„I. Jahrgang Nr-M JOHF* *• -4k W 9 W Gietzener Anzeiger von einzelnen Nummern ESS£S' General-Anzeiger für Gberheffen $*<»h*tiuS*ll*t«*e M Montag, ly-MaiMl Annabme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des BormittagS Auzergen-Vreise r Anzeigenteil 7 Rvt. ie mm bei 22 mm Leilenbreite, Wertteil 50 Stvf. ie mm bei 70 mm Heilenbreite Nachlässe: Wiederbolung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrifl lvorberme Bereinbarung) 25°/» mehr und DieSuda-VuchiimVombenhagelunsererStukas Der Herzog von Spoleio zum König von Kroatien bestimmt Die italienisch-kroatischen Verträge aekat UTtb auf der viel- Kilometer langen Fest- Finanzverträge, den Eisondohn. und Seeverkehr yticyi, u. - r.;,-__gl«« mnnfn hio her berherieitraen -Ltaatsanae- zum 1916 Zum Oie Panzerwaffe Von Major a. D. von Kciser. straße vom Bahnhof Ostia an der Porta San Paolo über die Via Adolfo Hitler und Dell'Jmpero durch das Zentrum von Rom bis zur Villa Madama, in der Bte Gäste Italiens, der Podglavnik und die kroatische Abordnung, wohnen, wehten die Fahnen Italiens und Kroatiens, die Farben der Stadt Rom und auf dem Turm des Kapttols die Staatsflagge. und die Rechtslage der beiderseitigen Staatsangehörigen betreffende Uebereinkommen sowie Abkommen kultureller Art abzuschließen. Der Vertrag hat eine Vertragsdauer von 25 Jahren. In dem Schlußprotokoll verpflichten sich die beiden Regierungen, bis zur Vereinbarung neuer Ueber- einkormnen die WirkjamkeiL der zwijchen Italien Oer Kampf um Amba Aladschi. Rom, 18. Mai. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldete u. a.: In Ost- afrika geht um Amba Aladschi der erbitterte geworden, während bis dahin das Hindernis, das der See bildet, durch eine Fähre überwunden wurde. Die Gesamtlänge der transsibirischen Bahn auf asiatischem Boden beträgt 7021 km. Der Kurierzug benötigt von Moskau bis Wladiwostok nur 8 Tage. Diese nüchternen Ziffern erläutern am sinnfälligsten die wirtschaftliche und politische Bedeutung der transsibirischen Eisenbahn. Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte heute den Jagdfliegern Hauptmann I o p p i e n und Oberleutnant INüncheberg das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Hauptmann 3op- pien und Oberleutnant Müncheberg erhielten diese hohe Auszeichnung aus Anlaß ihres 40. Luftsieges. In Nordafrika brachen mehrere von Artist lerie und Panzern unterstützte britische Gegenangriffe aus Tobruk heraus im Feuer der Artillerie des deutschen Afrikakorps zusammen. Deutsch-ita- tienische Kräfte brachten bei einem Gegenstoß eine Anzahl Gefangene ein. In den letzten Kämpfen bei Sollum und Fort Lapuzzo wurden vier feindliche Panzer und weiteres Kriegsgerät erbeutet sowie eine Anzahl Gefangene gemacht. Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten Westdeutschlands, u. a. in Köln, Spreng- und Brandbomben. Wohnhäuser wurden zerstört und Gleisanlagen geringfügig beschädigt. Die Zivilbevölkerung halte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger schossen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. In der Zeit vom 15. bis 17.Mai verlor der Feind zusammen 2 6 Flugzeuge. Von diesen wurden 19 in Luflkämpfen und durch Nacht- jäger, fünf durch Flakartillerie und zwei durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeil gingen elf eigene Flugzeuge verloren. Das Eichenlaub aus Anlaß des 40. Lustsieges. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Führer Ententeheere auf einer Reihe von Schlachtfeldern erhebliche taktische Erfolge mit Hilfe ihrer Kampfwagen errungen, nirgends aber den entscheidenden, schon damals immer von neuem erstrebten Durchbruchssieg durch die deutsche Front mit nachfolgender operativer Umfassung erreicht. In der Tankschlacht von Cambrai am 20 November 1917 warfen die Engländer zum erstenmal völlig überraschend große Massen von Wagen in geschlossenem Einsatz in günstigem Gelände in den Kampf, womit die wichtigsten Vorbedingungen für den Erfolg gegeben waren. Tatsächlich gelang auch ein tiefer Einbruch in die deutsche Front, nicht aber der sicher erwartete operative Durchbruch, weil der Angriff bei der Langsamkeit der damaligen Kampfwagen nicht schnell genug Gelände gewinnen konnte und daher der deutsche Verteidiger in der Lage war, die geschlagene Bresche durch rasch mit Eisenbahn und Kraftwagen heran- geführte Reserven noch rechtzeitig zu schließen. Obwohl aber in der Folge die Schnelligkeit, Kampfkraft und vor allem der Fahrbereich der Kampfwagen erheblich gesteigert wurden, blieb die feindliche Führung auch im Sommer 1918 bei den Panzergroßangriffen b e i.So i s s o n s (Franzosen) , und Amiens (Engländer) bei ihrer bisherigen Taktik: Verteilung der Kampfwagen auf die verschiedenen Angriffswellen und enge Bindung an den infanteristischen Angriff, beschränkte Angriffsziele, operative Auswertung der errungenen Anfangserfolge nicht durch die Panzer selbst, sondern durch vorher bereitgestellte Kavallerie. Trotz stärkster taktischer Erfolge und Vernichtung einer größeren Anzahl deutscher Divisionen blieb dem Feinde daher auch diese beiden Male ein wirklich entscheidender Sieg versagt. Daß die Kavallerie nicht schnell und kampfkräftig genug war, um in dem Trichtergelände des Steilungskrieges den taktischen Einbruch zum operativen Durchbruch zu erweitern, ist nicht weiter erstaunlich. Als nachdem Weltkriege die Panzerwaffe, ebenso aber auch die Panzerabwehr, in geradezu stürmischer Weise vervollkommnet wurde, da ent» und die kroatische Abordnung, in Staatskarossen und begleitet von einer Ehreneskorte der Kürassiere des Hauses Savoyen in feierlichem Aufzug in den Q u i r i n a l begeben. Nach dem Staatsakt hat sich die kroatische Abordnung in den Palazzo Venezia begeben, wo sie oom Duce empfangen wurde. Nach der Unterredung des Podglavnik mit dem Duce fand zu Ehren der Abordnung im Palazzo Venezia ein Frühstück statt. Arn Nachmittag machte die kroatische Abordnung eine Rundfahrt durch Rom. Abends fand im Quirinal ein oom König und Kaiser zu Ehren der Abordnung gegebenes Abendessen statt. Um 22 Uhr trat die kroatische Abordnung die Rückreise nach Agram an. Rom, 18. Mai. (Europapreß.) Auf Grund des am Sonntag im Palazzo Venezia vom Duce und dem Podglavnik unterzeichneten Grenzvertrages zwischen Italien und Kroatien wird ein weites Gebiet rings um die Stadt Zara, das sich bis Spalato (einschließlich) ausdehnt, und in dem auch die Städte S e b e n i c o und Trau liegen, in das italienische Staatsgebiet ausgenommen. Mit Ausnahme der Inseln Pago, Brazz'a und Lesina werden alle Inseln an der dalmatinischen Küste dem italienischen Staatsgebiet einverleibt, und ebenso der Bezirk der Bocche di Cattaro bis zur Grenze Montenegros. Der Hafen von Susak neben Fiume wird mit einem gewissen Landgebiet rund herum an Italien abgetreten. Der zweite Vertrag behandelt militärische Fragen, die d« adriatische Küstengebiet betreffen. Die kroatische Regierung verpflichtet sich, auf dem gesamten adriatischen Gebiet gegenüber italienischen Besitzungen keine militärischen Einrichtungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft oder Operationsbasen zu schaffen. Weiter wird Kroatien teile Kriegsmarine unter- Berlin, 18.Mai. (DNB.) Deutsche Stuka - kampfflugzeuge unternahmen in den Nachmittagsstunden des 17. Mai einen besonders wirksamen Angriff gegen Schiffsziele in der Suda-Bucht der Insel Kreta. Zwei Bomben schweren Kalibers trafen einen Tanker von 13 000 BRT., der sofort in Flammen stand. Weitere schwere Bomben explodierten auf einem zweiten Tankschiff. Außerdem wurde ein Frach - ler in Brand geworfen. Oer Wehrmachtbericht. Der Feind verlor vom 15.—17. Mai 26 Flugzeuge. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Das OKw. gibt bekannt: Kampfflugzeuge vernichteten im Kanal zwei Schiffe mit zusammen 5500 BRT. und beschädigten im Laufe der Nacht vier weitere Frachter. Daneben richteten sich Luftangriffe gegen mehrere Häfen in Süd- und Südostengland. In Luftkämpfen über Südengland wurden drei britische Iäger abgeschossen. Im Weltkriege waren im Gegensatz heutigen Kriege Frankreich und England, das die ersten Panzer in den Kampf warf, bis Kriegsende an Zahl der Kampfwagen dem deutschen Heere so. stark überlegen, daß — wenn überhaupt — durchschlagende Kampfwagenerfolge nur auf ihrer Seite denkbar waren. Tatsächlich haben auch die 50 Jahre transsibirische Eisenbahn Zur Erinnerung an den ersten Spatenstich am 19. Mai 1891. Von Dr. E. Waltam. Widerstand der noch überlebenden Verteidiger, die unter dem persönlichen Befehl des Herzogs von Aosta heldenhaft kämpfen, unter Umständen, die wegen des Materialmangels, der erlittenen Verluste und der Unmöglichkeit, die Verwundeten zu evakuieren und zu pflegen, von Stunde zu Stunde schwerer werden, weiter. In der Gegend von Galla und Sidamo wurde ein feindlicher Angriff zurückgeschlagen. In den übrigen Abschnitten ist die'Lage unverändert. Mit Fahnen der beiden Staaten _unb reichem Blumenflor war auch der Bahnhof Ostia geschmückt, auf dem pünktlich 9.30 Uhr der Sonder- 3itg des Podglavnik angelangt war. Der Podglavnik und die Abordnung waren vom Außenminister Grasen Ciano, den Vertretern aller zivilen und Militärbehörden sowie der Faschistischen Partei begrüßt worden. Dom Grafen Ciano war der Podglavnik im Kraftwagen in die Villa Madama geleitet worden. In langer Kette schloß sich Kraftwagen an Kraftwagen, in denen die Mitglieder der Abordnung und Volksvertretungen aus allen Provinzen Kroatiens in buntfarbigen Volkstrachten zu fehen waren. Nach kurzem Aufenthalt in der Villa Madama hatten sich der Podglavnik Schon am frühen Morgen des Sonntags hatten die öffentlichen Gebäude Roms Flaggewfchmuck^an- Gar mancher erste Spatenstich hat einen neuen । Zeitabschnitt eingeleitet. Aber doch nur selten einen i von so weittragender Bedeutung wie der, den der Großfürst-Thronfolger und nachmalige Zar N i - kolaus II. vor fünfzig Jahren am 19. Mai 1891 (31. Mai alten Stils) i n W l a d i w o st o k an der ostasiatischen Küste vollzog. Dieser erste Spatenstich für eine neue Eisenbahn bedeutete den ersten Schritt, die unübersehbare Weite des russischen Riesenreiches durch ein leistungsfähiges Verkehrsmittel zu einer wirklichen Einheit werden zu lassen. Nur 50 Jahre sind es her, daß dieser Schritt getan wurde. Wir können uns die Verhältnisse vorher kaum noch vorstellen. Zwar wissen mir, daß die Russen bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts bis an die Küsten des Stillen Ozeans gelangten und hier festen Fuß faßten. Aber der Handelsverkehr dahin war nicht sonderlich rege. Wie sollte er auch! Die Hauptverkehrsader stellte der sogenannte große Sibirische Trakt dar, d. h. der Weg, der Petersburg und Moskau über die größeren sibirischen Städte Omsk, Tomsk und Irkutsk mit Kiachta und Peking verband. Im Winter und Frühjahr, wo man ihn durch die gefrorenen Sümpfe und das Eis der Flüsse bedeutend abkürzen konnte, brauchte der in Schlitten Tag und Nacht fahrende Kurier von Irkutsk nach Petersburg durchschnittlich 18 Tage, im Sommer jedoch viel mehr. Das gewöhnliche Reisen und der Warenttansport nahmen eine weit längere Zeit in Anspruch. Last- suhren z. B. benötigten auf der fast 1700 km langen Strecke zwischen Tomsk und Irkutsk allein 40—50 Tage.. Infolgedessen belief sich selbst zuletzt noch der Warenverkehr auf dem Trakt im Durchschnitt • auf jährlich nur 66 000 Tonnen. Er nahm dafür etwa 17 000 Personen und 80000 Pferde in Anspruch. Der hervorragendste Handelsartikel war chinesischer Karawanentee, der aber in Westeuropa nach seinem Einfuhrwege kurz „russischer Tee" genannt wurde im Gegensatz zu dem chinesischen und indischen Tee, der auf dem Seewege dorthin gelangte. Die transsibirische Eisenbahn sollte nicht nur die Verkehrsverhältnisse, sondern auch die politi - schen Zusammenhänge in und um Sibirien vollständig umgestalten. Schon seit 1857 beschäftigte man sich in Rußland mit dem Bahnbau. Aber erst in den letzten Regierungsjahren des Zaren Alexander I I I. war die Angelegenheit dank dessen persönlichen Bemühungen soweit gediehen, daß ein Ukas vom 17. (29.) Marz 1891 den Baubeginn an ordnen konnte. Den feierlichen Auftakt bildete der erste Spatenstich durch den Thronfolger im äußersten Osten. Ansonsten wurde außerdem noch in demselben Jahre an verschiedenen Stellen mit b°m Bahnbau begonnen. Er wurde ausschließlich mit einheimischen Mitteln, sowie mit russischen Arbeitskräften und Materialien durchgeführt und bis zum Jahre 1903 vollendet. Damit erweist er sich als eine der bedeutsamsten nationalen Leiswngen des Rusientums. Man gliedert die Bahn in vier große Gruppen. Als ihren Anfangspunkt in Europa bezeichnet inan die Stadt Tscheljabinsk im Uralgebiet, wenn sie auch heute nicht mehr von dem wichtigsten und schnellsten Kurierzugpaar berührt wird. Mit Rücksicht auf Petersburg, vor allem aber beeinflußt durch das nördlich von Tscheljabinsk bei Swerdlowsk (Jekaterinenburg) in den letzten Jahrzehnten entstandene gewaltige Industriegebiet, wird der Umweg über Danilow-W jakta gemacht und erst bei Omsk die alte Verbindung von Moskau über Samara und Tscheljabinsk wiedergewonnen. Die 795 km lange Strecke von Tschesta- binsk bis Omsk wurde bereits im August 1894 eröffnet. Am 1. Januar 1896 folgte die 625 km lange Fortsetzung bis zum Ob-Fluh, an dessen Uebergang sich später die Stadt Nowo-Sibirsk entwickelte, die in den letzten Jahrzehnten zum Sammelpunkt eines Bahnnetzes wurde, das den jüngsten, aber nicht minder bedeutenden Jndustriebe- zirk bei Barnaul und Kusnezk (jetzt S t a l i n f f) Mich davon erschließt. Damit ist die Gruppe der westsibirischen Bahnen abgeschlossen. Ihre östliche Fortsetzung wird mit einer Lange von 1830 km als m i t t e l s i b i r i s ch e Bahn bezeichnet. Sie verläßt das Tiefland des Ob und windet sich nach Ueberfchreitung des Jenissei b e i Krasnojarsk in das Sajanische Gebirge hinein, bis sie bei Irkutsk endet. Diese 160000 Einwohner zählende Stadt ist mit ihrer Universität die bedeutendste russische Kolonial- und Kulturstadt in ganz Sibirien. Vier Fünftel ihrer Bewohner sind Russen. In ihrer Umgegend haben die mannigfaltigen Bodenschätze und der Waldreichtum zur Gründung zahlreicher Industrien geführt. Die mittelsibirische Eisenbahn konnte bereits am 1. Januar 1899 dem Verkehr übergeben werden. Das schwierigste Baustück bildete die 1803 km lange ostsibirische Bahn um den Baikalsee südlich herum durch das Jablonoigebirge nach Tschita. Oestlich dieses annähernd 100 000 Einwohner zählenden alten Karawanenplatzes gabelt sie sich. Auf russischem Boden geht nach e-uben der verkehrswichtigste Strang bis zur Grenzstadt Mandschurin und von hier weiter als ehedem vstchinesische, seit 1935 den Japanern für den neuen Saat Mandschukuo übereignete Bahn n a ch <5harbin-Wladiwostok oder Charbin- Darren, dem früheren russischen Hafen Port Arthur, der nach dem Kriege von 1904/05 an Ja- Pan fiel und neuerdings sich zum wichtigsten Haikn Des Staates Mandschukuo entwickett hat. D.ese Bahnen wurden von Port Arthur und Wladiwostok -aus ab 1891 gebaut. Sie erreichten um 1900 den Anschluß an die ostsibirische Bahn. Gleichartig be- •gann von Wladiwostok nordwärts am Usst'n entlang eine Bahn nach Chabarowsk am Amur. Sie wurde später zu desien Oberlauf fortgesetzt, Ibis sie 1916 Tschita erreichte. Gleichzeitig war irv Mischen die Gürtelbahn um den Daikaljes fertig Oer Festakt im Quirinal. Rom, 18; Mai. (Europapreß.) In Rom fand am Sonntagoormittag im Quirinal die feierliche Proklamation des neuen Königs von .Kroatien statt. Ilm 11.15 Uhr betrat der König und Kaiser den Thronsaal. Aus seinem Gefolge nahmen der Kronprinz, der Graf von Turin und der Herzog von Pistoria unter dem Thronbaldachin zur Rechten des Königs und Kaisers Platz, während der Herzog von Spoleto, der Herzog von Genua und der Herzog von Ancona zur Linken Aufstellung nahmen. Dann folgten der Duce und Graf Ciano„ die an der rechten Seite des Thrones ihren Platz nahmen. Um 11.30 Uhr betrat unter Vorantritt eines Zeremonienmeisters die von Ante P a v e l i t s ch ge- ftihrte kroatische Abordnung den Thronsaal. Der Poglavnik richtete an den König und Kaiser eine Ansprache, in der er den Wunsch des kroatischen Volkes zum Ausdruck brachte, die Krone Kroatiens für das Haus Savoyen anzunehmen und den neuen König namhaft zu machen. Daraufhin trat der Hei^zog von Spoleto, der oom König und Kaiser zum König von Kroatien bestimmt worden ist, vor und verneigte sich tief vor dem König und Kaiser und dem Poglavnik. Dann stellte der Poglavnik die Mitglieder der kroatischen Abordnung vor. Anschließend hatte der neue König von Kroatien eine kurze Aussprache mit dem Poglavnik. Nach einer kurzen Unterhaltung des Königs und Kaisers mit dem Duce verließ der Monarch dann mit den Prinzen des Hauses Savoyen, dem Duce und dem Grafen Ciano den Thronsaal, wobei der Herzog von Spoleto den Vortritt vor dem italienischen Kronprinzen hatte. Dem historischen Akt im Quirinal wohnten auch die diplomatischen Vertreter der dem Dreimächte- Pakt beigetretemm Staaten, die Träger des Annunziata-Ordens, die Regierungsmitglieder, hohe Beamte und Offiziere sowie zahlreiche in- und ausländische Pressevertreter bei. Die kroatische Abordnung unter Führung Ante Pavelitsch umfaßt: den Vizemarschall des Heeres, Leikxa Vladimir, den Vizepräsidenten der Regierung, Kulemovitsch, den Justizminister, den Untenrichtsminister, den Minister der Korporationen, den Unterstaatssekretär des Aeußern, das Mitglied des Großen Rates, V r a n e s i t s , die geistlichen Behörden mit dem Bischof von Agram, S a b i s Sevis, dem Gene- ralkaplan der Ustaschi-Miliz und den Großmuftt von Agram Ismet. Der Kommission gehörten ferner vier Mitglieder der Partes sowie Vertreter der Bauerngruppen der verschiedenen Provinzen, die die kroattsche Nationaltracht trugen, an. OerfeierttcheEmpfanginNom und dem ehemaligen Königreich Jugoslawien noch in Kraft befindlichen Verträge zu achten. Zwischen dem Duce und dem Podglavnik hat noch ein Notenaustausch stattgefunden. Den Gemeinden von Spalato und der Insel K ü r z o l a wird eine gewisse Selbständigkeit in der Verwaltung zugesichert. Es werden Sicherheiten geschaffen für die im kroatischen Staatsgebiet verbleibenden italienischen Volksgruppen, so hinsichtlich des Sprachgebrauchs, des Schulwesens, der Wohltätigkeits- und der Hilfseinrichtungen Oie Vorgeschichte. Rom, 18. Mai. (Europapreß.) lieber die Vorgeschichte des neuen Königreiches Kroatien berichtet „Popolo di Roma", der Podglavnik habe sich am 25. April zu einer Begegnung mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano nach Laibach begeben. Hier habe der Podglavnik den Wunsch des kroatischen Volkes ausgesprochen, das alte Königreich Kroatien wieder erstehen zu lassen und die Krone dem Hause Savoyen anzudieten, „denn Kroatien fühlt sich als Tochter Roms, mit dem es sein Schicksal teilen will." Bei dieser Zusammenkunft seien auch die Grundlagen für die Grenzziehung mit Italien entworfen worden. Italien habe nur das für sich gefordert, worauf es legitimen Anspruch habe erheben können, und was zu seinem unantastbaren Erbgut gehöre. Der westliche Teil der Balkanhalbinsel, das Königreich Kroatien, so schreibt „Giomale d'Jtalia", werde wieder zum Adriatischen Meer gravieren, wo gleichzeitig Italien in Uebereinftimmung mit der alten Tradition wieder voll die Ausübung seiner natürlichen Funktion, das Erbe des arttiken kaiserlichen Roms und der Republik Venedig, übcr- - nehme. Agenzia Stefani sagt, im Gegensatz zu den Friedensmachern von Versallles bemühen sich die Achsenmächte, dauerhafte Bauten mit größtmöglicher Gerechtigkeit zu errichten. Die heute gefundene Lösung trage'den Gefühlen, politischen Interessen, strategischen Notwendigkeiten und wirtschaftlichen Bedürfnissen gleicherweise Rechnung. Der Fall Kroatien beweise, daß es für Europa möglich sei, selbst die verwickeltsten Probleme zu lösen, meint i sich keine europafremde Macht eimnijche. halten. Der dritte Vertrag wird als „Garantie- und Zusammenarbeitsvertrag" bezeichnet. In ihm erklärt sich Italien zum Garanten der Unabhängigkeit und der Unverletzbarkeit des Staatsgebietes des kroatischen Königreichs, wie es nach der Festlegung der Grenzen mit den verschiedenen angrenzenden Nachbarstaaten sich ergeben wird. Die kroatische Regierung verpflichtet sich, keine internationalen Verpflichtungen einzugeyen, die nicht in Uebereinstim- mung stehen mit diesen Garantien und mit dem Geist der mit Italien abgeschlossenen Verträge. Die kroatische Regierung wird sich bei der Aufstellung des kroatischen Heeres der Mitarbeit der italienischen Wehrmacht bedienen. Die beiden Regierungen verpflichten sich, so rasch wie möglich Handels- und stand unter den Panzersachverständigen aller Länder ein heftiger Meinungskampf um die Frage, ob die Panzerwaffe auch weiterhin eine bloße Hilfswaffe der Infanterie bleiben oder ob sie, in geschlossenen Verbänden zusammengefaßt, mit selbständigen Kampfaufgaben unter voller Ausnutzung ihrer Schnelligkeit und Kampfkraft betraut werden sollte. Im französischen Heere mit seinem schematischen mehr defensiven Denken ging man den ersten, im englischen Heere den zweiten Weg. In Deutschland wurden nach Wiederherstellung seiner Wehrhoheit, dem alten deutschen Anariffsßeist entsprechend, ebenso wie in England selbständige Panzerkampfverbände aufgestellt. Wenn trotz aller wirtschaftlichen und technischen Schwierigkeiten der gewaltige Vorsprung der Westmächte in wenigen Jahren einqeholt wurde und beim Ausbruch des heutigen Krieges eine Reihe von deutschen Panzerverbänden bereitstand, die in zäher Frieoensausbildung und in enger Zusammenarbeit mit den Luftkampfverbänden zum Durchbruch und zur Umfassung vorzüglich ausgebildet waren, so war das in erster Linie dem weit vorausschauenden Blick und dem eisernen, kein Hindernis kennenden Willen des Führers zu verdanken. Der Krieg hat dann den Kampf der Federn über die beste Verwendung von Panzertruppen sehr schnell durch den Kampf der Waffen entschieden. Gleich zu Beginn, im polnischen Feldzuge, haben deutsche Panzerverbände die polnischen Stellungen in ihrer ganzen Tiefe überrannt, Haven den polnischen Hauptkräften den Rückzug abge- schnitten und dadurch ihre volle Einkesselung tm großen Weichselbogen ermöglicht. Auch i m Westen hat die deutsche Führung nur mit Hilfe großer selbständiger Panzerverbände ihre genialen operativen Bernichtungspläne in die Tat umsetzen können. Sowohl der große Durchbruch über die Maas zwischen Givet und Sedan am 13. Mai 1940 wie der anschließende keilartige Vorstoß bis an die Kanalküste, der die Einschließung sämtlicher in Belgien und Nordfrankreich kämpfenden feindlichen Armeen und ihre schließliche Vernichtung zur Folge hatte, waren ohne große selbständige Panzerverbände, die ihre Schnelligkeit und Kampfkraft in freier Beherrschung des Geländes voll ausnutzen konnten, unmöglich gewesen. Ebenso haben gepanzerte Truppen im zweiten gro- ßen Kampfabschnitt im Westen bürd) ihren Vor- stoß westlich der Maas nach Süden bis zur schweizerischen Grenze den elsaß-lothringischen Raum gegen das übrige Frankreich abgeschlossen und damit die Vernichtung bzw. Kapitulation einer halben Million Franzosen, wirksam vorbereitet. Auch in dem augenblicklichen Siegeszug auf dem Balkan haben wiederum selbständige Panzerverbände die verblüffende Schnelligkeit der Operationen entscheidend beeinflußt. Sie haben durch überraschenden Vorstoß auf Saloniki die griechischen Truppen östlich des Vardar abgeschnitten und zur Kapitulation gezwungen. Sie haben Risch und Agram genommen und sind schließlich von Norden und Süden aus in die Hauptstadt Belgrad eingedrungen. Ebenso sind die überraschend schnellen Erfolge in Nordafrika, wo der Krieg bereits über die ägyptische Grenze hinaus vorgetragen ist, in erster Linie dem Afrikakorps des Generals Rommel zu danken. Freilich weiß auch die Panzerwaffe genau, daß ihre durch Schnelligkeit und Ueberraschung erkämpften Erfolge durch die nachfolgenden nichtmotorisierten Truppen gesichert und ausgebaut werden müssen, um zu einem entscheidenden Endsieg zu werden. Gerade diese mustergültige Zusammenarbeit einer weit vorauseilenden Panzerwaffe mit den schnell folgenden übrigen Waffengattungen sowie mit der Luftwaffe bestätigt voll und ganz, was der General der Panzertruppe Guderian kurz vor Kriegsausbruch geschrieben hat: „Schnelligkeit gebiert Die Ueberraschung. Zusammenfassen der Masse auf das entscheidende Ziel erzeugt Kraft. Der überraschende Einsatz der geballten Kraft aber ist der zuverlässigste Bürge des Sieges." z-ast 50000 BNT. versenkt. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. Berlin. 17.Mai. (DltB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot unter Führung von kapi- tänteutnant S ch e v e meldet die Versenkung von fünf britischen Handelsschiffen mit zusammen 33 612 DRT. Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet ostwärts Schottlands und nordwestlich Irlands drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 16000 VRT. und erzielten Vombenvolltreffer auf zwei weiteren Schiffen. Kampffliegerverbände griffen in der letzten Nacht mehrere Stunden lang Rüslungs- und Verforgungsbetriebe einer Stadt in den Midlands mit guter Wirkung an. Dabei wurde ein britisches Flugzeug über feindlichem Gebiet abgeschossen. Kampf- und Jagdflugzeuge bombardierten bei Tag und Nacht britische Flugplätze, darunter besonders erfolgreich den Flugplatz Hawkings. Auf dem Flugplatz St.Eval entstanden durch Treffer in hallen, Unterkünften und auf dem Rollfeld schwere Schaden. Marineartillerie nahm feindliche Schiffe, die sich der Kanalküsie zu nähern versuchten, unter Feuer und zwangen sie zum Abdrehen. In Nordafrika führten Spähtrupps des deutschen Afrikakorps bei Tobruk erfolgreiche Unternehmungen durch und brachten eine Anzahl Gefangener ein. Zwei feindliche Panzer wurden zerstört. Die in Sollum und in das Fort La- p u z z o eingedrungenen britischen Kräfte wurden in kühnem Gegenangriff wieder nach Osten zurück- geworfen. Sollum und das Fort Capuzzo sowie sämtliche früheren Stellungen sind wiederinder Hand des Afrikakorps. Deutsche Kampfflugzeuge griffen mit guter Wirkung in die Kämpfe bei Sollum und Tobruk ein. Im Mittelmeerraum griffen Einheiten der deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 16. Mai und am gestrigen Tage mehrfach erfolgreich Flugplätze und Hafenanlagen auf der Insel Malta an. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften in Westdeutschland wahllos eine Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Außer einem kleinen Jndustriewerk wurden keine wehr- wirtschaftlichen Ziele getroffen. Nachtjäger und Marineartillerie schossen zwei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. Der neue König von Kroatien. Rom, 18. Mai. (Europapreß.) Der neue König von Kroatien, Prinz Aimone von Savoyen-Aosta, Herzog von Spoleto, wurde am 9. März 1900 in Turin als Sohn des im Jahre 1931 verstorbenen I ■ i Prinzen Emmanuele Filiberto von Savoyen-Aosta (eines Vetters des Königs und Kaisers) und der Prinzessin Helene von Frankreich aus dem Haufe Bourbon-Orleans äeboren. In 12. Lebensjahr trat der Herzog von Spoleto als Zögling der Marine- Akademie in die italienische Kriegsmarine ein. Als Unterleutnant erreichte er im April 1917 den Offiziersrang und durchlief dann alle Offiziersstufen der Kriegsmarine. Seit November 1939 stand er im Range eines Geschwader-Admirals. Bald nach seinem Eintritt in die Marine-Akademie nahm er an Bord des Schulschiffes „Flavio Gioia" am türkisch-italienischen Kriege teil; im Alter von 18 Jahren erwarb er den Ausweis als Marineflieger. Während des Weltkrieges wurde er mit verschiedenen Orden ausgezeichnet, im Abessinienfeldzug erhielt er die zweite silberne Tapferkeitsmedaille. Der Herzog hat weite Reisen unternommen, u. a. nach Jberoamerika und nach dem Femen Osten. Auch an wissenschaftlichen Expeditionen war er beteiligt; so an einer von ihm selbst organisierten und geführten Expedition in die Berge des Karakorum (Zentralasien 1928/29). In den folgenden Jahren war der Herzog mit wichtigen Missionen in Spanien, Nordamerika und dem Iran betraut. Der Herzog ist auch ein großer Sportfreund. So ist er als Polospieler bekannt. Er ist Außerordentlicher Kommissar der Vereinigung für Motorschiffahrt und Vorsitzender des Königlich Italienischen Automobil- klubs. Mit dem Herzog von Spoleto wird nun die kroatische Dynastie fortgesetzt werden, die durch Tromir im 9. Jahrhundert begründet worden ist. Einen unabhängigen kroatischen Staat gab es schon fett 879. Im Jahre 925 nahm dann Fürst Tomis- lav die Königswürde an. Zur Zeit des deutschen Kaisers Heinrich IV. starb mit König Zvonimir die kroatische Dynastie aus. Bis in das erste Viertel des 16. Jahrhunderts waren dann die Könige von Ungarn gleichzeitig Könige von Kroatien, dessen Selbständigkeit immer anerkannt worden ist. 1527 wählten die Kroaten dann Ferdinand von Habsburg zum König. Durch das neue kroatische Staatsgesetz ist die Krone zum Repräsentanten der kroatischen Staatshoheit erklärt worden. Roosevelt vnd die Weltwirtschaft. Washington, 18. Mai. (DNB.) Anläßlich der amerikanischen Autzenhandelswoche erklärte Roosevelt, der Welthandel in der von den totalen Mächten beherrschten Welt würde nur die Waffe für eine neue Aggression werden und nicht dem Allgemeinwohl dienen. Deutsche Erklärungen bewiesen, daß jene Länder die Unterwerfung der Welt auf ihre Fahnen geschrieben hätten, die den Welthandel zum eigenen Vorteil streng kontrollieren würden. Es sei deshalb sinnlos, überhaupt von einem künftigen Welthandel zu sprechen, sofern Amerika nicht bereit sei, die Grundsätze zu verteidigen, auf denen der Welthandel beruhe. Die totale Aggression reiche fast in jeden Winkel der Welt, bedrohe den Handel ebenso wie das geistige Gebäude der Demokratie und begrenze bereits ernstlich den Raum, worin die Grundsätze internationaler Handelsbeziehungen operieren könnten. Roosevelt schlägt einen ziemlich primitiven Weg ein: All die Absichten, die er selbst und sein engster Freundeskreis im geheimen hegt, unterstellt er einfach den Achsenmächten, als ob diese erst das Chaos in der Weltwirtschaft geschaffen hätten, obwohl Roosevelt sehr genau weiß, daß dieses Chaos bereits bestand, bevor die nationalsozialistische Regierung an die Macht kam. Roosevelt beruft sich auf deutsche Erklärungen, die nie abgegeben worden sind, in der deutlichen Absicht, das Deutschland Hitlers zu verdächtigen und zu belasten. Dabei maßt er sich an, die Bedingungen, unter denen sich dereinst der Welthandel abzuspielen hat, selbst aufzustellen, obwohl er bisher den Beweis dafür schuldig geblieben ist, die Wirtschaft seines eigenen Landes in Ordnung zu bringen. Roosevelt sieht auch in Wirklichkeit nicht die wirtschaftlichen Interessen der USA. durch die Achsenmächte bedroht, sondern die Interessen seines Kreises, der um den arbeitslosen Ueberprofit bangt. Damit beantwortet sich auch von selbst die Frage, bis zu welchem Punkte die Interessen des Roosevelt-Regimes und die der Bevölkerung der USA. Zusammengehen. Oieponikmache der llSA -Kriegshetzer Stockholm, 17. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Kriegshetzer in den Vereinigten Staaten tun weiterhin alles, um das Volk unter den Eindruck einer drohenden Gefahr zu bringen. So hat der USA.= Kongreß 30 000 Dollar f ü r einen „absolut bombensicheren" Luftschutzraum angesetzt, in dem die Magna Charta, die britische Verfassungsurkunde von 1215, die seit der Weltausstellung sich in Neuyork befindet, ferner die ame- Bor einem Fahr. Am 17. Mai 1940 wurden Mecheln und Löwen! von unseren Truppen in hartem Kampf genommen. Brüssel wird kampflos übergeben. Auf der Insel Walcheren wird noch gekämpft, sonst sind die hol« ländischen Inseln in deutscher Hand. In Nordbelgien durchbrechen unsere Soldaten den äußeren Gürtel der Festung Antwerpen. Der aus der Dyle-Stellung zurückgehende Feind wird verfolgt. Südlich Mau« beuge durchstoßen unsere Panzer die französischen Grenzbefestigungen und zerschlagen zwei feindliche Divisionen. Der weichende Feind wird über die Sambre weiter südlich bis an die obere Oise verfolgt. Südlich Sedan wurde nach Süden Raum gewonnen. Am 18. Mai 1940 weht auf dem Rathaus von Antwerpen die deutsche Kriegslage. Nach Durchbrechung der Festungsfront von Antwerpen joirD der Feind immer weiter nach Westen zurückgedrängt, westlich Antwerpen die Schelde überschritten, westlich Brüssel die Dendre erreicht. Le Cateau und St. Quentin sind in deutscher Hand. Laon und die Aisne bei Rethel sind erreicht. Nordwestlich Mont« medy ist in der Maginot-Linie das Panzerwerk 505 genommen. Der Feind verlor an beiden Tagen Ins« 19°Mai^lÄo^wird In Belgien die Verfolgung fortgesetzt. Die Dendre ist überschritten, die obere Schelde erreicht. Bei Maubeuge und südlich Valenciennes werden Angriffe einer nach Süden Ausweg suchenden französisch-belgischen Armee ab« gewiesen. Unsere Panzer und motorisierten Verbände erreichen an der Straße Cambrai—Perönne das Somme-Schachtfeld 1916. Der gesamte innere Fortgürtel von Lüttich, sowie alle Forts von Namur bis auf eines sind in deutscher Hand. rikanische Unabhängigkeitserklärung und andere Doq kumente aufbewahrt werden sollen. Dem deutschen Volk das Lebenslicht ausblasen. Ein frommer Wunsch des NSA.-Jnnenministers. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Innenminister der Vereinigten Staaten, Ickes, hat in einer Versammlung im Central-Park in Neuyork eine Rede gehalten, in der er sagte: „Amerika muß England alles geben, was erforderlich, um unserem gemeinsamen Feind das Lebenslicht auszublasen. Amerika muß unsere Freunds und Verbündeten überall unterstützen und, was das Wichtigste ist, wir Amerikaner müssen.uns geistig für den Kampf rüsten. Wir müssen den Nebel der Ungewißheit und des Schwankens vertreiben und mit einem herzhaften Gelächter die zersetzenden Argumente unserer Friedensapostel und Faschisten quittieren." Hinter der Larve des angeblichen Kreuzfahrers für Demokratie, Freiheit, Zivilisation, Ordnung der Weltwirtschaft und wie die Schlagworte alle heißen, erkennt man die haßverzerrte Fratze des Hetzers. Das also ist das Ziel: Dem deuffchen Volk soll das Lebenslicht ausgeblasen werden. Das U8A.-Volk weiß jetzt, wofür es mehr Steuern zahlen, mehr arbeiten, und wenn es nach dem Wunsch seines Präsidenten und seiner Anhänger ginge, auch sein Blut vergießen soll. Vom deutschen Volk wird niemand erwarten, daß es dem Versuch, ihm das Lebenslicht auszublasen, geduldig zusehen wird. Aktivität der javanischen Lustwaffe. Tokio, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) Japanische Kampfflugzeuge bombardierten S i a n f u, die Hauptstadt des alten China und jetziger Sitz der Provinzialregierung von Scheust. Mehrere Kasernen und andere kriegswichtige Anlagen wurden mit Sprengbomben beworfen. In W e i n a n, östlich von Sianfu, wurden heftige Brände in Lagerhäusern verursacht. Japanische Seeflugzeuge haben zum viertenmal in diesem Monat Tschung - fing schwer bombardiert. Durch Treffer auf militärische Anlagen ist besonders im westlichen Vorortring von Tschungking erheblicher Schaden entstanden« Botschafter als Ehrengäste beim Premierminister Konove. Tokio, 17. Mai. (Europapreß.) Die Botschafter Deutschlands, Italiens und Rußlands waren als Ehrengäste beim Premierminister Konoye zu ei- „Oer Feldherr" von Händel. $itr morgigen Aufführung. In seinen Opern hatte Händel beweisstarke Proben dramatischer Gestaltungskraft gegeben und war in den Wettbewerb mit den Italienern getreten. Mochten diese ihm im eigentlich Theater- lischen überlegen sein, io überzeuat er durch das Tiefschürfende im Aufschluß der Charaktere. Der ihm eigene starke Zug für das Dramatische erhebt sich zur monumentalen Auswirkung in seinen Oratorien. An die Stelle der Einzelpersonen der Oper tritt hier der Chor als Ausdruck des Fühlens der Gesamtheit, der sich die Einzelpersonen als Glieder des Ganzen einordnen. In der Wahl seiner Stoffe entscheidet sich Händel für das große Geschehen voll innerer Wucht, getragen von ethischen Triebkräften. Die Handlung an sich zieht ihn an, nicht aber die Umwelt, in der sie sich vollzieht. Die innere Verbundenheit mit der stofflichen Grundlage seiner Oratorien gründet sich auf einem idealisierenden, persönlich akzentuierten Durchleben. Das Heldische, überragend Große packt ihn, sei es in der Einzelgestalt, sei es in der Gesamthaltung des Volkes. So erlebt er selbst auch die lleberlieferung anderer Völker ganz im Sinne des blutmäßig Germanischen. 3a der hohe edle Schwung, der ihn beseelt, läßt ihn zum „größten Freiheitssänger werden, den die Musik jemals gehabt hat". (Kretzschmar.) Ganz besonders sein „Freiheitsoratorium". in dem er das todesmutige Ringen seines Volkes in stärkster Unmittelbarkeit durchleben läßt, war nach dem Zusammenbruch napoleonischer Fremdherrschaft zum grandiosen Ausdruck vaterländischen Bewußtseins geworden. Die ursprüngliche textliche Fassung diesesWerkes von dem englischen Dichter Thomas Morell verliert sich in die Breite und läßt durch Wiederholung seelischer Situationen den straffen, mitreißenden Zug der Händels Musik innewohnt, nicht deutlich und klar genug in Erscheinung treten: überstieg doch die Aufführungsdauer des vollständigen Werkes (vier Stunden!) die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer. Darum war die Überarbeitung des Ganzen geboten. Das schien um so eher zulässig, als sich ja Handel selbst für seine Aufführungen Aende- rangen, Umstellungen, Ausschaltungen und Einfügungen gestattete. Hier setzt nun Professor Hermann Stephani mit der Umgestaltung des Werkes ein. Schon gelegentlich einer Aufführung im Jahre 1904 strebt er eine Verdichtung des heldischen Werkes auf das textlich und musikalisch ÜVesentliche an, jenseits aller Beengtheiten des historisch Gegebenen. y9n seiner Bearbeitung von 1914 wird Das Gesamtgeschehen, der Aufbau der Handlung, aus dem Grundgedanken eines Volksdramas gewonnen. „Seher und Feldherr verkörpern die sittlichen Grundkräste des Volkes — jener Selbstbesinnung und Sottnertrauen, dieser Tatkraft, Selbstbeherrschung, Siegerwillen." Die Herausstellung dieser Grundidee erforderte eine straffe Zusammenziehung der Handlung auf eine einzige, geschlossene, durch leichte Gegensätze in ihrer Entwicklung durchlebte dramatische Hauptlinie und damit eine Zusammenfassung des musikalisch Wertvollsten. Die vorliegende Fassung unter dem Titel „Der Feldherr" läßt, losgelöst von allen nebensächlichen Personen und Episoden, das Ueberzeitliche, Symbolhafte zur Grundlage des Geschehens werden und führt damit auf die in dem Werke ruhenden allgemein-menschlichen, völkischen Werte direkt hin. Bei dieser Umformung wurde die Reihenfolge in der Anordnung des Werkes, der leitenden Idee folgend, geändert, vieles Ueberschleppte aus der ursprünglichen Hebet’ setzun g ins Deutsche wurde sprachlich neu geprägt im engsten Anschluß an das Musikalische und so ein einheitliches Drama geschaffen Das Ganze gliedert sich in drei Akte. Nach der fampfesfreubigen Ouvertüre erleben wir das Wehklagen des von feinen Unterdrückern geknechteten Volkes. Tief ist die Trauer, erloschen die Hoffnung (ergreifende Ausdrucksstellen des Chores). Das Volk richtet sich am Gebet auf; wählt nach dem Willen des Sehers den Feldherrn. Hoffnung auf die Freiheit erwacht (Duett für Sopran und Alt): entschlossener Siegeswille findet höchste Kündung im Chorischen. — Der zweite Akt spielt auf der Walstatt; er wird eingerahmt von einem begeisterten Kampfeschor; Vertrauen auf die führende Macht läßt alle Gefahren überwinden und den Willen zum Durchhalten aufs höchste entflammen. — Im dritten Akt sehen wir die Zurückbleibenden bei Gebet und Opfer. Frohe Ahnungen kommenden Friedens durchziehen die Arien uno Chorsätze. Das Ueberbringen der Siegesbotschaft strahlt sich in dem Chor „Fall ward sein Los; so fällt dein Feind!" machtvoll aus. Der Einzug der Sieger mit triumphalen Klängen wird zu einem akustisch-chorischen Erleben; das Donkesgesühl der Siegesfreude findet in Einzelgesängen und im Schlußchor seine Krönung. Es hat in der jüngsten Gegenwart nicht an Versuchen auch von anderer Seite gefehlt, dieses Werk Händels dem Musikleben zugänglich zu machen. In Hamburg hörte man es vor einigen Wochen mit einer neu unterlegten Handlung als „Wilhelmus von Nasiauen". eine andere Fassung schaltet unbedenklich verschiedentlich Teile aus anderen Werken Händels ein; der „Feldherr" aber gibt der Ursprung- lichen Tendenz des Werkes in klarster und reinster Prägung unmittelbare, gegenwartsnahe Auswirkung. Dr. Hermann Hering. Gießener Giadiiheaier. 10. Morgenveranstaltmig: ..Philotas" von Lessing. Zwischen der „Miß Sara Sampson" (1755) und der „Minna von Barnhelm" (1763) erschien im Jahre der höchsten Not des Siebenjährigen Krieges, 1759, der Prosa-Einakter „Philotas", der dann von Gleim, dem Verfasser der preußischen Kriegslieder, nicht gerade zu Lessings Vergnügen, mit Begeisterung „versifiziert" wurde. Das Stück war als ein Schulbeispiel der klassischen Tragödie im Deutschen gedacht, aber man hat nicht mit Unrecht bemerkt, daß der Held, obwohl in griechischem Gewände auftretend, den knabenhaften Fahnenjunkern und Leutnants in Friedrichs Heer näher verwandt sei als den gleichgekleideten Helden der alten Tragödie: kein Zweifel jedenfalls, daß dieses mitten im Kriege entstandene Drama dessen Geist ebenso atmet wie das später entstandene „Soldatenglück" von Tellheim und Fräulein von Barnhelm, deren liebenswerte Gestalten freilich dem Deutschen mehr ans Herz wachsen mußten als die des sagenhaften Griechenprinzen. Dieser,-im Kriege gefangen genommen, lehnt es ab, sich gegen den Sohn des feindlichen Königs austauschen zu lassen, sondern gibt sich mit dem Schwert selbst den Tod. Das Motiv war nicht neu: man findet es bei Brawe, der das Schicksal des Athenerkönigs Kodrus behandelte, bei Lessing selbst im „Kleonnis", in Calderons „Standhaftem Prinzen". Kriegerischer Geist, Liebe zum Vaterlande und der Gedanke des Opfertodes entfesseln seine dramatischen Energien. Das Ganze ist eine tragische Charakter- und Seelenstudie von epigrammatischer Schärfe und Zuspitzung: ein Akt, acht Szenen, vier Männer, keine Frau; eigentlich nur der dramaturgisch unterbrochene große Monolog des heroischen Logikers Philotas: „Folglich, wenn ich, ich elender Gefangener, meinem Vater den Sieg noch in die Hände spielen will, worauf kömmt es an? Aufs Sterben." Und zwar: „Zum Besten des Staates sterben." Das Gefühl des Soldaten und des Patrioten siegt in Philotas über die natürliche Regung des Sohnes, und er wird durch seine Tat „ein Mann, ob ich gleich noch vor wenig Tagen ein Knabe war". * Die Aufführung, die ursprünglich zum Geburtstage des Führers hatte erscheinen sollen und krankhetts- halber verschoben werden mußte, wurde eingeleitet mit Johann Rosenmüllers fünffüßiger Sonate in g-moll aus dem Jahre 1682; die Herren Ker- z i s n i k und E i n b r o d t (Violinen), Schneider (Cello) und S ö l l n e r (am Flügel) brachten das Werk, sauber und stilgerecht musizierend, zum Vortrage. — Vor einem großlinigen Bühnenbilde des Herrn Löffler hatte Herr Reuter den heroisch gestimmten Einakter in Szene gesetzt; der Ablauf Des Dramas war merklich auf die entscheidende Schlußwendung hin gesteigert und durch kurze Sprechchöre und Paukenschläge hinter der Szene akzentuiert. Herr Bernd wurde mit der recht umfänglichen Titelrolle zusehends wärmer; der kühlen rationalistischen Ueberlegung hiett ein schöner jugendlicher Ueberschwang die Waage; doch empfiehlt es sich, den Prinzen Philotas so untheatralisch und sachlich wie möglich zu sprechen. Herr Geiger, sehr würdig und gemessen, war der König, Herr Volck sein Feldherr Strato, Herr Laporte der gefangene Parmenio. — Die Hörer dankten mit leb« Haftern Beifall. Hans Thyrioi, dere Do, Perfol. M« 0 südlich J Süden Wee ab, i« Du, •gerönne e innere 1 Namur ;°Nen. J. \ln|e •sä ,®urtti ft" Wch«, S*J bl« "se Der, °U-N gei * Don > Durch, en wito Mritten :eQu und die s) Mont, verk sog 'Sen in5l nminifte! inet Den ine Rede England em ge« nslicht Freunde mb, was sen.uns Wir müfi Schwan« Gelächter msapostel rnzfahrers mung der le heißen, > Hetzers, f soll das JSA.'Sßott [en, mehr sch seines auch lein wirb nie« i bas Le« irb. haben. Zugleich unterstrich Kvnoye Len bedeutsamen Erfolg dieser Reise, die in vollem Umfange oen Zweck erreicht habe, die Freundschaft mit Deutschland, Italien und der Sowjetunion weiter zu festigen. Der deutsche Botschafter Ott brachte im Namen der Ehrengäste einen Trinkspruch auf den Tenno aus. «LN (Elfen geladen, wobei Matsuoka sowie der üieasminister Tojo, der Marineminister Okikawa cd die Gesandten Ungarns und Rumäniens eben- Lis anwesend waren. In einem Trinkspruch er- flrte Konoye, mit dieser Einladung den Dank an -jj[ drei Länder abstatten zu wollen, die Matsuoka seiner Europareife freundschaftlich aufgenommen achsende Unruhe in Transjordanien und Palästina. Beirut, 18.Mai. (Europapreß.) Aus Trans- io-danien treffen weitere Nachrichten ein, nach inen die Stimmung gegen den Emir Abdullah b- der Bevölkerung sich von Tag zu Tag verschärft. Parteigänger seines Gegners Hage Amin Kusse in wurden verhaftet. Als dieser Tage die Eudenten von Amman eine Kundgebung für die Eiche des Irak veranstalteten und sich dabei dem litaft des Emirs näherten^ ließ der Emir gegen si, das Feuer eröffnen. Kaufleuten von Amman, eine Hilfsaktion für den Irak organisieren woll- tki, wurde diese verboten. Als eine Abordnung der flzttfleute bei dem Emir vorstellig wurde, drohte dir Emir, er werde die Geschäfte der Kaufleute vn den Nomadenstämmen plündern lassen, falls b je eine öffentliche Kundgebung für den Irak ver- v-stalten sollten. An der transjordanischen Grenze hat sich em mit Maschinengewehren ausgestatteter leichter Kampf- vagen mit Waffen und Munition dem syrischen Grenzposten 70 Kilometer von Damaskus ergeben. Te Besatzung, die aus sechs arabischen Soldaten Lstand, erklärte, sie habe einer britischen Truppen- g^rvlung angehört, die sich in der Nähe der Oel- lümg befunoen habe. Die Araber hätten den Be- erhalten, 70 Kilometer weit in das irakische Ge- mit etwa hundert anderen Kampfwagen einzu- r'« is „6to»‘ vaffe. |.) 5ianfu, r Sitz der -re Mr» urden mit n, östlich n Lager- ige haben schuna- auf mili. m Borort- mtftaiM ie sye. LoWster Daren als iije zu^ »lchkeit einer L Guayana u n « « A Issrechen. Unter diesen Umständen stellt die B e - Ischlagnahme von zehn französischen Schiffen, darunter der „Normandie , m norD= amerikanischen Häfen einen Akt dar, dessen kfjarak tir nicht allein aus ideologischen Gründen erklärt nerben kann, wie man in Nordamerika vorschutzt. | euer Roman von Elisabeth 4folt (Nachdruck verboten.) 21. Fortsetzung. be- Ml einem dünnen Wollkleid, blau wie der Zü- paor Pattini! denn In richer dem milde von das sie leere Pattini, ausver- ten Kindes Freude an & Ebe, in Heuchel- Tafelstück, Arm so dick Tauben." vertrag in die Südstaaten mehr, hier hat Häuser, und dabei sind die Abende der die natürlich auch gerade hier sein muß, kauft." „Ja", sagte die Maurer zornig, „die erendar Efe Material in die Hand. Was weiß er von solchen Sachen?" „Allerhand", sagte sie vergnügt. „Eine ganze Menge weiß er, lassen Sie sich's erzählen. Dor zwei Jahren hat er an einer Bankfiliale in Lom 'mitgebaut und da offenbarte ihm der Direktor die Geheimnisse moderner Kassenanlagen." „£om ist ein Donauhafen", verlautbarte Dr. Kempf belehrend, „ein fürchterliches Balkannest an der bulgarischen Grenze — das wissen Sie natürlich?" Frau Maurer gewann den Eindruck, daß er in Gedanken ganz wo anders sei als in Lom, obwohl er davon redete. „Dor sechs Monaten gab es da einen bösen Zusammenstoß zwischen ungarischen Schleppern, die gesamte Weizenladung ist dabei ersoffen. Die Maschinen wurden zerstört. Wir haben neue Schiffsmotoren geliefert und das Geld bis heute nicht bekommen." ungiame|fl,n hiungiM16*811 tianzelg»11 erkundigte sich bei ihr, ob das stimme mit der schaulichen Ruhe da oben. Gerda zuckte die Achseln und meinte, Frau Pachoven solle doch selbst hinaufkommen und Appartement besehen. as Mittr ' Kartenzeih Erde, fyjtr l Verlag not n. - (3) - annte Grenz in die zeir eten Pforten« ür lernen an geschichtliche! nrtschaftlichei lischen Trieb Zegebenheitei nit den Nach auf der deut zesamtdeutsch chen Nahmt Verdunkelungszeit 19. Mai von 21.17 bis 5.21 Uhr. 10. Kapitel. Der Tag der Äida-Aufführung stand vom Morgen an unter einem bösen Stern. In aller Herrgottsfrühe erschien Rosa vor Polas Bett, sie brachte einen schwachen Teeaufguß und meldete in vorwurfsvoll anklägerischem Tonfall, den Pola haßte, Mingrell sei ab gereift. Er komme in dieser Saison keinesfalls mehr nach Zürich. Mingrell war der Mann, dessentwegen Pola im Grunde nach Zürich gekommen war. Er stellte neuerdings alle Tourneen nach Südamerika zusammen, nach Brasilien, Argentinien, nach Rio, Montevideo, Buenos Aires. Er brachte seine Leute groß heraus oder gar nicht. In Zürich hätte er die Luckner kennenlernen wollen, um auch für sie ein Südamerika-Gastspiel zusammenzustellen. Pola saß aufrecht im Bett und rührte nachdenklich das einzige Stückchen Zucker in ihrem Tee um. Mittwoch, als sie die Santuzza gesungen hatte, saß Mingrell in der Loge, er sah das lückenhaft besetzte Haus, er hörte, wie die Kreim beim Duett um» schmiß und Pola beinahe mitriß, es war ein miserabler Abend, aber die Luckner trug daran nicht die Schuld. Sie konnte nichts für das bösartige Frühlingsgewitter, das den ganzen Nachmittag donnergrollend über der Stadt herumsegelte, um dann pünktlich zur Theaterzeit loszubrechen, sie konnte auch nichts für die Kreim. Und doch dachte die Frau im Bett nicht daran, den Mißerfolg abzuschieben. Sie war lange genug beim Theater, um zu wissen, daß dort alles durchgeht, Nichtskönnen — Talentlollgkeit — Faulheit — alles! Nur kein Pech! Pech darf man nicht haben. Dar zehn Jahren hätte sie sich gar nicht um Mingrell sverflech JRadjbar. 'shtiMg bei !m«r Mia Schrifttum ) 209 Seiten m Pick, W, gegenüber, deren Feldgeschrei heißt! „Hie Butter oder Tunke, hie Essig oder Oel!" Der Deutsche bevorzugt die weißen Spargelköpfe, während Franzosen und Italiener auf grüne und violette schwören, d.h., solche, hie zur Sonne durchgestoßen sind. Für wie köstlich der Spargel jeder Zeit galt, beweisen die folgenden Zeilen aus des „Knaben Wunderhorn": „Gut Kräuter von allerhand Arten, die wachsen im himmlischen Garten: gut Spargeln, Fisolen, Und war wir nur wollen." Jeder redet nur von der Pattini. Gestern aberd hat die Pachoven ununterbrochen davon erzählt, wie wundervoll sie den Manon singt und die Toska und was weiß ich. Sie ist die taklloseste Person, der ich jemals begegnet bin " „Nein", sagte Gredler, „die Pachoven ist nicht taktlos, sie ist eine Viper Alles, was sie tut, was sie sagt, hat einen Zweck, eie will Pola reizen, rbr wehtun. Dieses Verhältnis zwischen den zwei Frauenzimmern hat etwas Abgründiges, sie geben umeinander herum wie zwei Raubkatzen, die sich in Fetzen reißen wollen." (Fortsetzung folgt) Schütze, ausgezeichnete Darbietungen, Anklang fanden. Schunk & Ccbe. weglegt. Ich habe geglaubt. Sie sind auf den Tennisplätzen, Clemens?" sagte Alwine- so vorwurfsvoll, als habe Dr. Kempf etwas Unwiederbringliches versäumt. Dann fing sie an, über die Trainingsspiele für den Cup zu reden und von einer befreundeten französischen Familie, die sie hier im Hotel getroffen habe. Kempf rauchte eine Zigarette und hörte mit einem Ohr zu, sein bewaffnetes linkes Auge bewachte Gerda so, als wäre er neugierig, was sie angesichts von Alwines impertinenter Haltung zu tun gedenke. Aber Gerda tat gar nichts, sie wartete bloß auf eine Gelegenheit, um ohne viel Aufhebens zu verschwinden. „ „Pola Luckner laßt Sie grüßen, Alwme, ließ Blumauers „Aeneis": Ein großer Ochs wars der Spargel, wie mein und Austern, groß wie Die Betriebsgemeinschaft Schunk Elektrokohle- "und Bürstenhalterfabrik heim, vereinigte sich anläßlich der Verleihung des Gaudiploms durch den Gauleiter zu einer schlichten Feier in ihrem geschmückten Aufenthaltsraum. Betriebsführer Schunk eröffnete die Feier, bei der der Kreisobmann der DAF. Katzenmeier der Betriebsgemeinschaft die Glückwünsche der Partei und der DAF. übermittelte. In seiner Ansprache führte der Kreisobmann u. a. aus, daß diese Auszeichnung dem Betriebsführer und den Gefolgs- männern in gleicher Weise gelte. Die Auszeichnung werde nur wenigen Betrieben und auch nur solchen zuteil, die die nationalsozialistische Idee in bester Weise.verwirklichen. In dieser Zeit komme es darauf an, Kameradschaft zu üben und Opfer zu bringen. Von jedem Deutschen müsse soldatische Pflichterfüllung gefordert werden, denn der Soldat, der sein Leben einsetze, müsse die Gewißheit haben, daß die Heimat ihm den Rücken stärke. Es komme jetzt nicht nur darauf an, seine Pflicht zu erfüllen, sondern dies auch freudig zu tun und sich immer bewußt zu sein, daß von dem Soldaten ein viel größerer Einsatz gefordert werde. Diese Auszeichnung bedinge, daß im gleichen Sinne weitergs- arbeitet werde. Es sei notwendig, daß der Einzelne re-40^ u 2275 P; schmackhaftes Eintopfessen gereicht. Im zweiten Teil boten einige von der NSG. „Kraft durch Freude verpflichtete Mitglieder des Deutschen Theaters in Wiesbaden, darunter auch die Soubrette Charlotte “ " die großen Gerda begann zu lachen und war im Begriff, ihn zu fragen, wie er die voraussichtlich sehr erhebliche Rechnung für dieses reiche Frühstück bezahlen wolle, wenn seine bulgarischen Außenstände uneinbringlich seien, — aber dann war die heitere Unbefangenheit der letzten halben Stunde zu,Ende, Alwine Pachoven tauchte auf. See, kam sie über die Terrasse und lächelte Chef' der Motorenfabrik Kempf & Pachoven zu — Gerda erhielt keinen Blick, nur ein FUUt Fingerspitzen, die ihr halb nach rückwärts gereicht wurden, wie man etwas Überflüssiges gekümmert, und Mingrell wäre geblieben. Solche Zwischenfälle dürfen nicht mehr vorkommen. Man muß sich fester in die Riemen legen, man muß ein paar Partien des italienischen Programms neu studieren, man muß vor allem Schluß machen mit gewissen Dummheiten, die zuviel Zeit, zuviel Herz und zuviel Nerven kosten. Sie sind nicht wichtig. Wichtig ist nur man selber, wichtig ist, daß man oben bleibt, daß man gut singt. T)as ist wichtig. Alles andere ist Mist. Nebenan warteten Gerda und der Korrepetitor. Gredlers gute Morgenlaune hatte sehr gelitten, als er sich an der schlechtschließenden Gittertür des Lifts den Rockärmel zerriß. Er war mit dem Fahrstuhl heraufgekommen, und als er das Gitter mit Schwung zuwarf, sprang die widerspenstige Tür zurück und riß ein dreieckiges Loch in den neuen Sportrock. „Wer kaust mir einen anderen?" erkundigte er sich bei Gerda, „muß ich für die Schlamperei des Hotels herhalten? Offensichtlich findet man es nicht der Mühe wert, einen Monteur in den vierten Stock zu schicken?" „Man kann doch den Riß stopfen", beschwichtigte Gerda. „Ach, Sie machen mich nervös", wehrte er ab. „Spüren Sie denn nicht, daß alles schief geht? Nein? Sie spüren das nicht? Dann passen Sie nicht hierher." Gerda ärgerte sich. „Unsinn! Was geht denn schief? Mingrell ist abgereift — gut!" Er ließ sie nicht aüsreden. „Mingrell ist abgereift, Pola kriegt in diesem Leben keinen ToUrnee- Der Reichsjustizminister hat im Reichsgesetzblatt Nr. 51 eine Ergänzungsverordnung zum Gesetz über die Haftpflicht der Eisenbahnen und Straßenbahnen für Sachschäden erlassen, die am 1. Juni 1941 in Kraft tritt. Durch diese Ergänzungsverord- nung werden die Straßenbahnen (oder Eisenbahnen, für welche die Eisenbahn-Verkehrsordnung nicht gilt) für die Beschädigung von Sachen, die ein Fahrgast an sich trägt oder mit sich führt, der gleichen Haftung unterworfen, die für die Eisenbahnen, die der Eisenbahn-Derkehrsordnung unterliegen, also insbesondere die Reichsbahn eingeführt wurde. Praktisch heißt das folgendes:.Auch für die Straßenbahnen gilt in Zukunft die sogenannte Gefährdungshaftung, d.h. der Fahrgast wird bei einer Sachbeschädigung, die seine Kleidung oder mitae- führten Gegenstände, wie Aktentaschen usw. betrifft, nach §§ 1 bis 8 und § 11 des Gesetzes über die Haftpflicht der Eisenbahnen und Straßenbahnen für Sachschäden vom 29. April 1940 behandelt. In diesem Gesetz heißt es: Wird bei dem Betrieb einer Eisenbahn oder einer Straßenbahn eine Sache beschädigt, so ist der Betriebsunternehmer verpflichtet, den Schaden zu ersetzen. Diese Ersatzpflicht ist ausgeschlossen, wenn der Schaden durch höhere Gewalt oder, soweit die Bahn durch eine öffentliche Straße fährt, in diesem Verkehrsraum durch ein unabwendbares Ereignis verursacht wurde, das weder auf einem Fehler in der Beschaffenheit der Fahrzeuge oder der Anlagen der Straßenbahnen noch auf i«°S W sich Kempf vernehmen. „Sie ist mit dem Morgenzug angekommen." „Ich weiß", sagte Alwine ironisch. „Sie reift in unmöglichen Zügen, kommt zu unmöglichen Zeiten an und hat auch sonst komische Einfälle. Hier wohnt sie im vierten Stock. Angeblich soll es dort oben stiller sein als unten." Zum ersten Male wurde Gerdas Anwesenheit zur Notiz genommen, Alwine Ä 1 SD« uden Len,. h6b a“f w Üe i J ?en Au;' lehhibe e he be5 D Ä'L ‘•ife "M, es se "en und ooi n- ?n Nosty mit Wsiden Mann höh ‘ me bas oiel Mjte toeoei Der Man, M mildernd Dann eine Pause. Er hörte auf, die Döael zu füttern, und betrachtete Gerda beinahe belustigt. „Tßas haben Sie geantwortet?" „Die Wahrheit", sagte sie dunkel. ,Zch mochte gern noch ein paar Erdbeeren." . Sie bekam die Erdbeeren. „Die Polizei hat sich zufriedengegeben mit--mit der Wahrheit? ,Za, natürlich. Mit dieser Frage nach den Blumen war ihr letztes Pulver verschossen, man ha bann nur noch unseren Safe weggeschafft und nicht mehr zurückgebracht." „Ein Birrel", bemerkte Clemens nachdenklich, „ist nicht so leicht aufzukriegen." „Woher wissen Sie, daß unser Safe ein Birrel war?" _ . Er hatte es in der Zeitung gelesen. Kempf verstand etwas von Safeanlagen, seiner Meinung nach war nur mit Schweißapparaten an einen Birrel heranzukommen. Gerda schielte verdrießlich zu ihm hinüber. „Es scheint, daß alle Leute mehr davon verstehen, als die Polizei", sagte sie boshaft. „Unser Chauffeur hat den Hergang des Einbruches so überzeugend geschildert, daß man ihn um ein Haar verhaftet hätte. Auch Herr Carter ist plötzlich cm sachverständiger, auch Paul, auch Professor Bnx „Wer ist Paul?" ,, ... w ,. Gerda lehnte sich in ihren Stuhl zurück. ..Architekt Bürger — er ist der Detter meines verstorbenen Mannes." _ „Ich weiß schon, der diskrete junge Herr, der Sie immer so hungrig anschaut, wenn er glaubt, oatz es keiner bemerkt. Heißt er Paul? Er ist nur unsympathisch, ich habe ihn im Verdacht, daß er an Ihrer Zurückhaltung nicht ganz unschuldig^ist. , „Vorhin haben Sie versprochen, daß sie nicht mehr über die Geschichte reden wollen „Also gut, reden wir von Paul. Ich werde versuchen, ihm den Einbruch in die Schuhe ZU schieben — da er mir doch jm Wege ift Geben Sie mir Schaffende freuen sich über die Anerkennung Feierstunden nach der Ehrung durch den Gauleiter. größeren Vertriebs' eimäßiger gesucht- tert oder . » * „eig-rr- einem Versagen ihrer Vorrichtunaen beruht. (Ein solches unabwendbares Ereignis für die Straßenbahn wäre z. B. ein Zusammenstoß, bei dem die Schuld nicht die Straßenbahn, sondern das andere Fahrzeug trifft, dessen Halter bann ja seinerseits haftbar ist für den Schaden). Mitwirkendes Ver- fchulden des Geschädigten wird entsprechend § 254 des BGB. behandelt. Die Haftung der Straßenbahn ist der Höhe nach begrenzt, und zwar für einen Schadensfall, auch wenn durch dasselbe Ereignis mehrere Sachen beschädigt werden, mit dem Betrag von 15 OOO RM. Sind auf Grund desselben Ereignisses an mehrere Personen Entschädigungen zu leisten, die insgesamt den Höchstbetrag von 15 OOO RM. übersteigen, so verringern sich die einzelnen Entschädigungen in dem Verhältnis, in dem ihr Gesamtbetrag zu dem Höchstbetrag steht. Der Ersatzberechtigte (in der Regel also der Geschädigte) muß seinen Ersatzanspruch innerhalb von drei Monaten der Stratzen- bahnverwaltung anzeigen; ein Rechtsverlust tritt aber nicht ein, wenn die Straßenbahnverwaltung auf andere Weife von dem Unfall Kenntnis erhalten hat, z. B. durch ihre Schaffner, worauf sich aber ein Geschädigter nicht verlassen sollte. Der Ersatzanspruch verjährt in zwei Jahren. Für Klagen, die auf Grund des Gesetzes vom 29. April 1940 erhoben werden, ist auch das Gericht zuständig, in dessen Bezirk das schädigende Ereignis stattgefunden hat. Faber & Schnepp. Die Betriebsgemeinschaft Faber & Schnepp, Hoch- und Tiefbau, Gießen, hielt anläßlich ihrer Auszeichnung mit dem „Gaudiplom für hervorragende Leistungen" im Saälbau Braun in Wieseck eine Betriebsfeier ab. Zu Beginn der Feierstunde, die durch den Fah- ne nein morsch der Werkschargruppe eingeleitet wurde, begrüßte der Betriebsführer Faber Kreisleiter Backhaus sowie die Vertreter der DAF. und gab dann seiner Freude über die Auszeichnung der Firma durch den Gauleiter Ausdruck. In einem Rückblick auf die auf sozialem Gebiet geleisteten Arbeiten führte er die Einrichtungen und die Verbesserungen an, die in der letzten Zeit durchgeführt wurden' U. a. erwähnte er, daß die Firma eine besondere soziale Fürsorge für die Stammarbeiter eingeführt hat, die in einer Betriebsordnung verankert wurde und durch die die Stammarbeiter und ihren Familien vor Not durch evtl. Krankheiten und im Alter bewahrt werden sollen. Weiterhin führte er die Ausbildung des Nachwuchses und die Verbundenheit mit den im Felde stehenden Arbeitskameraden an, deren Familien durch die Firma unterstützt werden. 53 Arbeitskameraden wurden neu in die Stammgefolgschaft ausgenommen und dem Lehrling Ernst Damm für besondere Leistungen eine Prämie zuerkannt. Kreisleiter Backhaus sprach der Betriebsgemeinschaft seine Glückwünsche zu dem stolzen Erfolg Aus der Stadt Gießen. Dom Spargel. Uralt ist die Zucht des köstlichen Spargels. Bereits in der Stufenpyramide von Sakkara, dem ältesten Bauwerk des Nillands, finden sich unter den Abbildungen der Opfergaben, die dem Verstorbenen mitgegeben worden waren, neben Feigen, Kürbissen und Melonen ein Bündel schöner, dicker Sparaeln. Der Spargel (sein Name stammt vom griechischen „Asparagosj war schon im alten Griechenland sorgsam gezüchtet worden als Gemüse und sehr beliebt — so war u. a. Platon ein großer Spargel- freund, und auch Aristophanes singt das Lob dieses Leckerbissens — fand aber nebenbei auch als Heil- und Zaubermittel Verwendung. Wohl mit den griechischen Ansiedlern kam der Spargel dann nach Unteritalien und von dort nach Rom. Für den älteren Cato (in seiner Schrift, über den Landbau, die etwa 180 v. Chr. erschienen ist) bedeutet die Spargelzucht noch etwas Neues. Plinius und Columnella empfehlen etwa ein Jahrhun- Küche. Leipzig wurde ein Hauptpunkt der Spargel- zucht, so daß die Leipziger Messe eine Zeit lang geradezu als „Spargelmesse" bezeichnet wurde, da die Messebesucher die Gelegenheit benutzten, um in Spargel zu schwelgen. Berühmt war schon damals auch der Braunschweiger Spargel, und zur Zeit Friedrichs des Großen gab es in Berlin Spargelpflanzungen, und man konnte dort die „wohlschmeckenden Espares" oder „guten Spargispflanzen" für zehn Groschen das Schock erwerben. Was die Zubereitung anbetrifft, so gibt John Gray im 17. Jahrhundert folgende Anweisung: „Die Sprossen des Sparaels leicht gekocht und mit Butter angerichtet, empfehlen sich dem Gaumen durch den kösllichen Geschmack". Andere empfehlen den Spargel mit einer guten holländischen Tunke, ober als Salat. Unter den Liebhabern des Spargels stehen sich geradezu zwei feindliche Lager bert später den wild wachsenden Spargel als für Arzneien geeigneter, als den gezüchteten, von dem Plinius sagt, daß er jetzt künstlich „gemästet" werde, und zwar behauptet er von dem in Ravenna^ gezogenen, er sei so dick, daß nicht mehr als drei Stangen auf ein Pfund gingen. Auch zur Kaiserzeit war der Spargel ein beliebtes Gemüse, zum mindesten bei den vornehmen Römern. Dafür haben mir, wie für Aegypten, einen bildlichen Beleg: auf pompejanischen Wandgemälden ist u. a. auch prächtiger Spargel dargestellt. Obwohl Plinius den wilden Spargel als in Obergermanien häufig vorkommend erwähnt und eine Wormser Chronik berichtet, im Jahre 1271 hätten die ersten Kreuzfahrer Spargelsamen mitge- frradjf, ist doch in Deutschland fürs ganze Mittel- qlter Tier Genuß des Spargels nicht nachzuweisen. Das veredelte Gewächs scheint im Laufe des 15. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen zu fein; als Bezeichnung finden sich die Formen „fparge" und „fpargen". In dem Werk des bedeutendsten Satirikers der Reformationszeit, des Johann Fischart, dem „Philosophischen Ehzuchtbüch- tein" (1578), steht zu lesen: „wie sehr die wilde fparge sticht, pringt sie doch hertzlich süße frücht." Im Jahre 1590 schreibt Mattiolus (deutsch von Cammerarius): „der fpargen sind zwey Geschlecht: einer, das man in gärten pflanzet, das andere wechst von sich selbst an leimichten und feuchten gründen, auff den gebirgen und festen", und von der Zucht lesen wir: „die fparge bedürften einen schlechten gründ, doch soll er feyst und wohl gedüngt seyn, im frühling oder glentzen säet man sie also: man machet grübleig dreyer zwerchfinger tieft ... und leget in jedes grüblein drey oder vier förnlein des fpargenfamens?' Weitere Anweisungen für die Spargel zücht gibt der Leibarzt des Johann Casimir, 'Pfalzgrafen bei Rhein, Tcvbernaemontanus. Der Geistliche Hieronymus Tragus (eigentlich Hier. Bock) berichtet in feinem 1593 erschienenen „New Äräutterbuch", daß nunmehr nach Deutschland gekommen seien zusammen mit anderen Leckerbissen als „lieblich Speis für Leckermäuler" die Spargeln, und das „Oekonomische Lexikon" lehrt uns: „Der Spargel ist den Mägen angenehm, bringt, vor der Mahlzeit genossen, den verlorenen Appetit zum Essen wieder, eröffnet die Verstopfungen der Leber . und gibt mehr Nahrung, als andere Muskräuter. Jm Jahre 1565 wurden die ersten Spargelbeete im Stuttgarter Lustgarten angelegt, sodann marb Ulm der Mittelpunkt der Spargelzucht in Suddeutschland. Ein Bericht weiß zu melden, Spargel werde „im Rheingau auf den feuchten Wiesen so überflüssig gezogen, daß man ihn zur Speis genugsam bekommen könne". Sehr früh schon war berühmt wegen seiner Spargelzucht Schwetzingen, em Ruhm der ihm bis heute treu geblieben ist. Jm 17. Jahrhundert wurde der Spargel immer mehr auch in Norddeutschland heimisch in der feinen aus und stellte diese Gemeinschaft als Vorbild für andere Unternehmen hin. Dabei betonte er, daß es nicht allein auf die Verbesserungen der Einrichtungen ankomme, sondern vor allem auf den Geists der in einer Betriebsgemeinschaft herrsche, und auf den guten Willen, durch den sie die vom Führer proklamierten sozialen Gedanken im eigenen Betriebe verwirkliche. In seiner Ansprache ging der Kreisleiter dann u. a. näher auf die sozialen Maßnahmen der Reichsregierung ein, die zur Errichtung von sozialem Wohnungsbauten, zur Schaffung einer neuen Altersversorgung,, der Ausbildung der Jugend und des Nachwuchses, zu einer neuen Lohnreaelung u. a. führen werden. In den letzten Tagen konnte im Kreisgebiet, bei den Didierwerken in Mainzlar, eine neue Werksküche eingerichtet werden, und es fei zu wünschen, daß noch weitere .Unternehmen Schritte in dieser Richtung tun würden. Der Kreisleiter beglückwünschte vor allem auch die Gefolgschaftsmitglieder und forderte sie auf, in gleichem Sinne wie bisher weiter zu arbeiten, bis der Endsieg gesichert ift. Nach einem Musikvortrag und einem Prolog stattete der Hauptbetriebsobmann Bepperling dem Kreisleiter und dem Betriebsführer den Dank der Gefolgschaft ab und versprach im Auftrage seiner Arbeitskameraden, daß diese Auszeichnung für sie ?ir. neuer Ansporn sein werde. Mit der Führerehrung und dem Gesang der Nationallieder wurde der erste Teil der Feier beschlossen. Aus der Werksküche wurde in einer Pause ein auch an sich selbst weiter arbeite, denn je mehr er zu leisten imstande sei, desto mehr diene er nicht nur sich selbst, sondern auch der Gemeinschaft. Auch in der nächsten Zeit werde der ganze Einsatz gefordert, bis der letzte Feind Deutschlands niedergerungen sei. Betriebsführer Schunk gab dann einen kurzen Rückblick und betonte dabei u.a., daß diese Auszeichnung als eine Bestätigung dafür aufgefaßt werde, daß der von dem Betrieb eingeschlagene Weg der richtige sei. Die Auszeichnung bedeute daher auch eine Aufmunterung, diesen Weg nach besten Kräften und mit innerer Begeisterung weiterzu- gehen. Nach einem Ueberblict über die bisherigen sozialen Maßnahmen der Firma und einem Ausblick auf die Zukunft gedachte der Betriebsführer auch der im Felde stehenden Arbeitskameraden, auf deren Zugehörigkeit zur Betriebsgemeinfchaft der Betrieb stolz sei. Drtsgruppenlerter Wobker sprach der Betriebsgemeinschaft die Glückwünsche der Ortsgruppe Heuchelheim aus, mit der sich der Betrieb besonders verbunden fühlte. Betriebsobmann Volk mann dankte dem Betriebssichrer für das große Verständnis, das er stets allen Gefolgschaftsmitgliedern entgegenbringe, und schloß die Feier mit dem Treugelöbnis an den Führer. In der Turnhalle in Heuchelheim fand dann noch eine kameradschaftliche Feier statt, die einen schönen Verlauf nahm: Bisherige Gaudiplome der Gießener Betriebe bestätigt. Zu unserem Bericht in der Samstag-Ausgabe über die Verleihung der Gaudiplome für hervorragende Leistungen durch den Gauleiter an eine Reihe von Firmen, darunter auch wieder an Gießener .Betriebe, ist noch mitzuteilen, daß die in den vorhergehenden Jahren vom Gauleiter an Gießener Betriebe verliehenen Gaudiplome auch in diesem Jahre wieder bestätigt wurden. Dornotizen. Tageskalender für Montag. NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppe Gießen-Mitte: 20 Uhr im „Burghof" Gemeinschaftsabend mit Lichtbildervortrag von Fräulein Harter „Unser Garten". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ohm Krüger". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bali". Unterhaltung für unsere Verwundeten Jm Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht bot die NSG. „Kraft durch Freude" am Donnerstag den Verwundeten in den Gießener ßa- cbef ib jankenhaus 2273 reinigt'Alles! SJ.Jpor< Dom Rudersport. am der Lin großer Tag im Fußball spart Seife! Mädchen, der Maria Mayer aus Kirrlach, wurde der finte Mittelhandtnochen zerschlagen. Einrichtungszuschüffe auf dem Lande. Einrichtungszuschüffe können nunmehr auch Angehörigen der Landbevölkerung gewährt werden, die vom 1. Januar 1929 bis 31. Dezember 1933 geheiratet haben. Voraussetzung ist, daß sie eine fünfjährige ununterbrochene Tätigkeit als Land- arbeitet oder ländliche Handwerker vor der Antrag- stellung, aber nach der Eheschließung nachweisen. Abgelehnte Anträge dieser fünf Heiratsjahrgänge werden von den Finanzämtern erneut in Arbeit genommen. Die Gewährung eines weiteren Ein- richtungszufchuffes ist in diesen Fällen frühestens im Jahre 1945 zulässig. Die Finanzämter werden ermächtigt, auch ledigen Müttern Einrichtungszu- schüffe zu gewähren, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Üansj •oien, .rnrjau Mhl rung seftiic , vom irtieg Angab loljireii jorbani • iine g: Der Krater ■ Sas r stier : ,Maim -'onn längen ■ linbetei Ilch'che rnG uuppe lür b2r vk beherzigen möge zum Wohle des Rudersports. Kurze Sportnotizen. Weltrekordmann Harbig stellte Midi« ^rn< hierbei Die Unter ?