Montag, 17. November Ml d AW Q morn Giehener Anzeiger Seit l.Oktober 2174 Sowjetflugzeuge vernichtet La Rom, 16. November. (DNB. Funkspruch.) Da- So sah die „Ark Royal" aus r. Der Kampf um Sewastopol Der englische Flugzeugträger „Ark Royal-. — (Scherl-Archiv-M.) das letzte Können ihrer Befestigungsart anzuwenden. Wenn jetzt ein Fort von den deutschen Trup-1 Oie Versenkung der „Ark Royal" Großes Aussehen in England '>uz et blt Reiht laufet e geholt ch 'st sreihe gefolgt rangle • man ’ueftei Sech, be der ober« : an n, :lt von t roür« ter inb lts. der üblen ien. 22. 6. bis 31.10. am Kanal 820 Jagdflugzeuge verloren, während nur 77 deutsche Jäger verloren gingen, stellt sich auch nunmehr an der Ostfront heraus, daß die deutsche Luftwaffe der sowjetischen wie der britischen an der Kanalfront etwa zehnfach überlegen ist. pen erstürmt worden ist, so zeigt sich auch Hier wieder, daß gegen den Angriffsgeist der deutschen Infanterie kein dauernder Widerstand, geleistet werden wie iie esimMHuun^. ,«t — -...... -- > — .....Flugzeugträgerneubauten die „Ark Franzosen war. Damals landeten diese am 14.9.1854 Royal" (Königliche Arche), wurde 1938 m Dienst bei Eupatoria und stießen vor Sewastopol bei der gestellt. Sie ist eine klare Fortentwicklung der -^Cou- ^ernieruna der Stadt auf einen Widerstand, der rageous" und hat mit 30,7 Seemeilen praktisch die durch die natürliche Lage begünstigt war. Er hatte oruA h.» 91nnrhiwna des in der bisherigen Militärgeschichte nicht seinesgleichen. Daher konnte sich Sewastopol ein Jahr lang halten. Erst als der französische Marschall Macma- hon im September 1855 die Malakoff-Ba- st i o n einnahm, wurde die Stadt geräumt. von deutschen Unterseebooten im Mittelmeer getroffene englische Schlachtschiff „Malaya" wies bei seinem Eintreffen in Gibraltar, wo es eingeschleppt wurde, ein riesiges Leck im Achterschiff auf", meldet das italienische Nachrichtenbüro Stefani aus Algeciras. Weiter mirt) berichtet, daß das Schlachtschiff angegriffen wurde, als der Flugzeugträger „Ark Royal" bereits den tödlichen Schuß erhalten hatte. Riesiges Leck im Achterdeck der „Malaya". Madrid, 16. Nov. (Europapreß.) Wie aus Linea gemeldet wird, find in den letzten 24 Stunden verschiedene britische Schiffseinheiten mit starken Beschädigungen im Kriegshafen von Gibraltar eingelaufen. Beobachtet werden konnte die Einfahrt des britischen Flugzeugträgers „21 r g u s" (14 500 t), der schwere Bombeneinschläge auf dem Startdeck aufweist. Eingelcrufen ist auch das Schlachtschiff „M a - l ach a" (31000 t) mit Beschädigungen am Bug. die sowjetischen Luftstreltkräfle. In der Zeit vom 1.10. bis 8.11. verloren die Sowjets insgesamt 2174 Flugzeuge, hiervon wurden 1293 in Luftkämpfen, 412 durch Flakabwehr abgeschossen, der Rest am Roden zerstört. In der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 183 eigene Flugzeuge verloren. Die deutsche Lustwaffe etwa zehnfach überlegen. Di« deutsche Luftwaffe wird durch den osteuropäischen Winter in ihrer Angriffskraft keineswegs eingeschränkt.,Was ist nicht alles geschrieben und gesagt worden, um „festzustellen", daß der sowjetische Winter von der deutschen Luftwaffe bei weitem nicht so gut ertragen werden könne wie von den auf ihr Heimatklima vorbereiteten Bolschewisten. Aus diese Redensarten hat die Luftwaffe tagaus, tagein die Antwort im Kampf erteilt. Sie hat nicht nur bei Tag und Nacht Moskau, Leningrad, die sowjetischen Feldbefestigungen, Truppenansammlungen und rückwärtigen Verbindungen mit größtem Erfolg bombardiert, sondern auch die sowjetischen Luststreitkräfte zusammengeschlagen, wo immer sie ihr begegneten. Nachdem der Führer schon Anfang Oktober bekanntgeben konnte, daß über 15 000 Sowjetflugzeuge vernichtet worden seien, wartet der Wehrmachtbericht jetzt wieder mit einer stolzen ------ Bilanz im Kampf gegen die sowjetischen Luftstreit- Trotz der sofort einsetzenden eifrigen Tätigkeit der kräfte auf. 2174 Sorvjetflugzeuge wurden in der englischen Zerstörer, die rings um den getroffenen Zeit von 1.10. bis 8.11.1941 vernichtet und, was Flugzeugträger einen Regen von Wasserbomben besonders Aufmerk1->mk-it oerlongt, davon 1293 tn , rourbc ba5 Schlachtschiff von einem Ior= °^SN°rs^w^ Ns pedo getroffen, dessen Explosion die Antriebskraft Sowjetslugzeugen steht der Verlust von 183 deut-des Schiftes lahmte, schen Flugzeugen gegenüber. Nachdem erst kürzlich berichtet werden konnte, daß die Briten vom Annabme von 'Hnterneu für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Bormittags Anzeiaen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvt. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abichliiste Mengenstallel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr sKernivreckanschluf? 2251 vrirck und Verlag: ÖfinX“’®. 8rSk,lfch.UnI°.rsi>^dn.ckrr°i«.r°sse || sich I itag I nm. y üche 1 iben | hrer I sei, 1 °elch i gner Mit I d die 1 eger. j j ' I Cnd» ! Volk j das kurz lerer kenn, mden echen nlen. lchn dem ! ngen. ; i der !' Haus j ellem - bfi. General-Anzeiger für Oberhessen iber die , schaute «Wiener ans mir t schick tl Jeden r stärkste i, aber i, ehe et sicht. Ob. »US jni 81* in P»“ > ine K , Wh'" ite P« • reil\«6' ’ in5 iS« 6P«$ "’S, eben. 1 in em« Sunse"' B »Ä ’n I«. »k * 5 fflejen«’: bare Germ, trichen wir! Der neue deutsche Unternehmertyp Kleine politische Nachrichten eine Maus mitgebracht, und die irot!" Flugplatz belderOaseGiarabuban. Sämtliche Bomben lagen in den befohlenen Zielen, unb heftige Explosionen konnten beobachtet werden. Die- er Erfolg ist um so höher zu bewerten, als jeglicher Ausfall von Kriegsgerät auf dem 250 Kilometer Luftlinie vom Meer entfernten britischen Wüsten- tützpunkt und Flugplatz nur sehr langsam über die mehr als 300 Kilometer lange Sandpiste von den britischen Nachschublagern ersetzt werden kann. OereiserneRmgumLemngrad stehenden erstaunt, als wäre eine Maus ohne Brot zu essen weiter nichts Verwunderliches. „Mit Brot", hauchte die Hausfrau. „Wenn's ihm schmeckt", meinte Herr Lederer aus Wien. „Maus mit Brot soll wohl Ihr markenfreies Stammgerlcht werden, wie?" sagte Herr Ieschke aus Berlin, der natürlich die List der Hausfrau durchschaute. „Ich habe immer schon im stillen etwas ähnlich Unheimliches von ihm vermutet", gestand Fräulein von Fels bebend, während der Agent Herr Sikora, ein Mann, der mit allen Belangen Bescheid wußte, erklärte, daß es sich um einen religiösen Brauch handle. Kurden seien durch ihren Glauben verpflichtet, von Zeit zu Zeit eine Maus mit Brot zu essen. „Prachtvoll, diese unverbildete Wildheit!" flüsterte Heideluise, die sechzehnjährige Tochter der Hausfrau, mit leuchtenden Augen. „Auch schon was!" sagte Herr Lederer zu dem romantischen Fräulein. „Wenn ich einen von Ihren Puddings essen soll, dazu gehört bestimmt mehr Mut!" In diesem Augenblick öffnete sich die Tür, und der Kurde trat auf den Gang, mit einem erstaunten Lächeln die Ansammlung vor seinem Zimmer musternd. Er hielt ein rotes Wörterbuch in der Hand. „Nix essen mit Brot, Frau Hausfrau", erklärt« er fröhlich, „füttern!" gekauft habe, daß die Mannschaft zwar die meisten Schisfskatzen retten, aber leider „noch viele Kanarienvögel an Bord zurücklassen" mußte. Den Höhepunkt dieser Schmokerei erreicht ein angeblicher Augenzeugenbericht, der vertellt: „Einer der Zerstörer kam längsseitig und nahm unter Lachen und Scherzen die Besatzung der „Ark Royal an Bord." Wir geben diese Stilblüten nur zur Ber- anschaulichung einer bestimmten Geistesrichtung wieder, deren wesentlicher Charakterzug eine offen- Gruppenführer beauftragt, die vor- und nachmilita- rische Wehrerziehung in Zufammenarbeit mit der Wehrmacht durchzuführen. Bei Kriegsausbruch rückte er als Oberst wieder ins Feld. Erst vor zwei Monaten hatte ihm der Führer das Ritterkreuz verliehen. Unerbetene Einmischung zurückgewiesen. Berlin, 16. Nov. (DNB.) Die mexi ka- nische Gesandtschaft in Berlin hat letzthin dem Auswärtigen Amt Mitteilungen ihrer Regierung zugehen lassen, die sich auf die Frage der Repressalien wegen der Ermordung von zwei deut- schen Wehrmachtsangehörigen durch bolschewistische Agenten m Frankreich bezogen.. Das Auswärtige Amt hat der Gesandtschaft daraufhin mitteilen lassen, daß es nicht gewillt ist, mündliche oder schriftliche Erklärungen dritter Staaten zu dieser Frage entgegenzunehmen. Staatsbegräbnis für General Hunhiger. Dichy, 16.November. (DNB.) Am Samstag- vormittag fand in B i ch y in Anwesenheit des fron- zösischen Staatschefs Marschall P 6 t a i n, der frort- zösischen Regierung sowie Vertretern der franzosl- schen Wehrmacht das Staatsbegräbnis für den bet einem Flugzeugunfall tödlich verunglückten Krteas- mmister General H u n tz i g e r und seiner mit ihm München, 15. Nov. (DNB.) Reichswirtschafts- Minister Funk erklärte auf einer Kundgebung der Wirtschaft des Traditionsgaues: Deutschland hat ein neues Wirtschaftsethos und mit ihm einen neuen Unternehmertyp geschaffen. Der Unternehmer ist nicht mehr einem anonymen Kapital, sondern der gesamten Volkswirtschaft verpflichtet und muß sich den großen Aufgaben, die die Staatsführung der Wirtschaft stellt, unterordnen. Das Gewinnst r e b e n des Unternehmers bleibt ein weiteres wesentliches Element unserer Wirtschaftsordnung, weil wir darin eine Triebkraft des Fortschritts zugunsten des Dolksganzen sehen. Wir sprechen aber all den Gewinnen die sittliche Berechtigung ab, die ausschließlich oder vorwiegend aus der Ausnutzung einer wirtschaftlichen Machtstellung oder einer Not- oder Mangellage beruhen. Gewinne gibt es im Kriege nur noch insoweit, als sie sich in den Rahmen einer kriegsverpflich- geschwiegen. Die „Ark Royal" ist nunmehr der dritte Flug- , zeugträger, den Großbritannien im Laufe dieses 1 Krieges eingebüßt ^hat. Die britische Admiralität 1 muh sie jetzt mit den beiden Flugzeugträgern „G l o- r i o u s" und C o u r a g e o u s" , die am 17.9.1939 und am 8. 6.1940 durch deutsche Unterseeboote und Ueberwasserstreitträfte versenkt wurden, auf die große Verlustliste setzen. Das Schiff war der modernste Friedensbau unter den britischen Flugzeua- •trägem. Es wurde erst 1938 ftrtiggestellt, hatte 22 600 Tonnen Wasserverdrängung und eine Geschwindigkeit von 36 Knoten. Normalerweise nahm es 60 bis 70 Flugzeuge an Bord. Seine Besatzung belief sich auf 1600 Mann, also rund 300 mehr als der bei Island versenkte Schlachtkreuzer ,Food", Englands größtes Kriegsschiff, hatte. Die Luftab- wehrwaffen der „Ark Royal" waren sehr stark und zahlreich. Dieses besonders kampfkräftige Schiff wurde von der englischen Seekriegsleitung überall da eingesetzt, wo für die Flotte das Zusammenwir. ken mit Flugzeugen von Bedeutung war. So operierte die „Art Royal" in der Nordsee, im Atlantik und mehrmals im Mittelmeer. Während des deutschen Norwegen-Unternehmens war sie vor Narvik. Bereits am 26. September 1939 hatte sie bei einem Luftangriff einen Bombenvolltreffer erhalten, der das Schilf nötigte, für einige Monate zur Repara- tur ins Dock zu gehen. Die Beschädigungen waren sehr schwer, wie später durch neutrale Augenzeugen, die den Flugzeugträger in Auslandshäfen besichtig- ten, bestätigt wurde. Zusammen mit dem Erfolg der Versenkung des Flugzeugträgers wurde, wie schon erwähnt, auch das britische Schlachtschiff „Malaya" so schwer beschädigt, daß es in den Hafen von Gibraltar ein- gescyleppt werden mußte. Dieses britische Schlachtschiff, das der „Malaya"°Klasie seinen Namen gab, wurde Dock'den Briten als eine besonders geglückte Konstruktion bezeichnet. Es wurde der brittschen Marine von den malayischen Staaten zum Geschenk gemacht. Die „Malaya" lies im März 1915 vom Stapel und wurde dann 1925 und 1926 umgebaut. Das Schlachtschiff hat eine Wasserverdrängung von 31100 Tonnen, eine Geschwindigkeit von 25 Knoten -und eine Besatzung von 1120 Mann an Bord. Sie ist bestückt mit acht Geschützen von A8-Zenttmeter- Kaliber, zwölf Geschützen von 15,2. und acht Lustabwehrgeschützen von 10,2-Zentimeter-Kaliber. Die englische Flotte verfügt über sieben moderne Flugzeugttäger. Von ihnen ist die „Ark Royal versenkt, die Flugzeugträger „Formidable" und „Illustrions" sind zu Wiederherstellungsarbei- ten in amerikanischen Werften. Die englische Flotte verfügt zur Zeit also nur über vier aktive und moderne Flugzeugttäger; zwei weitere sollen im nächsten Jahr fertig werden. Der Flugzeugttäger ist das Gegenstück zum Großkampfschiff, das er begleitet. DasGroßkamvfschiff hat nur etwa 3 bis 5 Flugzeuge an Bord, die zur Aufklärung dienen. Der Flugzeugträger liefert dem Großkampfschiff die Aufklärungs- und Bombengeschwader, die sowohl das Großkampfschiff schützen wie auch ihrerseits die Angriffskraft des Großkampfschiffes unterstützen. Sowohl Großkampfschiff wie Flugzeugttäger müßen durch zahlreiche Zerstörer und kleine Kreuzer ae- sichert werden. Es ergibt sich ein kompliziertes System überschneidender Funktionen der einzelnen Schiffstypen. Ohne Flugzeugttäger sind Großkampfschiffe in küstennahen Gewässern ungemein empfind- lich. Im Mittelmeer kommt noch der besondere Umstand hinzu, daß England, außer Gibraltar, Malta, Zypern und Alexandrien, über keine Fluqstühvunkte verfügt; und die genannten Flugstützvunkte sind eng- räumig und ihrerseits luftempfindlich. Dr. Ho. ©er Lustangriff auf Giarabub. Berlin, 16. Nov. (DNB.) Am 15.11. griff ein Verband deutscher Kampfflugzeuge unter dem Schutz von Jagdflugzeugen und Zerstörern den britischen tetenWirtschast einfügen. Das ist keine wirt- schastliche, sondern eine moralische Abgrenzung. Solange unser Volk in einem Existenzkampf steht, arbeitet der Unternehmer nicht mehr um des Gewinnes willen, sondern aus nationaler Pflicht. Damit ist der Gewinn als Motor der Wirtschaft nicht ausgeschaltet, aber eng begrenzt. Es ist auch im Kriege in Ordnung, wenn der tüchtige Unternehmer mehr verdient als der mittelmäßige, aber niemand darf sich am Kriege bereichern. Von der politischen Neuordnung und Befriedung Europas wird auch die neue Wirtschaftsepoche ihren Ausgang nehmen, bei der die neuen gewaltigen Energien, die diese Zeitenwende größten Ausmaßes ausgelöst hat, zur Ordnung und zum Aufbau eingesetzt werden. Alle Arbeitskräfte werden mobilisiert und die reichen Rohstoffgebiete des osteuropäischen Raumes erst richtig für Europa erschlossen werden. Darum wird Europa reich und frei sein. Berlin, 16.November. (DNB.) Während die < deutschen Truppen auf der Krim weiteren Boden ; gewinnen, hält der eiserne Ring um Leningrad allen Versuchen der eingeschlossenen Bolschewisten, sich Entlastung zu verschaffen, stand. Auch der Emiatz von Panzern und Flugzeugen zur Unterstützung der sowjetischen Heereskräfte läßt die Sowiets nicht ; um geringsten Erfolg kommen. Täglich verbluten ich die immer wieder vorgetriebenen Bolschewisten oty: den starken deutschen Stellungen und büßen Material ein, das für die umklammerten Truppen kaum noch zu ersetzen ist. Auch am 15.11. unter- nahmen die Sowjets neue Angriffe gegen die Ein- chließungssront von Leningrad, die wiederum von Danzern und Flugzeugen unterstützt und durch starkes Artilleriefeuer vorbereitet waren. Die Angriffe wurden unter schwersten blutigen Verlusten für die Sowjets abgewiesen. Zum Teil wurden sie schon in der Entwicklung durch deutsche Artillerie zerschlagen und dabei den Bolschewisten so schwere Verluste zugefügt, daß sie ihren Angriff nicht fortsetzen konnten. Auch im mittleren Abschnitt rennen Vie Sowjets immer wieder erfolglos gegen die deutschen Linien an und lassen zahlreiche Gefallene und Verwundete sowie umfangreiches Kriegsmaterial auf dem Kampffeld zurück. In einem deutschen Korps- abschnitt warfen deutsche Truppen am 15.11. an der mittleren Ostfront angreifende sowjetische Jnfanten- ften, die von Panzern unterstützt wurden, in heftigen Gegenstößen zurück. Die Sowjets hatten hierbei wiederum schwere blutige Verluste und verloren erneut 14 Panzer. In einem anderen Korpsabschnitt wurden bei Kampfhandlungen 10 weitere Sowjetpanzer vernichtet, darunter vier mit einem Gewicht von 34 Tonnen. Eine Batterie eines deutschen Flak- Regiments setzte bei diesen Kampfhandlungen 25 sowjetische Fevdbunker außer Gefecht. In zwei Tagen verloren die Sowjets bei völlig wirkungslosen Gegenangriffen im mittleren Frontabschnitt msge- samt 68 Panzerkampfwagen. Neuer Generalstabschef der italienischen Lustwaffe. Rom, 16. Nov. (DNB.) Luftgeschwadergeneral Francesco P r i c o l o tritt von seiner Stellung als Generalstabschef der Luftwaffe und als Unterstaats- fekretär der Luftfahrt zurück, um ein anderes Amt zu übernehmen. An seine Stelle tritt sowohl als Generalstabschef der Luftwaffe wie auch als Unter- ftaatgfetretär der Luftfahrt Luftgeschwadergeneral Rino Corso F o u g i e r. ©aS Niit rf euz für Nachtaufklärer. Berlin, 16. November. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Krueger, Beobachter in einer Aufklärungs- sta'ffel, der bei kühn durchgeführten Tag- und Nachteinsätzen hervorragende Leistungen vollbracht und vor allem in der Nachtaujklärung bahnbrechende Erfolge erzielt hat. Trotz stärksten Abwehrfeuers hat er oft im Tiefflug die befohlenen Erkundungen durchgeführt. Ritterkreuzträger Oberst von Neufville gefallen. Berlin, 15. November. (DNB.) Am Z.No-vem- der 1941 fiel im Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind der Oberst und Regimentskommandeur • Georg von Neufville, SA.-Gruppenstihrer im Stabe der Obersten SA.-Führung. Neufville wurde 1883 i n Frankfurt a. M. geboren. Im Weltkrieg führte er ein Bataillon und gehörte von • 1916 ab als Hauptmann dem Generalstab an. Nach f dem Zusammenbruch stellte er als Major das Frei- 1 korps von Neufville auf, das sich im Kamvf gegen Spartakus und Kommunismus in Berlin sowie im Main- und Ruhrgebiet hervorragend schlug. Nach dem Kriege schloß sich Neufville sofort der Bewe- i gung Adolf Hitlers an. Don 1920 bis 1923 war er t Führer der „Schwarzen Garde" und des „Braven i Heyderich". Im Jahre 1939 wurde er als SA.- ums Leben gekommenen sechs Mitarbeiter statt. An der Trauerfeier nahmen als Vertreter der Reichs- regierung Botschafter A b e tz, als Vertreter der deut, schen Wehrmacht der Vorsitzende der Waffenstillstands, kommission, General der Artillerie Vogl, teil. Fer. ner waren die Mitglieder des diplomatischen Korps anwesend. Botschafter Kurusu in Washington. Washington, 16.5100. ($5133.) Der sapa- nische Sonderbotschaster Kurusu ist am Samstagnachmittag in Washington eingetrof- fen. Er wurde auf dem Flugplatz von dem japanischen Botschafter Admiral Nomura und Vertretern des U8A.-Staatsdepartements empfangen. Neuer Sonderbeauftragter Roosevelts Washington, 15. Nov. (Europapreh.) Der Vorsitzende des USA.-Fincmzausschusses und zugleich demokratisches Mitglied des Repräsentantenhauses, Snyder, wird sich über Lissabon nach England begeben. Snyder reist in einem Sonderauftrag des nordamerikanischen Kriegsministeriums und soll einen persönlichen Brief Roosevelts an Churchill übergeben. Eine Aeußerung über den Inhalt des Briefes Roosevelts lehnte Snyder ab. Auch Averill Harriman wird mit dem Clipper Inach Europa fliegen. Harriman war der Leiter der nordamerikanischen Mission auf der Dreierkonferenz in Moskau. durch Bombenwurf versenkt, während zwei weiters große Frachter und ein Bewacher beim Angriff auf einen Geleitzug ostwärts der Humberrnündung beschädigt wurden. * Bei britischen Einflugversuchen am Kanal schoß die deutsche Flakartillerie Samstag nachmittag brer Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire ab. * In Ostafrika brachen die heftigen Angriffe des Feindes gegen vorgeschobene Stellungen an der Gondar-Front zusammen. Vor den hartnäckig verteidigten Stellungen ließ der Feind Hunderte von Toten zurück. Weitere schwere Verluste wurden dem Feind bei offensiven Vorstößen italienischer Abteilungen zugefügt. ch Zu der Versenkung des britischen Frachters „Not. tingham" durch deutsche Marinesttettkräste wird in Neuyork mitgeteilt, daß das 9000 BRT große Schiff eine fiabung Whisky für die USA. an Bord hatte und für die Rückfahrt nach England eine Ladung Kriegsmaterial übernehmen sollte. ch Der Grieche S a r a n t o s, der in Bukarest in der Nacht zum 18.Januar den deutschen Major Do» ring auf offener Straße erschoß und vor einigen Tagen vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden ist, wurde hingerichtet. In Bergen wurde ein deutsches Theater eröffnet, das der Truppenbetteuung dient, aber auch für Norweger offensteht. Neben dem Schauspiel sind auch Ballettabende, Dorttäge, Konzerte und Filmvorführungen vorgesehen. ch Oer Marimsabend. Eine Anekdote, dem „Wendunnmth" nacherzählt von Paul Alverdes. Ein Kaufmann zu Lübeck, der mit seinem Ehe- weib keine Kinder hatte, war von einem ae- fälligen Fräulein mit einer kleinen Tochter be- schenkt worden, die er zärtlich liebte, als wäre sie sein eigenes Kind, und in seinem Hause aufzog; doch als sie ungefähr sechzehn Jahre alt gewor- den war, sehr hübsch von Gestalt und Gliedmaßen, hob sie an, in die Fußtapfen ihrer Mutter zu treten. An einem St. Martins-Abend, an welchem, da ihr Vater viel Gäste ins Haus geladen, sie es am besten meinte unbemerkt zu vollbringen, hatte sie hinten im Hof in einer Badestube einen kleinen Tisch mit leckeren Speisen und süßem Weine herae- richtet und auch eine Lampe aufgestellt. Dort sollte zu einer gewissen Stunde der Schreiber eines Kauf- Herrn mit ihr sich fröhlich machen. An diesem Abend kam aus dem Mecklenburgischen her em armer Schlucker in die Stadt gewandert, der mit feinen Kleidern in jedem Falle hätte tauschen können, ohne etwas dreinzugeben, und suchte hin und wieder, ob er denn irgendwo eine Bleibe fände. Weil er aber seine Herberge überall um Gottes Willen haben wollte, so merkten die Leute gleich, daß er kein Geld in der Tasche hatte, und schickten ihn weiter mit dem Dorgeben, leider sei bei ihnen alles schon belegt und man könne ihn nicht mehr unterbrmgen. Zitternd vor Frost und schwach vor Hunger lief er also in der Stadt umher, und es wurde dunkler und kälter. „O heiliger und milder Herr St. Martin", sprach er mit schlagenden Zähnen, „an deinem Feste freut sich alt und jung, laß das an diesem Abend mich auch erleben, denn ich habe es bitter nötig, und du sollst dafür ein schönes Lied von mir haben, das ich dir zum Lobe anstimmen will." Unter solchen Gedanken zog ihm die finstere Nacht herauf und er machte sich in einen engen Mauerwinkel hinein, damit ihn die Wache nicht aufstöbern und als verdächtig mitnehmen sollte. Dort wurde er des Lichtes gewahr, das die Kaufmannstochter in das Stübchen gestellt hatte, und da sich nichts regte und rührte ringsherum, so , -mte er am Ende ein Unterkommen für die Nacht sah — vom persönlichen Schrecken ganz zu schweigen — ihr Unternehmen bereits zugrunde gerichtet, wenn es nicht möglich war, strengste Diskretion zu beobachten. Eine Maus in einem ihrer garantiert insektenfreien Zimmer!" „Was werden Sie mit der Maus machen?" flüsterte sie und starrte auf das zierliche Tier im gläsernen Käfig. „Ich werde sie essen mit Brot!" erwiderte der Kurde unbefangen. „Hu!" schrie da die Dame des Hauses auf, fo laut und schrill, daß an Diskretion nicht mehr zu benten, war, und sie stürzte schreckensbleich aus dem Zimmer dieses kannibalischen Menschen. Der Schrei lockte andere Gäste auf den Gang. „Der Kurde", lallte die Wirtin. Und dann log sie listig: „Er hat sich will er essen mit B „Eine Maus — mit Brot?" wiederholten die Um- zu finden, drückte an die kleine Pforte, sie gab nach, er tappte hinein und stand in dem Stübchen. Es war leer, und da ihn hungerte und dürstete, so langte er herzhaft zu, letzte und sättigte sich von Grund auf an allem, was er da fand. Plötzlich huschte das Mädel zur Tür herein und setzte sich an den Tisch, erschrak aber nicht wenig, als sie jeman- den vor sich sah, den sie nicht bestellt hatte. Wer ihn denn hergewiesen, wollte sie hören, nachdem sie Ihn eine Weile wortlos angestarrt hatte. Es sei, entgegnete der Geselle, niemand anders als St. Martin selber gewesen, und jetzo, wie er gelobt habe und wie es sich gebühre, werde er seiner mit fröhlichem Gesang nicht vergessen, rückte den Teller von sich, schob das Messer ein und wollte anstimmen. „Mein lieber Freund", sagte sie eilig und legte ihm die Hand auf den Arm, „das laßt Ihr bleiben, oder Ihr kommt nicht mit heilen Knochen aus dem Haus." „Wie soll ich nicht singen", erwiderte er, „wenn ich es gelobt habe? Ich will an dem lieben Heiligen zu keinem Lügner werden." „Schon gut ', sagte das Mädchen schmeichelnd, „Ihr singt ein andermal, aber jetzt seid mir still mit Euerm Ge» fang, Ihr sollt ein ländisches Hosentuch bafüf haben", ging über ihres Vaters Kleiderkasten und brachte es ihm. „Hoho", sagte der Geselle, „mein ehrenreicher und frommer St. Martin! Erst hast du mich herrlich gespeist, herrlicher, als ich es je begehrt, darnach auf den Winter mit Kleidern versorgt, und ich sollte mich nun undankbar finden lassen? Würdest du mich jemals wieder erhören — nimmermehr!" unb wollte sich wiederum vernehmen lassen. „Lieber Gott", jammerte das Mädchen, „ich bitte Euch von ganzem Herzen, Ihr wollt Eure Lieder auf andere Oerter versparen und mich hier nicht zu Schanden fingen." „Wie kann ich", sagte der Fremde, „wie kann ich an anderen Oertern singen, wenn mich niemand beherbergen will, weil ich kein Geld habe? Darum muß ich es tun, wo es sich gerade schicken mag." „Hier , sagte die Jungfrau, fielst ab in St. Martins Namen", langte sechs Gulden aus ihrem Beutel, drückte sie ihm in die Hand und brachte ihn mit vielen guten Worten endlich zur Tür hinaus; eine schwere Bürde fiel ihr vom Herzen. Aber der Geselle war noch viel fröhlicher. Wo er die meisten Lichter sah, beim besten Wirtshaus in der Stadt forderte er Quartier, denn wie er laut genug erklärte, sei er keiner von denen, lgschätzung des Leserpublikums ist. Unter- cd dies dadurch,-daß die Admiralität die djro'ere Beschädigung der „M a I a 9 a" nickt einge- landen hat. Dieses Großkampfschiff, dessen ton- truktive Eigenschaften bekannt sind, ist inzwischen in Gibraltar eingelaufen. Weil es nicht sank, wird Maus mit Brot. Von Otto Hofmann von Wettenhof. Wissen Sie, wo Kurdistan liegt? Selbstverständlich, das liegt dort, dort unten holt, Dort hinten bei Kleinasien, in der Nähe von Iran oder Irak, jedenfalls dort drüben, mehr rechts, östlich mit einem Wort. Richtig, dort liegt Kurdistan. In Kurdistan kommen die Kurden vor, aber nicht nur in Kurdistan, sondern auch in der Pension „Asta". Hier allerdings bloß in der Einzahl. Herr Gurian, oder „der Kurde", wie er kurz von den anderen Pensionsgästen und von der Schöpferin dieses wirklich empfehlenswerten Etablissements genannt wurde, unterschied sich in nichts von den übrigen Insassen der „Atta" — vielleicht war seine Haut ein wenig gebräunter, so wie die von Fräulein Lilly, wenn sie am Sonntag vom Baden und vom Nußöl kam —, sonst hätte er einer der unseren sein können, ein Mensch wie wir, mit Flanellhose und tariertem Rock und zwei Fleischmarken zum Abend- essen. „Gomm Sie", sagte er eines Tages in seinem nur aus ganz kleinen Stückchen bestehenden Deutsch — so gebrochen war es nämlich — und zog die Pensionswirtin in sein Zimmer. Dort saß eine Maus unter einem Wasserglas, in das sie der gewandte Kurde mit fakirhafter Geschick- lichkeit gebracht hatte, wie unter einer Käseglocke, schnupperte munter und unbefangen und war sich in keiner Weise ihrer kompromittierenden Existenz bewußt. „Mein Gott und Herr!" tief die Wirtin, himm- lischen Beistand herabflehend, und schlug die Hände vor das verstörte Gesicht. „No, no , machte der Kurde begütigend und schüttelte ein wenig sein Haupt, weil er diesen Auf- wand von Entsetzen über ein im Grunde sehr kleines Ereignis nicht verstand. „Mausel", meinte er dann und zuckte wie entschuldigend mit den Schultern. w6tne Maus", bestätigte die Hausfrau tonlos, und Wie amtlich in London mitgeteift wird, sind im Oktober durch deutsche Luftangriffe 262 Personen in England ums Leben gekommen. Die deutschen Verluste durch englische Bombenangriffe auf das Reichsgebiet betragen in derselben Zett 292. * Bei Luftangriffen auf Catania, Acireale und Brindisi wurden. Spreng- und Brandbomben abae- worden. Einige Wohnhäuser wurden beschädigt. In Catania sind 17 Tote und 12 Verwundete, in Acireale 12 Tote und acht Verletzte zu beklagen. Die Bevölkerung verhielt sich mustergültig. Im östlichen Mittelmeer wurden zwei feindliche Dampfer von italienischen Aufklärungsflugzeugen mit Bomben getroffen und versenkt. Im mittleren Mittelmeer schossen italienische Jagdflugzeuge zwei Flugzeuge vom Wellington-Tnp ab. Ein Torpedoflugzeug versenkte einen vollbeladenen 10 000-BRT.- Dampfer. Im Verlauf der vergangenen Wocke verlor die englische Luftwaffe im Mittelmeer, wie das Halte- nische Nachrichtenbüro Stefani meldet, insgesamt 49 Bomber unb Jagdflugzeuge. Im Anschluß an die Bekanntgabe, daß bisher über 500 0000 Tonnen feindlichen Handelsschiffs- raumes durch italienische U-Boote im Atlantik versenkt wurden, kommt „Giornale d'Italia" zu der Feststellung, daß bisher insgesamt 1193 000 Tonnen britscher Handelsschiffsraum durch italienische Streitkräfte versenkt worden sind.. In der Nacht zum 16.11. wurde ein britisches Handelsschiff von 5000 BRT. ostwärts Peterhead "ble ihre Zeche nicht bezahlen konnten. Dort faß er die ganze Nacht und den anderen Tag und sang Martinslieder, und als er weiterzog, hatte er von feinen sechs Gulden nicht mehr viel in der Tasche. yn Bayreuth trafen auf Einkadung des Reichs- Walters des NS.-Lehrerbunbes, Gauleiter Wächtler, 20 dänische Erzieher und.Erzieherinnen ein. In Gegenwart von Reichskommissar Seyß-In- quart und Staatssekretär (Sutterer vom Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda und Vertretern des niederländischen Departements für Dolksaufklärung und Künste wurde im Maurits- Haus im Haag eine deutsche Buchausstellung eröffnet. e In Anwesenheit des Kronprinzen Frederik und Vertreter der dänischen Regierung wurde in Kopenhagen die Ausstellung „Neue deutsche Baukunst" durch den Bevollmächtigten des Deutschen Reiches, Gesandten Dr. von Nenthe-Fink, eröffnet. Dom Wesen der neuen deutschen Baukunst sprach Generalbaurat Professor Dr. Wilhelm Kreis. * Der Staatssekretär im Reichsvertehrsministerium Dr. Kleinmann weilte zu einem tunen Besuch in Rom. Mit dem italienischen Derkehrsminister Host-Denturi wohnte er der Einweihung des elektrischen Betriebes auf der Strecke Bologna—Trient bei. ♦ Der Stabschef der SA. traf in Stettin ein. Der Besuch galt der Besichtigung von Ausbildungseinheiten der HI., die von SA.-Mcinnern vormilitä- risch ausgebildet werden. Zum Tag her deutschen Hausmusik. Zum Tag der deutschen Hausmusik am 18. November erläßt der Leiter der Abteilung Musik im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda, Generalintendant und Generalmusikdirektor Dr. Heinz Drewes, folgenden Aufruf: Mit der Durchführung des Tages der Hausmusik auch im Kriege bekundet das Großdeutsche Reich seine Entschlossenheit, die Güter der Kultur vor der drohenden Vernichtung zu hüten. Am 18. November bringen Musikfreunde und Berufsmusiker in Stadt und Land reichhaltige Programme aus dem unerschöpflichen Schatz Der alten und neuen deutschen Haus- und Kammermusik zu Gehör. Unter ihnen nimmt in diesem Jahr den ersten Platz das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts ein, dessen Todestag sich in Kürze zum 150. Male jährt. — Haus- Musikanten! Laßt euch durch die Darbietungen des diesjährigen Tages der Hausmusik anregen, in immer stärkerem Maße die seelischen und geistigen Kräfte deutscher Musik im deutschen Hause wirksam werden zu lassen. GeneratarbeitSführerFaah SOIahre alt NSG. Wer ihn kennt, weiß, daß er sich an diesem Tag keinesfalls als Jubilar" fühlt, und daß die Rückbesinnung auf das, was in Den fünfzig Jahren war, und was erreicht mürbe, In ihm viel weniger Raum gewinnen kann als der Blick auf die zukünftigen Aufgaben, die geleiftet werden müssen. Gene- ralarbeitsführer Faatz wurde in A ssenhe i m (Oberhessen) geboren. Den Weltkrieg machte er als Offizier an der West- und Ostfront mit und wurde u. a. mit dem E. K. I ausgezeichnet. Als bewährtem Parteigenossen wurde ihm, einem der ältesten Mitarbeiter des Reichsarbeitsführers, der Aufbau des Reichsarbeitsdienstes in Hessen übertragen. Am 1. Juli 1932 erfolgte die Ernennung zum Gau-fach» bearbeiter für den Arbeitsdienst. Dom 19. Oktober 1932 bis 5. April 1933 führte Generalarbeitsführer Faatz die Gaugruppe Hessen und wurde dann Be- zirksführer für den freiwilligen Arbeitsdienst in Hessen. Unbeirrbar in der Verfechtung des roeltan-» schaulichen Fundamentes und in restloser Hingabe an die Idee und die damit verbundenen Aufgaben arbeitete Generalarbeitsführer Faatz weiter an der Entwicklung der jungen zukunftsreichen Organisa- tion. Am 16. Oktober 1933 wurde er mit der Fuh- rung des Arbeitsgaues XXV-Hesfen-Süd des RSAD. beauftragt und nach Einführung des Reichsarbeitsdienstes zum Arbeitsgauführer ernannt. Für die vorbildliche Aufbauarbeit seit Bestellen des Arbeits- dienstes wurde ihm in Würdigung (einer Verdienste durch den Führer das „Goldene Parteiabzeichen verliehen und am 20. April 1939 die Beförderung zum Generalarbeitsführer ausgesprochen. Bei Aus- vruch des Krieges bewies auch oer Arbeitsgau XXV seine sofortige Einsatzbereitschaft. Stets haben sich die Männer seines Gaues als treue Helfer unserer Soldaten gezeigt, ganz gleich, ob sie im Einsatz außerhalb der Reichsgrenzen oder im Heimatgebiet stehen. Generalarbeitsführer Faatz selbst ist als höherer RAD.-Führer" bei einem Luftgau ctngc setzt. _ Aus der Siadi Gießen. Kamerad Hund. Der Hund ist ein guter Kamerad des Menschen. Seine Leistungen im Dienste unserer Wehrmacht sind oft genug lobend und anerkennend erwähnt worden. Daneben kommen unsere vierbeinigen Freunde noch auf vielen anderen wichtigen Gebieten des öffentlichen Lebens zum Einsatz, sodaß es mehr als recht erscheint, auch einmal ihre beachtlichen volkswirtschaftlichen Leistungen herauszu- stellen. Nach einer Veröffentlichung in der Zeitschrift für Hundeforschung ergibt sich folgendes Bild über Einsatz und wirtschaftliche Bedeutung des Hundes: Die Reichsbahn schätzt den Wert der in ihren Diensten eingesetzten Tiere auf etwa 5 Millionen RM., die vierbeinigen Helfer unserer Polizei, Gendarmerie und im Zolldienst stellen einen Wert von rund 4 Millionen RM. dar, unsere Wachhunde in Stadt und Land verkörpern eine Summe von 36 Millionen RM., 300 000 RM. sind untere Ziehhunde wert, 6 Millionen RM. unsere Herbenhunde, und ein Betrag von rund 20 Millionen RM. für unsere Jagdhunde ist sicherlich nicht xu hoch eingesetzt. In dieser Rechnung darf man auch unsere Blinden- hunbe nicht vergessen, die Tag für Tag auf dem Posten sind und der Menschheit unschätzbare Dienste leisten. Doch nicht jeder Hund erfüllt eine volkswirtschaftliche Aufgabe, mancher soll nur ein lieber Hausgenosse und freundlicher Unterhalter fein, nicht nur für den Besitzer, sondern auch für die ganze Hausgemeinschaft. Letzteres hängt jedock vielfach davon ab, ob der Hund eine gute Kinderstube gehabt hat. Denn es gibt leider auch unerzogene Hunde, die immer wieder Anlaß zu Beschwerden der Hausbewohner und Nachbarn geben. Manche Hundebesitzer haben sich Junge Hunde angeschafft, ohne ihnen die rechte Erziehung zuteil werden zu lassen. Dazu kommt, daß heute oft die Zeit fehlt, den Hund genügend zu beaufsichtigen. Unbedingt aber muß der regelmäßig gewährte Aus- gang unter Aufsicht erfolgen, damit der Hund nicht unerwünschte Verschmutzungen der Straße hervor- ruft, die gerade jetzt bei der Verdunkelung eine arge Belästigung der Fußgänger sind. Nicht jeder Hund ist auch ein Wachhund, mag er auch noch so gut bellen können. Ein Wachhund muß besonders sorgfältig erzogen und abgerichtet sein. Es gibt aber unzählige Hunde in unseren Mietshäusern, die anscheinend ihren Besitzern die Klingel ersparen sollen und aus den nichtigsten Gründen Laut geben. Das stört natürlich die Ruhe der Mitbewohner und gibt mit Recht zu dauernden Beschwerden Anlaß. Als Hausgenosse tft auch der Hund den Gesetzen der Gemeinschaft unterworfen, und daß er sich ihnen fügt, dafür ist sein Besitzer verantwortlich. Mehr denn je ergibt sich heute für jeden Hundehalter die Mahnung: Wer einen Hund nicht erziehen kann, soll sich keinen jungen Hund anschaffen; wer einen Hund nicht beaufsichtigen kann, (oll sich am besten überhaupt keinen Hund halten. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Alkazar". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,/Eine Tür geht auf". Zehn Märchen für das Kneqs-WHW. Der Zauber der deutschen Märchen stand am Samstag und Sonntag auch in unserer Stadt im Vordergrund des allgemeinen Interesses, als die eifrigen Sammler und Sammlerinnen Der Deutschen Arbeitsfront die zehn schönen kleinen Märchenbüchlein zum Verkauf anboten, um dadurch dem Kriegs- Winterhilfswerk neue Mittel zu erschließen. Die reizvoll beschrifteten und bebilderten Heftchen fanden allenthalben starken Absatz. Vielfach sah man zwei, drei und mehr Büchlein an der Kleidung der Käufer baumeln. Viele hatten die ganze Serie der zehn Heftchen gekauft, um damit ihren Kleinen eine geschlossene Märchenreihe schenken zu können. Manche dieser Käufer haben dabei wohl auch an das bevorstehende Weihnachtsfest gedacht, bei dem sie ihren kleine Lieblingen mit der geschlossenen Märchenreihe eine besondere Freude machen wollen. So kamen denn das „Rumpelstilzchen" und das „Dornröschen", „Schneewittchen" und „Hänsel und Gretel", „Das tapfere Schneiderlein" und ,„Der gestiefelte Kater", das „Aschenputtel" und der „Däumling", das „Rotkäppchen" und der „Froschkönig" weithin unter die Leute, und sie brachten zugleich für das Werk des Krieg-WHW. einen schönen Ertrag. Die Kinder konnten gar nicht genug dieser schönen Büchlein bekommen, sie gaben auch oft den Anstoß dazu, Immer noch eines der kleinen Mar- chenhefte zu kaufen, ein Begehren, das natürlich von den Sammlerinnen und Sammlern der DAF. gerne unterstützt und erfüllt wurde. Als originelle Sammler zogen auch zwei Elefanten, von ihren Wärtern durch die große Menschenmenge geführt, in Begleitung einer schaulustigen Kinderschar durch die Straßen unserer Stadt, um mit dem Rüssel die Groschen und andere Geldstücke in Empfang zu nehmen und sie den Trägem der Sammelbüchsen zu übergeben. Der Verkauf der schönen Spendeabzeichen ging unter den obwaltenden günstigen Umständen außerordentlich flott vonstatten und hat sicherlich dem KrieHs-Winterhilsswerk auch in unserer Stadt einen schönen Ertrag gebracht. Trauerfall und Lebensmittelkarten. Eine Pflicht, die Lebensmittelkarten afc^uliefern, besteht auch bei Todesfällen. Keinesfalls dürfen die Lebensmittelkarten eines Verstorbenen etwa für die Verpflegung von Iraueraäften in Anspruch genommen werden. Die Angehörigen des Derstorbe- NSG. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger sprach am Samstagnachmittag zu dem in der Gauschule Selters zu einer Arbeitstagung versammelten Unterführerkorps der Kreise Büdingen und Gelnhausen. Zu Beginn feiner Rede ging der Gauleiter auf den entscheidenden Gewinn ein, den der Nationalsozialismus im Freiheitskampf des deutschen Volkes darstellt. Im einzelnen erläuterte er dann den Wert, Den die revolutionäre geistige Aufrüstung als die wesentliche Grundlage unserer Dolkskraft im praktischen Einsatz gegenwärtig beweise. Als Geheimnis unserer Friedenserfolge und Den Garanten unseres Sieges stellte er in plastischer Weise die national- sozialistische Idee heraus. In der Nationalsozialist^ schen Revolutionsarmee beweise sie im Kampf gegen unsere äußeren Feinde wieder ihre unvergleichliche Dynamik. Er verpflichtete dann das Führerkorps auf Die Notwendigkeit, die Selbsterziehung zum Nationalsozialisten mit dem Ziele der Unbedingtheit in der weltanschaulichen Haltung niemals zu vernachlässigen. Die Rede ging dann auf die Folgerungen ein, die Der Politische Leiter aus der Bedeutung der Erziehungsarbeit in seinem praktischen Einsatz zu ziehen habe. Eingehend erläuterte er die Grundsätze einer natürlichen Auslese unseres Volkes nach ihrem Gefolgschaftseinsatz für Die Idee des Führers. Das Konzert des Städtischen Orchesters unter der Leitung von Otto Zöllner mit Luise Schmidt- Frank (Harfe) als Solistin war Das erste eines dreiteiligen Zyklus „Beschwingte Musi k", der selten gehörte Werke vom Barock über Rokoko und Klassik bis zur Moderne auf sein Programm geschrieben hat. Wir hörten gestern vormittag zu Beginn statt Der ursprünglich vorgesehenen Suite in F-dur aus Der „Süffigen Feldmusik" von Johann Philipp Krieger (1649 bis 1725) Drei Sätze aus Der x-mott-Symphonie Nr. 40 von Mozart: Die gleichsam verschleierte Anmut dieses Werkes wurde von Kapellmeister S ö l l n e r mit dem gepflegt musizierenden Orchester in schmiegsamem Zusammengehen von Streichern und Holzbläsern schön profiliert und in durchsichtiger Klarheit herausgearbeitet; besonders der erste schnelle Satz wurde sehr plastisch fonturiert vorgetragen, weicher, mit stellenweise romantisch anmutenben Klangeleckenten der zweite, hell und aufgelichtet der letzte. Es folgte Das Konzert für Harfe und Streichorchester von Händel, ein Werk von einfacher Erfindung und klarer musikalischer Gebärde, in dessen Ausbau Die Harfe als überwiegend solistisches Instrument einqeführt ist: Luise Schmidt- Frank behandelte Die liebenswürdig schlichten, im Eembalo-Klang konzertierenden wie die schwieriger figurierten Passagen Des Solopartes mit virtuoser Beherrschung des Instrumentes und klanglicher Weichheit in wohlabgetö-tter Harmonie mit Dem von Herrn Sölln e r behutsam geführten Orchester. nen haben vielmehr Die Pflicht, seine sämtliches Lebensmittelkarten einschließlich der Eier-, Seifen- und Marmeladenkarte sowie seine Kleiderkarte alsbald beim Ernährungs- und Wirtschaftsamt abzugeben. Volksgenossen, die Lebensmittelkarten oder Die Kleiderkarte von Verstorbenen unberechtigterweise für sich verbrauchen, müssen mit erheblichen Ordnungsstrafen rechnen. ♦ ** Von der Gießener Ruder-Gesellschaft 1 8 7 7 e. 23. Am Samstagabend hielt die Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 e. V. auf dem Unteren Bootshaus eine gut besuchte Versammlung ab. Dereinsführer Scharmann sprach von Der Diesjährigen Weihnachtsbetreuung der im Felde stehenden Ruderer, lieber 100 Feldpostpäckchen wurden versandfertig gemacht. Dann fand eine Ehrung von zwei Iubilaren statt, die über 25 Jahre der GRG. angehören. Die Ruderkameraden Willi Hahn und Theo Keßler erhielten Die silberne Nadel. verdunkelungszeU 17.11. von 17.25 bis 8.44 Uhr. Mit grundlegenden Weisungen über den umfassenden Arbeitsbereich der Partei behandelte der Gauleiter darauf wichtige Tagesprobleme, ebenso wie zukünftige Planungen. Die besondere Verantwortung des Hoheitsträgers für das gesamte Aufgabengebiet der Heimatfront fand dabei ihre entschiedene Betonung. Er habe dafür zu sorgen, daß bei der Lösung aller Probleme, die durch die Forderungen unserer Kriegführung bedingt sind, der nationalsozialistische Grundsatz Der Gerechtigkeit ftän- ki£L9€(i4>er* (ei- Mit der Aufzeiaung des Hintergrundes unseres Freiheitskampfes, der Weltherrschaftspläne des internationalen Judentums und dem Hinweis auf die Grundlage unseres Vertrauens und unserer Zuversicht auf den Endsieg über die Feinde des Reiches schloß der Gauleiter seine von wiederholtem Beifall unterbrochene Rede. Dor dieser Arbeitstagung besichtigte Der Gauleiter in Ortenberg, Gedern und Bleichenboch Die in vorbildlicher Weise eingerichteten Ortsgruppendienststellen mit ihren Gemeinschaftsräumen und Geschäftszimmern. Er dankte dem Kreisleiter G ö r ■ ner für Diese umsichtig geplante Arbeit und sprach den Drtsgruppenieitern Schutt, Stöhr und G r a u l i n g für die trotz bescheidener Möglichkeiten geleistete mustergültige Arbeit seine besondere Anerkennung aus. Das dritte Stück der Folge war das Dorsmusikan- ten-Sextett (vier Streicher, zwei Hörner) von Mozart, ein aus souveräner Laune geborener musikalischer Spaß, in dem sich Der Meister über die bieder dilettantische Bemühung ländlicher Musikanten mit absichtlich eingeführten Disharmonien und Entgleisungen der Bläser und der Geige luftig macht. Das für einen harmlosen Ulk fast schon etwas umfangreich geratene Merkchen wurde hübsch und lustig gespielt, wobei besonders der edle Klang der ersten Geige anerkennende Hervorhebung verdient. Den Schluß machte die 1772 für den Fürsten Esterhazy geschriebene sog. Abschiedssymphonie von H a y d n, die als ein witziger musikalischer Protest gegen die Ablehnung von Gehaltserhöhung und Urlaubsverweigerung durch den Fürsten gedacht war und übrigens den gewünschten Erfolg erzielte; Die originelle Pointe besteht darin, daß im Schlußsatz des leicht und heiter im charakteristischen Stile Haydns geführten Werkes das Orchester allmählich immer mehr zusammenschmilzt, bis zuletzt nur noch der Dirigent mit zwei Geigern auf Dem Podium zurückbleibt: es muß bei der ersten Aufführung im Stile der Zeit ein reizendes Bild gewesen sein, wie ein Orchestermitglied nach dem andern abbricht, sein Instrument einpackt, die Kerze ausbläst und sich leise davonmacht. Auch dieses Werk wurde von Herrn Sölln er mit dem vortrefflich zusammenwirkenden Orchester geschmackvoll interpretiert. Die Hörer dankten mit lebhaftem Beifall. Hans Thyriot. 9er Nationalsozialismus Garant unseres Sieges Oer Gauleiter sprach in her Gauschule Selters. Theater her Universitätsstaht Gießen. Morgenveranstaltung: Beschwingte Musik. (Nachdruck verboten.) 29. Fortsetzung. ueiuiuivvitcii luiniit, o“ ----- nur Den geringsten Zweifel an ihrer Liebe zu ihm aufkommen zu lassen. können. , . _ , „ „Ach, lieber Onkel, vielleicht ist es ein Zufall. Wenn nicht das, Dann nicht mehr als eine logische Folge einer chemisch-mathematischen Berechnung. Eine Formelableitung ..." Xante Cornelia hob ein wenig überrascht ihr schmales Gesicht auf: „Du scheinst aber gar nicht erfreut Darüber zu fein, liebste Karin! Hast du „Ausgeschlossen!" entfuhr es Onkel Gottfried. Er hob ziemlich erregt die Hand und bewegte sie hm i längst hatte sagen wollen, brachte sie mit einer geschickten Wendung an. „Hoffentlich ist Herr Merck bald so gesund, daß wir ihn auch einmal kennen- Karin Geunelius Roman von Guiöo ft Brand Beruhigt erhob sie sich nach einiger Zeit und fuhr nach Hause. Ohne viel Aufsehens und Nachfrage empfing der Onkel sie und die Tante fragte wie nebenbei, ob sie auf ihrem Zimmer zu essen wünsche. Erst jetzt fiel Karin auf, daß sie noch nichts zu sich genommen hatte. Trotzdem lehnte sie dankend ab. Sie hatte keine Lust. „Du siehst ein wenig blaß aus, mein Kind! sagte der Geheimrat nach einer Weile. Er hatte bis jetzt in einem Buch gelesen, Das ihn nicht mehr zu interessieren schien. „Ich glaube, dich wieder einmal an dein Versprechen mahnen zu müssen, hier und da eine größere Pause einlegen zu müssen. Im übrigen ist Kollege Gruber sehr zufrieden mit dir. Du scheinst auf dem richtigen Wege zu sein, das neue Provitpmin zu finden. Trotz Des verlegenen Lächelns spürte Kann eine heiße Röte in ihr Gesicht steigen. Hatte der Labo- ratoriumsbiener nicht auch eine solche Anspielung gemacht? Sie hätte vor Glück die Augen schließen Sie fühlte sich ein wenig müde, als sie am Schrank ihren weißen Kittel abstteifte und ihre helle Jacke anzog. Sie hatte das Gefühl, als mu||e sie sich jetzt etwas zusammennehmen. — „Gute Nacht, Sepp!" * . Langsam schritt sie über die schwacherhellte Treppe Dem Ausgang zu. Warme Abendluft schlug ihr draußen auf der menschenleeren Straße entgegen. Der dunkle Himmel wölbte sich sternenlos über Dem Häuserschacht, den eine lange Reihe heller Lampen auf einen breiten Platz zuführte. Don einer nahen Kirche klangen zehn metallharte Schlage. Je naher sie dem Platz kam, um so lebhafter wurde der Verkehr. In vielen Läden brannte noch Licht, Die «tram? bahnen klingelten in raschem Tempo über Die Schienen an ihr vorbei der inneren Stadt zu Nichts mehr war ihr fremd an diesen Straßen und Plänen, seitdem sie mit offenen Augen Tag für Tag in das Institut ging. Es hatte Tage ge-, geben, in denen sie sich Der gewaltigen Eindrücke . ...... wie einer" Flut erwehren mußte. Attika die em- einen Brief aus' Sizilien von Gün- ÄÄ tfKrUmmen?" £' JnÄ «eugM» stzm land zurückgelegt hatte, zerfielen in ihr und war- den wie von einem Rausch zerrieben. — Als wollt sie Die tagelange Fron des Laboratoriums Den 7 ^n können" Schock, Den ihr Günthers unb Wie verwandelt stand sich Karin in Dreier Sekunde von sich werfen, streckte sie b'e Arme we t aus u gegenüber. Natürlich wollte sie mit Dem Ute sich in das fchattenflirrenbe Licht einer B ^9^ sprechen, und sie hatte sich auch eine Man wird mich für verrückt halten, backte sie. u Antwort ausgedacht, aber jetzt fühlte Die abendliche Stille lag «m. em Schl-, r ■ ß°"z Ke» den Hausern, und es tat gut,, |ut> in oem i @üntuer |D bald hier eintrifft, weiß ich Alleinsein über Gunthers Wunsch und verlangen „ pjeUeid)t bars ich euck einen Teil aus klar zu werden. Sie wollte sich niemals Den Dor-1 jW- aber meuei^r oa antworten." wurf machen lassen, ungerecht zu {ein ober - Geheimrat unb seine Frau hörten aufmerk- bedacht gehandelt zu haben. Es war ihr auch y: sie sich durch Blicke mals in den Sinn gekommen, 'hn durch eine I verständigen unb bie Antwort vorwegzunehmen, Überlegtheit ober ein Tun, das sie nicht vor Nck 3u oerpa g * selbst verantworten konnte, zu kranken ober ck d si sch gg«. eg D unb her, als wische er etwas aus. „Du kannst doch nicht mitten in ber Arbeit aufhören! Wie denkt sich denn das Herr Merck? So viel {Verständnis wird er doch aufbringen!" „Aber Gottfried! Du sprichst ja, als ob Du zu entscheiden hättest. Karin ist doch verlobt mit ihm. Ich ...", Tante Cornelia betonte dieses Wort stark, „hätte mir keinen Widerspruch erlaubt!" „Ach, das ist doch ganz etwas anderes!" erboste sich der Geheimrat von neuem. „5)ier stehen ungeheure Werte und Erfolge auf dem Spiel. Wie denkst du darüber?" wandte er sich an Karin. „Wie du, Onkel. Ich bin entschlossen, hierzubleiben!" — „Sehr gut! Wunderbar!" rief der Onkel empathisch aus. „Das scheint mir Überhaupt ein sonderbarer Heiliger zu sein!" Tante Cornelia suchte zu vermitteln. „Ich danke dir. Tante. Es wird schon so sein müssen!" — Die Tante zog sich bald darauf zurück. „Bleib doch noch ein bißchen!" bat der Onkel Karin, nachdem seine Frau das Zimmer verlassen hatte. ,^Ich habe das Gefühl, du kannst doch noch nicht schlafen, oder bist du müde?" Karin war so wach wie noch nie. Aufgerüttelt von einem Erlebnis nach dem anderen, von der steten Wachheit, das Vorübergleitende festzuhalten, 1 hätte sie jede Nacht der Arbeit opfern können. Nur I bie Vernunft unb fleinb hier unb ba auftauchende ; Schwächen legten ihr ben Schlaf nahe. | „Ich möchte mit dir über deinen Verlobten sprechen", begann ber Onkel wieber. „Du brauchst zwar nur zu sagen, daß ich mich nicht einmischen | soll, bann rebe ich nicht mehr bavon. Wenn ich ihn l auch noch nicht kenne, so weiß ich boch burch biet) so viel, unb er selbst hat sich burch bie Telegramme 1 unb ben heutigen Brief so verraten, daß ich mir ein Bilb von ihm machen Fann. Ich habe Das Gefühl, : baß du alles nicht so ttagisch nehmen dürftest. Es soll schon vorgekommen fein, daß sich Das Schicksal 1 nicht ben schlechtesten Scherz erlaubt hat, wenn 1 zwei Menschen nicht zusammengekommen sinb." I Karin hatte ihre Hänbe an bie Schläfen gelegt I unb starrte vor sich hin. Unausweichlich suhlte sie etwas auf sich zukommen, was sie wie ein Verbrechen empfanb. Unb jetzt fing Der Onkel an, davon zu sprechen. „ , , .. „Aber ich bin doch verlobt!" suchte sie zu wider- sprechen, als müsse sie sich vor abwegigen Gedanken schützen. „Und wenn ich ihn liebe, Dann müßte doch alles in Ordnung sein. Daß er mich gern hat auf seine Art, das weiß ich. Das wäre ja langweilig, wenn wir dauernd dieselbe Melodie fingen würden. Die Mercks haben nun einmal etwas Herrisches an sich. Das sind solche, wie man sie draußen braucht, um einen Boden urbar zu machen. Es könnte also höchstens an mir liegen, wenn ich nicht dazu tauger Sie wunderte sich über die Verteidigung, brach aber plötzlich ab, unb als der Onkel nichts erwiderte, konnte sie ihren Gedanken nachgehen. Ja, so wie ber alte Merck einer war! Knorrig verwurzelt in Dem Boden, der seiner Hände Arbeit hundert- tausendfältig trug. Aber Günther war nicht so. Der erntete schon, was vorbereitet war. Sie würde also ihr Los, nach einem Jahr wieder nach Arusha zurückzukehren, ertragen müssen Der Vater hätte bann eine Hilfe an ihr, unb vielleicht gelänge es ihr boch, im Sansibarkrankenhaus ihr Wissen erproben zu können. „Dein Günther ist bas nicht!" klang es auf einmal nach. „Unb du bist viel zu schade für einen Menschen, der aus Egoismus einem anderen die Luft zum Leben nehmen will!" „Aber bas will boch Günther gar nicht!" versuchte Karin ihren Verlobten zu oerteibigen. Mit erschreckender Deutlichkeit sah sie das Ziel, auf das ihr Onkel zusteuerte. Aber sie durste ihm nicht recht geben, sie mußte Günther aus einer gefährlich wer- j benben Diskussion herauslassen, mußte vorbehaltlos ! bei ihm bleiben. Es war doch wirklich nicht viel verlangt, wenn sie ein Jahr nur ... nur ein Jahr ... in Deutschland blieb, ihr W'ssen erweiterte. Mit allen Fasern ihres Herzens klammerte sie sich an diesen Gedanken. „Er begreift vielleicht nicht, was es heißt, an diesem herrlichen Quell der Wissenschaft zu sitzen, hier in München Hunderte von Möglichkeiten ausnutzen zu können um für brühen Notwendiges zu erarbeiten! Er weiß so gut wie ich, woran es in Deutsch- Ost fehlt, an welchen Krankheiten die afrikanische Rasse zugrunde gehen würde, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Unb all die Erkenntnisse, bie ich mir hier aneignen kann, kämen doch allen zugute!" (Fortsetzung folgt.) ÖJl.-’fpOTt Gießener Konzertring Klavierabend Wilhelm Backhaus. sten Wesenskern individuell erfaßt und durchleucht I tet, stets aufs neue den Hörer fesselnd. Das war eben nur möglich durch die denkbar höchste technische Souveränität, die hier überzeugend erweisen konnte, wie sie in letzter Steigerung einzig dem musikali- schen Spiele dient und den leitenden Grundgedanken dennoch den Vortritt zu lassen imstande ist. Ein Erleben, das jedem unvergeßlich sich einprägte mit seinem klanglichen Sich-Türmen des Schlusses, den feinsinnig erfühlten lyrischen Episoden. Wiederum als ein ganz anderer gab sich Wilhelm Backhaus mit Chopin, von dessen mer E tu - den aus op. 25 jede einzelne in sich geschlossen chre typische Wesensseite enthüllte bei einem technischen Ausgleich, der das Letzte des Möglichen darstellen dürfte. Gefühlsgebundene Versonnenheit, frei von Sentimentalität? gefüllt in der melodischen Linie, so einfach und doch bannend, war das Nocturna in E-dur op. 62, Nr. 2. Die zwei Mazurken aus op. 50, obwohl auf intime Wirkung abgestellt, erhoben sich als Gaben der Kleinkunst über sich selbst durch die Größe der Darbietung. Das m feinen Kontrasten in vollster innerer Bedingtheit heraus- gestaltete Cis-moll Scherzo (op. 39) gab mit seinem markanten Thema und den wuchtigen Steigerungen im Aufwallen des Temperaments würdigen Abschluß. r v Wahre Begeisterungsstürme durchtosten das völlig ausverkauste Haus als Dank dem Konzertgebenden gegenüber. Ein erhebender Tag im Jubiläumsjahre des Konzertvereins. Eh". Hermann Hering. Nun sind bereits über vier Jahrzehnte vergangen, feit der damals sechzehnjährige d'Albert-Schüler Wilhelm Backhaus sich unter anderem mit den Händel-Variationen von Johannes Brahms seinen ersten Gießener Erfolg erspielte. Was damals für den Werdenden zeugte, ist jetzt für den Vollendeten zur Bestätigung geworden. Eine unermüdliche Arbeit an sich selbst mit ständig wachsenden Kräften hat ihn zu jener Höhe sowohl als Beherrscher seines Instruments als auch als Musiker geführt, die höchste, letzte Bewunderung erheischt. Dazu kam eine Bereicherung des menschlichen Weltbildes in ihm, das ihn die weitesten Fernen kennenlernen ließ und ihm schon von dieser Seite her eine Ausnahmestellung zuwies. So wurden musikalische Bedingungen und das mit reichsten Erfahrungen gesättigte Menschentum für ihn das Mittel und der Weg, von solcher erhöhten Warte aus den Hörenden nicht nur Großes, sondern auch Außerordentliches geben zu können. Wenn es dann Gießen vergönnt war, auch während des Weltkrieges Wilhelm Backhaus für längere Zeit in seinen Mauern zu wissen, und rechnet man die ansehnliche Zahl seiner hiesigen Konzerte dazu, so kann sich die Stadt Gießen mit Reckt als eine seiner bevorzugten Wirkungsstätten ansehen; ein glücklicher Umstand, der seine ihm zugetane Hörergemeinschaft ständig wachsen und immer ergebener werden ließ. Das innere Ban-, das sich so um Hörerschaft und Konzertgeber schlingt, läßt durch das persönliche Vertrautsein die hohen Werte, die von seinen Konzerten ausstrahlen, umso eindringlicher, ursprünglicher, unmittelbarer sich auswirken. Wilhelm Backhaus ist aber nicht ein sog. Podiumsliebling im landläufigen Sinne, der etwa durch Äußerlichkeiten zu gewinnen versucht; streng und ernst, bis zum letzten erfüllt von feiny Aufgabe, weiß er den Weg zum Inneren seiner Hörer Ynit Sicherheit, als ein Auserwählter in den Bann zu schlagen durch höchstes Können, gestützt und erfüllt von erfahrenem Menschentum. Als der berufenste Vermittler des Werkes, als Ausdruck der Lebenserfassung des Schaffenden zum Hörer hin. Er vermag in vollkommenster, ja geradezu in idealer Weise die trennende Distanz vom Werk zum Hörer hin unbeschränkt zu überwinden und so das Schwierigste eingängig und das Komplizierteste einfach, verständlich und bezwingend werden zu lassen. Wenn er diesmal einen Klavierabend mit Bachs Italienischem Konzert" begann, so hatte er als ein Bevorzugter die Möglichkeit in der Hand, den Geist des Konzertierens im Sinne des reifen Bach von seinem Jnsttument her so anschaulich und überzeugend lebendig werden zu lassen, wie es der große Thomaner Meister wohl plante, als er in diesem Mavierkonzert absichtlich auf das begleitende Orchester verzichtete. Die Ecksätze standen mit unendlich kontrastreicher Plastik ihrer Themen, die durch die in ihnen gebundenen klanglichen und dynamischen Energien das Werdens-Gesetz bestimmen. Der Mittelsatz mit seiner gesanglichen, barock verhäkelten melodischen Linie, die an die Violin-Konzerte der italienischen Meister, wenn auch in verdeutschtem Sinne (daher »Italienisches Konzert"), erinnert, blühte auf in gefühlsgebundener Wärme, beherrscht -und doch innerlich bereichernd und erhebend. enttäuscht. Kraft und Können reichten nur für die ersten 25 Minuten, Schon dann kamen die Dänen auf, die auch im zweiten Abschnitt lange den Ton angaben. Erst in den letzten zehn Minuten fanden sich unsere Spieler wieder, aber ihr Druck reichte nicht aus, um die Entscheidung zu unseren Gunsten zu wenden. In unserem Angriff wurden alle Handlungen zu überhastet durchgeführt, als sich keine Tore einstellen wollten. Dazu kam, daß der linke Flügel Willimowski-Fiederer auffallend schwach war. Als der Chemnitzer Polizist zahlreiche Gelegenheiten vergeben hatte, verlor auch er fein Selbstvertrauen. Conen richtete wenig aus. Er verlor bald jegliche Uebersicht und war später so kopflos, daß er sogar in den einfachsten technischen Dingen versagte. Im Gegensatz zu dem Stuttgarter hat der technisch vorzüglich beschlagene junge Walter weitaus besser gefallen. Der Saarpfälzer war zusammen mit Hahnemann noch unsere beste und stärkste Waffe im Angriff. Von den Läufern verdient Kupfer ein Sonderlob, doch stand ihm Schubert wenig nach. Rohde erfüllte seine Aufgabe als Stopper. Von den Verteidigern neigte Janes wieder zu leichtsinnigem Spiel, das später auch Miller sich zu eigen machte. Ohne Zweifel hat aber der Dresdener besser bestanden als sein Nebenmann. Jahn war bis auf den einen Fehler, der uns das ausgleichende Tor kostete, ein guter Schlußmann. Die Dänen benötigten längere Zeit, um ins Spiel zu kommen. Mit ihrer ungekünstelten und ganz auf Erfolg eingestellten Art waren sie stets ein gefährlicher Gegner. Dennoch verdanken sie den Achtungserfolg wohl in erster Linie ihrem nicht zu übertreffenden Torhüter Egon Sörensen. 1900 - Lustwaffe 1:2. Bei den Blau-Weißen blieb auch diesmal der Wunsch Vater des Gedankens, denn obwohl die Luftwaffe mit stark veränderter Mannschaft ar.trat, gelang es nicht, dies entsprechend auszuwerten. Grund dazu war aber nicht die nicht zustande gekommene Mannschaftsaufstellung, sondern die nicht befriedigende Gesamtleistung. ± Es dauerte fast bis zur Pause, bis die Soldaten aus ihrer teilweisen Feldüberlegenheit Kapital schlugen und durch den Rechtsaußen in Führung kamen. Daß es auf regelwidrige Art erfolgte — die Vorlage des Mittelstürmers wurde mit der Hand so plump vorgelegt, so daß allgemein ein Einschrei« ten des Schiri angenommen wurde — war ein starkes Versehen. Nach dem Wechsel war es fast die gleiche Situation, die zum 2:0 führte. Der sich stets einer starken Bewachung erfreuende Bruhn gab dem Halblinken bzw. dem in diese Stellung gelaufenen Halbrechten eine Vorlage. Da sich der Spieler in klarer Abseitsstellung befand, erfolgte lebhaftes Reklamieren, aber kein Einschreiten des Schiedsrichters. Eine Mannschaftsumstellung der Platzbesitzer führte zum Schluß zu einer Ueber-- legenheit, die durch Sittner zum 2:1 gelang, zum Ausgleich aber nicht reichte. Bei den Gästen war die Hintermannschaft bester Teil. In der Läuferreihe war es Mittelläufer Rose, der für den knappen Erfolg am meisten verantwortlich zeichnete. Im Sturm wurde Bruhn stark bewacht. Daß er trotzdem feinem Nebenmann die Möglichkeiten schaffte, zeugt von seiner Gefährlichkeit. Don den anderen fiel der Rechtsaußen mehr durch Reden als durch spielerische Leistung auf. Bei 1900 war Kraft im Tor bester Mann. Daß er bet den beiden Toren auf die Zurufe reagierte, ist und bleibt immer ein 'Fehler der Torwächter. Verteidigung und Läuferreihe gaben sich große Mühe, die "man bei der Fünferreihe teilweise feststellen konnte. Fußball-Meisterschaftsspiele. Hessen-Nassau. Eintracht Frankfurt — FSV. Frankfurt 3:1; Kickers Offenbach — Hanau 93 4:2; Hanau 1860 — SD. 05 Wetzlar 1:1; RSG. Rot-Weiß Frankfurt — VfB. Groß-Auheim 11:1; Dunlop Hanau — SV. 98 Darmstadt 2:3. Lahn. SpDg. 1900 Gießen — LSV. Gießen 1:2; TSV. Naunheim — VfB -Reichsbahn Gießen k. f. Raun- heim; DSG. Burasolms — Sportfr. Wetzlar k. f. B.; TSV. Ehringshausen — Watzenborn-Steinberg 7:4. Handball-Meisterschastsspiele. Hessen-Nassau. Polizei Frankfurt — GfL. Pfungstadt 20:10; TV. Mombach — LSV. Gießen 8:6; SA. Frankfurt gegen TG. Offenbach 16:6; TG. Hanau — TG.Rüs- selsheim 10:12; TG. Friedberg — TG. Dietzenbach 5:15. Seitpferd wurde abgeschafft. Auf dem Reichssportfeld in Berlin wurde unter Vorsitz von Reichsfachamtsleiter Martin Schneider (Leipzig) die Reichsfachwarte-Tagung des Fachamts Turnen abgehalten. Neben der Planung der Aufbau-, Lehr- und Wettkampstätigkeit wurde end- gültig über die Abschaffung des Turnens am Seitpferd entschieden. Damit verschwindet diese Hebung aus dem deutschen Turnbetrieb. In eine andere Ausdruckssphäre führten die beiden Impromptus op. 142 Nr. II in As-dur und Nr. IV (f-moll) von Schubert, beides Werke, die auch in unserer Hausmusik nicht unbekannt sind, die aber hier unter den Händen von Wilhelm B a ck- h a u s über sich selbst hinauswuchsen und Wesensseiten aufzeigten, die in solcher ntenfität nicht jedem zugänglich sind. Herbe und Weichheit in Nr. 2, bet schwellendem Klangschweben im Trio; ein gercckezll dämonischer Zug in Nr. 4 mit seinen rhythmischen Akzenten; eine Wiedergabe mit jenem persönlichen Plus, das die wahre Vollendung ausmacht. Sehr ausgiebig war Joh. Brahms in der Vor- ttagsfolge nertreten. Immer wieder mußte man über die Fähigkeit der Eindringungskraft und DurchglieDerungsmöglichkeit erstaunen, die jedes einzelne 'dieser Werke in seiner spezifischen Eigenheit zum Erklingen führte und dem Hörer so einen be- achtlichen Ausschnitt aus dem Klavierschaffen von Brahms tief erschloß. Besonders überwältigend, monumental in klanglicher Größe und der Einmaligkeit solcher mit Worten kaum zu fassenden Wiedergabe, waren die Variationen über ein Thema von Paganini op. 35. In der Fülle der Bil^ Prägungen, die das Thema hier erfährt, hob sich jede einzelne Darration charakteristisch ab, im hef« Deutschland-Dänemark 1:1. Das in Dresden vor 45 000 Zuschauern veranstaltete elfte Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Dänemark endete 1:1, nachdem die deutsche Mannschaft zur Pause noch mit 1:0 geführt hatte. In der Geschichte der bisherigen deutsch-dänischen Fuhbaß-Länderspiele ist es das erste Unentschieden. Deutschland: Jahn; Janes, Miller; Kupfer, Rohde, Schubert; Hahnemann, Walter, Conen; Willimowski, Fiederer. Dänemark: Egon Sörensen; Paul Hansen, Ame Sörensen; Walter Christensen, Oscar Jürgensen, Frederiksen; Joh. Flöger, Kai Hansen, Söbirk, Mathiesen Staalgaard. Bis zur Dause hatte die deutsche Mannschaft noch mit 1:0 geführt. Hahnemann war in der 38. Minute der Torschütze gewesen. Nur 25 Minuten zeigten unsere Spieler eine wirklich gute Leistung, die jedoch im weiteren Verlauf mehr und mehr abschwächte. Besonders im Sturm ging der Zusammenhang in dem Maße verloren, wie die Dänen langsam aufkamen. Der Linksaußen Fiederer fiel fast völlig aus, dadurch verlor auch Willimowski an Selbstvertrauen. Wirkliches Können zeigten nur der Torschütze Hahnemann und der junge Walter. Schon sechs Minuten nach der Pause zogen die Dänen durch Kai Hansen gleich. Es war dies der einzige Fehler unseres sonst guten Torhüters Jahn, der Klodt nicht vermissen ließ. In den letzten zehn Minuten rannten die Deutschen noch einmal mächtig gegen das dänische Tor an, aber die Entscheidung konnte nicht mehr erzwungen werden. Das Spiel der deutschen Mannschaft hat diesmal Belohnung | Belohnung I demjenigen, der mir den Täter' Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 folgt. 03870 Sckr. Ang. unt. 4730V a.d.G.A.l vogt&\.o melabon Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Nach kurzem, schwerem Kranksein ist unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater Peter Michel, Stellwerksmeister a.D. im 84. Lebensjahr in Göttingen heimgegangen in die ewige Heimat. Marie Storck, geb. Michel, und Familie, Göttingen, Schillerstraße 23 Philipp Michel und Familie Gießen, Aulweg 115 X Heinrich Michel und Familie Gießen, Glaubrechtstraße 3. Göttingen, den 13. November 1941. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Nov., 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof Gießen statt. — Etwaige Kranzspenden nach dem Neuen Friedhof erbeten. __4735 D Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Ewald Schmidt Margrit Schmidt geb. Ferger ... nicht irgendein Brot, A W sondern Studts 11 «Sperial- SfcV Vollkornbrot vHF nach Felke essen, das ist gesunde Nahrung! <67iD Fachgeschäft für vollwertige Nährmittel Kräuterhaus JUNG, Gießen Durch Gottes Ratschluß wurde unser geliebter treuer Bruder, Onkel und Schwager Wilhelm Dingeldein am 15. November in Kenzingen (Baden) im gesegneten Alter von 85 Jahren heimgerufen. In tiefem Schmerz: Emmy und Ida Dingeldein Prof. Dr. Otto Dingeldein und alle Angehörigen. Gießen und Büdingen, 17. November 1941. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 03868 Weihnachtsfreude * mache auch ich Ihrem Soldaten. • Ich bin Esbit-Trocken-Brennstoff • e. Kochen u. Wärmen v. Speisen, • Getränken, Rasierwasser etc. • Käufl.i.einsdtLGesch:Pckg.60Pfgr * Zum Feldpostversand zugelassen. * Bezugsquellen-Nachweis durch • HERST. ERICH SCHÜMM STUTTGART.W109 Eine GeltoeiDlasche mit Inhalt und Bildern in der Hirschapotheke am 13. 11. 41, nachmittags VzS Uhr verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe geg. Belohnung abzug. auf dem Fundbüro. 4736P Mündlich können Sie eStnn wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinameige sagen SieessUen namhaft macht, der mir in der Nacht v. Samstag, den S.ll.auf Sonntag, den 9. 11.-41 beid.Näder m. Gummibereifung mein.Fahr- radanhängers v. Hofe Werner- wall 5 gestohlen hat. 4659D Mitteilung erbet. an(?.Käs,Bahn- hofstr. 15,Laden, Ruf 4433. Elfenbeinerne Anstecknadel „2Dackel", Andenken, Samstag zwischen 9 bis 11 Uhr auf demWegeFried- richstr.-Bahnhof- str. - Marktplatz, verloren. Gegen Belohn, abzugeb. Asterweg 22 l- hÜhneraugeil ’ Hornhaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mitGarantieschein. _ Tube 60 pig. Zu haben: Part Doll, MarktstraOe 28. daß man von Kopfschmerzen, Zabn- schmerzen, rheumatischen oder gichtischen Beschwerden plötzlich überfallen wird. Wer Melabon zur Han- Hat, kann diese oft unerträglicheu Schmerzen rasch lindern, bevor oer Arzt zur Stelle ist. 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