et ! :nen. ■ öiFrenü Sowjet-Oberbefehlshaber in Gesangenschafi. chterselde irkungsvoller Einsatz der denischen Lustwaffe <1 sichtbarem Erfolg, * * °uch der üWt6 a. ft! «schutzarbeit lchen tterland : Reich Gießen) I bündlet gliederte Dortrag des militärischen Sprechers im Rundfunk am 16. August geliefert. Danach fraben neue, in ihrer Wirkung noch unübersehbare Angriffe an der mittleren Front nördlich der Pvipjetsümpfe zu neuen Einkesselungen abgesprengter Teile der Sowjetarmee geführt. Auch auf dem Nordflügel überwinden neue Angriffe die Schwierigkeiten eines vielfach durchschnittenen Geländes und die verstärkten Feldbefestigungen von Abschnitt zu Abschnitt. Das gilt sowohl von den Bewegungen östlich des Peipus-Sees m Jngermann-Land wie auch von den Operationen in Nord-Estland, so daß eine baldige Verbindung zwischen den Armeen westlich und östlich des Peipus-Sees zu erwarten ijt Nördlich vom Ladoga- wurden. x Neu Rußland — dieser Name wurde dem annek-> tierten Steppengebiet zunächst gegeben — erhielt auf Befehl Katharinas schon 1794 einen Handelshafen in Gestalt von Odessa. Dep Namen wählte die Kaiserin nach einer griechischen Kolonie des Altertums, Odessas, die nördlich von der neuen russischen Stadt gelegen hatte. Etwas später entstand an einem haffähnlichen Gewässer, einem sogenannten Liman, in den sich der südliche Bug und dec Jngul ergießen, der jetzt von deutschen und unga- See meldet der finnische Wehrmachtbericht die Ein- nähme von Sortavala am Nordufer des Ladogcv Sees bereits am 15. August abends. Auf der Kare^ lischen Landenge westlich des Ladoga-Sees ist die deutsch-finnische Offensive in zügigem Fortschreiten. Auch hier sind erhebliche Teile der Sowjetttuppen in die bekannten schlimmen „Kessel" geraten. Der Wehrmachtbericht vom 17. August rückt die schnell vorschreitenden Bewegungen in der Südukraine in das Blickfeld. Deutsche und ungarische Truppen haben Nikolajew am (südlichen) Bug genommen und damit der Sowjetslotte im Schwarzen Meer ihre wichtigste Basis entzogen. Oestlich des Buas verfällt der Feind der Auflösung. Stündlich wachsen Beute und Gefangenenzahlen, denn die hier fechtende Budjenni-Armee war mit reichlichem Material ausgerüstet. Der militärische Mitarbeiter der „Times" be- urteilte bereits am 14. August, also bevor die Operationen wieder so schnell und allgemein in Gang gekommen waren, die Lage dahin, daß zwei Faktoren von besonderer Wichtigkeit seien: 1. die Kraft der Deutschen, weiter heftigen Druck auf die Sowjetarmee auszuüben und 2. die Fähigkeit des sowjetischen Oberkommandos, die Verluste an Menschen und Material so rechtzeitig zu ergänzen, daß der Feind seine militärischen Erfolge nicht voll aus« nützen könne, Das sind Binsenwahrheiten. Sie werden auch von dem militärischen Mitarbeiter der „Times" nur zu dem Zweck aufgetischt, um „zwischen den Zeilen" den Lesern eine gesunde Portion von Skepsis beizubringen, wie denn auch der englische Kriegsminister Mar^fesson dieser Tage ganz allgemein vor einer „Ferienstimmung" gegenüber den kriegerischen Ereignissen gewarnt hat. Eine andere Meldung, die vom britischen Nachrichtendienst verbreitet wird, nennt das Bild der Kämpfe in der Ukraine „außerordentlich verworren". Das stimmt insofern, als noch eine ganze Reihe von Kesseln der Liquidierung harren. Recht schwachmütig fährt dann der britische Nachrichtendienst fort, „es scheine, Marschall Budjenni hoffe, seine Streitkräfte mehr oder weniger intakt zurückziehen zu können"- 1 Tomi|,nm„| 5ie elnmtl "»enfich erproJ 181 Ihrem HmJ des deutsche s .vom 25.8.31: 9 alle wesentlich« I dringlich geM I nd für unser M I sformen unser« I )er Naturschutz« I n Eigennutz' isi. I sollte in allen | d empfohlen.' I ein Werbeblati! I )ie Eroberung von Nikolajew Größte Werft- und Industriestadt am Schwarzen Meer. skl L- ■“äölgnng, -Ue der NSG, Telefon 2141. im Hafen von Tobruk, Flakstellungen, Munitionslager und Kraftfahrzeugansammlungen des Feindes. Line gringe Zahl von Sowjetbombern versuchte in der letzten Nacht das nördliche und nordöstliche Reichsgebiet anzugreifen. Die Angriffe blieben völlig wirkungslos. Höchste Bewährung der Flak. Berlin, 17. August. (DNB.) Die deutsche Flak- arttllerie hat in den letzten Wochen nicht allein i m Erd kam p f als bunkerbrechende Waffe an der Ostfront die größten Erfolge zu verzeichnen und sowohl auf dem östlichen Kriegsschauplatz als auch in Nordafrika eine hohe Zahl feindlicher Panzer vernichtet, sondern auch bei der Luftabwehr MB. Aus dem Führerhauptquartier, 1'17, Aug. Das-Oberkommando der Wehrmacht gibt Itzetmnt: j in der Südukraine haben deutsche Truppen im narzi oder DA el aufgeuitt nm ** (xukldtjh 8»r nm flt. Ltät eklen en» ,s° auf >ele Itzt. ‘eater Gleit, ND -zalrmmenwirken mit ungarischen Verbänden die ine als Flottenstützpunkte wichtige Industrie- und l Qpf) bei Nichterscheinen I npn einzelnen Nummern f btblge höherer Gewalt Nikolajew in deutscher Hand. Uuch an den übrigen Teilen der Ostfront verlaufen die Operationen erfolgreich Berlin, 17. August. (DNB.) Verbände der deutschen Luftwaffe griffen erfolgreich in die Kampfe an d e r Südfront im Osten ein. Sturzkamps- luqzeuae bombardierten sowjetische Truppenan- ammlunqen in Wäldern. Die Wälder gerieten m Brand — Durch Bombenabwürfe auf Bahnhöfe wurden sehr starke Zerstörungen angerichtet. Die Eisenbahnlinien wurden mehrfach unterbrochen. Sturzkampfflugzeuge griffen mehrfach sowjetische Rückzugskolonnen an. Sprengborn- ben verursachten unter den marschierenden bolschewistischen Truppen schwerste Verluste Em Flugplatz wurde gleichfalls erfolgreich bombardiert. 15 sowjetische Maschinen wurden am 15.8. am Boden verstört und neun in Luftkämpfen abgeschossen. Im See gebiet vor Odessa belegten deutsche Kamps- sluqzeuqe mit guter Wirkung Seestr ei tkrafte und Transporter mit Bomben. Im Raum von D ne- propetrowsk wurden im Tiefangriff Dnjepr- Uebergänge zerstört. Zahlreiche sowjetische Panze^ Kampfwagen und 130 Lastkraftwagen wurden durch Bombenwurf vernichtet. In Luftkämpsen über dem ukrainischen Raum verloren die Sowjets am 16. 8. vas dann wlh las an allen Fronten Hervorragendes geleistet. Allem vom 22. Juni bis 31. Juli wurden von der Flakartillerie insgesamt 10 3 6 Sowj e t- u n d b r t ° tische Flugzeuge a b g e s ch o s s e n. Sie hat damit einen bedeutenden Anteil an der Zerschlagung der Sowjetluftwaffe und an der erheblichen Schwa- chung der britischen Luftwaffe, die gerade in den jüngsten Wochen bei militärisch wirkungslosen Angriffen auf das Reichsgebiet und die besetzten Ge» biete im Westen zahlreiche Bomber, darunter mehrere viermotorige, durch Flakabschuß verloren hat. Oie Säuberung des Erzgebietes Kriwoj Rog. Berlin, 17.August. (DNB.) Deutsche Truppen haben am 16.8. die Säuberung des Erzgebietes und Industriezentrums Kriwoj Roa beendet. Nach bisheriger Uebersicht verloren die Bolschewisten in diesem Raum viele Gefallene, außerdem wurden 7000 Gefangene eingebracht und 38 Geschütze, eine große Anzahl Panzerwagen, viele Lastkraftwagen und mehrere Flugzeuge erbeutet ober vernichtet. Die deutsche Front befindet sich ^n allgemeiner Bewegung. Nicht umsonst sagt der Wehrmachtbericht bald in dieser, bald in jener Formulierung in den letzten Tagen, daß sich - wie m der Sudukraine - erfolgreiche Operationen auch an der übrigen Ostfront vollziehen. Die zahlreichen besonderen militärischen Meldungen, die letzt fast leben Mend in Ergänzung des Wehrmachtbenchtes aus- gegeben werden, bringen bezeichnende Einzelheiten dieser allgemeinen Bewegung, die vom Finnischen Meerbusen über die zenttalen Stellungen bis an bas Schwarze Meer reicht. Einen klaren Beitrag zum Verständnis dieser Unternehmungen zur Fort- lekuna des Vernichtungskampfes in einem neuen kzL-hni fliirh her übersichtlich ae» D3tB. Aus dem Zühreihauptquartie , le August. Das 0MB. gibt bekannt: An der gcfnmten Ostfront verlaufen die Ope io tonen roeifeefjin planmäßig unb erfolgte <*)• vor der englischen Ost'üste verentlen fcmpfflugieuge am läge zwei Handelsschisse m» Wammen 7500 SRI- und befchadiglen bei den 5 töt-3nfeln ein größeres Handelsschiff. Bei <£am hbge wurden wehrwirlschastlicheAniagen mU B.mben fchweren Kalibers belegt. Em Borposten ’ict fchof, im Kanal ein brikfches Jagdflugzeug a . Ji- der letzten Nacht vernichtete die Cuff muffe o br britischen Ostküste ein Handelsschiff m 20 BRI. und griff verschiedene Häsen und militärische Anlagen Im Osten der Insel an. rt, dasrika bombardierten deutsche Stu 4 jt*”* uu*»* «0» Mßstadl Nikolajew genommen. Unter dem ^rrck der rastlosen Verfolgung ostwärts des Big verfällt der geschlagene Feind immer mehr lki Auflösung. Die Beute an Kriegsmaterial in! die Zahl der Gefangenen sind ständig im Wach- jen Auch an den übrigen Teilen der Ostfront ver- jlairen die Operationen erfolgreich. I Zm Kampf gegen Großbritannien richtete sich ein Ltffamer Tagesangriff der Luftwaffe Lei en Rüstungswerke in Rordschotlland. In »es letzten Rächt versenkten Kampfflugzeuge vor der Ischen Ostküste zwei Handelsschiffe mit zusam- 5000 VRT. und erzielten Treffer auf drei grü- \ Frachtern. Ferner wurden mehrere Flug- he und Hafenanlagen im Osten der L bombardiert. jci Versuchen, am gestrigen Tage die Kanalküste umgreifen, verlor die britische Luftwaffe in Luft- kövpfea 15 Flugzeuge. Britische Bomber warfen in )e, letzten Rächt an einigen Orten Westdeutfchlands fii geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. !lkr entstanden keine wehrwirtschaftttchen oder mili- Mchen Schäden. Rachtjäger und Flakartillerie ch-fen elf der angreifenden Flugzeuge ab. 133mU au m e von Gomel waren Truppenansammlungen, Tankanlagen wiö Lastkraftwagenkolonnen lohnende Ziele für deutsche Kampfflug- zeuae Während die deutsche Luftwaffe ihr Vernich- tunaswerk an Panzerbatterien, Munitionslagern und motorisierten Kolonnen der Sowjets mit beftem Erfolg abschloß, versuchten bol chewisttsche Flugzeuge die deutschen Angriffe zu stören. Dabei verloren ' die Sowjets 4 Flugzeuge Dm m i t t l e r e n Teil der Ostfront griffen deutsche Kampfflugzeuge sowjetische Truppenansammlungen, Brennstofflager und Lastkraftwagen^Kolonnen wirksam art Zwei sowjetische Panzerkampfwagen, eine Artilleriestellung und 20 Lastkraftwagen wurden vernichtet, eine sowjetische Munitionskolonne wurde zersprengt. Jp Luftkämpfen über diesem Frontabschnitt verlor die sowjetische Luftwaffe zehn Maschinen. Im Raum von Nowgorod griffen deutsche Kampfflugzeuge motorisierte sowjetische Kolonnen erfolgreich an. Im Tiefflug vernichteten sie mit Bomben und Bordwaffen neun sowjetische Panzer, die vergeblich versucht hatten, den deutschen Bomben zu entgehen. Bei einem Angriff auf sowjetische Nachschubkolonnen zerstörten die deutschen Flugzeuge 245 Lastkraftwagen. Drei sowjetische Batterien und an einer anderen Stelle 18 Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt, 21 Truppentransportfahrzeuge z. T. vernichtet. Schwere Angriffe richteten sich gegen die Flugplätze, wobei 52 Fluazeuae am Boden vernichtet und 20 weitere abgeschossen wurden. Auch zwei sowjetische Fesselballone konnten in Brand geschossen werden. Im Raume ostwärts des Ilmensees griff die deutsche Luftwaffe zahlreiche sowjetische Industrieanlagen und Rüstungswerke sowie Eisenbahnanlagen und Güterzüge mit Bomben an. In Luftkämpfen über dem Gebiet südlich des Ilmensees wurden 13 sowjetische Maschinen abgeschossen. Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe griffen in der Nacht vom 15. zum 16. August kriegswichtige Anlagen der Stadt Moskau mit gutem Erfolg an. Die deutschen Flugzeuge bombardierten Rüstungswerke aus mittleren Höhen mit 3n allgemeiner Bewegung Von unserer Berliner Schristleitung. Wie das Oberkommando der Wehrmacht vor einigen Tagen bekanntgab, wurden Raum von Um an die sowjetische 6. und 12. Armee sowie Teile dersowjettschen 18.2Umee, msgesamt ^Dwistonen, vernichtet. Zu den rund 103 000 Gefangenen zählen auch die Oberbefehlshaber der 6. Armee^ Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der 6. Sowjetarmee nach seiner Gefangennahme. (PK.-Koch. — Scherl-M.) Obefia und dasSchwarzeMeer Von Dr. Paul Rohrbach. Odessa, unter der Herrschaft der Bolschewisten gegen früher stark heruntergekommen, ist immer noch der bedeutendste Seehafen im Pontlschen Osteuropa. Die Entwicklung der-Stadt ist eng verknüpft mit der Umwandlung der weiten Pontlschen Steppe in ein Getreidegebiet, das nur der -Derching vom Bolschewismus bedarf, um wieder zu einer europäischen Kornkammer zu werden. Als Katharina II. durch einen Federstrich das bis dahin nominell unter türkischer Oberherr- chaft stehende Steppengebiet in der heutigen Sud- Itraine mit dem russischen Kaiserreich verband, war . hier von Ackerbau noch kaum die Rede. Die Steppe war von Urzeiten her eine Region räuberischer Nomadenstämme gewesen und gehörte zul'etzt den Krimschen Tataren, den schwächlichen Erben des großen Mongolenreichs, das in der zweiten Halste des Mittelalters ganz Rußland beherrschte. Der Ta- tarenchan der Krim war der Vasall des Sultans, Katharina setzte ihn ab und machte auf Einladung ihres Günstlings P o t e m f i n eine Fahrt auf dem Dnjepr, um ihren neuen Besitz zu besichtigen. Po- temkin ließ an den Ufern des Stromes in Abständen einer Tagesfahrt Dörfer aufbauen und eine Anzahl Bauernfamilien dorthin bringen, die, gut gekleidet, mit fröhlichen Tänzen und Gesängen das Schiff der Kaiserin beim Anlegen zu begrüßen und auf Befragen zu versichern hatten, es ginge ihnen gut und sie feien glücklich, unter die Herrschaft von Mütterchen-Zarin zu kommen. Sobald die Kaiserin abgefahren war, wurden die Leute auf Wagen gesetzt, die mit ihnen zum nächsten Dorf jagten. Dort wiederholte sich das Schauspiel, und daher stammt der Ausdruck „Potemkinsche Dörfer". Die Pontische Steppe ist ein Teil des Schwarzerde-Gebiets, das sich durch den ganzen Süden Osteuropas von den Karpathen bis an den Ural erstreckt und sich noch jenseits des Uralgebiets nach Westsibirien hinein fortsetzt. Ein großer Teil der Schwarzerde war schon früher von ukrainischem Volkstum besiedelt worden. Nachdem die Steppe zum russischen Reich geschlagen war, schob sich die ukrainische Bauernsiedlung weiter nach Süden gegen das Schwarze Meer vor. Der Regierung in Petersburg ging es aber damit nicht schnell genug. Man hatte bald die Erfahrung gemacht, daß der Steppenboden sehr fruchtbar war und daß auch die jährlichen Niederschläge ausreichten, um Weizen anzubauen. Um die Entwicklung rascher voranzubringen, berief Kaiser Alexander II. am Anfang des 19. Jahrhunderts deutsche Kolo- n ist en, vornehmlich Württemberger, ins Land. Diese Kolonisation schlug glänzend ein. Im Lause von etwa dreißig Jahren kamen über 40 000 Einwanderer aus Deutschland, und infolge des enormen Kinderreichtums und des rasch wachsenden Wohl- - standes dieser deutschen Siedler, vermehrte sich ihre Seelenzahl im Lauf eines knappen Jahrhunderts auf über eine Million. Die sogenannten Schwarz- meer-Deutschen waren wohlhabende Bauern, auch einige Großgrundbesitzerfamilien gingen aus ihnen hervor. Als während des Weltkrieges deutsche Truppen in die Ukraine einrückten, waren sie erstaunt, . soviel deutsch sprechende Volksgenossen vorzufinden, von denen sie freudig aufgenommen und verpflegt Berlin, 17. August. (DNB.) An der Mste des in±* ß klhvarzen Meeres wurde, wie der Wehrmachtbericht ' k Mete, die wichtige Hafen- und Industriestadt Niko- Uld nach hartem Kampf genommen. Nikolajew ist Eibietshaupt st adt an der Mündung de -, B u g und zählt 167 000 Einwohher. Sie ist die größte Werft- und Industriestadt am Mwarzen Meer. In den ausgedehnten Hafen- Mhgen befinden sich Oeltanks, Getreidespeicher, Mwimmdocks und Kühlhäuser, mehrere Kriegs- Wfswerften, Geschütz- und Munitionswerke sowie Mnbahnwerkstätten. Der Hafen ist ein bedeutender iMfchlagplatz für Erz und G e t r eide, M'er, Kohle und Petroleum. Fabriken für den Bau m Transport- und landwirtschaftlichen Maschinen, Mil- unb Lederfabriken sowie ßebensmittelmbu- Sen befinden sich in der Stadt. Neben mehreren F gplätzen hat Nikolajew eine Fliegerschule, Jnfan- t r =, Artillerie- und Fliegerkasernen. Die Flucht über den Dnjepr vereitelt. i3«Mangm.l95 /HT* * t scheint täglich, außer A . , . . - A SfcJk für die Mittagsnummer Urtags und Feiertags Ä JW Ms 8'/.Ubr des Vormittags E (DlChCllCt ZlUwIQCT SM erf nT6wSranti ?M. vrühlsche Univerfttätrdrulterei 8. £aige Sieneral-Anieiaer für Oberhessen " Zerlin, 16.Aug. (DNB.) Bei einem kleinen Vl! versuchten die Bolschewisten unter dem Druck bischer Verbände ,ü b e r den D n j e p r zu ent- tnmen. Durch kühnes und Fosches Vorgehen Wen die deutschen Truppen jedoch die Bo che- Men in den Ort ein. Deutsche Arüllene lob in unterdessen die bereits geflohenen Teile der , tzcwjets unter Feuer und v e r n i ch t e t c 15 Fahrt i , die die Bolschewisten zum Uebersetzen über den frjepr benutzten und schnitten lhnen den fiii ck z u g ad. Auch am 16. August drängten deut- sh- Verbände die bolschewistischen Truppen am Fluß ; tu; enge Räume zusammen und brachten ihnen i shvere Verluste bei. Versuche der Sowjets mit j ehren das jenseitige Ufer zu erreichen, um stch der I !k7nichtung zu entziehen, scheiterten im Feuer der ritschen Waffen. # Mr haben schon vor geraumer Zeit den Dnjepr- I Äugen als eine richtige „^alle" für die Dostch^^ le^ilbert, weil nur wenige Brucken den Fluß "der- «irren und die überhöhten Weftufer eme gute Ern- * idt bieten. Seit altersher wird der Derkehr über kr Dnjepr durch zahlreiche ^hren und Fahrboote lemittelt. Selbst im unmittelbaren Stadtgebiet von Si w Ipieien sie eine ebenso große Rolle w'e d'e dort Gehende Kettenbrücke am Fuß der Zitadelle Ae M-störung der Dnjepr-Fähren ,st eine w°sentl,che «chwerung des bolschewistischen Ruckzuge- Da der . Maß auf weite Strecken unter deutschem Feuer lieg«. Ilif der so wichtige Frachtoerkehr aus dem ludukra'- >ichen Jndustriereoier nach Norden zu Wasser iirtzerbunben. Der Wehrmachtbericht vom Gamstag. I M Oie Moskau-Konferenz Der italienische Bericht. Muiidsc SM nordgermanischer Seefahrer. Tchv er vom daß er Tochter das sei -Lu Reic L-Lehrei thaup Ms in P ung poch je <1 Berlin, 17. August. (DNB.) An der Tobruk- Front nahm Artillerie des Deutschen Afrikakorps deutsche lichsorg gebunc e Nee ( mder ri Gand s gibt de, gum mir Oie deutsche Artillerie an der Tobruk-Front. Madrid, 16. Aug. (Europapreß.) „Was ich hier vorhiabe? Ich will mehr Tanks, mehr Flugzeuge, mehr Geld. Jhrwollt sehen,wiederHahn kämpft? Dann müßt ihr ihn vorher füt° t e r n/' Mit diesen Worten erwehrte sich Großbritanniens Versorgungsminister Lord Beaver- b r o o k bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten ber Neuyorker Reporter und Photographen. Beaverbrook ist übrigens nur durch einen Umstand dem sicheren Tod entgangen. Im letzten Augenblick hatte er seinen Platz im Flugzeug umbuchen lassen. Die Maschine, die er sonst benutzt hätte, stürzte ab, wobei alle 22 Passagiere ums Leben kamen. Wenige Ein Truthahnbild gibt Rätsel auf. Bei Restaurierungsarbeiten an einigen Wandbildern im Schleswiger Dom wurde kürzlich eine überraschende Entdeckung gemacht. Als man das bekannte Wandbild vom bethlehemitischen Kindermord von Uebermalungen aus der Zeit um 1890 befreite, kam darunter ein Fries mit zahlreichen Tierdarstellungen zum Vorschein. Unter den abgebildeten Tieren, die zum größten Teil Vertreter der in Deutschland heimischen Arten darstellen, befinden sich aber nicht weniger als acht Truthähne. Das Ueberrafchende hieran ist, daß Truthähne in Amerika beheimatet sind und erst nach der Erschließung der Reuen Welt, also im 16. Jahrhundert in Deutschland bekannt wurden. Das Wandbild und der Tierfries sind aber bereits im 13. Jahrhundert entstanden. Für Kunstverständige, Zoologen und Historiker entstand so die Frage, woher der Maler schon damals Tiere kannte, die erst 300 Jahre später nach Europa gelangten. Inzwischen ist ein lebhafter Meinungsaustausch hierüber entstanden. Daß es sich bei den Darstellungen um einwandfreie und wahrscheinlich nach der Natur geschaffene Truthahnbilder handelt, bestätigten die Zoologen Professor Stresemann (Berlin) und Professor S t e ch o w. Es wurde nun die Ansicht vertreten, daß das Bild entweder doch später entstanden ist oder daß die Truthähne erst im 16. Jahrhundert hinzugefügt wurden. Aber auch diese Erklärung scheint nicht stichhaltig zu sein. Eine Reihe namhafter Kunstsachverständiger, Maler und Konservatoren, die das Wandbild eingehend prüften, haben mit Bestimmtheit versichert, daß es nach Stil und Technik Zweifellos zwischen 1270 und 1280 entstanden ist. So bleibt nur eine Erklärung möglich, und sie ist immerhin bedeutsam genug. Bekanntlich sind schon lange vor Kolumbus Wikinger auf ihren kühnen Fahrten nach Amerika gelangt. Das Wikingergrab in Beardmore, der Runenstein von Kensington und zahlreiche Waffenfunde in Nordamerika sind Zeugnisse jener Landnahme durch germanische Seefahrer und ihrer hohen Kultur. Das Schleswiger Wandbild aber ist wahrscheinlich das erste Zeugnis jenes oorkolumbijchen Kulturaustausches zwischen Europa mehr als 4000 Einwohner zählte, verlieren die Sowjets ihren letzten mit einem Hafen versehenen Stützpunkt an der Nordwestküste des Ladoga-Sees. Sortavala, im 16. Jahrhundert gegründet und 1632 von König Gustav Adolf II. von Schweden mit Stadtrecht versehen, liegt an der Nordspitze des La- doga^Sees. Die Stadt galt in Finnland als das geistige Zentrum Lado-ga-Kareliens. Sie war die traditionelle Hüterin des großen finnischen Nationalepos, der Kalevala-Dichtung, und zwar in der Form des Karelischen Gesangs. Zur Eroberung Sortavalas schreibt „Uufi Suomin", im finnischen Bewußtsein bedeute ■ Sortavala, obgleich es eine kleine Stadt sei, das Symbol ganz Kareliens, und zugleich sei es ein Ausdruck der Wiedergewinnung des Landes. Das finnische Volk danke der finnischen Armee und ihrem ruhmreichen Oberbefehlshaber und jedem einzelnen Soldaten. „Hel- singin Sanomat" weist darauf hin, daß Sortavala eines der wichtigsten Kampfziele der Sowjets im Kriegswinter gewesen sei. Sortavala sei erst im Frieden verloren worden, vor der im Friedensver- trag vereinbarten Frist hätten die Sowjets Besitz von der Stadt genommen. Jetzt hätten die finnischen Truppen in siegreichem Kampf die Stadt für Knn- land zurückgewonnen. Haus weitergeleitet. ______ durch die Aufrüstungsvorlage bewilligt. fiy Repräsentantenhaus hatte seine Zustimmung ny zu einer um 7 5 0 Millionen geringere, Summe gegeben. In einer Rede vor dem gemein samen Ausschuß des Senats und des Repräsen, tantenhauses gelang es Kriegsminister Stimso?. die Vertreter des Abgeordnetenhauses dazu zu b» wegen, die Kürzung der Vorlage zurückzuneh, men und wieder den Betrag von rund 7,5 Utz liarden zu bewilligen. ihrer Besatzung verloren. Die Internierten sagten, daß außer ihnen noch fünf andere Kameraden au-$ Gibraltar flüchten wollten. Sie seien aber vorn einem Küstenwachschiff festgenommen worden. fit DCUM Äusser MiefehlsI WUlgso Wen bl Mm die WjchulL feen 21 ilchhbai Wien fi I-" bedeut *c Wen. Hinang M $e[o girn K-Platz .dnen st sind zwei Tote und einige Verwundete zu beklagen Die Bodenabwehr schoß ein feindliches Flugzeug ab. Än Ostafrika im Abschnitt von GoNdar uni an der Celga lebhafte Zusammenstöße unserer Truppen mit feindlichen Verbänden, die Verluste erlitten und in die Flucht geschlagen wurden. In Uolchefi traf unsere Artillerie mit sichtbarem Erfolg ein« starke feindliche Kraftwagenkolonne. druck „Hitler-Deutschland" dürfe jedoch nicht wahre Kriegsziel verdunkeln. Der Gegner Deutschland und nicht Hitler. Beaverbrooks Hilferuf. Oie Tochter. Von Ernst Heyda. Er entdeckte an einem Sommertage, da Fenster aus seiner Tochter Erika nachsah, eigentlich eine sehr schöne, gut aussehende LSEA.-Kredit für Uruguay. Montevideo, 17. Aug. (Europapreß.) Wie j, unterrichteten Kreisen von Montevideo verlaute haben die Vereinigten Staaten Uruguay einen Kry d i t von 17 Millionen Dollar zur Finani. zierung ihrer Aufrüstung zur Verfügum gestellt. Es heißt, daß die Hälfte des Geldes für uruguayische Kriegsmaterialkäufe verwandt werde, soll, während der Rest des Kredits auf Lieferungen verrechnet werden wird, die sich auf mehrere Jahn erstrecken. Oer Schrecken vor deutschen Ll-Booten und Flugzeugen. • v —’vii"- »* ।i-B^nen n non Tobruk auf Fahrt befanden. Englische Flug- MMul. zeuge griffen Bcrrdia, Derna und Bengasi an. (b- En füh fange ich es an, dachte er hilflos, so ganz einfach ist es doch nicht, vielleicht ist sie schon für den Abend verabredet. Weiß der Kuckuck, ich habe mich zu wenig um sie gekümmert, eines Tages, da bringt sie mal einen Kerl an, der sie heiraten möchte, und ich stehe dann da! Ein wenig empört betrachtete er seine Tochter aus den Augenwinkeln. „Na ja!" sagt er laut. „Sagtest du etwas, Papa?" fragte sie. Er erschrak. Frauen konnten hellhörig sein. „Wenn das Essen fertig ist, dann bringe es bald", sagte er, „ich habe Hunger." Das Mädchen nickte. Er ging zur Stube und pfiff leise vor sich hin. . „Wenn sie heute ausgeht, dann bekommt sie nichts von mir. Aber ich weiß wirklich nicht, ob sie sonst zu Hause bleibt ...", brummte er. Als sie abgeräumt hatte, sagte sie: „Ich gehe nun hinauf, gute Nacht, Papa, hör nur wie es draußen regnet, bleib mal nicht mehr so lange auf und rauche nicht so viel!" „Gute Nacht!" sagte er und dachte, sie ist doch aenau so wie Helene, das habe ich nie gewußt, fast die gleichen Worte sagt sie. Behaglich blieb er noch eine Weile sitzen, hörte ihre Schritte im oberen Zimmer, dann stand er auf und ging zum Schreibtisch. Morgen werde ich aber mit ihr ausgehen, dachte er, wenn es heute nicht geregnet hätte, ich meine, wir wären heute schon gegangen. Er füllte am Schreibtisch einen Scheck aus und gina bann leise in ihr Zimmer. „Ach, du bist es, Papa", sagte sie und machte Licht. Verlegen drehte er den Scheck in seiner Hand. „Ich meine — meine, daß du wieder eine Kleinigkeit zum Anziehen brauchst!" stammelte er. „Ach, Papa", sagt sie, „du bist so gut. Ich habe mir immer gewünscht, wir würden einmal zusammen ins Theater gehen oder sonstwo ..." Als er später ins Bett ging, pfiff er laut vor sich hin und blieb eine Weile am offenen Fenster stehen. Zwar regnete es noch, aber die Luft durchflutete ihn, und er lächelte zum Garten hinunter, obwohl es doch viel zu dunkel war, um irgend etwas zu sehen. Er hatte lange nicht mehr |p hoffnungsfroh gelächelt» K Bomber. Bei Angriffsversuchen der Briten m der Nacht zum 17. August gegen Westdeutschland wurden elf Bombenflugzeuge zum Absturz gebracht. Die Höhepunkte der britischen Non-Stop-Offensive stellen sich also folgendermaßen dar: Am 23. Juli Verlust von 54 britischen Fleugzeugen, am 24. Juli: 35, am 30. Juli:. 36, am 7. August: 30, am 9. August: 19, am 10. August: 19, am 12. August: 60, am 14. August: 19 und am 16. August: 26, also in neun Tagen Verlust von 298 britischen Flugzeugen. Sortavala von den finnischen Ttuppen ' erobert. Helsinki, 17. Aug. (DNB.) In der Nacht zum Samstag haben finnische Truppen nach heftigem Kampf die Stadt Sortavala am Nordufer des Ladogasees von den letzten Bolschewisten und Heckenschützen geräumt, die sich im Stadtinnem verschanzt hatten und zähen Widerstand leisteten. Von den geschlagenen sowjetrussischen Divisionen ist ein Teil völlig vernichtet, ein Teil in Einkesselungen am Nordwestufer des Ladogasees eingeschlossen. Das ansehnliche Kriegsmaterial ist teils in finnische Hand gefallen, teils in den Einkesselungen eingeschlossen. Mit Sortavata, das zur finnischen Zeit etwas Wkassp EM 'Keif..6 rischen Truppen genommene Kriegshafen Nikolajew, der in der Folge durch eine Kette von Forts zum stärksten russischen Marinebollwerk am Schwarzen Meer ausgebaut wurde. Odessas große Zeit begann mit der Erbauung des Eisenbahnnetze in der Steppe, in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Erst dadurch wurde es möglich, die Getreideproduktion der Schwarzerde voll zu entwickeln. Nach dem Abschluß der ukrainischen Weizenernte rollten alljährlich endlose mit Korn beladene Züge auf die Kais der verschiedenen Becken, aus denen sich das Hafengebiet von Odessa zusammensetzt. Auch Nikolajew, obwohl Kriegshafen, erhielt feinen Anteil an den Getreidefrachten. Die russische Handelsflotte war nicht imstande, die Massen der Getreideausfuhr aus Odessa und Nikolajew zu bewältigen; deutsche, englische, holländische, skandinavische und andere Schiffe nahmen in Mengen an dem Geschäft teil. Odesse wurde eine der glänzendsten Städte des russischen Reiches und erhielt durch seine ganz moderne ^Entwicklung äußerlich viel mehr einen europäischen als russischen Charakter. Die Einwohnerzahl wuchs bis nahe an eine halbe Million; eine Reihe von luxuriösen Dillen- und Badeorten entstand zu beiden Seiten der großen Handelsstadt entlang der Meeresküste. Obwohl geographisch zur Ukraine gehörig, erhielt Odesse doch eine überwiegend großrussische Bevölkerung von Geschäftsleuten und Arbeitern. Der ukrainische Bauer liebt nicht das Getriebe einer großen Handels- und Hafenstadt. Zahlreich vertreten waren auch Juden, Bulgaren und Griechen, die Griechen als Geschäftsleute, die Bulgaren als landwirtschaftliche Kolonisten und Gärtnereibesitzer in der Umgegend. Da kam der Bolschewismus und zerstörte die Mute der Stadt durch seine wahnsinnige Agrarpolitik. Die russische Getreideausfuhr war schon vor dem Weltkrieg dadurch gewaltsam forciert worden, daß den Bauern unmittelbar nach der Ernte die Steuern obverlangt wurden. Um die Zahlungen zu leisten, mußten sie das Korn ohne Rücksicht darauf weggeben, wieviel ihnen zum Lebensunterhalt blieb. Immerhin waren die Verhältnisse noch einigermaßen gesund im Vergleich zu dem Schicksal, das nun über das Bauerntum des Schwarzerdegebiets hereinbrach. Schon gleich nach Ausbruch des Weltkrieges wurden die deutschen Kolonisten besonders drangsaliert, da man sie im Verdacht deutscher Sympathien hatte. Ihre gute und fleißige Wirtschaftsweise war nicht ohne Einfluß auf die ukrainische Landwirtschaft geblieben. Der fruchtbare Boden der Schwarzerde brachte schon an sich reichlichere Ernten hervor, als die sandigen Böden von Zentral- und Nordrußland. Ukrainische Gutsbesitzer führten nach deutschem Beispiel eine fortgeschrittenere Art der Landbestellung ein, und es gab Güter, auf denen mitteleuropäische Hektarerträge erreicht wurden. Der Bolschewismus vernichtete das deutsche Bauerntum zum größten Teil, denn es fiel mit unter den Begriff ber- sogenannten Kulaken, der Großbauern, die mit gemieteten Kräften wirtschafteten und den kommunistischen Machthabern in Moskau besonders verhaßt roaren. Die Gutsbesitzer wurden ermordet oder mußten fliehen. Die landwirtschaftliche Kultur kam herunter, die Kollektivierung vernichtete auch das bessere russische Bauerntum, die Kulaken wurden erschossen oder mit ihren Familien zur todbringenden Arbeit in den nördlichen Wäldern oder in den sibirischen Einöden verbannt. Wiederholte Hungersnöte, so 1920/21 und 1932 bis 1934 ruinierten das Schwarzerdegebiet. Diese Vorgänge haben den Handel der Schwarz- meerhäfen und besonders den von Odessa ruiniert. Das Leben im Hafen ist seit dem Beginn des bolschewistischen Regimes nur noch ein Schatten gegen früher. Während andere Städte der Sowjetunion durch die gewaltsam vorangetriebene Industrialisierung ihre Einwohnerzahl verdoppelt und verdreifacht haben, ist Odessa eher zurückgegangen. Die großen Jndustriewerke der Sowjetregierung liegen alle im Binnenlande; der Seeverkehr, der nie eine starke Seite in Rußland war, ist gegen die frühere Zeit ausgesprochen heruntergekommen. Zn neun Tagen 298 Flugzeuge verloren. Berlin, 17. Aug. (DNB.) Die deutsche Luftabwehr hat am 16. und in der Nacht zum 17. August die sogenannte Non-Stop-Offen- sive der Briten erneut abgestoppt. In Luftkämpfen über dem Kanal verlor die britische Luftwaffe 15 Flugzeuge, darunter einen viermotorigen s r a t a u ' V d mit e । w. 3m irDr.S innen di mis d vollzog M ß) Aule Madrid, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) In S«, villa trafen am Sonntag fünf britische Seeleute eir die vor einigen Tagen aus der Festung GibrÄt« geflohen waren und in La Linea von den fpani» schen Behörden interniert wurden. Die Seeleute die aus Liverpool kamen, erklärten, daß man ft in Gibraltar zu unmenschlich schweren Arbeiten g» zwungen und dabei denkbar schlecht behandelt habt, Sie sagten ferner aus, daß die englischen Behörde, mit zunehmenden Schwierigkeiten z kämpfen hätten, um Besatzungen fü। Handelsschiffe anzuheuern. Trotz riesiger (8$ fahrenzulagen weigerten sich zahlreiche englischr Seeleute, Fahrten nach England zu unternehmen, da die deutschen U-Boote und Flugi zeuge ihnen panischen Schrecken einflößten. Vieki Schiffe erlitten infolge Fehlens von MannschafteA wochenlange Verspätungen. Alle Besatzungen britii scher Schifte würden streng überwacht, da viele See. u,,v“ r leute zu flüchten versuchten. Zahlreiche englisch.- Schiffe hätten auf diese Weise bis zu drei Vierteln Waalgou :t“ m r ' ' ~ ' • tnsiihre Stockholm, 16. Aug. (Europapreß.) Der sowjetrussische Regierungschef Stalin empfing am Freitag im Beisein oes Außenkommissars M o l o ° t o w den U8A.-Botschafter Laurence A. Steinhardt und den britischen Botschafter Sir Stafford Cripps. Die beiden Botschafter überbrachten Stalin die gemeinsame Botschaft des U8A.-Präsi- denten Roosevelt und des britischen Ministerpräsidenten Churchill. Stalin sprach den Botschaftern seinen Dank für das übermittelte Hilfsversprchen der anglo-nordamerikanischen Staaten für die Sowjetunion aus. Er stimmte dem Dorschlaa zu, daß zur Erörterung aller notwendigen Einzelheiten der Hilfsmaßnahmen eine gemeinsame Besprechung der drei Mächte in Moskau stattfinden soll. In London drückt man seine Zufriedenheit über die prompte Antwort Stalins auf die Botschaft Roosevelts und Churchills aus. Lord Beaver- b r o o k, der nach den allgemeinen Erwartungen der Leiter der britischen Delegation für Moskau fein wird, wird voraussichtlich nicht nur von Sachverständigen feines eigenen Ministeriums und. anderen mit der Kriegsproduktion verbundenen Ministerien begleitet sein, sondern auch von Vertretern der drei Wehrmachtsgattungen. Damit würde das Treffen in Moskau denselben Charakter wie das Atlantik-Treffen tragen. Von sowjetischer Seite würden, so werde in London behauptet, Stalin, Molotow und der Kommissar für Außenhandel, Nikojan, teilnehmen. Der Londoner Korrespondent von „Dagens Nyheter" meint, daß die Konferenz sich lediglich mit den Lieferungen an die Sowjetunion befassen werde, und daß keine politischen Fragen besprochen werden würden. Die Andeutungen in der englischen Presse, daß Außenminister Eden ebenfalls nach Moskau reifen werde, fänden in amtlichen Kreisen keinen Glauben. Die „Sunday Times" schreibt, die Roose- velt-Churchill-Erklärung fei mit gemischten Gefühlen ausgenommen worden. Einige hätten sie gutgeheißen, während andere der Ansicht seien, daß die Erklärung konkreter hätte fein können. Das Blatt fagt, das militaristische Deutschland müsse vernichtet werden, wenn die Welt den Frieden finden solle, den ClMrchill und Roosevelt anstrebten. Der Aushatte. Diese Entdeckung, die ihn überraschte und nachdenklich machte, erschien ihm um so sonderbarer, als er sie erst jetzt machte, indessen er gewohnt war, seine Umgebung nur als eine Art notwendigermaßen vorhandener Leute anzusehen, die seine Wünsche und Befehle mit den geschäftigen Händen dienstbarer Geister ausführten. Nun, da er Erika nachsah, die mit den unbeschwerten Schritten ihrer Jugend davonging, empfand er mit einem Male schmerzlich die Leere, die er bisher mit der Unraft, seiner eigenen Person ausgefüllt hatte. Er schloß das Fenster und ging zu seinem Schreibtisch, wo er trotz seiner Wohlbeleibtheit ein wenig vornübergebeugt lange sinnend saß; und^er fühlte, daß an diesem frischen Tage der Wind das schon längst verlegte Blatt der Erinnerung wieder vor ihn geweht hatte. Er empfand eine fast körperliche Leichtigkeit, seine Gedanken, zuerst noch unfrei und im Herkömmlichen befangen, wanderten mit geradezu spielerischer Freude von den Dingen des Alltags zu den erlösenden Gefilden seiner Umgebung. Wenn sie bald kommt, dachte er lächelnd und zündete genießerisch eine Zigarre an, dann werde ich mit ihr heute ausgehen, vielleicht in den Ratskeller, da war ich mit Helene manchmal ... Er war ein wenig eingenickt, als sie endlich nach Hause kam. Die Zigarre war ausgegangen, er klopfte sorgsam die Asche von seinem Rock, ehe er in die Küche ging, wo er sie singend hantieren hörte. „Na, da bist du ja", sagte er freundlich und klopfte ihr auf die Wange, „das ist mal schön, daß du hier bist, ja, ja, das ist schön!" Indessen sie ungläubig lächelnd aufsah, fühlte er sich sonderlich gehemmt. „Sehr schön", sagte er noch einmal, dann drehte er sich um und legte die Hände auf den Rücken. Eine Weile wanderte er in der Küche auf und ab, blieb vor dem Ofen und am Fenster stehen. Wie DNB. Rom, 17. August. Der italienische Wehr- Machtbericht vom Sonntag meldet: Die englische Luftwaffe führte in der vergangenem Nacht erneut eine Aktion auf die Stadt Catanie durch und griff Sy ra ku s an, wo sie vom heftigem Feuer unserer Bodenabwehr empfangen wurde, Spreng- und Brandbomben trafen Wohnhäuser. Es gab einige Schäden, jedoch keine Opfer. Bei beim Angriff auf Catania am 16. August wurden 18 Tok und 25 Verletzte festgestellt. Än Nordafrt-ka wurden an der Tobruk-FroiL Versuche feindlicher Truppen, sich unseren StelluN- gen zu nähern, prompt zurückgewiesen. Deutsch« und italienische Flugzeuge bombardierten wirksam im Hafen vor Anker liegende Schiffe unö Verteidigungsstellungen Tobruks 'sowie Bodenziele bei Mafta Matruk, ferner zwei Schiffseinheiten, die sich östlich Zeitschriften. — Die „neue [ i n i e" (Verlag Otto Beyevv Leipzig) zeigt in ihrem A u g u st h e f t auf schlagende Weise die Entwicklung der Kriegsphotographis in den letzten 80 Jahren: Hier PK.-Farbphotos aus dem Jahre 1941 — dort Frontaufnahmen aus dein Jahre 1864 (Düppeler Schanze). Hier der lebendige Schnappschuß, der ein technisch vollendetes Farbphoto ergibt — dort das mühselig entftanbene Standbild, das erst möglich war, wenn nach dee Schlacht der Befehl kam: das Ganze halt! — Daneben ein Thema über das Fechten, bebildert mit schönen Photos fechtender Pimpfe, in dem die geistig-charakterliche Kraft der Fechtkunft hervorgehobem wird, die den Weg vom Rittertum, über das Stu- dententum zum Volk gefunden hat. — Der Landschaftsaufsatz der „neuen linie" steht diesmal unter einem besonderen Aspekt: Arnold Ulitz beschreibß Oberschlesien, dessen faszinierenden Reiz er nicht in der Naturschönheit, sondern in der dynamischen« Großartigkeit und dem Rhythmus der Arbeit erblickt. — Hier in Oberschlesien hat übrigens an dem Freikorpskämpfen vor zwanzig Jahren als einziger Norweger ein Osloer Verleger teilgenommen, dessem Haus am Fjord — beispielhaft durch feine patrizierhaft-bäuerliche Behaglichkeit — in dem gleichen HeH abgebildet ist. — Daneben zeigt die „neue linie Photos von bezaubernd anmutigen Frauenplastikem aus der Frühjahrsausstellung der Preußischen Akademie der Künste; die Erzählung war diesmal der Stoff für ein interessantes Experiment: fünf hervorragende Illustratoren haben ihre Vorstellung »M den Hauptpersonen zeichnerisch dargeftellii. Tage -darauf stürzte eine zweite große Atlantik- Maschine gleichen Typs ins Meer. Das englische Luftfahrtministerium hat eine eingehende Unter« suchungdes geheimnisvollen Flugzeugunglücks an- geordnet, bei dem der Chef der englischen Einkaufskommission, Purvis, getötet wurde. Das Flug? zeug stürzte kurz nach dem Aufstieg über dem englischen Flugplatz ab. Das Unglück hatte 22 Tote gefordert. Gegen eingebildete Gefahren. Stimson sprach zu der USA.-Wehrmacht. Washington, 16. August. (Europapreß.) Der I_l8^.-Kriegsminister S t i m s o n begründete in einer Rundfunkansprache an die 08^..-Wehrmacht die vor zwei Tagen vom Kongreß mit einer Stimme Mehrheit bewilligte Verlängerung der Dienstzeit von zwölf auf dreißig Monate. Die OB-^.-Armee Müsse bereit und fähig fein, die Vereinigten Staaten überall du zu verteidigen, wo der Angriff erfolge. Aus diesem Grunde gelte es, d i e deutsche Arme«, deren Ausrüstung, Fähigkeit, und Kraft, wie Stimson sagte, nicht Überschätzt werden kann, noch zu übertreffen. Der Kriegsminister wies darauf hin, daß nord amerikanische Truppen bereits auf Außenposten wie Island, Guyana, Alaska und Panama auf Wacht ständen, und enthüllt damit, daß das ursprünglich nach I s - land entsandte Kontingent in der Zwischenzeit durch Einheiten der regulären Armee verstärkt worden ist. Abschließend kam Stimson auf die Gefahren zu sprechen, die den Vereinigten Staaten angeblich von den Achsenmächten drohten. Der verwundbarste Punkt der westlichen Hemisphäre sei Zentral- amerika,-das zugleich gegebenenfalls der Ausgangspunkt eines Angriffes der Achsenmächte auf die Vereinigten Staaten sein könnte. Sollte es den Achsenmächten gelingen, sich in Zentralamerika festzusetzen, so erklärte Stimson, so würden die Vereinigten Staaten -einer wirklich ernsten Situation gegenüberstehen, da der P a n a m a f a n a l dann im Bereich der Luftwaffe der Achsenmächte läge. Auch eine Besetzung Dakars durch die Deutschen würde für die USA. eine ernste Gefahr bedeuten, da dieser französische Kolonialhafen der Punkt an der afrikanischen Westküste sei, der I b e r o - A m e - rika am nächsten liege. Roosevelt wieder gelandet. Washington, 17. Aug. (Europapreß.) Präsident Roosevelt landete am Samstagnachmittag mit seiner Jacht „Potomac" in dem nordamerikanischen Fischereihafen Rockland (Maine). An der Mole des kleinen Hafens erwarteten den Präsidenten Reporter, Kameraleute und Rundfunksprecher. Ein Sonderzug war für die Weiterreise Roosevelts am Abend nach Washington bereitgestellt. Neue IL-Milliarden-Aufrüstungs- vorlage vom Kongreß gebilligt. Washington, 16. Aug. (Europapreß.) Am Freitagabend wurde nach langen Schwierigkeiten uiuiu nuym zirnuerie oes Lieurscyen Äsrlkakorps i ' Stellungen und militärische Anlagen der Briten r-\ J unter wirksames Feuer. Die eingeschlassene britisch- Besatzung von Tobruk erwiderte nur an einzelnem J;WÖgI und Amerika, dessen Träger die Wikinger mareiu .|Vlllc Wikinger haben vermutlich in Amerika Truthähn- i^uen. 1 gefunden und sie auf ihrer Heimfahrt als Der- ^^Arbe pflegung mitgenommen. Einzelne Exemplare diese« ' ^,der in der Alten Welt unbekannten Tierart sandten sie t t^alb au dann als seltene Geschenke mit ihren anderen Han- ' ich j^., delswaren an europäische Fürstenhöfe. Hier muß I la eiDen der unbekannte Maler des Schleswiger Bildes die - Truthähne kennengelernt haben. Als er sie airf I herd seinem Bilde verewigte, schuf er damit zugleich ein ! merkwürdiges Dokument der kühnen Entdeckertatem DOn t das die zweite unter dem Lend-Leafe-Plan von b« * s': m Regierung eingebrachte Rüstungsvorlage in der ent» 5 £ gültigen Form vom Kongreß angenommen und iw, Unterzeichnung durch den Präsidenten ans 3ßeifJ M eiler' haus weitergeleitet. 7 586 895 000 Dollar werde: rin itrA hto MAGnr.rfnn» homifftAF Kr t Kola und Karelien -leine politische Nachrichten. ilienijche &jl enn da einer fragen sollte, Aus dem Reich : an dkl 2/1 Der erste Tag im Generalgouvernement S!Z «.eitsgebietes „Fraueneinsatz" im Arbeitsbereich Aneralgouvernement der NSDAP, legte Reichs- fr Anführerin Scholtz-Klink den Sinn und Inhalt deutschen Frauenorganisation dar. ^eichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach in einer ftnbgebung. Wir sind Zeugen, so sagte er, wie eine tfce Idee eine Welt bewegt, wie zwei Welten mit» eilander ringen und kämpfen. Es ist der Kampf Deutschlands gegen das Weltfudentum. Von diesem ‘ “ Zurück, wir führen ihn bis zum Kc npf gibt es kein Erde, zum Siege. ------- . • ~ D:rum wir in Kenntnis der gewaltigen Aufrüstung Der Stabsleiter des Reichsleiters Rosenberg, Lt>rbefehlshaber Gotthard Urban, einer der älte- ßifinger w» erika M/'s Z kremplare/r l srart n andere« p Höfe, her R ■M bes JjW s ? ^hl tunb M der Bolschewisten den Kampf ausgenommen hätten, dann könne darauf nur geantwortet werden, gerade weil die Bolschewisten ausgerüstet hatten, mußten wir jetzt zupacken, sonst hätten sie eines Tages uns erschlagen. Wir aber können dem Herrgott danken, daß uns ein Mann wie Adolf Hitler erstand, der klüger und weiter sah als wir alle und den bolschewistischen Feind angepackt hat, als es Zeit war. Wir haben heute alle Chancen.. 85 Millionen ftni> in einem Willen und einer Kraft geeint. Unsere Wehrmacht ist gewaltiger denn je, arößer und einmalig aber ist Adolf Hitler, unser Führer. Ist das bolschewistische Ungeheuer niedergeworfen, so sind wir im Osten frei. Und im Westen wird uns dann keiner mehr angreifen, denn wo der deutsche Soldat steht, kommt kein anderer mehr hin. So gehören uns Freiheit und Zukunft. Der Tag klang mit einer den Gefallenen gewidmeten Feierstunde im Stadion aus. Generalgouverneur Dr. Frank gedachte des kühnen, selbstlosen Einsatzes bester deutscher Männer, denen es zu verdanken sei, daß die Fahnen des Reiches im Weichselraum wehen. von der Deutschen Reichspost ausgestellte Genehmigungsurkunde, . dos heißt eine „Rundfunkgenehmigung", besitzt. Reichs-Schießschule der Hitler-Lugend in Suhl. Im Auftraae der Reichsjugendführung entstanden in Suhl (Thüringen) die Einrichtungen für die Reichs-Schieß-Schule der Hitler-Jugend, in der die Jungen aus allen Gauen des Reiches in vierzehntägigen Lehrgängen zusammenge- zogen werden, um eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung im Schießen zu bekommen. Dann werden die Jungen als Schießlehr- warte in ihren Heimatformationen tätig fein. Die Schule wurde durch den Chef des Amtes für Wehrertüchtiaung in der Reichsjugendführung, Lbergebietsführer Dr. Schlünder, ihrer Bestimmung übergeben. „Seefahrt ist not.“' hafau, 17. August. (DNB.) Der Tag der A?DAP. im Generalgouvernement wurde einge- lei.ct mit einer Morgenfeier der HI. im Staats- th iter. Im Hof der Krakauer Burg meldete Reichster Dr. Frank dann vor den angetretenen For- Nctionen der Politischen Leiter des Generalgouoer- Hnents dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley |K vollzogenen organisatorischen Aufbau der Be- wzung im Generalgouvernement. Auf dem Adolf- Mer-Platz fand dann ein Vorbeimarsch aller For- mtionen statt. Auf einer Sondertagung des Haupt- Teeka-Fix isl der FruchHee im Aufgußbeulei, ein ausgezeichne les AustouschgetrönK für „TeeKonne"-Tee. Er wärmt und belebt und schmeckt zudem ausgezeichnet. Dorum eignet er sich vor ollem ols Fomiliengetränk; auch Kinder trinken Teeka-Frucht- tee gern. Besonders bequem und sparsam sind die kleinen, hygienisch gepacktenTeeka-Fix-Aufgußbeutel. Sie werden einfach mit kochendem Wasser übergossen, und schon ist derlee fertig! Teeka-Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeulei Teeka- EiX» Meta-Fixminze, der aromatische Pfefferminztee Sm AufgußbeutfiL ftjpd überall LU habeaJ 10 Ä SA Farbpho^ »LZ * 'M der " B1? Ä. cs Mehrer, Kischi, Jtugeii, ^•) i e Seeleute tuny (M und Fl. lnMten.^ 1 Mantisihri satzungen I t da Diele -4 reiche enM u drei $ieJ 'nierten |ig| ^meraicn: I ien aber j I t worben. I Die 96 000 qkm große H a l b i n s e l Ä o l a wird von dem Nördlichen Eismeer und dem Weißen Meer eingeschlossen. Das Land selbst ist eine Hochfläche, die sich sanft zur Mitte aufwölbt, hier aber von zwel altoulkanlschen Gcbirasklötzcn überragt wird, die auf über 1100 m ansteigen. Ihre nördlichen, ties- gelegenen Teile leiden derartig unter Polarwmden, daß sich hier nur die baumlose Tundra halten konnte. Sie ist den größten Teil des Jahres gefroren. An sie schließt sich im Süden eine Zone von Birken- und Nadelwald an, die man schon als Stuck der gewaltigcii Taiga, des unübersehbar großen nord- russischen Waldgebietes, betrachten muß, die sich von hier aus durch Nordrußland und Sibirien bis zum Stillen Ozean erstreckt. Im nördlichen Teil der skan- dinavischen Landbrücke führt der Valksstamm der Lappen mit seinen Remitieren ein idyllisches Dasein. Hier herrschte wirkliche Einsamkeit (auf 2 qkm ein Mensch!). Auf der skandinavischen Landbrücke ist die Grenze zwischen der Sowjetunion und Finnland schnurgerade von dem Wurzelpunkt der Fischerhalbinsel nördlich von Petsamo bis zu dem Maan Selka gezogen, zu einem Landrücken, der die Wasserscheide zwischen der Ostsee und dem Weißen Meer sowie den Karelischen Seen bildet. Er trennt zwar Finnland, das „Land der tausend Seen", von Karelien, das vielleicht nur hundert Seen hat, die aber dafür um so größer sind. Der Ladogasee im Süden ist mit 18150 qkm (= Württemberg) der größte See Europas überhaupt. Zu beiden Seiten der Grenze liegt die unermeßliche Taiga, und zu beiden Seiten wohnen dieselben Menschen: Finnen! Allerdings ist die Grenzziehung im wesentlichen schon vor der Reformation erfolgt. Dr. E. Waltam. Aus aller Wett Geheimrat Dr. Zilcher 60 Jahre alt. Geheimrat Professor Dr. Hermann Zilcher der bekannte Tondichter und Leiter des Staatskonser- vatoriums für Musik in Würzburg, begeht seinen 60. Geburtstag. Vier große Symphonien zwei Mo- linkonzerte, eine Anzahl kammermusikalische Arbeiten die Bühnenmusiken, besonders zu Shakespeare- Stücken, vor allem aber seine Liedschopfungen und Chorwerke sind edelstes deutsches Musikgut. Auch als Pianist und Dirigent erntete Zilcher große Erfolge Die Verleihung des. Ehrendoktors der Universität Würzburg, der Mozart-Medaille, des Mamfran- kifchen Musikpreises und der Silbernen Plakette der Stadt Würzburg sind äußere Zeichen der Wertschätzung des hervorragenden Künstlers. Ehrung der weltkriegsgefallenen der Universität Straßburg. Die Universität Straßburg beabsichtigt, Ehrentafeln für die im Weltkrieg 1914/18 gefallenen Stu- Kenten, Lehrer, Beamten und Angestellten der deutschen Universität Straßburg aufzustellen. Es sinü bisher nur die Angaben berjenigen Gefallenen vor, Händen, die auf der Ehrentafel der Universität Frankfurt verzeichnet find. Es ist anzunehmen, daß nicht alle elsässischen und lothringischen gefallenen Studenten dort aufgeführt sind. Die Universität Straßburg bittet, Name, Fakultät, Heimatort und Todestag der im Weltkrieg 1914/18 Gefallenen, die bei Kriegsausbruch oder während des .Krieges an der Straßburger Universität eingeschrieben waren an den Rektor der Universität Professor Dr. Karl Schmidt mitzuteilen. Ehrenpflichten am deutschen Sotdatengrab. Die Frauen der Ausländsdeutschen Frauenschaft in Belgien, die die Gräber der beim Westfeldzug gefallenen Soldaten betreuen, haben eine weitere Ehrenpflicht übernommen. Eine Vertreterin nimmt Die deutsche Luftwaffe flog in der Nacht zum 178. zahlreiche Einsätze gegen Großbritannien und bi< Bolschewisten. Das britische Luftfahrtministerium Mßie als Folge dieser Angriffe auf die Insel be- nuckenswerte Schäden eingestehen. Im Osten lagen In der M ien der hlosfene brB ur an einp der die deutsche Kriegsmarine für du! See fahr twer- bung eintritt. Gezeigt werden Kriegsschiffe und Was- en des Weltkrieges und ein Raum, in dem tm Längsschnitt die Backbordhalfte eines gesamten U- Bootes im natürlichen Maßstab rnod all gerecht auf- gebaut wurde. Auch kand man in einem U-Boot- Turm einen Blick durch ein Sehrohr werfen. Keine Mietzänkerei vor Gericht. Die kriegsbedingte Verknappung der Arbeits- kräfte und des Materials zwingt den Mieter zu der Erkenntnis, daß er feine Anforderungen an die Beschaffenheit der Mietraume heute zuruckschrau- den muß. Mieter vergessen oft, „daß der Vermie er in vielen Fällen gar keine Möglichkeit hat Aus besserunqsarbeiten in friedensmaßlgem Ausmaß vornehmen zu lassen. Solche Mieter leiten dann Prozesse ein und verursachen deni Gerichten völlig unnötige Arbeit. Die Häufung solcher Prozes s hat jetzt dem Amtsgericht Berlin-Lichterfelde Beran, lasfung gegeben, darauf Hinzuwelsen, daß die Volks- genossen die bis zur Grenze ihrer Leistungsfähig feit angespannten Gerichte nur dann anru en dürfen wenn alle Mittel einer gütlichen Regelung er- schöpft find. Niemand vergibt sich etwas, wenn er sich um einen den Kriegsverhaltmssen °ll9cPa^tc”' vernünftigen Ausgleich bemüht. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Forderungen streitlustiger Mieter keineswegs immer unzweifelhaft begründet sind. Vielmehr hängt gerade im Mietrecht der In- halt der beiderseitigen Ansprüche von den Umstan- den des einzelnen Falles ab. Muß deshalb der Mieter heute seine Ansprüche Suru^schrauben, so darf aber auch der Vermieter nicht seine Pflicht zur Verhütung eines Verfalles seines Hauses verletzen. Mietparteien, die diese Grundsätze im Auge behalten, ersparen den Gerichten Arbeit und sich selbst Ausgaben und Verdruß. jQn ^.-besondere Eisenbahnlinien und andere krtegs- wihtige Anlagen im deutschen Bombenhagel. iRw Aufgußbeutel der Jruc'httee imAufgußbeufel =f±ÄW/z!W/z In Köln wurde die Reichsausstellung „Seefahrt ist not" eröffnet, die das Oberkommando der Kriegs- inarine in Verbindung mit der Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes im Haus der Rheinischen Hei wat durchführt und die das Ergebnis des gleichnamigen Schülerwettbewerbes ist. Gebietsführer Hohoff überbrachte die Grüße der Reichsjugendführung. Dann nahm der Chef des Allgemeinen Marinehauptamts im Oberkommando der Marine, Vizeadmiral Warze cha, das Wort. Dann eröffnete der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter W ä ch t l e r, die Ausstellung. Die Ausstellung überzeugt ebenso sehr durch die Fülle des Ma- terials und seine sinnvolle Ordnung wie durch die Sauberkeit der Arbeiten. Der erste Raum ist dem Dichter Gorch Fock gewidmet. Eine Einführung in den Seegeltungsgedanken bildet den Auftakt der Schau. Durch ein Schiffsverdeck in der Brandung betritt man dann den Kern der Ausstellung, dessen erste Räume mit einer Würdigung des Meeres als des Trägers der Seefahrt beginnen. Man erlebt dann in Modellen vom Einbaum bis Zum Ozeanriesen von der Galere bis zum Panzerschiff, die Entwicklung der Schiffstypen der Handels- und der Kriegsmarine. Die Abteilungen „Seegeltung ist Weltgeltung" und „Weltgeltung heißt Seegeltung weisen dann wieder auf den großen.Werbegedanken der Ausstellung hin. Man wandert durch einen voll- ständig ausgerüsteten Mannschaftsraum der deut- dien Kriegsmarine, lernt in den Abteilungen Han- delsfchiffahrt und Binnenschiffahrt die Entwicklung des Schiffahrtswesens im allgemeinen kennen unO gelangt dann in die Hauptabteilung der Schau, m b--7 t««““ a» s-""' ier verganp | 'M Calar, sie vom hch; fangen Bö Vohnhächu Mer. Bei fr anirben 18 t t TobrukHc irjereh Stck nefen. Dem ierten wich e M VeiÄ rM bei U i, die sich i. Englische Bengasi oil I ete zu W es FIugMst in Wmd e unserer Jfc LerlUste etfe m. 3n W em Erfolg ß An der Front im Osten ist der etwa 1200 km lange Abschnitt in Kola und Karelien vielleicht am wenigsten bekannt. Er bildet ihren nördlich st en Teil und erstreckt sich zwischen dem 60. und 72 Grad nördlicher Breite. Der Sage nach bedeutet er das Gegenstück zu der norwegischen Küste, auf deren nördlichsten Punkt er auch zustrebt und die er in einem spitzen Winkel schneidet. Doch darf man nicht zuviel Aehnlichkeiten bei beiden Linien erwarten. Sie gleichen sich nur in dem einen Punkte, daß sie dieselben Verhältnisse hinsichtlich Tag und Nacht haben, d. h. das Wunder der Mitternachts- onne, das sich nach Süden zu abschwächt zu sehr langen Tagen im Sommer und entsprechend langen Nächten im Winter. Das norwegische Küstengebirge ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung. Es bildet eine Mauer, die den östlich davon gelegenen Landschaften Schwedens, Finnlands und erst recht Kolas und Kareliens jeglichen ozeanischen Einfluß versperrt. Der westlich von Norwegen liegende Teil des Allan- tischen Ozeans wird durch den warmen Golf- trom derart weit nach Norden in seinen Temperaturen gemildert, daß die über ihn hinstreichenden Winde für die östlich gelegenen Länder zu großen Wohltätern werden Könnten, wenn nicht eben die norwegischen Gebirge sie abhielten. So sehen diese ich mitleidlos den polaren sowie nordrussisch-afiati- chen Klimaeigentümlichkeiten ausgesetzt. Die norwegische Küste hingegen bleibt durch die Wirkungen des Golfstromes ständig eisfrei. Den gleichen Vorzug genießen noch der finnische Ausfuhrhafen Pet- am0 sowie die noch 100 km weiter östlich gelegenen Häfen an dem Kolafjord, von denen Murmansk inzwischen zu einem wichtigen Kriegs- und Handelshafen mit 160 000 Einwohnern angewachsen ist. Um das Andenken des Fliegerhauptmanns Bruno Mussolini zu ehren, wurde ihm die Goldene Tapfer- keitsmedaille für hervorragende fliegerische Leistungen verliehen. * Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugend- sührers, Stabsführer Möckel, ist in Budapest eingetragen. Der zweitä^gc Besuch erfolgt auf Einladung des Honvedministers Bürtha als Führer der ungarischen Staatsjugend Levente. Auf Einladung des Reichsjugendführers fuhren 46 Jungen der Jugendorganisation der norwegischen National Sämling nach Mecklenburg, um an einem Hitler-Jugend-Lager teilzunehmen. ♦ Der Führer hat dem Maler Professor Dr. h. c. Ludwig von Hofmann aus Anlaß der Voll- endung seines 80. Geburtstages in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Malerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Nach der Annahme durch Ecuador hat nun auch Peru den Vorschlag angenommen, die Militärattaches der Vereinigten Staaten, Brasiliens und Argentiniens an dke ecuadorianische Grenze zur lieber- wachung der Waffenstillstandsverhandlungen und zur Unterstützung der Regierungen bei der Bildung einer neutralen Zone zu entsenden. jeweils an den Bestattungen der deutschen Soldaten teil, die in Ausübung ihres Dienstes verunglückt oder im Lazarett gestorben sind. Als letzten Gruß der fernen Mutter legen die auslandsdeutschen Frauen Blumenspenden an den Gräbern nieder und treten auch mit den fernen Angehörigen des Toten in schriftliche Verbindung. Wenn Verwandte an der Bestattung teilnehmen, sorgt die Ausländsdeutsche Frauenfchaft für ihre Unterbringung und betreut sie während ihres Aufenthaltes in Belgien. Germanisches Gräberfeld bei Linz. Im Gelände der Reichswerke Hermann Göring in Linz, .wo schon früher bei Erdarbeiten wichtige Funde gemacht wurden, ist jetzt mit der planmäßi- gen Erschließung eines Gräberfeldes begonnen worden. Man konnte acht Gräber frei logen, die auf Grund der enthaltenen Beigaben, einem Beinkamm, einem Eifenmesser, einer kunstvoll gearbeiteten Gürtelschnalle aus Bronze der Merowinger- Zeit (6. und 7.Jahrhundert) zuzurechnen sind. Damals siedelten in Linz frühbayeLische Siedler. Vater und Tochter vom Schnellzug gelötet. Am Bahnübergang Waghäusel bei Schwetzingen (Baden) wurde versehentlich die Bahnschranke kurz vor der Durchfahrt eines Schnellzuges geöffnet. Ein Fuhrwerk passierte in dem Augenblick, als der Schnellzug heranbrauste, den Bahnübergang. Außer- dem befanden sich der 44jährige Bahnbodienstete Simon Schwoickert und sein achtjähriges Töchterchen auf dem Uebcrgaug. Das Fuhrwerk wurde von der Lokomotive erfaßt und vollständig zertrümmert. Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit' bringen, dagegen wurden Schweickert und sein Kind getötet. Todesstrafe für einen Jelbpofträuber. Wegen fortgesetzten Vergehens gegen die Volks- fchädlingsverordnung hatten sich vor dem in Lohr tagenden Sondergericht Bamberg die Eheleute Jo- Hann und Klara Haas zu verantworten. Haas, der wie seine Ehefrau vorbestraft ist, war bei den Postämtern Lohr und Marktheidenfeld tätig und hatte zahlreiche Postsendungen unterschlagen. Seine Verfehlungen begannen bereits im Jahre 1932 und dauerten bis zu feiner Verhaftung im Januar 1941. Bis zum Herbst 1939 hatte Haas schon 24 Postsendungen unterschlagen und sich deren Inhalt, llhren, Stoffe, Bücher, Erfrischungen u. a. ungeeignet. Mit dem Einsetzen der Feldpostsendungen he, Kriegsbeginn erfuhr die verbrecherische Tätigkeit des Angeklagten eine wesentliche Steigerung. Aus den Feldpostpäckchen stahl er, was er brauchen konnte: er hat seit Kriegsbeginn nachweislich über 70 Sendungen geraubt. Seine Frau verkaufte oder verschenkte die gestohlenen Gegenstände, arbeitete sie um und tauschte sie für andere Sachen ein. Die Eheleute hatten in guten wirtschaftlichen Verhält- nisfen gelebt und besaßen ein Haus und ein Auto. Sie begingen ihre Verbrechen also aus reiner Habgier und Gewinnsucht. Johann Haas wurde zum Tode verurteilt: Klara Haas erhielt fünf Jahre Zuchthaus. Schweres Unglück in den Walliser Bergen. In den Walliser Bergen trafen drei Touristen aus Randa, die über die Domhütte aufgestiegen waren, auf dem am Nordende der Mischabel-Gruppe gelegenen Hochbälen-Gletscher vier Schwerverletzte. Sie'stammten aus eiqer Gruppe von dreizehn Touristen, die über die Lenz-Hütte aufaeftiegen waren, um sich nach Randa zu begeben. Einer der Tou- ri'sten war tödlich abgestürzt, während von den übrigen acht Mitgliedern der Gruppe jede Nachricht fehlt._____________ " ___________________—--- Houptschriftleller: 5t. Friedrich Wilhelm Lange Sicl,Vertreter de« HauptichristleiterS: Emst Blumjchein. Aeranttvvrtlich für Politik und Bilder' Dr ftt. W. Lange; für das ftcuMcton: Dr. Hon» Thüriot. 1 (bcurL), t. S?.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gieben, Provinz, W,rt- , ichaft und Sport - Ernst Blumjchein. Druck und Verlag: Brühlfche Univerfttätsdruckeret R. Lange M. G. ! BerlagSleiter: Dr. ä"g. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck, t Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S. Die'Gchulreform. 11 er Reichsfachsckaftsleiter für Volksschulen beim ' ..Lehrerbund, Kircher, weist darauf hm, daß Hauptschule in den 70 Jahren ihres Veens in der Ostmark und im Sudetenland nir- ds ungünstig auf die Volksschule gewirkt habe, noch seien vor allem für ländliche Gebiete Maß- . Innen notwendig, um zu verhindern, daß die tschule nicht zu einer Abwanderung der Beten führt, sondern wirkliche Begabungen für die 7rungsaufgaben des bäuerlichen A^^kreyes alten bleiben. Da ein Drittel der Volksschulkm- in die Hauptschule aufrücken soll, werden die ksschulklassen künftig kleiner. Entsprechend der Moen Auslese durch die Hauptschule wird ferner absehbarer Zeit eine negative Auslese der Unter- abten für die Hilfsschule zu erwarten sem. s bedeutet eine weitere Verkleinerung der Bolks- ^.klassen. Der augenblickliche Lehrer- und Nach- :chsmangel setzt jedoch der Verkleinerung Gren- e:_ Besondere Bedeutung erhält schon der stundschullehrer dadurch, daß er m den lchesten Jahren das Kind auf seine Eignung und iutwicklungsmöglichkeiten beobachten muß. Hinzu jirb eine möglichst zuverlässige Sippen- und Fann- ieiforichung kommen müssen, die dem Erzieher em lidbild des Kindes gibt, aus dem er auf Lei- tmgsmöglichkeiten schließen kann. Der Ober- ttfenlehrer wird die Mehrzahl der Jugend etreuen. Aus seinen Klassen kommen die turn- txn Arbeiter, Bauern und Soldaten Die Wirt- !hist, der Reichsnährstand und die Wehrmacht sind icchalb aufs stärkste an der Entwicklung der Volks- bile interessiert. Die Obersch ule wird wieder ter eigentlichen Bestimmung zuruckgegeben, nam- lä die Hochschulreife zu vermitteln Dieses Lehr ii verlange mehr denn ]e einen geschlossenen acht I-isigen Aufbau aller Ob-rschultypen. Der Neber eit von der Hauptschule zur Ober chule müsse er- bifctert werden. Das Endziel muffe auch bet per Vorschule die vollkommene Schulgeldfreiheit sem, la für die Aufnahme ausschliehlich Begabung und kirnung in Betracht kommen, nicht aber die w,rt. Ihiftliche Leistungsfähigkeit. Schwarzhöhrer werden nochmals gewarnt. Berlin,13.Aug. ch n>oi)I bas üßettfr gestalten wird. Kein Ge- rmgerer als Goethe hat, auf den Erfahrungen an- derer süßend, dis Kenntnis der Wolkenformen weiter ausgebildet, aber lange oor ihm war die Wet- T* • 6lct!r ®runblage dem Landmann ge- läufig, und in alten Kalendern und Sprichwörtern finden sich wertoolle Angaben, oon denen oieles die scharfsinnige Beobachtung des Volkes zeigt und vor der nachprusenden Wissenschaft standhält Besonders zur Zeit des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs ist der Himmel seit ältester Zeit auf die Wolkenbildung und die Farbengebung hin geprüft worden, und man hat Beobachtungen gemacht, die die Wissenschaft durchaus bestätigt hat. .ro^r Himmel beim Sonnenuntergang gutes Wetter vorhersagt, ein roter Himmel am Morgen dagegen mit Mißtrauen gegen die Witterung erfüllen muß, haben Meteorologen durch die Feststellung bestätigt, daß auf feinem roten Sonnenaufgang in 70 v. H. aller Fälle in den nächsten Stunden ein Regen folgt, während ein schöner, in klarem rot strahlender Sonnenuntergang mit derselben Wahrscheinlichkeit schönes trockenes Wetter bringt. Eine noch sichrere Warnung als die rote Färbung am Morgen ist eine grünliche am Himmel, wenn sie gegen Abend über dem westlichen Horizont auftritt. Dann muß man mit einer Wahrscheinlichkeit von 8 zu 1 damit rechnen, daß das Wetter am nächsten Tage naß und stürmisch wird. Auch ein fahler gelber Sonnenuntergang muß als böses Vorzeichen gewertet werden. Beobachtet man die verschiedenen Wolkenformen, so deuten die Zirrus-Wolken, die unruhigen feder- artigen Bildungen, auf stürmische Witterung hin. Wenn diese fließenden Schleier rasch und in großen Mengen an einem klaren sonnigen läge von. Westen her bei einem südlichen oder südwestlichen Wind dahingetrieben werden, so darf man annehmen, daß das gute Wetter nicht mehr lange an- halten wird. Bedecken diese Wolken den Himmel allmählich mit einem dünnen weißen Schleier und zeigen sich zu gleicher Zeit farbige Halbringe um die Sonne, so darf man Mantel und Regenschirm nicht zu Hause lassen. Dieselbe Vorsichtsmaßnahme soll man bei einer dichten Zusammenballung dieser Wolken anwenden. Wenn sich nach mehrstündigem Regen der Wind dreht, dann ist dies ein Zeichen dafür, daß es wieder schöner wird, wenn man auch noch mit einigen Schauern zwischen den sonnigen Stunden rechnen muß. Gefährlich sind auch die turmartigen Aufbauten der Wolken, die uns das Herannahen eines Gewitters verkünden. Die gewöhnliche „Cumulus"- oder Haufenwolke bringt uns schwere Regenschauer, die nicht selten von Blitz und Donner begleitet sind. Diese Beobachtung der Wolken ist ein weites Gebiet, für das die Bauernregeln so manche wertvolle Aufklärung geben. Wenn man an einem düsteren grauen Morgen am Himmel ein Stück Blau erblickt, „groß genug, um daraus ein Paar Hosen zu machen", dann wird uns ein schöner Tag beschert sein. Auch die Behauptung, daß der Regen am Morgen Aufklärung am Mittag bringe, ist in den meisten Fällen richtig. Die Ursache dafür ist, daß Regenfälle in unseren Breiten gewöhnlich nicht länger als vier bis fünf Stunden anhalten. Wichtige Anzeichen einer sicheren Wetterlage sind die ungewöhnliche Durchsichtigkeit der Atmosphäre bei Tag und das deutliche „Blinzeln" oby Flimmern der Sterne bei Nacht. Unter die unlt)egrünbe= ten Bauernregeln gehört der Glaube, daß die Sonne „Wasser zieht", wenn ihre Strahlen wie ein ungeheurer Scheinwerfer durch eine Wolkenöffnung auf die Erde fallen. Diese Erscheinung wird nur durch Staubteilchen in der Bahn der Sonnenstrahlen hervorgerufen und kann eher als ein gutes als ein schlechtes Vorzeichen angesehen werden. Regenbogen am Morgen oder am Abend besagen, daß Regenfälle in der Umgegend sind. B. Gemeinnützige Vangenossenschast 1894 Gießen. Am Samstagabend fand in der Gastwirtschaft "Germania" die Jahreshauptversammlung der Gemeinnützigen Baugenossensck>aft 1894 e. G. m. b. H. Gießen statt, die vor allem der Entgegennahme des Geschäftsberichts und des Jahresabschlusses für 1940 diente. Der Vorsitzer des Aufsichtsrates, Verroaltunas- direktor Martin, als Versammlungsleiter gebadete Zu Beginn der Versammlung u. a. der im abgelaufenen Geschäftsjahr verstorbenen Genossenschaftsmitglieder, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Hierauf erstattete der Vorsitzer des Vorstandes H. Schneider den Geschäftsbericht 1940, dessen wichtigste Angaben wir in unserer Ausgabe vom vorgestrigen Samstag bereits mitteilen konnten. 3um Jahresabschluß 'für 1940 gab das Vorstandsmitglied Willi Werner eine Reihe von Erläuterungen, denen wir u. a. folgendes entnehmen: Die bebauten Grundstücke standen am 31. Dezember 1940 mit 2143 331,62 RM. zu Buch. Die Forderungen für ausgeliehene Hypotheken betrugen am Schlüsse des Geschäftsjahres 19 283,42 RM. Die Tilgungen betrugen im Berichtsjahre 7006,65 RM. und standen weit über der vertragsmäßigen Tilgung. Die Forderungen find an erster Stelle hypothekarisch gesichert. Da auch im Berichtsjahr mit der Aufnahme einer Neubautätigkeit nicht gerechnet werden konnte, haben Vorstand und Auffichtsrat beschlossen, freie Gelder zur besseren Verzinsung in Wertpapieren anzulegen. Dabei handelt es sich um Schatzanweifungen des Deutschen Reiches. Der dafür bis zum Schluffe des Geschäftsjahres angelegte Betrag erreichte die Höhe von 15 016,85 RM. Erfreulicherweise sind die Rückstände an Mieten auch im Berichtsjahre weiter zurückgegangen. Steilere Mitrückstände bestehen überhaupt nicht mehr, und der Vorstand hofft, daß am Schlüsse des laufenden Geschäftsjahres überhaupt keine Mietrückstände mehr zu verzeichnen fein werden. Das Umlaufsoermögen betrug am Schluffe des Geschäftsjahres noch 52 000 RM. Wie bereits im Bericht für das Geschäftsjahr 1939 ausgeführt, handelt es sich hierbei um sofort verfügbare, aber noch nicht in Anspruch genommene Gelder für Hypotheken auf die Neubauten im Tannenweg. Im Berichtsjahre hat die Verwaltung rund 20 000 RM. hiervon in Anspruch genommen, um eine hochoerzinsliche Hypothek abzutragen. Die dadurch erzielte Zinsersparung beläuft sich jährlich auf rund 300 RM. — Der Geschäftsguthabenstand der Mitglieder belief'sich am Schlüsse des Berichtsjahres auf 146 841,37 RM. Hiervon schieden am Schlüsse, des Geschäftsjahres durch Tod oder Austritt oon Mitgliedern 9623,37 NM. aus, so daß die Guthaben der verbleibenden Mitglieder noch 137 218,10 RM. betragen, also 4 056,03 RM. mehr als am Schluffe des Geschäftsjahres 1939. Dem Zugang in Höhe von 14 114,30 RM. einschließlich der zugeschriebenen Dividende steht ein Abgang oon 6507,05 RM. gegenüber. Die rückständigen Mindestzahlungen betragen noch 32 681,06 RM., somit 4997,63 RM. weniger als am Ende des Vorjahres. Bei den Vermögensrücklagen belief sich' am Schluffe des Geschäftsjahres die gesetzliche Rücklage auf 34 159,24 RM., d. h. sie war um 2039,10 RM. höher als im Berichtsjahr 1939. Bei der Hilfsrücklage in Höhe von 139 494,98 RM. ist eine Veränderung im Berichtsjahr nicht eingetreten. Die Bauerneuerungsrückstellung ist mit 55 311,24 um 9205,34 RM. stärker als am Schlüsse des Vorjahres. Die Stärkung dieser Rückstellung erachtet die Verwaltung für sehr wichtig, da die Genossenschaft nach dem Kriege großen Jnstanb- setzungsarbeiten gegenüberstehen wird. Der Wasser-, Frost- und Sturmschäden-Rückstellung wurde aus dem Reingewinn von 1939 der Betrag von 1800 RM. zugewiesen. Eine weitere Stärkung dieser Rückstellung erachten Vorstand und Aufsichtsrat für notwendig, um eine Deckung für evtl, eintretende größere Schäden zu haben. Die Gesamtoerbindlich- teiten an Hypothekenschulden und sonstigen Schulden betrugen am Schlüsse des Geschäftsjahres 1 852 357,60 RM., das sind 48 187,25 RM. weniger, als am Ende des Vorjahres. Als Zugang sind die Straßen- und Bürgersteigkosten in Höhe von 8115,24 RM. zu verzeichnen. Die Tilgungen wurden stets vertragsgemäß erfüllt. Gegenüber dem Vorjahre ist die Miete-Vorauszahlung um rund 500 RM. gestiegen. Die vorausbezahlte Miete macht nun ca. 9 v. H. des Miete-Solls aus. — In der Verlust- und Gewinnrechnung wird u. a. mitgeteilt: Die Abschreibungen auf Wohngebäude betragen insgesamt 34 914 RM. und wurden mit 1 bis 2 v. H. vorgenommen. Bei den Geschäftsunkosten find Veränderungen gegenüber dem Vorjahr nicht eingetreten, die Höhe der Unkosten bewegt sich in der zulässigen Grenze. Die Betriebskosten erreichten eine Höhe von 34 909,15 RM., das sind 2982,16 RM. mehr als im letzten Berichtsjahr. Von diesen Kosten entfallen 20 724,15 RM. auf Be- fihfteuern (im Vorjahr 18 582,82 RM.), die weitere Differenz der Erhöhung liegt in Schornsteinfegergebühren und Brandversicherungsbeiträgen. Für Jn- standhaltungskosten wurden zusammen 8645,21 RM. ausgegeben, davon entfallen auf laufende Kosten 5442,79 RM., auf außergewöhnliche Kosten 3202.42 RM. Der Bauerneuerungsrückstellung konnte ein nichtverbrauchter Betrag in Höhe von 9654,79 RM. zugewiesen werden. Insgesamt wurde das Jnstand- haltungskosten-Konto mit 18 300 RM. belastet. Die außergewöhnlichen Aufwendungen entstanden durch die neuen Einfassungsarbeiten an der Straßenfront Licher Straße (Plattenhausen). Für Zinsen wurden 67 689,96 RM. aufgewandt, das sind 1520,66 RM. weniger infolge ersparter Zinsen als im Berichtsjahr 1939. Die Gesamteinnahme der Erträge aus Nutzungsgebühren und Mietzuschüssen beträgt 173 571,90 RM. Bei den Zinsen und sonstigen, Kapitalerträgen beläuft sich der Gesamtertrag auf 1256,32 RM. Sonstige Erträge sind mit 2773,80 RM. ausgewiesen. Den Gesamterträgen in Höhe von 177 602,02 RM. stehen Aufwendungen in Höhe von 166 921,51 RM. gegenüber. Es ergibt sich somit ein Reingewinn von 10 680,51 RM., der nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichterat wie folgt verteilt werden soll: Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage 1100 RM., Zuweisung zur Bauerneuerungs-Rückstellung 2041,71 RM., Wasser-, Frost- und Stürmschäden-Rückstellung 2200 RM., Verteilung von 4 v. H. Dividende 5338,80 RM. lieber die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft wurden folgende Angaben gemacht: Das Anlagever- Der Name Reißwolle kann eigentlich zu irrigen Auffassungen führen, denn die Fasern dürfen ja nicht zerrissen werden, sondern es gilt, sie zu lösen, sie zu erhalten. Und der Sinn der Spinnstoff- f a m m l u n g ist ja, Faseraltstoffe wieder brauchbar zu machen, und das geschieht eben dadurch, daß man die Wolle wieder aufbereitet. Die dem Lumpenhändler überlassenen Lumpen werden bei diesem bereits vorsortiert, und die für die textile Wiederverarbeitung unbrauchbaren Dinge, wie zerrissene Hosenträger, Hutkrempen usw., werden der Pappinduftrie zugeführt. Die Baumwollsorten werden abgezweigt, und die besseren wollenen Sorten bleiben übrig. Es bestehen sehr genaue Sortiervorschriften, die Anordnung W L 5 sieht 419 Lumpensorten mit Höchstpreisen vor. Man unterscheidet zwischen Neumaterial und Altmaterial. Das Neumaterial besteht in der Regel aus Abfällen aus den Schneiderstuben und das Altmaterial aus mehr oder weniger stark abgetragenen Lumpen. Der Mittelhandel übernimmt die weitere Sortierung. Er leitet das Material an den Großhandel weiter, der die Feinsortierung vornimmt. Von hier aus gelangt das Material an die Reißwollindustrie, die für die Textilindustrie die Aufbereitung übernimmt Die Forster Tuchmacher gehen von jeher ihre eigenen Wege. Sie suchen sich das Lumpenmaterial aus, welches sie jeweils benötigen und stellen sich ihre Reißwolle selbst her. Aus einem Lumpenballen greifen wir eine alte Wolljacke heraus und lassen uns belehren, daß noch sicher 95 v. H. der Wollfasern unverbraucht sind und wieder aufbereitet werden können. Bei Tuch- lutnpen ist die Zurückgewinnung der Wollfasern schon viel schwieriger, da diese bereits zu stark verfilzt sind. Auch die kunstseidene Faser wird wiedergewonnen und aus ihr ein sehr gutes Erzeugnis hergestellt. mögen beträgt 2143 332,62 RM, das Betriebsvermögen beläuft sich auf 101 766,06 RM., mithin Gesamtvermögen 2 245 098,68 RM. Das fremde Kapital beläuft sich auf 1 856 811,34 RM., so daß sich ein Vermögen der Genossenschaft in Höhe von 388 287,34 NM. ergibt, gegenüber 365 214,47 RM. im Vorjahre. Gegenüber dem Vorjahr ist somit eine Steigerung um 23 072,87 ^RM. in dem Genossenschafts- Vermögen eingetreten. Hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft. wird festgestellt: Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten der Genossenschaft betrugen am Ende des Geschäftsjahres 11 671,82 RM., demgegenüber standen an flüssigen und schnell flüssig zu machenden Mitteln 80 841,91 RM., somit am Ende des Berichtsjahres ein Ueberschuß in Höhe von 69 170,09 RM. Die Zahlungsbereitschaft waL somit gegeben. Der Vorsitzer des Aufsichtsrats, Verwaltungsdirektor Martin', erstattete hierauf den Bericht des Aufsicht srats, in dem die Geschäftsführung des Vorstandes anerkannt und zustimmend beurteilt wurde. Gleichzeitig dankte er den beiden Berichterstattern und dem gesamten Vorstand für ibrS Arbeit im Interesse der Genossenschaft im verflossenen Jahre. Er gab weiterhin den Bericht über die gesetzliche Prüfung bekannt, in dem hervorgehoben wird, daß auch seitens des Verbandsprüfers keinerlei Beanstandungen zu machen waren, die Geschäftsführung des Vorstandes und die Tätigkeit des Aufsichtsrates ebenfalls mit Anerkennung vermerkt werden und besonders betont wird, daß die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft als gesund zu bezeichnen ist. Hierauf wurde der Jahresabschluß 1940 einstimmig genehmigt, ebenso einhellig wurde der vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Verteilung des Reingewinnes für 1940 zugestimmt. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde mit Dantes* warten einstimmig Entlastung erteilt. Noch einmütiger Beschlußfassung über einige Satzungsänderungen wurden die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder, Verwaltungsdirektor Martin und Maschinist Schuck, einstimmig aus eine neue Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt. Der Versammlungsleiter, Aufsichtsratsoorsitzer Martin, schloß hierauf die Versammlung in der üblichen Weise. Auf einem Fabrikhof sehen mir, wie die Lumpen nochmals nachsortiert werden. Dann werden sie entstaubt, nachdem der Lumpenhandel auf großen Sortiermaschinen das Material schop einmal abgesaugt hatte. Ist der Staub entfernt, wandern die Lumpen in die Färberei, nachdem auch bei den verschiedenen Sortierungen schon Farbsortierungen ftattfanöcn. Nun geht es zur Reißerei. Die Arbeit ah der Reißmaschine muß mit viel Verständnis und großer Vorsicht getan werden, gilt cs doch, ein möglichst brauchbares Faserhaar zu gewinnen. Vor dem Reißen erhalten die Lumpen außerdem eine leichte Delung, indem eine Emulsion von Wasser und Del auf das Gewebe gespritzt wird, damit sich die Fasern leichter lösen und in der Reihmafchine möglichst nicht beschädigt werden. Wenn das Material aus dem Reißer kommt, dann geht es durch drei hintereinanderliegende Krempelmaschinen und wird so völlig aufbereitet In der Spinnerei worden die Fäden .gesponnen, und das Material ist schließlich fertig und gelangt, vermischt mit Zellwolle, zur Verarbeitung in die Weberei. Die fertigen Stücke verlassen die Weberei und kommen in die Walke, das heißt, sie werden gründlich gewaschen. Das geschah früher mit Seife; heute verwendet man hierzu neuartige chemische Mittel und erzielt mit ihnen außerordentlich zufriedenstellende Ergebnisse. Oie Annahmestellen in Gießen. Ortsgruppe Gieh en-Mille: 1. Bahnhofstraße 63, gegenüber der Grabenstrahe; 2. Markt* strafte 25. Ortsgruppe Gießen-Nord: Nähstube, Ecke Wernerwall (gegenüber Denninghoff). Ortsgruppe Glehen - Ost: Licher Strafte Dienststelle der DAF. (Hinterhaus). Ortsgruppe Gießen-Süd: 1. Bergwerk. Wie werden die Lumpen zu Reißwolle? (Nachdruck verboten.) 59. Fortsetzung. Die Dominiks. Roman üon Hellmuth Hl. Döttcher. Mattheus Lind hat seinen klaren Plan. Wenn Spei er recht hat, dann bedarf es nur uoch eines einfachen Zugreifens, und Friedrich Dominik ist ver- nichtet. — .. s. Nicht nur die Herrschaft über die Werft — die hält Mattheus Lind längst mit dem Pfandrecht an dem Dominikschen Aktienbesitz tn den Händen. Nicht nur seine wirtschaftliche Existenz, die er jeden Augenblick mit der Kündigung des Kredits durch Schneider & Co. vertreten kann. Das hätte ihm damals genügt — vor einem Jahre — vor einem halben noch. Aber feit ihm Dominik die' Frau und die Tochter aus dem Haufe geholt und zu sich herübergezoaen hat, will er mehr. ’ Mattheus Lind ist fern Mann der Halbheiten. Wenn Matcheus Lind zupacken will, dann packt er ganz zu Jetzt wird der ganze Dominik vernichtet Mch f°1n° bürgerlich- ExisLz. seines Mann°s-hr-, sein Ansehen unter anständigen Menschen. Das Mittel dazu hält er schon lange fest. Sei lenem ersten Brief, den er nach Br ^ttes Flucht durch Justizrat Speier an Dominik schreiben netz und in dem er die sofortige Rückkehr der Tochte ^Mattheus Lind sitzt Justizrat Speier gegenüber und läht es sich noch einmal bestätigen. Er hält die Hände mit ha/boffenen, krummgespreizten Fingern auf der Stuhllehne fest. Wen er sie schließt, zermalmt er den Gegner m feine F (jerr Justizrat — bevor ich mir endgültig über die einzusthlagende Taktik klar werdebitteichSie rodymals, die Bestimmung des Strafgesetzbuche über Kindesraub zu lesen." Speier blättert in einem Buch. „Sie können sich daran verlasien, daß die Bo Enthaltung Ihres Kindes strafbar ist. Er blättert weiter. 21:02,8 Minuten. ' * NÄie Leichtathletik-Weltrekorde. 'Wieder Staffel-Rekord der Stockholmer Feuerwehr. Die großartigen Mittelstreckenläufer der Stockholmer Feuerwehr, Ake I a n s s o n , Hugo Karlen, Henry K ä l a r n e und Brsr H e l l st r ö m , die kürzlich einen neuen WeHrekord in der 4X1500-m-Staffel aufstellten, verbesserten jetzt im Stockholmer Stadion auch die Weltbestleistung in der Vier-Meilen-Staffel (4X1609 m), die bischer von der nord amerikanischen Indiana-Universität mit 17:16,2 Minuten gehalten wurde. Die schnellen Schweden liefen 17:02,8 Minuten, verbesserten also die bisherige Bestleistung um 13,4 Sekunden. Otto-Bräutigam-Segelflugschule. In kaum einer anderen Sportart sind die Namen erfolgreicher Pioniere und Spitzenkönner so in die Geschichte eingegangen wie in der Fliegerei. Mit Preisen, Wettbewerben und Kampfstätten sind heute noch die Namen berühmter Männer verbunden, die aus dem Gebiet des Fliegens Großes leisteten. Das NS.-Fliegerkorps< setzt diese Tradition in würdiger Weise fort und ehrt einen toten Fliegerhelden, den NSFK.-Sturmbannführer Otto Bräutigam, der nach erfolgreichem Einsatz beim Fort Eben- Emael mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse ausgezeichnet wurde und am 28. Mai 1941 als Leutnant der Luftwaffe den Fliegertod fand. Als Zeichen des Dankes für die Einsatzbereitschaft und seine Leistungen sowie in Anerkennung der großen Verdienste, die Otto Bräuigam als Weltre- kord-Jnhaber und Adolf-Hitler-Preis-Träger sich um den motorlosen Flug erwarb, wurde der vor dem Krieg von ihm geleiteten Segelftugschule Großrückerswalde in Sachsen auf Anordnung des Korps- führers des NSFK., General der Flieger Christian fen, der Name „Otto-Bräutigam-Schule" verliehen Gleichzeitig soll dem erfolgreichen Flieger ein Ge- benfftein gesetzt werden. Kurze Sportnotizen. Die deutsche Rollhockey-Mei st er- schäft wurde am Sonntag mit den Spielen der Zwischenrunde fortgesetzt. Es gab folgende Ergebnisse: Stuttgarter RSC. — GfL. Darmstadt 7:5 (3:3); Westfalen Dortmund — 1. FC. Nürnberg 1:9 (1:3); REG. Walsum — RSC. Hannover 10:1 (3:0). Der deutsche Fußballmeister Rapid Wien hatte am Sonntag den Nordmarkmeister Ham- burger SV. zu Gast und schlug ihn vor 8000 Be- suchern mit 6:1 (3:0) Toren. Binder erzielte allein triier Treffer. Walter Lohmann (Bochum) war bei den Radrennen in Wuppertal der beste Steher. Er siegte im Gesamtergebnis des 100-Kilometer-Rennens vor Merkens, Kilian, Kraus und Bautz. - * Das Reichsbundpokal-Endspiel zwischen den Fußball-Auswahlmannschaften der Bereiche Sachsen und Bayern ist jetzt zum 7. Septem« der neu angesetzt worden. Die Reichssportführung hat Chemnitz als Kampfort bestimmt. Pokalverteidiger ist Bayern. Frankfurter Börse. Freundliche Grundhaltung bei kleinen Umsätzen. Frankfurt a. M., 15. Aug. Die Geschäftstätigkeit hielt sich an den Aktienmärkten weiter in sehr engen Grenzen. Die Grundstimmung war jedoch, ausgehend von einigen Sonderbewogungen, fest, wenn auch manchmal nicht ganz einheitlich. IG. Farbenindustrie waren zeitweise recht lebhaft und stiegen bis 221 an, um allerdings danach auf bis 212,5 zurückzufallen (wobei der Dividendenabschlag zu berücksichtigen bleibt). Besonders auffallende Bewegungen verzeichneten BMW., die bis an die 300er-Grenze an zogen, um im Verlaufe wieder bis 294 ab zu fall en, aber damit noch immer stark über den Stand der Vorwoche hinausgehen. Man vermutet hier 'Jnteressenkäufe. Sehr erheblich höher waren weiter Rheinbraun, wo jedoch Mate« rialknappheit mitwirken dürfte, wie auch DDM. bis 320 anziehen konnten, ohne daß es zu nennenswerten Umsätzen kam. Befestigt waren am variablen Markt weiter Holzmann, Siemens Vorzüge und Wintershallaktien sowie Westd. Kaufhof, andererseits gingen die meisten Montanwerte leicht zurück. Am Rentenmarkt war die Geschäftstätigkeit weiter klein. Reichsaltbesitzanleihe schwankte um 161—161,50, Steuergutscheine I erholten sich bis 104, gaben dann aber wieder leicht nach. Industrie- Obligationen merfig verändert, Stadtanleihen fast ohne Umsatz, auch in Pfandbriefen waren Umsätze selten. Reichsschätze erfreuten sich mefttanh cuttender Nachfrage. Am K a s s a m a r k t kam es verschiedentlich zu erheblichen Nachfragen in Aufstockungswerten, wie Chemische Albert, Der. Gothania, ohne daß nennenswerte Umsätze erzielt wurden. Meist waren die Kurse gestrichen bei z. T. erheblich über letzten Notierungen liegenden Taxen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Aug. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 46 bis 47,5, b) 42 bis 43,5, c) 37 bis 38,5, Bullen a) 44.5 bis 45,5, b) 41 bis 41,5, c) 36,5; Kühe a) 44 bis 45,5, b)e39,5 bis 41,5, c) 32 bis 35,5, d) 22 bis 26; Färsen a) 45,5 bis 46,5, b) 41,5 bis 42, c) 36,5 bis 37,5; Kälber (Sonderklasse) nicht notiert, andere Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 46 bis 50, d) 32 bis 40; Hämmel b2) 49 bis 51, Schafe a) 42 bis 44, b) 36 bis 40, c) 15 bis 32; Schweine a) 64, bl) 64, b2) 63, c) 61, d) 58, e) 56, gl) 64. — Markt- verlauf: Zugeteilt. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 18. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 73 Ferkel im Alter von 6 bis 8 Wochen aufgetrieben. Der Kaufpreis betrug 24 bis 28 RM. das Stück. Es verblieb geringer Ueberstand. * - 5, PW: WüMoke. wudLztt, WiMwkheib Warum soll Ihnen nicht auch gelingen, was schon Tausende von Bausparern mit unserer Hilfe erreicht haben? Unfer verbilligter Tarif bietet Ihnen: 8°/n Zinsen bis zur Zutellung, unkündbare, zinsbillige 2. 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August 1941 In der Vormittagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne zu 10000 RM. 20015 321060 334444 185487 180762 316300 263696 3000 RM. 58921 171647 129327 2000 RM. 106091 262782 312969 314527 320007 180543 193981 89804 118563 231952 270451 353397 5000 RM. 4000 RM. 139602 233194 286533 374224 158803 237468 302084 379901 13606 343267 186493 244593 306855 392971 206778 255465 307160 397750 8603 256587 325898 235790 246447 286962 323001 351805 380618 105175 225191 267592 347929 6 Gewinne zu 15 Gewinne zu 380621 15 Gewinne zu 326474 27 Gewinne zu 1630 3810 13126 14143 18783 94018 224655 256691 344964 279 Gewinne zu 500 RM. 493 3939 5089 8603 17140 19244 20918 25198 30245 31101 36719 46827 51741 51999 55365 56039 60917 70181 70348 75908 81640 85147 89743 91516 95514 96123 98931 99272 99302 112497 116118 116511 117471 ...... ........ 192627 235881 253423 294171 325120 353445 3821R? 135 Gewinne zu 1000 RM. ----------- 21789 27138 27616 30122 52658 66645 70594 71727 72783 — —— 224021 229202 150130 76621 144158 147951 149869 164009 168527 174633 215044 219960 220524 221951 231000 234801 236020 237244 240741 242141 243474 245752 258276 258865 259615 264691 277444 283437 297584 300886 301606 305999 310978 318075 331540 331676 333163 334955 337262 351039 356523 359170 360839 365006 371913 375289 3R2758 384056 384818 395466 6 Gewinne zu 10000 RM. 27050 92539 6 Gewinne zu 5000 RM. 142598 381304 3 Gewinne zu 4000 RM. 170918 9 Gewinne zu 3000 RM. 69679 101713 193300 36 Gewinne zu 2000 RM. 40500 42636 59540 79334 115102 170884 208059 224403 229406 237619 380663 388299 153 Gewinne zu 1000 RM. 8934 1 0954 13966 25641 31037 36284 36504 39471 45579 59282 63438 74241 76529 80833 97341 101475 117531 123996 139781 167083 167775 169149 169176 174803 183518 184168 184237 194302 204944 205871 220912 223083 227653 293104 299056 311424 312948 313264 336300 343524 349295 360949 361247 362584 375040 377019 379882 381717 382272 391345 391883 243 Gewinne zu 500 RM. 13539 1 8486 22032 23802 24123 33831 56024 58058 58630 62044 70854 86109 88176 104322 111358 115415 119579 121670 128521 129168 136919 141636 145258 145310 145548 149549 152612 156022 158693 160391 167299 168735 170377 175867 184049 186919 188915 202915 212813 216129 216540 216990 227302 233886 237655 238944 252108 252903 253615 253711 256315 264320 268326 286494 287615 287995 292672 294756 297125 300097 301187 302058 312326 312524 315354 317782 320025 340331 352047 354967 354971 355104 373503 376433 37Z95B 085121 385314 392164 066305 M7M3 098732 Vermietungen | Lagerräume zu vermieten. 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Bei verspäteter Abholung wird eine Ordnungsgebühr von 1,— RM. erhoben. 3443D Gießen, den 18. August 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießer^ Ernährungsamt Abt. &