|H. Jahrgang Nr. 2^7 idcbetnt täglich, aufeet Sonntags und feiertags «Beilagen: Siebener Famllienblätter Heimat imBild DieScholle Be»ugSvreiS: Honatlicb.....RM1L0 AusieUgebühr... „ -.25 [udb bei Wicbterf ehernen um einzelnen Nummern nfolfle höherer Gewalt krn'vrechanschluk 2251 ?rahtamcknft:„Anzeiger" fitofttdie-l 1168k Frankl. M zreitag.tr.Dttober 1941 Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die NtittagSnummer bis 8'/. Uhr DeSBormitiagS Anzetaen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvi iemm bei 22 mm fleilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Beilenbreite Stachläve: Wiederboltmg Malftaffell Abschlüße Mengenitaffel B Plavvoricknfi (oorberme Vereinbarung) 25°/» nn'br vrühlsche Universtlütrdnlckerei 8. Lange General-AnzeigerfürGberHefsen d’t*eitf|ee.9$d>el|trafit 7-9 Bon unserer Berliner Schriftleitung. Die Rumänen in Odessa einmarschiert Aeußere Verteidigungslinie von Moskau erreicht Mieiko Jarkina Petrowik Groh- Podolsk und ner. Die ie gründlich sich das rändert hat. Daß die der gleichen Zell gingen im Kampf gegen britannien zehn eigene Flugzeuge verloren. 'ranowa ischtnki erhalten Sk ntlichuDgtU Kaljasin •Luka passk fetoriewa Possad Puschkino OSKW OKd ertmyschl Koselsk ^Lichwin Wie die Madrider Zeitung „Pa" berichtet, ist der Blick der Militärsachoerständigen in London zur Zeit hauptsächlich auf den Kaukasus gerichtet. Die Verteidigung der Kaukasus-Linie hält man in der britischen Hauptstadt für strategisch am bedeutsamsten. Zn dem Maße, wie sich die deutschen Truppen R o st o w am Don nähern, steigere sich die Sorge in London. Man sei in der britischen Hauptstadt davon überzeugt, daß die deutschen Truppen am Fuße des Kaukasus nicht etwa Haltmachen würden. Man sei in London bereit, zur Verteidigung der Kaukasus-Linie das Größtmögliche zu unternehmen. ist bereits für die Fortführung der Operationen frei geworden. Bisher sind 560 000 Gefangene eingebracht sowie 888 Panzerkampfwagen und 4133 Geschü.he als erbeutet oder vernichtet gemeldet. 3m Kamps gegen Großbritannien bombar- vierten Kampfflugzeuge in der Tladjt zum 16. Oktober kriegswichtige Unlagen im Mündungsgebiet des humber und an der englischen $ ü ö o ft F ü ff e. Bei Einflügen britischer Flugzeuge in die Deutsche Bucht und in die besetzten Gebiete am Kanal wurden ohne eigene Verluste gestern 2 0 feindliche Flugzeuge abgefchossen. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht in Westdeutschland eine Anzahl von - Spreng- und Brandbomben, die nur Häuserschäden verursachten. Drei britische Flugzeuge wurden abgeschossen. Die britische Luftwaffe verlor in der Zeit vom 8. bis 14. Oktober 85 Flugzeuge. Während ©er Wehrmachiberichi. DBB. Aus dem Führerhauptquartier. 16. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten wird schon an mehreren Stellen um die 1 00 Kilometer vor Moskau verlaufende äußere Verteidigungslinie der fowje- tifchen Hauptstadt gekämpft. Die wichtigsten Städte Kaluga und Kalinin. 160 Kilometer südwestlich bzw. nordwestlich Moskau, sind seit Tagen in unserer Hand. wie schon durch Sondermeldung betannlgegeben, nähert sich die Do p p e 1 s ch 1 a ch t von Brjansk und Wjasma ihrem Abschluß. 3m Lause des gestrigen Tages wurden auch die in den Kesseln nördlich Brjansk eingeschlossenen K röste unter schwersten blutigen Verlusten des Gegners zerschlagen. Die Säuberung des Waldgebieles südlich Brjansk von den dort umzingelten Besten der geschlagenen feindlichen Ar- Seliger tO$tesdik(W r^shok Shilina wy$$okoie DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bach Mitteilung des rumänischen Hauptquartiers ind die Truppen der vierten rumänl- chen Armee heute zum Angriff auf Odessa angefreten und haben die letzten W i - derstandslinien durchbrochen. 3n den Bachmitlagsstunden erfolgte der Einmarsch in Odessa. Die Bevölkerung empfing die rumänisch- deutschen Truppen mit Begeisterung. Odessa. Odessa ist die größte Hafenstadt des Schwarzen Meeres. Fünf Kilometer lang ziehen sich die Hafenbecken an der Küste entlang, gegen das Meer hin durch Molen und Wellenbrecher geschützt. Das Hafenareal umfaßt allein 103 Hektar. Dahinter dehnt sich die Stadt auf einer ast 50 Meter hohen Ebene, die zum Meer hin teil abfällt. Da sie sich erst in jüngster Zeit zu einer Großstadt auswuchs, hat sie einen fast amerikanischen Grundriß mit regelmäßigen Häuserrechtecken. Die Einwohnerzahl steht, zwar hinter Kiew und Charkow zurück, hat die 600 000-Grenze aber bereits überschritten. Zum ukrainischen Grundstock Dorogobush Jelnja Auch Moskau und London können die Wahrheit nicht mehr verheimlichen Stadt liegt an beiden Ufern der Wolga und ihren Nebenflüssen Tewerza und Tmaka, sic werden sie erfahren müssen, wie Bild dieser Stadt inzwischen geäni ist Ausgangspunkt der Wolgaschiff, fahrt, der wichtige Hafenanlagen dienen. Die wichtige Eisenbahnstrecke Moskau—Leningrad, die weiter nordwestlich von den deutschen Truppen bereits erreicht wurde, ist nun in Kalinin abermals in deutsche Hände gefallen. Die Entfernung Kalinin—Moskau beträgt 166 Kilometer. Auch als Industriestadt ist Kalinin von Wichtigkeit. In 17 größeren Textilfabriken, von denen besonders die Fabriken „Proletarskij Manufaktura" mit 15 000 Arbeitern und „Pjerwolodskaja Manufaktura" zu erwähnen sind, wurden 1936 180 Millionen Meter Gewebe produziert, außerdem wurden noch Baum- woll-, Flachs- und Kunstseideerzeugnisse hergestellt. Von den Werken der Maschinen- und metallverarbeitenden Industrie ist die Waggonfabrik „Kalinin" heroorzuheben. Des weiteren befinden sich in Kalinin ausgedehnte Reparaturwerkstätten, eine Fabrik für den Bau von Textilmaschinen und ein Unternehmen, das Torfmaschinen herstellt. Ferner sind eine Gummifabrik, Sägewerke, ein Baustoffunternehmen, ein Schiffsreparaturwerk und mehrere Le- bensmittelbetriebe zu nennen. Die Einnahme von Kalinin-Twer bedeutet für die Sowjets also auch einen verkehrstechnischen und wirtschaftlichen 23er* lüft ersten Ranges. meen i ff noch im Gange. Die Masse der an dieser gewaltigen Durchbruchs- Amfassungsschlachf beteiligten deutschen Kräfte 3m Hasen des Donez-Beckens. Vorstoß der Waffen-^ zum Asowschen Meer auf Mariupol völlig überrascht. Bon /^-Kriegsberichter F. Horstmann. sind Großrussen hinzugetreten, außerdem noch Juden, Armenier und Griechen, die der Handel angezogen hat. Denn über Odessa wurden die ukrainischen Produkte, vor allem das Getreide, ausge- führt und Maschinen, Textilien, Lebensmittel und Steinkohle eingefiihrt, zur Zeit im Küstenverkehr zwischen bolschewistischen Häfen. Dazu kommt noch ein Erdölumschlag, der in einem Sonderhafen abgewickelt wird. 1933 gingen über 3 Millionen Tonnen durch den Hafen von Odessa. Dadurch ergab sich die Ansiedlung einer beträchtlichen Industrie von selbst: Handels-Kriegsschiffwerften, Raffinerienanlagen mit beachtenswerter Leistungsfähigkeit, Rüstungsbetriebe, die nach dem Weltkriege ausgebaut oder ganz neu errichtet wurden, Walzwerke, Werkzeugmaschinenfabriken, Waggon- und Lokomotivbau und anderes mehr. Im Hinblick auf den Krieg ist die Fabrikation von Kampfwagen, von Munition und Artikeln der Luftrüstungsindustrie besonders zu nennen. Für das Hinterland spielt die Industrie Odessas eine große Rolle durch die Superphosphatindustrie, welche die Ukraine mit Kunstdünger versorgt. Dazu kommen weitere chemische Werke sowie Textil-, Trikotage- und Baumwollfabriken. Eine Gemüse- und eine Fischkonservenfabrik können je 3000 Büchsen am Tage herstellen, und eine Schwefelsäurefabrik ist eine der größten der Sowjetunion überhaupt. scheu so schnell da sein würden, das haben nur die wenigen Eingeweihten gewußt, der breiten Masse wurde es, wie ja die Wahrheit überhaupt, verschwiegen. Noch ist der Gefechtslarm des Straßenkampfes nicht vorüber — auch Schiffsziele werden bekämpft —, in der Ferne schießt eine gewaltige Stichflamme zum Himmel: Hier ist es den Bolschewisten noch gelungen, ein großes Treibstofflager in Brand zu schießen. Sonst aber haben sie hier in Mariupol Stalins Brand- und Vernichtungsbefehl nur in geringem Ausmaße folgen können. Zu schnell roarm der deutsche Vorstoß und das blitzartige harte Zupacken. Kaluga und Kalinin. Mit K al u g a haben die Sowjets einen bedeutenden Industrieort verloren, der am Westrand des Moskauer Braunkohlenbeckens gelegen ist. Die Stadt, die rund 90 000 Einwohner zählt, gehört zum Gebiet von Tula, dem Zentrum des Industriegebietes südlich Moskau. In industrieller Hinsicht ist Kaluga besonders durch eine Lokomotivenfabrik, ein Unternehmen für elektromechanische Ausrüstungen, eine Dampfturbinenfabrik und eine Waffenfabrik von Bedeutung. Weiterhin sind hier die Textilindustrie, die holzverarbeitende und die Lebensmittelindustrie vertreten. Auch Kalinin ist in deutscher Hand. Das ehemalige Twer, das die Sowjets erst 1933 in Kalinin umtauften, zählt rund 220 000 Einwoh- DNB.... 15. Oktober. (---PK.) Odessa, Nikolajew, Cherson, Melitopol, Mariupol... Eine Hafenstadt nach der anderen wird den Sowjets am «schwarzen Meer entrissen. Dor Tagen standen wir noch nördlich der Krim, kämpften dann am Dniepr und vor Melitopol, halfen mit bei der Einkesselung der 9. sowjetischen Armee, erlebten den zähen Widerstand der von Budjenny wieder gesammelten Divisionen, die dazu bestimmt sein sollten, einen Gegenstoß an den Dnjepr zu führen. Heute aber stehen wir weit, weit ostwärts, wir verfolgten und zerschlugen die Feindkräfte, die versuchten, sich der Einkesselung zu entziehen, und nahmen den wichtigen Hafen des Donez-Beckens, Mariupol. Wie gründlich der Widerstandswille der Bolschewiken in den letzten Kämpfen hier unten gebrochen war das erlebten wir bei diesem schnellen Vorstoß entlang der Küste des Asowschen Meeres, als wir die fliehenden Einheiten verfolgten und zerschlugen, wo wir sie trafen. Da war nichts mehr von diesem Kampf bis zum Letzten, nichts mehr von massierter Artillerie und gut ausgebauten Feldstellungen der Infanterie. Das war nur noch eins: Flucht. waren Bilder des Kampfes und der Verfolgungsjagd, die an Frankreich und Griechenland erinnerten, dieses raumgreifenbe Vorwärts und am Wege die Zeugen einer regellosen Flucht: Panzer und Geschütze, Zugmaschinen und Panjewagen, fort- geworfene Gewehre, Stahlhelme und Gasmasken. Dazu dis Kolonnen der Gefangenen, Soldaten der Weltrevolution, auf die Budjenny noch vor Tagen große Hoffnungen gesetzt hatte. Nur schwache Kräfte stellte der Marschast Aum Kampf. Sie wurden geworfen und konnten Das Tempo unseres Marsches auf Mariupol nicht aufhalten. Auch die Stadt selbst wurde nur schwach verteidigt, in wenigen Stunden brachen die wenigen eingesetzten Kompanien und Panzersturmgeschütze den Widerstand. In der Morgenfrühe waren die ersten Einheiten eingerückt, schon am Mittag die Stadt fest in unserem Besitz. Hoch über dem Dächermeer nehmen wir von der B-Stelle einer Batterie das Bild der unter uns liegenden Stadt in uns auf, und dabei wird uns klar, wie groß und wie wichtig dieser Hafenplatz den Bolschewisten sein mußre. Hier vollzog sich nicht nur ein großer Teil des Güterumschlags für das riesige Industriebecken am Don, hier ist auch der Standort zahlreicher industrieller Werke. Links und rechts bis zur Peripherie des Häusermeeres ragen die Schornsteine in die Höhe, direkt vor uns auf der anderen Seite des Hafenbeckens ein Werk mit vier Hochöfen. Die Essen qualmen noch, hier wird noch gearbeitet, für die Rüstung der zerschlagenen Heere. Vielleicht erst am Abend, wenn Die Arbeiter ihren armseligen Behausungen zueilen. Während die große Doppelschlacht von Brjansk ■it> Wjasma sich ihrem Abschluß nähert, während )e in diesen Kesseln eingeschlossenen Teile der Ti- r^chenko-Armee unerbittlich ihrer Vernichtung ent- ^engehen, während die ganze Welt den Atem an- ielt, als die Siegesfanfaren die riesenhafte Zahl in 560 000 Gefangenen, 888 Panzerkampfwagen nb 4133 Geschützen verkündeten, da stürmten un- ire Angrt^rarmeen mit unnachahmlichem Elan isiicr oürödrrt Wohl sprach der OKW.-Bericht r den letzken Tagen meist nur von dem vorgesehe» m Verlauf der Operationen im Osten, was die R:utotrate behaupten, die deutsche Offensive sei im Begriff, lf) totzulaufen, aber wir wußten, daß diese weni- in Worte für unsere Feinde stets von unheilver- imbenDer Bedeutung waren. Und was die Vergan- «nheit lehrte, wurde auch diesmal wieder bestätigt, frule lüftete der OKW.-Bericht den Schleier von [in Ereignissen im Osten und zerschlug mit knappen nb klaren Worten alle die trügerischen Hoffnun- Evakuierung der in Moskau akkreditierten Diplomaten. Tokio, 16. Oft. (Europapreh.) Aus einem Telegramm, das im hiesigen Außenministerium von der japanischen Botschaft in Moskau eingelaufen ist, geht hervor, daß in Moskau die Evakuierung der dort akkreditierten Diplomaten begonnen hat. Das Telegramm enthält die Mitteilung, daß die japanische Botschaft vom sowjetischen Außenkommissariat telephonisch aufgefordert wurde, die Abreise aus Moskau für M i tt wo ch abend vorzubereiten. Ein Reiseziel ist nicht bekanntgegeben worden. hinter nicht mehr abwenden. Angesichts der hoffnungslosen Lage ihrer bolsche- v'tischen Freunde bemühen sich nun die Briten, Die imorstehende Niederlage Moskaus gegenüber Der 8-ltöffentlichkeit zu entschuldigen. Unter diesen Ent- djlbigungen wurde auch etwas angeführt, was Den iylischen Papierstrategen besonders peinlich ge- vjsen sein muß, denn gerade hierauf hatten so Ale ihre Illusion hinsichtlich des Ostens aufgebaut. £ heißt nämlich plötzlich u. a., die deutsche Offen- iü werden von dem kalten Wetter begünstigt, die 8-ge, die bisher fast unbenutzbar gewesen waren, Bunten nun von den motorisierten Einheiten besser kiutzt werden. Wie hatte gerade London auf Den Antritt des Winters gehofft, wie oft war „General 5 nter" als rettender Engel bezeichnet worden. 118) nun soll die kalte Witterung plötzlich die deut- jen Angriffe begünstigen „General Winter ist •b anscheinend den Bolschewisten untreu geworden, ö- deutsche Wehrmacht aber läßt diese plutokra- ül^en Illusionsstrategen ruhig reden. Sie fpnd)t 4ie andere Sprache, Die Sprache des deutschen «DWertes. Was Beuier aus Moskau berichten muß. Lausanne, 16. Oki. (Europapreß.) Die Em- -come Kalinins hat in London einen aufjerorüenr- c«en Pessinrismus hervorgerufen, der am 4)vn- ’t stagmorgen noch weiter durch den Bericht oes ^skauer Korrespondenten der Agentur Reuter Ibr die Lage in der Sowjetunion verstärkt roiro. ^uter berichtet: „Die Schlacht um Moskau hat eine sdehnung angenommen, die. alles bisher Gesehene ^trifft. In der Nacht zum Donnerstag war die gemeine Stimmung in Moskau p e f f i m 11t i • c er denn je, und zwar infolge Der durch Die r Gebiet von Kalinin vorstotzenden Deut- t n Panzerkolonnen erreichten Erfolge. -Die Uinahme Kalinins bedeutet, daß in diesem Gebier VV sowjetischen Stellungen durchbrochen smo. zweite große deutsche Aktion, die m Moskau zu größten Befiirchtungen Anlaß gibt, ist Der von i a s m a aus gegen Moskau vorgetragene D - der sich schnell zuungunsten Der Sowjets enl- I »tkeü. ©ie (Strategie der inneren Linie. Was in diesen Tagen her Entscheidungsschlachten im Osten geschehen ist und weiter geschieht, ist so gewaltig, trägt so ungeheure Zukunftperspektiven in sich, daß man vor der Größe der Tat kaum Worte findet, die ihrem Gehalt bis in die letzten Räume auszufüllen oder die ihr im Geistigen gerecht zu werden vermögen. „Si fractus illabatur orbis, impavidum ferient ruinae“ — „Wenn die Welt donnernd zusammenstürzt, treffen die Trümmer einen Furchtlosen" —, dieses große Wort des Horaz kann uns vielleicht den Weg zeigen, denn es besagt ja seinem Sinn nach, daß es einer starken und furchtlosen Hand bedarf, um diesen Weltwandel in die rechten Bahnen zu lenken, auf daß aus den Trümmern kein Chaos werde. Gewiß gibt es immer noch einige wenige Staaten in Europa, die in falscher Selbstgenügsamkeit oder aus bequemem Hang zum geschichtslosen — dem Genuß, der Oberfläche oder politischen Antiquitäten huldigenden — Dasein yichts mehr fürchten, als von einigen Trümmern des zusammenfallenden Weltbildes liberalistisch-individualistischer Prägung getroffen zu werden, wie beispielsweise die Schweiz und Schweden. Andere Länder sehen sich plötzlich zwischen die Zeiten gestellt. Das Alte und Morsche brach unter den Hammerschlägen einer neuen ordnenden Kraft für sie zu rasch und unbegreiflich zusammen, das Neue hat noch nicht feste Wurzeln schlagen können, da die Zeit nach dem Weltkriege, die wir in Deutschland heute als die große Vorbereitung, als einen Kristallisationsprozeß begreifen, für sie von der trügerischen Ansicht verstellt und zu- gedeckt wurde, die Versailler Ordnung sei der letzte Atemzug des Weltengeistes gewesen. Jetzt, nachdem dank der welthistorischen Entscheidung des Führers die furchtbare Gefahr gebannt ist und die Trümmer herniederprasseln, wird man auf der Gegenseite nach Schuldigen suchen. Das heißt br Sowjetunion gilt. Zwar versucht Reuter nun am Donnerstag auch lstterhin Die Jllusionspolitik zu fördern, aber die äs Moskau einlaufenden Meldungen sind Derartig sjsimistisch, daß das Stimmungsbarometer in Lon- ' in auf den Nullpunkt gesunken ist. Wie eine bmbe hat vor allem der bolschewistische Kriegsbe- rf)t der letzten Nacht eingeschlaacn. In diesem muß । Moskau eingestehen, die deutschen Truppen hät- d, in schweren Kämpfen weitere Fortschritte ge- nicht, die deutschen Panzerwagen hämmerten von forben, Westen und Süden auf die bolschewistischen Mungen vor Moskau ein. Die Lage sei sehr nft, weil die deutschen Panzerkräfte die sowfeti- |ien Verteidigungsstellungen durchbrochen hätten. Mes überraschende Eingeständnis der Moskauer, die es bisher mit der Wahrheit nicht genau flnommen haben, läßt die verzweifelte Lage lr 5 erkennen, der in den bombensicheren Luftschutz- lilern des Kreml vergeblich nach einem Ausweg »grübelt hat. Die Tatsachen, wie sie Die Deutschen ■ soffen geschaffen haben, haben es ihm unmöglich gi nacht, noch länger Die wahre Lage zu verschwel- gn. In der Tat hat Stalin mit dem Verlust von 5 Millionen Gefangenen und mindestens ebenso lil Toten den besten Teil feiner Wehrmacht em- loüfot, der bestausgerüstete Kern Der Sowjetarmee ! zerschlagen. Wohl werden die bolschewistisäien laminare in der Lage sein, noch weitere Men- Unmassen auf Die Schlachtbank zu treiben, aber Iren Kampfkraft und Ausrüstung kann nicht mehr n bie Waagschale fallen. Diese Blutopfer sind mn- b und können das Schicksal der bolschewistischen jn, die man in London mit verzweifelten Mitteln sjchaffen hatte. Heute erfahren wir, daß unsere jgreichen Truppen Brjansk und Wjasma weit hin- t- sich gelassen haben und heute bereits an mehren Stellen um die etwa 100 Kilometer vor Mos- tu verlaufende äußere Verteidig ungs- | nie der sowjetischen Hauptstadt kämp- |'i. Die wichtigen Städte Kaluga und K a l i - r n, 160 Kilometer südwestlich bzw. nordwestlich m Moskau, sind seit Tagen schon in unserer Hand. Sn Norden von Moskau aber ist von deutschen blbaten, so wurde in einem PK.-Bericht gemel- br, bas Quellgebiet der Wolga erreicht, jues Stromes, Der mit feiner fast 4000 Kilometer Inge als das Symbol für Die Größe unD Weite Reste Der eigenen zerschlagenen Regimenter auf Der Flucht waren, das haben sie allerdings noch in Der Nacht gesehen und gehört. Aber daß dis Deut- ab SjS Ä 1 $ SÄ W, lufhnow Kurakina • N. Mundrowsk Sutoki Sijchimlv/ rwinowskt fach kört 4 Jljmsk Twer 4 Golowina Borowsk Wjasma Med Sernudi Pokrov\Jiiwa Rshew etssina Subiow ,., . , Nowaia I w“,l'lmsk । . . AS-ylschewka Swenigoro ■/ & L; Itorlsl ’Slariza Kaschira' ’Aleiin itwa \Dmitrow, Seim Generalstabschef einer Armee während her großen HerbMlachl im Osten. Von Kriegsberichter Dr. Fritz Meske. DNB.......16. DEL (PK.) Am dritten Tage der großen Herbstschlacht im Osten begab ich mich zum Chef des General st abes unserer Armee, um von ihm einen ersten zusammensassenden U eb erblick über den Verlauf dieser riesigen Operationen zu bekommen. Ich brauchte nicht zu befürchten, in diesem Augenblick mit einigen knappen Feststellungen abgefunden zu werden: denn es ist eine alte Tatsache, daß hohe militärische Führer niemals über mehr freie Zött verfügen als bei Beginn eines Krieges oder einer Schlacht. Wenigstens im deutschen Heere ist dies eine wohlbegründete Ueberlieferung. Moltke klappte an dem Tage, da der deutsch-französische Kriege erklärt wurde, seine Akten zusammen und ging spazieren. Alles, was nun zu geschehen hatte, war unter seiner Leitung in jahrelanger Generalstabsarbeit durchdacht und befohlen worden, und der Generalstabschef hatte alle Gewähr dafür, daß nun im ganzen Heere entsprechend gehandelt wurde. Moltke hat dann auch während seiner größten Schlacht bei Sedan, die haargenau nach seinen Plänen ablief, jede Nacht seine gewohnten sieben Stunden geschlafen. In so unheimlichem Maße ist die Gedankenarbeit der hohen militärischen Führung zeitlich abgesetzt von dem Geschehen auf dem Schlachtfeld. Auch heute wieder schlägt der Generalstab seine Schlachten, lange bevor die Truppe oder das Volk oder gar der Gegner eine Ahnung, haben, daß die Schicksalsuhr zu ticken begonnen hat. Vor 4 Wochen, als die Vorbereitungen für die Herbstschlacht im vollen Gange waren, wäre eine längere Unterredung mit dem Chef des Generalstabes schwerlich möglich gewesen. Damals hatte der Oberst keine Minute Zeit. Nun aber läuft die Schlacht bereits drei Tage genau nach dem „Drehbuch", wie der Operationsbefehl des Armeeoberkommandos in Generalstabskreisen bezeichnet wird, und nicht in einem einzigen^Augenblick war bisher ein Eingreifen der Führung nötig. Nicht einmal eine Rückfrage der Truppe hat es seit dem schicksalsvollen 2 Oktober gegeben. Selten waren die Feldfernsprecher in den Geschäftszimmern des AOK. so ruhig, und selten haben wir den Chef so aufgeräumt und ohne jede Hast gefunden, wie an diesem Tage, da eine Armee unter seiner Verantwortung eine Entscheidungsschlacht dieses Krieges schlägt. An Hand der zu den befohlenen Zeiten einlaufenden Truppenmeldungen verfolgt man auf der Karte den planmäßigen Verlauf der Operation. Stein um Stein fügt sich zusammen, und so vollendet sich die Schlacht wie ein kunstvolles Gebäude, das ein Architekt in arbeitsreichen Nächten entwarf, lange bevor die Maurer und Zimmerleute ans Werk gingen. Nachdem in den vorbereitenden Besprechungen mit der Heeresgruppe und dem Oberkommando des Heeres das Angriffsziel und die anzusetzenden Kräfte festgelegt worden waren, hat es etliche Tage intensiver Generalstabsarbeit bedurft, um die Einzelheiten des Unternehmens durchzuarbeiten und den gewaltigen Mechanismus der Armee zunächst einmal gedanklich m der zweckmäßigsten Form auf das Ziel auszurichten. Der Ansatz der Truppen, die Wahl der Schwerpunkte, die Möglichkeiten des Kampfes und der Bewegung in dem anzutreffenden äußerst wegarmen Gelände, die mit der Länge der Nachschubwege immer schwieriger werdende Versorgung, die Art des Zusammenwirkens zwischen Luftwaffe, Panzer- und Infanteriekorps — das alles mußte reichlich durchdacht, und es mußten völlig klare Lösungen gefunden werden,.bevor an die Truppen Befehle ergingen. Dann folgte sine Zeitspanne, die angefüllt war mit Marschbewegungen und vielfältigen praktischen Vorbereitungen aller beteiligten Truppen. Die Divisionen rückten in ihre Ausgangsräume, der Oberquartiermeister setzte alle verfügbaren Versorgungstruppen zur Einrichtung neuer Versorgungsstützpunkte ein, die Bautruppen brachten die Nachschubstraßen in Ordnung, und die Nachrichtentruppen errichteten jetzt schon, nahe am Feind, das Nachrichtennetz für die Führung der bevorstehenden Operationen. Inzwischen feilte das Armeeoberkommando an dem Operationsbefehl, der den gesamten Ablauf des Unternehmens regelt, letzte Rückfragen wurden erledigt, und schließlich erwartete die ganze Armee vom Oberbefehlshaber bis zum jüngsten Kradmelder in selbstsicherer Ruhe das Losbrechen des Taifuns. Als am 2. Oktober die strahlende Sonne am blauen Himmel heraufstieg, war es wirklich ein Ungewitter von der Urgewalt eines Taifuns, das auf die überraschten Bolschewisten hereinstürzte. Die Infanterie überrannte in einem beispiellosen Sturmlauf die starken feindlichen Feldbefestigungen und war überhaupt nicht mehr aufzuhalten, auch als der Feind sich gefaßt und zu stärkerem Widerstand festgesetzt hatte. Ein ungeheurer Drang nach vorwärts beseelt die ganze Armee. Der Gegner ist an vielen Stellen nicht mehr der alte. Zwar schießt seine Artillerie weiter gut, aber die Infanterie hat sich nach den ungeheuren Verlusten der letzten Wochen in mancher Hinsicht verschlechtert. Zudem scheint die Führung nach den schweren Schlägen, die unsere Luftwaffe bei Angriffsbeginn auf die feindlichen Hauptquartiere führte, weitgehend ausgeschaltet zu sein. So ist es .wohl zu erklären, daß eine ganze motorisierte Division der Bolschewisten ahnungslos in nordsüdlicher Richtung marschierte, als ihre Marschstraße längst von deutschen Panzerkräften überschritten war? Der wuchtige deutsche Sturm vom 2. Oktober hat den Gegner bereits erschüttert, doch wird uns auch weiterhin kein Sieg ohne Opfer und Mühen in den Schoß fallen. aber für den Bolschewismus, das endgültige Urteil der Geschichte über sich selbst vollstrecken, denn die Schuld — wenn überhaupt dieses Wort einen Sinn haben soll — liegt in der Seelenlosigkeit des marxistisch-bolschewistischen Denkens, in dem höllischen Streben, den Materialismus üben eine Welt zur Herrschaft zu bringen, in der es nur noch Verwesung und Tod geben könnte. Diese gewaltige bolschewistische Kriegsmaschine konnte zwar als Vernichtungsinstrument das Chaos herbeiführen, aber in dem Augenblick, da ihr ein Genie zuvorkam, das die Verantwortung vor Europa 3ur Richtschnur seines Handelns machte, wurde sie schwerfällig, plump, es fehlte ihr die Beseelung, die einzig und allein so gewaltige Armeen in Instrumente verwandelt, die jedem Druck und jedem Zug des Meisters gehorchen. Der Materialismus, der Ungeist der toten Zahl, der die gigantische Anhäufung von Vernichtungsmaschinen gleichsetzte mit dem Willen zur Weltbeherrschung, hat vor dem richtenden Gott der Geschichte nicht bestanden. Das ist es, was unser Ahnen und Wissen heute erfüllt und was auszudeuten künftigen Geschlechtern überlassen bleiben muß. Ein Jahr vorher hat die Geschichte bereits ein gleiches Urteil gefällt, als den Franzosen mit der Maginotlinie jener Traum von „Sicherheit" zerbrach, der nicht mehr Ausfluß der Lebenskraft eines Volkes, sondern aus der Angst geboren war, alles das zu bewahren, was zu tragen die französischen Schultern bereits viel zu schwach waren. Damals begann der Vorteil der inneren Linie vielen Köpfen zu dämmern, die bisher Europa nur unter dem Gesichtswinkel britischer „Gleichgewichts"-Politik betrachten konnten. England glaubt, dieser Strategie dadurch auch in diesem Krieg begegnen zu können, daß es wieder diejenige des Hinterhalts und roirt'-' schaftlichen Drucks durch Blockade anwandte. Mit welchem Erfolg, das wird auch dem dickblütigsten Engländer, in dessen Vorstellung der Begriff Niederlage bisher keinen Platz fand, klar. Denn die erfolgreiche Strategie der inneren Linie wird getragen nicht nur von dem Ordnungsgedanken eines ganzen Volkes, sondern sie erhält ihre Stoßkraft vor allem durch die geistigen Impulse, die heute von den Ideen des Nationalsozialismus ausgehen, und sie wird verwirklicht von der besten Wehrmacht der Welt. Napoleon, der unter anderen Voraussetzungen kämpfte, aber nicht Ordnung oder ein neues organisches Weltbild, sondern nur Befriedigung seiner Herrschsucht anstrebte, war Zum Scheitern verurteilt, weil er Europa nicht als Einheit dachte, sondern ein napoleonisches Europa, das ihm im Geistigen die Mitarbeit versagte. Heute aber stehen wir vor der Tatsache, daß die meisten Völker Europas sich in das kommende Weltbild einzufügen bereit sind, und daß die Strategie der inneren Linie eine Stärke, Biegsamkeit und Stoßkraft besitzt, vor der England als der verbrecherische Anstifter dieses Krieges zurückschaudert, weil es weiß, daß diese Strategie als Ausdruck eines neuen Zeitalters unbesiegbar ist. Bkn. Das Kabinett Konoye zurückgetreten. Tokio, 16. Okt. (Europapreß.) Der japanische Ministerpräsident Für st Konoye teilte am Donnerstag den Mitgliedern seiner Regierung mit, daß das Kabinett zurücktreten werde. Nachdem die Minister dem Ministerpräsidenten ihre Zustimmung zu seinem Entschluß gegeben hatten, suchte Konoye den kaiserlichen Palast auf und machte dem Tenno Meldung. Konoye ist dem parlamentarischen Brauch entsprechend vom Tenno mit der Weiterführung der Regierungsgeschäfte bis zur Neubildung der Regierung beauftragt worden. In politischen Kreisen enthält man sich jeder Kombination. Japan und LlGA. am Scheidewege. Tokio, 16. Oktober. (Europapreß.) Der Sprecher des Marineministeriums, Hauptmann H i - raide, erklärte, die Beziehungen zwischen Japan und den USA. gingen einer entscheidenden Wendung entgegen. Japan habe aber seine Vorbereitungen getroffen, um jeder Lage die Stirn bieten zu können. Troß den Anstrengungen der japanischen Regierung sei die Lage an einem Scheidewege angelangt. Das Schicksal des japanischen Kaiserreichs hänge von Dingen ab, zu denen man sich in jedem Augenblick entscheiden müsse. Gegenwärtig sei die Kriegsmarine der USA. nicht ausreichend für Operationen in zwei Ozeanen, die Vereinigten Staaten beschleunigten daher einen Karin Grunelius Noman von GuiöoK.Veanö 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Im gleichen Augenblick gerät die Stimmung an allen Tischen ins Wanken. Alle sehen sich gegenseitig an, dann richten sich alle Augen auf Günther! Irgendwo fängt einer ein höllisches Gelächter an, Ilse Wengeroth schreit vor Vergnügen hell auf, Kwikuru entfernt sich entsetzt, als er die Wirkung seiner Ueberraschung bemerkt... Aus dem Grammophon ertönt das uralte deutsche Lied: „Schier dreißig Jahre bist du alt..." Er hat es sich so wunderschön gedacht, der alte Askari, der um die Wende des Jahrhunderts einmal in Berlin war und sich in die Melodie verliebt hatte. Immer wieder hat er sie gesungen, ob im Weltkrieg am Lagerfeuer, am Tanganjika oder in der Tembe draußen im Busch, ehe ihn Bwana Merck holte. Und jetzt ist jäh sein Traum zerstört, den sich sein einfaches afrikanisches Gehirn als Geschenk für dey jungen Herrn ausdachte. Günther selbst erfaßt mit der ihm anerzogenen Selbstsicherheit die Situation und singt laut den Text in das Gelächter hinein. Glücklicherweise ist auch die Platte mit der einen Strophe zu Ende. Da aber Ngaba nicht inehr am Apparat steht, sondern Kwikuru ängstlich gefolgt ist, wimmert die Nadel in ein paar endlosen Rillen weiter, bis Karin aufsteht und sie abhebt. Noch lange bildet dieser Zwischenfall ein Gesprächsthema, bis es abgelöst roirt) von einem Vorschlag Wengeroths, ein Autorennen in den Busch hinein zu veranstalten. Zuerst liegt Verblüffung über den schon erhitzten Gesichtern der jungen Menschen, dann wird alles Für und Wider erregt debattiert. Langsam formt sich eine .Ausschreibung": sechs Wagen sind es, sechs Lose entscheiden über die Reihenfolge der Starts. Zweimal wird die Strecke vom Herrenhaus aus bis zu einer Wendemarke — Günther bezeichnet die Kreuzung der Straßen von Arusha an den Manjaraste und von Norden nach Uganda als die günstigste befahren, von dort ist umfassenden Ausbau ihrer Flotte. Es dürfe jedoch nicht übersehen werden, daß auch die japanische Marine ständig stärker werde. Im Falle eines Krieges zwischen Japan und Amerika sei ausschlaggebend, daß die Gegenseite weit entfernt von ihren Heimathäfen werde kämpfen müssen, der Ausgang könne daher niemals zweifelhaft fein.. Die Flotte sei sich ihrer Mission klar. Das Demarkationsabkommeu zwischen Mandschukuo und der Außenmongolei. Honolulu, 15. Okt. (Europapreß.) Die japanische Presse begrüßt die in Hsingking erfolgte Unterzeichnung des Demarkationsabkommens zwischen Mandschukuo und der Außenmongolei. — „Japan Times" schreibt, daß die Unterzeichnung ein Erfolg der gegenseitigen Zugeständnisse sei. Dank der Bemühungen der gemischten Kommissionen sei eine freundschaftliche Regelung der zweihunderftährigen Grenzstreitigkeiten zwischen der Mandschurei und der Mongolei erreicht worden. Das Begräbnis des Hauptschristleiters Lazrovfky. Prag, 16. Oktober. (DNB.) Im Prager Krematorium fand das Begräbnis für den am 11. Oktober an den Folgen eines heimtückischen mörderischen als Zeichen, daß man richtig gewendet hat, ein vom ersten Fahrer niedergelegtes Messer mitzubrin- gen. Da di6 Wagen ziemlich gleichwertig sind, gibt es keine Vorgabe. Nach einigen Überlegungen gewinnt der Plan daß Gesicht eines Autorennens mit allen Schikanen. Ein oder das andere soll noch erschwert werden, Punktverluste sollen bei Außerachtlassung bestimmter Vorschriften eintreten,, die schließlich alle darauf hinauslaufen, daß GünHers Wagen gehandicapt wird. Eine feierliche Handlung ist das Ziehen der Lose. Günther bittet, ohne zu überlegen, Karin, für ihn in den Topf zu greifen. Mit aller Kraft wünscht er sich die Startnummer sechs. Glänzende Augen, glühende Wangen beugen sich schweigend Über den Tische als Escherich mit gewaltiger Stimme Die Reihenfolge verkündet: Wengeroth Nummer eins! Gustl Hochberg und er sind die nächsten. Alles ist gespannt... Günther Merck hat Nummer sechs! Mit einigem Erstaunen und verzeihendem Kopf- schütteln haben die Väter und Mütter diese Vorgänge beobachtet. Aber niemand nimmt sich die Mühe zu widersprechen. Selbst der alte Merck nicht, der unterdessen eingetroffen ist und sich ohne viel Umstände zwischen die anderen gesetzt hat und sich seinen eigenen Kaffee schmecken läßt. „Das Ganze ist doch gegen mich gerichtet!" sagt plötzlich Günther zu Karin. Es liegt durchaus nichts Gekränktes in seinem Ton. Im Gegenteil. Er fühlt diese Herausforderung als eine herrliche Gelegenheit, den anderen wieder einmal zu zeigen, was er leisten kann. Karin erschrickt, weil sie seine Gedankengänge errät. Deshalb kann sie auch nicht so unvoreingenommen dabei sein, so fröhlich und herzlich lachen wie ihre Freundinnen, die fiebernd an den Vorbereitungen teilnehmen. Schon werden unter ihnen die Chancen abgewogen, schon glaubt jede von ihnen in dem Wagen zu sitzen, der sich später als Sieger herausstellt. Doch niemand wagt, Karin das Recht ftreitig zu machen, mit Günther zu fahren. Minuten später heulen die Motoren auf, dämpfen wieder, mit Ausnahme von Wengeroths Wagen, zurück. Wie ein Pfeil schnellt der erste aus dem Tor, Escherich, der sich zum Schiedsrichter aufgeworfen Anschlages verstorbenen Hauptschriflleiters des „Ceske Slooo", Karl L a z n o v s k y , statt. Der Pressechef des Reichsprotektors, Ministerialrat Dr. Frhr. von Gregory, legre in Vertretung des Obergruppenführers und Generals der Polizei Heydrich und des Reichspressechefs Dr. Dietrich am Sarge Kränze nieder. An dem Begräbnis nahm in Vertretung des Staatspräsidenten Dr. Hacha der stellpertretende amtierende Ministerpräsident Dr. Krejci teil. Ferner sah man die Protektoratsregierung sowie zahlreiche deutsche und tschechische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. An dem blumengeschmückten Sarg hielten Bergknappen aus Kladno die Ehrenwache. Die Trauerrede wurde von Oberst a. D. Moravec gehalten, der die Persönlichkeit des Verstorbenen und die verbrecherischen Machenschaften der Londoner Emigrantenclique an- prangerte. Das Prager Rudolphinum dem deutschenKunstlebenzurückgegeben Prag, 17. Okt. (DNB. Funkspruch.) Am Bon- nerstag wurde in Prag das einst als deutsche Kulturstätte geschaffene, durch das ehemalige tschechische Regime enteignete „R u d o^l p h i n u in", das bis zum Jahre 1938 als Parlamentsgebäude verwendet wurde, seiner ursprünglichen Zweckbestimmung zurückgegeben. Der stellvertretende Reichsprotektor hdt, setzt die Stoppuhr in Gang, und nun legt sich die unheimliche Spannung des Wartens und des gegenseitigen Belauerns auf die Gesichter. In rasender Fahrt kommt Wengeroth in der zweiten Runde vorbei. Gustl Hochberg, Rolf Zollinger rechnen hastig die Geschwindigkeit aus, in der Heinz die Strecke zurückgelegt hat. Nur Günther zeigt die gleichgültigste Miene von der Welt. Ihn interessiert das gar nicht. Er ist felsenfest überzeugt, daß er sie schlagen wird. Vielleicht wird er ihnen großzügig eine Vorgabe lassen, denn wie keiner kennt er die Strecke, jebe Unebenheit, jede Biegung, jedes Geheimnis, das der Busch am unteren Teil der Strecke mit Sand zugedeckt hat. Die Spannung ist aufs höchste gestiegen, als endlich Günther mit seinem Wagen aus dem Schatten der Palmen' in die immer noch heiße Sonne hinausprescht. Zum Schutz gegen das grelle Licht trägt er eine dunkle Autobrille, die sein Gesicht in zwei Hälften zerlegt. Niemand kann jetzt in, seine Augen schauen. Nur Karin glaubt hinter den dunklen Gläsern eine jähe Wildheit aufglühen zu sehen! Mit dem dumpfen Gefühl des Sichselbstüber- lassenseins, für Günther nur ein Ballast zu sein, weil sie es sich so ausgedacht haben, sitzt sie neben ihm. Hinter ihr wölkt sich die weiße Straße, als zöge eine unendliche Karawane durch die Wüste. Das Singen des Motors krallt sich fast schmerzhaft in ihrem Ohr fest. Sie hat das Gefühl für die Zeit verloren und sieht sich — kaum hat sie den Merckhof verlassen — schon dem Wendepunkt gegenüber, den Günther in engster Kurve ansteuert, bremst, das Zeichen aufnimmt und wieder weiterrast. Sein Sekundenvorsprung dehnt sich schon in der zweiten Runde zu Minuten aus. Im Hof des Herrenhauses stehen die jungen Menschen in lebhafter Auseinandersetzung und wilder Berechnung. „Das hält der beste Wagen nicht aus!" ruft Heinz Wengeroth dazwischen. Jeder hat einen anderen Grund für Günthers Sieg oder Niederlage. Günther aber denkt nur an eins. Sein Versprechen, das er Karin geaeben hat, wahrzumachen. Sein Gesicht ist starr wie eine Maske geworden. Vom Gehirn bis zu den Füßen, die sich auf die Pedale pressen, eine einzige Gespanntheit, schießt ---Obergruppenführer Heydrich umriß die Ge. schichte des Rudolphinums, dessen bauliche Erneuerung der erkrankte Reichsprotektor Freiherr von Neurath am 11. 4. 1940 anordnete. 1872 beschließt die böhmische Sparkasse — damals ein völlig deutsches Institut — anläßlich ihres 50jährigen Be- stehens ein „der Tonkunst, der bildenden Kunst und dem Kunstgewerbe gewidmetes Gebäude zu errichten". 1885 wurde dieses Hpus der Kunst nach dem damaligen Kronprinzen Rudolph „Rudolphinum" genannt und eröffnet. 33 Jahre diente das „Ru- dolphinum" deutschen Konzertoeranstaltungen. Männer wie Karl Muck und Emil Nikolaus von Rechnizek nahmen von hier aus ihren Weg. Die Uebernahme der im großen Konzertsaal eingebauten Orgel erfolgte durch Anton Bruckner. Wetter diente diese Kulturstätte als Heim dem 1811 vom „Verein zur Förderung der Tonkunst in Böhmen" gegründeten „Prager Konservatorium", einer der ältesten deutschen Musikererziehungsanstalten dieser Art, ferner der Ausstellung und Sammlung der Kunstwerke der 1796 gegründeten „Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde". Gleich nach der Gründung der ehemaligen tschechischen Republik mußte sich der „Verein zur Förderung der Tonkunst" zwangsauflösen. Das Prager Konservatorium wurde tschechisiert und vom Staat übernommen. Auch die „Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde" mußte das Haus verlassen. Im April 1919 wurde das „Ru- dolphinum" beschlagnahmt und zum Abgeordnetenhaus bestimmt. 1921 mußte die „Böhmische Sparkasse" das Gebäude an den tschechischen Staat ver» kaufen. Der große Konzertfaal wurde umgebend* ' die Orgel kam in den Stadionssaal, der Spieltisch,' an dem Anton Bruckner gesessen hatte, wurde mit der Axt zertrümmert, um .einer Büste Masaryks zu weichen. Das Moorforschungsinstitut in Franzensbad. In Franzensbad (Sudetengau) wurde das Moorforschungsinstitut für das deutsche Bäderwesen von dem Staatssekretär für Fremdenverkehr Esser in Anwesenheit des Gauleiters Konrad Henlein eröffnet. Staatssekretär Esser erklärte, im Kriege feien die natürlichen Heilfchätze an erster Stelle für die Soldaten und Kranken bestimmt. Durch Mitarbeit der Aerzte müsse der Erholungs- und Gästeverkehr so gesteuert werden, daß die nakur- lichen Heilmittel vor allem diesen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Der Zweckentfremdung der Erholungsstätten müsse gesteuert werden. In der Fähigkeit der natürlichen Heilmittel, den ganzen menschlichen Organismus heilend und belebend zu beeinflussen, liegt ihre wesentliche Bedeutung im Kriege: den Soldaten und Rüstungsarbeitern, die an ihrer Gesundheit gelitten haben, müßten unsere Heilfchätze neue Kraft geben. Aber auch für zahlreiche spezielle Ausgaben der Kriegsmedizin bieten die Heilbäder wertvolle Hilfsmittel. Deutschland verfüge über reiche Moorvorkommen und nehme bi der Moorbehandlung eine bedeutende Stellung ein: das Institut als Statte der Prüfung und Forschung sei daher gerechtfertigt. Es werde in Franzensbad als ein Moorbad mit reichen praktischen Erfahrungen ein Heim finden. Kleine politische Nachrichten. Reichs-Minister Dr. Goebbels empfing im Beisein von Reichskriegerführer General Reinhard die Gau- kriegerführer und Gaupropagandaobmänner des NS.-Reichskriegerbundes und gab ihnen em Bild der politischen und militärischen Lage. General Reinhard erklärte die Bereitschaft aller dem NS.-Reichs- kriegerbund angeschlossenen ehemaligen Soldaten, mit unermüdlicher Tatkraft an der weiteren Festigung der unerschütterlichen Front in der Heimat mitzuarbeiten. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Botschafter S t a h m e r zum deutschen Botschafter in Nanking ernannt * Im Mittelmeer wurde ein britisches U-Boot von italienischen U-Boot-Jägern versenkt. * An den Hochschulen werden im Winterhalbjahr 1941/42 die Vorlesungen und Uebungen am Dienstag, 18. November, beginnen und am Samstag, 12. März 1942, enden. Die Einschreibungen finden vom 20. Oktober bis 25. November statt. * Der slowakische Innenminister Mach traf in Berlin ein, um auf Einladung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley die Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront kennenzulernen. er bei der Rückkehr zur Wende über die Kreuzung hinaus. Atemlos, mit einem erschrockenen Blick streift ihn Karin. Das Lachen, das unterhalb der Brille über den Lippen liegt, sieht wie ein breites grausames Grinsen aus. „Ich habe fünf Minuten Vorsprung!" schreit er in den Wind und gegen den donnernden Motor an. „Ich bringe den anderen etwas aus dem Flußbett mit!" Weiter rast der Wagen. Dampf quillt schon aus dem Kühler. Verbissen fährt Günther in den Busch hinein. Wie ein Brodeln glaubt Karin den glühenden Atem der Wüste zu spüren, die hier, unbe« berührt von Menschenhand, unter dem stahlgrauen Himmel brütet. Plötzlich hat sie das Gefühl, der Wagen hüpfe mehr, als daß er über den Sand jage. Sie sieht Günther verzweifelt mit dem Steuerrad kämpfen, das scheinbar nicht mehr gehorchen will. Die Handbremse knirscht, unter- der Haube gurgelt der Motor, ein lauter Fluch zersplittert die unheimliche Stille, die plötzlich eintritt. Der Wagen rührt sich keinen Fingerbreit von der Stelle. Günther hat die Wette verloren! Er braucht erst gar nicht nachzusehen, was passiert ist. 3. Die Geburtstagsgesellschast auf dem Merckhof wird unruhig. Escherich starrt auf die Stoppuhr, die schon längst über die Zeit hinausweist, in der Günther hätte zurück sein müssen. Erst 'wird dieses Ausbleiben bewitzelt: Horst, der bisher die beste Zeit herausgefahren hat, wird schon beglückwünscht. Heinz Wengeroth holt sein Fernglas aus dem Autokoffer und sucht die Straße ab. Nirgends kann er etwas von dem Wagen entdecken. Plötzlich spürt er, daß er gar nicht so sehr Günther sucht, sondern Kann. Und dann sagt jemand unvermtttelt in das schon aufkommende Schweigen hinein: „Vielleicht ist ihnen etwas zugestoßen?" Keiner will daran glauben. Sie schließen sich wie in einer stillen Verabredung zu einem Kreis zusammen, aus dem dieser schreckliche Gedanke nicht entweichen soll zu den Alten, die sorglos auf der Veranda die Minuten an sich vorbeirinnen lassen. (Fortsetzung folgt.) * * * ■ >°- „Hl Wandervorschläge für den Sonntag l-Boot M Stfpart [ft gc> inner toi ein A ,erOeh>| s.'Nechl SoldairNl eren Fejli' er heim! kann es überhaupt nicht für möglich halten, daß an Stellen solchen konzentrierten Feuers irgendein Gegner noch unoerwundet angetroffen wird. Eine filmische Glanzleistung ersten Ranges sind weiterhin die Aufnahmen eines deutschen Stoßtrupps, der in unmittelbarem feindlichem Feuer liegt. Man sieht dicht vor den Männern den Einschlag des feindlichen Geschosses, sieht mit angehaltenem Atem, wie Erdfontänen über die flach auf dem Boden hingestreckten Landser Hinwegspritzen, und erkennt, daß solche Aufnahmen eben auch nur Soldaten machen können. Wie immer, erstrebt auch die jüngste deutsche Wochenschau, ein geschlossenes Ganzes zu bieten und die Schau gewaltiger Ereignisse dramatisch wirksam abzuschließen. Es konnte kein schönerer Schluß gefunden werden als die Bilder von ber Freude in den deutschen Soldatengesichtern nach Erreichung des Zieles. Leuchtkugeln werden abgeschossen, die Erregung des Tages weicht dem Glanz des Sieges, das für den ersten Tag gesteckte Ziel ist erreicht: der Weg frei gekämpft zu zügigem Vormarsch. Alles ist wieder in Bewegung, Panzer, Infanterie, Artillerie und Pioniere, und aus den endlosen Kolonnen ertönen die fröhlichen Soldatenlieder, die auch die größte Müdigkeit meistern helfen. Vor diese ersten Bilder vom Beginn der großen Offensive im Osten sind Kameraberichte von den Kämpfen der finnischen Truppen gestellt. Sie zeigen unsere finnischen Waffengefährten in ihren schwierigen Waldkämpfen: diese Waldaufncchmen sind aber auch rein filmisch ganz ausgezeichnete Leistungen. G. Ai. Aus der Siadt Gießen. Generalmajor a. O. Mohr 80 Zahre alt. Der älteste in Gießen lebende Offizier des frühe- rr Infanterie-Regiments 116, Generalmajor a. D. Ludolf Mohr, begeht am morgigen Samstag, ^ Oktober 1941, seinen 80. Geburtstag. Diele alle 1:6er, darüber hinaus auch weite Kreise der Be- v lkerung von Gießen und Umgegend werden an isfem Tage des in Frieden und Krieg Hochverraten Offiziers gern gedenken. Generalmajor a. D. Mohr wurde am 18. Oktober 161 in Königsee (Thüringen) geboren. Am 1. April 162 trat er als Fahnenjunker in das 6. Thüringische hifanterie-Regiment 95 in Gotha ein, wo er am 1:. September 1883 Leutnant und am 11. Septem- t’r 1890 Oberleutnant wurde. Vom 1. Oktober 1890 f;5 1. Oktober 1893 war er Adjutant beim Bezirksbiete der Propaganda unterlegen waren, find mir heute den Feindmächten überlegen. Der Kampf des Judentums gegen die jungen Völker Europas wird anhand der Karikatur der Feindpresse in eindrucksvollen Lichtbildern illustriert werden. In einer Sonderveranstaltung der Volksbildungsstätte wird der junge Tiefseetaucher und Meeresfor- jcher Hans Haß, Wien, unter dem Thema „A l s Mensch unter Fischen gelebt" über seine einzigartigen Erlebnisse auf dem Meeresgründe mit Korallen, Haien und Polypen, über seine Kämpfe mit Großfischen und seine Abenteuer in der Meerestiefe berichten. Zu einem Abend froher Dichtung ist der bekannte Dichher Eugen Roth gewonnen worden. Der Dichter wird mit seiüer Lesung aus eigenen Werken seinen Zuhörern zwei frohgestimmte und beschwingte Stunden der Lebensfreude schenken. Es folgt ein Gastspiel des weltberühmten Ivo Puh 0 nnys Künstler - Marionetten- Theaters. Der hervorragende Ruf dieses Mario- netten-Theaters unter der Spielleitung von Direktor Ernst Ehlert ist von dem früheren Gastspiel auch in Gießen bestens bekannt. Die Vortragstätigkeit im Jahr 1942 wird der Dichter Waldemar B 0 nsels mit einer Lesung aus eigenen Werken einleiten. Die zahlreiche Leserschaft des Dichters in unserer Stadt wird sich freuen, Bonsels in Gießen begrüßen zu können. Der Liebe zum Tier ist auch der Filmvortrag gewidmet, den der ebenfalls in unserer Stadt bekannte Tierfreund und Tierschriftsteller Paul Eip - per mit dem Thema „D i e Wildtierwelt der deutschen Heimat" halten wird. Erstmalig wird auf Anregung des Schreibers dieser Zeilen der Dichter und Schriftsteller Siegfried von Vegesack in einem Lichtbildervortrag über bas Thema „Bei den deutschen K 0 lo - n i ft en in Südamerika" sprechen. Fast zwei Jahre hat Vegesack Brasilien, Argentinien, Paraguay und Chile bereist, nicht auf der Jagd nach Abenteuer und Sensationen, sondern um das Leben und den harten Existenzkampf der deutschen Siedler kennenzulernen. as Mon nefen «1 Esser h lein erstiege feier für bif 1t. Lurch! ngs- und >ie nafh ■ 'scheu jüt tfremW rrben. &i| en ganz«" lebend p f utung m eitepi, dr len imfm für M zin bietet HIand vtt I nehme al (Uunq ein; Forsch^ I anzensbd I Echhm« I Gießener Vortragsring. Goethe-Bund, Kulturelle Bereinigung und Bottsbildungsstätte Gießen der 7IS-G. „Kraft durch Freude". Von Dr. Otto Henning. n dir lie»14* f ■in'« Vernichtungskämpfe gegen die Sowjets Oie neue Wochenschau. Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! Welche Wohltat — das silberweiße Licht der Osram-Krypton-Lampen! tmmando in Meiningen, vom 1. April 1894 bis 1. April 1897 Adjutant des Jnfanterie-Regts. 95 in j^tha, anschließend bis 1. Oktober 1901 Adjutant ti der Kommandantur in Breslau. Hierauf kam er e KreM wen > lerh°Ü>V ein bB» * Weit k aus S'S Za, das läßt man fleh gefallen! ! (Eine gute Zahnpasta wie die /V)/^ Nivea für nur 40 Pfg. die große (/ Tube! Das ist preiswert und - Q9’ s Y Wieder rufen die im Gießener Vortragsring zusammenarbeitenden Gießener, Kulturver- bände Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durchs Freude" die am Geistes- und Kunstleben unserer Stadt interessierten Greife zum Besuch des Vortragsprogramms 1941/42. Wie Kreisleiter Backhaus in einem Vorwort zum neuen Veranstaltungsplan ausführte, ist es gerade, in der Kriegszeit unbedingt notwendig, daß die Bevölkerung innerlich' gefestigt und gestärkt wird. Die großen Heldentaten unserer Wehrmacht können nur dann ihre höchste Krönung erfahren, wenn die Heimat alle Schwierigkeiten überwindet und dem deutschen Soldaten in seiner Standhaftigkeit und in seinem Glauben in keiner Weise nachsteht. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe ist die Pflege und Förderung unseres deutschen Kulturgutes von ausschlaggebender Bedeutung. Diesem Ziele will auch der Gießener Vortragsring in den Tagen des Schicksalskampfes unseres Volkes dienen. Der gemeinsam aufgestellte Veranstaltungsplan wird eröffnet mit einem Lichtbildervortrag „D a s Bauen im neuen Reich" von Dr. Wilhelm Rüdiger (München). Der Vortragende spricht erstmalig in diesem Winter über dieses Thema und gibt einen anschaulichen Ueberdlick über das gesamte moderne Bauen seit den Tagen der Machtübernahme bis zur Gegenwart. Es folgt aus Anlaß der Woche des Deutschen Buches 1941 eine Feierstunde, die Oberbürgermeister Ritter mit einer Ansprache eröffnen wird, und in der der bekannte Dichter Hermann Bu r't e über das Thema spricht: „Die europäische Sendung der deutschen Dich - t u n g". Der Redner wird hierin ein eindrucksvolles Bild von der weltbewegenden Kraft und den Zukunftsaufgaben des deutschen Schrifttums geben. Ein nicht minder starkes Erlebnis wird der Licht- bildervortrag von Dr. Ernst Herbert Lehmann von der Presseabteilung der Reichsregierung mit dem Thema „Die politische Karikatur im geistigen Kampf ber Gegenwart" vermitteln. Während wir im Weltkrieg auf dem Ge- Bornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 Uhr „Jngebora". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Clarisfa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gasparone". — Oberhessischer Kunst- verein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Zwei Stunden Frohsinn beim Gau-Borietezug. Die NS.-Gemeinschaftraftdurch Freude" veranstaltete gestern abend ein Gastspiel de- Gau - Varietözuges im Theater. Das Haus war aus« perfauft, die Vortragsfolge brachte ein abwechslungsreiches großstädtisches Programm mit einer ganzen Reihe vorzüglicher Darbietungen. Den Reigen eröffneten Zwei Warrels, Hand- und Parterreakrobaten, flinke, sympathische, tadellos sicher arbeitende Burschen mit einem enorm schwierigen Trepventrick, den man nicht alle Tage zu sehen bekommt. LuChang F u servierte ein artistisches Allerlei aus - dem Reiche der Mitte, zauberte, ließ Papierschmetterlinge fliegen und brachte den bekannten Tellertrick mit erstaunlichen Variationen. Prächtige Leistungen zeigten die Drei^Richys in einer Kombination am Reck; in der Gruppe befindet sich ein komischer Schlangenmensch, der wahre Stürme der Heiterkeit entfesselte. Zwei Klatts frischten die Erinnerung an das Diabolo-Spiel auf, das vor dem Weltkriege große Mode war. sie haben die Sache artistisch verfeinert und mit überraschenden Effekten ausgebaut. Das Tanztrio d e l Arte, hier schon bekannt, fand mit einem Tango Argentino, einem Altwiener Walzer und dem Schlittschuh-Tanz großen Anklang. Die ungarische Soubrette Alice d e Beke brachte die Leute mit einer häuslichen Szene und einer Saxophon-, Tanz- und Gesangsparodie mächtig in Stimmung. Eine originell kombinierte Nummer zeigten die Zwei Singsangs mit ihrem Kabarett der Landstraße und dem singenden Papagei. Lora von Bahia; bas ist ein wirklich gelehriger, musikbegabter Vogel: auch eine grausige Moritat und die Filmstar-Maskerade wirkten sehr drollig. Drei Oatcia Perez und C 0 mp. brachten eine spanische Musiknummer mit dressiertem fiunb und, als Höhepunkt, einem Tylophonkonzert zum Mitsingen. Eine vorzügliche Leistung zeigte endlich auch das Duo Hamilton in einem akrobatischen , Wurf- und Schleuderakt, bei welchem besonders die erstaunlichen Leistungen der als Untermann arbeitenden Partnerin bestachen. — Alles in allem: zwei sehr unterhaltende und erheiternde Stunden qualitätvoller Artistik, für die das Publikum mit wohlverdientem, reichem Beifall dankte. Hans Thyriot. Gießen — Seemühle — Gleidachtal — Sauroafen — Schmelz — Fronhaufen. Zu dieser Wanderung, die am Neustädter Tor beginnt, ist, da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit, Rucksackverpflegung unerläßlich. Wir benutzen zunächst die Krosdorfer Straße bis zur Seemühle. Hier beginnen die gelben Punkte, die bis zur Schmelz unser Wegzeichen bilden. Wir gehen ein ziemliches Stück an den Hängen des Wettenbergs her, überschreiten die Wißmar—Krofdorfer Straße und gelangen auf einem Feldweg in das Gleibachtal, in feinem oberen Teil Chattendnchtal genannt. Das anmutige Tal aufwärtsgehend kommen wir auf die Landstraße und auf dieser am Forsthaus Waldhaus vorüber zur Kirchverser Straße. Die Zeichen führen später von der Straße ab in den Wald und bringen uns an den überraschend schonen Ausblick oberhalb Kirchoers. Vor uns breitet sich das Verstal mit einigen Dörfern aus, während in einiger Entfernung die Gladenbacher Berge (Hemmerich, Koppe und Treisberg) herübergrüßen. Nun steigen wir am Waldrand abwärts, überschreiten den «Sauroafen, einen tief eingeschnittenen Talgrund, in dem sich das Kirchverser Schwimmbad befindet, um jenseits wieder eine bewaldete Höhe zu überfteigen und in das reizvolle Salzbödetal zu gelangen. Bei der idyllisch liegenden Schmelz (Sommerwirtschaft) endigt unser Zeichen. Von hier benutzen wir schwarze lutnant beim Stabe des Jnf.-Regts. 169, wo er bis 1. August 1914 in Garnison stand. Am 1. August 114 rückte er als Kommandeur des Landlyehr- ?;giments 109 ins Feld, das unter seiner tatkräf- t;en Führung im südlichen Elsaß mit besten Er- I s gen gegen weit überlegene französische Kräfte kftcht. Das Eiserne Kreuz I. Klasse und andere hohe Miegsauszeichnungen sind die äußeren Zeichen der | Verkennung, die der hervorragenden Führung j | nes Regiments gezollt wurden. Am 21. Juni 1915 , nrbe er zum Oberst befördert. Jtt der zweiten -Wacht bei Mülhausen (Elsaß) stürzte er mit dem ! erbe und erlitt dabei so schwere- innere Schäden, Iß er für den Frontdienst untauglich wurde und • r August 1916 das Kommando seines Regiments f »geben mußte. Nach feiner Ausheilung wurde er ; i »5 noch nicht felddienstfähig Kommandeur des Land- ! r hrbezirks Straßburg i. Elf. Am 30. Oktober 1918 rchte er fein Abschiedsgesuch ein, das am 11. Ja- par 1919 unter Verleihung des Charakters als 1 k.neralmajor genehmigt wurde. Aon Straßburg verlegte Generalmajor Mohr IffMen Wohnsitz nach Gießen, um hier seinen Ruhe- [frnib zu verleben. Von Dezember 1918 ab stand r. als Vorsitzender an der Spitze des Vereins ehe- iriliger Offiziere des Jnf.-Regts. 116 in Gießen, । lener leitete er als Vorsitzender die Gießener I jptsgruppe des Deutschen Offiziersbundes, der jetzi- II on Offizier-Wohlfahrtsgemeinschaft. Um die Pflege || ir Tradition der alten Armee und um den Zu- I ■ Immenhalt des Offizierkorps unseres alten Regi- ! imts 116 hat er sich in langjähriger Arbeit beson- |! b-re Verdienste erworben. Stets legte er auch beson- V bcen Wert auf beste kameradschaftliche Zusammen- |[ tbeit mit den Vereinigungen der ehemaligen Unter» I i'iziere und Mannschaften und dem Verband ehe- |! nötiger 116er. Zu seiner größten Freude wurde, als jlhrdg den Befehl unseres Führers^ie neue deutsche ||lehrmacht erstand, das neue Jnf.-Reat. 116 in ||6e|en als dem Standort des alten Regiments ; a.fgestellt. Daß zwischen den Angehörigen des ||ten und des neuen Jnf.-Regts. 116 von dem Wie- ||lrexstehen der jungen Wehrmacht an ein besonders |lIrriges kameradschaftliches Verhältnis bestand, ist II rt in erster Linie dem hervorragenden Wirken von || kneralmajor Mohr zu verdanken. | Bereits während feiner Dienstzeit hat sich der alle-- ihit tatenfrohe Offizier auch als Schriftsteller auf ||itn Gebiete der Kriegsgeschichte betätigt. Als Stoff »handelte er aus dem Kriege 1870/71 die Schlacht ||kt Wörth, den Kriegsbeginn und das Gefecht bei ||6:arbrüden, sowie die Schlacht bei Spichern. Ferner |||cD er eine Arbeit über „Die Ausbildung der |Mtterfuhrer für den Kriegsbedarf" heraus, weiter» Hü’ hat er eine fesselnde Schrift über „Kriegsgeschicht- ||ice Wanderungen in und um Gießen" geschrieben, |fii seinerzeit beim „Gießener Anzeiger" erschien, » dessen Miwrbeiterkreis Generalmajor Mohr ge- ||ic.*t. Als eifriger Jäger und Jagdschriftsteller in ||te: Presse der Jägerschaft ist der Jubilar ebenfalls Mdiithin bekannt geworden. 1 Seinen 80. Geburtstag begeht der Jubilar inmitten |r$ gewaltigen Ringens um die Freiheit und Zu- Ifuiift Großdeutschlands. Die herrlichen Waffentaten MDr-erer jungen Wehrmacht unter ihrem Führer und |Wersten Befehlshaber Adolf Hitler, dem der Jubilar Ifliui) als Parteimitglied treue Gefolgschaft leistet, ||ben ihm die größte Freude seines Lebensabends Umreitet, denn durch diese Waffentaten kam zum ll^sdruck, daß der alte deutsche Soldatengeist, den Ipmeralmajor Mohr einst' bei seinen Soldaten mit »|tll?r Liebe gepflegt hat, auch in der jungen Mann- H^ift lebendig und wirksapi ist zum Wohle des Ball Landes. || Roge dem Jubilar noch ein weiterer schöner U^ensabenb nach der Erringung des vollen deut- gj til Endsieges beschicken sein. In diesem Sinne Dringen auch wir dem verdienten General unsere Wläckwünsche zu seinem 80. Geburtstage dar. B. Ein Erlebnis besonderer Art wird dte Lesung der ostpreußischen Dichterin Agnes M i e g e l für jeden Schrifttumsfreund bedeuten. Die Dichtungen von Agnes Miegel künden von unerschütterlicher Hingabe an das Reich und vom Kampf deutschen Schicksals an der Grenze. Der Kriegsmaler Professor Ernst Vollbehr spricht über das Thema „Wie ich Kriegsmaler wurde". Ebenso spannend wie vielgestaltig ist sein Bericht über seine Erlebnisse als Kriegsmaler in Südwestafrika, im Russisch-Japanischen Krieg, im Weltkrieg, wie in den Schlachten in Polen, Norwegen, Frankreich und Belgien bis zu den jüngsten Kämpfen gegen den Bolschewismus in Sowjetrußland. Auf vielseitigen Wunsch ist eine Wiederholung der im vorigen Winter auf Einladung der Gießener Frauenschaft veranstalteten Lesung der Dichterin Clara Nordstrom angesetzt worden. Der letzte Vortragsabend wird nochmals der heiteren Muse gewidmet sein. Der aus seinen Sendungen bekannte Rundfunksprecher Harry Lange- wisch vom Reichssender Leipzig wird in einer Stunde .^Deutscher Soldatenhumor" Proben des Humors und der inneren Haltung unserer Soldaten aufzeichnen. Verpflichtung und Dank unserer Bevölkerung wird es fei'ft, die kulturell wie literarisch vorbildlich gestaltete Vortragstätigkeit des Gießener Vortrags- Ringes durch ihre Mitgliedschaft und ihren Vortragsbesuch zu unterstützen, um dadurch mitzuhelfen, die Widerstandskraft unseres Volkes bis zum endgültigen Sieg der deutschen Waffen und des deutschen Geistes'zu stärken und zu festigen. In großartigen Bildern hat die neue Wochenschau den Beginn des Vernichtungsschlages gegen de n Bolschewismus eingefangen. Im Morgennebel sind die Soldaten in die Bereitstelluügsräume eingerückt. Ausgezeichnet ist es gelungen, die fieberhafte Spannung, die die Truppe in solchen Augenblicken beseelt, festzuhalten. Dann ist der Augenblick da. Der Feuerschlag wird ausgelöst, Sturmpioniere und Stoßtrupps springen auf, die Stunde der Entscheidung hat geschlagen. Großartiger Höhepunkt dieser Szenenreihe sind die von einem Nahaufklärer aus gemachten Aufnahmen des Gefechtsfeldes innerhalb eines der zahlreichen Kessel. Oft mag sich der Laie gefragt höben, wie sich denn die Wirkung der deutschen Waffen innerhalb solcher Kessel, die in der Strategie des Ostfeldzuges eine so bedeutsame Rolle spielen, zeigt, und wie ein solches Gefechtsfeld nach der Schlacht aussizht, die auch den letzten Rest der Nerven der Bolschewisten zermürbt hat. Hier hat er die Antwort. Kaum beschreibbar ist der Anblick dieses von tausenden von Granateinschlägen zernarbten Bodens, auf dem es buchstäblich keine Furche und keine S ne mehr gibt, über die nicht der Stahlhagel deutscher Geschosse hinweggefegt hat. In unübersehbarer Menge über das Gefechtsfeld zerstreut stehen die zerstörten Panzer und Fahrzeuge der Bolschewiken, und um jeden einzelnen Trümmerhaufen herum ziehen sich die von den Granaten aufgeworfenen Erdwälle. Hier lernt man auch begreifen, was es heißt, wenn im Heeresbericht davon gesprochen wird, daß die blutigen Verluste des Feindes ungleich hoher waren als die Gefangenenzahlen. Man OSRAM-KRYPTON-LAMPEN silberhell — io h leiste, gefälliger Per ul 5 Hauptmann und Kompaniechef in das Jnfanterie- iichte dc ?'giment 116 in Gießen. Unter feiner hervor- * Agenden Führung errang die 12. Kompanie des lotbneh öft- -Regts. 116 den Kaiserpreis im Schießen. Vom ije