Donnerstag, 19. Juni MI Eichener Anzeiger Oer deutsch-türkische Freundschastsvertrag «X Zirpftichtung zu freundschastticher Fühlungnahme in Fragen von gemeinsamem Interesse !«.6W™ ■5 zur ifung und dem türkischen Außenminister S a - t Ad g l u namens der türkischen Regierung ein Ee der ' »eindschaftsvertrag zwischen Deutschland 'Hier Türkei unterzeichnet. Der Vertrag hat fol- Dortlaut: He Deutsche Reich und die Türkische Republik, n. Zweck haben zu ihren Bevollmächtigten er- Sa- beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen tritt, Kauft M. die ff dem in einem ront zum 15. Juni V-1 I 30. Mai 2. Juni 13. Juni Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer it Blumen, Straßenbü Oie deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen IVettbtiöl 5. Juli 18| « Anmelv l ben bctiB inisse! Werö fl E r, deutsche Reichskanzler jo Botschafter Fran; von Papen Präsident der türkischen Republik Minister des Aeuheren Suekrue bc o g l u, schwer beschädigt, ein Leichter Kreuzer versenkt, ein Schwerer. Kreuzer schwer beschädiat. HW Mgeführt in doppelter Urschrift,, in deutscher irkischer Sprache, in Ankara, am 18. Juni. li^ chzeitig mit der Unterzeichnung des deutsch- MÜstzen Freundschafisoertrages fand nachstehender Voi »wechsel zwischen der Reichsregierung Mler türkischen Regierung über die Wirt- sGi! lsbe Ziehungen zwischen beiden Can- jSJ «ii, MM teil teW ltzgebietes zu respektieren und keinerlei Mahir n zu ergreifen, die sich direkt oder indirekt ti den anderen Vertragspartner richten. Artikel 2. lolschland und die Türkei verpflichten sich, künf- ii ollen ihre gemeinsamen Interessen berüh- zu veckv. LiebiB ges nur zeitweise auf wenige Prozent erhöhen. England war eben nicht imstande, in der türkischen Außenhandelswirtschaft das Deutsche Reich als Lie? seranten und Abnehmer zu ersetzen. Die Folge war ein außerordentlicher Warenmangel auf allen Gebieten des türkischen Wirtschaftslebens. Wenn England eine zeitlang einen Teil der türkischen Landesprodukte aufkaufte, so gsschah dies, weil Zinsen und Amortisationsbeträge für die der Türkei gewährten englischen Anleihen vertragsgemäß durch Warenankäufe abgegolten werden sollten. Aber England konnte aus Mangel an Schiffsraum diese aufgekauften Waren nicht mehr abbefördern, so daß sich in der Türkei die Lagerhäuser füllten. Rach dem Kriegseintritt Italiens brach der türkisch-britische Handelsverkehr völlig zusammen, da es England nicht mehr möglich war, Waren durch das Mittelmeer nach der Türkei zu bringen und Warensendungen, die um das Kap und durch den Suezkanal gingen, durch die erhöhten Frachten und Persicherungsspesen für die türkischen Käufer unerschwinglich wurden. So rückte Ende 1940 Deutschland als Handelspartner der Türkei ganz von selbst wieder an die erste Stelle und es entspricht nur der wirtschaftlichen Vernunft und der Einsicht in die tatsächliche Lage, daß neben dem politischen Freundschaftspakt nun auch ein weitgehender Ausbau der ,l Mrgang llr.^5 eint tägliÄ,. auher i^tags und Feiertags Diese Ausfälle an wertvollen Kriegsschiffen, hie für die englische Flotte nach den Verlusten bei Kreta besonders schwerwiegend sind, zeigen, daß 's für die britische Flotte nach dem Verlust Kretas irrt östlichen Mittelmeer keinen Raum mehr gibt, bctf außerhalb der Gefahrenzone der deutschen Luft« idaffe liegt. Oer Wehrmachtbericht Berlin, 18. 3unL (DRB.) Das Oberkommando der Mehrmacht gibt bekannt: Der unter stärkstem Einsatz von Panzerkräften unternommene versuch des Feindes, unsere Front an der ägyptischen Grenze zu durchbrechen und dadurch die Einschließung von T o - b r u k zu sprengen, ist unter außerordentlich schweren britischen Verlusten, besonders an Panzerkampfwagen, gescheitert. Der Gegenangriff des deutschen Afrikakorps, verstärkt durch italienische Truppen, endete mit einem vollen Sieg der verbündeten Waffen. Der Feind ist geworfen und geht zurück. Führung und Truppe haben sich in diesen dreitägigen schweren Kämpfen in der Wüste hervorragend bewährt und Ungeheures geleistet. Die deutsche und italienische Luftwaffe trugen wesentlich zum Erfolg bei. Im Laufe des 17. Juni wurden 14 britische Flugzeuge abgeschossen, und der Feind durch rollende Angriffe von Kampfund Sturzkampfverbänden an mehreren Stellen zum Weichen gezwungen. Unterseeboote versenkten im Korb- und rMttelatlantik fünf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 31 933 BRT. Deutsche Jäger errangen auch am gestrigen Tage bei Luftkämpfen an der Kanalküste einen überzeugenden Sieg über die britische Luftwaffe. Bei dem Versuch des Feindes, mit Kampfflugzeugen unter starkem Jagdschutz in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden 21 britische Jagdflug- zeuge abgeschossen, und zwar 15 vom Muster hur- ricane, fünf vom Muster Spitfire und eins vom Muster Brewster. Die Luftwaffe bombardierte Flugplätze, Flakstellungen und Hafenanlagen im O st e n und S ü ö- osten der britischen Insel. Ostwärts Sunderland wurde ein großes Tankschiff in Brand geworfen. . Der Feind warf in der letzten Rächt mit schwachen Kräften in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben, durch die mehrere Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Sachschäden entstanden lediglich in Wohnvierteln. Rachtjäger und Flakartillerie schossen zwei der angreifenden Flugzeuge ob. Damit verlor der Feind am gestrigen Tage und in der l e h t e n R a ch t zusammen 3 7 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. Oer Sieg bei Sollum. ziehen. Sie werden von italienisch-deutschen Erd- truppen verfolgt und unterliegen dem vernichtenden Angriff der Luftwaffe der Verbündeten. In O st a f r i k a nicht Neues. Oie deutschen Erfolge im östlichen Miitelmeer. Die englische Flotte nirgends mehr sicher. Berlin, 18. Juni. (DNB.) Die Größe der Erfolge, die die deutsche Luftwaffe nach der Besetzung Kretas im östlichen Mittelmeer erzielt-, kennzeichnet die strategische Bedeutung, die dieser neu gewonnene Stützpunkt für die Operationen auf diesem Kriegsschauplatz hat. Der Angriff deutscher Kampffliegeroerbände richtete sich mit gleicher Kraft gegen britische Flottenstützpunkte wie Flottenverbände, sobald sie sich auf hoher See zeigten. Sieben Vorstöße wurden allein in den letzten zwei Wochen mit hervorragender Wirkung gegen die Stützpfeiler der englischen Ostmittelmeer-Stellung, Alexandria, Haifa und Zypern, durchgeführt, während 'M Seegebiet zwischen Kreta, Aegypten und Syrien britische Flottenoerbände seit Ende Mai viermal auf hoher See gestellt und angegriffen wurden. Bei ofll «alt: • , itr Hinweis auf den glücklichen Abschluß des t-türkischen Vertrages vom heutigen Tage be- drt I) mich Ew. Exzellenz zur Kenntnis zu bring'a aß meine Regierung bereit ist, soweit wie ir^ möglich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Maland und der Türkei zu fördern unter Betätigung der in der wirtschoflsftruktur der bei- NtCinber gegebenen Möglichkeiten und unter Zu- ib lcgung der zum Ruhen der beiden Lander riuanbet im Kriege gemachten Erfahrungen. Die hi Regierungen werden atsbald in verhandlun- entrelen. um sobald als möglich die vertrag- Grundlagen für die Durchführung dieser Ver- Schlacht bei Sollum siegreich beendet. Oer Feind durch Gegenangriff zum Rückzug gezwungen. — Oer neue große Erfolg derU-Bootwaffe. - 37 feindliche Flugzeuge abgeschoffen. Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf« ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung)25 /»mehr ?! dein II öen °°W diesen Kämpfen wurden am ' zwei Zerstörer versenkt, ein Zerstörer versenkt, ein Schwerer Kreuzer durch Volltreffer JjirHn, 18. Juni. (DRV.) Am Mittwoch um .r $Qien j for wurde in Ankara von dem deutschen - Master von papen im Aufträge der Reichs- Ihr« Scv I Die Schlacht bei Sollum ist zu einem vollen Sieg der verbündeten deutschen und italienischen Waffen geworden. Mit vielen hundert Panzern waren die Engländer mehrere Tage lang gegen das Deutsche Afrikakorps bei Sollum angerannt und zurückaeworfen worden, woraus das Deutsche Afrikakorps mit italienischer Verstärkung in einem schneidigen Gegenangriff die englische FroM zum Wanken brachte und das Schicksal der Schlacht entschied Die Engländer mußten sich nicht nur mit schweren Verlusten und nach Einbuße einer ungewöhnlich großen Anzahl von Panzern zuruckziehen. Führung und Truppe haben sich, wie bas Oberkommando der Wehrmacht feststellt, m diesen dreitägigen schweren Kämpfen tn der Wüste hervorragend bewährt und Ungeheueres geleistet. Daß die Engländer gerade bei sollum mit einem großen Erfolge rechneten, ergibt sich aus verschiedenen Umständen. Sie hatten die Schlacht in wochenlanger Kleinarbeit gründlich vorbereitet. Um dem Gegner nicht unterlegen zu sein hatten sie den arößten Teil des amerikanischen Kriegsmaterials durch den Suezkanal an die Front von Sollum qefchaftt. Ihre Absicht war es, bei Sollum d,e deut jchen Linien zu durchstoßen, den Gegner von Hin- cs Grund der ihnen erteilten Vollmachten fol- Beftimmungen vereinbart haben: Artikel 1. vekschland und die Türkei verpflichten sich, eilig die Integrität und UnvertehNchkeit ihres Naimliche 3nfereffengemeinf6afl. Zu dem Abschluß des deutsch-türkischen Freundschaftsvertrages schreibt die deutsche diplomatisch-politische Information: Der Abschluß eines deutsch-türkischen Freund- schaftspaktes bestätigt eine Erfahrung, die einsichtigen Beobachtern nicht neu fein wird: daß es nämlich Staaten und Völker gibt, deren wechsel- fettige Beziehungen auf einer Grundlage ruhen, die sie ungeachtet von Einwirkungen dritter Seite immer wieder zu dem Schwerpunkt einer natürlichen Interessengemeinschaft und damit starken Freundschaft zurückkehren läßt. Genau dies ist die Lage, die auf das deutsch-türkische Verhältnis zutrifft. Seine Geschichte reicht zurück in die Tage, als das wiederer stände ns Deutsche Reich begann, eine aktive Orientpolitik zu treiben, während die alte Türkei etwa gleichzeitig sich weiter aus Europa zurückzog. Schon damals war Deutschland die einzige der europäischen Großmächte, die an der Liquidierung der türkischen Position auf dem Balkan nicht interessiert war. Der deutschen Politik ermöglichte dies früh eine uneigennützige Haltung einzunehmen und der Türkei mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Es war Deutschland, das als einzige der europäischen Mächte gegen die von Engländern, Franzosen, Oesterreichern uhb Russen aufgebrachte Theorie vom „kranken Mann am Bosporus" Front machte und durch die Entsendung von Militärmissionen, Ingenieuren und Wirtschaftsfachleuten der von (üLm verlassenen alten Türkei Freundschaftsbeweise gab. Diese beschränkten sich durchaus nicht auf die Regierung des Sultans, sondern erstreckten sich mit gleicher Herzlichkeit auf das Jungtürkentum, von dessen Führern nicht wenige ihre Ausbildung in Deutschland genossen hatten. Die deutsch-türkische Bundesgenossenschaft während des Weltkrieges wurde in Deutschland als natürliche Fortsetzung dieses Verhältnisses und damit als Herzenssache empfunden. Die Schlachten, in denen Deutsche und Türken gemeinsam die Dardanellen verteidigten, stehen als unvergängliche Taten deutsch-türkischer Waffenbrüderschaft in den Annalen der Kriegsgeschichte beider Länder verzeichnet. Ebenso unvergessen ist die ruhmvolle Rolle, die die unter türkischen Oberbefehl und türkische Flagge gestellte Mittelmeerdivision der alten deutschen Kriegsmarine im Verein mit türkischen Seeleuten bei der Verteidigung der türkischen Gewässer spielte. Die großen militärischen Führer aus jener Zeit, allen voran der deutsche und türkische Feld- marschall Frh r.. v. d. G o l tz P a s ch a , der General Liman von Sanders und der Admiral S o u ch o n sind mit diesen kriegerischen Ereignissen in der Türkei ebenso verbunden, wie man in Deutschland das Gedenken an türkische Heerführer wie den späteren Kemal Atatürk, den heutigen Staatspräsidenten JsmetJnönü ober ben General Enver Pascha bewahrt. Wenn die osmanische Türkei sich nach deutschem Vorbild in einen modernen Staat um,zuformen versuchte, so wurde anderseits die Erhebung, mit der Kemal Atatürk sein Volk zum Widerstand gegen die Sieger des Weltkrieges emporriß, mit zum Fanal für ähnliche Kräfte, die sich in Deutschland regten. In Ermangelung eines eigenen Führers, der den Traum der nationalen Wiedergeburt hätte, verwirklichen können, sah das deut|che Volk damals auf feinen alten Bundesgenossen, verfolgte es mit heißem Herzen den unvergleichlichen Siegeszug, mit dem Kemal Pascha die Feinde der Türkei zu Paaren trieb, um mitten im Kampfgetöse den Grundstein zu einem wahrhaft modernen Staat zu legen. Das Aufbauwerk dieses als Staatsmann wie als Heerführer gleichermaßen hervorragenden Mannes übte auf die deutsche Oeffentlichkeit stärksten Eindruck aus. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialis- jL icm Wunsche beseelt, die Beziehungen der bei- 'ander auf eine Grundlage gegen- aÄ'EWl gen vertrauens und aufrichtiger Uften ndschaft zu stellen, find unter Vorbehalt gegenwärtigen Verpflichtungen beider Länder «gekommen, einen vertrag abzuschliehen. Zu .tllr: Fragen freundschaftlich miteinander Füh- 1 8|iu nehmen, um über die Behandlung solcher M tyn eine Verständigung herbeizuführen. Artikel 3. || i Hei vorstehende Vertrag wird ratifiziert und die ^»stationsurkunden sollen alsbald in Berlin aus- IWucht werden. Der Vertrag tritt am Tage der 'lek ddjnung in Kraft und gilt von da ab für 'M Dauer von 10 Jahren. Die vertragsschliehen- 'G teile werden sich zu gegebener Zeit über die einer Verlängerung des Vertrages verftän- Deutschlands (unter Einbeziehung des damaligen Oesterreichs, Böhmens und Mährens) an der türkischen Einfuhr nur auf 17 v. H. und an der Ausfuhr auf 13,8 v. H. belief, waren diese Ziffern im Jahre 1936 bereits auf 47,9 v. H. und 52,2 v. H. gestiegen. Der großdeutsche Markt nahm also damals mehr als die Häufte der türkischen Ausfuhr auf. Diese für beide Handelspartner vorteilhafte Entwicklung wurde im Sommer 1939 durch den politi- chen Kurswechsel in Ankara unterbrochen. Nach Unterzeichnung ihres Bündnispaktes mit England verzichtete die Türkei auf eine Erneuerung ihres Verrechnungsabkommens mit Deutschland, um auch wirtschaftlich dem neuen Bundesgenossen eine Chance zu geben. Aber obwohl man in Ankara alles tat, um den Handelsverkehr mit England zu erweitern, zeigte es sich bald, daß England gar nicht willens war, die türkischen Erzeugnisse aufzunehmen, da es s^nen Bedarf an den gleichen Waren vorwiegend im Empire selbst decken mußte, und nach Ausbruch des Krieges war es sehr bald nicht mehr in der Lage, einen Abtransport der wenigen in der Türkei gekauften Produkte sicherzustellen. Der britische Anteil am türkischen Außenhandel, der sich im Jahre 1936 auf nur 6,6 v. H. der Einfuhr und nur 5,4 v. H. der Ausfuhr belief, konnte ich bezeichnenderweise im ersten Jahre des Krie- sS' oerkEM ” Ölungen zu schassen. 3her wurde im Anschluß an ben Unterzeich- -- "7^lW»kt folgende gemeinsame Erklärung üb er W dlis resse und den Rundfunk beider Can- mi,««.gegeben: Unter Hinweis aus den glücklichen des Vertrages geben die beiderseitige Be- £y'Ä«f|liglen dem Wunsche Ausdruck, dah die Preisf «fc beider Cänber ebenso wie der beiderseitige UdMM-ink in ihren Veröffentlichungen und Sen- stets dem Geiste der Freund- 1'lMi und des gegenseitigen Ver- General-Anzeiger für Oberhessen $d| «ietzen^chulftrah-7-, iftsführotBB rhältlich. ! ließen tl. D^sOflWens Rechnung tragen werden, der Y di u i türkischen Beziehungen charakterisiert. 1 einem besonderen Notenwechsel, der M-türkischen Freundschaftspakt beigefug wurde. Ifcv das außerordentliche Interesse zum Ausdruck, Ub-ide vertragschließende Länder an der^wen- B Ausgestaltung ihrer gegenseitigen ^irtschafts Uhingen haben Die Türkei hat den außerord nt- U Üufschwunq ihres Wirtschaftslebens miden letz- ren vor dem Kriege m beträchtlichem Mieder n ehnunq ihres Handelsverkehrs Wem nation alsozialistischen D rutsch- 8d zu verdanken, wo sie stir ihre wichtigsten Wuirgüter vor allem Erze, Baumwolle, Tabak, Wi. Haselnüsse und Sultaninen einen ssrohen «scheren Absatzmarkt gefunden .^"6, wahrend Wanigekehrt ihren Einfuhrbedarf °n Maschinen WirLustriellen Anlagen, Chemikalien Eisen- und Ättaren sowie Textilien m bester Qualität 4|?! tfd)lanb decken konnte. So war es kein Aun- jrJb ß bei dieser natürlichen Ergänzung der Ra- ,M! In diesem großen Zar ah- Leander -Film spiegeln sich Leben, Liebe, Ruhm und Opfer einer leidenschaftlichen Frau, einer gefeierten Sängerin. Einem deutschen Landedelmann vermählt und während der März-Unruhen im Wien der Metternich-Zeit an einen skrupellosen Glücksritter gefesselt, verwirklicht sie einen verzweifelten Entschluß, der sie immer tiefer in Schuld u. Ausweglosigkeit verstrickt Mündlich können <5ieeS nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Alle-ha-, was la efae gute Torfe Hlnelnfommf, bas kleb» mehr oder weniger auch an der Kondiforschürze: Teig, Krememasse, Torfenfüllung und Zuckerfarben 1 Die Torte wird gewiß schön — ober Frau Kondlfor hat die Arbeit Mit dem Waschen. Und die ist nicht einfach. Der einmal eine Kondiforschürze gewaschen hat, kann ein Lieb bavoo fingen. Mit einfachem Waschen ist da nichts zu wollet Man braucht stärkere Mittel für diesen zähklebenben, eiweißhaltigen Kifft Haben Sie etwas Ähnliches gu waschen? Dann nehmen Sie nicht Gelse oder Wasch» Pulver, Eie erreichen damit nicht viel. 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Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Neuaufführung LICHTSPIELHAUS dem gleichnamigen Bühnenstück von Max Neal HANSI KNOTECK . ERNA FENTSCH JOE STÖCKEL . JOSEF EICHHEIM Täglich 3.00, 5.15, 8.00, Sonntag 2.30, 5.00, 8.00 Jugend hat keinen Zutritt! 2659 A 'M. ' .< ..." atz' * «iK T ZARAH WM Herweg mshrie • • .... - Tagung -es Führerkorps der Partei. irischastsbeihilfe bei Einberufung steuerfrei. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte das Führerkorps der Partei im Gau Hessen-Nassau für Dienstag zu einer Arbeitstagung einberufen. Im Großen Sitzungssaal des Adolf- Hitler-Hauses zu Frankfurt a. M. nahm der Gauleiter in Längeren Ausführungen zu den aktuellen politischen Tagesfragen Stellung und gab Anweisungen und Richtlinien für die in den Sommermonaten zu lösenden Aufgaben. Im Rahmen einiger Sochreferate sprach aus dem Mitarbeiterstab des Gauwirtschaftsberaters Gaustellenleiter Konsul Max Kirsch an Hand von Lichtbildern über Landschaft und Menschen im Irak und Iran. Der Vortrag, der infolge seiner Akualität im Zuhörerkreis' besonderes Interesse weckte, wurde mit Beifall ausgenommen. Ferner sprach der Vizepräsident der Deutschen Neichsbank, Kurt Lange (Berlin) über das Thema: „Nationalsozialistische Geld- und Kapitalmarktpolitik". Neben den Vertretern aus Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft waren auch die Führer von NS.-Musterbetrieben und ein Teil der mit dem Gaudiplom ausgezeichneten Betriebe und Wehrwirtschaftsführer anwesend. Vizepräsident Lange erklärte, im Kriege habe die Geld- und Kapitalmarktpolitik ihre Belastungsprobe bestunden. Die Notwendigkeit des Sparens sei ein ernstes Gebot der Stunde, denn alle Verbrauchseinschränkungen kämen durch Abschöv- fungen bei den Kapitalsammelbecken, insbesondere den Sparkassen und Versicherungen, der Kriegs-- finunzierung zugute, die etwa je zur Hälfte durch Steuern bzw. lang-, mittel- und kurzfristige Kreditfinanzierung sichergestellt sei. Es sei nationale Pflicht eines jeden Deutschen, im Kriege auf Konsum soweit möglich zu verzichten und das Geld nutzbar der Kriegsfinanzierung zuzuführen. Cs gäbe kein sichereres Währungssystem in der Welt, das besser fundiert und sicherer gestellt sei als die deutsche Reichsmark. Vizepräsident Lange behandelte abschließend die Aufgaben, die der deutschen Wirtschaft nach diesem Kriege gestellt werden, und erwähnte dabei neben der Erhaltung der Wehrkraft den sozialen Wohnungsbau und Städtebau, die Ausweitung der Produktionskapazität und des Verkehrswesens, die Kolonien, Ersatz-Investitionen der Wirtschaft und die Ingangsetzung der Konsum- aüter-Industrie. Er betonte, daß die gewaltigen Leistungen nur bewältigt werden bei weitgehender Rationalisierung und billigten Pro - duktionskosten. Auch die Entbürokratisierung und der Abbau von Zwangsbewirt- schaftungs-Maßnahmen seien neben der Stärkung des nationalsozialistischen Leistungsprinzips erforderlich. Auch im Kreditwesen sei die Zukunfts- aufgade Rationalisierung, um billigere Aufbaukredite zu ermöglichen, wobei der Personalkre- d i t mehr als bisher in den Vordergrund zu treten habe. Die nationalsozialistische Wirtschafts- und Finanzpolitik habe bereits den Sieg in diesem Deutschland aufgezwungenen Kriege errungen, und das deutsche Volk könne genau so wie auf seine stolze und siegreiche Wehrmacht in Bezug auf die weitere Wirtschaftsentwicklung vertrauensvoll m die Zukunft blicken. SozialeLeistungsgemeinschasteninHesten-Aastau Eine wertvolle Einrichtung des Reichsnährstandes. Im Rahmen der Landarbeiterfrage, auf die durch den Besuch des Reichsgefolgschaftswartes des Reichsnährstandes Methling die besondere Aufmerksamkeit gerichtet wurde, bilden die sozialen Leistungs- gememschaften eine äußerst wertvolle Einrichtung. Man ist an die Schaffung dieser Organisationen von dem Standpunkt aus herangegangen, daß auch auf diesem Gebiet die Gemeinschaftsleistung eingesetzt werden muß. Eine derartige Zusammenfassung dient der gegenseitigen Förderung und Beratung und bringt gleichzeitig das Moment des Wettbewerbs und damit eine Beschleunigung des Fortschrittes in die Aufbaumaßnahmen hinein. Man hat diese Einrichtung zunächst in mehreren Dersuchskreisen aufgebaut. Betriebsführer, Landarbeiter, Gesolgschaftswarte, Vertreter landwirtschaftlich fachlicher Verbände wie Gartenbau, Kleintierzucht usw. sind in den Leistungsgemeinschaften zusammengefaßt. Die praktische Arbeit er- Die Lebensmittel von Mehr Butter statt Schmalz streckt sich auf den Ausbau bestehender Landarbeiterwohnungen sowie auf Neuerrichtungen, auf Werbung und Aufklärung. Es werden Beratungseinrichtungen getroffen, Beispielsbetriebe herausgestellt, gemeinsame Besichtigungen und Lehrgänge durchgeführt. lieber diese naheliegenden Probleme hinaus soll aber auch den wichtigen Gebieten der Dorfverschönerung und den gesamten kulturellen Fragen Aufmerksamkeit gewidmet werden. Daß auch die Gesichtspunkte der Arbeitserleichterung in das Programm aufgenommen sind, erweist sich in der augenblicklichen Zeit als besonders bedeutungsvoll. Man kann heute schon sagen, daß sich in diesen sozialen Leistungsgemeinschaften der nationalsozialistische Grundsatz bewährt, daß durch die Zusammenfassung aller Kräfte aus freiem Willen und auf Grund des Gefühles der Selbstverantwortung höchste Leistungen erwachsen. 30 Juni bis 27. Äli. Reis auf Mhrmittelkarie. Die Lebensmittelverteilung für die 25. Zuteilungsperiode vom 30. Juni bis 27. Juli 1941 bringt Erleichterungen und technische Verbesserungen, die für die Verbraucher von besonderem Interesse sind. Die Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Margarine, Teigwaren, Kartoffelstärkeerzeugnissen, Kaffeemittesn, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Ka- kaopulver bleiben gegenüber der 24. Zuteilungs- pekiode unverändert. Jeder Versorgungsberechtigte erhält jedoch in der 25. Zuteilungsperiode an Stelle von 125 g Nährmitteln 12 5 g Reis. Ferner erhalten die Normalverbraucher und die Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren 62,5 g Butter mehr und zum Ausgleich die gleiche Menge an Schweineschlachtfetten weniger. Die Gesamtfettmenge bleibt also unverändert. Auch die Gesamtration an Käse und Quark wird nicht geändert. Die Fettkarten sehen aber vor, daß statt einer Menge von 62,5 g Käse 125 g Quark abgegeben werden dürfen. Deshalb lautet der Käsebestellschein über 187,5 g und der Quarkbestellschein über „250 g Quark ober 125 g Quark und 62,5 g Käse". Die Versorgungslage gestattet es, wie der Reichsernährungsminister in seinem Rationierungs-Erlaß mitteilt, den vielfach geäußerten Wünschen Der Versorgungsberechtigten zu entsprechen und auf die Einzelabschnitte der Nährmittelkarten in gewissem -Umfang auch Reis zu verteilen. Das wird nicht nur für die laufende 25., sondern auch für die 26. und 27. Zuteilungsperiode der Fall fein. Alle Verbraucher, die im Besitz der rosa Nährmittelkarten sind (Normalverbraucher und Jugendliche) erhalten in der 25. Zuteilungsperiode die Möglichkeit, statt 125 g Nährmittel die gleiche Menge Reis zu beziehen. Deshalb sind die fünf Einzelabschnitte N 6 bis N 10 zu einem Abschnitt N 6/N 10 zusammen- gefafjt, der zum Bezug von 125 g Reis berechtigt. Verbraucher, die lediglich auf den Besuch von Gaststätten angewiesen sind, können den Abschnitt N 6/N 10 in Reise- und Gaststättenmarken über Nährmittel umtauschen. Neu ist sodann, daß die Margarinemenge, die auf die Kleinabschnitte der Reichsfettkarten für Normalverbraucher und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren bezogen werden kann, von der 25. Zuteilungsperiode ab 200 Gramm gegenüber bisher 140 Gramm beträgt. Es gibt also mehr Abschnitte' zu 5 und zu 10 Gramm Margarine. Damit können diese Abschnitte in erweitertem Maße auf Reisen und in Gaststätten verwendet werden. Zur leichteren Abrechnung ist für den Bezug der den Normalverbrauchern und Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren zustehenden Menge an Schweineschlachtfetten nur noch ein Einzelabschnitt vorgesehen, der während bpr ganzen Zuteilungsperiode gilt. Die Bestellscheine für Schweineschlachtfette sind entbehrlich geworden und weggefallen. Die Fleischer versehen die Rückseite der Fettkarte mit ihrem Firmenstempel. Schweineschlachtfette können nur bei dem Verteiler bezogen werden, der die Karte abgestempelt hat. MARYLAN erf olgreich er Kösmetik cKennt Jemand1 der on Verstopfung, trägem Stuhlgang oder den häufigen Folgens Unreines Blut, Hämorrhoiden, übermäßiges Fett, schlechte Verdauung, Nervöfität, Rheuma leidet, die guten Wirkungen eines HeilwafTers noch nicht, da» man sich selbst bereitet aus Dr. Sdiieffer’s Stoffwechfelfalz Dann zur Dann-, Blut- und Säftereinigung mit Dr.Schieffers Stoffwechfelfalz den Anfang gemacht! Bold kann man die guten Wirkungen feststellen und fühlt fichwohler und freier Glas 1.20, Doppelglas 2.- In Apotheken u. Drogerien. Zu haben I. Drogerien u. Apotheken Aus der engeren Heimat wirtschaftlichen Lage. Er streifte bcfi Werdegang der Kasse mit stetem Aufwärtssteigen unter FüH« rung des damaligen Vorstandes und weiter bis q: schloß Kontrolleur Stumpf seine Ausführungen. 2115» Bluttat eines polnischen Landarbeiters. e em- ie bleiben Ireibankverkauf am 20. Juni 1941: 2661A X T 1 1 " von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Si« bei mehrmaligen Veröffentlichungen Pilo die zeitgemäße SchuYipfle^e Moll. Ki! jr Soll bei kenhaus eingeliefert werden mußte. Nach der Tel bestieg der Pole einen Anbau am Hause und beging dadurch Selbstmord, daß er mit beiden Händel die Starkstromleitung ergriff. Einen Arbeiter, her den Polen an dem Vorhaben zu hindern such!«, hatte er ebenfalls vorher mit dem Messer bedroh- Die Spar b. H. Reis Wirtschaftsbeihilfe wird an die Angehörigen der zum Wehrdienst einberufenen Wehrpflichtigen und anderer bestimmter Personenkreise (z. B. der Not- dienstpflichtigen) in zwei Fällen gewährt, einmal zur Fortsetzung des Betriebes oder des freien Berufes und dann zur Erhaltung des Betriebes oder freien Berufes. Die Voraussetzungen sind durch gemeinsamen Erlaß der beteiligten Reichsminister bestimmt worden. Wirtschaftsbeihilfe zur Fortsetzung des Betriebes oder freien Berufes wird gegeben, wenn der Einberufene die Mittel zur Deckung, des notwendigen Lebensbedarfes für sich und seine familienunter- haltsberechtigten Angehörigen bis zum Einstellungstag aus dem Betrieb gewonnen hat und wenn in der Zeit nach dem Einstellungstage die Erhaltung der wirtschaftlichen Lage des Einberufenen gefährdet ist. Durch die Wirtschaftsbeihilfe soll erreicht werden, daß der notwendige Lebensbedarf der familienunterhaltsberechtigten Angehörigen gesichert bleibt, und daß der Betrieb als Erwerbsgrundlage des Einberufenen und als volkswirtschaftlicher Wert für die Gefamtwirtschaft erhalten bleibt. Wirtschaftsbeihilfe zur Fortsetzung des Betriebes oder freien Berufes wird deshalb gegeben, wenn der Gewinn aus dem Betrieb und etwaige andere Einkünfte zur Deckung des notwendigen Lebensbedarfs der berechtigten Angehörigen nicht ausreichen. Ergibt sich ein Verlust des Betriebes oder freien Berufes, so und betonte, daß der Stärkere des Schwächere Stütze sei, im Kleinen wie im Großen. Weiler ■ sprach er über eine gesunde Anlagepolitik des i Geldes jetzt im Krieg. Er überbrachte der Oenoi« i senschast als Geschenk zum 50. Geburtstag ein in Leder gebundenes Protokollbuch. Herr Wacker von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft übermil« telte deren Glückwünsche und gab selbst de Wunsche Ausdruck, weiterhin in gutem Einverneh men und guter Genossenschaftsarbeit mit der Kasi tätig sein zu können. Die Versammlung wurde |u dann in der üblichen Weise geschlossen. LPD. Biedenkopf, 18. Juni. Zu einer schweren Bluttat kam es in Lixfeld. Ein bei einem Bauern beschäftigter polnischer Landarbeiter — ber Bauer selber ist nicht zu Hause — griff die Frgii des Bauern an und bedrohte sie mit der Mistgabel/ Die Frau konnte sich durch schnelle Flucht retten. Landkreis Gießen. * Reiskirchen, 18. Juni, und Darlehnskasse e. G. m. Haupnchrtslletter: Dr. 7»ktedrich Sttlbelm Lamge Stellvertreter Ml Hauptichrittleiterö' Ernst Blumschef». Verantwortlich für Polttü uni BUder: Dr. ftr. W. Lange für das Feuttleton: Dr. HanS Thyriol; rttr Stadt Gießen, Provinx, Wirricha,. u. Sport: Ernst Mumschem. Druck unc. Berlag Brühhche Untversttütsdruckerei R. Lange K. Berlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenteilen Hans BeL. Berantwortllch i ür den In halt der Ain eigen: TbeodorKümmel $L9ir4- , Sie ßrioad .S und W> die still' Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten zu meinem 50. Geburtstag sage ich hiermit allen meinen herzlichsten Dank Frau Grünewald „Zum Schipkapaß“ Gießen, den 19. Juni 1941 _________________02063/ schnellsten Wege zur richtigen Fußbekleidung verhilft, sondern auch in starkem Maße Rohstoffe ein- (pari. Oie Schuhaustauschstelle bestens bewährt. „Not macht erfinderisch", sagt ein altes Sprichwort. Und so hat uns auch die Zeit des Krieges schon eine ganze Reihe von praktischen Neuerungen gebracht, die sich bis jetzt außerordentlich gut bewährt haben. Dazu gehört beispielsweise auch die Einrichtung von Schuhaustauschstellen, die sich bald großer Beliebtheit und ebensolchen Zuspruchs erfreuten. Besonders oft gesehene Gäste dieser Stellen sind die Kinder. Wie oft unsere Kleinen wieder einmal einem Paar Schuh entwachsen sind, davon wissen die Mütter ein Lied zu fingen! Natürlich wäre es heute ganz und gar unwirtschaftlich, dauernd neue Bezugscheine zu beantragen, wo es doch einen fo bewährten Ausweg gibt. In allen Teilen unseres Gaugebietes haben die Wirtschaftsämter in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenwerk Schuhaustauschstellen eröffnet. Reger Betrieb herrscht da immer, und so mancher, den der Sd)uh drückt, konnte geradezu leicht beschwingt wieder von dannen gehen. Wie groß die damit verbundene Entlastung der Wirtschaftsämter ist, beweist die Tatsache, daß eine einzige Schuhaustauschstelle unseres Gaues in diesen Tagen das 7500. Paar Schuhe an den „richtigen Mann" bringen konnte. Man sieht, von welch weittragendem Nutzen diese Einrichtung ist, die nicht nur den sie Beanspruchenden den Geldbeutel schont und jedem auf dem von 8- 9 llbr Nr. 1391-1420 von 9-10 Ubr Nr. 1421-1445 von 10-11 Ubr Nr. 1446-1475 von 11-11.30 Uhr Nr. 1476-1490 am 21. Juni 1941: von 8- 9 Uhr Nr. 1491-1530 von 9-10 Uhr Nr. 1531-1570 von 10-10.30 Uhr Nr. 1571-1590 Es wird Fleischbrühe ausgegeben. Städl. Schlachthof, Gießen. : ii eben keim «sitzt es bei -eben so ba •len komm uges ber s-Hpen. Au ritoenbig f: iStgenieil! ( j er in feiner kmchfenen riunb ersaßt Üe momögl Phantasie Lebens. 1 !! lages am knet erheb, ngen. Scho ^darauf k Hinb, — Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständiichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens unddamitdurcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift: „Freude am Leben“ Hugo Bermü hl er Verlag Berlin-Lichterfelde Mein Schuhzeug ist stark strapaziert, was mach'ich. wenn es alle wird?“ Viel besser als das Klagen nüft. dah man den Schuh durch Pilo schüft! Bei Kopfschmerzen, besonders wenn sie durch Schnupfen, Stockschnupfen und ähnliche Beschwerden verursacht sind, bringt do. seit über hundert Jahren bewährte Klosterfraii- Schnupfpulver oft wohltuende Erleichterung. Klar sterfrau-Schnupfpulver wird aus wirksamen HeiU> trällern hergestellt von der gleichen Firma, die brn bekannt guten Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. w'J Sie erhalten Klosterfrau-Schnupfpulver in Origa- naldosen zu 50 Pfg. (Inhalt 4 Gramm), monatelang ausreichend, bei Ihrem Apotheker oder Drogisten. kirchen hielt am vergangenen Sonntag ihre diesjährige Generalversammlung, verbunden mit einer kleinen Feier des Gedenkens zum 50jährigen Bestehen, ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Schmidt begrüßte die Mitglieder und die Gäste des Tages, Direktor Eidmann von der Landes- bauernkasfe, Oberrevisor Hartmann als Vertreter des Ländlichen Genoffenschaftsverbandes und von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Herrn Wacker. Kontrolleur Stumpf gab in seinem Bericht einen Gesamtüberblick über den guten Stand der Kasse, insbesondere der Spareinlagen, die auf über 600 000,— RM. angestiegen sind. Besondere Anerkennung zollte er den Schulsparkassen in Reiskirchen und Hattenrod, deren Einlage in 1940 über 2200,— RM. betrug. Der Umsatz der Kasse betrug 3 093 102,75 RM. Die Kasse hatte einen Reingewinn von 2896,— RM. zu verzeichnen. Nachdem die Neuwahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat vollzogen und von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt worden war, gab Kontrolleur St u m p f einen ausführlichen Ueberbüd über die Gründung der Kasse in Anbetracht der damaligen politischen Verhältnisse und der damit verbundenen «M nod) (o «ine erf ^ stimme e J Heu unb! 7 sie üerfä 7 doch j>i > Morq 'Mch, // eigenen J" kegelmäs Mhigkei Frist *)inaus h bas .7 3«i S «°ch ■>9. m /denben 5 werden, i^chst ei > Plötz! >un J tt,Qn unb flogen fi|Nn die! . Kinder sii Men zu I ist ihnen t Liegen sie Men (en Mrlnnden, uni 4 nenn die Q iir keine Ge zu werbe Darauf zog der Pole das Messer und brachte ber inzwischen herbeigeeilten Schwester des Bauern so--„ schwere Stichverletzungen bei, daß sie in das Kran- wler äufn Wien ’ n fi * t 9(hf®ei h ibw pri hiffiebt. ; 4"'' • 'Hai N 6, webet LjÄ ä §ind sott !(inh bleib i reif 2 Kind werden insbesondere der zur Deckung des notnrn. digen Lebensbedarfs erforderliche Betrag und die ungedeckten notwendigen Aufwendungen des Bjf-s triebes als Wirtschaftsbeihilfe im Rahmen einer „Stützungshöchstgrenze" gewährt, soweit sonstige Mittel zur Deckung des Verlustes nicht vorhanbrn sind. Wirtschaftsbeihilfe dieser Art ist als Familienunterhalt einkommensteuerfrei, wie der Reicksfinanzminister durch Erlaß klarstellt. Nur der Teil, der im Falle eines Verlustes für die ungedeckt notwendige Aufwendungen des Betriebes gewährt wird, ist als Betriebseinnahme zu behandeln. • Wirt|chaftsbe»hilfe zur Erhaltung des Betrieb?? oder freien Berufes wird gezahlt, wenn der Betrieb während der Dauer der Einberufung nicht fortgesetzt wird. Sie wird zur Entrichtung der Miete für gewerbliche oder berufliche Räume und zur Bestreitung anderer Betriebsausgaben neben dem ftl milienunterhalt gegeben. Wirtschaftsbeihilfe dieser Art ist daher als Betriebseinnahme anzusetzen. Der Reichsfinanzmlnister stellt jedoch fest, daß die Le- ■ n Handlung von Wirtschaftsbeihilfe als Betriebsein. . nahmen steuerlich regelmäßig nicht zu einem Ge- - 'in?,n 0 winn führt. Der Wirtschaftsbeihilfe stehen regel- mäßig gleick) hohe Betriebsausgaben gegenüber. Der Minister bittet daher die Steuerbehörden, von c ' gemeinen Feststellungen über die Zahlungen von Wirtschaftsbeihilfe abzusehen. ki Mai c: H nun ei Iß’M zu sä 'wujj bet schlii tolag, U] '^rflen b ^D° ÄverM 0 dein 2 p könnte^ M nnt Er ben heutigen Tag. Mit dem Wort „was du ererbt ‘ n -s von Deinen Vätern, erwirb es um es zu besitzen', j »!,M L fr* oll. .. fr* non i“ fl W*’ ■ uw dann überbrachte Oberrevisor Hartmann bie Glückwünsche des Verbandes und wies auf die brj! r ,. < friedigende Tätigkeit der Kaffe und deren veram.| Ms Ml wortlid;e Führung hin. Direktor Eid mann über« j m ihre brachte die Glückwünsche der Landesbauernkasse. Qr; "il ist. Wenn sprach über die genossenschaftliche Zusammenarbeit ( || veiterspiel r. 143 Sweites Blatt Gießener Anzeiger (Senerat-Anzetger für Vderheffe«) Aus -em Reiche -er Krau PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS ! einer sch in bei {bin 'ach der Ü Dm Kraftaufwand nicht übettreiben! ym- Sortieren der Wäsche. 5 Baum n das Ä: e und b-c-j iden ficni'i Arbeiter, !r zeigen Som Heute ft i cf t e ^erbeohJ unter FW eiter bis J 35 du ei(f | Minder gehören zu Kindern. ^.Lin Kind soll so lange als möglich auch wirklich r , r Charakter bemerkt wird, ist es Sache Haupt Pclich der Mutter, im Leben des Kindes all Li aus dem Wege zu schaffen, was es altklug r hen könnte In erster Linie gehört dazu der Wäschestück ist und dann getrennt nach den gegebenen Vorschriften behandeln. Die „Krieg-Waschfibel der deutschen Hausfrau vom Reichsausschuß für volkswirtschaftliche Aufklärung schreibt vor, die Wäsche in drei Gruppen einzuteilen. Weiß- und Grob wüsche, die gekocht werden kann, ist vor allem weiße Bett-, Tisch- und Küchenwäsche, weiße Herren- und Damenleibwäsche, Taschentücher und eben alles, was nicht farbig ist und nicht aus Seide, Wolle oder ähnlichen Geweben bestehl. Zur Buntwäsche gehören alle farbigen Stücke: Herrenhemden aus bunten Wäschestoffen, Schürzen, farbige Tischdecken, Sachen aus Baumwollflanell hergestellt usw. Buntwäsche darf wohl heiß gewaschen, aber nicht gekocht werden. Die Farben leiden beim Kochen, färben auch manchmal ab, und wenn so ein Stück mit Weißwäsche zusammen in wir zwei weiße, handge- merkleider in jugendlichen d-gesunden, unbeschwerten Kindes sein, und so ist sie tii, wenn die Eltern dafür Sorge tragen, daß ihre Rin)er keine Gelegenheit haben, vorzeitig reif und ullfiig zu werden. H. v. L. Kühlhattung von Butter! Ist in einem Haushalt kein Eis- oder Kühlschrank vorhanden, so wird die Hausfrau an heißen Tagen ihr Stück Butter zweckmäßig 1—2 Stunden vor der Mahlzeit in einem Topf mit frischem Leitungswasser kühlen, oder wickelt die Butter einige Stunden vor der Mahlzeit in ein feuchtes Tuch, das stündlich befeuchtet werden muß. Auch die handelsüblichen Butterkühler oder Kuhl- q l o den können der Hausfrau gute -Dienste leisten. Die Kühlglocke besteht aus einem Drahtgestell mit einem darüber gespannten Frottiertuch, das mit feinen unteren Ländern in flaches Wasser eintaucht. Der gleiche Erfolg kann dadurch erzielt werden, daß die Butterdose in eine flache Schüssel mit Wasser (2—3 cm hoch) gestellt wird und ein vorher angefeuchtetes Leinentuch darüber gedeckt wird, das mit einen Enden in das Wasser eintauchen muß. Das in das Tuch aufsteigende Wasser wird stetig verdunsten und die dadurch erzielte' Kalte ermöglicht die Küh'lhaltung der darunter befindlichen Butter. Rezepte K a r t o f f e l f l e i s ch k l ö ß ch e n. 300 g rohe Kartoffeln, 100 g gehacktes Fleisch, Zwiebel, gehackte Wildkräuter, Salz, 50 g Mehl. Die rohen Kartoffeln werden gerieben, ausgedrückl, mit Fleisch, Mehl, Salz feingeschnittener Zwiebel und den gehackten Kräutern vermischt. Aus dieser Masse formt man Klöße, die man in siedendem Salzwasser garziehen läßt, bis sie obenauf schwimmen. Das Kloßkoch- wass'er und das Wasser der ausgedrückten Kartoffeln gibt man zuletzt zur Suppe. Tiroler Kartoffeleintopf. VA kg Kartoffeln, Salz, Essig, Zwiebel, 25 g Fett, 50 g Mehl, Yt Liter Milch, Essiggurken, 200 g Hackfleisch, evtl. Majoran, Thymian oder Bohnenkraut. Die Kartoffeln werden geschält und in nicht zu dünne Scheiben geschnitten und in leichtem Salzwasser halbweich gekocht. Dann in eine dunkle Mehlschwitze mit. Zwiebel gegeben, etwas Milch daran gerührt, mit den gewiegten Gurken vermischt und zum Schluß das Hackfleisch darunter gemengt, gewürzt und noch einmal kurz aufgekocht. Eifeler Eintopf. VA kg Kartoffeln, 40 g Speck, Zwiebel oder Lauch, % Liter saure Milch Elrllvmim» I d sür jM »I t eiumjfrtL I HS-WV: gfimsel W Formen. Das Kleid links mit den' kurzen Aermeln, dem kleinen Rollkragen und dem angelesenen Rock ist aus W a s ch k r e p p mit schmaler Bordürenstickerei in dunkelblau und rot. Die Passe wird im Rücken mit kleinen Wasch- knüpfen geschlossen, dem Rock ist eine Tasche aufgesetzt. Mit bunter Bordüren st ickerei (in türkischen Motiven) ist das Kleid rechts verziert. Es ist ebenfalls aus weißem Wasch krepp, hat dreiviertellange, weite Aermel, einen glockig geschnittenen Schoß und wird vorne mit kleinen überhäkelten Kugelknöpfen geschlossen. H. Wen Anlagen in sich niederhielt. Msnn das Leben der Frau die Brücke von Ge- zu Geschlecht ist, so wird eindeutig klar, tilöi ungeheure Bedeutung ihre Haltung in den $1' cn der persönlichen Kultur für die gesunde llb: der ganzen Nachkommenschaft hat. Wenn Bikr also die schwere Verantwortung für die geratenheit ihrer Kinder mit voller krragen wollen, so dürfen sie sich von der Maschi- 3 ! des Alltags nicht verschleißen lassen. Auch ihre Äi:e müssen von Zeit zu Zeit neu gespeist wer- p*i. Das aber wird nur geschehen, wenn sie bereit W!> sich immer wieder für eine Weile 'nan _3U IP nen Sie sollten es gewissenhaft und regelmäßig K auch gegen die Stimme des eigenen Herzens, die Ansprüche der Familie an die Mutter so Ün übertreibt. Alle Hilfen zum äußeren Wachstum Pftii schließlich auch das Leben Das Inwendige 3'r muß verkümmern, wenn es nicht lebendige Mung erhält. Milier sie versäumt manches andere, weil irgend- । D ’ben doch die Zeit eine Grenze hat. Die ' Wi f am Morgen, das mittägliche Ausstrecken für c kurze Ruhepause, die täglich pflegende Behand- I- des eigenen Körpers, der nicht nur gewaschen, M!?rn regelmäßig gepflegt sein will, wenn er seine Miungsfähigkeit und Spannkraft und damit auch G'ilt und Frische über die Jahre des jugendlichen ens hinaus bewahren soll — diese notwendige B-'nc für das eigene Leben wird dann meist ge- 1 in den Zeiten vernoch^fsigt, in denen der Or- : sWSMus noch Reservekräfte speichern kann. Daß M Dichtung, Musik, Theater — überhaupt für alle |Äe bildenden Mächte, aus denen Herz und Gemüt 3 ift werden, schon gar kein Raum mehr bleibt, W zunächst einfach h'ingenommen. Später erst, •gmi man plötzlich der-gänzlichen Entwöhnung fest- »Wde Spannungen der Seele innewird, begreift Hr daß man mit dem Verzicht auf diese lebens- iWevenden und -verklärenden Güter auch die gel- dcn Kochkessel kommt, gibt es häßliche, eingefärbte Flecken, die sich schwer entfernen lassen. Die Feinwäsche nun ist besonders sorgfältig auszusortte- ren. Wenn ein Stück dieser Seide oder Wolle gekocht würde, märe es restlos verdorben. Alle feine Damenwäsche aus Seide, Kunstseide, Mischgeweben, auch Herrenwäsche aus gleichem Material gehören zur Feinwäsche. Ebenso alle Wollsachen, Handarbeiten und Strümpfe Da bei jeder der drei Wasch- aruppen verschieden eingeweicht wird, ist es also sehr wichtig, schon das Sortieren gründlich und gewissenhaft vorzunehmen. Schon manches Stück ist bei falscher Behandlung verdorben worden und das ist heute bei der immerhin etwas schwierigen Neubeschaffung gewiß für jede Hausfrau sehr ärgerlich. V. A. : (w3 sind nun einmal Mütter! Sie denken gar nicht bar. n, sich zu schonen. Es stürmt so vieles auf sie rin und muß bewältigt werden. Und so fügt sie eine, boii zwei, schließlich auch fünf bis sechs Stunden i Eiren Tag, um mit allem fertig zu werden. Eine L? e schasst sie auch das und ist glücklich darüber, i? i sich selbst mag sie ja nicht vorauszudenken — si "t ja noch so jung! Und wenn die eigene Mut- % Ur derZ Ä nbeln ' zur Kind bleiben. Nichts ist unangenehmer für die n bem □feem, als wenn sie entdecken, daß ihre Kinder dieses ^zeitig reif und altklug sind Einmal macht ein uferen «l: luges Kind sich bei seiner Umgebung nicht be- MHie . litt, und die Ettern müssen zusehen — oft mit Betriebs wicrn Herzen —, daß ihr Kind sich die Sympathie einemiei Mitmenschen nicht erringen kann, zum anderen tefjen rianri) einem altklugen Kinde die schönste Zeit des seniiber ' M ens, die wirkliche, sorglose Kindheit, vergällt. Es en, von pH durch seine altkluge Einstellung den Ernst des jungen" Lcens früher kennenlernen, als das notwendig ©re. Oft entwickeln sich aus solchen Kindern die so Musterkinder in der Schule, Kinder, die nie zu 1 n, zu tollen und Dummheiten zu machen ver- Lcn, — kurzum Kinder, die niemals im Leben in wahrsten Sinne des Wortes Kind waren! ßq darum von den Eltern ein zu ernster, früh- oder Buttermilch, Salz, 1—2 Köpfe Salat ober Endivien. Kartoffel werden mit wenig Wasser gargekocht, zerstampft, die heiße Milch und die mit dem Speck gedünsteten Zwiebeln dazugegeben, alles gut vermengt. Zuletzt gibt man den feingeschnittenen Endiviensalat darunter und richtet sofort an. Speckkartoffelklöße. 1 kg am Tage zuvor gekochte Pellkartoffeln, 50 g Speck, 1 tleinwürfelig geschnittenes Brot, 50 g Mehl, 1 Ei, % Liter Milch, Weckmehl. Der in Würfel geschnittene Speck wird mit dem Brötchen geröstet. Dann mischt man alle Zutaten mit den geriebenen Kartoffeln, arbeitet gut durch und formt Klöße davon, die man in kochendem Salzwasser langsam garziehen läßt. Leberwurstkartoffe ln. 1A kg Kartoffeln, 200 g Leberwurst, Zwiebel oder Lauch, Salz, Fett. Die Pellkartoffeln werden abgezogen und mit Zwiebelringen und der in Scheiben geschnittenen Leberwurst in der Pfanne gebraten. A p f e l s ch a u m : 6—8 Aepfel werden mit der Schale auf ein Backblech gesetzt und im Backofen gegart. Dann streicht man die Aepfel durch ein Sieb, schmeckt sie mit Zucker und etwas Zitronensaft ab und zieht den sehr steif geschlagenen Schnee von einem Ei oder Milei darunter. Wirsingeintopf. 40 g Speck oder Fett, 2 Zwiebeln ober Lauch, 80 g kleine Graupen, etwa 2 Liter Wasser, 1 kg Wirsing, 750 g Kartoffeln, 2 roh geriebene Möhren. Die Graupen werben am Abenb vorher eingeweicht. In bem heißen Fett werben bie Zwiebelwürfelchen gebräunt, bann gibt man bie eingeweichten Graupen mit dem Einweichwasser dazu, putzt den Kohl, hackt ober schneidet ihn etwas klein und gibt ihn mit den Kartoffelwürfelchen dazu, läßt alles aufkochen, schmeckt ab und gibt die roh geriebenen Möhren darunter. Scholle mit Tomatentunke. 4 Schollen, 20 g Speck, 20 g Fett, 1 Zwiebel, 2 Eßlöffel Tomatenmark, etwas Brühe, Meerrettich. Der Speck wird würfelig geschnitten und angeröstet. Zwiebel kleinschneiden, die vorbereiteten Fische baraufgeben, mit Brühe auffüllen, so baß der Fisch knapp bedeckt ist und 10 bis 12 Minuten dünsten. Dann nimmt man den Fisch heraus, gibt Tomatenmark hinzu und schmeckt mit Salz und etwas geriebenem Meerrettich ab. Die Tunke gießt man über den Fisch. Mch in der Haushaltung muß mit Verstand ge- frertet werden, will man mit allem richtig zure-yt- *8v-]cn. Gedankenloses Wirtschaften führt zu aUer* H Mißerfolgen. Das bemerkt die Hausfrau nicht Hfekt beim Waschen besonders, denn bei der Ver- fee enartigfeit der jetzigen Gewebe geht es nicht ■ -infach alles zusammen in dieWaschbutte zu lei. Nein, erst feststellen, welcher Art das stockschEi id, bringt M Klos« hterung. rffamen I firnia, l||> eine erfahrene Freundin einmal eine war- Stimme erhebt, so lacht sie wohl und meint, [oer m *■;. n.n Essen und Trinken vergäße sie ja auch nicht. ), monatti®™»- ...... - - .....Y 1----" r SrogN •gang mit Erwachsenen. Fort mit den Kindern, .—f.n Erwachsene etwas Wichtiges zu besprechen zu besi^M^n! Auf diesem Gebiet wird leider viel gesün- tUn9en. tjl _ Die Erwachsenen plaudern, haben sich Jnter- mQ:n^ : Sntes und Wichtiges zu sagen und vergessen die aus bie i bie still wie bie Mäuschen in ber Ecke sitzen eren °tro! Ul alles aufschnappen, besonbers natürlich bas, n a nfn u- M für ihre Kinberohren ganz unb gar nicht be- wrntaffe nlt j|f Wenn bas Kinb sich nicht rührt, sonbern PS weiterspielt, glaubt man, es höre nicht zu, ÄM es verstehe auch nicht, was gesprochen wird! Gegenteil! Es weiß wohl jeder von sich selbst, jepohtif : er in seiner Kindheit gern mal die Weisheiten .°er b, Erwachsenen aufschnappte. Aber der jugendliche 1 meir(IBltanb erfaßt nia)t alles, höchstens bie Hälfte, i W bie womöglich noch falsch! In seiner jugenb? Mn Phantasie entstehen Zerrbilber bes mensch- Mn Lebens. Unwillkürlich werben biefe Kinber Tages auch ihre Stimme in Gegenwart Er- mt i Mysener erheben unb ihre gehörten Weisheiten lg wur^ 1 Miringen. Schon ist bas altkluge Kind fertig. Man Jiiets darauf bedacht, daß die Kinder unter Sh find, — unb sie leben in ihrer kinblichen , M ntafiewelt, die man ihnen so lange als möglich OrbClltrr eiklten soll. Kinder gehören zu Kindern. Natürlich . [jlher Fall bei einzigen Kindern schwieriger: denn Jj Mn eben keine Gesellschaft für das Kind da ist, \ | &n sitzt es bei den Großen! Solche Kinder müssen bn eben so bald als möglich in den Kinder° foa-ten kommen) damit sie wenigstens Stunden jiis Tages ber Gefahr entgehen, Unpaffenbes auf- Ki|:jnappen. Auch gewinnen sie bort Freunbschaften, t Äferotroenbig sind gerabe für ein Kinb, das ohne . yBelimifter aufwachsen muß. In der kinderreichen siiiilie bleiben bie Kinber unter sich, bie Größeren gMäftiqen bie Kleinen, und die Mutter wird ent- Wiß. Kinder sind ja glücklich, wenn sie nicht bei Sn Großen zu sein brauchen, ihre eigene Gesell- nhern * ist ihnen viel lieber. Auf bie Gesellschaft ber .ss„ tjA^Briften legen sie höchstens Wert, wenn sie von ihnen _____] ei Märchen fernen können! So soll bie Einstellung Donnerstag, lO.Zuni 1941 Der Einmache-Zucker richtig eingeteilt! Ich erlebe in jebem Frühjahr, baß es die jungen, einmachelüsternen Frauen geradezu in den Fingern zuckt, wenn die ersten grünen Stachelbeeren ober reichlich Rhabarber auf ben Markt kommen. Schon geht's los und der mühsam seit dem Herbst schon eingesparte Zucker wird verwendet in der seligen Hoffnung, daß es dann mit bem anberen „schon irgenbroie werden wird". Nun, meist „wird es" nicht und das schöne Obst im August« September kann nicht mehr eingemacht werden, weil der Zucker fehlt. Am besten nimmt man zum Einmachen von grünen Stachelbeeren und Rhabarber keinen Zucker, weil gerade diese beiden Obstsorten ohne Zuckerzusatz eingemacht werden können, da die in ihnen enthaltene Säure schon konservierend wirkt. Auch spart man für Rhabarber und- Stachelbeeren die wertvollen Einrnack-egläser unb macht sie in Flaschen ein. Stachelbeeren unb Rhabarber werben nach bem Vorbereiten in Flaschen gefüllt und mit so viel obgekochtem unb wieder erkaltetem Wasser übergossen, baß es 2 bis 3 cm unterhalb bes Flaschenranbes steht. Im Winter wird ber Flascheninhalt herausgenommen, wozu sich ein starker Draht mit umgebogener Spitze als gute Hilfe erweist, unb mit bem nötigen Zucker aufgekocht. Ich. nehme allerbings immer etwas weniger Zucker unb setze bann noch Süßstoff zu, ben man in biesem Eingemachten überhaupt nicht her- ausschmecken kann. Im August kommen bann noch Heibel- unb Preißelbeeren in Flaschen ohne Zucker. Enbe Juni kommen bann bie Erdbeeren zum Einmachey und ich freue mich, mit gutem Gewissen meinen gesparten Zucker verwenden zu dürfen. Da nun Erdbeeren zu den teueren Früchten gehören, nehme ich gern zur Marmelade etwas Rhabarber, Gib Deine Allstoffe dem nächflwohnenden Schulkind! Dünkl Euch nicht zu fein — Altstoffe sammeln ist Kriegsdienst! den der Geschmack ber Erdbeeren wird durch diesen Zusatz nicht etwa beeinträchtigt, sondern durch diesen etwas herberen Geschmack sogar erhöht. Man nimmt auf 5 Pfund Erdbeeren 1 Pfund Rhabarber, diese Marmelade schmeckt geradezu köstlich. Wenn dann im Juli-August die Fülle des Obstes eingemacht werden soll, bann kommt natürlich auch für mich ber Augenblick, wo ich meist nicht mehr genügend Zucker habe, aber auch dann weiß ich mir zu helfen. Wieder ist das Einmachen in Flaschen mir zur großen Hilfe geworden! Die Früchte, aus denen ich Marmelade herstellen will — in diesen Jahren ist dies ja auch das wichtigste —, bereite ich wie üblich vor, gebe sie durch die Fleischmaschine, bringe sie zum Aufkochen und fülle sie so heiß wie möglich in die vorbereiteten Flaschen. Meinen Waschkessel habe ich auch schon mit gut warmem Wasser vorbereitet; in diesen setze ich meine verschlossenen Flaschen, gut mit Heu und Stroh verpackt, damit sie sich nicht gegenseitig stoßen ober umfallen, unb nun sterilisiere ich sie bei ungefähr 90 Grad noch 10 Minuten lang. So wartet diese Marmeladen-Grundlage ohne Zucker, bis ich sie im Winter verbrauchen will. Ich nehme sie bann aus ben Flaschen unb koche bie Masse mit ber ent» sprechenben Menge Zucker zur Marmelabe. Auf biefe Weise überlegt und eingeteilt, komme ich sowohl mit meinem Zuckervorrat als auch mit meinen Einmachegläsern recht weit. Vielleicht machen es mir nun andere Frauen zu ihrem Vorteil nach! V. A. Lindendust und Lindentee! Besungen in vielen deutschen Volksliedern, hochgeehrt als Symbol denkwürdiger Ereignisse im Leben unseres Volkes, begegnen wir überall in deutschen Landen der Linde als „Friedenslinde", „Siegeslinde"; auch Lindenplätze, Lindenstraßen und Gasthäuser „Zur Linde" bringen uns immer wieder den majestätischen, 10 bis 20 Meter hohen Baum in Erinnerung. Neben ihrem herrlichen Wuchs, ihrer weitausladenden Baumkrone ist es zur Blütezeit besonders ihr herrlicher, durchdringender und honigsüßer Duft, der die Linde ihre Beliebtheit durch Jahrtausende hindurch bis in unsere Zeit hinein verdankt. Bei der Wahrnehmung ihres herrlichen Duftes während der Blütezeit im Juni und Juli denken wir an die Tassen voll dampfenden Lindenblütentees, der uns in kranken Tagen den Schweiß aus allen Poren trieb und manche, durch atmosphärische Einflüsse hervorgerufene Erkältungskrankheiten leichter überstehen ließ. Wohl die wenigsten benutzen das herb-süßliche, honigartige Getränk an Stelle der sonst üblichen H a u s t e e s. Ein köstlicher, bekömmlicher und durststillender Genuß- ist hin und wieder eine Tasse Lindenblütentee, je nach der Jahreszeit heiß ober kalt getrunken. Seine golbgelbe ober bei stärkerem Absub goldbraune Farbe und seine leicht- anregende Wirkung auf das ganze Nervensystem bieten einen idealen Ersatz auch für ausländischen Tee. Vor allen Dingen benötigt man zu dem natur- süßen Lindenblütentee sehr wenig Zucker, um ihn trotzdem schmackhaft auf den Tisch zu bringen. Selbstverständlich können nach Geschmack beliebige Beimischungen vorgenommen werden: Kirschenstiele, Apfelschalen, an heißen Tagen auch Zitronensaft werden vorteilhaft hierzu verwendet. Aber immer soll das Aroma der Lindenblüte im Geschmack dominieren, daher nur kleine Zusätze anderer Teesorten — und bald wird eine Tasse Lindenblütentee ein Lieblingsgetränk der Familie werden. Er ist billig unb gefunb und kann — natürlich nur in beschränktem Umfange — selbst gesammelt ober für wenige Pfennige in ber Apotheke ober Drogerie de- zogen werben.E. W. Und 2 Stunden später? Z Der erste Schrift in den toufii» sehen Morgen ist noch voller Schwung. Aber bald wird das Hühnerauge zu bohren anfangen. Also lieber vorher Elastocom mit dem Filzring drauflegen!. [elastocornK^ Aus der GSadi Gießen. Aus der Geschichte unserer Gemüse. Auf jedem Tische erscheint jetzt Salat und andere Gemüse, und wenn der Einkauf auch nicht so bequem ist wie in anderen Jahren, so läßt jede Hausfrau es sich doch angelegen sein, die Ihrigen mit dem begehrten Grünzeug versorgen zu können. Die größere Mühe, die sie darauf verwenden muß, hat zur Folge, daß wir unsere köstlichen jungen Gemüse etwas weniger selbstverständlich hinnehmen als sonst, sondern sie bewußt und mit dankbarer Freude genießen. Die meisten unserer „Küchengewächse', wie man früher die „gemeiniglich in der Küche verwendeten Kräuter nannte, blicken auf eine ehrwürdige Vergangenheit zurück, und viele von ihnen dienten unseren ältesten Vorfahren schon zur Nahrung. So hat man bei den Schweizer Pfahlbauern der späten Steinzeit Samen von Mohrrüben, Erbsen und Pastinak gefunden, die dort schon vor 4000 Jahren gezogen wurden. In der Bronzezeit tritt die Linse aus und später die Saubohne. Alle diese Gemüse waren allerdings sehr einfacher Art, die feineren Gemüsesorten sind bei uns erst von den Deutschen gekommen und eine gar seltsame wunderliche Speise. Aus dem 16. Jahrhundert besitzen wir auch die erste deutsche Erwähnung des Spargels, der schon bei den alten Aegyptern ein beliebtes Gemüse war und über den der ältere Cato in seiner Schrift über den Landbau um 200 v. Ehr. genaue Angaben macht. Die Deutschen scheinen sich zum Genuß der saftigen Stangen recht schwer entschlossen zu haben. So nennt Hieronymus Bock in seinem 1539 erschienenen „New Kräuterbuch" den Spargel einen „gemeinen Salat der Walen und Hispanier, der nunmehr auch, wie andere Leckerbißlein, ins Deutschland kommen ist, ein lieblich speis für die Leckermäuler". Eine uralte Pflanze, die sich ebenfalls- bei uns erst spät eingebürgert hat, ist die Artischocke. Sie ist an den Wänden der altägyptischen Grabkammern vielfach abgebildet und war später eine besondere Verdunkelungszeit 19. Juni von 21.48 bis 4.58 Uhr. Der Obus-Velrieb im Dienste des Verkehrs Eröffnung zweier Linien. - Starke Benutzung der Wagen. Delikatesse der Römer. Für ihre Zubereitung gab der Feinschmecker Apicius, der Verfasser eines berühmten Kochbuches, so viele Rezepte an, daß er damit den Unwillen seiner Zeitgenossen hervorries. Die Sarazenen brachten die Artischocken nach Sizilien und Spanien, von wo sie in der Renaissance nach Italien und Venedig und allmählich in das übrige Europa kam. Der heute so beliebte Blattsalat, d. h. der Genuß roher Blätter, die mit Del und Gewürzen angemacht sind, ist zuerst in italienischen Klöstern ausgekommen, von dort nach den deutschen Niederlassungen rbeitergewandert und so allmählich ins Volk gedrungen. C. K. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Weg ins Freie". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das sündige Dorf". Römern eingeführt worden, die es sich auch angelegen sein ließen, die in Deutschland bereits vorhandenen Gemüse durch ihre hochentwickelte Gartenkunst zu verbessern. So berichtet z. B. Plinius, daß sich der Kaiser Tiberius die Mohrrüben für seine Tafel alljährlich aus Germanien kommen ließ. Das waren Pflanzen, die am Rhein unter römischer Pflege besonders gut gediehen. AucksÄarl der Große empfahl die Mohrrübe seinen Franken angelegentlich zur Kultur und ließ sie selbst auf seinen Gütern bauen. Neben den Rüben, von denen es außer Mohrrüben noch eine ganze Reihe anderer gab, toar der Kohl das Lieblingsgemüse unserer Vorfahren. Auch in der Antike, bei Griechen und Römern, wurde der Kohl bereits als wohlschmeckend und gesund geschätzt, während ihn die Aegypter noch nicht gekannt zu haben scheinen. Der ältere Cato preist ihn geradezu als das allerbeste Gemüse, gleich gut in rohem und gekochtem Zustand. In der römischen Kaiserzeit galt es als ein bedrohliches Zeichen des beginnenden Verfalls, daß den jungen verweichlichten Herren der von den Vätern so leidenschaftlich gern gegessene Kohl nicht mehr schmecken wollte. Auch bei uns im späteren Mittelalter wurde reichlicher Genuß von Kohl als Beweis für ein einfach kräftiges Leben angesehen. Ein Samländer, der die preußischen Ordensritter auf ihrer Burg Kohl esien sah, riet seinen Landsleuten dring-nd ab, die Ritter anzugreifen, denn wer könne einem Volke widerstehen, das so genügsam sei, Gras zu essen! Einen besonderen Ruf als Nationalspeise genießt ja bei uns der konservierte Weißkohl als Sauerkraut. Die Alten hatten jedenfalls noch kein Sauerkraut, obwohl auch sie eine Art der Kohlkonservierung kannten, indem sie nach dem Bericht des Ackerbauschriftstellers Columella Kohlköpfe mit Salz bestreuten und mit Essig übergossen. Diese Form, den Kohl einzumachen, wurde von den Römern in den Klöstern des frühen Mittelalters übernommen, aber das Volk mochte sich nicht damit befreunden. Unsere heutige Art der Sauerkrautbereitung stammt erst aus dem späteren Mittelalter und wurde vielleicht zuerst von den Slawen geübt, die ja auch heute noch große Sauerkrautesser sind. Die feineren Gemüsearten sind zum großen Teil aus dem Orient zu uns gekommen, so z. B. der Spinat, den Griechen und Römer augenscheinlich nicht gekannt haben. In Persien scheint seine Kultur unter dem Namen Jspany schon im Altertum aufgekommen zu fein-, als Jsfany wurde er nach Indien gebracht, als Jsfanadsch zu den Arabern, die ihn zuerst nach Spanien brachten. 1351 wird das Spi- nargium dort unter den Fastenspeisen der Mönche erwähnt. Im 16. Jahrhundert war der Spinat in Deutschland noch ein neues, wenig bekanntes Gemüse. Um diese Zeit war auch der Blumenkohl noch nicht nach Deutschland gekommen. Er wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von der Levante nach Italien und von da Anfang des 17. Jahrhunderts nach Deutschland eingeführt. In seiner „Kuriosen Landwirtschaft" berichtet Hohberg ums Jahr 1682, Blumenkohl sei erst vor etlichen Jahren zu den fettige Förderung der Stadt bei der Verwirklichung dieses Werkes, ebenso den am Bau beteiligten Firmen und Arbeitern. Besonderen Dank sprach er dem Leiter der Stadtwerke, Direktor Lotz, und seinen Mitarbeitern für ihre große Tatkraft und stete Einsatzfteudigkeit bei den umfangreichen Arbeiten bis zu dem heute erreichten Arbeitsabschnitt aus, außerdem dankte er der Gießener Preffe, die bei der Berichterstattung über die Pläne und Ziele der Stadtverwaltung mit der neuen Verkehrseinrichtung förderlich für das Werk und zum Nutzen unserer Stadtgemeinschaft mitgearbeitet habe. Ganz im Sinne aller am Werk Beteiligten sprach Beigeordneter Nicolaus aber dem Oberbürgermeister Ritter den herzlichen Dank der Gießener Bevölkerung für diese neue Schöpfung der Stadt aus, die in allererster Linie nur seiner großen Tatkraft, seinem schaffensfrohen Wirken und seinem weitschauenden Planen und Handeln zu danken sei, denn nur durch den Oberbürgermeister seien die vielfachen Schwierigkeiten auf dem Werdegang dieses Werkes aus dem Wege geräumt worden. Daher könne mit Recht betont werden, daß Oberbürgermeister Ritter sich mit dieser Einrichtung ein unvergängliches Denkmal in der Stadt Gießen gesetzt habe. Nachdem der Redner noch kurz auf die jetzt schon bestehenden Ausbaupläne des Obus-Betriebs hingewiesen hatte, lenkte er die Gedanken der Versammelten auf die Größe unserer Zeit und ihr gewaltiges Geschehen hin, besonders auf die ruhmgekrönten Taten unserer Wehrmacht unter ihrem genialen Obersten Befehlshaber und Feldherrn Adolf Hitler, dem die Liebe und der unauslöschliche Dank des ganzen Volkes gehören. Unserem Führer, der unser Volk in so kurzer Zeit wieder zur Sonne emporgeführt hat, und seinen Paladinen sowie unserer herrlichen Wehrmacht galt dann der Gruß der Liebe und Treue, in den die Versammelten freudig einstimmten. Der Leiter der Stadtwerke, Direktor Lotz, gab dann in großen Umrissen ein Bild von der Entstehungsgeschichte dieser neuen städtischen Einrichtung. Er erinnerte daran, daß unser Straßenbahnbetrieb immer weniger den erheblich gewachsenen Erfordernissen des Verkehrs in unserer Stadt gerecht werden konnte, mit der Straßenbahn auch keine Befriedigung der Verkehrswünsche der jenseits der Bahn gelegenen Vororte bzw. Stadtviertel habe erreicht werden können. Sodann schilderte er die vielfachen Pläne und Ueberlegungen des Oberbürgermeisters und der Stadlwerke hinsichtlich der Schaffung moderner Verkehrsverhältnisse in unserer Stadt, bis sich schließlich als beste und zu- kunftsverheißendste Lösung die Schaffung des Obus- Betriebs ergab. Bis zu dem jetzt erreichten Abschnitt des Werkes seien allerdings erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden gewesen, in die der Redner ausschnittweise einen Einblick gab. Er gab dann seiner Freude und Genugtuung über den jetzt i vollendeten ersten Abschnitt des Werkes Ausdruck und dankte auch seinerseits allen Mitarbeitern und Helfern, allen Dienststellen und Behörden für ihre förderliche Mitarbeit bei diesem Gemeinschaftswerk im besten Sinne des PZortes. Als Vertreter der Landesregierung überbrachte der Referent der Abteilung IV der Landesregierung, Professor Reuleaux (Darmstadt), die Gruße und besten Wünsche der hessischen Regierung für die Stadt Gießen und ihre neueste schöne Einrichtung, mit der Gießen in der vordersten Reihe Das neue Verkehrsmittel unserer Stadt, der Oberleitungsomnibus (Obus), hat am gestrigen Mittwochnachmittag im Anschluß an eine Eröft- nungssahrt den fahrplanmäßigen Betrieb auf den beiden Linien Bahnhof — Ende Rödgener Straße und Bahnhof —XS n i> e im Wald an der Licher Straße ausgenommen. Die Inanspruchnahme dieses neuen Verkehrsmittels, das bis auf weiteres mit vier Wagen den Dienst auf den beiden Linien versieht, war sogleich nach der Eröffnung sehr stark. In den gestrigen Abendstunden fuhren die Wagen zum Teil schon mit vollster Ausnutzung des Fahrgastraumes, und auch am heutigen Donnerstag früh waren sie schon wieder stark besetzt. Zu der Eröffnunasfahrt am gestrigen Mittwochnachmittag, die in fünf großen Wagen über beide Strecken erfolgte, hatten sich mit all den Mannern, die am Bau der neuen Verkehrseinrichtung beteiligt waren bzw. in vielerlei Hinsicht die Vorarbeiten für die Schaffung dieses modernen Verkehrsmittels für unser? Stadt geleistet hatten, auch zahlreiche Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht, an ihrer Spitze der Hoheitsträger im Kreis Wetterau, Kreisleiter Backhaus, auf Einladung des Oberbürgermeisters auf dem Obus-Wendeplatz am Bahnhof eingefunden. Nach kurzer Begrüßung durch den Beigeordneten Nicolaus als Vertreter des erkrankten Oberbürgermeisters Ritter wurde die erste Fahrgastfahrt angetreten. Wie einst bei der Eröffnung der Straßenbahn, deren Wagen beim erstmaligen Erscheinen im Straßenbild Gegenstand des allgemeinen starken Interesses waren, so wandte sich auch am gestrigen Nachmittag die interessierte Aufmerksamkeit der vielen Straßenpassanten allenthalben den neuen Wagen zu. An vielen Stellen waren schnell die Photoapparate gezückt, mit denen die geschmückten Wagen auf ihrer Eröffnungsfahrt eifrig geknipst wurden. Die Fahrtteilnehmer konnten unterwegs auf der Fahrt feftftellen, daß die Obus- Wagen nicht nur in ihrer äußeren Erscheinung, sondern auch in ihrer Inneneinrichtung allen neuzeitlichen Anforderungen entsprechen und dem Fahrgast eine angenehme Fahrt bereiten. Die Wagen fahren ruhig an, laufen sehr ruhig und können frei von Ruck und Stoß abgestoppt werden; man sitzt bequem auf den gepolsterten Sitzen, hat durch die breiten Fenster weite Ausblickmöglichkeiten und kann sich wohlfühlen in dem luftigen und doch nicht zugigen Fahrgastraum. Kurzum: ein schönes und angenehmes Verkehrsmittel, das sicher den Beifall aller Benutzer finden wird. Im Anschluß an die Eröffnungsfahrt vereinigte die Stadtverwaltung als Bettiebsherrin die Schaf- jenben vom Bau der neuen Verkehrseinrichtung nach getaner Arbeit zu einer frohen Feierstunde, dem sog. Richtfest, im Schützenhaus. Daran nahmen auf Einladung des Oberbürgermeisters auch die Ehrengäste teil, um durch ihre Anwesenheit dem neuen, schönen Werk deutscher Arbeit ihre An-^ erkennung auszudrücken. Als Vertreter des erkrankten Oberbürgermeisters Ritter überbrachte Beigeordneter Nicolaus die herzlichen Grüße unseres Oberbürgermeisters an alle am Bau beteiligten Arbeiter der Stirn und der Faust sowie an die Ehrengäste, zugleich auch den Willkommengruß zu dieser denkwürdigen Eröffnungsfeier. Er dankte sodann allen Dienststellen der Partei, des Reiches und des Landes, ferner den zuständigen Stellen der Wehrmacht für die stets bereitwillige und viel- rurf, auch Nachstehende Preise sind Händlerpreise und versteh , sich für ^.-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Wu L sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niebrig« ,, i r'nt ber Air ü nod) meit Ir Breite i 'M üerftn m '/«Mi bie geof di' Sam n W 3er leu Me Wist sichten sich hier, aber si i aus USA. h aus uns B uns ® Mei, Fr 115 unseren eben. 100 Mniti. D Manberge, M m Hoche in Wirklich! [in Quadrat! f man hierhe p können llmf) eines d enlwiefelt si eie sehr m I «worben chr Acht I j'ffli Boden der deutschen Städte mit diesem neuzeitlichen Ver.8 kehrsmittel stehe. Namens aller am Bau beteiligtW Firmen und Arbeiter brachte Oberingenieur Ar in.! knecht von der Bauabteilung der AEG. herzliches Wünsche für das neue Werk der Stadt Gießen zmH Ausdruck. Im Verlaufe des frohen kameradschcht- lieben Beisammenseins gedachte noch ein LokalpHM aus dem Kreise der Mitarbeiter der Stadtwerke in[ hübschen Reimen in Gießener Mundart des bedeut.^ fernen Ereignisses. Bll 334. Lahresfeier d»r Universität. I Am Dienstag, 1. Juli, vormittags, begeht bie* Ludwigs-Universität Gießen in der Großen Auli ihre 334. Jahresfeier. Nach dem Einzug des Senats und des Lehrkörpers sowie der Ansprache des Red tors Prof. Dr. weck. H. W. Kranz wird^Prr- Dr. K l u t e den Festvortrag über das Thema „Volk und Raum" halten. Einem Chorgesang bes Akademischen Gesangvereins aus Händels Oratorium „2er Feldherr" wird die Ansprache des Studentin-ß führers folgen. Danach wird der Festakt in ber üblichen Weste geschlossen werden. Annahmeuntersuchung für Waffen-ff und Schutzpolizei. In den kommenden Tagen finden wiederum Annahmeunterfuchungen für die Waffen--- ich Schutzpolizei statt. Es werden angenommen Frei, willige für: 1.) Waffen--- (einschließlich Selig ftanJarte ff „Adolf Hitler", Jahrgänge 1900—1924,1 Mindestgröße 168 cm mit 17 Jahren. 2.) Schaz.ß polizei, ungediente Männer der Jahrgänge« 1905—1912. Mindestgröße 170 cm, in Ausnahme-! fällen 168 cm. Die Freiwilligen dürfen noch nW von der Wehrmacht angenommen sein. Von bH Wehrmacht Gemusterte können sich jedoch meLvn.p Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahme»! Untersuchung. Ferner erteilt Auskunft das Ergün.« zungsamt der Waffen---, Erg.-Stelle Fulda-Wem! (IX), Kasfel-Wilhelmshöhe, Löwenburgstr. 10, forifl sämtliche ff» und Polizeidienststellen. Eine nsiieV Annahmeuntersuchung findet am 27. 6. um 14 IW in Gießen, im „Burghof", Burggraben, stoßZ Säuberung des Verkehrs von abgenutzten Geldscheinen. | Abgenutzte und unsaubere Geldscheine sind un-i hygienisch und unästhetisch. Jeder sucht sie so schreit wie möglich wieder loszuwerden. Aber gerade bei durch werden diese Scheine, insbesondere solche jufc 5, 2 und 1 Rentenmark, länger als nötig im Uro lauf gehalten Jhb bilden eine Quelle neuen AerM für Publikum und Geschäftswelt. Solche Scheue müssen schleunigst aus dem Verkehr verschwinde Jeder einzelne kann dazu beitragen, indem er sich nicht wieder verausgabt, sondern zu Zahlungen ane Geldinstitute und öffentliche Kassen verwendet. 3#g durch gelangen sie schnell an die Ausgabenstellen gii rück und können durch gebrauchsfähige und faubirtl Scheine ersetzt werden. Gießener Wochenmarktpreise. MO W Et Amerika' Me WJ! W zu Un lager' fiturm prasic U ho$pede Lat* w siziesisch hartugals oö k mir sind Mo* un| W. Die L in ber Gei h ihren Sri M von dei RA.? lieber V 1500 km! wy nseilE te fe Butte. * ® i-e h e n , 19. Juni. Auf dem heutigen Wochi« markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RA Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, KartofsilL alte, 5 kg 47, neue, % kg 20, Wirsing 22, gel Rüben, das Bund 20, Spinat, Vi kg 12, Erbsen ß Mischgemüse 15, Rhabarber 16, Lauch 24, Sellrr! ... 21, Salat, das Stück 8 bis 10, Salatgurken 50 bi ti Whisky e: 70, Oberkohlrabi 10, Rettich 16, Radieschen, im ! i hiniveisen, Bund. 9 Rpf. I 1 nA* *::! ! Mie Az M. viel nc Schweinemarkt in Grünberg. eia Der Name ist#d*da-plast. Bitte genau Kontii Rächt tferfanifoK. 175 UChme- Wunden siil näher bi bticon,; 4- Grünberg, 19. Juni. Auf dem heutig Schweinemarkt standen 119 Ferkel zum .. > kauf Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 24 'e™; 26 RM., 6 bis 8 Wochen alte 26 bis 30 SS®“'*“« 8 bis 13 Wochen alte 30 bis 36 RM.. das 6t«'*! 51 Nach flottem Handel verblieb geringer Ueberfm Md)t 1— ber Der quer-elastische Schneflverband Her» ! „ ^tn seit plast-elastisch ist schnell und leicht oiw» I legen. Er schmiegt sich an und folgt d» ,mtner tD; Bewegungen, ohne dabei zu behindert flogen, ta 3,i: . bereits b J "icht nut Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Des alten Herrn Blick folgt der Kopfbewegung des Sohnes. Da hinten steht schräg zum Fluß um einen langgestreckten haushohen Koloß ein Gewirr von eisernen Gittermasten, von Turmdrehkranen und Laufkranen, von Hoch- und Seilbahnen. Mächtige Eisenarme schwenken durch die Luft, über Drahtseile gleiten die Katzen mit ihren Lasten, Ketten und Taue heben Planken, Träger, Maschinenteile empor und senken sie wieder nieder auf einen grauen, massigen Schiffskörper, um den das Gewirr der Aufbauten und Vorrichtungen sich schlingt wie ein lebenserfülltes gigantisches Netz von Fäden und Gestängen. „Wieder ein Stück von meinem Leben", denkt Friedrich Dominik und sagt laut: „Die iranische Gesandtschaft hat gestern erst angerufen und um Beschleunigung gebeten." „Werden sich gedulden müssen, die Herren!" lacht Nissen. „Dreißigtausend Tonnen umbaut man nicht so schnell. Gut Ding will Weile haben." „Wir wollen auf mein Zimmer gehen. Ich habe mit dir etwas zu sprechen , entscheidet der Vater. Oben aogekommen, schreitet Dominik lange Zett nachdenklich auf und ab. Es dauert lange, bis er plötzlich, wie das so seine Art ist, stehenbleibt. Er pflanzt sich breit vor seinen Sohn hin und meint: „Wie wär's, wenn wir uns mit unseren U-Boot- Plänen etwas intensiver beschäftigen?" Nissen freut sich. Das wäre eine Aufgabe, die ihn locken könnte! Untersee-Kreuzer! Das ist schließlich doch etwas anderes, als Kauffahrteischiffe und Reisedampfer zu bauen. „Herrlich wäre das, Vater. Ich weiß zwar nicht, was es daran zu verdienen gibt, aber die technische Aufgabe lockt mich. Und der Gedanke natürlich, daß wir wieder mitwirken können am Aufbau deutscher Seegeltung." Der alte Herr knurrt etwas Unverständliches in feinen Bart. In sein Gesicht kommt ein Lächeln. Es sicht feltfam aus, wenn der alte Brummbär lächelt. Es ist wie ein heimliches Leuchten von innen heraus. Er deckt es dann auch schnell wieder zu. „Natürlich müßten wir schon etwas ganz Besonderes leisten", knurrt er dann. „Du sagst das in solch einem eigentückllichen Ausdruck. Was meinst du?" Dominik wandert ein paarmal durchs Zimmer. Dann steht er wieder breitbeinig vor Nissen. „Erinnerst du dich, was ich dir neulich von Tir- pitz erzählt habe?" „Gewiß. — Daß ihr mehr leisten solltet. Daß ihr Schiffe mit schnellerem Tauchoermögen bauen solltet." „Mehr habe ich dir nicht erzählt?" „Nein." „Hm!" Dominik läßt sich wieder in seinen Schreibtischstuhl fallen. „Da setz dich auch. Tirpitz wollte noch mehr. Du weißt, daß alle U-Boote mit zwei Maschinensystemen ausgerüstet sind..." „Ja. Mit Dieselmotoren zur Ueberwasserfahrt, und mit Akkumulatoren, die von den Dieselmotoren bei der Ueberwasserfahrt geladen werden und auf die bei der Tauchfahrt umgeschaltet werden muß, weil die Dieselmotoren unter Wasser nicht brauchbar sind." „Damit war Tirpitz unzufrieden. Er verlangte von mir ein U-Boot, bei dem die Akkumulatoren als überflüssiger Ballast beseitigt sind und das statt dessen mit einer einzigen Einheitsantriebsmaschine ausgerüstet ist.. „Unmöglich." „... Ein U-Boot also, das unabhängig von dem elektrischen Strom mit der Dieselmaschine auch unter Wasser fährt." „Unmöglich." „... Ein U-Boot, das in seinem normalen Aktionsradius beliebig lange ebensogut unter wie über Wasser fahren kann." „Unmöglich." Nissen kann nächt länger an sich halten. „So gescheit muß der Großadmiral auch gewesen sein. Wer nur die einfachsten Grundsätze des Lebens und der Chemie kennt, weiß, daß das nicht geht. Allein der Sauerstoffmangel Zwingt zum Auftauchen. Und wenn der Sauerstoff selbst für die Menschen reichen würde, — er reicht nicht für die Antriebsmaschinen. Ein Dieselmotor, der unter Wasser läuft, ist ein Unding. Bedenke, daß Oel verbrennen muß, wenn es arbeiten soll. Verbrennung aber bedeutet Sauerstoffoerbrauch. — Jedes Kohlestoffatom des arbeitenden Oels holt sich ein oder auch zwei Atome Sauerstoff... So viel Sauerstoff aber kann fein U-Boot mitnehmen, wie die Dieselmaschinen verschlingen." Friedrich Dominik nickt. „Genau dasselbe sagte ich zu Tirpitz. Und weißt du, was er antwortete?" „Was antwortete er?" „Stümper seid ihr Techniker. Alle miteinander. Von uns Soldaten verlangt ihr, daß mir Unmögliches leisten. Und ihr könnt nicht einmal den in der Kohlensäure gebundenen Sauerstoff wieder freimachen ... Was jede lumpige Brennessel oder Gänseblume, der lumpige Fünf-Groschen-Blumen- topf fertigbringt, daran scheitert ihr. Zeitalter der Technik nennt ihr das! Aber, wo es mal wirklich was Großes zu leisten gibt, da versagt ihr. Nicht das bißchen Sauerstoff könnt ihr zur Unterwasserfahrt schaffen, das unsere Dieselmotoren brauchen. Obwohl davon vielleicht der Ausgang des Krieges abhängig ist. Stümper seid ihr alle miteinander." „Und was antwortetest du?" Friedrich Dominik zuckt mit den Schultern. Nichts. Aber als Tirpitz weg war, habe ich gearbeitet. Tag und Nacht. Wie ein Besessener. Immer an der Idee, wie trenne ich den Sauerstoff von den Kohlenstoffatomen des verbrannten Oels, wie zersprenge ich die Kohlensäure wieder zu Kohle und Sauerstoff?" „Und hast du's geschafft?" Der alte Herr antwortet nicht gleich. Dann sagt er: „Ich erzähle dir das ein andermal. Da drüben im Stahlschrank liegen die Konstruktionspläne, die sämtliche Schnüffelkommissionen der Entente finden wollten und vergeblich gesucht haben. Vielleicht können wir sie jetzt brquchen." Er lacht in sich hinein. „Deutschland baut ja wieder U-Boote. Und die Dominik-Werft wird bauen helfen. Dazu ist sie da." Und dann fängt er doch an zu erzählen, wie er sich seit 1918 immer wieder die Stunden abgespart hat, die technische Aufgabe, die Tirpitz damals gestellt hatte, weiter zu verfolgen, und das Gefundene zu bewahren. Ja, zu bewahren. Das war nach dem Kriege fast das schwerste. Dominik-Werft sieben Jahre lang von einem t» munistischen BetriebsroHdrangsaliert wurde, waP kannten, als Deutschland zu verraten. „Und nun, der1 beste Freund nicht — konnte. Zuerst waren es die Schnüffelkommissionen ferer alten Feinde, die alles durchstöberten. hatten wohl auch irgendwie Wind von Somimilf Arbeiten gefunden. Damals faß Deutschland ja to- von Schmutzfinken, die für ein paar tausend A piermark ihres Nachbarn Seele verkauft häi^ denen nichts heilig war, was Geld bringen fonrj Und in der Syftemzeit, zu jener Zett, wo es wirklich ging. Nisten hörte mit verhaltenem Atem zu. Selt^M wie sich die Welt in wenigen Jahren kann, wie es möglich war, daß eine einzige 1'^ Hand dem sinnlosen Spuk des Internationa.isin ein Ende machen und ganz Deutschland wi« auf seine blutmäßig gebundene Aufgabe m Welt Hinweisen und zusammenreißen konnte. deiner Arbeit fertig?" (Fortsetzung folgt.) Ih”.19.3 des d Petita Jstnet ’fl5 folge, auf. to«. Ä.„ it» da hatten, wo es guu, «ums gu uijuuiu. —- . für Geld oder auch für ein Pöstchen und maü mal auch nur „der heiligen Idee des Weltftiedr^ zu Liebe zu denen zu tragen, die kein anderes F fe Wett. ' ’n und zusammenreltzen ronnu; ä.’/Ie j* v.Ur Vater", fragt der Sohn. „Bist du f» G JJ Und das war schwer. .M Denn schließlich mußten ja auch Versuche y macht werden. Versuche, zu denen Dominik Hände, fremde Augen brauchte. Nissen studierte damals und konnte nicht he'' Und so galt es zu tarnen, zu verbergen, zu r tuschen, um ja niemanden ahnen zu lassen, um manchmal fast noch schlimmer gewesen. Ein Kunststück war es damals schon, all das : neugierigen, scheelsichtigen Augen zu verbe was gehütet werden mußte wie ein Augapfel. Millionen sahen damals in der Internationa das Glück der Zukunft. Millionen waren beu --.„ luji alles, was deutsch hieß, zu bespeien und zu raten. Auch durch die Dominik-Werft schlichen R Kreaturen, die ihre Augen und ihre Ohren übe HU? ' en "1 lotet 6hl e Augen und ihre Ohren uvc .ip galt, etwas zu ergattern unM mL et ch für ein Pöstchen und morM/°eiden I ' iti." luiuucii, uw */c.ui|u/w.rv g“ 1,11 . r-., ÖE-blejfo( Damals war vielfache Aufmerksamkeit und L* y sicht notwendig, alle Arbeiten, Studien, Pru>a . 'nie gen, alle Skizzen, Berechnungen, Zeichnunger geheim aufzubewahren, daß kein Mensch — etwas davon ah«