Monatlich RM1.80 Rom, 15. Juni 1941. ekannt Der feierliche Staatsakt in Venedig Venedig, 16. Juni. (Europapreß.) Die alte UteWH äußere Rahmen des neuen Staates Am 13. Mai wurde die Grenze mit festgelegt, während im Innern die gebildet. Auch der festigte sich. Deutschland ika- unb mit bri- mit Ein rg. "Untier, ie,durch tnibgler. '.Krieg*, d polltik. befreit am! standes, der Stabilität und der Sicherheit der Völker geschützt sehen wollen. Der Krieg, den Deutschland und Italien gegen England führen, hat diese Voraussetzung und dieses Ziel, während wir gleichzeitig bereits mit der Zusammenarbeit der befreundeten Völker die Fundamente für den künftigen Frieden legen. Dies ist die Bedeutung des Dreimächteabkommens und der fortschreitenden Erweiterung seines Kraftfeldes, die darin zum Ausdruck kommt, daß um Deutschland, Japan und Italien sich immer neue Nationen scharen, die im Triumph dieser gemeinsamen Politik chre Geschicke gesichert sehen werden. Der kroatische Staatsführer Dr. P a v e l i c antwortete nach Ausdrücken seines Dantes für die herzliche Begrüßung: Nachdem der unabhängige Staat Kroatien bereits durch die Tat seiner Auferstehung sich bewußt an die Seite jener Staaten gestellt hat, welche die alten demokratisch-parlamentarischen Systeme verwarfen, und mit umfassendem Gerechtigkeitsgefühl ihre hohen politischen Aufgaben erfüllen, bin ich dem Duce des faschistischen Italiens, dem Führer des Großdeutschen Reiches und dem Präsidenten der Regierung des Reiches der aufgehenden Sonne dankbar, daß sie mir ermöglicht haben, als dem Repräsentanten Kroatiens erneut den Willen meines Volkes zum Leben und zur Mitarbeit in dem internationalen Schaffen der Achsenmächte und der befreundeten und verbündeten Staaten kundzugeben. Danach beglückwünschten Graf Ciano und Reichsaußenminister von Ribbentrop und die übrigen Vertreter der verbündeten Staaten Dr. Pavelic zu der nunmehr vollzogenen Eingliederung Kroatiens in die europäische Ordnungsfront. Graf Ciano gab sodann im Palazzo Rezzonico ein Frühstück zu Ehren des kroatischen Staatsführers, des Reichsaußenministers und der Delegationen, die nach Venedig gekommen waren. An dem Frühstück nahmen auch die Spitzen der Behörden von Venedig und Beamte des italienischen Außenministeriums teil. Abends gab der frühere Finanzminister Senator Graf D o l p i zu Ehren des Reichsaußenministers von Ribbentrop und des kroatischen Staatsführers einen Empfang. Reichsaußenminister v. Ribbentrop verließ in den Abendstunden wieder Venedig. Zur Verabschiedung hatten sich auf dem Bahnhof Außenminister Graf Ciano, der japanische Botschafter Horikiri, der Präfekt und der Gauleiter von Venedig, die Senatoren Graf Volpi und Graf Cini sowie Vertreter der Wehrmacht, der faschisti- äfer Gießet 'lockst!. 11 tadtkirche , Ruf 2664^ i oll*f *,! , Pferd« v kaliakeil bei Tobruk. Leichte deutsche und lieniscbe Kampfflugzeuge griffen die Hafen- Befestigungsantagen von Tobruk guter Wirkung an. Sie zerstörten aus einem tischen Flugplaß durch Bomben und Betchuß Bordwaffen mehrere Flugreuve am Boden. Agram, Juni 1941. Auf den Trümmern des früheren Königreiches Jugoslawien entstand der „Unabhängige Staat Kroatien", wie sein offizieller Titel lautet. Er umfaßt rund 115 000 Quadratkilometer aus den früheren Provinzen Kroatien, Slawonien, Bosnien und Herzegowina sowie mit Teilen von Dalmatien und hat rund sieben Millionen Einwohner. Die Bevölkerung des neuen Staates besteht aus 4 817 100 Kroaten, 1848 400 Serben, 145 500 Deutschen, 70 000 Ungarn, 37 000 Slowenen, 44 200 Tschechen und Slowaken und etwa 35 500 Vertretern anderer Nationalitäten und Rassen. Außerhalb des kroatischen Staates bleiben nach einer amtlichen Statistik 1 727 548 Kroaten, davon allerdings 925 000 außerhalb Europas in Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland. Die Kroaten sind in ihrer erdrückenden Mehrheit Katholiken. Eine Million von ihnen ist mohammedanisch. Die katholische Bevölkerung ist seit Jahrhunderten mit der westeuropäischen Zivilisation eng verbunden. Vom 15. bis 17. Jahrhundert erfolgten die Einbrüche der Türken in die historischen kroatischen Gebiete und Einwanderungen aus dem Osten. Dadurch wurde der historische Lebensraum des kroatischen Volkes stark eingeschränkt. Nun sind diese Gebiete wieder dem neuen Staat einvLrleibt, und es wird eine seiner Hauptaufgaben sein, wie hier an zuständiger Stelle erklärt wird, diesen historischen Lebensraum für das kroatische Volk wieder zu gewinnen. Das neue Kroatien ist ein autoritärer Staat. An der Spitze steht der Poglavnik Ante P a v e l i t s ch, der im Jahre 1929 durch revolutionäre Mechoden die Befreiung Kroatiens zu erkämpfen versucht hatte. Er bildete die militärisch-revolutionäre Organisation Ustascha, die innerhalb des früheren jugoslawischen States und im Ausland für die Befreiung Kroatiens kämpfte. Im jungen kroatischen Staat soll die Organisation Ustascha eine ähnliche Aufgabe übernehmen, wie sie in Deutschland die Nationalsozialistische und in Italien in Faschistische Partei haben. Mit der Zeit soll die Ustascha-Otganisation das gesamte kroatische Volk erfgssen. Erste Ansätze dazu sollen durch die Errichtung einer Ustascha-Miliz ge- !*6t$ «y* Montag, 1b. Juni Ml Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/sUbr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel B Platzvorschrift < vorherige Bereinbarung) 25°/o mehr ’e" Stit d>- bildet werden, der alle wehrfähigen Kroaten angehören werden. In seiner programmatischen Rede am Markusplatz in Agram erklärte der Poglavnik, der kroatische Staat werde auf der Grundlage der Traditionen des kroatischen Volkes und der modernen Staatsprinzipien Deutschlands und Italiens organisiert werden, denn'diese beiden Großmächte hätten gezeigt, daß nur sie allein die Schwierigkeiten der modernen wirtschaftlichen und technischen Entwicklung zu meistern verständen, das Problem der Arbeitslosigkeit beseitigten und für die Masse der Bevölkerung wieder ein modernes Leben schufen. In sozialer Hinsicht werde man sich, so führte Pavelitsch aus, um eine Ordnung bemühen, welche zu krasse Gegensätze zwischen Reichen und Armen beseitigen werde. Es werde fein Herrentum in Kroatien geben, keine Raubwirtschaft und keine Kliquen. „Unsere alte Devise lautet", so sagte er, „Egge und Pflug sind des Kroaten Brot und Ustascha sein Hort". Seiner Verfassung nach ist der kroatische Staat ein Königreich. Durch eine Verordnung des Poglaw- nik wurde die historische Krone Svonimiers roieber» hergestellt. Sie soll der Repräsentant der kroatischen staatlichen Souveränität sein und das Symbol der kroatischen Unabhängigkeit. Um keinen Preis, so sagte Pavelitsch, werde Kroatien jemals Bestandteil eines anderen Staates werden, und das kroatische Volk werde niemals und unter keinen Umständen mit einem anderen Volk einen gemeinsamen Staat bilden. Die Krone wurde dem Herzog von Spoleto aus dem italienischen Kömgshause Angeboten, der sie auch angenommen hat. Die Wahl des designierten Königs soll nach dem alten kroatischen Brauch' durch die Groß-Schuppanen, die einstigen Führer der kroatischen Stämme, jetzt die Provinzverwalter am historischen „Duvanjfko Polje" in Bosnien, wo der erste kroatische König Tomislaw gewählt unb gekrönt worden ist, erfolgen. Es wird ein Gesetz über die neue kroatische Dynastie unb die Thronerhebung des Herzogs von Spoleto zum König von Kroatien erscheinen, das die Grundlage für die Wahl und Krönung des neuen kroatischen Königs bilden wird. britisches 3agdstuqzeug unb brei Kamvstlugzeuge würben in L'iftkampfen unb burdj Flakartillerie ab- gelchosien. 3m Mittelmeerraum griff ein beutscher Kampfflieaerverbanb am 13. 3uni militärische Anlagen unb ein 3nbuffrkroerf auf ber 3 uset Envern erfolgreich an. Deutsche Kamvffluareuge stellten auf ber Höbe von Beirut einen britischen Flottenverbanb unb erzielten einen Bomben- votltreffer auf einen schweren Kreuzer. Der Feind warf in ber lebten Bacht mit schwächeren Kräften an einigen Stellen in Westdeufsch- lanb Sprengbomben, die jeboch nur geringfügigen Schaben anrichteten. Oer Schiffsverkehr USA. - Europa um 97 v. H. zurückgeqangen. Neuyork, 16. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Schiffsverkehr zwischen den USA. und Europa im Verlauf des Krieges ist, wie aus einem Bericht der Neuyorker Hafenbehörde hervorgeht, gewaltig zusammengeschrumpft. Es besteht derzeit n u r n och ein wöchentlicher Dienst nach Lissabon, ein vierzehntägiger Dienst nach Spanien mit Vigo als Endhafen und ein unregelmäßiger Dienst nach Finnland (Hafen Petsamo), der zugleich den Verkehr nach Schweden vermittelt. Gegenüber dem früheren Normalverkehr stellt sich der Rückgang auf 97 v.,H. Der neue kroatische Staat Von unserem B.M.-Korrespondenten. ^ernivreckanschluff 2251 Drahtanschrift:,/Anzeiger" Postscheck 1168« Frankl ^M. Am 5. April 1941, als. der serbische Verrat den von England gewünschten Krieg auf dem Balkan entfesselt hatte, gingen die ersten Nachrichten von den Sendungen zweier kroatischer Geheimsender durch die Presse, in denen das kroatische Volk zum Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ber Serben aufgefordert wurde. Nachrichten von dem Widerstand kroatischer Soldaten, die gezwungen für Serbien kämpfen sollten, waren an ber Tagesorbnung. Am 6. April folgte ber erste Aufruf Pavelitschs an bas kroatische Volk , am 8. April bie Botschaft an ben Duce, bie ben Einmarsch italienischer tctuppen in Kroatien willkommen hieß. In ber Nächt zum 11. April trafen bann zunächst beutfche Truppen in ber kroatischen Hauptstabt Agram ein, von ber Bevölkerung als Befreier begrüßt, unb am 12. April rief General Kvaternik ben unabhängigen Staat aus. Der Runbfunk von Agram forberte bie Kroaten auf, ihre Häuser mit ber Flagge bes neuen Kroatiens zu schmücken unb Pavelitsch, ben Poglavnik, bei seinem Einmarsch in Agram festlich zu begrüßen. Am folgenben Tage würbe Pavelitsch öffentlich zum Poglavnik ausgerufen; auf Befehl bes Generals Kvaternik legten bie kroatischen Solbaten, soweit sie noch im serbischen Heer eingeschlossen waren, bie Waffen nieber. Unb am 16. April würbe bie erste Regierung des unabhängigen kroatischen Staates Rrmäniens und der Slowakei Platz. 13n einer kurzen Ansprache hieß Gras Ciano ,)if Vertreter der erschienenen Länder herzlich will- timen, woraus das Protokoll über den Beitritt hiatiens zum Dreierpakt verlesen wurde. Nach der Verzeichnung gab Außenminister Graf Ciano im Semen feiner Regierung eine Erklärung ab, in der -hieß: Als im September 1940 Deutschland, Ja- sn und Italien in Berlin das Dreimächteabkom- tin schlossen, war es nicht unsere Absicht, eine vor- iö rgehende Vereinigung von Staaten allein im ! Boanfen an den Krieg zu schaffen, sondern die dauerhaften Grundlagen für eine alb jein eine Zusammenarbeit zu legen, an In alle Nationen teilnehmen konnten, die den D^nsch haben, zusammen mit Deutschland, Japan Inl Italien bie Sehnsucht ber Völker nach einer fcltorbnung zu verwirklichen, die sich auf ©ered)s tg-eit gründet, auf jenen Frieden mit Gerechtigkeit, h stets das hohe Ziel der großen Führer ift, die h2re Geschicke leiten und den sie mit ihrem Geiste liti dem Sieg der Waffen für Europa und die Welt 1!/sichern wissen werden. Wir haben die 11 nab = |äm gigkeit Kroatiens als einen jener vielen Ihe der Gerechtigkeit begrüßt, durch die die Fehler h die Schuld des Versailler Systems wieder gut- ^iiad)t und dank dem eisernen Willen des Führers M des Duce die Wege zur Durchsetzung der Le- Insrechte der Nationen geöffnet wurden, die wir !>t einer neuen Ordnung zur Förderung des Wohl- OieWirffchafiGyriens. Ihre schwere Niederlage in Kreta versuchen die Engländer neben • Propagandamanövern der verschiedensten Art auch dadurch zu verwischen, daß sie an anderen Stellen Vorderasiens offensiv vorgehen, um dadurch Erfolge aufzeigen zu können. Es entspricht englischer Kampfmethode, daß man sich dabei nach Möglichkeit gegen solche Gegner wendet, denen man sich überlegen glaubte. Das gilt z. B. für den Irak, aber auch für Syrien. Der Grund für diese Angriffe liegt zweifellos in der wichtigen politischen und strategischen Bedeutung der Lage Syriens. England will hier ein etwaiges Aufmarschgebiet gegen seine Stellung in Dorderasien rechtzeitig ausschalten. Angesichts der Trennung Syriens vom französischen Mutterland glaubt England leichtes Spiel zu haben, zumal j» auch Syrien in die englische Blockade einbezogen ist. Es ist aber leicht möglich, daß auch diese Rechnung Englands nicht aufgeht, denn Syriens Wirtschaftslage ist keineswegs so hoffnungslos, wie es nach den Unruhen im vergangenen Jahre, die hauptsächlich wirtschaftliche Gründe hatten, aussehen könnte. Die damaligen Lebensmittelschwierigkeiten in Syrien waren in erster Linie auf unverantwortliche Preistreibereien durch Spekulationskäufe zurückzuführen, denen die französische Mandatsverwaltung nicht rechtzeitig einen Riegel vorgeschoben hatte und die anderseits von England bewußt gefördert wurden. Die Getreideernte Syriens im Jahre 1940 war ausgesprochen gut. Sie wurde auf ungefähr 600 000 Tonnen Weizen geschätzt, wozu noch nach Angaben der Mandatsverwaltung 50 000 Tonnen Vorräte kamen. Da der Eigenverbrauch Syriens nur etwa bei 320 000 bis 350 000 Tonnen liegt, sind die Revolten also nicht aus einen wirklichen Mangel zurückzuführen, sondern auf das versagende Preissystem. Eine Preiskontrolle war zwar eingeführt worden, aber sie stand nur auf dem Papier. Auch sonst ist Syrien ein ausgesprochenes Agrar- und Ueberschußland. Das Mandatsgebiet wirb' von ben Franzosen in vier Teile geteilt, erstens das eigentliche Syrien mit der Hauptstadt Damaskus, zweitens Libanon mit ber Hauptstadt Beirut, drittens Latakia mit der gleichnamigen Hauptstadt und viertens der Dschedl Drus mit der Hauptstadt El Suweda. Die gesamte Fläche bes Mandatsgebiets beträgt 193 000 qkm, wobei ber sogenannte Sandschak Alexandrette nicht einbegriffen ist, ber bekanntlich durch das Abkommen vom 25. Juni 1939 an die Türkei abgetreten wurde. Von diesen 193 000 qkm sind etwa 112 000 qkm bewohnbar, ein für vorderasiatische Verhältnisse ziemlich großes Gebiet. Die Bevölkerung des Mandatsgebiets beträgt 3,45 Mill. Einwohner. Davon entfallen auf das eigentliche Syrien 1,84 Mill., auf den Libanon 860 000, auf Latakia 365 000; rund 300 000 find nomadisierende Araber. Am dichtesten besiedelt ist der Libanon, am schwächsten die syrische Steppe und das Gebiet im Euphrat. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Arabern, dazu kommen Kurden, Türken und Armenier. Letztere wohnen hauptsächlich in den Städten. Rund 62 v. H. der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Der Ackerbau wird noch in sehr vrimitiver Form betrieben. Hacke und Sichel sind Die hauptsächlichsten Geräte. Die landwirtschaftliche Anbaufläche beträgt etwa 2 Mill. Hektar. Davon entfallen rund 51 v. H. auf Getreide, 10,5 v. H. auf Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Gärten und Weinberge machen etwa 14,7 v. H. aus. Rund 9 v. H. Kroatiens Beitritt zum Dreierpakt Von unserem M.P.-Korrespondenten. b Jahrgang Hl HO Erscheint täglich außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat unBilb-DieScholle Bezugspreis: scheu Partei und der deutsche Geschäftsträger in Rom, Gesandter Fürst Bismarck, eingefunden. Britischer Geleitzug westlich Gibraltar zersprengt. Berlin, 15. 3unL (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampfflugzeuge stellten in den Morgenstunden des Sonntags im Atlantischen Ozean westlich Gibraltar einen stark gesicherten Geleilzug bewaffneter feindlicher Handelsschiffe. Der Geleilzug wurde zersprengt. Fünf Schiffe mit insgesamt 21000 BRT. wurden durch Bombenvolltreffer vernichtet. Deutscher Luftangriff auf Envern. Berlin, 15. 3tini. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unterseeboote versenkten im Bordallan- f i k vier feindliche Handelsschiffe und einen Tanker mit zusammen 29 0 0 0 BRT. Die Luftwaffe bombardierte erfolgreich hafenan- taaen und Rüstungswerke in Süd- und Süd- o st en gl a n d. Bei der Abwehr feindlicher Flugzeuge, die in die befehlen Gebiete einzufliegen versuchten, kam es mehrfach zu Luftkämvfen, in denen ein Flugzeug vom Bluffer BriftobBfenbeim abgefchollen wurde. 3n Bordafrika Artillerie- und SpäMnwp- ij ihn machten. Hier war das junge Geschlecht nes Volkes auf dem Marsche, dem Zucht und tschlossenheit, Opfermut und ernster Wille nicht emb, nicht erst mühsam zu lehren waren. Wie alt die Geschichte der Kroaten in Europa , wurde damals erörtert, als im Zusammenhang it der kroatischen Königskrone der Name König onomirs fiel. Kaum je hat Kroatien in der ropäischen Gefarmte eine solche Anerkennung ge= nden, als in dem Augenblick, in dem es sein iegel unter ben Dreierpakt setzt. Null und nichtig worden ist die Unterschrift, die das einstige Jugo- wien unter ben Pakt setzte, um sie bann nicht rückzuziehen — dazu fehlte ber Mut — fonbern sie zu verraten und mit ihr bie Namen ber änner, die im Wissen um bas wohlverstandene ste des Staatsgebildes von Belgrad nach Wien fahren waren. Die neue Unterschrift, daran zwei- t niemand in Europa, wird auch bann in Ehren tehen, wenn es ernster unb schwerwiegender Beste bedürfen sollte. Dafür bürgt der im Feuer 5 Kampfes für sein Volk, für sein Recht unb ne Freiheit geprüfte Mann, der die Führung s kroatischen Volkes übernommen hat; dafür irgen alle seine treuen Gefolgsmänner in ber lichten Uniform der Ustaschi, dafür bürgt ein lk, das ben Uebergang aus ber Knechtschaft in s neue, saubere Haus des eigenen Staates er- ,1 hat. Die Führer der beiden großen Revolutionen im uen Europa, Hitler und Mussolini, haben beide ederholt daran erinnert, daß man ein neues aatsleben nicht geschenkt bekommt, daß man erwerben und ordnen muß, und daß ohne Leid, Schmerz nichts geboren wird. Die Völker des opäischen Südostens haben die Richtigkeit dieser ihrhast prophetischen Worte am eigenen Leibe ahren. Jedes von ihnen hat, ehe es ben Weg Bund ber jungen Völker fanb, feine Kampf- d Lehrzeit überroinben müssen. Auch hier tritt oatien würbig als Gleicher unter Gleiche. In ben ihren ber Unterbrückung unb Verfolgung hat es in Preis gezahlt, ber für bie Freiheit eines Ites geforberf wirb. Als aber bie Zeit ber Prägen um mar, rollte bas Rab bes Schicksals jlitzlich mit jähem Wirbel ab, als sollte bas, was langen Jahren verbient worben war, in Tagen id Wochen ausgezahlt werben. lu .ufött igeruus htviehmtf 11,12U" ien Gebiet! geimpft- azillus Bsnj kostenlos): planmäßige Entwicklung durch bie Ausweitung der Ustaschi-Orbnung fortschritt. Am 18. Mai empfing der König unb Kaiser von Italien in feierlichem Rahmen den Poglavnik Kroatiens und genehmigte bie Uebernahme der Krone König Zwonomirs durch einen Prinzen bes Hauses Savoyen. Nach seiner Rückkehr aus Rom sprach ber Poglavnik auf bem Marktplatz zu Agram zum ersten Male in aller Öffentlichkeit zum kroatischen Volke, um ihm von seinem Besuch in Rom und dessen Ergebnissen zu berichten. Diese Ergebnisse gehen über bie Annahme der Krone durch einen Prinzen von Savoyen noch hinaus. Auch über die Grenze zwischen Italien und Kroatien, besonders in der schwierigen Frage der dalmatinischen Küste, war man sich in Rom einig geworden. Und so konnte der Poglavnik dem kroatischen Volk eine Reihe von Erfolgen melden, bie überall die größte Begeisterung hervorriefen. Auch die Grenzbereinigung mit den anderen Nachbarn Kroatiens ist inzwischen in Gang gekommen. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem trotz der schwierigen Verhältnisse — herrscht doch noch immer Krieg in Europa — das junge Kroatien voller Stolz auf ein festes Gefüge nach innen unb außen blicken kann. So trat es in Venebig zum ersten Mal vor bie Weltöffentlichkeit, und baß es in biesen Stunden gerade von den Völkern Europas als gleichberechtigt und als Bundesgenosse Anerkannt und ausgenommen wurde, um am fortschreitenden Neuaufbau Europas mitzuhelfen, mag für den jungen Staat, das alte Volk der Kroaten, ein Beweis dafür fein, daß seine Stimme in Europa wieder Klang und Gültigkeit hat. Eichener Anzeiger vrühlsche UnioerfilSkdriicktril B. tauge General-Anzeiger für Oberhefsen «ietzen,^chxlstratze 7-4 8:gunenftadt Venedig bot am Sonntag ein Bild im einzigartiger Schönheit. Die ganze Stadt |rmate im Festschmuck von Tausenden von Fahnen rlUtschlands, Italiens, Japans, Kroatiens und der übrigen dem Dreimächtepakt angeschlossenen Länder, btt feierliche Akt des Beitritts Kroatiens 3um Drei- >N' chtepakt vollzog sich in dem historischen, mit ^mbgemätben von Tizian und Tintoretto ge- Kj nückten Senatorensaal des Dogenpalastes. : Als bie Aborbnungen der zu dem Beitrittsakt Soatiens in Venedig eingetroffenen Mächte zum Jigenpalaft zogen, bereitete ihnen eine vieltaufend- liip fige Menge eine ftürnGche Huldigung. Im Se- Wrorensaal nahmen auf der Tribüne in der Mitte ß - a f Ciano, rechts neben ihm der Poglawnik ^ivelitsch, der Marschall von Kroatien Kva- iirnii und der kroatische Außenminister Lor- Nl witsch, links neben Ciano Reichsaußenminister Jtibbentrop, der japanische Botschafter H o - likiri sowie die Gesandten Ungarns, Bulgariens, $tes Elchen ta’frS Zustellgebühr...' ,7 -.25 i > auch bei Nichterscheinen einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Rorru 11 ......- Mit welchen Riesenschritten die Entwicklung in uropa vorwärtsgeht, zeigt nichts klarer und ein- ucksvoller als der Beitritt Kroatiens zum Dreier- jft. Es ist ein weiter Schritt von dem Büro, aus km die Werbeschriften für ein selbständiges Kroatien ausliefen, von den Winkeln und Verstecken, h denen sich seine führenden Männer in Europa »erbargen, angewiesen auf ben Schutz, ben sie in iberen Ländern fanben, bis zum Hellen Sommer- g in Venedig, an bem Kroatien in der Politik Europas und der Welt seinen festlichen Antritts- •fetraße il macht. Wer in den Wochenschauen der Licht- , " ieltheater die Bilder der kroatischen Jugend beim — ‘ £ ufmarsch in Agram vor ihrem Poglawnik gesehen it, der wird diesen Eindruck nicht vergessen haben, n bie Gesichter der jungen Männer unb Frauen an Besichtigung in Syrien v 0 ra n! Kanea,-ieHanpifiadiKreias, nach der Einnahme zu '"»ster unb 9k leutnanf Buben, Leutnant Möller, Unterofft tu Maße neue Besatzungstruppen nach dem Irak werfen. Diese Gruppe bedroht hier ständig die britischen Trdnsporte. Die Bahnverbindung zwischen Basra und Bagdad ist immer wieder gestört, da nachts durch Sprengstoffanschläge von den Irakern wieder zerstört wird, was die britisch-indischen Pioniere während des Tages aufbauen. Infolge der Tätigkeit der irakischen Aufständischen ist die britische militärische Führung gezwungen, in immer stärkerem ist, zu fliehen, oder ob er von der britischen Polizei verhaftet worden ist. zier S ch l i ch t t n g unb Unteroffizier kühne, zeichnete sich burch vorbilbliche Durchführung ihrer Auf- gaben besonders aus. Blick auf die Stadt und den Hafen von K a n e a, die Hauptstadt Kretas im Westteil der Insel, die von unseren Truppen zuerst besetzt werden konnte. Das Bild veranschaulicht die Ausdehnung der Stadt und der Hafenanlagen. — (PK.-Grunwald. — (Scherl-M.) Oberstleutnant Knabe hat sich im Westfeldzug durch persönliche Tapferkeit und umsichtige Führung seines Bataillons ganz besonders hervorgetan. Im Einsatz in Nordafrika nahm er nach anstrengendem Wüstenmarsch mit der ihm dort unterstellten Bor« ausabteilung am 12. April Sollum und Ca- puzzo. Die schnelle Eroberung dieser beiden für die Operationen des Afrikakorps wichtigen Punkte ist nur der energischen und umsichtigen Führung des Oberstleutnants Knabe zu verdanken. Die folgenden Abwehrkämpfe gestaltete er durch angriffsweises Vorgehen zu einem vollere Erfolg der deutschen Waffen. Abgesehen von seinem persönlichen außerordentlichen Einsatz und seiner Tapferkeit hat er aus der richtigen Erkenntnis der Gesamtlage heraus mit allen Mitteln den Vorstoß beschleunigt durchgeführt, den Ort gegen die wiederholten An- griffe der Engländer gehalten und dadurch die Gesamtlage des Korps sehr günstig beeinflußt. 112^ bfe» pofii Er machte eine Pause und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Gegen Abend sammelten wir die Jwtet ,*nt Sina «'S M'land ernei iir Linst Ockholm, „Daily PÄerkarte si fltimnis in M Emführm •I« Morden, ptai Bezie tifciüor ber • D°n ihr § Bwm un jjitn die ent ” gegeben : die ub( W'echtzei ■f" ?’e ^Qti° ■fjnbem nur lTeWaft lu ' Derär Regier, Ut?', Kreise ■WhB diese , Fint py 11 ' *9 t Urmchbo UL »eite UScht h «l. Sä 11 flk. n Ritterkreuz für Oberstleutnant Knabe. Der Eroberer von Sollum und Capuzzo. Berlin, 15. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Knabe, Kommandeur eines Kradschützenbataillons. konnte! Dann gingen wir zurück, um Hilfe zu holen." So wie heute stach die Sonne auch an jenem Kampftag glühendheiß. Am zweiten Tage wurde das Lager vom Feinde umstellt und mehrfach überfallen.Handgranaten suchten neue Opfer, Kugeln pfiffen den Wehrlosen um die Ohren, die Fahnen des Roten Kreuzes dienten eher als Zielscheibe denn als Schutz für die Waffenlosen. Tom- mies und Griechen kamen, nahmen Uhren und Brieftaschen mit, erschossen einen, der sich wehren wollte. Ein paar verwundete Griechen schützten den Sanitäts-Gefreiten vor der Wut der Gegner. Ein anderer Grieche springt wiederholt durch das feindliche Feuer und schleppt Wasser herbei. Keiner von denen hier hat wohl noch mit einer Rettung gerechnet. „Am dritten Tage", so erzählt der Arzt weiter, „aber kommen mir zurück. Eine Handvoll Männer, bespickt mit Handgranaten und Pistolen, dazu ein Kraftwagen. Man lacht und jubelt und schreit und drängt an uns heran! Wir laden sechs Mann ein, kommen heil durch das Feuer, kehren zum zweitenmgl ziemlich unbehelligt zurück, gewinnen erneut den Heeresverbandsplatz und setzen zum drittenmal an. Diesmal aber ist das Lager in vierzig Meter Abstand völlig umstellt. Wütendes Feuer peitscht uns von allen Seiten entgegen. Handgranaten zerkrachen mitten im Lager. Ein Mann wälzt sich schwerverwundet auf dem Boden. Und bei alledem ist nichts vom Feinde zu sehen' Meine Männer feuern blindlings in die Richtung der Abschüsse, werfen Handgranaten am laufenden Band, täuschen so eine starke Abteilung vor und halten uns den Feind vom Halse. Der Rest der Mannschaft wird auf Wagen geladen, auch Esel haben wir mitgebracht. Was gehen kann, wankt hinterher. Es bleibt niemand zurück. An der Spitze humpeln Griechen, geschart um die Rote-Kreuz-Fahne, dann kommen Männer von uns, der Kraftwagen, die Esel und der Rest der Waffenfähigen. Wir werfen und feuern um uns, was raus will. Noch einmal setzt drüben auf der Straße ein höllischer Feuerhagel ein/ aber das Schicksal ist mit uns. Alle sind gerettet, wir sind durch!" Britischer Kreuzer vor Beirut getroffen. (PK.).....,15. Juni. (DNB.) Flugzeuge als bewaffnete Aufklärung nahe Cypern sichteten dicht an der Küste Syriens vor Beirut zwei schwere Kreuzer und einige Zerstörer. Zwei Zerstörer kamen in hoher Fahrt von Beirut her auf den Verband zugefahren. Noch waren die deutschen Flugzeuge nicht erkannt, als sie im hohen Sturz auf die Kriegsschiffe losginaen. Aus allen Rohren feuernd flüchteten die britischen Kriegsschiffe nach allen Himmelsrichtungen davon. Ein schwerer Kreuzer erhielt einen Volltreffer auf den Bug und zeigte sofort eine dunkle Qualmwolke. Von den Besatzungen der abfliegenden Flugzeuge wurde beobachtet, wie der getroffene schwere Kreuzer am vorderen Mast an der Signalleine eine große Notflagge hißte und seine Fahrt verlangsamte. Ein Zerstörer eilte ihm zur Hilfe. Der Umfang des Scha- DNB. .... 16. Juni. (PK.) „Hier war es, es sind erst wenige Tage her. Der junge Assistenzarzt der Fallschirmjäger deutet lebhaft mit der Hand in die Runde. Wir stehen auf einer kleinen Lichtung inmitten fleischiger Agaven und dürrer Disteln. Nicht weit von uns stehen im Kreisrund, soweit das Auge blicken kann, grüne Olivenbäume, über die die sonnenflimmernde Luft einen silber- grauen Schleier legt. Kaum 50 Meter weit bringt der Blick in die verwirrende Fülle dieser Vegetation, die für weite Landstriche Kretas charakteristisch ist. Hinter den endlosen Olivenhainen wächst weit in der Ferne ein steiler Felsrücken in den blauen Himmel. Hier und da entfalten Oleanderbüsche ihre unerhörte Blütenpracht. 1 Wir empfinden in diesem Augenblick die teuflische Hitze Kretas nicht, wir achten nicht mehr des stechen- Iben Getiers, das uns umschwirrt, unser Fuß senkt sich unbekümmert in den stachelreichen Boden, — wir sind nun noch in stilles Staunen versunken und suchen nachzuerleben, was hier geschah. Fallschirme liegen verstreut, Eierhandgranaten rollen wie Apfelsinen aus einer umgestürzten Kiste, Waffen, Munition und Zeltplanen türmen sich zu wirrem Haufen. Braune Blutspuren zeigen, wo der Boden durstig war. Hier sprangen unsere Fallschirmjäger, hier litten, kämpften und siegten sie. ,Zch sprang", so erzählte der braungebrannte, stämmige Arzt, „mit den anderen nicht weit von hier. Jedtzr einzelne Olivenhain vor uns und um uns war — man sieht es ja noch — durch kleine Erdwälle befestigt. Dahinter lauerte der Feind. Wir — kaum zu Boden gekommen — klebten an der tropenheißen Erde wie im Schmelztiegel des Satans! Der Feind beharkte jeden einzelnen von uns mft peinlicher Genauigkeit. Aber wir kamen dens konnte nicht mehr festgestellt werden. Es muß aber nach Lage des Volltreffers angenommen werden, daß er das Vorschiff des schweren Kreuzers übel mitncchm. Holzhausen. Fortdauer der Unruhe im Irak Damaskus, 15. Juni. (Europapreß.) Don normalen Zuständen im Irak kann entgegen den Behauptungen der englischen Heeresberichte keineswegs die Rede sein. Vier größere irakische Kampfverbände und zahlreiche kleinere Freischärlergruppen kämpfen । nach wie vor gegen die britischen Truppen weiter und erkennen auch nicht die unter englischer Kontrolle stehende Regierung Madfai an. Die erste und vermutlich stärkste der kämpfenden Gruppen unter dem Kommando von Fawzi Kaukji operiert im Grenzgebiet von Transjordanien. Die zweite Kampfgruppe im Euphrattal bedroht die britischen Nachschubwege nach Syrien. Eine dritte irakische Kampfgruppe steht nördlich und östlich von Mossul, also in Kurdistan, während eine vierte Gruppe im i Wüstengebiet zwischen Bagdad und Basra kämpft. G e n f, 15 Juni. (DNB.) Die französischen Truppen in Syrien leisten, wie aus Vichy amtlich verlautet, den kombinierten Anstrengungen der briti» K'äXS’s» »"-.ilrÄ 5« worden, nachdem sie zunächst Saida wiederer-- drängt. Ein ^^fämafen obert und sich während des ganzen gestrigen Tages den Verletzten zurück der emsige, der kämpfen dort gehalten hatten. Nach starker Beschießung durch die britische Flotte wurde jedoch Saida nachts von den französischen Truppen .wieder geräumt. Im Gebiet von Merdjayoum und südlich von Damaskus habe der Feind nicht Wecker vorstoßen können. Eine aus dem Irak kommende britische Panzerabteilung, die am 10. Juni mit den französischen Vorposten in Abu°Kemal in Kontakt gekommen sei, habe am Samstag diese vorgeschobenen Stützpunkte eingenommen. Die französischen Truppen seien in ihrem Widerstand durch | Flieger wirksam unterstützt worden. In der Nachts vom 13. auf den 14. Juni habe die Luftflotte den Gegner durch wiederholte Bombardierungen südlich von Saida stark gestört. Samstags hätten französische Bombengeschwader, um den Druck des Gegners auf die an der Küste eingesetzten Streitkräfte zu lockern, zwei Angriffe gegen die britischen Schiffe ausgeführt und sie dadurch gezwungen, sich vorübergehend von der Küste zu entfernen. Die Luftwaffe hat neue Verstärkungen erhalten. Radio Beirut teilte Sonntagmittag mit, daß französische Artillerie und Marine eine große Aktion gegen die englische Flotte an der libanesischen Küste begonnen haben. Anschließend sprachen im Sender Beirut zwei englische Kriegsgefangene, Alexander ßongmore von einem Hoch- länder-Regirnent und Norman Jubb von einer australischen Abteilung. Beide versickerten, daß sie während der Kämpfe auch weiterhin k e i n e D e u t - scheu in Syrien gesehen hätten. Marschall P^tain hat den Oberkommissar und Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte in Syrien, Di- visionsgeneral Deutz, in Anerkennung seiner Verdienste zum Armeegeneral ernannt. . Prisenkommandant zum Offizier befördert. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat den Steuermannsmaat Paul Meyer wegen besonderer Auszeichnung vor dem Feinde zum Leutnant zur See befördert. Mener befand sich als Unteroffizier an Bord eines deutschen Hilfskreuzers und erhielt den Auftrag, eine wertvolle Prise in die Heimat zu bringen. Er hat das aufgebrachte Schiff als Pri'en- kommandant mehr als 10 000 Seemeilen sicher geführt. Er hat hierbei nicht nur navigatonsch und seemännisch ausgezeichnetes Können bewiesen, sondern auch durch tapferes und geschicktes Verhalten dem Feind gegenüber die erfolgreiche Ausführung feines Befehls ermöglicht. Mit einer Prisenbesatzung von nur wenigen Mann hat der 23jährige Unteroffizier die Besatzung des aufgebrachten Schiffes auf wochenlanger Seefahrt durch vom Feind patrouillierte Gewässer in Schach gehalten. Mit der glücklichen Einbringung des Schiffes in einen heimischen Stützpunkt war ein besonders wertvoller Beitrag für die deutsche Ernährungswirtschaft verbunden. Der Steuermannsmaat Meyer ist der erste Unteroffizier der Kriegsmarine, der eine Leistung dieser Art aufzuweisen hat. Diese Leistung ist so hoch bewertet worden, daß der Unteroffizier unter lieber* fpringung des Oberfeldwebel-Ranges unmittelbar zum Leutnant befördert wurde. Der Wehrmachtbericht vom Gamstag. Berlin, 14. 3uni. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe bombardierte in der letzten Ttad)t Hafenanlagen In der Themf e-Wün- dung und an der britischen Sflb- und Oft- lüfte sowie zahlreiche Flugplätze vorwiegend In Osteng 1 and. 3n Luftkämpsen über der Nordsee und über bem Kanal wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen. 3m Mittelmeerraum griffen Berbande der deutschen Luftwaffe die Hafenanlagen von Tobruk und Haifa wieder mit guter Wirkung an. Deutsche und italienische Batterien bekämpften erfolgreich britische Geschützstellungen im Festungsgebiet von Tobruk. Der Feind warf in der letzten Nacht an einigen Stellen Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte Berluste an Toten Ser irakische Geschäftsträger in Kairo verschwunden. Kairo, 15. Juni. (Europapreß.) Der Geschäfts- träaer des Iraks in Aegypten, ein Bruder des früheren irakischen Ministerpräsidenten Raschid el Kailani, ist aus Kairo verschwunden. Er war von seinen Freunden davon verständigt worden, daß der Intelligence Service ein Attentat gegen ihn vorbereitete. Man weiß noch nicht, ob es dem irakischen Geschäftsträger gelungen • Dor einem Jahr. Am 13. Juni ist der zweite Abschnitt des West, feldzuges mit dem Zusammenbrechen der französischen Nordfront beendet. Zwischen Paris und Sedan ist der Feind in vollem Rückzug. Die Saarfront tritt zum Angriff gegen die Maginotlinie an. Am 14. Juni wird Paris kampflos besetzt, lieber Versailles weht die Reichskriegsflagge. Das Heer bricht in das Festungskampffeld der Maginotlinie ein. Die starke Werkgruppe Saaralben-West wird genommen. Die Verfolgung des Feindes ist zwischen der unteren Seine und der Maas überall im Gange. Am 14. Juni griffen Fliegerverbände aller Waffen an der Saarfront die Maginotlinie an. Im Raum Verdun—Metz—Belfort richteten sich wirksame Luft- angriffe gegen Truppenansammlungen und -bewe- gunqen auf Bahnen und Straßen. Am 15. Juni wird Verdun erobert. An der Saarfront wird die Maginotlinie zwischen St. Avold und Saaralben durchbrochen. Der Oberrhein wird östlich Colmar in breiter Front überschritten. Südostwärts Paris stoßen starke Panzerverbände rastlos nach Süden vor. Das Plateau von Langres wird über- schritten. Die Rückzugslinien der von Saar und Rhein zurückweichenden französischen Kräfte sind damit abgeriegelt. Rollende Angriffe der Luftwaffe richteten sich mit starker Wirkung gegen die auf Bahnen und Straßen auf die Loire zuruckgehenden Teile des Feindes. Arn 16. Juni fluten die zusammengebrochenen französischen Armeen scharf verfolgt von den Ver- bänden des Heeres nach Süden und Südosten zurück. Orleans wird unversehrt genommen. In Burgund gewinnen die über Langres vorbrechenden schnellen Truppen weit nach Süden Raum. Südostwärts BesanMn wird die Schweizer Grenze erreicht. Südlich Saarbrücken gehen unsere Divisionen gegen den Rhein-Marne-Kanal vor, auf dem Westufer des Oberrhein ist der Angriff auf die Vogesen zu im siegreichen Fortschreiten. I»'1 Ktr*4 w«ene r, 15. fei * KW 8 te w p berj iiirlen ” ' ileies M »Id)*"' genommen. Miet des i Flugzeug' gst-frik- J ei^ °iind S l Oder sei *rn unse Gebiet v seinblichen jttimpft wn Rittelm ein Sunde, eni> der w n* itän Gus! i einen f und mit zr 'litt oriugo subon, 1! ft auf den m Gesandte orte Roosev nen Zwist loum befrist me des „ rtnote der deutlich ragen u: rben köm irden mit Pcinzipi Portugiese jufammeng ie Leratun io gebrachi 'Jington, 2 Mär <5ur ng war t Regierung Degen der auf die 21; sind Brachland, und etwa 14,7 v.H. entfallen auf] Wald. Ein Grund dafür, daß die Landwirtschaft I noch auf einer sehr primitiven Entwicklungsstufe I steht, liegt in den, Bodenbesitzoerhältmssen. Ein großer Teil der Anbaufläche gehört Großgrundbesitzern, die das Land verpachten, und zwar muß der ara-1 bische Bauer meistens die halbe Ernte als Pacht abgeben, wobei er noch alle Lasten an Staats- und Gemeindeabgeben zu tragen hat. Die wichtigste Getreideart ist Weizen, an zweiter Stelle folgt die I Gerste (1939 betrug die Ernte 370 000 Tonnen), an Mais wurden 1938 27 500 Tonnen geerntet. Kartoffeln, Baumwolle, Hans, Sesam und Tabak werden weiter angebaut. Der Gartenbau liefert beachtliche Mengen von Citrusfrüchten, Aprikosen, Quitten, Bananen, Nüssen und Weintrauben. Auch die I Olioenkultur ist ausgedehnt; sie wird hauptsächlich an der Küste betrieben; 1930 zählte man etwa sechs Millionen Olivenbäume. Die Erzeugung an Olivenöl erreichte 1938/39 153 000 Doppelzentner. Die Viehzucht ist wie der Ackerbau noch sehr I primitiv und ging von Jahr zu Jahr zurück. Den Hauptbestandteil bilden Schafe mit etwa 2,13 Mill. Stück und Ziegen mit etwa 2,3 Mill. Stück. Rinder zählte man Ende 1938 343 000 Stück; ferner sind 189 000 Esel, 32 000 Maulesel, 76 000 Pferde und etwa 91 000 Kamele nach der gleichen Zählung von 1938 vorhanden. Wolle und Leder sind die Haupt- ausfuhrprodukte der Viehwirtschaft. Die Industrie ist unbedeutend, da die ungehinderte Einfuhr von Fertigfabrikaten den Aufbau einer eigenen Industrie verhinderte. Am weitesten entwickelt ist die Textilindustrie, deren Zentren Aleppo, Damaskus, Homs und Harns sind. Im Libanon besitzt die Seidenweberei eine gewisse Bedeutung. An sonstigen Industrien ist noch die Zementfabrikation zu nennen. Die zwei in Syrien und Libanon bestehenden Zementfabriken decken nicht nur den Bedarf des Landes, sondern konnten 1938 noch etwa 100 000 Tonnen (bei einem syrischen Eigenverbrauch von etwas über 200 000 Tonnen) exportieren, und zwar hauptsächlich nach Palästina und dem Irak. Die Färbereiinduftrie, die Speiseöl- und Mühlen-Jndustrie sowie das Kunstgewerbe (Kupfer- und Holzerzeugnisse) sind weiter zu nennen. Rund 200 000 Menschen sind in der Industrie be- schästigt. Die Arbeitszeit schwankt zwischen 10 bis 12 Stunden. Frauen- und Kinderarbeit sind weit verbreitet. Im Außenhandel Syriens stehen als Abnehmer syrischer Erzeugnisse Palästina, Irak und die Vereinigten Staaten von Amerika an der Spitze. An 4. Stelle erst folgt Frankreich. In der Einfuhr stand 1937 Japan an der Spitze aller syrischen Lieferanten, an zweiter Stelle folgte Frankreich, an dritter England, an vierter Italien, an fünfter die USA. und an sechster Stelle Deutschland. Das Verkehrswesen Syriens ist verhältnismäßig gut ausgebaut. Die Eisenbahn besitzt ein Netz von 1097 km Gesamtlänge. Sie verfügte 1936 über 90 Lokomotiven, 192 Personen- und 1503 Güterwagen. Die Straßen sind meist für den Verkehr von Last- und Personenwagen geeignet. Anfang 1940 zählte man in Syrien 8716 Personenwagen, 1661 Lastkraftwagen, 482 Autobusse und 777 Krafträder. Die Wirtschaft Syriens zeigt im ganzen gesehen das typische Bild eines nach fremden Interessen entwickelten Aufbaues. UeberaU, wo politische ober wirtschaftliche Interessen des Mandatars in Frage kamen, wie beispielsweise in allen Verkehrsfragen, beim Bau der Delleitung, dem Ausbau der Häfen ufw., ist Geld vorhanden gewesen. Dagegen ist nichts Ernsthaftes unternommen worden, um die Grundlagen der syrischen Eigenwirtschaft, nämlich Landwirtschaft unb Viehzucht, zu entwickeln oder eine bodenständige Industrie zu fördern. V. A Harte Kämpfe in Syrien. unb Berichten. Militärischer ober Wehrwirtschaft- licher Schaben entstanb nirgenbs. Flakartillerie ■ schoß zwei ber angreifenben britischen Flugzeuge ab. 8 Jw, Unb Die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges, Ober- fen.er,h) “ ' "1- Rt " bch Der Oberbefehlshaber der französischen Truppen, die gegenwärtig m Syrien un Kampf gegen die britischen Raubgelüste stehen, General Dentz, der Oberkommissar in Syrien und Libanon, bet einer Besichtigung kurdischer Reiter in Syrien. —^(Scherl-Bilderdienst-M.) Ais Truppenarzt der Fallschirmjäger in Kretas Olivenhainen. Von Kriegsberichter Bernd Richter. - essungGibrattarbombardieri |Periebt vom Samstag hat folgenden Wortlaut: !)er Nacht zum 13. Juni wurde die Festung r e t a Der- [imgen von Tobruk bombardiert. ifte r.iDDAfeftiaungen von Tobruk bombard -«iwerstanden große Brände. Zwei Hurricane die t R ^er Tobruk abaeschossen. Der Feind i gehend Um Luftangriffe auf Benaasi und auf o " Mchften der Cyrenaika. Zwei englische wur- Bor einem Jahr: Übergang über -en Oberrhein 1 iber Tobruk abaeschossen. Der Feind unter- e n g a f i und auf andere 3«r Einführung der Kleiderkarte Aus dem Reich Deutschlands Arbeitsreserven. ) ongriüi der dkp c .... , Jtoei englische Flug- ige wurden von deutschen Jägern abgeschossen. । reiferes Flugzeug wurde von der italienischen it rbgeschossen, der Flugzeugführer wurde ge- leum, Benzin und Mineralprodutte zum Austausch gegen Baumwolle geliefert merben. * In den Geüirgskämmen nördlich von Madrid ist im Beisein des Staatschefs Generalissimus Franco ein Manöver beendet worden, bei dem Artillerie, Flammenwerfer, Handgranaten und Grabenmörser mit ihrer wirklichen Feuerkraft eingesetzt wurden. Am vergangenen Mittwoch ist in Wien der ehemalige Reichsrat- und Landtagsabgeordnete Karl Hermann Wolf im Alter von nahezu 80 Jahren verstorben. Mit seinem Namen ist der Sturm der völkisch-antisemitischen Bewegung verbunden, der in Deutsch-Böhmen die Gewaltherrschaft der liberalistisch-jüdischen Mächte stürzte und in den Alpenländern die klerikale Herrschaft in ihren Grundfesten erschütterte. 2 0 0 0 Bulgaren aus Mazedonien, die von der griechischen Regierung nach Ausbruch des Krieges in Albanien auf die I n s e l K , . ' _ bannt wurden, sind durch die deutschen Truppen befreit worden. Es werden bereits Vorkehrungen getroffen, um sie möglichst bald in die Heimat zurückzubefördern. Utes W ^reiche : einer W ’roN den h I Eudosjtz I men. j I i Staun I r @renJ -re Ul auf ^1 auf dH utfoe*' S mw- Reich Vereinbarungen über den Einsatz ihrer Landsleute in der osutschen Wirtschaft abgeschlossen hoben. In diesen Ländern könnten noch Zehntausende von jetzt Beschäftigungslosen herangezogen werden. Gegenwärtig arbeiteten in der deutschen Wirtschaft rund 1,4 Millionen ausländische Arbeitskräfte. Ferner ständen 1,3 Millionen Kriegsgefangene in Deutschland in Arbeit. Ihre Zahl werde sich nach dem Balkanfeldzug noch weiter erhöhen. Ferner könne man noch aus Wirtschaftszweigen, deren Erzeugung für die Kriegführung und den Lebensunterhalt weniger wichtig ist, erfahrungsgemäß 10 bis 15 v. H. der Arbeitskräfte für die Kriegsindustrie herausziehen. Wenn auch der Einsatz der Frau in der Wirtschaft bereits groß lei, so sei doch die Zahl derjenigen Frauen und Mädchen, die keine Erwerbsarbeit haben, noch beträcht- in England. )beS’ ilkckholm, 16. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der LM-er „Daily Herold" schreibt, die Einführung berijlliberfarte sollte ursprünglich „das bestgehütete H^^^eimnis des Krieges" sein. In Wirklichkeit ' )r kanadische Ministerpräsisident Mackenzie iify □ berichtet Radio Stefani aus Washington, tzmer Gruppe von Pressevertretern mitgeteijt W, Präsident Roosevelt werde demnächst : 123 0 befugen. * ■ i Barcelona ist, von Portbou kommend, ein «kigug mit 160 britischen Diploma» !{tengetroffen, die über Lisiabon die Heimreise Großbritannien antreten wollen. Die Diplome jatten sich an der Riviera gesammelt. S:e knke aus verschiedenen europäischen Ländern, »Wcchlich aus Jugoslawien. große Brände in Tobruk. Hom, 15. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr- Gericht vorn Sonntag hat folgenden Wortlaut: fjii Der Nacht zum 14. hat die italienische Luft- rtf(«Den Flottenstützpunkt Alexandrien b o m- rotiert. znltordafrika haben Verbände der deutschen M falienischen Luftwafte zu wiederholten Malen M 14. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr- Nacht zum gib: alt ar bombardiert. ’.Ht n«L Nordafrika haben italienische Kampf- 5 neige die Angriffe auf Tobruk fortgesetzt, ifoe Flugzeuge haben einen feindlichen Flug- ipuitt erfolgreich angegriffen. u,2sta f r i k a hat der Feind in dem im gestri. । ^ehrmachtbericht gemeldeten Kampf um Debra beträchtliche Verluste erlitten und Waffen >ie Gefangene in unserer Hand gelassen. . Bemühungen des bolivianischen Staatspra- n.General Penjaranda gelang es, ein Kam- n nationalen Konzentration zu bilden, das U: den Anhängern aller Parteien zusammen- 9” leij j. 8j5 der alten Regierung übernommen sind: ti^enminifter Gutierrez (unpolitisch), der Fl- |f ^^’to’^inifter und der Arbeitsmimster. ’l Boris von Bulgarien hat in Begleitung ?Higs und Kaisers die wichtigsten Industrie- ^oschinenwerke von Pisa besichtigt. Ueberall r bie beiden Herrscher mit Begeisterung be- * r* lrmnänischen Mrtschastsministerium wurde rEisch . rumänisch e s Abkommen tt^echnet, auf Gründ besten der Türk« Petrv- |gc genommen. WGebiet des Aegäifchen Meeres warfen jjÜjhe Flugzeuge Bomben auf die Insel Rho- i|5. jnDftafrifa haben wir am Abend des M.ni einen feindlichen Angriff am Baro-Fluß a und Sidamo) abgewiesen. Das schlechte jtft: und der sehr schlechte Zustand der Verkehrs, 1(ge Zindern unsere und die feindlichen Bewegun- E (m Gebiet von Gondar beschränkte Tätig- tV feindlichen Artillerie, die von unserer Artil- In Hannover wurde eine Zweigstelle der deutsch- japanischen Gesellschaft gegründet. Dem japanischen Botschafter in Berlin, General Oshirna wurde für eine Verdienste um die Förderung der deutsch-japanischen Beziehungen die Würde eines Ehrenbürgers der Universität Göttingen verliehen. Der Beauftragte für den Dierjahresplan hat den Reickskommisfar für den sozialen Wohnungsbau, Reilysleiter Dr. Ley, bevollmächtigt, die Förderung des Landarbeiterwohnungsbaus im Rahmen des Dierjahresplanes fortzuführen. Der Landarbeiterwohnungsbau wird auch während des Krieges fortgeführt werden, soweit diese im Rahmen der kriegswirtschaftlichen Gegebenheiten möglich ist. Reichsjugendführer Axmann ist wieder zur Wehrmacht eingerückt und hat zu seinem bevollmächtigten Vertreter den Stabsführer Helmut M ö ck e I ernannt. gleich einen Ausgleich für eine unter Umstanden eintretende, biologisch bedingte Verdienstminderung darstellt, die den Weiterarbeitenden besser stellt, als wenn auf weitere Berufstätigkeit verzichtet wird. Den Beschädigten müssen bevorzugt solche Arbeitsplätze zugewiesen werden, an denen.sie trotz ihrer Schäden nützliches leisten können. Wem em geeigneter Arbeitsplatz nicht nachyewiesen oder eine Berufsausübung nach der Art seiner Beschädigung nicht zugemutet werden kann, erhält selbstverständlich die volle Beschädigtenversorgung, die im Grundsatz der vollen Altersversorgung gleicht. Bei geminderter Arbeitseinsatzfähigkeit wird die Verdienst- Minderung des Beschädigten durch die Versorgung ausgeglichen. Eine grundlegende Besonderheit des Versorgungswerkes stellt der Ehrensold dar, der völlig unabhängig von sonstigen Dersorgungsleistungen usw. denen gewährt wird, die bei aktivem Einsatz ihrer Person im Dienst oder Beruf — nicht durch passives, wenn auch vielleicht tragisches Schicksal — zu Schaden gekommen sind. Es ist die Abtragung einer Dankesschuld der Gemeinschaft vor allem an die Kriegsbeschädigten, die Opfer der Arbeit und die Volksgenossen, die sonst im öffentlichen Interesse Beschädigungen erlitten haben. Die F a m i l i e n v e r s o r g u n g soll die Hinterbliebenen vor Not schützen, jedoch steht bei der Witwenversorgung der Arbeitseinsatz ebenfalls im Vordergrund. Die junge, kinderlose Witwe ist sicher- gestellt, wenn ihr ein ausreichender Arbeitsplatz vermittelt wird. Mütter kleiner Kinder, ältere ober arbeitseinsatzunfähige Witwen kommen dagegen ohne weiteres in den Genuß der Versorgung, die im übrigen ähnlich wie die Altersversorgung gestaltet ist. Wie die Kriegsbeschädigten eine bevorzugte Behandlung erfahren, so gelten auch für die Kriegerwitwen vom Allgemeinen abweichende Bestimmungen. Die Waisenversorgung wird unabhängig vom Dersorgungsanspruch der Witwe gewährt. Besondere Berücksichtigung in einem nationalsozialistischen Dersorgungswerk müssen auch die kinderreichen Mütter finden: die hierfür vorgesehene Leistung schließt sich an die vordem durch Steuerermäßigung, Kinderbeihilfen und Wai- senversorgung gewährte Unterstützung der Gemein- schäft an. Die erhöhte Sicherheit, die dem einzelnen Volksgenossen aus der hier in den Umrissen skizzierten Versorgung zuwächst, wird sich für das Volksganze in jeder Hinsicht in erhöhten Leistungen niederschlagen. Das Versorgungswerk wird so im wirtschaftlichen Bereich zu einer Leistungssteigerung und im politischen zu erhöhtem Behauptungswillen des deutschen Volkes führen. Der gefestigte soziale Friede und die soziale Sicherung der Schaffenden sind das Unterpfand für die Bewahrung und Stärkung der politischen Macht und Größe des Reiches. In der Zeitschrift „Der Dierjahresplan" stellt Dr. Ley grundsätzliche Betrachtungen zur künftigen Atersversorgung des deutschen Volkes an. In dem Aufsatz heißt es: Die kommende Alters- und Beschädigtenversorgung erfaßt grundsätzlich alle Volksgenossen, gleichgültig in welcher sozialen Stellung sie sich befinden. Sie kann im nationalsozialistischen Staate nichts anderes sein als der organifietie Ausdruck der aus der Volksgemeinschaft erwachsenen Kameradschaft. Jeder hat das Recht, auf die Leistungen der Kameradschaft zurückzugreifen: er kann aber nicht verlangen, daß diese Leistungen in allen Fällen der Summe seiner eigenen „Beiträge" entsprechen. Demzufolge ist für die „Beitragspslicht" grundsätzlich das Leistungsvermögen des einzelnen und nicht die zu erwartende Versorgungsleistung ausschlaggebend. Die Versorgung der alten und beschädigten Volksgenossen ist eine Hoheitsaufgabe des Reiches, der Versorgungsaufwand ein Posten des allgemeinen Reichshaushalts, der wie alle anderen Staatsaufgaben aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu bestreiten ist, zu dem jeder nach seinem Leistungsvermögeü beitrügt. Jeder Volksgenosse, der seine Pflicht tut, hat in gleicher Weise Anspruch auf eine soziale Sicherung. Diese kann aber nicht so bemessen fein, daß sie die persönliche Verantwortung für das eigene Schicksal und den Willen zur Leistungssteigerung überflüssig macht. Die aus der Versorgung fließenden Leistungen dürfen stets nur so bemessen sein, daß sie eine persönliche Vorsorge nicht nur nicht überflüssig, sondern sogar in gesteigertem Grade erstrebenswert erscheinen 'lassen. Die Versorgung wird hoch genug fein, um jeden Volksgenossen, gleichgültig, welchem Schicksal er unterworfen war, vor einem ungerechten Absinken seines erarbeiteten Lebensniveaus zu schützen. Die Versorgung wird unter keinen Umstän- den ein arbeits- und müheloses Einkommen begründen: sie richtet sich vielmehr, indem sie an die erarbeitete Lebenshaltung anknüpft, nach dem Leistungsprinzip. Erste Pflicht der Gemeinschaft ist, jedem Volksgenossen einen seinen Fähig, feiten entsprechenden Arbeitsplatz zu verschaf. fen oder schärfer ausgedrückt: jeden an den Arbeitsplatz zu stellen, den er nach seinen Fähigkeiten gerade noch ausfüllen kann. Ein verfeinerter Arbeitseinsatz iff aber das unerläßliche Gegenstück einer volksgemeinschaftlichen Versorgung, die keine Ren- tenpsychose schaffen will, sondern im Wege einer umfassenden sozialen Sicherung der höchstmöglichen Leistungsentfaltung dient. Die Alten werden vor die völlig freie Wahl gestellt, sich entweder zur Ruhe zu setzen und die volle Versorgung in Anspruch zu nehmen ober weiter beruflich tätig zu sein, in welchem Falle die hierfür vorgesehene Versorgungsleistung eine Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft und zu- K iekämpft wirb. smMittelmeer hat ein italienisches Unter- |e ioa ein Sunderland-Wasserflugzeug abgeschossen. Kfctrenb der Kämpfe um Kreta hat, wie sich »f rausstellt, bas unter bem Befehl von Kor- Ben'apitän Gustavo Lovatelli stehende Un- ßeebot einen feindlichen Flottenverband ange- Ejftr und mit zwei Torpedos einen Zerstörer As nkt. Portugal nicht befriedigt. Äifabon, 15. Juni. (DNB.) Daß die Ant- urtnie auf den diplomatischen Schritt des portu- Wm Gesandten in Washington gegen den durch [lorte Roosevelts in seiner Rede am Karnin e,!ha 'nen Zwischenfall die portugiesische Regie- ".g aum befriedigen kann, üeht aus einer Stel- Mhrne des „Diario da Manha" hervor. Die Krhwte der USA. vom 13. Juni fei weder ^irch deutlich und erlaube deshalb, daß Hypo- idfen, Fragen unff argwöhnische Zweifel formu- ■ teilt verden könnten, die keinesfalls übereinftim- Am 15. Ium 1940 wurde östlich Kolmar in breiter Front der Oberrhein überschritten. Unsere Aufnahme zeigt ein Sturmboot auf der Fahrt zu den gegenüberliegenden feindlichen Stellungen. (PK.-Schwally-Sherl-M.) Grundzüge der Altersversorgung. Die Londoner Agitation hat jetzt versucht, der Welt klarzumachen, daß Deutschland feine Arbeiter- reserven bereits völlig erschöpft hätte, während England noch Arbeitskräfte zur Verfügung habe und einsetzen könne. Damit habe also England größere Aussichten im Wettkampf der Industrien | bei Herstellung von Kriegsmaterial. Von unter«; ridjteter Seite wird hierzu erklärt, Enala.id selbst habe große Schwierigkeiten, den Arbeitseinsatz überhaupt durchzuführen. Den englischen Ar- beitsämtern gelang es nicht, die Arbeitslosen m die Kriegsindufttie hineinzubringen, die infolgedessen unter einem großen Mangel an Arbeits- fräften leidet. Auch die Ueberfübrung der Arbeits- fräfte aus den durch die deutschen Angriffe zer- , .A _ - Hörten Fabriken in andere Arbeitsplätze bereite in । lich. Sie standen als wichtige Reserven bereit. Wenn Enaland größte Schwierigkeiten. In Deutschland die Londoner Agitation die deutsche Dienstverpflicl>- daMaen ständen außer der Bevölkerung des Reichs tung als Beweis für die sehr scharfe Anspannung Arbeitskräfte in großer Zahl aus einer Reihe von des Arbeitseinsatzes betrachtet, so ist das unfinmg, europäischen Ländern zur Verfügung, die mit dem denn von der Gesamtzahl der im Reich beschäftig- L zusammengetreten. In unterrichteten Kreisen rite Beratung mit der Aussprache in Zusam- erf5nfii6.'®*9 gebracht, die der portugiesische Gesandte ferffif t iißcfglngton, Dr. Josao de Bianchi, mit Unter- lefamKr aWsckretür Sumner Welles hatte. In dieser Be- eickleuä WiQ war die unbefriedigende Antwort der JiiL jpi Vftegierung auf den portugiesischen Protest- L v /=. M wegen der aggressiven Worte Roosevelts mit ' B^auf die Azoren und die Kapverdischen Inseln B C^rranb erneuter Behandlung. ’0"Oi* Einführung zu einem der größten Skan - geroorben. Denn bie bekannten Leute mit r mäT ktten Beziehungen hätten bereits eine vor ber/Veroffentlichung der neuen Maß- DOn i[)r Kenntnis gehabt. Von den großen iay, Di!!rm,üusern und den vornehmen Spezialgeschäs. nJ,eaw tert? |rn die entsprechenden „Tips" an die guten » gegeben worden. Infolgedessen hätten sich Bl te, die über genügend Geldmittel verfügten, »--^.»^rechtzeitig punktfrei eindecken n h« DMn Die Rationieruna habe also nicht das ganze des w ,$oMjö nbern nur d i e Massen getroffen. In ahrt?s'vMibeiterschast hätten die riesigen Hamsterkaufe )eöa|H|r o^ Verärgerung hervorgerufen. Man ’n tcr Regierung vor, daß sie die ihnen nahe- StiMDlMdm Kreise bewußt so frühzeitig informiert ag sär Haiti«,: aß diese nöch „vorsorgen" konnten. erste politische Nachrichten. ')i britische Admiralität hat bis zum 31. Mai mter Hergang von 161 V o rposten - und iinmii^r8ler i u d)-b o o t e n bestätigt. 3m 3unt fmb birhi- nuer weitere Vorpostenschiffe versenkt wor- be^ ;o baß sich die von englischer Seite zuaegebe- Ä?irluste dieser Dorpoftenstreitkräfte auf 165 er- fteris) erlieh t1 irres, & bas Rn. Dberftto adslhWr üestseWz ! getan, fr rengenta Uten b und T:> Heiden üL—------- en Dürben mit einer gerechten Interpretierung Oehnntir Prinzipien. । Dieportugiesische Ministerrat ist am Samstag- ten Arbetter und Angestellten machen die Dienstverpflichteten nur 2,25 v. H. aus. ©er Arbe'tsmonat: Paracelsus. Das Deutsche Dolksbilbungswerk hat eine neue Form der Ehrung geschichtlicher Persönlichkeiten eingeführt, den Arbeitsmonat. Alle Arbens- vorhaben der Volksbildung werden in diesem Monat unter das Zeichen des Gedankens an den einen Mann gestellt. Wesen und Werk des Geehrten werden damit vor Tausenden von Volksgenossen wieder lebendig gemacht. Im vorigen Jahr war der April Johannes Gutenberg gewidmet, der Juli Richard Wagner. In diesem Jahre jährt sich nun zum 400. Male der Todestag von Paracelsus. Das Deutsche Dolksbilbungswerk hat den Monat September als Paracelsus-Arbeitsmonat erklärt. Darüber hinaus wirb die gesamte Winterarbeit der Volksbilbungsstätten in ben Dienst der Gesundheitsaufklärung gestellt. Die Erziehung zur Gesunderhaltung in den Schulen, ben Jugenborganisationen, ben Formationen her Partei, im Arbeitsdienst und bei der Wehrmacht soll durch diesen Aufklärungsseldzug bes Dolksbilbungs- wertes ergänzt werben. Das Ziel ist bie Erkenntnis, baß die Selbstbehauptung und Geltung eines Volkes auf der Summe der in ihm geweckten und gepflegten gefunben Kräfte beruht und das Lebensglück l&s einzelnen von einer guten Erbmasse und der naturgemäßen Führung seines Lebens abhängt. Besondere Rücksichtnahme aus Mütter im WerNustschuh. Gegenüber Unklarheiten wird in der „Sirene" darauf hingewiesen, daß gemäß einer Anordnung des Reichsluftfahrtministeriums Frauen, die Kinder unter drei Jahren zu versorgen haben, nicht zum Bereitschaftsdienst im Werkluftschutz herangezogen werden dürfen. Es ist weiter bestimmt worden, daß Frauen mit Kindern über drei, aber unter 14 Jahren nur dann herangezogen werden dürfen, wenn eine einwandfreie Betreuung der Kinder sichergestellt ist, etwa durch Verwandte, die zum gleichen Haushalt gehören. Oie Wildschadenregelung. Die Umstellungen in der Landwirtschaft haben auch die Regelung des Wildschadensersatzes beeinflußt. Allgemeiner Grundsatz muß fein, den Ersatz des Wildschadens im Einklang mit den für die Ernährungssicherung eingeleiteten Maßnahmen der Erzeugungssteigerung durchzuführen. Nach bem Reichsjagbgesetz ist der Wildschaden an Freiland- Pflanzungen von Garten- oder hochwertigen Handelsgewächsen nicht zu ersetzen, wenn die Herstellung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben ist. Wie der Reichsernährungsminister in einem Erlaß aus führt, ist in den letzten Jahren besonders streitig geworden, ob die Süßlupine ein solches hochwertiges Handelsgewächs ist, für das nur bedingt Wildschadensersatz geleistet wird. Der Erlaß verneint diese Frage. Als hochwertiges Handels- aewächs seien nur solche Kulturpflanzen zu verstehen, deren Wert und sonstige Eigenschaft einen besonders hohen Preis rechtfertigen. Diese Merkmale lägen bei der Süßlupine nicht mehr vor. Wildschaden an Süßlupinenpflanzungen sei daher grundsätzlich zu erstatten. Bei der Abschätzung des Schadens' fei jedoch im Einzelfall zu unterscheiden, ob die Süßlupine zur Grünfütterung und Gründüngung oder aber zur Gewinnung des Körnerertrages diente, der .für Saatgutzwecke, zur Verarbeitung auf Futtermittel oder zur menschlichen Ernährung verwendet wird. Die gleichen Grundsätze gelten für die Wildschadensregelung bei Mais, Raps und Rüb- sen. Der Begriff der Herstellung von üblichen Schutzvorichtungen ist bisher nicht einheillich ausgelegt worden. Ist Wild in großem Umfang im Gebiete abgedrängt worden, in denen es bisher nicht oder nur vereinzelt auftrat, so können hier erweiterte Schutzvorrichtungen nicht verlangt werden, da sie nicht üblich waren. Veränderte Jagdzeiten. Nach einer Verordnung des Reichsjägermeisters darf im Jagdjahr 1941/42 im ganzen Reichsgebiet die Jagd auf Rebhühner vom 16. September bis 15. Oktober ausgeübt werden, auf Fasanen- Hennen vom 1. November bis 31. Dezember, soweit nicht für einzelne Gebiete die Jagd darauf gänzlich verboten ist. Aus aller Welt. Frankfurter Karmeliterkloster — eine weitere „Meistersinqerkirche-. LPD. F r a n f f u r t o. M., 14. Juni. Durch all- jährliche Liedertage im Äarmeliter- kloster in Frankfurt a. M. will der Sängertreis Frankfurt im Deutschen Sängerbund diesem historisch und baukünftlerifch bemerkenswerten Bauwerk allmählich einen ähnlichen Charakter geben, wie chn die Meistersingerkirche in Nürnberg hat , die bem Deutschen Sängerbund gelegentlich zur Verfügung steht. Das Frankfurter Karmeliterkloster würde dadurch den Charakter einer Kult- und Pflege- stätte des deutschen Liedes erhalten. Der erste Lied erlag im Karmeliterttoster ist auf den 29. Juni angesetzt worden. Es werden daran 24 Chore und Chorgemeinschaften mit über 1200 Sängern und Sängerinnen teilnehmen. Henschels 25 000. Lokomotive. Jrn Werkhof der Firma Henschel in Kassel fand die Uebergabe der 25 000. Lokomotive an bie Reichs- bahn statt. Es ist die erste Schnellzuglokomotwe mit Henschel-Einzelachsantrieb, bie eine Höchitge- schwindigkeit von 175 Kilometer die Stunde erreicht Zu der Uebergabe der Lokomotive hatten alle Abteilungen des Werkes Abordnungen entsandt. Unter ben Gästen waren Gauleiter Staatsrat SB ein- rich, Vertreter des Reichsverkehrsministeriums und des Reichsbahn-Zenttalamtes, Direktionspräsident A n g e r e r, ferner Vertreter von Parte, Wehrmacht und Wirtschaft sowie Oberbürgermeister Latz- meyer (Kassel) erschienen. Staatssekretär Landsried Ehrenfenator d-er Universität Heidelberg. In Heidelberg überreichte in einer Feier im Senatssaal der Neuen Universität der Rektor, Staatsminister Dr. Schmitthenner, dem Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium, Dr. Qanbfrteb, die Urkunde über feine Ernennung zum Ehrensenator der Universität. Die Urkunde stellt fest, baß bieser Sohn einer alten Heidelberger Familie in verantwortlicher und entscheidender , Stellung in der staatlichen Wirtschaftsführung der nationalsozialistiscben Wirtschaftswissenschaft zum Ausbau der deutschen Wirtschafts, und Währungsordnung durck feine Tätigkeit wertvollste Anregungen gegeben habe. 16.31 Bei der zweiten großen Meßmethode, Wünsoke. wwie*v WMiMrii Rodheim - Bieber, im Juni 1941. 2636 D 0 2Flni*pK Töpfe, Pfannen und Bestecke macht schnell und sicher blank! zu kaufen gesucht. Giebäl. 01997 a.d.G.A» MitCARLRADDATZ - EWALD BALSER SPIELLEITUNG: H. SCHWEIKART der eine Befunde efaMiilie durch die reinen Schoenenbergers Pflanzensäfte Brigitte Horney Olga Tschechowa I Gießen, z.Z. Univ.-Frauenkl., 15. Juni 1941 (Fröbelstraße 23) Ein hervorragendes Filmwerk das unvergessen bleiben wird! Unser Klaus hat ein Brüderchen bekommen. Lilly Quambusch geb. Röllinghoff Hans Quambusch Fragen Sie Im Laden Kräuterbads Jung Oieien, Mäüsburl sogenannten Urgewichte Platin oder Berg- kristall. Das letztere hat den Vorteil, sich im Gegensatz zu den Metallen mit der Temperatur nur wenig zu verändern. Einen ganz großen Fortschritt hat hier eine Erfindung des Apparatenbausrs Dr. Sartorius gebracht, der eine Vakuum- waage konstruiert hat, die in luftleerem Raum arbeitet und damit das ganze Problem der Feststellung des Luftauftrrebes vermeidet. Sämtliche Gewichte bis hinauf zu 1/ioooo Gramm werden elektromagnetisch bedient, aufgelegt und abgenommen. Die direkte Ablesung der gemessenen Gewichte durch Projektion reicht bis Vioooo Gramm. Es ist aber möglich, bei den Waagen von Dr. Sartorius noch Vioooooo Gram« elektrisch auszugleichen und Spezialausführungen dieser Spitzenleistung deutscher Feinmechanik ermöglichen es, noch die kaum vorstellbare Winzigkeit von Viooooooo Gramm zu wiegen. Derartige Waagen braucht vor allem der „Spurenchemiker"; besonders die Wirkstoff- Forschung kann derartige Höchstleistungsgeräte nicht entbehren. Ausgezeichnete Darsteller, unterstützt von der genialen Spielleitung Hans Schweikarts und der starken Wirkung eines unerhört fesselnden Stoffes, machen diesen Film zu einem einzigartigen Erlebnis! Jeder Autofahrer, jeder Flugzeugführer hat schon ein Dutzendmal solche Reparaturen erlebt, bei denen es nur hieß, altes Teil raus, neues Teil rein. Man erwartet, ohne viel darüber nachzudenken, daß sich die Ersatzteile von den ersetzten Stücken nicht oder jedenfalls nur um hundertstel oder gar tausendstel Millimeter unterscheiden. Weshalb ist ober ein solcher Tausch, der heute in jeder Flugzeugwerft, in jedem Ersatzteillager für Panzerwagen und jeder Kraftwagenwerkstatt der Front Tag und Nacht Lorkommt, überhaupt möglich? — Jedes Werkstück wird, ganz gleich ob es mit einer Maschine automatisch oder mit der Hand an der Drehbank hergestellt ist, vor Ingebrauchnahme ausgemessen. Das darf natürlich keine lange Zeit erfordern und dennoch muß größte Exaktheit gewährleistet sein. Dazu dienen eine Reihe von einfachen und höchst zweckmäßigen Instrumenten, unter denen die sogenannten Lehren die Hauptrolle spielen. Es gibt solche Lehren in den verschiedensten Formen und für alle möglichen Zwecke. Jedes Kugellager, jede Schraube, kurz jedes noch sck kleine Teilchen wird damit geprüft. Man bekommt erst einen Begriff von der Wichtigkeit dieser Werkstattmessungen, wenn man erfährt, daß für • die Herstellung eines modernen Kraftwagens bis zu 15 000 verschiedene Lehren und entsprechend viele Meßhandgriffe notwendig sind. — Nun müssen natürlich alle diese verschiedenen Lehren untereinander und dann wieder die Lehren der verschiedenen Fabriken genau aufeinander abgestimmt sein. Dazu dienen die „Endmaß e" der Fabriken und die Normalmeter sowie schließlich das Urmeter. * Dgl. die Aufsätze in Nr. 134, 135 und 138 vom 9., 10. und 13. Juni 1941. Em GdF.- Bausparvertrag sichert Ihnen eine günstige Gesamtfinanzierung Ihres Bau- oder Kaufvorhabens. Wir Meten Ihnen: 3% Zinsen bis zur Zuteilung, unkündbare, ztnsbMige 2. Hypothek, Beschaffung der 1. Hypothek ohne besondere Kosten, Steuervergünstigung, Lcbensverstcherungsschutz. 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Im Verlaufe m sich jedoch wieder eine Befestigung durch, fM der Wochenschluß wieder recht fest war und jJ Teil neue Höchstkurse erzielt wurden. Heidelberg Zement, die mit 220 einsetzten, gaben im Ral^ einer Sonderbewegung auf Gerüchte über die lichkeit einer Dividendensenkung bis 210 nach, Bemberg, die bis 199 anftiegen, verloren Jj eine Verwaltungserklärung hin einige ProM Conti Gummi schloffen mit 374 wieder sehr ll- Metallgesellschaft schwankten um 205, ScheidM statt um 245. Farben erholten sich wieder bis 2Üj auch Stahlverein im Versaufe bis 154,75 hinil« gefetzt. Autoaktien blieben vernachlässigt. Von tanaktien konnten Buderus ihren DividendeilM Befreite hänäc teile®11.«! Illil f’ ’ W1 (iN te xf). Nur ist jn Mutter t Der Abends H ober M eiirzie trumpf zu i neu aus be: Ingriffsroafft it Tochter chlaq durch i Motte nie ird) qeräusc sps läuft P lit dröhnend r widerlpru 4 verzieht ptte irittmr per weih, tr me wird. In treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland mußte am 81. Mai 1941 bei einem Unglücksfall in Griechenland unser lieber, guter Sohn und Bruder, der Soldat Karl Mandler in einer Nachrichten-Baukompanie im Alter von 19 Jahren sein junges Leben lassen. In tiefem Schmerz: Karl Mandler u. Frau Marie, geb. Valentin Helmut und Hugo Mandler nebst allen Angehörigen. Whe"- t -ritisch 011 Äj Veiuung- Gerade Bin in den Mdie Zeit Wtte entdeo K jur Han Achchtig °n ||teert äuge I,/Strategie | r W« Ws!-' rM Wi’er der Mu [tdjer Gewal | i^nisvoll k! I Wa und b I rftüre aus. - Oeffeniliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 3. Vorauszahlungsrate Grundsteuer 1941, 1. Rate Hundesteuer 1941. Gießen, den 16. Ium 1941 26320 Der Oberbürgermeister (Sladlkasse). Waage, spielt die wenig beachtete Tatsache Rolle, daß sowohl die Gewichte als aüch die zu Frau oder Fräulein für Eisdiele sofort gesucht. Schäfer, Settersweg 51 oei dem s. Wtag im W.-Reic viele sein ?®inn au5,- dabei eii 1000 Rei au&er zwe Monat Hießen «uszahli Oer deutsche Vorsprung Von Dr. Ludwig Kühle. Man hat nun herausgefunden, das selbst das berühmte Urmeter auf dem Platiniridiumstäb im Keller des Pavillon de Breteuil in Sevres bei Paris nicht genau ist. Ebensowenig die 26 nach ihm hergestellten und an die großen Kulturländer verteilten Kopien. Sie zeigen Längenunterschiede, die größer sind, als die Meßgenauigkeit mancher Flugzeugteile es zuläßt. So hat man diese Maße in Deutschland einfach abgesetzt. Es kommt bei aller Messung nämlich gar nicht auf die Länge des Einheitsmaßes sondern nur auf seine unbedingte Unveränderlichkeit an. Deshalb hat man sich bemüht, ein Naturmaß zu finden, das sich weder durch Wärme noch durch Kälte noch durch die Aufbewahrung oder das Atter verändern kann, das also alle Nachteile des Urmeters von Sevres vermeidet Eine solche unveränderliche Meßkonstante ist die Lichtwelle. Eine Wellenlänge vom Licht einer bestimmten Farbe ist unter gleichen physikalischen Bedingungen immer gleich lang. Aus dieser fundamentalen Erkenntnis fußend, hat der Direktor in der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Prof. Dr. Kö-sters, ein Lichtmeßgerät gebaut, das mit dem unveränderlichen Maßstab einfarbigen Lichts Genauigkeiten von mehr als Viooooo Millimeter gestattet. Damit ist Deutschland vom Urmeter unabhängig geworden und kann die in der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt aufbewahrte Meterkopie Nr. 18, die ungenaue Nachbildung des ungenauen Urmeters durch einen weit zuverlässigeren Maßstab ersetzen. Mit Hilfe dieses Gerätes ist das Meter in Wellenlängen des Lichts umgemessen worden, es ist 1553164,25 Wellenlängen der roten Kadmiumlinie lang, bei 15 Grad Celsius und 760 mm Druck in trockener Luft mit 0,03 v. H. Kohlensäuregehalt. — Nachdem diese Beziehung zum Meter durch eine jederzeit wiederholbare physikalische Versuchsanordnung festgelegt ist, wird in Zukunft jeglicher Vergleich mit den Urmetern oder, der Urmeter untereinander überflüssig fein. Mehrere Staaten haben denn auch inzwischen das deutsche Einheitsmaß übernommen. Die Industrie schickt ihre „Endmaße" zur Eichung an die Physikalisch-Technische Reichsanstalt, die mit ihren Lichtwellenlängenmeßgeräten die Maßstäbe bis zur letztmöglichen Genauigkeit ausmißt. So schließt sich der Kreis. Von der deutschen Werkmannsarbeit in der Fabrik bis zur letzten Einheit physikalischer Meßmethoden führt eine Stufenleiter der Genauigkeit, die heute ein in der Welt vielfach beneidetes und nachgeahmtes Vorbild ist. Düchertisck. — Wie das Dritte Reich sich schon jetzt mitten Kriege auf seine großen Friedensaufgaben e bereits so werden jetzt auch schon die Vorausse» gen für eine erfolgreiche Kolonialarbeit gefckaß Hieran hat die Wissenschaft hervorragenden 2Int Ihre Aufgaben für die Kolonialarbeit und fpj in den Kolonien zeigt ein Sonderheft der Mon, schrift „Deutschlands Erneuerung" aus I. F. 2 manne Verlag, München 15, „Unsere Kol nien" (Einzelpreis 2,— RM.). — Daß vielfach| lonialarbeit überhaupt erst durch deutsche Leistur; möglich geworden ist, unterstreicht Reichsstatthsl Ritter von Epp in seinen Einleitungsworten. waren es in erster Linie nicht Politiker, fonit Forscher, die in ihrem Drange nach Wissenschaft^ Erkenntnis für die Erschließung des foloniil Raumes arbeiteten. Ein Ergebnis der seit I Machtübernahme wesentlich verstärkten totoni wissenschaftlichen Arbeit unserer Hochschulen ist n das Sonderheft selbst. Aber auch Probleme I Praxis werden in einer Reihe interessanter 2Iuf|ä von guten Sachkennern allgemeinverständlich besk beit. Ein ungemein reichhaltiges Heft, das jei| Freunde unserer Kolonien, insbesondere aber jti)t der sich für künftige Arbeit in unseren Kolonien n bereitet, eine unerschöpfliche Quelle von Belehn und Anregung sein wird. te, k£' KW te- Kuh 3“ £ Lil (H* Aufpii 1?e m ? fa) oi let1 ÜUQcff V-bu ,Nen "bem 3t, 1274 ei , Sa, 0 blühend W 3 Da k Innere ^bergal a” heut ,etDQl)run für Stadt Gießen, Prvvm,, Wtrychajl u. Sport: (Senft Btumfchea. J1'1'1 •' Druck nno B erlag Brühliche Umverittäts Druckerei R. Lange kU BerlogSIetter: Dr.-Jng. Erich Hamann/ Änzeigenleiter: Haiu <« Berontwörtlich für den Inhalt der Bmeiaen: Theodor Kümmel w.i : ■■Mö®. „Kr Seit« oria-Palcs! nö" (nur elhaus, B IV*. Deutsche Feinarbeit. Ein Lastwagen rollt über die nächtliche Autobahn. Er hat frisches Gemüse geladen und soll nach seinem Fahrplan am frühen Morgen in Berlin sein. Eine Großhandlung wartet auf die Sendung und mit ihr ein Dutzend Gemüsehändler. Der Fahrer weiß, wieviel von seiner Pünktlichkeit abhängt. Er kennt die Strecke genau, ist sie schon öfter mit ähnlicher Ladung gefahren und hat seine Zeit immer einhalten können. Diesmal macht er aber ein bedenkliches Gesicht. Der Motor spuckt schon eine ganze Weile, hoffentlich kommt er noch wenigstens bis Hannover. Dort ist ein großes Erfatzteillager. Wenn es das Zahnrad am Verteilerkopf fein sollte — dort bekommt er vielleicht Ersatz. Die letzten Kilometer werden sehr lang, die Zündung will nicht mehr, aber schließlich rollt der schwere Wagen doch noch gerade in den Autohof. Der Fahrer springt ab und geht rasch hinüber zur Werkstatt: „Habt ihr ein Zahnrad für den Verteiler von meinem 120er Diesel?" — „Will mal Nachsehen!" ruft der diensthabende Werkmeister zurück und geht hinüber ins Ersatzteillager. Ein kurzes Suchen, dann: „Ja, das ist wohl da, welches Baujahr?" — „1937." — „Gemacht!" — und schon kommt er mit dem Zahnrad zurück. Der Fahrer atmet auf, wenn alles gut geht, kann er in anderthalb Stunden fertig fein. Bekanntmachung. Zum Schube der Ware gegen Verlust, Beschädigung oder Beschmutzung mährend der Elsenvahnbeförderung wird dringend empfohlen, zum Verschluß von Pavv kästen mit Papier- klebcstreifen nur gut und dauernd haftende Klebestreifen zu verwenden. Die Streifen sind stets beim Aufkleben genügend zu befeuchten, damit sie sich mit der Pappe des Kastens dauerhaft verbinden. Bei durch die Ware nicht vollständig ausgesüllten Pavvkästen sind die Hohlräume entsprechend auszufüllen. Cs wird insbesondere aiich empfohlen, zur Verstärkung des Verschlusses die einzelnen Klappen des Deckels auch untereinander zu verkleben. Reichsbahndirektion Frankfurt (Main). 2633V WmAcki oüMte mit guten Koch- und Haushalts- kenntnissen Atter 25-35 Jahr., für gepflegt. Villenhaushalt in Vertrauensstellung gesucht. Zeugn., Bild u. Gehaltsansprüche an Dr. Lotterhos, Frankfurt a.M., Goetheplatz 5. K leine Ameigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und atiejep. 1 Noch ein Gerät ist für die Wirkstoff-Forschung und die Virus-Forschung wichtig geworden, die „Ueberzentrifug e". Mit ihrer Hilfe erst ist es möglich geworden, durch Ausschleudern die ersten Viren in Kristallform zu gewinnen, und damit die wahre Natur dieser kleinsten Krankheitserreger zu klären, nämlich ihre wahrscheinliche Zugehörigkeit zu den unbelebten Eiweißstoffen. Eine solche Uederzentrifuge erlaubt bis zu 60000 Umdrehungen pro Minute. Das bedeutet in der Sekunde die unwahrscheinliche Zahl von 1000 Umdrehungen. Wenn man annimmt, daß der Zentri- fugenkörper 30 cm im Durchmesser mißt, so legt ein Punkt an seiner Außenfläche bei jeder Umdrehung rund einen Meter, in der Sekunde also 1000 Meter zurück. Das ist mehr als die Anfangs- gefchwindiakeit eines Jnfanteriegefchoffes. Um diese phantastische Leistung zu ermöglichen, hat man die nach einem schwedischen Vorbild in einem deutschen Werk gebaute Zentrifuge so konstruiert, daß sie nahezu ohne Reibung läuft. Aus Düsen wird mit Hilfe von Druckluft ein Schaufelrad angetrieben, das die Zentrifuge dreht. Ebenfalls mittels Druckluft wird dabei gleichzeitig der Zentrifugenkörper etwas angehoben. Seine Achse läuft also gewissermaßen auf einem Luftpolster. Daß bei den meisten Messungen auch die Zeit eine Rolle sviett, möge nur noch kurz erwähnt werden. Seil Jahrhunderten haben Mechaniker, Physiker und Astronomen viel Scharffinn aufgewendet, um ein möglichst genaues Zeitmaß herzustellen. Aber das Normalmaß der Zeit — die Umdrehung der Erde — ist, wie die immer sorgfältigeren Messungen ergeben haben, nicht genau genug. Die Erde kann durch Schwankungen ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit um Sekundenbruchteile pro Tag vor- oder nachgehen. Indessen haben deutsche Physiker auch diese Klippe überwunden und in den Quarzuhren Zeitmeßinstrumente oe- fchaffen, die noch genauer sind als die Erde. Es hat sich gezeigt, daß man mehrere Uhren dieser Art Herstellen kann, die untereinander dis auf Bruchteile einer tausendstel Sekunde gleichmäßig gehen und im Laufe des Tages nicht mehr als eine tausendstel Sekunde vor- oder nachgehen. Damit ist wohl ein Höchstmaß überhaupt denkbarer Exaktheit erreicht worden. Deutsche Feinarbeit und deutsche Forschung haben die Natur weit übertroffen. I Stellenangebote Zuverlässiges Mdchen für Hausarbeit und Mithilfe im Geschäft gesucht. Färberei Croou, Marburger Straße 40. Deutsche Wochenschau U. a. Die zweite Bildfolge von dem siegreichen Kampf um Kreta Heute Montag Neuaufführung! Lichtspielhaus Täglich 3.30, 5.30, 8.00 Uhr bis Mittwoch, 18. Juni, einschl. ________________________________________________________________2640 A Haupychrtstletter: Dr. Retebrtd) WüheUu Loge. Stellvertretern Haupychrisyeiiers: Ernst BÜrmschri». Verantwortlich für PoM t Bilder: Dr. Kr. W. Lange: für das Feuillewn: Dr. Han« Dhyni IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHII lieber Naturschutz und Naturkunde K'Ä-'dLn mit Den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Berlages, Berlin- Lichterfelde.- Bitte verlangen Sie noch beule von Ihrem Gießener Buchhändler Das ausführliche debil e>te Werbeblatt ssreunde er Natur sind Freunde guter Bücher" iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiminiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiii fleutfditanis größte Baulpachafle ttt Ludwtgsburg-Württ. DeuQb|d]lüHe:1940 über 83 Millionen RM Vertragslumme Verlangen Sie unseren kostenlosen bebilderten Ratgeber R Beratung durch örtliche Mitarbeiter schlaa fast ganz aufholen. 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Sie verändern sich leicht an der Luft. Man benutzt deshalb für die 1 | Vermietungen"] Zu vermieten: sofort oder später niMii« 55 qm ILageiwnp. 100 qm mit Rampe, 1 Lagerraum 100 qm (Keller). Schr. Anfr. unt. 02042 a.d.G.A. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 DamensEBirm Knirps, in der Anlage Gewi gefunden. Aozuholen Ludwms- vlatz 4 in l., abends nach8Uhr üoltilrmkellchsD (wie Kordel gedreht )amFreitag den 13, Juni int Stadtgebiet,evtl. Liebigbau, ver- loren.Abzug.geg. gute Belohn., da Andenken. 02014 Wetzsteinstr, 8 JL Jung. Ehepaar sucht ab sofort oder zum I.Juli 2 Zimmer mil Wonnkiiche. Schr. Ang. unt. 02030 a.d.G.A. M.140 Zweiter Blatt H. W. Sch. !rt .. 'M besovdett günstige -rhabens. gt. Sttiiaa® rtlld) für It: nLr.HE Stuft Süinite deretSR.Üo? I lenleita: HL bnrftfimmei I gttignelki irgmöM Verdunkelungszeit 16. Juni von 21.46 bis 4.58 Uhr. mtziehen. Was übrig bleibt, ist gewöhnlich nur ein aufrichtiger Stoßseufzer aus weiblichem Munde. Kritisch wird die Angelegenheit jedoch, wenn sie Lu Meinungsdifferenzen im Schoß der Familie ihrt. Gerade hat sich der Mer nach dem Abendessen in den Stuhl zurückgelehnt und liest mit Be- lacht die Zeitung, als Mutter im Zimmerwinkel eine Motte entdeckt. Sie wird sofort sagdeifrig, nimmt las zur Hand liegende Staubtuch und pürscht sich lorsichtig an die Beute heran. Aber die Motte reagiert augenblicklich infolge der ihr innewohnen- len Strategie und tritt, nach englischem Vorbild, [inen siegreichen Rückzug an. „Oben am Schrank ■it sie", ruft die Tochter erregt, angestachelt von dem kifer der Mutter, und klatscht ihr'Aufgabenheft mit silcher Gewalt an den Schrank, daß es^drinnen verhängnisvoll klirrt. „Ra, na", brummt der Vater unbillig und blickt für einen Augenblick von seiner Lektüre auf. Aber die Motte freut sich ihres Lebens pd). Rur ist sie vor den vereinten Nachstellungen nn Mutter und Tochter ins Dunkle entwischt. > Der Abendfrieden der Häuslichkeit scheint nun geschert, aber eben will die Mutter einen neuen faben einziehen, um den in Arbeit genommenen |trumpf zu stopfen, da zeigt sich die Motte unverloren auf dem Tisch. Sofort wird der Strumpf zur Angriffswaffe. Er trifft jedoch ins Leere, worauf le Tochter ihr Lineal zückt und einen heftigen kchlag durch die Luft führt. Das-Lineal erwacht je Motte nicht, wohl aber Vaters Zeitung, die da- jirch geräuschvoll in zwei Hälften zerreißt. Vaters topf läuft puterrot an. Es gibt e-irr Donnerwetter ■it dröhnenden Einschlägen, das Mutter und Toch- ir widerspruchslos über sich ergehen lassen. Grol- Hb verzieht sich schließlich das Gewitter, aber die Itotte triumphiert. Für heute abend ist sie gerettet, fcer weiß, was morgen ober übermorgen aus der koche wird. Es ist eben ein Kreuz mit den Mot- a^luiW atgeb« R jetzt mitti ’Mgaber, e Soraud M gefd igenben II ’eit unb j ft der aus 3.Fl lsere d >aß Dielfaj tsche Leid ReidjsM ismorten. J ütiker, i? DissenW des toti » der \A rkten W Mulen isi Problem essanter M stündlich H )eft, bas: )ere aber H n Kolonitt von Bel-s eD bekon^ anibusA ?boS 15 I*1* Aus Oer Gtaöf Gießen Diese Motten ... Es ist ein Kreuz mit den Motten. Jetzt, wo sie gewissermaßen den Punkten der Kleiderkarte zuleide gehen, schon ganz und gar. Die Hausfrauen ver- uchen, ihnen mit List und Tücke beizukommen, sie 'iihren den Kampf gegen sie mit beachtenswertem : Srfer, aber nie gelingt es ihnen ganz, sie auszu- .rotten. Vielleicht haben die Motten zur Erhaltung hrer Art eine besondere Intelligenz entwickelt, viel- .eicht sagt ihnen sogar triefer tägliche Kleinkrieg zu, jiuf jeden Fall behaupten sie sich mit geradezu zynischer Aufdringlichkeit. Kaum ist eine von ihnen mter den wuchtigen Schlägen einer zarten Frauenbund zu ihren Vätern versammelt worden, so schwebt schon die nächste heran, um sich aber sofort hüt elegantem Schwung dem drohenden Schlage zu le t. i. i * StiJ Oer h. ' ÄUrSQiil2 ? des M S ä „S, g * I '■ Md 1-m jJ na* । wrlojl Z- lieber 154,75 1 ’gt SBonl Divideitzl eitsinark,, u) einem ij "ter M e N au: erhöhter z che über] oeränberj Vornvttzen. Tageskalender für Montag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 Uhr im Gloria- -alast, Seltersweg: „Großer Bunter Abend". — loria-Palast, Seltersweg: „Das Mädchen von inö" (nur Nachmittagsvorstellungen). — Licht- jelhaus, Bahnhofstraße: „Befreite Hände". rtyliiiksmann mddeh Ein Tausender beim Fünfziger-Abend. Bei dem Abend der „Fünfziger 1891/1941" am amstag im „Burghof" konnte der Loseverkäufer ir NS.-Reichslotterie für das Kriegshilfswerk wie- kr viele feiner beliebten Lose absetzen und manchen 6‘roinn auszahlen. Zur allgemeinen Ueberraschung cg dabei ein Alterskamerad den seltenen Gewinn in 1000 Reichsmark. Außer zwei Gewinnen von je 500 RM. in dem ; i'ten Monat dieser Lotterie konnte die Geschästs- »ille Gießen bereits über 10 000 RM. an Gewinnen hur Auszahlung bringen. H Oie List des Kaisers. Erzählung von Hans Bethge. Ißenn ein deutscher Kaiser in Nürnberg Hoflager jiiilt oder gar einen Reichstag einberief, so quoll !|ii mit grünen Reisern und Fahnen geschmückte IBtabt über von Menschen, die herbeigeströmt waren, ;|r den Kaiser zu sehen, den mannigfachen glänzender Schauspielen beizuwohnen oder auch um Ge- wbifte zu machen. Neben wohlhabenden Leuten ■[legte sich viel kleines Volk einzustellen, bis hinab ■i den Quacksalbern, Wahrsagern und Besitzern von Mchrmarktsbuben, die sich alle einen Vorteil von festlichen Tagen in Nürnberg versprachen. U Zu dem Reichstag, den Kaiser Rudolf I. für das kr)r 1274 einberufen hatte, war auch ein wohl- jcv ender Kaufmann namens Arnegg aus der da- icls blühenden Freien Reichsstadt Memmingen ge- inmen. Da die großen Nürnberger Gasthäuser bis ir die letzte Kammer besetzt waren, nahm er in m=r kleineren Herberge Wohnung. Bei seiner An- . hr ft übergab er dem Wirt einen Säckel mit zwei- 1 it-bert neugeprägten Silbergulden zu sorgsamer il^bewahrung. Dann ging er feinen Geschäften | - Ütach einigen Tagen ersuchte er den Wirt, ihm fiten Säckel herauszugeben, da er einen Teil des toes betätige. Der Wirt sah ihn verwundert an in' fragte, was dieser Unfug bedeuten solle, denn ’ 3abe nie einen Säckel mit Silbergulden erhalten. - .Macht keine Späße", erwiderte Herr Arnegg ijtrt, „ich habe Euch bei meiner Ankunft einen Beitel mit zweihundert Gulden in Verwahrung ge- l|?ten; ich brauche sie jetzt also, gebt sie heraus. , ,Jhr haltet mich nicht nur zum besten", meinte Vx Wirt, „sondern es liegt Euch offenbar daran, | Me, er habe sich, wie immer in solchen Fallen, <>[ die Ehrlichkeit des Wirtes verlassen. Der Richter itgte bedenklich den Kopf und gab zur Antwort, «lettener Anzeiger (Lenernl-Anzeiger für vberhefien) iliontng.th.^unilOHI Umtausch von Brot- in Zuckermarken. Zu dem kürzlich ängefünbigten Umtausch von Brot- in Zuckermarken werden nunmehr vom Reichsernährungsministerium die Durchführungsbestimmungen veröffentlicht. Alle Versorgungsberechtigte erhalten die Möglichkeit, Brotkarten (Reichsbrotkarten für alle Verbrauchergruppen, Brot-Zu- fatzkarten für Sckiwer- und Schwerstarbeiter, Zulagekarten für Lang- und Nachtarbeiter) oder deren Einzelabschnitte sowie Einzelabschnitte der Reichskarten für Urlauber und Reise- und Gaststättenmarken für Brot — im folgenden zufammensassend als Brotmarken bezeichnet — in „Reichszuckermarken" umzutauschen. Der Umtausch erfolgt bei den Ernährungsämtern (Kartenstellen). Die Reichszuckermarken berechtigen entsprechend ihrem Aufdruck zum Bezüge von 125 Gramm Zucker. Der Umtausch erfolgt im Verhältnis 1:4, d. h. die ausgebenden Stellen werden für Brotmarken in einer Menge von 500 Gramm eine Reichszuckermarke zu 125 Gramm ausgeben. Mengen unter 500 Gramm Brot werden beim Umtausch nicht berücksichtigt. Umgetauscht werden Brotkarten der 23., 24. und 25. Zuteilungsperiode (5. Mai bis 27. Juli) in der Zeit bis zum 2. August 1941. Brotkarten der 26. und 27. Zuteilungsperiode (28. Juli bis 21. Sep- Der von Kreisleiter Backhaus gegründete Kreis- arbeitsausschuß der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH), der vor Jahresfrist erstmals in Bad- Nauheim zusammentrat, hatte am Samstag im Botanischen Institut in Gießen seine Jahres- tagung 19 4 1. Vertreten waren alle im Kreis Wetterau in der Heilpflanzenbeschaffung mitarbeitenden Stellen: die Landratsämter, ine’ Kreisschulämter, die Kreiswaltung des NS.-Lehrer- bundes und die Abschnittswalter des NSLB., die NS.-Frauenschaft, die Hitler-Jugend und die Leiter der Bezirkssammelstelle RfH., die in 13 Orten des Kreises Wetterau eingerichtet sind. Die Tagung bot für die allenthalben im Gange befindliche Heilkräuterernte 1941 wertvolle Anregungen und vermittelte den Eindruck, daß im Kreise Wetterau auch auf dem für die Kriegswirtschaft und Volksgesundheit so wichtigen Gebiet der Heilpflanzenbeschaffung zielbewußt und planmäßig gearbeitet wird. Kreisleiter, Backhaus, der Leiter des Kreisarbeitsausschusses, eröffnete die Tagung mit herzlichem Willkommen an alle Mitarbeiter und mit überzeugenden Ausführungen über die Bedeutung und Wichtigkeit der Heilkräutersammlung. Er entbot Landrat Dr. Lotz (Gießen) besonderen Gruß und dankte für die bisher und vor allem im abgelaufenen Jahre im Kreise geleistete erfolgreiche Arbeit dem Kreissachbearbeiter, Lehrer Oßwald (Bad-Nauheim), der nach kurzen geschäftlichen Mitteilungen den Dank weitergab an alle die Stellen, die die Arbeit mit Rat und Tat unterstützt und gefordert haben. Er nannte insbesondere den K r e i s l e i t e r, der der Heilkräuterbeschaffung sein besonderes Interesse zuwendet, ferner die Kreis- schulräte, die Kreiswaltung des NSLB., die Be- zirkssammelstellenleiter und nicht zuletzt die Schulen und sonstigen Sammlereinheiten, deren verständnisvoller Einsatz und vorbildliche Bereitschaft erst den Erfolg verbürgt haben. 18 Schulen des Krei- s e s sind vom Kreisleiter für besonders hervorragende Leistungen in der Vorjahresarbeit durch Überreichung wertvoller Buchgaben ausgezeichnet worden, und zwar: Großen-Buseck, Beuern, Ober- Erlenbach, Nieder-Wöllstadt, Schwalheim, Ockstadt, Ober-Rosbach v. d. H., Burkardsfelden, Burgholzhausen, Reiskirchen, Gonterskirchen, Fauerbach v. d. H., Münster bei Butzbach, Nonnenroth, Massenheim, Harbach, Bönstadt, Saasen, Grünberg. Mit über 8000 Kilo (160 Zentner) Trocken- g u t an etwa 40 verschiedenen Heil- und Teekräutern, mit größeren Mengen an Wildfrüchten (Hagebutten u. a.) und fast 30 0 Zentner Roßkastanien für die Wildfütterung hat der Kreis Wetterau sein Ergebnis von 1939 vervierfacht und sich mit den Kreisen Bergstraße teniber) werden in der Zeit bis zum 30. September 1941 eingetauscht. Dabei ist es unerheblich, ob die Brotmarken noch gelten ober bereits verfallen find. Bis zu dem genannten Zeitpunkt können auch, die Reise- und Gaststättenmarken sowie die Einzelabschnitte der Heichsmarken für Urlauber in Neichs- zuckermarken umgetauscht werden. Die Entgegennahme von Einzelabschnitten aus früheren Zuteilungsperioden und die Ueberschreitung der Einlösefristen ist untersagt. Die Reichszuckermarken verlieren entsprechend ihrem Aufdruck mit Ablauf des 31. Oktober 1941 ihre Gültigkeit und dürfen nach diesem Zeitpunkt nicht mehr entgegengenommen werden. Der Beginn der Umtauschaktion in den einzelnen Bezirken wird örtlich von den Ernährungsämtern bekanntgegeben, sobald sie im Besitz der Reichszuckermarken sind. Diejenigen Versorgungsberechtigten, die ihre Brotmarken nicht voll benötigen, aber auch keinen zusätzlichen Zucker wünschen, werden gebeten, wie bisher ihre überschüssigen Brotmarken der NSV. zur Verfügung zu stellen, damit diese auch weiterhin den Volksgenossen helfen kann, die auf Grund besonders gelagerter Verhältnisse gern mehr Brot verzehren mochten, als sie auf ihre Karten erhalten. und Bingen an die Spitze der 26 Kreise des Gaues gestellt. Das konnte man dem Jahresbericht des Kreissachbearbeiters entnehmen, der anschließend noch zu wichtigen und dringlichen Aufgaben des diesjährigen Einsatzes sprach, der Schulen und Hitler-Jugend mit besonderen Ausgaben betraut hat. Im Auftrage der Gauleitung überreichte Kreisleiter Backhaus dann noch „als Anerkennung für hervorragenden Einsatz bei der Einbringung der Heibkräuterernte 1939" eine Urkunde der Reichsarbeitsgemeinschaft für HeilpflanAenkunde und Heilpflanzen!; eschaffung den Schulen Großen-Buseck, ÄNdenftruth, Schwalheim und Ockstadt, sowie dem Kreissachbearbeiter Lehrer Oßwald (Bad-Nauheim). Die Tagung fand ihren eindrucksvollen und erlebnisreichen Höhepunkt mit Einern Lichtbildervortrag des Dozenten Dr. Heidt vorn Botanischen Institut der Universität Gießen, der als wissenschaft- Sckulen und HI. stehen in' diesem Sichre gemein- sam im Einsatz in der großen Heilkräutersammelaktion. Diese Heilkräuteraktion ist nicht als schulfremde Aufgabe zu werten, sondern als ein wesentlicher Faktor der Erziehung zum volksbewußten deutschen Menschen. Der deutschen Schule sind eine ganze Reihe kriegswichtiger Aufgaben gestellt, von denen die Heilkrä"terbesckaffnnn 'm Kriea nnh Frieden an erster Stelle steht. Für die diesjährige Sammelzeit h-at die hessische Landesregierung an- geordnet, daß alle Schulen, auch die höheren, sich in den Dienst der für die Krieaswirtschaft und die Volksgesundheit wichtigen Arfaabe stellen und mindestens einen der monatlichen Unterrichtsgänge zum Sammeln benuhen. Darüber hinaus gilt selbstverständlich noch die Bestimmung der Vorjahre, nach der auch an schulfreien Nachmittagen und während der Ferien gesammelt werden soll. Die Schulen können nicht sammeln, was sie wollen und was ihnen vielleicht besonders gelegen ist. Dem Kreise Gießen ist ein besonderes Kontingent gestellt, das in diesem Jahr beachtet werden muß. Zur Zeit ist besonders wichtig das Einbringen von Maikraut (Waldmeister), das noch während der ganzen Blütezeit geerntet werden kann. Der Kreis Gießen hat davon mindestens 300 Kilo Trockengut aufzubringen, was nicht schwer halten dürfte, wenn etwa Versä"umtes sofort nachgeholt wird. Gesammelt wird das ganze Kraut. Die Trocknung erfolgt im Schatten auf luftigen Dachböden auf Papierunterlagen, die infolge An- licher Berater dem Krcisavbeitsausschuß RfH. an* gehört, über „Heilpflanzen Hessen-Nassaus in ihrerpflanzengeographischen Verbreitung und gegenwärtigen Verwendung in der Volksmedizi n". Dr. Heidt hat seit etwa zehn Jahren im (Bau Hessen- Nassau in 1270 Gemeinden Untersuchungen über die Verbreitung der einheimischen Heilpflanzen und ihre Stellung in der Volksmedizin durchgeführt und ilt dabei zu sehr wertvollen Ergebnissen gekommen. In dem bearbeiteten Landschaftsraum sind in der Volksmedizin gegenwärtig noch 270 Heilpflanzen! bekannt, die bei Erkrankung des Menschen und der Tiere häufigste Verwendung finden. An zahlreichen Beispielen wies der Redner nach, wie auch heut^ noch in unserem Landvolk lebendige Naturoerbun'- denheit maltet, die am besten in den treffenden Dolksnamen zum Ausdruck kommt, die der deutsche Bauer in seiner schöpferischen und bildreichen Gestaltungskraft gefunden hat. An Hand von ausgezeichnetem Lichtbildmaterial machte Dr. Heidt mit einer stattlichen Reihe von Heilpflanzen, Verbreitungsgeschichte und volksmedizinischen Verwendung bekannt. Die Forschunaen des Vortragenden, die zugleich einen reichen Beitrag zu hessen-nassauischen Volkskunde darstellen, sind äußerst aufschlußreich; sie finden in der Medizin und in der Tierheilkunde besondere Beachtung und werden bei der geplanten Fortführung der wissenschaftlichen Untersuchungen durch Gießener Forscher bestimmt noch zu weiteren wertvollen Ergebnissen führen. Der Redner, der fesselnd und für jedermann verständlich sprach, erhielt für feine Darlegungen lebhaften Beifall und den besonderen Dank des stellnertretenden Kreis- walters des NSLB., Studienassessor Jost (Hungen), der im Auftrage des Kreisleiters dann den allgemeinen Teil der Tagung mit dem Führer gedenken beschloß. Anschließend führte Dozent Dr. Heidt die zahlreichen Teilnehmer in anregender Weise durch die Heilpflanzenabteilung des Botanischen Gartens. Dann führte der Kreissachbearbeiter mit den Bezirkssammelleitern noch eine wichtige Besprechung durch. Die praktische Arbeit wurde besprochen und dabei ein Ueb erb lick aller Erfahrungen und Planungen gegeben, die die Gewähr für die erfolgreiche Durchführung der Sammeltätigkeit in diesem Jahre bieten. Auf Monivr.en Wunsch des Kreisleiters und der NSLB.-Kreiswaltung finden in nächster Zeit in den Abschnitten des NSLB Lehrerversammlungen statt, die neben anderen Fragen vornehmlich der Heilkräutersammelaktion 1941 dienen' werden. nähme, des Waldmeisterduftes für die Trocknung anderer Pflanzen nicht mehr verwendet werden können. Die fertige Droge siebt dunkler aus Und duftet stärker als das frische Kraut. Wo in höheren und weniger belichteten Lagen des Kreises noch der Weißdorn blüht, sollten die Schulen unverzöglich an das Sammeln der Blüten gehen, denn auch von dieser Droge hat der Kreis größere Mengen aufzubringen. Zu ernten sind die ganzen D olden risp en des stumpfblättrigen, mehrgriffeligen Weißdorns (Crataegus oxvacanfha) und in sehr dünner Lage zu trocknen. Die Blüten müssen am Ende weiß dzw. elfenbeinfarbig aussehen. Dringend sammelwichtig sind zur Zeit auch die goldgelben Blüten des Besenginsters (Saro- thamnus scoparius). Die Sammelvorschrift haben wir vor einigen Tagen bereits im „Gießener Anzeiger" veröffentlicht. Zu den dringlichsten Aufgaben gehört im Augenblick auch das Sammeln von Holunder- und von Klatschmohnblüten. Vom Holunder (Sambucus nigra) ist nur bei völlig trockenem Wetter die ganze Blütendolde durch Abschneiden des Hauptstiels dicht vor der Verzweigung zu ernten. Die Trocknung erfolgt durch 'Aufhängen auf Schnüren. Die fertige Droge muß weiß bis elfenbeinfarben aussehen. Vom Klatschmohn werden die roten Blütenblätter ohne die schwarzen Staubgefäße gepflückt, und zwar nur von unserem gewöhnlichen großblütigen Feldmohn. Nach der Der Kreisarbeitsausschuß RfH. in Gießen. feine Sache stünde leider schlecht; denn ohne einen deutlichen Beweis könne man gegen den Gastwirt, der unbescholten fei, nicht erfolgreich vorgehen. Arneggs Empörung wuchs; er merkte, daß er von dem Richter nicht viel zu erwarten hatte; und während er nun erregt und in übelster seelischer Verfassung durch die von Menschen durchfluteten Straßen wanderte, kam ihm der erleuchtende Gedanke: der Kaiser muß dir helfen. Er setzte einen Brief auf, in dem er mit kurzen und klaren Worten auf ehrerbietige Art seine sonderbare Lage schilderte, und trug das Schreiben persönlich auf die Burg. Schon in der Frühe des nächsten Morgens erhielt er den Bescheid, daß er sich um die Mittagsstunde in dem Audienzsaal der kaiserlichen Burg einzustellen habe. Er kam und traf zu feiner Verwunderung in dem Saal schon eine ganze Reihe anderer Bürger an, die alle zum Empfang geladen waren. Sein Staunen nahm zu, als er auch den diebischen Gastwirt unter den Erschienenen erblickte. Dieser, nicht ahnend, wie er zu der Ehre einer solchen Einladung kam, hatte ein besonders kostbares Gewand angelegt und trug ein schönes, pelzverbrämtes Barett in der Hand. Arnegg stellte sich im Hintergrund auf und fo, daß er von dem Wirt nicht bemerkt werden konnte. Der Kaiser kam, alles verneigte sich, er unterhielt sich heiter und ungezwungen mit diesem und jenem. Als er zu dem Gastwirt kam, bewunderte er dessen üppiges Gewand und meinte scherzend, man sehe, daß es ihm gut ergehe, denn ein so edles Pelzbarett, wie er da in Händen habe, fei würdig, auch von einem Kaiser getragen zu werden. Er nahm das Barett, setzte es sich lächelnd auf und ging weiter. Der Gastwirt war glücklich, vom Kaiser in solcher Weise ausgezeichnet zu werden und sagte sich voll Selbstvertrauen, daß sein Barett von nun an einen historischen Wert besitzen würde. Kaiser Rudolf begab sich aus dem Kreise feiner Umgebung für einen Augenblick in ein anstoßendes Kabinett, wo er das Barett einem Diener überreichte, der über die Angelegenheit unterrichtet war. „Geh also", unterwies ihn der Kaiser, „sage zu dem Weibe des Betrügers, du kämest von der Burg, und sie solle das Barett ihres Mannes gegen seinen besten Hut umtauschen; auch solle sie dir den Beutel mit den zweihundert Silbergulden geben, da der Kaiser die Prägung der neuen Münzen in Augenschein zu nehmen wünsche." Der Diener ging; das Weib, stolz, von einem Diner in kaiserlicher Livree ausgesucht zu werden, dachte sich bei der Bestellung nichts Arges, tauschte das Barett gegen den gewünschten Hut um und gab den Beutel heraus. Triumphierend kehrte der Diener auf die Burg zurück. Er trat in den Audienzsaal und übergab den prall gefüllten Säckel seinem kaiserlichen Herrn. Dieser trat sogleich an den Wirt heran und fragte, während eine atemlose Stille im Saale herrschte, mit lauter und strenger Stimme: „Kennst du diesen Säckel, den dir ein ehrenwerter Mann zur Aufbewahrung gegeben hat, da er an deine Ehrlichkeit glaubte?" Dem Wirt war, die Decke des Saales stürze über ihm zusammen; er wurde weiß wie Kreide; Funken stoben vor seinen Augen; er wußte: jetzt ist alles verloren. Einer Ohnmacht nahe, warf er sich dem Kaiser zu Füßen und flehte mit halb erstickter Stimme um Gnade. Amegg trat hervor, verneigte sich tief vor dem Kaiser Rudolf und sprach: „Majestät, mein Wirt hat schändlich an mir gehandelt, doch bitte ich ihn zu schonen, damit er Gelegenheit findet, zu zeigen, daß er der Besserung fähig ist." „Gut", sagte der Kaiser, zu dem Knienden gewendet, „bu hast den Tod durch den Strang verdient, denn du bist ein Schurke. Unb wenn ich dich am Leben lasse, so verdankst du es der Fürsprache deines Gastes, der dir eigentlich feindlich gesinnt sein sollte. Als Strafe gehst bu einen Monat in ben Kerker unb zahlst nicht zweihundert, sondern vierhundert Sllbergulden in die Kasse dieses selben Mannes, den du so niederträchtig betrogen hast. Steh auf unb bessere bich." Ein Gemurmel lief durch die Schar der Bürger; einige klatschten beifallspendend in die Hände, bann taten es viele, unb schließlich erbrauste der ganze Saal von begeisterten Händeklatschen der versammelten Menge. Der Kaiser erhob seine Hand, grüßte die Anwesenden und verschwand mit ernster Miene in der Tür, durch die er gekommen war. „Bis in hie Puppen." Die uns heut^ geläufige Redensart „Bis in die Puppen", mit der wir eine sehr weite Entfernung unb im übertragenen Sinne überhaupt eine Ueberschreitung des normalen Maßes bezeichnen, ist in ihrem Ursprung gewiß den meisten, die sie anwenden, völlig dunkel. Die eigentliche Bedeutung der Redensart hängt mit der Entstehung des Berliner Tiergartens und mit dem genialen Baumeister Friedrichs des Großen, Knobelsdorff, zusammen. Knobelsborff fiel auf Befehl feines Königs bie Aufgabe zu, bie schon Friedrich I. in Angriff genommen, aber nicht durchgeführt und sein Nachfolger ganz aufgegeben hatte, aus dem Wildgehege des Tiergartens einen Lustpark nach französischem Muster zu schaffen. Für den Baumeister, dessen zartes und tiefes, in seiner Zeit ziemlich alleinstehendes Naturempfinden wir in seinen fast impressionistisch gesehenen Landschaften mitfühlen können, war das eine willkommene Aufgabe. Er wohnte selbst in der „Meierei", jenem kleinen von ihm erbauten Landhaus beim Schlosse Bellevue. In der Nähe dieser idyllischen Besitzung schuf er den „Großen Stern" und die Charlottenburger Chaussee. In Hellen Scharen zogen von nun an die Berliner in den früher so unwirtlichen und ungangbaren Tiergarten, um die neu angepflanzten ausländischen Akazien zu bewundern oder bis zur „Fasanerie", dem heutigen Zoologischen (Barten, zu pilgern, wo dic seltenen, vom Rittmeister Chasot besorgten böhmischen Faisanen allgemeines Entzücken erregten. Erstauntes Kopfschütteln und manchen Witz aber riefen bie sechzehn „Puppen" hervor, mychologische Figuren, die Knobelsborff am Großen Stern zwischen den nach französischer Art gestutzten Hecken hatte aufttellen lassen. Diese Bildwerke, deren gelehrten allegorischen Sinn man nicht verstand, wurden viel besprochen. 21ber nur rüstigen Spaziergängern war es möglich, ihre Tiergartenwanderung „bis in die Puppen" auszudehnen, denn die Entfernung vdm Mittelpunkt der Stadt war groß, und der Fußweg so sandig, daß man nur langsam unb mühselig vorwärts kam. So entstand für eine weite Entfernung der Ausdruck „bis in die Puppen", unb er wurde bald in witziger Weise auch in anderem als räumlichen Sinne gebraucht unb erhielt rasch jene Ausprägung, die er noch heute hat. C. K. lieber Weise wurde die gut verlaufene Musterung geschlossen. * bet würbe, hierzu Materialien unb einige Kisten in Drarch geraten. Die sofort herbeigerufene Feuerwache löschte den S.Upori Devtschtand-Kroatien 5:1 (1:1) (Nachdruck verboten.) 5. Fortsetzung. Satz reizt Brigitte zum er: nicht fahren. (Fortsetzung folgt.) Mutter würbe sich bestimmt freuen.' den ihm dankbarer Beifall gegeben würbe. In ub- für ine Beseitigung aller Gefahrenquellen. In diesen Tagen sind es fünfzig Jahre.seit dem Tage, da von einigen Marine-Vereinen tm Reich der Marinebund gegrünbet wurde. Die Marine- Karyeradschaft Gießen, bie im Jahre 1892 gegrun- >e gehört dem Marinebund seit dem Jahre An ben Bundesführer, Konteradmiral Schwanenteich. iri _ ** § i n kleiner Branb entstand am L>ams- ta4ir°chmitt°4 in einem offenen überdachten Schup- pen im Hofe des Grundstücks Weichftratze 7 Auf bis jetzt noch unbekannte Weise waren dort Pack- Nachmittag! Draußen! Irgendwo am Meer! Nissen reitet neben Brigitte Lind über den weißen Sand. , Wundervoll ist so ein Ritt zu zweien. Man mutz Reiter sein, um das nachfühlen zu können. Vielleicht ist es der Blick aus dem Sattel, von oben her, der den Dingen eine neue Form gibt und sie dem Kerzen in anderer Form nahebringt, vielleicht ist es der Rhythmus des Tierschrittes, der in den Rhythmus des Menschenblutes hinuber- schwingt und es bewegter pulsen läßt. Wer kann das ergründen? Aber das eine ist sicher, auf dem hohen Pferderücken ist man ein anderer Mensch als auf der Schuhsohle und der Flachheit des Fußgängers. Wenigstens scheint es Nisten so. Und als er Brigitte seine Gedanken mitteilt, da zeigt sie ihre Zähne und lacht ihn so recht von innen heraus an. Sie reiten dicht nebeneinander. Manchmal klirrt Brigittes Steigbügel gegen den Nistens. Manchmal drängen die Pferbeleiber zusammen, daß die Knie der beiden jungen Menschen gegeneinander» streifen. Dann geht ein unbewußtes Lächeln um Nistens Mund und Brigitte starrt geradeaus. Sie reden über alles und über nichts. Heber Nachbarn. Heber bie Arbeit, lieber Pläne. Unb wieder über bie Menschen. Es ist ja gleich, wovon man spricht. Hauptsache ist, baß man nebenein» anber herreiten kann unb sich nahe sein bars. „Wenn mein Vater uns hier sähe!" lacht Brigitte plötzlich auf. „Oder bemerk" „Was mag schon babei sein?" wehrt sich Nissen gegen ben Gedanken. Aber ihm ist nicht ganz wohl babei. Brigitte sieht die herbe Falke, die sich dabei um seinen Mund legt, aber sie läßt den Gedanken Alles, was mit uns stimmt ein Greuel." Aber gerade dieser übersah. „Ich verstehe nicht, was der Mann bei euch ZU suchen hat?" sagt Nissen endlich. Brigitte lacht wieder. „Zu suchen? Wahrscheinlich gar nichts. DtelleiM eine Laune von Papa, wie so oft, wenn er sein« Geschäftsfreunde befiehlt." Nissens Stimme wird erregt. „Der Betriebsleiter der Dominik-Werst hat keine Geschäftsfreundschaft mit unserem Konkurrenten ausreiten?" - A Einen Augenblick stutzt Nisten. Dann kommt auj? in seinen Blick wieder ein bißchen Glanz zuriv urch er sagt: . „Das ist doch etwas ganz anderes. Wir veu.« — du und ich." „Was hast du?" fragt sie arrlo?. Nissen antwortet nicht gleich. Er braucht^ em Monatsmusterung der Marine-Kameradschast. Im Marineheim an der Lahn hielt die Marine- Kameradschaft am Samstag ihre Iuni-Monats- mufterung ab. Der Kameradschaftsführer wies zu Beginn der Musterung auf den siegreichen Kampf des Schlachtschiffes „Bismarck" mit dem größten Schlachtkreuzer der englischen Flotte ,,$oob' hm, der für immer ein Ruhmesblatt in der Geschichte der deutschen Kriegsmarine bleiben wird. Er sprack) weiter vom Heldenhasten Untergang der „Bismarck nach tapferem Kampf gegen feindliche Hebermacht. Den für das Vaterland hierbei gefallenen Käme- roden galt der ehrende Gruß der Versammlung. Sportlehrer Melcher in Gießen. Wie auf ollen Sportgebieten, so geht auch im Fußball die Schulung weiter. In der kommenden Woche leitet Melcher Trainingsstunden in Gießen, Watzenborn-Steinberg und in Wetzlar. Hierzu sind alle Aktiven und Jugendlichen zusammengefaßt. Der Ruf Melchers als Sporttehrer ist die beste Gewahr dafür, daß diese Hebungsstunden eine weitere Forderung unserer Spieler bedeuten. Am Dienstag und Mittwoch finden die Trainingsstunden auf dem Waldsportplatz statt. Oie Fußball-Gebietsmeisterschost Heffen-Tlaffau. Bann 81 — Bann 116: 3:2 (0:2). Der Bann 81 Frankfurt a. M. gewann gestern in Bad Hornburg durch einen 3:2- (0:2) Sieg über den Bann 116 (Gießen) die Fußballmeisterschaft des Gebiets Hessen-Nassau. 4.r-Sieg der Gießener Stadt- mannschast in Marburg. Die Dominiks. Roman von Hellmuth Nl. Böttcher. *♦ Freiwillige S p o r td i e n st g r u p p e Rollschuhlaufen. Ab sofort beginnen die Hebungsstunden für Rollschuh laufen jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr auf der Rollschichbahn am neuten Widerspruch. „Wie sehr du dich da irrst, kann ich btr sogar beweisen", meint sie. „So? Wie willst du das tun?" „Durch Lietzendors/ Nissen glaubte nicht recht zu hören. „Durch Lietzendors?" fragt er. „Wie kommst du gerade auf unseren Betriebsleiter?" „Weil er vorige Woche zum Tee bei uns war!" Sie kitzelt ihrem Pferd mutwillig mit der Gerte das Ohr und amüsiert sich» wie das Tier ärgerlich zuckt. „Vater sagt, er sei ein bißchen Streber. Ich kann Streber nicht besonders gut leiden." Dabei dreht sie sich lächelnd im Sattel zu ihrem Begleiter um, der um eine halbe Pferdelänge zu- rückgeblieben ist. „Nanu, du redest ja kein Wort?" fragt sie bann. „Wie kommt gerade Lietzendors zu euch?" meint zukommen." Nissen brummte etwas vor sich hin. Brigitte kann es als eine Frage verstehen und plaudert weiter. „Toll, was die Leute jetzt auf der Technischen Hochschule machen. Es hat mich kolossal interessiert. Vor allem das Steckenpferd von Professor Erik. Er ist Spezialist für Brennstofffragen. Weißt du, woran er mit Lietzendors gearbeitet hat? Du weißt es natürlich nicht. Sie wollten versuchen, die bei der Verbrennung entstehende Kohlensäure wieder zum Zerfall zu bringen. Das würde nämlich bedeuten, daß man die Kohle noch ein zweites Mal ober, wenn du fo willst, noch unendlich viele Male verbrennen könnte. Papa sagt, das wäre die wunderbarste Erfindung, die sich denken läßt." Ihr Begleiter antwortet noch immer nicht. Er hält weiter seinen Braunen so, daß seine Steigbügel gerade unterhalb des Schimmelmaules hän- gen. w . . „Du bist heute so langweilig", schilt Brigitte schließlich und gibt ihrem Pferd die Sporen, daß es mit einem Satz wieder mit Nissen die gleiche Höhe erreicht und sie fein Gesicht von der Seite her sehen kann. Er ist blaß und zeigt eine seltsam verhaltene Spannung. Die Frage seines Vaters von neulich fällt ihm ein. „Traust du Lietzendors?" Unb die eigene Antwort. „Ich möchte mich für ihn verbürgen." Sollte sein Vater doch richtiger gesehen habens Was hatte der Betriebsleiter der Dominik-Werit in der Familie Lind zu suchen? Die geschäftliche Gegnerschaft der beiden Wersten war ebenso stadt- befannt wie die persönliche Feindschaft ihrer Leiter Es gehörte schon eine ganze Portion Taktlosigkeit — wenn nicht Schlimmeres — dazu, daß Lietzen- dorf die durch seine Stellung gezogenen Grenzen Minifter > Der Natts ? 1805 i S Echlai «ft bec y« täi hbe "-jenen Wen ni Lworbi ’Nen C eil m $uf°i •Soweit Hausfrauen, seid sparsam im Verbrauch von Papier! Sammelt Altpapier! Schulkinder, holt die Altstoffe aus allen Haushaltungen ab! gezeichnet zu Gehör gebracht. Der starke Beifall machte einige Zugaben der Sänger notwendig. Bei dem Konzert wirkte auch der älteste Sanger, Herr Arnold mit. Den verwundeten Soldaten wurde mit dieser Darbietung eine besondere Freude bereitet. In einem anderen Lazarett gab der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung des Musikzug- sührers, Obersturmführer ermann, em Konzert, bei dem der Musikzug, wie immer, mit ausgezeichneten musikalischen Darbietungen aufwartete. Starker Beifall der Hörer bekundete den SA.-Kameraden den herzlichen Dank' der Soldaten für die schone unb frohe Stunde der Musik. ©er Tag der Städtewappen. Untere Jugend hat am Samstag und Sonntag wieder eine große Sammelschlacht geschlagen. Diesmal galt es, die zwanzig schönen Städtewappen aus den wieder zum Reich gekommenen Gebieten zugunsten des Vereins für das Deutschtum im Auslande (VDA.) zu verkaufen, und man muh sagen, daß die Jungen und Madel keinen- des Weges ziehen ließen, der nicht am Knopfloch ein oder mehrere Wappen hatte. „Krakau hawwe Se schon, Straßburg misse Se noch mitnemme ...! Was wollte man da schon machen? Man nahm Straßburg, Graz, St. Vith, Metz, Luxemburg und viele andere, so daß ein schöner Ertrag für die Ausländsdeutschen zu erwarten sein durfte. Viele Jungen und Mädel gingen auch in die Hauser, und mancher Groschen rollte dabei in die klappernden Büchsen. unterhalten." . _ . Brigitte hängt sich die Zügel über ben Arm uiu> hält sich lachend beide Ohren zu. . „Huh!" macht sie. „Wie bas klingt! Schließt ist Papa doch in eurem Aufsichtsrat." Aber Nissens Gesicht wird noch finsterer. erinnerst da an eine Tatsache, bie- mir 2)ominif’ nicht als angenehm empfinden, Brigitte. Aber selbst, wenn dein Vater unseren Betriebsleiter mir als Aufsichtsrat eingelaben hätte, bann wäre o®* genau so wenig taktvoll wie fein Verhalten, dem er uns überhaupt zu dieser meinem 33ater leöj . unerwünschten Zusammenarbeit gezwungen hm- , Brigitte schürzt die Lippe —. „Wenn du die Dinge so ansiehft, bann ist & wohl auch eine Sünde, wenn wir beide zusammen Dubac vermochte nur durch ein Vergehen den sicher cheinenden Treffer abzuwehren. Den Freistoß von der Strafraumgrenze hob jedoch Lehner geschickt über die „Mauer" in das linke Toreck, wodurch der verdiente Ausgleich erzielt war. Gleich darauf bekam der gewandte kroatische Schlußmann Glaser eine neue Gelegenheit, sich auszuzeichnen, als er bei einem Schuß von Lehner ben Ball noch ab« schlagen unb im gleichen Augenblick eine Bombe von Mock unschädlich machen konnte. Knapp vor dem Pausenpftsf war Willimowski dicht vor dem ersehnten Ziel, aber erneut paradierte Glaser in meisterlicher Art. Sofort mit dem Wiederonstoß befand sich der deutsche Angriff in der Hälfte der Kroaten, und schon in der fünften Minute muhte Dubac ben vorstürmenden Walter glatt umlegen, um ein sonst kaum vermeidbares Tor zu verhindern. Wieder war es Lehner, der den Strafstoß zum 2:1 verwandelte. Gutgemeinte Gegenstöße der Gäste fanden unsere Abwehr auf dem Posten. Allmählich entwickelte sich eine klare deutsche Heberlegenheit, die in der 19. Minute zum dritten und schönsten Tor des Tages führte. Fiederer war nach gutem Zuspiel mit dem Leder davongezogen, und feinen Flankenball beförderte Walter mit Kopfstoß unter die Latte des kroatischen Tores. Nur sechs Minuten später war der vierte Treffer fällig. Diesmal brannte Hanr eiter durch und kämpfte sich bis in die erste Linie vor. Den rechtzeitig und geschickt abgegebenen Ball erwischte Willi- mowfki, der unhaltbar einschoß. Nur riesiges Schußpech Hahnemanns, der Glaser einfach nicht überwinden konnte und einmal hart neben dem Pfosten das Seitennetz traf, verhinderte neue Derlusttreffer der Gäste. Auf der anderen Seite war Wölfl nicht glücklicher, als nach seinem Schuß aus günstiger Stellung der Ball hart am Pfosten vorbeistrich. In der 34. Minute gab Schmaus einen Freistoß mit weitem Abschlag vor das Tor des Gegners. Willi- Besuch einfällt. Dann kommt er herübergestürzt, trinkt stehend eine Tasse Tee, spricht ein paar Worte, die meistens nicht zur allgemeinen Unter« Haltung passen unb höchstens Verwirrung anrichten — unb schon ist er wieder weg." Wieder lacht sie ihr Glockenspiel. Nissen ist um ein paar Schritte vorausgeritten, so daß sie sein Gesicht nicht sehen kann. Darum plaudert sie lustig weiter drauflos. „Hebrigens ist es neulich noch sehr nett gewesen. Professor Erik war da, du weißt, der berühmie Chemiker. Er kannte Lietzendors von früher her. Sie haben jahrelang zusammen gearbeitet. Uebri« gens behauptet Professor Erik steif unb fest, Liet- zendorfs Hauptbefähigung liege weniger im Maschinenbau als auf dem Gebiet der technischen Chemie. Er machte ihm in aller Form das Angebot, doch zu ihm -auf die Technische Hochschule zurück- Wieder bot das inmitten des Pratergrüns der Stadt Wien gelegene Stadion den gewohnten Anblick eines großen sportlichen Ereignisses. Von den Rängen grüßten unter den zahlreichen mächtigen Hakenkreuzbannern erstmals die rotweißblauen Fahnen des jungen Königreichs Kroatien. Schon während des Vorspiels, das eine Wiener Soldatenelf nach anregendem Verlauf mit 7:3 (3:0) gegen eine slowakische Heeresauswahlmannschaft gewann, hatte sich die Kampfbahn mit etwa 40 000 Zuschauern gefüllt. Da der Schweizer Schiedsrichter Wüthrich nicht rechtzeittg erschienen war, betrat der Wiener Wettspielleiter Adolf Mieß zusammen mit den Mannschaften das Spielfeld. Mit dem kroatischen Anstoß nahmen folgende Mannschaften den Kamps ^Deutschland: Jahn; Sesta, Schmaus; Hr° bauet, Mock, Hanreiter; Lehner, Hahnemann, Walter, Willimowski, Fiederer. Kroatien: Glaser; Brozovic, Dubac; Koko- tovic, Iazbinsek, Ljanic; Cimemumcik, Wölfl, Ka- cijan, Pogacnik, Plese. Rasch hatte die deutsche Mannschaft sich im Angriff gefunden, aber auch die Abwehr tarn bald ins Gefecht. Schon in der fünften Minute ergab sich eine Gelegenheit für uns,«als Hahnemann nach einem Paß von Walter mit dem Ball davonpreschte, den Schuß von Willimowski wehrte jedoch Glaser ab, und den zurückkommenden Ball köpfte Hahnemann über die Latte. Der deutsche Sturm entwickelte nacheinander glänzende Aktionen. Ein prächtiges Zusammenspiel zwischen Fiederer und Willimowski endete mit einem Ausschuß, und auch Hahnemann konnte nach trickreichem Hackenspiel von Walter Glaser nicht überwinden. Aus der ersten Ecke gegen Deutschland fiel in der 16. Minute das kroatische Führungstor. Walter leitete m der 30. Minute wieder mit herrlichem Hackentrick eine Aktion ein. Willimowski erhielt freie Bahn und ist In der ersten Halbzett hatten die Marburger Feldvorteile, da sie besser zusammenspielten. In der zweitdn Hälfte änderte sich das Bild immer mehr zugunsten der Gäste, und so gelang es diesen, nicht nur die 2:1-Halbzeitführung der Marburger aufzuholen, sondern sogar durch zwei weitere Tore den Sieg sicherzustellen. Die Gießener waren m der zweiten Hälfte eine geschlossene Einheit, an ber Die Marburger scheitern mußten. Hervorragend schlug sich die Verteidigung, in der Fett eine eindrucksvolle Leistung zeigte. Marg spielte Mtttelläufer, und seine weiten Vorlagen gaben dem Sturm Gelegenheit, mit steilem Spiel immer wieder gefährlich zu werden. Die übrigen Spieler standen in der Leistung ihren Kameraden kaum nach. Die Schiedsrichter- (eiftung war auffallend schwach. Spielverlauf: Die Marburger find sofort im Bilde unb drängen leicht. Trotzdem gehen die Gießener durch einen von Ehmann verwandelten Elfmeter in Führung. Schon kurze Zeit später gleicht Marburg aus und kann bis zur Halbzeit ein weiteres Tor erzielen. Auf eine Flanke von links gleicht Ehmann aus. Als wegen unsauberen Spiels für Gießen ein Strafstoß gegeben wird, jagt Fett den Ball in die Maschen. Kurz vor Schluß ist es wieder Ehmann, der durch ein weiteres Tor den Sieg sicherstellt. Alle Versuche der Marburger, daran eine Er lächelt gegen seinen Willen. „Deine Mutter vielleicht. Aber dein Vater wurde mich wahrscheinlich rausschmeißen." „Rausschmeißen?" Brigitte ist ehrlich verwundert. „Da schätzt du Papa ganz falsch em. Papa ist der bestrickendste Gesellschafter, den es gibt. Alle Menschen sind von ihm entzückt." „Alle Menschen?" Nissen würde lieber von anderen Dingen sprechen. Was geht ihn schließlich der Vater an, wenn er mit der Tochter ausreitet? Er versucht das Thema abzuschließen. „Mit uns Do- minits macht dein Vater jedenfalls eine Ausnahme, zusammenhängt, ist ihm be- mowski täuschte einen Verteidiger, und fo konnte Walter in idealer Weife zum Schuß kommen» gegen den selbst ein Tormann wie Glaser machtlos war. Zum Schluß setzten die Kroaten noch ’i heftigen Vorstößen an, aber sie trafen auf ben c wappneten Zahn, unb nach einem pfunbigen .Lattenschuß von Kacijan endete ber große Kampf mit 5:1 für unsere Elf. __________ Aus der engeren Heimat. 125 Jahre Kreis Wetzlar. (D Der Kreis Wetzlar besteht nunmehr 125 Jahre Er würbe tm Jahre 1816 aus foLgenben Landesteilen gebilbet: 1. bem vormaligen nassau- weilburgischen Justizamt Atzbach, das zuvor ben Namen „Amt Gleiberg" führte und besten Amtssitz 1732 von Gleiberg nach Atzbach verlegt würbe. Durch Vertrag vom 31. Mai 1815 war es an Preußen gefallen; 2. ber ehemaligen Freien Reichsstabt Wetzlar, die 1815 burch bie Wiener Schlußakten ber Krone Preußen zukam; 3. aus ben Fürstlichen Gebieten Solms-Braunsfels und 4. ber Grafschaft Solms-Hohensolms. Der Kreis fieberte sich nach ber Derwaltungsform ber rheinischen ßanbgerneinben in bie beiden Stadt- bügermeistereien Wetzlar und Braunfels unb- m acht Landbürgermeistereien. Bis zum Jahre 1932 gehörte er zum Regierungsbezirk Koblenz m ber Rheinprovinz. Dann würbe er, seiner geographischen Lage entsprechend, dem Regierungsbezirk Wiesbaden in der Provinz Hessen-Nassau zugeteitt. Landkreis Gießen. Trocknung (in ganz dünner Schicht) sieht die Droge lilarot aus. Die genannten Pflanzen sind zur Zett für bie Schulen am sammelwichtigsten im Kreise Gießen Alles anbere, was nach bem Kreiskonttngent noch zu sammeln ist, kann zunächst zurückgestellt werben. Das Einbringen von Taubnesselblüten muß eingestellt werben, da der Bedarf an dieser Droge für dieses Jahr in unserem Kreise bereits gedeckt ist. Dagegen kann Taub nesis elkrau t (Kraut mit Blüten) noch gesammelt unb getrocknet werben. Auch für HI. unb BDM. ist setzt die Zett des vollen Einsatzes gekommen. Der W e i fe 11 e e (1 n- folium repens) blüht; für Spitzwegerich ist jetzt eine günstige Sammelzeit, unb auch nut bem Einbringen des Zinnkrautes (Ackerschachtelhalm) kann begonnen werden. Dazu kommen bald die Lindenblüten, die wie die drei vorgenannten Drogen ausschließlich von den Einheiten der HI. zu ernten sind, die für ihren Einsatz besonders geschult worden sind. Jetzt darf kein Tag mehr für die Sammelarbeit verloren gehen, denn viele der sammelwichtigsten Blütendrogen haben im heurigen Frühling nur eine kurze Blütezeit, die in verdoppeltem Einsatz ausgenutzt werden muß. Für unsere Verwundeten. Im Auftrage des Oberkommandos ber Wehrmacht vermittelte bie NSG. „Kraft burch Freude ben Verwunbeten in unseren Gießener Lazaretten mieberum einige unterhaltsame Veranstaltungen. In einem Lazarett fanb ein Gesangskonzert bes Gesangvereins „Heiterkeit" Gießen unter Leitung seines Chormeisters Schüttler statt. Eine Reihe prächtiger Volkslieber würbe von ben Sängern aus- 1898 an. An ben Bunbesführer, Konteradmiral Hintz mann, wurde zum Jubiläum eine Gluck- wunschadreste geschickt. Im weiteren Verlaufe ber Musterung wurden Fragen ber Zusammenarbeit mit der Marine-HI. besprochen. Eine Neugestaltung des Bootsbauplatzes unb Anregungen hi' " ' behandelte ber Platzwart Kamerab Bi er au. Mit internen Angelegenheiten war ber letzte Teil ber er nach einer Weile. Brigitte scheint aber noch immer nichts Beson- beres bei ber Angelegenheit zu finben. „Er hat eben Besuch gemacht, was bu leib er bisher verschmäht hast. Unb bann hat Papa ihn zum Tee befohlen. Oder uns. Was auf das gleiche herauskommt. Papa behauptet, zu irgend etwas seien wir Frauen auch da!" Sie lacht plötzlich. Eine ganze Tonleiter von Silberglocken ist das. „Zu komisch ist bas, wenn Papa seine Geschäftsfreunde zum Tee befiehlt. Er hält bas für persönliche Annäherung. Dabei sitzt er selber während Eum machst du nicht mal Besuch bei uns? der ganzen Z-it in I-inem Arb-.t-zimm-r ad« er ist paar Sekunden, um besten, was ihn bedrängt, ......gar brühen auf der Werft, bis ihm plötzlich sein Herr zu werden. Lich, 15. Juni. Am heutigen Sonntaavormtttag and die Einweihung des neuen Lufts chutz- Hebungshauses statt. Nachdem bie Block- unb Luftschutzwarte, bie Blockhelferinnen sowie bie auswärtigen Untergruppenführer ber Oemetnbegruppe Lich im Hofe bes Luftschutz-Hebungshauses angetre- ten waren, erfolgte bie Flaggenhistung. Sobann be- tonte Kreisgruppenführer Klotzin einer Ansprache, daß die gewaltige Organisation des Reichslustschutzes innerhalb weniger Jahre sozusagen aus dem Nichts heraus geschaffen worden fei. Der Luftfchutzgedanke habe sich im ganzen deutschen Volke burchgesetzt, und die Arbeit fei reich belohnt worden. Erne Krönung dieser Arbeit sei die Erstellung eigener Lust- chutz-Hebungshäuser, von denen das mit Hufe der Landesgruppe Hesten-Rheinland-Süd des RLB. in Lich erbaute das erste dieser Art im Bezirk sei. Mit dem Dank an die Stadtverwaltung, die den Platz entgegenkommenderweise zur Verfügung ge> stellt habe, übergab er das Luftschutz-Hebungshaus einer Bestimmung. Nachdem Beigeordneter D. Wahl, der für den zur Zeit in Urlaub weilenden Bürgermeister unb für ben verhinberten Ortsgrup* penleiter sprach, bas Luftschutz-Uedungshaus m bie Obhut ber Stadt Lich genommen hatte, wies Gemeindegruppenführer H i l d kurz noch einmal auf die Bedeutung des Luftschutz-Hebungshauses für bie Ausbildung ber Selbstschutzkräfte hin. Nach einer praktischen Vorführung burch zwei Uebungstrupps fanb die Feier mit einer kurzen Ansprache des Ortsgruppenausbildungsleiters Schmalz, der an Stelle des verhinderten Bezirksgruppenführers erschienen war, ihren Abschluß. * Sau bad), 15. Juni. Bei ber Fahrt zum Holz- holen im Walde brach der 73 Jahre alte Landwitt Hermann Kreuder aus Grünberg Plotzuch auf bem Holz fuhrwerk zusammen. Im nahagÄege- nen Krankenhaus konnte man nur noch ben Tod des Mannes feftfteilen, ber von einem Herzschlag betroffen worben war. Zchweinemarkk in Alsfeld. * Alsfelb, 16. Juni. Der heutige Schweine» markt war mit 128 Ferkeln beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 30 RM., 8 bis 10 Wochen alte 30 bis 40 RM. das Stück. Der Handel verlief flott; der Markt wurde geräumt Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Juni. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 48,5 bis 50,5, b) 44 bis 46,5; Bullen a) 47 bis 48,5, b) 42,5- bis 44,5 c) 38 bis 39,5; Kühe a) 47,5 bis 48,5, b) 42,5 bis 44,5, c) 34,5 bis 38,5, d) 22 bis 29; Färsen a) 48 bis 49,5, b) 44 bis 45,5; Kälber (Son- . dcrklasse) 65 bis 74; andere Kälber a) 59, b) 55- bis 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40; Hammel blb Stallmafthämmcl 48 bis 50; Schafe a) 44, b) .3fr bis 40, c) 15 bis 32; Schweine a) 61, bl) 61- : b2) 60, c) 58, d) 55, e) 53, gl) Sauen 61. Marktverlauf: alles zugeteilt. ■ I »i IÄ ?! Unb I b ' hnl’ n' _____ - J , Cr Sie Ia*t ihm vergnügt ins Gesicht. j|? tnu’ttt i$ „Findest du? Vielleicht denkt Herr LietzendoN I, - genau fo — bloß von seinem Standpunkt au- I, f Prn?n 5 1 Stiles ■ ■ i mr des 1 n«4 d-> Seiet! .. ü-$a plisi»8 r? hü;6ir L tarnen Ut in den h an dene KÄuIeoaroj MM d'-d läLjmen Mit IMelsrichtun M Dekoration Ml, wie de MPilais-Roi ■ st* enl KW die 0 U Hjema. w luz>lgehenden o Ij-l auch ganz kiUeberf - in derart i i wohl von M Weg zu d |jkp{en wii ij ;■) Damasku- lisindeMacf jitm FranMsl irigen Woch lljitr katastrox Ijiis bann kar Me leilnafjm Ereignisse M mit ber E Im Mderstc 5 erlosch, b r, Reynaub •er in ben! cht roarei auch Plat naiHes? 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