Dienstag, 14- ©ffober Ml Gießener Anzeiger Bisher 350000 Gefangene in der Doppelschlacht von Brjansk und Wjasma D31D. Aus, dem Führerhaupt quartier. 1 planmäßiger Verlauf der Operationen kt. tetannh 14 bis 1 pelroskoi-Aenislinna.dieHauplstadtOstkareliens WM itiD b>fl , c) 36 bi; 46 bis 56. m heutig lufgetriebn l 10 bis LI )is 16 M mb, es ver Die Zahl der in der Doppelfchlacht von Brjansk Md Wjasma bisher eingebrachlen Gefangenen ist auf mehr als 3 5'0 0 0 0 gestiegen. Sie ist n Sie bei nemerkül band M ift an br isch-Parltt m. l-l. Jahrgang Nr. 244 Erschein! täglich außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gegners wurde ein sowjetischer Verband eingeholt und vernichtet. 1100 Gefangene und 33 Geschütze r Fielen in unsere Hand. 3m Kampfraum 0 stwärts I des Dnjepr hat ein kroatisches Regiment die I Feuerprobe bestanden. Die Vernichtung der bei Wjasma eingeschlofje- | ien Kräfte sieht vor dem Abschluß. Vor Leningrad wurden wiederholte Aus- r bruchsversuche unter schwersten Verlusten des Geg- I eers abgewiesen. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt ■ irlegswichtige Anlagen in Moskau. 3m Kampf gegen Großbritannien griffen I Lampfflugzeuge in der Rächt zum 13. Oktober das । Znduskriezenlrum Manche st er sowie die hafen- I kadt hüll mit guter Wirkung an. Weitere Luft- och ständig im Wachsen. Alle Ausbruchsversuche zurückgewiesen., Fechter! d im Oh 1940 beitf. Bei Einfluqsversuchen 19 Britenflugzeuge abgeschoffen. Berlin, 13. Okt. (DND.) Montagnachmittag flogen mehrere Verbände britischer Kampfflugzeuge unter starkem Jagdschutz in das Kü st enge biet bei Calais ein. Starke deutsche Abwehr verhinderte die Briten, planmäßig anzugreifen und fügte der britischen Luftwaffe wieder schwere Verluste zu. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden eine Bristol-Blenheim und 18 Spitfire-Jagdflugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen. « diesem Röt, r*e?es d-r .Senehmiit jnen W. Ältestenrat Mrerrcd lk der Eoi, r aus, füfl neiter $0:. lerkennenb« Deranstai. über bas ntermonol» ' Noti 11 $naj jch1- Freitag, Staffelführer in einem Sturzkampfgeschwader, und Oberleutnant B ö r st, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader. Ein kühner Gefreiter erhielt das Ritterkreuz. Berlin, 13. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Gefreiten Herbert Stoeckert, MG.-Führer in einer Infanterie-Kompanie (mot.). Gefreiter Stoeckert, geboren 1920 in Neuzelle (Kreis Guben), hat sich bereits bisher im Abwehrkampf gegen die Sowjets wiederholt durch besonderen Schneid ausgezeichnet und dafür an 18. August 1941 das EK. II und am 2. September das E. K. I erhalten. Danach hat er sich bei vier Spähtrupps über die Dnjepr-Jnseln südlich Nikopol, zu denen er sich freiwillig gemeldet hatte, erneut hervorgetan. Am 9. September stieß der in Zugstürke über die Dnjepr-Jnseln angesetzte Spähtrupp, an dem Stoeckert wieder teilnahm, plötzlich auf zehn feindliche Boote, während die Masse des eigenen Spähtrupps sich noch weiter rückwärts befand. Ohne Befehl abzuwarten, sprang Stoeckert in einen Kahn und erreichte trotz heftigen Feuers das andere Ufer. Dort hielt er mit seinem geschickt in Stellung gebrachten MG. die Sowjets so lange nieder, bis die Masse des Spähtrupps ebenfalls überqesetzt war. Der durch den selbständigen Entschluß des Gefreiten Stoeckert herbeigeführte Erfolg war für die Führung außerordentlich wertvoll, weil die bei diesem Spähtrupp einqebrachten Gefangenen wichtige Aussagen über die Stärke und Zusammensetzung des Gegners machten. Der tapfere Gefreite wurde bei diesem Spähtruppunternehmen lebensgefährlich verwundet. angriffe richteten sich gegen Flugplätze und Hasenanlagen in Ost- und Südostengland. Ein Kampfflugzeug versenkte ostwärts Great D a r m 0 u t h ein Handelsschiff von 8000 BRT. Fernkampfbatlerlen des Heeres und der Kriegs- marine beschoß mit beobachteter Wirkung die Funkanlage von Dover. 3m Kanatgebiet schossen deutsche 3äger am gestrigen Tuge sechs, Vorpostenboote zwei britische Flugzeuge ab. 3n Rordafrika führten deutsch-italienische Truppen in der Rächt zum 10. Oktober vorT 0 bruk einen erfolgreichen örtlichen Angriff durch. Ein von panzern unterstützter britischer Gegenangriff wurde abgewiesen. 3n der Rächt zum 12. Oktober wurden Stadt und Hafen von Tobruk bombardiert, in Luftkämpfen fünf britische 3äger abgeschossen. 3n der letzten Rächt flog eine größere Anzahl britischer Bomber nach Rordwest-, West- und Südwestdeutschland ein und warf an zahlreichen Orten Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hotte Verluste an Toten und Verletzten. An verschiedenen Orten wurden Gebäude zerstört oder beschädigt. Rachtjäger schossen neun, Flakartillerie vier britische Bomber ab. at: ir ; Füße! I gegen Bern überall- rrühren, trat! Wenn or übennü- , 60 HL»! w h° ft N ,®Qr- 6i«( lne"s at,, Äs Bukarest, Anfang Oktober 1941. Kaum hat man Bukarest verlassen, spürt man schon den leichten Wind des Baragan, der heute über eine riesige Ebene weht, von der die undurchdringlichen Buchenwälder längst erbarmungslos abgeholzt und verschwunden sind. Dieser erste Eindruck von Ebene und Weite geht sehr schnell über in die klare Luft der Berge, die schnell ansteigen, wenn kaum die letzten Bohrtürme von C a m p i n a hinter uns liegen. Nach Kronstadt reiht sich ein deutsches Dorf an das andere, gleiche Häuserfronten, dicht geschlossene Mauern. Erst allmählich, nach mehrerem Stunden Fahrt, kommt man in rein rumänische Gebiete, unterbrochen von gutgepflegten Schloßbauten ehemaliger ungarischer Großgrundbesitzer. Bei R a d n a verlassen wir die Ueberland- straße Hermannstadt—Arad, und bald grüßt uns die prachtvolle Barockkirche des Bulgarendorfes V i n g a. Hier haben bulgarische Siedler in zäher und jahrelanger Arbeit ein Musterdorf errichtet. Arme Bauern haben hier, meist chres katholischen Glaubens wegen, eine neue Heimat gesucht und auf dem fruchtbaren Boden ein blühendes Wein- und Gartenland geschaffen. Wahrend die bulgarischen Trachten nur noch selten zu sehen sind, hört man vor ihrer Kirche, einem Zeichen ihres Wohlstandes und Stolzes, fast nur Bulgarisch sprechen. Ganz anders bei den Franzosen, die wir in dem rein deutschsprachigen Dorf Triebswetter besuchen. Auch bei ihnen waren es wohl hauptsächlich religiöse Gründe, die diese französischen Bauern veranlaßt haben, den weiten Weg aus der Champagne und Burgund nach dem unbefaniiten „Türkenland" anzqtreten. Hier gibt es nur ein einziges Merkmal, das uns ermöglicht, diese Menschen von ihren schwäbischen Nachbarn zu unterscheiden. Nur an den Namen ist heute noch das Franzosentum von Claude und Pierre zu erkennen, die längst die letzten Worte ihrer alten Muttersprache vergessen haben und vielleicht nur durch ihre größere Lebhaftiakeit hervorstechen. Die blonden helläugigen Kinder gebären Bauernfamilien, die ihr Dorf zu einem der reichsten im ganzen Land gemacht haben. Die schwersten und schönsten Krautköpfe, die dicksten Möhren, die größten Weintrauben auf den landwirtschaftlichen Musterschauen oder auf den Märkten in Arad oter in Temeschburg kommen sehr oft von den „Franzosen". Aber auf jede Frage, was diese Bauern ehüa über Frankreich meinen, würde immer die gleiche Antwort kommen, ein wenig erstaunt sogar: . Aber wir sind doch Schwaben". Nur an ihrer Lebhaftigkeit und ihrem Temperament kann man das alte Blut noch erkennen und an den schweren Namen, die den kleinen Buben sehr viel Mühe machen in der Schule. Wir könnten jetzt nach Norden fahren, wenn wir ein rumänisches Dorf besuchen wollten, ein reiches rumänisches Dorf mit Bauern, deren alte Trachten im ganzen Land nirgends schöner zu finden sind, und deren Reichtum in ihren Ställen und Weinkellern zu suchen ist. Wo heute schon die Mehrzahl der Dorfbewohner Angehörige dieses zähen und unaufhörlich wachsenden Volkes sind, standen vor rund Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des vormittags Aiueiaen-Breise: Anzeigenteil 7 Rrn le mm bei 22 mm Zellenbreite, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malslallell Abschlüsse Mengenstaffel 8 Plavoorichrist t vorherige Vereinbarung) 25°/«» mehr 1877. orbentto. fr» A, ' ®*.l ft °>°! •ftattele „ N Sw. Die Operationen an der O ff front nehmen 135 bisW I hren planmäßigen Verlauf. 14 bisM Bei der Verfolgung der in der Schlacht l) 57, e)5: | £ m 21s0 rvschen 2R ee r entkommenen Reste des Kleine Reise durch das Banat Bon unserem L.-Korrespondenten. f Dand-.' Gießener Ham ilienblätter ÜQbrerner, Heimat anBüd DieS-cholle über 50 000. Als Petroskoi in den 20er Jahren Gyllings Hauptstadt war, erhielt es ein mehr finnisches Gepräge, nachdem es vorher in der Hauptsache eine russische Stadt gewesen war. Gleichwohl, die Verhältnisse änderten sich wieder, da die Sowjets die nationalen Bestrebungen der Gyllings il a. mißbilligten und eine „Reinigung" vornahmen. So wurden aus Petroskoi im Jahre 1935 etwa 1250 Karelier, darunter viele mit Familie „verbannt". Die Finnen werden die Stadt Aenislinna (Onegaburg) nennen. —Fe.— Oer Vormarsch -er Finnen in Fernkarelien. Helsinki, 13. Okt. (Europapreß.) Die letzten Frontberichte aus Fernkarelien zeigen, daß die Finnen ihren Vormarsch sowohl südöstlich als nördlich von Petroskoi fortsetzen. Gegen Südosten sind die finnischen Truppen an den Ufern des Onegasees entlang marschiert und haben den Swir und den Onegakanal überschritten. Da dieser Kanal mit der Wolga in Verbindung steht, bedeutet dieser Vormarsch, daß auch der Kanal zum Weißen Meer von seiner Verbindung mit der Zentral-Sowjetunion abgeschnitten ist. Gegen Norden werden Angriffe gegen Kon- t u p ch j a vorgenommen. Da die dortigen sowjetischen Streitkräfte höcystwahrscheinlich über den Onegakanal versorgt werden, hat dieser Vorstoß die Stellung der sowjetischen Truppen im nördlichen Frontabschnitt weiter verschlechtert. Am Sonntag fand in Aenislinna, dem früheren Petroskoi, eine Parade statt. General Heinrichs schritt die Front der Truppen in Begleitung der Generäle Häggelung, Talvela und Lagus ab, die an den Operationen gegen Petroskoi namhaften Anteil hatten. Er richtete dann an die Soldaten eine Ansprache. Nach der Parade fand ein Feldgottesdienst statt. Lustangriffe auf die Murmanbahn. Berlin, 13. Okt. (DNB.) Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten auf der Fischerhalb- i n s e l erneut sowjetische Barackenlager. Bombentreffer setzten mehrere Baracken in Brand. Mit Bordwaffen wurden aus dem Lager fliehende Bolschewisten bekämpft. Bei Luftangriffen auf die Murmanbahn wurden mehrere Bahnhöfe zertrümmert und Gleis- und Bahnanlagen unterbrochen. Das Bitte' kreuz für Sturzkamp'flieger Berlin, 13. Oktober. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant len je 50l ■ «T«1 Den Wehrmachtberichi. 43 bis4U DRB. Aus dem Führerhauplquartler, 20 bis 25; 13. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Petroskoi (auf russisch Petrozaoodsk) liegt auf dem restlichen Uferstreifen des Onega-Sees an der West- 1 tute der Petroskoibucht. Die Stadt war das Zen- L‘um der militärischen und zivilen Verwaltung in öowjet-Karelien und der wichtigste Platz an der Nurman-Bahn. Bekannt wurde Petroskoi eigentlich qt Anfang des 18. Jahrhunderts, als Zar Peter I tu Jahre 1703 verordnete, daß eine Eisenhütte dort «rrichtet werden sollte. Das Werk entwickelte sich F'hr schnell zu einer für damalige Verhältnisse um- ! singreichen Gewehrfaktorei, deren Wirksamkeit Petr mit großem persönlichem Interesse folgte. Da [ 17 sich oft in der Stadt aufhielt, wurde ein Schloß I lir ihn erbaut sowie eine den Aposteln Petrus und pauIus geweihte Kirche; ebenso wurde ein großer I < ark angelegt, der das Auge des Zaren erfreuen Mite. Zur Verteidigung des Werkes wurde ein Erd- 1 rall errichtet. Der größte Teil der russischen Waf- I j n, die während des großen Nordischen Krieges IIOO bis 1721 angewandt wurden, dürften von I \ etroskoi gestammt haben.- Die Glanzzeit der Stadt war jedoch nur kurz. Bereits 1724 wurde die Gewehrfaktorei auf kaiser- klchen Befehl nach Systerbäck auf der Karelischen | landenge verlegt, und damit erlahmte die ganze Betriebsamkeit, die Petroskoi zu einer so lebendigen t Habt gemacht hafte. Eine neue Blütezeit brach je- !vch 1763 an, als eine Eisenhütte mit französischem | Seapital gegründet wurde. Aber erst 1774 gelangte l Stadt zu ihrer vollen Bedeutung, als Kvtha- I rma II. hort eine Kanonen- und Munitionsfabrik gründet hatte, die Peters Gewehrfaktorei sogar I bertraf. 1777 wurde Petroskoi Stadt, 1782 Sitz der I (ouyernementsverwaltung. . ... . Der erste Gouverneur von Petroskoi war ubrp I t-ns der Dichter Derzavin, doch schon nach lenem Jahre hatte er sich an den Onega-Motiven satt k ksiehen und siedelte in eine andere Gegend über. I Os gab viele Schulen, Seminare, em siebenklassiges ISnabem und Mädchengymnasium, eine sechsklasiige kEiliftsschule. . | Während des 19 und zu Beginn des 20.3al)r= | Huberts blieb die Stadt in ihrer Entwicklung I s^hen. Die Einwohnerzahl betrug im Fahre 190» i N 000, noch 1927 ging sie nicht über 27 000 hm- fais. Aber die Geschichte wiederholt sich. Wie Peter I., lassen Blick nach Westen gerichtet war und der zu ^diesem Zwecke militärische Stützpunkte suchte, seine k Lifmerk amkeit den Oedwäldern am Onega zu- L rxmdte, und wie Katharina II. die strategischen r Urteile von Petroskoi ausnützte, so hatten auch die I Jsrren vom Kreml heute Petroskoi Zu einem Stuy- L Puntt gemacht. Eine starke Garnison wurde m Die Htabt verlegt, die Kriegsindustrie wurde erweitert l' und in der Richtung der finnischen Grenze wurde I eme Eisenbahnlinie' gebaut Gleichzetig wurden ■ ond) andere Industrien gefördert, unbbte ^m- Lr»hnerzahl wuchs rasch, sie betrug 1934 bereits >rd» r"* nr iruD? jFF-Fü®5 Bezugspreis: olgte hJ Monatlich......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt 20 Jahren oft nur zwei, drei oder fünf kleine strohgedeckte Lehmhäuser. Und während es am Anfang die billigsten und schlechtesten Aecker waren, die rumänische Knechte aus ihrem mühsam verdienten Lohn kaufte^, gibt es heute schon schmucke Bauernhäuser, Äieh in den Ställen, und diese Bauern sind die ersten Bewerber für verlassene Höfe und zum Verkauf freiwerdende Felder. Für unsere nächste Fahrtunterbrechung suchen wir Uns Neu-Arad aus, ein typisch schwäbisches Dorf, trotz feiner Stadtnähe. Auch dort wohnen, wie überall in der Umgebung, fleißige deutsche Bauern, die leicht zu erkennen sind an ihren hohen schwarzen Stiefeln, den breiten Hüten oder auch als Besitzer schöner Pferde. Das Dorf ist aber heute in besonders lebhafter Bewegung: Neu-Arad hat Revolution! 600 schwäbische Bäuerinnen sind mehr oder minder fest entschlossen, ihre Meinung und, wie sie annehmen, die wirtschaftlichen Rechte ihres Dorfes unter allen Umständen durchzusetzen. Naturgemäß ist es sehr schwer, die zuständigen männlichen Amtsstellen zu objektiven Aeußerungen über den Anlaß dieses „Ayfstandes der Bauern" zu bewegen. Aber sehr stockend und ohne großen Appetit für das nicht nur reichhaltige, sondern auch sehr gut gekochte Mittagessen im Dorfgasthaus geben sie schließlich folgenden Tatsachenbericht: Die Preise waren zu niedrig, und zwar ganz genau ausgedrückt: Die Preise für Tomaten. Und wenn Frauen Genossenschaftsmitglieder sind, können sie sich dagegen wehren; das haben sie auch getan. Sie haben einfach an einem Montag Posten aufgestellt und die Zufuhren an Tomaten zum Genossenschaftshaus verhindert. Aber nicht nur das, sie haben die männlichen Unterhändler, die nach reiflicher Ueberlegung zu ihnen ausgesandt wurden, mit Prügeln und noch böseren Dingen bedroht. Eine sehr heikle Angelegenheit! Wir hüten uns, Bemerkungen zu machen und Ratschläge zu geben. Damit sollen sie nur allein fertig werden, die Reu-Arader! Ein sehr leidiges Thema, auch für die Stadtherren! Darum dauert es lange, bevor einer von uns nach dem Ausgang des Kampfes fragt Wie alles stockend erzählt wurde, so kommt auch diesmal, aber schon stolz und mit erhobener Stimme, die Antwort: „Natürlich, wir haben es ihnen schon beigebracht.' Schließlich sind wir der Staat, die Macht.,Geht nach Hause', haben wir ihnen gesagt und — längst nicht mehr so sicher —; schließlich sind sie auch gegangen ... wegen des Mittagbrots. Es war näm- licb Zeit." Rückfahrt entlang dem Mierefch, der breit und träge geworden durch die langen Regengüsse der letzten Tage dahinfließt. Fahrt entlang an drei voll ausgerüsteten rumänischen Regimentern. Beinahe eine Stunde lang marschieren ihre Kolonnen neben uns her. Nach Osten, an die Front! An die Front, von der heimgekehrte Schwaben erzählen, von der ein aus dem Kampfabschnitt von Odessa verwundet zurückgekommener Rumäne berichtet. Man kann nicht erraten, ob diese Banater Bauern in Uniform vielleicht aus Vinga, vielleicht aus dem Franzvfendvrf stammen. Wir kennen keinen einzigen, aber ihre Marschrichtung, die kennen wir. Oas Oonezbecken. Der Dvnez ist ein Nebenfluß des Don auf dessen westlicher Seite. Er begrenzt im Norden und Osten eines der wichtigsten Industriegebiete der Ukraine und darüber hinaus der gesamten Sowjetunion. In dem Becken, das der Donez bildet, findet man die verschiedenartigsten Bodenschätze, große Lager von Steinkohle, deren Gesamtumfang auf 90 Milliarden Tonnen geschätzt wird, wovon die Hälfte als wirt- schaftlich greifbar gilt Steinsalz, Kaolin, Graphit, Phosphorite und in geringem Ausmaß auch Blei, Zink und Eisen. • Das große Dreieck, das im Norden und Osten vom Donez begrenzt wird und dessen Spitze im Süden bis zum Asowschen Meer reicht, hat eine ganz andere geologische Zusammensetzung als der restliche Teil der Ukraine. Es ist ein Plateau, dessen größte Höhe 369 Meter beträgt. Es besteht hauptsächlich aus Steinkohleschichten, die eine Fläche von rund 23 000 Quadratkilometer einnehmen und in vertikaler Richtung drei Lagen aufweisen. Die unterste ist aus Anthrazit gebildet, die mittlere aus Steinbitumkohle, die oberste aus trockener Gaskohle. Zwischen diesen Lagen treten in geringem Umfange auch Erze auf, die Zink, Blei, Quecksilber, etwas Gold, Silber und Eisen enthalten. Letzteres ist nicht hochwertig, hat also nur eine sehr begrenzte Bedeutung. In anderen Teilen des Donez- deckens findet man Steinsalz in großen Mengen und etwas Kupfer. Während auf den westlichen Teil der Ukraine im Gebiet von Kriwoi Rog der größte Teil der sowjetischen Eisenerzförderung entfällt und sich hier außerdem in dem Dnjepr-Großkraftwerk das bedeutendste Werk für die Elektrizitätsversorgung befindet, liegt die industrielle Hauptstärke des Donez- Neviers also in den großen Steinkohlenoorkommen. Ferner beherbergt es den größten Teil der ukrainischen Schwerindustrie. Man könnte die iüdustrielle Bedeutung des Donezbeckens etwa mit der des Ruhrreviers vergleichen; aeht man von dem Gewicht der gesamten ukrainischen Industrie aus, so ist dieser Vergleich wahrscheinlich zutreffend, vielleicht erfaßt er nicht einmal ganz die wehrwirtschaftliche Bedeutung der Ukraine für die Sowjetunion. Nirgendwo anders werden Kohle und Erze in ähnlichem Umfange gefördert und verarbeitet, und an keiner anderen Stelle der Sowjetunion smd die Voraussetzungen für den Aufbau einer Schwerindustrie so' günstig wie hier, wo Kohle und Eisenerze, gemessen mit den Maßstäben, die an die weiten Räume dieses Landes nun einmal anzulegen sind, einander so eng benachbart sind. Das Donezbecken umschließt auf einem Gebiet von mehreren hundert Quadratkilometern das Berlin, 13. Oktober. (DNB.) Im mitlleren Abschnitt der Ostftont setzten die bei W j a s»m a zu- jammengebrängten Bolschewisten ihre verzweifelten llusbruchsversuche fort. In verbissenen Infanterie« ingriffen mit nur noch geringer Artillerieunterstüt- Mg rannten die Sowjets gegen die deutschen Stellungen an. Mit schweren blutigen Verlusten wurden alle Angriffe zurückgewiesen. Eine deutsche Jn- anteriedivision stieß den geschlagenen Sowjets nach |uü) fügte ihnen weitere schwere Verluste zu. Teile iines deutschen Panzerregiments brachen in die zu- :ückflutenden sowjettfchen Truppen ein und verhin- MtfAert HßsV ftr Jnf f ? St" vrühlsche Unlverfttäkdruckerei TL Lauge General-Anzeiger für Oberhessen 6ie6en3d,elRtof)t 7-9 berten ein erneutes Festsetzen ber Bolschewisten. Die Kämpfe zur Vernichtung ber eingeschlossenen Sowjets bauern an. Die Gefangenen- unb Veutezahlen aus bem Kessel von Wjasma nehmen ftänbig zu. Die im Raum von Brjansk eingeschlossenen Sowjettruppen machen unter bem Einsatz ihrer letzten Kräfte verzweifelte Ausbruchsversuche. Sie gingen in einer Tiefe von 15 ©liebem in breiten Wellen gegen bie beutschen Stellungen vor. Alle Durchbruchsoersuche scheiterten im beutschen Feuer. Panzer und Infanterie stießen tief in bie bolschewistischen Massen hinein. Die Bolschewisten hatten schwere Verluste. Die Gefangenen- unb Beutezahlen im Kessel von Brjansk finb ständig im Wachsen. Innerhalb 24 Stunden 400 Sowjetflugzeuqe vernichtet. Berlin, 13. Okt. (DNB.) Im Laufe des 12.10. schossen Kampfflugzeuge unb Jäger 46 Sowjetflugzeuge ab, Flak vernichtete 14 Flugzeuge. Durch Bombentreffer auf Flugplätze mürben 40 Flugzeuge am Boben zerstört. Insgesamt würben also innerhalb 24 Stunben 100 Sowjetflugzeuge vernichtet. „x 13. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht aibt Ä! befannt: mächtigste europäische Steinkohlenvorkommen. In Sibirien sind zwar noch größere Kohlenvorräte vorhanden, doch werden diese nur in verhältnismäßig geringem Umfange ausgebeutet, offenbar nicht zuletzt deswegen, weil sie von den dort vorhandenen Eisenerzvorkommen und dem Standort der sibirischen Schwer- und verarbeitenden Industrie allzu weit entfernt sind. Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß die sibirische Kohlenproduktion kaum mehr als ein Zehntel der Kohlenförderung im Donezbecken erreicht. Die Kohlenförderung des Donezreviers, die von sowjetischer Seite mit zuletzt über 80 Millionen Tonnen angegeben wurde, deckt nicht allein den Verbrauch der Ukraine, sondern sie versorgt außerdem noch erhebliche Teile der übrigen sowjetischen Industrie. Die Donez-Kohle hat also eine starke räumliche Verbreitung gefunden, die beweist, daß entsprechende Kohlenvorkommen in den anderen europäischen Teilen der Sowjetunion fehlen. Hervorzuheben ist ferner, daß die im Donezbecken geförderte Kohle sich durch eine hervorragende Qualität auszeichnet. Das Donez-Revier ist ferner der Standort großer Hüttenwerke, auf die zusammen mit den in der westlichen Ukraine gelegenen Werken, bezogen aus die gesamte sowjetische Produktion, mehr als die Hälfte der Roheisen- und nicht viel weniger als oie Hälfte der Stahlerzeugung entfallen. Von wesentlicher Bedeutung für die sowjetische Wehrwirtschaft sind außerdem die großen Fabriken für den Bau von Maschinen, Werkzeugmaschinen, Traktoren, Lokomotiven und Eisenbahnwagen des Donezbeckens. Auch auf diesen Gebieten entfällt etwa die Hälfte der sowjetischen Gesamtproduktion auf die Ukraine. Einen starken Mittelpunkt stellt Charkow dar, dessen Traktorenwerk z. B. zu den größten der Sowjetunion zählt. Der Vollständigkeit halber sei schließlich noch erwähnt, daß das Donez-Revier außerdem noch wichtige Betriebe der Elektro- und chemischen Industrie beherbergt. Alle diese Produktionsstatten sind weitgehend mit Unterstützung des Auslandes aufgebaut worden, und viele von ihnen sind ursprünglich deutsche Gründungen, so die Lokomotivbauwerke Oktober- Revolution in Woroschilowgrad (Lugansk), die von der Sächsischen Maschinenfabrik Hartmann gegründet wuroen, und die Elektromechanische Fabrik in Charkow, die aus der russischen Tochtergesellschaft der AEG. hervorgegangen ist. Die Entwicklung des Donezbeckens hat sich rasch vollzogen. Heute sind 265 000 Menschen mit der Kohlegewinnung beschäftigt. Die Bevölkerung des Gebietes, das eine Fläche von 31 000 qkm hat, besteht zum größeren Te-il aus Ukrainern. Die Tendenz der Sowjetverwaltung ging allerdings dahin, die Zahl der Zentralrussen in der Arbeiterschaft zu vermehren. Die leitenden Posten sind zum größten Teil mit Juden besetzt. Die Gesamtzahl der Juden beträgt über 40 000, von denen ein sehr hoher Hundertsatz auf gehobenem Posten steht. Vor dem Weltkriege gab es dort überhaupt keine Juden. Die Bevölkerungszahl dieses Gebietes, das zum größten Teil zur Ukrainischen Bundesrepublik gehört, betrug 1926 etwas über 2 Millionen, heute etwa 3 Millionen. 22 Mill. Tonnen wurden 1926 an Kohle gewonnen. Bis zum Jahre 1938 wurde die jährliche Förderung auf 80,7 Mill. Tonnen gesteigert. Die wichtigsten Zentren des Bergbaues und der Industrie im Donezbecken sind Schachty, ein Hauptplatz der Anthrazitgewinnung, B a ch m u t oder Artemiwsk, der Mittelpunkt der Salzgewinnung und auch der Kohlesörderung, Lugansk oder Woroschilowgrad, wo sich neben der Steinkohleförderung auch eine metallverarbeitende Industrie befindet, Jusiwka oder Stalino, Mittelpunkt der chemischen Industrie und der Metallindustrie, und Slowjansk, wo sich neben einer bedeutenden chemischen, keramischen und Graphit-Jndustrie auch eine gut entwickelte Maschinenindustrie befindet. Der wichtigste Hafen des Donezbeckens ist Rostow am Don mit 510 000 Einwohnern. Die Stadt beherbergt eine stark entwickelte Lebensmittelindustrie, große Werke für landwirtschaftliche Maschinen sowie keramische Fabriken und Schiffswerften. V. A. Oer Ring um Tobruf enqer gezogen. Rom, 13. Okt. (DNB.) In der Nacht zum Samstag konnten italienische Truppen an der Front von Tobruk ihre vordersten Stellungen weiter gegen den Feind vorverlegen. Samstag früh unternahm dann der Gegner mit Panzerwagen und unter heftigem Artilleriefeuer mehrere Gegenangriffs gegen die neuen italienischen Stellungen. Die Angriffe wurden abgewiesen, wobei der Feind erhebliche Denkmäler. Von Wilhelm Kreis. Die folgenden Ausführungen des bedeutenden Architekten Wilhelm Kreis, den der Führer zum Generalbaurat für die Gestaltung der Kriegergräber bestellt hat, scheinen uns um ihrer persönlichen wie ihrer grundsätzlichen Erwägungen willen über das rein fachliche Interesse hinaus Beachtung zu verdienen. Ehe ich einen Baugedanken haben kann, muß ich den Grund dafür genau kennen. Ehe ich einen Saugebanfen aber zu Vapier bringen kann, muß ich ihn sozusagen bei geschlossenen Augen sehen können. Nur so kommt ein Baugedanke ohne Korrektur in wenigen Strichen zu Papier, perspektivisch richtig gezeichnet. Es wäre falsch, daraus zu schließen, daß mir die Arbeit sehr leicht siele. Es ist das nicht der Fall, vielmehr quält mich oft lange der Gedanke, der keine Form annehmen will. Es bleibt dann das Denken und Zeichnen trotz langem Ueberlegen unzulänglich. Da ich sehr streng gegen originelle (Einfälle und vorsichtig dem Neuen gegenüber bin, so suche ich so lange nach der Form des Baugedankens, bis das Ende der Ueberlegung zur größten Einfachheit führt. Diese Form zu vergleichen mit den Formen der Tradition ist ein Prüfstein. Ich halte diese Prüfung für die einzige Möglichkeit, einen Maßstab für die Echtheit und Güte einer neuen Form zu finden. Die meisten sogenannten guten Einfälle stellen sich bald als Trugbilder heraus. Ich habe als junger Student und Anfänger viele solche Einfälle gehabt, deren Originalität Aussehen machte, habe selbst aber erkennen müssen, daß nur das Neue daran mir damals Freude einbrachte, daß aber mit der Zeit weder die Allgemeinheit noch ich viel Freude daran erlebte. So wurde ich gegen meine „Originalität" mißtrauisch und studierte nun erst gründlich und auf das allerernftefte die Quellen ter alten Kunst, ihre Entstehung, ihre ersten einfachen Werke wie ihre letzten und reifsten. Wenn ich nun noch etwas über das Denkmal als Baugedanken sagen darf, so ist es vor allem das: Wenn schon ein Baugedanke überhaupt einfach sein soll, so muß der Denkmalgedanke dies in erster Linie sein. Ein zusammengesetzter Denkmal- Moskauer Nachrichtennevei Von unserer Berliner Schriftleitung. Die englischen Berichterstatter, die von Moskau aus die englischen Zeitungsleser über die Entwicklung des sowjetrussischen Feldzuges aufklären sollen, haben gar keine Gelegenheit, über Siege des bolschewistischen Verbündeten zu berichten, sie konstruieren daher, um den Pessimismus in England einzudämmen, „Erfolgs"meldungen auf anderen Gebieten, indem sie Schönes und Angenehmes über die Dinge in der Sowjetunion mitteilen. Wie solche Berichte aussehen, dafür bietet uns die „Times" ein symptomatisches Beispiel. Sie läßt sich von ihrem Korrespondenten aus Moskau folgendes melden: „Die zivile Moral in der Sowjetunion hat zwei große Vorteile. Die ungeheuren Weiten des Landes und der Mangel an Verbindungen halten die schlechten Nachrichten, die von der Front kommen, von der schnellen Verbreitung im Volke fern, und die bolschewistischen Heeresberichte hasten die Resultate des Krieges in leichtem, angenehmen Nebel. Im Weltkrieg erzählten Soldaten, die von der Front zurückkamen, den Leuten in den Dörfern und Städten, wie schlecht die Dinge standen. In diesem Krieg aber ist tatsächlich noch nicht ein Soldat von der Front zurückgekommen. So füllt die Regierung ihr tapferes Volk voll mit Erzählungen vom Heroismus der Bolschewisten." Dem Berichterstatter, der diese Feststellungen vom Stapel ließ, ist anscheinend gar nicht zum Bewußtsein gekommen, daß sein Bericht alles andere- als ein optimistisches Stimmungsbild barftellt. Sein Bericht ist eine klassische Bestätigung der Tatsachen, daß die „Moral" in der Sowjetunion nur dadurch auf rechterhalten werden kann, daß die Nachrichten von der Front sich infolge der schlechten Verbindungen nur langsam ober gar nicht verbreiten, dast die bolschewistische Regierung die Bolschewisten ständig im Dunst eines leichten, angenehmen Nachrichtennebels hält und die Vernichtung der bolschewistischen Armeen so gründlich ist, daß „in diesem Krieg tatsächlich noch nicht ein Soldat von der Front zurückgekommen ist". Uns kann diese Benebelungspolitik gleichgültig sein, eines Tages werden die Nebel weichen und dann werden auch die verbohrtesten Bolschewiken einsehen lernen, wie man sie an der Nase herumgeführt hat. Der Korrespondent der „Daily Mail" berichtet, daß am vorigen Mittwoch Stalin insgeheim das Hauptquartier Timoschenkos hinter Wjasma besucht habe. Er sei von seinem ersten Berater Marschall Schaposchnikow begleitet gewesen. Stalin habe sich überzeugt, daß alles für die höchste Kraftanstrengung getan worden sei, die in jenen Tagen bevorstand. Sämtliche Straßen- und Eisenbahnbrücken seien für Sprengungen vorbereitet, falls die Deutschen weiter vorstoßen sollten. Breche die Front Timoschenkos zusammen, dann sei Moskau verloren. Die Deutschen hätten zweifellos die größte Offensive der Geschichte gestartet. Inzwischen ist Wjasma längst weit hinter der vorstürmenden deutschen Front. Stalins Geheimbesuch hat also an der Lage nichts geändert. Trotzdem schreiben englische Blätter unentwegt von bVr angeblich ungebrochenen Kraft Timoschenkos, der ständig Verstärkungen erhalte. Dagegen übt der britische Militärschriftsteller General Fuller an Timoschenko deutliche Kritik. Er führt aus, es sei ein schwerer Fehler der Sowjets gewesen, ihre gigantische Aimee in drei Teile aufzugliedern. Das hätten sich die Deutschen zunutze gemacht. Wie man sieht, hat man in London auch den Eselsfußtritt schon bereit. Verluste hatte, während die italienischen Verluste nur leicht waren. Durch die Aktionen ist der Ring um Tobruk enger gezogen worden. Oie LIGA, und China. Bittere Anklagen der Gattin Tschiangkaischeks. Rom, 13. Okt. (Europapreß.) Die Gattin des Marschalls Tschiangkaischek hat in einer Rundfunkrede in bitteren PZorlen und heftigen Anklagen den Vereinigten Staaten Doppelspiel und Falschheit vorgeworfen. Ebensoviel wie unter den Heeren der Feinde habe China in den letzten Jahren unter dem widerspruchsvollen Verhalten seiner Freunde zu leiden gehabt. Von England und den USA. als Staat zweiter Klasse behandelt, (ei es bei den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und England über Asien und den Pazifik überhaupt niemals befragt morgen. Man interessiere sich für China nur insoweit, als es sich für die Sache der Angelsachsen schlagen könne. — Diese Rede soll, well es das erstemal ist, daß Frau Tschiankaischek ihre Stimme gegen die Angelsachsen erhebt, für die sie stets große Sympathien hegte, in politischen Kreisen Schanghais tiefen Eindruck gemacht haben. Kleine politische Nachrichten. Die ordentlichen Professoren Dr. med. A. Hirt, Frankfurt a. M. (Anatomie), Dr. med. A. Lu11ies, Köln (Physiologie), Dr. med. K. Schmidt, Bonn (Augenheilkunde) und Dr. med. I. Stein, Heidelberg (Innere Medizin) sind in gleicher Eigenschaft an die Medizinische Fakultät der Universität Straß- b u r g berufen worden. ♦ Der Präsident der Stiftung Deutsches Auslandswerk, Dr. Hans Friedrich B l u n ck hat wegen Arbeitsüberlastung fein Amt niedergelegt. Der Reichs- mintfter für Volksaufklärung und Propaganda und der Reichsminister des Auswärtigen haben daraufhin ^Obergruppenführer Werner Lorenz zum Präsidenten und Dr. Blunck zym Ehrenpräsidenten ter Stiftung ernannt. * In Fortsetzung der ersten delltsch-französischen energiewirtschaftlichen Tagung in Paris im Juli dieses Jahres hat der Generalinspektor für Wasser und Energie, Reichsminister Dr. Todt, eine Gruppe französischer Ingenieure aus der Elektrizi- täts- und Bauwirtschaft für die Woche vom 13. bis 18. Oktober 1941 zu einer Vortragsveranstaltung nach Freiburg i. Br. mit einer anschließenden Studienfahrt zur Besichtigung südwestdeutscher Wasserkraftanlagen eingeladen. ♦ Der Gau Kärnten beging den (Erinnerung^» tag an die vor 21 Jahren siegreich beendete Volksabstimmung. — In Klagenfurt fand eine Ausstellung wertvoller Dokumente aus den blutigen Frei- yeitLkämpfen ter Jahre 1918/19 statt. ♦ Am Sonntag feierte das Deutschtum des Banats und der Stadt Temesburg den Tag, an dem vor 225 Jahren Prinz Eugen die Stadt und Festung Temesburg von den Türken zurückeroberte. ♦ Auf Einladung des Reichsmarschalls Göring besuchte der Chef des Generalstabes der italiemschen Luftwaffe, Unterstaatssekretär Generaloberst Pri- c o l o das Hauptquartier der deutschen Luftwaffe und unternahm eine Inspektionsreise zu den italienischen Einheiten an der Ostfront. Er besuchte anschließend das Kommando einer großen deutschen Einheit und besichtigte die Verteidigungsanlagen des Erdölgebietes von Ploesti. Das Sondergericht des Seegerichts von Toulon verurteilte den 21jährigen Kommunisten Merot wegen illegaler Betätigung zum Tode. Merot war das Oberhaupt der kommunistischen Organisation in elf südfranzösischen Departements. Fünf Mitangeklagte, darunter zwei Frauen, wurden zu Zwangsarbeit verurteilt. ♦ Roosevelts neue Finanzforderung in Höhe von 5.985 Milliarden Dollar für die Englandhilfe wurde vom Abgeordnetenhaus angenommen. Versuche, den Betrag zu beschneiden sowie die Bolschewisten von Lieferungen auf Grund des Englandhilfegesetzes auszuschliehen, wurden abgewiesen. * Der Genervlstabsches der niederländisch-indischen Truppen, General ter P o o r t en , trifft am Montag zu Besprechungen mit dem USA.-Oberbefehls- haber auf den Philippinen, General M c A r t h u r, in Manila ein. ♦ Der britische Oberbefehlshaber im Fernen Osten, General der Flieger Brooke P o p h a m, hat Singapur verlassen, um in Australien und Neuseeland mit den Regierungen und den Generalstäben zu verhandeln. aedanke ist an und für sich ein Unding, kommt aber leider mehr als häufig vor. Ein solches Denkmal kann bei aller Ausdehnung und selbst interessanter Umrißwirkung keine nachhaltige Wirkung auslösen, dem Gemüt der Menschen bleibt die Erscheinung dekorativ und kalt. Nur die einfache Idee als Einheit kann bestehen und im besten Sinne volkstümlich und vertraut werten. Zum Schmuck eines Denkmals wäre zu sagen, daß ich mit dem Einfachen nicht das Schmucklose oder Bescheidene meine, das mit wenig Mitteln nichts erreicht. Wenn man eine einfache Idee, ohne sie zu verwischen, mit schmückender Begleitung uni) Unterstreichung zu steigern vermag, so bleibt die Einfachheit der Erscheinung gewahrt. Das Aufdrängen von Schmuck und das Absondern von Zutaten kann, wenn unnötig, die klare Idee stören und zur monströsen Form führen, ganz abgesehen davon, daß auch die einfachste Form ohne jeden Schmuck und Profilierung sehr banal und sogar abstoßend wirken kann. Die Veredelung jedes Baugedankens und jeder Form muß durch die Arbeit eines vertieften Geistes erreicht werden. lieber das Symmetrische und Unsymmetrische wäre im Zusammenhang mit der Denkmalgestaltung manches zu sagen, jedenfalls ist das absichtlich Unsymmetrische Unsinn. Dagegen kann und muß sogar oft die Naturbeschaffenheit des Bauplatzes beim Bauwerk zur Unsymmetrie führen, wenn nicht schon das Bauprogramm dieselbe fordert. Beim Denkmal ergibt sich im Programm, soweit überhaupt an ein solches gedacht werden kann, kaum ein Grund zur Unsymmetrie. Heute aber, wenn zu einem Denkmal ein Aufmarschplatz und anderes hinzukommen muß, kann sich daraus ein Programm ergeben. Dieses dürfte aber zur Unsymmetrie des Denkmals selbst nur selten führen. Ist es aber möglich und naheliegend, eine symmetrische Anlage anzulegen, so wäre es abwegig, auf dem Umwege über die Unsymmetrie zum Ziele zu kommen. Der angeborene Takt des Künstlers führt ihn dabei besser als das Grübeln. Der Künstler, der von einer Idee erfaßt wird, macht keine Umwege, um ihr zu folgen. Den Denkmalerbauer leitet das Versenken in die Idee mehr als das Ausmachen einer gedachten Wirkung. Die sprechende Form stellt sich von selbst ein, auch wenn quälende Wochen der Un- fruchtbarkeit darüber vergehen müssen. Die Aufgabe, für die deutschen Kriegerfriedhöfe Denkmalgedanken zu gewinnen, verlangt eine solche seelische Vertiefung in das gewaltige Geschehen, daß alles von selbst in der Seele des Künstlers in Bewegung gerät, bis endlich die Hand beginnt, diesem Gedanken zu folgen. Oer silberne Löffel. Von Johann Peter Hebel. In Wien dachte ein Offizier: Ich will doch auch einmal im Polen Ochsen zu Mittag essen, und geht in den Roten Ochsen. Da waren bekannte und unbekannte Menschen, Vornehme und Mittelmäßige, ehrliche Leute und Spitzbuben, wie überall. Man aß und trank, der eine viel, der andere wenig. Als nun das Essen fast vorbei war — einer und der andere trank noch eine halbe Maß Ungarwein zum Zuspitzen: ein anderer drehte Kügelein aus weichem Brot, als wenn er ein Apotheker wär' und wollte Pillen machen; ein dritter spielte mit dem Messer oder mit der Gabel oder mit dem silbernen Löffel —, da sah der Offizier von ungefähr zu, wie einer in einem grünen Rocke mit dem silbernen Löffel spielte, und wie ihm der Löffel auf einmal in den Rockärmel hineinschlüpfte und nicht wieder herauskam. Ein anderer hätte gedacht: Was geht's mich an? und wäre still dazu gewesen oder hätte großen Lärm angefangen. Der Offizier dachte: Ich weiß nicht, wer der grüne Löffelschütz ist und was es für einen Verdruß geben kann, und war mausstill, bis der Wirt kam und das Geld einzog. Als der Wirt kam und das Geld einzog, nahm der Offizier auch einen silbernen Löffel und steckte ihn zwischen zwei Knopflöcher im Rocke, zu einem hinein, zum andern hinaus, wie es manchmal die Soldaten im Kriege machen, wenn sie den Löffel mitbringen, aber keine Suppe. — Währenddem der Offizier feine Zeche bezahlte, schaute der Wirt ihm auf den Rock und dachte: Das ist ein kurioser Verdienstorden, den der Herr da anhängen hat. Der muß sich im Kampf mit ter Krebssuppe hervorgetan haben, daß er zum Ehrenzeichen einen silbernen Löffel bekommen hat, oder iffs gar einer von meinen eigenen? Als aber der Offizier dem Wirt die Zeche bezahlt hatte, sagte er mit ernsthafter Miene: „Und der Löffel geht ja (0; Oer neue Panama-Skandal s> 0 fei UIC T------- ---- U" D . kannten, sich 'sofort im Klaren darüber, daß Anas, E sich selbst sein Todesurteil gesprochen hatte. Ein ; «UF 50 m\ pol Zeitschriften. Das Merke: Merke: Man muß keine silbernen Löffel stehlen- Das Recht findet feinen Knecht. Met M.! ii uni pm, ragt li» 3 nirgtn i5riben ft. ® Monfi M ft hi chm ft foi h Alic r Stu MU pnle hin W W, kimb Monn prfüi Line e den Den Manövern, die augenblicklich in Nordindien abgehalten werden, mißt man in London große Bedeutung bei. Eine neue Verteidigungslinie an der Nordwestgrenze Indiens soll den Namen Wa- vell-Linie erhalten haben. ♦ Die iranische Regierung hat festgestellt, daß der als politischer Flüchtling nach dem Iran gekommene ehemalige Großmufti von Jerusalem unauffindbar ist und daher die von den Briten verlangte Auslieferung nicht durchführbar sei. Auch Nachforschungen der britischen Besatzungsbehörden blieben erfolglos. coM । A. p|ei [Bitt [Mit Men ifinDort Mn Un tuen", Me ,n>e 'N ■ er[, ‘Mi Sti 3 bi h ch, pei ^ibm b?n * In Sitka (Alaska) ist ein unterirdisches Dyno- mitlager der USA.-Marineluftbafis durch eine Explosion in die Luft geflogen. Sechs Personen mürbem getötet Die Ortschaft wurde leicht beschädigt. Sitka liegt auf der Baranowinsel. Er ist einer der fünf Stützpunkte, die die USA. in Alaska mit 25 Millionen Dollar erbauten. * In Fall River (Massachusetts) zerstörte ein Groß- feuer in der Anlage von Firestone Rubber Eo. fünf Vereinigten Staaten abhängig blieb. Als der bisherige Präsident Arias vor einem Jahr am 1. Oktober 1940 fein Programm der natio- . nalen Wiedergeburt Panamas verkündete, mareti A J eingeweihte Kreise in Nord- und Südamerika, bir bie Methoden der Washingtoner Politik nur zu gu Jahr ist seitdem vergangen. Arias mußte Hals über Kopf außer Landes fliehen, weil — wie er selbst- in einem Interview berichtet hat — sein Leben in höchster Gefahr war. Als er ein Verbot gegen bie Bewaffnung von Handelsschiffen erließ, die unter : der Flagge von Panama die Meere befahren, erregte er den Zorn Franklin Roosevelts. Die Vereinigten Staaten hatten, mit Vorliebe die Flagge voih Panama benutzt, um mit ähren Schiffen entgegen , dem Neutralitätsgesetz die Kriegszonen zu befahren» Kaum war Arias außer Landes, da vollendete bie USA.-Regierung den von ihr inszenierten Staats- । streich in Panama, und die Entwicklung, die seitdem dort eingetreten ist, wird erneut in Washington mit \ lebhafter Befriedigung verzeichnet. Es zeigt sich also hier der skandalöse Fall, daß ! Washington die verwerflichsten Mittel anroenbet, um sich einen kleinen Staat gefügig zu machen, und zu diesem Zweck sogar durch freche Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Landes eine Revolution inszeniert, die nicht im Interesse der dort lebenden Bevölkerung liegt, sondern einzig und allein die Geschäfte des Dollarimperialismus besorgt. Immer wieder wirst er seine Fangarme nach dem Süden aus. Panama ist nur ein Beispiel für das rücksichtslose Vorgehen der Washingtoner Politik. Roosevelts Panamaskandal reiht sich würdig an andere ähnliche politische Erpressungsmanooer an. Es will schon etwas heißen, wenn im eigenen Lande Roosevelts im Zusammenhang mit seiner brutalen Vergewaltigungspolitik gegenüber der Souveränität Panamas davon gesprochen wird, -daß der USA.-Präsident beftrebt ist, nicht die Demokratie zu verbreiten, sondern seiner Willkürherrschaft den Weg zu ebnen. Es ist Roosevelts zweifelhaftes Verdienst, einen dritten Panama-Skandal hervorgerufen zu haben, der gerade für die Volker Amerikas ein warnendes Fanal fein sollte, sich nicht von den Polypenarmen des Dollarimperialismus abroürgen zu lassen. drein. Nicht wahr? 'Die Zeche ist teuer genug dazu.* Der Wirt sagte: „So etwas ist mir noch nicht vorgekommen. Wenn Ihr keinen Löffel daheim I)abL so will ich Euch einen Patentlöffel schenken; aber meinen silbernen laßt mir da." Da stand der Offizier auf, klopfte dem Wirt auf die Achsel unii lächelte. „Wir haben nur Spaß gemacht", sagte er, „ich und der Herr dort im grünen Rock. Gebt Ihr: Euren Löffel wieder aus dem Aermel heraus, grüner Herr, so will ich meinen auch wieder her- geben." Als der Löffelschütz merkte, daß er verraten sei, und daß ein ehrliches Auge auf feine unehrliche Hand gesehen hatte, dachte er: Lieber Spaß als Crnst, und gab seinen Löffel ebenfalls her. Alscv kam der Wirt wieder zu seinem Eigentum, und der Löffeldieb lachte auch — aber nicht lange. Demi als die anderen Gäste das sahen, jagten sie den verratenen Dieb mit Schimpf und Schande zum Tempel hinaus, und der Wirt schickte ihm den Hausknecht mit einer Handvoll ungebrannter Asche nach- Den wackeren Offizier aber bewirtete er noch mit einer Flasche voll Ungarwein auf das Wohlsein aller ehrlichen Leute. VM Morte [hoi M Hin p.t Oktoberheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes den NSDAP., Verlag Berlin Sw 68) wird eingeleiteü durch einen Aufsatz „Die Einheit Europas" von Dr. Anton Dyk. Ein schöner und zeitgemäßer Beitrag mit guten, charakteristischen Aufnahmen illustriert., heißt „Mutter und Kind in deutscher Kunst". (Einem scharfen Kontrast dazu ergibt der ebenfalls bebilderte Beitrag „Frauen in .Gottes eigenem Land' der auf äußerst unerfreuliche Erscheinungen des amerikanischen Lebens hinweist. Der Beitrag „Eine Soldatenmutter erzählt , schildert Kindheit und soldatischen Aufstieg des Ritterkreuzträgers Oberstem Bräuer. Ein kleiner Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf den Schwesternberuf. Aus dem übrigem Inhalt des Heftes feien die „Kleinen Vererbungslehre" und die „Völkischen Lebensfragen" heroor- gehoben. Im Jahre 1889 brach die französische Gesellschaft zusammen, die den Panama-Kanal hatte bauen wollen, sie hinterließ einen Berg von Schulden. Etwa 500 französische Parlamentarier wurden beschuldigt, von der Gesellschaft Bestechungsgelder er- hatten zu haben, damit die letzten Anleihen für den Kanal ihre Genehmigung finden konnten. Der Pa- nama-Skandal ist seitdem ein abschreckendes Beispiel des demokratisch-parlamentarischen Regierungssystems geblieben. Nun versuchten die Nordamerikaner, den Kanalbau zu übernehmen. Die Panama- -- zone gehörte damals zur Republik Columbien, die ihre Zustimmung zur Abtretung des Geländes an HCJj die Vereinigten Staaten verweigerte. Dort war ba«- ■ . t mals Teddy Roosevelt Präsident, ein Onkel des ' jetzigen Diktators. Er veranlaßte eine Revolution Ä in Panama, das sich 1903 für unabhängig erklärte flJJL und schickte Kriegsschiffe gegen Columbien, das die- fen Raub nicht anerkennen wollte. So ist die jetzige M Republik Panama entstanden, die praktisch von den p 1 Vereinigten Staaten abhängig blieb. ttvnf jg)§e Gebäude. Der Schaden wird auf rund drei- Millionen Dollar aefchnht. Dos. die vorbildlich und mit idealem die Erfüllung der gestellten Aufgaben Ht habe etwas geleistet. Änknüpfend an das Die SBere-, Am mmor und mit einer hervor. — (Aco-Fllrn.) Hans Thyriot länglich ausschöpft. ahn- S nehmen. Achtundzwanzig Jahre bedeutet Scheidung, wenn man auf einer Farm gr neM und Kinder Heute beginnt unser neuer Vornan Karin Grunelius von Guido K. Brand Im Vorprogramm läuft die schon besprochene neue Wochenschau mit außerordentlich interessanten Aufnahmen vom Einsatz des von Kavitänleutnant Endraß geführten U-Bootes. — Außerdem ein Kulturfilm vom Bodensee, der das dankbare Motiv leider mit kaum charakteristischen Bildern nur unzu- 9lorbinbif. niton gich yslinie ® :amen B Oie Gebiets-Seesportschule in Niederwalluf. nt, d-i ic i getominr- l'alem w Briten m ir sei. All ngsbehöl^.". ie Augenzahl gilt je nach Spiel Hier zählt die 1 zum Beispiel viel Wer MAGGI5SUPPEN-WURFEL liebt ist froh - auch wenn’s nur einen gibt! MM noq Schiel W itoner U. sich mürbiji ngsmflnioi- im eigene.] mit jeintt nüher bi! >chen wirb, t die lernt- Willkürhm- ells zweije!. ma=Sfonbcl 1 die Win !te, sich nitk perialiM- ^icheidung, wenn man aus einer Farm geboren rir., den Weltkrieg ahnungslos in einem Inter- ^e'ungslager erlebt und dann nichts anderes vor HUeht, als einen hünenhaften Vater, der von der Morgendämmerung an bis zu den Abendschatten h^bmüht, aus der Erde herauszuholen, was sie kribt Jahr für Jahr, ohne Unterbrechung, steht tyn Mann in einem riesigen Strom von Arbeit. erlebt Günther alles nicht mehr von den ihm Schultern Kwikurus herab, der ihn an den tm Kirschen der Kaffeebäume vorübertrag^ |on- fr es kommen die Jahre, in denen er, an Gestatt -fr Later ähnlich, sich in die kilometerlangen Pslan- niyen stürzt und sich an dem tausendfältigen ttLpf des Farmers mit dem Boden der steppe 'iiklligt. Karin Grunelius Roman von Guiöo K.Vranö Im den Abschluß. Aus aller Welt. 300. Veranstaltung der Berliner Künstlerfahrt. reude zu bringen, Kraft zu spenden, ist der Sinn lt 300 Veranstaltungen, die von der Berliner Lnstlergemeinschaft deutschen Soldaten im Laufe kl beiden vergangenen Kriegsjahre dargebracht in*ben. Von Narvik bis Sizilien, von der Küste in Atlantik bis ins Generalgouvernement, sind die Miner Künstlerfahrer, an ihrer Spitze Ministerial- Htltor Hinkel, im Rahmen der Truppenbetreu- N unterwegs gewesen. Die 300. Veranstaltung die- sli Art fand im Kuppelsaal des Reichssportfeldes v verwundeten und genesenden SoDaten statt. Hc-en Reichsminister Dr. Goebbels nahmen an Ü(?n Stunden fröhlicher Unterhaltung Generalstabsarzt K u e f e r , Generalleutnant Rei - Nike, der italienische Botschafter, der bulgarische Pnndtss, Reichssportführer von Tschammer- 61 en und ^-Obergruppenführer Iüttner teil, ii; Rund des Kuppelbaues füllten Soldaten und Stirneftern, die alle miteinander wie gebannt den ftbietungen folgten, die von Ministerialdirektor H f e I angekündigt, in bunter Folge abwechselten. isches W rch eine h onen hädigt. W ner der Jfr mit 25 * Sybille Schmitz und Gustav Fröhlich Oer Film „Gtariffa" im Gloria-Palast. :te ein M iber U Er lernt den Sinn jeglicher Einzelheit kennen, des Auspflanzens oder des Unkrautjätens, er kauert vor den kleinen und großen Pflanzen und sieht staunend das Wasser in die anscheinend ewig durstige Erde versickern. Das Jahr ist ausgefüllt, und kein Monat hat vor dem anderen einen Vorzug, weil jeder unerbittlich seine Forderungen stellt. Müssen nicht morgen und noch wochenlang die Schädlinge bekämpft werden, die sich aus dem Boden herauswinden ober vom Himmel fallen und meilenbreite Streifen über Berge und Ebenen leerfressen? Muß nicht jeden Monat fast geerntet werden, weil keine Kirsche gleichzeitig mit den anderen reist, jede sich aus einem dunklen Gesetz des Wachstums als Frucht ergibt, wenn Tag oder Stunde da ^Ach, es ist schon etwas Wunderbares und Großes, den Vater mitten unter den hundert Schwarzen einhergehen zu sehen, ein gewaltiger „Bwana", ein Herr, dem ein nach kindlichem Maß unvorstellbar weites Land gehört. Und bann wirb es immer alltäglicher, immer weniger aufregenb. Aus ben kleinen Anlagen werben Fabrikgebäube, in denen Maschinen arbeiten, den Kaffee^ waschen, trocknen und sacken. Aus einem Land werden Ländereien, hinter ben Kafseepflanzungen wachsen Sisalfelüer. Der unternehmenbe unb beherrschend Geist eines Deutschen verstreut sich über ben »oben eines Erbteils, bessen Kräfte man vielleicht noch gar nicht bis zum Enbe kennt. Heber bas Gewaltige hinaus ist es aber auch etwas Schönes, im Vollgefühl eines gesicherten Reichtums zu leben, ben Ruhm eines Namens zu genießen, ber auf Taufenben und Hunberttausenben von Kisten und Säcken, jahraus, jahrein, um bie Erbe läuft. Günther ist ber einzige Nachkomme. Er weih bas Aber erst spät kommt es ihm zum Bewußtsein, was bas heißt. Es ist bie Verantwortung eines Schicksals, bas in einer blitzschnellen Sekunbe bas herrlich gebaute Gefüge eines Besitzes zerreißen kann. Nicht umsonst bittet ihn seine Mutter in jenen Jahren flegelhafter Entwicklung unb burschikoser Aufbereitung seelischer Anlagen, bie Abenteurerlust zu zähmen und sich zu beschränken auf ben durch Familie unb nächste Freunbschaft begrenzten Auslauf Mit mütterlicher Besorgthett überwacht sie seine Gesunbheit, beren er in leibenschaftlichem Taten- brang nicht achtet. genug W daheim henken: J inb ber , Achsel i* -iS verrate^ ne uneR er ns h-l-; s?* «*$ - er verdichten, und wohl ahnend beugte sich der Cmp-1 Kerl, und alle haben ihn gern. Nnniand will Ihn fänger über bie Zeichen wie über die Verse eines |v r‘: ** " "" or "" ö Dichters, ber immer mehr sagt als er schreibt. Unbewußt bewegten sich Solbaten in ben Augenblicken höchster Not nahe bem Schöpferischen. So finb jene Briefe entstauben, bie Zeugnis ablegen von der Gewalt und letzten Schönheit männlicher Seelen. Ueber die Zeit hinaus sind diese Briefe unvergängliche Dokumente des Ringens um den Sinn des Lebens geworden. Es ist etwas Heiliges um einen Brief aus dem Felde, und etwas Scheues um einen Brief, ber aus ber Heimat kommt. Sie sind stille Quellen der Kraft unb Zuversicht, bie oft entscheibender sein können als bie Härte eines stählernen Schwertes. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 Uhr „Sngeborg". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Clarissa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der EdelweißköniF". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer bes Stabttheaters. Nur feine falsche Rücksichtnahme! Das ganze Haus ist vortrefflich Derbunfeit. Nur einer schließt sich aus. Er ist sonst ein sehr netter Freunbe zu werben? Professor Or. med. 2Riet)m nach Bonn berufen. ' Der Inhaber des Lehrstuhls für Augenheilkunde in ber Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und Leiter der Universitäts-Augenklinik Professor Dr. med. W. Riehm wurde durch Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung unb Dolksbilbung mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 in gleicher Diensteigenschaft in bie Medizinische Fakultät der Universität Bonn berufen. Professor Dr. Riehm wirkte seit 1. April 1935 an der Universi- tat Gießen. Seit Juni 1939 war er Dekan der Medizinischen Fakultät, ferner bekleidete er bas Amt bes Dozentenbundführers und. Dozentenschafts, leiters. deshalb wegen feiner mangelhaften Verdunkelung ermahnen. Diese Rücksichtnahme geht zu weit! Der Mann gefährdet nicht nur sich selbst, sondern das ganze Haus und die Nachbarschaft. Man muß ihm das zum Bewußtsein bringen. Schließlich tut man auch ihm einen Gefallen damit. Denn wer möchte die Schuld auf sich laden, zum Verräter feiner n Millionen Dollar geschätzt. Das Feuer zer- zwei vierstöckige Fabrikgebäude mit wert- len Maschinen und Halberzeugnissen, ferner zwei rstöckige Speicher, in denen etwa 30 000 Tonnen Dieser Film spielt in Potsdam, und wenn man will, kann man aus der zu Beginn einmal leise anklingenden Melodie „lieb immer Treu und Redlichkeit" vom berühmten Glockenspiel der Garnisonkirche so etwas wie das musikalische Leitmotiv einer Fabel heraushören, die mit Musik sonst nichts zu tun hat. Vielmehr ist es eine Geschichte aus bem Leben, aus. bem ziemlich nüchternen Alltag eines umfangreichen Bankbetriebes. Der Konflikt, um ben es sich handelt, ist zwar nicht gerade alltäglich, aber auch — selbst in dieser Zuspitzung — nicht unmöglich oder konstruiert. Im Leben passieren, wie man alle Augenblicke aus der Zeitung erfahren kann, Geschichten, die sich so phantastisch oder schlecht- hjn „unmöglich" anhören, daß kein Roman- oder Filmautor sich ihrer als eines Rohstoffes zu bemächtigen getrauen würde. Der Angestellte Lutz Bornhoff bewirbt sich, erst vergeblich, dann mit Erfolg, um die Zuneigung seiner Abteilungsleiterin Clarissa von Reckwitz. (Kommt bestimmt nicht alle Tage vor, kann aber immerhin fein; hier wird es jedenfalls glaubhaft gemacht.) Bornhoffs Schwa- ger Becker, an der gleichen Bank angestellt, speku- liert, verliert und läßt sich, da er keinen Ausweg mehr sieht, zu Unterschlagungen hinreißen; als bie Entdeckung seiner Verfehlungen droht, sucht er Bornhoff dafür zu gewinnen, dieser möge seine Be- Ziehungen zu Clarissa ausnutzen, um die Unterschlagung zu vertuschen. Da Bornhoff glatt ablehnt, macht sich Becker selbst an Clarissa heran, gesteht ihr alles, lügt aber, Bornhoff sei in seine Verfehlung verwickelt und habe sich überhaupt nur des- wegen um Clarissas Gunst bemüht. Clarissa glaubt sich furchtbar getäuscht. Becker entgeht seinem Schicksal nicht, aber auch Bornhoff, der nicht ahnt, was sich hinter seinem Rücken abspielte, und der seinerseits inzwischen die Verschlungen seines Schwagers der Geschäftsleitung aufgedeckt hat, scheint um eine große Liebe und das Glück seines Lebens betrogen zu fein, bis sich zuguterletzt die Sauberkeit feiner Haltung herausstellt und Clarissa reumütig, selig und zärtlich zu ihm zurückkehrt. Das ergibt eine befreiende und befriedigende Lösung, der nichts Verstimmendes anhaftet, weil sie nicht gewaltsam erscheint. Der Spielleiter Gerhard Lamprecht hat überhaupt die Ereignisse wie die Darsteller mit behutsamer und sicherer Hand gelenkt und ber (viel- leicht etwas langsam in Gang kommenden) Hand- hing hübsche und überzeugende Züge von Lebens- Wirklichkeit gegeben. Das Drehbuch schrieben E. E l - borg und C. Klaren nach einer Idee von Georg Rothkegel. Clarissa ist Sybille Schmitz, die man lange nicht im Film gesehen hat; bie Rolle scheint ihr sehr entgegenzukommen: ihre kühle, ver- ;>s? >pas M nen ifW leifljJ X SA Ja, was sind achtunbzwanzig Jahre, wenn ich nichts bin, als ber Sohn eines reichen Farmers, einer gütigen Mutter? Günther denkt so, nicht aus einer gefühlvollen Anwanblung, sonbern eher aus ehrgeiziger Versttmmtheit heraus, während er von einem Hügel aus über die weite Landschaft hinwegsieht. Unter der flimmernden Sonne verläuft wett hinten am Horizont die Straße von Moschi nach Arusha. Wenn man noch schärfer hinschaut, bemerkt man vielleicht das Aufgleißen der Bahnschienen. Aber nur für Sekunden, wenn die Sonne senkrecht über ihnen steht. NSG. Das Gebiet Hessen-Nassau ber Hitler- j-genb führte ben „T a g ber. Sonder-For- t i o n e n" in Mainz durch. Gauleiter unb H chsstatthalter Sprenger sprach im Weißen 5ol bes Kurfürstlichen Schlosses über bie Er- dijung zur Wehrertüchtigung ber Jugenb. Auf cn „Mainzer Sanb" fanben Vorführungen von 's Andereinheiten aus ben Gebieten ber Wehrertüch- Aus der Giadi Gießen. Feldpostbriefe. Von Friedrich Georg Hentzsch. Wir standen vor einer schwierigen Aufgabe. Kurz vor dem Abmarsch nach dem befohlenen Ziel sagte einer: Wenn doch ein Brief von zu Hause da wäre! Tagelang voraus, waren wir ohne jede Verbindung nach rückwärts geblieben. Was lag nun für ein Klang in ben Worten: Ein Bries von zu Hause! Diese Worte waren für unsere Soloatenherzen genau so bedeutsam wie bas Wort Hunger für einen leeren Landsermagen. Tatsächlich hätte der Ausfall des Verpflegungsnachschubes nicht fo erschüttern können wie ein nicht mitgenommener Postsack. Es klang gerade so vor jenem Unternehmen, als könnte das Eintreffen -er Post entscheidend zum guten Gelingen des Auftrages beitragen. Irgendwie haftete die Unruhe ber Ungewißheit über bas Zurück- gelassene in uns. Unser Vorwärtsgehen wollte in Verbindung mit Heimatlichem geschehen. Lastend spannen sich die Gedanken über das Schweigen, bas durch unser eiliges Vorgehen entstanden war. Der Sinn war nicht frei und hell genug für ben Funken des vor uns stehenden Kampfes. Zögernd und fast unlustig wurden die letzten Vorbereitungen zum Abritt getroffen, immer mit einem Ohr auf ber Landstraße nach dem Geräusch des Krades, bas uns bie ersehnte Post bringen mußte. Sollten wir wieder weiterreiten mit dem Trost auf das nächste Halt? Oft hatte uns diese Hoffnung bis zum nächsten Mal wie ein unsichtbarer Panzer Festigkeit und Sicherheit gegeben. Da vernahmen wir das entfernte Summen eines Motors. Ohne Befehl war alles aus den Sätteln. Sie kommt! Und sie kam in einem über und über mit Schlamm und Dreck bespritzten Sack. Hastig umringt, flog der Inhalt in ausgestreckte Hände. In den Augen der Lesenden spiegelte sich ber Sieg des Wortes. Was bedeuteten nun bie vor uns liegenden Aufgaben! Verdoppelt in Mut unb Stärke ritten wir davon, in unseren Taschen einen Brief von 'daheim. Was barg er alles in feiner papierenen Hülle! Aus ber Vertrautheit ber Schrift stieg bie Wärme menschlichen Naheseins. Mütterliches, frauliches Sinnen drängte sich wie ein längst vergessener Pulsschlag in unser hartes kriegerisches Denken. Aufrechte Worte eines Freundes wollten bedacht fein unb halfen uns wieder auf den Weg, den wir manchmal im Begriff waren, nicht mehr zu verstehen, da er uns allein zu lang und unüberwindlich werden wollte. Plötzlich fttegen aus dem Dust des Papieres Gesichter und zerflossen unter bem Himmel bes Landes, das wir kämpfend durchschritten. Das Land verlor alles Fremde und seine Blumen und Bäume wurden die des eigenen Gartens. Die Spannung entglitt. Aber in die gewonnene Stille brachte die abendliche Ruhe während der Rast am Rande eines Dorfes einen leise sich bewegenden Schmerz nach den durch die Worte so deutlich vor uns gerückten Bildern. Er zwang die Hand ungewollt zu Feder und Papier, und an der Wand irgendeiner Scheune gelehnt, auf hochgezogenen Knien schreibend, hielten wir Zwiesprache mit unserer kleinen Welt, bie weit hinter bem sich langsam verdunkelnden Horizont lag, der auch bie Grenze am Himmel unseres Vaterlandes bedeutete. In das Stück Papier vor uns, das in der Große der Nacht unterging, legten wir vielleicht noch ein Bild als Gruß unb Versicherung unserer Gedanken. Oftmals aber mußten Fragen nach unserem Leben unbeantwortet bleiben, da ihre Beantwortung bie Gefahr bes Verberbens eines großen Planes in sich trug. Dann begannen die Worte sich zu hc in bas eintönige Surren bes Ventilators 6i ebenso bescheibene Begleitmusik hinein. Je- ,tr ga, bie Alte, beren Runzeln kaum zu zählen ist immer hinter ihr her und treibt die anberen n Arbeit, damit ber junge Herr, Günther Merck, v-n Geburtstag wie ein richtiges Fest erlebe. Aus hi Garten werben bie schönsten Blumen geholt, !ir Motor ber Eismaschine summt in ber Küche xl kühlt die Getränke, Kwikuru, der so etwas 3( die Stelle eines Hausmeisters versieht, riecht ’uitn)egt an einigen Sorten Kaffee aus • den Wäschen Plantagen und kann sich nicht ent- islrchen, welche er nehmen soll. Den „Blue Moun- viesteicht für die älteren, gesetzten Herren Damen, den „Red River" jedoch für die gärende itiisnb? Oder ob man beide mit „Kant mischt? X er hat es schwer, Kwikuru, wenn er es jedem machen will! , £ ... iah Günther heute Geburtstag hat, hindert h nicht, den Anlauf in die Stunden wie immer ö nehmen 9r*tunhimanxia Jahre bedeutet keine uitimcyi yui |ic iyic eigene xi>eu, vesyaio nur, 6 ei': es keine „kleinen Erwachsenen", sondern Ju- Ä «r°r, die ............. hatte. (Fir Sonst reckt sich überall der Niederwald der Kaffeesträucher, gegen Westen dehnen sich die langgestreckten Sisalanlagen, alles Merckscher Besitz. Ein Reservat dehnt sich in bie Bläue bes Himmels hinein, ber sich über den Meru wölbt, und dahinter erst wächst Kaffee, der einem anderen gehört. Im Wagen durcheilt Günther die endlose Flucht der Plantagen. Er schaut auf die Uhr. Nach dem Stand der Sonne hätte er sagen können, daß es elf Uhr ist. Den Meru im Rücken, die eine Kante des Sisalfeldes mit einer kleinen Wendung anvisierend, konnte er es ohne viel Ueberlegung sagen. Außerdem spürt er es an der aufsteigenden Hitze, daß sich der weiße Glutball bem Zenit nähert. An tausend Dingen hat er aus der Natur gelernt und so weiß er, daß es zwischen sechs und sieben Uhr morgens fein muß, auch wenn keine Sonne schiene, wenn sich die Kelche des Hahnenfußes im Gartenbeet hinter der Farm öffnen. Hatte ihm nicht Karln, bie Tochter des deutschen Arztes in Arusha, einmal geraten, eine ganze Blumenuhr anzulegen? Sie lebt noch viel inniger mit der Natur, mit all ben taufenb unb aber tausenb Lebewesen, bie sie studiert hat, wie ein anberer Mensch Geschichte ober irgenbeine anbere Wissenschaft ftubiert. „Weißt bu benn nicht", hatte sie ihn einmal gefragt, ,Haß jebe Blume ihren eigenen wunderbaren Rhythmus hat unb wie wir ober bie Tiere schlafen geht unb auffteht? Da gibt es Langschläfer, Frühaufsteher unb Nachtbummler!" Sie hatte es so rührend vorgebracht, baß man es ohne weiteres glauben mußte. Er nahm sich beshalb auch vor, in einem Buch einmal barüber nachzulesen. Aber viel schöner mußte es sein, mit ihr burch einen Walb zu gehen, ben Rausch eines urhaften Lebens, Sterbens unb Werbens mit ihren Augen wie in einem Spiegel zu sehen! Es müßten sich alle Wunber der Natur offenbaren. Güncher Merck beschäftigt sich in diesem Augenblick viel mehr mit ihr als mit ben Hochbergs, bie auch aus Arusha kommen werben, oder mit Ilse Wengeroth unb ihrem Bruder, die weiter her, aus Moshi waren, ober mit Vera unb Betty Ramlow, ben beiben netten Schwestern aus Tanga, bie er alle am heutigen Tage erwartet. Schließlich hätte auch n'iemanb etwas babei finben können, wenn er mehr unb inniger an Karin bachte, weil sie boch alle wußte, wie es um sie beide stand. Der alte Merck horcht nur ganz kurz auf, als sich Günchers Wagen nähert. Die ungeheure Arbeit, das ewige Sorgen unb Denken, das nie aufhörenbe Rechnen und Planen haben seinem verwitterten Gesicht etwas Verschlossenes gegeben. In seinen Augen liegt neben ber Weite unb bem Grenzenlosen Des afrikanischen Himmels immer die Hostnuna unb bas bange Warten auf Regen, bie Angst vor Der Dürre ober den Heuschreckenschwärmen. Sein Blick ist erfüllt von der- Zuversicht und der Demut zugleich, baß bas Schicksal es gut meint mit einem Menschen, ber Zeit seines Lebens nichts anberes kannte als Arbeit. Er ist nicht erstaunt, als Günther hinter einer Staube hervor auf ihn zutrttt unb ihm nach einem kurzen Gruß mitteilt, baß er jetzt nach Hause fahre. „So? Dann ist ja wohl alles in Orbnung!" meint er ruhig. „Ich tjabe heute Geburtstag, Pa!" versucht Gün« ther bas Interesse seines Vaters au wecken. Der alte Merck sieht ihn zwischen ben schmalen, schwertförmigen Blättern fragenb an: „Was denn!? Du hast heute Geburtstag?" Günther nickt nur; es ist jedes Jahre ber gleiche Vorgang. Im Merckhof spielen solche Festtage keine befonbere Rolle. Geburtstage finb keine große 2hu gelegenheit. In den letzten Jahren kam noch hinzu, baß sich der Vater mit ben sogenannten Manbats- Herren nicht so recht abfinbet, baß man seit bem Weltkrieg gar nicht mehr in Deutsch-Ostafrika lebt, , sondern im Tanganjika-Territorium! Wenn dis Mutter nicht gewesen wäre und jedes Jahr dafür gesorgt hätte, die paar Freunde einzuladen, würde dieser Tag ebenso zur Neige gehen, wie die anderen dreihundertvierundstchzig auch. (Fortsetzung folgt) rh ""H’l • CbÄ!0| *n, fr. ■ «nbt5 ( t ®ar bc, $ lia des HJ.-Standortes Mainz statt/ Dann batkrrcm der Gauleiter die Einweihung der Gebiets- bie i /tefportfchule in Niederwalluf vor. Die weltan- b Dn?Ve iiiiltcf)6 Erziehung der Hitler-Jugend, so sagte er, nCil|rb bis zum Reichsarbeitsdienst- und Wehroienst- vor,• fcr durchgeführt und bildet die Grundlage fstr ber Soldaten, der weiß, daß er politischer Kämpfer ■„u na,l:,|(er muß. Die Jugend hat nicht einen Staat im »i ßr.ate, vielmehr hat sie ihre eigene Welt, deshalb ffgrermort: „Der deutsche Junge muß in seiner o'Me ooi ^erlichen Kraft und Gewandtheit den Glauben ,, ,en.*pi e? die Unbesiegbarkeit feines ganzen Volkstums ff h, pinnen", sagte der (Bauleiter, der Jugend diese X' p erzeugu beizubringen, muß Inhalt der Eren otaaiie jjfUng sein. Erziehung zum Nationalsozialismus v'e lEilH «Erziehung zur Volksgemeinschaft und Voraus- imgton ntö 3ur r '" - ~ 1 - kb gebauten dM In dies i'chon seit dem frühen Morgen laufen die schwar- I» Dienerinnen aufgeregt hin unb her. Masimba, I« jüngste von ihnen, kichert seit Stunben über kroßen Vorbereitungen von Bwana Merck unb haltene Darstellung paßt gut zu ber sachlichen Angestelltenhaltung, die ihr hier vorgeschrieben ist, und es ist sehr reizvoll zu beobachten, wie solche kühle Reserviertheit sich allmählich im leise durchbrechenden Gefühl lockert und erwärmt. Ihr Partner ist Gustav Fröhlich (Bornhoff), der hier entschieden eine feiner glücklichsten Rollen bekam: er hat, mit einem Wort, das zu spielen, was man einen an- tänbigen Kerl nennt; bas steht ihm gut zu (Beicht, und er macht es auf gar nicht protzige Art, ympathisch, halblaut, mit Humor unb mit einer gewinnenden Frechheit. Den Becker gibt, sehr überzeugend in der Nervosität unb Gereiztheit bes in Die Enge getriebenen Abenteurers, Werner Scharf. Dom übrigen Ensemble tun sich Gustav Diehl, Albert F l o r a t h , Julia Serba unb Ed ich O ß Errichtung bes Sieges. Den beutschen ej , ycuuiucH zu pflegen, ist Aufgabe ber Marine- In biesem Geiste übergab ber Gauleiter bie wendefllm 4>ietS’Seefportfd)ule ihrer Bestimmung. Am Analmast, im Signaldienst, bei seemännischen Ar- 11ljung n tcn und in einem Wettrudern auf dem Rhein f'r‘! tc bQnn Marine-HI., was sie bereits gelernt iterejle bi- t Vorführungen in zwei Kuttern unter Segel ein3W eine Siegerehrung mit Preisverteilung bil- Iismus h ....... - tzcwung an die Erfüllung ber gestellten Aufgaben Z\1 fiten. Helbische Vorbilber für bie Jugenb finb bie ie « !?c M Führer im Kriege burch Auszeichnung heraus- t M ■ f-döten Solbaten. Nach siegreicher Beenbigung '■ «es Krieges will jeder HJ.-Angehörige einmal »,^n,, Stolz lagen können: „Ich habe meinen Teil unii| jr dazu beigetragen, auch ich war nicht untätig l O‘en, er« hnbe etwas aeleiftet." Anknüvfend nn h-ns ,/Mr VMstöckige ........... W b{ |.rl Herat na 8 herid ragen 3or[t StljlQ Ma wn Mie Mtt. Das Kriegsiestament des Soldaten Was man von der Erbfolge und Tessameniserrichiung wissen muß. THEATER der Universitätsstadt Gießen 8 Februar, 1. März und 29. März statt. Der Winterwettderb der Rudern wird auch in diesem Winter wieder durchgeführt' Die jetzt erschienene Ausschreibung weist aus Gricid der in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen einige Verbesserungen auf. lieber die Regelung der gesetzlichen Erbfolge und die Möglichkeit, ein Testament zu errichten, besteht noch in weiten Kreisen Unklarheit. Mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung dieser Fragen während der Kriegszeit sei daher auf die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen hingewiesen. Ein Testament kann entweder vor einem Notar oder Gericht oder eigenhändig errichtet werden. Das eigenhändige Testament muß vom Erblasser mit eigener Hand (nicht mit Schreibmaschine) ge- schtieben und unterschrieben werden. Die Angabe von Ort und Zeit der Errichtung ist nicht Erfordernis der Gültigkeit, aber anzuraten. Die.Unterschrift soll in der Regel den Bor- und Zunamen des Erblassers enthalten. Für Wehrmachtangehörige im mobilen Derhält- nis gelten folgende Erleichterungen: Das Testament braucht nicht eigenhändig geschrieben zu sein, es muß nur von dem Verfügenden unterschrieben und von einem Offizier oder zwei sonstigen Personen als Zeugen unterschrieben sein. Wehrmachtangehörige können aber auch ihren letzten Willen vor einem Offizier, der einen zweiten Offizier oder zwei Zeugen zuzuziehen hat, mündlich erklären, lieber die Erklärung ist eine Niederschrift aufzunehmen', sie muß von dem Erblasser mündlich genehmigt und von den übrigen Beteiligten unterschrieben werden. Minderjährige, das heißt Personen unter 21 Jahren, können grundsätzlich ein eigenhändiges Testament nicht errichten. Doch auch hier gilt eine Ausnahme für Wehrmachtangehörige im mobilen Verhältnis. Im Testament kann der Erblasser einen oder mehrere Erben einsetzen, die dann anteilig am Nachlaß beteiligt sind. Er kann ferner durch Testament einem anderen, ohne ihn als Erben einzusetzen, einen Vermögensvorteil, z. B. ein Haus, Bargeld usw. als Vermächtnis zuwenden. Die gesetzliche Erbfolge tritt ein, .roenn der Erblasser nicht durch Verfügung von Todes wegen (Testament, Erbvertrag) etwas anderes bestimmt hat. Gesetzliche Erben sind die Verwandten und der wollen, dicken, altmodischen Verband. Wenn Sie aber gleich weiter arbeiten wollen, dann genügt ein Stück von dem dünnen, straff sitzenden, heilungfördernden Wundpflaster___________ _. ** Von der Lchngemarck-Schule. Durch Urkunde des Führers wurde der Studienassessor an der Langemarck-Schule in Gießen Hans Walther zum Studienrat ernannt. ** Schneegänse. Am Sonntag zwischen 12.20 und 12.25 Uhr zog eine Schar Schneegänse in großer Höhe in der Richtung von Norden nach Süden über unsere Stadt. Kurz vor 16 Uhr konnte man in sehr großer Höhe über dem Bergwerkswald dasselbe Schauspiel noch einmal beobachten. Diese letzte Gruppe bestand aus nahezu 100 Tieren und kreiste laut schreiend eine Viertelstunde über dem Gelände, um schließlich in der Richtung nach Südwesten in der bekannten Winkelform zu verschwinden. Die Zähne hängen eng mit dem Blutkreislauf zusammen. 3ft es ein Wunder, datz kranke Zähne den Körper vergiften? Hohner (Student III) fast neu, m.Koffer zu verkauf, omis Scinffenberger Wen 5 I. zwisch.ll-15Uhr gebnisse der Rennen haben wir in Ausgabe bereits berichtet. GflU6 V D ymlll* Web he1, & v d hin htnl [KOO! Mi Unnei liHu fN Mr|i pulen hin Mit n Do, Md Kurze (Äportnotizen. Die Handball -Gauklasse in Hessen. Nassau besteht nun endgültig aus 10 GemeW schäften, und zwar: SA. Frankfurt, Polizei Frack, furt, TG. Offenbach, TG. Hanau, TG. Dietzenbach TD. Mombach, GfL. Pfungstadt, LSV. Gieße», TG. Friedberg und TG. Rüsselsheim. .Der- Reichsbundpokal-Wiederhs« lüngskampf zwischen den Fußball-Gaumarm schäften von Niederschleisien und Hessen-Nassau wurde auf den 19. Oktober vorverlegt. Spielort ist niht ‘inb Si Am oder Mädchen tagsüber gesucht Fremdcnvension Kubel, Bahuhofstr. 47 (Stellengesuche] MksMer zur Zeit frei, Führerschein II und III sucht Beschäftigung. Schr. Ang. unt. 03423 a.d. G.A. Junges, kinderl. Mädel sucht Stelle in gutem -Hause. Zu erfragen 03n8 Henselstr. 8 v. Dv : geivl ;t50( 4 Di w üehc h Ihs. Komvl. Tovvelbett, Waschgarnitnr., 1 Bowle, Küchentisch, 1 Marktwaage mit Gewichten, 10 Kilo, 1 Gasherd, neuwertig, zu verkaufen Württemberger Hof, 03122 Bahuhofstr. 15 Dienstag, den 14.Oktober 19—21.30 Uhr |i2k^ 7. Dienstagmiete u. Halbmiete *A Erstaufführung Ingeborg Komödie von Kurt Götz. Preise von 0.60 bis 3.10 tuißlei Sjasr Bekanntmachung. Die Fahrbereitschaft Gießen, Braugasse 11, Jft telephonisch zu erreichen: während der Dienststunden Ruf-Nummer 4736 außer den Dienststunden Ruf-Nummer 3978. Gießen, den 10.10.1941. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Nttis DieFrau,dieAn- fang September in meinem Geschäft Bohnen kaufte und dazu einen neuen großen Henkelkorb mitnahm,ersuche ich, diesen sofort wiederzubringen da derselbe doch nicht ihr Eigentum ist. 03424 Heinrich Hubn, Obst-u.Geinüse- geschäft, Bismarckstr. 14 >8, [ Mietgesuche"] 2-3-Zimm.- Wohnung von Akademike witwe baldmögl zu miet, gesucht'. Schrift!. An geb. m.Preis u. 03419 an d. Gieß. Anz. Ch lorodont - weist den; Weg zur richtigen Zahnpflege 'M V US Donnerstag, 16. Oktober, im Theater, 19.30 Uhr: „Sauvarieteau^“ 2 Stunden Frohsinn mit Alice De Beke die einzigartige ungarische Parodistin und Soubrette Zwei Singsangs und Lora von Bahia Kabarett der Landstraße ihit dem lebenden Wunderpapagei 3 Garcia Perez & Comp. original spanischer Musikaiakt Duo Hamilton sensationeller Wurf- und Schleuderakt Zwei Warrels Hand- und Parterre-Akrobaten Trio Del Arte das schönste Tanztrio am deutschen Variete Lu Chang Fu artistisches Allerlei aus dem Reiche der Mitte Drei Richys urkomische Kombination am Reck Zwei Klatts Diabolo-Spiele in höchster Vollendung Eintritt RM. 3.- 2.50 2 — 1.50 u. 1—. — Karten im Vorverkauf in unserer Kartenverkaufsstelle, Gießen, Seltersweg 60, Tel. 2141. 4260 D Heute früh entschlief sanft nach schwerem Leiden nach einem arbeitsreichen Leben unser geliebter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Heinrich Bender Eisenbahnsekretär i. R. im 79. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Sommer Familie Heinz Will Familie Hans Weber. Die DeDlsche Arbeitslrooi NSMrall durch Freede Kreisdienststelle Wette rau Sport. Di e Meisterschafskämpfe derTurn-r sind jetzt festgelegt worden. Die Reichswettkämpe der jungen Meisterklasse finden am 6./7. Dezember in Mainz statt, die Gerät-Meisterschaften der Tur« nerinnen sind zum 12. April und die der Turnei zum 10. Mai anberaumt. Die verschiedenen Runden der Bereichs-Mannschaftsmeisterschaft finden cm gerecht wurden. '/ lL Um die Organisation der Veranstaltung und ifteWVk Durchführung hatten sich die bewährten Kräfte 6er Gießener Radfahreroereinigung mit dem von jeher als verdienstvollen Vorkämpfer des Radsports tiri« gen Bezirksfachwart August Deibel an der Spige eifrig bemüht. Polizei, HI. und Helfer vom Deck- schen Roten Kreuz waren im Rahmen der Dir- anstaltung tatbereit auf dem Posten und machte« sich an ihrer Stelle um das Gelingen verdient. 2er Damenbart q Gesichtshaara, alle lästig. Haare werd, durch d. von mir angew. einzig sichere MhJ unt. Garant, für immer mit d. Wurzel entfett Frau B.Gulden.seit35Fr.W.Henfl Sprechstunden jeden Miltwoch: Gleo*!l Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. Gießen (Welckerstraße 4), Waldhof-Elgershausen, den 13. Oktober 1941. Die Beerdigung findet Mittwoch, 15. Oktober, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _______ _______________ 42631* Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann veriäst Gießen. Der Leiter des Arbeitsamstes Gießen, Oberregierungsrat Dr. N o n n e n m a n n, ist durch Verfügung des Reichsarbeitsministers nach Königsberg i. Pr. versetzt worden, wo er die Leitung des dortigen Arbeitsamtes übernimmt. Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann hat heute vormittag unsere Stadt bereit- verlassen, um sein neues Amt in Königsberg sofort anzutreten. Seit Anfang Januar 1940 stand Oberregierungs- rat Dr. N o n n e n m a n n als Leiter an der Spitze des hiesigen Arbeitsamtes. Er stammt aus Ulm. Bei Ausbruch des Weltkrieges 1914 trat er als Kriegsfreiwilliger in ein Infanterie-Regiment ein. Als Offizier kehrte er aus dem Kriege nach Hause zurück. Dann war er zunächst im Bankfach tätig, anschließend wirke er als Syndikaus zweier größerer Wirtschaftsoerbände in Köln. Dort promovierte er zum Dr. rer. poL, trat dann zur Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über, war anschließend in Köln, Düsseldorf und Erkelenz tätig und wurde schließlich mit der Leitung des Arbeitsamtes in Jdar-Oberstein beauftragt. Nach der Rückkehr der Ostmark ins Reich wurde er als Beauftragter der Reichsanstalt zum Landesarbeitsamt Eisenstadt im Burgenland entsandt, wo er zwei Arbeitsämter einrichtete. Anschließend war er Leiter des Arbeitsamtes in Gmunden (Oberdonau). Von dort kam er als Regierungsrat und Leiter des Arbeitsamtes nach Gießen. Hier erfolgte im Juli v. I. feine Beförderung zum Oberregierungsrat. Im Verlaufe feiner hiesigen Tätigkeit hat Oberregierungsrat Dr. N o n n e n m a n n es sich stets angelegen sein lassen, gute Beziehungen zu allen Stellen der Partei, der Behörden und des öffentlichen Lebens zu pflegen und gedeihlich weiterzuentwickeln, insbesondere mit den Kreisen der Wirtschaft in guter Zusammenarbeit enge und vertrauens- volle Verbindungen herzustellen und ständig weiter zu vertiefen. Sein Scheiden aus dem hiesigen Amt vernimmt man daher nur mit Bedauern. rlg-GMinsUsl M W öutdj Srenöe Die Kriegerkameradschaft 1874 Gießen hielt am Sonntagnachmittag im „Burghof" einen Monatsappell ab, zu dem auch der Kreisführer des NS- Reichskriegerbundes, Dr. M o n n a r d , erschienen war. Nach der Ehrung des im Kampfe gegen die Bolschewisten gefallenen Kameraden Ernst Ludwig Datz und der verstorbenen Mitglieder San.-Rät Dr. Fritz und Heinrich Hahn wies Kameradschaftsführer D ö h n auf die großen Entscheidungsschlachten im Osten gegen die bolschewistischen Armeen hin. Er würdigte die einzigartigen Leistungen unserer Wehrmacht, die für die Zukunft Europas gebracht werden. Mit der Vernichtung des Bolschewismus werde auch das Weltjudentum getroffen, das die Völker vergifte und verderbe. Die Schlußworte waren Dank und Gelöbnis zum Führer, die in den beiden Nationalhymnen ausklangen. Es folgten bann Mitteilungen über Begebenheiten innerhalb der Kameradschaft, in denen die persönlichen und sachlichen Leistungen der Kameradschaft im Freiheitskampf der Nation herausgestellt wurden, die Beweise der (Erfüllung der vielseitigen Aufgaben der alten Soldatenkameradschaften sind. Die Kameraden, die bei der Erfüllung dieser Aufgaben treu mithelfen, erhalten auch die gebührende Anerkennung. Kamerad San.-Rat Dr. Schliephake wurde durch den Kameradschaftsführer zum Ehrenmitglied ernannt. Hierauf überreichte Kreiskriegerführer Dr. M o n- n a r d im Auftrage des Reichskriegerführers General der Infanterie Reinhardt den beiden verdienten Mitgliedern Albin Klein und August Wagner das Ehrenzeichen I. Klasse des NS.-Reichskrieger- bundes. Kamerad Klein hat das Kleinkaliberschießen nicht allein im Kreis Gießen, sondern weit darüber hinaus gefördert: Kamerad Wagner hat als Kame- radschaftsschießwart sich Verdienste erworben und in schweren Zeiten als stellv. Kameradschaftsführer die Kameradschaft geschickt geführt. Kreiskrieger- führer Dr. M o n n a r d gab anschließend bekannt, daß den Wanderpreis im Kleinkaliberschießen für das Jahr 1941 sich die Kriegerkameradschaft 1874 mit 416 Ringen errungen habe. Kameradschaftsführer Döhn übernahm den sehr schönen Wanderpreis mit dem Wunsche, daß es der Kameradschaft gelingen möge, ihn durch höchste Leistungen für immer zu erringen. Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Siehst du im Osten das Morgenrot" folgte ein interessanter Vortrag des Kameraden T r ü m p e r t über „Englands Kriege", aus dem herausklang, wie England immer bestrebt war, daß auf bAi europäischen Festlanbe keine ihm gleich starke Macht aufkomme unb wie es für sich bie Alleinherrschaft über bie Meere beanspruchte. Mit einem Wort Friedrichs bes Großen würbe ber dienstliche Teil bes Appells geschlossen. In bem sich anschließenben kameradschaftlichen Teil erzählte ein Kamerad der Luftwaffe, der als Gast ber Kriegerkameradschaft 1874 einen vierzehntägigen Erholungsurlaub hier verbringt, von seinen Kriegserlebnissen. (Stellenangebote j Verkäufe | Junge Frau Schwimmstu^den. Jeden Dienstag von 20—21 unb 21—22 Uhr: jeden Freitag von 20.30—21.30 und 21.30—22.30 Uhr. 4259D Gießener Dochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise unb verstehen sich für A-Ware Für B-Ware ober abfallenbe Ware sowie für Selbsterzeuger liegen bie Preise nichtiger. ♦ Gießen, 14. Oft. Auf bem heutigen Wochen- martt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 6 bis 10, Spinat 12 bis 15, Rörnischkohl 8, Unterkohlrabi 7, Zwiebeln 15, Lauch 17, Sellerie 15, Felbsalat, ‘/io 10, Blumenkohl, bas Stück 20 bis 50, Salat 10 bis 12, Enbivicn 10 bis 1$, Oberkohlrabi 10, Rettich 6 bis 10, Rabieschen, bas Bunb 10 Rpf. Oer „Große Slraßenpreis von Gieße«-1 Die Gießener Rabfahrervereinigunb hatte nit 1 bem am Sonntag von ihr durchAeführten 9tui® streckeyrennen um ben Großen Straßenpreis dmi i Gießen einen starken sportlichen Erfolg zu verzeih, « nen. Eine große Anzahl hervorragender Rennfahrer, 1 die durch ihre bisherigen radsportlichen ßeiftungen | sich schon einen Namen gemacht haben, war ani Start erschienen. Mit starker Spannung folgte eine fl große Zuschauermenge dem fesselnden Verlauf 6» 3 Rennen, die in allen Abteilungen guten Sports boten. Oeftcr gab es spannende Momente, in denen 8 scharf um den Gewinn der wertvollen Punkte | kämpft wurde. Auf die Einzelheiten der Dielen Q wechselvollen Situationen kann in diesem Zusam o menhange aus Gründen der Raumknappheit leibet II - nicht eingegangen werden, man darf aber als Ge« ] 47] [amtergebnts die Tatsache verzeichnen, daß hie 4 Rennfahrer auch bei dieser Veranstaltung iM | guten sportlichen Ruf durch besondere Leistung Anzug mittl. Größe und Schuhe 40—42 gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 03417an bett Gießen. Anzeig. (Verschiedenes hamiliendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Verloren goldenes Armband mit roten Steinen, Sonnabend am Theaterausgang. 03420 Abzg.geg.g.Bel Asterweg 1II. Ehegatte des Erblassers. Die Verwandten werben hierbei in gewisse Klassen eingeteilt. Erben ber ersten Drbnung finb bie Nachkommen, also Kinber, Enkel, Urenkel usw.: Erben ber zweiten Drbnung bie Eltern bes Erblassers unb beren Nachkommen, also Geschwister, Neffen unb Nichten: Erben ber brüten Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Nachkommen, also Onkel, Tanten, Pettern, Basen usw.: Erben ber vierten Drbnung bie Urgroßeltern unb beren Nachkommen. Im ostmärkischen Recht sind bie Nachkommen ber Urgroßeltern nicht mehr kraft Gesetzes, sonbern nur auf Grund einer befonberen Anorbnung bes Erblassers erbberechtigt. Erben einer näheren Drbnung schließen bie Verwandten einer entfernteren Drbnung aus. So schließen z. B. bie Kinber bes Erblassers deren Eltern aus. Kinder erben zu gleichen Teilen: lebt ein Kind zur Zeit des Erbfalles nicht mehr, so treten seine Nachkommen an seine Stelle (Erbfolge nach Stämmen). Der Erbanteil des überlebenden Ehegatten ist verschieden hoch, je nachdem mit welchen Verwandten er als Erbe zusammentrifft. Neben Erben der ersten Drbnung (also Kinbern) erbt er ein Viertel, neben Erben her zweiten Drbnung ober neben Großeltern bie Hälfte des Nachlasses. Sind weder Erben ber ersten unb zweiten Drbnung noch Großeltern vor- hanben, so erhäft er bie ganze Erbschaft, soweit nicht ber Erblasser etwas anberes angeorbnet hat. Ein uneheliches Kind ist gegenüber ber Mutter wie ein eheliches erbberechtigt. Gegenüber bem Vater steht ihm kein Erbrecht zu, es behält aber feinen Unterhaltungsanspruch, ben es auch gegen bie Erben bes Vaters geltenb machen kann. Die anscheinend von feinblicher Seite ausgestreuten Gerüchte, baß eine Beschränkung ber Ver- wanbtenfolge bevorstehe ober geplant sei, entbehren, wie uns von zustänbiger Seite bestätigt wirb, jeder Begrünbung. verdmikelrmgszell 14. Dftober von 18.29 bis 7.43 Uhr. • 141 ABi llxilione Liegnitz, sondern Breslau. Ein „Earl-Steding-Gedenkturne^li 1.uns wird ber Ungarische Turnverdanb zur Erinnerung 1111,1 an den verstorbenen Reichsfachamtsleiter veranftl. I JM' ten. Ein schöner Beweis für das herzliche Eimxr« nehmen zwischen dem deutschen und ungarisch!» volle sportliche Erfolg der Veranstaltung hat ihrem i i Mühen den wohlverdienten Preis gegeben. Die Gr« ..... ~ ' unserer gestrige«- Deutsche Jagd- Terrier-Biindin m. Stammbaum 4 Monate alt, zu verkaufen 42S6D Anfragen an Gießener Zoo, Seltersweg 6, Fernsvr. 3292. 18 leere Konserven ässer je 100 Kilo fass., billig abzugeben. Hammstr. 12 H., Büro. 426iP Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den Gießener-Anzeiger T9 Stark