MittDsch.,5. Januarsyst SietzenerAnzeiger Londons größter Dombenkrater am piccadilly LücuS 15 Ion (Europapreß.) Noch den erfolg-1 gen aus Gibraltar sei das Schlachtschiff ,M a > Frachtraum- großen angesichts des Rom Frachten nnn hen La-Blata-Häfen Bord non Schiffe6 hint)eu. qang eines weiteren -nolifchen teten 3:7 (1:2). lNpflos für in Stirn l 7. fo *en* nach den mittelamerikanischen Häfen weitergeleitet. antret« in großer as eben- nas au), i ändern, nblii in ltamschast Dort mit- Trocadero. von dem Stuttgarter Rundfunkorchester und seinem Chor unter Leitung von Kapellmeister Herbert von Karajan veranstaltet wurden Besonders hie Wiedergabe der h-moll Messe von Bach durch die Aachener löste bei den französischen Kritikern Begeisterung aus Zweimal ist jetzt die Polizeistunde in Paris verlängert worden, und der Verkehr auf den Straßen war bis drei Uhr nachts erlaubt, während er sonst um Mitternacht sein Ende findet: in der Weihnachtsnacht und in der Silvesternacht. Ueberflüssig zu sagen, daß die lärmenden „Reveillons“ von einst wesentlich dem Ernst der Zeit eingepaßt waren, wenn es natürlich auch immer noch teure Lurus- lokale gibt, wo mar die Not der Zeit weniger spürt (Sfreif in ein-m amerikanischen^üffiina«we»k. Neuyork, 14. Ian. (Europapreß) Zu schweren Ausschreitungen kam es in der mit der Herstellung von Flugzeugteilen beschäftigten Eaton TOanurartu- ring Compann in der Nähe von Saginaw (Michi* aan). Das bestreikte Werk wu-d" von etwa 250 Streikposten umlagert die den Arbeitswilligen den Zugang zu ihren Arbeitsplänen versperrten Zwei S'undei^lang versuchte ein 50 Mann starkes Pali, zeiausgenot vergeblich die Menge tu zerstreuen, wobei es zu «’inem schweren Handgemenge kam in dessen Verlauf die Politei Tranengas ver. :9 (4:4) (2:8). : so recht inseinan« loren die wie aus schieden« te Heben knapp« Stockholm. 14. Ian. (Europapreß.) Plymouth war, wie in London amtlich bestätigt wird, das Ziel der jüngsten deutschen Nachtangriffe. Die Aktionen dauerten etwa drei Stunden an und trugen den Charakter eines ..scharfen Angriffes". Schauer von Sprengbomben haben sich abgelöst mit Brandbombenabwürfen. Das vernichtende Ergebnis dieser Aktion wird kaum verkleinert. Hunderte von Bränden waren zehn Stunden nach der Aktion noch nicht gelöscht. Wie es in privaten Meldungen heißt, folgten große Teile der Bevölkerung dem Beispiel von Portsmouth und verließen die Stadt, um sich in der Nachbarschaft eine neue Unterkunft zu suchen Bei dem Luftangriff auf London in der Nacht zum Sonntag scheint eine Bombe schwersten Kalibers aus den Piccadilly-Circus niedergegangen zu sein Unter diesem Platz, der zu den verkehrsreichsten Punkten der englischen Hauptstadt gehört, befindet sich auch die größte Untergrundbahn-Station Don der englischen Zensur ist es verboten worden, den Namen des Platzes zu nennen Jedoch besteht kein Zweifel, daß es sieb um Piccadilly-Circus handelt. Ein schwedisches Blatt schreibt daß-dieser Bombeneinschlag die bisher schwerste Bombenkatastrophe für London gebracht habe. Die Bombe sei mitten auf der Fahr- bahn niedergeaangen und habe die <5trabe abae» riegelt Diele Tonnen Beton- und Stahlkonstruk- tionen seien auf die Menschen gestürzt, die sich in getroffen worden. Die erfolgreichen italienisch-deutschen Luftangriffe auf englische Flotteneinbeiten im Mittelländischen Meer sind erö'fnet worden mit dem Angriff auf englische Schiffe besonders Flugzeugträger, etwa 16 Kilometer nordöstlich von der Intel L i n o s a. Diese kleine Infel, die nur eine Ober» flache van etwas über 5 Quadratkilometer bat und normalerweise von etwa 150 Einwohnern besiedelt ist liegt 16^ Kilometer südwestlich von Sizilien, alfo etwa in einem Dr"ieck das aehifbet ift von Sardinien, Tunis und Siulten. Ganz in der Nähe siegt die wesentlich größere Insel Lampedusa mit der tu'nmmen Linola eine Gemeinde bildet W»'n- Das berühmte Schloß von Versailles wird von deutschen Soldaten, die dort in der Nähe stationiert sind stets gern besucht. Unsere Abbildung zeigt eine Wehrmachtformation bei der Besichtigung im großen Schlachtensaal des Schlosses. — (PK.-Kintscher-Scherl-Bilderdienst-M.) 1:1). der erst« Mch d-l aehr üben •n trat M das D« t- verdi«t ; Ns * > OberhM lischen Schlachtschiffe geführt haben: in der Wahl des Zi"lobiektes spiegelt sich der Vorrang der Luft» waffe gegenüber dem Schlachtschiff in küstennahen Gewässern. England vertäust 'eine Kapitalanlagen in USA. Neuyork. 14. Ian. (DNB) Finanzminister Morgenthau gab bekannt, die britische Regierung verhandele mit einer Gruppe U5A.-Banken wegen der Uebernahme britischer Investierungen in den Vereinigten Stoa, te n. Morgenthau erklärte weiter, er selbst werde behilflich sein, die Verkäufe anzubahnen. Federal Referve Board schabte d"n Wert britilcher Investierungen in USA. kürzlich auf 8 5 0 Millionen Dollar An der N"unarker Börse wurden bereits 80 000 Montgomery-Aktien vom englischen Schatzamt zum Verkauf anaebat-n Der Marktwert beträgt zur Zeit rund 3,12 Millionen Dollar. Weiter mürbe d»r Verkauf von -10 000 Aktien der Union P^rific Rmlrrwd und 50 000 Woolnmrth-Aktien vorgesehen Der Marktwert aller drei Aktienpakete be. 4rögt runb acht Millionen Dollar ..New Park Herold Tribüne" betont, baß bie Summe vorerst einen Teil bes b^it-sichen Eigentums in b»n USA darstelle. An der Transaktion soll das iüdische Bankhaus Lehman Brothers eine führende Rolle spie- t"n D»r Gouverneur hf*9 Staates Neuyork, Herbert H L e b m a n , ist Mitglied der genannten Ban» ^iersfamilie. Sem -^rachtranm meHr für M ichterschemen tDii einzelnen Ruunuern h folge höherer (Äewalt jlcrniuredinnirtilub 2251 Lrahtanschrnt.„Anzeiger" ?oi frbeck 116«KArants. M ter v' LW ^n, u '.''s '■ 9J' '.Nl: Simpel- Anna Hine von 2ln zeige« für die 'lUntaflsmumner bisS'/Jlbr hee^Hinnitmgä Anzeigen-Preise: Anzeigeinell 7 Rvf le mm bei 22 nun .Heilenbieite, Wertteil 50 Rvi. ie nun bei 70 nmi Bcilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel t Ahschliisie Nkengenstanel B Plavvorichrift < vorherige Bereinbarung 125'.. mehr | Men. Lollar, pariser Bilderbogen Bon unterem E. F.-Korrespondenten. f-n werden. * Was das kulturelle Leben in Paris angeht, so h t die Comedie Framjaise jetzt Shakespeares „Das ihr wollt" in einer leicht beschwingten, ll_mdervoll ausgestatteten Aufführung herausae- d'gcht die alle Sorgen und Nöte der Zeit vergef- n läßt Irn Gegensatz zu dem Stück Shakespeares (fort ein anderes englisches Stück, das man letzt u aber in Paris zu spielen begonnen hat. auf ein kccht aktuelles politisches Thema: Das Verhalten önglands gegenüber dem französischen Volk ssjjelt in dem Theatre de VAvemie. das man nach B rübergehender Verwenduna als Kino wieder sei- n r ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben hat „2 j e heilige Johanna" von Bernhard khaw Bereits 1925 war das Stück in Dar^s ae- HSelt worden. Damals verkörperte die große Schau^ hielerin Ludmilla Pitoeff die deiliae Johanna, a ich diesmal wird die Iunafrau in der Schaufwe- (rin Iany Holt eine erstklassige Darllpllerin stn- d-m. Die bitteren Wahrheiten die Sd"w feinen L-znd-leuten sagt, finden au'merkfame Ohren unv ei Saß wie der folgende, den Shaw eine V-rfon Iks Stückes snr-chen laßt, bahnt sich foaar feinen leg in die Z'Hunaen: „In eurer S-rache lder fmnzösischen Svrachel bedeutet das Wort roter" etwas, was perUd untreu, iöonal tft -3n u ferem Land (in Englands bezeichnet man m t Hem Wort ganz einfach jemanden, der nicht vollst:,ndig unseren Interessen als Engländer er- gfoen ist." * KEine bemerkenswerte Veranstaltung kulturellen Snarafters ist di- Ausstelsima aus dem Leh^newerk zweier ganz großer franwsifcher Künstler: M o n e t u -b Rodin. Beide sind vor hundert fahren tn lnris geboren .worden. Rodin nur Zwei Taae nach I onet Ueh-7-c die Bed-utuna de« Malers Monet h-:b bes Bilbhauers Rodin für das Kunstschaffen Ibir ganzen Welt braucht natürlich hier nichts w-i- |tr* ousaeführt zu werden Die Zusammen ung btr Werke von Monet und Rodin, wie sie letzt in Ibir Orangerie an der Vloce de la Co-cnrde erfolat lif. vermittelt einen b-fonders tiefen Eindruck - on I onet find etnw 60 Bilder zu fehen die bte Gnh » ckluna di-ses Malers aus H reahftifchen Enoche I fne« -------- Deutsche Soldaten besichtigen Versailles tun Spielzeug und Wollschals, und auch die Alten rmrden mit Tabak usw. versehen. In Paris hatte I r Polizeipräfekt Langeron selbst einer Be- (qierung von 2500 Kindern beigewohnt, und es er= bien auch Botschafter b e Brinon als Vertreter I r französischen Regierung. Das alles kann jedoch über die bestehenden Ver - hirgungsschwierigkeiten nicht hinweg- t'nschen Zudem machen sich die Verkehrsschw.erig- liten immer noch sehr stark bemerkbar. Ziemlich ssÄt hat man sich entschlossen, etwas gegen das Üsberhandnehmen des unabsehbaren Schlangen- f'hens wartender Hausfrauen vor vielen Lebens- küttelgefchästen zu tun Der an sich sehr nahe- F-genbe Gedanke, an bie Wartenden Nummern oaszugeben, um eine geordnete Abfertigung ohne „Schlangen" zu gewährleisten, ist jetzt erst auf Verblassung des Polizeipräfekten in einer Anzahl von VXschäften oerfuchsweife zur Anwendung gelangt. Sjr Einschränkung des Stromoer« tT a u d) 5 sollen jetzt Maßnahmen ergriffen wer- din, doch handelt es sich im wesentlichen lediglich im Einschränkungen beim Verbrauch von elektri- jden Heizkörpern usw Später sollen jedoch auch 5 aßnahmen für eine. Aenderung der Bürozeiten bii industriellen und gewerblichen Betrieben getrof- ; »t i« Vf SÜ11* ifj!!* N stB - ® > Z- ihm c» e". y ÖCUtfch» 'M ßmben, J: M JQKimoi nbnyki 18 e, nen. Trotzdem ist hier das Zusammenleben der beiden zeitgenössischen Künstler in ihren Werken von größtem Interesse. Die Kolossal-Gruppe der „Bürger von Calais" beherrscht das Bild. Die deutschen Behörden hatten durch die Anwesenheit des Botschafters Abetz und mehrerer anderer Vertreter bei der Eröffnung ihr Interesse an dieser Darstellung französischer künstlerischer Tätigkeit, die die Grenzen überbrückt, bekundet. Vorwiegeird für deutsche Hörer, aber auch für und wo man solche Nächte bei Revue-Vorführungen franMsche Gäste waren drei Konzerte be. sind ahnltcher Kurzweil verbringt. len lei» zv Tietz« aktiv« Tietz« ;ften, bie die alle« piele bit s beweis! eich zwei irbe auf Gag«: irraoende andsrein l Da >t er ein» tlang. immer w deren tffrf Terrch g-S-»«L xm off»’ if einer 2" ^orgio M »s ausgebtt'^ Paris, im Januar 1941. Für die Pariser Bevölkerung hat die Zeit bes 2 eihnachtsfestes unb bie Zeit „Zwischen ben Iah- m" nun zum ersten Mal einen stark ausgeprägten Rialen Zug angenommen. Aus biesem Ge- bet harrt ja noch vieles bes Aufbaus, unb manches bfindet sich erst im Entwicklungsstadium Immer- tn haben sich bie Zeitungen mit lobenswertem tz »er für bie Propaganda der neuen Winter- h lfswerk - Gedanken eingesetzt, die in verschie- imen Formen zum Durchbruch gelangen. So gab t jetzt zu Weihnachten einen „lag der Teller M d der Wo ll abfälle" Denn unter den fjnberttaufenben, meist den ärmeren Bevölkerungs- (d id)ten angehörenden Franzosen, die sich während ds Krieges durch die überstürzten Parolen der da- mligen Regierung zur Flucht vor den deutschen 5-uppen hatten verleiten lassen, herrscht vielfach p'ch großes Elend. Es fehlt an Eßgeschirr tr b Matratzen, die verloren gegangen sind. Im der größten Not abzuhelsen, hat man daher !>ese Sammlungen eingerichtet Die Wollabfälle ‘ Wen zum Füllen von Matratzen verwendet wer- b n. So sind elf Millionen Teller und 330 Tonnen 8 oUabfälle zufammengekommen.. Bekannte Schrift- [ Her, wie das Mitglied der Akademie, Abel 8 o n n a r b , haben sich für die Propaganda die- \ä Gedankens eingesetzt. Am letzten Sonntag des vergangenen Jahres turben in ben Straßen der Städte die Bilder des vrühlfche Unioerfitäisbruderet K fange General-AnzeigerfürOberheffen -ietzen^chulfiraße 7-9 liarschalls Petain für das Winterhilfswerk ver- lüft. Am Weihnachtstag selbst hatte man für die Irmen ein „Weihnachten des Marschalls" veran- filtet In Paris und fünfzehn anderen Städten 1 5 besetzten Gebietes wurde an jeden Arbeitslosen mb an jeben ihrer Familienangehörigen ein Pfunb hrtofjeln kostenlos verteilt. Im ganzen handelte t sich um vier Millionen Pfund, die man aus der I Bretagne hatte kommen lassen. Die Kinder erhiel- reichen Angriffen auf das große englische Geick-wa- l a y a" sofort nach seiner Ankunft zur Auedesserung m a n a e f s hie wenigen onrhonhenen Sch'fse aus» ber im Kanal von Sizilien find, wie Gayda in ein Trockendock gebracht worden Ferner fei hun« schließlich für den Nordamerika- unb im Giornale b Italia" mitteilt, von Aufklärern bert Seemeilen von Malta entfernt ein in einer crnglond-Nerkehr e'nopfstzt werben sollen, emiae Feststellungen getroffen worden, die die riesigen Oellache lchm-mmenoer Lorpedo- q^shor wurden für M-"-ikn. K"ha ufro h-st'mmte f cb w e re n B e r l u st e beweisen bie bas Ge- hnntAiorftnror npfirfitef morden an der ~~~ schwader durch die Angriffe der italienifchen See- i Unb Luflstreitkräfte ’oroie des deutschen Fliegerkorps erlitten Hat Es 'eien Stücke non Rettungsbooten unb Matrosenmützen bes ennPfthen Torpebohoots- zerstörers ,.G a l l a n t" gefunbm worden D "fer müfse also gesunken lein Der Zerstörer Gal- lant" Hatte eine Wasferoerbrängung von 1335 Tonnen, war mit vier 12-Z-ntjmeter-Geschützen bestückt und besaß acht lorpeborohre In der Mittagsstunde des 10 Januar lei der Zerstörer von rieliaen Velflecken umaeben gesichtet worden wie andere 'englische Schiffe ihn a b } u ‘ ch I e p p e n versucht hätten Arn Nachmittag des gleichen Taaes fei ein englischer Kreuzer mit 30 GradSchlag- feite gesichtet worden E6 fei amunebmen daß biefer Kreuzer mittlerweile ebenfalls gefua- ten «ei In der Nacht zum 11 Innuar leien in den G woisern von Matta aroße Oettlcck" fest^estellt b o o t s 3 e r ft ö r e r gesichtet worden. In der Nacht zum 12 Januar schließlich ip u >t"r der Küste no-'hom"^'konischen Bomnfern nach Häfen der Vernon Kreta ein anderer englischer Flug-, pr^r^ten (^♦nnten verschifft und non Hort mit her zeugträger von einem Lufttorpedo Japan sammelt sich für seine außenpolitische Ausgaben. Viertägige Aussprache KonoyeS mit führenden Männern. Verschiebung der Wahlreform erwogen. führt die Fachbezeichnung Konvertierung". Es ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht des Staates, der die Anleihen aus laufenden Steuermitteln — also aus dem Einkommen der Volksgesamtheit — verzinsen mutz, die Verpflichtungen so knapp wie möglich, also zu dem niedrigsten Zinssätze, einzugehen. Es kann also keine Rede davon sein, daß der Staat die Sparer „schädigt", wenn et den Zinsfuß senkt. und die Anleihen so billig wie irgend möglich begibt. Es ist noch nicht lange her, daß man in Deutschland die Frage diskutierte, ob es überhaupt vertretbar sei, Dermögensbesitzern Zinsen zu zahlen. Inzwischen haben auch die entschiedensten Gegner der Zinsberechnung eingesehen, daß es kein anderes Mittel gibt, die lebende Generation zur Einschränkung des Verzehrs und zur Ansammlung von Der- zehrsreserven für die Zukunft zu veranlassen, als die Ankündigung von Vorteilen für solches entsagungsvolles Verhalten. Gerade in Kriegszeiten ist es besonders wichtig, daß große Teile des laufenden Volkseinkommens vom Verzehr ausgeschlossen und der Kriegführung zur Verfügung gestellt werden. Der Staat, der die Zugrifssmöglichteit zum gesam- ten privaten Einkommen hat, verspricht den Dar- lehnsgebern — also den Anleihezeichnern — einen höheren Nutzen aus der Verschiebung des Verzehrs auf einen späteren Zeitpunkt. Hiergegen ist von keinem Standpunkt aus etwas einzuwenden. Wer dem Staat seine Ersparnisse zur Verfügung stellt, indem er Anleihen oder Schatzwechsel zeichnet bzw. kauft, bekundet damit einen besonderen Grad von Verbundenheit gegenüber dem Staat und auch ein hohes Maß von Vertrauen. Darum ist auch vöm moralischen Standpunkt aus gegen die Zinsgewährung nichts einzuwenden. Es ist ein Zeichen von wirtschaftlicher Stärke und Zukunstssicherheit, wenn in einem Lande der Zinssatz rückgängige Tendenz zeigt. Hohe Zinssätze herrschten und herrschen in solchen Ländern, auf deren politische und wirtschaftliche Zukunft kein großer Verlaß ist. Der Ueberzins stellt eine Art „Risiko, prämie" dar, die dem Geldgeber für die Gefahr gewährt wird, daß er sein Vermögen verlieren könnte. Im Deutschland der Jahre 1919 bis 1932 waren zahlreiche Auslands- und Inlandsanleihen zu 7 bis 8 v. H. verzinslich. Der Nationalsozialismus hat bereits vor dem Kriege den Zinssatz wieder auf 4% v. H. herabgearbeitet, ist dann zum 4prozentigen Typ gelangt und geht im neuen Jahr zum 3^pro- zentigen Anlei'hetyp über. Diese Neuerung ist keineswegs ein Risiko. Aus den vorerwähnten Gründen ist eine Zinsvergütung von 3S n. 5). bei der heutigen Macht und Größe des Deutschen Reiches ange- messen und für alle diejenigen auskömmlich, bie ja außer ihrem Kapitaleinkommen auch noch dis Arbeitseinkünfte aus einer voll beschäftigten Wirtschaft genießen. In allen Ländern mit knappem Kapital pflegt der Zinsfuß verhältnismäßig hoch zu fein. Deutschland hat gegenüber den Westmächten den Grundsatz vertreten, daß der Wert der produktiven Arbeit — nicht ober die Menge des vorhandenen Goldes — den Kurs der Währung und damit den Wert des Geldes bestimmt. Die Gegner der deutschen Auffassung hatten als letztes Beweismittel gegen die Richtigkeit der ,Llrbeitswährung" den Hinweis auf den niedrigeren Zinsfuß, der in Großbritannien und Frankreich im Vergleich zu Deutschland bestand. Rückt jetzt der britische Zinsfuß nach oben, der deutsche Zinsfuß dagegen nach unten, so wird auch das letzte Argument gegen die deutschen.Wirtfchafls- grundsätze aus den Angeln gehoben. Es i*ft stets ein Zeichen von gesunder wirtschaftlicher Entwicklung gewesen, wenn in einem Lande die Arbeitseinkünfte durchschnittlich höher bewertet wurden als die Ka- pitaleintünfte. Für die Zukunfts-Sicherung der deut, scheu Arbeitsinvaliden wird übrigens — nach den ausdrücklichen Erklärungen, die Reichsorganisations- leiter Dr. Ley im Namen des Führers abgegeben hat — in anderer Weise ausreichend gesorgt werden. Dänemark, Deutschland und das neue Europa. Kopenhagen, 14. Ian. (Europapreß.) Dor der Dänisch-Deutschen Vereinigung in Kopenhagen sprach in Anwesenheit des dänischen Ministerpräsidenten der Leiter der nordischen Verbindungsstelle, Dr. b. c. Draeger. Er umriß die geschichtlichen Hintergründe der politischen Konstellation in Europa, die auf eine entschiedene Ausschaltung Englands aus der Kontinentalpolitik hinarbeite. Dieser Prozeß prüfte für Dänemark eine konsequente Klärung seiner politischen Ein- stellung mit sich bringen, in welchem Geiste nicht nur eine vollständige Zusammenarbeit Deutschland-Dänemark auf wirtschaftlichem, sondern auch auf allen anderen Gebieten die Losung der Zukunft zu sein habe, die gleichzeitig die da- nische Politik von dem Ianuskopf einer zwiespältigen Orientierung nach Westen und Süden zugleich befreie. Dr. Draeger schloß mit der Versicherung, daß «ine solche Eingliederung Dänemarks in das kommende „krisenfeste Europa" keinerlei Begrenzung der Selbständigkeit und Freiheit des Landes bedeuten werde. Norwegische Arbeiter lernen die deutsche Sprache. Oslo, 13. Ian. (Europapreß.) Die norwegische Landesorganisation der Arbeiter hat Abteilungen eingerichtet, die sich die Aufklärung und Schulung ihrer Mitarbeiter zur Aufgabe gesetzt haben. In erster Linie werden verschiedene F a ch k u r f e veranstaltet. So hat für das Kennenlernen der deutschen Sprache ein sechzigstündiger Kursus begonnen, dessen Schülerzahl bereits 170 übersteigt. Für diesen Kursus ist ein besonderes Lehrbuch sowie eine Grammatik gedruckt worden, mit deren Hilfe den Schülern das Erlernen der deutschen Sprache in möglichst kurzer Zeit ermöglicht werden soll. In anderen Kursen werden Buchführung, aktuelle wirtschaftliche und fachliche Fragen behandelt. Die Schüler werden über die Stellung der Fachorganisationen im totalitären Staat unterrichtet. Der Unterricht findet vorerst nur in Oslo statt. Es find aber Vorbereitungen im Gange, ihn über das ganze Land zu verbreiten. Weiter ist geplant, allen Arbeitern Theater-Vorstellungen zu verbilligten Preisen zugänglich zu machen. Eine weitere Aufgabe ist die Einrichtung von gemeinschaftlichen Ferien, die den Arbeitern Reisen, die sie sich sonst nicht hätten leisten können, ermöglichen sollen. Jahrgang 1940 in Bulgarien vorzeitig einfccruftn. Sofia, 14. Ian. (Europapreß.) Durch eine Verordnung des Kriegsministers wurde der Jahrgang 1940 zum 15. Januar 1941 unter bie Fahnen gerufen, ber regulär am 1. März eingezogen worden wäre. Es handelt sich um Rekruten, die den Artillerie-Regimentern zugeteilt werden. Yokohama, 14. Ian. (Europapreß.) Am Diens. tag begann eine viertägige Besprechung zwischen der japanischen Regierung und den führenden Männern der Nation. Premierminister Fürst Konoye hatte dazu 400 Teilnehmer eingeladen, um mit ihnen am Vorabend des Zusammentritts des Reichstages die gesamte Lage durchzuspreä>en. Zur Dienstag- Konferenz sind 100 Reichstagsmitgiieder geladen, zu Mittwoch Mitglieder des Oberhauses, zu Don- nerstag Vertreter der Presse, und am letzten Tage werden die maßgebenden Wirtschaftsführer beim Ministerpräsidenten weilen. Von Regierungsseite sind alle Staatsminister zugegen. Die Dienstag-Konferenz eröffnete Fürst Konoye mit einer ausführlichen Rede über die derzeitige Lage des japanischen Reiches und ging auch auf die diplomatischen Beziehungen Japans zur Sowjetunion, zu Niederländisch-Jndien, Thailand (Siam), Französisch-Jndochina und insbesonder den bereinigten Staaten von Nordamerika ein. Zur europäischen Kriegslage übergehend erklärte Konoye die große Parallele zwischen den Bestrebungen ber Achsenmächte in Europa und Japan in Ostasien, die zum Abschluß des Dreimächtepaktes geführt habe. Der Ministerpräsident hob Japans grimmige Entschlossenheit hervor, sich durch keinerlei Widerstand von der Erfüllung der heiligen Aufgaben des japanischen Reiches ab palten zu lassen. Aus dieser ernsten außenpolitischen Lage zog Konoye für bie Innenpolitik bie Konsequenz, es sei vaterländische Pflicht eines jeden Japaners, jetzt alles Trennende zurückzu st eilen und die gesamten politischen, geistigen und wirtschaftlichen Kräfte ber Nation darauf zu konzentrieren, dieses ungeheure Weltringen erfolgreich zu bestehen. Die Presse unterstreicht die Tatsache, daß der Pre- miermmister auch über die außenpolitische Lage gesprochen habe, statt damit den Außenminister zu beauftragen, und erblickt in der gegenwärtigen Lage einen besonderen Ernst, zumal die von Roosevelt getriebene nordamerikanische Lawine im- mer rascher dem Krieg entgegenrolle. Nach dem Ministerpräsidenten sprachen ebenso ausführlich Kriegs. Minister General T o j o und Marineminister Admiral Oikawa über den Krieg in China und Japans militärische Lage zu Wasser und zu Lande. Nach diesen Vorträgen konnten die Zuhörer Fragen stellen, die von Konoye selbst oder den beiden Wehrmachtsministern ausführlich beantwortet wurden. Die nächsten drei Konferenztage werden denselben Verlauf nehmen. Man erwartet, daß diese freimüti- aen Aussprachen den Reichstag überzeugen, baß Opposition gegen das Kabinett Konoye gegenwärtig durchaus unangebracht wäre. Die Regierung scheint auch bereit zu sein, ihrerseits der Opposition Zuge- ständnisse zu machen. Das Problem der javanischen Wahlreform, das schon seit Jahren diskutiert wird, besonders aber im letzten Sommer stark in den Vordergrund getreten ist, beschäftigt angesichts der bevorstehenden Reichstagseröffnung vor allen Dingen die öfsentliche Meinung. Es ist fraglich, ob das Kabinett die von ihm angenommenen Reform- vorschläge, nach denen nur ehemalige Hee - resangehörige und gesetzliche Fami- lienhäupter wahlberechtigt fein sollen, dem Reichstag vorlegen wird, da neue Bedenken gegen diese Vorschläge aufgetreten sind. So lehnt die Armee die Vorschläge über bie Wahlberechtigung ehemaliger Soldaten mit der Begründung ab, daß der Militärdienst nicht als eine Austauschware gegen die Wahlberechtigung betrachtet werden dürfe. In Kreisen der aktlvisttschen Reichstagsange- hörigen widersetzt man sich der Beschränkung der Wahlberechtigung auf die Familienoberhäupter, da dadurch eine unzulässige Bevorzugung alter Reichs- tagsmitglieder erzielt werde, während den jüngeren aktiven Elementen beträchtliche Wählermengen verloren gehen würden. Unter diesen Umständen neigt man in Kreisen des Kabinetts dazu, die Wahlreform um ein Jahr zu verschieben und gleichzeitig durch Aufschub ber für Mai bieses Jahres vorgesehenen Wahlen Zeit zu gewinnen. Sollte man sich hierzu entschließen, so brauchte stch ber am 20. Januar zusammentretende Reichstag nicht mit ber Wahlfrage zu belasten, sonbern konnte seine ganze Aufmerksamkeit ben Aufgaben ber Can- desverteibigung zuwenden. Man kann an« nehmen, bah dieser Grund für die Entscheidung ausschlaggebend fei. Die Zeitung „Miyako meint, die Regierung wolle das dem Reichstag vorzulegende neue Wahlge - setz wesentlich ab ändern. Der neue Wahlgesetzentwurf stamme aus dem Herbst vorigen Jahres; er sei vön radikalen Rechskreisen vorgebracht worden und würde, wenn er die Billigung des Reichstages erhalte, die freiwillige Abdankung des verfassungsmäßigen Parlaments zu Gunsten einer neuen Staatsform bedeuten. Dazu bestehe im Reichstag begreiflicherweise wenig Neigung. Der Ministerpräsident könnte durch ein Zugeständnis in der Frage des neuen Wahlgesetzes den Reichstag friedlich stimmen. Allerdings bliebe bann bas Problem ber neuen japanischen Staatsform ein Torso. Jeboch neigten neuerbings auch in ben Regierungskreisen viele Ansichten bazu, den innenpolitischen Umbau im gegenwärtigen Augenblick gerade nicht zu beschleunigen, weil die drohende außenpolitische Lage solchen Experimenten abträglich sei. Auch ber Wirtschaft, die seit Herbst häufig gegen bie diktatori- schen Eingriffe ber Bürokratie erfolgreich protestiert habe, scheine Konoye durch Gründung einer Art Wirtschaftskammer entgegenkommen zu wollen, die der Wirtschaft die Autonomie sichern solle, sofern sie großzügig und offenherzig dem Staat gebe, was ber Stach in feiner heutigen Krisenlage beanspruchen müsse. . Nach ber gleichen Zeitung ist die Bildung eines Kriegsrates geplant, um der wirtschaftlichen Herausforderung Japans durch England und USA. im westliche n und südlichen Pazifik die Stirn zu bieten. Dieser Kriegsrat wird aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern des Krieges, ber Marine, des Aeußern, der Finanzen, des Handels, des Verkehrs, ber Landwirtschaft und ber überseeischen Besitzungen zusammengesetzt sein. Das Blatt fügt hinzu, ber aus Europa und Asien verdrängte englisch-norb- amerikanische Einfluß suche sich im Stillen Ozean zu behaupten. Japan müsse sich vorbereiten, um der neuen angelsächsischen Hanbelsoffensive zu begegnen. Q er Kampf gegen die Ueberfremdung in Japan. Tokio, 14. Ian. (Europapreß.) Die japanischen Straßen werben demnächst noch japanischer als bisher aussehen. Nachbem kürzlich bas Informationsbüro des japanischen Außenamts angetünbigt hatte, baß Pressekonferenzen grunbsätzlich nur in japanischer Sprache abgehalten werden, werben nunmehr Bars, Teehäuser und Cafös, die Zum größten Teil Namen englischer Firmen getragen haben, umbenannt werben. Auch verschiedene Zigarettensorten werden umbenannt. Die Wieder- gaoe von Nachrichten in englischer Sprache durch den japanischen Rundfunk soll gleichfalls eingestellt werden. Oer Mordplan gegen Faruk. Ein Leben voller Gefahr führt seit Beginn der englischen Kriegsbiktatur in Aegypten ber junge König Faruk. Da er einen Teil seiner Studien- , zeit in England verbracht hat, so glaubte bie Regierung Churchill einige, freilich unbegründete Hoff- nungen auf ihn setzen zu können. Als er bie|e durch seine ruhige feste Haltung enttäuschte, kam es zu dem ersten Schritt Englands gegen die Person des Königs, indem man ihm im August vergangenen Jahres seine wichtigsten Rechte als Souverän auf militärischem Gebiet nahm. Im Herbst wurde bann plötzlich seine Leibwache burch englisches Militär ersetzt, so daß ber König nicht nur unter direk- ter englischer Kontrolle stand, sondern auch ben Nachstellungen bes englischen Geheimdienstes noch leichter zugänglich mürbe. Am 15. November fiel bann ber ägyptische Ministerpräsibent bei der Thronrede als Opfer bes britischen Geheimdienstes unb am 27. November der Verteidigungsminister auf feiner Dienstreise, beide wahrscheinlich von den Handlangern bc- Geheimdienstes burch Gift beseitigt. Wenn jetzt, nie wir gestern meldeten, im Zusammenhang mit bem britischen Attentatsversuch gegen ben Äraberkönig Ibn Saub ein Morbanschlag auch gegen den jungen ägyptischen König aufgedeckt wurde, so kann das niemanden wundem, ber bie englischen Pläne zur Beseitigung national gesinnter Führer ber Araber und Aegypter kennt. Wie erinnerlich, hat, sich ja auch Churchill selbst in seiner letzten Rede insofern demaskiert, als er Aegypten „ein britisches Protektorat" nannte. Die aufschlußreiche Bemerkung hatte angesichts ber Empörung in ber Bevölkerung Aegyptens einen diplomatischen Schritt des ägyptischen Ministerpräsidenten bei bem englischen Gesanbten zur Folge. Der junge ägyptische König dürfte selbst am besten wissen, daß ihn jederzeit das Schicksal seiner beiben Minister treffen Fann, und dürste daher jebe noch mögliche Vorsiei smaßnahme getroffen haben. glich des Reichstages. Er war Träger des Blut- oydens unb bes goldenen Ehrenzeichens ber NSDAP. Oer italienische Bericht. Rom, 14. Jan. (DRV.) Der italienische wehr- machlberichl vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Patrouillen- und Arlillcrietätigkeit. Unsere Luftformationen haben einen feindlichen Stützpunkt wiederholt bombardiert. Außerdem wurden Kraftwagen und Truppenzusam- menziehungen mit Maschinengewehren beschossen. In der L y r e n a i k a Tätigkeit unserer Artillerie, die an der Front von Tobruk feindlichen motorisierten Abteilungen Verluste zufügte, sowie Patrouillen- und Artillerietätigkeit in der Gegend von G i a r a b u b. Feindliche Luftangriffe auf Ort- schäften der Eyrenaika-Küste haben keine Opfer verursacht. In Ostafrika geringe Tätigkeit im oberen Sudan sowie Artillerie-Tätigkeit in der Gegend von Gallabat. Im Sudan haben unsere Flugzeuge Truppenlager und feindliche Stellungen bombardiert. Line unserer Flugformationen, die von feind- lichen Jägern angegriffen wurde, hat nach hartem Kampfe ein Flugzeug vom Glostertyp abgeschosfen. Ein weiteres Aufklärungsflugzeug wurde über Eritrea von unseren Jägern abgeschossen. Der Fcind hat einige Ortschaften bombardiert, wobei einige Personen verwundet wurden. Lin griechisches U-Boot hat am Vormittag des 31. Dezember einen kleinen Frachtdampfer versenkt, der in jugoslawischen Territorialgewässern fuhr. Das U Boot hat sodann gegen jegliche Kriegsnorm das Rettungsboot des Dampfers beschossen und dabei zehn Blann der Besatzung, die sich gerettet hatten, getötet. Ein Flugzeug und ein Schnellboot (MAS.) haben am 9. Januar ein feindliches U - B o o4 angegriffen und versenkt. Oie albanisch-griechische Front. Rom, 14. Jan. (Europapreß.) lieber die Lage an ber albanisch-griechischen Front schreibt der Son- derberichterstattet der Agentur Stefani, daß an ber ganzen Front rege Tätigkeit ber Stoßtrupps herrsche. An einigen Stellen ber Frynt seien von beiden Seiten Vorstöße unb Gegenangriffe burchgeführt worben. Eine große italienische Truppeneinheit habe eine wichtige Stellung besetzt. Bei diesem Vorstoß habe ber Feinb schwere Verluste erlitten. Den ganzen Montag über habe an ber Front schweres Geschützfeuer geherrscht. Die L u f t w a f fe habe an her Front ber XL Armee operiert unb bis zu einer Tiefe von 10 Kilometer bie feindlichen Stellungen unb Truppenansammlungen wie auch motorisierte Transporte mit Bomben unb Maschinengewehrfeuer belegt. Die gebesserte Wetterlage habe einen größeren Einsatz von Bomben Maschinen gestattet, von denen auch bie Hafenanlagen unb Lagerhäuser bes wichtigen griechischen Hafens Prevesa mit Erfolg bombarbiert worden seien. Höchste Kriegsauszeichnung für die Gebirgsdivision „Julia-. Rom, 14. Jan. (DNB.) Die zur Verleihung bet goldenen Tapferkeils Medaille vor- geschlagene Gebirgsdivision „Julia" kämpfte an der griechischen Front. In mehr als 60 einzelnen Kampfhandlungen focht die Division, deren Führer General G i r o t t i auf dem Schlachtfeld selbst befördert wurde. Manchmal war sie umgangen, so daß es nur rücksichtslosem Einsatz möglich war, ben Ring zu durchbrechen. Beim Einsatz in ben verschiebenen Abschnitten ber griechischen Front hat die Division nach und nach ihr Hanbgepäck verloren. Ihre Leute haben auf alles Persönliche verzichtet, wenn sie nur Waffen und Munition behielten. Die Losung: „Werdet hart wie Felsen und schnell wie die Pfeile" hat die Division ,^Julia" sich ganz zu eigen gemacht. Kriegszustand auch in Apulien erklärt. Rom, 14. Ian. (Europapreß.) Der Kriegszustand wurde jetzt auch über die süditalienische Landschaft Apulien verhängt. Gleichzeitig enthält bas Amts« blatt eine Mitteilung über bie „M ilitarisie - r u n g von Gefolgschastsmitgliedern solcher Firmen, bie in Albanien ober Apulien mit ben Kriegshanb- lungen zusammenhängende Arbeiten verrichten". Das militarisierte Personal untersteht dem Militär- Strafgericht. Das Dekret wird von den Kommandanten ber CanbesDerteibigung in Tirana unb Barl veröffentlicht. --- Der Duce ernannte zwei ntul Die Umsiedlung der Litauen-Deutschen. Restabwicklung in Lettland und Estland. - Insgesamt eine halbe Million rückgeführte Volksdeutsche verstärken den lebenden Ostwall. Berlin, 14. Ian. (DNB.) Nach den Vereinbarungen zwischen den Regierungen des Deutschen Reiches und der Union der Sowjetrepubliken findet eine neue Umsiedlung Volksdeutscher statt, und zwar werden die gesamte deutsche Volksgruppe aus Litauen, deren Menschenzahl rund 45 000 beträgt, und der Rest der im Herbst 1939 wegen Abwicklung von Geschäften und Unternehmen in E st land und Lettland zurückgebliebenen Volksdeutschen mit 12000 Menschen ins Reich zurückkehren. Im Auftrage des Reichsführers und Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums hat die volksdeutsche Mittel- steile Aussiedlungskommandos aufgestellt, die am 16. Januar Berlin verlassen, um die Rückführung durchzuführen. Sie geschieht aus Litauen mit der Eisenbahn und im Treck, aus Estland und Lettland bei eisfreier See mit dem Schiff. Nach dieser Umsiedlung sind beinahe eine halbe Million Volksdeutsche ins Großdeutsche Reich zurückgeführt worben. Esne stolze Tat mitten im Kriege, die Entschlossenheit und Organisationsfähigkeit beweist. Diese Arbeit begann mit ber Rückführung von 63 000 Volksdeutschen aus Lettland und 12 000 aus Estland, die mit Schiffen nach Gotenhafen und Stettin und von dort in ihre neue Heimat im Wartheland oder in Danzig- Westpreußen tarnen. Bald folgte mitten im härtesten Minter die Heimkehr von 130 000 Menschen a u s Wolhynien, Galizien und dem 9tarerage b i e t. Im Sommer fand eine Umsiedlung von 30 000 Menschen innerhalb des deutschen Hoheitsgebietes statt: aus den im Generalgouvernement liegenden Distrikten C h o l m unb Lublin mürben Deutsche gegen Polen ausgetauscht, die im Reichsge- biet wohnten. Vom September bis Dezember 1940 kamen 90 050 aus Bessarabien, 44 300 aus ber Nordbukowina, aus den Ländern, die im Juni des Jahres ber Sowjetunion angegliebert worben waren, und rund 55 000 aus der Südbuko - roina simd 14 500 aus ber Dobrudscha, also aus rumänischem Gebiet. Ein großer Teil der Rücksiebler ist im deutschen Osten angesetzt unb wird mit frischen Arbeitskräften und bem blühenden Kinderreichtum ben lebendigen O st - wall stärken. Ein anderer Teil der zuletzt Gekommenen ist noch in Lagern untergebracht, arbeitet aber auch schon in den Werkstätten des Reiches für Deutschlanbs Unabhängigkeit. Die beutsche Siedlung in Litauen begann im ausgehenden Mittelalter unb beschränkte stch im wesentlichen zunächst auf Einzelwanderun- gen. Ganz allmählich traten dann deutsche Kaufleute und Handwerker zahlreicher in litauischen Städten auf, und 1440 konnte in Kowno ein Hansakontor errichtet werden. Im 16. unb 17. Jahrhundert kamen auch deutsche Bauern in das Land, doch setzte eine stärkere bäuerliche Einwanderung erst nach 1815 ein. Bald galt ber beutsche Bauer als Vorbilb unb Lehrmeister, unb seine Hofanlagen unb Bebauungsmethoden wurden von den Litauern übernommen. Eine Sonderstellung unter ben Volksbeutschcn Litauens nahmen sehr balb die Weber ein, bie 1772 aus Mitteldeutschland einwanderten. Schließlich machte sich auch in den litauischen Städtebildern der deutsche Einfluß vorteilhaft geltend. Trotz zahlreicher Rückschläge spielte das Deutschtum zunächst auch in den nach bem Weltkrieg neu- geordneten litauischen Staat eine erhebliche Rolle. Bald jedoch — und besonders nach dem litauischen Raub des Memellandes — fetzte eine dauernde Unterdrückung der im „Kulturver- band der Deutschen Litauens" nur locker zusammen- gesaßten Volksdeutschen ein. Viele verloren ihre Arbeitsstätte und mußten auswandern. Dennoch konnte der Deutsche Kulturverband nicht völlig unterdrückt werden, und seiner Arbeit ist die Erhaltung des Deutschtums auf dem heutigen Stand zu verdanken. Trotz aller Schikane, wie z. B. der Schließung deutscher Schulen — heute können nur 70 v. H aller über zehn Jahre alten Deutschen Litauens lesen und schreiben — haben sich die Deutschen ihr Volkstum treu bewahrt. Das Deutschtum Litauens besteht in der Gegenwart vorwiegend aus Bauern, und zwar in der Hauptsache aus mittleren unb Kleinbauern, bie für bie Desieblung des deutschen Ostens von größter Bedeutung sind. Der Leiter der Reichszeugmeisterei gestorben. Der Reichszeugmeister, Hauptdienstleiter Richard Büchner, ist nach kurzer Krankheit im 43. Le- bensjahr gestorben. Büchner, ber 1897 in München geboren wurde, diente im Jnfantertt-Leibregiment, wo er sich als Meldegänaer an verschiedenen Fron- ten auszeichnete unb schwer oerrounbet wurde. Schon 1922 war er in der Partei ehrenamtlich tätig. Bei der Erhebung des 9. November 1923 führte er die 3. Kompanie des SA.-Regiments München. 1929 wurde Büchner mit der Errichtung der Reichszeugmeisterei beauftragt, deren Leiter er bis zu seinem Tode war. Seit 1946 war er Mit- M M- DAR/en/, Panama mH Mil HUPAHlOuC“ *A N WWM! Botschafters in Berlin teil. Das Ritterkreuz für tapfere Offiziere des Heeres der 150 Jahren, am 15. Januar 1791, wurde Vor des Reichsarbeitsdienstes der und die Amtsleiterinnen der i<.($Sh*«aa eidlichen Jugend eichsleitung. s Blul, ns d« i Dch. lottloöl: rouilkn. !u haba batbietL Was man bei der mundstücklosen Zigarette schätzt, kann sich leicht zum Nachteil für ihr Aroma aus» wirken,sobald ihr Papier nämlich,in Ermangelung eines Schutzes,von der Mundfeuchtigkeit durch» tränkt wird. Wir haben darum der GÜLDENRINO ein Wasser abstossendes ^Mundstück gegeben, das nicht wesensfremd wirkt wie andere Mund» Stückarten, weil es aus dem Papier selbst entwite. kelt wurde und vollkommen UNSICHTBARist» i oberer Gegend flugM bombüt' on fM ) harlm eschossen. de übn >er Zeind ei einige Irlilletit !ivd!ichei' i, Nit Gienaus Del* pfn ort' Der uruguayische Außenminister hat dem eng. Irschen Gesandten einen Protest wegen der Verletzung der Hoheitsgewässer durch die britische Flotte bei der Beschlagnahme des französi» s ch e rf**S) andelsdampfers „M endo za" über, reicht Der Dampfer war von einem englischen Kriegsschiff kurz nach Verlassen des Hafens von Montevideo gekapert worden. ♦ Der Botschafter der Vereinigten Staaten beim Ouirinal, Phillips, ist in Genua eingetroffen. Er wird jedoch erst einige Tage in Mailand verweilen, bevor er seine Amtstätigkeit in Rom aufnimmt. 3u Grillparzers 150 Geburtstage. Haupttchnnketter Di itrtebn» Wilhelm Lange Stellvertreter bei Haupt,chri-tieiiers Ernst Blumfckieln. Weranttootili» rüt Polttt, und Bilder Dr »1r. W. Lange für da» fzeulueton: Dr. Han« Thyriol; für Stab) ffltefcen, Provin-, ißirtidiaii u. Sport: Ecnn Biuin>che n. Druck unc Berlag Brühige Univerntateoruckerei >H. Lange R. G. Sermaslelter Dr.-Ing Erich Hamann -ln,ei«enleter Hane Beck. B-r>'n»wa'"i'ch -(Ir b-n 5nhnH deroln-einen - Theodor Kümmel PI.Nr.S f: rroilien beseelt war Die Gründung der Betriebszellen in den einzel- isn Betrieben unseres Gaues ging zunächst nur it ngsam vonstatten, dann aber mit immer stärkerem (chwunqe vorwärts Die erste Zelle entstand in s r a n k f u r t am Main bei der Städtischen Stra. den Bereich der weiter rückwärts eingesetzten Flak« geschütze zu bringen. Oberleutnant König gab seiner Kompanie ein hohes Beispiel der Furchtlosigkeit und des Willens zum Durchhalten. Rur wenige Meter vor den Kanonen und MG s der Panzerwagen sprang er von Schützenloch zu Schützenloch und feuerte seine Kompanie durch Beispiel und Zu- ruf zum Aushalten an. Rur seiner zielbewuhten Führung und dem heldenhaften Widerstand seiner Männer war es zu verdanken, daß die Krise an der Einbruchsstelle überwunden wurde. Oberleutnant Kurt D u d a e u s . wurde 1908 in Leipzig geboren. Rach dem Besuch der Realschule wandte er sich zunächst dem kaufmännischen Beruf zu, um dann von 1930 ab hauptsächlich in der Partei, der SA. und der HI. tätig zu sein. Am 1.2. 1939 wurde er zum Stabe der Reichsjugendführung versetzt. Seine militärische Laufbahn begann er 1935 in einem Infanterie-Regiment, in dem er 1938 zum Leutnant befördert wurde. Rach der Teilnahme an dem Einsatz in Norwegen wurde ihm am 20 4. 1940 das E K II und wegen seiner hervorragenden Leistungen während des Feldzuges in Frankreich am 13. 7.1940 das E. K I verliehen. Oberleutnant Alfons König wurde 1898 in München* geboren. Er ist ein altgedienter Soldat, der vom 1.12.1916 bis zum 30.11 1928 der alten deutschen Armee und der Reichswehr angehörte. 1937 wurde er als Leutnant in das Heer übernommen. Er nahm am Feldzug in Polen teil und zeichnete sich hier wie später in Frankreich durch hervorragende Tapferkeit aus. ^)ie Entdecker der 9Yeu.cn Welt haben auf ihren Fahrten den Tabak kennen und manche von ihnen auch schätzen gelernt, obgleich sie damals wohl nur die derben Blätter einer wildwüchsigen Art bekommen ha> ben. Wie hoch sind dagegen die Ansprüche, die heute an den Tabakgenuss gestellt werden. Unermüdlich ist daher auch c^as Streben, das Rauchen immer noch angenehmer und appetitlicher zu machen. Erst in jüngster Zeit wurde wiederum eine Verfeinerung erreicht durch eine Zigarette mit UNSICHTBAREM Mundstück,durch GÜLDENRING mit U.MUNDSTÜCK \ Dormil1 Zrachl' idjen Irr. t sodW gsbool hn Ml elölel. 5.) haba >ot angt yauleiterder Faschistischen Partei in Tri po- l s und Benghasi. In Tripolis wurde Angelo j o g n o n i und in Benghasi Franzesco Barräcu ^m Gauleiter ernannt. Meine politische Nachrichten. Aus einer Zeche des Gaues Westfalen-Nord frib einem bedauerlichen Unglück durch höhere Ge. nalt 20 italienische Arbeitskameraden, fyc als Bergarbeiter mit den deutschen Bergmän- Ti>rn tzingesetzt waren, zum Opfer gefallen. An der Srauerfeier nahmen Reichsleiter Dr. Le y und Gau- liiter Dr. M e y e r mit Vertretern des italienischen esetzt. ®!I ferluste tv der W -scht. V! XIW Mloinel-l enansan"^ Mit W egMf. Elnsa« von W ' desÄ mit * 5 roj ■ cr Hel ■ ill "enstez x Uniity ■ »n de» | Zeitigt 1 m Mi 'Derjii* j '*11 der bit ■ Wtt 1 Sie er. li 'lbst ij als er ji oral'! tte an. Siem ^ptischtii lanblen le selb', -chilksel rste da. getros. NSG Am heutigen Tage, dem 15. Januar, jrhrt sich zum zehnten Male der Tag der G r ü n- ! u n g der Reichsbetriebszellenab- NtzuN i le i I u n g, der späteren NSBO. Damit trat le Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei !?n Gegnern auf einem Kampfgebiet gegenüber, r elches noch fast ausschließlich von denselben be- | .isrrscht wurde. Die stärksten Waffen der sozialdemo- tauschen Partei waren noch immer die Gewerk- schäften und deren fest verankerte Grundlage in l?n einzelnen Betrieben. Um die Idee der Bewegung restlos an jeden schaffenden deutschen Menschen t^ranzutragen, mußte der Kampf in die B e • triebe selbst hineinqetragen werden Wie durch- i n Tagen der großen Schlachten im Westen. Illtfl utio"- > 9 Reichsarbeitsführers bie in Berlin roeilenben Sezirksführerinnen X tbtt Ngr s < Nb . S | - N | "i” i ton, ■ IWtin I ’M f- '\X1 jEottc 'fpedit Christian Reiber Tischbestellunßen frühzeitig erbeten! tssD 210 D Eine Glanzrolle von Jenny Jugo Bad-Homburg v d. H.» (Wilhelm-Meister-Straße 5), den 12. Januar 1941. in 221 d Die trauernden Hinterbliebenen: in Reiskirchen, Hildesheim, den 14. Januar 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, 16. Januar, nachm. 2 Uhr statt 212 D sucht. rivv Gießen (Ebelstraße 34). Darmstadt den 14. Januar 1941. 206 D Iahe meine Praxis ASTRA nieder aulgenommen Dr. Mehl Jchuhhaus 223 D 5201 D Kaufe ständig gut genährte 217 D Gutes Rezept bei Erkältungen Telephon 2186 Gienen Wetzsteingasse 10 Kaufgesuche | neiurbi usD Anfragen: Telephon 3852 Klavier! Getragener lauten aeiuctn Anzug tu für 14iäbrigen G, Ebert . Jungen gesucht. -Qlnüiemiacbei Schr Nngeb.unt. 0151 an d. G. A. Bleichstratze 17. Klein im Preis Stadttheater Die Deutsche Arueüstront NSG. IM durch Freude Delr.: Die März Der Bechste n-Konzert Hügel ist vom Pianohaus Schönau. Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 16. Januar, um 14% Uhr. In der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Nach kurzem Leiden verstarb im Alter von 84 Jahren unser herzensguter, lieoer Vater, Schwiegervater. Großvater und Urgroßvater KLEINBUCHUNGS-MASCHINE MODELL 2 260 . Montag, den 20. Januar,19.30 Uhr Gloria-Palast • Gießen Die Trauer feier findet Donnerstag, den 16. lanuar. nachmittags 3.15 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhots zu Gießen statt Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Bei Notschlachtun? Transportauto zur Verfügung Roßschlachterei Schilling Saubere Frau z.Ladenputzen gesucht 2uD rrotzWaiülerei Sch lling weMlngasselv Nach einem arbeitsreichen Leben verschied heute früh 9 Uhr unser Heber und treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Philipp Pfeffer,Weißbindermeisteri.R. im 82. Lebensjahre. Bekanntmachung Zusahseifenkarten. Elekiroiechnlk ' Maschinenbau der berühmte rumänische Meistergeiger mit seinem Orchester Philipp Pfeffer, Weißbindermeister, nebst Angehörigen. Die trauernden Hinterbliebenen: J^udwig Krafthöfer und Frau, geb. Schön Heinrich Rückert und Frau. geb. Schön Ludwig Schön und Frau, geb. Goldberg Anneliese Krafthöfer, Helmut Rückert. Dunkelblauer Herren - Mantel f. mittlere Maur zu verkauf, louo Friedensstraße Nr. 26 v. Bruno Klibor mit seinen Solisten Kennen Sie schon unseren Steueraufklärungsdienst »DOB.«? "io Wenn nicht, verl. Sie sofort unverbindlich Prospekt vom Fachverlag für Steuer- und Wirtschaftsrecht Hans Leupold, Chemnitz 55 Nachlässe von 3 bis 20 v H. er halten Sie bet wiederholten Vor 6ffentHchunsanweisung vor dem Schlafengehen als Heißtrank. und schon am anderen Morgen fühlte ich mich wesentlich besser. 3cb kann Klosterfrau-Melissengeist jedem bei ähnlichen Beschwerden bestens empfehlen." Weiter Herr Wilhelm Schmitz. Lehrer i.R.. Hagen-Hasve i.W.. Kurzestr. 7, am 15.9.40: „3hr Klosterfrau-Melissengeist hat mir bei auftretender Grwve stets gute Dienste geleistet. In meiner Hausapotheke wird er immer zum eisernen Bestand gehören. Daß ich Klosterfrau-Melissengeist in den Kreisen meiner Bekannten immer weiter empfehlen werde, ist für mich selbstverständlich." 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Zanuar Ml Ur. 12 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften) Verhalten, insbesondere auf schuldhafte Verletzung flar, menn es besonders schwerwiegend ist, einen der Verkehrssicherungspflicht gegründet wird, kann Wegfall des Ersatzanspruchs zur Folge ^haben kann. inor lei, und (.lies Duft ist und Schönheit. Und natür- li, hat der Purzel gleich erraten, daß die liebe Schwalbe, die als Leiche im Gang des Maulwurfs Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen für ä-Ware Für B-Ware oder abfallende Ware ; sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. » Gießen, 15. Jan. Auf dem heutigen Wochen- b- 6, Aepfel 20 bis 30 Rpf. die- die- der volle Schaden ersetzt verlangt werden sofern nicht ein mitwirkendes Verschulden des Verletzten zu einer Verringerung des Ersatzanspruchs führt. Besondere Betrachtung verdienen DerdunkelungS' üro wird em 1941 schen Ideen freigemacht und seinen Geldbeutel etwas gefüllt hatte, einen Flugapparat in größeren Ausmaßen zu bauen und Flugversuche anzustellen, wie sie ähnlich dann ein Jahrzehnt später Lilienthal gemacht hat. In der Nähe von Florenz ward ein geeignetes Feld, der Campo Caldo, ausfindig gemacht, und der Meister zog mit einer ganzen Schar seiner Schüler und Freunde hinaus, wo sich nun bald ein merkwürdiges und romantisches Leben In Begleitung des Leiters des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein - Main, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, stattete am gestrigen Dienstag vormittag ein geschätzter Gast aus Japan der Lud- wigs-Universität in Gießen einen Besuch ab. Es handelte sich um den Chirurgen an der Kaiserlichen Universität Fukuoka in Japan, Professor Hatta, Vorstandsmitglied des Balneologischen Instituts in dem größten und bekanntesten Heilbad Japans Beppo, der sich gegenwärtig auf Einladung des Reichsfremdenverkehrsoerbandes auf einer Stu- bienreife in Deutschland aufhält. Auf dieser Fahrt war Professor Hatta u. a. auch nach Frankfurt am Main gekommen, wo er eine Reihe von Universitätsinstituten und andere Sehenswürdigkeiten Frankfurts besuchte. Von dort aus hatte ihn seine Studienfahrt nach Wiesbaden, Bad Schmalbach, Bad Ems und am Manag nach Bad-Nauheim geführt, wo er überall mit großem Interesse die Einrichtungen der Bäder in Augenschein nahm. Der Rektor unserer Universität, Professor Dr, med. H. W. Kranz, empfing den japanischen Gelehrten in dem repräsentativen Empfangsraum und Senatssitzungssaal in Gegenwart der Dekane und des Leiters des NS.-Dozentenbundes an der Universität Gießen, Professor Dr. Riehm In seiner Begrüßungsansprache an den Gast konnte der Rektor u. a. hervorheben, daß die Universität Gießen eine der ältesten Universitäten Deutschlands ist, die in den fast dreieinhalb Jahrhunderten ihres Bestehens durch zahlreiche hervorragende Gelehrte und Forscher Großes für die Wissenschaft geleistet hat. Professor Hatta hieß der Rektor aber nicht nur als geschätzten Gelehrten willkommen, sondern ihn grüßte er auch als Abgesandten des mit uns durch den Dreimächtepakt verbündeten tapferen und großen japanischen Volkes, das schon seit vielen Für die Haftung der Eifenbahn und Straßenbahn für Sachschaden gilt grundsätzlich dasselbe wie beim Personenschaden. Soweit sich allerdings nach den in Betracht kommenden gesetzlichen Vorschriften die Bahn zum Zweck der Haftungsbefreiung auf ein für Personenschäden regelnde Reichshaftpflichtgesetz geht von dem Grundsatz aus, daß der Betriebsunternehmer für alle beim Betrieb verursachten Schäden ohne Nachweis eines Verschuldens haftet Die Bahn kann sich aber von ihrer Haftung durch den Nachweis befreien, daß der Schaden durch höhere Gewalt verursacht worden fei. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, ob die allgemeine Verdunkelung als höhere Gewalt anzusehen ist. Diele Auslegungsfrage ist zu verneinen. Der Betrieosunternehmer der Eisenbahn oder Straßenbahn haftet also trotz der die Gefahren des Bahnbetriebes erhöhenden Verdunkelung in derselben Weise, wie er unter normalen Verhältnissen haftet. Hieraus ergibt sich, daß d i e Bahn das Verdunkelungsrifiko zu tragen hat. Sie muß es in Kauf nehmen, daß sie für eine größere Zahl von Betriebsunfällen als in normalen Zeiten einzustehen hat. Das Verdunkelungsrisiko wird ihr aber nicht einseitig aufgebürdet, insofern der Fahrgast, wie überhaupt jed'r Verkehrsteilnehmer, bei der Verdunkelung eine wesentlich erhöhte Sorgfaltspflicht hat. Hat der Fahrgast diese Sorgfalt nicht angewendet, lo trifft ihn ein mitwirkendes Verschulden das eine Minderung des Ersatzanspruchs gegen die Bahn, ja so- Böcklins Flugversuche. Zum 40. Todestaae des Malers am 16. Januar. aif dem Rücken der Schwalbe fliegen darf weit, to it nach fernen, warmen Ländern, wo die Sonne itttmerbar scheint unb bie Blumen nimmermehr wel- Verdunkelungszeit 16. Januar von 17.30 bis 9.25 Uhr. Selbstbilbnis Böcklins mit dem geigenden Tode. (Scherl-Bilderdienst-M.) entwickelte. Die jungen Maler erbauten sich hier ein ganzes Lager, in dem sie die Nacht über hausten. Mit vieler Mühe wurde der Apparat zusammengesetzt. Böcklin war überzeugter Drachenflieger. Da er meinte, baß eine Fläche, um einen Menschen und die Maschine zu tragen, ganz besonders groß sein müsse unb eine einzige Fläche wahrscheinlich nicht ausreiche, baute er brei übereinanber gelagerte Flächen. So entstaub eine Art Kastendrachen, bestehenb aus zwei Flügeln und einem Schwanz, die durch Fichtenholz und Bambusstangen zu einem einheitlichen System verbunden waren. martt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., fi Je, das Stück 8 bis 9 Rpf., Wirsing, H kg 8 bis 1! Weißkraut 8, Rotkraut 8 bis 13, gelbe Rüben 1( bis 12, rote Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 5 Immer wieder, besonders während der Winter- monate, wird bie Frage aufgeworfen, wie es sich mit ber Haftung für Unfallschaben verhält, bie burch bie seit Kriegsbeginn als Dauer« zustanb burchgeführte allgemeine Verbunk - l u n g verursacht ober mitverursacht sind (Verbunk- lungsschäben, Verbunklungsunfälle). Zur Aufklärung wirb hierzu von berufener Seite mitgeteilt: Die Verbunklungsunfälle können Schäben an Leib unb Leben (Personenschäben), aber auch Sach- schöben zur Folge haben. Einige Beispiele seien hier angeführt: Ein Fußgänger stößt währenb ber Berbunklung auf einen bei normaler Straßenbeleuchtung leicht erkennbaren Baum unb verletzt sich babei. Der Fahrgast einer Straßenbahn kommt infolge ber Dunkelheit beim Aussteigen zu Fall unb erleibet babei Körper- unb Sachschaben. Aus oerbunteltem Bahnsteig wirb ein Reisenber von einem Elektrokarren ber Eisenbahn erfaßt unb zu Boben geworfen. An einer Derbunfeiten höhengleichen Kreuzung stößt ein Kraftfahrzeug mit ber Eisenbahn zusammen. Wie bie{e Beispiele zeigen, hanbelt es sich bei ben Verdunklungsunfällen regelmäßig um Verkehrsunfälle. Der durch einen solchen Unfall Geschädigte wird stets fragen, ob, gegen wen unb in welcher Höhe er Ersatzansprüche stellen kann. Da ber Luftschutz eine Aufgabe bes Reichs unb bie Berbunklung eine Kriegsmaßnahme ist, wäre baran zu benten, baß bas Reich für alle Verbunk- lungsschäben aufzukommen habe. Das ist aber nicht ber Fall. Nach ben Vorschriften ber bie Kriegs- fchäben ber Zivilpersonen regelnben Personenschä- benoerorbnung kann für Personenschäben, bie burch bie allgemeine Berbunklung verursacht finb, keine Entschäbigung vom Reich verlangt werben. Auch für Sachschäben, bie in ber allgemeinen Verdunklung ihre Ursache haben, leistet das Reich nach den Vorschriften ber Kriegssachschäbenoerorbnung keinen Ersatz. Hieraus folgt, baß berjenige, welcher einen Ver- bunklungsschaben erlitten hat, biefen selbst tragen muß, wenn nicht für bie Verursachung bes Schadens eine brüte Person irgenbroie verantwortlich ist. Stößt also z. B. ein Fußgänger auf Derbunfeiter Straße gegen eine Hauswanb unb oerletzt sich babei ober erleibet Schaben an seiner Kleibung, so hat er grunbsätzlich für ben entftanbenen Schaben selbst aufzukommen. Bei allen Verbunkelungsunsällen, bie sich im Straßenoerkehr unb in Treppenhäusern ereignen, ist jeboch zu prüfen, ob ein anderer schuldhaft gehandelt, insbesondere gegen die ihm obliegenden Verkehrssicherungspflichten oorsätzlich ober fahrlässig oerftofjen hat. Treffen biefe Voraussetzungen zu, so ist ber a n b e r e e r s a tz p f l i ch- t i g. Ist z B jemanb während ber Verbunkelung baburch zu Fall gekommen und oerletzt worben, daß ihm ein anderer in unachtsamer Weise, etwa durch zu rasches Hinaustreten aus dem Haus auf dem Gehsteig in den Weg kam, so ist der andere nach den allgemeinen Grundsätzen des bürgerlichen Rechts schadenersatzpflichtig. Welche Pflichten zur Sicherung des Verkehrs sich aus der allgemeinen Verdunkelung ergeben, ist in der Verdunkelungs- oerorbnung unb in Erlassen bes Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshaber ber Luftwaffe bestimmt Kommt z. B. jemand in einem ungenügend beleuchteten Treppenhaus zu Fall und ist ber Unfall auf bie manaelbafte Beleuchtung zurückzuführen, so ist grunbsätzlich ber Hauseigentümer scha- benersatzpflichtig. Ebenso kann bei einem Unfall, ber sich im Straßenoerkehr zugetragen hat, eine Haftung der Gemeinde in Frage kommen, wenn sie die wegen der allgemeinen Verbunkelung erforberlichen, gesetzlich bestimmten Maßnahmen zur Erhöhung ber Verkehrssicherheit, wie den weißen Anstrich an ben Borb- ft e i n e n , nicht getroffen hat. In allen Fällen, in benen ein Schabenersatzanspruch auf schulbhaftes Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunbe des Kreisleiters findet am D mnerstag, 16. Januar 1941, oon 15 bis 17 Uhr, In Gießen statt. Gießener Dochenmarkkpreise. den Die Ersatzpflicht des Halters ist aber dann aus, geschlossen, wenn der Unfall durch em unabroenö» rares Ereignis verursacht wird Ein solches unab, wendbares Ereignis ist jedoch die allgemeine Ber- dunklung nicht ohne weiteres und nicht unter allen Umständen. Der Halter eines Kraftfahrzeugs, bei dessen Betrieb ein Schaden oerursacht wurde, kann sich also nicht einfach dadurch oon seiner Haftung befreien, daß er nachweist, der Schaden sei auf die allgemeine Verdunklung zurückzullihren. Er muß vielmehr, wie auch sonst, nachweisen, daß er jede nach den Umständen des Falles gebotene Sorgfalt beobachtet habe. Dabei wird häufig dis Geschwindigkeit, mit der das Kraftfahrzeug gefahren ist, eine wesentliche Rolle spielen. Wie das Reichsgericht entschieden hat, muß auch während der Verdunklung die Geschwindigkeit so bemessen werden, daß der Bremsweg des Kraftfahrzeugs nicht größer ist, als die übersehbare Strecke der Fahr« bahn. Die Haftung der Eisenbahn unb Straßenbahn -1 ■■ japanischer Gelehrter besucht die Universität Gießen .6110.- I, Hypolk escbäfM gesuckt .Anged.^ ,.,9d) möchte probieren, ob ich ein wenig von er langweiligen Erbe loskommen kann." Mit er. Worten hat Bücklin einmal in feiner ironisch m denen Weise bie tiefste Sehnsucht seines Herzens usgesprochen, ber er in ber Vollkraft feines Schaffe: s, mehr als 30 Jahre lang, mit rastlosem Be- inihen nadjgeftrebt hat. Die Geschichte feiner Fluges uche unb Flugstubien hat ber Sohn bes Mei- titrs, Carlo Böcklin, bokumentarisch festgehalten m leti Buch „Neben meiner Kunst, Flugstubien, Briefe m3) Persönliches von Arnolb Böcksin", bas einige Zlhre nach bem Tobe bes großen Malers erschien. Zwischen ben beiben Flügeln sollte ber Mensch Platz nehmen. Die mittlere ber brei wagerecht übereinanber angeorbneten Flächen ruhte auf ber Achse, bie bie beiben Flügel, ben Schwanz unb bie Gonbel trugen. Böcklin glaubte ganz fest baran, baß er mit biefem Apparat, ber auch Höhen- sowie Seitensteuer besaß, sich stolz in bie Lüfte erheben könne. Doch alle seine Hoffnungen unb phantastischen Träume würben Zerstört, benn ein Unwetter vernichtete kurz vor bem Tage, an bem ber erste Aufstieg unternommen werden sollte, ben Apparat. Ein entsetzliches Hagelwetter ging nieder unb zerriß bie Seim roanb. Böcklin erzählte später, es sei ihm beim Nie- berprasseln ber Schloßen gewesen, als schlüge jemand mit einem Stock auf die Knöchel feiner Hand. Trotz des Unglücksfalls war er nicht entmutigt, sondern machte im nächsten Jahr einen neuen Versuch. Aber ein mächtiger Windstoß zerbrach grabe vor bem Aufflug ben ganzen Apparat. Nun mußte Böcklin boch einsehen, daß feine eigene Konstruktion unzulänglich sei, unb baß seine Idee ohne fremde technische Hilfe niemals praktisch durchgesührt werden könne. Sein nächstes Streben war nun, mit Fachkreisen in Verbindung zu treten, und er wandte sich daher an die soeben gegründete Luftschiffer-Abteilung bes Eisenbahnregiments in Berlin, bie ihm im Sommer bes Jahres 1883 bie Erlaubnis gab, auf ihrem Uebungsplatz einen Flugapparat zu bauen. Sowohl ber bamalige Kommanbeur bes Eifenbahnregiments, ber spätere General Goltz, wie ber bamalige Hauptmann bei ber Luftschiffer-Abteilung Buch- Holtz, der ein ausgezeichneter Flugtechniker war, kamen ihm freunblich entgegen. Sein Apparat entsprach in seiner Bauart noch ihrem späteren Bericht „fast vollkommen ben heute von Flugtechnikern ver- menbeten Zweibeckern." Hartnäckig lehnte Böcklin jebe anbere treibende Kraft als bie des entgegengesetzten Windes ab. Major von Tschubi suchte ihn bavon zu überzeugen, baß zu einem Flugapparat unbebingt ein Motor gehöre, weil er sonst zum „hilflosen Spiel ber Winbe" werbe. Er war jeboch von seinem stolzen Glauben an Menschen- und Naturkraft nicht abzubringen. Beim ersten Versuch mit seiner Maschine wäre biefe aber beinah nach hinten umgekippt unb würbe nur burch Böcklins ziemlich bebeu- tenbes Gewicht baran verhinbert. Alle 1883 unb bann roieber 1887 auf bem Tcmpelhofer Felb ausgeführten Versuche führten zu keinem beliebigem den Ergebnis. Nach kurzem Widerstanbe brach ber Apparat in sich zusammen. Indessen war der Künst. Aus der Stadt Gießen. Wenn das Märchen erwacht. Ja, bas finb richtige Märchenabenbe, wenn Frau ioUe luftig ihre Feberbetten ausschüttelt. Wenn es in» hämmert unb bie Kinder vorn Spielplatz heirn- hren, glücklich, rotbäckig und ganz erschrecklich ungrig, ba bauert es nicht lange, bann steht bas iirzelchen vor mir, in ber einen Hand einen dcken Apfel, in ber anberen ein erstaunlich großes sHusbrot, und erklärt: „Jetzt will ich bei bir blei fein." „Ja", sage ich, „ich muß aber einen Aufsatz |tr bie Zeitung schreiben, bamit ich Geld kriege Uib bir was Schones zum Geburtstag schenken |nn", „Ich störe bich kein bißchen", versichert bas Eurzelchen: „Du sollst mir nur Silber erklären beim chreiben!" (Unb ber Schriftleiter rounbert sich, baß be Tante sich so oft vertippt und baß ber Satzbau manchmal ein bißchen merfroürbig ist. es weiß eben licht, baß eng an ben linken Arm ber Schreiberin Vixreßt ber Purzel steht unb fragt, fragt, fragt, unb D:f$ ber Banb mit ben Münchener Bilberbogen bie ;geluch!. über dns ii«l> ahaoH abrik ighoff- Die Haftung für Verdunklungsunfälle Schadenersatz nur bei größter eigener Sorgfalt. ler auch mit bem Verein zur Förberung der Lust" schiffahrt in Verbinbung getreten, in besten Zeit- sChrist er im Jahre 1886 brei von scharfer Beobachtung und reicher Kenntnis zeugenbe Aufsätze über ben Vogelflug veröffentlichte. Auch nach bem schweren Schlaganfall, der seins gewaltige Natur unterwühlte, gab Böcklin seins Flugpläne nicht auf. Im Frühjahr 1891 hatte et bie Vorarbeiten für einen neuen Flugapparat be« enbigt unb ging im Herbst besfelben Jahres nach Berlin, um bort alle notroenbigen Schritte zur Ausführung seiner Pläne zu tun. Wiberstrebenb hatte er sich jetzt sogar dazu verstauben, seiner Maschine einen Motor einzufügen unb auch bas Verhältnis! ber Flügel zum Schwanz geänbert. Ader bie Militärbehörde ging auf feine Ibeen nicht mehr recht ein, und fo wandte er sich 1894, als er zum letztenmal in ber Reichshauptstabt weilte, an bie Gelehrtenwelt. Durch ben schweizerischen Gesanbten irt Berlin Roth würbe er mit Helmholtz bekannt gemacht. Währenb Roth aus bem feinen sarkastischen Lächeln bes großen Gelehrten besten Skepsis zu erkennen glaubte, erzählte Helmholtz einige Tags später: „Im Anfänge glaubte ich es mit einem dilettantischen Schwärmer zu tun zu haben, beim alles, was er vorbrachte, war so unwissenschaftlich ausgedrückt als nur irgenb möglich. Als ich aber bann bie ganze Sache prüfte, überraschte mich bie Klarheit, mit welcher ber Maler oyne positive mathematische Vorkenntnisse Formeln zum Ausdruck brachte, deren Richtigkeit ich anerkennen mußte." Während dieses Aufenthaltes war es Böcklin auch vergönnt, den genialen Flugtechniker Otto Lilien- t h a 1 kennen zu lernen, dessen Versuche die Grund- läge für bie Erfinbung »es Flugzeugs gegeben haben. Durch Helmholtz war er auf ben jungen Er- finber aufmerksam gemacht worben. Er wohnte besten Experimenten in Steglitz bei unb sprach sich erfreut unb günstig über sein Streben aus. Eine Erreichung des Ziels schien ihm aber nur bei ber Durchführung seiner Ibeen möglich, an deren Fruchtbarkeit er bis zu feinem Tobe festgehalten hat, ohne aber als kranker Mann noch an ihre Verwirklichung benten zu können. Es war ihm nicht deschieben, bas gelobte Lanb “feiner Verheißung, bem bas Sehnen feines Leben gegolten, zn betreten, aber er hatte boch einen Blick in bie Zu, funft werfen bürren, als ihm in Lilienthal ber Mann entgegentrat, an ben bie Vollbringer und (Erfüllet feines Traums anknüpfen sollten. W, nerstao W Zanoar w M * SurgM w- Ion, gar nicht wirklich tot war, fonbern nur erstarrt von bes Winters Kälte. Seht, so klug ist das Purzeichen! Unb darum sicht es auch heute in ber Zeitung. E, Bgl. Unfälle, bie sich im Eisenbahnverkehr unb Bahn zum Zweck ber Haftungsbefreiung auf ein im Kraftfahrzeugverkehr ereignen Das unabwenbbares Ereignis berufen fannf ist bie bie Haftung ber Eisenbahnen unb Straßenbahnen ; Rechtslage bie gleiche wie bei ber Haftung bes Kraftfahrzeughalters Der Halter eines Kraftfahrzeuges haftet nach den Vorschriften des Kraftsahrzeuggesetzes für Personen- und Sachschäden, die beim Betrieb des Kraftfahrzeugs verursacht sind, auch ohne Verschuld Jahren in freundschaftlichen unb engen wissens schaftlichen Beziehungen zum deutschen Volke steht. Der Rektor wünschte dem Gast einen reichen geistia gen Gewinn bei seinen Besuchen in ben Unioerfi- tätsinftituten, bamit er bei ben reichen Eindrücken seiner Deutschlanb-Reise auch bie Universität Gießen, in guter Erinnerung behalte. Im Anschluß an einen Rundgana burch bas neugestaltete Unioerfitätsgebäube besuchte Professor Hatta in Begleitung bes Rektors Professor Dr, Kranz unb bes Oberbürgermeisters Ritter bis Chirurgische Klinik, bas Institut für Erb- und Rassenpflege unb bie Heilstätte Seltersberg, wo ihm überall weitreichenbe Einblicke in bie Arbeit ber Institute ermöglicht würben. Das Ergebnis feiner Umschau brachte Professor Hatta, ber bie beutsche Sprache gut beherrscht, in warmen Worten ber Anerkennung für bie Universität Gießen unb ihre vielseitigen Einrichtungen zum Ausdruck, Böcklins Ideen über Flugtechnik beruhten ganz oi, feiner scharfen Beobachtung und Nachahmung dk- Vogelflugs. In ben ersten Jahren feiner Ehe, oho um bie Mitte ber fünfziger Jahre, baute er e ien ersten kleinen Flugapparat, ber noch in Ver- oiabung mit einem Ballon konstruiert war. In iS°imar nahm er bann feine Versuche wieder aus utib verfertigte sich einen ganz primitiven Apparats ii: en mit Leinwand bespannten Rahmen den er vgrecht über Öen Kopf hielt. Er nahm einen kras- lifaen Anlauf unb flog sogar einmal mit )en baburch erlangten Schwung über einen ^frtungsgraben, wo er glücklich, wenn auch mit ir igen Hautabschürfungen (anbete. Einen anberen 'oiht einfachen Flugapparat baute er bann m nlo^ 'e^z. Es war ein breieckiger Rahmen, mit Lem- ü> nd überspannt, ber in ber Mitte eine Öffnung |fl::te. In biefe Deffnung zwängte sich em Mensch urD hielt ben am Tragriemen befestigten Rahmen nt ausgespannten Armen, fo baß er etwa in Gur- lel^öhe waagrecht hing. In biefer Lage mußte 25od« irs Sohn Hans auf bem Marsfelbe bei Florenz triftig gegen ben Winb anlaufen. Sobald er ben liegen Schwung hatte, hob er bie Fläche bes Ray- n:ns vorn fo weit in bie Höhe, bah sich der Wmb M-unter setzen konnte. Dadurch erreichte er aber j«licht mehr, als ziemlich weite Sprünge zu machen. W)cich waren bie Gesetze bes Vogelflugs immerhin . ton in eigenartiger Weife verwenbet. ’ Da beschloß benn ber Meister 1881, nachbem er Mi burch bie Schöpfung einiger Silber wie der 5 ot en in sei", ber „Tritonenf amiMe , ;e- „Ruine amffleet" den Kops von kunstlerl- nrch Schulmeisterei zu zerstören. Unb wie nun ber Purzel ben „Anersensen" vor Schreibmaschine legt, ba wirst bie Tante leicht- sirzig alle tiefsinnigen Gebanken über Bord, schiebt , » Maschine zur Seite unb lieft bas Märchen vor ' $im „Däumelindjen", bas so zart unb fein war, i ivie ein Rosenblatt, und bie Sonne so lieb hatte UiD boch ben garstigen blinben Maulwurf heiraten feite. Unb bas Purzelchen ist glückselig, baß es bem D umelinchen gelingt, zu entfliehen, unb baß sie Zur Desiuseirlivn und Wundversorgung gebraucht man die seit über 10 Jahren ärztlich erprobt« und bewahrte Sepso-Tinktirr, die in allen Apotheken und Drogerien in Fläschchen zu sünsundfünszig Pfennigen und in Tupfröhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist. Sie desinfiziert wie Jod-Tinktur und wird genau so angewandt. Sepso-Tinktur findet nicht nur bei Hieb-, Stich-, Biß-, Schnitt- und Schürfwunden Anwendung, sondern auch bei Entzündungen in der Mundhöhle und oes Zahnfleisches sowie zur Desinfektion voni Pickeln und Insektenstichen. Infolge ihrer großen Tiefenwirkung erweist sie sich ferner bei Prellungen, Quet-^ schungen und in allen Fällen, in denen eine gesteigertes Durchblutung des Gewebes erwünscht ist, als sehr brauche bares Behandlungsmittel. ; ilbe Schreibmaschine zubeckt.) Unb bann sagt ber ; urzel: „Warum machst bu bir eigentlich so viel , ühe, wenn bu für bie Zeitung schreibst und benkst ! oiel nach? Die Mutti hat gesagt, neulich hat was : r einer Zeitung geftanben, ba war gar nichts ge= I icht, unb von Kindern war auch was babei. chreib boch was von mir, bann mußt bu nicht t scharf nachbenken, fonbern kannst mir Märchen lirlefen." Uno schon schleppt sie bas schwere Märchenbuch (irbei. Eigentlich liebt sie ja die Grimmschen Mär- vn am meisten, unb nie wirb sie mübe, bie ent- izfenben Zeichnungen roieber unb roieber zu beuchten, mit benen Hermann Vogel meine Aus- । :be bebilbert hat, kein Strich entgeht ihr; aber ; -? Märchen selbst „kennt" sie nun alle, unb ba stets banach strebt, ihre Kenntnisse zu erweitern, nmen nun „Anersensens" Märchen an bie Reihe, iiwohl, bie.stolze Erstklässerin, bie fast lauter Einer ii mbringt unb bie schwierigsten Wörter meistert, Nrt> mit „Anbersen" nicht fertig unb geht auch uri) „spanzieren" Und ich hüte mich fein, diese liüben Ueberbleibsel einer, ach, vergangenen Zeit Jahrestag»»« des Weflertvaldvereins Gießener Schlachtviehmartt. neue Wege Landkreis Gieren. Bezirfsschiedsrichterlehrgang für Huß all in Gießen. nung aus, daß auch im neuen Jahre der Geist herrschen möge, der dem Verein das Gepräge gibt: Wällergeist und Treue dem deutschen Wandern. Mit dem Sieg-Heil aus unseren Führer schloß die Versammlung. Man blieb anschließend noch in gemütlicher unj> kameradschaftlicher Weise beisammen. nach. Als sie verschwunden sind, dreht er sich um und macht den Weg nach dem Höfel zurück zu Fuß. Eine Stunde später läßt er sich nach dem Bahnhof fahren. Italieners bekommen. Ortszeit für den 16. Januar. Sonnenaufgang 9.29 Uhr, Sonnenuntergang 17.41 Uhr. — Monduntergang 10.43 Uhr, Mondaufgang 21.41 Uhr. Denkt an die Vüchersammluug für unsere Soldaten! Alle Block- und Zellenletter nehmen Spenden entgegen. Richard Wagners kulturelle Sendung und sein weltberühmtes Bayreuther Kestipielwerk. (D Lollar, 15. Jan. Das Fest der silbernem Hochzeit können morgen Donnerstag, 16. Januar, die Eheleute Heinrich Klinke! und Frau Johanna, geb. Arnold, begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch! Es ist noch früh, als der Zug das Polceveratal hinabklettert und in Genua einläuft. Viktor erwartet nicht, daß Ancia Maria ihn aoholt. Gleichwohl hält er Ausschau nach ihr. Und da steht sie auch, schlank und herb und überaus vertraut. Als sie ihn erblickt, reckt sie mit einer impulsiven Geste den Arm zum Gruß hoch, und ihr Gesicht ist ein einziges Leuchten. Durch Viktor geht ein Sturm des Glückes. Ancia Maria ...! Wie hat er Ancia auch nur eine Minute vergessen können! Er stürzt nach der Tür, springt aus dem Wagen. Er bahnt sich rücksichtlos einen Weg zu ihr, reißt sie an sich, hält sie umschlungen. „Ancia Maria ...! Liebe ... Liebste ...! Sie stöhnt auf in der Fessel seiner Arme. „Vik- tor ... ! Mein Gott ...! Es ist ... das ist ja, als ob du weiß Gott wie weit fort gewesen wärest." „Ich bin weit fort gewesen, Ancia Maria. Weiter, als du ahnst." Sein Ton fällt ihr auf. „Viktor? Also steckte doch ein besonderer Grund hinter dieser Reise. Ich dachte es mir." „Ja, Ancia Mariä. Ich werde es dir später erzählen, und du sollst darüber urteilen. Einen Augenblick. Jetzt habe ich wahrhaftig meinen Koffer vergessen." Er gibt einem Gepäckträger den Auftrag, seinen Koffer aus dem Abteil zu holen und ihn nachzubringen. Indem er Arm in Arm mit Ancia Maria den Bahnsteig entlang geht, sagt er: ,jch habe eine große Ueberraschung für dich und die Eltern: Enzio hat sich ernsthaft verliebt." „Enzio? Nicht möglich?" „Doch. Und wie verliebt! Er ist gar nicht wiederzuerkennen." „Ob was daraus wird?" „Dafür lege ich beide Hände ins Feuer." „Wer ist sie?" „Wer? Jetzt wirst du staunen, Ancia Mariar Sie i. "Ziel und Aufgabe dieser Lehrgänge ist es, eine einheitliche Regelauslegung zu vermit. teln und den Kameraden Gelegenheit zu geben, Fälle aus dem Spielgeschehen im größeren Kreis zu besprechen. Aber nicht nur fachliches Wissen soll vermittelt, sondern durch geeignete Vorträge soll auch das Blickfeld des Schiedsrichters in sportlicher Hinsicht erweitert werden. Der Gießener Lehrgang umfaßte den Samstag, nachmittag und den Sonntag und stand unter Lei, hing des Gauschiedsrichterobmannes SB in gen. selb aus Fulda. Nach einer Begrüßungsansprache Sie ist die beste Lösung und ein Glück für uns alle." „Ein Glück? Wenn Sie uns wieder verlassen?" „Ich verlasse euch ja nicht, Beate. Es liegt an dir und Enzio, daß wir als die besten Freunde miteinander verbunden bleiben." „Viktor ...!" Sie möchte etwas tun und wagt es nicht. „Dort kommt deine Mutter." Beate drehte sich um. Plötzlich fliegt sie auf Thea zu, umschlingt sie stürmisch und küßt sie. Eigentlich gilt bas Viktor. Thea sieht über ihren Kopf hinweg mit fragenden Augen nach ihm. Er nickt ihr herzlich zu. Dann gleitet er von der Mauer herunter, geht zu den beiden hin und legt seine Arme um sie: „Es ist alles in Ordnung, Thea. Ich hoffe, alles wird zum Guten ausschlagen." Er verbringt mit den beiden den Tag, bis am Abend Enzio erscheint. Für Thea hat er einen großen Strauß Rosen. Beate ist natürlich sehr scheu, sie errötet, als er ihr sagt, daß er heute beim Dienst nichts getaugt habe, weil er immerfort an sie habe denken müssen. Viktor hat die Billette für ole Oper bestellt, und da er noch Zeit hat, begleitet er die drei zum Theater. Unterwegs plaudert er bald mit Thea, bald mit Beate. Aber alle drei sind ein wenig zerstreut, die Gedanken weilen bei der bevorstehenden Trennung. Nun steigen sie beim Theater aus der Gondel. Viktor nimmt Abschied. Er hält Theas Hand: „Wir werden uns wiedersehen. Hier, in Italien, oder droben, in Deutschland. Ueberlege es dir, ob du nicht deinen Reiseweg noch ändern und einen Abstecher nach Genua machen kannst, um Enzios Eltern kennenzulernen." Thea sagt: »jedenfalls bitte ich dich, Herrn und Frau Ansaldi herzlich von mir zu grüßen. Auch deine Braut, Viktor. Man wohnt ja nicht so weit auseinander, daß man sich nicht rasch einmal besuchen könnte — wenn es an der Zeit ist." Als Viktor Beate die Hand gibt und noch ein paar von Herzen kommende Worte sagt, füllen sich ihre Augen plötzlich mit Tränen. Sie reißt sich los und läuft ins Theater hinein. Thea und Enzio folgen ihr. Viktor sieht ihnen nach dem Reichshaftpflichtgesetz, wie auch die des Kraftfahrzeughalters nach dem Kraftfahrzeuggesetz i|t der Höhe nach begrenzt. Die für die Bahnen geltenden Haftungsgrenzen sind aber fo hoch, daß die meisten Schäden unter dieser Grenze bleiben. In allen Fällen, in denen an sich die Haftung eines andern für den Derdunklungsschaden gegeben ist, kommt es auch darauf an, ob der Verletzte den Unfall mitverursacht hat. Das mit- wirkende Verschulden des Verletzten kann, wie schon erwähnt, zur Verminderung oder zum -Wegfall des Ersatzanspruches führen. Hierbei ist zu beachten, daß während der Verdunklung die gewöhnliche im Verkehr geübte Sorgfalt nicht genügt, sondern daß ie° der Verkehrsteilnehmer eine wesentlich g e - steigerte Sorgfaltspflicht hat. Dies gilt für den allgemeinen Straßenverkehr, für den Verkehr in Häusern und in anderen verdunkelten baulichen Anlagen sowie für den Eisenbahnverkehr. Im Straßenverkehr trifft die erhöhte Sorgfaltsoflicht nicht nur den Kraftfahrer, sondern in besonderem Maße auch den Fußgänger, der vor allem beim Überschreiten des Fahrdammes möglichst große Vorsicht walten lassen muß. Auch im Eisenbahn- und Straßenbahnoerkehr ist der Fahrgäst wie jeder sonstige Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Sorgfalt verpflichtet. Hier kann nicht unberücksichtigt bleiben, daß die Bahnen als Massenbeförderungsmittel gezwungen sind, einen festen Fahrplan einzuhalten, und dadurch gehindert werden, alle die Maßnahmen zu treffen, durch welche die sich aus der Verdunklung ergebende Erhöhung der Betriebsgefahren ausgeglichen würde. Mit einem vollen oder angemesfe- nen Ersatz seines Verdunklungsschadens kann sonach nur der rechnen, der selbst die größtmögliche Sorgfalt beobachtet hat. Dornotize«. Tageskalender für Mltwoch. Stadttheater: 19 bis 21.15 Uhr Gastspiel Georg Alexander „Der Elfte aus der Reihe". — Öffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Professor Dr. Glöckner über „Das Tier in der Kunst" (mit Licht- bildern). — Gloria - Palast (Seltersweg): „Kora Terry". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Zwl- jchen Hamburg und Haiti". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung „Deutsche Graphik der Gegenwart" im Foyer Des Stadt- theaters. Skadttheater Gießen. Am heutigen Mittwoch gastiert der Filmdarsteller GeorgAlexandermitder Komödie „Der Elfte aus der Reihe" von Bruno Corra und Giuseppe Achille. (In deutscher Bearbeitung von Roland Schacht.) „Der Elfte aus der Reihe" ist ein Mann, der an einer öffentlichen Wohlfahrtsküche aus der Reihe der Wartenden herausgeholt wird und dann allerlei zauberhafte und charmante, kriminelle und kriminalistische Erlebnisse hat. Diese Erlebnisse fordern einen ganzen Kerl und Kavalier, einen Mann mit Humor und Witz, mit Herz und Verstand. Wer könnte das anders fein als — Georg Alexander! Außer Miete! Die Mittwoch-Miete wird später nachgeholt. Basa Prihoda spielt morgen in Gießen. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt: (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstei" gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 35 bis 45,5 Rpf.; Bullen 31 bis 43,5 Kühe 16 bis 43,k Färsen 34,5 bis 49; Kälber 35 bis 57; Schafe 2S bis 44; Hümmel 30 bis 45 je Pfund Lebendgewicht- Für Schweine wurden je Kilo Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 Kilo und mefyrh 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 Kilo) 1,13, b2 (M bis 134,5 Kilo) 1,11, c (100 bis 119,5 Kilo) 1,07, d (80 bis 99,5 Kilo) 1,01, e—f (unter 80 Kilo) 0,97, g 1 (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11« g 2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Markt" verlauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt. Christian Reiber t- In Bad Homburg v. d. H., wo er seit einigen Jahren seinen Lebensabend verbrachte, ist nach kurzem Leiden im Alter von 84 Jahren der frühere Gießener Möbelfabrikant Christian Reiber verstorben. Mit ihm ist ein Mann aus dem Leben abberufen worden, der nicht nur durch feinen Beruf, sondern auch durch fein ehrenamtliches Wirken weithin in Gießen und Darüber hinaus bekannt geworden war. Im „Gießener Anzeiger" Nr. 232 vom 1. Oktober 1940 haben wir den Lebensgang Christian Reibers anläßlich der Vollendung feines 84. Lebensjahres geschildert und Dabei auch fein vielseitiges Wirken gewürdigt. Mit ihm verliert u. a. Die Gießener Rudergesellschaft 1877, Der er seit dem Gründungsjahre 1877 angehörte und Deren erster Vorsitzender er längere Jahre war, einen ihrer treuesten Freunde und tatfreuDigften Förderer, Der seit 1927 in Dankbarer Anerkennung seiner Verdienste Ehrenvorsitzender Der GRG. war. Ferner werden Die Kleinrentner unb Angehörigen Des SparerbunDes sein Hinscheiden besonders bedauern, denn auch für sie hat sich Der Heimgegangene während und nach der Inflationszeit in jahrelanger Tätigkeit mit besonderer Tatkraft eingesetzt, bis auch auf diesem Gebiete durch die Machtübernahme des Führers eine Wendung zum Besseren eintrat. In weiten Kreisen Der Bevölkerung wurde Christian Reiber große Wertschätzung Dargebracht, Die sowohl in seiner Persönlichkeit, als auch in seinem Wirken begrünDet war. Das Anbeuten an ihn wirb in Gießen in hohen Ehren fortleben. IllMchtlmgoufkolstka Vornan von Heinz LocenManibrecht (Schluß.) Sie sieht ihn mit einem Blick an, Der ihr ganzes EmpfinDen preisgibt. Sprechen kann sie nicht. Er fetzt sich mit einem kleinen Schwung auf Die Terrassenbrüstung, ergreift Beate bei Den Armen und zieht sie zwischen seine Knie. Ihre Hände haltend, spricht er zu ihr herab: „Na, kleine Beate, jetzt ist Doch wohl alles klar?" „Nichts ist klar", stößt sie hervor, ohne ihn anzusehen. „Nichts? Sollte Der Prinz im ersten Sturmanlauf doch keine Bresche geschlagen haben? Geh, du schämst Dich nur ein wenig, es Dir selbst einzugestehen." „Bitte ... Warum quälen Sie mich so?" Ihre Lippen zucken, sie ist Dem Weinen nah. „Quäle ich dich, wenn ich dir sage, daß er schon heute abend wieberkommt?" „Enzio?!" „O Enzio ... V' Der Prinz! Wer Denn sonst? Er muß mich von heute ab vertreten. Das heißt, er wirb bie erste Rolle spielen. Ich bin nur fein Vorläufer gewesen." „Ich verstehe Sie nicht." „Ich reife heute ab." „Sie reisen ab?" „Deine Mutter hat bir also noch nichts gesagt?" „Was soll sie mir gesagt haben?" „Daß bu bich nicht im geringsten zu schämen brauchst. Eher ich. Ich werbe es bir leicht machen, bich an bem Neuen, bas in bir aufgebrochen ist, ohne Gewissensnot zu freuen. Ich bin mit Enzios Schwester verlobt. Ich fahre heute zu ihr nach Genua zurück." Sie sieht ihn erstaunt unb ungläubig an. „Nein?" sagt sie leise. „Doch. Ganz gewiß. In vier Wochen wirb sie meine Frau fein. Hör mich an, Beate: Als ich bich in Genua zum ersten Male faf), ba wußte ich, baß diese Begegnung einen besonderen Sinn haben müsse. Ich legte ihn nur falsch aus. Der Sinn war, daß du durch mich Enzio hier tennenlemen solltest. . Eine andere Auslegung dürfen wir nicht zulassen. Am Montagabend sprach der Dresdner Tonkünst- , ler A. Pellegrini auf Einladung des Gießener i Vortragsrings (Dolksbilbungsstätte Gießen, Goethe- Bund und Kulturelle Vereinigung) in der großen i Aula der Universität über dieses Thema. 25 Jahre i schon arbeitet Herr Pellegrini in Bayreuth mit. < Diese lange zeitliche Verbundenheit ist zur Herzens- i Verbundenheit geworden. Dies bewiesen eindeutig 1 feine Darlegungen. Mit klaren, allgemein verständlichen' Worten, oft . humorvoll beleuchtet, führte er die aufmerksamen ' Hörer in und durch bas Lebenswert Richard Wag- , ners. Er schilberte bie interessante Entwicklung in Den JugenDjahren, wie erst Der Dichter zum Leben erwachte unD wie dann von der Dichtkunst her bie Musik als bebeutenber Faktor in des Jünglings Leben trat. Wie bie großen beutschen Meister, be- sonbers Bach unb Beethoven, immer größeren Einfluß gewannen, wie auch die absolute italienische Tonkunst sich in biefer Richtung forttreibenb auswirkte. Karl Maria von Weber mit seiner beutschen Oper „Der Freischütz" gab bann den Ausschlag zu Dem Bekenntnis errungener Ueberzeugung: ,jch will Musiker werben". Unb nun ließ Pellegrini in fast dramatischem Aufbau die allmähliche Entwicklung Wagners als Opemkomponift unb als Künstler, Der sich feiner deutschen Sendung sehr bald bewußt wird, an bem inneren Auge ber Hörer vorüberziehen. Es kamen die ersten unsicheren Brotstellen, Die Heirat mit Der Schauspielerin Mina Planer, bie sich immer steigernde Not und endlich das fast fluchtartige 23er- lassen der Heimat, bittere Tage in Paris, aber auch bas Entstehen zweier Werke von Bedeutung: Des „Rienzi" und des „Fliegenden Holländer". Dazu als bedeutendstes Erlebnis in Paris: Wagner wird sich seines Deutschtums klar bewußt. Der Stern des jungen Meisters scheint im Steigen. Er wird Hofkapellmeister in Dresden, aber schon beginnen die ersten Widerstände gegen fein geniales Werk. Der „Tannhäuser" findet offene Ablehnung unb ber burch ben Bezirksfachwart Nesfeldreher referierte Wingenseld über bas Thema ,T)rganisa> torischer Aufbau der NSRL.-Ordnungen unb Wett, fpielbeftimmungen, Fragen des Senioren- unb Jugendspielbetriebes". Der zweite Teil Des Lehr« ganges war Der Regelkunbe gewidmet. Gerade hier war es interessant, festzustellen, wie oft „rein theore» tische Fälle" auch in der Praxis tatsächlich vorkom« men können. Die Darstellungen auf dem Schulunqs. brett gaben jedem Teilnehmer bie Gewähr, llch über bie aufgeworfenen Fragen auf Grunb ber Demonstration ein klares Bilb machen zu können. Am Sonntagvormittag versammelten sich die Schiebsrichter auf Dem Waldsportplatz Des VfB. und unterzogen die Leitung eines Schiedsrichter, tameraben, ber bas Spiel Heuchelheimer Jugend — VfB. Jugend leitete, einer sachlichen Kritik. Vor ber Mittagspause, bie Die Schiebsrichter zu einem gemeinsamen Mittagessen vereinigte, sprach Win« g e n f e l b über bas Thema „Pflichten unb Rechte Des Schiedsrichters". Am Nachmittag wurde noch das Spiel Luftwaffe gegen Bissenberg besucht. Dann wurde ber Lehrgang geschlossen. Es war erfreulich, baß Wingenfelb in feiner Schlußansprache bie Fest.- stellung treffen konnte, er nehme bie Gewißheit mit daß im Bezirk 8 auf Dem Gebiete Des Fußballer- und Des Schiebsrichterwefen vorbilbliche Arbeit geleitet wirb. Der Besuch Des Lehrganges und bi« freudige Anteilnahme aller Schiedsrichter dankteiv ihm Dafür, Daß er nach Gießen gekommen war. ist Die Tochter meiner großen Liebe aus meinem I früheren Leben." „Viktor ... I" Ancia Maria bleibt stehen von | Ueberraschung. ,ja. Beate heißt sie. Ihretwegen bin ich bis nach VeneDig gefahren. Dort hat mich Gott fei Dani Dein Bruder abgelöst und — mir Die Augen geöffnet." Sie gehen weiter, Der Bahnhofshalle zu, Deren hohes Portal auf Den Platz mit Dem Kolumbus- Denkmal führt. Ancia Maria schweigt. Sie mag mancherlei Gedanken haben, die sie jetzt nicht aut- spricht. Plötzlich aber sagte sie: ,jch habe auch eine Ueberraschung für Dich, Viktor. Gestern angetom- men. Dort!" Sie Deutet Durch Die geöffnete Reihe ber HoteK Diener hindurch, Die ihre Hotels ausrufen. Am Ende steht eine lange Gestalt mit weiß-blondem Haar und strahlendem Gesicht. „Jürk Solterbeck!" Viktor stürzt schon Dem alte» Kameraden entgegen. „Alter Junge, Das ist mol wirklich ein guter Einfall von dir. „Tjä", sagt Solterbeck mit breitem Vergnüge» „Du hast mir nämlich mit dein' Brief Da, wo b» Drin von Deinem Besuch in Korsika geschrieben hast Den MunD wässerig gemacht. Hab' ich mir gedacht Das mußt Du Doch auch noch mal sehen auf deiiu alten Tage, Den ollen guten Stacheldraht unb fo. Unb benn hab' ich mir man gleich vier Wochen Urlaub ordiniert. Ich denke, bu kommst noch mal nw 'rüber?" „Machen wir, Jürk! Und Ancia Maria muß auch mit. Dann führen wir ihr unsere Flucht vor — bei Nacht unb Nebel. Unb bann mußt Du noch zu unserer Hochzeit bleiben, natürlich." „Ehrensache! Die Prozeschon muß ich mir Denn Doch mal aus Der Nähe bekieken." Er sieht Viktor, dann Ancia Maria mit einem verschmitzten Zwin» kern an: JEjä — wenn man Da so Drüber nach' Denkt, wie ich bich Damals meiner liebwerten Tante als tobkranken Mann anvertraut habe, unb bi# schmucke Seern ba war man bloß so' lüttjes Hand' I chenvoll, unb benn heute — nee, Da kann man Denn I nur sagen: Da hast bu boch allerhand Volldampf I voraus gemacht, oller Schichtkieker!" Mit Ausbruch des Krieges unb im weiteren 93en laufe finb viele Schiebsrichterkameraben zum Dienst in der Wehrmacht einberufen worben. Da nach kurzer Zeit an vielen Stellen Der Spielbetrieb fast vollständig wieder ausgenommen wurde, so machte sich ein empfindlicher Mangel an Schiedsrichtern bemerkbar. Darüber hinaus mußte man Schreds- richter mit Aufgaben betrauen, denen sie auf Grund ihres Entwicklunngsstandes noch nicht gewachsen I waren. Da mit dem Schiedsrichter in Den meisten Fällen ein Spiel steht ober fällt, war es keine Ueberraschung, wenn man in den Fachkreisen eifrig Wege suchte, um das Schiedsrichterproblem zu einer praktisch verwertbaren Lösung zu bringen. Durch bie Bereitstellung von Mitteln im größeren Um. fange als früher sollen bie Schiedsrichter nicht nur in ben örtlichen Gemeinschaften, fonbem barüber hinaus durch Zusammenziehung in Lehrgängen ge. schult werden. Ziel und Aufgabe dieser Lehrgänge „Lohengrin" wirb überhaupt nicht mehr angenommen. Das treibt Wagner auf bie Seite ber Revolutionäre von 1848. Steckbrieflich verfolgt geht er über Die Grenze nach Der Schweiz. Hier erwacht Der Schriftsteller Wagner zum Leben, unD seine Schriften sinD ein gutes Teil unserer heutigen Weltan- schauung. Die eDle Mathilde Wesendonk gibt ihm Den Glauben an sich unD fein Werk zurück. „Tristan unD JsolDe" entstehen. Die Musik beginnt aus ber Dichtung heraus zu wachsen, Der Mensch Wagner wirb zum Philosophen unb Politiker. Es tritt Die entscheibenDe Wendung burch ben jungen Bayern- konig Lubwig II. ein. Alles scheint zum guten Enbe zu kommen. Der Gedanke eines deutschen Festspielhauses wird lebendig. Da gewinnen gegnerische Kräfte die Oberhand unb Wagner geht roieber in Die Schweiz. Doch Der unbeirrbare Kämpfer, Der fest an seine deutsche SenDung glaubt, behält schließlich Den Sieg. Zwar muß noch vieles übermunDen werben, bis endlich in Bayreuth Das Festspielhaus steht, aber des Meisters Vertrauen auf Den Deutschen Geist hat ihn boch nicht betrogen. Herr Pellegrini stellte dabei ben Einfluß Des Wagnerschen Werkes auf unseren Führer heraus, ber wohl wie nur wenige bas Wirken unb Schaffen bieses beutschen Mannes in tiefster Seele empfanb unb verstaub. Abolf Hitler ist es deshalb auch zu verdanken, daß bie ursprüngliche Jbee Wagners, sein Werk in wahrstem Sinne Dem Deutschen Volk zu schenken, nun Wirklichkeit wurde. Der Vorttag würbe burch zahlreiche Beispiele auf bem Klavier unb der Violine sinnfällig erläutert. Ebenso verhalfen die schönen Lichtbilber, ben Vortrag noch lebensvoller zu gestalten. Als sicherer Begleiter bei ben Violinstücken wirkte Kapellmeister S ö 11 n e r mit Der mit reichem Beifall ausgezeichnete Vor- tragende schloß seine schönen Ausführungen mit ber Ansprache bes Hans Sachs aus ben Meistersingern: „Ehret eure Meister, Dann bannt ihr gute Geister." Heinrich Blass. Am Sonntag hielt Der Westerwalbverein e. 23., Zweigverein Gießen, in feinem Vereinsheim seine diesjährige Hauptversammlung, verbunden mit Ehrung verdienter Wanderer für 1940, ab. Dereinsführer Pg. Mader begrüßte Die zahlreich Erschienenen, insbesondre Die z. Z. auf Urlaub befindlichen Frontsoldaten, und gedachte, wie üblich, der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder, sowie des im Felde gefallenen Kameraden Heinz W i n k e l h a u s. Der Vereinsführer erstattete sodann den Jahresbericht, der ttotz des Krieges einen erfolgreichen Fortschritt in Der Sache Des deutschen Wanderns aufwies. Der Mitgliederftand zeigte eine Vergrößerung; es fanden statt 6 Versammlungen, 6 Vorstandssitzungen, 38 Nestabende, 2 Dietvorträge, 1 Kinderbescherung, 1 Heimatabend, 23 Tageswanderungen, sowie Die Jahreshauptversammlung Des Hauptvereins. Alle Veranstaltungen unb Wanderungen waren Beweise für den vortrefflichen Geist im Verein. Die feldgrauen Wander- (ameraben würben im Jahre 1940 fünfmal mit Päckchen bebacht, auch ber stets überfanbte ,Kamerad Humor" fand freubigen Anklang. Die Volkstanzgruppe unb die Zupfmusikabteilung lebten im oergangneen Jahr auf unb verschönten vor allem die Weihnachtsfeier unter Leitung der auf Urlaub befindlichen Kameraden Otto Kipper und Heinrich Henkelmann. Es wurden Dann ausgezeichnet: für 25 Wanderungen: Marie Dinges, Anna Mader, Karl Baum, L. Küspert, Hans Thiele, W. Dinges jun., Kurt Zirkler, Karl Benk unD Willi Gelzenleuchter; für 50 Wanderungen: Frau Brück, Emma Gerlach, Otto Werner, Fritz Kohl, Rigo Trechsler, Willi Bader, Karl Junker und Paul Bachmann; für 75 Wanderungen: Elisabeth Hofmann; für 100 Wanderungen: Fritz Barke, Fritz Rieb, Otto Stöhr; 150 Wanderungen: Gg. Römer unb Otto Kipper; 175 Wanderungen: Hanna Gerlach; 200 Wanderungen: Willi Gerlach. Das Arbeitsprogramm für bas neue Jahr würbe befanntgegeben. Der Vereinsführer sprach bie HoffMan schreibt uns: An ber Entwicklung bes Diolinsviels haben bie Italiener entscheibenben Anteil. Nicht nur die ©eigen ausgezeichneter Meister, sondern auch Virtuosen ersten Ranges halfen Den Weltruhm dieses Landes auf diesem Gebiet begründen. Meister wie Carelli, Tartini, Nardini u. -a. wirkten durch Unterricht und Komposition bis auf unsere Zeit fort. Mit Dem Auftreten Paganinis wurden der Technik des Violinfpiels vollkommen neue Wege eröffnet Dieser „Hexenmeister" verblüffte durch sein eminentes Können nicht nur Die große Masse, sondern auch bie Größten seiner Zeit versagten ihm nicht ihre Anerkennung. Bekannt ist der Ausspruch Franz Schuberts: „So ein Kerl kommt nicht roieber". Von nun an war es höchstes Ziel aller Geiger, diesem großen Dorbilb nachzu- eifern. Namen wie Ernst, Böriot, Vicuxtemps treffen wir auf biesem Weg. Keiner hat ihn mehr erreicht. Zu benen, bie ihm am nächsten tarnen, gehört ohne Zweifel Vasa Prihoda. Wer von ihm einmal eine Komposition von Paganini spielen hörte, ber wirb in Der oolIenDeten Wiedergabe einen Begriff von der Kunstfertigkeit bes großen