Dienstag. 18 Mär; Ml Gietzener Anzeiger irH General-Anzeiger für Oberhessen In mand. • der Indien-Minister in sichtlicher Verlegenheit auf dien 32 aktive Minister der indischen Gouverne- aß Ni gebcnL 'er h« ». 3b e Aoi. ß aus „Alles, Wort für werden." Zchriftlettung und KeschäftrßeUe: Gieße«. 5ch«lftrotze 7-9 (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tampere, März 1941. rühmt die Sorge der Demokratien für die kleinen Nationen und preist den demokratischen Freiheits- begriff. Er hätte seine Thesen nicht unglücklicher wählen können Man braucht auf die Geschichte der Raubkriege, der Ausrottung ganzer Völker und der Unterdrückungsfeldzüge der sogenannten großen De- mokratien gar nicht einzugehen, fierr Roosevelt hat englisch-nordamerikanischen Flottenstützpunktes zu beginnen. Auf der Insel, wo vor 125 Jahren Napoleon starb, werden jetzt Geschütze eingebaut. Die abseits liegende Insel, an der nur selten ein Dampfer anlegt, soll jetzt in eine Festung verwandelt werden. ausgesogenen Dolksmassen in England und den Vereinigten Staaten ihre plutokratischen, jüdisch verseuchten Herrscherkasten gewählt? Diese Kasten übertreffen sich gegenseitig an Kriegshetze, während Herr Roosevelt die demokratische Friedensliebe preist: wer hat den Krieg erklärt, England oder Deutschland? Wer hat die europäischen Westmächte in den Krieg gehetzt, wenn nicht Herrn Roosevelts eigene Emissäre Dullitt, Biddle und Genossen. Indem Herr Roosevelt jetzt das kindische Geschwätz von der Bedrohung Amerikas selbst fallen läßt, be- hauptet er" die autoritären Staaten wollten Amerika gönnen worden sei. Bliebe das für England so bittere Thema der amerikanischen Hilfe, die Herr Roosevelt großartig als „total" ankündigt. Nun, alle Dutzendversprechungen über diese angebliche totale Hilfe bleiben so lange reine Theorie, als sie fortgesetzt durch englische Minister und englische Presseartikel als völlig unzureichend oder zu spät kommend nachgewiesen werden. Gerade jetzt hat der englische Publizist Priestley im Londoner Rundfunk über „die furchtbare Tragödie der englischen Schiffahrt" gejammert Und das bekannte englische Wirtschaftsblatt „Economist" erklärt offen, daß bis 1942 „höchstens ein schmales Rinnsal" an Hilfe aus Amerika zu erwarten sei. Es ist eine Eigentümlichkeit der Prophetie, daß man sie nicht erlernen kann. Man hat die prophetische Gabe oder man hat sie nicht. Herrn Roosevelt aber gedenken wir am Ausgang dieses großen Ringens sehr nachdrücklich an seine Worte zu erinnern, die angeblich „in der Geschichte verzeichnet" werden würden. in 18 Meter, ist also die gegebene Kraftquelle. So it sich um diese Stromschnelle herum die Stadt was ich hier sagen werde, wird Wort in der Geschichte verzeichnet Roosevelt am 16.3. 41. Bomben auf Bristol und Avonmouth. Berlin, 17. März. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht verschiedene kriegswichtige Ziele in Südengland an. Die Hasen- und Dockanlagen von Bristol und Avonmouth wurden mit guter Wirkung bombardiert. Auch die Hafeneinrichtungen von Portsmouth erhielten Treffer schwerer Kaliber. Bei Tage versenkten deutsche Ausktärungs- stugzeuge 3 5 0 km westlich Irland Zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 4000 BRT. Bei einem Vorstoß deutscher Jagdflugzeuge gegen Malta wurde ein feindlicher Jäger vom Muster hurricane abgeschossen. Der Feind flog weder bei Tage noch in der Nacht nach Deutschlgnd und in die besetzten Gebiete ein. nf w konnlt. chmelj Ml fib rite ,jb el wtr )erie. beste« llnsanz IL n. erlore« lufgabt luf ta bürget, Schul llfertW ren hie ieiwer- ibeutigi leit be; |u »er- eifteten, nie bit -ah be> nlaufet m war, ei lore »red und Verlag: vrühlsche U«tverfitStrdr»ckerei 8. Lange 9lenbi des englischen Weltreiches, aber sie genügt, um Roosevelts Phrasenschwall von „Freiheit und „Sorge für die kleinen Nationen" zu lUuftrieren. Wir wissen", sagte Mr. Roosevelt, „daß die preußische Autokratie bereits schlimm genug gewesen ist, daß aber der Nazismus bei weitem schlimmer ist Wir aber wissen, daß der Haß gegen die preußische Autokratie" das Schanddrktat von Versailles geboren hat, und können es uns recht gut vorstellen, was erst der Haß gegen den „Nazismus her. vorbringen möchte. Dieser blindwütende Haß gegen die neue soziale Ordnung, unter der uns erst rote- tommen rden je t W inn br halbziü n Cent1 i furfjte, irburgü m, Nj W ,e Lri-' en, vrf zu brii>' i diese« des gtf [nnerobl läge * J „!lii 1- nius tunji eraien sr leid * QllJ Älinijf ädchr«! bishus Annahme von Anzeige« für die NtittagSnummer bis8'/,Ubr deform tttaaS An^eigen-Pretle r Ämeigentetl 7 Rvt le mm bei 22 mm Beilenbrette# TerrreU 50 sttvt. te mm bei 70 mm Beilenbreite Rachlalle: Wrederbolung MalftastelL Abschlüsse Mengennabel B Plavvoricknft l vordenge Vereinbarung 125'^ mehr G e unb % -Heil ÖQlttH r ober 9 uih -T°l> An der GiromschneNe von Tammerkoski Oie Wiege der finnischen Lndustrie. Von.unterem Fe.-Berichterstatter. tät mit Deutschland zu erreichen. Es sei nicht nur die Frage, woher England diese fehlenden Stahlmengen beziehen könne, sondern auch woher der notwendige Schiffsraum zum Transport des Einfuhrbe-dar^s kommen solle. England vor einem Defizit von 15 Milliarden Dollar. Neuyork, 17. März. (DND.) In einem Artikel legt die Wirtschaftszeitung „New York Journal of Commerce" dar, welche Mengen Stahl England benötige, um die Parität mit Deutschland zu erreichen. Das Blatt glaubt zu wissen, daß Deutsch- lands Stahlproduktion einschl. der Frank- reichs und Luxemburgs sich auf über 4 5 Millionen Tonnen jährlich belaufe. Englands Stahlproduktion im Jahre 1939 schätzt das Blatt auf 15,1 Millionen Tonnen, wozu 3 Millionen Tonnen aus dem britischen Empire hinzukämen. Es sei fraglich, ob England heute mehr als zwanzig Millionen Tonnen Stahl jährlich erzeuge. Das feien 25 Millionen T o n - nen weniger als die Deutschen erzeugten. Der derzeitige Stahlexport der Vereinigten Staaten ausschließlich Schiffe und Rüstungsmaterial nach England belaufe sich auf 7 Millionen Tonnen. England müsse also noch viele Millionen Tonnen Stahl ausschließlich Schiffe und Rüstungsmaterial e i n f ü h r e n, um die Pari- Aufenthalt ist hier vollkommen frei. 440 Personen ind gegenwärtig untergebracht. Es gibt Zimmer für 1, 2 und 4 Personen. Eigenes Krankenhaus. Das kulturelle Streben, das überall in Finnland in lebendiger Weise zutage tritt, zeigt sich ganz be» anders auch in diesem Industriezentrum. Zwei künstlerisch hochstehende Theater vermitteln die einheimische und ausländische Szenenkunst. Museen, eine Bibliothek geben neben anderen Einrichtungen reiche Anregungen. So lernen wir in Tampere (Tarnrnersors) ein wohlgeordnetes und sozial hoch- tehendes Gemeinwesen kennen, das alles tut, um der arbeitenden Bevölkerung den Kampf ums Dasein zu erleichtern. Gt. Helena englisch-nordamerikanischer Flottenstützpunkt. Mailand, 17. März. (Europapreß.) Wie der „(Saniere della Sera" meldet, ist in I a m e s t o w n, dem Haupthafen der Insel St. Helena, ein nordamerikanischer Zerstörer eingetroffen, um auf der Insel mit den Arbeiten für die Errichtung eines „England fehlen 25 Millionen Tonnen SW." Woher nehmen und womit transportieren? - Beklommene Fragen eines amerikanischen Wirtschastsblattes. 5gjtinW- ■ttM tu« rächt» K sie -S l' t mlagen. _ I Tampere ist mit seinen rund 75 000 Einwohnern _ Ile drittgrößte Stadt Finnlands Sie ragt in allem das Gepräge der Industriestadt durch ijre lebendige Atmosphäre. Und da die Elekrizität lie Kraftquelle der Industrien ist, ist nichts von Huß zu merken. Es ist eine schöne und blitzsaubere 1 ndustriestadt. Zweifünftel der Baumwollin- i ustrie Finnlands ist in Tampere zu Hause. In !>er Fabrik von Finlayson, der größten des Landes -lit ihren 3200 Arbeitern, surren 10 00 Spindeln nb über 2000 Webstühle machen in den riesigen Irbeitefälen ihre Schläge, die automatisch gezählt werben, da nach deren Anzahl sich der Akkord- !nhn richtet, ja wir sehen hier Wedstühle, die der ’Jßeberin in einem fort in Mark und Pfennig an- ( eigen, wie es mit ihrem Lohn steht. Unzählige j 5; Nüster werden hergestellt, denn eine derartige , I frabrif in Finnland muß alles Herstellen, da eine < Spezialisierung nicht möglich ist. Gegenwärtig wird Tier Tage in der Woche gearbeitet, da die Einfuhr , j t ier Rohmaterialien stockt. 8000 Ballen zu je 25 m < । Baumwollstoff werden in 4 Tagen produziert ge- tenüber 12 000 Ballen in gewöhnlichen Zeiten. | „Tampella" ist eine andere der bedeutendsten ?nbustvieanlagen des Landes. Dieser Konzern um- !«ßt die einzige Leinenfabrik Finnlands, eine croße Gießerei, eine Maschinenfabrik md eine Papierfabrik. Die Lemenfabnk ge- lört zu den vielseitigsten der Welt und umfaßt - cllerlei Garne und Stoffe, von der gröbsten Sackleinwand über Hand- und Leintücher bis zu den ftinsten Damasttüchern. Als Zeichen der Zeit roer- len gegenwärtig auch Papierschnure hergestellt. Huch hier bedingt die Rohstoffrage eine auf fünf tage verkürzte Arbeitszeit. Nur 10 bis 15 v. H. des Rohmaterials ist einheimisch. Diese Fabrik deckt un- cefähr den gesamten Bedarf Finnlands. „Die Stadt ier Schuhmacher" nennt man auch Tampere 1 Rom Dorfschuster bis zum Großindustriellen nut lier Schuhfabriken und einer Lederfabrik yal fch der Schöpfer dieser Industrie und noch heutiger Leiter, Kommerzienrat Emil Aaltonen emporge- erbeitet. Diese Industrie arbeitet heute noch voll. E.roa 55 vH. ist hier Frauenarbeit. 3500 Paar | behübe werden hier täglich fertiageftetlt Der In- i lob er leistet außerdem als großzügiger Mäzen d | einheimischen Kunst große Dienste. . , .,h Tampere ist aber auch bie Stadt einer Vorbild- | ld>en sozialen Tätigkeit. Da haben wir z B. | ins aanz nach modernen Gesichtspunkten 1935 er- | lichtete Städtische Krankenhaus Hat-mpaa.wo teder I Sranke pro Inq .20 Fmk. bezahlt (den „Rest nm | 18 Fmk bezahlt die Stadt) und 'ur Unbem tte - H '«zahlt die Stadt auch diese 20 Fmk. Es g'bth'» | Zimmer für 6. 3 und 1 P-r'an, aber lediglich ' Ürt der Krankheit entscheidet in was l>-r -wem iimmer der Kranke liegt. Oder die Kinderheime h er Sr Fl kein Massenbetrieb. sondern in einem Hause IN- nitten eines großen Parkes leben 32 Kinder, Wa- . I len und Halbwaisen. Bis zum 16. Lebensiahr blei- | len sie hier. Weiter finden wir em fieim für Kna- I len, bie irgendwie schon ftraffaniq genoorben firrtK I 5er Erfolg dieser Arbeit zemt sich daran, daß> nur ■ 1 D.S). davon später rückfällig geworden ist. Dann | 'enden mir hier ein qratzes ^ememdeüeim s I eitere Personen, wofür die Stadt im kfahre 194 1,5 Millionen Fmk. zur Berfugung gestellt hat. Der Ein falscher Prophet der Demokratie Roosevelts jüngste Hetzrede vor der presse. * Bon unserer Berliner Schriftleitung. Neu y or k, 18. März. (DNB. Funkspruch.) einer Betrachtung bes Londoner „Economist" über Englands Finanzlage wird festgestellt, daß nur die Hälfte der englischen Staatsausgaben durch Einnahmen gedeckt ist. Die andere Hälfte müsse durch Zwangsmaßnahmen, zusätzliche Steuern und Währungsmanipulationen aufgebracht werden. Das Defizit werde im kommenden Haushaltsjahr auf 15 Milliarden Dollar geschätzt. Wie es vollständig gedeckt werden solle, wisse nie- (»b Jahrgang llr.65 (Hcbemt taqhch. anbei Lonnings und »feiertags Manen: Tte JUnitrierte ■ieftener^amiltenblätter h?imaitmBild Pie^dioOe Vonats-Bezugsvrets: . u 4 Beilagen $9)1 1.95 bne Illustrierte . 1.80 uitellgebübr. „ -.25 itb bei Nichterfckemen on einzelnen Wummern folge boberer (Gewalt crnivrcdianfdtlufi 2251 wl)ianschriit:„An^elger" oilickeck 11Arants. M Aus dem Alten Testament kennt man den Begriff der großen und der kleinen Propheten. Es liegt in der Natur der Sache, daß die kleinen Propheten sehr viel zahlreicher waren als die großen, wie das ja auch in dem Verhältnis zwischen Massenartikel und Spezialfabrikat oder Sonderanfertigung ist. Nun hat Präsident Roosevelt auf einem Bankett der ausländischen Presse in Washington eine Rede gehalten, an deren Schluß er das oben zitierte ominöse Wort sprach. Roosevelt hat für die von ihm geschaufpielerte Sicherheit bisher nicht den geringsten sachlichen Anhaltspunkt. Er hclt auch mit seinen vielen früheren Ankündigungen über die kommenden Segnungen seiner Erfindung des New Deal so vollständig Schiffbruch erlitten, daß er seit 1937 seine Hoffnungen auf einen europäischen Krieg zur Wiederbelebung einer amerikanischen „prosperity" zu setzen begann. Er ist also zu einer so bombastischen Behauptung, wie sie das Oie soziale Zukunst des Koviinenis. Die wirtschaftliche Neuordnung Europas verlangt als Ergänzung gebieterisch die soziale Neugestaltung des Kontinents. Denn nicht die Steigerung der Unternehmergewinne, sondern die Hebung der Lebenslage der breiten Massen, die soziale Höherentwicklung der Völker in ihrer Gesamtheit ist das Ziel, das sich die um die Neuordnung Europas bemühten Achsenmächte gesteckt haben. Diese Höherentwicklung hat trotz der durch den Krieg bedingten Hemmungen und Rückschläge bereits in all den Ländern eingesetzt, die in den deutschen Wirkungsbereich einbezogen sind, gleichviel ob es sich hierbei um die besetzten Gebiete oder um Länder handelt, die — wie vor allem der europäische Südosten — seit längerer Zeit bereits ihren Außenhandel nach Deutschland und Italien hin orientiert haben. Besonders deutlich zeigt sich die soziale Besserung in der Abnahme der Arbeitslosigkeit, die teils durch die Aufnahme von rund 1 Million ausländischer Arbeitskräfte durch das Reich, teils durch die Produktionsbelebung in den übrigen Säubern bedingt ist, die wiederum zum größten Teil auf die Uebertragung von Lohnersparnissen der in Deutschland erwerbstätigen Arbeitskräfte m ihre Heimat zurijckgeführt werden kann. So ging z. B. die Arbeitslosigkeit in Belgien nach der Besetzung durch die deutschen Truppen von 387 931 (ohne bie noch nicht zurückgekehrten Flüchtlinge) An ang Juli 1940 auf 199 881 am 21 Dezember 1940 zurück und sank bamit trotz der winterlichen Einflüsse annähernd auf den besonders günstigen Stand des Monats August 1939 (188 700). In den Niederlanden konnte dank der Errichtung staatlicher Arbeitsämter der hohe Stand vom Juli 1940 (256 778) auf 146 654 am 14. Dezember 1940 verringert und damit die letzte Ziffer aus der Vorkriegszeit (191308 im August 1939) bereits beträchtlich unterschritten werden. In Norwegen wurden infolge der wachsenden Aufnahme norwegischer Arbeitskräfte durch das Reich am 30. November 1940 nur noch 37 270 Arbeitslose gezählt, eine weiterer rascher Rückgang ist für bie komrnen- ben Monate der frühjahrlichen Arbeitsbelebung zu erwarten. Dasselbe gilt für Dänemark, wo im November 129 951 Arbeitslose gezählt wurden. In Frankreich, das erst in der letzten Zeit seinen Arbeitsnachweis verstaatlicht und damit einen zroi- schenbezirklichen Arbeitsnachweis ermöglicht hat, wurden am 14. Dezember 1940 824 000 Arbeitslose gezählt gegen 1000 000 im Oktober 1940, wovon mehr als die Hälfte allein auf den Pariser Bezirk entfallen. Auch hier hat also ein Rückgang trotz der Wintermonate stattgefunden. In den südosteuropa- ischen Staaten schließlich kann, ebenso rote im Protektorat, von einer Massenarbeitslosigkeit schon seit dem Frühjahr 1940 nicht mehr die Rede fein. Die JW aut, u* In P10 ment' WM >n W Ich «# i«i «« lslichf lermins jein umiut. —** demokratie verstanden wird, ist nichts anderes als eine Regierungsform, in der einige roenige Personen in Schlüsselstellungen durch Beaufsichtigung der Geldbörsen und Anwendung von Zwangsmaßnahmen jede Opposition mundtot machen." Dieser letzte Satz beleuchtet auch zur Ge- mörraiien uui ------------------- . nüge, wie es mit der Freiheit in den Demokratien das Pech daß gerade jetzt im englischen Unterhause bestellt ist, die Roosevelt so großzügig im Munde ber Indien-Minister in sichtlicher Verlegenheit auf führt. Niemand hat öfter als Roosevelt die führen- Anfraae zugeben muß, daß allein in Britisch-In- ben Staatsmänner der autoritären Staaten als Ge- bien 32 aktive Minister ber indischen Gouverne- waltherrscher hingestellt: wir erinnern nur daran, ments-Reqierungen verhaftet sind. Das ist nur em baß unser Führer direkt vom Volk gewählt wurde Beispiel aus der langen Unterdrückungsgeschichte unb immer wieder bestätigt wird — haben etwa die ampere entwickelt. Tampere ist eine junge Stadt. Der schwedische okoko-König G u st a v III. war bei einem Besuch 4 einem Gut von der Stromschnelle und der ichönheit der Landschaft so begeistert, daß er be- !)loß, hier eine Stadt zu errichten. Das war 1779. ber außer ber Gründungsurkunde blieb alles in »nz bescheidenen Grenzen. Vierzig Jahre später :m ein anderes gekröntes Haupt hierher. Jnzwi- !)en war Finnland unter russische Oberhoheit ^kommen. So stand eines Tages Alexander!, jr dem wild dahinstürzenden Tammerkoski. Plötz- ch wandte er sich an einen seiner Begleiter: „Was ürde wohl ein tüchtiger Engländer mit einer ilchen Naturkraft anfangen!" Nun, ein Jahr darauf, es war 1820, kam ber -chotte Finlaysonund legte hier eine Baum- oollmanufaktur an. Die damals aufkom- ; renbe mechanische Großindustrie stand an der Biege der finnischen Stadt Tampere und bestimmte !re Entwicklung. Eine Fabrik um die andere wurde ! richtet; die erste Papiermaschine kam ins Land !nb nach dem Krimkriege wurde eine Maschinen- i erstatt, aus der sich dqnn die große Maschinen- rbuftrie entwickelte, eine Seinen- und eine Tuch- Itbrif gegründet. Mit Tampere gehörte Finnland i ben ersten Ländern, die seiner Zeit das e lek- rische Licht einführten. Vor und nach der iahrhundertwende setzte ein neuer Aufschwung in m Industriegründungen ein, in deren Berlau icimpere zum beherrschenden Zentrum der einhei» bischen Industrie geworden ist mit seiner Schuh- inb Lederindustrie, Strumpf- und Trikotindustrie, ! tzummi- und Konfektionsindustrie, Zellulose- und Papierindustrie, Farben- und Tapetenindustrie • ' m ganzen etwa 250 größere und kleinere Jndustrie- gegen „moralisch unterwühlen". — Wir begreifen sehr »inoen zu rampten unu öu sterben wohl, wie beispielsweise die soziale Ordnung in ja, der diesen Krieg entfesselt hat. Deutschland den Plutokraten in den derben angel- r -- vs c sächsischen Landern um so mehr auf die Nerven fällt, je länger der von chnen angeftiftete Krieg Dauert. „Die Welt braucht keine Nation, die bte Weltherrschaft über Völker und Rassen errichten dürfte", trompetet Herr Roosevelt. Das kann er doch wohl nur auf die britische Weltherrschaft gemünzt Haden? Auf wen sonst? Niemand als England und die Bereinigten Staaten gehen auf Weltherrschaft aus — zur Zeit ist die amerikapischs Außenpolitik gänzlich auf bie Ersetzung Englands durch die USA. in der Weltherrschaft abgestellt. All das, was die englisch-amerikanischen Pluto- traten bei uns als Versklavung bezeichnen, verlangt nun Herr Roosevelt auch von den Amerikanern: er betont, daß „jeder Amerikaner Opfer bringen müsse, baß sich bas auch auf das tägliche Leben auswirken und Unbequemlichkeiten mit sich bringen müsse, und baß jeder in Zukunft länger werde arbeiten müssen". Die Kriegslast wird also von Herrn Roosevelt auf die Massen der arbeitenden Bevölkerung abgewälzt. Die Kriegsgewinne aber werden in ben Hänben ber wenigen bleiben, bie zum engsten Pluto- kratenkonzern gehören. Für die amerikanischen Banken, die ja von den Juden kontrolliert werden, wie für die Rüstungsindustrie ist das EnglandhUfegesetz die Quelle neuer Reichtümer. Was es übrigens mit dem Respekt des Patentdemokraten Roosevelt vor den Beschlüssen des Parlaments auf sich hat, hat uns Herr Roosevelt in dieser Rede verraten, indem er offenherzig erzählte, daß bereits im vorigen Jahre mit ber Errichtung Hunberter von Fabriken unb mit ber Slusbilbung von Millionen von Männern be- Was Tampere (Tammerfors) ist, das sieht man räi besten, wenn man zuerst auf ben Aussichts- irm des Pyynikki steigt. Das ist ein waldbewach- ; ner Bergrücken im Westen der Stadt. Von hier 15 haben wir einen prachtvollen Blick auf die ihere und weitere Umgebung. Wir übersehen die ige ber Stabt zwischen den beiden Seen Näsijärvi mb Pyhäjärvi. Unb die Stromschnelle, die ofe beiden Seen verbindet, der Tammerkoski, ist hier Anlaß zur Gründung der Stadt Swesen, denn die Stromschnelle hat auf ihrem rzen Lauf von etwa einem Kilometer einen Fall ber das Leben lebenswert ist unb für die wir t . eine Welt von Feinden zu tämpfen und zu fterl bereit sind, ist es jr, V Am Tage darauf, an dem Roosevelt diesem Haß Ausdruck gab, sagte der Führer in seiner Rede im Zeughaus: „Wenn der amerikanische General Wood vor dem Untersuchungsausschuß des amerikanischen Senats versichert, daß ihm Mister Ehur- chill schon im Jahre 1936 die Erklärung abgab, Deutschland wäre schon wieder zu mächtig geworden und müßte deshalb in einem neuen Krieg ver- nichtet werden, dann beleuchtet dieser nunmehr geschichtlich erhärtete Tatbestand nur die wahre Verantwortlichkeit für die heutige Entwicklung. England und-Frankreich wollten den Krieg, allein, es waren weniger die Völker, sondern dünne politische und finanzielle Führungsschichten, hinter denen als letzte treibende Kraft das internationale Judentum mit feinen Weltverschwärungen, der Demokratie unb Freimaurerei steht." Daß die gleichen treibenden Kräfte auch hinter der Dielgepriefenen amerikanischen D e m o - 0u Kinel |u wuwu|«i»pil -----o, — f r at i e stehen, zeigt recht sinnfällig ein Washing» oben angeführte Zitat wiedergibt, weder persönlich | t01teT Bericht der Zeitung „Chicago Journal of Corst- noch sachlich qualifiziert. Imerce", in dem es heißt, der oberste Dundesrichter Damit ist aber auch schon das Wesentlichste über i 5 e I i f Frankfurter sei die ttribende Kraft seine Rede vom Sonntag festgestellt. Wir wollen 1 hinter praktisch allen wichtigen Beschlüssen der Re- uns nicht mit den Plattheiten aufhalten, die für den Gerung Roosevelt seit Herbst 1939. Schon damals kleinen Mann" bestimmt sind und Volkstümlichkeit! j^be Roosevelt geglaubt, daß em dynamisches 'vortäuschen sollen. Halten wir uns an den — sozu- Kriegsprogramm zugunsten der Weltdemo trabe em sagen — sachlichen Inhalt. Herr Roosevelt verherr- gutes Mittel zur Erlangung eines dritten Amts- jitfrt vor allem bie demokratische Regierungsform, termins sein würde. „Was heutzutage unter Well- wenigen Tausende, die dort noch als arbeitslos ge- Zählt werden, sind größtenteils fluktuierende oder nicht ooll einjaßiühige Arbeitskräfte Wie im Sektor des Arbeitseinsatzes hat die in giuß gebrach europäische Zusammenarbeit auch im Bereich der Lohnpolitik nur Borteile gebracht Der Einfluß der marxistischen Organisationen, so« weit sie noch erhalten geblieben sind, auf die Lohn» xestaltung, ist gebrochen, der Klassenkampf als Mit tel der Lohnpolitik beseitigt worden In der Mehr- zahl der europäischen Staaten ist die Lohnftndung uni Lohnfesljegund nach deutschem Vorbild heute Sache autoritärer staatlicher Dienst- teilen, die zwar die Beteiligten vor ihrer Ent- cheidung gutachtlich hören, ihnen aber keine maß- levliche Millviikuiia bei der Lohnsestsetzung und der Fixierung der sonstigen Arbeitsbedingungen mehr zugestehen Ob in einigen Staaten berufsstandische Organisationen — nach dem Vorbild der italienischen Korporationen — in Zukunft der Träger der Lohnpolitik |ein werden, hängt von der Bewährung dieser erst im Aufbau befindlichen Organisationen ab Da in diesen Staaten (Spanien, Frankreich) der Einkluß des Staates auf die Arbeiten der Korporationen durch ixn Einbau staatlicher Kontrollorgane sichergesteltt ist, stellen im übrigen auch sie weitgehend staatsbe^ogene Einrichtungen mit staats- auloritaren Befugnissen dar Der llebergang der Lohnpolitik an den Staat ist für die Neugestaltung Europas deshalb von entscheidender Wichtigkeit, weil nur eine autoritäre Lohnpolitik jene Stetigkeit der Arbeitsoerhältnisse verbürgt, ohne die keine Arbeitsteilung unter txn Völkern m glich ist. Im übrigen sind selbstverständ lich Streiks und Aussperrungen mit einer staat- lichen Lohnsenkung unvereinbar, weshalb nach dem Vorbilde Deutschlands und Italiens in der Mehrzahl der europäischen Staaten Arbeitskämpfe ver- baten sind. Der marxistisch-liberalistische Klassen- kampf gehört in Kontinental-Europa der Vergangenheit an Er ist das Privileg der angelsächsischen Plntokratie geblieben Besondere Förderung im Zuge der Neuordnung Europas hat auch die Sozialversicherung erfahren Teils durch zwischenstaatliche Abkommen, teils durch nationale Gesetze ist eine weitgehende Angleichung der Sozialversicherung im europäischen Raum erfolgt, die angesichts der umfangreichen Binnenwanderungen von Land zu Land unabweisbar war Der Arbeiter aus den südosteuropäischen oder den nordischen Ländern, der mit den großzügigen Einrichtungen der deutschen Sozialversicherung in Berührung kam, wollte nach seiner Rückkehr in die Heimat nicht schlechter gestellt sein als in Deutsche land Andererseits mußte er die Gewähr dafür haben, daß seine Anwartschaften in dem einen Lande nicht bei einer Arbeitsaufnahme in dem anderen verloren gingen So hat der Masseneinsatz ausländischer Arbeitskräfte im Reich in kurzer Zeit einen weitgehenden Ausbau der ausländischen Ber- sicherung zur Folge gehabt. Alles in allem kann die Ausgestaltung der europäischen Sozialpolitik als eine der wichtigsten Nebenwirkungen der deutschen Kriegführung bezeichnet werden, die sich nicht allein der Waffen, sondern auch friedlicher Mittel bedient, um das Ziel dieses Krieges zu erreichen: die wirtschaftliche und soziale Höherstufung der Völker Europas, unter Au°schaltung des ewigen Störenfrieds dieser Entwicklung, Großbritanniens. V. A. Die falsche Route. Oslo, 17 Mär§. (Europapreß ) Das 7034 BRT. große norwegische Motorschiff „Benjamin Franklin^ ist wie schon kurz gemeldet auf der Fahrt von Nordamerika nach England tor- pediert worden. Das Schiff hatte außer Lebensmitteln vier nardamerikanische Douglas-Bomber im Werte von 400 000 Dollar an Bord Von feiner 37 köpilgen Besatzung konnten nur sechs Mann gerettet werden. Zu dem Untergang dieses Schiffes schreibt die „Norwegische Handels- und Schisffahrts- zeitung": „Wäre es nicht tm Interesse des norwegischen Volkes gewesen, wenn das Schiff versucht hätte, mit Lebensrnitteln und Rohstoffen nach Norwegen zu fahren, anstatt sich auf einen Transport von Douglas-Bombern nach Großbritannien verleiten zu lassen? Großbritannien wird uhs dieses Schiff niemals ersetzen, das für seine Interessen geopfert wurde. Im Weltkrieg mußten wir unsere Verluste sogar trotz des britischen Sieges allein tragen. Jedes Schiff, das im britischen Dienst versenkt wird, werden wir vermissen, wenn wir nach dem Kriege einmal mit dem Neuausbau beginnen." Deutsch als einzige Fremdsprache in norweaischen Vorschulen Oslo. 17 Mär^ (Europapreß.) Den veränderten politischen Verhältnissen in Norwegen wird nun auch im Schulwesen durch eine Verordnung des norwegischen Kirchen- und Unterrichtodepartemen's Rechnung getragen An Stelle der englischen Sprache soll in Zukunft Deutsch d'e einzige Fremdsprache sein, die an norwegischen Volksschulen gelehrt wird Durch diese Maßnahme wird allen Schichten der Bevölkerung die Möglich- keil geboten, sich mit dem deutschen Kulturleben vertraut zu machen. Vertreter des norweaischen Kulturlebens reisen nach Deutschland Oslo, 17. März. (Europapreß.) Vertreter des norwegischen Kultur» und Volksaufklärungsdeparte ments haben die Reise nach Deutschland angetreten wo sie mit Staatsrat Lunde, dem Leiter des Kul iurdepartements, Zusammentreffen, der sich auf einer Studienfahrt durch Deutschland befindet. An der Reise nehmen auch der norwegische Dichter Finn Halvorsen teil, der in den letzten Tagen als Herausgeber einer Sammlung deutscher Dichtungen in dänischer lieber,efiung hervortrat und Theater beratcr der norwegischen Regierung ist, sowie der Filmregisseur und Direktor des norwegischen Filmwesens Leif S i n d i n g. 0er Kembrondtpreis 1940 für den flämischen Dichter 2Raf Lerhust Brüssel, 17 März (Europapreß.) Aus Anlaß der Uebergabe des Rembrandt-Preises für 1940, den d i e Universität Hamburg an den flämi schon Dichter Raf V e r h u st für seinen Roman „Ian Eoucke und Peter Goethals" verliehen bar fanden in Antwerpen an Drei aufeinanderfolgenden lagen Festlichkeiten statt In der Flämischen Oper wurde ein Theaterstück des Preisträgers au (geführt das den Titel ..Quinten Matsijs" trägt. Auf einer in der Königlichen Bibliothek veranstalteten Feier wurde der 25iährigen Wiederkehr des Tages gedacht an dem 1916 die Unioerhtät Gent zu einer flämischen Hochschule gemacht wurde. Bet der feierlichen Uebergabe des Rembrandt-Preises, welcher der Vizepräsident der Militärverwaltung in B^äs sei. von Craushaar, sowie der Kommissar der Stadt Antwerpen. Dr Delius, und der Lor- sitzende des Flämischen Kulturrates, P'arrer Der- schaeoe beiwohnten, hob der Rektor der Universität Hamburg, Professor G u n d e r t, die Ver- dienste hervor, die sich der Dichter Raf Derhust um eine deutsch-flämische Zusammenarbeit erworben habe. Der Dichter dankte in seiner Erwiderung für die Achtung, die Flandern in Deutschland genieße, und sprach den Wunsch aus, daß Flandern sich dieser deutschen Achtung und Liebe würdig erweisen mö#e Wachsende Bedeutung der deutschen Militärliteratur. Neu yor k, 17 März. (Europapreß.) Die Einführung deutscher Sprachkurse an der U 8 A - M i I i t Ü r - A k a d e m i e West point kündigte der U8A..Kriegsminister Henry Lewis Stimson an. Er begründete diese Erweiterung des Lehrplanes der bekanntesten Kriegsschule der Vereinigten Staaten mit der wachsenden Bedeutung der deutschen Militar-viteratur. Gleichzeitig werden die f p a n i s ch e n Sprachkurse erweitert und die französischen Sprachkurse eingeschränkt. Deutsche Kluder als Gäste in der Slowakei. Preßbura, 17. März (Europapreß.) Der slo- wakische Ministerpräsident Dr T u k a veranlaßte die Unterbringung von Kindern aus den westdeutschen Industriegebieten in den leerstehenden slowakischen Bädern, Hotels und Schutzhausern der Touristenzentrale. Es wird sich dabei um mehrere tausend Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren handeln Die Unterkunftskosten werden vom Deutschen Reiche getragen. Dadurch werden die gegenwärtig schwachen Besuch aufweisenden Betriebe des Fremdenverkehrs aufrcchterhalten werden. Die slowakische Presse betont, es handele sich um eine Gegenleistung für die von deutschen Stellen unterstützten Slowaken in Frankreich und Belgien Die Slowakei sieht in den kleinen Gästen die Kinder jenes Volkes, das mit der Waffe in der Hand auch die Selbständigkeit der unter deutschem Schutz stehenden Slowakei sichere. Heldengedenkseiem im Ausland. Der Generalbaurot für die Ausgeflaltung der Kriegerfriedhöfe. t:'V- -<■- AS •W; 1 N ■ Plünderungen in England an der TagesordmW itirent ausgearbeitet. um Verbrechen handelte, die in Deutschland vor den A"ltral:cn geht als Ebe, des Admirali- ' bootes .Snapper" hat die enolilche Admiralität Unter ber Begleitung die mit Matfuoka na» latsstabes. 2m vorigen Krieg nahm Lysier als Ar-idle Vernichtung von 26 brUischen Unterjeebooten im Berlin reist, befinden sich zahlreiche führende Per- verleihen. Der Feier wohnte her Ches der deutschen Wehrmachtmission, General der Kavallerie Hansen, bei. r, , . ' .......... - • * ------' " »-'"VUK Uli UDCI1 sich entsprechend den von Churchill gegebenen An- fern innerhalb von kurzer Zeit auf 36 000 BRT orbnungen um ein Jahr Zuchthaus obwohl es sich stellt. Diele Verluste treffen die britische Verlor- gungswirtschaft um so schwerer, als bei dem An- Gerichten in restlv'er Uebereinstimmung mit dem gesunden Volksempfindett die Todesstrafe noch sich gezogen hätten. Stockholm. 17 März (Europapreß) Konteradmiral Lyster wurde zum Ches des Marineflug- wesens und zum Mitglied des Admiralitätsrates ernannt als Nachfolger des Vizeadmirals Ron'e In Frankreich hielt die deutsche Wehrmacht auf allen Militärfriedhöfen, auf denen deutsche Krieger ruhen, würdige Feiern ad. In Paris sand die Hauptfeier aufdem Militär sriedhof Jury statt, auf dem die Reichskriegsflagge aufgezogen war. vor der ein Doppelposten die Ehrenwache bezogen hatte. Um 9.30 Uhr marschierte eine Ehren- Kompanie mit Musik zu dem Friedhof. Der Stadtkommandant legte unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden Kränze an den geschmückten Gräbern der Gefallenen des jetzigen Krieges und des Weltkrieges nieder. Es folgten Kränze des Deut« ichen Botschafters und des Landesgruppenleiters der NSDAP, in Frankreich sowie der Wehrmacht- obordnungen. Aehnlich verlief die Feier auf'dem Pariser Militärfriedhof Bagneux. gungswirtschaft um so schwerer, als bei dem Angriff deutscher Kampfgeschwader auf Liverpool in der Nacht vom 12 zum 13 3. die großen Kühl- anlagen und Flelschoorratslager weitgehend zerstört und die darin lagernden Vorräte vernichtet wurden. An den Gräbern der Gefallenen des Panzerschiffes „Admiral Graf S p e e* beging die deutsche Gemeinschaft in Montevideo (Uruguay) eine Heldengedmkfeier. Der von der Gesandtschaft niedergelegten Kranzspende folgten solche der Deut- schen Gemeinschaft, des Reichskriegerbundes sowie der „Spee".Männer, die in Uniform die Ehrenwache stellten. Mit dem Lied vom guten Kameraden klang )ie kurze, eindrucksvolle Feier aus. 3« 11 Sagen drei britische Kühldampfer Professor Wilhelm Kreis wurde — wie scholl gemeldet — vom Führer zum Generalbaurat für die Gestaltung der deutschen Kriegerfriedhöfe ernannt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Vernichtung von 26 englischen U« zugpaeben Heuer (khef des englischen Marin-fluotvesens Große Befriedigung in Italien Das Echo der Führerrede am Heldengedenktag. Im Haag legte Reichskommissar Seyß - In - q u a*r t in Begleitung von Vertretern der Wehrmacht Kränze an den Gräbern der deutschen Gefallenen nieder. In Amsterdam legte der Befehlshaber des Luftgaues Holland Kränze an den Gräbern deutscher Soldaten nieder. bisherigen Verlauf des Krieges zugegeben. Wenn auch in diesen Angaben eine ganze Anzahl oerlorengegangener Unterseeboote durch Minen jfm. nicht enthalten ist — die deutschen Bekannt« gaben melden mehr als 30 — so bestätigt diese wenn auch unvollständige Verlustliste der englücheil Admiralität, daß mehr als die Hälfte des hei Kriegs-aucbruch vorhandenen B e st a n d e s der englischen U-Bootflotte von 56 Booten vernichtet worden ist. Der Verkauf englischen LlSA., Besitzes hat begonnen. N e u y o r k, 17. Marz. (Europapreß.) Der Ver» treter des britischen Schatzamtes, Sir Edward Peacock, gab am Sonntag den Verkauf der bisher in britischem Besitz befindlichen American Viscose Corporation, des größten Kunst- serdekonzerns der Vereinigten Staaten, an cme Gruppe von siebzehn amerikanischen Firmen und Banken besannt. Die Firma war eine Tochtergesellschaft des britischen Konzerns Courtaulds Lld Di« Dollardevisen, die britischerseits für das Riesenunternehmen von sieben Fabriken und fast 20 000 Arbeitern realisiert werden, schätzt man in unterrichteten Kreisen, auf 100 bis 150 Mil» Honen Dollar. Die llevernahme her briüschen Äli UiWsabrilen durch die LISA. Neuyork, 17. März. (Europapreß.) Der Leiter des bundesstaatlichen Kreditinstitutes, Jesse Sones, kündigt die Uebernahme eines Teiles der von England finanzierten R ü st u n g s ja b r i f e n in den USA. durch die Regierung der Vereinigten Staaten an, wofür 4 6 Mill. Do l lar ausgesetzt wurden. Es handelt sich in der Hauptsack)e um Kleinwaf. fen und Munition herstellende Betriebe, die nach Äriegesbeginn mit britischen Mitteln erbaut worden sind. Die Uebertragung dieser Fabriken in das Eigentum der USA. wird mit Erfordernissen des Derteidigungsprogramms begründet, wobei di« Uebernahme der restIichen britischen Werke durch das Wehrdepartement für später in Aussicht gestellt wird. Praktisch bedeutet dieser Schritt nicht nur einen erheblichen sofortigen Deoisengewinn für England, sondern eine Veränderung der Lage zu Gunsten der britischen Regierung insofern, als die Produktion der übernommenen Fabriken nun im Rahmen des Englandhilfe-Programms England „pacht- und leihweise", d. h. unter Elnspa- rung der bisherigen Produktionsunkosten, zugute kommen dürfte. Schanghai ohne Kohlen und Krastfirom. Folgen der englischen Schisfüraumnot im Fernen Osten. Schanghai, 17. März. (Europapreß.) Die weitgehende Rückwirkung des deutschen U-Boot- Krieges und bas Ausmaß der bei der englischen Schiffahrt entstandenen Schöben geht aus ber Krise in ber VersorgungScyangyaismit Kohle unb elektrischer Kraft hervor Nachbem ber Stabtrai ber Internationalen Niederlassung den Stromverbrauch bereits um 30 o. H. eingeschränkt hat, hat bie amerikanische Shanghai Power Company, Schanghais größtes Kraftwerk, jetzt direkt an das britische Schirfahrtsrninisterium wegen Freigabe requirierter englischer 0ft« afienbampfer appelliert, bamit der Kohlen« transport aus Inbien roieber ausgenommen werben könne. Don vierzehn Schiften ber Moller Line, die vor Ausbruch des Krieges für die Kohlenheranfchaf« ung aus Inbien gechartert worben waren, find bereits alle bis auf zwei von der britischen Regierung requiriert worben. Don ben beiben verbliebenen Schiffen barf eines nicht mehr nörblichek als Hongkong fahren, während bas anbere gerade in Kalkutta ladet. Es ist aber nicht sicher, ob bieles nicht auch requiriert wirb Als Folge der mang"l- haften Kohlenlieferung in Schanghai, über bie wir bereits berichtet haben, befchneibet nunmehr auch bie französische Konzession in Schanghai die Elektrizitätsdelieferunq Die Lichtreklame und bie Neonlichter ber Geschäfte und Vergnügung-- lokale dürfen nicht mehr benutzt werden. Um eine bessere Ausnützung des Tageslichts zur Kohl-n- erfpamis zu erreichen, ist in Schanghai durch Em- Rührung der Sommerzeit bie Zeit eine Stunde voroerlegt worden. Matfuoka in der Sowjetunion einaetrosten. Hsingking^ 17 März. (DNB.) Der sapanifche Außenminister M a t s u o k a kam Montag kurz nach 17 Uhr an ber sowjetrussischen Grenzstation Otpor an, wo er von Vertretern der Sowietregierung empfangen rout-be Diese geleiteten Matfuoka auch in ben Sonberroagen, der ihm zur Fahrt nach Tschita von ber Sowjetregierung zur Verfügung gestellt worden ist. verurteilu'ig, der Tag könne nicht mehr fern fein, an dem Plünderer unb Mörder auf die gleiche Stufe gestellt, allo mit dem Tode bestraft mürben Damit wird eindeutig bie Methvbe ber milden Behandlung von Plünderern gebranbmartt, durch welche die britische Regierung im Ausland die sinkende Kriegsmoral des englischen Volkes ver- tuschen will Der Richter erklärte es beteiligten sich nicht etwa nur Gewohnheitsverbrecher und Notlei- benbe an ben Plünberungen, fonbern Leute in guten Stellungen mit Wocheneinkommen zwischen 60 unb 100 Mark Sie versuchten ihre Verbrechen bamit zu entschulbigen, baß sich beim Plündern mehr verdienen lasse als in ihren augenblicklichen Stellungen in kriegswichtigen Betrieben. Zu ben verurteilten Plünderern gehörten auch Soldaten Die meisten Strafen beroeaten In Bukarest auf dem Pro-Patria-Friedhof. ber Ruhestätte ber in Bukarest beiaesetzten beuischen Helben bes Weltkrieges, webte Oie Reichskriegslaag e; eine Ehrenwache ber deutschen Wehrmacht- miffion war angetreten. In ben Ansprachen kam ber Wille zum Ausbruck, dem Opfer ber Gefallenen im Endsieg gegen Englanb bie höchste Krönung zu Berlin, 17. März. (DNB.) Wie schon gemeldet, ist der 11 900 BRT große briti(d)e Ueberfeebampfer „A i r i c a Star" im Atlantik versenkt worden Die „Ajrica Star* war mit Kühlanlagen versehen unb führte eine Fleischlabung nach England Der Untergang der „Afrika Star" stellt innerhalb von 11 Tagen ben britten Verlust eines Groß- kühl- und Fleischtransportbampfers bar. Am 6 3 würbe ber 10 000 BRT. große Kühlbampfer „An- chises" vernichtet unb am 8.3. ber 15 075 BRT große Ueberfeebampfer „O r o p e f a" versenkt, so daß sich einschließlich ber „Afrika Star" ber Verlust ber britischen Handelsflotte an großen Kühldamp- ., . - ■ , - - r- Berlin, 17 März (DNB 1 Mit bem schon ge- 0'^r des Vizeadmirals ^R o y'e , melbeten JBerluft bes 670 Tonnen großen Untersee- gerechten Verteilung ber Güter dieser Welt bestehen- den Kriegsziele der Achse erneut bestätigt Die vor- ausschauenden Worte Hitlers seien immer durch die militärischen Ereignisie bestätigt worben Wenn bie Feinbe seine Worte richtig eingeschätzt hätten, so würben sie sich Nieberlagen unb Katastrophen ersparen. .Lavoro Fascista" erklärt, baß die vom Führer den italienischen Soldaten gezollte Anerkenung die wirksame Solidarität ber Achse noch verstärke. Da der Feind der gleiche sei, kämpfen die verbündeten Heere an allen Fronten Schulter an Schulter für ein gemeinsames Ideal und eine gemeinsame Zukunft. Die granitene Siegeszuversicht des Führers werde vom italienischen Volke hundertprozentig ge» teilt, das sich weder durch einige taktische Erfolge des Feindes habe beeindrucken noch sich vom Hauvt- ziel des Sieges habe abbringen lassen. Die vereinten Kräfte Deutschlands und Italiens würden ber Welt zeigen^ wie man gegen bie Koalition des Goldes, bie die Völker aushungern unb versklaven wolle, kämpfe und siege. Im Mittelpunkt der Heldengedenkfeier der Deutschen in Sofia stand die Kranzniederlegung am Ehrenmal bes bulgarischen 6. Infanterie-Regiments durch den Oberfommanbierenben ber 12. deut- schen A-mee Generalfelbmarschall List. Auf bem Kafernenhoj, ber mit der Reichskriegsflagge unb ben bulgarischen Fahnen geschmückt war, nahm eine Ehrenkompanie ber bulgarischen Junker mit Fahnen unb Musik Aufstellung. Ihr gegenüber standen bie Offiziere bes Stabes ber deutschen Armee. Generalfelbmarschall List würbe von bem Ches bes Stabes ber bulgarischen Armee, General Habfchi P e t f o f f, begrüßt, ber in einer kurzen Ansprache ber gemeinsamen Waffengänge bes Weltkrieges, ber deutschen unb bulgarischen Helbengräder auf bulgarischem Boden unb der jungen siegreichen deutschen Armee gedachte. Er grüßte den Führer, das deutsche Volk, ben Generalfelbmarschall List unb bie deutsche Armee mit bem Hurra-Ruf, in ben bie Ehrenkom panie ein stimmte. Nach ben Nationalhymnen fand ein Vorbeimarsch ber bulgarischen Ehrenkompanie vor bem Generalfelbmarschall List unb General Pet° koft statt. 0eneralf8iömarfd)all List bei König Boris. Sofia, 17. Tiara. iDNB > König Rori, III. gab gestern in feinem Lanbfchloß Wrana zu Ehren bes Generalfelbmarfchalls List unb ber ihn begleitenben Offiziere ein Esten, an bem teilnah. men: bie Königin, bie Geschwister bes Königs Prinz Kyrill unb Prinzessin Eudokia, ber bulgarische Ministerpräsident Professor Filvsf, Kriegsminister General Daskalosf. der deutsche Gesandte Freiherr von Richthofen, bie deutschen Waftenattachss unb MitgUeber des könig- lichen Gefolges. Rom, 17. März. (Europapreß.) Die Rede des Führers am Heldengedenktage wird von der römischen Presse in großer Aufmachuna wiedergegeben. Der ehrende Hinweis in der Rede des Führers auf die großen Anstrengunaen der italienischen Truppen, o erklärt man, die an Der Seite der deutschen Trup- )en für die gemeinsame Sache und für den gemein- amen Sieg kämpfen, der Hinweis darauf, daß in den Wintermonaten die italienischen Streitkräfte allen Angriffen des Feindes standhalten mußten, unb daß nun bie deutschen Streitkräfte wieder ihren Teil an dieser Aufgabe auf sich nehmen, habe im italienischen Volk lebhafte st e Befriedigung geweckt. Die Worte des Führers feien vom italieni- chen Volk voll gewürdigt worden. Von der gesamten Presse wird bie neuerliche Ankünbigung bes Führers stark hervorgehoben, daß im Jahre 1941 werbe vervollständigt werben, was im Vorjahre begonnen worden sei. „Giornale d'Italia" betont, die Worte bes Füh rers hätten am Vorabend entscheidender Ereignisse eine neue Mahnung an bie plutokratischen Verant- wörtlichen des Krieges enthalten und die in einer Genf, 18. Marz. (DNB. Funkspruch.) In! tilleriefachverständiger an ben Kämpfen am Galli- Leeds waren die Kriminalaerichte wie „Da-Iy poli teil. In diesem Krieg war er bisher Befehls- Mirror" berichtet, zwei volle Tage mit der A b - Haber der Flugzeugträger und hat als solcher die u r t e 11 u n g von Plündernden noch einem Pläne für den Angriff auf die italienikhe Flotte in einzigen deutschen Luftangriff beschäftigt. Der R'ch-! ——— *•-*-* ter Oliver äußerte nach Beendigung der Massen- 1 M^-7^ : '"..XM: --k. ' V :• . W -/• .. Mi V f; U •<■■■. -<*-■ >/ ■VÄ cke hurt lebet hilft mit-! ftm geschloM! Dr. Hammennann Heuchelheim, den 18. März 1941. Gießen, den 18 März 1941. 1356 D 0971 Das Auslandsamt der Dozentenschaft der Universität Leipzig hat die Aufgabe erhalten, ein bulgarisch ■ d Vornenm i 6escnmacKvoii i Persönlich i j.ese wesentlichen Eigenschaften de» guten Familien - Drucksache netet ihnen in «hne'Chen neuzeitlichen Au» jrrungsarien und Papieren zu m66iaenPreisen Jrühl'äche Druckerei. Sctulstr 7. Ruf 2251 öffnete Gauhauptmann Schulz im Lichthof des Kai- ser-Friedrich-Mufeums eme e l t - l o ü - Äus- ft e l l u n g. Die deutsche Gestalt des berühmten mittelalterlichen Bildschnitzers erstand in einem Vortrag des Berliner Museumsdirektors Professor Dr. Demmler. Ausklang des ersten Tages der Kulturwoche war ein Konzert junger Künstler der Gauhauptstadt und eine Dichterlesung von herybert Menzel. ___leuts ches Akademikertreffen vorzubereiten. Es sollen namhafte Gelehrte und Wirtschaftler aus Bulgarien vom 8. bis 14. Juni mit deutschen Kollegen einen Gedankenaustausch auf fachwissenschaftlichem Gebiet, wie hinsichtlich der allgemeinen kulturpolitischen Belange beider Nationen und ihrer wirtschaftlichen Beziehun- Gleßen. Bad Homburg v d. H. Potsdam. Die Einäscherung fand in der Stille statt, 'lebet £osbtief ein Beitrag zum enb fie&- icht nr e win! >er Lesern, i'l ken uia englarl: LIO Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Luise Schimmel, gebJrtofmann Familie Walter Schimmel und alle Angehörigen. Für die vielen Beweise herzlicher I eilnahme bei dem Hinscheiden unseres liehen Entschlafenen, sowie für die zahlt eichen Kranzspenden sagen wir allen unseren heiziichsien Dank. |m Namen der Hinterbliebenem Johanna Köhler, geb. Garschagen. Wegen dringender Lagerarbeiten bleibt mein Geschäft am 19. und 20. März geschlossen! 36 Kilometer Paßlänge über das Balkangebirge bezwungen. Von Kriegsberichter Erich Fillinger. Fürsten Saionji. Heftige Kämpfe im Abschnitt von Keren. Der italienische Bericht. Rom, 17. März. (DJIB.) Der italienische Wehr- i vachlberichl vom Montag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front normale Spah- Irupp- und Artillerietätigkeit. Unsere Flugzeuge haben feindliche Truppen mit Sprengbomben belegt Englische Flugzeuge haben einen unserer Luftstützpunkte angegriffen. Unsere sofort eingesetzten Zager haben ein Wellington-Flugzeug abgeschossta. Deutsche Jagdflugzeuge schossen bei einer Aktion gegen Malta eine hurricane ab. 3n Rordaf rika wurden verschiedene kcaft- ivagenparks durch deutsche Flugzeuge angegriffen. In Ostafrika ist der Kampf im Abschnitt io n Keren, wo der Feind ununterbrochen seine Angriffe, die überall von unseren Truppen abge- iviesen wurden, fortsehte, wieder heftig in Gang gekommen. Im Verlaufe des feindlichen Einfluges auf D l r e d a u a , der im Dehrmachlber'.chl vom | Sonntag erwähnt wurde, haben unsere Jäger zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwei weitere | Flugzeuge wurden Im Abschnitt von Keren abge- Ichossen. In der Rächt zum 15. März torpedierte ein englisches Torpedoflugzeug Im Hafen von valona ein für die Einschiffung von Verwundeten bcreif- ! liegendes Lazarettschiff. Die entstandenen Verluste sind außerordentlich gering. Kleine politische Nachrichten. Oberbürgermeister Di11gardt, Esftn, hat den Beauftragten für den Biersahresplan gebeten, ,hn von seinem Auftrage als Generalbevollmächtigter für die Energiewirtschaft zu entbinden, metl Die sonstigen ihm übertragenen Aemter den Einsatz feiner ganzen Arbeitskraft erfordern. Der Reichsmarschall hat dieser Bitte entsprochen und Oberdur- germeifter Dillgardt seinen Dank für die im Rahmen des Dierjahresplanes geleistete Arbeit zum Ausdruck gebracht. illlllllllllllllllllllllllllll ffflr den 71 ntur« freund! Waiöweöen Vie Vebcnsgcmein« jchaft des beutfdien Waldes m Bildern ISO Haiuraufnabmeit au» ö m Tier- und P'lonzenleden des hei« matl'djfn Walk es auf izh Rupiertiefö uA» tafeln, mi lebenöiq* ni ui b aufschlutzre-chem (Finfflnrungsief von ki Gerhard u.ü- W Iff. «preis RM 4 80. ,(£» lebt und webt tN brtn V die. und wer es versiebt, mit emp« fön lidien Sinnen t« bilbgcworb ‘J'atur» schände te infi auf- zui el men. dem finqett u hlinflerTb'e Tadeln taufeno (Erinnerungen wack an einftmal» leibhaft (Erfdioute».* «Ree am» Univer u« Verlangen Sie hoftcnios unser« ded iderten WerdediStter 3u beziehen durchleb« Vuchhandlung? tzugoBerwühler Verlag Berlin •Cidicdelb« muiiuiiiiiiiiiiiiiiiimii jen 81 >r Lei!« 3onti on Gn$ in in Sloalli murbn nmai ebe, bi erb:. 'e fci rat I.U öfe J len uri] ergei« 3ib. t J ia? ty nb *o; man i I Mil fr) » U-'W inglW her M Aod!> »w* tefcbronn tzl N er OH- W i ®l’ri1 Sine. M ironW ren. M britiW1 iben lördl'-p ( aeröb* man<1' - die br irne t nüflü«* Um fir,< flohW* Trotz großer Geländeschwierigkeiten vollzieht sich der Einmarsch der deutschen Truppen in voller Planmäßigkeit, hier sehen wir Artillerie und Kradschützen im Anstieg auf einer Patzstraße im bulgarischen Hochgebirge. (PK.-Koch-Scherl-M.) Osaka eingetroffen, um sich über besten Tuberkulose- vakzin zu informieren. * Die italienische Kronprinzessin hat die Schutzherr, schäft über die Italienisch-Deutsche Gesellschaft über, nonimen. Vorsitzender der Gesellschaft ist der Volks- kulturminister. Dom 16. Marz ab erscheint als Organ der Deut- schen in Rumänien die „S ü d o st d e u t s ch e Tageszeitung" mit einer Banaler und einer Siebenbürger Ausgabe, hauptfchrifileiter der Banater Ausgabe in Temesdurg ist Joseph Gaßner, der siedenbürgischen Ausgabe in Hermannstadt Alfred hoenig. Der mit drei großen Ueberseedampfern betriebene Dienst Kanada—Ferner Osten der Canadian Paci. sic Steamship Company wird e i n g e ft e 111. Eine Bestätigung der Tätigkeit der deutschen Kriegsschiffe im Stillen Ozean. Die große Loge „Unabhängigkeit-, die französische Gesellschaft für Menschenrechte und die Theosophische Vereinigung sind mit allen ihren Untergruppen in Frankreich, in Algier, in den Protektoraten und den unter französischem Mandat stehenden Gebieten aufgehoben worden. DRB. .... 17. März. (PK.) Die motorisierten Einheiten der deutschen Wehrmacht waren voraus; ie hatten mit Hilfe des Motors und einer über- egenen Fahrtechnik bei Tag wie bei Nacht durch chwierigstes Gelände ihr Tagesziel erreicht. Unsere Infanterie aber folgte. In Fußmärschen, Tagesmarsch auf Tagesmarsch, ging es in das ge» birgige Land hinein, galt es Hügel und höhenkämme zu überschreiten. Nach dem jeweiligen Gelände waren die täglichen Ziele angesetzt, denn nicht nur bei unseren Soldaten, auch für den Troß, ü r d i e Pferde mit ihren schweren Zuglasten mußte mit den Kräften sparsam umgegangen wer- den. Das Balkangebirge mit dem einzigen Uebergang, dem Schipkapaß, war noch zu bezwingen. Weiß- grauer Staub lag auf den Straßen, und die 2)iär^» sonne meinte es gut. Auch der vorsichtigste Marsch, tritt ließ eine kleine Wolke auffliegen, über hun- dert eisenbeschlagener Stiefel hüllten bald jede Kolonne in jenen weißen Nebel ein, der die Eigenschaft hat, sich auf den Uniformen, im Gesicht und den haaren festzusetzen. In den Marschpausen lag man am Wegrand und ließ die Sonne ihre bräunende Wirkung weiter vollziehen. Schon nach dem ersten Tage war nur noch der weiße Stirnrand von Stahlhelm oder der Feldmütze verdeckt als einzige Farbe zur bleibenden Erinnerung übriggeblieben. In kleinen bulgarischen Dörfern wurde des Abends Biwak bezogen, standen das Gerät, die Pferde und der Troß kasernenmäßig ausgerichtet auf irgendeiner Wiese, während die Soldaten ihre Strohlager in einer Schule aussuchten oder auch ihre Zelte unter dem sternenklaren Himmel des Balkans aufschluge». Am nächsten Morgen begleitete die Dorfbevölkerung und die Dorfjugend unsere Infanterie noch ein Stück des Weges, dann blieb sie am Straßenrand stehen, winkte noch ein- mal in die langsam wieder auflebenden Staubwolken. von der Bevölkerung bereitet, hier werden Süßigkeiten gereicht, dort schenkt man die ersten Veilchen. Dis immer frische und schmackhafte Brot darf nicht fehlen, das nun schon seit Tagen das Land für die durchziehenden Truppen bereithält: und Aepsel. Mit oollbcladenen Schürzen stehen die Frauen und Mädchen da und reichen das erfrischende Obst in die Kolonnen. Immer neue Mengen schaffen sie aus den Vorräten von der vorjährigen Ernte heran. Es soll keiner leer ausgehen. In den Augen steht man die Bewunderung für den deutschen Soldaten, der- bis zu ihnen marschiert ist und nun auch über ihren Paß gehen wird. Dann setzt sich die Spitze in Bewegung. Feldmarschmäßig beginnt der Aufstieg. 22 Kilometer Steigung und 14 Kilometer Abstieg sind zu bezwingen. Für Touristen eine Leistung, man sagt dann eine „sportliche", aber für den Infanteristen der bereits viele Tage mit seinem Marschgepäck marschiert ist, kann es kein derartiges Vergnügen geben. Nur soldatische Härte gegen sich selbst und Selbstüberwindung können diese Strapazen ertragen lassen. In Kehren und Schleifen zieht sich eine braungelbe Sandstraße nach oben, verschwindet zeitweise in den Bergen, um weiter oben, wie vom grellen Sonnenlicht bestrahlt, zu erscheinen. Stunde und Stunde geht so der Marsch. Der Blick umfaßt immer von neuem das'schluchtenreiche Gebirge. Auf den hängen weiden Büffel, werden zur Tränke geleitet, wo Hirten an ihren Feuern sitzen. Gleich weißen Punkten kleben die Bergziegen an den Felsschluchten, suchen Schafherden ihre genügsame Nahrung. Don Wegstrecke zu Wegstrecke haben Nachrichtenmänner ihre Zelte aufgeschlagen, und so wird die Verbindung mit der Auf- und Abstiegstelle in Betrieb genommen. Es darf keine Störungen geben. Die grauen Kolonnen ergießen sich unaufhaltsam. Ein frischer Wind schlägt den Männern entgegen. Schneewind von den Paß- höhen, bald schimmert auch der erste Schnee auf. Zuerst in gedeckten Senken, dann kommt eine zu- sammenhängende Schneedecke. Links und rechts vom Wege liegt noch fester Schnee in beträchtlicher höhe. Dann tauchen die ersten Kreuze am Wegrand auf, künden von früheren Kämpfen. Der höchste Punkt des Schipka-Durchbruchs trägt das große monumentale Freiheitsdenkmal. Die Paßhöhe war erreicht. 22 Kilometer Steigung waren zurückgelegt. 14 Kilometer Abstieg standen bevor. ■ Zn nebligem Dunst lag zu Füßen die ersehnte Ebene — das Ziel. Und wieder zog eine weiße. b i r g e, stießen die schneebedeckten Berggipfel heran. Wolkenloser blauer Himmel. Noch einen Tag, noch einen halben Tag Fußmarsch, dann stand der deutsche Infanterist am Nordhang jenes Gebietes mit dem einzigen Ue bergan g, dem „Sipka-Trochot (Durchbruch), der in der Geschichte der Volker so viel schicksalhafte Kämpft gesehen hat. Zum zwei- tenmal marschierten unsere Soldaten nach einer kurzen Zeitepoche über diesen Paß, viele Manner haben schon im letzten aroßen Kriege an der Stelle gestanden, damals wie diesmal in dem mit uns be- freundeten Bulgarien. Im letzten Dorf des Nord- abbanges standen die Kompanien, die Bataillone, das ganze Regiment zum Aufstieg bereit. Andere Regimenter folgen. Eine nicht mehr abreihende W^l'le deutscher Infanterie. Einige Aufmerksamkeiten werden dem Soldaten _________________________________1346 D 1 Nachlässe von 3 O/i 10 v M er weiten Sie bei wiederholten Ver tftentitcnengen einer Anzeige. Statt Karten. Nadl langer, schwerer Krankheit ist gant plötzlich mein «ehr Heber Mann, der treue Va'er seiner drei Kinder, unser guter Sohn. Schwleeersohn. Bruder. Schwager und Onkel Amtsgerichtsrat Adolf Schudt am 11. März 1941 helmgegangen. In tieier trauer: Erika Schudt, geb. Uhr Wolfhelnrich Eike Lutzielnhard Emma Schudt. geb Po*ha Maile San imann geb. Schudt Dr. Fritz Sandmann, OherstudiencHrekfor Fried. Ich Lahr, Ptarre an St Nikolai, Potsdam Elisabeth Lahr, geb. von der Decken Mit Zustimmung des Reichsministers für Volks- cm'klärung und Propaganda findet alljährlich zu Frühjahrsanfang ein V o 11 k o rnwe r b e 1iog statt um die Bevölkerung auf die gesundheitliche Bedeutung des Vollkornbrotes hinzuwerfen. Aus Anlaß dieses Werbetages spricht am 21. Marz 1941 der Reichsgesundheitssührer Staatssekretär Dr. Conti im Zeitgeschehen um 18.30 Uhr über alle Sender. e An Bord des Lloyddampfers „D r e m e n" brach om 16 3 1941 aus bisher ungeklärter Ursache em größerer Brand aus. Die Löscharbeiten sind im Gange. * 3m festlich geschmückten Posen begannen am Sonntag die K u l t u r t a g e d "War thel an- des mit einer Feierstunde der NSDAP, zum Hel- dengedenktag aus dem Wilhelmplatz. Dann er- Di-." I hl Otiti n j» felany 'M beelt ler enj et m Modehaus Schneberger Gießen, Schulstraße 4 1358 A gen pflegen. Der vor 15 Jahren vom Präsidenten Motayama der „Osaka Mainitschi" und „Tokio Nitschi Nitschibegründete japanisch-deutsche Akademi- ke rau stau sch beginnt Früchte zu tragen. Dr. Klemt aus Berlin, ehemaliger Austauschstudent im Arima-Änstitut in Vorbereitung des Besuches des Reichsärzteführers Dr. Conti in Japan >m kommenden Herbst, ist jetzt im Arima-Jnstttut in Das weite bulgarische Land lag wieder vor dem Infanteristen. Kein Haus, kein Dorf zu sehen, soweit das Auge reicht. Kaum war man eine Beraküppe hinausmarsch-iett, mußte man sich schon wieder auf die nächste Bergkette vorbereiten. Auch sie mußte überwunden werden, und wenn es nottat, hatte der Soldat auch in die Speichen der Räder zu greifen. Di« Pftrde hatten längst an allen Scheuerltellen Schutzumhüllungen erhalten. Den Kopf nach vorn gestreckt, zogen sie ihre Last, wur- den in jeder Ruhepause pfleglich behandelt, denn sie müssen in diesen Tagen der marschierenden Znsan- terie Zuglasten bis zur äußersten Grenze mitneh- men. Kilometer um Kilometer wurde zuruckgelegt. Immer näher tückte das eigentliche B a l f a n g e» P „Oie Pluiokraienpresse". Eine Abrechnung mit den internationalen Pressepiraten. NSG. Der „N S.- P r e s s e b r i e \u, Das Organ der Reichspressestelle der NSDAP., tritt erneut mit einer großen Sonderausgabe an die Oefftnlichkeit. Nachdem im Herbst 1940 die Sonderausgave „h e tz- zentrale Paris" schonungslos und packend das verbrecherische Treiben der französischen Presse entlarvt hat, ist bas Thema der jetzigen Publttation „Die Plutokratenpresse — wie sie lebt und lügt, wer sie macht, wer sie bezahlt". Mit mehr als 100 hochinteressanten Wort- und Bilddokumen- ten wirb hinter bie Kulissen ber angelsächsi|chen Presse geleuchtet und das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf diesen beispiellosen Sumpf der Volksvergiftung, der Kriegstreiberei und des gelbgierigen hanbels mit ber „Oeffentlichen Meinung gelenkt, wie er unter ber verlogenen Phrase ber „Pressefreiheit" in Lonbon und Neuyork betrieben wird. Spannende Darstellungen über bie Geschichte des Barons de Reuter, des Gründers des Reuterbüros, über die Familien ber allmächtigen Presse- lorbs, über zahlreiche unbekannte spannende Einzel- beiten aus der britischen Pressevergangenheit und Gegenwart vervollständigen bie Sonderausgabe. Namhafte beutsche Journalisten finb mit Beiträgen vertreten, — so schrieb Friebrich h u s s o n g persönliche (Erinnerungen an ben silbischen Presseterror in Deutschlonb, Helmut Sünbermann über bie Pressebefreiung als Bestandteil unserer Revolution. Im Gegensatz zu kennzeichnenden Karikaturen und Bildern aus der Feindpresse treten führende deutsche Zeichner. M j o e 1 n i r zeichnete jüdische Pressetypen, Emmerich Huber eine lustige Bilderfeite: „Das sind sie." Die Sonderausgabe „Die Plutokratenpresse" wird im Straßenhandel vertrieben. Preis 20 Rpf. önlidifeiten der politischen und »ilitärischen Dehör- den Japans. An erster Stell« der Direktor ber Europa« und Westasienabtcilung des Aubenmin-iste- nums, Tamao Sakameto, ber schon als Bot- chaftsrat in Rom für die Zusammenarbeit Japans nit der Achse aemirtt hat. Toshikazu Kaze, der Leiter der Mimsterbüros im Außenministerium, war Legationssekretär der japanischen Botschaft in Ber- n. Auch Shinsaku hogen, jetzt Legationssekretär n der Europa-Westasienabttilung, war bis 1941 Mitglied der Berliner Botschaft. Shinichi Hase- . a w a ist Privatsekretär des Außenministers. Von hr militärischen Begleitung Matsuokas sind zu er» i sahnen Oberst Patsuji N a g a i und Frebattenkapi- I län Shigeru Fujii Beide find schon bei den Vor- i Breitungen zum Dreimächtepakt heroorgetreten. ! 0cm Außenminister attachiert sind ferner Toshi- :|aju Nakanishi, langjähriger Direktor der Süd- nandschurischcn Eisenbahn und persönlicher Freund Matsuokas aus ber Zeit, als jener Präsident der Sesellschaft war, und Kinkazu Saionji, außer- irdentlicher Sekretär im Außenministerium, ein knkel des kürzlich verstorbenen letzten Genros, des Arikbswtntrrbltfe ftrttarfc MlIlM/ macht Wäsche frisch Mar ' / ' 5.■ um,Le n. Druck uno ^eriag rörübl.th? Unirer-itauorurfetei Di. Lanqe fi G. Seruroeietter Dr.. Ing Er-ck, Hamann dlntciflctue tet Hans Beck. Ker * ür hm Inhal* her »In-elften Tberhnr Kämme K. und schon noch wenigen Tagen konnte die Vollendung der beiden Brücken kurz nacheinander gemeldet werden. Die nördliche Brücke wurde zuerst fertig, sie war auch das Ziel eines Bombenangriffs im Tiefflug, der jedoch daneben traf und uns nur wenige Verluste an Verwundeten brachte. Am Ostufer der Maas lag ein mit Kohlen beladener Kahn, der von den Franzosen vor der Räumung des Ufers in Brand gesetzt war. Beim Ansatz der Brücke hatte man für die erste Strecke diesen Kahn als Unterlage benutzt. Nun glühte die Kohle allmählich durch, und der Lichtschein des brennenden Kahnes bot den ,.........- ----- ~ . feindlichen Fliegern einen guten Orientierung die Seitenwande der Gruft einbrachen und den punkt: Mit fieberhafter Eile und ohne sich durch d'e * i" her Grube befindlichen Mann unter sich be- feindlichen Fliegerangriffe beirren zu lassen, arbeiteten die Männer des Bataillons in Tag- und oder Ab- oder Ab- mit dem Prospekt kostenlos. Anmeldung b.s spätestens Samstag, den.12. April 1941. Anmeldungen für die Abte lung zweiiährige Hande sschule werden in diesem Jahre nicht mehr angenommen. Der Direktor. ____________________________________1360D Abt Wirtsdia'tsoberschule (dreijährig) Aufn ’imebedingung: 5 Klassen Obeischufe gangs/eugnis der Mittelschule. — Abschluß Reifezeugnis. Abt. Höhere Handelsschule (einjährig) Autnahmeheding mg; 6 Klassen Oberschule gangszeugnis der Mittelschule. StädtischeHandelslehranstaltGieöen Werner wall 11/15 (am Oswalds^arten) Telephon 2480 Ein neuer Tobis-Film, in dem M. W. Kimmich - der Spielleiter von „Der Fuchs von Glenarvon(t - ein dramatisches Bild von den Tagen des Auf Standes in Dublin 1921 entwirft und die Schicksale einiger führender Kämpfer der Freiheitsbewegung zu einem ergreifenden L.rlebnis gestaltet. Anna Dammann / Ren£ Deltgen / Paul Wegener/Werner Hinz / Egen Klöpfer Will Quadflieg / Heinz Ohlsen Manuskript und Spielleitung: M. W KIMMICH Drehbuch: Toni Huppertz Musik: Alois Melichar Neueste deutsche Wochenschau! Täglich 8.00, 5.00, 7.30 Uhr — Sonntag 2.30, 4.45, 7.30 Uhr JUGENDLICHE ab 14 Jahren haben ZUTRITT ________________________________________________________ 1357A Gießen, Wilhelmstraße 12 p. 1354 D Frau Hilde «Schmitt, geb Plank Dr. Ernst Schmitt, Zahnarzt ©ic glückliche Geburi unseres zweiten Zungen zeigen hocherfteut an Statt Karten! Für die uns zu unserer Vermählung bargebrechten G.ückwüwche und Geschenke sagen wir allen auf vielem Dege herzlichen O nk Obergefreiter Karl Häuser und Frau Zlse geb. Euler Watzenborn, den 18. März 1941 Kiifitaschrank gut erhalten, gesucht. Schr. Ang. unt. 0965 a. d. G. A. Weißes Metallbett mit Matratze zu kaufengesucht Schr.Angeb.unt. 0968 and. G.A. Der große Fliegerfilm der Tobis zeigt das Schicksal der beiden jungen Piloten aus dem großen Luftwaffenfilm „D III 88“ beim Einsatz ihres Geschwaders gegen Polen und England. Morgen Mittwoch Erst-Aufführung: Mittwochs, Samstags, Sonntags Sans 1355 D Im M.€. wie immer Mttl.SWllkMM vollkommen ausgeftattet, mit Holzlager sofort wegen Todesfall zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 0974 an den Gießener Anzeiger erbeten. Bwmi jederzeit vorrätig. wsd W1 heim Keil Baustoffe Gießen, Weser- straße 17. Hole Ge’dbörse mit Reißverschl. Jnh.ca. 22RM. und Gutschein f. Uhreurevaratur. aml2.Märzl941 verloren. Ehrlicher Finder wird gebet., dieselbe in Stein- ftraße 40 bei Oestreich gegen Belohnung ab» zugeben. imsd Voikslümliche Njlurw.ssenscha I n reich ebn rten, loich'verstän I. Wernen und in verschiebe- । en Preis ugen neun ünjerc Leriagserzeug n'sje. Sie oeimmeln einen tiefen (Einblich in die (ßct)cimnih< des Haturgefcheyens und Damit Durch erweitertes Wi f> en er. ^oyte jreude an Der oielfälhgen Schon neuen Der ‘Jiatur. »erlangen Sie P i o pektr un Tro t. hefte ei Zei'fchrifi „Freude am Leben" HugoBeimQhlerYerlar Ber.ln Jchterielde uiiiiuiiiiiiiiiiiiuiiiiiiii Lehrer für Privatunterricht «Deutsch, Erdkunde, Geschichte, Dtsch. Kurzschrift' gesucht. Schrift!. Angebote unter 13360 an den Gießener Anzeiger erbet. 24. Dienstag-Miete! 19—21.45 Uhr 11347D Die Petersburger Krönung Tragödie von Hymmen Preise von RM. 0.60 bis 3 10 | Verschisdenes | Gelbfl. MarWteln früher oder frühester Redezeit eingetrofien H.Ms’er Steinstr. 73 1349V Heute letzter Tag: KaniDlIlescMer Liilzow Goethesfr, 32 Seltersweg 44 Ruf- 2464 f Stadttheater Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) ltr.65 Zweites Blatt um die Qmm- Seit amrn« J ver- achteln ächern, die Hörer in Geschichten, wie oder Weg i «Jet daß der Burgengebracht, das sich Tägliche, gründliche Zahnpflege ist viel mehr als Schönhcitspflegc- sie ist praktische Gesundheitspflege. Zwar wohnt auch sie nickt mehr in der alten Wohnung, aber die alte Wohnung wohnt in Was alles ist inzwischen geschehen! Gewonnen und verloren. Aber die beiden Einsätze mit den je vier Fächern für die Knöpfe sind noch da. Ich nehme sie heraus und freue mich wieder darüber, wie gut ich sie in das mittlere Fach der Schublade eingepaßt habe. Eine saubere Arbeit. Nun Hobe ich sie wieder hineingestellt. Ich schiebe die Schublade zu. Sie klemmt nicht. Das ist das einzige Neue. Aber sonst —? Ich würde mich nicht wundern, wenn meine Mutter mir jetzt vom Einkauf eine Tüte voll Schokoladenplätzchen mitbrächte. Wir alle, wir vier, sind jeder unseren eigenen Weg gegangen — meine Mutter aber ist auf dem schönste Burg ausgetragen wurde. Bei diesem Wettbewerb ergab es sich, kleine Hans unzweifelhaft ein Meister im bau war. Er hatte ein Bauwerk zustande finden und zu sprechen. Im Weltkriege wurde Adolf Schudt 1914 schwer verwundet und geriet damals in französische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Kriege wandte sich fein besonderes Interesse neben der Erfüllung seiner beruflichen Pflichten vor allem der heimatlichen oberhessischen Landschaft zu, für die er in den Kreisen des Deutschen Alpenvereins und des Ski- Clubs Gießen allezeit gerne wirkte. Im Verkehr mit den Volksgenossen aller Schichten und Berufs zeichnete sich Amtsgerichtsrat Schudt durch sein zuvorkommendes und liebenswürdiges Wesen aus, durch das er sich große Wertschätzung erwarb. Dem Verstorbenen ist in weiten Bevölkerungskreisen in Stadt und Land ein gutes Gedenken über das Grab hinaus sicher. , Hinein in den Luftschutzkeller! NSG. Leichtsinn kommt aus Mangel an Phantasie oder aus fehlendem Pflichtgefühl sich selbst und anderen gegenüber. Wer bei feindlichen Fliegerangriffen „volle Deckung" im Bett sucht, handelt ungefähr so wie Kinder, die sich auf zerbrechliches Eis wagen, oder wie schwimmunkundige Menschen, die an verbotenen Stellen ins Wasser gehen. Das Risiko ist sonnenklar, aber sie schließen wie der Bogel Strauß die Augen vor Gefahr und Tod. Niemand kann behaupten, daß Dettfedern oder auch Mir fällt ein, daß ich damals meiner Mutter sagte, te müßte in der Schublade besser Ordnung halten — dann würde die Schublade auch nicht mehr klemmen. Dann solle doch ich Ordnung machen, sagte meine Mutter. Jetzt, da ich Handfertigkeitsunterricht habe, könne ich doch Schachteln für die Knöpfe und Flicken machen. Ader ich machte nur für die Knöpfe: zwei Einsätze mit je vier _ die sich, übereinandergestellt, genau in das mittlere Fach der Schublade einfügen. Für die Flicken machte ich keine Schachteln. Ich hatte keinen Einfall für sie. Darum klemmte die Schublade dann auch wieder. Damals, vor zwanzig Jahren. Eine Vereinfachung des Steuerabzugsverfahrens bei der Lohnsteuer und eine weitere Beseitigung von Härten heim Kriegszuscklag bringt ein wichtiger neuer Erlaß des Reichsftnanzrninisters grunb- ätzlich für die Zeit vom 1. 4.1941 ab. Seitens der Arbeitnehmer ist auch die Erweiterung der Kinderermäßigung beachtlich. Die neuen Lohnsteuerlabellen. Für die Lohnsteuer und den Kriegszuschlag gelten vom 1. April 1941 ab neue Lohnsteuertabellen, in denen Lohn st euer und Kriegs zuschlag zusammengefaßt sind, bei Arbeitslöhnen für Lohnzahlungszeiträume (Monate, Woche ufro.), die nach dem 31.3.41 enden. Für die sonstigen, insbesondere einmaligen Bezüge erhöhen sich infolge der Zusammenfassung die besonderen Lohnsteuersätze um 50 v. H. für den Kriegszuschlag. Sie betragen also bei Arbeitnehmern der Steuergruppe I 27 v. H., Steuergruppe II 21 v. H., Steuergruppe III 15 v. H., Steuergruppe IV, bei Kinderermäßigung für eine Person 12 v. H., für 2 Personen 9 v. H., für 3 Personen 4,5 v. H., für mehr als 3 Personen 1,5 v. H. (Abrundung des Lohnbetrages auf volle RM. nach unten). Erleichterung bei der Abführung der Lohnsteuer. Nur noch ein Lohnsteuertermin! Vom 1.4.1941 ab wird Lohnsteuer nur noch bis zum 5. des folgenden Kalendermonats für den ganzen vergangenen Kalendermonat abzuführen sein. Der Lohnsteuertermin vom 20. jeden Kalendermonats zur Abführung für in der Zeit vom 1. bis 15. ein- behaltene Lohnsteuerbeträge über 200,— RM. fällt erstmalig am 20. 4. fort, so daß die Abführung der gesamten im April einbehaltenen Lohnsteuer erst bis zum 5. 5. 41 zu erfolgen braucht. Abführung bei wenigen Arbeitnehmern. Arbeitsgeber, die bei Jahresbeginn ober Betriebseröffnung nicht mehr als 5 Arbeitnehmer beschäftigen, brauchen vom 20. 4. ab bie Lohnsteuer erst dann abzuführen, wenn sie insgesamt RM. 100,— (bisher 50,— RM.) übersteigt, spätestens bis zum 5. des auf jedes Kalendervierteljahr folgenden Monats. Vierteljährliche L o h n st e u er-A n me l- dungen auf Antrag. Arbeitgeber, die die Lohnsteuer monatlich abführen, können beim Finanzamt beantragen, ihre Lohnsteueranmeldung erst nach Ablauf jedes Kalendervierteljahrs, späte- stens bis zum 5. des darauf folgenden Monats, ab- geben zu brauchen. Kriegszuschlag bei Ueberschreilung der Freigrenze durch einmalige Bezüge. Bei Ueberschreitung der Freigrenze für den Kriegszuschlag von 234 RM. monatlich (54 RM. wöchentlich) ist der Kriegszuschlag zur Lohnsteuer so zu berechnen, daß dem Arbeitnehmer von dem die Freigrenze übersteigenden Arbeitslohn mindestens 50 v. H. verbleiben. In den seit dem 15.10. 1940 geltenden Tabellen war dies berücksichtigt. Die neuen Lohnsteuertabellen enthalten nunmehr in dieser Hinsicht durch Veränderung von Lohn- stufen weitere Erleichterungen , Härten ergeben sich bei der Anwendung der Freigrenze vor allem, wenn der Arbeitnehmer sonstige, insbesondere e i n m a lige Bezüge erhält, und nur dadurch die Freigrenze überschritten wird, z. B. durch Gratifikationen, Urlaubsabgeltungen, nicht mit dem laufenden Arbeitslohn an den regelmäßigen Lohnzahlungsterminen gezahlte Ueberstunbenent- gelte usw. Der Kriegszuschlag ist in diesen Fällen nur von dem sonstigen Bezug, nicht auch von dem laufenden Arbeitslohn zu berechnen. Für die Frage, Pb der Arbeitslohn die Freigrenze übersteigt, ist er bei Zahlung für volle Monate mit dem tatsächlichen Betrag, für volle Wochen mit für volle Tage mit V-, des tatsächlichen Betrags dem laufenden Arbeitslohn hinzuzurechnen. Diese Erleichterung gilt bei Lohnzahlungen für alle Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 31. 3. 1941 enden. (Dgl. RDF. Erlaß vom 20. 2. 41 RSTBl. S. 187.) ________ Aus der Stadl Gießen. Der Sandkasten. Täglich komme ich an der kleinen Anlage vorbei. Und jedesmal, wenn mein Blick auf den Sandkasten fällt, erinnere ich mich des quirlenden Lebens, dessen Mittelpunkt er an schönen Sommertagen ist. Jetzt freilich verbringt er feine Tage noch sehr einsam. Kaum jemand beachtet ihn, und eigentlich macht er ganz den Eindruck, als sei er noch vom Schlaf umfangen. Vorn Winterschlaf nämlich. Vielleicht ist es auch so, vielleicht träumt er dann und wann ein bißchen von der Zeit, in der kleine Mäb- Jnfartterie-Regiment Nr. 37 zugetragen. Zum Schlug gab es dann eine Reihe siebenbiir- gischer Schwänke, die von einem noch pralleren und handgreiflicheren Humor leben und, zumal auch sie offenbar die Merkmale des Wirklichen und nicht bloß gut Erfundenen an sich trar die heiterste Laune versetzten. Die!, . , , etwa „Die schöne Predigt", „Leichenprebiaf „Die flüssigen Perikopen , befassen sich, ohne satirische Schärfe und ohne verletzend zu wirken, in einer unwiderstehlichen Komik der Situation mit allerlei originellen geistlichen Herren aus Zillichs Heimat, wohingegen „Das Ofentürchen" den hanebüchenen Faschingsspah eines biederen Bäckermeisters der staunenden Welt überliefert. Die sieben- bürgifchen Späße ergötzten die Hörer so ungemein, daß sie eine Zugabe forderten, die gern gewährt wurde; sie ist wohl die unglaublichste aus dieser Ich stelle mich ans Fenster und sehe durch die Gardine. Es ist eine fremde Straße. Ader nicht lange: denn da kommt meine Mutter. Ihr Schritt ist hastig, sie hat eingekauft und will nun schnell alles fertig machen, damit wir pünktlich Abendbrot essen können. In der linken Hand hält sie das Marktnetz und ihre Handtasche, in der rechten — ja, es sind doch zwanzig Jahre vergangen — mit der rechten Hand stützt sie sich auf einen Stock. Ich öffne die Tür. Einen Augenblick sieht sie mich fragenb, beinahe angstvoll an. „Nun? Wie fühlst du dich bei mir in der neuen Wohnung? Fühlst du dich zu Hause?" Ich nicke. Dann sage ich: „Ja, ja, Mutter. Sie geht voran in die Küche. An ihrem Schritt fühle ich, daß der bange Zweifel gewichen ist. Sie setzt das Netz auf den Küchentisch. „Faß mal hinein. Ich habe dir etwas mitgebracht." Zwanzig Jahre! Und waren für meine Mutter nur ein Tag. Ihr Lebenstag. 3eitfrf>riffen. — Das Märzheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) bringt als Leitaufsatz eine grundsätzlich wichtige Betrachtung über Derwandten- ehen von Professor Dr. F. Lenz. Es folgen drei Soldatenbilder von L. G. Buchheim, die sinnvoll unter dem gemeinsamen Titel „Sieg im Westen" miteinander verbunden sind. Aeußerst interessant ist seiner prinzipiellen Entscheidungen wegen der Beitrag „Völkische Lebensfragen", der eine Reihe von Auskünften des Rassenpolitischen Amtes auf ihm zugegangene Fragen aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung mitteilt. „Helden und Verräter in Südafrika" heißt ein großer, interessant bebilbeter Aussatz von R. Karlowa, der sich mit dem Burenkriege und der Persönlichkeit des Präsidenten Ohm Krüger beschäftigt. Anmut und Heiterkeit der Erzählung „herz, wo liegst du im Quartier?", deren sich viele Leser gerne erinnern werden, regieren auch Kurt heynickes jüngsten Roman, mit dem wir am Freitag, 21. März, in den Famitien- btattern beginnen: „Der Baum, der in den Himmel wächst" nennt die lächelnde Weisheit des liebenswürdigen Dichlers sein neues Werk, die Geschichte einer ärgernis- erregenden Tanne und einer heimlichen Liebe im süddeutschen Rniversitätsstädtchen. Eine Fülle von Begebenheiten, ein fröhlicher Reigen luskspielhafl bewegter Gestalten und ein aus gesunder Lebensfreude kommender Humor werden dem Roman viele Freunde gewinnen. Gießener Voriragsring. Heinrich Zillich liest. Der fiet)enbürgifd>e Dichter Heinrich Zillich, ausgezeichnet mit dem Literaturpreise der Reichshauptstadt, bekannt vor allem durch die Romane „Zwischen Grenzen und Zeiten" und „Der Weizenstrauß", als Lyriker durch die Sammlung „Komme, was will", war gestern, wie vor etlichen Jahren schon, wieder in Der Aula bei uns zu Gast. Der sympathischen Erscheinung in der Offiziersuniform entspricht die klare, männliche, tragende Stimme, die den großen, leider nicht voll besetzten Raum mühelos füllt und beherrscht. Zillich begann feine Vorlesung mit der Erzählung „Der baltische Graf", die ihm, wie er betonte, besonders nahesteht, weil ihm der Stoff aus der Familienüberlieferung zugewachsen ist: sie spielt während der ungarischen Aufstandsbewegung 1849 in Siebenbürgen und entwickelt vor dem Hintergründe der bewegten Zeit in der heimatlich vertrauten Landschaft das gedrängte, im Wirbel kriegerischer Ereignisse dramatisch sich steigernde Bild eines persönlichen Schicksals; was diesem baltischen Grafen und Major hier überraschend und überwältigend in der zufälligen Begegnung mit einem unmündigen Kinde widerfährt, ist in eine erzählerisch knappe, vorwärtstreibende und sehr entschieden pointierte Form gebracht, welche alle Merkmale der nach einer berühmt gewordenen Definition außerordentlichen Begebenheit und also der unbezweifelbar echten Novelle trägt. Es folgten dann etliche Gedichte: „Der Abendstern", still bewegter Nachklang aus dem Kinderparadies; „Der Schlaf", ein unerschöpfliches lyrisches Thema umkreisend; „Spätsommer", eine melodisch fünfte Naturempfindung; „Großer Abend" und endlich, abermals ein ewiges Motiv auch des reinen Gedichtes, „Pflügender Bauer". Was man bann hörte, war der heiteren Dichtung, der zugespitzten kleinen Erzählung aus verschiedenen Erlebniskreisen Vorbehalten. Wir vernahmen zunächst, aus dem Manuskript gelesen, die Anekdote „Die goldene Tapterkeitsmedaille": wie ein Feldwebel der alten österreichischen Armee nach dem großen Kriege, als'Fahnen und Standarten, Orden und Ehrenzeichen nichts mehr galten, mit den fünf vor dem Feinde erworbenen Tapferkeitsmedaillen seine Frau dekoriert, sie für die Geburt feiner Kinder zu ehren; die schönste und wertvollste, die goldene, erhält sie zuletzt für den lange vergeblich er- Seine Tätigkeit erstreckte sich auf die Bearbeitung von Strafsachen und Angelegenheiten der Zwangs-- Versteigerungen, ferner führte er den Vorsitz des Arbeitsgerichtes beim Amtsgericht Gießen. mehreren Jahren war er auch ständiger Stellvertreter des Amtsgerichtsdirektors. Bei seinem Wirken als Richter ließ er sich allezeit von ausgeprägtem Gerechtigkeitsgefühl und von größter Gewissenhaftigkeit leiten, dazu kam fein ernstes Bemühen, sich in allen Lagen auch in die Verhältnisse des Rechtsuchenden hineinzuversehen, um auf der Grundlage dieser drei wichtigen Richtlinien das wahre Recht zu das stolz und trutzig bewehrt war und großartig ausnahm. Neidlos erkannten die Spielkameraden die Leistung an, und die kleine Annemarie krönte das Werk sogar dadurch, daß sie ihre warteten Sohn. Weiter „Der wegbefohlene Hunger", einem Erlebnis an der Tiroler Front 1917 nacherzählt, dann „Die Lawine", aus der gleichen Sphäre, ein heiteres Idyll zwischen den winterlichen Gebirgsstellungen, und endlich „Speck und Brot", aus dem russischen Feldzüge 1916, eine gleicherweise komische und unglaublich klingende Geschichte: sie ist aber dennoch, wie der Dichter bemerkte, verbürgt und hat sich beim österreichischen Puppe auf den Durgwall setzte. Das paßte jedoch dem Baumeister keineswegs, ja, er sah diese Huldigung beinahe als Kränkung an. Verächtlich warf er die Puppe von der stolzen Höhe und holte dafür aus seiner Spielzeugkiste einige Soldaten, die auf der Burg als Wache aufzogen. Die Spielkame» roden schlugen indessen vor, daß die einzelnen Burgen einander bekriegen müßten. Hans war damit einverstanden. Und so entwickelte sich bald ein kriegerisches Treiben, bei dem der Sand nach allen Richtungen stäubte, so daß die Soldaten des kleinen Hans bald unter den Massen der zusammenstürzenden Wälle begraben lagen. Hans sah sein stolzes Wert untergehen, aber er hatte die Genugtuung, daß auch von den übrigen Burgen nicht eine einzige erhalten blieb. In kurzer Zeit war der Inhalt des Sandkastens wieder eine formlose Maste, doch nicht lange, denn bald gingen die Burgenbauer wieder mit Feuereifer daran, neue Werke entftehen zu lassen. Wenn der Sandkasten von diesen Creignisten träumt, dann wird ihm auch wieder gegenwärtig, wie einmal alle Mädchen und Jungen sich im großen Stile als Tortenbäcker betätigten und dabei wunderbare Leistungen vollbrachten, die an Kühnheit der Phantasie die Sprödigkeit des Materials gewöhnlich überschätzten. Es waren schöne Zeiten hir den Sandkasten, und kaum ein Tag verging, wo nicht die Kinder in Scharen zu ihm kamen. Jetzt sind es im allgemeinen nur die Spatzen, die um die Brüstung des Kastens lärmen. Dann und wann kommt auch einmal mit witternder Nase ein Hund, der sich meist rasch wieder trollt. Wenn die Sonnenstrahlen in der Mittagsstunde wärmend den Sandkasten betasten, dann scheint er zu blinzeln und Ausschau zu halten, ob der kleine Hans mit seinen Spielkameraden noch nicht wieder erscheint. Er wird noch ein Weilchen warten müssen, aber sicher ist, daß er sich eines Tages wieder in dem Glück sonnen kann, ein gesuchter und lieber Freund aller Kinder des Viertels zu sein. H. u . Sch. Sammlung und so beschaffen, daß man sie nur — mit kullernden ßad) tränen — hören, aber nicht nacherzählen kann, was ja ohnehin nicht das Anliegen dieses Berichtes wäre. Es gab herzlichen Beifall und viele Autogramme Hans Thyriot chen ernsthaft aus seinem Sand ihre Kuchen backten und kleine Jungen kühne Burgen bauten. Da erinnert er sich auch sicher noch, wie im letzten Sommer einmal ein regelrechter Wettbewerb tiornotuen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 dis 21.45 Uhr „Die Petersburger Krönung". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kampfgeschwader Lützow". — Lichtspielhaus, Bahnhof straße: „Tat ohne Zeugen". Stadltheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird die mit großem Erfolg zum Heldengedenktage erstaufgeführte Tragödie „Die Petersburger Krönung" von Friedrich Wilhelm Hymmen wiederholt. Spielleitung: Horst Hoffmann a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. 24. Dienst tag-Miete. Amtsgerichtsrat Adolf Schudt f Nach schwerer Krankheit ist der Amtsgerichtsrat Adolf Schudt in Gießen im 53. Lebensjahr ver, ftorben. Der Verewigte war geborener Oberhesse; ec stammte aus der alten Landwirts- und Müllerfamilie Schudt in Mufchenheim (Kreis Gießen). Nach dem Abschluß seiner juristischen Studien war Adolf Schudt als Gerichtsassessor vom Frühjahr 1920 bis zum Jahre 1925 an den Amtsgerichten in Gießen, Ulrichstein und Alsfeld (hier als Amtsanwalt), ferner bei der Staatsanwaltschaft in Gießen tätig. Im Jahre 1925 erfolgte seine Ernennung zum Amtsgerichtsrat in Homberg (Ohm). Vom Herbst 1925 ab war er als Staatsanwalt (Amtsanwalt) bei dem Amtsgericht in Gießen tätig, hier wirkte er dann von Mitte 1929 ab als Amtsgerichtsrat. Beispiele: 1. Ein Angestellter der Steuergruppe III hat am 30. 4. ein monatlich zahlbares Gehalt von 200 RM. erhalten; die Lohnsteuer beträgt 8,84 RM. Am 15. 4. ist ihm bereits eine Ur laubsabgeltung von 50 RM. gezahlt, so daß der laufende Arbeitslohn im April und die Urlaubsao- geltung zusammen 250 RM. betragen und daher die Freigrenze von 234 RM. übersteigen. Lediglich von der Urlaubsabgeltung ist neben der Lohnsteuer auch der Kriegszuschlag, zusammen in Höhe von 15 v. H. von 50 RM. = 7,50 RM. zu berechnen. — 2. Ein Arbeitnehmer der Steuergruppe I hat von einem am 5. 4. wöchentlich nachträglich gezahlten Arbeitslohn von 41 RM. Lohnsteuer von 3,12 RM. zu zahlen. Erhält er von seinem Arbeitgeber am 7. 4. eine Urlaubsabgeltung von 52 RM., so ist die letztere mit "/-« = 12 RM dem laufenden Arbeitslohn von 41 RM. hinzuzurechnen, = zusammen 53 RM. Dieser Betrag übersteigt die Freigrenze von 54 RM. wöchentlich nicht. Die Lohnsteuer beträgt von der Urlaubsabgeltung 18 v. H. von 52 RM. = 9,36 RM. Die Durchführung der neuen Kinderermäßigung. Arbeitnehmern wird Kinderermäßigung für voll jährige Kinder oder andere Angehörige über das 25. Lebensjahr hinaus auf Antrag gewährt, wenn die Berufsausbildung (auf Kosten des Arbeitnehmers) während des Krieges vorher nicht begonnen ober vollendet werden konnte. Die Altersgrenze verlängert sich in solchen Fällen um den Zeitraum, während dessen der Angehörige nach dem 31. 7.39 der Wehrmacht angehört hat, mindestens um sechs volle Monate. Die Monate der Einberufung und Entlassung rechnen mit. Ist in diesen Fällen auf der Lohnsteuerkarte 1941 bereits eine Kinderermäßigung eingetragen, so gilt sie ohne weiteres über die Altersgrenze von 25 Jahren hinaus. Wie sonst muß der Arbeitnehmer eine Berichtigung der Lohnsteuerkarte innerhalb eines Monats beantragen, nachdem der letzte zurechnungsfähige Monat abgelaufen ist. Beispiel: Auf der Lohnsteuerkarte für 1941 ist eine Kinderermäßigung für einen am 20. 2.1916 geborenen Sohn eingetragen. Die Altersgrenze von 25 Jahren veNängert sich infolge Einberufung vom 28. 8. 39 bis zum 2.1. 41 und Fortsetzung der Berufsausbildung auf Kosten des Arbeitnehmers um 17 Monate bis zum 20. 7. 42. Eine Berichtigung der Lohnfteuerkarte 1941 ist nicht erforderlich. Ist die Kinderermäßigung auf die Lohnsteuerkarte 1941 nicht eingetragen, so muß der Arbeitnehmer bei der Gemeindebehörde Ergänzung der Steuerkarte beantragen. Rückwirkend kann die Eintragung nur bis zum Beginn des 2. Kalendermonats vor der Antragstellung und nur bis zum Bpginn des laufenden Kalenderjahres erfolgen. Nach Vorlegung der ergänzten Steuerkarte darf der Arbeitgeber bei den folgenden Lohnzahlungen entsprechend weniger an Lohnsteuer einbehalten, als er seit dem Tage der Rückwirkung zu viel abgewogen hat. (RdF. Erlaß vom 28. 2. 41 RStBl. S. 203). Beispiel: Die Eintragung der Kinderermäßigung für einen am 25.9.15 geborenen Sohn, der in der Zeit vom 2. 9. 39 bis zum 22.2.41 zur Wehrmacht einberufen war und am 1. 3. 41 feine Berufsausbildung auf Kosten des Arbeitnehmers fortgesetzt hat, kann infolge der Verlängerung der Altersgrenze von 25 Jahren um 18 Monate für die Zeit bis zum 25. 3. 42 bei der Gemeindebehörde beantragt werden. Für die Lohnsteuer 1941 muß der Antrag für die Zeit vom 1.3. an spätestens im Mai gestellt werden. Nach Eintragung auch auf der Lohnsteuerkarte 1942 muß der Arbeitnehmer spätestens am 25.4.42 die Berichtigung der Steuerkarte beantragen, auch wenn die Berufsausbildung noch nicht beendet ist. Orkszelk für den 19. März. Sonnenaufgang 7.32 Uhr, Sonnenuntergang 19.35 Uhr. — Mondaüfgang 2.00 Uhr, Monduntergang 11.14 Uhr. . ______ Die neuen Erleichterungen bei der Lohnsteuer Von Steuerberater Dr. Wirth, Berlin. Bei meiner Mutier. Von Hansjürgen Weidlich. Sie tft fortgegangen, um einzukaufen. Ich bin allein in der Wohnung. Vor wenigen -stunden erst bin ich angekommen. Ganz überraschend für meine Mutter. Die Karte, mit der ich ihr schrieb, daß ich Urlaub bekommen hätte und sie besuchen wurde, wird wohl erst morgen eintreffen. Es ist eine neue Wohnung, in der meine Mutter jetzt lebt. Eigentlich ist es nur ein Zimmer Die Wohnung, in der wir früher lebten, war weit großer. Wie lange ist bas schon her. Damals waren wir fünf Dann heiratete meine Schwester, mein Vater starb, ich ging nach Amerika, nur mein Bruder blieb noch bei meiner Mutter — bann ging auch er. Nun ist sie allein, allein in der neuen Wohnung, in dem einen Zimmer. Hier lebt sie also. Ich sehe mich um. Da ist der kleine ovale Tisch, der früher im Eltern- fchlafzimmer stand, da sind die Sessel aus dem Salon, das Büfett aus dem Eßzimmer, der Nähtisch, der im Wohnzimmer am Fenster stand, daneben die Nähmaschine, Kleidchen für die Kinder der Schwester liegen darauf, und dort, rechts neben dem zweiten Fenster, steht in der Ecke der Schreibtisch meiner Mutter. ' t , Ich öffne die Briefmappe und sehe unsere Briefe. Ich sehe die Bilder, die in zierlichen goldenen Rahmen im Hintergrund stehen. Es sind Photographien von uns als Kinder und von den Kindern meiner Schwester. An der Wand hängt ein Bild meines Vaters. Ja, bas ist er noch. So war er: gütig unö streng. Aber wir sahen damals nur seine ötrenge Seine Güte begriffen wir erst später, als er nicht mehr unter uns war. Seltsam: vor ein paar Stunden erst war ich noch im Urlauberzug und sehr in der Gegenwart — nun bin ich auf einmal zwanzig Jahre jurudgegangen und bin wieder in meiner Kindheit. Wieviel ist seitdem vergangen! Nicht nur die zwanzig Jahre wieviel mit ihnen! Aber hier lebt bas V^gangene noch. Hier bei meiner Mutter. Es ist ihre Welt Hier in bem einen Zimmer, in bem sie nun wohnt. Ich öffne bie Nähmaschine. Es ist noch ber alte Leberriemen baran, mit bem ich meinen Dynamo in Arbeit setzte. Damals, vor zwanzig Jahren Ich setze mich vor den Nähtisch und ziehe die «chublabe au . Ich wundere mich, daß sie nicht klemmt. Damals klemmte sie. Meine Mutter hatte immer zuviel dann. Das ist heute anders. Wir sind nicht mehr da. MW» Kriegerkameradschast 1874 Gießen pus fy o heißt aus- lich fertig zu werden: für den Einkauf blei'bt nur SU die ihre Lebensmittelkarten für vier bis fünf Personen „schnell noch abkauft". Auch für die alleinstehende Berufstätige ist es schwer, lange wartend zu stehen: denn es gelingt ihr nicht immer, im Dienst punkt« Der Kriegerkameradschaft wurde für 50jährige Mitgliedschaft vorn Reichskriegersührer General der Infanterie Reinhardt ein Fahnennagel gestiftet, der vorn stellvertretenden Kameradschaftssührer K. Wagner feierlich an die Fahne angeheftet wurde. Ferner hat der Reichskriegersührer den Kameraden Karl Beider für langjährige Verdienste um d.e Kriegerkameradschaft geehrt, sowie den Kameraden Gottlieb Nauheimer für 60jährige treue Zugehörigkeit zur Kameradschaft, Prof. Dr. K ü h n e , ti-iniiatdrnt Dr. m;d. Fritz Schliephake und Wilhelm Müller, Bismarastraße 22, für 50jahr.ge treue Zugehörigkeit ein Bild des Denkmals ayf dem digungen des Stoffwechsels ausmacht, die man heute als bekannt voraussetzen darf, so kommt man von dert.- Der Appell wurde durch soldatische Weisen des Kameraden K r e n g e l feierlich gestaltet. Mit dem Treugruß an den Führer wurde der Appell geschlossen. verdunkelungszett 18. März von 19.31 bis 7.32 Uhr. Gelegentlich hort man die Ansicht vertreten, daß der Selbstversorger alle ihm im Rahmen seiner Selbstversorgersatze zustehenden Nahrunosmittet verwerten könne, wie es ihm beliebe, so also z. B. aud) Fleisch aus chausschlachlungen verkaufen oder ein- tauschen. Diese Ansicht hat nur den Schein der Be- rechtiqung. In Wirklichkeit ist sie irrig und durch eine Verfügung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft eindeutia klargelegt worden. Davertauschen. Wann sott man einkaufen? Lin Wort an die Hausfrauen. — eine Selbstverständlichkeit sein, nichts von seinen Hausschlachtungserzeugnissen zu -verkaufen oder Die Kriegerkameradschaft 1874 Gießen hielt am Sonntag im „Burghof" ihren Jahreshauptappell ab, der von Kameradschaftsführer D ö h n mit dem Gedenken an die Gefallenen und an die im letzten Jahre verstorbenen Kameraden eingeleitet wurde Dann würdigte der Kameradschaftsführer die Leistungen unserer jungen Wehrmacht, die in ihren Kämpfen, von denen der Führer sagte, daß sie das Schicksal der deutschen Nation für die nächsten tau- send Jahre entscheiden, einen einzigartigen Sieg er- nicht darum, ob einer mehr zu tun hat als der andere. hier kommt es darauf an, daß durch wohlüberlegte Zeiteinteilung dem reichlich beanspruchten Käufer das Warten verkürzt wird und dem ebenfalls belasteten Einzelhändler ein Leerlauf erspart bleibt. Dabei geht das Rechenexempel natürlich auch zugunsten der Hausfrau auf. Es genügen aOo ein wenig Bereitwilligkeit und ein wenig Nachdenken, um allen zu helfen. VL6 -Zweigverein Gießen. Der Vogelsberger Höhenclub, Zweigverein Gießen, hielt am Sonntag im Hotel hopfend feine gutbesuchte Monatsoersammlung ab. Sie galt in erster Linie dem Gedenken der Gefallenen. Nach Gedickten des 1917 gefallenen Kriegsdichters Walter Flex uns des Arbeiterdichters Heinrich Lersch sprach der Vorsitzende, DHC.-Bruder Hardt, über das Opfer unserer Gefallenen. Diele Jahre fah es unter dem Schanddiktar von Versailles aus, als seien diese Opfer umsonst gebracht worden. Jetzt aber, wo der Führer das Deutsche Reich neii zusammengefügt und für alle Zeiten gefestigt hat, wissen wir, daß die Opfer für Deutschlands Ehre und Bestand nicht umsonst waren. Wenn auch der uns jetzt aufge- verboten." Dieser Satz kehrt auch in dem Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 18. 10. 1940 betr. hausfchlachtungen wieder. Es handelt sich hier um einen Grundsatz, der in der Marktordnung der Diehwirtschaft seit jeher bei hausschlachtunqen gegolten hat und insolgedess und Landwirtschaft eindeutig klargelegt worden. Dl nach sind Veräußerungen von Waren pus f)au< schlachtungen ausdrücklich untersagt. So heißt *es z B. in dem Erlaß des Reichsministers vom 14. 11. 1939 betr. Selbstversorger: „Der Verkauf von Er- Zeugnissen aus Hausschlachtungen ist grundsätzlich bereitschast ehrte die Versammlung das Andenken der Gefallenen. Im geschäftlichen Teil erfolgte die Ehrung der Wanderer für das Jahr 1940. Es wurden geehrt für 25 und mehr Wanderungen: Wilh. Feuerbach, Martin Höll, hch. Lerch und W. Steuerwald: für 50 und mehr Wanderungen: Elfe Schuster, Gertrud Rosenbaum und Jany Weller: für 75 und mehr Wanderungen: Eurt Obermann, Ernst Petri und Leonhard Treusch: für 100 und mehr Wanderungen: Paula Langlotz und P. Schirmbeck; für 125 und mehr Wanderungen: Fritz Spieß; für 150 und mehr Wanderungen: Willi Hardt und Sina Stahl- hacke; für 200 und mehr Wanderungen: Rud. Rich- ter; für 325 und mehr Wanderungen: Carl Plank und Alb. Schneidmüller; für 400 und mehr Wände- rungen das langjährige Vorstandsmitglied Christian Georg. Voy den kleinen Wanderern wurden Hilde Hardt, Magrit Krieger, Rudi Krieger und Ursula Schirmbeck für ihr fleißiges Wandern 1940 zum dritten Mal ausgezeichnet. Vollkornbrot auf der Kuchenkarte NSG. Bssi dem neuen Zuteilungsabschnitt ist erst- malig und' zwar erst auf der Reichsbrolkarle B, der sogenannten Kuchenkarte, ein Hinweis angebracht,' der den Verbraucher auf die Zweckmäßigkeit des verstärkten Volltornbrotverorauches aufmerksam macht. Wieso gerade auf der Kuchenkarte? Nun das ist sehr einfach, und Sie wären bestimmt auch ohne weiteres selbst darauf gekommen Wenn man cs richtig bedenkt, daß am meisten der übermäßige Kuchenverzehr einen Hauptteil jener Weißmehlschä- Wityelm Kinzenbach, Wilhelm Ranft, Mar Tipp mann und August Glebe für 40jähnge treue Zugehörigkeit zur Kameradschaft ein Führerbild mit einer entsprechenden Widmung und Ehrennadel als Auszeichnung zuerkannt, die ihnen vom Kameradschaftsführer D ö h n mit herzlichen Glückwünschen überreicht wurden. Kamerad Profesior Kraemer, der lange Jahre Bezirksvorsitzender der ,^)crssia" war, und Kamerad Landgerichtsrat Trümpert, der lange Jahre Kameradschaftsführer war, erhielten durch den Reichskrleger- sichrer die Berechtigung zum Tragen der entsprechenden Mützenschnur, die ihnen gleichfalls durch den Kameradschaftsführer überreicht wurde. Kamerad Trümpert dankte für die Ausgezeichneten und bezeichnete sie als eine Anerkennung für die geleistete Arbeit und für die Treue zum Bunde, dem die Kameradschaft von 1874 stets treu geblieben war. Der stellvertretende Kameradschaftsführer Karl Wagner dankte dem Kameradschaftsführer D ö h n dafür, daß er in schicksalsschwerer Zeit die Führung der Kameradschaft übernommen und diese zu neuen Aufgaben geführt hat Wie der Kameradschaftsführer mitteilte, werden die Kameradschaften ehem. 222er und ehern. 118er der Kriegerkameradschaft von 1874 beitreten. Die feierliche Ueberführung soll im nächsten Appell erfolgen. Am „Tag der Wehrmacht" sammeln auch die alten Soldaten für das Kriegs-WHW., und die Kameraden wurden zu reger Beteiligung aufgefor» die vier Wände der Wohnung genügend Schutz vor feindlichen Bombentreffern bieten. Wer im Ernstfall die größte Sicherheit vor Bomben sucht, wird unverzüglich den Marsch in seinen Luftschutzkeller antreten. Wer es mutwillig oder aus einer komisch wirkenden „Tapferkeit" unterläßt und dadurch zu Schaden kommt, hat zum selbstverschuldeten Unglück noch die bitteren Vorwürfe zu tragen. Aber dann ijt es zu spät. Bei Fliegerangriffen deshalb nur eine Losung: hinein in den Luftschutzkeller! Platzkonzert auf dem Kreuzplah. Am heutigen Dienstag, 18. März, um 16 Uhr beginnend, findet, wie von uns am vorigen Samstag bereits kurz mitgeteilt wurde, auf dem Kreuzplatz | ein Platzkonzert eines Musikkorps der Luftwaffe statt. Die Dortragsfolge enthält folgende Darbietungen: Triumphmarsch a. Aida von Giuseppe Verdi, Fliegermusik von Paul Höffer, Rosenfest in Neapel, Ouvertüre von h. A. Neumann, Schwäbische Rhapsodie (Nr. 4) v. Max Kaempfert, Flieger-Eskapaden von Fritz Brose. a) Fliegergeschwader Hindenburg, Marsch von h. F. husodel, b) Jagdgeschwader Richthofen, Marsch von h. F. husadel. Verkauf aus Sausschlachtungen verboten. Don allen Seiten kommt heute die Bitte an Hausfrau heran: Macht eure Besorgungen am Vormittag oder in den frühen Nachmittabsstunden, damit am Abend die Berufstäliaen ihre Einkäufe ohne allzu langes Warten erledigen können. Die berufstätige Frau weiß heute genau, daß auch die „Nur-Hausfrau" keineswegs über Mangel an Arbeit zu klagen hat. Aber es ist doch tatsächlich so, daß der Hausfrau viele Stunden zur Verfügung stehen, die sie sich einteilen kann, während der Berufstätigen nur die Abendstunden bleiben. Viele Mütter und Hausfrauen sind heute in den Arbeitsprozeß eingeschaltet; daneben soll aber auch der haushalt möglichst reibungslos weiterlaufen. Einer solchen doppelt beanspruchten Frau ist es nicht zu verdenken, daß sie ungeduldig wird, wenn am Abend im Laden vor ihr eine Hausfrau steht und währt. Der Kassenwart Kamerad h. Hartmann gab den Bericht über das Kassenwesen und die Vermögenslage. Für feine mustergültige Kassenführung wurde ihm Entlastung erteilt und Dank ausgesprochen. Sch'.eßwart Kamerad Merlau berichtete über das Schi eß wes en, in dem die Kameradschaft fast in den Gau wettbewerb gekommen wäre. Die Mannschaft Georg, Appel, Schilling und Kuhnert lag nur um einen Ring zurück. Sie stand im Gau an sechster Stelle, im Kreis siel ihr die Kreismeisterschaft zu, für die sie mif einer Meisterschaftsbüchse ausgezeichnet wurde. Am Wettkampf 1941 wird sich die Kameradschaft mit einigen Mannschaften beteiligen. Sozialwart Kamerad T r ü m P e r t berichtete über das Sozialwesen und besprach vor allem bie mustergültigen Erziehungsheime des NSRKB. für Solda- tenkinder und die Erholungsheime, auch die der Hessenstiftung und die außerhalb des Bundes stehende Großherzog-Ernst-Ludwig-Sliftun-g für ehemalige Soldaten der alten hessischen Regimei^er. zwungene Krieg neue Opfer erfordert, so werden als bekannt voraussetzen darf, so kommt man von diese im Glauben an Deutschlands Zukunft freubb selbst auf die notwendige Ergänzung des durch gen Herzens gebracht. Am Ende aber steht der Sieg. Kuchenverzehr erhöhten Bedarfes an Vitamin B, Das deutsche Volk ist stolz auf feine gefallenen und dafür gibt es keine bessere Quelle als eben das Helden und wird sie nie vergeßen. Mit diesem । Vollkornbrot. Wenn Sie also Kuchen essen, denken Gelöbnis und dem Versprechen zur steten Einsatz-, Sie an Vollkornbrot! bei noch kurze Zeit, hastig bricht sie auf und wartet .j™XW) ___ o.a. . .. .. , sen.nun mit Ungeduld, da sie doch noch mehrere Gänge auch gerade während der Krieasbewirlschaftung, die vor Geschäftsschluh zu erledigen hat, und daheim ja eine straffere Erfassung der Ware mit sich bringt, wartet auch auf sie noch allerhand Arbeit. Auch an rv-iter gilt. Wenn somit überhaupt schon jeglicher den Mann hinter dem Ladentisch sollte man denken. Verkauf und auch Tausch von hausschlachtungser- Am Nachmittag hat er oft wenig zu tun, die 23er- Zeugnissen untersagt und bestraft werden, so mn-b .täuferin ist nicht voll beschäftigt, aber am Abend natürlich der Verkauf zu Uederpreisen unnachsichtig müßten dann sehr viele Hände da sein, um alle mit den schärfsten Mitteln geahndet. Dessen unge^ Kunden zu befriedigen. Es geht in diesem Falle ja achtet muß es für einen Selbstversorger mit der nationalsozialistischen Grundhaltung und dem Willen zur tatkräftigen Mitarbeit — gleich ob Dauer, Landwirt ober nichtlandwirtschaftlicher Tierhalter rang. Der Schriftführer Kamerad Gg. Saum erstattete hierauf den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen ' “J, *> „T " " h7" nTiHhpimiB »\\ 0 f °°-, daß di- Appell, auch im notigen Jahre mit B°r> »an f t Mar trägen oder Filmvorführungen verbunden waren, bie der Stärkung des nationalen Wollens dienten. Bei der Reichsstraßensammluna der allen Soldaten und am „Tag der Wehrmacht^ stellte die Kameradschaft eine stattliche Sammlerzahl und erhielte ausgezeichnete Sammelerfolge. Die Mitglieoerzahl hat sich um einige verstorbene Kameraden verringert. Eine Anzahl Kameraden konnte geehrt werden. Die Schützen konnten zwei große goldene, zwei goldene, zwei silberne und drei bronzene Ehrennadeln erringen. Durch das Sozialwesen wurde eine Anzahl Kameraden betreut und einigen Unterstützungen ge> Im übrigen: Wissen Sie, daß man auch köstlich schmeckenden Kuchen und anderes Gebäck aus Voll- kornschrot Herstellen kann? Und daß letzteres außer, dem wunderbar bekömmlich und nahrhast ist? Em Versuch wird bestimmt überzeugen! ** Beförderungen. Der Feldwebel Heinz Schäfer aus Gießen, Marburger Straße 28, wurde mit Wirkung vorn 1. März 1941 zum Leutnant befördert. — Der Unteroffizier Willi Muhl aus Gießen. Sonnenstraße 31, ist mit Wirkung vom 1. März 1941 zum Feldwebel befördert worden. Aus Der engeren Heimat. Lehrer i Zi. Wilhelm Wagner f. » Münzenberg, 17. März. Im fast vollendeten 75. Lebensjahre verstarb nach kurzer Krankheit der hiesige Lehrer i. R. Wilhelm Wagner. Trotz seines hoher. Alters konnte sich der allsetts geschätzte Mann noch bis zu seiner Erkrankung einer außergewöhnlich körperlichen Rüstigkeit und geistigen Frische erfreuen. Wilhelm Wagner war am 30. April 186tz in Hochweisel geboren. Nach dem Besuch der Präparandenschule in Lich und des Lehrerseminars in Friedberg tat er zunächst in zwei Gemeinden im Odenwald Schuldienst. Dann war er in Bönstadt und Usenborn tätig, von wo er im Jahre 1905 nach Münzenberg kam und hier bie Stelle bes ersten Lehrers versah. In biefer Stellung entfaltete er eine außerorbentlich segensreiche Tätigkeit. Vollwertige Menschen zu bilden und sie für ihr späteres Leben gut vorzubereiten war allezeit sein Ideal, für dos er feine ganze Kraft einsetzte. Nach 26jährigem erfolgreichen Schuldienst wurde er im Jahre 1931 in den Ruhestand versetzt. Den Organistenbienst, ber mit ber ersten Lehrerstelle verbunden war, verlad er noch drei Jahre weiter, bis das zunehmende Leiden seiner schwerkranken Frau ihm bie weitere Ausübung auch biefer Tätigkeit unmöglich machte. Bei der Bestattung kam sowohl in ber sehr starken Beteiligung an ber Trauerfeier als auch in ben Kranzspenden von ber Gemeinde, ber Schule, von ben hiesigen Vereinen unb von dem Kirchenvorstand bie reiche Liebe unb Wertschätzung zum Ausbruck. bie dem verewigten Lehrer von allen Volksgenossen bargebracht würbe. In Ansprachen am Grabe würbe mit herzlichen Worten bes Lebens und Wirkens dieses vortrefflichen Mannes gedacht. Tödlicher Stur, auf der Haustreppe. ♦ Burkhardsfelden (Kr. Gießen), 17. März. Am gestrigen Sonntagoormittag stürzte der 79 Jahre alte Landwirt Karl Haas von hier in feinem Wohnhause d i e Treppe vom er st en Stockwerk zum Parterregeschoß hinab. Der bedauernswerte Mann trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß der T o d bald nach dem Sturz eintrat Ein Mord in Sranffurf. LPD. Frankfurt a. M., 17. März. In den Mittaasstunden des 17. März 1941 wurde die Ehefrau Maria Diehl, geborene Mathes, 33 Jahre alt, wohnhaft in Frankfurt a. M, Fafanenstr. 15, tot in ihrem Bett aufgefunben. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei besichtigten ben Tatort Würge- spuren am halse ber Getöteten deuten darauf hin. daß sie ermordet worden ist. Der Tat dringend verdächtig ist der Karl Geiger, geboren am 14. September 1901 in München. Er wohnte als Untermieter bei Frau Diehl unb hat sich in ber Nacht zum 17. März 1941 unter- Mitnahme von Kleidungsstücken aus der Wohnung entfernt. Er war bei der Firma Alfred Teves in Frankfurt am Main beschäftigt, ist jedoch am 17. März 1941 nicht zur Arbeit erschienen. Beschreibung des Verdächtigen: Geiger ist etwa 1,75 Meter groß, breitschult- 1 rig, hat dunkelblondes zurückgekämmtes haar, längliches Gesicht, dlasseck Aussehen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei Frankfurt am Main, Polizeipräsidium, Zimmer 400 bis 403. Insbesondere bittet sie auch Dersonen, die Geiger persönlich kennen und Angaoen über seine Lebensgewohnheiten und seinen Umgang machen können, sich zu melden. Sdiroeinemarft in Butzbach. ♦ Butzbach, 18. März. Auf dem heutigen Schweineniarkt waren 190 Ferkel aufaetrie» ben. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Tiere 5ß bis 38 RM., 6 bis 8 Wochen alte 38 dis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48 RM. das Stück. Der handel verlief schleppend, es verblieb geringer lieber» stand. WMWnmsMlichl. Ramon non Otto Ileafclöt. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten ) Gert sprach von seiner vorzeitigen Rückkehr nach Oschnitz vor einigen Tagen, von seinem Gespräch mit Charlotte über Lasard und fügte hinzu, daß sie bei diesem Gespräch einige Andeutungen gemacht habe, die er erst jetzt ganz verstehe. „Wäre es nicht richtig gewesen, du hättest mir von diesen Andeutungen Mitteilung gemacht?" In dieser Frage lag fein Vorwurf; trotzdem wurde Gert verlegen. „Wenn mir mit jeder Lappalie äu dir kommen wollten, Papa, würdest du uns schön auslachen." „Wenn einer von uns sich zu einem so entscheidenden Schritt entschließt, kann man nicht gut von einer Lappalie sprechen." „Ich ahnte doch noch gar nicht, daß Lolott einfach ausbrechen wollte, hätte ich es gewußt, so hätte ich mir natürlich die Zunge lahm geredet, um sie davon abzubringen." „Ohne mich ins Vertrauen zu ziehen?" Gert schwieg, weil er darauf keine Antwort mehr wußte. Sein Vater stand auf und näherte sich ihm. „habe ich denn so wenig euer Vertrauen? Glaubt ihr, bei mir gar kein Verständnis zu finden?" Ein jähes Mitleid mit feinem Vater wurde in Gert wach. Noch nie hatte er den alten Herrn so bewegt sprechen hören Zum erstenmal schien er zu ahnen, wie einsam der dastand. Glücklicherweise wurde er einer Antwort enthoben, denn die Tür öf»riete sich, und Stefan erschien. „Störe ich etwa?" fragte er und behielt die Klinke noch in der Hand. „Neubauer sagte mir, daß nur Gert ..." Sein Vater bat ihn mit einer Kopsbewegung, näherzutreten. Während er langsam quer durch den großen Raum zum Fenster ging, neben dem der Schreibtisch stand, sah er von einem zum andern. „Wir sprachen über Charlotte", sagte Mathesius und heftete seinen Blick jetzt auf den Telegrammstoß, der vor chm lag. „Du weißt wahrscheinlich Stefan führte dieses Gespräch in der korrekt Gut! Ich bin in einer Viertelstunde bei dir!' undurchdringliche oß näher. „Wie Als sie die Tür au ihrem Zimmer öffnete, fand e hier das Stubenmädchen Martha. Es hielt noch nicht, Stefan, welche besondere Ueberraschung deine Schwester sich für uns ausgedacht hat." ,Hch kann's mir aber denken. Sie ist durchgebrannt, nicht wahr?" fragte Stefan trocken, und die beiden anderen rissen die Augen auf. „Du weißt davon?" erkundigte sich Mathesius stirnrunzelnd, „hat Mama dich angerufen?" „Nein." „Oder hat Charlotte sich auch mit dir darüber beraten?" so peinlich die ganze Angelegenheit auch sein mag, ich glaube, wir müssen ihr nun die Verantwortung für ihr Tun überlassen." fragte er erstaunt. „Ja, es war aber doch verabredet, daß du hierher..." „Es ging nicht, ging aus bestimmten Gründen nicht, Henry! Ich kann es dir jetzt nicht am Telefon erklären. Bitte, komm zu mir! Und bald, ja? Ich Mathesius bewahrte eine tragung auf dem Anmeldezettel falsch war. Sie trug keinen Trauring, sie sah noch lächerlich jung aus, sie hatte sich bestimmt falsch benommen, als sie mit Jockele hier eingefroren war. Vielleicht hielt man sie für eine Kindesentführerin. dienstlichen Haltung, die er nie vergaß, wenn er vor seinem Vater stand. Der sah ihn mit vor- ' tniffenen Augen an, „Bitte, verzeih, P.Ppa, wenn ich dich verbessere!"., kurzen Seitenblick auf , machte sich Gert gekränkt ein. „Es kann keine abschließende Handbewegung. ICL ■ - .... Rede davon sein, daß Lolott sich mit mir beraten | Gert fach es mit Erleichterung Natürlich gab er (Ein? fragte er argwöhnisch ^Wenn.du mir aIf° Dorwurf machen willst, Stefan recht und stand gleichfalls auf ©Viten Lo-' „W - . .nem, '