Montag.17 Sebruar l44l Gietzener Anzeiger Annahme von Aruetge« für die Mittaasnummer bis8'/>Ubr des Bornrit tags iAiuetgen-Preiie r Anzeigenteil 7 Dtof. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, TeNteU 50 SLvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nackläsie: Wiederholung MnlstasteH Abschlüsse Mengenstaffel B Plabvorschrift < vorherige Vereinbarung) 25"'o mehr fll. Jahrgang Nr. 40 'tzrscheinr täglich, außer ^(onniogs lind »feiertags Ecilagen: Die Illustrierte tziesrener»>amilienblüiter jeiinorimBild DieScholle g?onate'-Vezt»gsvrcis: I!it 4 Beilagen 0.1.95 Mne Illustrierte 1.80 MmeUgebühr. „ -.25 oh di bei A'imterscheinen kn einzelnen Nunimern frfolne höherer Gewalt ssrnsvrechanschlusr 2251 rrühtalischrist:„Arizelger" Pon schert 1168k Fran ki. M vrühlsche UniDerfltdtsbruderei H. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen. Schulftratze 7-9 > dieser un- 8 i Zugoslaviens Ministerpräsident aus demVerghos I n der iflti!, iant, tont, tont, N Das vag6f liew s hon was zwei- oon Blut vergeßlichen Stunde dort oben auf dem Douaumont, als uns der General vom Kampf m.b Sieg seiner Truppen berichtete und dabei den tiefsten und letzten Sinn ihres Einsatzes im Westen deutete, die sich uns fest in Kerzen und wir dann aus dem Dunkel heraustraten, knattert über die Kriegsflagge des neuen stolzestes Symbol sieghafter int, Dl«« tohn 8- 6? toitl, N tont N Gehirne prägten. Als der alten Kasematte uns im Morgenwind Reiches — schönstes. Vollendung. oorgehenden Divisionen das vollenden, einhalb Jahrzehnte zuvor in Strömen erstickt und gescheitert war Wir sind alle sehr still geworden in Berlin, 16. Jebr. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin Unterseeboot meldet die Bersenkung von drei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 19000BRI. Lin Kriegsschiff In Ueberfee, dessen bisheriger Gesamterfolg im Handelskrieg mit 110 000 BRT. versenkten feindlichen Handelsschiffsraums bereits bekanntgeaeben wurde, versenkte weitere 1 0 0 0 0 BRT. Aufklärungsflugzeuge beschädigten gestern bei Angriffen in der Themse- und humbermündung zwei feindliche Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer. Fernkampfartillerie des Heeres be- fchoh am 14. und 15. 2. kriegswichtige Ziele in Südostengland. In der L y r e n a i k a belegten Sturzkampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe britische Stützpunkte mit Bomben schweren Kalibers. Angriffe stärkerer Kampffliegerkräfte richteten sich in der Nacht zum 16.2. gegen kriegswichtige Anlagen in Südost - und Miltelengland und gegen Schiffsziele. Bombentreffer verursachten auf mehreren Flugplätzen größere Brände und zerstörten Unterkünfte und abgestellte Flugzeuge. Große Schäden entstanden in den Dockanlagen an der Themse und im Hafengebiet einer Stadt an der Westküste. Zwei Handelsschiffe von zusammen 8000 BRT. wurden versenkt, ein weiteres feindliches Handelsschiff in Brand geworfen. Ein Kampfflugzeug erzielte Bombentreffer auf einen leichten Kren- Zer. Einflugversuche des Feindes in die besetzten Gebiete wurden schon an der Küste abgewiesen, hierbei verlor der Feind fünf Flugzeuge, und zwar Zwei Iäger und drei Kampfflugzeuge im Luftkampf. An verschiedenen Orten Westdeutschlands warf der Feind in der letzten Rächt eine geringe Anzahl von Spreng- und Brandbomben, die einige Opfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Wehrwirtschaftlicher ober militärischer Schaden entstand nicht. Bei diesen Einflügen und bei nächtlichen Angriffsversuchen auf hie besetzten Gebiete schossen Rachfiäger vier und Flakartillerie ein feindliches Flugzeug ab. Die Ge- isgchtzesi! ch im Um TeWM innmertfi j ) anteilig ösen. tot ! samtverluste des Feindes am 15. Februar und in der Rächt zum 16. Februar betragen demnach zehn Flugzeuge. Lin eigenes Flugzeug wird vermißt. Gchwere Verluste der RAF. -»»^hlte man sich, die Deutschen würden Ypern so anl, Srßhl Iclze nicht in ihren Besitz bekommen, wie die Ithernen Löwen auf dem Stadttore Wache hielten. ken zurück in jene Tage, Wochen und Monate, die plötzlich in diesem alten Kampfgelände gar nicht mehr so fern zu liegen scheinen Zum Douaumont führt die Fahrt, jener vom Mythus ewigen deutschen Kämpfertums umwobenen Stätte, die den alten Verdunkämpfer immer wieder mit magischer Gewalt anlockt Einsam ragt zur Rechten das Denkmal auf, das an das von Taufenden von Granaten in den Boden gehämmerte Dorf Fleury erinnert. Auch von der alten Thiaumont-Ferme ist nichts mehr zu sehen. An ihrer Stelle errichteten die Franzosen das mächtige Erinnerungsmai, das mit seinem hohen Turm weithin die Kampfstätten und den unmittelbar zu seinen Füßen gelegenen Friedhof überragt Roch halten wir hier nicht an, zum Douaumont selbst geht die Fahrt. Es mag für den Frontkämpfer be9 Weltkrieges auf dieser Reise über die alten und neuen Schlachtfelder manchen Augenblick gegeben haben, die ihn Der deutsche Wehrmachtbericht vom Samstag. B erlin, 15. Februar. (DRB. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bombenangriffe aus kriegswichtige Anlagen in Güdost- und Mittelengland. Ll-Boot versenkte 19 000 MZT. - Weitere 10 000 BRT. von Kriegsschiffen in llebersee versenkt. Zagdflugzeuge schossen gestern über der S ü b - ostküste Englands neun britische Flugzeuge vom Muster Spitfire ab. Lin feindliches Kampfflugzeug wurde an der holländischen Küste zum Absturz gebracht. In der L y r e n a i k a griffen deutsche jagbflieger- oerbänbe feindliche Kraftfahrzeugkolonnen und Panzerwagen an und schossen mehrere Fahrzeuge in Brand. Deutsche Kampfflugzeuge zerstörten durch Bombentreffer militärische Anlagen in Bengasi und den britischen Stützpunkt El 21 g ei la. Stärkere Kampfftiegerkräfte belegten in der letzten Rächt Jndustrieziele in London und eine Reihe von Flugplätzen mit Bomben schweren und schwersten Kalibers, die größere Brände und Explosionen hervorriefen. Der Feind warf in der Rächt zum 15. Februar Spreng- und Brandbomben insbesondere auf eine Stadt in Westdeutschland. Außer einer Anzahl Toter und Verletzter unter der Zivilbevölkerung entstand nur geringer Gebäudeschaden in Wohnvierteln. (Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Wieder fieben Schiffe gesunken. Neuyork, 15 Febr (DNB.) Wie Associated Preß meldet, wurde der britische Frachter „Victoria" (6085 BRT., früher Bellflower) torpediert und ist gesunken. Der englische Passagierdampfer „T r o i l u s" (7422 BRT.) fiel einem Hilfskreuzer vor Madagaskar am 1. Februar zum Opfer Der Frachter „Nome a" (5101 BRT.) ist westlich von Irland, der britische Frachter o m e s i d e" (4617 BRT.) in der Gegend von Kap Finisterre (Nvrdw^stspanien) gesunken Weiter lind der Frachter ,Kristiana" (960 BRT.) vor Cardiff, der Zwischen Kemmel und Douaumont Eine Frontfahrt alter Weltkriegskämpfer. Von Kriegsberichte' Dr Werner Lahne. änW° t durch tont» tont,fl^ 0I6Ü6’ Der Führer empfing — wir wir schon berichtet Haden, am Freitag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Königlich Jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Z w e t k o w i t s ch und den Königlich Jugoslawischen Außenminister Cincar-Marko- witsch. Unser Bild zeigt Minister Zwetkowisch bei der Ankunft auf dem Berghof, wo er vom Führer und Reichsaußenminister oosi Ribbentrop empfangen wurde. (Presfe-Hoffmann-Scherl-M.) ung. nichts ), löuir^ I [form | Qeute marschieren deutsche Soldaten durch Yperns riußen Die Jungen vom Reichsarbeitsdienst singen ht- frischen Lieder, und die Flamen sind froh dar- Übf7, daß ihrer schönen Stadt diesmal das vom Bn.länber erneut zugedachte Schicksal erspart blieb, ir Schutt und Asche gelegt zu werden. i! Tom Kemmel, dem Schicksalsberg der Flan- frn front, geht der Blick weit über das Land. Die fhtigen Wolkenbänke sind der Sonne gewichen, btrm Heller Schein das packende Panorama h kristallner Klarheit zeigt. Bewegten Herzens [Mien die alten Weltkriegssoldaten von der beherr- iNben Höhe auf den Schauplatz der mit einer Witterung und mit einem Materialaufwand son- bncleichen geführten Flandernkämpfe, und in ihrer §i"nerung ersteht von neuem das grausige Bild dr Schlachten von 1917 und 1918, die zu den blu- li:f?n gehören, die je die Weltgeschichte erlebte. Rth Ort, um den hier nicht Ströme von Blut ge- sind. Drüben Wytschaete, der Schauplatz der Nisizen Minensprengung, bei der die Briten am 7 ;uni 1917 neunzehn schwere Ladungen von ins- [t’omt 500 000 Kilogramm Dynamit hochaehen Ikßm In der Ferne Bixschoote, Rollebeke, Poel- Paschendaele, her Houthulster Wald ... N denkt da nicht an das Geschehen von einst, an Millionen von Granaten, die hier in höllischem Nrno innerhalb weniger Tage und Wochen auf Falster Frontbreite verschossen wurden, an Gas- P(iiffe, Gelbkreuzmunitton und all die anderen nir^e-rischen Kampfmittel, die hier auf beiden Sei- um ersten Mal in Anwendung kamen? — Un- >e'k üsen die Stunde, da die Truppen der 4 Armee in 25 4 1918 den Gegner vom Kemmel verdräng- , m inb vier Tage später das Dorf Loore, westlich Höhenzuges erreichten Fast den ganzen Som- Ipr über konnten damals die wichtigen Positionen ; Thten werden. Schweren Herzens räumten am - '1 iluauft 1916 unsere Infanteristen den Kemmel- !|eig Wer von ihnen konnte ahnen, daß 22 Jahre I pöter ihr Angriff fortgesetzt und zum Siege geführt 1 Men würde. Mie werden wir diese Stunde auf dern im hellen 1 sonnenqlang liegenden, von eisigem Wind umtob- i kr Semmel vergessen, in der die Kameraden aus item Großen Krieg den fesselnden Bericht über die iHrDernfämpfe des Jahres 1940 vernahmen, deren ft? Etappe nach hartem Kampf mit der Emkes- i tl.rq und der Kapitulation des belgischen Heeres ii)r ijnbe fand. „Daß ich das noch miterleben Wie .." Leise spricht einer her alten Generale, ff Die seltene Auszeichnung hes Pour le mente rii, Dem Eickenlaub schmückt, das aus was alle füre Kameraden in diesem Augenblick empfinden -^ir dieser Stunde, die ganz der (Erinnerung, Dem wlj und der Dankbarkeit gehört J k? ist ein trüber eiskalter Wintermorgen, Der hÜen fen Frontsoldaten bei ihrem Besuch in x5 e r- c)in umfängt Langsim nur weicht der mnchlge Denk her über hem Maastal liegt Ein Gräberfeld IN rechts am Wege. Schattenhaften Schemen ragen die Kreuze aus den Nebelschwaden Ar liegen Verdunkämpser des Jahres 1^0 'Nidjemand sagt es leise Grüßend fabrf Die ijeil an die Mütze. Und wieder gehen die Gedan- die (Erinnerung an das Einst und der Vergleich mit dem Heute schier überwältigen wollte. An diesem stillen Wintersonntag wurde uns allen aber wohl das größte Erlebnis dieser an tiefen Eindrücken so reichen Fahrt zuteil: Zu uns spricht der Kommandeur der tapferen Division, die diesmal, auf dem Ostufer der Maas vorrückend, in überraschendem Vorstoß entschlossener kleiner Verbände die Fortlinie von Verdun bezwang und bann auf der Zitadelle her Festung die Hakenkreuzflagge hißte. Er, der einst selbst als junger Leutnant, hier vor Verdun gekämpft hat, durfte mit seinen Regimentern zufammen mit den auf dem Westufer der Maas PK Regenschwer hängen die Wolken über hem drijchen Lanb Von der Küste her weht ein eis- ter Wind In der fahlen Dämmerung hes grauen ntermorgens verschwimmen hie Konturen her tarnen Gehöfte her stillen Denkmäler am Weges- ib. Das Heute scheint gewichen! mächtig drängt die (Erinnerung an das Geschehen von Einst in Gedanken. |3n den Augen der alten Flandernkämpfer steht ch großes Besinnen. Ist es nicht, als beginne in dl Ferne eine Glocke zu tönen, leise zunächst und n immer mächtiger anschwellend in feierlichem dröhn? — Glocke von Flandern . Manch einer, einst hier draußen tag, glaubte dich schon für ittr r verstummt. Nun aber läutest du wieder in bnitallner Klarheit, den toten Kameraden zur Ehre, ui Lebenden zu ernster Verpflichtung Immer fort) dieser blutgetränkte Boden an bestes deutsches grbatentum gemahnen, das hier in jahrelangem NIigen fein Blut verströmte. Der stolze Sieg von 110 hat auch bief:n Opfern Sinn und Erfüllung Mkceben. IF^aft in Ypern. Wieder spricht ein bewährter i Krippenführer zu den Gästen des Oberbefehls- ufeers bes Heeres, grüßt hie Kameraden aus dem Ifcüfrieg und berichtet von den erfolgreichen I Ificnpfen feiner Regimenter in der Frühjahrsof- ! jfei'ioe des Jahres 1940 Dieses Mal haben die (Eng- lMer keine Zeit mehr gehabt, sich im berüchtigten | flprnbogen fest.zusetzen Nach erbitterten Kämpfen an südlichen Ortsausgang, deren Spuren so rasch * mcif gänzlich getilgt sein werdest, fiel Flanderns alberühmte Stadt, um die während des Weltkrie- ge; Ströme von Blut geflossen sind, in deutsche |6hb Fast unversehrt stehen die Kathedrale von Et Martin und die Tuchhalle, die beide in den [©obren nach dem Weltkrieae getreu den alten Plä- rer neu errichtet worden sind. I| Drei Jahre lang trotzte Ypern im größten Völklingen aller Zeiten den mit ungestümer Wucht Betragenen deutschen Angriffen Im vierten Jahr k'n der Kemmel, der weithin das Gelände WH Ypern beherrscht, in deutsche Hand Ypern sOist aber, bas bergeftalt schon im Rücken umfaßt Isar, sah im Weltkrieg keinen beutschen Kämpfer in feiten Mauern. L furchtbare Blutopfer hat her Gegner bamals auf f ihreE'l Schlachtfelb lassen müssen. In ben gewalti- EMiWM labern her „porte de Menin“ sinh allein hie Dmen von 52 000 englischen Vermißten einge- j ■ meißelt ... Der britische Löwe krönt, breit Hinge- Wrt, ben mächtigen Torbogen. Dor 25 Jahren Geistige Zersetzung. Die englische Politik wird von zwei geistigen Strömungen getragen, die sich im einzelnen über* schneiden oder widersprechen, im wesentlichen aber das heutige Gesicht Englands geformt haben Die eine Strömung ist ein Nachfahr des reinen Piratengeistes, der sich unter der Königin Elisabeth im Kampf gegen Spanien und seine Kolonien ausbildete und der von einer dünnen Oberschicht ge* tragen wird, hie wiederum eine Amalgamierung der Aristokratie, der reich gewordenen »Industrie- und Geldbarone und des internationalen Judentums ist und das englische Parlament noch heute beherrscht, wobei heute her Nachbruck auf den Interessen des mobilen Kapitals liegt Diese Richtung ist jenseits von Gut und Böse, zutiefst unmoralisch und unsozial, wie Churchill, der Typ dieser Gruppe, der Vertreter der Plutokratie schlechthin. Die andere Strömung war urfprüng* lich im Gegensatz zu dieser konservativen Behauptung von Besitz und Macht, deren Repräsentanten u. a". auch die Erzbischöfe' her englischen Hvchkirche, diese widerwärtig politifierenben und heuchlerischen Pfaffen sind, aus dem englischen Volke erwachsen und freiheitlich gesonnen. Sie war kalvinistisch-freikirchlich in religiöser Beziehung und stand als solche ideenhaft, aber nicht immer politisch, ben Trägern der Macht nahe, insofern als sich jeder einzelne Brite als Gottes auserwähltes Werkzeug betrachtet, bas, wie das Judentum, „alle Völker fressen" soll. Politisch stellte sie sich zuerst in vollen und beraubten Gegensatz zu ben herrschenben Mächten. Das Kleinbürgertum siegte politisch mit her Frei« hanbelstheorie Richarb C o b b e n s , die nur ungefähr drei Jahrzehnte seit der Annahme der Anti* Korn-Gesetze 1846 herrschte, aber an her tatsächlichen Machtverteilung nichts änberte. Geistig liegt noch heute ein großer Teil bes englischen Volkes im Banne her bamals entwickelten religiös-politischen Theorie aus her Zeit hes Manchestertum, besten Verquickung von moralifierenber PHrasen-- haftigkeit und Eigennutz zusammen mit den nie aufhörenden Raubgelüsten der Plutokratie die heutige englische Heuchelei entscheidend beeinflußt hat. Der alte ßabourparteiler Henderson war z. B. ein manchesterlicher Typ, der „Manchester Guardian" hat ihn heute noch in den Grundzügen, ebenso Blätter wie die „News Chronicle", nur daß in deren Schriftleitungen heute das Judentum vor- waltend ist und die alten Ideen judäo-plutokratifch vermasselt. Der Führer der Freihandelsbewegung, Richard Robben, aus her kleinbürgerlichen Yeomanry stammend, hat diesen freiheitlichen Typ so klar vertreten, daß er, verwässert und mißverstanden, auch im Deutschland des vorigen Jahrhunderts die kleinbürgerliche ober fortschrittliche Opposition gegen Bismarcks geniale Politik unb Sozialpolitik beeinflußte. Cobben, ein Baumwollhändler in Manchester, viel gereift, ist typisch für den Mittelstand, der die englische und danach die europäische Bourgeoisie im vorigen Jahrhundert wurde. Cobden ist 1865 nach aufreibendem politischen Kampf gestorben. Er hielt sich doch einigermaßen fern von ben Uebertreibungen, die z. B. die beutschen Fortschrittler ober hie Manchesterleute auf her Insel auszeichneten. Dieser im Grunbe kosmopolitische Commis voyageur hatte, worüber ganz England lachte, von seinem beschränkten Stanbpunkt aus gesagt, eine Nummer der „Times" bebeute ihm mehr als her ganze Homer, aber er war unbefangen genug, die schweren Schöben der plutokratischen Hierarchie seines Lanbes einzusehen. So schrieb er am 11. September 1838 an seinen Bruber Frederick aus Berlin gerabezu einen Lobgesang auf den aufgeklärten preußischen Absolutismus des Vormärz, gegen den die deutschen Liberalen sich wandten. (Er sagte: „Ich Frachter „Li t a" (318 BRT.) sowie der britische Trawler „C a l d e r t o n" (214 BRT.) untergegangen. England bestürzt über die Geleitzugverluste. Genf, 16. Febr. (Europapreß.) Nach ben letzten Melbungen aus London herrscht dort größte Be. stürzung über hie stoß- unb serienweise Vernichtung britischer Geleitzüge. Die Reutermelbung, bie gewissermaßen als e r ft e Rate bie Vernichtung von zunächst sechs britischen Dampfern aus der Mitte eines Geleitzuges heraus, her sich zwischen Mabeira unb den Azoren gegen Norden bewegte, zugegeben wird, wird in der französischen unb auch in der schweizerischen Presse als geradezu sen- fationell empfunden, um so mehr, als noch vor wenigen Tagen ein ähnlicher Schlag an der portugiesischen Küste gegen einen britischen Geleitzug gelang. ♦ Ueberlebende des im mittleren Atlantik vernichteten Geleitzuges haben es so hingestellt, als sei ihnen das schwerste Unrecht geschehen. Natürlich wissen diese Engländer genau so gut wie wir selbst, daß die sämtlichen Schiffe dieses Geleitzuges mit Geschützen bewaffnet waren unb folglich nur noch als Kriegsschiffe behandelt werden konnten. Dies um so mehr, als sie sämtlich das Feuer eröffneten und sich auf ein Gefecht einließen Der Vorgang ist nur ein neuer Beweis von taufenden anderen dafür, wie verbrecherisch die englische Regierung handelt, als sie ihre Handelsschiffe bewaffnete unb baburch zu völlig aussichtslosen Kampfversuchen verleitete. Auch bei biefem Vorgang hatte sich wieher die ritterliche deutsche Handlungsweise gezeigt. Eins der bewaffneten englische Schiffe wurde absichtlich geschont, und erhielt nach der Versenkung bes Geleitzuges von dem Befehlshaber her beutschen Seestreitkräfte ben Auftrag, sich sofort an her Rettung her im Wasser schwimmenben Besatzungsmit- glieber des Geleitzuaes zu beteiligen. Ohne diesen Befehl wären zahlreiche Engländer ertrunken, zumal ia die geleitenden englischen Kriegsschiffe in solchen Fällen stets das Weite suchen, ohne sich um die im Wasser Kämpfenden der eigenen Schiffe zu kümmern. habe eine starte Vermutung, daß D r e u ß e n gegenwärtig für die große Masse des Boltes d i e beste Negierung besitzt. Gern gäbe ich meine Vorliebe für politische (Erörterungen darum, konnte ich einen solchen Zustand in (England herbeisühren. Hätte unser Volk eine so schlichte und sparsame Regierung, so tief beseelt von Gerechtigkeit gegen alle unb so beständige um die geistige und sittliche Hebung der Bevölkerung bemüht, wieviel besser wäre dann das Los der 12 bis 15 Millionen im Britischen Reiche, die ohne Wahlrecht doch freie Leute zu sein glauben und fld) die Vorstellung, sie seien keine politischen Hörigen, nur durch die große Komödie der „Englischen Verfassung" aufschwätzen lassen, jenes Gemisch von Monopolen, Kirchlichkeit, Sinekuren, Wappenunfug, Fideikommissen und Zeremonien! Die Regierung Preußens ist die mildeste Erscheinungsform, in der der Absolutismus je aufgetreten ist." Das belegt Cobden an zahlreichen Beispielen aus der Praxis. °Ueberhaupt entsprach dieser Cobden, der Vater des Freihandels, ganz und aar nicht dem deutschen und englischen Ideal der Manchesterleute. Er zog a. B., wenn er auch die Türkei als kranken Mann betrachtete und die türkenfeindliche Politik nicht nur Gladstones sondern auch die spätere Lloyd Georges nachhaltig beeinflußte, ganz kräftig gegen die Verhimmelung des P 0 l e n t u m s zu Felde und brachte in einer Schrift viele Argumente der Vernunft dafür bei, daß Rußland als Macht immerhin das zivilisatorische Prinzip gegenüber den Unzivilisierten verkörpere. Die englische Politik ist ihm hierin bis zu Eduard VII., dem Einkreiser Deutschlands vor dem Weltkriege, nicht gefolgt, und ebensowenig die liberale öffentliche Meinung, die gerade in Deutschland vor dem Weltkriege durch aus russenfeindlich gewesen ist und daraus eine Frage der — — Moral machte, woran sich die Marxisten in Frankreich, die Bundesgenossen des „verruchten Zarismus", niemals gekehrt hatten. Cobden kennzeichnete die „Freiheit" schreienden Polen nach dem Aufstand von 1830 als eine Horde von Sklaven. Roch interessanter ist aber vielleicht seine Philip" pika von 1836 gegen die britische Art, unter dem Schlagwort vom „Gleichgewicht der Ri ächte" die Freiheit anderer Rationen zu zerstören. Der Führer hat in seiner Rede vom 30. Januar 1941 dieses infame Schlagwort beleuchtet. Cobden schrieb darüber u. a.: „Unsere Geschichte in den letzten hundert Jahren kann die Tragödie der britischen Einmischung in die europäische Politik genannt werden, bei der Fürsten, Diplomaten, Pairs und Generale Verfasser und Schauspieler waren, das (britische) Volk aber Opfer, und 800 Millionen Pfund Schulden werden die Lehre daraus für die späteste Nachwelt sein." Cobden wandte sich mit den schärfsten Wprten gegen den Außenminister (Eannlng, der damals, wie heute Churchill oder ein anderer der kümmerlichen Epigonen, die ganz modern schillernde Phrase gebraucht hatte, „eine neue Welt ins Leben zu rufen, um das Gleichgewicht der alten wiederherzustellen". Wie gesagt, die Bourgeoisie ist ihm in dieser grundsätzlichen Einstellung nicht gefolgt, sondern hat nur seine moralischen Ergüsse über Freiheit unb Individualismus mit den plutokratischen Weltherr- schastsaelüsten zu ihrem Dogma vereinigt. Aber historisch interessant ist, daß auch die alten Radikal- Bürgerlichen in Deutschland nicht auf Cobden als Außenpolitiker hörten, sondern das englische Geschwätz gegen Bismarck, gegen die Russen, für die Polen, gegen die Türken und für die Engländer mitmachten. Der Hauptvertreter unb Lehrmeister der deutschen Fortschrittler war — was heute vergessen ist — ein waschechter Engländer, der im Jahre 1809 in London als Sohn des Gouverneurs von Britisch-Guayana geborenen John Prince- Smith, der seit 1831 in Elbing saß, bann in Berlin das Haupt der deutschen Freihändler wurde unb sogar von 1871—73 als Fortschrittsmann dem Deutschen Reichstag angehörte! Dieser Brite konnte nicht nur als Vorsitzender der ständigen Deputation des deutschen volkswirtschaftlichen Kongresses fungieren und von 1861—66 auch dem preußischen Ab geordnetenhaus angehören — — er war natürlich ein Erzfeind Bismarcks — sondern hat mehr als irgend ein anderer dazu beigetragen, den kleinbürgerlichen Radikalismus bei uns gewissermaßen zu anglisieren. Von seinem beschränkten Standpunkt aus veranlaßte er Eugen Richter unb anbere, nicht nur gegen Bismarcks Sozialgesetze zu stimmen, da sie der Freiheit widersprächen, und für die schrankenlose Ausbeutung der Arbeitskraft einzutreten, sondern er brachte sie in die Reihe der Vorkämpfer einer englandgeneigten Politik, die der Bismarckischen, nach Rußland tendierenden Politik entgegengesetzt war und schließlich in Versailles endete. E. S. Der italienische Bericht vom Samstag. Hom, 15. Febr. (DBB. Funkspruch.) Der ilalie- nlfdje Wehrmachtbericht vom Samstag lautet: An der griechischen Front wurden Versuche des Feindes, sich unseren Stellungen zu nähern, von der heftigen Gegenwirkung unserer Truppen zurückgewiesen, die dem Feinde schwere Verluste zufügten. 3n der Rächt zum 15. Februar bombardierten unsere Flugzeuge die hafenanlagcn von C a Valetta und den Flugplatz 2111 c a b b a. 3n Horba frita an der Landfront nichts von Bedeutung. Unsere Flugzeuge bombardierten motorisierte Einheiten und längs der Küste feindliche Schiffe. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben gegen Truppen, Panzerwagen und Kraftwagen Vombcnangriffe durchgeführt. Lin Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. 3m A e g ä i s ch en 211 e e r wurden im Verlaufe der Luftangriffe vom 12. und 13. Februar Zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n 0 ft a f r I f a hat der Feind im Abschnitt von Keren seinen Druck vermindert. 3m Verlaus der Säuberungvaktion, die nach den Kämpfen vom 13. Februar durchgeführt wurde, konnte man sehr starke feindliche Verluste feslstellcn. Ev wurde umfangreiche Beute an Waffen und Munition geborgen. 3m unteren 3uba-Land sind im Gebiet von Ktsimaju heftige Kämpfe im Gange. Verbände unserer Luftwaffe bombardierten erfolgreich Truppen- zusammenziehungen. Ein feindlicher Kreuzer der „Kairo"-Klasse erhielt durch einen unserer Luftwaffenverbände einen Volltreffer. Lin weiterer feindlicher Kreuzer, der vor Mogadischu erschienen ist, wurde durch den raschen Einsatz unserer Bombenflugzeuge In die Flucht geschlagen. Feindliche Flugzeuge griffen eine Ortschaft in Lritrea an, wo etwa 20 Eingeborene getötet wurden. Zwei unserer Jagdflugzeuge wurden abgeschossen, die Flugzeug führer retteten sich durch Fallschirmabsprung. Die Kriegsleistung des deutschen Films. Heichsminister Dr. Goebbels auf der Lahrestagung der Reichsfilmkammer. B e r l i n , 15. 2. (DNB.) Als Abschluß der Kriegs- tagung der Reichsfilmkammer fand im Schillertheater der Reichshauptstadt eine Festsitzung statt. Der Präsident der Neichsfilmkammer, Professor Carl Froelich, wies aus die Leistungssteigerung des deutschen Films hin und gedachte der Kameraden im feldgrauen Rock und der für das Vaterland Gefallenen, zu deren ehrenden Gedächtnis sich die Filmschaffenden von den Vlätzen erhoben. Sodann nahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Der Film, so sagte er, habe sich als eines der wichtigsten Führungsmittel des Volkes den erhöhten Anforderungen, die der Krieg an ihn stelle, gewachsen gezeigt. Die Wochenschau vermittelte der Millionenzahl Oer Film besucher ein echtes, ungeschminktes Bild der Waffentaten des deutschen Soldaten an allen Fronten. Noch nie zuvor seien aber auch Spielfilme von hohem künstlerischen Wert und weltanschaulichem Gehalt in so großer Anzahl entstanden wie gerade jetzt im Kriege. Im Gegensatz zur englischen Filmproduktion, die vor den Aufgaben des Krieges kapituliert habe, feien die deutschen Filmschaffenden mit höchster Intensität an die Kriegsaroeit gegangen. Das künstlerische (Ergebnis, eine lange Reihe jeroorrngen« der Spitzenfilme, laufe ständig vor überfüllten Kino- theatern. Gegen alle Widerstande und Beharrungen sei der deutsche Film im Kriege aber auch wie nie 3uuor an künÜlerUchen Werten bereichert warben. Und seine Arbeit habe dadurch ihre äußere Belohnung erfahren, daß die Statistiken für das Jahr 1940 eine Steigerung d e r Kinobesucher um 3 0 v. H. von 700 Millionen auf eine Milliarde für das Jahr 1940 auswiesen. Filme wie „Robert Koch", „Mutterliebe", „Jud Süß", „Wunschkonzert", „Geierwally" und „Operette" seien die größten Publikumserfolge geworden, die Der deutsche Film seit Jahren zu verzeichnen habe. Sie hätten den Beweis dafür erbracht, daß unser Volk ein Werk von hohem künstlerischen und ethischen Gehalt dem seichten, schlecht gekonnten Unter- Haltungsfilm vorziehe. Sie seien aoer auch beispielhaft für die Gestaltung des kommenden Filmschaffens, das seine Stoffe aus dem Leden greifen und feine Handlungen an echten Konflikten entzünden müsse. Er wisse, wieviel Arbeit dazu gehört habe, diese deutschen Spitzenfilme zu schaffen. Aber noch nie sei ein großes Kunstwerk aus der bloßen Improvisation entstanden. Es sei stets nur durch Begabung, Enthusiasmus und unendlichen Fleiß zu einer Schöpfung von überzeitlichem Wert geworden Am Beispiel der Wochenschau schilderte Dr. Goebbels, wie der Krieg der große Erzieher des deutschen Filmschaffens geworden sei. Zu seinem Beginn sei das Publikum in die Kinotheater geströmt, um in erster Linie die Wochenschau zu lehen. In ihr sei alles das enthalten gewesen, was dem Spielfilm der vergangenen Zeit manchmal ge- fehlt habe: männliche Haltung, realistische Schau, ungeschminkte Wiedergabe des Zeitgeschehens, filmische Verkörperung des soldatischen Heroismus durch Verzicht auf alles schwulstige Pathos. Als der nationalsozialistische Staat die Betreuung des künstlerischen Filmschaffens übernommen habe, sei ihm vorgehalten worden, er hemme damit seine künstlerische Entwicklung. Gerade das Gegenteil sei eingetreten. Die Neuordnung habe die Filmsirmen, die bisher stark in unfruchtbaren Konkurrenzkämpfen ihre Straft verbraucht hätten, zum Wetteifern um die künstlerische Höchstleistung aufgerufen. Und daß diese überlegene Lenkung der Kräfte auch zu einer wirtschaftlichen Gesundung des Films geführt habe, werde durch die Tatsache erhärtet, daß der deutsche Film mit feinen 8250 Kinotheatern innerhalb der Reichsgrenzen sich heute selbst amortisiere und noch große Gewinne abwerfe. Im Zeichen der politischen Neuordnung Europas erwüchsen dem beut« schen Film aber auch bisher ungeahnte Exportmöglichkeiten. Sein Absatzgebiet werde in Zukunft unbegrenzt sein. Als Pionier der deutschen Sprache, als Künder deutscher Lebensauffassung unb als beste Verkörperung der deutschen Kultur habe er die Aufgabe, das neue Reich zu repräsentieren. Der Film müsse sein besonderes Interesse der Nachwuchsfrage zuwenden. Nachwuchs könne niemals nur auf Schulen oder privaten Instituten herangezüchtet werden. Maßstab der Auslese junger Filmkräfte sei die praktische Erprobung, Betätigung und Bewährung in der Filmarbeit selbst. Die Pionierarbeit deutscher Erfinder habe der modernen Filmtechnik die Wege gewiesen. Es sei kennzeichnend für das Deutschland der vergangenen Epoche, daß man dem Ausland die Ausbeutung der Erfinderkraft dieser Männer überlassen hab«. Heute sei die amerikanische Filmtechnik für die beuk sche eine ernsthafte Konkurrenz. Das müsse für uin sere Ingenieure ein Ansporn sein, den neuen fünf, lerischen Impulsen des Films durch die Vervob kommnung seiner technischen Mittel ihre volle ^u«. Wirkung zu ermöglichen. In der Entwickluna btr Tontechnik könne der Film vom Rundfunk noch oit| lernen. Auch der Farbfilm, feine technische Vn. oollkommnung und seine dramatische Beherrschuiv suchten in Deutschland noch ihren Meister. Die $n bester Richtung entwickelt" Bei dem Versuch, diese Ansicht zu begründen, tröstet er das englische Volk mit der Versicherung, daß man das Problem der Nachtbomber mit aller Eindringlichkeit studiere. Selbst diese magere Trostpille verflöchtet sich, wenn Morrison vor Sorglosigkeit warnt und erklärt, man müsse sich bewußt sein, daß die Nachtangriffe noch heftiger werden als bisher und daß es auch möglich fei, daß die Zahl der England besuchenden feindlichen Flugzeuge anwachse. Alle Illusionen der britischen Agitatoren zerplatzen schließlich wie E«' fenblafcn. Oer neue japanische Botschafter bei Roosevelt. Washington, 15. Febr. (Europapreß.) Prä' sident Roosevelt empfing den neuen javanischen Botschafter in den Vereinigten Staaten, Admiral Nomura, zur Entgegennahme seines 'Beglaubigung?' schreibens. Nomura, der in Begleitung des Staatssekretärs Hüll im Weißen Haus ein traf, betonte, daß es jetzt notwendiger denn je fei, ein besseres Verstehen der beiderseitigen Positionen zum Wohle und im Interesse der beiden Nationen herbei- zuführen. Präsident Roosevelt begrüßte hie Versicherung des Botschafters, daß er im Interesse der traditionellen Freundschaft zwischen den beiden Ländern entschlossen sei,, sein Möglichstes zu tun. Das mißglückte Fallschirmunternehmen. Wieder alte Zerstörer für England? ■liier i ]lh du 81 rmhei Jur:'., lor ■Infona ■In? h< t> -itin I m si DD» I liüiib i hm { liier bi ] auf i |* I |h|eir ] ßch! llvil S llft auf Sichd hivf 1 ff A 3"lai W UM Mr eren SMhl umI rrn;n ItlfJ t’Vl d I Wlzni Tji)er fbinfc Wieuc »r Bei Wli kch Mini Do bei rIren S» ei S’! d- ö>rn; M d Mn i:' :i c . N bct r und Am 1. 2. I eser stählern, hassen, die üt nor hör fttofrk 3. Znlemalionale Wmlerspvrwochein Gmmisch-parienkWen Sie Goethe-Medaille für profeffor Hans Günther Tag der Polizei. -mäht und sanden auf ihrer panischen Flucht nicht । rmal die Zeit, sich ins schützende Kornfeld zu [DIU'1' - Erütfol't' DiL ■ Deutsche Reichspost Alle sind wir heute aufs Sparen eingestellt, um in allen Lebenslagen sicher zu sein. Das Postsparbuch macht das Sparen großer und kleiner Beträge für den Sparer in der Heimat ebenso leicht und bequem wie für den Sparer an der Front 1 Einzahlungen und Abhebungen können bei sämtlichen Postämtern, Poststellen und Landzustellern in Großdeutschland vorgenommen werden. Selbst kleinste Pfennigbeträge können in Form von Briefmarken mit der Postsparkarte für das Postsparbuch zusammengespart werden. Wer im Felde steht, kann seine Ersparnisse mit Feldzahl- kartc auf sein eigenes Postsparbuch oder auf das Postsparbuch von Angehörigen eiftzahlen. Man kann auch Postsparbücher für Dritte ausstellen lassen. Deshalb ist das Postsparbuch die gegebene Sparmöglichkeit für jeden Deutschen. Gehen Sie noch heute zu Ihrem Postamt. Verlangen Sic die ausführliche „Anleitung für Postsparer" und lassen Sie sich ein Postsparbuch ausstellen Die deutsche Polizei war am Samstag und Sonntag im ganzen Reichsgebiet eifrig dabei, für das deutsche Kriegs-WHW. zu sammeln. Hier haben Abc- schützen, die sonst den Dienst des Verkehrsschutzmannes in Anspruch nehmen, ihn herzlich begrüßt und ihren Dank durch Einkauf der WHW.-Abzeichen zum Ausdruck gebracht. (Scherl-Bilderdienst-M.) Un- von oer» aus be- den Erganzungsamt der Waff en-ff Ergänzungsstelle Rhein (XII) Wiesbaden hindenburgallee 59 ff-Verfügungstruppen (einschließlich Leibstandarle ff . Adolf Hitler"). Mindeslgröße 170 cm. ff-Totenkopf st andarten2 a) mit Dienslzeilverpflichlung (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehr- bauer). Mindestgröhe 168 cm mit 17 Jahren: b) ohne Dienstzeitverpflichtung (bevorzugt SA.-Männer und Parteigenossen). Schutzpolizei: Ungediente Männer. N*» Plötzlich erhält das Gelände ein völlig neues Ge- läge. Hier wurde vor kurzem noch blutig gekämpft. Bierrunde, englische Stahlhelme, Decken, Mäntel rb Waffen liegen verstreut umher, daneben tote rb verwundete feindliche Soldaten; sie wurden von deren überraschend vorstoßenden Panzern nieder- Es gibt nicht allzu viele Wissenschaftler, denen es vergönnt ist, daß ihre Arbeit in so starkem Umfange in die Masse des Volkes dringt, wie es bei Professor Dr. Hans Günther der Fall :st. i l)Uw<4 Und /kuMt tpwew mit dem "jWo&MA! III. Oie letzte Welle Am letzten Freitag wurde in Garmisch die V.Internationale Wintersportwoche mit dem diesmal an Spannungen reichen 18-km-Lauf eingeleitet. — Links das Olympiastadion, von dem aus der Start dieses Wettkampfes erfolgte, rechts der Sieger des Langlaufes, der Finne Olkinnoura, wie er soeben das Ziel passiert. — (Scherl-Bilderdienst-M.) es los. Langsam bewegen sich die feindlichen Pan- zerkampfwagen aus einer Bahnunterführung heraus» stoßend in dos Schußfeld hinein. Unter dem konzentrierten Feuer der Paks haucht ein stählernes getüm nach dem anderen sein Leben aus. Was den feindlichen Panzerschützen am Leben blieb, suchte zu entkommen und wird gefangen. Allmählich sinkt die Dämmerung hernieder. — Horizont glühen riesige Fackeln auf — es sind die brennenden Kampfwagen, denen es noch gelang, dem Feuer unserer Geschütze zu entkommen und die durch die Pakgranaten in Brand gesetzt, mitsamt chrer Munition in Flammen aufgehen. Das Gefecht ist vorüber — die erste große Feuerprobe glänzend bestanden. Es ist ein stolzes Gefühl, im kleinen am Gelingen der großen Einkesselung der feindlichen Nordarmee beigetragen und den Durchbruchsversuch des Gegners in diesem Kampfabschnitt verhindert*zu haben. Die ---Panzerjäger vernichteten bei Ficheux 23 englische Panzerkampfwagen! iso eien, - M denn P wM »'V rften N dickt «F etzt X tonnte» * ö L«t dj, 5 B folleil Menu . Oie kl F, W:t\ V io Olli. D°r. U W de die ti oahre y ieges |d n ,e9 8^ " rour1! 'ttsgeid 9 In bplH komm! V, rmen ime unh ’ Zwe» !> en die P; dl burd» SJolfsfe e Reih, '.in eich Wo melde ich mich zur Waffen-ff? VSG. Cs wird nochmals darauf hingewlejen, daß freiwillige Meldungen zur Daffen-ff jederzeit von folgenden Dienststellen entgegengenommen werden: Deutsche Ovtik unerreicht Genf, 16. Febr. (DNB.) Frn „Daily Telegraph" verlangt die Aktiengesellschaft Dolland and Aitchison, die ein Großgeschäft in der Oxfordstraße zu London unterhält, „dringend Contax- und Leica- Cameras für einen besonderen Zweck. Höchste Preise werden gezahlt". Das Unternehmen erläßt diese Anzeige offensichtlich auf Veranlassung des englischen Beschaffungsministers, der dringend Apparate für die Wehrmacht braucht. Deutschland ist das einzige Land, in dem leistungsfähige Optik fabrikmäßig hergestellt werden kann, weil die deutsche optische Industrie einen Stamm von Qualitätsarbeitern besitzt und die deutsche Werkzeug- Maschinenindustrie für Zwecke der optischen Industrie unübertroffene Arbeit leistete. England ist deshalb außerstande, die für Kriegszwecke benötigten Phc>- toapparate von der eigenen optischen Industrie beschaffen zu lassen. O , H 7 li*> 1 ?: uf v o X1 Mauer aus Blut und Stahl. Erlebnisbericht von den Kämpfen einer Division der Waffen-^ »n der Panzerabwehrschlacht bei Arras. Von ff Kriegsberichter Hein Schlecht ten, die weite Kreise in Bann zu schlagen vermag. Dabei war die Rasfenforschung, der Prof. Günther sich verschrieben hatte, zu der Zeit, als er sie in Angriff nahm — nach dem Weltkriege — so unpopulär wie nur irgend etwas. Wer damals aufstand und auf die Bedeutung der Rassenfrage hin- wies, der wurde gar rasch als Reaktionär verschrien und zog sich die tödliche Feindschaft des Liberalismus und des Marxismus aller Schattierungen, insonderheit seiner Presse, zu. Es gehörte viel Mut dazu, auf dem einmal beschrittenen und für richtig erkannten Wege fortzufahren und alle die Anfeindungen in Kauf zu nehmen, gegen die damals sich wirksam zu wehren völlig erfolglos war. Bereits im Jahre 1922 erschien die „Rassen- künde des deutschen Volkes", die inzwischen die Auflage von hunderttausend Stück erreicht hat. („Die kleine Rassenkunde des deutschen Volkes" nähert sich sogar der Diertelmillion!) Wenn schon damals, in dieser Epoche des Zusammenbruchs, weite Kreise die außerordentliche Bedeutung der Rassenforschung erkannten, so ist das in erster Linie diesen Büchern Günthers zu verdanken, den wir mit Recht als einen Wegbereiter des neuen Reiches bezeichnen können. Es lag ganz in der Natur dieser kämpferischen Persönlichkeit, daß sie schon frühzeitig den Weg zur Bewegung Adolf Hitlers fand. Schon mehrere Fahre vor der Machtübernahme war es dem Gelehrten vergönnt, von dem Katheder einer deutschen Universität fein Wissen und seine Erkenntnisse der Fugend zu vermitteln: 1930 mar er von dem damaligen thüringischen Volksbildungsminister Dr. Frick an die Universität Fena berufen worden. eitung. die te mb de- b chen H geht, je 9 er und o ler ins hi! ich das k e. LD u icn Hotz Wen, n inten iü laniMiL BeM idurK'! erholte s AW teigert, a den Rett Mgsveä.' doch tec: Semüttr t n PosM.' Adniiri.". > den V te Hielt r den Ak» | SeschW f >r das 5:' -- wohlvü-' . die dB j für das neue Reich geleistet hat. Beim Reichsparteitag 1935 wurde ihm der Wisienschaftspreis der NSDAP, verliehen. Fm gleichen Fahre wurde er nach Berlin berufen. Er hat sich dann um die Ueberführung des von ihm geleiteten Hochfchul- inftituts für Rasienkunde, Völkerbiologie und ländliche Soziologie nach Freiburg im Breisgau bemüht, und wirkt jetzt in dieser Hochschulstadt an seinen Aufgaben für Deutschlands Zukunft. Gerade in den letzten Fahren hat er dem deutschen Volk noch eine Reihe außerordentlich wertvoller und bedeutungsvoller Bücher geschenkt. Sein Buch „Das Bauerntum als Lebens- und Gemeinschaftsform" stellt die umfassendste und erschöpfendste Lebenskunde des deutschen Bauerntums dar. Besonderen Anklang hat sein jüngstes Werk „Gattenwahl zu ehelichem Glück und erblicher Ertüchtigung" gefunden, in dem, stets den Blick auf Volk und Staat gerichtet, mit betonter Feinheit das Große und Erhabene an all' den vielen Einzelfragen und besonderen Momenten des ehelichen Zusammenlebens geklärt und herausgestellt wird, mahnend, belehrend, helfend. Das deutsche Volk, insonderheit die Bewegung Adolf Hitlers, verdanken dem unermüdlichen Einsatz dieses aufrechten Kämpfers und wahrhaften Forschers außerordentlich viel. Mögtzy ihm noch viele Fahre fruchtbarer und erfolgreicher Arbeit im Dienste an der Nation beschieden sein! B. R. Erganzungsamt der Önffen-ff Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX) Kaffel-Dilhelmshöhe Löwenburgstraße 10. Angenommen werden Freiwillige für: Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der Führer hat dem ordentlichen Prof. Dr. phil. Hans Günther in Berlin-Dahlem aus Anlaß der Vollendung seines 50. Lebensjahres in Würdigung feiner besonderen Verdienste auf dem Gebiet der R a s s e n forsch u n g die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß und Reichsminister Dr. Frick übermittelten Professor Günther Glückwunschtelegramme. Der Beauftragte des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, richtete an Prof. Hans F. K. Günther ein Schreiben, in dem er sagt: Ihr Werk ist für Sicherung und Ausgestaltung der nationalsozialistischen Weltanschaung von größter Bedeutung gewesen, und ich glaube, daß Hunderttausende von Parteigenossen, durch die Art ihrer Darstellung und Begründung gleichsam neue Augen für die Betrachtung weltgeschichtlicher Vorgänge erhalten haben. Ihre Lebensarbeit ist für mich ein Zeichen dafür, wie die weltanschaulich - politische Revolution unserer Zeit mit einer neuen Wissenschaft zusammen geboren wurde. Diese Tatsache erscheint mir und sehr vielen anderen Nationalsozialisten als ein weiterer Beweis für den Umfang und die ganze Tiefe der geschichtlichen Wende, die wir alle miterleben dürften, bei der wir — jeder an feinem Platz — mitroirten können. Oie Aorwegen-Beise des Reichsfiihrers ff. Oslo, 15. Febr. (DNB.) Die Norwegenreife des Reichsführers ff in Begleitung des Reichskommissars Terboven sand ihren Höhepunkt in dem Besuch des Landes nördlich des Polarkreises. Das Interesse des Reichsführers ff galt hier neben der selbstverständlichen Fürsorge für die Angehörigen der Waffen--- und der Polizei in hohem Maße auch der norwegischen Bevölkerung und ihrer Arbeit in diesem schwierigen Gelände. In Alta konnte General Dietl dem Reichsführer.ff von dem unvergleichlichen Sieg deutscher Gebirgsjäger berichten. In Dardo und Kirkenes verbrachte der Reichsführer einige Tage im Kreise feiner ---Männer. Dann ging die Reise wieder südwärts nach Tromsö und mit dem Schiff weiter nach Narvik. Die wieder aufgebaute Erzbahn bis zur schwedischen Grenze wie die Kampfstätten um Narvik fanden das besondere Interesse des Reichsführers ff. Die Reise ging über Hommelvik und Drontheim und fand in Oslo ihr Ende. Der Reichsführer ff besuchte noch das Volks- mufeum in Bygdoey und die Mikingerschifte. Nach Internen Besprechungen verließ der Reichsführer ff im Flugzeug wieder Oslo. In drei Angriffswellen haben die englischen Pan- lerverbande vor Mercatel vergeblich versucht, in die (Hanfe der Division einzubrechen. Dreimal stießen le auf die Batterien der ---Artillerie, dreimal wur- ten sie nut blutiaen Verlusten zurückgeschlagen Es uar dem Engländer mehrfach gelungen, mit feinen tzainerkampfwagen fast bis auf 100 Meter an die Sefchützftellungen heranzukommen. Seine Kampf- noral reichte aber nicht aus, den letzten und entfchei- lenden Durchbruch zu wagen. Am späten Nachmittag des 21. Mai erfolgte bei Nercalel der letzte und schwerste Panzerangriff Während mehrere 32-Ionner aus 2000 Meter (Ent« trnung von der Höhe aus mit ihren Panzertürmen as Feuer eröffneten und den Vorstoß deckten, stie- en etwa 25 Panzer erneut auf Mercatel vor. Acht '“rnen Giranten wurden zusammenge- . übrigen drehten in rasendem Abwehr» mer der Geschütze ab und verschwanden. Insgesamt biteben im Lause des Tages bei Mer- i ihre Kanonen bebienen. Auf ber feindlichen 6c te ein sichtbarer Erfolg. Rauch, Flammen, Um- fciir! Der erste Panzerangriff ist aufgefanqen unb ch.-eschlagen. Nein — nicht ganz! Von hinten ein tor neritbes Geräusch. Zwei Panzer haben unbe Deckt den Dorfrand erreicht, sie werden — ohne (cfoben angerichtet zu haben — burch bie eigenen Sirien gelassen unb bann von hinten abgeknallt. Das Sammeln der Kompanie und ihr Dorwerfen ®ii eine sich längs der Straße hinziehende Höhe ttvy blitzschnell gehen, denn ein neuer Panzerangnss N bevor. In den späten Nachmittagsstunben geht i einer f, bop Da E ttsE t neU‘\ Europa rb * in ers »'fts iiÄ> 1 au® 5 Aufstand in Güdarabien. Rom, 16. Febr. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Somali-Land soll im Gebiet von Hadra- m a u t (Südarabien) ein Aufstand gegen die englischen Truppen ausgebrochen sein Anführer des Aufstandes seien Inder, die von den englischen Behörden in das Innere Arabiens verbannt worden seien. Die Aufständischen seien im Besitz von automatischen Waffen und Munition. Die Bevölkerung unterstütze sie mit Lebensmitteln. Die britische Luftwaffe habe als Repressalie Eingeborenensiedlungen mit Bomben belegt. Exkönig Alfons von Spanien schwer erkrankt. Rom, 16. Februar. (Europapreß.) Exkönig Alfons XIII. von Spanien hat am vergangenen Donnerstag einen Herzkrampf (Angina pectoris) erlitten. An seinem Krankenlager befinoen sich die Exkönigin, der Fürst von Asturien und der Herzog von Segovia nebst anderen Mitgliedern der königlichen Familie. Der Zustand des Kranken hat sich in den letzten Tagen zusehends verschlimmert, so daß man ernste Befürchtungen um sein Leben hegt. Da Exkönig Alfons seit Jahren in Rom lebt, nimmt der italienische Königshof und der römische Adel lebhaften Anteil an seinem Befinden. Der italienische Kronprinz stattete dem Kranken einen Besuch ab Kammer gegen Senat in Argentinien. Buenos Aires, 15. Febr. (Europapreß.) Die Präsidentschaftskrise hat sich nach der Ernennung eines S e n a t s a u s s ch u s s e s , der die durch die Krankheit des Präsidenten Ortiz bedingte verfassungsrechtliche Lage prüfen soll, weiter zugespitzt. Das Borgehen des Senates, in dem die Nationaldemokraten über eine große Mehrheit verfügen, stößt in der von den Radikalen beherrschten Abgeordnetenkammer auf Widerspruch. Dadurch kann es zu einem Konflikt zwischen den beiden Häusern des Kongresses kommen. Präsident Dn - wird eine Erklärung zugeschrieben, daß die Entschließung des Senates „eine feindliche Antwort" auf seinen Ruf zur nationalen Einheit bedeutet. Die den Präsidenten stützenden Radikalen vertreten den Standpunkt, daß der verfassungsrechtliche Konflikt nur durch Senat und Kammer zugleich gelöst werden könne, während der Senat der Ansicht ist, daß die Lösung der Präsidentschaftskrise verfassungsrechtlich allein ihm zusteht. Die Allsowjeiische Parteikonferenz. Moskau, 16. Febr. (DNB.) Die 17. Allsowjetische Parteikonferenz, an der Hunderte von Vertretern der zentralen und provinziellen Parteiorganisationen, Vertreter der neuen Sowjetrepubliken und inbesondere zahlreiche Delegierte aus den Jndustriedezirken der Sowjetunion teilnahmen, wurde im großen Saal des Kreml-Palais eröffnet. Stalin, Molotow und die übrigen leitenden Männer von Staat und Partei wohnten der Eröffnung bei. In das Präsidium der Konferenz wurden sämtliche bisherigen Mitglieder des Politbüros mit Stalin an der Spitze gewählt. Die Konferenz wird u. a. die Aufgaben der Parteiorganisationen für die Entwicklung des Industrie- und Transportwesens der Sowjetunion und die Ergebnisse der sowjetischen Wirtschaft während des Jahres 1940 fowie die Entwicklung der Volkswirtschaft im Jahre 1941 beraten. Meine politische Nachrichten. Roosevelt bauftragte den Rektor der Harvard- Universität, Dr, James Conant, als Leiter einer Sonderkommission nachEnglandzu fliegen, um „wissenschaftliche Informationen, die für die USA.= Verteidigung von Wichtigkeit sind", einzuholen. Sein Aufenthalt in England soll einen Monat dauerm * Der Republikaner Ralph Bard ist von Präsident Roosevelt zum st ellver tretenden Marine- minister ernannt worden. Bard ist Chikagoer Geschäftsmann und langjähriger Freund des Marineministers Knox. Sein Vorgänger Compton war aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten. * Zum ersten Militärattache der Vereinigten Staaten für die südafrikanische Union wurde Oberstleutnant Breckinridge Day ernannt. Day soll seinen Posten so bald wie möglich antreten. K u r u s u verließ die Reichshauptstadt. Zu seiner Verabschiedung hatte sich im Auftrage des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherr von Weizsäcker, eingefunüen. * Einer der bekanntesten italienischen Heerführer aus dem Weltkrieg, Marschall Graf Pecori i G i r a l d i, ist im Alter von 85 Jahren in Florenz ; an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Cadorna übertrug ihm den Oberbefehl der 7. Armee ! im Karst und dann der 1. Armee im Trentino. Nach dem Waffenstillstand war Giraldi Gouverneur der neuen Provinzen. König Boris von Bulgarien hat den Vorsitzenden des Verbandes der Gärtner und Winzer, Di- ■ miter Kuscheff, zum Landwirtschaftsminister an | Stelle des zurückgetretenen Ministers Bagrianoff ernannt. Kuscheff hat in Leipzig und Wien studiert. Politisch gehört er zur Bauernpartei. Im So- b ran je vertrat er die gemäßigte oppositionelle Richtung. * Das Personal der englischen Gesandtschaft in Bukarest mit den Angehörigen der Kolonie, etwa 140 Personen, ist mit der Eisenbahn nach Constantza abgereist, nachdem die englische Regierung der rumänischen Gesandtschaft in London ein Flugzeug zur Verfügung gestellt hat, mit dem diese nach Lissabon reisen wird. * Nach vorhevgegangenen Kreisorganis a° tionsleiter-Besprechungen in Gießen, Darmstadt und Wiesbaden fand am 15. Februar im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. unter Leitung des Gauorganisationsleiters Paul Kugel die Abschlußtagung mit den Kreisorganisationsleitern der um die Gauhauptstadt liegenden Kreise statt. Aus aller Wett. Dreißig belgische Schulkinder ertrunken. In der Nähe von Godscheide bei Hasielt kenterte auf dem Eider-Kanal ein Floh, das in der ertranken dreißig. — Die Ursache des furcht, baren Unglücks war eine plötzliche Strömung, durch die das Floß teilweise mit Wasser bedeckt wurde. Die Kinder flohen auf die andere Seite' des Floßes, worauf dieses infolge der ungleichmäßigen Belastung umkippte. — Durch das Unglück sind verschiedene Familien mehrerer Kinder beraubt worden, eine Familie verlor vier Kinder. Drei Kinder bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. In Hamburg sind bei einem Wohnungsbranö im Stadtteil Schnelsen drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren ums Leben gekommen. In einer im oberen Stock gelegenen Wohnung, wo die drei Kinder schlafend allein gelassen worden waren, entstand aus unbekannter Ursache Feuer, das erst bemerkt wurde, als die Flammen aus dem Dach des Hauses emporschlugen. Nachbarn versuch, ten vergeblich, in das abgeschlossene obere Stockwerk zu gelangen. Die Feuerschutzpolizei fand dann die : Kinder in ihren Betten verbrannt vor. Zwei wertvolle Gemälde in Italien beschlagnahmt. In Florenz sind durch die Oberintendantm der ttalienischen Kunstgalerie ein Porträt Tie. polos und eine Abendmahlszene von Francesco Guardi, beschlagnahmt worden. Die Gemälde gehörten dem Engländer A. F. Spender, der einen Palast in Venedig bewohnte und schon 1938 vergeblich versucht hatte, die beiden Bilder nach London auszuführen. Eine Haussuchung in der Wohnung des Engländers war ergebnislos geblieben, doch wurden die Bilder bei seinem Diener in Florenz entdeckt. Sie werden wahrscheinlich der Pinakothek von Bologna einverleibt. Pest, Cholera und Pocken in Bombay. Wie die indische Zeitung „Bombay Chronicle' meldet, sind in der Bombay-Provinz im Lauft einer Woche 360 Pest-, 82 Cholera- und 367 Pocken-Erkrankungen registriert worden, wobei im gleichen Zeitraum über 300 Personen ge- ftorben sind. In vielen Teilen der Provinz sind nicht einmal die notw endigst en hygienischen Ein» richtungen vorhanden. Zwar wird seitens der eng. lischen Regierung alles getan, um die dort an« sässigen Engländer zu schützen, jedoch unternimmt man keinen Schritt, um die breiten Volksmassen vor der Ansteckung zu bewahren. auptsame mit Schulkindern besetzt war, die nach Der von der kaiserlich japanischen Regierung ab-' Schulschluß auf das andere Ufer des Kanals ge- berufene japanische Botschafter in Berlin, >vabro I bracht werden sollten. Von insgesamt 44 Kindern EflDECHSE Als Vermählte grüßen Oberhessischer Kunstverein Montag Turmhaus am Brand Gießen-Wieseck, den 16. Februar 1941 Grabenstraße 14 z. Z. im Felde 833D Werke von 72 sD Marktstraße 28 denten und Schüler 0,10 RM. 8870 GLORlfl Heute Montag: Erstaufführung Ein Großlustspiel der Styriafilm HANS MOSER *THEO LINGEN IN WsteöÜttfrh HEUTE MONTAG ERSTAUFFÜHRUNG Jugendliche haben Zutritt BMA Stadttheatdr Clara Tabody, Olly Holzmann Wolf Albach - Retty, Ida Wüst Das ist der richtige Weg, der Sie befreit von Strauß — Mozart — Beethoven. Preise von RM. 1.55 bis 8.55. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 0,30 RM., für Soldaten, Stu- Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Dauer der Ausstellung 16. Februar bis 9. März 1941 Karl Truppe-Dresden Oelgemälde und Zeichnungen uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiim z Die lustige Geschichte eines Mannes, = E dem sieben Jahre lang alles daneben = | ging. Eine ununterbrochene Folge gro- E = tesker Einfalle u. witziger Situationen = 111111111111111 ii ii in im ii iiiiiiii ii ui im ui hihi i ii iiiiiiiiii i iiiii i n Lachen am laufenden Band Besuchszeiten: sonntags von 11—18 Uhr werktags von 15%—16% Uhr rasch, sicher, schmerzlos durch 5MB oon Wen o. Heren nach der Naturschutzverordnung vom 18.März 1936 (3KB BI.I Seite 181, und den ergänzenden Bestimmungen, aus führlich erläutert von Professor Dr. W Weber, o.ö. Prof, der Rechte und Refcreni im Reichs- und Preußischen Ministerium füi Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Wallber Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen vermüll ttHerlag.verilnjMel- Tägl. 8.15,5.15,7.30. Sonntag 2.30,4.45,7.30 830 A HANS SOHNKER • ERNST v. KLIPSTEIN ANNELIESE UHLIG Willi Werner Unteroffizier in einer Rachrichten-A tellung Minna Werner, geb. Lotz Paul Westermeier • Rudolf Platte • Fritz Odemar Gerda M. Terno • Max Gülstorff . Erich Ponto Spielleitung: Philipp Lothar Mayring llllllllllllllllllll III Hüll HHHUHIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHHIHHIHHHHIHIIHIIHIIIHIHIIIIH Mit dem letzten Tag des Weltkrieges beginnt dieser Film, mit dem ersten Tag des Feldzuges gegen Polen endet er. Und im Mittelpunkt der zwei Jahrzehnte Zeitgeschichte steht das ergreifende und erhebende Schicksal von drei Menschen 1 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Vorher: NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU Obst- and iiMmrein, Gießen Leute zum Baumsprihen gegen guten Lohn gesucht. Meldung sofort. miD Junker, Vereinsleiter Wiesecker Weg 16. Altes Gold, altes Silber altes Double, altes Zahngold alten Schmuck, Sibermünzen führen Sie der Wirtschaft wied. zu, wenn Uhrmacher u juweueb Sie es mir ver- cieuen« neuenweg <• kaufen! 832a Gen.■ Bes .h. C 40/4123 Vorher: Neueste deutscheWochenschau pteilenangeböte] Keine Ursprungs» Zeugnisse, ondern nur Zeugnis absckrislen dem Be merbungsichreiben bet Egenl — Lichtbilder undBewerbungsunter agen müssen zur Ver meidung von Verlusten aus der >Rüd«eite Kamen und Anschrift des Bewerbers tragen! 1. Am Freitag, dem 21. Februar 1941, abends 7.15 Uhr, in der Neuen Aula eine Feierstunde unter Mitwirkung des Städtischen Orchesters unter Leitung von Otto Söllner. Regierungsrat Dr. Rudolf Erckmann von der Abteilung Schrifttum des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda spricht über: Der Humor als Wesensausdruck der deutschen Seele im Schrifttum Der bekannte Dichter Otto Kombach liest Heiteres ans eigenen Werten PQLQST Giessen Nanhläoco »on 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bet wledr HäCmäSSC holten Veröffentlichungen einer Anzeigil Verwenden Sie auch । „Eidechse* Fufjcreme und Fufjbad Niederlage: 780a Liditfpielhaus Täglich: 8.00, 5.10, 7.80 Uhr • Sonntag: 2.80, 4.45 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt (Me-Bimd und Kulturelle Vereinigung ■ veranstalten im Rahmen der Gießener Woche km Konst und Literatur 1941 Wissenschafti. Werke Sondergebiet der Brflhl’schen Druckerei f Mietqesuche~| Gut möbliertes Mn- nnö WuWinel in gutem Hause Nähe Standortlazarett oder Kliniken gesucht. 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Februar haben die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, sowie des Vortragsringes der NSG. „Kraft durch Freude“ bis zu 2 Platzkarten freien Eintritt (Zusatzkarten zum Preise von 0.75 RM.) die Mitglieder des Theater- und Konzertringes der NSG. „Kraft durch Freude“ erhalten ermäßigte Platzkarten zum Preise von 0.50 RM. und zwar sind diese Platzkarten nur im Vorverkauf gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises in der Musikalienhandlung Challier und in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude“ zu beziehen. Zu der Festlichen Veranstaltung „Frohe Stunden hei Wilhelm Busch haben die Mitglieder des Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung bis zu 2 Platzkarten freien Eintritt (Zusatzkarten zum Preise von 1.- RM.) und zwar gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises und nur im Vorverkauf in der Musikalienhandlung Challier, in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude“, und die Mitglieder des Kulturringes der’NSG. „Kraft durch Freude“ erhalten ermäßigte Platzkarten zum Preise von RM. 0.75 (Zusatzkarten zum Preise von 1.- RM.) und zwar sind diese ermäßigten Platzkarten nur im Vorverkauf in der Musikalienhandlung Challier und in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“ erhältlich. Zu der Feierstunde am 21. Februar, sowie zu der Festlichen Veranstaltung am 28. Februar „Frohe Stunden bei Wilhelm Busch“ erhalten die Mitglieder der NS.-Frauenschaft, des VDA. und des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises in der Musikalienhandl. Challier ermäßigte Platzkarten zum Preise von 0.75 RM. • die Ange- hörigen des Veranst.-Ringes der HJ. zu 0.40 RM.: Studenten, Militär und die übrigen HJ.-u.BDM.-Angehörigen zu 0.50 RM. 835 D Gruppe B. Nr. 4 19,30 bis 21.30 Uhr 9. KONZERT Festkonzert zur Gießener Woche für Kunst nnd Literatur HntaMeM Solisten: Luise Schmidt-Frank (Harfe) Paul Kirchmann (Flöte) Dirigent: ProL Stefan Temesvary Ausführende:. Das Städtische Orchester Gießen WMW für wöchentlich, einmalMontags, gesucht. Zu erfrag. in der Geschäftsstelle des Gießen. Anz. 0586 Wegen Verheiratung des langjährigen Mädchens gesucht zum baldigen Eintritt eininallenHaus- arbeit. erfahren. Ulmitttieii fürArztbaushalt, Einfamilienhaus Stau rieumllNk! Svengel Gießen, Garten- stratze 17. qS81 Kindermädchen zu 2 Kleinkindern für sofort gesucht Sr.Mier. Tetzlar Hermannsteiner Straße 52 lsr»v jruckschrhten In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfälti gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch ! Brühl'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 22o1 mit ' '«IT Ur. 40 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhesien) Montag, 17. gebruar 1941 Aus der Schulgeschichte Gießens und Oberheffens. Hessisches Lehrerbuch bringt neue interessante Beiträge zur Heimatgeschichte. Im Auftrag der Historischen Kommission Hessen gibt der Prälat i. R l). Dr. Dr. Wilhelm Diehl, ord. Honorarprofessor an der Ludwigs-Universität Gießen ein Hessisches Lehrerbuch heraus, das im Verlag von L. C. Wittich in Darmstadt erscheint. Bis jetzt liegen die beiden ersten Teile des umfangreichen Werkes vor. Der erfte Teil ist der „Obergraftchaft Katzenelnbogen" aewldmet. Es handelt sich dabei um das hessen-darmstädtische Gebiet des heutigen Starkenburg. Der zweite Teil behandeU das „Oberfurstentum Hessen", zu dem unsere engere oberhessische Heimat gehört, und dem daher unser besonderes Interesse gilt. In seinem Vorwort zu dem zweiten Teil bemerkt Prälat D. Dr. Dr. Diehl, in diesem Band werde le Schulgeschichte von fast 200 Städten und Dör- xrn behandelt, die bis in den Anfang des 19. Jahr- Underts das zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ^hörende Oberfürstentum Hessen bildeten. „Das Iberfürstentum Hessen", so schreibt er weiter, „war in Unterschied von- der Obergrafschaft Katzeneln- ogen kein ursprünglich hessen-darmstädtisches Ge- et. Die Städte und Dörfer, aus denen es sich zu- mmensetzte, sind erst nach und nach in die Landschaft Hessen-Darmstadt eingegliedert worden. !s geschah dies mit den Pfarrorten Schotten, Ober- Ziddersheim und Ulfa nebst Filialen, die bisher zur .cmdgraffchaft HessemRheinfels gehört hatten, im phre 1584, mit dem überwiegenden Teil des Ober- rftentums, den Aemtern Gießen, Hüttenberg, Bu- ckertal, Butzbach, Echzell, Nidda, Alsfeld, Grün- •rg, Ulrichstein und Kirtorf, die vordem Teile der andgrafschaft Hessen-Marburg gewesen waren, im ähre 1604, mit den Pfarrorten Allendorf an der umda und Londorf nebst Filialen, bisher zur andgrafschaft Hessen-Kassel gehörig, im Jahre 1624, wie mit dem Pfarrort Nieder-Rosbach, bisher zur Grafschaft Nassau gehörig, im Jahre 1633." Bei feiner Darstellung der Schulgründungen im Äerfürstentum Hessen und bei den Mitteilungen »er die Lehrer, die seit der Reformation in diesem ebiete wirkten, hat der Verfasser als zeitliche irenze das Jahr 1874 bestimmt, da mit dem .Juni jenes Jahres durch den Erlaß des Volks- hulgesetzes ein neuer Abschnitt in der Geschichte des ssischen Volksschulwesens beginnt. Zusammenfas- nö betont er, daß die Hauptzeit der Schnlgründun- m in diesem Gebiet die Zeit von etwa 1575 bis • den Anfang des 17. Jahrhunderts gewesen ist. In lese Zeit fällt fast die Hälfte dieser Schulgründun- p,» näntlid) von 210 rund 100. „Vorbereitet war vese Zeit, in der es sich durchgängig um Gründung v n für Knaben und Mädchen bestimmten Volks- kwkn handelte, durch die Errichtung von lateini- [een Knabenschulen in der Reformationszeit, deren ^>ihl 20 beträgt. Das Schulgründungswerk des ausübenden 16. und des beginnenden 17. Jahrhunderts rurde in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit 1:. in dem Jahrhundert von 1650 bis 1750 mit 70 Dd in der Zeit nach 1750 mit 8 Schulgründungen fi'tgefetzt. Als letzte in der Reihe der Schulgrün- d ngen sind zu verzeichnen die Garnisonsschule in sH eßen (1785) sowie die Schulen zu Daubringen |p09), Göbelnrod und Neinhardshain (1829), Rut- ijk shausen (1832), Michelnau (1835), Ziegenberg 1344) und Lindenstruth (1856)." Bei den Mittei- [piigen der Lehrerpersonalien ist hinsichtlich der tlntsbezeichnungen der Lehrkräfte für die Zeit bis B'pO in der Regel das Wort „Schulmeister", von 1'X) an das Wort „Lehrer" gewählt worden. Än der Spitze des zweiten Teils behandeU Prälat !ehl in fesselnder Weise die Schulgeschichte d r Stadt Gießen von der Reformation bis ptn Schuledikt von 1874. Zunächst gibt er einen kilberblick von der Reformation bis zur Neu- ^r.»nung des Stadtschulwesens im Jahre 1808. Dar» PB geht hervor, daß schon in mittelalterlicher Zeit gi’e Schule in Gießen vorhanden war, die erstmalig in dem Gießener Gerichtsbuch von 1461 bis 1476 Mvähnt ist und eine städtische Anstalt war. Die Start in den Vorfrühling. Von Kurt H. Kauffmann. !3n den großen Obstreviern auf dem seewärts i«b sich schwingenden Hängen, von denen in lau» sHem, atmosphärischem Wechselspiel Föhn, West- iid und Regen auch das letze Schneekrümchen ^geschmolzen haben, putzt, schabt, schneidet, kratzt » stutzt man mit Scheren, mit Messern und vieler- I?i anderen, geschäftig klappernden Garteninstru- tciten die Bäume zurecht. Mit fürsorglicher Hand fii man die Winterschäden und richtet an Ge- sv ig und Stamm ordnend wieder her, was Frost In? Schnee verdarben. Nun können, aus den Tie- jm der vom Eis befreiten, gelockerten Erde quel- in>, die Säfte in die sauber gelichteten Bäume l'i^en, die der Reichtum des Landes sind rundum t am Schwäbischen Meer, das, sofern nur ein In.iger milder, südlicher Hauch von jenseits der Ilsen herüberweht, ihn gewißlich zu spüren be- tr mt, lange bevor man ihn weiter nördlich im Iech gzich nur ahnt. Ilnd Aun ist es so weit! Die Landschaft scheint Ieich wie verwandelt. Der Himmel, der bislang, v'c um in seiner Schwere sich zu stützen, mit grau= blechen, schneeträchtigen Wolken fast auf dem wal- fcm Rücken der Uferberge lag, so daß man ihre Westen Spitzen, dicht umwölkt und eingenebelt, nie mehr sah, hat sich gehoben. Und als wäre e i Vorhang fortgezogen, ist die Sicht nun wieder *i?i" und umfassend geworden. Ueber viele Kilo- l?ter, ja Meilen hin sieht man wieder über den ■et— sieht das silbrig glänzende Halbrund der 9jr)ten — die blauschwarz dämmernden, in den vorspringenden Landzungen und Kaps ... an bn n man tief in das Wasser hineingebaute, hoch- H^ige Landestege weiß, wo die Dampfer kommen 8t gehen auf ihren schnellen Fahrten von Städt- ;ijn zu Städtchen, von Ufer zu Ufer. »lieit, weit ostwärts und gen Süden fmjöeifen itr auch wieder die welthungrigen, vom Wimer Btier wie mit Blindheit geschlagenen Augen. Sie ih'pielen, den Verheißungen der Ferne und den I r Ortungen künftiger Wanderschaften schon ganz Srnllen, ehnsuchtsvoll das steinern erstarrte Ge- der in lichtblauer Weite den See begrenzen-. Schule wurde mit der Einführung der Reformation aufgehoben und eine neue Schule errichtet, die den Charakter einer Lateinschule hatte. In der Folgezeit kamen noch weitere Schulen hinzu. Der Autor gibt dann interessante Einblicke in die Geschichte der Gießener Stadtschule, deren Entstehungsjahr bis jetzt noch nicht festgestellt ist. Er schildert die bedeutsame Rolle, die diese Schule nach der im Jahre 1624 ausgesprochenen Suspendierung bzw. Verlegung der Gießener Universität nach Marburg ge- pielt hat, ihre Aufgaben als „erweiterte Stadt- chule" im Jahre 1627 und später sowie ihren Rückgang nach 1649 durch die Rückverlegung der Univer- ttät und des Pädagogs nach Gießen. An diese Schilderung schließt sich ein Bericht über die D e u t- s ch e S ch u l e und M ä d ch e n s ch u l e an, die beide schon im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts hier bestanden. Es folgt die Darstellung über die Schule an der Burgkirche, die in dem ursprünglichen Universitätsballhaus von 1651 ab bestand. In diesem Zusammenhang kann man interessante Einzelheiten über eine von der Gießener lutherischen Stadtgemeinde unterschiedene Militär- oder Garnisonsgemeinde lesen, die im Jahre 1647 gegründet worden war. Die A r m e n f ch u l e ist erstmalig in den 90er Jahren des 17. Jahrhunderts nachweisbar, über ihre Anfänge herrscht aber Unklarheit. Als sicher bezeichnet es Prälate Diehl, daß die Schule im Zusammenhang mit den „Gießischen Armenanstalten" ins Leben trat. Der nächste Abschnitt behandelt die Städtische M ä d ch e n sch u l e, die im Jahre 1731 errichtet wurde, nachdem bereits im Jahre 1727 Schritte zur Errichtung der Schule von dem Gießener Konsistorium bei dem Bürgermeister und Rat der Stadt Gießen unternommen worden waren. Die Garnisonsschule entstand im Jahre 1785 als eine für die Soldatenkinder bestimmte Schule. Sie unterschied sich von der früheren Deutschen Schule an der Burgkirche dadurch, daß sie einen rein militärischen Zuschnitt hatte. Die Schule bestand bis in das Jahr 1824. Nebenschulen, die vom Anfang des 17. Jahrhunderts an in Gießen während fast 200 Jahre bestanden, waren meist zeitlich auf die Lehrtätigkeit des Mannes beschränkt, der sie eröffnet hatte. Eine Ausnahme machen als „Schulen mit Tradition" die Kochsche Mädchenschule und die Strickschulen. „Die Kochsche Mädchenschule bestand 112 Jahre. Sie wurde im Jahre 1695 durch den zweiten Stadtschulmeister Johann Peter Koch errichtet und von dessen Sohn Johann Balthasar Koch und seinem Enkel Hartmann Samuel Koch weitergeführt. Alle drei hielten die Mädchenschule im Nebenamte; im Hauptamt waren sie Lehrer an der Stadtschule." ... „Auch bei den Strickschulen, deren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stets zwei waren, ist eine Tradition wahrzunehmen. Sie hafteten zwar nicht, wie die Kochsche Mädchenschule, an ein und derselben Familie, wurden aber von feiten der kirchlichen Behörde als Notwendigkeiten angesehen, so daß sie immer und immer wieder besetzt wurden." Weiter werden hier noch erwähnt „die Steckrodische Schule, deren Lehrziel es war, Knaben bis zum Eintritt in die unteren Klassen das Pädagog vorzubereiten" — genauere Nachrichten über sie liegen aus den Jahren 1743 und 1744 vor — und die Eulerische Schule, die ebenfalls den Charakter einer Vorschule für das Pädagog hatte und im Jahre 1747 von dem Kandidaten der Theologie Johann Philipp Euler eröffnet wurde, der die Schule bis in das Jahr 1764 hielt, in dem es ihm gelang, als Lehrer der Städtischen Mädchenschule Anstellung zu finden. Von der Neuordnung des Stadtschulwesens im Jahre 1808 bis zum Schuledikt von 1874 handelt der neuere Teil dieser Geschichtsschreibung. „Bei der Neuordnung des Stadtschulwesens im Jahre 1808 traten an die Stelle einer nicht mehr lebensfähigen Lateinschule mit drei Lehrkräften sowie einer wenig leistungsfähigen Mädchenschule mit zwei Lehrkräften drei nach den Grundsätzen der modernen Pädagogik eingerichtete städtische Volksschulen: die erste Stadtknabenschule, die zweite Stadtknabenschule und die Stadtmädchenschule. Neben diesen drei Schulen mit je einem Lehrer stand noch die alte Armenschule, die von da an den Namen Freischule trug." Den geschichtlichen Abrissen über die verschiedenen Schulen sind umfassende Verzeichnisse über die Lehrer beigefügt, die an diesen Schulen gewirkt haben. Hier kann man viele Namen lesen, die auch heute noch in Gießen anzutreffen sind. Der größte Teil dieser Männer und Frauen stammte aus Gießen oder aus oberhessischen Orten. Zum Teil waren die Männer aus dem Handwerk und aus dem Soldatenstand hervorgegangen. Viele sind auch als Abkömmlinge von „Stadtschulmeistern" oder als Söhne von „Bürgern und Handwerksmeistern" bezeichnet. Im Anschluß an die Schulgeschichte von Gießen behandelt der Herausgeber noch die gleiche geschicht- Än „Geschütz", das auch seinen Zweck erfüllt Diese lustig aussehende Nachahmung eines Geschützes hat die Aufgabe zu erfüllen, den feindlichen Luftbeobachter zu täuschen. — (PK.-Dietrich-Atlantic-M.) den Alpen, deren Firnbänder und Schneehalden dort aus den toten Regionen des ewigen Winters kalt und weiß herüberleuchten, in einer solchen Intensität, daß man meint, ihren eisigen Atem bis hierher zu verspüren. Die an und ab durch die schütteren, eben noch einen milden Regen versprühenden Wolken behutsam sich tastende Sonne, deren Licht durch die einzelnen Wolkenlöcher in breiten Strahlenbündeln fast lotrecht aus dem Himmel herniederschießt, läßt hier und da den von den nebeldampfenden Uferhängen fjordartig eng umschlossenen See in metallischem Funkeln aufleuchten, als brennten unter seiner Oberfläche gewaltige, tief aus dem abgründigsten Innern der alten, vulkanischen Erde glostende Feuer. Und es ist, als verspürten auch die Wasserhühner und Seevögel den überall sachte anhebenden Ausbruch der elementaren Kräfte, die die erstorbene Natur wieder aufzuwerten beginnen. In dichten Flottillen schwimmen die schwarzen Bleß- hühner, die bislang Wochen hindurch in fast apathischer Ruhe an den eisverkrusteten Uferrändern verharrten, in geschäftigem Hin und Her über den See, um sich dann plötzlich wie auf Kommando flügelrauschend aus dem von ihrem Start schäumend aufgischtenden Wasser zu erheben, über dem sie dann, ehe sie nach raschen, kurzen Flügen wieder einfallen, in vorsichtig flatternden Schwärmen kreisen, wie um die noch gehemmten Kräfte ihrer wintermüden Flügel zu erproben. Auch die Möwen kreuzen und schweben wie in übermütigem Spiel in ganzen Geschwadern durch die Luft, die sie mit ihrem mißtönigen Geschrei erfüllen, das man aber, gebannt von der bewunderungswürdigen Virtuosität ihrer Flugkünste und hingerissen von der Eleganz ihrer artistischen Kapriolen, zu überhören geneigt ist, weil es einem irgend wie ungerecht und widerspruchsvoll erscheint, daß diese zum Schwimmen und Fliegen gleicherweise so vollendet geschaffenen und vollkommen gestalteten Geschöpfe, die sich in zwei Elementen, im Wasser und in der Luft, mit so tadelfreier Vollkommenheit zu bewegen wissen, so häßliche, disharmonische Laute von sich geben, die wie ein ewiges hysterisches Gezeter klingen. Als sollte es einem aber gleichsam bewiesen werden, daß die schier unübertreffliche Vollkommenheit dieser zartgefiederten Flugkünstler doch noch einer Steigerung fähig wäre, tauchen plötzlich vom jenseitigen Ufer her zwei Schwäne auf, die in geringer Höhe über dem Wasser in schwerem, aber doch bezaubernd elegantem Flug heranrauschen. Die schönen, langen Hülse in schnurgerader Verlängerung des Körpers weit üorgeftretft — die gewaltigen, makellos weißen Schwingen in unendlich ruhevollem Auf und Ab hebend und senkend — so segeln sie, königliche Vögel von wahrhaft heraldischer Schönheit, majestätisch dahin, über das geringe, niedere Wasservolk hinweg, landeinwärts steuernd, wo sie vielleicht irgendwo in den nahen Wäldern zu einem stillen, geschützten Weiher wollen, an dem vielleicht schon in dieser südlichen Landschaft die ersten Schneeglöckchen blühen oder bald die frühen Anemonen kommen. Oie Heimkehr. Von Ernst Heyda. Als der Urlauber die Abteiltür ins Schloß warf und den «Zug entlang zum Ausgang schritt, war er im Augenblick in einen dichten Schleier gehüllt, durch den ein zittriges Licht hindurchfah. Er tastete sich darauf zu, überschritt vorsichtig die Schienen eines toten Gleises und streckte seinen Fahrschein gegen das dunkle Sperrhäuschen, aus dem ihm ein wollener Handschuh entgegenkam. „Bist du es, Karl?" fragte jemand. Der Urlauber blieb stehen und wischte sich den Schnee aus seinen Augen. „Ich bin's, der Störzer!" sagte er. — „Hast heute Spätdienst, Franz?" „Du bist es? Nur noch den letzten Fahrplanmäßigen. Deine Frau wird sich freuen, daß du doch noch kommst!" „Na denn, viel Freude!" „Auch für euch!" Der Soldat nahm seinen Wäschebeutel in die rechte Hand und rückte den Tornister zurecht. Er machte weite Schritte, der Schneesturm riß ihm den Atem vom Munde, feine Nagelschuhe stampften in den Boden. Als Fremder, dachte er, wäre es gar nicht mal leicht, sich hier durchzufinden. So klein das Dorf nun ist. Drüben ist wohl Marttns Fleischerei. Eine dicke Schneeflocke setzte sich auf seine Lippen, er blies sie übermütig fort und sagte halblaut: liche Entwicklung zahlreicher Orte von Oberhessen. Wie bei Gießen, kann man auch hier interessante Einblicke in die Ortsgeschichten gewinnen und dabei mancherlei Wahrnehmungen machen, die auch in unserer Zeit oder gerade jetzt mit dem verstärkten Interesse für alle heimatgeschichtlichen Vorgänge, besonders willkommen sind. Dieses neue Werk des als Heimatforscher und Geschichtsschreiber Hessens weithin bekannten Prälaten i. R. Diehl ist ein weiterer wertvoller Baustein der hessischen Geschichtsschreibung, den man mit Genugtuung begrüßen darf. , B. Geschweißter Stahl im Röntgenfilm. wx * : v Um die unbedingte Zuverlässigkeit im Reichs- bahnbetrieb zu gewährleisten, werden beim Bau der Lokomotiven die modernsten Prüfverfahren angewendet. In den Borsig-Lokomotiven-Werken bei Berlin wird z. B. — wie unsere Aufnahme zeigt — ein Kontrollver.f ähren entwickelt, das mit Hilfe von Röntgenfilmen die Erkennung der klein» ften Materialfehler ermöglicht. Unser Bild zeigt das Prüfen der entwickelten Negative der Röntgenfilme im Betrachtungskasten. Der auf dem Film sichtbare helle Streifen stellt die Schweißnaht an einer Stahlfeuerbüchse dar. Risse, Poren und Schlackeneinflüsse können so durch dieses Verfahren leicht erkannt und beseitigt werden. (Scherl-Bilderdienst-M.) ßin Zentrum für Mutter und Kind in der Aufrüstung des Dorfes. Im Zusammenhang mit der Frage der „Aufrüstung des Dorfes", die als ^in wesentliches Mittel gegen die Landflucht in großem Umfange eine Ausgestaltung des dörflichen Lebens bringen wird, spielen auch die Einrichtungen für Mutter und Kind eine wichtige Rolle. In allen größeren Dörfern ist eine Art Zentrale für Mutter und Kind zu errichten, ein Haus, in dem zugleich die wesentlichsten Voraussetzungen sanitärer uno hygienischer Art für das Dorf und feinen Umkreis sichergestellt, werden können. Es müßte ein Warmbad, eine moderne Wasch- und Trockeneinrichtung, sowie Schul- und Lehreinrichtungen enthalten. Auch der Arzt und der Zahnarzt müßten hier ihre Sprechstunden halten. Wenn nod) ein Kindergarten angegliedert wird, so sind die wesentlichsten Dinge der Nachwuchspflege und Betreuung der Kleinkinder gelöft. Die Pflege und Betreuung des Kleinkindes in hygienischer Hinsicht nimmt gerade auf dem Lande der Bäuerin einen nicht geringen Teil ihrer Zeit fort. Wird die Pflege in eine zentrale Stelle verlegt, sv wird die Bäuerin nicht nur entlastet, sondern ihr Kind oder ihre Kinder wären besonders gut aufgehoben, weil sie hier unter ftän» diger ärztlicher Kontrolle sind. „Na, nächstes Jahr sollt ihr mal alle sehen, da haben wir auch ein Kind! Wie es da bei uns sein wird!" Er blieb stehen, so hatte ihn das Bild verzaubert, wie es nächstes Jahr sein würde, wenn erst das Kind da wäre, er stellte sich alles genau vor, die Tische, das Kind, Therese... Ach ja, Therese. Sicher stand sie nun an der Stubentüre, sie wußte doch, wann der Zug einlief, wenn er nun nicht auf die Minute pünktlich war, mochte sie glauben, er käme nicht mehr. Der Soldat fühlte plötzlich eine wohlige Wärme, wenn er an Therese dachte; er schritt schneller aus, an der Meierei vorbei, ein Hund kläffte aufgeregt hinter einem Gitter, ein flatternder Vogel trieb vorüber. Dann war er schon auf dem Feldwege, der zu seinem Hause führte, und ging ein paar Schritte langsam, bis sein Herz wieder im Gleichklang lief. Als er am Gitter stand, setzte er den Wäschebeutel sorgsam in den Schnee. Er tastete zum Schloß, öffnete und ließ die Tür weit offen, nun hatte er gar keine Zeit mehr, alle Tage hatte er sich dieses Bild seiner Heimkehr ausgemalt, droben flog das Fenster schon auf, er mußte ladjen, jetzt hatte sie ihn doch gehört, und er hatte so leise fein wollen. ^Eine ängstliche Stimme rief feinen Namen, der Soldat antwortete nicht, eine Sekunde noch, dachte er, eine winzige Sekunde wird ihre Sorge um mich verspüren, ihre Angst, ob ich es auch wirklich bin. Dann schlug die Freude über ihm zusammen, er stürmte die Treppe hoch, ließ alles fallen und war zu Hause. Der Duft frischen Kuchens überfiel ihn, es roch nach Braten und gebackenen Aepfeln. Ehe er später in die Stube durfte, mußte er sich seine Stiefel ausziehen lassen und in den Hausrock schlüpfen, endlich war es soweit, daß er zu Hause war. Es schien ihm, als sei er gar nicht fort gewesen, die Zeit war stehen geblieben, tick tick, tick, das waren keine Sekunden, sondern Monate, Polen, Frankreich, das waren Bilder aus einem Buch. „Ach du, daß du hier bist!" sagte die Frau später, als sie sich am Tisch gegenübersaßen. Sie erhoben sich gleichzeittg, ihre Gesichter kamen sich entgegen, ihr Kuß war ein wunderbares Versprechen. Oer kleinste Kalender. Wenn auch die heutige Kalenderkunst auf bedeu» tender Höhe steht und die Kalender, die der deut" sche Verlagsbuchhandel auch für dieses Jahr wieder herausgebracht hat, von größter Mannigfaltigkeit und Schönheit find, so haben unsere Vorelterm doch ihre Nachfahren darin in einer Hinsicht übertroffen: sie brachten so kleine Kalender heraus, datzi sie zu den kleinsten Büchern überhaupt gehören.. Eine solche winzige Spielerei wird in einer Anzelgc: vom Jahre 1817 angekündigt, die im „Grundge« scheuten Antiquarius" erschien. Die Leipziger Buch" Handlung von Th. Seeger kündigte zum Pre»m von 36 Kreu.zern einen „Almanach für das^ 3Q9r 1818" mit sechs Vignetten an. Von dem Duchlem heißt es: „Dieser außerordentlich kleine AlmanaM ist mit einer Stahlfeder auf Kreide gezeichnet uns» enthält außer den Namenstagen das Alter den größten und der bedeutendsten Regenten." Dan« folgt die Angabe, daß der Almanach, in das heutig« Maß umgerechnet, 14:11 mm groß ist und„ungf" achtet auf jeder Seite 16 Zeilen stehen, fo mL®"1 Schrift deutlich zu lesen. Oberhessischer Kunstverein. Ausstellung Karl Truppe. In den Bildberichten von der letzten Großen Deutschen Kunstausstellung (1940) in München war unter anderem, vielen gewiß um des ungewöhnlichen Motivs willen noch erinnerlich, auch das große Gemälde „Sein und Vergehen" (junges Mädchen und alte Frau) von Karl Truppe in zahlreichen Blättern zu sehen. Das Bild ist seinerzeit vom Führer als Geburtstagsgabe für Gauleiter Adolf Wagner in München gekauft worden. Truppe, 1887 in Kärnten geboren, im Weltkriege österreichischer Offizier und Kriegsberichter, jetzt in Dresden ansässig, hat eine Kollektivausstellung veranstaltet, die gegenwärtig durch deutsche Städte reist und nun von Göttingen auch zu uns gekommen ist. Von den ursprünglich 60 großen Bildern dieser Ausstellung sind in Dresden bereits 40 verkauft worden, so daß der hier vorliegende Katalog nur noch 18 Oelgemälde auf- weist; dazu eine Reihe von Zeichnungen. Die Aus- stellung wurde am Sonntag im Turmhaus am Brandplatz eröffnet und wird für drei Wochen hier zu fehen fein. An der Rückwand des Raumes hängt an repräsentativer Stelle die „Madonna im Gebirge", Wiederaufnahme eines alten biblischen Motivs in süddeutscher Landschaft. Eine Gruppe von Bildnissen — „Hannele", „Selbstporträt 1914", „Lachendes Mädchen", „Mädchen mit Buch" — bewahrt neben feinen koloristischen Werten den Reiz des Intimen und Momentanen, den Augenblickseindruck etwa einer Kopfwendung, eines Augenaufschlages, eines Lächelns, den blickverschleiernden Fall lockerer Haarsträhnen über ein erhobenes Mädchengesicht, den lebendigen Ausdruck des Schauens und großäugigen Staunens im Porträt eines kleinen Kindes. Die für unser Gefühl malerisch apartesten und pikantesten Werte der Ausstellung vereinigen sich in einer Reihe von Stilleben, deren beste an eine erlesene Tradition (Charles Schuch) anzuknüpfen scheinen und einer vielfach schal und reizlos gewordenen Gattung von Bildern neuen, lebendigen Inhalt geben. Neben den großen Blumenstücken mit der subtil und doch nicht ängstlich gemalten, quellenden Fülle von Nelken und Stiefmütterchen finden sich mit empfindlichem Blick und kultiviertem G« schmack zusammengestellte Gruppen an sich höchst. materieller und alltäglicher Dinge. Es handelt sich hier aber nicht um die fragwürdige Anziehungskraft dieser Dinge an sich, wie beispielsweise eines halbgefüllten Geleeglases, sondern um die malerisch*' Funktion solcher Bildbestandteile im Ganzen, in diesem Falle um den Widerschein des auf Glas und Inhalt fallenden Lichtes. Von äußerst gewählter Zu« sammenstelluna und Gegenwirkung einzelner, kleiner Farbwerte fino ferner etwa die Stilleben mit den« Tauben und mit den Eiern bestimmt,' wo man hir spielenden Lichter auf den Krügen im Hintergrund! beachten wird. Und auch das „Bauernfrühstück" if‘; eine nicht nur im unmittelbaren und landläufigen: Sinne delikate und rare Sache. Die Kollektion der Oelgemälde wird durch ein* Serie von (z. T. farbigen) Zeichnungen ergänzt,, unter denen einige Köpfe und figürliche Blattet' durch die Unmittelbarkeit des Skizzenhaften und 3nf provisatorischen, die davon ausgeht, den Blick aus sich lenken und feschalten. Hans Thyriot. itt: oche für Kunst und Literatur. Aus her Stadt Gießen. Spiel der Sonne. Es läßt sich allerdings nicht jeden Tag beobachten, denn dafür find die Tage im allgemeinen noch zu winterlich. Aber gelegentlich, wenn alle Voraussetzungen für ein glanzvolles Erscheinen der Sonne zutreffen, dann zeigt fkh jenes reizvolle Spiel. Und dann hat es beinahe den Anschein, als geschähe ein Wunder. Mitten in der grauen Eintönigkeit des Februartaaes beainnt mit einem Male das Himmelsgewölbe zu leuchten. Es wird heller und heller, und schließlich sieht man nur noch ein einziges strahlendes Licht, das alles mit einem Glanze überflutet. Es ist, als wenn auf einer bis dahin verdunkelten Bühne plvtzlich der Horizont aufgehellt wird und eine blendende Farbigkeit der Lichter die Szene belebt. Gewöhnlich geschieht es um die Mittagsstunde. Von der Wolkendecke, die kurz vorher noch den ganzen Himmel überzog, sind nur einige weiße Schleier zurückgeblieben, die sich in fließender Bewegung vor dem Sonnenlicht auflösen. In hellem Blau er« VerdunkelungszeU .17. Februar von 18.38 bis 8.35 Uhr. glänzt das Fi:rmament, die Luft ist erfüllt von einer seltenen Klarheit, und wo die Sonnenstrahlen auffallen, da herrscht ein einziges Blitzen und Funkeln. Unter soviel himmlischer Gunstbezeugung verwandelt sich auch die Staat. Sie dehnt und reckt sich sozusagen, und alles, was sich auf der Straße zeigt, erscheint in dem hellen Lichte neu belebt. „Ein prächtiger Taa", sagen dann wohl die Passanten und nicken sich vergnügt zu. Ihr Gang wird aufrechter und elastischer, mitunter bleiben sie auch ein Weilchen stehen, um Den wärmenden Sonnengruß auf der Wange zu spüren. Eine Regung der Dankbarkeit gegen das lang entbehrte liebe Himmelslicht ist in ihnen, das tändlerisch blitzende Reflexe auf den Asphalt wirft. Die Schaufenster erweisen sofort wieder eine stärkere Anziehungskraft, von den Dachgesimsen schilpen vergnügt die Spatzen, und selbst das Läuten der Elektrischen klingt um einige Grade munterer als sonst. Es scheint ein befreites Aufatmen überall spürbar zü fein. Leider dauert das beglückende (Spiet der Sonne meist nicht sehr lange. Wenn die Nachmittagsstun- den heranrücken, dann verschwimmt gewöhnlich der Horizont, und nach kurzer Zeit bildet sich wieder jene Wolkendecke, die das graue Licht der Eintönigkeit spendet. Wir sind eben noch im Februar. Aber gerade die Seltenheit, mit der die Zauberin Mittagssonne ihr Spiel treibt, birgt den besonderen Reiz dieser Erscheinung, die im letzten Stadium des Winters die frohe Hoffnung auf den Frühling weckt. H.W.Sch. Oie großen Kundgebungen der Partei. Nach dem starken Auftakt der Versammlungswelle der Partei im Kreise Wetterau am Freitagabend brachten der Samstagabend und der Nachmittag und Abend des gestrigen Sonntags in rund hundert Orten des Kreises Wetterau weitere eindrucksvolle Kundgebungen unserer Volksgemeinschaft. In allen Orten waren die Männer und Frauen, die jungen Burschen und Mädels in so großer Zahl dem Rufe der Partei gefolgt, daß wohl überall von überfüllten Versammlungen gesprochen werden kann. Es ist bei der Fülle der Versammlungen und der gleichen Ausrichtung-des Themas der Kundgebungen leider nicht möglich, über den Verlauf im einzelnen zu berichten. Als Gesamteindruck aller Kundgebungen kann aber mitgeteilt werden, daß die Ausführungen der Redner überall starken Eindruck machten und alle Volksgenossen in ihrem ohnehin unveränderlichen Willen, stets und überall alle Kräfte für den vollen deutschen Sieg einzusetzen, erneut bestärkten. Allenthalben offenbarte sich überzeugend die unlösliche Verbundenheit aller Volksgenossen mit unserem Führer und seinem Werk, insbesondere auch letzt im Kriege. So fanden denn die Redner in sämtlichen Kundgebungen stärkste Zustimmung. Orkszell für den 18. Februar. Sonnenaufgang 8.37 Uhr, Sonnenuntergang 18.41 Uhr. — Mondaufgang 1.52 Uhr, Monduntergang 11.47 Uhr. Letztes Viertel 20.07 Uhr. _________ Gießener: Morgenfeier im Stadttheater. Die unter der Schirmherrschaft des Herrn Oberbürgermeisters stehende Gießener Woche für Kunst und Literatur 19 41 — „Meister deutschen Humors" — wurde gestern mit der 6.Mor- aenveranstaltung des Stadttheaters eröffnet. Die Ouvertüre zu „l)onna Diana" von E. N. von R e z - n i c c t, unter Kapellmeister Söllners Führung vom Städtischen Orchester vorgetragen, leitete die Feierstunde ein: die schnellen, preziösen, hüpfenden Rhythmen der beschwingten Musik leiteten über zur Ansprache von Oberbürgermeister Ritter, der mit einem Gruß an die Erschienenen die schon traditionell gewordene Kunstwoche eröffnete und u. a. etwa folgendes ausführte: Für die Veranstaltung sei mit Liebe und Sorgfalt ein reichhaltiges Programm gewählt worden, um dessen Ausgestaltung sich insbesondere Intendant H. W. K l e i n, Pg. Schemel (KdF.) und Regie- rungsvat Dr. Henning als Leiter des Goethe- Bundes verdient gemacht hätten. Dichter und Denker seien auch heute wieder aufgerufen, das deutsche Volk zu begeistern; als Beispiele seien nur Heinrich Anacker, der Schöpfer des Frankreichliedes, Heinrich Lerfch („Ich glaub an Deutschland wie an Gott...") und E. G. Kolbenheyer genannt. Wir haben hier in Gießen das Recht, eine solche Feierstunde zu veranstalten, denn die kulturelle Regsamkeit der Gießener Bevölkerung sei traditionell bewährt. Keine Zeit hohe so viel Verständnis für kulturelle Dinge bewiesen wie der Nationalsozialismus; an der Kunst nehmen heute alle Schichten des Volkes teil. Der NSG. „Kraft durch Freude", dem Konzertverein, dem Goethe-Bunde, auch dem Städtischen Orchester und dem Theater habe er, Oberbürgermeister Ritter, namens der Bevölkerung heute Dank und Anerkennung auszusprechen. Die erzielten Erfolge verpflichteten zur ßeiftungsfteigerung. Die Höhe der Kultur, deren bildende und erzieherische Werte heute besonders geschätzt werden müßten, sei ein Prüfstein für die innere Kraft einer Nation. Mit Freude und Stolz blicken wir heute auf die Entwicklung der letzten acht Fahre zurück. Die Neugeburt deutschen Wesens gebe uns Kraft im härtesten Lebenskämpfe der Nation. Der Glaube an unsere Zukunft, die Treue zum Führer und die Gewißheit des Sieges feien uns Bürgschaft und Verpflichtung; die tiefe Bereitschaft zu jedem Opfer wurde besiegelt mit dem Gruß an den Führer, in den die mit großem Beifall aufgenommene Ansprache ausklang. — * Es folgte dann die Uraufführung des Marionetten- fpieles „Terzinen an die Nacht" von Max Som« mereil. Der Frankfurter Dichter und Literarhistoriker, dessen Roman „Der Lampenschirm aus den drei Taschentüchern" im vorigen Jahre erschien, schrieb mit der kleinen Szenenfolge ein romantisches Nocturno im Spitzweg-Stil, spielend in einem nächtlichen Kleinbürgergarten bei Mondschein. Die Bezeichnung als Marionettenspiel hebt die leicht grotesken Vorgänge in die Sphäre des Unwirklichen; Figuren und Worte scheinen gelenkt und gesprochen von einer spielerischen Phantasie, die es der Laune und dem Temperament des Zuschauers überläßt, sich unbeschwert daran au amüsieren oder die tiefere Bedeutung, womöglich sogar Sinnbildlichkeit der Erscheinungen aufzuspüren. Der Dichter, vom Geist getrieben, schwingt sich aus seiner Kammer in den Garten hinab, um in Terzinen ein Gedicht an die Nacht zu schreiben. Unter den Sternen wandelnd, wird er durch weibliche Wäschestücke, die zum Trocknen aufgehängt sind, aus der Fassung gebracht, verlängert er ahnungslos die Schäferstunde eines nachbarlichen Liebespaares, indem er dem kleinbürgerlichen Galan den Rückweg durch den Garten abschneidet. Der Polizist Nickel verdächtigt den unschuldigen Poeten, ihn gänzlich mißverstehend, des Birnendiebstahls, indes der wahre Dieb, während der Polizist den Liebhaber arretiert, von der jungen Frau um seine Beute gebracht wird. Der Dichter jedoch vollendet, von der Geistererscheinung der ins Bettuch gehüllten Frau gewaltig beflügelt, trotz närrischen Begegnungen mit einem aufgestörten Kettenhunde, einer nicht vorhandenen Nachtigall und schimpfend aus dem Schlaf geschreckten Kleinbürgern sein Gedicht und beschließt es, vor dem Vorhang an die Zuschauer gewendet, mit den Worten: wenig zu sagen, doch viel zu klagen hat der moderne Dichter. Vor einem Szenenbilde, mit dessen Gestaltung sich Herr Löffler phantasievoll in den Stil des Werkchens versetzt hatte, ließ Herr Reuter als Spielleiter das mondbeschienene Abenteuer in einer zwielichtigen Stimmung vor sich gehen, in der sich traumhaft Unwirkliches mit trockner Realität mischte. In Herrn Caninenberg, dessen entrückte Phantasien ein geistesabwesend-schwärmerisches Poetentum bezeichneten, und in Herrn Geiger, der die gemütlich-amtseifrige Beschränktheit der Obrigkeit vertrat, standen sich in - grotesker Uebersteigerung die Repräsentanten reiner Idee und höchst irdischer Nüchternheit gegenüber. Herr Koh- lermann, ein rothaariger Dieb, Herr Bernd und Hannelore Hinkel, das zärtlich-erheiterte Paar, rundeten den fröhlichen Reigen, dem das wohlbefetzte Haus angeregt Beifall spendete. »Humor und Poesie in der deutschen Graphik." Im Anschluß an die Morgenfeier wurde im Theater-Foyer eine neue Ausstellung des Oberhes- fischen Kunstvereins eröffnet: Poesie und Humor in der deutschen Graphik. Aus 70 Blättern ein unerschöpfliches Thema. Beide (Elemente, das Poetische und das Humorvolle, kommen darin zur Geltung, hier das eine, hier das andere überwiegend, dort beide sich durchdringend; die verschiedensten Temperamente und Sehweisen sind zu erleben. Die Empfindung des Beschauers kann eine S Ausdrucks-Skala vom leisen Lächeln bis zum itzenden Gelächter durchlaufen. Professor Klaus Richter greift in feinen Kaltnadelarbeiten zum „Don Quijote" ein roeltliterari- fches Thema auf, das die Illustratoren immer wieder an gezogen hat; die Abenteuer des berühmten Ritters und seines Knechtes Sancho Pansa liefern ja unendlichen Stoff. Professor I. L. Gampp und Dombrowski, der schon in der letzten Ausstellung vertreten mar, führen die feste, geschlossene Form des Holzschnitts auch ins kleine Format der intim^llu» strativen Schilderung ein. Wikhelm Martin Buschs Federzeichnungen („Auf der Promenade", „Das Geständnis") bestechen durch die Präzision und Eleganz des locker und sicher gefügten Strichs, lieber Mit bekannter Tatfreudigkeit, die unsere Gießener Polizei von jeher bei der Durchführung ihrer Aufgaben auszeichnet, ging sie am Wochenende und mit Teiloeranstaltungen auch noch am gestrigen Sonntag an die Erfüllung ihres großen Einsatzes für das Kriegs-Winterhilfswerk anläßlich des „Tages der Deutschen Polizei". Sie fand dabei während der ganzen Sammlungsaktion bei allen Volksgenossen offene Herzen und nicht minder offene Geld-- beutel, so daß man wohl heute schon sagen kann, daß das Ergebnis dieser „Polizeiunternehmung" ein sehr zufriedenstellendes sein wird. Nach umfangreichen Vorbereitungen unter Leitung des stellv. Polizeidirektors, Major und Kommandeur der Schutzpolizei Hellwege Emden begann der große „Feldzug" auf die Geldtaschen der Volksgenossen am Samstag früh mit allen guten Aussichten. Der Lautsprecherwagen der Polizei mar ab 7 Uhr für ein großes Wecken mit flotter Marschmusik eingesetzt und brachte mit feinen schneidigen Weisen Überall die von der Polizei erhoffte Aufmerksamkeit. Zu gleicher Zeit begann auf allen Straßen und Platzen die Sammlung durch die Polizeibeamten mit dem Verkauf der schonen und stabilen Abzeichen, die einem wichtigen Aufgabengebiet der Polizei entsprechend nachgebildet waren, nämlich als Verkehrsabzeichen. Allenthalben konnte man die Feststellung machen, daß die Abzeichen gerne und fast durchweg in mehrfacher Stückzahl gekauft mürben, so daß der Absatz der sammelnden Beamten in sehr flottem Tempo vor sich ging. Eine weitere Steigerung erfuhr dieses Tempo im Laufe der Mittags- und Nachmittagsstunden, als nunmehr neben den Polizeibeamten und Polizeirefer- viften noch die verschiedenen anderen Zweige, des Polizeidienstes in die Sammelaktion mit eingriffen, wie ff, Technische Nothilfe, die Feuerlöschpolizei, ferner das NSKK. und vor allem auch zahlreiche Jungens von der HI., die allesamt unermüdlich mit den Sammelbüchsen klappernd und mit heiterem Wichelm B us ch ist wohl in diesem Zusammenhang kein Wort mehr zu verlieren; die Bilder zu „Max und Moritz" werden, wenn das Thema „Humor in der Graphik" auftaucht, vermutlich auch dem Laie» zuerst einfallen. Hans Fischers getönte Federzeichnungen („Einsamkeit", „Am Fenster") bewegen den Beschauer durch ihre zarte, lyrische Stimmung. Derber in der Drastik der Situation wie in der Technik wirken Paul Webers Blätter „Der Zeitungsleser" und „Swinegel und Haas". Eine skurrile Phantasie, an Kubin erinnernd, spiegelt sich in den Federzeichnungen von C. W. Rauh („Zweikampf", „Hänsel und Gretel"). In Gulbranssons unverkäuflichen Federzeichnungen („Sprüche und Wahrheiten") verbinde» sich auf eine schlechterdings unnachahmliche und überwältigende Weise souveräner Humor und souveräne zeichnerische Kunst des genialen Norwegers. Eine» höchst pikanten Kontrast dazu bildet, gleich nebenan. Grundners witzige Miniatur zu Kellers „Drei gerechten Kammachern". Eine groteske Phantasie, manchmal schon an der Grenze des Makabren und Schauerlichen, offenbart sich in den Blättern des Zeichners Otto Nückel („Lustige Witwe", „Scheuende Pferde"). Hanna Nagel, die ebenfalls schon auf der vorigen Ausstellung vertrete» war, erreicht mit vorwiegend graphischen Mittel» nahezu malerische Wirkungen in den Blätter» „Spielerei" und „Das gelbe Buch". Fritz Fischec zeigt sehr reizende Illustrationen winzigen Formates zu E. A. Poe, Keller und Hauff. Rokokohaft zarte und subtile Radierungen zu „Candide" sieht man von Professor Paul S ch e u r i ch. Hans Meid« ist als hervorragender Illustrator aus vielen erlesenen Proben seit langem bekannt und braucht kaum, noch gerühmt zu werden; in feinen Jllustratione» zu Schäferliedern aus zwei Jahrhunderten wird man die kongeniale Weiterführung des graphisch, illustrativen Stiles von Slevogt empfinden. Mit weichem Bleistift hält Erwin F r e y t a g, etwa mifl den Skizzen vom Kinderspielplatz, plastische Moment, bilder des Alltages von unmittelbarer Lebensfrisch« fest. Gerstenbrand mit dem „Wiener Kaffee, haus" und der hier schon vorgestettte A. Paul Keller mit seinen satirischen Blättern („Der Dick, fettige"; „Bürokratius") mögen den Ueberblick beschließen. — Die ausgezeichnete Sammlung sei zi> regem Besuche und eingehender Betrachtung empe fohlen. Hans Thyriot. Scherzwort die Abzeichen anbietend tätia mären* Vielfach waren die Schachteln mit den Abzeichen im Handumdrehen ausverkauft, und immer wieder war sofort neuer „Stoff" zur Stelle. So ging ber Absatz der Abzeichen bis zum Samstag abend über, all in unermüdlichem Sammeleifer und in an. dauernd vorhandener Aufnahmebereitschaft vor sich. Neben dem Abzeichenverkauf wurden von der Polizei noch zahlreiche ©onberoeranftaltuncjen durch, geführt, uni damit die Gebefreudigkeit weiter cknzu» regen und das Ergebnis der Sammlung noch M steigern. So konnten auf dem Kreuzplatz „Bomben auf England" losgelösten werden, indem der „Bom° benroerfer" nach einer Opfergabe in die Sammelbüchse die von ihm gewünschte Anzahl Spenden» nägel in eine auf eine Holztafel gezeichnete Eng» la,rd-Karte oder in eine der englischen Städte, bis auf der Karte bezeichnet waren, einschlagen konnte Das Gleiche galt für die ebenfalls auf der Tafel! rund um England herum stehenden englischem Kriegsschiffe. Von diesem „Bombenwerfen" wurde; eifrig Gebrauch gemacht. Nicht minder lebhaft mar der Betrieb, auch noch am gestrigen Sonntag nodj" mittag, an dem Schießstand, den die Polizei im dem früheren Schulzeschen Laden am Kreuzplatz/' Ecke Seltersweg hergerichtet hatte. Ein Kradschützen« zug der Polizei zeigte am Samstagnachmittag an: mehreren Stellen der Stadt den hohen Stand feiner dienstlichen Ausbildung, während gleichzeitig bei: den außerordentlich zahlreichen Zuschauern die: Sammelbüchsen eifrig und überall mit Erfolg her» rumgereicht wurden. Dieser Kradzug machte bann, auch noch einige Propagandafahrten durch die Stadt. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Lei" hing des Musikzugführers Herrmann erfreut!; am Samstagnachmittig mit einem Konzert auf beim Kreuzplatz, dem gleichfalls eine große Menschen« > menge voll Interesse beiwohnte. Die NSKK.-Motov standarte 147 Gießen hatte vor ihrem Heim am: Selterstor eine kleine Ausstellung von Verkehrs« Unsere Polizei Hilst -em Kriegs-WHW. lieber 25 600 RM. in Gießen. Gießener Konzertring. Konzert des Strotz-Qnartetts. Vor einigen Jahren hatte Prof. Stroh mit einem Diolinabend die Aufmerksamkeit der Gießener Hörer auf sich gelenkt. Diesmal kehrte er als Primgeiger eines Streichquartetts wieder. Im Laufe der Jahre hatten wir Gelegenheit, die verschiedensten Quartettoereinigungen hier zu hären. Stets bestätigte sich die Tatsache, daß jedes Quartett mit der Dauer seines Bestehens und Zusammenspielens immer mehr ein eigenes Gepräge sowohl hinsichtlich der Auffassung, der musikalischen Bedingungen wie der Gestaltung des Programms gewann. Das Stroh-Quartett ist ein verhältnismäßig junger Klangkörper, der sich aber gleich am ersten hiesigen Abend mit einer Auswahl der bedeutendsten Werke oorstellte. Das bestätigt einen starken musikalischen Willen seiner Mitglieder ebenso wie ein Verantwortungsbewußtsein den Hörern gegenüber. Hinsichtlich seiner geigerischen Fähigkeiten erscheint Wilhelm Stroh für diese schwerwiegende Aufgabe prädestiniert. Auch die anderen Glieder der Vereinigung (Richard Heber, 2. Violine; Valentin Haertl, Viola; Rudolf Metz- macher, Cello) sind leistungsfähige Musiker und tüchtige Könner ihres Faches. Die Bratsche ist besonders vollklingend und sonor in den tieferen Lagen; der Cellist, als das klangliche Fundament, verfügt über einen sehr modulationsfähigen Ton und eine Vogenführung, die selbst bei der Entfaltung der Pianissimotechnik keinerlei Hemmnisse kennt; das bestätigten die Tremoloübergänge im Kopfsatz des Schubert-Quartetts aufs deutlichste. Im Zusammenspiel entfaltete das Quartett sehr anziehende Pianissimo-Wirkungen; ganz besonders im Andante des Schubert-Quartetts und im Beet- b o v e n - Adagio. Ebenso ist es fähig, aus diesen feinsten Tongraden sich zu orchestralen Aufklängen zu entwickeln, am überzeugendsten im Alleqretto des e-mott-Quartetts und im Kopfsatz des gleichen Werkes bei den Synkopenstellen, Ja, bisweilen konnte man diesen Krescendowirkungen ein überraschendes Maß zusprechen. Angesichts der hohen gestellten Aufgaben und im Hinblick auf das Alter der Vereinigung mußten die Leistungen den Hörern unbedingte Anerkennung abgewinnen. Am stärksten und ausgereifteften erklang Beethove ns e-moll-Quartettop. 59 Nr. 2 mit den drängenden Spannungen feines Eingangssatzes, seinen abgestuften dynamischen Kontrasten. Dafür sprach auch das Adagio bei tiefster Versunkenheit mit der breitströmenden Kcmtilene und den abgewogenen thematischen Stimmen. Die Gegensätze zwischen Allegretto und Trio-Teil traten klanglich wie auch in der Temponahme deutlich hervor. Anfängliche Schwankungen beim Beginn des russischen Themas waren im späteren Verlauf des Satzes überwunden. Das Finale wurde energievoll angepackt mit der ihm zustehenden rhythmischen Akzentuierung und sorgfältigem Eingehen auf iüe einzelnen sich ablösenden Motive. Direkt grandios war die letzte Wiederkehr des Hauptthemas' vor der stürmenden Koda. Mochte hier die festgefügte Struktur bei Beethoven dem Ganzen besonderen Halt geben, jo über» wog bei Schubert das klanglich Musikalische. Die dynamischen Werte im Verfolg der Entwicklungen blühten lebensstark auf, wenn auch nicht immer mit der Gefügtheit wie bei dem Beethoven-Quartett; wie weit das klangliche Erleben erfaßt war, erhärtete der füllige mott-dur-Wechsel der Koda. Das Andante breitete sich mit innerem Teilnehmen aus, wenn auch nicht immer gleichmäßig ausgeprägt in den Engführungsstellen. Dem Trio des Scherzos märe allerdings doch noch mehr Klangplastik zuträglich gewesen; die Figurationen der 2. Violine waren teilweise zu dezent. Der Schluß dieses Satzes konnte noch klangseliger entschwinden. Das Finale hätte unter Modifikationen des Tempos angesichts des durchgehenden "/-«-Taktes sicherlich noch mehr an Übersichtlichkeit für den Hörer gewonnen. Von dem Mozart-Quartett fei ganz besonders das Andante cantabile hervorgehoben mit dem strömenden Klang der ersten Violine, dem feinsinnigen Eingehen auf die innere Gliederung und den stellenweise sehr schonen schwebenden Zusammenklängen. Die Hörerschaft war den Darbietungen gegenüber äußerst dankbar, und sehr starker Beifall rief die Künstler immer wieder aufs Podium. I Or. Hermann Hering. (Nachdruck verboten.) Ifi Fortsetzung. .Sehen Sie mol hier, Herr Oberwachtmelster. )i? Schneise verläuft in einem sanften Logen '-d) das flache Tal. Der Ermordete würbe unge- Umwege öes tzerzens Roman von h.H.hansen Copyright by Prometheus .Verlag Dr. EichaAer • Grobenzen er. M.;' ses K M S •«X io % 'S jj ch' rü< KZ rK jn«* 7% t111 d injN oerbip. ’S t5' ■iers £ Aw. QbrtnJ Stiern » X d>e 9 t>e% en ! N liibe“ u :Qns ®ei| i£len MS lUfttGÜte erten . Mi *. 5, h he ^»ensfch y Sof» Näh (..Der jj JberbM h W l'M 1 Tnyriot Infolge mangelhafter Umhüllung, schlechter Ver- pnürung usw. gehen immer noch viele Feldpost- tcckchen beschädigt bei den Feldpostüienststellen ein. ): enthalten die Sendungen auch leicht verderbliche, - Versendung mit der Feldpost nicht geeignete R loenstände. Trotz Verbots werden noch immer lecht entzündliche Gegenstände, z. B. Streichhölzer, füllte Benzinfeuerzeuge, in Feldpostpäckchen verübt. Das alles hat immer wieder entweder Brände in Kraftomnibussen und Bahnpostwagen zur Folge gehabt oder zum mindesten der Deutschen Reichspöst flnötige Personal- und Sachkosten verursacht. Da- V weist das Reichspostministerium von neuem auf di« Unzweckmäßigkeit der Versendung leicht verderb- liöer oder sonst ungeeigneter Gegenstände, beson- 6c5 aber auf das Verbot der Versendung feuer» ätia nur, n Abztitü imer milt 5o ging abend iio inb in 0 >aft oor f4 en oon ungen drj weiter ins ing no4 p itz M' 1 der > >ie Äm hl Spkiü» ichnete SMi »gen fon: s der Z: 1 englft rfen" utf lebhaft-- onntag tt. > ’ßoi- ' 1 «rtiistf KradW adjmittci -1 Stand Irr > eichzeitig? | schauern»1 t Echig ik i machte^} rch die 6* 6 unter- i nn erfts § ijert M» je Men^ • 6ÄÄ.Ä-; m 01^^ thnerfeffi t' m Hk- liüer oder sonst ungeeigneter Gegenstände, des aber auf das Verbot der Versendung . ßeährlicher Gegenstände in Postsendungen hin. Die fcmter der Deutschen Reichspost nehmen unzu° rechend verpackte Feldpostsendungen von vornherein jir Beförderung nicht an, werden sie auch nicht viterleiten, sondern in jedem Falle den Einttese- ifji unter entsprechender Belehrung zurückgebem^ hrn nach den Ermittlungen an der Tatstelle nu» tiSefäf)r in der -halste der Erhebung der Schneffe. mitten zwischen ihrer tiessten und .hr«r,h°ch- iei Stelle gestanden haben, sonst wurde sich d - liesitung des Schusses nicht -'klaren lassem chatte ri mem iljiinl m|eri Au itn ( ur Itu nur :rer iini , s nei Mmt ftlin tat F Mi Btk ii|d Beer rohi Segei Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer Heben Verstorbenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schmidt am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Familie Albert Ranft, rn KL fytni M, imn niion n, c B - inboi U r Palr Äfft W. fflj li en, l lith härt« Ml tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiillilin Vornehm/ GeschmackvollI Persönlich! Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die BrUhl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 lUllllllllllUilllUlllllllli ö 31. L.”lr ? R in G!19' ®QU< Bon", ■ töitj Vk , 1 Zum baldigen Eintritt werden in Dauerstellung gesucht: ein I. Verkäufer eine I. Verkäuferin Schriftliche Angebote mit Bild und Gehaltsansprüchen, mit Angabe des kürzesten Eintrittstermins, an Friede. Wilh. Lehr. Wetzlar Herren- und Knaben-Fertigklelduns _____________________________________________842 D Geschäftsnummer: K. 6/40. ui Zwangsversteigerung. Am Freitag, dem 28. März 1941, vormittag 9 Ahr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gieße» Zimmer 101, das auf den Namen der a) Schaumberger, Dr. Hugo, in Frankfurt a. Nl, b) Schaumberger, Max, daselbst, c) Schaumberger, Simon, d) Oppenheimer, Jeannette, geb. Schaumbergen Ehefrau des Josef Oppenheimer in Stuttgart. e) Schaumberger, Dr. Ernst, in Stuttgart, a bis e Gesamtgut der Erbengemeinschaft alle zur Zeit unbekannten Aufenthalts im Aus land, eingetragene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 66, Blatt 3962: 1, Flur X, Nr. 121, Acker am Hasen- Betrag den koppelsweg, am halben Zehnten, Schätzung 5976 qm.......... 8964,- Einheitswert (1.1.35) = 670,— RM. Die Versteigerung erfolgt im Dege der Zwang»' Vollstreckung. w Die Wirksamkeit von Geboten ist auf Grund w Grundslücksbekanntmachung vom 26. 1.37 von cerc durch die Bieter im Versteigerungstermin beii j botsabgabe vorzulegenden Genehmigung des vom bürgermeisiers der Stadt Gießen abhängig- Es wird darauf hingewiesen, daß dieBietgeneff migung rechtzeitig beim Oberbürgermeister veo^ tragt werden muß. 8dl Gießen, den 6. Februar 1941. 2m Auftrage des Amtsgerichts Gießem Karle. OrtsgerichtsvorsteheL Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Schwager Herrn Matheis Moritz Ohly Landwirt und Kirchenvorsteher im 80. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilh. Gg. Konr. Ohly Familie Wilh. Konr. Klotz. Spiele um den Tschammerpolal. BfB.-Reichsbahn — Luftwaffe 0:2 (0:2) BfL. Marburg — 1900 5:4 (2:1) VfL. Lollar — Watzenborn-Steinberg 1:8 Frohnhausen — Naunheim 0:4 Herborn — Wetzlar 05: Herborn nicht angetreten. Herbornseelbach — Nanzenbach: ausgefallen. Sportfreunde Wetzlar — Sinn 1:0 Löhnberg — Bissenberg, Oberndorf — Burgsolms: In beiden Spielen lagen die Resultate noch nicht vor. Die VfB.er haben es sich selbst zuzuschreiben, daß sie ausgeschieden smd, da sie mit einer verfehlten Mannschaftsaufstellung antraten. In Marburg führten die Platzbesitzer mit 5:1 Toren, als die 1900er richtig ins Spiel kamen. Zum Ausgleich langte es jedoch nicht mehr. In Lollar war der Eifer der Platzbesitzer das einzige, was sie gegenüber den Steinbergern ins Feld führen konnten, ohne jedoch die Teutonen irgendwie gefährden zu können. Der klare Sieg der Naunheimer in Frohnhausen ist eine Ueberraschung. Die Sportfreunde gewannen mit dem knappsten der Resultate verdient. VfB.-Reichsbahn — Luftwaffe Gießen 0:2. Der Bedeutung des Spieles entsprechend hätte man erwarten können, daß der Spielausschuß nicht Leute aufstellte, deren Können nicht feftftand. hierin ist auch die Ursache für die Niederlage zu suchen. Auch eine Mannschaft mit einem größeren Können als der VfB.-Reichsbahn kann es sich nicht leisten, gegen die Luftwaffe praktisch mit 9 Mann zu spielen, denn die zwei eingestellten Ersatzspieler versagten vollkommen. So kam es, daß der VfB. ohne jede einheitliche Linie spielte. Einzelaktionen können eben bei der fehlenden notwendigen Unterstützung nicht -u Erfolgen führen. Wenn auch die Platzbesitzer die größere Anzahl Torgelegenheiten herausspielten, so fehlte doch in der letzten Sekunde die nötige Kraft, um zu Erfolgen zu kommen. Der Mangel des letzten Einsatzes trat besonders in der zweiten Halbzeit in Erscheinung, denn kein Spieler ten Wettbewerb abgeschlossen wurde, siegreich gestalten. Im Torlauf belegten drei hitlerjungen die vorderen Plätze; Sieger wurde der Garmischer Markus Schwaiger. Mit 15,6 Punkten im Torlauf wurde ein Gesamtergebnis von 46:38 Punkten erzielt. 2n wenigen Tagen stehen sich die Jungen beider Länder erneut in Garmisch-Partenkirchen gegenüber. Internationale Wintersportwoche. Die Ski-Weltbewerbe. Einen finnischen Sieg gab es am ersten Tage der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch- Partenkirchen. Eino Olkinuora siegte im 18- Kilometer-Lanalauf in_l:OO:99 Stunden mit acht Sekunden Vorsprung vor dem Schweden Oestensson. Bester deutscher Läufer war Gustl B e r a u e r, der als Zehnter einkam und sich in der Kombinationswertung an. die erste Stelle vor Josef Gstrein und dem Finnen Nikunen setzte. Die Internationale. Wintersportwoche brachte am Samstag, dem zweiten Wettbewerbstag, den ersten Teil der alpinen Skiwettbewerbe und die Entscheidung in der Kombination Langlauf/Sprunglauf. Im Abfahrtslauf wurden beide Titelverteidiger entthront. Bei den Männern mußte Weltmeister Josef Jennewein dem Torlauf-Weltmeister Albert Pfei ° fer den Vortritt lassen, und bei den Frauen belegte Weltmeisterin Christel Cranz hinter Rosemarie Proxauf und Hilde Doleschell, die mit der gleichen Zeit Meisterinnen wurden, den dritten Rang. — Beim Kombinationsspringen, das auf der Kleinen Olympiaschanze stattfand, war Gustl Beraub r s Spitzenstellung nicht zu erschüttern. Der Weltmeister wurde mit 444,1 Punkten Kombina- tionssiegek und Gewinner des Preises des Führers vor seinen Landsleuten Gstrein und Meergans, sowie vier Finnen. Am Sonntagvormittag fielen die Entscheidungen im Ski-Torlauf und damit auch in der alpinen Kombination. Torlaufsieger wurden Christei und Rudi Cranz, die sich damit auch die Titel in der Kombination sicherten. Torlauf-Weltmeister Albert Pfeifer kam durch Sturz um seine Aussichten, während Torlauf-Weltmeister. Seghi (Italien) nicht über den dritten Platz hinouskam. Die Ski-Wettbewerbe bei der 5. Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen cr- I Mtl]^ y I W Üe I A' vei i L-bj fc“ J7 ’inb K F t»6* Psrin. - Verkäufe Deutscher WM m. Stammb '/-jähr.lRüde) verkaufen Paul, Asterweg 82. Gut erhalt rentables Sa« mit 10-200003H Anzahlung m kaufen gesuchi'. Schrift!. Angelt, unter 844D anll. Gießen.Anzeigs« Neuer 10 PS, 440 Volt Gleichstrom-Moto Sachsenwerk, ■ verkanten 7ieo Carl Schuneli Bahnhofslr. tt. Meine Anzeig» tm Gießener Aozriiii werden von laufen» beacktet und gele>'» Empfehlungen! Seltene Natur, urkunden von dni Halligen und »ois Wattenmeer, die alle Naturfreund und DogeUiebhab« mit Begeisterung le! punkt. Dor 20 000 begeisterten Zuschauern siegtz der deutsche Meister Josef Bradl mit Note 2265 und Sprüngen von 84 und 79 Meter vor de^ Finnen Murama mit Note 220,4 (83 und 76 Mete:) und Sepp Weiler mit Note 220,1 (81 und 73 ter). Der finnische Weltmeister Vierto stürzte schor beim ersten Versuch und gab auf. Bradl erreiche mit 84 Meter den Schanzenrekord. Eishockey. SC. Rießersee und Düsseldorfer EG. lieferten fsh am Samstagabend bei der Wintersportwoche 5 Garmisch-Partenkirchen einen unentschiedenen Ei-, Hockeykampf. 1:1 lautete das Ergebnis, wobei beite Tore im Schlußdrittel fielen. Der Sportclub Rießersee gewann am Sonntox im Olympia-Eisstadion zu Garmisch-Partenkirche? den Vorschlußrundenkampf um die deutsche Eit. Hockeymeisterschaft gegen den Berliner SC. bur» ein Tor von Eggers' mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) uni qualifizierte sich damit für das Endspiel gegen Wik, ner EG. oder Rot-Weiß Berlin. v Dom Rudersport. Am 15. Juni Regatta in Gießen. Die deutschen Ruder-Regatten für den kommende' Sommer liegen jetzt fest. Im Süden wird wie folct veranstaltet: 18. Mai Heidelberg, 8. Juni Offenbaq a. M., 15. Juni Gießen und Mannheim, 22. Juri Bamberg, 29. Juni Frankfurt a. M. und Stuttgart 6 Juli Karlsruhe,'13. Juli Konstanz und Würzbur«, 20. Juli Mainz, 27. Juli Hanau. Der Termin für Kassel (Männer und Frauen) liegt noch nicht fest. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach mittags geschlossen. Knochen enthalten auch nach der fiaushaltg» Verwertung noch sluogangspunkte für 80 wichtige IndustriepunKte. Datum: nicht verbrennen oder verfüttern, sonder» dem nächsten Schulkind mitgebent ii# r.C’’1 5 be S Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Februar, um 1414 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Am 16. Februar, morgens 9 Uhr, starb unsere gute, liebe Mutter- Grobmutter, Urgroßmutter und Schwester Marie Köhler, geb. Brückmann Ernst Brückmann Dr. med. Köhler Else Brückmann, geb. Scbudt Ferdinand und Margarethe Kämmen Die Beerdigung findet am Mittwoch, 19. Februar, um 15.15 Uhr, in Birklar statt Mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Onkel und Neffe Reichsbahn-Zugführer Hans Keitzer Ist am 14. Februar sanft entschlafen In stiller Trauer für alle Hinterbliebenem Pauline Keitzer, geb. Stürner Tilly Keitzer Rudy Keitzer, Frau Elisabeth Brückmann geb. Kammer Birklar, Rodheim v. d. H., Hungen, den 17. Februar 1941. Frau Anna Koch, geb.Müller im 69. Lebensjahr heimgegangen. Beisetzung in aller Stille. 0583 Tod im Alter von 80 Jahren in den ewigen 843 D ist durch einen sanften Frieden eingegangen. Am 15. Februar ist unsere liebe, treue, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Gießen (Kaiserallee 58), Hof-Strupbach, Bad-Nauheim, München, Kaufbeuren, Trier, den 16. Februar 1941. In tiefer Trauer: Familien Paul, Hans und Karlo Koch W. Wagner und Frau Anni, geb. Koch Else Kaiser, geb. Koch Familie Heinrich Müller. Statt jeder besonderen Anzeige. Unsere liebe, herzensgute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Tante und Kusine Frau Lina Sievers, geb. Puth Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Sievers, Dr. med. ' Karl Sievers, Oberst und Kommandeur eines Inf.-Rgts., z. Z. im Felde Margret Sievers, geb. Stamm Ilse Sievers, geb, Hagemeister Erika Sievers Joachim Sievers Beate Sievers Susanna Sievers. Harburg-Elbe (Wilstorfer Str. 32), und Stuttgart-Cannstatt (König-Karl- Straße 10), den 18. Februar 1941. Die Einäscherung hat in Stuttgart stattgefunden. Die feierliche Beisetzung der Urne findet am Mittwoch, 19. Februar, nachmittags 3% Uhr, in Gießen von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. Etwa zugedachte Blumenspenden nafch Gießen, Ludwigstraße 10 II (Seiler) erbeten.