Dienstag,'K Dezember i44l jO' d A d Vien; Gietzener Anzeiger Der Flottenstühpunkt Singapur Sabo- Piele, Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Nach einer Mit- 8:10; Japanische Landung aufBritisch-Borneo einer der wichtigsten Häfen an dem Der- Slls wurden bereits Evakuierungsmaßnah- m e n angeordnet. U. a. werden in Surabaya meh- I rere Einaeborenenviertel geräumt. Heftige Kämpfe in den Munseln von Malakka Sonderlagnng der Dreierpakimächie in Berlin gegen freier gung freier die angelsächsischen Mächte ergeben. Als Berber italienischen Regierung nahm an der Ta- Botschafter Dino A l f l e r i und als Berber japanischen Regierung Botschafter Hiroshi n gediegen k erin um: liche Dir. n m $: m mit 1 nerlort: auch in I ehe We« der >n Drucke enstahl Hessl et f not- Mit Berlin, 15. Dez. (DRV.) Unter bem Vorsitz bes Reichsministers bes Auswärtigen von Ribbentrop traten am 15. Dezember bie Bertreter ber im Dreimächtepakt üerbünbeten Großmächte zu einer besonberen Tagung zusammen. Zweck ber Tagung war, in Berfolg ber stänbigen Zusammenarbeit bie neuen bebeutenben Aufgaben in Angriff zu nehmen, bie sich aus bem gemeinsamen Krieg annst- >00 W, mit 1:3, tiger. Der Feind nütze in vollem Umfange die vorzügliche transmalaiische Hauptstraße und die Eisenbahn aus, die parallel zur Straße verläuft. Don der Ostküste her befänden sich die Japaner an mch- reren Stellen auf dem Vormarsch durch den Dschungel in südlicher Richtung. Die Japaner zeigten außergewöhnliche Tüchtigkeit im Dschungelkrieg. Sie schwämmen mit voller Ausrüstung durch Flüsse, obwohl deren Ueberquerung durch das Vorhandensein zahlreicher Krokodile sehr gefährlich sei. Der Korrespondent meint, daß die Japaner ihre Landungsoperationen beendet hätten, sodaß die eingesetzten Luststreitkräfte sich fortan ausschließlich der Unterstützung der Landstreitkräfte widmen könnten. Aus Australien sind neue Verstärkungen für die Luftwaffe angefordert worden. Die indischen Truppen auf Malaya sollen Befehl erhalten haben, sich weder zurückzuziehen noch zu ergeben, sondern bis zum letzten Mann zu kämpfen. politischem, militärischem unb wirtschaftlichem Gebiet hin unb unterstrich bie Bebeufung ber engen Zusammenarbeit zwischen ben brei Mächten für bie (Erringung bes gemeinsamen (Enbfieges. Gene- ralfelbmarschall Keitel ergriff bas Dort, um im Barnen ber beulschen Wehrmacht bie japanische Wehrmacht als neuen Waffengefährten zu begrüßen unb seiner Berounberung für bie großen (Erfolge ber Kriegführung im Pazifik Ausbruck zu geben. Anschließenb ergriffen ber italienische Botschafter Alf ieri unb ber japanische Botschafter Oshima bas Wort unb legten bie Ansichten ihrer Regierungen über bie Aufgaben ber Konferenz bar, bie sich in allen Teilen mit ber Auffassung ber Reichsregierung bedien. Sobann würbe im einzelnen ber Plan für bie Fortführung unb (Erweiterung ber gemeinsamen Aufgaben feftgelegf. Oie Schweiz übernimmt den Schuh der deutschen Interessen in USA. Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Schutz der deutschen Interessen in den Vereinigten Staaten ist von der Schweizer Regierung übernommen worden. Gleichzeitig ist die Schweiz auch mit der Uebernahrne der Vertretung der Jnteresien der Vereinigten Staaten und Englands in Deutschland betraut worden. Tokio. 16.Dez. (DBB. Funkspruch.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Dienstag, um 14 Uhr (7 Uhr deutscher Zeit) bekannt, baß bie Japaner auf Britisch-Borneo erfolgreich getan b e t finb. Die Canbung erfolgte in ben frühesten Blorgenftunben trotz starken Sturmes angesichts bes Feinbes. Angaben über ben Ort ber Canbung wurden vorn Hauptquartier noch nicht gemacht. * Borneo, die drittgrößte Insel der Erde, ist die größte der Sunda-Jnseln mit einer Fläche von 734 000 qkm, also etwa so groß wie Großdeutschland mit dem Protektorat. An der Küste dehnen sich ein breiter Schwemmlandgürtel und mit Urwald bedeckte Sümpfe, so daß die Ströme fast die einzigen Zugangswege zum Innern sind. Dort steigen die Gebirge bis über 4000 m an. Die Insel wird von altmalaiischen Dajaks und anderen Eingeborenenstämmen bewohnt. Der Handel liegt zum großen Teil in Händen der Chinesen. Angebaut werden Reis und Zuckerrohr. Gewonnen werden Erdöl, Edelsteine und Gold, jedoch sind die Bodenschätze noch wenig erforscht. Politisch gehört der größere Teil Borneos zu Niederländisch-Jndien. Nur der nördliche Teil, etwa 80 000 qkm mit 260 000 Ein- •6 tttbtti (2:2)6 schärler-Truppe sei, die sich vor allem auf tageafte beschränke. Amerikanische Flughäfen auf Luzon zerstört. Oshima teil. Bon deutscher Seite waren bei der Konferenz auch anwesend der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Rckeder, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, und der Staalssekretär für Luftfahrt, Generalfeldmarschall Milch. In Begleitung der Bertreter der drei Regierungen befanden sich die Mitglieder der im Dreimächtepakt vorgesehenen verschiedenen Kommissionen. Rach einer Begrüßung der Teilnehmer im Barnen der Reichsregierung gab der Reichsaußenminifier einen allgemeinen Ueberblick über die durch die Ereignisse der letzten Tage gefdjaffene Lage. (Er wies dann im einzelnen auf die hierdurch bet Konferenz gestellten neuen Aufgaben auf tektorat wie auch die der Küste vorgelagerte Insel ßabuan mit der Hauptstadt Victoria. Borneo wurde 1521 von den Portugiesen entdeckt, die aber ein Jahrhundert später den Holländern weichen mußten. Seit 1842 haben sich die Engländer in Nordborneo festgesetzt. Nervosität in Niederländisch-Jndien. Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Der unaufhaltsame japanische Vormarsch auf der Malaiischen Halbinsel hat, wie auf Umwegen hier eingetroffene Nachrichten besagen, in Niederländisch-Jndien eine äußerst nervöse Stimmung ausgelöst. Der Rundfunksender Batavia gab Sonntag in mehreren Sendungen ausführliche Regierungsanordnungen über die Durchführung der Mobilmachung auf Java bekannt. Alle Automobile und Motorräder werden von den Militärbehörden requiriert. In ganz Niederländisch-Jndien wurden strenge Verordnungen erlassen, die die Verbreitung von Nachrichten über militärische Ereignisse verbieten und schwere Strafen für Vergehen gegen diese Anordnung androhen. Das Rauchen ist während der Luftalarme im Freien verboten. In einigen Gebieten “•a. - !Nd, Dtfr -chwedtu! inb ena- Ike foDit :itig ben- FloE en mit : war i Gesechli iiirbe. I e r |d)K len M: 07,3 fcj er Miitl in 5:M ;eger M . ;st noch st i sie die yl. Zahrgang Ur. ’98 (Hcbeint täglich, außer sonntags und feiertags Beilagen: I tiiefoener ."amilienblätter I HimatimBild DieScholle 'I Bezugsvreis: j onatlich ... RM.1.80 | ZütellgebKr . -.25 ärcö bei Nrchterschemen ]\ »xn einzelnen Nummern ! hrolge höherer Gewalt a rnivreckanschluß 2251 i -jrabtanicörift „Anzeiger" : Düscheck 11 6sg Tranks. M. wohnern und der Hauptstadt Sandakan ist bri-1 tisch. Die eingeborenen Sultanate Brunei und Sarawak stehen ebenfalls unter britischem Pro- ’ rere Eingeborenenviertel geräumt. Inas, Achsel 1 L5 US *11 lchste Jtll ber II PlotzbM tiebbercll en- Cin M herII eilen, || ben wurde. Sie hätten gefordert, ebenso behandelt zu werden wie die britischen Soldaten, mit denen sie in den gleichen Verbänden kämpfen. Nach neutralen Berichten aus London hat man den Eindruck, daß Hongkong auf allen Seiten von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die mit vielem Propagandageschrei angekündigte Offensive von Tschungking zwischen Hongkong und Kanton, die Hongkong entsetzen sollte, hat sich jetzt als fast bedeutungsloses Guerilla-Geplänkel herausgestellt. Selbst Reuter gibt zu, daß diese sogenannte Armee im Rücken der Hongkong angreifenden japanischen Streitkräfte nichts weiter als eine Frei- Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8',Ubr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I ZlbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Tokio, 15. Dezember. (Europapreß.) Der japanische Vormarsch auf der Malaiischen Halbinsel nahm am Sonntag einen erfolgreichen Verlauf in Richtung auf den Singapur-Di str i k t. Obwohl die britisch-indischen Truppen härtesten Widerstand leisten, bringen die japanischen Truppen unaufhaltsam durch den Dschungel vor. Die japanischen ßanbtruppn werden dabei von ihren Flug- jeitgen aus aktiv unterstützt. Sie sind vorzüglich ausgerüstet und offenbar für den Kampf im Dschungel besonders vorbereitet. Der Nachschub für die japanischen Truppen wird außer durch Flugzeuge von motorisierten Kolonnen durchgeführt. Wie Radio Singapur zugibt, gelang es japanischen Verstärkungen, an der Küste von Malaya zu landen. Reuter schreibt, obwohl die kurzen amtlichen Berichte keine Einzelheiten geben, besteht kein Zweifel, daß eine große Schlacht im Raum von K e - d a h ftattfinbet. Die japanischen Angriffe seien sehr stark, der Kampf würde von Stunde zu Stünde hef- Ä 'M hm t| i.btind OtntennJ es K"jSl liberal Ä v»*tl 17. nicht nach England zurückkehren konnten, um wendige Ueberholungen vornehmen zu lassen, der Unterzeichnung des Marineabkommens 1921 in Washington schien die Lage für den Augenblick geklärt dadurch, haß das Flottenstärkeverhältnis im Fernen Osten zwischen den USA., Großbritannien und Japan auf 5:5:3 festgesetzt wurde. Aber Japan konnte sich nicht sicher fühlen, weil seine eigenen Panzer einer vereinigten großbritannischen und amerikanische« Kriegsflotte unterlegen sein mußten. Die (Erneuerung des Abkommens, die in London beschlossen werden sollte, erhielt daher keine Unterstützung Japans. England antwortete auf diesen Schritt mit einer beschleunigten Erweiterung seiner Marinestation unter Anlegung eines großen Reparaturfeldes für die Flugboote der Luftwaffe. Ursprünglich nur Reparaturstätte, wurde Singapur zu einer ft arten Seefeste ersten Ranges. Ganz versteckt in dem Ostarme der Meerenge von Johore liegen im Schutz der Insel Pulau Ubin unb des Vorgebirges von Changi die gewaltigen Verteidigungsanlagen der Land-, See- unb Luftstreitkräfte. Bei Changi wird bie Einfahrt der Meerenge von den Küstenbatterien bewacht. Changi ist heute eine Garnisonstadt mit Artillerie-, Pionier- und Jnfanteriekasernen. (Einige Kilometer weiter in ber Meerenge befindet sich bie F l o 11 e n b a f i s, (Eine Brücke über einen schmalen Meeresarm verbindet mit dem Stützpunkt der Luftstreitkräfte. Im Westen ber Jnfel befindet sich das riesige Schwimmdock, das 60 Meter breit und 300 Meter lang Schlachtschiffe bis 50 000 Tonnen Größe aufnehmen kann. Allein die Trocknungsarbeiten und Geländeausrichtungen beim Bau dieser Marinestation bauerten ungefähr sechs Jahre, unb Tausende asiatischer (Eingeborener mußten ihr Leben in dem fieberverseuchten Sumpf lassen, ehe mit den Uebergrunbarbeiten und Hochbauten begonnen werden konnte. Das Bemerkenswerteste des Austeilung des Hauptquartiers der japanischen Armee sind durch schwere Luftangriffe vor allem die Flughäfen der Amerikaner im Zentrum derJnsel Luzon zerstört worden. Die schweren japanischen Luftangriffe richteten sich auch gegen das amerikanische Feldhauptquartier in Baguio, das ebenfalls völlig zerstört wurde. Bei diesen Angriffen sind 40 USA.-Flugzeuge am Boden vernichtet worden, darunter zwei große Bomber. U e b e r Aparri schoß japanische Flak einen USA.-Jäger ab. Der planmäßige Vormarsch auf der Insel Luzon geht weiter. baues ist, daß alle strategisch wichtigen Punkte bis zur. Unkenntlichkeit maskiert worden sind. Der Dienst für bie Besatzung der Station ist gesundheitlich schwer zu ertragen, da hoher Regensall zusammen mit bem sumpfigen Untergrund einen Gär- boben für ziemlich alle schweren Tropenkrankheiten barftellt. Singapur wird immer noch als eine Insel hingestellt, aber durch den Bau des Verbindungsdammes für Eisenbahn-, Automobil- und Passantenverkehr mit Jahore hat es etwas von feinem inselartigen Charakter verloren. 1 Oer Angriff auf Hongkong. Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Die Kämpfe um bie Insel Hongkong halten an. Die Artillerie der britischen Kronkolonie versucht durch eine verzweifelte Kanonade auf Kaulun, das von den Japanern besetzt worden ist, den weiteren Aufmarsch ber japanischen Truppen zur Besetzung der Insel Hongkong zu stören. In der schmalen Fahrrinne zwischen Kaulun und Hongkong wurden von der japanischen Luftwaffe bei den letzten Kämpfen mehrere englische Schiffe versenkt. Bombenangriffe werden von japanischen Luftgeschwadern im rollenden Einsatz durchgeführt. Hongkong hat daher Daueralarm. Das Fort Mohsinglmg auf der Insel Hongkong ist durch starkes Artilleriefeuer einge= deckt und zerstört worden. Auch zahlreiche Einrichtungen am Oltzipfel der Insel waren das Ziel der japanischen Artillerie, wobei schwere Zerstörungen entstanden. .... ~ . In ber Zivilbevölkerung tut sich eine Stimmung heftiger Unzufriedenheit wegen der sinnlosen Ge- mhrdunq der Stadt durch den britischen Kommandanten hirib, da man glaubt, daß eine erfolgreiche Verteidigung nach dem Verlust von Kaulun doch nicht mehr durchführbar sei. Von den Stellungen der Festung Kaulun aus, die nunmehr in japanischer Hand finb, können alle Bewegungen m der Stabt Hongkong benau beobachtet werden. Auch unter den eingeborenen Soldaten, die auf britischer Seite kämpfen, herrscht einfc schlechte Stimmung. Bei Kaulun gefangene indische Soldaten äußerten sich mit großer Erbitterung über die unwürdige Behandlung, die ihnen von englischer Seite zuteil Gewappnetes Europa. Der einheitliche Wille der Achsenmächte, ihre Lebensräume von innen heraus und organisch aufzubauen, hat im Verlauf von nur einer Woche eine Entwicklung gezeitigt, die zum Ausdruck einer weltgeschichtlichen Wende zu werden verspricht. Der Plan einer wirtschaftlichen Erdrosselung des leistungsstarken Japan durch die imperialistischen Mächte Englands und der USA. ist den Urhebern schon im Konzept gründlich durchkreuzt worden, und gemeinsam mit ber Führungsmacht Ostasiens haben sich auch die jungen, aufbauwilligen Kräfte jenes Raumes in der Front gegen die fremden Ausbeutergelüste eingereiht. Das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien haben alsbald ein flammendes Bekenntnis zu chrem im Dreimächtepakt gegebenen Wort abgelegt und den auch ihnen seit langem hingeworsenen Fehdehandschuh der Kriegshetzerclique in Washington ausgenommen. Ebenso treu und unverrückbar haben nun aber auch die übrigen dem Dreimächtepakt beigetretenen Nationen Europas ihre Willensbekundung erneuert, sich Seite an Seite mit den Kräften des kontinentalen Wiederaufbaues gegen alle Störungs- tendenzen bis zur letzten Entscheidung aktiv zur Wehr zu setzen. Der jetzige (Eintritt Bulgariens, Kroatiens, der Slowakei, Rumäniens und Ungarns in den Kampf gegen die Vereinigten Staaten, womit sich für die drei erstgenannten Nationen auch deren Kriegserklärung an Großbritannien verbindet, hat mehr vrLhlfche UniversttStrdruckerei K Lange General-Anzeiger für Gberheffen Siehe«, Schulftrahe 7-9 hrsmege zwischen Japan, China und Ostsibiritzn merseits, zwischen Indien unb (Europa anderseits, cio als Kreuzweg nach unb von der östlichen cD westlichen Hemisphäre, kommt Singapur in rrmalen Zeiten eine große kommerzielle Bebeu- ; ing zu. Hier löschen die großen Ozeandampfer die ft die zahlreichen südlichen Inseln bestimmten jiter. Hier laufen die Eingeborenen-Fahrzeuge Lier, Art ein. Tausende und aber Tausende von : c-mpans mit den Tropenerzeugnissen, die nach ' Guropa verschifft werden. Erbaut aus einem Sümpfen unb See abgewon- j innen Gelände, daher ziem-ich flach gelegen, geil nährt die Stabt mit den in ber Tropenglut blenden- Lfn Dächern ber Docks-Warenschuppen von der Gefeite keinen bezaubernden Anblick. Dagegen übt bs Hafenpanorama eine ganz andere Wirkung i Lw, was der Lage der Singapur gegenüberliegen= . öri befestigten Inseln Blakang Mati mit bem ; Jhunt Jrnbea unb Pulu-Bram mit ben am Straube a| Pfählen erbauten malaiischen Häuschen zu urbanten ist. Diese Inseln gestalten im Verein irl den in ber Ferne sichtbaren Gebirgskonturen Sumatras, der üppigen Vegetation und dem $ rrroarr von Dschunken, Tongkangs, Sampans, iL.laiischen Kolehs mit den blähenden Segeln und bi von fast nackten Eingeborenen geruderten Ka- its ben Keppler-Hafen zu einem anziehenden L de von tropischer Naturschönheit unb exotischer Lüriebsamkeit. Singapur nimmt eine Sonderstellung in ber Aihe exotischer Stäbte ein. Während in Kairo rD Port Said die Aegypter, in den indischen Szibten die Inder und in China die Chinesen kiünieren, gehen in Singapur, also auf ureigenem Litzen, die Malaien in dem Völkergetümiyel völlig 112er. Buddhiften, Brahmanen unb Parsen, Son- |i(i= unb Feueranbeter, Teufelstänzer und andere Dünger pittoresker Heidenwelt haben sich hier zu- ftimengefunden. Der Chinese hat sich in Singapur in einer dominierenden Stellung emporgeschwun- Iti. Sein Anteil an der Bevölkerung beträgt vier fünftel. Diese „Straits-Chinesen" oder „Babas trreuen sich vielfach eines bemerkenswerten Wohl- !ikndes. Zu der chinesischen Stadtbevölkerung ge= ;)lt sich noch das Bootsvolk, das jahraus unb jahr- it auf feinen Sampans lebt. Ein Blick.von ber IlIenagh-Brücke auf ben von kleinen chinesischen huschen flankierten Boats-quay, wo Hunderte fen Sampans dicht aneinander gedrängt- Hegen, ifcnbart das Leben und Treiben dieser chmest- n Wasserratten. kosmopolitisch wie das Sprachengewirr ist auch Architektur Singapurs. Daher bietet dieser Sisnnpunft am Aequator mit seinen imposanten unpäischen Regierungsgebäuden, okzidentalen hcndelshäusern, Banken, Ladengeschäften, Schlsss- |<9mturen, Hotels, Kirchen, Denkmälern unD -lngebrücken im Verein mit der exotischen Archl- ihur, vor allem der der indischen, chinesischen uno aüschen Kultstätten, ein Gesamtbild von fremd- ^!gem Reiz. Ils Marinestation kennzeichnet Singapur den fkuutenbcn Umschwung der britischen Polttlk im Meinen Osten. Zu Beginn dieses Jahrhunderts be- if Rußland ernste Absichten, bie britische Position siUAsien zu schwächen. In England begann man k russische Interesse zu fürchten, zumal die bn- ftscie Industrie eine riesige Summe m China m- ptiiert hatte. Japan war nicht minder beunruhigt 8lhrend des Weltkrieges erweiterte sich Japans ,Mt. Nach bem Versailler Diktat war es unver- ft'iubar geworben, baß in Japan eine Eruuchte- pog eingetreten war insofern, als man nicht meyr l31 bie „verletzten heiligen Rechte der Alliierten kScudte. Die Folge dieses Umschwungs war eine haltere japanische Militärpartei, die ßosfagung h England forderte. In diesem Augenblickswurde P'. Gedanke einer „naval basis“, einer Mann - paion in Singapur geboren. Sie sollte vor allen gieren Dingen als R e p a r a t u r ft a 11 e T ’c großen britischen Panzerschiffe dienen, oie öhan 10 km MN0AI. = DOCKS SINGAPUR kALMW ElETAP»£E^-—i MALA iWc HE HALBINSEL (Karte: ^Scherl-Bilderdienst-M.) = BLAKANG Munitions- ■ - BUKUM =S ==PULAU = SABAROK "T Flughäfen * ßefestigungswerke O Öltanks ß A T A\ M. < NIEDERL. INDIEN Die völkische Eingliederung der Oberkrain Wichtigste Aufgabe des neuen Reichsstatthalters von Kärnten. den an per Svinhufvud 80 Jahre Klagenfurt, 16. Dez. (DNB.) Reichsmimfter Dr. Frick führte Gauleiter Dr. Rainer in fern neues Amt als Reichsstatthalter des Reichsgaues Kärnten ein. „Ihre wesentliche Aufgabe wird", so führte der Minister aus, „es sein, die neuen Gebiete Südkärntens und Oberkrains restlos einzugliedern und sie zu wertvollen gleich- mertiaen Teilen Ihres Gaues zu machen. Die ordnungen hinaus ist das slowenisch-windifche Volk in Oberkrain rassisch mit dem deutschen Volk eng verbunden. Deutsches Mut ist seit über einem Jahrtausend in erheblichem Umfang fortlaufend hier versickert. Bereits unter den Karolingern erwarben bayerische Kolonisten als erste Land in der Kram. In den folgenden Jahrhunderten sind es besonders die Bischöfe von Freising und Brixen gewesen, die mit einer deutschen Besiedlung größeren Ausmatzes haben, nachdem sie ihm so schnöde den Rücken gezeigt hatte. Er drehte sich hin und her, rutschte wieder vom Sitz herab und lutschte ein bißchen an der Stange über der Brüstung; aber das schmeckte nicht. Den Kops konnte man 'auch nicht hindurchstecken — vielleicht ein bißchen daranhängen? Tante Lotte zog ihn zurück und klappte den Sitz herunter. Ah, oas Geräusch, das dabei entstand, rief eine Gedankenverbindung wach, der er Worte gab: „Tante Lotte, ich muß mal ..." „Höre nur, was Rotkäppchen sagt", ersuchte sie leise abzulenken. Das interessierte Hansel nicht im mindesten. Er blieb mit dem Rücken zur Bühne stehen, klappte — füht — füht — füht — den Sitz auf und nieder und beharrte noch lauter als zuvor: „Ich muß mal." laute Lotte erglühte. „Warte, nachher", flüsterte sie, „gleich kommt der Wolf — paß auf." Hansel guckte. Es kam kein Wolf. Einen Augenblick schwieg er, dann rief er laut: „Ist jetzt nachher?" „Rein." „Wann denn?" „Wenn Pause ist", tuschelte Tante Lotte in sein Ohr und fühlte, wie Schweiß auf ihre Stirne trat. „Wann ist denn Pause?" fuhr Hansel unbeirrt fort, „ich muß mal." Und als keine Antwort kam, rief er, daß es durch das Haus schallte: „Ich muß mal." Alles lachte. Das gefiel Hansel ausnehmend, er lachte mit, er lachte am lautesten, und zwischendurch krähte er von neuem: „Tante Lotte, lch muß." — „Sst— Sst — Sst—" rief jemand. „Ruhe?" gebot eine sonore Stimme. Hansel war kein Außenseiter, o nein, er tat sogleich mit: „Pst — Ruhe — Still!" rief er und dabei lachte er hell und durchdringend. Das Gelächter schwoll an, aber Hansel übertönte alle. Er jubelte, quietschte, schrie „Ruhe! Pst! Still!", lachte weiter, tobte und schlug so den Wolf in die Flucht, als der gerade auftreten wollte. Das Licht flammte auf, alle Blicke richteten sich auf den kleinen Störenfried, der entzückt über dieses herrliche Vergnügen um sich schaute. Da faßte Tante Lotte, die einer Ohnmacht nahe war, einen raschen Entschluß; sie packte den Jungen und lief mit ihm hinaus. Die Garderobe warf sie sich über den Arm und stürmte mit Hansel die. Treppen hinab. Erst unten setzte sie ihn nieder und zog ihn und sich an. Hansel hatte sich von seiner Verblüffung erholt. „Tante Lotte, das war aber fein!" lachte er. Die aber fuhr ihn an: „Du bist rjn ganz ungeheurer Begeisterung aufgenommen. Der ßtirh? der NSB, Mussert, bat, dem Führer den Dail : der NSB. zu übermitteln. Ihm, der deutsclM Wehrmacht und ihren Verbündeten danke Eunn heute sein Bestehen. Mussert rechnete mit der Wahi« sinnspolitik der ehemaligen holländischen Regierui^ und der ehemaligen Königin Wilhelmine ah, Bit [ heute Japan den Krieg erMrte und dadurch i derländi sch-Indien aufs Spiel setze. Heute sei önüI | holländischen Volke die Gelegenheit gegeben, als > freies germanisches Volk sich an dem Wiederaufb'.il, Europas zu beteiligen, ja mehr noch, die Nied«' lande seien bereits in dieses neue Europa aufce« | nommen. Diese Tatsache müsse von der gefamiltil niederländischen Nation gewürdigt werden. Das Ritterkreuz. Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Führer mb Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh ai| | Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eiftre Zeitschriften. — Ein reichhaltiges Heft legt der Verlag & Bruckmann in München mit der Dezember-Rum^ seiner Monatsschrift „Die Kun ft vor. Zuno:H' ist dem Heft eine schöne farbige Reproduktion Nf Gemäldes „Marie Gräfin zu Schaumburg-Lips< von Johann Georg Zisenis (1716 bis 1777) von» gestellt. Zum 100. Todestag des Bildhauers IoW Heinrich Dannecker gibt Ewald Bender eine trachtung vom Leben und Schaffen dieses feiner hochberühmten Künstlers. Ulrich Christoffel ged^ Angelika Kauffmanns zu ihrem 200. ©eburtsti» Im zweiten Teil des Heftes fesselt die Bildfalge w einem stattlichen Wohnhausbau der Architekten g? bert & Höhne in München. Ein reizvolles M familienhaus am Bodensee hat den Archuell^ Heinrich Palm (Herlingen) zum Erbauer. Der wm- nachtlichen Zeit wird das Heft gerecht mit autm kunsthandwerklichen Arbeiten, die zu Geschenken a regen: edle Gold- und Silberschmiedearbeiten m Franz Valentin (München); reizendes neugeittiiw Spielzeug der Fucker-Werkstatt in Gotha; baue liche Puppen von Lotte Höper sowie formjagf Gläser der Staatlichen Fachschule für GlasmduM und Holzschnitzerei in Zwiesel nach Entwürfen ; Professor Bruno Mauder. - - begannen. Bei dem starken Vorherrschen des deutschen Elementes während eines Zettraumes von 1000 Jahren ist es nicht verwunderlich, daß das Deutschtum Jahrhunderte hindurch führend war. Diese Taü fachen geben uns den klarenRechtsanspruch auf dieses Land. Wenn der Führer dieses von deutschen Truppen wieder eroberte Gebiet demnächst in das Reich zurückgliedern wird, so beseitigt er damit nur ein Hnrecht, das im Jahre 1918 diesem Lande und dem ganzen deutschen Volke zugefügt worden ist." Dr. Frick betonte, die rassisch einwandfreie und mit deutschem Blutanteil so reich versehene Bevölkerung von Oberkrain müsse es möglichst bald lernen, nicht nur deutsch zu fühlen, sondern ihren Gefühlen auch deutsch Ausdruck zu verleihen. roertigen Teilen Ihres Gaues zu machen. Rechtsangleichung der befreiten Gebiete an alten Gau Kärnten wird besonders sorgfältiger Pru- fung bedürfen. Der Verwaltungsaufbau ist mit der Schaffung von drei lebensfähigen Kreisen bereits zu einem gewissen Abschluß gebracht worden. Die äußere Angleichung an das Reich ist schon soweit vorangeschritten, daß die formelle Eingliederung der besetzten Gebiete in das Reich demnächst erfolgen kann. Die völkische Eingliederung des Landes südlich der Karawanken muß stets die Richtschnur Ihres Handelns sein. Denn ohne die Schaffung eines Walles von deutschen Menschen in diesem Lande und ohne die politische Aktivierung dieser deutschen Menschen wird jedes noch so schöne Verwaltungsgebäude bald zusammenbrechen. X Die völkische Wiedereinverleibung ist erst im Werden. Heber die einstige Reichszugehörigkeit und die fortwirkenden Formen gemeinsamer Sehens* noch hoher gehen." Nun, Treppen sind das Beste in einem Hause. „So, da sind wir!" Hansel sah sich um und entdeckte eine weißhaarige Garderobenfrau. „Ist- das die Großmutter?" „Jawoll, mein Junge, ich bin auch ’ne Großmutter. Gib mir mal deinen Mantel und deine Mütze." Hansel hatte starkes Mißtrauen, denn die Großmutter trug weder eine Haube noch eine Brille wie auf den Bildern, und hi einem Bett lag sie auch nicht. Stattdessen wollte sie seine Sachen haben! Aber weil Tante Lotte ihre Sachen auch gab, ließ er sich auch dazu herbei; doch nicht, ohne den sehr nachdrücklichen Wunsch zu äußern: „Aber wiedergeben, hörst du?" Ein kleines Mädchen, das ein rotes Sammetmützchen trug, erregte ihn. „Da ist Rotkäppchen", rief er und lief auf die Kleine zu. Die aber wehrte ab: „Na, du! laß das!" und drehte ihm den Rücken. Hansel stand enttäuscht, dann kam er entrüstet zurück: „Die will nicht mit mir spielen! Wir wollen nach Hause gehen!" Tante Lotte zog ihn schnell fort. Sie hoffte, daß der Theaterraum einen besonderen Eindruck machen würde. Er machte auch Eindruck, aber nicht so, wie Tante es sich gedacht hatte. Hansel staunte einige Augenblicke die Menschen an, die da alle nebeneinander saßen und in den Keller guckten. „Was machen die denn da in dem Keller?" „Das ist die Bühne", war die nicht ganz zutreffende Antwort; denn Hansel hatte das Parkett gemeint. „Sieh mal, ist das nicht schön?" Tante Lotte deutete auf das Vorhangbild. „Nee", meinte Bübchen, meine Bilder auf dem Baukasten sind viel schöner." Das Stimmen der Instrumente war das erste, was ihm Spaß machte. „Dort unten ist das Orchester", belehrte Tante Lotte. „Da sitzt die Musik." Hansel sprang auf. Musik hatte er gern, aber daß die auch sitzen muß ... „Wo denn?" „Da unten, das Blanke, das ist eine Trompete, und das dort —" — „Nee, wo die Musik sitzt?" Es klingelte. „Nun kommt wer." Es kam niemand, stattdessen wurde es dunkel. — „Da hat einer das Licht ausgedreht", stellte Hansel entrüstet fest. Das Vorspiel begann. — „Komm, setz dich", sagte Tante Lotte. Hansel wollte das tun, aber er konnte nicht; es war nichts zum Sitzen da. „Nun haben sie mir meinen Stuhl weggenommen", klagte er. Staunend sah er, wie Tante Lotte den Sitz hinzauberte. ■ Da ging der Vorhang auf. Hansel sah verwundert hinab. Da waren'Bäume, richtige Bäume! Hnd dann kam Rotkäppchen» Mit d?x woM er aber Vichts zu hm Berlin, 15.Dez. (DNB.) Der Führer sprach dem ehemaligen finnischen Staatspräsidenten Svinhufvud zu seinem 80. Geburtstag auf telegraphischem Wege seine herzlichsten Glückwünsche aus. Per Edvin Svinhufvud wurde am 14. Dezember 1861 als Sohn eines finnischen Seekapitäns und Gutsbesitzers gehören. Er studierte Rechtswissenschaften und rückte bis zum Prokurator des Senats, d. h. zum höchsten Justizbeamten des Landes auf. Als Oberhaupt feines Geschlechtes wurde Svinhufvud außerdem Mitglied der Adelskammer und nahm dort sofort lebhaften Anteil an dem politischen Kampf gegen die russischen Gewalthaber und ihre Russifizierungspolitik. Dieser Kampf gipfelte vor allem in einem passiven Widerstand, in dem Svinhufvud bald eine führende Rolle inne- hatte. Als Mitglied des Obersten Gerichtshofes in Abo wurde er deshalb mit sechzehn Kollegen ohne vorangegangenes Verfahren abgefetzt. Er lebte dann 12 Jahre lang auf feinem Gute, ohne wieder eine Staatsstellung zu erhalten, ließ aber nicht nach in feinem Kampfe gegen zaristische Willkür und war bis 1913 Präsident des finnischen Landtages, weshalb er mit Kriegsausbruch nach Sibirien verbannt wurde. Nach Ausbruch der Märzrevolution kehrte er nach Finnland zurück und setzte sich für einen sofortigen Friedensschluß mit Deutschland ein. Nach der Erklärung der Selbständigkeit Finnlands, Auflösung des finnischen Landtages durch Kerenski und erfolgten Neuwahlen, wobei die russisch orientierten Elemente in der Minderheit blieben, wurde Svinhufvud zum Präsidenten der provisorischen Regierung Finnlands erklärt. Mit dieser entwich er bei Ausbruch des von Rußland genährten Januar-Aufstandes der finnischen Bolschewiki 1918 nach Wasa und ging von hier weiter über Schweden, wo ihm Hilfe versagt wurde, nach Deutschland. Seine Verhandlungen in Berlin führten zur schnellen Niederwerfung des Aufitandes durch deutsche Truppen unter General Graf von der Goltz zuf ammen nut dem Nord finnischen Schützenkorps unter General Manner heim. Nach Schluß des Freiheitskrieges im Frühjahr 1918 wurde er Staatsverweser Finnlands, zog sich aber schon im Herbst desselben Jahres zugunsten von General Mannerheim zurück. Als im Laufe der Jahre infolge Hneinigkeit der bürgerlichen Parteien die Kommunisten tn Finnland wieder im ganzen Land eine aufreizende Propaganda trieben, erwachte eine scharfe Gegenbewegung, ausgehend von den am Bottnischen Meerbusen sitzenden Lappo-Bauern unter Führung Vih- tori Kosolas. Da die Regierung die Forderungen der Bauern auf gänzliche Hnterorückung des Kommunismus in Finnland im Reichstag nicht durchsetzen konnte, trat sie noch vor einem großen Zug von 12 000 Lappo-Leuten nach Helsingsors zurück. Der Staatspräsident berief darauf Svinhufvud zur Hansel geht ins Theater. Von Editha Taeppe. Dante Lotte hatte es sich ausbedungen, als Hansel noch in den Windeln lag: sie wollte den Jungen in die heiligen Gebiete der Kunst und Wissenschaft einführen. „Zur gegebenen Zeit natürlich", hatte sie den sprachlos staunenden Eltern beruhigend versichert. Tante Lotte war nach ihrer eigenen Meinung eine geborene Pädagogin und hielt sich deshalb nicht nur für berechtigt, sondern für verpflichtet, tätigen Anteil an der Erziehung ihres Neffen zu nehmen. Die gegebene Zeit war nach Tante Lottes Meinung gekommen, als Hansel drei Jahre alt wurde. Zu (einem Geburtstag erhielt er, außer einem Spielzeug, zwei Theaterkarten, d. h. eigentlich nur eine Theaterkarte für die Nachmittagsvorstellung von Rotkäppchen. Am nächsten Tage begrüßte Hansel seine Tante Lotte jubelnd, hauptsächlich, weil er ihr Kommen mit weiteren Geburts- tagsfreuben in Verbindung brachte. Die Enttäuschung kam schnell. Mitgehen? Nein, er wollte lieber mit der Eisenbahn spielen. Seine Einwilligung war schließlich nur eine Gunst, die er gnädig gewährte, und das auch nur, weil Tante Lotte Muttis Frage: „Gibst du ihm nachher eine Tasse Schokolade?" bejaht hatte. Auf der Straße versicherte er sich aber noch einmal: „Gibst du ihm auch eine Tasse Schokolade?" Dann erst ging er weiter. Unterwegs rief Tante Lotte die (Erinnerung an das Märchen wach, das sie ihm öfter erzählt und durch bunte Bilder und Zeich- nungen erläutert hatte. „Und nun wollen wir uns das Rotkäppchen anfehen", schloß sie. Hansel wurde neugierig, er wollte wissen, ob der Wolf auch richtig tot wäre. „Nein, den macht der Jäger erst tot." „Nochnzal?" „Ja, im Theater." „Wohnt da die Großmutter?" „Die Großmutter ist auch da." „Wo ist denn der Wald?" „Den sehen wir auch." Bübchen war zufrieden. Sie waren angelangt. Aber Hansel sträubte sich einzutreten: „Nein, ich will zu dem Wald!" Tante Lotte geriet in Bedrängnis. ,^)ier ist doch das Theater, Hansel", beschwichtigte sie. Ach so, Theater — so hieß ja das Haus von der Großmutter. Hansel bequemte sich, hineinzugehen. „Wohnt hier die Großmutter?" fragte er im L Rang. „Mr müssen als nur symbolische Bedeutung. Gewiß weiß jedermann, daß die europäischen Mächte keine territoria- len und machtpolitischen Ambitionen auf der westlichen Erdhälfte verfolgen. Die Frontenerklärung bedeutet aber umgekehrt das eindeutige Bekenntnis jener Länder zur gemeinsamen europäischen Sache, die künftig durch keinerlei fremde Einflüsse und Querschüsse mehr sabotiert werden wird. Man muß an die Anfänge dieses Krieges zurück- denken, als das kapitalistische Denken der Briten und ihrer nordamerikanischen Handlanger allen Ernstes zu so wahnwitzigen Ansprüchen Anlaß bot, daß beispielsweise die rumänischen Erdölvorkommen restlos vernichtet und unbrauchbar gemacht werden müßten, um sie der europäischen Sache zu entziehen. Das bedeutet also nichts anderes, als daß auf Grund der kapitalistischen Durchdringung dieses Zweiges der rumänischen Wirtschaft mit englischen und amerikanischen Gesellschaften ein Hauptzweig des rumänischen Volksvermögens zerschlagen werden sollte, weil die englisch-amerikanische Allianz hier keine „Wirtschaftsprovinz" für ihre eigenen ausbeuterischen Tendenzen mehr zu finden in der Lage war. Dieses besonders sinnfällige Beispiel steht aber keineswegs allein. Die Ausdehnung der völkerrechtswidrigen britischen Blockade auf jedes Land, das mit den Mächten der europäischen Neuordnung aus eigenstem Interesse in aktive Zusammenarbeit trat, entspringt der gleichen Wurzel. Wohl am krassesten hat das besiegte und von seinen vormaligen Alliierten schmählich verratene Frankreich die Skrupellosigkeit jener britischen Methode zu spüren bekommen. Aber auch sonst sind die Erfahrungen mit dem britischen Krämergeist in Europa allgemein verbreitet. Hnd jedem weiterschauenden Beobachter mußte es klar werden, daß ängesichts der jüdischen Verfilzung zwischen den beiden großen Feinden eines starken und freien Europa, zwischen englisch- amerikanischer Weltplutokratie und sowjetischem Weltbolschewismus, das Ränkespiel dieser Mächte von den letzten ihnen verbliebenen europäischen Bastionen aus kein Ende nehmen würde, bis sie sämtlich in ihre Schranken verwiesen wären. Das ist' nun der Fall. Kein Secret Service und keine Dvnvvans werden mehr ihr dunkles Handwerk auf dem europäischen Festland betreiben. Ungestört wird sich von innen heraus die Kraft der europäischen Idee entfalten. Hnd zum ersten Male nach einer jahrhundertelangen Geschichte der tragischen Zerrissenheit bahnt sich so für alle Zukunft der Grundsatz seinen Weg: Europa den Europäern! H. M. Die außerordentliche Reichstagssitzung in Tokio. Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Die am Montag begonnene außerordentliche Sitzung des Reichstages stellt die Presse in Gegensatz zu den bisherigen Tagungen. Während die letzte Sitzung im November im Schatten des heraufziehenden Gewitters stand und deshalb wirtschaftliche, innenpolitische und militärische Vorbereitungen traf, stehe der Zusammentritt jetzt im Zeichen der erstaunlichen ersten Siege. Die Presse betont, daß es die Aufgabe dieser Sitzung sei, den Siegeswillen Japans zu bekunden. „Nichi Nichi" schreibt: „Der Reichstag soll die eiserne Entschlossenheit und die brennende Begeisterung kristallisieren, die britisch- amerikanische Vorherrschaft zu brechen und Ostasien zu befreien." „Pomiuri Shimbun" betont die Not-- wendigkeit, die Gesetzentwürfe reibungslos zu verabschieden. Der Reichstag muffe ebenso wie die heldenmütig kämpfenden Truppen feine Pflicht tun. Im Mittelpunkt der Regierungsvorlagen steht neben dem Kriegsversicherungsgesetz ein neuer Notetat von 2,8 Milliarden Den. Zwei Milliarden davon find für die Erfordernisse des Heeres und der Marine bestimmt, 800 Millionen für den Reservefonds. Oie britischen Truppen in Thailand zurückaedrängt. Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Eine amtliche thailändische Verlautbarung besagt, daß die über die Süd-, West- und Nordgrenze Thailands eingedrungenen britischen Truppen schrittweise zurück- gedrängt würden. Weiter wird aus britischer Quelle verzeichnet, daß es den japanischen Truppen, die von Thailand aus auf Burma im Vor- marsch sind, gelungen ist, in das Gebiet von Victoria einzudringen. Es handelt sich um das Gebiet, das an der Südspitze Burmas am Isthmus von Kra liegt. Das Torpedoflugzeug. Von unserer Berliner Schriftleitung. Cs mußte von vornherein sehr reizvoll erscheine^ die Torpedo waffe aus einer Seewasfe * eine Luftwaffe zu verwandeln. Die (Englänb« haben nach Versailles mit solchen Versuchen b*. gönnen, die sehr bald auch von den Italiener ausgenommen wurden. Auch Deutschland hat Verruf seiner Nachrüstung Versuche mit Torpedz. flugzeugen unternommen. Am meisten aber man von dieser neuen Waffe in den italienisch^ Wehrmachtberichten gelesen. So griffen von Sau dinien aus diese Luftlibellen am 27. Septemch, einen englischen aus Gibraltar ausgelaufenen leitzug an, wobei ein leichter Kreuzer sofort unter, ging, während "ine große Einheit und zwei m?;, tere leichte Kr er Treffer erhielten. Weitere Wel. len italienischer Torpedoflugzeuge setzten diese Ai. griffe von Sizilien aus fort, wobei sie mit Tor. pebofcjoten und Torpedozerstörern zusammen arbeiteten. Nachträglich stellte sich heraus, daß bjg beschädigte Schlachtschiff die 34 000 Tonnen gr&j8 „Nelson" war, die mit einem großen Leck ®ibrch tar aufsuchen mußte. Auch in den Seekämpfen, Üe jetzt die englische Offensive in Libyen begleitet, haben die Italiener Torpedoflugzeuge eingefetf. Hnd nun haben die Japaner mit ihnen dy Vogel abgefchossen. Das Torpedoflugzeug kann einen, manchmal ß, gar zwei Torpedos bei einer Eigengeschwindigkü von TSO bis 250 Stundenkilometer mitnehmen. hat die Vorteile der Luftwaffe überhaupt: Berfjftt« nismäßig geringen materiellen und personellen Eü> satz, große Beweglichkeit und einen riesigen (& scbwindigkeitsüberfchuß gegenüber den ©eeftrefe kräften. Es kann durch Flugzeugträger auch in raumweiten Gewässern zum Einsatz gebracht den, ja es ist mit Httfe von Flugzeugträgern fognt sein Masseneinsatz beim Angriff möglich, wie ig jetzt im Femen Osten geschehen zu sein schein Masseneinsatz ist natürlich auch denkbar von feftai Flugplätzen aus, wie sie etwa in Französfich-Jnd^ china zur Verfügung gestanden haben könnten. Angriff der Torpedoflugzeuge ist aber technisch rech schwierig. Die Abwurfhöhen des Torpedos lieget, wie der Nauticus von 1939 verzeichnet, nur 20 bis 40 Meter über d e n Wafserfäulet, die die Granaten der Abwehrartillerie aufmerfa, Die Schußentfernung darf mit Rücksicht auf iii Langsamkeit der Torpedos nur sehr gering fein, un Ausweichbewegu ngen des angegriffenen Schiffes in, möglich zu machen. Ein Flugzeugtorpedo hat Üe ungefähren Abmessungen und die gleiche Sprenz« ladung wie die Schiffs- und H-Boot-Torpedos. Öe Abwurfgeschwindrgkett beträgt aber 150 Stunde« filometer, während die Eigengeschwindigkeit ta Torpedos in seiner Wasserbahn auf eine (Entfernung von 2000 Meter mit ungefähr 80 Kilometer zu Der« anschlagen ist. Eine interessante Erläuterung zu dem großen Er« folge der japanischen Luftwaffe bei ihren Angriffni auf englische und amerikanische Schlachtschiffe giii der Tokio-Korrespondent i^r DAZ. Der jopanW Wehrmachtbericht meldete: „Neun Flugzem haben sich selbst zerstört", wofür das japanilpe Wort „Iibak u" gebraucht wurde, das ungefähr so viel wie „S e l b st b o m b e" bedeutet. Es |dl vermutlich besagen, daß der Flugzeugführer feine Maschine mit den an Bord befindlichen Bomfat oder Lufttorpedos auf das feindliche SchlachWs fallen ließ, um sein Ziel mit voller Sicherheit st erreichen. Bildung einer rein bürgerlichen Reaierung, was ihm bereits am 3. 7.1930 gelang. Die Lappo-Fuhrer traten dem neuen Kabinett nicht bei, versprachen aber wohlwollende Hnterstützung bei Durchführung ihrer Forderungen. Es erfolgte dann das Verbot der Kommunistischen Partei. Am 16.2. 1931 wurde Svinhufvud im dritten Wahlgang mit den Stimmen der Nationalen Koalitionspartei, der Schwedischen Dolkspartei und des Landbundes zum Präsi- deuten der Republik Finnland für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Seitdem wurde Finnland von einer starken Hand geleitet, die auf Ruhe und Ordnuna im Lande hielt. Die im Februar 1932 neu auSbrechenden Hnruhen, von der Lappo-Bewegung ausgehend, unterdrückte Svinhufvud ebenso, wie er dafür sorgte, daß der Kommunismus nicht wieder sein Haupt erheben konnte. Hnd so fertigte sich die Ordnung im Lande immer mehr, so daß Finnland in dieser Hinsicht zu den ruhigsten Ländern der Welt gehört. Auch der materielle und geistige Fortschritt hat sich während der Regierungszeit Svinhufvuds bedeutend gehoben. Die äußere Politik des Landes wurde in sichere Bahnen geleitet. Trotzdem konnte Svinhufyud nicht verhindern, daß die Linksopposition wuchs. Die Sozialdemokraten waren es dann, die Svinhufvud bei der am 15.2.1937 stattgehabtest Staatspräsidenten wähl zu Fall brachten. Im zweiten Wahlgang ging mit ihrer Hilfe der bisherige Minister- präfident und Landbundführer Kallino mit absoluter Mehrheit durchs Ziel. Svinhufvud ^at sich seitdem aus der aktiven Politik seines Landes zurückgezogen. In einer Adresse, die Staatsprästdent R y t i und die Regierung an Svinhufvud zu seinem 80. Geburtstag gerichtet haben, wird er der wirkliche Lande svater genannt, dessen Persönlichkeit bereits ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit im Volk erweckt habe. Svinhufvud erhielt zu seinem Geburtstag eine überaus große Zahl von Glückwunschschreiben und Telegrammen aus allen Teilen des Landes sowie auch aus dem Ausland. Oie Jahresfeier der RGB. Den H a a a, 15. Dez. (DNB.) In Htrecht wurde der zehnte Jahrestag der Gründung der niederländischen nationalsozialisttschen Bewegung (NSB.) begangen. Auf einer Kundgebung der alten Kämpfer gab Reichskommissar Dr. Seyß-Jnquart bekannt, daß es als Beweis seiner unverbrüchlichen Kameradschaft zu Mussert sein Entschluß sei, in den Niederlanden nur noch eine politische Willensbildung zu dulden, und zwar die der nationalsozialischen Bewegung unter ihrem Leiter Mussert. Er habe daher verfügt, daß alle anderen Vereinigungen und Bewegungen politischen Charakters, die in den Niederlanden noch vorhanden seien, ab heute zur Auflösung gebracht werden. Diese Worte des Reichskommissars wurden mit ungezogener Junge." Hansel war nermuiüen Ungezogen? Warum beim? Er hatte doch M nicht —. Dann fiel ihm ein, was ihn eigentlich zum W gehen bewogen hatte: „Gibst du ihm jetzt eine Tv« Schokolade?" „Ja." Sie saßen lange in der Sir.- ditorei und gingen bann sehr langsam nach Haui(!< „Seid ihr schon wieder da?", begrüßten M Eltern die Heimgekehrten. „Es hat nicht lange dauert", erwiderte Tante Lotte doppelsinnig. wie war's, Bübchen?", forschte der Vater. „Fein!" „Hast du Rotkäppchen gesehen?", n>o Mutti wissen. — „Och — die — , meinte Hans« wegwerfend, „und die Großmutter hat alles genommen; aber nachher hat sie's roiebergegebtn. — „Weggenommen?" Die Eltern lachten. „M auch Musik da?" „Ja, die sitzt im Keller, wo Bäume sind, und der Stuhl, der war immer M und, Mutti, ich muß nu aber mal — aber goenj richtig." «8. 1 INS. Aus dem Führerhauptquartler, ja jront Der Feind erlitt hier befonbers empfinb- (Scherl-Archiv-M.) hat i« ben verstorbenen Reichsminister SA.-Ober- smppeuführer Hanns kerrl ein Staatsbegräb- ,s angeordnet Der Staatsakt finbet am Dienstag, hmt 16. Dezember, um 15 Uhr. im 7Nosaiksaal IsrRelchskanzlei statt. Die Beisetzung erfolgt ««schließend auf bem Waldfriedhof in Berlin- ugfiihm - j ichen i ! Schlad; i l| rn Kreuzes an Oberleutnant Beeger, Staffel- Mitän in einem Kampfgeschwader; ferner an ttuptmann W ittmann. Staffelkapitän in einem jimpfgefchwaber. Der Wehrmachtberichi. »indiffkm) 1 1t Echv jl mietet $r tE n * | t)ren Kur I achtslhifi,; Der w*1 i Ml «15 jopr1 d--» . setlln, 15. Dez. (DJtB.) Der Jührer eutet. k : --- - Ege Verluste an schweren Waffen unb rollenbem JxiteriaL Auch lm Wolchow-Abschnitt sowie ff der Wurman-Bahn waren Angriffe ber tiftwaffe erfolgreich. Sicherungsfahrzeuge ber Kriegsmarine be- ftSdigten im Aegäischen INeer burch Dasser- timben ein britisches Unterseeboot, mit bessen Der- ff zu rechnen ist. Jn Uorbafrika wurden erneute britische An- ^lffe zurückgeschlagen. Deutsche und italienische ^arzkampfverbände erzielten Bombenvolltresfer Ameren Kalibers in feindlichen Kolonnen und Ge- Mhslellungen südwestlich Tobruk. Auf einem Mskühpunkt warfen deutsche Kampfflugzeuge Be- pebsstofflager in Brand. Ilarinear filterte fchoh an der atlanN- f»m Küste zwei britische Kampfflugzeuge ab. Staatsbegräbnis für Reichsminister Kerrl. Ä kj 1- Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht *lt W1 bekannt: ujWJ 3m Osten wurden an mehreren Stellen der Mn 5ont feindliche Angriffe unter starken Verlusten Gegners abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte luBl e^olgreich Ansammlungen des Feindes im Do* * lofottJ* «erbecken sowie Eisenbahnziele zwischen Don Donez. Starke Kräfte von Kampf- und vierer t^rzkampfflugzengen führten unter Jagdschutz ver- ? N f, lichtende Schläge gegen Panzerbereitsiellungen und U ti, Zochschubkolonnen der Sowjets im Mittelabschnitt Sin ;n > ; J. 4 Jpt; Stt iy..j N, Uri, * | IM I*-., ir Don Ä, “Wen. ‘ technisch^, । Nos |i!?. M, nut; * ersSuiüD w Qllhn-) J 'sicht aui;i nnq sm । No tu; J eiche 6p- I torpebo;; i s 150 Shp ’ Aus -er Stadt Gietzen. Tannenbaum und Kerzen heute gilt es, sich so bald als möglich den Weih- nachtsbaum zu sichern. Aber wohin mit ihm und was tun, damit er bis zum Fest frisch bleibt und seine Nadeln behält. Wer einen Balkon hat, ist gut dran. Stellt man den Baum in eine passende Blechbüchse, die zu zwei Drittel mit Wasser gefüllt ist — wer es kann, soll einen Schuß Glyzerin oder Oel dazu geben —, so hält der Baum seine Nadeln und seine frische Farbe. Allerdings nur dann, wenn das Wasser immer wieder aufgefüllt wird. Steht kein Balkon zur Verfügung, so stelle man die Büchse mit dem Baum in den Keller. hat man den Baum bis zum Fest durchgebracht, so heißt es, bei seinem Aufstellen eine ganze Reihe von Vorsichtsmaßregeln beachten, sollen die bekannten Unglücksfälle, wie Fnbrandgeraten oder Umfallen, die so häufig die Ehronik der Festtage bereichern, vermieden werden. Als erstes: der Baum darf nicht auf leicht brennbare Unterlagen, wie Tüchern oder Papier, stehen. Auch auf gehörigen Abstand von Gardinen oder Türvorhängen ist zu achten. Dieser Abstand soll so bemessen sein, daß auch wehende Kerzenflammen, wie sie beim Türöffnen usw. leicht entstehen, die Gewebe nicht erreichen können. Der Baum soll am besten so erhöht aufgestellt werden, daß niemand durch die untersten Kerzen gefährdet wird. Wird er auf den Boden gestellt, lasse man die unteren Aeste kerzenfrei. Beim Aufhängen des Baumschmucks achte man darauf, daß er nicht zu nahe an die Kerzen heran- kommt; die Kerzenwärme kann aber auch wesentlich höher hängendem Baumschmuck gefährlich werden, wenn er aus leicht entzündlichem Material — Papier, Zelluloid usw. — besteht. Die Kerzen sind ein Kapitel für sich. Das lästige Tropfen läßt sich vermeiden, wenn man sie vor dem Aufitecken in Salzwasser badet und am offenen Fenster trocknen läßt. Gibt es trotz aller Vorsicht Kerzenflecke, dann heißt es, sie schnell mit sauberem Lösch- oder Seidenpapier bedecken und mit einem leicht erhitzten Löffel darüber fahren. Das Wachs zieht sich in das Papier, das man solange auf der Fleckstelle hin- und herschiebt, bis die letzte Fettspur aufgesogen ist. Hartgewordene Kerzenflecke niemals durch Äbkrayen entfernen wollen; sie sind in gleicher Weise zu behandeln wie frische Flecke. Vor dem Aufitecken der Kerzen sind die Halter zu prüfen, ob sie fest klemmen oder — bei Kugelgelenken — ob sie noch genug Spannung haben, die Kerzen zu tragen, ohne daß sie herabfallen. Dünne Zweige verstärke man an der Stelle, wo die Kerze sitzen soll, mit Tannenästchen. Beim Anzünden der Kerzen — das man niemals Kindern überlassen soll — beginnt man oben; beim Auslöschen von unten. Während die Kerzen brennen, halte man einen Eimer Wasser, eine alte Decke und einen kleinen Besen bereit, mit denen man, sollte es ein Unglück geben, schnell löschen kann. Wenn die Kerzen angezündet sind, soll sich stets ein Erwachsener im Zimmer befinden, der den Baum beobachtet; Kinder sollen nicht allein gelassen werden. Beachtet man diese Vorsichtsmaßregeln, so werden die Festtage ohne Unglücksfälle und Aufregungen verlaufen. Man gebe sich nicht mit dem Trost zufrieden: ach, es ist ja noch nie etwas passiert! Allzu große Sicherheit hat schon manchen Weihnachtsbaum-Brand verschuldet. Oie Universität Gießen beglückwünscht ihren Ehrendoktor Svinhufvud. tat i kleine politische Rachnchten tat!» fr । !Oer Poglavnik Dr. Ante Pawelitlch traf in De- mit btr£* । üdig ein, wo kurz zuvor auch der italienische hen W ’ lußenminister Graf Ciano angekommen war. ’imint i ’ i * _ . .,. ) daLck ' !Lier der neun vom italienischen Sondergerichts- jwute jeiy 8 lfi zum Schutze des Staates in Triest zum Tode : qeqek s iirurteilten Terroristen sind zu lebenslänglichem > Rieben.' ’ (sfängnis begnadigt worden. Die übrigen fünf find ch, dir M ’ ^gerichtet wordeu. hX? Muf Einladung des Reichsleiters von Schirach ' L. Ml unter Vorsitz des Generalmajors Freiherrn von iiote die Arbeitssitzung des Langemarck-Ausschus- !-55 in Wien statt. Hum Jahresabschluß fand eine Arbeitsbesprechung ix Auslandsbeauftragten der Hitler-Jugend m Vertu statt. Reichsjugendführer Axmann sprach über x. h; Zusammenarbeit ber deutschen Jugend nut den —■ europäischen Jugendorganisationen. Der Reichsschatz- L II« «ifter der NSDAP., Reichsleiter Schwarz, wur- ,atte tfite in herzlichen Worten ihre Arbeit. Dem früheren Präsidenten der Republik Finnland, Per Edvin Svinhufvud, der am 14. Dezember — wie wir im politischen Teil unserer heutigen Ausgabe näher berichten — seinen 80. Geburtstag begehen konnte, hat Se. Magnifizenz der Rektor der Ludwigs-Universität folgendes Glückwunschtelegramm übermittelt: „Senat und Juristische Fakultät der Universität Gießen senden ihrem verehrten Ehrendoktor ergebene Grüße und herzliche Glückwünsche zum 80. Geburtstag. Kranz, Rektor." Der frühere finnische Staatspräsident Svinhufvud wurde am 1. März 1934 unter dem Rektorat von Professor D. B o r n k a m m von dem Dekan der Juristischen Fakultät Professor Dr. Bley zum Doktor der Rechte ehrenhalber ernannt. Unsere Universität wollte mit dieser Ernennung aum Ehrendoktor in Per Edvin Svinhufvud „den Führer seines Volkes in die Freiheit, den Schirmer der heiligen Werte von Blut und Boden, den Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit" ehren. verbunkelungszeil 16.12. von 17.06 bis 9.25 Uhr. „Konzert her Jugend " zur Zeit nur beschränkt lieferbar. 6841 v CREME K4711 TW* pflegt Für den Musikfreund ist es eine erfreuliche Tatsache, feststellen zu können, daß der nationalsozialistische Staat bei all den vielen Ausgaben, die er — namentlich in der jetzigen Kriegszeit — zu bewältigen hat, es nicht versäumt, in zielklarer Weife die musikalische Erziehung der Jugend zu fördern. So entstanden u. a. als Einrichtungen unserer Zeit die Musikschulen „Jugend und Volk" — auch in Gießen wurde bereits eine solche eröffnet —; so faßte die Hitler-Jugend ihre mufikbeflissenen Kräfte zum gemeinsamen Musizieren in Dannorchester zusammen. Auch der Bann 116 der Hitler-Jugend in Gießen hat frühzeittg Wert und Bedeutung des gemeinsamen Spiels erkannt und schon seit Jahren eine ersprießliche Musikpflege betrieben. Durch seine erfolgreiche Mitwirkung bei den verschiedenen Veranstaltungen (Tag der Hausmusik, Erntedankfest usw.) und durch die Abhaltung eines eigenen Konzertes im letzten Jahre ist das Gießener Bannorchester in weiten Kreisen der Bevölkerung bekannt geworden. Seine Freunde und Gönner waren auch am Sonn- tagnachmittag zum „Konzert der Jugend", das in der Aula der Universität unter der bewährten Leitung von Fritz Braun stattfand, erschienen. Die stattliche Besucherzahl, die erfreulicherweise sehr viel Jugendliche aufwies, war für das Orchester der beste Beweis seiner Beliebtheit und Wertschätzung. Die Vorttagsfolge des Konzertes brachte Werke älterer deutscher und italienischer Meister, deren Schwierigkeitsgrad sich dem SeiftungsDermögen jugendlicher Spieler anpaßte. Johann Sebastian Bachs Zeitgenosse Georg Philipp Telemann war mit einer Suite für Flöte und Orchester und mit einem Marsch aus einer festlichen Suite vertreten. Die Werke oieses musikalisch äußerst fruchtbaren Hamburger Meisters waren zu seiner Zeit ob ihrer nicht besonders schwierigen Aufführbarkeit sehr volkstümlich und bewirkten dadurch eine starke Ueberschätzung seiner Kunst. (Er wurde über Bach gestellt.) Di er hier vorgetragene Suite jedoch ist in ihrem Flötenpart — besonders für jugendliche Spieler — nicht leicht und verlangt schon ein gewisses Können. Von dem großen deutschen Meister Georg Friedrich Händel, der durch seine Oratorien unsterblich geworden ist, hörten wir eine Gavotte aus seiner Oper „Alcina". Wenn auch seine Opern als Ganzes heute kaum noch bekannt sind, so enthalten sie doch Einzelstellen von höchster musikalischer Schönheit, deren Wiedergabe man nur begrüßen kann. In dem Konzert für Klavier und Orchester in A-dur von Karl Ditter von Dittersdorf, der zur Zeit Joseph Haydns in Wien lebte, offenbart sich den Zuhörern ein anderer Musikstil. Flüssig und beschwingt schreibt dieser Meister, der als bedeutendes Talent im deutschen Singspiel zu gelten hat und als Geiger und Jnstrumentalkomponist eine beachtenswerte Erscheinung darstellt. Das im Konzert gespielte Werk von ihm kann als der Höhepunkt der Veranstaltung angesehen werden. Die Triosonate des weniger bekannten I. Ehr. Schickhardt zeigte, wie neben dem Klavier auch die einfache Blockflöte (hier waren es zwei) in den Dienst gemeinsamer Musikpflege gestellt werden kann. Den Ausklang des „Konzertes der Jugend" bildete die Sinfonia Nr. 3 in G-dur für.Streichorchester des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi, ber ebenfalls zur Zeit Bachs lebend auf diesen anregend gewirkt hat. Mehrere Violinkonzerte des Italieners veranlaßten Bach zu Bearbeitungen für Klavier und Orgel. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zählte Vivaldi zu den berühmtesten Tonkünstlern. Der Verlauf des Konzertes, dem die Besucher mit innerer Anteilnahme und beifallsfreudig folgten, zeigte sowohl in der Auswahl ber Werke, als auch in deren Wiedergabe, daß im Bannorchefter 116 verantwortungsbewußt unb ernstlich gearbeitet wirb. Der starke Erfolg darf wohl in erster Linie der umsichtigen Leitung von Fritz Braun, ber seine Spieler straff unb mit sicherer Hand führt, zuaeschrieben werden. Das Orchester verriet gute Disziplin unb zeichnete sich burch präzises Zusammenspiel aus. Die dynamischen Abstufungen traten zutage unb gaben den Werken eine sinnvolle Deutung. Die Mitwirkenden musizierten mit innerer Freude und Hingabe. Besondere Anerkennuna verdienen die beiden Solisten Gudrun Stand fuß (Flöte) und Karola R ü h l - A n tz (Klavier). Die 16jährige Flötistin löste ihre nicht leichte Aufgabe recht gut zur Freude der Zuhörer, während ber Klavierpart des Konzertes von Dittersdorf mit technischer Gewandtheit und feinsinnigem Dorttag gemeistert wurde. Mit Mie Koch unb Gustav Geisse- stellten sich zwei Blockflötenspieler dot, die mit guter Atemtechnik und weichem Spiel die Zuhörer erfreuten. Bei Aufzeichnung ber für ben Konzerterfolg verantwortlichen Kräfte sei schließlich auch der tüchtigen Gießener Musikerzieher gedacht, die in mühevoller Lehrarbeit ibj| im Bannorchester mitwirkenden Schüler instruWntal heranbilden. Möge das „Konzert ber Jugend", das von ber Jugend für bie Jugend veranstaltet wurde, die Herzen ber jugendlichen Zuhörer für die hohe Kunst der Musik entzünden und ihr neue Freunde zuführen! Heinrich Dietrich. ■XV er darf in Winterurlaub reisen? Um bie Beantwortung ber Frage zu erleichtern, wer nach ben Anorbnungen bes Staatssekretärs für Fremdenverkehr über den Winterreiseoerkehr berechtigt ist, eine Erholungsreise zu unternehmen, werden bie in Betracht kommenden Gruppen in Erinnerung gebracht: Urlauber der Wehrmacht, bes Arbeitsdienstes, ber OT. usw.; sie erbringen ben Nachweis ihrer Berechtigung durch ben Urlaubsschein. Gefolgschaftsmltglieber der Rüstungsbetriebe, ferner Volksgenossen, die in wirtschaftlichen unb kulturellen Unternehmungen und bei Behörden unb Dienststellen Arbeit leisten, die für die geregelte Fortführung der Wirtschaft und des gesamten öffentlichen Lebens im kriegführenden Deutschland wich- tig ist. Diese Gruppen erbringen den Nachweis durch eine Bestätigung ihres Unternehmers oder ihrer Dienststelle über erteilten Urlaub. Wirtschaftlich Selbständige (Kaufleute) usw. unb Angehörige ber freien Berufe (Aerzte, Rechtsanwälte usw.), die kriegswichtige Arbeit leisten. Sie erbringen den Nachweis durch eine Bescheinigung ihrer Berufsorganisation. Die Reichswirtfchaftskam- mer z. B. hat hierüber genaue Bestimmungen getroffen. In allen Fällen erstreckt sich die Berechtigung auf Ehegatten und zum Haushalt gehörige Personen, sofern sie gemeinsam mit dem Haushaltungsvorstand den Erholungsaufenthalt verbringen. In Betracht kommen ferner Personen, die durch ein ärztliches Zeugnis nachweisen, daß sie eine Kur in einem Heilbad oder in einem Kurort gebrauchen müssen ober baß sie nach schwerer Krankheit die Erholung bringenb nötig haben. Das ärztliche Zeugnis muß bie Grünbe ersehen lassen. Ausnahmen von der Anordnung gelten für Berufsreisen, bie Kinderlanboerschickung, bie Aktion „Mutter unb Kinb", ferner für aktive Teilnehmer an Wintersportkämpfen. Außerdem bürfen sich Mütter mit Kinbern bis zu sechs Jahren unb alte und gebrechliche Personen aus luftgefährdeten Gebieten in den Fremdenverkehrsorten aufhalten, wenn sie eine Bescheinigung der NSV.-Dienststelle ihres ständigen Wohnortes vorlegen, daß dieser Ort Absendeort der erweiterten Kinderlandverschickung ist. Wer nicht unter die angegebenen Gruppen 'fällt, muß sich damit abfinden, daß er in diesem Winter bis 31. März 1942 auf eine Erholungsreise zugunsten der an erster Stelle erholungsbedürftigen Volksgenossen verzichten muß. Auch die Meinung, baß für bie Weihnachtsfeiertage unb ben Jahres- abfchluß Erleichterungen eintreten, ist falsch. Der Platz auf ber Eisenbahn gehört in biefen Feiertagen ben Urlaubern ber Wehrmacht unb ber Rüstungsbetriebe, nicht aber benen, die kurze Erholungsfahrten unternehmen wollen. Zulaffungskarten bei der Reichsbahn. Ueber bie Ausgabe von Zulassungskarten während des Weihnachts- und Neujahrsverkehrs 1941/42 bestehen vielfach irrtümliche Ansichten. Für üiilh n fetz! tWg ge in M.1 am noch n begrüß nicht WJ peffinniM der hat wiedeiE.. lachte"- i StM®« »ar* ’ j__abti der « Explosion inRaum5 Roman von H.C. Hansen (•epyHfM by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b.Möndien V Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Das war Grund genug, um Herrn Kammm m t ien Abgrund des Mißtrauens zu trauen die Gewohnheiten koketten Gesellschasts- kvens in nüchterne Amtsräume schleppten, hatten st entweder ein schlechtes Gewissen und Damit i3)as zu verbergen, ober aber sie wollten etwas, Ris nicht so leicht bewilligt werden konnte. Trotzdem erhob er sich, wartete aber hinter der kuriere des Schreibtischs auf ihr Naher kommen, rgriff folgsam die entgegengestreckte schmale kras- Ii3e Hand, verbeugte sich so knapp wie möglich und harrte: „Bitte, nehmen Sie Platz!" Das war für ase Fälle eine unverfängliche Redewendung, Die fcm tausendmal geübt hatte. ...Sie wünschen?" fragte er bienstlich streng^ ...Ich will nur Ihren Wünschen entgegenkommen, h:rr Kommissar", antwortete sie sanft. ,,Sie wum Icttn doch, den Tod von Herrn Wand aufzuklaren, -.Gewiß." Er überlegte fieberhaft, was sie im hmterhalt habe, und war schon versucht zu er- Ihren, ber Fall sei abgeschlossen. Aber das würbe [W sträfliche Vernachlässigung feiner Pflichten behütet haben. „Wissen Sie etwas Neues? , Db es Ihnen neu ist. Herr Kommissar, entzieht fal meiner Kenntnis. Vielleicht wissen Sie es 'chon anderer Seite. Ich vergoß vorgestern es Ihnen L1 erzählen. Ich dachte, es fei meine Plicht, vte ^höroe zu benachrichtigen. In diesem Fall rep icjltieren Sie die Behörde." . ,. nd. Theo Kammin ertappte sich habet, baß er sie ge^ m musterte. Karlas Haar war goldbraun uno 3 lenbar natürlich gelockt. Ihr Gesicht war unreal« füfeig und gerade deshalb reizvoll. Erne Ht konnte man sie sicher nicht nennen, Nicht etn- hübsch. Dafür wirkte der Gegensatz zwischen zarter Weiblichkeit und einer gewissen willens- starken Klugheit äußerst anziehend. Er bohrte den Blick in die Tischplatte, als sei dort bie Lösung bes Rätsels Frau zu finden, über das sich seit einigen tausend Jahren die Männer vergeblich den Kopf zerbrechen. . „ , , .. „Bitte, wollen Sie fortfahren", sagte er heiser unb melancholisch. „Gern, Herr Kommissar!" Wenn sie doch das verfluchte „Herr Kommissar nicht in jedem Satz anroenben würde, knurrte er m sich hinein und lauschte dann aufmerksam, sowohl dem Klang ihrer Stimme wie auch dem Inhalt ber Mitteilungen. ..... ,^Jch war mit Herrn Wand sehr gut befreunbet, wenn man von einem solchen Verhältnis bei bem großen Altersunterschied sprechen kann. Mir gegenüber gab er sich weit offener als bei den meisten anderen seiner Bekannten. Ich nannte ihn Onkel Hugo und er rief mich seit meiner Kindheit beim Vornamen. Alle glauben, Herr Wand sei ein ganz technisierter Mensch gewesen, der nur in Formeln, Zahlen und Berechnungen denken konnte. Dem war aber nicht so. . e Sie hielt inne unb beobachtete die Wirkung bie- ser Eröffnungen. Theo Kammins Gesicht blieb völlig ausdruckslos. Ihn begannen diese psychologischen Ausdeutungen einer Pseubonichte zu langweilen, weilen. . , Herr Wand war nicht nur em ausgezeichneter Techniker, der sich durch mehrere Erfindungen einen Namen in ber Fachwelt gemacht hatte, er war auch ein verträumter und versponnener Mensch, der sozusagen eine lyrische Ader hatte. Weder feine beiden Kompagnons noch sonst ein Mensch weiß davon, daß er ein Tagebuch führte. Haben Sie die- ses Tagebuch schon gefunden?" v t „Nein", sagte Theo Kammin und wurde hellhörig. „Wo soll es denn sein?" In dem kleinen Hause, das Herr Wand bewohnte Es ist in einem Wandfach im Herrenzim- mer versteckt. Wenn bie Polizei es noch nicht ..." j)at sie nicht", unterbrach der Kommissar ferne Pefucherin. Karla ließ sich nicht beirren. „Ich sehe in der Tatsache, daß ein Ingenieur von Ruf ein Tagebuch führt, allein schon einen Beweis einer nicht nur technischen Lebensauffassung. Es tehen in diesem Buche Aphorismen und Sentenzen, dazwischen aber auch Bemerkunaen über alle tat» ächlichen Begebenheiten im Leben von Herrn Wand. Nun dachte ich mir, daß es für bie Polizei, das heißt für Sie von Interesse märe, Herr Kommissar, dieses Tagebuch zu lesen. Herr Wand war eine sehr verschlossene Natur. Sie können von niemand wirkliche Aufklärung über ihn erhalten, nicht einmal in vollem Umfange von mir. Aber bas Tagebuch gibt Ihnen die Möglichkeit, Zusammenhänge aufzudecken, bie vielleicht die Lösung bes Problems enthalten, nach ber Sie streben." „Was meinen Sie denn mit dieser Lösung?" Ihm kam ihre Rede unglaublich geschwollen vor. „Nun, Sie glauben doch, daß nicht ein Unfall, sondern ein Verbrechen vorliegt. Der Tote selbst kann nicht mehr zur Aufklärung beitragen. Dafür spricht er in seinem Tagebuch zu Ihnen." „Hm", brummte Theo Kammin unb kam zu ber Erkenntnis, daß es zwar äußerst unsicher wäre, ob bas Tagebuch eines lyrischen Ingenieurs wirklich von Nutzen sein werde, daß es jedoch unzweifelhaft zu feinen Pflichten gehöre, auch der schwächsten Spur nachzugehen. „Bitte, beschreiben Sie mir, wo kch bas Tagebuch finden kann!" Nun wurde Karla Kabelt doch ärgerlich. Sie kam hierher, um der Polizei zu helfen, unb würbe wie eine lästige Bittstellerin behandelt. * „Das kann ich nicht, Herr Kommissar." Ihre Stimme'wurde spitz. „Ich muß Ihnen schon an Ort unb Stelle bas Versteck zeigen, bas nicht leicht zu finben ist." Theo Kammin schwebte eine scharfe Entgegnung auf her Zunge, er unterdrückte sie jeboch unb stand auf. „Dann fahren Sie bitte im Dienstwagen mit zum Hause von Herrn Wand." „Gerne, Herr Kommissar", antwortete Karla schon 1 wieder besänftigt, lauschte der kurzen telephonischen Anweisunb, die Kammin gab, unb lieh sich von ihm bie Tür offnen. Ein zweiter Beamter gesellte sich hin^u. Karla setzte sich im Rücksitz neben ben Kommissar. Dann schnurrte der Wagen los unb legte in kurzer Zeit die Strecke hinter sich. Das Wohnhaus bes burch eine Explosion ums Leben gekommenen Ingenieurs und Fabrikanten Hugo Wand lag ganz am Rande ber Stabt. Von ber Straße rouroe es durch einen breiten Vorgarten getrennt und besaß auch nach hinten einen ausgedehnten Garten, der zur Hälfte aus einem Misch- wald bestand, in dem alle Bäume vertreten waren, die in Deutschland wuchsen. Augenblicklich wohnte in dem Hause nur die alte Haushälterin, bie seit fast zwei Jahrzehnten die Wirtschaft geführt hatte.' Laut Testament hatte sie Wohnrecht auf Lebenszeit und eine monatliche Rente. Unter diesen Umständen war es schwer, einen Käufer für bas Grundstück zu finden, so baß aller Voraussicht nach die Haushälterin bis zu ihrem Ende alleinige Bewohnerin bleiben würde. Die entfernten Verwandten Hugo Wands wohnten auswärts und hatten wenig Interesse an bem Hause. Karla öffnete die Gartentür. Sie klingelt« und wurde von einer alten Frau mit lebhafter Freude begrüßt. „Wir müssen in Onkel Hugos Zimmer etwas suchen, Katrin", erklärte das Mädchen und winkte ben beiden Kriminalbeamten, ihr zu folgen. Das Herrenzimmer war ber zweite Raum rechter Hand auf ber aeräumigen Diele. Es hatte eine altmodische aber sehr gebiegene Ausstattung und war bis zur halben Höhe ber Wänbe getäfelt. Karla schloß die Tür hinter sich, warf noch einen Blick auf Herrn Kammin, der stehenblieb und ihren Bewegungen mit den Augen folgte, schritt dann auf die Wand zu, die sich zwischen Bücherschrank unb Schreibtisch ausdehnte, nahm einen Kupferstich ab unb ruckte kräftig an dem Haken, ber das Bild getragen hatte. Eine kleine Tür klappte herunter und gab den Blick auf eine zweite, die aus Eisen bestand, frei. „Das ist bas Versteck, Herr Kommissar." (Fortsetzung folgt) lassungskartenpflichtig sind, jedoch mit der einzigen (f f. ^ÜI)r”nqi Ausnahme des DmW 81 Frankfurt a. M.-Efsen entsprechende Ar Praktiziere wieder Fettwirtschaft. Guterhalt.weitze . TiefenLrunner Küche Geige UN0 Konzertzither Trompete zu verkauf. 04231 Bad-Nauheim, Moltkestr. 4. mit viel Notenmaterial für 50 Mk. zu verkaufen Hoos, 04233 Danziger Str. 5. THEATER der Universitätsstadt Gießen (Frankfurt a. M. ab 7.06 Uhr), bei dem der Nahverkehr für die Zeit vom 19. bis 24. Dezember d. I. bis Gießen (Ort und Uebergang einschließlich) aus- Vorlage der entsprechend gekennzeichneten Reichs- fettkarte 30 nachweisen können. Die Verteiler haben die Abschnitte „50 g Butterschmalz" nach Ablauf der 31. Zuteilungsperiode gesammelt bei dem für sie zuständigen Ernährungsamt zur Ausstellung von Bezugscheinen über „Butterschmalz" einzureichen. Weitere Bestimmungen über die Verrechnung dieser Bezugscheine mit den auf Grund der Vorbestellung erteilten Bezugscheinen trifft die Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Dr.-Jng.e.h. Adolf Koehler. Der Ver,loroen wir 1898 bei dem Unternehmen eingetreten und wurde 1917 kaufmännischer Direktor der Buderusschen Eisenwerke, 1919 trat er in den Vorstand ein und übernahm schließlich nach dem Tode des Generaldirektors, Bergrat Dr.-Jng. h. c. Groebler, den Vorsitz des Vorstandes und die Leitung der Gesellschaft. Auf wirtschaftsorganisatorischem Gebiete gehörte er zuletzt als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-mamische Witt, schaftsgebiet an. Eine Anzahl Aufsichtsrate verfehle- dener Unternehmungen zählte ihn ebenfalls zu Unabhängige Fran m. Büroarbeiten vertraut, sucht ab Januar für nachmittags Beschäftigung evtl, zur Mithilfe im Geschäft. Sckr. Ang. unt. 04240 a. d. G.Zl. Vetr.: Sonderzuteilung von Hülsenfrüchlen. In der 31. Zuteilungsperiode erhalten alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, sowie Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren auf den Abschnitt N 27 der rosa Nährmittelkarten für Normalverbraucher eine Sonderzuteilung von 250 g Hülsenfrüchten. Die Verteiler dürfen Hülsenfrüchte nur an die Verbraucher abgeben, welche bei ihnen durch Abgabe des Doppelabschnitts N 28 / N 29 der Ncihr- mittelkarte 30 die Vorbestellung vorgenommen haben und dies durch Vorlage der entsprechend gekennzeichneten Nährmittelkarte 30 nachweisen können. Da die Sonderzuteilung an Hülsenfrüchten nicht für Selbstversorger bestimmt ist, enthalten deren Karten den zum Bezüge von Hülsenfrüchten berechtigten Abschnitt nicht. Die Verteiler haben die Abschnitte N 27 der rosa Nährmittelkarte 31 zu sammeln und aufzubewahren. Ihre Verwendung als Grundlage für spätere Zuteilungen bleibt vorbehalten. IV. Befr.: Abgabe von Getreidenährmitteln und Kar- koffelslärkeerzeugnissen. Die Ration an Nährmitteln auf Getreidegrund« läge wird auf 550 g festgesetzt. Die Abgabe erfolgt auf die Abschnitte N1 bis N 20, N 30 und N 31. Die Ration an Kartoffelstärkeerzeugnissen beträgt 50 g. Die Abgabe erfolgt auf die Einzelabschnitte N 21 und N 22, die durch ein „St" (Stärkeerzeua- nisse) besonders gekennzeichnet sind. 5115V Gießen, den 12. Dezember 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. L 0 tz.____ Infolge auswärtiger Vortragsverpflichtungen kann prol. Dr. Vollrath die am 17. 12. vorgesehene öffentliche Abendvorlesung der Universität über „Englische Schlagworte and die Sprache der Tatsachen hier nicht abhalten. Über ihren nächsten Termin erfolgt Bekanntmachung^ Nach kurzer, aber schwerer Krankheit ist mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Onkel u. Schwager Paul Liebau, Lok.-Führer i.R. im 70. Lebensjahr sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Emma Liebau, Kinder und Enkel. Gießen (Steinstr. 88), den 15. Dezember 1941. Die Trauerfeier findet Donnerstag, 18. Dez., 14.45 Uhr, in d.Kapelle des NeuenFriedh. statt^ gebnisse der Volkskunde. Lehrgänge. Volkstanz und Volkstanzlied (Georg Heß, Leihgestern und Lehrer Rau, Klein-Linden): Im Volkstanz drückt sich das Gebundensein an Heimat, Land und Landschaft aus; er ist geformte Gemeinschaft, muß überlieferungstreu und zeitentsprechend gestaltet werden. Es beseelt ihn das Dolkstanz- lied. Lied und Tanz sind Ausdrucksformen der gleichen seelischen Grundhaltung. Einsatz von bereits bestehenden „Kraft-durch-Freude"-Volkstanzgruppen zur Einführung in die neuen Tänze und Volkstanzlieder. Aufstellung von Volkstanzgruppen. Schulung von Gruppenleitern. Volksmusik (Lehrer Lahm, Gambach, und Flath, Rüddingshausen): Volksmusik bringt alle Regungen der Volksseele zum Klingen. Sie bedient sich dabei der schlichten volkstümlichen Instrumente. Deshalb: Ermittelung aller spielfreudigen upd spielfähigen Personen und Zusammenschluß zu Spielgemeinschaften. Einsatz dieser Spielgruppen bei allen zum Ablauf kommenden dörflichen Gemeinschaftsveranstaltungen. Schulung der Spielscharleiter und der einzelnen Spieler in Volksmusiklehrgängen. Beratung bei der Wahl von Spielmaterial. Dörfliche Liedpflege (Chormeister Nicolai, Großen-Buseck): Schaffung dörflicher Singgemeinschaften zur Fest- und Feiergestaltung, Dorfgemeinschaftsabenden, Singetagen usw. Beratung bei der Auswahl des in Frage kommenden Liedgutes. Dorfbücherei (Lehrer Adolph, Friedberg): Ziel: Einrichtung von Dorfbüchereien, pnd zwar soll jedes Dorf mit der Zeit eine Bücherei bekommen. Beratung bei der Einrichtung von Dorfbüchereien, laufende Bekanntgabe mustergültigen Lesematerials. Die Heimat im Bild (Ortsgruppenleiter Stephan, Staufenberg): Schaffung eines Bilderarchivs, aus dem die Lichtbildervorträge versorgt *) Vgl. Teil I in Nr. 294, Teil II in Nr. 296 des Gießener Anzeigers._______________________________ Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stabt Gießen. Betr.: Ernährungswirtschaft; hier: 31. Zuteilungsperiode. 1 Betr.: Abgabe von Bohnenkaffee. Die Versorgungsberechtigten einschließlich Selbstversorger, die die zusammenhängenden Abschnitte N 28 und N 29 der rosa und blauen Nährmittelkarten 29 für Normalverbraucher bei dem von ihnen gewählten Verteiler abgegeben haben, lärmen bei diesem in der 31. Zuteilungsperiode an Stelle von 125 g Kaffee-Ersatz- oder -Zusatzmitteln 60 g Bohnenkaffee beziehen. Die Abgabe des Kaffees erfolgt auf die durch ein „K" verbundenen Abschnitte N 24 und N 25 der rosa und blauen Nährmittelkarten 31 für Normalverbraucher. Die Verteiler haben, wenn Bohnenkaffee bezogen wird, die Abschnitte N 24 und N 25 zusammenhängend abzutrennen und innerhalb einer Woche nach !Ablauf der 31. Zuteilungsperiode auf Bogen ausgeklebt, gesondert von den übrigen Abschnitten der Nährmittelkarten, bei dem für sie zuständigen Ernährungsamt zur Ausstellung von Empfangsbescheinigungen einzureichen. Diese Empfangsbescheinigungen, die in doppelter Ausfertigung durch den Kleinverteiler vorzubereiten sind, haben die auf Grund der Vorbestellung gelieferte Kaffeemenge, die an die Verbraucher abgegebene Menge und den sich daraus ergebenden Vorrat zu enthalten. Eine Ausfertigung dieser Bescheinigungen geht den Kleinverteilern nach Prüfung und Unterschriftsvollzug durch das zuständige Ernährungsamt wieder zu. Diese Empfangsbescheinigungen berechtigen nicht zum Bezug von Bohnenkaffee, sie sind vielmehr durch die Kleinverteiler ordnungsgemäß aufzubewahren; über ihre Verwendung ergeht noch besondere Anordnung. Die Verteiler dürfen Kaffee nur an die Verbraucher abgeben, welche bei ihnen durch Abgabe der Abschnitte N 28 und N 29 der Nährmittelkarte 29 die Vorausbestellung vorgenommen haben und dies durch Vorlage der entsprechend gekennzeichneten Nährmittelkarte 29 nachweisen können. alle lästig. Haare Leberflecken Pickel, Sommer- wross usw. entf. u. Gar für immer Frau B. Gulden seit1935 Fr.W.Henkel Sprechstund. etzt Mitt ochs,Gießen Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr dnrchg. (Die nächst. Sprechstund. sind Dienstag, den 23. Dezember). |Stellenangebote] Junge Stau 3-4Stunden täglich für leichte Hausarbeiten gesucht . 5111D Pennon tiübel Bahnhofttr. 47. Heute wurde nach langer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere herzensgute Tochter, Schwiegertochter, Enkelin, Schwägerin, Gote und Kusine Lina Krug, geb. Bittorf im Alter von 26 Jahren von ihrem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Um sie trauern: Adolf Krug, Finanzamts-Inspektor, z.Z. im Felde Heinr. Bittorf, Hauptmann, u. Frau Lina, geb. Läufer Georg Krug und Frau Marie, geb. Eckhard Elis. Bittorf Wwe. und Dorothea Läufer Wwe., als Marie Nebhuth und Kinder [Großmutter Heinrich Bittorf, z.Z. im Felde, und Anverwandte. Gießen, Lollar, Homberg, Frankfurt a. M.» den 14. Dezember 1941. Beerdigung Mittwoch, den 17. Dezember, nachmittags 2 Uhr, Neuer Friedhof. 5114D antritt zusammen mit den Fahrausweisen gelöst werden. Der Vorverkauf beginnt am ersten Dorverkaufstag (also vier Tage vor Reiseantritt) um 17 Uhr. Der Nahverkehr ist in der Zeit vom 19. bis 24. Dezember 1941 bei einigen Schnell- und Eilzügen ausgeschlossen. Nähere Einzelheiten können aus den auf allen Bahnhöfen angebrachten Aushängen ersehen, sowie bei den Fahrkartenausgabe- und Auskunftsstellen erfragt werden. Keine Zulassungskarten brauchen Uebergangsreisende, Inhaber von Zeitkarten (auch Vte'cv- und Pezirksk rc n), Bettkarten, Wehrmachtsfahrscheinen und Wehrmachtsfahrkarten. Auf diese Reisenden finden auch die Beschränkungen des Nahverkehrs keine Anwendung. Ebensowenig gilt die Beschränkung des Nahverkehrs für diejenigen Züge, die nicht zuHans Mangelsdorff Dentist Seltersweg 54 (Gloria-Palast) 2 Schränke, Tisch und 2 Stühle zu verkaufen. 04237 Zu erfr. i. d. Ge- schäflest.d.G.A. Sowie Frau oder Fräulein, welche sich in der Hotelküche ausbilden will, gesucht suaD Hotel Schütz. Dienstag. 16. Dezember 19—21 Uhr bo7oD 16-Dienstagmiete u. HalbmieteB Das Mädchen Till Lustspiel von Gondolatsch ZDeißner. Preise von 0.60 bis 3.10 RM- Schluß*). V 0 lkskunst und Laienschaffen (Studienrat Mager, Friedberg): Es werden oeran- 32;.„..Jen durch die einzelnen Dörfer und entsprechende Ausstellungen, um die mannigfachen Gestaltungen der Volkskunst zum Erlebnis werden zu lassen, Lichtbildervorträge im Rahmen von Dorfgemeinschaftsabenden, z. B. „Was bedeuten die Zeichen am Hess. Haus und Gerät?", „Hess. Haus und Hof". Schulung zur Ausbildung von Rednern. Laienschaffen: „Schriftschneiden, z. B. von Sprüchen für Fest- und Fetergestaltung. Schnitzen und Modellbauen. Bastelarbeiten im Anschluß an die Er- Förderung der Oorfkuliur Von Oberstudiendirektor Dr. Hans Roloff. II. Betr.: Abgabe von Butterschmalz. Mit Beginn der 31. Zuteilungsperiode wird bis auf weiteres an Normalverbraucher und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sowie die entsprechenden Verbrauchergruppen der Selbstversorger mit Butter (Inhaber der Reichsfettkarte SV 1 und SV 5) 50 g Butterschmalz ausgegeben und dafür die Ration an Schweineschlachtfetten auf die Hälfte herabgesetzt. Die Rationen der vorbezeichneten Verbrauchergruppen in den genannten Erzeugnissen betragen demnach von der 31. Zuteilungsperiode ab 62,5 g Speck oder Schweinerohfett (bzw. 50 g Schweineschmalz) und 50 g Butterschmalz. Die übrigen auf die Reichsfettkarten zu beziehenden Rationen bleiben unverändert. Die Abgabe des Butterschmalzes erfolgt auf den Abschnitt „50 g Butterschmalz", der von dem Verteiler bei der Warenabgabe abzutrennen ist. Die Verteiler dürfen das Butterschmalz nur an die Verbraucher abgeben, welche bei ihnen durch Abgabe des „^"-Abschnittes der 30. Zuteilungsperiode die Vorbestellung vorgenommen haben und dies durch geschlossen werden mußte. „(S.nfreifung — keiner entkommt!" Unter dieser Parole die luftigen krekel-figuren führt — wie gestern 1 H [\ schon mitgeteilt — am kommenden Samstag und Sonntag die HI. WBWJög J/JuQjÄ mit dem BDM. eine Ef/l große Einkreisungs- T schlacht gegen alle Um- gehungsoersuche. Der U:a.M Erfolg wird nicht aus- yjm kriEG4*WHWam2Q/21.DEZ« bleiben! 52,5 Millio- nen Abzeichen (bunte Kreisel) werden an den beiden Sammeltagen der 4. Reichsstrahensammlung am 20. und 21. Dezember verkauft. . Bei dieser Gelegenheit ist es rnteressant etwas über den Kreisel und seine Entwicklung zu erfahren: Früher kannte man nur den einfachen, schlichten Holzkreisel (Dobsch). Der zunehmende Verkehr verbannte ihn allerdings immer mehr von der Straße undW bekam einen größeren und vornehmeren Bruder, der sich mit leisem Gebrumm und im Bewußtsein seiner besseren Lage stolz über den Fußboden drehte. In diesem Jahre nun kommen zum erstenmal die bunten Kleinkreisel zu uns. Als lustige Anhängsel nehmen sie zunächst den Weg über die Aufschläge der Jacken und Mäntel. Nachher erfreuen sie allerdings nicht nur unsere Klemen beim Spiel auf der Straße, sondern der Familientisch ist einzig der würdige Platz für die uns diesmal viel Freude bereitenden Kreisel. Für den Wet^ nachtsbaum aber haben wir einen Schmuck, d?r sich sinnvoll in die Reihe seiner Vorgänger, der Kasper- und Märchenfiguren, einfügt. Kriegsarbeit im Gaukriegerverband. Lpd. Im Bereich der Gcmkriegerführuna Fulda- Werra sind von Anfang September bis Ende November 1941 die folgenden Kriegsamgabengeblete durch den Einsatz der Kameraden besonders be- «rvbeitet worden: An Straßensammlungen waren rund 95 000 Kameraden beteiligt, am SchieMenst, Opferschießen fürs WHW. rund 98 000 Kameraden, über 70 500 RM. wurden erzielt. Bei der Ernte- Von sedem. Volksgenossen muß erwartet werden, fffontmeHicttraf ©r f daß er durch sorgfältige Verdunklung die Gefahr | $ $ DDr seinem 60. Geburtstag verschied feindlicher Luftangriffe verringern hilft. Der In- Samstag in einer Gießener Klinik nach kurzer spekteur des Luftschutzes >m Reichsluftfahrtmini^ ^ranfheit der Vorsitzer des Vorstandes der AG. sterium, Ministerialdirektor Dr. Knipser, sprach ^^xussche Eisenwerke Wetzlar, Kommerzienrat darüber im Rundfunk und eröffnete damit einen rruoerusilye ---------° -2 großen Aufklärungsfeldzug gegen alle Verüunk- lungssünder. „Die Sirene", die illustrierte Zeit- , schrift des Reichsluftschutzbundes, bringt die wesentlichsten Ausführungen dieses Rundfunkvortrages und gibt wertvolle Fingerzeige dazu. Volkstümliche Naturwissenschalt m reid)bebUöorten, leichwerstandl. Werken und in verschiedenen Preislagen Zielen unsere Verlagserzeug nisse. Sie vermitteln einen tiefen (Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er« .;öhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur., Verlangen Sie Prospekte und Probe- heft" er geilschrift Freude am Leben. Ugo Bermühler Verlag Berl n-Lichterfelde. MM. Bild 97:125,Radierg. Schlofthof Alt- Heidelbera, gibt billig ab. Ang.u. 5119Da.d.G.A. % Violine mit 2 Bogen und Kasten zu verkaufen. Anzuseh. 18-19 Uhr. 04238 Bahnhofstr. 6II diesen Verkehr können Fahrausweise und Zi- Hilfe waren rund 40 000 Kameraden eingesetzt. Für lassungskarten nicht an einem beliebigen Bahnhof Liebesgabenpakete für die thront, für die Lazaret - gelöst werden. Die Ausgabe für Gießen geschieht Betreuung und Freiplatzspende für genesende Sol- nur bei der hiesigen Fahrkartenausgabe. Zu- baten wurden über 215 000 RM. gesammelt und laffunastarten können bereits vier Tage vor Reise- 538 Freiplatzspenden geltet Dazu kam der viel- - '*-«---------:r— fache Einsatz bei kriegswichtigen Organisationen, DRK., Luftschutz usw. Rund 1200 kriegswichtige Ausklärungsoorträge wurden innerhalb der Kreisverbände und Kameradschaften gehalten. G einschlägigen Geschäften. • Packung 20 Tabl. Auch zum q • Feldpostversand zugelassen, q ? Bezugsquellen-Nachweis durch - D • HERST. ERICH SCHÜMM £>•* • STUTTGART-W 109 werden. Die Bilderreihen werden nach bestimmten Gesichtspunkten zusammengestellt, bereits vorhandenes Bildgut wird zentral zusammengefaßt und katalogisiert, um einen Ueberblick über das Vorhandene zu besitzen. Schulung und technische Anleitung. Raum - und- Festplatzaestaltung (Stadtbaumeister Dörr, Vilbel): Anregungen und Beratungen zur würdigen Ausgestaltung unserer Feste und Feiern, sowie der Dorfgemeinschaftsabende. Saalneubau bzw. Renovierung usw. Freilichtspiel (Spielleiter Alwin R ü f f e r, Gießen): Ziel: Schaffung einer Freilichtfeierstätte auf der Burg Münzenberg. Zusammentragung von geschichtlichem Material aus den Dörfern des Kreises Wetterau, Vorarbeiten zu heimatlichen Spielen. * Man erkennt aus dem Geschilderten die Fülle der Aufgaben, die für die Aufrüstung unserer Dorfkultur bereitstehen und die in freudiger Zusammenarbeit aller Beteiligten gemeistert werden wird. Auch liegt bei der Zentralstelle bereits eine Unmenge Material vor, das der kommenden Verwertung in der dörflichen Kulturarbeit harrt. In den beiden Tagungen der Ortsgruppenleiter und Bürgermeister des Kreises Wetterau am vergangenen Sonntag in Gießen und Friedberg verpflichtete der Kreisleiter die Ortsgruppenleiter zur verantwortungsvollen Mitarbeit in der gesamten Planung. Dabei fetzte Kreiswart Schemel vor den beiden Versammlungen die hier geschilderten grundsätzlichen Fragen auseinander und erörterte die von den Ortsgruppenleitern in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern unb den in Frage kommenden Organisationen (HI., BDM. usw.) zunächst zu ergreifenden Maßnahmen. Jedem Ortsgruppenleiter wurde die Gesamtaufzeichnung dieses übergroßen Arbeitsgebietes überreicht, mit deren Hilfe er sich in der nächsten Zeit ohne besondere Schwierigkeiten in die auftauchenden Fragen einarbeiten kann. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß in unserem Kreis die Planung und Organisation für das große und neue Betreuungsgebiet „Dorfkultur" in vorbildlicher Weife in Angriff genommen wurde. Nun kann es in allernächster Zeit schon an die Arbeit gehen. Freilich sind sich alle beteUigten Stellen darüber einig, daß die Dorfkultur wie alle Kulturarbeit^ erst in der ruhigen Zeit des Friedens voll entfaltet werden kann. Wenn aber nach dem siegreichen Ausgang des Krieges deutsche Menschen an diese Arbeiten Herangehen werden, dann wird sich ein schönes Zusammenwirken aller Kräfte entwickeln, das über die Dorfgemeinschaft der großen nationalsozialistischen Volksgemeinschaft dienen wird. Komplette SöawInrMMng owie schwerer Ulster für mittlere bis stärkere Figur zu verkaufen. 04239 Zu erfragen Bahnhofstr.6911 0.15-18 Ubi auß. Donnerstag. 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Ebenfalls sehr aut schwamm Beckert, der auch über 100 Meter Brust startete und die gute Zeit von 1:30,6 Min. erzielte. Damit haben die Gießener Schwimmer wieder gezeigt, daß sie zur Spitzenklasse im Bereich * ** Appell an alle! Jeder, auch der schwächste Lichtschein, der in die Dunkelheit fällt, ist gefährlich. | gehören. Schweinemarkt in Lich. * Li ch, 15. Dez. Auf dem heutigen Schweinemarkt war nur geringer Auftrieb vorhanden. Für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel wurden etwa 22 RM. bezahlt, für ältere Tiere wurden etwas höhere Preise angelegt. Der Auftrieb war in kurzer Zeit verkauft. Landkreis Gießen. * Bersrod, 15. Dez. Heute vormittag stürzte der Landwirt August Nürnberger beim Strohholen in feiner Scheune so unglücklich ab, daß er mit einem Armbruch und einigen weiteren Verletzungen vor der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes nach der Chirurgischen überführt werden mußte. Professor Kröh gestorben. Lpd. Darmstadt, 15. Dez. Der Nestor der deutschen Landschaftsmalerei und älteste Bürger Darmstadts, Professor Heinrich Richard Kröh, ist nach kurzem Krankenlager im 101. Lebensjahr geftorben. Professor Kröh, am 7.Mai 1841 als Sohn des Malers Friedrich Kröh in Darmstadt geboren, wurde im Sommer d. I. von feiner Vaterstadt Darmstadt anläßlich seines 100. Geburtstages mit einer Jubiläumsausstellung geehrt, in der das reiche Schaffen des Künstlers und Lehrers zu- fammengeftent war. Der Altmeister, dem in feinem Leben viele Ehrungen zuteil wurden, war bis zulcht in feinem Atelier tätig rsWsMne 800 mm Durchmesser, m. Trog, billig abzug. Li,7v Näh. bei Pfaff. Aulweg 39. Zwei Mäntel für 9 jährig. Jungen u. Stiefel Gr. 23 zu verkaufen. Ebelstr. 26vr. Elektr. Äärklin- Eisenbahn Svur0,Person.- u. Güterzug, gr. Schienenkreis, Weichen, Kreuzung,Bahnhof u. sonstig. Zubehör, m.Umformer für 220 V. Gleichftr. zu verkauf. Wo, sagt die Geschst.d. Gretz.Anz. snsD Puppenküche und Puppenstube zu verkauf. 0124, Ederstr. 4 v. I. Neue Puppenstube (Schlafzimmer) zu verk. 6,«d Marb.Str. 10 v. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde heute, wohl versehen mit den heiligen Sterbesakramenten unserer Kirche, nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 43 Jahren mein über alles geliebter herzensguter Mann, mein treusorgender Vati, unser guter, bmver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Johann Peter Mono aus unserer Mitte gerissen. In unsagbarem Schmerz: Mini Mono, geb. Henkel Karlheinzchen Mono Heinrich Mono und Frau Elisab., geb. Sabel Rosa Mono, August Mono Wilhelm Mono und Frau Gretel, geb.Zinngraf Peterchen Mono Ernst Haupt und Frau Luise, geb. Henkel Lieselotte, Margot und Ingried Haupt Gießen, Hindenburgwall 22, Weinähr (Kreis Unterlahn), Frankfurt/M., Gabelsb.-Str. 19. Dem letzten Wunsche unseres teuren Entschlafenen entsprechend, werden wir ihn in seinem Heimatsort Weinähr am Mittwoch, dem 17. Dezember 1941, nachm. 3 Uhr, beisetzen. 5112 D _____________5110 D Der neue $ Schlager • ist Esbit-Trok- • ken-Brennstoff. • Erwärmt rasch ® Speis’u.Trank, • Rasierwasser ® usw. Käufl. in ® ZuverkrotMäd- ckenstrickjackef.8- bis 12-j., Blockflöte, zahlreiche Svielsachen,Ge- lenkvuvve.tina- ben-ruMädchen- büch.mll fast neu. Schr. Anfr. unt. 04236 a. d. G. A. Mündlich können (gteeSnuT wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Kaufgesuche | Radio auch Volksempfänger z. k. ges. Schr. Ang. unt. 5120Da.d.G.A. Gut erhaltene Skihose für löiähriges Mädchen zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04230 a. d. G. A. Ält-Gold und DoublS auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Fuwelier mm Bahnhofstraße 1 Telefon 4041 Genehm. Beschl. Nr. A 404113. Spex. Umarbeiten v. alt. Tranringen