(9b Jahrgang Nr. 248 Lrlcveml täglich außer Sonntage und feiertags Beilagen: Gießener Famllienblätter Heimat unBild-DieScholle BezugSvrerS: Monatlich......RM1.80 Luftellgebühr... „ -.25 auck bei 'Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt tzernivrechanschluk 2251 Dmhtanichritt.„Anzeiger" Postscheck 11686 fVrantf j M. Samstag, (8. Sonntag, 19. ©ffober i94l Siebener Anzeiger Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/.Uhr des Barmittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 9töf. ie mm bei 70 mm Heilend reite Nachlässe: Wiederholung Malstassell Abschlüsse Mengemtaffel 8 Platzoorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr vrühlschellniVerMStrdnlckereiS. La»ge General-Anzeiger füt Oberhessen ^•litni'seellraM Bomben aus fliehende Sowjetschiffe im Seegebiet von Odessa. Sechs Handelsschiffe mit etwa 30000 BRT. versenkt. - Verfolgung zwischen Asowschem Meer und Oonez. — Bomben auf Moskau und Leningrad. Oer Wehrmachiberichi. DTCB. Aus dem Führerhauplquarller, 17. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unter dem Oberbefehl des Staatsführers von Rumänien, Marschall Antonescu, hat eine rumänische Armee, geführt von Korpsgeneral Iacobici und unterstützt von wenigen Son« »erverban-den des deutschen Heeres omb der d e utfchen Luftwaffe, am 16. Ok- lober Stadt und Hafen Odessa genommen. Damit wurden die leit zwei Monaten andauernden Kämpfe gegen den in tiefgegliederten Feldstellungen sor Odessa haltenden Gegner siegreich zum Ab- chluh gebracht. Die Beute ist noch nicht zu über- ielsfchiffe mit zusammen etwa 30000 BRT. A ch t weitere große Schiffe wurden schwer getroffen, ein sowjetisches Schnellboot vernichtet. Zwischen Asowschem Meer und D o n e z wird die Verfolgung des geschlagenen Feindes durch deutsche, italienische, ungarische und slowakische Truppen fortgesetzt. 3m Vordabschnitt der O st front nahmen Verbände der spanischen Legion erfolgreich an den Kämpfen teil. 3m übrigen verlaufen die Operationen im Osten planmäßig. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich am gestrigen Tage und in der letzten Nacht gegen kriegswichtige Anlagen in Moskau. Auch L e - ulngrad wurde in der Nacht zum 17. Oktober erneut bombardiert. Vor der Humber-Mündung und westlich der Scilly-3useln wurden ein großes Handelsschiff und ein weiteres Schiff von 1500 BRT. durch Bombenwurf versenkt. An der englischen Südost- und Westküste belegten Kampfflugzeuge Hafenanlagen des Feindes mit Bomben. Einige britische Bomber warfen in der letzten Nacht in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. 3n einigen Orten entstanden unerhebliche Schäden. Ein feindliches Flugzeug wurde abge- schosseu. Die berühmte Melieu-Terraffe in Odessa. LL Einer der charakteristischen Punkte der großen Hafenstadt Odessa. — (Scherl-Archiv-M.) Odessa. Nach zweimonatigen schweren Kamp en um die wichtigste sowjetische Schwarzmeerhafenstadt Odessa 1t es der tapferen rumänischen Armee Antones- :u5 gelungen, den verzweifelten Widerstand der Bolschewisten, den sie in tiefgegliederten Feldstel- ismgen vor Odessa leisteten, zu brechen und gemeinem mit Sonderoerbänden des deutschen Heeres und ter deutschen Luftwaffe am. Spätnachmittag des Donnerstag in die schwer durch die Kämpfe mitge= lommene Stadt einzurücken. Wieder einmal haben 'ich Sowjets und Briten als schlechte Propheten 'Nviesen, sie hatten behauptet, daß kein feindlicher Soldat als Eroberer in die Stadt eindringen wurde. Oeute weht als verdienter Lohn für heldenmütige Tapferkeit die rumänische Kriegsflagge über Odessa. 5s ist verständlich, daß die Sowjets, nachdem Ihnen durch blitzschnelles Zupacken deutscher Kamps- Verbände der wichtige Hafen Nikolajew an der Zug-Mündung vor rund zwei Monckten entrissen worden war, alles daransetzten, um Odessa zu hai- Deutschland kommandiert. Später wurde er Leyrer der Kriegsakademie, Regimentskommandeur und Abteilungschef im General- stab. 1939 wurde er Kommandeur der Gendarmerie der Kwantungarmee und zwei Jahre später Chef des Generalstabes der Kwantungarmee. 1938/39 war Tojo stellvertretender Kriegsminister, anschließend Inspekteur der Militärluftfahrt. Seit Juli 1940 amtierte General Tojo als Kriegsminister im zweiten und dritten Konoye-Kabinett. In ihren Kommentaren zu Konoyes Rücktrttt drücken die Blätter das Bedauern aus, daß in einer ernsten außenpolitischen Situation die Krise unvermeidlich geworden sei, um dann zu betonen, daß nun unbedingt ein starkes, einiges und aktionsfähiges Kabinett geschaffen werden müsse. „Nicht Nichi" führt aus: „Japan steht einer ernsten Zeit gegenüber, in der jede Anstrengung für die rasche Herstellung einer kriegst; ereilen Struktur erforderlich ist. Daher ist es natürlich, daß der Wunsch nach Bildung eines stärkstmoglichen Kabinetts besteht." Das Blatt fügt hinzu, daß die Beziehungen Japans zu dem Ausland so kritisch seien wie noch nie und folgert daraus, daß der Zustand der Uneinigkeit innerhalb des Kabinetts keine 24 Stunden dauern dürfe. Gleichzeitm tritt „Nichi Nichi" den anglo-nord- amerikanifchen Versuchen entgegen, die Krisis auszunutzen, um eine Entfremdung zwischen Japan und den Achsenmächten herbeizuführen. Das werde nur zu einer noch kräftigeren und aufrichtigeren Zusammenarbeit mit den Achsenmächten führen. „Japan steht am Scheidewege zwischen Aufstieg und Fall" schließt das Blatt. Auch der Armeekreisen nahestehende „Kokumin Shimbun" sagt, daß die Lage nach außen und innen zunehmend bedenklich geworden sei. Das Blatt weist besonders hin auf den zeitlichen Zusammenhang der Japan bedrohenden Verlegung des Schwerpunktes des Sowjet-Regimes nach dem Osten mit den Besttebungen der ABCD-Front, auf Japan einen Druck auszuüben. „Das wesentliche Erfordernis für Japan ist heute ein starkes, einiges Kriegskabinett." „Asahi Shimbun" fordert, daß das nächste Kabinett von einem Manne geführt werde, der an die Aufgabe der Schaffung der nationalen Einheit gläubig und opferbereit herangeh. Aus Aeußerungen des scheidenden Außenministers T o y o d a schließt man, daß er nicht nur vorübergehend, sondern überhaupt aus dem Kabinett auszuscheiden gedenkt. petains Llrteilssprnch über die Kriegsveranttvortlichen. Vichy, 17. Okt. (Europapreß.) Marschall P e - ta in hat im Rundfunk eine Ansprache gehalten, in der er sagte: „Franzosen! Der aus hervorragenden alten Frontsoldaten und aus Männern zusammengesetzte Politische Rat hat sich einstimmig dahin geäußert, daß die Inhaftierung in einer F e st u n g auf Daladier, Leon Blum und General G a m e i i n angewendet werden soll. Diese Bestrafung ist die schärfste, die in dem konstitutionellen Akt Nummer 7 vorgesehen ist. Ich ordne daher die Feschaltung dieser drei Personen im Fort von Pourtalet an. Bezüglich Guy I a Chambre und des Generalkontrölleurs I a c o - m e t, deren Verantwortung weniger schwer scheint, war die Meinung des Rates abweichend. Guy la Chambre und Iacomet bleiben daher in Bourrafsol inhaftiert. Der Politische Rat hat mich aber auch gebeten, die juristische Funktion von Uebergriffen durch die politische Gewalt zu schützen. Die Achtung vor der Trennung der Gewalten bildet einen Teil unseres Rechtes. Infolgedessen bleibt der G e - richtshof von Riom zuständig. Die für unsere Niederlage verantwortlich aemachten Vorwürfe erscheinen tatsächlich derart schwer, daß sie nicht durch einfache politische Sanktionen gerichtet werden können. Was schließlich Paul Reynaud und George Mandel betrifft, die vor dem Gerichtshof von Riom Gegenstand einer ersten Untersuchung gewesen sind, so war jd? der Ansicht, daß die schwerwiegenden Vorwürfe, die auf ihnen lasten, ab sofort ihre Inhaftierung in einer Festuna rechtfertigen. Ein Land, das sich verraten fühlt, hat ein Anrecht auf die volle Wahrheit. Das Urteil, das den Prozeß von Riom ab» schließen wird, wird die Personen, aber auch die Methoden, die Sitten und das Regime treffen. Es wird keine Berufung geben. Es wird den Schlußpunkt einer der schmerzlichsten Epochen im Leben Frankreichs bilden. Darum habe ich den Justiz- minister gebeten, einen schnelleren Ablauf der Verhandlungen vor dem Gerichtshof von Riom zu sichern. Ohne Zweifel hätte ein einfacher Ablauf der gerichtlichen Prozedur mich dazu verführt, den konstitutionellen Akt Nummer 7 nicht anzuwenden, da ja die Hauptoerantwortlichen, die heute eine erste Bestrafung erleiden, am Schlüsse dieses Prozesses die Strafe ebenfalls in eine gerichtliche Strafe verwandelt sehen werden. Aber ich habe gespürt, daß die juristische Prozedur mit chrer Vorsicht und Langsamkeit das Unbehagen im Lande verstärkte. Dieses Unbehagen wollte ich durch meine heutige schwerwiegende Entscheidung erleichtern. Ich gebe Ihnen damit die Gewißheit, daß, wenn Sie auch verraten worden sind, Sie nicht mehr betrogen werden. Erhalten Sie mir Ihr Vertrauen, bewahren Sie mir Ihren Glauben in die Bestimmung unseres Landes." Linken sich in heftigster Kritik und in der Erörterung der phantastischsten Jnvasionspläne in Frankreich, Italien ober Libyen Luft machte, deshalb fah sich auch wohl der Führer der ßabourpartei im Unter- Hause, Staatsminister A11lee, zu der Erklärung bewogen, daß die Regierung die Sorge der britischen Oeffentlichkeit über die Entwicklung im Osten teile, nicht nur aus Snmpathie für die Sowjets, sondern auch aus der Ueberzeugung, daß die Erhaltung der sowjetischen Streitkraft unerläßlich für den britischen Krieg sei. Damit ist auch auf britischer Seite von jemandem, der als Mitglied des britischen Kriegskabinetts es am besten wissen muß, ohne alle Umschweife zugegeben worden, welche wesentliche Rolle das Kriegspotential der Sowjets in den Berechnungen der britischen Kriegführung gespielt hat, das gleiche, das heute unter den harten Schlägen der deutschen Wehrmacht seiner völligen Auflösung entgegengeht. Der britische Regierungsoptimismus, der freilich der britischen Oeffentlichkeit schon lange auf die Nerven ging, hat sich nun also zu einem wertvollen Eingeständnis durchgerungen. Die britische Rechnung mit den Riesenmassen der Sowjetheere und der gigantischen Aus- rüstung mit modernstem Kriegsgerät ist nicht aufgegangen. Englands stärkster und letzter Festlandsdegen liegt zerbrochen am Boden. Auch er hat so wenig wie der französische gehalten, was man in London sich von ihm versprach. Wie immer sich auch nach den letzten großen Entscheidungsschlachten der Feldzug im Osten weiter entwickeln mag, auch die letzten aus der Verzweiflung geborenen Anstrengungen, dem Kamps noch eine Wendung zu ihren Gunsten zu geben, werden den Sowjets nichts nützen, lieber sie ist der Stab gebrochen. Der britische Verbündete hat sie in seinem Herzen als vollwertige Kriegsmacht bereits endgültig abgeschrieben und sinnt schon über den Einsatz der Reste b'er Sowjetarmeen als Hilfskräfte an einer neuen Front nach. Das war das Schicksal aller Verbündeten Britanniens. Aber wiederum ersteht vor den Kriegsmackem in London die Frage, wie sie ihren Krieg weiter- führen sollen. Noch bleibt die Hoffnung auf Roosevelt und die amerikanischen Lieferungen, die zwar zu spät kamen, um den Sowjets zu gestatten, auch nur einen Tag länger Widerstand zu leisten, die aber den Engländern die Schlacht im Atlantik und den Kampf um die Insel gewinnen helfen sollen. Aber es gibt selbst in England schon Leute, die „Was hattest du eigentlich vor?" fragte Karin, als sie Günther mit einem maßlos traurigen Gesicht über den Motor gebeugt stehen sieht. Hinter der aufgeflappten Haube klingt das helle Hämmern. Aber eine Antwort bekommt sie nicht. Sie kann verstehen, daß er schweigt. Was sie jetzt mit ihm erlebt, ist eine Niederlage. Ein Mensch wie Günther läßt nicht gern in sich hineinsehen. Das weiß sie und deshalb geht sie langsam in den Busch hinein. Sie kann ihm weder am Wagen eine Hilfe fein, noch wird sie ihn aufrichten können, weil im Augenblick viel zu viel Trotz in ihm ist. Unendlich hoch spannt sich der Himmel über die endlose Wüste. Irgendwo gehen, sie ineinander über, verschwimmend am Rand eines violetten Schattens, der sich in die Ewigkeit verliert. Nichts ist da als eine grenzenlose Verlorenheit, in der man nicht mehr ist, als was der Stand oder jeder Baum bedeutet. Schritt für Schritt geht sie weiter, als müsse sie sich über irgend etwas klar werden. Sie hört ihn noch einige Zeit am Wagen hämmern und klopfen und wartet, bis er sie ruft. Aus dem Busch weht heiß die Luft, die schattenlos über den Sand gestrichen war. Karin hat das Gefühl, als wäre sie zum erstenmal in dieser Einsamkeit. Tot scheint alles zu sein, ausgestorben und verbrannt von der Glut. Nachdenklich setzt sie sich auf einen uralten, von Wind und Sand zerfressenen Sttunk eines Tamaxiskenbaumes, ohne Rücksicht darauf, ob ihr schönes weißes Kleid darunter leidet ober nicht. Das Gespräch mit ihrem Vater, die oberflächliche Unterhaltung mit den jungen Menschen auf dem Merckhof, der Zwischenfall jetzt, der sie zwingt, mit Günther allein zu sein, Minuten zu verleben, die zu nichts führen, all das geht ihr durch den Sinn. Soll ... nein, darf sie nachgeben? Muß nicht vielmehr jeder Mensch den Weg gehen, dessen Richtung und Ziel aus seinem Innersten heraus bestimmt wird? Muß sie ihre Liebe zu ihrem Beruf, ihre Leidenschaft für die Geheimnisse des Lebens, denen die Wissenschaft durch die Bakteriologie beizukommen trachtet, begraben, weil andere wollen, daß sie heiratet? Ja, darf man denn das, ohne einen Verrat zu begehen an sich selbst? Darüber wird sie sich wohl klar werden müssen in diesen Tagen. Aus all dem, was sich heute zwischen ihr und Günther abspielte, von ihm aus mit robuster Naturhastigkeit und reichlicher Betonung seines Jchs, von ihr in abwartender Haltung und doch mädchenhafter Bereitschaft ausgenommen, hat sich noch nicht jene kristallklare Entscheidung entwickelt, die ihr das Ja ober Nein erleichtert hätte. Mit einem Blick, als erhoffe sie etwas von ber Ferne, schaut sie auf. Aber wie von einem Blitz gerührt, fühlt sie eine jähe furchtbare Angst in sich auffteiaen; das Blut hämmert wild in den Schläfen. Mit weitaufgerissenen Augen starrt sie in bas Steppengras, über dem sich langsam, immer wieder sichernd, den majestätischen Kops vorgestreckt, der gewaltige Leib eines Riesenlöwen auf sie zu bewegt. Zentnerschwere Gewichte hängen an ihren Füßen, ihre Arme sind wie gelähmt, die Hände liegen verkrampft auf den «Schenkeln, lieber ihr Gehirn senkt sich plötzlich ein Vorhang, hinter dem verzerrt, ins Uebernatürlidje vergrößert, bas Tier sich zum Sprung duckt, die Dorderpranken wild fauchend in die Luft schlägt. Ein Schrei schlägt gellend an ihr Ohr. Sie weiß nicht einmal, ob sie ihn ausgestoßen hat oder ob er vom Himmel herabfiel. Als müsse sie sich vor ihrem Schlag schützen, wirft sie den Oberkörper vor und kauert sich ganz zusammen. In ber gleichen Sekunbe zersplittert bie unheimliche Stille von einem Knall, als zerberste bie Welt. Dann ist es ganz buntel in ihr. Mit langen Sätzen springt Günther auf sie zu, nachdem er mit unfehlbarer Sicherheit den Löwen mitten im Anlauf erlegte. Zufällig hat er hochgeblickt, hat Karin auf dem morschen Holz sitzen sehen, sich ein wenig gewundert, daß sie keinen besseren Platz ausgesucht hat, und schaute sich in ber Nunbe um. Durch bie hohen Gräser, verdeckt noch durch einen am Boden kriechenden Busch, sah er den Löwen auf Karin zuschleichen. Wie gut, daß er niemals ohne seinen Karabiner fährt, der außen an ber Tür festgemacht ist. In blitzschneller Heben legung, aber jebes Geräusch oermeibenb, riß er bie Büchse aus ben Haltespangen und schoß das drohenbe Tier nieber. fürchten, es werbe vielleicht einst ben Engländern mit den amerikanischen Lieferungen so gehen, wie es heute den Sowjets gegangen ist. So mahnt ein großes englisches Blatt, bie „Daily Mail", feine Leser, endlich aufzuhören, auf Wunderlieferungsn aus ben Vereinigten Staaten zu hoffen. Bald werde ber Zeitpunkt kommen, da England möglicherweise auf sich selb st angewiesen sein werde. Des Blatt denkt wohl an d e Methoden aller Erpresser, die ihr Opfer in dem Augenblick fallen Iaffen, wo nichts mehr aus ihm herauszuholen ist. Roosevelt hat auf eine Frage im Senat, wie sich England eigentlich bie Rückzahlung ber gewaltigen Schulden aus bem Leih- und Pachtgesetz denke, geantroorlet, daß darüber ein Plan in London vorgelegt worden sei. Was man darüber hört, entsprecht durchaus der Verquickung von Politik und Geschäft, ber bie Pankees ihre größten Erfolge zu verdanken haben. Die Engländer sollen den USA. alle ihre Stutz, punkte zwischen Gibraltar und Singapur zu gleich, berechtigter Benutzung öffnen und dies Kondominium soll auch über ben Krieg hinaus in Kraft bleiben. Die Engländer sollen aber auch auf ihre Vorzugszollbehanblung bes Warenaustausckes innerhalb bes Empire verzichten, eine Wirtschaft- und Zollunion zwischen ben USA. und dem Empire soll vielmehr der amerikanischen Industrie die Märkte des Empire öffnen. So wird England ausgepreßt wie eine Zitrone, Roosevelt begnügt sich nicht mit dem Testament, er will England schon bei Lebzeiten beerben, weil er einem britischen Sieg mißtraut und sich deshalb rechtzeitig ben überseeischen Besitz Britanniens sichern mochte. Das ist bas wahre Gesicht von Englands letztem Verbün- beten und man begreift bie Warnung ber „Daily Ist 1( Dr. Fr. W. Lange. Festlanbsbegen. baß islol hnär Mail", auf feine Hilfe nicht allzu große Hoffnungen zu fetzen. Er könnte im gegebenen Augenblick her gleiche Versager werben, wie Englanbs europäische ;unb tnM irdfc 'hall to ° : deich O N jknte! N wh i ßn« rplitte half taten1 W Men WB Mßerc Wchn Ai habe W-en Whani BS: hab« Ilddje »bes »Nicht ein einziger Panzerwagen.'' Lissabon, 18. Okt. (Europapreß.) „Nicht ein einzige r-nordamerikanischerPon- 3 e r n) a g en hat England bis zum 1. September dieses Jahres erreicht." Diesen Ausspruch des norb. amerikanischen Senators Bird macht „Daily Mail" zum Anlaß, über bie nordamerikanische Hilfe cti England zu schreiben: Die Nordamerikaner feien in der Panzerwagenproduktion ft art zurück und hätten am 15. Juli selbst nur 123 leicht^ einen mittelschweren und keinen schweren Panzerwagen besessen. Als Grund für die unzureichend Rüstungsproduktion in den USA. werden angeführt Streiks, Streikdrohungen und Materialmangel. Zum Schluß wird darauf hingewiesei, die englisch-nordamerikanische Hilfe für bie Sowjetunion fei gleich Null. Die wenigen Sendungen müßten sogar eingestellt werden, roetn sich bie Lage im Pazifik zuspitzt. „Das britische Talk muß sich, bevor es zu spät ist, oergegenroärtige'i die Sowjetunion England nicht retten toirb4 Oer frühere Schah von Iran nach Mauritius geschickt. Stockholm, 17. Okt. (DNB.) Amtlich wird in London bekanntgegeben, daß es „infolge dcr Kriegslage" wünschenswert erschienen ist, daß fiif) der 'Exschah von Iran zeitweilig nach Mauritiis begibt, wo er bereits eingetroffen ist. Derjenige, bet sein Volk vor dem britischen Einfall schützen wollte, fWi Nn Bii Mm hi LS Bti Jen Hnöin f.ldfli P Po plbt R* Met1 PN [No Ni Nf I igen Mü :ient üie ( -.olle Mgeti Wh wii [fr m: frih [fr de Mts 1 ""it. \WM rPt Hui Rtn Ml Msür fch kfr v MA ■Nei ■Mn Verbände ber italienischen Luftwaffe bombardier« ten den Flottenstützpunkt von La Valetta. Feindlich« Flugzeuge führten einen Angriff auf Neapel durch. Es wurden einige Wohnhäuser getroffen, wobei, zwölf Personen getötet und 37 verletzt wurden. Di« Abwurf von Brandbomben löste in ber Stadt au Karin ist langsam vom Baumstumpf herunter- geglitten. Dann spürt sie noch, wie zwei starke 2Inrt sie hochheben; sie fühlt ein leichtes Schweben, ein« unheimliche Stille und Geborgenheit, ohne zu wissen woher sie kommt. Ihr ist, als sei sie in einer Narkose, bie wie ein Meer vor einem liegt, über das mal ohne alle Schwere hinschreiten kann. Wunderschön ist dieses Gleiten, das willenlose Vorwärtsschieben der Füße. Vielleicht geht es in die Ewigkeit, inj Endlose. Günther hckt Karin in den Wagen zurückgetrageitt und hat sie dort behutsam abgesetzt. Sie ist schrecklihl blaß, und er denkt, es wird wohl nur eine Ohr« macht fein, als ihn eine plötzlich erwachte Jagdleidenschaft in den Busch hineintreibt. Langsoin nähert er sich dem toten Tier, schaut suchend die Gegend ab, das entsicherte Gewehr halb im 2lr*| schlag. Wenn sich ber Löwe so weit vorwagte, muß ihn ber Hunger getrieben haben, muß bie Löwin hinter ihm her sein in seiner Spur. Ein Baumstumpf gittj ihm den Blick in die Steppe frei ... in weiten Sprüngen setzt in der Ferne die gelbe Katze al), | jagt aufgescheucht in den schützenden Busch zurück. Erst nachdem Günther aus reiner Lust und iin j Aufprall feiner geweckten und unbefriedigten Jagd' 4 gefühle einen völlig zwecklosen Schuß abgegeben hat, | kehrt er an den Wagen zurück, lieber den Abschah | des Löwen hat er das Autorennen und feine | Niederlage völlig vergessen. Er kann es noch gar] nicht begreifen, daß ihn ber Zufall so überreich 4 entschädigte. In aufwallenber Freude und jähen i Glück legt er feine Hand zitternd auf Karins Amu 1 Im gleichen Augenblick knirschen die Bremsen eines] Wagens in der Nähe. Die von Escherich ausgc schickten Freunde springen mit erhitzten Gesichtern] und ängsllich glühenden Augen über den Sand auf i ihn zu und rütteln ihn aus seiner Versunkenheit. „Was machst du denn da?" brüllt ihn Heini | Wengeroth an. „Bist du wahnsinnnig, uns uid ber ganzen Geburtstagsgesellschaft einen solche« Schrecken einzujagen?" Günther zeigt, ohne ein Wort zu sagen, in den Busch hinein und macht die Bewegung des Schie' ßens. (Fortsetzung folgt) wird jetzt von den „Befreiern" nach Mauritius, eine 500 Meilen östlich Madagaskar gelegene, durch verheerende Orkane berüchtigte Insel im südinbischenH Ozean geschickt. Reuter begründet diese Verschickur^ folgendermaßen: „Obgleich keineswegs die Rede davon ist, den Schah als Gefangenen zu behandeln, so bestanden angesichts der Umstände, die zu seiner Abdankung führten, doch offensichtliche Einwendur- gen gegen die Gewährung vollständiger Bewegungsfreiheit." Reuter meint unverfroren, daß das Klima au*f Mauritius hervorragend fei und nennt all weiteren Grund* für die Wahl dieser Insel, daß s « „weit von Schauplätzen des Konflikts entfernt fei', woraus ^rvorgeht, in welcher Sorge man in London ist, Wß der Schah wieder in feinem ßanti auftauchen konnte. Kleine politische Nachrichten. Im Mittelmeer wurde ein weiteres U-Boot von einem, italienischen Torpedoboot versenkt. /Essen) den R o b e r t - S ch u m a n n preis und der ostmärkische Dramatiker ?- vyiurvuiuge lumieii jcd1 u,t- ar„ iitherrenbundes der deutschen Studenten ln ^tn- N"sf genommen werden. _________ Oer Kessel von jasma Von Kriegsberichter Bert Nägele. Nach einer Meldung des englischen Nachrichten- siajor Butt, in Großbritannien eingetroffen. cherPa Bir haben erklärt, daß wir stolz au r • wir stolz auf die Studenten sind, die ?, durch M D. S. höchste Krönung. von Passau" ihre Uraufführung erlebt hatte. Hexe ung, in Mer« Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! OSRAM Lm hichte im der Beisein Reichs- Führer und verlieh auf Heeres das des Dr. 25 Watt/220 Volt! Die gewünschte Lichtmenge erhalten Sie also am wirtschaftlichsten durch stärkere Osram-D- Lampen. Verwenden Sie deshalb stets Osram-D-Lampen richtiger Wattstärke, je nach dem Beleuchtungszweck. 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Todestag Philipp Franz von Sie« bolds, der in niederländischen Diensten lange Zeit — von 1823 bis 1830 und von 1859 bis 1861 r~ mit großem Erfolg in Japan wirkte, erinnert uns an den ungeahnten Aufstieg Japans im vorigen Jahrhundert zur Weltmacht, der für viele Europäer noch heute ein undurchschaubares Geheimnis ist. Doch Japan hat heute seinen festen Platz und Rang in der Welt, der besonders dem Europäer der Gegenwart nicht fremd sein sollte. Zu der Erringung dieses Platzes hat den Japanern nicht etwa eine bloße Nachahmung abendländischer Beispiele verhalfen wie viele oberfläch- liche Betrachter glauben, sondern die hohe Kunst, durch regsame, fruchtbare Aufgeschlossenheit fremde Vorbilder und Lehren dem eigenen Geistesgut artgemäß anzugleichen. Denn trotz der Aufnahme abendländischen Gedankengutes blieb auf allen Lebensgebieten das völkische Gesicht Japans gewahrt. Zu den großen Lehrmeistern und Vorbildern, die die Japaner auf wissenschaftlichem, besonders naturwissenschaftlichem und hier wiederum vor allem medizinischem Gebiet hatten, gehört nicht zuletzt Franz von Siebold. Bei ihm trafen aufs glücklichste zwei Elemente Zusammen, die seinen großen Erfolg in Japan mitbestimmten: der regsame, aufgeschlossene deutsche Geist verbunden mit der Leistung deutscher Wissenschaft und Forschung, und die pragische Erfahrung um Weltweite, Uebersee und koloniales Wissen. So wirkte er jahrelang an der niederländischen Faktorei in Deima, erlangte den Charakter eines Generals der niederländisch-indischen Armee und unterrichtete in Nagasaki die kaiserlich japanischen Aerzte. Seine reichen Erfahrungen und die Quintessenz seiner Japanforschungen legte er nach seiner Rückkehr von Uebersee während einer langjährigen Professur in Leiden in einem umfassenden Werk schriftlich nieder. In Leiden wurde 1932 anläßlich der 100. Wieder-Lehr der Ankunft seiner kostbaren japanischen Sammlungen im Rahmen Oas Ritterkreuz. Berlin, 17. Oktober. (DNB.) Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Vorschlag des Oberbefehlshabers des Reichsminister Dr. Goebbels empfing des Leiters des Hauptamtes Kultur in bombiiiM' Neapel R offen, wurdeirv ,er W schildes durch Reichswirtschaftsminister Funk stand. Wenn der Staat einen Unternehmer in der Weise ehrt, so führte Funk aus, so wird damit auch zum Ausdruck gebracht, daß die Staatspolitik die Persönlichkeitswerte allgemein anerkennt. Der schöpferische Geist des Menschen soll die vorhandenen Kräfte zur höchsten Entfaltung bringen. Die )ie zu feiiwt Einmndm Bewegung H das M» nennt tu .nsel, tefilf entfernt |flii nan in >inem NH europSiß U. Lange. agen/ Düsseldorfs Kunstpreise. In Düsseldorf wurden die Kunstpreise der Stadt verliehen. Den C 0 r N e l i u s - P r e i s für bildende Kunst erhielten Kunstmaler Richard G e ß n e r (Düsseldorf) und Bildhauerin Maria Fuß (Düssel- ) während der Komponist Ottmar G e r st e r Musik- Dr. Josef Der Herzog von Gloucester, ein jüngerer Bruder »es englischen Königs, ist in Gibraltar eingetroffen, □n die neuesten Verteidigungseinrichtungen zu be- Öligen, vor allem die unter Tage angelegten. Der Expräsident der Republik Panama, der sich ;cn Kolumbien nach Panama begeben wollte, flurde dort an der beabsichtigten Landung gehin- lert Arias trat daraufhin die Weiterreise nach sostarica an, von wo er sich im Flugzeug nach Mexiko begeben wird. Japans großer Freund und Lehrmeister Zum 75. Todestage Philipp Franz von Siebolds. LAMPEN Nationalsozialistisches Altherrentum. Neuordnung der Stellung und Aufgaben des NS.-Altherrenbundes der deutschen Studenten. Von Reichsstudentenführer Dr. G.A. Scheel, Leiter des NS.-Altherrenbundes. »erbe. ? l°ssen, Q n «W eontworie, 91.Vorbei durchs der !fen Ui Ke StiJ r öU qleij es.N‘ J *n Vtaty eimti iwitauuny ves engiqa)en jcaajriajten' h auf s enstes ist der Chef ber USA.-ßuftroaffe, General Propagandaleitung, ^-Oberführer Cerff, die Kultur- beauftragtey in den Reichsdienststellen der NSDAP, zu einer Aussprache über die kulturelle Betreuung des deutschen Volkes. * Die erste Reichs verwaltungsschule Grobdeutschlands in Pirna nimmt jetzt ihre Tätigkeit auf, die darin besteht, den Anwärtern für den gehobenen Dienst in einem während des Krieges dreimonatigen, später fünfmonatigen Kursus ihre letzten Ausbildung zu geben. Der Führer hat dem Abteilungsdirektor im Preußischen Institut für Infektionskrankheiten „Robert Koch" Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Georg Lockemann aus Anlaß der Vollendung seines 70 .Lebensjahres in Würdigung seiner vielseitigen Verdienste um die analytische, physikalische und physiologische Chemie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Oer Adlerschild für Ernst poensgen. Düsseldorf, 17. Okt. (DNB.) Zu Ehren 70 Jahre alt gewordenen Generaldirektors lich Mikf bimals nach einer echten Volksgemeinschaft streb infolge h in, und daß 7 ‘ " 7 ist, bah litt b der Mitte des 19. Jahrhunderts bei der Bis- , Mauck^ larckschen Neugründung des Reiches erjenige, bf eiiv halten. Wir haben weiter erklärt, daß wir iitzen 1* nritius, tim folg auf den Geist der Studenten von !angemarck sind, wir haben nicht gezögert, fnzuzufügen, daß es insbesondere die roaffen- fudentischen Korporation en und Ver- Noch im Jahre 1936 zeigte das deutsche Stuften- und Altakademikertum ein Bild größter >ersplitterung und Planlosigkeit. Im Auftrage der utionalsozialistischen Bewegung ist die Reichs- rdentenführung dann sofort darangegangen, die Einigung des A l t a k a d e m i ke r t u m s rtb ben Neuaufbau des Alt Herrentums ürchzuführen. Wir haben damals den in der gro- in Vergangenheit deutscher studentischer Geschichte cschafsenen Werten höchste Anerkennung gezollt, bir haben betont, daß wir uns zur Geschichte des Rutschen Studententums bekennen, weil sie so tid) an nationalen und politischen Höhepunkten ist. vederhergestellt. , , .. In Anerkennung dieser Leistung weist letzt die 1SDAP. dem NS.-Altherrenbund nunmehr seine «rdgültige Rechtsstellung im Gesamtgebäude der krttei zu. Der Leiter der Parteikanzlei hat den vltanschaulichen Erziehungsauftrag des NS.-Stu- bfitenbunbes auch auf den NS.-Altherrenbund für les gesamte Altherrentum ausgedehnt und damit tiefte politische Zusammenarbeit auf dem Arbeits- »oiet der Hoch- und Fachschulen ermöglicht. Der ^chsschatzmeister hat die für die kommenden Au - irden erforderliche Selbstverwaltung des N^s.-Alt- irrenfmnbes in seinen Schutz genommen. Die ^ ichsorganisationsleitung hat die zur weiteren Der- nikerung des NS.-Altherrenbundes in der Partei Uttvendigen Organisationsmaßnahmen verfügt. Damit ist der RS.-Altherrenbund eine sich I'lbst verwaltende n a t i 0 n a l s 0 z 1ia « 'istische Gemeinschaft geworden die neben Üi anderen großen von der Partei geführten und freuten Organisationen tritt. Diese neue national- ialistische Gemeinschaft untersteht der Finanz- Wcht des Reichsschatzmeisters. Der NO -Altherren- imd und seine einzelnen Altherrenschaften werden Grund ihrer neuen Satzung als eingetragene 8 reine Rechtsfähigkeit erlangen. Mit diesen -Ber» Siunaen ist die endaültiae Möglichkeit der 0 r g a > Ernst Poensgen veranstaltete die Wirtschaftsgruppe eisenschaffende Industrie eine Sißv deren Mittelpunkt die Ueberreichung des A ' ’S I» Ä 1-" sp 'ff“? r ,1t I * eint" 1-sLsf n« h.V gunfl I" Rücksicht auf offene Flanken immer näher an Wjasma heranschob und sich dort nach wenigen Tagen mit dem von Norden kommenden Zangen« glied einer anderen Panzergruppe traf, damit endgültig den stählernen Ring um Timoschenkos Kerntruppen schließend. Das Zusammentreffen der beiden Panzergruppen in der kleinen Stadt, die nur als Straßen» und Bahnknotenpunkt Bedeutung hat, besiegelte das Schicksal der vor der Frontmitte mit zahlreichen Divisionen eingesetzten Heeresgruppe des Marschalls Timoschenko. Im Augenblick wird der Kessel immer kleiner. Die Jnfanteriekorps drücken beständig von den Flanken, verengen immer mehr den schmalen Schlauch, in dem sich die Sowjettruppen wie in einer Mausefalle befinden, während die beiden Panzeraruppen als eiserner Querriegel vor allen verzweifelten Ausbruchsversuchen des Feindes liegen. Schwache Teile, denen es gelungen war, durch die zunächst dünnen deutschen Sicherungen in ihrem Rücken durchzustoßen, werden von noch weiter nach Osten vorgestoßenen und eine zweite Kesselwand bildenden Korps aufgefangen und ebenfalls vernichtet. Während bereits täglich Tausende von Gefangenen aus den Wäldern quellen, find deutsche Schnelle Truppen unter Ausnutzung der Verwirrung des Gegners auf den großen Heerstraßen bereits weiter nach Osten vorgestoßen und haben die Absprungbasen für den Angriff auf die Hauptstadt gewonnen. Diese Zukunftsaufgaben des NS.-Alt- Herrentums sind in folgenden drei Punkten gegeben: 1. Der NS.-Altherrenbund muß die Verbindung mit dem jungen Studentent um in den Kameradschaften des Nationalsozialistischen deutschen Studentenbundes pflegen und so eng wie möglich gestalten. Die enge Verbindung und die fruchtbare Wechselwirkung zwischen jung und alt wird das Entscheidende dieser Arbeit sein. Diese fruchtbare Verbindung wird sich auf allen Arbeits- gebieten der Kameradschaft auswirken. Die Er- ziehunZ und der Aufbau der Kameradschaften des NSDStB. ordnen sich in vielem heute neu. Es sind gerade in der Kriegszeit auch öfter Schwierigkeiten vorhanden. Wenn nun aber gerade im Krieg der NS.-Altherrenbund in seiner neugewonnenen Einheit den Kameradschaften an die Seite tritt, so werden alle Schwierigkeiten überwunden. 2. Der NS.-Altherrenbund hat die Aufgabe, die Verbindung zur Hochschule oder Fachschule in vollstem Maße herzustellen und aufrecht- zuerhalten. Jede nationalsozialistische Hochschule wird durch den Altherrenbund ihre zehn- oder fünftausend Männer draußen im Beruf zu stehen habqn und mit ihnen die Verbindung zur Praxis und dem Leben halten. Diese Alten Herren müssen die Wurzeln der Hochschule in das Volk und in die tätige Arbeit hinaus sein. Darum ist es Aufgabe jedes Alten Herrn, durch die eigens zu diesem Zweck gegründeten Hoch- und Fachschulringe die Verbindung zur Hochschule zu halten und den Geist bester Hochschul- und Wissenschaftsarbeit im Beruf und im Leben zu vertreten. In diesem Punkt bedeutet das Altherrentum eine wesentliche Voraussetzung zur endgültigen Schaffung der nationalsozialistischen Hochschule. Das Altherrentum steht damit mitten im Aufgabenbereich der Hochschule. Der Arzt, der Ingenieur, der Lehrer, der Rechtswahrer, der Verwaltungsbeamte, der Offizier, die ihre Ausbildung und Erziehung an der Hochschule erfahren durften, stehen in dieser Arbeit und sind Garanten der Verbindung der Praxis und des Lebens mit unseren Erziehungsund Bildungsstätten. 3. Die letzte große Aufgabe des Altherrenbundes ist es, die Verbindung des Studenten- und Akade- demikerturns zur gesamten großen deutschen Volksgemeinschaft herzustellen und zu erhalten. Hier gilt für den Altakademiker der Grundsatz, daß jeder deutsche Mensch vor dem Führer gleich ist. Das, was der einzelne als Student gelernt und sich erobert hat, muß er später in seinem Leben und in der Volksgemeinschaft verwirklichen. Auf diesem Gebiet muß jeder Alte Herr mit seinem Wissen und seiner Bildung, die er auf der Hochschule erworben hat, an der Erfüllung der von der Partei gestellten Aufgaben mitwirken. Es darf keine Absonderung des Akademikers und der geistig schaffenden Berufe erfolgen, so wie wir es heute in den uns feindlichen Plutokratien sehen. Für uns gilt vielmehr die Pa- role, mit allen Kräften der Volksgemeinschaft zu dienen und dafür allein unser Wissen und unsere Bildung einzusetzen. . , Von der gesamten Volksgemeinschaft wird auch der Nachwuchs für die deutsche Hochschule gestellt. Studententum und Hochschule werden ihren Aufgaben künftig nur gerecht werden können, wenn wir ihnen den charakterlich besten, wehrgeistig har- testen und geistig regsten Nachwuchs aus der ganzen deutschen Volksgemeinschaft zuführen. Niemand entbindet das Altherrentum von feiner Verpflichtung, dies mit als feine Aufgabe anzusehen. Hier gilt es, nicht nur den zahlenmäßig hohen Bedarf zu sichten, sondern vor allem die sozialistischen Auslese- arundsütze zu verwirklichen. Mit diesen Aufgabestellungen geht der NS.-Altherrenbund der deutschen Studenten in einen neuen Abschnitt seiner Geschichte, die wir mit der Verkündung der Neuordnung einleiten. vrivate Initiative und die eigene Verantwortung sollen in der Wirtschaft dem Unternehmer die beste Ausnutzung seiner Fähigkeiten und damit die höchste Steigerung seiner Leistungen ermöglichen. Da der Wert der Arbeit bei dem einzelnen Menschen verschieden ist, muß auch der Entgelt für die Leistungen verschieden sein. Wenn jemand mehr leisten soll, muß er auch eine größere Erfolgsmög- lichkeit haben. Auf der anderen Seite muß Sinn und Ziel aller Arbeit auf das Wohl der Volksgemeinschaft ausgerichtet fein. Erft in der Synthese, also der freien Wirtschaftsinitiatioe und der volks- verpflichteten Wirtschaft, wird der höchste wirtschaftliche Nutzen erzielt, der dem Volk die bestmöglichen Lebensbedinaungen schafft. Das scharfe Schwert, mit dem unsere herrliche Wehrmacht ihre weltumwälzenden Siege errungen hat, wurde von der deutschen Eisenindustrie geschmiedet. Wenn das deutsche Volk so glänzend gerüstet in diesen Krieg eingetreten ist, so kann die deutsche Eisenindustrie darin mit Stolz gerade auch ihr Werk sehen. einigen Stellen Brände aus, die sofort begrenzt und -elöscht wurden. * Zwei außer Dienst gestellte nordamerikanische I»Boote sollen nach dem Englandhilfe-Gesetz an England geliefert worden sein, teilt der Londoner -zachrichtendienst mit. Nach Wiederinstandsetzung >tr U-Boote seien sie im Atlantik eingesetzt worden. vepieM« h des noib )aih) )e h'lse ai ifaner fei? k zurUit 123 leicht "en PaiW nzureichew frben aiW d Sülatercl hingeM, für bii Die wenig« Jrben, meri ritische W jenwärtigii etten wirt’ 3ran Wenter den Jmmermann preis für Dicht- fünft erhielt. Der Cornelius-Preis, so betonte der Oberbürgermeister, werde den beiden Ausgezeichneten Verpflichtung sein, sich des aroßen Meisters weiterhin würdig zu zeigen. — T)er Musikpreisträger Ottmar Gerster sei mit Düsseldorf eng verbunden. Seine Oper „Enoch Arden" habe nach ihrer Düsseldorfer Uraufführung ihren Siegeszug über fast alle deutschen Bühnen angetreten. Die Oper „Die Hexe von Passau" habe die Auszeichnung voll verdient. — Mit der Verleihung des Immer- mann-Preises für Dichtkunst an Dr. Josef Wenter sollen zugleich die alten Wechselbeziehungen zwischen Donau und Rhein bekräftigt und verstärkt werden. Wenter habe mit seinen Werken dem Deutschtum einen hohen Dienst erwiesen. — Bei der Eröffnung der Herbstausstellung Düsseldorfer Künstler" wurde dem kürzlich verstorbenen Eifelmaler Professor Fritz von Wille, dem eine Sonderschau gewidmet ist, eine besondere Ehrung zuteil. Den Abschluß der Kunsttage bildete die Erstaufführung des Schauspiels „Michel Gaismair" van Wenter, nachdem am Vorabend Gersters preisgekrönte Oper „Die einer größeren Feier auch ein Denkmal Siebolds enthüllt, während in feiner Vaterstadt Würzburg schon seit langem ein Denkmal zu Ehren ihres großen Sohnes steht. Das bedeutendste und wertvollste Denkmal der Lebensarbeit Siebolds und feiner Bedeutung für das deutsch-niederländifch-japanische Verhältnis aber ist zweifellos die große japanische Biotzraphie, die der japanische Gelehrte Dr. Kure verfaßte und die das größte Lebensbild ist, das je ein Mensch aus dem asiatischen Raum über einen Europäer geschrieben hat. Eine deutsche Uebersetzung dieses bedeutsamen Werkes ist zur Zeit durch den vorzüglichen Kenner Prof. Dr. T r a u tz in Vorbereitung, der acht Jahre lang der Leiter des deutsch-japanischen Forschungsinstituts in Kyoto war. Philipp v. Siebold war, 1796 zu Würzburg geboren, Arzt, Naturforscher, Geograph und der erste deutsche Japanforscher. Sein größtes Werk, „Nippon, Archiv zur Beschreibung von Japan" gilt noch immer als Die Grundlage aller Japanologie. Das Land seiner Forschung lag damals noch, vom europäischen Blickpunkt aus, völlia im Schatten; auch später waren es noch lange Zeit nur wenige unentwegte Forscher, die sich Japan widmeten und die kaum ahnen konnten, welche Früchte ihre Arbeit heute tragen würden. Auch in der Persönlichkeit Siebolds haben sich deutsches und niederländisches Wesen mit weltumspannendem Erfolg ausgewirkt, zum Ruhme und Wohle nicht nur Deutschlands und der Nieoerlande, sondern ganz Europas, seiner Verbindung mit Japan und dem asiatischen Raum und damit der ganzen Welt und Menschheit. Siebolds Ziele waren nicht Besitz und Macht, sondern Geist und Verständigung mit allen praktischen Mitteln. 1866 riß ihn der Tod aus seiner Arbeit, aber die Verwirklichung seiner Ziele war unaufhaltsam und findet heute im Bekenntnis Japans zum Neuen Europa ihre DNB.... 17. Oktober. (PK.) Als sich am 2. Okto- her die ungeheure Konzentration deutscher Truppen m einem schnellen Durchbruch und rasch fortschreitenden Angriff löste, war jedem einzelnen Soldaten unserer Panzer- und mot.-Divisionen die entscheidende Bedeutung dieser Operation klar. Südlich der Hauptstraße Roßlawl — Moskau druchbrachen am ersten Angriffstag nach kurzer starker Artillerie- und Stuka-Vorbereitung die Korps einer Panzergruppe in ungestümem Vorwärtsdrang die stark ausgebauten Befestigungen an der Desna, überwanden an diesem und am folgenden Tage zwei weitere Verteidigungsabschnitte des Feindes a n Der Schuiza und am Sn 0 p 0 t und drehten dann, als der deutsche Keil tief genug getrieben war, nach Norden ab. Beim Ueberschreiten der Hauptstraße wurde härtester Widerstand aktiver Sowjettruppen gebrochen und unter ungeheuren Geländeschwierigkeiten weiter nach Norden Raum gewonnen. Inzwischen hatte der in unverminderter Stärke bei I. und D. stehende Feind die Gefahr erkannt, die seiner Südflanke und seinen Rückzugsstraßen drohte, und versuchte nun in Eilmärschen sich Der Umklammerung zu entziehen. Doch zu spät. Die deutschen Panzer stießen mitten in Die rückläufigen Bewegungen Der Sowjets hinein unD vernichteten solche Teile, Die sich bereits in Sicherheit wähnten. Die Deutsche Führung hatte nicht umsonst Den rechten Flügel stark gemacht und ihm als beweglichste und schnellste Stoßkraft die Panzerdivisionen beigegeben. Sie waren das Zangenglied, das sich ohne Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Bohlendorff, Kommandeur einer Infanteriedivision; Generalmajor Raus, Kommandeur einer Schützenbrigade, Oberst Badinski, Kommandeur eines Infanterieregiments; Oberst Freiherr von Waldenfels, Kommandeur eines Schützenregiments, und Major Bunzel, Batail- lonskommandeur in einem Infanterieregiment. Hmlphchri|Ue11er: Dr. Friedrich ÖUbclm Lynge. Stellverireter bet f>auptfd)riftlcltrr?: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lancie: für da« Feuilleton: Dr. Hans Tdyriot; für Stadt Giesten, Provinz, Wirtschaft u. Spott: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsckie UnivettitätSdruckerei R. Lange Ä. ®. verlag«leiter: Dr.»Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Dveodor Kümmel Pl.Nr.S, SS * Oem Gt nbuftrie >n ■n begni« Hland f*, Wn Z« den ii^ ^te. Das |j m SHüb der,M Hoffnung genblikk \t Webens. jne,uA wär*; Ä wachte 3J t rtj; »alb «" * *5# Stz der neuerrichteten rumänischen Organisation ,Munca Timeretului Roman" (Rumänische Jugendarbeit) in den Geist und die Gestaltung des Arbeitsdienstes einzuführen. Die LehrabteUung wurde in Breaza begrüßt. südillüiW fudentifchen Korporation en und Ver- VtrschiÄ lande gewesen sind, die in Der Hauptsache diese , die R>i nertvolle Kampftradition des deutschen Studenten- u beNMi tims getragen haben. Als wir aber dieses Bekenntnis aussprachen, for- brten wir gleichzeitig für alle Zukunft von den !'ademikem bedingungslose Hingabe an i e Jdee des Führers. Mit diesem Bekennt- rs hat sich Zug um Zug der NS.-Altherrenbund 'ordnet. Die besten Kräfte des deutschen Altherren- ims bekannten sich zu unserem Einigungswerk. Un- t^vünschte Elemente, überlebte Anschauungen und livrichtungen auszuschalten, aber gleichzeitig Den h'tbaren Reichtum wertvoller Ideale zu erhalten >'d zu läutern und schließlich eine feste Gemeintaft für die Uebernahme nationalsozialistischer Auf- chen zu schaffen, ist unser Ziel gewesen. Nach vier Jahren stiller, aber rastloser Arbeit Ihnen wir den ersten Abschnitt dieser Aufbauarbeit erfolgreich abgeschlossen melden. Die überkom- Nne Zersplitterung ist beseitigt, die geistige Einheit 1(5 deutschen Studenten- und Altherrentums ist JL da an ihm im Jahre 1817 das Wartburgfest (l| kr deutschen Studenten als Kundgebung für Die ‘ lutsche Einheit stattfand, wird in einem Festakt Wurzburg Dem NS.-Altherrenbund Der deutschen thibenten eine neue Satzung und die endgültige jieUung im Rechtsgebäude der NSDAP, gegeben. Tieferschüttert erhielten wir die un- ■gtoÄ faßbare Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, der treusor- gende Vater seines einzigen Kindes, unser unvergeßlicher, lieber Sohn, mein lieber, einziger Bruder, unser Schwager, Odkel u. Pate Heinrich Mack Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 30 Jahren am 12. August bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Frau Berta Mack, geb.Port, und Kind Die Eltern Heinrich Mack II. und Frau Lina, geb. Pitz Familie Ernst Nikolaus II. und alle Angehörigen. Steinbach, Ruppertsburg, Gießen und Langd, den 14. Oktober 1941. Die Trauerfeier findet Sonntag, den IP.Oktober, 13.30 Uhr in Steinbach statt. 4306 D An der Spitze seiner Männer fiel für Führer u. Vaterland im Osten Friedrich Witte U - Hauptsturmführer und Bataillonsführer eines ff-Totenkopf-Inf.-Regiments, Inhaber des E. K. II und I, des Verw.-Abz. sowie anderer Auszeichnungen. Y 5. VII. 1913 zk 27. IX. 1941 In glühender Begeisterung und vorbildlicher Tapferkeit gab er sein Leben, damit wir leben; so lebt er in uns und mit uns. Elsa Witte, geb. Gundel, und Kinder Caesie Witte, geb. Petersen Werner Witte, Meldereiter im Felde Professor Dr. Wilhelm Gundel und Frau Johanna, geb. Zimmermann Leutnant Dr. Hans Gundel, im Felde. Braunschweig (Cyriaksring 36), Bottrop (Platz der SA.), Gießen (Roonstraße 6). __4307 D ■■■■■■■■■■■■■■■■■ Nach einem Leben voll treuer Fürsorge für ihre Lieben, ging heute unsre geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Schwägerin und Tante Fran Minna Hofmann, geb. Haubach im 78. Lebensjahr für immer von uns. Die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Ruckstuhl u, Frau Fritz Schrader u. Frau 6g. Hofmann u. Familie Familie Ludwig Hebstreit Gießen (Frankfurter Straße 12), Wetzlar, den 17. Oktober 1941. Beerdigung: Montag, den 20. Oktober, um 14.45 Uhr, Neuer Friedhof. Beileidsbesuche dankend verbeten. _________________________________________ ___03487 Sterbefälle. v. 1.10.1941: Reichsbahnamtmann Richard Wittlich/ 62 Jahre, Gießen, Aulweg 58. 2.10.: Susanne ^vchondelmeyer, geb. Schmidt, 39 Jahre, Gießen, Rittergasse 17; Sekretärin Charlotte Welter, 36 Jahre, Gießen, Liebigstr. 37; Obervostschaffner Ludwig Reeh, 65 Jahre, Gießen, Mittelweg 6. 7.10.: Luise Sack, geb. Steinmüller, 77 Jahre, Heuchelheim, Kreis Gießen, Willfelmstr. 18; Heinrich Keller, 67 Jahre, Biskirchen, Kreis Wetzlar. 8.10.: Köchin Katharine Sauselen, 88 Jahre, Gießen, Wernerwall 31; Postbetriebswart Johann Flach, 60 Jahre, Gießen, Bahnhofstr. 65. 9.10.: Beifahrer Karl Bernhardt, 40 Jahre, Gießen- Wieseck, Möserstr. 5. 10.10.: Anna Weitzel, geb. Schröder, 70 Jahre, Gießen, Aulweg 111. 14.10.: Lehrer a. D. Konrad Dörmer, 66 Jahre, Garben- teich, Gießener Straße 55._______________________ Ausruf! Zu dem in den nächsten Tagen beginnenden Wintersemester der Ludwigsuniversität werden noch dringend Giudenien-Wohnzimmer benötigt. An alle Volksgenossen, die möblierte Zimmer zur Verfügung haben, ergebt die dringende Bitte unverzüglich die Anmeldung bei der Stadtverwaltung Bergstraße 20, Zimmer 28, während der üblichen Dienststunden vorzunehmen, von wo aus die Vermittlung erfolgen wird. Gießen, den 16. Oktober 1941. <3MC Der Oberbürgermeister. Ritter. Kirchliche Anzeigen. LEi W aus. ider >38 1 —h. Backhauses. neu gefaßt worden. Die neuen Vorschriften ent- :tob#r vete über 80 Jahre gibt Dein Claus und Rena V ADOX Fotofilr/ dMw Die Bestimmungen über die Hausschlachtungen sind durch zwei Erlasse des Reichsministers für Er» nähruna und Landwirtschaft vom 28. und 29. 8. 41 lieüo Olltj, Mehr als ein Menschen alter ist MAIZENA bekannt und wird in immer steigendem Maße als ideale Kindemahrung verlangt Für die richtige Ern Irrung des Säuglings gibt die MAIZENA wertvolle Ratschläge in Ihrem Buch »Briefe dnes Arztes an «eine Tochter«, das auf Anforderung kostenlos zugeschickt wird. UDg ' iufllj er ?r jtx ; Jle. M ickete nntal iflliti sentt I ichn 'her ; । IWll iEM schift), ind IkäaJ W ) Uhr. •eli. . eiluo| ig,3iq Uhr. ] tten J n t' Verdunkelungszeit 18. Oktober von 18.20 bis 7.50 Uhr. 19. Oktober von 18.18 bis 7.52 Uhr. "n ixiito ,üng | rgWSi ias( HD? , 10 Genefungs- und Erfrischungsstätten für unsere Soldaten Ein Besuch im Gtandortiazarett und beim Hofen Kreuz im früheren Hotel Lenz. grauen und Mädchen, die hier zusammenkommen. Diese Viertelstunde im Kreise der Bekannten dient auch dazu, um ein wenig über das, was im Dorf »assiert, zu plaudern. Dann bringen sie ihre Wün- che vor, und ziemlich schnell ist alles geregelt, an welchem Tag die einzelnen backen wollen. Sind es nehrere, dann hilft dar Ortsdiener oder der Feld- chütz Er wirft eine bestimmte Zahl von Losen in die Schürze einer Frau, und jede zieht ihr Los, das die Reihenfolge festlegt. Unter sich können dann die Frauen ihre Lose tauschen. Es muß sich also je- ; er beim Gemeindebackhaus der Allgemeinheit un- terord r und einfügen. Das ist schon jahrhunderte- lter V.auch. Aber auch das Schwätzchen, das nach- er gehalten wird. Wenn die Kuchen eingeschoben sind, muß man oarten. Während die Kuchen „aufgehen" und sich i schön braun färben, wird erzählt. Stoff genug ist a da. In jedem Dorf passiert etwas, besonders jetzt m Kriege, und die Frauen sind keineswegs geneigt, irgendeinen Fall nicht zu besprechen. Auch die Kinder gehen gern mit ins Backhaus. Die traulich und wohlig ist es jetzt in dem warmen Raum! Man sitzt auf den Beuten (fläche Tische, auf denen sonst das Brot liegt), oder steht in der Nähe des Ofens. Ab und zu guckt die Nachbarin, ob die Kuchen gebacken sind. Dann kommt der große Augenblick: Die duftenden Kuchen werden herausqe- zogen. Es wird festgestellt, ob sie geraten sind oder nicht. Schnell kommen sie von den heißen Blechen Unb werden auf Holzträger geschoben. Die Kinder I dürfen die kleinen Kuchen Heimtragen. Wenn alle Kuchen gebacken und nach Hause ge- iragen sind, wird das Licht im Backhaus ausgedreht and die Tür zugemacht. Dos Plauderstündchen ist Sie neuen Hausschlachtungsbestimmungen Von Landwirtschastsrat Dr. L. Käß, Abteilungsleiter im Reichsnährstand. Mutti erlaubt uns, Dich bald zu besuchen, um Dir zu Deinem Baby zu gratulieren, das der Klapperstorch gebracht hat Bekommt Baby, wenn es größer ist, auch die MA1ZENA- Flasche? Denk Dir nur, Mutti sagt, daß nicht nur wir oder Mutti, sondern sogar schon Oma MAIZENA als Baby bekommen hat weil es MAIZENA schon beendet. Aber der köstliche Duft von frischem Ku- J 6en weht noch lange durch das Oberfenster des halten eine Reihe wichtiger Aenderungen der bisher geltenden Bestimmungen. wer kann hausschlachten? Zunächst fei darauf hingewiesen, daß auch nach den neuen Erlaßen grundsätzlich wieder drei Grup- pen von Hausschlachtungsberechtigten unterschieden werden, und zwar: Gruppe A: (landwirtschaftliche Selbstversorger), Gruppe B: (nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger), Gruppe C: (Krankenhäuser, Anstalten, Kantinen, Werkküchen, Arbeitslager und ähnliche Einrichtungen). Der Kreis der landwirtschaftlichen Selbstversorger ist im Gegensatz zu den früheren Bestimmungen ganz genau umschrieben. Danach gelten als landwirtschaftliche Selbstversorger und Angehörige der Gruppe A nur die Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe, die ständig ihren Wohnsitz auf ihrem Betrieb haben, ferner Naturalberechtigte (Deputanten, Altenteiler, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben, zu der der landwirtschaftliche Betrieb gehört) und alle sonstigen ständig in der Landwirtschaft hauptberuflich tätigen Personen. Zu beachten ist hierbei, daß als Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes im Sinne der Haus- fchlachtungsbeft mmungen nur angesehen wird, wer landwirtschaftlich genutzten Grundbesitz, der von einer Hofstelle aus bewirtschaftet wird, besitzt und feine Arbeitsleistung während des überwiegenden Teils des Jahres tatsächlich dem Betrieb widmet. Damit können Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe, die nicht den überwiegenden Teil des Jahres tatsächlich für den Betrieb tätia sind (etwa in der Stadt wohnende Fabrikanten usw., die die Bewirtschaftung ihres Betriebes in der Hauptsache einem Verwalter überlassen), was die Vorausallen Teilen des Lazaretts oberstes Gesetz ist, wird auch in der modern ausgestatteten Wäscherei, in den Desinfektionsräumen, in der Flickstube usw. in vollem Ausmaß Rechnung getragen. Die große zentrale Heizungsanlage gewährleistet für die kalte Jahreszeit eine angenehme Temperatur in allen Teilen des großen Gebäudes. So ist nach jeder Richtuna hin alles vorgesehen und alles vorhanden, um unseren verwundeten und kranken Soldaten das Standortlazarett zu einer guten Stätte der Genesung und Erholung zu machen. Sie finden dort eine wahrhaft famerab- schaftliche Betreuung, die würdig ist des schweren Opfers, das sie auf den Schlachtfeldern für unsere Volksgemeinschaft gebracht haben. * In den Dienst der Verwundeten stellt sich aber auch, neben der Betreuung der hier durchreisenden gesunden Kameraden aller Wehrmachtoteile, das Deutsche Rote Kreuz mit (einen modernen Einrichtungen und der Verpfiegungs- und Uebernad)- tungsstelle im früheren Hotel Lenz. In diesem Hause wird von den Frauen des Deutschen Roten Kreuzes in nimmermüder emsiger Arbeit ein Stück deutschen fraulichen Heldentums vollbracht, das der tiefsten Dankbarkeit und größten Anerkennung wert ist. Denn die Arbeit dieser Frauen wird seit Kriegsbeginn Tag und Nacist vollbracht, um jederzeit für unsere Soldaten mit einer Erfrischung oder .einer kräftigen vollen Mahlzeit zur Hand zu fein, wenn sie in dem Soldatenheim zum Aufenthalt für einige Stunden oder zum Ucbernad)ten erscheinen. Sobald ein Lazarettzug im Bahnhof hält, um verwundete Kameraden an die hiesigen Lazarette abzugeben, ist das Deutsche Rote Kreuz mit seinen männlichen und weiblichen Mitgliedern sowie allen verfügbaren Fahrzeugen zur Stelle, ganz gleich zu welcher Tages- oder Nachtzeit ausgeladen werden muß. Da wird denn von allen Männern und Frauen des Noten Kreuzes emfia und mit viel warmherziger Rücksichtnahme auf die verwundeten Kameraden gearbeitet, um sie so rasch wie möglich den Lazaretten zuzuführen. Zur gleicyen Zeit kommt aus der Küche des Soldatenheims im früheren Hotel Lenz das von den Frauen vdm Noten Zkreuz bereitete stärkende Essen zur Ausgoabe, das von leichtverwundeten Kameraden zum Teil im Soldatenheim an Ort und Stelle gern gegeßen wird, oder das ihnen am Zuge verabreicht werden kann, wenn die Fahrt bald weitergehen soll. Neben dieser Verpflegung von verwundeten und kranken Soldaten hält diese Dienststelle des Noten Kreuzes aber auch ständig kräftiges Eßen für die auf der Durchreise befindlichen gesunden Kameraden der Wehrmacht zur Ausgabe bereit Etwa 70 Frauen vom Deutschen Roten Kreuz, darunter Frauen im Alter von etwa 60 Jahren und solche, die sogar aus Nachbarorten kommen, teilen sich schichtweise in die Bewältigung dieser anstrengenden und doch mit so unendlich viel Liebe geleisteten Arbeit für unsere Soldaten. Jede dieser Frauen, von denen die Hälfte etwa schon seit Kriegsanfang ununterbrochen in dieser Verpflegungsstelle arbeitet, kommt in der Woche in Der Regel zweimal am Tage zum Arbeitseinsatz und einmal in her Woche zur Verwendung in der Nachtarbeitsschicht. Da'gibt es in her Küche unb in ben Speise- unb Aufenthaltsräumen immer unenblich ■ktoW' X1 Täglich unb stündlich gedenkt die HeinUit in tiefer Danlbarkeit ihrer Soldaten an her Front. In dieses Gedenken eingeschloßen sind aud) die Männer im Ehrenkleid des deutschen Soldaten, die in der Heimat ihren anstrengenden Dienst verrichten. Mit besonderer Liebe nimmt sich unser Volk aber her Kampfer an, die für Großdeutschlands Freiheit und Zukunft auf ben Schlachtfeibern verwunbet wurden und nun zur Wieherherstellung ihrer Gesunbheit hie friebvolle Ruhe in unseren Lazaretten unb Genesungsheimen aufsuchen. Eine bieser Stätten, unser Stanbortlazarett, haben wir besucht, um einen Einblick in hie vielseitige unb umfaßenbe Fürsorge für unsere Derwunbeten zu bekommen. Wer in bieser Kriegszeit bas Stanbortlazarett als Besucher durchschreitet unb babei fein Augenmerk auf hie vielseitigen Einrichtungen hes Sanitäts- bienstes wie auch auf hie pflegerische Betreuung her Lazarettinsassen richtet, her wirb am Schlüße seines Runbganges ben starken Einbruck gewonnen Haben, baß von der Heeresfanitätsverwaltung alles getan wird, um unseren verwunbeten unb kranken Solbaten selbst bei starker Belegung hes Lazaretts bas Höchstmaß an menschenmöglicher ärztlicher unb pflegerischer Hilfe zuteil werben zu lassen. Das ist neben ben Dollenbeten, neuzeitlichen medizinisch- technischen Einrichtungen vor allem her unermüdlichen Tätigkeit her Aerzte unb hes Pflegepersonals zu banken, hie in aufreibenbem Tag- unb Nacht- bienst ihr Wißen unb Können unter äußerster An- spannung ihrer Kräfte in ben Dienst her verwunbeten unb kranken Solbaten stellen. Aber auch hie Verwaltung unb hie Wirtschaftsbienste, in her Küche, in her Wäscherei, in her Flickstube usw. setzen sich im Bewußtsein ihrer Verpflichtung gegenüber ben hei- lungsuchenben Solbaten mit aller Tatkraft bafür ein, baß an ihrem Teile alles geschieht, um möglichst noch über bie berechtigten Erwartungen hinaus allen Ansprüchen genügen zu können. Das Stanbortlazarett, lanbschaftlich schön gelegen mit herrlichen Ausblicken auf Gärten, Felber und Wälder, bietet ben Derwunbeten ober Kranken alle Möglichkeiten zur Wiehererlangung ihrer Gesunb- beit, soweit bie ärztliche Kunst unb die hochent- wickelte Technik bes Sanitätsbienstes hierzu bie vielfältigen Grunblagen nur schaffen können. In bem Hauptbau finb eine Innere Station unb eine Aeußere Station, ferner Abteilungen für Haut-, Ohren-, Nasen-, Halskranke, vier Absonberunqs- abteilungen, bavon zwei chirurgische und zwei für innere Krankheiten, eine große Bäderabteilung mit allen modernen medizinischen Bädern, Veranden und Liegehallen usw. vorhanden. Die Operations- abteilunq enthält große Operationssäle mit den dazugehörigen Borbereitungsräumen aller Art. Eine eigene Apotheke mit Armeimittelraum, einem Damvflaboratorium und Destillieranlage: Verband- mittelzimrner und Vorratsräume, dazu noch Caboratorien auf ben verfchiebenen Stationen — alles nur als Beispiel für hie umfaßenbe Fürsorge für bie Verwunbeten und Kranken hier genannt — stehen gleichfalls im Dienste her Männer, bie für uns ehrenvolle Wunben ober Erkrankungen davonqe- tränen haben unb nun hier ihre Genesung erhoffen. Schöne große, helle unb sonnige Krankenzimmer, deren Fenster fast durchweg nach Süden gelegen finb, um b-r Sonne seberzeit Zutritt zu gewähren, mit guten Betten unb mancherlei Annehmlichkeiten, bie bas Schmerzenslager erträglicher zu machen ge- eianet sinh, bienen ben Patienten als Wohngel-gen- beit. Berauben und Liegehallen dir"kt vor ben Kran- f^nzimmern ermöglichen es, hie Besten an schöllen Tagen hinauszuschieben in hie frische Luft Für Bk»rwunh-te mit Arm- unb Belnschäden stehen viel- faltige Einrich'inaen xur B-rfüg"nq. bie sie von einem hefUmmfen Zeitnunkt ihrer Genesung ah zur Wieberherstellung und vollen Kräftigung ihrer Wieher auf bem Wege her Heilgymnastik nach ärztlicher Vorschrift unb unter fomfamer nflegerischer Betreuunfl benutzen können. Dost in biefem nach mn- bernen Gesichtspunkten ausgeftatteten Hause auch neuzeitliche Röntgeneinrichtungen jeberzeit bereit- tehen, ist lelbstnerstänblicst. ebenso wie hie Möalich- feit zur Durchführung selbst schwieriaster medizinischer Bäher in her räumlich ausgedehnten Bäderabteilung. Für bie Beranstaltunfl von Feierstunben her Lazarettgemeinschaft steht ein Feierraum zür Verfügung, her in seiner Innengestaltung mit raun- berbarer Wandmalerei und mit entsprechend gestaltetem Gestühl einen sehr würbigen Einbruck macht. Die Kunst kommt mit Skulpturen, Fresken unb fein- gestalteten Schmiedeeisenarbeiten im Treppenhaus unb in ben langgestreckten Korriboren in feiner Weise zur Geltung. Sinb auf biese Weise schon wesentliche Dorbebin-' gungen zum Besten her verwunbeten unb fran/en Solbaten erfüllt, so finb nicht mlnber bie Lazarett- verwaltung und die Verpflegungsintendanz bemüht, ben ihrer Obhut anoertrauten Kameraden bie besten Möglichkeiten zur Wiebererlangung von Gesunbheit unb Kraft zu bieten. Die Verpflegung aus her mit allen neuzeitlichen technischen Einrichtungen arbei- tenhen Lazarettküche ist nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch qualitativ gut und in den Rationen reichlich bemeßen. Jedenfalls kann hier auch der leistungsfähigste Landsermagen voll befriedigt werden. Selbstverständlich gilt auch hinsichtlich her Verpflegung Die Anordnung des Arztes, die nach Maßgabe dessen -getroffen wird, was für die Patienten zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit notwendig ist. Den Erfordernissen der Hygiene, die natürlich in setzungen zur Genehmigung von Hausschlachtungen angeht, nicht als landwirtschaftliche Selbstversorger angesehen werden: solche Personen gehören zu den Selbstversorgern der Gruppe B und können daher in den Genuß einer Hausschlach- tung nur unter Erfüllung der für bie Gruppe B besonders vorgesehenen Voraussetzungen kommen. Soweit landwirtschaftliche Betriebsinhaber, 4 die zur Gruppe A zählen, nicht ihren ständigen Wohnsitz auf ihrem Betrieb haben, sondern in her Stadt wohnen, gelten die in ihrem städtischen Haushalt tätigen Personen nicht als Selbstversorger: sie er« halten daher nur die Nationssätze der Normalverbraucher. Was bie sonstigen in der Landwirtschaft hauptberuflich tätigen Personen angeht, so gehören zu viel zu tun, benn unsere Solbaten essen gern ben kräftigen „Schlag" aus bieser Küche bes Noten Kreuzes, her immer (ehr schmackhaft unb nährstoffreich zubereitet ist unb außerdem ben Vorteil aufweist, baß er entmeher völlig kostenlos ober zu einem nur ganz geringen Preis zu haben ist. Die gute kräftige Tagesfuvpe wirb nicht nur am Tage, jonbern auch während her Nacht bei her Ankunft her burd)rci|enhcn Solbaten kostenlos ausgegeben, ein volles Essen, befteljenb aus Suppe, Kartoffeln, Gemüse unb Nachtisch, gegebenenfalls aud) mit Fleischbeigabe gegen Abgabe von Fleischmarken, kostet hier nur 20 Pfennig. Kaffee ober Tee gibt's in rauhen Mengen ebenfalls kostenlos. Wie beliebt diese Verpflegung ist, geht baraus hervor, baß bie Frauen bes Noten Kreuzes aus her Küche dieses Hauses feit Kriegsbeginn bis jetzt über 81 000 Portionen volles Eßen, runb 73 000 Portionen Suvpe unb runb 685 000 Liter Kaffee ober Tee an unsere Solbaten ausgegeben haben. In her gleichen Zeit verzeichnete bas Solbatenheim über 47 000 lieber- nachtungen, fa baß also her Weg bis zum 50 000. Uebernachtungsaast nicht mehr weit ist. Bei biefem großen Ausmaß von Verpflegung ist es natürlich kein Wunber, baß in her Küche ununterbrochen gekocht unb gebrutzelt wirb. Hier leisten bie samt unb sonders ehrenamtlich arbeitenben Frauen bes Noten Kreuzes bas Beste an Kod)kunst, was sie nur auf» Äubrlnflen vermögen, um ben Solbaten ein sehr schmackhaftes unb reichliches Eßen vorsetzen zu können. Bei unserem Besuche vor einigen Tagen trafen wir bie Frauen gerabe beim Schälen und Schneiben von Pellkartoffeln an, bie zu einem Kartoffelsalat für ben Abenb zubereitet würben, wobei es aber noch einen aus xomaten unb mancherlei Gemüsen zusammengestellten Gemüsesalat gab. Unb auf bem Kochherb staub ein gewaltig großer Kessel, her bis nahezu zum Nanb voUgefüllt war mit einer köstlich hustenden bitten Suppe, bie ben Speisenben sicherlich vortrefflich gesd;meckt haben wirb. Eine Anzahl Rezepte, bie uns als Beispiele aus bem „Magenfahrplan" genannt würben, waren Beweis bafür, baß bie hier zubereitete Kost auch außer- ordentlich vielseitig ist. Sicherlid) wirb mancher her burchreisenben Solbaten in bem Heim bes Gießener Noten Kreuzes nod) besser „futtern", als er es vielleicht sonst in seinem Alltagsleben gewohnt ist, benn bas Rote Kreuz tut alles, nm an seiner Stelle unseren Soldaten den Dank der Heimat zu bekunden. Neben her Betreuung der Küche und der Aufenthaltsräume richten bie Frauen vom Roten Kreuz ihr Augenmerk aber auch auf die unter militärischer Aufsicht stehenden Uebernariitungsräume, damit auch dort alles immer so vortrefflich gehalten wirb, baß jeher Gast sich wohlfühlen kann. Etwa zwischen 70 unb 100 Personen übernachten hier regelmäßig in jeher Nacht. So ist auch hier wieher bas Deutsche Rote Kreuz staubig im Dienst unserer Wehrmacht, ben es freiwillig und ehrenamtlich leistet. Seinen Männern und Frauen, ganz besonders aber ben Frauen im Soldatenheim unb ihren Helferinnen im Außen- bienst auf ben Bahnsteigen, gebührt nicht nur her Solbaten Dank unb Anerkennung, Jonbern auch bie bankbare Würbigung ihrer Arbeit burch die ganze Volksgemeinschaft. B Aus der Stadt Gießen. 3m Backhaus. Wenn in früheren Jahrzehnten die Frauen unb Mädchen bas Wasser am Dorfbrunnen holten, blieben sie gern ein Weilchen stehen und erzählten sich die Neuigkeiten des Dorfes Heute ist fast überall Waßerleilung, und was früher der Dorfbrunnen war, das ist nun in ben Dörfern Oberheßens bas Gemeindebackhaus. Es ist von jeher Sitte gewesen, baß am Wochenende bas Backhaus zum Kuchenbacken da ist, und da niemand so viel Kuchen hat, um ben ganzen Ofen zu füllen, tun sich ein paar Nachbarinnen zusammen. Mancher in her Stabt wirb fragen: Wie ist es möglich, daß bei bem Backbetrieb keine Un- orbnung entsteht? Gibt es ha nicht an einigen Tagen eine Zusammenballung, an anbern wieher ein Leerlauf? lieber solche Fragen lächeln unsere Land- frauen. Es gibt nicht viele Betriebe, in benen so wenig Reibungen entstehen wie beim Backen im Gemeindebackhaus. Wenn sich bie Frauen vorgenommen haben, zu vacken, bann gehen sie zunächst zur Mittagszeit, ober während bes Zehnuhrläutens ins Backhaus ober ins Rathaus. Es ist oft eine stattliche Zahl von Tageskalender für Samstag. ! Stabttheater: 19 Uhr NSG. „Kraft burch Freube" .Liede in her Lerchengasse" — Gloria-Palast, Eeltersweg: „Clarißa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gasparone". — Oberhessischer Kunst- oerein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer bes Ztadttheaters. Tageskalender für Sonntag. Stabttheater: 11.30 Uhr „Getanzte Dichtung": 16.15 bis 17.15 Uhr „Der Etappenhase": 19 bis 22 Uhr „Liebe in her Lerchengasse". — Gloria- Valast, Seltersweg: „Clarißa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gasparone" — Oberhessischer ftunftoerein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stabttbeaters. — Schützenverein Gießen ab 9 Uhr Abschießen. Gießener Vortragsring. Der Gießener Vortragsring (Kulturelle Vereint- ping, Goethe-Bunb, Volksbilbungsstätte Gießen in ter NS.-Gemeinschaft „Straft burch Freude") eröffnet am Montag, 20. Oktober, in der Aula der Imiversität feinen Vorstellungsplan 1941/42 mit einem Lichtbilbervortrag von Dr. Wilhelm Rübi - fle r (München) über bas Thema „Das Bauen im neuen Reich". Gießener wochenmarktprelle Mftcoenbe Preise sinb Hänblerpreise unb verstehen . sich für A-Ware Für B Ware ober absallenbe Mare sowie für Selbsterzeuger lieg." bie Preise niebriger • Gießen, 18. Oft. Auf bem heutigen Wochen- Warft fasteten: Marfenbutter, % kg 1,80 RM., Lotte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, kg 6 bis 9, Weißfraut 5 bis 8, Äotfraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 6 bis 10, Spinat 12 bis 15, Rörnifchfohl 8, Bohnen, grün, 25, Unterfohlrabi 7, Mischgemüse 8, Zwiebeln 10, Schwarzwurzeln 40, Kürbis 10, Birnen 40, Lauch 17 Sellerie 15, Blumenfohl, bas Stück 20 bis 50, Salat 10 bis 12, Salatgurten 15 bis 30, Endivien 5 bis 15, Oberfohlrabi 10 bis 12, Rettich 6 bis 10 Rpf. In tropischen Gebieten bedrohen den Menschen vielfach schwere Seuchen, Arzneimittel schützen ihn. Sie sind für die Sicherung der Gesund- heit in den Kolonien vielfach BAYER] unentbehrlich XR V Es beginnen folgende Lehrgemeinschaften und RM. 5,50 RM. 5,-. RM. 10,50 RM. 27,50 rechnen! ♦ der ßcrufsc&chungswrt bcrüftf i Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! be- des um Gebühr: RM. 15,50 RM. 10,50 RM. 10,50 Vortragsreihen: Am Montag, dem 20. Oktober 1941: Förderlehrgang für faufnt Lehrlinge im 3. Lehrjahr........ Textilrohstoffkunde für den Kaufmann Warenkunde f. den Lebensmittelkaufm. Am Mittwoch, dem 22. Oktober 1941: Tabakwarenfachkunde...... Vortragsreihe Prof. Dr. Auler ,L)er Uebergewinn nach § 22 Kriegswirtschaftsoerordnung" ....... Am Donnerstag, dem 23. Oktober 1941: Doppelte Buchführung, Stufe II (für Fälle nicht möglich ist. Für den Selbstversorger der Gruppe A darf es außer dem Selbsthalten und -Mästen Tieres keiner weiteren Voraussetzungen, Teeka • Fruchttee In der Packung oder im hygienisch gepackten Aufgußbeutel Teeka - Fix ergibt das beste Austauschgetränk für den altbewährten „Teekanne"-Tee. Er wird wie dieser mit kochendem Wasser aufgebrüht. Man trinkt ihn, stark aufgegossen, nach Belieben gesüßt, mit Milch, als Morgengetränk und schwach aufgegossen, leicht gesüßt, zum Abendessen. Auch Kinder trinken ihn gern. Teeka - Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeutel Teeka-Fix, sowie Meta-Fixminze, der aromatische Pfeffer- ^mnztea ün AufqußbeutaL And überall zu erhalten! Sepso-Tinktur gehört in Ihre Haus-Apotheke! Warum? Weil Sie immer ein zuverlässiges und rasch wirkendes Desinfektionsmittel zur Hand haben müssen. Denn kleine Verletzungen, wie sie durch Schnitte, Stiche, Risse, Bisse und dergleichen verursacht werden, kommen ja im täglichen Leben so oft vor! Und alle, auch kleine offene Wunden sind der Gefahr der Infektion durch Bakterien ausgesetzt. Deshalb soll man auch geringfügig erscheinende Verletzungen nicht unbeachtet lassen, sondern sie rechtzeitig mit Sepso-Tinktur des- infizieren. Sepso-Tinktur, die in allen Apotheken und Drogerien in Flaschen zu fünfundfünfzig Pfennigen und in handlichen Tupfröhrchen zu neunundvierzlg Pfennigen erhältlich ist, wirkt genau so desinfizierend wie Jod-Tinktur und ruft keine unerwünschten Nebenerscheinungen hervor. Sie hat weiterhin die angenehme Eigenschaft, keine Flecken in der Wäsche zu hinterlassen. Auch kann sie von der Haut leicht abgewaschen werden. . Welches Gewicht wird zugrundegelegt? Die in den früheren Bestimmungen oorgeschrie- bene Zugrundelegung eines einheitlichen Anrechnungsgewichtes bei der Hausschlachtung von Schweinen ist beibehalten worden, doch gilt im Gegensatz zu dem früheren Anrechnungsgewicht' von 110 Kilo- granim für das Hausschlachtungsjahr 1941/42 im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ein Anrechnungsgewicht von 12 5 Kilogramm, was einem Lebendgewicht von etwa 185 Kilogramm entspricht. In diesem Anrechnungsgewicht ist der Abzug eines Verarbeitungsverlustes von 15 v. H. bereits enthalten, so daß weitere Abzüge nicht zulässig sind. Beträgt jedoch das Lebendgewicht eines zur Hausschlachtung bestimmten Schweines mehr als 200 Kilogramm, so darf nicht das einheitliche Anrechnungsgewicht, sondern nur das tatsächliche Gewicht zugrundegelegt werden. Das Landesernährungsamt hat daher angeordnet, daß bei Stellung eines Antrages auf Hausschlachtung von Schweinen in jedem Falle die Feststellung des amtlichen Lebendgewichtes zu erfolgen hat. Liegt das festgestellte Lebendgewicht zwischen 185 und 200 Kilogramm, so ist das Anrechnungsgewicht von 125 Kilogramm zugrundezulegen. Die erfolgt die Anrechnung? Was das Anrechnungsverfahren betrifft, so gelten der Selbstversorger und die zu seinem Haushalt zählenden Personen mindestens für die Zeit mit Fleisch und Fett (außer Butter) als versorgt, für die das durch Hausschlachtungen erzielte Anrechnungsgewicht auf Grund der Personenzahl des Haushalts und einer Wochenration von 860 Gramm je Person und Woche reichen muß. Der Selbstversorgerrationssatz von 860 Gramm Fleisch und Schlachtfette insgesamt bei Hausschlachtungen gilt sowohl für Selbstversorger der Gruppe A als auch für Selbstversorger der Gruppe B, nicht aber für Selbstversorger der Gruppe C, vielmehr hat bei der Anrechnung des Bedarfs von Selbstversorgern der Gruppe C das Ernährungsamt von den normalen Rationssätzen auszugehen, die für die in der Anstalt, Kantine usw, verpflegten Personen nach den jeweiligen Bestimmungen gelten (also Normalverbraucher grundsätzlich die Genehmigung zur Hausschlachtung zu erhalten, es sei. denn, daß er bereits durch frühere Hausschlachtungen die ihm zustehende Gesamtmenge erreicht hat. Bei Selbstversorgern der Gruppe B muß aber als weitere Voraussetzung hinzukommen, daß der betr. Selbstversorger in den Hausschlachtungsjahren 1938/39, 1939/40 und 1940/41 bereits die gleiche Zahl von Hausschlachtungen vorgenommen hat. Sind in diesen Jahren keine Hausschlachtungen oder nur Hausschlachtun- gen geringeren Umfanges vorgenommen worden, so ist grundsätzlich die Genehmigung zu versagen. Lediglich wenn die Mästung des Tieres durch Futtermittel erfolgt ist, die dem Antragsteller ohne Zukauf zur Verfügung standen, kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, wobei die Zustimmung des zuständigen Ernährungsamtes, Abtl. A (Kreisbauernschaft), einzuholen ist. Als Futtermittel, die ohne Zukauf zur Verfügung standen, gelten auch Futtermittel, die als Abfälle gesammelt oder als Entgelt für geleistete Arbeit in der Landwirtschaft erworben wurden. Die letztere Bestimmung, die bereits in früheren Jahren bestand, ist insoweit verschärft, als in diesem Falle die Ausnahmegenehmigung lediglich dann erteilt wirb, wenn sich die geleistete Arbeit in der Landwirtschaft während des Kalenderjahres 1941 über mindestens 50 volle Arbeitstage erstreckt. Nur bei Arbeitern, die eine Siedlung neu beziehen, die für die Schweinehaltung eingerichtet ist und in der der überwiegende Teil des Futtermittelbedarfs selbst gewonnen werden kann, darf eine Hausschlachtungsgenehmigung auch dann erteilt werden, wenn Futtermittel zugekauft worden sind, vorausgesetzt, daß ein wesentlicher Teil der notwendigen Futtermittel selbst erzeugt wurde. Der Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft weist ausdrücklich darauf hin, daß im Hinblick auf die notwendige Sicherung der Futtermittelversorgung weitere Ausnahmen auch aus noch so einleuchtenden Billigkeitsgründen nicht gewährt werden können, insbesondere begründet die Abgabe von Futter (Kraftfutter, Kartoffeln, Küchenabfälle usw.) an andere Personen, die selbst Schweine, Rinder, Kälber und Schafe halten und mästen, für den Abgebenden keinen Anspruch auf Genehmigung einer Haus- schlachtung der mit diesen Futtermitteln gemästeten Tiere. Die sogenannte Pensionsschweinehaltung ist damit unterbunden. Was übrigens den Einkauf von Hausschlachtungsschweinen durch nicht landwirtschaftliche Selbstversorger betrifft, so sei darauf hingewiesen, daß die Anordnung Nr. 18 des Diehwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau' vom 28.10.1940, wonach Einlegeschweine ein Gepricht von 60 Kilogramm nicht überschreiten dürfen, nach wie vor in Kraft ist. Bei nichtlandwirtschaftlichen Selbstversorgern (Gruppe B) können nur Binnenschiffer von dem Erfordernis des Selbsthaltens und Selbstmästens des Tieres befreit werden, da bei der Eigenart des Berufes dieses Personenkreises ein Selbsthalten und Selbstmästen des Schweines in der Mehrzahl d:r Fortgeschrittene) ..... • Förderlehrgemeinschaft „Don der Hilfskraft zum Buchhalter" (180 Stunden) (Gebühr kann in Raten gezahlt werden.) Aus -er Kinderstube des Films Von Geno Ohlischlaeger. ^Qußbeutel machte der Kapellmeister die untermalende Musik dazu. Daß die Filmkapellmeister es nicht leicht hatten mit der musikalischen Illustrierung der Filme, ist erklärlich; wir verstehen daher, wenn ein Kritiker sich einmal mit diesem Problem beschäftigt und Ratschläge erteilt. Im Anschluß an eine Filmbesprechung führt er aus: „Die vom Kapellmeister gewählte Begleitung (er spielte einen Satz aus „Peer Gynt" von Edvard Grieg) erwies sich als glänzender Griff, denn der tonmalerischen Wirkung dieses wundervollen Werkes kann sich auch das unbewußte Publikum nicht entziehen ... Bekannte Melodien zerfallen in aogeklapperte und in solche, die bereits im Bewußtsein des Hörers einen bestimmten Sinn angenommen haben: ,Du, du liegst mir im Herzen', .Kommt ein Vogel geflogen' (Gerichtsvollziehermarke), ,Jch weiß nicht, was soll es bedeuten' und andere. Sie sind mit Glück und oft fabelhafter Steigerungskraft der komischen Wirkungen für lustige Bilder in passender Zusammenstellung* zu verwenden. Unbekannte gediegene Musik beschäftigt das Ohr, ohne abzulenken. Darum sollten Tonmaler wie Grieg, St. Säens und symphonische Sätze unserer Klassiker öfter benutzt werden." Die Fragen der Filmmusik, die der sachverständige Kritiker hier schon 1909 ausführlich untersucht, haben für die Kapellmeister des stummen Films noch lange große Bedeutung gehabt. Nicht fortzudenken ist vom Urkino der Herr Erklärer. Das war der Mann, der in jeder Vorstellung vorn an der Leinwand stand und dem Publikum die einzelnen Szenen erklärte. Er bekam zwar ursprünglich einen Text in die Hand gedrückt, aus dem er sich über den Inhalt des Films informierte. Aber welcher Erklärer hielt sich an diese nüchternen Worte? Er erfand sich selbst die begleitenden Sätze, und so wurde er zu einer wichtigen Persönlichkeit, zu einem selbstschaffenden Conferencier. Und oft ereignete es sich, daß die Worte des Erklärers dem Publikum mehr Spaß machten als der Film selbst. Daher wurde der Erklärer als Typ sehr bald populär. Leute mit Mutterwitz hatten hier ein dankbares Betätigungsfeld, und es ist verständlich, daß gerade unter den Berlinern, die ja im allgemeinen nicht auf den Mund gefallen sind, sich manches .Original' von Erklärer fand. Manchmal war der Erklärer auch gleichzeitig Kontrolleur. Wenn dann der sechste Akt eines großes Dramas zu Ende war und es langsam (damit die Liebespaar Zeit fanden, auseinanderzurücken) hell geworden war, dann schmetterte der Erklärer seine Mahnung „Billett Nummer eins ist abgelaufen" in den Saal. Eines Erklärers entsinne ich mich noch, der besonders lustig anzuhören war. Dabei wußte man aber bei ihm nie, ob er „Witze" machte oder ob er selbst glaubte, was er sagte. Einmal gab es einen Film aus dem Leben der Königin Luise. Auf der Leinwand erschien die Königin nach der Schlacht bei Jena, und sie meinte sehr. „Und nach der Schlacht bei Jena", ließ sich der Erklärer vernehmen, „da weinte die Königin Luise furchtbar. Und S. M. der König umfaßte liebevoll seine Gemahlin, I. M. die Königin, und tröstete sie und sagte: „Na laß man, Luise, es kommt ja noch die Schlacht bei Leipzig; da werden wir's dem Napoleon schon geben!" der verschiedenen Altersgruppen unter Berücksichtigung etwaiger Schwer- und Schwerstarbeiterzulagen, Lang- und Nachtarbeiterzulagen usw.). Neu gegenüber den früheren Bestimmungen ist, daß die Anrechnung aus Hausschlachtungen des Hausschlachtungsjahres 1941/42 bei allen Selbstversorgern nicht über den 29.11.1942 hinaus erfolgen falt. . (Schluß folgt.) Gießener Konzertring -1941/42. Im Hinblick auf das 150jährige Bestehen des Gießener Konzertvereins hat der Gießener Kon- zertnng für die Spielzeit 1941/42 ein besonders liebevoll zusammengestelltes Programm in Aussicht genommen. Es sind insgesamt zwölf Konzerte geplant, darunter sechs Orchester-Konzerte; in diesen wirken Professor Dr. Temesvary und Kapell- meister Otto Göllner als Dirigenten, für zwei Konzerte wurde außerdem Professor Hermann Abendroth als Gastdirigent gewonnen. Es wurden neben Abendroth noch eine Reihe hervorragender Solisten verpflichtet: Prof. Franz Bruck- bauer (Violine), Wilhelm Backhaus (Klavier), Guila Bustabo (Violine), Gertrude Pitzinger (Gesang), Tiana Lemnitz von der Berliner Staatsoper (Gesang), Professor Elly Ney (Klavier), Georg Kuhlmann (Klavier), Vasa P r i» hoda (Violine), Waltraut Schüttler (Violine) und Prof. Rudolf Metzmacher (Cello); weiterhin ist ein Konzert des Quartette di Roma vorgesehen, das Werke von Beethoven, Haydn und Hugo Wolf spielen wird. Zur 150-Jahrfeier des Konzertvereins werden im Marz kommenden Jahres zwei Jubiläumskonzerte stattfinden; auf dem Programm stehen u. a. Werke von Bach und Bruckner, sowie eine Serenade des Gießeners Gustav Adolf Schlemm. Eines der Orchesterkonzerte unter Abendroth bringt Werke von Mozart. Backhaus spielt Bach, Schubert, Brahms und Chopin. Für das am 6. November stattfindende erste (Orchester-) konzert unter Leitung von Kapellmeister Söllner und mit Prof. Bruckbauer (Violine) als Solisten ist folgendes Programm vorgesehen: Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 4; Brahms, Violinkonzert D-dur; Beethovens V. Symphonie. Was verzeichnete die Presse so vor einem Diertel- jahrhundert, als der Film begann, eine Großmacht des Vergnügungslebens zu werden, an Sensationen? In Wien: zwei aufsehenerregende Prozesse. Ein Student Hosek hat aus ideellen Gründen Banknoten gefälscht und wird von den Geschworenen freigesprochen! — Der Leutnant Hofrichter wird beschuldigt, aus gekränktem Ehrgeiz eine große Anzahl seiner Kameraden mit Zyankali vergiftet zu haben. — In Illinois: 478 Bergleute verschüttet. — Und in Berlin: Das „Lustspielhaus" veranstaltet zum erstenmal eine Sonderveranstaltung für Schauspieler, im Parkett sieht man von heute noch bekannten Namen Anna Müller-Lincke, Joseph Giam- pietro, Guido Tielscher, Arnold Rieck. Das Theaterleben steht in voller Blüte, wie der Anzeigenteil der Tageszeitungen verrät. Am Kabaretthimmel sind Gussi Holl, jetzige Frau Jannings, und Claire Waldoff ausgehende Sterne. Die Tanzlokale laden zum „Ball tout chic" und zum „Kavalierball". Daß eine Flugzeugfirma inseriert: „Wright-Flug- maschinen, deutsches Fabrikat, mit 30 PS, 4 Zylinder, Original Wright-Motoren, wassergekühlt. Bei günstiger Witterung Unterricht im Fliegen, darf man wohl auch zu den „Vergnügungs"-Anzeigen Und der Film? Die Filme waren kurz und meistens lustig. Und es gab schon „Tonfilme"! Allerdings nicht im heutigen Sinne, sondern mit Schallplatten und Grammophon. Die Titel der Filme waren eigenartig, aber so komisch, wie die Titel vermuten lassen, waren denn doch nicht alle^ Filme (man sagte übrigens damals nicht „Filme", sondern „Films"): es gab auch ernste und ernst zu nehmende! Wenn wir hier einige Filmtitel nennen, so müssen wir dabei betonen, daß sie sich wirklich so in den Anzeigen der Fachzeitschriften der Kinematographie finden und nicht etwa, so erheiternd sie auch zum Teil anmuten, von uns als Parodien erfunden worden sind; so lauten Filme z. B.: „Nr. 2145: Die Nase des Prinzen Fridolin, kolo- liert, 215 Meter, Gesamtpreis 277,50 Mark." „Nr 2149: Die Frau soll nicht arbeiten, humoristisch, 83 Meter". „Nr. 1750: Warum der Krieg? Zeitgemäßes Drama, 176 Meter." Nr. 2153: Roman der Schwester Luise, ergreifendes Drama, 280 Meter." Man bietet an: „Ich bin alt, aber noch mächtig forsch", Länge 55 Meter. Engl. Männercouplet von zwerchfellerschütternder Wirkung, das ganze Publikum lacht mit." Oder: „Raus.mit dem Naß aus dem Faß , Trinklied aus Alessandro Stradella, 65 Meter, bunt bewegter, kurzer, aber dankbarer Film." Die Theaterbesitzer müssen aufmerksam werden, wenn sie lesen: Achtung! Achtung! Was wollen und müssen die Theaterbesitzer? Sie müssen ihre Programme selbst aussuchen! — Oder: Bei uns finden Sie 57 großartige Filmneuheiten im Werte von 11 000 Mark. Darunter 21 dramatische, 24 humoristische, 12 interessante und belehrende Sujets außer den Tonbildern. Programm in jeder Preislage von 50 bis 300 Mark. Die damaligen Filme wurden zum Teil als „Tonfilme" mit Schallplatten geliefert, zum Teil Anmeldungen können noch bis spätestens am Tage des Beginns angenommen werden. Sie sind auf der Dienststelle der DAF., Gießen, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 4, abzugebem Die Gebühr ist mit- zubringen. Für folgende Lehrgemeinschaften, die ebenfalls m Kürze beginnen werden, können auch noch Anmeldungen angenommen werden: Technisches Zeichnen, Stufe I — Einführung (Esten und Metall). . Technisches Zeichnen, Stufe II — Fortgeschritten« «(Eisen und Metall). Technisches Zeichnen, Stufe IN — Weitersortgeschr. (Eisen und Metall). Technisches Zeichnen, Stufe IV — Konstruktwns- zeichnen (Esten und Metall). Technisches Rechnen, Stufe I — Einführung (Esten und Metall). . Technisches Rechnen, Stufe N — Fortgeschritten« (Eisen und Metall). Elektrotechnik, Stufe I — Einführung. Elektrotechnik, Stufe II — Fortgeschrittene. Fachzeichnen, Stufe I (B a u). Fachrechnen, Stufe I (B a u). Weitere Lehrgemeinfchaften und Dortragsrechen sind in Vorbereitung. Der kostenlose Arbeitsplan kann angefordert werden. Auskunft und Anmeldung bei der DAF., Hauptstelle für Berufs^rziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstr. 18, 1. Stock, Zimmer 4. 4289D Siehen-Klein-Lindeir. In der Badezeit 1941 wurden an der hiesigen Volksschule 19 Freischwimmer, und 12 Fahrten- schwimmerzeugnisse für Schüler der oberen Klassen ausgestellt. Von den 19 Freischwimmern sind 12 Knaben und 7 Mädchen; von den 12 Fahrtenschwim- mem sind 8 Knaben und 4 Mädchen. Seit Einführung der Schwimmzeugnisse an der hiesigen Volksschule im Jahre 1935 wurden bis heute 100 Frei- und 23 Fahrtenschwimmerzeugnisse an Dolksschü- ler aus gegeben. Die zu Ostern 1941 entlassenen 12 Knaben waren sämtlich im Besitz des Freischwimmerzeugnisses, 5 von ihnen hatten außerdem die Bedingungen des Fahrtenschwimmerzeugnisses erfüllt. Urtier den zu Ostern entlassenen Mädchen waren 6 Frei- und eine Fahrtenschwimmerin. Wäh- ren des Sommers war das hiesige Schwimmbad von insgesamt 383 Schulkindern, nämlich 355 Knaben und 28 Mädchen, im Rahmen des pflichtgemäßen Schwimmens besucht worden. Der Schwimmunterricht lag in den Händen eines der hiesigen Lehrer. 1 Strafkammer Gießen. Der S). D. aus Büdingen hatte sich wegen Urkundenfälschung und Beleidigung zu verantworten. Er hatte im Jahre 1939 gefälschte Privaturkunden angefertigt und von ihnen zum Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht. In 13 Fällen hatte er nämlich für Rechnung anderer Leute Bestellungen bei auswärtigen Firmen aufgegeben. Er bestellte einen Kleppermantel, 5 Samenpakete, 15 Tonnen Oppauer Düngemittel, einen Rollschrank, einen Kos- mosbaufaften, ein Brockhaus-Lexikon, Fleischwaren und schickte an verschiedene Personen unfrankierte Briefe, in denen entweder ein Stück Papier, ein Stück Kordel oder sonst etwas Wertloses enthalten war. Fortgesetzt beleidigte er auch eine Frau, indem er dieser bei jeder Begegnung „blöde Tilll zurief. Der Angeklagte war in vollem Umfang geständig. Er gab zu seiner Entschuldigung an, er sei arbeitslos gewesen und habe gehofft, auf diele Weise in irgendeine Anstalt zu kommen. Der Sachs verständige bezeichnete den Angeklagten als einen in der geistigen Entwicklung zurückgebliebenen.Menschen,' der zwar nicht geisteskrank, aber vermindert zurechnungsfähig fei; er gleiche geistig einem 12- bis 14jährigen Schüler. Der Anklagevertteter bean* tragtt eine Gesamtgefängnisstrafe von acht Monaten und Einweisung des Angeklagten in eine Heu* und Pflegeanstalt. Der Angeklagte wurde wegen einfacher Urkundenfälschung in 13 Fällen sowie wegen Beleidigung zu einer Gesamtgefängniss ft r a f e von fünf Monaten verurteilt und seine Unterbringung in einer Heil- und ißflegean* statt angeorbnet. Dem Angeklagten wurde der Schutz des § 51II StrGB. (vermindert zurechnungsfähig) zugebilligt. _ diesem Kreis vor allem die landwirtschaftlichen Arbeiter, Gesinde usw., auch die in der Verwaltung landwirtschaftlicher Betriebe (Domänen, Saatzuchtbetriebe usw.) beschäfigten Personen, nicht über Handwerker auf dem Lande. Unter welchen Voraussetzungen wird die Haus- schlachtungsgenehmiguug erteilt? Voraussetzung für die Genehmigung einer Hausschlachtung ist für alle drei Gruppen, daß das zur Hausschlachtung bestimmte Tier eine angemessene Zeit — Schweine mindestens 3 Monate — selbst gehalten und gemästet worden ist. Während bisher die Angehörigen der Gruppe A ohne besondere Voraussetzungen hausschlachten konnten, ist jetzt die bereits früher einmal geltende Vorschrift wieder eingeführt, wonach auch der landwirtschaftliche Selbstversorger das zur Hausschlachtung bestimmte Tier selbst gehalten und eine gewisse Zeit gemästet haben muß. Eine Ausnahme von dieser Bestimmung gibt es nur in folgenden Fällen: Bei Selbstversorgern der Gruppe A ist eine eigene Haltung und Mästung durch den Selbstversorger nicht erforderlich, 1. wenn die zur Hausschlachtung bestimmten Tiere als Deputat, Altenteil ober nach Art eines Altenteilers empfangen wurden; 2. wenn aus zwingenden, von der Abtl. A des Ernährungsamtes (Kreisbauernschaft) bescheinigten Gründen eine Eigenhaltung und -Mästung nicht möglich ist (z. B. weil kein Stallraum oder bei Grünlandbetrieben — keine ausreichende Ackerfläche vorhanden ist). fir der. ^uchttee M 'm?.yybeutel 6/1 SJ.-fpori Ein Korl 275 A aanfmö BEZIRKSSPARKASSE IPHJOEIR 4320 D y Man verlange. Puddingpulver Reese-Gesellsdiaft.Hdmeln DEUTSCHER SPARTAG 30.OKTOBER Füße erhitzt, überangestrengtz brennend? e. • Johann A. Wülfing Berlin SW 68 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstatte Kurt Kling form.Befler Nacht. BandadüteomeliL Mark tetr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Mehr Freude an der Natur durch Äermühter-Bücherk Kleine Anielgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Dir ui: Kleinan- zeigen in die Hei- matzeitung, den BießenerAnieigei —_. Giesser, Friedrichstr? - Lieferant aller Kassen ANlMALINmitD-VITAMIN USTIERE Rheumafranfe! 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Bei der derzeitigen Spielstarke der Sportfreunde dürfte Ehringshausen kaum um eine Niederlage herumkommen. Ein Unentschieden wäre schon ein Erfolg. Burgsolms — Naunheim. Burgsolms, das sich schon immer auf eigenem Platz gut behaupten konnte, wird auch in diesem Spiel gegen die z. Z. spielstarken Naunheimer den Kampf nicht verloren geben. Die größere Sviel- erfahrung Naunheims sollte jedoch genügen, einen Sieg sicherzustellen. Terminliste (Vorrunde) der Klasse I 26.10.: Naunheim — Luftwaffe Gießen; 1900 — Burgsolms. 2.11.: Luftwaffe — DfB.-Reichsbahn; Burgsolms — Ehringshausen; Naunheim — Sportfr. Wetzlar. 9.11.: Ehringshausen — Naunheim. 16.11.: 1900 — Luftwaffe; Naunheim — VfB.- Reichsbahn; Burgsolms — Sportfr. Wetzlar. 23.11.: DfB.-Reichsbahn — Burgsolms; Sportfr. Wetzlar — Luftwaffe; Ehringshausen — 1900. 30.11.: Ehringshausen —BfB.-Reichsbahn; Burg- solms — Luftwaffe: 1900 — Naunheim. 7.12.: BfB.-Reichsbahn — Sportfr. Wetzlar. 14.12.: Luftwaffe — Ehringshausen; Sportfr. Wetzlar — 1900. Gpielvereinigung 1926 Leihgestern. Die 1. Jugend der Spielvg. 1926 Leihgestern weilt am kommenden Sonntag in Großen-Linden. Gegner ist die 1. Jugend des dortigen Turnvereins. Leihgestern wird dieses Derbandsspiel mit derselben Mann- schäft bestreiten, mit der es am vergangenen Sonntag in Ällendorf (Lahn) erfolgreich war. Nach den von beiden Mannschaften bisher gezeigten Leistungen müßte ein Sieg von Leihgestern sicher sein. Die zweite Jugend hat sich in ihrer Gruppe nach Abschluß der Vorrunde an die Spitze der Tabelle gesetzt. Am kommenden Sonntag ist sie spielfrei. Handball. (5rüningen — Holzheim. Eine Vorhersage für dieses Lokaltreffen ist sehr schwierig. Obwohl die Platzmannschaft im letzten Treffen Sieger blieb, ist diesmal die Lage für sie anders. Grüningen muß das Spiel mit Ersatz be- 15 h ßtimcip laft Sos auf e lastifch^m Flanell ( in jed&r Flpothefe fdjufccn herausgeschossen. Die 1. Ehrenscheibe errang Kamerad Karl Schneider, die zweite Kamerad Walter König und die dritte der Jungschütze Fritz Helfenbein. Im Laufe des Nachmittags versammelten sich die Angehörigen der Schützen und Jungschützen auf dem schönen Waldschießstand. Dort nahm der Vereins- fuhrer Eduard Gondner die Königsproklamation und die Preisoerteilung vor. Dann gab er einen kurzen Rückblick über die Tätigkeit des Vereins in den verflossenen 15 Jahren, dankte den Gründern und Mitgliedern, die über 10 Jahre dem Verein ongehören, für ihre Treue und brachte ein Dank- und Anerkennungsschreiben des Gaufchützenführers zur Verlesung. Fußball-Meisterschastsspiele. _ DfB.-Reichsbahn — 1 900. opo*tfr. Wetzlar — Ehringshausen. Burgsolms — Naunheim. Mit diesen Begegnungen am kommenden Sonn- m _nevmen die Meisterschaftsspiele in der Staffel Gießen-Wetzlar ihren Anfang. Die Gießener Ver- eine, die eigentlich in den Kreis Wetterau gehören, hat man mit Rücksicht auf die hohen Fahrtkosten wieder in die Staffel Gießen-Wetzlar eingereiht. In dieser Staffel spielen: VfB.-Reichsbahn, 1900 Siegen, Luftwaffensportverein, Sportfreunde Wetzlar, Burgsolms, Naunheim und der Meister der Kl. 2 Ehringshausen. Leider vermißt man die Mannschaft von Watzenborn-Steinberg, die zu diesen L-pielen nicht gemeldet hat. VfB. - Reichsbahn — 190 0. Während die Luftwaffe pausiert, stehen sich auf dem Waldsportplatz die beiden Gießener Vereine im ersten Punktspiel gegenüber. Mit Recht sieht man diesem ersten Meisterschaftskampf mit großer Spannung entgegen, da es immerhin noch mög- lich ist, daß von beiden Vereinen eine starke Mann- fchaft gestellt werden kann. Eine Voraussage für dieses Spiel zu geben, ist sehr schwer, da bis zur Stunde die Mannschaftsaufstellungen noch nicht vor- liegen. Jedenfalls ist mit einem spannenden Kampf 3U rechnen, der erst mit dem Schlußpfiff entschieden sein sollte. Da hilft allen, die viel gehen und sieden mOffen, rasch Efasit-Fußpuder. (£r trocknet, beseitigt übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Llasen, Brennen, Wundlaufen. hervorragend für Massage! Für die sonsiige Fußpflege- Efasit-Fußbad, -Creme u. -Tinctur^ Streu-Dose 75 pfq. Nachfüllbeutel 50pfg_ 3» Apotheken, Drogerien «. Fachgeschäften erhältlich. Schühengesellschast 1926 Gießen. Die Schützengesellschaft 1926 Gießen hielt ihr diesjähriges Konigschießen mit einem Jubiläums- schießen anläßlich des 15jährigen Bestehens des Vereins ab. Nach kurzen Worten des Vereinsführers Eduard Gondner begann das übliche Schießen auf den Adler, der in 100 Meter Entfernung mit Großkalibcr von der Stange heruntergeschossen wurde. Es gab einen harten Kampf der Schützen denn von dem Adler war schließlich nur noch ein kleiner Teil an der Stange hängengeblieben, der oon Kamerad Hans Götz heruntergeschossen wurde. §r wurde somit Schützenkönig für bas Jahr 1941/42 Erster Ritter wurde Kamerad Ludwig Schnei- der, zweiter Ritter Kamerad Karl Hartmann. Mit dem Königschießen der älteren Schützen schoß auch die Jugendabteilung ihren König heraus, und zwar mit Kleinkaliber 50 Meter Zwölfer-Ning- vcheibe in den drei Anschlagsarten. Zehn Jungschützen standen im Kampfe, der mit dem Siege des Üungschutzen Peter Dunkel mit 140 Ringen mdete. Er wurde somit Schützenkönig der Jung- Rützen für das Jahr 1941/42. Nächstbester Jung- ütze war Wilfried K r ö ck mit 139 Ringen. Anläßlich des 15jährigen Bestehens der Schützen- lesellschaft hatte diese einen schönen silbernen Jubi- laums-Wanderbecher gestiftet, der jedes Jahr beim jkönigschießen mit 5 Schuß Großkaliber auf 100 Meter herausgeschossen wird. Der Becher geht in leffen Besitz über, der ihn dreimal geschossen hat den Wanderbecher schoß mit 54 Ringen Kamerad Wilhelm B a r t m a n n. Schließlich wurden noch zwei Ehrenscheiben für lie Schützen und eine Ehrenscheibe für die Jung- So beurteilt der Arzt Trlneral-Ovaltabletten „DieTrineral-Ovaltabletten tour- ___ den an ein. groß. $ranfenmaterial der „Medizin. Poliklinik d. deutsche Ä’ä&Mr Karls - Universität" erprobt. Die Wirkung trat regelmäßig u. rasch ein. Die Tabletten laßen sich leicht schlucken iu werd. gerne genomiüen. Selbst bei Verwendung: groß. Mengen trat, unangenehme Nebenwirkungen in keinem Falle auf. Jnsbes. derurs. sie keinerlei Magenbeschwerden." pr. med. Gotsdi, 20.12. 40 Bet Glieder- u. Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma, JSchtas, Herenschuh, Erkältungskrankheit., Grivve, Nerven» nnd Kopfschmerzen helfen dte hochwirks. Trtneral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen- u. Darmemvftndlichcn bestens vertragen. Machen Sie sofort einen Versuch! 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Der Topf ftel um und ein Teil seines heißen Inhalts ergoß sich über das Kind, das so schwer verbrüht wurde, daß es nach einigen Tagen im Lauterbacher Krankenhaus verstarb. Gießener Vortragsring (Iiltirelle Vereinigung • Goethe-Bund - Volksbildung^- lütte Gießen in d. NS.-Gemeinseh. Kraft durch Freude) Montag, den 20. Oktober 1941, abends 7.16 Uhr, Neue Aula der Universität 4149d Lichtbildervortrag von DR. WILHELM RÜDIGER 5)as (flauen im neuen Stcicft Kartenverkauf Saalkasse Bekanntmachung. diesjährige herbslstenolypislenprüfung und tvhschriflprüfung (Geschäftsstenographenprüfung) findet am 16. Jlooember 1941 statt. Es werden fol- lente Prüfungen durchgeführt: f' Anfängerprüfung in Kurzschrift (120 Silben), Kurzschriftprüfung (früher Geschäftsstenographenprüfung) 150 Silben und mehr bis 300 Silben, ( । Stenotypistenprüfung ab 150 Silben, Prüfung im Maschineschreiben. , Ansage: 180 Anschläge in der Minute. e Anmeldung zu dieser Prüfung hat vom 20. OF- bis 1. November 1941 auf unserer Dienststelle ®4en, Lonystraße 7, zu erfolgen. Anmeldevor- Ws sind bei uns erhältlich. 4314D Industrie- und Handelskammer zu Gießen. Sicher Herbstmarkt Schweine- und Krämermarkt Mittwoch, den 2 2. Oktober 1941 ,lu7em Sportplatz an der Nieder-Bessinger Straße. «tftriebszeit von 8.30 bis 9 Uhr. J« Beschickung des Viehmarktes sind die seuchen- t^Zkilichen Vorschriften zu beachten. 43110 den 13. Oktober 1941. Der Bürgermeister! Geil. 2 Mondamin-Flaschenmilch ist nahrhaft und leichtverdaulich. Man bereitet sie als Dünn- oder Saurrmilch, die auch vom Arzt empfohlen wird: Mondamin-Halbmilch: 1/2 Liter Wasser, 1/2 Liter Milch, 30 g Mondamin, 20 g Zucker. Mondamin in dem Wasser verrühren und unter Rühren 2-3 Minuten kochen lassen. Den Drei durch ein Sieb streichen und die verdampfte Flüssigkeit mit ab- gekochtem Wasser wieder zu 1/2 Liter auffüllen. Zucker und Milch dazugeben und den Brei noch einmal aufkochen lassen. Bei Darm- empftndlichkeit der Kinder kann statt Kochzucker auch Nährzucker verwendet werden. Es empfiehlt sich, die notwendige Tagesmenge aus einmal zu kochen und auf die Flaschen zu oertetlen. Die Milch wird bis zum Gebrauch in den Kühlschrank oder in kaltes Wasser gestellt. MONDAMIN erhalten Sie auf die X-Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder b:'S zu 6 Jahren ö 1 w Hansaplast Ein Bakteriologe stellte fest: Dos Antiseptikum, mit dem das Mullkissen beim Hanse» plast getränkt ist, wirkt in hohem Maße keimtötend. Diese Eigenschaft wird von der Wissenschaft eil» .4bezeichnet. Dos wirksame Mullkissen bewirkt, da® »die Wunde sich nicht durch eingedrungene Kronkheits- und Entzündungserreger verschlimmern kann, und da® sie deshalb schneller heilt. 5 Gründe sprechen außerdem für Hansaplosh • Hansaplast sitzt unverrückbar fest, > es schließt die Wunde staubdicht, • läßt aber die heilungfördernde Luft herort, ♦ stillt das Blut und ♦ schützt die Wunde vor schmerzhafter Berührung? Inhaltlich In preiswerten Packungen- Jedem das Seine! tpr «Mch-Drod i DuntmaW Die Seifenkarte läßt eine wahl- weiseEntnahmevon„MrascA/>(//ye/' für Weiß-, Grob-und Buntwäsche” oder „Waschmittel für Feinwäsche" zu. Diese Regelung wurde ge- • troffen, um den verschiedenartigen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Eine solch großzügige Handhabung setzt aber voraus, daß jeder das „Waschmittel für Feinwäsche” nur für die Feinwäsche und das „ Waschpulver für Weiß-, Grob- und Buntwäsche” nur für das dafür vorgesehene Waschgut benutzt. Jede einseitige Entnahme gefährdet die elastische Einteilung und schädigt das Allgemeininteresse. Aber auch rein sachlich gesehen ist eine einseitige Bevorzugung eines Waschmittels durchaus un- angebracht.Die deutsche Industrie hat für jedes Waschgut das unter den heutigen Umständen bestmögliche Mittel geschaffen. 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