SW Donnerstag, 16. Januar rn< d Q Donnt Gietzener Anzeiger Bsuch abstatten, roed das verbringen. Nach den Ver- England muß Schiffsverluste zugeben nicht behauptet, daß die drei Einheiten noch lM Dienst sind. sich i und K wurde i oerlässigkeit der italienischen Berichterstattung bewiesen Aber die englischen Verluste lägen nach den englischen Angaben hinter dem wirklichen Stand, wie er im italien'schen Heeresbericht mit äußerster Genauigkeit sestgestellt worden sei. Die italienische Presse spricht deswegen von halben Eingeständnissen des englischen 2Iörnb ralstabes. So schreibt ..Messaggero" Es handle sich aber nur uir die e r ft e Rati,on der Wahr- r uufttt nehwn (Nachdruck, auch mit Quellenangabe. verboten.) Buenos Aires, Ende Dezember 1940. Hochsommer im Lande tilgten Staaten von tot} des Krieges gute Preiskontrolle die Preile stabil seken und außerdem acht Millionen Menschen seit Ausbruch des Krieges Lohnerhöhungen erhalten hätten Diese Bekanntmachungen stehen allerdings im Widerspruch zu den in der lebten Zeit von der Arbeiterpartei und den Gewerkschaften oeröffenlichten Statistiken Diese Statistiken wurden im Zusammenhang mit den Streifbrobunaen von wei Ml- lionen Arbeitern herausgeaeben und lasten erkennen, daß bei gleichbleibenden Löhnen die Lebenshaltungskosten in England u m 25 o S) g e - stiegen sind Preiserhöhungen wurden darüber hinaus noch am gestrigen Dienstag selbst vom Lebensmittelminlsterlum zugegeben. die englische Admiralität ein, aber den größeren und viel ernsteren Teil verschweige sie. Die Admiralität verschweige die Versenkung eines Kreuzers und die Brände auf zwei Torpedoboot s z er st örern. Sie verschweige auch die Beschädigungen, die ein zweiter Flugzeugträger erlitten habe und ebenso werde die Torpedierung des Schlachtschiffes ..Malay a" verheimlicht. Aber die nur teilweisen Eingeständnisse und das schlaue Verschweigen der erhaltenen schweren Sch'äge ändere nichts an der Tatsache, daß die Karnnchandlungen im Kanal von Sizilien einen für die Flotte Englands katastrophalen Verlauf genommen hätten Die Wahrheit, so schreibt „Popolo di Roma", werde von der erreichte sogar im letzten Dorkriegssahre eimn ortuberschuß von 232 Millionen Pelos, während ft n Auf der berühmten Flondastraße, auf der [inft während der Tee- und Eocktailstunde ein 'o v»-rwälligender Verkehr herrschte, daß aller Auto- tere Million Mann erhalten Zwei Millionen Industriearbeiter werden benötigt, um eine Armee van drei Millionen Soldaten mit allem Nötigen zu versehen Mit steigender Ungeduld wird von allen Seiten ein Plan für d i e Kriegswirtschaft und für die industriellen Anstrengungen Englands erwartet. Die Exekutiven werden als neue halbe Maßnahmen bezeichnet die nur dem Unoermögen und dem mangelnden Willen enttvrinqen der Wirklichkeit ins Auge zu leben und einen entscheidenden Entschluß zu lassen Die bezeichnendste Illustration für die Wirren innerhalb der verschiedenen, Kriegsmaterial orvdunerenden Departements ist die illoyale und kindliche Konkurrenz." Enolcin brat'chl neue Steuern Tanlick» 13 Milli'incn Vhitib .^ricn^foFcn . Stockholnil5 Ian (Europapreß ) „Der Krieg ei^yeute einen wachsenden Passivsaldo aufweist, der sch im kommenden Jahr, wenn sich der Ausfall Europas erst recht bemerkbar gemacht haben wird, o i mehr als 500 Millionen Pelos stellen dürfte. 8 lem im Handel mit Nordamerika, auf das Ar- geifinien wie feder südamerikanische Staat gegen- D-irtig ganz besonders angewiesen ist, hat es schon fifit einen Pastivsaldo von insgesamt 370 TFHio- n:n Dazu kommen die Zahlungen aus den Schuld- virp'lichtungen, die gle'chtolls eine beträchtliche Gumme ausmachen Schon hat die Export- und flitiporfbanf in Washington einen Kredit von 100 J llionen Dollar eingeräumt; einen Kredit, den nun in Argenttni»n als politisch drückend empfin- btt weil er das Land mehr, als es Buenos Aires lilb ist in Abhängikeit von Nordamerika bringt Die Frage der nordamerikanischen Stütz- x , n k t e an der Punka bei Este, an der La Plata- Mündung, ist in Arefentinien auf eine heftige [|p p o f i 11 o n gestoßen Schon der Senat in Mom tmibeo hatte an der Regierung von Uruguay wegen i'-er Nachgiebigkeit den Vereinigten Staaten gegen- i’>er eine ablehnende Kritik geübt. In Buenos 2 res waren die Widerstände noch viel größer, und Die Schwierigkeiten innerhalb der Industrie haben bereits einen derartigen Umfang angenommen, daß eine Umorganisation der Führung wertlos ist. Viele Beobachter befürchten, daß sich die Wirrnisse zu einem vollkommenen Chaos t e i g e r n werden Während der letzten Wochen haben verschiedentliche Einblicke in die Industrie ernste Mißstände enthüllt. In vielen Fabriken der Kriegsindustrie arbeiten beru’stüchtige Arbeiter lediglich fünf Stunden am Tage Aus den verschiedensten Gründen werden für gewisse Arbeiten in Werften und Werkstätten heute zwanzig Tage gegenüber zehn Tagen in Friedenszeiten benötigt. Durch Absperrung der Zufuhr von R o h st o f f e n für Industrien geringerer Bedeutung hat der Staat diese ganz einfach ausaehungert In vielen Fällen ist der Todeskampf unnötig lang gewesen und hat immer nur dazu beigetragen daß neue Scharen Arbeitsloser der großen Arbeitslosenarmee.zugeführt wurden Weit und breit hat man davon gesprochen, daß die Ii^uftrie in diesem Jahre eine Million Männer und Frauen einfteUen werde Bisher weiß man aber nicht w c dieser Plan durchgeführt werden soll Gleichzeitig sollen die verschiedenen Waffengattungen eine wei- 'Jlnnnhinc von An reinen für die Minaasnunuuer bis8*/.llbr healBnniiiiiiigd 'An-elnen-Preife: , Vlmcincmeil 7 Nrn ie -um bei 22 nun *}etlenhu*ite# Terneil 50 Ruf. ie nun bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederlwlnng Malsta^el l AlnchlmieMeiiaenuaf el 8 Plovvorschrilt (oorbenae Bereinbnrnng) 25 .. ment | rr nicht zum guten Ton Südamerika ist durch den Krieg in eine wirt- Wachsende Mißstände in der englischen Kriegsindustrie ner (------ .... , als Vorankündigung für weitere Steuererhöhungen dienen Man läßt nämlich schon setzt durchvlicken. daß das engl.ische Volk neue Lasten' sehr wohl tragen könne da durch die Unter unkes Büd zeigt den Flugzeugträger »Illustr.ous , Oie reajte ’^naome oen ti ^Southampton". — (Associated-Pxeß-Schext-M.) \an. (Europapreß.) Nach! Kreuzer ..Southampton" gehörte zur ,Bir- hat die britische Admirast-1 mingham" Klasse Er ist 1937 in Dienst gestellt ^'-"ngiakett zu aeraten n f. Der arrumh’n-t*'- A"ßenm''mster Don 3m o Sntfl unh ^nan>m$niff«.r Dr Pin- do ae- bin sich große Mühe, das Land aus dieser Sackgasse •filfieri! ig,16> JrauW glichen ßv r nicht b: bart' LehG Su oert geh? leren fr. eher ii- i „Organ, i und A ioren. j - des fit* Gerade 1» „rein tyr lich Doris i Sdjulur- Gewähr, i Grund k zu tön.’’ n sich ; um einen der modernsten Trauer, über den ' -itlsche Flotte verfügt ..Illustrious" bat eine eine ‘•»nt. a. wzu Sperrung des Kanals von Sizilien und die Erschwerung oder Unmönlichmachung des britischen Pendel- und Nachschubverkehrs zwischen Gibraltar und Alexandria und Griechenland Der zuletzt von Gibraltar ausgehende englische Geleit zu g für die Briten wurde von zwei eng- suchen Schlachtschiffen, von leichten und schweren Kreuzern, von eine Tarpedo-erstörerflotte und einem Flugzeugträger beschützt Zunächst traf er auf rwei italienische Torpedoboote, die mut-g die gewaltige Uebermacht angriffen, wobei Treffer auf einen englischen Schweren Kreuzer und troei Torvedobrustszerstörern einwandfrei beobachtet wurden Ein itau-nifches Torpedoboot ging in diesem unaleichen Kampf verloren. Dann wurd- der I Gleiche Geleitzug von deutschen und italienischen Southampton", fowie ein Zerstörer und der Flugzeugträger „Illustrious" schwere Bombentreffer erhalten haben lieber die Zahl der Toten werden genauere Angaben nicht gern icht Es helfet lediglich, die Angehörigen der ums Leben gekommenen Beiatzungsmitglieder würden von der Admiralität unterrichtet - Ferner le. der Zer- ftörer G a 11 a n t" entweder durch ein Torpedo oder eine Mine b e ff d>ä b igt worden Bei dem Flugzeugträger „Illustrious" bandelt es J t ZU befreien. Ein Ausweg ist nicht seicht gesunden Man ist bestrebt, einen südamerikanischen eigenen Grofewirtfchastsraum zu lcha'ien in dem sich der tropische Norden mit dem Süden des Kontinents ergänzt. Die Grundlage zu einer neuen Wirtschaftsplanung wird gelegt Außenminister Roca bereitet eine Reihe von Handelsverträgen mit den ibero amerikanischen Staaten vor. Im Januar 1941 treten in Buenos Aires Wirttchaftskon'erenzen dieser Staaten zusammen, aber man hat doch das Ge- 'ühl daß alle diese Brmühungeii nicht ausreichen werden um die Krise zu beheben Argentinien mip die meisten anderen südamerikanschen Staaten können eben nicht auf den europäischen Markt oer lichten, ohne in ernste Schwierigkeiten zu geraten!. Die Vereinigten Staaten können ihnen bagegen fei- Wisset. » )rtra9e ■ 1 spoi t aus ibt w* in Sott I« ite W", SÄ abe ftern eihe WK •s* 4°Lh‘d cetroffen. daß es nach (B;h*‘nltar flüchten mußte, und zwar durch itolienifche Torpedoflugzeuge, weiter durch deutsch» Ahifn-s ein 10 OOO-Tonnen-Kr-'izer d»r . Rirm'nahom"-.Klasfe und weitere 7 Kriegsschiff» darunter ein Kreuzer, und 4 englische Dampfer D^pfen furchtbaren Schlag nibt nach ihrer Ma- "*er die enal'sche Admiralität nach tagelan'-'-'m Innern nur toifmeife zu W»nn schon die Wahrheit über die ffrfnfq? h»r d-ntschen und italienischen 'Sturifnmnfbomhpr ft* nicht aanz verschweigen liefe, fn hf»:bf dil^eva'isch- 9Thmir~f;*ät doch ihrem Vrin- ün treu, nur die kleinen Schöb-n einzuaeft»ben, "stes "nd-re ober ?u nerschmeiaen W-r kennen dieses ^r'v»in aus der Erfvk^nng mit Enaland. aber alle B"müb,'„'wn d»n Tatboftanb zu verschleiern, nützen nr^tq V if auch im 7R;tf»fmeer Bekannt» schuft mit der W'rkuva her deutschen Stukas ge* macht und zwar eine sehr unangenehme. E S. Schatten laaern über der sonnigen Hauptstadt r Srgentimens, Der europäische Krieg Hat die Stirn= piing verdüstert Die Drei Millionenstadt Buenos untere ?ires ift bei all ihrer Großartigkeit voller Svr- eit die Konferenz der Außenminister der beiden § aalen scheint eine Bereiniguni in diesem heiklen ’j-oblem gebracht zu haben Man fragt sich mit $”d)t, gegen wen lich diese Stühpunfte ^richten9 t»nn die phantastische Rooseveltfche Konzeption eines eingebildeten Angriffes der totalitären Staa- tei Europas geaen die La Plata-Republiken wird ^"der in Uruguay noch in Argentinien ernst ge- n' mmen Man lächelt darüber und schiebt Washing- tem ganz andere Pläne zu. Sie wollen nämlich. fo meint man ganz richtig nicht die Achsen- gächte aus d"m La Plata-Becken fernhalfen fon birn in Wirklichkeit nur England, das in Ar- g-mtimen große finanzielle Intereffen besitzt So geh' ren z. B. fast alle araenttmfchen Eisenbahnen Fnaländern, und britische Banken fnieten dort eine d minierende Rolle. Eine so enge Freundschaft die biiden amielsächsischen Staaten auch fönst verbilden nag, so sind sie doch in Südamerika e r n st e R i ° an Ten? Wenn man in Washington gegen ent- sirechendes Entgelt (Wastenlieferumien 50 alte ^•rftörer) und gegen Kredite die britischen Kolo- nsen in den zentralamerikamschen Meeren fo aut nie schon geschluckt hat, fo hätte man natürlich nichts degegen auch die reiche Erbfchatt in Argen- timen amutreten Als der verstorbene Lrittfche Bot- sc-after Lord Lothion die dringende Forderung n ich nordamerikanischen Kred'ten anschnitt wies n^n in der USA -Presse ziemlich unverblümt rauf b? aroßen britischen Kavitalion in Südamerika hm Eine britische Wirtschaftsmission unter Lord W ' l - I ngdon ist denn auch vor wenigen Wachen in l'U’nos Air^s eingetroffen, um den Handel Englunds mit Südamerika ausi'iaeftalten °u5^u diuen aber die britische Blockade Hat sich ia ’n- zwilchen mit wachsender Schwere gegen (fnilanD s. bst gewandt Es fehlt der Schiffsraum und die T.-rre über den Atlantik sind durch die deuttchen ll Boote "vd Han^vf-störer gesperrt So bleibt als rwger Großabnehmer der argentin'sch'v Produkte 7 ordamerika Da aber auch die Deremiaten E’aaten Großproduzenten von Wenen und find fo tonn' Nordamerika unmoalich den Ehlern bin europäischen Markt in Araentinien erlern Ta-- J kommt der nationale Stolz der IberwAmeri a rv r Da st- keine eigene, aenüaenb ausaehaute ^n- b'ftrie besitzen unb auf die ffintohr von Tlafch’nen U-ib anderen Ind"strieerzeuanifsen anaew^fen i'no fl 'ürchten fie. sich allzu einseitig in die Arme des pfohen Ernanzunasnortn-rs. wie es Nordomen a i zu werfen um nicht in eine Art von kolonialer 'ch »s. SA no ft* nen genügenden Ersatz bieten Und dns bleibt auch für die Zukunft gravierend iRecnerungefrtfe in Argentini-n. Buenos Aires 15. Ian (Europapreß.) Durch den Rücktritt des argentinischen Finonzministers Dr Frederico Pinedo wurde eine Regierungskrise heroorgerufen. Die Radikalpartei Hielt eine Sondersitzung ab. in der sich die Partei au^ eine unnachgiebige Haltung festlegte „La Prensa" erklärt. daß die politischen Unruhen durch die Regie rung selbst heroorgeruien worden seien, do sie nicht imstande sei, die verfassungsmäßigen Wahlrechte der Argentinier zu garantieren Argentiniens Außenminister Jiulio Argentinv Roca beabsichtigt ebenfalls zurückzutreten Man rechnet damit, daß er ein bis zwei Tage warten wird, bis er fein Rücktrittsgesuch überreicht, um den Eindruck ’u oerm»iben, er sei mit dem zurückgetretenen Finanznunister Pinedo solidarisch ^.Jahrgang lTr.15 lud)eint t a n 11 di außer eonntage- und »feiertags Bcilancn: Die.Ulmirievte Gießener Familienblaiier lxunnii nnBild DieLdiolle stronnts-Bezugsvreie': Ütit 1 Benagen NM. 1 95 Cbne xUluitvierte 1.80 SiiitellgcbübT . « -.25 »aich bei '.hicbterfdiemen i»n einzelnen liunnnern riiolae höherer Gewalt icniivrcdianfrlilufe 2251 Tmbtanidiri tt:,.Anzeiger" ypi. fdierf 11 ß«« $^rantf. M ewiW e es W~ ;e Urteil: iges unb t chtn boul? men war. artt ichtviehm." Diehveif chsen 35: 16 bis i >7; 6d)ofi; lebenbgti- idgewllhl' Io unb im 1,13, b2!- ,5 W-- 80 W" hneiber) 1- 1MA L Argentinische Gorgen • Bon unterem Si.«Berichterstatter Stockholm, 16. Ian (Europapreß.) Zu den ofsensichtlichen Mißständen innerhalb der kriegsin- dustriellen Anstrengungen Englands meldet eine chwedische Zeitung aus London: „Es ist allgemein ickannt. daß die industrielle Kriegsfront u n w i r k - am organisiert ist und daß sowohl die Ar- beitskraft als auch die technischen Möglichkeiten nicht genügend ausgenützt werden, kurzum, die Mobilmachung der ganzen Heimottront, eine der wichtigsten Aufgaben der Churchill-Regierung, ist unbefriedigestd gelöst worden» Durch die Ernennung von drei Regierunasaus- ch ü s s e n , den sogenannten. Exekutiven für Produktion, Importfragen und Zusammenarbeit, hat Churchill versucht, die Durchführung der wirtschaftlichen Kriegsanstrengungen Enalands offensiver zu gestalten, doch kommt diese Maßnahme allzu- kostet England zur Zeit täglich 13 M llionen Pfund Diese Mitteilung wurde am Mittwoch vom Londo- I den ^onsck^n ftluo'e gtrager der §u den Schatzamt herausgeaeben und soll offensichtlich I mu&tl' '—u - - - ' - c daß er sich in das Dock non Malta neoeben mutzte, ferner mnrbe ein Schtodittchifs der „M^laya"-Klasie, die (Srhiffe von 31 100 Tonnen umfaßt, so schwer „Wahrheit mit dem Tropfemähler." Was sagt man in Nom znm enqliichen Dcilqcftändnis? Rom, 15. Ian (Europapreß.) In den polnischen Kreisen Roms wird unterstrichen, daß es sich nur um ein Teilgeständnis bandele Man stellt die italienischen Zahlen den englischen gegenüber, wobei sich ergibt, daß wohl hinsichtlich der geringen italienischen Verluste der engtifdye Bericht mit dem italienischen Übereinstimme. Damit werde die Zu- er zu tte prad) fflb Die Schlacht im Mittelmeer. Bon innerer Berliner Scbrntienunu .Lweisellos", so schreibt ein Augenzeuge der längsten Vernichtung englischer Flotteneinheiten der amerikanischen Journalist Pan Pindruch „ift oies die stärkste Attacke gewesen, der die britische Flotte im Mittelmeer bisher ausgesetzt gewesen". Er kabelt seiner amerikanischen Nachrichtenagentur Einzelheiten über den Einsatz deutscher Stukas gegen die englische Mittelmeerslotte. die von dem „geradezu unheimlichen Maß von Präzision und Mut" sprechen, mit denen die „außerordentliche Verwegenheit deutscher Piloten" Die englische Flotte bedachte und dezimierte Der Einschlag besonders schwerer Bomben unweit des Schiffes, auf Dem er sich befand habe dieses tanzen lassen wie eine Nußschale, während sich Wogenberge von ungeheurer Höbe erhoben Es grenze an ein Wunder, daß der wahre Hagel von Abwebrgelchossen keine der deutschen Maschinen getroffen habe, obgleich diese mit unerhörter Kühnheit bis 30 Meter *nu’' die W ckserober,lache herabaeftofeen seien Bei D^m zweiten Angriff wenige Stunden später hätten die deutschen Flugzeuge die gleiche Taktik entwickelt und sich sogar bis auf 5 Meter den Wellen genähert Alle Beobachter des^tollkübnen Manövers seien einstimmig der Ueberzeugung gewesen, daß die Flug» zeutze Schade, genommen hätten und Deshalb so tief stürzten Nach wenigen Sekunden sedoch hätten -ie Piloten die Apparate wieder hochgerissen uni) sei"n aufs neue zum Angrift übergegangen Das Ergebnis dieser deutschen und italienischen Angriffe auf die englische Mittelmeerslotte ist die v rtehr gesperrt weren mußte und nur Fußgänger zrkulieren Durften, ist heute Aichermittwocyilim- tjunnt> Strafee von Sizilien m den Morgenstun- meter- und einer Reche leichter ßuftabroebrge- Den des 10 Januar berausgegeben In der Erklä-! schützen Lieber die Schroere der Beschädigungen runa wird einaeräumt daß der britische Kreuzer! und darüber, ob die schwer getroffenen Einheiten . ... . ... .. ruiig n>tro emger um ._s in iI)re Ausgangspunkte zurückgekehn uno äußert beit, um em Eingeständnis, zu dem sich die Ad- man sich in London nicht Es wird allerdings auch miralität nach vielstündigem Nachdenken bequemt nicht behauptet daß die drei Einheiten noch im habe. Einen Teil der erhaltenen Schläge gestehe englischen Admiralität, wie man die« schon gewohnt fri, mit bcm Tropfenzähler zugegeben. 3m- rnerhin sei et aber bedeutsam, daß sich die englische Admiralität schon nach einem nur wenige Tage dauernden Schweigen zu einem Tcilaeständ- dis entschlossen habe, wahrend sie mehr als zwei Wochen bis zum Eingeständnis der in den Gewäs- !crn Norwegens erlittenen Verluste habe vcr- treichen lassen. Das bcbcute, daß die Schläge, die »ic englische Flotte im Kanal non Sizilien erhol- ten have, so hart gewesen seien, daß sie nicht länger hätten verschwiegen werden können. In der „Irlbuna* stellt Nationalrat Gugliel- motti fest, daß die Angaben der britischen Amirall- tät über die englischen Krigesschissverluste im Mittelmeer um siebzig Prozent hinter der Wahrheit zu rückblieb en Aber leibst die bisher zugegebenen Seelüfte würden für sich allein die Schlagkraft der englisd)en Mittelmeeillotte erheblich beeinträchtigen. Der Flugzeugträger „Illu- strious" z. B. habe die Aufgabe gehabt, Geleitziige zu schützen und Fernaufklärung durckzusühren. Es werde für England immer schwerer, die Straße von Sizilien zu durchbrechen. Die Zeit arbeite auch hier für die Achsenmächte. Beschädigtes englisches Kriegsschiff in Gibraltar eingelaufen. Algeciras, 16. Ian. (Europapreß.) Im Kriegs- Hafen Gibraltar lief am Mittwoch ein britisches Panzerschiff ein, das schwer beschädigt ist. Der Name ist nicht zu erkennen, da er übermalt wurde. Es Dürfte sich aber um ein Kriegsschiff handeln, das beim letzten gemeinsamen deutsch-italienischen Luftangriff im Mittelmeer fdyroer getroffen wurde. Vertrauenskundgebungen für Duce und Faschismus. Rom, 16. Ian. (Eurovavreß.) Im Laufe der letzten Woche haben in fast allen bedeutenderen Orten Italiens große Kundgebungen und Volksversammlungen stattgcfunden. An den Sekretär der Faschistischen Partei wurden aus diesem Anlaß so viele Vertrauenstelegramme ge- fondt, daß die Blätter sich mit der einfachen Auszählung der Orte begnügen mußten. „Giornale v'Italia" stellt dazu fest, das italienische Volk, fest um die Faschistische Partei geschart, habe mit diesen Kundgebungen wieder seiner unbedingten f) i n ga b e a n den Duce und seiner unerschiit- terlichen Siegeszuversicht Ausdruck verliehen. Vritzscher Uebergriff in südammkamschen Gewässern. Französischer Dampfer x vor Montevideo festgehalten. Montevideo, 15. Ian. (DNB.) Der Versuch eines britischen Hilfskreuzers, den aus Montevideo ansiausenden französischen Dampfer „M endozo" aufzubringen, hat in Uruguay einen diplomatischen Zwischenfall verursacht. Die „Mendoza", die L e - bensmittel für das franzöfifche Rote Kreuz geladen hatte, wurde von dem englischen Kriegsschiff innerhalb der Dreimeilenzone an gehalten, was durchaus der bisherigen Mißachtung der Neutralitätsrechte fiidame- rikanifcher Staaten durch die Engländer und insbesondere dem krassen Rechtsbruch im Fall des brasilianischen Dampfers ,.I t a p r entspräche. Der uruguayische Außenminister Guani hat die ersten Schritte zur Ausklärung des Zwischenfalles getan. Dem französischen Gesandten teilte er auf seinen Protest die Aeußernng des englischen Gesandten mit, daß der britische Hilfskreuzer erst nach der Warnung an die ..Mendoza" durch Abdrift in die uruguayische Hoheitszone geraten fei. Diese echt englische Ausrede findet ihren bezeichnenden Kommentar in Aeußerungen her brasilianischen Presse. So sagt „Gazeta de Noticiav", angesichts der ft ä n b t • gen Wiederholung gegen ihre Hoheitsrechte gerichteter Willkürakte' müßten die fübamerifant- schen Völker zu der Ueberzeugung tommen, daß die praktische Politik Englands die völlige Verleugnung her Prinzivien fei, die es angeblich verteidige. Auch das Blatt „Nolte" verweist auf den Widerspruch der ständigen britischen Freundschafts- beteuerunqrn und der gleichzeitig gegen die süd- amerikanischen Staaten gerichteten feindlichen Handlungen. Gin „britischer Rat für die Lieferungen ans Nordamerika". Stockholm, 15. Ian. (Qruropaprcft.) Ein „britischer Rat für die Lieferungen aus Nordamerika" ist nunmehr zusammengestellt worden im Zusammenhang mit dem Umbau des engllfdjen Import- wesens, der durch die Ernennung eines besonderen Importausschusses am 6. Januar zum Ausdruck kam. Es wird erklärt, der neue Rat für Lieferungen au» Nordamerika lei erforderlich geworden, nachdem der Umfang Der amerikanischen Lieferungen beträchtlich gestiegen sei. Der Chef der bisherigen britifd>cn Einkaufskommission in Amerika, Arthur Purviv. wurde zum Präsidenten de» neuen Rates ernannt, der englische Wirtschaftler Morris Wilson ist sein Stellvertreter Mitglieder des neuen Rates sind u. a. Sir Clive Sa i II le u , Generaldirektor der britischen Flugzeugkommission m Amerika, Sir Henri Self und Der Chef Der britischen Flottendelegation in Kanada, Vizeadmiral Eva n o. USA. an Mexikos (krzen interessiert. Mexiko-Stadt, 16. Ian. (ßuropaprefc.) Wie hier bekannt wird, plant die Regierung der 'Bereinigten Staaten die Entsendung einer Kommission von Bergwerkssachverständigen nach Mexiko, die den Ankauf umfangreicher Mengen von kriegswichtigen Erzen, wie Quecksilber, Kupfer, Zinn usw, befebkunigen sollen. In interessierten mexikanischen Kreisen glaubt man, daß die.05^.-Kommission auch die Aufgabe hat, eine erhöhte Produktion her merifa- Nischen Bergwerke zu erreichen, da ein großer Teil der mexikanischen Erze von der -Kriegsindustrie notwendig gebraucht wird. (Sin ostafrikanijcher Wirtschaftsrat. Stockholm, 15. Ian. (Europapreß.) Die Grün- buna eines ostafrikanischen Industrie, und Wirtschaftsrates wird in Nairobi betanntgegeben. Zu dem Rat haben Tanganjika, Uganda. Nord- rhodesien und Njaffa-Land sowie Sansibar bereits ihre Vertreter ernannt. Das Gremium beschäftigt sich neben industriellen Fragen auch mit den Fragen der Importkontrolle, der Währung, her Wechselkurse fowie der Deckung de» steilen Bedarfes. An der albanischen Front. MW Die italienische Regierung hat zum Drei-Königo-Tag, an dem man in Italien die Kinder zu beschenken pflegt, große Gabensendungen an sämtl iche Truppen im Felde zugehen lassen. Als die Geschenttransporte in den verschiedenen Stellungen eintrafen, lag, wie unser Bild zeigt, die albanische Front in tiefstem Schnee. — (Scherl-Bilderdienst-M.) LappenSesuch bei unseren Truppen im hohen Norden. 'S Unser Bild zeigt deutsche Soldaten, die in G a r d 1 a, im nördlichsten Norwegen, dem Ausgangvvunkt einer RennNer-Schlitten-Verbindung nach Kautokeino, stationiert sind, in Unterhaltung mit einem Lappen. — (PK.-Schwerz-Scherl-M.) „Die letzten Tage von Pompeji." Londons Nachtleben in den Kellerbars der Luxushotels und den Tunneln der U-Bahnhöfe. um nicht gvr die Körper der Schlafenden zu ftür» losen, teils rufsmäßige Leute, Die a 15.30 Uhr an Habs steigen, in den vh einzudrückeß, und jeder Ziegelstein wird ein gesähr- liches Geschoß. Die Londoner Untergrundbahn, so teilt der Berichterstatter weiter mit, nahm jede Nacht mehr als eine Million von Londonern auf. Sie sei ein sicherer Unterstand, teilweise bis zu dreißig Meter unter der Straße. Die Leute eilten im Moment des Nachtalarms in das Innere der Untergrund- tuä>er auf Jkm Btzvkn auszu- bedecke JhMVngebeurc Biwack Mr Schwelle der D^Tckliste hätten wahre Wun- itskunsfftiicken zu vollbringen, bahn und Auf diese i ßuftfd)Iad>t. Treppenstufen 'W einfaches Tu*. die Decken ugb L brelfen/'Um 20 U die Kauze benutzb Ausganastore. Dii der an fCt-clduiartl Zett vamit Lumpen afl Gesellschaft, darauf, ibck A u s । kart t^r ren! 'JÖ den BWis bekanntesten Dancings geführt. Um 23 Uhr verwandelte fld) her übeMllte Tanzboden tn eirte Art Lager. Man löste die ^Polster von den Sesseln ab und bediente fid) ihrer als Kopsunterlage. Hierauf, wurden mitgebrachte Decken auf dem Boden 'auß-i gelegt, woraus fld) die Paare hort zum Schlafen niederlegten. Die Angestellten drehten das Ächt aus und ... England, das purltanü« Erigland, hat sich mit diesen Sitten bereits xibgejunben, ich habe tb auf den gtWlgCein lu^crMubt, Genf, 15. Ian. (DNB.) Das „Journal" ver- öffentllcht eine Interessante Schilderung seines Son- derkorrespondenten Robert Donald, der Ende Dezember nad) einem mehrmonatigen Aufenthalt in London wieder in Frankreich eingetroffen ist, über das Londoner Nachtleben. Unter dem Titel, „D i e letzten Tage von Pompeji" berichtet der französische Korrespondent zunächst über das Leben der Plutokratenclique in den großen Londoner Hotels, Klubs und Tanzdielen. Die Tanzdielen sind meist unterirdisch angelegt worden, und zwar einige Meter unter by: Erdoberfläche, teilweise befinden sie sich in den großen Hotels, so z. B im Savoy, wo übrigens schon immer ein unterirdischer Ballsaal vorhanden war. All diese vornehmen Gaststätten seien um die Einnahmen nicht besorgt. Man schwimme dort hn feinen Wein, und Stunde um Stunde wechselten die Tafel- und Tanzfreuden mit einer Art krankhafter Ausgelassen, beit ab. Nachdem diese Vergnügungen zu Ende seien, stimmten die Gäste die englisch^ Nationalhymne „God save the King" an und bejuihten sich dann darum, auf möglichst gute Art die Nacht zu verbringen. So würden im Restaurant Hungaria rasch Feldbetten in der Tanzdiele ausgeschlagen, die den Liebhabern für fünf Schilling je Kopf angeboten würden. Andere verständigten sich mit dem Ober, um sich unter den Tisch zu legen, nachdem sie ihre mitgebrachten Decken au» der Garderobe geholt hätten. „Meine Freunde", so schreibt der Korrespondent weiter, „haben mich eines Samstags in eines her begnügen müßten, eingewickclt in ihren Obern bloßen Fußboden zu fdikncn. Die ^eYSwe 0-Bahn gehöre, beschränke sich ^Außerordentlichen Einnahmen, die die von einer ’JDtMtion 5 n jeder Nad) t\bqrftent, eikl^UiaM- Der Wehrmachtbericht vom Mittwoch. Berlin, 15. Januar. (DRV. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Infolge der ungünstigen Wetterlage wurde lm Laufe des 14. Januar von der deutschen Luftwaffe nur über Südengland aufgeklärt. Hierbei konnte die gute Wirkung der in den letzten Nächten dnrchgeführten Angriffe auf kriegswichtige Ziele in Plymouth und Portsmouth festgestellt werde«. djen zweideutigen Publikum zurückschreckten, sehr fd>roietio. Mse „O ci se n der Ruhe" entbehrten leben Kuijprts. Man kenne dort selbst die elementarsten Tiegeln der Hygiene nid>t. Mitte Dezember babfÄtt» kaum begonnen, in den U-Bahnschächten wenigste die primitivsten Bedürfnisanstalten zu bauelQvb inzwisl^en bessere Zustände beschaffen roofbapfricn, wisper nicht, aber man könne an- nehmwt, daß sich die armen Teufel noch für lange angestellten geschehe. Die einen bleiben zu Hause, die anderen suchen die öffentlichen Unterstände auf, die in den Kellern größerer Gebäude und in den U-Bahnstattonen eingerichtet sind. Die Stadt London hat vor dem Krieg Hunderte von Millionen ausgegeben, um auf den öffentlichen Plätzen Un- terftänbe aus Ziegelsteinen aufzubauen, aber nie- manb bedient fld) Ihrer. Die Leute sagen, die Sicher- Helt im Freien sei größer als in diesen Ziegelbau- ten. Denn wenn eine Bombe in der Nachbarschaft niedergeht, so genügt der Luftdruck, um die Mauern tieften sie erst am nächsten Morgen, sehe man überhaupt nichts^>on der Publikum, das sich in die Unter« flüchte, bestehe teils aus Arbeits- cflnbel, aus Bettlern und den be- ppeln. Daher sei der Zugang für menschlichem Respekt vor einem falben Eindruck, daß der Kampf gegen die Prostltutt^I* aufgehört hat. Man lebt auf einensVujkan^ r Sie fragen mich vielleicht was demAX den Arbeitern, mit den Händlern, mit den kleinen Büro- Oie Grillparzer-Feier in Wien Weinhcber, Jelusich und Ina Seidel Träger dcö Dichicrprcifeö. Im Rathaus eröffnete Reichsstatthalter von Schirach die Grillparzer-Woche, mit der die Stadt Wien die 150. Wiederkehr des Geburtstages ihres großen Sohnes begeht. Die Wahrheit, daß das Genie seiner Zeit vorauseile, jo sagte er, bestätige sich auch an Grillparzer. Erst heute, 150 Jahre nach seiner Geburt, erfülle sich feine Sendung. E i n großbeutscher Dichter werde in diesen Tagen im großdeutschen Rahmen gei ehrt in einer Weise, die seinem Wesen und seiner Persönlichkeit gerecht werde. In knappen Strichen zeichnete Sd-irach bann den Menschen, Kämpfer und Patrioten Grillparzer und schloß mit den Worten: „Mitten lm Kriege haben wir uns hier vereint, Soldaten, Politiker und Künstler, um seinem Namen zu huldigen. Wir meinen nicht nur den Meister der tragischen Did)tung, wir meinen auch den Mann. Wir meinen aber auch das Reich, das er ahnte, wenn wir Einkehr halten, und feinen Namen oekennen." — Im Anschluß an die Feierstunde besichtigten die Ehrengäste die Grillparzer-Ausstellung im Historischen Museum, die einen sinnvollen Ueberblick über Leben und Wirken des großen Dichters gibt. In den Nachmittagsstunden trat die Akademie her Wissenschaften zu einer Festsitzung zusammen. Der Präsident her Akademie, Prof. Dr. Hch. Ritter v Srbik, eröffnete die Sitzung. Sodann nahm Professor Dr. Josef Nagler das Mart zu einem Festvortrag über „Grillparzers Selbstbildnis". Nachdem der Präsident mitgeteilt hatte, daß die Verleihung des G r i l l p a r z e r - P r e i s e s der Akademie der Wissenschaften auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werde, verkündete Beigeordneter Ing Hans Bla schke die Verleihung des Dichterpreises der Stadt Wien, der Jahr für Jahr am 15. Januar für hervorragende schöpferische Leistungen auf dem Gebiet her Dichtkunst vergeben wird Reichsleiter von Schirach hat den diesjährigen Preis in drei Teile aufgeteilt. Mit dem großen Dichterpreis der Stadt Wien wurden im Jahre 1941 ausgezeichnet Josef Weinheber, Mirko Jelusich und Ina Seidel. Namens der Preisträger fand Josef Meinheber herzlichg Worte des Dankes für die ihnen zuteil geworden« Ehre und Auszeichnung. Schubertfche Musik umrahmte d-is Feierstunde in der alten Universität. Wachsende Spannung in Aegypten. Rom. 15. Ian. (Europavreß.) Unter Hinwet» auf die Auswirkungen der Aufdeckung des Mord» vlancs des Intelligence Service gegen König Faruk berichtet die römische Morgenpresse aus Beirut, die Bevölkerung Aegyptens ertrage die ihr von den englischen Militärbehörden durch die militärisch^ Besetzung des Landes auferlegten Einschränkungen nur schwer. Sabotageakte ereigneten sich allÄ Taye. In einem einzigen Monat habe das Kriegs^ gencht in Alexandrien 1725 Strafurteile wegen Vergehen» gegen bie Kriegsgesetze gefällt. Erst vor wenigen Tagen fei em neuer gefährlicher Sabotageakt begangen worden. Die Stromleitung sn aller 211 a t m f i r e n e n seien zerschnitten worden. Diese.Sabotagea'.te zeigten, daß die Einstellung der ägpptifdjen Bevölkerung den Engländern gegenüber nidsts weniger als freundlich fei und nun nad) dem Dekannlwerden der Anlchlagpläne des Intelligence Service im Nahen Osten noch weniger freundlich. Ztaiienischer Wehrmachtbericht. Rom, 15. Jan. (D71B. Funkfpruch.) Der italienische Vehrmachtbericht vom Vittwoch hat folgenden Wortlaut: An der grlechifchen Front lokale Aktionen ohne Bedeutung. An der Eyrenalka zeitweise Artillerie- und Spähtrupptätigkeit im Gebiet von Tobruk und Giarabub. Unsere Flugzeuge haben wirksam pan- zcrkraftwagcn und Arlillcriestellungen mit Bomben belegt Der Feind hat Linsliige auf einige Ortschaften in Libyen durchgeführt und dabei einigen Gebäudeschaden angerldjtct. In Ostafrika wurden feindliche bewaffnet» Kraftwagen, die sich an der Sudangrenze einer unserer Stellungen genähert hatten, unter Derlusten für den Gegner zurückgewiesen. Unsere Luftwaffe belegte feindliche Truppen und Kraftwagen mit Bomben und INaschinengewehrfeuer. Feindliche Flugzeuge haben Goras, Tertale, Mosala und IHega bombardiert und geringen Schaden verursacht. Lechs weitere Divisionen der LISA.« Miliz für den aktiven Dienst ou geboten. Neuyork, 15. Ian. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hat eine Verordnung unterzeichnet, durch die weitere sechs Divisionen der Miliz f ü r ein tz^a h r zum aktiven Dienst aufgeboten werden. Unruhen in Ecuador. Lima, 14. Januar. (Dl)dP.) In Quito, bet HauMadtHder Republik Geu>hor, brachen anläßlich Giüer Rede des Stckcrtspräsidenten Arroyo del 9U o voV Hei^ Nationalgarbe Unruhen a-us. Die AisMihrer verlangten stürmisch bie Freilos- (un|Mn elf Fliegern, die feit einem Iayr mögen Teilnahme an einem Aufftanbsversuch zu fünften des Expräsidenten Ibarra gefangen- geholten werden. Bisher werden 2 Tote und 36 Verwundete gemeldet. Der Staatsrat bewilligte der Regierung außerordentliche Vollmad)ten, darunter den Einsatz von Militär, für bie Zeit von fünf Monaten. Lm Urwald Überfallen. Rio de Janeiro, 14. Ian. (Europapreß.) Ganz Rio spricht von einem bramatischen Kampf wischen I n b l a n e r n und einer brasilianischen Grenzziehungskom Mission. Ein Funk- spruch der Kommission besagt, daß sie im Urwald an her venzuelaniscyen Grenze von Indianern überfallen wurde. Fünf Mitglieder der Kom- miffion erlitten schwere Verletzungen und Lähmungen durch vergiftete Pfeile, mit denen die Indianer f(hoffen. Es gelang den UeberfaUenen Zwar, sich notöürftia zu verschanzen und die Angreifer mit Gewehrschüssen abzuwehren, doch war her Rückweg zu den Booten abgeschnit- t e n. Erst nach vier Tagen gelang es den von den Indianern Umzingelten, ihren Hilferuf in die Welt binauszufenden. Es wurde sofort eine Rettunas- attion elngcleltet, die nun von der ganzen brasllia- Dänischen Städten der Fall ist. Das erklärt sich 1 siegreich Der kleine Mann greift gern nach diesen z. Fabrikserzeugnissen, weil ihm ihr Schnitt imponiert n' unt) weil er ihre Schäbigkeit noch nicht erkannt schon aus der Lage Skopljes und feiner wirtschaft- hat. Dor allem aber, weil sie sehr billig sind. Und Dunkel arbeiten Handwerker oder sitzen Händler Der Obersehlshaber der Kriegsmarine )on ben | litäriidjj er sich auf den Feindflug nach England Es ist sein euer »n. Sit Mmger i ütnerben' uice im » nhingei sich olfl Kriegs! wegen himvri, Mord- kl Farn! irut, die ritfit. er iiallt- l folgen- lichen Bedeutung Während beispielsweise die bos Nische Hauptstadt Sarajevo, die sich in vielem ersten Male in den Heinkel-Flugzeugwerken, wie ihre braven Rie-senvögel, aus dem Stahlblech geboren, bis zur Vollendung emporwachsen. In den hallen dröhnt es. Grell sticht das scharfe Licht der vchweißflammen, schrill tönt die tausendfache Nie» iung. Im grauen und blauen Arbeitsanzug sitzen Männer und Frauen, das Gesicht von der Schutzbrille halb verdeckt, am Bau neuer Kampfmaschi- men. Sie blicken nur kurz auf, und doch liest man in diesem Blick den Stolz auf ihr Werk. Die Zuverlässigkeit der deutschen Kampfmaschinen isi es, die den Flugzeugbesatzungen Den äußersten Einsatz ermöglicht. Sie alle wissen davon zu berich- ten, die Männer dieser Kampfstaffel, sowohl ihr -unger Staffelkapitän, als auch die Besatzungen und nicht zuletzt der Gruppenkommandeur selbst, ein Oberstleutnant, der mit ihnen erschienen ist. Sie sehen, wie Leitwerk und Holme, Miteistuck und Flä. chen gebaut werden, wie Seitenslöße und Seiten- -über, Höhenflosse und Höhenruder, Querruber unb Landekl^en ferttggestellt werben, wie ber Rumpf Berlin, 13. Ian. (DNB.) Durch bie riesigen hallen einer deutschen Waffenschmiede der Luftwaffe schreiten deutsche Flieger, die Männer einer Kamps- iliegerstaffel, die in monatelangem Fronteinsatz in ben kampferprobten Heinkelmaschinen ihre Bombenast auf England regnen ließen und die englischen Gewässer mit Minen verseuchten. Run sehen sie zum schine. Am Abschluß der Besichtigung wurden die Kampf- flieger von Professor H e i n k e l herzlich begrüßt, der ihnen als geistiger Vater ihrer Maschinen kurz umriß, was heutzutage für die Entwicklung einer Type im Gegensatz zu den Anfängen der Fliegerei nötig ist. Professor Heinkel überreichte dem Gruppenkommandeur als Erinnerung an den Besuch ein Modell des im Einsatz geflogenen Kampfflugzeuges. regungslos mit gekreuzten Beinen inmitten ihrer wahllos aufgestapelten Waren In langen Reihen «Großadmiral Dr. h. c Raeder besichtigte einen neu zur Flotte getretenen SchwerenKreuzer, um sich von feiner Gefechtsbereitschaft zu überzeugen. — (Scherl-Btlderdienst-M.) mit Skoplje vergleichen läßt, schon einen guten Teil dieser Entwicklung mitgemaebt hat, steht Skoplje erst am Anfang. Das orientalische Element, in Bosniens Hauptstadt schon in die als will sie bersten. So sind sie dahingejagt: in ber Dunkelheit, in ben Wolken, über Feindeslanb Wir sehen auf die Uhr Der Chef ist jetzt eineinhalb Stunben überfällig Ein alter Feldwebel der seinen Staffelkapitän schon lange kennt, sogt ,,Er wirb irgendwo notgelanbet sein Unseren Che' schnappen sie nicht Den nicht!" Die anderen schweigen Sehen heimlich nach der Uhr, horchen auf, wenn das Telephon läutet Dom Chef kommt keine Nachricht. Eine andere Besatzung berichtet' Bereisung Run. tergefallen von 5000 auf 2000 Meter. Da, als niemand mehr — außer dem Flugzeugführer der eisern an seinem Knüppel saß — als niemand mehr daran dachte, lebend aus ber Maschine zu kommen da kamen die Luftschrauben wieder auf volle Tourenzahl. Da hatte der Oberleutnant feinen l Vogel wieder In der Hand. den Feuerpausen französische Zivilisten die Brücke passierten. Er schnappte sich mit seinem Begleiter einen alten herrenlosen Lieferwagen auf der Straße, fuhr unbehelligt mit ihm zur zerstörten Brücke unb oerftänbigte seinen Spähtrupp auf dem anderen Ufer über sein Vorhaben. Er befahl Feuerschutz unb brauste mit seinem Wagen zum Marktplatz von Epinal. Sein Spähtrupp riet ab, auf bie Brücke ^u gehen, aber Leutnant Danzer blieb dabei. „Unb wenn es mein Leden kostet!" So fuhr er denn über bie Brückenrampe bis an bie Minenriegel heran, stieg aus, warf sich auf die Erde und begann die Zündleitung zu zerschneiden. Dann warf er in hohem Bogen die Kastenminen in die Mosel. Jetzt merkten die Franzosen, daß sie einer Kriegslist zum Opfer gefallen waren und begannen bis auf die Brücke zu folgen Leutnant Danzer erhielt einen Streifschuß am Halse, arbeitete aber ruhig weiter unb beseitigte bie Minensperre auf ber Brücke. Dann sprang er auf, um mit ein paar Sätzen bie schützende Deckung zu erreichen. Dabei ereilte ihn sein Schicksal. Mit einem Oberschenkel- und Bauchschuß wurde er in Deckung geholt. Dort flüsterte er schwer leidend: „Die Hauptsache ist, daß ich die Brücke frei gemacht habe unb daß ber Vormarsch ber Division gesichert ist!" Der Dimsionskommanbeur hat noch in ber gleichen Stunbe bas Ritterkreuz für den tapferen Kampfpionier beantragt, aber es war zu spät! Leutnant Danzer ftarb am nächsten Tage an ben I Folgen seiner schweren Verwundungen. Nun hat ihm der Führer und Oberste Befehlshaber noch mit dem Ritterkreuz ben Ruhm über das Grab hinaus I gegeben. ihm der Entschluß, die M-inenrtegel auszubauen unb bie Zündleitungen zu den Minenkammern zu durch- schneiben, deren Ladungen automatisch in die Luft geflogen wären, wenn bie Minenzünber belastet worben wären. Leutnant Danzer stellte fest, daß in rad) hol HL M mürben eher, ens bei mzlih | Dorbtnt sik um« fitat Wofür der Pionierleutnant Danzer nach feinem Heldentod das Ritterkreuz erhielt le oilligi’ * »an* ’ „an I«'1 Mazedonische Skizzen Bon unterem Dr. I. B.» Sonderberichterstatter .iio.!? M an!* ärrol1 tr«'*“L hocken am Slraßenranbe Männer aller Lebensalter. Man kann sie ben ganzen Tag auf bem- selben Platz im Schatten sitzen sehen, rauchen unb Kaffee trinken oben_mit Behagen eine Melone ver- England-Flieger bei Heinkel. Eine Kampffliegerstaffel besichtigt die Werkstätte ihrer Maschinen. Mionen nie- md itnf nai - am N' Bomben OrtlN1 ligen (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) 1. Das „tatseNiche" Skoplje. Skoplje, im Januar 1941 In Skoplje, ber Hauptstadt Sübserbiens, hat bie Entwicklung Aur modernen Stadt . schon mächtiger eingesetzt als es in den anderen maze- Päteren !' ’ leihung 1 Mer . | ragens ‘v i r Dicht. der Kampfflugzeuge entsteht, wie die Derplankung Vorstädte zurückgedrängt, überwiegt in Skoplje noch erfolgt und wie schließlich durch die Fertigmontage ganz Die moderne Stadt besteht eigentlich nur aus am lausenden Band die fertige Maschine, ein Wun- der Hauptstraße, Die sich vom Bahnhof bis zur derwerk der Technik und der Präzisionsarbeit, die Brücke über den Vardar hinzieht. Verläßt man sie, Montagehalle verläßt. Das sind die Maschinen, Die Ho steht man mitten im Orient. Wind unb Wetter ebenso aushalten können wie Diel bunter unb mannigfaltiger als in der De- starke feinbliche Einwirkung, Maschinen, die mit kannten Carsija von Sarajevo entfaltet sich das hundert und mehr Einschüssen ihre Besatzung heil Leben in den Geschäftsmerteln von Skoplje nach Hause bringen Ein Flugzeugführer erzählte, Krumme, unebene, mit großen, unregelmäßigen wie die englische Flaksperre bei London durchflogen Steinen notdürftig gepflasterte Gassen und Gäß- wurde, wie die Geisterfinger ber englischen Schein- chen. Altersschwache, wackelige Häuschen mit vor- werser sie in grelles Licht tauchten, wie schließlich prmgenbem Obergeschoß und vergitterten, stets ein großer Flakspliter die Latte (Propeller) traf, die hermetisch verschlossenen Fenstern Läden, zur Kanzel durchschlug und — durch bie Aufschläge ab- Straße geöffnet, bie Höhlen gleichen. In ihrem gebremst — wirkungslos an ber Kombination Des ä*‘Ua**'*** Piloten herabrutschte, unb wie trotz all bieser Hindernisse der brave Vogel glücklich wieder im Feldflughafen landete. Das ist nur ein Eindruck von der unerhörten Zuverlässigkeit ber kampferprobten Ma- -Sich ’ltilil! I I 'n 161 . seiner I Ah ■ Q> E 1 $on W S Der. E nil.l Nieinrn ' l9. wir E 'r auch || halten, y? uß an | te bie onschen J f über . »eins, ' ! A zu. • i vr.hch. Sobonn Bort zu ■ । lbstvilh, 1 V\ Fliegertod für Deutschland Don Kriegsdertchfer Fritz peiers. ewafsnclt aze eintf Verlustc» £uffn>C'f*t egen wil Jeinbli^ anb W achl. i|AU.' lerE ®lü I' •n rorw^ speisen. Ihr Beruf? Wer kann es wissen! Jedenfalls haben sie sehr viel Zeit. Wie jedermann im meditierenden Orient, ber Wiege ber Religionen Hier unb da finbet man im türkischen Geschäfts- viertel auch Läden christlicher Kaufleute, häufiger aber jüdische Läden Sie sind meist ebenso primitiv und vernachlässigt Aber hier werden nicht die schö- nen, von einem durch Jahrhunderte veredelten Geschmack zeugenden Produkte des heimischen Gewerb- sleißes seilgehalten, sondern Fabrikware mindester Sorte Grellfarbige Seidenfetzen, buntbedruckter Kattun, Herrenkvnsektionsartikel billigster und geschmacklosester Art Und leider bleibt auch hier diese traurige Vorhut ber abenbländischen Zivilisation Geld ist rar in Mazedonien Ein schönes Land, das vermöge feiner Naturschätze zu den reichsten Landstrichen Europas gehören müßte. Aber in diesem alten Durchgangsland, Dem Tummel- und Kampfplatz vieler Rassen, Religionen unb staatlicher Konzeptionen, hielten noch Jahre nach dem Weltkrieg politische Händel die serbische Verwaltung in Atem. Kaum hat Europa je Kunde erholten von dem Kleinkrieg, der jahrelang zwischen bem serbischen Militär unb den serbischen Gendarmen einerseits, mazedonischen, bulgarischen und arnautischen Komitadschis (Freischärlern) andererseits mit einer Erbitterung ohnegleichen geführt wurde. Jahrelang dauerte es auch, bis bem Räuberunwefen ein Ende gemacht werden konnte. In den Augen des Volkes fällt auf ben Straßenräuber noch ein Strahl des Glanzes, ber einst unter der alten Türkenherrfchaft die Männer umwob, Die auf eigene Faust mit ben Paschas, Begs unb Agas Krieg führten unb ihnen durch Morb, Brand und Raub Abbruch taten, wo sie nur konnten. Noch heute sitzen neben jedem gefangenen Räuber Dutzende von Bauern, die ihm Vorschub geleistet, auf der Anklagebank. Endlich nahm auch Der Kampf zwischen ben serbischen Parteien in Mazedonien oft blutrünstige Formen an. Durch bie Menge der Käufer und Bummler aller Art, die ben ganzen Tag über die „carsija" benot- fechsundsiebzigster Stunden vergehen. Die erste Maschine — sie ist kurz vor dem Chef gestartet — kommt vom Einsatz zurück Die Besatzung bestätigt alles was der Wetterdoktor prophezeit hatte Auf diesem Flug war die Hölle los. Eis an den Kabinenfenstern, Eis an den Tragflächen, Eis an ben Luftschrauben Der Höhenmesser zeigt in ©efunbenabftänben Schwankungen non 200, 300, 400 Meter Die Maschine schüttelt. Zweihunbert Juden, die sich an Bord des japanischen Pafsagierbampfers „Montevideo Maru" befanden, wurde von den brasilianischen Behörden verboten, an Land zu gehen. Es handelt sich meist um emigrierte Juden aus Polen unb Deutschlanb, bie ohne Visum waren. Keine Beflaggung oml8.u. 30. Januar Der Reichsminister bes Innern unb der Reichs- Minister für Volksaufkläruna unb Propaganba geben bekannt: Die am Reichsgründungs- tag (18.Ianuar) unb am lag ber nationalen Erhebung (30. Januar) übliche allgemeine Beflaggung unterbleibt in diesem Jahr. Der Chef ist jetzt drei Stunden überfällig Der alte Feldwebel sagt noch einmal: „Ich glaub nicht, daß ihm was passiert ist. Er ist irgendwo notgelandet und bis so ein Telephonat durch ist, das kann ja seine Zeit dauern." , Wir gehen schlafen. Unsere erste Frage am anderen Morgen lautet: „Nachricht vom Ches?" Nein, es liegt keine vor. Zwei Stunden später aber wissen wir es. Nicht weit von der Küste entfernt hat man ein deutsches Flugzeug aufgefunden. Ein Stück Strumpf mit einer Namensmarke war alles, was man von der Besatzung fand. Er gehörte dem Bombenschützen unseres Chefs. Unser Stastelkapitän kommt nicht wieder. Vier tapfere deutsche Kampfflieger sind gefallen. Sie hatten zusammen über dreihundert Feindflüge unb trugen alle das EK 1. Sie waren, seitdem ber Krieg im Westen begann, ständig im Einsatz. Sie waren in Frankreich dabei und flogen bann gegen England Sie haben feine Pause gekannt und-kaum ein Ausruhen Sie sind an die hundert Mal durch die grauen Wolken ber schweren Flak geflogen, sie haben sich mit Jägern herumgeschlagen. Sie kannten bie Gefahren bes Wetters, bie Tücken ber Nacht- lanbung unb bes Nachtstarts. Sie haben ihren schweren, opferreichen Dienst getan wie beutsche Soldaten es eben tun: stolz, mutig unb ohne viel Worte, ohne viel Aushebens Unser Chef und seine drei Feldwebel haben für Deutschland ihr Leben hingegeben. Sie sind gefallen in einem Einsatz, der von ber gesamten Besatzung alles verlangt an Opferbereitschaft unb Mut, Klugheit und Erfahrung, Vertrautsein mit Wind unb Wetter, Kurs unb Funk Vier Mann sinb geblieben von vielen, bie täglich unb stünblich gegen Enqlanb fliegen, bie keine Pause unb keine Ruhe kennen, bie nur eines kennen: Den Befehl, bem sie gehorchen Unb über bem Leben unb Sterben unteres Staffelkapitäns stanb bas stolze Losungswort seines Gejchwabets: Ich will, baß sie oorfechten..« Nischen Oefsentlichkeit mit großer Spannung verfolgt wird, während die Ueberfallenen selbst sicherlich verzweifelt auf Hilfe warten Ihr letzter Funk- iprud) jedenfalls endete mit den Worten „Für alle Fälle: noch einmal herzliche Grüße an alle." Kleine politische Nachrichten. Wie Associated Preß meldet, wurde der in englischem Dienst stehende norwegische Motortanker „I e D D g" (6748 BRT.) am 8. November von Rutschen Seestreitkräften versenkt. Die Mann- Ichast wurde auf ben gekaperten norwegischen Ian» I ter „Die Jacob" (8306 BRT.) übernommen, ber sie an Land brachte. Wien, 15. Ian. (DNB.) Aus einer Arbeitstagung für industrielle Wirtschaftsführung sprach der ständige Vertreter des Beauftragten für den -Bier, jahresplan, Staatssekretär Körner. über das Thema „Der zweite Vierjahrespian . „Wir stehen . jo sagte der Staatssekretär, „wirtschaftlich noch vor gewaltigen Anstrengungen. Die Produktion an Waffen, Kriegsgerät unb Mu n 11 i o n vller Art wird immer größer. Wir mästen unsere Produktionsmethoden unb unsere Fabrikate dauernd weiter entwickeln, um unseren technischen Vorsprung vor dem Feinbe zu wahren. Das erforbert immer neue Konstruktionsarbeiten, Aenberung ber Berfal)- ren,"Umbau ober Neueinführung von Maschinen unb Umstellung der Arbeiter. Bisher hat sich die deutsche Wirtschaft allen diesen Anforderungen gewachsen gezeigt. Es kann nicht bezweifelt werden Laß es auch in Zukunft so bleiben mirb. JReben ber Rüstungsindustrie steht die weitere Forderung der deutschen R o h st o f f p r o d u k t. o n. Im Bau be- jindliche Fabriken werden vollendet, neue sind tm 1 Kriege in Angriff genommen worben In biefem Zusammenhang entwickelte ber Staat jekretär bie Grundlagen des Arbeitseinsatzes. „Die- |er Arbeitseinsatz", jo Jagte tondcntriert jsich heute auf bie kriegswichtigen Aufgaben Jr genbeine Zersplitterung bebeutet hier Schwächung. 5ebe Kraft muß ganz eingewannt werden Kem «Betrieb darf Arbeitskräfte festhalten, die nicht voll beschäftigt sind „Hamstern" ist auch hier verboten Ich weiß, daß einzelne Betriebe mitunter ver ucht ljaben, an sich entbehrliche Arbeitskräfte sestzuhal- rten in ber Erwartung, sie vielleicht nach bem Kriege, roieber gut beschäfttgen SU tonnen. Eine Derartige Maßnahme bes '«jM «gegen bie Disziplin, bie wir auch m ber Wirtschaft 8m Kriege halten müssen. Die Schw.erigketten im Arbeitseinsatz werben auch im ft r 'eben i) alten Gewaltige ftriebensaufgaben zeichnen sich heute bereits ab, beren Durchführung ^h Arbeitskraft erforbern wird. Ich weise d'esem Zusammenhang auf ben weiteren Aufbau ber Ost. imark unb tuf bie Besiedlung 0™te£ neu ins Reich emgeglieberten Gebiete im Df e und Westen hin Dazu treten Die großen sozialen 'Pläne bes Führers, namentlich Wohnungsbau^ :Im Frieden werben wir also mit ber Arbettskraf ebenfalls besonders rationell verfahren muffen. Da di' İh' ber jur B.Mgung s eh'nden Ärb'tt- Berlin, 15 Jan. (DNB.) Wie wir meldeten, i hat ber Führer unb Oberste Befehlshaber ber Wehr- i macht bem Pionierleutnant Danzer, ber Zug- s führet in einem Panzer-Pionier-Bataillon war, । nachträglich bas Ritterkreuz b,es Eisernen i Kreuzes verliehen. Am Kanal von La! B a f f e e war von ihm eine wichtige Brücke, bie de- ; reite zur Sprengung von ben Ftaizosen vorbereitet . gewesen war, im feinblichen Abwehrfeuer genommen worben. Von seinem Unternehmen brachte er sogar ben feinblichen Sprengtrupp mit nach Hause. Das andere Mal war es in Epinal! Die Panzerbivision war in Eilmärschen zur Mosel gekommen, um In schnellem Zugriff den Uebergang I zu erzwingen unb bie Festung Epinal vom Westen Izu nehmen. Die Franzosen erwarteten ben Feinb I von Osten, sie mußten in letzter Minute bie sechs I Brücken über bie Mosel fprengen. Sie flogen in I bie Luft — bis auf eine, Die sie für Den Rückzug I brauchten. Bei ber Nachbarbrücke war es ihnen I nicht ganz gelungen.Die Brücke mußte ungefprengt I in ben Besitz ber Division kommen, Denn nur über Diese Brücke konnte Der Vormarsch ungehindert wer- I tergehen. Leutnant Danzer zog mit zwei Spähtrupps I zur Mosel. Der eine sollte Die ZünDleitung auf I Diesem Ufer DurchschneiDen, während Leutnant Danzer mit seinen Pionieren über bie schlecht gesprengte I Brücke in ben von ben Franzosen besetzten Teil von Epinal Vorbringen wollte. Sie tarnen gut hin- I über. Die Schützen verteilten sich tm Häuserkampf, I währenb bie Pioniere an ben Straßen der Mosel vorsichtig entlang tasteten. Sie mußten Die Häuser f * r W an Der Brücke erreichen, aus Deren Kellern heftiges MrWastsproblemedesMeilenVieriahresplansMzZ?WDss gleich geschaffen worben. Darum sehe ich in der Bis zum Eckhaus an der Brückenrampe waren die > weiteren Rationalisierung und Tech- Pion-iere gekommen. Von hier aus peilte Leutnant, nifierung Der Deutschen Wirtschaft eine deson- Danzer bie Lage an, unD sekunDenschnell entstand inl ders wichtige Aufgabe. Die Rationalisierung unD1 Die Technisierung roieDerum setzen Pflege der wissenschaftlichen Forschung und intensive Schulung voraus. Gleichzeitig muß Durch eine großzügige neue Sozialpolitik und namentlich durch Den Ausbau Der GesunDheitsfürsorge alles getan werden, um Die Arbeitskraft jeDes einzelnen Deutschen du erhalten unb au steigern. PK. In ben Abenbstunben sinb sie gestartet. Un- Nach Der Betrachtung ber Rohstoff bewirt- ser Staffelkapitän unb seine brei Felbwebel Schwer fchaftuna im zweiten Vierjahrespian, nament- hob sich bie belabene Maschine vom Boben unb war lich bes Kohlenoerbrauchs, ber Energieversorgung balb in ben tiefliegenben Wolken, in ber Damme- unb bes Metallbebarfs ging ber Staatssekretär auf rung oerschwunben Unser Ches ist von biefem Flug Die Lohn- und Preispolitik ein. Der GrunDsatz der nicht Suruckgekehrt. / .. ftabilcn Löhne müsse auch in Zukunft beide- Der WetterDoktor hatte keine sehr günstige Behalten werden Solange das Produktionsvolumen ratung gegeben. Wind, Wolken, Vereijungs- der VerbrauchsgüterinDustrien aus zwingenden gefahr Der Chef hörte sich den Spruch an und Gründen nicht gesteigert werden könne, sei eine Er- nickte. Er kennt das alles Er kennt alle jene Ge- höhuna Des Nominaleinkommens zwecklos unD fahren, Die Dem Kampfflieger Drohen. Er ist ihnen oolkswirtschaftlich gefährlich. SelbstverstänDlich müsse hunDertmal begegnet Es wirD schon werben Unb Dieter stabilen Lohnpolitik auch eine st a b i l e wie bie Kameroben vor ihm unb nach ihm, so macht Preispolitik entsprechen In Zukunft roür - «* ?töinhfr,m fFnnfnnh iff Mn ben auf Dem Preisgebiet noch strengere Maßstäbe als bisher angelegt. Das gelte insbefonDere bei Den Preisen für BeDarfsartikel Des täglichen Lebens. Wir haben immer wieDer betont. Daß Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik feine Ausschaltung, fonbern eine Aktivierung bes Deut*| (dien Unternehmertums anstrebt. Die freie schöpferische Persönlichkeit kann auf keinem Gebiet bes Volkslebens entbehrt werben, namentlich nicht in ber Wirtschaft. Sie braucht kraftvolle Persönlichkeiten, bie etwas wagen, Die sich einsetzen und intensive Arbeit um ber Sache willen leisten Keine Zeit braucht ben Wirtschaftsführer mehr als unsere Allerbings haben wir bafür gesorgt, baß Die Wirt- schäft nicht mehr Selbstzweck werben kann. Nicht nach Dem Gewinn bes einzelnen, sondern nach Dem Wohle des Ganzen sind alle unsere wirtschaftspolitischen Maßnahmen ansgerichtet. Heute steht Der Unternehmer im Wehrbienst. Wer Diesen Wehrbienst mit Der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit leistet, wer etwas im nationalen Interesse wagt, erfüllt Die Pflicht, Die ihm unsere Zeit als Wirtschastsführer stellt In Dem Zusammenhalt zwischen Betriebsführer unb Arbeiter liegt bie gewaltige, nie ver- flegenbe Kraft unserer Nation. Dank Dieser Gemein- ---- _ 'H' ijbung schäft im einzelnen Betriebe können wir alle frtegs- £» 8 .‘fßu n ft I »6 Hte« dnZu^lLttttoWn Aujg-b-n Vs Vfl U .(ü I "in >«S *5* Oer Wkrtschastsausbau in Norwegen ganze. Jahr über befahrbar ist. wanserei, dann zur Türkenzeit Geiängnis, und die Sultan Murat-Moschee, sicherlich die schönste | Moschee Südserbiens, die sich stolz auf einer An- höhe über der Stadt erhebt. Aus aller Welt Erdbeben In der Lüdsee. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Ian. (Vorbericht.) Cs alles zugeteilt. jüngsten Jahrzehnte so randvoll gefüllt mit Kampf, Drang und Leid wie Skoplje. In zahlreichen Denkmälern spiegelt sich die Geschichte der Stadt. Die mächtigsten Zeugen der Römerzeit sinh, die Ruinen der Wasserleitung und das noch gut erhaltene ro- mische Bad. . Eine der interessantesten Kirchen Serbiens ist die Erlöserkirche in Skoplje. lieber ausgetretene Steinstufen steigt man hinab und steht plötzlich in dem düsteren Schiff der Kirche, die sich unter der Erde birgt Sehenswürdigkeiten ersten Ranges sind die Schnitzereien und die Ikone, die das Heiligtum schmücken. Groß ist die Verehrung, die diese alte Kirche genießt. Stets ist das kleine Schiff an Andächtigen erfüllt, die inbrünstig die Bilder der Heiligen küssen. Vor dem Eingang kauern zahlreiche Bettler in zwei langen Reihen, Greise, Sieche und Kinder. Sie wissen, daß sich Herz und Beutel an dieser Stätte fremdem Leide leichter öffnen als in der Hast der Straßen. Zu weit führte es, alle historischen Denkmäler Skopljes auch nur aufzuzahlen. Erwähnt sollen nur noch der „Kucsumli han" werden, dieses burgartige Bauwerk, einstmals Kara- und am Ufer entstanden Erdrisse. Man glaubt, daß das Erdbedenzentrum ungefähr dreißig Kilometer von Rabaul entfernt lag. bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 30 bis 59> Hämmel 32 bis 51, Schafe 35 bis 44, Schweine 51,50 bis 57,50 RM. Marktverlauf: HaupuchrnUelter: Dr. .Wert* Wildelm Vanqe GteHDeitietei oe» Haupt,chri-tietieiL Ernst Dlumschein. Weiannourtiirt) ,tit Avini uu» Bilder Dr. Nr. W. Hange für das Nein.ieton: Dr. Haas Thi not; für Stad> Gießen. Prvvm-, SBirticha.. u. Sport: E»N'l itiiumidK n. Druck imo Verlag Brühl,ckie Uniwitateoru.leret Ä. Lanqr v G. ver.aqereiter Dr. - 5wa. lir*di Hamann Sltneigen.e ter Han« eck. ürden ^tndat^derdln e'aen DbervrrKümmel Pl.N-.L ßenlänge, wie sie kein anderes Land in Europa auf- weisen kann. Anfang Dezember wurde auch die gleich wichtige O st - W e st - D e r b i n d u ng aus der Strecke Oslo—Beram vollendet, so daß sie jetzt das reicher werden die Schuhputzer. Eine bekannte Tatsache, die darin ihre Erklärung findet, daß die Straßen nach dem Süden zu immer schlechter werden. Arnauten mit ihren weißen Mütz- chen und auffällig viel Zigeuner in abenteuerlichen Lumpen fügen sich gut in das Straßenbild, dessen unbeschreibliche Buntheit jeden fesielt, der es zum ersten Male sieht. Skoplje — das kaiserliche Skoplje, rote es die Serben gern nennen, weil es im 14. Jahrhundert einige Jahrzehnte Residenzstadt des serbischen Zarenreiches war — erhebt sich auf dem Boden des antiken Scupi, das 518 durch ein Erdbeben zerstört, von dem oströmischen Kaiser Justinian aber wieder aufgebaut wurde und fortan den Namen „Justmiana Prima" führte. Wechselvoll wie die Geschichte der Balkanhalbinsel waren die Geschicke dieser Stadt, die dank ihrer Lage stets eine wichtige Rolle spielte. Auf Schritt und Tritt be- Grimmige kalke In Rumänien. In ganz Rumänien herrscht seit Montag eine grimmige Kälte, besonders in der Moldau. In Jassy zeigte das Thermometer 36 Grad unter Null. In den Dörfern erscheinen, von der Kälte und Hunger getrieben, massenhaft Wolfsrudel. Der Kampf gegen die Wölfe wird noch durch den dichten Nebel sind, werden in allen Ecken feil geboten, andere Händler rufen Kuchen aus, wieder andere erfrischende Getränke, die rot, giftgrün und in allen anderen Farben des Spektrums locken. Ein schwang- voller Handel wird mit hartgekochten Eiern betrieben, die körbeweise Absatz finden. Vor jedem zwei- ten Haus sitzt ein halbes Dutzend von Schuhputzern. Je weiter man nach dem Süden kommt, desto zahl- Eine Oktober 1939 gab es in Norwegen über 100 000 Arbeitslose, Ende Oktober 1940 lag die Zahl bei etwa 30 000, unter ihnen etwa 10 000 weibliche in dem es heißt:! N a r o i k—K i r k e n e s seit Ende Dezember eine erschwert, lieber die Zahl der Menschen, die der Kälte oder den Wölfen zum Opfer gefallen sind, läßt sich noch kein Bild machen. In Bukarest zeigte das Thermometer in der vergangenen Nacht und noch im Laufe des Vormittags minus 22 Grad. In D o s« n ie n wurden Temperaturen dis zu 30 Grad minus gemessen. Heftige Wlnterskürme Im Atlantik. Gashahn, ohne daß sie es gemerkt hat, etwas geöffnet. Das Handtuch wurde auf dem.Stuhl liegend vorgefunden. Durch das ausströmende Gas, das sie dann einatmete, hat sie den Tod gefunden. Dolksschädling hlngerichket. Kinder ums Leben. Fünf Tcle bei einem Großfeuer in Reuyock. In dem Neuyorker Stadtteil Brooklyn brach in einem am East River gelegenen Lagerhaus ein Großfeuer aus, das erst nach mehreren Stunden von der Feuerwehr eingetreift werden konnte. Bisher find fünf Personen ums Leben gekommen. Elf Personen wurden durch Brandwunden verletzt, vier so schwer, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Ilnvorsichligkcit führte zum Tod. Eine alleinstehende 76 Jahre alte Witwe wurde in ihrer Wohnung im Kasseler Stadtteil Nieder- Zwehren gasvergiftet tot aufgefunden. Nach den kriminalpolizeilichen Ertnittlungen dürfte ein Unglücksfall vorliegen. Die Verunglückte hatte die Gewohnheit, ihre Handtücher immer an den Gashahn, in unmittelbarer Nähe des Ofenrohrs, zum Trocknen aufzuhängen. Am Abend vor dem Schlafengehen hat sie das Handtuch vom Gashahn heruntergenommen, um es zu benutzen, und hat hierbei sicherlich den Mörder hlngerlchlel. Am 11. Januar 1941 ist der 1921 in Memel geborene Walter Behrendt hingerichtet worden, den das Sondergericht in Königsberg i. Pr. wegen Mordes zum Tode verurteilt hat. Behrendt, der von Jugend auf nichts taugte und auch durch Fürsorgeerziehung und Strafen nicht gebessert werden konnte, hat am 27. Dezember v. I. in Memel eine Frau, in deren Wohnung er eingebrochen war, ermordet. Vier Kinder verbrannt. fern, drangen sich zahlreiche Straßenhandler. Frischs gegnet man In Skoplje den Spuren dieser mehr als geröstete Maiskolben, deren süßlicher Dust zu den zwanzig Jahrhunderte die über die Stadt hm weg- charakteristischen Gerüchen (nicht immer Wohlge-gebraust sind. Selten hat eine Stadt jedes Blatt rächen) gehört, die den südserbijchen Städten eigen! ihrer Gesthichte von den ^"merzetten bis m die Ein schreckliches Unglück ereignete sich in der Nahe von Helsinki. Die vier Kinder einer Arbeiterfamilie kamen in Abwesenheit der Ettern mit Feuer in Be- rührung, wodurch das Haus in Brand geriet. Es wurde infolge des herrschenden Windes in einigen. Minuten eingeäschert, und dabei kamen die vier seiner Vorstrafen, jungen bei einer Vermattung- Dampfer „West Kebar" (5620 BRT.) mit 12 Pafsa- stelle im befreiten Osten beschäftigt ZU werden. Die • n Ufib 36 Wann Besatzung auf der Reise von so erschwindelte Stellung hat Salewski weitgehend ^frira nad) Boston befindet sich mit schwerer zu Veruntreuungen unter Ausnutzung der Kriegs- Schlagseite etwa 300 Meilen südöstlich von Neu- Verhältnisse mißbraucht. Er hat sich außerdem fort- porf Ferner ist der Dampfer .Hlho" (4839 BNT.) gesetzt bestechen lassen. auf der Reise von Monrovia in Liberia" nach Neu- Gewaltverbrecher hlngerichtel. Der 22;ährige Anton E a w r o n aus Gradau (Kreis K^stery ist hingerichtet worden, den das Svndergericht Frankfurt a. d. Oder als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Cawron war em polnischer Landarbeiter, der sich mehrfach der Arbeit entzogen und schließlich seinen Vorgesetzten hinterrücks durch einen wuchtigen Schlag mit einer Schaufel niedergeschlagen hat. Englischer Professor wegen Ermordung "der Ehefrau verhaftet. Ganz England erwartet einen Sensationsprozeß ersten Ranges. Der bekannte englische Professor Arthur Lloyd James ist von Scotland-^ard-Be- ernten in feiner Wohnung in dem Londoner Vorort Hamstead verhaftet worden. Lloyd James wird angeklagt, feine Ehefrau ermordet zu haben. Die Leiche der Frau wurde in der Wohnung in Hamstead gefunden. Sie wies zahlreiche Stichwunden auf. Professor Arthur Lloyd James ist Professor der Phonetik bei der „Old School of oriental and african studies“ in London und wurde von der British Broadcasting Corporation als Sprachen- fochmann herangezogen. Der Verhaftete hat ein Alter von 65 Jahren. Furchtbare Tat eines Wahnsinnigen. In B u e n o s A i r e s hat ein Polizeibeamter, der 15 Jahre glücklich verheiratet und ein guter Vater von acht Kindern war, in einem plötzlichen Tob- suchtsansall seine noch schlafende Frau und sechs seiner Kinder, das jüngste war noch nicht 15 Monate alt, durch Keulenhiebe und Messerstiche getötet. Dann übergoß er den Hausboden mit Benzin und steckte ihn in Brand. Die zwei alteren Söhne, die im oberen Stockwerk schliefen, wurden noch im letzten Augenblick aus dem Flammenherd gerettet. Das Haus ist niedergebrannt. Der Täter ist geflüchtet. ______________________ Wicklung, liegt in der D e r k e h rs e r s ch l i e ß u n g des Landes selbst, die überhaupt erst viele Projekte , ermöglicht Das in wenigen Monaten Erreichte ist. Aufbau nntgeholfen. Zwei amerikanische Frachtdampfer' sandten Si- daß sie sich im Atlantischen Ozean durch ; in Not befänden. Der Am 11. Januar 1941 ist der am 17. Juli 1905 in Dieberswalde, Kreis Osterode, geborene Emil Salewfki hingerichtet worden, den das Sonder- geeicht in Zichenau als Dolksschädling zum Tode verurteilt hat Dem u. a. wegen Amtsunterschlagung -< cu5 ne sich vorbestraften Salewfki war es durch Verschweigung cet^e jß-nterftürme seiner Vorstrafen^ gelungen, bei einer Verwaltung;- Zimpfer ,Mest Kebar von diesem Jahr an jeder junge Norweger herange- lanuiDirHu^uiiicu^ « 0 , .. zogen wird, hat in der norwegischen Jugend einen der wichtiast-n Aufgaben, gerade im Hinblick großen Widerhall gefunden. Schon im vergangenen auf schnelle Aufbauarbeit und wirtschaftliche Ent- Jahre sind viele Tausende von jungen Mannern und -- 1..... — * '-----< j.< - r.---- jungen Mädchen in diese damals noch freiwillige Organisation hineingegangen und haben dort am Berlin 13. Ian (DNB.) Reichskommissar s wahrhaftig gewaltig. Vor allem wurde ^r Ausbau T erb o ven verüttentlicht in der „Europäischen der Straße B odö-N ar vl k so beschleunigt daß Revue" einen Aufsatz über „Neuordnung und Zu- mit dem bereits beendeten Ausbau der Strecke lammenarbett in Norwegen", in dein es heißt:! N a r v i k-K i r k e n e s feit Ende Dezember eine Deutschland fühlt sich in Norwegen nicht als Sieger, durchgehende lo cs ist vielmehr feinem Ziele treu geblieben, sich i m der chwedischen Grenze bei Halden über D-Io, W eg e d e r f reu ndschaftlichen Derstän- Drontheirn, Narvik und Hammerfest bis zur find, bigung mit dem norwegischen Volk auseinander- sehen Grenze bei Kirkenes mit einer Gesamtlänge zusetzen und zu einer Z u f a m m e na rbeit m i t' von rund 2500 Kilometer hergestellt. ift^erne Str a- i h m zu gelangen. Die Richtlinie für die zukünf-' tige Entwicklung des Verhältnisses unserer beiden | Volker liegt in der fundamentalen Tatsache begrüy-, bet, daß das deutsche Volk im norwegischen ein, Volk gleicher Nasse und gleichen Blu- tes sieht. Die Probleme, die sich uns auf dem wirtschaftlichen Sektor aufdrängten, firib Wieder- Ingangsetzung der norwegischen Wirtschaft und Mo- t v.......v----- ------ biiifierung der wirtschaftlichen Kräfte Norwegens, Arbeitslose und ein erheblicher Prozentsatz nur be- Abkehr von der anglophilen Einstellung der norme- hingt Einsatzfähige. Eine Verordnung über die Ar- gischen Wirtschaft und Einordnung in den europäi- beitslosenversicherung sieht die Bereitstellung bedeu- scheu Wirtschaftsraum unter deutscher Führung. | tender Mittel für die produktive Arbeitslchenfür- Bei der Planung der Arbeiten mußte folgende orge vor. Als weitere Maßnahmen zur Bekamp. Wirtschaftsstruktur Norwegens in Rechnung gestellt ung der Arbeitslosigkeit dienen das Arbeitsbesck.af. ü- werden: Fast drei Viertel des gesamten Landes sind fungsprogramm in Hohe von ^ Millionen Kro. - Fels und Oedland, 25 v. H. weisen Waldbestand auf,« nen und die Vermittlung norwegischer Arbeltskraste 'der einen Teil des natürlichen Reichtums des San- nach ^Deutschland. Der^A r d e i ts,d i e n st .^dem des barftellt, und n u r w e n i g ü b e r 3 v. H. f i nd landwirtschaftliche Nutzfläche. Eine auf der Reise von Monrovia in Liberia" nnch Neu- ____ york bei Kap Hatteras in Not. Seine Besatzung Die nordMich von Neuguinea gelegene In- besteht aus 36 Mann, außerdem hat er 11 Pass«, fei N e w Britain ist von einem mehrstündigen giere an Bord. Erdbeben heimgesucht worden, dessen Wucht an das -------- verheerende Erdbeben des Jahres 1923, von dem damals auch Japan helmgesucht wurde, erinnerte. In Keravat, vierzig Kilometer vom Hafen-platz - __ .. - im so R°b°ul. stürzten Häuser ein. An den H-stn-nlag-n ko te en: Ochstn 36 bis 48 50 RM Bullen 40 50 Kinzenbach, den IQ. Januar 1941. 224 D Gießen (Asterweg 22). Trier, den 16 Januar 1941. Gut enwfoulene Haus Hauss Die Trauerfeier fand in aller Stille statt Mädchen gehiHin (neu und gebraucht). u«d bruar gesucht für orf bei Sonn 229 D SIEMENS Freibankverkaus PHONOP.HOR am *• tttdt. Schlachthof. GieOvn lAf E D R C DRUCKSACHEN miCnsC erühi, OsoSan '/r oder % Tage. Ploclstrasie 7 I. 17. Mannar 1941; von 8- 9 Uhr Rr von 9-lo Uhr ')it von 10-11 llbr Nr von 11 -1 "2 llbr 9tr . Sii inner**. Nen-Isenbnrjc, bei Frankfurt a. M., Televh. 708. K Merlau Ludwigstrahe 26 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgang meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Großmutter, Tante und Schwägerin Frau Karoline Henken, geb. Henrich in so reichem Maße zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus. Durch Umstellung retroerbenbe Gleichstrom-Motoren .ober Größe u. Spannung gesucht. Wir liefern: Drebftrom-Motoren Trauerfeier Donnerstag, den 16. lanuar, um 15.15 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. Wir erwarten rege Beteiligung. Zeitschriften- Botin I. Donnerstag u. orcitnn (neben- lienifttch) gesucht WaUtorltr. 21. In tiefer Trauet: Heinrich Lotz und Frau Alice Lotz Ludwig Lotz und Frau 6 Enkel und 7 Urenkel. 1351-1385 1386 14*25 14-26-1460 1461-1500 2«A 1-50 51-100 101-150 Ihre Verlobung geben bekannt Liselotte Hofmann Joseph Altendorf Hauptfeldwebel in einem Jnsi-Regt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Paul Menken, Direktor. Zuverlässiger Mann tut Vertretung des Nacht- vortiers gesucht. I332A HotelSchütz Wir werden dem Verstorbenen, der seit Gründung der G. R. G. 1877 die Treue gehalten, über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877. voMorrwrot nach dem Simons- Verfahren, enthält unverändert alle Wert- stoffe des Getreidekornes, daher so nahrhaft und bekömmlich 184D Werte Jung Kachgescliäft für voL- werti^e F^bensmittel, der «ad Oießon, io der Dläasbnrg am 18. nnunr 1941: von 8- 0 11 br 'Jtr von 9-10 llbr Nr von 10-11 llbr Nr Ziirhnh. d.Buchhallung an einigen Nach- nüttnficn in der Woche feibftänd. Person gesucht Schriftl. Ängeb. u. 228D an d. Gieß. Anz. Am 12 Januar verstarb nach kurzem schweren Leiden unsere liehe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Lhgrobmutter Frau Elisabethe LotzWw geb Größer im fast vollendeten 84. Lebensjahr. [Stellenangebote! Beine Ursprungszeugnisse, imtirrn nut Zcugni» abicbriften Dem Be -verbungSichreiben bet egrn I — LiäUdUder undBewerbunnsunter aflm mühen zur Ber »eidung von Berluiten mf vor S#üd*eitc dta men und Amchrifl be# Beweibet» tragen! Am 12. lanuar verschied zu Bad Homburg v.d. Höhe unser Ehienvoisitzer Christian Reiber. 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Zu 'den unangenehmsten Feinden unseres Eingemachten, ganz gleich, ob es sich um Säfte, Marmeladen. Mus, Gelee oder eingemachte Früchte handelt, gehört der Schimmelpilz. Wir treffen ihn vorzugsweise da, wo es warm und feucht ist, z. B. auf dem im feuchten Keller oder in der warmen Küche aufbewahrten Eingemachten. Verhältnismäßig am harmlosesten ist der häufig anzutrefiende Köpf- ch e n s ch i m m e l, der im Anfangsstadium weiße, watteähnliche Inselchen bildet, die. ahne vorerst d?n Geschmack des befallenen Einmachgutes zu beeinflussen, sich bequem entfernen lassen Allmählich aber wachsen daraus graue Köpfchen tragende Pilzfäden hervor, die, wenn sie im Saft untertauchen, oben- ab Fi schauflauf: Die in der Schale gekochten Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden Nun bereitet man eine Helle Grundsätze, gibt getrocknete Petersilie hinzu und schmeckt mit Salz und deutschem Pfeffer ab. Den Fisch kocht man, zerteilt und entgrätet ihn, gibt ihn zur Soße und mengt die Kartoffeln darunter. In einer gefetteten Form gut durchbacken. Herzhafte Gemüsetunke. 375 g Gemüse je nach der Jahreszeit, % I Wasser, 20 g Fett, 2 roh aeriebene Kartoffeln, Kräuter nach Geschmack, Salz. Das Gemüse wird gewaschen, kleinqeschnitten, in Fett xmgebünftet, mit Wasser aufgefüllt und gargekocht. Man gibt alles durch ein Sieb, läßt noch einmal aufkochen und gibt die roh geriebenen Kartoffeln dazu und schmeckt ab. Kar.toff el schicht speise : In eine gefettete Auflaufform füllt man lagenweise geschälte und in Scheiben geschnittene Pellkartoffeln und Hackfleisch, das mit Salz, Zwiebel und etwas Wasser vermischt ist. Heber das Ganze gibt man eine Helle Tunke upd backt es im Backofen hellbraun. Gestampfte Kartoffelsuppe. Kartoffeln mit Wasser garkochen, zerstampfen, mit Gemüsebrühe auffüllen, abschmecken. Dazu Apfel- oder Zwetschenkuchen. Geschmorte Chicoree: Die Chicoree schmort man in Margarine weich, streut geriebene Brötchen darüber und schmeckt mit Salz ab Man kann auch die Chicoree einmal in Solwasser, btm man etwas Zitronensaft beifügt, kur; aufkochen lassen, damit sich der bittere Geschmack verliert Gefüllte Salzgurken: Man wählt hierzu schöne, lange Gurken, von denen man der Länge nach einen Streifen abschneidet, sie aushöhlt und mit Fleischsalat ober ©emüfereften füllt. ftajfbraten mit Gurkeneinlage: 400 Gramm Hackfleisch vermischt man mit 1 Ei, 3 eingeweichten und sehr fest ausgedrückten Brötchen, geriebener Zwiebel und Salz zu einem festen leig. Man formt einen Braten und gibt in die Mitte eine große Salz- oder Gewürzgurke, wälzt in Weckmehl und brät mit Zwiebeln und etwas Fett kräftig an, schmort mit wenig Wasser gar und bfeft die Tunke mit etwas Kartoffelmehl Kalbsgulasch: 400 Gramm Kalbfleisch, Fett, 40 Gramm Mehl, Zwiebel, Salz, Essig, Lorbeerblatt. D«s in Würfel geschnittene Fleisch wirb mit ber Zwiebel in bem Fett angebräunt, Mehl darüber gestreut, mit Wasser aufgefüllt und zum Kochen gebracht. Man schmeckt mit Salz und Essig Hausfrau hat es verstanden, sich ein „Spezialge- bräu" für ihre Familie herzustellen. Dazu ist meist die Zitrone ein wichtiger Bestandteil. Schon allein eine heiße Zitronenlimonabe erquickt an kalten Winterabenben. Wenn biese nun zu herb schmeckt, gießt man sich einen kleinen Schutz Himbeer- ober anberen Obstsaft bazu. Das Getränk ist kräftig unb wohltuenb Eine angenehme Wärme burchzieht den Körper bei bem Genuß von heißem Apfelwein Er ist eigentlich nicht weiter als eine heiße Zitronenlimonabe, beren kochenbem Wasser man ein Stück Zitronenschale beigab, bas man einige Minuten burchkochen ließ. Zum Schluß gibt man auf einen Viertel Liter Wasser 1 bis 2 Eßlöffel leichten Apfelweins. Auch ein Schuß Rotober Weißwein kann an Stelle bes Apfelweins genommen werben. Wenn vorhanben, tut es auch ein Teelöffel N,?w Diese Beigaben alkoholischer Sckmoühaste Rezepte für Hulfenflüchte. In ber kürzlichen Zuteilungsperiobe wurden Hül- senfrüchte verteilt, eine weitere Zuteilung wird noch erfolgen Die Hülsenfrüchte sind eines unserer nährstoffreichsten Nahrungsmittel, die gleichzeitig auch einen großen Sättigungswert haben Wenn wir nun einmal Gelegenheit haben, Hülsenfrüchte zu verarbeiten, so ist es wohl selbstverständlich, daß wir sie auch richtig zubereiten, damit die wertvollen Stoffe nicht verlorengehen. Die Hülsenfrüchte werben eingeweicht unb mit bem Einweichwasser zum Kochen gebracht. Man kann sie bann sehr gut in bie Kochkiste stellen, bis sie gar finb Noch besser ist es, wenn man sie statt 12 Stunden 24 bis 36 Stunden emgeweicht, an einem wärmeren Ort (Küchentemperatur) stehen läßt. So kommen bie Hülsenfrüchte zum Keimen unb werden dadurch reich an Vitamin C. Die Hülsenfrüchte sind wohl meistens als dicke Suppen bekannt oder die Erbsen z. B auch als Erbsbrei, den man, wenn man hat, mit ausgelassenem Speck verfeinern kann Ebensogut kann man aber auch aus Erbsen, Bohnen ober Linsen Bratlinge Herstellen. Wir geben hierzu ein Re.zeptr 250 Gramm Hülsenfrüchte, 4 Zwiebel ober Lauch, etwas gehackte Petersilie, 50 Gramm Fett, 1 Ei, geriebene Semmel, Bratfett. Die eingeweichten Hül- fenfrüdjte werben in bem Einweichwasfer gargekocht unb auf ein Sieb gegeben. Man läßt sie etwas abtropfen unb streicht sie bann burch. Den Brei mischt man mit ber Petersilie unb ber in etwas Fett gedünsteten, kleingeschnittenen Zwiebel, gibt das Ei hinzu und so viel geriebene Semmel, daß sich die Masse formen läßt. Man formt längliche oder runde Bratlinge, wendet sie in geriebener Semmel und brät sie auf beiden Seiten goldgelb. Wenn man diesen Bratlingen etwas kleingeschnittenes Sauerkraut ober gewiegte Fleischreste unter» mischt, bekommen sie einen sehr herzhaften Geschmack. Sehr gut schmecken Linsen, wenn man sis süßsauer kocht: 300 g Linsen, 50 g Fett, 30 g Mehl, Salz, Zwiebel, Petersilie, etwas Essig unb Zucker nach Geschmack Die eingeweichten Linsen werden gargekocht Dann stellt man aus Fett, Zwiebeln, Mehl eine Tunke her, bie man mit Salz, Zucker unb Essig süßsauer abschmeckt Man gibt bie Linsen in bie Tunke, läßt sie nochmals aufkochen unb gibt zuletzt bie feingewiegte Petersilie hinzu Unb nun noch ein Rezept, bas ben meisten Hausfrauen wohl unbekannt fein wird. Wir stellen aus ben Hülsenfrüchten einen Salat her. Die Hülsenfrüchte werben wie üblich eingeweicht unb garqe- , kocht. Man läßt sie etwas abtropfen unb mischt sie mit etwas falscher Mayonaise ober saurer Milch, i Man schmeckt ben Salat mit etwas geriebenem [ Meerrettich, Tomatenmark ober im Sommer mit i frischen Tomatenscheiben ober fein gehackter saurer I Gurke ab. rrins vorangingen! Gelingt es jeboch in biefer Zeit, len Mann aufzuschließen, wirb bas Glück für beibe iroß sein Denn ber Mann will ja im Grunbe vor (Eiern seiner Frau sein härtestes Erlebnis mitteilen, nur ben Anspruch verträgt er nicht, am wenigen dann, wenn sein Erleben sich aus ihrer Geduld firmen und fertigen soll Db er das Wort finden »ird, hängt schließlich noch davon ab, wie weit die f rau bereit ist, den Mann zu lassen, benn wie kann c ihr mit der ganzen Dsfenheit entgegenkommen, 5'lc sie erwartet, roemr er weiß, daß sie dadurch iid)ts anderes als feste Maßstäbe für ihre Sorgen (Lwinnt Eine Frau, die nicht das nötige Vertrauen iw ihr Schicksal hat, sollte vor Ende des Krieges überhaupt keine Fragen stellen. Leider wird gerade sie es fein, die ihre Angst toird) ein tröstliches Wissen betäuben möchte. Sie twirb nie begreifen, warum ber Mann sich ihren fragen entzieht, Fremben aber sachliche Einzelheiten (»zählt Sie wirb seine Abwesenheit spüren unb s hen, wie der Gedanke an die Front ihn belebt, begegnet er am Bahnhof gar noch Kameraden, die i,n wieder ganz in ihren Kreis ziehen, dann muß < froh sein, wenn er noch Zeit zu einem flüchtigen Abschied findet. Hier nach einer Schuld zu suchen, durfte falsch |rin. Der Mann vermag kaum anders zu handeln, unb bie Frau folgt sehr natürlichen Regungen. Trotz» . lern wirb es gut fein wenn bie Frau sich für 'ben Erlaub eine hoppelte Verantwortung zumitzt. e>ie airb gut daran tun, sich innerlich auf diesen Besuch genau so vorzubereiten wie äußerlich. Ihr ist es auf- gegeben, behutsam zu fein; der Mann wird die Große bes Gefühls auch in ber Beherrschung zu büren wissen. Weil feine Liebe in der Ferne größer i:nb inniger geworben ist, will sie sich ungemischt Buchwelzen in unserer Küche. Buttermilchgrützsuppe. Man rührt an Buttermilch ein wenig Roggenmehl und gießt sie an bis vorher mit wenig Wasser gargekochte Buchweizengrütze; bann läßt man bas Ganze nochmals etwas'kochen. Man bringt bie Buttermilchgrütze recht warm auf ben Tisch und gibt Zucker ober Syrup nach Geschmack hinzu. Buchweizenpuffer. Man nimmt hierzu gut ausgesiebtes Buchweizenmehl. Zu je einer vollen Dbertasse Buchweizenmehl nimmt man eine gleich große Tasse heißes Wasser und einen Eßlöffel zerlassener Butter ober Schmalz, 8 Gramm Hefe unb etwas Salz. Ist ber Teig fertig gerührt, so schlagt man ihn stark mit einem Löffel, läßt ihn aufgehen unb bäckt ihn je nach Bebarf in kleinen ober großen Formblechen — empfehlenswert finb bie „Schneckenkuchenformen" — gar. B u ch w e i z e n Pfannkuchen. Man nimmt 2 gestrichen volle Tassen Buchweizerimehl, 3 Tassen heißes Wasser unb eine Tasse voll geriebener, kalter Kartoffeln unb tut etwas Salz daran; bann rührt man alles zusammen gut teigig, schließlich gibt man biesen Teig wie Eierkuchenteig auf eine recht heiße Pfanne, in ber Fett erhitzt worben ist. unb menbet bie Pfannkuchen nicht zu früh, bamit fie beiberfeits gut gebräunt unb burchqebacken finb. Buchweizengrütze nach fBoucrnart. Man laßt Buchweizengrütze in kochenber Milch cmsquellen setzt etwas Salz hinzu unb läßt sie weiter sieben. Beim Ausbentischbringen gibt man Zucker ober braune Butter — auch beibes — dazu. Rezepte. Kartoffel-Kopffalat 1 kg Pellkartoffeln, 2 Köpfe Salat, 20 g Speck oder 1 Eßlöffel Del, % Liter Buttermilch, Essig, Zucker, etwas Zwiebel oder Lauch, Salz. — Die abgezogenen Pellßartosteln werden in Scheiben geschnitten, der Blattsalat geputzt, ohne die Rippen wegzuwerfen, gewaschen, in breite Streifen geschnitten und zu den Kartoffeln gegeben. Entweder Speck in Würfel schneiden und ausbraten oder Del mit Buttermilch unb ben anberen Zutaten zu einer Tunke verrühren Diese Tunke mischt man unter ben Salat. e Kartoffeln mit Buttermilch: 1'/-Kilogramm Kartoffeln, 25 Gramm Fett, x't Liter Buttermilch, 1 Teelöffel Kartoffelmehl, Salz. — , Zu ben mit wenig Wasser fast gargekochten, gewürfelten Kartoffeln gibt man bie mit bem Kartoffelmehl verquirlte heiße Buttermilch unb bas Fett unb : läßt gar werben, abjchmecken. übmoste. Bei ohne oder nur mit wenig stellten Fruchtsäfte und ihrer Herstellung ist unbedingt keimfreies Arbeiten notwendig, damit die Schimmelpilze nicht gebend. Besonders gefährdet durch Schimmelanfall sind die "ucker herge- Oie 6 Gebote der Gtrumpfpflege. Manche Frau würde heute mit ihren wenigen Paar Strümpfen weit länger reichen, wenn sie die folgenden Gebots kennen und sich nach ihnen richten würde: 1. Achten Sie beim Einkauf auf die richtige Grüße. Sie beeinflußt entscheidend die Haltbarkeit. 2. Ziehen Sie die Strümpfe so an: bis zur Ferse ausrollen, hineinschlüpfen und dann, erst über das Bein ziehen. 3. Befestigen Sie die Strumpfhalter nur am vex- stärkten Rand. Bier Strumpfhalter halten besser als zwei. 4. Sorgen Sie stets für einwandfreies Schuhwerk und benutzen Sie zum Anziehen einen Schuhlöffel. 5. Waschen Sie ihre Strümpfe regelmäßig und oft mit dem „Waschmittel für Feinwäsche" — legen Sie vorher die Fingerringe ab! 6. Trocknen Sie die Strümpfe durch Aufhängen an den Spitzen, und zwar niemals in der Sonüe oder in Ofennähe! Großreinemachen im Kinderzimmer. Reben dem täglichen und wöchentlichen Aufräumen und Säubern im Kinderzimmer ist zeitweise ein Großreinemachen nötig. Wenn es auch aus erzieherischen Gründen sehr angebracht ist, das Kind früh an das Aufräumen der eigenen Sachen zu gewöhnen, so ist es in diesem Falle besser, die Kinder möglichst weit von dem Kinderzimmer zu entfernen. Wieviel selbstgebastelte Schätze, die inzwischen den früheren Glanz verloren haben und bei neuen Spielen nicht mehr den Wert besitzen, haben sich angesammelt. Auch sind die Kinderzimmer auf die Dauer zu klein, um alle gesammelten Schätze an farbigen Papierschnitzeln, bunten Fäden und was ein Kinderherz noch erfreut, aufzunehmen. Es ist daher angebracht, daß hier die Mutter einmal ohne die tatkräftige Hilfe der kleinen Hände energisch anfräumt. Zuerst einmal wird das Spielbort oder der Spielzeugschrank genau durchgesehen und sortiert. Entzwei gegangene Pappkästen werden zur Reparatur in den Abendstunden zur Seite gestellt, verlorengegangene Kärtchen nach Möglichkeit durch selbst- ?:e malte neue Bildchen ersetzt. Pappkästen von Dau- äst-en sind meistens nicht so lange haltbar wie der lich völlig geschmacklos. Hat man dagegen den Salzzusatz zu reichlich bemessen, kommt es ebenfalls zu keiner Gärung, weil in zu kräftiger Salzlake die Bakterien nicht leben können. Da die im gesäuerten Kraut enthaltene Mllchsäure sehr bekömmlich ist, indem sie in erster Linie den Darm entgiftet, nimmt man dem Kraut seine besten Eigenschaften, wenn man es vor dem Kochen wäscht oder gar überbrüht oder den frischen Saft weggießt. Die Seeleute, die sich früher, ehe es aus weite Fahrt ging, während der die Versorgung mit Frischnahrung unterbunden war, reichlich mit Sauerkraut eindeckten, taten jedenfalls das beste, was sie tun konnten, weil sie damit dem gefürchteten Skorbut, der alljährlich so viele Todesopfer forderte, sicher vorbeugten. Am beliebtesten ist Sauerkraut mit Schweinefleisch oder Blut- und Leberwürsten. Aber diese Einlage ist nicht unerläßlich. So paßt sich ber_ säuerliche Krautgeschmack recht günstig dem schwächer ausgeprägten Geschmack von Fischfleisch an, daher es sich sehr gut mit kleinzerteilten Stücken von Stockfisch vermengt, zubereiten läßt „Stockfisch mit Zettelkraut" — wie man das Sauerkraut früher in Süddeutschland nannte — und „gar vil gewürzt", steht schon im „Tegernseer Kochbüchlein", jenem handgeschriebenen Kochbuch, das heute fast 500 Jahre alt ist. Wer das sauere Kraut süß kochen will, wird es auch nicht bereuen, denn mit Zucker und Fett an* gedünstet und dann braun eingebrannt, bekommt es ein besonders feines Aroma. Würzt man das Sauerkraut mit Dill ober Paprika oder mit in Scheiben zerschnittenen Aepfeln, kommt wieder ein anderes Aroma heraus, das, wenn es, wie etwa beim Paprika, für manchen Geschmack zu kräftig ausfiel, gemildert wird, wenn dem Kraut Kartoffel- klöße beigegeben werden, die überhaupt wie geschaffen sind als Sauerkraut-Ergänzung. Es braucht also nicht immer „ein Schweinchen durchs Sauerkraut zu laufen". Aus dem Sauerkraut, das wohl keiner ansieht, ohne daß ihn eine gesunde Eßlust überkommt, läßt sich alles mögliche machen, und ob es nun gedünstet, eingebrannt oder gebacken ist, in feiner Art ist es bestimmt ein gutes Gericht. drein eine, wenn auch nicht starke, alkoholische Gärung Hervorrufen können. Sein unangenehmerer Bruder ist der am meisten verbreitete grüne Pinselschimmel, der seinen Ausgang gleichfalls aus kleinen, weißen, rasenähnlichen Gebilden nimmt. Daraus entsteht aber in Bälde ein sich grünlich verfärbender Pilzrasen, der, wenn wir ihn entfernen wollen, in Millionen feiner Stäubchen zerfällt. Auf diese Weise gelingt es nicht, das befallene Eingemachte zu retten, weil der häßliche Schimmelgeschmack sich so über das Ganze ausbreitet. Außerdem lassen die von jedem Luftzug weggetragenen Sporen sich gern aus anderem Eingemachten nieder, es io infizierend. Daher die übergroße Verbreitung dieser Schimmelart! Entwickelt sich aus dem anfänglich weißen Schimmelansatz ein blaugrünes, sich blasenförmig bildendes Gewebe, so handelt es sich um den sogenannten Kolbenschimmel, der nicht selten in Begleitung des vorgenannten Pinselschimmels auf tritt. Zuguterletzt wäre noch eine Schimmelart zu erwähnen, die sich auf Fruchtsäfte beschränkt und diese wie ein wolkig aussehendes Gebilde durchzieht, einen schimmeligen oder unangenehm bitterlichen Geschmack an den Saft abschon von vornherein mit in den Saft geraten. Von größtem Einfluß ist die Sauberkeit der Flaschen und ihrer Verschlüsse. Statt des früher üblichen umständlichen Ausschwefelns verwende man desinfizierende Lösungen, wie zweiprozentige schweflige Säure oder übermangansaures Kali. Außerdem hat man einen vorzüglichen Schutz gegen Schimmelansatz auf Säften, Marmeladen und Gelees durch Aufgießen von etwas Oel. Selbstverständlich wird man ein reinschmeckendes Speiseöl bzw. Paraffinöl nehmen, das auf Grund seines leichteren Gewichts stets obenauf schwimmt und sich auch beim späteren Gebrauch leicht abgießen läßt: gegebenenfalls entfernt man es mit einem sauberen Wattebausch. Wer seine Einmachoorräte auf diese Weise vor Schimmel schützt, bleibt vor ärgerlichen Verlusten verschont. Kn. „Wenn's Sauerkraut regnet../' Don M. A v. Lüiqendorff. „Wenn's Sauerkraut regnet und Butterbrot schneit, bann ist das Schlaraffenland nimmer weit!" lagt ein schwäbisches Sprüche! und beweist damit, daß man im schwäbischen Land dem Sauerkraut reichlich Ehre antut. Anderswo auch Sei es in Franken, fei es in Berlin oder in Neuyork, wo sich vor zehn Jahren ein „Sauerkraut-Bund" bildete, dessen Mitglieder es sich zur Pflicht machten, für das Sauerkraut zu werben. Zu den in Kalifornien getrunkenen Cocktails gehört auch eine Mischung, zu der roher Sauerkrautsaft verwendet wird. Wie es heißt, soll durch den Genuß dieses Getränks die Arbeitsfähigkeit gesteigert werden, was glaubhaft ist, da der vitaminreiche Saft des Sauerkrauts, mit Obstsaft oder Zucker vermengt, wirklich einen sehr erquickenden Trank liefert. Daß frisches Sauerkraut, als Salat angemacht, ein sehr wohlschmeckendes Rohkostessen ist, dessen Nährwert nicht unterschätzt werden darf, ist ebenfalls längst bekannt. Das Sauerkraut, dieses gute, deutsche Gericht, ist gar kein so altes deutsches Essen, da das Einsäuern des Krautes in Deutschland erst im späten Mittel» alter bekannt wurde. Der Nährwert des Sauerkrauts wird zum größten Teil durch seinen reichen Gehalt an Eiweiß, Fett, Kohlehydraten wie auch an Mineralsalzen und Pflanzensäuren bedingt. Die Krautfasern enthalten Zellulosebestandteile, und gerade diese scheinbar wertlosen Stoffe haben sich als besonders wichtig für den Verlauf der Veroauung erwiesen. So sonderbar es klingt: Sauerkraut ist unter allen Kohlarten die am leichtesten verdauliche Speise. Das hängt allerdinas auch mit dem umständlichen chemischen Prozeß zusammen, der das feingehobelte, gewürzte und gesalzene Weißkraut in das angenehm säuerlich schmeckende Sauerkraut verwandelt. Kurz gesagt, besteht er darin, daß ungezählte Milliarden fcer winzigsten Organismen — Hefepilze und Sauer- kraut-Bakterien — sich vermehren und aus dem jm Kraut enthaltenen Zucker die fäulnisverhinderte Milchsäure erzeugen, die dann auch zur Gärung der Krautmasse führt. Unbedingt aber müssen dabei die beiden Kleinlebewesen „mitarbeiten". Kraut, das man ohne Hefepilze zu säuern versuchte, blieb näm» Inhalt, daher haben mir für alle Bauklötze farbige Säckchen, auch für Holzperlen und Holzdorfer. Für alle Wollfäden, Falt- und Flechtblätter, Plasttlin und Buntstifte, die allen Bewohnern der Kinder» ftube zur Verfügung stehen, haben wir kleinere Kästchen, die durch Pröbchen oder Bildchen an der Vorderseite gleich ihren Inhalt angeben. Unsere nächste Arbeit gilt den Puppenstuben, Pferdeställen, Puppenwagen und Puppenbettchen, auch hier werden alle Invaliden für den väterlichen Kleistertopf zur Seite gelegt. Holzttere, Wall- oder Plüschtiere, Teddybären bewahren wir entweder in einer Truhe, die gleichzeittg noch eine Sitzgelegenheit bildet oder in einer Kiste auf Rädern mit vielseitiger Verwendungsmöglichkeit auf. Auch hier ist oft ein Scheuern, Benzinwäsche oder vorsichtiges Reinigen mit einer Seifenlauge angebracht. Unsere nächste Sorge gilt dem Lampenschirm, wenn wir nicht einen abwaschbaren Beleuchtungskörper vorziehen. Wie ost kann ein gefalteter, geklebter oder genähter Schirm dem ganzen Zimmer ein freundliches Aussehen geben. Kinder pflegen im allgemeinen sehr konservativ zu sein und sind nicht immer mit den mütterlichen Verschönerungsversu- chen einverstanden. Mi der Ditte, einmal für längere Zeit Ordnung zu halten, übergeben wir den kleinen Trabanten das saubere und verschönte eigene Reich. A- Bu. Aus der Stadt Gießen. Oas Gebot der Pflicht. Mitten in der Nacht tappt jemand vorsichtig die Stiegen des Sechsfamilienhauses hinunter. Es ist ein schwerer Schritt, der sofort verrät, daß jemand in derben Stiefeln geht. Dann hört man die Haus- tür knarren, und einen Augenblick sväter wird der Schlüssel von außen umgedreht. „Aha!", sagt sich der Nachbar, der durch-das Geräusch wach geworden ist, „das war 'unser Eisenbahner". „Beruhigt legt er sich auf die andere Seite und freut sich, daß er die Bettwärme noch genießen kann. Und während er bereits wieder in den Schlaf sinkt, strebt der Eisenbahner dem Bahnhof zu, wo er seinen Dienst anzutteten hat. Der Bahnhof liegt im Dunkeln. Es herrscht empfindliche Kälte, so daß der Schnee unser den Füßen knirscht. Wer in solchen Nächten etwas sehen wollte Derdunkelungszeil 17. Januar von 17.41 bis 9.24 Uhr. ■■■■■■!■■■■■■■■■ von unermüdlicher Pflichterfüllung und Einsatz, der brauchte nur unseren Eisenbahner ober einen seiner vielen Kameraden während des Dienstes zu begleiten. Er ist Zugführer, deshalb trägt er eine große Verantwortung. Aber die Verantwortung des Lokomotivführers ist nicht kleiner, und schließlich hat auch der Schaffner oder die Schaffnerin ein gerüttelt Maß von Verantwortung zu tragen. Im Grunde sind alle, einer wie der andere, einer großen Aufgabe dienstbar. Ihr oberstes Gebot ist die Pflicht. Unser Eisenbahner übernimmt einen Personenzug, den er eine Strecke weit zu bringen hat. Außerdem gibt es jedoch D-Züge und Güterzüge, die die Wintemackt durchjagen. Auf allen Zügen aber versehen pslichtgetreue Eisenbahner ihren Dienst. Fauchend geht die Fahrt über die Schienen. Der kalte Wind haut mit scharfen Pranken gegen den aus Menschenkraft geschaffenen stählernen Zug. Unablässig hält der Lokomotivführer Ausschau, seine Augen versuchen immer wieder die Dunkelheit zu durchdringen. Unterdessen greift der Zugführer von Zeit zu Zeit zur Uhr. Werden sie die verhältnismäßig geringe Verspätung aufholen können? Vor der nächsten Station aber beginnt der Zug zu stop, pen. Aber der unbeugsame Wille und der bedingungslose Einsatz bleiben Sieger. Das Gebot der Pflicht triumphiert! Und wie unser Eisenbahner gleich der großen Zähl feiner Kameraden immer wieder pünktlich und eifrig seine Tätigkeit versieht und dem Gebot der Pflicht folgt, ebenso zuverlässig und unbeirrt sind die Wagenführer und Schaffnerinnen der Straßenbahn auf ihrem Posten, der in diesen Winterwochen ganz besonderen Einsatz verlangt. Es ist in der Tat eine große Leistung, die sie vollbringen, und jeder sollte ihnen dankbare Anerkennung zollen, der in diesen Tagen von den Verkehrsmitteln ohne weiteres erwartet, daß sie ihn schnell und sicher ans Ziel bringen. H. W. Sch. Lorkwtizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Kora Terry". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Pechmarie". — Gießener Radfahrer-Bereinigung: 20.30 Uhr im „Burghof" Hauptversammlung. - Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung „Deut- .sche Graphik der Gegenwart" im Foyer des Stadttheaters. Ortszeit für den 17. Januar. Sonnenaufgang 9.28 Uhr, Sonnenuntergang 17.43 Uhr. — Monduntergang 11.11 Uhr, Mondaufgang 22.58 Uhr. Kraftfahrer in der Ounkelheit besonders vorsichtig, h Volksgenosse! Wenn Du bei Dunkelheit ein Kraft» fahrzeug führst, sei besonders vorsichtig. Achte dar« ; auf, daß alle Lichtquellen vorschriftsmäßig abgedunkelt sind. Für das Hintere Kennzeichen mußt Du | jetzt abgedunkeltes blaues Licht verwenden. Hast Du keine Möglichkeit, Dein Fahrzeug außerhalb der Fahrbahn abzustellen, beleuchte es; beachte aber auch dabei die Verdunklungsvorschriften. An Stra» ßenkreuzungen mußt Du mit dem Erscheinen von g Fußgängern rechnen, die Du bei Verdunklung erst spät erkennen kannst. Gib deshalb mehr als bisher Warnzeichen. Unser neuer Vornan. Mr beginnen in der heutigen Ausgabe, im An» j fchluß an den gestern zu Ende geführten Roman ° „Der Flüchtling auf Korsika" von Heinz Lorenz« s Lambrecht, mit dem Abdruck eines neuen Romans. Wir stellen mit dieser Veröffentlichung einen । Autor vor, dessen Name bei uns noch nicht genannt f wurde, aber wir glauben, daß es sich lohnt, feine z Bekanntschaft zu machen. Der Roman „Nmwege des Herzens" von H. G. Hansen ( vereinigt die Geschichte einer Ehe und eines er» » regenden Kriminalfalles mit einer Sicherheit bet Menschenbeobachtung und einer Folgerichtigkeit der . । Seelenschilderung, wie man sie im Unterhaltunas- j roman nicht häufig antrifft. Ganz außerordentlich , ist die Spannung, welche von der Entwicklung, 6td- । gerung und endlichen Lösung des Konfliktes ausgeht, für den es lange keine tragbare Lösung mehr zu geben scheint. Wir sind überzeugt, daß dieser neue Roman allen unseren Leserinnen und Lesern sehr gefallen wird. Das menschliche Problem, das hier bewegt wird im verzweifelten Kampfe eines Mannes um feine Ehre und feine Selbstbehauptung, 1. macht im Verein mit der Dramatik des Handlung-' ablaufes das Werk zu einer ungewöhnlich anziehenden und fesselnden Lektüre. Auch die ärztliche Arbeitskraft hat Grenzen! Man kann auch heute noch des öfteren die Beobachtung machen, daß bei leichter Bettlägerigkeit eines Erkrankten der Arzt einfach ins Haus ge- i rufen wird, ohne daß eine zwingende Notwendigkeit dazu vorliegt. Der derzeitige Bestand an Aerzten, die für die ärztliche Versorgung der Zivilbevölkerung zur Verfügung stehen, macht es indessen erforderlich, daß die Bevölkerung vom Arzt nur dann die Ausführung eines Krankenbesuches erbittet, wenn es sich um so ernste Fälle von Bettlägerigkeit handelt, wo dem Patienten das Aufsuchen des Arztes in der Sprechstunde nicht möglich ift Man darf nicht vergessen, daß bei den jetzigen Witterungsverhältnissen und der ebenfalls für den Arzt knapp bemessenen Benzinmenge die Ausführung der Praxis außerhalb der Sprechstunde mit einem erheblichen Aufwand an Zeit und Kraft verbunden ist, und daß letzten Endes gerade dem Arzt, als unserem gesundheitlichen Betreuer hierfür das wlrktschmerzstillend-1 erfrischend-belebend ■ Amol Karmelitergeist ab 80 Rpf. in allen Apotheken u. Drogrleen Leben ans zweiter Hand. Von Otto Robolsky. Auf dem Absatz der zweiten Treppe blieb Dr. phil. Heinrich Kolbelot) heftig atmend stehen, um zu schnaufen. Mißmutig sah er an sich herab: es ließ sich nicht beichönigen, er hatte Fett angesetzt. Die drei Treppen zu seiner Wohnung fielen ihm in der letzten Zeit schwer. Eigentlich eine Schande bei feinen 38 Jahren, dachte er. Wenn er zudem, wie heute, außer der Aktentasche noch zwei dicke Wälzer mitschleppte, fühlte er sich dovpelt unbeholfen. Zögernd nahm er die nächsten Stufen. Eine dumpfe Angst lahmte ihn. Sie kam nicht nur von der Anstrengung, schon den ganzen Vormittag hatte sie ihn gequält. Seine iunge Frau war fort. Also doch! Er hatte geahnt, so würde es kommen, so sehr er sich auch gegen diese Furcht gesträubt hatte. Noch im Mantel, den Hut auf dem Kopf, ließ er sich schwer in den Schreibtischsessel fallen. Er stützte den Kopf in beide Hände und starrte vor sich hin. Zwischen den Bücher- bergen, die auf der Scyreibplatte kaum ein schmales grünes Tal freigaben, lag wie verflattert und verirrt, ein zartfarbiger Briefumschlag. In eigenwilligen Schriftzügen sah ihm fein Name entgegen. Ein Strich war darunter, von schneller Hand geführt, scharf und schneidend, ein Abschluß. Seine Hand griff nach dem Brief und wog ihn wie liebkosend. Zärtlich zogen feine Blicke die kecken krausen Buchstaben nach. Ihm schien es, als ob aus ihnen Lotte selbst ihn anschaute mit all ihrem jugendlichen Mutwillen und ihrer Wandlungsfähigkeit, die den Weg von liebevoller Hingabe zu jäher Heftigkeit so schnell zu durchmessen vermochte. Erstaunt und erschreckt hatte er immer vor diesem Wechsel gestanden, der ihn bezauberte und der ihm doch so unfaßbar fremd blieb. So war es immer in diesen drei Jahren gewesen, bis auf die letzte Zeit. Da hatte sich die ihm unver- stündliche Hefttgkeit gehäuft und mitunter ihn selbst ergriffen. Hatte er nicht ungeschlachte, rohe Worte gebraucht? Auch heute früh wieder? Doch, daß es so weit kommen würde, er hatte es nicht zu denken gewagt. Der Brief entglitt seiner Hand und fiel zurück in das enge grüne Schreibtischtal, in dem er wie eine zarte Blume zwischen grauen Bücherfelsen blühte. Er wagte nicht den Umschlag zu öffnen, der jenes Wort bergen könnte, das er fürchtete, das Wort: Scheidung. „Lo!" flüsterte er und erschrak über den heiseren Ton, in dem er den Kosennamen herausbrachte, mit der sie sich so gern nennen horte. „Lo!" sagte er noch zwei, oder dreimal vor sich hin, als er mit großen, schweren Schritten die vier Zimmer durchmaß. Gedankenlos glitten seine Blicke über die Wände seines Arbeitszimmers, die von hohen Regalen umsäumt waren. Bücher, Bucher, Bücher. „Lu hättest dich mit deinen Büchern verheiraten sollen und nicht mit einer Frau, mit der du ja doch nichts anzu, fangen weißt", hatte sie ihm einmal gesagt, lachend und spottend. Jetzt fiel es ihm wieder ein. Damals hatte er gelacht. Nun grübelte er. Der Klang ihrer Worte erwachte wieder in seinem Ohr, und jetzt erst hörte er den bitteren Unterton heraus. Seltsam: hatte ihm nicht heute sein Vorgesetzter, Geheimrat Professor Niendoro, etwas ähnliches ge- sagt? Ohne sichtliche 23eranlaffun-g hatte er auf dem Heimweg die Frage an ihn gerichtet: „Was ist mit Ihnen, lieber Kolbeloh? Sie gefallen mir gar nicht in der letzten Zett. Sie sollten ein bißchen« Vertrauen zu mir haHen." „Aber, Herr Geheimrat ..." „Es ist nicht der Vorgesetzte, der Sie fragt, sondern ein Mann, der Ihr Vater fein konnte und Ihr Freund sein möchte. Antworten Sie mir nicht gleich, ick will nicht in Sie bringen! Aber ich möchte Ihnen sagen, was mir manchmal durch den Kopf geht. Wir gehen in unserem Beruf auf, Sie und ich. Das ist gut so. Und doch birgt es eine Gefahr für uns Büchermenfchen. Es führt leicht dazu, daß wir über die Vergangenheit, in die mir uns versenken, die Gegenwart zu kurz kommen lassen. Wer sich viel mit dem Gewesenen beschäfttgi, kann leicht den Blick für das Lebendige verlieren Auch ich war einmal nahe daran. Und ich fürchte, daß Sie jetzt an dieser Grenze stehen. Bei mir bedurfte es eines Anstoßes, daß ich mich wieder auf das Leben selbst besann. Die Genesung war schmerzlich, doch sie schenkte mir eine neue Jugend. Sie dürfen ruhig lächeln: ja, ich fühle mich jung. Um Ihnen eine unangenehme Wahrheit nicht zu ersparen — jünger als Sie! Sie sind zu alt für Ihre Jahre. Ich mochte Sie mahnen: Kapseln Sie sich nicht ab! Halten Sie Tuchfühlung mit der Gegenwart! Was mir erleben, ift lebendigste Geschichte. Nehmen Sie tatkräftigen Anteil an ihr! Sie sind es sich selbst schuldig und, vergessen Sie nicht, auch der Gesamtheit. Und damit Gott befohlen, lieber Kolbeloh!" Die Worte des alten Herrn, sagten sie nickt im Grunde das gleiche wie die der jungen Frau? Unwillkürlich zog es Kolbeloh in das Schlafzimmer. Loh hatte es ganz nach ihren Neigungen und nach ihrem Geschmack eingerichtet, der ein wenig spielerisch und bei aller Unbekümmertheit doch so sicher war. Mit peinlicher Sauberkeit mar aufgeräumt. In diesem Augenolick haßte Kolbeloh bii Ordnung. Er hatte gewünscht, das Bett lasse noch den Ab- druck ihres Körpers erkennen, das Kopfkissen zeige noch die leichte Einbuchtung, in der das von Locken umfloffene Haupt ruhte, und das Nachtgewand liege noch über den Stuhl hingeworfen. In der Ordnung empfand Kolbeloh die ^Verlassenheit des Raumes, und der leise Dust, der noch darin schwebte, erregte sein Gefühl. Wie im Fieber jagte im Hirn des einsamen Mannes ein Gedanke den anderen. Bilder aus feiner Ehe zogen an ihm vorüber wie in einem Film. Flüchtig hingeworfene Worte Los untermischten sich mit oer eindringlichen Mahnung des Geheimrats. Was tun? Wo war Lo? Bei ihrer Schwester? Nervös suchte er im Telephonbuch und drehte die Nummernscheibe. Niemand meldete sich — natürlich, die Fklmfirma, bei der die Schwägerin als Lektorin tätig mar, hatte längst geschlossen, und zu Hause hatte Gerda kein Telephon. Sollte er hinfahrtn? Aber vielleicht war Lo zu ihrer Mutter nach Thüringen gefahren? Oder aber ... nein, unmöglich, diesen Gedanken verwarf er, ohne ihn zu Ende zu denken. Immer wieder nahm er den Brief zur Hand, und doch brachte er es nicht über sich, ihn zu öffnen. Wieder fielen seine Blicke auf die Bücher an der Wand. Eine Anklage gegen sie kam in seine Augen. Er empfand, wie wahr der alte Geheimrat gesprochen hatte: In diesen Büchern hatte-er, Dr. phil. Heinrich Kolbeloh, gelebt. Statt sie zu seinen Freunden zu machen, war er zu ihren Sklaven geworden. Ein Leven aus zwetter Hand war es gewesen. Erzürnt ob dieser Verkennung, wandten ihm nun in seiner Not die Bücher stumm und fühllos den Rücken. Ohne sich zu entkleiden, warf sich Kolbeloh auf die Couch. In dem kurzen Augenblick vor dem Versinken in das Unbewußte durchzuckte es ihn: Dies alles ift nur ein Traum, ein böser Traum. Wie träumend ging er auch am nächsten Morgen in das Arni. Es war ihm, als ob ein anderer als er auf Fragen Rede und Antwort stehe. Ein anderes Ich verrichtete mit peinlicher Sorgfalt und Ge- wissenhaftigkett alle amtlichen Obliegenheiten, und er selbst beobachtete diesen pflichtgetreuen Beamten und eifrigen Gelehrten mit stillem Erstaunen. Mechanisch machte er sich nach Dienstschluß auf den Heimweg. Als er in die stille Wohnstraße in Friedenau einbog, hätte er nicht zu sagen gewußt, ob er mit der 8-Bahn ober mit der Straßenbahn gefahren sei. In gleicher Unbewußtheit hob er den Blick zu dem Balkon im dritten Stock, von dem ihm Lo in guten Tagen einen Willkommengruß zu- gewinkt hatte. War ein Wunder geschehen? Er wagte nicht daran zu glauben und rieb sich die Augen. Jäh fiel die Teilnahrnlosigkeit von ihm ab: Da stand Lo und winkte! Konnte es möglich Jein? Narrte ihn nicht wieder der Traum? Wie. mit beschwingten Füßen, jede Schwere abftreifenb, eilte er nach oben. Die Tür wurde ausgerissen. Lo tag in seinen Armen. Wortlos hielten sie sich umschlungen, lange, lange. Bis endlich Gerda, die Schwägerin, lachend aus dem Speisezimmer kam: „Schluß mit der Großaufnahme! Langsam abblenden! Sonst wird die Suppe kalt!" Sie sprachen nicht viel bei diesem Mahl. Los Hand suchte die ihres Gatten, und dieser gab sie nicht wieder frei. „Wir wollen auf Gerdas Wohl trinken", sagte Lo. „ich bin ihr sehr viel Dank schuldig." Gerda lehnte ab: „Trinkt lieber auf die Dor» sehung!" „Das scheint mir in diesem Fall das gleiche", erwiderte Kolbeloh, und während er lächelte, fcfymang in seiner Stimme der Unterton des Ernstes. Aus dem grünen Tal feines Schreibtisches war der ungelesene Bries verschwunden. Veilchen tagen jetzt hort von unem- Ntt Amtsgericht Gießen. den Futtereimer. Kiite und schlechte Ratschläge zum Miensparen eine Handvoll feingespaltenes, 1617* le ifl M 'i Trockengemüse gleich Frischgemüse -st ' spät. Er hat seine Frau nicht zu sich bekehrt, son- dern an den Elften aus der Reihe verloren, es ist ♦ Grausiger Kampf mit einem Tintenfisch. Testament handeln, es konnte nämlich sem, daß der Reklametricks willen. — zweite Mann der schonen, blon-den Dame, die plotz- D .. - V <• r Cif krtlAmml AAT n sich an Klippen sestzuhalten schien. Nun muhten r die anderen Fischer ein grausiges Schauspiel be- ' obachten: kaum war ihr Kamerad hinabgetaucht binettstück halblauten Humors. Ruth (Söder, aus der „Tochter des Samu> . .. . k. rv• < ______-f-___ fl__« 2 A LaIammI umfaßten ihn andere Arme so fest, daß er llend-, ebendi u. Drogrle*1 imr tti foit btt sckt Der Einfall hat etwas bühnenmäßig (nur büh- unmäßig, sonst nicht) Gewinnendes: den Elften aus । rner Reih- von Arbeitslolen. di- vor einer Suppen. Me Schlange stehen urtb auf ein kostenloses Men »arten, mit freundlichen Worten zum Frühstück ihm verbleiben. 4. Auf eines achten wir noch: nicht im Feuer stochern und die Glut zerstören? Die lockere Asche fällt beim Aufgeben neuen Brennstoffs meist von selbst durch den Rost. Wo das nicht der Fall ist, Eine Wette, ein Fastnachtsulk, die Laune einer schönen und reichen Frau, der es auf ein paar hunderttausend Pengö nicht ankommt? Zumal sie Witwe ist und bereits „zwei Männer vernascht hat , wie es hier heißt Es könnte sich aber auch um ein arbeitet, wie sie den armen Mann, den elften aus der Reihe, in eine andere, feine, unglaubwürdige Welt versetzen, deren Boden ihm unter den Füßen zu schwanken scheint: wie er aber langsam Sicher- heit bekommt, sich einfügt, in die Rolle — mehr als eine Rolle hat man ihm mit Verlobung und Heirat *■ ' * ■ hineinzuwachsen be» ..auch ihr hilft Nivea die Haut wirksam zu schützen. Mit Nivea gepflegte Haut bleibt glatt und geschmeidig. Das Stück beruht auf einem Einfall, dessen Ge« bltung für eine echte Komödie zwar unproDija- tkrische Leichtigkeit und lockere Phantasie, aber kaum oder gerade deswegen der Wirkung gewiß sein. Sein Humor hat Wärme, seine Ironie Liebenswürdigkeit, seine Darstellung, alles in allem, gibt immer, auch hier, mehr als eine Rolle, mehr als ein phantasieooll-witziges Spiel mit dem Theater- einfall. Es ist ein Vergnügen, der Versetzung in eine Märchenwelt beizuwohnen, wie sie ihm. im ersten Akt, scheinbar zuteil wird: und sein kleiner' telephonischer Redefluß über die Oper im allqe- meinen und ..Tiefland" im besondern ist ein Ka- und in die Nähe des Fisches gekommen, als dieser blitzschnell einen Fangarm ausstreckte und den Mm Äomai 'len». wirkliche Liebe, aber es >st nicht bloß ein beliebiges, bedauernswertes Glied der Schlange vor der Suppenküche, auch kein Hochstapler, londern ein international nicht minder berühmter Zauberkünstler und .'Nuiionist «daher die taschenimele- rische Handfertigkeit), der schon vorher eine Rolle spielte, aber ganz auf eigene Faust und um eines Herr ßö ff l er hatte ein geschmackvolles Bühnenbild für alle drei Akte entworfen. seine schützenden Tintenwolken hüllte. Als man das doch zur Strecke bringen konnte, war ®iatt* im nutzt mehr zu helfen. heutigen Anzelg^»»^^ ...... u-o uu^n ^riranfung Vasa Prihodas das für heute abend vorgesehene Konzert ausfallen muß. Die Heimat dankt der Front! Gib Deinem Blockleiler Deine Buchgabe für unsere Soldaten! au» ng nch ifc dich b Lesm lein, dar jfe eim Mlptlilh MunP- mziehtn- Das Haus war nahezu ausverkauft und bedachte die Gäste mit herzlichem Beifall. Hans Thyriot R büfi 'n- N lherlM hte aber n 6tn. «n Bon nng tßZ 9 birhn Gramm. Die Behandlung des Trockengemüses ist denkbar einfach. Es wird auseinandergebröckelt und dann mit Wasser aufgesetzt. Auf 50 Gramm Trok- kengemüse rechnet man 8/< bis 1 Liter Wasser, für Wirsing- und Rotkohl 1 bis Vl< Liter Wasser. Man setzt das Gemüse mit der angegebenen Wassermenge auf, läßt es 10 Minuten zum Quellen und Ankochen stehen und muß es dann noch 40 bis 60 Minuten kochen lassen. Spinat nur 20 Minuten. Es ist darauf zu achten, daß das Gemüse stets mit Wasser be» deckt ist und nicht trocken kocht. Im übrigen wird es wie jedes Frischgemüse behandelt, allein, mit Kräutern, einer Soße, als Eintopf, Suppe oder dergleichen angerichtet. Oie gesunde Gemüsekost. "Bll * Heute kein Konzert abend mit .. . . Glthoda. Der Gießener Konzertverein teilt imjdrei Monaten verurteilt. Stt ! Aüsflh- tunbe mit Kraft vtsi dem Ar-l, । erfür dar lieb so wunderliche Anwandlungen bekommt, gar nicht gestorben und bloß ein bißchen weit verreist ist, — um eines Tages im ungeeigneten Augenblick zurückzukommen, um sich von dem Ergebnis fernes reizenden Einfalls und von dessen erzieherischer Wirkung auf seine Frau zu überzeugen. Gießener Gtadttheater. Gastspiel Georg Alexander: „Ter Elfte aus der weihe." 3)er Berliner Schauspieler Georg Alexander, fc» zahlreichen Filmen auch in der Provinz gut be« Ic int, gastierte gestern im Staduheater mu einem II inen Ensemble. Alexanders letztes Gastipiel m Netzen war im Jahre 1928; das ungarische Stuck, bcrs er damals mitbrachte, ist kaum wert, vah man qj seiner erinnert; das neue ist eine breiartige tanwbie der Italiener Bruno E o r r a und Giu- toe Achille, heißt ,Ler Elfte aus der Reihe, f ielt ebenfalls in Budapest, ohne sonst Verwandt. 6aften auszuweksen. und ist von Roland -schacht i ersetzt, dessen „Schauspielerin", von Agnes vtraud rmerzeit hier gegeben, zu den heitersten und über- )::upt erfreulichsten Theatererinnerungen der letzten Ihre gehört. Ein Mann aus Treis a.d Lda. war in eln.m Gießener Betrieb beschäftigt und wiederholt der Arbeitsstelle ferngeblieben, die er im Mai vorigen Jahres endgültig eigenmächtig verlieh. Wegen Vergehens gegen die kriegswirtschaftlichen Anordnun. gen rouroe er zu einer Gefängnis st rase von Tiere, dle Gewinnung und Sortierung der Wolle, die Preise dafür, die sehr gut sind und für erste Qualität 20 bis 40 RM. für 1 Kilogramm und 7 bis 15 RM. für 1 Kilogramm Filz betragen. Weiter «prachKreisfachgruppenoorsitzender Kreiling. Gießen über „Die Vorteile und Nachteile der einzelnen Rassen". Die errtft strebenden Kamn. chenzüchter hätten früher kaum Anerkennung gefunden. Noch vor dem Weltkrieg glaubten die Behörden und Gemeinden, für die Förderung der Ka- ninchenzucht ihre Pflicht getan zu haben, wenn sie einmal im Jahre für eine Ausstellung einen Preis Die Kaninchenzucht in her Ernährungswiktschast Sin GchulungSlehrgang in Gießen. fr tige Ware. Das Trockengemüse wird im allgemeinen aus Wirsingkohl, Rotkohl, Spinat, Karotten, Schnitt- tönen und Mrfchgemüse hergestellt. Es wird in Ifflrfel ober Tafeln gepreßt. 100 Gramm Trocken- gmüje ergeben etwa 1000 Gramm tafelfertiges E'-müse, weil das dem Gemüse beim Trocknen ent« unene Wasser wieder zugesetzt wirb. Man rechnet i- Trockengemüse für eine Person für Gemusege- nihte etwa 25 bis 30 Gramm, für Suppen 15 §-amm, für Eintopf 30 Gramm, für Salat 2o später in einer ziemlich pompösen Umgebung, roo. oregen eqcEiuajuy. e Geld gar keine Rolle spielt, eine phantastische Summe . .. . und obendrein eine Frau anzubieten. Das ist eine I Als dann der zweite Gatte, überraschend, trium- Situation, die auch auf dem Theater nicht alle Tage phierend und selbstgewiß, zuruckkehrt, ist es zu Dortommt. Schwieriger schon, sie glaubhaft zu be- >-»* «=- »«"' ->- f-* b-tebrt. Ion- gründen, fortzuspinnen und zu lösen. ihm nu" ihllos drs> Aolbelsh ■ k vor dm e es ih°: Eraum. it WP WaM 1 uiü eiten. i Dean? inten- U» en * > * (er I p» at fifflt' Dir Geschmack entspricht ebenfalls dem des Frisch- gimüfes. Ein besonderer Vorteil für die Hausfrauen b,steht darin, daß bei dem Trockengemüse das oft t(I)t zeitraubende Gemüseputzen fortfällt: es gibt rner keine Abfälle mehr. Auch das Gemüsewaschen if unnötig. Es handelt sich um vollkommen koch- Ein schreckliches Ende fand in Ausübung seines Berufes der italienische Fischer Guido Giannini, der unter seinen Kameraden als unerschrockener Mensch bekannt war. Immer suchte er sich durch besonders waghalsige Unternehmungen hervorzutun, fei es, daß er selbst bei größtem Sturm sich aufs Meer wagte, sei es, daß er den Kampf mit mehr ober weniger gefährlichen Tieren wagte. Dabei kam ihm seine Fähigkeit, lange Zeit tauchen zu können, besonders zustatten, und seine Kameraden blickten oft mit bewunderndem Neid auf feine Leistungen. Eines Tages aber sollte ihm fein Wagemut doch zum Verhängnis werden. An einer nur wenige Meter tiefen Stelle erblickte Guido in dem kristallklaren Wasser am Grund einen überaus großen Tintenfisch. Das war wieder einmal eine Gelegenheit, seinen Mut zu beweisen, und selbst die drin- genden Bitten seiner Freunde, das Abenteuer zu Unterlasten, konnten ihn nicht abhalten, schnell die Kleider abzuwerfen und — nur mit einem Messer bewaffnet — nach dem Meerestier zu tauchen, das In diesem Winter ist reichlich« und abwechslungsreiche Gemüsekost doppelt wichtig. Haben wir doch bei geringem Obstvorrat weitgehend unseren Obst« bedarf durch geeignete Auswahl an Gemüsegerichten, Rohkostsalaten usw. zu ersetzen. Mit Hilfe der vielen' Gemüse können wir das bis zu einem gewissen Grade, wenn auch die Obstsäure fehlt. Roh- kostsalate können auch von Gemüsen süß zubereitet werden: Gelbe Rüben, Weißkohl, rohes, salzloses Sauerkraut, Kohlrüben, Rote Rüben — alles hauchfein und geraspelt, in Zucker, Zitronensaft und etwas Süßmost fest verdeckt mariniert Wer Rosinen, Zitronat usw. zugeben kann, ein wenig geriebene Nüsse ober Kürbiskerne ober auch etwas Dosen« milch und statt Süßmost Apfelwein hinzufügt, wird einen köstlichen Salat zubereiten. Aevfel und an- deres, beispielweise eingemachtes Obst, verbessern Für die Kreisfachgruppen Gießen und Wetzlar - der Kaninchenzüchter sand im „Burghof" ein Schu- l lungslehrgana unter Leitung des Kreisfachgruppen- . vorsitzenden L. Kreiling (Gießen) statt. Zunächst sprach der Landesschulungsleiter Wa- g e n k n e ch t aus Frankfurt a. M. über das Ziel der Steigerung der Kaninchenzucht In der Zeit von 1913 bis 1918 war die Zahl der Kaninchen voni 2,5 ouf 14 Millionen angestiegen, später, als das Volk wieder bequemer Fleisch erhalten konnte, ging die Zucht bedenklich zurück. Erst seit 1933 hat die Ka- ninchenzucht eine systematisch und planvolle Forde- rung erfahren, und jetzt gilt < ihre Lesungen noch höher hinaufzuschrauben, wofür alle Möglichkeiten vorhanden sind. Alle Züchter müssen ihre Leistungszucht steigern, denn wir brauchen die Wolle und die Felle, und durch das markenfreie Kaninchenfleisch Helsen sie die Ernährungsgrundlage verbreitern. Für einen erkrankten Redner hielt dann Kreis- fachgruppenvorsitzender Kreiling einen Vortrag über „Die wirtschaftseigen« Futtergrundlage. Wer sich mit den Fragen der Fütterung befaßt, muß auch über Wert und Wirkung der Futtermittel un- (errichtet fein. Zunächst erläuterte der Redner den Eiweiß-, Stärke-, Fett;, und Mineraliengehalt berge« bräuchlichsten Futtermittel, wie Heu, Klee, Kartoffeln, Trockenfchnitzcl usw. und dann der Kraftfuttermittel, um dazulegen, welchem Futter größere Beachtung geschenkt werden muß. Er ging dabei auch auf die Frage des Tränkens der Tiere ein und führte eine Reihe von verwertbaren Unkräutern an, die kostenlos gewonnen werden können. Zusammenfastend betonte er, daß eine Zucht nur dann volkswirtschaftlich wertvoll ist, wenn die Wirtschaftskaninchen mit wirtschaftseigenen Mitteln gut und sicher ernährt werden können. Eine auf Futterzukauf au।gebaute . Duckst wird zu teuer und damit unrentabel. Wesent« ; lich ist, daß Futtermittel, wie Möhren, Markstamm- kohl, Klee usw. selbst angeba-ut und dem Futter Würzkräuter beigefügt werden. Zum Schluß empfahl er die Bereitung von Saftfutter in Klein- silos, wie z. B. im Marmeladeneimer usw., für die Winterzeit. Der Wollfachwart der Kreisfachgruppe Gießen, Werde ga (Leihgestern), sprach über Stei- gerung der Wollerzeugung von Angorakaninchen . Die Angorawolle wird in großem Umfange gebraucht. Obwohl die Angorazucht jedem Verein zur Pflicht gemacht ist, kommt cs darauf an, sie in breite Volksschichten zu tragen, da sie einen guten Ertrag abmirft. Voraussetzung ist, daß Leistungszucht getrieben und Wolle in der gewünschten Länge und Beschaffenheit erzeugt wird. Für An- fänger werden Ankaufszuschüsse gewährt Die Tiere, die alle 90 Tage geschoren werden können, bringen bis zu 600 Gramm Wolle, die der R^chswollver- roertung angeboten werden muß. Der Vortragende besprach bann ausführlich die Behandlung der brauchen. 3. Es ist leicht, das Feuer über Nacht durchzu- halten. Wir legen abends zwei Briketts auf das Feuer, lasten sie gut anbrennen, überdecken sie mit Asche und schließen alles dicht. Bei einwandfreien Feuerstätten ist am anderen Morgen noch aus- reichend Glut vorhanden, um ohne Anfeuerungs- mittel weiterzuheizen. Dadurch erhalten wir angenehm Dauerbrand und sparen Anfeuerholz. Während wir beim Feuermachen zuerst den Rost säubern und bann den Aschenkasten leeren, gehen wir beim Dauerbrand so vor, daß wir morgens zu- nächst den Aschenkasten hera'-siehmen und ent- leeren, ihn wieder einsetzen und banOerft die Asche vom Rost entfernen, so daß nur noch Glutftücke auf hes erbil- Betiläzt- Aussicht öglich isl. taen B stifteten, mit dem aber der Maste her Züchter nicht geholfen war. Im Weltkriege hätte man sich zwar der Kaninchenzüchter als Fleischlieferanten angenommen, aber nach dem Weltkrieg triumphierten in dieser Zucht di« Sportfexen, denen es auf die merkwürdigsten Formen und Farben, nur nicht auf die praktische Zucht ankam. Durch die Unterstellung der Kaninchenzucht unter den Reichsnährstand sei gründlich Wandel geschaffen worden: viele Rassen mußten verschwinden, ein geringer Prazentsatz sei als Liebhaberrassen anerkannt, nur 8 Rassen wurden als wirifchafttich besonders wertvoll herausgestellt, und deren Züchter erhalten Unterstützungen aus Staatsmitteln. Jetzt müsse jeder Verein die Angorakaninchen als Pflicht- unt^je nach seiner Große eine oder mehrere Wirtschaftsrassen als Wahlrasse züchten. Kreisfachgruppenvorsitzender L o H-Naubom sprach über die Verwertung und Erfassung der Fell«, für di« Ablieferungspflicht besteht. Kein Fell dürfe verloren gehen, auch auf die minderwertigen komme es an, weil sie noch der verarbeitenden Industrie zuge« führt werden könnten, die sie verwenden könne. Das Kaninchen sei ein wichtiger RohstoMeferant, und, wer solche Felle der Dolkswirtschast oorentbalte, versündige sich am Volke. Abschließend gab der Redner noch Winke für die Beschaffung von Fellspan- nem und die Einrichtung von Fellsammelstellen in den Vereinen. neralstoffe verschwinden, ja, bas an sich bafenuber- lchüssige Gemüse wird durch Abbrühen saureuber- chüssig. Was bleibt, ist geschmackloses „Stroh . das man womöglich mit viel scharfen Gewürzen und einem Meblpamp- wieder herrlchten will. Daß ein so mißhandeltes Gemüse niemandem schmeckt und manchem sogar schlecht bekommt, ist kein Wunder. Das Beste kommt in den Ausguß, bestenfalls m -.-j 2ie Feiertage sind vorbei, und wir müssen wie« 1UW| sparsamer mit unserem Kohlenvorrat umgehen. Da wollen wir nur schnell noch einige Ratschläge andren. Vielfach hört man, beim Anfeuern solle Sai recht viel Papier nehmen. Das ist Unsinn. Im soll auch nicht zuviel Kohle auf einmal auf. i(i«n und die ganze Feuerung Damit anfüllen. Das M-j zu einer unvollkommenen Verbrennung, zu Seid)« und Rußbildung. Beim üblichen Küchenherd i‘, soll man höchstens zwei bis drei Briketts auf eirnal verwenden. Und auf keinen Fall ist es ein aij-r Rat, die Durchhaltebriketts in Papier, wo- nu^lich noch in nasses, einzuwickeln. flan müßte die Hausfrau noch heute bestrafen, bli die Erfindung gemacht hat, daß der Ofen ein MÜeimer sei. So werden allerlei frische Abfälle, Ke tofsclschalen und Gemüseblätter dem Herd ein« aei elbt Küchenabfälle sind zwar ein gutes Htweinesutter, aber kein Brennstoff. Sie sind sehr ficht, besitzen gar keinen Heizwert und verschrnie« «i nur das Herdinnere. Sie zu verfeuern ist ein Werft schlechter Rat. Genau so töricht wie der, S:.z in das Feuer zu streuen ober bie Kohle mit E^awasser zu übergießen. Das ist höchst dumm. 3rob fahrlässig aber ist es, dem verderblichen je jener Hausfrauen zu folgen, die es immer noch richtig halten, Petroleum ober Spiritus zum «bffeuern zu nehmen. Damit ist schon viel Unglück äichehen. Dennoch sinb nicht alle durch den ver- m ichten Schaden klug geworden. ; Dir wollen nicht versäumen, einige gute, prak- jj|:Qe Vorschläge zu machen und vier Grundregeln fi richtiges Heizen zu geben. |TL Zum Feueranmachen säubern wir den Rost ir» leeren den Aschenkasten. Drossel-, Umstell- bzw. Uheizklappe sind geöffnet. Wir legen auf den Rost -- . - . . - ■ ei-tas zerknülltes Papier — ein halber Zeitungs- rütteln wir den Rost em wenig oder fahren vor- fopn genügt, Packpapier oder Pappe sind nicht1 sichtig mit dem flachgelegten Schüreisen darüber. gfeit btt lallium irbtntffy !-! zu empfehlen —, eine Handvoll feingespaltenes, gegessen wird. Dieser, oura? lütonaie un»«r - trockenes Holz oder einen Feueranzünder und dar- Äo!)I m befOnbers reich an Vitaminen und > letzt lw \e über möglichst gleichmäßig verteilt einige Brikett- hnHfrbpn Mineralstoffen. Sein Gehalt an Stärke \ geschalt e stücke. Mit einem Streichholz kommt das Feuer üertöanoeit pcy nacy unv nmy umci < sofort in Gang. Drostei, Umitelh bzw. Anheiztmppe I ej„u>irkunq größtenteils in Zucker. Wie sieht sowie die Luftzufuhr durch Luftschieber, Luftklappe ^er @ehQn dieses wertvollen und dabei billigen Gs-.Emmachen m hfl iju ... oder Aschtür bleiben auf, sonst schließen mir alles. 5 QU3 roenn es abgebrüht wird? Bei je 100 F Lerwenobarkei^M^nÄ?^müs'en kann ein Teil des- 2. Sobald die Kohle gut ungebrannt ift, legen Nährstoff gehen über 40 v. H. des Gehaltes ani»- M melen Mnrm^n anN einTell ^ wir zum Weiterheizen ganze Briketts nach. Dabe weiß, über 80 v. H. an Zucker, 17 n S). an Starte neKen, fegr seruemm, ö n sehen wir darauf, daß der Rost vollständig bedeckt Unb 50 v. H. an Fett verloren, wichtige basische Mi-j werden. (Gelbe Ruben, We g y 1 ist. Brennen auch diese, schließen mir die Umstell- bzw. Anheizklappe. Sind die Briketts ganz durchglüht und sehen wir keine Flammen mehr, schließen wir die Luftzufuhr und einige Zeit danach auch die Drosselklappe. Das Feuer hält viele Stunden lang, ohne daß mir uns darum zu kümmern , Zeit längerer Zeit hat man ein Verfahren ent- utfelt und ausgebaut, um Gemüse ohne Nährstoff- ntlüfte unb ohne Beeinträchtigung feiner Schmack- hc tigkeit zu trocknen. Das sogenannte Dörrgemüfe k. Weltkrieges hat mit dem heute hergestellten lorfengemüfe nichts gemeinsam. Zuerst wurde das jisü hergeftellte Trockengemüse zur Verpflegung des I ftsres mit Gemüse verwandt. Jetzt werden auch bi Hausfrauen dieses Trockengemüse kennenlernen. u»d ,cin: olle spielt, eine phantastrsche Summe ine Frau anzubieten. Das ift eine I Als bann der zweite Gatte, überraschend, trium- Se Leod- W Hausfrauen bieses Trockengemüse kennenlernen, ioerlakeii 1 d-s Trockengemüse enthält bie Nährwerte des fri« lau« fli, ,c^n Gemüses in verdichteter Mknge. Die Zusam» LJL m nbaüunfl der Nährstoffe ist mindestens neunmal tanb on S'ößer als beim Frifchgernüse. Die Trockengemme L iinii, sc.en nach dem Aufquellen genau so aus wie Fnfch« a mtM flintüfe, wobei betont werden muß, daß nicht etwa wÄ Dendwelche künstlichen Farbstoffe zugesetzt wurden. KI , Dir Geschmack entspricht ebenfalls dem des Frisch- Georg Alexander ist nicht nur einer unferer elegantesten Bonv.vants, fonve'N auch einer Unserer besten, leisesten, sparsamsten Komiker. Das zu er- weisen, bot ihm die Rolle des Elften mehr Gelegen- Helt als mancher Film und erst recht jenes verschollene Budapester Ehebruchsstück von 1928. Er nre ... braucht keine Drücker und keine Klamotten und Wahrscheinlich würden drei Akte gar nicht aus- teine (ärmenben Effekte, er kann sein« Dointen NttLAMiMLZ jSsäSsÄ K sich hier cor den Augen bes B°- der Reibe, in eine andere, fe.ne. unglaubwürdige Bauers oollzicht, zielt weder auf sanfte Ironie und ir Ide Umwertung der Werte noch auf ein« in ihrer ^^te^'b°^Unde^^"una"b7^e' eine R^ie ho. «w iichen und allgemein Menichlichen. ...londern nur n°'url,ch n.cht zugedoch, - t.f spielerische Unterhaltung. Ueberraschung und nmnt und leinenen* lein ei t-rblüflung des Zuschauers und Hörers: wenn ein (c scharmant^ und gepflegter Darsteller wie Vllexander alle Fäden in der Hand halt, dann i|: es ein erfreuliches Schau- und Hörspiel und em inüfantes und elegant ablaufendes Theater. ginnt und seinerseits fein Spiel mit den wunder- Lichen Wohltätern zu treiben anfängt —: nicht nur | llzei "gefuchi^'internäiional-r chachstapler? Allmäh. rai" und andern !FilmenE underlich« mehr" bewegen "könnte. Obwahl sogleich mehrere lich wird der Spaß bedenklich. Der jählings Der- mar bie junge grau, bie hier «ine io wunde, cye nachsprangen, konnte der Verwegene nicht lobte zieht den Anwesenden mit verblüffendem Ge- Verwandlung Sendung eriebt. n e f br gerettet werden, zumal der Fisch bei der An. schick allerlei Wertsachen aus den Taschen: zwar dubs^, zartt, damenhafteNäherung der zu Hilfe eilenden Gefährten sich ht aiöt er sie zurück, und es war nur Spaß, aber er unb Blau und Rot, mit diskreten Mitteln vi cyt T.intenmolfen hüllte. Als man bas oerfteht ben Frack zu tragen, beweist Erziehung, besonders große Rolle glaubhaft erschopfenb^ i »nL'na Int-llio-iu entlarv, aus teil- komische. I Im «einen sauber zusammenwirkenden Ensembt tell- /ein,Ke Welle mehrere M'alieder der Ge- - ein Spielleiter mar mcht «enannt - .ek. ' sellschast und macht, was das Gefährlichste üst, die l Harry Lauda, Kurt Dremel, Rudolf Klix 8(1 ^brechend« Verständnis entaegenaebracht werden Ilhinu mit Die Erhaltung der Arbettskrast der Aerzte ist 'W Lr die Erhaltung Der Volksgesundheit — •—,“ et, L* Mränkter Bedeutung unb Wichtigkeit. Bringen , vir also diesem Umstand Verständnis und guten hib 8iln die Bedeutung, die das Fachamt diesen Kämpfen zulegt. Die hier ermittelten Besten werden: in die Reichskernmannschaft berufen, wo sie weiter geschult und einmal die deutsche Nationalmannschaft auffüllen werden. Kaiser (Gießen) bei den ReichsweNkäinpfen. Der Bereich Hessen stellt vier Turner zuni Kasseler Kampfe: Anton Kaiser, Tv. 18 46 Gießen, 21 Jahre alt; Konrad Gölte, CT. -es- sen-Preußen Kassel (21 Jahre); Georg Neumann. To. Westuffeln (21 Jahre); Andreas Eckhardt, Tv. Wellerode (18 Jahre). Unter ihnen hat vor allSiw der talentierte Gießener Turner Kaiser Aussichten auf einen guten Platz. Vermischtes. Die srisierle Geburlsurkunde. Es gehört zum guten Ton, eine Frau niemals nach ihrem Alter zu fragen. Ein Standesbeamter kann diese zarte Rücksicht aber nicht üben, wenn er ein glücklich liebend Paar traft des Gesetzes zu rechtmäßigen Eheleuten machen soll und neben Name und Art a u ch d a s AI t e r wahrheitsgemäß in das Register eintragen muß. Da darf er kleine Schönheitskorrekturen, wie sie im privaten Leben namentlich bei den Frauen geübt werden, nicht dulden. So mußte er auch die Fälschung einer 43jäh- rigen Frau aus Velbert beanstanden, die die Zahl ihrer Lenze mittels einer Radierung um fünf herab, gefetzt hatte, um ihrem 19 Jahre jüngeren Bräutigam begehrenswerter zu erscheinen. Die Trauung tarn unter diesen Umständen nicht zustande. Der Gesetzesübertreterin schien das Eheglück in nichts zerronnen. Doch sie hatte einen treuen Mann erwählt, dem es auf foldje Kleinigkeiten nicht ankam. Binnen wenigen Tagen wurde alles richtiggestellt und die Ehe geschlossen. Auch das zuständige Gericht in Velbert hatte Verständnis für die reuige Sünderin und ließ es bei einer Geldstrafe von 45 RM. bewenden. Reiche Vodensunde In der Pleihenaue. Das Leipziger Museum für Völkerkunde hat nördlich von Rötha Grabungen nach vorgeschichtlichen Funden durchgeführt. Das Gelände liegt am Ostuser der Pleißenaue; es.handelt sich um die planmäßige Durcharbeitung von rund 20 000 cbm Erdreich. Leipziger Studenten und Thomas-Schüler haben sich freiwillig mit Hacke und Spaten in den Dienst der Sache gestellt. Man fand mehr als 100 Zentner Tonscherben mit Verzierungen aus verschiedenen Kulturen, weiter gut erhaltene Gußformen für Räder eines Kultwagens, für Rasiermesser, Sicheln und Nadeln. Insgesamt füllen die Funde vier Lastwagen. Weiter konnten zahlreiche Grundrisse von Langhäusern vermessen werden; außerdem auch Aschengruben, Abfallgruben, ein Brunnen, Backöfen und Töpferösen. Aus Aschenrestm wurden mit Hilfe der chemischen und der.Spektralanalyse Reste der Kieselsklette von hochkultiviertem Roggen und Weizen gesunden. Die Untersuchungen haben ergeben, daß die Fundstelle Siedlungsgelände von drei Kulturen gewesen ist: füi die indogermanischen Illyrier, die etwa 1000 bis 750 v. d. Z. dort gesessen haben müssen, dann siiil die Germanen um 150 bis 200 n. d. Z., und schließlich ist noch eine dritte, mittelalterliche Siedlungsepoche aus der Aeit der ostdeutschen Kolonisatioin nachweisbar. Eine alle Esche erhall künstliche Atmung. Vor etwa einem Jahr wurde der Boden, dri die Wurzeln einer prachtvollen alten Esche auf dem verkehrsreichsten Platz der nordamerikanischen Skadti St. Louis bedeckte, mit einem dichten Steinpf l a st e r versehen, weil Fahrzeuge in dem lorff- ten Boden ost versunken waren. Einige Mona« spater entdeckte man, daß der majestätische Baum einzugehen drohte. Ein Botaniker erklärte, di« Esche leide an ß u f t m a n g e 1, weis das PftaW eine Durchlüftung des Bodens verhindere. Der St-adtrat bewilligte eine erhebliche Summe, um dein kränkelnden Baum eine künstliche Atmung zu ei- möglichen. Seit einiger Zeit versenken nun jeweils einyial im Monat drei Arbeiter eine eisern« Röhre bis zu vier Meter Tiefe in den Boden unten den Baum und pumpen komprimierte Lust in bi* * Erde. Die Luft umspült dann die Wurzeln und wir« von diesen dem Baum zugeführt, den man auf bici« Weife vor einem vorzeitigen Tode bewahren wR Umwege -es Herzens Roman von H.H.hansen Copyright by Prometheus -Verlag Dr. Eich acker • Gröbcntell Gr ft es Kapitel. Die Wirtschafterin des Kapellmeisters Kühlitz öffnete Hannes Koßmann die Tur. „Ist Herr Kühlitz zu Hause?" , v m „ „Ja, Herr Koßmann. Er hat aber gerade Besuch. Hannes runzelte halb spöttisch, halb ärgerlich die Stirn. „Weiblicher Besuch?" „Ja, Herr Koßmann." „Jetzt am Nachmittag wird Herr Kühlitz doch eine Minute Zeit für mich haben. Sagen Sie ihm bitte Bescheid." „Wenn Sie es nicht wären, Herr Koßmann — „Dann würden Sie es nicht tun. Bitte, beeilen Sie sich. Ich warte solange im Herrenzimmer." Hannes Koßmann hängte seinen Hut auf den Garderobenständer und betrat das Herrenzimmer feines Freundes, zündete eine Zigarre an und nahm Platz. Immer diese Weibergeschichten mit Ralf. Weiß der Teufel, was der nur daran finden konnte. Wenn ihm die ausdringlichen Frauenzimmer schon keine Ruhe ließen, dann mußte er sie einfach grob und deutlich hinauswerfen. Als fünf Minuten verstrichen waren, wurde Hannes Koßmann die Wartezeit zu lang. Er war auf dem Wege von der Fabrik zu einer geschäftlichen Besprechung hier vorbeigekommen und wollte den Freund nur fragen, wie es mit einem gemeinsamen Pirschgang am kommenden ober übernächsten Morgen sei. Ralf hatte kein Telephon, weil er damit zuviel gestört wurde, und so mußte man ihn direkt aufsuchen, wenn man ihn sprechen wollte. Der Besucher stand verdrießlich über die unnütz mit Warten verbrachte Zeit auf und ging zum Fenster. Draußen war strahlender Sonnenschein; eine schwüle Hitze. Die richtige Hochsommertemperatur, wie sie sich für den Juli schickte. Nach abermals fünf Minuten wanderte Koßmann wieder ins Zimmer zurück, blätterte ohne große Aufmerksamkeit in Zeitschriften und Broschüren, die auf dem Schreibtisch lagen und ließ sich im Schreib- tischsessel nieder. Dabei stieß fein Fuß an einen Gegenstand. Er bückte sich, um ihn aufzuheben. Seine Hand zitterte heftig, als er die kleine Damentasche betrachtete, die unter der Schreibtischösf- nung gelegen hatte. Die Augen Hannes Koßmanns traten fast hervor. Das Gesicht rötete sich auffallend, die Adern an Stirn unb Schläfen schwollen nue bei einem Schlaganfall, unb ben ganzen Körper durchlief ein ruckartiges Zittern. Nach einer qualvoll langen Minute der fürchterlichsten Ueberrafchung öffnete er die Tasche. Eine kleine Gelbbörse, ein Taschentuch, eine Puderdose, ein Kamm, ein Lippenstift unb ein Schlüsselbund waren barin. Er nahm ben Schlüsselbund heraus unb verglich bie Formen der Schlüssel mit denen seines eigenen Bundes. Sie waren gleich. Dann hatte er sich wieder in der Gewalt. Er schloß die Tasche und legte sie wieder dorthin, wo er sie aufgehoben hatte. Steif und schwer erhob er sich vom Sitz und trat auf das Fenster zu. Jetzt war er für jede Minute dankbar, die Ralf ihn warten lieh. Er mußte sich völlig sammeln, bevor er mit irgendeinem Menschen sprechen konnte. Es dauerte wirklich noch geraume Zeit, bevor Koßmann die Tür hinter seinem Rücken aufgehen horte. „Das ist lieb von dir, Hannes. Und ich rate auch, warum du kommst." Ralf Kühlitz, Kapellmeister von Beruf, vierzig Jahre alt, groß unb schlank, mit schmalem, klugem Gesicht, aber etwas unangenehm herabgezogenen Mundwinkeln unb leicht verschleierten Augen ging auf seinen Besuch zu unb reichte ihm bie Hanb. „Möglich, baß du es raten kannst, Ralf. Der Gedanke liegt ja nahe." „Also paß auf." Kühlitz stellte sich mit etwas Pose hin. „Die Jagd auf den roten Bock ist aufgegangen. Das Wetter ist prächtig. Hannes Koßmann hat Lust, ins Revier zu gehen unb fragt bei mir an, ob ich mitmache." „Richtig geraten." Koßmann lachte gezwungen. „Du kannst noch als Hellseher auftreten." Einen Augenblick überlegte er. „Morgen habe ich schlecht Zeit, aber übermorgen geht es. Soll ich bich morgen abenb abholen? Wir übernachten brausten in her Jagdhütte." • „Fein. Aber bitte erst um elf Uhr. wenn ich