1 uns gewußt, was seine Bemühungen denn immer hat ein Mann bei uns uns drohte. Die Antwort waren Granatwerfer in vorderster Linie mich kn 5U Bit er ot s it L fr n n ie it fr fr ef« ior in- die ter !h! w io* Ml« -äurnt waren. Auf der Straße war starker Gegenverkehr zur Front. Der Wagen mußte halten. Ich -ragte den Posten, warum denn hier so viele Leute Sen schmalen Weg zur Höhe hinangingen, und er agte mir, daß dort oben die toten Ukrainer lägen. ,3(5 bat meinen Kameraden, den Wagen halten zu lassen und mit mir dort hinzugehen. Druck und Verlag: vrühlscheUnioersttätsbruckereiR. Lauge Oer Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFührerhauptquartier, 14. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Durchbruchsoperationen an der O st f r o n t verlaufen planmäßig. Die finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des Feldmarschalls Wannerheim ist beiderseits des Oadoga-Sees zum Angriff angetreten. Zerstörer versenkten zwei Vorpostenboote der Sowjetmarine. 3 m Seegebiet um England warfen Kampfflugzeuge aus einem Geleilzug heraus zwei Frachter in Brand und erzielten Vombenvolltreffer auf zwei weiteren Handelsschiffen. Kampffliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht mit gutem Erfolg Hafenanlagen an der Süd- und Südostküste Englands. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften einige Bomben in Nordwestdeutschland, ohne Wirkung zu erzielen. Nachtjäger schossen ein britisches Kampfflugzeug ab. v Beiderseits des Ladoga-Gees. Der Wehrmachtbericht vom 14. Juli stellt das planmäßige Verlaufen der Durchbruchsoperatwnen im Osten fest und fährt dann fort: ,Lle finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des ^eldmar- schalls Mannerheim ist beiderseits des La- Europäische Zukunft. Der viel gebrauchte Begriff „Europa" bedeutet sinngemäß, daß nach diesem Krieg kein Krieg zwischen europäischen Mächten mehr möglich ist. Soll das Wort „Europa" Frieden in Europa bedeuten, jo muß ein Krieg in unserem Erdteil technisch und eelisch unmöglich sein. Vor wenigen Tagen waren 75 Jahre vergangen, eitdem die beiden „deutschen Vormächte" Preußen und Oesterreich ihren Konflikt auf dem Schlacht- felb austrugen; auf österreichischer Seite standen Sachsen, Hannoveraner, Hessen und Bayern; sogar die Freie Reichsstadt Frankfurt machte mit. Seither ist ein ^-Jahrhundert vergangen und die Erinnerung an das Jahr 1866 ist im Volksbewußtsein völlig verblaßt. Man frage nur einen Gebirgsjäger von Narvik oder Kreta, ob er Königgrätz noch für „eine Sache" hält! Vier Jahre nach 1866, im Jahre 1870, halfen Sachsen und Bayern, Hessen und Hannoveraner ein» chließlich der Frankfurter das zweite Deutsche Reich auf die Beine stellen. So rasch wird Geschichte gemacht, wenn ein großartig klarer Wille mit festem Sinn ein Ziel anfteuert, das die Menschen aus der Kleinheit übernommener Vorstellungen herausreißt und zu wundewollen neuen Aufgaben beruft. Es ist heute technisch unmöglich geworden, daß Preußen und Oesterreicher, Bayern und Sachsen, Hessen und Hannoveraner miteinander Privatkrieg ühren. Es ist auch seelisch unmöglich. Nur ein Irrer tonn heute versuchen wollen, einen deutschen Stamm gegen den anderen aushetzen zu wollen. Was muß geschehen, daß öin Krieg in Europa auch seelisch unmöglich wird? Jeder Mensch braucht Erinnerungen. Wir leben nicht nur in der Gegenwart; mit uns lebt auch die eigene Vergangenheit. Wir könnten gar nicht leben ohne ein Gedenken an Eltern und Geschwister, an*, eine große Liebe, an irgendeine andere leidenschaftliche Regung, an eine wohlgelungene Arbeit, an eine sportliche Leistung, an einen schönen Ausflug ober einen vergnügten Abend. Wir brauchen an diese Erinnerung nicht jeden Augenblick zu denken. Aber jeder von uns weiß, daß die Erinnerung an das eigene Leben ein Bestandteil seines augenblicklichen Lebens ist. Es ist, als ob die Natur es so gewollt hätte: denn je älter wir werden, desto klarer und leuchtender heben sich die Bilder einprägsamer Tage bei einer Rückerinnerung aus dem Wust des Gleichgültigen und Vergänglichen ab. Ein sinnvoller Krieg vernichtet nicht nur. Er begründet auch eine Erinnerung für die Mitlebenden, für ihre Kinder und für ihre Enkel und erhellt noch ferne Zeiten. Gibt es einen unter uns, der die deutschen Einigungskriege verwünschte und ungeschehen machen wollte? Ist jemand so verwegen, ihre Erinnerung in unserem Geschichtsbewußtsein tilgen zu wollen? Und nun geschieht in einem viel größeren Rahmen dasselbe, was 1870/71 geschehen ist. Auch damals sahen die Menschen nicht durch die Schleier der augenblicklichen Umstände hindurch. Auch bamals waren die Ungewißheit und das Bangen groß. Unsere Geschlechterfolge wäre wohl baß erstaunt, wenn wir einige Pröbchen dieser Ungewißheit, dieses Bangens, dieses Zauderns von 1870/71 Herumreichen wollten. Es'sei uns jetzt und in diesem Zusammenhand erspart. Vielleicht gäbe es Meckerer von heute, die an den Meckerer von 1870/71 Anstoß nehmen würden. Und dieses Aergernis wollen wir nicht geben. Der Aufruf des Führes an das deutsche Volk vom 22. Juni hat weit über das deutsche Volk hinaus Widerhall gefunden. Andere Staaten sind auf die äi tv uh ib niiti ich'" .Davon le bis y 16,5 j bi; «i 28; i 38,5 ,.i 651 i 48 |i 42,1 eine 64. i Dienstag, 15. Juli |94l Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags Anzeig en-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel 8 Platzoorichrist (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mebr nach Ungarn, sie wären nach Polen und nach Böhmen vorgestoßen und sie hätten alle Dämme nie bergen ff en, die gegen sie errichtet worden sind. Mich schüttelte das Grauen, als ich dies auf der Heimfahrt überdachte. Oh, nun verstand ich auch, warum sich die Spanier zu diesem Kriege melden, denn sie haben in ihrem Lande die Keller gesehen. * Wir verteidigen heute nicht nur Europa, wir verteidigen die Welt vor der Pest und vor den Folter- und Leichenkellern. Wir verteidigen die törichten Schweizer Spießer, den blindgemachten Nordamerikaner, wir verteidigen die Menschheit vor den Ratten, die wir nun in ihren wahren und letzten Schlupfwinkeln aufgestöbert und bei ihrem furchtbaren Werk gesehen haben. Daß wir das erst in so später, ja in allerletzter Stunde tun konnten, das ist die Schuld Englands. Welch ein Kampf uns beoorstand, hat der Führer von allem Anfang an gewußt. Ehren wir sein Schweigen, überlegen wir, wie hart es ihm angekommen sein mag. Gehe jeder von uns einmal mit sich selbst zu Gericht, welche Einwände er gegen dies und jenes gehabt hat. Er konnte sie haben, weil er nicht das Ganze sah, weil er nicht das Ganze wußte. Wenn ihm aber jetzt der Feuerschein dieses großen Endkampfes alles beleuchtet, bann muß er einsehen, wie winzig, belanglos, töricht unb zeit- Dorbei seine Einwände waren, und wie alles, was geschehen ist und noch geschehen muß, nur von diesem einen Gesichtspunkt Kus betrachtet werden kann. Wie töricht wird da alles Gestreite über Kirchen, Kronen, Schulen, Freiheit, Bindung und alle die angeblich so großen Fragen. In den Kellern des Todes, in den Folterkammern unter der Erde gelten alle diese Fragen nicht, dort herrscht, von unterdrückten Schreien durchgellt, ein schauerliches Schweigen, das die ganze Welt bedroht hat. Was wäre aus dir geworden, wollen wir fragen, wenn deine Meinen Wünsche, die dir so groß und wichtig erschienen sind, erfüllt worden wären und du dann hättest in den Keller steigen und hoffen müssen, daß ein gnädiger Henker dir bald den Schuß in das Genick gibt? Gebt ruhig zu, daß ihr alle blind wäret und nicht wußtet, wie nahe das furchtbare Verhängnis schon drohte. Und hoffen wir, daß auch die andere Welt versteht, warum wir so hart unb so schnell zuschlagen mußten, wollten wir nicht um ein paar Minuten zu spät kommen. Weinende Frauen und Männer mit erstarrten Gesichtern kamen uns entgegen. Wir stiegen den Pfad hinan. Um die Zitadelle läuft ein Festungsgraben. Am Rande des Grabens standen Menschen. Aus dem Graben quoll der Gestank der Verwesung. Der Graben selbst lag voll von Leichen. Keine von ihnen, die nicht furchtbar verstümmelt war und dort verstümmelt war, wohin das Denken der Beschnittenen immer drängt, gleichviel, ob das nun die Nychoanalyse Freuds ist oder die Martern der Henker in diesen Gefängnissen es sind. Vor den Gesichtern hatte man nicht haltgemacht, kein Mensch hätte hier seinen Bruder, seinen Mann oder seinen Vater wiederfinden können. Was abzuschneiden war, war abgeschnitten worden, was herauszustechen oder herauszureißen war, war herausgestochen ober herausgerissen worben. An ber Wand des Grabens war ein halboffenes Grab. Dort lag ber Jammer gehäuft. Unmöglich zu zählen, aber auch unmöglich zu schauen. Wir traten- in den Hof der Zitadelle. Dort lag das Unglück in langen Reihen. Zwischen den Toten, vom Knaben bis zum Greis, gingen die Lebenden- herum und suchten. Ein Mann nahm mich bei ber Hanb unb beutete auf einen fünfzehnjährigen Jungen unb zeigte mir bas Bild auf dem Paß. Das war fein Sohn gewesen. Eine Frau sagte neben mir: „Mein Mann war Stabsarzt, dort liegt er." Ich konnte nicht mehr Hinsehen, ich mußte fort. Ich konnte auch nicht rnchr sehen, ob man die Menschen im Hofe in aller Eile erschossen oder ob man sie im spitalzirnrner des Gefängnisses vorher verstümmelt hatte. Es war zuviel. Die Fliegen, die Hitze, der Gestank, die schluchzenden Männer, die zwischen den Leichen hin unb her gingen, um ihre Angehörigen zu suchen. Mich würgte und schüttelte es. Unmöglich zu zählen. Waren es vierhundert, waren es mehr? Es war nur eine der Folterstätten. Weiter, nur weiter. So sieht die tödliche Schule wirklich aus. Man soll kein Wort gebrauchen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. In diesen Tagen nun, wo endlich, endlich der blutbespritzte Vorhang zerrissen wird, der dieses Land verhüllte, da endlich, endlich für das furchtbare Grauen Rache genommen wirb, versucht Eng- ionb im Westen den blutbefleckten Bundesgenossen >u entlasten, unb ber Moskauer Heeresbericht meldet dies mit Wohlgefallen. Wie, werden uns die unverbesserlichen Idioten fragen, nehmt ihr das den Engländern übel, da ihr doch selbst einen Vertrag mit den Bolschewisten gehabt habt? Ist das wahr ober ist bas nicht wahr? . Nach einer solchen Stunbe wie nach jener m ber Zitabelle von Zloszow arbeitet das Hirn fieber» haft, da wird einem mehr klar, als man sonst zu begreifen vermag. Keine Stadt wäre ohne Leichen^eller und Folterkammer'geblieben, die Bestien hätten die Bestien gerufen, der Ruf wäre überall gehört worden, die Henker hätten sich gefunden. Dschingis-Chan wäre diesmal motorisiert gekommen. So wäre dann diese große Schlacht geschlagen worden! Lenin und Trotzki hatten versucht, die Revolution mit Hilfe des Judentums in Europa und in der Wett zu verbreiten. Mussolini unb Hitler geboten Einhalt, der Versuch war fehlgeschlagen; aber wir sollen Eisner, Toller, Mühsam und Tibor Samu- ely doch nicht vergessen. Stalin hatte sich umgestellt. Sv gmtz es nicht. Die Juden waren als Henker, aber nicht als Organisatoren zu brauchen. Seine Parole hieß: Revolution in einem Lande! Der Plan der Weltrevolution war deshalb nicht aufgegeben. Es wurde nur der Plan der Welteroberung daraus. Es tarnen die Fünfjahrespläne, es tarnen die Traktoren in der Landwirtschaft, um später für die Panzerwagen genü- genb Führer zu haben, es tarn die Hoffnung auf die Selbstzerfleischung des Westens und auf das Erscheinen des fürchterlichsten Fortirnbras, wenn alles im Blute liegt. Wie gerüstet wurde, das sehen wir nun auf den Straßen unseres Vormarsches liegen. Wie ernst es mit diesem Einmarsch gewesen ist und was er für Folgen gehabt hätte, können wir nur mit einem Schauer denken, der aus den Leichenhaufen steigt. Die Antwort darauf waren unsere Rüstungen, (91. Jahrgang Ur. 166 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM 1.80 ZustellgAühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ffernivrechanschluß 2251 Drahtanschrift:,/Anzeiger" Postscheck 11686 Franki/M. Der „völkische Beobachter" veröffentlicht folgenden erschütternden Erlebnisbericht des Dichters V r u n o B r e h m, der für die Weltkriegstrilogie „Apis und Este" 1939 den Nationalpreis erhielt. Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle von der furchtbaren Schule gesprochen, durch die Finnen unb Ukrainer gehen mußten, unb ich habe diese Schule eine tödliche genannt. Dies war ein voreiliges Wort, und es tut mir leid, daß ich es, weitab von dieser Schule, in Wien geschrieben. Ich habe mittlerweile eines dieser Schulzimmer, unb bei Gott nicht bas fürchterlichste, betreten, die Zitadelle von Zloszow, und ich habe dort das Fürchterlichste gesehen, was meine Augen «eschaut haben. Mich hatte das Leben nicht verwöhnt: Ich habe das große Flecktyphussterben im Lager von Tozkoe im Jahre 1915 mitgemacht, ich habe die gefrorenen Toten in Krasnojarsk wie Holz- ftücfe auf Schlitten laden gesehen. Das war nichts. Lch war diesmal auch nicht in den Leichenkellern ber Tscheka in Lemberg. Ich mar nur in Zloszow. Aber das genügt mir für mein ganzes Leben. Wir wissen, was in dem Buch des Führers steht. Wir erinnern uns der Versuche des Führers, mit England zu einem Uebereinkommen zu gelangen, mir wissen, welches Opfer mir im Flottenbau für diesen Willen gebracht haben. Es mar vergeblich. Der Führer hat gemußt, mas uns vom Osten her drohte. Es mar kein Uebereinkommen mit Polen »der mit ber Tschecho-Slomakei möglich, weil Eng lanb es nicht mollte, rneil bas blinde Frankreich nicht sah, um mas es ging. , . - Nun sehen mir es. Denken mir einmal den Gedanken ruhig zu Ende. Polen bestünde noch, die Tschecho-Slomakei märe noch immer als Pfahl in das Fleisch des Reiches getrieben. Und nun kommt mit mir auf die Rückzugsstraßen ber Sowjets unb Ichaut euch bas an, mas sie bort an liegen gelassen haben. Welche Ungetüme. Welche Anzahl. Auf einem Rückzug bleiben diese Panzer liegen, rneil sie keinen Brennstoff mehr bekommen. Auf einem Vormarsch hätten sie in wenigen lagen Polen niedergewalzt unb die Tschecho-Slomakei zermalmt, falls überhaupt an Widerstand gedacht morden wäre. doga-Sees zum Angriff angetreten." Damit ist der finnische Freiheitskampf — genau wie 1918 unter dem Oberbefehl von Feldmarschall Mannerheim — in sein akutes Stadium gekommen. Der Ladoga-See liegt nur 5 Meter über dem Meer, ist der größte Binnensee Europas und mit seinen 18130 qkm fast so groß wie ganz Württemberg. Er ist 200 km lang, 100 km breit, im Süden seicht, im Norden 223 m tief. Im Norden umgeben ihn auch steile, oft imposante Ufer mit vielen fjord- artigen Buchten und Inseln. Wichtig sind die beiden Ladoga-Kanäle. Der ältere ist von dem aus Oldenburg stammenden russischen Feldmarschall Grafen Münnich erbaut worden, der von Peter dem Großen nach Petersburg berufen morden war. Ein moderner Kanal wurde dann 1861/66 gebaut. Beide Kanäle beginnen an der 67 Kilometer langen Newa, dem Abfluß des Ladvga-Sees zum finnischen Meerbusen. Der Beginn der Kanäle liegt gegenüber einer Insel, auf ber sich bie vielgenannte Festung Schlüsselburg befinbet. Sie würben gebaut, weil ber Weg burch ben Ladoga-See an die Wolchow-Mündung durch Untiefen und Sandbänke gefährlich ist. Auf der Wolchow, die in den Ladoga-See mündet, vollzog sich aber seit jeher der rege Verkehr mit der stolzen Handelsrepublik Nowgorod, nahe beim Jlmen-See, jetzt ist das Wolchow-Gebiet östlich von Leningrad ein recht bedeutsames Industriegebiet geworben, wo sich auch die größten Aluminium-„Kombinate" der Sowjetunion befinden. Vor dem Weltkrieg war eine Schifffahrt auf ber Newa von Petersburg dis zum La- doga-See interessant unb angenehm. Oie tödliche Schule Von Bruno Brehm. Die Zitabelle liegt am Südostende ber Stabt. (vßir kamen von Tarnopol. Als wir auf der Rückfahrt an der Zitadelle vorbeikamen, fiel mir auf, daß der große Barockbau oben auf der Höhe über der Festungsmauer Verschalungen vor den Fenstern hatte, die das Licht nur von oben einlassen. Ein Gefängnis, dachte ich im Vorbeifahren. Am Fuße des Burgberges standen zerschossene sowjetische Panzer und Fahrzeuge, die noch nicht beiseite ge- Jn diesem Dors versuchten die Sowjets in hartnäckigem Kamps den Vormarsch unserer Truppen aufzuhalten, aber ber Einsatz von Granatwerfern machte dem Widerstand bald ein Ende. (PK.-Gregor°Scherl-M.) planmäßiger Verlauf der Durchbruchs Operationen im Osten. Oie finnische Wehrmacht am Ladoga-See zum Angriff angetreten. Der Eindruck in Kopenhagen. Kopenhagen, 14. Juli. (Europapreß.) Die Ueberzeuaung, daß mit dem Durchbruch durch die Stalin-Lmie bie eigentliche Entscheidung im Krieg gegen die Sowjetunion bereits gefallen ist/ kommt in sämtlichen Kopenhagener Blättern übereinftim- menb zum Ausdruck. „D er Weg nach Leningrad, Moskau unb Kiew liegt offen", erklärt „Nationaltibende". Die Einnahme dieser drei Hauptstädte und wichtigsten Rüstungszentren im europäischen Teil ber UdSSR, werde vermutlich das Schicksal der Sowjetunion unb des Sowjetheeres besiegeln. „Socialbemokraten" erklärt, baß bie Ueberwinbung ber starken sowjetischen Befestigungsanlagen der Stalin-Linie ben Ausgang des Feldzuges gegen ben Bolschewismus bereits ankün- bige. Die beutschen Truppen hätten nun freie Bahn auf ihrem Vormarsch gegen Moskau. Ernsthafte sowjetische Gegenaktionen zur Verhinberung bes weiteren Vorbringens bes beutschen Heeres seien nicht mehr zu erwarten. „Politiken" gibt bie Möglichkeit zu, baß bie UbSSR. auch nach ber Nieder- fämpfung ber letzten Verteibigungslinien noch Millionenheere aufzustellen imftanbe sei. Dagegen sei es weder ersichtlich, woher die Ausrüstung mit modernen Waffen unb Flugzeugen beschafft werben solle, noch, welche Chance sich einem mangelhaft ausgerüsteten Heer im Kamps gegen die deut- scheu Truppen bieten könnte. Das Eichenlaub für Korvettenkapitän Schütze. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Juli. (Fuukspruch.) Der Führer unb Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht hat bem Korvettenkapitän Schütze, Kommanbant eines Unterseebootes, bas Eichenlaub zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes verliehen unb an ihn folgenbes Telegramm gerichtet: „In bankbarer Würdigung Ihres helbenhaften Einsatzes im Kamps für bie Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich ber Versenkung von 200 000 Tonnen feinblichen hanbelsschifssraumes als 23. Offizier ber beutschen Wehrmacht bas Eichenlaub zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes. (gez.) Aböls Hitler." um England. Die Antwort war unsere atemlos chnelle Kriegführung, um nur ja nicht zu spät für diese große Abwehr zu kommen. Alles ging den Bolschewisten nach Wunsch. Der Krieg im Westen begann, sie konnten sich in Finnland und in den baltischen Staaten, in Polen unb in Rumänien weiter vorschieben. Sie standen am Sprung. Ihre Rüstung für den Angriff war vollendet. Jugoslawien war von ihnen mit in den Krieg getrieben worben. Hätten wir uns dort festgerannt, wäre es dort nicht so schnell gegangen, sie wären daB jenen Sein ein* Win- [ttatn kN* j da- ■ eint von i unb • roichtt ber! in* erH rt au! einer" en ' ie u-v ZrnF E etW t d-2 i f«1 uni* Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen '■ M Seite Deutschlands getreten. Mit den Waffen in der Hand; wieder aus anderen Ländern kommt ein begeistertes Echo. In Spanien erklärt der Außenminister Suner: Kameraden, seid jetzt gewärtig der Stimme, die Euch rufen wird! Seid bereit, sie zu der eigenen zu machen! Die Erledigung der Sowjetunion ist die dringende Forderung der Geschichte Europas." In Südamerika hat die englische Propaganda, unterstützt vom Pankeegeld und mit Hilfe von Juden und Freimaurern, einige Erfolge erzielt; seit dem 22. Juni sind sie zerstoben. Bei uns in Europa sind die Türken erschreckt, daß die Kreml-Leute den Griff der Zaren nach Konstantinopel und den Meerengen nachahmen wollten; in ganz Skandinavien erneuern sich die Gefühle, die Finnland in seinem Kampf gegen die Sowjetunion in dem schweren Winter von 1939 auf 1940 begleiteten. In Frankreich klären sich die Meinungen. So schwer der Kampf um Syrien ist ... derselbe General Weygand, der vor einem Jahr die Schlußverteidigung Frankreichs gegen den deutschen Ansturm leitete, hängt jetzt in Nordafrika das französische Kolonialreich gegen die Engländer und die von ihnen geworbenen abtrünnigen Franzosen zusammen. Wahrhaftig, das Rad der Geschichte dreht sich schnell. Sehe jeder, daß er mitkomme! Soll die letzte Folgerung aus dem Weltkrieg gezogen, soll der echte Friede geschlossen werden, so muffen alle Europäer über diesen Friedensschluß glücklich sein. Dieser Friedensschluß muß für sie, für ihre Kinder und für ihre Enkel zu einer Erinnerung werden, die sich immer leuchtender von dem Grau der Wirren, der Nöte und der zwei Kriege von 1914/18 und 1939/41 abhebt. Kann das S o w j e t r e i ch Partner eines solchen Friedens aus der Taufe heben? Muß sich dieser Friede nicht auf Vertrauen günben? Was haben Intrige und unterirdische Zersetzungsarbeit mit einem Frieden zu tun, der Europa seine Einheit geben soll? Zwei Dinge können den Frieden Europas begrün- den: der gute Wille und das Opfer aller derer, die diesen Frieden schließen und seine Früchte genießen wollen. Ohne guten Willen und ohne Opfer ist noch niemals auf dieser Erde etwas begründet worden, was dauernden Bestand gehabt hätte. Dem guten Willen, der durch die Tat zu beweisen ist, werden die Klarheit und die Großzügigkeit des Führers weit die Wege öffnen. Opfer wird es kosten. Sie möglichst niedrig zu halten, ist eine Sache des Könnens. Das Ziel ist: den Menschen ein Vertrauen zu schenken, oas sie über fid) selbst erhebt. Ein solcher Erfolg schlägt jedes Argument Churchills zu Boden. Das ist der Marsch der Armeen und der Herzen in eine freie und glückliche Zukunft! Dr. Ho. Schlechte Aussichten für England in der Atlantikschlacht. Hopkins warnt vor falschen Hoffnungen. Lissabon, 15. Juli. (Europapreß.) Der Vertraute des Präsidenten Roosevelt, Harry Hopkins, beschäftigt sich in der Juli-Nummer der Zeitschrift „American Magazine" mit dem Ernst der Lage für England. Hopkins, der wochenlang als Beobachter Roosevelts England bereifte und in enger Fühlung mit Churchill steht, schreibt: ,L)ie britische Flotte hat die schwere Aufgabe, an vielen Fronten und in vielen Meeren zu kämpfen und Patrouillendienste zu versehen. Hitler versucht zur Zeit alles, um die Lebenslinie Englands überden Atlantik zu durchschneiden, und es muß zugegeben werden, daß er Woche für Woche und Monat für Monat weiter seinem Endziel entgegenschreitet. Die Tonnage, die nach England gelangt, ist st ä n d i g im Schwinden begriffen. Es wäre Vogel-Strauß-Politik, nicht ein- Ausehen, daß eine Fortdauer der Erfolge Hitlers in der Versenkung und Beschädigung der für England bestimmten Tonnage ein katastrophales Ende bringen würde. Wir dürfen uns keine falschen Hoffnungen machen, sondern müssen kalt die moderne Kriegführung analysieren. Sentimentale Gefühle können die möglichen Schläge der deutschen Luftwaffe oder der deutschen U-Boote nicht verhindern. Die nächsten Monate werden die Entscheidung bringen, ob wir die Atlantik-Linie aufrechterhalten können oder nicht." Churchill in Angst vor neuen Bombenangriffen. Stockholm, 14. Juli. (DNB.) „Wir fragen uns olle: Werden die Bombenangriffe wiederkommen, und wann werden sie sich wiederholen?", erklärte Churchill bei einem Essen im Londoner Rathaus. Er sprach von den „kompliziertesten Derwaltungsproblemen", vor die die Stadtverwaltung gestellt worden sei. Ueber vier Monate lang sei Alarm aus Alarm gefolgt. Manchmal funktionierte das Gas nicht mehr — sehr oft die einzige Möglichkeit für viele Bevölkerungsschichten, sich etwas zu kochen. Die Wasserleitungen waren zerstört. Eisenbahnstrecken vernichtet. Die Zahl der Toten gab Churchill allein für London mit 25000 an; viel mehr seien verwundet worden. Wir wissen nicht, wieviel Churchill hier unterschlägt. Wir wissen nur, daß diese Opfer auf sein Schuldkonto fallen. Churchill war es, der in unsäglicher Verblendung mit den wahllosen Bombenangriffen auf Deutschlands Zivilbevölkerung begann. Aber auch in seiner letzten Rede wiederholte er die Behauptung, Deutschland habe den Anfang gemacht. Bezeichnend für seine grotesken Verdrehungsmanöver ist, daß er Warschau als Beispiel anführt. So kurz ist das Gedächtnis der Welt doch noch nicht, daß sie vergessen hätte, wie diese Stadt durch eine verbrecherische Militärclique auf englischen Rat zu einem Festungswerk gemacht würde, das unter Aufopferung der Bevölkerung den deutschen Siegeszug aufhalten sollte. Churchill kommt es nur auf Hetze an, so spricht er von dem „bestialischen Angriff gegen Rußland, zu dem unsere Herzen sprechen . In die bombastischen Tiraden, mit Denen Churchill zum Schluß den Engländern Mut zuzusprechen versuchte, mischte sich immer wieder die Ängst vor der Abrechnung: „Wir haben uns vorzubereiten auf schlimme Angriffe." Roosevelt will provozieren. Schwedische Enthüllungen. Stockholm, 14. Juli. (DNB.) Die schwedische Zeitung „Aftonbladet" veröffentlicht unter der Überschrift „Roosevelt bereit, den Funken an das Pulverfaß zu setzen. Die USA.=ffIotte soll Befehl bekommen haben, ein Intermezzo zu arrangieren", eine Meldung aus Neuyork, in der es heißt, daß Roosevelt den festen Entschluß bekundet habe, sobald als möglich den Kriegszustand mit Deutschland herbeizuführen, um noch vor einem für Deutschland siegreichen Abschluß des Feldzuges im Osten im Kriege an der Seite Englands zu stehen. Zu diesem Zweck habe Roosevelt Einheiten der 08A.-Flotte den Befehl gegeben, ohne Warnung auf jedes deutsche U-Boot, Flugzeug oder Kriegsschiff das Feuerzu eröffnen. Sollte eine auf diese Weise ohne Warnung und überraschend angegriffene deutsche Einheit in der Lage fein, über den amerikanischen Angriff nach Deutschland Meldung zu erstatten, so beabsichtigt die amerikanische Regierung den Angriff zu leugnen und die Sache so darzustellen, als wenn eine Verwechslung mit englischen Streitkräften vorläge. Sollte hingegen ein derartiger unprovozierter amerikanischer Angriff eine deutsche Gegenwehr Hervorrufen, will Roosevelt einen deutschen A n - griff feststellen und ohne Befragung des Kongresses den Kriegszustand proklamieren. Englands Bündnis mit dem Bolschewismus. Oie angelsächsisch-bolschewistische Verschwörung gegen Europa. Stockholm, 14. Juli. (DNB.) Der Moskauer Nachrichtendienst gibt den Text eines Vertrages über gemeinsame Handlungen der Sowjetunion und Großbritanniens im Kriege gegen Deutschland und den Text eines Protokolls, das diesem Vertrag beigelegt worden ist, bekannt. Der Text des Vertrages lautet: „Die Regierungen der Sowjetunion und Großbritanniens haben ein Abkommen geschloffen, laut dem sie sich verpflichten: 1. Beide Regierungen verpflichten sich, sich gegenseitige Hilfe und Unter st ützung im Kriege gegen das Hitler Deutschland zu leisten. 2. Beide Regierungen verpflichten sich, während dieses Krieges keine Verhandlungen zu führen, keinen Waffenstillstand zu schließen und den Friedensvertrag im gegenseitigen Einvernehmen zu schließen." Beide Texte sind unterschrieben vom stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare und Kommissar des Auswärtigen Molotow sowie dem britischen Botschafter Cripps. In dem Protokoll heißt es: Bei der Unterzeichnung des Abkommens über die gemeinsamen Handlungen der Regierungen der Sowjetunion und Großbritanniens im Kriege gegen Deutschland sind die beiden vertragschließenden Parteien Übereinkommen, daß das oben genannte Abkommen sofort in Kraft tritt und nicht erst ratifiziert werden muß. * Die bolschewiskisch-plutokratische Verschwörung gegen Europa hat nunmehr also in einem Pakt zwischen London und Moskau ihren Niederschlag gefunden. Damit ist das Bündnis, als dessen einziger Nutznießer bas internationale Judentum angesehen werden muß, endgültig besiegelt. Der Inhalt des Paktes , weist eine ausgesprochen aggressive Tendenz auf. Man verpflichtet sich gegenseitig zur engsten Zusammenarbeit im Kampf gegen Deutschland und damit gegen Europa, dessen größte Macht ja das Reich ist. Fällt diese Macht — das ist die Ueberlegung der Londoner und Moskauer Verschwörer — hat man auch mit den übrigen Völkern Europas ein leichtes Spiel. Kurios für den, der hinter die Kulissen des plutokratischen und bolschewistischen Verzweiflungskampfes zu blicken vermag, ist der erste Passus in dem Vertragswert, in dem man sich gegenseitig Hilfe und Unterstützung verspricht. Man sagt allerdings nicht, wie man s i ch helfen und unterstützen will, nachdem Monat um Monat von England aus 808-Rufe nach Washington gehen und die Hauptstoß-Armeen des Bolschewismus in den zurückliegenden Tagen im Raume von Bialystok und Minsk aufgerieben worden sind, abgesehen von dem entscheidenden Durchbruch der verbündeten Armeen durch die Stalin-Linie. Interessanter ist die zweite Vereinbarung in dem Pakt, die den vertragschließenden Partnern die Verpflichtung auferlegt, keinen Waffenstillstand und keinen Separatfrieden zu schließen. Mit anderen Worten heißt dies, daß das plutokratische England sich hier bereit erklärt, Europa dem Bolschewismus als Beute zu übertaffen, indem London erst dann sein Ziel erreicht sieht, wenn der Bolschewismus seinen Blutrausch ausgekostet hat. Was England infolge der wuchtigen Schläge, die es durch die deutsche Wehrmacht empfangen hat, nicht mehr zu erreichen vermag, soll nun mit seiner Zustimmung der Bolschewismus versuchen. Der Vertrag zwischen London und Moskau gerade in diesem Augenblick der militärischen Entscheidungen ist die eindeutige Bestätigung für ein lang vorbereitetes Zusammenspiel zwischen der englischen Plutokratie und dem jüdischen Bolschewismus. Er ist die Krönung des bolschewfftisch-plutokratischen Komplotts gegen Europa. Jetzt ist auch der Schleier des Geheimnisses von den Zwischenverhandlungen gefallen, die der britische Botschafter in Moskau vor 14 Tagen in London führte. Sein Name und der des Verräters Molotow stehen unter dem Pakt, der heuchlerisch bas Datum bes 12. Juli 1941 trägt, in Wirklichkeit aber schon viele Monate vorher aüsgehanbelt würbe. Der englische Premierminister hat es ja auch nicht unterlassen können, in seiner eigenen Geschwätzigkeit, im April unb im Mai, in einer Rede andeutungsweise aus der Schule zu plaudern. Einmal sprach er von den möglichen Ereignissen im Osten unter Erwähnung eines wahrscheinlichen Eintritts der Sowjetunion in den Krieg, das zweite Mal von einer möglichen Moskauer Verärgerung, wenn er, Winston Churchill, zuviel über das Verhältnis zwischen England und der Sowjetunion erzähle. Das Bild der plutokratisch-bolschewistischen Der- Aus einem Sowjet-Flugplatz. NW .<■ i, -- •• ' Hier haben die Bolschewisten so schnell bas Feld geräumt, daß sie nicht einmal mehr Zelt Raffen, mit ihren neuen Flugzeugen zu starten ober sie zu zerstören. — Im Vordergrund des Flugplatzes steht zwischen den bereits gelandeten deutschen Maschinen eine unversehrte „Rataeiner der modernsten Typen der Sowjets. — (PK.-Bütow-Scherl-M.) Durch die Stalin-Linie am Slucz. Zwiahel, eine der modernsten Festungen der Sowjets, wird genommen. Von Kriegsberichter Werner Müller. DNB. ..., 14. Juli. (PK.) Wir haben die polnisch-sowjetische Grenze vorn Jahre 19 20 überschritten. Hohe Wachtürme kennzeichnen auch heute noch die alte Grenzziehung. Nach einigen Kilometern treffen wir auf die ersten Bunker, große, yiächtige Betonklötze, die hier d i e große Straße nach Kiew sperren sollten, inzwischen aber längst von unseren Truppen geknackt worden sind. Zwischen den dahinter liegenden Waldstücken ist unsere Artillerie aufgefahren, Langrohrgeschütze und Mörser, leichte und schwere Batterien, bespannte und motorisierte Abteilungen, kurz fast alle Typen unserer Artillerie sind hier vertreten. Aus allen Rohren wird auf die Befestigungsanlage der Sowjets, auf die Stalin-Linie geschossen. Vor uns liegt Zwiahel, das alte Nowo- grab Wolynski etwa 220 Kilometer westlich von Kiew.- Der dort vorbeisließende Slucz ist. zur starken Verteidigungslinie ausgebaut worben. Rings um Zwiahel aber, oas wie eine Bastion dieser Befestigungslinie vorgelagert ist, erstreckt sich ein breiter Bunkergürtel, der mit ausgebauten Felbbesestigungen durchsetzt ist. Panzersperren unb starke Drahthinbernisse vervollstänbigen bie Anlage. So wurde Zwiahel in den Jahren 1932 bis 1938 zu einer der ftärfften und modern- ften Festungen der Sowjets ausgebaut. Drei Tage wird nun schon urfi bie Bunkerlinie gekämpft. Verwegene Spähtrupps finb schon zwischen ben feuerspeienden Kolossen gewesen unb haben bie besten Angriffspunkte erkundet. Die deutsche Artillerie ist weit vorgerückt und hat bie Scharten ber Bunker unter bireften Beschuß genommen. Zäh unb verbissen kämpft auch hier ber Feind, unb nur langsam kann die gegnerische Artillerie in den Bunkern zum Schweigen gebracht werden. Don oben zermürben indessen unsere )u-88-Staffeln mit gut gezielten Würfen die Betonklötze unb ihre Besatzungen. Heute muß ber Durchbruch gelingen. Starke Infanterie- unb Pionier stoßtrupps arbeiten sich gegen die Bunker vor. Schweres Artilleriefeuer hält ben Gegner nieber und schaltet befonbers bie Besatzungen in ben Felbbefestigungen aus. Es ist eine gewaltige Leistung, die die sächsischen Schützenregimenter hier vollbringen müssen. Unbarmherzig liegt die Glut ber Mittagssonne über ber Nieberung Aus ben Bunkern unb ben weiter zurückliegenden Gebäuden der Stadt schlägt den Stoßtrupps jetzt ein mörderisches Feuer entgegen. Aber dennoch gewinnen unsere Soldaten Meter um Meter an Boden und bringen schließlich in ben Befestigungsgürtel ein. Jetzt gilt es, die Bunker einzeln zu knacken. Schon einmal standen diese Männer solchen Ungetümen aus Stahl unb Beton gegenüber. Das war im vorigen Jahr in Frankreich, und diese hier stehen in keiner Beziehung denen der Maginot- Linie nach. Genau wie im Vorjahre gehen die Stoßtrupps mit Ueberlegenheit unb Ruhe ans Werk, unb wieder bleibt ber kämpferische Mut Sieger über bie Materie aus totem Panzer unb Stein. Zwar setzen bie Sowjets alles dran, um die Angreifer von ihren Betonbefestigungen fernzuhalten, doch nachdem unsere Stoßtrupps einmal auf ben Bunkern Fuß gefaßt haben, vertreibt sie hier niemand mehr. Nachdem die mächtigen Pan- ^erkuppeln zum Schweigen gebracht sind, werden Die riesigen Betonkolosse mit starken Sprengladungen geöffnet. Bis zum letzten Atemzug wehrt sich ber Gegner. Welche Ueberraschung aber erleben un- fere Landser, als sie in einem Bunker, der sich besonders zäh und verbissen wehrte, unter den Toten der Besatzung eine Frau, eine Kommissarin finden, die ihre Soldaten bis zuletzt zum aussichtslosen Widerstand veranlaßte. Noch ist ber Kampf nicht beendet. Neue Stoßtrupps rollen von ber Einbruchstelle aus bie tief gestaffelte Bunkerlinie nach beiden Seiten hin auf. Die Nachbarregimenter tragen ben Angriff vor, währendbeffen weit im ©üben von Zwiahel eine Panzerbivision sich ben Ueber gang über ben Slucz unb burch bie bahinter liegen- ben Befestigungswerke gewaltsam geöffnet hat. Währenb noch der Kampf um bie Bunkerlinie tobt, bie in keiner Weise ben Anlagen der Maginot-Linie nachsteht unb anscheinenb nach bem gleichen System angelegt würbe, säubern andere Teile der Sturm- regimenter Zwiahel. Auch hier leisten die Sowjets zähen Widerstand. Sie sind hier in ihrem Element unb hoffen, im Straßenkampf sich zu behaupten. Doch auch hier geht es unaufhaltsam vorwärts, unb schon nach kurzer Zeit ist bie Stadt in unserer Hand unb vom Feinde gesäubert. A m Slucz aber stößt unsere Infanterie auf ein neues Hinbernis. Die Brücken sind zerstört und vom jenseitigen Ufer prasselt unseren Truppen aus zahlreichen Bunkern und stark ausgebauten Feldbefestigungen heftiges Abwehrfeuer entgegen. Das Tagesziel ist erreicht. Morgen werden auch die Bunker am jenseitigen Ufer zum Schweigen gebracht und die feindliche Befestiaungslinie durchstoßen. Dann ist der Weg offen zur Befreiung der Ukraine. Im Süden aber rollen bereits unsere Panzer weiter ostwärts. schwörung wird aber erst vollständig, wenn man die Mitbeteiligung bes Präsibenten Roosevelt in bie Betrachtung einbezieht. Es besteht heute schon kein Zweifel, baß Roosevelt, ber sich in viele Dinge einmischt, bie bie USA. nichts angehen, Englanb zur Zusammenarbeit mit Moskau zugerebet hat. Er selbst hat biefer Tage erst mit Kalinin, bem Präsibenten der UdSSR., einen „herzlichen" Tele- grammwechsel gehabt. In seinem Telegramm wünscht Roosevelt dem Bolschewismus, daß er über Europa siegen möge! Zur Zeit laufen in Moskau besondere Verhandlungen zwischen Molotow unb bem USA.-Botschafter Steinharb t. Ueber den Inhalt dieser Besprechungen wird nichts verraten. Daß sie aber auf der Linie des Paktes London— Moskau liegen, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Es kann also niemand mehr leugnen, daß Churchill, Stalin und Roosevelt sich verschworen haben, im Interesse des internationalen Judentums ein Kesseltreiben gegen die Völker Europas zu veranstalten. Daß ihr schmutziges Komplott nicht zum Ziele führen wird, garantiert bie beutsche Wehrmacht unb ber gefunbe Abwehrwille ber freiheit- liebenben Völker unseres Erbteils, aus benen bereits bie Forderung nach einer europäischen Monroe- Doktrin lautgeworden ist. H. Rückkehr Reichsdeutscher aus der Sowjetunion. Berlin, 14. Juli. (DNB.) Die deutsche Botschaft in Ankara meldet, daß am 13. Juli vormittags unter Führung des Botschafters Graf von ber Schulenburg mit tatkräftiger Unterstützung der bulgarischen und türkischen Regierungen die Mitglieber ber beutschen Botschaft in Moskau unb ber beutschen konsularischen Vertretungen in Leningrad und Ratum mit ihren Angehörigen über bie sowjetisch-türkische Grenze in bie Türkei eingereift finb. Die Mitglieder des deutschen Generalkonsulats in Wladiwostok sind bereits am 12. Juli aus ber Sowjetunion in der Mandschurei eingetroffen. Botschafter Gras von der Schulenburg hat gleichzeitig etwa 10 0 deutsche Reichsangehörige, die sich bei Beginn der deutsch-sowjetischen Feindseligkeiten noch in ber Sowjetunion aus beruflichen ober sonstigen Gründen aufhielten, seinem Transport angeschlossen. Für bie unverzügliche Ausreise derjenigen noch in ber Sowjetunion besinblichen Reichsbeutschen, die aus verkehrstechnischen Gründen die sowjetisch-türkische Grenze bisher nicht erreichen konnten, wird im Benehmen mit ben Schutzmachtvertretungen Sorge getragen. Was Reisende erzählen. Ankara, 14. Juli. (DNB.) Die bisher über bie türkische Ostgrenze aus der Sowjetunion eingetroffenen Reisenden berichten, daß in Rußland ä u ff e r ft schwierige Bedingu n g e n für ben Reiseverkehr bestehen. Es herrsche Mangel an Zügen unb außerbem mufften bie wenigen verkehrenden Züge an vielen Stationen manchmal längere Zeit liegen bleiben. Die Ausländer, bie am Tage des Kriegsausbruchs in Moskau weilten, erzählen, die Oeffentlichkeit wäre äußerst überrascht gewesen. Die Polizei habe sofort eine verschärfte Ausländerkontrolle vorgenommen unb bie Wachen vor ben biplomatischen Vertretungen verstärkt. Die Reisenden klagen darüber, daß die Grenzstation Leninakhan ein trostloses Nest sei. Sie hätten in leeren Räumen in ber Nähe bes Bahnhofs bie Weiterfahrt zur türkischen Grenze abwarten müssen und keine Möglichkeit bekommen, sich Essen unb Trinken zu verschaffen. Sogar Frauen würben auf bem Wege zum Abort von Militärposten begleitet Nicht einmal Betten für Uebernachtungen hätten zur Verfügung gestellt werben können. Dafür würben bie Reisenben mit 2000-kerzigen Lampen anaestrahlt. Immer mieber seien sie, obwohl sie auf ihre neutrale Staatsangehörigkeit verwiesen hätten, schärfsten Verhören unterzogen worben. Die Körper ber Reisenben würben mit einer chemischen Flüssigkeit bestrichen, um auf biese Weise festzustellen, ob am Körper nicht etwa mit Geheimtinte Nachrichten Der italienische Bericht graphie unterstehen, wird m Berlin, Danzig, Goten» Hafen, Essen, Duisburg, Mannheim, Nürnberg und Budapest, im Juli 1941. 12 ;r Artillerieeinsatz in der Sonnenglut. b.u4j Kleine politische Nachrichten. in aber gibt der Gegner sein Spiel verloren. Auf dem üt ht er ;eit>s ige, eiiw' liche" ran*’ greife lichen inden nche" stacht' denn so geht es praktischer und schneller. (PK.-Wirthgen-Scherl-M.) des Coppermcus-Preises den hochbetagten ersten Preisträger ebenfalls begrüßen. * Montag Nachmittag trafen in Bayreuch zwei Sonderzüge ein. Neben Gästen aus Hessen- Nassau kamen mit den Soldaten, Rüstungs- arbettern und -Arbeiterinnen auch Menschen aus dem zurückgewonnenen Luxemburg. Viele Arbeiter schmückte das Westwall-Ehrenzeichen. Sie sehen eine Aufführung von Richard Wagners „Rheingold". Oberregierungsbaurat a. D. CH. Weber, der Chef des früheren Artillerie-Konstruktionsbüros in Spandau beging seinen 80. Geburtstag. 26 Jahre , hat er an der Spitze dieses Instituts sich hervorragende Verdienste um die Entwicklung der Artillerie erworben. Die Feldkanone 96 N/A des Weltkrieges ist seine Schöpfung. zu s°l. rer. iese tot. die ins ht mb um inv mal fie enden un. sich um be. iten r in Der mißglückte Ausfall aus Tobruk. ierdesorchesters übernommen Hal. Bereits am N. September wird Professor Alrendrothdas esie Konzert im Frankfurter Saalbau vor Führern ior Partei, Staat und Wehrmacht dirigieren. Gowjetbollwerk wird ausgeräuchert Kampfpioniere stürmen über den San.-Mit Flammenwerfern gegen eine Ziegelei Von Dr. Paul Lindemann. übet iW hlanö t fü; nßel mige" chival je (W n, erbet' e vet' ib , oer- h die he 9ren3 ifei1 | $n der Universität Breslau fand die Verleihung i-5 Coppernicus-Preifes an zwei verdiente £or Impfer des Deutschtums im Osten statt. Bere 19':8 wurde an Superintendent Dr h. c. Z o ck 1 e • , 6Lnt5lQU in Ostgalizien dieser Preis gegeben, ohne M der Preisträger die Ehrung persönlich erttgeg- timen konnte. Aus Anlaß der Verleihung d iiesjcchrigen Preises an Dr. Alfred 2atte - bn rr - Pofen konnte der Vorsitzende der Stiftung ^Bald haben wir die Straße verlassen, eine mit spärlichem Buschwerk übersäte Heide nimmt uns auf Gleichmäßig marschiert der Trupp weiter gen Osten — hier und da aufgelockert m lose Gruppen, frtaft das Gelände dies erfordert. Der staubige 3tom, 13. Juli. (Europapreß.) In den letzten ixuen haben die in Tobruk eingeschlossenen eng- ischm Truppen, so schreibt der Sondeifberichterstat- er der „Tribuna", verschiedentlich versucht, die eschen und italienischen Truppen zu überraschen mt den Belagerungsgürtel zu spren- iei. Der erste dieser Versuche sei mehr eure ge- ocksame Aufklärung gewesen, und am späten Nach- nii aq des 11. Juli von Infanterie-Patrouillen mit Der ungarische Bundesgenosse Von unserem L.v.D.-Kon espondent. hts. II toH tief | auf.' P vor, ‘ i :nt 1 zem iil Hatz tobt, I ■inte I [tem ' - trm- v -0IV' irem sich \; tfam ।' Stabt I Am eues j In Madrid ist eine Spanisch-Deutsche Gesell-1 schäft gegründet worden. Ihr Präsident ist ber| durch die Verteidigung des Alcazar berühmt gewordene General Moscardo. Zum französischen Nationalfeiertag hat der Staatschef Marschall P6tain eine Botschaft an das französische Volk gerichtet, in der er betont, daß im Gedenken an die Toten, die Gefangenen, an die Verwüstungen und an die Hoffnungen, die Frankreich in die Zukunft setze, dies ein Tag der Sammlung und des Nachdenkens fein werde. Das Haus des Herzogs von Port in der Picca- dilly-Straße in London ist zusammengestürzt. Das Haus war im Winter von einer Bombe getroffen worden, die die hinteren Teile des Hauses weggerissen hatte. Der Rest der Fassade ist nun zu- sammengestürzt. Hildesheim begrüßt die Fallschirmjäger aus Kreta. schung empor. Noch hat der Feind nichts von uns gemerkt. Alles bleibt still wie ehedem. Wir ducken uns ins Gras, kriechen Schritt für Schritt auf der soeben gewonnenen Wiesenfläche vorwärts. Ein paar Sträucher werden sachte von dem einen zu- rückgedrängt, damit der andere leicht hindurchschlüpfen kann. Hier zeigt sich wieder einmal aufs neue, wie gerade unsere Kampfpioniere mit allen Gegebenheiten des Geländes aufs beste vertraut sind, sich anzu- passen wissen und jede sich bietende Deckung ausnutzen — jene kampferprobten Männer, die nicht nur im Bunkerfeld ihren Mann stehen, sondern auch hier allen infanteristischen Anforderungen gewachsen sind. Der Leutnant mit zwei Gruppen will in weitem Bogen das feindliche Bollwerk umzingeln, damit er nachher von rückwärts um so tatkräftiger den j Bolschewisten ans Zeug gehen kann. Die dritte Gruppe hat sich zur Ausgabe gestellt, einen Frontalangriff mit Flammenwerfern in den Brennpunkt des Bollwerks vorzutragen. Das Gelände ist günstig. Wieder ist es das hohe Gras, das es unserem Stoßtrupp ermöglicht, sich unbemerkt an die Ziegelei heranzuarbeiten. Auch die in bunten Hausen aufgetürmten Ziegel und alte , ausgetrocknete Lehmgruben bieten eine gute Deckungsmöglichkeit. Jetzt heißt es aufpassen! Denn der Eingang der Ziegelei ist erreicht. Ein kurzer Sprung — wir haben den Hof überschritten. tapert Auf Einladung des Reichsverkehrsministers traf Zwei britische Flugzeuge, die versuchten, Tn- ^r italienische Derkehrsminister Ho st-Venturi io! i s anzugreifen und von unseren Jägern ab- mit einer Delegation italienischer Derkehrsfachleute ;eshossen wurden, sind brennend ins Meer gestürzt. -in <ßerftn ein. Der Minister, dem Eisenbahn, See- Auf der Insel Rhodos haben feindliche Flug-1 und Binnenschiffahrt, Kraftverkehr, Post und Tele- jet[e einige Ortschaften bombardiert, wodurch je- L r? ---- iot nur leichte Schäden entstanden. |L_.—, , — Ostafrika lebhafte Artillerietätigkeit im München Verkehrsanlagen besichtigen, tlbchnitt von Uolchefit. ♦ Der Außenminister der chinesischen Nationalregierung in Nanking, Hsuliang, gab zu Ehren des neuernannten deutschen Geschäftsträgers in Nanking, Gesandten Fischer, einen Empfang. H i l d e s h e i m, 14. Juli. (DNB.) Hildesheim bereitete den siegreichen Fallschirmjägern von Kreta dieser Tage einen herzlichen Empfang. Am Güterbahnhof war das Bataillon in einem Viereck aufmarschiert, tiefgebräunt sämtliche Män ner. Offiziere wie Mannschaften in kurzen C'r", " Waffen und den Uniformrock reich mit Blumen ge- schmückt und auf der Brust unzähliger Männer das Eiserne Kreuz, während mehrere Offiziere des Bataillons, das unter dem Kommando des bekannten Eben-Emael-Kämpfers Major Koch steht,' Träger des Ritterkreuzes sind. Nach Ansprachen des Standortältesten, des Kreisleiters und des Oberbürgermeisters marschierte das Bataillon unter dem Jubel der Bevölkerung durch die Innenstadt. Ans aller Welt. Agnes Straubs Beisetzung. ' Im Krematorium Berlin-Wilmersdorf fand eine Trauerfeier für die verstorbene Schauspielerin Ag- nes Straub statt, bei der der Präsident der Reichs, theaterkammer, Körner, die Gedenkrede hielt.. Die sterblichen Ueberrefte von Agnes Straub werden nach dem Wohnsitz ihrer Mutter ins Salzbur. gische übergeführt und dort beic^esetzt werden. Der Romanschriftsteller Max Kretzer f. I Am Montagmittag ist in Berlin im 87. Lebensjahr der Romanschriftsteller Max Kretzer gssstor- ben. Er ist der älteren Generation durch eine Reche von naturalistischen Romanen wie „Meister Timpe , „Das Gericht Christi" und „die Verkommenen" bekannt. In Den letzten Jahren seines Lebens versuchte Kretzer sich vom strengen Naturalismus ab- zuwenden; 1938 ist ein Bekenntnisbuch „Ohne Gott kein Leben" erschienen. Kretzer, der 1854 in Posen geboren wurde, verbrachte den größten Teil seines Lebens in Berlin, und unter seinen Romanen fin« den sich zahlreiche Berliner Milieuschilderungen. (Ein Museum zusammengeslohlen. Verletzung des Völkerrechts getarnt über ungarb I schem Gebiet erschienen, bombardierten ohne jeden | Grund die alte ungarische Stadt Kaschau, ihre! Bomben verursachten ein Blutbad unter der wehrlosen Zivilbevölkerung. Diese schändliche Tat nef nach Vergeltung. Ministerpräsident von Bar- dossy verkündete im Parlament unter der überwältigenden Zustimmung des ganzen Hauses den Kriegszustand mit der Sowjetunion. Die ungarische Luftwaffe griff sofort die in der Nähe der ungarischen Grenze liegenden militärischen Anlagen der bolschewistischen Armee mit großem Erfolg an, und die Truppen der ungarischen Honoed überschritten kämpfend die Sowjetgrenze und warfen die zum Angriff bereitstehenden bolschewistischen Heeresgruppen zurück. Als die unschuldigen Opfer des ehrlosen ßuftangrifffes in Kaschau beerdigt wurden, war ihr Tod schon vergolten. „Diese Opfer", sagte Obergespan Peter Schell, der im Namen der ungarischen Regierung und der ganzen Nation die Särge bekränzte — „mahnen uns, daß der Internationalismus, der weder Familie, noch Gott und Vaterland kennt, in seinen Mitteln nicht wählerisch ist, wenn er jene vernichten will, die ihm im Wege stehen." Ungarn kämpft jetzt gegen diesen gütt-und Vaterland slosen Internationalismus des Bolschewismus an der Seite Deutschlands und ganz Europas und ist stolz darauf, daß es feinen großen Verbündeten nicht nur mit der Arbeit seines Volkes und den Erzeugnissen seines gesegneten Badens, sondern auch mit seinen Waffen und dem Blute feiner Sohne beizustehen hat im großen Befreiungskrieg der europäischen Kulturvölker, der yon dem größten Feldherrn und Staatsmann der europäischen Geschichte, Adolf Hitler, geführt wird. ; per Oege । >t ei"' • ! $er- 1 en die ! [trt# e < s s io rrt worden seien. Im übrigen erklären die Rei- -hn m, daß eine Anzahl Franzosen während „;3 Transportes zur Grenze aus den Zügen ,,eho l t worden seien. Man habe nie wieder etwas ij)H ihnen gehört. Schließlich gaben die Reisenden ' jyeieinstimmend ihrer Ansicht darüber Ausdruck, die Bevölkerung Sowjetrußlands in größter j'porge über den Ausgang des Krieges Hi. 3n Moskau insbesondere fürchte man, daß sich W mangelnde Einrichtung von Luftschutzräumen i,ei Luftangriffen auswirken würde. Noch nie ist ein Krieg in der fünften Geschichte wag u- -om» VMM Ungarns mehr Herzenssache des ganzen Volkes ge- Inierstutzung von Panzern durchgefuhrt worden. al5 ber jetzig europäische Kreuzzug gegen In üerie und Panzerabwehr hatten den Englan- Sowjetunion, in dem an der Seite der meisten .... X,« sm-tA ertönt sx« hör Wnrfn "'M I ^Opmschen Nationen auch Ungarn teilnimmt. Das ungarische Volk hat vor 22 Jahren am eigenen Leib erfahren, was der Kommunismus bedeutet, und seit feiner Befreiung von der jüdisch-bolschewistischen Herrschaft durch Admiral v. Horthy war es, eben auf Grund dieser Erfahrungen, ein erbitterter Feind der bolschewistischen Diktatur. Ungarn war das e r ft e europäische Land, das in der Ohnmacht der Niederlage nach dem Weltkrieg dem bolschewistischen Wahnsinn zum Opfer fiel und das einige Monate lang in eine Sowjetrepublik verwandelt wurde. Nach dem Sturz der jüdisch-bolschewistischen Herrschaft B6la Kuns (Kohns), der mit feinen Komplicen in Moskau Zuflucht suchte, war Ungarn ebenfalls der erste europäische Staat, in dem sich der nationale Gedanke als staatspolitische Idee zur i Wehr setzte und in der Person des Reichsverwesers von Horthy zur Staatsführung gelangte. Unter diesen Umständen war es nur selbstverständlich, daß Ungarn sich dein von seinen mächtigen Freunden ins Leben gerufenen Antikominternpakt anschloß, un Bewußtsein seiner Mission: ein östliches Bollwerk der europäischen Kultur zu bleiben. Diese Mission hat Ungarn in seiner tausendjährigen Geschichte stets zu erfüllen versucht. . Mit wachsender Besorgnis betrachtete man m Ungarn seit 1939 das langsame, aber zähe Vordringen ' I der bolschewistischen Macht gegen das Herz (Europas, : und seit dem Erscheinen der bolschewistischen Armee ' an der Nordgrenze Ungarns fühlte sich ^as ganze ungarische Volk stets bedroht. Seit die baltischen ’ Staaten durch die Sowjets verschlungen wurden ; und seit dem niederträchtigen Angrift auf das heldenhafte kleine ftnnische Brudervolk, glaubte niemand mehr in Ungarn an die Ehrlichkeit eines von der Sowjetdiktatur gegebenen Wortes. Es wurde daher in Ungarn geradezu mit einem Aufatmen der Erleichterung der Aufruf des Führers vernommen, in dem die dunklen Machenschaften Moskaus enthüllt und der Kampf gegen den gemeinsamen Feind angekündigt wurde. , In Adolf Hitler erblickt nun die ganze zivilisierte Welt den Befreier, und dieser Freiheitskampf hat ibie ungarische Nation in ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft gestärkt. Treu ihren Verbündeten und der Tradition hat die ungarische Regierung sofort nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetumon abge- brachen und das ganze Land m den Zustand Der ... _______ Ein Prozeß, der vor allem in der Kunstwelt starke iche Män- Beachtung finden dürfte, begann vor der 1. Straf- Hosen, die fammer des Landgerichts in Münster gegen den 30jährigen Siegfried Ruebel, der im Jahre 1935 als Bibliothekar an der Universität Rostock und von 1936 bis 1940 in Der gleichen Eigenschaft am Westfälischen Landesmuseum in Münster tätig war. Im Sitzungssaal des Landesmuseums waren auf neun großen Tischen Bücher, Kunstblätter, Plastiken und andere Kunftgegenstände aufgebaut, die der Angeklagte entwendet hat. Auf der einen Seite Des Saales hingen Gemälde aus dem Besitz des Museums, die ebenfalls bei Ruebel be» ! schlag nahmt worden waren. Weiter lag auf großen Tischen die Ausstattung eines vollendeten Kavaliers, von den Reitstiefeln bis zu dem elegantesten Frackanzug, alles Gegenstände, die dem Angeklagten gehörten; ein Beweis dafür, welchen Aufwand er getrieben hat. — Zunächst begann Die Vernehmung des Angeklagten, der mit einem Einglas be» len-1 zahl' t ldbe- auch i ge* urd)« Be- ollen Verteidigungsbereitschaft gefetzt. In Budapest finb . — ö - ... v . p die Verdunkelungsvorschriften, die nach Beendigung waffnet an Gerichtsstelle erschienen war Dabei kam des Balkanfeldzuges aufgehoben worden waren, zur Sprache, daß R. einige kostbare Bucher b e- wieder in Kraft getreten. Von diesen Dorsichtsmaß- reits nach Amerika verkauf t hatte. Die nahmen abgesehen, hat sich das tägliche Leben der Lieferung verzögerte sich aber infolge der Kriegs- ungarischen Hauptstadt in keiner Hinsicht geändert. Verhältnisse, so daß die seltenen Stucke dem Mu- Man ist dessen gewiß, daß die deutsche Wehrmacht seum erhalten geblieben sind. die ihr gestellte Aufgabe ebenso glänzend und rasch gjne Peitsche wanderte durch den Kuhleib. SSZssMMq gehende Erwartungen übertroffen. Lß und Die Kuh verschlang auch das Peitschenstuck. Auch Ungarn mußte wieder einmal den Pslug wurde dadurch in ihrem Freßoermögen nicht mit dem Schwerte tauschen und für die Verteidigung heeinträchttgt. Nach einer Zeit bekam das Tier seiner alten Grenze und seiner nationalen Ehre zu :^gch am Bauch eine Beule, bei deren Oeffnung den Waffen greifen. Sowietflugzeuge die unter L sie * ben Peitschenstock fand und entfernte, h»« aetarnt über unaart-1 $am}t £a5 ^ier wieder geheilt. ; Oberleutnant 3ur See Engelbert Endraß, ... cka der ^folgreichsten deutschen Unterseebootskom- Auch im Osten stehen unsere Kampfpioniere ge- lM^anten wurde wegen besonderer Auszeichnung Lau wie auf allen früheren Kriegsschaup^tzen ste s ’mr dem Feinde zum Kapitänleutnant befördert. korff wo es gilt, einen entscheiDenden Vorstoß m l;8ai feinen beiden ersten Feindfahrten als Komman- die Reihen des Feindes zu unternehmen. Wieder bart versenkte er bereits 106 307 BRT. feindlichen sind es Die Männer mit den Flammenwerfern und LLiftsraumes. Zu feinen hervorragendsten Taten Flcißfäcken, ^ie den zahllosen Divisionen der deut- Men die Versenkung des britischen Hilfskreuzers schen Wehrmacht Wegbereiter sein wollen. I’rienthia" von 22 300 BRT. und des modernen Der Angriff im Raume um Lemberg sollte mner- VB lÄSew Wegen Castle" non LaIb ganz kurzer Seit vorgetragen werden, um em MO Bf)2 Er hat als fünfter Unterseeboots- Einbrechen der Bolschewistchn m die fcr manbant eine Versenkungsziffer von 200 000 Truppen zu verhindern. Tagelang hatte das Pw- üxrschritten. Er ist Inhaber des Eichenlaubs zum nier-Bataillon in geduldigem ^orten au^eharrt Erfreu/ unermüdlich die Zett zur weiteren AusbMung aus- ^irenreuz. * genutzt — endlich war die große Stunde der er- Da taucht ein feindlicher Posten auf. Er ist so verstört, daß wir ihn im Handumdrehen überwältigen und gefangen nehmen können. Aber nun ist der Teufel los! Der Bolschewist schießt aus seinen MG s, was das Zeug hält — ununterbrochen quer über Den weiten Zieaeleihof. Unsere geballten Ladungen krachen ins morsche Mauerwerk, Steinbrocken prasseln nieder, Hölzer zerbersten, Türen stürzen zusammen. Aber der Gegner wehrt sich verzweifelt gegen diesen überraschenden Einbruch. Immer wieder bellen die bolschewisti- Lehmboden verschluckt jeden Marschtritt. Ischen MG.s hoch oben aus den Dachluken und de» In einem Vorwerk macht die eine Gruppe kurz antworten jeden Sprung unserer Kampfpioniere halt. Die Floßsäcke werden aufgepumpt. Nur ein über den Hof mit neuen MG.-Garben. paar Steinwürfe meit • entfernt glitzert im Mond- e^t müssen die Handgranaten ran! Sie sausen schein der silberne Lauf des San, jenes Flusses, den $e$en bi,e Fenster — zunächst ohne Erfolg. Denn wir am kommenden Morgen im Sturme überschrei-l m^^ aufeinandergeschicytete Sandsäcke bieten allzli ten sollen. Noch bieten schmächtige Weiden, dichtes großen Widerstand. Hier helfen noch nicht einmal Buschwerk und mannhohes Gras einigermaßen 5e,ba[lte Ladungen weiter. Immer wieder ballern Schutz gegen vorzeitige Entdeckung Durch den Feind, ^ei bolschewistiftsche MG.s über die ganze Breite des Je naher wir dem Fluhlauf kommen, desto gründ- $0jC5 j0 unsere Kameraden von der Infanterie, loser werden die Wege. Da stolpert der eine über bie nun ebenfalls an der Ziegelei entlang vorwärts wildwucherndes Wurzelwerk oder des anderen sollen, stark behindert werden. Stiefel versinkt halb im sumpfigen Boden. Dort rasch die Flammenwerfer vor! Wir können kriecht em dritter ganz nahe an d" Ul^osHung Secf die kleine Bodenwellen und Ziegel- heran, um tue sich wie eine kaufen bieten, gut ausnutzen und so ein betracht- dem Nachthimmel hervorhebende Ziegelei, den Stutz-1 Stück dem Feind zu Leibe rücken. Schon punkt Der Bolschewisten, zu ersahen | fauft Der erste Blitz zischend und sprühend aus dem Noch zwei Stunden haben wir Zeit! Alles ist in heraus Nun bleibt es für Augenblicke höchster Bereitschaft, unmittelbar am San. Kemer 2)ann quillt eine dicke schwarze nermag einjufWe", H ^tau’djmolte aus Ln Mauerwerk hervor unb er- btg«n Marsch hmter uns .^bew Unsere N-rv-n sind beizenden Qualm fast über den ganzen bis aufs höchste gespannt. Endlich ^0 Uhr Noch uv )meites Mal fährt der Flammenwerfer fünf Minutem Kato em Pry.e^ 6a3n>ild)cn uub nochmals. Da endlich sind roemg. Gewehre und aut unser Gerat. Nun kriecht lang- ^n diefer Stelle die MG.-Nester ousgeräuchert. uus ? etz? a Setzt komm, es nach darauf an. auch die anderen hnfte MG durch Flammenwerfer völlig lahmzulegen. ^5^- zum Angriff vor! Was jetzt folgt, MG.s durch Flammenwerfer völlig lahmzulegen, ivirft stch in roemaen Setien ab. Ein paar kurze «Noch setzt der Bolschewist seinen Widerstand un- 5nn‘inrt? TOir fifapn in Den Floßsäcken Nun gilt vermindert fort. Bereits Drei Stunden wahrt unser ®P^«ausmtot n6 n,as L Le Helgeben. L Angriff, ohle eine Entscheidung zu bringen. Zw,. DörsichU Ns unvorhergesehene Gebüsch kann schendurch gelingt^ es uns, noch e.mge Gefangene zu ^So^das^wäre geglückt! Fast lautlos haben wir Dach' geht die weiße Fahne hoch. Das 'st das Da? jenseitig Ufer des San erreicht. Im Lauf- Ende - ein Flammenmeer hüllt Den ganzen^Oach- schritt - in mehrere Gruppen geteilt - arbeitet stuhl ein und frißt sich unevbittlich m Die Gebäude sich der Stoßtrupp auf Der steil abfallenden Bo- herunter. )er sofort D e n W e g v e r l e g t. In der Nacht zum - Juli hätten Die Engländer Dann einen A tt- ff großen Stils unter Einsatz von Artil- er' und Maschinengewehren sowie zahlreicher r Der Briten seien beträchtlich gewesen. ra«».. «, S'» SftWU ->- “ * Krob-Melder zum B-taillons-G-f°chtstond d-row Bauleiter Sprenger empfing den Dirigenten Mr alle haben sogl^ch d°s Mtol: .,i^tzt geht es G-wandhausorchesters, Professor Hermann ios!" OM-rbespr-chung. Ku^s «artenst^um. aienbröth einen geborenln Frankfurter der Der Feldfernsprecher kommt mcht mehr zur Ruhe, für ben kommenden Winter die künstlerische Leitung Endlich der Einsatzbefehl. ^Uaelei M 1 angehören, sind von besonderem Stolz erfüllt. Haben sie Doch nunmehr Gelegenheit, m kühnem Handstreich als erste Kampfpioniere ihres Regiments Den Sowiettruppen ein wichtiges Bolln^rk zu entreißen. Roch am gleichen Abend setzt sich der Stoßtrupp I dichte Artillerie bet Der Beschießung Der Sowjet- Uungen In Der großen Sonnenglut haben Die Saioniere Feldbluse und Hemd längst ausgezogen, ___r- «- imh fffineHer. !Rom, 14. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr« .ncchtbericht vom Montag hat folgenden Worllaut: 3n Nordafrika wurde an Der Tobruk- tront eine feindliche Abteilung vom Feuer un- ftzi Artillerie in Die Flucht geschlagen. Luftver- der Achse haben feindliche Stellungen bom- •arfiart und Depots in Der Umgebung von Marsa I Führer hat dem kroatischen Staatschef Dr. (Jlalruf in Brand gesteckt. In Tobruk wurden Ar- $(nte Pavelitsch zu seinem 52. Geburtstag -lieftestellunaen, Derpfleaungslager, Ansammlungen ^ahlljch feine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Kraftfahrzeugen uno die Hafenanlagen dorn- * 8t. Mt Gießen (Seltersweg 24), im Juli 1941 2982 D Gebühr RM. 10.- 5 Abende zu je 2 Stunden Gießen, den 13. Juli 1941 2988 D Für Etagenheizungsbedienung dauert der Lehrgang Gebühr RM. 3,— 2 Abende zu je 2 Stunden mu In 2983 D Gießen, Asterweg 74, im Juli 1941. Dr. Ploch 02336 02343 2993 D Verstopfung, dann vor Ve b Li m Die Durchführung erfolgt in Gießen, Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, Alsfeld, Lauterbach, evtl, auch in Gränberg, Lieh, Laubach, Wölfersheim, Homberg/Ohm, Schlitz, Herbstein. ‘ len! hol Gießen, den 11. Juli 1941. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt beim Heimgänge unserer lieben Mutter sowie für die Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank. Dr. med. W. Zinßer, Oberfeldarzt im Felde Dr. med. E. Zinßer, Stabsarzt im Felde Gertrud Zinßer, geb. Schindel Hertha Zinßer, geb. Stammler und 6 Enkelkinder. tai 8y Jor A len ci( tar Ko teil QU| hie @ö für Hai 3ti nu QU nir gut Ii kn d -je i bei. der I der bn ( heil Sei be rei hi, bei erl bi lä: in in Qe der Entwicklung der deutschen Geschichte, wie fie sich im vorigen Jahrhundert so bitter abzeichnete durch die Uneinigkeit des deutschen Volkes in weltanschaulicher und politischer Hinsicht. „Der Führer allein hat richtig gesehen", so führte der Gauleiter weiter aus, „nicht das Geld, sondern der schaffende deutsche Mensch ist der Höchstwert unseres Lebens. Mit der Volkskraft und den geschmiedeten Waffen sind wir als Nationalsozialisten in der Loge, den Bolschewismus, die Juden und Plutokraten restlos niederzuwerfen. Der Kampf geht weiter unter der harten Pflichterfüllung von uns allen, bis die taufend Wunden, die wir dem Feind längst vernichtend beigebracht haben, ausgeblutet sind. Ihr aber, die Ihr in der Heimat an einer wichtigen Werkbank steht" — rief der Gauleiter aus —, „wollt Euch um Euren neuen Betriebsführer scharen, der Euch die Gewähr dafür bietet, daß die Arbeitskameraden in ihrer Arbeit gefördert werden und die Werte des deutschen Menschen erfüllen. Jedes Eurer Arbeitsstücke soll die deutsche Schöpferkraft hinaus in die Welt tragen und damit beweisen, daß Ihr den Glauben an das große Reich des Führers in Euch tragt. Dann wird auch die Freiheit aller Deutschey zu dem schönsten und erhabensten Vorbild eines neuen Europa." Die Anmeldung der Heizungsbedienung hat durch den Hausbesitzer bei Zehtralheizungsanlagen, durch den Haushaltungsvorstand bei Etagenheizungsanlagen zu erfolgen. Anmelde- ' formulare sind anzufordern bei der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Hauptabteilungfür Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, Fernsprecher 2141-2144. — Die Teilnehmergebühr ist auf das Postscheckkonto 7836 Amt Frankfurt a. M. mit dem Vermerk „Für Lehrgang Heize richtig“ zu überweisen. Die Beisetzung fand in der Stille statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Vertreter gesucht für den Verkauf v. Gravhit-Susv., Schmierfetten usw. zum Besuch von Industrie und Betrieben für Gießen und Umgebung auf Prov.- Basis. Herren, die gründl. Arbeit machen, bitte ich um Angebote unter 02333 an d. Gießen. Anzeig. Auch Tätigkeit für pensionierte technische Beamte. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Barth, Der Gauleiter bei Opel. Einführung des neuen Betriebsführers, Prof. Lüer Auf Anordnung der Reichsstelle für Kohle werden auch in diesem Jahre von der Deutschen Arbeitsfront die Lehrgänge Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim gange unseres lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Vömel sagen wir unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Schlierbach, geb. Steinmüller. Rodheim a. d. Bieber, im Juli 1941. DR. WOLF Praxis geschlossen vomlb.Juli bis 12.Aug. 1941 Vertreter: Dr. Geyer IhreVermählunggeben bekannt Peter Janssen Ilse Janssen, geb. Becker W allei lac M 11 übe plQ bec die ad Langemarck-Gtudenten motortechnisch ausgebildet. Zum Abschluß eines vierwöchigen Sonderlehrganges von Langemarck-Studenten aus Hannover und Dresden in der Technischen Führerschule des NSKK. in München nahm Korpsführer Hühnlein die Schlußbesichtigung des Lehrganges vor. Zweck war, den Studenten nicht nur die Zwifführ erscheine zu vermitteln, sondern sie auch gründlich in die Kraftfahrtechnik, aber auch in das Sondergebiet der Generatoren einzuführen. Die Besichtigung gab Aufschlüsse über die technische Ausbildung des NSKK. und die vielseitige Tätigkeit der aus den verschiedensten Berufen kommenden Langemarck.- Studenten, die durch Reichsförderung für ein Hochschulstudium vorbereitet werden. In seminarmäßiger Unterrichts gestaltung eignen sich die Teilnehmer der Langemarck-Le'hrgänge das theorettsche und praktische Wissen an._________________________________ Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GietoMrAwlflex alle lästig. Haare Leberflecken Pickel,Sommerspross. usw. entf. u. Gar. für immer Frau B. Gulden seit1935 Fr.W. Henkel Sprechstund. jetzt mittwochs,Gießen Am Biegelpfad 32, 9-17 Uhr dnrehg. Dabei hak sich ergeben, daß der Vitamingeholt voy i Zustand der beginnenden Vollreife nach der lieber- reife und beginnenden Verrottung hin dauernd ob. nimmt. Zur resllosen Gewinnung des Vitamin;: müssen die Früchte daher in noch hartem Zu, stände geerntet und sofort verarbeitet werden. Auch regnerisches Wetter wirkt abträglich, weshalb die Hagebutten daher bei trockenem, sonnigem Wetter gepflückt werden sollen. Von gärtnerischer Seite wer. den Erträge von 6 kg je Busch behauptet, in bem schlechten Hagebuttenjahr 1940 konnten aber nur Höchsterträge von 2 kg erzielt werden. Der Durch, schnittsertrag des Wildwuchses liegt sehr viel niedrj, ger. Es wäre daher von größter Bedeutung, die Fruchtgröße der hagebuttentragenden Rosen Deutsch, lands im Mittel auch nur um einige Prozent zu steigern. Eine weitere Verbesserung des Pflanzen, Materials wäre das buschweise Abernten der besten Büsche mit dem Ziel der getrennten Aussaat der Einzelbuscherträge. Das Endziel ist die Bepflanzung allen Geländes an den Reichsautobahnen, Eisen- bahn- und Kanalböschungen, Waldrändern und son. stigen ertraglos daliegenden Kleinflächen mit hocher, tragreichen Hagebuttenträgern. Steuerermäßigung für Hausgehilfinnen. Der Reichsfinanzminister stellt klar, daß die Steuerermäßigung für die Beschäftigung einer Hausgehilfin wie bisher gewährt wird, wenn es sich um Steuerpflichtige mit mehr als drei Minderjährigen, Land- und Forstwirte mit mindestens einem Minderjährigen und einer mit- arbeitenden Ehefrau, um Kriegsbeschädigte ober um Steuerpflichtige handelt, die das 70. Lebensjahr vollendet haben oder hilflos sind. Die Steuer, ermäßigung darf jedoch in diesen Fällen künftig höchstens 3 60 RM. jährlich betragen. Ist die Hausgehilfin nicht während des ganzen Kalen, derjahres im Haushalt des Steuerpflichtigen be- schäftigt gewesen, so beträgt die Steuerermäßigung höchstens 30 RM. für jeden vollen Ko. lendermonat ihrer Beschäftigung. Für den Steuerabzug beim Arbeitslohn bleib: es bei der bisherigen Regelung. Der steuerfreie Be- trag' wird hier in Höhe von 50 RM. monat- lich zugebilligt. Käst 20000 Krauen leisten Werk-Ehrendienst. Schon seit einigen Jahren ist der Werk-Ehrendienst der Frauen durchgeführt worden. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, werktätige Mütter und ältere Frauen am Arbeitsplatz abzulösen und ihnen damit einen zusätzlichen und bezahlten Urlaub zu ermöglichen. Im Kriege hat dieser Ehrendienst erhöhte Bedeutung erlangt. Sorgfältige Gesundheitsfplege für die werktätige Frau ist besonders notwendig geworden. Nach Mitteilungen i der Reichsfrauenführung haben im vergangenen Jahre 18 920 Frauen aus den Reihen der NS.- Frauenschaft in fast 1,3 Millionen Arbeitsstunden diesen Werk-Ehrendienst geleistet. Zirka 60-80 qm Macl oddnblag z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2987Da.d.G.A. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Schwager Obermedizinalrat Dr. med. Wilhelm Zinßer Kreisarzt i. R. ist nach langen Leiden sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Marie Zinßer, geb. Fertig Heute früh entschlief nach einem jahrelang mit großer Geduld ertragenen Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater und lieber guter Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Ludwig Schäfer III. im 70. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Schäfer, geb. Sommeriad Kinder und Enkel. Reiskirchen, den 14. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 16. Juli, nachmittags 2 Uhr statt. l 2985 D _U ...T II. Nigrin glanzkiie Schuhe und erhöh sie lange.s.cbön 15. sch! . erst * abt lu Hal : dur nes Heize richtig durchgeführt. Alle Personen, die eine Zentralheizung (Niederdruckdampf- oder Warmwassersammelheizung) oder Stockwerkheizung (Etagenheizung) bedienen, sollen den Lehrgang „Heize richtig“ besuchen. Für Zentralheizungsbedienung dauert der Lehrgang ZMlMeMu als ZeikWsliwno gesucht. Bering des Siebener Anzeigers Schulstraße 7« rsssv Foxterrier auf den Namess „Burga" Hörem entlaufen mh® Photo Halbott, Seltersweg 71 Wissenschaft!. We* Sonderoeblet def ßrühl'schenDnickeri Ai ßor 1 saus, 'M |er€ Linde ihrer schen porhe M vieler Linde Au einer in de Linde Ties unter dem W in 6 Uiw cn d lln li-he' sich scheu 2age schm Zur Kartoffel- und Gemüse- verforgung. Berlin, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die gegenwärtigen Schwierigkeiten in der Kartoffelversorgung sind nichteine Folge des Krieges, sondern des abnormen Witterungs- verlaufes. Die alten Kartoffeln find jetzt wie auch in den anderen Jahren regelmäßig aufgebraucht bzw. nicht mehr transportfähig. Anderseits begann das Frühjahr in diesem Jahre so spät, daß d i e Frühkartoffelernte um 3 bis 4 Wochen später a l s in anderen Jahren einsetzte. Das ist ein Notstand, der bedauerlich, aber unabänderlich ist. Diele Dinge hat die deutsche Ernährungswirtschaft erfolgreich reguliert, das Wetter kann sie nicht beeinflussen. Im Hinblick darauf, daß eine ausreichende Kartoffelversorgung zur Zeit nicht möglich ist, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft jedoch rechtzeitig in den Hauptbedarfsgeb i e t en andere Lebe n s m i 11 e l zusätzlich zur Verfügung gestellt. Es steht zu erwarten, daß bei weiter günstigem Witterungsverlauf in etwa 10 Tagen die Früh- Kartoffelernte in größerem Umfang e i n s e tz e n wird und die Kartoffelversorgungsschwierigkeiten dann überwunden sein werden. Gemüse wird dagegen schon seit einer Reihe von Tagen in erheblich größerem Umfang als in der gleichen Zeit des Vorjahres angeliefert, so daß in normalen Zeiten die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Gemüsemengen sicher größer gewesen wären als der Bedarf. Wenn trotzdem die Gemüseversorgung im Augenblick als nicht ausreichend erscheint, so erklärt sich das aus dem begreiflichen Bestreben der Haushaltungen, den Mangel an Kartoffeln durch stärkeren Gemüseverbrauch auszugleichen. Auch hier ist also nach der bald zu erwartenden stärkeren Früh- kartoffelanlieferung eine Beruhigung des Marktes zu erwarten. Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur um- gehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säuni.- niszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß: 2981C 4. Vorauszahlungsrate Grundsteuer 1941, 2. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßenreinb gungsgebühren 1941. Gießen, den 15. Juli 1941. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) Wenig gebraucht, ßetreide-lhieger 2 gebrauchte Mähmaschinen mit Vorderwagen sehr günstig zu verkaufen 29soD Heinrich Otto, Maschin.-Revar. Beuern b.Gießen Hintergasse 12 Wenig gebr. Tournai-Teppich 2% X 3% m für 150.— Mk. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 2992Da.d.G.A. und unruhißei Schlaf aind oft Foläen von Blähungen oder . Geben Sie Ihrem Kinde tlKufeke", et bleibt ----- .... Verdauungsstörungen bewahrtf ist ruh iß, zufrieden und schläft durchs , *' - '' Junge Schweine zu verkaufen HnnS Höchst, Gießen, Krofdorf. Str. 35 Weißer, eintür. Schrank (noch neu) zu verkaufen. 02335 Zu erfr. i. d. Ge- schäftsst. d. G. A. LacyWevvn3«s 20 v. S. erhalten 6it frd wiederholten floh eobmen einer Srada» Joachim -------- Die Geburt ihres Sohnes zeigen an Ilse Hey mann, geb. Schwitters Ludwig Heymann, Reg.-Ass. z. Z. Feldwebel in einem Inf.-Regt. Vergütung von Sonn- und Keiertags- arbeit der Angestellten. Eine vom Reichstreuhänüer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Brandenburg als Sondertreuhänder mit Wirkung vom 1. Juli 1941 erlassene Anordnung für das ganze Reichs gebiet gibt nunmehr auch den kaufmännischen und technischen Angestellten der Industrie, des Handwerks und des Großhandels, deren Monatsgehalt 600 RM. nicht übersteigt, für an Sonn- und Feiertagen geleistete zusätzliche Arbeit einen festen Anspruch auf Vergütung. Soweit bereits in Tarifordnungen eine Regelung getroffen oder eine Pauschalabgeltung im Gehalt vereinbart ist, hat es dabei sein Bewenden. Für die anderen Fälle sieht die Anordnung für Sonntagsarbeit eine Grundoergütung (von V200 des Monatsgehaltes einfchl. Sozialzulage, aber ausschließlich sonstiger Zuschläge) für jede Arbeitsstunde und einen Zuschlag von 50 v. H. vor. Dieser Zuschlag erhöht sich auf 100 v. H. für Arbeiten am Oster- oder Pstingstsonntag sowie für Arbeiten am Neujahrstage, den Weihnachtsfeiertagen und am 1. Mai, wenn diese Feiertage auf einen Sonntag fallen. Fallen sie auf einen Wochentag, so ist für an ihnen zu leistende zusätzliche Arbeit lediglich der Zuschlag von 100 v. H., nicht die Grundvergütung selbst zu zahlen. Das gleiche gilt bei angeordneter Arbeit am Oster- oder Pfingstmontag oder an einem einmaligen Sonderfeiertag. Für angeordnete Arbeiten an sonstigen Wochenfeiertagen erhält der Sim Zentralheizungsbesitzer! p s ■ ■■■ 1 Etagenheizungsbesitzer! WICDuy ■ Fwd. Rüsselsheim, 4. Juli. Der auf Beschluß des Aufsichtsrates der Adam Opel AG. zum Vorsitzenden des Vorstandes ernannte Präsident der Wirtschaftskammer Hessen, Professor L ü e r, wurde im Rahmen eines Betriebsappells in sein Amt ein- aeführt. Professor Lüer gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß ihn das Vertrau^ des Gauleiters und des Aufsichtsrates an diesen"verantwortungsvollen Posten gestellt habe. Die Adam Opel AG. sei ein wirtschaftliches Unternehmen und kein Versorgungsbetrieb. Die Leistung stehe an erster Stelle, die Rentabilität sei kein Teufelswerk, sondern die notwendige Bedingung, daß der Betrieb seinen Dienst für die Gesamtheit tun könne. „Der Staat verlangt wirtschaftlichen Erfolg, und das wirtschaftliche Risiko nimmt uns niemand ab. Wir müssen bereit sein, neue und noch größere Aufgaben in Angriff zu nehmen, als sie uns im Augenblick gestellt sind. Dann kam Dr. Lüer auf die sozialen Aufgaben der Opel-AG. und besonders auf die Siedlungsarbeit zu sprechen. Große Pläne seien für das Kriegsende in Aussicht genommen, deren finanzielle Grundlage bereits gesichert feien. „Wer auf die Dauer zu uns gehört, wird bei uns wohnen." Der Gauleiter gab ein eindrucksvolles Bild von Blumenkrippe Wohnzimnier-Tisch Fliegenschrank z.verk. Zu erfr.i. ü.Gescbäisst.G.A. | Kaufgesuche~| Laufgitter und Kinderstuhl zu kaufen gesucht Schmücker, Wieseck, Marburger Str. 207 gestellte lediglich den Zuschlag in Höhe von 50 v. H., auch für Sonntagsarbeit ist keine Grundvergütung zu zahlen, soweit ein Ausgleich durch Gewährung von bezahlter Freizeit an einem anderen Tage erfolgt. Bei stundenweise angeordneter Sonntagsoder Feicrtagsarbeit sind mindestens drei Arbeitsstunden zu vergüten. Arbeiten, die an ausdrücklich zu Werktagen erklärten Feiertagen geleistet werden, sind keine Feiertagsarbeiten. Sie werden daher nicht besonders bezahlt. Ebenso tritt keine Sonn- und Feiertagsbezahlung auf Grund der Anordnung ein, wenn die Sonn- oder Feiertagsarbeit an Stelle von Wochentagsarbeit geleistet wird, die Sonn- und Feiertagsarbeit also berufsüblich ift. Weitere Einzelheiten find aus der Anordnung zu ersehen, die im Reichsarbeitsblatt vom 15. Juli 1941 veröffentlicht ist. Vitamin C aus der Rose. Die große Bedeutung der Vitamine für die Gesunderhaltung des Menschen hat die Aufmerksamkeit der medizinischen und biologischen Wissenschaft in besonderem Maße auf die Heckenrosen gelenkt, die uns in ihren Hagebutten große Mengen Vitamin C spenden. Die Erträge der im großdeutschen Wirtschaftsraum vorhandenen Hagebutten liefernden Rosen möglichst restlos zu erfassen und auszunutzen, stellt daher eine vordringliche Aufgabe dar. Nach den Richtlinien der Zentralstelle für Rosenforschung des Vereins deutscher Rosenfreunde e. V. in Sangerhausen sind Hagebuttenuntersuchungen in allen Reife- und Frifcheftadien vorgenommen worden. Statt Karten Für die erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu ihrer Vermählung danken herzlich p^ter Müller Uffz. in einem Art.-Regt. und Frau Käte, geb. Schäfer Gießen (Frankfurter Str. 75), im Juli 1941 02340 immer gleich gd Weitzer 2 Simmet inruhigemHause (Stadtmitte) an alleinsteb. Frau zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02344 a.d.G.A. | Mietgesuche [ Dauermieter (Dozent) sucht 3-5-3immer- öohonng für sofort- oder water. 2986D Fernruf 2831. Suche 3-Zimmer-Wuhug. Eventuell kann 3-Zimm.-Wohn. in d. Innenstadt getauscht werd. Schr. Äng. unt. 02326 a.d.G.A. Gut möbl. Zimmer in gutem Hause sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02341 an den Gieß. Anz. | Wohnungstausch | Tausche meine 3-Zimin.-Wvhn. i. Geschäftsstraße gegen solche in der Außenstadt, evtl. Nahe der Anlagen. Schr. Ang. unt. 02325 a.d. G.A. Nigrin das ausgiebige Schuhpflege- mitfel MeineAnreigen im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und geleien. | Vermietungen | KleineWohnung (2Zim.u.Küche) in gut. 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Nachmittag sonniger Tage, da zu diesem Zeitpunkt der Gehalt an herzwirksamen Stoffen befonders gut ist. Die Trocknung geschieht am besten auf^ schattigen, luftigen Dachböden. Eine rasche evtl, künstliche Trocknung bei Temperaturen bis 65 Grad ist befonders günstig. Die Pflanze ist giftig. Bei der Sammlung ist daher besondere Reinlichkeit erforderlich. Bei Trocknung vermeide man streng die Vermischung mit anderen ungiftigen Pflanzenteilen. (Getrennt halten!) Auch beim Versand bringe man die Aufschrift „Vorsicht Gift" an. Er soll bis spätestens Ende Oktober beendet fein. Der Purpurfingerhut gehört wegen seiner starken Wirksamkeit ausschließlich in die Hand des Arztes. weiten Bevölkerungskreisen große Wertschätzung dargebracht wird, und dem auch wir für seinen ferneren Lebensabend alles Gute wünschen. FroheGtunden für unsere Verwundeten tafeln. In T. stiegen sie aus, warteten auf den An- schlußzug. Heftiger Gewitterregen schlug auf die Hallendächer, kalt blies der Morgenwind. Mit starker -Verspätung rollt aus dem Regendunst der Zug in den Bahnhof ein. ' In dem Abteil, in dem sie nun weiter nach Süden fuhren, lagen auf den Bänken, ausgestreckt auf ihren Zeltbahnen, schlafende Jungen. Von den Zu- gestie-genen halb aufgeweckt, drehten sie sich im Schlaf um, schlugen die übermüdeten Augen aus. Die Haare hingen ihnen auf die blassen Stirnen. Und wieder rollte der Zug. Schwäbische Landschaft: Hochebene mit fernen Waldwänden und Dörfern davor. Die Jungen schliefen, dumpfer Geruch ging von Stiefeln und'Lederzeug aus. Rucksäcke hingen wie Kugeln prall. Siebzehnjährig, eher sechzehnjährig waren die Jungen, vielleicht zum ersten Male aus großer Fahrt in die Welt. Wie die Reisenden das überkam! Wanderlust, unwiderstehliche, schwermütig- fröhliche, unserer Jugendjahre, schon fast versunken, nun unversehens wieder da in den jungen Gestalten um uns. Es wälzte sich in den Gepäcknetzen, es knirschte und knarrte. Auch dort oben schliefen müde Kerle, lagen wie Bündel im Netz. Was machte es ihnen aus, wo sie schliefen, wenn nur die Nachtfahrt bald überstanden war und es endlich hinausging auf die Landstraßen in die weite Welt. Der Zug rollte, nasse Gebüsche, zerzauste Bäume flogen vorbei. Die Jungen schliefen. Wenn sie sich räkelten, klapperten die Kochgeschirre, an die sie mit ihren Stiefeln stießen. Und wir wußten es gut; jenseits des Schlafs, wenn es vorüber war, wenn der Tag über den Landstraßen glänzte, würden die Augen der Jungen in einer Lebendigkeit sprühen, die ebenso auf den Augenblick wie aufs Ewige gerichtet waren, Lieder würden erschallen, ein Wimpel wehen. Sternennächte, Gewitternächte. Glut und Wind. Wirrnis und kämpfende Sehnsucht nach Klarheit in der Brust. Die Reisenden stiegen aus, trennten sich von dem Antlitz unserer Jugend, das in den schlaftrunkenen Jungen auf Fahrt sich uns zugekehrt hatte, wie aus einer blauen, unvergänglich schönen Ferne. Ja, es duftete nach Reifwerden um uns, nach Sommer. Und dort im Zug, der in den golden besonnten Regen fuhr, rollten die Jungen dem Süden entgegen, unserer eigenen Jugend zu. NSG. Der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung teilt mit: *♦ Vorspielabend der Musikschule f ü r I u g e n d und V o l k. Am heutigen Dienstag, 15 Juli, 20 Uhr, tritt im Festsaal der Langemarck- schule die Musikschule für Jugend und Volk zum erstenmal an tie Oeffentlichkeit. In einem Dorspiel- abend will sie zeigen, was seit der Gründung tm August vergangenen Jahres erreicht und geleistet wurde. Freunde und Gönner der Musik, Eltern und Angehörige der Schüler werden hierbei Gelegenheit haben, sich über den Geist der in der von -Kraft durch Freude" errichteten Schule herrscht, em eigenes Urteil zu bilden. Aus der Stadt Gießen Unter der blühenden Linde. Es stürzte die Briefträgerin in große Unruhe. Sie hatte es jetzt immer eilig, aus dem Umkreis des Hauses zu kommen. Wenn sie aber in das Haus mußte, lief sie rasch die Treppen empor. Vielleicht war Karl schon da. Sie zvollte ihm nicht begegnen. Eines Morgens hörte sie seine Stimme hinter der Tür. Er lachte laut und herzhaft mit dem Klemen, den er vielleicht auf den Schultern durch die Wohnung trug. Auch das Lachen der Frau klang von der Diele her. Nun war er also gekommen. Emen Augenblick stand die Briefträgerin laufchend da. Ihr Gesicht hatte etwas Angespanntes, Versunkenes. Dann erschrak sie und stieg eilig die Treppen empor, um oben Post abzugeben. Und hastig kam sie wieder herunter ... Wochen vergingen. .Sie brachte nun wieder seine Feldpostbriefe. Wenn sie sie durch den Türschlitz warf hörte sie das Trappeln der Kinderfuße. „Tante Post!" rief das Kind hinter der Tür. Einmal wartete die Frau auf sie. Karl hatte in seinem letzten Brief einen Gruß an die Briefträgerin bestellt. Es kam aber eine andere Briefträgerin. „Tonte Post" war einem anderen Postamt zugeteilt worden. Aus der engeren Heimat. Ein Autoomnibus verunglückt. ♦ ulrichstein, 14. Juli. In der Nähe des Dorfes Kölzenhain fuhr am gestrigen Sonntag- nachmittag ein mit sechs Personen besetzter P o st - o m n i b u s, der auf der Fahrt von Lauterbach nach Ulrichstein begriffen war, auf der kurvenreichen Landstraße gegen das Geländer einen Brücke. Das Geländer wurde von dem schweren Omnibus weggerissen, so daß der Wagen in den Bach stürzte und u m k i p p t e. Dabei wurde die Frau des hiesigen Sparkassen-Geschä-ftsführers Milli Meiski aus dem Wagen herausgeschleu- Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Hallo Janine". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Dschungel ruft". Immerhin war seit dieser Zeit des Wartens eine leise Vertrautheit zwischen ihnen, sie grüßten sich freundlicher, wechselten Worte, wenn sie sich trafen, unb so erfuhr die Briefträgerin eines Tages von der Frau, daß Karl demnächst auf Urlaub kommen .. . .— , < « ... v t StA ivrrtit Tiit» ’lf Hm: ©er rote Fingerhut. Sammelt unsere bedeutendste einheimische Herzpflanze. Schallplatten- und Salontiroler-Parodie ergab einen famosen Abschluß des Programms. Einen Hauptanziehungspunkt der Vortragsfolge bildete für die meisten Besucher wohl das Auftreten von Kurt Engel, der eigene Kompositionen auf seinem Marimba-Tylophon spielte. Zwar ist er vielen Rundfunkhörern aus zahllosen Konzerten schon bekannt, aber auf der Buhne entfaltet der quecksilbrige kleine Mann erst seine komischen Talente, die das Radio nicht zu vermitteln vermag. Kurt Engel zeigte sich nicht nur als Virtuose auf dem sehr beliebten Instrument (zuletzt mit zehn Schlegeln zugleich), sondern er brachte die begeisterten Hörer auch durch allerlei Hokuspokus während seines Konzertes in ausgelassene Stimmung. Es war ein Erfolg von besonderer Art. Carl E i ch h e i m ist hier ebenfalls aus früheren KdF.-Proqrammen bekannt; seine humoristischen Gesangsvorträge und seine Volkslied-Improvisationen am Klavier fanden auch diesmal lebhaften Anklang. Kennt und Paddy Frint präsentierten sich als Grotesk-Komiker mit allerlei verrückten Einfällen und erwiesen sich darüber hinaus als ausgezeichnete Akrobaten mit einem im Zeitlupentempo ausgeführten Kraftakt. Am Flügel wirkte Kapellmeister Walter R a d i s ch e w s k i als zuverlässiger und geschickt mitgehender Begleiter — Das vollbesetzte Haus spendete dankbar Beifall und wurde mit etlichen Zugaben belohnt Hans Thynot. Kreissachbearbeiterin für Musik- und Feiergestaltung, zur Verfügung gestellt. Die Schüler brachten einige Stücke aus dem kleinen Spielbuch von 1740 für Blockflöten zum Vortrag. Frau Kasten sang das „Largo" von Händel. Singkreis und Flotenfchuler brachten „Kamerad Soldat" von Adolf Hofmann, eine Folge von Märschen und Liedern, schön zum Vortrag. Die Zuhörer dankten mit großem Beifall. DHL. Gießen. Die Juliwanderung des VHC. Gießen bewegte ich in dem großen Waldrevier des ausgedehnten Krofdorfer Forstes. Nach einer Frühstücksrast im benachbarten Krofdorf ging es an den Hängen des Wettenbergs her nach dem lieblichen Gleibachtal.. Stets auf schattigen Waldpfaden wanderte man aufwärts über die Wißmar-Krumbacher Straße zur Krofdorfer Straße, am Meuzgärtchen, spater■ am Forsthaus Waldhaus vorbei durch den Walddistritt Buchenbühl nach dem schönen Ausblick über dem Verstal, der leider bald zuzuwachsen droht. Im Tale lagen die freundlichen Dörfer Kirchners, Altenvers und Rollshausen, während aus einiger Entfernung die Gladenbacher Berge Hemmerich, Koppe und Treisberg herübergrüßten. Bald war das idyllisch im Sauwasen gelegene Kirchverser Schwimmbad erreicht, wo ein reges Leben herrschte und' auch einige der Wanderer ein erfrischendes Briese gelten können? Als sie am Ersten die Rundfunkgebühr kassierte, öffnete ihr die Frau, und dann 'am auch das Kind angelaufen, es war gerade m dem Alter, da es die ersten Gehversuche hinter sich hatte. Das Kind, ein Junge, hatte die Augen des Vaters Die Frau war sehr freundlich und unterhielt sich mit der Briefträgerin. Mit großen Augen ah das Kind zu dem fremden Menschen auf. „Das st die gute Tante, die uns Vatis Briefe bringt, agte die junge Frau. Als sie die Tür mit einem freundlichen Kopfnicken wieder schloß, stand die Briefträgerin noch in einem Widerstreit der Gefühle da. Rührung, Schmerz, aber auch eine leise Eifersucht erfüllten ihr Herz. An dem Glück dieser Frau erkannte sie, um was sie sich damals durch eine falsche Entscheidung bezogen hatte. ... Jene glückliche Frau hinter der Tur ahnte nicht, wie sehr nun auch die fremde Briefträgerin auf die Briefe wartete, die aus dem Felde kamen. Als einmal nach längerem Warten endlich wieder ein Bries gekommen war, klingelte die Briefträgerin bei der Frau und begnügte sich nicht, den Brie wie. sonst durch den Türschlitz zu werfen, sondern sie wartete, bis die Frau öffnete. Dann übergab sie ihr den Brief Das Gesicht der Frau leuchtete auf vor Freude. Vor so viel Angst, Warten und Gluck wurde die Briefträgerin ganz stumm, der Groll loste sich m ihr sie sah plötzlich in der andern eine Schwester, die um dasselbe bangte wie sie und die em größeres Recht dazu hatte. Die Frau konnte nicht wissen, was in der Briefträgerin vorging, sie nahm diese stille, freundliche Haltung für Mitgefühl. „Sie verstehen es vielleicht", sagte sie ein wenig verlegen, „man macht sich eben gleich Sorgen, auch wenn es gar nicht notig ist." — „Oh, ich verstehe , erwiderte die Briefträgerin, und da das Kmd nun an die Tur gekommen war, legte sie sanft die Hand ousdas Haar des Jungen, wandte sich dann aber plotzl^) ■ ab, daß die Frau ihr ein wenig verwundert nach- Fahrtgenossen. Von Kilian Kerst. Der Schnellzug fuhr durch die Sommernacht. Durch den Tunnel hinter Aschaffenburg ging's in den Spessart wie durch ein Tor. An Waldhängen entlang, an schattenhaft sich wölbenden Bergkuppen vorbei, die wie schwerfällig wogende Wellen sich umeinanderschwangen. Hier ein plötzlich klaffendes, heuduftendes Wiesental, dort, unterhalb der steilen Böschung, ein schlafendes Dors. Dann, bei Lohr, der Bvgen des Mains. Blaffe Kalkberge, immer das Band des Flusses, und nun, für ein paar festliche Augenblicke, die lampenbeglänzten Brücken Würzburgs, funkelnde, im schwarzen Wasser gespiegelte Bögen über den Main. Rauschend, in voller Fahrt, wurde Nürnberg erreicht Es tagte grau, die von kleinen Waldstücken gesprenkelten Wiesen der Hochtal-Landschaften enthüllten sich bleich. Rosige Gewölke erglommen. Aber weiter südlich glänzten Blitze in schwarzen Gewitter- Das Schild an der Tür. Von K. R. Neubert. Sie war Briefträgerin und hatte seit einigen Tagen einen neuen Bestellbezirk zugeteilt bekommen Auf diesem neuen Gang hatte sie m einem Hause vor einem Türschild gestutzt, das den Namen Kar Göde trug. Als in der Wohnung Schritte sich naher ten, ging fie schnell in das nächste Siockwerk hinausi Sie beugte sich über das Treppengeländer, doch es kam niemand aus der Wohnung. . - Seit dieser Zeit bekam sie immer em wenig Herzklopfen, wenn sie keine Post für Gode zu bestellen aber ste "e auf dem Flur und lauschte auf Schritte uni» Stimmen. Vielleicht wohnte hier em ganz anderer Ka^ Göde Sie hätte es gern gewußt, aber zugleich fürchtete sie auch ein Zusammentreffen. Denn soviel hatte sie schon bemerkt: Karl Gode war verheiratet. Manchmal klang eine Kinderstimme aus der Wohnung, und einmal hatte sie die junge, Jubfae= grau aus der Tür treten sehen. Nur ihm war sie noch ^Warum^ schlug ihr Herz so, wenn sie in dieses Haus kam? Vor Jahren hatte sie Karl Gode kennengelernt Er schien Gefallen an chr zu finden und bemühte sich um sie. Doch hatte sie noch emen^anbe» ren Bekannten, dessen lebhafteres, jch^rnderes Na turell ihr Herz mehr entzündete als Karls stiller^, bedächtigeres Wesen. Damals hatte fte noch nicht erkmmt, welcher der wertvollere Mensch von beiden märe. Sie entschied sich für den anderen aber em Jahr später mußte sie erkennen, daß sie si-Y täuscht hatte. Doch nun war es zu spat. Karl Gode war ihrem Gesichtskreis längst entschwunden und zufällig hörte sie von einer Bekannten, daß er Jia) Mr können uns die deutschen Dorfbilder nicht denken ohne unsere Lieblingsbäume, die Linden. Dor der Kirche, auf dem Friedhof, vor dem Rathaus, auf freien Plätzen, wo die Kinder spielen, überall stehen Linden. Ist die Eiche das Sinnbild Tausende und aber Tausende von Linden laden .in diesen Tagen nicht nur die Bienen, sondern auch die Menschen zur Rast ein. An vielen Landstraßen, auf freien Plätzen, fast überall finden mir sie. Verlassene Dorfbrunnen sind von alten Linden uber- jchattet. Da läßt es sich schön träumen an solchen alten, vergessenen Dorfbrunnen, wenn der heiße Tag zur Rühe gegangen ist. Wenn ein solcher Brunnen erzählen könnte! Bad nahmen. Nach Ueberguerung eines bewaldeten Höhenrückens gelangte man zu der anmutig im Salzbödetal liegenden Schmelz. Die hier vorge- ehene längere Rast wurde durch ein plötzlich auftretendes Gewitter, das mit großer Heftigkeit durch das Tal brauste, unterbrochen und das die Wanderer zwang, die schützende Halle aufzusuchen, um später nach dem Endziel Fronhausen zu wandern. Gießener rvochenmarkkpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für -^-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 15. Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg l>80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, Weißkraut, H kg 20, gelbe Rüben, das Bund 16 bis 18, Römischkohl, kg 12, Erbsen 26 bis 30, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 65, Zwiebeln, das Bund 15 bis 20, Rhabarber, kg 12, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 25 bis 39, Erdbeeren 53, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 8 bis 12, Salatgurken 20 bis 50, Oberkohlrabi 12 bis 15, Rettich, das Bund 12 bis 15, Radieschen Die NS.-Gemcmschaft „Kraft durch Freude" vermittelte im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht den Verwundeten in unseren Gießener Lazaretten eine schvne Veranstaltung unter dem Motto „Tausend mui tere Noten". Das Orchester der „Meistersolisten im ^ldgrauen Rock" unter Leitung von Helmut M ndius, 1. Geiger am Frankfurter Opernhaus, t > reitete mit seinen instrumentalen Darbietungen den aufmerksam lauschenden Hörern eine große Freude. ;e Soubrette Charlotte Schütze vom Landestheate in Wiesbaden und der Bassist Robert vom Sr. eidt vom Opernhaus in Frankfurt a. M. bereich den mit ihren Gesängen die Vortragsfolge in sch aster Weise. Die verwundeten und kranken Soldaten dankten den Künstlern verdientermaßen mit herzlichem Beifall. — Am Sonntag erfreute die Dann- und Untergauspielschar des Bannes und Untergaues 116 Gießen die Insassen eines Lazaretts mit einer hübschen Veranstaltung unter dem Motto „Der Fröhlichkeit die Türen auf!" Unter Leitung von Musiklehrer Dietrich, Frl. Stieda und Herrn Braun wurde eifrig musiziert und gesungen, außerdem wurden zwei hessische Bauerntänze gezeigt. Reicher Beifall bekundete den Mitwirkenden den Dank der — In einem anderen Lazarett hatten sich ) Diese bekannte Pflanze mit ihren lebhaft purpurner Stärke und des trotzigen Willens, so wirkt bie farbenen röhrig-glockigen Blumenkronen, die in ein- Linde mit ihren zierlichen, herzförmigen Blättern, ^Inen Kreisen unseres Gaues auf Kahlschlägen ihrer schönen vollen Krone, wie das Bild der deut- Unb in lichten Wäldern teilweise noch in großen scheu Innigkeit. Beide Bäume waren unfern Alt- Beständen anzutreffen ist, ist eine der wenigen vordem heilig. Unter den Eichen opferten sie den Drogen, die ob ihrer Bedeutung für die Behand- ßöttern, unter den Linden hielten sie Gericht. In (ung von Herzerkrankungen nicht nur in unserem vielen Namen von Städten und Dörfern lebt die Daterlande in größten Mengen gebraucht wird, Linde fort. Schöne Mädchennamen erinnern an sie. sondern früher auch einmal in ansehnlichen Men- Auch der Drache, der Lindwurm, hauste unter gen ausgeführt wurde Man sammelt die grünen einer Linde, und als ihn Siegfried erschlug und sich Blatter von der blühenden Pflanze mit Öen Stielen, in dem Blute des Untieres badete, löste sich em Die beste Tageszeit für die Sammlung ist der Lindenblatt und fiel dem Helden auf die Schulter, lief im Odenwald aber, an der rauschenden Quelle, unter der alten Linde, wurde der lichte Held von dem finiteren Hagen ermordet. Wo uns von deutschem Leben, von Leid und Freud berichtet wird, in Sage und Dichtung, in Volksliedern und alten Die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude Mären, überall finden wir die Linde, die teilnimmt hotte zu einem Bunten Abend mit froher Un- an dem Schicksal der deutschen Menschen ... terhaltung eingeladen, der wie immer vorzüglich be- Und nun strömen die Linden wieder einen Herr- sucht war. Max W e n d e l e r, „der lachende Gesell", sichen Duft aus. Die unscheinbaren Blüten haben eröffnete, hier schon von früheren Gastspielen her be- sich geöffnet und locken die Bienchen an. Sonnen- könnt, das vielseitige Programm und unterhielt das jchein und Lindenblütenduft! Das find die schönsten Publikum auf seine Weise: er wußte allerlei Witze Tage für unsere fleißigen Bienen, und der 3mfer un& Geschichten und brachte die Leute mit einem schmunzelt, wenn er in einigen Wochen aus den Wortschwall über Männer, Frauen, Landschaften, goldenen Wachszellen den fast grünlich scheinenden gj^e unö Musterung — vom Hundertsten ins Lindenhonig herausholen kann. Er laßt sich durch ~ ' jbie Farbe nicht beirren, er ist Kenner und weiß, wie gut der Lindenhonig schmeckt. Eines Morgens mußte sie als Briefträgerini einen Brief bei Göde bestellen. Der Umschlag trug die ihr wohlbekannte Handschrift Karls. Nun war ke Zweifel mehr möglich. Doch bewies ihr dieser Bnes auch, daß Karl nicht zu Hause war. Es war em Feldpostbrief, den er seiner Frau schrieb. Je länaer sie nun in dem neuen Bezirk tätig war, desto öfter hatte sie Karls Feldpostbriefe durchi Öen l "Kehlend" berichtete es die' Frau. Die Nach- kleinen Türfchlitz zu werfen. War es nicht f a o I . letzten Brief gestanden. lich, daß sie sich manchmal oorstellte, ihr hatten dieje tug j übungsmusterfchule Alzey versetzt, wo er auch noch an der Fortbildungsschule und an der Landwirtschaftlichen Winterschule tätig war. Im Jahre 1903 erfolgte die Versetzung des Jubilars an das Realgymnasium und die Oberrealschu^ in Gießen. Nebenamtlich erteilte er auch Unterricht an der Kaufmännischen Fachschule und an der S^ile für weibliche Anaestellte des kaufmännischen Berufs berel- I tete zahlreiche Berufssoldaten, Feldwebel und Unter Offiziere mit Erfolg zur Militäranwarterprufung bor unb gab vor dem Weltkrieg Unterricht an der beim Inf,-Regt, Nr, 116 errichteten Militäranwarter- schule. In der Kriegs- und Nachkriegszeit stellte er seine Dienste dem Lebensmittelamt der Stadt Gießen zur Verfügung, war im hiesigen Obst- und Gartenbauverein tätig und entfaltete eine rege schriftstellerische Tätigkeit auf den Gebieten des Obst- Garten- und Weinbaues. Als einstmaliger Lei- ^°des^7L°7L'°Do:f-kSL Au- d-m chörer, - In einem anderen Lazarett hatten s.cy aeborenen Rheinhessen ist im Laufe der Jahre ein der Singkreis der Ns.-Frauenschaft und Block- guter Oberhesse und Gießener geworden, dem in flotenfchuler unter Lettung^von^rau^K^st^^ Tausendste — zum Lachen. Auch die Tänzerin Marja Tamara hat sich bei uns schon vorgestellt; ihre Darbietungen, vor allem auf groteske Wirkungen bedacht, fand viel Beifall. Trux und Mackie zeigten eine Zaubernummer: die illusionistischen Tricks mit Kerzen, Taschentüchern, Zeitungen usw., die man oft mit tödlichem Ernst vorgeführt sieht, waren hier durch grotesk-komische Einlagen aufgelockert, ohne an Präzision und Wirkung zu verlieren. Nanina und I o s ch o , „der ,Welt schönstes Tan.zpaar": eine akrobatische Num- - - mer, die durch ihre Eleganz und die verblüffende Unablässig rauscht das klare Wasser. Bei Tage Weichheit" des weiblichen Partners bestach und übertönt es der Lärm der Arbeit. Nachts aber " f bestaunt wurde. Die zwei Battons plätschert der Wassersttahl lauter und munterer. Da musikalische Exzentriker, deren geschickt aufge- beginnt er zu erzählen von der Zeit, m der oirbeit vom Herkömmlichen erfreulich ab- die Mädchen mit ihren Gefäßen das Wasser holten, bauie* A? $ b ^es ungleichen, aber glanzend aber nach des Tages Muhe noch immer 3U einer ’ nmirfenben Haares ist ebenso ausgeprägt kleinen Plauderei Zeit fanden, um sich mitzuteilen, 3 1 R - im Musikalischen, und ihre was ihr Herz bewegte ober was sich Neues xm\m »QMWn Dorfe ereignet hatte. Der Brunnen horte zu, und die alte Linde rauschte mit ihrey Blättern. . Dann kam die stille Nacht. Im Gebüsch leuchteten Oberreallehrerl.N.GrlMM80^ZSyreOll die Glühwürmchen auf, der Nachtwächter ging vor- 2Im Donnerstag, 17. Juli, vollendet der Oberreal- bei. Kein Ton war im ganzen Dorfe hörbar,nur IgaCob Grimm in voller körperlicher und der Brunnen sandte unablässig sein klares, kühles aejoiaer Rüstigkeit fein 80. Lebensjahr. Er stammt Wasser aus dem bemoosten Rohre, und den Bluten Mommenheim, Kreis Oppenheim a. Rh., wo er der Linde entströmte der herrliche Duft. In solchen ^ie Volksschule besuchte, um sich dann an Nächten verstanden Sonntagskinder, was der Dorf- mrQParanbenanftalt Lindenfels und am Lehrer- Ir ruynen und die alte Linde zu erzählen hatten ... rem|nar Bensheim für seinen Lebensberuf vorzube- Ein Tee von den getrockneten Lindenblüten ist reiten Nach kurzer Tätigkeit in Wallertheim wurde heilbringend, und so sehen wir jetzt am Tage die er im gal)re 1882 als Lehrer an die Seminar* fleißige Jugend, wie sie ihr Körbchen mit den dus- - " ' "" — "" " " tenben Blüten füllt. Das Beste und Süßeste freilich holen sich die Bienen. — Die Dominiks. Roman bon Hellmuth M.Vottchee. 30. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Natürlich ist das WettbW, in das Nissen die Chemie einordnet, richtig. Aber Lietzendorf hat genau so recht. Solange die beiden Ingenieure sich bloß in Theorien und über Theorien unterhalten, da spielt es keine Nolle, ob man die Frage von innen oder außen, von unten oder oben ansieht. Aber sie wollen ja keine Theoretiker sein. Eine Einheitsantriebsmaschine für U-Boote wollen sie bauen. Und das ist Praxis! Da ist es bei der Verschiedenheit ihrer Gesichtspunkte und Temperamente kein Wunder, daß ihre Geister, die sich eben noch im besten Willen zu gemeinsamem Schaffen genähert haben, gegeneinander prallen und wieder auseinanderschießen. So ist das Problem, sagt Lietzendorf^ Kohlensäure zerfällt bis 1500 Grad in Kohlenoxyd und Sauerstoff. Bei Gegenwart von oxydierbaren Körpern genügt sogar schon Rotglut. Jagen wir also die Kohlen- säure durch einen Lichtbogen, bann wird das, was der Heiratsvermittler mit Not und Mühe zustande gebracht hat, nämlich die Ehe eines Kohlenstoffkavaliers mit zwei Sauerstoffbräuten, auseinandsr- gesprengt. Dann haben wir wieder den Ausland wie er herrschte, als sich die Hälfte der verlobungs- mutigen Dam en den ehe freudigen Männern um den Hals warf, während die andere Hülste zurückgeschoben und mit blödem Blick abseits stand —- den Zustand, der Kohleoxyd heißt. Stellen wir nun noch die Liebesprobe des Maschinenmeisters an und lassen wir die Verlobten über ein auf 180 Grad geherztes Parkett von Nickelplatten tanzen, dann laufen sie auseinander, und es dauert nicht lange, und die Männlein und Weiblein find wieder getrennt. Oder — was wahrscheinlich noch richtiger ist — Lietzendorf stört den Frieden nicht unnötigerweise, sondern läßt die Verlobten — das sogenannte Kohleoxyd — ruhig beieinander. Und wie vordem schon einmal muß die Hitze sie in jenen wohltuenden Schwung versehen, der schon vorhin jedem Kohlenstoffjüngling zwei Bräute in die Arme trieb. Mit nüchternen Worten: Kohleoxyd ist ja brennbar. Es braucht nur entzündet zu werden, dann nimmt es die freien Sauerstoffatome auf und bildet wieder die rechtsgültige Ehe Kohlensäure. So denkt sich Lietzendorf die Lösung des Problems. Auf dieser Reihe von Tatsachen und chemischen Erkenntnissen will er seine konstruktiven Arbeiten aufbauen. Also geht er an die Zeichnung einer Apparatur, bei der die Derbrennungsgase in einem Lichtbogen abgesogen werden, abkühlen, auseinanderfluten und wieder zur Verbrennung gebracht werden. Und das dann im unaufhörlichen Kreislauf. Leider will sein Partner von dieser Idee gar nichts wissen. „So ist das Problem!" sagt Nissen Dominik. Verbrennung ist Rückwärtsdrehung der Natur, die Umkehrung jener Vorganges, in dem die Pflanzen wurden, indem sie Sonnenenergie in sich ausspeicherten. Drehen wir die Sache also nochmals um, tun also wir das, was die Natur uns seit Millionen Jahren vorgemacht hat und jeden Tag wieder zeigt. Tirpitz hat es ja schon damals mit seinem scherzhaften Beispiel auch gesagt: Man braucht sich bloß einen armseligen Fünfgroschenblumentopf zu kaufen und ans Fenster zu stellen. Da hat man das schönste chemische Laboratorium für die Umwandlung der Kohlensäure und ihre Zerlegung in Sauerstoff und Kohlehydrate. Oder noch hilliger: Man geht in/ben Wald. Jeder Baum ist eine chemische Spezi alfabnk. Aus der Luft greift er sich mit seinen Blättern die Kohlensäure. Einen Teil davon atmet er als Sauerstoff aus. Aus dem Rest baut er jene Stosse aus, die der Mensch sich nachher aneignet, um sie zu verbrennen." Nissen hat sich heiß geredet. „Sehen Sie, Herr Lietzendorf", schließt er. „Das nachzumachen — darauf kommt es an. Wenn uns das gelingt, können wir auf Ihren Lichtbogen mit feiner Riesentemperatur und seiner Energiever- schwendung verzichten. Wir laufen keine Explosionsgefahren. Alles verläuft schön kühl und gefahrlos — wie ein. Sommertag im Wald." Der Chefingenieur hat mehrmals versucht, ihn zu unterbrechen. Jetzt, wo Nissen fertig ist, lacht er laut auf. Als er aber bemerkt, wie sein Mitnrveiter gekränkt zusammenzuckk, nimmt er sich wieder zusammen. „Verzeihung!" sagt er. Und fährt bann fort. „Sie vergessen, daß die Natur viele Schwierigkeiten spielend überwindet, an der wir Menschen uns vergeblich die Zähne auskn-acken." Er lächelt wieder. „Wir müssen uns damit trösten, daß sie ein paar Milliarden Jahre Lehrzeit vor uns voraus hat. Da hat sie manches ausprobieren können, wozu es bei uns Menschen mit bloß ein paar tausend Jahren kümmerlicher Experimente noch nicht gereicht hat." Er wird wieder ernst. „Ganz nüchtern gesprochen, wir dürfen nicht übersehen, daß die Pflanze, selbst Ihr Fünfgroschentopf — zweierlei benutzen darf, was uns fehlt. Erstens Chlorophyll, ihr Blattgrün, und zweitens das Sonnenlicht. Beides haben wir nicht auf dem Meeresgrund und können wir auch nicht wie kondensierte Milch in Büchsen verpackt mit nach unten nehmen. Also sind wir schon von vornherein aufgeschmissen, und es lohnt nicht, auf Ihre Ideen weitere Zeit zu verschwenden." Aber Nissen hat seine Experimente im Gewächshaus nicht umsonst gemacht, und Lietzendorfs Widerspruch führt eher dazu, daß er sich noch weiter verbeißt. „Meine Pflanzen wachsen auch bei elektrischem Licht!" triumphiert er. Lietzendorf sagt jetzt bas, was er schon vor Wochen angedeutet hat, noch einmal m aller Deutlichkeit. „Und was haben Sie davon? Sie können das Chlorophyll des Blattgrüns nicht künstlich erzeugen. Wir Menschen können Schifte bauen und Kathedralen, Flugzeuge und tausend Wunder — aber alles, was wir schaffen, ist täte Materie. Tirpitz hat, wie Sie erzählen, von einem Fünfgroschenblumentopf gesprochen, dem rotr’s nachmachen sollen. Er hätte viel bescheidener sein können und doch Unmögliches verlangt: Nicht einmal ein einziges Blatt können wir nachmachen." „Und warum nicht?" wehrt Nissen sich. „Weil es lebendig ist!" Er hat wieder das feine, kluge Lächeln auf dem Gesicht, das wie Spott aus- sieht und doch nur ein Ausdruck der Harmonie ist, t die das Wissen in ihm aufklingen läßt. „Wir müssen dert und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Vier weitere Frauen in dem Omnibus wurden leicht verletzt und mußten dem Krankenhaus in Schotten zugeführt werden. Die Untersuchung über die Ursache des Unglücksfalles ist noch im Gange. Landkreis Gießen -/- Lich, 15.Juli. Der Arbeiter Friedrich Uhl, Hungener Straße, kann am morgigen Mittwoch, 16. Juli, in voller körperlicher und geiftiaer Frische sein 8 0. Lebensjahr vollenden. Unsere besten Wünsche begleiten den Jubilar in sein neues Lebensjahrzehnt. * Treis a. d. Lda., 13.Juli. Die Kriegerkameradschaft Treis a. d. Lda. feierte gestern abend im Gasthaus Lemp ihr 60jähnges Bestehen in schlichter kameradschaftlicher Weise. Am 15.7.1881 'grünbeten 17 ehemalige Kriegsteilnehmer der Feldzüge 1866 und 1870/71 den Krieaeroerein „Germania". Der 1. Präsident des Vereins war Johann Heinrich Berghöfe r. Die Mitaliederzahl erreichte im Jahre 1909 ihren Höhepunkt mit 140. Don 1912 an ging sie zurück, als Folge der marxistischen Zersetzung in unserem Volk, und erreichte nach dem Weltkrieg ihren Tiefstand. Ein kleiner Teil der alten- Soldaten stand jedoch treu zur Fahne und hielt die Kameradschaft aufrecht. Sie stellten die Nation höher als internationale Phrasen. Der Kameradschaftsführer dankte diesen Treuesten ganz besonders in seiner Ansprache Und überreichte das Kyfthauferehrenzeschen 2. Klasse für 50jährige ununterbrochene Mitgliedschaft und für Verdienste den Kameraden Konrad Lemp, Johann Heinrich Will, Wilhelm Lindenstru t h, Philipp Rabenau und Philipv Göbel. Für 40jährige ununterbrochene Mitgliedschaft und Verdienste um die Kameradschaft wurden mit je einem Geschenkband ausgezeichnet die Kameraden Peter Rabenau, Georg Balthasar Fritz, Wilhelm Nuhn, Konrad Zecher, Wilhelm Heinrich Will und Wilhelm Becker. ♦ Allertshausen, 14-Juli. Bei dem Gewitter am Sonntagnachmittag schlug der Blitz hier in die Scheune des Landwirts Albert Decker und in den daneben liegenden Schuppen des Keilers Heinrich S altm ein ein und zündete. Die Scheune und der Schuppen brannten mit den darin geborgenen Heuvorräten trotz eifriger Löscharbeiten nieder. Insektenstich führte zum Tode. Lpd. Fischbach (Taunus), 14 Juli. Dor einigen Tagen wurde hier ein Mann von einem Insekt i n die Unterlippe gestochen. Er kam mit einer schweren Infektion ins Krankenhaus, wo er nun» nfe^r der Blutvergiftung erlegen ist. Der Fall zeigt wieder einmal, wie vorsichtig man bei Insektenstichen sein muß, da nicht nur das Insektengift, sondern auch Verschmutzungen der kleinen Wunde schlimmste Folgen nach sich ziehen können. SJ.Jpor/ Aus dem HZ.-Gebiet Hessen-Nassau, i Gebiels-Fachrvarle tagten in Frankfurt ö. 21t Auf der Arbeitstagung der Gebietsfachwarte des I HJ.-Gebiets Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. gestatteten die verschiedenen Berichte einen Ueo erblick über den ausgezeichneten Stand der Breitenarbeit, gleichzeitig waren aber auch erfreuliche Fortschritte im Leistungssport der einzelnen Sparten festzustellen. Recht umfangreich ist der Arbeits- und Wett- kampfplan für die nächsten Wochen und Monate, der u. a. Vergleichskampfe, Lehrgänge, Wanderfahrten und Gemeinschaftslager vorsieht. So werden beispielsweise die Boxer einen Vergleichskampf mit Niedersachsen in Hannover bestreiten, die Fechter, die erste kürzlich in Hannover siegten, bereiten zum 14. September in Offenbach einen Florett-Mann- schaftskampf mit acht Gebiets-Mannschaften vor, und im Fußball, Hockey und Handball sind die Gruppen-Ausscheidungen zu den deutschen Meisterschaften zu erwähnen. Die Kanufahrer treffen sich mit den kurhessischen Jungen auf der Lahn bei Gießen, die Iubokämpfer treffen bereits am kommenden Samstag, 19. Juli, in Augsburg mit dem Gebiet Schwaben zusammen, die Ringer gaben einen Vergleichskampf mit Baden zum 10. August nach Mannheim vereinbart und die Leichtathleten treffen am 3 und 10. August in Worms und Aachen mit den Auswahlmannschaften von Moselland und Köln-Aachen zusammen. Die Schwimmer, Ruderer, Tennisspieler usw. haben außer den deutschen Meisterschaften in Breslau verschiedene Vergleichskampfe vorgesehen, u. a. die Ruderer am 7. September in Mannheim mit Baden, Moselland und Oberfranken und die Tennisspieler mit Baden Mitte August in Baden-Baden. Fünfzehn Ruderer aus verschiedenen Bannen nehmen außerdem an der Thaya-Grenz- landfahrt in Lundenburg am 20. Juli teil. Hessen-Aassaus Turner besiegt. Der dritte Turn-Vergleichskampf zwischen den HJ.-Gebieten Moselland, Hessen-Nassau und Düsseldorf sah in Luxemburg erneut die Düsseldorfer siegreich, und zwar mit 513 Punkten vor Moselland mit 498 Und Hessen-Nassau mit 495 Punkten. Bester Einzelturner war Schnepf.(Moselland) mit 95 Punkten vor Quirnbach (Moselland) mit 91,5 und Schmitz (Düsseldorf) mit 89 Punkten. Der ebenfalls in Luxemburg durchgeführte Leichtathletikkampf sah bei den Jungen Düsseldorf mit 117 Punkten vor Moselland (116) und Köln-Aachen (104), bei den Mädel Moselland mit 68 Punkten vor Köln-Aachen (65) und Düsseldorf (48) siegreich. Im Fußball trennten sich Hessen-Nassau und Koblenz 2:2 und Hessen-Nassau und Esch-Alzette 1:1. In einem weiteren Kampf behielt Luxemburg mit 4:3 über Koblenz die Oberhand. । Reichswetttämpfe der Studentinnen. Zu den Reichswettkämpfen der Studentinnen, die vom 24. bis 28. Juli im Hochschulstadion zu Darmstadt abgewickelt werden, liegt eine große Anzahl von Meldungen vor. Darunter beftnben sich auch einige sehr bekannte Sportlerinnen und Mersterin- nen. In der Leichtathletik sind u. a. die Frankfurter Speerwerferin Klotz, die in diesem Jahre schon 43 Meter warf, die thüringische Hochspringerin Lucie Lockemann sowie tue Berlinerinnen Erika Dieß und Eckert zu nennen. An den Wettkämpfen der Schwimmerinnen beteiligt sich, u. a. die Deutsche Springer-Meisterin Gerda D a urner- lang (Nürnberg). In den Rahmenwettkämpfen im Handball, Hockey und Basketball werden u. a. die Auswahlmannschaften aus Italien und Ungarn erwartet. Ein Aufstiegsspiel in Hessen. Im Bereich Hessen wurden am Sonntag die Fußball-Aufstiegsspiele in der Gruppe Süd gestartet. Germania-Niederrodenbach hatte Wetzlar 05 zu Gast und behauptete sich mit 4:2 (3:0) Toren. Niederrodenbach hat sich also vorerst einmal an die Tabellenspitze gesetzt. Das in der Nordgruppe anaesetzte Spiel SG. Petersberg — VfL. 1860 Marburg fiel aus. Die (Sieger im Rollkunstlauf. Bei den Wettkämpfen um die Bereichs-Meisterschaften im Rollschuhlauf, die am Samstag und Sonntag in Gießen durchgeführt wurden (vergleiche unseren gestrigen Bericht), konnten folgende Ergebnisse erziett werden: Einzellaufen Klasse C IM.: 1. Lotte Eckel, Gießen, 33,9 P., Pl. 4; 2. Anni Klamp, Limburg, 30,1 P., Pl. 7,5; 3. Gerda Lüdecke, Kassel, 30,5 P., Pl. 9; 4. Marianne Wahl, Kassel, 30,1 P., Pl. 9,5. — DJ.: 1. Heinz Rakel, Kassel, 32,2 P., Pl. 3; 2. Hans Besser, Kassel, 27,7 P., Pl.6 Frauen: 1. Erika Konradi, Hanau, 35,9 P., Pl. 3; 2. Ursel Kl eint, Kassel, 34 P., Pl. 7; 3. Marianne Grah, Limburg, 33,9 P., Pl. 9; 4. Lia Hornung, Kassel, 33,2 P., Pl. 13; 5. Inge Becker, Hanau, 32,5 P., Pl. 16; 6. Gisela Becker, Kassel, 33,0 P., Pl. 15,5; 7. Mar. Ditzel, Limburg, 31,3 P., Pl. 20,5. Männer Klasse C: 1. Karl Heinz Fromhold, Kassel, 33,9 P., Pl. 4; 2. Karl Heinz Kellermann, Kassel, 34,0 P., Pl. 5; 3. Helmut Glock, Gießen, 32,3 P., Pl. 9. Einzellaufen Klaffe B, I M.: 1. Gisela Stephan, Kassel, 66,8 P., Pl. 4; 2. Marianne Schaden, Limburg, 65,1 P., Pl. 5. Frauen: 1. Hannelore Schüßler, Kassel, 76,6 P., Pl. 3; 2. Elfriede Schardt, Hanau, 73,4 P., Pf. 8: 8. Helga Lust, Kassel, 73,3 P., Pl. 9; 4. Marianne Schermuly, Limburg, 71,7 P., Pl. 10; 5. Herta Völker, Hanau, 67,6 P, Pl. 15. Fr auen alters klasse : 1. Annemarie Pötz, Limburg, 69 P., Pl. 3,5; 2. Else Schmidt, Limburg, 68 P., Pl. 5,5; 3. Erika Streißguth, Gießen, 60,3 P., PI. 9. Männer: 1. Hans Gunkel, Hanau, 76,8 P., Pl. 4; 2. Walter Lüttkemeier, Kassel, 77,0 P., Pl. 5. Einzellauf Klasse A, Frauen: 1. Sie- grit Senger, Kassel, 155,1 P., Pl. 3; 2. Marianne Daniele, Kassel, 147,4 P., Pl. 7; 3. Ursel Gotting, Kassel, 142,9 P., 8. Männer 1: 1. Walter Stephan, Kassel, 176,3 P., Pl. 3; 2. Werner Geist, Hanau, 167,3 P., Pl. 6; 3. Rolf Trysna, Kassel, 144,5 P., Pl. 9; 4. Hermann Preiß, Gießen, 142,1 P., Pl. 12. Paarlaufen Klasse A : 1. Marianne Bantele, Kassel, Rolf Trysna, Kassel, 9,7 P., Pl.3; 2. Gisela Stephan, Kassel, Walter Lüttkemeier, Kassel, 9,0 P„ Pl. 6. Bereichssiegerwettbewerb: 1. Herta Völker, Hanau, Werner Geist, Hanau, 8,3 P., Pl. 3. OriS-Turn- und Sporttog in Daubringen Am Sonntag führte der Sport-Club 1921 Daub< ringen seinen Orts-Turn- und Sporttag auf dem Waldsportplatz durch. Dank der guten Organisation verliefen die Kämpfe reibungslos. Im Dreikampf d-r HI-Kl°sse