Dienstag, 18. November 194! Q A, d ‘ v'ens, Gietzener Anzeiger «Annadme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anzetgen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvi lemm bei 22 nun Seilenbreitc# Wertteil 50 Rrn. >e mm bei 70 mm .^eilenbreite Nacbläfie: Wiederholung Malstaffell Abicklüiie Ntengenitanel B Plavoorichrift (vorherige Vereinbarung > 25°/o meme 191. Jahrgang llr. 274 Lricheuli iag»ich auver Sonntag und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat nnBild-DieScholle 1 Bezugspreis: Monatlich... RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Ntchterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernivrechanschlutz 2851 Drahtanschrift: „Anzeiger" , Postsche^1168«^rank^.M 1 vrühlfcheUniversttStrdnlckereiL tauge General-Anzeiger für Oberhessen 61 «ietzen^chulftrahe 7-9 Der Ostteü der Krim in deutscher Hand Der Hafen von Kertsch. — (Attantic-M.) Med Rosenberg, Reichsminisler für die besetzten Ostgebiete bestellt. ♦ er nach München. Dort trat er mit Dietrich Eckart in Verbindung. Im Sommer 1919 lernte er Adolf Hitler kennen und schloß sich ihm an. 1922 übernahm er zusammen mit Dietrich Eckart die Schriftleitung des „Völkischen Beobachters", dessen Aufbau DHB. AusdemFührerhauplquartier, 17. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, haben deutsche und rumänische Truppen gestern nach heftigem Kampf die wichtige Hafen st a d t Kertsch genommen. Der O st teil der Halbinsel Krim ist nunmehr ganzinunsererhand. Die Zahl der in den Durchbruchs- und Verfolgungskämpfen auf der Krim eingebrachten Gefangenen hat sich inzwischen auf 101 600 Wann erhöht. Heben hohen blutigen Verlusten im Lrdkampf hat der Feind beim Versuch, seine Truppen über die Meerenge von Kertsch zu retten, durch Luftangriffe schwere Einbuße erlitten. Erfolgreiche Angriffe starker Kampf- und Jagdfliegerverbände richteten sich gegen sowjetische Trup- tere Gründungen sind in raschem Fluß und werden die beiderseitige Wirtschaft dauernd befruchten. Rumänien hinter Antonescu. Bukarest, 17.Nov. (DNV.) Die Volksbe- fragung über das Aufbauprogramm Marschall Antonescus erbrachte ein vorläufiges Ergebnis von 3 391 160 Ja-Stimmen, denen nur 65 Nein-Stimmen gegenüberstehen. Die rumänische Presse verzeichnet dieses Ergebnis mit außerordentlicher Genugtuung und weist darauf hin, daß schon die hohe Zahl d e r A b st i m m e n d e n ein Beweis dafür sei, wie sehr die Staatsführung Marschall Antonescus den Willen der ganzen rumänischen Nation zum Ausdruck bringe. Berlin, 17.Roo. (DNB.) Der Führer hat anangeordnet, daß in den Teilen der von den deutschen Truppen neu besetzten Ostgebiete, in denen die Kampfhandlungen beendet sind, Zivilverwaltungen eingerichtet werden. Aufgabe dieser Zivilverwaltungen ist zunächst die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und des öffentlichen Lebens. Diese Zivilverwaltungea unterstehen nach Anordnung des Führers einem Reichs- Minister. Der Führer hat zu dem Zweck den Reichsleiter Alfred Rosenberg zum Reichsminister für die besetzten Ostgebiete ernannt. Als dessen ständigen Vertreter hat der Führer den Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer bestellt. Zunächst sind die Zivilverwaltungen in dem Gebiet der früheren Freistaaten Litauen, Estland und L e t t l a n d und in Teilen von W e i ß r u t h e - nien eingeführt worden. Diese Gebiete bilden zu- sammen das Reichskommissariat Ost- land. Zum Reichskommissar für das Ostland Hal der Führer den Gauleiter und Oberpräsidenten Heinrich L o h s e bestellt. Auch in Teilen der U k r a i n e ist bereits die Zivilverwaltung eingerichtet worden. Zum Reichskommissar für die Ukraine hat der Führer den Gauleiter und Oberpräsidenten Erich Koch penansammlungen und Transportkolonnen sowie gegen Flugplätze und Eisenbahnen im Raum um Moskau und um Wologda. Moskau und Leningrad wurden in der vergangenen Rächt bombardiert. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge bei Tage ein kleineres Handelsschiff. Ein Frachter mittlerer Gröhe wurde durch Bombentreffer beschädigt. Bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf einen bri chen Flugstützpunkt in der O a s e G i a r a b u b wurde eine große Zahl feindlicher Flugzeuge, darunter auch mehrmotorige Bomber, am Boden zerstört. Bei Luftkämpfen in Nordafrika wurden ohne eigene Verluste zwei britische Bomben- und zwei Jagdflugzeuge abgeschossen. Lohse und in das Reichskomckrissariat Ukraine unter dem bisherigen Gauleiter Koch gegliedert. Zu ihm gehören im wesentlichen im Norden die vor- mals drei baltischen Staaten, Weißrußland und die Ukraine,, soweit sich aus historischen Gründen nicht schon gewisse Abrundungen im Kreise Bialystok zugunsten Ostpreußens und im alten österreichischen Galizien zugunsten des Generalgouvernements als notwendig erwiesen haben. Es handelt sich bei diesen besetzten Ostgebieten, besonders in der Ukraine, um ebenso fruchtbare wie industri er eiche Gebiete größter Ausdehung. Der Führer hat in seiner letzten Rede vom 8. November über die Zukunft dieser Gebiete im Osten u. a. folgendes gesagt: „Sie verstehen unsere große Zielsetzung: Daß mir in diesem Kampf nunmehr endlich die Gefahr des Ostens von Europa nehmen und dadurch diesen Osten in seiner unermeßlichen Fruchtbarkeit, mit seinem unermeßlichen Reichtum an Bodenschätzen und Erzen nicht mehr gegen Europa mobilisieren lassen, sondern ihn in den Dienst Europas stellen." Auch die amtliche Meldung hebt als nächste Aufgabe der soeben eingerichteten Zivilver- waltungen „bie Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und des öffentlichen Lebens" hervor. Die Ukraine ist einst die Kornkammer Europas genannt worden. Sie hat diese Rolle auf Grund des politischen Regimes der Sowjetunion vollständig verloren. Der einst blühenden Landwirtschaft wurden durch politische Verfolgung der Bevölkerung die fachlichen Arbeitskräfte entzogen. Die wiederholten Hungerjahre, die die Sowjetunion aufzuweisen hatte, waren nicht zuletzt Folgen dieses politischen Regimes, das in erster Linie die Rüstungsindustrie in gigantischem Ausmaß entwickelte. Hier gUt es nun, den Grund zu legen zu neuer Ordnung und zu neuer Blüte. Die hierfür vom Führer bestellten Männer seines Vertrauens bieten die Gewähr, daß aus dem jetzt herrschenden Chaos in kürzester Frist ein Land der Ordnung, des Reichtums und des Glückes erstehen wird. Alfred Bosenberg. Kertsch. Am 16. November haben deutsche und rumänische Truppen nach heftigen Kämpfen die wichtige Hafenstadt Kertsch genommen. Die Bedeutung der geographischen Lage dieser Stadt geht daraus hervor, daß nach ihr sowohl die Meerenge wie auch die östlichste Landzunge der Krim benannt sind. Jenseits der Meerenge aber beginnen, unmittelbar südlich von der Sumpfniederung des Kuban, die Dorberge des Kaukasus, der immer als die große Berg- und Völkerscheide zwischen Asien und Europa, zwischen Orient und Okzident gegolten hat. Die Krim war das Sonnenland des Zarenreiches und auch der Sowjetunion. Aber dieser schmückende Beiname gilt nur zu Recht von den Steilabhängen des fast 1600 Meter hohen Jailagebirges im Süden der Krim. Die übrige Krim teilt mit dem ukrainischen Festland das kontinentale Klima mit seinen jähen Gegensätzen zwischen Sommer- und Winter- klima, zwischen Tages- und Nachttemp^raturen. Untere Soldaten, die über das Jailagebirge zur Sudküste abgestiegen sind, dürften es dort gut oder mindestens leidlich haben. Aber die Kämpfe auf der Landzunge von Kertsch haben nichts zu tun mit dem Mittelmeerklima der geschützten südlichen Uferlandschaft. Dort pfeift der Sturm genau so wie jenseits des Asowschen Meeres auf dem Festland. Dort peitscht er die Eiskristalle den vormarschierenden Truppen genau so ins Gesicht wie am Donez oder an der Oka. Nur ist der Winter in der Krim wie in der Ukraine ungewöhnlich früh gekommen. In der Regel setzt er mit voller Härte erst im Januar ein. Der klimatische Jahresdurchschnitt zeigt lange, son- nige Herbste mit Frösten in der Nacht. In diesem Jahr des klimatischen Mißvergnügens hat auch in der Ukraine und auf der Krim der Winter einen frühen Einzug gehalten. Es stimmt schon, was der militärische Sprecher im deutschen Rundfunk am 15. November etwa mit folgenden Worten sagte: Der Winter ist anormal früh eingetreten und macht die besonders harten Kampfbedingungen im Osten noch härter. Während zunächst ungewöhnlich lange Regenfälle den Boden aufweichten, hat sich jetzt, wie sonst erst Mitte Januar, mit einem Schlag hohes Winterwetter eingestellt. Nur darf nie vergessen werden, daß solche Unbilden nicht nur auf unsere Truppen, sondern auch auf den Feind einwirken. Schon im Weltkrieg, in der Winterschlacht an den Masurischen Seen, hat der deutsche Soldat gelernt, mit diesen Schwierigkeiten fertig zu werden, auch wenn das Brot im Beutel und der Inhalt der Feldflasche gefrieren und sich der Spaten schwer mit dem hartgefrorenen Boden müht. Nur eines will der Soldat, der diesen Unbilden seine Zähigkeit entgegensetzt, wissen: daß die Heimat in Gedanken bei ihm ist und geschlossen hinter ihm steht und sein Opfer zu würdigen weiß. Die Schlußkämpfe um Perekop, bei denen schier uneinnehmbare Befestigungen in 50 Kilometer Tiefe durchstoßen wurden, dauerten vom 18. bis 28 Okto- ' ber. Damit war der Zugang zur Krim erkämpft. Am 1. November wird die Hauptstadt in der Mitte Alfred Rosenberg. — (Scherl-Bild-Archiv-M.) vom kleinen Wochenblatt zur großen Tageszeitung sich unter seiner Führung vollzogen hat. Er verfaßte die erste parteiamtliche Schrift der Bewegung „Wesen, Grundsätze und Ziele der NSDAP." Rosenberg machte im Oktober 1922 den Marsch nach Coburg mit und begleitete den Führer auf dem Marsch zur Feldherrnhalle am 9. November 1923. Als der Führer aus Landsberg zurückkam, übernahm Rosenberg wieder die Leitung des D. B. 1924 gründete er die Zeitschrift „Der Weltkampf", 1930 gab er die offizielle Monatsschrift der NSDAP., die „NS.-Monatshefte" heraus. 1929 gründete er den .Kampfbund für deutsche Kultur". Im Reichstag vertrat er die nationalsozialistische Fraktion in außenpolitischen Fragen. 1935 wurde er Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP, und Reichs- leitet, 1934 Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP, und ihrer angeschlossenen Verbände. Aus dem Parteitag der Arbeit 1937 wurde das Werk Rosenbergs mit der Verleihung des Deutschen Nationalpreises für Kunst und« Wissenschaft geehrt. Rumänien das nicht vergessen; es wird in der kommenden Neuordnung der europäischen Wirtschaft den ihm gebührenden Platz einnehmen. Die Zusammenarbeit mit Deutschland drückt sich schon jetzt in der wachsenden deutschen Beteiligung an der rumänischen Wirtschaft aus. Seit dem Abschluß des deutsch-rumänischen Wirtschaftsabkommens von 1939 wurden über 40 neue deutsch-rumänische Gesellschaften mit einem Gesamtkapital von 214 Millionen Lei (etwa 36 Mill. RM.) gegründet. Wei- Alfred Rosenberg stammt aus Reval, wo er 1893 geboren wurde. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule in Riga. Im Weltkrieg teilte er das Schicksal so vieler Volksdeutscher: sein Wunsch, in den Rechen der Nation am Kampfe teilnehmen zu dürfen, ging nicht in Erfüllung. 1915 wurde die Technische Hochschule von Riga nach Moskau verlegt, und dort, mitten zwischen den Anzeichen des heraufkvmmenden Bolschewismus, entstanden die Besuch in Rumänien Von Dr. Paul Rohrbach. eine volittsche Neuordnung im Sinne ruitureuer iuiö ergieu er oas xnpiorn Ämm-nhäng- ranqen. Di- befreiten Dftgebiete Di- Nachricht °°n dem deutschen Zusammenbruch werden unter dem Ressort des Reichsministeriums und der marxistischen Revolution ließ ihn den Ent- für die besetzten Ostgebiete in das Reichskomnnssa- schluß fassen sich politischer Tätigkeit zu?'^'wenden, riat Ostland unter dem bisherigen Gauleiter Nach der Proklamation der estnischen Republik reifte Ausländischen Journalisten ist mehrfach Gelegenheit gegeben worden, sich einen Einblick in die von den siegreichen deutschen Armeen befreiten Ostgebiete iU verschaffen. Sie betonen übereinstimmend die hervorragende Organisation, die den deutschen Truppen zum Wiederaufbau der zum Teil durch die sowie- tifchen Zerstörer-Abteilungen stark verwüsteten Kampfgebiete folgt. Und zwar handelt es sich hierbei nicht um Bautruppen, Arbeitsdienst und Organisation Todt, die zu dem militärischen Einsatz gehören, sondern um eine Verwaltungsorganisation ziviler Behörden, die einen geregelten Ablauf des allmählich zur Ruhe kommenden, schwergeprüften Landes gewährleisten sollen. Amtlich wird soeben die Schaffung eines Reich sministeriums für die besetzt en 0 ft gebiete bekanntgegeben, an dessen spitze Reichsminister Rosenberg steht. Alfred Rosenberg ist Deutschbalte, der bis zum Ausbruch des Weltkrieges im Baltenland ansässig und tätig war. Er kennt das Land, seine Bevölkerung und jene po- In B u f a r e ft auf dem Bahnhof kein Gedanke 1 an einen Wagen. Man läßt fein Gepäck in der „Garderobe", schlägt sich mit der Sttaßenbahn, wo die Leute auf den Trittbrettern hängen, zum Hotel durch und läßt den Portier für das Gepäck sorgen. Irgendwie schafft er es herbei. In Friedenszeiten wimmelte Bukarest von Taxis, Taxifahren ist ein rumänisches Hauptvergnügen. Jetzt sieht man nach , jedem Wagen, der frei wird, konzentrische Wettläufe starten, wer zuerst kommt, mahtt zuerst. Die Chauffeure machen ein fabelhaftes Geld, ihre Wagen stehen keine Minute. Bukarest wird streng verdunkelt, aber wir haben Mondschein. Prakttsch ist mit keinen Angriffen mehr zu rechnen. Die Sowjetflieger kommen von Sewastopol und nehmen jetzt nur noch die Hafenstadt Konstanza aufs Korn. Alles wartet auf die Em- nähme von Sewastopol, dann kann die Verdunkelung aufhören. Die Nachrichten über unser Vordringen in der Krim werden aufmerksam verfolgt. Die rumänische Armee hat bisher im Kriege Bedeutendes geleistet. Transnistrien, d. h. bas Land jenseits des Dnjestr, bis zum Bug, mit Odessa, ist von rumänischen Truppen besetzt, und obwohl die endgültige Neuordnung der Besitzverhältnisse m Europa noch aussteht, so rechnet doch jedermann pa= mit, daß sich das rumänische Staatsgebiet erheblich erweitert. Die (Stimmung demgegenüber ist geteilt. Diele Rumänen betonen, daß sie lieber ein nach Westen als nach Osten hin orientiertes politisches Gemeinwesen haben möchten. Restlose Befriedigung herrscht über die Rückgewinnung von Bessarabien, das gut zur Hälfte von Rumänen bewohnt und em historischer Zubehör des Fürstentums -frer Moldau ist. Seinen Verlust an Rußland haben die Rumänen nie verschmerzt. In Transnistrien wohnen kaum noch Rumänen, sondern Ukrainer, Russen, Vulgaren und deutsche Kolonisten. Die deutschen Dörfer existierten noch beim Einmarsch der verbündeten Truppen, die Leute freuten sich, gaben her, was sie nur irgend hatten, aber sie waren sehr arm geworden unter der Sowjetherrschaft. . Je mehr man sich hier mit den Dingen vertraut macht, desto deutlicher wird, wie groß Rumäniens Leistungen für Deutschland sind und welch em Widerstand den englischen Bemühungen, es von de u - scher Seite abzuziehen, geleistet wurde. Die Oel- lieferungen nach Deutschland waren den Engländern besonders ein Dorn im Auge, aber sie rourben nie eingeschränkt oder unterbrochen. Noch im letzten Augenblick setzte England alles daran, den Rumänen zu drohen, sie würden alles wieder vergeben müssen, was sie je durch den Anschluß an Deutschland gewinnen sollten, und würden dazu noch von ihrem alten Besitz verlieren. General Antonescu hat keinen Augenblick geschwankt: sein Bekenntnis blieb: Unverbrüchlich an der Seite des Führers. Für den deutschen Balkanfeldzug irn verstossenen Frühjahr hat Rumänien seine irinanzen aurs äußerste angespannt. Seine Lebensmittellieferungen für die deutschen Truppen können nicht hoch«genug in ihrem materiellen und moralischen Wert veranschlagt werden. Alle rumänischen Bahnen uno Straßen standen zu unserer Verfügung. Man wird B u f a r e ft, November 1941. Wer heute nach Rumänien kommt, muß wissen, er betritt ein Land, das ein Heer von 500 000 Mann im Felde stehen hat. Das Erste, woran der Gast das zu spüren bekommt, ist die scharfe Einschränkung der Verkehrsmittel. Von der ungarisch-rumänischen Grenzstadt Arad an ist der Zug unvorstellbar überfüllt. Auf einen Platz kann man nur auf der Abgangsstation rechnen. Nicht allein Menschen füllen die Korridore, auch Berge von Gepäck, man muß Gebirgspartien über belebte und unbelebte Hindernisse machen, um durchzukommen, aber alles bleibt freundlich und willig, und die Passage wird frei gemacht, wo es wirklich nicht mehr möglich scheint. Hermann st adt bietet fast noch ein Friedensbild. In Kronstadt auf der Hauptlinie nach Bukarest wird Schlag acht Uhr verdunkelt, obwohl noch nie Sowjet-Flieger bis hierher gekommen sind. Mit dem Gast aus Deutschland landet das Gespräch sehr bald bei der siebenbürgischen Frage. Weder auf der rumänischen noch auf der ungarischen Seite will man sich in die Teilung des Landes schicken, hier wie dort steigt die Flut der Broschüren mit nationalen, -historischen und geographischen Argumenten pro und kontra. Die Sachsenstädte in Siebenbürgen find vor den Ausgängen der Karpatenpässe gebaut, um die von der walachischen Ebene kommenden Angriffe der Steppennomaden aufzufangen. Hermannstadt liegt vor dem Rotenturmpaß-, der König von Ungarn, der im Mittelalter die deutschen Siedler hierher berief, damit sie ihm die feste Stadt bauten, gab ihr ein Siegel mit der Umschrift: Ad retinendam coro- nam. (Dqmit ich meine Krone behalte!) Gleich hinter K r o n st a d t beginnt der Anstieg zum P re- deal-Paß, dem bequemsten Uebergang über die Südkarpaten. Noch prangt das Gebirge im bunten Schmuck des Herbstlaubes.. An den Stationen längs der Bahn liegen die Sommerfrischen der wohlhabenden Bukarester. Am glänzendsten ist S i n a i a, wo sich König Karl I. und seine Gattin Carmen Sylva ihre Gebirgsresidenz bauten. Der Abstieg in die Ebene geht schnell. Bei Cam - pina beginnt das Petroleum gebiet, bei Bio» jesch ti ist alles weit und breit mit Zisternenwaggons aller möglichen Unternehmungen bedeckt. Das deutsche Kapital, das ftüher in der Petroleumindustrie Rumäniens so gut wie unvertreten war, hat jetzt einen beachtlichen Einzug in sie gehalten und war am L Januar 1941 mit 11 Prozent beteiligt. Lange Ketten von Sperrballons sichern die Region gegen feindliche Einflüge. Die Angrifte der Sowjetluftwaffe konnten daher restlos abgeschlagen werden — die angerichteten Schäden waren im Verhältnis zu dem, was hätte geschehen können, erstaunlich gering. Ein sachkundiger Mund versichert: Keine Idee mehr, daß noch etwas passiert! litischen Strömungen, die schon im Zarenreich um, Grundlagen zum „Mythus des 20. Jahrhunderts" politische Neuordnung im Sinne kultureller 1918 erhielt er das Diplom als Ingenieur-Architekt pvuujHF " dem deutschen Zusammenbruch n Revolution ließ ihn den Ent- der Gebirgsjäger, die dort oben am nördlichsten Eismeer stehen. Anschließend stattete er dem Wehr« Machtbefehlshaber in Norwegen, Generaloberst von Falkenhorst, und dem Wehrmachtbefehlshaber der Luftflotte, Generaloberst S t u m p f f, Besuche ab. Hierbei wurde die Truppenbetreuung zu Weihnachten festgelegt. Roosevelt verlangt weitere 6,7 Milliarden für die Armee. Washington, 18. Nov. (DNB. Funkspruch.) Präsiden' Roosevelt forderte vom Kongreß weitere 6687 Millionen Dollar für die Armee an. Der Präsident befürwortete ferner den Kriegsminister $u ermächtigen, unter dem Pacht- und Leihgesetz über Material 3u verfügen, das seit dem 11. März 1941 für die Armee angekauft wurde. Er forderte weiter 308 Millionen Dollar für die Marine an. Oie Transportfchwierigkeiten nach -em mittleren Osten. Stockholm, 17. November. (Europapreß.) In der britischen Botschaft in Kairo hat eine Konferenz stattgefunden, die sich mit den Transportschwierigkeiten nach dem Mittleren Osten befaßte. Der Vertreter des britischen Kriegskabinetts im Mittleren Osten, L y t t l e t o n, hat aufaefordert, mit allen Mitteln Schiffsraum zu sparen und Waren, die eingeführt werden müßten, zu rationieren, die Eigenproduktion zu steigern und den Verbrauch der Vorräte einzuschränken. Gleichzeitig soll auch alles getan werden, damit das Löschen der Zahlen gegen Lügen. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Versenkung der „Ark Royal" durch ein deut- ches Uboot hat in England lähmendes Entsetzen ausgelöst. Um den niederschmetternden Eindruck über diesen bedeutenden deutschen Seeerfolg über starke Einheiten der brittschen Flotte etwas zu per. wischen, hat Churchill eine große Propaganda über die „nunmehr erreichte Gleichwertigkeit der britischen Luftwaffe mit der deutschen" gestartet. Weiß der liebe Himmel, wie er diese „Gleichwertigkeit" so schnell errechnet hat. Denn vor etwa acht Tagen noch hieß es in der englischen Presse, daß die deut, sche Luftwaffe der britischen im Westen ur^ der sowjetischen im Osten weiterhin überlegen sei und daß nur die beiden verbündeten britischen und sow- jettschen Luftflotten zusammen eine Ueberlegenheit gegenüber der deutschen erwarten ließen. Jetzt aber erklärte Churchill: „Wir haben jetzt eine Luftwaffe, die der deutschen Luftwaffe an Umfang und Zahl mindestens ebenbürtig ist, ganz zu schweigen von der Qualität." Diese Erklärung hat selbst in der englischen Presse überrascht. Daraus erklärt sich wohl auch die Unsicherheit ihrer befohlenen Propa. gandakommentare. „Wenn diefe Ankündigung von jemand anderem als Churchill gemacht worden wäre, dann hätten wir immer noch Zweifel", heißt es z. B. im „Daily Chronicle". Das ist sehr vorsichtig ausgedrückt. Es sind noch keine vierzehn Tage her, da bemühten sich alle verantwortungsbewußten Sprecher der englischen öffentlichen Meinung, der britischen Regierung klar zu machen, daß die sogenannte „Non-Stop-Offensioe" eine sehr teure und außerdem erfolglose Demonstration sei, die man im Interesse des dabei verlorengehenden Materials an Maschinen und Menschen so schnell wie möglich ein- stellen sollte. ... lieber die deutsche Luftüberlegenheit gegenüber England ist nie ein Zweifel gewesen. Dafür gab der deutsche Wehrmachtbericht täglich neue Beweise. Seit dem 22. Juni 1941 — von welchem Tage auch die Non-Stop-Offensive Churchills gegen den europäischen Westen datiert — bis zum 31. Oktober 41 verloren die Briten insgesamt 1590 Flugzeuge, in der gleichen Zeit gingen im Westen 228 deutsche Flugzeuge verloren. Vom 1. bis 11. November verlor die britische Luftwaffe weitere rund 150 Flugzeuge, die deutsche 13! Churchill nennt das „Gleichwertigkeit der britischen Luftwaffe mit der deutschen . Diese Behauptung wird noch durch folgende Zahlen beleuchtet: Vom 1. Januar bis 31. Oktober 1941 wurden 2501 britische Flugzeuge abgeschossen, in der gleichen Zeit gingen 602 deutsche Maschinen verloren. Das spricht nicht gerade für die englische Luftüberlegenheit, geschweige denn von der Dortrefflichkeit der englischen Luftfahrzeugkonstruktion. Wie unterlegen man sich fühlte, dafür gab im Juli der englische Nachrichtendienst ein unfreiwilliges Beispiel, als er erklärte, die Nachtverteidigung sei eines der schwierigsten Dinge im Kriege, in England sei es niemals gelungen, den Gegner während der Nacht abzuschießen. Churchills kühne Behauptung von der Ueberlegenheit der britischen Luftwaffe findet durch die harte Sprache der Zahlen ihre schneidendste Widerlegung. Die Sondertagung des japanischen Reichstags. Tokio, 17. November. (Europapreß.) In beiden Häusern des japanischen Reichstages wurde schon vor der Anhörung der Ministererklärungen eine weitgehende Einigung über eine rasche Annahme des Zusatzbudgets erzielt und der Regierung das allgemeine Vertrauen zum Ausdruck gebracht. In beiden Häusern wurde die Einbringung vyn Resolutionen beschlossen, durch die der Regierung für die Durchführung der nationalen Politik die unein- geschränkte Unterstützung des Reichstages zugesichert wiro. Außenminister Togo bezeichnete den Dreimächtepakt als Instrument zur Schaffung einer gerechten neuen Ordnung in Ostasien und Europa. Der Außen- Minister hob die Entschlossenheit Japans hervor, die Zusammenarbeit mit der chinesischen National- regierung weiter auszubauen und die militärischen Operationen zur Bezwingung des Tschungking-Re- gimes weiter durchzuführen. Die Vereinigten Staaten und England hätten begonnen, zusammen mit Australien, Niederländisch-Jndien uno Tschungting Japan ei n z u kreisen. Der Druck, den die an- gelsachstschen Mächte ausübten, berühre die Existenz des japanischen Imperiums. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten hätten sich immer weiter verschlechtert. Wenn ein Fall eintreten sollte, der die Existenz des japanischen Imperiums bedrohe oder das Prestige Japans als Großmacht bloß- stellen würde, müßte Japan dem entschlossen entgegentreten. Die ganze Nation müsse sich vereinen, um der schwierigen Lage Herr zu werden. In gleicher Weise sei Japan entschlossen, a u ch i m Norden die Entwicklung einer Lage zu verhindern, welche die Rechte und Interesien Japans bedrohen würde. Ministerpräsident General T o j o sprach über die Operationen in Chinq und erinnerte an die Ereignisse, welche zum Abkommen mit Frankreich über die Verteidigung Französisch-Jndochinas führten. Die Wirtschaftsblockade gegen Japan stelle einen feindlichen Akt dar. Es seien genügend Rohstoffe sichergestellt, um den Druck Englands und der USA. auszugleichen. Alle Vorbereitungen seien getroffen, um das Tschungking-Regime zu beseitigen und gerüstet zu sein zum Schutze der von Japan erstrebten ostasiatischen Zone des allgemeinen Wohlstandes. Finanzminister Kaya erklärte, trotz viereinhalb Jahren Chinakonflikt seien Japans Finanzen gesund, es seien genügend Finanzquellen vorhanden, um die Staatsausgaben zu decken. Auch die Wirtschaftskraft des Landes fei auf den verschiedensten Gebieten verstärkt worden. Der Finanzminister wies auf die zunehmende wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Japan, Mandschukuo und China hin sowie auf die Notwendigkeit der Ausbeutung der reichen Rohstoffvorkommen Ostasiens zur Verstärkung der nationalen Verteidigung. Die Einfrierungsmaßnahmen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens machten es zur Notwendigkeit, eine Wirtschaftsmacht aufzubauen, die stark genug fei, um den riesigen Rüstungsbedarf zu befriedigen. Damit jeder Unternehmung fremder Mächte begegnet werden könne, die Japans Programm zur Neuordnung in Ostasien zu verhindern- trachteten. Die zusätzliche Haushaltsvorlage für außerordentliche Militärausgaben in Höhe von 3,8 Milliarden Pen wurde vom Reichstag einstimmig gebilligt. der Halbinsel, Simferopol, genommen. Am Tage darauf werden die Truppen der Sowjets in zwei Gruppen zersprengt. Und wieder einen Tag darauf wird die Südküste bei Feodosia erreicht. Am 6. November meldet der Wehrmachtbericht, daß die Süd- küste zwischen Feodosia und Jalta in breiter Front besetzt ist; am 8. November, daß der Durchbruch bei der Enge zur Landzunge Kertsch durch eine 10 Kilometer tiefe, neuzeitlich ausgebaute Stellungszone erfolgt ist. Die Landzunge Kertsch ist HO Kilometer lang. Trotzdem verzeichnet schon der Wehrmachtbericht vom 12. November, daß die Küste südlich von Kertsch erreicht ist. Tags darauf Angriff auf die Befestigungsanlagen; am Sonntag Einnahme der Stadt. Kertsch, eine Stadt, die heute bereits über 100 000 Einwohner zählt, liegt an einer geschützten Bucht am Fuße eines Beraes. In Friedenszeiten war sie der Hauptort des Kertscher Eisenerzgebietes, das aber erst am Anfang seiner Erschließung steht. Das Vorkommen wird auf 2,7, wenn nicht sogar auf 3,5 Milliarden Tonnen geschätzt, während die Förderung 1938 erst 850 000 Tonnen erreichte. Das Kertscher Gebiet steht also dem von Kriwoi Rog noch nach. Aus diesem Gebiet wurden die Hütten in Markupol und Taganrog an dem bereits eroberten Nordrand des Asowschen Meeres beliefert. Der Hauptteil ging in die Kertscher Eisenhütte „Wojkow", die über drei Hochöfen, zwei Walzwerke, eine Thomas- fabrik und eine Sintersabrik verfügt und mit 20 000 Arbeitern belegt ist. Die Kapazität der Derhüttungs- werke beträgt 450 000 Tonnen Eisen, 500000 Tonnen Thomasmehl und 260 000 Tonnen Walzgut. Die anfallende Thomasschlacke wird in der Landwirtschaft der Krim verwandt. Außerdem werden in der Umgegend noch Salz und Mangan gewonnen. Auf dieser Grundlage hat sich in Kertsch ehre vielseitige Industrie entwickelt. Es seien nur das große Koks-Chemische Werk „Kyrow", eine Waffenfabrik und ein Flugzeugwerk erwähnt. Für Reparaturen der Kriegs- und Handelsflotte ist eine kleinere Werft vorhanden. Die Stadt verfügt außerdem über zwei Elektrizitätswerke zu fe 20 000 Kilowatt. Der H a • fen von Kertsch besitzt Kais von 3000 Meter Länge und umfaßt eine Fläche von 65 Hektar, die durch breite Molen geschützt wird. Er dient neben der Verladung von Erz, Salz, Mangan und Del dem Abtransport der landwirtschaftlichen Produkte, die aus dem Hinterland heranströmen. Südlich der Stadt ist ein eigener Petroleumhafen entstanden. Die Bolschewiken haben ferner alles getan, um Kertsch eine militärische Bedeutung zu geben. Die Stadt war ein dicht belegter Standort. Dazu kommen Küstenwerke, militärische Magazine, Minenlager, Munitionsdepots, Funkstationen, Flugplatz und andere Anlagen. Die Einfahrt zum Asowschen Meer durch die 40 Kilometer lange und bis 3,5 Kilometer enge Meerstraße von Kertsch liegt unter deutscher Kontrolle. Der von Natur aus gut geschützte kaukasische Kriegshafen Noworossisk liegt 130 Kilometer entfernt, der den Nordstürmen preisgegebene Petroleumhafen von Saturn 500 Kilometer. Aber die sowjetische Schwarz-Meer-Flotte hat bereits schwer gelitten. 69 Handelsschiffe mit 235 000 BRT. sind — nach einer nur ungefähren Statistik — versenkt. Zehn Kriegsschiffe und 36 Handelsdampfer sind schwer beschädigt. Die deutsche Luftwaffe (und rumänische U-Boote) haben der Sowjetflotte bei dem Versuch des Abtransportes der Krimtruppen und des Kriegsmaterials schwere Schläge versetzt. Uebrig bleibt auf der Krim nur Sewastopol, das aber isoliert ist, mit seiner Front nach Westen gegen die Donaumündungen weist und seinen kriegsaescbicht- lichen Namen der Konstellation des 19. Jahrhunderts verdankt, in dem das Zarenreich nach den Donaufürstentümern und den Donaumündungen griff. Heute sieht die Front nach Osten! Dr. Ho. Oer neue Generalstabschef -er italienischen Luftwaffe. Rom, 17.Nov. (DNB.) Der neue Generalstabschef der italienischen Luftwaffe, Luftgeschwadergeneral F o u g i e r, der vor dem Duce feinen Eid als Staatssekretär im Luftfahrtministerium ablegte, wurde 1894 auf Korsika geboren. Er nahm als Infanterist und später als Flugzeugpilot am Weltkrieg teil. 1928 wurde er Kommandeur des ersten italienischen Jagdfliegersturmes. Fougier gilt als Gründer jener Iagdfliegerschule, die im Spanienkrieg glänzende Erfolge errang. 1935 wurde Fougier Kommandeur der libyschen Luftwaffe und 1937 Inspektor der Fliegerschule beim Luftfahrtministerium. Im April 1939 wurde er Geschwadergeneral und übernahm das Kommando des dritten Luftgeschwaders. Im Winter 1940/41 kommandierte Fougier das an der Kanalküste operierende italienische Fliegerkorps. Fougier zählt zu den ältesten Kämpfern der faschistischen Partei. Oas Ritterkreuz. Berlin, 17. November. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Michalek, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, und Feldwebel O h l r o g g e, Flugzeugführer in einem Jac^geschwader. Oberleutnant Mi- chalek hat in zahlreichen schweren Luftkämpfen 36 Feindstugzeuge abgeschossen und in kühnen Tiefangriffen auf Erdziele aller Art dem Gegner schweren schaden zugefügt. Feldwebel Ohlrogge hat 39 Feindflugzeuge im Luftkampf vernichtet. Rordnorwegeu. Oslo, 17. November. (DNB.) Aus einer Informationsreise nach Nordnorwegen lernte Reichskom- missar Terboven in Narvik die wiederher gestellten Hafenanlagen, Umfchlagplätze und den Er§- fai kennen. Große Freude löste bei den Soldaten die Zusage aus, daß das Soldatenheim in Narvik nod) rechtzeitig vor dem Weih nachts fest fertiggefteöt fein werde. Von Narvik ging die Fahrt nach Tromsö, von dort mit dem Schiff nach Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas. Nach Banat war Kirkenes die nächste Station, wo der Reichskommissar die Hafenanlagen, das Soldatenheim und Kriegs- lazarett besuchte. Dann stattete Reichs ko mmissar Terboven General Dietl einen Besuch ab, ging bis in die vorderste Linie der Murmansk-Front vor und überzeugte sich von der vorbildlichen Stimmung An der Spitze der neuen Zivilverwaltungen. Gauleiter Dr. A1 f r e d M e y e r wurde 1891 als Sohn eines Regierungs- und Baurates Carl Ludwig Meyer in Göttingen geboren. 1911 bestand er in Soest das Abiturientenexamen und trat 1912 als Fahnenjunker in das Infanterieregiment 68 (Koblenz) ein. Er nahm an den Kämpfen im Priesterwald, an der Somme und in der Champagne teil. 1917 in der Aisne-Champagne-Schlacht fiel er verwundet in französische Gefang^ischaft. Erst im März 1920 kehrte er über die Schweiz nach Deutschland zurück. Im Mai 1920 fand er einen neuen Wirkungskreis als kaufmännischer Angestellter bei der Zeche „Gras Bismarck", Gelsenkirchen. Nach Abschluß der kaufmännischen Ausbildung bezog er die Universitäten Bonn und Würzburg, wo er zum Dr. rer. pol. promovierte. Nach Ablegung des Staatsexamens trat er in die juristische Abteilung der Zeche „Graf Bismarck" ein. Anfang 1928 wurde er Mitglied der NSDAP, mit der Nummer 28 738; bald darauf Ortsgruppenleiter von Gelsenkirchen. 1931 ernannte ihn der Führer zum Gauleiter des Gaues West- falen-Nord. 1938 wurde er Oberpräsident der Provinz Westfalen. Zu Beginn des Krieges war Dr. Meyer Chef der Zivilverwaltung einer Armee im Westen, dann Reichsverteidigungskommissar für den Wehrkreis VI. * Erich Koch wurde 1896 in Elberfeld geboren. Nach dreijähriger kaufmännischer Lehre trat er in den Dienst der Eisenbahnverwaltung. Don 1915 dis 1918 Frontsoldat, dann aktiver Teilnehmer an den Abwehrkämpfen in Oberschlesien und an der Ruhr, trat er früh mit der nationalsozialistischen Bewegung in Verbindung. Von 1922 bis 1928 gehörte Koch der Gauleitung „Ruhr" der NSDAP, an und wurde 1926 wegen seiner politischen Betätigung aus dem Staatsdienst entlassen. 1928 wurde er Gauleiter von Ostpreußen. 1933 wurde er Oberpräsident der Provinz, der er die Grundlage der Wiedergesun- düng gab. ♦ (Bauleiter Lohse wurde 1896 in Holstein als Sohn eines Landwirts geboren. Er besuchte nach Absolvierung der Volksschule in Hamburg die Handelsschule und war dann kaufmännischer Beamter, bis er im September 1915 in das Reserve-Jnf.-Rgt. 76 eintrat. Im November 1916 wurde er wegen Krieas- dienstbeschädigung entlassen. Er war dann Bankbeamter. Seit 1921 ist £?t)fe Nationalsozialist. Er wurde 1924 Vorstandsrnitgti'd des Völkisch-Sozialen Blocks. Von 1924 bis 1930 nationalsozialistischer Stadtverordneter in Altona. Seit 1925 Gauleiter des Gaues Schleswig-Holstein. Im März 1933 Oberpräsident von Schleswig-Holstein. Lohse ist SA.« Obergruppenführer. Im Oktober 1934 wählte der Große Rat der Nordischen Gesellschaft in Lübeck Lohse zum Leiter der Nordischen Gejellschaft. Mozarimusik im Hause. Von Hans Joachim Moser. Der bekannte Musikhistoriker schreibt hier aus eigenem Erlebnis über häusliche Mozart- musik und ihr verzauberndes Wesen, soweit sie mit Worten erfaßt werden kann. Der Beitrag wird zum „TagederHausmusi k", der in diesem Jahre im Zeichen Mozarts steht, willkommen sein. Freunden, die irgendwie durch Zusammenstöße mit der harten Realität vergnatzt ooer verwundet wurden, empfahl ich feit Jahren drei besterprobte Heilmittel: entweder eine Fahrt mit dem Flugzeug, um einmal zu sehen, wie klein die scheinbar großen Dinge dieser Welt werden können; oder durch ein gutes Fernrohr einen nachdenksarnen Blick in Planetenweiten und zur Milchstraße hinauf, um zu erkennen, daß es auch drüben noch und da erst recht atoße Dinge gibt. Vor allem aber, und dies vielleicht am zeitgemähesten: eine Stunde Mozartiche Musik angehört oder (besser noch) mitgespielt — das reinigt die Seele für geraume Frist von allen vergänglichen Schlacken. Bach und Beethoven, Händel, Schubert oder Wagner sind dafür selbstverständlich auch nicht ungeeignet — aber Mozart übt eine eigene geheime Heilkraft aus, die nirgends ins Subjekt zurücktreibt (um mit Goethes Molltheorie zu reden). Worin besteht diese spezifische Gabe feiner Musik? Nun, sie ist der Flugreise und der Stem- guckermedizin verwandter, als es zunächst scheinen möchte: sie hebt uns weit empor über die rauchigstickige Alltagsatmosphäre in kristallklaren Ozon, und sie ist von der kosmischen Höhenstrahlung, der Ster- nengesetzlichkeit so durchflutet, daß sich alle quergelegten Seelenfasern wie von selbst zur Ordnung strählen und zurechtgestriegelt werden. Sie ist von allen Musiken diejenige, die die meiste Seligkeit enthält. Aber woher denn eigentlich? War der Kapellmeister Mozart mit Schulden und Krankheit, mit problematisch wirtschaftender Frau und ewigen Kindbettsorgen so besonders fröhlich aufgelegt? Nun, obwohl er dem Vater einmal in einem herrlichen Brief geschrieben hat, er halte gute und nahe Dauernachbarschaft mit dem Tode, ist er doch gewiß fein romantisch Unglücklicher und Zerrissener gewesen. Er hat unerschöpflich viel salzburgisch-augsburgische Schelmenspäße und Eulenspiegeleien im Kopf gehabt, Freundschaftstalent und Frozzeleinfälle, und wär's auch nur gewesen, um dadurch ein Gegengewicht gegen das pausenlose, behexte Schaffenmüssen zu gewinnen. Seine Späße Haden es oft hinter den Ohren und waren — man denke an die Kanontexte — nicht eben für spröde Jungfernohren bestimmt. Aber sie entwaffnen durch die Kindlichkeit des Humors, durch das derbe. Geradezu der Scherze. Und der Gehalt an Jugendlichkeit, eine höchste Art von Naivität ist es auch, die feine und Haydns herrlich tieffinnige Musik noch beglückender als die erhaben weifen und oielerfahrenen Tonsprachen von Schütz, Bach und Händel, den drei insbesondere reliaiösen Genies der deutschen Musik, hilfreich im geschilderten Sinn werden läßt. Auch Mozarts Musik ist fromm — aber sie läßt den Menschen willensfrei und zwingt ihn gerade dann wieder zu einem selbst- verantwortlichen „Stehe auf und wandle!" Die beglückende Wirkung Mozartscher Musik beruht nicht nur auf seinem Menschlichen, sondern bestätigt sich auch aus der ästhetischen Sphäre: sie entsteht aus dem „klassischen^ Gleichgewicht zwischen Form und Inhalt. Während es von erhabener und erhebender Wirkung sein kann, zu beobachten, wie ein Beethoven und Bruckner titanisch gegen die Form angeht und sie in heroenhafter Mühe dehnt und sprengt, zeigt sich Mozart fast immer und überall fähig, trotz reichsten Strömens der Phantasie (mit der er oft erstaunlich verschwendet) den gegebenen Rahmen genau zu füllen. Diese Aus- geroogenfeit braucht nicht jeweils dem Bewußtsein der Hörer bewiesen zu werden, sondern strahlt auch schon auf das Unterbewußtsein beruhigend, entspannend, festigend aus. Dabei ist Mozart in Wahrheit alles andere als der akademistische Formalist, der blasse Apollinier schlechthin gewesen, zu den ihm das idyllenfrohe Biedermeier mißverstanden und verkleinlicht hat, fein liebes Adonislein der guten Stuben ... 3m Gegenteil wogt und pocht in ihm ewig der heiße deutsche Junglingsdrang nach Aussprechen des Höchstpersönlichen, Unkonventionellen, Einmaligen und Besonderen, ganz im Gegensatz zu dem „Populären", dessen Pflege ihm der rationalistische Vater Leopold Mozart „lebensklug" anzu- empfehlen bemüht war. Aber es war die seltsame Gabe des Wolfgang Amadeus, derlei Privates dennoch bruchlos, ja nur dem genauer lauschenden Ohr vernehmlich in den scheinbar üblichen italienischen Formelkram seines Nachbarock und hochreifen Rokoko einzubauen, den Sturm und Drang seines Herzens in der Klassik und Klassizität der Gesellschaftskunst hinein zu geheimnjssen und das Haus unvermerkt zur Welt zu weiten. So wird Mozartsche Musik unversehens zu etwas viel Größerem und Höherem als bloßer „Musik fürs Haus" und bleibt trotzdem ideal in den Grenzen, die häuslichem Musizieren äußerlich gesetzt sind. Das Schöne ist, daß der Schwierigkeitsgrad im allgemeinen in den Grenzen eines hochwertigen Laientums bleibt; das soll nicht Stümper auf feine Fährte locken (denen ist er gottlob sogar meist „zu leicht"!), denn vom höchsten Standpunkt aus ist Mozart auch wieder am schwierigsten von allen Meistern zu spielen, weil er der durchsichtigste ist. Aber man kann doch bei gehöriger Frömmigkeit des Musikmachens immerhin an ein zureichendes Bild des von ihm Geforderten gelangen. Und wenn man in den Bannkreis des Zauberers eingebaut ist, ich denke aus eigner Erfahrung etwa an die Bratschenpartie des Kegelstattrios, so trägt er uns zauberhaft auf Flugschwingen in ein Können hinein, das uns eigentlich gar nicht eignet, er reißt uns mit durch den schier dämonischen Zwang seiner Form, in deren Untergründen fein urdeutsches Sonderwesen schwingt und flutet. Zwischen Instrumentalmusik des Meisters streue man einige feiner Lieder ein, — welche immer man wählen mag, hier redet er den Laien meist noch unmittelbar an und läßt ihn hin- einschauen in seine Welt, wo gegen die Leibnitzische präftabilierte Harmonie der Mensch bereits vereinzelt, aber nie verlassen und verraten steht. Wir hatten vor einiger Zeit in unserer winzigen Wohnung einen ungefügen Gast, einen Kontrabassisten, und legten Mozarts Baßarie mit obligater Violine auf die Pulte „In questa bella mano“ — welch seliges Schwellen und Brummen stieg von halber durchs ganze Haus. Und am nächsten Tag begann unser zweijähriges Bübchen die hoDfelige Melodie zu fingen — das ist das' Geheimnis Mozartifcher Kunst, daß sie von volksliedhafter Schlichtheit und Einfalt zu fein scheint, aber sie übersteigt zugleich den Scheitel der kunstverständigsten Kenner und Könner — Emanation des Göttlichen. Uraltes Spiel. Untrennbar vom kulturellen Leben der Völker ist das Spiel, sind die Spiele, mit denen sie sich beschäftigten. Schon vorgeschichtliche Gräberfunde bezeugen, daß auch in den Menschen jener früh- geschichtlichen Epoche die Lust am Spiel vorhanden war. „Sie pflogen heiter im Hose des Brettspiels", sagt auch die Edda. Reste von Spielbrettern mit Spielsteinen aus Bernstein und aus Knochen sagen auch mancherlei aus über die Art der damals beliebten Spiele. Zu den-ältesten Spielen gehört auch das Ballspiel, das ebenfalls durch Gräberfunde und durch früheste bildliche Darstellungen als uralt bc= zeuat wird. Besonders spielfreudig waren das 16., 17. und das 18. Jahrhundert, in denen vor allem die Ge- duld- und Vexierspiele beliebte Unterhaltungsmittel waren. Eines der ältesten Spiele dieser Zeit und Art war das Nonnen- oder Grillenspiel, auch Solitär-, Einsiedler» oder Melancholiespiel genannt, das nur von einer Person gespielt wurde. Die große Zahl der alten deutschen Gesellschaftsspiele läßt sich in Gruppen einteilen wie die schon erwähnten Geduld- und Verierspiele, Brett-, Lotto- und Domino-, Karten-, Geschicklichkeits- und Würfelspiele. Unter den Brettspielen erfreuten sich von altersher bis auf unsere Tage besonderer Beliebtheit Dame, Mühle und Schach. Das Dominospiel war auch den alten Chinesen bekannt. Die ältesten europäischen Kartenspiele scheinen in Feldlagern entstanden zu sein; die dazu benutzten Spielkarten waren aber orientalischen Ursprungs. 2)ie ältesten europäischen Karten stammten aus Italien und sind bald danach, etwa um 1384 in Nürnberg als „Trappolierkarten" bekannt geworden. Heute sind in Deutschland die alten Kartenspiele, wie Whist, Lchombre, Pikett und Tarock ganz durch den Skat verdrängt. Geschicklichkeitsspielen Zählen Federball, Flohhupfen, das Plattenwerfen, wie es auf Schiffen gespielt wird, und auch die Schießspiele aller Art im Zimmer ober im Freien. Während die heutigen deutschen Würfelspiele mit einem oder zwei Augenwürfeln gespielt werden, benutzte man früher deren drei und hatte so die Möglichkeit zu den verschiedensten Wurffällen. Das älteste deutsche Würfelspiel dürste wohl „Glocke und Hammer" jem. zur werden * Sr«-* SU im **äiT»* iirb. Sofia, 17. Nov. (DNB.) Die Zeitungen ver- t ..irlXxw kn» ClÜHlinkviicnfnH Fi't r hin h 11 l n n r i (<+> ö öffentlichen den Fünfjahresplan für die bulgarische Landwirtschaft. Der Plan enthält Vorschläge für den gezeichnet. tiio seiden it nur bescnränkt lieferbar. 4681 v Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger gab den Veranstaltungen im Gau Hessen-Nassau zum „T a g der deutschen Hausmusik" folgendes Geleit- wort: „Die Pflege der Hausmusik ist die Kraftquelle deutscher Musik. Sie nach jahrelanger Vernachlässigung wieder zum Leben erweckt zu haben, ist das Verdienst des Nationalsozialismus. Die Kraft Unserer Bewegung, die nicht nur Politik und Wirtschaft durchdrungen hat, erfaßte auch die deutsche Kunst. Die Musik aber, die den Weg in das Haus und damit in das Herz jedes einzelnen findet, bedarf einer besonderen Pflege. Diese soll sich nicht etwa aus einzelne musikliebende Kreise beschränken, sondern das ganze Volk erfasien. Wie draußen an der Ptud).) reiten \. Der mist« ihgesetz , März orderte ! an. n Verdunkelungszeit 18.11. von 17.24 bis 8.46 Uhr. dem fühlte er sich so aekräftigt, daß er jeden Tag, den er noch in dem Krankenhaus hätte zubrmgen müssen, für verloren hielt. Er konnte einfach nicht mehr länger bleiben. Er hatte ein Berliner Hotel als Nachsendeadresse angegeben, und fand, als er über Wien und Prag in Berlin eintraf, bereits einen Stapel von Post vor Ein wenig müde von der Reise las er nur oberflächlich die Absender, stutzte bei Karins Namen und ritz den Umschlag mit steigender Nervosität aus. Eine Absage also! Er kniff sekundenlang die Augen zusammen, hob die Schultern und ließ sie wieder sinken, als wäre damit der Fall abgeschlossen. Er würde dann eben selbst nach Rendsburg fahren Musik wie kaum eine andere geistige Macht zur seelischen Erhebung der Gemeinschaft beizutragen." Ehrengaben für besondere Verdienste um die Hausmusik. Wirtschastschaos in Hongkong und Schanghai. Sohn Übsol. nbelji r, bis Qt 76 rleos. intbt« it Er Zialen tisch« uleiter Ober« SA., le her Lübeck it W 8" Koch nspori' 1 bejahte. • tts iin fordert Daren zu rach den ichzeitiz hen der Nach ! den ’ bi, 'den Kuhr, !gung 3 der vurde dein ileiter it der Mim. n Ei- Wehr, t von shaber besuche Wech. Sadungen und das Neuladen der Schiffe In den Häfen des Mittleren Ostens schneller durchgeführt Ein Geleiiwort -es Gauleiters Zum »Tag der deutschen Hausmusik. Heroischer Kampf um den Alkazar Ein deutsch-italienischer Film im Gloria-Palast. überlegen gesprochen zu haben, merkte aber' in dem herzlichen Lachen, daß er nicht so ernst genommen wurde, wie er wünschte. — „Ach, wir glaubten, Sie fahren nach Kiel. Solche Herren, wie Sie, verirren sich nämlich kaum nach Rendsburg!" meinte die eine von ihnen, die, wie er schon festgestellt hatte, etwas sicherer in ihrem Wesen war, einen merkwürdig offenen, aber sehr festen Blick aus blauen Augen hatte und ihren Mund in seiner Form mehr sagen ließ, als sie sich vielleicht bewußt war. „Dann bin ich eben mal eine Ausnahme, und, wenn es Ihnen recht ist, nehme ich im gleichen Abteil Platz!" c m Die Freiheit ihrer Bewegungen, das Natürliche ihrer Haltung imponierten ihm und setzten ihn in Erstaunen. Sie mußten eine Erziehung gehabt haben, die man drüben nicht kannte. Denn irgendwie — er mußte plötzlich an Karin, aber auch an Ilse Wengeroth und Vera Ramlow denken —, waren diese beengt, ungelockert, trotz allem einseitig und nur erzwungen froh. Vielleicht tue ich ihnen unrecht, dachte er, als er, den beiden Mädchen folgend, das Abteil betrat. Sie hießen Lotte Grützner und Eva Rümelin. Im letzten Semester der Kolonialschule stehend, kehrten sie von einem Ausflug zurück, der ihnen ausnahmsweise gestattet worden war. Nachdem Günther Merck das eigentliche Ziel seiner Reise erklärt hatte, herrschte sekundenlang Schweigen. Nur das Fauchen und Stampfen der Maschine war zu hören, und es war schon wie ein ferner Lockruf, der Eva Rümelin, die ihm vorhin die ablehnende Antwort gegeben hotte, dos Blut schneller aus dem Herzen trieb. Betroffen schäme sie eine Zeitlang vor sich hin, wagte kaum den Blick zu heben, weil sie glaubte, sich irgendwie zu ver- raten, Geheimstes preiszugeben. Lotte Grützner dagegen spornte sich an den Vorstellungen einer überraschend aufgetauchten Möglichkeit an und überschüttete Günther mit Fragen. Sie hatte sich ein Bild von Deutsch-Ost gemacht, wie es Theorie und Praxis zu vermischen drohte, wie es sich aus dem unbändigen Willen, dieser Zukunft Herr zu eraa'b. (Fortsetzung folgt) Ohne lange zu zögern meldete er sich bei der Kolonialen Frauenschule an. Er ließ selbst notwendige Erledigungen in Berlin unbeachtet, um die en Auftrag hinter sich zu bringen. Schon am nächsten Tag brachte ihn der v-Zug in die holsteinische Marschniederung. Irgendwie hatte ihn eine ungehemmte Streitlust erfaßt, weil sich Karin doch anders entschieden hatte, als er wollte. Anderseits aber sah er doch ein, daß sein Vorgehen falsch war. Es war einfach sinnlos, so aus der Entfernung Entschlüsse in die Tat umsetzen zu wollen. Das Gefühl, bei dieser Probe unterlegen zu fern, machte ihm zu schaffen. Er hatte weder für die Landschaft Sinn, noch achtete er im geringsten auf die Mitte iseyd en. Erst als in Elmshorn die Tür feines Abteils mit einem energischem Ruck aufgerissen wurde, und sich zwei Mädchen ohne jegliche Rücksichtnahme auf ihn unter Lachen und Scherzen bequem emrichteten, schien sich die verkrampfte Stimmung m ihm zu lockern. Die Unbekümmertheit, dieses ausschließlich Mit- sichselbftbeschäftigtsein, das flagrante Uebersehen, bas -r plötzlich auf sich selbst bezog, irritierte,ihn. Aus der Unterhaltung der beiden Mädchen horte er heraus, daß sie auf dem Wege nach Rendsburg waren, nicht gerade erfreut, daß man in Neu- Münster schon wieder umsteigen mußte und daß sie in irgendeiner Beziehung zur Kolomalschule Jtan, körpert sich die edelste Form der Geselligkeit, durch ie wird das Gemeinschaftserlebnis, dem heute eine o große Bedeutung beigelegt wird, zwanglos in das Geschehen des Alltags und der Feierstunde eingereiht, und gleichzeitig wird dem, der einsam sein will, im schönsten Sinne Genüge getan; denn das musikalische Erlebnis ist immer eins, das zu der Seele des Menschen spricht und deren Tiefen da trifft, wohin das Menschenwort nicht mehr dringt. Unter den Vorzügen, die ihm die Natur verliehen hat, ist der hervorstechendste und nicht zu übersehende der, daß ihm eine ganx eigene Gabe des musikalischen Schaffens und Nachschaffens zuteil geworden ist. Die deutsche Musik hat alle Reiche der abendländischen Welt erobert; in den uns feindlich gesinnten hat man gelegentlich alle deutschen Waren boykottiert, aber Beethoven und Bach, Schumann und Brahms sind auch in diesen Ländern yir Zeit aller Boykotte aufgeführt worden. Und der einzelne erhält als Belohnung für die Musikpflege, die sich in seinem Hause abspielt, etwas Köstliches, nämlich eine Steigerung seines Menschen- wertes durch die Läuterung seines Geschmackes und die Erweiterung seines geistigen Gesichtskreises. Wirklich tennenlemt man nur die musikalischen Werke, die man entweder selbst spielt oder die man wiederholt zu hören Gelegenheit hat. Beides kann sich der leisten, der in seinem Hause musiziert und musizieren läßt. Nachdem die Waffen wieder gutgemacht haben, was uns an Schande durch den verlorenen Krieg auferlegt worden war, wird man auch beim Kulturellen nicht mehr dulden, daß auf irgendeinem Gebiet gejagt werden kann: das war früher besser, da ist für uns Boden verloren worden! So ist es aber mit der Hausmusik. Sie war im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts und im Anfänge des 20. verbreiteter als sie es jetzt ist. Die Gründe dafür sind verjchiedener Art: der Mißbrauch des Rundfunks und der Schallplatte tragen einen großen Teil der Schuld, aber nicht die ganze. Der größere Teil liegt doch in dem Erschlaffen des Interesses bei Dielen, die sich eben weder über den Wert des häuslichen Musizierens klar sind, noch über seine kulturpolitische und damit vaterländische Bedeutung. Es ist ein Zufall gewesen, daß in einem gewaltigen Kriege sich einmal die Musikalischen und die Unmusikalischen gegenüber gestanden haben; es möge aber ein Symbol für die Musikpflege unseres Lcm- des in der Zukunft fein, daß die Musikalischen über die Unmusikalischen siegten! NSG. Das Gaugericht Hessen-Nasiau hatte die Preisrichter der Partei zu einer Arbeitstagung ver- lammelt. Auf ihr sprach Gauleiter Reichsstatthalter «Sprenger über die besonderen Pflichten des Parteirichteramtes, die ihm bei der Auslese per Parteigenossenschaft zukommen. Jedes Urteil müsse in der nationalsozialistischen Weltanschauung fest begründet sein. Der Wille des Führers, tm Par eipro- oramm grundsätzlich festaelegt, habe stets oberstes Gesetz bei der Rechtsprechung zu sein. Nicht Paragraphen und Anweisungen seien für die Urteils- finbung bestimmend, sondern das gesunde national- sozialistische Empfinden. Bei jeder Beurteilung einer Tat sei nicht allein Umfang und Große des Vergehens, andern die dahinter stehende Besinnung zu bewerten. Der Gauleiter forderte die Partelrichter auf in ihrer Rechtsprechung u n n a ch s i ch t i g u n d mit aller Schärfe gegen ledes volks- schädliche Verhalten vorzugehen. Die Partei- lichter mußten ständig mitten nn Volk und der Parteiarbeit stehen, wenn sie ihr Aufgabengebiet »oll erfüllen wollten. - Auf der Tagung, die von dem Kammervorfitzenden beim Gaugencht, W eise, geleitet wurde, sprachen weiter der Gauschulungsleiter Stabsamtsleiter R u d e r und der Beauftragte des Gauleiters in Parteigerichtssachen, Dr. Neyi. große Minensprengung und der letzte wilde Sturm der Roten, während Francos Truppen schon in nächster Nähe sind —: das alles ist mit packender Dramatik und großer Spannung ins Bild gebracht worden, so daß der Film den Charakter eines historischen, nationalspanischen Dokumentes erhält, obwohl das Ganze in Form eines Spielfilms aufgezogen ist und auch mehrere Liebeshandlunaen in das naturgemäß überwiegend kriegerische Geschehen eingeflochten sind. — Die deutsche Fassung. wurde von Lüdtke und Dr. Rohnstein geschaffen. Die Darstellung ist allenthalben gut, obwohl sie insgesamt auf den deutschen Beschauer und Hörer infolge der Synchronisierung nicht so unmittelbar einwirken kann wie in einem ursprünglich deutschen Film. Rafael Calvo gibt den Obersten Mos- cardo, Fosco Giachetti den Hauptmann Vela; auf der Gegenseite: Guglielmo Sinaz als politischer Kommissar und G. dal Cortivo als roter General; Mirella Balin (Carmen) und Maria Denis (Conchita) haben die beiden einzigen her- vorftechenden Frauenrollen. Im Beiprogramm läuft die bereits besprochene neue Wochenschau. — Auf der Bühne: eine Schar dressierter Hunde, die viel Heiterkeit und Beifall finden. Hans Thyriot lagesfalenber für Dienstag. DAF. Berufserziehungswerk: 18 Uhr im Restaurant „Zum Burghof" Vortrag von Professor Dr. W. Auler über „Selbftkostenpreiserrechnung nach den LSOe". — Stadttheater: 18.30 bis 22 Uhr „Monika". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Alkazar". — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Eine Tür geht auf". Karin Grunelius Roman von Guiöo fi. Brand B0. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ,Liebe Karin!" Der Onkel Rüttelt eifrig ben Lopf. „Du ereiferst dich an einem fallen übjert. Das steht ja gar nicht zur Diskussion! Daran zwei- feit kein Mensch. Ich habe aus deinen Schilderun- gen ein Bild gewonnen, zu dem die verschieden sich widersprechenden Anordnungen nur ein Schluß- punkt sind. Dieser Herr Günther Merck will einfach nicht, daß du ohne ihn eine Stellung ange- nommen hast. Er denkt, das hast du gar nicht notig. Du sollst nichts anderes fern als seine Verlobte und später feine Frau." , . Ua Es klang hart. Aber der Geheimrat hatte das Ge fühl, irgendwie die Atmosphäre reinigen zu muhen — Merkwürdigerweise fiel es Kann gar mäst schwer, ihrem Onkel mit großen Augen offen ms Gesicht zu sehen. Es hatte ihr auch nicht wehge an, denn irgendwie hatte es einen berechtigten Sinn, und im Grunde genommen mußte sie it)n nur De wundern. Erst daran merkte sie, wieviel Widerstand gegen Günthers Verhalten von ihr ausstrahlen mußte. So stark sogar, daß es Menschen fpur^n, die ihren Verlobten gar Nicht kannten.^ — ,,-v's morgen, Karin! Du bist nur nicht böse? hatte sie den Onkel mit veränderter, beinahe gütiger stimme ,,^lber warum denn, Dntel?" Q. m.r Seltsam verändert verließ Kann das Z mmen Die große Unruhe, die sie noch am Nachmittag m bas Institut getrieben hatte, vor der sie davonlief wie vor einem starken Gewitter mar getrneben. Wenn sie irgendeine Hilfe brauchte, durfte sie zu ihrem Onkel kommen. Das wußte sie. 13. Ms Karins Antwort in Spaccaforno -intraf, war Günther bereits abgereift. Er glaubte, in I°inem Brief fo unmißverständlich gewesen zu fein, bntz -r kaum eine Erwiderung erwarten k Der auch in Deutschland bekannte Regisseur Augusto Genina, Alessandro de S t e f a n i und Pietro Caporilli schrieben zusammen das Drehbuch für den deutsch-italienischen Gemeinschaftsfilm „A l k a z a r", der auf der Biennale in Venedig mit dem Mussolini-Pokal ausgezeichnet wurde. Seine Bilder führen den Beschauer in das Jahr 1936 zurück, als der Bürgerkrieg in Spanien tobte und das Land in der roten Flut des Bolschewismus unterzugehen drohte. Toledo wird ein Brennpunkt der erbitterten Kämpfe zwischen den Roten und der von General Franco geführten nationalspanischen Truppen. Die heroische Verteidigung des Alkazar, in den sich auch zahlreiche Frauen und Kinder geflüchtet hatten, durch nationale Offiziere und Kadetten unter dem Befehl von Oberst Moscardo dauerte genau 72 Tage ynd zog während dieser Zeit die Blicke der ganzen Welt auf sich. Der Kampf wurde am Ende ein verzweifelter und verbissener Wettlauf um den Sieg; es war nur eine Frage von Tagen, ob die am Nötigsten Mangel leidenden Verteidiger so lange würden aushalten und sich gegen die mit allen Mitteln angreifende Uebermacht der Bolschewisten wehren können, bis die in Eilmärschen siegreich herandringenden Truppen Francos Toledo erreicht, den eisernen Ring um das Bollwerk gesprengt und den Alkazar entsetzt haben würden. Sie hielten aus, die Befreiung gelang, Spanien atmete auf, und der siegreich bestandene Kamps um den Alkazar wurde zum Symbol der nationalen Wiedergeburt des Landes und der endgültigen Beseitigung des roten Terrors. Freilich: das herrliche Bauwerk aus Spaniens großer Zeit war am Ende der 72 Tage ein rauchender Trümmerhaufen, und viele der tapferen Verteidiger hatten ihr Leben gegebeft damit bis zur letzten Stunde die spanische Fahne über den zer- schossenen Mauern des Alkazar wehe, überft Moscardo selbst brachte in einem furchtbaren Entschluß das härteste Opfer: jenes seinerzeit berühmt gewordene Telephongespräch mit seinem Sohne, der den Roten in die Hände gefallen war, und desien Leben der Preis für die Ußbergabe fein sollte, steht im Mittelpunkt der Szenen des Films, den der Spielleiter Augusto Genina getreu nach der ge- schichtlichen Wirklichkeit mit großer Realistik in Szene gesetzt hat. Die Bilder von der Einschließung, von der Beschießung und der erbitterten, immer wieder zu neuem Widerstande sich aufraffenden Verteidigung, die Szenen der Zivilbevölkerung im Keller, die nächtlichen Einzelunternehmungen, die Reich! „ , Mit feinen achtundzwanzig Jahren kam er sich unendlich alt vor. Plötzlich hatte er das Gefühl als fei alles an ihm ohne Schwung, ohne inneren Auftrieb — ohne Herz. Wie abseits hatte er auf feiner Farm gelebt, wie beziehungslos lief das Leben ab oder bestand nur in ein paar Kreisen, die ineinander verschlungen, sich immer wieder felbft trafen. Der Gegensatz, der ihm nur auffiel, weil sich diese beiden Mädchen durch ein unbewußtes gemeinsames Interesse in seine Ideenwelt hineindrangten verwirrte ihn für Augenblicke fo, daß er fast entschlossen war, in Rendsburg wieder umzukehren, ohne seinen Auftrag erledigt zu haben. In Neumünster jedoch ergab sich eine ebenso harmlose wie passende Gelegenheit, sich den jungen Mädchen zu nähern. Als er einen Gepäckträger ms Abteil befahl, um feine Koffer in den anderen Zug bringen zu lassen, ordnete er mit einer höflichen Geste an, er möge auch bas Gepäck der Damen nut« nehmen. v s „Ausgeschlossen! Wir fahren doch nach Rends- bürg!" riefen sie fast gleichzeitig abwehrend, als sähen sie ihre Selbständigkeit irgendwie bedroht. Für besondere Verdienste um die Pflege der Hausmusik hat der Präsident der Reichsmusikkammer fünf Laiengrupp en aus dem Gau mit einer Ehrengabe bedacht. Es handelt sich um das neu erschienene Faksimile des a-woll-Rondos für Klavier von W. A. Mozart mit einer handschriftlich gezeichneten Widmung von Professor Dr. Peter Raabe. Die Auszeichnung erhalten Familie R o - f e r, Oberstleutnant a. D. Habelmann, Dipl.- Ing. Willi Dörr, Major Otto W i e g a n d und Oberregierungsrat Dr. K o 11 r a t h, sämtlich in Wiesbaden. Bereits zweimal fiel die Ehrengabe an das von Josef Fischer in Worms geleitete Laien- Quartett. Die diesjährige Ehrengabe wird dem Empfänger im Laufe der Woche von dem Landes- Lau von hygienischen und billigen Wohnhäusern und den Bau von Wirtschaftsgebäuden. Vorgesehen sind ferner landwirtschaftliche Kurse, Ausstellungen und Wettbewerbe, weiter soll die Anlage von Konservenfabriken sowie Bäckereien gefördert werden. Schanghai, 17.Nov. (Europapreß.) Die englische Kolonie Hongkong und die Internationale Niederlassung in Schangkai machen zur Zeit Experipente im Währungschaos, ohne sich Die Erfahrungen Europas zunutze zu machen, das diese Fragen durch Staatskontrolle längst gelöst hat. Um eine Kontrolle ju umgehen, antworteten die Chinesen mit ungeheurem Banknoten- und Warenschmuggel. Sie machen dabei zwar Riesengeschäfte, brachten dafür den Rarkt aber in größte Unordnung. Die beiden Frem- )en-Niederlasfungen von Schanghai haben nun den Ichwachen Versuch gemacht, durch Beschlagnahme der hauptnahrungsmittel sowie Festsetzung der Verkaufspreise für hundert Artikel Ordnung zu schaffen. Trotz- bem verchwinden die Waren immer mehr vom Markt. Mehl wurde z. B. in großen Mengen in das non den Japanern besetzte Gebiet Chinas gebracht, wo bejsere Preise erzielt werden. IiinfjahreSplan für die bulgarische Landwirtschaft. Aus der Stadt Gießen. Zum Tag der deutschen Hausmusik. Von Prof. Dr. Peter Raabe, Präsident der Reichsmusikkammer. Nach dem Kttege — den die beiden musikalischsten Völker der Welt, die Deutschen und die Italiener, gegen das am wenigsten musikalische Volk, das englische, führen — werden die Deutschen in größerer Ruhe als lange vorher daran gehen können, ihr Volksleben auszubilden, zu ordnen und zu vertiefen. Wie die Soldaten, die den Krieg führten und gewannen, alle guten Eigenschaften der Deutschen bewährt haben, die im Kriege nötig sind, so wird es dann darauf ankommen, das zu pflegen, was dem Leben des Deutschen im Frieden Wert und Würde gibt. Diese Pflege wird fich nicht nur auf das erstrecken, was in der Öffentlichkeit vorgeht, sondern sie wird gerade da am nötigsten und am wichtigsten fein, wo das Leben am stärksten pulst: in der deut- ch e n Familie. Es unterliegt keinem Zweifel, daß bei einem solchen Aufbau des Familienlebens der H a u s m u (i t eine entsprechende Rolle zufällt. Denn in ihr ver- tag, zu können, las er in einer Zeitung, schaute hier und Da prüfend über den Rand und stellte fest, dah beide eigentlich sehr hübsch waren, frische, braungebrannte Gesichter hatten und von ihrer Ausgabe begeistert waren. Irgendwo sahen sie sich schon als Farmersfrau in Uebersee, malten sich, in Unkenntnis tatsächlicher Verhältnisse, die Freuden ihrer zu- künftigen Wirksamkeit in so schillernden Farben aus, daß sich Günther fast veranlaßt fühlte, sich mit ihnen über dieses Thema zu unterhalten. Welch ein Unterschied war zwischen Den jungen Mädchen, die sich auf diese herrliche Zukunft vorbereiteten, mit ihrer unbelasteten inneren Gespanntheit und hoch- getragenen Sehnsucht der Stunde entgegensahen, in der sie einmal fremde Erde ober eine deutsche Kolonie betraten, und denen, die schon draußen lebten, feit Jahren unter dem Druck der Mandats» regierungen, unfroh, jahrzehntelang ohne Aussicht auf Freiheit oder baldige Rückkehr zum Deutschen Sölftr sie sich icrfunbe r sich rhanben ispiels'. erii lull n W ials bk- örtauch nde uni iralt be- 17. uni die G* asniitiel siit und iuch Eo' HschafU' »ie sO" tb Wur- sich oo» W ninoiP111 KiW”'! btnu8lil1 rlpn* 1384, i” I V*' ja#»; W* ’i >■ > & Die vor zwei Monaten aufgelegte finnische Anleihe für Arbeit und Kampf im Betrage von zwei Milliarden Finnmark wurde am 15. November voll gezeichnet. Damit ist die dritte Anleihe ebenso wie die beiden vorhergehenden von je einer Milliarde -Finnmark in kurzer Zeit voll gezeichnet worden. Arbeitstag»«« des Ga »gerichts. Meine politische Nachrichten. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am 15.1L b»e Industrieanlagen von Redear östlich von Eston. Zusammen mit den in der Nähe liegenden kleineren Untergesellschaften besitzt Redear 21 Hochofen mit einer Kapazität von rund zwei Millionen Tonnen Roheisen jährlich, also rund ein Fünftel der Gesamtkapazität des Landes. * Der japanische Sonderbotschafter Kurusu hatte eine Unterredung mit Außenminister Hüll und suchte dann in Begleitung Hulls den Präsidenten Roosevelt auf. Front das deutsche Lied unseren Soldaten neue c...r|W..o.........,--------7---------- Kraft spendet, so vermag in der Heimat die deutsche 1 leiter der Reichsmusikkammer übergeben werden. Wchsnährstands-Mnertaguilg in Gießen Wie kommt das. 3 I [Stellenangebote! AeltereS furter Straße 84, aus statt. 03892 Mädchen Gutes gebraucht. ^Lfllaronn Piano *W™ alle lästig. Haare z. kaufen gesucht. Leberflecken Saar-Allee 8. gesucht. Schrift!. Angeb. u. 03888 an d. Gieß. Änz.l BURNUS GMBH- DARMSTADT Für die Wäsche von Free Schulze bedeutet das Gewaschenwerden jedesmal gefährliche Beanspruchung. Wer erteilt Um. in Deutsch und Mathematik? Schriftl. Angeb. unt. 03884 an d. Gießen. Anzeig. THEATER der Universitätsstadt Gießen (ktwa1-2mbober ©ümmWaum z. kaufen gesucht. Telefon 4558. | Mietgesuche | fflö6L5umnet gesucht, mitten- tralheizung,mög- lichst Kliniknäbe. Schrift!. Angeb. unter 4741V an den Gieß. Anz. apotheke ausreichend Verbandspäckchen und Brandbinden enthält. Auch Dreieckstücher und Schienungs- material in verschiedenen Längen sowie dazu gehöriges Polstermaterial, das bei Arm- und Beinbrüchen gebraucht wird, müssen vorrätig sein. Glei- ches gilt von Kinn-, Nasen-, Ohren- und Kopf- chleudern. In jedem Haushalt gibt es hierfür noch geeignetes Material. Jede Laienhelferin muß es sich zusammenstellen, sonst ist die erste Hilfe bei Verletzungen nicht möglich. Die sachgemäße Behandlung von bei Luftangriffen Verletzter lehrt der Reichsluftschutzbund in seinen Luftschutzschulen. Für unsere Verwundeten. Mediziner sucht gut möbliertes Zimmer möglichst m Zentralheizung. Schriftl. Angeb. unter 03876 an den Gieß. Anz. Pickel, Sommerspross. usw. entf. 2 schöne leere Zimmer in guter Lage v. allsinsteb. höher. Beamten gesucht Schriftl. Angeb. unt. 03882 an d. Gießen. Anzeig. 6omvl.2 Betten- Schlafzimmer, 2 runde Tische, Kaffee-undTee- oder unabbäng. Srttn baldmögl. für ca. 8 Wochen zu alt. Ehepaar nach Darmstadt gesucht. Näheres Bleichstr. 10 v. Frau Müllers Wäsche — die grobe, die bunte und auch die (eine — wird beim Waschen geschont Statt Karten. Danksagung. Herzlichen Dank allen denen, die unserer in Liebe gedachten bei dem langen Kranksein und beim Heimgang unserer lieben Mutter. Adolf Hofmann, Metzgermeister Minna Schwarz, geb. Hofmann. Gießen (Dammstraße 25), Frankfurt a/M., Heute entschlief sanft nach langer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, meine gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Müller, geb. Luh im 74. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Konrad Müller Familie Wilhelm Müller und alle Angehörigen. Großen-Linden, den 17, November 1941. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. November, 14.30 Uhr vom Sterbehaus Frank- Canz einfach: Frau Müller löst den Schmutz vor dem Waschen gleich richtig eufl Sie verwendet stets Burnus, den Schmutzauflöser. der gleichzeitig das Wasser welch macht Andere Mittel lehnt Frau Müller ab. Lieber fragt sie noch einmal nach, wenn Burnus nicht gleich erhältlich ist. Burnus ist ja auch besonders sparsam im Gebrauch. Das macht den Unterschied! Schmutzauflösen schon beim Einweichen — das ist das Besondere an Burnus; seine Wirkstoffe lösen auf natürlichem Wege den Wäscheschmutz so auf. daß er völlig ins Einweichwasser übergeht. Das Gewebe wird niemals angegriffen. Langes Kochen und scharfes Reiben der Wäsche werden über« flüssig - die halbe Wascharbeit. Waschmittel. Seife und Feuerung werden gespart. Die xllbhuflV Wäsche wird geschont und hält längen. u Gar litt Immer Frau B. Gulden seit1935Fr.W.Henkel Sprechstund. >etzt Bitt echs,Gießen Am Rlegelplad 32, B-lTührdnrchg. Wer beaufsichtig! für 4 Wochen die Schülerarbeiten eines 13iährigen Schülers! Latein Math, usw.)? Schr. Ang. unt. 4744V a.d.G.A. oser mit der Doppelwirkung Streichorchester, zusammengesetzt aus Spielern und Spielerinnen der HÄ. und des BDM., der Chor und die Sprecher boten dabei vorzügliche Leistungen und verstanden es, vor allem auch durch den Dortrag der Kantate „Das Jahr über dem Pflug", eine wirkliche Feierstimmung wachzurufen. Die Ansprache im Rahmen der Morgenfeier hielt Kreisschulungsleiter Groß, Gießen, der den weltanschaulichen Inhalt der naüonalsozialistischen Idee beleuchtete. Das Thema „Der nordische Gedanke als Wegweiser des Bauern in die deutsche Zukunft" behandelte D r. H e n n e r. Die Tagung endete am Sonntagnachmittag mit einer Schlußkündgebung. Es sprach Kreisleiter B a ck- h a u s unter dem Motto „Heimkehr aller Deutschen . Er stellte in seiner Ansprache dar, wie aus dem Kampf der Geister in den Jahrhunderten deutscher Geschichte nunmehr der Weg zur völkischen, geistigen und seelischen Einheit des deutschen Volkes in der von Adolf Hitler gegebenen nationalsozialistischen Idee gefunden ist. , r , Damit fand die Tagung, in deren Verlauf auch Kreisleiter Zürtz, Lauterbach, begrüßt werden konnte, ihren eindrucksvollen Ausklang. Am Donnerstag abend Gas?? Herrenarmbandulir (Erinnerungsstück) verloren. Gegen hohe Belohnung abzug. Weidengasse 5 bei Schul. Harnsäure fm Übermaß, Gkht, Rheuma, Magen-, Darmkatarrh, sowie Arterienverkalkung, Saures Brennen, Gallen- u. Nierensteine sind Zeichen schlechter Magenpflege. Mit Sal digestivus Nattermann bereitet man sich ein Heilwasser, das übermäßige Harnsäure ausschwemmt, das Blut u. die Säfte reinigt u.den Magen richtig pflegt. Die wohltuende Wirkung Ist bald festgestellL Glas;1.25RM in Apoth.u.Drog. Jüng. Verkäuferin für ganze Tage gesucht PARFÜMERIE DOLL Marktstraße 28. 4740A Dienstag, 18. Xovember 18.30—22 Uhr 4702V 12.Dienstagmiete u. Halbmiete B Monika Operette von Hennecke /Dostal. Preise von 0.90 bis 3.60 RM. Lazaretten die Dolksmusikgruppe Gambach zu Gast. Unter Leitung von Lehrer Lahm, welcher sich um eine Schulgruppe die größte Mühe gibt, wurde ein chönes Jnstrumentalkonzert gegeben. Herr W e n - z e 1 bot verschiedene Soli, auch ein Schüler er- reute mit seinen Lylophonsoli. Die Verwundeten dankten mit regem Beifall. — Am Sonntag hatte die NSKOV.-Abteilung in Wieseck Verwundete aus hiesigen Lazaretten zu einem Nachmittagskaffee ein« geladen. Der Abteilungsführer Weller begrüßte die Gäste, die sich bei der angeregten Unterhaltung wohlfühlten. Die schön verbrachten Stunden werden jedem in Erinnerung bleiben. Auch Kindermäotel auf Punktvorgriff. Erleichterungen in der Verdunkelung det Kraftfahrzeuge Im Reichsgesetzblatt Teil I 3lr. 129 werden we- sentliche Erleichterungen in der Verdunkelung der Kraftfahrzeuge bekanntgegeben. Danach tritt die Vorschrift über das Entfernen der Glühlampen für das Fern- und Abblendlicht aus den Hauptscheinwerfern der mit einem Tarnscheinwerfer ausgerüsteten Kraftfahrzeuge bis auf weiteres außer Kraft. Außerhalb geschloffener Ortschaften darf bis auf weiteres auch das Fern- oder Abblendlicht der schlitzförmig abgedeckten Hauptscheinwerfer mit oder ohne Tarnscheinwerfer zur Beleuchtung der Fahrbahn benutzt werden, jedoch ist die Fahrbahnbeleuchtung während des Fliegeralarms auf die Tarngeräte (Tarnscheinwerfer oder Tarnblenden) zu beschränken. Innerhalb geschlossener Ortschaften verbleibt es bei den bisherigen Vorschriften, wonach nur die Tarngeräte und, soweit solche nicht vorhanden, nur vas Abblendlicht zur Beleuchtung der Fahrbahn benutzt werden dürfen. Während des Fliegeralarms ntup fen die Kraftfahrzeuge innerhalb geschloffener Ortschaften abgestellt werden, außerhalb geschlossener Ortschaften nur bei unmittelbar drohendem Luftangriff: Fernlicht, Abblendlicht und Tarnscheinwerfer sind bei Abstellung des Fahrzeugs abzuschalten. Oie Luftschutz-Hausapotheke im Ernstfall. Die Luftschutz-Hausapotheke ist genau so wichtig wie die Luftschutz-Handspritze. Beide müssen jederzeit griffbereit und gebrauchsfähig fein. Man kontrolliere deshalb von Zeit zu Zeit, ob der Inhalt der Apotheke in jeder Hinsicht einwandfrei ist. Falls notig, find Neuanschaffungen sogleich vorzunehmen. Bor allem ist auch zu beachten, daß die Luftschutz-Haus- Wer richtet MiMiWe MWItW ein (nebenberuflich)? Schriftl. Angeb. u. 4746V an o. Gieß. Anz. ging es durch unsere Vorortgemeinde Wieseck zum Hangelstein aufwärts. Der Aufstieg kostete manchen Schweißtropfen, was aber durch die Aussicht ins Bufeckertal wettgemacht wurde. Durch das Ntaur- fchutzqebiet des Hangelstein kamen wir zum Basalt- steinbruch mit dem von dieser Stelle aus einzigartigen herrlichen Blick ins Gießener Hinterlano. Gleiberg, Vetzberg und weiter zurück Dimsberg, Altenberg und Stoppelberg lagen vor uns Dann wanderten wir an der Teufelskanzel vorbei zum Lollarer Kopf. Don hier aus ergab sich der Mons Ausblick ins Lumdatal mit feiner Burgruine Nordeck. Nunmehr ging es abwärts, und bald lagen Staufenberg und Has Endziel Lollar vor uns. Nach einer gemütlichen Schlußrast brachte uns die Bahn nach Gießen zurück. Aus der engeren Heimat. Oiamantene Hochzeit in Watzenborn-Steinberg. △ Watzenborn-Steinberg, 18. Nov. Am kommenden Donnerstag, 20. November, feiern die Eheleute Johann Konrad Brücke! und Frau Katharine, geb. Fett, wohnhaft in Watzenborn- Steinberg, Gießener Straße, das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Der Jubilar ist 83, seine Ehefrau 82 Jahre alt. Beide sind körperlich und geistig noch sehr regsam und können auf em arbeitsreiches Leben zurückblicken. Noch heute sind beide in der Landwirtschaft ihres Sohnes tätig. Dem Jubelpaar gelten unsere herzlichen Gluck- Am Mittwoch und Freitag voriger Woche veran- taltete die Iungmädelspielschar des BDM. unter Leitung der BDM.-Führerin S t a n d f u ß in zwei Lazaretten ein Konzert. Flöten, Geigen, Gesang und Rezitation wirkten mit, den Herbst zu verherrlichen. Den Abschluß bildete eine Herbst-Kantate. Für die gut durchgeführte Veranstaltung dankten die Verwundeten mit reichem Beifall. — Am Mittwoch und Donnerstag bot KdF. in zwei Lazaretten eine Vortragsfolge unter dem Motto „Dom Abschiednehmen und vom Wiederfinden". Gisela Sott am Klavier, Elfte Bruck (Violine) und Henny Schmitt (Sopran) trugen eine Folge herbstlicher Lieder von Schumann, Reger, Chopin, Grieg, Beethoven und Brahms vor. Der Gefreite Alwin R ü f f e r als Sprecher flocht die paffenden Worte von Hugo Wolf, H. Lerfch, Fr. Hebbel, Freiherr v. Münchhausen em. Es war eine besinnliche, schön zusammengestellte Veranstaltung, von Künstlerinnen und Rezitator gut durchgefuhrt, die reichen Beifall fand. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Meirich in Lauterbach spendeten in der vorigen Woche die Frauenschaften inMrtorf und Ober-Gleen eine große Zahl Kuchen. Die Ortsfrauenschaft Kirtorf hatte noch eine Menge Gemüsekonserven beigegeben. In einer kurzen Kaffeepause konnten die abholenden Verwundeten mit den Ueberbringerinnen sich unterhalten. Die Spende wurde den hiesigen Lazaretten überbracht. — Am vorgestrigen Sonntag veranstaltete der Bauersche Gesangverein in Gießen unter der Stabführung feines Chormeisters, Musiklehrer Blaß, ein gut gelungenes Konzert in einem Lazarett. Volks- und Soldatenlieder von Geilsdorf, Sil- cher, Kreutzer, Döring usw. kamen zu bekannt gutem Dorttag. Musiklehrer Dietrich fang zur Bereicherung der Vortragsfolge Lieder für Tenor von Brahms, Schumann, Bohm, Kroß und Dostal. Der Die Bestimmung, daß Männer- und Frauen- mäntel über die Kartenstelle auf Vorgriff gekauft werden können, ist jetzt auch auf Wintermäntel für Knaben und Mädchen ausgedehnt worden. Ein Knabenwmtermantel, der 50 Punkte kostet, und em Mädchenwintermantel, der 37 Punkte erfordert, kann also jetzt schon gekauft werden, obwohl auf der Karte nur 20 Punkte frei sind. Voraussetzung dafür ist aber die Ausstellung eines Bezugscheins durch die Kartenstelle. Wird der Bezugschein bewilligt, trennt die Kartenstelle die volle Punktzahl von der Kleiderkarte ab, also 50 bzw. 37 Punkte. Der getragene Kindermantel braucht nicht abgegeben zu werden, während bekanntlich Erwachsene ihren alten Wintermantel abliefern müssen, wenn sie einen Bezugschein bekommen wollen. Oberhessischer Gebirgsverein in Gießen Der Zweigoerein Gießen des Oberhessischen Gebirgsvereins unternahm am Sonntag seine November-Wanderung, an der eine stattliche Anzahl Wanderfreunde teilnahm. Der Weg führte durch den Bergwerkswald an der Theodorsruhe vorbei nach Steinberg und von dort nach Grüningen. Hier wurde Mittagsrast gehalten und eine kräftige Suppe ver- zehrt. Vom Wartberg aus erfreute man sich dann an dem schönen und weithin reichenden Blick auf die Landschaft, Am Nachmittag ging es weiter über den Pfahlgraben auf guter Straße nach Lang-Göns, von wo nach der Schlußrast die Heimfahrt'nach Gießen angetreten wurde. * - DHC -Zweigverein Gießen. Weihnacktssendungen für Sodatenl In Nordnorwegen und Finnland. Nach endgültiger Regelung gelten für Weihnachts- fenöungen an deutsche Soldaten in Nordnorwegen und Finnland folgende Bestimmungen: Feldpost- fenbungen (Briefe und Päckchen bis 1000 Gramm) nach Nokdnorweaen und Finnland können sofort und müssen bis s p ä t e st e n s 1. Dezember bei den Postanstalten aufgeliefert sein, lieber die Absendung von Weihnachtspaketen erhalten die Angehörigen deutscher Soldaten in Nordnorwegen und Finnland von diesen genaue Benachrichtigung. Diese müssen sie abwarten. Die auf Grund dieser Mitteilung von ihnen gepackten Pakete müssen bis fpä- testens 25. November bei den Postanftalten eingeliefert fein. Feldpostpäckchen für Weihnachten. Feldpostpäckchen für das Weihnachtsfest müssen bis s p ä t e st e n s 1. Dezember bei den Postdienststellen eingeliefert sein, wenn sie rechtzeitig zu den Empfängern gelangen sollen. Es ist Zweckmäßig, sie m ö g l i ch st bald abzusenden. Gute Verpackung ist notwendig; Hohlräume in Päckchen müssen mit Papier oder Holzwolle ausgefüllt werden. Von der Versendung leicht verderblicher Waren wird dringend abgeraten. Der Versand feuergefährlicher Gegenstände, wie Streichhölzer, Benzinfeuerzeuge usw., ist verboten. Oie Anschrift auf Feldpostpäckchen. Feldpostpäckchen werden vielfach sowohl auf der Anschriftseite als auch auf der Rückseite mit je einer Anschrift des Empfängers versehen. Bei Nach- ob