Eichener Anzeiger Montag. 15 Dezember 1041 191. Jahrgang ttr.297 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener itamilienblätter HeimatimBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 SufteUgebühr .. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9himmern infolge höherer Gewalt BriiM(. Druckondvttlag: AOV fHf bchriftleitungundSeschSstrsttlle: Postscheckukse Franks.,M. Nrühlsck>«UnIoerft!atrdr«ckrrtI«.lang« V7vllvlUle*4IMvlUvl Illi vVVlUvIlvIl eitfctn,Sdmlftrafct7-9 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*-» Uhr desBormittagS Anzeigen-Preife: ‘ Anzeigenteil 7 3^vf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseÄllengenstaffelK Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25"/° mehr InSüdmalaya britische Panzerdivision vernichtet Tokio. 14. Dez. (DBB.) Das japanische Hauptquartier meldet, daß die japanischen Landungstruppen in Südmalaya feindlichen Widerstand gebrochen haben und tief in die feindlichen Stellungen eingedrungen find, hierbei wurde eine britische Panzerdivision vernichtet, wobei 20 Tanks, 16 Paks und 60 gepanzerte Kraftwagen erbeutet wurden. * Die Panzerschlacht in Süd-Malaya überrascht die Welt nicht so drastisch und so unvermutet wie die Versenkung der „Prince of Wales" und der „Re- pulse"; sie ist nach der Zahl der teilnehmenden Panzerkampswagen auch nicht so groß wie die berühmten Panzerschlachten in • Flandern oder im Osten. Aber sie ist trotzdem eine Sensation, weil die Panzer erst gelandet werden mußten. Und zwar an der seichten Ostküste von Süd-Malaya, die ebenso hafenarm ist wie die gebirgige Ostküste hafenreich ist. Es haben also Landungsoperationen größeren Stils erst stattfinden müssen, die weder durch die englischen oder holländischen Seestreitkräfte, noch durch die englisch-holländische Luftwaffe gestört werden konnten. Die bloße Tatsache der Panzerschlacht wirft auf das heutige Stärkeverhältnis in der Umgebung des Nervenpunktes Singapur ein Tokioter Betrachtungen über die Schlaglicht. Das rein erfolgmäßige Ergebnis spricht für sich selbst. Daß die Schlacht in Süd-Malaya stattgefunden hat, ist ebenfalls bezeichnend. Die 1200 Kilometer (!) lange malaiische Halbinsel ist ihrer Struktur nach (ebenso wie die ostindischen Inseln) ein Ausläufer des Himalaya. Zwei Drittel der Halbinsel sind mit Mittel- und Hochgebirgen bis zu 2500 Meter Höhe bedeckt. Zwischendurch liegen engere oder breitere Täler und kleinere Ebenen, die mit dichten Dschungeln bewachsen sind. Dieser Aufbau des Landes ist für Panzer- Machten nicht einladend. Anders ist es aber i m Süden, wo unmittelbar vor Singapur eine weite Ebene die Halbinsel ausfüllt, aus der nur einzelne Gebirgsstöcke auftauchen. Die angreifenden Japaner hatten alfo hier eine für die Verhältnisse der malaiischen Halbinsel große Bewegungsfreiheit. Wichtig ist, daß von Singapur eine Bahn durch die ganze Halbinsel bis nach Bangkok führt. Diese Bahn ist durch den japanischen Panzerangriff entweder schon unterbrochen oder steht vor einer entscheidenden Störung. Damit sind die im Nordteil der malaiischen Staaten, an der thailändischen Grenze operierenden anglo-indifch-australischen Streitkräfte von der Landoerbindung mit Singapur abgeschlossen. Die Seeverbindung aber ist durch die japanischen Luftangriffe wesentlich erschwert. Auswirkungen der bisherigen Erfolge. dem Deutschen Reich, Italien und Japan anderseits einaetreten ist, hat die rumänische Regierung dem Geschäftsträger der Bereinigten Staaten in Bukarest mitgeteilt, daß sich Rumänien im Kriegszustand mit den Bereinigten Staaten von Amerika befindet. ♦ Der ungarische Ministerpräsident und Außenminister von Bardossy hat dem Gesandten der Bereinigten Staaten folgende Note überreicht: Die königlich-ungarische Regierung betrachtet auf Grund des am 27. September 1940 geschlossenen Dreimächtepaktes den Kriegszustand, der zwischen den Vereinigten Staaten und Japan, Deutschland und Italien festgestellt wurde, auch gegenüber, Ungarn als bestehend. Botschafter Oshima erhielt die höchste deutsche Auszeichnung Berlin, 13.Dez. (DBB.) Der Führer empfing in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop aus Anlaß der Unterzeichnung des Abkommens, durch das die Achsenmächte sich mit Japan zu gemeinsamem Kampf bis zum Endsieg zusammengeschlossen haben, den kaiserlich japanischen Botschafter in Berlin, General Oshima, in Sonderaudienz und überreichte ihm in Anerkennung feiner hervorragenden Verdienste um das Zustandekommen des Dreimächtepaktes die höchste Auszeichnung, die Deutschland zu vergeben hat, das Grotzkreuz des Ordens vom Deutschen Adler in Gold. Oer Kehler in Roosevelts Pazifik-Rechnung. Wenn Roosevelt sich nach dem 7. Dezember mit scheinheiliger Miene über die japanische Niedertracht beklagen zu können glaubte, so wird er damit nui bei denen Anklang finden, die gleich ihm der Meinung sind, daß die Vereinigten Staaten von Amerika sich alles erlauben können, ohne daß irgendeine andere Nation berechtigt wäre, der amerikanischen Anmaßung Widerstand entgegenzusetzen. So ungefähr ist nämlich der Zustand im Stillen Ozean gewesen, bevor Japan am 7. Dezember mit einem Unerhört wuchttgen Gegenschlag alle amerikanischen Pläne über den Haufen warf. Seit im Juli 1854 der amerikanische Kommodore Perry gewaltsam die Oeffnung Japans für den U8^.-Handel erzwang, war es ständig das Streben der amerikanischen Politik, das Aufkommen Japans nach Möglichkeit zu verhindern. Der einmal geweckte Lebenswille der japanischen Natton erwies sich jedoch als unüberwindlich. In rund 85 Jahren erlebten die Japaner eine in der Geschichte beispiellose BeVölkerungsZunahme und wurden zu einem Volke, das mit 105 Millionen Menschen nur wenig hinter den 130 Millionen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten zurücksteht. Diesen 105 Millionen Japanern steht aber auf den japanischen Inseln selbst nur der sechzehnte Teil des Lebensraumes zur Verfügung, den die Vereinigten Staaten besitzen. Und weiter: während die Amerikaner in ihrem Lebensraum über fast alle Rohstoffe der Erde, Die Volksgemeinschast zu jedem Opfer bereit. Japan« erste Krieaswoche T o k i o, 15. Dez. (Europapreß.) Nach einer Woche Krieg gegen Großbritannien und die Vereinigten Staaten stellen die japanischen Blätter am Sonntag fest, daß die bisherigen Kampfergebnisse für Japan durchaus befriedigend seien. Der brillante, von unerhörtem Erfolg gekrönte Vorstoß der japanischen Marine und Luftwaffe gegen Hawai habe den Schluß zulassen können, daß Japan eine exzentrische, weit über den südwestlichen Pazifik hinausgreifende Strategie verfolge. Die Blätter weisen aber daraus hin, daß Japans militärische Führung in weiser Beschränkung aus den naturgegebenen Kampfraum den Krieg entwickele. Die Vernichtung eines erheblichen Teiles der nordamerikanischen Schlachtflotte bei Pearl Harbour habe die wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung des Feldzuges innerhalb dieses Raumes geschaffen. Durch die japanischen Erfolge seien für die Vereinigten Staaten erhebliche Nachschubschwierigkeiten nach den Philippinen entstanden. Mit der gleichzeitigen Vernichtung des Kerns der'britischen Ferno st flotte ist nach Ansicht japanischer Marinekreise die nötige Zeitreserve für eine planmäßige Durchführung der japanischen Landoperationen auf den Philippinen und auf der malaiischen Halbinsel gegeben. Die Landoperationen, so wird weiter festgestellt, seien bisher unter erstaunlich geringen Verlusten für die japanischen Truppen in enger Zusammenarbeit zwischen Marine und Landheer vor sich gegangen. Die wiederholten schweren Luftbombardements, die zur Unbrauchbarmachung der nordamerikanischen Luftbasen auf den Inseln Mid- wey und Wake führten, hätten eine wichtige Flankendeckuna der nordamerikanischen Stützpunkte geschwächt. Die Besetzung Guams bedeute eine weitere Erschwerung für die Versorgung der Philippinen durch die Vereinigten Staaten. Mit diesen strategischen Erfolgen sei gleichzeitig die Be- drohung des japanischen Mutterlandes durch feindliche Luftangriffe vermindert worden. Zur Zeit richte sich der Hauptstoß der Japaner auf Hongkong. In der japanischen Oeffentlichkeit wird besonders der große Anteil unterstrichen, den die japanische Luftwaffe hei den bisherigen Erfolgen für sich buchen Fann. Praktisch habe Japan im südwesllichen Pazifik die Luftüberlegenheit errungen. Diese Neberlegenheit sei besonders bei der Luft- und Seeschlacht von Kuatan zum Ausdruck gekommen und habe auch zu den schweren 'Verlusten der britischen und nordamerikanischen Schlachtflotten geführt. Die britisch-nordamerikanischen Ueberlegun- gen, daß Japan zu erfolgreichen Operationen im südwestlichen Pazifik nicht fähig sei, sind, so wird hier festgestellt, durch die Ereignisse der vergangenen Woche widerlegt worden. Hongkong lehnt Llebergabe ab Nanking, 14. Dezember. (DNB.) Der Sprecher der japanischen Armee gab bekannt, daß nach der Einnahme von Kaulun der Oberbefehlshaber der gegen Hongkong operierenden japanischen Truppen zur Vermeidung von unnützem Blutvergießen die Briten aufforderte', sich zu ergeben, da Hongkong jetzt der japanischen Einschließungsarmee preisgegben fei und im Bereich der japanischen Geschütze liege, die, wenn sie in Aktion treten müßten, auch unter der unschuldigen chinesischen Bevölkerung große Verluste verursachen würden. Nach einer Europapreß-Meldung aus Tokio hat der britische Gouverneur die kampflose llebergabe der Insel abgelehnt, fodaß die Beschießung der Insel auch am Sonntag noch andauerte. Die Einnahme von Kaulun am vierten Tage nach Beginn des Angriffes auf Hongkong bedeutet den Einbruch der japanischen Truppen in die Hauptverteidigungslinie der britischen Festung. Der nördliche Sektor von Kaulun, der bereits in den Händen der japanischen Truppen ist, ist ein modernes Befestigungssystem mit zahlreichen dichtgestaffelten Werken und Feldbefestigungen von sechs Kilometer Tiefe. Nachträglich wird bekannt, daß die japanischen Truppen bereits am 10. Dezember mittags mit ihren Sturmabteilungen den von britischer Seite als uneinnehmbar bezeichneten, dreihundert Meter hohen Kinshan-Hügel erstürmten. Nachdem nunmehr das aus dem Festland gelegene Kaulun erobert wurde, wird der Angriff auf Hongkong selbst vorbereitet. Neue heftige Luftangriffe. Tokio, 14. Dez. (Europapreß.) Die japanische Luftwaffe war über das Wochenende wieder sehr regsam. Starke Luftangriffe richteten sich gegen feindliche Flughäfen in Burma und Malay a, so vor allem bei Penang an der Nordwestküste Malayas und auf den Flughafen Victoria in Süd-Burma. Trotz starker Abwehr konnten zwei Transporter versenkt und einer schwer beschädigt werden. An Flugzeughallen entstand schwerer Schaden. Mehrere Flugzeuge wurden zerstört. Bei den Angriffen auf Flugplätze an der Südspitze Burmas und bei Katan in Malaya wurden Hallen, Flugzeuge und Oellager zerstört. Von diesen Operationen kehrten drei japanische Flugzeuge nicht zu ihren Stützpunkten zurück. Große Einheiten japanischer Marineflugzeuge griffen Flugplätze und Nickelfelder im Süden d e r Insel Luzon an. 43 feindliche Flugzeuge wurden am Boden vernichtet. Ein feindliches Fliigzeüg wurde abgeschossen. Bei diesen Operationen gingen nur zwei japanische Flugzeuge verloren. Die Oreierpoktstaaten geschlossen gegen -en Weltfein-. Berlin, 14.Dezember. (DBB.) Bachdem die Bereinigten Staaten durch Provokationen und Angriffshandlungen den Krieg mit Deutschland. Italien und Japan her- ■ausgeforbert und ausgelöff haben, haben sich getreu dem Geiste und den Bestimmungen des Dreimächtepaktes Bulgarien, Kroatien, die Slowakei, Rumänien und Ungarn gleichfalls mit den Bereinigten Staaten als i m K r i e g s- Zustand befindlich erklärt. Bulgarien, Kroatien und die Slowakei verbanden mit diesem Schritt ihren Eintritt in den Krieg gegen England. In der bulgarischen Kammer gab der Vorsitzende und der Außenminister seine Stellung nähme zu dieser Frage ab, und die ^georb * billigten einstimmig und durch Zuruf Beschluß der bulgarischen* Regierung. In Agram wurde der kroatische Ministerrat zu einer Außerordentlichen Sitzung einberufen, in der eine Erklärung des Poglavnik gebilligt wurde; darin heißt es, daß die Regierung des un- abhängigen Kroatten getreu den Buchstaben und dem Geist des Dreierpaktes die Notwendigkeit einer vollkommenen Solidarität und engsten Verbindung der europäischen Staaten in dem Kamps aegen die angelsächsische Plutokratie anerkenne, sich an die Seite'der großen Mächte des Dreierpaktes stelle und erkläre, daß sich der unabhängige Staat Kroatien mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika im Krieg befindet. ♦ Aus Grund des Arttkels III des Dreimächtepaktes erklärt die slowakische Regierung, daß gemäß der Entscheidung des Präsidenten der Republik sich die Slowakische' Republik als im Kriegszustand mit den Vereinigten Staaten von Amerika und mit Großbritannien befindlich betrachtet. In Verfolg des Kriegszustandes, der zwilchen den Bereinigtem Staaten von Amerika einerseits und Ein offenes Wort des Gauleiters an die Heimat. NSG. Arn Sonntagnachmittag sprach Gauleiter und Reichsstattholter Sprenger auf einer Kund- gebung der Partei in Ufingen über die Notwendigkeiten, die der Kampf unseres Volkes um Sein ober Nichtsein von der Heimat und damit von jedem einzelnen fordere. Vom Geiste der Zeitenwende erfüllt, mit den besten Waffen ausgerüstet und vom genialen Feldherrntum des Führers gelenkt, trotze die deutsche Wehrmacht heute und immer jedem gegen sie antretenden Gegner. Unvergänglich sei ihre Leistung, unsterblich ihr Dpfertum. Dieses Dpfertum allein aber sei auch der Maßstab der Bewertung jeder in der Heimat vollbrachten Leistung. Was bedeute es ihm gegenüber, daß wir hier und da einmal eine Mangellage zu überwinden haben, daß es z. B. weniger Weihnachtskerzen gäbe, daß es mehr und mehr an diesem oder jenem Bedarfsartikel, — von Geschenkartikeln ganz zu schweigen —, fehle! Diejenigen, die sich in der Rolle gefallen, darüber in kurzsichtiger Weise zu klagen und zu jammern, sollten bedenken, daß in Schnee und Eis des Ostens Millionen deutscher Männer kämpfen und Tausende von ihnen fallen, um der Heimat die Sicherheit des Lebens zu garantieren. Wenn dieses Leben dann nicht in gewohnter Behaglichkeit und Ruhe vor sich gehen könne, sei dieser Verzicht wohl das Mindeste, was die Heimat zum Nutzen der kämpfenden Front aufzubringen habe. Eine Beleidigung der Front und eine profane Entwertung des Opferbegriffes wäre es folglich, wenn man angesichts der Blutopfer unserer Väter, Söhne und Brüder die Ertragung unvermeidbarer auftretender Schwierigkeiten in der Heimat mit dem Wort „Opfer" bezeichnete. Sv habe der Blick der Heimat allein dem Krieg und feinen Notwendigkeiten zu gelten. Was ihm diene, werde von uns willig ausgeführt, auch dann, ja, gerade bann, wenn es einmal gelte, die Zähne aufeinander zu beißen. Die Heimat müsse derartige Situationen umso bewußter ertragen tonnen, als sie heute weiß, daß sie ihre Ursachen allein in der umfassenden und vorsorglichen Sicherstellung unserer Kriegführung haben. Schieber und Kriegsgewinnler, die im Weltkrieg ihr schandbares Treiben durchführen konnten und damit die Kriegführung physisch und moralisch schwächten, fallen heute unbarmherzig dem national- sozialistischen Gesetz der Volksgemeinschaft zum Opfer. Die Partei sorge heute in der Heimat für den Grundsatz der Gerechtigkeit. Dem gerechten Sintert jedes Einzelnen am Leben unseres Volkes entspreche billigerw'eise auch der gerechte Anteil jedes Einzelnen an der Verteidigung unserer Freiheit. Rücksichtslos werde die Partei hier jede Disharmonie ausschalten und für die Herstellung des notwendigen Gleichgewichts besorgt fein. „Das Geheimnis unseres Sieges ist der granitene Block der deutschen Volksgemeinschaft! Sie zu erhalten ist unser aller Pflicht. Mit ihr können wir voller Zuversicht der geschichtlichen Entscheidung über die Zukunft der nächsten tausend Jahre entgegensehen!" Oie Trauerfeier in Wien für Fel-inarfchall von Böhm-Ermotti. Wien, 14. Dez. (DNB.) Mit einem Staatsakt vor der Hofburg nahm die Wehrmacht von einem der ruhmreichsten Heerführer der alten österreichisch- ungarischen Armee, Generalfeldmarschall Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli, Abschied. Die Reichskriegsflagge auf der Hofburg und auf den Gebäuden der Wehrmacht wehen halbstock zu Ehren des Toten. Sechs hohe Pylonen, von deren schwarzen Tüchern das Eiserne Kreuz leuchtet, säumen die oberste Stufe der Freitreppe zur Burg. Fächerförmig haben zehn Fahnen des ehemaligen österreichischen Heeres und die Traditionsfahnen der jungen Regimenter auf dem Treppenaufgang Aufstellung genommen. Auf der gegenüberliegenden -Q-ront ist die Trauerparabe angetreten. Der Sarg, ber seit Freitag nacht in ber Marmorhalle her Hofburg aufgebahrt war, wirb auf ben Katafalk gehoben, her vor dem Aufgang zur Burg errichtet ist. Die Trauerparabe präsentiert. Der Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht, Generalfeldmar- schall Keitel, ber Befehlshaber im Wehrkreis XVII, General ber Infanterie Strcccius, ber Befehlshaber im Luftgau XVII, General ber Flakartillerie Hirschauer, und ber Reichsstatthalter von Wien, Reichsleiter von Schirach, treten vor ben Katafalk Der alte österreichische Generalmarsch leitet ben Staatsakt ein. Nach bem Trauermarsch von Beethoven würdigt Generalfelbmarschall Keitel bas Leben und die Verdienste des verstorbenen Heerführers, seine Pflichterfüllung, seine Treue und seine Tapferkeit. Die Trauerparade präsentiert, die Fahnen senken sich, und leise erklingt das Lied vom guten Kameraden. Generalfelbmarschall Keitel legt als letzten Gruß bes Führers Und Obersten Befehlshabers ber Wehrmacht einen Kranz gelber Chrysanthemen an ber Bahre nieder, hebt den Marschallstab unb grüßt ben Verblichenen. Nun häufen sich vor bem Sarge die Abschiedsgrüße General ber Infanterie a. D. von Bardolff schmückt bie Bahre mit bem letzten Gruß ber Ritterschaft des Maria-Theresia-Ordens, während Gauleiter und Reichsstatthatter Henlein Dank unb Gruß ber su- betendeutschen Heimat überbringt. Die Lafette, von sechs Rappen gezogen, fährt vor. Die Trauerparabe eröffnet bas Geleit. Hinter ber Trauerparade schreiten die Kranzträger Der Lafette mit dem Sarg folgen die nächsten Hinterbliebenen, denen sich das Trauergefolge änschließt. Durch bas Ehrenmal am Helbenplatz bewegt sich der Zug über den Ring zum Gebäude des Wehrkreiskommandos am Stubenring. Taufende säumen die Straße. Vor bem Wehrkreiskommando wird der Sarg von einer motorisierten, Abteilung übernommen unb zum Ostbahnhof geleitet, wo der Ber- ’ eroigte bie Fahrt nach Troppa antrat, um hier in ber sudetenbeutschen Heimat zur letzten Ruhe bestattet zu werben. ReichsministerKerrl gestorben Berlin. 15. Dez. (DBB.) Reichsminifler SA- Obergrnppenführer Hanns Serri ist in der Bachl zum Sonntag an den Folgen eines Herzschlags plötzlich gestorben. ♦ Hanns Kerrl wurde 1887 in Fallersleben geboren. Nach bem Besuch bes Gymnasiums betrat er die Laufbahn eines mittleren Justizbeamten. Beim Ausbruch bes Weltkrieges rückte er ins Feld, wurde verwundet unb hat sich bas E. K. 1 und 2 erworben Als Leutnant ber Reserve war er im Reserve-Jnfanterie-Regiment 260 bis zum Waffen- stillstanb Kompanieführer. Nach ber Demobilisierung trat er roieber in den Justizdienst in Peine ein, wo er bereits vor ber Novembererhebung im Jahre 1923 der NSDAP, beitrat und die erste Ortsgruppe ber Partei grünbete. Seit jener Zeit war Hanns Kerrl ein unermüdlicher Streiter für die Bewegung. Als einer der ersten sechs Abgeordneten der NSDAP, zog er 1928 in das Preußenparlament ein. Am 20. Mai 1932 wurde er zum Präsidenten bes Preußischen Landtages gewählt. Nach ber Machtübernahme wurde Kerrl zuerst preußischer Justizminister. Aus diesem Posten hat er sich durch die Einführung bes preußischen Erbhofgesetzes grofce Verdienste um bie Entwicklung eines arteigenen deutschen Bauernrechtes erworben. Später wurde ihm bie Leitung ber „Reichsste 11e für Raumordnung^ übertragen. Im Jahre 1935 übernahm er bann die Leitung bes neugebildeten Reichs- ministeriums für kirchliche Angelegenheiten. Reichsminister Kerrl war SA.« Obergruppenführer und Generalarbeitsführer. Seekrieg gegen die französische । A Handelsschiffahrt. ! jfl Madrid, 13. Dezember. (Europapreß.) Der bri. I tische Seekrieg gegen die französische Handelsschiff. ! fahrt ist seit vierundzwanzig Stunden "rofsnet. Don allen Teilen der iberischen Küste we i Zwischen- i f-n\\o mtf hnht>r äp# vk-meldet. Sa w 2 der fron. L , r der fron- im i!*;1 fit, - schossen in Cufffämpfen 15 Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Ferner wurden von IW f W große stich pW ir J tyo hsjöil «ajmtr B iUI )inin jik.De Nachdem wir wieder im Boot saßen, wir hatten uns fast eine Stunde auf der kleinen Moorinsel aufgehalten, fuhren wir aus dem Schilfsaum heraus und trieben wieder auf der Hamme. Die dichte Wolkendecke zerriß, das silberne Licht des Mondes enthüllte uns noch einmal die düstere, hohe Gruppe der Pappeln, das „Nadelkissen", still glitt das Boot über das Wasser, heimwärts. teten mehrere Batterien sowie elf Panzerkampf- ' wagen. Deutsche und italienische Sturzkampfstug- K zeuge fügten feindlichen motorisierten Kolonnen starke Verluste zu. Jagdflugzeuge der Achsenmächte flugzeugen Flugplätze, Versorgungslager, und Kraftfahrzeugkolonnen des Gegners im Raume von Tobruk mit guter Wirkung bombardiert. Die bolschewistische Luftwaffe verlor Sh Nun schwamm das Boot auf der Hamme, immer mehr und mehr blieb alle Aeußerung von Leben hinter uns. Das Wasser war braunschwarz unter uns, die Hamme, auf der im Herbst viele, viele Torfkähue mit ihrer Last weit ins Land hinein fahren. Der Torf ist so gepackt, als läge in jedem Boot ein großer Sarg, die braunen schönfarbigen Segel ziehen durch das Bild der Landschaft, als gälte es, eine lange Fahrt mit stillem Ziel zu machen. Der Fluß ist höchstens acht Meter breit, seine Ufer sind von Schilf gesäumt, dahinter dehnt sich die dunkle, unheimliche Weite des Moores. Nur ab und zu der Laut eines Bogels im Schilf, das feine Singen des Schilfes im Nachtwind, sonst Stille, „unendliche Stille, fürchterlich", ringsum So fuhren wir ganz langsam zwei Kilometer den Fluß hinauf, bis unser Begleiter uns rechtzeitig in das Schilf hineinfuhr. Er wollte uns das Brennen des Sumpfgases zeigen. Während des Vertorfungsprozesses bildet sich an der Oberfläche der faulenden und verwesenden Pflanzendecke, d. h. auf dem Grunde des Wassers, das Methan- oder Sumpfgas. Dieses Gas ist träge und sitzt in Blasen auf dem Grunde des Flusses. 1» J” r k-ck fein ir Mi w ; Batt hju not 1 hu ur RI' prtil Mh IIN m h( 'S Oer Wehrmachtberichi vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 14. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten bekämpfte Artillerie des deutschen Heeres feindliche Schiffe im Hafen von S eroa- ff o p o t und kriegswichtige Ziele in Leningrad mit guter Wirkung. 3m übrigen beschrankten sich die Kampfhandlungen auf die Abwehr örtlicher feindlicher Angriffe. Bei Angriffen auf Transportbewegungen, belegte Ortschaften, Kolon- nen und Barackenlager fügte die Luftwaffe an der Ostfront dem Feind starke Verluste an Menschen und Kriegsmaterial zu. 3m Seegebiet um England wurde ein feindlicher Zerstörer am Eingang zum Bristolkanal durch Bombentreffer so schwer beschädigt, daß mit seiner Vernichtung gerechnet wird. 3n der Rächt zum 14.12. belegte die Lustwaffe an der britischen Ostküste militärische Ziele erfolgreich mit Bomben. Bei versuchen, an der Kanalküste einzufliegen, ner- lot der Feind sieben Flugzeuge. 3n Nordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen im Baume westlich Tobruk Angriffe zusammengefaßter britischer Kräfte ab und vernich- gifli irnin i Kapitols überstrahlten. Oie „Normandie" beschlagnahmt. Neuyork, 13. Dez. (Europapreß.) Der WH »rö fälle auf hoher See gemeldet. So w zösische Han'delsdampfer „Formigny" von britischen Marinestreitkräften auf hoher See gekapert Und nach Gibraltar eingebracht. Vor Santander, fünf Meilen nördlich der Küste, griff ein britisches Flug, zeug einen alleinfahrenüen französischen Dampfer an. Insgesamt wurden sieben Bomben abgeworfen. Das Schiff wurde beschädigt und mußte im Hafen von Santander Zuflucht nehmen. Ein englisches U-Boot hat in der Nähe der Balearen die „St. D e n i s", die mit Wein, Früchten, Gemüse und Schrott nach Frankreich unterwegs war, angehalten und ersucht, ihre Papiere vorzuzeigen. Während der Dampfer den Befehlen entsprach und auf eine Durchsuchung wartete, gab das U-Boot zwei Tor- p e d o s ab. Bei dem Untergang der „St. Denis" fanden drei Desatzungsmitglieder den Tod. in der Zeit vorn 6.12. bis 12.12. insgesamt 125 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen, 32 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zett gingen an der Ostfront sieben eigene Flugzeuge verloren. Oer OKW.-Bericht vom Samstag DNB. Aus dern Führerhauptquartier, 13. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront wurden örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte mit guter Wirkung Truppenbereitstellungen sowie Eisenbahnziele im Douezbecken, am unteren Don und an der Nordfront. Sie bombardierte ferner Flugzeugstühpunkte der Sowjets südostwärts des La- ■ dogasees und griff in der vergangenen Rächt mili- . tärische Ziele in Moskau an. 3n der Rächt zum 13. Dezember wurden Hafenanlagen an der Oft- und Sübroeftfüfte Englands von KampffliegerkrSften mit Bomben belegt. Das Schwergewicht der in Rordafrika noch Eisernes Sparen W der Kriegsgüiererzeugung Staatssekretär Meinhardt gibt wichtige Erläuterungen. farbene reine Flamme auf, sie wird größer, sie wird kleiner, kleine Funken springen knisternd ab, ein kleines wunderbares Feuerwerk sehen wir vor uns. Nun erlischt sie langsam; die Gasquelle, die mit dem Steinwurf getroffen wurde, ist erschöpft. Aus dem letzten Funken steigt ein weißer Rauch in Schwaden empor, träge zieht er über das Schilf, lastend. Er nimmt eine langgestreckte Gestalt an, sich ständig wechselnd. Der sich verflüchtigende Rest versinkt zwischen dem Schilf. Wieder und wieder werfen wir Steine in das Schilf auf den schwankenden Boden unter jener alten Weide. Die Temvera- tur und der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ist yeute günstig. Hier und dort steigen die kleinen und großen Flammen aus dem dunklen Boden, knisternd werfen sie kleine Brocken des Erdreiches mit heraus, die leuchtend in der Luft vergehen, der weiße, schwere Nebel zieht in phantastischen Formen über das Schilf und Moor dahin. Dort unter der alten Weide funkelt und sprüht es, mehrere Sekunden lang, der Rauch legt sich um die hängenden, langen Zweige, der Erlenkönig erhält hier unheimlich Gestalt. Ganz still stehen wir nebeneinander und schauen diesem seltsamen Schauspiel zu, dessen Herkommen so klar und leicht erklärlich ist, und dessen äußere Erscheinungsform dem Reiche der Phantasie, des Spukes, des Unirdischen anzugehören scheint. Als unser Begleiter den Kahn wieder besteigen wollte, drückte er durch sein Körpergewicht den Bug etwas tiefer in den Schlamm hinein, traf ein paar Gasquellen, und hell umleuchtet stand er im Boot, kein Ende wollte es nehmen mit dem Funkeln und Sprühen, langsam legte sich der Spuk, und die Gestalt unseres Begleiters stand von weißen Schwaden merkwürdig umflossen in der Dunkelheit. Mit dem Ruder rührten wir nun den Grund etwas auf, und es kamen große Blasen nach oben, von denen die meisten nicht platzten, sondern auf der Oberfläche des Wassers liegen blieben. Diese Blasen zündeten wir mit einem Streichhölzchen an, und das Gas, es sind natürlich nur ganz geringe Mengen in jeder Blase, verbrannte mit einer langen, rein ultramarinbbauen Flamme. Meistens brannten mehrere Flammen nebeneinander, ein ganz zauberhafter Anblick — auf der völlig dunklen Wasserfläche das Wunder einer Flamme, entstanden und genährt aus den Atomen längst vergangener Pflanzen, die einst im Sonnenlicht atmeten, blühten und verblühten. — Der ständige Wechsel, die Veränderlichkeit alles Lebenden wurde mir wieder ganz klar. Nun fuhren wir wieder aus dem Schilfe heraus und noch ein Ende weiter die Hamme hinunter. Da tauchten zur Rechten aus dem Dunkel der Nacht einige große Baumgruppen auf, die auf der schwarzen, weiten Fläche des Moores eine Insel zu bilden schienen. Auf diese Gruppe steuerten wir zu, der Volksmund nennt sie das „Nadelkissen". Vor dem Aussteigen erhielten mir die Weisung, uns auf jeden Fall dicht an unseren Führer zu halten, und das war dann auch wirklich notwendig. Wir befanden uns nun auf der Fläche des Moores, bei unseren, ersten Schritten fühlten wir unter uns die Schwingungen, die jeder Schritt auslöst. Schwarz standen um uns die Gruppen der Baume und Sträucher. Der Wind nahm die Zweige der alten Weiden und schwang sie hin und her, ihr gedrungenes Aussehen ließ sie in der Schwärze der Nacht gleich Wesen unterirdischer Herkunft erschein- nen, gleich Kobolden, die ihr wahres Wesen erst der Nacht enthüllen. Ab und zu der Laut eines aufge- schreckten Vogels, das Singen des Windes im Schilf, dies war alles um uns. Aus einem Säckchen nahm unser Begleiter nun einige kleine Steine und warf sie in Das Schilf. Totenstille um uns, da— das feine singende Geräusch von emporsteigendem Gas, erst wenig, dann stärker, jetzt zischend, und von der Stelle, von der das Geräusch zu uns kommt, eine kleine Detonation, und zu gleicher Zeit leuchtet eine herrlich orangenähren wollte. , Auf diese Abhängigkeit vom Rohstoffimport gründete Roosevelt seine Rechnung, die darauf hinauslief, Japan durch immer schärferen wirtschaftlichen Druck von einem politischen Zu- Seständnis zum anderen zu treiben und es auf diese lrt solange aus dem Krieg herauszuhalten, bis die amerikanische Aufrüstung beendet war, um dann in einem geeigneten Augenblick über das Jnjelreich herzufallen. Zu diesem Zwecke schob Amerika eine ganze Reihe von Flotten- und Flugstütz- punkten immer näher an Japan heran und betrieb zusammen mit England eine konsequente E i m kreisungspolitik gegenüber Japan. Nieder- landisch-Jndien, das China Tschangkaischeks und die Sowjetunion bildeten zusammen mit den englischen und amerikanischen Positionen einen beinahe lückenlosen Einkreisungsring. Freilich gelang es Japan durch das Abkommen mit Frankreich, über die gemeinsame Verteidigung I n d o ch i n a s sich an einer entscheidenden Stelle Luft zu verschaffen und auch die Absicht, Thailand für die Einkreisung zu gewinnen, scheiterte schließlich durch das rasche japanische Vorgehen. Dieser Einkreisungspolitik sollte Japan nach den amerikanischen Plänen nicht nur tatenlos zusehen, sondern es sollte obendrein auch wirtschaftlich immer weiter geschwächt werden. Die Unterstützung Tschangkaischeks erschien Herrn Roosevelt als das sicherste Mittel zur Erreichung dieses Zieles, und in der Tat haben die Japaner in dem vierjährigen Kriege in China nicht nur mehr als 100 000 Gefallene zu beklagen, sondern sie mußten auch die erhebliche Summe von über 20 Milliarden Pen aufwenden. Aber Japan hat diesen Krieg siegreich geführt, und so steht diesen Verlusten auf der anderen Seite eine wirtschaftliche und politische Steigerung seiner Kräfte gegenüber, die mit Ziffern nicht zu berechnen ist. Auch die Abschneidung seiner Rohstoffzufuhren aus den USA. durch die verschiedenen Arten des amerikanischen Embargos, die vom „moralischen" Embargo im Rahmen der Neutralitätspolitik bis zur direkten Exportsperre, durch das System der Exportlizenzen ging, vermochte Jovan weitgebend dadurch zu parieren, daß es die benötigten Rohstoffe, insbesondere Erdöl und Baumwolle, aus anderen Ländern, wie etwa Mexiko, bezog. Als freilich die USA. noch einen Schritt weitergingen und die japanischen und chinesischen Guthaben einfrieren ließen, sah sich Japan dadurch praktisch in seinem Außenhandel auf den Penblock beschränkt. Es fehlte nun die Möglichkeit des Spitzenausgleichs in Dollarwährung bei feinen Verrechnungsabkommen, hauptsächlich mit den südamerikanischen Stao- - ten. England und Niederländisch-Jndien schlossen sich der Guthobensperre ebenfalls an, so daß auch dieser Handel für Japan unmöglich wurde. Es wird immer ein Beweis der überheblichen Anmaßung Roosevelts bleiben, daß er geglaubt hatte, dem japanischen Volke derartiges zumuten zu können, ohne mit einer Gegenwehr zu rechnen. Selbst jetzt aber versuchten die Japaner noch im Verhandlungswege eine Aenderung zu erreichen, allerdings mit dem Erfolge, daß Roosevelt dadurch in feiner Überheblichkeit nur gestärkt wurde und in seinem Schreiben an den Tenno die unannehmbare Forderung stellte, daß Japan ungeachtet feiner Schwedisches 20 OOO-DKT.-Schiff von den USA »übernommen-. Gens, 14. Dez. (DNB.) Wie Reuter aus Washington meldet, gibt das USA.-Staatsdepartement bekannt, daß das schwedische 20 OOO-BRT.-Motor- schiff „Kungsholm", das früher im Irans- atlantikdienst eingesetzt war und kürzlich für Vergnügungsreisen im Karibischen Meer benutzt wurde, von den USA. „übernommen" werde. Das Staatsdepartement erklärte hierzu, daß, obwohl die „Kungsholm" einer befreundeten Macht gehört, es unpraktisch wäre, sie während der Dauer des Krieges für Vergnügungsfahrten zu benutzen. Probealarm in Washington. Washington, 13. Dez. (Europapreß.) Die fieberhaften Luftschutzmaßnahmen der letzten Tage in Washington fanden am Freitagnachmittag ihre Krönung in einem Probealarm. Seit Donnerstag abend sieht man in den Straßen der Bundeshaupt- heit 500 RM. oder die Hälfte davon. Auch Ur- laubsabgeltung, Entschädigungen für nicht angetretene Familienheimfahrten und Lehrabschluh- Prämien der Lehrlinge können eisern gespart werden. -- Auch die Unternehmer werden angeregt, eisern zu sparen: in der Form von Betriebsanlage- Guthaben und Warenbeschaffung s- Guthaben. Es gibt viele Unternehmer, die über große flüssige Mittel verfügen, da die Ersatzbeschaffung und die Neuanschaffung von Betriebsanlagegütern mit Rücksicht auf ben Vorrang der Kriegsgütererzeugung nicht möglich ist. Dazu kommen, insbesondere beim Handel, die flüssigen Mittel aus der Verminderung und Auflösung der Warenlager. Es ist gebeten worden, die Bildung steuerfreier Rücklagen zuzulassen, um daraus später die jetzt unterbliebenen Anschaffungen und Instandsetzungen nachholen zu können. Es würde aber mit dem Gedanken einer gesunden Kriegsbewirtschaftung unvereinbar sein, wenn solche Rücklagen fteuerfret gelassen würden und auf diese Weise der Kauf- kraftüberschuß der Unternehmer nur vergrößert würde. Das Reich ist aber bereit, eine erhebliche steuerliche Vergünstigung für d i e Zeit nach dem Krieg zu gewährleisten, in der die Unternehmen finanziell besonders beweglich sein müssen, um Betriebsanlagegüter zu ersetzen und neu anzuschaffen, Instandsetzungen und Ergänzungen vorzu- nehmen und ihre Warenlager aufzufüllen. Diese erhebliche steuerliche Vergünstigung wird sich nach der Größe des Betrages bestimmen, den der Unternehmer gegenwärtig bei seinem Finanzamt einzahlt zwecks Bildung von Bettiebsanlage- Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben. Beide sind nebeneinander zulässig. Es liegt im Interesse eines jeden, vor dem 10. Januar 1942 den größtmöglichen Betrag einzuzahlen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß solche Einzahlungen später erneut zu- gelassen werden. Die Bedingungen werden natürlich nicht so günstig sein. Es wird insbesondere nicht Zurückzahlung sofort nach Beendigung des Krieges verlangt werden können, auch wird die Verzinsung nicht mit dem Zeitpunkt der Beendigung des Krieges beginnen. vierjährigen Anstrengungen und Opfer feine Truppen aus China zurückziehen sollte, wobei er als Gegenleistung nichts anderes bieten wollte, als die Bereitschaft für neue Verhandlungen. Die materielle Geisteshaltung der Plutokratie und des Judentums, die alles mit Ziffern und Zahlen berechnen zu können meint, trat hierin wieder einmal kraß zutage. Man übersah, daß eine stolze und ehrbewußte Nation niemals auf solche, Forderungen eingehen konnte, und wundert sich nun, daß Japan entsprechend handelte. Die Schläge, die es bereits in den ersten Tagen austeilte, sind wahrhaft vernichtend. Jetzt klagt der Weltverbrecher Roosevelt über japanische „Niedertracht". Wenn aber etwas niederträchtig ist, bann ist es jenes Streben Roosevelts nach einer Weltbiktatur bes Judentums, die alle Lebensrechte der Völker mißachtet und in der ganzen Welt jene Versklavung und Vertierung der Menschen herbeiführen möchte, die wir mit Grausen in der Sowjetunion feststellen mußten. V. A. mit Ausnahme weniger wie Zinn und Gummi, in saft unerschöpflichen Mengen verfügen, ist der japanische Raum ausgesprochen arm an ben wichtigsten industriellen Rohstoffen. Einzig bie Kohle ist in ungefähr ausreichenden Mengen auf den Inseln vorhanben, boch selbst hier besteht ein Mangel insofern, als die japanische Kohle kaum oerkokungsfähig ist. Die Fruchtbarkeit des japanischen Bodens hält keinen Vergleich mit ben Vereinigten Staaten aus, und nur bem unermüdlichen Fleiß seiner Bauern und der ausgedehnten Ernährung durch Fisch hat es Japan zu verdanken, wenn es feine Ernährung einigermaßen sicherstellen kann. Die notwendigen Reiseinfuhren konnte es sich in dem von ihm sicher beherrschten Raume ebenfalls verschaffen. In dieser Lage blieb den Japanern nichts anderes übrig, als ben Weg zu einem v e r a r b e i • tenben Jnbustrielanb zu beschreiten. Man importierte Rohstoffe unb exportierte bie baraus hergestellten Fertigwaren. Darauf beruht ber riesige Aufschwung etwa ber japanischen Textilinbustrie. Diese Struktur seiner Wirtschaft schien Japan aber besonders empfinblich für einen Wirtschaftskrieg zu machen. Mit Ausnahme ber Natur- unb Kunft- feideninbuftrie beruhten alle japanischen Jnbustrien auf importierten Rohstoffen. Baumwolle unb Wolle spielten bie beherrschend Rolle in ber japanischen Einfuhr, aber auch Eisenerze, Schrott sowie Erböl unb die meisten Bunbmetalle mußte Japan importieren, wenn es arbeiten und feine Bevölkerung er- ftanzösische Luxusbampfer „Normanbie" (83423 BRT.), ber sich zu Beginn des Krieges in den Hafen von Neuyork gerettet hatte, ist von den nordamerikanischen Behörden beschlagnahmt worben. Er soll als Flugzeugträger umgebaut werben. Gleichzeitig wurden zwölf weitere französische Schiffe mit Beschlag belegt. Ihre Besetzung erfolgte burch Mannschaften ber U8A.-Küstenwache, wahrenb bie französischen Besatzungsmitglieber entfernt würben. Bemerkenswert ift, baß die nordamerikanische Zeitschrift „Time" bereits in ihrer Ausgabe vom 3. November darauf hinwies, daß bie „Normanbie" sich hervorragenb als Flugzeugträger eignen würde. Das Blatt schrieb, Fachleute hätten darauf aufmerksam gemacht, baß bie „Normanbie" augenscheinlich im Hinblick auf einen berartigen Umbau konstruiert worden sei. Die Schornsteine ließen sich ohne Schwierigkeiten an die Seite des Schiffskörpers verlegen. Alle vier Personenaufzüge feien in einem Schacht zusammengefaßt, so baß sich aus ihnen ein Auszug für Flugzeuge konstruieren lasse. Die Umbaubett werde auf nur sechs Monate geschätzt. stadt Luftschutzposten, deren Aufgabe die Unterweisung ber Bevölkerung ist, bie sich bei den Probealarmen in Neuyork unb San Franzisko ungewöhnlich nervös zeigte. Vor ben Portalen ber Regierungsgebäube haben stahlhelmbewehrte Posten Wache bezogen. Obwohl bie totale Verbunkelung Washingtons noch nicht angeordnet ist, verlangen die Luftschutzbehörden doch, daß die Fensterläden ber Regierungsgebäude nach Eintritt ber Dämmerung geschlossen werben. Die auffälligste Luftschutzmaß- nahme aber ist bie Ausschaltung ber Scheinwerfer, bie sonst währenb ber ganzen Nacht die Kuppel des Ln Erlkönigs Reich. Von Anneliese Lüders. Wir gingen von Worvswebe aus eine Stunde durch fast schwarze Nacht über kräftig duftendes Weioeland. Hinter fliehenden, schweren und leichten Wolken war mitunter bas Licht bes Mondes spürbar. Der Umriß eines Gehöftes, wie es schien, inmitten hoher, alter Pappeln gelegen, kam näher unb näher, bis wir bann nach einigen Winbungen bes Weges vor einem länblichen Gasthof ftanben, bem Ausgangspunkt unserer nächtlichen Fahrt auf ber Hamme. Unser Begleiter, ein bewährter Kenner bes Moores, besorgte bas Fahrzeug, wir bestiegen es, er setzte bas Boot in Bewegung unb ruderte es aus bem kleinen Hafen heraus, ben ber Fluß an der Stelle bildete, wo das Gasthaus lag. Leipzig, 13. Dez. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt sprach im Gewandhaussaal in Leipzig über bas Eiserne Sparen, bie Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffunasguthaben. Stehen Mann unb Frau in einem Arbeitsverhältnis, so kann jeder ber beiden Ehegatten für sich im Rahmen ber gegebenen Möglichkeiten eifern sparen. Bei ber Entscheibung über Anträge auf vorzeitige Zurückzahlung wirb nicht kleinlich verfahren werben. Die Ursachen eines dringenden Notfalls können verschiedener Natur fein. Auch ber Tod bes eisernen Sparers kann für seine Hinterbliebenen ein dringender Notfall sein. Die Steuerfreiheit und die Beitragsfreiheit, bie dem eisernen Sparer für bie eisernen Sparbeträge gewährt worben sinb, werben nicht hinfällig. Das Kreditinstitut wirb für bie zurückgezahlten Beträge auch keine Borschuhzinsen berechnen. Jede eiserne Sparerin kann in den letzten vier Wochen vor ihrer Verheiratung beantragen, daß ihr bas Eiserne Sparguthaben ganz ober teilweise zurückgezahlt wird. Einem solchen Antrag wird, wenn die Arbeit- nehmerin eine Bescheinigung darüber vorlegt, daß das Aufgebot bestellt ist, in jedem Falle entsprochen werden. Auch nachher Geburt eines Kindes wird, wenn es erforderlich ist, einem Antrag auf Zurückzahlung des Eisernen Sparguthabens entsprochen werden. Das Krankengeld der eisernen Sparer unb, bie anberen Barleistungen ber gesetzlichen Krankenversicherung berechnen sich nicht nach bem Lohnbetrag, ber nach Abzug bes eisernen Sparbetrages verbleibt, fonbem nach bem vollen Arbeitslohn. Die Ermäßigung bes Beitrages zur Krankenversicherung wirb als Belohnung Dafür gewährt, baß ber Arbeitnehmer eisern spart. Sie ist auf bie Höhe bes Krankengelbes ufw., bie bem Arbeitnehmer im Fall einer Erkrankung gezahlt werden, ohne Wirkung. Die eiserne Sparerklärung kann auch auf 50 Rpf. arbeitstäglich, 3 RM.- wöchentlich aber 13 RM. monatlich lauten. Auch bie Weihnachts- unb Neujahrszuwen- b u n g e n bleiben frei von Steuern unb von Sozialversicherungsbeiträgen, wenn sie ganz oder zur Hälfte eisern gespart werden. Höchstbettrag für die Gewährung von Steuerfreiheit und Beitragsftei- Lüchertisch. — Wilhelm von Scholz: Claudia Colonna. Schauspiel. 78 Seiten. Preis 80 Rpf. Verlag von Velyagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig. — In der von L. Gruenderg und Dr. P. Habermann herausgegebenen Reihe „Velhagen & Kissings deutsche Lesebogen" erschien als Nr. 267 das Schauspiel „Claudia Colonna"; in Genua im 16. Jahrhundert spielend, gestaltet es einen Stoff, ben ber Dichter in einer Novelle bes Italieners Giovanni Battista Giralbi teilweise vorgebildet fand. Aus Giralbis Geschichte einer Mutter, bie den Besieger ihres Sohnes im Zweikampf für ben Getöteten an Kinbes Statt annimmt, entwickelt Scholz einen echten Konflikt: nachbem ber Sieger vergeblich versucht hat, seine Schulb durch willige Annahme des löblichen Richterspruches zu büßen, und auf Bitten ber Mutter, Claudia Colonna, begnadigt worden ist, muß er ihr, die ihn als Adoptivsohn angenommen hat, eine Liebe gestehen, bie mehr ist i als bie Liebe eines dankbaren Kindes. Claudia erwidert diese Neigung, aber sie erkennen beide in schmerzlichem Verzicht die einzige hier mögliche Lösung. In diesem Stück, das bereits an einer Reihe von deutschen Bühnen seine Feuerprobe bestanden hat, kann man eine neue Abwandlung des früher tm Roman gestalteten Motivs „Unrecht der Liebe finden, wie überhaupt das Drama in feiner Komposition unb manchen Einzelzügen — z. B. bem Sn* einanberfpielen von Wirklichkeit unb Ueberwirklich' feit im zweiten Bilbe — sich charakteristisch in das ©efamtbub bes bichterischen Werkes von Wilhelm von Scholz einfügt. Hans Thyriot — Abba von Äoenigsegg: Die große Pflicht. Roman. 358 Seiten. Brosch. 3,80 RM-, Leinen 4,80 RM. Deutscher Verlag, Berlin. — (96) — Eine Geschichte aus ber Zeit vor dem Weltkriege, aus bem Leben bes ostpreußischen Landadels. In ber Schilderung einer in mancher Hinsicht verschollenen Welt mit Gesellschaftsszenen unb sozialen Streiflichtern, mit Reitjagd und Leut- nantsslirt, mit Hofball und Erntebier steht bie Erscheinung eines jungen Mädchens im Mittelpunkt, bas auf die Erfüllung einer Jugendliebe verzichtet, um pflichtbewußt das Erbe ber Väter zu bewahren. Hana Ttyrlou deutschen Kampf- ;:i % gslager. Panzer- । D liiflW fr!* M, '.MM, Sch. wieder zu danken haben. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. -riqkeit für eine Frau als die Nachprüfung mrev ' Wehens. Während sie das Gesicht mit kaltem ldoM lojer wusch, mit Kölnisch-Wasser abrieb, leicht ieintr ii:r.puberte, die Haare in Ordnung brachte und die ‘!ll e geradezupfte, fiel wie ein 'n,??5 n be^ ?u"kel ein Gedanke. Hastig riß sie eine Schublade r E. <:s suchte ein schmales Heft heraus, blätterte nach täackpultfer latlln vehms W e« ffotfan; datz iü rr M Vonidk gen. wt. Einkreisung — keiner entkommt Oie Sammlung der HZ. für das Kriegswinterhilfswerk. -leine politische Nachrichten. Heneral Rommel hat im Auftrag bös Führers et der nordafrikanischen Front dem Oberkomman- dikenden der italienischen Streitkräfte in Nord' efka, General Bastico, und seinem General- sic schef, General Gambara, das Eiserne Kreuz Li-rreicht. lienilchk irifse jE. vmM lerfflmfi. 'Mpsstz ftolonnr ienm$i ie tfyv i kaH Niet1 n Roum iert t vcki W l!1 npsen, 11 si M hen Zki Mm Os gibt keine ablenkendere und besänftigendere i>»gkeit für eine Frau als die Nachprüfung ihres tnan stellt einen Lnettetg her (siehe Prospekt ,€>i« rfdytlgt t elgbectheng- AdschnM Änmdg). Sollte er Veden, gibt man noch etwa» Mehl htnpr. v-r Teig wird dünn -uvgerollt, mit beliebigen Zormen ««gestochen, auf dn gefettetes Liech gelegt und dünn mit Milch bestrichen. Satf teir. Lrwa 10 Minuten bei starker Hitze. Damit der Spekulatius längere Zeit knusprig bleibt, bewahrt man ihn ----- , ., k •at.AXAG» Ällf Bitte MMehnfUt«! fn gut schließenden Blechdosen auf. ________________ '«M 5t». !tab« MU ••Ult Itn „f Stlöi Mil, Ntn Verstärkte Beoabtenförderung der DA!?. NSG. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter E ck, richtet an alle Betriebs- führer und Betriebsobmänner des Rhein-Main- Gebietes einen Appell der Deutschen Arbeitsfront, laufend begabte Männer und Frauen zu melden, die für eine Förderung im Rahmen der Begabten- förderung geeignet erscheinen, damit die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten überprüft werden können. Alle Betriebe sollen so der Deutschen Arbeitsfront bei d-r Durchführung des 20. Programmpunktes der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei mithelfen. biot6' n-M in & & igtifit to ivpsie ivie Ät» Ion ml ner N | bes Kchi ck | ien W\ ie L»s ! Äl Al Ä| Jur ; Explosion in Raum5 Roman von H.G. Hansen (fryrlglit by Prometheus-Verlag Dr.Elchacker, Gröbenzell b. München Theater der Universitätsstadt Gießen Sondolatsch und Oeißner: »Das Mädchen $ilP. Freundlichkeiten des Dialogs recht nett heraus: je undefanaener, desto besser. Eine gewisse Konzentratton in Verbindung mit einiger Dämpfung der Lautstärke könnte nichts schaden; im Text richtig sitzende Pointen wirken auch, wenn sie nicht ausdrücklich „gebracht" werden. — Sehr angenehm das - von Herrn Löffler geschaffene Szenenbild. Käte 3 a eh i et e, das Mädchen Till, einziges weibliches Wesen unter lauter Männern, abwechselnd in großer Toilette, im Reitanzug und im Badekostüm, im übrigen mit einem großartigen Mundwerk und einenr sprühenden Temperament ausgestattet. Herr S i e g e r t stellte sich als Kinderarzt Dr. Wechmar in einer Gustav-Fröhlich-Rolle sympathisch vor. Seine beiden Mitbewerber spielten Herr Funke (recht komisch mit norddeutsch gefärbter Angabe) und Herr Kratz (mit bayerisch- formloser Massivität). Herr Lendrich machte die unfreiwillig-komische Figur eines bedauernswerten Geistesarbeiters. Herr B o l ck war voll freundlicher Bonhomie der Onkel Justizrat, Herr Bosny ein weißhaariger und philosophischer Diener, wie er für gewisse Stücke zum eisernen Bestand gehört. Herr Fischer hatte die schwierige Aufgabe, einen Industriellen zu verwirklichen, wie ihn Lustspielautoren sich zuweilen vorstellen. — Die Besucher unterhielten sich vorzüglich und spendeten viel Beifall. Hans Thyriot. u,iq. soo, rv-l!-mnchl, 9 r (3 g-st-tchm r-E-0 Dt. ©e*r 200-250, Sudcr, 1 PMdw XX. Onfcr 3 ttropfm Dt-Oetter »ad.Uroma »imrmrmS.1, 15W Dt. Odfet KurfrcngrwüräZaroma, 1 g-Mh-mr WSffei 3imt oder Ztna-N-tz, u. I WM« °i« ro°ff-r. 90 , »utttr, tTIargarüu ob« Schw--°-1chm-I» Kriegs-IVHD.-Holzkreisel für ben Deihnachlsbaum. Bei der 4. Reichsstraßensammlung für das Krieas- WHW., die am 20. und 21. Dezember durchgeführt wird, werden HI. und BDM. zehn kunstvoll geschnitzte Holzkreisel anbieten. Die kleinen Kreisel, die in den Werkstätten für Kunsthandwerk in Habelschwerdt, Grafschaft Glatz, hergestellt wurden, eignen sich besonders hübsch als Schmuck für den diesjährigen Weihnachtsbaum. (Scherl-Bilderdienst.) geniio inen gtaliwj üDlflJ* ter.ö'^ iÄ dem Kerl, der als Herr Kaspar bei uns berumgespukt hat, unter einer Decke. Deshalb hat sie auch in der Verhandlung ausgesagt, Herr Kaspar sei schon nm halb sechs Uhr nach Hause gegangen, obwohl sie niemand danach fragte." „Du, das kann sein!" Michel legte seine Stirn in sttenge Fallen. Er spürte in allen Nerven das Fieber des Kriminalisten, der plötzlich die richtige Fährte aufgenommen hat. „Wenn man sich alles nebeneinander hält, gibt es keine andere Lösung. Die Barkow steckt mit jemand zusammen, der verbrecherische Absichten hat. Der Kerl markiert sich als Herr Kaspar und geht frech ins Werk, sobald er von seiner Komplicin erfahren hat, daß die Luft rein ist, also Herr Kaspar zu Hause weilt. Dem Portier fällt natürlich nichts auf. Er trägt den fremden Kerl als Herrn Kaspar ein. Alles großartig ausgedacht. Aber die beiden haben einen Fehler gemacht. Die Barkow hätte wegen der Zeit keine Aussage machen dürfen. Jetzt hat sie sich fest- 0 „&ir gehen gleich zu Herrn Kriminaldirektor Doktor Ball und sagen ihm alles, ja?" drängte Bärbel. Aus -er Siadi Gießen. Güte des Herzens ... Der Alltag ist nicht immer reizvoll. Seine Me- lodie klingt hart und dröhnend, wie der dumpfe Schritt marschierender Kolonnen. Kein Wunder, denn der Rhythmus ergibt sich hier wie dort aus den gestellten Ausgaben. Eine Truppe hat vorwärtszudringen und darf das gesteckte Ziel nicht aus den Augen verlieren; der Alltag verlangt vom Menschen in der Heimat gleichfalls ein Höchstmaß von Pflichterfüllung. Es ist klar, daß dieser Alltag ein ernstes und sachliches Gesicht trägt Aber zuweilen kommt es vor, daß das Gesicht von einem Lächeln verschönt wird, so daß alle, die es spüren, davon berührt werden wie von einem warmen Sonnenstrahl, der nach dunklen lagen plötzlich die Wolken durchbricht Häufig ist die Ursache eines solchen Vorganges die Güte des Herzens, die inmitten des Alltagslebens mit einem Male bescheiden aufblüht, um für Augenblicke einen strahlenden Glanz zu spenden. Es ist nicht so sehr die Sache an sich, wie sie sich im alltäglichen Leben, im bunten Wechsel so häufig ergibt, es ist vielmehr der Geist froher Hilfsbereitschaft und des uneigennützigen Handelns, der aus der Güte des Herzens quillt und sie deshalb in so schöner Weise sichtbar macht. Da ist in einem Miethause ein junger Erdenbürger zur Welt gekommen. Die Familie, in der das frohe Ereignis eintrat, verfügt nicht über zahlreiche Güter, vor allem scheint die Wäsche ziemlich knapp zu sein. Ohne viel zu sagen, hält die Flurnachbarin Umschau unter den eigenen Beständen und findet mancherlei verwendbare Dinge. Das gute Beispiel wirkt. Niemand unter den Hausbewohnern will zurückstehen. Am Ende besitzt das Neugeborene eine Wäscheausstattung, wie sie für heutige Verhältnisse geradezu erstklassig ist. Ein anderer Fall: Ein altes Mütterchen steht aufgeregt in der Bahnhofshalle vor dem Schalter und verlangt eine Fahrkarte. Als sie bezahlen will, sucht sie und sucht, aber die Geldbörse ist fort „Ich muß sie auf der dunklen Straße verloren haben", jammert sie schließlich fassungslos. „Was kostet die Fahrkarte?" fragt plötzlich ein jovialer Herr den Schalterbeamten. Der nennt den Preis, und der joviale Herr händigt dem erstaunten Mütterchen ohne Umstände die Fahrkarte ein, was die Umstehenden veranlaßt, sich ebenfalls des Mütterchens hilfreich anzunehmen. Die Güte des Herzens ist weit mehr wirksam, als man aemeinhin glaubt. Manchmal scheut sie sich, zum Mittelpunkt eines Vorganges zu werden, und dann handelt sie nach dem Wort, daß die Rechte nicht wissen soll, was die Linke tut. Gleichviel: auch sie vermag den Alltag in schönster Weise zu verklären, und das ist es, was wir ihr immer Kriminalkommissar Kammin war aufs höchste überrascht, als ihm die Meldung ins Zimmer gebracht wurde, Fräulein Karla Kabelt wünsche ihn zu sprechen. Es dauerte eine volle Minute, bis er dem Beamten antworten konnte. In dieser Minute machte er eine Reihe von Stationen des Unbehagens durch. Was wollte dieses Mädchen von ihm? Barg der Fall Wand eine Ueberraschung, die ausgerechnet Karla Kobelt aufdecken sollte? Wie würde die Unterredung verlaufen, nachdem sie vorgestern abend erst um ein Haar zu einem Streit ausgeartet war? Am liebsten hätte sich Theo Kammin hinter einer Ausrede verschanzt und sich verleugnen lassen. „Lassen Sie die Dame herein!" schnaubte er und blickte dann auf die Tür, durch die lebhaft, graziös, unleugbar von einem sommerlichen Dusthauch umgeben, eine lächelnde Karla eintrat, die ein so sonniges Gesicht aufgesetzt hatte, als seien sie und der Kommissar alterprobte Freunde. (Fortsetzung folgt.) ________ lang vom Gloria-Palast verabredet. Ueberstunden. Im Cafe König gewesen. Was sagst du nun?" Ihm dämmerte die Ahnung, daß hier wirklich eine wichtige Feststellung vorlag, und vergaß darüber seine verliebten Blicke. „Das war also am 11. Mai. Ich weiß, daß ich mich einmal so geärgert habe, weil wir wegen deiner Ueberstunden nicht rechtzeitig ins Kino tarnen." „Na also. Am 11. Mai wolltest du mich um halb sechs Uhr vor der Fabrik erwarten, um mit mir ins Kino zu gehen. Du haft eine ganze Stunde vergeblich unten gestanden und warst ärgerlich darüber. Ich habe dich getröstet. Wir gingen nach Hause essen und dann ins Cafä König zum Tanzen. Wenn ich also an diesem Tage erst um halb sieben Uhr aus dem Dienst kam, und wenn ich kurz vor meinem Weggehen Herrn Kaspar aus seinem Zimmer kommen sah, kann ich mich in der Zeit nicht geirrt haben. Siehst du das jetzt ein?" In ihrer Stimme schwang Triumph. Michel nickte ernsthaft. Er war nicht so kleinlich, ihr die Genugtuung zu mißgönnen. „Du hast recht. Man kann sich nach langer Frist in der Zeit leicht irren, wenn kein fester Anhaltspunkt vorhanden ist. Das scheidet jetzt aus. Also muß Kaspar tatsächlich um halb sieben noch in feinem Büro gewesen sein." Er schwieg einfach überwältigt und suchte fieberhaft nach einer Lösung des jetzt erst kompliziert gewordenen Rätsels. Bärbel ließ seine Gedanken laut werden mit der Frage. „Ich habe schon den ganzen Nachmittag überlegt, wie er es fertiggebracht hat, gleichzeitig an zwei Stellen zu fein." „Das gibt's nicht", meinte er schroff. „Natürlich nicht." Sie lachte überlegen. „Niemand kann sich teilen. Also müssen zwei Menschen an zwei verschiedenen Orten als Martin Kaspar aufgetreten fein." ,Lwei Menschen?" In der ersten Sekunde kam ihm diese Idee abenteuerlich und romanhaft dumm vor. Dann erwärmte er sich daran. „Natürlich. Anders geht's nicht." „Und weiter", sagte sie mit glänzenden Augen: „Zu Hause war Herr Kaspar mit vielen Leuten zusammen, die ihn genau kannten. Es ist ganz ausgeschlossen, daß feine Rolle dort von einem Fremden gespielt worden ist. Im Geschäft hatte er nur mit der Barkow zu tun. Und die steckt mit In vollen Gange befindlichen Kämpfe hak sich fa Öii Gegend westlich Tobruk verschoben, ohne daß es bet Gegner gelungen wäre, entscheidende Erfolge je erzielen. Barbia und Sollum widerstehen mit gvßer Hartnäckigkeit dem wachsenden Druck des (frincrs. Jm Schuh tiefliegender Wolken warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben auf einige Orte des hündisch-deutschen Grenzgebietes, die geringe Oper unter der Zivilbevölkerung forderten. Bei dieser Einflügen und bei wirkungslosen Nachtangriffen art die besetzten Westgebiete verlor die britische trtwaffe zwei Bomber. Schwere Sowjetverluste im Südabschnitt der Ostfront. Berlin, 14. JOm. (DNB.) An verschiedenen Stilen im Sudabschmtt der Ostfront griffen am Lcnstag die Bolschewisten mit Unterstützung von Mnzerkarnpfwagen die deutschen Stellungen an Lutsche Pakgeschutze nahmen die feindlichen Pan- zeikampfwagen sofort unter wirksames und gut- ij^nbes Feuer und zwangen die Panzerkampf- öcaen zur Umkehr. Deutsche Infanterie ging bar- auhin in energischem Gegenstoß gegen die Bolsche- trrren vor und trieb sie in ihre Ausgangsstellungen zuiuck. Der Feind erlitt dabei schwere blutige Ver- W- Oos Ritterkreuz. zerlin, 13. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Dcehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag bei Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeld, iwrschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des gi-rnen Kreuzes an Oberst Hauser, Komman- der eines Panzerregiments, Oberstleutnant Rein- !hcrdt, Kommandeur eines Infanterieregiments, Hiptmann K o h o u t, Abteilungskommandeur in tnr>m Panzerregiment, Oberleutnant Feig, Korn- pss.iechef in einem Schützenregiment und Unter- oiizrer Schröder in einer Panzerjägerabteilung. -n Köln hatte Reichsleiter Dr. Ley mehrere hun- tzr: Kinder gefallener Politischer Leiter mit ihren Lizehöritzen um sich versammelt, um ihnen in tr*r schlichten Feierstunde das Gedenken des Führer und der Nation zum Ausdruck zu bringen. Sich in mehreren anderen Gauhauptstädten fanden gliche Veranstaltungen statt, bei denen den Kindern gliche Gaben überreicht mutben. * >as Sondergericht in Triest fällte am Sonntag Utelle gegen 60 Terroristen, die angeklagt waren, er Serbien aus Eisenbahnattentate in Italien vor- tesitet zu haben. Neun mürben zum Tobe per» feilt. Vier wegen Mangels an Beweisen freige» fachen, bie übrigen erhielten Gefängnisstrafen bis P dreißig Jahren. 1 Hr kroatische Staatsführer Dr. Pawelitsch reifte n Sonntag mit Außenminister Dr. Lvrkowitsch, ftonzminister Dr. Kvsag unb Kultusminister Dr. nach Italien ab. ,_____________ unb stieß einen Triumphschrei aus. Wie ein Sturm brach sie ins Wohnzimmer, rief begeistert: „Unb ich habe buch recht!" raffte ihre Hanbtasche vom Tisch unb verschwanb durch bie Korribortür. Nahe ber Straßenbahnhaltestelle war eine Telephonzelle. Sie klingelte das Präsidium an unb verlangte Michels Nummer. Er war noch nicht da, unb Bärbel setzte ihrem Eifer einen Dämpfer auf. Wie jeben Tag fuhr sie zum Dienst, kaufte etwas Gebäck für den jetzt nagenden Hunger unb machte sich ohne jeben Eifer an bie gewohnte Arbeit. Nach einer halben Stunde hielt sie es nicht mehr aus unb rief Michel nochmals an. Das wiederholte sich mit negativem Ergebnis noch zweimal, bis sie enblich um sechs Uhr ihren Verlobten erreichte. „Michel, ich habe boch recht. Schwarz auf weiß. Holst bu mich nachher ab? Ich bin in einer halben Stunbe fertig." Er hörte die geliebte Stimme, bie wie ein Sonnenstrahl in fein finsteres Gemüt fiel, unb sagte sofort zu. Von ba an lebten beibe bie Minuten wie ganze Tage unb wären sich beinahe in bie Arme gesunken, als Bärbel leichtfüßig durch das große Portal auf den Bürgersteig kam, wo Michel wartete Sie begnügten sich mit zwei ober brei geflüsterten verliebten Worten, hakten sich unter unb suchten schnell eine stille Seitenstraße auf. Bärbel konnte ihre Entbeckung nicht mehr bei sich behalten. „Als bu fort warst, habe ich mit Vater auch noch Streit bekommen, weil er bir recht gab. Und banrt erinnerte ich mich an meinen Kalender. Ich schreibe doch immer ein, wenn wir aus waren ober sonntags einen Ausflug machten, nicht?" Ja'" sagte er ohne jebes Interesse unb betrachtete voller Zärtlichkeit ihre hübsche Erscheinung, bie bis in bie letzte Faser voll Lebenskraft war. „Erinnerst du dich noch, daß wir am 11. Mai im Kino waren?" „Nein", gab er zu. „Wir sind so oft im Kino gemeßen, daß ich mir die Tage wirklich nicht merken kann." Dann sieh mal her!" Sie hielt ihm den als Tagebuch im Telegrammstil benutzten Kalender vor bie Augen- „Mittwoch, den 11. Mai. Ausdrücklich vermerkt: Mit Michel in die Sechs-Uhr-Dorstel- Dar Mädchen Till ist bie unerzogene, Iausbuben- unb eulenspiegelhaste Tochter eines Lustspiel-Gene- ralbirektors, die sich für die Sekretärin ihres Vaters ausgibt, um die Männer in ihrer ganzen geschäftstüchtigen und geldgierigen Scheutzlichkeit kennenzulernen. Die Männer sind im wesentlichen die miteinander konkurrierenden Bewerber um einen süddeutschen Schloßbesitz, den der Generaldirektor zum Verkauf gestellt hat. Obwohl Tills sadenscheiniaer Schwindel ziemlich halb burchschaut wird, dient Die Situation dennoch der gründlichen Demaskierung der beteiligten Herren wie auch des Mädchens, die sich im Laufe dreier Akte mit ziemlicher Lautstärke und ungeschminkter Deutlichkeit die Meinung sagen. Den Vogel unter den Bewerbern schießt ein junger Kinderarzt ab, ber zuletzt bas Schloß bekommt, unb auch noch Dill dazu — nicht ohne ihr zuvor alles Erforberliche über Benehmen und Lebensstil grob unb handgreiflich eröffnet zu haben. Das Ganze lebt weniger von der einigermaßen dürftigen Handlung als von ber Konversation, bie recht amüsant wirkt, solange sie nur auf unverbinbliche Unterhaltung bedacht ist; die im letzten Akt angeschla- genen seriösen Tone klingen nach den mancherlei Dorangegangenen Unwahrscheinlichkeiten ziemlich übertrieben. Herr Ludw ia hatte die Spielleitung und brachte die diversen Ironien und unverblümten 'sjjt fühlte Michel sich verpflichtet, seinem Schatz W sachlichen Gründen beizukommen, in denen alle JiiiB bisherigen Erfahrungen im Beruf und alles, »L an männlicher Ueberlegenheit in ihm war, zu Hs gezogen wurden. Das führte aber erst recht zu empörter Widerrede. Die Folge war, daß ihre M'iiungsverschiedenheit zum Krach anwuchs, daß bare Worte fielen, Bärbel noch mehr weinte, Mrzel sich tödlich beleibiat fühlte und nach kurzer Ze aus dem Zimmer stürzte. Unterwegs hatte er btr festen Vorsatz, nie wieder zurückzukommen, und teig klangen ihm bie letzten Worte Bärbels in ttti Ohren, er möge sich ihretwegen zum Nordpol il0en, aber ja nicht mehr ihren Weg kreuzen. ; Ine Eltern Eberhard fanden eine ganz aufgelöste lot) ter vor unb bekamen nur mühsam heraus, hcher Grunb zu bem plötzlichen Streit vorlag. ti Vater versuchte, Michel recht zu geben und Mel zu erklären, sie müsse sich irren. Die Mutter che nach ausgleichenden Worten. Das war Del i Feuer. Bärbel lieh das Essen stehen, rannte kus unb schloß sich in ihrem Zimmer em. Zwei ■ linden Mittagspause hatte sie. Davon waren jetzt Diertel Stunben vergangen. Eine geschlagene ille Stunbe brauchte sie, um sich zu beruhigen, rin begann eine Renovierung ihres Gesichtes, »n bem unbebingt bie Tränenspuren getilgt wer- si mußten, schon um die Kolleginnen nicht aus- «lksam zu machen. Durch das Wettrüsten in den Werkheimnachmittigen und Werkheimabenden trägt die Hitler-Jugend auch in diesem Jahre in einer großen Gemeinschaftsleistung für bie vom WHW. betreuten Familien bei. Der Einsatz des BDM. erfolgt darüber hinaus als Helferinnen bei der Betreuung ber Kinder in den Kindertagesstätten der NSV., in den Dienststellen des Kriegswinterhilfswerks und bei ber Gestaltung von WHW.-Nachmittagen mit Märchenspielen usw. » Seinen Höhepunkt finbet ber WHW.-Einsatz wie alljährlich bei ber großen Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks vor bem Weihnachtsfest. Die Sammlung finbet am 20. unb 21. Dezember statt unb verspricht wieber viele Ueberraschungen. Nach bem ,Kaperkrieg" unb bem „Blockabekrieg" der beiben letzten Jahre steht die Sammlung dies- mals unter ber Parole „Einkreisung — keiner entkommt". Man wird sich durch eine Spenbe in bie Sammelbüchse den Einlaß in eine umzingelte Stadt erkämpfen müssen, man wirb „Straßensperren", „verminte Straßenzüge" unb andere Hindernisse überwinden, Brückenzoll zahlen müssen usw. Unerschöpflich sind bie Jbeen, bie mit biefer Parole zu oerbinben sind. Die Abzeichen, deren Auflage wegen ber zu er- roartenben Nachfrage vergrößert würbe, garantieren ben Erfolg. Wieber finb es zehn kleine holzgeschnitzte luftige Figuren, biesmal in ber Form von Kreiseln, bie Alt und Jung Spaß bereiten werben. Im Rahmen ber Reichsstraßensammlung eignen sie sich auch für kleine Kasperlevorführungen, für Würfelspiele usw. verdunkelungszett 15.12. von 17.06 bis 9.24 Uhr. den 9. A.-Spott ^eda/ax -Draq^ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei 5104 D/ ü sal Eurovas". siosv Der Kameradschaftsführer. 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Trotzdem konnten sie das Spiel offen gestalten, ja sogar zeitweise etwas drücken. Die Stürmerreihe war wieder der Versager, da totsichere Chancen von dem Sturm ausgelassen wurden. Der Hauptfehler lag an dem Aufbau, da ztr wenig Bälle in den Sturm kamen. Hier machte sich das Fehlen von Ziegler bemerkbar. Auch Schlitz kam zu spät, so daß sich die Mannschaft im Anfang etwas verausgabte. Hätte noch Heß von der Partie sein können, so wäre mehr System in den Sturm gekommen. Es waren einige Spieler der Reichsbahner, welche ihr Bestes hergaben. Hauptsächlich fehlte das nötige Verständnis und Zusammenspiel in der Mannschaft. Die Steinberger haben durch den nötigen Eifer und die Erfahrung der älteren Spieler verdient gewonnen. Punkten. Kurhessens Schwerathleten verloren in Bad Hersfeld sowohl im Ringen als auch im Hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwieger vater und Großvater Heinrich Siebert, Spark.- Insp. i.R. am 12. Dezember 1941 plötzlich gestorben ist. Emma Siebert, geb. Weidig Hauptmann Dr. Wilh. Siebert, z.Z.im Hans Siebert, Wilhelmshaven [Osten Lina Siebert, DRK.-Schwester Elli Siebert, geb. Ewald Luise Siebert, geb. Bruckner und 8 Enkelkinder. Die Trauerfeier findet statt: Dienstag, den 16. Dezember, 14.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. _ ____________ 04223 Steinberg hat einen verdienten 2:1-Sieg mit nach Hause genommen. Das Spiel wurde ohne Härte durchgeführt. Schiedsrichter Kalesch (Wetzlar) war I dem Spiel ein gerechter Leiter. vest. SmtemMm Die Abgabe der Gewinnerklärung erleichtern unsere vraktischenHelfer: für den Einzelhandel (1.65),für den Großhandel 2.90 ),für dasHandwerk (2.90, erscheint in Kürze!), für die Jndustrie(1.80) Gewünschtes unter- ttreichen und als Drucksache einsenden an Buchhandlung oder Dr. Gabler-Verlag, Wiesbaden 9 E. 5103 V Menegal oder MerWM od.klein Schränkchen zu kauf. ges. ^■Strick-Anzug f.l2iähr. 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Niederrhein und Berlin-Brandenburg haben damit bereits die Vorschlußrunde erreicht. Hinzu kommen noch dre Sieger der Spiele Mitte-Ostmark und Nordmark- Köln-Aachen. Fußball-Meisterschastsspiele. z LSV. Gießen — TSV. Ehringshausen 2:0; VfB.-R. Gießen — Watzenborn-Steinberg 1:2; BC. Sinn — Spvg. 1900 Gießen 6:2. Das Oberkommando der Wehrmacht ließ durch die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" wieder eme Reihe von Veranstaltungen sür die Verwundeten und Kranken in den hiesigen Lazaretten durchführen. Darüber ist folgendes zu berichten: Am Montag fanden in einem Lazarett fröhliche Kaffeestunden statt. Singgruppen des BDM. erfreuten mit schönen Gesängen, wahrend die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft mit den Schwestern für das leibliche Wohl sorgten. Für Rauchbares hatte die NSKÜD. gesorgt. — 2lm Dienstag veranstaltete Frau Schlesier-Altmann mit ihrem Schülerkreis ein ansprechendes Konzert in einem Lazarett. Das reichhaltige Programm ge= fiel sehr gut. — Die NS.-Gemeinschast ,Kraft durch Freude" führte durch den ©e freiten Alarm Ru f f e r, Henny Schmitt (Sopran) und das Wiesbadener Streichquartett (Konzertmeister Nocke, Kammermusiker M a y e r, F i n k und H o i g t) eme besnnn- liche Feierstunde durch. In einer geschlossenen Fier- folge sprach Alwin Rüffer Worte von Limpach, Rilke usw., die mit der Singstimme und dem Quartett ergänzt und untermalt die Verwundeten sehr erfreuten. Die Veranstaltung fand in drei Lazaretten statt. — Unter dem Motto „Froh und heiter brachte die NS-^Gemeinschaft „KdF." eine Vorttagsfolge m drei Lazaretten. In abwechslungsreicher Folge erstellten Margo als Tänzerin, Hildegard Gonda (Soubrette) mit schönen Wiener Liedern. Der vom Rundfunk bekannte Meister auf dem Akkordeon Paul Rudolf brachte musikalische Feinheiten, Mensino und Sohn zauberten, die musikalische Note hatte der Pianist Barth übernommen. Hermann P o l l m a n n erfreute als Humorist und Sprecher der verbindenden Worte. Eine gut gelungene, freudig auf genommene Unterhaltung. — In zwei Lazaretten führte der BDM. unter Leitung der BDM.-Führerin Henny Groß eine Feier durch. Die Vorttagsfolge brachte Lesungen des Dichters Unteroffizier Franz S ch a u b , der z. Z. m einer hiesigen Einheit ist. „Das Wichtelmännchen , Mein Kamerad" und „Das goldene Herz waren sehr ansprechend. Nach den Liedern und Lesungen bestens bekannt geworden. Auch wir bringen dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch dar. ** Eine Siebzigjährige. Am morgigen Dienstag, 16. Dezember, kann Frau Wttwe Margarethe F r i e d r i ch in Klein-Linden, Bergstraße 13 wohnhaft, ihren 70. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. ** Zeugen in einer Mordsache gesucht. Die Kriminalpolizei Gießen teilt uns mitt Am 1.11. 41 wurde im Grünewald, Berlin, die Leiche eines 10 bis 14 Monate alten unbekannten Mädchens aufgefunden. Die Leiche war mit weißem, unten zuknöpfbarem Barchenthemd, zwei weißen Windeln und rötlichem Gummischlüpfer bekleidet und mit einer 94X74 cm großen Wolldecke zugedeckt. Der Grundton der Decke ist rosa und weist auf beiden Seiten weiße Karomuster auf, die mit hellblauen Länasstreifen versehen sind. Für die Ermittlungen ist von besonderer Wichtigkeit, zu erfahren, wo seit Ende Oktober d. I. ein Mädchen im vorgenannten Alter verschwunden ist. Wurden Kinder in dem angegebenen Alter verschicht oder in Pflege gegeben, bei denen eine Ueberprüfung, ob sie tatsächlich an dem vereinbarten Orte eingetroffen sind, bis letzt nicht möglich war? Sachdienliche Mitteilungen werden von jeder Kriminal-, Polizei- und Gendarmeriedienststelle entgegengenommen. Für die Ermittlung der Kindesmutter bzw. des Taters sind 2000 RM. Belohnung ausgesetzt. Kammermusikabend in Hungen. * Hungen, 15. Dez. Die K u n st g e m e i n d e Hungen bietet am morgigen Dienstag, 16. Dezember, ihren Mitgliedern und Freunden einen Kammermusikabend für Harfe, Siolme, Flöte und Violincello. Die Vorttagsfolge bringt Komposittonen von Rosenmüller, Krumpholtz, Emanuel Bach, Mozart, Ludwig Spohr, Händel usw. Mit ihrer meist unkomplizierten heiteren Mifiik wttd sie allen Hörern einen besonderen musikalischen Genuß bereiten. Ausführende sind: Luise Schm i d t- Frank (Soloharfenistin des Städtischen Orchesters Gießen), Konzertmeister Franz K e r z i s n i k (Violine), Ernst Schneider (Violincello) und Paul K i r ch m a n n (Flöte) vom Orchester des Theaters der Universitätsstadt Gießen. Tödliche Verbrühung eines Kindes. ♦ Alsfeld, 14. Dez. In dem Nachbarorte E u - dorf fiel beim Schweineschlachten das sechs Jahre alte Söhnchen des Bauern Heinrich Rüger in eine auf dem Fußboden stehende Schussel mit heißer Wurstbrühe. Dabei erlitt das bedauernswerte Kind so schwere Verbrühungen, daß es nach mehrtägigem Schmerzenslager in der Klinik in Gießen seinen schweren Wunden erlegen ist. wichtheben gegen Thüringen. Deutschlands Fechterinnen gewMM in Wien den Florett-Länderkampf gegen Ungan mit 12:4 Punkten. Beste Einzelfechterin war iie Offenbacherin Silo Allgay er, die sämtliche vier ui- garische Gegnerinnen besiegen konnte. Ungarns Fechter siegten im Florett-Lm- derkampf gegen Deutschland in Wien mit 15:8 Punkten. Deutschlands bester Fechter war Juliw Eisenecker (Frankfurt a. M.), der drei Gefechte p wann und nur einmal geschlagen wurde. Die Dänin Ragnhild Hveger schwärm am Samstagabend beim internttionalen Münchril Schwimmfest die 100-m-Kraul m 1:07,3 Minute lieber 400-m-Krauk trat sie einer Münchn! Frauen-Staffel gegenüber und wurde in 5:12,8 M um Handschlag besiegt. Ragnhild Hveger war an Sonntag beim Münchner Schwimmfest noch schnü ler als am Vortag. Diesmal legte sie die 10M Kraul in 1:07,1 Minuten zurück. Heute vormittag 6 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater,Bruder, Schwager u. Onkel Heinrich Schättler I. Rangiermeister i. R. im 78. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Heinrich Schättler II. und Familie Wilhelm Schättler und Familie Ludwig Braun und Familie. Großen-Linden, Nieder-Erlenbach u. i. Felde, den 14. Dezember 1941. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Dezember, 15 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Straße 95 aus statt. , 5107 D NSKOV. Die Kameraden und Kameraden- fronen der NSKOV. sind . durch den Oberbürgermeister der Stadt Gießen zu dem betriebseigenen Vortrag am Dienstag, 16. Dez., 19.30 Uhr, im großen Hörsaal der Universität,Ludwigstr.,eingeladen. Oberleutn. z. See Pfahl spricht über „Deutschland und das Schick- Hella Ein gesundes Mädel ist angekommen In dankbarer Freude Helga Tröster geb. Schieferstem Helmut Tröster Butzbach Gießen BL. Sinn — 1900 6:2 (2:2). Bis zur Pause hatten die Blau-Weißen noch bt, rechtigte Hoffnungen, mit einem einigermaßen gib, fügen Ergebnis abzuschneiden. Bis dahin hatte bi Mannschaft den Platzbesitzern einen gleichwertige. Kampf geliefert. Nach dem Wechsel kamen die Gas, geber jedoch durch drei billige Erfolge zu einn Vorsprung, der den Kampfwillen derart steigech daß die Blau-Weißen vollkommen in die Verte, digung gedrängt wurden und nur noch hier ur) da zur Geltung kamen. Sinn, das sich durch die noch vorhandenen Sfi. ler von Fleisbach und Merkenbach ergänzt halt, war ein starker Gegner. Mit den sriedensmäßigu Verteidigern Svoboda und Schäfer und dem 2)1 r« telläufer Philipp besitzen die BC. eine Hinterman-- schast, der sehr schwer beizukommen ist. Im Stu^ wird wohl wenig genau kombiniert, aber mit u:? qeheurem Eifer gearbeitet, sodaß es so oder so schr, zu Erfolgen kommt. 1900 mit Stumpf, Wenz, Gas, Carstens, Kraft, Weniger, Monz, Schellhaas, Schuj, Ludolph, Wameis geriet nach dem Wechsel durht die nicht ganz befriedigende Arbeit des Torwäy- ters aus dem Tritt. Wohl gaben sich Schuck, Castens, Kraft und Weniger die erdenklichste 2JHib>, wieder Halt in die Reihen zu schaffen, der alU hinwegfegende, stürmische Eifer der Platzbesiz-rl ließ dies jedoch nicht mehr zu. Universität Gießen — Polytechnikum Friedberg 51 Recht glücklich konnte Gießen gewinnen. Ein 11 J entschieden hätte dem Spielverlauf eher entspi:> chen. Die Gäste, die mit dem Wind spielten, Md in der ersten Hälfte leichte FeDvorteile. Zwei M. nuten vor Schluß schoß Gießen durch den Rechte außen das siegbringende Tor. Handball-Meisterschastsspiele. Hessen-Nassau. LSV. Gießen — TG. Dietzenbach 8:10; U Friedberg — TG. Rüsselsheim 6:8. Kurze Sportnotizen. Der Jugend-Fußballkampf zwischen den Gebieten Hessen-Nassau und Elsaß endete ji Frankfurt a. M. mit einem sicheren 5:2- (2:2) Stig von Hessen-Nassau. Deutschlands Boxstaffel, il a. ohie Nürnberg, Pepper und Schmidt kämpfend, verlor in Stockholm den 6. Länderkampf gegen Schweden ml 6:10 Punkten. Einzelsiege für Deutschland errangst nur die Hamburger Götzke und Räschke sowie Etr Berliner Kleinholdermann, der gleichzeitig den eii« zigen k.-o.-Sieg des Abends feierte. Deutschlands Eishockeymannschot verlor am Sonntag in Zürich vor 15 000 Besuchen den Länder kämpf gegen die Schweiz mit 1:3 (0:1, PIZ PALU Ein gigantisches Kunstweik spannend und überwältiget ist der Kampf mit dem weiße1 Tod. Ein unvergeßl. Erlebnis । Spielleitung: Dr. Fauk. Neueste Wochenschau Heule Montag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7L0 LM bis Mittwoch, 17. 12. einsehl < Jugend hat Zutritt! . Nach Gottes Willen fiel im Osten am 25. Oktober in treuester Pflichterfüllug, bei selbstlosem Einsatz für seine verwundeten Kameraden in vorderster Linie, mein herzensguter, lebensfroher und über alles geliebter Mann, mein lieber, treuer Sohn, mein guter Bruder und Schwager, unser Schwiegersohn, Onkel und Vetter Ass.-Arzt der Res. Dr. med. Friedel Fresenius Bataillonsarzt in einem Inf.-Regiment Inhaber des E. K. II im fast vollendeten 83. Lebensjahr. Dr. med. Hanna Fresenius, geb. de Jonge Emilie Fresenius, geb. Tönges Dr. med. Wilhelm Fresenius u. Frau Marianne, geb. Drude Wolfgang und Harald Fresenius Johann de Jonge und Frau Grete, geb. Hilders und Anverwandte. Steinau (Kr. Schlüchtern), Gießen, Aliendorf a. d. Lumda. Münster Westf., Frankfurt a.M., Darmstadt, am 7. Dezember 1941. 04180 Zuchthaus wegen Abhörens feindlicher Sender. Das Sondergericht Darmstadt verhandelte dieser Tage in Darmstadt gegen den 49 Jahre alten Paul Kaufmann aus Gießen, der sich wegen Verbrechens gegen § 1 der Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen (Abhörens feindlicher Sender) zu verantworten hatte. Der Angeklagte machte den Versuch, sich vor Gericht mit offensichtlich erlogenen Ausreden reinzuwaschen. Das Sondergericht schenkte aber, gestützt auf die Aussagen einwandfreier Zeugen, dem Angeklagten keinen Glauben und stellte fest, daß hier em absichtliches Abhören des feindlichen Senders vorlag. Dem Änttag des Staatsanwaltes entsprechend wurde der Angeklagte zu eineinhalb Jahren Zu ch t - Haus verurteilt. Das zu der Sttaftat benutzte Rundfunkempfangsgerät wurde eingezogen. * -** Die Spange zum Eisernen Kreuz II Klasse wurde dem Hauptmann Otto Bon- Hard, Fröbelstraße 14 wohnhaft, der als Kameradschaftsführer der NSKOV. Gießen m wetten Kreisen bekannt ist, verliehen. ** Siebzig Jahre alt. Am heutigen Montag, 15. Dezember, kann der Kaufmann Josef Ampt, Teilhaber der Firma Karl Ampt, Bahnhofstraße 41, in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar erfreut sich in weiten Bevölkeruügskreisen großer Wertschätzung, insbesondere ist er durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Sippen- und Ahnenforschung in den Kreisen der Geschichtsfreunde Wenig gebt. Lesukra- Dünstgerät ausreichend für ein gättz.Mittag- essen für 3 Vers., zu verkauf. 04227 Weber, Neustadt 51. Hocbldffc von 3 bis 20 v. s. erhalten Sie bei wiederholten Auf« nahmen einer Anzeige | Mietgesuche | Zimmer gesucht, ohne Frühstück, in Bahnbofsnähe. jahnhoisgaslstälteo GießenL. siqsd | Kaufgesuche | Gebr. Kisten kauft 5106D Wünck. Oie Kriegswinterhilse-Lottene. Am 15. Dezember reihen sich die grauen Glücksmänner wieder in die Front des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 ein. Der Führer hat bei der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes die Heimat aufgerufen, sich durch Tat des Heldenmutes ihrer Söhne würdig zu erweisen. Die grauen Glücksmänner werden diesem Ausruf wieder Folge leisten und alles daran setzen, ihren Erfolg und ihre Leistung, die schon in den letzten Jahren jede Erwartung übertroffen hat, weiter zu steigern. Das deutsche Volk hat bei den durchgeführten zwei Kriegswinterhilfslotterien durch ungeheure Beteiligung bewiesen, daß es für das große soziale Hilfswerk zu jedem Opfer bereit ist. Gerade bei der diesjährigen Kriegswinterhilfe-Lotterie wird wieder jeder erneut beweisen, daß Heimat und Front eine unerschütterliche und unüberwindbare Einheit bilden. , Die Kriegswinterhilfe-Lotterie 1941/42 hat wieder sofortigen Gewinnentscheid. Jede Serie ist eine m sich abgeschlossene Lotterie, in der 1 Million Reichsmark Gewinne und Prämien ausgespielt werden. Für 50 Rpf. schon kann man 1000 RM. gewinnen, abgesehen von den vielen Gewinnen zu 500 RM., 100 RM., der großen Anzahl kleinerer Gewinne, und noch dazu die Prämienscheine. Am 20. Marz 1942 werden in jeder Serie eine Sonderpranue von 5000 RM. und Prämien zu 500 RM. und 100 RM. verlost. Das Prämienlos hat auch m diesem Jahre wieder den Kontrollstempel, der den Gewinn oder das „Nicht" des Loses wiederholt, so daß die Gewinnauszahlung unter doppelter Kontrolle erfolgt. Für unsere Verwundeten. 1:2, 0:0) Toren. Badens HI. - B 0 xer gewannen in Kaf-l Ve^gleichskampf gegen Kurhessen mit 11:9 ten. Kurhessens Schwerathleten verloren in wurden die Kameraden noch mit Geschenken erfreut. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Meirich in Lauterbach wurden bei den Orts- frauenfchaften Eifa, Elbenrod und Eudorf eine große Zahl Kuchen für die hiesigen Lazarette abgeholt und von den Verwundeten dankbar angenommen. Mozartfeier der Zustus-von-Liebigschule Aus Anlaß des Todestages von W. A. Hozart veranstaltete die Justus-von-Liebigschule eine Gedenkfeier. In einer einleitenden Ansprache gab Studienrat Krauß ein Bild von der ewigen Lebenskraft des frühvollendeten Meisters. Anschließend trug der Chor der Schule unter Leitung von Musiklehrer Dietrich die Motette „Ave verum corpus vor. Weitere Chöre, Darbietungen des Schulorchesters, sowie kammermusikalische Werke schlossen sich an. Auch aus Mozartschen Opern brachte Musiklehrer Dietrich unter Begleitung von Studien- rat Krauß einige Arien zu Gehör. So gab diese Feierstunde einen Einblick in den ganzen Reichtum und die Fülle von Mozarts Schaffen. VfB.'Relchsbahn — Wahenborn-Sleinberg 1:2 Wenn auch die Reichsbahner das Spiel verloren .... . - , , haben, so war, rein spielerisch gesehen, die Aufgabe I dem Spiel em gerechter Leiter. Auf LDiebcrfehcn“ ruft Regina aus. bald bring ich wieder 6lanz ins Haus!"