1941 Sierau G Wwir lMen, während unsere Väter und Brüder st. °. ausgefuhrt: „Ein uneingeschränktes Vorrecht Mtztz^Aizen die Feinde besiegten, in der Heimat un- Guter Rat in vielen Fragen. ;J mgestorte NachrlchienuvermMlung in Gaststätten. Besuch bei der HauSwirtschastlichen Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerks. W? - W^gt um 5 Uhr 38 Minuten. | Der Fnnke. ' £05 kann jedem von uns im Walde begegnen, daß lir e sinen kleinen Brandherd entdeckt. Und nun: ifc iniür keinen Umständen weglaufen! Denn kleine ! i- Lsi chen können ungeheure Wirkungen auslöfen, anfl r f können zu einer fürchterlichen Katastrophe fuh- p, in Manchmal genügt schon das Austreten mit ik vn Absatz, um einen winzigen Brandherd auszu-1 uno ö tgm, der zu einem Riesenschaden führen konnte, erfüllt. wir reißen schnell einen Ast vom Baum oder ( W - Diriuch und versuchen, den Brandherd durch Aus-1 «- - - ) sch gen zu ersticken. Ausschlagen? Bedeutet das ^rotz wiederholter Warnung vor der Benutzung schritt- Hrmterbrochene Schlagen der gefährdeten Stelle, verzinkter eiserner Gefäße zur Aufbewahrung oder er d- 'M die Funken nur so fliegen? Nichts uxirener- Qugereitung von Lebensmitteln sind immer wieder K mer als das! Gebrauchen wir lieber das Wort ^Zergiftungsfälle vorgekommen, die durch den ©e» hat, Kriegen", d. h. wir heben den Ast, legen if)n mü nu; zinkhaltiger Lebensmittel entstanden sind. Die ■fcfoer Bewegung kräftig auf die gefährdete Stelle, Vergiftung ist meist darauf zurückzufuhren, daß l?I M zch.en von 1 bis 3, heben ihn hoch und legen ihn -vinkblecheimer oder Zinkwannen, die für die Der- tb iitDer hin, und wiederholen dieses 9JlanöDer, bis roent)urig als Lebensmittelbehälter gar nicht be- s b^ icBrandherd restlos erdrückt ist. Gelingt bas md)!, sind, mangels anderer Gefäße bei der Zu- z boS^ I? iiehen wir die Jacke aus und versuchen, mit ihr ßerßitung von Speisen verwendet werden. Solche ks Feuer zu ersticken. Wenn irgend möglich, wessen Gefäße dürfen zwar zur Beförderung von Wasser, tii Sand oder Erde auf die gefährdete Stelle. abßr keinesfalls zur Beförderung oder Aufbewah- 5»rin die Schüler vorzeigen, was sie in den Fe- wch gesammelt haben. ?s Nr die Landkinder sind die Sommerferien (be- " — - • x Diele Kinder beginnt eine ziemlich harte Zeit. »Mssen früh heraus und bei der Arbeit helfen, ’toirö das Getreide gewendet, da wird eingefah- Jpa helfen sie bei der Dreschmaschine usw. Wie . p,/nerben 10—14jährige Kinder noch nicht für ^W(i ingesehen, jetzt aber auf einmal heißt es: Du shon so alt, du kannst schaffen! Und stolz gehen Ail! jleinen an die Arbeit. M M unsere Stadtkinder — soweit sie dazu in dir Lage sind — beim Ernteeinsatz mit herange- ,» ,.,M »,»,». um SB,»n9« «,« <» «»„. ” "6‘" M»»»> *■' «s °J‘; 1 fihnbßtriebenbeim ^Wirttckaflsarmwe Frauenwerkes in Gießen, Lindenplatz 11, um letzt CHn-Rat und Auskunft in allen möglichen Fragen (Saf tallen- und Beherbergungsgewerbe tm Em- be5 ^nushaltes, der Familie und des täglichen LM'hrnen mit dem Staatssekretär für Fremden- zu holen. So erzählt uns Frau Schäfer, ^etlJjr eine verbindliche Anordnung getroffen. Da- welche feit anderthalb Jahren, feit dem Bestehen m Ättbr ber Beratungsstelle, mit deren Leitung beauftragt ick ^Italienischen Wehrmachtdenchts und um 20 Uhr I uni> ^-e n)ir ausgesucht haben, um einiges über l^ebertragung von Sondermeldungen dieser gemeinnützigen, vor allem für Gefolgschaft m unverzüglich nnsere Hausfrauen in Stadt und Land in der , K jtglches Bedienen der Gaste zu unterlassen, sich an wertvollen Einrichtung zu er= t a- * geeigneten Platz im Gaststattenraum zu ver-1 ?af)re« Die Besucherzahl mag schon zeigen, btt b 1111 d.ur Beendigung der Wieder- e5 sich um eine Einrichtung handelt, ohne im fc Seridjte schweigend M verweilen. Die Be- manche Frau gar nicht mehr auskommt, insbe- eii! - Hesinbaber werden verpflichte^ entsprechende f b Frauen, die heute ohne jede Hilfe aus- »c nahmen zu veranlassen und auch bei den Gasten ^^men müssen und keinen rechten Uederblick mehr ' tbr *r- Sorge zu tragen daß eme ungestörte Ueder- ihren Haushalt mit seinen infolge der Kriegs- r h 1 «cing der Berichte sichergestellt wird. Verhältnisse vielfach gesteigerten Anforderungen rb, b und Aldebaran haben, und namentlich auch Berufstätige, denen sch- unu die Zeit fehlt, sich ihrem Hauswesen so zu widmen, e red'-' Für Frühaufsteher! wie sie gerne möchten und wie es erforderlich wäre, ieüfi ijiHbrgen in ben ersten Vormittagsstunden bedeckt In der Beratungsstelle wird ihnen allen Aussen lier ’Jtonb den Stern 1. Grüße Aldebaran im Stier kunft, Rat und praktische Hilfe zuteil. Der Fragen, dritten Mal in diesem Jahre. Eine solche Sorgen und Nöte, die hier vorgebracht werden, inbebedung ist zwar an sich keine Seltenheit, sind viele, und die Leiterin der Beratungsstelle muh ck ist nur, datz ein so heller Stern bedeckt wirb, sich während ber Sprech- unb Besuchszeit viele in diesen Einzelfällen kann die Bedeckung noch Male umstellen und neu zurechtfinden, aber gehol- «b rch!-em bloßen Auge wahrgenommen werden, wenn fen hat sie noch jedem, der hierher kam. Die Be- Jm,. I v. Nond zur Zeit der Bedeckung noch nicht zu sehr ratungsstelle ift übrigens auch so ausgestattet --nut LÄ. Ziem Vollmond zuneigt. einer kompletten Kücheneinrichtung und nut Nah- Dir bedeckte Stern Aldebaran ist eine ferne I maschinen für die Nähberatung, — baß Rat und ?■ * (feine, deren Durchmesser ben der Sonne um das j Auskunft nicht bloße Theorie zu ^bleiben brauchen, ’ T übersteigt, obwohl doch der Sonnendurch- nd':r schon über 100 mal größer ist als der Durch- ■ÜSL" ifttlisr der Erde. 65 Jahre, also ein ganzes Men- Wiolter, ist das Licht unterwegs, um die Entfer-1 tige Frage handeln, roie man.’jeeues aus bfun: zwischen dem Stern und der Erde zu über-1 zweckmäßig und nutzbringend zurechtschr ösrüc-en, obwohl das Licht eine Geschwindigkeit von I etwa eine Hose aus noch verwendbarem 211 690 >00 Kilometer pro Sekunde besitzt, in einer I, tyeLnbe also die Erde fast 8 mal umkreisen mürbe. ------- -----, kn uns in Gießen verläuft die Bedeckuna wie Ober: es finb Erbsen vorhanben, so reichlich, daß Hu )lc:. Um 4 Uhr 43 Minuten tritt der Stern hinter man emmachen kann; aber_bie ®[afera“f; üt K flenfjeaen Teil des Monden Do die Ueberstrohlung gehen und. der wertvolle Wintervorrot ve.derbew >ugt iurt dos Mondlicht fehr groß ift, kann der Ein- Wie wäre es, wenn wir die Erbfen trockrwn? Die )rigic rit: ohne Fernroh? nicht beobachtet werden und ist B-rotungsftelle zeigt uns, wie das gemacht, Wirch ttdilt iKr ziemlich ausdruckslos. Um fo eindrucksvoller Oder: Süßmost aus Iohanmsbeerem Es gibt h - ft ns Wiedererfcheinen des Sternes an der dunk. Dampf^ntfaftungskurfe gleich für eine Reihe von fe Seite des Mondes, die wir nicht sehen können. Frauen mit praktischen Vorführungen roie beim Mich ohne sedes Vorzeichen ist der Stern in Schaukochen, mit kostenlostn Rezepten und Proben. Err vollen Größe am Himmel. Wenn der Mond Abends laufen vier Kochkurse — montags, biens- «hi Lufthülle hätte, wie die Erde, fo müßte das tags, mittwochs und donnerstags 1-16 bis 26 Tell »„einen allmählich chit steigender Helligkeit er- nehmerinnen, die stch für rw°lf Abende verpslich ■■ - - - - — " i jßn —. rotrb gezeigt, wie man tn kurzer ^eu gut unb zeitgemäß kocht, b. h. so, baß bie jeweils auf ben Markt tommenben Lebensrnittel zweckmäßig unb sinnvoll verbraucht unb ausgenutzt werben. 29/30 - 2/U. dergericht Frankfurt als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher zu 2% Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung verurteilt wurde. G. A.-Sport. Handballvorschau. In der Gruppe Gießen sind die Spiele am weitesten vorgeschritten, während die Gruppe Wetzlar im Rückstände ist. Am kommenden Sonntag sollen dort alle Vereine beschäftigt werden. Gruppe Gießen. Lang-Göns — G r ü n i n g e n. Die Lang-Gönser vollbrachten am Sonntag eine gute Leistung. Grüningen, welches mit Ersatz antreten mußte, wird dort einen schweren Stand haben. Luftwaffe Gießen — Holzheim. Das erste Heimspiel der Soldaten. Holzheim, das am letzten Sonntag nicht überzeugen konnte, wird sich sehr anstrengen müssen, um ein gutes Resultat zu erzielen. Gruppe Wehlar. Garbenheim — Katze nfurt. Beide Einheiten lieferten sich schon wechselvolle Kämpfe. Infolge des Platzvorteils besitzt Garbenheim ein Plus. _____________________ Wollstoffe Seide n Stoff e Modische Drucks Niedergirmes — Lützellinden. Allgemein ist man gespannt, wie sich Lützellinden in Girmes hält. Diese junge, ehrgeizige Mannschaft wird der Platzmannschaft schwer zusetzen. Letztere ist jedoch in der Lage, mit alten Spielern anzutreten. Hochelheim — Dornholzhausen. Die Gäste haben lange ausgesetzt, während die Gastgeber ihre gute Form in Turnieren beweisen konnten. Rur$e Spottnotizen. Ein selbständiger Sportgau West - m a r k wird ab 1. August dadurch gebildet, daß die zum Reichsgau Westmark gehörigen Gebietsteile vom Sportbereich Südwest abgetrennt und mit den lothringischen Gebieten vereinigt werden. Verwaltungssitz ist Saarbrücken, lieber das verbleibende Restgebiet des Bereiches Südwest wird gleichzeitig mit dem Sportbereich XII (Hessen) in Kürze bestimmt. Eindrucksvolle Zahlen wurden von dem Besuch der großen Fußballwettbewerbe des abgelaufenen Spieljahres amtlich bekanntgegeben. Den Meisterschaftsendspielen wohnten, von den Gruppenkämpfen ab, 720 000, den noch nicht abgeschlossenen Reichsbundpokalspielen bisher 132 000 und den Tschammerpokalspielen 387 000 Zuschauer bei. Die 2. Schlußrunde zum Tschammer- p o k a l w e t t st r e i t der Fußballspieler wurde für den 3. August eingeteilt. Die verbliebenen süddeutschen Mannschaften wurden wie folgt gepaart: 1 SV. Jena — Borussia Fulda, Sport Kassel — SV. Waldhof, FV. Metz — Rot-Weiß Frankfurt oder VfL. 99 Köln — FV. Metz, FC. Mulhausen 93 — Stuttgarter Kickers, 1860 München — Austria Wien, 1. FC. Nürnberg — Spvg. Fürth. Von der Börse. Zunächst festere, dann schwächere Börsen. Frankfurt a. M., 18. Juli. Während zu Beginn der Berichtswoche die Aktienmärkte noch in fester Haltung verkehrten, stellte sich gegen Ende eine schwächere Stimmung ein, die durchweg alle Marktgebiete erfaßte. Aber auch zu den schwächeren Kursen kam so aut wie kein Material an die Märkte, so daß die Umsätze wiederum nur sehr gering waren. IG. Farbenindustrie, die nach dem Bekanntwerden des Abschlusses für das Geschäftsjahr 1940.(wieder 8 v. H. Dividende) bis auf 225 (zum Schluß der vorigen Berichtswoche 221) anzogen, gaben wieder auf 219,5 nach. Daimler, die anfangs auf 208 (205) anzogen, Hingen auf 203,25 zurück, Mannesmann 183,50 (181), jetzt 178,25, Rh ein stahl 212,50 (207,75), jetzt 207,75, Siemens 340 (333), jetzt 333, Süddeutsche Zucker 338 (323), jetzt 333, Vereinigte Stahlwerke 168 (164,50), jetzt 164,13. großen und ganzen kann gesagt werden, daß die (U winne zu Beginn der Woche nach Eintreten M schwächeren Stimmung zum größten Teil roieU gieß1 verloren gingen. Am Rentenmarkt blieb die Stchl mung freundlich, Umsätze waren in großem UirD fange auch nicht festzustellen. Die Altbesitzanleihl plfliu schwankte zwischen 160,50 und 160,75, während b'l W Steuergutscheine I sich bei 103 hielten. Im übriw UM sind die Veränderungen nur unwesentlich. | pjM Die Einheitsmärkte waren ebenso wie du ■ variablen Papiere zunächst. fest, um später, * K dings in geringerem Maße, nachzugeben. Fran!,! furter Hof nach 103 Geld 101 Brief, dagegen fyr.l ** ninger Bräu gesucht und 168 (zuletzt 162,25) taxier-, Mehrere Papiere mußten bei starker Nachfrage, ab^ nur geringem Angebot repartiert werden. Freivn, kehrswerte lagen im wesentlichen unverändert. Rc, statt er Waggon setzten ihre Steigerung um mehre,, py' Prozent fort. Die Umsatztätigkeit hielt sich auch hic- in engen Grenzen. Tagesgeld 1,75 v. H. p Frankfurter Schlachkviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Juli. (Vorbericht.) & kosteten: Ochsen 39,50 bis 48,50 RM., Bullen H bis 46,50, Mhe 22 bis 46,50, Färsen 36,50 bis 47,50, Kälber 34 bis 59, Hämmel 38 bis 51, Scho,. 18 bis 44, Schweine 56 bis 64 RM. Marktverkauf alles zugeteilt. »jd)l Die ü- 1 f«tl Inhaber'- Car Mäntel Kostüme Kleider uiiiii M MU mon ilM W liiiD 1501 GIESSEN SELTERSWEG 81 R U F 2382 2946 A Gießen, 19. Juli 1941 Löberstraße 13 Neuenweg 23 02396J jahr in die Ewigkeit abzurufen. \ ilh« * Mfni Lieh Statt Karten im Alter von 32 Jahren. reu en Statt Karten Jürgen 3048 D 17. Juli 1941 02391,/ Frau Anna Mootz und Kinder. Gießen, den 19. Juli 1941 bij über den W i n t e 02375 bei Brühl. SchulstrJ 2937 D 2)as richte lh in allen Apotheken und Drogerien WFDRE DRUCKSACHEN VVCRDC Brühl. Gießen {fflassia-Sp 1*HAt nie» in noms. OAStsrarrtn oioctrrtN LLUHSMrrriL. UND ANOUIN INriMlCHZNOtN «SCHAHIN !Lir I nun •r auf eint liebe Gewohnheit nicht verzichten, Audi Haiiit-Sprude!kann einmal auiverkouh tein (bei leinet Beliebtheit und Güte eigentlidi kein Wunder!) Doch beim nidiiten Nachfragen werden Sie ihn gewin wieder erhalten, Ihren In tiefer Trauer: Käthe Cambeis. k>c tu Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank LalVWevsnZds ro v. 6. erhalten Sie bd wiederholten Ausnahmen einer Anrer« z. Z. Gießen Uni v.-Frauenklinik HO! ?®U tH Md i11 N »ul »11 m N itii i bir Bd © öö;r »Ui I teii Köln-Mülheim Stadt. Krankenhaus BURO-EINfUCHTUNGEM Gießen, Bahnhofstraße. Gießen (KaiseraUee 39), am 20. Juli 1941 3023 D Die glückliche Geburt des zweiten Jungen zeigen in dankbarer Freude an Dr.med. Ellen Flimm, geb.VargeS Dr. med. Werner Flimm Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Jn tiefer Trauer: Anna Nuhn, geb. Lemmer Luise Nuhn, geb. Sommeriad Familie Karl Lindenstruht Karl Nuhn (Feldwebel), z. Z. im Felde Treis, Beuern, den 19. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 20. Juli 1941, mittags um 4 Uhr statt. laDuuIex Gas Bügeleisen eingetroffen.3039D Carl Sffluoffi Bahnhoistr. 66. Ns nn ich rn Für die uns erwiesenen Aufmerksamkeiten und für die Geschenke zu unserer goldenen Hochzeit sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus Heinrich Nicklaus und Frau Henriette, geb. Stamm Gießen (Goethestraße 36), den 19. Juli 1941 O238T Ihre Verlobung geben bekannt Hnnelotte Letaler Kurt Strack Leutnant d.R. in einem Inf.-Regt. ein Kopf..- Oft hat man Kop* schmerzen und kari sich nicht erkläre! woher sie komme1 Ihre Verlobung geben bekannt Margret Heller Hermann Rau Feldwebel in einem Inf.-Regt. : rii Ihre Vermählung zeigen an Willi Möhl Anneliese Möhl, geb. Krieger Mankann Gehmüdigkeit u. Krampfaderleiden mit Gummistrümpfen vermeiden 1 Lassen Sie sich beraten im Mediz. Fachgeschäft KARLEGNER Frankfurter Straße 9. Tel. 3707 Zu allen Krankenkassen zugelassen! hygienisch einwandfrei veredelte böhmische Federn. Hohe Füllkraft lange Lebensdauer. Muster gratis Jos. Christi Nchf. Cham-Opf. 361 Nach Gottes heiligem Willen entschlief am 18. Juli nach schwerem Leiden mein lieber Man#, guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn Heinrich Balth. Nuhn Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute, treusorgende Mutter Margarete Cambeis • versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im 83. Lebens- ken usw. „Spalt- Tabletten“ a^| erstmalig so zusammengesetzt, sie auch unter anderem dies* „spastischen Ursachen“ der Kop' schmerzen sowie die Schmerz21 in den bewußten Tagen wirksam t* kämpfen. Spalt-Tabletten sind allen Apotb«* ken zu hab®® Dos sagen die Frisöre - und sie hoben recht. Aber dieser Spruch gilt nicht nur für den Kopf, er gilt auch für die Füße. Zum tadellosen Auftreten gehörtjdertäglich mit Nigrin-tM? gepflegte Schuh! Nigrin eutn SchuUfiuta! Rest, zum Krokodil Wegen Betriebsferien vom 21 -31.7.1941 (einschl.) geschlossen. 3037 D z.Z. Friedberg im Juli 1941 Mni^s^u—evu Man frage datf seinen Arzt. Vi*^ fach verursacht Verdauungsorg* ne Kopfschmerzen, und nach Genuß von bestimmt21 Speisen oder alkoholischen Getrü'l 3054 D / ifnriiitlhO unterrichten Sie sich am besten mit den allgemein- Familiendrucksacneri . . _ verständlichen Büchern des Hugo Bermühler Verlobungsanzeigen Verlages, Berlin-Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buch- serhmrfh,uno^anzelqen Händler das ausführliche bebilderte Werbeblutt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". 6 ° 8anze °en 6O5KX RMZ20 Gießen, Großer Steinweg 3, den 13. Juli 1941. Die Beerdigung fand in der Stille statt. 3033 D OOOhoooTpT >10 sich!