■ ■x ? MA «*• v * - ** Er •Äe2m. . Samstag, 16. Sonntag. N. August 194! Am Schwarzen Meer ?n Ln hartem Gtraßenkampf ,nbe Deutschlands in Schweden immerhin ein Dorf eingedruygen und kämpfen sich trotz des es durch den Ort durch. — (PK.-Meycr-PBZ- tadtkafse.) M.) )-Walstei ifführung euer 1941, esteuer 1941, \ugust 19111 fnet! an gebot wird also teilweise durch fehlende Nachfrage wieder ausgeglichen. Aber selbst der eifrigste Anhänger der vergangenen „goldenen Zeiten" kann nicht leugnen, daß Schweden nur deshalb einer Katastrophe während dieses Krieges entging, weil es sich, wenigstens wirtschaftlich, auf die Belange des neuen groß europäischen Wirtschaftsraumes umstellte. werden, daß schon einmal im Jahre 1918 deutsche Truppen in diesem Raum ostwärts von Odessa an der Küste des Schwarzen Meeres standen Bei dem Einmarsch in den südlichen Teil der Ukraine im Frühjahr 1918 waren auch nach der Krim, nach Taurien und nach dem zwischen der Ukraine und den Donkosaken strittigen Kreis Taganrog, der Gegend von Lugansk und nach Rostow am Don deutsche Truppen in größerer Zahl gelangt, während der Süden und Südwesten des Landes dem österreichisch-ungarischen Verbündete^ überlassen blieb. Eine Verschiebung trat ein, als die Ereignisse auf dem Balkan und vor allem die Auflösung des österreichisch-ungarischen Ostheeres nenck Maßnahmen erforderten. Rach dem Ausbruch der? Novemberrevolte haben deutsche Truppen auf ihren! •6|| mar, wenn auch schon vor 1914 ernste Männer MHeydenstamm und vor allem Prof. Kellen vor *s Kontingent bildeten. Die Massen aber wa- i soweit sie der städtischen Intelligenz oder den äterkreisen angehörten, nach England ausgevich- lind alle Erkenntnisse der großen Gefahren, die »eben von dieser Kriegs Verbindung des bolfche- Ergebnisloser Angriffsversuch von Sowjetbombern auf das Reichsgebiet. B e r H n, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Line geringe Anzahl von Sowjetbombern unternahm in der Nacht zum 16. August einen Angriffs- versuch auf das nordostwärts und ostwär- tlge Reichsgebiet, der ergebnislos blieb. Nur ein Flugzeug konnte den Stadtrand von Bet- l i n erreichen, wo es vom Flakfeuer abgewiesen wurde. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: wie bereits durch Sondermeldung bekannlgegeben, wurde Odessa von rumänischen, Nikolajew von deutschen und ungarischen Truppen eingeschlossen. Ostwärts des Bugs nahmen schnelle deutsche Verbände in rastloser Verfolgung des geflogenen Feindes das wichtige Erzgebiet von kriwoj Bog. Auch an den übrigen Teilen der Ostfront verlaufen die Kämpfe erfolgreich. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt vernichtete die Luftwaffe vor der schottischen Ost käste einen Frachter von 5000 BRT. und traf ein zweites großes Handelsschiff schwer. Andere Kampfflugzeuge versenkten aus Geleitzügen ostwärts Lromer und Great Yarmouth zwei Handelsschiffe mit zusammen 15 000 BRT., warfen zwei Frachter in Brand und beschädigten zwei wettere Handelsschiffe schwer. Andere Luftzeuge im Luftkampf abgeschofsen. Erfolgreiche Operationen her Zinnen. Helsinki, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie von gut unterrichteten Seite mitgeteilt wird, gehen die Operationen der finnischen Armee an der Ostfront erfolgreich weiter. Die sowjetischen Gegenangriffe von der Murman-Bahn h e r brachen mit schweren Verlusten zusammen. An einer Stelle hatte der Feind 1000 Mann an Gefallenen. Nordwestlich des Ladoga-Sees hat die Säuberung der Einkesselungen weitere Fortschritte gemacht. Rastlose Verfolgung in der Llkraine. Buffet. ; August, (d chsfettlg. ttn blauen cJ den ihr ich elpfuud? n verurteilte r ist z. B. in Schweden — als dem einzigen hiermit jur ■[ 6» ist z. B. in Schweden — als dem einzigen nfalls ein fcl.ki&ß des europäischen Kontinents — heute noch Übung ein^HW Bolschewismus nicht verboten. Allerdings mrh-- '^Pit fich die Stimmen im Lande, die zum Anschluß , n : ie neueuropäischen Ideen mahnen. Wenn auch 6e t eiftige Umwandlung sehr langfan't vor sich geht, | Dinh sie doch wesentlich unterstützt durch die ckammer 1R fe geläufige Erkenntnis, daß die „goldene Zeit" M für dieses reiche Land versunken ist. Der M'jebc, der sich immer eigentlich auf der Sette tzk „Besitzenden" fühlte, hat an praktischen Beige ii gesehen und erfahren, daß Besitz zerrinnt Rd bas, was man von den Vätern erwarb, aufs Berlin, 15.August. (DNB.) Deutsche Truppen etzten in den letzten Tagen in der Ukraine die rastlose Verfolgung der geschlagenen Truppen fort. Verschiedentlich konnten die Bolschewisten zum Kampf gestellt werden. Die Sowjets haben in aller Eile Ersatztruppen aus den nächsten Garnisonen herangeholt und mit zusammengewürfelten Verbänden der auf dem Rückzug befindlichen zerschlagenen sowjetischen Divisionen in den Kampf geworfen. Deutsche Truppen brachen überall den sowjetischen Widerstand und setzten ihren Vormarsch fort. In diesen Kämpfen erlitten die Bolschewisten schwere blutige Egt er Produktion, seinen Weizenbedarf bis zu K i ch. aus der eigenen Scholle. Dazu kommt eine femrragenbe Vieh wirtschaft, wenngleich bei Dünge» tob Futtermitteln schon immer ein Einfuhrbedarf jejtnb und auch Schweden seine „Fettlücke" auf« K Immerhin konnte eine Einschränkung des ■Drauches an Speisefetten um rund 25 v. H., die «s tlolge des Krieges notwendig geworden war, kjtgcn werben, und die Versuche, durch die ab seist 1940 vor genommene Herstellung von Fut- Imlhilofe die Futtereinfuhr zu ersetzen, verliefen fich ungünstig. ; le Bevölkerung von rund 6V2 Millionen hatte »130 Jahren keinen Krieg erlebt. Sie war satt M behäbig und im Weltkrieg hatte sich ein Gold- £31 auf Schweben ergossen, bas politisch anglo- l(inHa,d' T1 >0, a samsragjo.fM Gießener Anzeiger vrghlsche Uniotrftttisbraderei 8. tauge General-Anzeiger für Oberhessen * «its>kn^ch«lsir-tze 7-4 Berlin, 15. Aug. (DNB.) Am Donnerstag belegten Derbänbe ber beutschen Luftwaffe Eisen- bahnlinien und Verkehrswege der Sowjets hinter der Front erfolgreich mit Bomben. Die Strecken Lug a—L eningra d—N o w g or ob erhielten an zahlreichen Stellen Volltreffer, bie die Gleise und ben Bahndamm aufrissen. In demselben Raum beschossen die deutschen Flieger sowjetische Truppentransporte und Material- z ü g e. Durch Bombentreffer wurden sieben Lokomotiven und sieben Eisenbahnzüge vernichtet. Am Nordabschnitt wurde ein größeres Munitionslager in die Luft gesprengt. Vier Batterien und 26 Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt, und 185 Fahrzeuge zerstört. Bei Luftkämpfen wurden neun bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. An einem anderen Frontabschnitt wurden Artillerie- und Flakstellungen der Sowjets mit Bomben belegt und mm Schweigen gebracht. Auf einem Flugplatz der Bolschewisten wurden in kürzester Zeit sieben Flugzeuge am Boden zerstört und Unterkünfte in Brand auf 197 hinauf, bann sogar auf 219, blieben aber inzwischen unverändert. Allerdings trat diese Stabilität erst ein, nachdem auch die Preise für Lebensmittel durch die Rattonierung gehalten wurden. Wenn diese Rationierung auch, gemäß dem libera- listischen Charakter der Regierung, spät und zögernd einsetzte, so mußte sie doch unter dem Zwange der Not auf viele Wirtschaftsartikel ausgedehnt werden. Im wesentlichen aber kann gesagt werden, daß das starke Ansteigen der Preise und Lebenshaltungskosten in Schweden nicht voll durch die Lohnerhöhungen ausge-glichen wurde. Die Folge ist ein Nachlassen der Kaufkraft, und cs ist be» merkenswert, daß auch die Umsätze in Waren, die nicht rationiert sind, in den letzten Monaten zurück- gingen; nach den Berechnungen ber Regierung sogar bis zu 10 v. H. Eine Derkn-appung im Waren- Qf)ren 3 r?sport i1 rtätiaj Abfrage & liÄ- Uni8 Stockholm, im August 1941. »I ^chdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) QUfopfr ' II •5 schwedische Volk gehörte bis zum Ausbruch n ven ,-^ Wei^ Krieges zu den v e r w ö h n t e st e n Völkern 'I Sein hoher Lebensstandard wurde bedingt 1 ! den Reichtum an Erz und Holz, ferner durch i qualitativ hochstehende Produktion und Land- -chaft. Im Gegensatz zu Norwegen deckt Schwe. in normalen Jahren seinen Roggenbedarf aus i&rei Sangt! ...... .............,-------- — M Verflechtung mit England warnten und die 8e r f ä m p f t werden muß. e Lehren dieses Krieges sind zwar in Stock- noch nicht voll erkannt worden, aber seine chaftlichen Auswirkungen waren doch immer-- JKn so einschneidend, daß auch Schweden einige ifcinbe Lehren daraus entnahm. Der wichtige Dzenhandel blieb in den ersten Knegsmo- Mer einigermaßen unberührt. Die mehr als 70 p die Schweden über die Nordsee aushandelte, Men erst eigentlich im Frühjahr 1940 durch bie M^ung der Niederlande, Belgiens, eines Teiles vu Frankreich usw. verloren, zumal, als Italien in lentirieg eintrat. Zunächst kam, nach dem sehr er- !»brn Einfuhrbedarf der ersten Kriegsmonate, ht völlige Lähmung, dann aber zeigte sich eine 1 rft iangfame, bann immer schnellere Erholung, und Mr, weil Schweden, das über bie Hälfte seiner Imelsschiffe an England verloren hatte, sich.wirt- Wiblich auf ben Handel mit dem europäischen Mond warf. So wurde man mit der Absper- Wiskrise verhältnismäßig gut fertig. Ibe Umstellung auf inländische Ersatz guter sowie I Rüstungswelle, bie auch Schweden nicht ver- Ws-te, wirkten sich bei der Rührigkeit der fdjwebn Her Industrie insofern günstig aus, als d er V e- 'ßti ftigungsgrab n>icht scharf ^bsank. Im 3ti):e 1940 betrug z. B. der Wert der rndusttlellen Nvltitionen immerhin noch 85 n.Sy Ißt, wie ein Bericht des schwedischen Jnbustriel- e -banbes ausweist. Bezeichnend aber fit daß Mn dieser Summe nicht weniger als bereits em Wentel für Anlagen im Zusammenhang mit der Wichtung neuer Produktionen bestimmt war. Wenn «t.auch bis in die Mitte des laufenden Jahres Ml) die kriegsüblichen Schwierigkeiten .^lfften md der B a u m a r f t gänzlich darniederlieg , so tf voch die Ausfuhr gegenüber der glichen 8'i des Vorjahres wesentlich Sestlegen und «- «llem der H o l z m a r k t hatte ^ne Entlastung • ^zeichnen. Heute gehen fast zwei Dattel aller indischen Hölzer und ^blzerzeugn ss sytschland. Am schwedischen ® 1 f .€ n h Veschäftigungsstand und Auftragsemga g g bl eben, wen. auch Schwierigkeiten m ber Be- irfunq von Legierungsmaterial zu 3 . Allerdings zeigte sich. d°ß d,e Pre'se w.ld i'wden waren. Für seine Ausfuhrwaren ) h ieben etwa ben gleichen ^los w - > (pn waren die Einfuhrgüter durchschnttt ch n l bis Mai 1941. um rund 60 Punkte in^oie V" gegangen und jetzt schon um actD(?z V i ßlich dieser Kriegsnotstand .zu ertragen g wo sl , wenn nicht gewissermaßen ein Pre . rf)jgn und zwar auf allen Gebieten, ber M der kriegsbedingten Preissteigerung lag also Ar ssermaßen lediglich den Besitzern "on fQm Oder den Lebensmittelproduzenten zg ^ hie Folge davon war, daß auch die Reiterfd^a i'o-t mit Lohnerhöhungen I kn sich die Preiserhöhungsschra^ Ifints drehen zu wollen. In o e Mlten sich bie Kennziffern der schwedischen L e b shaltungskosten um rund^50 w Sy naj frei; aber in Wirklichkeit war es nochvrel scynm als es die amtliche ?lattfttk erschei au2 N 'N» nicht nur die Preise für kjfpf ftieqen r Lebensmittel und sonsttge Konsumattike ! £ rhmeg auf bas Doppelte^ Die Arbettslohne^we^ j J feit Kriegsbeginn durch eine s bes | ftr auf der Basis 1914-100 err-ech - . ^949 WDen 1940 noch 178, gingen dann bis E Rückmarsch vom Schwarzen Meer in die Heimat Wunder an Tapferkeit do Hb rächt, und es sind sächsische, bayrische und württembergische Soldaten vor allem gewesen, die auch in dieser düsteren Zeit deutsche Soldatentugenden hochgehalten haben. Diese deutschen Truppen waren damals vor allem an die Küste des Schwarzen Meeres gesandt, um den Schutz der deutschen Kolonisten zu übernehmen, die in diesem Raum und auf der Krim-Halbinsel kolonisatorische Werte von höchster Bedeutung geschossen hatten. Auf der Krim gehörte zur damaligen Zeit 70 v. 5). des Bodens deutschen Siedlern, und vor dem Weltkrieg lebten in ganz Südrußland etwa zwei Millionen Deutsche. Im Weltkrieg selbst und auch in der Zeit nach dem Weltkrieg rouröe das Deutschtum allerdings überaus geschwächt. Im Weltkrieg haben die Russen sich mit besonderer Wut auf die Deutschen gestürzt und Washington, 15. August. (Europapreß.) Die Zusammenkunft des Präsidenten Roosevelt mit Winston Churchill hat, wie erst am Freitagmorgen bekannt wurde, an Bord des USA.-Kreuzers „21 u g u st a" stattgefunden. An den Besprechungen waren beteiligt von britischer Seite: der Erste Seelord Admiral Sir Dudley P o u n d und der Generalstabschef der Empire-Streitkräfte, Sie John Dill. In der Begleitung Roosevelts befanden sich der Generalstabschef General George Marshall, der Operationschef der USA.-Seestreitkräfte Admiral Harold Stark, der Kommandant der USA.-Atlan- tikflotte Ernest Ring und die Berater des Präsidenten Roosevelt, Harry Hopkins und Averell Harriman. Dom Weißen Haus wurde eine gemeinsame Photographie des Präsidenten Roosevelt und des Ministerpräsidenten Churchill freigegeben, die die beiden Regierungschefs sitzend in lebhafter Unterhaltung zeigt. Auf der Photographie sind ferner der USA.-Unterstaatssekretär Sumner Welles und die Söhne des Präsidenten, Elliott und Franklin, in Uniform zu sehen. Theaterdonner aus Verlegenheit. Von unserer Berliner Schriftleitung. Im Sprichwort heißt es: Es kreißten die Berge, und heraus kam ein Mäuslein. Roosevelt und Churchill haben sich irgendwo auf See getroffen, und Reuter berichtet allen Ernstes folgenden Galli- mathias: „Das größte persönliche Drama des Krieges, das Zusammentreffen Churchill—Roosevelt, ist hier (in Reuyork) schon seit acht Tagen ein offenes Geheimnis gewesen." Es ist allerdings Item Drama, sondern eine Tragikomödie, denn die beiden Kriegshetzer, denen das Wasser bis an das Kinn reicht, haben mit der Vorliebe, die Churchill für .Dramatische Explosionen" seit jeher hegte, olle Kamellen und die Ladenhüter aus den Jahren des Weltkrieges wieder heroorgeholt, um sie den Völkern als funkelnagelneue Sensation zu empfehlen. Aus Washington wird berichtet, man sei darüber dort einigermaßen konfus geworden, aus Reuyork das gleiche. Und das ist sehr verständlich, denn sie übertreffen an Spaßigkeit alles Dagewesene. Man stelle sich vor: Roosevelt geht auf seine Urlaubsjacht, die „Potomac". Ab 6. August, so meldet ein Funk von dieser Jacht,kreuzt sie an der Küste Reu-Englands. Ein weiterer Funk von Bord dieses, sagen wir glückhaften Schiffes, berichtet: „Der Fischfang ist gut. Der Präsident wird über die internationale Lage auf dem Laufenden gehalten. Die Fahrt wird bis zur nächsten Woche fortgesetzt." Dann schwieg das Schiff des Präsidenten, denn mittlerweile war C H u r ch i l l erschienen, natürlich auch so geheimnisvoll, daß alle Welt nicht nur in Washington, sondern auch in London und anderwärts wußte, wohin er sich in seinen Aengsten, die durch die Zertrümmerung seines bolschewistischen Hilfskorps vermehrt wurden, gewandt hatte. Die hohen Potentaten sollen drei Tage lang ihre Köpfe zusammengesteckt haben. Und was kam heraus? Rach drei Tagen hatten Roosevelt und Churchill gewisse Ideen nicht einmal neu aufpoliert, sondern iirt der naivsten Form zusammengefaßt und der Kritik der Weltöffentlichkeit Übergaben. Dabei ist bemerkenswert, daß diese Sätze lediglich das jüdische haben Dörfer unserer Volksgenossen von Kosaken aufheben und ihre Bevölkerung nach Turkestan und Sibirien verschleppen lassen. Dort sind sie elend )ugrundegegangen. Dabei nahmen in der Krim unsere Ackerbauer und Viehzüchter die ganzen inneren Gebiete ein. Rur die Randgebirge wurden von Tataren durchstreift. Der ungekrönte König der Krim war der älteste der Gebrüder Pfalzweln, und die Pfalzweins besaßen wohl ein Drittel der ganzen Halbinsel. Die deutschen Sippen ließen auf der Halbinsel Krim allein eine Million Schafe hüten. Diese Deutschen und viele ihrer Volksgenossen aber hoben auch dafür gesorgt, daß die Krim ein blühendes Paradies geworden war. Vieles von dem, was einst deutsche Kultur und deutscher Fleiß geschaffen hatten, ist zugrundegegangen und harrt nun der 'Auferstehung. Walter Steding. Gebäude der Plutokratte und die Hegemonie Englands oder, da sie längst geschwunden ist, die des Präsidenten Roosevelt stützen sollen. Auf den Inhalt dieser ©ebanfen wollen wir nicht weiter eingehen, denn es sind genau dieselben Ideen, die den Weltkrieg beeinflußten, in Versailles so jämmerlich Schiffbruch erlitten und folgerichtig zur Abschütte- lung dieser Versailler Zwangsjacke in ganz Europa geführt haben. Die Form der Ankündigung aber war mehr als kurios und setzte sogar in den USA. böses Blut. Der Lordsiegelbewahrer Attlee gab sie nämlich im Londoner Unterhaus. Man fragt sich nun drüben, wieso solche Dinge von London und nicht von Washington aus in die Welt gesetzt würden, und man fragt sich weiter, wie Roosevelt dazu kam, als offiziell Richt-Krieg-Führender über das amerikanische Volk und das Parlament in Washington einfach hinwegzugehen und aufzutreten, als ob Madrid, 15. Aug. (Europapreß.) Der Londoner Korrespondent der Madrider Zeitung „Pa" schildert in einem Telegramm an sein Blatt seine Eindrücke von der Aufnahme der gemeinsamen Erklärung Churchills und Roosevelts bei der Londoner Bevölkerung und stellt fest, daß man allgemein ziemlich enttäuscht ist und konkretere und bedeutsamere Angaben über die Zusammenarbeit zwischen England und den USA. für die Gegenwart erwartet hatte an Stelle von Zukunftsplänen. Weit mehr als die Organisation der Welt nach einem englischen Siege interessiere die Engländer das Problem, wie dieser Krieg überhaupt zu gewinnen sei. „Daily MaiU schreibt: „Wir sind im Kriege mit Deutschland und nicht mit den Rationialsozialisten. Der Krieg mit dem deutschen Volk wird fortgesetzt ohne Rücksicht auf seine Führung. Deutschlands militärische Stärke muß gebrochen werden, ob Deutschland nationalsozialistisch, konservativ, demokratisch oder sozialistisch ist, sonst kämpfen wir vergebens. Deutschland muß außerdem außerstande gesetzt werden, je wieder sich militärisch behaupten zu können, welches Regierungssystem es auch hat." Auch Radio New Port sagt über die Stimmung in England: „Die Briten sind über die Erklärung enttäuscht. Die Leute in den Straßen Londons erwarteten eine Kriegserklärung Roosevelts, einen Eintritt Japans in den Krieg oder ähnliches. Es find schon viel zu viele Bekanntmachungen in London gehört worden. Der Krieg wird keinesfalls in Konferenzen gewonnen, sagt man in England. Die Erklärung wurde dort nicht als Offenbarung angesehen. Man war allgemein der Meinung, ähnliches schon einmal gehört zu haben. Aehnlich ist auch das Echo, das- die Erklärung in den Vereinigten Staaten selbst aus- gelöst hat. Zwar spricht „Chicago Daily News", das Blatt des Roosevelt-Freundes Knox pathetisch „von bester USA.-Tradition, die in den Vereinbarungen zutage trete", jedoch führt „Chicago Tribüne" das Treffen auf Roosevelts gefährlichen Ehrgeiz zurück, immer das tun zu wollen, was kein anderer Präsident vor ihm getan hat. Dieser Ehrgeiz habe zu einem Zusammenkommen mit Churchill geführt. Das Kriegsprogramm erwecke den Eindruck, als ob England und Amerika nicht nur die USA. bereits im Kriege gegen den Dreiverband begriffen fei. Man erblickt in den USA. in dieser Haltung Roosevelts einen weiteren Schritt zum Kriege, obgleich das Volk der USA., wie die kürzliche Abstimmung über die Dienstzeitoerlängerung in Washington ergab, in seiner überwiegenden Mehrheit nichts von Roosevelts Kurs rotffen will und ihn sogar lebhaft bekämpft. Roosevelt mag solche grundlegenden Fragen mit seinem eigenen Volke ausmachen, aber daß ihm und Churchill nichts Besseres einfiel, als die ollen Kamellen von 1917/18 wieder aufzuwärmen, zeigt, wie sehr beide auf dem Standpunkt von Versailles stehen, die treibenden nationalrevolutionären Kräfte unserer Zeit überhaupt nicht verstehen und sie beschwören wollen wie ein Zauberer seinen Hokuspokus spricht und nun glaubt, die Realität der Dinge werde durch feinen kindischen Spruch sich grundlegend verändern. Wir kennen feit langem diese ohnmächtige Haltung den Ereignissen gegenüber, die wie ein weltgeschichtlicher Sturm das alte Europa von der Pest der Plutokratte, des Judentums, der Weltlüge säuberten und endlich das Prinzip der Wahrheit, der Klarheit und der Gerechtigkeit an die Stelle pluto- demokratischer Verfälschungen auf den Schild erhoben. Was in Europa geschieht, ist der Anbruch einer neuen Zeit. Und dieses geschichtliche Werden wollen diese Sturmbeschwörer mit ihren Phrasen aufhalten! Ein großes Washingtoner Blatt schreibt, Rooseoett und Churchill hätten die Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce am Brenner kopiert, und ein bekannter- amerikanischer Senator sagt ironisch, Roosevelt und Churchill hätten zunächst die Aufgabe, ihr ideales Programm der Ge- rechttg'keit in — Indien anzuwenden, ehe sie es den anderen Völkern predigten. Wir glauben, damit ist diese Ausgeburt von Staatsmännern gebührend klassifiziert. Wir und das ganze bolschewistenfeindliche Europa schrecken ihnen die Antwort auf den Schlachtfeldern. bereits Seite an Seite kämpfen, sondern den Sieg sogar schon in der Tasche hätten. — „St. Louis Globe Democrat" hebt hervor, daß Roosevelt die Vereinigten Staaten bis an die äußerste Grenze fe st gelegt habe, und diese Grenze Krieg bedeuten könne. lieber die Reaktion der U8A.-Oeffentlichkeit veröffentlicht der Washingtoner Pressefunk noch folgende bemerkenswerte Feststellungen: Es herrscht Erleichterung darüber, daß Roosevelt sich nicht zu aktiven K r i e g s m a ß n a h m e n verpflichtete, daneben aber steigende Empörung darüber, daß er eine Einmischung in europäische Angelegenheiten versprach, ohne das USA.» Volk oder zumindest das USA.-Parlament vorher befragt zu haben. Dies wäre in dieser wichtigen und schicksalhaften Frage unbedingt Pflicht des Präsidenten eines demokratischen Landes gewesen. „New Port Times Herald" bezeichnet es als der Anprangerung wert, daß Roosevelt in dieser Erklärung mit Rücksicht auf „unseren Bundesgenossen" Stalin auf eine feiner vier Freiheiten, nämlich Religionsfreiheit, verzichtet habe. Das Blatt bringt gleichzeitig eine Karikatur, auf der die Freiheitsstatue mit einem blauen Auge abgebildet ist, das sie durch einen Faustschlag auf hoher See erhalten habe, als man die Religionsfreiheit aufgab. Das Blatt sagt weiter, bas USA.-Volk werde wegen einer Utopie in den Krieg hineingeführt. Was bedeute „Freiheit der Meere"? In Friedenszeiten hätten alle Länder diese Freiheit, in Kriegszeiten NM Egland und Amerika lasse sich die englische Blockade gefallen. Was bedeutet „Zutritt zu den Rohstoffen"? Bedeute das, daß Amerika ausgebeutet werden und auf feine hohen Löhne, feinen hohen Lebensstandard verzichten soll? Und werde Roosevelt seinen Freund Stalin zwingen, Lettland und Litauen wieder aufzugeben? Kühle Ausnahme in Vichy. V i ch y, 15. Aug. (Europapreß.) Die englisch-nord- amerikanische Erklärung über die angelsächsischen Kriegsziele stellt für die der französischen Regierung nahestehenden Kreise keine Ueberraschung dar. Diese Erklärung nehme in kürzerer Form das wieder auf, was die vierzehn Punkte Wilsons bereits-enthalten Auf -em LlGA-Kreuzer „Augusta." Geteilte Meinung in England und LlGA. Auf Ansitz. Von Hans Friedrich Blunck. Ein rechter Spätsommertag ist's! Die Himbeeren drüben auf der Schonung duften und gären und hängen in roten Trauben nieder; wie eine Straße unter bunten Fahnen sieht der Wildwechsel aus, der schnurgerade hindurchführt. Vom Buchenrand summen die Käfer, und die kleinen raschen, abendfrühen Falter, und einige lose Blätter, die von der Dürre gilbten, fallen schaukelnd nieder. Der Wind ist würzig, er trägt den Dunst rascher Regenschauer, die zu Mittag über den Wald dahinstrichen. Ich warte auf — ja, ich hab' die Büchse in der Hand, und als ich mich anfetzte, hab' ich wohl an den Graukopf von Bock gedacht, der hier gestern vorüberwechselte. Aber der Bock kommt nicht, und der Tag ist warm und die Luft noch einmal so »und sommerlich reif, daß man diese Stunde uße so ganz in sich einströmen läßt, ohne Acht und Ausschau, nur voller Dankbarkeit gegen das Leben, das sie einem beschied. Eigentlich ist's schön, daß der Bock ausbleibt; ein Schuß würde die Stille aufreißen, — gerade dieses Tages Stille, die so sanft über Weg und Wald ruht. Mag er mir an einem Sturmtag vors Korn kommen, das wäre auch ein besserer Abschied für den alten Kämpen. Mörder nennen ihn die Leute, er hat vielerlei auf dem Gewissen und taugt nicht zur Brunft. Aber heut' mag er ausbleiben. Kleine grüne und blaue Fliegen tanzen am Gras- ranb des Weges; über den Wagenspuren zittert die Luft von verdunsteter Feuchte. Zwei schillernde Wasserjungfern fahren darüber hin und her. Der Duft der gärenden Früchte und der Geruch kleiner Schwämme, die jetzt nach dem Regen die Hüte durch die Erde stoßen, strömt vom Weg herüber. Einmal zieht ein Flieger hoch am Himmel seine Bahn. Wie eine Wespe summt und schnurrt er über mir durch die Wipfel dahin. (Einmal auch kommt ein Himbeerweibchen, eine kleine, dicke Frau mit einem riesigen Strohhut, vorbei; es ist kein Pflücktag, und ihr ist gewiß nicht recht wohl zumute. Scheu sieht sie sich um, zupft ein Viertelstündchen an den Beeren, schüttet ihren Korb in den klappernden Eimer und überlegt, ob es sich hier ober anbersroo besser lohne. Wie ein großer Pilz steht sie ba, bem Füße gewachsen sind, runzelig, schrumpfig im Gesicht unb boch froh über ben schönen Tag, ben Gott uns schenkt. Als sie einen bicken Baumstumpf vor ben Füßen finbet, stutzt sie unb überlegt einen Schritt lang, ob sie ihn rechts ober links umgehen soll. Sie tut keins von beiden, dreht sich um und hockt sich ungeheuer breit zur Ruhe. Dazu seufzt und bläst das Weibsen, lacht zwei Pfauenaugen zu, zieht bas ganze Gesicht vor Vergnügen zusammen unb nascht an ben Beeren, bie 's sich gepflückt hatte, — jetzt weiß ich, warum sie mübe ist, ber Eimer ist voll bis an ben Rand! Noch einmal ein tiefer Seufzer, ba sieht sie mich beim Nieder- bücken, starrt mich mit großen Augen an, lacht weiter, weil sie just babei ist, unb reckt ben Hals voran. Ich habe bie Lider geschlossen, als schliefe ich, da brauche ich nicht zu fragen. „Uch", sagt sie, als traute sie mir nicht. Weil ich mich aber nicht wecken lasse, hebt sie den Eimer langsam auf und versucht, mit viel Mühe an mir vorbeizuschleichen. Sehr drollig setzt sie bie Füße, hält an, weil ein Zweig knackt, macht einen schiefen Kopf, spitzt ben Munb unb lacht schlau. Ganz dicht muß sie bei mir vorüber und fällt bei jedem Schritt von der einen auf die andere Seite. Weil sie aber zu faul zum Bücken ist, bleibt ber Hut im Eichenlaub hängen; sie bläst vor Zorn über ben Zweig, begreift auch nicht, wie ein Jäger so fest schlafen kann, unb schmunzelt, weil sie 's heute abenb noch bem Dorf erzählen wirb. Gerabe barüber muß aber auch ich schmunzeln, unb weil mir bie Würze vom Weggras zugleich in bie Nase zieht, kann ich nicht anbers, als eine roilbe Gebärbe aufs Niesen tun. „Huch", höre ich noch, ba klappert ber Eimer von bannen, unb wie ich bie Augen öffne, ist ber Schelm fort. Da recke ich mich ein wenig nach rechts, weil bie Sonne auch nach rechts gerückt ist — unb — ja natürlich, auf ben Bock warte ich boch, auch roenn's nach biefem Besuch noch eine Weile bauern kann. Wer kommt statt beffen? Meister Reineke, unb ist in einem Husch wie ein Spuk über ben Weg — wer weiß, welchen Plan ihm bas Weiblein verlegt hatte! Solches Fell taugt erst zum Winter, tröfte ich mich, halte aber bie Augen offen. Eine umgekehrte Welt ist's heute! Großväterlich hoppelt ein riesiger Mümmelmann, fast ebenso bick wie Reineke, hinterbrein. Der weiß nämlich, wo's bie besten Gräser gibt, unb meint, baß ber alte Holzweg nur für ihn angelegt sei. Nicht bie Steinpilze, bie bie bummen Menschen sich wegholen, nein, grab bas Gras, bas zarteste Kraut, bas bie Kläffer unb Blaffer stehen lassen, ist für ihn ba. Unb Hunger hat er! Menn man schon solchen Großvaterbauch burch bie Welt tragen muß, will er auch feine Sorge! — Da hat er mich gesehen. Denkt aber gar nicht baran, Vorsicht zu üben. Solch ein alter Bursch kennt seine Schonzeit genau, meint vielleicht auch wieder, dieser unbewegliche Jäger sei eingeschlafen, macht einen Kegel unb wippt einmal yttt bem rechten, bann mit bem linken Löffel. Mir ist gar, als schmunzelte er bem friedlichen Nachbarn zu. Zwi- schenburch äst er seelenruhig, mummelt, sieht mich an, fragt ganz beutlich etwas, bas ich nicht gleich verstehe, unb ist nun boch beleibigt über ben groben Kerl, ber keine Antwort finbet. Außerbem ist Vorsicht ber bessere Teil. Ob bies am Enbe ein Wilbschütz ist? Also um eine Ecke herum! Aber bie Löffel spitzt er immer noch gerabe übers Kraut hinweg unb freut sich, baß ich auf einen anbern warte. Aber ich warte ja schon gar nicht mehr, bummer Kerl! Liebesmelodie. Von Hans Bnresch. „Nein — nein —!" wehrte bie kleine Mizzi errötend ab. „Wo denken Sie denn hin — unb bann — was glauben Sie benn — meine Mutter!" Der sonnengebräunte Soldat vor ihr aber lachte sie so treuherzig an. „Ich — ich müßte irgendeine Ausrede erfinden — sonst läßt mich meine Mutter boch nicht weg abends —I" „O, wenn es nur bas ist — ich bin überzeugt, daß Ihnen schon etwas einfallen wird — unb bann nicht wahr, Sie lassen mich morgen nicht umsonst warten —!" Da war roieber biefer Blick. Mizzi fühlte, wie ihr bas kleine Herz zum Zerspringen pochte. „Ich will es versuchen —", sagte sie, „aber bestimmt kann ich es Ihnen nicht versprechen — unb — unb Sie bürfen mir nicht böse sein, wenn ich vielleicht nicht komme!" Er lachte: „O, Sie werben schon kommen —!" Es zeigte sich, baß er recht hatte. Mizzi kam wirklich! Er hatte sogar nur eine knappe Viertelstunbe auf sie warten müssen. „Fein, baß Sie gekommen sind!" lackte er unb brückte ihre Hand so fest, daß sie beinahe aufgeschrien hätte vor Schmerz. „Es war nicht leicht, wegzukommen — und ich habe auch nicht viel Zeit — um neun Uhr muß ich wieder zu Hause sein —, bas ist nämlich bie Zeit, wenn ich dem bem Kino komme." Unb babei lachte sie W dt-i h» en- &r d Jung a J lolii eren un schrieben. Er konnte es ganz gut mit feinen schar Augen lesen: „ßiebesmelobie —!" Sie lachte frölf auf: verfaßten । nur leere rn Wug IrtSe in, in ÜHemngei kcoerbn Muni iirbings Mich 1 zlugze in". 51 onen, iSnwi il Regie Mt, 6 w h 6: mg i auf toti, flrati Mi ihn schelmisch an. „Ah!" sagte er, „Sie haben ch gesagt, baß Sie ins Kino gehen!" Mizzi schämte M Sie schlug bie Augen nieber. „Das werbe ich 31)irr nie vergessen!" beteuerte er, ,chaß Sie meinctuM sogar Ihre Mutter angelogen haben! Und wo gei wir wirklich hin —, ber Abenb ist boch viel schön zu einem Kinobesuch!" Das fand Mizzi schltt lich auch. Unb so einigte man sich auf einen kleine Spaziergang burch ben Stabtpark. Er schien M etwas enttäuscht! Aber schließlich: Immer noch bei Stabtpark als gar nichts. Unb bann kam er ja fe ü fyt, zu Abschieb nehmen. — Oben in ber Küche wartete schon bie Mutter: 3 kommst aber spät, Kinb", war ihre vorwurfsvM Begrüßung, „unb wie erhitzt bu bist?" Unter M prüfenden Blick ber Mutter wurde Mizzi ganz Np legen: „Ach!", sagte Mizzi, „das war aber auch Film! Den solltest du dir auch anschauen, Mutte 'I „Wie heißt er denn?" Mizzi frohlockte innerlw Wie gut, daß sie auf diese Frage vorbereitet n"ir „Liebesmelodie!" „Ja —!" sagte bie Mutter, „ben Film kann 1 mir ja wirklich noch anschauen, benn .Liebesme» bie* —, bas habe ich zufällig in ber Voranzeige 'S* lesen, spielen sie ja erst qb 17.! Unb heute ist fünfzehntel" ....... ......... —!" Sie lachte fröB ,ßiebesmelobie —I" Unb bann mußten p fähige Staaten zu schützen, bie ihren Ursprung Jbeen ber vierzehn Punkte verbankten. Nur leere Worte. Der Eindruck in Portugal. I «n die il hie v Btt! w ini i’Roii Pu fi «Hz, hpa öi ui Ä* M' s a k h-Lold - w' W v finate auf feine Rechnung. Sonst hätte er sie nicht o Heimweg so besorgt gefragt: „Schön war es — i Kino, gelt, Mizzerl?" Unb Mizzerl hätte sich iw so zärtlich an ihn gebrückt unb zurückgeflüstert: Heini — wunberschön!" Unb bann hatten sie deck gelacht. Er aber dachte schon roieber weiter: bich beine Mutter nicht fragen, was bu im Ki gesehen hast?" Sie erschrak für einen Augenbllit „Ja, daran habe ich noch gar nicht gebacht - aber warte nur — mir hat heute zufällig mein' Freunbin ein Kinostück erzählt, bas sie irgend gesehen hat — warte nur, wie hat es benn miü geheißen — jetzt fällt mir ber Name nicht ein! p ist aber bumm!" Er aber wußte schon roieber etter Ausweg. „Wir schauen einfach beim Kino vorbei, * ba werben wir gleich sehen, was sie spielen —J „Jbee!" lachte Mizzi unb hängte sich noch fester it ihren Heini ein. So fest, baß sie erst roieber an Itf Kino dachte, als sie schon zehn Schritte baran oorir waren, „ph!" erinnerte sie sich, „jetzt haben wir M nicht geschaut —" Er trat einen Schritt auf die Straße. Dort ftanb es ja in großen ßettern 3* r ~ • - - - teres englisches Regierungsmitglied über ben Kt< 1 antik begeben mußte, um dort die Hilfsaktion tüt England zu beschleunigen, hat hier zu bem (5ini brück verhalfen, daß größte Unzufriedenheit infög« land über die mangelhafte Unter ft ü u n g I durch die Vereinigten Staaten herrschen muß uül daß die im Gegensatz hierzu verbreiteten ©rflämuk gen von englischer Seite nicht mit den latfaden1“ übereinstimmen können. Das Echo in Japan. Tokio, 15. Aug. (Europapreß.) Der allgemein, !ü Eindruck von der Zusammenkunft Roosevelt-Chu« ij chill in Japan geht dahin, daß das Zusammenlch is fen der beiden Regierungschefs für England । eine Enttäuschung sein müsse. Man imifi darauf hin, daß als Ergebnis ber ZusammenkuH t nur allgemeine Grundsätze über einen künsim Frieden bekanntgeworben seien, anftatt der brin !II"' 1,1* 'einem en ■ iiinte Lei um o unabänberliche nationale Politik nicht aufhMn. Die achsenfeindlichen Mächte sollten bedenken, ttij ihre ruchlose Haltung die Situation nur unnc:i| gefährlicher zu machen drohe. Das japanische M» rechnet mit der Möglichkeit, daß auf Grund fitee triebener Hoffnungen auf die Wirkungen des jetfriegs England und die USA. ihre Offenss« gegen die Achsenmächte beleben könnten. Japan!« hierauf vorbereitet. Als einziges Morgenblatt nimmt die den Arin«> kreisen nahestehende „Kokumin- Shimbun" zu bn Zusammentreffen Churchill-Roosevelt Stellung. 9ii Zusammenkunft wird als „Schwanengesani ber Möchte des Status quo“ charakterisi H deren Stern im Verblassen sei vor dem ftürndj wachsenden Einfluß der Achsenmächte. Was 3afn betreffe, so könnten Komplotte und Manöver fern genb erbetenen Zusage einer aktiven KriegM nähme der USA. In politischen Kreisen ist mm daher geneigt, abzuwarten, ob die nahe Zuku konkretere Ergebnisse der Zusammenkunft vri wird. Gleichzeitig verfolgt man mit großem Jim esse die Verhandlungen Hulls mit ßorb Ha!i^ f a x und Duff Cooper über bie Fernost-PM v Großbritanniens 'und ber USA. ,, L: Vereinigten Staaten den ungeheuren militäri^n ü T'?? Vorsprung Deutschlands einholen wollen. Auch di, i ßl bleibt Tatsache, daß sich Lord Beaverbrook als mi« hätten. Neue Gedanken, die über die des Präsides Wilson vor 25 Jahren hinausgingen, könne mar tj ber neuen Erklärung nicht entbetfen. Damals M man große Hoffnungen auf bie vierzehn Punktes setzt und sie in Frankreich für ein Allheilmittel L ! hatten. Die Erfahrungen haben indessen gezeigt,^, diese Lehren nicht genügten, Frieden unb W rechtigkeit zu sichern. Die Stellungnahme des nel(n - Frankreich zu diesem ganzen Fragenkomplex is,gerade jetzt in der Zeitschrift „Revue Universelle"^! handelt worden, an der Persönlichkeiten aus L' Umgebung des Marschalls P6tain mitarbeiten, jcrn ^g, - wird gesagt, daß es Frankreich war, bas sich ” KrW blutete, weil man es zwang, kleine, nicht lebtp- ‘ Ilngze o ngs als el Tros Lissabon, 15. Aug. (Europapreß.) Die re!. ' stündigen Besprechungen zwischen dem engli^ Ministerpräsidenten Churchill und dem USA.^ sidenten Roosevelt auf hoher See haben in P-j gal den Eindruck bestätigt, daß England weiter n großen Schwierigkeiten in seiner ftungsprobuftion zu kämpfen i)at unb M die Zusammenkunft auf dem Atlantik einen n« Auftakt für bie Hilfe der Vereinigten Staaten all England barftellen soll. Man hatte auf der ib schen Halbinsel geglaubt, daß weit wichtigere Bj schlüsse bekanntgegeben würden. Somit wurden bi, Ausführungen Attlees keinesfalls als eine sim fation empfunden. Auch die Krietzsziele (Englaify1 hinter bie sich die Vereinigten Staaten zu fteiii i scheinen, haben keinen neuen (9 eb anlen - gebracht, vielleicht mit Ausnahme beffen, M i । Churchill dieses Mal davon absah, Oesterreich , ber Tschecho-Sloroakei die „Freiheit" zu versprecken, i $^afu wie man dies seit Jahr und Tag gewohnt Man sieht hier in ben Beteuerungen des gemein'^ t r:r nglisch-amerikanischen Kommunist, i Worte und kann sich keine Möglih, i feit denken, auf welche Weise England unb bi,» gf kakorps nach dem Heldentod des Oberleutnants Ebener seinen zweiten Ritterkreuzträger, dem Kriegsberichter Dr. Emst Beyer. bleibt. Nikopol, die Stadt des Mangans Nach müsse. Sh: |ji nen, aber keine Tanks. Die Jugend )er Zusam Empires sei unerschöpflich. „Vor einiger Zeit", tt einen W Der , anstatt bett evelt Steh; imt die den fc Shimdun" jti Zwei dem Die er hat etwas Fieber, es ist nicht ernstlich, Gott sei Dank! Nur den Magen hat er sich verdorben. Rena findet es herrlich, daß ihr großer Bruder heute nicht in die Schule darf, kann sie doch so schön Onkel Doktor mit ihm spielen. Mutti aber verordnet leicht bekömmliche Kost - mittags ein MAIZEN A-Süppchen und abends eine leckere MAI ZE N A-Speise, dann ist der kleine Patient schnell wieder hergestellt. * MAIZENA ist wegen seiner leichten £ Verdaulichkeit für Kinder so wertvoll, da- her ist es aber für Kranke unentbehrlich Tankdivisionen, aber keine Tanks. Neue Bettelrede Beaverbrooks. Ans oder Wett. Professor Vanher 84 Jahre all. »io, in dem er sich für weitere Kriegsmaterial- lie rungen der USA. an Großbritannien einsetzte. verbrook versicherte zunächst, daß England die Lkrohung der Demokratie beseitigen werde, was «Kdings voraussetze, daß die USA. — wie er Mtlich sagte — „soviel wie möglich Tanks, Flugzeuge ij,nb Nahrungsmittel s en - ■bei". England habe genügend Tankdivi- Der Führer hat dem Maler Prof. Leo Sam- b e r g e r m München aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet der Dildnismalerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver- liehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat ihm seine herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Der englische RuiHfunk brachte die Mitteilung, daß ein hervorragender britischer Flieger vermißt werde. Es handelt sich um den Oberstleutnant Douglas Robert Bader, der im Kanalgebiet von einem deutschen Jäger abgeschossen wurde, aus seinem brennenden Jagdflugzeug mit dem Fallschirm absprang und sich in deutscher Gefangenschaft befindet. Bader ist im Besitz mehrerer hoher Auszeichnungen und kann als einer der volkstümlichsten Offiziere der britischen Luftwaffe bezeichnet werden. zähe Schlamm will jeden Stiefel und jeden Mann mit Gewalt zurückhalten, aber unsere Bataillone sind noch zäher. Die Infanteristen aus fränkischen und schwäbischen Gauen arbeiten sich vor. Die Artillerie leistet Unglaubliches. Aber auch die Bolschewisten haben gemerkt, was hier gespielt wird. Sie schaffen alles heran, was ihnen an Truppen und Artillerie zur Verfügung steht. Ihre Bomber und Ratas haben sie herbeigerufen. Aber nur einen Tag lang können diese mit Tiefangriffen unserefi Vormarsch zu kurzem Aufenthal zwingen. Unsere Stukas greifen ihren Flugplatz an und vernichten fünf Sowjefflugzeuge im Luftkampf und elf am Boden. Aber ihre Batterien belegen mit größter Wendigkeit unseren Dormarschweg mit ihrem Feuer. Nachmittags und abends haben sich unsere Jn- fanteriebataillone über die von großen Getreidefeldern und Sonnenblumenäckern bestandene Höhe bis drei Kilometer an den Bahndamm vorgearbeitet. Um 2 Uhr nachts sind die Feldküchen mit der warmen Verpflegung herangekommen. Um 4 Uhr morgens steigen wir aus unseren regendurchnäßten Schützenlöchern. Um 6 Uhr beginnt der Angriff. Die Sowjets find zur Verteidigung bis zum äußersten entschlossen. Jede Heckenreihe, jedes Waldstück, jedes Sonnenblumenfeld ist von ihren Schützenketten mit Maschinengewehren besetzt. Oft lassen sie unsere Stoßtrupps durch die erste Linie hindurch, um sie vor der zweiten von vorn und von hinten anzuschießen. Als unsere &■) Der chg 'st Roosevelii Las Zusam?- ' für (h|(i Gefallen vor Tobruk. lum Heldentod des Ritterkreuzträgers Oberstleutnant Ponath. Neue englische Forderungen an Thailand. r*UM 0 dein USi - w* Weit': machen!" Dicht geballt kommen die Bolschewisten über das freiliegende Stoppelfeld. Da jagen auch schon die Granaten vor ihnen in die Erde. „Zu kurz — hundert zulegenl" schreit es vom Strohhaufen. Die nächste Salve fitzt, man sieht, wie sich die Sowjets zu Boden werfen. Salve um Salve rast in ihre Reihen. Einzelne springen auf und laufen zurück. Es gibt einen allgemeinen Rückzug. Noch dreimai greifen an diesem Nachmittag die bolschewistischen Jäger und Bomber zur Unterstützung ihrer Infanterie an, aber nie länger als drei Minuten, dann ergreifen sie die Flucht vor unserem Flakfeuer. Beim viertenmal fliehen 14 feindliche Flugzeuge vor zwei deutschen Jägern. Im Notwurf lassen sie ihre Bomben in ihre eigenen Linien fallen. Noch ' Gegenangriffe brechen an diesem Tage in deutschen Maschinengewehrfeuer zusammen. Bahnlinie liegt fest in unserer Hand. Washington, 15. Aug. (Europapreß.) br Zusammentreffen Roosevelts mit Churchill gab 8cD Beaverbrook in Washington ein Jnter- le drz »>. n Kreisen ijt'i die nahe mmenkunst m mit großem^ mit Lord M die FernoslÄ Senior der hessischen Maler, Professor Dr. Karl B a n tz e r, vollendete sein 84. Lebensjahr. Trotz seines hohen Alters ist er unermüdlich tätig. Pien J ,t*,e «uf tu. < 5 als eint i ^sziele W. I Maaten A i en 9etl g* i» ettfpt, Lq9 gewöhn 9en des gntz ” K0!NW ich keine 5 England ur-: euren mifitci 1 wollen. Ätz rbrookal- lied über fc- die hilfsol,^ hier zu dem lftiedenheit \i\ Unterstütze Irschen Ui breiteten Erk': mit den Lrffanieriekamps am Bahndamm Von Kriegsberichter A. Haas. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be8 HauptschrifUeiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für daS Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. (beurl.), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport' Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jug. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. Japanischer Lustangriff । auf die Burma-Mnnan-Straße. j I otio, 16. Aug. Sie meinet iben! UW nb ist M.y 5 fand VG idi auf einen Dann W11 LI tte « ß- «*| zchön war c- I nerl W1 &e*| lieber ö ir einen MUA.I « ;eurfH d dann : hie hon r W Nach der Befreiung vom bolschewistischem Terror erscheint in Riga als östlichste deutsche Tageszeitung die „Deutsche Zeitung im Ost- l a n ir. Aus altem deutschen Kulturboden gegründet, verbindet sie östliches und westliches Leben und schlägt zugleich eine Brücke zum skandinavischen Raum. ♦ In den rückgegliederten südungarischen Gebieten tritt an Stelle der bisherigen Militärverwaltung die Zivilverwaltung in Kraft. ♦ In Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, stellte die nationalistische Zeitung ,L i b e r - t ad" unter dem Druck einer gegen sie entfalteten Hetze ihr Erscheinen ein. i * x; ^en 5W I Hirt 9 In der Nacht zum Freitag griffen englische Flug- zeuge Catania und Augusta an. In Catania gab es drei Tote und 20 Verwundete. Das heftige Feuer der Bodenabwehr zwang den Feind, den grüßten Teil seiner Bomben ins Meer abzuwerfen. Ein Flugzeug wurde in Brand geschossen und stürzte ins Meer ab. ♦ In N ordasri ka meldet der italienische Bericht Spähtrupp- und Artillerietätigkeit im Abschnitt von Tobruk. Die Luftwaffe der Achse setzte ihre erfolgreichen 'Aktionen fort. Es wurden Verteidi- gungs- und Hafenanlagen in Tobruk und Marsa Matruk sowie ein 3000-BRT.-Dampfer in den Ge- wässern von Marsa Matruk und ein Zerstörer nördlich von Sidi Barani getroffen. Englische Flugzeuge führten einen Einflug auf Tripolis durch. DNB.... 15. August. (PK.) Vor uns liegt eine wichtige Eisenbahnlinie der Ukraine. Eine Vorausabteilung hot beobachtet, daß fast jede Stunde noch ein großer Transportzug auf ihr fährt. Nach Norden wirst die Sowjefführung noch Truppen heran, um ihre hart bedrängten Einheiten zu unterstützen: nach Süden versucht sie schon Material und Vorräte aus den von unserer Umklam- merung bedrohten Gebieten wegzuziehen. In keilförmigem Vorstoß dieses Verkehrsband zu zerreißen, ist unsere Aufgabe. . Die Vorausabteilung stieß vor. Schützenlinien am Bahndamm werden niedergekämpft. Ein großer Transportzug braust heran. In Sekundenschnelle ist ein Panzerabwehrgeschütz in Stellung gebracht und mit einem wohlgezielten Schuß jagt es der Lokomotive eine Granate in den Bauch. Ein dicker Strahl Wasser und Dampf springt heraus. Die Zugbesatzung wird gefangengenommen. Pioniere sprengen das Bahngleis. In der Nacht machen die Sowjets heftige Gegenstöße. Don drei Seiten angegriffen muß' die schwache Vorausabteilung ihre Linie zurücknehmen. Die ganze Nacht über dauert das ^Wie^'am Tage vorher, haben auch heute wolkenbruchartige Gewitterregen den Boden völlig auf- geweicht. Infanterie muß im Eilmarsch der Vorausabteilung folgen, das gewonnene Gelände in festen Besitz nehmen und verbreitern. Unsäglich mühsam ist der Vormarsch. Es ist Eile geboten. Der ibif« hohe Auszeichnung am 13. April, also kurz »en seinem Heldentod, verliehen worden war. Nach schweren Kämpfen auf dem Vorstoß durch die rote nach Michili zu führte er eine Vorausabtei- lun unter schwierigsten militärischen und klima- tj.en Verhältnissen in einem Nachtmarsch i n d e n ^iiim von Derna in den Rücken des Feindes. fyr fperrt er, volle 48 Stunden allein auf sich und sei'? Soldaten gestellt, die einzige für den weichen- Gegner benutzbare Rückzugsstraße. Nicht so sehr bie dabei erzielten Gefangenen- und Beutezahlen [hi bemerkenswert, als vielmehr die große Füh- ihqslöistung des Oberstleutnants Ponath unter M g neuen und unbekannten Bedingungen im Mtenraum und das Beispiel höchster persönlicher ro ferkeit, das seine ihm unterstellten Männer zu girier soldatischer Leistung anspornte. Dor Tobruk, pl)em hin Oberstleutnant Ponath den Weg bahnen hir. ist er gefallen, als einer jener großen Weg- btrrter des Sieges, ohne deren Opfergang das he!>entum einer Nation immer nur Wort ohne In- Nur 90 Kilometer östlich von dem jetzt so viel genannten Erzgebiet Kriwoj Rog liegt an der Bahn, die dieses Erzrevier mit der Industriestadt Saporoshje am Dnjepr verbindet, ein anderes großes Wirtschaftszentrum der Westukraine. Es ist die Stadt Nikopol. Der Name bedeutet eigentlich „Siegesstadt", wahrscheinlich von irgendeiner der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Moskowitern und Tataren, denn in der Umgebung der Stadt befinden sich große Reste alttatarischer Befestigungen. Aber darum kümmern sich heute nur einige Fachgelehrte. Nikopol ist die Hauptstadt des Manganreoiers. Mangan wird wohl fast niemals rein verwendet. Es ist aber unendlich wichtig als ein Legierungsmetall. In Verbindung mit anderen Metallen entwickelt es besondere, sehr begehrte Eigenschaften dieser Hauptmetalle. Kupfer mit einem Zusatz von 3 oder 5 o. H. Mangan ist hart und klingend und findet etwa als Stehbolzenmaterial bei Lokomotiven Verwendung. Ein Zusatz von 12 bis 15 v. H. Mangan zu Kupfer macht die Legierung zwar besonders hart, aber auch brüchig. Manganbronze, also eine Verbindung von Kupfer, Zinn und Mangan, ist stahlhart und nimmt die Feile nicht mehr an. Am berühmtesten sind aber die Verbindungen von Mangan und Eisen. Ein Zusatz von 7 bis 20 v. H. Mangan macht den Stahl sehr zähe und widerstandsfähiger. Ganz anders als beim Kupfer, das bei hohem Mangangehalt brüchig wird, wird Stahl bei einem Zusatz von weniger als 7 v. H. ebenfalls brüchig. !NB. ..15. Aug. (PK.) Als am 25. 4.1941 die -traten des Deuffchen Afrikakorps in erbittertem fliijgen lit den in Tobruk einaeschlossenen englischen Q^änben lagen, die den eisernen deutsch-italieni- ton Ring zu sprengen versuchten, kämpfte unter ifcnn an der Spitze seines Maschinen» - e» e h r - B a t a i l l o n s der Oberstleutnant P o - xa:f). Wie vom ersten Tage der schweren Kämpfe in ^ordafrika an, stand auch in diesen Stunden, die eil Schicksal werden sollten, Oberstleutnant Ponath ils leuchtendes Vorbild persönlicher Tapferkeit und lelftlofet Einsatzbereitschaft vor seinen Männern, gti siegten, doch ihr Kommandeur wurde v e r - rißt Erst jetzt wird durch eine Meldung des In- ter-ationalen Noten Kreuzes zur Gewißheit, daß Dbirftleutnant Ponath imKampf vor Tobruk -ef llen ist. M Oberstleutnant Ponath vertiert das deuffche Die Sowjetunion erzeugt mehr als die Hälfte der W e l t p r o d u k t i o n an Mangan. Mindestens ebenso groß wie das Vorkommen bei Nikopol ist das Manganrevier von Tschiatury im westlichen Kaukasus. Beide Man- ganvorkommen haben den großen Vorteil, küstennah zu sein. Nikopol selbst ist ein Flußhafen am Dnjepr unterhalb der Stromschnellen und hat die Gunst dieser Lage auch durch Errichtung von Fluß- Schiffswerften ausgenutzt, yn den ersten Jahren in der Sowjetunion waren die reichen und küstennahen Manganvorkommen ein großer Trumpf bei allen Handelsvertraasverhandlungen. Damals hat auch der amerikanische Multimillionär Harry- mo n eine Konzession" für die Ausbeutung des Mangans in Tschiatury erworben. Es wurde für ihn zu einem schweren Verlustgeschäft. In letzter Zeit war die Ausfuhr von Mangan aus der Sowjetunion stark zurückgegangen. Ihre kolossale Aufrüstung im Zuge der drei Fünfjahrespläne hatte ihren Eigenverbrauch gesteigert. In Deutschland ist die Verwendung von Mangan trotz Erzeugung hochwertigster Stähle zurückgegangen. Unsere hervorragende theoretische und praktische Hüttenkunde hat mit anderen Mitteln die kostspieligen Manganerze zu ersetzen gewußt, ganz abgesehen davon, daß auch Deutschland im eigenen Bereich über nicht unerhebliche Manaanvorkommen verfügt. Diese Verselbständigung Deutschlands gegenüber dem sowjetischen, indischen, südafrikanischen oder brasilianischen Mangan ist eine Tat, über die erst nach Abschluß des Krieges einiges zu sagen sein wird. tions- und Reklamefilialen der Komintern, der Aus- lands-GPU. und der als Verschwörer- und Mordzentrale entlarvten bolschewistischen Botschaften waren. Auf einer raffiniert zusammengestellten Reiseroute wurden von harmlos aussehenden GPU.- Agenten bespitzelten Besuchern der Sowjetunion Ausschnitte des Landes gezeigt, wie sie ein Weltreisender nicht besser und schöner an der Rivera oder in Paris zu sehen bekam. Dem Reisenden aber, dem ein „Schritt vom Wege" glückte, dem es gelang, einen Blick in die Seitenstraßen zu tun, bot sich ein Bild tiefften Elends und größter Armut der Bevölkerung. Kleine politische Nachrichten. Eine Abordnung von BDM.-Führerinnen ist nach Italien abgereift, um die Sommer- und Ferienlager der italienischen Jugend mitzuerleben. Im September wird eine Gruppe italienischer Führe- rinnen nach Deutschland kommen, um die Führerinnenschulen des BDM. kennenzulernen. ♦ Reichsminister Rust stattete in Preßburg dem Minister für Schulwesen Sivak und dem Ministerpräsidenten Dr. Tuka einen Besuch ab. Staatspräsident Dr. Tiso gab zu Ehren des Gastes einen Empfang. Reichsminister Rust begab sich dann nach Turz Str. Martin, wo er Einrichtungen des slowakischen Kulturvereins „Slovenska Matica" und das Slowakische Nationalmuseum besichtigte. ♦ Anläßlich der Salzburger Festspiele fand eine Arbeitstagung der Kulturreferenten der Reichs- propagandaämter statt. Ministerialdirektor Hinkel vom Reichsministerium für Volksausklärung und Propaganda gab Richtlinien für die kulturpolitische Arbeit. “fZJl Utto, 16. August. (Europapreß.) Unter An- £nVl Mlrung von Gewaltmaßnahmen habe England an ib!k Regierung von Thailand eine neue Forderung > m2;HMsllt, berichtet „Yomiuri Shimbun" aus Hanoi. H 2 ÄMeral Popham, der Oberbefehlshaber der eng- m ÄS Wen Streitkräfte im Fernen Osten, habe die Re- T*.i ifllrung in Bangkok zwingen wollen, den Englan- )as ftpanP 6et1 die Kontrolle über bu Eisenb ahn- ß auf Wirkungen Spitze den Bahndamm an der Stelle erreicht hat, an der der angeschossene Transportzug steht, kommt es zu einem Handgranatenkampf um die einzelneni Güterwagen. Die feindliche Artilleri-e legt Sperre euer. Um 9 Uhr vormittags wird der Bahndamm n 300 Meter Breite überschritten. Don -links und rechts und von den Bäumen herunter schießen die Bolschewisten mit Maschinengewehren. Durch ihren helleren Mang sind sie deutlich von den deutschen zu unterscheiden. Das hügelige und unübersichtliche Gelände mit mannshohen Sonnenblumenfeldern und Bufchreihen bietet den Bolschewisten beste Derteidigungsmöglich» keiten. Sie schießen aus ihren Stellungen^ heraus, die nicht zü erkennen sind. Wenn sie zurückgehen, legt ihre Artillerie uns Granaten vor die Nase. Einzelne Widerstandsnester bleiben zurück. Mit un* erhörtem Schneid werden sie im Nahkampf von unseren Stoßtrupps angegriffen und vernichtet. Vor einer breiten Senke jenseits des Bahn< damms muß unsere Spitze halten, um das Nach» kommen der Nachbarbataillone abzuwarten: wäh» rend wir vor den feindlichen Mafchinengewehr- garben gedeckt in Sonnenblumen- und Kornfeldern liegen, bereiten die Sowjets einen Gege n a n « griff vor. Erft Artillerie, bann Flieger. Sieben Bomber und drei Jäger kreisen über uns, werfen Bomben und fetzen bann zum Tiefangriff an. In immer engeren Kurven gehen sie bis auf 50 Meter herunter. Kurz unb scharf rattern ihre Maschinen» gewehre. Ganz nahe können wir bie kleinen, bicken, häßlichen Ratas sich drehen und wenden sehen. Sieben Minuten dauert der Angriff. Den Bolschewisten liegt also alles daran, uns wieder vom Bahndamm wegzubringen. Aber glücklicherweise war der Erfolg am Aufwand gemessen verschwindend gering. „Dort drüben über das Kornfeld kommen sie heran" 1, riefen unsere Beobachter, die, im Sonnenblumenfeld gedeckt, ihre Nase in den Dreck gesteckt hatten, und schon hören wir von einem haushohen Strohhaufen das prächtige Bayerisch unseres Beobachtungsoffiziers vom Infanterie» fchützenzug: „Denen werden wir das Leben schwer Eine Feier für Maria kahle. Zu Ehren der wesffälischen Dichterin Maria Kahle, die vor einigen Tagen ihren 50. Geburtstag feiern kannte, sand m der sauerländischen Haupt- stadt Arnsberg eine Feierstunde statt. Rektor Gathmann würdigte Leben und Werk der Dichterin unb Kämpferin für das deuffche Volkstum, zu der sich Westfalen bereits 1937 durch die Verleihung des westfävischen Dichterpreises auf dem Wesffccken- tag in Paderborn begeistert bekannt hat. Hermann-Löns-Feier in Münster. Der Gau Westfalen-Nord hat sich mit dem Dichter Hermann Löns, der einem alten wesffälischen Geschlecht enfftammt, immer verbunden gefühlt. Am 29. August, dem 75. Geburtstag des Dichters, wird im Schloßgarten in Münster und am Al. August eine Morgenfeier im Alten Rathaussaal statffinden. Bei der Morgenfeier wird Gauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Meyer sprechen; ferner Regierungsrat D e i ma nn, der die beste Lönsbiographie verfaßt hat, und Intendant Dr. Friedrich Ca« stelle, der dem Dichter in enger Freundschaft verbunden war. Line Anzengruber-Gesellschaft in Wien. Die Aufgabe einer neugegründeten Anzengruber- Gesellschaft in Wien ist, die deuffche Mundartdichtung zu pflegen und Ludwig Anzengrubers Werken auf der deutschen Bühne ihre Geltung zu erhalten. Die Anzengruber-Gesellschaft ist in das Reichswerk Buch und Volk der Reichsschrifttumskammer eingegliedert worden. Feuersbrunst In Madrid. Eine schwere Feuersbrunst, die sich auf ein Gebiet von zehn Quadratkilometer ausdehnte, brach in dem Madrider Vorort Casa del Campo aus, ein mit vielen Bäumen und Gebüsch bestandenes Gebiet, das dem Feuer reiche Nahrung gab. Riesige Rauchschwaden lagen über der spanischen Hauptstadt. Zahlreiche Feuerwehrkolonnen versuchten des Feuers Herr zu werden. ’ uriebÄ SS 7-, Ä, [rjf)r Beaverbrook bann fort, „brauchten wir Pili» en, nun haben wir sie. Jetzt brauchen wir aktiven firiK Z^gzeuge. Die Englanb-Hilfe funktionierte vmdervoll. Sie gab uns Rohstoffe, Oel, Stahl unb pkrrungsmittel." Dann pries Boaverbrook die Sow- jkt! als eine „vorzügliche Kriegsrasse" unb erwähnte, Mi Großbritannien bereits eine materielle Unter* siiisRMg an die Sowjetunion geleistet habe. Abschlie- Msd gab er erneut zu, daß England in bedrängter K|e sei und daher um alles bitte. Geschäftsverlegung Unsere Filiale befindet sich jetzt an Ala, Bremen. 3405V Mäusburg 12 4. Ausgabetag: Donnerstag, 21. August 22. August De 13 Uhr und von 3417 D II. in. verreist IV. -en i' bis 10. September 1941 02704 V. Wilhelmstr.A* VI. VII. 3414 D I behau, Hirten Lc gesucht. 3419D 3395 D | Verkäufe infung 3433 D 6nqi EittfamMeubaus Marktplatz. 3416V 3393 D Frau Dr. Marx hat ihre nebenberufliche 3403V Praxis wieder aufgenommen 3427 D Drei Bücher von den Wundern der Klein welt 3357 V Dentist Zutt 3438 V Bekanntmachung des Hebesätze in v. H. des Gemeinden Grundsteuer 10, 10, lieb, und zwar jeweils bis zum 15. eines Monats, zi bezahlen ist. Bei Verzug wird der entsprechend^ Säumniszuschlag erhoben. 843OC zum Höchstpreis 1. Ausgabetag, Montag, 2. Ausgabetag: Dienstag, 3. Ausgabetag: Mittwoch, werbesteuer 18. August 19. August 20. August die Bezugsberech- aus dem VermerE 1941, 1941, 1941, 1941, 1941. u >e v. Grundstücken Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 v.land- u. forstw. Betrieben ristalli i» jungi In d 2000C rieic unter mershausen- 20, Ludwig. Kapelle Alter Friedhof. Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. Schultheis. 5. Ausgabetag: Freitag, Ausgabezeilen: von 8 bis 15 bis 18 Uhr. Welcher Ausgabetag für tigten in Frage kommt, ist Praxis geschlossen vom 18. August bis 12. September JUitaröeitCT. Rafadl-A.-München 8 not! hem vor । Ilm!; nahm Büro iParterrezimm. z. 1. Oktober zu vermieten. 34isD Näh.:Johannes- stratze 15 11. itmtöi fern eine lenn ivvrdi Gießen, den 15. August 1941. Ter Oberbürgermeister. I. N.: Nicolai,s familienbaus in Gietzen oder nächster Nähe zu mieten oder z. kaufen gesucht. Schriftl. 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Die Abgabe und der Bezug von Waren auf Lebensmittelkarten, die nicht mit Name und Wohnung des Inhabers versehen sind, sind unzulässig. Die Warenverteiler werden wiederholt daraus hingewiesen, daß bei den Reichseierkarten jeweils nur ein Bestellschein, nämlich der für den nächsten Versorgungsabschnitt gültige, abgetrennt werden darf. Während der Ausgabetage werden Bezugschein- ankräge nicht angenommen. 3420V Gebraucht gut erhalte! Wilh. Moeser • Tabak war en GIESSEN Vertreter.- Dr. Stuhl, Hitler wall 45 Dr. Wolf, Walltorstr. 48 Wiele im Heegstrauch, 3000 qm, und 1500 qm Gartengelände an der Lahn zu verkaufen. Schr. Ang. unt.l 02712 a.d.G.A. viele, hie ft bis Ji I hc gegen britann Sprechstunde in Praxis Prof. Schliephake vom 19. Aug. bis 2. Sept. 1941 geschlossen Vertretung in dringenden Fällen Medizinische Poliklinik Carl Bnück S Juwelier SS Giessen Kreuzpl.8 8 Tel. 3602 G.B. A+C411325 » KAISER S (Är Wenig gebrauchte Personenwagen (mögl. Bauj. 1939) gesucht. 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Die Ausgabetage nterben wie folgt festgesetzt: Alt-Gießen ...... Gietzen-Wieseck ... Gießen-Klein- Linden ........ Schiffenberg..... Der Stadt Gießen sind laut Verfügung Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — Abteilung III, vom 11. August 1941 die nachstehenden Gewerbe- und Grundsteuerhebesätze für das Rj. 1941 genehmigt worden: 5möe6-10-3innner-öou5 zu mieten. Preisangebote.unt. B.R.258 WW f. Haushalt von 2 alt. Personen gesucht. [3434V Frau Nicolaus, And.Johannes- kirche 5. mit elektr. Licht, Gas, Wasser und Garten, in Ortschaft mit Bahnstation, von schnellentschl Selbstkäufer bei voller Auszahlung zu kaufen gesucht. Ausführliche Angebote tm Neumann, Hamburg -Altona Alsenplatz3beiSchramm. 34osV Oetr.: Die Gewerbesteuer und die Grundsteuer der Stadt Gießen für das Ri. 1941. Junge SAmer z. verkauf.l 3428V K.Deeg, Am Nahrungs- berg 16. 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Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen nach Ablauf der Osfen- legungsfrist kann der Beitragspflichtige gegen die Berechnung der Beiträge bei dem Leiter der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt Einspruch erheben. (§§ 1021 bis 1023 Reichsversicherungsordnung.) Der Einspruch schiebt die vorläufige Zahlungspflicht nicht auf. Gießen, den 14. August 1941. 3390V Versicherungsamt der Stadt Gießen. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. --- Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 17. August. Stadtkirche:8, Schmidt; 10,Becker. Johanneskirche. 10, Liz. Trom- Fuhrmann für sofort gesucht. H. Glatthaar & Sohn Frankfurter Straße 19 Telefon 3144. 338iD «Schi« von kleiner. Gefolgschaftsküche im öffentlich. Dienst in Eüetzen unter günstigsten Arbeits- bedingungen sofort gesucht. Schriftl. 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Juli 1941 ist die Bürgersteuer, die der Arbeitgeber vom Arbeitslohn seiner Arbeitnehmer einzpbehalten hat, künftig nicht mehr an die einzelnen hebeberechtigten Gemeinden, wie sie auf der 4. Seite der Steuerkarte verzeichnet sind, sondern an die Kasse des Finanzamts der Betriebsstätte abzuführen. Dies, gilt auch für die Bürgersteuer, die von ausländischen Arbeitnehmern zu erheben ist. Diese Neuregelung gilt nach der obigen Verordnung erstmalig für die Bürgersteuer, die nach dem 30. juni 1941 vom Arbeitslohn einbehalten wird. Die Bürgersteuer vorn Arbeitslohn, die vor dem 1. Juli 1941, also im Wonat 3uni oder im ersten Halbjahr 1941 vom Arbeitslohn der Arbeitnehmer einbehalten worden ist, muß deshalb wie bisher an die einzelnen hebeberechtigten Gemeinden abgeführt werden. Die Vorschrift über, die Abführung der Bürgersteuer vom Arbeitslohn an die Finanzämter kommt hiernach erstmalig im August 1941 zur Anwendung. Arbeitgeber, die die Lohnsteuer monatlich abzuführen haben, haben mit der am 1. August fälligen Lohnsteuer erstmalig auch die Bürgersteuer, die sie im Monat Juli 1941 einbehalten haben, an das Finanzamt abwführen. Arbeitgeber, die die Lohnsteuer vierteljährlich abzuführen haben, haben die Bürgersteuer vom Arbeitslohn erstmalig spätestens am 10. Oktober 1941 an das Finanzamt abzuführen. 3431C Arbeitgeber und Haushaltungsvorstände, welche die Bürgersteuer ihrer Arbeitnehmer für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1941 noch nicht an die Stadtkasse abgeführt haben, werden hiermit aufgefordert, die einbehaltenen Bürgersteuerbeträge bis zum 1. September 1941 an die Stadtkasse Gießen zu bezahlen. Gießen, den 15. August 1941. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Steuermeßbetrages für die Ge- Juwelen alter Schmuck Gold iiSi Iber alte Silbermarken kauft eiroFSS1.! " 4 Mln zu kaufen gut ... Der Huhn, ™ Riitergaffe. Fernruf 266k Gebrauchs Schr« Schriftl. Ang^ unter 3391D S den Gieß.^i^ ftartii gegen bar z» kaufen od. getxn Wechselstrom Radio (neu) tauschen gefügt, Schriftl. Angr. August m, Seine behden möblierten und sauberen Zimmeit waren allnächtlich ausverkauft, denn Mandschuli wat. nicht nur für Waren, sondern auch für die Reisenq den der grofye Umschlagsplatz, und da nicht alle^ die von Sibirien oder von Japan und China kamen, immer gleich Anschluß fanden, mußte der Zurücks bleibende froh sein, wenn er hier Unterschlupf sandl und nicht mit einer der anderen wesentlich bürstiq geren Herbergen vorliebnehmen mußte. In. Mandschuli hört das Reisen auf europäische! Art auf, und der Osten tritt in sein Recht. Richt als ob man sich nun auf einen mongolischen Pony oder auf eines der zweihöckerigen Kamele schwinq gen müßte, die man hier schon öfters durch dis Steppe schreiten sieht. Aber hier endet die Wirk- samkeit der Reisebüros europäischen Stiles. Zway sind die mandschurischen Eisenbahnen in ausgezeichnetem Zustand, und ihr Wagenmaterial steht dem der europäischen Bahnen keineswegs nach. Es gibt auch Telephon und Telegraph, aber dem Osten liegt unser ewiger Trieb zur Eile fern. Trotz aller Verständigungsmöglichkeiten herrscht hier noch der alte Brauch, daß man sich seine Reisegelegenheit von einem größeren Ort zum nächsten immer wieder neu beschaffen muh, nur, daß es sich diesmal nicht um die Mietung von Trag- und Reittieren, sondern um die Besorgung von Sitz- und Schlaf" Plätzen im Eisenbahnzug handelt. Die drahtliche Vorbestellung ist nur zulässig, wenn sie mindestens eine Woche vorher erfolgt, und selbst dann bietet sich keine Gewähr dafür, daß wirklich ein Platz im Zug frei ist. Praktisch kommt sie für den Durchreisenden aber schon deswegen nicht in Frage, weil bei den ungeheuren Entfernungen einer sibirischen Reise nicht mit unbedingter Sicherheit auf sieben Tage voraus^usagen ist, wann man an dieser oder jener Umsteigstelle eintreffen wird. Dai überdies die militärischen Stellen ein gewisses Vor" griffsrecht auf die Eisenbahnplätze haben, muß man von jeder Umsteigestation aufs neue sein Glück versuchen. Unvorhergesehener Aufenthalt ist daher unq vermeidlich, und er wird um so weniger als unangenehm empfunden, weil die mandschurischen Eisenbahnen an allen wichtigen Knotenpunkten ausgezeichnete Hotels unterhalten, in denen sich des Reifende nicht nur eine Nacht richtig ausschlafen, sondern sich vor allen Dingen auch richtig waschen und baden kann, bevor die Reise weitergeht. Erfolgreiche Angriffe der japanischen Luftwaffe. Tokio, 13. Aug. (DNB.) Die Japaner haben Schlüsselstellungen des chinesischen Hinterlandes verheerend angegriffen. Die Marineluftwaffe griff C u m n i n g, die Hauptstadt der Provinz Punnan, an und erzielte Volltreffer auf ein Arsenal, wobei eine schwere Explosion entstand. Ein getarnter Automobilpark und ein Gasolinbehälter, drei Kilometer westlich von Cumning, wurden ebenfalls erfolgreich bombardiert. Es entstand eine Explosion, die 2000 Meter hohe Rauchwolken entwickelte. Die Flugzeuge kehrten ohne Verluste zu den Flugplätzen in Französisch-Jndochina zurück. Die Flugwaffe des Landheeres griff Fabriken und militärische Ziele in der Provinz Szetschuan an und belegte sie erfolgreich mit Bomben. Es genügt nicht allein/ gute Heil« mittel zu erzeugen, sie müssen auch schnellstens zur Stelle sein, wenn man ihrer bedarf. Für diese stete Bereitschaft sorgt die »Sayet«-Organisation mit elge- ZbX nem Flugzeug, wenn andere BAYER) Transportmittel nicht genügen. < E J VrV sich aber die Bank das Recht vor, zu jedem Zeitpunkt mit einmonatlicher Frist Rückzahlung au fordern. Sie gehen sofort zusammen zum Bankhaus Schneiq der & Co. Dort sind die passenden Formulare vorhanden. Die Aktien nimmt Dominik gleich mit Ein! paar Unterschriften. Dann das Durchzählen der Aktien — das Notieren der Nummern, das Vergleichen der Dividendenbogen — eine langweilige Arbeit. Aber sie muß sein. Zum Schluß das Wichtigste: Die Gutschrift: Zweihundertfünfzigtaufend Reichsmark! Gerettet! Gerettet! Das Wunder ist da! Noch im Stehen schreibt Friedrich Dominik die Zahlungsanweisung für Frinzka. Telephoniert mit Arndt, daß er die dringendsten Schecks sofort ausschreiben könne. Nimmt ein Auto und fährt ztt Martha, zu den Kindern. Zum ersten Male nach langer, langer Not wird es wieder hell in den Räumen um die vier Menschen. Zum ersten Male können Hoffnung und Ver-< trauen sich wieder hervorwagen. Die vier Menschen sitzen um den großen eichenes Tisch und lachen sich an und leuchten sich mit frohen Blicken in die Augen und schweigen oder scherzen oder plaudern. Nach einer Weile beugt Nissen sich über Brigitte und küßt sie. ,^)eute nachmittag kaufe ich unsere Verlobungsq ringe. Jeder soll wissen, daß du mein bist." Brigitte neigt ihren Kopf und legt ihre ßippert auf die Hände über ihrer Brust. „Morgen gehe ich zu deinem Vater und bitte ihn um deine Hand", sagt Nissen. „Es wird zwar einen harten Kampf geben. Aber .. Er blickt zu Friedrich hinüber. Der nickt. ,^Hast recht. Junge. Und ich werde mitkommen. Wenn's auch schwerfällt. Dieser Zustand muß mal ein Ende haben ... Jedenfalls wollen wir's versuchen." Durch die Fensterstores strahlt Sonnenlicht. In breiten Streifen fällt es über den Teppich, klettert zum Tisch hinauf, reicht gerade zu Brigittes Brust und blitzt dann noch einmal mit goldenem Sprühen in ihrem Haar auf. Es wird draußen Frühling. (Fortsetzung folgt) Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) uns an, für die Probleme der Seefahrt überhaupt. Langsam setzt sich auch im Dinnenlande die Erkenntnis durch, daß nicht allein die Scholle deutscher LebensraUm ist, — daß auch das Meer zum deutschen Raum gehört. Ein Blick in die Geschichte der großen Nationen lehrt, daß ihr Ansehen und ihr Einfluß in der Welt stets mit Seegeltung verbunden waren. Dies gilt heute, im Zeitalter des Weltverkehrs, mehr denn je. Ein großes Volk kann heute nur bann wahrhaft frei fein, wenn es freien Ausgang zu den Weltmeeren hat. Aus dem blockierenden England ist heute ein blockiertes Land geworden. Die „Insel" England ist heute Kriegsgebiet, gerade so, als ob sie auf dem europäischen Festland läge. Früher war die insulare Lage der größte Vorteil Englands für seine Kriegführung. Heute ist es umgekehrt. Die Insel ist, soweit die Versorgung in Frage kommt, eine Insel und isoliert; dabei ist sie aber den Angriffen der deutschen Waffen ausgesetzt. Der Seekrieg, wie ihn unsere oberste Kriegsleitung durchführt, stellt gerade für den Nichtfeemann einen praktischen Anschauungsunterricht dar: unsere Jugend, unser Volk, sie wissen heute, wie die einzelnen Schiffstypen, vom Großkampfschiff bis zum Schnellboot, Minenboot und Patrouillenboot, Verwendung finden: wie durch die Zufammenfafsung aller Einheiten zu einem Kriegsinstrument das Gesamtbild der kämpfenden und siegenden Kriegsmarine entsteht. den Auge verlassen wir den Schlafwagen, der neun Tage fang unsere Wohnung war, und schicken ~ e r n e n Osten , der für den aus Der Kampf, den wir gegen die Seemacht England führen, ist zugleich ein Kampf um die Anerkennung des Deutschtums in der Welt. Dabei muß man sich über eins klar sein. Der alte Satz: „Was nicht im Geiste einer Nation Wurzel gefaßt hat, kann nie zur vollen Blüte kommen", gilt gerade für alle Dinge der See. Allzu lange war das deutsche Denken in binnenländischer Enge befangen. Noch Großadmiral v. T i r p i tz hat bitter unter der deutschen Verständnislosigkeit für Seefahrtsfragen gelitten. Da setzt heute unsere Erziehungsarbeit ein. Sie beginnt folgerichtig bei der Jugend. Als ein hervorragendes Mittel zur Verbreitung dieses neuen Gedankens hat sich der SchülerweUbewerb „Seefahrt ist not! erwiesen. Der Wettbewerb rief unsere Jugend, die ja begeisterten Anteil an den Taten der Kriegsmarine nimmt, zu eigenem Schaffen auf. In ungezählten Schulstüben stand das Thema „Seegeltung — Weltgeltung" Wochen hindurch im Mittelpunkt. Der Seekrieg gegen England mit all seinen Auswirkungen wurde zum Lehrgegenstand in den verschiedenen Unterrichtsfächern. Von der Schule aus wurde das Verständnis für Deutschlands Kampf, um Seegeltung in das Elternhaus getragen. Die Auswirkungen eines solchen Wettbewerbs, der auch das letzte Dorf im Binnenland erfaßt, können gar nicht hoch genug eingefchätzt werden. Unsere Jugend weiß heute: „Seefahrt ist not!" sich der Warenaustausch zwischen den mongolischen Nomaden und den chinesischen, japanischen und russischen Händlern, deren Läden in ben~ dürftigen Häuschen und Hütten die Straßen umsäumen, in vollem Frieden abspielen. Heute scheint gerade eine Art von Markttag zu sein. Ueberall herrscht geschäftiges Treiben. Auf dem freien Feld vergnügen sich viele Mongolen mit Reiterkunststücken, in den Läden und zahlreichen Marktbuden wird eifrig gehandelt, und die kleinen, mit malerischen, bunten Kleidern herausgeputzten und mit roter, schwarzer und weißer Farbe angemalten Chinesenkinder haben einen richtigen Festtag. Die Motorisierung des Straßenverkehrs steckt noch in den Kinderschuhen. Wer nicht auf Schusters Rappen wandert, bedient sich einer der russischen Pferderdroschken, die das biblische Alter längst erreicht haben dürften. Zwar hängen die Polster- Überzüge meist in Fetzen herunter, und die mongolischen Kutscher in Pelz und Kappe machen nicht gerabe ben einlabendsten Eindruck, dafür stellen sie aber auch die einzige Deförderungsmöglichkeit dar. Das stattlichste Gebäude der Stadt ist das „Ni- kitin"-Hotel. Es hat immerhin ein Obergeschoß, ist aus Stein gebaut und enthält eine ganze Anzahl von Fremdenzimmern. Hier hat auch das vor einiger Zeit eingerichtete deutsche Konsulat seine vorläufige Unterkunft gefunden. Damit zeigt sich dn, daß Mandschuli durch ben Krieg unb die englische Blockade vorübergehend ein wichtiger Knoten- und Warenumschlagspunkt geworden ist, denn da hier die mandschurische Bahn endet und die sibirische ntit ihrer breiteren Spurweite beginnt, mußten die großen Gütermengen, die von Ostasien aus nach dem europäischen Teil der Sowjetunion und darüber hinaus nach dem übrigen Europa gingen, umgeladen werden. Es war ja eine der Nebenwirkungen dieses Krieges, daß die sibirische Bahn zum erstenmal in der Geschichte ein rentables Unternehmen geworden war. Um aber beim „Nikitin"-Hotel zu bleiben — für uns Durchreisende ist es insofern in angenehmer Erinnerung geblieben, weil wir hier zum erstenmal nach der nicht immer besonders leckeren Eisenbahnkost wieder einmal an einem gepflegten Tisch und aus einer ausgezeichneten Küche verpflegt wurden. Das Hotel war zugleich der erste Vorposten jenes versunkenen Rußlands, bas heute noch in ber Mandschurei ein merkwürdiges und meist recht kümmerliches Fortleben fristet, eine Annehmlichkeit für ben Europareisenden, dem es den Uebergang zu ben östlichen Lebensformen erleichtert. In diesen Kriegsmonaten blühte das Geschäft im „Nikitin". Dominik gedacht, um die Absage von neulich wieder gutzumachen. Das, Wunder! Das Wunder! Am fiebffen liefe Friedrich auf der Stelle hinüber. Zu Nissen, zu Brigitte und vor allem zu Martha. Für sie alle bedeutet das ja neues Leben, neue Zukunft. Die Bedingungen sind schnell durchgesprochen. Zinssätze, Provisionen, Spesen — Natürlich! Natürlich! Dominik gesteht alles zu. Die Beträge sind nicht einmal wucherisch. Und ihm bliebe selbst bei Erpressung keine Wahl. Dann die Frage der Sicherheiten ... Selbstverständlich! Alles was Schneider will. Die fertigen Schiffe sind pfandfrei. Dominik ist mit SicherheUs- übereignung einverstanden. Eine Grundfchuld auf den Werftbesitz? Wenn es nicht anders gehe — gewiß auch das. Aber dann habe er noch eine Bitte. Er brauche persönlich Geld. Für dringende Verpflichtungen. Die Frinzkasche Ratenzahlung ist fällig. Schneider knöpft sich plötzlich zu. Bei seinem Angebot habe er natürlich nur an die Werft gedacht. Ein persönliches Darlehen aber —? Doch — er hat noch einen Vorschlag. Ich will Ihnen ja gerne aus der Patsche helfen, lieber Freund. Passen Sie auf: Ich lege zu ben zweihundert Mille noch fünfzig hinzu. Sie können dann vom Gesamtbarlehen den Betrag abzwefaen, den Sie für Frinzka brauchen. Daran kann Sie kein Mensch hinbem. Sie sind ja selbst Herr in Ihrem Hause. Unb damit die Sache nach außen hin ein gutes Gesicht bekommt, verpfänden Sie mir zur Sicherheit für die ganze Diertelmillion Ihre Aktien " Ja, das wäre ein Ausweg. Dominik ist so zermürbt, daß er die Gefahr gar nicht sieht, die sich da für ihn auftut. Natürlich ist es Irrsinn, für eine Schuld von dieser bescheidenen Höhe den Grundbesitz zu belasten, die Schiffe zu verpfänden und überdies noch für mehr als eine Million Mark Aktien als Sicherheit zu geben. Aber was bleibt ihm übrig? Er hat keine Wahl. lieber die Kündigungsfristen wird nicht gesprochen. Dominik kennt die Bankbedingungen von früher her zur Genüge. Die Zusage gilt unter Ehrenmännern grundsätzlich für eine Zeit, innerhalb deren die Werft das Darlehen im normalen Geschäftsgang zurückzahlen kann. Formal behält „Herr Bankier Schneider bittet um eine Unterredung!" meldet der Bürodienev. Also das Ende! Friedrich Dominik fürchtet sich vor jedem Besuch. Was kann Schneider schon bringen? Sicher nichts Gutes. Wer bringt ihm noch Gutes? „Ich laste bitten." Er geht Schneider bis an die Tür entgegen. Rafft sich zusammen. „Ein seltener Besuch ... bitte, nehmen Sie Platz!" Der Bankier streckt die Beine aus dem Klubsessel weit von sich. , , r , „Wollte Sie schon lange mal besuchen, alter Freund", lacht er liebenswürdig. „Es wird so viel über Sie geredet ...Da wollte ich doch gern mal persönlich — ja, hm ... Ich hätte Sie ja auch zu mir bitten können, aber ich dachte, am besten wagst du dich gleich selbst in die Höhle des Löwen ..." „Noch kann ich beißen", knurrt Dominik.' „Hoffentlich! Hoffentlich! Ich sehe yi meiner Freude, daß Sie bei guter Laune sind/ „Bei ganz glänzender Laune", antwortet der Industrielle und macht dabei ein Gesicht, als wolle er dreinschlagen. . . , . „Na, dann können wir wohl gleich mal em bißchen von Geschäften sprechen?" „Bitte schön'." Schneider redet ein bißchen herum. Ja, hm — er habe die Entwicklung der Dominik-Werft mit großem Interesse verfolgt. Und nun zu seinem Bedauern gesehen, daß Dominik sich offenbar festge- sahren habe. Wenn das Bankhaus Schneider & Co. helfen könnte ...? Bei dem langjährigen Vertrauen — ja Freundschaftsverhältnis würde er selbstverständlich alles tun, dem alten Kunden wieder auf die Beine zu helfen. Dominik glaubt, feinen Ohren nicht trauen zu dürfen. Freundschaftsverhältnis? — Auf die Beine helfen--? Das hört sich doch beinahe so an, als ei — als sei das Wunder auf dem Wege. Schneider redet nicht lange um die Dinge herum. Er habe eigentlich damit gerechnet, daß Dominik nochmals an ihn heranträte. Gewiß, er habe ihm seinerzeit abgesagt. Aber damals konnte er nicht anders. Wirklich nicht. Jetzt aber habe er woanders qerade einen Geldbetrag freibekommen — so etwa zweihundert Mille — und da Habe er gleich an o der Ferne Osten beginnt Von unserem Dr. A.-Korrespondenten. Sibirien kommenden Reisenden hier nördlich beginnt, ins Auge zu schauen. Auf dem Bahnhof bietet er sich zunächst von der angenehmen Seite dar. Die japanischen Zoll- und Grenzbeamten fertigen uns mit vollendeter Liebenswürdigkeit ab. In weniger als fünf Minuten ist unser umfangreiches Gepäck zollamtlich geprüft, und der lachende junge Zöllner, der stolz mit seinen deutschen Sprachkenntnissen paradiert, versichert uns, daß mir die Koffer ohne Besorgnis und sogar ohne Gepäckschein für die nächsten sechs Stunden, die uns b i s zur Weite r f a h r t nach Harbin bleiben, in der Zollhalle des Bahnhofes stehen lasten können. Der Gedanke ist zunächst etwas unheimlich, denn überall in der Halle und in den Gängen wimmelt es von vielen fremdartigen Gestalten, chinesischen Gepäckträgern, mongolischen Männern, Frauen und Kindern in ihren malerischen Trachten mit unzähligen Bündeln und Paketen. Aber nachdem uns auch her Portier des „Nikitin"-Hotels, ein würdiger alter Russe von vorgestern, versichert hat, daß hier nie etwas wegkomme, wagen wir den Spaziergang in die Stadt unter Zurücklassuna unserer wertvollen Koffer. Wir haben sie unversehrt und vollständig wieder vorgefunden, wie auch im weiteren Verlauf der Reise das Vertrauen auf die Ehrlichkeit unserer Mitreisenden, der Gepäckträger und der wimmelnden Menschenmasse, die jeden mandschurischen, koreanischen und japanischen Bahnhof zu jeder Tageszeit bevölkern, nie enttäuscht morden ist. Auf Mandschuli liegt so etwas wie Wildwest- Romantik. In diesem Grenznest im nördlichsten Zipfel der Mandschurei ist an abenteuerlichen Gestalten kein Mangel, nur daß die Reiter, die auf ihren struppigen Ponies aus der Steppe herangaloppiert kommen, um einzukaufen oder sich auf rauhe Art zu amüsieren, keine Indianer sind, sondern eben Mongolen mit spitzen Mützen und dicken, pelzgefütterten, Mänteln. Auch heute wird hier nicht mehr wild in die Gegend geknallt, denn die neue Wehrmacht von Mandschukuo und die japanischen Truppen halten Ordnung. In ihrem Schutz kann Tokio, Juli 1941. Unser Mitarbeiter in Tokio ist kurz vor Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges auf seinen Posten zurückgekehrt und schildert die Eindrücke von seiner Reise nach Verlassen des sowjetischen Gebietes. (Vergl. auch die Reiseberichte im G. A. vom 14. und 27. Mai.) Mandschuli! Die Reife durch Sibirien ist beendet. Mit einem meinenden und einem lachen- K. (94 Zweites Blatt kaufen J ienhW ks ist alles ganz anders gekommen. Gerade hflire junge Kriegsmarine errang beispiellose Er- i|o|p. Diese Erfolge bemirkten in unserem Volke Wachsendes Verständnis für den Seekrieg, ja, M BeftelluiM Hubn.k 435D Tel.« , Gas, M Ortschail k n schnellens i voller M jdnnfung 1935 das Flottenabkommen ir.il England getroffen. Danach sollte die wische Flottenstärke nicht mehr als 35 v. H. der fischen betragen. Der Vertrag ist von Deutsch- bi, wie noch 1938 im englischen Unterhaus offi« M erklärt wurde, in loyalster Weise eingehalten Htoen. Trotzdem begann schon 1936 die Kriegs- h-zl gegen das Reich. Wahrscheinlich haben die I uuuci — Mander gedacht, die junge deutsche. Kriegsmarine fen gefui: tcir? als ernsthafter Gegner für die vereinigten Angebote er inistsch-französifchen Seestreitkräfte kaum in Be- St SM . 9e9enLi AleliJ Mio schriftl u liiä im :.l UM WS lun täglich nach Huh, lari, über die engen Grenzen feines zu dicht be» ÄrgoiiJ Merten Landes Fuß zu fassen — sei es durch Scntmf^l bei, Industrie ober koloniale Betätigung — ZüUhM izlech trat England auf den Plan! Wir missen heute Carito n, w! einwandfreier Quelle, daß Winston Churchill üöulHI! bereits im Jahre 1936, als Deutschland unter Füh- MK i ter gegenwärtige Kampf, den Deutschland, durch Gißbritannien gezwungen, um sein Dasein führt, üt°feÖ )ei4 die hohe Bedeutung der See für alle Na- ÄltzelM^ tio en, auch für die Kontinentalmächte. Unser ho'ptgegner England hat es stets verstanden, den llhtj Niibus der Unbesiegbarkeit um seine Flotte zu 77$' leflm. Dies Dogma, von der Welt seit Trafalgar (195) widerspruchslos hingenommen, erlitt den 0PGi.fi, erf?n heftigen Stoß bei Coronel und in der <5ee= t schicht vor dem Skagerrak am 31. Mai 1916. Da- .Äyii Ms nahm die junge deutsche Flotte den Ruhm 1 m nach Hause, sich gegen die stärkste Flotte der £H behauptet zu haben. föLul I kngland hat in den Jahren vor und nach dem V/lfyi BHfrieg alles getan, um Deutschland den Weg iu kflufttjl zur Mittelmeer und damit zu den Gütern dieser ucht. [J Erie zu versperren. Sobald es unserem Volke ge- Oie See macht frei! Von Konteradmiral a. D. Brüninghaus. Am heutigen Samstag wird in Köln eine Reichsausstellung „Seefahrt ist not!" eröffnet, die die besten Arbeiten aus dem gleichnamigen Schülerwettbewerb vereinigt, der im letzten Winter durchgeführt wurde. Rund 16 000 Schulen haben an diesem Wettbewerb teilgenommen, und rund eine Million Schüler hat brauchbare Arbeiten abgeliefert. 60 000 ausgewählte Arbeiten wurden schon auf 40 Gauausstellungen gezeigt und dabei 15 000 Gaupreise verteilt. In der Reichsausstellung werden nun die 20 000 besten Arbeiten gezeigt. 2 0 0 0 Relchsprelse werden vergeben, darunter Schiffsrelsen, Küstenfahrten, Werkzeugschränke usw. Junge Schiffsbauer werden täglich ihre Modelle vorführen. Täglich spielt ein Marionettentheater Seefahrtsspiele. An Hand der Schülerarbeiten wird die Entwicklung der Seefahrt vom Einbaum bis zum Ozeanriesen dargestellt. von Adolf Hitler den Wiederaufstieg begann, —zynischen, echt englischen Ausspruch tat: 11t Kf Butföfanb wird wieder zu stark. Wir müssen es Gerichten." Diesmal hat England, wie der Verlauf «mgerM )P5 Krieges beweist, eine falsche Rechnung iffemacht. Befangen in der überalterten Borstel- Kreis jiuii?, durch die bewährte Hungerblockade auch die- -----|en Krieg „in aller Gemütlichkeit" gewinnen zu !ö ten — wobei die Aussicht auf Roosevelts Hilfe m ^sprachen haben mag, — übersah England, daß m dem Gebiete der Kriegstechnik und in der Pnppierung der Mächte Deutschland heute wesentlich besser dasteht als 1914. Gewiß, unsere neue Rcigsmarine war noch in der ersten Entwicklung kfliiffen. Der Führer hatte in weiser Selbstbe- ■H Die Dominiks. —! Roman von Hellmuth m. Böttcher. »jqeinwi1 jKssortsetzung. (Nachdruck verboten.) •:5“ 1 Noch am gleichen Abend macht er das Abkonx- trin mit Lind schriftlich. Dann will er Dominik an- s Natürlich darf der nichts davon erfahren, wer hÄr dem Geschäft steht. Die Provision für Lmd Hirt er schon so mit rausquetschen. Wenn, einem k-Wasser bis zur Nase steht, fragt er nicht nach W Prozent mehr oder weniger. Lind zieht noch in derselben Stunde Er kund l- N en über die Dominik-Werft ein. Bei einer Au^- pn|"ei, bei einer Großbank. Ueberall die gleiche IlbtDort: Dominik kann sich höchstens noch vier i&tjen halten. Dann bricht er zusammen. Lud schließt den Vertrag mit Schneider vorsich- —- tz n seinen Geldschrank. Morgen werben ihm bie ! ikminik-Aktien als Pfand gehören. Und dann...r MV, stlle-höchstens noch vier Wochen! 16^60-' I .Friedrich Dominik hat Frinzka nicht bezahlen 6unheri5Ltt£ I b ien, und der will infolgedessen einen Prozeß M 5» II pb engen. . x , stich' I L»n ben Lieferanten laufen em Dutzend Zah- । ^befehle. Die Werft hat in allen Fallen Widerlich eingelegt. Um Zeit zu gewinnen. Das verpacht zwar Gerichtskosten. Aber vielleicht — mei- i kann man die Katastrophe so noch aufhaltem , Laicht geschieht vor der Vollstreckung das große ber, und Don Bautista de Castro ruft die ur bampfer ab. , . ® iebrid) Dominik glaubt nicht mehr baran. M" sieht blaß und greisenhaft aus. Er g-eht nicht i W auf die Straße. I „M Nissens Gesicht ist verfallen. Und Martha V W man die schlaflosen Sorgennachte an JO« sind ohne Blut und ihre Augen voller tiefer Rir Brigitte lacht noch manchmal. Sie ist nicht ^c-zukriegen. Sie glaubt an ihren Stern. 1 a as Wunder! imuck 29/30 - 2/U. firmen zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit ver-' Holsen oder ihnen beim Eintritt junger Erdenbürger in das Leben beigestanden. Weit über Gießen hinaus wird ihm nicht nur in der Fachwelt und von den Aerzten schlechthin, sondern auch in allen Bevölkerungsschichten große Wertschätzung dargebracht. Durch ihn und sein Wirken hat die Universitäts- Frauenklinik in Gießen einen Ruf erlangt der weit im Reich und im Ausland einen guten Klang besitzt. Damit hat der Jubilar in hohem Maße zur Steigerung der wissenschaftlichen Geltung unserer Universität beigetraqen. An seinem morgigen 60. Geburtstage werden daher mit der Universität auch seine Schüler und Mitarbeiter sowie weite Bevölkerungskreise gern des Jubilars gedenken. Auch wir bringen Professor von Iaschke unsere herzlichen Wunsche zu seinem Geburtstage und für ein weiteres langjähriges Wirken in unserer Stadt dar. Intendant Klein auf weitere 4 Jahre verpflichtet. Aus dem Büro der Intendanz des Stadttheaters wird uns mitgeteift: Die vertragliche Verpflichtung des Intendanten Hans Walter Klein wurde auf Grund feiner Leistungen im ersten Jahre seiner Intendanz am Theater der Universitätsstadt Gießen von Oberbürgermeister Pg. Ritter auf weitere vier Jahre festgesetzt. Intendant Klein hat es nicht zuletzt durch die großzügigen Unterstützungen der Stadtverwaltung, die das Theater als Mittelpunkt der Stadt auffaßt, verstanden, trotz der sich aus der Zeitlage ergebenden Schwierigkeiten eine hervorragende Aufbauarbeit an der Gießener Bühne zu leisten. Unter Steigerung der guten Gießener Schauspieltradition gliederte er dem Hause eine ganzjährige Oper mit voll und erstklassig besetzten Fächern an, erweiterte den Wirkungskreis der Bühne durch regelmäßige Gastspiele in den größeren theaterlosen Städten der drei Gaue Hessen-Nassau, Kurhessen, Westfalen-Süd, brachte die Gießener Stamm-Mieterzahlen wieder zum Steigen und führte einen Spielplan von hochwertigen Werken durch. Mit klugen organisatorischen und finanziellen Maßnahmen sicherte er den weiteren Aufstieg des Gießener Theaters, das mit organisch gesteigerten Kräften an die notwendigen Aufgaben der neuen Spielzeit geht. , Ludwig Spilger, der Botaniker des Vogelsbergs. Zu seinem 60. Geburtstag. Am 19. August begeht der aus Laubach gebürtige, jetzt in Darmstaldt ansässige Botaniker Dr. Ludwig S p i l g e r feinen 60. Geburtstag. Mit feiner grundlegenden Arbeit „Flora und Vegetation des Vogelsbergs" hat sich Spilger einen weit über die Grenzen unserer Heimat gehenden Rus geschaffen. Aus dieser liebevollen und umfassenden Arbeit baut sich sein ganzes Lebenswerk auf. An dieser Stelle können die Früchte seiner Forschung nur aufge- zählt werden, aber der Fachkundige vor allem wird daran ermessen, wieviel hier getan ist. Spilgers Verdienst ist es, über zehntausend Botaniker-Briefe, darunter zweitausend des Frankfurter Botanikers Anton de Bary und über fünftausend des berühmten Laubacher Botanikers Graf Hermann zu Solms- Laubach, ausgegraben zu haben. Dazu kommt die Entdeckung und Bearbeitung vieler botanischer Manuskripte, darunter eine alte Flora von Lauterbach aus dem Jahre 1740, Manuskripte des Gießener Botanikers Dillenius (1720) unb ein wertvolles Herbarium des Friedberger Gelehrten Huth (1740). Das Studium der hinterlassenen Handschriften Senckenbergs veranlaßte Professor Spilger zu einer großen Arbeit über „Senckenberg als Botaniker", die jetzt mit Unterstützung der Stadt Frankfurt in den „Abhandlungen der Senckenberg-Gesellschaft in Frankfurt" erscheint. Spilger hat in seiner Heimatstadt Laubach die Volksschule und das Gymnasium besucht, ftubierfe in Gießen und Berlin, betätigte sich dann im Schuldienst an der Realschule in Alzey, am Seminar in Bensheim und an der Lehrerhochschule in Darmstadt. Die Wissenschaft verdankt ihm eine Menge Lehrbücher und Arbeiten über den biologischen Schulunterricht. Er verstand es, das Interesse der Lehrerschaft für die heimische Pflanzenwelt zu wecken und veranstaltete zahllose Exkursionen und Lehrgänge. An der Gründung und dem Ausbau des „Hessischen Heimatbundes" hat Professor Spilger wesentlichen Anteil. Die von ihm veranlaßte Naturschutzausstellung in Darmstadt 1931 führte zur Neubelebung des Naturschutzgedankens in Hessen und zum Hessischen Natmlchutzgesetz 1932. In letzter Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! terlein, das nicht nur den Hauswirt bezaubert, I» dem auch einen braven Rheinschiffer veranlag der neugebackenen Pension vor Anker zu gehen:..J durchschaut sehr bald die wahre Ursache allen Uk» und bringt hartnäckig und zielbewußt alles ins Fahrwasser. Daß er selber dabei nicht zu kurz korr versteht sich am Rande. Was hier gleichsam als gangssituation eines Films kurz angedeutet hat der Spielleiter Carl B o e f e nach einer Konr^ Carl Sünjes zu einem behaglichen, ganz uni J tionellen Dolksstück ausgesponnen, das durch fau*J Regie ung treffliches Ensemblespiel und nicht Jjjj durch eine schlichte Natürlichkeit für sich einniN- Es ist hier eine Stimmung geschaffen, der man Der Kapitän a. D. Barkhahn im schönen & am Rhein gehört zu der für ihre Mitmeim nicht ganz ungefährlichen Sorte von Leuten» zwar niemals einen Pfennig in der Tasche fic« jedenfalls keinen eigenen, um so mehr aber 'Die sie zu Geld machen möchten. Der gute DarW ist eine Seele von Mensch, aber eben fein GescbiH mann. Trotz aller Anschläge, trotz aller Betriebs feit hat er fein Glück, feit er die Planken Rheindampfers verlassen und festen Boden uiv den Füßen hat. Nun soll ihm eine neue Jdee^ > „Pension mit Familienanschluß" aus der corlacu letzten Pleite retten. Sie tut es auch, freilich« L andere Weise, wie er es sich gedacht hatte. Denn» Anfang mit auf Stottern gekauften Möbeln J schuldig gebliebener Miete ist genau fo unsolides alle seine früheren' Geschäfte. Aber da ist ein Zeit widmet sich Spilger mit Vorliebe der gesW lich-botanischen Forschung Professor Spilger begeht seinen 60. GebuM rüstig und bei guter Gesundheit. Viele Leute Fach holen sich bei ihm Rat und Belehrung, fr die Fülle seiner Kenntnisse steht dem in der Uwr der Zeit bedrängten Nachwuchs als Quelle rew Erfahrung helfend zur Seite. M.-W Gloria: „Familienanschluß/ Aus der (Stabt Gießen. Glück der Scholle. Etwas vom Ackerbauer steckt noch in jedem Stadtbewohner. Wenn auch der Alltag mit seinem gerüttelten Maß an Pflichten gebieterisch andere Aufgaben fetzt: es kommt immer mal die Stunde, wo die dumpfe Erinnerung an die segensreiche Bodenarbeit der Vorfahren den Drang wachwerden läßt, in der Erde zu wühlen, um dem Mysterium von Wachsen und Gedeihen näher zu sein. Dann ge- schieht es wohl, daß wir Bohnen in den Blumentopf legen, die bald fruchtbar zu sprießen beginnen. Es kann auch fein, daß wir einen Balkonkasten an» legen, in dem es an jedem Abend etwas Neues zu sehen gibt. Dieser Stimmung entspringt auch die Bereitschaft, etwa während des Urlaubs unserem bäuerlichen Wirt mit mehr Eifer als Geschick bei der Arbeit zu helfen. Der Ruf der Scholle verhallt eben Verdunkelungszeit 16. August von 20.47 bis 6.01 Uhr. 17. August von 20.45 bis 6.02 Uhr. nie ganz, wenn er auch zeitweise übertönt wird von dem Lärm und der Geschäftigkeit der städtischen Umwelt. Indessen gibt es auch unter uns genügend tat- freudige Mitmenschen, die das Glück der Scholle auch als Stadtbewohner genießerisch auskosten: die Kleingärtner. Es ist gewöhnlich nicht viel, was ihnen für die Bodenbewirtschaftung zur Verfügung steht, wenn es hoch kommt, sind es einige hundert Quadratmeter. Aber auf diesem Fleckchen Erde versteht es der begeisterte Kleingärtner, alles wachsen zu lassen, was fein Herz und seine Küche begehrt. Man höre nur einmal einen richtigen Kleingärtner, wenn er von feiner Tätigkeit spricht. Es offenbart sich, daß die Gartenarbeit zu seinem zweiten Lebensinhalt geworden ist, der sein Sinnen und Trachten zu allen Jahreszeiten gilt, selbst im Winter, wo er bereits wieder mit neuen Plänen für die Bestellung umgeht. Die Beschäftigung mit der Erdkrume und ihren ge* heimnisvollen Beziehungen trägt in jeden Tag seines Daseins neue Impulse, deren Wellenschläge frische Lebensfreude wecken. Den nachhaltigsten Eindruck von dem Glück des Kleingärtners aber gewinnt man, wenn man ihn in dieser Jahreszeit in seinem Garten aufsucht. Er strahlt, wenn er Gelegenheit hat, die Ergebnisse feines fleißigen Wirkens an Ort und Stelle zu zeigen. Da ranken sich an hohen Stangen die prächtigen Feuerbohnen, da wachsen verheißungsvolle Tomatenstauden, und da gedeihen auf den Beeten nahrhafte Kohlsorten. Auch Steinobst und Beeren hat er sorgfältig gezogen, es ist eine Lust, inmitten der grünen Umwelt zu sitzen, aus der in allen Farben die schönsten Blumen leuchten. Die Frau des Kleingärtners ist aber emsig dabei, durch Einmachen für den Winter vorzusorgen, und indem man unter einem Apfelbaum den Abendfrieden genießt, kommen die Gedanken zu dem Schluß, daß dieses Glück der Scholle doch im ganzen Reiche zu einem erfreulichen Teile mit dazu beiträgt, die Ernährung des Volkes sicherzustellen. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Zirkus Kreifer-Barum: Beginn 15 Uhr und 19.30 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Famllienan- schluß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Gewehr über". — Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 e. G. d. H: Gastwirtschaft „Germania", Kaiserallee 141, 20 Uhr Jahres-Hauptversammlung. Tageskalender für Sonntag. Zirkus Kreiser-Barum: Beginn 15 Uhr und 19.30 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Familienanschluß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Gewehr über". Professor Or. von Iaschke 60 Jahre alt. Der Ordinarius für das Fach der Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und Direktor der Uni» versitäts-Frauenklinik, Professor Dr. med. Edler von Iaschke, kann am morgigen Sonntag, 17. August 1941, in bester Frische seinen 60. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist durch seine Tätigkeit weit über den Kreis unserer Stadt und der engeren Heimat hinaus bekannt geworden. Rudolf Edler von Iaschke stammt aus der Steiermark, wo er am 17. August 1881 in Pettau geboren wurde. Nach dem Besuche der humanistischen Gymnasien in Villach (Kärnten) und Linz a. d. Donau studierte er auf den Universitäten Innsbruck, Berlin, Wien und Freiburg. Nach seiner Ausbildung in der inneren Medizin, der Anatomie, der Chirurgie und der Bakteriologie wirkte er vom 1. Mai 1907 ab als Gynäkologe, zuerst als Schüler von Alfons von Nosthorn, nach dessen Tode als Assistent bei Professor Krömer in Greifswald. Am 1. August 1911 wurde er zum Oberarzt an der Akademischen Frauenklinik in Düsseldorf ernannt, anschließend war er vom 1. April 1912 ab an der Universitäts- Frauenklinik in Gießen tätig. Hier habilitierte er sich im Juli 1912. Arn 1. Juli 1916 wurde er außerordentlicher Professor, und am 1. April 1918 wurde er nach primo-loco-Vorschlag als Ordinarius für das Fach der Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Gießen berufen und gleichzeitig zum Direktor der Universitäts-Frauenklinik ernannt. Seitdem wirkt er ununterbrochen in seinem hiesigen Amt. Mehrere Berufungen an andere Universitäten hat er abgelehnt, da er sein Streben als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Arzt in Gießen erfüllt sah. Neben feiner Lehrtätigkeit und der Leituna der Universitäts-Frauenklinik hat er noch eine umfangreiche fachschriftstellerische Arbeit bei der Herausgabe von Lehr- und Handbüchern geleistet, in denen sein reiches Fachwissen und seine großen Erfahrungen ihren Niederschlag zum Nutzen des ärztlichen Nach- wuchses und damit im Dienste der Gesundheitspflege an unserer Volksgemeinschaft gesunden haben. Als Hochschullehrer hat Professor von Iaschke vielen angehenden Aerzten sein Wissen und seine ärztliche Kunst zur Ausbildung angedeihen lassen. Als Arzt hat er einem großen Kreis von Patien- Die Baugenossenschastsarbeii in Gießen. Am heutigen Samstagabend findet die Jahres ° Hauptversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 Gießen statt. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Baugenossenschaften in unserer Stadt erneut hingelenkt. Wir haben uns darüber mit Verwaltungsdirektor Martin, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 und der I Kriegersiedlung Gießen, Gern. Baugenossenschaft m. b. H., unterhalten. Im Rahmen der Wohnungsbautätigkeit in jeder Stadt spielen die gemeinnützigen Baugenossenschaften eine bedeutende Rolle. Sie kommen neben dem privaten und dem städtischen Wohnungsbau in hervorragendem Maße als Wohnungsproduzenten in Betracht und erfüllen namentlich in Zeiten großer Wohnungsnot eine besondere soziale Aufgabe, indem sie in erster Linie den Bau von guten Kleinwohnungen durchführen und damit dem wirtschaftlich schwächer gestellten Volksgenossen eine feinen finanziellen Möglichkeiten angepaßte zeitgemäße Wohngelegenheit verschaffen. Daß die gemeinnützigen Baugenossenschaften bei dieser Tätigkeit die besondere Förderung durch die öffentliche Hand, d. h. durch Reich, Staat und Gemeinde, gefunden haben und auch heute noch genießen, ist verständlich und durchaus berechtigt. So hat auch der gemeinnützige genossenschaftliche Wohnungsbau in Gießen stets die nachhaltige Unterstützung der Gießener Stadtverwaltung gefunden, ohne dadurch aber zu einem sog. „Kostgänger" der Stadt geworden zu sein. Die Baugenossenschaften in unserer Stadt arbeiten vielmehr dank ihrer sorgsamen und weitblickenden Geschäftsführung und des genossenschaftlichen Geistes in ihren Reihen durchweg auf einer guten finanzwirtschaftlichen und genossenschaftlichen Grundlage, auf der bisher sehr be- achtenswerte Arbeitsergebnisse im Wohnungsbau erreicht worden find. rund 150 000 RM. beliefen. Die Wohnhausbauten wurden, wie es dem Wesen und her Zweckbestimmung des Vereins entsprach, für Angehörige der Reichsbahn in Gießen errichtet. Insgesamt hat der Verein 21 Häuser mit 70 Wohnungen geschaffen, die sich in her Klinikstraße, Freiligrathstraße, Am Schlangenzahl und Wetzlarer Weg im Südviertel unserer Stadt befinden. Die Wohnungen werden tn der Hauptsache von mittleren Reichsbahnbeamten bewohnt, denen mit dieser genossenschaftlichen Wohn- gelegenheit ein guter Dienst erwiesen wird. Die Bautätigkeit des Vereins war namentlich in den Jahren von 1920 bis 1922 rege im Gange. Einem Spezialzweck dient die Kriegersieb- luna Gießen, Gem. Baugenossenschaft m. b. H. Gießen insofern, als ihre Häuser in der Hauptsache für Kriegsbeschädigte von 1914/18 bestimmt sind. Bei rund 100 Mitgliedern beläuft sich die Höhe der eingezahlten Geschäftsanteile auf 7306 RM. Das Anlagevermögen belief sich am 31. Dezember 1940 auf 821 500 RM., die Hohe der Schulden bezifferte sich zu jener Zeit auf rund 800 000 RM., die Rücklagen auf rund 35 000 RM. In der Friedensstraße und am Aulweg hat die Kriegersiedlung in 30 Häusern 90 Wohnungen schaffen lassen, die in den Jahren 1927/29 erbaut wurden. Die Stadt Gießen hat die Verwirklichung des Wohnungsbauprogramms der Kriegersiedlung, eingedenk unserer besonderen Verpflichtung gegenüber den Kriegsbeschädigten, in großzügiger Weise durch Bürgschaftsübernahme für Hypotheken und durch bare Zuschußleistungen unterstützt, ferner läßt sie den in dieser Genossenschaft zusammengeschlossenen Weltkriegsopfern gewisse steuerliche Vergünstigungen für die Genossenschaft als solche zugute kommen, um hierdurch an ihrem Teile den Dank des deutschen Volkes an seine Kriegsopfer i|y Ausdruck zu bringen. Gestützt auf diese Fordern durch die Stadt konnte die Kriegersiedlung Aufgabe bisher in ausreichendem Maße erfüll- obwohl ihr wirtschaftlicher Status angespannt if. * In den eingemeinbeten Vororten bestehen kleinere Baugenossenschaften. In Wieseck zähl, hi Gemeinnützige a u g e n o ff e n f d;o || e. G. m. b. H. G i e ß e n - W i e s e ck noch U' Stande vom 31. Dezember v. I. 49 Mitglieder üj 1 14 527 RM. Geschäftsanteile eingezahlt haben. N \ Anlagevermögen beläuft sich auf 130 955 RM.. z, Höhe der Schulden auf 110 574 RM., bie 1 Rücklagen auf rund 10 000 RM. In 9 Häusern ht1 Genossenschaft befinben sich 24 Wohnungen. H Gemeinnützige Baugenossenscha s! e. G. m. b. H. Gießen-Klein-Linben M am 31. Dezember v. I. 52 Mitglieber mit U1W\ Reichsmark Geschäftsanteilen. Ihrem SlnlaJ mögen von 81129 RM. steht eine Schuldners tung in Höhe von 30 389 RM. gegenüber, die M lagen beziffern sich insgesamt auf rund 46 000 Wl Die Genossenschaft besitzt 5 Häuser mit 16 M nungen. Es ist bekannt, baß hinsichtlich ber BaugenG schäften an höherer Stelle Zusarnrnensch!,, ßungsplöne bestehen, bei bereu Verwirkliche kleinere unb für sich allein nicht allzu leistungsschtz Genossenschaften in eine größere unb leiftungsparl Baugenossenschaft übergeführt werben sollen. & wieweit diese Plane für die Baugenossenschaftei j, Gießen aktuelle Bedeutung gewinnen werden, un I zu welchem Zeitpunkt dies der Fall fein wich, | bis jetzt noch nicht bekannt. ffl Die Vaugenossenschast 1894 im Mre 1940. Die größte dieser Organisationen, die Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 e. G. m. b. H. Gießen, bildet mit 520 Mitgliedern unb 146 841 RM. eingezahlten Geschäftsanteilen — nach dem Stande vom 31. Dezember 1940 — einen starken wirtschaftlichen Faktor in unserer Stadt. Am gleichen Zeitpunkt belief sich die Hohe ihres Anlagevermögens auf 2 143 332 RM., dem Schuldverpflichtungen in Höhe von 1855 345 RM. gegertüberftanöen. Die Rücklagen bezifferten sich zur gleichen Zeit auf rund 230 000 RM. Im Laufe ihres Bestehens hat die Baugenossenschaft 1894 insgesamt 192 Häuser mit 338 Wohnungen errichtet. Davon befinden sich htzute noch 135 Häuser mit 278 Wohnungen im Besitz der Genossenschaft, während 57 Häuser mit 60 Wohnungen mittlerweile in Privatbesitz abgegeben wurden. Die Wohnungsbautätigkeit der Genossenschaft war in den Jahren von 1920 bis 1930 besonders stark. Die Häuser wurden in ber Crebnerstraße, im Mittelweg, Wetzlarer Weg, Lanbmannstraße, Plattenhausen (Licher Straße,. Annerober Weg, Döringstraße), Liebig- straße, Aulweg, Am Kugelberg, Friebensstraße, Karl-Dogt-Straße, Günthersaraben, Alten Steinbacher Weg, Memeler Straße, Jahnstraße unb Tannenweg in verschiebenen Haustypen geschaffen. Den Kleinwohnungsbau unter sozialen Gesichtspunkten pflegte sie" durch die Erstellung von Einfamilienhäusern, sie schuf aber auch mehrgeschossige Häuser, wobei besonders der sog. Wohnhof am Aulweg hervorzuheben ist. Der genossenschaftliche Gedanke des Gemeinschaftsgeistes war bei der Schaffung aller dieser Wohnungen stets richtunggebend und hat dazu geführt, daß den Mietern gute Wohnungen zur Verfügung gestellt werden konnten, bei bereit Unterhaltung stets der Gedanke der Gemeinschaft ausschlaggebend ist. * Als zweitgrößte Baugenossenschaft kommt der G e- meinnützige Eisenbahnerheim st ät° t e n d e r e t n e. G. m. b. H., Gießen, in Betracht. Bei 110 Mitgliedern — nach dem Stande vom 31. Dezember 1939 — mit 27 475 RM. eingezahlten Geschäftsanteilen besaß der Verein nach dem Ausweis vom Jahresschluß 1939 ein Anlagevermögen in Höhe von 552 723 RM., dem an Schuldverpflichtungen 391 624 RM. gegenüberstanden, während sich die Rücklagen auf insgesamt Der Geschäftsbericht 1940 der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 e. G. m. b. H. Gießen erinnert in seiner Einleitung an die für den Wohnungsbau bedeutsamen Anordnungen des Generalbevollmächtigten für die Regelung ber Bauwirtschaft vom 16. Februar 1940 und bas darin ausgesprochene Neubauverbot für alle Bauvorhaben über 5000 RM. Kostenaufwand, soweit sie nicht als kriegswichtig anerkannt gelten. Unter der Auswirkung dieses Verbotes mußte das von ber Genossenschaft geplante größere Bauvorhaben in ber Friedensstraße, bas in-ber Planung unb Finanzierung bereits fertig vorliegt, zunächst zurückgestellt werden.. Die Verwaltung ber Genossenschaft hat neben diesem Vorhaben noch eine weitere Planung vorbereitet, bei deren Durchführung aiif item Gelände an der Ecke Wilhelmstraße/Welckerstraße eine große Anzahl weiterer Wohnungen geschaffen werden sollen. Der Besitz der Genossenschaft mit 40 Mehrfamilienhäusern mit 183 Wohnungen und 95 Einfamilienhäusern, zusammen 278 Wohnungen, blieb im Berichtsjahr unverändert. Den Eingang ber Mieten bezeichnet der Vorstand im allgemeinen als normal. Außer den lebensnotwendigen Unterhaltungs- und Jnstand- setzunasarbeiten konnten Schönheitsreparaturen nur in beschränktem Umfange durchgeführt werden. Die dadurch ersparten Geldmittel werden ber Dau- erneuerungsrückstellung zugeführt. Die Sckukdver- schreibungen des ehemaligen evangelischen Arbeitervereins, eines Vorläufers der Genossenschaft, wurden zur Einlösung aufgerufen; es handelt sich dabei um eine Aufwertungssumme von 2987 RM. Auf eine Hypothek von ber Verbrauchergenossenschaft in Höhe von 33 000 RM. wurde ber Betrag von 23 000 RM. getilgt, ber Rest von 10 000 RM. bleibt unkündbar, solange bas Vertrdgsoerhältnis mit der Verbrauchergenossenschaft über den von ihr genutzten Laden in der Liebigstraße besteht. Ueber die Mitglieberbewegung im Berichtsjahr wird mitgeteilt, daß 528 Mitgliedern bei Beginn des Geschäftsjahres 1940 am Schlusst dieses Jahres 520 Mitglieder mit 601 Anteilen gegenüberstehen. Die Verminderung ber Mitgliederzahl ist auf Todesfälle und Aufkündigungen zurückzuführen. Der Vorstand blieb im Berichtsjahr unverändert. Eingehend beschäftigt sich der Vorstand sodann mit den neuen reichsgesetzlichen Bestimmungen über die Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen Dom H Februar 1940 und den dazu am 23. Juli 194(« lassenen Dürchführüngsvorschriften. Ferner elon tert er den Erlaß des Führers vom 45. Nomuh 1940 zur Vorbereitung des deutschen Wvhn^ baues nach dem Kriege, durch den die grundlM. den Voraussetzungen zur Lösung des sozialen ß»! blems auf dem Gebiete ber WohnungswirtW geschaffen werden. Darüber sagt ber Geschäft richt u. a.: „Die Erfüllung der vom Führer fleM ten Forderungen ist Aufgabe des Reiches. damit der soziale Wohnungsbau auch weitgsjei den privaten Wirtschaftseinwirkungen entriif:! und dem staats- unb sozialpolitischen Machtbeiei sowie der Einftußnahme ber Partei zugeoi-in wirb, so bedeutet dies keineswegs eine Verstvitk chung des Wohnungsbaues. Dies ergibt sich aii daraus, baß bie bewährten Einrichtungen der Wik! schäft soweit möglich zur Finanzierung unb bie a wirtschaftlicher Grundlage arbeitenden gemeimrüji gen Wohnungsunternehmen zur Mitarbeit ferm gezogen werden sollen.... Der Erlaß des FM bebeutet in jedem Abschnitt materiell unb foM eine Neuordnung ber Dinge, er bildet eine Id Verfassungsgefetz im deutschen Wohnungsbau.'" Die Bilanz zum 31. Dezember 1940 schließ! il Aktiva unb Passiva mit je 2 245 098,68 RM. Ä Als Anlagevermögen finb bie Wohngebäude M sonstigen Gebäube mit 2143 331,62 RM. aum wiesen. Die Geschäftsguthaben ber Mitglieder Mil den mit 146 841,37 RM., die Reservefonds M 173 654,22 RM., die Rückstellungen (Bauemqi rungsrückstellungen) mit 57111,24 RM., die Verki« ! lichkeiten mit 1 855 345,10 RM., ber Reingelrin! I im Geschäftsjahr 1940 mit 10 680,51 RM. geben. Die Verlust- unb Gewinnrechnung schM mit 177 502,02 RM. ab. Ueber bie Verwendung;du Reingewinns von 10 680,51 RM. unterbreit«! Vorstand und Aufsichtsrat der GeneralversammH folgenden Vorschlag: Zuweisung zur gesetzlüh« Rücklage 1100 RM., Zuweisung zur Bäuerin^ rungsrückstellung 2029,71 RM., Rückstellung ft Wasser-, Frost- unb Sturrnschöben 2200 RM., teilung von 4 v. H. Dividenbe auf 133162,07 Geschäftsguthaben 5350,80 RM. Das ©enwW schaftsverrnögen beträgt etwa 17,30 v. H. be$> * samten Geschäftsvermögens. „Au — mich hat was gestochen!" Dann betupfen Sie den Stich mit Sepso-Tinktur! Sie besitzt eine besonders große Tiefenwirkung unb beseitigt daher rasch bie durch den Insektenstich verursachte Geschwulst unb den lästigen Juckreiz. Nehmen Sie deshalb immer das handliche unb bruchsichere Sepso-Tupfröhr- chen mit! Es ist in allen Apotheken unb Drogerien zu neununboierzig Pfennigen erhältlich unb dient auch zur Desinfektion von kleinen Wunden unb Pickeln sowie zur Verhütung von Entzündungen. Sepso-Tinktur desinfiziert wie Jod-Tinktur und "wird genau jo angewandt. . Ein m9e"ofie*i D|men w.' kW 31 Ver SptiKcr am Achnliof | Ihre Ver mählung geben bekannt In tiefer Trauer: Gießen, Cölbe (Kr. Marburg), 14. August 1941. 02689 02678 Kassel Vorliebe f Vaterland. In tiefem Schmerz: 3392 D 3421 D eilet Frau Marg. Braun Wwe. Familie Ludwig Schlapp Familie Heinrich Herwig. Gießen, Friedensstr. 33 Familie Robert Christ Christ. Pitz, z.Z.im Felde, u.Familie Albert Ueener, z.Z.im Felde u.Familie Ferd.Schaumburg, z.Z.im Felde und Familie. Schnellverfahren vor dem Amtsgericht Gießen. Mann aus Trais a. d. Lda. erklärte am Paderborn, Gießen, Ebelstraße 23, im August 1941. Beileidsbesuche dankend verbeten. Zutaten; 5-6 kg Tomaten, 1 Päckchen Alb 5-6 kgTomalen werden gewaschen, in 4Teile geschnitten, ohne Wasserzugabe weichgekocht und dann durch ein Sieb gegeben. Danach kocht mannochmalslOMln., nimmt vom Feuer,gibt 1 Päckchen Alba-Gurkendoktor hinzu, rührt gut durch und f ülltdasGanze in ein großes Glas oder einen Sleintopf. Zum Zubinden Alba-Einmachhaut benutzen. Jedes benötigte Quantum Tomatenmark kann aus dem Glas oder Steintopf, sowie es gebraucht wird. herausgenommen werden Es hält sich Monate und ist in Farbe, Geschmack und Verwendbarkeit wie frische Tomaten. • Neue Rezepte für Gurken und Tomatenmark bei Ihrem Händler GEHR1NG&NEIWEISER Paul v. Iwanow Ida v. Iwanow, geb. Bogusch Blasbach Kreis Wetzlar ______3409D Z Am 14.d.M. ist unser treuer 116er-Kamerad August Noll unerwartet aus dem Leben geschieden. Beerdigung Montag, 18. Aug., 14 Uhr, Neuer Friedhof. Zahlreiche Beteiligung Kameradenpflicht. Der Kameradschaftsführer. 34180 In stets begeisterter Pflichterfüllung für Führer und Vaterland fiel am 28. Juli im Osten unser herzensguter, lieber Sohn und Bruder, mein geliebter, tapferer Bräutigam Dr. Karl Schleppinghoff Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment. In tiefem Schmerz: Familie Prov.-Baurat Schleppinghoff Elsa Debus und Angehörige. Als Verlobte grüßen Herta Günther Alfred Wunderlich Uffz. in einem Inf.-Regt. Am 11. August verschied nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter und Schwester Maria Stöver, geb. Bremer im 72. Lebensjahre. Die Beisetzung findet in aller Stille in Teplitz-Schönau statt. In tiefer Trauer: Karl Stöver Oskar Mayer und Frau Klara, geb. Stöver Reinhold Stöver und Frau Käte, geb. Grosse Dr. Ernst Stöver, Frau Gudrun, geb. KrUger und Hans und Lieselotte Johanna Bremer Teplitz-SchÖnau(Dr.-Eckener-Straße2005),denl2.Aug.l941. ___________________3413D Für Führer, Volk und Vaterland fiel am 24. Juli 1941 im Osten mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, meines einzigen Kindes treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Gefreiter August Schaumburg im blühenden Alter von 23 Jahren. Ihre Vermählung geben bekannt Julius Alker Lina Alker, geb. Bürding Gießen Walltorstr. 73 16. Aug. 1941 ________ ng. m. Alter u. näherer 4-. der NS.-ReiGhskPiegerbund, Kreisverbaoi Gießen Kameradschaft L.I.R. 116____ Reichs-Spinnstoff-Samm lang 28. Juli bis 23. August 1941 Kriege werden nicht nur mlt K*”°ne” gewonnen. Auch i«de SPeBdeJär die Spinnstoff-Sammlung trifft den liiJiiiiiiiiiiuiuiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiuiuiiiiiiiiiuiUHiiniiiHiiiiiiiiuiiiiiiiui ADOX Unser lieber Kamerad August Noll ist zur großen Armee abberufen worden. Trauerfeier: Montag, 18. August, 14 Uhr, Neuer Friedhof. — Teilnahme aller Kameraden ist Ehrenpflicht. (Dienstanzug.) Der Kameradschaftsführer. 3426 D ErostWelnrlch und Frau Marg., Herta Welnrloh [geb. Braun Frau Kath.WelnrichWwe. Lollar, Staufenberg, Höchst i. Odw. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Ludwig Philipp Schmidt sowie die vielen Kranzspenden und allen, die dem Verstorbenen das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Weg unseren herzlichsten Dank. Elisabethe Schmidt Witwe und Angehörige Gießen-Wieseck, den 15. August 1941. Indnitrle-Ünternehmen sucht für zwei seiner leitenden Angestellten WohnunDeninit3.4 oder 5 Zimmern nebst Küche und Zubehör in Gießen oder dessen nächster Umgebung. Die Wohnungsuchenden sind ruhige, angenehme Dauermieter. Schriftliche Angebote unter 3423D an den Gießener Anzeiger erbeten. Sä Befchr.od.Bilda. d. Äeschäftsst. d. G. A. unt. 02666 erbet. Diskretion zugesichert. ** 85 Jahre alt. Am morgigen Sonntag, 17. August, kann Frau Franziska sammel Wwe., Asterweg 5 0 wohnhaft, in bester körperlicher und geistiger Frische ihren 85. Geburtstag im Kreise von sieben Kindern, 19 Enkeln und 21 Urenkeln begehen. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Frau Elisabeth Schaumburg, geb.Naumann August Schaumburg, Vater [und Kind Familie Jakob Naumann Otto Schaffner, z.Z.im Felde, und Familie Lina Wagenpfeil Wwe. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser einziger, heißgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, mein guter Bruder,unser ^raver Enkel,Neffe und Vetter Kurt Weinrich Träger des E.K.II, Gefreiter In elnör Panzerjäger-Abteilung bei den schweren Kämpfen im Osten am 12. Juli 1941 den Heldentod fand. , , . . Getreu seinem Eid gab er im Alter von 19 Jahren sein blühendes Leben in vorbildlicher Tapferkeit für sein geliebtes Volk und Tagung der Kaninchenzüchter. Zm Saale des „Burghof" fand dieser Tage eine «Besuchte Versammlung von Kaninchenzüchtern stet, zu der auch zahlreiche Züchter von auswärts ßtHienen waren. Der Kreisfachgruppen-Dorsitzende L eiling, Gießen, wies in seiner Eröffnungsan- st^che auf die große Bedeutung der Kaninchenacht gerade jetzt im Kriege hin und betonte dabei iii vielfachen Vorteile, die sowohl für die Ernäh- M gswirtschaft, als auch für die Versorgung Mit Hchtigen wirtschaftlichen Rohstoffen aus dieser Zucht «wachsen. Dann gab er wertvolle Ratschläge über [fcii beste Art der Zuchtgestaltung und der Füttere g der Tiere, sowie über die Auswahl der zur Z.cht dienenden Rassen. Er machte dabei die Mit- jeifeiter der DereinsvorstäNde mit den geeignetsten .Wthoden und Maßnahmen bei der Rasseauswahl fii die Züchtung, beim Stallbau und der Pflege un> Fütterung der Tiere bekannt, gleichzeitig emp- hm Schlagwort vom „rheinischen Humor" nicht I qi'1,5 gerecht wird, mag auch Ludwig Schmitz als |br phantasiersiche Kapitän Barkhahn unbestritten in Mittelpunkt stehen. Sein „Humor" erscheint hier i ot! ahmt und gebannt in eine entwaffnende Kind- Ischkeit, die alle Nackenschlage schnell vergißt und itt mit unverwüstlichem Optimismus wieder in den btüfoeU des Lebens stürzt. Ihm ist Hermann (j-1 e e I m fl n n 5 mit einem verhalten trocknen <Äalk der richtige Partner. Karin Hardt und (£Le von Möllendorf sind ein reizendes Packr, mit natürlichem Scharm manchem jungen Sflinn den Kopf verdreht. Olga Limburg ist mit M Entsagung die vielgeplaate Ehefrau des allzu berlebsamen Kapitäns. Rudolf Platte macht tuen verliebten Hauswirt und Tischlermeister. Her- ytmn Pfeiffer, der auch am Drehbuch mitge- «reitet hat, ist ein leicht melancholischer Gerichts- Mieher, Armin Münch ist ein peinlich solider urD geschäftstüchtiger Streber. Jan Roth Hot an le: Kamera den Intentionen der Regie ent- spiechende Bilder gut bürgerlichen Lebensstils ge- schiffen. (Terra.) Fr. W.Lange. Strafkammer Gießen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen Lorenz | Link in Butzbach wegen Kuppelei verhandelt. Der Angeklagte, der seine eigene Frau verkuppelt hatte, wurde zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und zu einer Geldstrafe von 300 RM. verurteilt. Die Geldstrafe gilt durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Weiterhin wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von drei Jahren aberkannt. Mildernde Umstände wurden dem Angeklagten versagt. Mit Rücksicht auf die seitherige Unbestraftheit erkannte das Gericht auf die gesetzliche Mindeststrafe. Ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen den H. G. in Burkhards wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen unter Gewaltanwendung verhandelt. Der Angeklagte wurde zu einer Gefäng - nisstrafe von drei Monaten verurteilt. Gewaltanwendung konnte ihm nicht nachgewiesen werden. feinen K; >eit Siele LP Ä E ht dem m , & °k ittonfN'l ur lp °5°rlZ I so mehr 'n. Der 0“te £ ec er öie täte flenauj;.» fahl er die Durchführung von Stallschouen und Leistungsprüfungen, um. auch auf diesem Wege die Zucht zu heben. Der Vertreter einer Elberfelder Firma gab sodann an Hand einer Ausstellung von Pelzsachen aus Kaninchenfellen bemerkenswerte Hinweise über die Verwertung der Felle der Kaninchen. Züchter Wilhelm Schultheis hielt hierauf einen Vortrag über die Fütterung der Kaninchen und den Anbau von wirtschastseigenem Futter. Nach regem Austausch von Erfahrungen und Gedanken schloß der Kreisfachgruppen-Dorsitzende die Versammlung in der üblichen Weise. Wiederholung der Altpapiersammlung Jeder Hausfrau ist bekannt, daß Altpapier einen unserer wertvollsten Rohstoffe ersetzt, und daß es daher darauf ankommt, das gesammelte Papier der Wiederoerwertung zuzuführen. Im Gau Hessen- Nassau hat in der Zeit vom 4. bis 8. August 1941 eine Sondersammlung in Altpapier stattgefunden. Durch die Witterungsverhältnisse und anderweitige Inanspruchnahme der sammelnden Organisationen war eine restlose Absammlung aller Haushalte nicht möglich. Aus diesem Grund wird die Sammlung am 16. und 17. August wiederholt. Hausfrauen, stellt euer Altpapier restlos zur Verfügung? Ihr helft damit der deutschen Wirtschaft und gebt einen Beitrag zur Einsatzfähigkeit der Heimat. Jede Menge Altpapier ist wertvoll! Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 16. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, ¥i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, % kg 7, Wirsing 9 bis 12, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 16, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 28 bis 30, gelb, 30, Mischgemüse 8, Rhabarber 15, Frühäpfel 40, Mirabellen 45, Salatgurken 20, Einmachgurken 20, Salat, dos Stück 10 bis 12, Oberkohlrabi 7 bis 10, Rettich 10 Rpf. führt mit Ruhe- standsbeamteno. Anhang gemeinsamen Haushalt. '-Z.-Woh. oorh. ichriftl. Ang. m. 24. Mai d. I. als Gefolgschaftsmitglied der Didierwerke, daß er die von dem Vorarbeiter angeordnete Arbeit nicht ausführe. Dem hinzutretenden ^Abteilungsleiter gegenüber erklärte er dasselbe, dann verließ er die Arbeitsstelle. Der Angeklagte wurde wegen dieser Arbeitsverweigerung zu einer G e - fängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß er am folgenden Tage wieder zur Arbeit kam und noch nicht vorbestraft ist. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Aug. (Dorbericht.) Es kosteten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 37 bis 47,50, Bullen 36,50 bis 45,50, Kühe 22 bis 45,50, Färsen 36,50 bis 46,50, Kälber 32 bis 59, Hammel 49 bis 81, Schafe 15 bis 44, Schweine 56 bis 64 RM. — Marktverlauf: alles zugeteilt. Briefkasten der Keöaftion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Grundstücke. Die Tatsache, daß das Grundstück, das Sie zu kaufen beabsichtigen, Ihrer Schwester gehört und von Ihnen bereits gepachtet ist, ist nicht geeignet, einen Einfluß auf die Grundsteuer- und evtl. Wertzuwachssteuerpflicht auszuüben. RO-EINUCHTUNOEM Gießen, Bahnhofstraße. SfflM bester von Albshausen, vromvt lieferbar. 6. Rübsamen Fernsprecher 3659. mm3 49 VitLl Et SZL 9enüblu; *1 runb Handball-Dorschau. Spiele um den Lahnpokal. In der Gruppe Gießen nähern sich die Spiele um den Lahnpokal ihrem Ende. Heuchelheim empfängt Grüningen, während der Mtv. Gießen Holzheim als Gegner hat. In der Gruppe Wetzlar fällt in dem Spiel Niedergirmes — Hochelheim eine Dorentschei- düng. Gewinnt Niedergirmes dieses Treffen, |o steht es als Gruppensieger fest. Im Falle einer Niederlage der Platzmannschaft ist Hochelheim der Sieger. Heuchelheim — Grüningen. Grüningen schließt mit diesem Spiel die Runde ab und wird versuchen, gegen die Platzmannschaft zu Sieg und Punkten zu kommen. Heuchelheim hat jedoch alle seine Heimspiele nur knapp verloren^ Sollte es bei den Einheimischen so kloppen, wie tnt ersten Spiel gegen die Luftwaffe, so können di» Punkte in Heuchelheim bleiben. Mtv. Gießen — Holzheim. Zwei gleichstarke Mannschaften stehen sich hier gegenüber. Bringt die Platzmannschaft eine gleiche Aufstellung wie im Lokaltreffen gegen die Soldaten zur Stelle, so erwarten wir die Gießener als Sieger. Holzheim wird jedoch auch versuchen, sein letztes Spiel mit einem Siege abzuschließen. hausen — Luftwaffe Gießen II. Im Rahmen des Sporttages des Tv. Hausen kommt dieses Spiel zum Austrag. Die Gäste, die in diesem Spiel zum ersten Male an die Oeffentlich- keit treten, werden der Platzmannschaft einen ebenbürtigen Gegner abgeben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die lange Ruhepause bei Hausen auswirkt. $. (3p. D. 1926 Steinbach. Steinbach 1. 3gb. — Lollar 1. 3gb. Beide Jugendmannschaften stehen sich am kom- wenden Sonntag im Freundschaftsspiel in Stein- doch gegenüber. Die Gäste werden mit einer starken Elf antreten. Die Platzbesitzer müssen daher alles daransetzen, wenn sie als Sieger auf eigenem Gelände aus dem Spiel hervorgehen wollen. Man rechnet mit einem spannenden Spiel, dessen Ausgang offen ist. _________________ In treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland fiel am 22. Juni 1941 bei den Kämpfen im Osten unser einziger, hoffnungsvoller Sohn, mein Heber Bruder, Schwager und Onkel Richard Raab Schütze in einem Infanterie-BataiUoa im blühenden Alter von 20 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Raab und Frau Ludwig Dechert und Familie nebst allen Angehörigen. Trais-Horloff, Geiß-Nidda, den 12. August 1941. Wir haben uns.verlobt Erna Krause Philipp Bube Gießen Gelnhausen Wernerwall 85 Burgstraße 4 August 1941 Gießen Ederstraße 20 Seltersweg 19 Weil im Nordviertel zu dachten gesucht. „ Schriftl. Angeb. unter 02713 an den Gieß. Anz. Welche Pensionärin oder Beninerin 5 vom 45. Jia mischen A; den die gniij ig des sozich, WohNM^D- igt der fe vom Führ«! des Reiche! au auch MM rfungen emH litischen MM dartei J oegs eine )ies ergibt M irichtungen in nzierung ur)» eitenhen gtrl: ur Mackn 1 • Erlaß des Ml uateriell urö’li er bildet rS | WohMngsbLli iber 1940 stMl 245 098,68 ö|| WohngeMVl 331,62 M Ä der MitglckLI > Reserveso^N Hungen (S® ,24 Ä die? M., der [0680,51 M vinnrechnW i ■ die Serwente 1 M. untr Generalow MW ung zur W üben 2200 5 . auf 13316^ M. Das : 1730 4* Tief erschüttert erhielten wir die Nachricht, daß am 25. Juli im Osten mein heißgeliebter Gatte, unser ganzer Stolz, unser einziger hoffnungsvoller Sohn, unser guter Schwiegersohn, Schwager,Enkel, Neffe, Vetter und Pate Hans Leonhard, Pfarrverwalter Leutnant in einem Infanterie-Regiment an der Spitze seines Zuges in treuer Pflichterfüllung für sein Vaterland im Alter von 28 Jahren gefallen ist. In tiefem Leid: Toni Leonhard, geb. Kimpel j. Leonhard, Schneidermeister, und Frau Fr.Kimpel, Oberbauinspektor, und Frau Gerd Kimpel. Gießen, Mühlstraße 8, Offenbach, Dreieichring 40. Man bittet, von Beileidsbesuchen abzusehen. ______________02680 Witwe,50Jahre, in geordneten Verhältnissen, sucht Herrn zw. späterer Ml kennenzulernen. Nur ernstgemeinte Zuschriften unter 3439 D an den Gießen. Anzeig. Anteilig. Dame, Witwe, 59 I., jug. Ersch., sehr gute Hausfrau, red. ohne Verm., wünscht die Bekanntschaft eines Serrn in gesich. osit., a. liebst. Beamten, bis zu 65 Jahr., zwecks Heirat. Zuschriften unt. 02709 a.d.G.A. MMM Wüerei hierselbst (alter Familienbesitz), i. zentraler Lage, sofort zu verpachten. Schriftl. Angeb. unter 3424D an den Gieß. Anz. Iceferant- auch •tret Kranken kaffe » WM jür LJUulpoO Öop 3422P ................................................................................ । Führende Firmen der Schönheitspflege und SZosmetik haben ihre Niederlage in der : | Parfümerie Doll | Das große moderne Fachgeschäft : Elise Bock, Berlin, Kosmetik - Helene Pessl, Wien, Kosmetik : z Maria Pleiva, Wien, Kosmetik • Leichner, Berlin, Kosmetik Ostrosol-Hormon, Kosmetik • Emiquel, Paris, Kosmetik : Charlotte Meentzen, Kosmetik - Marbert, Kosmetik : ♦ • (neben, Marktstrafee 28 # Fernruf 3795 J xet 3399 A y» ................................................................................ Gewinnauszug 5. Klasse 5. Deutsche Reichslotterle Ohne Gewähr Nachdruck verboten Bus Jcdc flfjogcnc Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen l, II und Ul____________ 2. Ziehungstag 13. August 1941 3n der Vormittaarziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 20000 NM. 177420 3 Gewinne zu 10000 NM. 306171 6 Gewinne zu 4000 RM. 51792 250073 -«?L®en’,nne »u 3000 RM. 14517 68693 266324 327193 338929 345197 345753 30 Gewinne zu 2000 NM. 80974 88140 147637 175456 184576 240600 302284 304278 320383 358244 108 Gewinne zu 1000 RM. 2587 3526 1 6591 49639 57930 <0005 84074 91319 91554 123475 124581 134470 147389 197206 213936 217053 255266 267268 270051 274088 281357 287391 301010 302940 304141 305866 313553 313969 317073 344826 358018 363103 368916 372025 378668 391576 237 Gewinne zu 500 RM. 4499 7737 12066 13933 19869 24196 26433 30585 35037 40988 44818 46823 49948 50339 52627 58161 58863 64709 70863 71374 71417 76187 77120 77818 85669 85996 8624? 105259 109776 110576 115371 122455 132682 135863 139J52 170380 173891 188842 195734 216385 235474 248242 252966 255295 256102 260946 261040 262039 269022 272023 273052 273352 274262 286524 287750 290700 293568 303704 309788 316227 317013 318881 320029 331332 331486 333718 338343 349194 355190 357248 364203 375476 379043 380202 385214 389425 392393 397779 399273 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 6 6 9 3 51 50494 Gewinne zu 40000 NM. 379016 Gewinne zu 30000 RM. 316267 367723 Gewinne zu 10000 RM. 64567 328070 Gewinne zu 5000 RM. 108111 114821 Gewinne zu 4000 RM. 211645 Gewinne zu 3000 RM. 1519 23629 63910 70732 82197 108376 124189 292454 319305 324129 341998 387944 27 Gewinne zu 2000 RM. 7525 42128 255052 271994 285934 314425 395038 87 Gewinne zu 1000 RM. 23705 36941 79373 133865 140576 149826 195774 201567 213837 234358 234497 251906 253482 260766 280504 282570 283505 335812 355945 362753 318531 40256 241807 43402 53500 201967 266636 373877 42483 253607 175754 60073 203182 275466 388024 391669 249 Gewinne zu 500 RM. 314 13012 17641 29931 33274 37324 39635 42696 49670 58667 65191 69943, 71922 73677 81971 86461 97120 98003 112056 123920 124400 128411 132182 141188 151970 164555 165674 166441 169144 171285 173069 176255 183141 186406 194256 206201 206875 221931 226477 231152 237731 243119 249343 253184 254054 254811 257392 257658 260016 261208 273784 287584 299726 304412 310069 310301 311466 311648 312570 315110 321070 325262 327740 327967 329499 332375 334129 335774 339261 342259 350433 351202 352051 354632 358440 359181 372145 374204 375118 375271 394262 397769 399988 [WMKI Büro-Mas ch i nen YogtaXo Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Liefere leben Posten 333oD hnnnj^ OsßsAsI hannooerfihe 8—10 Wochen alt. 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Das müssen Sie einmal ven juchen, Bel Gurken millionenfach erprob!) Neue Rezepte bei ihrem Händler, G£HR!NG»NEtWEtSER-B1ELEFElD Z Naturschutz ist Dienst an Volk und Vaterland Naturschutz im Dritten Reich Einführung in Wesen und Grundlagen zeitgemäßer Naturschutzarbeit Von Professor Dr. Walther Schoenichen Direktor der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen. Band 12 der Naturschutzbücherei. Mit 12 Bildtafeln. Geb. RM. :i.8O. Amtliches Gutachten der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums im Reichsllberwachungsamt der NSDAP, vom 25. 8. 34: »Das sorgfältig gearbeitete Buch schildert in knapper Form alle wesentlichen Fragen deutlich und allgemeinvcrständlich.Es wird klar und eindringlich gezeigt, daß wirklicher Naturschutz eine Mehrung des Volksvermögens und für unser Volk nicht nur seelisch durch die Erhaltung wichtiger Erscheinungsformen unserer Dolksheimat etwas bedeutet, sondern daß die Durchführung des Naturschutzes auch ein Teil der Erfüllung des Satzes: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ist. Das Buch ist ein vorzügliches Schulungsmittel und sollte in allen öffentlichen Büchereien vorhanden sein. 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