Montag. 15. September Ml Gietzener Anzeiger Oie Einschließung Leningrads 1543 fekanm deutsche Jlorbafrita bombardierten 3n 'es nd am gestrigen Tage britische Flakstellungen und DZ .1»! ’lke auf mit 7 Herz- H uQtt* Sn- -"h°t ichst ISE imen elttager um Tobruk. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs- ssbiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. Am 12. September fiel in den Kämpfen 'en V 27 Kilometer Länge. Das Baumaterial mußte kilometerweit herangeholt werden. Die Lastkraftwagen des Bataillons transportierten in der einen Woche 880 Tonnen Sand, Schotter, Steine und Holz. Feiger Lteberfall auf wehrlosen norwegischen Postdampfer. Oslo, 13. Sept. (DNB.) Am Freitag, 12. September, wurde das norwegische Küstenschiff „L o - f o t e n" plötzlich v ckn einem britischen Kriegsschiff und zwei britischen Bombern an der norwegischen Küste angegriffen und im Laufe von zehn Minuten durch Artilleriefeuer und Bomben versenkt. Nur ein Bruchteil der Passagiere, fast ausschließlich norwegische Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, sowie die Besatzung, konnten gerettet werden. Die Engländer bekümmerten sich nicht um die mit den Wellen ringenden hilflosen Menschen, sondern dampften eiligst von der Stätte ihrer Untat davon. Der Postdampfer „Lofoten" war nicht bewaffnet und fuhr auch nicht im Geleit, diente auch keinen militärischen Zwecken. Der feige englische Ueberfall ist darum ein neuer Beweis für die unmenschliche Kriegführung, die diese Verbündeten bes Bolschewisten ja schon immer im Seekrieg angewendet haben. er Berlin, 14. September. (DNB.) Im Kampfraum um Leningrad richteten sich die Angriffe der deutschen Luftwaffe am 14. 9. weiterhin gegen die feindlichen Befestigungsanlagen, Feldstellungen und Erdtruppen. Vor dem Rigaischen Meerbusen wurden zwei kleinere Schiffe in Brand geworfen. Im mittleren Abschnitt der Ostfront bombardierte die Luftwaffe in starken Angriffen feindliche Kolonnen und Eisenbahnverbindungen. Eine große Zahl von Lastkraftwagen und anderen motorisierten Fahrzeugen wurde vernichtet und marschierenden Kolonnen und Truppenansammlungen wurden schwere blutige Verluste beigebracht. Ein Munitionszug geriet in Brand und flog in die Lust. Ein Panzerzug wurde mehrfach getroffen, die noch befahrbaren Eisenbahnstrecken vielfach unterbrochen. Am Sonntag haben starke Verbände deuffcher Sturzkampfflugzeuge feindliche Befestigungsanlagen auf der Landbrücke zur Krim erfolgreich angegriffen. Artilleriestellungen und Feldbefestigungen wurden schwer getroffen, wobei die völlige Vernichtung von mehreren Geschützen und 40 Fahrzeugen beobachtet werden konnte. Auf einem Feldflugplatz wurden in den Hallen Brände hervorgerufen und mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. Zwei feindliche Flugzeuge wurden aus niedriger Höhe durch den Explosionsdruck der deutschen Bomben zu Boden geschleudert, wo sie zerschellten. Sturzkampfflugzeuge griffen eine feindliche schwere Batterie auf einer Insel an, die d e r D n j e p r - M ü n- dung vorgelagert ist. Die Geschützstellungen wurden zerstört. Das dazugehörige Munitionslager geriet in Brand, wobei eine Reihe starker Explosionen entstand. Der Wehrmachtbericht vom Gamstag. einzige deuffche Panzerdivision vernichtete bis zum 31. August 854 sowjetische Panzerkampfwagen und Panzerspähwagen, 40 Geschütze, darunter zahlreiche Panzerabwehr- und Flakabwehrkanonen, 199 Flugzeuge. Die deutschen Panzerkampfwagen stießen oftmals tief in die sowjetischen Linien und bi5 aus Flugplätze vor, die noch in Betrieb waren. Zahlreiche sowjetische Batteriestellungen wurden im Nahkampf vernichtet. Zahlreiche Gefechte, in denen sich deutsche und sowjetische Panzerkampfwagen "" kürzeste Entfernung gegenüberstanden, endeten dem Siege der Panzerdivision, Erfolgreicher Einsatz der Lustwaffe. Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/.Uhr desBormittags An-eigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plabvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr ssernsvrechanschlufr 2251 vrnck und Verlag: > 16 *,Q5 Q|) wt be len N Aw ö IPaltt 'US beJ nuWi ft» r • Ni IeiYi. Die anwesende Hauptdarstellerin Maria v. Tasnady wurde stürmisch gefeiert. Der jüngste Doktor Deutschlands. Auf Grund einer geschichtlichen Arbeit, die bereits bei einem Preisausschreiben der Martin- Luther-Universität zu Halle preisgekrönt wurde, er- warb mit 19 Jahren der Hallenser Günter Mühl- pfordt mit dem Prädikat „sehr gut" den Doktortitel. Altersmäßig ist Dr. Mühlpfordt der jüngste Doktor Großdeutschlands. Seit einiger Zeit ist er zur Wehrmacht eingezogen. Durch Erlaß des Reichsunterrichtsministers wird an den Schulen in Zukunft als alleinige Schreibschrift nur noch die Normalschrift gelehrt. (Scherl-Bilder- dienst-M.) Die nordspanische Stadt San Sebastian beging den fünften Jahrestag der Befreiung durch die Nationalisten. Der Caudillo begab sich mit dem Chef seines militärischen Stabes, General Mos - cardo, und dem Luftfahrtminister in die Kathedrale zu einer Messe zum Andenken an die Gefallenen. tleber 350000 Besucher im Haus der Deutschen Kunst. München, 12. September. (DKD.) Unter den kulturellen Darbietungen, die dem deutschen Volke mitten im Waffenlärm zu Feierstunden des Herzens geworden sind, nimmt die Große Deutsche Kunstausstellung 1941 zu München eine hervorragende Stellung ein. Ihre Anziehungskraft drückt sich in diesem Jahre durch Rekordbesuchsziffern aus, die in sinnfälliger Weise bezeugen, wie sehr die Scheue und jähe Vision — her Weg bis zu jener Wirklichkeit ist lang und fremd und schon wieder verloren: eine Türe öffnet sich, eine Türe schließt sich... Für einen Augenblick wird ein« Gestalt sichtbar und erleuchtet... ein Gespenst... Schemen. Ausstellungen dem Volksempfinden entsprechen. In der kurzen Zeitspanne von 7 Wochen seit Ausstellungseröffnung haben 350 000 Volksgenossen die weiten Säle des Kunsttempels am Englischen Garten durchschritten und täglich kommen aufs neue Besucher. Die überaus zahlreichen „Verkaufs- Schilder in der Ausstellung bringen die Verbundenheit zum Ausdruck, die das Volk für die Schöpfungen einer guten deutschen Kunst empfindet. Die L>chau bleibt in ihrer jetzigen Gestalt der Oeffent- lichkeit voraussichtlich noch bis Ende Oktober zugänglich. Dann wird ein Teil der verkauften Werke gegen neue Arbeiten ausgetauscht. Frauenarbeit im Kriege. NSG. Die letzte Gaupressekonferenz in Frankfurt am Main stand unter dem Thema der Frauenarbeit im Kriege. Die Gausrauenschaftsleiterin, Frau Erna Westernacher, wies auf die Notwendigkeit ihrer straffen Organisation hin. 50 000 Frauen unseres Gaugebietes stehen im unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz. Aber noch unendlich viel mehr Frauen werden gebraucht. Besonders wichtig sei es, das Kind schon in ganz früher Jugend in den Geist der deutschen Volksgemeinschaft hinein- wachsen zu lassen. Gaujugendgruppenführerin Wag- n e r zeigte den wichtigen Einsatz in der Wertarbeit der Fabrikablösung, der Erntehilfe, der mannigfachen NSV.-Arbeit, der Lazarettbetreuung, auf hauswirtschaftlichem Gebiet und vielen anderen mehr. Ein Referat von Kreisjugendgruppenführerin Sucher gab Ausschnitte aus der geleisteten Arbeit und formte ein lebendiges Bild des alltäglichen praktischen Einsatzes. Ein Vortrag des stellvertretenden Sportbereichsführers, SA.-Obersturmbann- führer Rieke, über die Kriegsarbeit des NS.- Reichsbundes für Leibesübungen schloß sich an. Zum Schluß behandelte Gauhauptstellenleiter L e i tz die augenblicklich in der Pressearbeit im Vordergrund stehenden Fragen. Aus aller Wett. Neuer Sieg deutscher Filmkunst in Venedig. Mit großem Beifall wurde in Venedig der deutsche Film „Komödianten" bedacht. Das große filmkünstlerische Schauspiel vom Kampf der deutschen-Komödiantin Karoline Neuber um Wenn unsere neuen deutschen Briefmarken er- scheinen, so gelangen sie gleich in vielen Millionen von Exemplaren zur Ausgabe, und es war ein gewaltiger Arbeitsaufwand von Druckern notwendig, sie fertigzustellen. Die Massenauflage scheint uns wesentlich für die Briefmarke, und daß sie einzeln geschrieben werden könnten, ist uns eine unmögliche Vorstellung. Und doch hat es geschriebene Briefmarken gegeben, wenn auch in wenigen Fällen, es gibt ältere Marken, auf denen Namenszüge oder auch Anfangsbuchstaben von Postmeistern oder anderen Beamten zu Kontrollzwecken mit schwarzer oder roter Tinte geschrieben wur- Roosevelt sucht nach Vorwänden Spanische Stimmen zur Roosevelt-Rede. U8A.-Dolk zu wecken. Vor allem mußte dabei wieder einmal der Begriff der „Freiheit der Meere" herhalten. Herr Roosevelt interpretiert diesen Begriff dahin, daß „keine Nation das Recht habe, die weiten Weltmeere in großen Entfernungen von den tatsächlichen Landkriegsschauplätzen unsicher für den Handel anderer Nationen zu machen". Er tut also so, als ob die Achsenmächte es gewesen wären, die den Nationen dieses Recht bestritten hätten, und unterschlug radikal die Tatsache, daß es doch England gewesen ist, das gleich bei Kriegsbeginn durch seine Hungerblockade die weiten Weltmeere für den Handel der anderen Nationen mit Deutschland hermetisch abzusperren sich bemühte. Gibt es eine tollere und dreistere Ver- drehuna als die, die sich Herr Roosevelt hier leistete? Ganz lapidar bezeichnete Roosevelt als seine zwei angeblichen Ziele, die Materialzufuhe der USA. an i)ie Feinde Hitlers freizuhalten und die Freiheit der Schiffe auf den Meeren zu gewährleisten. Wenn diese Proklamation ohne Einwand in den USA. hingenommen wird, muß man sich doch die Frage stellen, ob die USA.-Bürger wirklich so schwach in der Logik und so wenig mit gefunbem Menschenverstand begabt sind, daß sie den krassen Widersptuch zwischen den beiden Zielen, die sich ja diametral gegenüberstehen, klafft, nicht zu erkennen vermögen. Die Proklamation der „Freiheit der Meere" bedeutet das Zugeständnis zu einer absoluten Neutralität, die Unterstützung der Feinde Hitlers durch Materialzufuhren aber einseitigste Par- teinahme der USA. für einen der Kriegführenden. Die Rundfunkrede, mit der sich Herr Roosevelt verteidigen wollte, ist ein hundertprozentiger Beweis für seine Provokationsabsichten geworden. Nach dieser Rede kann es keinen Zweifel mehr geben, daß Roosevelt unverschämt gelogen hat, als er behauptete, er habe keinen Krieg mit Hitler gesucht und suche ihn auch jetzt nicht. Diese Rede hat den Provokateur Roosevelt in voller Kriegsbemalung an den Pranger gestellt. Der „Schießbefehl", den er verteidigte und gleichzeitig erneuerte, hat den Schleier zerfetzt, der den ewig Gutgläubigen bisher die wahren Absichten der Kriegstreiber von Washington verhüllte. Wo bleiben jetzt — darf man wohl fragen — die Freunde der Menschlichkeit, die immer bei der Hand sind, wenn sie einen anderen bes Kriegsverbrechens anzuklagen sich in der Lage glauben, angesichts dieses schamlosen Treibens der Washingtoner Kriegshetzerclique mit dem sauberen und famosen Präsidenten Roosevelt an der Spitze, her sich nicht einmal verteidigen fgnn, ohne sich selbst auf das schwerste anzuklagen? Roosevelt hat wahrlich keinen guten Tag gehabt, als er sich ent» lasten wollte und wider Willen zu seinem eigenen Staatsanwalt wurde. E. S. Das Ritterkreuz. Berlin, 13. Sept. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleul- n™f Stapf, Kommandeur einer Infanterie- Division; Oberst Ritter von hanenschild, Kommandeur einer Panzerbrigade; Major Graf von Oberndorf f, Kommandeur einer Auf- ftdrungsabteilung; Oberleutnant Freiherrn von Brackei, Kompanieführer in einem Panzer-Regiment; Oberleutnant von Wihendorff, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment; Unteroffizier Becker in einem Schühenregiment; ferner an General der Kavallerie hänfen. Kommandierender General eines Armeekorps; Oberstleutnant Bitter von hengt, Kommandeur eines Gebirgsjager-Regiments; Hauptmann $ a l m i n g e r, Vataillonskommandeur in einem Gebirgsjäger- Regiment; Oberleutnant von Ftotow, Kompanieführer in einem Schühenregiment; Leutnant Xftofern, Zugführer in einem Schützen-Regiment, und Unteroffizier (^-Unterscharführer) Erich Rohner in einer Panzerjäger-Abteilung; ferner an Generalleutnant von Arnim, Kommandeur f einer Panzerdivision; Major Graf Strachwitz, Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment; Hauptmann Weimer, Vataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Leutnant von Lucke, Zugführer in einem Panzerregiment; Leutnant : Kegel, Zugführer in einem Panzerregiment, und Leutnant Schwarz, Zugführer in einer Panzerjäger-Abteilung; ferner auf Vorschlag des Ober- ; befehlshabers der Luftwaffe: Oberleutnant Schenck, " Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Ober- i Unb wem gehörten die kleinen, farbenblassen Taschentücher? In die Ecken sind verklungene Namen gestickt, eine winzige süße Spur von Lavendel oder Veilchenduft steigt auf und erzähll von dunklen und erstaunten Augen, von Hellen Sommerkleidern, von kränzleinbestickten Strohhüten und von scheuen Liebkosungen in einem Gebüschoersteck. Einst hat der Besitz dieser Tücher berauscht und beseligt, und man hatte die Einbildung, einen Teil der geliebten Freundin immer bei sich zu haben. Und nun vergessen, nur das eine oder andere kleine Merkmal blieb im Gedächtnis; ein Leberfleck an der Wange, ein bestimmtes, oft gesagtes Wort, ein Kleidungsstück, eine Augenfarbe oder sonst ein Ding, ein Lächeln ober ein Schmuck. Die Namen sind verklungen oder steigen erst unter Nachdenken wieder aus bem Gedächtnis herauf. Oh bittersüßer Schattenzug der Vergessenen, der Entschwundenen! Nie mehr kreuzen sie den Weg, nie mehr erglüht ihr Antlitz unter deinem Blick, nie mehr umschlingen dich ihre Arme und berühren dich ihre zitternden jungen Lippen. Erinnerungen — der Stoß der Bilder, verwackelte und verblaßte Gelegenheitsfvtvgrasien, blättert sich aus: Flußufer, Bänke, Geländer, umwachsene Zäune, Burgruinen, das Meer, eine Wall) schneist... die Mädchen haben Blumen in der Hand, einen Tennisschläger, ein Buch, einen Zweig, einen Apfel, einen Hut, sie sitzen im Gras oder auf einer Gartenmauer, auf einem Rad oder neigen sich über ein Wasser, in dessen Spiegel das Gegenbild zittert... Bilder in mancherlei Größen, mit Fingerspuren und an den Rändern angegilbt, mit den Flecken der Auslosung und der Verfärbung, die Umrisse verwischt und allmählich verschwindend, und doch und doch... dahinter stand ein geliebter und umschwärmter Mensch, ein lebendiges und verehrtes Wesen, war Glück und Seligkeit, Kummer und Schmerz. Und nun? ... Zittert nicht die Hand ein wenig, wenn sie in einem dec Bücher blättert, Bücher meist schwär- nenfpuren und Kubmerkmalen; Erinnerungen flü« mender und lyrischer Art. geschenkt aus mancherlei den ge täten Bändern, die einmal frisch- Anlässen und mit überschwenglichen Widmungen 1 ÄÄ an Starren und Lauten aus der ersten Seite? Seit langer Zeit wurde nicht "h??4 3um summenden Lied ge- mehr darin gelesen. Und doch war manches dieser zupft und in der Julidammerung/mit zagenden Fm- Bücher wie ein Evangelium. Was war es was SLe,d,lIa9m Wurden, das vor dem bezauberte, verwirrte oder erregte? ©mau' wird lasmmdustenden ©arten aufstand. man es nicht mehr wissen. Aber wahrlckeinlick mar Erinnerungen. Von Anton Schnack. In selten geöffneten Schubkasten von Kommoden ruhen die Erinnerungen, in kleinen mit Blumen- schnitzwerk geschmückten Truhen, wozu die winzigen Schlüssel seit langem verloren, verlegt ober zerkochen sind; in sorgfältig versiegelten Mappen sind Liebesglück und Liebesleib verwahrt, in geheimen ober verborgenen Fächern von Schreibtischen gilben Briefbündel, von verblaßten und verschossenen Bändern umschnürt; auch in verstoßenen und aus der Mode gekommenen Koffern, darin viel Müdigkeit sich ausruht und viel erloschene Reisesehnsucht begraben ist, atmet, vorn ätzenden Staub der Jahre und der Vergänglichkeit bedeckt, noch ein Funken des einstigen zarten ober roilben Liebesgeistes. Insgesamt eine fast fremde Erinnerungmahnung, an Herzklopfen, törichte Jugenb, Schlendrian und Eifersucht, an Glück, an Tränen, an Trauer und Freude. Der erste Kuß und das erste Stelldichein geistern darin, das erste Du und der letzte Händedruck sind darin aufbewahrt. Die Salzbeize gemeinsamer Wasserreisen und die Harzbitterkeit,von Liebesmärchen burchfunkelter Waldwanderungen wehen mit verschollenen Düften aus der fernen, Devon- nenen Zeit und verflüchtigen sich mit jedem Tage und mit jeder Stunde immer mehr. Es sind Haarsträhnen in mancherlei Farben, blonde, braune und schwarze Locken, mit Bast und Bändern umwickelt. Es sind bittergerüchige und gebleichte Blumenbünbelchen, mürb und zerbrechlich, die, aus ihrer Umhüllung genommen, unter den Fingern verrieseln. Es sind entfärbte Schleifen, die wie große Schmetterlinge einstmals bezaubernd auf umschwärmten und geliebten Mädchenköpfen wippten. In metallstumpstn und mattgewordenen Arm- bändern flimmert noch ein Duft von fonnengebräun- ter warmer Haut; ein Ring kollert aus der Vergessenheit, ein zweiter und ein dritter, gegeben in plötzlich aufflackernden Stunden der-Zuneigung, zur ewigen Erinnerung geschenkt, von Mädchenfingern abgestreift und als Talisman, als stolzer Siegeslohn behalten . und schließlich weggelegt und bann vergessen. Erinnerungen sprechen aus den Briefen mit Trä- neuc Zwischenfalle zu schaffen. Washington dürfe nicht vergessen, daß diese Politik schwere Gefahren in sich berge. „Es' ist unmöglich, zu gleicher Zeit die Vorteile eines neutralen Landes zu genießen und eine Politik zu betreiben, die sich kaum von der eines kriegfühGenden Staates unterscheidet. Oer Griff nach dem Pazifik. Tokio, 13. Sept. (Europapreß.) In ihren Betrachtungen zur Roosevelt-Rede heben die Tokioter Blätter nachdrücklich hervor, der von Roosevelt gebrauchte Begriff der „a m e r i k a n i s ch e n Verte i d i g u n g s g e w ä s s e r" zeige an, daß die USA. sich noch weniger als bisher auf ihre Terri- torialgewäsfer beschränkten, sondern auf immer weitere Gebiete übergreifen wollen. Dies fei ein klarer Beweis dafür, daß die Ambitionen Wafhingtons auf eine Kontrolle der gesamten Welt und aller Meere gerichtet sind. Beachtet wird auch Roosevelts Andeutung, daß die neue Politik der USA. auch auf den Pazifik an« gewandt werden soll. Japan könne dies nicht hinnehmen, falls der gesamte Pazifik in dieser Weise von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden sollte. „Es ist klar, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika es sind, die die Freiheit der Meere verletzen", schreibt „Chugaishogyo". „Die Vereinigten Staaten sind in die deutsche Blockadezone eingedrungen, oie von den Deutschen errichtet worden ist, um der britischen Blockade entgegenzuwirken", betont „Tokyo Nichi Nichi". „Deutschland hat die Gesetze des Meeres nicht verletzt", fügt das Blatt hinzu. Deutsche Kampfflugzeuge haben in der Nacht 3um Sonntag die Hafenanlagen von Suez und Port Tewfik sowie die Oelrasfinerien von Suez angegriffen. In den Delraffinerien entstanden ein großer und mehrere kleinere Brande. Die Kais und Lagerhäuser wurden ebenfalls von Bomben getroffen. ♦ Erfolgreiche Angriffe deutscher Sturzkampfflug, zeuge richteten sich am 12. September gegen die Befestigungslinien der Sowjets westlich Murmansk. * Im Unterhaus gestand Amery, daß sich am 1. Juli 12 129 Inder im Gefängnis befanden, „weil sie sich an der Kampagne des Ungehorsams den britischen Behörden gegenüber beteiligten". Unter ihnen befinden sich auch 35 frühere indische Minister und 321 Abgeordnete der provinzialen gesetzlichen Versammlungen. Der britische Admiral Woodhouse ift als o e r m i fj t gemeldet worden. Er war Kommandierender Admiral auf den Werften Gibraltars. Der t*?3 Schiffes, auf dem er gewesen ist, wurde nicht befarmtgegeben. * Sn der internattonalen Konzession in Schanghai ist ein Angestellter der Steuerbehörde der Nanking- Regierung von einem Unbekannten niedergeschossen worden. In dem von den Japanern besetzten Pang- sepu-Viertel mürbe ein japanischer Soldat durch einen Nevolverschuß getötet. Die Japaner haben die gesamten Zugänge zur internationalen Siedlung abgesperrt. Madrid, 13. Sept. (Europapreß.) Die Rede Roosevelts wird in Spanien als neue und diesmal völlig eindeutige Bestätigung für die aggressiven Absichten des Präsidenten aufgefaßt. Roosevelt wolle um jeden Preis Zwischenfälle heraufbeschwören, um die kriegsunlustige nordamerikanische Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu stellen. Da seine Forderung nach freier Durchfahrt norbameri« konischer Schisse durch das Kriegsgebiet für die Achsenmächte überhaupt nicht diskutierbar fei und er außerdem mit rücksichtlosen Angriffen der USA.. Marine auf deutsche und italienische Schiffe ae- droht habe, trage die Rebe ben Stempel einer Politik, bie zum Eingreifen in ben gegenwärtigen Konflikt bereit sei, aber nach Vorwänden s u ch e. „Die Tatsache, baß in Island nordamerika- nische Truppen liegen", meint der Madrider „ABC", „ist fein Argument, das die Deutschen dazu bewegen könnte, die nordamerikanischen Schiffe passieren zu lassen. Wenn sich die Nordamerikaner eine Basis auf Island schaffen, wer garantiert, daß sie nicht morgen auf den Far-Oer-Jnseln, in Schottland, in Irland oder vielleicht noch näher an London Niederlassungen errichten. Außerdem gehört Island zu Europa und in gar keiner Weise zur westlichen Hemisphäre." Dem gleichen provokatorischen Ziele diene auch die neuerdings den Bürgern der Vereinigten Staaten gegebene Erlaubnis, mit englischen Flugzeugen und Schiffen zu reisen. Nur zwei Ab- sichten, so meint „ABE", könne Roosevelt damit verfolgen: Entweder wolle er auf diese Weise allmählich das Neutralitätsgesetz durchlöchern lassen aber, mas wahrscheinlicher sei, es liege ihm viel daran, leutnanf Ihrig, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, und Generalmajor von'Axt Helm, kommandierender General eines F^akkorps; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres an: Oberst Lindemann, Artilleriekommandeur; Oberstleutnant von Pannwih, Kommandeur einer Aufklärungsabteilung; Major Boettcher, Abteilungskommandeur in einem Artillerieregiment; Major Weller, Vataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Hauptmann Unger, Kompaniechef in einem Schühenregiment, und Feldwebel Hans h o f f r i h, Zugführer in einem Infanterieregiment. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat frn einem herzlich gehaltenen Telegramm bem Korpsführer des NSKK., Reichs- leiter Hühnlein, zum 60. Geburtstag feine Glückwünsche übermittelt. * x 3n Anwesenheit des Reichsverkehrsministers Dr.-Jng. h. c. Dorpmüller, des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen Reichsminister.Dr.« 3ng. Tobt, des deutschen Gesandten von Renthe-Fink, des dänischen Ministers für öfsenttiche Arbeiten und des Generaldirektors der dänischen Staatsbahnen fand auf der Insel Fehmarn der erste Spatenstich für die „Vogelfluglinie" Deutschland-Dänemark (Eisenbahn- und Autöbahn- Verbindung über den Fehmarn-Sund) statt. * Im festlich geschmückten Rathaussaal in Metz fand die in Straßburg begonnene Vertretertagung des Bundes der Elsässer und Lothringer im Reich mit einer lothringischen Feierstunde ihren Abschluß. ♦ In den nächsten Tagen wird sich eine finnische Wirtschaftsdelegation unter Führung des Handelsministers Tanner nach Berlin und Wien begeben. Der zentrale politische Rat in Nanking beschloß die Ernennung des Erziehungsministers Lisheng- wu zum chinesischen Botschafter in Deutschland. Am 3. September wurde auf offener See vor Barcelona der französische Frachter „T l e m c e n" durch einen bewaffneten britischen Fischdampfer überfallen, der die Absicht hatte, die „Tlemcen" aufzubringen. Nach vergeblicher Beschießung konnte jedoch der Frachter mit Unterstützung des zu seiner Bedeckung ausgelaufenen französischen Torpedobootes „Fougueaux" seine Reise fortsetzen, um am 6. September in Oran einzulaufen. um die sich die Sammler, wenn einmal eine auf ben Markt kommt, erbitterte Kämpfe liefern und für bie sie erstaunlich hohe Summen ausgeben. So gibt es früheste Ausgaben von Britisch-Guiana von 1850 unb 1856, von denen eine karminrote 1 Cent mit Unterschrift im Jahre 1922 in Paris mit rund 150 000 Mark bezahlt wurde, sicher die kostbarste Unterschrift, von der die Briefmarkengeschichte weiß. In Transval wurde während der Besetzung von Pitersbura im Jahre 1901 eine Notausgabe ge- fchaffen, bei der der Beamte jedes Stück unter- schrieb. Bei ben Sammlern sind die „Postmeistermarken" der Vereinigten Staaten sehr beliebt, bie ben eigentlichen Postwertzeichen vorausgingen. In Baltimore schrieb ein gewisser James M. Buchanan seinen vollen Namen auf einen schmalen Papierstreifen und ließ bie Wertangabe 5 ober 10 Cents barunter brücken, unb noch 1861 schrieb ein anderer Beamter in Greenwood Namen und Wertbezeichnung auf ben Papierstreifen unb stempelte bazu mit ber Hand „Paid" (Bezahlt), unb er hatte damit eine Briefmarke hergestellt, die heute hohen Wert hat. Die „Briefmarke" von 1846 ist von Liebhabern mit 30 000 bis 40 000 Mark bezahlt worben. Hatte bie Briefmarke mit eigenhändiger Unterschrift noch einen gewissen dokumentarischen Wert, so ist es erstaunlich, daß es sogar mit der Schreibmaschine hergestellte gibt. In Uganda in Ostafrika schrieb der Missionar Miller im Auftrage ber englischen Regierung in ben Jahren 1895 unb 1896 mehrere amtliche Markenausaaben mit ber Schreibmaschine, unb zwar in der Kauri-Währung, wobei 1000 Kaurimuscheln etwa 20 Mark Wert haben. Die beiben ersten Ausgaben enthielten nur bis Buchstaben U G unb die Wertangabe, während ie dritte Ausgabe oben bie Inschrift „V. 96. R.", unten bas Wort „Uganba" unb in ber Mitte bis Wertziffern hatte. Das Ganze war schön umrandet. Mit der Schreibmaschine geänderte Briefmarken- gibt es von den Tonga-Inseln im Stillen Ozean vorn Jahre 1896. Im Weltkriege ist es vorgekommen, daß englische Soldaten, die eine kleine tür- fifdje 3nfel besetzt hatten, sich mit Schreibmaschine ihre Briefmarken selbst herstellten, die vom Stadthalter durch Unterschrift bestätigt wurden. 2l6er x i- s. ~ r” U' »->.-»*—— - diese Marken werden von ben Sammlern nicht Den, und sie sind zu großen Seltenheiten geworden, ganz ernst genommen. C. K. )rochene Glimmerplättchen in den Schautüren der Fachmann kommen, damit er sie beheben kann. Vorder« (Nachdruck verboten.) iS. Fortsetzung. die be« Nartin« rde, er« Nühl- Doktor« jüngste en. lusstel. en die i Ear- > neue kauft", unben, Verdunkelungszett 15. September von 19.37 bis 6.53 Uhr. ankfurt irauen« ■. Frau »endig« Stauen ?n und ch viel wichtig end in hinein« Wag, Berlar« • man« ifl, auf inberen Ührerin Arbeit iglichen toertre« nbann, i NS.« ch an. jrb an Schrift Silber» Aus der Stadt Gießen. Oefen nachsehenl Wenn die Septembersonne noch warm und reundlich scheint, denken die Hausfrauen leider licht daran, eine sehr wichtige Arbeit vorzunehmen, nämlich den treuen Winterfreund, den wärmenden Dfen, gründlich nachsehen zu lassen. Wenn es dann kalt wird und man sich zum Heizen entschließen nuß, dann ist oft der Kummer mit dem rauchenden D[en reckt groß. Gerade in der jetzigen Zeit, wo Dir mit Dem Heizmaterial so sparsam wie nur mög? ich umgehen müssen, ist es unbedingt notwendig, )en Ofen tadellos in Ordnung zu halten, denn nur )ann brennt er gut und wirtschaftlich. Was ist ilso zu tun? Zuerst wird der Ofen gründlich gereinigt und )ann auf alle Schäden nachgesehen, denn jeder Schaden muß sofort und gründlich wie möglich behoben werden. Undichte Fugen, abgebröckelte Scha. nottestücke, nicht gutschließeiÄe Türen, ja sogar Aer- löpfun« $ t. Die | Mfent« er zu« Werke DicöltlHMang^mön Vornan von Horst Airmoth lebig. iig der Das ipf bet : ’C M igischer blitum. Hilde h vom körpert,. G. W. t. Son« Käthe Schwe« ; Bau« gotische nicht [tellerin iert ine auf rn und >en. So ina von iSent iit rund Dorste teweiß. ng von abe ge> unter* meiste? ebt, di- zen. 2n uchanon Papier' ) Lents anderer tbezeich' te dazu •e bann n Wert bhabern L Unter- n s« )ft«2 i»r eng Sch-Ä i, roobe' ''E ZA fm«'1*! rdtfo”1' S l5(‘ 'E * !luch der Schornsteinfeger tritt in Erscheinung und esertigt jeden Rest von Ruß aus den Zügen des Dfens aber aus dem Kaminschacht. Besonderes Augenmerk ist dem Ofenrost zuzu- oenden, denn die Entfernung seiner Stäbe vonein- tnber ist wesentlich dafür, ob das Heizmaterial rieft« g verwertet wird; sind die Entfernungen zu groß, allen au viel glühende Kohlen durch die zu weiten Ibftänoe zwischen den Stäben in die Aschenbehäl- tt; liegen sie zu dicht nebeneinander, bekommen ie Kohlen nicht genüaend Luft. Wir erhalten jetzt manchmal nicht die Kohlenart, für die der Ofen ilgentlid) gebaut ist, und deshalb wenden mir uns aegen des Rostes an einen Fachmann, der uns ür den vorliegenden Fall sachgemäß berät. Dies :ilt besonders, wenn ein neuer Rost angeschafft □erben soll. „Und da meinst, tun wir ihr Tinte 'rein!" fragte Britta atemlos. „Schmarrn! Das merkt sie doch gleich! — Aber nein, oben auf dem Speicher, wo der Könnt die Farbtöpfe stehen hat, steht eine Flasche mit farb- ksern Lack. Der ist so hell und dünn wie Wasser, 'uib riechen tut er überhaupt nicht und wird doch üi>er Nacht, wenn man ihn stehen läßt, so hart wie Stein .. „Und da meinst .keuchte Britta. „Ja, grad dees moan i!" nickte Lydia sachlich, „laß wir das Blondirol ausgießen und dafür den ß-itf einfüllen. Du, was glaubst, was das gibt? Die Seglinda zerspringt vor Wut. Und 'rauskriegen tut stk's nie! Ich hab's mal an den Finger gehabt, es pappt unbändig." f „Und wann meinst, daß wir's machen?" fragte Britta hingerissen. „Sofort natürlich, eh sie aus der Stadt zurück- bmmt." Sie hatten durchaus nicht die Empfindung, daß bcs, was sie zu tun sich anschickten, eine, Laus« btberei mar, ein Streich, der sich würdig in die ibenteuer von Max und Moritz eingefügt hatte, r e nahmen den Kampf gegen das verhaßte Fraulein Zögling mit den Mitteln auf, die sie für wirr- fom hielten, und es war ihnen dabei ungeheuer ernst zu Mute. Ihre Gesichter glühten vor tapferer Tirtschlossenheit, den Kampf aufzunehmen und furchtlos bis zum erfolgreichen Ende durchzufuhren. &03 mußte geschehen fein, wenn sogar Britta alle Ängstlichkeit abroarf und sich kopfüber in die Der- ’ fchwörung stürzte! Konrad Hellwang begegnete seinen Töchter in der Diele. Er war auf dem Wege .zum Badezimmer und sah zerstrubbelt aus: „Na, ihr Strolche, v'hin des Wegs?" . f N2Iuf den Speicher", entgegnete Lydia harmlos. Defen können zu falschem Zug führen. Entweder rennt der Ofen dann nicht richfia oder er raucht inb qualmt, unb das Heizmaterial wird nicht rich- ia ausaenutzt. Sowie wir Schäden im ober am Dfen feftgeftellt haben, lassen wir rechtzeitig den Mit dem Fachmann besprechen mir aber noch ine weitere Frage, die wegen der Schwierigkeit, as gewohnte Koblenmaterial zu erhalten, auch sehr nichtig ist: die Füllhöhe des Ofens. Jedes Dauer- rand-Ofensystem ist so gebaut, daß eine bestimmte Höhe der Kohlenfüllung am wirtschaftlichsten ist. ■ Wenn mir eine andere Kohlenart verheizen müssen, irkundigen mir uns auch nach der dann einzuhal- t?nben Höhe der Füllung, damit wir recht lange nit den Kohlen reichen und ihre Wärme richtig ' cusnutzen. Manche Hausfrau fürchtet sich vor dem ersten An- leizen des Ofens, weil zu oft Qualm und Rauch lntsteht, obwohl der Ofen in Ordnung ist. Es liegt cuch in den meisten Fällen gar nicht am Dfen, fon» fern daran, daß die kalte und oft feuchte Luft im dfenrohr und im Schornstein die Luft durch den Heu in das Zimmer brückt. Die Hausfrau kennt koch ben kleinen Trick vom Küchenherd, wenn bie- er nicht recht brennen will, daß man nämlich die : cm Ofenrohr befindliche Klappe öffnet, einen zu« simmengeknüllten Zeitungsbogen hineinsteckt und ! onzünbet. Auf diese Weise wird die Luft im Rohr twrm und der Herd zieht richtig. So machen mir I» auch mit dem Zimmerofen, der monatelang nicht h Betrieb war. Dies kleine Mittel hilft oft, na- Aentlich, wenn in den unteren Stockwerken schon ! lesen brennen, die in denselben Schornsteinschacht nünben, zu dem auch unser Dfen gehört. Dann ist te Luft im Schornstein vorgewärmt und wir haben pr keine Schwierigkeit beim Heizen. Was aber tm, wenn mir in diesem Jahre die ersten sind, die ten Zimmerofen anzünden wollen und auch noch in 3. Stock wohnen? Die Hausfrau geht in den ietter, stellt den Schornstein fest, in den der Dfen nünbet, öffnet die auch dort befindliche Klappe und rerbrennt im Schornsteinschacht einen Strohwisch! Oer sich nicht recht an diese vielleicht ungewohnte Arbeit traut, bittet den Schornsteinfeger, es einmal 8» zeigen. Genau wie die Lage der Haupthähne für 6as und Wasser, muß auch die Hausstau die Klapsen der Schornsteine kennen! Dann kann ohne Sorge an das Anzünden des lsens gedacht werden. Bis zum Heizen ist aber glücklicherweise noch lange Zeit. Die Arbeitszeit im Winter. Heute, wo es gilt, alle Kräfte zur Erreichung höchster Leistung anzuspannen, ist es eine Selbstverständlichkeit, daß sich alle Stellen der Partei und oes Staates, die es angeht, mit der Frage beschäftigen, welche Tagesstunden als Arbeitszeit am günstigsten sind. Diele Gründe und Auswirkungen gilt es ju bedenken. Mit die wichtigste Rolle spielt hier das Tageslicht. Die Arbeit bei Tage ist uns lieber, spart uns den Verbrauch wertvoller Energie für Beleuchtung, erleichtert die Durchführung der Verdunkelung und mindert die Gefahren auf dem Wege zur Arbeit unb am Arbeitsplatz. Aus diesem Grunde wurde in Deutschland die Sommerzeit eingeführt, und sie hat sich so bewährt, daß sie jetzt auch während des Winters beibehalten wird. Sehr wichtig ist die Beachtung der richtigen Der« teilung zwischen Arbeits- und Erholungszeit. Notwendig sind die ausreichenden Arbeitspausen, wobei die Mittagspause Zeit für Essen und Erholung geben soll, die notwendige Zeit für körperliche unb geistige Entspannung unb ben Schlaf sowie schließlich freie Tage, die hinausführen in eine anbere Umgebung. Hier würbe im nationalsozialistischen Deutschland schon lange vor dem Kriege das Erforderliche getan. Beachtet werden müssen auch die Verkehrsmöglichkeiten bei der Planung für die Arbeitszeitgestaltung. Der größte Teil aller Schaffenden ist auf die Benutzung der Verkehrswege und der öffeiitlichen Verkehrsmittel angewiesen. Insbesondere im Winter verstärkt sich der Zustrom zur Reichsbahn und zu den Straßenbahnen. Die gründliche Organisation, die wir in Deutschland gewoynt sind, hat es fertiggebracht, daß trotz aller Erschwerungen, die der Krieg mit sich bringt, der Arbeitsverkehr fast reibungslos vor sich geht. Alle diese Ergebnisse führen zu der Erkenntnis, daß die derzeitige Arbeitseinteilung sich durchaus bewährt hat. So wird es wohl im kommenden Winter in dem einen ober anderen Betrieb eine Verschiebung in der Arbeitszeit geben, wie das zu allen Zeiten mit dem Wechsel der Jahreszeiten üblich war. Eine grundsätzliche Aenderung aber ist weder von den Partei- noch von den staatlichen Stellen geplant ober beabsichtigt. Wir werben also auch im fommenben Winter in aller Ruhe so zur Arbeit gehen, wie mir es gewohnt sinb, unb wir haben bie Gewißheit, daß in dieser ungestörten Fortentwicklung die Voraussetzung gegeben ist für die hohen unb höchsten Leistungen, die jeder Schaffende an der Front der Heimat für Deutschlands Sieg über die Gegner jeder ehrlichen Arbeit zu geben gewillt ist. Dornotizeit. Tageskalenber für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grüß mir die Lore noch einmal". \ General der Flieger Quade spricht in Gießen. Militärische Fachberichte erfreuen sich heute größter Beliebtheit. Jeder Deutsche lebt und fühlt schon itn Frieden unb noch mehr im Kriege mit unserer Wehrmacht, denn diese ist ein wesentlicher Bestandteil des Volksganzen, bester Ausdruck der Kraft, der Gesundheit unb des Lebenswillens unseres Volkes. Der Einzelne verfolgt daher nicht nur ben äußeren Ablauf der militärischen Geschehnisse, er ist auch mit dem Herzen bei der Truppe. Er will möglichst viel von ihrem Einsatz, ihrer Organisation unb ihrer Arbeitsweise erfahren, um bie Voraussetzungen ihrer Erfolge kennen zu lernen. Das gilt von allen Wehrmachtteilen in gleicher Weise, ganz besonders aber von unserem jüngste Wehrmachtteil, der deutschen Luftwaffe. Sie hat eine so erstaunliche Entwicklung genommen, daß selbst der Fachmann Mühe hat, mitzukommen. Für ben Laien gibt es im Bereich der Luftwaffe ungeheuer viel „Geheimnisse". Wir denken dabei nicht an jene militärischen Geheimnisse, bie kein Solbat preisgeben wird. Wohl aber gibt es ungeheuer viel Fragen, die die Allgemeinheit interessieren und bereit Kenntnis erst die Arbeit und die Erfolge der deutschen Luftwaffe in ihrer ganzen Größe verständlich machen. Es ist daher sehr erfreulich, daß es dem Deutschen Dolks- bildungswerk gelungen ist, den durch seine Rund funkvorträge bekannten General der Flieger Quade für mehrere Städte des Rhein-Main-Ge- bietes zu Vorträgen zu gewinnen. Am Donnerstag nächster Woche, 25. September, wird der General im Gießener Stadttheater über bas Thema „Luftwaffe unb Heer im bisherigen Kriegsverlauf" sprechen. Dem Vortragsabend sieht man hier mit größtem Interesse entgegen. Für unsere Verwundeten. Am Donnerstag war eine Anzahl Verwundeter aus den hiesigen Lazaretten unb einem Genesungsheim einer Einladung der NSKOV.-Kameradschaft in Bad-Nauheim gefolgt. Sie besichtigten dort die Badeanlagen und nahmen ben Kaffee im „Teich- Haus-Restaurant" ein. Die NSV. trug durch Stiftung von Zigaretten, Ansichtskarten usw. zur Verschönerung des Besuchs bei. Die Frauenschaft hatte Betreuerinnen entsandt. Es waren einige anae- nehme, zu schnell vergangene Stunden. — Am gestrigen Sonntag gab der Musilzug der SA.° Standarte 116 unter der Stabführung von Musikzugführer Herrmann in einem Lazarett zur freudigen Ueberraschuna der Verwundeten ein Konzert. Märsche, Konzertstücke und Walzer erfreuten die Verwundeten in hohem Maße. Oberstabsarzt Dr. Fleck -dankte dem Musikzug und seinem Leiter im Namen der Verwundeten und des Lazarettes. — Gestern hatten auf Veranlassung der Kreisfrauenschaftsleiterin Pgn. Meirich in Lauterbach die Ortsfrauenschaften von Ehringshausen, Rülfenrod und Otterbach eine große Zahl feiner Kuchen an den Bahnhost Ehringshausen gebracht. Mädels vom BDM. bedachten die Verwundeten mit Blumensträußen. Mit der Bahn wurde die dankenswerte Spende nach Gießen geschafft. Zugendgruppe der NG.-Fraueüschast/ Deutsches Frauenwerk. . Die meisten jungen Mädchen unb Frauen stehen heute im Beruf. Ihr Einsatz — vor allem jetzt in der Kriegszeit — ist oft ein recht harter und schwerer, denn bie Frauen müssen häufig Männerarbeit verrichten und stehen mitten im kriegswichtigen Arbeitsprozeß. Wie notwendig ist da eine Zusammenfassung dieser jungen Mädchen und Frauen! In froher Gemeinschaft unb Kameradschaft vereint bie Jugendtzruppe alle Mädchen und Frauen zwischen 21 unb 30 Jahren. Hier werden zwischen Wandern unb Basteln, zwischen Spiel und Ernst alle dankbar empfinden, daß sie gemeinsam der großen Sache unseres Volkes bienen, unb sie werden sich aus diesem Zusammensein die Kraft und Freude holen für ben täglichen Beruf. Darum kommt alle zu den Abenden der Jugenbgruppen. Gfs. Verbraucherhöchstpreise für Speisefrühkartoffeln. a) Kleinverteilerpreis ab Laden unb Marktoer- kaufsstelle; b) Abgabepreis des Erzeuegrs an den Verbraucher ab Hof für bie Zeit abfofortbisl?. 9. 41: weiße, rote, blaue Sorten gelbe Sorten je )4 kg je % kg RM. RM. a) 0,05 0,05)4 b) 0,04 0,04)4 Für bie Zeit vom 18. bis 24. 9. 4 lr a) 0,04)4 0,05 b) 0,03)4 0,04 Alttextilien durch die Schulaltstoffsammlung abliefern. Wie aus zahlreichen Anfragen beim Reichsbeauftragten der NSDAP, für Altmaterialerfassung hervorgeht, sind viele Volksgenossen durch ihren Urlaub ober aus sonstigen Gründen verhindert gewesen, ihren Beitrag zur Reichsspinnstoffsammlung zu leisten. Es wird deshalb mitgeteilt, daß diese Alttextilien wie auch alle anderen Altstoffe selbstverständlich durch die Schulaltstoffsammlung abgeliefert werden können.. Jeder Schüler und jede Schülerin ist nicht nur verpflichtet, sondern auch gern bereit, Altstoffe in bie Schule mitzunehmen. Bei größeren Mengen Alttextilien ist auch eine Abgabe an ben gewerblichen Sammler möglich, wobei für Lumpen aus Wolle, Halbwolle ober Baumwolle ein Kilopreis von RM. 0,05 bezahlt wird. Richtig verdunkeln! Man kann es nicht oft genug sagen! . TNangelhafle Verdunkelung btefef feindlichen Flugzeugen Orlentierungsmoglichkeilen und Bombenziele ! Wer schlecht verdunkelt, seht sich und seine Nachbarn in unverantwortlicher Weise den durch Feindflugzeugen drohenden Gefahren unmittelbar aus und versündigt sich gegen die Volksgemeinschaft. Vergehen gegen die Verdunkelungsvorschriften werden mit Recht streng bestraft. Deshalb: Behelfsmäßige Verdunkelungsvorrichtungen jetzt überprüfen und durch vorschriftsmäßige Verdunkelungsrollos ersehen! Sämtliche Zimmer verdunkeln. Dabei die Verdunkelung der hinterhausfronten und der Treppenhäuser nicht vergessen! Rechtzeitig verdunkeln, b. h., die Verdunkelungszeiten, die in allen Tageszeitungen bekanntgegeben werden, beachten und einhalten. Nur wer richtig verdunkelt, erfüllt seine Luftschuhpflicht! Aus der engeren Heimat. Sondermetdungen vor 70 Jahren. LPD. Schotten, 12. September. Wie man im Kriege 1870/71 in der abgeschiedenen Vogelsberger Heimat, besonders in Schotten, bas Neueste vom Kriegsschauplatz erfuhr, erzählt ein Bericht der „Schottener Zeitung". Obwohl Schotten weder Bahn- noch Telephonoerbinbung hatte, bekam man hier bie Nachrichten recht rasch, da durch Schotten die Telegraphenlinie lief, die bas Hauptquartier der deutschen Truppen mit Berlin verband. Das Telegraphenamt in Schotten befand sich damals im Hause eines Einwohners, der jedesmal die Morfe-- meldungen auf einen Zettel übertrug, den er an der Telegraphenstange vor seinem Hause befestigte. Hier schrieben sich dann die Schottener Buben bie Meldungen ab; Leute aus der Umgebung kamen nach Schotten und holten die Nachrichten in die Dörfer. Bis nach Grebenhain im Kreise Lauterbach wanderten so die Meldungen; als Lohn für deren Ueberbringung gab es dann im Herbst einen Sack Kartoffeln. Drillinge verbrannt. Lpd. Darmstadt, 14. Sept. In Lorsch wurde eine Familie von einem furchtbaren Unglück betroffen. Während die Frau sich auf einem Besorgungsgang befand, spielten chre vierjährigen Dril- finge in einem Holzschuppen. Plötzlich stand der Schuppen in hellen Flammen. Bei der Bekämpfung des Feuers fand man bie b r ei Kinder t o t vor; sie waren den Flammen zum Opfer gefallen, ehe jemand ihre Anwesenheit in dem Schuppen bemerkt hatte unb ihnen Hilfe bringen konnte. Ueber die Entstehungsursache des Feuers ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Obstdiebe schossen auf Grundstückseigentümer. Lin Täter verletzte sich dabei selbst. Lpd. Mainz, 14. September. An einem der letzten Abende haben zwei unbekannte Radfahrer beim Stehlen von Obst in der Gemarkung Mainz- Bretzenheim auf den hinzukommenden Grundstückseigentümer geschossen. Beim Hantieren mit der Schußwaffe hat sich der eine Radfahrer selbst in den rechten Fuß geschossen. Darauf haben sich die beiden Diebe in Richtung Bretzenheim entfernt. Schwere Zuchthausstrafen für Päckchenmarder. Lpd. Das Sondergericht Frankfurt a. M. verhandelte gegen den 28jährigen Postinspektor Willi Gerhard, der geständig war, in Groß-Gerau und Höhr^Grenzhausen vom November 1939 bis Juni 1941 in etwa dreißig Fällen Feldpost- Päckchen beraubt und etwa 800 Zigaretten an sich genommen zu haben. Er hatte seckst mit Felbpostsenbungen nichts zu tun, gab aber auf ben Verkehr in dem Raum acht, wo diese Sendungen bearbeitet wurden. Wenn das Personal den Raum verlassen hatte, vergriff sich G. an den Päckchen. Als Aufsichtsperson hatte er für Ordnung zu sorgen, er griff aber in ein anderes Ressort ein unb brachte dort tätige Leute in Verdacht. Der Angeklagte eig« „mal in der Kramkiste nachschauen, ob die Gummiringe noch drin sind." Hellwang gähnte herzhaft und reckte die Arme: „Ach, Kinder, noch vierzehn Tage, dann krieg ich auch Ferien, aber bann geht's auf beim Schicht!! Dann wird zum Baden gefahren und zum Angeln, und ins Kino gehen wir auch, he?" „Pfundig, Konni, pfundig!" Die Kinder vergaßen für einen Augenblick ihre finsteren Pläne und hüpften um ihn herum. Kino war doch ihre große Leidenschaft. Wenn es im Greiffinger „Filmpalast" ein Stück gab, das für Jugendliche frei war, wurden sie lästig wie die Bremsen unb gaben nicht eher Ruhe, als bis sie bie Erlaubnis erhielten, die Sonntagnachmittagsvorstellung zu besuchen. „Ist Fräulein Zögling in die Stadt gefahren?^ „Ja, Konni, sie wollte zum Essen zurück sein!" Hellwang hob verabschiedend bie Hand: „Alsdann schwingt's euch ..." Die Kinder belächelten seinen Versuch, bayerisch zu sprechen, nachsichtig unb trollten sich davon. Britta ließ ein wenig ben Kopf hängen. Es ging ihr gegen ben Strich, daß „Konni" so nett zu ihnen gewesen war. Was sie vorhatten zu tun, wäre leichter geworden, wenn er schlechter Laune gewesen wäre. Lydia war aus härterem Holze geschnitzt. Sie überzeugte sich durch einen raschen Blick in Fräulein Zöglings Zimmer, baß es schon aufgeräumt war unb daß sie eine unliebsame Entdeckung durch Kathi nicht zu befürchten hatten. Mit einer Sicherheit, die darauf schließen ließ, daß sie den Inhalt der Kommode sehr genau kannte, zog sie das mittlere Schubfach auf und holte aus der Tiefe eine halbgefüllte, rot etikettierte Ffasche hervor. Aus dem Etikett war eine junge Dame abgebildet, die in einer Art von Nachtgewand auf einem sehr spitzen Felsen saß, träumerisch in bie Ferne blickte unb babei ihr Haar kämmte. Das Haar stürzte wie eine umgekippte Fuhre Stroh über den Felsen in die Tiefe hinab. Dort aber kniete ein junger Mann in der Uniform eines Forsteleven, führte ein Strähne der gelben Strohflut an feine Lippen unb blickte sehnsüchtig zu den nackten Füßen der jungen Dame empor. Darunter stand in weißen Buchstaben: Schutzmarke Lorelei. Lydia goß den ganzen, etwas öligen Inh all der Flasche kurz entschlossen in das Waschbecken unb spülte grünblich nach. Dann verschwanden beide Kinder für kurze Zeit auf dem Speicher, und wenige Minuten später legte Lydia die Flasche, der nichts, aber auch gar nichts anzumerken war, an ihren alten Platz zurück. „So, ich glaub, dees langt für ben Anfang", meinte sie kaltblütig. Britta nickte ein wenig beklommen und preßte bie Hanb gegen ihr klopfendes Herz: „An Mordsstunk gibt das ..flüsterte sie. Lydia sah sich im Zimmer um: „Man könnt ihr schon noch zur Nacht eine Schachtel mit Reißstiften auf den Teppich streuen", sagte sie sinnend. „Reiß- ftifte sind immer was Gutes ... Aber Brittas Tatendurst war gestillt, und sie zog Lydia an der Hand aus Fräulein Zöglings Zimmer hinaus. Unten trat Hellwang pfeifend aus dem Badezimmer. Die Kinder erstarrten zu Bildsäulen und wagten nicht zu atmen bis er bie Tür bes Eßzimmers §tnter sich geschlossen hattet V. Zwischenspiel. Fräulein Zögling ließ sich durch Britta entschuldigen: sie fühlte sich nicht wohl und bäte darum, zum Mittagessen auf ihrem Zimmer bleiben zu Dürfen. Kathi trug gerade bie Suppe auf, als Britta diesen Auftrag ausrichtete. „Es wird dock hoffentlich nichts Ernstliches fein?" fragte Hellwang einigermaßen beunruhigt. Es geschah nämlich zum ersten Male, daß Fräulein Zögling sich entschuldigen ließ. ,Magte sie über Schmerzen?" Britta wußte darauf nichts zu erwidern. Sie glaubte übrigens an die Unpäßlichkeit nicht recht. Das Fräulein hatte, als sie ihr die Meldung auftrug, keineswegs einen körperlich kranken Eindruck gemacht; ihr Leiben schien vielmehr seelischer Art zu sein, so etwas mit den Nerven ... Und Britta ahnte es sehr wohl, weshalb Fräulein Zögling es „mit ben Nerven" hatte; aber sie hütete sich, darüber zu sprechen. „Ach bitte. Kathi", sagte Hellwang arglos, „klopfen Sie doch nachher einmal bei Fräulein Zögling an und erkundigen Sie sich, ob sie vielleicht irgendwelche Wünsche hat unb ob ich den Arzt anläuten soll! Hat Fräulein Zögling Ihnen denn nichts gesagt, als sie aus der Stadt kam?" „Nein." Die Antwort kam heraus wie ein Pistolenschuß. „Also bann laufen Sie rasch mal 'rauf und fragen Sie, ob man für Fräulein Zögling irgend etwas tun kann!" Britta und Lydia wagten nicht, aufzufchauen. Sie löffelten ihre eingebrannte Grießsuppe, die sie sonst nicht ausstehen konnten, mit einer Inbrunst in sich hinein, als könne ihr Eifer das Unheil" abwenden, das sie Heraufziehen sahen. Kathi ftanb an der Kredenz, sie räusperte sich; es war ein Räuspern, bei dem Hellwang unwillkürlich den Kopf hob und aufmerksam wurde. „Vielleicht schicken Herr Doktor lieber eins von den Kindern zum Fräulein hinauf", sagte Kathi plötzlich mit heller, lauter Stimme; ihre Haltung war stramm, die Hände lagen an einer imaginären Hosennaht. „Nanu, nanu, nanu!" stieß Hellwang bestürzt und ahnungsvoll hervor, „was ist denn los? Was hat Denn das zu bedeuten?" Und mit einem etwas kläglichen Versuch, den Humor nicht gleich sinken zu lassen, fügte er hinzu: „Haben Sie sich vielleicht mit Fräulein Zögling in der Wolle gehabt, wie?" — Ihm war dabei alles andere als wohl zumute. Er entsann sich plötzlich der Andeutungen, die Fräulein Zögling ihm neulich über ihr Verhältnis zu Kathi gemacht und denen er leider nur geringe Bedeutung beigemessen hatte. Die Ge» schichte schien tatsächlich faul zu stehen. Ach verdammt, weshalb konnten sich bie beiden Frauen nicht vertragen?! Weshalb gaben sie keine Ruhe?! Weshalb machten sie ihm solch blödsinnige Scherereien?! Er warf die (Serviette auf Den Tisch unb ftanb übellaunig auf: „Also los, Kathi, nun stehen Sie nicht da wie ein Stock, sondern reden Sie endlich! Was hat es zwischen Ihnen und Fräulein Zögling gegeben?" — Er sah die änMich gespannten Gesichter Der Kinder und mochte Daran denken, daß diese Dinge wohl besser nicht in ihrer Gegenwart zur Sprache kamen; so forderte er also Kathi auf, ihm ins Nebenzimmer zu folgen, in Luisas hübsches Zimmer mit Den schönen Persern und gemütlichen Polstermöbeln, unb dort baute er sich ärgerlich hinter einem Hessel auf. (Fortsetzung folgt.) Gießen gewinnt den Städiekampf gegen Kassel Straßburg: Karlsruhe); THEATER DER UNIVERSITÄTSSTADT GIESSEN 3831 D «tosgaw^,.,, - tjr I"1' I llllllllllllllllllllllllllllll Kaufgesuche I Kleine Anzeigen -■ I richten sich an die bei Brühl, Gießen für Kuchen .Soßen und Suppen TraumaPlast Grummet zu kaufen gesucht. Gebr.N colaus Am Nahrungsberg 2. Guter Nebenverdienst! Zur Belieferung fester Bezieher einer wöchentlich einmal erscheinenden Zeitschrift wird für Gießen gewissenhafter Austräger(in) gesucht. Meldung bei Schrlever, Bismarckstr. 6 II Im Wald, im grünen Walde, Da fieht ein Zörfierhaus, Da schauet jeden Morgen So fr-sch und frei von Gorgen Des Försters Töchterlein heraus... Und kommt der Frühling dann ins Tal: nimmt Großmutter einen teinenTappen. Der Hindert zrWäi bei der Arbeit und es heilt nicht darunter. Aber dafür rutscht er dauernd und ist immer schmutzig. Im Ernst: nehmen Sie lieber dasheilende Wundpflaster ____ Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Gießener Anxeiger iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Lassen S/e sich von diesem lebendig gewordenen Volkslied hineinführen in ein glückliches Land der Poesie, der Heimat des Waides und der Jugend! 25 Mannschaften im Reichsbundpokal. Neun Vorrundenspiele am 5. Oktober. Vorrunde um die Frauen-Handball-Meisterschast Vie erwartet VfR. Mannheim. Wie erwartet ging der VfR. Mannheim, der letzte Titelhalter, aus dem ersten Vorrundenturnier' um die deutsche Frauenmeisterschaft siegreich hervor. Nachdem die Mannheimerinnen am Samstag Württembergs Meister TG. Stuttgart 8:3 geschlagen 41,5, c) 35 bis 36,5, Kälber (Sonderklasse) 65 bis 74, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 47 bis 50, d) 34 bis 40, Hämmel b2) 18 bis 51, Schafe a) 44, b) 38 bis 40, c) 15 bis 32, Schweine a) 63, bl) 63, b2) 62, c) 60, d) 57, e) 55, gl) 63. Marktverlauf: Alles zugeteilt. Schweinemarkt in Lich. * Lich, 15. Sept. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 170 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 16 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18-bis 20 RM., 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 24 RM. pro Stück. Der Markt verlief schleppend, es verblieb Ueberstand. Schwememarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 15. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 191 Ferkeln beschickt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 18 bis 22 RM. pro Stück. Der Markt verlief schleppend, es verblieb Ueberstand. Heute morgen ist mein innigstgeliebter, guter Gatte, unser treusorgenderVater, lieber Schwiegersohn, Bruder und Schwager Herr Karl Felsing, Gastwirt im Alter von 44 Jahren, nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen. In tiefem Schmerz: Anna Felsing, geb. Holler und Kinder Karl und Gerhard Frau Margarethe Holler, geb. Neusel Familie August Felsing Familie Ferdinand Holler. Eberstadt, den 14. September 1941. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 16. September, nachmittags 2 Uhr statt. 3833 D Die Hauptsache: • Die Qualität ist gleichgeblieben I — Da darf die Anfertigung der Photoarbeiten heute ruhig mal einige Tage länger dauern, nicht wahr?! Sein Bestes gibt in Krieg und Frieden SergroßefrMcheTerrafilm ' mit Maria Belling, Paul Beckers, i Rudolf Platte, Ery Boys, DI na \ Gralla, Vlvlgenz Efckstedt u. a. I Zündend, j wie die altbekannte Marsch. 5 weise ist auch dieser Film! ( Dreisprung: 1. (Bonnermann, Kassel, 12,86; 2. Decher, Gießen, 12,48; 3. Ziegler, Kassel, 12,14; 4. Munzert, Gießen, 11,85 Meter; Kassel 7, Gießen 4 Punkte. 4 X 100-Staffel: 1. Gießen 46,9; 2. Kassel 47,1 Sek.; Kassel 1, Gießen 3 Punkte. Gesamtpunkte: Gießen 69; Kassel 56. Handball GießenStadt-GießenLand3:r(2:2) Die ungünstigen Bodenverhältnisse beeinträchtig, ten das Spiel. Oberlt. Wagler eröffnete den Torreigen. Die Landmannfchaft glich bald darauf aus und konnte durch einen weiteren Treffer die Führung übernehmen. Durch einen Strafwurf gelang der Stadtvertretung der Gleichstand. Nach dem Wechsel-konnten die Gießener durch einen weiteren Treffer den Sieg sicherstellen. Die Verteidigung der Stadtmannschaft konnte die zu durchsichtigen Durch, brüche der Landmannschaft sicher abwehren. Zudem machte dieser Sturm den Fehler, die Außen nicht einzusetzen. Die Läuferreihe hatte nicht die Gelegenheit, das Spiel aufzubauen, da die Hintermannschaft überlastet war. Der Torwart konnte die Tore nicht verhindern. Der Sturm der Gießener nutzte die Gelegenheiten durch Flügelspiel besser aus. Die Läuferreihereihe war der beste Mannschaftsteil. Neben der sicheren Verteidigung war besonders der Tor- wart auf dem Posten. Der Sieg der Gießener war verdient. hatten, siegten sie am Sonntag in Mannheim im Turnier-Endspiel gegen den Ostmarkmeister Polizei LV. Wien mit 4:1 (3:0) Toren. Mannheim hat immer noch eine sehr gute Mannschaft, die sich auch in diesem Jahre gute Hoffnungen auf den Endsieg machen darf. Wien kam beim Stand von 3:0 gleich nach Seitenwechsel zum Ehrentor. Kurze Sportnoiizen. Wiens Fußballer gewannen in Wien vor 50 000 Besuchern den 33. Städtekampf gegen Berlin mit 5:2 (1:2) Toren. Das Treffen der Nachwuchsmannschaften in Berlin endete 3:3. Schweden und Dänemark standen sich in Stockholm unter Leitung von Schiedsrichter Fink (Frankfurt am Main) im 35. Fußballänderkampf gegenüber. Bei der Pause führten die Dänen 2:0, öer End st and war 2:2. 50 000 Zuschauer wohnten dem Treffen bei. Italiens Jung - Leichtathleten gewannen in Mailand den zweitägigen Länderkampf gegen die Hitler-Jugend mit 61:51 Punkten. Dabei ist zu erwähnen, daß die Altersgrenze der HI. 18 Jahre, die der GIL. aber 21 Jahre beträgt. Der Leichtathletik-Vergleichskampf zwischen den Frauen-Mannschaften von Niedersachsen, Hessen und Westfalen in Hannover gewann Niedersachsen mit 76 Punkten vor Hessen mit 67 und Westfalen mit 55 Punkten. . e 1 den Rollschuh-Kun st laufme i.st e r- bch a f te n in Stuttgart verteidigte der Nürnberger Fritz Händel seinen Titel im Männer-Einzellaufen mit Erfolg. Im Paarlaufen kamen die Berliner Baran-Falk vor den Titelverteidigern Lauer-Waldeck (Dortmund) zu Meisterehren. ' Einen italienischen Sieg gab es im 100 000-Mark-Rennen um den „Großen Preis der Reichshauptstadt" in Berlin-Hoppegarten. Niccolo dell Arca siegte mit einer knappen Länge vor Samurai, Orator, Nuvolari und vier weiteren Pferden. Der Sieger legte die 2400 Meter in 2:39,2 Minuten zurück. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Zufahkarlen für Schwer- und Schwerflarbeiler sowie der Zulagekarlen für Lang- und Nachlarbeiter erfolgt von Dienstag, 16. September, bis Freitag, 19. September 1941, in der Zeit von S bis 12 und 14.30 bis 17.30 Ahr im Liebigbau, Zimmer 14. Bei der Abholung der Schwer- und Schwerst- arbeiterkarten ist die neueingeführte Liste vorzulegen. Die Abgabe der Langarbeiterkarten erfolgt wie seither gegen Vorlage der vorgeschriebenen Bereinigung. 3830V Bei spaterer Abholung wird eine Ordnungsge- buhr von 1 RM. erhoben. Gießen, den 13. September 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Lrnährungsamt, Abt. B. Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an Bina Buchkamp, geb. Ortner Erich Buchkamp Oberfunkmeister in einem Panzer-Regiment z. Z. im Felde Gießen, den 13. Septembar 1941 Wetzlarer Weg 65 ” z. Z. Evangelisches Schwesternhaus \__________________ 3832 D/ so ein paar Mottenlöcher; meistens ist dann das ganze Stück verdorben. Da hätte man besser gleich ein richtiges Mottenmittel genommen, eines das die Motten samt der Brut tötet, also Mot Kl! MotKi tötet Motten und Brut Zu haben iaProaetien und ■ Heute Montag Wiederaufführung WWeW; Täglich 3.00,5.15,8.00 Uhr Jugend hat Zutritt 3829 A I | Mietgesuche"| \ 2 Schülerinnen ! der Schule für rned. -- technische Assistentinnen s. zum 15. Oktober gut möbliertes Mn-Schlaizimnier oder je ein Einzelzimmer. Schr. Angeb. rn. Preis unter 3828D an 'ben Gieß. Anz. nete sich ferner 750 RM. Spargelder des Postsparvereins an, indem er Quittungen auf Namen von Postsparern ausstellte und das Geld für sich erhob. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetzten Diebstahls und Verbrechens gegen § 4 der Volksschädlingsoerordnung, sowie wegen fortgesetzter schwerer Amtsunterschlagung und schwerer Urkundenfälschung zu 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. . Ebenfalls als Volksschädling handelte der 36- jährige Postfacharbeiter Johann Sailer, der in Kiedrich Feldpostpäckchen beraubte und zu 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Sept. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 36 bis 37,5, Bullen a) 43,5 bis 44,5, b) 39,5 bis 40, Kühe a) 43,5 bis 44,5, b) 38 bis 40,5, c) 32 Lis 34,5, d) 20 bis 25, Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 39,5 bis in allen Apotheken und Drogerien. Einfamilienhaus in schöner, freier Lage rn. Zentralheizung, Garage und klein. Garten zu verkaufen. Schrift!. Anfragen unt. 3835D an den Gießener Anzeiger erb. Gießen, Kreuzplatz 9 3826a Der Fußball-Wettbewerh um den Reichsbundpokal wird bereits am ersten Oktober-Sonntag gestartet, nachdem erst vor wenigen Tagen der vorjährige Wettbewerb mit dem Endspiel zwischen Sachsen und Bayern, das Sachsen in Chemnitz 2:0 gewann, abgeschlossen worden ist. Diesmal werden 25 Auswahlmannschaften der Bereiche bzw. Gaue beteiligt sein, darunter erstmals Elsaß, Westmark, Moselland, Oberschlesien und das General-Gouvernement. In der ersten Vorrunde am 5. Oktober treten 18 Mannschaften an, die restlichen sieben — Pokaloer- teidiger Sachsen, Bayern, Westfalen, Niederrhein, Nordmark, Ostmark und Berlin-Brandenburg — haben Freilos und bestreiten mit den neun Siegern des 5. Oktober die acht Spiele der zweiten Vorrunde am 9. November. Die Paarungen für die erste Vorrunde am 5. Oktober lauten: In Vismarckhütte: Oberschlesien — General-Gouvernement (Schiedsrichter Schumann-Berlin); in Frankfurt a. M. : Hessen-Nassau — Niederschlesien (Blind-Heilbronn); in Bremen: Niedersachse^ — Wartheland (Evers-Hamburg); in Kassel: Kurhessen — Danzig-Westpr. (Möller-Franksurt a. M.); in Königsberg: Ostpreußen — Sudetenland (Bettack-Stettin); in Luxemburg: Moselland — BadenT(Brunner-Diedenhofen); in Metz: Westmark — Köln-Aachen (Scheuer-Straßburg); in Straßburg: Elsaß — Württemberg (Schrempp- Karlsruhe); in Weimar: Mitte — Pommern (Fiedler-Kulmbach). Der leichtathletische Städtekampf, der unter schwierigsten Verhältnissen vorbereitet wurde, ist am gestrigen Sonntag in Gießen zur Durchführung gekommen. Wenn auch in beiden Mannschaften iie letzten Augenblick Aenderungen vorgenommen werden mußten, so standen die Leistungen doch auf sehr hoher Stufe. Dieser Städtekampf ist eine Neueinrichtung, und daß dies gerade mitten im Kriege erfolgt, gibt den Beweis dafür, mit welcher Tatkraft bei unserer Bezirksführung gearbeitet wird. Die Versuche, die Kugelstoßer Trippe und Bongen und die Läufer Böttcher und D o m p e r t hier an den Strat zu bringen, führten leider zu keinem guten Ergebnis. Dennoch glauben wir, daß die fachkundigen Zuschauer ihre Freude an den übrigen Leistungen gehabt haben. Besonders Becker (Gießen) zeigte im 1500 m- und 5000m-Lauf, über welch großes Können er verfügt. Die Zeit über 1500 nr auf 4:03,2 Minuten bei schwerer Bahn ist hervorragend. Z e h n t e r (Kassel), Bartels (Kassel), Gonnermann (Kassel) und Dr. L u h (Gießen) sind Namen, die in der deutschen Leichtathletik bereits einen guten Klang haben. Pünktlich um 14.30 Uhr begann der Wettkampf mit der Manschaftsbegrüßung durch Bezirksführer Stein, Gießen. Im 100 m-Lauf siegten Weiler und Wagler, beide Gießen, vor Büchseschütz und Fuchs (Kassel). Auch den 200m-Lauf gewann Gießen durch Oblt. Wagler. Weiler wurde hierbei Dritter, während er den Weitsprung mit der sehr guten Weite von 6,37 m sehr sicher gewann. Hier hatte man Gonnermann (Kassel) mehr zugetraut; er kam nur auf 5,88 m. Seine Spezialübung, den Dreisprung, gewann er allerdings sicher mit 12,86 m vor Becker (Gießen), der auf gute 12,48 m kam. Die Hauptspannung lag dann über den Mittelstrek- ken und auch über 5000 m. Die Ausstellung der Gießener Läufer war hierbei äußerst geschickt erfolgt. Becker wurde nicht, wie allgemein erwartet, über 800 und 1500 m, sondern über 1500 und 5000 m eingesetzt. Seinen 1500 m-Lauf gewann er überlegen gegen Zehnter (Kassel) in der hervorragenden Zeit von 4:03,2 Minuten. Graßmann wurde, wie vorher berechnet, guter Dritter. Im 800 m-Lauf standen dann Großmann und Ockstedt (Gießen) gegen Zehnter und Gemmer (Kassel). Von vornherein war klar, daß Zehnter nicht zu schlagen war, und so hatten die Gießener Läufer nur die Aufgabe zu erfüllen, 2 .und 3. zu werden, was sie auch tadellos machten. Im anschließenden 5000-m- Lauf siegte Becker (Gießen) wie er wollte. Die dabei erzielte Zeit spielt keine Rolle, da es nur auf die Plätze ankam. Das Kugelstoßen und Diskuswerfen wurde von Dr. Luh (Gießen) gewonnen. Unser zweiter Vertreter, Lagemann, ist außerordentlich gut veranlagt und wird bald größere Weiten erzielen. Im Hochsprung erfolgte zur Schonung der Wettkämpfer für den 1. und 2. Platz Punkteteilung, da Stechen erforderlich war. Das Speerwerfen gewann Bartels (Kassel) vor Ernst (Kassel). Die abschließende 4X100 m-Stasfel brachte noch einen Höhepunkt, als Gießen in der Aufstellung Zerndt, Dr. Luh, Weiler, Wagler weit im Vorsprung vor Kassel gewann. Ergebnisse: 100-Meter-Lauf: 1. Hptwmstr. Weiler, Gießen, lf.3; 2. Obltn. Wagler, Gießen, 11,6; 3. Buchsenschütz, Kassel, 11,6; 4. Fuchs, Kassel, 11,7 sek. Kassel 3, Gießen 8 Punkte. 200-Meter-Laus: 1. Obltn. Wagler, Gießen, 24,2; 2. Büchsenschütz, Kassel, 24,4; 3. Haupt- Wachtmeister Weiler, Gießen, 24,5; 4. Ruck, Kassel, 24,9. Kassel 4, Gießen 7 Punkte. 800-Meter-Laus: 1. Zehnter, Kassel, 2:04,5; 2. Ockstedt, Gießen, 2:07,4; 3. Graßmann, Gießen, 2:07,5; 4. Gemmer, Kassel, 2:07,9. Kassel 6, Gießen 5 Punkte. 1500-Meter-Laus: 1. Ofw. Becker, Gießen, 4:03,2; 2. Zehnter, Kassel, 4:08,5; 3. Graßmann, Gießen, 4:27,5; 4. Urbasik, Kassel, 4:41,9. Kassel 4, Gießen 7 Punkte. 5000-Meter-Lauf: 1. Ofw. Becker, Gießen, 17:29,6; 2. Knobloch, Kassel, 17:29,8; 3. Kunze, Kassel, 17:51,4; 4. Rother, Gießen, 17:29,8. Kassel 5, Gießen 6 Punkte. Speerwerfen: 1. Bartels, Kassel, 53,32; 2. Ernst, Kassel, 44,72; 3. Dr. Luh, Gießen, 44,65; 4. Lagemann, Gießen, 39,41 Meter. Kassel 7, Gießen 4 Punkte. Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, Gießen, 13,94; 2. Bartels, Kassel, 12,58; 3. Lagemann, Gießen, 12,50 Meter; 4. Ruck, Kassel/9,99 Meter; Kassel 4, Gießen 7 Punkte. Diskuswerfen: 1. Dr. Luh, Gießen, 40,57; 2. Dreyer, Kassel, 30,66; 3. Bartels, Kassel, 30,10; 4. Braun, Gießen, 29,28 Meter; Kassel 5, Gießen 6 Punkte. Hochsprung: 1. Decher, Gießen, 1,60; 1. Gonnermann, Kassel, 1,60; 2. Lagemann, Gießen, 1,60; 3. Ziegler, Kassel, 1,56 Meter; Kassel 5, Gießen 6 Punkte. Weitspruna: 1. Weiler, Gießen, 6,37; 2 Mehrbach, Kassel, 6,17; 3. Gonnermann, Kassel, 5,88; 4. Dietrich, Gießen —; Kassel 5, Gießen 6 Punkte. Handtuchhalter elektr. Tischlampe Chaiselongue-Decke und Wandbehang kleines Tischchen Ofen-Aufstellplatte 3 Bügeleisen (Satz) zu verkauf. [03056 Wo ?, sagt d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeig. 1 zweirädriger Handkarren neuwertig, zu verkauf. [03049 Klein-Linden Kirchfttaße 2. Die Aufführungen der Oper DIE ZAUBER FLÖTE müssen wegen großer techn. Anforderungen jeweils schon um 19 UHR beginnen. - Vorverkauf werktags von 10 bis 13 Uhr, an Spieltagen außerdem von 16 bis 17 Uhr an der Theaterkasse, Johannesstraße 3 Postkarten Steil. Matratze m.Keil Am Sonntagvormittag 7 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden unsre gute Mutter, Schwiegermutter, Oma und Urgroßmutter Frau Henriette Wahl geb. Benner im 78. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Neuen Bäue 7), Frankfurt/M.-Nied, Dresden, den 14. September 1941. Die Trauerfeier findet Mittwoch, 17. Sept., nachmittags um 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 03059 Der Gipfel ist erreicht, doch jetzt noch schnell, » koch ab — Esbit ist ja zur Stell*! tz Trocken brenn Stoff Esbit l zum Wärmen von Speis und Trank ist überall erhält). Preis 20 Tabletten mit ( kleinem Kochgestell 60 Pfg. Bezugsquellen 1 weist nach der Herstellen Erich Schümm, 6 Esblt-Brennstoff-Fabrlk. Stuttgart W 109 | Verkäufe Einige iososi öoljoetifteiien SfWufton! BliimenWet u. a. m. zu verk. Selteraroeg 12. Kassenschrank zu verkauf, l 03052 Seltersweg ^T8 WM