Freitag. November t
ic beiden anderen Schiffe, die „Taiyo Maru" unb bte „Hikawa Maru", sollen binnen kurzem von San Franzisko nach Yokohama zurückkehren mit einer Hoch unbekannten Zahl von Heimkehrern an Bord.
Die Führer der japanischen Parlamentsqruppen bei Tajo.
Tokio, 13. Nov. (Suropaprefc.) Der japanische Ministerpräsident Tojo empfing die Vertreter der verschiedenen Gruppen des Parlaments. Tojo unter- itrich die Notwendigkeit einer weiteren Festigung der vereinigten Front der japanischen Nation und ührte die Gründe auf, die die japanische Regierung \ur Einberufung einer Sondersitzungdes Reichstages veranlaßt hätten. Er sprach die • Hoffnung aus, daß die dem Parlament habet zur Borlage kommenden Gesetzentwürfe die Zustimmung sller finden würden.
©er Kommandant der llGA.-FreiwiNigen in TschunaHna.
S ch a n 91) a i, 13. Nov. (Europapreß.) Der Rom- manbeur ber freiwilligen norbarnerikanischen Pi' ! loten, hie sich Tschiangkaischek zur Verfügung stellen wollen, Oberst Claire Henault, ist zu Besprechungen mit bem Befehlshaber ber chinesischen Cuft- wasse in Tschungking eingetroffen. Die Nordamerika- I Nischen Piloten sollen eine „gewisse Zahl" von | nordamerikanischen Maschinen in 'Burma konzentriert haben, um fte nach Tschungking bzw. einen
bisher durch Beimengungen von Phosphor unb Schwefel eingeschränkt würbe. Phosphor und ©dyrnc- fei machen Elfen spröde und heben seine Gebrauchs- fähigkeit auf. Allein, seit 60 Jahren hat die beutfd)e Industrie auf den ganz ähnlichen lothringischen Mi- nette-Erzen eine blühende, großartige Eifenverhüt- hing aufgebaut. Das Erzvorkommen auf ber Halbinsel Kertsch ist der größte ungehobene Eisenschaft der Sowjetunion. Die Bolschewisten haben co auf 2722 Mitt. Tonnen geschätzt. Die Ausbeute war 193« erst auf 852 000 Tonnen Jahresproduktion gestiegen, stand also hinter Kriwoi-Rog nod) weit zurück. Die Kertscher Erze lassen fid) jedoch mit modernen Methoden gut verhütten. Das geschah nld>t nur in Kertsch selbst, sondern auch in Mariupol und Taganrog, die bereits in deutscher Hand sind. Es ist daher fehl Zweifel, daß auf lange «sicht gesehen her Halbinsel von Kertsch eine große Zukunft bevorsteht.
Belagerungszustand in Moskau.
Berlin, 13. Nov. (DNB.) Angesichts her
Viehzüchter an, welche auch schon die Einfuhr von argentinischem Kühl- unb Gefrierfleisch ver- hinberten. Deutlicher nod) wirb bte Zeitung , Pam- pero", bie von USA.-Sabotagc gegen bie wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens schreibt. Selbst bie „(Sritica" kann nicht bie Besorgnis ber argentinischen Viehzüchter über bie Lage verhehlen.
Der Zahlenakrobai.
Vor Monaten erklärte Herr Churchill seinem Volk, baß es nicht zweckmäßig wäre, regelmäßig Zahlenangaben über bie Opfer ber Atlantik Schlacht zu machen. Er würde sich deshalb vorbehalten, hi grö- fieren Zeitabständen summarisch Zahlen über Den Tonnagekrieg bekanntzugeben. Am Mittwock) hat er diese damalige Ankündigung erstmals wahrgcmart)t. Er jonglierte dabei in der Hauptsache mit zwei Zahlen. Bis zum Juni dieses Jahres wäre der britische Tonnageverlust im Monatsdurchschnitt 500 000 Tonnen gewesen. Seit Juni dis Ende Oktober dagegen sei er auf ungefähr 186 000 Tonnen im Monat zu- rückgegangen. Damit wollte er beweisen, daß die Atlantik-Schlacht fid) zu Großbritanniens Gunsten entwickelt habe. Nun weiß man von Churchill, daß seine Zahlenakrobatik besonders gewagt ist. Er setzt die Zahlen 1—10 willkürlich zusammen, um nach dem Grundsatz zu verfahren: Mit Zahlen läßt fid) alles beweisen. Churchill hat aber schon bei früheren Gelegenheiten die Erfahrung machen müssen, daß feine Zahlenkunststücke den deutschen Wehrmachtberichten nicht standhalten. Dauad) sind in den Monaten März bis Juni unter den Einwirkungen deutscher See- und Lnftstreitkräfte für England insge- samt 3 233 161 BRT. oder über 800 000 im Mo- natsdurchschnitt verloren gegangen. Von Juli bis ein- schließlid) Oktober 1911 betrugen die britischen Han- delsschiffsverlnste 2 069.500 BRT., gleich über 500 000 im Monatsdurchschnitt. Churchills Lügen haben fid) also schon nach weniger als 24 Stunden totgelaufen. Dabei ist, wenn man bie Zahlen Churchills mit benen her beutfdjcn Mehrmachtberichte nebenein- anberftellt, nod) besonbers zu beachten, baß bie in den Monatsberichten bes Oberkommandos der Wehrmacht genannten Verfenkungsziffern nur bie Min- heftnerhifte finb, in hie die Tonnage nur derjenigen Schiffe ausgenommen ist, deren Sinken mit Bestimmtheit beobachtet werden konnte Verluste burd) Minen ober beschäbigte Schiffe wurden nicht berücksichtigt.
Genf, 13.9100. (DNB.) Der Hauptschriftleiter ber Reuyorker Mittagszeitung „Post Meribian", I n • lerfoll, berichtet in einem Artikel über seine teiseeinbrücke in ber Sowjetunion, man habe in Moskau versichert, baß bie Haltung ber amerikanischen Kommunisten gegenüber ber U8A.-Regie- ung töricht gewesen sei. Die Ansicht sei immer wie- »er geäußert worben, sobalb über ben beutsch-sow- etischen Pakt gesprochen würbe. Ihm sei in ber Sowjetunion versichert worben, „jeher Tor hätte es» eben können: wir wollten nur Zeit gewinnen unb mußten beshalb ben Deutschen gegenüber Iföflid) sein. Die Sowjetunion hat Niemals Deutschlanb helfen wollen, Gng-, anb zu schlagen unb hat besyalb ben Deutschen f o wenig wie möglich an Lieferungen gegeben."
Die Mitteilung bes amerikanischen Journalisten bestätigt nur, was wir seit bem 22. Juli vorigen wahres aus ben bamals von Reichsauhenminister non Ribbentrop der Weltöffentlichkeit vorgelegten Dokumenten wissen und was seitdem durch den Feldzug in ber Sowjetunion selbst tagtäglich erhärtet worben ist. Die Bolschewisten haben ben Nichtangriffspakt mit Deutschlanb lebiglid) bazu bc- nitzt, um Zeit zur Vervollstänbigung ihrer Rüstun- >zen zu gewinnen. Hinter ber Kulisse eines freunb- chaftlichen Einvernehmens mit Deutschlanb wurde >er gigantische Aufmarsch vorbereitet, der, sobald bie Gelegenheit günstig erschien, bie bolschewistischen ringriffsarmeen über bie beutschen Grenzen führen olltc. In welch ungeahntem Ausmaß bie Machthaber bes Kreml ihre Rüstungen vorangetrieben hatten unb schwerste Angriffswaffen aller Art bc- reitgestellt waren, um Tob unb Verberben über gant Europa zu bringen, bavon haben sich in- zivi, -en Millionen deutscher Soldaten mit eigenen klugen überzeugen können. Daß auch die gesamte Sowjetindustrie in den Dienst dieser gewaltigen Kriegsmaschine gestellt war, ist inzwischen ebenfalls hundertfach feftgeftellt worben. Wenn man gcrabe in Washington immer bemüht ist, bie Samets als bie UeberfaUenen hinzuftellen, so hat es »inen eigenen Reiz, baß es ein amerikanischer Journalist ist, ber Moskaus Tarnungsmanöver eindeutig feftfteUt. Der Führer war es, her mit feinem Entschluß vom 22. Juni cs verhindert hat, daß diese Täuschung ben Sowjets geglückt ist. Die beutsche Wehrmacht hat rechtzeitig zum Schlage ausgeholt,
Freiheit oder Willkür?
„Es kehrt nicht um, wer an einen Stern gebunden ist." Dieses woyl schönste unb weiseste Wort eines der tiefsten unb umfassendsten Okifter der Mensd)en. geschichte, de» Meisters Lionardo, mag am Anfang einer Untersuchung über das Wesen der Freiheit stehen, so wie wir Deutschen es zu allen Zeiten erfühlt haben. Wie der Lichtstrahl nid)t vom Sturm bewegt wird, so haben die Besten unseres Volkes — und in ihrer Gefolgschaft in Hochzeiten unserer Geschichte bie Gesamtheit — trotz aller Haßwort» unb ber ungezügelten Wut allzu redegewandter demokratischer Anwälte niemals von der Erkenntnis gelassen, daß Freiheit an den unauslöschlichen Stern unseres Volkstums gebunden ist, unb daß sie, reckst verstanden, Opfer unb Bindung bedeutet.
Diese Erkenntnis freilich ist uns nicket in den Schoß gefallen. Das deutsche Volk hat bte härteste Schule ber Prüfungen durchmack)en müssen, um zu erkennen, daß Freiheit nicht in der Verzerrung und Verleugnung der Wirklichkeit besteht, daß sie auch kein selbstgefälliger Besitz ist, sondern ein unablässiges Arbeiten, „seine Willkür zu bcfd)ränfen", wie es Goethe in den Lehrjahren sagt. Wir wissen es heute alle und handeln täglich der Scnbung unseres Volkes gemäß, wenn wir den Begriff ber Freiheit nicht mehr loslösen wollen von dem ber Gemeinschaft trnb ber Zucht. Zucht als soldatische Haltung verstanden, für bie es ja gerade in diesem Kriege eine überraschende Zahl von Beispielen gibt. Viele unserer jungen Soldaten haben, als (91 ich der größeren Gemeinschaft unter straffer Führung stehend, Taten vollbracht, die nur ein innerlich freier Mann, der aus Selbstverantwortung zu handeln weiß, vollbringen kann. Sie alle wurden geleitet von dem wundersamen Zlisammensviel der Kräfte eines Volkes, das sich selbst unter seiner Führung „in Ordnung" weiß, bas bie Bindung kennt, um durch sie die innere Freiheit des Handelns zu erwerben.
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Gießener Anzeiger
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rechten Weg zeigt und um das große Ziel weiß. Was die anderen unter „Freiheit" verstehen, ist ein übles Zerrbild eine grenzenlose Heuchelei und nichts anderes als der in seiner Art großartigste Versuch, die eigene Raubgier und den unbedingten Weltherrschaftsanspruch zu masteren. Schon ein so grundgescheiter Engländer wie John Stuart Mill sagte um die Mitte des 19. Jahrhunderts: „Nur in Deutschland versteht man, was Freiheit des Geistes ist?" Und er ist von Dickens bis Shaw nicht der einzige Engländer, der seinen Landsleuten den Spiegel vorgehalten hat.
Um den englischen Freiheitsbegriff blohzulegen, muß man auf die Besonderheit der staatlichen Verfassung, auf den geschichtlichen Werdegang des Jn- selreiches zurückgehen. Die oielgerühmte parlamentarische Regierung diente von jeher der Herrschaft einer Minderheit. In die auswärtigen Beziehungen hat das Parlament niemals hineinreden dürfen, ebenso wie es keinen ausschlaggebenden Einfluß bei Kriegserklärungen und Fiedensschlüssen hat. Der englische Nationalismus ist nicht aus einem völkischen Empfinden geboren wie auf dem Festlande, sondern nach dem frühzeitig vollzogenen Ausgleich der inneren Spannungen übernahm eine gesell- .schaftlich streng abgesonderte Oberschicht die Führung. Durch die Jnsellage begünstigt, richtete sich deren Machtstreben in die Weite. Hinzu kommt die Verquickung religiöser Anschauungen mit dem materialistischen Erfolgsdenken im Puritanismus, wobei Selbftbewußtfein und Selbstgerechtigkeit Pate standen.
Aus d'^sen Wurzeln entwickelte sich eins seit Cromwell eine immer stärker hervortretende Ideologie, die vorzüglich geeignet war, alle Bedenken und Schwächen durch den Anspruch zu überkleistern, daß die Engländer von Gott auserwählt, daß einzig sie ein freies Volk seien und alle anderen Völker ihre gottbestimmte Beute. Hieraus resultiert aber, daß jede sittliche Bindung zwischen dem einzelnen und dem Gemeinwesen fehlt und weiter, daß je mehr die in aller Welt zusammengerafften Schätze hinter den schützenden Wällen der Insel sich häuften, auch der Zwang zur Lüge und Heuchelei stieg. Dieser Freiheitsbegriff schlägt dem deutschen also geradezu ins Gesicht, Henn er geht unter der Maske der Auserwähltheir auf nichts anderes aus, als auf die Sicherung der materiellen Vorherrschaft und der Unterdrückung der gesamten übrigen Welt. Die brutale Willkür herscht, nicht jene Freiheit, die einzig und allein m Deutschland verstanden wird.
Auch der Franzose weiß — feit er die Hugenotten verjagt und den fränkischen Adel erschlagen hat — nicht, was Freiheit ist, da er an ihre Stelle die schrankenlose Willkür des einzelnen setzte und im wesentlichen die „Gleichheit" wollte. Die landläufige Auffassung von der französischen Revolution ist die, daß sie wegen der hoffnungslosen wirtschaftlichen Zerrüttung des Landes und der Unerträglichkeit der ökonomischenVerhältnisse'ausgebrochen fei. Adalbert Wahl hat aber in feiner „Vorgeschichte der französischen Revolution" nachgewiefen, daß es im wesentlichen das individualistische Streben war, die wachsende Auflehnung gegen jeden staatlichen Zwang, der sich in passivem Widerstand und schließlich in der völligen Auflösung kundgab. Wer Gleichheit will, kann aber nicht Freiheit wollen. Blhi.
ZumTode GeneralHunhigers
Der Führer an Marschall Petain.
Vichy, 13. Nov. (Europapreß.) Der Führer hat anläßlich des Todes des französischen Kriegsministers General Huntziger und feiner Begleitung an Marschall Petain folgendes Telegramm geschickt: „Seiner Exzellenz, Dem französischen Staatschef Marschall Petain. Nehmen Sie, Herr Marschall, zu dem tragischen Tode des Generals Huntziger und feiner Offiziere die Versicherung meines aufrichtigen Beileids entgegen." — Reichsaußenminister von Ribbentrop hat seinerseits an Admiral D a r l a n ein Beileidstelegramm folgenden Inhalts gesandt: „Seine Exzellenz, dem Vizepräsidenten des französischen Ministerrats, Admiral Sarian, Vichy. Im Namen der deutschen Regierung übermittele ich Eurer Exzellenz die Versicherung meines aufrichtigen Beileids zu dem tragischen Unfall, dem das Leben des französischen Kriegsministers General Huntziger und seiner Mitarbeiter zum Opfer fielen." — Der Militärbefehlshaber in Frankreich, General der Infanterie von Stülpnagel, stattete in Begleitung des Chefs feines Kommandostabes, Oberst I. G. Speidel, dem Generalbevollmächtigten der französischen Regierung im besetzten Gebiet, Botschafter de Brinon, einen Beileidsbesuch ab. In die austiegende Kondolenzliste im französischen Kriegsministerium in Paris trugen sich unter den ersten Beileidsbesuchern der Botschafter Abetz und der Gesandte Schleier ein. Mit Ge-
Vom Onega-Gee vis zu- Krim.
Was die neue Wochenschau bringt.
Es bleibt eine erstaunliche Tatsache, daß die Wochenschau, zufarnmengestellt aus Den Dokumentaraufnahmen von dreißig, fünfzig, ja achtzig Kriegsberichtern, bei der Vielfalt der Jnhalts- momente und der Verschiedenheit der Aufnahmetechnik trotzdem stets einen einheitlichen Eindruck hinterläßt. Gerade der Streifen dieser Woche, der äußerlich locker zusammengefügt erscheint, macht dies besonders deutlich.
Ob wir die Finnen beim Angriff auf eine Insel ,m Onega-See, den Sturm auf die Halbinsel Krim, den Einmarsch in Charkow oder die Kämpfe vor Moskau erleben, überall schwingt jener kaum zu beschreibende Ton mit, den wir nur als einen Ausdruck ruhiger Siegesgewißheit bezeichnen können, der sich durch blitzende Augen und fröhliche kleine Episoden bei Marschpausen ausdrückt.
Das Wort des Führers, das er — wir sehen ihn unter seinen ältesten Mitkämpfern am Vorabend des 9. Novrnber in München — in feiner letzten Rede sprach, nach dem er das Reich der Sowjets für die Sicherstellung der Ernährung ganz Europas erobert hat, wird durch das Bild belegt.
Schon jetzt sitzen die Bauern dieses Landes in Versammlungen, auf denen ihnen deutsche Männer die ersten Anleitungen zu den großen Ausgaben geben, die ihrer warten. Die schwere und umfangreiche Arbeit, die der Reichsarbeitsdienst nahe an den Feldstellungen, leistet, ist bezeichnend für die Zielstrebigkeit der Tätigkeit, die deutscher Geist auf diesem Boden leisten wird.
Stolze Zeugnisie für die große Leistung der deutschen Infanterie sind die Bilder von den riesigen Rüstungsfabriken des Donez-Gebietes. Vorläufig verödet, so ragen sie dort in die graue Luft. Und wenn ihre Schornsteine einst wieder rauchen werden, dann werden sie Produkte schaffen zum Segen Europas.
Dies alles hat der deutsche Soldat zuwege gebracht. Und deshalb liebt ihn die Kamera. Sie zeigt ihn im Zuge mit den Kameraden, zeigt ihn zu Pferd, im Flugzeug und beim Essen, ja, sie geht an ihn heran, bringt fein Gesicht überlebensgroß auf die Leinwand und zeigt so mit einer einfachen Gebärde, daß der einzelne unbekannte Soldat heute das Anrecht hat, überall der Erste zu sein.
H. H. G.
Das eiferne Sparen beginnt!
Berlin, 13. Nov. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt ist die Verordnung über die Lenkung der Kaufkraft erschienen. Aus diesem Anlaß sprach Staatssekretär Reinhardt über den Beginn des Eisernen Sparens. Der nationale Spartag war ein voller Erfolg. Am 30. Oktober sind allein bei den Sparkassen 230 Millionen Reichsmark eingezahlt worden, und zwar von rund zwei Millionen Sparern. Das ist fast das Doppelte des Vorjahres. Die Zahl De» Sparer bei den Sparkassen hat sich am nationalen Spartag um 208 000 erhöht. 230 Millionen Zuwachs an Spareinlagen und 208 000 neue Sparer allein an einem Tag — am nationalen Spartag»
Hinzu werden demnächst die Eisernen Sparer kommen. Das Merkmal des eisernen Sparens besteht darin, daß der Sparer für die Dauer des Krieges darauf verzichtet, das Sparguthaben zu kündigen. Dafür bleibt er mit Dem Betrag, den er eifern spart, frei von allen Reichssteuern und frei von allen Beiträgen zur Sozialversicherung. Es ist niemand gezwungen, eifern zu sparen. Es kann aber jeder Lohn- und Gehaltsempfänger eiserner Sparer werden.
Er kann von feinem laufenden Arbeitslohn täglich 50 Rpf. oder eine Reichsmark, wöchentlich Drei oder sechs Reichsmark, monatlich 13 oder 26 Reichsmark eifern sparen. Wer Mehrarbeit leistet, kann um 50 v. H. höhere Beträge eifern sparen. Die eiserne Sparerklärung gilt jeweils bis zum Abschluß des Kalendervierteljahres, in dem Der erste Lohnzahlungszeitraum beginnt, auf den sich die Sparerklärung bezieht. Sie verlängert sich um ein weiteres Kalendervierteljahr, wenn der eiferne Sparer nicht drei Wochen vor Ablauf des Kalendervierteljahres etwas anderes bestimmt. Er kann das eiserne Sparen einstellen, und er kann die Höhe des Sparbetrages für bas neue Kalendervierteljahr
ändern. Er kann die Sparerklärung bereits für den Rest des laufenden Kalendervierteljahres wider- rufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Es können auch Weihnachtszuwendungen und Neujahrszuwendungen bis 500 RM. eifern gespart werden. Die eisernen Sparguthaben werden verzinst, mit dem Höchstzinssatz für Spareinlagen mit vereinbarter zwölfmonatiger Kündigungsfrist, gegenwärtig 3’4 v. H. Der eiserne Sparer kann in dringenden Notfällen beantragen, daß ihm das eiserne Sparguthaben bereits vor Beendigung Des Krieges ganz oder teilweise zurückgezahlt wird.
Jede weitere Auskunft erteilt Der Betriebsführer. Wer zum frühestmöglichen Zeitpunkt Damit beginnen möchte, eifern zu sparen, muß das an einem Der nächsten Tage bei feinem Betriebsführer beantragen. Diejenigen, hie ihren Arbeitslohn monatlich ganz im voraus erhalten, können eine Sparerfiärung erstmals für Den Monat Januar 1942 spätestens am 1 Dezember 1941 abgeben. Der Lohn- und Gehaltsempfänger, der feine diesjährige Weihnachtszuwendung oder Neujahrszuwendung eifern zu sparen wünscht, muß die Erklärung spätestens eine Woche vor der Auszahlung abgeben.
Es liegt im Interesse eines jeden einzelnen, den größtmöglichen Tell seines laufenden Arbeitslohnes und feiner Weihnachtszuwendung oder Neujahrszuwendung eifern zu sparen. Er bleibt mit denjenigen Beträgen, die er eisern spart, frei von allen Reichssteuern und frei von allen Beiträgen zur Sozialversicherung. Er sichert sich außerdem die Mittel zur Finanzierung späterer Anschaffungen. Es wird die Zeit kommen, in der die Schranken auf dem Warenmarkt fallen werden und in der Verbrauchsgüter und Gebrauchsgüter für den zivilen Bedarf in größeren Mengen zur Verfügung stehen werden als jemals zuvor.
nebmigung des Militärbefehlshabers in Frankreich hat das französische Kriegsministerium in Paris die Trauerflagge gefetzt.
Marschall Petain hat an den Führer folgendes Telegramm gerichtete „Ich war tief gerührt von den Beileidsbezeugungen Eurer Erzellenz für den tragischen Tod des Generals Huntziger und feiner Offiziere, und ich danke Ihnen Dafür lebhaft." Die französische Regierung hat beschlossen, ein Staatsbegräbnis für Die Opfer der Katastrophe zu oer- anftalten. Eine Trauerfeier findet in Der Kirche St. Louis in Vichy statt. Anschließend wird ein Vorbeimarsch der Truppen erfolgen. Zur gleichen Zeit wird auch in Paris ein Trauergottesdienst veranstaltet werden. — Wie das französische Luftfahrt- Ministerium noch mitteilt, handelte es sich bei dem verunglückten Flugzeug um eine Potez-Maschine mit wer Motoren, die nur in einer Ausführung gebaut worden ist. Sie entwickelte eine Geschwindigkeit von 320 bis 350 Kilometer in der Stunde. An Bord des gleichen Flugzeuges hatte Fliegergeneral Bcrgeret einen Flug nach Syrien während des syrischen Feldzuges unternommen. General Hunt- ziger hatte m t dieser Maschine in Afrika bereits 12 000 Kilometer ohne jeden Zwischenfall zurück- gelegt.
London in Verlegenheit.
Genf, 13. November. (DNB.) Die starke Beachtung, die die jedem Völkerrecht hohnsprechende Behandlung Des deutschen Konsuls Gerlach in Groß- britarmien gefunden hat, veranlaßte jetzt auch die britische Nachrichtenagentur „Exchange Telegraph", 3U diesem Thema Stellung zu nehmen. Man macht sich Das in London sehr bequem und bestreitet einfach, daß Gerlach jedem diplomatischen Brauch zuwider im Tower geschmachtet hat und wie ein Verbrecher behandelt worden ist. Das englische Büro greift nur den Zwangsaufenthalt des deutschen Diplomaten und seiner Familie auf der I n f eJ Man heraus. Der im allgemeinen den völkerrechtlichen Regeln entsprochen hat, vergißt aber die 4V- Monate, während der der deutsche Konsul vor dieser Zeit in her unglaublichsten Weise behandelt worden ist. Im übrigen gibt „Exchange Telegraph" am Rande zu, daß her „Fall Gerlach nochmals überprüft" werden soll. Mit anderen Worten: den Bri- ten ist es angesichts her scharfen Anklagen gegen hie britifdyen Methoden, die das Recht jedes anständigen Menschen ohne Not mit Füßen traten und angesichts der Empörung in der Welt über den Fall Gerlach und die skandalöse Behandlung der deutschen Kolonie im Iran ungemütlich in ihrer Haut. Sie wollen nun her Weltöffentlichkeit gegenüber ben
blamablen Eindruck zu verwischen suchen, was ihnen allerdings nicht gelingen wird.
©er Ruröenaufftanö ’m Irak.
Saloniki, 13. November. (DNB.) Die Lchut- hierung des Kurdenaufstandes im nördlichen Irak und in ben kurdischen Gebieten Irans bereitet ben britischen Behörben Sorgen. Nachbem her britische Vorschlag, burch Einbeziehung kurdischer Minister in bas Kabinett Nuri Said ben Ausstanb im Irak zum Abflauen zu bringen, einerseits an den irah- scheu Bedenken gegen eine solche Kombination, andererseits aber auch an der Haltung kurdischer Kreise gefcheitert ist, haben die britischen Militärbehörden die britische Agentin Freya Stark sowie ben Agenten Major Egmont in bas Aufstanbsgebiet entsandt, um Fügung mit ben Aufständischen zu nehmen. Sie sollen den Kurden ben Vorschlag eines vereinigten felbftänhigen K u r b e n st a a t e s unterbreiten. Für einen solchen kämpften bre Kurden auf Grund englischer Besprechungen bereits in ben Nachweltkriegsjahren, ohne jedoch ihre Ziele ver- wirklk'cht zu sehen. Auch der britische Botschafter m Bagdad, Cornwa11is, ist mehrfach unter Umgehung der irakischen Regierung direkt mit der kurdischen Delegation in Fühlung getreten.
Kleine politische Nachrichten.
In Nordafrika griff die Luftwaffe der Achsenmächte Ziele in Tobruk mit Erfolg an. Deutsche Flugzeuge belegten einen feindlichen Flugplatz mit Bomben. Dabei wurden abgestellte Flugzeuge zerstört und weitere beschädigt.
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Bei dem Luftangriff auf Neapel in der Nacht zum 12. November schoß hie Bobenabwehr ein feindliches Kampfflugzeug ab, das in Richtung des Hafens ins Meer stürzte. Die Zahl her festgestellten Verluste stieg von sechs auf sechzehn Tote und 34 Verwundete.
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Im Park von Malaga wurde ein Gedenkstein zu Ehren der in der Nähe der Stadt am 30. April 1937 gefallenen sieben deutschen Freiwilligen der Legion „Condor" eingeweiht. Dem feierlichen Akt wohnte eine Abordnung der deutschen Botschaft, Vertreter der Behörden von Malaga und führende Mitglieder der gelange bei.
Aus aller Welt.
Eine nachgelassene Symphonie Siegfried Wagners.
In einem Mannheimer Akademiekonzert gab Karl Elmendorfs die erste Gelegenheit, ein Werk öffentlich zu hören, das Heinz T i e t j e n bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen vor den Mitwirkenden als eine besondere Ueberraschuna auf- geführt hatte, nämlich eine hinterlassene Symphonie Siegfried Wagners, die zwischen 1915 und 1927 entstanden ist. Der Meister Des volksnahen Märchentones spricht aus diesem Werk. In eine weitgespannte Form ist eine Fülle reizvoller Einfälle verstreut. In dieser Symphonie werden keine tiefen Probleme gestellt, es gibt keine dramatischen Spannungen, aber es herrscht ein frischer Zug volksnaher Musizierfreude, ein musikalischer Humor, her entspannt unb erfreut Immer wieher bricht eine herbe Fröhlichkeit burch. Die im breiten Scherzo Triumphe feiert unh einen wirksamen Kontrast zu her herzlich-schlichten Melodik bes langsamen Satzes und her lyrisch-romantischen Epi- toben bilbet Das effektvolle Werk würbe von ElmenbÄff unh hem Nationaltheater-Orchester ganz im Geiste hiefes Meisters eines volksnahen Musizierstiles erschlossen unh sand bei Den Zuhörern freuDige Z ustimmung. C. J. B.
3n Schutzhaft.
Vor einiger Zeit erschien nach Mitternacht auf einem Polizeirevier in Erfurt Die 22jährige Elsa R. und gab an, daß sie von einem unbekannten Mann überfallen worden sei. Das junge Mädchen bat Darum, in Schutzhaft genommen 3U werden. Es bedurfte umfangreicher Ermittlungen, um festzustellen, baß bie ganze Angelegenheit auf Schwindel beruhe. Elsa R. mar, wie sich herausstellte, in lustiger Gesellschaft länger von zu Hause fortgeblieben, als si? es bürste, und sie befürchtete Seftrafung von ihrem Stiefvater. Aus diesem Grunde hatte sie das Märchen von hem UeDerfall erfunden. Die phantasiebegabte Bummelantin, bie die Polizei in unnötiger Weife bemüht hatte, wurde wegen groben Unfugs vom Erfurter Amtsgericht zu drei Wochen Hast verurteilt.
Schwere Sturmschäden in Belgrad.
Am Verlagsgebäude der Belgrader Zeitung „Ob- riova" und des Belgrader illustrierten Blattes „Dom i Svet" wurde durch den scharfen Ostwind eine Wand eingedrückt, so daß das Dach des Gebäudes einstürzte und mehrere Mitglieder her Redaktion unter sich begrub. Zwei weibliche An« gestellte wurden tot und ein Schriftleiter schwer oer* letzt unter ben Trümmern hervoraezogen.
Karin Grunelius
Roman von GuiöoK.Vranö
27.Fortsetzung (Nachbruck verboten.)
Thomas setzte sich wieder. Er schien ihr jetzt älter als er war, unb seine Figur hatte etwas Bäuerisches an sich. Sie hätte sich kaum gerounbert, wenn er angefangen hätte, von her Arbeit zu erzählen, die noch auf dem Felde zu tun war.
Entweder gab er sich nicht bie geringste Muhe, etwas vor ihr zu verbergen, ober er schien gar nicht Darauf zu achten, baß noch jemanb außer ihm im gleichen Zimmer war. Daß es nicht eine gespielte Szene war, erkannte sie an her völligen Abwesenheit, aus her heraus er sie anrebete. Als hätte er mit ihr schon eine Zeitlang Zwiesprache gehalten, sagte er: „Ja, wissen Sie, wenn wir finben, was Gruber vermutet, können wir uns einen Namen machen. Ich habe schon vor meinem Urlaub eine Versuchsreihe burchprobiert, bin aber nicht weit gekommen. Vielleicht müssen wir die GrunDanordnung ändern. Oder es kann auch die Richtung falsch sein."
Er zog aus der Schublade ein kleines schwarzes Heft, fuhr mit feinem Zeigefinger ein paar Seiten auf unb ab, las eine Reihe von Zahlen unb Temperaturen vor, erklärte, ohne baß er Karin überhaupt gesagt hatte, worum es sich banbelte, ben systemati- jchen Ausbau einer physikalischen Analyse, vermutete eine spezifische Funktion unter bestimmten Voraussetzungen, bie sich aus bem Zusammenklingen von Antimonchlorib unb Chloroform ergaben und eine Abweichung von den bisher bekannten Jsoprenmole- külen herbeiführen sollten
Fast zehn Minuten lang dozierte Thomas über bleie Frage, mit allen Wenn unb Aber ihrer Mög- lichkeiten, grübelte sich in einen unburchDringlid) kheinenben Raum hinein unb schwenkte mit einer kühnen Geste auf ein angrenzendes theoretisches
Gebiet. Wie ein Magier entwickelte er an der 6- Ascorbinfäure bie Kunftgejetze Der orguü'chm Chemie, so daß Karin eine ungeheuer plastische Vorstellung, ja ein beinahe raumhaftes Gesicht von der Struktur und dem Aufbau einer sich mechanistisch ausnehmenden Formel hatte.
Darüber hinaus aber hatte sie bas Gefühl, als würben in Thomas zu gleicher Zeit zwei Menschen sichtbar. Der eine vollbepackt mit Wilsen unb erb= Haftern Derwurzeltsein, voll Schwere, der anbere voller Leichtigkeit her Formulierung, eleganter Geistigkeit, bie jeglichen Gegner aus bem Hinterhalt lockt und ihn mit löblicher Sicherheit ‘trifft.
Erft nach einiger Zeit hatte sie herausgefunben, baß es sich um bie ben Vitaminen angehörenbe Bios-Gruppe hanbelte, von benen man noch nicht recht wußte, welche Bebeutung sie für den Menschen hatten.
„Eine wunderbare Aufgabe ist das ja!" frohlockte sie „Und ich soll diese Arbeit weiterfuhren? Allein?" kam es zaghaft nach. Sollte sie zugeben, daß sie so viel Laboratoriumserfahrung gar nicht hatte? Würde er sie nicht auslachen ober vielleicht feine Ueberlegenheit fühlen lassen? Denn schon in dieser Stunde spürte sie, daß sie ihm nicht gewachsen war. Vielleicht hätte sie das aber nicht so unangenehm empfunben, wenn sie nichts anderes gewußt hätte, als baß er der erste Assistent von Professor Gruber war
Sekundenlang kam sie sich ihm gegenüber wie eine Schülerin vor
"Ja, natürlich sollen Sie das allein machen. Haben Sie übrigens keinen Doktor? Das wäre vielleicht ein Thema für Sie! Ich könnte mit Gruber Darüber sprechen!"
- Muß bas fein? In Kapstadt, das heißt auf den englischen Universitäten, ist das ahbers. Don ihren Graden habe ich nichts gehalten und ich weih auch gar nicht, ob sie in Deutschland anerkannt werden", luchte sie sich zu wehren . Wenn Sie meinen, kann ich ja das Examen nachholen!"
I Es sollte wie eine kühle Verteidigung klingen, aber mehr als ihr lieb war, schwang ein bittender Unterton mit.
„Selbstverständlich wird das gemacht! Lesen Sie -sich das mal durch. Oder besser noch, mir fangen । gleich eine neue Versuchsreihe an!"
j Mit einer jungenhaften Lebhaftigkeit sprang er , auf unb holte aus seinem Schrank seinen Labor- I kitte! heraus, her im Gegensatz zu dem Karins schon ziemlich abgenutzt und schmutzig war. Er klingelte unb rieb sich die Hände, wie im Vorgefühl eines Erfolges.
„Noch ein Wort über unseren Diener, genannt der Wurzelsepp Er betreute nämlich früher ben Universitätskräutergarten, daher sein Spitzname. Aber er ist auch so ein Original, kennt ben Atom- | aufbau bes Ergosterins ebenso gut wie er weiß, | bah beim Methylieren her enolischen Hydrolyre her Ditamincharakter verschwinbet. Er hat mehr Ahnung von der Materie als mancher Student im vierten Semester."
Die Pause, bis her Diener kam, benutzte Bröger merkwürbigerweise bazu, um mit einem Kamm, den er aus der Seitentasche bes Mantels heraus» holte, bie Haare zu kämmen unb sich hie Krawatte fester zu binden. Er machte Dabei einige Bewegungen, die eine ganz neue Seite seines Wesens Zeigten Er schien eitel zu fein. Oder war es die äußerliche Ordnung, eine Ausstrahlung seiner geizigen Exaktheit? In Sampieri wenigstens hatte sie das nicht an ihm beobachtet. Er war also ein Mensch, der sich teilen konnte.
„Aber wie gesagt sonst können Sie mit unserem Wurzelsepp Pferde stehlen. Besonders dann, wenn Sie etwas von ben Bakteriologen brauchen."
Die letzten Worte klangen schon in das Geräusch her sich öffnenden Tür hinein, durch die ein kleiner, stark ur icrfeßfer Mann mit eincm v-rs«hm"Cp'? Gesicht, geröteter Nase und einer zierlichen Locke des noch als Rest verbliebenen schwarzen Haares eintrat.
„No, also.' Da fan mr ja, Frailn ©runelius! Kva Wort hab i bem Herrn Doktor gsagt Eine lieber« raschung hals sein solln? No und wie hab i dös gmacht. I woas scho Bescheid vom Herrn Geheimrat. Passens auf, Herr Doktor Bröger, da hamS I eine Konkurrenz kriagt! Eine Konkurrenz sag t Eahna! Also was mir der Herr Professor gesagt hat, sollns ja an fulminantes Wissen ham f?railn Grunelius, an ausnehmend fundiertes. I glaub, mr können uns gratuliern!" wandte er sich zwischen Bröger unb Karin, bie über den Wortschwall eini» । germaßen erstaunt war, hin unb her. „Und i bin also der Wurzelsepp. Hoffentli hasts Eahna der Herr Doktor gsagt. Und eins no grundsätzli, ih unserem Labor is immer Zufriedenheit, eitel Freud und affrat so, als ob mr eine große Famili roäm, gcllns, Herr Doktor?"
Bröger konnte es nur bestätigen, unterband aber ben Redefluß des Sepp mit der Bitte, einige Säuregläser unb chemische Reagenzien nachzufüllen.
„So, so, sans wieder bei den Bios? Ein wun» berbares Thema, Frailn Grunelius. Da wann mr brauffemma, nir fagn!" Er klopfte dreimal mit ieinen runden Knöcheln an bie Tischkante, als mollte er einen Fehlschlag fortbeschwören.
Karin stützte sich mit weit ausgebreiteten Armen auf bie Gasröhre, die den Tisch entlang lief und schaute erwartungsvoll, von innerer Erreaung glühend, über bas regellose Bild, in bas sie selbst । wie ein dazugehörenber Teil hineinwuchs als sie ein Reagenzglas in die Hand nahm unb Brögers i Stimme hörte: „Nehmen Sie mal Antimonsäure, । wir können ja den Versuch wiederholen."
I In diesem Augenblick fiel ein Sonnenstrahl auf bie gelblichbraune Flüssigkeit, und es schienen tausend kleine Kristalle darin aufzuglitzern Die perlend in bie Tiefe sanken. Dahinter aber sah sie Zwei grohe Augen auf sich gerichtet, denen sie nicht ausweichen konnte.
(Fortsetzung folgt)
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Licht geht auch um drei Ecken herum! Das wird bei der Verdunkelung oft vergessen. Wenn, ein Roll- Vorhang nicht breit genug ist und nicht g c ■ nug anliegt, schleicht sich das Licht an den Seiten herum und bringt ins Freie. Wir wollen unsere Derdunkelungsvorrichtungen daraufhin überprüfen. Rollvorhänge an den Fenstern müssen breiter als das Fen ft er sein und an der Wand gut und lichtdicht anliegen.
Oie Sucht nach Zigaretten führte ins Zuchthaus
Lpd. F r a n k f u r t a. M., 12. Nov. „Wer sich an Feldpoftväckchen vergreift, muß ins Zuchthaus kommen , so hieß es vor dem Sondergericht Frankfurt a. M., als die Verurteilung des 47jährigen Poftfacharbeiters Philipp Stricker er°
t mit f etdfytt cfcf;
,m mal ein guWr Wurf geglückt. Genau so freut sich jedermann, der MAGGI5 SUPPEN kriegen kann!
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Höchster Wurf beim ,,langen Heinrich^*
Keinem Reifenden ist in den Abteilen der Deutschen Reichsbahn wohl das bekannte Schildchen entgangen, das unwillkürlich bei einer mehr oder weniger langen Eifenbahnfahrt feine Aufmerksamkeit erregt. „Vorsicht bei Gesprächen! Feind hört mit!" Diese Mahnung aus strenger Kriegsnotwendigkeit heraus hat sicherlich ihre Wirkung in den verflossenen beiden Fahren auf die Gesprächigkeit vieler Volksgenossen nicht verfehlt. Aber nicht nur hier ha- den wir dem Feind und seiner Spionage in betonter Stummheit ein Schnippchen geschlagen, sondern ihm auch noch auf einem anderen Gebiet die Quellen aur Befriedigung seiner Wißbegier ein für allemal verstopft. Denn der Feind kann nicht nur mit« hören, sondern auch mit lesen. Und die Zeitung als solche könnte ihm da manchen Fingerzeig geben, wenn wir ihm das nicht schon seit langem versalzen hätten.
Sicherlich stellt mancher Zeitungsleser die Frage, warum denn seinem Interesse oder auch seiner Neugier dies oder jenes von der Tagespresse vorenthal- ten wird. Die Antwort ist sehr leicht zu geben und lautet: Weil nicht nur der politisch zuverlässige deut- sche Volksgenosse unsere Zeitungen lieft, sondern weil auch der Gegner in ihnen mit angespanntester Aufmerksamkeit herumschnüffelt, um auf etwas für ihn Wissenswertes zu stoßen. Es ist z. B. begreiflich, daß die Bewohner einer Stadt, die in der vergangenen Nacht einem britischen Luftangriff getrotzt haben, gewissermaßen aus Lokalstolz und, wie um eine Auszeichnung zu erhalten, erwarten, daß der Name ihres Ortes im nächstfolgenden OKW.-Bericht erwähnt wird. Sie hoffen auch noch ferner,
und unruhig Schlaf aind oft Folien von Blähungen oder Verttopfuni. Geben Sie Ihrem Funde ,,Kufehe , et bleibt dann vor Verdauunßaatörunßen bewahrt, iat ruhiß, zufrieden und ach la ft durch.
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schuhmlttel, regen- und sogar mückenstichsichere Strümpfe wurde nachdrücklich hingewiefen. Em besonderer Anziehungspunkt dieser Modenschau War wieder das Verwandlungskleid, das sich mit Hilfe von einfach auszuwechfelnden Garnituren für sechs verschiedene Gelegenheiten zurechtmachen läßt. Eine Kollektion hübscher Nachmittagskleider und eine ge- schmackvoll zusammengestellte Auswahl vckn Brautkleidern bildeten den Schluß der Modenschau, die sich guten Besuches erfreute und lebhaften Anklang fand.
wenigen Tagen leider eine Persönlichkeit vergessen worden, die unter den ersten genannt zu werden verdient: Max Reger. Als Solist wie als Dirigent seiner Meininger wird der große Tonschöpfer manchem Konzertbesucher noch in bester Erinnerung sein.
Das erste Solistenkonzert im Jubiläumsjahr des Gießener Konzertvereins findet am kommenden Sonntag in der Universitätsaula statt. Wilhelm Backhaus, dessen Entwicklungsgang von der Zeit seines Auftretens als Wunderkind über die Zeit feiner Militärjahre während des Weltkrieges bis zu den Jahren feines ausgereiften Könnens wir in Gießen kennenlernen konnten, veranstaltet einen Klavierabend, an dem der Künstler Werke von Bach, Schubert, Brahms und Chopin zu Gehör bringen wird.
, Für unsere Kinder!
Wißt ihr noch, wie wir uns gefreut haben, wenn Großmutter uns die schönen Märchen pom Rotkäppchen, von Dornröschen, von Hänsel und Gretel, und wie sie alle heißen, erzählt hat? Auch heute noch ist die Liebe zu schönen Märchen gleich groß. Das sehen wir immer wieder, wenn der Groß- deutsche Rundfunk am Sonntagnachmittag feine Märchenfendungen bringt und unsere Kinder an dem Lautsprecher lauschen.
Noch viel schöner aber ist es, wenn zu den Märchen auch dieMchtigen Bilder kommen. Diese große Freude können wir unseren Kindern am kommenden Wochenende machen, wenn die Sammler der Deutschen Arbeitsfront bei der Straßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes
als Zeichen des freiwilligen Opfers, das jeder Volksgenosse gibt, zehn alte, deutsche Volksmärchen überreichen. Die schönen Märchenbücher werden sicher sehr gefragt fein, und wer es kann, wird für sie gern eine größere Spende geben.
Wintermodenschau im (5afs Wien.
Unter Mitwirkung namhafter deutscher Firmen aus der Damenmode- und Bekleidungsindustrie veranstaltete I. M. Ewald Langen, Köln-Leverkusen, in den letzten Tagen eine Wintermodenschau im Cafs Wien. Die Ansagerin Erna Manien, von früheren Veranstaltungen hier bereits bekannt, wies in ihren Erläuterungen darauf hin, daß die Vorführungen keine unerfüllbaren Wunschträume wecken, sondern praktische Anregungen zu einer möglichst geschickten und zweckdienlichen Ausnutzung der Kleiderkarte und einer befriedigenden Lösung der jeder Frau am Herzen liegenden Punktfrage geben wolle. Den Anfang machten felbftgenrbeitete Pullover und Handarbeitskleider, wobei auf die vielfältigen Möglichkeiten der Verwendung von alten Stoffen und Resten aufmerksam gemacht wurde, wie überhaupt auf die heute durch technisch vervollkommnete Schnittmuster sehr erleichterte Selbstanfertigung Gewicht gelegt wurde. Man sah — in modernen Farben und Formen — meist sehr geschmackvolle Kleider für die verschiedensten Zwecke, auch für unterschiedliche Altersstufen und Figuren, ferner Kostüme und Mäntel, wie sie die neue Mode bevorzugt. Reizvolle Möglichkeiten ergeben sich gerade heute für die Anfertigung von Kleidern aus zweierlei Stoff. Auch auf wasserabstoßende Regen-
in ihrer Zeitung eine genaue, möglichst bebilderte Schilderung über den Ablauf dieses Angriffes zu lesen, und sind bann oft enttäuscht, wenn weder das eine noch das andere der Fall ist. Sie vergessen aber, daß es geradezu ein Wahnsinn wäre, dem Feind schwarz auf weiß die Route feines Terrorfluges durch Nennung von Ortsnamen anzugeben. Und wenn das britische Luftfahrtministerium viel- leicht in die Welt posaunt, in der und der Stadt wäre dieses ober jenes Werk zerstört worben, was in Wirklichkeit gar nicht der Fall ist, soll da bie Zeitung schreiben: „O nein, ihr Engländer, bas stimmt ja gar nicht, bie Bombenreihe liegt ja brei- hunbert Meter neben dem Ziel in offenem Gelände!" Den Teufel wird sie tun! Denn durch solche Angaben lieferte sie dem Feinde ja nur die Möglichkeiten an die Hand, feine Angriffstaktik zu über, prüfen, feinen Zielanflug zu korrigieren, um im nächsten Falle besser und dann tatsächlich zu treffen!
Im übrigen: wann in Verbindung mit britischen Bombenangriffen Ortsnamen genannt und wann sie nicht genannt werden, muß der deutsche Volksgenosse vertrauensvoll der militärischen Führung überlassen. Diese weiß genau, was sie da zu tun und dort zu unterlassen hat, und sicher ist vielen Städten schon manches dadurch erspart worden, weil sie vor der Öffentlichkeit einmal nicht ober überhaupt nicht namentlich genannt würben.
Aehnlich kann es sich auch in anberen Fällen verhalten, wo aus bestimmten Grünben bestimmte Vorgänge nicht publiziert werden, um der Feindpropaganda die Möglichkeit zum Mitlesen zu nehmen!
Aus der Stadt Gießen.
Nichts darf verderben!
Das kann man oft sagen hören, besonders wenn man jemanden dabei ertappt, wie er gerade im Mülleimer ober sonstwo etwas verschwinben lassen will, bas er an Eßbarem hat Derberben lassen. Aber nicht nur in ber Stabt kann man bas hören, auch auf dem Lande werben manchmal aus Unachtsamkeit Nahrungsmittel bem Verderb ausgesetzt ober für bie menschliche Ernährung bestimmte Erzeugnisse dem Vieh als Futter vorgeworfen. Beibes darf unter keinen Umständen fein. Nicht etwa, weil uns der Mangel an diesen Dingen dazu zwingt, sondern weil es ein Unrecht ist, wenn wir das, was wir mühsam errungen haben, verfüttern, ober gar was mir anberrocitig besser verwerten könnten, aus Leichtsinn oder Unachtsamkeit verderben lassen. Die „Bißchen" geben in ihrer Gesamtheit ein Viel: ja sie sind sogar in ber Lage, sich auf unsere Marktleistung auszuwirken. Je sparsamer gewirtschaftet wird, desto größer ist unsere Marktleistung. Unser Landvolk sollte daher darauf achten, daß auf dem Felde, in den Scheunen und im Stall nichts verdirbt.
Auch bei der Pflege des Viehs kann man nicht sorgsam genug sein. Eine solche Pflege wird sich stets, fei es in der Milchwirtschaft, der Schweine- zücht ober in ber sonstigen Tierhaltung, durch höhere Leistung lohnen. Die Parole „Kampf dem Verderb" hat dem Landvolk nicht unwesentlich in seinem Ringen um die Nahrungs- und Rohstofffreiheit D"utschsanbs geboten. S'e gilt in alei^roßem Maße für den Erzeuger Wie man mit den Futtermitteln richtig und sorgfältig umgeht, damit nichts verdirbt, muß allen damit Beschäftigten zur Selbst- verständlichkett werden.
Die Maschinen und Geräte wdllen ebenfalls pfleglich behandelt fein, weil schwer Ersatz zu haben ist und weil sie so stets einsatzbereit sind und den Geldbeutel des Bauern dann am wenigsten belasten. Bei 'den Instandsetzungsarbeiten an den Maschinen lernt man aber noch, sie vollkommen zu beherrschen und sich daher auch vor Unfällen besser zu schützen.
An der Erhaltung der Arbeits- und Leistungs- traft haben wir alle größtes Interesse. Deshalb muß neben dem Ruf „Kampf dem Verderb" auch überall die Mahnung „Verhütet Unfälle und Schäden" beherzigt werden. Freude an der Verantwortung und Leistung, die der stärkste Auftrieb für neue Leistung ist muß uns alle beseelen, denn je lieber man seine Arbeit tut, desto leichter geht sie von der Hand und um so besser ist die Zusammenarbeit mit allen andern.
Dornotneri.
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 19 Uhr „Nora". — Gloria-Palast, Seltersweg: 14 Uhr „Schneewittchen"; „Wetterleuchten um Barbara". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kleine Mädchen — große Sorgen".
Gießener Konzertring.
In ber Zahl namhafter Künstler, die der Gießener Konzertverein im Verlaufe seiner 150jährigen Ge- schichte kennenlernen durfte, ist in der Notiz vor
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folgte, der als Volksschädling wegen fortgesetzten Verbrechens nach den Paragraphen 348, 349 u. a. StGB, zu V/2 Jahren Zuchthaus, 100 RM. Geldstrafe und drei Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. Der Angeklagte hatte sich wiederholt an Feldpoftfendungen vergriffen, die an Soldaten gerichtet waren. Als man ihn festnahm, hatte er zwei Päckchen Zigaretten in der Tasche, die aus einer der Sendungen stammten. Der Angeklagte, der mit dem Sortieren der Feldpostsendungen beschäftigt war, hatte es auf Zigaretten abgesehen und gab zu, daß bie Sucht nach Rauchen für ihn bie Veranlassung war, sich an .Postgut zu vergreisen.
Ebenso,wi^bieser Angeklagte verging sich als Beamter ber 35sährige Postfacharbeiter Otto Vogel, der auch- der Zigaretten wegen sich einen Feldpostbrief aneignete. Er war gleichfalls nicht nur mit mechanischer Arbeit betraut, sondern hatte auch zu sortieren. Der Angeklagte, ber als Volksschäbling angesehen würbe, erhielt 14 Monate Zuchthaus, 50 RM. Gelbstrafe und drei Jahre Ehr- verlust.
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Werden die vorbezeichneten Unterlagen nicht unverzüglich nach dem Ankauf vorgelegt, so ist mit einer späteren Genehmigung der Hausschlachtung nicht zu rechnen.
Gießen, den 11. November 1941.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B.
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Tieferschüttert erhielten wir am 30. Oktober die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, einziger, hoffnungsvoller Sohn, mein unvergeßlicher Bruder, Schwager, Pate und Neffe
Heinrich Döring
Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment, bei den Kämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung am 3. Oktober gefallen ist. Er starb im blühenden Alter von 23 Jahren, für uns zu früh, doch war es Gottes Wille. Wer ihn gekannt, der weiß, was wir verloren. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung.
In tiefem Leid:
Philipp Döring 4. und Frau Helene, geb. Schneider [Gisela. Wilhelm Peter und Frau Anna, geb. Döring, nebst Patin Großen-Buseck, November 1941.
Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 16. November, nachmittags um 4'/* Uhr in der Kirche zu GroBen-Buseck statt.
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Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein innlgstgeliebter Madn, unser unvergeßlicher, guter Sohn und Schwiegersohn, unser lieber jüngster Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Pate
Obergefreiter Heinrich Rinn
Schütze in einer M.-G.-Kompanie
Inhaber des E. K. II. KL und des Westwallabzeichens
am 10. 10.1941 In den schweren Kämpfen im Osten, im blühenden Alter von 28 Jahren, sein junges Leben lassen mußte». Wer ihn gekannt, der wird ihn nie vergessen.
In unsagbarem Schmerzi
Gertrud Rinn, geb. Schubecker
Familie Heinrich Rinn (Eltern), Anna Rinn Familie August Rinn, Familie Robert Rinn Karl Rinn (z. Z. im Felde) und Familie Paul Rinn (z. Z. im Felde) und Familie Familie Ewald Medebach Familie Wilhelm Strackbein
Familie Wilhelm Schubecker (Schwiegereltern)
Willi Bender (z. Z. im Felde) und Familie Familie Otto Valentin
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Am 4. d. M. erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager,Onkel u.Pate
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Gefreiter in einer Panzer-Jäger-Kompanie bei den schweren Kämpfen im Osten, westlich Rudnja, am 1. Oktober im Alter von 30 Jahren den Heldentod starb.
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