Nach Osten Oer Eindruck in Kopenhagen Von Kriegsberichter Dr. Joachim Fischer. STOCKHOLMS 'Reval •Cholm GENERAL' SlOv 5 T Koholopx .vernichtet. Davon wurden 88 Waschinen im auf Spanien und Deutschland unter. General £Ujffampf abgeschossen, 59 am Boden zerstört. Die Munoz Grande erklärte: ,^ch verspreche den ^tscheii Verluste betragen im gleichen Zeitraum Müttern, die mir das Leben ihrer Sohne anver- trauen, daß sie bedeckt mit Ruhm heimkehren wer- den." Aus zehntausend Kehlen ertönte minutenlang ßicbcttldllb im Sprechchor die Forderung: „Noch eine Division xAfirHttnoet gegen die Bolschewisten!" Als sich der Zug in Be= ßur0CneroH>Crpatt$enrUPPCn(l)d>iniOt roegung setzte, flogen den Freiwittigen Hunderte Ausdem Führerhauptquartier, kleiner Blumensträuße zu. Das Falangelied klang b Oberste Befehlshaber der Der Aufenthalt der Freiwilligen in Madrid hatte Panzertruppen Schmidt, auf Grund seines Helder spanischen Hauptstadt ein völlig verändertes denmüligen Einsatzes im Ostfeldzug hPS Lichen- Bild gegeben. Seit 48 Stunden waren die <5tra= laut) )um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der ßen mit den Uniformen der Legion gefüllt. Ge- Führer sandte Generql der Panzertruppen Schmidt legentlich formierten sich Gruppen, die bann, antid Telegramm auf seinen Gefechtsstanb: „In kommuniftifche Äumpflieber aus demi Lurgerkneg ^nkbarer wurbigung Ihres helbenhaflcn Einsatzes vö?keru'ng'w^v^n^bi«fen^Kundg-?ünden" ungeheuer in> Kampf für bi- Zukunf. *£« *** beqeiftert unb spendete ber Legion und ihrem Fuh. ich Ihnen als *9.fixier ber rer immer wieder spontanen Beifall. General Mu- Wehrmacht bas Eichenlaub zum Eitterkreuz des noz Grande, der Kommandeur der „Blauen Bioi» (^ifernen Kreuzes." fion", hat deutschen Pressevertretern erklärt, Deutsch- land habe Spanien in schweren Stunden betgeftan^ Finnische FavNilMlagLN ben. Damals hab- Deutschland weit m-hr aufs j)Ur(ß hjtz Bolschewisten zerstört. Spiel gesetzt als es nach außen hin den Anschein gehabt habe. Das spanische Volk sei nicht reich, und Helsinki, 1& Juli. (Eurvpapreß) Durch Eres habe nur das Blut seiner Männer zur Der^ kundungsflugzeuge wurde festgestellt, daß die füauna zu stellen Dieses Blut aber werde freiwillig Fabriken in E n s o (Karelien), von denen bereits äeaeben im gemeinsamen Kampf gegen die Sowjets, bekannt war, daß an ihnen von sowiettscher Seite 9 9 9. • in den ersten Kriegslagen Zerstörungen üorgenom- ©IC slowansche Armee. mcn worden waren, völlig N i e d e r g e b r a n N t 12 Juli (Europapreß.) Das slo- sind. Die Fabriken stellten die modernsten ^yui. i v. v v - .. .. >H olzv e ra rbe itu ngsan lagen Finnlands dar. Sie waren durch den den Moskauer Frieden an die UdSSR, gefallen. Erkundungsflugzeuge stell- ten weiter fest, daß die Fabriken in Jaeaesiki . jo gründlich zerstört worden sind, daß nur noch ein chneten Schornstein- übriggeblieben ist. Dichter Rauch stieg Kamp-1 hier noch aus ben verkohlten Resten empor. MGieheMAnzeiger von einzelnen Nummern — Sgg General-AnzeigerMOberhefsen-rr-rrr .«..... Kopenhagen, 13. Juli. (Europapreß.) Die Blätter stellen fest, daß Moskau nunmehr in bic direkte Gefahrenzone gerückt, Leningrad und damit der sowjetische Flottenstützpunkt K r o n st a d t enschast bedroht und endlich Kiew, die Hauptstadt ber reichen Ukraine, in gefährliche Bedrängnis ge- raten sei. Das Vordringen der Deutschen bis 200 I BÄ^nntgabe von immer wieder Kilometer östlich Minsk bedeute, so erklärt „Pott- I Ortsnamen und Abschnittsbezeichnungen ben titen" daß der Dnipr Eindruck.einer sachlichen Berichterstattung zu machen, „wichtigsten und gefurchtesten Abschnitte der Stalin bort aIs Täuschungsmanöver erkannt werden, Linie" genommen sei. ,^>er .ungeheuer wichtige den Sowjets nur allzu gern Glauben Eisenbahnknotenpunkt im svarlichen russischen Ber- f ,en(cn möd)te W nichts mehr mit dem plan- kehrsnetz", Smolensk, sei damit als llquldiert ^higen Rückzug einer noch intakten Sowjetarmee, anzusehen. Unendliche Strecken offenen Landes lagen selbstgewählten neuen Stellungen zum frei vor den deutschen Truppen. | Gegenangriff übergehen könnte, wie die britische Propaganda im Verein mit den Moskauer Kriegsberichten der Welt noch am Samstag glauben machen wollte. Vor der kristallenen Klarheit unb Härte der in der Nacht zum Sonntag herausgegebenen Sondermeldung des Oberkommandos ber deutschen Wehrmacht zerplatzen alle Seifenblasen ber feindlichen Lügenpropaganda. Deutschlands Schweigen ist gebrochen, und es enthüllt sich vor , ,e । aller Weltöffentlichkeit die größte Niederlage, die den Füßen der Marschierenden die Staubwolken L Kriegsgeschichte bisher zu verzeichnen hatte, auf, die sich zu dichten Fladen gebundenen Staub- ‘ ber Vernichtung der Angriffskeile des sow- nebels gestalten, oftmals so stark, daß die entgegen- ietischen Aufmarsches im Raume von Bialystok-— kommenden Fahrzeuge anhalten oder gar am heuen unb um Lemberg waren die Sowjetarmeen Sonnentage die Scheinwerfer anstellen, um mm q ber flan,en langen Front vor dem Druck ber zusa.mmenzustoßen. Müde und gleichmütig sitzen die l^'i, schlechtester Geländeverhältnisse auf zerfah- Fahrer über ihren Steuerrädern, wachsam und ren»n Kegen in Staub und Hitze unaufhaltsam lauernd achten die Kradfahrer aufdie Tucken öer | D0rn)ärt5bränqentien deutschen Sturmkolonnen, stan- grundlosen Sttaße. lieber allem aber, verdeckt oftmals von der nahezu undurchdringlichen Staubwolke, hängt die Sonne, einem glühenden Kupferkessel gleich. Erbarttiungslos brennt sie hernieder. Ströme von Schweiß werden vergassen. Die Pferde schnaufen mit staubreichen Nüstern, die Manner spüren kaum noch das schweißnasse klebende Hemd. Aon«", einem schon vor Jahren systematisch verwüsteten breiten Vorfeld die Stalin-Linie wußten, in der sie meinten, sich sammeln und neu geordnet Widerstand leisten zu können. Nachdem ihre Offensivbereitstellung so überraschend schnell und unter so riesenhaften Verlusten an Menschen und Material zerschlagen worden war, sollte ihnen die Stalin-Linie noch einmal die Chance eines neuen Absprungs geben, schlimmstenfalls aber wie ein Riegel das eigentliche Rußland vor dem deutschen Ansturm retten. In beiden Spekulationen hat sich die Sowjetarmeeführung schmählich getäuscht. Mit wuchtigen Schlägen hat das deutsche Ostheer die Stalin- Linie an allen entscheidenden Stellen durchbrochen und durch die Breschen strömen die deutschen Kampfkolonnen in das nun offen vor ihnen liegende Land. Den Verlauf der Stalin-Linie vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer haben wir bereits zu Beginn der Kämpfe im einzelnen nachzuzeichnen versucht. Es ist eine bis zu 50 km tiefe Verteidiaungszone, die ganz anders wie etwa die Maginot-Linie ihr Hauptaugenmerk auf die natürlichen Hindernisse gelegt hat, die hier durch Flußläufe und Sümpfe sich reichlich bieten. Die Zerstörung von Straßen und Brücken, Dörfern und Brunnen im Vorfeld der Stalin-Linie sollte dem Feind den Vormarsch auf weite Strecken so erschweren, daß er erschöpft und ohne hinreichenden Nachschub sich vor den ausgezeichnet getarnten Verteidigungswerken der eigentlichen Stalin-Linie plötzlich stärkster Abwehr gegenübersah. Das deutsche Heer hat alle diese Schwierigkeiten mit zähem Heldenmut überwunden, Panzer, Artillerie und Infanterie haben die „nasse Zone" durchstoßen und trotz der gewaltigen Anstrengungen in bewundernswertem Elan den Stoß weitergeführt, der die letzte zusammenhängende Verteidigungsstellung der Sowjets im europäischen Teil des Sowjetreiches zerschlug. Neben der kämpfenden Truppe, die in Gewaltmärschen den Raum überwand und in erbittertem Ringen die feindlichen Stellungen bezwang, verdient die Nachschuborganisation der deutschen Wehrmacht höchstes Lob und ehrlichste Anerkennung, denn ohne die schnelle Heranführung von Munition und Benzin, von Proviant und Futter über weite Strecken allerschwieriasten Geländes wäre dieser glänzende Sieg der deutschen Waffen undenkbar gewesen. .Wenn es im Wehrmachtbericht heißt: „Die für die Fortführung der Operationen unserer Panzerarmee erforderlichen Nachschubbasen sind bereits bis dicht an die frühere Stalin-Linie vorgeschoben", so deutet dieser Satz die ungeheure Leistung der deutschen Nachschuborganisation an und ihre Bedeutung für die weitere strategische Auswertung des Sieges. Folgen wir nun den Angaben des Wehrmachtberichts in der üblichen Reihenfolge vom eigenen rechten Flügel, also im Süden beginnend, so sehen wir, daß sich hier die zu erwartende Bewegung aus der Moldau (Nordostrumänien) heraus und von Galizien her vollzogen hat. Ihr Schauplatz war vom Westen und vom Südosten her das podolische Hügelland zwischen Pruth, Dnjestr und Dnjepr. Die deutsch-rumänischen Truppen unter Führung des rumänischen Staatschefs, General Antonescu haben den Feind in breiter Front auf und über den Dnjestr geworfen. Bessarabien ist befreit. Ferner verfolgen deutsch-slowakisch-ungarische Truppen den aus Galizien fliehenden Feind. Di« Wirkung dieser beiden zusammenlaufenden Bewegungen erhellt der Satz: „Nordostwärts des Dnjestr stehen deutsche Truppen dicht vor Kiew". Damit ist an der Nahtstelle zwischen Südilügel und Mittelstück der Front ein starker Keil bereits an den Dnjepr vorgetrieben, der die südlich der Pripjet- Sümpfe kämpfenden Sowjettruppen ebenso überflügelt wie die zwischen Dnjestr und Dnjepr nach Osten zurückweichenden Sowjets. Nördlich der Prip- jet-Sümpfe ist die starke Beiestigungszone am Dnjestr siegreich überwunden und damit die Mitte unserer Angriffsfront über 200 Kilometer ostwärts von Minsk vorgetragen. Hier ist also nun der Wald-, Sumps- und Fsußgürtel durchschritten, der sich nach Westen zu vor das eigentliche Sowjetreich legt. Die deutschen Truppen treten in die weiten Ebenen Weißrutheniens, wo ein Widerstand sehr viel weniger Aussicht auf Erfolg bietet wie in der Grenzzone. Mit der Einnahme von Witebsk ist das berühmte „Tor der Völker", der Landrücken zwischen der oberen Düna und oberem Dnjepr in deutscher Hand. Uebe.r diesen Landrücken strömten die Heerzüge aus dem JnnernAsiens gegen den Westen. Witebsk ist auch wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, weshalb seine Einnahme eine weitere Belastung des ohnehin sehr dünnen Bahnnetzes der Sowjets bedeutet. Die aus dem baltischen Raum nach Nordosten vorgetragenen Operationen haben deutsche Panzerverbände bereits ostwärts des Peipus-Se«s im Vor- aehen auf Leningrad geführt. Hier kommen die deutschen Truppen bereits in ein wichtiges Industriegebiet der Sowjets, das sie im russisch-finnischen Ktieg durch Vorverlegung der Grenze zu schützen versucht hatten. Nun kommen deutsche Panzer von Süowesten gegen die alte Hauptstadt Peters des Großen vorgestürmt. Die Folge der vernichtenden Niederlage in der Stalin-Linie sind bereits Verfalls- und Auflösungserscheinungen in den Sowjetarmeen. Sie haben bereits zu einer Neuregelung der Befehlsverhältnisse geführt. Indem man drei besonders populäre Sowjetmarschälle, Woroschilow, Timoschenko und den alten Reitergeneral Budjenny als Oberbefehlshaber herausstellt, meinen die Machthaber im Kreml, der Verteidigungskraft der Sow- jearmeen noch einmal «inen Auftrieb geben zu können, aber vor dem Elan der unaufhaltsam vorwärts stürmMden deutschen Heere wird eine solche Taktik nicht mehr verfangen. Di« deutsche Heerführung hat bereits im vergangenen Jahre im Westen bewiesen, daß sie solche kritischen Augenblicke beginnender Erschütterung des Vertrauens auszunutzen versteht. Sie wird dem weichenden Feind keine Pause gönnen, sich wieder zu fangen. Dankbaren Herzens, voll innerer Bewegung blickt die deutsche Heimat nach Osten und begleitet mit heißen Wünschen den Vormarsch ihrer Söhne in d«r Sonnenglut des Juli durch die Steppe des Sowjetreiches. Es weiß, daß der Sieg mit den deutschen Fahnen ist. Dr. Fr. W. Lange. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRV. Aus dem Führerhauptquariier, 12. 3ull Das OftlB. gibt bekannt: Die Operationen der verbündeten Truppen an der Ostfront verlaufen planmäßige Vel bewaffneter Aufklärung gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe südwestlich Plymouth ein Unterseeboot und westlich portreath einen Frachter von 2000 VRT. 3m Mittelmeerraum griffen deutsche Kampfflugzeuge militärische Anlagen in Tobruk wirksam an. Panzerschlacht an der ägyptischen Grenze. Ein Ruhmesblatt für das Deutsche Afrika-Korps. Von Kriegsberichter HG. Frhr. v. Esebeck. DNB., im Juli. (PK.) Der Halfayapaß ist die weitest vorgeschobene deutsche Stellung. Ein Bataillon Infanterie, verstärkt durch Flak und eine italienische Batterie bilden die Besatzung. Auf zwei Wegen gelangt man zu ihr, die Piste nehmend, jenseits Capuzzo quer durch die troftlofe Steinwüste fahrend und die Steinhaufen von Qualala berührend oder über Sollum. Hier führt die gute Straße mit festem, Untergrund durch Obersollum, fällt dann mit steilen Kurven herab, eng an die chroffen Felshänge sich schmiegend, geht durch Un- tersollum an dem zerschossenen Araberdörfchen vorüber und mündet endlich in einer grandiosen Aufwärtsbewegung zum Halfayapaß. Wadis mit steilen unpassierbaren Schluchten reihen sich aneinander. Fern blinkt das Meer. Es ist eine großartige Land- chaft, aber grausam zugleich, denn Steine, Staub und Sonne sind seine Herren. Nicht der Mensch. Kein Baum, kein Strauch, nicht einmal die an- pruchslosen Kameldornbüschel gibt es hier. Sonne und Wind dulden nichts neben sich. Auf der Höhe des Passes w«itet sich das Land wieder in die Unendlichkeit ineinander übergehender Tafelberge. Verstreut liegen unsere Stellungen, Igeln vergleichbar, die bereit sind, nach allen Seiten sich zu wehren. Am Abend, wenn es kühl wird, kann man das Meer riechen. Es weht ein einer Duft von feuchtem Salz über die Steine. Die Männer haben ihr Hemd angezogen, den verblichenen Rock und teilweise den Mantel. Es ist bitter kalt in den Nächten. * f Am Morgen des 15. Juni rollen drunten im Tal und oben auf den Paß zu englische Panzer. Es ind Mark II, ganz neue Typen, die bisher für un- resiegbar galten, denn die bislang panzerbrechenden Waffen vermochten ihnen nichts anzuhaben. Sie sind klein. Ihre Raupenketten sind geschützt. Nur Artillerie oder unsere Flak vermag sie zu bekämpfen. Im Tal bleiben die ersten Panzer zwischen der Minensperre liegen. Infanterie, die auf Lastwagen olgt, verschwindet in einem der Wadis, um sich von dort vorzuarbeiten. Vor dem Paß haben die Ungetüme jetzt nur noch 400 Meter bis zur deutschen Stellung. Infanterie, in Reihe, dicht aufgeschlossen folgt. Kein Schuß ist bisher gefallen. Aber jetzt, mit einem Schlag donnert und birst es von den Wadirändern herüber. In direktem Schuß feuert die Flak, und ein Mark II nach dem andern steht in lodernden Flammen. MG., Pak und Gewehre empfangen den Tommy. In dichten Rechen stürzen sie. Aber die anderen nehmen nicht Deckung, sondern laufen mit langen Schritten hintereinander weiter. Es dauert dieses Schauspiel nicht lange. Kaum einer entkommt. Der Boden ist mit Toten besät. Eigene Verluste gibt es kaum. Später erneuert der Engländer seinen Angriff. Er wird immer wieder abgewiesen. 14 Mark II liegen jetzt vor unserer Stellung. Die Besatzungen ind zumeist verbrannt. Am Nachmittag überschüttet der Feind unsere Männer mit einem wahren Trommelfeuer. Die Kameraden der italienischen Artillerie antworten. Schuß um Schuß. Der Batteriechef steht ungeachtet des Feuers auf einer Leiter, um das Feuer zu lenken. Uebermenschliches wird geleistet, und keiner steht dem andern an treuer Waffenkameradschaft nach. Abends wird es offensichtlich, daß der Halfayapaß ab geschnitten ist. Kein Wasser, keine Verpflegung. Man muß durchhalten. Man wird durchhalten. Die Männer wissen, daß von ihnen alles abhängt. Was ist geschehen? Mit starken Kräften, ungefähr zwei Divisionen, ist der Feind in der Frühe in breiter Front vorgebrochen. Er erreicht Capuzzo, das italienische Fort an der Grenze, stößt später von hier nach Obersollum, das in seinen Besitz gerät. Ziel bis zum 16. abends ist Bardia. Gleichzeitig sind starke Kräfte vom Süden her unterwegs, um unsere Einheiten )u umfassen, obzuschnüren und den Weg nach Tobruk aufzubrechen. f Mittwochabend, so hat General Wavell es befohlen, muß die Festung entsetzt sein. Alles ist gut vorbereitet. Der Aufmarsch vollzieht sich fast mit den gleichen Kräften wie damals, als England seine Offensive in die Cyrenaika hineintrug und bis Tripolitanien vorstieß. Nur ein Unterschied bleibt festzustellen. Zum ersten Mal kommt Wavell mit Massen von Mark II. Mit ihnen will er sein Ziel erreichen. Sie sind neu eingetroffen und wollen das Wunder vollbringen, dessen England nach den vergangenen Ereignissen so dringend bedarf, auf das aber auch die eingeschlossene Besatzung von Tobruk sehnsüchtig wartet. Denn dort, das ist kein Geheimnis, wird der Mangel an Wasser und Munition spürbar. Alle Voraussetzungen für einen Erfolg waren gegeben, sogar das der Ueberraschung. Nur einen Fehler wies die Aufstellung des englischen Feldherrn auf. Er hatte nicht mit seinem Gegenspieler Rommel gerechnet. Zur gleichen Stund«, in der sich die englischen Kolonnen vorwärts bewegten, waren auch unsere Marschgruppen angetreten, um jene, die uns einschließen wollten, nun selbst ern- zuschließen. Wieder, wie einst in den Vormarschtagen, wurde das Aeußerste an Einsatz verlangt. Im großen Treck zog Kolonne hinter Kolonne durch den mahlenden Pistenstaub. In der Frühe des 16. Juni war der Aufmarsch beendet. Ein erster Frontalangriff der Panzer auf Capuzzo wurde abgeschlagen, da der Rumenhaufen des Forts mit Pak und Mark II gespickt war. An Capuzzo vorbei ging es nun zur umfassenden Bewegung über. Und nun prallten Panzer auf Panzer. Ein beispielloses, ungeheuerliches Schauspiel, daß einige hundert Panzer zusammenstoßen und im wogenden Auf und Nieder einer Seeschlacht einander packen, um sich nicht mehr loszulassen. Der erste Tag endet allein bei einem Panzerregiment mit rund 45 Abschüssen der unüberwindlichen Mark II. Am 17. Juni aber dauert der Kampf den ganzen Tag. Ueberall tauchen sie auf, die kleinen Stahlfestungen, überall sind sie in Haufen und Massen. Aber es geht vorwärts und weiter, dem Gegner an die Gurgel., Am Mittag schon ist es offensichtlich, daß er sich zurückzieht, daß er die Schlacht aufgibt. 75 Panzer, zumeist Mark II und eine Reihe „Schlachtkreuzer" liegen zerstört allein an unserem Wege. Es ist geschafft. Am Abend wird der Halfayapaß erreicht und entsetzt. 214 Panzer hat her Feind verloren. Die ruhmreiche Division Wavells, di« einst - für unbezwingbar galt, kann noch rund 27 Panzer durch die Wüste retten. Unsere Verluste sind gering. Bombenangriffe der zu diesen Tagen Massierten englischen Luftwaffe fordern bei einer Panzereinheit nur vier Verletzte. Tiefangriffe richten nichts aus. Die überlegene Führung und der unbändige Angriffsgeist hatten 3n der letzten Rächt wurde der britische Stützpunkt Port Said am Suezkanol bombardiert. 3n Luftkämpfen an der Kanalküste verlor der Feind zwölf 3agdflugzeuge vom Muster Spitfire. Einzelne britische Kampfflugzeuge warfen in der vergangenen Rächt im nordwestdeutschen Küstengebiet eine geringe Zahl von Bomben. Die Schäden sind unerheblich. Gowjetlüge. Deutschland verwendet kern Giftgas. Berlin, 14. Juli. (DNB.) Die britische Reuteragentur und der Sender Daventry verbreiteten am Namittag des 12. Juli eine Meldung aus Moskau, wonach der stellvertretende Chef des Sowjetinfor- mationsbüros^ Losowsky, als auch der sowjetische Gesandte in Buenos Aires behauptet haben, daß von deutscher Seite im Kampf gegen den Bolschewismus Giftgas Verwendung gefunden habe. Gemäß der mehrfach wiederholten eindeutigen Erklärungen der Führung der deutschen Wehrmacht, so lange fein Gi f tg a s zur Anwendung zu bringen,, als der Gegner selb st davon Abstand .nimmt, bedarf es keiner besonderen Bestätigung von deutscher Seite, daß bis heute auf keinem Kriegsschauplatz von deutscher Seite Giftgas gegen den Feind eingesetzt wurde. Die Machthaber in Moskau scheinen in ihrer verzweifelten Lage nach dem gewaltigen Durchbruch der deutschen Truppen durch die Stalin-Linie diese echt bolschewistische Lüge mit der Absicht zu verbreiten, daraus die Berechtigung abzuleiten, ihrerseits mit der Verwendung von Giftgas zu beginnen. Die Führung der deu^chen Wehrmacht wird jeden Versuch der Bolschewisten, das völkerrechtliche Verbot einer Anwendung von Giftgas zu durchbrechen, mit aller- schärfsten Gegenmaßnahmen beantworten. Oie Angriffspläne der Sowjetmarine in der Ostsee. Berlin, 12. Juli. (DNB.) In dem sowjetischen Kriegshafen Libau wurde von einem Stoßtrupp der deutschen Kriegsmarine auf dem bolschewistischen Torpedoschnellboot „S. 47" Angriffsbefehle für die in Libau stationierten Schnellboote aufgefunden. Die Befehle, die von dem „Führer des Sonderverbandes Libau" ausgestellt sind, beweisen, daß die Sowjets systematisch die Verhältnisse in den deutschen Häfen Memel, Danzig und Goten- hafen und in den schwedischen Kriegshäfen Kalmar und Karlskrona ausspioniert haben. Auf Grund dieser Ausspähung sind für die einzelnen Schnellboote Sonder - Unternehmungen gegen die genannten deutschen und schwedischen Häfen bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet worden. Die bolschewistischen Schnellboote sollten die vor diesen Häfen liegenden Sperren durchbrechen und alle im Hafen liegenden Schiffe versenken. Die-auf- gefundenen Befehle und die ergänzenden Seekarten und Einzeldarstellungen der deutschen und schwedischen Häfen lassen deutlich erkennen, daß die Bolschewisten auch die Ostseeländer in ihre An- griffsvorbereitüngen einbezogen haben. Oer italienische Bericht. Rom, 13. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag lautet: Im östlichen Mittelmeer haben Verbände unserer Luftwaffe zu wiederholten Malen den feindlichen Stützpunkt von Famagosta (Cypern) angegriffen. In Nord- afrika wurden im Abschnitt von Tobruk feindliche, mit Panzerwagen .unternommene, mit starker Artillerieunterstützung ausgesührte Angriffe unter schweren Verlusten für den Gegner zurückgewiesen. Unsere Kampfflugzeuge haben vorgeschobene feindliche Stützpunkte in der ägyptischen Wüste sowie Stellungen und Nachschubanlagen in MarfaMatruk angegriffen, wo Brennstofflager in Brand geworfen wurden. Jagdflugzeuge haben zwischen Sidi el Barani und Bugbug britische Kraftfahrzeuge mit Maschinengewehrfeuer belegt und dabei verschiedene Straßenpanzerkraftwagen zum Stehen gebracht und zerstört. Der Feind hat Luftangriffe gegen Bengasi und Derna gerichtet. In Derna wurde ein Militärlazarett getroffen. In Ostafrika gegenseitige Artillerietätigkeit im Abschnitt von Wolchefit (Gondar). Bei den letzten feindlichen Luftangriffen auf Tripolis gab es 22 Tote, davon 14 Italiener und 54 Verletzte, davon 14 Italiener . Oer Kampf in Syrien. Frankreich lehnt englische Waffenstillstandsbedingungen ab. Vichy, 12. Juli. (DNB.) Seit mehr als einem Monat befinden sich die französischen Truppen in Syrien in einem erbitterten Kampf gegen den britischen Angreifer. Trotz aller Anstrengungen war es der französischen Regierung nicht möglich, ihren Truppen in ausreichendem Maße Verstärkung zukommen zu lassen. Sie hat daher den Oberkvm- mandierenden in Syrien, General Dentz, ermächtigt, die britischen Militärbehörden zu ersuchen, in Verhandlungen zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen einzutreten, damit weiterem Blutvergießen und weiteren Zerstörungen in Syrien und Libanon ein Ende gesetzt werde. Auf die daraufhin von den britischen Behörden gestellten Waffen st ill st andsbedingungen war die französische Regierung allerdings gezwungen zu antworten, daß es mit ihrer Aufgabe als Mandatsmacht, vor allem aber mit der Ehre Frankreichs nicht vereinbar sei, solche durch nichts berechtigten und entwürdigenden Bedingungen anzunehmen. Im besonderen aber ist die französische Regierung nicht bereit, unter welchem Vorwand es auch sei, mit Landesverrätern wie d e Gaulle in Verhandlungen einzutreten. Aus den angeführten Gründen setzt daher die französische Regierung in General Dentz das Vertrauen, daß er die der tätlichen Lage entsprechenden Maßnahmen ergreifen wird, wenn die englische Neuerung die Verantwortung für die unmenschliche Verlängerung eines den Sieg davongetragen. Allein es muß an dieser Stelle gesagt werden, daß unsere Flak einen sehr bedeutenden Anteil am Erfolge hat. Sie leistete Uebermenschllches. Sie bewies Tapferkeit ohne Maß. Mit den Pan« gern vorrollend, mußte sie teilweise vor den Panzern den Mark II zu Leibe gehen. Aus ungedeckter Stellung auf eine Entfernung von oft nur 800 Meter eröffnete sie das Feuer und schoß Panzer um Panzer ab, ungeachtet des Feuers, das der Gegner aus allen Rohren gegen die todbringende Waffe eröffnete. Offizier und Mann, Kanonier und Fahrer gaben ihr letztes her und nur wer die Männer gesehen hat, die verkrustet von Schweiß und Staub, die Haut in Fetzen von der verzehrenden Sonne und dem trocknenden Winde, jeden Abschuß mit Jubel begleiten, der vermag di« ganze Köstlichkeit dieses einzigartigen Sieges zu ermessen, der auf der Kraft und der Einzigartigkeit unserer Waffen beruht. Es ist die Eigenart des afrikanischen Krieges, daß auch wiederum eine Reihe von schier unglaubhaften Einzeltaten zu verzeichnen ist. Nach Fort Capuzzo fährt ein Panzeroffizier mit Munition, chiebt einen Posten beiseite und holt sich 20 deut- che Kameraden heraus, die in Gefangenschaft geraten waren. Ein Feldwebel überwältigt eine Wache, nimmt sie zu den deutschen Stellungen mit Am Halfayapaß überrascht ein Küchenwagen einen Mark II. Die Besatzung sitzt in der Sonne und döst. Sie wird gefangen, der Panzer an den Küchen- wagen gehängt und abgeschleppt. Auch die italienische Batterie muß erwähnt werden, die weiter schießt, als ein Volltreffer in ihre Stellung haut und die sich ihre Munition aus dem Hinterlande holt, als sie auszugehen droht. Es ist das Kennzeichen dieser Tage, daß es nicht eine Stunde des Besinnens oder der Zweifel gab, sondern nur die alleinige Gewißheit, daß wir den Engländer schlagen werden, wenn er sich wirklich stellen wird. Daß es nicht gelang, seinen Rückzug abzuriegeln und die Reste, die teilweise ohne Wasser und Muni- tion in wilder Flucht verschwanden, abzufangen, verdankt der Engländer allein der unmeßbaren Weite des Raumes. Nicht feiner, sonst freilich in Rückzügen versierten Führung. Einige hundert Gefangene, reiches Material und die Masse der Pan. zer ließ er zurück, von denen einige Mark II bereits am Abend des 18. unter der Hakenkreuzfahne über die Dia Balbia rollten. Die Schlacht, die als eine der größten Panzerschlachten dieses Krieges in die Geschichte eingehen wird, wurde durch das Zusammenwirken von Panzer und Flak entschieden. Die Beherrschung der Waffen durch eine Truppe, die sich der Wirkung, der Kraft und der Ueberlegenheit ihrer Waffen bewußt ist, nicht das Material an sich f)at den Sieg herbeigeführt, der ein neues Ruhmesblatt für das Deutsche Afrika- Korps bedeutet. Und es bleibt festzustellen, daß rote vor Tobruk d e r Infanterist in seinen Händen die eiserne Klammer hält und auch den Rasel Medauuar aufbrach und hält, hier, im Bewegungskrieg der Wüste, Panzer und Artillerie die Entscheidung erzwangen. Will man aber die Leistung unserer Truppe wur- digen, so darf nicht vergessen werden, daß mit der kämpfenden Truppe auch der Brennstoff, das Wasser, die Munition, die Verpflegung wieder auf dem Treck waren, daß sie manchen Bombenangriff und manchen Tieffliegerangriff über sich ergehen lassen mußten und dennoch rechtzeitig am befohlenen Ort eintrafen, um der Truppe all das zuzuführen, ohne das sie nicht fänipfen kann, erst recht nicht in Afrika. So bleibt nach den ruhmvollen Tagen dieser Panzerschlacht nur noch festzustellen, daß der deutsche Soldat sich nach dem Kampfe den Helm fester zu binden pflegt. Kampfes übernimmt, den sie eröffnet hat. — Am Samstagabend ist darauf in Saint Jean d'Acre (Accar) von General Dentz dasAbkommenmit den Engländern paraphiert worden, das dem Syrienfeldzug ein Ende bereitet. lieber 100 000 Syrer auf türkischesGebiet geflüchtet. Istanbul, 14. Jüli. (Europapreß) Seit den letzten Kämpfen in Nordsyrien und der Einstellung der Kampfhandlungen strömt eine große Zahl von syrischen Flüchtlingen in die Türkei, die sich vor den Engländern in Sicherheit bringen. Die türkischen Grenzbehörden haben Anweisung erhalten, nur jenen Personen die Einreise zu gewähren, die einen gültigen syrischen Paß besitzen. Bisher sind auf diese Weise über 100 000 Personen auf tür- kisches Gebiet übergetreten. Weitere hunderttausend Syrier bestürmen die türkischen Grenzbehörden, ihnen die Flucht auf türkisches Territorium auch ohne Pag zu ermöglichen. Diese Massenslucht der syrischen Bevölkerung läßt den Schluß zu, daß die Syrier sich weigern, den Anordnungen englischer Be- satzungsbehörden Folge zu leisten und es deshalb vorziehen, ihre Heimat zu verlassen. Aus der Flucht geht auch hervor, daß die Syrier an die Verwirklichung des englischen Versprechens, Syrien die Selbständigkeit zu geben, nicht glauben. Küstenschutz in Französisch-Afrika. Vichy, 12. Juli. (Europapreß.) General Weygand, der neben seinen Besprechungen mit Marschall Pstain und Admiral Darlan Unter- redungen mit dem Kolonialminister und einigen anderen Ministern hatte, hat seinen Mitarbeitern erklärt, daß bis ins Kleinste alle Maßnahmen zum Küstenschutz und zur Küstenverteidigung in Afrika getroffen worden sind. Dakar, das man seit der Affäre Island mehr denn je als bedroht erklärt, hat feine ihm während des britischen Ueberfalles zugefügten Schäden ausgebessert und darüber hinaus seine Verteidigungsmaßnahmen noch erhöht» In seinem letzten Bericht hat der Gouverneur von Französisch-Westafrika, General Boisson, erklärt, daß die der Stadt mit ihren Verteidigungsanlagen geschlagenen Breschen geschlossen fint>, und das Schutzsystem derartig ausgebaut worden ist, daß es die Aufgabe der Verteidigung nur erleichtern kann. Oie Verminung der britischen Küstengewäffer. Gens, 13. Juli, lieber die Minengefahr an der englischen K ü st e wird amtlich sehr wenig bekannt, weil die britische Admiralität Nachrichten über Schiffsverluste durch Minen streng geheimzuhalten sucht. Die Wirkung der ständigen Verminung der englischen Küstengewässer läßt sich aber aus dem Bericht der brittschen Rettungsbootgesellschaft unschwer erlesen. Nach Angaben des „Daily Expreß" ist ihm zu entnehmen, daß die ReL- den zur Zeit in -zkanal, wobei über einhundert Maschinen^ain -r!tattet worden ist. Montenegro wieder ein un en ng on Oie )ie al« en, jer ir« ten 4 Hafenanlagen dieses Tores zum Suezkanal erlitten durch schwere Bombentreffer an verschiedenen Stel- ,e|. ö _ o----- ---- , len umfangreiche Schäden. Einigten Staaten die von Thailand geleistete Anzahlung von 200 000 Baht nicht zurück- I Das Ritterkreuz für tapfere . — . L . 1 1 A l MA rtvXrtM I !?• tarier- gen tem jiun rita der [ärt tlles hin- >öh» von lcirt, ier i ße- alb dec , .er- die amten. (Spanien baut Panzerwagen. Des Beamten Leistung in der Heimaifroni. Gauleiter Sprenger auf einer Kundgebung von Frankfurter Beamten. Schwere Bomben auf Port Said. : Berlin, 12. Juli. (DNB.) Nach dem vernichten- tu Schlag der deutschen^ Kampfflugzeuge, aus den « leiten des faschistischen Italien, die die Errichtung tim 5 unabhängigen Montenegros gestattet haben. ■ || |er italienische Oberkommissar von Montenegro, ~ *(0ia f Mazzolini, erklärte, daß die Nieder- m Sag- des Mosaikstaates Jugoslawien die Wiederher- Mung der Unabhängigkeit Montenegros gestattet i^aie. Italien käme dem Wunsche Montenegros ent- Mn und beabsichtige, eine fruchtbringende Zusammenarbeit auf allen Gebieten herzu- iteten. Dieser Tag sei der Auftakt auch für Monier gro, in der neuen europäischen Ordnung die Wer und Mussolini aufbauen und die eine Aera ta Gerechtigkeit und des Friedens darstellt, mitzu- Der Führer hat dem Staatspräsidenten Dr. fiadja zum 69. Geburtstag telegraphisch herzliche Glückwünsche übermittelt. Reichsprotektor Reichs- Minister Freiherr von Neurath besuchte den Staats- Präsidenten Dr. Hacha auf Schloß Lana, um 'hm seine Glückwünsche zum 69. Geburtstag auszu- sprechen. * Der Reichsminister des Auswärtigen von R i b - b e n t r o p empfing am Samstag in Gegenwart des türkischen Botschafters in Berlin Hüesrev Gerede, vorgegangen und im Weltkriege oet ^annenoerg an der Spitze feiner Kompanie schwer verwundet, war Pfundtner seit 1917 im damaligen Reichsamt des Innern, später im Reichswirtschaftsministerium als Geheimer Regierungsrat und Vortragender Rat tätig. Als scharfer Gegner des marxistischen Systems schied er in der Systemzeit aus dem Staatsdienst aus und fand bald zur NSDAP. Nach der Machtübernahme wurde Pfundtner als Staatssekretär in das Reichsministerium des Innern berufen und hat seitdem an dem Neubau des nationalsozialistischen Staates und namentlich an dem Aufbau der Verwaltung des Großdeutschen Reiches erfolgreich mit- gearbeitet. Seine besondere Fürsorge galt dabei der Beamtenschaft und ihrer Fortbildung. Der Führer hat die Verdienste Pfundtners um Volk und Reich durch Verleihung des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, und Des Kriegsverdienstkreuzes I. und II. Klasse besonders gewürdigt. Er besitzt neben zahlreichen Kriegsorden seit dem 18. Lebensjahr die preußische Rettungsmedaille am Bande. Don seinen vier Söhnen stehen die drei ältesten seit Kriegsbe- ginn als Offiziere an der Front. Das schweigsame Herz. Ueber die Wandlung des deutschen Soldaten Bon Otto Gerlach. Der deutsche Soldat dieses Krieges verkörpert einen bisher in unserer militärischen Geschickte unbekannten Typus der Nüchternheit. Diese Entdeckung wurde weithin gemacht, als die junge Wehrmacht ins Feld auszog. Vornehmlich vielen Alten, die damals an den Straßenrändern standen, schlugen die Herzen bange, als sie die Garnisonen ausrücken sahen, ohne Blumen fast, ohne Musik. Still knüllten die Zuschauer ihre zum Gruß schon emporZereckten Taschentücher wieder zusammen. Auf der Seite der in der Heimat Bleibenden vollzog sich der Ausmarsch in beinahe lähmender Stimmung. War der Marsch in den Kampf nicht immer eine Hochzeit der Nation gewesen, überall in der Wsslt? Mußten nicht bei diesem sakralen Ereignis des Auszuges todbereiter Junamannschaft die Herzen überfließen? Das große Gefühl der Schicksalsverbundenheit wurde so mächtig empfunden wie je, aber es kam nicht zu seinem Recht. Die Gesichter der Soldaten blieben verschlossen in der großen Stunde, die chnen befahl, Krieger zu werden. Der Vorgang ist auch in der allgemeinen Geschichte des Krieges unerhört. Bei allen Völkern, in allen Kulturen war die Aufnahme der Waffen bisher eine heilige Handlung gewesen, die aller Leidenschaft auf sich zog. Der Mann schmückte sich nur bei zwei Gelegenheiten, als Bräutigam und als Krieger, bei der Vermählung mit der Geliebten und bei der erklärten Hingabebereitschaft an den Tod. Die alten prunkvollen Rüstungen und die bunten Uniformen, mit denen es noch in den Weltkrieg ging, unterstreichen hier beredt wie nichts sonst menschliche Urgefühle, die immer wieder zum Durchbruch kamen bis zu dieser Zeit. Noch im nüchternen Preu- ßen lebten die bewegtesten Gemüter in seiner preußischen Einrichtung, in seiner Armee. Seydlitz und Blücher, auch Scharnhorst und Gneisenau konnten ohne das beschwingte Wort, ohne die große Geste nicht auskommen. Friedrich der Große selbst bediente sich des glanzvollen militärischen Schauspiels aller Grade für seine Zwecke. Die absolute Nüchternheit kommt auch in Preußen erst mit Moltke auf. Der kühle Rechner verzichtet sogar auf Den Anblick des Panaromas der Schlacht. Aber seine Nüchternheit breitete sich nur aus auf die Stäbe und machte dort halt. In der Front, unter den Fahnen blieb bis 1914 die große und innige Phrase Ausdruck der kriegerischen Leidensck>ast. Nun hat sich in dieser Zeit die große Nüchternheit ausgebreitet vis zum letzten Schützen. Wer 1939 etwa eine Truppe während der ^Verdunkelung ausrücken sah, der wußte sofort, wie gut und notwendig diese Entwicklung mar. Allein schon diese Tarnung der Heimat vor dem feindlichen Flieger, die vom ersten Tage an angeraten war, gebot einer hymnischen Gestaltung des Ausmarsches Einhalt. Sie erinnerte auch gleich eindringlich daran, daß der Krieg im Zeichen des Motors stehen würde. Und der Motor brauchte nüchterne Meisterer, ob es sich dabei nun um den Aufmarschleiter eines Armeestabes handelte ober um einen Pan- zerscchrer. Mer es gab noch gewichtigere Grunde Dafür, daß die Herzen der Soldaten so schweigsam geworden waren. Erinnerte ihr stummer Abmarsch nicht an die verbissene Heimkehr der Väter von 1918? Hier liegt b i e Wurzel aller Wandlung des deutschen Kriegers. 1914 war die deutsche Akmee aus. gezogen in hellster Begeisterung. „Es braust ein Ruf wie Donnerhall", — das alte mitreißende Lied, das Die Herzen auf den Lippen offenlegte, genügte als mächtiger Antrieb für eine Kriegsbegeisterung um des Kampfes willen. Daneben spielte Die Heimatliebe ihre starke Rolle und an letzter Stelle kam die realere Triebkraft, Der Wille, das Bestehende zu erhalten. Vornehmlich aber die mächtige Welle des Gefühls hat die deutschen Waffen bis 1916/17 beflügelt. Dann versagte die Kraft der Leidenschaft, es wurde erkannt, daß Deutschland in einer Zeitenwende stehe, die es kühlen Herzens Durchzubeißen galt. Die Figur des Obersten Kriegsherrn, Der bis dahin alle Hingabe galt, verblaßte, und neu trat den grauen Kämpfern ins Bewußt- fein, daß eine andere Welt heraufdämmerte. Kaum einer hatte eine richtige Vorstellung von ihr, keiner wußte, ob er sie erleben würde, alle waren sich bewußt, daß sie nun Dafür im Felde standen. Sie wurden politisch und hielten nun aus in einem Pflichtbewußtsein, Das sich nach Wikingerart Der noch nicht voll einsehbaren Zukunft verantwortlich fühlte und Das in seiner ganzen Härte Den verebbten Schwung Der Begeisterung ablöste. Dabei ist Der SolDat dieser Zeitenwende nicht fühllos, nicht ohne Leidenschaft. Wäre er es gemein, er hätte die Größe des sich ihm antünbigen- den Umbruchs nicht empfinden können und roarp erschlafft. Aber er sah nun rückblickend, daß er sich bet seinem Auszuge Anno 14 selbst au midytig genommen hatte mit seiner Liebe für die alte Welt, für Das Bestehende, und daß die Leidenschaft an Stahl und Beton zerbrochen war. Er sah nun, daß er sein Herz panzern mußte. Aber darinnen glühte es um so heißer. Der Erbe dieses Soldaten ist der heutige. Er ist in einem Frieden herangewachsen, der tem Friede war. Er ist in einer Zeit groß geworden, tn Der nun bas Neue in Erscheinung getreten war, von Dem die Flanbemkämpfer Des Weltkrieges erste und dunkle Vorstellungen hatten. Er wußte immer, baß gerade dieses revolutionierenden Neuen wegen der 1918 abgebrochene Kampf noch einmal würde ; u (Eribe geführt werden müssen. Der Führer hat in seinen letzten Kundgebungen als Berufenster die- sen Zusammenhang betont. So nahm der Soldat dieses Krieges die Haltung des Mannes von 1918 fachlichen Wissen sich auch vorbehalllos zur nationalsozialistischen Weltanschauung bekennen und sowohl im Berufs- als auch im kinderreichen Familienleben die Tugenden unserer Bewegung vorbildlich täglich üben. Der Behördenleiter muh sich in besonderem Maße bewährt haben, um ein Vorbild seiner Gefolgschaft zu sein. Der Gauleiter ging sodann auf 'die Der - brauchslenkung im Kriege ein. Er werde sorg- fam unter Berücksichtigung Der Mehrarbeit des Verkäufers Darauf achten, daß eine gerechte unD aus- tommenDe Lenkung Der Derbrauchsgüter febern Volksgenossen gesichert ist. Die Polizei als Treuhänder des deutschen Volkes werde nicht wie im Weltkriege ängstlich den mancherlei Dingen auf- lauem, sondern die Volksgemeinschaft dadurch in ihren Schutz nehmen, daß sie den unabänderlichen und bewußten Volksschädlina und Schieber aus den Reihen einer kämpfenden Gemeinschaft ausschließt. Das ist Das berechtigte Verlangen, welches jeder Volksgenosse an seine nationalsozialistischen Beamten stellen kann. In der Stunde, da unsere tapferen Soldaten tief ins Herz des bolschewistischen jüdischen Weltseindes stoßen, um ihn zur Errettung Europas zu vernichten, so rief der Gauleiter zum Schluß Des Appells unter Dem begeisterten Beifall der Beamten aus, wollen wir uns auch als pflichtbewußte nationalsozialistische Beamten zur weiteren Arbeit in der Heimat treu und unlöslich zufammenschließen und dem Führer bas, was er von uns erwarte^ versprechen: Die Aufopferung unseres Lebens in der täglichen Pflicht, im Beruf, in der Familie und in der Partei, damit am Ende der Sieg Großdeutfchlands und durch diesen Die Befriedung eines neuen gerechten Europas steht. tertben Generalsekretär im türkischen Außenmini- terium, Gesandten Cevad Acicalin. * Wie die Deutsche Lufthansa mitteilt, wird ab 14. Juli auch die Lufthansa-Derbinduny Oslo- Stockholm wieder in Betrieb sein, bte vorübergehend eingestellt war. Die Strecke Wien — G r az —Ag r am wird ab 15. Juli bis Seröse w o verlängert. In Wien besteht wie bisher An- chluß von unb nach Berlin. * In der San-Jos6°Kirche in Madrid fand aus An- laß Des fünften Todestages Des nationalen Mär- yrers Calvo S o t e l o , der im Jahre 1936 von Den panischen Bolschewisten ermordet wurde, eine Gedenkfeier statt, an der als Vertreter des Staatschefs General Mosgardo sowie der Justizminister und andere hohe Persönlichkeiten teilnaymen. Aus dem Reich. Staatssekretär pfundtner 60 Jahre. Berlin, 13. Juli. (DNB.) Der leitende Staats- sekretär im Reichsministerium des Inneren, Pfundtner, vollendet am 15. Juli fein 60. Lebensjahr. Aus dem preußischen Staatsdienst her- vorgegangen und im Weltkriege bei Tannenberg an NSG. Frankfurt a.M., 13.Juli. Im über- füllten Schumann-Theater waren am Sonntagoor- _________________:itaa die Beamten des Kreises Groß-Frankfurt irer Nähe der englischen am Main au einer Arbeitstagung versammelt. Gau- n, die zum größten Teil auf die Ver- leiter und Reichsstatthalter Sprenger dankte den Küstengewässer zurückzuführen sein Beamten für iyre während des Kriege« Höhere Sonderausgaben für Hinterbliebene Gefallener. Für Witwen von Wehrmachtangehörigen, die im gegenwärtigen Krieg gefallen find, gilt ab dem Todesjahr des Ehemannes die Steuergruppe III, soweit nicht auf sie wegen vorhandener Kmder die Steuer- gruppe IV anzuwenden ist. Eltern, Stiefeltern, Adoptiveltern und Pflegeeltern haben für Kinder, Die als Wehrmachtangehörige im gegenwärtigen Krieg gefallen find, für Das KalenDerjahr, in Dem das Kind gefallen ist, und für Das folgende Kalen- berjahr Anspruch auf Kinderermäßigung. Nunmehr find Die gefallenen Wehrmachtangehörigen bei ber Besteuerung Der Hinterbliebenen für Die Be- yiessung Des Höchst^lrages der So überaus- gaben mit zu berücksichtigen. Dadurch erhalten Die Hinterbliebenen also höhere Sonderausgaben und insolgedessen einen höheren steuerfreien Betrag zu- gebilligt. Die Berücksichtigung gilt für das Todes- jahr und für bas Kalenderjahr, Das Dem Todesiahr folgt. Die Regelung gilt ab 1. Januar 1940, wo- bei auch Erstattungen erfolgen. Arbeitnehmer must sen ihre Ldhnsteuerkarte durch das Finanzamt ent- Kampfflieger im Miiielmeer. . । Berlin, 12.3ulL (DNB.) Der Führer und Utddt Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Bor- f Mi nie 12 Hrtili lDNB) In der konstituie- schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe bas erden Nationalversammlung, biß das montenegri- ^tterfreuj des Eisernen fi^cs lifie Volk vertritt und getreuer Dolmetsch seines Oberst R l e ck h o f f, Kommodore eintt Kampfge- Mens ist, wurde eine Proklamation des schwaders, Hauptmann Kollewe. Gruppenkom- i«abhängigen Montenegros verlesen. In mandeur in einem Kampfgeschwader, Oberleutnant Hk heißt es, daß bas in Montenegro vorn ehe- Dons, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, naigen Königreich Jugoslawien und der Dynastie ^utnant Brenner, Flugzeugführer in einem kamgeorgewitsch eingeführte Regime aufge- g .flCMm>flber, Leutnant Sauer, Flugzeug- H’«" unb Montenegro als souveräner und und *1» ftampfgefchroaber, Leutnant hun- rrr ,Mß Die konstituierende Nationalversammlung, in * ■ Ermangelung eines Staatschefs, zur Errichtung Oberst Herbert Rieckhoff hat in kühnen Tief - ümr Regentschaft zu greifen und den König angriffen an der Spitze feines Geschwaders schlacht- 5on Italien zu bitten, einen Regenten des entscheidende Erfolge erzielt. Larrssa, die Kampfe Rönigreidjes Montenegro zu ernennen, der Die Ver- um den Peloponnes und um die Insel Kreta sowie cfiinq bestimmen wird. — Der Berichterstatter bie Angriffe auf Die englische Flotte sind Ruhmes- m Nationalversammlung, Sekule, dankte dem taten des Geschwaders. -—Hauptmann Ko l le we iliria und Kaiser sowie den leitenden Persönlich- hat im Kampf um das Mittelmeer 34 000 -oJCL. k:. Xi. 1 feindlichen Handelsschiffsraums versenken bzw. be- schädig en, einen Zerstörer versenken und Volltreffer bzw. Nahtreffer auf zwei Schlachtschiffen, einen Kreuzer und einen weiteren Zerstörer erzielen können. Unter seiner Führung hat seine Gruppe ms- ge amt 148 000 BRT. feindlichen Handelsschiffs- raumes und zwei Zerstörer versenkt sowie 203 500 BRT. Hanbelsschiffsraum, drei Schlachtschiffe, acht schwere Kreuzer, fünf leichte Kreuzer und neun Zer- ftorer beschädigt. — Oberleutnant D ou s hat beson- iDers im Südofteinsatz — als Führungsflugzeug, sichrer Der Gruppe entscheidenden Anteil an Den Erfolgen seines Verbandes bei rücksichtslos burch- geführten Angriffen auf eine zurückflutende austra- Hfdie Division bei Larissa und durch einen Angriff auf Den Flugplatz Araos. — Leutnant Brenner fügte der britischen Mittelmeerflotte schwere Verluste zu. Im Seegebiet um Kreta hat er nach viermaligem Angriff in schwerstem Flakfeuer einen englischen Kreuzer versenkt. — Leutnant S a u e r hat im Mittelmeereinsatz einen 8000 BRT.-Frach- I ter und einen britischen Zerstörer versenkt sowie ! Nadrib, 12. Juli. (Europapreß.) Der spani- föt Staatschef hat die Gründung einer Aktiengefel^ Kcft zur Herstellung von P a n z e r w a a e n u n d Faktoren verfügt. Der Staat wird bis 10 Mionen Peseten, Die Privatwirtschaft bis zu 20 netllvcei. UK1|eiul |UWlc Mionen Peseten einbringen. Den ^orberungen, \chxnexe Kreuzer und zwei Zerstörer schwer d- die Armee heute an die Industrie I- S^tnant Hunger hot in zähem hi bestehenden Rustungssabriken n^cht henoorrooende Wa-ssentoten verrichtet. Seine »chiem Di- unzureichende Produkt,°n-k°poM ^ruo^ « im L«n° oon ßariffa-ßa- r» spanischen Motorsabrrken hat mia und Argos brachten dem Feind schwerste Ver- Mreicht. Dor allem die zahlreichen so wjeti- nolttitot 7i(lCbrid>ftn. schen Beutetanks haben sich gerabe durch ben I w duschen Ostfelbzug als veraltet und unbrauchbar l'emviefen. Ebenso wichtig für bie Motorisierung der Manischen Wehrmacht ist Die Herstellung von Zu?" Faktoren. In diesem Herstellüngszweig wird Die me Fabrik auch Vorteile für Die spanische Land- vktschaft bieten. unisboote im ersten Halbjahr 1941 nicht weniger $9 419mal ausgelaufen sind, fo daß also im Tages- iürdifdjnitt sich mehr als zwei Ausfahrten ereig- t?ten. Dabei wurden 783 Schiffbrüchige in ! Sicherheit gebracht, was einer Durchschnittsziffer ,on30 in der Woche entspricht. Diese Zahl liegt um i^ehr als 50 v.H. über dem Durchschnitt ; ee Weltkrieges auf dem gleichen Gebiete. . "as heißt, daß sich immer wieder zahlreiche Schiffs- mitt !dtastrophen in unmittelbarer Nähe der englischen am We vollziehen, T " ~"‘£ ----- -----« üiraing der Küstengewässer zurückzuführen sein Beamten für ihre während des Krieges bereits ge- Jüritcn. leistete Arbeit und rief sie zum weiteren Einsatz auf. _ N . Mit Stolz, so betonte Der Gauleiter, Darf ich heute Rritifdtßt Oriiu dtlf feftftellen, daß bas nationalsozialisttsche Beamten- Viuw wwj tum im Gau HesseEassau Das Gebot ber Stunde Truppeirzusammenziehungen dieses Krieges erfaßte unb seine tägliche Pflicht er- an der thailändischen Grenze. füllte. Wenn der Führer in seinem Buche einmal c. \ Ts schrieb, baß es Der deutsche Beamte neben dem Nom, "-Zull. (Europapreß.) Die Zusammen- ^ldaten gewesen ist, Der das Verdienst für sich jefoma englischer Truppen in Burma und auf Dr m 2infpru^ nehmen Dürfe, daß er in Notzeiten Den fraflbirqel Malakka —- man spricht von 13 deutschen Staat hinweggehoben habe über Die Mn - und Die Einrichtung einer großen Zahl Schwierigkeiten, Dann kann Dies auch heute wieder ■ uni Flugplätzen tn diesen Gebieten, aus denen be- e , werden. Das Deutsche Volk selbst erwartet iritt 600 Flugzeuge Dienstbereit sein folkn, be- ^^ern nattona-lsozialisttschen Beamten auf Grund 1 )rvhen Die Sicherheit De r ® t e n 3 e n jei,ner gegebenen und geschichtlichen Treue, daß er i Thailand s. In Bangkok zeigt^ sich laut einer Leben Vorbild ist. Heute ist durch Die stetige Oldbung des „Giornale d Italia 8^he Beun- nationalsozialistische Ausrichtung Der Beamte zum 1 uhjgung. Durch bte EInrichtung neuer Flugplätze Derwaltungssoldaten geworden, Daß heißt, 1 in der thailändischen Grenze sei Thailand tn Den L . er |ein6 Plicht vom soldatischen Wesen her auf- . ßirfungsbereid) Der englischen Luft- - öaf f e gelangt, lieb er Dies an Der Burma-1 ^)er Gauleiter ging Dann auf Die Arbeit der grenze, wo sich ohnehin bereits 70 000 Mann eng- Reichsbahn und der R e i ch s p 0 st während des t :ifA- Truppen befanden, auch über 25 000 Mann Dermaleinst werde eingehender gesagt > l sch ungking-Tr uppen ^m?mmengezogen n,erden können, was Diese beiden zum Sieg des . votDcn. Auf der Malaiischen Mbinstl lagen etwa Reiches beigetragen haben. Trotz Der zahlreichen > ’O OX) Mann indische Truppen. Britische Flugzeuge Einberufungen von Beamten zur Wehrmadst wurde > latitn erneut „versehentlich Sud- T h a t l a n D Cine gigantische Arbeit geleistet. Die zeitliche , ; b c r flogen. Schon kürzlich ereignete sich em I Mehrarbeit und Die Aufhebung des fogenannten ihqlicher Zwischenfall, als britische Aufklarungs- Beamtensonntags waren Dem nationalsozialistischen t üifleuge unter Außerachtlassung der Grenzlinien Beamten eine selbstverständliche Pflicht. , iba Dem bedeutenden thailanDischen Ersendayn- ^)en wirklichen Beamten machen erst jene deut- holenpunft Haadyai erschienen. schen Menschen aus, bie neben ihrem funbierten Jie Pläne ThailanDs, seine Luftwaffe zu ----------------------------------------- »H ärten, stoßen auf Schwierigkeiten, da Boben vernichtet wurden, war am 10. Juli Port ^ie vor fünf Monaten in Manila angehaltene Lie - Said das Ziel eines deutschen Angriffes. Die eiung von 20 Bombern für Thailand von Hafenanlagen die-ses Tores zum Sue^kanal erlitten der amerikanischen Regierung immer no ch ni chtn ' " w ' ---------- • r < i gegeben ist, aber andererseits von ben 11 gefallen. ■ s“ Mtoin täglich nach dem M 2977V i T *1 1 •• von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie . acniasse bei mehrmaligen Veröffentlichungen! G LORI Ri Heute Montag Neuaufführung I jw’7 r PeterKreuder W Spielleitung: Carl Boese 2970 A I r PQLPST CHEM. REINIGUNGSWERKE Werbe «Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 ctmmer- piwssen ausgegeben. Gießen, den 11. Juli 1941. Johannes Heesters Rudi Godden'f Mady Rahl Bestellung, erb. Otto Huhn, Ruf 2668. t29soD in in *) entlaufen. Benachrichtig.an Lyncker, Schinenberg, Tel. 2283. 2979D Verkäofe ~] Blumenkrippe Wohnzimmer-Tisch Fliegeuschrauk 3. verk. Zu erfr.i. Jlllllllllllllllllllllllllllii Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BieBener Anzeiger ßlllllllllllllllllllllllllHI Linz (Donau), Johann-Strauß-Straße 34, den 13. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 15. Juli, 14.45 Uhr in 'Gießen von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. __021 Mathen Sie einen Versuch mit <• B. verst. oder „l/E/ULS B. extra versf. und Sie werden von der Wirk« samkeif dieses seit Jahrzehnten bewährten Präparates überzeugt sein. Zarten jugendfrischen Teint erzielen Sie durch gefällt den meisten Kindern in Siebold's Buch') am besten, und sie wünschen sich — wie auf Grund vieler Zuschriften bekannt wurde — noch mehr derartige Bücher, Hämorrhoiöen «ind heilbar auch b.schw.Fällen „Hallo Janine“ ist der schönste, bezauberndste und temperamentvollste Film, der je mit und um Marika Rökk gedreht wurde Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. glaubt verwahren zu müssen, wird schnell besänftigt werden durch den warmen Anhauch echter Menschlichkeit und Mütterlichkeit, der von diesem Buche ausgeht. Es konnte wohl, in dieser Form, nur von einer Frau geschrieben werden; dennoch ist es keine typische Frauenlektüre: im Gegenteil, man möchte es recht vielen Männern zu lesen geben. Auch sie werden manches daraus lernen und ihre Freude daran haben. Hans Thyriot. — Waldemar Dönsels: Zwischen Traum und Tat. Dichtungen und Lieder. 85 S. Geb 3,— RM. West-Ost-Derlag Werner Sohren, Berlin SW 61. — (38) — Wenn auch in Werk und Wirkung von Waldemar'Bonsels der Nachdruck unbezweifelbar und fast ausschließlich auf den epischen Büchern liegt, wird es doch für seine zahlreichen Freunde nicht ohne Reiz sein, auch die lyrische Form seines Wesens kennenzulernen und in ihr die gleichen Grundantriebe wiederzufinden wie in den Erzählungen^ Die vorliegende, mit einem Bilde des nun Sechzigjährigen geschmückte Ausgabe ist eine bereicherte Sammlung von Bonsels' Gedichten, die früher unter dem Titel „Das Feuer" erschienen ist. Hans Thyriot. — Im Steiniger-Derlage, Berlin, erscheint eine spannende und billige Heftreihe, die Erlebnis- Bücherei. Dom Polarkreis bis zu den Tropen, von den Tiefen der Weltmeere bis zu den höchsten Gipfeln der Erde führt diese Bücherei, läßt die Großtaten kühner deutscher Forscher miterleben und berichtet von den Schicksalen und Abenteuern deutscher Männer in allen Erdteilen. Heft 1: Filchner reitet durch Asiens Hochland. Allein, nur im Vertrauen auf die eigene Kraft, reitet ein damals noch unbekannter junger deutscher Leutnant durch Pamir. Sandstürme drohen, ihn zu vernichten, in reißenden Gebirgsströmen versinken seine Pferde, aufständische Chinesen gefähreden den kühnen Reiter. Aber Filchner schlägt sich durch und bringt wichtige geographische Ergebnisse mit in die Heimat. — Heft 2: Das Gespensterschiff von Magellan Die Ostpassage der nebelumwitterten Magellan- Straße wird gemieden. Es geht das Gerücht, ein geheimnisvolles Schiff sei dort aufgetaucht, das die Segler auf die Klippen treibe. Der Kapitän der Bremer Bark „Freya" hat es sich zum Ziel gefetzt, diesem Gespensterschiff auf die Spur zu kommen. Die „Freya" gerät in schwere Gefahr, aber sie bleibt Sieger. Der Kapitän entschleiert das Geheimnis und befreit so die Passage von dem Fluch. — Heft 3: Kundschafter für Ohm Krüger. Ein deutscher Matrose kämpft mit den Buren gegen die Engländer. Er gerät in Gefangenschaft. Es gelingt ihm aber, zu fliehen und eine entscheidende Meldung dem Burenführer zu überbringen.— Heft 4: Der Flußteuf el vom Rio Macacos. Zwei Deutsche unternehmen eine Expedition in das Innere Südamerikas, um einen Italiener zu suchen, der mit einem Engländer das Hinterland von Amazonas nach einer Schlangenorchidee durchsuchte und verschollen ist. Bei der glücklichen Errettung des Nachruf. In den Kämpfen im Osten ist am 22. Juni 1941 unser treues Gefolgschaftsmitglied und lieber Arbeitkamerad Willi Steinei Gefreiter Wir geben unsere Verlobung bekannt Marie Kraushaar Otto Strackbein ASDAp.,Amt für Volkswohlfahrt, Kreis Wetterau Betneböpersonalstelle Gießen, Goethestraße 34. 2973 D Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Beir.: Eierverteilung. Ab Montag, den 14. Juli d. I., werden auf den Bestellschein 25 der Reichseierkarte (Abschnitt a) 2 Eier Neueste Deutsche Wochenschau! Tägl. 3.30,5.30,8 Uhr bis Mittw. einschl. lugend bat keinen Zutritt! denen Freude an allem Lebendigen Wald und Flur vermittslt wird. Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Müde! entdecken ihre Waldheimat. Eine naturkundliche Iugenderzühlung für Jungen und Mädel von etwa 9 — 15 Jahren. Mit 135 S. Text und 8 Tafeln mit Naturaufnahmen. 9n Leinen geb. Schutzumschlag RM. 2,85 Durch sein schlichtes Wesen und seine freudige Arbeite bereit- schäft, sowie durch seine stete Hilfsbereitschaft war er uns allen ein lieber Kamerad. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken, Gießen-Klein-Linden, den 10. Juli 1941. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Rau & Co. ______________________________________________2975D Rödgen über Gießen Rodheim-Bieber Italieners gerät der Brite in den Rachen eines rie. sigen Krokodils, des Flußteufels vom Rio Macacos, — Heft 5: Deutsche stürmten Grbraltar. Die Erzählung schildert den Kampf des Landgrafen Georg von Hessen-Darmstadt, der mit seinen acht, zehnhundert Soldaten die Festung Gibraltar eroberte. — Heft 6: Das Sonnentor am Titicaca. fee. In der Zeit der Rhemlandbesetzung schlägt ein Deutscher einen französischen Reger nieder. Ek muß fliehen und wendet sich nach Südamerika, wo er unter Gauchos und in den Erzminen von Boli. oien ein abenteuerliches Leben führt. — Wissenschaft besiegt Mikroben, Von Dr. Gerhard V e n z m e r. 2. Auslage. 232 Seiten. Mit 25 Bildern. Gebunden RM. 3,90. Verlag Knorr & Hirth, München. — (15) — Dreißig dramatische Ausschnitte aus dem jahrzehntelarier Kampf der Wissenschaft gegen die kleinsten, er furchtbarsten Feinde der Menschheit bringt das < ich des bekannten Arzt-Schriftstellers Dr. Gerhard Ven§ mer. Das Buch liest sich wie ein spannender Roman Großleistungen deutscher medizinischer Wissenschaft werden in ihm packend vor Augen geführt, ange. fangen von Ignaz Philipp Semmelweis, dem „Retter der Mütter" und seinem Kampf gegen das Kind- bettfieber, über die grundlegenden Entdeckungen Robert Kochs zum Milzbrand- und Tuberkelbazillus, die Entdeckung des Diphtherieserums durch Emil non Behring, die Forschungen zur spinalen Kinderläh, mung, die neueren Feststellungen über Keuchhusten, Masern und Scharlach, Typhus, Fleckfieber uni Ruhr, bis zu den Untersuchungen Wagner-Iaureggz über das Molaria-„Heilfieber" und die neuesten Forschungsergebnisse über die verschiedenen Virus. Krankheiten wie Tollwut und Papageienkrankheit, Gut gewählte Bilder zeigen die Männer,, die dieses ungcheure Forschungsarbeit geleistet haben, unb geben Einblick in ihre Werkstätte. Das Buch enthält auch eine Fülle praktischer Winke, besonders, was den Schutz gegenüber Infektionskrankheiten betrifft und ist geeignet, mit manchem alten Vorurteil auf. zuräumen. — Hermann Walter Kaden: Locken« des Land. Ein Sizilien-Roman. 248 Seiten, Kart. RM. 3,50, Leinen RM. 4,50. — Verlag Otto Janke, Leipzig. — (24) — Mir erleben die Rot und Drangsal eines fteiheitliebenden Volkes, das fast untragbar scheinende Lasten und Demütigungen er« dulden muß, bis seine Verzweiflung sich in jener „Sizilianischen Vesper" entlädt, die wie ein Fanal die Geschichte dieses tapferen Volkes durchglutet. - Auf dramatischem, mit historischer Treue nachge. zeichnetern Hintergründe erhebt sich eine packendr Handlung, in deren Mittelvunkt, die ganze Leiden« schastlichkeit sizilianischer Bauernehre offenbaren-, das Schicksal einer großen Lieb ersteht. Hcmptfchriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bd Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Sange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. 1 Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck, ! Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S, Kindergärtnerinnen Kinderpflegerinnen sowie Mädels jegl. Alters als Kindergartenleiterm, Pflegerin und Helferin gesucht. — Bewerbungen sind zu richten an Abenteuer imUrwald mit HARRY PIEL URSULA GRABLEY GERDA MAURUS ALEXANDER GOLLING Seltsame Erlebnisse mit Tieren und Menschen der tropischen Wildnis in einem Spielfilm mit undressierten Tieren. 297iA HARRY PIEL der unbestrittene Meister des abenteuerlichen Filmes, schuf hier einen seiner größten Filme. | Neueste Deutsche Wochenschau Heute Montag Neuaufführung I Lichtspielhaus Täglich 3.15, 5.30,8 Uhr. fugend hat Zutritt ! tz.'AllNbMW (Tresor-Festa) am 13. 7. zwisch, 6 und 6.15 Uhr a. d.Wege Goetbe' Ludwig-,Liebig' straße verloren! Geg.hohe Belohnung a. d.Fund Büro der Polizei abzugeben. 297$d an und steigerte sie in ihrer Ablehnung der Gefühls- ausbrüche, in ihrer Hinwendung zur Nüchternheit. Er singt nicht gern von „Deutschland, dem heiligen Land der Treu", das er gerade so tief im Innern liebt, er zieht die oft nicht gerade stubenreinen, ein wenig kaltschnäuzigen „Schützengrabenlieder" vor. Er hatte schon als glühender Kämpfer in der SA. eine Vorliebe für die lockeren Töne, ohne sie zu meinen oder zu unterscheiden. Aber er w e i ß, wofür e r k ä m p f t! Es ist kein Krieg um eine bloße Wiederherstellung, es ist kein Üblicher Orlog, wie wir den Ausbruch 1914 noch ansahen. Es ist ein politischer Krieg. Es gilt die Pflicht über die Begeisterung zu setzen, weil sie allen Zufällen gegenüber das Dauerhafte ist. Es gibt weitere Momente, die an der Wandlung des Soldaten beteiligt sind. Zuerst ist es dies, daß er bei jedem Einsatz und auf jedem Kriegsschauplatz sicher weiß, um was es dabei geht. So war es möglich, ostmärkische Gebirgsjäger im fernen Norwegen mit Glanz einzufetzen. So ist es für unsere Flieger in Italien, für unsere Panzerschützen in Afrika, für alle unsere Soldaten auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz, durchaus keine Problems, weshalb es notwendig ist, daß sie dort kämpfen. Unsere militärische Führung weiß, daß sie mit Geführten operieren kann, deren Leidenschaftslosigkeit die Einsicht fördert, unabänderliche Dinge nicht unnötig dramatisiert und auch dem unbekannten Kämpfer den Blick für Imponderabilien freigibt. Kommt hinzu der Wandel der Kampftaktik, der selbständigere Einsatz des einzelnen Mannes. Gerade diese Selbständigkeit des Kämpfers in der Front gibt diesem nicht nur einen größeren Einblick in die gesamttaktische oder gar strategische Lage, sondern erzieht ihn zu einem Maß von Verantwortlichkeit, das nur in nüchterner Haltung zu bestehen ist. Ein Moment der Wandlung allem kommt aus der Sphäre des Gefühls: die große Wandlung des K a m e r a d s ch a f t s s i n n e s. Der Soldat von heute sieht in seinem Nebenmann nicht nur den Gefährten, mit dem ihn das Schicksal des gemeinsamen Kampfes verbindet. Er sieht in ihm viel mehr: den Volksgenossen aus gleichem Blut! Aber gerade die Urgewalt dieses Gefühls äußert sich in der Scheu, darüber Worte zu machen. Auch hier bleibt das Herz schweigsam, bisher selbst noch das der Dichter im grauen Rock. Der Kreis der Wandlung des deutschen Soldaten schließt sich mit einem Rückgriff auf viele feiner Männer, die am Beginn dieses Kreises standen. Wir meinen jene alten Kämpfer des Weltkrieges, die nun zum zweiten Male die Waffen trugen und auf ihren Uniformen jetzt zum Hoheitsabzeichen Adolf Hitlers ja sagten. Sie erahnten damals in den Materialschlachten des Westens das Neue. Allein in der geschlagenen Heimat konnten sie es noch nicht finden. So irrten sie bei den Parteien umher, es zu suchen. Sie legten sich fest, wie es Männer zu tun pflegen, und als das Neue gekommen war, wollten sie es nicht sehen und sperrten sich dagegen, weil sie Gesinnungen | Mietgesuche | 4-5-3immer- Woßnung für sofort oder später gesuckt, möglichst Nähe des Geschäfts, Bahnhofstr. 17. Bornemann. Bahnhofstraßel7 Gut möblierte Zimmer in gutem Hause, Nähe Stadt- tbeater, v. Herrn sofort gesucht. Angebote unter 02330 a.d.G.A. nicht wechseln wollten wie Hemden. Als sie ihre Gruppen überwunden sahen von der Macht der nationalsozialistischen Idee, da erkannten sie das an, sahen ihre Irrtümer ein, aber politisch gingen sie in Pension und manche hielten sich den aktiven Gliederungen der Partei fern. Fiel ihnen das freimütige und rückhaltlose Bekenntnis zum Nationalsozialismus schwer, so atmeten sie befreit auf, als das nationalsozialistische Vaterland sie zum zweiten Male rief. Abermals im grauen Rock lächelten sie nun, daß sie einmal Staatsparteiler und Sozialdemokraten waren. Für sie ist die Wandlung des deutschen Soldaten zugleich versöhnende Vollendung. Büchertisch. — WaltervonMolo: Dns kluge Mädchen. Roman. 392 Seiten. Geb. 7,20 RM. I. P. Toth Verlag, Hamburg. — (46) — Nach den großen und schweren Büchern über Heinrich von Kleist und Eugenio von Savoy gibt Mol8 hier einen leichten, überwiegend heiteren, einen ländlichen und sommerlichen Roman. Inmitten der Ereignisse steht die liebenswürdige Erscheinung des „klugen Mädchens": einer süddeutschen Bauerntochter, die, gesund an Leib und Seele, nach allerlei Irr- und Umwegen das Ziel ihres Herzens und den Sinn ihres Lebens findet: den Mann, dem ihre Liebe gehört von Anbeginn, und mit dem sie glücklich werden wird, obwohl beide ganz verschiedenen Lebenskreisen entstammen. Eine unbeschwerte Geschichte, die man gut als Leseproviant mit in die Sommerfrische nehmen kann. Hans Thyriot — SiegfriedvonderTrenck: Reinhardt aus der Fülle. Roman eines lebendigen Men- scheri. 383 Seiten. 6,60 RM. West-Ost-Verlag Werner Iöhren, Berlin SW 61. — (34) — Don der Trenck, der früher u. a. mit den Büchern „Der Stier und die Krone", „Wiedergeburt", ,-Stern im Blut", „Offenbarung des Eros", „Schwert aus Gottes Mund" und „Volk und Führer" bekannt wurde, gibt in dem breit angelegten neuen Buche einen Entwicklungs- und Bildungsroman. Das allmähliche Wachsen der Zentralfigur und ihre Auseinandersetzung mit den mancherlei weltanschaulichen und geistigen Strömungen und Problemen der Zeit zu verfolgen, ist nicht ohne Reiz, obwohl die romanhafte Entwicklung stellenweise durch die gedankliche Ueberlastung beeiny trächtigt wird; auch wird es — besonders in den letzten Kapiteln — nicht allen Lesern leicht werden, sich in Trends eigenwilligen Stil geduldig gurechtzu- sinden. Hans Thyriot. — Käthe Lambert: Haus des Lebens. Roman. 279 Seiten. Deutscher Verlag, Berlin. — (49) — Das „Haus des Lebens" ist eine Frauenklinik, aber es handelt sich hier nicht in erster Linie um die klinischen, sondern um die menschlichen Fälle, die da eingeliefert und behandelt werden, und in diesem Hause ist der Arzt ober die Nachtschwester ebenso gut ein „Fall" wie der Kaiserschnitt oder die Zangengeburt. Wer sich etwa gegen die Häufung menschlicher Schicksale auf so engem Raume |schneider,Wiesbaden IWHerg (Ein schönes Geschenkbuch für Jungen und Mädchen! Werbeblatt mit Leseprobe kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Hugo Berinühler Verlag BerNn-Lichterfelde 2. ■JJRJ.WWlIJI-JIMJI , will nu_«ii ■' Nach Gottes heiligem Willen entschlief am 12. Juli gegen 19 Uhr unsere geliebte Mutter, Großmutter und Tante Frau Kätchen Nau Wwe., geb.Hohtneier nach längerem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im 81. Lebensjahr» Im Namen aller Hinterbliebenen: Hermann Nau, Baumeister. Bitte nicht ungeduldig werden wenn sich die Lieferung der Aufträge einmal etwas verzögert. Die Beanspruchung unseres Werkes von öffentL und privater Seite ist heute derart, dafi wir zuweilen längere Lieferzeiten in Anspruch nehmen oder evtl, auch kurze Annahme-Sperren eintreten lassen müssen. Dafür haben Sie sicherlich Verständnis. — Kluge Hausfrauen wissen schon lange, daß sich gute und wertvolle Kleidungsstücke durch fachgemäße Ehern. Reinigung oder Umfärbung in der Regel wie neu herstellen lassen, wobei viele Kleiderpunkte gespart und Neuanschaffungen vermieden werden können. Seien Sie überzeugt, dafi wir es an der Güte der Ausführungen nicht fehlen lassen; unsere Leistungsfähigkeit als bedeutendes Fachunternehmen ist ja bekannt In Gießen: Seltersweg 63, Fernsprecher 2739 In Bad-Nauheim: Karlstraßa 10, Fernspr. 2171 4 Montag,14.ZUM-U @icficncr Anzeiger es Vordermannes, der sich vor uns bewegte. Am Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochschulgesellschast) hielt am Samstag unter Leitung ihres Vorsitzenden, Landrat Dr. Lotz, ihre Iahrestagung ab. Als Vertreter des Rektors der Universität nahm Prof. Dr. Rauch an der Tagung teil, ferner waren zahlreiche Angehörige des Lehrkörpers und Mitglieder aus dem Kreise der alten Freunde unserer Ludo- viciana zugegen. Oie Hauptversammlung im Sitzungssaale des Landratsamtes Gießen wurde von dem Vorsitzenden mit Grußworten an die Gäste und Mitglieder eingeleitet. Dann verwies Landrat Dr. Lotz auf den Jahresbericht des Vorstandes, aus dem wir am Samstag bereits die wichtigsten Mitteilungen berichtet haben. Einstimmig wurde danach dem Vorstand und Verwaltungsrat Entlastung erteilt. Bei den Wahlen handelte es sich zunächst um die Ergänzung des Vorstandes. Als neue Mitglieder wurden Fabrikant Sch unk, Oberingenieur Kurz ~ ..... ~ ' durch Zuruf in den Die von Mückenschwärmen und springenden Fischen unruhige Dämmerung am langsam bahin- roallenden Fluß. Das stetige Rauschen der Wehre; ber abgrünbige Mittagsschlaf ber Teiche: ein träger Karpfenschwarm bewegt bic Blätter ber Wasserrosen. Das Sitzen auf sonnenheißer (Erbe. Der von ber Hitze ausgekochte Duft der Minze. Der auf dem Wasser treibende Kork. Der vom Fischmaul in das Wasser niedergezogene Schwimmer. Das erregende Gefühl eines Anbisses. Der gelungene Anhieb. Der an der Angel hängende und zum Ufer gedrillte Hecht. Der aus der Küche duftende Fischsud aus Lauch und Sellerie, Essig und Lorbeerblättern. Der Teller voll knusprig gebackener Weißfische. Die Wonnen des Jägers. gend z. B. die Einzelküren von Trn sn a und Stephan (Kassel) mit einer Reihe schwierigster Sprünge und Pirouetten. Oder die verschiedeneir Paarlaufen von Völker/Geist (Hanau), B a n • tele/Trysna (Kassel) und vor allem der Kleinsten, S t e p h a n / L ü t k e m e i c r, die großen Beifall ernteten. Helle Freude riefen zwei humoristische Intermezzi hervor. Flotte, beschwingte Tänze im Foxtrott-, Tango- und Walzertakt rundeten die Vorführungsfolge zu einer Sck)au bester Rollschuh« lauftunft ab, wie wir sie in dieser Vollendung in Gießen noch nicht gesehen haben. Der Sonntag nachmittag brachte mit dem Kürlaufen sämtlicher Klassen den Höhepunkt der Wettbewerbe. Bezirksführer Stein, der zusammen mit Dr. Pfeffer die Veranstaltung vorbereitet hatte, konnte hierbei u. a. als Ehrengäste Kreisleiter Backhaus, den Standortältesten Oberstleutnant Kühne, den Kommandeur der Schutzpolizei Major H e l l w e g e - E m d e n und als Vertreter der Stadt den (Erbauer der Gießener Rollschuhbahn, Stadt- baudirektor Grave rt begrüßen. Die Leistungen waren wieder ganz vorzüglich und fanden den verdienten Beifall der Zuschauer. Erwartungsgemäß setzte sich in ber Meisterklasse ber schon bei ben Pflichtübungen führenbe beutsche Jugenbmeister Walter Stephan (Kassel), ungefährdet durch. Auch Sigrid Sänger (Kassel), ließ sich den ersten Sieg bei den Frauen nicht entreißen, wenn auch hier gegenüber ihren Klubkameradinnen ber Punktvorsprung w.sentlich geringer war. Zur Freube ber Einheimischen konnte Lotte Eckel (Gießen, in ber Klasse C burd) einen guten Kür- lauf ihre Wertung in ber Pflicht sehr verbessern und noch ben ersten Platz belegen, während bei den Männern ber Gießener Helmut Glock seine Anhänger enttäuschte unb nur auf ben 3. Platz kam. silbergrauen, von Duft behauchten Morgen- ftunben am Seeufer. Imschau. . Aha, bort oben im Lindengezroelg, bort ift bas test! Unb schon klimmt einer ben Stamm hinauf, ifrig das Dogelkind in seine Heimstatt zu bringen. Üe andern helfen mit festen Stößen nach, bis die rfte Astgabel sichern Halt gibt und das kleine Wunber hinaufgereicht werben kann. . Dann schlendern bie Soldaten weiter in ben ellen, strahlenben Tag, ein jeber seinen eigenen kbanfen unb Träumen hingegeben. Ueberall of- A. n. Lazu — er hätte als Grohstäbter so ein Dingel och nie unter bie Augen bekommen. Der gelbe xhnabel, ber weiche Feberflaum, bie großen Dogel- ugen, bas alles ist wie eine Entdeckung, die fad)- idj festgestellt wird. Dann halten bie Soldaten ben Vorsitzenben Professor Dr. .B ü r f e r unb bem bisherigen Schatzmeister Bankbirektor Grießbauer, für ihre unermübliche unb tatfrohe Mitarbeit im Interesse der Hochschulgesellschaft und damit zum Besten unserer Universität. Gleichzeitig machte er die Mitteilung, daß Professor Dr. Eger in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Hochschulgesellschaft berufen wurde. Hinsichtlich ber Ergänzung bes Verwaltungsrates würbe zunächst ber überroiegenbe Teil ber Mitglieber, beren Amtszeit abgelaufen war, soweit ihre Mitglieb- chaft nicht mit einem Amt in Verbinbuna ftanb, auf brei Jahre rviebergewählt. Hinsichtlich ber Ergänzung bes Derwaltungsrates erklärte sich bie Hauptversammlung mit bem auf Grunb einer Vor- tanbs- unb Derwaltungsratssitzung gemachten Vor- chlag bes Vorsitzenben einoerftanben, wonach ber Derwaltungsrat aus einer bestimmten Gruppe von Herren aus Partei, Staat und Wirtschaft ergänzt werben soll; bie Entscheidung barüber rourbe bem Vorstanb überlassen. . Am Schlüsse ber Hauptversammlung bankte ber Vertreter bes Rektors, Professor Dr. .Rauch, ber Hochschulgesellschaft unb ihrem Vorstanb unb Ver- roaltungsrat, insbesondere ihrem Vorsitzenben Lanb- rat Dr. .Lotz, mit herzlichen Worten für bie reiche Förberung ber Arbeit unserer Universität auch mäh- renb bes verflossenen Jahres, mit ber bie Hochschul- gesellschast zugleich auch wertvollen Dienst für unsere Volksgemeinschaft geleistet habe. ßanbrat Dr. Lotz schloß hierauf bie Sitzung mit dem Hinweis barauf, baß in bem gegenwärtigen Kriege auch alle Kräfte ber Heimat eingesetzt werben müßten für ben beutschen Sieg, beim ohne ben beutschen Sieg werde es auch keine deutsche Wissenschaft geben. Er grüßte unseren Führer unb Obersten Befehlshaber ber Wehrmacht, wie unsere siegreichen Solbaten mit herzlichen Worten bes Dankes unb huldigte bem Führer als bem großen Staatsmann unb Felbherrn unseres Volkes, aber auch als bem Betreuer unb Freund ber beutschen Wissenschaft, bem bie Versammlung ihren Gruß barbrachte.. Im Anschluß an bie geschäftliche Sitzung fanb im Hörsaal bes Botanischen Instituts Die wissenschaftliche Sitzung statt die vor einer sehr großen unb stark interessierten Zuhörerschaft einen außerorbentlich fesseln- ben Vortrag brachte. . \ Nach einleitenden Begrüßungsworten bes Vor- sitzenben, ßanbrats Dr. L o tz, an bie Besucher sprach ber Direktor bes Botanischen Instituts ber Universität Pros. Or. Küster Regen. Wir standen und warteten auf die Befehle unserer Führer. In jedem brannte bie Hoffnung — hier möge ber lange Marsch ein Enbe haben für ein paar Stunben, benn wir waren sehr mübe unb nah, unb wir sehnten uns nach Rast. Gustav unb ich ftanben einem etwas größeren Hause gegenüber. Die Tür war offen. Auch bieses Haus schien leer zu sein wie alle. Ein Fensterflügel würbe vom Winb hin und hergeworfen, und eine Gardine wehte in den dunklen Raum hinein. Da tarnen leise, zaghaft, Töne zu uns. Es war nicht zu vernehmen, von wo sie kamen, aber wir hörten Klavierspiel, vorsichtig, als wolle ber Spieler bie Stille ber Nacht nicht stören. Doch klar, rem, klang bie schlichte Melobie — unb mir lauschten unb merkten ben Regen nicht unb bie schwere Mubigkeit — es waren für uns Töne aus einer ganz fremden Welt, die weich und zärtlich durch bie Luft kamen Das Forellenquintett ... Wer spielte bas? War es eine Frau, bie vielleicht zurückgeblieben war in biefer totenstillen Verlassenheit? War es em Solbat, der mit Kameraben m biesem Dors ern- quartiert war? — Unbegreiflich war biese schyne Melodie an diesem einsamen Ort. Es war ganz still geworden zwischen uns Männern. Wir hörten alle und empfanden das gleiche Wunder. . „ Da mußten wir weiter, im nächsten Dorf er t sollten mir etwas Ruhe finden für bie letzten Racht- ftU(SsCmar, als fetzten alle ihre Stiefel vorsichtig auf das Pflaster, um bas Spiel nicht zu stören unb um noch lange zu hören. Dann biteben bie bunklen Häuser hinter uns, unb der Boben würbe wieder tief. Doch meine Müdigkeit mar fort. Ich hörte die Musik noch immer in mir klingen, und ich sah grüne Wiesen dichtes Gras, blank vom Tau, auf bem hier und.da ein weißer Schmetterling faß mit bebenden Mügeln. (Einen See sah ich, im Walde, unb em Boot, das, am Ufer festgemacht, sachte vom Wasser bewegt würbe. Zwischen ben hohen Stammen ber Bäume kam bas erste Morgenlicht hervor. Ich horte Kinberstimmen unb helles Frauenlachen — unb ich Die Rennen wurden in rascher Reihenfolge hin- tereinanber abgeroirfelt. Den zahlreich erschienenen Zuschauern auf beiden Seiten ber Regattastrecke ist ein interessanter unb in manchen Rennen spannen- ber Kanusport geboten worben. Im Rahmen biefer Wettkämpfe führte bie HI. ihre. Dergleichsroettkämpfe ber Gebiete 13 (Hessen- Nassau) unb 14 (Kurhessen) burd). Zwischen ben Kanuwettkämpfen trug die Marine-Gefolgschaft Gie- ßen der HI. einen Kutterrees aus, an dem je eine Mannschaft der Schar I unb von ber Führernach- rouchsschar teilgenommen haben, ©tabsobcrfelb- webel Heinemann von ber Kriegsmarine würdigte bie ßeiftungen ber Jungens burd) Uederreichung eines Buches vom ßeben unserer Kriegsmarine an alle Teilnehmer. Die Wettfahrtleitung lag in ben fachkunbigen Der burd) ben Hals geschossene unb auf bas-Stop- pelfelb nieberstürzenbe Fasan. Das geisterhafte Meckern her Märzschnepfe. Der urwesthafte Brunftschrei der Hirsche im Hochwald. Aus bem Hochsitz bie veilchenblasse Dämmerung erwarten: ein starker Rehbock tritt sichernb in die ßid)tung. Der ßärm der Treibjagd: der erste Hase überschlägt sich im Schrothagel.. Die bittere Wildheit ausgekochten Kiesernharzes eines in der Hitze knisternden Heidewaldes. Aus der Ferne gurrt die Wildtaube. Das vielfache Echo des Schusses in ben Bergen —- ber feiste Gamsbock bricht auf bem ©rasbanb zusammen. Die Fährte bes Keilers im Schnee. Wärmenben Wacholberschnaps in ber Herbstfrühs trinken. Die Heimkehr vom Wölbe: aus bem Rucksack starren bie ßäufe eines Rehbockes. Der Hasenpfeffer mit Klößen, gewürzt mit Jägerlatein. Der schäkernbe Griff an bie fleischigen Arme bet Wirtstochter. Die Sammlung von Rehgehörnen an ben Wänden des Jagdzimmers. Die Wonnen des Schmiedes. Aus Oer Stadt Gießen. Wunder des Lebens. Jetzt führen alle Wege hinaus ins Freie. Unb überall begegnet uns das Wunder des ßebens. Picht nur, daß die Sonne groß und klar die Hoch. Zeit des Jahres feiert, nicht nur, daß der Gesang der Vögel unseren Morgen unb Abend umgolbct unb baß rings bie Natur mit frohem Blühen ihrem mütterlichen Ziele entgegenreift. Unser Herz erlebt die Welt als neue Wirklichkeit. Ja, bas ift bas Wunber bes ßebens. Es umgibt uns wie ein wacher, lebenbiger Traum. Ein Traum, der uns nicht auf leichten Wolken bavonfchwimmt, sondern — schauen wir nur näher zu — bie Gestalt unb (Eigenform, bie Einziaart jeber, auch bes geringsten Dinges hell in bie Augen eingehen läßt. Wer hätte sonst vielleicht bes kleinen halbflüggen Vogels geachtet, ber, allzu vorwitzig, aus bem Pest gefallen ist unb nun mit ängstlichem Piepsen Über ben Weg hüpft unb mit ben noch reichlich nackten Flügeln um sich schlägt? Eine Gruppe bienftfreier Solbaten hat ihn erspäht, unb schon hält ein junger Unteroffizier ben unfreiwilligen Ausreißer behutsam in ben Händen. Jie Kameraden bestaunen bas kleine lebenbige Wunder, das, wie vom Himmel gefallen, ihren Weg kreuzte. Einer bekennt — und einige nicken Bereichsmeisterschast im Rollkunstlauf. Pünktlich zur vorgesehenen Zeit konnten am Samstagnachmittag bie Wettkämpfe am Schwanen- leid) nach ber Flaggenhissung ihren Anfang nehmen. Die gemelbeten Läufer waren ausnahmslos am Start, lieber ein Dutzend stellten sich in ber OKlasse ben Kampfrichtern zur Erlebigung ber sechs Pflichtübungen. In Achtern, Dreiern unb Schlangenbogen bewiesen alle, baß sie im ßaufen bieses Jahr fleißig gearbeitet hatten. Denn bie Pflichtübungen finb ja in erster Linie ein Ausweis für sorgfältiges Trat- ning unb aufgeroanbten Fleiß. Die 8-Klafse, bie am Sonntagmorgen ihre Pflicht erlebigte, hatte wesentlich höheren Anforberungen zu genügen. So war benn auch zu beobachten, baß manche Klippe ben Läufern zum Verhängnis würbe, wodurch Note unb Siegesaussichten beeinträchtigt würben. Allgemein war festzustellen, baß sich bie Kasseler Läufer, bie allerbings erst gerabe von einem achttägigen Training in Frankfurt kamen, in ausgezeichneter Form vorstellten. Wenn auch bas End- ergebnis burd) bie Pflicht allein nicht bestimmt wirb, so bürsten ihnen boch bie ersten Plätze sicher' sein. In ber Meisterklasse überragte Patter Stephan (Kassel) seine Mitbewerber beträchtlich. Höchstens G e i st (Hanau) konnte ihm noch gefährlich werben. Bei ben Frauen lief Sigrib Sänger (Kassel) eine ausgezeichnete Pflicht, bie für bie Meisterschaft gut war. Das Schaulaufen am Samstagabend gab ben zahlreich erschienenen Zuschauern einen Einblick in bie Kunst des Rollschuhlaufes. In Tanz, Einzel- unb Paarlauf gab cs zum Teil prächtige unb beschwingte, musikalisch entsprechend untermalte Darbietungen. Hervorra- Wir spürten bie Dunkelheit nicht mehr so lastenb, unb wjr kamen bald in bie Nähe bes nächsten Dorfes. Als wir einzogen in bie schmalen Straßen, faßte mich Gustav am Arm unb fragte mich leise, ob auch ich die schöne Musik noch höre. In seinem Gesicht eine stille Freude. Die Gießener Paddlergilde war auch in diesem Jahre wieder mit der Durchführung der Bereichs- Kurzstrecken-Kanu-Regatta für den Bereich XII (Hessen) in Verbindung mit einer Jugend-Kurz- strecken-Regatta der HJ.-Gebiete 13 (Hessen-Nassau) und 14 (Kurhessen) beauftragt worben. Aus Zweck- mäßigkeitsgründen hatte man biesmal bas Bootshaus bes Gießener Ruberclub „Haffia" von 1906 als Zielplatz gewählt. Insgesamt nahmen 11 Vereine an ber Regatta teil, sämtliche ausgeschriebenen 24 Wettkämpfe würben ausgetragen. So mar benn auch bie Beteiligung über jebe (Erwartung hinaus gut. Organisatorisch hatte man die Veranstaltung logen unb seine Vorstellungen von ber "Wirkung ber Teile im ganzen, fonbern hat fick) als eine bc- sonbers wertvolle Gabe für bie Forjchungsaufgaben bes Pflanzenzüchters erwiesen. Poliiptoibe Pflanzen, b. I). solche, bereu Zellen mit bvppeltem, vierfachem ober noch höherem Chrvmosomengchalt ausgestattet finb, haben im allgemeinen größere Zellen als bie normalen, ihr Wuchs wirb stattlicher, ber Gehalt ihrer Organe an mandjerj Stoffen reicher; Blüte unb Frucht erfolgen meist verspätet, bie Fertilität ber Polyploiden ist geringer als bei bem Ausgangs- material. Aufgabe bes Pjlanzenzüchters wirb es fein aus bem neuartigen Material, bas ihm die experimentelle Zytologie zur.Verfügung stellt, burd) Auslese unb Kreuzung Fonven zu gewinnen, bie für bie Praxis wertvoll zu werben versprechen. Be- sonders aussid)tsvoll versprech«« die den Allopoly- ploiben geschenkten Bemühungen zu werden, d. h. denjenigen neuartigen Formen, bie aus Bastarbeir nach Berboppelung ber Chromvsomenzahl entstauben finb. _ _ Der aufschlußreiche Vortrag munde von ber Hörer- fd)aft mit starkem Beifall aufgenammen. Professor Dr. Rauch sprach dem Vortragenden im Namen aller Hörerinnen unb Hörer herzlichen Dank fiir seine sesselnben Darlegungen aus. .Im Anschluß an ben Vortrag fanb unter Führung des Assistenten, Dozent Dr. H e y b t, noch ein Runbgang burd) ben Botanischen Garten statt. h i 11 e 1 unb Frau Rosa, geb. Hof, Grbtauterweg 20 wohnhaft, bas Fest ber silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch.__ Tageskalenber für TUonfag. Öffentliche Vorführung über bie Löschung unb .Bekämpfung von Branbbomben: 20 Uhr am Os- lalbsgarten. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Hallo lanine". 20 Uhr: Ein Meisterabenb froher Unter- altung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Dschungel ruft". Aufruf von Eiern. NSG. Auf den Abschnitt a der Reichsei erkürte i Derben ab Montag, 14.7.41, als erste Rate zwei ; ber zur Ausgabe gelangen. Die Gier sind bei Aus- ; tuf noch nicht alle in den Einzelhandelsgeschasten rorhanden. Der Aufruf mußte jedoch infolge ber leihen Witterung sofort erfolgen. Gs wirb erwartet, baß bie Hausfrauen für diefe Lage 25er- i fiändnis haben. Die Gier werben in jebem Fall geliefert. Schorf an Taubncffclbiütcn gedeckt. NSG. Der Gausachbearbeiter der Rcichsarbeits- Gemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpstan- . renbeschaffung e. V., Gauabteilung H^^u-Rasfau |l ind Kurhessen, teilt mit: Der Sammelfleiß der | »eutschen Schuljugend hat den Bedarf an Bluten ter weißen Taubnessel, Lamium album, bereits geleckt. Diese regelmäßig in nicht geringen Mengen iebrauchte Droge ist so wertvoll, daß einerseits au ;re Sammlung viele Mühe und Sorgfalt verroen- et werden müssen, anderseits aber vor einem Zu- Eiel dringend gewarnt werden muß, damit der »ammcleifer durch zu gewärtigende Absatzschwie- gteiten bei Ueberangebot keine Einbuße erleidet. Vorstand gewählt.. Auf drei Jahre roiedcrgewählt wurden nach Ablauf ihrer bisherigen Amtszeit Landrat Dr. Lotz, Fabrikant Bänninger, Fabrikant Rinn, Buchdruckereibesitzer L a n a e und Professor Dr. Ege r.. Der Vorsitzende, Landrat Dr. Lotz, dankte sodann dem früheren Vorsitzenden Dr. Meesmann, dem seitherigen stellvertreten- "lande ber Landstraße standen in Abständen Baume, las Laub mar nicht zu erkennen, aber der Stamm eigte mit vielen Armen zum Himmel, an dem kein Gtern mar. An weiten Bodenflächen zogen mir rorbei, nur selten stand etwas Schwarzes darauf, in verfallener Stall ober ein kleines verlassenes hautlos faulen die Stiefel in den weichen Boden. Das Umhängen bes Gewehres. Die vom Hühnerhunb gestellte Rebhuhnkette uni Kleefeld. * ■CUUUU!» JUIUCII UlC - ' — - ' rrrx . Unsere Beine waren müde von bem langen Weg, ■ tinb wir wußten nicht, wie weit er noch sein wurde. — Wir gingen unb waren still. . Neben mir war Gustav, mein Freund seit Kriegs- teginn. Lange hatte er froh vor sich eher nun war sein Mund verschlossen. Kem Scherz toort tarn mehr über seine Lippen. Gr sah vor sich l)in und marschierte hinter seinem Bordermann. Keine Stimme kam zu uns aus dem fremden Dunkel, kein Laut grüßte von irgendwo. Je weiter wir gingen auf den unbekannten Straßen, um so zwingender wurden die Gedanken, Die Mich nach Hause führten. , Gin feiner Regen fiel, wir duckten unsere Kopfe, i lnsere Füße schmerzten, aber wir gingen und dachen. Gustav faßte in seine Manteltasche und reichte nir wortlos ein Stück Brot. n Der Boden wurde nun härter unter ben Futzen, iinfere Schritten klappten auf Steine. Wir waren cuf einer Straße, bic uns einer kleineren Ortschaft »führte. Häuser tarnen schattenhaft auf uns zu, mmer bichter standen sie zusammen, aber es war i tumm in ihnen. Die Stuben waren leer, bie Fen , ter standen offen und waren ohne Glas. Es yaure aut, als wir vorbeimarschierten. m Auf einem kleinen Platz, es mochte der Markt M gewesen sein, madjtcn wir halt. Dann unD Dann blendete für kurze Zeit bas Licht von Taschenlampen auf, in ihrem Schein sahen wir den dichten Gebietsmeisterschastell in Frankfurt Gundlach (117) 13,1; werde dem doch nicht den Triumph gönnen, mich (Nachdruck verboten.) 29. Fortsetzung. Ne Dominiks. Ramon von Hellmuth M. Böttcher. de, das mit uns geboren ist, von die Frage! sagt Goethe." klasse I (1000 Meter). 1. Heinrich Fey (CKC.) ohne Kampf gewonnen. .. Einer-Faltboot / Anfang er kl. (WF. 1) HI - Klasse A (600 Meter). 1. Helmut (Elkr (GRG.) 2:14,8; 2. Karlheinz Heinze (KGH.) ^E^ner-Faltboot F. 1 — Anfänger- klasse (1000 Meter). 1. Alfred Schmdehutte Gfie 4:58,6; 2. tz-n- Steuer CßOS» 5:21,9; 3. Heinrich Schäfer (PGG.) 5:26,2. Zweier.Faltboot F. 2 - Anfanger- klasse (1OO0 Meter). 1. Ewald Fehlauer/ Karl Nuppel (PGH.) 4.39,2; 2. Herbert Pfeil / Walter Müller (KGH.) 4:41,7. BDM. -Werk: 100 Meter: 1. Sowa (81) 13,1; 2. Achenbach (253 Limburg) 13,2; 3. Weber (81) 13,6. Weitsprung: 1. Burggraf (81) 5,19; 2. Drum (81) 4,93; 3. Weber (81) 4,62 Meter. Kugel: 1. Rackles (81) 10,01; 2. Rückriem (81) 9,77; 3. Weckbacher (117) 9,52 Meter. Speer: 1. Klotz (81) 41,33; 2. Krämer (81) 30,15; 3. Weckbacher (117) 28,38 Meter. Fünfkampf: 1. Krämer (81) 3118; 2. Rackles (81) 2969; 3. Füg (81) 2688 Punkte. Frankfurter Temüssiege. Die Tennismeisterschaften des Gebiets und Ober« gaues Hessen-Nassau wurden auf der Anlage der BSG. Adlerwerke Frankfurt durchgeführt. Die Frankfurter Jungen und Mädel blieben auf der ganzen Linie siegreich. Ergebnisse: HI. - Einzel: Wissenbach (81) — Springer (81) 6:3, 6:2. BDM. - Einzel: Schmitthenner (81) — Becker (80 Wiesbaden) 6:1, 6:0. HI. - Doppel: Hosch-Egeler (81) — Haas-Günther (117 Mainz) 6:0, 6:3. B D M. - D o p p e l: Schmitthenner-Dünges l (gl) — Becker-v. Papen (80) 6:2, 6:2. „Frische Luft", sagt er inbrünstig. „Schnell! Frische Luft! Daß solch ein Kerl mit seiner bloßen Anwesenheit die Luft vergiften kann!" BDM.: 100 Meter: 1. _ , . . 2. Becker (117) 13,3; 3. Müller (81) 13,5. Weitsprung: 1. Schall (81) 5; 2. Becker (117) 4,84; 3. Nagel (287 Offenbach) 4,84 Meter. Kugel: 1. Füg (81) 9,50; 2. Lehr (254 Büdingen) 8,96; 3. Reitz C287) 8,28 Meter. Speer: 1. Füg (81) 34,34 ; 2. Gebauer (98 Hanau) 26,90; 3. Ferber (98) 26,40 Meter. Fünfkampf: 1. Füg (81) 3256 ; 2. Mül« (er (81) 2990; 3. Schmidt (98) ,2670 Punkte. „Unt das Gesetz, Vater, das Recht? — Es lerntet doch ganz klar und eindeutig für uns — für dich! Dominik starrt eine Weile zur Zimmerdecke. „Das Gesetz, mein Junge?" wiederholt er. „Das Recht? Vom Rechte, das mit uns . dem ist leider nie die Frage! sagt Goethe." Fußball-Rundschau. Oie 1. Schlußrunde um den Tscharnnrerpokal. Wander-Faltboot II, Frauen, Anfänger- klasse (600 Meter): 1. E. Buße/A. Ronzheimer (MKC) 3:59; 2. Hahn/Zschocke (MKC) 4:12. Einer-Faltboot, Anfänger (W F. 1) HI.' Klasse A (600 Meter): 1. Heinz Abt (PGH) 3:32,8; 2. Heinrich Beilborn (MKE) 3:34,5; 3. Rudolf Fuß Zweier-Faltboot (WF. 2), DJ.-Klasse (300 Meter): 1. Hans Gerold/Bernhard Ohler (KGH) 1:45; 2. Arno Funk/Heinz Ortmüller (MKE) 2:01,8. Einer-Kajak K. l — Anfängerklasse (10 00 M eter): 1. Alfred Schindehütte, CKC., 4:47,3; 2. H. Pfeil, KGH., 4:52,8; 3. Willi Hermann, MKC., 5:31,2. Zweier-Faltboot, Anfänger (WF. 2), HI., Kl. A (6 00 Meter): 1. H. Beilborn/W. Pawlowsky, MKC., 3:13,5; 2. Karlheinz genfer/ Klaus Finkel, PGG-, 3:16,7; 3. K. E. Wallestfels/ K. H. Falkenhainer, PGG., 3:20,5. Einer - Wanderfaltboot (WF. I), Anfängerklasse (1 00 0 Meter): 1. Karl Rup- pel, PGH., 5:46,2; 2. W. Müller, KGH., 6:03,4. Einer-Ka jak, K. I, Leistungsklasse I (1000 Meter): Bereichs-Kriegsmeisterschaft: 1. Paul Sck;ugart, PSK., 4:40; 2. Heinrich Fey, CKC., 4:47,9; 3. Joachim Kaphingst, MKC., 4:48,5. Zweier-Faltboot (WF. 2) , HI, Kl. B, Anfänger (4 0 0 Meter): 1. Karlheinz An- dreas/Walter Eiring, PGH., 2:20; 2. Rudi Ortmul- ler/Karl Schmidt. MKC., 2:23; 3. Engelhard Nolte/ Karlheinz Nolte, PGG., 2:30. Einer-Faltboot (WF. 1), Anfänger, HI., Kl. B (400 Meter): 1. Reinhold Briese, PGH., 2:34; 2. Gideon Schüler, MKC., 2:40,3; 3. H. Sier, GRG., 2:45. . Einer-Faltboot (WF. 1) HI., Kl. B (L e i- stun gs klasse (4 00 Meter): 1. Martin Pawlowsky, MKC., 2:30,3. Einer - Faltboot, Leistungsklasse (F. 1), HI., Kl. A (600 Meter): 1. Heinz Rodde- wig, CKC., 3:06; 2. Karl Knoll, KGH., 3:11,1; 3. Arno Siebert, CKC., 3:11,3. Zwei er-Kajak K. II, Leistungsklasse! (100 0 m), Bereichskriegsmeisterschaft: 1. Heinrich Fey/Alfred' Schindehütte, CKC., ohne Kampf ge- Wonnen. „__ Zweier . Wanderfaltboot (WF. 2), A n« fängerklasse (600 Meter): 1. Karl Nuppel/ den: 1. Kling (115) 16,8; 2. Schmuck (115) 17,2; 3. Gillner (115) 17,3. Weitsprung: 1. Neue (186 Bensheim) 6,80 Meter; 2. Winkler (116 Gießen) 6,20 Meter; 3. Müller (166 Bad Hamburg) 6,00 Meter. Hochspruna: 1. Naumann (81) 1,70 Meter; 2, Böllinghaus (116) 1,65 Meter; 3. ©inner (115) 1,60 Meter. Stabhoch: 1. Lmnscheld (253 Limburg) 3,00 Meter; 2. Kling (115) 2,90 Meter; 3. Einig (115) 2,80 Meten Speer: 1. Maul (115) 48,90 Meter; 2. Pulch (288 St.- Goarshausen) 47,74 Meter; 3. Roatsch (288) 45,79 Meter. Diskus: 1. Müller (81) 33,88 Meter; 2 Krämer (115) 31,94 Meter; 3. Winter (115) 31,07 Meter. Hammer: 1. Knapp (115) 29,36 Meter. Fünfkamp f: 1. Neue (186) 3687 Punkte; 2. Edel (288) 3605 P.; 3. Rödner (115) 3279 P.— Reichssport wettkampf. H I.: 1- Bann 88 Wetzlar 3194 P.; 2. Bann 392 Gelnhausen 3007 P.; 3. Bann 116 Gießen 2950 P. DJ.: 1. Jungbann 116 Gießen 2387 P.; 2. Jungbann 392 Gelnhausen 2356 P.; 3. Jungbann 118 Worms 2222 P. — 4X75-Meter-Staffel (D I): 1. Dann 115 Darmstadt 39,5; 2. Bann 116 Gießen 39,9; 3. Bann 80 Wiesbaden 40,0. und blieb mit 6:2 siegreich. NndruckWolle Dieg« errangen weiter Spvg. Furth und 1. FC. ^trnberg, die den Stuttgarter SC. b.W Schwaben Augsburg jeweils mit 7:0 abfertigten. Der SS. Woldhof behauptete sich durch zwei Treffer non Erb vur knapp mit 2:1 gegen die Spvgg. Sandhosen und t" Frank- furt fanHas Treffen zwischen Rotwech und dem Miitelrheinrneister DsL. 99 Köln be.rn Stand non 11 ein vorzeitiges Ende. Im Kasseler Loka.treften behielt der BC Sport mit 4:0 über die Kurhessen die Oberhand. Bon den übrigen Spielen sei die Begegnung zwischen Rotweiß Essen und Schalke 04 heworge. hoben. Erst in der Verlängerung konnte Schalte zum 2:1 l:l)-Sieg kommen; Eppenhoff schoß das entscheidende Tor. Schwarzweiß Esten behauptete sich in Duisburg mit 1:0, der Hamburger L>D. zog bei seinem alten Rivalen Holstein Kiel mit 1*2 ben Kürzeren und Eimsbüttel ging mit dem gleichen Ergebnis gegen Werder Bremen em. Polizei Chem- nitz blieb in Dresden gegen die Sportfreunde 2^0 lienreicb und die Wiener Admira kehrte aus Prag mit einem 2:1-Sieg heim. Rapid und Austria Wien hatten sich bekanntlich bereits im Laufe der ver. gangenen Woche für die zweite Schlußrunde quält- fiziert. Das bedeutendste fußballsportliche Ereignis des zweiten Juli-Sonntags war die 1. Tfchammerpokal- Schlußrunde mit ihren rund 30 Spielen. Von den 20 Bereichsmeistern, die erstmals in die Kämpfe ein- griffen, blieben mit LSD. Stettin, Hamburger SV., NSTG. Prag, Kickers Offenbach und VfL. Mann- heim-Neckarau gleich fünf auf der Strecke. Der Pokalverteidiger Dresdner SC. mußte noch einmal zusehen, da fein Gegner (LSV. Wurzen oder BC. Hartha) noch nicht feststand. In den süddeutschen Bereichen gab es eine ganze Reihe von interessanten Pokalbegegnungen. Wurt- tembergs Meister Stuttgarter Kickers schoß mit einem Ergebnis von 17:0 (8:0), dos er gegen den Nisten Dominik bleibt ein Träumer. Der Chefingenieur LietzenÄorf ist ein Rechner.— Wenn Nisten Dominik von Chemie spricht, dann meint er damit die Fülle der Wunder, in denen sich das Werden und Altern der Erde erfüllt. Sein chemisches Laboratorium erscheint ihm als eine kleine Zauberkammer, in der der Mensch tnt Wim zigen das wiederholt, was Gott im Gewaltigen vorgeschaffen hat. Die Elemente sind ihm Bausteine am All, die chemischen Verbindungen erste Gestaltungen eines Schöpferwillens. Wenn dagegen der Betriebsleiter Lietzendorf das Wort Chemie hört, dann versteht er darunter eine Wissenschaft von Formeln und Reaktionen, von Analysen und Synthesen, von festen, flüssigen und gasförmigen Körpery und ihren Einwirkungen auf« einander nach dem Verhältnis ihrer Atomgewichte und Wertigkeiten. Ihm ist das Element nicht der Urstoff, aus dem der Wille eines Allmächtigen die Wunder der Welt auftürmte, sondern eines der genau abgezählten zweiundneunzig Masseteilchen, auf die sich alles Körperliche auf der Welt zurückrech- nep läßt. Jedes dieser Teilchen besteht aus einem Kern von unvorstellbarer Winzigkeit, um den wie der Mond um die Erde oder die Gestirne um die Sonne — andere elektrisch geladene Winzigkeiten herumsausen. 303 000 Trillionen dieser Dingerchen sind beim Wasserstoff ein Gramm schwer und füllen einen Eimer von elf Liter Fassungsvermögen. Zehn Millionen wie Perlen nebeneinander aufgereiht ergeben die Länge eines Millimeters. Würde man den Eimer voll Wasserstoff- perlen auf eine Schnur ziehen, so wäre diese dreißig Milliarden Kilometer lang und ließe sich fünfunddreißigmal um die Bahn spannen, auf der unsere Erde die Sonne umkreist. Nachher kann man die Schnur dann wieder zusammenwickeln und m den Eimer zu weiterem Gebrauch aufheben. (Fortsetzung folgt.) gebrochenen Gedanken von vorhin wieder auf. „Auf Grund der absolut klaren Rechtslage fordere ich jetzt natürlich Erfüllung der Verpflichtungen, die ich Ihnen eben näher präzisiert habe." Und wieder zeigt sich, auch in dieser Stunde und diesem Gegner gegenüber, sein grundvornehmer Charakter. , . ..Ich will Sie aber mcht überrumpeln. Besprechen Sie die Angelegenheit mit Justizrat Specer. Ich warte auf Ihre Erklärung bis — sagen wir — heute in vier Wochen. Falls ich aber bis dahin keinen binderen Bescheid über Ihre Entschließung haben sollte" — seine Stimme wird plötzlich schnei- dend — „beauftrage ich von mir aus meinen Anwalt mit der Nichtigkeitsklage. Ich warne Sie, inzwischen auch nur eine Aktie zu veräußern. Die Aktien sind mein — nach Ihrer eigenen Begründung — und Sie erhalten von mir auf Heller und Pfennig zurück, was Sie dafür aufgewendet haben." „Drei ausgeblasene Eier", tönt es durch Frinzkas Erinnerung. Wer hat das kürzlich gesagt? — Er oder Lind? Er kann sich im Augenblick nicht mit Sicherheit besinnen. Mit Mühe kann er eine Antwort hervorwürgen. „Ich werde mich gleich mit meinem Anwalt besprechen." „Tun Sie das. Und sagen Sie ihm gleich, daß nicht bloß die Unkünddarkert des Vertrages feine Nich- tigkeit bedingt, sondern auch die ganze Unanftän' digteit, mit der Sie Ihren Dorteck seinerzeit aus meiner Notlage erpreßten. Ich hätte von mir aus nie von meinen Rechten Gebrauch gemacht. Da Sie es aber nunmehr wünschen, Herr Frinzka, so habe ich keinen Anlaß weiter, auf Sie mehr Rücksicht zu nehmen, als Sie sich selber gewähren wollen." Frinzka erhebt sich schwerfällig aus seinem Sessel. Sie Glieder sind ihm eingeschlafen. Der Kopf tut ihm wehe. Er ist keines klaren Gedankens mehr fähig. „Also in vier Wochen —", erinnert Dominik. „Sie brauchen sich nicht persönlich herzubemühen. Das beste ist, Sie lassen mir durch Ihren Anwalt schreiben, da Sie ja doch kein Jurist sind." Frinzka verbeugt sich stets. Er hat alle Mühe, soviel Haltung zu wahren, daß er beim Verlosten des Zimmers nicht taumelt. Nisten zieht die Tür hinter ihm zu und öffnet dann alle Fenster weit. Händen des Bereichsfachwartes für den Kanusport Walter Gutacker (Kassel). Bewährte Kameraden von der Paddlergilde in Gießen hatten sich für den Wettfahrtausschuß als Starter, Schiedsrichter, Ziel, richter und Zeitnehmer zur Verfügung gestellt. Für die fernmündliche Verbindung von den einzelnen Startplätzen zum Ziel hatte die Nachrichtenaefolg. schäft der HI. eine Fernsprechleitung gelegt, so daß eine dauernde Verbindung zwischen den einzelnen Stationen vorhanden war. .. Bereichsfachwart Gutacker (Kassel) würdigte am Schlüße der Veranstaltung in einer Sieger- ehrung die Leistungen aller Teilnehmer und über, reichte den Stegern Anerkennungsurkunden. Die tn allen Teilen wohlgelungene Veranstaltung endete mit dem Gedenken an den Führer. Sie Ergebnisse der Wettkämpfe. Beteiligte Vereine: Paddlergilde Hanau e. D. (PGH), Kanu-Gesellschaft Hanau e. 23. (KGH), Cas- feier Kanu-Club e. 23. (CKC), Marburger Kanu- Club e. 23. (MKC), Kanu-Klub Wetzlar e. D. (KWC)' Skiklub Lauterbach (SKL), Gießener Rudergesell. schäft von 1877 e. 23. (GRG), Gießener Ruderklub Hassia 1906 e. 23. (GRH), Paddelsport Kassel (PSK), Universität Gießen, Paddergilde Gießen e. V. iner-Wanderfaltb. oot W F. 1, DJ.- Klasse (300 Meter): 1. Adolf Paulson (KHG) 1:43,2; 2. Friedrich Schußler (GRH) 1:54,6; 3. Willi Heller ($3 w e te r4' Kajak K 2, Anfängerklasse, (1000 sieter): 1. H. Pfeil/W. Müller (KGH) ohne Kampf gewonnen. ~ „ /CT, Zweier-Faltboot, Leistungsklasse (F 2), HJ-Kl A (600 Meter): 1. Heinz Roddewig/Arno Siebert (CKC) 2:43,8; 2. Karl Rohrweger/Hans Blei (PGH) 2:48,4; 3. Fr. Rodenhausen/B. Pflatzer ^E?n /r^F a l t b o o t, Anfänger (W F. 1) H2 - Klasse B (400 Meter): 1. KaH Heinz Andreas (PGH) 2:37,9; 2. Egon Charisse (PGG) 2:40,5; 3. Karl Schmidt (MKC) 2:41. Einer-Faltboot F 1, Altersklasse I und II (600 Meter): 1. Karl Althaus, in Klasse I (WH) (SKL) 3:36,5; 1. Ernst Rödel, in Klasse II (KCW) Wilhelm Börner, PGH-, 3:08,7; 2. Ruckelsh ausen/ Zimmer, Univ. Gießen, 3:11,2. Einer-Faltboot F. 1 - Frauerr-An- fängerkl. (600 Meter): 1. Anni Schmidt (PGH.) 4:04,4; 2. Erna Belzer (MKC.) 4:29,9. Einer-Faltdoot F. 1 — Frauen- Leistungsklasse II (600 Meter): 1. Elfriede Winnhauer (MKC.) 3:54. Zweier-Faltboot F. 2 — Alterskl. 1 (6 00 Meter): 1. H. Schmackpfeffer / F. Weichselgärtner (KGH,) 2:57,2; 2. Ernst Rödel / Karl Alt- haus (KCW./SKL.) 3:08,7. Einer-Faltboot F. 1 — Leistungs- Unter nicht gerade idealen Dorbedinaungen traten am Wochenende im Frankfurter Sportfeld HI. und BDM. zu ihren Gebiets- und Obergaumeifterschaften in der Leichtathletik zusammen. Das muß bet den erzielten Zeiten und Weiten berücksichtigt werden, die sich aber auch ohnedies sehen lasten können. Der erste Tag. Der erste Tag gab den Vorkämpfen sowie dem Reichssportwettkampf des Jungvolkes breiten Raum. Es fielen aber auch schon einige Entscheidungen. Sie hatten folgende Ergebniste: Hitler-Jugend: 100 Meter: 1. Neue (Bann 186/Bensheim) 11,0; 2. Ruth (98/Hanau) 11,1; 3. Gensicke (288/St. Goarshausen) 11,6. 800 Meter: 1. Kern (81/Frankfurt) 2:01,8; 2. Hartung (115/Darmstadt) 2:01,9; 3. Schafsrath (118/Worms) 2:02,3. Kugel : 1. ©M (288/St Goarshausen) 11,98 Meter; 2. Schmidt (80/Wres- baden) 11,80; 3. Seipel (287/Offenbach) 11,75. Keulenweitwurf: 1. Sprenger (166/Bad Homburg) 69,30; 2. Kröhle (769/Alzey) 69,10; 3. Roatsch (288/St Goarshausen) 68,40. Dret- sprung: 1. Naumann (81/Frankfurt) 13,37 m; 2 Emia (115/Darmstadt) 12,90; 3. Sticher (233/Lim- burg) 12,59 m. BDM: 80 Meter Hürden: 1. Wieden- beck (81/Frankfurt) 13,0; 2. Trabold (115/Darm- stadt) 13,5; 3. Mauer (117/Mainz). Dtskus: 1. Becker (117/Mainz) 31,20; 2. I. Füg 81/Frank- furt) 28,70; 3. Heilmann (115/Darmstadt) 23,91 m. H ochsprung: 1. Schall (81/Frankfurt) 1,48; 2. Zech (166/Bad Homburg) 1,42; 3. Huske (116/ Gießen) 1,38 m. BDM.-Werk Glaube und Schönheit: 80 Meter Hürden: 1. Burggraf (81/Frank- furt) 12,6. Diskus: 1. Rackles (81/Frankfurt) 32,59; 2. Junker (81/Frankfurt) 28,41; 3. L. Füg (81/Frankfurt) 27,50 m. Hochsprung: 1. Burggraf (81/Frankfurt) 1,38; 2. Leim (166/Bad Hom- bürg) 1,38; 3. Zenk (287/Offenbach). Der zweite Tag. Die Leichtatletikmeifterscha-sten des Gebiets und Obergaues Heffen-Nassau im Frankfurter Sportfeld erhielten durch die Anwesenheit von Gauleiter Sprenger ein besonderes Gepräge. Die Ergebnisse vom Sonntag (einige Wettbewerbe konnten nicht mehr durchgeführt werden): , HI.: 400 Meter: 1. Rückrich (Bann 118 Worms) 51,5; 2. Achatz (115 Darmstadt) 51,8; 3. Schneider (115) 53,2. 1500 Meter: 1. Detth (117 Mainz) 4:22,0; 2. Schütz (115) 4:23,2; 3. Armbrust (81 Frankfurt) 4:26,4. 110 Meter Hur- .Hch bin leider kein Jurist", meint er schließlich und legt das Buch geschlossen auf den Tisch. ' „Schon recht!" nickt Dominik. „Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß Sie mich auf einen recht guten Gedanken gebracht haben." Er blinzelt sein Gegenüber über die Brillengläser hinweg an. Er genießt diese Stunde, die ihm ein Entgelt bietet für taufend andere, in denen er sich gesorgt und gelitten hat. Und ganz weltmännisch, mit einem feinen Spott, der kaum herauszuhören ist, fetzt er die Worte: „Es gibt da noch irgendwo eine andere Bestimmung, 'wonach wir uns gegenseitig das herausgeben müssen, was wir uns im Vertrauen auf ote Verbindlichkeit der Abrede geleistet haben. Das heißt, Sie kriegen das Kaufgeld nach dem alten Aktienkurse wieder — zuzüglich der gesetzlichen Zin- 1 sen selbstverständlich — und dagegen rücken Sie die Effekten mit Dividenden, Bezugsrechten wieder heraus." Nissen sieht staunend auf seinen Vater. Das also ist der große Dominik in einer seiner großen Stunden. Der Mann, der als kleiner Ingenieur in einer Schmiedewerkstatt seine Laufbahn begann und jetzt eine der angesehensten Werften Deutschlands leitet! Nur feiner Hand spürt man es an, wie erregt Dominik in seinem Innersten ist. Sie zuckt über die Schreibtischplatte. Aber auch das versteht er zu verstecken. Er nimmt den Bleistift zwischen die Finger und zwingt sie festzuhalten und Bogen und Sttiche über das Löschpapier zu führen. Einen Augenblick lang ist es Nissen als müsse er diese Hand, streicheln, der man es noch^ immer an sieht, daß sie in früheren Jahren den Schmiedehammer geschwungen und die Drehbank bedient hat. Aber es gibt ja keine Zärtlichkeiten zwischen diesem Sohn und diesem Vater — gäbe auch keine, wenn nicht der Herr Frinzka mit arauem Gesicht zwischen ihnen in seinem tiefen Sessel hockte. „Also, Herr Frinzka", nimmt Dominik den ab» zweitklassigen badischen Vertreter VfB. Knielingen erzielte, den Dvael ab. Die beiden Nationalspieler Conen und Sing schossen allein je fünf Tore. Badens Meister VfL. Neckarau trat mit einer stark ersatzgeschwächten Elf gegen den FD. Metz an und wurde von den Lothringern glatt mit 0:4 (2:0) distanziert. Auch der S-üdwestmeister Kickers Offenbach ist bereits aus dem Rennen. Er trat bei Borussia Fulda, dem hessischen Meister, an und unterlag in einem torreichen Treffen mit 6:9 Toren. Das ist eine Ueberraschung, zumal wenn man hört, daß die Kickers nach 20 Minuten 5:0 und bei der Pause 5:1 führten. Bayerns Meisterelf 1860 München lieferte in Regensburg gegen Jahn eine vorzügliche Partie Oie Auslese für die Adolf-Hitler-Schulen. 3m Drmm bes Reich-fug-Muhrers wird über die Gauauslese für die Adolf-Hitler-schulen derrch- tet Wer die außergewöhnliche Förderung durch kne Partei — Schulgeldftekheit und Ausbildung^ über die üblichen Schulziele hinaus — in 2lnjpruH) nimmt, der muß schon als ZwöftMrrger dce Gewähr bieten, daß die Gemeinschaft diese Mittel nicht umsonst aufwendet. Die Gail« hatten den Auftrag, aus dem Geburtsjahrgang 1929 ine Besten he-rauszufinden. In der Regel war das Verhältnis der Gesamtstärke des Jahrganges zum Gaukontm- aent 1 :1000 und darüber. Wenn also Jungen als geeignet für die Adolf-Hitler-Schulen' anerkannt werden sollten, dann mußten sie unter m t n - be ft en s 1000 Alter sgenossen die Spitze halfen. In Ausbildungs- und Sondereinhelten des Jungvolks war die Dorauslese bettieben worden. Bezeichnend für die Leistungsfähiakeit der Krnder- landverschickungs-Lager ist, daß sich unter den von der Reichshauptstadt für die Adolf-Hitler-Schulen benannten 20 Jungen allein 13 befanden, die längere Zeit in KLV.-Lagern waren. Ferner hat die Auslese ergeben, daß die breite Schicht der Arbeiterschaft unserem Volke noch unabsehbare Reserven an Führungskräften zu geben vermag. Aon der philipps-üniversiiöi. LPD Marburg, 13.Juli. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat verfügt, daß die von Professor Born Hausen, zuletzt Frankfurt a. M., geleitete Amerrka- Bl- b l i o t h e k der hiesigen Theologischen Fakultät überwiesen und in der Religionskundlichen