Vonnerrtag, 14 August 1941 Churchills „politische Kriegführung Bon unserem Str.-Bcrichtcrstattor. // von oben! Stockholm, Mitte August 1941. esc liebe nicht, die da- Oer Führer bei der Heeresgruppe Süd der allgemeinen Auffassung von der Atempause 244 feindliche Flugzeuge an einem Tage abgeschoffen »u dc , ged. Haas I r. Karl Heb». | Felde ius, ll.Aug.lul Beschnittene Flügel. Bon unserer Berliner Schriftleitung. Das deutsche K-,°tz des Handeln, wird aller Welt deutlich bei den Entlastungsossenswen. die Churchill der englischen Lustwaise vakschried. um die deutschen Ersalge im Osten ju ubertauben aber diese von der Not erzwungene englische Einslug- tätigkeit in Deutschland ist aus eine Abwehr ge> stoßen, die den Engländern gewaltige Verluste und keinerlei Gewinn einbrachte. Wenn die englifche Pre je nunmehr [chreit und die smerikanifche sich in I^Allgem°ein' ist man daran interessiert den sow Mi...." r-r..v...f. ... Mrtrfnnnorti ili(in rann OIC jcKsach» ,che ->< Eigens etwas«. «s, V g$S vow^ Ostfront 240 Fahrzeuge und 8 Danzer. Die Zerstörung der Eisenbahnlinien wurde erfolgreich fort- gesetzt. Verzweifelie Ausbruchsversuche im mittleren Frontabschnitt. Berlin, 13. Aug. (DNB.) Deutsche Truppen drängten im Verlauf des 12. August die an der mittleren Ostfront eingekreisten sowtetifchen Truppen weiter zusammen. Verzweifelte Ausbruchsver- fuche der Bolfchewiften wurden unter blutig- ft e n Verlusten für d i e Eowieto zurück- geschlagen. Die Zahl der Gefangenen ist ständig im Wachsen. Die Bolschewisten erlitten fchwere Materialverluste. *>' >#»*• ball fllintnbmc von Wtutl fielt stir die Mittaavnummer bi«8'/,Ubr bedBor, nittagS ülnAetnen-Pretle: Anzeigenteil 7Rvt j< n,m bei 22 mm Zetlendreite, Tertteil ßO Stvt. le mm bei 70 nun Kellenbreite Wnrtilätfet Wiederboluna Malstaffel l Abschlüsse Menaenitasselir Plabvorschrtft (vorbcTinc ^ercinbarnna) 2ß /«mebt u nmtj ich W*. | lind mH „Kun I Un. Vertyl Meie L Berlin, 13. Aug. (DRV.) Die abschließenden Feststellungen haben ergeben, daß in der Zeit vom 12.8., morgens 7 Ahr, bis 13.8., 7 Uhr, inßge- famt 60 britische Flugzeuge über dem Reichsgebiet und den besetzten Zonen an der südlichen Nordsee und dem Kanal vernichtet wurden, hiervon schossen deutsche 3äger 43 ab, die Flak- atllllerle brach'- 15 und die Marinear,»-rl- zwe I um rlbfchuh. - Besonders ichwer Irlffl die brillfdje Lus,mässe der Verlust von über 20 B o rn- bet n barunler mehrere oiermolorige. Dem stehl die bem-rkenswerle lalsache gegenüber, dah dle deulsche Lus,mass- bei diesen erfolgreichen fidmpfen I nldjl ein einziges Flugzeug verlor. während des 12. August Vernich,ele die deulsche Luslwaste a u ch i m 0 sl - n -ine Anzahl sowse lscher Flugzeuge. Deutsche Kampsverbände und 3l”,adU" tert- brachten an der Ostsront am 12.August 184 Tlug.euflC jum Mbftutj. Insgesamt oer- loten die Briten und die Bolschewisten ln weniger als 20 Stunden 244 Flugzeuge. vcr- lusle an deutschen Flugzeugen lm Westen traten bei den Lustkämpsen nicht ein, im Osten kehrten vier Flugzeuge bisher nicht zurück. ,ch schwarz ht so abflil- len 1 cm h ’s Licht aii!n r Krasisch, endet wch' rten imb M trbunfeln vt ichter von Ml enthalten M nkelung bciM >g! deren mit: 'n, treten k ic Zcitvchb adfahrer u|o. isten restlo- eitschaft de« i llen. pas, den Krieg also in eine Revolution zu verwandeln. Die letzte Brücke über dem Abgrund, der Gnglanb von Europa trennt, ist damit ge- sprengt worden. Churchill sieht Englands einzige Chance darin, im Einvernehmen mit dem bolsche- iviftischcn Regime und unter Uebernahrnc feiner Methoden alle Völker Europas in einen gärenden Zustand zu versetzen und alle Ordnung in ein Chaos zu verwandeln, um die widerstandslose Aus- nahrnebercitschaft für jede Art von Zwang einer außereuropäischen Diktatur zu schaffen, gehe diese nun von der Sowjetunion aus oder von den Vereinigten Staaten, deren Mitwirkung an einer europäischen Ordnung Churchill für ebenso unentbehrlich hält. Rastlose Verfolgung in der Ukraine. Berlin, 13. Aug. (DNB.) In der Ukraine befinden sich die deutschen, rumänischen, ungarischen und italienischen Truppen in rastloser Verfolgung des Feindes in Richtung auf das Schwarze Meer. Infanterie und motorisierte Divisionen teilten mehrere starke Sowjetverbände zum Kampf uni) vernichteten sie. Die deutschen und verbündeten Truppen brachten den Bolschewisten erhebliche Ma- teri al Verluste bei. In der südlichen Ukraine richte- ten sich die Angriffe der deutschen Luftwaf e am 13.8. mit besonderer Wucht gegen b i e Dn j e p r- Uebcrgänge, vor denen sich die fließenden Sowjettruppen stauen. Deutsche Kampfflugzeuge vernichteten am Dienstag im südlichen Abschnitt der bestehen kann. r Und nun wird erst bic ganze furchtbare Bebeu- tung bes karbinalen Satzes klar, baß die Bolsche- wisicrung eines Lanbes immer von oben beginnt und nicht von unten. Wenn ber Glaube Acrbrld)t, wenn bic WirrsäNgkelt beginnt, bann sind die seeli- chen Voraussetzungen für ein anarchiftisches, zügelloses Denken und Fühlen gegeben .. gleichgültig, ob man von einem herostratischen Denken ober einer kotilinorischen Existenz oder von Nihilismus oder vom Bolschewismus redet Wird das Thema so gefaszt, so lässt sich leicht ein Buch über bic Kräfte und Strömungen schreiben, die das Denken weiter Volksschichten, vor allein aber auch wichtiger führender Kreise i n England bolschewisiert haben. An dieser Stelle können nur einige charakteristische Einzelheiten entwickelt werden: So bizarr cs Hingt — die geistig-seelische Boi- schemisterung der führenden Kreise und der breiten Massen in England beginnt mit dem ... Diktat non Versailles. Dasselbe gilt übrigen» auch für Frankreich. Ein Sieg auf dem Schlachtfeld muh immer noch einmal in der Seele gewonnen werden. Auch unser handfestes Volk ging durch die Gründerjahre nach dem Krieg von 1870/71 nicht hindurch, ohne an der Seele Schaden zu nehmen. Der grafte Warner und Eiferer Friedrich Nietzsche stand damals unter uns auf. Und doch hatte der deutschfranzösische Krieg den Deutschen nur das gegeben, worauf sic fett Jahrhunderten einen Anspruch hat- ten: ihre nationale Einigung. Trotzdem war der Sieg seelisch gefährdet. Und nun gewinnt der Beobachter, der nicht an der Oberfläche haften bleibt, erst das echte rechte Gefühl für die Gefährlichkeit des Versailler Diktats, das kein Ideal verwirklichte, das den eigenen Frle- densverheißungen und Kriegszielproklamationen der englischen und französischen Regierung ins Gesicht schlug, das ein Trick über Diplomatie unter jüdischer Assistenz war, das Europa balkanislerte, das ein Gefühl der Unsicherheit an die Stelle des glücklichen Gefühls eines erreichten Friedens setzte. Seit- Iher hatten England und Frankreich ein „schlechtes den üblichen Ueücrtreibungcn oder Märchen ergeht, dann wirb klar, was bahintersteckt. Churchill tut o, als ob er konnte. Ader die Wirklichkeit ficht ganz anders aus, und diese Wirklichkeit ist entscheidend. Churchill hatte sich also zu einer verzweifelten Kraftanstrengung entschlossen, um den Anschein zu erwecken, als täte England seine Pslicht gegenüber seinem Vorkämpfer in Moskau, und bann ber Welt weiszumachen, England beherrsche ben Luftraum im Westen. Innerhalb von zwanzig Stunben ließ Churchill eine Luftoffensive großen Stils gegen Deutschland los. Hauptziel war das westdeutsche In- dustriegebiet. Ablenkungsflüge richteten sich geaen die holländische Küste, und Berlin sollte bann in ber Nacht von ben Briten heimgesucht werben. Aber mir haben ben Briten gezeigt, daß trotz bes Feldzuges im Osten und ber Tätigkeit unserer dortigen Lustslotte unsere Wacht im Westen so stark ist, baß alle Churchillschen Verzweiflungsversuche zusammen- brechen. An der holländischen Küste erlitt die englische Luftflotte eine schwere Niederlage, ein daraus erfolgter Stoß gegen die Küsten des besetzten Gebietes schlug ebenfalls infolge der deutschen Abwehr lehl, und der Angriff auf das rheinisch-westsälische Industriegebiet wurde durch die deutsche Gegenwehr vom Boden aus und in der Luft abgedränat, so daß die englischen Bomber genötigt waren, ihre Last in der Umgegend von Köln zu entladen, ohne daß wehr- wirtschaftlich wichtige Betriebe erreicht morden wären. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch sind bann britische Bomber in West-, Mittel- und Norddeutschland cingeflogen und haben planlos ihre Bomben geworfen. Der Generalangriff auf Berlin zerschellte im Feuer deutscher Flak und der deutschen Abwehr in der Luft. Insgesamt wurden sechzig britische Bomber abgeschossen. Churchill aber reibt sich jetzt wohl den Kops Denn während wir lm Westen feine Pläne zerschossen, . wurden gleichzeitig im Osten durch die deutsche Luft- ■ mässe wieder heftige Schläge gegen die Bolsche- mitten aejüirt. 184 Sowjetstugzeuge gingen an fu ten und für den einzigen Inhalt der englischen r KrasischMMegführung hielten. In erster Linie dacksten sie Ict toerbtneloii einen endgültigen Versuch, die Lücke in der !) EinlW! ciglisch en R ü ft u n g zu schließen. Zu ihrem »elligkeitde, ('utaunen hat Churchill keine der dahingehenden der WH Ardcrungcn zur industriellen Mobilisierung erfüllt, ierpartungi/mäi- englische Oefsentlichkeit hat diese Haltung Chur- ch mutz dnU|chls nicht verstandeii, weil diese so anders war als icht bis '** . ’S" ASS. cm -**• perschiejp Traurii Jte GieHenerAnzelger «är ».u-undv.r.°g- für(hh^rh^fipn LM 16 w y,Qt> QihmHiHb Deutschland gegen die Bolschewiken antrat, x.e'inbnr Ijiriob sich in England der Ruf, daß für England tnr \cn 6fU|hbu' Atempause herangefommen fei. Aus diesem i u r 4||ie sprach die Angst: [ein Sinn war, daß cs die । iMach । t c Atempause sei, bic England beschieden ,l^rten.d |nilC. Churchill wußte ihn schnell zu ersticken. Er • *n nämlich eine andere Auffassung vom deutsch- lc vordcrk jDsWjctlschen Krieg, der bald zum Kamps Europas c? Quit®ge;en ben Bolschewismus würbe. Seiner Ansicht la™en,toRi „ch war eine Wenbung, ja, bie Wenbung bic- JOn schräz fr Krieges cingctretcn. Er hat eine wachfenbe !"^uge»dRizhlik, bic sich gegen ihn persönlich richtete, in >orm non ollÄcuf genommen unb nichts von bem getan, was 1 au5 btn hliMr Kritiker als Ausnutzung ber Atempause auf- Das englifch-fowjetifchc Milltärbünbnls hat sich AolstbeWlslerUNa ENglRN^S In ein cnglisch-sowjetifch-amerlkanlsches Nevv 1 u- ’ - tionsbünvnls verwanbelt, welch ein weiter Weg von der „Distanz" ber Atempause-Theoretiker Churchill hat bic Pause auf seine Weise genutzt unb es zuwege gebracht, daß wir in England heute nicht mehr cm Weltreich bekämpfen, das die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat, fonbern ein Laub, bem fein Diktator ben Bolschewismus als letzte Waffe in bic Hanb gebrückt hat. Alles andere mag geschehen ober nicht geschehen, Materiallieferungen von Amerika an Englanb, von England an die Sowjetunion, ablenkenbe Luftangriffe in Westeuropa, Rüftungoftcigcrung, Invafionsmanover, er- höhte Kohlenprobuktion ober wie bie häuslichen Probleme heißeii mögen, fie find, wenn man Churchills „politische Kriegführung" verstehen will von nebensächlicher Bebeutung gegenüber bem Wy nomen, bas sich in ben Verhandlungen Churchill- | Roosevelt-Stalin offenbart hat. iHsprochen hätte. 5Dic Voraussetzung für bie Ausnutzung ber Atem- Mise wäre eine Distanzierung Englanbs Mm beutsch-sowjetischen Krieg gewesen. Diejenigen Eglänber, bie so buchten, ahnten nicht, eine wie witgehenbe Jbentiflzierung Englanbs mit bem bc schcwlstischen Regime Churchill und anbere leiht de Politiker planten. Zwar greift Churchill sicher n i)t dem industriellen Räberwerk in bie Speichen, un es stillstehen zu lassen, aber er hat immerhin nU Ernennung eines Rüstungsbiktators, ber von f atgesehensten Englänbcrn als das Allheilmittel sür h Behebung ber Rüstungsmängel angesehen wirb, <] gelehnt. Churchill hat bas Wort von ber Jnva- tnssaison ausgesprochen, bas rein propaganbistlsch mncint ist, aber ber Auffassung von ber Atempause ! M gegenkommt. Er hat nicht halt geboten, als bie ufrlofen Erörterungen über Englanbs „Ent- lltungsoffenfioc" einsetzten, obwohl er, wie eine lonleroatioc Zeitung meinte, sicher am besten bc- hteilcn könne, ob Englanb genügenb Panzer, an- bfe Waffen unb vor allem Soldaten für ein fol- Ms Unternehmen besitze. Churchill hat dafür ge- IlflL daß bie englischen Luftangriffe gegen West- Lopa mit genügenber Publizität versehen rour- ||ri wie ein milber Ausbruck für bie aufbauschen- Hti Berichte lautet. Inzwischen sinb auch umfang- hwesterch £■8'0)0 Invafionsmanover abgehalten worben, unb I
*rmeibenben Anstanbes beschrankt Auch die mH ! iirischen Ueberlcgungen sind nicht rätselhaft. Mtt dr Ernennung General Wavells zum Dbybe Ifchlshabcr in Indien tauchte der ^danke auf an Ade gemeinsame Front, in deren ständiger L furcht neutrale Länder, wie Iran, zu leben ge- 1 jungen sind. Don besonders klugen Strategen in Bereinigten Staaten leiht manh.Hnb_iear^ Seiner Landung in Nordeuropa aus, die das gleiche „tim Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes" Gauleiter Sprenger vor der Gefolgschaft -er Ounlop-Werke in Hanau. Gewissen". Ein schlechtes Gewissen ist immer ein Nährboden schlechter Gedanken. Und umgekehrt schreibt sich nach dem Umbruch daher unsere geistigsittliche Ueberlegenheit, daß wir ein Ziel vor uns sahen und sehen, eine Aufgabe, an der wir Werkleute sein müssen: die Befriedung unseres Erdteils, der die Wiege der menschlichen Kultur ist. Aber die Engländer haben an dem Versailler Diktat auch in dem Sinn zu tragen, daß sie es sehr viel gekostet hat, ohne ihnen etwas einzubringen. Sie haben auf den Schlachtfeldern in Flandern viele tüchtige und energische Menschen verloren. Sie konnten diesen Verlust nicht aufholen, weil auf der einen Seite kein ideales Ziel, auf der anderen Seite keine bittere Notwendigkeit neue Kräfte frei machte. Sie drehten sich im Kreise. Auch für sie war das Leben tn der Nachkriegszeit nicht so hoffnungsfreudig und nicht so leicht wie vor Dem Weltkrieg. Der- alte gute Reichtum, der sich — trotz aller auch da vorkommenden snobistischen Auswüchse — noch boden- und volksverbunden fühlte, hatte einen sehr starken Knax bekommen. Unzählige englische Landschlösser gingen in den Besitz von Amerikanern Konjunkturgewinnlern, Juden und Schiebern über. Aber die überkommenen Vorstellungen von den „gesellschaftlichen Pflichten" blieben. Mochte auch eine Engländerin die „Toilettenfrage" mit mehr Geschick als Geld lösen; die alte Hebung blieb doch, daß Söhne und Töchter schon bei ihrer Geburt für die kostspieligen Schulen antzemeldet mürben, deren Besuch für jedes Kind jährlich etwa 7500 RM. kostete. Hier entwickelte sich jene krasse Gegensätzlichkeit zwischen „Sein" und „Schein", die so leicht das Denken der Eltern und der Kinder zerrüttet. In den mittleren Klassen mußte die Frau sehr häufig Mitarbeiten, um das äußere Ansehen stützen zu helfen. Die englische Frau war niemals eine gute Hausfrau. Das kam dazu. Aber sie war an sich nicht untüchtig. Häufig sogar reger und energischer als der Mann. Im Gegensatz zur Amerikanerin kennt auch die Engländerin kein so krasses Klub-Leben. Der Mann ist aber seinem Klub mit Leib und Seele verfallen. Aus diesen Gegensätzlichkeiten erwuchsen Irrungen und Wirrungen, die sich leicht erraten lassen. Die unteren Schichten des englischen Volkes schließlich waren niemals an Liebe und Gemeinschaftsgefühl gewöhnt. Ihnen fehlte selbst das Gemeinschaftsgefühl des Exerzierplatzes und des Geistes der allgemeinen Wehrpflicht. Stattdessen gab es Predigten, Almosen und quengelnde Politikaster. Weil England selbst in seiner Innenpolitik kein Ziel mehr aufrichten konnte, das das Leben lebenswert machte, wurde nach ausländischen Vorbildern Ausschau gehalten. Der jüdische Einfluß in Presse, Rundfunk und Film war groß genug, die Lebenskräfte des Nazi-Deutschlands abzublenden. Das Kriegs-Deutschland von 1939/41 war für Regierung und Volk in England eine maßlose Ueberraschung. Und so wurden sie reif, von Moskau her das Heil zu erwarten. Sie erwarten es auch von den USA. Nur von sich selbst erwarten sie es nicht mehr. Das ist die echte Bolschewisierung. Sie beginnt immer von oben! Dr. Ho. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Aührerhauptquartier, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Südukraine verfolgen Infanteriedivisionen und schnelle Truppen des deutschen Heeres und der Verbündeten den auf die Häfen des Schwarzen Meeres weichenden Feind. In scharfem Nach- drängen fügten sie den zum Kampf gestellten sowjetischen Nachhuten große Verluste zu. An den übrigen Teilen der Ostfront brachten Angriffe deutscher Truppen neue Erfolge. Stärkere Kampfftiege'r verbände belegten in der letzten Nacht wichtige Eisenbahnknotenpunkte im Raum westlich Moskau wirksam mit Spreng- und Brandbomben. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt vernichteten Kampfflugzeuge am Tage bei den Faröer-3nseln zwei Frachter mit zusammen 14 000 VRT. und versenkten in der vergangenen Nacht vor der schottischen O st k ü st e ein Handelsschiff von 5000 VRT. Erfolgreiche Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich ferner gegen Rüstungswerke in Birmingham sowie gegen Hafenanlagen von Great Jarmouth und Ramsgate. Andere Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Flugplätze auf der 3nsel. Bei dem im Wehrmachtbericht vom 12. August gemeldeten Schnellbootvorstoß im Kanal wurde ein weiterer Dampfer von 4000 VRT. torpediert. 3n Nordafrika versprengten deutsche Zer- storerflugzeuge Kraftsahrzeugansammlungen des Feindes südostwärts S o l l u m. Bei einem Luftangriff auf den britischen Flugplatz Abu Sueir in der Nacht zum 12. August wurden durch Vomben- lreffer große Brände und heftige Explosionen in hallen und Munitionslagern hervorgerufen. Versuche der britischen Luftwaffe, am gestrigen Tage Westdeutschland und die Küste des besetzten Gebietes am Kanal anzugreifen, brachen in der deutschen Abwehr zusammen. 3äger, Flakartillerie und Marineartillerie schossen hierbei 42 britische Flugzeuge ab. Eigene Verluste traten nicht ein. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht an verschiedenen Orten West- und Norddeutschlonds Bomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Wehrwirtschaftlicher oder militärischer Schaden entstand nicht. Nachtjäger, Flakartillerie und Marineartillerie schossen 16 der angreifenden britischen Bomber ab. Gegenangriffe im nördlichen Frontabschnitt gescheitert. Berlin, 13. Aug. (DNB.) Deutsche Truppen schlugen am 12.8. die von den Bolschewisten unternommenen Gegen a'n griffe im nördlichen Frontabschnitt unter sehr hohen Verlusten für die Sowjets zurück. 18 Panzer, darunter ein schwerer Panzerkampfwagen von 52 Tonnen, wurden vernichtet. Im Gegenangriff nahm die deutsche Infanterie feuernde sowjetische Batterien im Sturm und erbeutete 14 Geschütze. Bei weiteren Kämpfen im gleichen Frontabschnitt mürben von den angreifenden deutschen Truppen zehn sowjetische Panzer und 32 Geschütze vernicht e t. Auch ein Angriff mit zwei Panzerzügen brach im zusammen gefaßten Feuer der deutschen Einheiten zusammen. Die Panzerzüge konnten der Wirkung der deutschen Waffen nicht standhalten, beide Züge blieben vernichtet auf der Strecke liegen. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach im Rahmen eines Betriebsappells zu der Gefolgschaft der D u n l o p ° W e r k e in Hanau. In packenden Ausführungen verdeutlichte der Gauleiter, wie in Deutschland der Nationalsozialismus ein für alle mal den Geist des Bolschewismus, den Geist der Zersetzung, kurz den Geist des Judentums ausgemerzt, und Moskau sein doppeltes Spiel auch dann noch weiter getrieben hat, als das Abkommen mit Deutschland getroffen war. Alles geschah in der Hoffnung, einstmals nach dem Vernichtungskampf der europäischen Völker untereinander auf dem Chaos die erträumte Weltrevolution aufbauen zu können. Der Gauleiter zeigte dann, wie Deutschland stets das Ordnungszentrum Europas war, solange das Reich bestand, solange das arisch-germanische Element führend war. Als -'wesensfremde Elemente aber den Religionskrieg heraufbeschworen und Deutschland im Westfälischen Frieden zerschlagen hatten, glaubte Frankreich auf dem niedergehaltenen Deutschland seine Größe aufbauen zu können, allerdings ohne mit dem perfiden Albion zu rechnen, das feinen Kampf stets gegen die jeweils stärkste Macht Europas richtete und im Laufe der Zeit Frankreich zu feinem Vasallen machte. Gleichzeitig aber baute England mit Raub und Mord sein Empire auf, um dessen Erhaltung es heute die Völker der Welt in den Krieg zu Hetzen versucht. Wenn wir heute Moskau, London und Washington in treuer „Brüderschaft" sehen, dann ist es der internationale jüdische ©eift, der diese Kriegsverbrecher eint. Wir wissen heute, was uns erwartet hätte, wenn die bolschewistischen Horden in unser Vaterland eingedrungen wären, und wir chissen auch, daß dieser Krieg der Krieg jedes einzelnen von uns ist, ein Krieg der deutschen Volksgemeinschaft um den Bestand Deutschlands und Europas. In der Erkenntnis, daß das deutsche Volk unter Führung Adolf Hitlers berufen fein wird, Europa vor dem Chaos zu retten, kämpfen heute die Völker Europas Seite an Seite mit uns um ihre Freiheit. Dankbar erkannte der Gauleiter den Einsatz und den Opferwillen der deutschen Frau an. Und doch gibt es noch so manche Frau, die stundenweise einer Volksgenossin, die schon lange an der Werkbank steht, eine Freizeit verschaffen könnte. Auch einen solchen Austauscheinsatz gilt es zu schaffen. Wenn dann der Sieg errungen ist, stehen wir am Anfang einer neuen Zeit, da es gilt, im Neuaufbau die Kräfte zu messen, die Leistungen zu beweisen. „Dann wird jene Neuordnung Europas kommen", so führte der Gauleiter unter dem stürmischen Beifall der Versammlung aus, „deren Kern das Reich sein wird; jenes Europa, das nach deutschem Vorbild ein neues Gesicht erhält!" Smolensk. Von unserer Berliner Schriftleitung. Smolensk ist ein peinliches Kapitel. Aber dis Engländer können sich rühmen, ihre moralische Nie- derlage von Smolensk, die — beinahe — so grofc ist wie die militärische Niederlage der Armee des Sowjetmarschalls Timoschenko, durch eine fabelhafte Entdeckung ausgeglichen zu haben. Die englische Presse stellt nämlich im Ton des gut informierten Mannes fest, daß Generalfeldmarschall do» Rundstedt, der den deutschen Südflügel kommandiert, im Geruch steht, „auf das Ganze zu gehens Also: London ist glänzend informiert. Diese gute Information kommt nicht von ungefähr. Dieser Tage sagte Duff Cooper, der ehemalige: Jnformationsminister, der sich auf einer Reife nach, dem Fernen Osten befindet, auf eine Frage der Reporter nach der Stimmung in England: „Die Stimmung ist z u g u t." Tatsächlich h»»t der Aus» bruch des Ostfeldzugs auf die Engländer gewirkt: wie die Oase auf den Wüstenwanderer: nach all den Fehlschlägen endlich ein großer Bundesgenosse, mit dem sich der Krieg ohne allzu großen eigenen englischen Einsatz gewinnen ließe! Und nun droht die: große Enttäuschung. Darum wollten die Engländer den Fall vosi. Smolensk nicht wahr haben. Sie fürchteten den Rückschlag auf die englische Stimmung. Odessa unbi Nikolajew sind aber noch vielmehr Blickfang für das echt englische Denken als Smolensk. Als großd Hafenstädte sind sie für viele Engländer ein Begriff. Außerdem sind sie dem englischen Empfinden: durch den Krim-Krieg näher gebracht, in dessen. Verlauf die englische Flotte beide Städte bombardierte. Das ist zwar schon fast 90 Jahre her, aber solche Erinnerungen halten sich immer im Volks« bewußtsein. Bei dem Kampf um Smolensk konnten, die Engländer noch hoffen, daß es sich um ein ort- lich begrenztes Unternehmen handele, wo es auf eine Lüge mehr oder weniger, nicht ankomme. Bei Odessa und Nikolajew ist jede Vertuschung van vornherein sinnlos. Da muß Laut gegeben werden. Und darum wird in so scharfem Gegensatz zu Smolensk das englische Publikum sanft vorbereitet,, damit der Sturz aus allen Himmeln der Freude über den neuen Bundesgenossen, der sich für England opfere, nicht allzu unsanft werde. Es gibt noch einen anderen triftigen Grund füj die offen ausgesprochenen Besorgnisse um Odessa. Die Engländer beschwören die Kreml-Leute, einen „geordneten" Rückzug über den Dnjepr anzutreten, um wenigstens das wichtige Kohlengebiet am Donez zu schützen. Sie geben sich gleichzeitig Rechenschaft, daß die Sowjetunion nach dem Verlust ihrer befb ausgerüsteten Armeen stärker denn je auf amerti konische Zufuhren angewiesen sind. Außerdem verlang Stalin sehr energisch, daß die so oft verheißene Materialhilfe Englands und der USA. nun allmählich gegenständlich werde. Offen sagt der englische Sprecher, es müsse „eine faire Aufteilung" des Rü« stungsbedarfs oorgenommen werden. Und fährt fort: „Das bedeutet, daß wir sehr viel, weniger bekommen werden, und daß wir dementsprechend selbst mehr erzeugen müssen". Hier also liegt der Hase im Pfeffer. Jener rosarote Optimismus, der England am 22. Juni befallen hat, kann leicht die Anspannung für die Kriegserzeugung vermindern. Dieser Gefahr soll vorgebeut werden. Darum das Abdrehen vom Hosiannageschrei über Smolensk zur bänglichen Frage nach dem Schicksal von Odessa und Nikolajew. gegen Japan operieren durch Annahme des englischen Schutzes. Knappe Mehrheit für Oienstverlängerungsvorlage in USA. Washington, 13. August. (Europapreß.) Am Dienstagabenb wurde vom Repräsentantenhaus der Vereinigte^ Staaten in endgültiger Form die Vorlage über dlePerlängerungder Militärdienstzeit um 18 Monate angenommen. Die Annahme erfolgte mit 203 zu 202 Stimmen. Ferner ist die Klausel aufgehoben, daß nie mehr als 900 000 Mann gleichzeitig zum Heeresdienst in den Vereinigten Staaten aufgerufen werden dürfen. Britische Spähtrupps vor Tobruk zurückgewiesen. Berlin, 13. Aug. (DNB.) Die vorgeschobenen deutsch-italienischen Truppen wiesen in der Nacht zum 11. 8. einige britische Spähtrupps, die sich im Schutze von Panzerkampfwagen dem festen Ring zu nähern versuchten, zurück. Die Briten erlitten Verluste an Toten und Verwundeten. Kleine politische Nachrichten. Die von der motorisierten Kolonne des italien» scheu Expeditionskorps eingeleitete Aktion an bet ukrainischen Front verläuft, wie Stefani meldet weiterhin planmäßig. * In Ostafrika Artillerie- und Spähttupptätia» feit in den Abschnitten von Uolchefit und Cul« q u a b ert. Britische Flugzeuge griffen Gondat und Azozo mit Bomben und Maschinengewehr« euer an. * Ein unter dem Befehl von Korvettenkapitän Francesco Murzy im Atlantik operierendes U-Boot versenkte den englischen Dampfer „Macon" und den Tanker „Hornshell" mit zusammen 17 272 Tonnen. * Professor Karl Burckhardt und Eduard von Haller vom Internationalen Roten Kreuz in Genf haben mit dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin die Betreuung von Kriegsgefangenen im Osten besprochen und auch ein Läget mit mehreren tausend sowjetischen Kriegsgefangenen besichtigt. * Der Führer hat dem o. Professor Dr. Friedrich K u t s ch e r in Bad Tölz aus Anlaß der Vollenduna eines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner wist entschaftlichen Verdienste um die physiologische Chemie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. sk Aus Anlaß der vor Jahresfrist vollzogenen Grün- düng des Arbeitsbereiches der NSDAP, im Generalgouvernement findet vom 15. bis 17. August ein Tag der NSDAP, des Generalgouvernements in Krakau statt. Reichsleiter Dr. Frank, Reichsorgoni« ationsleiter Dr. Ley, Reichsfrauenführerin Scholtz- Klink, der Stabsleiter des Reichspressechefs, Reichs« Hauptamtsleiter Sündernzann u.a. werden spreche^ Tokio, 13. Aug. (Europapreß.) In der britischen Kronkolonie Hongkong macht sich, wie „Nichi Nichi" aus dem benachbarten portugiesischen Macao berichtet, eine immer mehr zunehmende england- feindliche Stimmung bemerkbar. Nicht nur unter der chinesischen Bevölkerung, sondern auch in der indischen Kolonie. Aus diesem Grunde seien auch die auf die Dauer von einer Woche vorgesehenen großen Luftschutzübungen schon nach zwei Tagen abgebrochen worden. Die Verdunkelungs- Übungen seien von den englandfeindlichen Bevölkerungsteilen dazu benützt worden, antienglische Plakate in chinesischer und indischer Sprache an- zuschlagen. Hongkong biete ein Bild mit ausgeprägt kriegerischem Charakter. In ununterbrochener Tagung Nachtarbeit würden jetzt, nachdem die Befestigungsanlagen Hongkongs ausgebaut und mit Geschützen aller Art bestückt feien, die Luftschutzbunker fertiggesiellt. Flugzeuge und Kriegsschiffe seien im Bereich der Festung ständig auf Patrouille und trügen so zur Erhöhung der Kriegsstimmung bei. Durch die Minensperren seien in den letzten beiden Monaten etwa 1 00 Fischerboote gesunken, etwa 500 Menschen hätten ihr Leben lassen müssen. Die Behörden forderten von den Einwohnern zwangsweise die Einlagerung von Nah- rungsmittetn und Brennmaterial. Die Japaner hätten sämtliche Frauen und Kinder der Kolonie Hongkong nach Kanton evakuiert. Die Männer und einige Formosaner würden vorläufig in Hongkong bleiben. Die in englischem Besitz befindliche Hongkong- Schanghai-Banking-Corporation hat den Beschluß gefaßt, sich gänzlich aus Fernost zurückzuziehen. Die Bankfilialen in Hanoi und Haiphong haben bereits Mitte Juli ihre Finanztransaktionen eingestellt. Mit größter Beschleuni- gung wird die Einziehung von weiteren 27 Filialen der Bankfirma in Fernost betrieben. Die Bank hofft, die Kapitalguthaben retten zu können. Das gesamte Personal und die Guthaben sollen nach Australien und Singapore übergeführt werden. Mordanschlag auf den japanischen Minister Hiranuma Tokio, 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Minister ohne Portefeuille Baron h i r a n u m a , der im zweiten Kabinett Konoye Innenminister war, Marschall Main an das sranzösischeVolk Mitarbeit auf einem in sich ausgesöhnten Kontinent. Vichy, 13. Aug. (DNB.) Der französische Staatschef Marschall P 6 t a i n hielt eine Rede, in der er eingangs das französische Volk zur Ruhe und Di- sziAin aufforderte. Er wandte sich hierbei besonders gegen den britischen Rundfunk und einige Zeitungen, welche Verwirrung in die Gemüter zu tragen versuchten, gegen diejenigen, die ihre persönlichen Interessen den ewigen Interessen eines Freimaurerstaates untergeordnet hätten oder die Interessen des Vaterlandes den Interessen des Auslandes unter» ordneten, und gegen die politischen Parteien, die vom Revanchedurft beseelt seien. Die B e z i e h u n gen Frankreichs zum Reich seien durch den Waffenftillstandsvertrag umrissen. Pötain betonte, daß er die Bedingungen der Zusammenarbeit, die der Führer im Oktober 1940 Frankreich angeboten habe, als großes Entgegenkommen empfunden habe. Die Zusammenarbeit sei eine Arbeit auf lange Si cy t und habe noch nicht alle Früchte zeitigen können. Frankreich wolle versuchen, die schwierige Erbschaft des Mißtrauens, die Jahrhunderte hindurch zu Meinungsverschiedenheiten und Streitfällen geführt habe, zu überwinden, um sich nach der wetteren Perspektive zu orientieren, die Frankreich eine neue Tätigkeit auf einem in sich ausgesöhnten Kontinent eröffnen könnte. Das sei das Ziel, auf welches Frankreich zusteuere. Die deutsche Regierung sei von anderen Aufgaben beansprucht, gigantischen Ausgaben, die sich im Osten mit der Verteidigung der Zivilisation befassen und die das Gesicht der Welt ändern könnten. In bezug auf Italien würden Frankreichs Beziehungen ebenfatts von den Bedingungen des Waffenstillstandsvertrages gelenkt. Auch hier fei es der Wunsch, haltbare Bindungen einzugehen, ohne welche die europäische Ordnung sich nicht aufrichten lasse. Zum Schluß wandte sich Marschall Petain gegen den Teil der amerikanischen Presse, der Frankreichs Lage kein Verständnis entgegenbringe. Man könne erwarten, daß die Vereinigten Staaten das Schicksal einer Nation begreifen, deren Wohlstand durch die Zerbrechlichkeit eines Europa gestört wurde, an dessen Wiederaufbau Frankreich sich heute zu beteiligen gedenke. * Die Pariser Zeitungen stellen fest, daß ganz Frankreich hinter dem Marschall stehe. ' Gestern Morgen sei jeder Franzose mit mehr Mut, Vertrauen und gutem Willen zur Arbeit gegangen, Spannungen in Hongkong. schreibt „Petit Parisien", dies sei die beste Antwort, die der Marschall auf feine Botschaft vom französischen Volk erwarten könne. „Aujourd'hui" sagt, nach der Initiative des Marschalls werde den Machenschaften der Hauptschuldigen am Kriege endlich ein Ende gesetzt. Mehr denn je stehe das Land einmütig hinter seinem Chef. „Cri du Peuple" betont, daß die öffentliche Meinung ungeduldig di^ von Marschall Pötain angekündigten Maßnahmen erwarte. Llmbildung des französischen Kabinetts. Vichy, 13. Aug. (DNB.) Auf Grund der Beratungen der Regierung sind drei neue Ministerien geschaffen worden, und zwar ein Ministerium für die nationale Verteidigung, das vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dar» l a n übernommen wird, sowie zwei Staatsministerien, die dem bisherigen Staatssekretär in der Vizepräsidentschaft, Mo isfet, und dem engeren Mitarbeiter des Marschalls P6tain in dessen Kabinett, Ro mi er, übertragen worden sind. Ferner mürbe' der Ministerrat auf acht Mitglieder erweitert. Ihm werden in Zukunft angehören: Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für die nationale Verteidigung, Außen- und Marinemini- fter, Flottenadmiral D a r I a n , Kriegsminister Armeegeneral Huntziger, Justizminister Barths- l e m y, Innenminister P u ch e u, Finanz- und Wirtschaftsminister Bouthillier, Landwirtschafts- minifter Caziot, sowie die beiden neuernannten ©taatsminifter Moisset und Romier. Neugeschaffen wurde ferner an Stelle des bisherigen Generalsekretärs für Informationen ein Generalfekretariat für Informationen und Propaganda, das dem bisherigen Generalsekretär in der Vizepräsidentschaft, Marion, übertragen wurde. Das 23erforgungsminifterium, das vor einigen Wochen vom Landwirtschaftsminister C a z i o t übernommen worden war, ist dem Präsidenten der Handelskammer von Lyon, Charbin, übertragen wotden. An die Stelle des bisherigen Staatssekretärs für Gesundheit und Familie, Chevalier, tritt der bisherige Generalsekretär für Gesundheit und Familie, Dr. Huard. wurde heule bei einem Allenlal verletzt Der Allenläker war gewaltsam in die Wohnung des Ministers eingedrungen und hat hiranuma durch einen Revolverschuß im Genick getroffen. Der Täter ist 33 3ahre alt. Lr heißt Nachiki Nischiyama und stammt aus dem Dorfe Nakawa bei Lchimonoseki. Die Polizei nahm ihn kurz nach dem Attentat fest, lieber die Motive des Anschlags ist bisher noch nichts bekanntgegeben worden. Thaitan- lehnt LlGA.-Hilfe ab. Tokio, 13. Aug. (DNB.) Dom ei berichtet aus Bangkok, der thailändische Ministerpräsident Luang Pibul Songgram habe den Vorschlag militärischer Hilfe, den ihm der USA.-Gesandte Hugh Gladney Grant unterbreitete; abaelehnt. Grant habe gefordert, daß Thailand seine japanfreundliche Haltung au f g eb e n solle. Als Gegenleistung habe er ein Angebot militärischer Hilfe der Bereinigten Staaten an Thailand unterbreitet. Mi» nifterpräfibent Songgram habe daraufhin wiederholt, daß Thalland a n f e i n e r ft r i f t e n Neutralität auch weiterhin f e st h a l t e n werde und die Angebote militärischer Hilfe dankend ablehne. Zu einer Anfrage im thailändischen Parlament, ob die Regierung den Abschluß eines Pak- tes mit England erwarte, und der verneinenden Antwort des Ministerpräsidenten, erklärte eine politische Persönlichkeit Thailands: „Durch Angebot bewaffneten Schutzes für Thailand machte England den Versuch, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Thailand zu stören. Wenn Thailand sich der Wirtschaftsblockade gegen Japan anschließen wurde, könnte Japan dem nicht zusehen. Das ist der Grund, weshalb Thailand seine Neutrali- t ö t aufrechterhält. Trotz der Angebote, Thailand zu beschützen, muß gesagt werden, daß Thailand sich nicht wie die Philippinen, Malaya ober Burma be» honbeln lassen wird, denn wir sind nicht bie Sklaven Englands ober der USA. Thai- fanb wirb mit keiner Nation einen Vertrag schließen, um diesem Land besonbere Vorteile' zu gewähren Wir müssen aber wissen, wer unser wirklicher Freund ist. Deshalb sollte Thailand nicht \/////////ZZ/\ ^wxwxw ahme des chrichkL Aküorl oj Stefani für I ze in W iiropapreß.) Ö ä|entanli!i in etldM ngerungi: Monate M nit 203 3ü \ aufgehoben, H itig zum N aufgerufen« PPS »iefett. > vorgefchob^ n in der lpps, die iio< lern feste" M Briten eriu» !N. nd ■Ja« ■ wl aisli '«"»er ,«71 ■Miefe TI >uer im u ??lensk toi^l "ch um (in J ue, wo es J ankomme. 1 ^tuschMg I legeben roet'. 1 Tegensag ■ wft Dorbetec] eln der !r. W für fc i :rde. >gen Grund i isse um Oft j Ml-Leute, «J jepr anjutrJ lebtet am M tig Rechen^l rlust ihrer tc ’ je auf ame Außerdem b o oft verhch A. nun qIIik gt der engfr: eilung" dez r Und fährisr ie^menigr deinentfprch ' also liegt lii Optimismus, d kann leicht» mg Dermiiit- en. Darum» fr Smolensk ] von Odessa A Etz! Sct»ttleÄ tftfS atttp^'L )usavoE späwg efitund riff-n ®S ^asch'menS^ !S rs ich sch rt. 0 W 'N bR r "‘ig-A "M brobf; b,e" 8«1„ riirAu, k 02657 Margot Brüning, geb.Edle v.Graeve mit Kindern Christa und Gerhard Professor August Brüning und Frau und fünf Geschwister. Heidelberg-Rohrbach (Panoramastraße 21), Gießen (Röntgenstraße 6). WNW Am 15. Juli gab sein Leben für Führer,Volk und Vaterland Feldmeister Walter Brüning Gefreiter in einem Infanterie-Regiment Der EinKauk des RohtabaKs ift für die gute Leistung einer Zigarettenfabrik von entscheidender Bedeutung und die Gurken bleiben frisch und knacktest bis über den Winter hinaus. Neue Rezepte auch für Tomatenmark bei Ihrem Händler. GEHRINGSNeiWErseR.eUlUUD BEIDE MARKEN jetzt wieder in 3er fugendichten FRISCHHALTEPACKUNG &-A ona am 15. August 1941: 3365Ä von 9-10 Ul von 10-11 Ul von 8- 9 Uhr Nr. 426-475 von 9-10 Ubr Nr. 476-525 von 10-11 UbrNr. 526-575 von 11-11.30 Uhr Nr. 576-600 am 16. August 1941: Es wird Fleischbrühe ausgegeben. Stadt. 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Ziehungstag 3n der Dormittagsziehung wurden gezogen 288997 217118 39249 11221 84857 85853 90056 94820 97539 98201 98871 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 75388 75760 80999 82380 89585 90667 347977 263010 129742 170303 194303 250046 281819 331407 385290 5746 220991 385691 111967 96602 252111 254474 22156 331521 99478 377250 120081 161255 191251 236115 268844 329094 366636 392433 88187 154217 216624 279493 117691 137781 189501 233216 265242 320801 364837 WLS 18090 275467 113043 128681 178054 216773 256865 294735 347414 882314 116027 162817 183646 246107 270864 321562 380243 116492 136374 183239 219523 258044 314870 351776 825152 162076 171474 180139 184452 194570 199193 206889 223370 223527 223623 227754 250604 250692 251245 314141 320902 322410 380054 385000 387162 394469 117029 137663 184902 222462 263357 317433 357649 885425 132314 171975 197998 255619 287071 338229 386639 138491 177706 206423 258916 292090 366667 386713 145532 178655 220508 266551 299257 370620 387292 247785 104035 103614 145986 186545 230617 270348 304672 373898 397358 110252 124883 170851 207823 251159 284707 335802 8W3 299448 162138 120133 165658 188691 246225 280969 321683 384655 153483 187629 242648 270466 315467 376824 123422 161498 194141 243421 271305 329201 370852 105909 124775 167135 202957 245561 274815 335716 Msr 165371 45659 47624 76743 137702 32829 258477 248154 74679 110462 214023 226223 249 Gewinne su 500 NM. 7189 8751 23207 32478 38378 40064 42729 45725 49582 55097 59317 62144 65545 65712 111 Gewinne zu 1000 NM. .12148 18632 67031 70770 73366 --- 93324 96461 102716 107552 107625 114924 118819 39387 45111 47550 70145 71382 76384 80831 80382 84608 -------------- -------------------- ^sois 6 Gewinne zu 10000 RM. 12 Gewinne zu 5000 RM. 15 Gewinne zu 3000 RM. 273437 24 Gewinne zu 2000 RM 6 Gewinne zu 20000 RM. 6 Gewinne zu 10000 RM. 3 Gewinne zu 5000 RM. 12 Gewinne zu 4000 RM. 15 Gewinne zu 3000 RM. 343294 36 Gewinne zu 2000 RM. 119397 121120 173035 216030 Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich bohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und 111 366092 366664 369255 370486 374975 377403 _____ 234 Gewinne zu 500 RM. 4061 8885 28955 34759 35219 Sewiavauszug 5. Klasse 5. Deutsche Reichslotterie 294823 351941 375025 396187 105 Gewinne zu 1000 RM. 45 3492 13701 18584 31157 44923 49121 103176 112011 121344 132785 141051 149728 149874 154458 160157 162829 164629 173621 184895 220245 238660 241043 276289 321568 328771 332941 335613 343928 Güldenrins4M DgUS fUlUtblWCT Gderst°l?4'/°M nut ti-Mundstück 4 ohne Mundstück Am 22. Juli 1941 fiel im Osten in treuer Pflicht- yJly erfüllung für Führer, Volk und Vaterland mein ge- HjjM| liebtet Mann, unser lieber, guter Sohn, Schwieger- sohn, Bruder, Schwager und Onkel Ernst Weeg Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment im Alter von 26 Jahren. I In stiller Trauer: Elisabeth Weeg, geb. Schwarzkopf Christian Weeg und Frau Johanna, geb. Noll und Angehörige. München (Schraudolphstraße 34 III), Gießen, Limburg, den 10. August 1941. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. ___________3373D Mariechen Siebert, geb. Schreiner und Sohn Ernst Günther Familie Eduard Siebert Familie Karl Schreiner. Weimar (Mackensenstr. 9 I) und Gießen, den 11. August 1941. ___________3372D Tieferschüttert erhielt ich die unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, der herzensgute Vati seines Sohnes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Rudolf Siebert Oberschirrmeister in einer Panzer-Nachr.-Abtlg. am 21. Juli 1941, im Alter von 30 Jahren, bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer und Vaterland gefallen ist. In unsagbarem Schmerz: Hr ute nachmittag 6 Uhr entschliefsanft)nach1 nt großer Geduld ertragenemLeiden meinS^roß- ILnn, unser guter, treusorgender Vater, Schwie^rvater, Grou 'ater, Bruder, Schwiagersohn, Schwager und Onkel Herr Adolf Gröber in Alter von 58 Jahren. Jn tiefem Schmerz: Marie Größer geb. Gäde Adolf Größer und Frau Else, geb. Braun Neinrich Erb " I Frau Marl., g.b.Tugend und Frau Luise, geb.Größer und 3 Enkelkinder. Men (Walltorstr. 15), Wieseck, Orferode, den 13. August 1941. te Trauerfeier findet am Samstag, dem 16 August, vorm.ttags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu 02657 UfCDRC DRUCKSACHEN W CIXOu Brühl, Gießen Bis 28. August verreist Sprechstunden während der Zeit Im Schwesternhaus Frauenarzt Dr. Koch 3370 D Dr.H.Budiinger Zahnarzt Praxis geschlossen bis 15. September Vertreter in dringenden Fällen: Dr. Metx Dr. Geyer 3369 D Das ist der Lederpflege Sinn: „Nimm ständig Pilo, aber dünn!“ Der Glanz wird schöner und dazu bleibt weich und schmiegsam jeder Schuh. Schon als junges Unternehmen sandte Haus Neuerburg Experten und Einkäufer in die Ursprungsländer des Orienttabaks, um an Ort und Stelle die besten Sorten für seine Mischungen auszuwählen. So kam man von Anfang an in eine enge Verbindung mit dem zu verarbeitenden Rohprodukt. Hieraus ergab sich sehr bald die Erkenntnis, daß es notwendig und nützlich sei, dieses wertvolle Rohprodukt auch wissenschaftlich zu erforschen, um daraus neue und bessere Arbeitsmethoden für die Fabrikation abzuleiten. Das spätere Ergebnis hat bestätigt, wie richtig dieser Gedanke gewesen ist. Gute Teppiche 2.50 x 3.50 3.00 x 4.00 zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 02677 an den Gießen. Anzeig. 3364 A Edgar Zimmer Nr. 1, entgegengenommen. Gießen, den 12. August 1941 Wissenschafti. Werke Sondergebiet der ßrühl’schenDruckerei IIHIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIlllU öeschäftsdracksacheh Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl, Schulstr.7 llllllllllllllllllllllllllllll BORRMANN& Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 336SÄ Stadtweeke Gietzen Achtung I Hausfrauen I Steingut- Zubindehäfen in großer Menge und allen Größen, geeignet für Gelee, Marmelade, Gurken, Obst, Eier usw. Swfrut! 3uc Aufrechterhaltung des Betriebs des städtischen Nahverkehrs werden noch einige Esschaßßnevimte« eingestellt. — Wir rufen die Frauen und Mädchen der Stadt Gießen zur tätigen Mitarbeit auf. Es ist uns daran gelegen, den berechtigten Wünschen der Werktätigen, der Lausfrauen, Wehrmachtsangehöngen u. a. nachzukommen. Lierzu aber ist ausreichendes Personal erforderlich. Meldungen für eine Beschäftigung für kurze Zeit sind zwecklos. Meldungen werden in unserem Verwaltungsgebäude, Lammstraße 35, Ich als Durcharbeiteriege Wert auf warmes Mittagessen. Mit Trodten- Brennstoff Esbit ist das Eintopfgericht . schnell warm « gemacht u. sät- ck D tigt mehr als ein D . noch so grobes . \ Stück Brot. 1 W üeberall erhältl W »Preis 20Tablettea 1 mit kleinem Koch- 9 J Gestell 60 Pitz. » BentfsQnellen f weist nadi der » d Hersteller: Erich £ 5 Schümm, Es btt- } Ä Brennitolf-Fabrtk J W Stuttöart W109 • die zeitg emo ße Schuhpf lege eut< großen Waschkessel bei hartem Wasser verlorengeht. Wenn man hier nichts tut, verliert man einen großen Teil seiner Seifen- < bestände, ohne von der Seife eine Wirkung zu haben. Man muh deshalb das Wasser vor dem Waschen weichmachen, damit die Schaumund Waschkraft der Seife entwickelt werden kann. Das geschieht mit Dleichsoda. Am Abend vor dem Waschtag verrührt man einige Handvoll davon im Waschkessel. Über Nacht wird das Wasser wundervoll weich. Morgens merkt man dann, wieviel besser die Lauge schäumt und um wieviel kräftiger sie reinigt. Durch Weichmachen des Wassers kann man in einem mittelgroßen Haushalt im Jahre mehr als 10 Pfund Seife sparen! Es gibt noch einen weiteren Schmarotzer an der Seife: das ist Teer, Öl, Schmier und ähnliches an den Händen. Sie haben's sicher schon mal ausprobiert, wie lange man reiben boote zu Wasser und setzen fünf Minuten nach I befohlenen Angriffszeit ihren Fuß auf das and», W* Ult Uli yti uuiiuytnucu OUJQIjf.i Artillerie und Fliegern auf weit» fllH seindftellunaen ansetzt. Kaum br menwirken von Unwetter in Argentinien. rend dieser Teil des Landes unter der furchtbare- Kälte leidet, hat in den Nordprovinz n i'iib ab. Mit c fcb ben mutz, wenn man Teer und Öl von den Fingern kriegen will. Immer wieder entwickelt man ein warmes Schaumbad — unb der Teer bleibt doch dran! Auch das ist unnötiger Seifenverbrauch. Ein Griff nach M um lie vier ter, falt! liitgeübl nit bräi Immen „Mutt Lürrahn t?n eine ft dein ßonnen regen f vierzehn tbre zeh Mich Wer, Flußufer. Schon arbeiten die Funkgeräte und vn ständigen die höhere Führung von dem erzielte Geländegewinn, die im hervorragenden Züsow Buenos Aires, 14. Aug. (DNB. ^Funkfpr Weite Teile Argentiniens wurden von schwere Unwettern heimgesucht, die dem einen Teil be; Landes eine a b orme Kälte und dem andere Gluthitze brachten. Das Cordilleren-G^- biet im Westen Argentiniens wird seit Woch--- von W i n t e r st ü r m e n heimgesucht, die hier bü* Temperatur auf 40 Grad unter Null absinke-' ließen. Infolge dieses Unwetters stürzte am Grenz- punkt der Trans-Andenbahn ‘ eine Schnee-- lawine auf das Bahnhofsgebäude der Stativ--.. Caracoles, auf der chilenischen Seite des Grenz- Punktes, und begrub elf Bahn- und Zollbeamte unter sich. Nur vier konnten gerettet werden. Wirb Da toi Rüffel Anbei ib zeio in well fegt Misch, Win । 'n sich U l'inLefi & qcmochl W ök tinen 1 trug gügele'l hngen' aus öem Men- zchioere Jin Sti Eigrib t'iliing ' schalt, r zurückliegende Feindstellungen ansetzt. Kaum ter sich der Rauch, da vollzieht sich der letzte Akt be Dramas in der ersten feindlichen Linie. Der Gegner hat Minen im hohen Gras am Ufe:. rand versteckt, aber Pioniere sind bereits zur St<> und fühlen mit ihren Minensuchgeräten den Bobei ab. Trampelpfade der Feinde weisen uns den Tiefflieger ebnen ihn, indem sie erkannte Feindzi^. sofort wirksam bekämpfen. Durch verabredete M chen werden sie in der Luft von Gefahren versto», digt, die der immer vorrückenden Truppe drohe-. Inzwischen ist über Schlauchboote ein Sauf, sieg gelegt. Pioniere schlagen sofort eine Brück- eine Fähre bringt die ersten Pak^Geschütze uni leichten Infanterie-Waffen über den Fluß. Ungb stört von der nied ergehalten en feindlichen Artiller-- entsteht in einer Rekordzeit von nur wenigen Stu.-i den eine st a b i l e Brücke, über die am Mitin schon die Sturmgeschütze rollen,! die sich nun nq den ersten Reihen der Infanterie gegen den we- chenden Feind werfen. Es dauert nicht lange, h sind wir auch Herren des Erdreichs, das noch tac; zuvor von feindlichen Gräben durchzogen war urj über die im Dämmerlicht, wie einst in der Magim ■ Linie, die Essenträger nach hinten schleichen. innerhalb einer Stunde bis auf 40 Grad Hihi an. Ausläufer dieser seltenen Naturerscheinurr machen sich sogar bis zur Bundeshauptstadt, als in einer Entfernung von über 1000 Kilometer, bemerkbar. Während der Nacht vom Dienstag zm Mittwoch fiel hier ein rötlicher Staubregen, derb! Straßen mit einer ziegelfarbigen Staubschicht arr- füllte. . Menfall ^cftaltur Sprang -ahin in Still, sprechen, Lippen, in die tinbere egt sie I eitigen ie bas feint l (Fntfi Itrbemb, Hegt. 'eine J Catamarca, San Luis, und San Juan em hei- . ■ B e r Staub st urm, von den dortigen Indianer- „roter Wind" genannt, große Schäden verursache. *" Mit einer Stundengeschwindigkeit bis zu 250 Kilo Metern brauste der Orkan über das Land hinwez zerstörte Licht-, Telegraphen- und Telephonleitur ge, deckte Hausdächer ab, riß die Flügel der Wind mühlen ab und überzog weite Gebiete mit eine dicken roten Sanddecke. Dabei stieg die Temperas I aus ein । Aktive j .yavslvel I nützbar- Sei e Arbeit I Mi 6ni erbrach einem guten Scheuerpulver — und schon lös! ro sich auch der zäheste Öl- und Teerschmutz wie von selber. Da, wo schmutzige Hande gewaschen werden, soll stets ein bewährtes« Scheuerpulver zur Hand fein. Für das Scheuern von Fußböden, Fliesen, und Fensterrahmen darf man hellte aus' keinen Fall Seife nehmen! Mit gebrauchter- Waschlauge geht es genau so gut. Bei hartnäckigen Flecken nimmt man etwas Scheuer- pulver auf den Lappen. Die kostbare Seife hebt man für Gesicht und Körper auf! Heilte tm Kriege heißt es für alle: mithelfen,, um durch richtiges und sinnvolles Arbeiten« tm Haushalt sich selber und unsere Wirtschaft: vor Verlusten zu bewahren. ein zauberhaftes Spiel treiben, braut sich das menschliche Gewitter eines Angriffes großen Stils zusammen, liegt schon zum Sprung geduckt in den verschiedenen Wäldern und Büschen am Fluß. Nur wenn eine Gasmaske ober ein MG. der Infanteristen, die sich in der Böschung am Ufer verbergen, allzu hart durch das nächtliche Schweigen klappert, ertönt aus einem der Erdlöcher ein kaum vernehmbares Pst. Aeußerlich vor Kälte zitternd, innerlich vor Spannung fiebernd, so lugen wir hinüber zu den feindlichen Linien, froh, daß der Wettergott einen kurzen Bund mit dem Feind fo schnell wieder aufaegeben hat. Später schon als in den vergangenen Wochen, heute ungeduldig erwartet, zieht der Morgen herauf. Eine lange Wolke steht im Osten, dort, wo die ersten Feldbefestigungen des Feindes den Flußübergang sperren. Es ist Sekunden vor 4 Uhr, als im nördlichen Abschnitt die erste deutsche Batterie die Stille bricht. Wir richten uns in unserem Erdloch zur besseren Sicht ein. Da kracht es auch schon hinter uns los, wir sehen deutlich das Mündungsfeuer einiger Geschütze. Immer mehr werden es. Von fern zieht ein gleichmäßiges Motorengeräusch am Himmel herauf. „Unsere Bomber kommen!" so jubeln unsere Infanteristen, die für eine halbe Stunde nichts anderes sind als Zuschauer eines Feuerwerks, das ihnen den Weg ebnen soll. Die ersten Rauchfahnen, Einschläge unserer Artillerie verkündend, stehen im Osten. Deutlich hört man im Lärm der Geschütze die Dielzahl der Abschüsse und die Schwere der verschiedensten Kaliber, die jetzt eingegriffen haben, um den Gegner dort auszuräuchern, wo wir ihm Zeit lassen mußten, weil wir selbst unseren Männern, Tieren und Wagen erst mal eine Pause der Ruhe und des neuen Kräftesammelns gegeben hatten. lieber uns ziehen, Bomber-Staffeln hinweg. An dem silbernen Band des Flusses und an unseren Gefechtsvorposten erkennen wir den Verlauf der Front. Da steigen die ersten Fontänen von Rauch und Erde explodierender Bomben, keine 500 Meter weit, in die Höhe. Der Lärm der berstenden Geschosse und platzenden Bomben, der Abschüsse unserer Artillerie- und Infanteriegeschütze ist ungeheuerlich. Eine Wand von undurchdringlichen Rauchsäulen und Flammen steht über den feindlichen Linien, verfinstert die dahinter ausgehende Sonne. Da, wo eben noch vorsichtig im Kampffeld gelispelt wurde, werden jetzt laute Befehle durchgeführt, weil die entfesselte Schlacht jedes Wort verschlingt. Den Ketten der Bomber folgen jetzt Stukas am Himmel, lieber ihnen stoßen Zerstörer ins feindliche Hinterland, um dort Befestigungen unmöglich zu machen. Während Einschlag auf Einschlag von uns erfolgt, ist von der feindlichen Artillerie, die uns in den letzten Tagen das Leben sauer gemacht hatte, nichts zu vernehmen. Treffer unserer Bomber haben die ausgemachten Batteriestellungen der Bolschewisten zu Beginn der Auseinandersetzung an diesem Morgen zerschlagen. Was ihnen entging, das erreicht jetzt unsere Artillerie, während die Bombenflieger schon oben zwischen Stukas, Zerstörern und Jägern mit scharfen Augen über der feindlichen Erde kreisen. Hundert Meter vor unserer Infanterie stürzen die Stukas in die Tiefe, laden über den feindlichen Feldstellungen und Feuernestern ihre Eier ab, heulen auf und steigen wieder zur Höhe. Nicht zu zählen sind sie, immer erneut folgen unsere Augen ihrem Sturz und ihrer Feuerwirkung. Oben aber in den Lüften herrscht ein Kommen und Gehen. Flögen sie nicht in verschiedenen Höhen, die ankommenden und zurückfliegenden Verbände, so meint man, sie würden Zusammenstößen, viererlei Flugzeugtypen, Einsätze jeder Art machen uns zum unbestrittenen Herrn der Lüfte. Es ist 4.30 Uhr. Da schlägt die Stunde der Infanterie. Aus den Kornfeldern und dem Ufergebüsch erheben sich, ungesehen von den in Deckung liegenden oder schon vernichteten feindlichen Kompanien unsere Bataillone, lassen ihre Schlauch- PK. ...» 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Fröstelnd und schläfrig liegen wir in feuchten Erdlöchern, lieber uns bläst rasselnd in den Halmen des Weizenfeldes ein kühler Nachtwind. Nur wenige weiße Wölkchen treibt er vor der silbernen Mondscheibe einher, deren metallisches Licht Buschwerk und Zelt überflutet. Klar und funkelnd stehen in dieser abgekühlten Nacht Sternbilder am Firmament. Nun droht kein Aufschub der Schlacht mehr, die der Himmel selbst einleitete, indem er Donner und Blitz, Sturzbäche tiefhängender Wolken und herbstliche Frische über die Linien von Freund und Feind schickte. In der unheimlichen Stille der mitternächtlichen Stunde, in der nur Wolken, Mond und Wind Berlin, 13. Aug. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant LrisolN, Oberstleutnant von Ludwiger, major Lehrend, Major Ritter Edler von Peter, Hauptmann Stern, Oberleutnant Krieg und Oberwachtmeister Alex. jnfanterieangnff im Morgenrot eines Augusttages Von Kriegsberichter Günter Kaufmann Durchbruch mehrerer schwerster Sowjetpanzerkampfwagen nordostwärts Rossienie vereitelt unb die schweren Sowjetpanzer vernichtet oder zum Rückzug gezwungen. — Oberleutnant Krieg führte am 22. Juni die Spitzenkompanie über die Jeziorupa, stieß durch die stark besetzten feindlichen Feldstellungen auf Tauroagen vor, bildete gegen starke liebermacht einen Brückenkopf an der Iura und hielt ihn, obgleich er selbst dabei verwundet wurde, gegen heftige feindliche Gegenangriffe. — Ober- wachtmeifter Alex vernichtete mit seinem Sturmgeschütz am 26. Juni in der Panzerschlacht von Ia- worow und beim nächtlichen Angriff durch den Wald von Iaworow, oft im Feuerduell auf nahe und nächste Entfernung, zehn feindliche Kampfwagen. Auf dem weiteren Vormarsch streß er bei dem Bahnhof Kopysnac auf einen sowjetischen Panzer- wg. Er nahm diesen aus nächster Entfernung unter Feuer, so daß das schwere 15-cm-Geschütz des Zuges vernichtet wurde. Dicht am Feind bleibend, erzwang er bei Brazlaf den Bugübergang, wobei er schwer verwundet wurde. Major Edler Ritter von Peter ein geborener Friedberger. Major Wilhelm Ritter Edler von Peter wurde am 27. 1.1899 zu Friedberg als Sohn eines Landwirtschaftsrates geboren, der von 1898 bis 1908 Direktor bet Landwirtschaftlichen Winterschule in Friedberg (Hessen) war. Der Sohn besuchte die Kadettenanstalten in Wahlstatt und Groh-Lichterselde. Am 15. Dezember 1915 trat er als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment 11 ein. 3m folgenden Jahre fiel er in französische Gefangenschaft, aus der er 1920 zurückkehrte. Am 15.6. 1934 trat er wieder in das Heer ein. Am 21. Oktober 1939 wurde er zum Major befördert und zum Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment er- jeder ein Oberhesse Ritterkreuzträger Oberstleutnant Crisolli hat durch seinen kühnen Vorstoß auf Wilkomierz die vom Feind stark belegte wichtige Rückzugsstraße Kowno—Dünaburg durchschritten unb das Entkommen weiterer Feinb- teile aus dem Raum Kowno nach Nordost verhindert. Durch fein nächtliches Vordringen auf Düna- burg hat er der Division den Weg geöffnet und am' 25. Juni mit feiner Kampfgruppe Dünaburg besetzt, in schwerem Ortskampf gesichert und die Ausgangsstellung für den weiteren Vorstoß der Division gewonnen. — Oberstleutnant do n Lubwi - ger ist in schnellem Vorstoß durch die stark aus- gebaute Bunkerstellung bei Sopockinie hindurchgestoßen. Ein Teil dieses feftungsartig ausgebauten Bunkersystems wurde aber durch den Gegner von neuem besetzt. Oberstleutnant von Ludwiger traf die für die Abriegelung notwendigen Anordnungen, griff bas Festungswerk an und nahm in zweitägigen harten Kämpfen die gesamte feindliche Stellung. _ Major Behrend nutzte am 22. Juni den Frühnebel und den Rauch des Artilleriefeuers unb stieß tief in die Befestigungslinie ostwärts Tauroggen durch, womit er der Kampfgruppe den Durchbruch nach Tauroggen und die Besetzung der Stadt ermöglichte. — Major Ritter Edler von Peter hat am 24. Juni als Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment in hartem Kampf eine zäh verteidigte Sowjetstellung bei Alexcmdrowska durchbrochen und dabei zahlreiche Panzerkampfwagen, Pak und Artilleriegeschütze vernichtet. — Haupt- mann Stern hat einen fast schon gelungenen nannt. Schmarotzer an der Seife? Meistens kennen Sie diese Schmarotzer gar nicht, unb doch fressen sie laufend an Ihren Seifenbeständen, einerlei, ob es sich um Stück- feise handelt oder um die Seife, die im Waschpulver enthalten ist. Sie selber sind daran schuld, daß die Seife immer sofchnell zu Ende geht, ohne daß Sie es sicherklären können. Da ist zunächst der Schmarotzer Kalk. Sie wissen: erst wenn die Seife gut schäumt, kann sie auch gut reinigen! In vielen Städten Deutschlands, zum Veispiel in Berlin, Hannover, Braunschweig, Leipzig, Köln, Stuttgart usw., hemmt das kalkhaltige Wasser die Schaumkraft. Ein großer Teil der Seifenwirkung wird vernichtet. Man hat ausgerechnet, daß bis zu % Pfund Seife in einem mittel- Saubere WM ein- bis zweimal wöchentlich gesucht. 02654 Dr.Schmidt Wartweg 30. Halbtags- Mädchen od.Stundenhilfe zu älterem Ehepaar für sofort od.spätergesucht. Borzustellen bis 4 Uhr uachm.od. abends. 02673 Sau.-Rat Dr. Hofmann Fröbelstr. 241. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii MeWgeM MMWrSM gesucht. BerlagöesWneWgers Schulstraße T. 3312D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimi «fllich 2g Vors teitungen BeUndÄ^.330^r Neuenweg”] 0 * *k ’Ch “1118 r> fahrradaufbewahn,nglmCirea®D Frau oder Mädchen dreimal in der Woche 2 bis 3 Stunden gesucht. Löberstraße 11. Mietgesuche Gebildete junge Dame (Dauermieterin-sucht z. 1. September mit Zimmer in gutem Hause. Schr. Angebote unter 02668 an den Gieß. Anz. Soldatenfrau m. 8jähr.Kind (aus Wilhelmshaven) sucht 1-—2-Zim- mer - Wohnung oder 1—2 möbl. Zimmerm.Koch- gelegenheit bzw. Küchenbenubung evtl. Bad. 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August, 19.30 Uhr, Stadttheater Gießen TANZABEND Gisela Kern (früher Stadttheater Gießen) Benno Kaminski von der Staatsoper München Am Flügel: Karl Brand Choreographie: Benno Kaminski Eintritt: RM. 3.-. 2.50, 1.80, 1.30, 1.- Bingmitglieder und Wehrmachtsangehörige Ermäßigung. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. ,,Kraft durch Freude“, Gießen, Seltersweg 60, Telefon 2141. 3375D Antike zu packten. Schr. Ang. unter 02672 an den Gießen. Anzeig. Ounkelrote Zacke im Lerchenwäldchen gefunden. Gegen Gebühr abzuholen. 3376D Kaiserallee 31p. Geb. Herr, 409?., ausw., s. freund- schaftl. Verkehr m.Dame. Diskr. gegeb. und erbet. Mat. Inter, aus- geschl. Bei Bun. spät. Heirat. Zuschriften unter 02665 an den GießenerAnzeig. Möbel zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt.02650 an den Gießener Anzeiger erbeten ©eWfiöeine gefunden. Abzuh.gegenAn- zeigegebühr zw. 13 und 15 Uhr. 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Alte Kleider und Lumpen Hausen sich zu Bergen Ein Besuch in den Gießener Annahmestellen der Reichsspinnstoffsammlung. Wackere Jungen bewähren sich als eifrige Sammler. ßböden, ftif tan heute c Mit gM gut. W etwas M Aus Der Stadt Gießen. Sigrid bügelt. Es war an einem sonnigen Vormittag auf der Höhe der großen Sommerferien. Arbeiten in Haus, Küche und Garten hatten die Wohnstube frauenlos gemacht. Dafür aber lag in dem stillen Raum eine nicht gerade alltägliche Spannung. Der Tisch hatte einen ungewöhnlichen Platz. Statt der Tischdecke trug er den Bügelteppich, auf dem das elektrische Lügeleisen verführerisch glänzte, umrankt von der langen, braunen Schnur mit dem schwarzen Stecker, aus dem die Kontaktstifte in der Sonne schalthungrig blitzten. Vor dem Tisch machten sich in behäbiger schwere zwei Körbe voll bügelfeuchter Wäsche breit. Lin Stilleben von erregendem Reiz, schien es nur auf ein Heinzelmännchen zu warten, das mit kon- struktivem Geist den inneren Zusammenhang solchen Haufwerks für die vielbeschäftigte Hausgemeinschaft nutzbar zu machen verstand. Sei es nun, daß Sigrid draußen keine rechte Arbeit fand oder daß sie, von Unruhe getrieben, auf Entdeckungen und Abenteuer ausging — sie verbrachte doch ihre Schulferien auf dem Lande —, inien. M. I oon i*J einen ÖJ ‘Herend rd seit y H die hjl irzte am y me 6*1 be letäl iile des M SoÜbeomul i werben, y der furcht bproDipl 'Juan ein :1 tigen MJ äben Denn« >>s zu 2503 s Land M Telephons ilügel berg ebiete mit 1 die lempq 0 Gradh Jlaturerj^l shauptUli 0 Silomeld n DiensteJ inbregen, k StaubW lebeD „läßt/ ;hlage° -s IhJ* 8.00 er, faltet und baut sie schrankartig auf. Mes, was e als Zaungast am Bügeltisch mit durstigen Sinnen islang in sich ausgesaugt, verarbeitet und im stillen ütgeübt hatte, schien in diesen glücklichen Minuten lit drängender Gewalt zum tatfrohen Durchbruch ommen zu wollen. „Mutti, die Sigrid bügelt!" ruft Inge aus dem iürrahmen in den Hausflur zurück, in beiden Hän- Unsw-; Meß 'Ql)ren L j 7^ 3 c'n 1t "Mj "chen L O'e am £ \ l>ch«^ * k, w in' ' toi. Wt ito in der K w Alte und abgetragene Kleidungsstücke aller Art, verschlissene Läufer und Vorhänge, Stoffetzen, Bindfadenreste, ausgediente Säcke usw., das sind so einige Hauptfinaerzeige, die man in diesen Tagen der Reichsspinnstoffsammlung in verschiedenen Schaufensterauslagen der Gießener Annahmestellen als wertvolle Richtpunkte für die Nachschau daheim in Schränken und Kästen betrachten kann. Diese Beispiele dafür, was alles bei der Sammlung in Betracht kommt, haben bisher bei den Straßenpassanten reges Interesse aus- e. Zahlreich sind die Hausfrauen, Mädchen und _en, aber auch die Männer, die dort vor diesen Schaufenstern „Anschauungsunterricht" nehmen, dann zu Hause „Spind- und Schubkasten-Revision" abhalten und danach mit einem mehr oder minder stattlichen Paket im Arm, zum Teil sogar auf Handwagen, bei _ber Sammelstelle erscheinen, um ihren Beitrag zur Reichsspinnstoffsammlung und damit zur Sicherung des deutschen Sieges zu leisten. Am gestrigen Mittwochnachmittag haben wir eine Reibe von Annahmestellen in Gießen besucht, um zu sehen, welches Echo dieser Ruf zum neuen Einsatz der Heimat bisher in unserer Stadt gefunden hat. Um es vorweg zu sagen: der Auftakt dieser Spende ist durchweg sehr gut, das Ausmaß der bisherigen freiwilligen Beiträge in diesem Abschnitt unserer wirtschaftlichen Kriegsrüstung ist in Gießen so, daß man sagen kann: der Sinn und die Bedeutung dieser Sammlung sind verstanden worden, und das Ergebnis wird sicherlich so ausfallen, daß unsere Stadt gegenüber den anderen nicht zurückstehen wird. In einer Annahmestelle trafen wir auch den Hoheitsträger im Kreise Wetterau, Kreisleiter Backhaus, und Kreisgeschäftsführer Weber, die sich über den Stand der Sammlung unterrichten wollten, um erforderlichenfalls durch Anregungen und neue Hinweise überall da noch fördernd zu wirken, wo es im Interesse des großen Zieles dieser Sammlung vielleicht noch geboten sein sollte. Der Betrieb in den Annahmestellen war bisher, namentlich auch gestern wieder, erfreulich lebhaft. Frauen und Mädchen kamen mit Paketen und Päckchen, Jungens erschienen mit Handwagen oder vollgestopften Säcken, Männer förderten aus ihren „Aktentaschen" allerlei für die Sammlung zutage, kurzum es ging zu^wie am laufenden Band. Da kam ein Mütterchen in hohen Jahren, das gerne ein Bündel alte Strumpfwolle im Gewicht von vier Kilogramm ablieferte, um mit diesem in Jahren angesammelten Besitz zu helfen. Da erschien eine andere alte Frau, die ein Paket mit Stoffresten, Lappen usw. im Gesamtgewicht von rund 16 Kilogramm ablieferte. Gießener Konfektionshäuser hatten gründliche Sicht in ihren Stoffabfällen gehalten und schickten nun ansehnliche Pakete zur guten Verwertung dieses Materials in die Sammelstelle. Die Ehefrau eines früheren Tuchreisenden hatte es in sehr richtiger Weise für zweckmäßig befunden, die von der früheren Tätigkeit ihres Mannes noch vorhandenen ansehnlichen Bestände an Stoffmustern von den Musterkarten abzutrennen und diese Textilien der Sammlung zuzuführen. Aus zahlreichen anderen Haushaltungen kamen alte Zimmerläufer, abgetragene Hofen und Mäntel, ausrangierte Kleider und Wäschestücke, außer Dienst gestellte Putzlappen, Flicklappen in rauhen Mengen, Bindfadenreste usw. usw. „anspaziert". Ein weitsichtiger Hausvater hatte seine Kragen- und Krawattenbestände eingehend „unter die Lupe" genommen und dabei viele Stehkragen mit stark erweiterten, d. h. zerrrissenen Knopflöchern, ausgefransten Ecken und ähnlichen Beschädigungen, erheblich überalterte und vorn „Zahn der Zeit" zernagte Krawatten festgestellt. Der Mann sagte sich mit Recht: „Was liegt mir an dem Zeug, tragen kann ich es ja doch nicht mehr. Also fort damit zur Annahmestelle der Spinnstoffsammlung." Und so kam eine stattliche Menge dieser ehemaligen männlichen Herrlichkeit auf die Waage der Annahmestelle und ergab dort eine erkleckliches Gewicht für die Sammlung. Diese Beispiele könnten wir noch i nd ab. Nach diesen Vorbereitungen holt sie Taschen- । ach um Taschentuch wieder herüber, zieht jedes in ie vier Ecken, bestreicht alle Richtungen und Rän- um Dutzende vermehren, ohne dabei irgendwelche Schwierigkeiten bei der Aufzählung der vielseitigen Spendemöglichkeiten, die sich in den Gießener Annahmestellen offenbaren, zu haben. Erfreulicherweise zeigt sich unsere tatensrohe Jugend auch hier wieder besonders aktiv. Dafür nur zwei Beispiele, die mit besonderer Anerkennung vermerkt seien. Da erscheint der 12 Jahre alte Wolfgang Fleck, im Seltersweg wohnhaft, in der Annahmestelle irt der Bahnhofstraße gegenüber der Grabenstraße. Der Junge fragt, ob hier die Stelle zur Annahme von Lumpen sei. Er sieht nicht so aus, als ob er überhaupt etwas zu der Sammlung beisteuern könne. Aber zur großen Ueber- raschung des in der Annahmestelle Dienst tuenden Vertreters der Partei kommt der wackere Bub mit einer Lumpen- und Stoffreste-Spende im Gesamtgewicht von 4 5 Kilogramm (!) vor die Laden- für gerückt, um diese bedeutende Menge abzuliefern. Auf die erstaunte Frage, wie er denn zu dieser großen Menge gekommen sei, enthüllt der kleine „Sammelstratege" das Geheimnis seiner weitblickenden wirtschaftlichen „Kriegführung". Er erzählt, er habe sich gedacht, die meisten Frauen würden sich wegen einer Lumpenspende von ein oder zwei Pfund vielleicht doch nicht auf den Weg zur Sammelstelle machen. Da habe er sich kurz entschlossen auf die Sammeltour begeben und Wohnung für Wohnung „abgegrast". Auf diese Weise hat der Junge mit seiner vortrefflichen Einsatzbereitschaft die besagten 45 Kilogramm zusammengeschleppt. Ausdrücklich sah er davon ab, dieses Sammelergebnis in der Schule abzuliefern, obwohl ihm dort für seine Sammelsreuhigkeit 225 Punkte bei der Preisverteilung für tatfrohen Einsatz bei Schulsammlungen zuerkannt worden wären. Den Verzicht auf diese 225 Punkte erklärte er stolz mit dem Hinweis darauf, daß diese Sammlung (er meinte hier die Reichsspinnstoffsammlung) ja für den Führer sei, und da wolle er sich auch ohne Punktgewinn einsetzen. Ebenso lobenswert ist der Pimpf Rudi Wagner, der ebenfalls im Seltersweg wohnt. Auch er hat sich auf die Sammeltour von Wohnung zu Wohnung gemacht und dabei bisher erreicht, daß er am Montag ein Lumpenpaket im Gewicht von 9 Kilogramm und am gestrigen Mittwoch ein Paket im Gewicht von 10 Kilogramm abliefern konnte. Dabei werden diese „Sammelreisen" unvermindert fortgesetzt. Und so wie diese beiden Jungens werden sicherlich noch viele andere Buben und Mädel, sobald sie den „richtigen Dreh gefunden" haben, daheim bei ihren Eltern oder ihren Verwandten, Nachbarn und Bekannten „Revisionen" und „Lumpenjagden" veranstalten, um ebenfalls möglichst viel dieses wertvollen Altmaterials den Annahmestellen zuzuführen. Jedermann ist bei dieser Sammlung das Spenden leicht gemacht. Jetzt kommt es nur darauf an, ungesäumt daheim gründlich Nachschau zu halten und alles geeignete Altmaterial an Spinnstoffen baldmöglichst den Sammelstellen zuzuführen. Dort wird für jede Spende eine Urkunde ausgehändigt, die den Namen des Spenders und die genaue Gewichtsangabe der abgegebenen Spinnstoffe enthält. Auch hierbei handelt es sich wieder um einen Ehrendienst für Führer, Volk und Vaterland. Daß dabei alle Volksgenossen in Gießen und darüber hinaus in unserer engeren Heimat, insbesondere unsere Hausfrauen und Mädchen „ihren Mann stehen" werden, ist bei der schon oft bewährten Tatbereitschaft unserer Bevölkerung für uns außer Zweifel. Der Ruf ist ergangen, wir alle in Stadt und Land werden ihm i n freudiger Opferbereiten^ Folge 1 e i ft e n! B. Die Annahmestellen in Gießen. Ortsgruppe Gießen-Mille: 1. Bahnhofstraße 63, gegenüber der Grabenstraße; 2. Martt- strahe 25. Ortsgruppe Gießen-Nord: Jtätjftube, Ecke Wernerwall (gegenüber Denninghoff). Das Barock, dem auch Frans Hals angehört, spricht nicht höfisch, nicht jesuitisch, nicht prunkvoll und gelehrsam, sondern ruppig, furchtlos, ungeschminkt und derb. Das „Denusbild" von Frans Hals ist die Hexe von Haarlem, die Hille Bobbe. Sein Parisurteil ist das .Lustige Kleeblatt", bei 1 dem aus dem olympischen Schönheitsrichter ein Feldhauptmann des Dreißigjährigen Krieges in zweifelhafter Gesellschaft geworden ist. Die Natur, die Frans Hals proklamiert, besitzt also den Geschmack für das Burleske und bedeutet die Entgötterung des Heroischen. Es ist die gesunde und drastische Reaktion des bürgerlichen Hollands auf die Repräsentationsmalerei des hispanisierten Flandern. Also gleichsam ein Barock mit umgekehrtem Vorzeichen. Dies hat Frans Hals auf genial-rüpelhafte Weife, als Schelm mit zuprostendem Lachen, mit unwiderstehlicher Laune, leichter Hand und schnellem Witz, ein Grimmelshausen der Palette, geübt, bis er die große Reihe seiner Regentenstücke und Schützenbilder schuf, die Dokumente des politischen Selbstbewußtseins geworden sind. Lebensgroße Gruppenbilder mit zahlreichen Figuren, antimonarchisch in der Gesinnung gesellig, bei Tafelfreuden, beim Aufbruch einer Truppe, bei einer Vorstands- sitzung, voller Bewegung, mit tausend Schlaglichtern des Humors und zuletzt in dem Schweigen der Ver- anwortung und des Ernstes: das find in stolzer Reihe die großen Staatsbilder des Frans Hals, das sind seine „Nachtwache" und seine „Staalmeester". Wie weit der Maler seine Zeit ober die Zeit Frans Hals verwandelt hat, sei eine müßige Frage. Sein Leben und seine Kunst begleiten jedenfalls das Holland feiner Tage: Dem kunstlosen, verdrießlichen, buchstabentreuen und engherzigen Caloinis- mus der Holländer hat er in glücklicher und gärender Zeit Züge einer brillanten Malerei und eirrer geistigen Freiheit gegeben, einer Lebenskunst, der es weniger auf seelische Vertiefung als auf die Kostprobe des Augenblicks ankommt. Später, bei den Altersbildnissen, taucht mahnend selbst bei diesem Praktiker der Lebensfreude ein neues Ideal auf: Amtspersonen, unfestlich, ernst, sachlich, zur Beratung versammelt, Vorsteher und Vorsteherinnen des Spitals, in dem Frans Hals völlig verarmt starb. Der Tafelbruder und muntere Zecher als Porträtist von Pflichtmenschen, ehe Holland in ebenfalls kam sie auf ihrer Streife nach Freizeit- icftaltung auch in diesen Zauberkreis. Blitzartig prang der schöpferische Funke über, den sie bis i dahin in verborgener Tiefe gehütet hatte. Still, ohne zu fragen oder nur ein Wort zu prechen, mit einem Lächeln auf den kindlichen Sippen, greift sie nach dem Stecker und knackt ihn n die Steckdose. Dann sucht sie Taschentücher und ! cnbere Kleinwäsche aus den Körben zusammen, i egt sie glatt und häuft sie griffbereit über den jen- eitigen Rand des Tisches. Zwischendurch nimmt ! ie das Eisen vom Drahtuntersatz, prüft mit ange- I euchteten Fingerspitzen die heihwerdende Sohle j und streicht sie auf dem Bügeltuch ein paarmal auf Giaaismaler der Niederlande Von Dr. Richard Bie. r Allen voraus Breughel, fodann Rubens, van M, Frans Hals und Rembrandt — fünf von Hunderten in drei Generationen: eine ähnliche ' Ernte der Staffelei und der Palette hat es nur noch ii der Dürerzeit gegeben. Das Jahrhunder, das tiefe Maler heroorbrachte, ist zugleich das polrtlsche I Eäfulum der Niederlande. In Deutschland: Dreißig- jähriger Krieg, in Frankreich: Hugenottennot in Shglanb: Cromwells eisernes Regiment, m Spa- ! nien: eine in düsterem Starrsinn versinkende Welt- 1 todjt In liefe Gunst der Zeit fällt der Aus chwung i bir niederländischen Macht und jene phantastische, I llhne und fast unübersehbare Erscheinung einer l Kalerei, die der Stolz aller Museen der Welt ge- morben ist. . . „ . Um Frans Hals zu bewundern und m Kurze etwas Stichhaltiges über ihn auszusagen, sollte man fig einer Methode bedienen, die durch den Gegen- die Erscheinungen klärt. Der Maler, der aus Hecheln, also aus den südlichen flämischen 9herleben stammt, aber ganz Holländer geworden yl, bideutet weniger als Rembrandt und mehr, wenn nun erlebt, wie er bie sichtbare Welt mit einer : un- Qirblümten, urwüchsigen Zwanglosigkeit, mit eine Ochsten Treffsicherheit des Auges, mit ber n Dycks unnahbare Audienzpofen durch Blldmsle zechenden Hauptleuten und Kneipbruder , klumpten Strandläufern und /agrourbige^ ist Kippelweibern ersetzt, deren Humor sich rer sch h Sprache des Pamvblets und der Zote bedient. en eine große Schüssel braunschwarzer Brühe, die ie beim Durchwaschen von Johannisbeeren ge- tonnen hatte und der unglaublichen Einmaligkeit Degen herumzeigen wollte. Und daß sie mit ihren vierzehn Jahren immerhin schon etwas Relief gegen bre zehnjährige Schwester angesetzt hatte, war zu- itzlich herauszuhören: „Es wär' doch viel ge- heiter, wenn du ein paar Aufgaben rechnen wärest!" — „Was willst du denn eigentlich?" verteidigt igrid ihren Arbeitsplatz. „Mutti hat doch aus der jeitung erst vorgelesen, daß man sich am besten rtjolt, wenn man möglich wenig an all das Zeug en ft, was man sonst machen muß." Mit einer halbgeschälten Kartoffel in der einen dem Küchenmesser in der anderen Hand er- heint Mutti im Kampfgelände, während Sigrid, ie Entscheidung des Augenblicks gleichsam heraus- )rbernb, statt eines Taschentuchs gar eine Schürze uflegt. Mit stillem Lächeln betrachtet Mutti ihre leine Büglerin, die den Stecker gerade aus der lose zieht, weil ihr das Eisen zu heiß erscheint. Da kommt auch Oma aus dem Garten mit einer kchüssel voll Himbeeren. Mit dem Blick der alles igelnden Hausfrau erkennt sie, was da heranwächst nd zeigt der arbeitsfreudigen Enkelin, wie man ?n welligen Abschluß der Schürze unter das Eifen Dingt. Strahlenden Auges nimmt Sigrid diese raktische Unterweisung an und führt ihr Werk zu Ik'attem Ende. Mit solchen Leistungsproben aber hat fe sich unter den Augen der Hausfrauen ihren flei- ren Befähigungsnachweis im Bügeln errungen. Oer Maulwurf. Von Richard Gerlach. Auf den Gartenbeeten meines Großvaters konnten die Maulwurfshügel nicht geduldet werden. Wir stellten Schnappeisen in die unterirdischen Röhren, und ich habe mehr als einem Dutzend der unerwünschten Wühler das Fell über die Ohren gezogen. Der schwarzgraue Pelz mit öetp silbernen Anflug hätte großen Wert, erzählte man uns, und so nagelte ich die Fellchen auf das Brett und bestrich sie mit Alaun. Es sollte einen Pelzkragen für meine Schwester geben. Daraus ist bann nichts geworben, weil ber Kürschner für bie mühselige Arbeit bes Zusammennähens mehr Gelb verlangte, als wir Kinder damals besaßen. Wenn ein Maulwurf auch in einer Gärtnerei unwillkommen ist, so bebaure ich boch meine frühen Fallenstellerkünste. Man kann ben Unterirdischen leicht loswerben, wenn man glimmenben Schwefel in seine Gänge steckt; auch ben Geruch von Petroleum unb Heringslauge kann er nicht vertragen. Frische Holunderzweige vergrämen ihn, und wenn man Häcksel in die Gange stampft, so kehrt er um, weil dem tastenden Spitzschnäuzchen dies beim Graben zuwider ist. Auf ben Felbern richtet ber Minierer keinen Schaben an. Denn er ist einer ber größten Fresser unter unseren Säugetieren. Er verzehrt täglich eine größere Menge Engerlinge, Würmer, Asseln unb Schnecken, als fein eigenes Gewicht ausmacht. Gewiß stören seine Hügel beim Mähen auf ber Wiese; aber sie lassen sich boch auseinanberklopfen, bie Auflockerung ber Erbe ist nur gut für den Boben. . Da ich als Knabe, fchyn daran ging,, die abge- Donnerstag, 14. August 1941 ■■ 1 " q Ortsgruppe Gleßen-0st: Licher Strafe Dienststelle der DAF. (Hinterhaus). Ortsgruppe Gießen-Süd: 1. Vergwerkh Unterhof; 2. Erednerstraße, Ecke Klinikstraße; 3. Cie« bigstraße 63 (Autohalle 6). Ortsgruppe Gießen-Kteln-Cindentz Backhaus, Steinstraße. Ortsgruppe Gießen-Wieseck: Sihungs« faat, Schulstraße. Die Sammelstellen der Ortsgruppen Mitte, Nord, Oft und Süd sind montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, die von Klein-Cindea und Wiefeck mittwochs und samstags von 18 bis 21 Uhr. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß att den Spinnstoffabfällen fei ne festen Teile, wis knöpfe, Schnallen usw., sein dürfen. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Zirkus Kreiser-Barum. 19.30 Uhr auf Oswalds« garten Eröffnungsvorstellung. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Friedemann Bach". — Lichtspielhaus^ Bahnhofstraße: „Das Gewehr über". llS'Gemeinsltzllsk M Kraft öunD Me Sportamt KdF. Der Kurs „Fröhliche Gymnastik und Spiele* donnerstags von 20 bis 21 Uhr, Schillerschule, fällt! wegen Ferien aus. 3367D Wiederbeginn am 11.9.41. Annahmeuntersuchungen für die Waffen-^. NSG. In den nächsten Tagen finden wieder An« nahmeuntersuchungen für die Waffen-^ statt. So« fort eingestellt werden: a) Freiwillige auf Kriegszeit (ohne Dienstzeit« Verpflichtung) vom vollendeten 17. bis vollendeten 45. Lebensjahr, bom 17. bis zum 25. Lebensjahr nur für Infanterie, Panzer und Nach« richtentruppen (Funker); b) Freiwillige mit Dienftzeitverpflichtung (vier« einhalb Jahre); c) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung (zwölf Jahre) vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführerund Führerlaufbahn, sowie z Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! Annahmeuntersuchungen findet statt am 15. 8. 1941, um 14 Uhr, in Gießen im „Burghof", Burggraben 9. Meldungen von Freiwilligen werden dort entgegengenommen. Arbeitsbuch unb Wehrpaß finb mitzubringen. Außerbem nimmt bie Erg.-Stelle Fulba-Werra (IX) der Waffen-^ Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburgstraße 10, Tel. 36683 und 34441, ständig schrift« liche Meldungen an unb überfenbet auf Anforderung bas ausführliche Merkblatt. Alle »ßay&ti. Arznei mit fei fragen auf ihrer Packung das »Soyet«.Kreuz. Es isf ein Sinnbild erfolgreicher, wissenschaftlicher Arbeit und jahrzehntelanger Erfahrung. Das Kreuz ist das Zeichen BAYER) des Vertrauens. < E 7 V R V zogenen Maulwürfe zu sezieren, bekam ich von ihrem merkwürdigen Körperbau schon früh eine Vorstellung. Vorn ist die wühlende Spindel rüsselartig verlängert, Knorpel verstärken den bohrenden Vorsprung. Das aus vierundvierzig spitzen Zähnen bestehende Gebiß wäre stärker als das des Löwen, wenn der Maulwurf bie Größe eines solchen hätte. Eine Maus ober einen Frosch kann er bamit ohne Umstände packen, und wenn er sie erwischt, frißt er sie auch. Die vorderen Gliedmaßen sind zu Grabklauen umgewandelt und arbeiten wie die Schaufeln eines Motorpfluges. Von Augen und Ohren ist äußerlich nichts zu sehen. Die winzigen schwarzen Knopfaugen sind gewöhnlich ebenso im Pelz verborgen wie die muschellosen Ohren, die durch eine Hautfalte verschlossen werden können. Erde rinnt ja fortwährend an dem sich bewegenden Tier herab und würde in jede Oefsnung sickern. Die Hinterbeine sind nur zum Nachschieben da. Unbeholfen erscheint diese Gestalt, wenn sie ans Tageslicht kommt; doch im Dunkeln unter der Erde ist sie von unwahrscheinlicher Gewandtheit. In der ausgefahrenen Röhre saust der Maulwurf sehr schnell dahin. Die Angabe, ein galoppierendes Pferd könne ihn nicht einholen, halte ich für übertrieben. Denn wie ließe sich dieser Vergleich durch Beobachtung stützen? Auf langen Strecken wird das Auge dem Maulwurf kaum folgen können. Flink sucht er in ber Erbe unterzutauchen, wo sein feucht- kühles Reich ist. In ber Krümmung seines Baues ist er geborgen, hierhin folgt ihm höchstens einmal bie Kreuzotter ober bas Wiefel; aber auch biefe brängen halb wieber bem Licht unb ber Wärme zu. Wenn ber Maulwurf sichtbar unter ber Oberfläche wühlt, können bie Fänge bes Buffarbs ihn greifen; auch der Storch stößt dann zu. Ein Tier, dessen Ohr auf ben Schall unter ber Erbe eingerichtet ist, unb bas sich im übrigen auf feinen Geruchs- und Tastsinn verläßt, ist im Freien gefährbet. Die unerfahrenen Jungen wagen sich öfter hervor als bie Alten. Der Maulwurf gehört zu ben geheimnisvollen Kräften ber Natur, deren Zeichen wir wohl gewahren, die uns aber meistens verborgen sind. In feinen Höhlengängen herrscht ewige ^Nacht. Wie seine Speise, die Würmer, begehrt auch er nicht nach i dem Licht des Tages. Der recht in Freuden wandern Witt... Unter diesem Motto bringt der Reichssender Frankfurt n. M. in jeder Woche ein Sendung, in der Vorschläge zu Sonntagswanderungen und Ur- loubsaufenthalten in der engeren Heimat gemacht werden. Nachdem derartige Sendungen in früheren Wochen bereits mit Darmstadt, Frankfurt, dem Westerwald usw. als Mittelpunkt gegeben worden waren, standen auf der Tagesordnung der Sendung am gestrigen Mittwochvormittaa unsere Stadt Gießen und unser schönes Oberhessen. Der srische Gesang der Wanderliedes „Wer recht in Freuden wandern will" leitete die Sendung ein. Danach gab der Rundfunksprecher in einer fesselnden Plauderei ein Bild von den Schönheiten der Stadt Gießen und ihrer engeren Umgebung mit einer Wanderung zum Schiffenberg und zum Gleiberg, weiter berichtete er von den Eindrücken auf größeren Wanderfahrten nach Lich und Kloster Arnsburg, Laubach,x Schotten und dem Hoherods- kopf. Dabei wurden die landschaftlichen Schönheiten, der Reiz der kleinen Städte und Dörfer und die kernhafte Art des oberhessischen Volkstums in anschaulicher Weise geschildert und so den Hörern ein lebendiges Bild von dem schönen Oberhessen vermittelt. Damit auch die Wasserwanderer ihre Erwartungen erfüllt sehen konnten, wurden noch mancherlei wertvolle Ratschläge für Kanufahrten von Gießen aus lahnaufwärts und lahnabwärts und für Paddeltouren auf den kleinen Flüßchen in Oberhessen gegeben. Der Landesfremdenverkehrrverband Rhein-Main in Frankfurt und fein Gebietsreferent für Ober- Hessen, Schriftleiter und Verkehrswerber der Stadt Gießen, Hans Fritz Schuster, sowie unsere heimatlichen Fremdenverkehrs- und Wandervereine, hier vor allem, der Vogelsberger Höhenclub, haben zu der Gestaltung dieser Rundfunksendung in anerkennenswerter und verdienstvoller Weise durch Bereitstellung des erforderlichen Materials für die verschiedenen Wandervorschläge und Landschaftsschilderungen beigetragen. Unsere Stadt Gießen und unser schönes Oberhessen dürften durch diese Sendung vielen Volksgenossen in nachhaltiger Weise ncche- gebracht worden fein. Oie „pilzjagd^ beginnt. Nun hat auch in diesem Jahre wieder die eigent- liche Pilzzeit begonnen, und es ist anzunehmen, daß eifriger denn je zuvor gesammelt werden wird. Es hat sich nämlich inzwischen herumgesprochen, daß Pilze em hochwertiges Nahrungsmittel darftellen, das reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Darüber hinaus eignen sie sich vorzüglich zum Einmachen, oder aber sie ergeben getrocknet eine schmackhafte Beigabe zu unserer vitaminarmen Winterkost, die immer mit Freuden begrüßt wird. Aber woher die vielen Pilze holen, daß sich eine Aufbereitung für den Winter auch wirklich lohnt? Weder Pfefferlinge noch Steinpilz wachsen so dicht beieinander, daß wir jedesmal mit einem vollen Korb von unserem Gang durch den Wald zurück- kehren. Nun, oftmals liegt die Schuld an einem mageren Sammelergebnis an dem betreffenden Sammler selbst. X£r kennt eben nur den Pfefferling oder den Steinpilz ober den Butterpilz ganz genau, ein Grünling ober ein Birkenpilz bereitet ihm schon Unbehagen, und in den meisten Fällen läßt er diese Pilze lieber unbeachtet stehen, ganz zu schweigen etwa von dem Perlpilz, dem Parasol oder dem Röhrling. Und gerade die letzteren Pilzarten sind viel häufiger anzutreffen und stehen dem Pfefferling oder dem Steinpilz an Güte kaum nach. Gewiß gilt für den Pilzsammler als oberstes Gesetz die Regel: „Sammle nur solche Pilze, die du sicher kennst!" Nur so entgeht man der Gefahr einer Pilzvergiftung. Denn eine allgemeine Regel oder ein Mittel, um damit irgendeinen Pilz auf Eßbarkeit oder Giftigkeit zu prüfen, gibt es nicht. Und doch sind die meisten Pilzvergiftungen, von denen wir in jedem Jahr aufs neue in den Zeitungen lesen, weniger auf den Genuß von Giftpilzen, als auf den Genuß verdorbener Pilze zurückzuführen. Im Sommer darf man nämlich frisch gesammelte Pilze nur einen Tag, im Herbst höchstens 2 Tage aufbewahren, und zwar flach ausgebreitet an einem luftigen und kühlen Ort. Auf dem Markt gekaufte Pilze find immer sofort zuzubereiten. Es wäre schade, wenn nur ein geringer Teil unserer eßbaren Pihze gesammelt würde und der größere Teil ungenutzt verkommt, nur weil die Kenntnis um unsere eßbaren Pilz arten im Volke nicht genügend verbreitet ist. Denn je mehr Pilze wir kennen, desto ergiebiger wird unsere Pilzjagd sein, und um so mehr Freude wird sie uns auch bereiten. Don Sachverständigen ist berechnet worden, daß der Gesamtwert der in Deutschland in guten Jahren wachsenden Pilze an 100 Millionen Reichsmark heranreicht. Daß diese Werte unseres Waldes uneingeschränkt der deutschen Volksertzäh- rung zugute kommen, sollte uns alle dazu bewegen, mit noch größerer Fachkenntnis auch in diesem Jahre an der beginnenden Pilzjagd teilzunehmen. Um die Lücken in unserem Wissen um die deutschen Pilzarten auszufüllen, sollte man sich durch den Buchhandel ein geeignetes Nachschlagewerk besorgen. Der Wert des Pilzes in unserer Ernährung rechtfertigt bestimmt diese Ausgabe, die sich durch reges Sammeln bezahlt macht. P- St. Wäsche nachts nicht im Freien hängen lassen. Verschiedene Beobachtungen machen es notwendig, an die Verordnung zu erinnern, die es verbietet, während der Nacht weiße Wäschestücke im Freien hangen zu lassen. Die flatternde Wäsche ist, weithin sichtbar und kann den Feindfliegern menschliche Behausungen verraten. Anderseits aber besteht auch d've Gefahr, daß die Wäsche zerrissen oder ge- stöhlen wird. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 14. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, % kg 7, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 16, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 30, Rhabarber 15, Falläpfel 10, Pflaumen 40, Mirabellen 40, Salatgurken 20, Einmachgurken 20, Endivie«, das Stück 15 Rpf. * ** DerMütterschulkmrs „Säuglings- pflege" beginnt Montag, 18. August, im Fröbel- seminar, GarteNstrahe, abends, 20 Uhr. Landkreis Gießen. s Lang-Göns, 14. Aug. Am 16. August begeht Sattlermeister Anton Karl B e p p I e r, Breitgasse, bei guter geistiger und körperlicher Frische seinen 8 4. G eburts ta g. Wir wünschen viel Glück. Schwaben Augsburg, Wacker München, Eintracht- Franken Nürnberg und RSG. Weiden. Earl Steding, der Reichsfachamtsleiter für Turnen, vollendet am 18. August fein 60. Sehens- jahr- . Heinrich Maier (Singen), der bekannte Amateurboxer, fand im Osten den Heldentod. Maier war mehrfacher Bereichsmeister von Baden und Württemberg. Ein Tennis-Vergleichskampf zwi- fchen den HJ.-Gebieten bzw. Obergauen Hessen- Nassau und Württemberg findet am kommenden Samstag und Sonntag in Frankfurt a. M. statt. Die Kanu-Staffelmeisterschast des Bereichs Südwest wird am Sonntag, 24. August, in Frankfurt a. M. entschieden. Titelverteidiger ist die Mainz-Kasteler RG. Germania. Die Frankfurter Herb st - Ruderregatta soll am 7. September stattfinden. Im Mittelpunkt der Regatta steht das Main-Pokal- Einerrennen, das nun schon zum 42. Male gerubert wird. Ein Jugend-Ländertreffen im Ruber n soll im Rahmen der Wafserkampfspiele bei HI. am 27. und 28. (September in Berlin durchge- führt werden. Dem Sieger fällt der Ehrenpreis des Reichsjugendführers zu. Der Winterwettbewerb der Ruderer wird auch im Winter 1941/42 beibehalten werden, nachdem die beiden ersten Veranstaltungen dieser Art erfolgreich verlaufen* sind. Renngemeinschaften werden nach einer Anordnung der Reichssportführung jetzt auch bei radsportlichen Mannschaftskämpfen zugelassen, erst, mals bei der deutschen Meisterschaft im Straßen- fahren für Dereinsmeisterschaften am 24. August in Erfurt. Wieder Radrennbahn in Darmstadt. Lpd. Darmstadt, 12. Aug. Durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung ist die alte Rennbahn an der Heidelberger Straße wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt worden. Die eifrigen und erfolgreichen HJ.-Rennfahrer, die in der GfL. Darmstadt von dem alten Straßen- und Rennbahnfahrer Rentschler betreut werden, haben nun wieder eine Trainingsstätte. Wenn auch zur Zeit keine großen Umbauten möglich sind, so wird die Radrennbahn doch behelfsmäßig hergerichtet. Das erste Bahnrennen ist für September geplant. Wie verwertet man Fallobst? Fallobst, zu dem man vor allem Aepfel, bann aber auch Pflaumen und Birnen rechnet, läßt sich auf verschiedenste Weise in der Küche verwerten. Bei der Zubereitung von Nachspeisen ober Hauptgerichten, wie Flammeris, Klößen, Aufläufen, Puddings usw. kann Fallobst ausgezeichnet verarbeitet werden. Außerbem läßt es sich auf mancherlei Art für den Winter haltbar machen. Falläpfel verarbeitet man zu Gelee, Saft, Mus oder Marmelade. Aus Pflaumen kann gleichfalls Saft, Mus ober Marmelade hergestellt werden. Halbierte Birnen legt man in Zucker-Essig-Lösung ein, oder man bereitet aus Pflaumen und Dirnen zusammen ein Obstmus, das übrigens, ebenso wie Pflaumenmus, ohne Zuckerzugabe gekocht werden kann. Man mutz, das vorbereitete Obst nur so lange kochen, bis es die genügende Festigkeit hat. Sehr zu empfehlen ift auch das Eindünsten von ungezuckertem Mus ober saurem Obstsaft in Flaschen. Die gefüllten Flaschen: werden dazu, wie der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes schreibt, erst nur behelfsmäßig verschlossen, auf einer Unterlage im Wasserbad eine- ' Viertelstunde gekocht und dann nach Erkalten vorschriftsmäßig verschlossen. Daß man auch bei anderem Arten des Einmachens alle schlechten Stellen aus; dem Fallobst sorgfältig entfernt, ist eine selbstverständliche Forderung, wenn man gute Resultate erzielen will. Oes Kindes Schutzengel. LPD. Bad Homburg, 11.Aug. Ein fünfjähriges Bübchen wollte Fallschirmjäger spielen. Es holte sich eigen Regenschirm der Eltern, ftie® auf die Fensterbank ver im zweiten Stock gelegenen Wohnung, spannte den Schirm auf un» sprang in den Hof. Wie durch ein Wunder blieb bas Kind unverletzt, da es sich um ein älteres* niedrig gebautes Haus handelte. _ Oie: ochenschankamera blendet auf! Mitreißende Bildberichte vom Kriegsgeschehen im Osten. Was an Heldengeist, Einsatzbereitschaft, an Tapferkeit, hartem, unerbittlichem Rinaen hinter dem so oft gehörten Sitz des Wehrmachtberichtes „Die Operationen im Osten nehmen ihren planmäßigen Verlauf" steht, veranschaulichen die dramatischen Bildberichte der neuen Deutschen Wochenschau (U 571). In vorderster Linie, an allen Fronten sind die Kameramänner, um die. einzelnen Kampfphasen vom unteren Lauf des Dnjestr bis zum Finnischen Meerbusen einzufangen. Vor den Augen des Zuschauers ersteht — in großen Uebersichten — die größte und gewaltigste Vernichtungsschlacht der Weltgeschichte, in der neun Millionen Soldaten zum Kampf angetreten sind. Schulter an Schulter mit den siegreichen deutschen Soldaten, deren Leistungen einfach unvorstellbar sind, kämpfen die Heere der verbündeten Mächte. Immer neue Freiwillige melden sich. Aus allen Teilen Europas brechen fie auf, um sich an die Front zu begeben. Der Führer setzt seine Frontveise fort, überall wird ihm der gleiche jubelnde Empfang von seinen Soldaten bereitet, die nicht nur als Befreier, sondern auch als Hüter der Ordnung in den eroberten Städten und Dörfern des Ostens von der dankbaren Bevölkerungs-begrüßt werden. Das grauenvolle Elend und die entsetzliche Armut, in denen die Menschen des „Sowjetparadieses" zu leben gezwungen sind, erschüttern selbst die durch den Krieg gehärteten Soldaten. Immer wieder entdecken sie beim Vordringen scheußliche Greueltaten entmenschter Sowjethorden: eine furchtbare Anklage gegen die bolschewistischen Machthaber erheben dre völlig verwahrlosten, unterernährten Kinder eines schmutzstarrenden Kinderkrankenhauses, die anstatt hier SJ-fpori Leichtathletik-Allerlei. Anerkannte Rekorde. Das Fachamt Leichtathletik im NSRL. hat drei in diesem Jahre aufgestellte Rekorde als neue deutsche Hochleistungen bestätigt. Es handelt sich um die Bestleistung von Hermann Grittner (Reichsbahn SG. Köln) im 20-Kilometer-Gehen in 1:34:56,8 am 11. April in Berlin, ferner im 30» Kilometer-Gehen von Hermann Schmidt (Polizei SV. Hamburg) in 2:30:33,6 am 27. April in Hamburg und im 1000-Meter-Laufen von Rudolf farbig (Dresdner SC.) in 2:21,5 am 24. Mai in Dresden. Die Leistungen von Schmidt und Har- big stellen gleichzeitig neue Weltrekorde dar und sind aus diesem Grunde dem Jnterationalen Leichtathletik-Verband in Norrköping (Schweden) zur Anerkennung eingereicht worden. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am kommenden Sonntag bestreitet die 1. Jugend der Spielvereinigung 1926 Leihgestern vor Beginn der Verbandsspiele noch einmal ein Gesellschaftsspiel in der alten bewährten Mannschaftsaufstellung. Gegner ist die 1. Jugend von Großen-Linden. Heilung zu finden, dem sicheren Tode entgegen- siechen. Angesichts solcher Dokumente müßte es eigentlich der Welt klar werden, vor welchem Schicksal der Führer Europa bewahrt hat. An allen Fronten tobt der Vernichtungskampf, die verzweifelten bolschewistischen Gegenangriffe zerschellen an der eisernen deutschen Mauer. Auf dem Lande, in der Luft, zur See, überall, wo der Feind sich zeigt, wird er vernichtend geschlagen. Im Hauptquartier des Reichsmarschalls, der dem Stabsfeldwebel Rudolf Racke, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, mit weit über 100 Feindflügen, das Ritterkreuz überreicht, wird der Einsatz der Luftwaffe besprochen. Der Reichsmarschall, inmitten seiner siegreichen Flieger Oberst Mölders, Major Oesau, Oberstleutnant Galland, Namen, die jeden Deutschen mit Stolz und Hochachtung erfüllen, orientiert sich über Dem Verlauf der Kampfhandlungen. Wieder starten ^deutsche Flugzeuge, belegen Vormarschstraßen, zerstören feindliche Flugplätze, schießen feindliche Fleugzeuge ab, stoßen im Tiefangriff auf feindliche Kolonnen. ,F)ie Operationen nehmen ihren planmäßigen Verlauf", die Wochenschau enthüllt schonungslos die Wahrheit, welche die Feindmächte durch ohnmächttge Lügenmeldungen in Abrede stellen wollen. Der deutsche Vormarsch ist nicht aufzuhalten! Wie weit er in Den ersten sechs Wochen des Kampfes vorgetragen ist, zeigt der Geländegewinn von 1941 gegen Den der sechs ersten Wochen der Frühjahrsosfen- sive 1915 von Gorlice und Tarnow. Das find Tatsachen deutschen Sieges, die nicht abgeleugnet werden können! i- M. J. Beide Mannschaften standen sich schon öfters gegenüber. In Den vergangenen Spielen blieb Leihgestern meistens Sieger. Ob es am kommenden Sonntag in Großen-LinDen wieDer zu einem Siege von Leihgestern reicht, bleibt abzuwarten, Da Gro- ßen-LinDen an Spielstärke zugenommen hat und in heimischer Umgebung immer gefährlich ist. Das Spiel, das im Rahmen Des Ortssporttages von Großen-LinDen zum Austrag kommt, wirD von beiDen Mannschaften in stärkster Aufstellung bestritten. In Leihgestern kommt ebenfalls ein Fußballspiel zum Austrag. Die 2. Jugend Der Spielvereinigung erwartet die 1. Jugend von RoDheim (Bieber) zum letzten Gesellschaftsspiel vor Beginn Der Verbcmds- runDe. Die Gäste sinD in Leihgestern wenig bekannt, gelten aber als spielstark und werden Den Leihgestern ihr ganzes Können abverlangen. Kurze Sportrioiizen. Die Fußball-Bereichsklasse Bayern wird in der neuen Spielzeit folgende 12 Vereine umfassen: 1860 München, 1. FC. Nürnberg, BC. Augsburg, Spvgg. Fürth, Jahn Regensburg, Neu- meyer Nürnberg, Bayern München, Schweinfurt 05, Die Dominiks. Roman von Hellmuth M.Vöttchee. 56. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Lietzendorf kann sich nicht frei machen von diesem Bewußtsein eines Schuldgefühls. Er möchte nicht erneut mit Den Herren Der Dominik-Werft zusammenstoßen. UnD er will auch nicht, daß er Den Anlaß zu neuem Streit zwischen den beiDen alten FeinDen Lind und Dominik bildet, wenn die Norddeutsche Werft, wie zu erwarten steht, seine Erfindung einmal erworben hat. Darum bemüht er sich, sich in jeder Weise von Den Wegen fernzuhalten, Die Der junge Dominik nach Dem früher Besprochenen beschreiten Dürfte. Aber Der Entschluß ist leichter gefaßt als durchgeführt. Wie hatte doch Nissen sich seine Aufgabe gestellt gehabt? Noch einmal genau Nachdenken! So war es: Bei Der Verbrennung von Treiböl oerbinDen sich Kohlenstoff unD Sauerstoff zu Kohlensäure. Gelänge es. Diese VerbinDung wieDer zu zerstören unD sie auf Die beiDen Ausgangssloffe zurück- zuführen, bann könnte Die Verbrennung nochmals beginnen, könnte ein zweitesmal getrennt werben, unb so fort — ein ewiger, rounberbarer Wechsel. Nissens Weg würbe also, wenn er überhaupt bas gesteckte Ziel erreicht, zu einer Jbeattüsung führen. Sie würbe eine ber munberbarffen Entdeckungen fein, die jemals Der Menschengeift gestaltet hat. Man stelle sich vor: Ein Eimer Treibstoff unD ein paar Kubikmeter Luft, die brennen, aber niemals weniger werden unb sich aus sich selber stetig erneuern. .. Es könnte wahrhaftig lohnen, Daran Die Kraft unD Liebe eines Menschenlebens als Einsatz zu wagen. Immer wieDer gehen Lietzcnborfs Gebanken diesen einen, diesen lockenden Weg. Oft verliert er sich in feinen Träumereien jo völlig an die Idee, daß es für ihn ber Gewalt äußerster Selbstzucht bedarf, sich öieber in die Tatsachenwelt zurückzurufen, in bie Welt jener Tatsachen, wo ein gebrochenes Ehrenwort den Mann Zum Wicht werben läßt. Gewiß, er hat keine rechtlichen Verpflichtungen gegen Nissen Dominik. Trotzdem unb gerade Deswegen! Er schüttelt Den Kopf, als wenn er sich gegen einen unsichtbaren Tabler oerteibigen müsse. Gewiß — man wäre ein großer ErfinDer, aber zugleich ein großer Schweinehund, der einem Freunde seine Idee stahl. Nein! Das kommt für Lietzendorf nicht in Frage. Es gibt ja, Gott sei Dank, noch eine zweite Methode, dem Problem zu Leibe zu rücken! Er wird versuchen, gewissermaßen schon auf halbem Wege am Ziel zu sein. Das heißt: Er will sich um die Rückgewinnung Des Kohlenstoffs überhaupt nicht kümmern, sondern sich auf Die des Sauerstoffs beschränken. Auf den Sauerstoff kommt's ja am meisten an. In seinen Planungen spielt er wieder mit Den Begriffen aus Dem menschlichen Leben, Die Die chemischen Vorgänge leichter verstänDlich machen unD plastischer gestalten. Wenn also Sauerstoff unD Kohlenstoff im eisernen Dom ber Maschinenzylinber Hochzeit gefeiert haben unb inetnanber verschmolzen unb eins geworben ftnb, bann wirb Lietzendorf ihre „Ehe" Kohlensäure sofort durch einen „Ehebrecher" zerstören lassen. Dazu ist letzten Endes nichts weiter nötig, als für Den Eheherrn Kohlenstoff eine liebenswertere Ge- sellfchafterin zu finden, um deren Willen er Frau Sauerstoff fahren läßt. Das Verfahren — im Prinzip — ist schon nicht einmal mehr ganz neu. Bloß war bisher immer Die Frau Der „schulDige" Teil Man brauchte bie Dame beispielsweise bloß in Die Gesellschaft von KaliumhyDroxyd zu bringen. Das erweist sich als ber rechte Don Juan. Unter seinem unmoralischen Einfluß geht bie festest gefügte Ehe in Die Binsen, unD Herr Kohlenstoff ift eher allein, als er fich's träumen läßt. Seine Gattin ist inzwischen in Den Armen Des Liebhabers auf unD Davon. Schade, Daß Der Ehegatte selber ein rechter Ritter Poggenburg zu sein scheint. So sehr feine Erkorene zur Untreue neigt. Er selber ist beftänbig, ein Muster von Ehemann. Unb gerabe auf ihn kommt es an. Er muß nach Lietzendorss JDee pnbermeitig gefefjelt werden, damit man für Die frei gemorDene Gattin einen neuen Partner finDen kann. Von Denen gibt’s ja genug. In großen Bunkern voll Treiböl warten sie bloß Darauf, Daß ihr Schicksal sich erfüllt. Viel wichtiger ist — wie so oft im Leben — Das Schicksal ber Frau. So also schwebt es Lietzenborf vor: Statt Kohlensäure durch Kaliumhybroxyb verführen zu lassen unb babei Den Sauerstoff anDerroeitig zu binden, soll der Sauerstoff frei werden. Das ganze Geheimnis ist also, einen Stoff zu finden, der zwar gleichfalls bie Kohlensäure zerstört, Dabet aber Den Kohlenstoff an sich reißt und dabei den Sauerstoff freigibt. Der kann Dann im enDlofen Kreislauf immer unD immer wieDer gebraucht werden zur Verbrennung und zur Atmung. Das alles sieht so einfach aus, so kinderleicht. Bloß einen Stoff, Die eine einzige Chemikalie braucht man dazu, eine Formel, nach Der sich Bindung und Zersetzung vollziehen und ein Verfahren, mittels dessen Der chemische Umwandlungsprozeß dem Menschen nutzbar gemacht wird. Auf dieses Ziel stellt Lietzendorf seine Arbeiten ein. Nach dieser Richtung Hin studiert und probiert er ... Immer neue Bedenken ergeben sich dabei —. Unter immer anderen Gesichtswinkeln erscheint die Aufgabe. Er hat insofern Glück, als die Frage ja noch nicht in andere Bezirke des industriellen, Des menfchlicben, des pflanzlichen Lebens hinüberschneidet. Ihre Untersuchung ist darum bereits längst von Großfirmen der chemischen Industrie, von Biologen, von Natur. Wissenschaftlern aller möglichen Sparten aufgenommen worden. In Den Instituten der Jndustriekon- zerne. Der Universitäten, Der technischen Hochschulen sind ganze Personalstäbe Damit beschäftigt. So kann Lietzenborf immer roieber mit Fachchemikern forrefponbieren und sich umfaffenbfte Spezialinformationen beschaffen. UnD so kommt er wieDer auf Professor Erik, Der ja einen wesentlichen Teil feines Forfcherlebens Der wissenschaftlichen Erschließung und Darstellung der Geheimnisse der Brennstoffchemie gewidmet hat. Professor Erik ist auch gleich mit dem ganzen Herzen Dabei. Er kommt selber. Baut mit an Den Apparaturen. Berät, Hilft. Belehrt, (Stellt Analysen unD Synthesen an. Geht auf in dieser lockendsten Aufgabe seines Lebens. Und nun sieht es so aus, als ständen sie bald voc dem guten Ende. Im Laboratorium sind die Versuche schon geglückt. Es kommt bloß Darauf an, fie im großen auszuprobieren unb Durchzuarbeiten. Es kann sich also nur um ein paar Tage, höchstens um wenige Wochen hanbeln, bann ist Lietzen- oorf am Ziel. Der Zufall geht seine eigenen Wege. Peter Schneider hat in SwinemünDe zu twv. Auf Der Reichsbank. In irgenbeiner ärgerlichen An» gelegenljeit, Die viel Zeit wegnimmt und nichts ein- bringt. Da Die Bahnverbindung miserabel ift nimmt er ben Wagen, unb Da Zeit Geld ift, W er Den Fahrer hunDertunDzehn Stunbenkilomte» fahren. Der Fahrer übersieht ein Schlagloch. Den Wagen fliegt hinein, baß es nur fo hagelt. Für em paar Sekunben sieht es aus wie fünf Minuten noA Weltuntergang. Krach--Achfenbruch! Peter Schneiber steht siebzig Kilometer von Swinemünbe auf Der Landstraße unb besieht M den Schaden. Weiterfahren ist unmöglich. Eisem- bahnverbinbung gibt’s hier in ber Nähe nia)J UnD Der Reichsbankbirektor in Swinemünbe wartet Böse Sache. Außerbem ist es hundekalt. Schnell' ber weiß nicht, über was er zuerst sich ärgern foul über bie Schlaglöcher, über ben Chauffeur, über Di e Reichsbank, über das Geschäft, das sowieso ntd)^ einbringt, über bie Kälte, über ... über ... Er steht auf Der Lanbstraße unb schimpft. Ueoe-r alles. Der Fahrer hält sich abseits unb raucht etme Zigarette. Ihm kann Der Vorfall wurscht sein, u* steht im Wochenlohn. Ueberftunben werben ejfr« bezahlt. Heute wird bie Nebeneinnahme Daran-’ ganz schön werden. Schneiber denkt anders über die Situation. Vor allem möchte er weg. Irgendwohin, wo warm ift Am liebsten nach Swinemünbe. Noch.1'^ ber nach Hause. Der Reichsbankdirektor mag UP ben Buckel 'rvnterrutschen. Tatü! Tatü! Ein Auto! Ein Auto in dieser gottverlassene- Gegenb! In dieser gottverfluchten Aahreszea- Schneider tritt in die Mitte Der Landstraße, hall oll» 1 Arme Hoch. (Fortsetzung folgt.)