Mittwoch. 17. September Ml Aus den Dnjepr-Brückenköpfen in breiter Front siegreich nach Osten vorgestoßen. Am Ilmensee neun Eowjetdivisionen vernichtet, neun weitere zerschlagen. Die Sondermeldung über die große Schlacht südlich des Ilmensees führt uns in das Q u e l l g e - biet der Wolga. Aber nicht um die Wolgaquelle geht es, wenigstens zunächst nicht. Sondern: Die Sowjets wollten auch einmal einen Flankenangriff probieren. Ihr Ziel war der Durchbruch in Richtung auf Porchow und Pleskau-Pskow. Die Sowjets sahen ja schon nach dem Ueberschreiten der Narwa und der Luga das Verhängnis auf Leningrad zukommen. Also stand ihr Sinn danach, die deutsche Front gegen Leningrad von der Flanke her im Rücken aufzurollen. Für diese zeitlich und räumlich ausgedehnten Kämpfe bekommen wir das beste Verständnis, wenn wir an die Kämpfe etwas weiter westlich, aber ebenfalls südlich im Raum vom Ilmensee erinnern. Am 24. August sagte der Wehrmachtbericht: „Südlich des Ilmensees wurden stärkere sowjetische Kräfte geschlagen und über den Lowat-Fluß zurückgeworfen. Mehr als 10 000 Gefangene und umfangreiche Beute fielen in unsere Hand." Am 27. August lasen mir im Wehrmachtbericht: „Ostwärts Welikije Luki wurde die Masse der 22. Sowjetarmee nach mehrtägigen hartnäckigen Kämpfen ernge- schlossen und vernichtet, lieber 30000 Gefangene und 400 Geschütze fielen in unsere Hand. Die ungewöhnlich hohen Verluste des Feindes sind nut mehr als 40 000 Toten festgestellt." Ein Vergleich mit der Sondermeldung am 16. September ergiot, daß es sich hier um eine fortgesetzte Aktion der Sowjets gegen die rechte Flanke der deutschen Nordarmee handelt. Die Verluste sind in beständigem Steigen. Bei Welikije Luki hatten die Sowjets keine Panzerkampfwagen eingesetzt, zweifellos^ um dieses für sie recht kostbar gewordene Kriegsgerat zu sparen. Die Heftigkeit ihrer neuen Versuche, etwas weiter östlich von Welikije Luki ihre Flankenangriffe zu erneuern, geht daraus hervor, daß sie jetzt auch ziemliche Mengen von Panzerkampswagen einsetzten, was der Verlust von 320 Panzern bezeugt. In diesem Gelände berühren sich auch die mittlere Heeresgruppe des Sowjetmarschalls T i mosch e n k o und die nördliche Heeresgruppe des Sowjetmarschalls Woroschilow. Der Sonderkorrespondent des Reuterburos drahtete aus Moskau noch am 14. September: „Die Truppen Tinwschenkos sind zahlreich und gut bewaffnet. Sie nehmen die Gelegenheit der deutschen Truppenansammlung im Süden und in der Gegend von Leningrad wahr, um weit über Ielnia heftig anzugreifen. Die Sowjets sind der Meinnung, daß die Lage in dieser Gegend außerordentlich befrie- vruck und Verlag: vrühlsche Universttatrdruclerei 8. Lange Ammhme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittagS Ameigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Ruf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenftaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/» mebr Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 16. Sept. (DRV.) Das, Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Ukraine haben Verbände des deutschen Heeres mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwaffe in kühnen Angriffen an den wichtigsten Stellen Brückenkßpfe über den breiten Unterlauf des D n j e p r gebildet. Nachdem die Brückenköpfe in mehrtägigen Kämpfen gegen erbitterte starke feindliche Angriffe zum Teil mit Panzerunter- stühung gehalten und erweitert werden konnten, sind nunmehr die deutschen Divisionen aus ihnen heraus in breiter Front siegreich weiter nach Osten vorgesioßen. Im Raum südlichdes Ilmensees wurden, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, in den letzten Wochen starke Kräste der sowjetischen 11., 27. und 34. Armee durch Truppen des deutschen Heeres unter Führung des Generalobersten Busch mit Unterstützung durch Verbände der Luftflotte des Generalobersten Keller entscheidend geschlagen. Neun feindliche Divisionen wurden völlig vernichtet, neun weitere unter blutigen Verlusten für den Feind zerschlagen. Reber 53 000 Gefangene fielen in unsere Hand, 320 Panzer, 695 Geschütze aller Art sowie zahl- Der Sieg am Ilmensee Von unserer Berliner Schriftleitung. Lampenfieber in Gibraltar Von unserem Dr. H. L.-Korrespondenten. Tanger, im September 1941. Die Sonne versinkt hinter den Hügeln, an deren Hängen Tanger vom Meere aufsteigt, und ihre letzten Strahlen tauchen den Felsen von Kap Malabata in violettes Licht. Aus Nordosten bläst ein schwacher Wind und zeichnet krause Muster auf das dunkelblaugrüne Wasser der Meerenge. Spaniens Berge verschwinden fast im Abenddunst des Sommertages. Alles atmet Ruhe und Frieden, nicht einmal die sonst unvermeidliche Silhouette eines Zerstörers ttübt das ewig gleiche, immer wieder neue Bild des Sonnenuntergangs am Meer. Plötzlich rollt auf den Fittichen des Abendwindes ein dumpfer Ton vom anderen Ufer herüber. Wieder und wieder grollt es dort in der Ferne. Der Wind weht aus Gibraltar her und trägt die Sprache der Geschütze über das Wasser. Hier weiß man nicht, ob ihr Gruß einem Angreifer gilt oder ob nur, wie schon so oft, das „Lampenfieber" der Besatzung die Granaten gelöst hot, die heute lose in den Rohren sitzen. Jedoch der Abendfrieden ist gestört, und die Gedanken sind nicht mehr bei der Sonne, die inzwischen versunken ist, sondern sie versuchen, die rasch hereinbrechende Dunkelheit zu durchdringen, sie suchen den bizarr geformten Felsen, um welchen heute Sorge und Fürsorge eines ganzen Weltreiches kreisen. Ja, man ist nervös geworden in Gibraltar. Man sieht oft Feinde und Angreifer, ohne daß diese vorhanden sind. Man kämpft gleichsam mit Windmühlen, und es mag wohl sein, daß der Geist des edlen Ritters aus der Mancha heute hin und wieder - aus seiner Heimat nach Gibraltar kommt, welches doch damals, als er und sein Schöpfer Cervantes über Spaniens staubige Straßen zogen, noch ein Teil der großen spanischen Heimat war. Allerdings glauben die Herren von Gibraltar heute besser für den Kampf gerüstet zu sein als es Don Quichote damals mar; sie sind aber auch keine Ritter sonder Furcht und Tadel und müssen sich schon lieber auf ihre Kanonen als auf ihr edles Gemüt und ihr reines Herz verlassen. So ist denn Gibraltar heute eine Stätte der Unruhe und des Waffenlärms geworden. Die Selbstsicherheit, mit welcher die Briten anderthalb Jahrhunderte hindurch auf dem Felsen gesessen haben, hat vor reichlich einem Jahr einen schweren vtoh erlitten. Der Zusammenbruch Frankreichs hatte nicht nur ihre strategischen Berechnungen über den Hausen geworfen. Der Verlauf des Feldzuges im Westen hatte vor ollem gezeigt, daß die technischen Waffen dieses Krieges alle Anschauungen über öie Uneinnehmbarkeit von Festungswerken Lügen strafen. Alle bisher getroffenen Vorkehrungen für Die Verteidigung Gibraltars erwiesen sich als unzuläng- Sachverständigen doch ernste Gedanken machen. Der Hafen, der an der Ostküste der Bucht von Algericas liegt, kann durch Artillerieeinwirkung unbrauchbar oder doch wenigstens unbenutzbar gemacht werden. Das bedeutet, daß den Engländern eine effektive Sperrung der Meerenge nicht mehr möglich wäre, daß sie aber selbst diesen Schiffahrtsweg nicht mehr benutzen könnten. Es gibt jedoch noch eine viel ernstere Sorge, die schon bei der gegenwärtigen politischen Konstellation Bedeutung bekommt: Gibraltar besitzt keinen Flughafen! Die Fläche der ganzen Besitzung ist zu klein dafür; augenblicklich benutzen die Flugboote den Hafen zum Wassern, doch kann dieser niemals als Stützpunkt einer größeren Anzahl von Flugbooten benutzt werden. Das bedeutet aber, daß die Festung einem ernsthaften Luftangriff keine Jagdabwehr entgegenstellen kann, sondern sich allein auf die Bodenabwehr verlassen muß. Daher die ernste Sorge um die Sicherheit Gibraltars, daher die Forderung nach immer neuen Flak-Batterien, daher das „Lampenfieber" der Besatzung, wenn nur ein Punkt irgendwo am Himmel auftaucht. Daher auch das dumpfe Grollen, das der Wind über das abendstille Meer nach Afrika herüberttug. (9l. Jahrgang Nr. 221 Erscheint tägltch außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat rmBilb DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei "Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanfchluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Fr ankf^M. So begann ein hastiges, vielfach geradezu fteber= Haftes Rüsten. Obwohl die heimatliche Insel nach der Katastrophe von Dünkirchen nahezu ohne Waffen mar, galt die Hauptsorge der Londoner Regierung zunächst den Positionen ums Mittelmeer. Die Garnison von Gibraltar, die im Frieden nur 2900 Mann stark war, wurde vervielfacht. Um Raum für die neuen Besatzungtruppen zu schassen und um zugleich Vorsorge für den Fall eines Angriffs zu treffen, wurde die Zivilbevölkerung nach und nach evakuiert. So kommt es, daß Gibraltar heute praktisch eine Stabt ohne 3 raue n ist; von der männlichen Zivilbevölkerung blieben nur die als Arbeitskräfte unentbehrlichen Personen zurück. Zugleich mit den Truppen begannen Die Materialtransporte einzutreffen. Hier galt es vor allem zwei Hauptbedürfniffe zu befriedigen: die Luftabwehr, deren Unzulänglichkeit seit Ausbruch des Krieges immer wieder im Unterhaus in London gerügt morden mar, mußte fetzt schleunigst auf einen ausreichenden Stand gebracht werden; daneben sollten die Vorkehrungen gegen einen Angriff von der Landseite beschleu- niat und verstärkt werden. . Gibraltar wurde zur Insel. Quer durch den etwa kilometerbreiten Isthmus von La Linea wurde ein Graben von dreieinhalb Meter Breite und viereinhalb Meter Tiefe gezogen. Sem Hauptzweck i|t die Verhinderung von Tanka ngris f e n, fein südlicher Rand ist deshalb mit zahlreichen Bunkern gespickt, die mit panzerbrechenden Massen aus- gerüstst sind. Dahinter erstreckt sich das etwa einen Kilometer tiefe Vorfeld bis zum Fuß des Felsens es ist durchzogen von Gräben und Stellungen, alle der Abwehr eines Lanbangnffs dienen. Um per Artillerie besseres Schußfeld zu geben, ^murberii mele Häuser am Stadtrand und tm Vorfeld medergeris- fen. Aus dem Felsen selbst und /inas um .den Hafen wurden zahlreiche neue Flakgeschütze eingebaut. Innerhalb des Felsens legte man riesige Ahlen bauten an; dort finden sich heute Unterkunftsraume für die Besatzung, Befehlsstellen, Büros, zwei m - berne Lazarette, Vorratsraume, welche der Be- fatzung zwei Jahre lang bas Ausharren ermöglichen sollen, Munitionsdepots und schließlich viel leicht am wichtigsten - Tr.n was. f e r b e b ä 11 e r. Das namtich ist im Falle einer langen Belagerung bas schwierigste Problem, weil Gibraltar ausschließlich auf bas Regenwafser angewiesen ist, welches in ^ionderen Anlagen aui bem Felsen aufaefanaen und dann filtriert wird. Eine wahrhaft wilbe Tätigkeit herrsch!: aber im Hafen, auf ben Kais unb m ben Werften. Hier liegt an manchen Tagen Schift an Schift , Tecks finb es Frachter, welche ihre Ladung loschen ober darauf warten, baß wieber ein Konvoi für bie g - fäbrliche Englandfahrt ober für die nicht ininde gefahrvolle Reise nach Aegypten Zusammen gestellt wirb; teils finb es bie hier stationiertenZerstorer bie gerabe von Patrouillenfahrt Zuruckg^hrt -nb unb sich für neue Fahrten ruft en. Immer häufiger aber sind es Kriegsschiffe aller.„Klassen, die m zersplittertem Deck ober aufgerissener Borbwanb schwerfällig ben Hafen erdichten unb fetzt daraus warten, daß die Reihe der Reparatur an sie kommt, reiches Kriegsmaterial wurden erbeutet oder zerstört. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt vernichtete die Luftwaffe am Tage w e st l i ch der Hebriden einen Tanker von 7300 BRT. In der vergangenen Nacht wurden im Seegebiet um England aus Geleltzügen heraus zwei große Handelsschiffe, darunter ein Transporter, in Brand geworfen. JnNordafrika führten deutsche Truppen aus der Soll um front einen erfolgreichen Aufklärungsvorstoß mit Panzern durch. Bei Tobruk wurde nach hartem Kampf eine wichtige höhe genommen. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden am 14. September in Nordafrika ohne eigene Verluste acht britische Flugzeuge abgeschossen. Versuche britischer Flugzeuge, am gestrigen Tage die Deutsche Bucht und die holländische Küste anzugreifen, blieben wirkungslos. Jäger schossen zwei feindliche Flugzeuge ab. Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte Nordwest-Deutschlands. Die Zivilbevölkerung hatte, vor allem in Hamburg, Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen neun der angreifenden Bomber ab. Das „große Geschäft" als Kriegsparole. Trotzdem der große amerikanische Boß, Franklin Delano Roosevelt, sich nun offen zu bem in Wirklichkeit längst vorher gegebenen Schießbefehl an die OZ^.-Marine bekannt unb damit eine weitere Etappe in seiner notorischen Kriegshetze mit bem Ziel bes offenen Eintritts in ben englischen Krieg erreicht hat, ist das Volk der Vereinigten Staaten noch immer nicht restlos bereit, der höheren Weisheit seines von Juda erleuchteten Präsidenten bedingungslos zu folgen. Die Opposition gegen Roosevelt schlägt im Gegenteil stärkere Töne an als je zuvor. Alle bisherigen Propagandaparolen haben offenbar nicht das gehalten, was man sich von ihnen versprach. Die „Demokratie" wurde zwar als amerikanisches Ideal anerkannt, aber man sah nicht recht ein, warum man für dieses, im Ernst ja gar nicht bedrohte Ideal Amerikas in Europa Krieg führen sollte. Auch der dilettantische Versuch, ben Völkern burch ein „ozeanisches Programm" zu imponieren, in bem bie ältesten Labenhüter Wilsons mit Völkerbunbsibeen unb mit dem angelsächsischen Weltherrschaftsanspruch zu einem wüsten Sammelsurium zusammengekocht waren, hat versagt. Man scheint sich infolgedessen entschlossen zu haben, einmal in der Sprache zu reden, tye im allgemeinen in Amerika am besten verstanden wird, indem man ganz einfach vom „Geschäft" redet. Dem Bürgermeister der Weltkapitale des Judentums, dem Halbjuden La Guardia, wurde wie- der einmal der ehrenvolle Auftrag zuteil, den ersten Versuchsballon in dieser Richtung zu starten, und so erklärte denn der ehrenwerte La Guarbia in einer Ansprache ganz offen, bie Amerikaner seien ja nicht nur Jbealisten und Demokraten, sondern sie seien vor allem und in erster Linie doch immer Geschäftsleute, unb als solche müßten sie jetzt auch im Kriege hanbeln. Um was für ein Geschäft sich dabei dreht, das verkündete dann nach der bewährten Methode der Arbeitsteilung zur Abwechslung wieder einmal eine englische Zeitung, und zwar die „Financial New s". Diese als Inter- essenorgan plutokratischer Kreise Englands besonders dazu berufene Zeitschrift erläutert ihren Lesern bie Notwendigkeit einer industriellen A b - rüftung Deutschlands. Entscheidend für die Kraft der deutschen Wehrwirtschaft sind ihrer Meinung nach besonders die deutschen Werkmaschi - n e n. Es ist also höchst einfach: Deutschland muß zunächst einmal sämtliche Werkmaschinen abliefern und darf in Zukunft keine mehr bauen. Damit man auch wirklich sicher geht, daß bie Deutschen nicht boch irgendwo noch im Verborgenen solche Maschinen bauen, müssen die deutschen Werkzeugmaschinenfabriken vom Boden bis zum Keller restlos zerstört werden.. Damit aber noch nicht genug, muß den Deutschen auch die „verwerfliche" Herstellung neuer Rohstoffe, wie Benzin, Buna und Zellwolle verboten werden. Alle für diese Zwecke errichteten Fabriken sind natürlich ebenfalls zu zerstören, unb außerbem ist dafür Sorge zu tragen, bah Deutschland nur noch Rohstoffe aus U e b e r f e e beziehen kann. Nach diesem Beweise engster plutokratischer Seelengemeinschaft kommt bann schließlich Herr Douglas Miller, ein ehemaliger Handelsattache der O5^.-Botschaft in Berlin, mit einem Plan heraus, der nicht nur die Ausführungen seiner Vorgänger noch erweitert, sondern der vor allem auch der kenkopf. Die Sowjets versuchten vergeblich, durch Gegenangriffe den Brückenkopf wieder einzudrücken. Alle Angrife brachen unter schweren blutigen Verlusten für bie Bolschewisten zusammen. Das deutsche Armeekorps machte 3000 Gefangene unb erbeutete zehn sowjetische Geschütze. Am Unterlauf des Dnjepr wiederholten die Bolschewisten ihre erfolglosen Versuche, auf bas Westufer bes Dnjepr überzusetzen. So näherte sich ein stärkerer sowjetischer Spähtrupp auf 5 Schlauchbooten den Stellungen ber oerbünbeten Truppen auf bem westlichen Dnjepr-Ufer. Durch bie Wachsamkeit ber ungarischen Truppen wurde ber Versuch jeboch rechtzeitig erkannt. Das konzentrierte Feuer ber ungarischen Truppen vernichtete die fünf Schlauchboote unb ihre Besatzung. Wirkungsvolle Aktionen der Luftwaffe. Berlin, 16. Sept. (DNB.) Deutsche Kampf- flugzeuge griffen in ber Nacht zum 16. 9. i m S ü b- abschni11 ber Ostfront mit gutem Erfolg mehrere große Bahnhöfe an. Noch während ber Angriffe würben zahlreiche große Bränbe beobachtet. Tagesangriffe richteten sich im Lause bes 16. 9. gegen zahlreiche sowjetische Bahnhöfe unb Flugplätze. Mit gutem Erfolg würben mehrere wichtige sowjetische Bahnhofsanlagen mit Bomben belegt. Am 15. 9. griffen Teile der Luftwaffe wichtige Eisenbahnlinien in der Südukraine an. Die über bie Lanbbrücke zur Krim füh- renben Eisenbahnstrecken würben an vielen Stellen unterbrochen. Auch ein wichtiger Bahnhof erhielt schwere Bombentreffer. Die sowjetischen Befestigungsanlagen würben wieberholt burch Sturzkampfflugzeuge bombarbiert unb zerstört ober be- schäbigt. Starke Kräfte ber Luftwaffe griffen am 15. 9. mit unoerminberter Wucht bie im Raum von ßeningrab eingesetzten Sowjettruppen unter blutigen Verlusten für bie Sowjets an. (Eben» falls starke Derbänbe griffen in rollenbem Einsatz sowjetische Truppen unb Kampfstellungen i m Raum von Kiew an. Kampf- unb Sturzkampfflugzeuge zerstörten Verkehrswege, vernichteten sowjetische Felbstellungen und trafen zum Kampf aus- marschierenbe sowjetische Truppenteile schwer. Zahlreiche Fahrzeugkolonnen wurden mit Bomben und : Borbwaffen bekämpft und 20 Panzerkampfwagen zerstört. Von beutschen Jägern wurden 14 sowjcti- sche Maschinen, burch Flak zwei weitere Flugzeuge : abgeschossen, 33Sowjetflugzeuge am Boden zerstört. beim bie drei Docks in Gibraltar werden kaum mehr leer, obwohl Tag und Nacht dort gearbeitet wirb. Zu den Vorbereitungen auf einen Angriff muß auch die Ernennung Lord ©orts zum Militär- gouoerneur der Festung gerechnet werden. Auf bem Posten bes Reichsgeneralstabschefs vor dem Kriege unb als Oberbefehlshaber ber britischen Truppen in Frankreich hat General Gort wohl kaum die Zweifel beseitigen können, ^die viele seiner Kameraden hinsichtlich seiner strategischen Talente hegen; aber daß er ein tollkühner Draufgänger ist, be- treitet ihm niemand, und wohl nicht zuletzt aus üefem Grunde hat man den „Tiger", wie ihn seine Untergebenen schon im vorigen Krieg tauften, zum Kommandanten der Felsenfestung gemacht. Halten die Engländer nun als Ergebnis aller dieser Vorkehrungen Gibraltar wieder für uneinnehmbar? In ihren für die Außenwelt bestimmten Erklärungen tun sie das gewiß; aber in ihres Herzens Kämmerlein müssen sich die militärischen digend ist. Ihre erhöhte Tätigkeit im Abschnitt von Welikije Luki sticht hervor." Nach dieser Probe darf es nicht wunde rnehmen, daß sich sogar in England und ben Vereinigten Staaten die Stimmen weißer Raben vernehmen lassen, bie sich über die irreführende Berichterstattung ber Sowjets unb ihre Verweigerung von Frosttbesuchen für die englischen und amerikanischen Missionsoffiziere beklagen. Der Wehrmachtsbericht vom 16. September verzeichnet die Sondermeldung über diese so erfolgreichen Kämpfe im Norden aber erst an zweiter Stelle. An erster Stelle berichtet er, daß Verbände bes deutschen Heeres mit wirksamer Unterstützung der Luftwaffe „in kühnen Angriffen an den wichtigsten Stellen Brückenköpfe über den breiten Unterlauf bes Dnjepr" gebildet haben. Der Dnjepr ist an seinem Unterlauf etwa zwei Kilometer breit. Man kann sich leicht vorstellen, welchen Wert die Sowjets daraus gelegt haben, diese gewaltige natürliche Schranke zu halten. Es war alles umsonst. Diese zwei Kilometer breite Barriere wurde trotz allen feindlichen Widerstandes bezwungen. Die Brückenköpfe konnten erweitert werden. Und nunmehr „sind die deutschen Divisionen aus ihnen heraus in breiter Front siegreich weiter nach Osten vorgestoßen". Damit sind also neue gewaltige Operationen bereits im Laufen. Neue Erfolge in allen Abschnitten. Berlin, 16. September. (DNB.) Im Raume südlich des Ilmensees vordringende deutsche Truppen haben allein in den Kämpfen des 13.9. wiederum Taufe nde von sowjetischen Gefangenen gemacht. 29 Panzerkampfwagen und 53 Geschütze verschiedener Kaliber wurden von den deutschen Truppen vernichtet oder erbeutet. Im Befestigungsgürtel von Leningrad durchstieß am 14.9. eine deutsche Infanterie-Division eine von den Sowjets hartnäckig verteidigte Bunker st ellung und eroberte nach heftigem Häuserwiderstand eine größere Ortschaft. Insgesamt wurden 91 Bunker außer Gefecht gesetzt, über 800 Sowjetsoldaten gefangengenommen, mehrere Panzerkampfwagen, zahlreiche Geschütze und Infanterie-Waffen zerstört. Ein im mittleren Abschnitt der Ostfront angreifendes deutsches Armeekorps überschritt einen Flußlauf und bildete am jenseitigen Ufer trotz hartnäckigen bolschewistischen Widerstandes einen Brük- Eichener Anzeiger General-Anzeiger sürGberhessen Öffentlichkeit den Beweis erbringen soll, daß es bei diesem-Plane nicht nur um unverantwortliche Erwägungen obskurer Leute geht, sondern daß hinter ihm die ganze Autorität des Kaisers beider He- mispären, Franklin Delano Roosevelts steht. Herr Miller gehört nämlich wie der famose Verfasser des Buches „Deutschland muß sterben", der uns bekanntlich alle sterilisieren will, ebenfalls zu dem Kreise der Vertrauten Roosevelts. Was fordert dieser Mann nun? Zunächst einmal muß Deutschland alle Länder herausgeben, die es gestohlen hat (vermutlich den Amerikanern!). Dann wird verfügt, daß den Deutschen keinerlei Kapital mehr Mr Verfügung gestellt werden davf (unseres Wissens haben wir uns schon recht lange nicht mehr um Kapital aus Amerika bemüht). Schließlich aber soll Deutschland aller seiner Industrie, und Derkehrsanlagen von irgendwelcher. Bedeutung beraubt werden. Seine Kohlen- und Erzgebiete (sprich Ruhrgebiet und Oberschlesien) sollen vom Reich abgetrennt werden. Die Einfuhr von Maschinen und Metallen soll verboten werden, so daß praktisch der Deutsche auf die Landarbeit beschränkt wird. Die Städte werden „entvölkert", die deutsche Jugend wird zur Auswanderung gezwungen. Ist das nicht ein Geschäft? Mit einem Schlage werden England und Amerika die deutsche Konkurrenz los. Das ist das neue Argument, mit dem man die öffentliche Meinung in Amerika endgültig einfangen will. Welch ein Wirtschaftsaufschwung muß sich für Amerikas Industrie, für Amerikas Arbeiter und nicht zu vergessen, für seinen Handel ergeben, wenn die deutsche Konkurrenz so radikal vernichtet würde. Lieferte nicht Deutschland allein mit seiner Maschinenausfuhr 30 o. H. der gesamten Weltausfuhr an Maschinen? Das lohnt stch doch, da ist noch etwas zu gewinnen! Was tut es demgegenüber, wenn in Deutschland 7,4 Millionen Arbeiter und 1 Million Angestellte, die nach dem Stande von 1938 in der deutschen Industrie beschäftigt waren, brotlos werden. Sollen sie verhungern! Und was schert es die Amerikaner, wenn die in den deutschen Industrieanlagen investierten Werte von rund 90 Milliarden Reichsmark (1938) restlos vernichtet werden. Amerika muß ja ein um so größeres Geschäft machen. Das ist die neue Parole, mit der man dem Amerikaner endlich in seiner eigenen Sprache kommen will. Es mag sein, daß der Durchschnittsamerikaner den verbrecherischen Wahnsinn solcher Pläne nicht erkennt und wirklich glaubt, es sei auf diese Weise ein Geschäft für Amerika zu machen. Das haben ja auch die Engländer im vorigen Kriege geglaubt. Auch damals hieß es, wenn Deutschlands Hande! zerstört wird, wird jeder Engländer im gleichen Augenblick um ebensoviel reicher. Aber die Wirklichkeit hat etwas ganz anderes gezeigt. Sie zeigte, daß mit dem Ausfall eines so großen und fleißigen Volkes, wie es Deutschland ist, auch der Welthandel zurückging. Englands Handel ist nach dem Kriege 1914/18 nicht größer geworden, sondern eher kleiner. Insbesondere ist seine Ausfuhr abgesunken. Wenn wirklich eine so restlose Ausschaltung Deutschlands, wie sie diese verrückten Pläne beabsichtigen, möglich wäre, so wären die Folgen für die Wirtschaft aller Völker katastrophal. Was der Ausfall Deutschlands als Kunde bedeutet, das erfahren die südamerikanischen Staaten sehr bitter am eigenen Leibe. Und was würde aus den europäischen Ländern werden, die heute ihre Industriewaren, ihre landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen im Austausch gegen eigene Produkte von Deutschland erhalten? Sie würden wieder auf den Stand von Agrarstaaten zurückfallen, die unfähig sind, mit den Weltmarktpreisen zu konkurrieren und die mangels der Unmöglichkeit, ihre Bevöl- kerungsüberschüsse durch den Aufbau neuer Industrien zu beschäftigen, genau fo verelenden müßten wie das deutsche Volk. Gelänge dieses amerikanische „Geschäft", so wäre Europa eine einzige Sklaven- kolonie für den wahnwitzigen „Kaiser von Amerika", d. h. in Wirklichkeit für Juda. Aber es wird nicht gelingen, denn in der großen Schlacht im Olten wird nicht nur der Bolschewismus geschlagen, sondern auch das Judentum mit seinen englischen und amerikanischen Bütteln. V. A. Das Neutralitätsgesetz durchlöchert. Waffentransporte auf amerikanischen Schiffen nach Empire-Gebieten. Von unserer Berliner Schriftleitung. Roosevelt, schon lange auf der schiefen Ebene des Wortbruchs, des Bruchs der amerikanischen Verfassung, der unverhüllten Kriegshetze, hat sich einen neuen Schwung gegeben, um noch schneller in den Krieg hinabzugleiten. Er hat jetzt verfügt, daß amerikanische Passagiere, Rüstungsmaterial usw. zu „einigen Gebieten des britischen Empire" auf amerikanischen Schiffen sich begeben dürfen. Damit hat Roosevelt die schon völlig durch- löckerte Neuträlitätsakte selbstherrlich außer Kurs gesetzt. Er hat den Schießbefehl als Oberkommandierender der U8A.-Flotte geben können, da das U8A.-Parlament darüber nicht zu bestimmen hat, aber unzweifelhaft bedeutet er einen weiteren Schritt zum Kriege, und die Forderung von 58 sehr prominenten Amerikanern ist wohl sehr berechtigt, der Kongreß möge nachprüfen, ob Roosevelts Schießbefehl an die Flotte gutgeheißen werden könne, denn über den Krieg habe der Kongreß allein zu befinden, und dieser sei nicht gefragt worden. In einem, dem Kongreß von Roosevelt zuaeleite- ten Bericht über das Englandhilfgesetz sagt Roosevelt: „Amerika muß nicht nur den Schild, sondern auch das Schwert, die Werkzeuge für den Endsieg, demjenigen bieten, die mutig ihr Blut in den Frontlinien dieses Kampfes vergießen." Vor dem Kongreß gibt Roosevelt sich so, als ob die USA. nur Waffen den Kämpfenden liefern und sich selbst außerhalb dieses Kampfes halten. Das ist natürlich eine bewußte Täuschung, denn zwei sehr Prominente aus der nächsten Umgebung Roosevelts, der Marineminister Knox und der jüdische Newyorker Oberbürgermeister Laguardia haben gerade jetzt erklärt, der Krieg müsse auf deutschem Boden,zu Ende gebracht werden. Und da sogar Litwinow- Wallach-Finkelstein erklärt, England habe nicht genügend Soldaten, um den Krieg zu gewinnen, das deutsche Volk könne dank der Anlage großer Vorräte unmöglich durch eine Blockade besiegt werden, lassen beide prominente Kriegshetzer erraten, was Roosevelt zu tun gedenkt. Ein anderer Prominenter aus dem Roosevelt- kreis, ber USA.-Agrarminister Wickard, ein, wie die amerikanischen Blätter schrieben, Mann mit sektiererischen Neigungen, hat aber am Dienstag in Galt Lake City, der Stadt der Mormonen, kurz und bündig erklärt: „Der jetzige Krieg ist Amerikas Krieg." Und um auch den leisesten Zwei«- fei zu beheben, hat der Marineminister Knox am Montag auf einer Versammlung der amerikanischen Legion erklärt: „Von morgen ab wird die USA.= Marine alle Schiffsladungen von Pacht- und Leihlieferungen, die den Ozean zwischen dem amerikanischen Kontinent und den um Island liegenden Gewässern überqueren, schützen." Wie sie das tun soll, das sagte Knox unmittelbar darauf, als er die an die amerikanische Atlantikflotte ergangenen Befehle unzweideutig dahin kennzeichnete, „jeden Ue= berwasser- ober Unterwasser-Achsenpiraten, der an« getroffen wird, zu kapern oder zu vernichten". Wir müssen mit Nachdruck den Amerikanern zu Gemüte führen, daß dieser Befehl Roosevelts und die Anweisung, Passagiere und Kriegsmunitton auf amerikanischen Schiffen nach England zu bringen, heißen: Das Leben amerikanischer Staatsbürger durch Roosevelt aufs Spiel zu setzen. Die Anordnung der amerikanischen Regierung, die Waffentransporte und Passagierfahrten auf amerikanischen Schiffen zu „einigen Gebieten des britischen Empire" gestattet, zählt als solche Gebiete vor allem britische Besitzungen im Indischen und Pazifischen Ozean auf wie Ostafrika, Burma, Singapur, Borneo, die Falklandinseln, Westindien, Neufundland und Labrador, aber auch „Britisch-Aegypten", den Sudan und Aden am Roten Meer, also ausgesprochenes K r i e q s g e - biet. England selbst, Kanada, Südafrika, Indien, Austtalien, Neuseeland bleiben für die Waffentransporte vorerst verschlossen. Als Roosevelt das Rote Meex, das von Italien und Deutschland zum Kriegsgebiet erklärt worden war, der amerikanischen Schiffahrt freigab, weil es als Zufahrtweg nach dem ägyptischen Kriegsschauplatz für den brittschen Nachschub von größter Bedeutung war, war dieser Willkürakt Roosevelts eine der vielen Provokationen des Präsidenten auf der krampfhaften Suche nach Zwischenfällen. Die Erlaubnis für die amerikanische Schiffahrt, nun auch USA.-Bürger als Passagiere auf solchen Fahrten in das Kriegsgebiet an Bord zu nehmen, treibt eine Politik auf die Spitze, die die Gefahr aufsucht, um für das amerikanische Volk den Krieg unvermeidlich zu machen. Roosevelts Englandhilfe. Washington, 16. Sept. (DNB.) Roosevelt leitete dem Kongreß den zweiten Rechenschaftsbericht über die Englandhilse zu. Nach ihm haben die Ausfuhren an USA.-Kriegsmaterial an Nationen, die gegen die Achse kämpfen, bis zum 31. August einen Wert von 190 447 670 Dollars. Hinzu kommen Rüstungsmaterialien im Werte von 35 946 701 Dollars, die bereits abgetreten, aber noch nicht verschifft worden sind. Reparaturen von Kriegsschiffen beliefen sich auf weitere 78 169 377 Dollars. Insgesamt haben also die USA. für 324 563 748 Dollars zur Unterstützung der Achsenfeinde geliefert. Bereits vergebene, aber noch nicht sertiggestellte Aufträge beliefen sich auf rund 162 Millionen Dollars. Die Hilfeleistungen im Gesamtbetrag von über 300 Millionen Dollar verteilen sich auf zwölf Länder. Der weitaus überwiegende Teil ging jedoch an Großbritannien. -Die Politik der Hinterhältigkeit. Madrid, 16. September. (Europapreß.) Die spanische Zeitung „Alcazar" bringt unter der Ueberschrift: „Roosevelt oder die Politik der Hinterhältigkeit" einen viel beachteten Artikel, der sich mit der Haltung Roosevelts und seinen Methoden des Vorwandes und der Ausflüchte befaßt. Das Blatt geht davon aus, daß man in politischen und diplomattschen Kreisen Washingtons immer wieder die konkrete Frage stellt: „Wo sind die Grenzen der n o rd a m e r i k a n i s ch e n Verteidi- gungszone?" „Außer Roosevelt selbst", fährt das Blatt fort, „kann niemand den Sinn seiner Erklärungen dechiffrieren Roosevelt ist der eigentliche Kriegshetzer in Europa. Seine mysteriöse Demarkationslinie, über die die nordamerikanische Oef- fentlichkeit vergeblich Aufklärung verlangt, wird er niemals erläutern, weil seine Pottttk jeden Anspruch auf Klarheit zurückweist." Roosevelt und Japan. Tokio, 16. Sept. (Europapreß.) In der Tokioter Zeitung „Nicht Nichi" äußert der bekannte Journalist Tokutomi gegenüber den schwebenden Verhandlungen mit den USA. starkes Mißtrauen. In dem Artikel heißt es( daß Präsident Roosevelt bemüht sei, Japan so'lange friedlich zu erhalten, bis ein geeigneter Zeitpunkt gekommen sei, um andere Maßnahmen zu ergreifen. Roosevelt wolle Englands Erbe antreten und bereite daher einen Kampf im Atlantik vor. In dieser Lage sei den Vereinigten Staaten eine Auseinandersetzung auf zwei Meeren unerwünscht. Daher solle Japan nach den Plänen Roosevelts^ so lange befriedet werden, bis für die Abrechnung mit ihm ein günstiger Zeitpunkt gekommen sei. Auf diese Weise hoffe Roosevelt, das japanische Vordringen nach dem Süden abzuschneiden, während England Und die USA. verfuiHten, Japan einzuschläfern. Churchill«! Abordnung für Moskau. Stockholm, 16. September. (DNB.) Wie „Nya Dagligt Allehanda" meldet, wurde in London mit« geteilt, daß Lord Beaverbrook die britische Abordnung, die , in den nächsten Tagen nach Moskau abreift, führen wird. Neben Beaverbrook sollen der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, Kapitän Balfour, der Stabsoffizier im Dertei- tngungsminifterium, Generalmajor Sir Hastings I s m a y und der britische Generalstäbler Mac Ready an der Reise teilnehmen. Außerdem soll die Abordnung auch Mitglieder der schon in Moskau weilenden britischen Militärdelegation umsal- scn, nämlich Generalleutnant Mason Mac Far- lane, Konteradmiral Miles und Dizeluftmar- fchall Collier. Bulgarien weist Vorwürfe Moskaus zurück. Sofia, 17. September. (DNB.-Funkfpruch.) Die bulgarische Regierung ließ am Montag durch ihre Gesandtschaft in Moskau der Sowjetregierung d i e Antwort auf d i e kürzlichenSowjet- vorstellungen überreichen. Die bulgarische Regierung verwahrt sich gegen den Dorwurf einer illoyalen Haltung und erklärt, sie wisse nichts von herausfordernden Akttonen gegen die Sowjetunion auf bulgarischem Gebiet. Weder habe die Sowjet- gefandtschaft in Sofia darauf hingewiesen, noch habe die bulgarische Polizei darüber etwas vermerkt. Für die Luftangriffe auf bulgarisches Gebiet besitze sie genügend uberzeu. gende Beweise, daß die in Frage kommenden Bomben von sowjetischen Flugzeugen herrührten. Ein Beweis dafür sei auch die Landung von Fallschirmspringern, deren Herkunft klar festgestellt worden sei. Das Benehmen der bulgarischen Presse'sei lediglich eine Folgeerscheinung des Der. hallens der Sowjet-Presse und des Sowjet-Rundfunks. Schließlich sehe sich die bulgarische Regierung veranlaßt, dagegen zu protestieren, daß reine Schutz- und Abwehrmaßnahmen, die Bulgarien getroffen habe, in Angriffsmaßnahmen umgedeutet würden. Im übrigen handele es sich um rein innere Fragen. Rumäniens Dank. Feier für Generaloberst Ritter v. Schobert. Bukarest, 16. Sept. (Europapreß.) Zum Gedenken des gefallenen Generalobersten Ritter von Schobert fand in der Bukarester evangelischen Kirche eine Gedenkfeier statt, an der ein Vertreter des Königs, ferner sämtliche Regierungsmitglieder, der deutsche Gesandte von Kittinger, der italienische und der japanische Gesandte sowie Vertreter der Militärmissionen teilnahmen. Vizeministerpräsident Auto n e s c u sagte: „Mit Worten läßt sich das Heldentum nicht umreißen, mit dem Generaloberst Ritter von Schobert zu seinen früheren glänzenden Waffentaten die tapfere Führung in diesem heiligen Kriege hinzufügte, in welchem er als ein Held starb und ein Beispiel des Opfers ist, das rumänische und deutsche Soldaten geben, die er zu Sieg und Freiheit führte. Die königlich-rumänische Regierung bringt heute vor seiner Heldengestalt die Weihe der Dankbarkeit eines ganzen Volkes dar. Indem Generaloberst Ritter von Schobert für sein deutsches Vaterland kämpfte, kämpfte er gleichzeitig für unsere heiligen Rechte und für den rumänischen Boden." General P a n t a z i gab der Teilnahme des verbündeten rumänischen Heeres Ausdruck und würdigte die Persönlichkeit des Generalobersten als Armeefuhrer und Mensch. Dank seiner meisterhaften Kriegführung sei überall der Ruf der rumäni* scheu Gebirgsjäger und der rumänischen Kavallerie hingedrungen. Für die rumänische Armee sei der Verlust unersetzlich. Sie werde ihn niemals vergessen. Er werde ewig nicht nur das Symbol der Blutsoevbundenheit der beiden Armeen, sondern auch des Opfers sein, und sein Name werde in Ru- mänien aus der Geschichte in die Legende einziehen. Oer Schah von Iran hat abgedantt. Ankara, 16. Sept. (DNB.) Einer Meldung des Teheraner Rundfunks zufolge wurde Dienstag morgen auf einer außerordentlichen Sitzung des iranischen Parlaments die Abdankung des Schahs befanntgegeben. Die britischen und sowjetischen Truppen sind, wie Reuter meldet, bis auf wenige Meilen vor Teheran aufmarschiert. Meine politische Nachrichten. Der Reichsverband der deutschen Ge - birgs - und Waudervereiue hat in Würzburg auf Anregung des Gebietsführers des Taunus-Bundes, des Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Krebs, beschlossen, den Deutschen Wandertag 1942 in Frankfurt a. M. abzuhalten. Zum letzten Male fanden sich die deutschen Wanderer 1933 in Frankfurt zusammen. ♦ Deutsche Sturzkampfflugzeuge bombardierten im Raum von Murmansk Kampfstellungen der Bolschewisten. * Deutsche Kampfflugzeuge versenkten im Nördlichen Eismeer zwei sowjetische Transporter von 2000 BRT. und 1000 BRT. Ein weiteres Schiff von 1000 BRT. wurde schwer beschädigt. * In der Nacht zum Dienstag haben britische Kampfflugzeuge durch Abwurf einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben auf die Wohnviertel der Stadt Le Havre erheblichen Schaden angerichtet. Durch diesen militärisch völlig wirkungslosen Terrorangriff wurden zwanzig Wohnhäuser zerstört, zehn Franzosen getötet und neun verletzt. * In Ostafrika lebhafte Feuertätigkeit der Ar» tillerie, der Mörser und automatifdjen Waffen im Abschnitt von Uolch esit sowie Annäherungsversuche des Feindes, die sofort in Zusammenwirkung mit der Stellung von Culqu adert ab gemief en wurden. Meeresleuchten. Von Josef Wenter. Ich sah es zum erstenmal in einem kleinen Aquarium. Langsam und staunend war ich in dem grün- dämmernden Raum von Behälter zu Behälter gegangen. Die großartige Vielfalt der Geschöpfe des Meeres, ihre Gestalten, die in nichts denen gleichen, die unsere Lust atmen; die gebrochenen Farben ihrer Leiber; das seltsame Glotzen ihrer Augen, die wie außer aller Zeit starren, verzauberten mein Gemüt. Dann stand ich vor einem mäßig großen Glasgesäß, das nur mit Meerwasser gefüllt war. Darunter war ein Zettel zu lesen: '„Meeresleuchten." Das Wort ergriff mich. Sein Klang rührte meine Seele an mit Bildern und Gefühlen schweifender Sehnsucht. Diesseits und Jenseits schienen in ihm sich zu vermählen. Der Wärter drehte das Licht aus. Es ward dunkel in dem kellerartigen Gewölbe. Nur das feine Sausen des zuströmenden Wassers war zu hören, und manchmal das von starkem Winde bewegte Meer. Die grün erleuchteten Behälter dehnten sich vor meiner Einbildungskraft zu untermeerischen Weiten und Tiefen. Die Verzauberung war groß. Da blitzte und wetterte grünes Geleucht in dem wassergefüllten Gefäß vor meinen Augen. Ich stand und schaute, und es war wie ein Wunder. Der Wärter hatte mit der Hand das Wasier aufgewühlt, und ich sah in einen blitzedurchzuckten Wetterhimmel. Das grünsilberne Geleucht ging mit den Wellen, rundete sich dort, strudelte da zu Grunde, stieg strahlend hinan, fächerte auseinander, wölkte silbern, schneeweiß, mondgrün. „Ich habe es heute schon zu oft gezeigt", sagte der Wärter. „Sie haben nicht mehr Kraft aenug." Wenige Tage später sah ich das Meer selbst leuchten. Ich fuhr mit einem Krabbenfänger über das Watt. Der Wind kam von Nordwest, und der Kutter schlingerte unter einem dunklen und niedrigen Himmel in die hohe See hinaus. Ich hatte mich an den Bug auf die Ankerwinde gesetzt. Einer der Fischer hatte sein Schifferklavier, die Ziehharmonika, und spielte, an die Türe der Kombüse gelehnt, Weisen, deren Text ich kaum verstand. Sie waren in holsteinischem Platt, und er sang sie so vor sich hin. Wir waren etwa eine Stunde gefahren. Ein feiner Regen kam mit dem Winde Im Schein des Steuerbordlichts ging er grün silbern nieder. Das Meer lag an den Bordwänden schwarz, und eine Schiffslänge voraus tanzte der unbestimmte Schein der Laterne vom Topmast auf dem Wasser. Am Horizont war eine hingeisternde Helle. Dort schien vielleicht der Mond, lieber den Himmel flogen zerfetzte nasse Wolken. Das Leuchtfeuer auf der Mole blinferte sicher und genau seinen Rhythmus über die große Oe de. Wie tief es hier wohl fein möge, fragte ich einen Fischer, der mit einer Netzleine an mir vorüberkam. „Och, hier ist es nichts. Wir sind noch im Watt. Etwa zwanzig Meter. Hinter der Sandbank dort wird es schon besser" ... Auf der Sandbank draußen blitzte das Licht einer Leuchtboje in kurzen Abständen auf. Zwanzig Meter! Ich- bog mich über die Schiffswand und schaute hinunter in die Schwarze, der ich recht nahe war. Da sah ich das Meeresleuchten. Die Bugwellen hatten mählich eine marmorne Weiße, die an den Rändern grünlich schimmerte. Große Blasen rollten hinweg und leuchteten wie mondgrüne Bälle. Weiter draußen zerstoben sie und sprühten mondenen Glanz weithin. Jetzt wurde das marmorne Weiß des Bug-Gischtes hoch und höher von dem zauberischen Schein erhellt. Das Schiff schwamm durch grünes Silber. Wo eine Welle sich brach, leuchtete sie hellgrün. Die runden Wogen unserer Schiffsschraube wiegten sich hinter uns her und glichen einem mondbeschienenen Wege, der in die Weite führte, bis er in die Nacht zerging. Mählich wurde das Geleucht so stark, daß die Augen davon wie geblendet waren. Milliarden kleinster Geschöpfe, aufgeregt durch die elektrischen Spannungen unter dem Iulihimmel, sandten solchen Schein aus. Mir erschien er wie ein großes Wohlwollen des um das Schiff rauschenden Meeres, wie eine freundliche, aus jedem Ueberfluß gespendete Gabe. Als ob am Tage, in all der großen Vielfalt des Lichts, der Schönheit nicht genug gewesen wäre, bereitete das Meer sich ein Fest des Lichtes nahe der Mitternacht. Hinter den Sandbänken zerging das Geleucht fo sacht in die Schwärze, wie es aus ihr erschienen war. Der Fischer sang noch immer halblaut vor sich hin. Ich verstand die wenigen Worte: Morgen haben wir keine Heimat mehr. Morgen fahren mir zur See... Kurt Heynicke. Zu seinem 50. Geburtstage. Der Dichter Kurt Heynicke, dessen Roman „Der Baum, der in den Himmel wächst" gegenwärtig in den Familienblättem erscheint, wird am 20. September 50 Jahre alt. Der Dichter Kurt Heynicke, in den letzten Jahren vielgenannt als Dramatiker und Verfasser von Romanen, kommt von der Lyrik her. Die ihn in seinen Anfängen kannten, waren erstaunt, ihn auf den Brettern mit recht handfesten Stücken zu sehen ober ihm später als Erzähler zu begegnen. Nach dem Weltkriege wurden seine ersten Verse weiteren Kreisen bekannt. Heynickes Gedichte sind Spiegelungen einer „singenden Seele", unverbrüchliche Hingabe an das Metaphysische, Ergriffenheit und Leidenschaft aus deutscher Gefühlsinnigkeit heraus. Sie erscheinen wie leuchtende Melodien im Raum, schwebend über Staub und Lärm des Alltags; und die Stimmen, die oft aus seinen Versen rufen, glätten Zorn und Fluch, mildem Jammer und Weh; „brüderliche Spur ist sein Weg", sagte einmal Heinrich Lersch von ihm. In Heynickes ersten Bühnenwerken fpürt man noch den LyrikerMo zum Beispiel in dem Schauspiel „Der Kreis", einem „Spiel über den Sinnen". Der Dichter versteht das Erlebte symbolhaft auszuweiten und ins Allgemein-Menschliche zu steigern. Dieses Spiel, in dem auf die Frage „Was ist nach dem Tode?" eine Antwort zu geben versucht wird, ist mehr ein Gleichnis; das nächste Werk „Das Meer" dagegen ist ein kleines, balladeskes Drama, in dem der Kampf um eine Frau geht. Die Natur, bas Meer, spielt hier in szenisch starken Bildern mit. In dem Schauspiel .Kampf um Preußen" spürt man, wie neben dem Lyriker in Heynicke der Dramatiker kraftvoller geworden ist. Der Stil ist knapp, ohne jeden unnützen Aufwand, ohne jedes kmrvcke Beiwerk. Dieses Werk rollt die Frage von der Freiheit der Völker auf mit historischer Treue und in starker Szenenführung. Die Uraufführung (1927) bedeutete damals einen Weckruf. Weitesten Kreisen des Volkes bekannt wurde Kurt Heynicke durch fein Spiel „Neurode", mit dem der Festspielplatz auf den Brandbergen bei Halle eröffnet worden ist. Dieses Volksfprel für große Chöre, Massenauftritte, mit weithin brandender Musik und mit den Kulissen Himmel, Wald, Höhenzüge und Weite war ein Versuch, der für spätere ähnliche Spiele sehr lehrreich wurde. Ein Jahr später tarn Heynickes Aufbau-Spiel „Der Weg ins Reich" auf dem „heiligen Berge" bei Heidelberg erfolgreich zur Darstellung. Sinnbilder treten auf: Der Kämpfer, der Abtrünnige, der Schwankende, der Heimkehrer, allen dröhnt die Fanfare entgegen: "Wach auf, wach auf, du deutsches Land, du hast genug geschlafen." Großen Erfolg hatte Heynicke mit seinem letzten Roman „Der Baum, der in den Himmel w ä ch st". Er verdient den Untertitel eines heiteren Romans vollauf. Gern folgt man dem Erzähler auf den winkligen Wegen durch die behäbige Kleinstadt, wo Ruhe, Ordnung und Behaglichkeit derart zu Hause sind, baß ein Tannenbaum, der nicht am rechten Orte wächst, unabsehbare Verwirrung in den geruhsamen Alltag der Stadt und mehr noch ihren Bewohnern bringen kann. Natürlich wäre es kein heiterer Roman, wenn der „böse Baum" nicht am Ende doch noch Glück stiftete! Auch der Roman „Herz, wo liegst du im Quartier?" (der ebenfalls tn den Gießener Familienblättern erschien) zeigte Heynickes ausgeprägte Eigenart und Begabung für die bei uns nicht übermäßig häufige Form des kultt- vierten heiteren Romans. —na Abgekürzte" Wege. von ulle Propaganda zu machen. Zm Rahmen der deutsch-rumänischen Zusammen- äni. lerie der vertier dem Ru. hen. rft >ung ens- >ung des sow- auf „Das raM Ratur, iilbern [nürt ■ Dra« knapp- mrocke 1 Fre? md (1927) wurde it dem große dender hohem Jahr eg ‘7 erge; [ auf: nkende. nt W E mme' fitere" ler ™ art ir * fit Reichsmarschall Göring hat im Namen des Führers zehn Offizieren und neun Unteroffizieren eines itclienifchen Fliegerkorps das Eiserne Kreuz II Klasse verliehen. Die Flieger hatten mit ihren I-Mugzeugen deutsche Bombergeschwader im jittelmeer wirksam geschützt. Reichsverweser Nicolaus von Horthy richtete nach Uiberfdjreiten der deutsch-ungarischen Grenze ein Dinttelegramm an den Führer. Auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz führ- ze£.2 Kl xx* 9 £ tci deutsche Kampfflugzeuge Angriffe auf Last- «l|U$ VfcV (uiüvf VhChCM kiaftwagenkolonnen bei Tobruk und Giarabub er- sl.greich durch. In der Nacht zum 16. 9. griffen Dmpfflugzeuge einen Flugplatz bei Kairo an, wo- b(i Flugzeughallen und ein Munitionslager getrof- !d wurden. Es entftano ein Brand mit starken E;plofionen. Mit der sogenannten „Abkürzung" von Wegen hat es meist recht eigene Bewandtnis. Der an sich sehr begreifliche Wunsch nach Weg- und Zeitersparnis ist nämlich in den meisten Fällen nur durch ein Hinwegsetzen über irgendwelche Regeln, Vorschriften und Gesetze zu erfüllen, und die Folgen einer solchen Handlungsweise lassen oftmals das erstrebte Ziel gar nicht oder nur mit arger Verspätung erreichen. ' Au« aller Welt. Fünf Hoch- und Landesverräter hingerichtet. Der am 11. Juni vom Volksgericht wegen Vor- bei’itung zum Hochverrat zum Tode verurteilte 4) Jahre alte Eduard Jaroslavsky aus Wien sone die wegen Landesverrats zum Tode verur- t:i en Gregor Haertel aus Tirfchtiegel, 49 Jahre Olt Vinzenz Poida aus Breslau, 59 Jahre alt un Emanuel Schaffartzik aus Sperlingsdorf, 41 Fahre alt, sind hingerichtet worden. Jaroslavsky, bei sich schon jahrelang staatsfeindlich beschäftigt h versuchte als Hochverräter im Kriege die Wider« s dskraft des deutschen Volkes zu zersetzen. Haer- f! Poida und Schaffarczik haben aus Gewinnsucht ir einen fremden Nachrichtendienst spioniert. Fer- « ist der durch Urteil des Volksgerichtshofes wegen diieren Verrates militärischer Geheimnisse zum 'y.e verurteilte 54jährige Boleslaus Dawid aus i.omierz hingerichtet worden. Dawid hat aus «rinnsucht im Auftrage einer fremden Macht pionage gegen Deutschland getrieben. Zuchthaus für 'kriegswirtschaftsverbrecher. 2as Sondergericht in Kassel hatte sich mit dem IN in Rotenburg a. F. geborenen Heinrich Bärnp- sir zu beschäftigen, der sich gegen die Kriegswirt- Mfisverordr-ugen vergangen und sich der Amts» Mrrschlagung und Untreue schuldig gemacht hatte. 31: ihm saß der 44jährige aus Lichenrod stam- Mde Wilhelm Henning auf der Anklagebank. Tupfer war seit 1938 bei der Reichsbahn in Fulda fe wo er, nachdem ihm die Verwaltung der Reibstoffe übertragen worden war, die Be- »intschast mit Henning machte. Beide wurden sich biiber einig, größere Mengen von Treibstoffen t Derfd>ieben, wobei Henning die Abnehmer aus- f ilig machte, während Dämpfer für den ungeftör- ii Abtransport des unterschlagenen Gutes sorgte, k handelt sich um mehrere tausend Liter, die die In.etlagten veräußerten, wobei sie 2082 RM. er» Lien. Das Sondergericht verhängte gegen jeden Dii i Jahre Zuchthaus. aber ein aus dem Wunsch nach Weg- und Zeitersparnis begangener Verstoß gegen Verkehrs- und Unfalloerhütungsoorschriften muß leider nur allzu oft mit Opfern an Blut und Leden bezahlt werden. Auf unserem täglichen Arbeitsweg tritt immer wieder die Versuchung an uns heran, geradezu lächerlich geringe Vorteile mit schwerster Gefährdung unseres Lebens zu erkaufen. Abfahrende Züge, Straßenbahnen und Autobusse scheinen manche Menschen mit wahrhaft magischer Gewalt zum lebensgefährlichen Aufspringen zu zwingen. Bereits geschlossene Bahnstrecken lassen sich nur allzu leicht nochmals anheben, wenn ein Leichtsinniger mit dem heranbrausenden Zug einen Wettlauf ums Leben auszutragen wünscht. Auch das (Entlang- gehen auf Bahndämmen ist ein Spiel mit dem Tode, auf das sich verantwortungsbewußte Volksgenossen niemals einlassen sollten. Das schräge Überschreiten von Fahrdämmen muß der Fußgänger mit gleicher Entschiedenheit vermeiden wie der Radfahrer oder Autolenker das „Schneiden" von Kurven, denn auch hier steht einem Einsatz von Leben und Gesundheit im günstigsten Falle ein Gewinn von Sekunden gegenüber. Weit stärker und häufiger noch als auf dem Wege zur Arbeit können wir innerhalb unseres eigentlichen Tagewerkes verlockt werden, allerlei gefährliche Versuche zum „Abkürzen" von Wegen und zum „Sparen" von Zeit zu unternehmen. Es ist gewiß beschämend, wenn solche halsbrecherischen Kunststücke wie das Durchkriechen unter einer laufenden Transmissionswelle aus offenbarer Trägheit unternommen werden, aber an den traurigen Folgen einer mißglückten Wegabkürzung wird auch bann nichts geändert, wenn sie aus brennendem Arbeitseifer heraus versucht wurde. Der einzige Schutz gegen solche plötzlich auftretenden Versuchungen ist die Selbstzucht des einzelnen Volksgenossen. HHemehiW M Stoff öotth Sreiiöe TNontag, den 22. September 1941, 19.15 Uhr, im Stadttheater Gießen: 1. Vorstellung im 16er Ring: Prinz von Homburg, Schauspiel von Kleist. Eintritt: 2,55, 2,05, 1,55, 1,05 und 0,85 RM. Donnerstag, den 25. September 1941, 19.30 Uhr, im Stadttheater Gießen: Vortrag: General der Flieger Quade über Luftwaffe und Heer im bisherigen Kriegsverlauf. Eintritt: 2, 1,50, 1,20, 0,80 und 0,60 RM. Samstag, den 27. September 1941, 19.15 Uhr, im Stadttheater Gießen: 1. Vorstellung im 8er Ring: Prinz von Homburg, Schauspiel von Kleist. Eintritt: 2,55, 2,05, 1,55, 1,05 und 0,85 RM. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude", Gießen, Seltersweg 60, Tel.-Nr. 2141. 3860V Ne MfOe d MülsWI Lrfinderberalung durch die DAF. Am 22.9. findet die Sprechstunde zur Erfinderberatung in Gießen, Haus der DAF., Schanzen- straße 18, I. Stock, Zimmer 15b, jeweils von 10 bis 12 Uhr vormittags, statt. i hr syrischer Ministerpräsident. (Er lebte bis vor »nigen Monaten in Vichy, kehrte dann aber in Levante zurück und begann dort sofort für de | „Über weshalb haben Sie mir das nicht längst 3t hinter den Spiegel stecken wird! Ich bin nur p, daß mir einmal in aller Offenheit Über die:e ? gesprochen haben. Sie müssen entschuldigen, x ich so ahnungslos war. Da lebt man nun rote wl und taub dahin .. h iiiäulein Zögling lächelte zart: „Oh, ich bin fast 'ft; darauf, daß es mir gelungen ist, diese haß- 1 Dinge vor Ihnen so lange verborgen zu hal- js Washington nach Tokio gereist war und hier mt der Regierung Besprechungen abhielt, ist wie- btr nach Washington abgereift Nach seiner Abfahrt wrbe der japanische Außenminister Toyoda vom Dnno zum Vortrag über die außenpolitische Lage eirpfongen. Theater der Universitätsstadt Gießen. Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Zauberflöte". Wenn auch im Opernwerk Mozarts die italienischen Texte vorherrschen, so war doch sein Streben stets auf die Schaffung einer deutschen Nationaloper gerichtet. Um als dramatischer Musiker zur Geltung zu kommen, mußte er sich eben dem Zeitenbrauch fügen; aber nie verhehlte er seine innerste Einstellung: „Ich halte es mit der deutschen Oper. Wenn es mir schon mehr Mühe kostet, so,ist es mir doch lieber. — Jede Nation hat ihre Oper — warum sollen wir Deutsche sie nicht haben?" War das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail" der erste Schritt auf dem dornenvollen Wege, so erstand mit der „Zauberflöte" die „deutsche Oper, zugleich das vollendetste Meisterstück derselben, das unmöglich übertroffen, ja dessen Genre nicht einmal mehr erweitert und fortgesetzt werden konnte". (Richard Wagner.) Ebenso sieht Beethoven in ihr das „allergrößte deutsche Opernwerk". Dieses Werk aus dem Todesjahr Mozarts zeigt ihn in höchster Reife, und im vollendetsten Können macht er alle stilistischen Momente dem Erwecken und Vertiefen der märchenhaften, mysttschen Grundstimmung des Ganzen dienstbar. Ihm ist es gegeben, jeben Charakter, jede Situation mit den zustehenden Mitteln einzufangen; vom volkstümlichsten Ton, ja reift Volksliedhaften, bis zur sttengsten kontra- punktischen Choralfiguration hin werden alle Möglichkeiten der Satzkunst in seine Ausdruckswelt einbezogen. Trotz der unendlichen Vielfalt aber wahrt das Werk bewunderungswürdige Einheitlichkeit durch sicheren künstlerischen Takt im Einsatz der Mittel, verklärt durch den unerschöpflichen Schaffensgenius. Der scharf gegliederte Personenkreis bindet sich eng mit den ihm gemäßen Ausdruckswerten. Die „sternflammende Königin" wird als Standesperson in die angemessene Distanz zum Hörer versetzt. So könnte man sie als einen Absenker im Sinne der italienischen Opera seria an seh en, wenn man den koloratproerbrämten Gesangspart so deuten will; mit gleichem Recht aber lassen sich gerade diese Koloraturen als Entladung höchsten Affektes deuten. — Eine andere Sphäre wird durch Sarastro wach mit seinen abgeklärten feierlichen Tönen. Der Lebenskreis Papagenos wird in feinem primitiven. Fühlen mit schlichter Einfachheit und Naturhastigkeit lebensnah erfaßt; voll Humor und doch mit innerer Wärme. Das Liedhafte steht hier im Vordergrund, und wo Pamina in feine Umwelt ein- tritt, gleicht Mozart ihre Ausdrucksweife der Papagenos an. Da, wo menschlich stärkstes Empfinden die Personen durchblutet, bei dem Prinzenpaar Pamina — Tamino, da werden herzliche Töne tiefsten Einfühlens und Miterlebens wach. Hier stößt Mozart über die traditionelle Arie hinaus zu freier musikalischer Gestaltung, in musikalisch-dramatischem Sinne auf Neuland mit stärkster Zukunftsträchtigkeit vor; an einigen Stellen schon auf den deklamatorischen Gesangsstil im Sinne des kommenden Musikdramas vorausweisend. Dazu tritt eine unendliche Erweiterung der instrumentalen Ausdrucksmittel zu schärfster Charakterisierung und Erweckung stimmungtragender Gefühlswerte bei äußerster Durchsichtigkeit des Klanges und sparsamstem, dafür aber um so treffenderem Gebrauch der Mittel. Nicht die düsteren Grundtöne bevorzugt Mozart, sondern er läßt das Ganze in seiner idealisierenden Schaffensart aus der Sphäre des Lichten heraus erstehen. * Das wurde auch der Spielleitung von Max Schwarze zum N-otto mit der lichtdurchfluteten Tendenz zu den Finales hin, die das Werk in allen feinen, zum Teil stark kontrastierenden Einzelzügen herausstellte in organischer Mischung von leichter Komödie bis zum tiefsinnigen Symbol. Bewegung und Gebärde der Einzelpersonen bzw. der Gruppen waren demgemäß durchgebildet und durchmodelliert. Starken Anhalt aaben Karl Löfflers Bühnenbilder, märchenhaft abgestimmt in farbenprächtigem Wechsel des alles belebenden Lichtes (Remigius Konen). Damit war der musikalischen Leitung (Otto SöUner) reiche Auswirkungsbasis gesichert. Mit feinem Eingehen und individualisierender Ausprägung ließ er die Vielfalt lebendig werden, dynamisch getönt, durchsichtig und klar in der Zeichnung fein geschwungener Linien. Dem vereinten sich die überaus klangvollen Chöre (Oswald E n - t e r I e i n). Mit leuchtender Kontur der Koloratur, fein gegliedert, leicht ansprechend bis zur äußersten Hol>e erfüllte Liesel Schroter-Beckers die „Königin der Nacht" mit Innerlichkeit, besonders aber in der affektgeladenen, zorntragenden zweiten Arie. Gabriele Pos sinke als Pamina sang mit weichem Einfühlen und nachgiebigem Stimmklang bei besonderer Pianowirkung der Hohe in ihrer Arie. Dem Sarastro war Berhard Schmitz würdig hoheitsvoller Vertreter mit menschlicher Wärme, voll im Ton und ausgeglichen in der Führung des Gesanglichen. (Einen lyrisch schwellenden, aber ebenso modulationsfähigen Tenor ließ Walter E c s y als Tamino voll innerem Mitgehen erleben. Den Pa- pageno gab Ludwig Drusche 1 behende und lebendig, schlicht naiv ohne jede Uebertreibung, ein echtes Naturkind, ebenso beschwingt im Gesanglichen wie in der körperlichen Bewegung mit Leichtigkeit der Tongabe und ausgeprägtem musikalischem Akzent. Die Papagena von Valeska Lange war im Spiel leicht und prickelnd, im Duett hatte man seine Freude an der Klarheit und Schönheit ihrer Stimme. Sehr schön ausgetönt waren die Sätze der drei Damen ebenso wie die der drei Knaben: Jossa A b b t — Cilly Mauer — Gertrud Meine! — Ines Rassl — Nina Manzoni — Milenka Sfiligoj. Die beiden Geharnischten (Josef Sattler, Heins Roux) waren verheißungsvoll mit stimmlichem Klange. Die Aufführung in ihrer Gesamtheit bewies ein hohes Maß von Abrundung und Ausgeschliffenheit. Die Meisterung aller auftretenöen Probleme berechtigt zu gespannter Erwartung für das Kommende. Das gut besetzte Haus folgte von der Ouvertüre an innerlich angeregt und dankte mit reichem, herzlichem Beifall. Dr. Hermann Hering. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadtkheater: 19 Uhr „Zigeunerliebe". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grüß mir die Lore noch einmal". Oie natürliche Begabung wird gefördert Die Qualitätsarbeit der deutschen Wirtschaft erwächst immer erneut aus den Fähigkeiten und Fertigkeiten aller schaffenden Volksgenossen. In den lebensnahen und praktischen Abendlehrgemei.nschasten des Berufserziehungswerkes der Deutschen 'Arbeitsfront wird jede natürliche Begabung, mag sie noch so klein sein, beruflich geschult und auf der Höhe gehalten. Auf der Grundlage einer sachkundigen Be- ratuna der Berufslciufbahn hat hier ieder Teilnehmer Gelegenheit, sein berufliches Können weitgehend zu vervollkommnen. Beratung und Anmeldungen für die fördernden Berufserziehungsveranstaltungen und Nachschulungsmaßnahmen werden bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsftont entgegengenommen. Mutterpflichten haben den Vorrang. Personen, deren Heranziehung zur Luftschutzdienstpflicht mit ihren Berufspflichten gegenüber der Volksgemeinschaft nicht vereinbar, ist, sind von der Mitwirkung im Luftschutz grundsätzlich befreit. In diesem Zusammenhang wird vom Reichsluftschutz- bund in der „Sirene" daraus hingewiesen, daß als Berufspflicht in diesem Sinne auch die Arbeit der Hausfrau in kinderreichen Fami» Es sind Forscher von Ruf, ernste .Männer der Wissenschaft, Pioniere des Fortschritts. Wenn sie ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dann hat es erfolgreich die schwierigsten Prüfun- gen überstanden. Dafür bürgt t3AYEFq das • Kreuz. XR V auf die Birken und das violette Heidekraut, die darauf dargeftellt waren. „Und was machen wir nun mit diesem unglückseligen Weibsbild, dieser Kathi?" fragte er schließlich und liefe die Arme sinken. Unglückselig — zufällig hatte er da mit einer Redensart doch irgendwo den Kern der Sache getroffen. Denn abgesehen von Kothis unentschuldbarem Benehmen Fräulein Zögling gegenüber mußte man ihr bei der ganzen Geschichte doch, wenn man sie menschlich betrachtete, mildernde Umstände zubilligen. Er sprach das auch aus. Fräulein Zögling hüstelte spröde. Gewiß, Kathis Anhäng- lichreit an die Kinder durfte man vielleicht als Milderungsgrund gelten lassen. Es kam ein wenig gedehnt heraus, jedoch Hellwang schien den Vorbehalt nicht zu bemerken. „Sehen Sie, mein liebes Fräulein Zögling", sagte , er erfreut und erleichtert, daß sie ihn so gut ver i stand, „und deshalb denke ich, wir wollen nicht \ gleich mit dem schwersten Geschütz auffahren. Lassen; Sie mich Kathi einmal ordentlich ins Gewissen re- j den, und erst, wenn das nichts helfen sollte, dann | freilich..." er schloß mit einer Bewegung, die seine Absicht, in diesem Falle reinen Tisch zu machen, deutlich zum Ausdruck brachte. Fräulein Zögling schien zu diesem letzten Versuch zwar wenig Zutrauen zu haben, aber bann war es, als gäbe sie ihrem Herzen einen Stoß. „Nun gut, Herr Doktor, an mir soll es nicht liegen. Ich fürchte jedoch nur, daß Kathi versuchen wird, alles abzustreiten und die Schuld an diesen unerguicflicjÄtoingen mir in die Schuhe zu schieben, wie ^^WUchon heute vormittag tat. Es ist sehr schwt^^^W)r zu reden." ,,£) ein, „auf lange Auseinandersetzungen mMRcy mich gar nicht erst ein. Was ich Kathi zu sagen habe, ist mit ein paar Sätzen erledigt — was sage ich? mit zwei Worten: Entweder — oder! — Kathi kennt mich sehr genau und weiß, daß ich lange ruhig zuschauen kann, aber daß ich kein Freund von halben Lösungen bin, wenn meine Geduld einmal erschöpft ist. Und meine Geduld ist jetzt erschöpft — aber schon gründlich!" Fräulein Zögling erhob sich. Sie schwankte em wenig und tastete nach der Sesiellehne, wie um sich zu stützen. Ach, das arme Geschöpf, sie sah wirklich ganz zerbrochen und mitgenommen aus. „Ich muß mich noch einmal entschuldigen, Herr Doktor, daß ich Ihnen diese Ungelegenheiten bereitet habe." „Kein Wort weiter, liebes Fräulein Zögling!" unterbrach er sie herzlich und nahm chre Hand und hielt sie lange und spürte bei der Berührung ihrer lühlen Haut ein durchaus nicht unangenehmes unfr recht eigentlich sogar wohltuendes Gefühl fteund- schaftlicher Zuneigung, so als sei er nach langer einsamer Wanderung endlich wieder einem Menschen begegnet. „Nun werde ich die Sünderin also ins Gebet nehmen. Vielleicht erleben wir einen Fehlschlag. Aber Sie verstehen ja, nach allem Dorausgegangenen" — er machte eine kleine Pause, und Fräulein Zögling senkte den Blick und nickte zart — „möchte ich mir den Vorwurf ersparen, Kathi nicht noch eine setzte Gelegenheit gegeben zu haben, ihren Sinn zu ändern und sich in die neuen Verhältnisse im Hause einzufinden." Er schüttelte ihre Hand, verbeugte sich und ging zur Tür. Sie rührte sich nicht von der Stelle, bis j er das Zimmer verlassen und die Tür hinter sich | geschlossen hatte. Seine Schritte entfernten sich. Ihr Gesicht nahm plötzlich ejnen neuen, gespannt lauschenden Ausdruck an. Sie hörte, wie er nach Kathi rief und ihr befahl, auf sein Zimmer zu kommen, da er mit ihr zu reden habe. Fräulein Zögling warf das feuchte, zerknautschte Tüchelchen wie ein Ding, das seinen Zweck erfüllt hatte und nun nicht mehr benötigt wurde, mit einem kurzen Ruck der linken Hand in den Sessel. Mit ein paar geräuschlosen Schritten war sie an der Tür und beugte sich zum Schlüsselloch hinab. Drüben stand Hellwang im Rahmen der geöffneten Tür feines Arbeitszimmers. Sein Gesicht lag genau im Profil, er klopfte mit der Sohle ungeduldig auf die Schwelle. Dann schob sich Kathis runder Rücken ins Bild, Hell- mang trat zurück, und dann fiel die Tür wie ein weißer Vorhang über die Szene. (Fortsetzung folgt.) ißt M Marktverlauf: ** Nichts damit zu tun. Zu unserem Be- Verhandlung des Sondergerichts in etwas über tausend Erbhöfen der Landkreis Lau, !lnl ! top Worms. % 8326/41 Mn-oiler WäMaus TANZ-UNTERRICHT Mietgesuche ] |Verschiedenes| 38550/ j Pelikanapotheke. 3851V 3844 D ,l:n TraumaPlast ch! r:n| mit, daß Frau Anna Habermehl, Ehefrau des Herrn Fritz Habermehl, Gießen, Leihgesterner Weg 138 in Gießen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet. An einem Nachmittags - Kursus von 18 bis 20 Uhr können noch EINIGE HERREN teilnehmen Warum wollen Sie nicht die Nacht zu Ihrer Helferin machen? Während Sie schlafen, kann die Nacht für Sie arbeiten. Heimliche Kräfte können beim Waschen für Sie wirken. Schon nachts kann sich viel Schmutz in der Wäsche lockern. Viele Frauen wissen das nicht. Sie weichen erst am frühen Morgen ein, rubbeln und bürsten die Wäsche und waschen auch noch mit Waschpulver vor. Diese Arbeit und dieses Waschpulver hilft die Nacht Ihnen sparen. Das kurze Einweichen genügt nämlich nicht, um den Schmutz gründlich zu lockern. Deshalb ist es wichtig, daß die Wäsche die ganze Nacht über in der Einweichlösung liegt, und nicht bloß wenige Stunden vor dem Waschen. ikn . ttch inM Ihm « b Auch gutes Spülen nach dem Waschen ist wich« tig. Das Spülen hat die Aufgabe, die Seifen- reste aus dem Gewebe zu entfernen. Mai! spült zuerst in heißem, dann in kaltem Wassel und so lange, bis das Wasser klar bleibt. Emp- fehlenswert ist dabei die Verwendung einer guten Spülmittels. Es verhindert das Gran« und Gelbwerden des Gewebes und gibt del Wäsche einen frischen Geruch. Die von der Weißwäsche übriggebliebent Waschlauge kann übrigens oft noch gut zuri Waschen der groben Buntwäsche gebraucht werden oder zum Scheuern und Putzen im Haushalt. Bei hartnäckigen Flecken auf Holz oder Stein nimmt man dann etwas feine» Scheuerpulver zu Hilfe. Auf keinen Fall aber Waschpulver oder Seife dazu gebrauchen! Beide stehen uns im Kriege ja nur beschränkt zur Verfügung. Unb wer sorgsam damit haus- hält und sie nicht gedankenlos verbraucht, leistet nicht nur sich selbst, sondern auch der deutschen Volkswirtschaft einen guten Dienst! -Sei M ; [|W »jen ur)ir THEATER der Universitätsstadt Gießen ! kupt ctl k nimm! Großmutter einen Leinenlappen. Der hindert zwar bei der Arbeit und es heilt nicht darunter. Aber dafür rutscht er dauernd und ist immer schmutzig. Im Ernst: nehmen Sie lieber das heilende Wundpflaster ___ I jöflt Tieferschüttert erhielten wir dfc schmerzliche Nachricht, daß mein geliebter Mann, der liebevolle Vater unsrer Kinder, unser unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe Heinrich Hermann Walther Major in einem Divisionsstab infolge einer schweren Verwundung in einem Kriegslazarett im Osten verstorben ist. In tiefer Trauer: Agathe Walther, geb. Lederer Eva Barbara Veit Peter Professor Dr. Walther u. Frau Lena, geb. Müller Sanitätsrat Dr. Lederer und Familie August Allroggen, z.Z. bei der Wehrmacht, und Frau Irene, geb. Walther, und Kinder nebst allen Angehörigen. Fürstenfeldbruck, Gießen und Bochum, den 12. September 1941. puhsrau in Dauerstellung gesucht. Verwaltung der Veterinärkliniken und -Institute Frankfurter Straße 94 l «esaD Klaviere werden fachgemäß repariert und gestimmt G. Ebert Klaviermacher Blel^Jitr.17, Tel.2403 Verk. v. neuen u. gebrauchten Klavieren 866D Mietklaviere M 11?. 5t If’li Jm ir Höhl. Zimmer wenn möglich mit Kochgelegen- beit gesucht. Schr.Angeb.unt. 03082 and.G.A. Mittwoch. 17. September 19 bis 22 Uhr 3. Mittwochmiete u.Halbmiete A Zigeunerliebe Romantische Operette in 3 Akten von Franz Lehär Preise von RM. 0.90 bis 3.60 Geheime Kräfte in der Nacht? Bekanntmachung. Belr.: Obslversleigerung der Stabt Gießen. Freitag, den 19., und Samstag, den 20. September 1941, soll die diesjährige Obsternte von den Bäumen an der Kläranlage, Leihgesterner Weg, Wißmarer Weg, Gemarkung Gießen-Klein-Linden und Gießen-Wieseck öffentlich versteigert werden. Freitag, den 19. September 1941, 8.00 Uhr An der Bahnunterführung am Sandfeld; 10.30 Uhr An der Kläranlage; 3856A 11.00 Uhr Am Leihgesterner Weg—Aulweg; 15.00 Uhr Gießen-Klein-Linden am Ortsausgang auf der Straße nach Lützellinden. Samstag, den 20. September 1941, 9.00 Uhr Gießen-Wieseck bei der Wellersburg. Gießen, den 16. September 1941. Der Oberbürgermeister. Ritter. Sie können auch ruhig etwas mehr von dem Einweichmittel nehmen, besonders wenn es sich um stark beschmutzte Wäsche handelt. Fe gründlicher und je länger eingeweicht wird, um so besser quillt die Eewebefaser auf. Dadurch zerspringt die Schmuhkruste, und der größte Teil des Schmutzes löst sich aus der Wäsche. Das Gewebe wird dabei weitgehend geschont. Man soll auch die Wäsche niemals gleich aus dem Einweichwasser in den Waschkessel tun. Spülen Sie sie erst in klarem Wasser aus, damit der noch lose daranhängende Schmutz sich entfernt. Je besser gespült wird, um so weniger Waschpulver brauchen Sie zum Klarwaschen. Nach so gründlichem Einweichen genügt es übrigens, die Wäsche langsam zum Kochen zu bringen und sie dann etwa 15 Minuten ziehen zu lassen. Nicht ratsam ist es, wenn die Wäsche über Nacht in der abgekochten Lauge stehenbleibt. Sie wird dann leicht braun und unansehnlich. Tüchtige für sofo Theater der Dniversilä richt Über die , Gießen gegen die wegen wiederholten Einbruchs im Rückfall b'zw. wegen Hehlerei zu schweren Zuchthausstrafen verurteilten Angeklagten Karl Huhn und Anna Habermehl teilen wir auf Wunsch sS ' ' Sj jkflilt tl# flirten1 p MN \W tt-ei irW Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Verschleimung, Bronchialkatarrh, Asthma, den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk. 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt h *mn ünb 1,08, gl (fette Specksauen) 1,24, i (Altschneider) 1,22, g2 (andere Sauen) 1,12, h (Eber) 1,12 RM. — Regelmäßig, alles zugeteilt. Etk;r Mtteii itiS in allen Apotheken und Drogerien. I [L111 f ipiioi; (Bergwerk-Unterhof), mit der verurteilten Frau nicht identisch ist. ** Vortragsreihe der D A F. Wie uns die Kreiswaltung der DAF. mitteilt, findet die Dortrangsreihe „Der Uebergewinn nach § 22 der Kriegs- wirtfchaftsverordnung" nicht erjt Mitte Oktober, sondern bereits Ende September oder spätestens Anfang Oktober statt. Näheres, wird reckstzeitig bekanntgegeben. Amtsgericht Gießen. Ein Mann in Gießen hatte einen Strafbefehl «über 10 RM. erhalten, gegen den er Einspruch ein- lägte. Er war am 26. Mai mit einem Fahrrrad in der Kirchstraße in Gießen gefahren und hatte es unterlassen, beim Linkseinbiegen in die Fahrbahn das vorgeschriebene Zeichen zu geben, wodurch der Verkehr behindert worden war. Der Angeklagte wurde überführt und zu einer Geldstrafe von zehn Reichsmark verurteilt. Strafkammer Gießen. Der P. £.Jn Büdingen hatte sich wegen Widerstands und Sachbeschädigung zu verantworten. Er hatte am 31. Dezember v. I. in Büdingen einem Polizeiwachtmeister gegenüber, der ihn wegen Trunkenheit in die Zelle bei der Polizeiwache gebracht hatte, starken Widerstand geleistet. In der Zelle hatte er einen Verdun-kelungsrahmen zerbrochen und die Türfüllung beschädigt. Der Angeklagte war geständig. Er leidet an chileptischen Anfällen. Der Sachverständige führte aus, derartige Menschen könnten sich schon durch nicht allzu großen Alkohol, genuß in zurechnungsunsähigen Zustand bringen. Der Anklagevertreter vertrat den Standpunkt, daß der Angeklagte für seine Tat nicht verantwortlich gemacht werden könne, er sei aber wegen Volltrunkenheit zu bestrafen, und beantragte eine Gefängnisstrafe von vier Monaten und der Unterbringung des Angeklagten in eine Heil- oder Pflegeanstalt. Der Angeklagte wurde unter Einbeziehung einer durch Urteil des Amtsgerichts Büdingen vom 28. April d. I. erkannten Strafe zu einer Gesamt- gefängnisstrafe von sechs Monaten verurtellt. Andreas F e y in Vilbel hatte in zwei Fällen mit männlichen Personen unter 21 Jahren bzw. unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen. Der Angeklagte war geständig und wurde wegen Vergehens gegen § 175 zu einer Gesamtzucht- tz a u s st r a f e von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Straserschwerend wirkten die einschlägigen Vorstrafen. Dem Angeklagten wurde eindringlich klargemacht, daß er im Wiederholungsfälle mit Entmannung und Sicherungsverwahrung zu rechnen hat. Frieda Nies in Schotten hatte mit französischen Kriegsgefangenen Umgang gepflogen, der nicht durch die Ausübung einer Dienst- oder Berufspflicht oder durch ein Arbettsverhältnis bedingt war. Die Art ihres Umganges mit den Kriegsgefangenen war derart, daß das gesunde Volks empfinden gröblich verletzt wurde. Die Angeklagte gab zwei Fälle zu. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Angeklagte zu einer Gesamtgefäng- nisstrafe von einem Jahr verurteilt, aus die zwei Monate Untersuchungshaft angerechnet werden. :?ösi 'N !'Ä Jö|j Der Ortsbeauftragte Karl Volz eröffnete den Tag mit einer Ansprache, in der er Zweck und Ziel der Leibesübungen darlegte, und forderte die 1A angetretenen Wettkämpfer und Wettkämpferinnen auf, auch weiterhin für die Leibesübungen einzu« jp ® treten zum eigenen Nutzen und unserem Vaterlande TANZSCHULEBÄULKE Wolfstraße 31 — Fernruf 3835 3854D arbeiten haben, mit dem Licht besonders vorsichtig umzugehen, um derart schwere Verluste von oorr- herein zu verhüten. Festnahme von Kriegsgefangenen. Der SA.-Rottenführer Georg H i r z i n g e r, Sturm 16/254, nahm am 31. August im Walde an der Reichsautobahn bei Nieder-Ohmen fünf auf der Flucht befindliche französische Kriegsgefan« gene ohne jede fremde Hilfe fest und übergab sie dein zuständigen Gendarmeriebeamten. Hirzinger ist Neichsbahnangestellter und stellte während feines Frühdienstes an der Strecke Gießen—Alsfelds Fulda fest, daß sich am gegenüberliegenden Walde an der Reichsautobahn die fünf französischen Kriegs, gefangenen Herumtrieben. Er ließ sich von feinem Dienst ablösen und machte sich an die Verfolgung der Gefangenen, die zu der Festnahme der fünf Franzosen führte. Hirzinger bewies damit feint Einsatzbereitschaft als SA.-Mann. Orts-Turn- und Sporttag in Lich. Der. I. H. in Friedberg war wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen in fünf Fällen in den Jahren 1936 bis 1940 an feiner geisteskranken Stieftochter, angeklagt. Der Angeklagte war geständig. Er wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefamtgefängnisstrase von einem Jahr und sechs Monaten, auf die sechs Wochen Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. Nur ein Paket Streichhölzer. NSG. „Du, Mutter, wo steckt denn Hans?" Die Bäuerin schreckt zusammen. Ist er noch Nicht vom Kaufmann zurück-^^.Un^Wg steht der Bauer auf. „Ich will mal nachfehen! Vielleicht spielt er irgendwo." Aber auf der Straße ist weit und breit nichts zu erblicken. Wo mag der Junge sich herumtreiben? Der Mann steckt den Kopf durchs Fenster. „Hat er denn schwer zu schleppen?" „Ach was, es ist doch nur ein Paket Streichhölzer." Kaum ist das Wort gefallen, da sehen sich beide an. Streichhölzer? Und Hans noch nicht zurück? Laut ruft der llhann: „Hans, Hans!" Schreit, läuft um das Haus herum und reißt schließlich das Scheunentor auf. Die Frau in der Haustür sieht leichten Rauch aus der Scheune steigen. Und während sie starr und ohne Bewegung dasteht, kommt der Bauer mit dem Kleinen heraus. „Das war im letzten Augenblick, Frau!" sagt er. „Ein Feuerchen hat er anzünden wollen, und es brannte schon ganz nett. Zwei Minuten später — wer weiß, was geschehen wäre! Nie wieder darf der Junge Streichhölzer einholen, rfie wieder welche in die Hand bekommen! Versprich mir das, Mutter!" Brandunglück beim Dreschen. * Reiskirchen (Kreis Gießen), 17. September. Am gestrigen Dienstag gegen 21 Uhr brach in der Scheune des Landwirts Philipp Stumpf ein Brand aus, durch den die S che u n e mit dem gesamten Vorrat an Stroh, Heu und Grummet, sowie die in der Scheune stehende Dreschgar- n i t u r ein Opfer der Flammen wurden. Der Brand entstand beim Dreschen, als ein Mann an der Strohpresse in der Scheune etwas nachfehen wollte und dabei die mitgeführte Sturmlaterne unvorsichtig abstellte. Durch die Erschütterungen der in Gang befindlichen Strohpresse fiel die Laterne um und setzte das Stroh in Brand. Alle Versuche, die auflodernden Flammen schnell zu unterdrücken, blieben erfolglos, sodaß innerhalb weniger Minuten der Brand gewaltig emporloderte. Obwohl die Ortsfeuerwehr und die Motorspritzen von Gro- ßen-Buseck und Grünberg mit aller Kraft gegen den Brand ankämpften, vermochten sie nicht, die Scheune mit den Heu-, Stroh- und Grummetvorräten und den Dreschsatz zu retten. Alles brannte vollkommen nieder. Dagegen gelang es zum Glück, das Wohnhaus und die übrigen Nachbargebäude zu erhalten. Die bereits ausgedroschene Körnerernte konnte ebenfalls gerettet werden. Der Vorfall zeigt erneut, welch schwere Schäden für den Einzelnen sowohl als auch für die Gesamtheit entstehen, wenn in den Scheunen mit Laternen, oder überhaupt mit Licht, fahrlässig umgegangen wird. Dieser bedauerliche Brand sollte eine neue Mahnung an alle fein, die gerade jetzt in'ber Ernetezeit abends in Scheunen und auf Höfen zu zum Vorteil. Nach dem Liede „O Deutschland hoch in Ehren' und der Flaggenhissung traten die Wettkämpfer und Wettkämpferinnen an ihre Geräte, wo der Kamps um die Punkte begann. Unter den zahlreichen Zip schauern konnte der Ortsbeauftragte den Ortsgrutz penleiter Dr. K ö p p e, den Bürgermeister G e il und den SA.-Sturmbannführer Dr. Erb begrüßen. Am Schluß der Spiele fand die Siegerehrung stach die Ortsgruppenleiter Dr. K ö p p e vornahm. Er unterstrich die Bedeutung der Leibesübungen für unser deutsches Volk und rief alle Volksgenossen auf, Leibesübungen zu treiben, damit unser Volk gesund und stark bleibe und unser Vaterland ewig wehrhaft sei. Nach dem Sieg-Heil auf den Führer schloß er den 1. Orts-Turn- und Sporttag von Lich. Ergebnisse: Dreikampf: Männerklasse: 1. R Menges; Altersklasse 1: 1. Karl Volz; Altersklasse 3: 1. Hugo Duphorn. HI. Kl. A: 1. Herm. Süßel; HI. Kl. B: 1. Karl Bonarius. DJ. Kl. 1. Wilß Menges. BDM. Kl. A: 1. Minni Kambeitz; BDN. Kl. B: Irmgard Süßel. BDJDä Kl. A: 1. Hilde Jakob und Gisela Schäfer. BDJM. Kl. B: 1. K. Mül> ler. Sechskampf: HI. Kl. A: 1. Herm. Süßel. 5)3. Kl. B: 1. Heini Schäfer. DJ.-Kl.: 1. Karl Heinz Plutzas. BDM.-Kl. 1. Irmgard Süßel. Turne« rinnen-Siebenkampf: 1. Johanna Uhran. Handball: Lich — Watzenborn-Steinberg 6:7. Fußball: Lich — Mufchenheim 4:3. Die Erbhöfe in Hessen. Lpd. Nach einer landwirtschaftlichen Statistik bs> stehen jetzt im Lande Hessen ungefähr 9500 Erbhöfe. Die meisten Erbhöfe, nämlich über 1500, gibt es im Landkreis Alsfeld. An zweiter Stelle steht mit Klemr-Mlel Größe 48/50 1 Paar schwarze h.-WirWtze Größe 44 zu verkaufen. Wernerwatt291 | Kaufgesuche | Teppich 21/2X31/2 ob. 2X3 m (auch Perser), gesucht. Schrift!. Angeb. unter 03078 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener PuoDenwaüeD zu kaufen gesucht. Angeb. m. Preis Karl Hillebreckt Marburg.Str.56 Vermietungen I Lager: schuppen mit Autohalle zu vergeben. Liebigstraste 66 Ruf 3685. [3863D Hans- 0. Küchenmädchen gesucht. 03084 Hotel Prinz Carl, Karin Glücklich und dankbar zeigen wir die Geburt einer gesunden Tochter an Hedwig Schmidt geb. Debus W. A. Schmidt Gießen (Walltorstraße 1), 15. September 1941 z.Z. Universitäts-Frauenklinik lien anzusehen ist. Dies gilt insbesondere, wenn aufsichtsbedürftige Kleinkinder unter sechs Jahren vorhanden sind. Die Befreiung ändert jedoch nichts an der Pflicht auch dieser Mütter zu luftschutzmäßigem Verhalten, also etwa zur ordnungsmäßigen Verdunkelung und zum Ausstichen des Lustschutzraumes bei Fliegeralarm. Ein Fünftausender kam nach Gießen. Er hatte den Pramienschein gut aufgehoben. Wir hatten vor einigen Tagen in einer kurzen Notiz die Nummern der neun Hauptgewinne der Prämienschein-Ziehung der Reichslotterie ' für das Kriegshilfswerk veröffentlicht. Ein Mann in der Kaplansgaffe, der die Prämienscheine gut aufgehoben hatte, fand zwischen diesen Scheinen die Nummer mit einem Gewinn von 5000 RM. Der Mann ist als Arbeiter in einem Gießener Betrieb tätig. Dieser Fall mag eine Lehre fein. Es gibt sehr viele, die die Prämienscheine, die jedem Los anhängen, achtlos fortwerfen, wenn das Los eine Niete war. Hätte das der Mann aus der Kaplansgaffe auch getan, fo hätte er bare 5000 RM. auf die Straße geworfen. Auch diesmal werden wieder bei der neuen Reichslotterie für nationale Arbeit die kleinen Prämienscheine, oie jedem Los anhängen, nach Ablauf der Straßenlotterie noch einmal am 29. November aus- aelost. Und es werden dabei im ganzen 128 000,— RM. (Gewinne zu RM. 500,- und RM. 100,—) ausgefchüttet, dazu wieder neun Sonderprämien zu RM. 5000,—. Viele Gewinner lassen sich erfahrungsgemäß hinterher nicht mehr seststellen, einfach deswegen, weil sie die Prämienscheine weggeworfen haben. Wer also bei den braunen Glücksmännern fein Glück hat, kann sein Glück immer noch hinterher machen. Deshalb Prämienscheine gut aufheben! Weitere 3 mal 100,— RM.-Gewinne auf diese Prämienscheine konnten in diesen Tagen in Gießen zur Auszahlung kommen, und zwar je 100,—-RM.- Gew inn nach der Bismarcksttaße, der Brandgasse und der Steinstraße. Es handelt sich bei den Gewinnern in jedem Falle um schassende Volksgenossen, denen das Geld sehr gelegen kommt. Gießener Echlachtviehmarlt. Auf dem gestrigen Gitzßener Schlachtviehmarft (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rheiy-Main kosteten: Ochsen 36,5 bis 45,5, Bullen 24 bis 49,5, Kühe 15 bis 43,5, Färsen 38 bis 49,5, Kälber 38 bis 57, Schafe 20 Rpf. je Yt kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,24, bl (135 bis 149,5 kg) 1,24, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,22, c (100 bis 119,5 kg) 1,18, d (80 bis 99,5 kg) 1,12, e—f (unter 80 kg) Verkaufe Eine starke Kahrkuh (Erstling) bat zu verkaufen Georg Süileserskelu Over-öesswgen. Kleiner ßaifenfiöronl zu verkaufen. Schulstraste 2 imLademlo308o Stellenangebote! Geeigneter Schneider gebucht zur Ausbesserung getrag Herrenkleidung Schrift!. Angeo. unter 03079 an den Gieß. Anz. Gabardine- Mantel Gr. 48, schlank zu kaufen gesucht Liebigstraste 66. Aepfel Birnen Zweischen kauft laufend Slv. galöflelld) Liebigstraße 66 Ruf 3685. 13861P 2-3-3immer- Wohnung rür sofort oder später gesucht. Schriftl. Ang. u. 03060 a. d.G.A. Student suchtbalümöglichst 2 möblierte Zimmer evtl, in ein. Haus. Schriftl. Ang. u. 03077 a.d.G.A. t erb ad). Erst in weitem Abstand folgt an brütet 1 Stelle mit rund 850 Erbhöfen der Landkreis Al- Key. Auf ihn folgen mit über 700 Erbhöfen bet- r" Odenwald kreis Erbach und der Landkreis ____- • iiTmn T8