Vorbedingungen für die größte Ausweitung ihrer gegenseitigen Handelsbeziehungen zu schaffen, die mit ihrer wirtschaftlichen Struktur im Einklang steht. 4. Die beiden Regierungen hoffen, daß die presse der beiden Länder sich in ihren Aeuße- rungen von der Freundschaft und dem gegenseitigen Vertrauen inspirieren läßt, deren erneute Feststellung Gegenstand der gegenwärtigen Erklärung ist." Englands Blockade gegen ganz Europa. USA -Hilfsangebot für die kleinen Staaten von Halifax abgelehnt. Berlin, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einer Rundfunkansprache gab der ehemalige Präsident Hoover bekannt, daß den Regierungen Deutschlands und Englands ein Plan unterbreitet worden fei, auf Grund dessen den kleinen besetzten Staaten geholfen werden könnte, ihre Lebensmittelnot zu überwinden. Hierbei solle Belgien als Probefall in Betracht gezogen werden, um festzustellen, ob und unter welchen Bedingungen sich solche Lieferungen ermöglichen ließen. Der britische Botschafter in Washington, Lord Halifax, erhob sofort P r o t e st gegen diesen Plan, in dem er erklärte, daß England nicht z u- lassen werde, daß Lebensmittel — ganz gleich unter welchen Bedingungen — von Ländern außerhalb Europas für die besetzten Gebiete zur Verfügung gestellt werden. Mit dieser Erklärung hat Halifax offiziell zugegeben, daß sich die englische Blockade gegen Europa als Ganzes richtet. Nie pause. Zürich, 17. Febr. (Europapreß.) Unter der Überschrift „Deutschlands schöpferische Pause" ver- ösfentlicht „Die Tat" einen Artikel, in dem sestge- stellt wird, daß in diesem Krieg die Diskretion direkt Triumphe feiere, wenigstens was Berlin anbetreffe. Es gebe wohl keinen Außenstehenden, der von sich sagen könne, Termine oder gar irgendwelche technische Einzelheiten bedeutender militärischer Unternehmen vorher gewußt zu haben. In dieser Tatsache liege schon ein erhebliches Plus der deutschen Kriegführung begründet. Wer seit Kriegsbeginn in Deutschland lebe und wer die einzelnen Anzeichen richttg zu deuten und zu bewerten verstehe, könne nur zu der einen Ueber- zeugung kommen: es werde nicht geschlafen, weder polittsch noch militärisch. Die Pause sei hier nur eine besondere Form der Aktivität. Deutsch-italienische Marine-Besprechungen. Berlin, 17. Febr. (DBB.) Zwischen dem Un- lerslaalsfekrelär der Kgl. italienischen Marine, Admiral Riccardi, und dem Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral Raed er, hat am 13. und 14. Februar in Meran eine Zusammenkunft stattgefunden. Der dabei geführte, von kameradschaftlichem Geist getragene eingehende Gedankenaustausch ergab die vollste llebereinstim- mung bezüglich der gemeinsame« Seekriegführung gegen England. Dienstag, 18. Sebruar Ml Gießener Anzeiger SZ ahi . Segens 161 britische JliWeuge in einer Woche vernichtet TeE ri e schoß am 17. Februar, mittags, ein feind- Neue Erfolge deutscher Ll-Boote Aach Avrklehr der jugoslawischen Staatsmänner SH l G | iie bitt!BI) Glicht ö; I i 80' Ais" lannien und Ronvegen insgesamt 150 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes vernichtet. Fernkampfartillerie des Heeres beschoß auch am 16. Februar kriegswichtige Ziele in Südost-England. 3n der Lyrenaika zerstörte die deutsche Luftwaffe zahlreiche feindliche Lastkraftwagen und Panzerwagen und schoß Kraftstofflager und Zelte in Brand. Bei einem Jagdvorsloß gegen die Insel Malta verlor der Feind drei Flugzeuge vom Muster hurricane im Luftkampf. 3n der letzten Rächt griffen deutsche Kampffliegerverbände Truppenansammlungen im Raume um Bengasi erfolgreich an. Bei dem Versuch, in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden zwei feindliche Flugzeuge schon an der Kanalküste im Luftkampf abgefchofsen. Angriffe auf das Reichsgebiet fanden in der letzten Rächt nicht statt. Lin Vorpostenboot schoß an der flandrischen Küste ein feindliches Flugzeug ab. Flakartillerie brachte im Laufe des 15. Februar noch zwei weitere britische Flugzeuge im Küstengebiet zum Absturz, so daß die Verluste des Feindes am 15. Februar und am 16. Februar insgesamt 18 Flugzeuge betragen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Mi KirnsvrechanfckluK 2251 Dvlitanschrttt:,,Anzeiger" Hilickeck 1168«Tranks. M 's«. Bei Einflugversuch in die O utsche Bucht abgeschoffen. Berlin, 17. Febr. (DNB.) Marineartil Berlin, 17. Febr. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot versenkte 11 000 BRT. feindlichen handelsschifssraum. Ein weiteres Unterseeboot, das bisher, wie schon bekannlgegeben, 20 000 BRT. versenkt hat, konnte feinen Erfolg auf 24 000 BRT. versenkten feindlichen Handelsschiffsraums erhöhen. Aufklärungsflieger beschädigten nördlich Great parmouth durch Bombenwurf ein größeres Han- delsfchiff schwer und versenkten westlich 3rland einen kleineren Dampfer. Erfolgreiche Angriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gestern gegen Flugplätze, Truppenlager, Hafenanlagen und ein Rüstungswerk in Südo st-England. Durch Bombentreffer und Beschuß mit Bordwaffen wurden abgestellle Flugzeuge auf einem Fliegerhorst zerstört. Bomben schweren Kalibers trafen Kesselhaus und hallen eines Montagewerks. Rordostwärts peterhead sank ein feindliches Fracht- und Fahrgastschiff von 6000 BRT. nach Vomben- volltreffer innerhalb weniger Sekunden. Damit hat eine Kampffliegergruppe im Einsatz gegen Großbri- M. )41. < ube « * ««SS ,unt>en>oStf .f Uhr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstafsell Abschlüsse ÜDieiißenitaffel B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr genannten Zeit abgeschosten worden sind. In dieser Zahl sind die am Bodey vernichteten feindlichen Flugzeuge nicht enthalten. Bei dieser Gelegenheit sei hervorgehoben, daß die mW1 fr Am Golf von Biskaya. Aus dem Leben des deutschen Soldaten an der Südwestküste Frankreichs Von ftneasibencbter Dr Kurt Wessely. luiinhi i «Ml i leniil i-lontal bin! !s. Jahrgang Rr.^ scheint täglich, außer Zmntags und Feiertags i ilagen: Die I Uuftnerte »eßener Familienblätter |imat imBild DieSckolle fllonatS-Bezugsvreis: ?! t 4 Beilagen NM. 1.95 rntn Notiz nimmt. „ ... ; tr Zusammenbruch einer Welt äußert sich nicht rui in der Vernichtung eines Massenheeres und Ü n Flucht eines ganzen Volkes. Die Ereigmsie des xiui 1940 schwingen erst jetzt langsam über Frank- «aus, so wie sich um den Stein, der ins Wasser |SW"fen wunde, Welle um Welle bildet. 2n 2Ziar- r'hvnird die Gesellschaft erst jetzt von den Wellen Zusammenbruches erfaßt. In seinen Hotel- h-> und Bars findet sich ein, was noch irgenD- v°ii ur „Gesellschaft" gehört. Freilich sind es nur nntc Trümmer von dem, was früher hier und jii Härte erzogen wird. - ßenn also unsere Soldaten an der Biskaya vom Lr gsgeschehen beinahe unberührt bleiben, braucht niemand zu glauben, daß sie darüber das Sol- -ainhandwerk vergessen, daß sie eine Ausnahme jNllhen von der Durchführung der großen Aufgabe, unserem Heer in diesem Winter gestellt wurde: Dii Ausbildung für den Endkampf gt; e n England. jl tnb doch, wie ist dieses Leben des Schützen Meier tn Biarritz so grundverschieden von dem des Mützen Müller in einer Heimatgarnison, von dem M Kameraden im hohen Norden ganz zu schwei- ipi Welch wechselvolle Wirkungen ergeben sich aus 8-ndschaft und Klima, aus dem Einfluß kl Meeres, das das Leben dieses Landstriches be- kpfcht, aus den so gänzlich geänderten Gewöhnen und dem Umgang mit den Einwohnern, die ulials den Krieg im eigenen Lande sahen. Diese na. n Eindrücke müßte man zeigen, um der Eigen- Böes Lebens am Atlantik auf den Grund zu korn- man müßte seinen ersten Besuch in einer sran- f'ßchen Gaststätte, die Berührung mit den Fischern Wdern, vom ersten Frost oder Schnee schreiben I »tenn dies sind im Süden' Frankreichs wirklich 1 Mitionelle Ereignisse. Vielleicht könnte man auch liten, wie unseren Soldaten das Verständnis da- Vt aufgeht, daß vieles, was ihnen anfangs über» Klig und sinnlos erschien, doch irgendeinen Zweck trji'It und das Leben an der Biskaya sich doch iid nur im süßen Müßiggang und dem Trinken Derer Weine erschöpft. k nes wollen wir vor allem festhalten: Das ist fit innere Haltung, mit der unsere Männer (je s neue Leben, diese neue Welt betrachten, die 6r! stverständlichkeit, mit der sie ihr deutsches Sol- kHtum den lockenden Einflüssen dieses Landes damit im demokratischen Europa Rang und Namen hatte. Deswegen genügen auch ein paar Lokale, um sie aufzunehmen. Es sind nur mehr Trümmer, die sich von der Gesellschaft von einst in die neue Zeit hinübergerettet haben, für viele von ihnen ist es ja nicht die erste Revolution. Einen letzten Zufluchtsort der Plutokratie in Frankreich, so möchte man das aus seinen Klippen thronende Biarritz nennen, morsch und brüchig, wie die Klippen der bas- Geisenblasen-Gozialismus. Von unterer Berliner Schnftlettnng. „Verzug führt Bettelei tm lahmen Schneckenschritt" läßt Shakespeare feinen grausamen uni) heuchlerischen Richard III. sagen. Der jahrhundertelange Verzug, der England zur sozial rückständigsten Nation in Europa machte, kann durch die würdelose Bettelei um die Hilfe der USA. ebensowenig wettgemacht werden wie durch die bunten Propaganda-Ballone, die Churchills Kreaturen immer wieder vor den englischen Massen' aufsteigen lassen. Jeder Windstoß läßt sie zerplatzen. Aber der Vorgang ist bezeichnend. Je weiter England in den fünften Akt seiner Tragödie eintritt, je deutlicher sich die Schlußkatastrophe abzeichnet, umso trampfi- ger werden die Schreie, die Versprechungen, die Provagandamethoden, mit denen sich dieses System selbst das Todesurteil spricht. Eine Churchillgestalt nach der anderen tritt auf die Trauerbühne und sagt ihr Sprüchlein her, ehe sie der steinerne Gast, das Schicksal, in die Versenkung zerrt wie einen abgelebten Don Juan, der sein Leben verpraßte. Daß das englische Volk seinen letzten Penny für die Rettung der Plutokratie opfern soll, haben fast mit den gleichen Worten der Schatzkanzler Kingsley Wood und der Minister ohne Portefeuille Greenwood den Briten erzählt, und Green» wood hat großsprecherisch hinzugefügt, das englische Sprichwort „Geld spricht" müsse jetzt lauten: „Geld kämpf t!" Nun hat England zwar jahrhundertelang fein Geld in anderen Ländern für die Zertrümmerung der nationalen Werte wirken lassen, aber die Erfolge sind so, daß jetzt der sogenannte Gewerkschaftler Greenwood die Pleite zugeben muß. Wenn er trotzdem das Geld jetzt kämpfen lassen will und dabei zugibt, England sei beim letzten Penny angelangt, dann stellt er sich mit diesem Kampfruf ein Armutszeugnis aus, wie es fürchterlicher nicht gedacht werden kann, denn in diesem Kampf handelt es sich um die Taten von Männern mit Ehre gegen die Herrschaft der Bestechlichen. Wie dieser Kampf bisher ausgelaufen ist, weiß Greenwood sehr genau. Wofür kämpft denn dieses England? Seine sog. Kriegsziele hat Churchill niemals bekanntgs- geben. Wir aber wissen, worin sie bestehen: in der Aufrechterhaltung der Macht der ausbeuterischen Plutokratie, die die Lebensform Englands schlechthin ist. Nun sagt der eine Labourminister, der Eton- schüler Major Attlee, ein Mensch, der als Oppositionsführer von der Regierung bezahlt wird, ohne daß irgendein Brite daran Anstoß nimmt: „Ich bilung läuft auch jetzt auf vollen Touren, und den Bruten, die unter Palmen zu Soldaten heran- VerkM ||id (bet werden, bleibt nichts von all den bewähr- len Mitteln erspart, durch die der deutsche Soldat ;.K. Millionen deutscher Soldaten schützen das 9tid) fern der Heimat. Nur die wenigsten von ihnen Haien das Glück, bei der Besatzungstruppe or b e r Biskaya zu stehen, wo unter Lorbeer u< Palmen ein anderes Klima, ein ganz anderes nein als zu Hause in den winterlichen Bergen, ig)m weiten Ebenen Polens, an den Fjorden Normens, an der von Stürmen umtosten Kanalküste huscht. Aber auch für sie gilt ber ft raffe milt» tä* i f d) e D i e n st wie für alle anderen ihrer fcmeraben. Der Dienst wird auch im fernen Süben keineswegs leichter genommen als irgendwo anders, in Gegenteil, die Soldaten, die ihre Kameraden jvt-en ihres Aufenthaltes beneiden, fpllten gerech- letoeife nicht vergessen, daß es in erster Linie der Den ft ist, der aus dem milden Klima seine Vor- zieht. Der deutsche Soldat kennt zwar in seiner ps chterfüllung keinen Unterschied zwischen Som- mc und Winter, aber die körperliche Ausbildung m doch in der kalten Jahreszeit vielfach einge- kjpnft werden. Im Süden braucht man nun keine siUsicht auf die Witterung zu nehmen, die Aus- rn-gensetzen. Die politische Erziehungsarbeit der n Jahre trägt auch hier ihre Früchte. Auch der |ii|fte Rekrut macht sich seine eigenen, kritischen hinten über dieses Land und bricht so feinen B^ber, dem schwächere Menschen unterliegen wür- Wn. So kommt es, daß unsere Soldaten nie das Wh! loswerden, hier fremd zu sein, fremder tL; rgenbroo anders. Dieses Land mit feinen Ber- jn und Meeresbuchten, mit feiner südlichen Sonne Ob seinen Hotelpalästen steht mit seiner geschnie- tftin Gesellschaft in einem solchen Gegensatz zu )c Art, wie der deutsche Soldat fein Leben führt, Bit fie ihm durch Generationen anerzogen wurde, e- versunken ist und er nur mehr an feine HÄ- Tt denkt und alles dafür gäbe, bei feiner Frau, ■ >e einen Lieben zu weilen. er deswegen verzichten wir keineswegs darau,, i0- Leben jenes anderen Biarritz, der Stadt Franzosen und der Fremden, genauer tennen= iü’.nen und zu studieren. Wir wissen freilich, daß j >u Heimat wenig Verständnis für das Treiben I ein privilegierten Schicht hat, die uns auf Schritt ' Tritt begegnet, ohne daß wir je in die Ge- l«m-iiffe ihres Leben»-, ihrer Abstammung, ihrer -Eichungen, ihrer Einkünfte einbringen könnten. U’ ’&Um und Barone, Politiker eines hinweggefegten < ttqhnes, Maitreffen, die ihnen aus aller Welt * jn "^folgten, scheinen hier einen letzten Schlupfwin- ■ * *1 c»funben zu haben. Seit die deutschen Soldaten k | inö, ist es ihnen zwar nicht mehr so recht wohl ' tfiIh’irer Haut, denn sie fühlen, daß sie jetzt nicht " . rntii im Mittelpunkt der Welt stehen, und damit „ föliie Welt für sie viel von ihrem Reiz verloren. , «iM diese Leute eigentlich treiben, wovon sie leben, '' rie; fie erhoffen, das zu erforfd)en, wäre eine Aus- v tldle wenn sie solcher Bemühungen noch wert ' -tofl-n. Das ist es ja, was sie nicht begreifen fom r;?L daß es eine Welt gibt, die von ihnen nicht ähr. «NW (taufen W Paul 1 Herweg jj it erhalt« rentable tlO«! izahlm jfen gck fjriftL är; ter844D: eßen.An!!: ?aer 10F 440 Voll ÄW cbienitri | rkanlen ■ irl Schm j abnhMj leine Am' @ie^nn hr.fi üen vont-r ■acfitpt ■mplehlsK StiteÄl tiunitn«11 jfligen v»1 Walteim» taHeS«®* ib USegtiftt®; ib Maro Ml WM W 1 olurti*, oadwwJn Berlin, 17. Febr. (DNB.) Wie bereits be- s nur fünf deutsche und ein italienisches verloren gekanntgegeben, stimmen die von den amtlichen gangen. Insgesamt hat England in der Be- britischen Stellen veröffentlichten Zahlen richtswoche also 69 Flugzeuge im Luft- über verlorene eigme und deutsche Flugzeuge in der kampf mit Deutschland und 92 Flugzeuge Zeit vom 10. bis 16. Februar 1941 keineswegs gegenüber den Italienern verloren. Das sind zu- m i t den Tatsachen überein. Hatte London jammen 161 britische Flugzeuge, die behauptet, es seien in der mit dem 15. 2. endenden! innerhalb sieben Tagen des Februar vernichtet wor- Woche 24 Flugzeuge der RAF. verlorengegangen, den sind. so fei demgegenüber an Hand der OKW.-Berichte1 heroorgehoben, daß 69 britische Flugzeuge m der Kulturelle Tradition, wirtschaftliche Bindungen und gegenseitige Ergänzung auf wirtschaftlichem Gebiet sowie die politische Zusammenarbeit seien die Grundlage der Beziehungen Jugoslawiens zu einem Volk von 80 Millionen, das heute mehr deckn je das Schicksal Europas bestimme. Diese Zusammenarbeit sei keine Frage einer vorübergehenden Konjunktur. VulMW-lmkische Hreundschasts- und Friedensdeklarckion. Sofia, 17. Febr. (DRB.) Die Bulgarische Tele- graphenagenlur gibt am Montagabend amtlich bekannt: Die Regierungen der Türkei und Bulgariens sind, nachdem sie die gtückl'ch erzielten Ergebnisse mehrmaliger gegenseitiger Meinungsaustausche feftgestellt haben, zu der Uebetzeugung gekommen, daß es ihren gemeinsamen 3ntereffen und Zielen entspricht, das Vertrauen und die Freundschaft zwischen den beiden Ländern weiterhin unberührt zu erhallen. Die Regierungen der Türkei und Bulgariens sind ihrem Freundschaftspakt treu geblieben, der einen unantastbaren Frieden und eine aufrichtige und ewige Freundschaft zwischen den beiden Ländern sanktioniert. Die Regierungen der Türkei und Bulgariens haben auf Grund einer vertrauensvollen Politik, die zur Erhaltung des Friedens und der Ruhe durch die gegenseitige Respektierung ihrer Sicherheit gedient hat, beschlossen, zu einem Meinungsaustausch zu gelangen, und haben in folgenden Punkten eine volle Uebereinffimmung erzielt: 1. Die Türkei und Bulgarien betrachten es als eine unveränderliche Grundlage ihrer Außenpolitik, sich jedes Angriffes zu enthalten. 2. Die beiden Regierungen sind von freundlichsten Absichten gegeneinander beseelt und sind entschlossen, das gegenseitige Vertrauen in ihre gut- nachbarlichen Beziehungen weiterhin zu erhalten und zu entwi^eln. 3. Die beiden Regierungen erklären sich bereit, die Belgrad, 17. Febr. (Europapreß.) Arn Sonntag wurde in Belgrad eine Kabinettssitzung abgehalten, an der fast alle jugoslawischen Minister teilnahmen. Ministerpräsiüent Zw e tko witsch hielt ein kurzes Referat über seine auf dem Berg- hof und in F u s ch l geführten Besprechungen. „Die Reise des Ministerpräsidenten Zwetkowitsch und des Außenministers Cincar-Markowitsch nach Deutschland hat die Zukunft Jugoslawiens gesichert." Mit diesen Worten würdigte am Sonntag als erstes jugoslawisches Kabinettsmitglied der Minister ohne Portefeuille Kulovec in Maribor (Slowenien) die Bedeutung des Besuches der jugoslawischen Staatsmänner in Deutschland. „3n erster Linie kam es bei der Reise darauf an", sagte Kulo- vec, „unserem Lande den Frieden zu sichern. Die jugoslawische Regierung hat unter Führung des Prinzregenten alles getan, was nötig ist, den Frieden zu bewahren, und wird dies auch weiterhin tun." „Breme" schreibt, Jugoslawien sei sich seiner historischen Mission als Balkanstaat bewußt und bemühe sich, den Frieden in dem Raume, mit dem es geopolitisch verbunden sei, zu sichern. Es sei ganz natürlich, daß seine Bestrebungen mit denen seines großen Nachbarstaates übereinstimmten, dessen Absicht seit Beginn dieses Krieges gewesen sei, den Südosten Europas von allen kriegerischen Erschütterungen zu verschonen. Die Berührungen zwischen Berlin und Belgrad seien von dem gemeinsamen Wunsch beseelt gewesen, dem Balkan jede Unordnung zu ersparen. Die Unterhaltung auf dem Berghos sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Friedens gewesen. Im unmittelbaren und persönlichen Gedankenaustausch mit dem Führer sowie mit seinem ersten Mitarbeiter hätten die jugoslawischen Staatsmänner in einer Atmosphäre vollen Vertrauens alle jene Fragen erörtern können, die beide Staaten gemeinsam interessierten und die von besonderer Bedeutung für Jugoslawien und seine Zukunft seien. Das jugoslawische Volk erwarte mit vollem Vertrauen, daß die Ergebnisse der Besprechungen in Fuschl und auf dem Berghof für Jugoslawien und die allgemeinen Grundziele seiner Außenpolitik von Nutzen sein würden. Diese Politik sei die natürliche Folge b?r ständigen berzlichm Beziehungen zwischen Berlin und Belgrad, die sich immer enger gestalteten. kischen Küste, über der die Wellen zusammen- schlagen. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt des Zeitgeschehens, der vor unseren Augen in der Biarritzer Bar vorüberzieht, aber d-ieser Ausschnitt sagt mehr über das Schicksal Frankreichs, 'über das Schicksal einer ganzen Epoche, als Untersuchungen über die Lage des französischen Volkes. Vielleicht wird es uns einmal nützlich fein, zu wissen, wie diese Gesellschaft ihren Sturz ausgenommen und vergebens zu überwinden versucht hat. Sv sind unsere Eindrücke auch ein Beitrag zur Erkenntnis unserer Zeit, die nicht allein auf den Schlachtfeldern entschieden wird, denn was wir erleben, ist mehr als ein Feldzug, mehr als ein Krieg, es ist die gewaltige Revolution des 20. Jahrhunderts. vrühlsche Universtlälrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Gberhessen ließen,9$*«lftraße 7-9 k "rd mit *ni Difj eiin, 22. S ? TtchI 5ßur;£. •wnuin j h nichts n. vanlztiU ;oei uiqer ymegrnveii jtri yecuucgeyuuen, uuy uic (e r i e schoß am 17. Februar, mittags, ein feind- Engländer auch die im Kampf mit Italien iliches Flugzeug ab, das in die Deutsche Bucht oeriorenengegangenen Flugzeuge nicht richtig addiert einzufliegen versuchte. Minenräumboote wie- und erhebliche Retuschen vorgenommen haben. Im sen einen Angriff feindlicher Flugzeuge Zeitraum vom 9. bis zum 15. Februar haben näm-1 unter Einsatz ihrer artilleristischen Abwehr ab. Trotz lich die Italiener 55 britische Flugzeuge im zweimaligen Anfluges kam es zu keinerlei Bomben- Luftkampf abgeschossen und 37 englische abroürfen. Bei einem Flugzeug wurden Treffer Maschinen am Boden vernichtet, also insgesamt 92 erzielt. Die deutschen Minenräumboote setzten ihre englische Flugzeuge außer Kampf gesetzt. Demgegen- Tätigkeit ungehindert fort. über sind auf 6en italienischen Kriegsschauplätzen - QneIllustrierte „ 1.80 tyiteUgebübr... „ -.25 liekrt ITcb bei Nichterscheinen n'JWj tci einzelnen Nummern ' iiiolfle höherer Gewalt eöe*itn k * ' "' ' ...... hoffe, daß das Kriegsende der Anfang eines Jahrhunderts des Friedens und des Glückes fein roirb." Er hat damit den Leuten von Swansea in Wales, afio einer Bevölkerung, die unter der plutokrati- fchen Herrschaft in dos Elend der Arbeitslosigkeit und Verwahrlosung geraten ist, eine Phrase vorgesetzt, die ihr vielleicht munden wird wie die sagenhafte „Blitzsuppe". Hatte aber die englische Regierung nicht im Weltkriege den Massen die gleichen allgemeinen Ideen eines goldenen Zeitalters serviert? Und was ist daraus geworden! Im englischen Rundfunk muß gerade jetzt eine typische Lady über das Elend der Kinderarbeit in der englischen Industrie eine sehr empfindsame Rede halten. Sie bringt es fertig, für dieses Schandmal der englischen Zivilisation „die bekannte Grausamkeit der Deutschen (!)" verantwortlich zu machen, da in Deutschland die Männer so arbeiten, daß die armen englischen Plutokraten gezwungen sind, englische Kinder auszubeuten, nur um konkurrenzfähig zu bleiben und ihren Profit nicht zu schmälern. Greenwood aber erzählt, wie schön alles werden würde. England kämpfe „für seine Welt, die von der oberen Herrschaftsklasse frei fein wird, für eine Nation, die auf ewig jene Fehler auslöschen wird, die ihre Vergangenheit beflecken". Wenn Greenwood weiter sagt, nach dem Kriege müßten die Häuser erneuert, das Schulwesen aufgebaut, die Landwirtschaft organisiert und Maß- nahmen getroffen werden, um Die notwendigen Erfordernisse der jetzt besetzten Länder Europas zu befriedigen, dann kann man Brief und Siegel darauf nehmen, daß nach dem Kriege die Plutokraten, wirtschaft in England die Massen noch stärker aus- beuten würde, als es jetzt schon geschieht, und zwar, weil gerade auch die um Hilfe angegantzenen Plutokraten der USA. jede Neuordnung in England, jeden Durchbruch des Gedankens von Blut und Boden bekämpfen. Für einen völkisch und sozialistisch, für einen gerecht geordneten Sozialstaat Eng- land würde die Judao-Plutokratie dies- und jenseits des großen Teiches keinen Penny opfern. Die heuchlerische Selbstverdammung und der aufgedonnerte Scheinsozialismus der britischen Demagogen können England nicht mehr vor dem Bankerott retten. Es find Pläne, sagt Greenwood selbst, also keine Wirklichkeiten. Die „Erreichung eines höheren Lebensstandards", die „würdigen Grundzüge der Erziehung", diese Probleme sind nicht einmal als reif für parlamentarische Ausschüsse befunden worden! Wenn dieser Krieg zu Ende geht, dann ist auch das alte England erledigt, dann hat tatsächlich, wie Greenwoods Kollege Morrison sagte, Deutsch- land „das Rennen gemacht", und zwar haben bann Blut und Boden, Neuordnung und europäische Zusammenarbeit über die Plutokratie gesiegt. E. S. Nachrichten aus England. Stockholm, 18. Februar. (Europapreß.) Ein Charakteristikum für die Stadtflucht in England ist eine Aufforderung des Kriegsministeriums an alle Engländer, die Angehörige im Felde stehen haben, bei einer Verlegung des Wohnsitzes dem Ministerium Mitteilung zu geben. „Sehr viele Menschen wechseln in England ihre Anschriften", so erklärt eine Bekanntmachung des Kriegsministeriums, „so daß es unmöglich ist, die Angehörigen gefallener britischer Soldaten von dem Tode ihrer Verwandten schnell genug zu unterrichten. Es ist daher angebracht, sofort die Anschriftsänderung mitzuteilen". Die „Times" gibt die wachsenden Schwierig, feiten des englischen Eisenbahnbe- t r i e b e s infolge der deutschen Luftangriffe und der zahllosen Bombentreffer auf wichtige'Stationen und Linien zu. Am meisten habe der Süden gelitten, wo man dazu übergegangen sei, in tief angelegten Unterständen unter der Erde besondere Abteilungen für die Beseitigung von Luftkriegsstörungen jeder Art einzurichten, ihr wichtigster Zweck sei die sofortige Abstoppung des Verkehrs auf den Limen, die von Bombentreffern unterbochen würden. Eine weitere ebenfalls unterirdisch arbeitende Abteilung habe dann sofort die Umlegung der aufgehaltenen Züge oder ihren Ausfall mitzuteilen und müsse schlimmstenfalls an- geben, wie der Verkehr durch Benutzung der Land- straße weiter durchgeführt werden könne. Die „Times" schließt ihre Betrachtungen mit der resignierten Feststellung: „Das ist nicht immer ein- f a ch. Die Aufstellung der Eisenbahnfahrpläne ist schon in normalen Zeiten sehr kompliziert. Heutzutage müssen neue Fahrpläne in einer Nacht entworfen werden. Einmal mußte sogar infolge wiederholter Schäden in einer Nacht eine dreimalige Neuaufstellung der Fahrpläne vorgenommen werden. Die eisernen Gitter am Parliament Square, am Platz zwischen der Westminster« Abtei und den wichtigsten Ministerien, sind nun- „Bluisbrüderschast." Ein Terra-Film Philipp Lothar Mahrings. In seiner Rede vor der Reichsfilmkammer hat Reichsminister Dr. Goebbels den Krieg den großen Erzieher des deutschen Filmschaffens genannt. Durch das Medium der Wochenschau hat auch der Spielfilm in seinen besten Leistungen jene männliche Haltung erhalten, die wir als zeitgemäß empfinden. Die eigene Sprache von Filmen wie „Unternehmen Michael", „Urlaub auf Ehrenwort", „Wunschkonzert" fand unser Ohr, weil es die Sprache unserer Zeit war, hart und knapp, wie sie Der Bericht eigenen Erlebens in den immer noch unfaßlichen Wandlungen dieser letzten zwanzig Jahre nur verträgt. Philipp Lothar M a y r i n g 9 „Blutsbrüderschaft" bekräftigt erneut diese Zeitnähe des Filmes. Er stellt ganz persönliches Schicksal in das Zeitgeschehen hinein, und wir nehmen an diesem Schicksal Anteil, weil es so ober ein wenig anbers unser eigenes Erleben ist, an bas wir hier burch ben in feiner schmucklosen Realistik partenben Tatsachenbericht vom Inferno unseres Volkes und feiner Selbstbesinnung erinnert werben. Blutsbrüberschaft, bas ist die auf ewig unzerstörbare Kameradschaft der Front, die zwar die Verschiedenheit der Charaktere und Temperamente nicht auslöscht, deshalb auch nicht ohne Mißverständnisse bleibt, aber immer wieder zusammenführt, wenn es um Letztes und Höchstes geht. Hier sind es ein Infanterist und ein Flieger, die an einem der letzten furchtbaren Tage des Weltkriegsdramas sich aus schier verzweifelter Lage gegenseitig heraus- hauen und in dieser Stunde äußerster Bewährung Freundschaft fürs Leben schließen Gemeinsam beginnen sie nach dem bitteren Kriegsende in dem von der Inflation geschüttelten Deutschland den mühsamen Weg des Brotverdienens, trennen sich aber bald, weil der eine zu feinfühlig ist, um sich von dem anderen praktischeren und lebensklügeren Ka- Irischer Geleitzug - von einem Flugzeug aus gesehen. ' ■ Unser Bild zeigt einen britischen Geleitzug von 19 Schiffen, der hier in ziemlich geschlossener Formation seinem Ziel zustrebt. Der ganze Sammeltransport ist von einem Flugboot begleitet. (Associated-Preß-M.) Rieseubrand in Santander. Ganze Straßenzüge ein Flammenmeer. — 300 Häuser eingeäschert. Madrid, 17. Februar. (Europapreß.) Der am Samstag und Sonntag über Nordspanien wütende Orkan verursachte in Santander ein Großfeuer. Seine Entstehung ist auf ein Hochspannungskabel zurückzuführen, das auf einen Petroleumtank der staatlichen Monopolgesellschaft Campsa fiel. Bald standen sämtliche Oellager in Flammen. Das Feuer griff von da auf die L a g e r s ch u p p e n des Hafens über und verbreitete sich dann in ben angrenzenben Stadtteilen. Die Feuerwehren aus Madrid, Bilbao, San Sebastian und anderen Städten sind gegen das Feuer eingesetzt, bas immer roieber von dem orkanartigen Sturm entfacht wirb. Durch bie Bilbung von Funkensprühregen werben "immer weitere Stabtteile in Branb gesetzt. Das Ge- bäube der Zollverwaltung, der Bischofspalast, die Kathredale, bie Filiale ber Bank von Spanien und das Hotel Royalty sind ein Opfer ber Flammen geworben. Mehrere Straßenzüge finb zum Teil gänzlich vernichtet, so bie Calle Atarasanas, Calle San Francisco, Calle ruo Mayor, Calle ruo Meno, Calle Cuesto bei Hospital unb Calle ana. Bis jetzt steht fest, baß 3 0 0 0 0 Personen obdachlos geworden finb. Etwa 300 Häuser sind eingeäschert worben. Das Feuer konnte deswegen einen so gewaltigen Umfang annehmen, weil es in der Altstadt entstand, wo viele Häuser noch aus Holz gebaut sind, die unter den Auswirkungen des Orkans sich in ein rasendes Flammenmeer verwandelten. Bereits Montagmittag hatte sich das Feuer bis auf bie große Hauptstraße von Santander, bie Paseo de Pereda, vorgefressen, die am Strande in der Nähe des berühmten Bades Sardinero verläuft. Nachmittags haben die Flammen von der Altstadt, wo das Feuer ausbrach, auf die höher gelegene Neustadt übergegriffen. Auch der R a d i ö f e n d e r von Santander ist ein Opfer des Feuers geworden. Die beiden Zeitungen Santanders sind ebenfalls durch die Katastrophe lahmgelegt. Der Versuch, bie chemischen Werke bzw. bie bort lagernden brandgefährlichen Chemikalien zu retten oder vor einem Zugriff der Flammen sicherzustellen, ist gescheitert. Am Nachmittag ist es infolgedessen zu verschiedenen schwerenExplosionen gekommen, über deren Auswirkung noch nichts gesagt werden kann. Ebenfalls fehlen noch völlig Zahlen über die Verluste an Toten und Verwundeten. Das Feuer erfuhr in den Nachmittagsstunden des Montags außer durch den herrschenden Orkan da- durch eine katastrophale Ausdehnung, daß die Benzintanks der Campsa, der staatlichen Monopol-Verteilungsorganisation, von den Flammen erfaßt wurden und explodierten. Usbel zugerichtet wurden die beiden großen Hauptverkehrsund Prachtstraßen von Santander, Paseo de Pe- reba unb La Bianca, die bie meisten unb größten Büros und Geschäfts beherbergend Nach 48ftünbigem Brand scheint es am späten Nachmittag gelungen zu sein, das Feuer zu Iota» lisleren, obwohl der vom Meer her kommende Orkan noch immer unvermindert anhält. Nach amtlichen Erklärungen ist ein Drittel der Stadt 3 e r ft ö r t. Augenzeugen glauben jedoch, daß die Verwüstungen ungefähr die halbe Stadt erfaßt haben. Die Feuerbekämpfung und die Rettungsaktionen mußten vom Zivilgouverneur und vom Generalsicherheitsbirektor Spaniens von Bord des im Hafen von Santanber liegenden spanischen Dampfers „Pulton" aus geleitet werden. Ueber 5 0 00 0 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, müssen evakuiert werden, da für eine solche Anzahl von Obdachlosen in Santander nicht genügend Unterkunftsräume zur Verfügung stehen. Bis jetzt wurden 111 Verletzte geborgen. Mit fieberhafter Eile geht man bereits an die ersten Aufräumungsarbeiten, an die Wiederherstellung der Telephon- und Verkehrsverbindungen sowie der lebenswichtigen Betriebe, wie Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. Zur Linderung der ersten Not sind umfangreiche Eilsendungen an Lebensrnitteln, Kleider und Wäsche eingetroffen. wehr auch der Schrottsammlung zum Opfer gefallen. Gegen ihre Entfernung waren zunächst Bedenken erhoben worden, nicht so sehr aus Schönheitsrücksichten, sondern von polizeilichen Gesichtspunkten aus. Da der Parliament Square häufig Schauplatz starker Menschenanfammlun- gen ist, waren diese Gitter ein wesentliches Mittel, um die polizeiliche Kontrolle des Verkehrs zu erleichtern. Der Bedarf an Eisen ist aber in England so groß, daß das Beschaffungsministerium auf der Verschrottung der rund fünfzehn Tonnen schweren Gitter bestanden hat. Die Presse nimmt bie Beseitigung ber Gitter zum Anlaß, um bie Bevölkerung erneut zur Hergabe aller nicht unbedingt notwendigen Metallgegenstänbe aufzufordern. - Neue Informationsreisen von Hopkins und Willkie. N e u y 0 r k, 17. Febr. (Europapreß.) Wie „New York Daily News" melden, soll ber soeben von einer Englanbreise zurückgekehrte persönliche Abgesandte des Präsidenten Roosevelt, Harry H 0 p - meraden mitschleppen zu lassen. Während dieser als Ingenieur es schnell zum Leiter einer großen Fabrik bringt und sich in seinem nüchternen Blick für bie ihm zunächstliegende Aufgabe, Arbeit unb Brot für Tausenbe von Volksgenossen zu schaffen, auch wenig barin stößt, daß die Fabrik in englischen Besitz übergeht, sieht ber Freund sehr viel schneller das Grundsätzliche in dieser Katastrophe, die nicht unverschuldet über unser Volk hereingebrochen ist, und er stellt sich früh mit aller Entschlossenheit unb aller Konsequenz in bie Reihen berer, Die ben Kampf um eine Erneuerung Deutschlands aufneh- men. Als ihr Weg sie beibe wieder zusammenführt, ist es die Liebe zu einer Frau, die sich wieder trennend zwischen sie schiebt. Nicht für lange, denn der Ingenieur lernt feine englischen Brotherren von einer Seite kennen, die ihm die Augen für den Sinn des nationalsozialistischen Kampfes öffnet und ihn zu dem verloren geglaubten Freunde treibt, mit dem Seite an Seite er in der SA. Adolf Hitlers und im Herbst 1939 in ber jungen deutschen Wehrmacht gen Polen marschiert. So schließt bas Front- erlebnis in seiner Begründung ewiger Treue ben Bogen vom Damals zum Heute. Philipp Lothar M a y r i n g hat mit H. G P e - terffon das Drehbuch zu diesem Film geschrieben und mit E. Kyrath an ber Kamera eine Szenenfolge geschaffen, in ber bas unsagbare Wirr- fal dieser schon fast vergessenen Zeit mit ihrer inneren und äußeren Not durch die schärfste Verdichtung der Bilder ungeheuer eindringlich auf uns wirkt. Seine Spielleitung hat die Handlung im einzelnen sehr sorgsam im Ton auf das große Thema abgestimmt und damit eine Geschlossenheit hergestellt, die den Film über das bloße Zeitdoku- ment hinaushebt. Hans Sohn ker und Ernst von K1 i p st e i n sind die beiden recht verschieden veranlagten Freunde, der eine ein frischer Draufgänger, nüchtern und zäh, ber andere, eine besinnlichere Natur, die mit fanatischer Hingabe feiner Idee folgt. Beide haben hier ganz bie ihnen gemäße Aufgabe gefunden und sie mit jugendlicher Verve bewältigt. k i n 5, abermals eine Reife im Auftrag des Präsidenten unternehmen. Das Blatt meint, diese Reise würbe Hopkins entweber nach Jbero-Ame- r i k a oder nach Japan, vielleicht aber auch nach beiden Gebieten führen. Auch Wendell Willkie kündigte an, daß er eine neue Inspektionsreise vorhabe, bie ihn nach China führen werde. Der Rektor ber nordamerikanischen Harward- Universität, James B. C 0 j n a n t, ist mit zwei anderen nordamerikanischen Professoren nach England abgereist. James B. Cojnant war während des Weltkrieges in seiner Eigenschaft als Professor der Chemie nordamerikanischer Sachverständiger für die Kampfgaserzeugung. Sowjetisch-japanische Wirtschastsverhandlungen. Moskau, 17. Febr. ^DNB.) Die sowjetischjapanischen Wirtschastsoerhandlungen haben am Mqntaa in Moskau begonnen. Der japanische Botschafter Tatekawa wurde am Nachmittag vom Volkskommissar für den Außenhandel Anneliese Uhlig ist sehr herb und verhalten, sparsam in Wort und Geste bie Frau, bie zwischen ihnen steht und sie bann boch wieder zueinanderführt. Mit ihnen findet sich ein großes Ensemble zu einer Spielgemeinschaft zusammen, in ber viele sehr sorgfältig durchgearbeitete Rollen bem Ganzen zu jener aeschlossenen Wirkung verhelfen, von ber wir schon sprachen. (Lichtspielhaus.) Dr. Fr. W. Lange. Gloria-Palast: „Sieben Jahre Pech". Aus dem törichten Aberglauben, daß ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bedeute, hat dieser Film (Buch unb Regie: Ernst Marischka) ein schlechterdings unbeschreibliches Tohuwabohu unglaublicher Situationen gemixt. Der Schwank „Der Mann, von bem man spricht", arbeitete seinerzeit mit ähnlichen Einfällen. Niemanb kann verlangen, in diesem kleinen Bericht eine Inhaltsangabe zu finden. Das kann man nicht erzählen, man muß es sehen. Wolf Albach-Retty ist ber Mann, der sich unschulbigerweise vom Pech verfolgt fühlt, unb er ist es auch; baß er ohne Hose träumerisch über ben menschenwimmelnben Salzburger Bahnsteig wanbelt, ist noch bas wenigste: bebenklicher scheint schon, wenn er, nicht mehr ganz nüchtern, im Spießes statt seines Spiegelbildes Theo Lingen erblickt und sich über ben blöben Kopf wundert, ben er aufhat. Gingen seinerseits ist roieber mal in großer Form, er läßt weiße Mäuse in ber Straßenbahn los, er chloroformiert eine ganze Hochzeitsge- feüfdjaft, tämpft einen verzweifelten Kampf im Loroentafig unb fällt vom britten Stock der Feuerwehr ins Sprungtuch. Unter diesen Umstanden kann sich Hans Moser natürlich nicht lumpen lassen: er ist ein Tierarzt und muß dem Negus im Löwen- fafig einen Zahn ziehen, glaubt im früheren Leben eine Reblaus gewesen zu fein, ramponiert sein Bett unb haut Spiegelscheiben kaputt. Ida Wüst sagt die passenden Worte dazu. Olly Holzmann, Clara T a b 0 d y und Oscar Sima sind auch dabei. Nach diesen bescheidenen Andeutungen wird der UdSSR. Mikojan zu einer ersten länger* Besprechung empfangen. Mit den damit eröffnet* Wirtschaftsverhandlungen verfolgen beide Seiten die Absicht, einen Handelsvertrag und ein Aj, kommen über den gegenseitigen Warenaustausch aj, zuschliehen. Englische Nervosität in Ostasien. Trrippenzusammenziehungen auf Malair- und in Burma. * mm % tll'1 M w sichel fiteste il.t' versucht. Die drohende Haltung, die England unlängt gegenüber Thailand durch erhebliche Trup, penzusammenziehungen auf der Halbinff Malakka und in Burma an den Tag gelegt hat, \ ein weiterer Beweis für die Absichten England, den Raum von Singapore als militärischen 2lu<.' :jrtn' * ;n 3d ijW [inon ■ O01 sjvüte oner Vie in Jwnofl* Merl 1: n 16. liieren 6IO< hit*; «dii in«!1 i« f<" 1 M ' ..M! 6 Hm 1 M | Mu I :rf f Wf- gangspunft zu benutzen, um von dort aus bt Durchführung der von Japan geplanten Neuordnung Ostasiens zu stören. Wie Domei aus SBanaftl meldet, werden die britischen Streitkräfte, die der malayisch-thailändischen und burmesisch-thailüt. bischen Grenze zusammengezogen sind, auf run) 2000 Mann und 150 Flugzeuge geschätzt, Gleichzeitig mit diesen Truppenzusarnmenziehungsi übten die Engländer einen verstärkten wirf, schastlichen Druck auf Thailand aus, indey sie vor allem die PreisefürReis, Zinnun Gummi erhöhten, die unter britischer Kontrolle stehen außerdem versuchten bie Engländer, .v, Einfuhr von Del und anderen wichtigen terialien nach Thailand zu verhindern. Englaw hat also, nachdem e s einsehen mußte, daß es tr»j aller Bemühungen Thailand nicht für seine Zweck gewinnen und gegen Japan ausspielen konnte, fein* bisherige Politik geändert unb versucht nun, Tha i, land unter Druck zu setzen. Nach einem Bericht nm Bangkok forderte der dortige britische Konsul M möglichst schnellen Evakuierung der britifdxn Frauen auf. Die „Times" hält es sogar für angebracht, 3a pan zu warnen, daß Großbritannien Japan do d feinen Rohstoffquellen abschneidei werde, die Japan zu seiner Selbsterhaltung bs- nötige. Die englische Warnung ist recht angebrad^ j Die japanische Flotte wird dafür sorgen, baß bäi englischen Absichten im Femen Osten vereitel! werden. Tokio, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Welche Grad die Nervosität der angelsächsischen Mächte i* Fernen Osten erreicht hat, zeigt eine Associated- Preß-Meldung, durch die bekannt wird, daß En§. land bie Zugänge und Einfahrten nach Singapore durch Auslegen von Minen zu sicher, I' ' ..D't D« Botschafter Oshima in Berlin eingetroffen. V K' /MÄ * M ■ <• 1 ’ 1 f 4 Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der neuernanntw kaiserlich japanische Botschafter General Oshimm ist am Montag in Begleitung seiner Gattin auf dem Bahnhof Friedrichstraße eingetroffen. Das Botschaf» terpaar wurde auf dem Bahnhof im Namen de» Reichsministers des Auswärtigen von JRibbentropo von Staatssekretär v. Weizsäcker begrüßt. Fer« ner waren erschienen Botschafter Stahmer, Unter« man sich ein Bild davon machen, was einem hiell bevorsteht. Es wurden Tränen gelacht — (Styria" Film.) * Im Beiprogramm läuft ein Vorspann ,aMi Schatten des Berges" und bie neue Wochenschau!i aus ihrem Inhalt: Trauerfeier für Gras CsaMi Botschafter Kurusu beim Führer; Reichsjugendfüh" rer Axmann in Oslo; Amtseinführung ber neuem (Bauleiter von Schlesien; Kapitänleutnant Schepkst im Sportpalast unb mit feiner Besatzung auf Ski« Urlaub; Räumboote auf Fahrt; beutsche Flieget! über Afrika. Hans Thyriot. Vögel und Flugzeuge. Die heutigen Flugzeuge, die eine so hohe tech» nifche Vollendung erfahren haben, laufen auch iw friedlichen Handelsverkehr manchmal eine Gefahr,, wenn sie mit Vögeln zusammenstoßen. Ein 3ufam*' mentreffen zwischen einem Flugzeug, das mit 3001 ober 400 Kilometer Geschwindigkeit in ber Stunde durch ben Raum saust, unb einem Vogel, der mit 100 bis 150 Kilometer Schnelligkeit in Der Stund« fliegt, bedeutet immer eine ernste Gefahr, da di« aus ben beiden sich ergebende Schnelligkeit uno die Gewalt des Stoßes selbst bann eine bedeutend« Wirkung haben, wenn ber Vogel kaum mehr als ein Kilogramm wiegt. Gewiß finb bie Vögel bei. diesem ungewöhnlichen Zusammentreffen meist die allein Betroffenen, wenn jedoch das Tier gegen ein empfindliches Organ ber Maschine wie du Schraube ober auf einen der schwächsten Teile töi« ein Fenster stößt, können die Folgen auch für das Flugzeug sehr unangenehm werben. Gerade der letzte Fall verdient besondere Beachtung, und man macht seit einiger Zeit Versuche, um ein durchscheinendes Material zu finden, das bie bisher^oer' wenbeten Glasarten ersetzen kann und bem Stop dagegen fliegender Vogel zu widerstehen imstande ist, deren Wirkung mit ber einer Gewehrkugel oe" glichen werben kann. ulv MM linnidjte I! MW l’Wie iS öd)ft I ierti in übers Kttye Hi T) Bl; etwa 0 rnidjte I 11 Mc I ’ornt! gelt gt SW.-! Ifren K Bert 2 »f Rom ir* Rn bi IW Ber !hN Ittilolo hty, G •kbet; Giften tt. Km 1 M bt IMdnb ain >eni üllegi Nhen ’Ne ( Spi J" ! *Hi|d S"> $5 "*'R ? Ni K’n(^ Jo *«ibe, >1=1 Friedrich Mngshawien f m Will» Nu Es en und vor- Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der OKW.-Bericht n. dersten der MätMPENE OSRAM Im Hause der Auslandsorganisation vollzog sich in Gegenwart des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Gauleiters der AO. Bohle die Amtseinfüh- rung des neuen Gauobmannes der DAF. der Auslandsorganisation Pa. Rarath. Worte höchster Anerkennung fand Gauleiter Bohle für den scheidenden Gauobmann der DAF., AO. R u b e r g, der bereits 1931 im Kamerun die erste Ortsgruppe der NSDAP, gründete. flelN । Oapfln ii slhlNiii iri)Qlhinf, lt ongtk-i 17 575 480,20 RM Der Durchschnitt je Kopf Bevölkerung steigerte sich von 13 auf 22 Rpf. Oer vernichtende Gtuka-Angriff auf die „Southampton". leine tonnte,k t nun, S > Lech • 1 ftonlnl Mauer aus Blut und Stahl. Erlebnisbencht von -den Kämpfen einer Division der Waffen in der panzerabwehrschlacht bei Arras. Bon ^-Änegsbenchter Hein Schlecht Gutes Licht hilft de« Auge» ' « unaen S>- darum «nm«« v7r»m.M-L°nwtn. s 00 t n J r neuert ral E , Iflttin fl1 J Hai & i o*gjl @rof j lichs ng^ tnanic ßun( Am 12. und 14. Februar erneuerte in Giara- bub der Feind unter Einsatz starker motorisierter verbände mit besonderer Heftigkeit seine Angriffe, bi? am widerstand unserer tapferen Truppen zu- lommenbrachen. Abteilungen des deutschen Fliegerkorps haben feindliche Flugstützpunkte, Verbindungswege und motorisierte englische Abtei- lmgen aufs heftigste bombardiert. Ein deutscher vi»mber ist nicht zurückgekehrt. 3m Aegäischen Meer frirbe ein feindlicher Flugstützpunkt auf Kreta ml Splitter, und Sprengbomben belegt. 3n Ostafrika beiderseitige Artillerietat.gkeit lir Abschnitt von Keren. 3m Ken ia-Abschni tt v«rde eine starke feindliche motorisierte Kolonne, bii versuchte, sich unseren Stellungen zu nähern, im ' bärtigen Gegenangriff zum Rückzug gezwungen, »»bei sie starke Verluste an Mann und Material er- Illi. Unsere Luftwaffe unterstützte weiterhin in vollem kinsah die Landkampfhandlungen. Bei dem vom Feinde in der Rächt zum lv. Je- bmar ausgeführten Luftangriff auf Brindisi imbe neben den im gestrigen Wehrmachtbericht ge- nennten zwei Flugzeugen noch ein weiteres avge- kfpffen. % Bor neuen Wirtschastsverhandlungen Niederländisch-Zndiens mit Japan. Tokio, 17. Febr. (DNB.) Noch einer Domei» Meldung aus Batavia suchte der Chef der Handels« abteiluna der niederländischen Regierung am 15. Februar den dortigen japanischen Generalkonsul Ischizawa auf, um ihm die Absicht seiner Regierung für die Wiederaufnahme der Wirtschaf t s v e r h a n d l u n g e n zu übermitteln. (5s sei anzunehmen, baß als Ergebnis dieser Aussprache die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern in allernächster Zeit eröffnet werden. Kieme politische Nachrichten. Reichsbauernführer Darrs hat Prof. Günther im Hinblick auf die besondere Bedeutung seiner Arbeiten für das deutsche Bauerntum und seinen Kampf gegen die Verstädterung zu seinem fünfzigsten Geburtstag durch den Landesobmann der Landesbauernschaft Baden und einen Referenten seines Stabes die Glückwünsche des deutschen Landvolkes aussprechen und ihm eine Plastik von Professor Klinisch überreichen lassen. iii!B *£<. ein* Ja in At "W klfti £ nelH& die $ um das Volkstum große Verdienste erworben. Im Sommer 1933 schweißte Ministerialrat Ringshausen der Landschaftsbund Volkstum und Heimat — heute Heimatbund — zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammen. Er gründete auch die Jugendzeitschrift „Der junge Heimatfreund" und veranlaßte zahlreiche Ausstellungen zur Förderung der Volks- rumsaroeir in Stadt und Land. Botschafter Hermann Knebel f. München, 17. Febr. (DNB.) Botschafter Hermann Kriebel ist kurz nach Vollendung seines 65. Lebensjahres im Krankenhaus München links der Isar gestorben. Hermann Kriebel gehörte zu den ältesten Mitkämpfern des Führers. In den politischen Sturmjahren nach dem Weltkriege war her damalige Oberstleutnant Kriebel in der »rntchteter feindlicher Tonnage Auf ihrem zweiten nternehmen, das sich.an der Wende 1916/17 über er Monate hinzog, vernichtete die ..Möwe" ins- samt 21 Dampfer und 5 Segelschiffe mit 119 677 RT Diese Glanzleistung, die 1917 in der ganzen (eit größtes Aufsehen erregte, ist jetzt von dem im KW.-Bericht vom 16. 2. rühmend erwähnten deuten Kriegsschiff bereits um einige hun- -.»rt Tonnen übertroffen worden. festige Kampfe um Giarabub Der italienische Bericht. Rom, 17. Febr. (DNB.) Der italienische wehr- »achtbericht vorn Montag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front dauerten am iffdgen Tage die Kämpfe besonders am Abschnitt ir 11. Armee an. verbände unserer Luftwaffe iben feindliche Stützpunkte, verbindungsstrahen Hb Verteidigungsstellen gründlich bombardiert und in Tiefslug Truppenzusammenziehungen und Nach- K-ubkolonnen mit MG. Feuer und Splitterbomben belegt Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. der Nacht zum 16. Februar haben unsere Bombet den Flugplatz von M l k a b a (Malta) mit sicht- llhem Erfolg bombardiert Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps schossen über der Insel drei hurricane 'ölte, eUtftz ■ N läge M wnütfe ten aus, Sinnt! iw Äorj." plönütt, - '«Wftni ajnftj ■ 05 WL. it * burt der deutschen Nation einen Namen einzusetzen und im Kampfe gegen den Novemberstaat eine Existenz zu verlieren hatten. Hermann Kriebel entstammt einer alten bayerischen Offiziersfamilie. Er wurde 1876 in Germersheim als Sohn des späteren Generals Karl Kriebel geboren und nahm um die Jahrhundertwende am Chinajeldzug teil. Während des Weltkrieges hatte Kriebel verantwortungsvolle Generalslabsstellungen inne und wurde dann in der Obersten Heeresleitung einer der engsten Mitarbeiter Ludendorffs. Als militärisches Mitglied der deutschen Waffenstillstandskommission rief Kriebel beim Verlassen der Stadt Spa im Juni 1919 den Feinden sein prophetisches Wort zu: Auf Wiedersehen in zwanzig Jahren! Nach der Auflösung der bayerischen Einwohnerwehr, deren Stabschef er war, übernahm Kriebel die Führung des Deutschen Kampfbundes, der sich aus der damaligen SA., dem Bund Oberland und der Reichsflagge zusammensetzte. Am 9. November 1923 marschierte Kriebel neben Adolf Hitler zur Feld- Herrnhalle. Don der fünfjährigen Festungshaft verbüßte er längere Zeit mit dem Führer zusammen in Landsberg. Nach der Haftentlassung war Kriebel in der Heimwehrbewegung Kärnten tätig. Er kehrte auf des Führers Ruf von dort zurück, wurde SA.-Ober- gruppenführer und ging später mehrere Jahre bis 1937 als einer der besten Kenner der ostasiatischen Verhältnisse als Generalkonsul nach Schanghai. Anschließend wurde Kriebel als Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt Chef der Personalabteilung. Im September 1940 wurde ihm eine besondere Ehrung durch die Ernennung zum Oberst des neuen Heeres zuteil. Erst vor wenigen Wochen, an seinem 65 Geburtstag, wurde ihm der Titel eines Botschafters verliehen. _ Nur wenige Männer haben als Soldat, Politiker und Revolutionär die Entwicklung unserer Zeit gleich stark miterlebt und mitbeeinflußt rote Hermann Kriebel. Sein Leben war der Größe des Reiches gewidmet. Sein Name wird für immer mit der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung verbunden bleiben. Reichsleiter Alfred Rosenberg widmet in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz Hermann Kriebel einen Nachruf, in dem er sagt: Mit ihm ist eine Persönlichkeit abberufen worden, die tm wahrsten Sinne eine Verkörperung aufrechtesten deutschen Mannestumes und vorbildlicher nationalsozialistischer Kameradschaft gewesen ist. Er trug beste deutsche Offizierstradition in die junge nationalsozialistische Bewegung. Auch er symbolisierte für uns schon damals jene Vereinigung von Soldatentum und Arbeitertum im weitesten Sinne der bei- den Begriffe, die Wille und Idee einer neuen Volksgemeinschaft wurden. Wieder geht einer von jenen von bannen, die den ganzen Weg von deutscher diese Situation eingespielt. Jeder einzelne weiß genau, was er in dieser Lage zu tun hat. Und schon peitscht der erste Pakschuß aus dem Rohr. Der zweite, der dritte und vierte folgt blitzschnell Hinterher. Ein Panzer raucht, brennt lichterloh, der andere schiebt sich schwerfällig rückwärts, um dem mörderischen Pakfeuer zu entgehen. Irgendwo geht eine geballte Ladung hoch. Aha — die Pioniere — sie Haben das Dorf fast zur gleichen Zeit von der anderen Seite her erreicht. Als die mit der Infanterie vereinbarten Leucht- Jetzt beginnt, wie schon so oft, das stundenlange, zermürbende Warten. Aber es hilft nichts — zunächst muß durch den Spähtrupp festgestellt werden, was in Siemencourt los ist. Wenn es nur erst _ , ........ so weit wäre: den Feind vor Augen haben, handeln' Zeichen ausblieben, hatte sich der Pionier-Zugführer nb ... 5* ", KV %lj l »n tl|.; Nach schwerem Leiden ist im 61. Lebensjahr Ministerialrat Friedrich Ringshausen gestorben. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der auf dem Gebiet des hessischen Schulwesens und der Volks- tumsarbeit sich große Verdienste erworben hat. Am 28. Januar 1880 zu Nidda in Oberhessen geboren, stand Ringshausen als Lehrer in verschiedenen Teilen Hessens und war zuletzt 24 Jahre Lehrer in Offenbach. Bereits 1923 trat er der NSDAP, bei und war von März 1927 bis Januar 1931 Gauleiter der NSDAP, in Hessen-Darmstadt. Als Leiter der Abteilung VII. der Hessischen Landesregierung betreute er das Bildunaswesen, Kultur, Kunst und Volkstum. Er war Daneben Gauwalter des NS. -Lehrerbundes. Amtsleiter für Erziehung und Unterricht sowie Leiter des Heimatbundes für Hessen und Nassau und Sängergauführer des Sängergaues XII Hessen-Darmstadt. Insbesondere hat er sich auch als Reichs« uni) Auslandsredner her Partei aatssekretär Woermann, Generalkonsul Schubert ^Gruppenführer Wolff, General von Witzendorsf Vizeadmiral Patzig, Oberstarbeitsführer Müller-' Brandenburg, der japanische Geschäftsträger mit lern Personal der Botschaft. Staatssekretär v. Weiz- |i(fer hieß Botschafter Oshima tm Namen des von Berlin abwesenden Reichsaußenministers zu seinem weiten Amtsantritt in Deutschland herzlich bmmen und geleitete ihn in die Botschaft. Berlin. 17. Febr. (DNB.) Nach einer Veröffentlichung der britischen Admiralität wird die Zahl der mit dem britischen Kreuzer „Southampton" untergegangenen Offiziere und Mannschaften mit 482 angegeben Einzelheiten über Verwundete und Gerettete der rund 700 Köpfe umfassenden Besatzung des Kreuzers werden nicht gemacht. Als deutsche Kampfflieger in der Straße von Sizilien den Kreuzer „Southampton" angegriffen hatten, hat die britische Admiralität bekannt gegeben, der Kreuzer habe sich s e l b st versenkt. Diese Angabe ist von vornherein auf Zweifel gestoßen. Die jetzt von der britischen Admiralität genannten Zahlen über die Toten der „Southampton" sprechen vielmehr für die gewaltige SchlagkrastderdeutschenSturzkampf- b o m b e r. Durch ein königliches Gesetz wurden die Bestimmungen des Gesetzes vom 14. September 1940 über die Gründung des national-legionären Staates in Rumänien außer Kraftaesetzt. Bis zur Neu- regelung ist jede politische Tätigkeit verboten. Größe über Fall, Schande und Schmack; ungebeugt bis zur Schicksalswende durchgekämpft haben. Wieder einer, dessen Namen unaustilgbar in dem Gedächtnis der nationalsozialistischen Revolution eingegraben bleiben wird. Er war uns allen ein Kamerad, dem Führer einer seiner treuesten Gefolgschaftsmänner, der deutschen Jugend ein Vorbild für immer, dem deutschen Volk ein bedingungsloser Träger seiner Ehre. Beamte und Handwerker sammelten über 17,5 Millionen für das WHW Berlin, 17. Febr. (DNB.) Am 1. und 2. Fe- bruar sammelten Beamte und Handwerker für das Krieas-WHW. Während bei der gleichen Sammlung des Vorjahres 10 619 085,52 RM. aufgebracht wurden, stieg das Ergebnis in diesem Jahre um 6 956 394,68 RM., das sind rund 66 v. H., auf und zupacken dürfen, das ist etwas für einen Panzerjäger. Stunde um Stunde verrinnt, die Männer liegen am Boden, rauchen, dösen vor sich hin und warten. Indessen hat der Kommandeur mit den Komvanie- und Zugführern die Lage eingehend besprochen: Es muß damit gerechnet werden, daß starke feindliche Panzerkräfte versuchen werden, in die Flanke der Division zu stoßen. Der Feind will die Umklammerung seiner Armee verhindern und die im zügigen Vorgehen befindlichen deutschen Truppen abschneiden und möglicherweise vernichten. Das Gesetz des Handelns darf keinen Moment aus der Hand gegeben werden. Die Division hat an ihrer Stelle mitzuwirken, den großen stählernen Ring um die vom englischen Expeditionsheer verstärkte französische Armee zu schließen. Der Vormarsch der Division darf unter keinen Umständen aufgehalten oder unterbrochen werden. Für die Panzerjäger hat die Stunde der Bewährung aeschlaaen. Es kommt auf jede Kompanie, auf jedes Pakgeschütz und auf jeden einzelnen Mann an! ©er Kampf auf der Oorfstraße. Bevor der Kommandeur auf seinem B-Krad zum anderen Gefechtsabschnitt hinüberfährt, steckt er seinen Männern noch Eigenhändig die Handgranaten in die Koppel. Der Zugführer grübelt noch eine ganze Zeit über seine Worte nach Auch er spürt jetzt die Müdigkeit — sie sind jetzt wieder mal 36 Stunden auf den Beinen. Stunden sind vergangen: die mit einem Jnfanteriespähtrupp verabredeten Leuchtzeichen sind ausgeblieben, Meldungen liegen immer noch nicht vor. Fernes Motorengeräusch läßt aufhorchen. Die Armbanduhr zeigt 2.30 Uhr. In zwei Stunden wird es hell fein. Auf der Straße taucht schemenhaft ein B-Krad auf, es ist mit drei Soldaten besetzt, und fährt in Siemencourt ein. Es vergehen wieder zwanzig Minuten, bann werden die Giebel in der Mitte der Ortschaft sekundenlang durch grellen Feuerschein taghell beleuchtet; ein dumpfer Einschlag wimmert herüber. Dort ist also etwas im Gange. Anscheinend haben die Pioniere eine geballte Ladung geworfen; vielleicht ist auch eine Mine hochgegangen. Jetzt scheinen auch Schüsse zu fallen. Dann wird es wieder totenstill. Es ist soweit. Langsam und nach allen Seiten sichernd, tasten sie sich mit ihren Geschützen durch die Dorfstraße von Siemencourt. Die Sicht ist schlecht — es ist weder hell noch dunkel. Inmitten der Straße finden sie ein zusammengeschossenes B-Krad: es steht in einer großen Blutlache — Darüber ein lebloser Körper. Ein toter Zugführer der Pioniere — er gehört zum Stoßtruvp —, vor wenigen Stunden haben sie noch mit ihm gesprochen. Sie wollen ihn herausheben. Da kracht es und ballert es von allen Seiten. Die Männer kleben eine Sekunde lang hinter den Stahlschildern ihrer Kanonen, an den Häu- ferwänden und in Türfüllungen: sie erkennen in der Straßenbiegung, noch keine hundert Meter ent- ernt, feuernde Panzerkampfwagen, die sich unaufhaltsam auf sie zuwälzen. Sie sind haargenau auf mW-Lamp- 40 Walt Welt fooiel Licht »l, 25-Watt.Lampe. Feindaufklärer schieben Leuchtfallschirme. Sie fahren zusammen mit den Pionieren durch die mondhelle Nacht. Hinter ihren Zuakraftwagen spuren die kleinen, wendigen Pakgeschütze. Sie rollen auf ihren Gummirädern folgsam und harmlos wie Spielzeugkanonen hinterdrein. Erst jetzt kommt den Männern so recht zum Bewußtsein, was es heißt, ^-Panzerjäger zu fein. Sie gehen ganz nach vorn an den Feind, alles macht respektvoll Platz, wenn sie mit ihren Kanonen an» gerasselt kommen. Sie spüren es förmlich, wie den Kameraden von der Infanterie vei Panzergefahr ein Stein vom Herzen fällt, wenn sie in ihrer Nähe in Stellung gehen. Jetzt können die feindlichen Stahlkolosse ruhig anrollen, ihr grimmigster Feind — die kleine, unscheinbare Pak mit der ungeheuren Feuerkraft — ist auf dem Plan. Die Nacht ist hell. Sie können einander in die aufmerksam gespannten Gesichter schauen. Was werden die nächsten Stunden bringen? Feindliche Flieaer haben am sternklaren Himmel ihre rötlichgelben Laternen angezündet. Sie schwimmen eine Zeitlang im All, ihr fahles Licht verliert sich in den tausendfältigen Schatten der flandrischen Landschaft, es flackert unh verlischt wie eine niedergebrannte Kerze am Weihnachtsbaum, um aufs neue — in der Ferne oder auch aanz nahe — zu erstrahlen: dann können jede Sekunoe die Bomben auf die Vormarfchstraßen fallen. Oer stählerne wird geschloffen. Die Wagenkolonne hat haltgemacht. Zur Reckten rummelt ferner Kanonendonner. Er wird von dem langgezogenen, klagenden Brüllen der Kühe übertönt, die verlassen und mit prallen Eutern auf den Wiesen stehen und den auf der Straße vorbei- huschenden Schatten ihre Not zurufen. Vor ihnen glimmt Feuerschein. Dort liegt die brennende Ortschaft Siemencourt. Die Pioniere sind von den Lastwagen abgesessen und verschwinden — mit Sprengmumtion und Geräten schwer bepackt — geräuschlos in der Dunkelheit. Die Pakgeschütze und der MG.-Trupp gehen in Stellung und beherrschen die zum umkämpften Dorf führende Straße. Botschafter Hermann Kriebel. (^cherl-Bild-Archiv, Berlin.) Reihe der Männer, die für die Widerge- kam in der Panzerabwehrschlacht bei Arras nicht allein darauf an, Den Angriff feindlicher Panzer abzuwehren, sondern zur gleichen Zeit die englischen und französischen Vanzerkampfwagen in ihren Verstecken und Hinterhalten aufzusüüren, zu stellen und möglichst zu vernichten: eine Ausgabe, die von jedem einzelnen Kämpfer ein Höchstmaß an Kühnheit und soldatischer Einsatzbereitschaft erforderte. Starke feindliche Panzerkräfte hatten sich in Der Ortschaft Siemencourt eingenistet, und es gelang einem Stoßtrupp der ^-Männer Pioniere und jj- Panzerjäger, sie anzugreifen und größtenteils zu vernichten. Die erfolgreichen Gefechte in und um Siemencourt in der Nacht vom 21. zum 22. Mai hatten wesentlichen Anteil am Scheitern des englisch-französischen Panzerdurchbruches bei Arras. IV. Mit Handgranaten gegen Panzer. Alte Handelsschiffe für England. Stockholm, 17. Febr. (Europapreh.) 284 Han- drlsschiffe mit insgesamt 1,2 Millionen BRT. sind -^Kriegsausbruch bis einschließlich Januar' teses Jahres aus n o r d a m e r i k a n i s che m besitz in englische Hand übergegan- cen ober mittelbar ber Versorgung Englanbs nutzer gemacht worben. Die Tonnage, die von Den bereinigten Staaten bireft an bas englische Empire rrfauft worben ift, beläuft sich aus 755 000 BRT.. rooon 695 000 BRT. an Käufer in Großbritannien, 6)000 an kanadische Reeder verkauft wurden. Die glichen rund 445 000 BRT. wurden an Englands 8Uiierte ober an neutrale Reedereien verkauft, die jür englische Dien ft e fahren. Ueber bie fälfte hiervon, 56 Schiffe mit 245 000 BRT., sihren unter ber Flagge von Panama. — ler Verkauf dieser zum größten Teil ü b e r a 11 e r- |?n Schiffe war ein gutes Geschäft für bie 93er- inigten ©taten. Die staatliche Schiffahrts-Kom- tisfion der Vereinigten Staaten erlöste aus solchen kchifssverkäufen rund 9 Millionen Dollar, rioate norbamerikanische Schiffseigner 15 Mil- Ionen Dollar Die immer mehr frotschreitenbe Verknappung ber onnage und bie wachsenbe U-Boots- unb Flug- luqtätigfeit auf bem Atlantik haben ein erneu- ? s Anziehen der amerikanischen Frachtsätze in ben letzten Wochen zur Folge ?habt. Die staatlichen Organe haben zwar ihr .4glichstes getan, um diese Frachtsteigerung zum (nllstand zu bringen, aber alle diese Versuche waren vrgeblid). Am stärksten gestiegen sind bie Fracht- ftze für Stückgutlabungen aus Neu- !ork nach Liverpool und andere englische veschäfen. Oie „Möwe" übertroffen. 120 000 BRT. von deutschem Hilfskreuzer in Ueberfee versenkt flen, . I ....... ... "... ________ _______________ Iten wiQ | um 16. 2. meldet, baß ein in Uebcrfee ope - Mierenbes deutsches Kriegsschiss, das ! ssher schon 110 000 BRT. feindlichen Handels- I Hiffsraum versenkt hatte, weitere 10 000 BRT. i| l rnichtete Mit insgesamt 120 000 BRT. versenkter il ionnage hat dieses deutsche Kriegsschiff auch bie im Iirltfriege auf einer Unternehmung erzielten Üch st lei st ungen deutscher Handelsstörer b e r t r o f f e n Der* erfolgreichste Handelsstörer überseeischen Gewässern war tm Weltkriege der utsche Hilfskreuzer „M ö w e" unter Korvetten- pitän Graf zu Dohna-Schlodien. Die Möwe" führte zwei größere, Unternehmungen irch Die erste Anfang 1916 durchgeführte Aktion, e etwa 9 Wochen dauerte, erbrachte 62 590 BRT- II entschlossen, mit dem B-Krad und zwei Männern in den Ort Siemencort hineinzufahren. Es mußte endlich festbestellt werden, ob sich feindliche Panzer im Dorf befänden, damit sie rücksichtslos gestellt und vernichtet werden können! Auch die Pioniere sehen in der Morgendämmerung das 8-Krad mit ihrem Zugführer in die Ortschaft einbiegen. Wenige Mi- nuten danach erschütterte eine starke Detonation die Luft. Geballte Ladung — Panzer — was ist los? Während sie noch ratlos hinüberstarren, kommt eine Gestalt über den Acker gewankt. Mit zerfetztem Rock, ein Arm hing schlaff herunter. Der Zugführer war mit seinen Männern drüben im Ort auf feindliche Panzer gestoßen; er konnte noch eine geballte Ladung werfen. Er wurde tödlich getroffen, das 8-Krad zusammengeschossen, der andere Pionier blieb schwer verwundet drüben liegen; sein ebenfalls angeschossener Kamerad hat ihn noch — so gut es ging — in Deckung geschleppt. Jetzt wissen sie endlich, woran sie sind — ein Führer und zehn ausgesuchte Pioniere von der Mannschaft des gefallenen Zugführers bilden den Stoßtrupp. Diesmal geht es hart auf hart. Sie schleichen sich durch Gärten und an Scheunenwänden entlang seitlich an den Ort, sichern eine Straße durch Minen und Maschinengewehrposten, zwei Mann machen sich auf, um den Verwundeten zu bergen. Die übrigen gehen behutsam in der Hauptstraße vor. Es knackt im brennenden Gebälk der zusammengeschossenen Gehöfte, irgendwo rutscht polternd und schurrend ein ausgebranntes Gebäude zusammen, die noch unversehrten Häuser sind tot und menschenleer. (Fortsetzung folgt.) Wo melde ich mich zur Waffen-^? TXS(B. Ls wird nochmals darauf hingewlefen, daß freiwillige Meldungen zur IBaffen-ff jederzeit von folgenden Dienststellen entgegengenommen werden: Ergänzungsamt der Waffen-^ Lrgänzungsstelle Rhein (XII) TB iesbaden hindenburgallee 59 und r Lrgänzungsamt der Waffen-^ Lrgänzungsstelle Fulda-Werra (IX) Kaffel-Wilhelmshöhe Löwenburgstraße 10. Angenommen werden Freiwillige für: 1. -Verfügungstruppen (einschließlich Leibstandarte ff „Adolf Hiller"). Mindestgröße 170 cm. 2. ff-Tolenkopfslandarten: a) mit Dienstzeitverpflichtung (12 Fahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehrbauer). Mindestgröße 168 cm mit 17 Fahren: b) ohne Dienslzeitverpftichtung (bevorzugt SA.-Männer und Parteigenossen). 3. Schutzpolizei: Ungediente Männer. Au« oller Welt. Luflrnillionär Alisch. Der langjährige Lufthansapilot und Ozeanflieger Flugkapitän Alisch überschritt auf seiner gewohnten Strecke La Paz — Lima die erste Million Flugkilometer. Er wurde bei seiner Landung auf dem Flughafen Lima vom deutschen Gesandten Dr. N o e b e l, dem Vizepräsidenten des peruanischen Aeroclubs, Federico H i l b a ck , dem deutschen Luftattach6 Oberst Busch sowie zahlreichen deutschen und peruanischen Freunden beglückwünscht. Alisch sowie sein Kamerad Flugkapitän Herzog, der kürzlich seinen 200. Andenflug machte, sorgen trotz des Krieges in Europa für die Be- fliegung der Lufthansastrecke und damit für die Aufrechterhaltung der Weltgeltung der deutschen Verkehrsfliegerei. Professor Alois Schulte f. In Bonn starb im Alter von 84 Jahren der Nestor der deutschen Geschichtsschreibung, Geheimrat Professor Dr. phil. jur. et pol. h. c. Alois Schulte. Schulte stammte aus Münster, war fürstlich Fürstenbergischer Archivsekretär in Donaueschingen, badischer Archiorat in Karlsruhe, bis er 1882 Professor für mittelalterliche.Geschichte in Freiburg wurde. 1896 ging er nach Breslau, seit 1903 wirkte er in Bonn. Hier gründete er das Institut für Landeskunde und wurde in weiten Kreisen bekannt durch die Arbeiten, mit denen er sich in den Dienst des geistigen Abwehrkampfes um den Rhein stellte. Der Führer hatte den Gelehrten durch Verleihung der Goethe- medaille ausgezeichnet. Schweres Eisenbahnunglück in Spanien. Auf der Eisenbahnbrücke von Zumaya im Gebiet von Bilbao wurden drei Waggons eines Personenzuges durch die Gewalt des Sturmes in den Urola-Fluß geschleudert, wo sie noch teilweise unter Wasser liegen. Dadurch werden die Bergungsarbeiten, bei denen auch Taucher eingesetzt wurden, erschwert. Acht weitere Waggons fielen eine Böschung hinunter. Bisher wurden 2 5 Tote und über 120 Schwerverletzte geborgen. Man nimmt an, daß sich in den unter dem Wasser liegenden Wagen noch Opfer befinden werden. Eisenbahnarbeiler bei Avignon vorn Güterzug überfahren. In der Nähe von Avignon in Südfrankreich wurden Eisenbahnarbeiter, die mit der Ausbesierung eines Geleises beschäftigt waren, von einem Güterzug überrascht und erfaßt. Dabei wurden drei getötet und vier weitere schwer verletzt. Benzintankdampfer explodiert. In Texas City explodierte der Tanker „Panmassachusetts" mit 10 7 Fässern Benzin an Bord, als ein Dockbrand auf das Schiff Übergriff. Ein Mann der Besatzung wurde getötet, 15 erlitten Verletzungen. Die Feuerwehr hatte versucht- das auf der Dockanlage ausgebrochene Feuer einzudämmen, war aber machtlos gegen die sich rasch ausbreitenden Flammen. Das gesamte Mittelschiff barst mit fürch- terlichem Getöse. Ein zweiter Tanker konnte im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht werden. Motorschlepper in die Lust gesprengt. In Istanbul wurde durch eine Motorexplosion ein am Goldenen Horn vor Anker liegender Motorschlepper mit Schleppkahn in die Luft gesprengt. Dabei erlitten sieben Personen schwere Verletzungen. Eine noch unbekannte Anzahl Personen, die sich auf dem Schiff und dem Anlegekai aufhielten, wird vermißt. Man nimmt an, daß sie durch die heftige Explosion zerrissen wurden ober ertrunken sind. Schwere Orkanschäden in Lissabon. Ein Orkan hat beträchtlichen Sachschaden ver- ursacht. Elektrizitäts- und Gaswerke haben schwere Beschädigungen erlitten, so daß in der Stadt die Stromversorgung aussetzte und die Bevölkerung aufgefordert werden mußte, den Gasverbrauch ein- zustellen. Telephonleitungen und Rundfunksender erlitten ebenfalls Beschädigungen. Die Sender muß, tcn teilweise die Uebertragungen einstellen. Polizei, Feuerwehr und freiwillige Hilfskräfte arbeiten ohne Unterbrechung, um die von Ziegeln und Mauerwerk bedeckten Straßen in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen. In dem benachbarten Cascases wurden Tausende von Bäumen entwurzelt und die Dächer zahlreicher Häuser abgedeckt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach, mittags geschlossen. Haupuchnsttetter: Dr firteorid) WUdetm Lange Stellvertreter W Haupt,chrt,Netien' Ernst vlumschetn. verantwortlich rfit Poittt, untz Bilder Dr. ftt. SB. Lange für daS FeuNleton: Dr. Hans Thyriot; üi Etadi Gießen, Prvvtn,, tßirtjchan a. Sport: @atn Bium,che n. Druck uno Vertag Brllüliche Univerntatsvruckerer R. Lange H eine aewiffe Zeit) einen Festfetzungsbefcheid ober eiben Ablehnungsbescheid. Gegen einen evtl. Ablehnungs- bescheid ist bie Beschwerbe zugelassen. Heber die Beschwerbe entscheidet enbgültig ber Gauleiter ber NSDAP., wenn ber Kreisleiter der Gewährung von Kinberbeihilfe wibersprochen hatte bzw. bie Vegie- rungspräsibenten, wenn ber ßanbrat ober Oberbürgermeister sich gegen bie Gewährung ausgesprochen hatten. Beide Instanzen haben, wie wir oben schon erwähnten, darüber zu befinden, ob- der Zweck der Kinderbeihilfe in der den Antrag stellenden Familie erreicht wird oder nicht. Der Anspruch auf Auszahlung ber Kinderbeihilfe kann grundsätzlich weder gepfändet noch verpfändet werden, noch kann er an einen Dritten abgetreten werden. Es darf auch keine Kürzung anderer Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln durch die Gewährung von Kinderbeihilfe eintreten, da sie eine zusätzliche Zuwendung zur Erleichterung der Familienlasten darstellt. Die Höhe ber Kinberbeihilfe beträgt einheitlich 10 RM. monatlich für jedes beihilfefähige Kind. ein unterhaltsames Lesebuch „Still vergnügt — mit allerlei Humor aus ber guten alten Zeit", in bem er vergessene Kostbarkeiten des 18.> und 19. Jahrhunderts in die Erinnerung des Lesers zurückrief, und ein Auswahlbändchen aus den lebenskundlichen Plaudereien und Essays Justus Mösers. Der Vortrag Dr. Rockenbachs wird von dem Sinn und der Aufgabe neuer Pflege gerade des heiteren Schrifttums in unserer Zeit sprechen, im grundsätzlichen Teil typische Formen des deutschen Humors an Hand von Beispielen aus ber deutschen Literatur kennzeichnen und bei der Auswahl humoristischer Kleinkunst auch die Gegenwart nicht zu kurz kommen lassen. Ortszeit für den 18. Februar. Sonnenaufgang 8.35 Hhr, Sonnenuntergang 18.43 Hhr. — Mondaufgang 3.03 Hhr, Monduntergang 12.29 Hhr. Veranstaltungen für unsere Verwundeten. , Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht veranstaltete die NSG. „Kraft durch Freude" in zwei hiesigen Lazaretten Vorträge des Oberleutnants a. D. P f a h l über das Thema „Deutschland und das Schicksal Europas". Der sehr interessante Vortrag wurde von den Hörern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Am Sonntagvormittag erfreute der Gesangverein „Germania" Steinbach unter Leitung seines Ehrenchormeisters Georg Harnisch (Watzenborn-Steinberg) die Insassen eines Lazaretts mit einem Gesangskonzert, das in ausgezeichneter Wiedergabe Volkslieder und Soldatenlieder brachte. Den Sängern wurde in verdienter Weise starker Beifall zuteil. Feldwebel St u m p f als Vertreter der Lazarettverwaltung und Sprecher der Soldaten brachte deren Dank den Sängern in herzlichen Worten zum Ausdruck. Oer Landdienst wirbt. NSG. Der Landdienst der Hitler-Jugend wird ab April 1941 in rund 30 Lagern etwa 500 Jungen und Mädel, die Lust und Liebe an der Landarbeit haben, einsetzen. Die Zusammenstellung der Lagermannschaften erfolgt im März. Wer also von den zur Schulentlassung kommenden Jungen und Mädeln noch in den Landdienst eintreten will, muß schleunigst seine Anmeldung beim Arbeitsamt oder bei der HI.-Dienststelle abgeben. Anmeldungen werden bis zum 25. 2. 41 entgegengenommen. Ehem. Landwehr-Znf.-Hegt. 116. Die Kameradschaft des ehemaligen L.-J.-R. 116 hielt Samstag ihren sehr gut besuchten Monatsappell bei Kamerad Emil K i m p e l ab. Kameradschaftsführer Rud. Schneider begrüßte die Kameraden und feierte die Kameradschaft innerhalb der Vereinigung, die ihre besondere Note dadurch erhalte, daß alle ihre Mitglieder durch die gemeinsamen Erlebnisse des Krieges im selben Regiment mitein- deren Vereinigungen sonst ähnlicher Art. Er gedachte dadurch in charakteristischer Weise von vielen an» breen Vereinigungen sonst ähnlicher Art. Er gedachte bann der im Felde stehenden jungen Soldaten des Führers und brachte zum Schluß ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil auf den großen Weltkriegs, kämpfer Adolf Hitler aus. Zum Schriftwart wurde an Stelle des leider verstorbenen Kamerad S t u d t, Kamerad Alb. P f e l « f e r bestimmt. In der kurzen Aussprache wurde vor allem auf die Bedeutung des Schießsports hin- gewiesen, der im neuen Jahr mit neuem Eifer gepflegt werden soll. Abschied von Professor Gmelin. Am gestrigen Montagnachmittag nahm in der Kapelle des Neuen Friedhofs in einer schlichten Trauerfeier mit den Familienangehörigen des Verstorbenen auch die llnioerfität Abschied von ihrem langjährigen Mitarbeiter, dem Unioerfitätsprofeffor Dr. Hans Ginelin. Zu der Feier hatten sich mit Sr« Magnifizenz bem Rektor, Professor Dr. med. H. W. Kranz, an ber Spitze ber Dekan ber Philosophischen Fakultät und viele Angehörige des Lehrkörpers, so, wie Vertreter der Studentenschaft in ber Friedhofs- kapelle eingefunben. Nach ben Arntshanblungen und der Gedenkrede des Geistlichen sprach namens ber Ludwigs-Hniversität der Rektor Professor Dr. med. H. W. Kranz, der mit herzlichen Worten die Verdienste des Verewigten um die Unioerfität in ihrer Gesamtheit würdigte und dabei seiner langjährigen Arbeit als Lehrer und Wissenschaftler wohlverdiente Anerkennung aussprach. Hierauf wies als Sprecher der Fakultät deren Dekan, Professor Dr. Frölich, auf die ausgezeichneten wissenschaftlichen Leistungen hin, die der Heimgegangene sowohl als akademischer Lehrer wie auch als Angehöriger der Philosophischen Fakultät durch sein Wirken vollbrachte, gleichzeitig machte er die vortrefflichen menschlichen Eigenschaften erkennbar, die Professor Gmelin während seiner langjährigen Zugehörigkeit zur Fakultät unserer Hniversität und als Glied der Gießener Bevölkerung allezeit an den Tag gelegt habe. Als äußeres Zeichen der dankbaren Gesinnung legten der Rektor und ber Dekan je einen Kranz an der Bahre nieder. Ferner brachte die Studentenschaft durch eine Kranzniederlegung ihren letzten Gruß an den Heimgegangenen Lehrer zum Ausdruck. Gießen-Klein-Linden. Am Samstagabend hielt der MännergefangverelN „E i n t r a ch t", der älteste im Orte, in feinem Ver« einslokal „Zum deutschen Hof" seine Generalver« sarnrnlung ab. Der auf Urlaub hier weilende 93er< einsführer Wilhelm Rinn begrüßte bie sehr zahlreichen Vereinsmitglieber unb ben Ehrenchormeister Harnisch (Watzenborn-Steinberg). Schriftführer Wilhelm Gilbert gab zunächst ben günstigen Kassenstand bekannt. Die Rechnung fand, nachbem sie für richtig befunden war, Genehmigung. AuS ben Mitteilungen bes Vereinsführers war zu entnehmen, bah ber Verein im verflossenen Jahr fein 75. Stiftungsfest hätte begehen können. Des Krieges wegen konnte es, ebenso wie einst bas 50jährige während des Weltkrieges, nicht festlich begangen werden. Die Singstunden ließen sich nicht aufrechterhalten. Der Verein wird auch in ben kommenden Monaten besonders um das Wohl feiner im Felde stehenden Sangesbrüder bemüht fein. Beim Gesang schöner Männerchöre und dem Gedankenaustausch mit ben anwesenden Frontkameraden verlebten die Sänger einige fröhliche Stunden. Alkohol gegen Grippe! Viele Menschen glauben, Grippe lasse sich durch reichliche Zufuhr von Alkohol kurieren. Das trifft aber keineswegs zu. Nur ausnahmsweise gelingt es, durch grobe Mengen Alkohol die Körperabmehrkräfte derart zu steigern, daß die Macht der Infektion schneller gebrochen wird. Häufiger aber find Versager! — sogar Schädigungen sind möglich! Besser und sicherer ist eß, bet beginnender Grippe sofort Bettruhe etnzuhalten und Togal zu nehmen. Togal hat sich bet Grippe und Erkältungskrankheiten seit Jahrzehnten hervorragend bewährt. Es beseitigt die 'schmerzen, senkt das Sieber und steigert die Abwehrkraft des Körpers, so daß die Arbeitsfähigkeit bald wieder hergestellt ist. Auch bet Rheuma, Gicht, Hexenschuß, Ischias und Nervenschmerzen werden Togal- Tabletten seit 25 Jahren mit Erfolg gebraucht. Keine unangenehmen Nebenerscheinungen! Nehmen Sie T o g a l — es gibt keinen Togal-Ersab! Sie bekommen Togal für M —.99 und M 2.42 tn jeder Apotheke. 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Kaul K i r ch m a n n entwickelte einen schonen run- ten Ton auf seinem Instrument, weich und mobu- ' litionsfähig, perlend ausgeglichen im Paffageipiel, 'scher in der musikalischen Gestaltung. Luise Sch m i d t - F r a n k entlockte besonders in Den un= f ren Tonlagen ihrem diffizilen Instrument fülligen Vohllaut; ihr figuriertes Spiel war äußerst fauoer ^gliedert, peinlichst durchgearbeitet unb ben Eigenwerten des Instruments abgelaufcht. Em beson- tnrer Höhepunkt wurde die Kadenz, wo beide Koliken im Verschmelzen von Klang und Figuration, h den Kontrasten dynamischer Abstufungen nicht c"t Gehörtes erleben ließen. Das ganze Werk, in feiner Gesamtheit gesehen, !l-ß eine wohlige Sphäre wachwerden mit seinem Angegebenen Musikantischen. Besonders auch die Mischung der beiden Soloinstrumente mit * bester, das stellenweise noch mehr hatte zurufnre- t-m können, ließ immer neue Reize in allen Sätzen entdecken, mit der Empfmdungshohe des An- bintino wie mit dem bunten Wechsel des Rondos Eine Delikatesse eigner Art wurde die Suite aus br Musik zum „B ärger als Edelmann , Werk 60, von Richard Strauß. Das gebgrdenhast r-ichnerische dieses Werkes weckte Prof Dr T e nesvLry im Lichte der Instrumente zu sar- bgster Klangplastik. Klangselig im Holz und namentlich im Horn im Allegretto das Vorspiel; im Menuett galant, empfindsam, ein ungetrübtes Genießen der Klangschönheit der Flöten; mit Elan erfüllt der „Fechtmeister". Dem Violinsolo im Tanz ber Schneibergefellen gab Konzertmeister Kerzis- n i k Schwung unb Eleganz. Tänzerische Anmut durchzog das „Intermezzo", und das „Diner", eine Vielfältigkeit der Genüsse, die einander zu über ttumpien schienen (das empfindungsstark gespielte Cellosolo von Ernst Schneider); alles sich im Wirbel des Tanzes zu höchstem Scbwung erhebend. Stets aber setzte der Dirigent musikalische Gebärde ins Plastische' um, treffend jeden Farbtupfen zum Leuchten erhebend, dabei die Durchsichtigkeit des Klanges wahrend und auf feinste dynamische Diffe- renzierung hinstrebend. So wurde diele Suite in ihrer Sonderheit zu einem außerordentlichen Genuß; denn jeder im Orchester war schlagfertig mit präzisestem Können am Platze. Beethovens IV. Symphonie faßte das Motto des Abends symbolisch zusammen. Es lag etwas Geheimnisvoll-Berückendes, Bannendes über der bedeutungsvollen Einleitung, das machtvolle Ansteigen vor Einsetzen des Allegro war stärkste Spannung mit der folgenden befreienden Lösung. Ganz prächtig führten die Holzbläser das zweite Thema ein mit angemessener Zurückhaltung des Tempos. Die Durchführung ließ das jungerwachte Gegenthema in Frische erstrahlen. Groß war der Hebergang zur Reprise mit seinem Versinken, feinem Einhalten, Auswachsen im ständigen Zunehmen. Das Adagio weitete sich im schwellenden Bogen, weihevoll, mit dem zukommenden klangsinnigen Empfinden durchblutet, in seinen Einzelentwicklungen sehr klar artikuliert, innerlich bereichernd. Stürmend das markante Scherzo, sich steigernd im Wiederholen der einzelnen Satzgruppen. Ein treibender Heberschwang im Finale, bis zum Einzelsten vom musikalischen Willen gebändigt, geradezu gigantisch in der Entwicklung zur Steigerung der Fermate zur Koda; im Schluß ein feinsinniger Humor beim allmählichen Entschwinden bes Themas. So gab biefer Abend, indem er die lebensbejahende heitere Seite der deutschen Musik ins Licht rückte, den Hörern innere Entspannung und wahres Lebensgefühl. Dafür war der Dank aller äußerst herzlich. Dr. Hermann Hering. Freunde auf dem Bauernhof. Von Paul Eipper. Was ich hier erzähle, an Hand einiger persönlicher Erlebnisse beweisen will, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Jedermann, der sich für Tiere interessiert, nicht achtlos an ihnen oorüberläuft, hat ähnliche Beobachtungen hundertmal schon gemacht. Dennoch, wann immer man dergleichen erlebt, ist man beglückt. Beglückt durch das Spontane, durch das Rückhaltlose, durch die Hingabe und Echtheit einer solchen Aeußerung. ♦ Im Sommer war ich einige Wochen auf einem Bauernhof, lag in der roafferumfäumten Koppel zwischen Fohlen und buntscheckigen Kälbchen, hätschelte die quietschenden, in rosiger Sauberkeit glänzenden Ferkel, saß sttll bei Hunderten von Küken und Entenjungen, die wie goldene Flaumwölkchen durch Gras hüpften und mit ihren feinen (Stimm« chen die Lust in silbern klingende Schwingungen versetzten; ich stieg am späten Abend 4auf ben Heuboden, wo die schwarze Katze drei Kinder versteckt hatte, lockte und wartete, bis die scheuen Tiere hervorkamen und gierig nach der Milchschüssel schielten — komischer Anblick, denn jeder der drei dunklen Kobolde hatte am Hals einen weißen Fleck. Jedesmal aber, wenn ich aus meiner Bauernstube auf den Hof ging, spürte ich über ber ganzen Oberfläche meiner Haut — einen Blick der Sehnsucht. Anders kann ich es nicht beschreiben! Am ersten Tage meines Aufenthaltes hatte mich der Kettenhund wütend angekläfft. Nun muß ich gestehen, daß ich von Kindheit an eine leise Furcht vor bellenden Hunden empfinde, ein Angstgefühl, das ich sonst keinem Tier gegenüber habe. Ich ärgere mich und bekämpfe diese Schwäche so gut ich kann, aber ganz wird sich jener Schock nie überwinden lassen, den ich als vierjähriger Knabe mit einem Hunde erlebte. ♦ Damals ging ich also auf ben großes Hund zu, holte aus meiner Tasche ein Stück Zucker, sprach im Abstanb von vielleicht anderthalb Meter begütigenb auf bas an seiner Kette zerrenbe Tier ein, warf ihm die Süßigkeit zu und setzte mich solange auf eine Wagendeichsel, bis der Hund ben Zucker fraß. In der Folge schien es, als warte jenes einzige Tier des großen Bauerngutes, das nicht frei umherlaufen konnte, immerzu auf meinen Schritt. Es hat nie mehr gebellt, wenn ich kam, weder aus Freude noch aus Wachsamkeit; es saß und blickte mir entgegen. In den ersten Tagen bin ich zuweilen gedankenlos vorübergelausen, habe aber jedesmal den Tierblick im meinem Rücken gefühlt, so sehr, daß ich umkehren mußte. Wenn ich dann auf den Hund zuging, klopfte sein Schweif, und die letzten Schritte kam der große Graue mir entgegen, ohne Hast, legte seinen Kopf in meine Hände und freute sich. Skeptiker werden denken, der Hund habe sich auf den Zucker gefreut, nicht auf mich. Schon möglich, aber bann hätte er mich ja durch lautes Gebell rufen können, nicht auf diese schöne und edle Weise. Zeitschriffen. — „Freude am Lebe n", bebilderte Monats* schrist de/ Reichsbundes für Biologie. Herausgeber: Dr. Walter ©reite. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. — Das Februarheft der schönen, stets anregenden Zeitschrift für Naturfreunde bringt diesmal an erster Stelle einen Aufsatz von Proft Dr. W. Schoenichen, der in Wort und Bild Baum« denkmale im Warthegau, Buchen, Eiben, Kiefern und Eichen, in einer bem Reiche zurückgewonnenen echt beutschen Lanbschast vor Augen führt. — Dr. habil. Steiniger zeigt an einem lehrreichen Beispiel mit hübschen Naturaufnahmen eine eigentümliche Lebensgemeinschaft von Tier und Pflanze; die Arbeit bandelt von Zwergmöven und Krebsschere auf dem Drausensee in Ostpreußen. — Dozent Dr. Kuhn schildert in einem Aufsatz über Lurche und Kriechtiere aus der Braunkohle des Geiseltales den Reichtum einer vorzeitlichen tropischen Lebewelt; interessante Aufnahmen hierzu zeigen überraschend wo Hk- erhaltene Heberreste von Fröschen, Eidechsen, Krokodilen, Schlangen und Schildkröten aus alttertiären Braunkohlenschichten. — Zu höchst bemerkenswerten Ergebnissen gelangt ein Beitrag „Neue Gesichtspunkte zur Bekämpfung der Lepra" von Dr. Man- freb Oberdörffer vom Kaiser-Wilhelm-Jnstitttt füc Biochemie in Dahlem. Aus der engeren Heimat SJi.VfpOTt auf 14.30 Uhr fest. k:V ^eiMngsicyulung am toonntag nahmen Begegnungen Schweiz — Juaosla — &le bekannten Kasseler Adolf Fink, Bieger, gegen Rumänien; Deutschland — Slowakei. 88 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Hessens Turner-Mannfchast wird geschult. Von der Internationalen Wintersportwoche. Umwege -es Herzens Roman von h.H. Hansen Copyright by Promttheui. Vertag Df. Eich acker . GrobenteH Gießen vor einem großen turnerischen Ereignis Am 9. Mtirz in der Volkshalle. VfL. Marburg—-1900 5:4. Die Hoffnungen der Blau-Weißen, diesmal im Pokalwettbewerb weiter zu kommen, als in den vergangenen Jahren, sind wieder einmal zunichte geworden. Den Grund hierfür hat sich die Mann- fchaft selbst zuzuschreiben. Denn, ohne die Leistung der Marburger schmälern zu wollen, bet dem Eifer, der in der zweiten Hälfte der Spielhandlung auf- gewandt wurde, hätte es nicht zu der Niederlage zu kommen brauchen. Das beweist auch der Erfolg der Gastgeber, die von allem Anfang an auf eine Entscheidung drängten und im Laufe der Zeit zu einem Vorsprung kamen, den sie, wenn auch knapp, verteidigten. Die Platzverhältnisse waren wieder einmal alles andere als einigermaßen ideal. Die Marburger genierte dies aber nicht allzuviel, sie zogen vom Anstoß weg unbekümmert ihrem Ziele zu mit dem Erfolg, daß bereits in der 10. Minute durch den Mittelstürmer der erste Treffer zustande kam. Die vorsichtiger zu Werke gehenden Blau-Weißen kamen dadurch mehr und mehr in Bedrängnis. Trotzdem kam in der 20. Minute der Ausgleich zustande. Bei einem Angriff der rechten Seite gab der Bertei- „Am besten ich, Herr Justizrat." Hannes legte eine Mappe mit Papieren vor sich auf den Platz. „Damit wir gleich mitten in die Dinge kommen., erkläre ich Ihnen hiermit, daß nicht der gestern vom Schwurgericht verurteilte Korn den Kapell- meister Kuhlitz erschossen hat, sondern ich." Justizrat Doktor Hirte war im Verlaufe einer vierzigjährigen Anwaltspraxis viele und heftige Ueberraschungen gewohnt. Diese Eröffnung benahm ihm aber doch für einige Sekunden den Atem „Sie Herr Koßmann? Aber Sie waren doch, ?Ccnn 'S "Hi unterrichtet bin, mit Herrn Kühlitz befreundet?". ' ' ° ,Ha, Herr Justizrat, das war ich zu meinem eigenen Verderben." Er hatte eine fast gleichgültig wirkende Stimme. „Ich möchte Ihnen zunächst genau berichten, wie es dazu gekommen ist." Eine halbe Stunde erzählte Hannes Koßmann. Er vergaß keine Einzelheit von Belang und gab ein lückenloses Bild von den Ereignissen bis zum gestrigen Tage, dabei auch genau Aufschluß gebend über seine yeöanrengange, seine Ueberlegungen und seine Entschließungen. Justizrat Hirte hatte aufmerksam und erschüttert zugehort. Seine alten Beziehungen zur Familie dOleron, sein Wissen um die großzügige und bedingungslose Hilfe Koßmanns bei der Liquidierung des Bankhauses und allgemein menschliche Empfindungen über die Tragik dieses Geschehens ließen ihn alles wesentlich subjektiver mitsühlen, als es nor- malerwelse bei seinen juristischen Beratungen gegen- über Hilfesuchenden der Fall zu sein pflegte s "Und jetzt sind Sie entschlossen, sich zu 'stellen, um den Kopf Korns zu retten?" „Jawohl, Herr Justizrat! 3d), war dazu vom ersten Tage am entschlossen für den Fall, daß Korn verurteilt würde. Nehmen .Sie es mir bitte nicht übel, daß ich gezögert habe, bis die Entscheidung unumgänglich war. Aber ich hoffte törichterweise noch bis zum letzten Augenblick." „Entschuldigungen brauchen Sie nicht, Herr Koßmann. Jeder Mann hätte gewartet und darauf gehasst, daß Korn vielleicht freikäme. Was Sie heute tun wollen, ist mehr als anständig. Nur die wenigsten Menschen hätten Mut und Pflichtgefühl genug dafür gefunden. Aber nun sagen Sie mir noch eins. Warum wollen Sie denn die Flinte ganz ins Korn werfen? Jetzt die Fabrik aufzugeben, Ihre Arbeit, alle Ihre Ziele die Zukunft Ihrer Söhne, verzeihen Sie, das halte ich für baren Unsinn." „Es ist mir doch unmöglich, mit dieser Schmach, die allgemein bekannt werden wird, noch weiter meinen Angestellten und Arbeitern ein Vorgesetzter zu sein, vor dem sie Achtung haben." „Es ist mir gewiß peinlich, auf die Ursache zu dem ganzen Fall einzugehen, aber ich kann nicht umhin, Ihnen zu sagen, daß ich zwar der letzte Samstag morgens um 4 Uhr, seine hochbetagte Gattin Justine Christine geb. Krausch starb um nachmittags 4 Uhr. Der Gatte starb im 85. Lebensjahr, die Frau hatte im Dezember ihr 88. Lebensjahr vollendet. Die beiden Alten waren bis in ihre letzten Wochen hinein rüstig und wacker gewesen. Ohne lange Krankheit starben sie. Im Jahre 1935 hatten sie das Fest der goldenen Hochzeit feiern können. Nun wurden sie miteinander zu Grabe getragen. Seit Menschengedenken ist ein solches Sterben in unserem Orte nicht vorgekommen. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 18. Februar. Frau Elisabeth G n i f k o w s k i, Ehefrau des Uhrmachermeisters L. Gnifkowski, vollendet am heutigen Dienstag, 18. Februar, ihr 8 0. Lebensjahr. Die Jubilarin ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Im Kreise ihrer Familie, Kinder, Enkel und Urenkel, kann sie den Tag froh begehen. Möge ihr ein angenehmer Lebensabend beschieden sein! Tag und Nacht auf Oiebestour. Zwei Schwerverbrecher vor dem Sondergericht. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 17. Febr. Der 33jäyrige Adolf K r o h, der zuletzt eine Zuchthausstrafe von drei Jahren absaß, hatte bald nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt Arbeit in seinem Beruf als Dachdecker gefunden. Trotzdem ging er wieder Diebstählen nach, bis er Mitte Septemoer v. I. verhaftet wurde. Vor dem Sondergericht gestand er jetzt 3 2 Fälle ein, in denen er Werte tm Betrage von 2000 Mauk zusammengestohlen hatte. Er erschien in Dackdeckermateriallagern, auf Zimmerplätzen, in Umbauten und Lagerhallen, stahl hier eine Rolle Dachpa-pve, dort Ruberoid oder Linoleum, trat in Privathäusern als Dachdecker auf und bestahl Hausangestellte, die in Mansarden wohnten. Als Volks« schädling, der die Kriegsverhältnisse und die Verdunkelung ausnützte und als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher mußte der Rückfällige einer schweren Strafe gewärtig sein. Mit ihm zugleich wurde der 44jährige, ebenfalls vorbestrafte Otto Helfen- dein abgeurteilt, der Kroh Hehlerdienste leistete und sich noch andere Verbrechen hatte zuschulden kommen lassen. Das Gericht verurteilte Kroh zu 8 Jahren Zuchthaus, 8 Jahren Ehrverlust, Helfenbetn zuSJahrenZuchthaus,5 Jahren Ehrverlust und 100 RM. Geldstrafe. Beide Ange- klagte kommen in Sicherungsverwahrung. Helfenbein wurde wegen sieben Diebstahlsfällen und gewerbsmäßiger Hehlerei auch als Dolksfchädling und Gewohnheitsverbrecher bestraft. „Herr Justizrat, Frau d'Oleron, meine Schwiegermutter, hat mir geraten, mich in einer überaus dringenden und wichtigen Angelegenheit an Sie als einen langjährigen Freund der Familie zu wenden. Wann kann ich Sie morgen sprechen?" »Ach habe um zehn Uhr einen Termin wahrzunehmen und werde dann kaum vor drei ober vier Uhr nachmittags frei sein." „Wäre es möglich, die Besprechung schon um acht Uhr abzuhaiten?" „Wenn es so wichtig ist, ja, Herr Koßmann." v ..Dann bin ich um acht Uhr bei Ihnen im Büro!" Er hängte ab. „Morgen vormittag um acht Uhr werde ich zu ihm gehen und dort auch gleich alle Anweisungen geben, die notwendig sind, damit die Fabrik bis zur endgültigen Regelung ordnungsgemäß verwaltet wird." du, daß diese Maßnahme wirklich nötig ist? Willst du dich tatsächlich ganz zurückziehen? Bedenke, Hannes, es ist deines Vaters und dein Ltbenswerk." Frau d'Oleron sprach gütig* und ab-- wägend. „Ach sehe keinen andern Weg, Mutter." „Aber einen Wunsch wirst du mir erfüllen. Ich möchte gern bei deinen Verhandlungen mit Doktor Hirte zugegen sein. Oder hast du etwas dagegen?" „Nein, du weißt ja ohnehin alles." „Dann gehen wir morgen früh zusammen." "Und mich müßt ihr mitnehmen", erklärte Richard b Oleran. "Auch das, mein Junge. Wir tragen nun alles gemeinsam, wir drei." Koßmann blickte sie dankbar an. ,Lhr macht mir doch vieles leichter. Werden die Aufregungen aber nicht deiner Gesundheit schaden, Mutter?" „Nein. Und wenn es der Fall wäre, könnte ich daran nicht denken. Was bedeutet schon die Ge- sundheit einer alten Frau, wenn es um die Exi- stenz ihrer Familie geht. Die Sippe muß zusam- menhalten, Hannes, wenn sie bedroht ist. Das ist so Brauch in meiner Familie gewesen, in der meines Mannes und sicher auch bei deinen Eltern. Was einen von uns trifft, trifft uns alle." „Du bist unser bester Kamerad, Mutter." Richard fuhr ihr liebevoll über die faltigen Hände „Mas wir Hannes von seiner Last abnehmen können, tragen wir, auch wenn du schon alt bist und ich ein Krüppel bin." * bin, der einem Manne sein Ehrgefühl ausreden will, doch darf dies nicht überspitzt werden. Herr Koßmann, ich bin ein alter Rechtsanwalt, der viel Leid und viel Tragödien in feinem Leben mit angesehen hat. Nehmen Sie es einem Mann von fast siebzig Jahren nicht übel, wenn er erklärt, daß Ihr Fall nur einer unter Millionen ist. Jeder, den es trifft, pürt es natürlich am schmerzlichsten und unmittel, barsten. Das ist sicher. Wegen eines Ehebruches aber alles zu zerschlagen, was einem selbst und dem Vater das Leben wert gemacht hat, das ist übertrieben. Sie wollen doch nicht fahnenflüchtig werden. In Ihrer Erregung und dem frischen Leid stellen Sie sich vor, daß alle Welt nichts anderes zu tun hat, als hinter Ihnen zu tuscheln, zu klatschen und auf Sie mit den Fingern zu zeigen. Irrtum, Herr Koß- mann. Em paar müßige Weiber männlichen und weiblichen Geschlechts gibt's immer. Die dürfen für Sie kein Anstoß sein. Was kümmert Sie das Kläffen von Kötern? Ihr Name ist wohlbegründet genug. Ihr Ruf ist tadellos. Sie werden als Mann, al» Ingenieur und Fabrikant von allen Stellen, die mit Ihnen zu tun haben, nicht nur mit leerem Lob bedacht, sondern hochgeschätzt. Und jetzt wollen Sie um einer Frau willen alles verlassen? Ich gebrauche noch einmal das harte Wort, Herr Koßmann, das ist Fahnenflucht!" Der alte Herr hatte sich in Eifer geredet und sah seinen Klienten mit blitzenden Augen und geröteten Wangen an. Hannes Koßmann hatte ihm zugehört, als lausche er dem Vortrag eines seiner Werkmeister. Keine Saite kam in ihm zum Schwingen, die der Justizrat hatte anschlagen wollen. Er fühlte sich ausgeleert und hatte vorerst nur ein Ziel, die Affäre Korn zu bereinigen. Trotzdem verstand er sich zu einer Antwort. „Bon Ihrem Standpunkt aus haben Sie zweifellos recht, Herr Justizrat. Der Vorwurf der Fahnenflucht trifft mid) jedoch nicht. Ich werde alle Maßnahmen ergreifen, die zur Verwaltung des Werkes notnRndig sind, bis es in andere Hände übergeht. Mein Direktor ist zusammen mit den Herren der technischen Leitung sehr wohl in der Lage, alles so weiterzuführen, wie sie es in der Arbeit mit mir gewohnt sind. Und im übrigen denke ich nicht daran, mich auf die faule Haut zu legen. Ich werde mir eine Werkstatt mit einem Laboratorium irgendwo bauen und meinen Plänen nachgehen, die im Falle eines Erfolges der Industrie ebenso zunutze kommen wie bisher. Was die rein persönliche Seite der ganzen Angelegenheit anlangt, so ist auch der beftgefinnte Freund nicht in der Lage, mit einem zu fühlen, so- lange er nicht die gleichen Erfahrungen durchgemacht hat. Und jetzt wäre ich dankbar, dafür, wenn alle juristischen Fragen durchgesprochen werden könnten. (Fortsetzung folgt) Hannes brachte seine Schwiegermutter und seinen Schwager in ihre ZinnNer. Dann setzte er sich an seinen Schreibtisch und begann, jetzt völlig ruhig geworden, eine genaue Aufstellung aller Fragen, die er mit dem Rechtsanwalt zu regeln hatte. Er entwarf einen Plan für die Verwaltung der Fabrik in der nächsten Zeit, fertigte eine Uebersicht seiner Vermögenswerte an und legte die wichtigsten Ein- zelheiten für ein neues Testament fest. Nachdem er fertig war, suchte er sein Schlafzimmer auf und fand zum erstenmal seit Wochen wieder einen ungestörten Schlaf. Mögens trafen sich alle um sieben Uhr am Fvüh- stuckstisch. Diesmal fehlte auch Gitta nicht. Wegen des Mädchens, das servierte, begrüßte Koßmann seine Frau mit einem flüchtigen Händedruck und lenkte das Gespräch in nichtssagende Bahnen. Sobald sie allein waren, legte ihnen die Gegenwart der Kinder Zwang auf. Gitta sah verhärmt und blaß aus, mied den Blick ihres Mannes ebensosehr wie den ihrer Mutter. Richard verhielt sich so, als sei sie überhaupt nicht anwesend. Ohne Verabredung war sie aus der Gemeinschaft der Familie ausge- schlossen worden. Nur ihre Mutter sandte ab und zu einen forschenden Blick hinüber nach der Tochter. Sie verurteilte deren Vergehen ebenso -vie die Männer, aber weder die Frau noch die Mutter in ihr ließen es flu, daß sie völlig erbarmungs- und mitleidlos über alles binrocgging. Im stillen sagte sie sich, daß sicher viel an Enttäuschungen, Verbitterungen, verkehrten Anschauungen und selbstverschuldeten Fehlern zusammengekommen sein müsse, bis sich eine Frau wie wttta Koßmann dazu hinreißen ließ, ihre eigene 'unb die Ehre ihres Mannes in den Schmutz zu treten. Verständnis und Entschuldigung fand die alte Frau aber nicht dafür, Ihr erschien es undenk- bar daß sie jemals auch unter noch schwierigeren Umstanden und größerer Verkennung der Situation sich zu solchen Abwegen verstanden hätte Dann wurde Richard d'Oleron vorsichtig in dem Auto untergebracht. Hannes setzte sich neben den Fahrer, und seine Schwiegermutter blieb hinten bei ihrem Sohn. Die Fahrt verlief schweigend. Alle hatten das Empfinden, als fei sie ein von übermächtigen Gewalten erzwungener Schritt zum eigenen Verderben, dem man^nicht entgehen könne. Justizrat Hirte wartete1 bereits auf seine Klienten, als drefe eintrafen. Er begrüßte mit altväterlicher Feierlichkeit Frau d'Oleron, wußte einige herzhafte Worte für- den Sohn des verstorbenen Freundes und hatte einen von Achtung zeugenden Ton in der (stimme, als er Hannes Koßmann willkommen hieß. Sie nahmen an einem runden Beratungstisch Plab- „Unb wer von den Herrschaften möchte mir nun berichten, um was es sich dreht?" Am Sonntag fand im Verlaufe der Vorbereitungen für den Gießener Vorrundekamvf um die deutsche Bereichsmeisterschaft im Mannschaftsturnen eine welkere vorbereitende Besprechung in Gießen statt, zu der stellvertretender NSRL.-Be- zirksführer Stein eingeladen hatte. Es nahmen" auch Bereicksfachwart für Türnen, Hermann Schä - f e r (Kassel), und seine engeren Mitarbeiter an der Beratung teil. Sie konnten sich davon überzeugen, daß un* r der umsichtigen Leitung des Kameraden Stein die umfangreichen Vorarbeiten voll im Gange sind. Kamerad Stein hob in seinem Bericht hervor, daß sich die kommende große turnerische Veranstaltung der besonderen Förderung und Unterstützung durch Kreisleiter Backhaus und Ober- bürgermeister Ritter erfreuen dürfe, und er sprach dafür herzliche Worte des Dankes. Der turnerische Großkampf, in dem die Bereiche (Gaue) Mitte, Mittelrhein, Südwest und Hessen um die Teilnahmeberechtigung an der Deutschen Be- reichsmeisterschaft mit ihren besten Turnern kämpfen werben, findet am 9. März in der Volks- h.alle in Gießen statt. Vormittags wird bereits ein Teil des Wettkampfes durchgeführt. Am Nachmittag fällt die Entscheidung in — was heute schon vorausgesagt werden kann — sehr spannenden Kämpfen. Mit Rücklicht auf die aus nah und fern zu erwartenden zahlreichen auswärtigen Besucher setzte man den Beginn 6er Nachmittagsverstaltung Geras, August Epersbächer (Biedenkopf), Kurt Schoneich (Erbach i. W.), Krack (Bad Homburg-Kirdorf), Karl Bettln (Wieseck), Richard Seth (Gr o ß e n - L i n d e n), Anton Kaiser (Gießen), Ludwig Herbert (Gießen). Aue den Reihen dieser Turner, die sich zum Teil in recht guter Form zeigten, erfolgt die Aufstellung der Hessen-Mannschaft für den schweren Bereichskarnpsi Jeder Bereich stellt 6 Turner und einen Ersatzturner. Bezirkslehrgang für Zugend- und Nachwuchsturner in der Langemarckschule in Gießen. Am Sonntag führte das Fachamt Turntzn im NS.-Reichsbund für Leibesübungen in seiner Lehr- gangsrelhe den dritten Lehrgang durch, der von 34 Teilnehmern besucht war. Den Auftakt bildete eine Sprungseilgymnastik als Körperschule. Der wei- tere Teil des Lehrgangs war dem Geräte- und Bo- benturnen gewibmet. Mit einem Kürturnen am Barren, bei dem man von vielen Jugendlichen schon sehr beachtliche Leistungen zu sehen bekam, würbe der Lehrgang abaeschlossen. Die turnerische Schu» lungs- und Ausoildungsarbett findet mit einem letzten Lehrgang am 16. März in Gießen ihren Ab- schluß. Absichten zunichte machte. Immerhin hatten sich bü Platzbesitzer sehr schnell gefunden und lagen bald nach Beginn mit einem Tor in Front, Erst kurz vor Halbzeit konnte Hochelheim ausgleichen. Dieses Bild änderte sich nach der Pause kaum. Katzenfurt mar auch weiterhin gefährlich. Wenige Minuten vor Schluß drehten die Gäste auf und kamen in kurzen Folgen zum Ausgleich und zu drei weiteren Toren, die den Erfolg sicherstellten. Katzenfurt hielt sich recht gut unb hätte bei etwas mehr Glück vielleicht für eine Ueberraschung sorgen können. Hochelheim hat seinen Vorjahreserfolg wiederholen können, obgleich es diesmal wesentlich schwerer war, die Spitze zu halten. Die Mannschaft hat, wie alle anderen Teilnehmer, reichlich Ersatz einstellen müssen und kann heute nur auf einen Teil ihrer etatsmäßigen Spieler zurückgreifen. Umso höher ist der Erfolg zu werten. Wenn die Elf ihr Augenmerk nunmehr darauf richtet, alle verfügbaren Kräfte mo* bil zu machen, wird sie wohl in der Lage fein, sich bei den kommenden Spielen, bei denen es um sehr viel geht, durchzusetzen. Die heimischen Handballer, die sie nunmehr vertritt, vertrauen auf ihr Können und erwarten, daß sie durch Hochelheim würdig ver- treten werben. Iugendspiele. Mtv. Gießen — Spg. Großen-Buseck 1:4 (0:2) 1900 Gießen — To. Heuchelheim kpfl. f. G. Der Mtv. mar unvollständig und konnte deshaK zu keinem besseren Ergebnis kommen. Ueberdies mar Großen-Buseck auch diesmal wieder recht ordentlich, so daß der Sieg verdient ist. Heuchelheim hatte nur 8 Spieler zur Stelle. Es verzichtete deshalb auf die Austragung eines Pflicht- fpieles, einigte sich vielmehr auf ein Freundschaftstreffen, das die Platzbesitzer gewannen. öiger den Ball zum Torwächter zurück, der ihn zwischen den Beinen hindurch ins Tor rutschen ließ. Das gab den Blau--Weißen wohl etwas Auf- trieb, doch selbst einige gut gemeinte Schüsse konnten die Ueberlegenheit der Marburger nicht verdecken. Hatte Kraft I. im Tor nicht solch glänzende Paraden gezeigt, bann wäre es außer dem zweiten Tor, das Förnbacher durch einen unhaltbaren ©djuB erzielte, vielleicht hier schon zu weiteren Erfolgen gekommen. Nach dem Wechsel ging bas Spielgeschehen einige Zeit an die Blau-Weißen über. Hierbei machte man jedoch den Fehler, die Deckung zu vemachläftigen. Besonders den als Rechtsaußen eingesetzten Jugendlichen ließ man völlig ungedeckt. Wie falsch dies war, zeigten die beiden von ihm in der 60. und 70. Minute erzielten Tre - ,er. Durch den Halblinken kamen die 1900er in der 75. Minute auf 4:2. Ein überflüssiger Elfmeter erbrachte aber den Stand wieder von 5:3 für Marburg. Eine Umstellung bei den Blau-Weißen, Jäger ging als Mittelläufer und Greven in den Sturm, brachte eine merkliche Wendung. Erfolge stellten sich aber nicht ein. Erst in der 85. Minute konnte Schellhaas den mehrmals abgeprallten Ball im Nachschuß über die Linie bringen. Wenig päter JOaupnappeu Oer Freiwilligen Feuerwehr £id>. <5 2 lch, 17. Febr. Am Samstagabend hielt die Freiwillige Feuerwehr in Anwesenheit des Kreisfeuerwehrführers Bouffier, feines Stellvertreters Oberzugführer Schelm (Lollar) und Bürgermeisters G e i l ihren diesjährigen Hauptappell im Hotel "Zum Löwen" ab. Nach einleitenden Bearüßungs« werten des Führers der Wehr, Oberzugführer Hch. Erb, erstattete der Geschäftsführer der Wehr, Haupttruppführer Hch. Zimmer, den Jahresbericht von 1940, aus dem folgendes heroorgehoden sei. Zweimal mußte die Wehr bei kleineren Bränden eingreifen, ferner bei Notstandsarbeiten anläßlich des Eisganges auf Weidgraben unb Wetter sowie bei einer Hochwasserbekämpfung. Die Bezirksmotorspritze wurde zu Brand- und Hochwasserbekämpfung viermal eingesetzt. Ferner waren dem Bericht noch Angaben über den Mannschaftsbestand, Neuanschaffungen, Einführung der neuen Dienstgradbezeichnungen und Teilnahme an Schulungs- Lehrgängen in der Landesfeuerwehrschule in Mainz zu entnehmen. Anschließend sprach Kreisfeuerwehrführer Bouffier über die neuesten Erfahrungen auf dem Gebiete der Brandbekämpfung sowie über die Möglichkeit einer abwechslungsreichen Dienstgestaltung unter besonderem Hinweis auf die durch Den Krieg bedingten Verhältnisse unb die damit verbundene erhöhte Einsatzbereitschaft jedes einzelnen. Nach der Bekanntgabe des Uebungsplanes für 1941 folgte ein aufschlußreicher Vortrag von Haupttruppführer Hch. Zimmer über das ,',Wesen des Feuers und seine Bekämpfung", worin der Referent beson- ders auf die Bekämpfung von Stichflammen und Entstehungsbränden in Innenräumen einging. Nachdem Geschäftsführer Hch. Zimmer noch das erfreuliche Ergebnis der Spende zum „Tag der Deutschen Polizei", das sich allein innerhalb der Wehr auf 166,70 RM. beläuft, bekanntgegeben hatte, wurde der Appell in der üblichen Weife geschlossen. Landkreis Glesien. $ Steinbach, 15. Febr. Heute feierte der Ge- meinderechner im Ruhestand Jakob Nicolaus seinen 8 4. Geburtstag. Leider ist der Gesundheitszustand des alten Herrn nicht gut. Nachträglich unsere Glückwünsche. ex) Langsdorf, 17. Febr. In unserer Ge» meinbe ereignete sich ein seltenes Todesgeschick: Zwei alte Eheleute starben an einem Tage. Der Landwirt Wilhelm Roth I. starb am vorigen Um im Bereichsmannschaftskampf am 9. März In Götzen den sehr kampfstarken Bereichen Mitte, Mittelrhein und Südwest eine möglichst ebenbürtige Mannschaft entgegenstellen zu können, unterzieht her -ö e re i d> Hessen die zur Zeit verfügbaren Turner seiner Spitzenklasse nochmals einer gründlichen Schulung. Sie begann am Sonntag und wird an Öen Vormittagen der beiden nächsten Sonntage in der Halle des To. 1846 Gießen fortgesetzt. ^istungsschulung am Sonntag nahmen ging ein wunderbarer Schuß von Luther an die Latte, und der Nachschuß landete ebenfalls dort. Bei einem neuerlichen aussichtsreichen Angriff ging das Leder knapp neben den Pfosten. Als Luther von Jäger jedoch in freien Raum gelegt bekam, war der Torwächter gegen den Schuß machtlos. Die letzten Anstrengungen reichten jetzt nicht mehr aus, um gegen die zahlreich verteidigenden Platzbesitzer noch den Ausgleich zu erzielen. Marburg hatte eine gleichmäßig besetzte Elf zur Stelle, in der Förnbacher und Scherer etwas überragten. 1900 spielte in der Aufstellung Kraft I.; Jager, Schneider; Torstens, Greven, Weniger; Schellhaas, Sittner, Jürgens, Luther, Koch. Tv. Hochelheim Gtaffelsieger der Handball-Bereichsllaffe. Lange Zeit lagen die Dinge so, daß niemand hätte Voraussagen können, wer Staffelsieger würde. Zu stark waren die Mannschaften und zu verteilt die Kräfte. Noch das letzte Spiel konnte mit einer Ueberraschung enden und alle Kombinationen über den Haufen werfen. Trotzdem hat es geklappt. Wenn auch der Kampf gegen Katzenfurt, der am Sonntag ausgetragen wurde, bis kurz vor Schluß vollkommen offen war, so ließen sich die Hochelheimer trotz- dem nicht erschüttern. Sie wußten, worum es ging, und sie ließen deshalb in ihrem Einsatz auch zu keinem Zeitpunkt nach. Mit 5:2 (1:1) würbe Katzenfurt noch in den letzten Minuten niedergerungen, nachdem es lange Zeit geführt hatte. In beide Mannschaften hatte man zahlreichen Ersatz einstellen müssen, so bah bie Leistungen mancherlei zu wünschen übrig ließen. Dazu kam noch ber schlechte Platz, der an sich schon die bestgemeinten Finnlands Skiläufer gewannen am Montag bei der Internationalen Wintersport-Woche In Garmisch- Partenkirchen den 4X10.Kilometer-Staffellauf in 2:17,55 Stunden vor Schweden I, Schweden II unb Deutschland I. Insgesamt standen 12 Mannscha ten tm Wettbewerb, und zwar drei deutsche, drei finnische, zwei schwedische, zwei jugoslawische, eine ta- ltentsche und eine slowakische. Der erste Teil ber 5. Internationalen Winterspottwoche in Garmisch-Partenkirchen wurde am Montag abgeschlossen. Am Dienstag ist Ruhetag. Am Mittwoch beginnt das Eishockey-Länderturnier mit den Begegnungen Schweiz — Jugoslawien; Schweden