Metzener Anzeiger Sieder 20 englische Jagdflugzeuge abgeschossen <1 Ober- BRT. unter® der von dort wie auch von Athen aus D ichy mus kommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben deutsche Unterseeboote im Rotbunt) Mittelallantik in zähem Angriff aus stark gesicherten Gelelkzügen fünfgroßebewaffnete handel sschiffe mit zusammen 31 933 versenkt. land, getroffen wurden. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialis- Fünf große Handelsschiffe von U-Booten versenkt. Berlin. 17. 3uni. (DBB.) Bad), beim Als Beitrag zur Geschichte der britischen Politik der Kriegsausweitung auf dem Balkan, sowie als Beweis der unermüdlichen Anstrengungen der Reichsregierung, den Frieden in diesem Teil Europas zu erhol t en und Jugoslawien und Griechenland vor dem Schicksal der anderen von Großbritannien geopferten Staaten zu bewahren, verdient dieser amtliche Dokumentenband die Beachtung aller, die sich von den Ereignissen dieses Frühjahrs und ihren größeren Zusammenhängen ein Bild machen wollen. Berlin. 17. 3unt (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Jagdflugzeuge erzielten auch am Dienstag bei Luftkämpfen über dem Kanal außerordent- liche Erfolge. In den Abendstunden wurden bei Linflugversuchen des Gegners an der K a n a l k ü ft e 20 englische Jagdflugzeuge von deut- schen Jägern abgeschossen. Diesem schweren Schlag gegen die britische Luftwaffe steht der Verlust eines einzigen deutschen Flugzeuges gegenüber. Vom 13. bis 16. Juni 53 Flugzeuge abgefchoffe«. Fortdauer der Kämpfe an derSollum-Front Berlin. 17.Juni. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Rordafrika dauern die Kämpfe an der Sollum-Front unter Einsatz starker Kräfte auf beiden Seiten an. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe griffen wirkungsvoll in den Erdkampf ein. Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Fahrzeugkolonnen und Truppenansammlun- gen. Kampf- und Zerstörerflugzeuge bekämpften einen britischen Panzerverband in der Bereitstellung. Die Verluste des Feindes an Panzerwagen haben sich beträchtlich erhöht. Die Luftwaffe bombardierte mehrere Häfen an der englischen Südwest - und Südost- k ü st e sowie an der O st k ü st e Schottlands. Kampfflugzeuge belegten in der letzten Rächt mehrere britische Flugplätze mit Bomben. Bei Plymouth wurde ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombentreffer vernichtet, an der schottischen Ostküste ein weiteres Handelsschiff schwer beschädigt. Versuche britischer Flugzeuge, bei Tag in die Deutsche Bucht und in die besetzten Gebiete einzufliegen, brachen unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. In Luftkämpfen und durch Flak- arlillerie wurden 15, durch Vorpostenboole zwei britische Flugzeuge abgeschossen. Der Feind warf in der letzten Rächt an einigen Orten in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. Mehrere Zivilpersonen wurden gelötet, andere verletzt, in Wohnvierteln Häuser zerstört oder beschädigt. Auch einzelne Industrie- und Bahnanlagen wurden getroffen. Nachtjäger fchosfen neun britische Flugzeuge ab. In der Zeit vom 13. bis 16. Juni verlor der Feind zusammen 53 Flugzeuge, hiervon würben 48 Flugzeuge durch die Luftwaffe und fünf durch die Kriegsmarine abgeschossen. während der gleichen Zeit gingen 22 eigene Flugzeuge verloren. Schwere Verluste britischer Panzerverbände bei Sollum Berlin. 17. Juni. (DRV.) Im bisherigen Verlauf der Schlecht bei Sollum wurden britifche Pan- zerkräfle in Stärke eines Regiments vollständig aufgerieben. Andere Panzerverbände, die fchon während ihrer Bereitstellung von deutschen Kampffliegern entdeckt und durch Bombenangriffe zersprengt wurden, erlitten gleichfalls schwerste V e r l u st e. Die Belgrader Sabotage des deutschen Friedenswerks. Aufschlußreiche Dokumente in einem neuen deutschen Weißbuch. Berlin, 17.Juni. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: m L t Als kurz nach der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt die von Wien nach Belgrad zurückgekehrten jugoslawischen Staatsmänner durch die Offiziersverschwörung des Generals Simowitsch gestürzt und verhaftet wurden, mußte sich jeder fragen: Wie war diese unerhörte Herausforderung möglich? Seit Krieasbozinn hatte die deutsche Politik auf dem Balkan nur das eine Ziel verfolgt, dort den Frieden zu sichern und die bekannten Plane seiner Gegner, hier eine neue Front gegen Deutschland aufzurichten, mit allen Mitteln zu vereiteln. Dem diente die gemeinsam mit Italien durchgeführte friedliche Schlichtung der territorialen Streitfragen zwischen Rumänien einerseits sowie Ungarn und Bulgarien anderseits, dem diente ebenso die Einbeziehung dieser drei Länder in den Dreimächtepakt, -der auf dem Grundgedanken beruht, der britischen Politik der Kriegsausweitung einen fest geschlossenen Machtblock entgegenzustellen Als sich nun im Marz d. I. auch die damalige jugoslawische Regierung entschlossen hatte der Staatengruppe des D r e i m ä ch t e p a k t e s beizutreten, wie konnte da dieser Schritt, der Jugoslawien endgültig vor einer hiyeinziehung in den Krieg gesichert hätte, über Nacht von einer verbrecherischen Offiziersclique zunichte gemacht, und wie konnte so eine Entwicklung herbeigeführt werden, deren unheilvolle Folgen für Jugoslawien von vornherein auf der Hand lagen? In die Hintergründe dieses Belgrader Staatsstreiches und Mittwoch. 18. Mi Ml Annahme von Anzeigen > für die Mittagsnummer bis8'/sUbr desVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Plaboorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o ment lU Jahrgang llr.142 Lrfcheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Siebener Familienblätürr Heimat nnBild-DieScholle Berugsvreis: Monatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 au® bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern mfolge höherer Gewalt schen Marineluftstreitkräfte am Sonntagabend um 7 Uhr auf. Unter dem Schutz der Jagdflugzeuge konnten sie trotz heftiger Abwehr der Engländer das englische Geschwader vollkommen zerstreuen. Zwei englische Zerstörer wurden, wie schon kurz gemeldet, schwer getroffen. Die französischen Landstreitkräfte, die damit von dem Druck der Beschießung durch die englische Flotte befreit waren, konnten erfolgreich ihre Erkundungsvorstöße gegen ihre Gegner vornehmen. namhaftem Geländegewinn geführt. Auch die rückwärtigen Berbindungen der Engländer seien ständig den Bombenangriffen der französischen Luftwaffe ausgesetzt, besonders südlich von Damaskus und bei Deraa. In der Gegend zwischen dem Djebel Drus und dem Hermon-Massiv und im südlichen Libanon wurde, wie der Bericht des Kriegsministeriums vom Dienstagabend besagt, der Gegenangriff der französischen Abteilungen fortgesetzt. Langs der Küste seien die englischen Streitkräfte, die jetzt nicht mehr ooif der seit dem Morgen des 16. Juni zurückgezogenen Flotte unterstützt würden, nur noch schwach. Bombenangriffe auf die Flugplätze Rayak und Homs hätten weder Personen- noch Sachschäden angerichtet. Am Montagnachmittag ist die Stadt Merj Ayoun von den französischen Truppen nach sehr heftigen Kämpfen wieder eingenommen worden. Merj Ayoun liegt in unmittelbarer Nähe der palästinensischen Grenze, die an dieser Stelle nördlich des Tiberias-Sees weit nach Norden vorspringt und den {»genannten „Handschuhfinger" bildet. lieber den französischen Luftangriff auf ein englisches Flottengeschwader vor Beirut am Sonntagabend werden jetzt weitere Einzelheiten gemeldet. Ein französisches Erkundungsflugzeug habe, so heißt es in dem Bericht, den Standort des englischen Flottengeschwaders am Sonntagnachmittag festgestellt. Daraufhin fliegen schwere französische Bomber sowie Flugzeuge der franzosi- Bemühungen, das bis dahin gespannte Verhältnis mit Belgrad zu bessern. Bemerkenswert ist vor allem das deutsche Entgegenkommen in Wirtschaftsfragen. Darüber hinaus gibt die Reichs- regierung der jugoslawischen Regierung politische Freundschaftsbeweise, die beim Empfang des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowit'sch durch den Führer im Januar 1938 auf das freimütigste bekräftigt werden. Kaum ist jedoch der damals führende jugoslawische Staatsmann ausgezeichnet, da ereilt ihn das gleiche Schicksal, wie später Zwetkorvitsch und Cinrar Mar- " chq, 18. Juni. (Europapreß.) Nach den in k letzten Tagen erfolgten ©egenangriffen der krmzössichen Truppen in Syrien scheint na® oe kitten Meldungen eine gewisse Ruhepause m den Stationen eingetreten zu sein, zumal auch an der ■kf'te infolge des energischen Einsatzes der fran- si'i schen Luftwaffe seit dem Sonntag die Uitter- iü-zung der englischen Krieasschiffe für die austra- Iscven Truppen fehlt, die längs der Libanonkuste it),zugehen versuchten. Die Franzosen sollen; b eto n - h’s in der Gegend von Kissoue sowie im südlichen Ü cmon heftigen Widerstand leisten. Die ftanzo- !t»en Erkundungs- und Jagdflugzeuge unterstütz, kr ihre Aktionen sehr wirkungsvoll. In der Gegend Ki Kissie fjabe ein französischer Gegenangriff zu rernwrechanschluß 2251 vruck und Verlag: WM* WwrfttmnideteiB. Sange nommenen Versuche, den groß angelegten britischen Plan der Kriegsausweitung auf dem Balkan in die Tat umzusetzen, bringt das soeben erschienene Weißbuch Nr. 7 des Auswärtigen Amtes neues Licht. Eine Sammlung von nicht weniger als 14 4 diplomatischen und militärischen Dokumenten, von denen ein großer Teil während des Frankreich-Feldzuges in deutsche Hand gefallen ist, wird hier der Oeffentlichkeit übergeben. Die Dokumente zeigen die unablässigen Bemühungen der Reichsregierung um die Erhaltung des Friedens auf dem Balkan, zeigen demgegenüber das unehrliche Doppelspiel der Belgrader Politik und belegen in allen Punkten die Feststellungen, die in Den Memoranden der Reichsregierung vom 6. April, dem Tage des Vormarsches der deutschen Truppen gegen Jugoslawien und Griechen- kowitsch nach ihrer Rückkehr aus Wien. Stojadino- witsch muß gehen. Bald nach Kriegsausbruch zeigt sich bann das die Alliierten begünsttgende Verhalten der maßgebenden Kreise. Die Dokumente weisen nach, daß bet dem geplanten englischen Saloniki-Unternehmen weitgehend mit einer aktiven Beteiligung Jugoslawiens gerechnet wurde. Obwohl dies den Achsenmächten bekannt war, eröffneten sie Jugoslawien die Möglichkeit, dem Dreimächtepakt unter Bedingungen beizutreten, die eine glückliche Zukunft des Landes sicherten, ohne ihm irgendwelche mllitärischen Verpflichtungen aufzuerlegen. So wird in dem Weißbuch eine bisher nicht veröffentlichte Note der Reichsregierung vom 25. Mai 1941 bekanntgegeben, die Jugoslawien ausdrücklich von der in den Bestimmungen des Dreimächtepaktes vorgesehenen militärischen Beistandsleistung entbindet. Das weitere Dokument, ein Telegramm des deutschen Gesandten in Belgrad vom 26. März, zeigt, daß unmittelbar nach dem Empfang dieser deutschen Note die Besprechungen der Verschwö- r e r über den K r i e g s e i n t r i 11 Jugoslawiens an der Seite Großbritanniens beginnen. Nicht geringeres Interesse beansprucht der Teil des Weißbuches, der der Vorgeschichte des Krieges mit Griechenland gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht hier eine Unterredung, die der Reichsminister des Auswärtigen dem griechischen Gesandten im August 19 40 in Fuschl gewährte. Im Verlaufe dieses Gespräches legte Reichsaußen- minrfter von Ribbentrop dem griechischen Gesandten in der freundschaftlichsten und eindringlichsten Weise nahe, seine Regierung zu einer Aenderung ihrer achsenfeindlichen Politik zu veranlassen. Die im Weißbuch enthaltenen Dokumente des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, die die Nachrichten über das Eintreffen britischer Streitkräfte in Griechenland wiedergeben, führen Oer englische Borstoß gegen Syrien Von unserem H. J.-Korrespondenlen. Siezen wir „zu viel"? Von Helmut Sündermann Stabsleiter des Reichspressechefs. Im Zuge ihrer verzweifelten Bemühungen, dem britischen Volke irgendwelche „Silberstreifen" am düsteren Horizont der Zukunft aufzuzeigen, greifen die Propagandisten Churchills zu jedem Mittel und schrecken auch vor den dümmsten Phantasien nicht zurück. Seit die These vom „bequemen" Krieg in den Tagen des Norwegen- und Frankreichfeldzuges endgültig aufgegeben werden mußte, werden sie nicht müde, rosige Erklärungen der für England katastrophalen Entwicklung der Kriegslage zu erfinden. Aus ihren vernichtenden Niederlagen konstruieren sie ohne jeden Skrupel ,/siegreiche Rückzüg e", aus jedem Versagen ihrer Führung „überlegene Operationen", nach jedem schmählichen Davonlaufen erklären sie, „wertvolle und nützliche Erfahrungen gesammelt" zu haben und dergleichen lächerlichen Unsinn mehr, zum eisernen Bestand dieses Entschuldigungsgestammels nach stattgefundener Niederlage gehören auch ./strategische" Betrachtungen über die „Nachteil e", die Deutschland jeweils aus seinem Siege erwachsen seien und die „Durchkreuzungen", die die Pläne des Führers dadurch erfahren hätten. Nach dem Polen feld zug wußten sie zu berichten, wie sehr die deutsche Schlagkraft dadurch geschwächt sei, daß nunmehr große Gebiete im Osten unter militärischer Besetzung gehalten werden mußten. Der Sieg in Norwegen ließ sie in geheuchelte Freude über die „Verlängerung der Frontlinie" ausbrechen, zu der die Deutschen gezwungen worden seien. Der Zusammenbruch Frankreichs war diesen lyrischen Dichtern ein Beweis für die „endgültige Verzettelung der deutschen Kräfte". Nach dem B a l k a n f e l d zug faselten sie von einem „Guerilla-Krieg" in den Schluchten des Balkans, in dem die stolzesten deutschen Regimenter sich verbluten würden. Jetzt freilich, nach dem gelungenen kühnen Schlag gegen Kreta, der der britischen-Herrschaft im Mittelmeer den Todesstoß versetzte, erkannten sie selbst, daß mit solchen Ammenmärchen auch der Dümmste nicht mehr zu überzeugen sei. Wenige Tage, nachdem sie laut die strategische Bedeutung Kretas und ihre Entschlossenheit verkündet hatten, es bis zum letzten Mann zu verteidigen, konnten sie nicht einmal mehr dem englischen Zeitungsleser die übliche Mär Darüber vorsetzen, wie „abträglich" dieser Sieg für die deutsche Sache sei. Trotzdem bleiben sie der gewohnten Walze treu und spielen das alte Lied weiter, freilich mit neuer Melodie. Sie schreiben nicht mehr von einer Schwächung der deutschen Kriegsmaschine, nicht mehr von durchkreuzten deutschen Absichten und von verschlechterten strategischen Positionen, sondern jetzt werden sie mystisch, verkünden ganz allgemein, die Deutschen hätten, „zu viel" Erfolge, und sie ent« blöden sich nicht, bombastisch zu erklären, die Deut- schen würden sich noch „zu'Äode" siegen. Für ganz Summe unter dem angelsächsischen Publikum mag diese These manchen Reiz besitzen. Denn in der Geschichte fehlt es nicht an Beispielen, Die Dartun, Daß tatsächlich mancher gewonnenen Schlacht Der endgültige Erfolg versagt geblieben Nachdem jetzt mehr als eine Woche seit dem Beginn Des englischen Angriffes auf Syrien verflossen ist, stellen Die französischen Blätter mit besonderer Genugtuung die glücklichen Ergebnisse der französischen Gegenwehr und Des Einsatzes Der aus Dem Mutterland aefommenen Luftverstärkungen fest. Die in Lyon erscheinende Zeitung „L'Effort" schreibt, daß Die Meldungen über die Luftkämpfe der letzten Tage und Die erfolgreichen Angriffe gegen die englischen Flottenverbände das beste Dementi Der Prahlereien Der englischen Profi a g a n D a Darstellten. Aus den vorliegenden Nachrichten ergebe sich der Gesamteindruck, daß man volles Vertrauen haben könne in die Aktionsmittel, über die Frankreich zur Verteidigung der Integrität Der unter feinem Mandat stehenden Gebiete verfüge. Die Eindringlinge feien vollkommen desorientiert und müßten sich neu gruppieren und verstärken. Besonders hebt das Blatt den Luftkampf bei Erzaa-Saida hervor, wo sechs französische Jagdflugzeuge achtzehn englische Flugzeuge angriffen und zersprengten, wobei drei oder vier englische Flugzeuge abgeschossen wurden. I st a n b u l, Juni 1941. Der Vorstoß der Engländer gegen Syrien nimmt irategisch genau den gleichen Verlauf wie der des Wahres 1918, als britische Truppen unter dem da- | r.aligen General AIlenby nach neunmonatiger ’orbereitung von derselben Basis aus am 18. De- ■dnber die Offensive gegen die verbündeten tür= tjchen und deutschen Streitkräfte begannen, heute riß Damals sind Drei Richtungen Des Angriffes zu mterscheiden: Zuerst versuchten englische Kräfte aus Palästina, ft e Küste Des Libanon entlang in Syrien przugehen. Die Küstenstraße ist gut ausgebaut, unb owohl Die Engländer hier, unterstützt von ihren fceftreitfräften, Saida genommen haben, sind sie icht weiter vorwärts gekommen. Auch 1918 konn- iit sie erst nach der Einnahme der Stadt Damas- r s von dort aus Beirut besetzen. Der zweite englische Vorstoß, ebenfalls von Pa- üftina aus, richtete sich gegen das Bekaa- ; al, das zwischen dem Libanon und dem Anti- j.banon entlangführt. An dieser Front spielten sich fci Merdayun, das nur wenige Kilometer von Lr palästinensischen Grenze entfernt liegt, heftige fampfe ab. Ziel dieses Angriffes ist offenbar, das bbanon-Gebiet von Syrien abzuschneiden und so ftnell wie möglich Den wichtigen Eisenbahnknoten- finft Rayak am Nordende des Bekaa-Tales zu i setzen. Bei Rayak, das auch einer der wichtigsten siugstützpunkte Syriens ist, zweigen die Eisenbahn- liien Beirut—Damaskus und Beirut—Aleppo von- inander ab. Von großer strategischer Bedeutung ist r diesem Tal auch die Straßenkreuzung Beirut— | tomastus und Beirut—Aleppo, die südwestlich von I Aayak unweit der Stadt Zahle liegt. < Die dritte Angriftsrichtung, Die, wie bei dem t: rigen Krieg, ebenfalls genau wie 1918 verläuft, n»ßt aus Transjordanien durch haran und den jebel Drus direkt gegen Damaskus vor. 5ie Offensive begann 100 Kilometer südlich von Hämastus bei Der StaDt Beraa, Die an Der transsonischen Grenze auf syrischem Gebiet liegt unD (i wichtiger Eisenbahnknotenpunkt ist. hier zweigt nn Der großen Nord-SüD-Bahn, Die, aus Der Tür- tu fommenD, über Damaskus nach Der transjor- dmischen hauptstaDt Amman führt unD schließlich ; es hedschas-Bahn weiter süDlich bis Aegypten ccht, Die wichtige Strecke nach Haifa ab. Von $=raa aus richteten auch 1918 Die EnglänDer ent« hng Der Eisenbahnlinie ihren Hauptangrift gegen £grkn unD konnten nach zwölftägigem Vormarsch n 1. Oktober Damaskus erreichen, von Dort haben si Beirut eingenommen, nachdem Der Hafen der { t:dbt bereits von Einheiten Der französischen Flotte ' bisetzt worDen war. Bei Der jetzigen englischen Offensive kommen aber L'ch zwei neue Angriffsrichtungen hinzu: Moto- rnette Kräfte sind von Osten her, aus Dem Irak hnmenb, gegen den Teil Syriens vorgestohen, der in Norden längs der türkischen Grenze und wettet sidlich entlang Dem Euphrat liegt. Der n tdlichen Angriffslinie kommt strategisch keine be- flidete Bedeutung zu, während die Offensive Durch bis Euphrat-Tal sich gegen das syrische hauptoer- fnrgungsgebiet um Aleppo richtet. Die übrigen lile des Landes sind landwirtschaftlich nicht so riich, daß sie die Ernährung einer kämpfenden k mee mit übernehmen konnten. Vor 20 Jahren noch, als die Engländer zum r tenmal gegen Syrien zogen, wäre ein Angriff Din Osten völlig unmöglich gewesen. Damals gab ts dort nur eine Wüste, die heute von vorzüglichen aßen durchzogen wird, heute liegen an dieser Strafe gut ausgebaute Stützpunkte, die Nachschub Dtib Verpflegung leicht möglich machen: Am Euphrat lügen Die StäDte MerD ayun unD Der-ez- D r, Deren Einnahme Die (EnglänDer in Den Atzten gen gemeldet hatten. Die 23erteiDigungsmogli®= leiten gegen die Angriffe aus dem Osten sind, wie iteraü in der Wüste, außerordentlich schwierig. Das Ziel, das die Engländer mit der Besetzung Serien5 anstreben, ist offenbar, die Verteidigungs- isjp Aegyptens zu verbreitern. Während nam- ci ein Angriff gegen Aegypten von Westen her bcch eine unwegsame Wüste führt, ist der Angriff i^en den Suezkanal von Osten her durch Palästina eJr viel leichter. Durch die Wüste Sinai gibt es tire vorzügliche Straße und eine gute Eisenbahn- Me. Napoleon schon nannte Syrien Den „Schlus- hu Aegypten". Daneben haben Die (EnglänDer sicher cch Den Hintergedanken, die in den andauernden Verlagen gesunkene Kampfesmoral ihrer Trup- unD ihres Volkes durch den Sieg über einen achen Gegner aufzuwecken. . Die wichtigsten Luftstützpunkte in Syrien D das bereits erwähnte Rayak, der Flughafen ti)afs, Homs-Aleppo, ferner Damaskus und Der- Zor am Euphrat und Algiras (zwischen Tripolis 3 Der irakischen Küste an Der Delleitung). "der fi) Dann wenn es Den Engländern gelingen sollte, nrien zu besetzen, haben sie im östlichen ^fttel- isr keine entscheidende Wendung herbeigefuhrt, chweige denn den Kriegsverlauf selbst geändert. Oie französische Gegenwehr. General-Anzeiger für Gberhesfen «iehen^Zchulstratze 7-9 il oer u/cacylergreliung ue» viiuiuuu4.ivjiui.ip- , vor Äugen, in welcher frevelhaften Weife diese beginnen die dokumentarisch belegten deutschen j Warnung von Der Regierung in Athen überhört *• ' ■ v '----k- wurde. Portugal stärkt dieDerleidigungderAilaM-Znsein Lissabon, 18. Juni. (Europapreß.) Ein neuer Truppentransport ist am Dienstagnachmittag von Lissabon an Bord des Dampfers „3oao Belo" nach d e n Kapverdischen Inseln zur Verstärkung der dortigen Garnisonen abgegangen. Vor der Verladung nahm der portugiesische Kolonialminister in Begleitung des Unterstaatssekretärs im Kriegsministerium, des Militärgouverneurs von Lissabon und zahlreicherer höherer Offiziere eine Parade der Truppen ab. Ferner ist zur Verstärkung der Azoren ein weiterer Truppentransport abgegangen. Die portugiesische Regierung benutzte dazu das Hilfsschiff „Gieleanes", mit dem eine Marineabteilung nach der Flottenbasis von Porta el Gada entsandt wurde. In den nächsten Tagen wird eine Sanitätsbrigade verladen werden, während für die Kapverdischen Inseln ein Infanterie-Bataillon und Artillerieabteilungen zum Abtransport bereitgestellt worden sind. Unter der Ueberschrift „Stimme des Blutes" wendet sich die portugiesische Zeitung „D Seculo" gegen die von Präsident Roosevelt hinsichtlich der Azoren und Kapverdischen Inseln gemachten Ausführungen und nimmt hierbei die in der brasilianischen Presse erschienenen Kommentare zum gleichen Thema als Anlaß, die p o r t u - giesisch-brasilianische Solidarität in der Azoren-Frage zu unterstreichen. Die brasllia- nische Presse habe nicht gezögert, die Theorie Roosevelts zurückzuweisen und dem portugiesischen Standpunkt in der Azoren-Frage beizustimmen. Brasllien habe sich an die Seite seines älteren Bruders gestellt und warm dessen Rechte verteidigt. Jene Politik der USA., die nur auf eigene Interessen ausgerichtet sei und nicht die seit Jahrhunderten bestehenden Verhältnisse respektieren wolle, habe in der großen iberoamerikanischen Republik keinen günstigen Boden gefunden. „Den USA. wurde das Recht verweigert, unter Gewaltanwendung Gebiete zu besetzen, die ihnen nicht gehören, über die sie niemals den Schatten einer Herrschaft ausübten und die sich niemals schutzsuchend an sie gewandt haben. Die portugiesisch-brasilianische Freundschaft hat bei dieser Gelegenheit ihre unerschütterliche Festigkeit gezeigt." „O Seculo" sagt, daß die in Brasilien durch die Andeutungen Roosevelts erweckten rassischen Solidaritätsgefühle an sich eine Garantie der absoluten Unverletzbarkeit der Azoren und Kapverdischen Inseln sein könnten. Der Krieg hat dem Verbundenheitsgefühl der beiden Völkern keinen Abbruch getan. Das Echo in Jtio de Janeiro. Rio de Janeiro, 18. Juni. (DRB. Funkspruch.) Das in Rio de Janeiro erscheinende Blatt „Meiodia" kommentiert beifällig Portugals energische Reaktion gegenüber der unbefriedigenden Haltung der USA.-Regierung zu den portugiesischen Azoren-Protesten. Die Weltmeinung begleitet, so erklärt das Blatt, die wachsame Haltung Lissabons gegen Angriffe auf die portugiesische Souveränität mit Sympathie. ist. Oft war ein behauptetes Kampfseld noch nicht das Faustpfand des Sieges schlechthin. Auch im Weltkrieg, dessen Beispiel in den Gehirnen der Briten immer noch spukt, haben sick die deutschen Soldaten in allen Kämpfen mit Ruhm bedeckt und mußten schließlich dennoch den Zusammenbruch ihrer Front erleben. Aber wie verschieden waren doch der Krieg von damals und alle von den Briten mühsam zum Vergleich herangezogenen Beispiele der Kriegsgeschichte von unseren Feldzügen seit 1939! In den stolzen Kämpfen dieses Krieges haben wir die Gegner, die sich uns entgetzenstellten, nicht nur besiegt — wir haben sie vernichtet! Wir haben ihre militärischen Machtmittel nicht dezimiert oder nur beeinträchtigt — wir haben sie teils zerstört, teils in unseren Besitz gebracht. Die Armeen, die sich gegen uns erhoben, wurden im wahrsten Sinne des Wortes ausgelöscht, die Fronten, die sie aufrichten wollten, wurden nicht — wie in früheren Kriegen — zurückgedrängt, sondern beseitigt. Die Gebiete, um die die Kämpfe gingen, wurden in chrer Gesamtheit aus dem englischen System herausgebrochen! Keiner unserer Feldzüge hat uns eine Belastung, jeder hat uns nicht nur entscheidende strategische Vorteile, sondern eine unabsehbare Beute an Kriegsmaterial und einen wunderbaren Zuwachs an Hilfsquellen eingebracht. Unsere Gesamtverluste liegen weit unter der Zahl der nur von der englischen Armee zugegebenen Gefallenenziffern und sind überhaupt unvergleichbar mit den Zahlen früherer Kriege. Der wichtigste Gesamterfolg aller Feldzüge aber ist ein bereits im Innern befriedetes Europa! Zur gleichen Zeit, in der Churchill im Londoner St.-James-Palast ein Wutgeheul im Kreise der von seinen einstigen Bundesgenossen allein übriggebliebenen Marionettenregierungen anstimmt, sind die Völker des Kontinents bereits friedlich vereint und arbeiten freiwillig zu- jammen für den endgültigen Sieg der Achse, deren Stärke sich seit Kriegsbeginn vervielfacht hat, weil ihre Erfolge Nicht nur den Soldaten Ruhm gebracht, sondern einen neuen Zu st and geschaffen haben. Siege, die einen Feind nur zermürben, statt ihn zu vernichten, die eine Schützengrabenlinie nur verändern, statt sie hinwegzufegen — solche Siege mögen für oen Gegner die Hoffnung auf einen Wechsel des Kriegsglücks offenlassen. Feldzüge aber, die eine Bedrohung beenden, die aus einem feindlichen Gebiet ein friedliches Hinterland machen, und die mehr an Kräftezuwachs bringen, als sie an Verlusten gekostet haben — das sind Siege, deren man n i e „z u viele" erringen kann! Die britischen Leitartikler mögen ihre Phantasie schweifen lassen, wohin immer sie wollen — ein kurzes Nachdenken genügt, um die Lanze angst- bebende Verlogenheit zu erkennen, mit der sie sich von Tag zu Tag hinüberretten, weil sie sich davor fürchten, ihrem Volke die ernste Wahrheit einzugestehen. Der deutsche Sieg auf Kreta. Gegen mehrfache feindliche Uebermacht. Berlin, 17. Juni. (DNB.) Die auf Kreta eingesetzten griechischen Streitkräfte betrugen nach Angaben griechischer militärischer Kreise in London insgesamt 15000 Mann. Die englischen und die Empire-Truppen hatten nach den Erklärungen, die Churchill am 11.6. vor dem Unterhaus gab, eine Stärke von 32 000 Mann. In dieser Zahl sind die indischen Verbünde auf Kreta nicht mit eingerechnet. Den deutschen Truppen auf Kreta standen also — wenn die indischen Verbände auf nur 3000 Mann beziffert werden — allein an regulären feindlichen Streitkräften mindestens 50000 Mann gegenüber. Hierzu kamen noch die von den Briten bewaffneten und zum % Heckenschützenkrieg aufgestachelten irregulären Banden der kretischen Bevölkerung hinzu. Aus diesen Zahlen ergibt sich, daß die zur Landung auf der Insel Kreta eingesetzten deutschen Truppen den Kamps gegen eine mehrfache feindliche Uebermacht geführt haben. Hervorragende Waffentat eines deutschen Vorpostenbootes. Berlin, 17. Juni. (DNB.) Eine hervorragende Waffentat vollbrachte ein deutsches Vorpostenboot, das in der Nordsee von drei britischen Kampfflugzeugen gleich- zeitig angegriffen wurde. In hartem Kampf Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Werftbetrieb der Dominikwerke beginnt im Sommerhalbjahr morgens sechs Uhr und endet nachmittags um drei. Es gibt Arbeiter, denen diese Regelung nicht gefällt. Aber Friedrich Dominik hat sie bisher stets durchgesetzt. Der Arbeiter soll die Möglichkeit haben, am Sommernachmittag sein Stück Feld zu bebauen und am Abend vor der Laube zu sitzen. Das schafft einen Ausgleich für die Fabrikarbeit. Der Mensch ist bloß dann Mensch, wenn er ein Stück Boden unter den Füßen hat, auf dem er machen kann, was er will. Wer kein eigenes Land besitzt, kann vom Grundbesitz der Werft einen oder zwei Morgen Land pachten und sich da seinen Kohl, seine Kartoffeln und wenn er Lust hat, auch ein paar Rosen und Kapuzinerkresse ziehen. Früher hatten die meisten Lust. In den Jahren der Systemzeit hatte Dominik dann einen eigenen Verwalter für Hirschmühle anstellen müssen. Vier- bis fünfhundert Morgen des Arbeiterlandes fanden keine Früchte. Seit 1933 ist das wieder anders geworden. Der deutsche Arbeiter spürt den Anbruch einer neuen Zeit. Wunderbar ist es zu sehen, wie sich alle Jahre neue Gruppen zurückfinden. Zehn Minuten vor sechs geht jeden Morgen Friedrich Dominik durchs.Fabriktor. Der Pförtner könnte seine Uhr danach stellen. Sein erster Weg ist zur Kraftanlage, wo die Dampfmaschinen uno Turbinen zur gleichen Zeit angelassen werden. Gleich darauf werden die elektrischen Generatoren eingerückt. Früher kaufte die Dominik-Werft ihren elektrischen Strom von der Ueberlandzentrale. Der eigene Generator aber arbeitet billiger. Vom Maschinenhaus geht der Weg zu den Schiffsbauwerkstätten, zuerst zur Tischlerei, dann zur Schmiede, Schlosserei, Feinblechwerkstätte, Se- gelmacherei, Klempnerei und Kupferschmiede. Dann ist es meistens schon acht Uhr, und Dominik läßt sich mit einem der kleinen elektrischen Wagen nach brachte das Vorpostenboot ein britisches Flug° zeug zum Ab st ur^ und beschädigte ein zweites Bombenflugzeug so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden muß. Das Vorpostenboot lief darauf unversehrt einen Hafen an. Scharfer Protest in Washington. Gegen die vertragswidrige Schließung der deutschen Konsulate in der USA. Berlin, 17. Juni. (DNB.) Die nordamerikanische Regierung hat am 16. Juni in einer Note den deutschen Geschäftsträger in Washington aufgefordert, die deutschen Konsulatsbeamten' innerhalb ihres Hoheitsgebietes sowie die Angehörigen der deutschen Jnformattonsbibliothek in Neuyork, der Transozean-Agentur und der Reichsbahngesellschaft zurAbreiseausdenVereinigtenStaa- ten zu veranlassen. Als Begründung für dieses Verlangen wurde angegeben, daß die betreffenden deutschen Stellen sich in unzulässiger Weise betätigt hätten. Die Reichsregierung hat diese Vorwürfe als unbegründet und willkürlich zurückgewiesen und gegen das vertragswidrige Vorgehen der nordamerikanischen Regierung schärf st en Protest eingelegt. Maßnahmen gegen USA.- Vermögen im Deutschen Reich Berlin, 17. Juni. (DNB.) Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat durch Verordnung des Präsidenten vom 14. Juni eine Sperre über die in den Vereinigten Staaten befindlichen Vermögenswerte von deutschen Reichsangehörigen verhängt. Aus Anordnung der deutschen Regierung werden daher hinsichtlich der im Deutschen Reich befindlichen Vermögenswerte von Staatsangehörigen der Vereinigten Staaten mit sofortiger Wirkung die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden. Abwehrmanöver in Yorkshire. Lissabon, 17. Juni. (Europapreß.) Die Londoner „Times" läßt sich von neuen großen Manö- vern der Heimwehr in Porkshire oerichten. Insgesamt feien- bei diesen Manövern 70 000 Mann zum Küstenschutz eingesetzt worden. Die Manöver standen unter dem Oberbefehl des ehemaligen Generaldirektors der Heimwehr, General Eastwood, als Oberkommandierenden der im Norden Englands stehenden Truppen. Die Truppe habe sich, so schreibt die „Times", im Gegensatz zum Vorjahr in Frankreich in ausgezeichneter Verfassung befunden. Es handelte sich ja hier auch nur um Manöver. Das dem Bürohaus bringen, wo jetzt das kaufmännische Personal antritt. Manchmal aber reicht die Zeit noch zu einem Blick nach der Maschinenbaufabrik, wo Schiffsmaschinen und Schiffskessel, Propeller und Hilfsmaschinen in Kessel-, Kupfer- und Hammerschmiede, in Gießerei, Modelltischlerei und Me- chanikerwerkstatt zu Entstehen und Leben geweckt werden, um dann auf den Bauhellingen zu dem wachsenden Schiffskörper zusammengesetzt, genietet und geschweißt zu werden. Aber es kommen auch Tage, wo Friedrich Dominik kaum über die eine oder andere Abteilung seines Werkes hinauskommt, weil es dort immer wieder etwas anzuordnen, zu prüfen, zu untersuchen, zu proben, zu entscheiden gibt. Und andere Tage sind da, wo man auf /hn im kaufmännischen Büro vergeblich wartet, wo dringende Telephongespräche von den Arbeitssälen aus geführt werden müssen, wo auch alle Entscheidungen und Anweisungen für den internen Betrieb durch Fernsprecher erbeten werden. Der Aufsichtsrat der Werft hat es Dominik schon ein halbes Dutzendmal nahegelegt, noch einen zwer- ten, einen dritten Direktor einzustellen und sich zu entlasten, aber der Alte hat kein Verlangen danach, Generaldirektor zu werden und andere seine Arbeit tun zu lassen. Schon daß man ihm einen Betriebsleiter aufgezwungen hat, empfindet er mehr als Last statt als Entlastung. „Man muß ja doch alles selber tun!" Daß er hinter diesem Lietzendorf obendrein noch den Aufpasser Linds vermutet, macht die Zusammenarbeit noch unbequemer. Man soll ihm also mit unerbetenen Hilfen vom Leide bleiben! „So lange ich's allein machen kann, so lange kommt mir kein zweiter Direktor hier herein!" knurrt er, wenn einer der Herren vom Aufsichtsrat doch wieder anfängt. „Wenn Sie aber der Meinung sind, meine Herren, daß ich's nicht mehr allein schaffe — dann bitte 'raus mit der Sprache. Dann gehe ich meine Wege. Und Sie können nehmen, wen Sie wollen. Aber bis dahin." Er macht eine Handbewegung, die stärker ist als Worte. Und der Aufsichtsrat muß sich bescheiden. Schließlich kann man Friedrich Dominik nicht Übelnehmen, wenn er sich nicht noch einen Direktor vor die Nase setzen lassen will. Thema des Manövers war die Abwehr eines Angriffs des Feindes auf die Küste. Nach dem Bericht der „Times" hätten die Verteidiger die weitaus besseren Leistungen aufgewiesen. 85 v. H. der angreifenden Tanks seien theoretisch vernichtet worden. „Die Versorgung Englands ein ungelöstes Problem". Schanghai, 17. Juni. (DNB.) Das Schifffahrtsproblem, mit dem England auf Leben und Tod verknüpft ist, ist weder, was den Schutz gegen Angriffe, noch was den Ersatz für die versenkte Tonnage anbelangt, gelöst, stellt der USA.-Korre- spondent Ba-ldwin in der englischen „Shanghai Times" fest. Selbst auf Grund der englischen Angaben über die Schiffsverluste, die der Korrespondent als unvollständig bezeichnet, und auf Grund der engli sch - am e r i k a n ische n Angaben über die Bau- leifhingen der Schiffswerften in bezn USA. und England, die der Korrespondent angesichts der verheerenden deutschen Luftangriffe auf die englischen Werften als überschätzt ansieht, könne nur ein r a * pider Rückgang der Tonnage festgvstellt werden. Hinzu komme noch, daß weitere zwei bis drei Millionen BRT. Schiffe für die Versorgung Englands ausfallen, da sie von der deutschen Marine infb Luftwaffe beschädigt/zur Reparatur in englisch-amerikanischen Werften liegen. Was schließlich ben „gigantischen Bauplan Roosevelts für neue Schiffe" anbelange, so würden seine Ergebnisse nicht vor 19 4 2, vielleicht erst 1943 fühlbar werden, da die Vereinigten Staaten im laufenden Jahr nur eine halbe Million BRT. Schiffe, im nächsten Jahr eine Million bauen könnten. Für die folgenden Jahre seien zwar größere Zahlen genannt worden, jedoch halte Admiral Land als Vorsitzender der U8A.-Marinekommission diese Zahlen für zu optimistisch, Land glaube im Gegensatz zu den englischen Marinesachverständigen auch nicht, baß sich die angegebenen Bauleistungen weiter erhöhen lassen, ohne daß die USA.-Flotte darunter leide. Michin bleibe die Tatsache bestehen, daß die englische Schiffahrt und damit die Versorgung Englands mit Nahrungsmitteln und Kriegsmaterial e i n Ungelöstes Problem bleibe. Singapur. Tokio, 17. Juni. (Europapreß.) Der Vertrag zwischen Thailand und Jndochina hat in Singapur größte Beunruhigung hervorgerufen. Nachdem eine Bereinigung der Verhältnisse an der thailändisch- ind'ochinesischen Grenze erfolgt ist, fürchtet man, daß Thailand auch gewisse Ansprüche an Malaya, das Hinterland Singapurs, stellen könnte, dessen vier nördliche Sultanate bis zum Jahre 1911 unter thailändischer Oberhoheit gestanden haben. Wie un- Trotzdem —. Seit Lind vor sieben Jahren zum erstenmal in einer Generalversammlung auftauchte, ist die Position Dominiks unsicher geworden. Lind hatte es verstanden — der Teufel mochte wissen, wie es ihm geglüdt war — in aller Stille einen Posten Aktien der Dominik-Werft aufzukaufsn, der nach und nach dreiviertel Millionen Mark ausmacht. Das waren um nur fünfzigtausend Mark weniger als Dominik selbst besaß. In jener ersten Generalversammlung trat Lind nicht selbst hervor. Aber schon in der nächsten kam er mit einer Fülle von unbequemen Fragen, die die airderen Aktionäre aufmerksam machten und Dominik einen roten Kopf einbrachten. Im nächsten Jahr wurde Lind an Stelle eines verstorbenen Senators der Stadt in den Aufsichtsrat gewählt, und seitdem ist es ihm gelungen, Dominik langsam und langsam das Wasser abzugraben. Auch Lietzendorf ist durch ihn zu seiner Anstellung als Betriebsleiter gekommen. Keiner weiß, warum Lind gerade an dem einen Narren gefressen hat. Jedenfalls stellte und begründete er seinen Antrag auf Einstellung „einer verantwortungsbewußten rechten Hand des Direktors" mit solcher Eindrucksfähigkeit, baß die anberen Aktionäre ihm begeistert folgten unb Dominik nachgeben mußte, sonst wäre es vielleicht schon damals zu einem Krach gekommen. Unb Dominik war klug genug, einen Bruch so lange zu vermeiden, als er nicht stark genug war, ihn auszuhalten. Um Lind begegnen zu können, hätte er die Majorität nötig gehabt. Daran jedoch fehlten ihm mehr als zweihundert Aktien zu tausend Mark. Also hieß es klein beigeben — und versuchen, die eigene Position zu stärken. Das heißt: Er braucht Aktien. Aber wer verkauft seine Beteiligung an einem guten Jndustriewerk, das jährlich' fünfzehn und zwanzig Prozent Dividende abwirft? Keiner! Folglich muß Dominik warten. Aber in jeder neuen Generalversammlung geht bas Meckern los. lieber dies — über das —. Friedrich Dominik muß sick sehr zusammennehmen, daß er den Krempel nicht einfach hinschmeißt, angenehm die Schlichtung der Grenzftreittgkeiten durch die Vermittlung Japans in Singapur empfunden worden ist, zeigt nicht nur die Tatsache, daß die Nordgrenzen Malayas und die Südgrenzen Birmas, die beide an Thailand, stoßen, in den letzten Wochen Truppenansammlungen gesehen haben, wie dies noch nie der Fall gewesen rft, baß alle Eisenbahn- unb Straßenbrücken an der thai- ländischen Grenze miniert wurden, sondern be- sonder*s in dem Tone der Presse Singapurs, die die thailändische Regierung warnt, irgendwelche Bindungen zu Japan einzugehen. Das Haifa-Bombardement. He e" sch Ankara, 17. Juni. (Europapreß.) Der dritte deutsche Luftangriff auf Haifa, so besagt ein in Ankara vorliegender Augenzeugenbericht, stellt alles in den Schatten, was diese palästinensische Stadt bisher an kriegerischen Ereignissen erlebt hat. Auf der Hafenmole, so heißt es, klaffen Krater von zehn Meter Tiefe. Von den Ladekränen dürfte keiner mehr brauchbar sein. Landeinwärts auf den Strand gesetzt, finde man die Trümmer von Booten und Seglerm die dem nassen Element entrissen und durch die Lust gewirbelt worden sind. Der deutsche Angriff sei weit stärker gewesen als die beiden ersten Angriffe auf diese Stadt unb außerdem noch konzentrierter. Ein Vundfunkappett Marschall petains. Genf, 17. Juni. (DNB.) Staatschef Marschall P e t a i n hielt anläßlich des ersten Jahrestages der Regierungsübernahme durch die Regierung P6tain eine Rundfunkanfprache, in der er erklärte, daß der größte Teil des franchsischen Volkes, bas bamals unter ben Schrecken bes Krieges in voller Flucht begriffen war, heute in feine Wohnstätten zurückgekehrt fei. Die Landwirtschaft habe es fertig gebracht, eine Million Hektar Lanb unter den Pflug zu bringen; bie französische Jugend befinbe sich auf bem Wege der Ertüchtigung unb Festigung an Leib und Seele. „Ihr seid roeber verkauft, verraten noch verlassen", so führte der Marschall aus. diejenigen, die euch dies sagen, belügen euch. Ihr leidet unb ihr werbet noch lange Zeit leiben müssen, benn wir haben noch nicht alle unsere Fehler bezahlt. Viele gute Franzosen helfen mir heute, bie schweren Aufgaben durchzuführen. Aber ich brauche auch euren Glauben. Dahin gelangt ihr nur durch die Disziplin, die ich euch auferlegt habe, unb der sich nur biejenigen entziehe^ wollen, die unsere Geschichte vergessen haben ober Gegner unserer Einigkeit finb. Rafft euch auf und folgt mir! Dann werden wir aus der Nacht hervorgehen, irc die uns ein schreckliches Abenteuer bestürzt hat. Seenotflugzeug abgeschossen. Bei der Rettung hilflos im Wasser treibender britischer Flieger. Berlin, 17. Juni. (DNB.) Bei Luftkämpfen: übtzr dem Kanal am 16. Juni wurden, wie bereits aemeldet, 15 englische Flugzeuge zum Absturz gebracht, während drei deutsche Jagdflugzeuge abge- schossen wurden. Hierzu wird jetzt bekannt, baß noch ein viertes deutsches Flugzeug, ein Se enot- f 1 u g 3 e u g, in diesen Kämpfen verloren gegangen ist. Das Seenotflugzeug, bas sogleich alarmiert worden war, um nach dem Abschuß der ersten bri- tischen Jagdflugzeuge bie im Wasser treibenden: Ueberlebenben zu retten, würbe bei dieser selbstverständlichen kameradschaftlichen Hilfeleistung heimtückisch von einem aus den Wolken stoßenden Spit- fire-Jagdflugzeug angegriffen und durch mehrere Treffer so schwer beschädigt, daß es auf Sen niedergehen mußte. Es hatte drei englische: Flieger an Bord, die kurze Zeit zuvor von der Besatzung aus den Wellen gefischt worben waren. Alle brei konnten nach bem Absturz bes Seenotflugzeuges zum zweiten Male von her. beicilenben beutschen Streitkräften geborgen werben. Einer von ihnen ist verwunbet, währenb die beiden anderen Bein- unb Kopfverletzungen sowie Quetschungen davongetragen haben. Sie wurden sofott ins Lazarett gebracht. Das Ritterkreuz für Fernaufklärer. Berlin, 17. Juni. (DNB.) Der Führer uni Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor« schlag bes Oberbefehlshabers der Luftwaffe bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes verliehen b:m Oberleutnant Heidenreich, der als Beobachter Wenn's nickt gerade Lind wäre, der den 6tr;t sucht, hätte ers vielleicht schon lange getan. Aber Lind weicht er nicht. Jedem anderen eben Mit Lind hat er eine alte Rechnung. Er spricht nie mit einem Menschen darüber. Nur zwei wissen davon: er und Lind. Vielleicht noch ein Dritter — eine Frau. Vielleicht. Aber auch diese Dritte, um die bas alles gekommen ist, hat gelernt den Mund zu halten... Doch in jeder Generalversammlung der Dominik« Werft kommen neue Schwierigkeiten, kommen An« fragen und Kritiken. Sie klingen, wie alles, was Lind sagt, sehr vorsichtig. Man kann ihm nichts anhaben, bas meiste ist so undeutlich, daß man zwischen ben Worten lesen muß. Aber Dominik ist empfindlich. Er lieft zwischen den Worten. Er lieft auch hinter Linds Stirn bie noch nicht ausgesprochenen Gedanken, bie tastenden Pläne, die schleichenden Absichten. Er ist nicht der einzige unter ben Männern, auf deren Wertschätzung Friedrich Dominiks Position ruht, und es gibt da unter ben Aktionären genug, die zwar von Friedrich Dominik viel halten, aber Mattheus Lind nicht zu widersprechen wagen. Mattheus Linds Arm reicht so weit wie sein Geld« beutel. Und fein Geldbeutel — alle Achtung. Daran denkt Friedrich Dominik jetzt öfter, um) manchmal überkommt ihn ein sorgenvolles Gefühl wegen der Zukunft. Nicht seiner Zukunft! Er ist nahe an die Sechzig. Da erwartet man nicht mehr viel und befürchtet nur noch wenig für sich. Aber um Nissen bangt ihn. Ob der Junge stark genug fein wird, sich 3fl hatten und durchzusetzen. Gerade kommt er über den Hof. Im weißen Ar« beitsmantel. In der Seitentasche klappern Schiebe« lehre, Mikrometer und Rechenschieber. „Morgen, Vater." „Morgen, Junge. Was Neues?" „Ich war drüben bei bem ,3ranierV' Eine Kopb beroegung rückwärts nach der Richtung der Hel« ünge. ,Ln fünf, höchstens sechs Monaten feiern wir Stapellauf." (Fortsetzung folgt) ^llgabveh ES? Ä* sonach 0 Ais)"" > M garten,,W Oer M A «>ie :.n worden i z «raste-in 1 I ■ fl ■ fi LlHi IsK MMion oll Mn lebenden' Moders au Mgo-Unga M Meist i n K, wohin fit M früheres K; dem < Malfchka- K iort von d Mten wieder Eh etwa 131 Mi- Mn g ■fernen Bk E'.'n 15. No ■|:us aller Mieheimkeh ■m werden so! dem Bur ■fcgam in d Ihr po k Mofrif fl I kidamo d ■ tlhen Kolm ■ tot würben, f»Ums fand ■malen 6 ( Weiner Anfpn M! Marcel 1 WWg Mahn ■Wischer W» ^greifen w Vertrete Mchn Anbei WpM ak Bo ■® Europas da WUgTusta MUn Drottn W chveden hi Kppon d »pater er Wcholmer 6 WEn aus, in b: ^an^ai ’J? Polizei ?l°gi bin Einblick, al Qualen N "fließ. j[( k ® 5rage Ionisation 2 n< loschen «gram jSuab Mwnsrei Wt Er । totrtar , Werden s 5 mit 71 250 t t -- 30,7 28 530 t = 40,5 [er schildern uns, wie en fand, es kund tat Kriegssälle der Kinderermäßigung bei der Steuer Absturz tr rmzvjschen Arbeiter, die das nationalsozialistische ile üonl:f Wanb als Vorbild für die soziale Struktur ^es Europas darstellten. sowie W 7 200 50 000 54 920 8 580 74 450 t t t t Sin - Arzneimittel ist ein Heilmittel aus den weltberühmten - Forschungsstätten. Tausende von Ärzten verordnen • - Arzneimittel und erzielen damit glänzendeErfolge. Jede - Arznei mittel packung er seibfivst tung briot [enden 6pj| durch im es aus 6h englifi laufen lassen und merkt gar nicht, daß das Wasser das Seifennäpfchen überflutet. Außerdem hat er schon V3 Stück Seife verbraucht, um den Ölschmutz von seinen Fingern zu kriegen, und er will gar nicht weggehen. Ist es auch notwendig, für stark verschmutzte Verursachen unbedingt Seife zu verwenden? Vein, viel schneller geht's mit einem guten fettlösenden Reinigungsmittel, das den zähen, festgekitteten und fetthaltigen Schmutz, wie er sich in Fleischer- und Bäcker- wäsche, in Monteur- und Schlosseranzügen befindet, viel besser löst! Selbst ganz hartnäckig haftender Schmutz wird auf diese Weise viel schneller gelöst als mit Seife, und dabei schont man noch das Gewebe. Man braucht keine Wurzelbürste und kein Waschbrett. Man weicht zunächst gründlich ein (Mekgcr- und Bäckersachcn mit blut- und eiweißhaltigen Flecken werden in lauwarmer Lösung ein- geweichtz, iintgrfcg sirtz & jn[c£ex Löjung gekocht. So spart man Seife und Waschpulver -für die bessere tzaushaltwäsche! Schäumt Ihre Waschlauge schlecht? Dann verbrauchen Sie zuviel Seife, denn Sie müssen zu lange reiben, bis es Schaum gibt. Aber meist liegt die Ursache gar nicht an der Seife sondern am Wasser. Das Wasser enthält zu viel Kalk. Kalk läßt die Seife schwer schäumen. Kalk vernichtet Seife. Bei hartem, kalkhaltigem Wasser werden in einem mittelgroßen Kessel bis zu % Pfund Seife unwirksam. Wenn Sie also Seife und Waschpulver sparen wollen, machen Sie das Wasser vorher weich. Man verrührt dazu am Abend vor dem Waschen einige Handvoll Bleichsoda im Kessel und läßt das Wasser bis zum nächsten Morgen stehen. So wird es über Nacht wundervoll weich. Am nächsten Morgen braucht man nur noch einen Teil der Waschpulvermenge, die man sonst nötig hat. Mit anderen Worten: man kommt mit der gleichen Mengr WqjMuloqr yiel weitem als t den zetan. BAYER) ist kenntlich am - Kreuz. < e y v R v \ zuvor« scht wort: in das Zeichen des Krebses eintritt und den längsten Tag macht, anfängt, und bis zum Gleichtag des Herbstes, da die Sonne in die Waage tritt, folglich also zusammen drey Monate währet". Manch altes Brauchtum verknüpft sich mit dem Beainn des Sommers. Vieles davon ist leider heute verschwunden. Die Minnesänge '' derjenige, der das erste Veilchc _____ _ _ mit den Worten: „ih Han den sumer vunden" und wie das der Anlaß wurde zu einer fröhlichen Feier. Neidhart von Neuental berichtet: „do der liebe fummer urloup genam, do muose man der tänze uf dem anger gar verpflegen". Dann wieder hören wir vom „Sommer-Singen", wie man eine Strohpuppe oder -eine Tanne als Sinnbild des Winters Fehler in einem Haushalt Welche sind's? Derdunkelungszeit 18. Juni von 21.47 bis 4.58 Uhr. Für volljährige Kinder wird unter den sonstigen Voraussetzungen Kinderermäßigung bis zum 25. Lebensjahr gewährt, wenn bis dahin die Berufsausbildung noch nicht beendet ist. Hiernach wird auch für volljährige Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, Kinderermäßigung fortge- währt, wenn im Zeitpunkt der Einberufung zur Wehrmacht die Berufsausbildung noch nicht begonnen ober noch nicht beendet war. Voraussetzung ist dann jedoch, daß das einberufene Kind keinen tnius aller Welt nach Hause gerufen und Wnbie Heimkehr mit allen möglichen Mitteln er- feiet werden soll. Aus Frankreich, Belgien, Hol- M.nd dem Burgenland seien schon mehrere tauend Ungarn in das Mutterland zrückgekehrt. Kleine politische Nachrichten. Istafrika wurden im Gebiet von Galla G^idamo die vorgesehenen Bewegungen der ylm schen Kolonnen, die vom schlechten Wetter wittert wurden, fortgesetzt. * ;3n Paris fand die erste Tagung der Volks- W!i»nalenSammlungsbewegung statt. Weiner Ansprache über wirtschaftliche Frag Mcte Marcel D e a t an, daß die Sammlungs- - 15,1 v. H. = 34,6 „ - 36,4 „ - 13,5 „ = 33,3 „ \ Schanghai wurde der japanische Dizekom- Utr der Polizei der Internationalen Niederlas- iclkagi durch mehrere Schüsse getötet, in W-igenblick, als Akagi seine im Grenzgebiet der vnstionalen Niederlassung liegende Privatwoh- Wt verließ. Als Attentäter kommen mehrere Ih in Frage, die vermutlich im Dienst einer Organisation stehen. plant Rückfiedlmigsaktion. ■ b a p e ft, 17. Juni. (Europapreß.) Das Blatt ll üemzede^ bespricht eine umfangreiche Rück- bllngsaktion aller außerhalb der ungarischen eenen lebenden ungarischen VEszugehörigen und ^besonders auf die Umsiedlung der sogenannten sa go-Ungarn hin. Die Csango-Ungarn sie- zumeist in der rumänischen Buko- ie Mc it W'! schwingten Spiel des Rundtanz von Georg Philipp Telemann über zu dem Rüpelspiel von Heinz Ste- guweit „Spottvvgel gegen Schmierfink", das unter der Spielleitung des Stadttheaterdramaturgen Gerhard Reuter frisch und schmissig aufgeführt wurde. In den Hauptrollen machten sich Karlernst Seelbach, Wolfgang Sauer und Günther Schad um den starken Erfolg besonders verdient. Den zweiten Teil der Darbietungen eröffnete der Singkreis der Bannspielschar unter Leitung des Musiklehrers Heinrich Dietrich mit zackigen und rhythmisch exakt gesungenen Volksweisen aus dem 18. Jahrhundert, in dem soldatische und jungmannhaft schneidige Haltung ihre besondere Betonung fanden, ferner mit einem frohgeftimm- ten Kanon aus dem 17. Jahrhundert. Rezitationen aus Gedichten von Th. Fontane, Eugen Roth, Heinrich Seidel und Theodor Storm brachte anschließend Ursula Koch mit feiner sprachlicher Gestaltung und innerem Erfühlen bestens vor die Höret. Das Bannorchester unter Fritz Braun erfreute noch einmal mit der Kantate „Lgb des Brotes" von Twitten Hoff. Dann kam als Höhepunkt des zweiten Teils die Posse „Der Nachtwächter", ein Spiel in einem Aufzug von Theodor Körner. Unter der Spielleitung von Joachim Ernst fand das köstliche Stück eine flotte und vortreffliche Wiedergabe, bei der alle Mitwirkenden sich in bester Weise um den vollen Erfolg bemühten. Hauptrollen hatten Dieter Bommer, Marianne Adolph, Karl Stork und Hans Gröninger, die ihren Aufgaben gerecht wurden. Die Singschar des BDM. und die Bannspielschar unter Leitung von Musik- lehrer Dietrich beschlossen den Abend mit zwei gemeinsamen Litern. Die Leitung des'Abends, 8er als Wertmaßstab für die kulturelle Gesamtarbeit der Hitler-Jugend im letzten Halbjahr in jeder Hinsicht voll befriedigen konnte, hatte Gerhard Reuter, dem für sein Wirken besondere Anerkennung gebührt. Gute Helfer waren ihm Meister Löffler bei der Gestaltung der Bühnenbllder und Heinz E b e n e r , der für die Beleuchtungstechnik verantwortlich zeichnete. Alle mitwirkenden jugendlichen Kräfte mit ihren Leitern haben sich ebenfalls in hohem Maße um den unbestreitbaren Erfolg ihres gemeinsamen Werkes verdient gemacht. Im ganzen: eine vortreffliche Gemeinschaftsleistung, die reiche Freude brachte. Es gab denn auch für alle Darbietungen überaus starken Beifall. B. Ivnitor ugzeugträger reifer ugzeugabwehrkreuzer i rftörer Boote Dring Maßnahmen zur Bekämpfung L11[ i ft i f d) e r Einflüsse im öffentlichen Im ergreifen werde. Auf der Kundgebung spra- n end) Vertreter der in Deutschland eingesetzten ,'OL ** El barüiW' ib. •rau. Führer jat aus $* MW ” erliehen g 5 Beob^ Gestalter des schönen Abends waren die Bann- und Untergauspielschar des Bannes und Untergaues Wetterau 116. Beiden standen bewährte Freunde und Mitarbeiter vom Stadttheater als gute Helfer am Werk zur Seite. Das Bannorchester, geleitet von Fritz Braun, gab dem ersten Teil der Vortragsfolge mit der Sinfonie in zwei Sätzen von Antonio Vivaldi einen vortrefflichen Auftakt. Dann erfreuten die Singschar des BDM. und die Bannspielschar mit ihrem gemeinschaftlichen Liedgesang, der mit seiner Frische und straffen Chordisziplin warmen Anklang auslöste. Die Volkstanzgruppe gab mit ihren hübschen Rheinländer- und Odenwälder-Tänzen famose Proben ihres Könnens, durch das sie michelfen will, die schöne alte Tanzkunst wieder zur verdienten Geltung zu bringen. Heilwia Clarius brachte sodann Rezitationen aus Gedichten von Gottfried August Bürger, Wilhelm Busch und Börries Frhr. von Münchhausen, die sie alle mit guter Sprech- technik und warmherzigem Einfühlen beredt zu Worte kommen ließ. Erfreut lauschte man hierauf wieder den Liedern der Singschar des BDM., die sowohl im Kanon, als auch im volksliedmäßigen Singen gleich vortreffliche Leistungen aufzuweisen hatte. Das Bannorchester leitete dann mit dem be- Der Fröhlichkeit die Türen auf. Ein heiterer Abend der Hitler-Lugend. D-r taj V «in1 Hm J =3; ÜaffJ MeinnjgJ IrüZl •n °rbtn fal evesen e es feJ ' den töe ftdjj ng an d rraten d ^iejenid det und 1 • denn S zahlt. $ J weren ä lche ad ' nur M )e, unb m unsere 8» serer ’lgt mif orgehen, i rzthat. hofft«, Datier er. ßufttampfn wie beim Absturz v Mge ch etannt, M Seenot oren ged ch alanrad • ersten b| treibeM Sommer ist gut Müller fein, im Winter gut Hirt", ,Zm Sommer gfriert fei Mühle ei, im Winter bläst fei Hirt". Eine volkswirtschaftliche Weisheit verkündet der Spruch: „Im Sommer ist den Maurern kein Wein zu teuer und im Winter kein Ranft zu hart", über jeden Widerspruch erhaben die Worte: „Geld ist aut War, sie gilt im Winter und Sommer". Scherzhaft sagt der Schwabe: „Im Sommer Schnee schäusle" für unnützes Tun, oder für etwas, das niemals geschehen wird: „Wenn's Neujahr im Sommer ist". Ein schwäbischer Spruch besagt: „heuer bin i fei Jahr älter wo re, hats Mädle gsait, t Han kein Sommer ghät", ein anderer Vergleich lautet: „Der schwätzt mehr, als e Kuh in sieben Sommern wedelt". In der neueren gehobenen Sprache rechnet man häufig die Lebensjahre nach Sommern; auch zu an- ntettf Die englischen Kriegs schiffsverlnste. * Fernaufklärer gruppe in zahlreichen über weite inne führenden Fernaufklärungsflügen für die eitiDe Führung bedeutsame Erfolge aufzuweifen [ Vor allem hat er bei der Seeaufklärung im gebiet um Schottland trotz starker feindlicher o»hr wiederholt für die Führung außerordentlich rpoIIe Aufklärungsgrundlagen geschaffen. Bei tm letzten Einsatz wurde sein Flugzeug durch eigene feindliche Jagdflieger stark beschädigt 6 er selbst bei der dadurch verursachten Bruch- B)„ng schwer verletzt. Aus her Siadi Gießen. ra ro, der Sommer, der ist do! „Wir wollen raus in Garten und wollen des Sommers warten. Wir wollen hinter die Hecken und wollen den Sommer wecken!" Dies Lied, das schon des Knaben Wunderhorn über- liefert, fingen die Kinder bereits seit Tagen, ob« mol)l der genannte hohe Herr — der im nordischen Mythos als Sumar, als guter freundlicher Riefe verfonifiziert erscheint — seine eigentliche Herrschaft erst am 21. Juni antrift. Das Wort Sommer begegnet uns bereits in allen germanischen Dialekten außer im Gotischen. Im ökonomischen Lexikon vom Jahr 1748 steht zu lesen: „Sommer ist diejenige von den 4 Jahrs-zeiten, welche sich von dem Sommerstillstand der Sonnen liei‘r. v deren Vergleichen dient der Sommer nicht selten. So sagt Shakespeare in seinem Richard: „Nun war- der Winter unsres Mißvergnügens, Glorreicher Sommer durch die Sonne Uorks", und Pyul Gerhardt spricht vom „Sommer Deiner Gnad", anderwärts hören wir vom „Sommer des Lebens". Die Fäden, die der Herbst spinnt, sie heißen „Altweibersommer". Aber, noch herbstet es uns nicht, noch ist „die blühende, goldene Zeit", noch dürfen wir fingen: „Doch sumerzeit die pringet rosen". L. B. Sprechstunde des Kreisleiters Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 19. 6. 41, nachmittags von 15 bi« 17 Uhr in G i e ß en statt. Ifcoiig Gustaf von Schweden feierte am inrben W ''3rl $ in Drottningholm feinen 83. Geburtstag, sNU Schweden hatte geflaggt. Vormittags wurde >c-k Einig von der schwedischen Jugend beglück- fc"inlct. Später empfing der König die Regierung., .. M kockholmer Schloß lag eine Liste für die Gra- ' l- gtin aus, in die sich auch der deutsche Gesandte besamtbestandes in der jeweiligen Schiffsklasse, jfamt 294 930 Tonnen. Da es sich um Angaben britischen Admiralität handelt, so könne man tsrmarten, daß die volle Wahrheit gesagt wor- Ifi. Aber schon aus den zugegebenen Verlusten fr sich, wie schwer die britische Flotte schon wen worden sei. Das bewiesen auch die letzten [ife im Mittelmeer, wo die Engländer nicht ge- «d Kräfte einsetzen konnten, um einem Erfolg Ülchse wirksam zu begegnen. Ungarn Die „Deutsche Steuer-Zeitung" veröffentlicht Ausführungen von Oberregierungsrat Dr. Oerrnayn vom Reichsfinanzministerium, die Erläuterungen vor allem der besonderen Kriegsfälle enthalten, in denen die Kinderermäßigung bei der Steuer wieder auflebt oder weitergewährt wird. Die Frage, ob bei minderjährigen Kindern die für die Kinderermäßigung erforderliche Haushaltungszugehörigkeit auch dann zu bejahen ist, wenn diese Minderjährigen als Notdienstverpflichtete oder Dienstverpflichtete außerhalb des Wohnsitzes der Eltern herangezogen werden, wird verneint. Denn alle minderjährigen Kinder, die sich nicht zu Er- ziehungs- oder Ausbildungszwecken, sondern zu Erwerbszwecken außerhalb der Wohnung Ihrer Eltern aufhalten, begründen für den Haushaltsvor- stand keinen Anspruch auf Kinderermäßigung. Dagegen wird Kinderermäßigung gegeben für solche minderjährigen Kinder, die der Wehrmacht angehören. Es ist zweifelhaft geworden, ob dies auch dann gilt, wenn das minderjährige Kind vor feiner Einberufung nicht mehr im Haushalt des Vaters lebte, sondern sich außerhalb der Wohnung des Vaters zu Erwerbszwecken aufhielt, die Haushaltszugehörigkeit also nicht mehr gegeben war. Diese Zweifel werden jetzt dahin geklärt, daß in derartigen Fällen durch die Einberufung die Kinderermäßigung wieder auflebt. Es kommt nicht darauf an, ob das minderjährige Kind, das zur Wehrmacht einberufen wird, sich im Zeitpunkt der Einberufung noch im Haushalt des Vaters befand. Mit dem Zeitpukt der Einberufung minderjähriger Kinder zur Wehrmacht wird die Haushaltszugehörigkeit in jedem Falle neu begründet, wenn sie vor diesem Zeitpunkt weggefallen war. rgen wer'1 id die bck jb m, 17. Juni. (Europapreß.) Seine am 29. Mai ^'entlichte Zusammenstellung der Verluste der !glichen Kriegsmarine ergänzt „Popolo di Roma" iU die Aufnahme der neuen, von der britischen tanralität inzwischen zugegebenen Ausfälle. Da- tljfinb nach amtlichen englischen An- ^b;n b i s zu m 1-6. M a i verloren qeqanaen: Schlachtschiffe — — - Die beiden Stunden am gestrigen Dienstagabend im vollbesetzten Stadttheater sollten zweierlei Zielen dienen: zum ersten eine Ueberschau geben über das kulturelle Schaffen unserer Gießener Hitler-Jugend während des verflossenen Winterhalbjahrs, zum zweiten den Besuchern einen Abend voll Frohsinn und beschaulicher Erholung vom Alltagswerk bereiten. Dieser doppelten Zielsetzung, die Bannführer Taesler in einer einleitenden kurzen Ansprache über das Streben und Wollen der Hitler-Jugend auf kulturellem Gebiet besonders herausstellte, wurden die famosen Darbietungen in vollem Ausmaß gerecht. Es war eine Freude, die mit Eifer und Schwung singenden, musizierenden, tanzenden und spielenden Jungen und Mädel bei ihrem frohen Tun zu beobachten und dabei selbst im Gleichklang der Herzen seelisch mitschwingend von der sprudelnden Frische der Jugendkräfte mit erfaßt zu werden. 'So brachte der Abend nicht nur der Jugend ein neues frohes Erleben, sondern er wurde auch den zahlreichen Eltern zu einem erneuten Beweis für Die guten Kraftströme, die in dieser Kulturarbeit der Hitler-Jugend am Werke sind und die man nur mit Genugtuung begrüßen kann. jjini, wohin sie aus dem ungarischen Szekler- dinbin früherer Zeit auswanderten. Nun sollen sie [|6t; nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens be= «e öatschka-Gebiet rückgesiedelt werden, ih b dort von den Serben zurückgelassenen Sied- teiiden wieder aufzufüllen. Die Aktion betrifft Bi füg etwa 13 500 Personen. Die Zeitung „Pest" A)ie Aktion gehe zurück auf einen bisher ge- llphaltenen Beschluß des ungarischen Minister- Uoom 15. November 1940, nach dem die Un- Snien hat nach einer Mitteilung des Chefs lomatifchen Kabinetts im Außenministerium «tuen Kroatischen Staat anerkannt und beab- oö ‘ fidtt in Agram eine Gesandtschaft zu errichten. M ml * bet WyLSk türkische Minister für öffentliche Arbeiten, können Ali Fuad Dschebefoy, ist nach einer lange- " "'^^Ihpettionsreife durch Thrazien nach Ankara , k?kehrt. Er teilte in der Presse mit, daß der 4, daß r dnverkehr nach Europa bald wieder aufge- kWun werden soll.______ umherträgt und dann verbrennt, wozu man Som- merliedev singt, wie zum Beispiel: „Stab aus! Dem Winter gehn die Augen aus, Veilchen, Rosenblumen! Holen wir den Sommer, Schicken wir den Winter übern Rhein, bringt uns guten, kühlen Wein." Sehr beliebt sind auch Streitgespräche zwischen Winter und Sommer, von denen wir unter anderem eins von Hans Sachs besitzen (1538). Von Alters her erklingt das Lob des Sommers. So heißt es in Minnesangs Frühling: ,Her schoene sumer get uns an", oder wir hören vom „Sommer, lieber Gast" und „ich will den sumer grüezen, so ich beste kan" und Meidhart von Reuental singt: „sumer, wis emphangen von mir hundert tufent Stunt" ober: „uns nahet ein sumer, den emphahet", und Paul Gerhardt * nennt ihn den „schönen". „Wann der Winter ausgeschneit tritt der schöne Sommer ein". In Schwaben aber singt bas Volk: „Drei Rosen im Garten, brei Ilgen (Lilien) im Walb, Im Sommer ift’s liedli, im Winter ift’s falt." Früh schon wird die Erkenntnis niedergelegt, daß man im Sommer in die Scheuern sammeln müsse das Gut, davon man im Winter zehren will. So lehrt bereits die Bibel: „Wer im Sommer fandet, der ist klug, wer aber in der Ernte schlefft, der wird zu Schanden." Denselben Sinn in anderem Gewand bieten die Sprüche: „WevuM^Sommers seine Kleider verschleißt, den freq^^K winters (das heute in der Form gebraucht^WM^ „wer im Sommer die Kleider verreißt, muß im Winter frieren), und: „wer des Sommers tut fingen, der mag im Winter springen". In Kurhessen heißt's: „Wer im Sommer net will -schneiden, muß im Winter Hunger leiden". Andere Volksweisheiten lauten also: „Es kann nicht immer Sommer fein, drum sammelt der Kluge für’n Winter ein", oder: „Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer". Eine gewaltige Rolle — namentlich im bäuerlichen Wetterkalender — spielt natürlich die Witterung im Sommer. Schon im vorhin erwähnten „Ökonomischen Lexikon" lesen wir: „Ein allzu dürrer und heißer Sommer verursachet, daß die Aehren in denen Schoszbälglein ersticken und die Körnlein taub werden und mager", dagegen: „ein allzu nasser Sommer verursachet, baß die Gartengewächse unb Früchte faulen und viel Unkraut wüchset", unb ebenba: „wann ein trockner Sommer gewesen, kann im Herbst viel Vögel fangen". Der Bauer aber tagt: „In einem trockenen Sommer verdirbt kein Bauer" unb .Heiße Sommer unb kalte Winter bringen feine böse Zeit". Oder: »Heiße Sommer, gute Weine". Aber allzu früh barf's nicht heiß werden, denn: „Früher Sommer, später Hunger". Einen frühen Sommer gibt es, wenn das Laub im Herbst früh gefallen ist, einen trocknen, wenn's „dem Herrn in’s Grab regnet"; wenn die wilden Enten und Störche kommen, wird's bald Sommer, aber, „eine Schwalbe macht noch feinen Sommer". Der schwäbische Bauer weiß: „So groß im Sommer die Hitze, so groß im Winter die Kälte" anderwärts: „Auf einen heißen Sommer folgt ein kalter Winter") unb: „Im Winter viel Duft, im Sommer viel Frucht". Ein schlechter Sommer kann viel Schaben stiften. „Wenn ber Winter ein Wolf ist, ist ber Sommer eine Wölfin". gn mancherlei Rebensarten über den Sommer zeigt sich ber Humor des Schwaben, da hören wir: „Fliegen und Freunde kommen im Sommer". „Im ’S mären ' Halles echen % höheren Dienstgrad als den eines Gefreiten hat, oder daß es bei einem höheren Dienstgrad bis zum Unteroffizier nicht Gehaltsempfänger der Wehrmacht bzw. Waffen--- ist. Auch kommt die Kinderermäßigung für volljährige, noch nicht 25 Jahre alte Kinder bei der Wehrmacht oder Waffen--- dann nicht in Frage, wenn auf den ersten Blick erkennbar ist, daß von einer Uebernahme der überwiegenden Kosten des Unterhalts und der Berufsausbildung des Kindes durch den Steuerpflichtigen nicht gesprochen werden kann. Endlich fällt die Kinderermäßigung für volljährige, noch nicht 25 Jahre alte Kinder fort, wenn diese Wehrmachtangehörigen verheiratet sind und ihre Familienangehörigen Familienunterhalt beziehen. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Oefsentlicher Vortrag der Universität: 20.15 bis 21.30 Uhr im Hörsaal 34 der Universität, Vortrag Professor Vollrath „H. St. Chamberlain und die deutsche Goetheforschung". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Das Mädchen von Fanö".,— Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Befreite Hände". Echte und falsche Freunde der Natur. Wenn in Feld und Wald alles grünt und blüht, dann treibt es die Städter hinaus in die herrliche Natur, um dort Kraft und Freude für den Alltag zu sammeln, und alt und jung zieht mit frohem Herzen irgendwo hinaus, um sich zu erholen. Und gerade, weil wir Naturfreunde sind, sollten wir unser Lager zum Ausruhen nicht inmitten einer Wiese ausbreiten. Auch ist es ein Frevel, wenn man, nur um einige schöne Blumen zu pflücken, qar eine aanze Wiese zertrampelt. Das Gras kann nachher zu Futterzwecken nicht mehr verwendet werden, und dem Bauern entsteht durch unsere Unachtsamkeit erheblicher Schaden. Am Wegrain wachsen doch auch genügend Blumen für einen schönen Feldstrauß. Wir lieben doch die Vielfältigkeit in der Natur. Deswegen sollten wir auch nicht schon von Anfang unserer Wanderung an alles Schöne, das uns auffällt, abreißen und mitnehmen, um es schließlich verdorrt und verwelkt nach Hause zu bringen. Wie töricht ist es ebenfalls, wenn man feinen Namen im Stamm eines Baumes verewigt. So ein verschandelter Baum sieht nicht nur häßlich aus, er kann auch nicht mehr vollwertig verarbeitet werden, da er durch diesen Eingriff zumeist krank wird. Der Bauer und der Forstmann sorgen sich beständig um das Gedeihen der Pflanzen auf dem ihnen anoertrauten Boden. Das hindert eine gewisse Sorte „Naturliebhaber" nicht, sich so eigenartig zu benehmen, daß man ihren Spuren durch Feld und Flur folgen kann. Papierschnitzel, Orangenschalen, leere Zigarettenschachteln, abgerissene Blumen und zertrampelte Wiesen bezeichnen ihren Weg, denn ist es irgendwo auf der Straße ein wenig schmutzig, dann gehen sie einfach kurzerhand über die Wiesen. Schon ein Weg, der in der Breite von nur einem halben Meter auf 1000 Meter Länge in einer Wiese ausgetreten wird, ergibt 500 Quadratmeter sinnlos vernichteten Futters. Also: Wir wollen alle dazu beitragen, daß diese Unsitten verschwinden. Das sind wir nicht nur dem hart für uns arbeitenden Bauern, sondern auch der Allgemeinheit schuldig. Gießener Schlachtviehmarlt. Aus dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh ° Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 46 bis 48,5 Rpf.; Bullen 42,5 bis 47,5; Kühe 11 bis 46,5; Färsen 43,5 bis 47,5; Kälber 35 bis 57; Schafe und Hämmel 14 bis 40 je A kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilo Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 Kilo und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 Kilo) 1,20, b2 (120 bis 134,5 Kilo) 1,18, c (100 bis 119,5 Kilo) 1,14, d (80 bis 99,5 Kilo) 1,08, e—f (unter 80 Kilo) 1,04, gl (fette Speckfauen) 1,20, i (Altfchneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08, h (Eber) 1,08 RM. Markwerlauf alles zugeteilt. * ** Blumenschmuck-Wettbewerb 1941. Der Fremdenverkehrsverein Gießen fordert auch in diesem Jahre wieder zur Beteiligung am Blumenschmuck-Wettbewerb auf. Interessenten mögen Wie heutige Anzeige beachten. ** Schulaufnahme der höheren Schulen. Wir machen an dieser Stelle auf die Anzeige der vier höheren Schulen Gießens über die Schul- anmeldung aufmerksam. Zur Aufnahme kommen in erster Linie die Kinder, die Ostern 1937 in die Grundschule eintraten. Da der Schuljahrbeginn von jetzt ab auf Herbst verlegt ist, wird diesmal auch der Uebergang schon nach 3'/2jähriger Grundschule (also Jahrgang 1938) wohl in erhöhtem Maße für alle geistig und körperlich gut entwickelten Kinder in Betracht kommen. Landkreis Gießen. § Lollar, 17. Juni. Am vorigen Sonntag veranstaltete der Ob st - und Gartenbauverein Lollar einen Rundgang durch unsere Obstanlagen, wobei Lehrer Schiefer st ein einen interessanten Vortrag über „Schädlinge und deren Bekämpfung" hielt. Er hob hierbei besonders hervor, daß noch eine sehr große Anzahl Obstbaumbesitzer der Bekämpfung der Schädlinge viel zu wenig Bedeutung beilege und der Obstbaumpflege nicht die nötige Sorgfalt angedeihen lasse. Nach Beendigung des Rundganges fand noch eine Besichtigung der neu angeschafften Spritzen statt. — Am nächsten Sonntag nachmittag wird die Kriegerkameradschaft Lollar ihr Bundeswettkampfschießen auf dem Schießftand der Kriegerkameradschaft Daubrin- gen zum Abschluß bringen. Den bis jetzt verhinderten Kameraden ist Gelegenheit geboten, das Versäumte nachzuholen. G. A.-Spori. 19OO/Sf33.=X komb. - Universität Gießen. Am morgigen Donnerstagabend tritt eine kombinierte Mannschaft der beiden Gießener Vereine einer Mannschaft der Universität auf dem Universitätssportplatz gegenüber. Die Universitätsmannschaft, die sich aus einer Reihe guter Spieler aus namhaften Vereinen zusammensetzt, wird der komb. Mannschaft das Siegen nicht leicht machen. Da auch 1900/VfB.-R. in stärkster Aufstellung mit Deucker; Becker, Schlitz; Weniger, Möbs, Marg; Erb, Deeg, Ehrnann, Kraft II., Schellhaas antritt, dürfte ein schönes Spiel zu erwarten fein, das die komb. Mannschaft von 1900/VfB.-R. für sich entscheiden sollte. Die Universitätsmannschaft tritt in folgender Auf- Im Kampf für sein geliebtes Vaterland und seinen Führer ist unser lieber jüngster Sohn Gerichtsreferendar Rupprecht Hainer Leutnant in einem Fallschirmjägerregiment ge a en‘ Eduard Hainer Amtsgerichtsdirektor und Frau Berta, geb. Leuchtweis. Bingen am Rhein, den 14. Juni 1941. 2653 D --- Zum Scheuern und Putzen stets STADTmiEATER GIESSEN Intendant Hans Walter Klein t Plötzlich und unerwartet verstarb infolge eines Unglücksfalles mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Bruder, Schwiegersohn und Schwager Franz Urrigshardt im Alter von 33 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Margarete Urrigshardt, geb. Kaiser und Kinder. Gießen, den 17. Juni 1941. Die Beerdigung findet Freitag, 20. Juni, nachmittags um 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 02051 Plötzlich und -unerwartet verschied nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden am 16. Juni 1941 mein lieber, treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Joh. Philipp Reuschling II. „ im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Margarete Reuschling, geb.Römer Familie Albert Reuschling Familie August Menges Familie Otto Albert Steinmüller nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, den 18. Juni 1941. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 19. Juni, um 16 Uhr, vom Trauerhause, Marktstraße 12, aus statt. 02056 Laut Bestimmung diese Woche Fleischabgabe nur auf Marken Roßschlachterei Schilling 2655 D Am 16. Juni 1941 entschlief sanft nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Urgroßvater und Onkel, der Altbürgermeister Jakob Bechtold im 89. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Helene Bechtold, geb. Weil, nebst Kindern und allen Angehörigen. Rodheim a. d. Bieber, den 17. Juni 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, 19. Juni, um 15 Uhr, vom Trauerhause, Adolf-Hitler-Straße 66, aus statt. 02053 Wohnungstausch: geboten wird: 2-Zimmer- Wobnung mit ftiiehe, Stamm. Keller (Ebel- straße) 1.Stock, gesucht wird: 3-3 im.-Wb ng. Städtische Handeltzlebr- amtaltGiesren. FREITAG, den 20. Juni 1941, 19.30 bis 22.90 Uhr — Außer Miete! Erstaufführung! Erstaufführung! Ein Maskenlmll Oper in drei Aufzügen von Giuseppe Verdi Musikalische Leitung: Otto Söllner — Spielleitung: Hans Albert Schewe — Bühnenbild: Karl Löffler — Chöre: Erich Richter Preise: RM. 1.20, 1.50, 2.05, 2.55, 3.05, 4.10 2647 D SAMSTAG, den 21. Juni 1941, 19.30 bis 21.30 Uhr — Außer Miete! Abschiedsvorstellung für Anneliese Garbe Bagatellen Lustspiel in drei Akten von Willy Grüb Spielleitung: Hans Albert Schewe - Bühnenbild: Karl Löffler Preise: RM. 0.60, 1.00, 1.35, 1.85, 2.55, 3.10 Nigrin zur Schuhpflege für den einfachen wie für den guten Schuh KleineAnz eigen im Gießener Anzeiger werden von Tarnenden beachtet und gelesen. | Vermietungen-! 3-Zimmer- Wohnung mit Bad, Nähe Gießen, z. 15. 7. oder 1. 8. zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02010 a.d.G.A. Leer. Stornier mit Me gesucht. Angebote unter 020o4 an den Meßen^An^eig. [Stellenangebote! Slunitaliille für Haushalt gesucht 2654D Ludwigstr. 6 v. Landgraf-Ludwig-Gymnasium Langemarckschule, Oberschule für Jungen J.-v.-Liebigschule, Oberschule für Jungen Oberschule für Mädchen Die Anmeldungen für das im September beginnende neue Schuljahr werden entgegengenommen Mittwoch, den 25. Juni, von 8 bis 12 Uhr im Direktor-Zimmer der betreffenden Schulen. Vorzulegen sind: Das Zeugnis der Grundschule, der Geburts- und der Impfschein. — Aufgenommen werden die Schüler, die 1937 in die Grundschule eingetreten sind, bei guter körperlicher und geistiger Entwicklung auch solche vom Jahre 1038. Die Oberstudiendirektoren: Dr. Wolkewitz. Angelberger. LV. Dr. Kiefer. Schelborn. 2651 D Wir suchen für sofort odersväter eine tüchtige UM mögl.m.Schreib- maschinenkennt- nissen, evtl, auch für halbe Tage. Angebote sind zu richten an Rodoll Karstadt Hörzentra (Hießen, Seltersweg 28. llleinidcta od. eint. Sliilze mit guten Koch- und Haushaltskenntnissen Alter 25-35 ,)ahr., für gevflegt. Villen- haushalt in Vertrauensstellung gesucht. Zeugn., Bild u. (Zehaltsansprüche an Dr. t'Dtterliod, Frankfurt a.M., Goethevlatz 5. Wissenschafti. Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei Verkäufe 2 Neuen mit Kastenrahm, u. Steil. Matratz. Aachttlsche und anderes zu verkaufen 02050 Ludwigstr. 31. 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EM Kassel und Wetzlar 05 hat Kurhessen Kassel zu (w Mit Rücksicht auf die Tschammerpokalspiele muffl ten die ersten Kämpfe um den Aufstieg, die tu? 22. Juni stattfinden sollten, zurückgestellt werden [ Fußball wirbt für den Sport. | Rund um das Meisterschafts-Endspiel. I Der NS.-Reichsbund für Leibesübungen nützt daß Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft citi kommenden Sonntag zu einer großzügigen M bung für die Sache der Leibesübungen aus. Dei rund 80 000 Zuschauern im Berliner dion wird zwischen dem Jugendspiel und dem '.M sterschaftskampf ein Ausschnitt aus den volkstiM lichsten Sparten der Leibesübungen gegeben. (f| wird damit der Versuch gemacht, den vielen sM digen, aber nickst aktiven Besuchern von Sportfeste einen Anreiz zu geben, sich selbst den fieibesübuiw zuzuwenden. So bringt ein „Bunter Rasen" bii Grund-Elemente der körperlichen Ertüchtigung, an! gefangen vom „Kleinkinderturnen" bis zur Fußballschule der Spartaner". Weiter reihen sitz an eine Ball- und Körperschule im Handball m Männer und Frauen, die Grundschule der Leich» athletik, Vorführungen im Boxen, Ringen und M Jitfu sowie Boden- und Altersturnen. Kurze Sportnotizen. Bel der Mannheimer Ruderregatta gewann der Mannheimer RV. Amicitia mit deH Senior-Einer (Matschke), dem Senior-Vierer u« dem Senior-Achter die drei wertvollsten Reiueu i ainietungei treten, um w L Mm Q«16®. Wie. "d d [Med, Oie d w bei KS auB«< hab. W.Hoimii Gießen^ Dammftt- -IJ überninnntjl GarteDaröeif bä*« I kreInii| ps LÄ W* hi«i K* Berufstätiges Fräulein sucht gut möbliertes Zimmer für sofort oder 1. Juli, möglichst Südviertel. Schriftliche Angebote unter 02061 an den Gießener Anzeiger. Ltb i8“2 L B-d- 1" Lritn P L, in» de« Liu »Me»! 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