Donnerstag, 15. ÜTaiW! Eichener Anzeiger Der neue kroatische Staat, der in den letzten fier wer-ei, ifam. Wenn Die deuffchen Luftangriffe auf Malta pe B) la Land Ein Stimmungsbild aus USA Ö< 2usa®me0' ;h 'uloer sparen Doffer vorher' u am Aden» ze han-voS tb läßt h« lotgen flehen, : wundmeü rgen braucht I bet Wasch- fit nötig Hot, man kommt Waschpulver (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Agram, im Mai 1941. gebracht. Italienischer Luftangriff auf Alexandrien. 1946/41 durch Freu* aisterung zuströmte, so daß sich die Organisation e' £ foon nach wenigen Monaten auf ganz Kroatien »nA^weis erstreckte. Als König Alexander am 6. Januar 1929 ' ----- in ohornnfinen 5luaollawien die Militärdiktatur ver- .60 bf 3<. Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Die Angriffe der deutschen Flieger werden von der römischen Presse genau geschildert. Aus dem am 8. und in der Nacht zum 9. Mai auseinandergesprengten Geleitzug, hätte sich ein Teil der am schwersten getroffenen Schiffe in die Häfen des nahen Malta geflüchtet, und hier hätten die deutschen Flieger sie auf gesucht. Malta, einst eine wichtige Offenfto- stellung im Mittelmeer, habe heute alle Hände voll zu tun, um sich selbst zu schützen. Es sei eine belagert Stadt und kein angenehmer Zufluchtsort für beschädigte Schiffe. In der Nacht zum 12. Mar, als die Wetterbedingungen den Einsatz erlaubten, seien von der deutschen Luftwaffe beide Häfen von Malta unter Feuer genommen worden. Einige 50 000 Kilogramm von Bomben verschte- denen Kalibers hätten die deutschen Flugzeuge her- ahfallen lassen. Der ganze Haupthafen habe schließlich im Lichte der Brände gelegen und um 2 Uhr morgens fei die Hafeneinfahrt in gewaltigen Rauchwolken verschwunden. Weitere Brände seien im Arsenal und in der Staatswerft zu beobachten gewesen, ein anderer im Stadtteil Florian a. Ein weiterer von besonders großem Ausmaße habe sich im Stadtteil Sanglea ausgebreitet. Bis zum Morgen sei Welle auf Welle deutscher Kampfflugzeuge auf La Valetta angerollt und habe die beiden Häfen bombardiert. — Andere Abteilungen hätten sich den Flughafen Mikaba (Lucca) zum Ziel genommen und mit Bomben angegriffen. wiederum den Flugplatz Cutca mit guter Wirkung an. Der Feind bombardierte mit schwachen Kräften in den gestrigen Abendstunden die Insel Helgoland. Militärischer Schaden entstand nicht. Es wurden lediglich Wohnhäuser zerstört und mehrere Zivilpersonen gelötet oder verletzt. Flakartillerie schoß zwei der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. lieber dem Reichsgebiet fanden in der letzten Rächt keine Kampfhandlungen statt. Die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges mit Hauptmann Prihel. Feldwebel Heinemann, Feldwebel Hoppe und Unteroffizier Haus zeichnete sich bei der Durchführung schwieriger Bildaufklärung über England besonders aus. Bei den Kämpfen in Rordfrankreich zeigte der Oberleutnant Schultze als Gefechtsluftaufklärer besondere Umsicht und Tapferkeit. Rom, 14. Mai. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch meldet, haben italienische Flugzeuge im östlichen Mittelmeer einen feindlichen Geleitzug angegriffen. Ein großer Dampfer erhielt Treffer. Ein Verband der Luftwaffe griff den Flottenstützpunkt Alexandrien an und erzielte Treffer auf militärische Anlagen des Hafens. In O st a f r i k a Artillerietätigkeit im Abschnitt von Amba Aladschi, wo ein neuer feindlicher Angriff abgewiesen wurde. Wie das britische Geschwader nach Gibraltar zurückichrte. M a i l a n d, 14. Mai. (Europapreß.) Das britische Geschwader, das vor einigen Tagen im westlichen Mittelmeer während der Beschützung eines Getett- zuges von der italienischen Luftwaffe angegriffen worden ist, kehrte am Dienstagabend nach Gibraltar zurück. Das Geschwader begab sich nicht in den Militärhafen, sondern ging in der Bucht vor Gibraltar vor Anker. Die Hälfte der Flugzeuge an Bord des Flugzeugträgers ist zerstört, und das Startdeck ist schwer beschädigt. Der Turm eines Flaggschiffes ist zerstört, und ein Kleiner Kreuzer hat schwere Beschädigungen davongetragen. Von den Schiffen wurden zahlreiche Verletzte an 1 UN Vor. ^chtigteir ln9, wäh. kommen Oer Wehrmachtbericht. Berlin, 14.Mai. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe versenkte in der letzten Rächt im Seegebiet ostwärts Sunderland drei Handelschiffe mit zusammen 14 000 BRT. und bombardierte mehrere Häfen in Süd- und Mittel- e n g t a n d. In Rordafrika brach ein von Panzern unterstützter britischer Angriff gegen den Abschnitt einer italienischen Division zusammen. Dabei wurden sechs feindliche Panzer zerstört. Weitere Kämpfe brachten den deutsch-italienischen Truppen örtliche Erfolge. 3m Raum von Sollum stießen Aufklärungsstreitkräfte des deutschen Afrikakorps weitnachOsten und S ü d o st e n vor. Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampffliegerverbände bei Tage und in der letzten Rächt spiegeln unverfälscht die wahre Stimmung der kriegsfeindlichen Bevölkerung USAs wider. Eines sei gewiß: Wenn heute Präsidentschaftswahlen ausgeschrieben werden würden, würde das Ehepaar Roosevelt in lärmender Weise aus dem Weißen Haus ausgebootet werden. Denn wenn schon gegenüber Roosevelt die Verstimmung in der U8A.-Bevölkerung sehr groß sei, so fef seine Gattin „Eleonor the war" (Kriegs-Eleonore), wie sie von den Frauen USAs getauft worden sei, geradezu verhaßt. Wie man Marineoffizier wird, wenn man Roosevelt heißt. Washington, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Frau Roosevell teilte in einer Pressekonferenz mit, daß nunmehr auch chr jüngster Sohn John die militärische Uniform anziehen werde. Er habe sich entschieden, daß die Welt, in der Hitler siegreich sei, nicht die Art Welt sei, in der er leben wolle. Zwar könne er seiner schwachen Augen wegen nicht der kämpßenden Truppe beitreten, aber nach Rücksprache mit seinen Eltern habe er einen Abendkursus im Versorgungswesen mitgemacht und werde im nächsten Monat in der Harvard-Universität einen Schulungskursus über die Beschaffung von Material für die Marine absolvieren. Anschließend werde er zum Marineoffizier ernannt werden.. Mehrere wichtige Häfen in Süd- und Mittelengland bombardiert. Gruß an die Untersteiermark. Von Hans Sturm. Wenn auch das Sonnenland der Untersteiermark, das von einem mittelalterlichen Dichter das „teutsch Paradeis" genannt wurde, oft im Schatten der Geschichte blieb, so ist es doch seit je kerndeutsches Kulturland gewesen. In den vielen Kämmen, Kegeln und Kuppen der „Windischen Bühel", in den Tälern und Schluchten an den „drei Strömen des Südens", Mur, Save und Drau, gespenstern heute noch Sagen, leben Märchen deutschen Ursprungs, und das Volk kennt noch einfache Lieder, von denen manche in „Des Knaben Wunderhorn" stehen. Schon im Mittelalter stand ein Graf von Eilli in naher Verbindung mit den Markgrafen von Brandenburg und wäre beinahe deutscher Kaiser geworden. Der bedeutendste Dichter der damaligen Zeit, Wolfram von Eschen b ach, kam auf seinen abenteuerlichen Fahrten oft in die Untersteiermark; hier vollendete er „Parzival" und verlegt die darin gepriesene Gralsburg auf den tausend 'Meter hohen, sehr steilen Motschberg südlich gen zwischen Deutschland und Kroatien und zugleich die Wiedereingliederung der Süd. sieiermark in das Reich ihren ersten vertraglichen Ausdruck gefunden. Unfreundlicher Willkomm für Douglas FairbankS in Buenos Aires Buenos Aires, 15. Mai. (Europapreß.) Der zur Zeit in der argentinischen Hauptstadt i m Auftrag Roosevelts weilende nordamerikanische Filmichauspieler' Douglas Fairbanks wurde im Stadtzentum m i t einer Schreckbombe „begrüßt". Die Menge nahm gegen ihn eine feindliche Haltung ein. Es wurden Schmährufe gegen die Hollywood-Filmindustrie laut, und der Tumult nahm solche Formen an, daß die Polizei einschreiten mußte. Diese Demonstration war eine Fortsetzung der kürzlich in einem Kino zum Ausbruch gekommenen Tumulte gegen den nordamerikanischen Film „Argentinische Nächte". Der bei der Aufführung dieses Films entstandene Skandal veranlaßte die araentinifchen Behörden, den Film vom Spielplan a b f e tz e n zu lassen. iftmmbme von fltnngni für die Ntittaasnummeic biS8'/,Ubr des Vormittags Anzeiaen-Preiier Anzeigenteil 7 Rvf. \t mm bei 22 mm Aeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm Beilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalftaffeH Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrttt (vorherige Vereinbarung) 25'/«mehr Oie deutsch-kroatische Grenze. Berlin, 15. Mai. (DRV.) In Anwesenheit des Staalsführers des unabhängigen Staates Kroatien, Dr. Ante pavelitfch, wurde in Agram dn Vertrag zwischen Deutschland und Kroatien abge- schlossen, durch den die gemdnsame deutsch-kroatische Grenze, wie sie sich aus dem Zerfall des jugoslawischen Staates ergeben hat, feftgelegt wird. Der Vertrag wurde deutschersdts durch den deutschen Gesandten in Agram, Kasche, und dem Vortragenden Legationsrat im Auswärtigen Amt, von Kamphövener, kroatischerfdts durch den Staatssekretär des kroatischen Außenministeriums, L o r k o v i h und den General M a r i t ch unter- zeichnet. Damit haben die nachbarlichen Beziehun- .Mi«“1 UM aef ick, Sonate Beethoven, riu» Schönau. , bei Musik- uen Europa ausgebaut wird, brachte der kroa - schen Freiheitsbewegung den Sieg, auf ,n sie in den Jahren eines harten und schweren IMpfes immer gehofft und vertraut hat. Es ist er Sieg der Ustascha, die zuletzt von Ante a v e l i t s ch 1 im Ausland und von General vaternik in der Heimat geführt wurde. Ihre im Oer Weg der Llstascha Bon unserem A. St.-Berichterstatter. nrichllhr. 'n wieder, von neu« -seither Muller Deutschen eine Ng, '"folgen vrtsgrup, Kasse für Hervorhob 3orftanbs. dem Te, % Ä Hilft:. ’ Während Pavelitfch im Auslande die kroatische (Emigration organisierte, Zeitungen gründete, die Ustascha-Bervegung in allen Erdteilen bekannt machte und den Kampf gegen das Belgrader Sy- tem führte, begann die Ustascha in der Heimat mit dem revolutionären Widerstand gegen die großserbische Diktatur. In verschiedenen Gegenden kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den kroatischen Freiheitskämpfern und den serbi- chen Behörden, die bald so umfangreich wurden, daß durch die Aktion der Ustascha in der Lika im Herbst 1932 die Grundlagen der serbischen Diktatur in Kroatien erschüttert wurden. Damals brachte die Ustascha-Bewegung große Opfer; viele Freiheitskämpfer wurden auf Grund von Verurteilungen durch die Ausnahmegerichte gehängt, ein weitaus größerer Teil unterlag den schweren Mißhandlungen in den Gefängnissen oder fiel bei den Kämpfen. Heber 8000 Menschen mürben in Kroatien wegen Vergehens gegen das serbische Staatsschutzgesetz vor Gericht gestellt, Zehntausende von Gefängnisjahren wurden gegen die kroatischen Frccheitskämpfer verhängt. Doch diese ganze Schreckensherrschaft konnte den kroatischen Freiheitskampf nicht brechen.und die immer mächtiger und einheitlicher gewordene Organisation der Ustascha nicht schwächen. Die Belgrader Regierung bemühte sich vergebens, mit Hilfe der internationalen Freimaurerei, des Judentums und des Völkerbundes die Ustascha-Bewegung zu vernichten. In Genf organisierte^ Benesch, Titu- lescu und Jeftisch ein internationales Verfahren gegen die kroatischen Freiheitskämpfer, wobei man versuchte, diesen besten Kräften des kroatischen Volkes als eine internationale Terroristengruppe hinzustellen. Freimaurerische Intrigen sollten die natürlichen Bindungen und die Freundschaft des kroatischen Volkes mit jenen Ländern, die die Träger des neuen Europa waren, untergraben. Die Politik der Unterdrückung der Kroaten in der Heimat und im Auslande, die mit einer Politik der Provokationen gegen die Nachbarländer ge- iaart war, vertauschten die Nachfolger des Königs Alexander mit einer Politik der Zweideutig- k e ft gegen die Kroaten und gegen die Nachbarländer. Eines der Hauptziele dieser Polittk war die Zertrümmerung der von der Ustascha und ihrem Poglavnik geführten einheitlichen kroatischen Front und die Unterbindung des natürlichen Freundschaftsverhältnisses und der Verständigung Zwischen den Kroaten und ihren großen und kleinen Nachbarn. Diese Politik der bewußten Unklarheit konnte jedoch die Probleme nicht lösen und ebenso wenig konnte sie die Stoßkraft der Ustascha schwächen. Die Organisatton arbeitete vielmehr unermüdlich weiter, nachdem sie sich in allen Mühsalen und Fährnissen der Illegalität zurechtgefunden hatte. Ihr fester Glaube, daß ein freies Kroatien seinen Platz im neuen Europa finden werde, war unerschütterlich. So hatte sich unter der Fassade des jugoslawischen Staates im geheimen doch systematisch und beständig der neue kroatische Staat entwickelt. Die Einheiten der Ustascha umfaßten nicht nur die Städte und Dörfer in Kroatien, sondern bald auch das« Nervensystem des jugoslawischen Staates, indem sie ihren Weg auch in die Polizei, die Gendarmerie und schließlich das Heer fanden, wo alle kroatischen Elemente erfaßt wurden. In Belgrad, wo man nicht die geringste innere Verbindung mit dem kroatischen Volksempfinden hatte, hatte man auch keine Ahnung davon, wie weit das unsichtbare Netz der Ustascha bereits reichte und wie diese Organisation bereits zu einem Staat im Staate geworden war. Als vor einigen Wochen durch die freche Heraus- forberung bes Generals Simowitfch die Maske vom Gesicht Serbiens gerissen wurde, kam auch der Augenblick, in dem die Ustascha ihre geschichtliche Aufgabe vollenden konnte. Schon am zweiten Tage des Krieges gegen Jugoslawien, als die deutschen militärischen Operationen noch auf die bulgarische und die slowenische Grenze beschränkt waren, begann in Kroatien das Werk der nationalen und staatlichen Befreiung. Zuerst ethoben sich die kroatischen Regimenter um Bjelovar und beseitigten die serbischen Offiziere. Es folgten dann kroatische Militäraufstände in anderen Gegenden, und am 10. April konnten die Kroaten bereits siegreich dem deutschen Heere das Tor zu ihrer Heimat öffnen, wobei sie gleichzeitig den freien und unabhängigen Staat Kroatien proklamierten. Die Ustascha-Bewegung hat damit ihr erstes großes Kampfziel erreicht. Jetzt aber wird sie auf Grund der schon vor langem festgesetzten Richtlinien, die klar und eindeutig sind, unter der Führung des Poglavnik Dr. Ante Pavelitfch die Organisation des unabhängigen Staates Kroatien mit der gleichen Bestimmtheit, Beharrlichkeit und Entschlossenheit durchführen, mit der sie bisher in den schweren Kampfjahren' vnd mit schweren Opfern gekämpft hat. ,1. Jahrgang ttMtf : Tfctiemi täglich, außer -onntags und feiertags erlagen: Die Illustrierte siebener ^annlienblätter eimat nnBild DieSckolle «ouats-Be-ugelvreis: At 4 Beilagen NM. 1.95 chne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. „ .25 uefa bei Nichterscheinen an einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ernlvrechanschluff 2251 »rabtanscl irist:„Anzeiger" Postscheck 116«« Tranks. M cife, fonbd • 'Hält zu oid i Seife schwer i Seife. Sd j Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Nichts weniger als Begeisterung herrscht beim fast täglichen Abgang der Truppentransporte USAs nach den See- und Luftstützpunkten im Atlantischen Ozean, in Panama, auf den Antillen, den Philippinen, kten Hawai-Jnseln und im Stillen Ozean. D e r z w e i f l u n g s sz e n e n spielen sich beim Auslaufen dieser Dampfer auf den Anlagestellen im Hafen von Neugork ab, wie in einem Sonderbericht des „Giornale d'Jtalia" aus Neuyork mitgeteilt wird. Dor Tagen habe daher die USA.* Admiralität beschlossen, diese Truppentransportdampfer nur in der Nacht abgehen zu lassen, um Kundgebungen unmöglich zu machen. Infolge der an das Weiße Haus gerichteten zahllosen Proteste gegen diese Maßnahme habe sie aber von der Admiralität widerrufen werden müssen. , , Der Berichterstatter des „Giornale d'Jtalla" hatte Gelegenhett, dem Auslaufen des Truppentransport» dampfers „Republik" beizuwohnen. Zur Verabschiedung von den mit diesem Dampfer abtransportierten 1593 Offizieren und Soldaten seien deren Angehörige selbst aus weit entfernten Staaten der USA., wie Nebraska, Arizona, Colorado, herbeigeellt. Still und traurig feien die Mannschaften an Bord des Dampfers gegangen. Fast habe man den Eindruck gehabt, nicht dem Abgang eines Truppentransporters, sondern dem eines zu Zwangsarbeit verurteilten Kontingents beizuwohnen. Diese Szenen, so schließt der Bericht, General-Anzeiger für Oberhessen ** «ieSeib —- in ehemaligen Jugoslawien die Militärdiktatur ver- P i kündete, wurden auch in Kroatien alle politischen nXw ^Ionisationen aufgelöst, und so mußten die -tit- A »lieber des „Hrvatski Domobran chre Tätigkeit um- v st llen. Jetzt wurden sie eine illegale Organisation ; öon revolutionärenm Charakter, die den Namen ,21 a r s a" trug und im Januar 1929 von Dr. javelitsch jene Satzungen erhielt, die auch heute die ®runblagen des neuen unabhängigen kroatischen Staates bilden. Mit diesen revolutionären Satzungen wurden svl- , jmbe Grundziele der kroatischen Freiheitsbewegung rKamPfi i dgültig festgelegt: Schaffung eines unabhängigen lkuiU^ kroatischen Staates, Organisation dieses Staates tif Grund der Idee der nationalen Solidarität, ofreund M ; Mitarbeit aller Stände, Reinigung der kroatischen ilt, Heimat von jenen Elementen, die ihr durch ihre in ,uf 8 rcssenmäßige, blutsmäßige und geistige Zusammen- .„tehrunt I itgung schädlich sind, Schaffung einer gefunden und ■* ihrfen Autorität an Stelle des liberal-demokrati- tdung. uP io en Chaos. Träger des Kampfes zur Erreichung Ö-5 hier gesteckten Zieles wurde die Ustafcha- kewegung, die in Dr. Ante Pavelitfch chren Führer, ihren „Poglavnik", sah und stets bereit war, tie ihre Mitglieder mit allen Mitteln und auch mit raffengewalt für das Befreiungs- und Erneue- nngswerk einzusetzen. .... Ende 1929 verließ Dr. Ante Pavelitfch mit einigen Di itarb eitern die Heimat und begab sich in die srei- TiCige Verbannung, um die Kroaten im Aus- jlli n o e zu organisieren und mit jenen «taafen in - Verbindung zu treten, die gleich Kroatien Opfer des Versailler 'Systems geworden waren. Dor allem Mm er die direkte Fühlung mit seinen Freunden i- Bulgarien, Ungarn unb Italien aus. Ü'wohl das damalige Deutschland schwach und Seine Regierung ein Spielball in den Händen der Machthaber von Dersailles war, hat Pavelttsch Mn Anfang an den größten Wert darauf gelegt, end; im großen deutschen Volk Derständms für bte kroatischen Freiheitsbestrebungen zu suchen und eine : Freundschaft zwischen den beiden Dölkern, anzu- itchnen. Während eines Aufenchaltes in Sofia im Omaner 1929 schloß Pavelitfch mit den mazedo - 1. sch en Revolutionären einen formellen Ertrag, in dem sich die Kroaten und die Mazedonier verpflichteten, Schulter an Schulter gegen die ' serbische Tyrannei zu kämpfen. wurzeln aber liegen weit zurück in vergangenen 'iten unb finb in ber Geschichte der Habsburger- tenarchie um die Mitte des vorigen Jahrhunderts - finden. Damals, als es in den einzelnen Völkern s Habsburger-Reiches zu gären begann und die erben versuchten, einen südslawischen Block im ahmen ber Donaumonarchie zu bilden, traten lei* nchaftliche kroatische Patrioten, vor allem Ante t a r t s ch e v i t s ch , der „Vater ber Heimat", unb in Freunb, Eugen Kvaternik, auf, die iohl bic Rabikallösung ber kroatischen Frage Ld) die Gründung eines selbständigen unb unab- ingigen kroatischen Staates forberten, dabei aber ‘pbe Bindung an die Serben entschieden ablehn- n. Startschevitsch, der Gründer ber kroatischen echtspartei, leugnete sogar, daß es überhaupt ein Fisches Volk gebe. Unter dem Einbruck ber deut- yen und der italienischen Einigung im Jahre 1871 ,-rsuchten diese Männer sogar einen Aufstand gegen ie allmächtige Habsburger-Monarchie, wobei Kva- irnit als Eugen I. zum König von Kroatien aus* rrufen wurde. Dieser Freiheitstraum dauerte alter* ngs nur kurze Zeit, Eugen Kvaternik fiel unter in Kugeln bes Standgerichtes im Oktober 1871 ™, 18 der erste Märtyrer der kroatischen Frecheits- ct|d bis w i ineaung. Die Ideen dieser Männer aber sind auch ich ihrem Tode lebendig geblieben, und immer ieder wurde die Forderung nach einem unab= mgigen Staate Kroatien erhoben. Als bann im Jahre 1918 bas kroatische Volk gegen unen Willen Serbien unterstellt würbe, burchdrang e Lehre Ante Startschevitschs mehr als je bie brei* n kroatischen Volksmassen, und schon in ben Jah- tn 1919 unb 1920 begannen entschlossene kroatische tänner mit bem bewaffneten Wiber st a n d iqen bie serbische Besetzung. Unter ihnen befanden ch her damals 30 Jahre alte Rechtsanwalt Dr. Ante aoelitsch unb Professor Milan Suflai, em elehrter von Weltruf, ber später von serbischen anbiten meuchlings ernwrbet wurde In vielen oatischen Gegenden kam es zu bewaffneten Ausladen gegen bie Serben, boch ber Augenblick für nen allgemeinen Aufruhr war bamals noch nicht »kommen. Die sog. Friedensrichtung, bte eine Der- inbiqung mit ben Serben anstrebte, gewann zu- rslIälS'Aili ichst bie Oberhanb; als aber am 20. Juni 1928 im elgraber Parlament kroatische Abgeordnete, unter nen auch der Kroatenführer Stefan Rabitsch, uch bie Schüsse bes serbischen Abgeorbneten Pute Ratschitsch niebergeftredt wurden, wurde es lar daß sich bas Verhältnis ber Kroaten unb der (erben niemals auf friedlichem Wege, sondern nur kirch Waffengewalt lösen lassen wurde. Nach dem Verbrechen im Belgrader Parlament -tschloß sich Ante Pavelttsch, seine ganze Politik ff diese unvermeidliche gewaltsame Losung it kroatischen Frage einzustellen. Er gründete die rganffation des x halbmilitärischen „H rv a tf n omobran", dem bie Jugend mit riesiger Be- °i>T >26277 24 ? ' *1 bet I bet 'UM s.' 8«brfi «bet bj, ^uichtsrof ___ ______ HM "gewinn; Wochen entstanden ist unb nun im Geiste des Irenen * ' L1- ---- In der irakischen" -iv üffe. Der bekannte Politiker Dr. Giselher Wirsing, Hauplschriftleiter der Münchner Neue st en Nachrichten, der vor etwa zwei Jahren eine Reise durch den Vorderen Orient gemacht hat, gibt in seinem Blatt eine anschauliche Schilderung des irakischen Kriegsschauplatzes. Er schreibt: Das F o r t R u t b a h sah ich zuerst als winzigen Punkt, als wir uns mit dem Kursflugzeug üer ägyptischen Verkehrslinie Kairo — Haifa'— Bagdad von Palästina auf dem Wege nach der irakischen Hauptstadt befanden. Mehrere Stunden waren wir erst über das öde, steinige Hügelland von Transjordanien und dann über die Wüste geflogen. Fast zwei Stunden lang hatten wir vom Flugzeug aus kein menschliches Wesen, kein Gehöft, geschweige denn ein Dorf mehr entdecken können. Das transjordanische Bergland war allmählich in die unendlich dunkelbraune Wüste "übergegangen, die von oben wie ein Lederüberzua über die Erde wirkte. Gelegentlich freilich durchschnitten von den tiefen Einschnitten der Wadis, der Täler: gelegentlich auch unterbrochen von plötzlich aufsteigenden Gebirgszügen, die ganz abenteuerliche Formen zeigte. Es gab da eine Hügelkette — es war nicht weit von Rutbah —, deren Berge teils wie Trapeze, teils wie merkwürdig geformte Tierköpfe aussahen — ein Ergebnis der Erosion, die das Gestein in der Wüste zernagt. Dann schließlich also war Rutbah aufgekaucht. Wir landeten dort, um zu tanken. Mitten in der Wüste, wie verloren, standen von einem großen Steinwall umgeben die wenigen Häuser, die zu dem Fort gehörten. Die großen Ueberlandautobusse, die von Beirut über Damaskus nach Bagdad fahren, pflegen hier für wenige Stunden Rast zu machen. Die Einsamkeit an dieser Station ist vollkommen. Ein Aufklärungsflugzeug muß dort auf fast unglaub- liche Entfernungen eine etwa herannahende feindliche Kolonne erkennen können. Die Lage im Irak. Istanbul, 14. Mai. (DNB.) Heber die militärische Lage im Irak liegen folgende Einzelheiten vor: Die zwölftägige Beschießung der Flugplätze von Sennelseban und Schuaiti durch irakische Flieger und Artillerie hat schwere Beschädigungen angerichtet. Sennelseban ist eine mit einem Aufwaick) von sechs Millionen Pfund ausgebaute befestigte Anlage mit unterirdischen La- gerräumen, Unterkünften und Bunkern. Die englischen Fliegerangriffe gegen die irakischen Belagerungstruppen haben nur wenig ausrichten können. Die Straße von Basra nach dem englischen befestigten Fliegerlager von Schuaiti ist durch irakische Streitkräfte blockiert. Daraus erklärt sich der englische Plan, sich in den Besitz des Forts Rutbah zu fetzen. Zwei Angriffe scheiterten unter den schweren englischen Verlusten. Der Ersatz ist für England sehr schwer, well die gefährdete Lage in Aegypten es nicht erlaubt, namhafte Verstärkungen nach dem Irak zu entsenden. Der Irak dagegen verfügt über Zehntausende, die bisher noch garnicht eingezogen wurden, weil man eine allgemeine Mobilmachung noch für unnötig hält. Der Irak hat auch keine Bockade zu befürchten, denn seine Selbstversorgung ist in großem Umfange gesichert. Selbst Den Habbanija-See erreichten wir etwa zwei Stunden später. Ein riesiger, offenbar wenigstens an den Ufern ziemlich seichter Tümpel, von Schilf umwachsen, der sich unweit des Euphrat ausdehnt. Das Fliegerlager konnte ich an jenem dunklen Februarabend nicht erkennen, als wir den Habbanija-See überquerten. Auf, dem Rückflug von Bagdad nach Damaskus war es ebenfalls noch dunkel — wir waren schon um 5 Uhr morgens abgeflogen —, als wir dort wieder vorüberflogen. Wir flogen ganz dicht darüber hinweg und man konnte im ersten Morgengrauen einige der großen Hangars entdecken. Habbinija ist eine regelrechte Stadt für sich, mit im Sommer gut ventilierten Bungalows, in denen angeblich die Temperatur nicht über 30 Grad an- steigen soll. Eine Milllärkolonne mit Kinos, Kasinos und allem möglichen Komfort, der das trostlose Leben in der Abgeschiedenheit an diesem weltentlegenen Fleck ein wenig erleichtern soll. Der Dienst bei der Air Force in Ramadi (so heißt die kleine Stadt am Euphrat in der Nähe des englischen Fliegerlagers) gehört trotzdem nach Aden zum Aufreibendsten und Anstrengendsten, was das britische WeUreich zu vergeben hat, wie mir ein englischer Fliegeroffizier auf der Bahnfahrt von Alexandria nach Kairo erzählte. Die P u m p st a t i o n e n an der Oelleitung schließlich sind der Reihe nach mit Hl bis H10 gezeichnet. Wir flogen damals über H 5 hinweg. Es war eine große Anlage mit Benzintanks, großen Pumpanlagen, Werken uüd Bungalows, alles umgeben von mehreren Umzäunungen, die von jeher als Verteidigungsanlagen hergerichtet sind. Die Pumpstationen sind während der Zeit des Palästina-Aufstandes schon oftmals arabischen Angriffen ausgesetzt gewesen. Damals handelte es sich aber lediglich um die Aktionen von kleinen Freischärler- Spen, während jetzt zum erstenmal eine reguläre ee diese Angriffe vornimmt wenn die Engländer lokale Erfolge erzielen sollten öfter diese oder jene Stadt besetzen, würde der Irak in nationaler Einmütigkeit bis zur vollen Unab- hängigkeit kämpfen. Oer frühere Ministerpräsident des Irak gestorben. Mailand, 14. Mai. (Europapreß.) Der frühere Ministerpräsident des Irak, Talatel Haschimi, ist, wie Radio Mondar aus Damaskus meldet, plötzlich gestorben. Nach dem jüngsten Staatsstreich Kailanis war Talat el Haschimi aus Bagdad geflohen, weil er der Vertrauensmann Englands war, das seine Ernennung zum Regierungschef des Iraks im Januar begünstigt hatte. / Oer Wafd bedingt zum Iregierungse «tritt bereit. Rom, 14. Mai. (DNB.) Wie aus Beirut gemeldet wird, hat sich der Wafd, d. h. die nationalistische Partei Aegyptens, bereit erklärt, einer Regierung der nationalen Einigung beizutreten unter der Bedingung, daß Aegypten niemals an derSeite Englands in den Krieg eintrete. von Graz. Wolfram war der erste deutsche Dichter, dem es nicht um das Berichten von bunten Ereignissen ging, sondern der Menschen darstellen und in ihrer Umgebung zeigen wollte; dazu brachte er „langes Anschauen", und dies tat er auf den Fahrten durch die Grenzmark Mitteleuropas, deren gute Verkehrsstraßen er in seinem Gedicht erwähnt hat. In Marburg an der Drau, der damaligen „deutschen Insel im slawonischen Lande", wurde rund 600 Jahre nach Wolframs Tode Ottokar Kernstock geboren, den sein steirischer Landsmann und Freund Peter Rosegger „ein wehrhaft Nachtigall" genannt hat; diese Bezeichnung gefiel Kernstock derart, daß er sie zum Titel eines Gedichtbuches wählte. Des Dichters Ahnen waren Rad- meister und kamen aus der Gegend von Steyr; vom Vater erbte er die Liebe zu alter Dichtung, und so hat er denn auch als Archivar des Stiftes Vorau fragmentarische lateinische Mysterienspiele und mittel- alterliche Liedkompositionen aus seiner engeren und weiteren steiermärkischen Heimat herausgegeben. Seine schönsten Gedichte, liebliche Lieder im Volkston, veröffentlichte Ottokar Kernstock unter dem Titel „Zwingergärtlein"; ein solches besitzt fast jede Burg seiner Heimat. Folgender Sechszeller Kern- stocks könnte heute geschrieben fein: Laß deine alte Kunst dir nicht verschönten? Auf, deutscher Michel! Steh und wehre dich! Faß am Genick mit deinen starken Händen Die fremden Kläffer, schüttle sie und sprich: Hinab mit euch, ihr frechen Lästerzungen! Ins Wasser Mit den ungewaschnen Jungen! Der Admiral Wilhelm v. Tegetthoff, unter dessen Führung die alte österreichische Kriegsmarine ihre glanzvollste Zeit erlebte, ist auch in Marburg an der Drau geboren. Der Seesieg seines Geschwaders (mit dem sich die damals noch geringen preußischen Seestreitkräfte verbanden) am 9. Mai 1864 vor Helgoland half Schleswig-Holstein dem Reiche tfurüdgeroinnen. Der Seesieg bei Lisfa im Juli 1866 gegen die weit überlegene feindlicye Flotte bildete den Höhepunkt altösterreichischer See- Seltung. In Marburg wuchs Josef Kainz,, einer der größten deutschen Schauspieler, heran; hier betrat der in einem Städtlein der Ssidsteierrnark Geborene zum erstenmal die weltbedeutenden Bretter, von hier aus nahm er feinen Weg durch Deutschland, durch die Welt. Hier schrieb er seine ersten Gedichte als ein Lob der „grünen Steiermark". Einem Freunde schrieb er, als er auf der Höhe seines Ruhmes stand: „Herrlich ist es, getragen zu werten von den Wellen der Begeisterung, herrlich ist es auch, zu stehen mitten im tosenden Beifall, aber was könnte herrlicher fein als einige Tage vollster Ruhe in den Tälern unserer schönen Untersteiermark. Jeden freien Augenblick verbringe ich dort — wenigstens im Geiste! Wann werden mir beite wieder einmal dort sein?" Fast zu gleicher Zeit wurde in Windisch-Graez Hugo Wolf geboren, der neben Schubert und Schumann zu unseren größten Liedkomponisten zählt. Auf den Sck)ulen fühlle sich der Knabe „wie ein Fremdling", weil er „irgendwo draußen in Gottes freier Natur" heimisch zu fein glaubte. Die ersten großen Wagner-Opern rissen ihn hin. Tagelang streifte er durch die weiten Täler seiner Heimat und ließ sich von Kindern oder Mütterchen die ölten Volksweisen vorfingen, die er „alle im Herzen behielt". In Bayreuth erschütterte ihn Wagners „Parsival", ein Werk, das ihm „so heimat- nah" vorkam. Am meisten den Südsteiermärker verraten seine herrlichen Lieder, man dynke an den Zyklus der „Mörike-Lieder", die nicht wenig an der Wiederentdeckung des Dichters mitgeholfen hoben. Zu Hugo Wolfs schönsten Liedern gehört das wundersame „Heimweh" mit dem prachtvollen Auflodern im Gruß an das ferne große Deutschland. Max Mell, der als Erzähler und vor allem als Lyriker viel zu wenig bekannte Dramatiker, stammt ebenfalls aus der südlichen Steiermark. Wenn man es aus seinen älteren Bühnenspielen nicht wüßte, so kann man es stark spüren aus seiner ersten größeren Novelle „Barbara Naderers Viehstand" oder noch deutlicher aus seinen Gedichten. Man lese nur einmal fein Gedicht „Der milde Herbst von Anno 45" nach; wie köstlich malt er in diesen Versen die ländliche Steiermark, und gleichzeitig gewinnt man ein Bild von der Lebensart des Volkes: Ich Uralter kann's erzählen, • wie ter Herbst durch jenes Jahr wie ein Strom rann und ein Spiegel hundert Abendröten war. An Obstbäumen lehnten Leitern, knackten unter Eil und Fleiß und die Kinder schmausten immer, und die Kranken lachten leis. Auf dem Boten roch's nach Aepseln, in den Kellern feucht nach Wein Und wer eine Sense ansah, dem fiel doch der Tod nicht ein. War ein Herbst so lang wie jeder; Sonne sinkt und Stunde schlägt doch an jedes Leben, schien uns, , war ein kleines zugelegt. Nun ist das Land zwischen ten „drei Strömen des Südens" wieder deutsch, und es wird auf und weiterblühen, ein herrlicher Garten des größeren Deutschlands. Keine« Gummi mehr aus Uebersee. Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Ein weiterer Beweis des in England bereits würgend gewordenen Mangels an Schiffsraum ist ter Verzicht auf die Heranschaffung von Gummi aus der überseeischen Bezugsquelle Englands, ter Halbinsel Malakka, wo die Engländer das Wellmonopol an Gummi besaßen. England muß nun seinen Bedarf an Gummi aus den in England auf- gestapelten Lagerbe ständen decken. Die Aktien ter interessierten Industrie-Unternehmungen, die an der Londoner Börse nach ten Beständen in, ten Lagerhäusern von Malakka quotiert werten, die nun unverwendbar sind, weil sie nicht in den Weltverkehr gebracht werden können, sind, wie ,Lavvro Fascista" berichtet, stark zurückgegangen. MAsMimM. Vornan von Elisabeth Holt. 18.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er ließ sich Zeit mit der Antwort, beschäftigte sich mit dem glimmenden Tabak im Pfeifenkopf.! ,Hch glaube, die Garage wird überhaupt nicht ge-' baut." „Nein?" Gerda war bestürzt, „nein? Die Sache; kommt nicht zustande?" I „Aufrichtig gesagt, ich glaube nicht. Solche Kata-1 tomben, wie die Luckner sie haben will, kann ich nicht ohne riesige Kosten anlegen. Ich habe einen Voranschlag an Birinsky geschickt, und nach seinem Antwortbrief zu schließen, hat ihn darüber beinahe der Schlag gerührt." Sie nickte. „Birinsky! Hat er deswegen heute nachmittag solchen Krach geschlagen?" Paul sah störrisch vor sich hin. „Vielleicht. Pola hat ihn übrigens verdient." Er rechnete an den Fingern: ,Zch habe einen Bauplan gezeichnet, ich habe endlose Vorverhandlungen wegen des Materials geführt, ich fyabc einen peinlich genauen Vor- i anschlag eingeschickt, eine Hundearbeit war da-,! aber ich war ziemlich sicher, den Auftrag schließlich zu kriegen — — und nun auf einmal ist Schluß. Der Teufel soll diese Weiberwirtschaft holen!" „Mach dir nichts draus, Paul", sagte Gerda bedrückt. „Polo hat auch ihre Sorgen/ „Was fängt sie mit ihren Moneten an?" wollte er gereizt wissen. „Sie lebt", antwortete Gerda dunkel, den Blick auf den Vormerkkalender an ter Wand geheftet. „Leben wir denn nicht?" „Bei einem Mann ist die Frage leichter zu oe- antroorten. Jedenfalls--ich lerne bei Pola. — Es kommt mir vor, als wäre vieles, was früher niedergehallen war, jetzt freigemorten — etwas Vorwärtsdrängendes — Neugier und Hunger — Freude auf den nächsten Tag. Es ist", sagte Gerda, „etwas Wundervolles, in der Nähe eines starken Menschen zu leben. Pola ist rechtzeitig auf ten richtigen Weg abgebogen. Ich möchte das auch." Paul sah sie verschmitzt an und lächelte, wie Männer immer lächeln, wenn eine hübsche Frau lebenskluge Erkenntnisse aum besten gibt. „Auf Polas richtigen Weg, Gerdababy, oder auf deinen eigenen?" ,Hch weiß", sagte sie mit einer schnellen Handbewegung, „ich weiß, du lachst mich jetzt aus. Aber das macht nichts." Sie lehnte den Kopf gegen das abgewetzte Rückenpolster ihres Stuhles und dachte nach. Ihr eigener Weg — der Einfall nahm prompt Gestalt an und war sonderbarerweise ein roter Schlingenweg durch einen feenhaft beleuchteten Saal, — die Musik spielte, harte, graue Männeraugen streiften über sie hin, und eine Stimme sagte: „Sie sind bezaubernd!" „Paul", sagte Gerda plötzlich und kam widerwillig aus einer zarten, zerfließenden Erinnerung zurück wie auf hartes Pflaster. „Paul, weißt du. was die Polizei neulich von mir wissen wollte? Ob ich in letzter Zeit Orchideen bekommen habe--* Der Architekt zeigte sich solcher Sprunghaftigkeit anscheinend nicht gewachsen. „Orchideen? Von wem?" Das ließ sich natürlich nicht erklären, nicht einmal mutmaßen konnte man, jnas der Kommissar damals im Sinn gehabt hatte, als er nach den exotischen Blumen fragte. Gerda bat um eine Zigarette. „Willst du Tee, Paul?" fragte sie, aber er dankte. Es schien, als habe er nur ein Verlangen: stillzusitzen und ihr zuzuhönn. „Fühlst du dich hier wohl, Gerda?"' Sie zögerte. Es war da so manches, was sich nicht sagen ließ. Solange man hier neben dem Telephon sitzt, ist die Furcht vor der nächsten Monatsmiete weg und die Sorge um die Winterschuhe, es ist auch keine schwere Arbeit, die sie hier zu leisten hat, sie zerrt bloß an den Nerven, manchmal mehr, manchmal weniger. Den ganzen langen Tag über keine einzige Stunde, über die man im voraus verfügen könnte. Man hängt von dem zähen Willen einer, Frau ab, die ebenso großzügig wie unberechenbar, ebenso gleichgültig wie hart ist. Und so antwortete Gerda schließlich lächelnd. und nicht ganz überzeugend: ,Lch bin sehr froh um den warmen Platz neben dem Ofen." „Siehst du, das habe ich mir auch schon gesagt. Frauen brauchen ein ruhiges, warmes Plätzchen. Wenn sie jahraus, jahrein umherziehen müffen, heute hier, morgen dort, das ist natürlich nicht das Richtige." Seine rechte Hand griff auf dem Schreibtisch herum und suchte etwas zum Spielen, und dann stellte er übergangslos die Frage, ob Gerda viele Anbeter Hobe. „Nein, natürlich nicht. In diesem Hause hat nur eine Anbeter — Pola. Merk dir's!" „Und was ist's mit dem Herrn aus Hamburg, dem mit dem Monokel? Ist auch der wegen Pola Luckner da?" Paul lächelte schief. „Denk nur nach, vielleicht kommst du darauf. Der Mann sieht aus wie eine Million Dollars." Etwas zu plötzlich verabschiedete sich Paul Bürger. Gerda verstand ihn nicht. War er auf einmal eifersüchtig? Als Pola Luckner an diesem Abend die Oper nach einer trotz aller Nervosllät hervorragend gelungenen Leistung verließ, bekam sie viele Blumen, und Carter, der nach achttägiger Unsichtbarkeit wieder auf- tauchte, langte, schuldbewußt wie ein streunender Kater, mit einem kleinen Korb Champagner in chrer Garderobe an. Als Pola später mit großem Gefolge zu ihrem Wagen ging, wurde sie nicht nur von den üblichen Verehrern, sondern auch von einem Photographen gestellt, der eine Blitzlichtaufnahme machen wollte. Es wurde ein dekoratives Bild. Die Luckner lehnte im offenen Mantel neben ihrem Auto, sie hatte den Arm voll Flieder und lächelte mit zurückgeworfenem Stapf, um nicht vielleicht Schatten auf ihren gespannten, nackten Hals zu bekommen. Der Blitzlichtphotograph war ein dicklicher, überaus zuvorkommender Mann, der mit vielen Kratzfüßen dankte, kaum daß das Magnesium ausgebrannt war, er wollte sich auch erlauben, der Frau Kammersängerin einen Abzug des Bildes zu schicken.' Pola nickte gewährend, sie stieg ein, während der Dicke eifrig seinen schwerfälligen Apparat zusammenpackte und rasch verschwand. Zehn Minuten später lud er den Kasten In Polizeirat Mühsams Büro ab. „Ich glaube, es ist eine gelungene Aufnahme", berichtete er astmathisch. „Carter stand knapp neben der Luckner, ich habe ihn gut ins Licht bringen formen. Wir werden jetzt das Bild sofort entwickeln, dann geht es morgen früh mit dem Flugzeug ab Gegen die Lebenslinien des Empire. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die für Mittwoch vom Weißen Hause angekün. digte Rede Roosevelts, von der sich die Re- gierung Churchill eine weitgehende Unterstützung ihrer Kriegspolitik in praktischer Beziehung versprochen hatte, ist in letzter Stunde ab ge f a gt worden. Der Präsident, der sich schon seit acht lagen entgegen seiner sonstigen Gewohnheit nicht mehr in der täglichen Presse-Konferenz hat bilden lassen, hat lediglich zu verstehen gegeben, er habe zwar eine Rede auf der Pfanne, aber sie werde sich mit Darlegungen allgemeiner Art befassen. Im übrigen ist Roosevelt zur Zeit bettlägerig. So behauptet man im Weißen Hanse. Immerhin ist er nicht so krank, daß er nicht den australischen Ministerpräsidenten Menzies und seine Bitten um amerikanische Hilfe anhören konnte. / Diese Nachrichten aus Washington haben Herrn Churchill das Konzept verdorben. Infolge der schwe- ren Niederlage Englands auf dem Balkan und infolge der anwachsenden deutschen Erfolge im See. und Luftkrieg braucht Churchill unbedingt ein Stimulans, um oie Stimmung der Bevölkerung wieder aufzuputschen, die solche Mätzchen wie Umbesetzungen im Kabinett nicht mehr ernst nehmen kann Gerade die vorgesehene Rooseveltrede sollte zu dieser Aufpulverung in England und zur lieber« brüduna der kritischen Periode in der englischen Kriegführung dienen. Man hat nun zunächst darauf verzichten müssen, einen von Roosevelt geworfenen Ball weiter zu schlagen und muß daher auch in London die Agitation mit der angeblich unmittelbar bevorstehenden Hilfe aus Amerika stark zurückschraub en. Was die Engländer die „Schlacht im Atlanttk" nennen, also den Kampf um die Offenhaltung der Versorgungswege für die britische Insel aus den Vereinigten Staaten und dem übrigen Amerika, ist nur ein Teilgebiet des großen Ringens um die Lebenslinien des Empire, zu denen nicht zuletzt auch das Mittelländische Meer gehört. Nordafrika, die Zone des Suezkanals und der Nahe Osten sind in unmittelbarstem Sinne Kriegsgebiet geworden. Roosevelt fteilich hat dies nicht wahrhaben wollen. Am 10. April hat er die Entwicklung der Kämpfe in Ostafrika zum hochwillkommenen Anlaß genommen, um das Rote Meer aus der Liste der Kriegszonen zu streichen und damit nach den immer noch gültigen Bestimmungen des nordamerikanischen Neutralitätsgesetzes auch amerikanischen Schiffen den direkten Weg zum englischen 9ntereffen« bereich in Afrika freizugeben, was praktisch natür* licht nichts anderes bedeuten konnte, als eine Verfälschung des im Neuttalitätsgesetz niedergelegten Willens, amerikanische Schiffe von den gefährdeten Zonen fernzuhalten und damit Reibungen zu vermeiden. Wenn Roosevelt vor vier Wochen vielleicht noch mit einem gewissen Schein von Berechtigung hatte behaupten können, daß das Rote Meer aufgehört habe, Kriegsschauplatz zu sein, so sieht er sich durch die Erklärung der Meichsregierung, die mitteilt, daß infolge der Entwicklung des Krieges im östlichen Mittelmeer in Zukunft auch mit Kampfhandlungen der deutschen Streitkräfte im Roten Meer zu rechnen fei und dieses daher zum Operationsgebiet erklärt werde, vor die Notwendigkeit gestellt, seinen damaligen Entschluß zu überprüfen. Deitti Schiffe, die durch das Rote Meer fahren, setzen sich der Gefahr der Versenkung aus. Die Reichweite unserer Vernichtungswaffen wird auch in diesem Gebiet ebenso wie im Atlantik alle zü treffen wissen, die England ihre Unterstützung leihen. » Wie in einer Sanduhr die Sandkörnchen sich schnell vermindern und anzeigen, daß bald und unwiderruflich die Stunde naht, so sieht England durch die Schiffsversenkungen unablässig feine Lebenskraft schwinden, bis auch die letzte der Zeit zum Opfer gefallen ift Wir haben England an ter Kehle gepackt und vergeblich versucht die britische Plutokratie, diesem Würgegriff zu entrinnen oder ihn wenigstens zu lockern. Alle Versuche schlugen fehl. Deshalb Haden die neuen Derlustgeständnisie Churchills nicht nur in England, sondern auch in den USA. allgemeines Entsetzen erregt, obgleich sie nur die Hälfte teL^wirklichen Verlustes zugaben, denn jeder Brite weiß, daß die Abschneidung der ■IIIII IHHII>HIWIIHWIIil«MP~r-l II Illhl«■!■!! «■IIIIIMIII II I III—— und erreicht noch die »Normandie^. Auf diese Weise kommt es am schnellsten nach Neuyork." 8. Kapitel. Gredler traf Gerda Maurer auf der Straße, als sie, mit ihrem windgeschüttelten Regenschirm tämp« send, der Omnibushaltestelle zustrebte. Er schlug vor, eine Taxe zu nehmen, und schon winkte er mit weit ausholenden Armen. ,Mso, passen Sie auf", sagte er, als sie fuhren, „es hat eine Zeit gegeben, da ich Vaterpflichten an Ihnen zu vertreten glaubte, ich war ein getreuer Vater, und Sie ein nichtsnutziges, hinterhältiges Kind. Was ist los da oben im Weiberhaus, wo nur Birinsky und ein Unbekannter Zutritt haben? Don wem kriegt Pola diese Blumengaben ohne Karte? Wer ist der Mensch, der sich stundenlang vor der Villa Luckner umhertreibt und zutraulich mit den Dienstmädchen plaudert? Liebt er unser Kammerkätzchen? — Ich fühle mich entwurzelt", klagte der Pianist, „ich weiß nicht mehr, was vorgeht. Sagen Sie, hat die Luckner mit Birinsky Streit?" . Gerda überlegte. „Soweit ich es überblicken kann, steckt nichts Besonderes dahinter. Es ist", sagte sie tonlos, „die gewohnte Reiberei wegen zu^graßem Geldverbrauch, übermäßiger Anschaffungen, was weiß ich!" „Na, schon!" Gredler zog die Handschuhe aus und begann, damit nervös auf fein Knie loszu- fchlagen. „Sie kostet ihn zuviel. Und nun läßt er sie beobachten! Denn, daß der Kerl mit dem speckigen Fllzhut bloß zufällig um die Villa streicht, das wollen Sie mir doch nicht aufbinden?" „Nein", sagte Gerda ärgerlich. „Ich bin die letzte, die Ihnen etwas aufbinden will — nur —, ich kenne mich selber nicht mehr aus, Gredler. Sie werden schweigen, nicht wahr?" „Natürlich!" „Es muß ein Mann dahinterstecken, ich bin ganz gewiß, daß ein Mann dahinter steckt. Frau Luckner erhält nicht nur diese gewissen, nach ftillem Einverständnis aussehenden Blumen, sie hat jetzt manchmal das bezeichnend Gedankenverlorene, das stille Lächeln verliebter Frauen. Gredler, ich glaube, sie ist tatsächlich verliebt, ich weiß nur nicht, in men?* (Fortsetzung folgt.) Biber in Deutschland von Professor Dr. Gustav Hinze , 75 Setten mit 9 Tertabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktaseln nach Natururlunden des deutschen BibervaterS Amtmann Behr Herausgegeben von der Necksttelle für Naturschutz. Berlin An Vein en gebunden RM. 3,00 Wi« IBifent und El», so gehSrt auch der Dtber zu inen Tierarten, die etnft in Deutschland« (Bauen weit verbrettet waren, aber dürch das unnachsichtige Eingreifen bee Menschen mehr und mehr der Vernichtung onhetmfielen. (Fs gehört beute zu den wichtigst«« 9u,gab nafer freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor dem Äu.sterhen ?u s»shen und bk wenigen in Deutschland ach vorhandenen Btder zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen AatururhunLen ein anschauliches Lebens.ild vom dar scheu Biber. Hugo Bermühler Verlag. Berlin-Lichterfelde- 3m persischen Golf versenkt. Zwei neue MerkreMäger in der Lnfiwaffe ©eneralmajor Sorten, zu Kriegsbecsinn GH es des Generalstabes der Luftflotte 4, hat an den Aus dem Reich Elektrische Werbe-Drucksachen liefert BrQhl'sche Druckerei entung au; oaffen wir! Atlantik flli lnterstützrki Berlin, 14. Mai. (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Bor- schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Generalmajor Korten, Chef des Generalftabes der Luftflotte, und Leutnant R u d o r f e r, Flng- zeugführer in einem Jagdgeschwader. Berlin, 14. Mai. (DNB.) Die britische Regierung in Indien teilt mit, daß der 5000 BRT. große bewaffnete F r a ch t d a m p f e r „B a r b a t i" von einem feindlichen Kriegsschiff im Indischen Ozean versenkt worden ist^ Die „Barbati" fuhr die Strecke zwischen Bombay und dem Persischen Golf und war nach Meldungen aus Schanghai letzthin als Nachschubdampfer für die britischen Truppen im Irak mit dem Ziel Basra eingesetzt. Basra liegt im Nordwesten des Persischen Golfes und ist das Hauptetappenzentrum der im Frisch gemalt und blitzblank ging der Kreuzer in der Delagoabucht vor Anker, die in diesen Jahren des verheißungsvollen Bahnbaues zu ganz neuem Leben erwacht war. Die kleinen Boote arabischer und indischer Händler umschwärmten das Schiff, aber der Bootsmann wachte darüber, daß ihm keiner dieser geschäftstüchtigen Leute das gleißende Fallreep „verschimpfierte". Der nächste Tag dann brachte die südafrikanischen Gäste. Während das Salutgeschütz einundzwanzigmal zu Ehren eines Staatsoberhauptes über die Reede donnerte, brachte das Kommandantenboot mit der deutschen Kriegsflagge und der burischen „Vierkleur" an kleinen Masten den Präsidenten Krüger und sein Gefolge längsseit. Stramm und unbeweglich standen die Ehrenposten in weißem Zeug, während ein kraftvoller, weißhaariger Siebziger die Treppe langsam herausstieg. Stephanus Johannes Paulus Krüger, dessen Ahnen einst in der Der Earl von Suffoft und Berkshire wurde in der Montagnacht zusammen mit seinem Sekretär und fünf anderen Leuten von einer Pombe getötet Der Earl war Marineoffizer und außerdem Farmer in Australien. Armee, General Tanhuaiyuan, erlitt tödliche Verletzungen, als er den Versuch unternahm, aus der Gefangenschaft am Taschan-Gebirge zu entfliehen. In Schansi wird der um annähernd scheu den beiden Wendekreisen wird im eigentlichen Sinne als tropischer Raum bezeichnet. Der nördliche Wendekreis schneidet das Rote Meer etwa dort, wo die ägyptische und sudanesische Grenze am Roten Meer zusammenstoßen. einem englischen Kriegsschiff durch Funkspruch und Kanonenschuß angehalten wurde. Der Irrtum wurde erst aufgeklärt, als beide Schiffe sich in nächster Nähe befanden. öttichen fij 3 bald ml eht Engla-i ig sein- b )te der Zc zland an de die brüi|d> Irinnen obt iche MS« stgeständW lern auch d ■ obgleich fr tes zuM peidung (Messing vernickelt) nur 220Volt, FabrikatElektro- Lux, noch einige Lagerbestände zu verkaufen. A. Reis, Wiesbaden W al r am st raße 28. Teilzahlung gestattet. [1231V das Tierkreiszeichen des Krebses und am 23. Dezem- _ ... , , ... _ der in das des Steinbocks eintritt. Der Raum zwi- * Irak eingesetzten britischen Streitkräfte. Zur selbständig en Leitung unserer vollelekttj. Wcrkskücke suchen wir zum l.Juli 1941 einers tiWH W oder AW Nur erstklassige Kräfte, die ähnliche Stellen bereits mit Erfolg bekleidet haben, wollen Bewerbungen unt. Beifügung eines Lebenslaufes nebst Lichtbildes sowie mit Angabe der Gebaltsnnsvrüche einsenden an yeMeuslaedt & Gogul, G.w.d.tz. Gießen, Postschließfach 104» rrrsv Dor einem Jahr. Am 15. Mai wurde die Kapitulation der holländischen Armee unterzeichnet. Deutsche Truppen rück, ten im Haag und in Amsterdam ein. In Belgien stellte sich der Feind in der Festung Antwerpen, in der Dyle-Stellung und in der Festung Namur zum Kampf. Südwestlich Namur erweiterten unsere Truppen ihre Erfolge auf dem Westufer der Maas, yie Luftwaffe vernichtete insgesamt 98 feindliche Flugzeuge. '°cht j N Auf seiner Besichtigungsreise an der griechischen Front hat Viktt)r Emanuel IIL ein von den Soldaten des 25. Armeekorps zur Erinnerung an die sechsmonatigen harten Kämpfe errichtetes Denkmal eingeweiht Anschließend besuchte er Iannina, wo er von General Girotti, dem Befehlshaber der Division Julia, die sich bei den Kämpfen tn Albanien wiederholt auszeichnete, begrüßt wurde. MM für die Hauvtbuchhaltung eines größeren gemischten Herstellungs- und Vertriebsunternehmens zu tage» oder regelmäßiger balbtageweiser Mitarbeit gesucht. Buchhalterisch erfahrene Damen oder Herren erhalten Auskunft in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. - 2209 D ■isl »Ä Ä»" ute zu bu. Uebeii geiuo- occher uw chunL zurüt diger Jagdflieger hervorragend bewährt; davon hat ek 45 gegen England geflogen. Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde er am 28.10.1940 zum Leutnant befördert. Seinem unbändigen Drauf- gängertum und seiner zähen Ausdauer sind jetzt 2 0 ßuftfiege zuzuschreiben. rungsgruppe. 1937 erwarb er den Flugzeugführerschein und Beobachter schein. 1938 wurde er Chef des Generalstabes des Kommandierenden Generals der Luftwaffe in Oesterreich. Am 31.3.1940 wurde er zum Stabe des Luftflottenkommandos 3 kommandiert, am 20.12.1940 zum Chef des Generalstabes der Luftflotte 3 und am 15.1.1941 zum Chef des Generalstabes der Luftflotte 4 ernannt. Er ist Blutordensträger vom 9.11.1923. Oie japanische Offensive. Schanghai, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach den Verlautbarungen des japanischen Oberkommandos macht die neue Offensive an allen Kampfabschnitten In China gute Fortschritte. In der südchinesischen Provinz K w a n t u n g umzingelten die japanischen Truppen unweit Hongkong etwa 20 000 Cyinesen. Aus Tschekiang werden Anfangserfolge gegen die bei Tschuki zu- sammengezogenen chinesischen Truppen gemeldet. In den Kämpfen in der Provinz H 0 n a n sind bereits mehrere hohe chinesische Offiziere verwundet worden oder gefallen. Der Oberbefehlshaber der chinesischen 34. Division wurde gefangengenommen. In einer zweitägigen Schlacht bei Wenkutsun und Hsienshan wurden 5000 chinesische Soldaten aufgerieben. Der Oberbefehlshaber der 3. chinesischen s. '/IW A fln.i Oie Gommerarbeit der Lugend. Ndz. Der Reichsjugendführer hat die Arbeitsricht-- linien für den Sommer ausgestellt. Bei der HI., also den 14—18jährigen, steht die Wehrertüchtigung mst Leibesübungen, Kleinkaliberschießen, Geländedienst und theoretischem Unterricht im Vordergrund. Beim BDM. findet die Gesundheitsdienftauslnlbung der 16- und 17jährigen Mädel besondere Beachtung. Im Deutschen Jungvolk sind die Grundschule der Leibesübungen, Modellbau, Luftgewehrschießen und Spiele hervorgehoben. Dazu kommen der Einsatz in der Frühjahrsbestellung, in der Ernte und bei der Kartoffelernte — jeweils aber erst vom 13. Lebensjahr ab —, das Hestkräutersammeln der Mädel im Mai, das Lindenblütensammeln der Jungen im Juni und Juli, das Kastanien- und Heilkräutersammeln im September, die weltanschauliche Erziehung auf den Heimabenden, die sporttichen Wettkämpfe, die Wochenendfahrten und kulturelle Betreuung. Nach Möglichkeit wird monatlich wieder eine „Versammlung der Jugend" durchgeführt, auf der Redner der Partei sowie Frontkämpfer zu aktuellen Tagesfragen sprechen. Jeder regelmäßige Dienst der Jugend, mit Ausnahme der Sonntagsdienste, ist zeitlich auf höchstens zwei Stunden zu beschränken. In Luftwarngebieten dürfen Zelllager nicht veranstaltet werden. Jungen und Mädel der ersten beiden Jahr- gänge dürfen an Fahrten und Zeltlagern nicht teil- nehmen. Die HI. beansprucht für ihren Pflichtdlenst den ersten und dritten Sonntag im Monat. Der zweite und vierte Sonntag stehen dem Esternhaus oder für den freiwilligen Leistungssport zur Verfügung. Der Muttertag ist für alle Einheiten dienstfrei. In Luftwarngebieten ist tust Rücksicht auf ausreichenden Schlaf eine andere Diensteinteilung erfolgt wobei an drei Sonntagen monatlich Pflichtdienst sein muß. Im vierten Pimpfen- bzw. Jung- mädeljahrgang wird auf den Berufsweg vorbereitet. Hierfür finden im Juni neben Betriebsbesichtlgun- Mark Brandenburg gewohnt hatten, stand wieder auf dem Boden der alten Heimat seiner Vater. „Wir werden diesen Augenblick niemals vergessen", so berichtete der deutsche Offizier, der mir diese Szene in Lourenco Marques schilderte. „Piels Bilder hatten wir schon von dem klugen, weitschauen-- den Ohm Krüger gesehen, der wie ein getreuer Vater über der Freiheit feines Landes wachte. Ernst und durchdringend musterte der breite, wuchtige Mann jeden einzelnen, dem er die Hand reichte. Aus dem altväterischen Feiertagsrock flimmerte ein Ordensstern als einziges Zeichen feiner Würde. Der Mann, der schon als Neunundzwanzigjähriger Oberkommandierender der Burenarmee getpefen war, freute sich ati dem schmucken Schiff. Beim Rundgang durch das Schiff entging dem prüfenden Blick dieser halbverhangenen Augen nichts. Er ließ sich die Maschinengewehre zeigen, die Revolverkanone, die größeren Kaliber Und wenn er einmal mit feiner Umgebung kapholländisch sprach, bann klang das wie das Platt eines niedersächsischen Hofbauern. Ihm war dieser Besuch mehr als eine Zeremonie, als eine Geste. Visionär fast hatte er im gleichen Jahr in Pretoria von der Freundschaft der Deutschen und der Afrikaner gesprochen, die einmal kommen würde, allen englischen Intrigen zum.Trotze. Zuweilen strich die Hand gedankenvoll über den kleinen weißen Kinnbart. Wir wußten, daß es die Hand eines unfehlbaren Schützen war, eines tapferen Bauernsoldaten, der sich oftmals'bewährt hatte im Kampf gegen die von London jaufgehetzten Zulu. Bei dem Imbiß, der nachher in der festlich geschmückten Messe gereicht wurde, schlug Krüger das Glas Champagner aus. Er trank ein Glas Milch und hielt eine' kleine Ansprache, die nur in einer deutschen Seele voll verstanden werden konnte." Am frühen Nachmittag brachen die Buren wieder auf. Sie hatten uns noch einige Proben ihrer Schießkunst gegeben, die auch unsere Besten mit Staunen erfüllten. Selbst die jungen Bauernmädchen, die mit dem Präsidenten nach Lourenco Marques gekommen waren, waren mit den Gewehren groß geworden. Das saß noch in ihnen von der Zeit der großen Zulukriege und Trecks. Und oft kam es ihnen zugute auf den einsamen Farmen. Als das Kommandantenboot wieder ablegt, da sah ich, wie einer der durifchen Minister feinen ,Boschklop- per4 entzündete, die halblange, felbftgefertige Pfeife, die ihnen auf der Pad, in der Steppe unb in der Stadt immer Kumpan war ... Von Ohm Krügers Gastgefchenk ist noch zu berichten, daß keiner von uns es vergaß. Würde er eine Preziofe schicken, aus dem Gold von Witwaters- ranb, ein Bilb Vielleicht ober einem Tafelschmuck? Obm Krüger schickte bas, was i h m das Kostbarste erschien in seiner Heimat. Drei Schlachtbämmel kamen in einem kleinen Prahm längsseit unb wurden verladen. Frischfleisch für die langen tropischen Seefahrten. Wir haben chn alle dafür gefeghet. CK. gen auch Elternabende mit dem Thema „Berufswahl " statt. Im übrigen nimmt der Dienst in HI. und BDM. selbstverständlich Rücksicht auf die berufliche Tätigkeit. Oie Richtlinien für die Verweigerung der Kinderbeihilfe Vom 1. Januar dieses Jahres wird Kinderbeihilfe für das dritte unb jedes weitere Kind gezahlt. Die ßanbräte unb Oberbürgermeister sowie die j Kreisletter der Partei können aber der Gewährung widersprechen, wenn chre Zahlung nicht mit dem Zweck der Kinderbechilfe vereinbar ist, gesunde unb gemeinschaftswürdige deutsche Familien zu fördern. Mit diesem Zweck ist es nicht vereinbar, wenn die Kinderbechilfe gewährt würde a n a j 0 - x i a I e Familien, für Kinder, die mit einem schweren Erbleiden behaftet sind ober deren Erzeuger ober Mutter an einer Erbkrankheit leiden, für Kinder mit artfremdem Blut ei n - schlag unb für solche Kinder, die sich den Anforderungen der Partei und ihrer Gliederungen entziehen Mit dem Zweck der Kinderbeihilfe ist es auch nicht vereinbar, wenn sie einem Haushaltsvorstand gezahlt wird, der nicht gewillt ober geeignet ist, dem Reich unb Volk in Treue zu dienen ober der keine Gewähr für die zweckmäßige Verwendung der Beihilfe bietet. Der Widerspruch kann unter Hinweis auf das beanstandete Verhalten — zum Beispiel wenn der Vater das Kind von der Httler-Jugend fernhält — auch zunächst angedroht werden. RLickskrieqStagung der Gau- und Kreisfrauenführerinnen. Auf der zwetten Reichskriegstagung der Gau- und Kreisfrauenschaftsleiterinnen in Weimar sprach die Hauptabteilungsleiterin Dolkswirtschaft-Hauswirt- scbaft, Frau Dr. D 0 r w e r ck, über die Aufgaben der Frau auf wirtschaftlichem Gebiete im. Kriege. Der Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP., Von Passagieren des Passagierdampfers „Agen- fliehen. In Schansi wird der um annähernd tina" verlautet, daß dieser auf seiner Heimreise j 200 000 Chinesen gelegte Ring immer enger ge- gegenüber der Ämazonas-Münduna im Nebel von zogen. großen Erfolgen dieser Luftflotte während des Feldzuges in Polen hervorragenden Anteil. Anfang 1940 zum Chef des Generalstabes der Luftflotte 3 ernannt, ist es seiner Tätigkeit zuschreiben, daß es der Luftflotte 3jjelang, am Siegeszug in Frankreich entscheidenden Anteil zu haben. Als Chef des Generalstabes der Luftflotte hat sich Generalmajor Korten in der Führung des Lufttrieges gegen England bewährt. Im Südostraum konnte er seine an den bisherigen Kriegsschauplätzen erworbenen umfassenden Kenntnisse unb Erfahrungen erneut einsetzen. Er hat an der schnellen und siegreichen Durchführung der Luftwaffenaktionen auf dem Balkan entscheidenden Anteil. Seine persönliche Einsatzbereitschaft unb vorbildliche Tapferkeit hat er vor dem Feinde mehrfach bewiesen. — Leutnant Rudor- ser hat sich in 145 Angriffsflügen als angriffsfreu- Ohm Krüger besucht ein deutsches Kriegsschiff Von Eitel Kaper. Rohstoff- und Lebensmittelzufuhr das Ende (Eng* lands bedeutet. Wie sehr unsere U-Boote neben unseren schweren Bombern am Lebensmark Englands zehren, dafür gab der OKW.-Dericht wieder Beweise. Ajjckin vom 8. bis 13. Mai Haden deutsche U-Boote rund 136 000 BRT. versenkt. Ein einziges U-Boot schickte 4 feindliche Frachtdampfer zu den Fischen und andere deutsche U-Boote Hämmerten sich an diesen gewaltigen englischen Geleitzug, den sie in tagelanger zäher Verfolgung endgültig vernichteten. Es ist ein aufopferungsreiches Ringen, das unsere U-Boote auf den weiten Wasserflächen verrichten. Der Erfolg drückt sich in den geroaltigen Verlustziffern aus, die England immer weiter schwächen. Wir merken eigentlich nur indirekt die Erfolge dieser unablässigen Schläge. Wenn die Tonnagenot die Dominien vom englischen Mutterlarvde abschneidet und Australien und Neuseeland sich jetzt nach Washington wenden, um Hilfe für ihre infolge der deutschen Blockade unabsetzbar gewordenen Lebensrnittel- und Fleischvorräte winseln, wen^n die amerikanischen Kriegshetzer zugeben, daß ihre Munitions- und Lebensmittelsendungen England nicht mehr erreichen, da sie versenkt werden, dann beweist das klar die furchtbaren Auswirkungen unseres totalen Handelskrieges gegen den britischen Erbfeind. Gegen unsere U-Boote haben die Engländer kein Kraut entdecken können. E. 8. OaS Rote Meer jetzt Operotionsgeb'et Die Reichsregierung hat das Rote Meer einschließlich der beiden Golfe, die die Halbinsel Sinai ein- schließen, als Kriegsgebiet „bis zum nördlichen Wendekreis" erklärt. Der nördliche und südliche Wendekreis Heyen jeweils 23 Grad 27 Minuten vom Erd gleicher (Aequator) entfernt. Der Name kommt daher, daß die Sonne am 22. Juni den nördlichen und am 23. Dezember den südlichen Wendekreis erreicht unb an biefen Tagen zugleich auch wieder kehrt gegen den Aequator macht, über dem sie zu Frühjahrs- bzw. Herbstbeginn steht. Sehr häufm findet sich auch die Bezeichnung des nördlichen Wendekreises als „Wendekreis des Krebses" oder des südlichen als „Wendekreis des Steinbocks", weil die Sonne am 22. Juni in Hauptbefehlsleiter Schmidt, stellte die Führungsaufgabe Deutschlands im neuen Europa, die Verantwortung der NSDAP, für Haltung und Erziehung des Volkes und die Notwendigkeit des kämpferischen kompromißlosen Einsatzes jedes einzelnen bar. Gauleiter Bürckel sprach über die Probleme der Grenzländer. Die Mutter werde den nationalen und den sozialistischen Gedanken als erste in die Herzen der Kinder pflanzen unb somit die deutsche Zukunft entscheidend gestalten helfen. Die Reichsfrauenführerin hob hervor, daß die NS- Frauenschaft ihre ganze Kraft an die Erfüllung des Auftrages setzen wird, jede Frau in Deutschland zum Bewußtsein ihres Wertes und ihrer Verantwortung für das Dolksgcmze zu bringen. ©er Präsident des Reichsverwaltungsgerichtes. Berlin, 14. Mai. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick führte den Präsidenten des neuerrichteten Reichsverwaltungsgerichtes, Walther Sommer, in fein Amt ein. Nachdem er besonders die Tätigkeit des Preußischen Oberverwaltungsgerichtes und des Verwaltungsgerichtshofes in Wien hervorgehoben hatte, kam er auf die Bedeutung des Neichs- I öerwaltungsgerichtes zu sprechen und teilte mit, daß dqs Mindest alter für bie Richterfähig- keit auf das 30. Lebensfahr festgesetzt -worden und ferner die Forderung nach mindestens fünfjähriger vorangegangener praktischer Derwal- tungsarbeit ausgestellt worden sei. Dann legte Präsident Sommer die Grundsätze dar, nach denen er sein Amt führen werde. Das Reichsver- waltungsgericbt und auch die zukünftigen unteren Instanzen sollen eure vorbildliche Gerichtsbarkeit ausüben, bie nicht nur gerecht, sondern auch volkstümlich, einfach u n a s ch n e l l ist. (Heine politische Nachrichten Wie Neuyorker Schiffahrtskreise erfahren, wurde das 11660 BRT. große englische Motorschiff „Derbyshire" im Mittelmeer versenkt Der britische Motortanker „San Conrado" (7982 BRT.), der nach dem Angriff in Brand geriet, wurde von der Besatzung verlassen und ist gesunken. Außerdem wurden versenkt der norwegische Frachter „Soifer i n 0" (2580 BRT.) sowie das 2317 BRT. große holländische Frachtschiff Hercules". Aus Neuyork wird gemeldet, daß die unter englischer Flagge fahrenden norwegischen Frachter „Augvald" (4811 BRT.) und „Profit" (1608 BRT.) im Nordallantik versenkt wurden. Generalmajor Korten wurde 1898 als Sohn eines Regierungsbaumeisters zu Köln geboren. Das I Reifezeugnis erlangte er 1913 am Reformgymnasium in Esten. Am 2.9:1914 trat er als Fahnenjunker in das Fußartillerieregiment 34 ein. Am Kriegsende war er Führer einer Pionierkompanie. Nach verschiedenen Kommandos in der ehemaligen Reichswehr wurde er 1934 dem Staatssekretär der Luftfahrt als Generalstabsoffizier zugeteilt. Im Oktober 1936 wurde er Kommandeur einer Aufkla- Diefe heute fast unbekannte Begebenhett wurde nach den Erinnerungen eines deutschen Marineingenieurs geschrieben. Sie wird gerade jetzt, wo in Deutschland bas Schicksal bes Präsidenten Krüger in einem Tobis-Film mit Emil Iannings in der Titelrolle gestattet wurde, von Interesse sein. In den Jahren 1894 unb 1895 ftanb der große Machtkampf zwischen dem Burenpräsidenten Paul Krüger und seinem englischen Gegenspieler Cecil Rhodes auf seinem Gipfel. Jahrzehnte hindurch hatte der Präsident von Transvaal mtt der verbissenen Zähigkeit der niederdeutschen Ahnen gegen die Uedermacht Großbritanniens gerungen, begeifert von der Londoner Asphaltpresse, von Intrigen umgeben unb im eigenen Burenvolk noch kaum verstauben. Als bie großen Goldsunde am Witwaters- ranb ben immer leeren Staatssäckel bes Heinen Bauernstaates etwas aufgefüllt hatten, da beschloß der Patriarch Südafrikas sofort den Bau einer von England unabhängigen Bahn zur portugiesischen Küste. Bon der Hauptstadt Pretoria sollte diese Bahn bis zur Delagoabai in Mozambique führen. 1895 konnte die Bahn feierlich eröffnet werden. Die deutsche Marine war damals an der ostafrikanischen Küste nur durch ben kleinen ungeschützten Kreuzer „Conbor" vertreten, ber zwischen Kapstadt und Kenya die deutschen Interessen wahrzunehmen hatte. An eine funkentelegraphische Verbindung war damals noch gar nicht zu denken, und so erhiett also der Kommandant die Liste der befohlenen Besuche und Reisen mit der Schiffspost oder durch die deutschen Gouverneure und Konsuln in Dar es Salaam, in Sansibar und in Kapstadt. Als er in Kapstadt wieder einmal einen solchen Auftrag ber Berliner Regierung entgegennahm, wurde sehr bald der „Erste" 3rt die recht bescheidene Kommanbanten- kajüte gerufen. Am Nachmittag bann erfuhr es die Besatzung, daß ber kleine, brave „Condor" die Delagoabai zu einem feierlichen Staatsbesuch anlaufen würde. • Straße, & schirm M e er mit [5 si- f* ein < Hinterhalts habens ohne M lang m M not ifer Kallas ki°s -rg-ht. 6* eit? r- n [fung«1' ?'inbie# b,e jch t-L 11 Atlantik hEungk el aus bc 11 Amerika -ns um Al zulei Nordafril« 1 Osten fff) gemorba ben wM der Kampi Anlaß gt er Liste br den MM ’bamerifar- schen SP Interesse itifd) natiff 5 eine ebergelegtr gefährdett- gen zu be? elleicht not :iguna hck r aufgefjör. tr sich buri die mittel! ges im ö(!> Kampfhmb Roten Mw n Dpero' r die M mtschlllßz» Note M h«, ige iin 6k 6aM ledinj .Berbff fcwfcin* /pS AN6L0 A6VP/T I S! I S U/D A N | Omdunrun LJ)jr(u(n cKennt [GLORIA Jemand? I Iriidirlhrlni, ■> ■ ri y/3 Dir Brridlyuni) findet PrellaH, den 16 Mal. nadimlHatfe 4 l Ihr, vom Trausrhiues Unfl('n*(rnhlib- ruiirt des Hand- baltes f. gesunde Wttive u. Treis a. d.Vda.gesurlN. Schrift!, vhineb. unter 2234 l» au d. ("teb. Nuzvig. gliche für sofort saubere, ehrliche hilzta od. Mädchen wirb schwarz unb klrhrig — bk Uklschk ift saft fnuhrr brr 6(binub braucht nicht mehr hrrauogckocht obre brrauvgrrirlicu zu mribrii öo nimmt Burnuo blr haibr 2Najchmbrit ab ja spart au beit (Mieli. Wiia. Tüchilged Mchenmädchen YDriui rti Biimim auch nicht Immer gleich bei ^hrem Nausmaun geben Inlltr — Burmia Ift heule noch degehrtri alo früher - so fragen Oie Imme, rokhr, danach flnbrn Ok TtichligeS Mädchen nicht unter 20 Aa breit ühD als Tagusgehillin sofort gesucht. slho» tn die 3rit vor dem Oktober 1941 fallt Die öffentliche Vorlesung der Universität Prof. Raucht »Die Kunst Venedigs« zur Hlnlulirunti In die llalh nlxche Kunst beglunl heute Dounerelau, 18 Uhr, Im Kanelwlieeniohetlllohen Inetltul LndwIgelreOe 84. aiaat> für einige Sinn- lhitartlNrtir|S‘'”’Ä iL elterSweg 00 1 Uraiiarbfhabc 8 das attftcwäUtU Erdal iijj: Die Schuhe holten länger I und bleiben länger schön! j iSoaV* |(tin wl(ft*n Ihr* Wnlhbetnmt IIoii IDrrnrr fkUbolh um vniteii imh n Him|ibriiiHin|*tii Dslnilt AM. s,en a- tu rhi r.nire ’llnllllbli ah r. Dem Jubilar gellen auch unsere Glückwünsche. Gchwarzblechdosen sparen Zinn. Ilund 7000 Tonnen Zinn werden jährlich für andere Zwecke frei. • Gründern, 15. Mai. Mehrer I. R Georg ~ 16. Mai, bei guter Kreis Alsfeld. . ... Homberg, 12 Mai. Die gestrige Wanderung des hiesigen W o n d e r n f r e l n * , eines Zweigverelns des Oderhessischen G-dtrAsnereins, an der 30 Personen teilnahmen, ging non. hier aus an Appenrod vorbei bei schöner Fernsicht noch Maul- dach wo die Wanderschar längere Aast dielt. Dann ging die Wanderung weiter an dem Pager des Reichsarbeitsdienstes vorbei und durch die ausgedehnten Waldungen bis zur Hauptstrasse Nieder- Gemünden—Homberg, an Wäldershausen nordet, wobei man sich an den Schönheiten der LanHichaft erfreuen konnte. Im Adendsonnenschein erfolgte die Rückkehr nach Homberg. i n t schl u ß stimmt dich froh, du siehst dich bereits ;:jfttt)anbeln durch die im ersten Frühlings schmuck : rcingende Anlage, in der der Morgenchor der gc- ederten Sänger ertönt. Es zeigt sich jedoch pm anderen Morgen, daß das Beharrungsvermögen eine zähe Lebensfähigkeit be- ht. Vorsorglich hast du den Wecker vorgestellt, aber 15 er eifrig zu rasseln beginnt, erinnerst du dich nid) sofort, daß der Zeitvorsprung eine halbe ctunde beträgt. Die Kräfte der Beharrung begin- icn ihre Wirksamkeit. Sie zwingen dich geradezu, attische Ueberlegungen anzustellen. Ist es nicht ein lnsinn, in aller Frühe aus dem Hause zu rennen, nenn man es gar nicht nötig hat? Wenn man durchaus spazierengehen will, kann es ja auch am L'benb geschehen. Das Liegen im Bett hat feine Annehmlichkeiten, und versäumter Schlaf läßt sich ■ii schnell nicht einholen. Der gute Vorsatz löst sch wie eine leichte Wolke in Nichts auf. Wohlig ufseufzend hast bu bich auf bie andere Seite ge- r gt, und schon fallen dir wieder die Augen zu. Erst us dem Wege zur Arbeitsstätte, wo dich die angenehme Morgenluft umfächelt, denkst du wieder an leinen guten Vorsatz und bedauerst es, ihn so Schnöbe aufgegeben zu Haden. | Das ist das Schicksal vieler guten Vorsätze. Hand Wilfs Herz: es gibt eine Menge guter Vorsätze, die ßn Laufe der Zeit gekommen und gegangen sind ■nie Ebbe und Flut, ohne verwirklicht zu werden. i‘ad) einem Sprichwort englischen Ursprungs ist der jÄ3eg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Man könnte nachdenkliche Betrachtungen darüber Instellen, wieso gerade die Engländer zu dieser Er- ivnntnis gelangt sind, auf jeden Fall aber ist es 1 -ützlich. sich gelegentlich im stillen selber nach den i mten Vorsätzen zu fragen. Es wird sich dann her- । 'Usstellen, daß sie nicht immer nur Schiffbruch er- ■ Üben an d^n unausrottbaren Mängeln der men sch- | Ichen Natur. H. W. Sch. Dornotize«. Tageskalender für Donnerstag. |* Die Deutsche Arbeitsfront NSG. ,straft durch fireude": Stadttheater 19 Uhr „Zweimal klopfen". Gießener Konzertring 1940/41: Universitäts-Aula ».30 Uhr Solistenkonzert Vasa Prihoda. — Kunst- pissenschaftliches Institut, Ludwigstr. 34: 18 Uhr Vorlesung Professor Rauch: „Die Kunst Venedigs". — Gloria-Palast (Selterswea): „Die schwedische - Nachtigall". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „lieber des in der Welt". — NSRL.-Bezirkssührung Gie- fen: Unteres Bootshaus der (9'91(8. 19.30 Uhr film-Abend. Der Vogelhändler" als Sonder-Fremdenvorsiellung im Sladllheater Gießen. rost usw. Wie bei jeder Vergiftung, ist sofort für ,ründliche Entfernung aus Magen und Darm zu orgen, auch der Arzt sofort zu Rate zu ziehen. In jedem Zweifelsfall wende man sich vor dem Genuß der Pilze an die nächste Pilzberatungsstelle, an die Reichsarbeitsgemeinschast Sck-adenverhütung oder an die Pilz-Beratungsstelle in Darmstadt. Berichte über Pilzvergiftungen erbittet die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt. w.hnlicher Körpergröße hier gehaust haben. Ihm hätte der Riesenschrank, ein Monstrum seiner Art, gehört, der jetzt als Museumsstück in dem Vor raum bc« oberen Albertusbaues das Auge des Vurgbe- suchers auf sich lenkt. Die entsprechend lan^e Bettstelle hierzu sei leider schon twr längerer Zeit in Abgang geraten. Eine Zeitlang beherbergten die Schloßräume in der Mitte des 18. Iahrmindert» ein Brüderpaar mit seinem kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Es müssen zwei Originale gewesen sein, denn sie führten voin immer treffsicheren Volksmund ge- münzte Beinamen. Der eine hieß „der alte Fritz" und der andere „der dicke W i l h e l in'. lieber beide ist folgendes Geschichlckxn in dem Gästebuch der Burg vom Jahre 1883 niodergeschrieben: „Komm schnell. Wilhelm, schnell, ich habe den Teufel an den Hörnern!", so ries um die Mitte de» vorigen Jahrhunderts in dunkler Nacht der damalige Verwalter dieses Schlosses, der „alte Fritz" genannt, seinem unverheirateten Bruder, dem „dicken Wilhelm", der bei ihm In diesen Ruipen wohnte. Wilhelm {taub eilig auf, schlug Feuer, zündete ein Del- licht an und kam aus der nächsten Stube zur Hülfe herbei. Fritz hielt eine K u h krampfhaft an beit Hörnern fest, bie schnaufend und mit den Augen funkelnd sich zu befreien suchte. Sie hatte sich in ihrem SWl von ihrer Krippe loogcrnacht und war durch metiirerc ossenstehende Türen an das Bett ihres Hern» und Gebietes getappt, vermutlich ohne die Absicht, ihn in solch? Angst zu versetzen. (Dfcrftener IDod)cnmcirflpreHc X * Gießen, 15. Mai Aus dem heutigen Wochen^, markt kosteten'. Molkereibuiter, ü kg 1,80 RM, Matte 30 Rps, Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, gelbe Rüben, '» kg 10, rote Rüben 10, Spinat 9 bis 16, .Zwiebeln 18, Meerrettich 40 bis 60, Rhabarber 15, Feldsalat, 10, Lauch, * ■ kg 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 21 bis 30, Salatgurken, H kg 70 Rpf. •• Aus G (eßien - KIein - LindeN. (Befreiter Walter 'Weller von hier, wohnhaft Frank- furtcr Straße 158, wurde zum Unteroffizier befor- bert; Fahnenjunker Unteroffizier Walter Jung, Wetzlarer Straße 70, würbe zum Felbwebel be- förbert. \ Zchwelnemarkl In Grünberg. • Grünberg, 15. Mai. Aus dem heutiges Schweine markt rouueii 203 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM., 6 bis 8 Wachen alte 32 bis 35 RM., 8 bis 13 »Wochen alte 36 K'io 40 RM. das Stuck. Marktverlaus lebhaft. Es verblieb geringer Ueber- Der VfL. 99 Köln, der als erster Teilnehmer an der Vorschlußrunde der beutichen Fuß- b p l l m e i st e r f ch a f t feststeht, erhält am Sonn- tag Gesellschaft: im Tressen zwischen Rapid Wien und 1860 München wird der Sieger der Bereichsgruppe 4 ermittelt, der ebenfalls in die Runde der letzten Vier" einzieht. In den unterteilten Gruppen 1 und 2 bestreiten Dresdner SC. — V.-R Gleiwitz und Schalke 04 — Hamburger SV. die ersten Entscheidungsspiele, denen acht Tage spater die Rückspiele folgen. Wenn sich hier nach den beiden Spieltagen nicht gerade Punkt- und Torgleichheit ergibt (was weitere Entscheidungsspiele zur Folge hätte), dann ist am 25. Mai alles klar zur Vorschlußrunde. Der Spielplan für Sonntag lautet: Gruppe 1 in Dresden: Dresdner SC. — Vorw.-Raf. Gleiwitz. Gruppe 2 in Dortmund: Schalke 04 — Hamburger SV. G r u p p e 3 in E f f e n : Helene Essen — BsL. 99 Köln: in 6 f f c n b a d) : Kickers Dffenbad) — FC. 93 Mülhausen. _ Gruppe 4 in Wien: RapidxWien — TSV 1860 München: in Mannheim : VfL. Neckarau — Stuttgarter Kickers. Im Süden - des Reiches interessieren in erster Linie natürlich die letzten Spiele in den Gruppen 3 und 4 und hier wiederum besonders die Begegnung zwischen Rapid Wien und 1 860 München, bie die Entscheidung in der Gruppe 4 bringt. Das Wiener Praterstadion wird sicher einen Groß- kampf erleben. Rapid möchte die knappe Münchner 1:2-Niederlage wettmachen und fid) damit gleichzeitig den Gruppensieg sichern. Den Wienern genügt übrigens schon ein Unentschieden zum Endsieg, denn ihr Torverhältnis ist wesentlich besser als das der Münchener „Löwen", die somit vor der Notwendigkeit stehen, gewinnen zu müssen, wenn sie den Wienern noch den Rang ablaufen wollen. Allgemein gilt der Dstmarkmeisler als Favorit, der sich in heimischer Umgebung kaum eine Blöße geben wird. — Das zweite Trefsen dieser Gruppe zwischen dem VfL Neckarau und den Stuttgartei: Kickers ist praktisch ohne Be- deutuckg: selbst im Falle eines Sieges können die Mannheimer Vorstädter vom letzten Platz nicht mehr wegkommen. . Auch In der Gruppe 3 kann, ganz gleich wie bie letzten Spiele ausgehen, die Tabelle, wenigstens was die Rangfolge anbetrifft, nicht mehr berichtigt werden. Der VfL. 99 Köln, der am Sonntag bei TuS. Helene Essen zu Gast ist, steht als Gruplpensieger bereits fest und der Südmestmenter Kickers Offenbach, der den Clsaß-Meister FC. Mülhausen empfängt, ist vom zweiten Platz nicht mehr zu verdrängen. Köln wird wenn bieEssener keinen größeren Ehrgeiz entwickeln als zuletzt gegen Offenbach, auch in Attenesien die Ober- Die Durchführung bes Vierjahresplanes hat auch an die Packmittelinbustrie die Forderung gestellt, neue Möglichkeiten zu suchen, um entweder nicht zur Verfügung stehende ober für andere Zwecke dringend gebrauchte Rohstoffe durch heimische Werkstoffe zu ersetzen oder aber mit den vorhandenen Materialien so sparsam wie nur möglich zu wirtschaften. Wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, daß bei der Blechpackungsinbustrie jährlich etwa 7000 Tonnen Zinn für bie Konservierung von Nahrungsmitteln verbraucht wurden, so erkennt man die iiroftc Bebeutung dieser Forderung nach Austausch- taffen auch gerade auf diesem Gebiete. Nock) im September 1939 wurde zur Herstellung von Blechbüchsen auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft nur Weißblech, d. h. feuerverzinntes Blech, »erarbeitet, da man allgemein glaubte, daß auf diesem Sektor Weißblech einfach nicht zu ersetzen sei. Man ging höchstens dazu über, sparverzinntes Blech zu verwenden, und zwar mit einer galvanisch auf Schwarzblech niedergeschlagenen Zinnauflage von 12 bis 15 Gramm je Quadratmeter. Damit wurde immerhin schon eine 50prozentige Zinneinsparung erreicht, aber einen völligen Verzicht auf Zinn, das wir nur aus Ueberfee beziehen können, ließ auch dieses Herstellungsverfahren nicht zu. Dank der gemeinsamen Anstrengungen der Blechpackungsindustrie, der Walzwerke und der Lack- industrie konnte jedoch auch dieses Ziel bald erreicht und schon bei Kriegsbeginn mit der Großfabrikation brauchshundevereins als letztes Zeichen des Dankes Kränze niederlegte. Zum Schluß sprach noch ein Vertreter der Verwaltungsorgane der Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg, deren Vorstand und Auf- ichtsrat der Verstorbene lange Jahre angehört hatte, herzliche Worte des Dankes und Abschieds, und legte einen Kranz an der Bahre nieder. Trotz Krieg technischer Fortschritt in der Elektrotechnik. «Bor ben Mitgliedern des DDE. im NSBDT (Nationalsozialistischer Bund Deutscher Technik) sprack) am Dienstag der Fachgruppenmalter, Pg. Dr.-Ingenieur Schliephake, über Kontakt-Um- former. Einleitend wies er darauf Hin, daß der Ingenieur bie Verbindung mit der Weiterentwick. l.ung in der Technik nicht verlieren dürfe und die Möglichkeit hierzu im NSBDT. gegeben ift. Die starke augenblickliche Anspannung im Beruf läßt meistens nicht genügend Zeit zur Weiterbildung, die jedoch sowohl für Den einzelnen, als auch für Die kriegsentscheidenden wichtigen Aufgaben, die der Technik gestellt sind, gerade im Kriege erhalten und gefördert werden miuß. An Hand zahlreickier Skizzen und Lichtbilder zeigte dann Dr. Schliephake die zahlreichen Schwierigkeiten, die der Entwicklung des Kontakt-Umformers ensgegenftanden, die aber nach dem neuesten Stand als überwunden angefehen werden können. In Bezug auf Mate- rialerfparms, Wirkungsgrad und Einfatzmoglichkeit ist der Kontakt-Umformer den bisherigen Umformern derart überlegen, daß sich technisch und wirt- schaftlich große Vorteile ergeben. Eine rege Aus- spräche über aktuelle Probleme schloß sich an den Vortrag an. Achtung! (Erflnbcrbcrahinfl! Auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 15b werden 14tägig montags von 10 bis 12 Uhr Sprechstunden zur Erfinderberatung durch- geführt. Die Sprechstunden im 2. Vierteljahr finden tatt am 19.5., 16.6. und 30. 6.1Y41. Kleine Geschichten vom Aleiberg. Der Riefe, der „alle Fritz" und der „dicke Wilhelm" auf Schloß Gleiberg. Fast am Ende des Dreißigjährigen Krieges, im Jahre 1646, fiel das stattliche Ritterschlvß der Gle • berger Oberburg der Zerstörung anheim, wahrend die neueren Gebäude der Unterburg, der Nassauer- und Albertusbau, wie durch ein Wunder von der verheerenden FeuerAbrunst — wohl durch die oier Meter dicken Ruinenmauern des ältesten viereckigen Turmes vor dem Brandherd geschützt verschont blieben. Sie dienten teilweise den Grafschaftobeam- icn als Wohnsitz, doch waren sie manche Zeiten and) von anderen Bediensteten der Nassau-Weilburger Grafen bewohnt. So soll einmal, so erzählt dir Ueberlleferung, ein Niese von ganz unge- Vorsicht beim Sammeln von Maipilzen. Meist Im Mai und Juni erscheint an grasigen Wald- und Wegrändern, auf Wie|en und ainmchen Plätzen der eßbare Maipilz. Sein Hut wird meist bäum breiter als 10 cm. Alle Teile des Pilzes: der Hut, die Blatter auf der Hutunterfeite und der Stiel sind weißlid) bis rahmgelblich. Auffallend ift der Geruch nach Mehl. Man hüte sich ledoch vor Verwechslung des Maipilzes mit Rißpilzen, ins- besondere mit dem lebensmsiahrlichen ziegelroten Rißpilz- Der ziegelrote Rißpilz, der wiederholt schon Menschen ums Leben brachte, wachst eben- falls im Frühsommer auf grasigen Platzen. Er bleibt meist kleiner als der Maipilz, kommt aber ebenfalls mit weißlicher ober gelblicher Färbung aus dem Boden, gan.) ähnlich wie der Maip.lz, und wird später, insbesondere beim Liegen des Pilzes, mehr ober weniger ziegelrötlich. Sein Hut reißt vom «tonbe her rissig -in. Daher der Name. Im Gegensatz zürn angenehmen Mehldusi des Mai- Pilzes hat er einen viel strengeren Geruch, der gerade für den ziegelroten Rißpilz charakteristisch ist Im Gegensatz zu ben weißlichen Blättchen des Maipilzes werben die Blätter auf der Hutunterfeite des Rihpilzes bald mehr oder weniger braun- lich ähnlich wie beim Angerling (Champignon). Vor derartigen gefährlichen Verwechslungen muß ebenfalls gewarnt werden. Der Champignon hat einen angenehmen Duft und einen charaktenstifchen Schleier bzw Ring am Stiel, tue sowohl bem Riß- pilz als auch bem Maipilz fehlen. Vergiftungen durch den Rißpilz äußern sich durch Schweißaus- bruch, Uebeiteit, Erbrechen, Sehstörungen. Schüttel- Hand behalten: von den zu spät in Fahrt flefom- menen Kickers ist ein glatter Sieg über den alsässi- chen Gast zu erwarten. , K ,Q A 1 Das erste Entscheidungsspiel in der Gruppe 1 führt in Dresden den Dresdner SC. mit V o r- w'a r t s / R a s. Gleiwitz zusanimei,. Gegen ben schlesischen Meister wird man den DSC. sicher w e- der in alter Frische am Werk sehen, und da sollte der Ausgang nick)t zweiselhast sein, zmnal die Sd>le- sier auf eine ganze Reihe ihrer bekannten Spieler verzichten müßen. — Für das rheinisch-wesisalische Industriegebiet ist natürlich das erste Tressen Mischen dem großdeutschen Meister Schalke 04 und bem trabitionsreichen Hamburger SB. da» Ereignis des Tages. Der HSV. ist Zwar seit vielen Monaten unbesiegt, aber in der Dortmunder Kampfbahn, wo bie Schalter mit ihre größten Siege erfochten, wird ihn wohl das Schickfal ereilen. Schalke ist in diesem Treffen der große Favorit. 4:1 für Italien. Fräuen-Ienniskampf In Florenz beendet. Im deutsch-italienischen Frauen-Tennislander- kampf In Florenz konnte Deutschland am Schlußtag noch den Ehrenpunkt buchen. Der 'Berlinerin Margarete Köppel gelang es, die frühere deutsche Spitzenspielerin Anneliese B o s s i - U 11 st e i n in einem langwierigen Gefecht mit 7:5 3:6- 6:4 zu schlagen. Den vierten Punkt für Italien holte an- schließend Wally San Dann i no mit einem 2:6, 9:7, 6:1 über Gertrud Rosenthal, die Im zweiten Satz nur etwa» Mehr Glück braudjtc, um zum Sieg zu kommen. So endete der Länderkampf mit einem 4:1-Sieq der italienischen Gastgeber, die vor Jahresfrist mit dem gleichen Ergebnis gegen die deutsche Vertretung verloren hatten. Handball in Wahen''orn.Steinbera. Tv. Watzenborn 1. 3flb. — Io. tang Gön» 1. 3flb. 12:9 (6:3). Am Sonntag konnte der Tv. Watzenborn den vorjährigen Bannmeister Lang-Gö-ns zu einem spannenden Handballkampf bet sich sehen. Kurz nach Spielbeginn mar es den fungen Watzenbömem möglich, ben Führungstreffer durch Schmanbt zu erzielen. Wenige Minuten später schoß der Mittel- flürmer das 2. Tor. Inzwisd-en kam die Gästemann- Ichaft sehr gut aus, so daß das Spiel nach einigen Minuten 2:1 stand. Durch weitere Angriffe der Watzenbörner war es möglich, mit einem 6:3-Reful- tat in die Halbzeit zu gehen. In der zweiten Hälfte hatten die Gäste den Wind als Bundesgenossen, so daß es ihnen möglich war, den Ausgleich herzu- stellen. Aber die Gastgeber vereitelten immer wieder schön vorgetragene Angriffe. So kam ein Endergeb- INS von 12:9 Toren zustande. Tv. Watzenborn 1. Schüler — Tv. Grüningeli 1. Schüler: Endergebnis 1:1 (1:1), Arn Sonntag, 18. Mai, wird im Stadttheater Hießen als Sonder-Fremdenvorstellung Karl Zel- I rs große, bekannte und beliebte Operette „Der itogelhändler" ausgeführt. Von Intendant Hans kalter Klein inszeniert und unter der mufita- jchen Leitung von Arthur A p e l t hat dieses Bert, das für diese Spielzeit vollständig neu aus- pftattet wurde, in einer großen Anzahl ausver- iufter Vorstellungen seine Beliebtheit und Zug- aft immer neu bewiesen. Die Intendanz des ('tabttheaters gibt nunmehr auch den auswärtigen 2ljeaterfreunben und den Gießener Besuchern, die be Abendvorstellungen seither nicht besuchen kann- Im, Gelegenheit, die Zellersche Meisteroperette 3U Men. Die Vorstellung beginnt bereits um 18 Uhr iinb endet gegen 21 Uhr. Abschied von Oekonomierat Hoffmann. Eine zahlreiche Traueraerneinde nahm am gestri- pm Mittwochnachmittag in der Kapelle des Neuen ksriedhofs Abschied von dem tm 88. Lebensjahr her verstorbenen Oekonomierat Carl Hoff' n a n n. Pfarrer Becker stellte, dem letzten Wun- she des Entschlafenen entsprechend, seine Gedenk- vAsprache unter oas Wort: „Unser Leben währet 74 Jahr und wenn's hoch kommt, so sind's 80 Jahr inb wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen." Er schilderte den Verstorbenen Qis den Mann der unermüdlichen Arbeit, als den mit dem deutschen Boden eng verbundenen Men- kjen, als vorbildlichen Diener der Gemeinschaft uib als den beispielgebenden echtdeutschen Mann. 2iuf dieser Grundlage urnriß er das Lebensbild dis um die heimische und die deutsdie Landwirt- k>aft hochverdienten Mannes. Anschließend wür- bfite Universitätsprosessor Dr. S ess ous im Warnen des Lehrkörpers der Landwirtschaftswiffen- haft an unfefer Universität bas Wirken des Ent- küafenen und sein allezeit hilfsbereites Förderer- hm zum Besten der Landwirtschaft und der Land- irirtschaftswissenschaft. Als letzten ®ru& Jc9tc cr ihnen Kranz an der Bahre nieder. Kamerad B o p f d: nkte namens der Kameradfcha'ft der ehemaligen Darmstädter weißen Dragoner dem Heimgegan- 'pmen als dem Mitgründer und treuen Kameraden bwarzblech nicht löten läßt, während nach den damaligen Bersahren der Rumpf der Dose nur_ burd) Lötung zusammen- gefügt werden konnte. So versah man denn zu- nächsi das Sd>warzbled) mit einer Zinnkante, die das Löten möglich machte. In dem Bestreben, auch das hierfür noch notwendige Zinn zu sparen, ging man dazu über, die Dose zu falzen. Bei Lötrand- dose und Falzdose besteht jebod) die Schwierigkeit, daß die Lackierung vor der Fertigung der Dose aus- getragen werden muß. Das schließt nun die Gefahr in sich, daß die Lackfdsicht, die das Füllgut vor den schädlichen Einwirkungen des Eisens sd)ützt, beim Verarbeiten beschädigt wird. In mühevoller Enttvicklungsarbe-it ist es nun gelungen, Verfahren heranzubilden, bei denen die Rumpfteile zusammengeschweißt werden und zugleick) die Oberslad-enbehandlung — also der Lackauftrag — erst bann erfolgt, wenn die Dose twllfoimnen fertig- gestellt ift. Damit ift eine hochwertige Konserven- dose geschaffen worden, die fid) für die Konservierung von Fie-isch, Fleischwaren, Fett und mildem Gemüse bestens eignet. Die zur Zeit noch laufenden Versuche lassen darüber hinaus erkennen, daß bet Verwendung von besonderen Speziallacken in Zukunft sogar auch saure Füllgüter, wie Gurken, Sauerkraut und Senf in solche Dosen gefüllt werben Aus -er Stadl Gießen. Oer gute Vorsatz. Jeden Morgen auf dem Wege zur Arbeitsstätte lenkst du wieder daran. Die Luft ist angenehm mild, ]ic Büsche in den Vorgärten grünen verkeißungs- ioll, und das Helle Morgenlicht glänzt freundlich «on Dächern und Giebeln. Es wäre wahrhaftig eine lüft, um diese Zeit spazieren zu gehen. Leider ruft >>doch die Pflicht fo dringend, daß du dich sputen nußt, wenn du pünktlich im Büro sein willst, f schade, sehr schade. Aber besteht nicht die Möglich- leit, trotzdem den Genuß auszukosten? Natürlich !lcsteht sie, du brauchst ja nur eine kleine halbe »Stunde früher von zu Hause fortzugehen. Was ift |J(inc halbe Stunde? Sie ist gar nichts im Vergleich ;u der Köstlichkeit eines Morgenfpazierganges, .berlegft du, und nimmst dir fest vor, am nächsten Morgen die Probe aufs Exempel zu machen. Dieser MARKTSTRASSE 28 MU WHOTM FUD DEN AM MUTTERTAG beschenke Deine Mutter mit einem aparten 2133.D C.O. Reuter 2218A Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Wäscheausstattungen 2220 D Zum Muttertag eine Liegepritsche mit Polsterauflag$ von Gebr. Seelbach Gießen Selters weg 20 STADTTHEATER GIESSEN haustjaltwaren und ScMcnkarMcl für die Mutter LU OSWALDSGAßTEN CEBHBJ2U5/46 2224A von 17 Uhr ab. mehr ftenöe on ter Untat fiarffi LerniMleLWer! DERFELDHERR Ausführende: Der Akademische Gesangverein Solisten: auf den Gabentisch TORTEN / KUCHEN / GEBÄCKE in bekannt guten Qualitäten durch die E JN H rffER'BERT’HER ZÖ G Am Flügel: Leitung: Karten zum Preise von RM. 0.90 bis 3.60 an der Tageskasse Johannesstraße 3 (Tel. 2930). werktags von 10 bis 13 Uhr, an Spieltagen außerdem von 16 bis 17 Uhr. Sonntags von 11 bis 12.30 Uhr, und im Schokoladenhaus Huntemann Gießen, Selters weg 89 (TeL 8969) und an der Abendkasse Die ist bas möglich, baß Sie diesen total 9er»' schmierten Monteuranzug ohne Seife und Lasch- j Pulver sauber kriegen? Es ist sehr einfach: Abends in heißer iMi-Xtaugc einweichen. Sie sollten mal zusehen, wie sich da zähklebriger und sogar mehrtägig verkrusteter Schmutz wie von selber löst. Verschmierte und verölte Ar- beiiSanzüge, Kittel, Schürzen und puhtücher - alles wird auf diese einfache Deise ohne Seife sauber? Morgens wird eine Viertelstunde in frischer iMi-Zöfung gekocht und nachher gründlich gespült. Ausdrücklich sei gesagt, daß daS Gewebe nicht angegriffen wird. Jedes Glück kommt völlig sauber, fleckenlos und wie ney aus dem W»Kad. probieren Sie's aus) . Der Marburger Oratorienchor Der gemischte Chor des Staatsbades Nauheim Das Städtische Orchester Gießen Heilwig Roloff-Berlin, Sopran Erna Stoll-Frankfurt a. M., Alt Heinrich Bensing-Frankfurt a. ÖL, Tenor Gustav Bley, Bariton Eberhard Delp Prof. Stefan Temesväry Trick: Waschen ohne Daschpulvek Gießen, Neustadt 5-7 Ruf 4165 u. 4156 Seltersweg 20 2217 D Mitglieder der Bäcker-Innung für Stadt- und Landkreis Gießen empfehlen wir unsere schönen punktfreien Dienstag, den 20 Mai 1941, 19.30 Uhr im Stadttheater Gießen Hand- Klöppeldecken Freiheitsoratorium für Chor, Soli und Orchester von G. F. Händel bearbeitet von Herrmann Stephani Edgar Borrmann beschenke die sehr erfreuen! Eintritt: RM. 3.50, 2.75, 2.—. 1.50, Mitglieder des Konzertringes und des KdF-Theaterringes 20 Prozent, Wehrmachtsangehörige 50 Prozent Ermäßigung. Karten im Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG-„Kraft durch Freude“ Gießen, Seltersweg 60, Ruf 2141 und in der Musikalienhandlung Cha liier, Gießen, Neuenweg 10, Ruf 2671. C. RÖHR & CO GIESSEN Bahnhofstraße 44 Telefon 3600 von Seltersweg 61 GIESSEN Ruf 2465 Sonntag, den 18. Mai 1941, 18 Uhr Sonder-Fremdenvorstellung! Die große klassische Ausstattungs-Operette Der Vogelhändler Operette in 3 Akten von Karl Zeller. Musikalische Leitung: Arthur Apelt Spielleitung Intendant Hans Walter Klein, / Ende 21 Uhr. Q P LJ X/TT TPIZ UHRMACHERMEISTER üCrirlULll GIESSEN 5EJERSWEG 54 RUF 3875 Wetter an ^nös;w%«el=chtozen anderes PARFÜMERIE DOLL der Geschenke für die Mutter E Geschäft. 2206 p GIESSEN/SELTERSWEG 81 /RUF 2382 2219 A Muttertag - ^ßudevfveude Wie schön ist es für die Kinder, der lieben Mutter ein Geschenk auszusuchen. Und wie freut sich die Mutter auch über eine Klei- p nigkeit. Es muß nicht unbedingt etwas „Großes“ sein, es soll nur Freude bereiten, und einen Freudespender finden Sie stets im von H Gl<