Donnerstag, 18. September 1941 Gietzener Anzeiger (neu tn9er General-Anzeiger für Gberhessen •mit y werden hen nach Osten fort. In den erfolgreichen Kärnp- tn wurden auch an diesem Tage zahlreiche Ge- R ^zugreifen. Im Abwehrfeuer der ungarischen Trup- "ohm.; n brach der bolschewistische Angriffsversuch unter * kampfwagen. Das Eichenlaub für Oberleulnani Aordmann Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: General- Sirkunasvolle Lnstangnffe aus Häsen und Schisse <1 raucht, lest' Ernste Besorgnisse in London englischen Nachrichten- •ääVs 1Siebebe . &r| 'IV und auf das Hen istrit" die nen. Sfcm erg 6:7. 4:3. Zchriftlewmg ent Seschäftrstelle: «etze«.5ch»lftratze7-9 (H. Jahrgang Nr. 222 erscheint täglich, außer bonntags und feiertags Beilagen: Sießener Kam ilienb lütter Heimat rmBild-DieSchoüe Bezugspreis: Berlin, 17. September. (DNB.) Während der Kämpfe in den Verteidigungsanlagen vor Leningrad gelang es einer deutschen Infanteriedivision, nach hartem Kancpfe in einen von den Sowjets stark befestigten Park einzubrechen. Durch konzentrisches Artilleriefeuer und Einsatz schwerster Panzerkampfwagen versuchten die Bolschewisten das weitere Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten. Sämtliche bolschewistischen Gegenangriffe wurden jedoch unter schwersten blutigen Verlusten, für die Sowjets abgeschlagen. Die kriege aushungern zu können. Kübel von Spott und Hohn ergossen sie über uns, als wir mit Lebensmitteln und Rohstoffen von Anfang an haushälterisch umgingen. Der Erfolg war aber, daß Deutschland der Hungerblockade trotzte. Dafür hat der deutsche Handelskrieg den Engländern eine andere Ueberrafchung gebracht. Sie, die jede deutsche Einsparungsmaßnahme mit hämischen Schmährufen begleiteten, müssen sich heute genau so einschränken wie wir — ja auf manchen Gebieten haben sie weniger zuzufetzen als wir Deutsche. Nach einem Stimnrungsbild über das Londoner Alltagsleben, das in Göteborgs Handels- und Schifffahrtszeitung erscheint, herrscht in der englischen Hauptstadt größter Mangel an Eiern, Milch und Butter. Gewisse Sorten von frischem Obst, wie z. B. Apfelsinen und Bananen, fehlen völlig; in den Gaststätten ist kaum mehr Käse zu bekommen. In den Restaurants bekommt man nur ein Gericht. Zigaretten sind meistens nicht zu haben, auch Pfeifentabak ist gerade zu Ende, wenn man danach fragt; Zigarren sind sehr teuer und meist auch aus- oerkaust. Schokolade und Keks sind nur schwer zu haben. Wenn man eine Zeitung haben will, muß man sehr früh aufstehen. Die Rationierung trifft am meisten die privaten Haushalte; infolgedessen suchen die Leute in den Restaurants ihre Rationen aufzufüllen, aber vor den billigen Gaststätten muß man sehr lange Schlange stehen, um überhaupt einen Platz zu bekommen. Die Preissteigerung macht sich auch in den Lokalen immer mehr bemerkbar. Nur der Standard der Luxusrestaurants ist wie in Friedenszeiten. Hier könne man Austern sowohl wie auch Froschschenkel bekommen. Deutsche Fernkampfartillerie nahm in der Nacht zum 17. September Schiffe eines britischen Geleitzuges vor Dover unter Feuer. Die Schiffe hatten versucht, im Schutze der Dunkelheit den Kanal zu passieren. Das Feuer zwang sie, mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der britischen Küste abzudrehen. Krüger" verfolgen. Sondern: wenn hier in diesem Zusammenhänge von Kultur, von Kunst, von den schönen Dingen und den lieblichen* Gefühlen die Rede ist, dann denken wir nicht zuerst oder im Be- sondern an Schöpfungen, die, auf welchem künstlerischen Felde es auch sein mag, kämpferisch, zeitgemäß oder sonst irgendwie, auf das gegenwärtige Kriegsgeschehen bezogen, bedeutungsvoll oder womöglich unentbehrlich genannt werden können. Wir denken vielmehr an die Kunst unseres Volkes überhaupt und allgemein, sie sei uns nah oder fern, klassisch oder gegenwärtig, wenn sie nur die untrüglichen und zeitüberdauernden Echtheitsmale schöpferischen Wesens uni) Wirkens an sich trägt. Denn es ist zu bedenken — und gerade heute nützlich und nötig, sich dessen zu erinnern —, daß man das, was Kunst heißt, die reichste und edelste Blüte der Kultur eines Volkes also, nicht einfach vergessen und verwelken lassen kann, während die Nation zum Kampfe um Sein oder Nichtsein angetreten ist. Kunst ist nicht etwas, dessen man sich für eine Weile entäußern, worauf man, wie auf den Luxus, für kurz oder lang verzichten kann, weil es uns gegenwärtig nicht besonders wichtig oder zeitgemäß vorkommt. Kunst — wofern sie nur echt und unbezweifelbar iift — kann nicht über Nacht ihres ewigen Sinnes und Wertes im Leben eines Volkes entkleidet werden. Viele der Besten, die heute im harten und siegreichen Kampfe stehen, können, so lauge sie kämpfen, nicht daran teilhaben. Aber der Kampf wird ja nicht zuletzt um die Verteidigung und Erhaltung jener Werte und Lebensmächte geführt, die wir die deutsche Kultur nennen, — auch um die deutsche Kunst also, die deutsche Dichtung, die deutsche Musik. Das kann uns in keiner Phase dieses Krieges eindringlicher und erschütternder zum Bewußtsein kommen als in den Tagen, da die deutsche Wehrmacht zur entscheidenden Auseinandersetzung mit dem im tiefsten Grunde kulturfeindlichen, kulturzerstörenden Bolschewismus angetreten ist. Es kommt heute mehr denn je zuvor darauf an, in der Kunst, statt sie kurzsichtig und verständnislos als unzeitgemäßen Luxus zu betrachten, den unerschöpflichen und unzerstörbaren Brunnquell zu wissen, aus dem sich die besten und reichsten Kräfte der deutschen Seele speisen und fort und fort erneuern. Hier ist jener ewige Vorrat, aus dem wir immer wieder das Bewuß'fein unseres Wesens und unseres Wertes schöpfen, hier wurzelt unlöslich die beglückende, stärkende Verbindung mit der großen Vergangenheit, hier gründen sich Verpflichtung vor fren Heeres warfen auch am 16.9. die Sowjets »Iwärts des Dnjepr und setzten ihr Vor- Die Vorausabteilung einer deutschen Jnfanterie- oision brach in den Kämpfen am 14. September w Ehikz "Werin der fiairj Orisjni ftet begrüß dürfte, da man dort genau weiß, daß auf diese Weise nicht einmal ein Bruchteil des sowjetischen Kriegsbedarfs geschafft werden kann. Und viertens ist die brutale Offenheit, mit der den Sowjets die „unangenehme Schwächung" ihrer Kriegsmaschinerie vorgerechnet wird, bemerkenswert. Sie wird dem Genossen Stalin und seinen Spießgesellen sicher nicht sehr angenehm in den Ohren klingen. Im übrigen darf aber London ebenso wie Moskau versichert fein, daß die deutsche Wehrmacht inzwischen nicht erlahmen wird, die bolschewistische Kriegsmaschinerie weiter „unangenehm zu schwächen". Ein ungarischer Bericht. Budapest, 17. Sept. (Europapreß.) Zur Lage an der ungarischen Front wird festgestellt, daß ein major weiß, Kommandeur eines Infanterie- Regiments. Generalmajor der Polizei, ff-Brlgabe- führer Christian Schulze. Regimentskomman- deur in der ^-Pollzel-Divifion, Oberst Sieler, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Oberst Dr. Beyer, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Hauptmann Brux, Bataillons-Kommandeur in einem Schützen-Regiment, und Oberfeldwebel Hengst!er, Zugführer in einem Gebirgsjäger- Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Oberleutnant Eckardt, Gruppenadjutant in einem Rachtjagergefchwader, und Oberleutnant Lent, Staffelkapitän in einrin Nachtjagergefchwaders; ferner auf Vorschlag des Heeres an: Oberleutnant Steinhopf, Oberleutnant Beyer, Leutnant G e i f f h a r d t, Leutnant h u p p e r z und Feldwebel Schmidt. le die 1z Mering Zen ein:, Öaterlori Mellgebichr „ -.25 udb bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern itfolge höherer Gewalt weren blutigen Verlusten für die Sowjets zu- mmen. Im Südabschnitt der Ostfront durchbrachen 3m Seegebiet um England beschädigten kaimpfflugzeuge in der vergangenen Rächt in Tiefangriffen zwei große Frachter schwer, weitere Luft- oigriffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Moslküste der 3nsel fowie gegen mehrere Flug- Berlin, 17. September. (DNB.) Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 17.9. mit gutem Erfolg kriegswichtige Anlagen und militärische Ziele in der Südukraine an. Die Anlagen mehrerer Häfen an der Küste des Asowschen Meeres wurden erfolgreich bombardiert. Starke Brände dehnten sich rasch aus. Die Schäden find sehr erheblich. Im Schwarzen Meer wurde ein Sowjettransporter von 3000 BRT. schwer beschädigt Ein weiterer von 4000 BRT. und ein Handelsschiff von 4000 BRT. erhielten Volltreffer und blieben manövrierunfähig liegen. Auf einem sowjetischen Schlachtschiff der Marotklasse (23 600 BRT.) wurden drei Volltreffer erzielt. In der Dnjepr-Mündung wurden zwei Handelsschiffe von zusammen 10 000 BRT. durch Bombenvolltreffer in Brand geworfen. Bei Nachtangriffen auf einen sowjetischen Geleitzug im Westteil des Asowschen Meeres versenkten Kampfflugzeuge einen Transporter und trafen zwei Handelsschiffe von zusammen 2500 BRT. sehr schwer. Bei Operationen auf dem Ladogasee erhielt ein Handelsschiff von 8000 BRT. starke Beschädigungen. Ferner wurde ein Transporter ver- entt und drei weitere in Brand geworfen. Bei ihren Fortgang, der bisherige Raumgewinn ist bedeutend. Speziell vor der Front der Honvedttup- pen hat der Feind in den letzten Tagen unter Inanspruchnahme auch der Zivilbevölkerung in fieberhaftem Tempo feine »efe ft igungs ar bette n f ortzus etzen versucht. Zuletzt ließ sich aber dabei eine gewisse Stockung und Unsicherheit feststellen. Kraftlose Unternehmen des Feindes wurden von den Honvedverbänden ausnahmslos vereitelt. Einbruch in befestigten park vor Leningrad. OstwärtsdesDnjeprweiterimBormarsch tj ^Berlin, 17. Sept. (DNB.) Truppen des deut- im Kreml als blanker Hohn ausgelegt werden ben Heeres warfen auch am 16.9. die Sowjets ---L —lc* f v*aU Berlin, 18. Sept. (DRB. Funkfpruch.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberleutnant Rordmann in einem Jagdgeschwader das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit folgendem Telegramm verliehen: In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 59. Luftsieges als 35. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler. Das Ritterkreuz. Berlin, 17. Sept. (DRB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres >ren. Oer Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 1. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m 0 ft e n entwickeln sich die Angriffshandlun- jin zu - einer Operation größten Ausmaßes. Anterfeeboote versenkten im Rordaklantik schs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 27 000 $RI. Anuabme von Anzeigen für die Mittagsnummer viS8'/,Ubr des Vormittags Anzeigeu-Preiie: Anzeigenteil 7 Rps. je mm bei 22 mm Zerlenbreite, Tertteil 50 Rrtt. te mm bei 70 mm Seilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr tadt Gl* Charakteristisch für die Auffassung Dien ist eine Meldung des englische, -eptewdk bj,nftß5, folgendes enthält: „oe I b ft wenn Uhr bi? Sowjets noch vor dem Winter Moskau, ßemn- , HalbmieV ■ giero unb das Oel des Kaukasus verloren und P-Lp D?nn ihre Armee bis zur Wolga zuruckg^rangt mfcvt Vrd, so wird es immer noch möglich sein, rteii^* 9:31 den USA. und Großbritannien aus a n a e = tehär • messens Hilfe nach der ©orojetumon zu sen- {70 bis ;btn unb auf die Kriegsindustrie im Ural und auf »it Hilfsquellen in Sibirien.zuruckzugr°n-n. Der Statistik h 00 Erbhii gibt es i le steht r kreis Lu. t an drill idkreis 2: rbhöfen!: ßanbln 5 erulvreckanschluß 2251 Druck und Verlag: ÄuÄÄ MhUOelMptWn.dttdH.tawe 2 deutschen Truppen in kühnem Sturm ausge- j frute Stellungen. 800 Gefangene wurden gemacht mb mehrere sowjetische Geschütze erbeutet. Mars und die Musen. „Das Kriegsgeietz, das weiß ich wohl, soll herrschen, Jedoch die lieblichen Gefühle auch .. Kleist, „Prinz Friedrich von Homburg". Vor einigen Tagen ist eine Notiz durch die Zeitungen gegangen, daß die Große Deutsche Kunstausstellung in München in diesem Jahre bereits sieben Wochen nach der Eröffnung mehr als 350 000 Besucher zu verzeichnen gehabt habe. Das ist eine Rekordziffer; sie bezeugt, daß eine solche Ausstellung mitten im Kriege dem deutschen Volke ein Herzensbedürfnis ist. Der Tatbestand, der da aus München gemeldet wird — es fei auch an die große Zahl kleiner Schilder unter den Bildern erinnert, welche die schon getätigten Ankäufe bezeichnen —, darf beispielhaft genannt werden: was sich in der Münchener Meldung ausdrückt, gilt in gleichem Sinne auch für die minder repräsentativen Ausstellungen im Reiche, es gilt für das Theater, das Kon- zert, das Buch, den Film (man lese die Berichte von der Kriegs-Biennale in Venedig) — es gilt für die Kunst im weitesten und allgemeinsten Umkreise. Ein Wort des alten Cicero aus seiner Rede „Pro Milone” lautet „Silent leges inter arma“: im Waffe nlärm schweigen die Gesetze; der Satz ist später meist nicht mehr aus die Gesetze, sondern auf die schönen Künste angewandt worben, auf die Kultur schlechthin, die im Kriege zu verstummen habe. Dieses Wort hat heute seine Gülttgkeit verloren, ja man darf sagen, daß es geradezu eine Umkehrung erfahren habe: keineswegs schweigen die Musen im Kriege, und die berühmten Verse aus dem „Prinzen von Homburg", die wir an den Anfang dieser Bettachtung gestellt haben, erhalten heute eine schlechthin programmatische Geltung, wenn wir die „lieblichen Gefühle" nicht so ausschließlich-persönlich beziehen, wie es die Prinzessin Natalie von Dräniert dem Kurfürsten von Brandenburg gegenüber tut, sondern auf die im Zeichen des Mars von den Musen gehütete und von ihnen regierte Welt übertragen. Es bedarf gewiß keines ausführlichen Nachweises, baß heute, umschrieben ausgebrürft und aus dem Umkreise der Tageszeitung gesehen, der Wehrmachtbericht allemal den Vorrang vor dem Theaterbericht hat. Gewiß ist ferner, daß dem, der an der Front steht, wenig oder gar keine Zett bleibt für die „lieblichen Gefühle", weder Neigung noch Muße, sich mit Kunst zu beschäftigen — ausnehmend oder gar schöpferisch, gleichviel. In der Kanzel des Kampfflugzeuges, im Panzerturm, hinterm MG. und am Sehrohr des U-Bootes find Herz und Sinne auf andere Dinge gerichtet als auf ein Bild, eine Oper oder ein Gedicht. Das versteht sich von selbst. Aber es wäre dennoch falsch, zu sagen, daß im Kriege die Musen schwiegen; verfehlt zu glauben, daß die Kunst im Waffenlärm keinen Raum, keine Daseinsberechtigung und keine Mission habe. Sie hat, im Gegenteil, vielleicht niemals eine höhere und ernstere Mission zu erfüllen gehabt als gerade heute. Wir denken dabei nicht einmal in erster Linie an die von der deutschen Romanttk geprägte Vorstellung von der „Poesie als kriegführender Macht" in dem betonten und erweiterten Sinne, daß auch die Kunst „mitzukämpfen" habe und einzusetzen söi im großen Ganzen eines mit alleO physischen Ünd moralischen Kräften um feinen Bestand, feine Freiheit und feine Zukunft ringenden Volkes; nicht an eine „Tendenz", wie sie etwa zu Napoleons Zeiten „Die Hermannsschlacht" besaß oder heute Filme wie „Sieg im Westen", .Kampfgeschwader Lützow", „... über alles in der Welt" oder „Ohm Genf, 17. September. (Europapreß.) Die Beurteilung der Lage der Sowjets durch die britische Presse wird täglich pessimisttscher. In der Presse Londons wie der Provinz fragt man sich, ob bie Moskauer Konferenz die Lage überhaupt noch zu retten vermöge. Besonders großen Eindruck — vor allem in neutralen Beobachterkreisen in London — hat ein Leitartikel der „Times" gemacht, weil er äußerst besorgt der Entwicklung in den nächsten Wochen entgegensieht. Der Aufsatz stellt fest, daß, wenn die Moskauer Konferenz auch langfristigen Dispositionen dienen solle, vor allem u n - mittelbare. Entlastungsaktionen sowie schnellste Materiallieferungen an die Sowjetunion notwendig feien. Die Presse fürchtet eine baldige Krise an der Ostfront und setzt ihre Hoffnung darauf, daß der Widerstand verschiedener Städte der ganzen Front genügend Halt gebe, auf daß letztere nicht gänzlich ins Wanken käme. Cyril Laykin erklärte im Londoner Nachrichtendienst, nichts wäre mit der Leugnung der Tatsache gewonnen, daß die Sage der Sowjets an allen örei Abschnitten kritisch sei. Es habe nie in der Geschichte in einem so kurzen Zeitraum derartige Verluste gegeben wie in diesem Feldzug, in dem die um jede Elle kämpfenden britischen Verbündeten zu- rückgedrängt würden. Durch den Vorstoß der Deutschen sei auch Kiew ernstlich gefährdet. Kiews Einschließung habe begonnen, als der deutsche Vorstoß auf Gomel die Sowjets zur Räumung Tschernikows veranlaßt habe. Besonders ernst seien die an mehreren Stellen durch bedeutende deutsche Streitkräfte durchgeführten Ueberschreitungen des Dnjepr, wodurch nicht nur die Kriegsindustrie, sondern auch die Krim bedroht sei. Wenn die Deutschen Erfolge hätten, würde die ganze britische Stellung im mittleren Osten bedroht sein. Aus dem Londoner Alltag. Berlin 17. September. (DNB.) Als England uns vor zwei Jahren den Krieg erklärte, glaubten die Londoner Drahtzieher, Deutschland wie im Welt- iillchewistischen Wirtschaft ist bereits . W Schaden zugefügt werden. Sie ha> mit Krtwoi Rog biei Fünftel ihres Mangans und zwei Fünftel des Aluminiums und, wenn Leningrad fallt, drei FU s- te: des Aluminiums verloren und rst in lyrer Kriegsmaschinerie unangenehm geschwächt moroem Aus dieser Meldung ist verschiedenes zu entneh- I inen. Fürs erste rechnet man in London noch vor bim Winter mit schwersten Entscheidungen an der ‘ front. Fürs zweite hat man sich bereits auf das o-rsprechen einer „angemessener Hilfe zu- ftckgezogen und die uneingeschränkte Häse fallen g.- lasen, wohl weil die leeren Der^rechungen m . Dastau bereits böses Blut gemacht haben, und v?il man in London keine Moglichkei. sieht, sie z ralifieren. Statt dessen verweist marf drittens ö,e f Eomjets auf ihre Kriegsindustrie im Ural unb aut I diz sibirischen Hilfsquellen, ein Hmwns, der aber '°n t»tj! i wurden auch an diesem Tage zahlreiche Ge- ngene gemacht. 18 sowjetische Panzerspähwagen, - Zugmaschinen und 25 Lastkraftwagen wurden srnichtet oder erbeutet. Durch Artilleriebeschuß jrben auf dem Dnjepr drei sowjetische Monitore irfentt. Ein sowjetisches Bombenflugzeua, das sich in deutschen Truppen näherte, wurde durch In- -iterieroaffen abgeschossen. Am Unterlauf des ijepr versuchten die Mlschewisten im Laufe des t. September die ungarischen Stellungen neuer Operationsabschnitt begonnen hat, nachdem die Verbündeten in den letzten zwei Wochen alle Vorbedingungen geschaffen haben, die- zu großangelegten Operationen nötig waren. Diese Bolschewisten verloren zahlreiche schwerste Panzer- Operationen nehmen mit präziser Planmäßigkeit' kampfwagen. ungen V« Itsgenoh eitz; W i: 1. §iü l.K.M Lüßel. Karl H« el. Tum- Angriffen auf 20 kleinere Küstenfahrzeuge versenkten die deutschen Verbände ein sowjetisches Schnellboot und vernichteten einen Schlepper und vier Motorboote. Oer Fehlschlag der Ron-Gtop-Offensive. Madrid, 17. Sept. (Europapreß.) Der Fehlschlag der britischen Nan-stop-Luftoffensive ist seit Tagen das Thema der englischen Zeitungen. Wie der Korrespondent des „ABC" aus London berichtet, umschreibe man den Mißerfolg mit Betrachungen über die zunehmende Unwirksamkeit der Luftangriffe auf große Städte. Als Trost erörtere man die Möglichkeit, die man mit der Luftwaffe auf dem Schlachtfelde habe. Die britische Luftwaffe werde sich nun immer stärker auf die Zusammenarbeit mit den Erdtruppen spezialisieren und die unheimliche Wirkung der Sturzkampfbomber nutzen müssen. Man befürchtet trotzdem in den kommenden langen Nächten deutsche Luftangriffe. Infolgedessen hätten sich bereits die Theater, Kinos, Geschäfte und der gesamte Verkehr auf den Dier-Uhr-Nachmittags- Schluß eingestellt. L feit> en sju MtieJ wfou: g von H ässe: 1. i tersflajjeil i Südabschnitt in kühnem Vorstoß zähen bolsche- i-1. I " ■ * ....... -stischen Widerstand und stieß dabei auf einen eldflugplatz der Sowjets, der noch im letrieb war. Bei dem plötzlichen Auftauchen der ivtschen Soldaten versuchten die Jäger zu starten. ?r Vorausabteilung getana es, drei der Maschinen izuschießen und zwei weitere am Boden zu zer- Mhe. 3n Rordafrlka griffen deutsche kampfflug- Item : Jfuge am 15. September britische kraftwagenan- bleibt.fr:’ jvmmlungen an der libysch-ägyptischen Grenze an nbung ei'» nb zersprengten sie durch Beschuh mit Bordwaffen, t bas frc * tei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf mb albt Z'ugp'°h Heliopolis bei Kairo in der flacht zum 16. September entstanden große Brande lib Explosionen in Flugzeughallen und Munitions- iggeblick't ^rn. och gut j>» h ' Der Feind warf in der letzten Rächt mit fchwa- gebrairii Kräften eine geringe Zahl von Spreng- und > Puheifttz Brandbomben auf einige Orte in Südwesldeutfch- len auMß lmd. In Wohnvierteln entstanden Gebaudeschäden. ‘ u, j fiarineartmerie schoh zwei, Flakartillerie einen 6rt- enFatl Echen Bomber ab. gebrauch' Oie „angemessene Hilfe". ur besch^ 1 damitE Von unserer Berliner Schriftlertung. 7. Vor den neuen deutschen Erfolgen und ihren * bet b«' möglichen Auswirkungen wird nicht nur den bolsche- , Dienst! » stischen Machthabern blümerant vor den Augen, sondern auch die englischen Bundesgenossen befurch- —' p. ten bereits schwere Schlappen und bereiten bcs englische Volk und die Welt m weiser Vorsicht hrf diese schlimmen Eventualitäten vor. Um aber kb*3 befer Aufklärunasmethode den Beiaeschmack, den erSesund |i- nun einmal hat, zu nehmen und andererseits .1 acch die bolschewistischen Freunde zu hfvsten, legen Schm16 [it natürlich gleichzeitig die Walze von der „Hilfe ;bus auf,, die den Sowjets zuteil werden wurde. Da diese rhnjidt ilstlfsversprechungen, die bisher ohne Verwirk- x lihung geblieben si»d und von den Bolschewisten- raßel)» [ ^uptlingen sicher nicht geglaubt werden. Da man 941 ,- in London selbst weiß, daß die zugesagte Hilfe irauentiji’-: t-if dem Papier geblieben oder, sofern sie durch bm Rundfunk versprochen wurde, „im Winde ver- v?ht" ist, ist man aber auch hierin etwas oorsich- TIE® L geworden und schränkt die Ankündigung ; der Lage im der Gegenwart und Glauben an die Zukunft. Man muß sich vor Augen halten, welche Kraftströme, welche Fülle des Nationalbewußtseins und des Lebensgefühles hier beschlossen liefen und mühelos zu entbinden sind, und was das gesicherte Wissen, ja selbst nur die dämmernde Ahnung solchen Besitzes für ein kämpfendes Volk bedeutet. Der Mann, der mit solchem Vermächtnis, mit solchem Reichtum hinter sich an der Front steht und kämpft, muß auf die Dauer jenem überlegen sein, dem eine seelische Rückendeckung gleichen Äusmcrßes mangelt. Des unendlichen Reichtums an immateriellen Werten, der Tröstung und Kräftigung, der Heilung und Bestätigung, deren wir im Umgänge mit der Kunst teilhaftig werden, kann der Mensch, kann ein Volk in ungefährdeten Zeiten der Ruhe, des Friedens, des wolkenlosen Wohlstandes viel eher ent- raten als in den Zeiten der Entscheidung: gerade in diesen vielmehr werden sich die unergründliche Kraft des Herzens und des Gemütes, die Beständigkeit des Glaubens und die unerschütterliche Zuversicht zu bewähren haben, die den Einzelnen wie die Gemeinschaft im Erlebnis der Kunst durchfluten und jedermann die innere Haltung verleihen, welche eine Zeit wie die gegenwärtige von uns verlangt. Das gilt für die Heimat wie für die Front. Für jeden, der heute Soldat ist, bedeutet der Krieg, den er kämpfend besteht, ein gewaltiges neues Erlebnis; für den künstlerischen Menschen, der jetzt an der Front steht, bedeutet der Krieg, darillier hinaus, eine mächtige schöpferische Pause, deren Früchte mit dem deutschen Siege reifen werden. Jedem Soldaten aber — er mag „sonst" mit der Kunst in irgendeiner Form, ausübend oder teilnehmend, zu tun gehabt haben oder nicht — legt die Zeit seines Einsatzes Entbehrungen künstlerischer Art auf, für die er nach dem Naturgesetz kulturell hochstehender Völker über kurz oder lang einmal entschädigt werden will und muß. Ein Blick auf die weitverzweigte Organisation der geistigen Betreuung der Truppe läßt erkennen, wie sehr das Oberkommando der Wehrmacht Hand in Hand mit den Dienststellen der „Kraft durch Freude" bemüht ist, schon jetzt, während des Krieges, im Rahmen des Erreichbaren einen Ausgleich zu schaffen. Wer — in diesem oder im letzten Kriege — Soldat ist oder gewesen ist, weiß aus eigener Erfahrung und vielen großen und kleinen Beobachtungen und Erlebnissen rings- um, wie gerade in den Zeiten des Kampfes und der Entscheidung die kulturellen Bedürfnisse sich mehren und vertiefen; wieviel Lesehunger, wieviel Erlebnisbereitschaft, wieviel Sehnsucht nach geistigen 9 Werten und künstlerischen Eindrücken der Krieg mit sich bringt; man muß sich klarmachen, wie alles, was jetzt' notgedrungen brach liegt, einmal tausendfältig neubestellt werden wird —: welch ein gewaltiger Ansturm auf alle kulturellen Werte steht uns bevor, wenn die Unzähligen, denen durch den Krieg die natürliche Befriedigung ihrer kulturellen Bedürfnisse verwehrt ist, mit neuerwachter Lust, unendlich gesteigerter Bereitschaft und Aufnahmefähigkeit zurückkehren werden zu den geistigen Gütern, mit denen die Heimat sie erwartet. Das wäre allein schon nicht nur ein hinreichender Grund, sondern sogar eine hohe Verpflichtung, gerade im Kriege mit inniger Sorgfalt und tiefem Verantwortuncssbewußtsein der Kunst zu. dienen, sie rein und groß und gesund zu erhalten in allen ihren Ausdrucksformen. Daß die Heimat ihrerseits sich der unendlichen Kraftströme bewußt ist, die von . der Kunst auf ein Volk auszustrahlen vermögen, dafür ist der eingangs erwähnte vorläufige Rechenschaftsbericht von der Münchener Ausstellung nur ein Beispiel für viele. Während diese Zeilen geschrieben wurden, erschienen zwei andere, nicht minder beispielhafte Berichte — von der Tagung des Auslandsamtes der Dozentenschaft der deutschen Universitäten und Hochschulen, aus der ein höchst eindrucksvoller Ueberblick über unser Kulturschaffen im Kriege gegeben wurde, und von der Preisver- teilung auf der Internationalen Filmkunstschau in Venedig, wo die jüngste deutsche Produktion mit neun ersten Preisen ausgezeichnet wurde. Wie das deutsche Volk sein „Kriegsgesetz" begriffen und befolgt hat, zeigt, an der Schwelle des dritten Jahres, der flüchtigste Blick zurück: in der Gewißheit deM endlichen Sieges vermag uns nichts zuversichtlicher zu bestätigen als die Erinnerung an alles, was seither geleistet und erreicht worden ist; im Glauben an eine schöne und reiche Zukunft kann uns nichts unerschütterlicher machen als die Besinnung aus eine iahrtausendalte Kultur, auf den immer sich erneuernden, lebendigen Vorrat großer deutscher Kunst. hth. -ÄV ir sehen Leningrad." Von Kriegsberichter Bert Nägele. DNB. . . ., 18. September. (PK.) Woroschilows großsprecherischer Ausruf zur Verteidigung Lenin- arads ist noch kaum verhallt, da haben schon deutsche Panzer- und Infanteriedivisionen in todesmutigem Ansturm den äußeren Befestigungs- ring um die Metropole des Nordens durchbrochen. In zähem erbitterten Ringen überwändeck Stoßtrupps der Infanterie die Panzerhindernisse und nahmen im Kampf mit dem in Bunkern, und vredeckten Gräben sitzenden Feind Stellung um Stellung. Im Feuer der sowjetischen Artillerie, im Geschoßhagel von MGs. und Schnellfeuergeschützen überqueren die deutschen Angreifer Minenfelder und Drahtverhaue, vernichten im Nahkampf feindliche Panzerwerke und reiben die Werkbesatzungen, die sich mit dem Mut der Verzweiflung wehren, auf. Fast fünf Stunden dauerte der Kampf, dann war die Bresche geschlagen. Noch am selben Tage wurde der deutsche Einbruchskeil weiter in den Feind hineingetrieben. Es gab keine Atempause. Am frühen Morgen des nächsten Tages zogen schon wieder Stukas und Kampfflugzeuge hinüber, luden, ungeachtet der feindlichen Flak, ihre Bombenlasten über dem zweiten B e - f est i g u n g s g ü r t e l ab. Die Artillerie legte ihr Feuer auf die Stellungen und hämmerte sie mürbe. In ständigen Kämpfen gewannen die stürmenden deutschen Bataillone Raum. Am Abend des zweiten Angriffstages wurde auch der innere Verteidigungsgürtel durchbrochen. Bei strahlendem Sonnenschein stehen wir am nächsten Morgen auf einem der Berge. Um die Höhe rechts wird noch gekämpft. Unsere Panzer- und Schützenpanzerwagen schieben sich den kahlen Hang hinauf, Die Artillerie räuchert in direktem Beschuß den auf der linken Hälfte des Kammes eingegrabenen Feind aus. Dort, wo jetzt die bolschewistischen Gräben sind, stand einst der Zar inmitten seiner Generalität und sah den Frühjahrsmanövern seiner Truppen zu. Welch eine Zeit zwischen damals und heute. Links weitet sich das Land. Der Blick schweift frei, endlich einmal ohne durch endlose Wälder aufaehal- ten zu werden, nach Norden, und dort — ja, Dort liegt Leningrad. Gewaltig dehnt sich die Stadt. Die großen Wohnblöcke leuchten in der Sonne, die Schlote der Fabriken am Newa-Ufer rauchen, und darüber hebt sich aus dem Dunst die riesige Kuppel der Isaaks-Kathedrale. Noch weiter im Nordosten schimmert die See, dazwischen qualmt winzig klein ein Kriegsschiff und droht ein dunkler Fleck, die Insel Kotlin mit der FestunaK ron« ft ad t. Ob all die vielen hunderttausend Menschen, die dort in dem Häusermeer leben, wohl ahnen, daß nur noch knapp 29 Kilometer uns von ihnen trennen? Der Anblick, der sich von der beherrschenden Höhe aus bietet, ist überwältigend. Das Ziel unserer Panzergruppe, der Lohn für viele Wochen härtesten Ringens, liegt fast greifbar vor uns. Was kümmert es uns, daß die Geschütze des Gegners wieder zu sprechen anfangen, was macht es, daß sich die Bolschewiken in starken Befestigungen verschanzt haben? Es wird weiter angegriffen. Kaum zu bändigen ist der Dorwärtsdrang unserer Soldaten, denn: hinter den Sprengwolken der Artillerieeinschläge, die jetzt den Horizont zu verfinstern beginnen, winken die Türme von Leningrad, schimmert das stählerne Blau des Finnischen Meerbusens bis zu uns herüber. Oie Eroberung -er Dnjepr-Brückenköpse Berlin, 17. Sept. (DNB.) Die Bildung der deutschen Brückenköpfe auf dem Ostufer des Dnjepr, die der Bericht des OKW. am 16. 9. bekanntgab, ist das Ergebnis gewaltiger Leistungen der deutschen Truppen. Der Dnjepr ist an seinem Unterlauf stellenweise mehr als 1000 Meter breit. Trotzdem und gegen heftige bolschewistische Abwehr gelang den deutschen Truppen an mehreren Stellen der Uebergang über den Fluß und die Bildung mehrerer Brückenköpfe. In harten Kämpfen wurden diese Brückenköpfe dann gehalten und erweitert. Deutschen Panzerkampfwagen gelang es, mit den fliehenden Bolschewisten zugleich über eine 1200 Meter lange Behelfsbrücke über den Dnjepr vorzustoßen. Die Panzerschützen vereitelten im letzten Augenblick durch verwegenes Zupacken die Sprengung dieser Brücke, die die» Sowjets für ihren Rückzug gebaut hatten. In den folgenden Tagen versuchten die Sowjets in heftigen und immer wiederholten Gegenangriffen den deutschen Brückenkopf wieder einzudrücken. Unaufhörlich griff sowjetische Infanterie, unterstützt durch Panzerkampfwagen und massiertes Artilleriefeuer aller Kaliber, die deutschen Stellungen an. In harten Kämpfen wurden jedoch alle bolschewistischen Angriffe mit schwersten Verlusten zurückgeschlagen. Jrn Zusammenwirken aller Waffen gelang es darüber hinaus den deutschen Truppen, den einmal gewonnenen Brückenkopf weiter auszubauen. Im feindlichen Feuer wurden schwere Waffen, Brennstoff und Munition über den Dnjepr geschafft. Auch an anderen Stellen des Dnjepr drangen Infanteristen und Pioniere unter dem Feuerschutz der Artillerie und mit Unterstützung durch die Luftwaffe auf das Ostufer des Dnjepr vor. Die Bolschewisten stürmten in immer neuen Wellen gegen die neugebildeten Brückenköpfe an. Auch hier scheiterten ihre Angriffe an der energischen Abwehr der deutschen Truppen. Einen Maßstab für die Härte dieser Kämpfe geben die schweren bolschewistischen Verluste. So griffen die Sowjets in dem Abschnitt eines deutschen Armeekorps die deutschen Stellungen mit 100 Panzer- kampfwagen an. Bereits beim ersten Angriff wurden 68 von ihnen vernichtet. Am Tage darauf blieben 29 sowjetische Panzerkampfwagen zerschossen liegen. Die bolschewistische Infanterie erlitt ebenfalls schwerste blutige Verluste. Eine leichte deutsche Division hat-in den Kämpfen mehrerer Tage 127 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. Eine deutsche Infanteriedivision machte in schneidigem Angriff aus einem Brückenkopf heraus in IV2 Tagen 3700 Gefangene. In zehntägigen harten Kämpfen um die Gewinnung eines anderen Brückenkopfes wurden in schwierigem Gelände und unter ungünstigen Witterungsverhältnissen 13 000 Gefangene gemacht, 75 Panzerkampfwagen und 48 Geschütze vernichtet, in Lustkämpfe n 76 Flugzeuge abgeschossen, davon 57 durch Jäger und 19 durch Flak. Alle Versuche der Sowjets, auf dem Westufer des Dnjepr wieder Fuß zu fassen, scheiterten an der Wachsamkeit der dort eingesetzten deutschen, italienischen, rumänischen, ungarischen und slowakischen Truppen. So wurde die Voraussetzung für das weitere deutsche Vorgehen geschaffen. Explosionsunglück bei der schwedischen Marine. Stockholm, 17. Sept. (DNB.) Ein schweres Explosionsunglück erfolgte am Mittwochoormittag auf einem Zerstöreroerband der schwedischen Flotte im Stockholmer Schärengebiet. Drei Zerstörer wurden so stark beschädigt, daß sie alle drei gesunken sind. Als Ursache des Unglücks wird Explosion von Munition angenommen. Es handelt sich um die Zerstörer „Goeteborg" (1024 T.), „Klas Hom" (1004) und „Klas Uggla" (1004). 31 Tote und 11 Verletzte sind zu beklagen. Oie Norweger protestieren gegen den britischen Terror zur See. Oslo, 17. September. (DNB.) Vor der Osloer Universität fanden sich viele tausend Osloer ein, um gegen den britischen Mord an 200 Männern, Frauen und Kindern zu protestieren, die a n B 0 cd unbewaffneter norwegischer Küsten- schisse in Nordnorwegen dem englischen Terror zur See zum Opfer fielen. Kommissarischer Staatsrat Dr. Lunde bradjte die Empörung über den brutalen britischen Ueberfaü auf friedliche Postschiffe zum Ausdruck und geißelte besonders das unmenschliche Verhalten der Engländer, die sich noch nicht einmal um die in den Fluten um ihr Leben kämpfenden norwegischen Frauen und Kinder küm« merken. Er wandte sich auch gegen die wahllos; Vernichtung norwegischen Eigentums auf Spitz, bergen und forderte zu innerpolitischem Kampf ge. gen die Englandfreunde im Lande auf. Die Nas- jonal Sämling wolle klare Fronten schaffen. Aus dem Reich. Wohnungs- und Siedlungsümtep. Wohnungs- und Siedlungsämter werden bei den Lenkungs- und Steuerungsbehörden für den sozia« len Wohnungsbau, die die Behörde des Reichsstatt' Halters ist, errichtet. . Die Aemter haben nach Wei» fung des Gauwohnungskommissars den Wohnungsbau nach dem Kriege vorzubereiten und die jährlichen Wohnungsbauprogramme aufzustellen, den Einsatz der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen und der sonstigen Bauherren zu regeln und den Einsatz der für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Mittel zu steuern. Eine Milliarde Reichsmark jährlich fürffamilienbeihilfen. Staatssekretär Reinhardt hat in der Deut, schen Steuerzeitung betanntgegeben, daß seit Au- gust 1933 1,8 Millionen Ehestandsdarlehen, seit Oktober 1935 1,1 Millionen einmalige Kin- derbeihilfen, seit April 1938 400 000 Aus. bildungsbeihilfen und seit Oktober 1938 180 000 Ein« richtungszuschüsse und Einrichtungsdarlehen für dis Landbevölkerung gewährt worden sind. Seit August 1936 werden auch laufende Kinderbeihilfen gewährt, gegenwärtig an 2,5 Millionen Familien für 5 Millionen Kinder. Die Aufwendungen für diese Maß, nahmen haben bis jetzt mehr als drei Milliarden betragen. Sie betragen seit dem gegenwärtigen Rechnungsjahr mindestens eine Milliarde im Jahr. Die Zahl der Eheschließungen ist im Alt- reich von 517 000 im Jahre 1932 auf 772 000 im Jahre 1939 gestiegen, im ehemaligen Oesterreich von 49 000 im Jahre 1937 auf 121 000 im Jahre 1939. Die Zahl der Lebendgeborenen hat im Alt- reich betragen: 1933 971 000 ober 14,7 vom Tau- send, 1939 1407 000 oder 20,3 vom Tausend dec Bevölkerung. Diese Aufwärtentwicklung ist auf die allgemeine Verbesserung der Lebensverhältnisse un- ter nationalsozialistischer Staatsführung, aber auch auf die besonderen Maßnahmen zur Förderung dec Eheschließungen und zur Erleichterung der Fami- lienlasten zurückzuführen. Dazu dient auch die stär. kere Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern. Alle Maßnahmen werden fortentwickelt werden mit dem Ziel des vollständigen Ausgleichs der Familienlasten. Meine politische Rachrichten. Deutsche Land- und Seestreitkräfte im Bereich eines Abschnittes an der deutschen Küste erzielten in der erfolgreichen Abwehr britischer Flugzeuge ihren 200. Abschuß. Damit ist die Gesamtabschußziffer durch Einheiten der Kriegsmarine auf 450 britische Flugzeuge gestiegen. In der Nacht zum 16. 9. griffen deutsche Kampfflugzeuge einen Flugplatz und Flugstützpunkt der Briten bei Kairo an. Hallen Baracken und Anlagen erhielten Treffer. Drei große Brandflächen und ein Großfeuer mit heftigen Explosionen im Bereich der Hallen und des Brennstofflagers wurden deutlich erkannt. Zwei Japaner wurden das Opfer eines Attentats in der internationalen Niederlassung von Schanghai. Beide Japaner wurden durch mehrere Schüsse verwundet, denen einer bereits erlegen ist. Die Attentäter konnten entkommen. ♦ Auf Einladung des Milchleistungsausschusses werden die Reichssieger im Milchleistungswettbewerb der landwirtschaftlichen Betriebe als Gäste in Berlin weilen. Der Wettbewerb erzielte eine Mehrleistung von 2,5 Milliarden Liter Milche Mit einer Butterproduktion von jährlich 700 000 Tonnen steht Deutschland heute an der Spitze der Buttererzeu- gung der Welt. Der Verwaltungsrat der „Freien Universität Brüssel" hat vom nächsten Studienjahr ab neben dem Französischen das Flämische als Unterrichtssprache eingeführt. M öttl WromgMöek Vornan von Horst Hiernach 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Fräulein Zögling richtete sich auf und verharrte eine Weile mit geneigtem Kopf auf der Stelle, aber es drang kein Laut zu ihr herüber. Sie drehte sich langsam um und begegnete erschreckt zusammenfahrend, als entdecke sie einen unvermuteten Beobachter, ihrem eigenen Gesicht in dem großen rahmenlosen Spiegel über dem Waschbecken. Sie biß sich auf die Lippen. Für den Bruchteil einer Sekunde überzog ein Schatten ihr Antlitz, der Anflug eines schwachen Schmerzes, das flüchtige Auftauchen elftes verschütteten Gefühls der Scham; es war nicht mehr, als hätte sich ein einziger Blutstropfen rasch bis in die kleinsten Aderverästelungen unter ihrer Haut verteilt. Dann hob sie die Augen wieder empor und trat ihrem Spiegelbilde einen kleinen Schritt entgegen, und noch einen, bis sie dicht vor dem Glase stand, ein paar' Handbreit von dem Glase entfernt, und sah sich aufmerksam und fast neugierig an, als erblicke sie ihr Spiegelbild zum ersten Male. Und plötzlich schüttelte sie die lästigen Gedanken ab und warf den Kopf mit einer triumphierenden Bewegung zurück. Was hieß hier krumm ober gerade? Der Erfolg allein war entscheidend, und bei diesem Spiel war jede Kriegslist erlaubt! Sie öffnete gierig die Lippen, als dürste es sie, ihre Nasenflügel zitterten ein wenig, sie drängte die atmende Brust ihrem Spiegelbilds entgegen und schloß die Augen — und lächelte. Drüben im Arbeitszimmer öffnete Hellwang die Schleusen feines Zornes über Kathi. Seine Haltung ähnelte der eines Unteroffiziers, der wegen mangelhafter Leistungen seiner Gruppe einen Anpfiff von oben bekommen hatte und chn nun mit eingeschaltetem Verstärker nach unten weiterleitete. Vier Finger in der Jackentasche und die Daumen auswärts gespreizt wanderte er gereizt und bösartig vor Kathi auf und nieder, als schreite er eine ganze Front von Missetätern ab. Seine Tirade begann mit einer etwas allgemein ^gehatteh en Betrachtung über das Wesen eines Hausstandes, worin eben der Teufel los fei, wenn der einzelne sich nicht einordnen und feine persönlichen Untugenden nicht unterdrücken könne. Wenn jeder nur an sich und nicht an das Wohl der Gemeinschaft dächte. Kathi machte einen ziemlich gelangweilten Eindruck, der Hellwang aufs tieffte verdroß, und fo polterte er dann in den Hauptteil feiner Ausführungen hinein. Was sie sich denn eigentlich in Dreiteufelsnamen einbilde, ob er vielleicht Fräulein Zögling engagiert habe, um Kathi einen Streich zu spielen und um ihr jemand vor die Nase zu setzen, nur, damit sie einen Grund hätte, sich zu ärgern und die gekränkte Leberwuvst zu spielen, he? Es sei für chn, weiß Gott, kein leichter Entschluß gewesen, das Haus und die Kinder einem fremden Menschen anzuvebttauen! Was für einen Mißgriff hätte man tun können?! Und wie froh könne man fein, solch einen angenehmen und zuverlässigen Menschen wie Fräulein Zögling gefunden zu haben! Die Kinder hingen an ihr und verehrten sie, er selbst sei mit Fräulein Zögling zufrieden, ach, mehr als zufrieden, geradezu glücklich fei er darüber, wie gut sie mit den Kindern umzugehen verstände und wie glänzend sie für Ordnung im Hause sorge. Endlich käme er wieder zu seiner Arbeit, endlich sei er wieder ungestört und unbehelligt von allem äußeren Kleinkram... Und da wären also alle froh und zufrieden — und nur dem Fräulein Kathi passe die neue Hausgenosfin nicht. Das Fräulein Kathi Zirn- mofer stänkere und intrigiere und ließe seinem Eigensinn und seiner schlechten Laune freien Lauf, und warum? Danke! Sie brauche kein Wort zu ver- Heren! Er kenne diese Gründe sehr genau! Aber alles verstehen hieße noch lange nicht alles verzeihen! Im Gegenteil, er billige diese Gründe ganz und gar nicht, und am wenigsten werde er dulden, daß Kathi die Kinder gegen Fräulein Zögling aufhetze! Ja, zum Teufel, auf der einen Seite gäbe sie vor, die Kinder gern zu haben, andererseits aber denke sie nicht daran, was sie in den Gemütern der Kinder für Schäden anrithte, wenn sie versuche, in die kleinen Herzen, die sich so freudig Fräulein Zögling anschlossen, Zwietracht und Mißtrauen zu säen!" Kathi horte aufmerksam zu. Sie hielt den Kopf höflich vorgestreckt und lauschte, als dürfe sie kein Wort überhören. Ihr Ausdruck dabei war unergründlich. Am ehesten schien er noch ein tiefes Erstaunen auszudrücken, als höre sie da Dinge, die ihr völlig neu waren und von denen sie bisher keine blasse Ahnung gehabt hatte. Hellwang zündete sich eine Zigarette an. Er blies die Zündholzflamme mit einem langen Atemstoß aus. Und ohne einen rechten Uebergang schlug er plötzlich einen neuen Ton an. „Horen Sie zu, Kathi, seien Sie doch vernünftig. Machen Sie mir das Leben nicht schwerer, als es ohnehin schon ist. Sie werden mit dem Haus und mit den Kindern allein nicht fertig. Wir brauchen Fräulein Zögling. Ersparen Sie mir doch Maßnahmen, zu denen ich mich schließlich trotz unserer alten, immer so guten Freundschaft doch entschließen müßte, wenn dieser Stunk im Hause kein Ende nimmt. Vertragen Sie sich mit Fräulein Zögling und versöhnen Sie sich mit ihrer Gegenwart. Es gehört nichts dazu als ein wenig guter Wille..." „Und a schlechte Gedächtnis..." murmelte Kathi. „Was sagten Sie da?" „Nix..." antwortete Kathi kühl. Hellwang schien ihre Bemerkung, die einzige, die sie in der ganzen Zeit zu machen gehabt hatte, nicht verstanden zu haben. Er zerdrückte den Zigarettenrest im Aschenbecher und überlegte, ob er noch etwas hinzuzufügen habe oder ob er am Schluß deutlich genug gewesen sei. Kathi stand abwartend vor der Tür. Sie beobachtete Hellwang mit gespannter Aufmerksamkeit. Er kam ihr so merkwürdig verändert vor. Sie wußte nicht zu sagen, was da Neues an ihm war. Aber sie witterte eine Veränderung und schnüffelte wie ein windender Hund. Sie mar bei feinen Ausbrüchen das Gefühl nicht 'losgeworden, er spräche nicht zu ihr allem, sondern sozusagen noch zu einem unsichtbaren Parkett, das sich jenseits der Tür und jenseits des Flures befand. „So, ich glaube, Kathi, daß wir uns nun verstanden haben. Entweder — oder. Sie müssen sich jetzt schon entschließen. Wenn Sie der Meinung sind, daß Sie sich auch in Zukunst nicht mit Fräulein Zögling verstehen können — hm — dann wäre es mir schon lieber. Sie sagten mir gleich Bescheid und würfen mir den Krempel hin, als daß Sie diese unangenehme Aufgabe mir überließen. Gern täte ich es nicht, das dürfen Sie glauben ..." Er wartete. Sekunden verstrichen. Sie wurden endlos lang. Für beide. Hellwang warf Kathi einen fragenden Blick zu. Sie schwieg noch immer. Was mochte in ihrem Schädel vor gehen? Er sah Schweißperlen auf ihrer Stirn. Und er schämte sich ein wenig seines Polterns und der Entscheidungslast, die er auf ihre Seele gewälzt hatte. Ein treuer Mensch — wer sollte sie ersetzen? Plötzlich bangte ihm davor, daß sie gehen könnte... „Nun, Kathi..." sagte er versöhnlich und in einem Ton, als gäbe er ihr einen freundschaftlichen Rippenstoß, doch keine Dummheiten zu machen und diesen verfluchten Eigensinn fahren zu lassen. Er sah, wie sie die Oberlippe hochzog und die Zunge an die Zähne drückte; er zog die Schultern ein roc* nig hoch — dieses vertrackte Geräusch! — es ging ihm jedesmal durch Mark und Bein. ,Lch bleibe!" sagte Kathi laut und hell. Es klang unwiderrufliche Wie eine Fanfare. Und wenn dis Welt voll Teufel wär! Genau fo klang es. Und es war in diesem Klang nichts Versöhnliches und nichts, was darauf hindeutete, daß Kathi nun auch di« Absicht habe, ihr Verhalten zu ändern. Nicht ganz im Sinne des Erfinders..., dachte er etwas bestürzt; aber er brachte es doch nicht über ein lahmes: „Das ist ja sehr schön, Kathi" hinaus. „Also kann ich wohl wieder gehen?" Er nickte wortlos. Wahrscheinlich wartete jetzt Fräulein Zögling darauf, daß er zu ihr käme oder sie riefe, um ihr das Ergebnis der Unterredung mit Kathi mitzuteilen. Er zögerte ein wenig mit der Antwort. Schließlich entschied er sich doch, diese Gewissensfrage zu bejahen. Er hatte Kathi seine Bedingungen genannt, und sie hatte sich zum Bleiben entschieden. Unter seinen Bedingungen — selbstverständlich. Hellwang brummte der Schädel ein wenig. Wat Föhn im Anzuge? Das Gebirge versteckte sich hinter Dunstschleiern, und die Lust hatte eigentlich nichts von der gewaschenen, gläsernen Klarheit jener Tage, an denen durch das blaue Wolkenloch über den Zinnen des Karwendels ein Gluthauch über das Land fuhr, Föhnwind, der das Blut erhitzte und an den Nerven zerrte. Merkwürdig, daß er ihn deutlich spürte, während doch die Landschaft das Bild eines heiteren, von weißen Wolkensegeln überflogenen Sommertages bot. Es lockte ihn, im offenen Wagen über die weißen Straßen zu flitzen, tüchtig aufs Gas zu treten und irgendvo draußen am See oder im Forsthaus zu rasten. Warum auch nicht? Was hinderte ihn daran? Die Arbeit war für heute ohnehin ins Hintertreffen geraten. Er steckte die Zigarrentasche ein und verließ das Haus. Die Kinder spielten am Teich. Der Stangl Toni und die Mühlbauer Rest waren auch dabei. Bis auf Söhnchen, der splitternackt herumtobte, steckten fit in bunten Badeanzügen und waren alle braunge« brannt wie eine Negerhorde. (Fortsetzung folgt.) Die KorioffelversvWng im hinter 1941/42 nennenswert In "ich schwert. Haftlich-- ichen ur- oft RMJ.45 Kamp!- inkt bft und B ibflädxn inen in »rs M Hen. Bereich erzielter lugz?P «bschch aus ti) MenM i)an^" üsse vri- .« Atter- sses w ^bewert in Sff e Nit ein-' neu B ttererp Es wenn k> S.U^ nd nuhb audp ba# f Hins» nfoerjilil ib Hehn iteM' Verdunkelungszeil 18. September von 19.29 bis 6.58 Uhr. end d,!j auf tii üsse ur« )er euch ■unfl bi: r Fanii die ftänl bei der ntoidtü ltsgleich! Ernährung aus dem Walde Eine Arbeitstagung des Gaues Hessen-Nassau. Mn "ehrnn nd bn ur 5jKi t ein . es p! assen. ie ZE Vornoti,en. Tageskalender für Donnerstag. litt, Jeli, 'ta, Nou. i) SJe, mungs, ** Die Steuerbescheide über d i e Qrunbfteuer für das Rechnungsjahr 1941 bc» trifft eine Bekanntmachung des Dbcrbürgermeifters h unserem heutigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen. Maggi’s Würze spart man gern und leicht Man nimmt nur ein paar Tropfen. Ja, das reicht ^s-^MAGGI5 WÜRZE S&etyidty ibt! kb. r küh e 9lU Aus der Stadl Gießen. Oenkt an die Folgen! NSG. So schrieb der im Osten stehende Soldat: „Lieber Vater, liebe Mutter! Wir haben schwere Tage hinter uns! Es ist ein Wunder, daß ich noch lebe. Viele meiner Kameraden sind gefallen, viele schweroerwundet. Herzliche Grüße Euer K." Bedarf es langer Worte, um darzutun, wie diese wenigen Zeilen das Elternpaar beugten? Wie es sich nun um so schmerzlicher grämte und kümmerte, bis dann eines Tages ein anderer Brief kam, der lautete: „Liede Eltern! Seit 14 Tagen sind wir ohne eigentliche Gefechtsberührung mit dem Feind, und seit drei Tagen liegen wir in Ruhe. Mir geht es ausgezeichnet. Auf frohes Wiedersehen! In alter Frische Euer Svhn K." NS. Die Verluste in dem damaligen Gefecht waren kaum Der Leistungsweg des Erwachsenen hat natürliche Lücken, die auf den neuen Arbeitsplätzen unserer Betriebe besonders spürbar werden. Darunter leidet nicht nur die Betriebsgemeinschaft, sondern vor allem der einzelne selbst. Der Berufs- iätige kann diese Lücken in den Berufserziehungs- merten der Deutschen Arbeitsfront leicht schließen. In den frühen Abendstunden der nächsten Tage beginnen neue berufliche Lehrgemeinschaften für Berufstätige aller moderner Fachgebiete. Praktiker lehren dort für Praktiker. Anmeldungen für die Be- leiligung im Berufserziehungswerk nimmt die Vrtswaltunq der Deutschen Arbeitsfront entgegen. Oer erste Oberhesse mit dem Eichenlaub zum Mtterkreuz. Wie wir auf der ersten Seite unseres heutigen Blattes berichten, hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht dem Oberleutnant in einem Jagdgeschwader Rordrnann d a s E i ch e n- laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Diese hohe Kriegsauszeichnung ist Oberleutnant Nordmann als erstem Offizier aus Ober- Hessen zuteil geworden. Erst vor fünf Wochen, am 8. August 1941, wurde die Verleihung des Ritterkreuzes an Oberleutnant Nordmann gemeldet, der sich nunmehr die Auszeichnung mit dem Eichenlaub anschließt. Oberleutnant Karl Gottfried Nordmann, geboren am 22. November 1915, ist ein Sohn des im Jahre 1925 verstorbenen Arztes Dr. Karl Nordmann in Lollar. Nach den ersten Schuljahren in der Lollarer Volksschule besuchte Karl Gottfried Nordmann das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen, wo er im Dezember 1935 das Abitur bestand. In der Beurteilung der Schule anläßlich des Abiturs wird er als frischer und gewandter Junge, begabt und eifriger und mutiger Turner geschildert. Nach Ableistung des Arbeitsdienstes trat er im Frühjahr 1936 als Fahnenjunker bei der Luftwaffe ein. Bereits während seiner Gymna» siastenzeit in Gießen marschierte er als Gefolgsmann des Führers in den Reihen der Gießener ff. der Nacht und in der Aufregung hat sich alles viel schlimmer angesehen." Der Soldatenbrief mit seiner befreienden Mitteilung kam aber zu spät, denn in der Zwischenzeit waren Vater und Mutter mit ihrem Wissen von Pontius zu Pilatus gelaufen, hatten zahlreiche Familien, deren Söhne als Kameraden des eigenen Jungen in der gleichen Einheit standen, in tiefste Unruhe und schmerzlichen Kummer versetzt, war es ihnen gelungen, in weitem Umgänge die Stimmung zu trüben. Und weil ja gerade das der Feind will, ist ihm so in seinem Vorhaben unverantwortlich geholfen worden. Mag dieses Beispiel zeigen, daß jedem Einzelnen in Wort und Schrift eine große Verantwortung auferlegt ist, und verdeutlichen, daß auch der Soldat an der Front der Heimat ebenso wenig sie belastende und beklemmende Briefe schreiben darf, wie er umgekehrt von der Heimat mit Recht erwarten kann, daß auch sie ihn nicht unnützerweise beausweise lediglich eine vorsorgliche Maßnahme waren. Das sollen sie auch im kommenden Winter sein. Grundsätzlich muß aber noch einmal darauf hingewiesen werden, daß die gute Kartoffelernte nicht von der Pflicht entbindet, mit der Kartoffelernte sparsam umzugehen und jede Verschwendung zu vermeiden. In allen deutschen Haushaltungen sollten jetzt grundsätzlich nur noch Pellkartoffeln auf den Tisch kommen. Die weit verbreitete Ansicht, daß die Sammlung der Küchenabfälle durch die NSV. für die Schweinemast von der Notwendigkeit entbindet, die Kartoffeln dünn zu schälen, ist falsche Auch die« Gaststätten, Werkküchen und Kantinen ' $euti eit A. efjer Ki„, 0 Aiu. Wy für b-4» AuUj Ittöäk 5U e Mch Mari);- oarligei; n Jchs im W 000 ini j eich dm re M mi BH m U ! g-»' t O Sx (f! das Wie schon für Brotmarken der 23., 24. und 25. Zuteilungsperiode, so besteht auch weiterhin für solche der 26. und 27. Zuteilungsperiode (bis 21. September 1941) die Möglichkeit zum Umtausch i in Reichszuckermarken. Das Umtauschoerhältnis ist, , wie bekannt, 4:1. Gleichgültig ist es dabei, ob es sich : um Reichsbrotkarten aller Derbrauchergruppen, um j Bratzusatzkarten oder deren Einzelabschnitte ober um Einzelabschnitte ber1 Reichskarten für Urlauber und ber Reise- unb Gaststättenmarken für Brot handelt. Allerbings können Mengen unter 500 g Brot beim Umtausch nicht berücksichtigt werden. Die Marken der 26. und 27. Zuteilungsperiode werden im allgemeinen bis zum 30. September umgetauscht. Der Bezug des Zuckers auf die Reichs- zuckermarken muß bis zum 31. Oktober erfolgt fein, weil die Marken dann ihre Gültigkeit verlieren. Auch in den nächsten Wochen läuft die Umtauschmöglichkeit weiter, so daß bis zum 30. September noch alle Hausfrauen auf diese Werse zusätzlichen Einmachzucker bekommen können. Die Hausfrauen haben bisher den zusätzlichen Einmachzucker in großem Umfang in Anspruch genommen. Der Zucker, der ihnen für die nicht verbrauchten Brotmarken durch die Umtauschaktion geliefert wirb, bedeutet eine anzuerkennende Erleichterung für die Haushaltführung und die Vorratswirtschaft. Lehrstellenmeldunqen bis spätestens 1. Oktober. Kartoffeloerfargung der Stadt Gießen schon feit vielen Jahren auf dem Wege des freien und direkten Einkaufs beim Erzeuger ober Kartoffelhänbler in zufriedenstellender Weife bewährt hat. Darum chat bas Lanbescrnährungsamt sich damit einverstanden erklärt, daß die Gießener Derbraucherschaft ihre Kartoffeln auch biesmal wieber in ber altgewohnten Weise bei ben Erzeugern auf bem Lande ober burch ben Kcrrtoffelhandel ohne jeben Schein beziehen kann. Bestellt den Tierarzt vormittags. Durch bie Einberufung zahlreicher Tierärzte zur Wehrmacht werben bie in ber Heimat verbliebenen Tierärzte besonders stark in Anspruch genommen. Es liegt daher nicht nur im Allgemeininteresse, sondern auch im Interesse des einzelnen Tierhalters, Bestellungen, wenn irgend angängig, schon in den Morgenstunden aufzugeben, damit die Ausführung der Besuche im Laufe des Tages und möglichst durch Rundreisen gewährleistet werden kann. Nur Unglücksfälle, Geburtshilfen unb plötzlich auftre- tenbe unb schnell verlaufende Krankheiten können auch als „bringende Fälle" sofort erledigt werden. Gießener wochenmarktpreiie Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ä-Ware Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 18. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkte kosteten: Molkereibutter, V» kg 1,80 RM, Matte 30 Rps., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln 5 kg 50, Wirsing, grün, % kg 10 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Bohnen, grün, 30, Unter-Kohl- rabi 7, Tomaten 30, Salat, das Stück 10 bis 12, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Rettich 10*, Radieschen, Bund 12 Rpf. Staatssekretär Backe im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht in der N«K. einen Artikel über bie Kartoffelversorgung im Winter 1941/42, aus bem wir nachstehenden Auszug veröffentlichen: Zur Zeit ist es noch nicht möglich, ein abschließendes Urteil über ben Ausfall der diesjährigen Kartoffelernte abzugeben. Dies ist, wie in jedem Jahr, erst etwa Ende Oktober oder im November möglich Es kann jedoch schon heute gejagt werben, daß bie biesjährige Kartoffelernte zwar bie Rekordernte des vergangenen Jahres nicht erreichen wirb, baß wir aber boch auch in diesem Jahr mit einer guten Kartoffelernte werben rechnen können. Diese Tatsache ist für bie Sicherung unserer Ernährung im Kriegsjahr 1941/42 außerordentlich wichtig. Wir können in biesem Ergebnis einen neuen Erfolg ber Anstrengungen unseres Landvolkes in ber Kriegserzeugungsschlacht erblicken. Das gute Ergebnis ber Kartoffelernte entbinbet jedoch nicht von der Pflicht, auch weiterhin mit der Kartoffel sparsam umzugehen. Wir haben nicht nur eine gute Kartoffelernte zu verzeichnen, sondern wir stehen auch vor der Tatsache, daß aus dieser Kartoffelernte große Anforderungen an Kartoffeln befriedigt werden müssen. Es ist nicht nur notwendig, die Versorgung der Wehrmacht und der Zivilbevölkerung mit Speisekarto'feln sicherzustellen, es muß auch dafür gesorgt werden, daß die Kartoffelstärke- abriken, die Kartof,elflockenfabriken usw. ausreichend mit Kartoffeln versorgt werden. Nicht zuletzt muß dafür gesorgt werden, daß möglichst viel Kartoffeln für die Verfütterung in. der Viehwirtschaft zur Verfügung stehen. Selbstverständlich steht an ber Spitze bes zu beledigenden Kartoffelbebarfs die Versorgung bes Volkes mit Speisekartoffeln. Für biefen Zweck wirb von vornherein unter allen Umständen ein ausreichender Anteil der Ernte zur Verfügung gestellt. Im Frieben würben für bie Speisekartoffelver- sorgung in Deutschlanb etwa 12 bis 13 Millionen Tonnen Kartoffeln benötigt. Heute liegt ber Speise- kartoffelbedarf um über 75 v. H. höher als vor bem Kriege. Trotzdem wirb auch heute für bie Speise- kartoffelversorgung ber Bevölkerung nur rund ein Drittel ber Ernte benötigt. Daraus ergibt sich für jeden Volksgenossen eindeutig, baß die Ernte für die Beschaffung ber erforderlichen Speisekartoffeln ohne weiteres ausreicht. Jeder Volksgenosse muß aber auch erkennen, daß ein Mehrverbrauch von rund 10 Millionen Tonnen Speisekartoffeln im Jahr unseren Verkehrs- und Verteilerapparat vor 'große zusätzliche Transportausgaben stellt. Dies ist insbesondere der Fall, weil der Mehrverbrauch zum entscheidenden Teil in den Städten zu verzeichnen ist. Was das verkehrsmäßig bedeutet, erkennt man, wenn man sich vor Augen hält, daß für den Transport des kriegsmäßigen Mehrverbrauchs von 10 Millionen Tonnen Speisekartoffeln seitens der Reichsbahn rund 625 000 Wagen ober 12 500 Güterzüge zu ie 50 Wagen zusätzlich gefahren werben müssen. Die Deutsche Reichsbahn wirb diese gewaltige Aufgabe auch in diesem Jahr trotz der neuen Belastung des Verkehrsapparates meistern. Der gesamte Verkehrs- und Verteilerapparat bedarf aber bei der Bewältigung dieser außergewöhnlichen Transportaufgabe der verständnisvollen Unterstützung der Bevölkerung. Zur Unterstützung ber Reichsbahn ist es unbedingt not- wendig, sicherzustellen, daß bie Be- unb Entlobung ber Kartoffelwagen auf ben Güterbahnhöfen auch sonntags erfolgt. Jeber Verbraucher, ber ben Wunsch hat, sich im Herbst Kartoffeln für bie Deckung feines Winter- bebarfs in den Keller zu legen, kann dies selbst- oerftänblid) tun. Der Verbraucher muß aber dafür Verständnis haben, wenn ihm sein Kartoffelhändler die für die Einkellerung bestellten Kartoffeln unter Umständen nicht auf einmal, sondern in Teilmengen liefern kann. Der Mangel an Arbeitskräften und Verkehrsmitteln wird es oft auch notwendig machen, daß sich der Verbraucher seine Kartoffeln für die Einkellerung selbst bei seinem Händler abholt. Der einzelne soll auch nicht mehr Kartoffeln einlagern, als er wirklich braucht, da er sonst die Bezugsmöglichkeiten anderer Volksgenossen beeinträchtigt. Jeder Volksgenosse ist verpflichtet, dafür zu sorgen, daß keine Kartoffel unnötig verdirbt. Die Einkellerung von Kartoffeln darf deshalb nur in geeigneten Räumen erfolgen. Die eingekellerten Kartoffeln müssen auch laufend überwacht und pfleglich behandelt werden. Vor allem ist es notwendig, ungefähr alle vier Wochen die Kartoffeln auszu- lesen, die irgendwelche Fäulniserscheinungen zeigen. Die alte Parole .Kampf dem Verderb" muß also fetzt in erster Linie für das Gebiet der Kartoffeln beachtet werden. Diejenigen Volksgenossen, die keinen Keller oder sonst geeignete Räume besitzen, um Kartoffeln für den Winter einlagern zu können, brauchen nicht zu fürchten, daß sie im Winter nicht.genügend Kartoffeln erhalten werden. Für eine befriedigende Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln während der ganzen Wintermonate — und zwar in verstärktem Maße — werden diejenigen Maßnahmen zur Anwendung gelangen, die sich bestens bewährt haben. Es sind dies 1. Eine großzügige öffentliche Einlagerung von Kartoffeln in den großen Verbrauchssorten und 2. Die Beibehaltung bzw. Einführung der im vergangenen Jahr in zahlreichen Großstädten bestens bewährten Kundenlisten mit einem Kundenausweis. .. Dor allem werden die Gemeinden über 100’W) Einwohner in diesem Winter allgemein eine solche Regelung durchführen. Diese gibt die Möglichkeit, beim Auftreten von vorübergehenden Spannungen in der Speisekartoffelversorgung, die durch unvorhergesehene Wetter- und Transportverhältnisse gelegentlich auftreten können, eine gerechte Verteilung ber Kartoffeln vornehmen zu können. Die meisten Verbraucher wissen aifs den (Erfahrungen des vergangenen Winters, daß Kundenlisten und Kunden- Betriebe (private und öffentliche Betriebe und Verwaltungen aller Art), die beabsichtigen, zum 1. April 1942 Lehrlinge, Anlernlinge, Praktikanten »der Volontäre einzustellen, müssen ihre Meldungen an das zuständige Arbeitsamt (Antrag auf Zustimmung zur Einstellung) spätestens bis zum 1. Oktober eingereicht haben. Die zur Organisation der gewerblichen Wirtschaft gehörenden Betriebe müf- en gleichzeitig eine oder zwei Abschriften ihrer zuständigen Kammer einreichen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Meldetermin deswegen io früh festgesetzt werden mußte, weil der Nachwuchs zur Zeit sehr gering an Zahl ist. Wer mit ber Meldung zu spät kommt, kann auf Zuweisung Jugendlicher nicht mehr rechnen, da über diese dann bereits verfügt ist. Umfassende Kenntnisse sickern den Ertoia. müssen dazu übergehen, Kartoffeln nur als Pellkartoffeln auf den Tisch zu bringen. Dor allem muß in den Gaststätten und Werkküchen die Kartoffelschälmaschine stillgeleat werden. Schon beim Schälen der ungekochten Kartoffeln mit der Hand kann man mit einem Schälverlust von rund 15 vom Hundert rechnen. Beim Kartoffelschälen mit ber Schälmaschine ist aber ein Schälverlust von ungefähr 30 v. H. zu verzeichnen. Ferner muß die städtische Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, daß die in die Städte gelieferten Kartoffeln als Speisekartoffeln der menschlichen Ernährung dienen sollen und nicht für die Verfütterung an Tiere bestimmt sind. Die Verpflichtung, mit den Kartoffeln hauszuhalten, gilt selbstverständlich auch für die Landwirtschaft. Insbesondere gibt die ausgezeichnete Ernte an Futterrüben und Wruken, die in diesem Jahre zur Verfügung steht, die Möglichkeit, bei der Schweine-- maft die Erfahrung auszunutzen, daß Kartoffeln sehr gut zusammen mit Futterrüben gefüttert werden können. Zur Erleichterung dieser Aufgabe wird der Reichsnährstand der Landwirtschaft erprobte Futterrezepte zur Verfügung stellen. Zusammenfassend ist also festzustellen, daß uns eine gute Kartoffelernte zur Verfügung steht und daß es Aufgabe der Hausfrauen, der Kartoffelhändler, der Großverbraucher, der Werksküchen, der Landwirtschaft und aller sonst am Kartoffelverbrauch Beteiligten ist, zu helfen, daß aus der guten Kartoffelernte der größtmögliche Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft erzielt wird. Für Gießen bleibt alles beim alten. Im Gegensatz zu neuen Versorgungsmaßnahmen in einigen benachbarten Städten des Rhein-Main- Gebiets tritt — wie wir auf unsere Anfrage beim Ernährungsamt der Stadt Gießen Horen — für die Kartoffelverforgung der Gießener Bevölkerung im kommenden Winter keine Aenderung gegenüber den früheren Jahren ein. Wer also feinen Kartoffelbedarf bisher direkt beim Erzeuger auf dem Lande gekauft oder durch einen Kartoffelhändler in ber Stadt oder in einem Landorte gedeckt hat, kann das in diesem Jahre genau so tun, d. h. man braucht als Gießener keinen Kartoffelbestellschein oder Einkaufsausweis, wie z. B. in Frankfurt, Darmstadt, Mainz Usw. Maßgebend dafür war der Gesichtspunkt, daß sich die tung zugeführt. Lehrer Boversen gab dabei wertvolle Hinweise für bie Zubereitung schmackhafter Pilzgerichte. Eine Bereicherung der Pilz- fenntnis brachte auch eine Lichtbildreihe „Pilze der Heimat", die durch Lehrer V i l l i n g e r • Offenbach am Main eine ausgezeichnete Erläuterung fand. Der zweite Arbeitstag war ausgefüllt mit Besprechungen über bie künftige Arbeit der RAW. DerGaureserent konnte dabei mitteilen, daß er von Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger den Auftrag erhalten hat, für die Verbreitung der Kenntnisse unserer wildwachsenden Heil- und Nährkräfte und ihrer Verwertung in der Ernährung besorgt zu sein. Die Gauwaltung des NS.-Lehrerbundes hat im Benehmen mit dem Gaureferenten RAW. die Kreisreferenten verpflichtet, in weiten Kreisen der Erzieherschaft und der Jugend Verständnis zu wecken für eine harmonische und bodengebundene Ernährung. Die Tagung bot allen Teilnehmern eine Fülle von Anregungen für die praktische Arbeit in den Kreisen.Gaureserent Helwig schloß den Lehrgang mit dem Treuegelöbnis zu Führer und Volk und mit der verpflichtenden Mahnung, gerade jetzt im Kriege die ernährungspolitisch so außeroibentlich wichtigen Erkenntnisse in weiteste Kreise bes Volkes zu tragen. Schweinemarkt in Gründers. 4- Grünberg, 18. September. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 286 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 14 bis 16 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 20 RM., 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 26 RM. pro Stück. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberftanb. Die Gauwaltung Hessen-Nassau des NS.-Lehrer- bunbes hatte im Einvernehmen mit der Reichsarbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Walde" (RAW.) bie Kreisreferenten ber RAW. zu einer Arbeitstagung nach Biebenkvpf einberufen. Die vom Gaureferenten der RAW., Lehrer Helwig - Dornholzhausen (Bad Homburg), geleitete Tagung war durch den Kreisreferenten Lehrer Boversen -Eckelshausen (Kreis Biedenkopf), der weitgehende Unterstützung durch die Ortsgruppe der Partei und bie Stadt Biedenkopf gefunden hatte, in vorbildlicher Weife vorbereitet worden. Das Ergebnis der zweitägigen Schulung war denn auch ein voller Erfolg für die für unsere Volksgesundheit so bedeutsamen Bestrebungen der RAW. (9aure.ferent Helwig eröffnete die Tagung mit der Begrüßung der Mitarbeiter aus allen Kreisen bes Gaues Hessen-Nassau. Besonderer Willkomm galt ben Vertretern von Partei und Behörden, von denen Bürgermeister Klein und Ortsgrupvenleiter Schmidt die Gäste in Biedenkopf willkommen hießen, letzterer auch im Namen bes Kreisleiters In einem grundlegenden Vortrag „Ernährung als gesundheitspolitisches Problem" behandelte Gaureferent Helwig das Aufgabengebiet der RAW. und ihre Bedeutung für die Volksgesundheit. Er führte aus, daß der" deutsche Erzieher bei der Arbeit an der Volksgesundheit an entscheidender Stelle mitwirke. Aus der Betrachtung der Ernährungsfragen vom gefundheitspolitifchen Standpunkt ergeben sich als wichtige Aufgaben: Schulung der Heranwachsenden weiblichen Jugend in der Berufsund Fachschule; Ausbildung des Küchenperfvnals; Erziehung des gesamten Volkes durch stete Auf- kläruna, die schon in der Grundschule beginnen und durch Ausstellungen, Filme, Vorträge unb Aufsätze in der Presse auch die Erwachsenen erfassen muß; Förderung der wissenschaftlichen Forschung auf bem gesamten Ernährungsgebiet. In einem weiteren Vortrag sprach Gaureferent Helwig in feffelnber Weise über die „Pflanzenwelt im Rahmen unserer Heimatgeschichte". An zahlreichen Beispielen zeigte er, wie innig bie Verbindung zwischen Mensch und Pflanzenwelt schon in der Vorzeit gewesen ist, wie der Mensch die Prlanzen feines Heimatbezirkes von jeher zu Heil- und Nahrungszwecken gebrauchte. Eine Pilzexkursion in die Umgebung von 93ieben= köpf hatte ein reiches (Ergebnis. Die gesammelten Pilze wurden noch am gleichen Tage der Derwer- Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „In geheimer Mission." Zucker auf einaefparfe Brotmarken. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Han* Thyrtot; für Stadt (hießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. S. Beriagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenletter: HanS Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrV. (Ein Grofchcn kommt zum anderen! Titan kann selbst beim Iähnepuhen sparen, da man eine so gute Zahnpasta wie die Nivea für 40 Psg. die große Tube bekommt 8ripartl Mate [Im cweiwo Ihre große Beliebtheit verdankt die Eckstein einzig und allein ihrer hohen Qualität.wUm diese Qualität bieten zu können, verzichtet sie auf eine kostspielige Ausstattung. Schmerzerfüllt erhielten wir nunmehr die Nachricht, daß mein über alles geliebter, herzensguter Mann, unser noch einziger, innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, der beste Vater seines Walterchens und seines zweiten in Kürze zu erwartenden Kindes, unser guter Neffe und Vetter Karlheinz Ochs Oberfeldwebel in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II. Klasse seiner am 3. August bei dem heldenhaften Einsatz im Osten erhaltenen schweren Verwundung im blühenden Alter von 27 Jahren erlegen ist. Seine Beisetzung erfolgte am 20. 8. auf dem dortigen Heldenfriedhof. In unsagbarem, tiefem Leid: Die schwergeprüften Eltern Diejunge Frau u. Söhnchen Heinrich und Marg. Ochs. Anny Ochs und Walter. Frankf. a. M.-Schwan- Gießen,Friedensstr.29 heim, Morgenzeile 23 12. September 1941. Von Beileidsbesuchen bitte höflichst Abstand zu nehmen. 3845 V Für die warme Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen; Elisabeth Pfeffer, geb. Hohmann. Großen Buseck, im September 1941. 03087 Bett.: Die Zustellung der Steuerbescheide über die Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1941. Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der GrundsteuerbHheide für das Rechnungsjahr 1941 an die Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem diese Bescheide als zugestellt zu gelten haben, der 18. September 1941 festgesetzt. Diejenigen Steuerpflichtigen, die bisher einen Bescheid nicht erhalten haben, werden aufgefordert, dies alsbald beim städt. Rechnungs- und Steueramt im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 13, anzuzeigen. Gießen, den 16. September 1941. Der Oberbürgermeister. 38740 Ritter. Gustav Camilla Ruth Hellberg Heute Tägl. 3.00, — Jagend Wegener • Erich Fiedler Kampf um Beryllium - ein verwegener Bursche greift ein - zwei Frauen bestimmen sein Schicksal Zutritt 3868 A JOHANNESKIRCHE Sonntag, den 21. September 1941, 17 Uhr Degel-Abend BACH — REGER An der Orgel; Emst Matthäus I Eintritt frei - Programm 0.50 RM. ______________________________________________3849 D Wer Kuchen backt,backt miiOkin! MM. Ihr Berater in allen Punktfftagen das große Spezial-Haus für gute Köhler - G/ESSEN M« Auch Sie können es sein. Denken Sie nur rechtzeitig on eine wirksame Abwehr der inneren Feinde Ihres Körpers. Entschlacken Sie Ihren Körper von zerstörenden Bakterien u. führen Sie demBlut neueSäfte zu durch eine innere Reinigung mit Monatspackung RM 1.— in Apotheken und Drogerien Herren-und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag-Vormittag geschlossen! 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