General-Anzeiger für Oberheffen SchrifUeltung und GeschaftssteNe: Siehen, Schulftratze 7-9 Druck und Verlag: vrühlschellniverMätrdruckerer 8. Lange Die LIGA. Planen Stützpunkt in Sfislbmen. Petropawlowsk auf Kamtschatka als Zentrum der amerikanischen Waffeneinfuhr in Aussicht genommen. - Ktankenbedrohung Japans von Norden her. fiir die Mttagsnurnmer bis 8'/, Uhr desBormittagS Anzeigen-Pretse: Slnieinentetl 7 Nvi le mm bei 22 nun Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvl. >e mm bei 70 mm 3eilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstassell Slbfrtilüife Mengenstaffel B Pladvorichrist l vorher,ae Vereinbarung > 25 % mebr Huhn anpreisen, um dafür eines der malerischen, aber schwer zu faltenden arabischen Frauengewänder zu erstehen. Das Ende des Geschäftes, welches viele Stunden beanspruchen mag, erleben wir nicht. Etwas betäubt von dem Furioso der Farben und Töne fahren wir wieder in die friedvollere Landschaft hinaus, diesmal aber wieder noch Norden, denn südlich von Al Ksar sperrt der französische Schlagbaum die Straße. Unsere drei Tagesziele liegen hinter uns, aber noch steht die Sonne hoch am Himmel und lockt zu einer herbstlichen Siesta' unter Feigenbäumen. Unweit Laroche jedoch läßt uns ein Haufen von Steinen, zwischen denen Säulenstümpfe ihre geschundenen Formen hervortreiben, am Fuße eines Hügels verharren. Bei näherem Betrachten erkennen wir, daß uns wohl der freundliche Hermes hierher geführt haben muß, um uns neben der Neu- aier des Reisenden auch die Ehrfurcht des Nachfahren gegen die Taten der Vorzeit zu lehren. Wir stehen in den Trümmern von L i x u s, der blühenden Kolonie Karthagos, dem glänzendsten Vorposten römischer Kaisermacht, der letzten westlichen Bastion des byzantischen Reiches im Kampf gegen den Islam. Nur noch graubraune Häuserstümpfe, Kellerlöcher voll modrigen Wassers und hin und wieder die vollkommene Rundung eines Torbogens sind geblieben von dem Glanz früherer Jahrtausende. Langsam steigen wir durch vertrocknetes Gras und wuchernde Disteln den Hang hinauf. Uns lockt nicht nur, die Höhe zu gewinnen, sondern wir sahen dort oben mehr und, wie uns schien, gewaltigere Ruinen. Während wir noch steigen, treiben plötzlich vom Meer herüber schlanke, schleiernde Nebelschwaden und teilen wie Kulissen die Landschaft in mehrere Räume. Unter uns verschwindet Lixus, und Augenblicke lang sind wir mit der Hügel- Kleine Neffe in Marokko Von unserem Dr. H. L.-Korrespondenten. kuppe und ihren Steinresten allein in einer Welt, die oben der lachende Himmel und unten das wallende Grau begrenzen. Dann wieder zerreißt der Nebel bald links, bald rechts und schenkt uns seltsam jähe Ausblicke über den krümmenden Fluß und das fruchtbare Land. Oben stehen wir dann inmitten der Steine, welche die Spuren gelehrter Arbeit tragen. Im Mittelpunkt ragt eine Halle mit unzerstörtem Tonnengewölbe. Sie stammt, will uns dünken, aus späterer Zeit und ist wohl eine frühchristliche Basilika der byzantischen Römer; hoch auf dem Hügel ragte das Haus des christlichen Gottes, während der Venustempel unten am Fluße zerfiel. Aber anders als auf dem Boden Griechenlands oder Italiens stehen die Säulen und Trümmer hier in der Landschaft. Damals wie heute diente dieser Boden der Kolonisation, und vielleicht werden nach wieder anderthalbtausend Jahren Bauten und Bilder unserer Zivilisation auch nur als braungraue Trümmer unter der Sonne Afrikas liegen. Neben uns huscht eine fußlange grüne Eidechse über die heißen Steine und schreckt uns aus unseren Träumen, die mit dem letzten Streifen des Nebels über dem Land verwehen. Einmal noch halten wir an auf der Heimfahrt und schreiten über die Felder hinweg zum Meer. Tief schon senkt sich die Sonne gen Westen, und dunkelblau breitet die Weite des Wassers sich unseren Augen dar. Kaum ein Luftzug kräuselt die gewaltige Fläche, aber brausend bricht dennoch die Brandung an den Strand zu unseren Füßen. Gleichmäßig wie der Atem der Ewigkeit rollt Woge auf Woge aus endloser Weite herein und endet schäumend ihre Kraft im Sand. Nicht anders bot sich das Bild den ersten Phöniziern, den Griechen und Karthagern, und vielleicht hat Claudius, dessen besondere Gunst der Siedlung Lirus galt und der bis hierher selbst gereist sein soll, gleich uns an einem Abend hier am Meer gesessen, vor dessen Gewalt die Kaiser nicht anders bestehen als ihre Sklaven unö' vor dessen Unvergänglichkeit die Jahrtausende dahinschwinden wie ein flüchtiger Hauch. Von unserer Berliner Schriftleitung, übernommen, unsere Verteidigung gegen alle auszubauen, die unsere Art zu leben bedrohen", hatte der Präsident in einer Kundgebung an die Gouverneure der Neu-England-Staaten gesagt. Die Erkenntnis, däß Roosevelts Pläne höchstens eine knappe Mehrheit finden würden, veranlaßt die USA.-Regierung, den demokratischen Abgeordneten, die schwankten oder sich gar für eine Ablehnung entscheiden wollten, klar zu machen, daß man bei dieser Entscheidung nicht aus der Reihe tanzen dürfe, ohne eine Wiederwahl oder eine fette Pfründe aufs Spiel zu fetzen. Hüll gab in der Pressekonferenz zu, daß er persönlich den ganzen Vormittag damit verbracht habe, „sich mit seinen Freunden im Abgeordntenhaus zu unterhalten". Man bezeichnet solche Einflußnahme auf Abgeordnete in USA. als „Lobbying", eine Taktik, gegen die sich Hüll früher scharf gewandt hat, wenn Gegner seiner Handelsvertragspolitik davon Gebrauch machten. Auch Roosevelt und andere prominente Demokraten waren eifrig bemüht, eine genügende Zahl von Parteimitgliedern auf „Ja" festzulegen. In der „Washington Post" versuchte der Jude Lippman den Abgeordneten einzureden, daß die Zulassung des Befahrens der Kampfzone durch USA.-Schiffe auf die Frage Krieg oder Frieden keinerlei Einfluß habe. Auch Hüll sagte in der Pressekonferenz, der beste Weg, den Krieg zu vermeiden, sei ein einheitlich geschlossenes Volk. ,ZNS." bringt die Schilde- rung eines Abgeordneten über die Art und Weise, wie Roosevelt und Hüll sich an der Stimmenjagd beteiligten. Das Weiße Haus habe verschiedenen Abgeordneten Stellen als Richter, Postdirektoren usw. versprochen, wenn sie für die Vorlage stimmten. Die Opposition hat vergeblich sich gegen Roosevelts Krieg gewendet und noch einmal alle sattsam bekannten Argumente zusammengefaßt. Namentlich waren es Abgeordnete aus dem Süden, die gegen die Regierung sprachen. Das Repräsentantenhaus. Mitglied Smith sprach von einer schlecht cmsge- rüsteten USA.-Wehrmacht. Der Abgeordnete^ Ri- ch a r d s meinte, die Vereinigten Staaten könnten heute keinen Krieg riskieren. — South (Texas) erklärte, die Vereinigten Staaten könnten niemals soviel Kriegsgüter produzieren, wie die Sowjetunion bereits verloren habe. Sie habe auch schon der bereits öffentlich die Forderung auf Einräumung von USA.-Stützpunkten in Ostsibirien erhoben habe. Auch das Organ der Nanking-Regierung „Central Daily-News" beschäftigt sich in einem Bericht aus Washington mit den Aspirationen der USÄ. auf den Hafen Petropawlowsk auf der Halbinsel Kamtschatka, wie sich aus den Aeußerungen von Mitgliedern des USA.-Abgeordnetenhauses entnehmen lasse. Sollte Petropawlowsk das Zentrum der USA.-W affeneinfuhr werden, so würde dieses weniger zugunsten der Sowjets geschehen, als vielmehr zu dem Zweck, diesen Hafen zu einem USA.-Stützpunkt auszubauen. Es beständen keine Absichten, auch im Falle eines sowjetischen Zusammenbruches diesen Stützpunkt wieder aufzugeben. Dieser Stützpunkt sei mehr als irgend ein anderer Ort geeignet, einen Flankenangriff auf Japan vom Norden her zu ermöglichen. Die Ausläufer der Berge rücken immer weiter ; ab. In sanften Hügelwellen sinkt das Land dem ' Meer entgegen. Sand und Heide weichen frucht- i barerem Boden, und als wir auf einer Anhöhe vor : Laroche halten, finden wir uns inmitten einer ; Herde schwärzlich-rosa gefärbter Schweine, die mit , vergnügtem Grunzen dem Brat- oder Räucher- spieß entgegenleben. Diese liebenswürdigen, aber । ungewohnten Vierbeiner sagen uns, daß wir in Larache wohl eine überwiegend europäische Stadt finden werden, da der Muslim das Schwein nicht um sich duldet. Also schrauben wir, uns der europäischen Schrecken Tetuans erinnernd, unsere Erwartungen auf den Nullpunkt herab. Der Zauber der Vergangenheit wirkt jedoch auch hier weiter. Larache ist der Ort, an dem in grauer Vorzeit die Hesperiden ihren Garten bauten, dessen goldene Früchte ihren Ruhm bis nach Hellas verbreiteten und Herakles gen Westen riefen. Die spanischen Kolonisatoren unserer Tage müssen diesen Ruhm als Verpflichtung betrachtet haben, jedenfalls ist Larache die schönste Gartenstadt, die wir in der spanischen Marokkozone getroffen haben. Zwischen mehr als mannshohen Wällen wuchernder Äou- aainvilla, deren lilarote Pracht ganze Straßenzüge beherrscht, gelangen wir auf den rundeg Platz am Meer. Alles ist sauber, großzügig und hell. Es muß wohl der klare Atem des Atlantik sein, der diese Stadt soviel aufgeschlossener und ansprechender gemocht hat als die Hauptstadt Tetuan. Um so mehr bedauern wir zu hören, daß Laroche seine eigentliche Aufgabe, Hofen zu fein, immer mehr verliert. Die günstiger gelegenen Häfen von Tanger im Rorden und Port Lyautey im Süden saugen den Seeverkehr Marokkos mehr und mehr an sich. Wir wünschen dieser freundlichen kleinen Stadt eine freundliche Zukunft. Vielleicht könnte man an die Zeiten der Hesperiden anknüpfen uckd die Zucht der immer noch köstlichen Drangen von Larache in ein ertragreiches Gewerbe verwandeln. Unter diesen sorgenden Gedanken fahren wir weiter nach Süden und ein wenig nach Osten ins Land hinein, das sich zu einer fruchtbaren Ebene weitet. Im Herzen dieses scheinbar endlos sich dehnenden Gartens liegt Al Ksar el Ke^bir. Ein wenig kleiner nur als Laroche hot diese Stadt mit ihren vierzehntausend Bewohnern doch v 'er em gänzlich anderes Gepräge. Die spanische Siedlung umfaßt knapp ein Fünftel des Ortes, dessen eigentliches Wesen von dem Irrgarten der Araberstadt bestimmt wird. Wir geraten schon nach kurzer Zeit mitten in das Gewirr der Gassen, die bis über den Rand der platten Dächer mit Farben und Gerüchen mit dem Geschrei der Menschen und dem Gebrult der Esel und mit dem unbeschreiblichen Spiel arabischer Gesten und Gesichter angefüllt sind. Alkazar- guiüir, wie die Spanier die Stadt nennen, ist der wichtigste Markt für die Eingeborenen in diesem Teil Marokkos. Zu Fuß und zu Pferde, manchmal auch hoch auf schwankendem Kamele kommen die Moros mit Weib und Kind aus den Rifbergen heruntergestiegen, um ihre ländlichen Waren gegen die Hervorbringungen städtischen Handwerks zu verhandeln. Dort am Stand eines Tuchhändlers sehen wir eine Bäuerin mit beschwörendem Rollen ihrer vom Schleier freigelassenen Augen ein zappelndes Alis den Spuren Wilson». Am 11. November, dem Jahrestage des Waffen« ftillftandes von 1918, hat Präsident Roosevelt auf dem Nationalfriedhof von Arlington vor Soldaten der USA. und Veteranen des Weltkrieges eine Rede gehalten, in der er jener Männer gedachte, die damals ihr Leben dafür hingegeben hätten, um dem Volk der Vereinigten Staaten die Leiden eines verlorenen Krieges- zu ersparen. Es gäbe Leute, so sagte der Präsident, die den Wert des Opfers onzweifelten, das jene amerikanischen Männer im Weltkrieg gebracht hätten, und bie fragten, was Amerika denn dabei gewonnen hätte. Roosevelt hielt diesen Skeptikern entgegen, daß die amerikanischen Soldaten damals gestorben seien, um das gleiche zu verhindern, was sich heute, ein Viertel- jahrhundert später, von einem Ende Europas bis zum anderen ereignet habe. „Wir wissen", so erklärte Roosevelt, „daß es die buchstäbliche Wahrheit war, daß wir im Jahre 1917 zu den Waffen griffen, um die Welt der Demokratie zu sichern", und er knüpfte an diese kühne Behauptung die Aufforderung an das Volk der Vereinigten Staaten, der Verpflichtung eingedenk zu fein, die es den Toten des Weltkrieges schulde, die für die Freiheit gefallen seien. Freiheit und Demokratie werde nur den Völkern zuteil, die dafür kämpften, um sie zu gewinnen und zu erhalten. Das amerikanische Volk glaube, daß es der Mühe wert sei, für die Freiheit zu kämpfen. Roosevelt hat den Geist Wilsons mit Vorbedacht in einem Augenblick heraufbeschworen, in dem die Opposition gegen seine Kriegspolitik besonders unbequem zu werden drohte. Die praktische Aushöhlung und Durchlöcherung des einst von ihm selbst veranlaßten Neutralitätsgesetzes soll nun auch gesetzlich unterbaut werden. Durch die Bewaffnung amerikanischer Schiffe und die Erlaubnis zum Befahren der Kriegszonen wird aus dem ursprünglichen Neutralitätsgesetz, das bezwecken sollte, die Vereinigten Staaten aus dem Kriege herauszuhalten, geradezu ein Gesetz zur Herbeiführung des Krieges. Schon im Senat hatte Roosevelts Revisionsvorlage nur eine sehr knappe Mehrheit von 50 aegen 37 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen gefunden, und im Repräsentantenhaus, wo die Vorlage mit 212 gegen 194 Stimmen gebilligt wurde, ist die Mehrheit kaum größer gewesen, obwohl Roosevelt und seine Freunde inzwischen alle Minen der Propaganda hatten springen lassen, um die Stellung der Opposition zu erschüttern. Zu dieser Propaganda gehörte auch Roosevelts Rede am Waffenstillstands- tage, aus der man sieht, wie schwer es dem Präsidenten wird, die Argumente seiner Gegner zu entkräften. Denn auf ihre Frage, was denn Amerika bei seiner Teilnahme am Weltkrige gewonnen habe, kann Roosevelt nur mit allgemeinen Phrasen antworten, die noch dazu den Stempel der Unwahrhaftigkeit an der Stirn tragen. Auch Wilson ist einst in den Krieg gezogen, um die Welt für die Demokratie zu sichern, die Wilson durch den deutschen „Militarismus" bedroht sah. Es mag wohl : fein, daß viele amerikanische Soldaten, die in den 1 Jahren 1917 und 1918' auf den Schlachtfeldern . Frankreichs geblieben find, in dem festen Glauben ' gekämpft haben, für die hohen Ideale sich zu opfern, ' die ihr Präsident ihnen verkündet hatte. Aber die ganze Verlogenheit dieser Ideologie Wilsons ist seitdem längst vor aller Welt bloßgestellt worden. Wie Roosevelts Mehrheit zustandekam. Nur schärfster Druck sicherte die knappe Mehrheit für Revision des Neutralitätsgesehes Das Repräsentantenhaus in Washington hat, wie schon kurz gemeldet, mit 212 gegen 194 Stimmen, also nur mit 18 Stimmen Mehrheit, die Revision oder richtiger gesagt die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes beschlossen. Also dürfen künftighin USA.- Schiffe die von Deutschland blockierten Gewässer um England befahren und ihre Rüstungs- und sonstigen Lieferungen in den englischen Häfen löschen — wenn sie diese Häfen erreichen. In dieser Angelegenheit haben wir allerdings auch ein recht kräftiges Wörtchen mitzusprechen. Die Entscheiduna im Repräsentantenhaus ist für das widerstrebende amerikanische Volk vielleicht die folgenschwerste in seiner bisherigen Geschichte. Roosevelt hat kein Mittel unbenutzt gelassen, eine Mehrheit bei der Abstim- mung zu erreichen. Aber er kann nicht behaupten, das nordamerikanische Volk geschlossen hinter sich zu haben. Denn seine Mehrheit beträgt nicht einmal die Hälfte aller Mitglieder des Repräsentanz tenhauses. Und dabei ist sie zustandegekommen nur durch schärfsten Druck auf den überlegenden und verantwortungsbewußten Teil der Abgeordneten — den Roosevelt und Hüll sogar persönlich anwandten — und durch übelste Au'fputschung politischer Leidenschaften. Bis zur letzten Stunde war der Ausgang der Ab- ftimmung ungewiß. Da machte Roosevelt einen groh- angelegten letzten Versuch, die Abgeordneten zu beeinflussen. Er richtete an den Sprecher des Repräsen- tantenhauses ein Schreiben, das von diesem dem Haus bekanntgegeben wurde. Darin erklärte Roosevelt, die Nichtannahme der Abänderung des Neutralitätsgesetzes würde Deutschland und andere „An- greifernätionen" in ihren „aggressiven Maßnahmen und Absichten" ermuntern, während gleichzeitig die Wirkung auf das britische Empire, China und die Sowjets entmutigend sein müßte. Würden die hem- menten Klauseln des Neutralitätsgesetzes nicht wi- berrufen, so löse das bei den Achsennationen Freude aus. Außenminister Hüll bezeichnete die Aende- rung des Neutralitätsgesetzes als notwendig für die Sicherheit der USA. Amerika müsse die Freiheit ha- den, die USA.-Schiffe zu bewaffnen und diese zu Nationen zu schicken, die der „Bewegung der Welt- eroberung" Widerstand leisteten. „Als eine Nation von freien Menschen haben wir die große Aufgabe mehr Soldaten eingebüßt, als die gesamte USA.- Wehrmacht Mannschaften zähle. (Eine Niederwerfung Hitlers würde 12 bis 15 Millionen Mann USA.-Truppen erfordern. Darauf warte England nur. Es gebe mehr Geld für feine Kriegspropaganda in den Vereinigten Staaten aus, als für die Sowjethilfe. South bezeichnete England als Drückeberger und sagte, es wolle die Sowjetunion im Osten, die Vereinigten Staaten im Westen kämpfen sehen, selber jedoch den Unparteiischen spielen. Senator Clark (Missouri) macht Roosevelt den Vorwurf, daß er die geringe Mehrheit für die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes nur durch stärkeren persönlichen Druck erreicht habe, die Opposition habe um Mitternacht vor der Abstimmung noch eine Uedermacht von 20 Stimmen besessen. Das Büro des Weißen Hauses habe den noch schwankenden Abgeordneten persönliche Botschaften Roosevelts geschickt, von denen eine z. B. bei einem Kongreßmitglied um 1 Uhr in der Frühe abgeliefert worden sei. Die Abstimmung habe aber gezeigt, daß sich 194 Kongreßmitglieder ro e b e,r durch Drohungen noch burch Belohnungen haben umstimmen lassen. Die Stimmung war berart schwankend, baß Roosevelt zu ben stärksten Mitteln griff, um die freie Willensbildung des amerikanischen Repräsentantenhauses zu sabotieren. So ist die für das USA.-Volk so wichtige Abstimmung also unter Begleiterscheinungen vor sich gegangen, die typisch sind für die unter dem Roosevelt-Regime eingerissene Unmoral des politischen Apparates der USA. Ganz und gar nicht gibt sie ein Abbild der wirklichen Stimmung des USA.-Volkes, mag sich die agitatorische Vernebelung auch noch so ausgedehnt haben. Wenn schon die absolute Mehrheit in diesem Repräsentantenhaus für die Aufhebung der Neutralität nur 2,2 d. H beträgt, bann kann man sich ausmalen, wie bie Stimmung der Wähler ist. Das amerikanische Volk ist, darüber kann kein Zweifel bestehen, in sei. ner überwiegenden Mehrheit gegen die Krieaspoli- tik und gegen ben persönlichen Kurs Roosevelts. Wenn feine Repräsentanten jetzt anders gehandelt haben als sie denken, dann ist bas ein Unalütf für das amerikanische Volk. Tanger, November 1941. Die Sonne schaute eben mit der Nasenspitze über die Berge im Osten der Bucht und die letzten Schleier der Nacht hingen noch über dem Meer, als mir Tanger gen Süden verließen. Landeinwärts erhoben sich in drohender Klarheit die Berge des Rif, aber nicht nach ihren Schroffen stand uns heute der Sinn. Wir suchten die wellige Weite des Küstenlandes im Westen, an dessen verströmenden Strand die Brandung des Atlantik donnert. Drei Ziele hatten wir uns für diesen köstlichen Oktobertag gewählt, ein viertes wurde uns von Hermes, dem Gott der Kaufleute, Reifenden und Diebe in den Schoß geworfen. Während der Wagen auf der windungsreichen Straße fröhlich fein Lied brummt, während unsere Äugest über Heidekraut und buschiges Knieholz hinweg zur Linken die Berge sehen und zur Rechten noch vergeblich den bläulichen Schein des Meeres suchen, fliegen die Gedanken voraus und mühen sich um eine Vorstellung unseres ersten Zieles. Arsila, so hatte uns das Handbuch gesagt, sei ein Fischerhafett von fünfeinhalbtausend Seelen; zudem wußten wir, daß es auf der Stätte der phönizischen Kolonialstadt Silis stand und daß es später das Schicksal aller Küstenstädte Marokkos geteilt hatte, nämlich Zankapfel zwischen Mauren, Portugiesen und Spaniern zu sein. Diese spärliche Kenntnis füllt uns wohl mit Ehrfurcht vor dem Gewicht geschichtlicher Tradition, vermag aber keine bildhafte Vorstellung hervorzubringen. Doch bedarf es dessen nicht mehr, denn wir rollen bereits durch die Straßen der Europäersiedlung um Arsila und halten bann vor einem mächtigen Tor, welches bie einzige Deffnung in einer klobigen Stadtmauer zu sein scheint. Zu Fuß durchschreiten wir die Wölbung, über deren Rund als Zeugnis früheren Glanzes das Wappen der Könige von Portugal einge- meißelt ist. Uns gegenüber finden mir sogleich mietet eine Mauer, doch können wir, nach rechts ab- biegend, in die Stadt eindringen, während die bösen Geister, die hier wie überall in arabischen Ländern nur geradeaus zu gehen vermögen, sich an den Steinen den Kopf zerschellen oder wieder ins Freie entweichen müssen. Arsila bezaubert uns, und doch ist nichts Augenfälliges in dem Städtchen, die Straßen sind eng, verschlungen und vielfach schmutzig wie in anderen Morostädten auch, kein hervorragendes Bauwerk lockt den Fremden, und überall anders hatten wir buntere Gewänder und fünft» vollereres Silber gesehen. Aber ein zarter Hauch der Abseitigkeit, der über diesem mauerumringten Fischernest liegt, weht uns mit dem Duft vergangener Jahrtausende entgegen und läßt uns nicht los, als wir schon lange wieder weiter gen Süden rollen. Schanghai, 14. Nov. (DNB.) Unter der lieber» schrift „Amerika baut Stützpunkte in Ostsibirien aus", berichtet die chinesische Zeitung „Tschung Hwa Jihpao" aus Washington, die Bekanntgabe der Verlegung des Versorgungsweges für die Sowjetunion von Wladiwostok nach Archangelsk bezweckte die Ablenkung der Aufmerksamkeit Japans von der Tatsache, daß die Vereinigten Staaten Kräfte auf der Halbinsel Kamtschatka zusammenziehen. Petropawlowsk ist als Lieferhafen vorgesehen, obgleich dorthin die Transportmöglichkeiten nicht gerade günstig sind. Der Ausbau ist nicht für Sowjetzwecke gedacht, fon- dern fürdieAnlegung eines USA.- Stützpunktes, der selbst bei einem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht aufgegben werden soll. Die geographische Lage Petropawlowsks in der Nähe der Inselkette der Aleuten ermöglicht den USA. die Einkreisung Japans von Norden her. Die Zeitung weist auf den USA.-Senator Wallgreen hin. 19b Jahrgang ttr. 272 (fcricüeini tagucb außer Sonntag- und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat unBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich......RM1R0 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei 'Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlust 2251 Drabtanichrift:,.Anzeiger" Postsche^ 116sks>rantUM »s™ a Ä Q Samstag. 15. - Sonntag. 16 November 1941 Gietzener Anzeiger j ' ;< 'HM fMv Deutsche Truppen dicht vor Kertsch Wachtposten vor Leningrad. Helfer und Helden listen waren Dize- Reichsgebiet eine geringe Zahl von Sprengbomben. Die Zivilbevölkerung halte Verluste an Toten und verletzten. AmNordostufer deSSchwarzenM-ereS dächtigung brutnl mundtot zu machen und an die Wand zu drüben sucht, wobei ihm Presse und Rund- funk unter indischer Regie eifrig assistieren. Gerade unter dem Aspekt dieses Meinungsterrors gesehen, verdienen die genannten Abstimmungsziffern besondere Beachtung. Die Spuren Wilsons schrecken, und Roosevelt hatte vielleicht besser getan, die Erinne- ri'ng an die Toten nicht zu beschwören, die das Krieges getroffen. Ein offenes Eingeständnis, daß die Nordamerika- zer blieben aus Dem Karnpsseto vermcyrel liegen. 3n einem anderen Dioisionsabschnitt wiederholten die Sowjets am gleichen Tage einen Ausfallversuch, der ebenfalls von Panzern und Luftstreit- fräsen unterstützt war. Die vorgeschobenen deutschen Posten zerschlugen den feindlichen Angriff schon in der Entwicklung. Dabei wurden vier weitere Sowjetpanzer vernichtet. Die Bolschewisten hatten schwere blutige Verluste. Deutsche Truppen zerschlugen auch im mittleren Abschnitt sowjetische Gegenangriffe mit Panzerunterstützung. Neben zahlreichen gefallenen Bolschewisten blieben auch drei vernichtete schwere Sowjetpanzer auf dem Gefechtsfeld zurück. Im Ring vor Leningrad wird ständig scharfe Wache gehalten, denn die Bolschewisten versuchen immer wieder auszubrechen, werden jedoch jedesmal blutig zurückgescklagen. Die Wachtposten mit dem Schnee- Hemd beobachten ständig die gegnerischen Stellungen. (PK.-Aufn. Kriegsberichter Schröter sSch.j.) Berlin, 14. November. (DNB.) Die deutsche Luftwaffe bewarf T a m a n s k a j a , die erste Station auf dem Rückzugswege von Kertsch nach Osten in der Tamanskaja-Bucht, die von zwei Landzungen flankiert wird. Diese greifen so tief in die Straße von Kertsch, daß diese an den engsten Stellen nur wenige Kilometer breit ist. Getroffen wurden ferner Anapa auf der halben Strecke von Kertsch nach Oer Wehrmachtbericht. DNB. Musbern Führerhauptquartler, 14. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der k r l m stehen unsere Truppen dicht vor Kertsch. Stadt und Hafen liegen unter dem beobachteten Feuer deutscher Artillerie. Die Luftwaffe setzte Küstenbatterien bei S e mast o p o l durch vombenvolltreffer außer Gefecht, zerstörte wichtige militärische Anlagen im Hasen und beschädigte zwei größere Frachter. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen die aus Kertsch flüchtenden Truppen. Kampfflugzeuge versenkten hierbei zwei Transporter mit zusammen 5500 BRT. Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wurden örtliche Kampferfolge erzielt. 3m Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, südlich Lowestoft ein größeres Handelsschiff und bombardierten mit guter Wirkung Werften sowie Verforgungsbetriebe des Hafens Falmouth. 3n Nordafrika zerfchlugen Sturzkampfflugzeuge britische Vunkerslellungen bei Tobruk. Einzelne feindliche Flugzeuge warfen im östlichen Hafen. 1934 stieg sein Gesamtumschlag auf IVt Mil- lionen Tonnen. Mit dem Erdölvorkommen im Hinterlande ist Tuapsse durch eine Leitung von 85 Kilometer Länge verbunden. Ausbruchsversuche vor Leningrad zerschlagen. Abtransport zu ermöglichen, fährt der Abteilungs- arzt im Panzerkampfw a g e n mitin d i e vorder st e Kampflinie. Mit ihm fährt ein gepanzerter Mannschaftstransportwagen, der zum Krankentransportwagen umgebaut ist. Der Arzt-Panzer steht in Funkverbindung mit den einzelnen Kompanien und kann jederzeit herbeigerufen werden. In gepanzerten Krankentrans- portwagen werden die Verwundeten sofort zum Hilfsarzt gebracht. Dort wird ihnen weitere Hilfe zuteil, nötigenfalls werden sie umgeladen und zur vorgeschobenen Chirurgen st aff el gebracht. Diese versorgt die dringlichen Fälle. Sie ist mit den modernsten Errungenschaften und mit einem vorbildlichen kleinen Operationssaal eingerichtet. Die Leichtverwundeten werden dort in Die Fahrzeuge der Sanitätskompanie umgeladen, um die Transportwagen freizubekommen. Sie kommen mit den operierten Schwerverwundeten zum Hauptverbandsplatz, wo sie sachgemäß versorgt werden. Beim Hauptverbandsplatz befinden sich drei Krankenkrastwagenzüge zu je 15 Wagen, die den weiteren Abtransport der Verwundeten zum Feldlazarett besorgen. Jede Einrichtung des Sanitätsdienstes entsprich voll und ganz dem Stande der neuesten ärztlichen Forschung. Keine Wehrmacht der Welt sorgt so mustergültig für ihre Verwundeten wie unsere. Abgesehen von unserer andersgearteten Gesamteinstellung liegt der Grund dafür eben darin, daß die anderen Staaten zum Teil noch ihre sanitären Einrichtungen aus dem Weltkrieg benützen, während wir sie vollkommen neu aufbauen mußten und daher alles auf den modernsten Stand gebracht werden konnte. Wer den Ablauf Der Verwundetenfürsorge vom Einsatz in der vordersten Linie bis zur Abgabe an das Feldlazarett gesehen hat, der hat das beruhigende Bewußtsein: keine andere Wehrmacht der Welt setzt bessere Mittel zur Pflege der verwundeten Kameraden ein. Viele Mütter, Frauen und Kinder haben das Leben eines geliebten Angehörigen dieser weitschauenden Fürsorge Des Führers zu danken. Unser verwundeter Kamerad aber fühlt sich wunderbar geborgen, wenn ihm mitten im feindlichen Feuer die Hand Des Arztes Hilfe bringt. Mit dem Arztpanzer in vorderster Kampflinie. Von Kriegsberichter Dr. Scheichenbauer. in abgesch fehlte eine Denn oft WM, innq alle jy führen irischen j W Die j Wnffe «litt) nin lii übrige imn nah M'elnbei unb Volk m |o UN das Derhö W der I sich in da 14'ankenlo E, deren *i^, mon l^inunqei "is Wisch M zu .Ne be mlöl »uh «* Aki Wen jr da; P R der q 'Mr [N bil De N unb । 13 »eilen I bei q] KSsp Riesin 'W Do greine J MH| N in 5 Ni I J * eil ft I ot **. n ? II'it Mr|t r°I N1 nische Flotte, Die die atlantischen Gewässer patrouilliert, auf die Gelegenheit wartet, mit Der Deutschen Marine in Kontakt zu kommen, bringt Die Zeitung „News Week", in Der sich Der ADmiral a. D. William Pra11 mit Den „schweren Aufgaben" beschäftigt, Die Den Vereinigten Staaten im Atlantik unD im Pazifik bevorstehen". Pratt schreibt, Daß Die kommenDen Dunklen Wintermonate im Atlantik nachts noch gefahrvoller für Die nordamerikanische Marine sein werden wie auf dem Pazifischen Ozean. Die Rächte seien dunkel und die deutschen U-Boote könnten ungehindert von der Nordsee in den Atlantik auslaufen. Wenn Deutschlands U-Boot-Flottille im Atlantik operiere, so fein kein Grund vorhanden, zu glauben, daß Adolf Hitler den Pazifik vernachlässigen werde. Selbst wenn Japan nicht in einen Krieg eintreten sollte, so könne man gewiß sein, daß Deutschland mit seiner sprichwörtlichen Gründlichkeit auch hier alle Vorkehrungen getroffen habe. Schon im letzten Kriege habe die „Möwe" Leistungen vollbracht, die jetzt sicher noch übertroffen werden würden. Die nordamerikanische Marine stehe vor einem Problem, das nicht so leicht zu lösen fei. Oie LIGA. fordern Singapur Washington, 14. November. (Europapreß.) Der Jnformationsdirektor der britischen Malaya- Regierung. Victor P u r c e l l, versicherte, daß Eng. land im Falle eines Krieges zwischen Japan und den Vereinigten Staaten diesen Singapur zur unbegrenzten Benutzung zur Verfügung stellen würde. Die dortigen englischen Streitkräfte seien zusammen mit Denen RiederlänDisch-JnDiens in ft ä n D i g e r Kriegsbereitschaft. Churchills Ausspruch, England werde im Falle eines japanisch-nordameri. konischen Krieges sofort aus die Seite der Vereinig. den Krieg, aber sie waren schon fast zur Notwendigkeit geworden, denn ohne sie wären weder England noch Frankreich in der Lage gewesen, ihre gewaltigen Ankäufe von Kriegsmaterial in den USA. fortzusetzen, die die amerikanische Wirtschaft bei Kriegsausbruch geradezu als Rettung aus schwerer Absatzkrisis lebhaft begrüßt hatte. Gerade die Bedeutung der alliierten Aufträge für die amerikanische Wirtschaft führte das Bankhaus Morgan ins Feld, um den Präsidenten Wilson von der Notwendigkeit der Kreditgewährung an die Alliierten zu überzeugen. Nachdem der Staatssekretär Bryan, der kompromißlose Vorkämpfer der amerikanischen Neutralität auch auf finanzpolitischem Gebiet, durch Lansing ersetzt worden war und Der Sekretär Des Schatzamtes, Wilsons Schwiegersohn M c A D o o , sich gleichfalls Den Argumenten Wallstreets beugte, begann jener verhängnisvolle Einfluß Des Finanzkapitals auf Die Politik Der Vereinigten Staaten, der diese immer inniger mit den Interessen der Alliierten verkoppelte und schließlich dem Präsiden-,----r ■ - ten kaum noch eigene Handlungsfreiheit ließ. Von Noworossifk und Tuapsse. Anapa besitzt eine den Verbindungsmännern der ÄZirtschaft und Bank- Reede von 650 Meter Länge und einen Flugplatz welt zum Weißen Hause ebenso wie von Oberst s mit einer Flugzeugführerschule und einer Schule für House einseitig unterrichtet und in seinen ideologi-1 schen Vorurteilen bestärkt, war er im tiefsten Herzen schon so festgelegt, daß er nur noch nach einem für die amerikanische Öffentlichkeit plausiblen Anlaß suckte, um die Vereinigten Staaten an Der Seite der Alliierten in Den Krieg zu führen. Dabei hätte schon im Sommer 1916 ein Versagen weiterer amerikanischer KreDite die Alliierten vor ten Staaten treten, fei die Auffassung der gesamten achsenfeindlichen Kreise Ostasiens. Englands Angebot, es werde den Vereinigten Staaten im Falle eines Krieges Singapur zur Verfügung stellen, erregte in Washington eine gewisse Enttäuschung, weil man vielfach angenommen hatte, daß Singapur schon jetzt Den Nordamerikanern zu*- Verfügung stehe. Auch ist der Wunsch der Vereinigten Staaten bekannt, Singapur und andere britische Stützpunkte im Fernen Osten nachKriegs- ende gemeinsam zu verwalten. Eine lieber« lassung Singapurs während eines Krieges als im Interesse Englands liegend wird als selbstverständlich angesehen. Berlin, 14. November. (DNB.) An der deutschen Umklammerung vor Leningrad zerbrach auch am 13.11. ein erneuter Ausbruchsversuch der Bolschewisten im Abschnitt einer deutschen Infanterie- Division. Die Sowjets hatten starke Kräfte, Die von Panzern unD Flugzeugen unterstützt waren, einge- etzt. Die Deutsche Abwehr zerschlug Den bolschewisti- chen Angriff unD fügte Den vorstürmenden Bol- chewisten blutige Verluste zu. Vier sowjetische Panzer blieben auf dem Kampf seid vernichtet liegen. Oie Hafen der kaukasischen Küste. Nach der Besetzung der Krim, vor allem nach der Ausschaltung von Sewastopol, kann die bolschewi« tische Schwarzmeer-Flotte nur noch in den h ä - en der kaukasischen K ü st e Zuflucht finden. Ein nennenswerter Seeverkehr wird aber hier nicht mehr möglich sein, denn die wenigen Hafenstädte brauchen unter sich keinen Austausch. Ihr Warenumschlag bestand in Friedenszeiten zu mehr als 90 d h. aus Der Ausfuhr von Bodenschätzen, vornehmlich Erdöl und Erzen. Durch Die „kleine Küstenfahrt", welche Den Verkehr Des Schwarzen Meeres chara^ terisiert, stanDen sie vor allem im Warenaustausch mit Den ukrainischen Häfen unD denen auf Der Krim. Die kaukasischen Häfen genügen Daher Den Ansprüchen, die eine Kriegsmarine stellen muß, in keiner Weise. Ihre Hafeneinrichtungen sind für europäische Begriffe sehr schlecht. Ein mittleres Schiff von 2000 bis 4000 Tonnen benötigt etwa zehn bis fünfzehn Tage zur Entladung. Fast alle Arbeiten müssen mit der Hand Durchgeführt werden, da die Kräne immer nur 3um Teil betriebsfähig sind. Für ihren Ausbau ist bisher wenig geschehen. Dazu kommt noch, daß Die Häfen nur wenigen Schiffen Liegeplätze bieten. Ein Vorteil liegt nur darin. Daß sie wäh- renD Des ganzen Jahres eisfrei sind. Fast alle Hafenstädte besitzen Schiffsausbesserungswerkstätten, aber keine größere Werst. Das wird sich jetzt für die Sowjets auswirken, wo es sich darum handelt, beschädigte Schiffe in Eile wiederherzustellen. Die Kriegsmarine besitzt als Kriegshafen jetzt nur noch Nowo Rossijst, doch liegt dieser Ort bereits im Bereich deutscher Bombenangriffe. f11" unb« Leid 5 Seines |,a meistes k®°" «ei der ™ S'vk d>- B del ' W in der Re Sroß ciimme in. uid einen PO111 cif, indem der ritterlich nusschied iii vermögen d blDung un Wen, V rlaat und binbert oei Ithrwesen Münder । in die orga W Irimi rmlsoziali soröen. Es feiern jem fältnis von je oollfomi problemlose null Volk; entfernte, i lern Probl xrfaffung . Im-, Mter M in i IMP UNd •jngen in der'Volte- Staaten, so meinte er, müßten der Äriegsin» dustrie zufließen. Dadurch würden freilich so- viele Rohstoffe gebunden, daß selbst der notwendige Zivilbedarf eingeschränkt werden müsse. „New Port Times" schreibt in ihrem Leitartikel mit der Überschrift „Das Ende der Neutralität", endlich seien die heimischen Gewässer mit der außenpolitischen Ueberzeugung in Einklang gebracht wor- den, die letzten Fesseln seien gefallen. Die Kundgebungen der Legionäre zeigten, daß Die Kriegsbereitschaft unD Siegeszuversicht Des Kongresses hinter Der Meinung Des Volkes einherhinke. Der Kongress habe mit Dieser Abstimmung seine stärkste EntscheiDung seit Beginn Des europäischen Fallschirmspringer. In der Nähe befindet sich noch ein Lager für Panzertruppen, sowie eine Seesue- gerabteilung, Tuapsse, Das mit fast 30 000 Einwohnern Doppelt so groß ist wie Anapa, ist gleichfalls Wilson brauchte sie, um das amerikanische Volk für i den Krieg reif zu machen, das in seiner großen | Mehrheit damals so wenig wie heute begreifen konnte, was es mit dem europäischen Konflikt zu schaffen haben sollte. Wilson brauchte seine ideologische Kampfdevise: „Für Freiheit und Demokratie!" auch, um vor Dem eigenen Gewissen sich reinzuwaschen von Der SchulD, Die Jugend Des amerikanischen Volkes in einen Krieg getrieben zu haben, in Dem es in Wahrheit um ganz anDere Dinge ging als um Freiheit unD Demokratie. Ein wirklichkeitsferner JDeologe wie Wilson, ein blinder Fanatiker wie Oberst House, der intimste Berater des Präsidenten, waren im Grunde nur Wachs in den Händen der Allgewaltigen Des Finanzkapitals von Wallstreet. Mit der ersten 500- Millivnen-Dollar-Anleihe, die ein Neuyorker Ban» kenkonsortium unter Führung des Hauses I. P. Morgan einer britisch-französischen Finanzkommission unter dem Vorsitz Des Juden Isaac Rufus — als Lord Reading Vizekönig von Indien und britischer Außenminister —, gewährte, aerieten die Vereinigten Staaten auf die schiefe Bahn, auf der sie unter dem heftigen Dorwärtsdrängen von Wallstreet Dann 1917 in Den Krieg schlitterten. Die Kredite an Die Alliierten waren Die Schrittmacher in Drei englische Flugzeuge griffen ein friebliches Fischerboot aus Pmuiden in Der Nähe Der holländischen Küste an unD brachten es zum Sinken, wobei Drei Fischer Das Leben oerjoren. Durch diesen neuen feigen Angriff britischer Flieger auf wehrlose Fischer ist Die Stimmung unter Der Bevölkerung von Pmuiden sehr erregt Japans Kriegsausgaben für den China-Konflikt. Tokio, 14. Nov. (DNB.) Das Kabinett beschloß einen zusätzlichen Haushaltsplan, Der Dem allgemeinen JahresbuDget zugefügt werden soll unD Einnahmen von runD 214 Millionen Ben gegen Ausgaben von 515 Millionen Pen vorsieht Dieser Plan wirb her Sondersitzung des Reichstags unterbreitet werden. Gleichzeitig hat die Regierung einen Plan für zusätzliche militärische Ausgaben in hohe von 388 Millionen Pen ausgearbeitet. Damit belaufen sich die außerordentlichen Militärausgaben feit Beginn des China-Konflikts auf über 26 209 000 000 Pen. 'S," »M.....U n. m M. Tardieu, der spätere französische Ministerpräsi- gegen Den Waldrand vor. Aus dem Buschwerk und bent und Vertrauensmann Frankreichs in den Ver- Geäst funkte es uns lebhaft entgegen. Auch aus der einigten Staaten, erklärte, daß durch die Aufrechter- Bachmulde vor Dem Walde knallte es ganz gehörig. Haltung Der ablehnenDen Stellung, Die Die BunDes- Dazwischen platzten vor und hinter uns die Em- reservebank Der USA. Anfang 1917 gegen weitere schläge Der feinDlichen Artillerie. Es siel mir auf, Anleihen einnahm, „Die Niederlage der Alliierten eine baß ein leichter Panzer, von einem gepanzerten Angelegenheit weniger Monate gewesen wäre, da! Mannschusts-Transportwagen begleitet, ständig ne- sie weder ihre Armeen versorgen, noch ihre Völkeriben dem Befehlspanzer fuhr. Als wir nun im Ge- hätten ernähren können". Der Kredit Der alliierten fecht hielten, blieben auch die beiden Fahrzeuge in Mächte in Den Vereinigten Staaten war Damals der Feuerlinie stehen, ohne selbst zu feuern. Neben erschöpft. Denn weher Banken noch private Kapita- unserem Panzer lag ein leicht verwunhetes Pferd listen waren gewillt, über hie seit August 1914 von einer feindlichen Artillerieabteilung. Es konnte gewährten 2,4 Milliarden Dollar den Alliierten noch sich mcht erheben, da feine Packlast sich in der Wa- weiteren finanziellen Beistand zu leisten. So mußten gendeichsel verstrickt hatte Ich stieg al», um Die England und Frankreich alle Hebel in Bewegung! Strange Durchzuschneiden. Bei d^ser Gelegenheit sah setzen, um die Vereinigten Staaten aus ihrer polid1^ sich $ e tischen Neutralität herauszulocken. Denn nur wenn und Sowiets, beide m f lei "en Pa nzer wa- Amerika den Krieg, in dem es sich finanziell so bedflf" s am mel t Hatten. Jnchrer Mtttestand trächtlich engagiert hatte, und von dem es wirt- e i n Oberstabsarzt. Den Rock mit den beiden schaftlich gewaltig profitierte, nun auch politisch zu Kreuzen geschmückt, ging mitten im Geschoßhag seiner eigensten Angelegenheit machte, konnten die U^tg fan-et■nad).fafy id).-haBi öei^le Alliierten hoffen, für ihren Krieg einen neuen Auf- Panzer und der gepanzerte T‘ trieb zu gewinnen. Sie sanden in dem Bankhaus wu^en seine S a n i t a t s f a h r z euge waren. Er Moraan den denkbar besten Förderer ihrer Sache, batte sie jetzt im rechten Winkel zueinander aufge» Xf ühprhm.nt hnftpn tonn stellt, so daß die Verwundeten dahinter Schutz an- to bas SefMinein^ | Mit ruhiger H°nd legte er den ersten Berband Krieg der Alliierten war, um sich jetzt noch aus ihm EntsMollenUt ^Bor^ihm sch/^last°"unb^erschöpft fiOuknber auf Kuffi '5 sSÄe SuÄt ' kinen Stahlhelm Lrch- Die (Enttäuf^j überf hie In einer kleinen Arbeitspause gelingt es mir, \n hem Amerika 2 ^'^'anen Kampfer iber ba? ein ^enig zum Erzählen zu bringen. Staunenh SReer sandte von ^si^ l30000 auf hen Schlacht- er|ä^rt man roie unsere Verwundeten schon in selbem Frankreichs blieben am überrasch nd schnell ^rhersten Linie gesorgt wird. Jehe Panzerab- und war schmerzlich und bitter. Wil on und Hou e teiIung Panzerregiments Hat wie jedes Jnfan- erlitten mit ihren politischen Reformplanen in Paris U riebataillon, jehe Artillerieabteilung ufw. einen eme schmähliche Abfuhr, dm Übermut unhhen ^bteilungsarzt unh einen Hilfsarzt. Diese Haben eiskalten Dernichtungswillen her Siegerwarenl sie Unterstützung je einen Truppenarzt-Schreiber, nur unbequem. Der ameri an sche Kongreß lehnte ^,ßerhem Hat jede Kompanie einen Sanitäts-Un- hie ^atifi^erung hes Versailler ^'k^s ab, das ^xaffizier und einen Krankenträger. Beim Abtei- amerlkanische Volk wurde zum schlecht gelaunten ^ngsarzt sind weitere Krankenträger eingesetzt. Um Gläubiger, her zwanzig ^ahre Hmhurch vergebens sofortige Hilfe am Kampfplatz um den sicheren versuchte, wieder zu seinem Gelde zu kommen. Die ' ' ____ Bücher des amerikanischen Schatzamtes weisen heute " noch eine unerledigte Gesamtforderung an die West- amerikanische Volk vor zwanzig Jahren als Opfer Mächte m hohe von 10^ Milliarden Dollar aus. einer |frUpenofen Jnterventionspolitik des jüdifch- Völlige Desorgamsation des Kapttalmar tes, Sta-l piutokratifchen Finanz- unb Rüstungskapitals auf gnation der Wirtschaft, die auf den Kriegsbedarf europäischen Schlachtfeldern gelassen hat, des eingestellt, nun nach neuen Absatzmärkten schreit, glichen Plutokratenklüngels, der heute wieder mit aber sie nirgends findet denn niemand hat Geld, K wichen Methoden wie 1917 das gleiche Ziel Farmerelend unb eine Arbeitslosigkeit, wie sie Die DerforaL pr w. Lange, amerikanische Wirtschaftsgeschichte noch nicht gekannt b hatte, bas finb die Früchte der Teilnahme Amerikas! am Weltkriege, die vermutlich heute den amerita- «v** Nischen Staatsbürgern vor Augen stehen, die we- Die halbe Industrieproduktion Niger vergeßlich wie Präsident Roosevelt unb seine v „ füv scn .Grica Freunbe in bem ibeologischen Phrasenschwall, mit 0Cr 0Ul dem die hüll, Knox, Stimson, Welles samt ihrem Neuyork, 14. November. (Europapreß.) Herrn unb Meister Amerikas Eintritt in ben Krieg präsident Wallace erklärte, selbst Familien in befördern, nicht ganz unbekannte Klänge heraushören, scherdenen Verhältnissen würden sich einschrän- Sie sind klarblickend genug, um hinter dem Mäntel- k e n müssen. Die Vereinigten Staaten müßten ihre then von Freiheit unb Demokratie bas nackte Ge- halbe Industrieproduktion in ben Kriegsdienst schäft zu sehen, für das Wallstreet wiederum bereit stellen, statt kaum ein Fünftel wie bisher. In ähn- ist, Amerikas Jugend zu opfern, wenn das Finanz- lichem Sinne äußerte sich der Leiter der Zenttalen und Rüstungskapital damit seine in dem britischen Produttionsbehörbe, Donald Nelson. Vierzig Krieg investierten Milliarden sichern kann. Sie sind Prozent des Einkommens der Vereinigten auch skeptisch genug, die Möglichkeit der Realisierung fn mp-inft» »r mimten der Krieasin - her weit ausgreifenden imperialistischen Pläne des Präsidenten und feines machtlüsternen Klüngels zu bezweifeln. Wie sehr diese Gruppe nüchterner Politiker dem Präsidenten noch unbequem sein kann, zeigten hie schon ermähnten Abstimmungen im Kongreß. Aber es ist eine Minderheit, die Roosevelt mit allen Mitteln der Verächtlichmachung und Der- Von UGA.-Soidaten cuf Island erschossen. Neuyork, 14. November. (DNB.) United Preß meldet aus Reykjavik: Die U8A.-Militärbehörde auf Island gab bekannt, baß am voriaen Sonnabend ein junger isländischer Fischer von zwei U5A.-Marinesoldaten im Verlauf eines Streites vor einem Restaurant erschossen worden ist. Der Vorfall verursachte stärksten Unwillen unter der isländischen Bevölkerung. Die Zeitungen forderten die Jnselbevölkerung auf, die UZA.-Soldaten zu meiden, um weitere Zwischenfälle zu verhindern. Britische Luftangriffe auf friedliche Bevölkerung. Paris, 14. November. (DNB.) Der Generalbevollmächtigte der französischen Regierung in den besetzten Gebieten, Botschafter de B r i n o n , erklärte her amerikanischen Presse, hie englische Luftwaffe habe in her letzten Zett bei Einflügen auf norbfranzösisches Gebiet insgesamt 20 Franzosen getötet unb 40 verletzt. Sie probiere an der französischen Zivilbevölkerung sozusagen die Eigenschaften neuer Flugzeugmodelle aus. Die Erregung unter her französischen Bevölkerung sei groß. & 'S* Ä ’S.» Kleine politische Nachrichten Aus aller Welt unten Büchertisch Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! OSRAM Sache nmer lutig hnee- ngen. itgten Ser» ewisst hatte, flnern Ser. e brt« egg. leben i(s im 'stand» Preß ehörde Sonn- r von (Streb len ist. unter n for* )ldaten intern. Man braucht, um diese Tatsache in ihrer vollen Bedeutung zu erkennen, nur den Weltkrieg und den gegenwärtigen Krieg in Hinsicht auf unsere Frage Wie die ägyptische Regierung bekanntgibt, haben alle ägyptischen Studenten in den letzten beiden Wochen Großbritannien auf amtliche Anordnung verlassen. Sie befinden sich im unbesetzten Frankreich und sollen binnen kurzem über Lissabon nach Aegypten zurückkehren. Afrikas liegt eine deutsche Farm. Der junge Pflan« zungsassistent fährt mit dem Sohn des Hauses auf Gnüjagd. Als die sengende Sonne untergegangen ist, bricht urplötzlich die tropische Nacht herein. Der junge Deutsche sieht in der Ferne das Lagerfeuer seines Freundes und begibt sich allein auf den Rück» weg. Um ihn herum rumoren die drohenden Stimmen der Grohkatzen, als er unerwartet im H^lb- dunkel einem Löwen geqenübersteht. Entschlossen reißt er die Büchse hoch: Fehlschuß! Eine Ladehemmung verhindert den zweiten Schuß. Mit der letzten Patrone in der Büchse wird er von der gereizten Bestie angenommen. — Das Bändchen Hereros zu den Waffen schildert die Unruhen unter den Hottentotten und Hereros in Südwesr. Die Mission soll den Transport des für die Sowjetunion bestimmten 08^.-Kriegsmaterials überwachen, das in Basra ausgeladen und von dort durch den Irak und Iran nach der Sowjetunion befördert werden soll. In Ostafrika sind an den Fronten einiger Ab- schnitte von G o n d a r erbitterte Kample im Gange. JJtjjtru Liebt — und rparsamet dasp — durch die richtige O rram-D-Lampe I Dunkelheit draußen — da soll es daheim schön hell seinl Osram zeigt den Weg, die zur Verfügung stehende Elektrizitätsmenge richtig auszunutzen. (Der Arbeitspreis beträgt ohnehin meist nur noch 8 Rpf. und weniger für die Kilowattstunde!) Osram-D-Lampen bieten große Skiverbandes für Deutschland, des mitteleuropäischen und schließlich des internationalen Skiverbandes angeführt. Rettung einer Ricotal-Oper. Der Nürnberger Intendant Willi Hanke, früher als Schauspieler in Gießen, der mit seinen Bearbeitungen des „Hans Sachs" von L o r tz i n g und der „Z i r k u s k o m ö d i e" von Bernhard Solms besonderen Erfolg hatte, wird' gemeinsam mit dem Kapellmeister Dr. L o y die Oper ,Ll Templario" von Otto Nicolai durch eine Neufassung der Praxis wiederzugewinnen versuchen. Während seines Aufenthaltes in Italien schrieb Nicolai das Werk. Es wurde 1840 in Turin und anderen Orten aufaeführt, deutsch als „Der Templer" später zwei- mal in Wien und einmal in Berlin. Ein zweites Märchentheater in Deutschland. Das alte Kolosseum in München ist von der NDG. „Kraft durch Freude" in ein modernes The- ater mit 900 Plätzen umgewandelt worden, das jetzt in örster Linie der kulturellen Truppenbetreuung dient. Dem Theater i-st eine Märchenbühne ange- schlossen, die unter der besonderen Obhut des Gauleiters Adolf Wagner steht. Damit hat Deutschland ein zweites ganzjähriges Märchentheater erhalten. Das erste wurde vor Jahren in Berlin gegründet. iedlicher holla"' en, -o-" lore"- Flieger iler der Lichtleistung bei geringem Stromverbrauch, vor allem bei höheren Wattstärken. Die Osram - D - Lampe 6o Watt/zzo Volt gibt z. B. gegenüber einer Osram-Lampe >5 Watt/220 Volt mehr als dreimal soviel Licht Dafür sorgt ihr Hera, die Osram-DoppelwendeL Glühlampen, die nicht den Namen Osram tragen, sind auch nicht von Osram hergesteUt. die Totalität des Krieges im objektiven und subjektiven Sinn geschwächt blieb, konnte sich noch kein grundsätzlicher Wandel 'vollziehen, so daß auch im Zweiten Reich und im Weimarer Unstaat das Problem auf den Nenner Krieg und Gesellschaft gestellt blieb. Erst die Wiedergeburt der vollkommenen Trinität in den nunmehr ausgeweiteten Formen des Großdeutschen Reiches und Volkes durch Adolf Hitler hat mit der zugleich von technischer Raumund Zeitbeherrschung genährten und schicksalhaft hervorbrechenden vollen Totalität des Krieges in unserer Gegenwart das Problem Krieg und Gesellschaft wieder beseitigt und durch das natürliche 23er- hältnis Krieg und Volk ersetzt. König Michael I. hat Generalfeldmarschall K e i - t e l das Grotzkreuz des Ordens „Stern Rumänien" verliehen. ♦ Trotz schlechter Witterung setzten finnische Luft- streitkräste die Bombardierung der bereits an vielen Stellen unterbrochenen Murman-Bahn fort und erzielten zahlreiche Volltreffer in Bahngebäuden und zwischen Gleisanlagen, so daß weitere Teile der für die Sowjets wichtigen Strecke unbenutzbar geworden sind. ♦ Das Flugzeug, das Litwinow-Finkel- stein, Sir Walter M 0 n ck t 0 n und den USA- Botschafter Steinhardt an Bord hatte und zwei Tage überfällig war, mußte eine Notlandung in dem kaspischen Hafen Pahlevi, nordwestlich von Teheran, vornehmen. ♦ Das sowjetische Kriegskommissariat hat die Einstellung des Schiffsbaues auf den Werften in Wladiwostok, Chabarowsk und Komsomolsk angeordnet und verboten, neue Schiffe auf Kiel, zu legen. Die Einstellung wird auf den großen Mangel an Baumaterial zurückgeführt. Bei der Betrachtung des Problems steht das Volk im Mittelpunkt. Sein jeweiliges Verhältnis zum Kriege bestimmt sich allgemein und nach dem jeweiligen Zustand zweier grundlegender Lebenstatfachen: Die eine besteht in der wechselnden Form der politischen Trinität von Volk, Staat und Wehr, die andere in dem gleichfalls wechselnden Grad der kriegerischen Totalität. Beide, die politische Trinität und die kriegerische Totalität, sind in der Geschichte keine festen, sondern schwankende Größen. So x traten einst die germanischen Stämme in der festgefügten Einheit von Volk, Staat und Wehr in die Geschichte, d. h. in einer vollkommenen politischen Trinität. Später löste sich diese auf, indem zunächst bei gleichzeitiger Heranbildung des ritterlichen Klassenheeres das Volk aus der Wehr ausschied und später mit dem aufkommenden Unvermögen des feudalen Staates zu eigener Heeres- dildung und mit dem Entstehen eines kapitalistischen, söldnerischen Kriegsunternehmertums auch Staat und Wehr auseinandertraten. Im 18. Iahr- , hundert vermochte dann der absolute Staat das Wehrwesen wieder zu verstaatlichen, und seit dem Jahrhundertausgang kehrte auch das Volk wieder in die organische Einheit zurück. Heute ist die politische Trinität von Volk, Staat und Wehr im nationalsozialistischen Reiche wieder vollkommen ge- worden. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß in Diesem jeweils veränderten Zustand sich das Verhältnis von Krieg und Volk verschieden gestaltete. Je vollkommener die politische Trinität war, um so Problemloser entfaltete sich das Verhältnis.von Krieg -und Volk: je mehr sie sich von der Vollkommenheit entfernte, um so mehr verschob sich die Frage zu dem Problem von Krieg und Gesellschaft. Heeres- werfassunq und Heeresform, Volks-, Standes-, Klas- • sen-, Kasten- oder Söldnerheer, die allgemeine Wehr- • Pflicht in ihren verschiedenen Abstufungen, der Militär- und der Arbeitsdienst usw., kurz alle Erschei- mungen und Fragen, die das subjektive Verhältnis Des Volkes zum Kriege bestimmten, hängen damit auf Coventry: Deutsche Flugzeuge starten zum Bombenangriff auf Coventry. Als das Flugzeug „Bruno" zum Rückflug wendet, setzt die Stromversorgung aus, so daß jede Orientierung unmöglich geworden ist. Trotz heftiger Verfolgung durch englische Nachtjäger wird der Kanal sicher überflogen. Als aber das ,Benzin ausgeht, müssen zwei Mann im Fallschirm abspringen, während der Beobachter weitab vom Heimathafen dos Flugzeug durch geschickte Bauchlandung vor der Zertrümmerung rettet. — Ein weiteres Bändchen ist: Prien versenkt acht Schiffe aus einem G e - l e i t z u g. Der Hcld von Scapa Flow durchkreuzt den Atlantik auf der Suche nach feindlichen Geleit- zügen, rettet einen deutschen Aufklärer aus Seenot, versenkt einzelne Dampfer und trifft mit einem anderen deutschen U-Boot zusammen. Da erscheint am Horizont ein englischer Geleitzug Pvn Über 25 Schiffen. Er wird restlos zersprengt. Prien oer- senkt allein acht Schiffe und hat damit als erster U-Boot-Kommandant die 200 000-Tonnen-Grenze überschritten. — Das Geheimnis der Ruine n st a d t schildert den Kampf um die Nahtstelle der Maainotlinie, nahe dem Städtchen Sedan. — In der Kolonialbücherei erschien: Die letzte Patrone- Mitten in den verschwiegenen Weiten leralbe* in den n, e.l' e Lüft' ,en aus °nzo' an der Eigen' rregunfl LAMPEN iNNENMATTieill Krieg und Volk. Von Staatsminister Professor Dr. Paul Schmitthenner, Heidelberg. Erdbeben in tos Angeles. Das schwerste Erdbeben seit acht Jahren suchte Los Angeles an der Westküste der USA. heim Zahlreiche Häuseroorbauten stürzten zusammen, Starkstromleitungen zerrissen und ein Oeltank von rund einer Diertelmillion Liter Inhalt platzte. Auch mehrere kleine Fabriken, die Rüstungsaufträge haben, müssen für einige Tage schließen. Menschenoerluste sind nicht eingetreten. Postwertzeichen für die Ostgebiete. Zum Freimachen der in den Gebieten der Generalpostkommissare Ost land und Ukraine auf- gelie'ferten Postsendungen werden künftig mit dem Ueberdruck „Ostland" und „Ukraine" versehene Freimarken der deutschen Dauerreihe mit dem Bilde des Führers verwendet werden. Die Dersandstelle für Sammelmarken in Berlin-SW. 68 gibt die Marken unter den üblichen Bedingungen ab. Der frühere rote Zivilgouverneur von Madrid, Miguel Villalta, wurde in Barcelona verhaftet. Er hatte sich hier zwei Jahre lang bei Verwandten verborgen. Der rote Bürgermeister von Elche und spätere Zivilgouoerneur von Castellon und Alicante zur Zeit des Bürgerkrieges, Manuel Rodriguez, wurde in Algier festgenommen. Die französischen Behörden werden Rodriguez an Spanien ausliefern. Unter seinem Gouvernement ereigneten sich die Schreckenstage von Peniscola, die in der Fischer- hiermit zusammen. t . Diese beiden- Lebenstatsachen ber~ politischen In« nität und der kriegerischen Totalität sind Ursachen und Wirkungen zugleich, jedenfalls aber in ihrer jeweiligen Formung entscheidend und bezeichnens für das Problem Krieg und Volk. Wenn stm Anfang der germanisch-deutschen Geschichte Volk, Staat und Wehr in vollkommener Trinität eine organische Einheit bildeten und zugleich die volle Totalität des Krieges verwalteten, so war damals das Verhältnis Volk und Krieg ahne eigentliches Problem Als ab-r im weiteren Mittelalter sich iene Einheit auflofte und zugleich mit der Heranbildung von Grob-S.aa- ten bei gleichzeitigem engem technischem und verwaltungspolitischem Vermögen sich die Totalität des Krieges in subjektivem Sinne lockerte, mußte sich die Frage Volk und Kriea 3um Problem Gesellschaft und Krieg verschieben. Als dann der absolute -^taat zwar eine wahr" Regierunqsqewalt begrund-te, aber die politische Gliederung der Stände beließ, zw gleich in Merkantilismus und Ausflarertum nach der höchstmöglichen Form mechanischer Dollkom- menheit strebte und dazu eines milden, die Totan- töt im obiektiven Sinn vermeidenden Krieges ve- durste, mußte das Problem Krieg und Gesellschaft auch weiterhin von entscheidender Bedeutung ble'- den. Erst die feit 150 Jahren langsam beranreifende neue Vollkommenheit der politischen Trimtat begann wieder das Vrobl"M in die R'chstmgches or- aanischen Verhältnisses Volk und Krieg zu drangen. Solange freilich der Liberalismus vorherrschte uno zu betrachten. Im Weltkrieg Handelte es sich noch ungebrochen um das Problem Krieg und Gesellschaft. Zwar Hatte die allgemeine Wehrpflicht auf dem militärischen Sektor die Allgewalt des Gesellschaftlichen gebrochen, ohne freilich infolge mancher liberaler Bemühungen eindeutige Verhältnisse ge- schaffen zu haben. Im politischen Sektor aber war durch die politische und soziale Zerrissenheit des Reiches und Volkes die Frage noch ganz auf dem Grundstock des Problems Krieg und Gesellschaft verblieben. Nur in den ersten Kriegsmonaten schien es anders zu sein. Doch bald zeigte die Zeit ihr wahres Gesicht. Kapitalistische Gewinnsucht und politischer Haß, Klassenkampf von oben und unten rissen das Volk gerade in der Kriegsfrage auseinander und bildeten politisch-gesellschaftliche Schichten, die über die Einheit des Volkes hinweg die Niederlage oer- schuldeten. , Im gegenwärtgen Krieg ist in der nahonaWa- listischen Einheit von Volk, Reich und Wehr und in der sozialistischen Geschlossenheit des Volkes das Gesellschaftliche untergegangen und das Mittel ge- wonnen, den totalen Krieg zu meistern. Bon -er Börse. Teilweise wieder Befestigungen an den Aktienmärkten. Frankfurt am Main, 14. November. In der Berichtszeit waren die Umsätze an sich weiter geringfügig, doch zeigte sich für einige Werte An- lageintereffe, sodaß Die Kursentwicklung teilweise für Aktien freundlicher war. Besondere Beachtung fanden Südd. Zucker, die bis 337, Zell WaldHpf, die bis 254 anziehen konnten. Die Standardwerte lagen weitgehend gehalten und wenig verändert. Accumulatoren auf die nachträgliche erneute Kapitalberichtigung ca. 10 v. H. höher, auch Conti Gummi konnten etwa 6 v. H. an?üehen, Siemens lagen etwa 5 0. H. fester. Don den Werten der Me- tallgesellschaftgruppe lagen Scheideanstalt bis 386 weiter fest, ebenso Metallgesellschast selbst unter kleineren Schwankungen um 225, dagegen gaben VDM. um 4 v. H. auf 328 nach. Nach Pause wurden Mainkraft mit uno. 139 wiedernotiert, Lech- werke dagegen ebenfalls nach Pause 4 v. H. niedriger, 155. Holzmann konnten ihren langsamen Ausstieg bis 152 fortsetzen, Berger dagegen unsicher, Heidelberg Cement kaum verändert. Am Einheitsmarkt lagen Gruen & Bilfinger weiterhin sehr fest und zuletzt 432. Nach längerer Pause wurden Ett- linger Spinnerei stärker angeboten und mit 128 nach zuletzt 138 Ende September taxiert, Gebr. Fahr kamen nach Pause mit 185 nach 192 zur Wiedernotierung. Heinrich Lanz konnten etwa 10 v. H. an- ziehen, dagegen lagen 23er. Glanzstoff in etwa gleichem Ausmaß gedrückt. Freiverkehrsaktien lagen fast ohne Geschäft bei kaum veränderten Kurstaxen, Rastatter Waggon gaben auf etwa 139 nach 141 ab. Am Rentenmarkt lag die Reichsaltbesiß fortdauernd recht fest und bis 162,63 erhöht, auch Steuergutscheine I wurden bis 104,63 unter leichten Schwankungen genannt, während Kommunalumschuldung die leicht rückläufige Tendenz weiter aufwiesen und auf 102,63 nachgaben. Don Industrie- Obligationen waren Farbenbonds etwa 1 v. H. fester, 6 0. H. Basalt Gold dagegen über 2 v. H. schwächer, sonst waren hier bei kleinen Umsätzen die Beran- berungen sehr gering. Für Stadtanleihen zeigte sich wenig Interesse, da man mit roeitereren Kündigungen rechnet. Pfandbriefe und Kommunalobligatio- nen sind bei anhaltender Nachfrage weiter fast ohne Angebot. Das Anlageinteresse wandte sich daher in der Hauptsache der neuen 5. Folge der 3L 0. H. Reichsschatzanweisungen zu, die, wie wir hören, laufend in größeren Posten abgenommen werden. zusammen. Äehnlich verhält es sich mit der kriegerischen Totalität. Auch d e r t 0 t a l e K r i e g trat häufig nur Sn abgeschwächter Form in Erscheinung. Manchmal fehlte eine subjektive, manchmal eine objektive Seite. Denn oft ermangelten die Staaten und Völker der Fähigkeit, den Krieg im Sinn einer Zusammenfassung aller Staats, und Volkskräfte subjektiv total zu führen, so daß er sich etwa auf den rein militärischen Krieg der Heere beschränkte. Oft hatten sie nicht die Krall oder den Willen, den Krieg mit un- beschränkter Gewalt objektiv total zu führen, so daß -z ?Weti Für die mir anläßlich meines 80. Geburtstages dargebrachten überaus groß.Ehrungen, Glückwünsche und Geschenke danke ich allen auf diesem Wege recht herzlich August Rohm, Zimmermstr. i. R. Gießen-Wieseck, 15. Nov. 1941 4722 DZ Stottern Auskunft über Beseitigung durch natürliche Methode erhalten Sie sofort kostenlos u unverbindlich von ehemalig, schweren Stotterer, der selbst durch die Tiefen seelischer Zerrüttungen gegangen ist. (Falls Zusendung im verschl. Umschlag ohne Aufdruck erwünscht wird, bitte ich um (Linsend, von 24 Pf. in Briefm.) Keine Anwendung von Medikamenten oder Hypnose Nur die Svrechangn muh durch systemat. Neuanfbau der Sprache beseitigt werden. 35iährige Praris lroe^v L. Warnecke. Berlin-Halensee Kurfürftendamm 93«_____ We bliche Hilfskraft für leichte Büroarbeiten, event. Anfängerin, zum baldig.Gintritt gesucht Zigarrenfabrik Georgi Dammstrabe 40 03844 Flammschutzmittel Leuchtblau • Leuchtgelb JOH. MULLER & CO. Horst-Wessel-Wall 44 ______________________4698 D Srgt Here Ä p «•1.41 Sonntag, 16. 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Große® Hörsaal, Vorlesz-Geb.,Ludwigstr.23. Do., ir.Dez. 1941, Pro!. Dr. Vogel: Deutsche Tierzucht im Kriege. Großer Hörsaal, Vorlesungsgebäude. Do., 8. Jan. 1-42, Prof. Dr. Fischer; Ausbreitungspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika in Vergangenheit und Gegenwart. Großer Hörsaal, Vorlesungsgebäude. 4?osD Do., 22. Jan. 1942, Prof. Dr. Stoltenberg : V omWert d. Deutsch. Sprache. Großer Hörsaal,Vorlesungsgebäude. Do., 5. Febr. 1942, Pro!. Dr. Kranz: Bevölkerungs- u. rassendynamische Fragen Großbritanniens als Welt- macht. Groß. Hörsaal, Vorles.-Geb. mt-soid auch Doublt, Alt-Silber •tew Mei Der Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Verschleimung, Bronchialkatarrh, Asthma, den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk. 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt '^MarrA CHRIST^* hygienisch einwandfrei veredelte böhmische Federn. Hohe Füllkraft lange Lebensdauer. Muster gratis Jos. Christ1 Nchf. Cham-Opf.361 Im November 1941. ____________03838/ Gießen, 15. 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Oktober 1941 im Osten im Alter von 30 Jahren in treuester Pflichterfüllung für uns und sein geliebtes Vaterland gefallen ist. Wer ihn gekannt, kann unseren Schmerz ermessen. In tiefer Trauer: Frieda Schultheis, geb. Zecher, und Kinder Familie Ludwig Schultheis Familie Wilhelm Zecher und alle Angehörigen. Daubringen, Steindorf und im Felde, November 1941. Die Gedächtnisfeier findet am Totensonntag, nachmittags 2 Uhr, in Kirchberg statt. $ Lajana-Tages- Crem matt - nicht fettend - unsichtbar einzureiben Eine Schönheitscrem von hautpflegender Tiefenwirkung '/, Topf RM. 1.30 Topf RM. 2.00 ' Nur erhältlich: Parfümerie Doll Marktstraße 28 Gießen Marktstraße 28 4710Ä |Wohnungstau8ch| Schöne 4’Zimm.WonnuDg gegen kleinere zu tauschen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 4719 D an d e Max Batschat Lieselotte Batschat geb. Lösch Vermählte Berlin-Friedenau Gießen Le/tvrestr. 8. Gths. 1k. Neustadt 47 15. 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Beim Waschen in hartem Wasser würden in den deutschen Haushaltungen jährlich 100 Millionen Kilogramm Seife verlorengeben! Heute, im Kriege, geht es aber darum, alles Volksgut und so auch Seife, vor Verlusten zu bewahren. Deshalb: Immer nur in weich gemachtem Wasser waschen! Hartes Wasser kann man durch Zugabe einiger Handvoll eines guten Enthärtungsmittels in kurzer Zeit regenweich machen. Dieses Weichmachen des Wassers hilft viele tausend Pakete Waschpulver sparen! Städte mit besonders hartem Wasser sind außer Würzburg: Dernburg mit 43 Grad, Eis- Würzburger Leitungswasser unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von dem Leitungswasser anderer Städte. Bekanntlich enthält jedes Wasser mehr oder weniger Kalk, den es im Erdboden ausgenommen hat. Wasser mit hohem Kalkgehalt bezeichnet man als hart, Wasser mit geringem Kaikgehalt als weich. Während nun die Durchschnittshärte des Wassers in Deutschland etwa 15 Grad beträgt, hat das Würzburger Wasser nicht weniger als 60 Grad Härte 1 Das Würzburger Leitungswasser enthält also besonders viel Kalk. ziehen. w v , In den Gemeinden, in denen em Bedarfsnach- weis für Speisekartoffeln eingeführt ist, dürfen Speisekartoffeln vom Einzelhandel nach dem 20.11.41 nur auf den roten Einkaufsausweis abgegeben und bezogen werden. Verbraucher, die im Besitz des weißen Einkaufsausweises sind, können, falls sie nicht bis zum 20.11. 41 Speise- kartoffeln auf den Bestellschein zur Einkellerung 3en . ickerel im Spiel gegen VfB---------- -- v Punkten kommen, und damit weiter ungeschlagen >7. November, kann Frau Christine Henn, geb. Capeller, Buddestraße 8 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. Frankfurt a. M., den 12. November 194L Der Leiter des Landesernährungsamtes. J.D.: gez. Weintz. izet 10 lM ■in bet' [usik 75 RM Speisekartoffeln nur bei dem Verteiler beziehen, in dessen Kundenliste er eingetragen ift Großverbraucher beziehen Speisekartoffeln vom Verteiler nur nach Maßgabe der ihnen vom Kartoffelwirtschaftsverband zuzuweisenden Menge. Verstöße gegen diese Anordnung werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. 4725V 7. Diese Anordnung tritt am 15.11.1941 in Kraft. MiAim des rMeseniiWWMles Wen. lefleg 12. ? I Itlich. ) 'N 1 bind) iSieiv' ich non rer, bet nerSer , iU§8u' ag obtit nitte ild I Zrieim.! Medila- Rur bit nftemot. I btfeitiüt 'aienier s.___________ : nische 1 Welt- -•Geb. DER SIEG UNSERER WAFFEN LEBT IN ALLEN DEUTSCHEN HERZEN. HILF DU IHN ERRINGEN DURCH DEINEN EIN" SATZ UNQ DEIN OPFER! KRIEG S WINTERHILFSWERK 1941 42__ Gr druckte sich dieFleWmorken selbst. 5 Jahre Zuchthaus für einen Volksschädling. Lpd. Bad Homburg, 14.November. Der in einer hiesigen Druckerei beschäftigte, aus Schwanheim gebürtige 52jährige Schriftsetzer Willi Lohr- mann begann im November v. I. Lebensmittelkarten zu drucken, und zwar fertigte er Fleisch, karten in kleinen Blocks von je vier Stück zu 50 Gramm an. Als Ende August d. I. seine Verhaftung erfolgte, hatte er in den zehn Monaten Karten für ungefähr fünf Zentner Fleisch angefertigt. Er kaufte damit Fleisch und Wurstwaren in Frankfurt ein, die er für sich, fern* drei Geschwister und einen Arbeitskameraden verwandte. Diese vier Personen sind wegen des unberechtigten Fleischbezugs kürzlich vom Amtsgericht Frankfurt mit Gefängnis bestraft worden. Lohrmann hatte sie nicht wissen lassen, wie er zu dem Fleischreichtum gelangte. Er beschränkte seine Fälschertätigkeit aber nicht auf Fleischkarten allein, sondern druckte auch zwei Fettkarten zu je 100 Gramm und fünf bis sechs Brotkarten zu je 500 Gramm Nun mußte er sich am Freitag vor dem Sondergericht Frankfurt verantworten. Er war in vollem Umfange geständig. Die Veranlassung zur Anfertigung der Falsi- fikate, so behauptete er, sei der Zustand seiner herz- fronten Frau gewesen. Aber es ließ sich nach den eigenen Angaben des Angeklagten nachweisen, daß er auch noch nach dem Tode seiner Frau die Mar- kenfälschungen fortgesetzt hatte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten als Volksschädling wegen Verbrechens gegen § 1 der Kriegs, wirtschaftsverordnung in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung zu der vom Staatsanwalt beantragten Zuchthaus st rafe von 5 Jahren und 5 Jähren Ehrverlust unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Der Angeklagte sei ganz raffiniert zu Werke gegangen. Die Kartenabschnitte seien als öffentliche Urkunden anzusehen. Der Angeklagte sei ein Dolksschädling schlimmster Sorte und habe aus dem Motiv heraus gehandelt, besser als die anderen Volksgenossen leben zu können. Er habe jede Woche pfundweise mehr bezogen als ihm zustand. ahleu i fiege; sehen Irath; •roßet I itr.23. 111: • Gro. - ide. Ether; nigten ingen- ' Hör- 4708O i tollen- Montag, Mittwoch und Samstag. Die Vorschriften der Ziffer 1. gelten auch für die Abgabe von Kartoffeln bei der Verabfolgung von Gerichten in Werkküchen, Gemeinschafts- lagern, Anstalten, Heimen und ähnlichen Einrichtungen an die Gefolgschaftsmitglieder und Insassen. 4726V 3. Verstöße gegen diese Anordnuna werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. 4. Die Anordnung tritt am 17. Noo. 1941 in Kraft Konrad Lehr, Wilhelmstraße 51, kann morgen Sonntag, 16. November, feinen 80. Geburtstag begehen. Der alte Herr, durch feine langjährige Tätig- teit bei der alten Gießener Stadtpost allseits bekannt, erfreut sich noch bester körperlicher und geisti- fflofimhhoit Tlem Shihitnr ntJfpn unfprp her*. ger Gesundheit. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Wünsche zu seinem Geburtstage und für einen weiteren schönen Lebensabend. ** 7 0 Jahre alt. Am kommenden Montag, ißetr.: Die Zustellung der Gewerbefteuerbescheide für das Rj. 1941. Bekanntmachung Nachdem die Zustellung der Gewerbesteuerbescheide für das Rechnungsjahr 1941, die auch gleichzeitig die Anforderung auf die Gewerbesteuervorausmhlungen für Rechnungsjahr 1942 enthalten, an die Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechtigten stattgefunden i)at, wird als Dag, an dem diese Bescheide als zu- ßcftellt zu gelten haben, hiermit der 15. November 11941 festgesetzt. .. Diejenigen Pflichtigen, die bisher einen Bescheid nicht erhalten haben, werden aufgefordert, dies als- bald beim Städtischen Rechnungs- und cteueramt im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr.13, anzuzergen. Gießen, den 15. November 1941. 4696C Der Oberbürgermeister: Ritter.__ Bekanntmachung. Die Wochenmärkte finden vom 15.11-1941'ib bis onuf weiteres nur noch zweimal wöchentlich, uno zwar mittwochs und samstags statt. 4o9A- Gießen, den 15. November 1941. Der Oberbürgermeister, I. D.: Nicolaus. die Tabelle anführen. In Burgsolms hat Sportfreunde Wetzlar keine Gewinnchance. Auf Grund bes eigenen Platzvorteils erwartet man Burgsolms als sicheren Sieger. Wesentlich schwerer dürfte es Ehringshausen mit Watzenborn-Steinberg haben. Einen Sieg von Ehringshausen halten wir für möglich, wenn nicht eine Punkteteilung eintreten sollte. 1900 — Luftwaffe. Die seitherigen Spiele der beiden Mannschaften verliefen bis jetzt immer zugunsten der Luftwaffe. 3:0 und 5:2 waren die Ergebnisse. Die Schwierig, (eiten, die 1900 gerade bei diesen Spielen Hinsicht- lich der Mannschaftsaufstellung hatte, sind bekannt. Diesmal ist eine weit günstigere Lage bet den Platz- befitzern vorhanden, denn neben dem wieder zur Verfügung stehenden Kraushaar (Rot-Weiß Ffm.) sind es Haderer (Germania Bieber) und zwei wei- tere Gastspieler, die die Reihen der Blau-Weißen verstärken. Die Luftwaffe trifft diesmal auf einen weit besser vorbereiteten Gegner als im vergangenen Jahre. Da bei ihr durch Abgang von Spie- fern Lücken entstanden sind, die noch nicht befriedigend ausaesüllt wurden, ift über das morgige Spiel Ungewißheit gebreitet. VfB.'Reichsbahn in Naunheim. Die DfBer fahren am Sonntag nach Naunheim und treffen damit auf eine Mannschaft, die nach den seitherigen Ergebnissen die größte Aussicht hat, in diesem Jahr Meister der Staffel Gießen-Wetzlar zu werden. Man braucht sich nur an die 10^-Niederlage der Luftwaffe zu erinnern, um zu wissen, •* Die WochenmSrkte finden von fetzt ab nur noch am Mittwoch und am Samstaa statt. ** Die Abgabe von Butterschmalz betrifft eine Bekanntmachung des Ernährungsamtes in unserem heutigen Blatte, bte unsere Hausfrauen sorgfältig beachten mögen. • Die Kleinoerteiler haben die Bezugscheine über Butterschmalz unverzüglich ihrem Margarine-Groh- verteiler vorzulegen, der seinerseits die Bezugscheine über Butterschmalz in einen Großbezugschem über Butterschmalz umzutauschen und für rechtzeitige Belieferung der Kleinoerteiler vor Beginn der 31. Zuteilungsperiode Sorge zu tragen hat. Bei der Entgegennahme der ^-Abschnitte haben die Kleinverteiler daraus zu achten, daß diese nur von den für die Vorbestellung von Butterschmalz vorgesehenen Reichsfettkarten für Normalverbraucher unb für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sowie den Reichsfettkarten SV 1 und SV 5 abgetrennt wer- den Die Entgegennahme von „F -Abschnitten anderer Felttarlen (Reichsfetttarten aller Kinder bte i w 14 Jahren, Reichsfetttarten SV 2, SV 3, SV 4, SV 6, SV 7) zur Vorbestellung von Vutterschmatz ist daher nicht nur verboten, sondern auch völlig zwecklos. Gießen, den 14. November 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Dießem Ernährungsamt Abt. v, sind die quälenden Zeugen einer tzesLwäck>1en, ni,empsindstAe»,^ oHmoU entiünbiltf) veränderlen Atmung«,»leimkaul; dader ifirc^ Aortnädiqfeli. tritt man ihnen aber mit.Gilvho-lalln entgegen, so zeigt man da« richtige Verständnis für da«, wa« hier notlut, nämlich: nicht «nein der jeweiligen ^»werden Serr I» werden, fonbem vor allem auch aus da« anfällige Echieirndau'- Hewebe In wirklich heilträftige« Siyw dajwplrtm. M iß der 1 Vorzug der .SilphoscaliN'Tabiettea- | die feli langen Zehren viesteltige «nerftrnrang Mmden Mnu — I ' Achtm eie beim «Unfeuf auf den Jemen ,SU^»«celln , d„ grüne Packung und den errnä-iatm prei« een ^^*2.06 für 80 ZdbleHen. arbälllich la allen tiwolbthe, wo nickst, dann . Tiosen^lpoihefe, ZTlündjen, liosenstraße 0. — Verlangen , 1 von der Firma Carl Bühler. Konstant.kolenloan. «W- bmdhth die intet eisante. Illustriert« Auf Härrmgssdtrtft 5/ww Um eine gleichmäßige Speisekartoffelversorgung derjenigen Verbraucher, die eine Einkellerung nicht vornehmen können, sicherzustellen, wird auf Grund der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen vom 27. 8. 1939 (RGBl. 1, S. 1521) angeordnet: 1. Im gesamten Gebiet des üandesernährungs- amtes Hessen ist mit Wirkung vom 21.11.41 d.e unmittelbare Abgabe von (vpeisekartofseln an Verbraucher durch Erzeuger und der unmittelbare Bezug von Spei|etartoffeln vom Erzeuger durch Verbraucher verboten. Mit sofortiger Wirkung ist verboten a) ber gemeinschaftliche Bezug von Speisekartoffeln für Verbraucher durch Dritte, die nicht als Verteiler zugetanen sind (z. B. Sanimelvezug durch Betriebe für ihre Gefolgschastsmitglie- der), unmittelbar vorn Erzeuger und die Belieferung von Sammelbestellungen durch Erzeuger, b) die unmittelbare Belieferung von Großver- brauchern (Wehrmacht, Polizei, Reichsarbeits- dienst, Gaststätten, Werkküchen, Gemeinschafts- lagern, Anstalten u. a. Einrichtungen) durch Erzeuger. Als unmittelbare Belieferung gilt auch die Sie- ferung mit der Bahn. 2. Die an die Verbraucher von den Ernährungsämtern in einzelnen Gemeinden ausgegebenen Bestellscheine für Speisekartoffeln sowie an die Großverbraucher vom Kartosfelwirtschastsver- band ausgegebenen Bezugsausweise für Speisekartoffeln verlieren mit dem 15.11.41 ihre Gut- rannahmeunierfuchungen für die Waffen-!). ^Ifck^VrciWin^ Ableistung der verkürzten Arbeitsdrenstpfttcht). Freiwillige mit DienstzeitvervMchtung vom vollendeten 17. bis zum 45. Lebensjahr. Verner werden eingestellt: .. Freiwillige der Geburtsiabrgange 1SVS-—1S24 für die ^-Polizei-Division und Anwärter tur den Dienst in der Deutschen Polizei. Der Dienst in der Waffen-^ und nt der 7,-Polrzei- Division gilt alö Wehrdienst. Körpergröße mindest. 170 em (bis 20Aabre 168em). 'Nähere Ausführungen im redaktionellen Teil dieser Zeitung, ferner im Merkblatt und durch die Untersuchungs-Kommission. , ... , rk _ Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben fein. Die Annabmeuntersuchunn findet statt am 20.11.41, 14 Uhr, in Grünberg, Rathaus: am 21.11. 41, '9 Uhr, inH ungen, Volksschnle: am 25.11.41,141lbr, in Lich, ehem.Nathauo,Bürgenneister-Naume; am 36.11.41, 9 Uhr, in Gießen, Nett. Burg bo r, Burg - mraben 9. Arbeitsbuch und Wehrpaß und mitzu- ormgen. „ <688D Ergänzungsamt der Waffen--- Erg.«Etette Julda-Werra (IX), Kaffel-Wilh. ^öwenburgstr. 10, Tel. 36683 und 34441. tigkeit. Aus die den Erzeugern und Verteilern vor Dem 15. 11. 41 zugegangenen Bestellscheine dürfen Speisekartoffeln an Verbraucher noch bis zum 20.11.41 geliefert werden. Die Lieferung von Speisekartoffeln auf Bezugsausweise der Großverbraucher ist mit dem 15.11.41 einzustellen. Die Erzeuger und Verteiler haben die bis zum 22.11. 2~ " ch nicht voll belieferten Bestellscheine an den Besteller zurückzugeben. Die Bezugsausweife der Großverbraucher find dis zum 20.11.41 unmittelbar an den Kartoffel- wirtjchaftsverdand einzusenden. 4. Verbraucher, die keine Speifekartosfeln eingekel- lert haben, können bis auf weiteres Speisekar- toffeln vom Einzelhandel im Kleineinkauf bereich zu fein. Naunheim, der derzeitige Tabellenführer, sollte im Spiel gegen VfB.-Reichsbahn zu zwei weiteren &. A.-Epori. Kuhball-Meisterschaftsspiele. 1900 — Luftwaffe. Naunheim — VfB.-Reichsbahn. Burgsolms — Sportfreunde Wetzlar. Ehringshausen — Watzenborn-Steinberg. Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe empfängt die Spieloereinigung 1900 die Luftwaffe. Im letzten Spiel gegen DfB.-R. konnte die Luftwaffe trotz ihres Sieges nicht restlos überzeugen, und es bedarf schon einer besseren Leistung, um gegen die mit einigen Gastspielern antretenden 1900er erfolg- -em anwesenden Amtsgerichtsrat Gros als dem Vertreter der Familie Hoffmann. Kreisjägermeister fticolaus fand mahnende Worte der Verpflichtung zu Jägerehre und jagdlichem Brauch und Sitte, tnit einem Wort aus dem genannten Weihefviel schließend: „Gelobt, daß echte Treue zu halten Ihr aewillt, dem Geist der machtvoll brausend das neue gleich erfüllt." Zu Ehren des verstorbenen, allezeit pon echtem Weidmannsgeist erfüllten Oekonomie- fats Hoffmann erhob sich die Versammlung von den Sitzen, und das Lied vom guten Kameraden ber Musik ertönte und unterstrich die Wei'heminute. Amtsgerichtsrat Gros dankte im Namen der Familie Hoffmann für die Ehrung. Im Laufe des weiteren Zusammenseins erzählte er noch aus dem jagdlichen Erleben früherer Gießener und oberhes- sischer Weidmänner. Der Rest des Abends verlief in angeregter Unterhaltung und im Austausch von Iagderlebnissen und Erfahrungen. (Biegen»r Wochenn-arflpreife. ♦ Gießen, 15. Nov. Auf dem heutigen Wochen- Markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, ß bis 10, Weißkraut 5 dis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Rüden 7 bis 9, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 15, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, x/io 10, Endivien, das Stück 10 bis 15, Rettich 6 bis 10 Rpf. * ♦* 8 0. Geburtstag. Oberpostfchaffner !. R. /Dosts1' .60 BM- (jjeuiei >.30 J* 19® Ibinie“8 ,19» 130^ 21» Frankfurt am IHain, den 14. November 1941. Der Leiter des Landesernahrungsamte« Hessen. ___________I. D.: gez. Weintz. Anordnung de« Landesernährungsamtes Hessen. Vetr.: vellkartoffeltage in Gaststätten, Betrieben mit Verkküchen, Gemeinschaftslagern. Anstalten, Heimen und ähnlichen Einrichtungen. Auf Grund ber Verordnung über die öffentlich« Bewirtschaftung von landwirtsthaftlichen Erzeugnis» fen vom 27.8.39 (RGBl. I, 6. 1521) wird ungeordnet: 1. Die Gaststätten- unb Beherbergungsbetriebs müssen an mindestens drei Tagen in jeder Woche bei der Verabfolgung von Gerichten Kartoffeln nur als Pellkartoffeln abgeben, unb zwar am was ßte Naunheimer können. Dte I:0*9ttAeitage Wtt Wetzlar 05 im WHW.-Spiel gegen Naunheim liegt auf der gleichen Linie. Insgesamt gesehen, bestehen für die Reichsbahner keine Siegesaussichten. Es kommt für sie lediglich darauf an, die Niederlage so niedrig als nur möglich zu gestalten. Hierfür ift erforderlich, daß die Spieler sich mit all ihren Krä • ten einsetzen und vor allen Dingen die Mannschaft die notwendige Deckungsarbeit leistet. Die Gießener fahren mit der zur Zeit ftärkstmöglichen Aufstellung. Handball-Dorschau. Gauklasse. To. Mombach — Luftwaffe Gießen. Nach dem 9:8-Siege über Offenbach muß die Cuff* waffe nach Mombach. Diese schlugen am letzten Sonntag Friedberg 20:5. Da die Leistung der Gießener in Offenbach als gut bezeichnet wurde, geht man nicht ohne Siegesausfichten nach Mombach. Voraussetzung ist jedoch, daß dieselbe Aufstellung und der gleiche Kampfeswille gebracht werden. kreisklasie. Grüningen — Heuchelheim. Beide Mannschaften mußten am letzten Sonntack auswärts Niederlagen hinnehmen. Grüningen ist auf eignem Gelände ein schwer zu schlagender Gegner. Obwohl Heuchelheim jetzt eine stärkere Einheit als früher besitzt, werden sie einen knappen Sieg ber Platzmannschaft überlasten müssen. HJ.-Spiele im Bann 116. Watzenborn — Grüningen. Nach langer Spielpause empfängt Watzenborn Grüningen. Trotz einiger Niederlagen konnten diese immer gut gefallen. Bis zu dem Schlußpfiff jedes Spieles zeichneten sie sich durch großen Eifer aus. Mtv. Gießen-Lang-Göns. Ein spannendes Treffen wird es in Gießen geben. Die Platzmannschaft führt bis jetzt ungeschlagen Mt Tabelle an, während die Gäste eine knappe Nieder- läge zu verzeichnen haben. Bekanntmachung Abgabe von Butterschmalz. , . Befr.: Verforauna mit Winterkartoffeln. Dorn 15. XII. 1941 ab erhalten die Norrnalver- 9 9 brauchet und die Jugendlichen von 14 bis 18 fahren sowie die entsprechenden Lerbrauchergruppen der Selbstversorger mit Butter (Reichsfettkarten SV 1 und SV 5) bis auf weiteres 50 g Butterschmalz gegen Herabsetzung der Ratton an Schweineschlachtsetten auf die Hälfte. Eine Aenderung der (defamtfett- ration tritt hierdurch nicht ein. Die auf die Fettzusatzkarten der Schwer- und Schwerstarbeiter zu beziehenden Mengen an Schweineschlachtfetten bleiben von dieser Regelung unberührt. Zur rechtzeitigen Belieferung der Kleinverteiler ist eine Vorbestellung auf die Reichsfettkarten erforderlich. 4715D Die Normalverbraucher und Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren haben den mit .,F“ bezeichneten freien Abschnitt der Reichsfettkarten 30 mit dem Bestellschein über Margarine bis zum 17. Kooember 1941 bei dem Verteiler abzugeben, bei welchem sie Margarine zu beziehen wünschen. Das gleiche gilt für die Inhaber der Reichsfettkarten SV 1 und SV 5, die jedoch den Abschnitt „Fw zusammen mit dem Bestellschein über Butter ober Margarine abzugeben haben. Der Verteiler hat den Stammabschnitt der Reichsfettkarten 30 durch Firmenaufdruck oder .aufschrift und den Zusatz „Butterschmalz bp. „BS" zu kennzeichnen. Die Verbraucher Haven den in dieser Weife gekennzeichneten Stammabschnitt der Reichsfettkarte 30 bis auf weiteres aufzubewahren, da der spätere Bezug von Butterschmalz nur gegen Vorlage dieses Stammabschnittes erfolgt. Die Kleinverteiler haben die Abschnitte „F 30" in gleicher Weise wie die Bestellscheine bei den Ernährungsämtern zur Ausstellung von Bezugscheinen über Butterschmalz einzureichen. Diese sind zusammen mit den übrigen Bezugscheinen für die 30. Zuteilungsperiode spätestens jedoch vis zum 22. November 1941 einzureichen. leben mit 42, Halle mit 30, Leipzig mit 30, Altenburg mit 29, Mühlhaufen mit 28, Ludwigshafen mit 25, Trier mit 25, Köln mit 22 Grad. In solchen Städten ist das Weich» machen des Wassers natürlich besonderwichtig. Cs kommt aber nicht nur auf die Seifen- bzro. Waschpulverersparnis allein an. Macht man das Wasser nicht weich, dann seht sich die Kalkseife im Gewebe ab. Die Wäsche wird grau und unansehnlich und bekommt einen stumpfen Griff. Sie wird spröde und hart und geht viel schneller entzwei als Wäsche, die immer in weichem Wasser gewaschen wird. Dergessen Sie deshalb nie, am Abend vor dem Waschtag einige Handvoll Dleichsoda, Soda ober eines anderen Enthärtungsmittels in dem mit Wasser gefüllten Waschkessel zu verrühren. Erst dadurch wird das Wasser richtig weich. Sie werden sich freuen, wie gut am nächsten Morgen die Waschlauge schäumt und wieviel besser sie wäscht! ausgabefteUe in einen roten Einkaufsausweis umtauschen. Nähere Vorschriften über den Um» tausch erlassen die Ernährungsämter. In den Ge» meinden, in denen der Einkaufsausweis an dis Eintragung in eine Kundenliste gebunden ift, kann der Verbraucher auf den Einkaufsausweis y/stPfg. noblauch wirkt. Bitte auf den Namen HANSAPIAST achten SPARE EISERN bei Deiner Sparkasse ► Seit 2000 Jahren bekannt: < Hansaplasi Jn flpathcjzen 1- Tllark Um die hohe Eckstein-Quält- (fit bieten zu können, wird auf eine teure Verpackung verzichtet. Da die Tabak-Qualität entscheidend Ist hat ECKSTEIN Nr. 5 so viele Freunde. Oeschmack-und geruchfrei.^ tUUO-EINRJCHTUNGEN Gießen. Bahnhofstraße. heute dasVerkehrsnetz. Von der Mei- sterun g der gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämpfende Truppe und für die Heimat. Gewaltig sind die Aufgaben der Deutschen Reichsbahn gewachsen. Weit über die Grenzen des Großdeutschen Reiches hinaus spannt sich GIESSENER VORTRAGSRING Arbeitsgemeinschaft NSG. „Kraft durch Freude“ • Goethe-Bund Kulturelle Vereinigung Wir gewähren hypothekarische Darlehen mit und ohne Tilgung zu 4.5% Zinsen bei voller Auszahlung. Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners... Kanin-, Hasen-, Rehfelle Füchse, Marder, Iltisse sowie alle anderen Felle kauft zu besten Preisen Geschäfts-Uebemahme! Gebe hiermit bekannt, daß ich ab 15. Nov. den Dam en - Frisiersalon (früher Wahl) Bahnhofstraße 63 übernommen habe und empfehle mich hiermit den verehrten Damen von Gießen und Umgebung bestens Karl Völzing, Friseurmeister 03845 Frankfurter Hypothekenbank gegründet 1862 FRANKFURT A. M., Adolf-Hitler-Anlage 8 Kreismusikerschaft Gießen - Fachschaft Musikerzieher in Verbindung mit der NSG. Kraft durch Freude. Sonntag, 23. November 1941, 17 Uhr, Neue Aula der Universität Zum Tag der deutschen Hausmusik JUozart - Gedenkfeier Ausführ.: Das Orchester der Hitler-Jugend Bann u. Untergau 116, unter Leitung von Fritz Braun, und Schüler der Musikerzieher. Bechsteinkonzertflügel aus d. Pianoh. R.Schönau, Gießen, Bahnholstr.76 Eintrittskarten 0.80 RM., Schüler 0.40 RM. bei Herrn E. Challier, Neuen weg 10, und in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60. Der Reinertrag fließt dem WHW. des deutschen Volkes zu! 4701 D \ heute in Form'von/ Knoblauch Beeren Sonderveranstaltung Mittwoch, 19. November, 19.15 Uhr, Neue Aula der Universität Einmaliger Vortrag! Hans Haß -Wien der berühmte deutsche Unterwasserjäger „‘Unter 3torallen und Maien" Unterwasserjagd auf Großfische u. Haie. Mit Harpune u. Kamera im Karibischen Meer mit 120 Lichtbildern. 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Alleinvertrieb: Für den Handel: Wirtschaftliche Landhandelsvereinigung Hessen-Nassau e.G.m.b.H., Frankfurt a.M. 4. Wöhlerstrabe 2. Für d. Genossenschaftswesen: Bäuerl.Haupt- genossensch Rhein-Main-Neckar e G.rn.b H., Frankfurt a. M. 16, l aunusanlage 3. IG LO Ri nl PQLOST Giessen! Achtung Des großen Erfolges wegen bringen wir den Märchen - Tonfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge nochmals morgen Sonntag tonn. 10.30 Uhr ' Kinder 0.30, 0.50, 0.80 — Erw. 0.50, 0.80, 1.- Nr. 272 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) 15./t6. November 1941 das f hob nix gfagt!" (Fortsetzung folgt.) Karin Grunelius Roman von Guiöo K.Vranö Antwort!" Natürlich, der Onkel hatte ganz recht. Aber daß sie trotzdem nicht nach Rendsburg fahren würde, stand fest. Warum sollte sie denn auf einmal in der dortigen Kolonialschule nach geeigneten Kräften Ausschau halten, die nach Deutsch-Ost wollten? Auf i ihm gearbeitet uno haue i dem Wege nach Hause berichtete Karin '.hm, was । sie nach München durfte? mit der Reise gemeint war. Ein paar deutsche Far-1 Nur eben* daß sie allen zuvorgekommen war. mer hatten Günther den Auftrag gegeben, doch ein- ~ mal in Rendsburg und auch in Witzenhausen, wo sich die jungen Männer auf den Kolonialdienst vor- bereiten konnten, nachzufragen, ob jemand Lust PacKunq ( 75 Schreiben, und als sie zu Ende war, hielt sie ein' einen schaurigen Eindruck auf sie. Karins Schritte ; aeqen Nachmittag angekommen war, wäre ihm die j seltsames Gewirr von Vorwürfen, Eifersucht, rüh- Hangen hohl. Wie in einem Kloster kam sie zlnaefeaenbeit weniger kompliziert vorgekommen, renden Geständnissen und unausweichbaren Be-sich vor ungeiegenoeii roeniger ! fehlen in den Händen. Was er vorher geschrieben I Erst als sie em Reagenzglas in der Hand dielt hatte, hatte nur wie eine Ankündigung geklungen, und einen Versuch zum zwanzigstenmal wieder-