s iS WM-, Samstag, U. / Sonntag, 15. Juni 1941 fr A-wT d Samstag, 14-' Gietzener Anzeiger mailich, [tedgebi RM1.80 Nichterscheinen m einzelnen Nummern hfolge höherer Gewalt 'H Das „Haus des guten Geschmacks // Von unserem Mün.-Berichterstatter. Der Flottenchef Lldmiral L ü t j e n s (linkes Bild) d a f r i k a keine besonderen Kampfhand- cht meh Abschnit t 3n Kor lungen. Bei Versuchen des Feindes, nach Norwegen einzufliegen, schossen Jäger zwei britische Kampfflugflugzeuge ab. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben, durch die mehrere Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Einige Wohngebäude wurden zerstört oder beschädigt. Brände konnten durch den Sicherheits- und Hilfsdienst und durch den Werkluftschuh schnell gelöscht werden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen vier der angreifen- den Flugzeuge ab. In der Zeit vom 9. bis 12. Juni verlor der Feind zusammen 3 7 Flugzeuge, hiervon wurden 26 durch Nachtjäger und im Lustkampf, sieben durch Flakartillerie und vier durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen, während der gleichen Zeit gingen sieben eigene Flugzeuge verloren. chnik, ihr ■HBruinuuiw....... । fC; Zustellgebühr... riti PÄ.Nichte HiJ, 1 Ifurt. st 1941 lusik, Minister un-g er- iten^er. bis 16 ndo bes lerei, Kleinkunst oder Kunschandwerk. Im Obergeschoß liegen die Aufenchaltsräume für die Besucher, die ebenfalls mit deutschen kunstgewerblichen Arbeiten ausgeschmückt sind, und die Bibliothek, die gleichzeitig als Bortragssaal benutzt werden kann. Sie schmückt ein Wandgemälde des Wiener Professors Kitt, das Walther von der Vogelweide darstellt. Daneben erscheint das Wappen Wolfram von Eschenbachs, als Hinweis auf den Beginn der deutsch-spanischen Beziehungen im Mittelalter. So ist das deutsche Kulturinstitut, das von einem deutschen und spanischen Architekten entworfen und eingerichtet wurde, schon im Aufbau ein Ausdruck der gemeinsamen Kulturarbeit, der es dienen soll. Genf, 13. Juni. (DNB.) Wie aus Vichy gemeldet wird, hat sich nach dem Bericht des französischen Kriegsministeriums vom Freitagabend im Laufe der letzten 24 Stunden der Druck der britischen und gaullistischen Streitkräfte auf allen Frontabschnitten Syrien—Libanons ohne bedeutende Ergebnisse v e r st ä r k t. In der Küstengegend habe der Gegner, dank der ständigen Unterstützung seiner noch verstärkten Seestreitmacht, mit Infanterie und Kampfwagen am Donnerstagabend bis in die Nähe von Saida vordringen können, wo die französischen Streitkräfte nach wie vor standhielten. In der Gegend von Merdjayoun und Has- baya hätten kanadische Truppen im Laufe des Nachmittags ihren Angriff erneuert. Sie hätten in einer Vorpostenstellung Fuß fassen können, seien aber sonst überall aufgehalten worden. Die feindliche Luftwaffe habe erneut in mehreren Angriffen den Hafen von Beirut in der Nacht zum 13. Juni bombardiert. Ein motorisierter englischer Angriff an der Libanon-Küste ist durch Fremdenlegionäre, die hassanya halten, zurück- geschlagen worden. Zeitweise zersprengte algerische Einheiten konnten sich in der Nacht wieder sammeln. Die zuversichtliche Stimmung der Truppen hält an. Im übrigen hebt man hervor, daß der englische Vormarsch 'nach sechstägigen Kämpfen ni£x —u~ als 80 Kilometer beträgt. Das gilt für den Abschnitt längs der Straße nach Damaskus, wo im übrigen nur schwache französische Vorposten standen, die den Auftrag hatten, kämpfend zurückzugehen und sich auf die Hauptwiderstandslinie vor Damaskus zurückzuziehen. Zwischen Tyrus und Saida gelangten die Engländer trotz stärkster Artillerieunterstützung ihrer Kriegsschiffe in vier Tagen nur etwa 25 Kilometer vorwärts. Oer Wehrmachtbericht. Berlin, 13. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Handelskrieg gegen Großbritannien erzielte die Luftwaffe erneut Erfolge. Kampfflugzeuge versenkten im St.-Georgs-Kanal vier bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 28 000 BRT. und beschädigten im gleichen Leegebiet und an der schottischen Ostküste vier weitere große Frachter. Leichte Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht mehrere Flugplätze in Süd- und Wittelengland mit guter Wirkung an und schossen hierbei zwei mehrmotorige britische Flugzeuge ab. Im Wittelmeerraum war ein Angriff der deutschen Luftwaffe auf Haifa in der Nacht zum 12. Juni besonders erfolgreich. hat beim Untergang des Schlachtschiffes „Bismarck" den Heldentod gefunden. Zu seinem Nachfolger hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht den bisherigen Chef des Stabes der Seekriegslei- tung, Admiral Schniewind (rechts) ernannt. — (Scherl-Bildarchiv-M.) — Schniewind wurde 1887 geboren und trat 1907 in die Kaiserliche Marine ein. Er tat zu Beginn des Weltkrieges Dienst auf dem Torpedoboot „S 24". 1917 wurde er Kommandant in der VII. Torpedobootsflottille, später Flaggoffizier und 1918 Kommandant von „S 138". Als Kapitän zur See befehligte Schniewind dann den Kreuzer „Köln" und wurde 1934 Chef des Bildungswesens der Marine. 1937 kam er in das damalige Reichskriegsministerium als Chef des Marinewehramtes, wurde 1937 Konteradmiral und 1939 Vizeadmiral. Bei Kriegsausbruch war er Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Am 1. September 1940 erfolgte seine Ernennung zum Admiral, nachdem ihm am 24. April 1940 vom Führer das Ritterkreuz verliehen worden war als Anerkennung für seine Leistungen bei der Planung und Leitung der Seeoperationen. iprunq- Meter r 36,80 len bei. Mn- schöner tb auch Huntziger an dieDevölkerungSyriens Vichy, 13. Juni. (DNB.) Der französische Str i e g s m i n i_fte r General Huntziger dichtete im Namen Marschall Petains einen Aufruf an die jy- Mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet Berlin, 13. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Kapitänleutnant Herbert Schultze, Kommandant eines Unterseebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermitelte ihm folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich der Versenkung von 200 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes als 15. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler." Wie im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht mitgeteilt, hat Kapitänleutnant Herbert Schultze eine Versenkungsziffer von 200 000 BRT. überschritten, hierzu erfahren wir, daß dieser erfolgreiche U-Bootskommandant insgesamt 29 feindliche Handelsschiffe mit 202 500 BRT. versenkte. Schultze ist 31 Jahre alt, er stammt aus Kiel, wo sein Vater Fregattenkapitän war. Schultze machte die planmäßige Seeoffizierslaufbahn durch mit) nahm an zwei Auslandsausbildungsreisen auf den Kreuzern „Emden" und „Karlsruhe" teil, die ihn zweimal um die Welt führten. Seit 1937 dient er i zu Ipü iraeM 1916 jorgt lb r brachkr : lang-k' V , (U tagel. 6; ngew zielenden I die um- )>5 heiler Decher Wei. Die Lage in Syrien. Verstärkter britischer Druck an allen Fronten. Wie schon ausführlich gemeldet, empfing der Führer im Führerbau in München den rumänischen Staatsführer General Antonescu. Der Führer geleitet hier seinen Gast an den Kraftwagen. In der zweiten Reihe (von rechts) Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, Generalfeldmarschall Keitel und Gesandter Dr. Schmid t — (Presse-Hofsmann-M^ !• 8:ll l. Ul 'ch eine ter bie* 11 nicht ' diesen Ramp. lährech zeigten es, ob. i hatte, in, rooi «nj be. Annahme von ’Hniemen für die Mittagsnummer 6i38,/2Ubr des Vormittags Anzeig en-Preise: Anzeigenteil 7 Rvi le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Flugzeuge wurde von unserer Luftwaffe abgeschossen. In N o r d a f r i k a an der Tobruk-Front beiderseitige Artillerietätigkeit. Verbände unserer Sturzkampfflieger haben Stellungen, Luftabwehrbatterien, Barackenlager und Truppen bei Tobruk wiederholt bombardiert. Eine Batterie erhielt einen Volltreffer. Weiterhin wurden Brände und Explosionen beobachtet. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben erneut einige Bomben auf Bengasi und benachbarte Ortschaften abgeworfen. In Ostafrika sind am Morgen des 11. Juni anglo-indische Flottenstreitkräfte vor Assab erschienen und haben die bereits von unseren Truppen geräumte Stadt bombardiert und besetzt. Im Abschnitt von G o n d a r wurden Angriffsversuche gegen unsere Stellungen von U o l ch e f i t glatt abgewiesen, die feindlichen Verluste belaufen sich auf mehrere hundert Mann. Weitere feindliche Formationen haben, von Bomben- und MG.-Angriffen der Luftwaffe unterstützt, unsere Garnison von Debra Tabor mit starken Kräften angegriffen. Sie wurden zurückgewiesen, nach Gegenangriffen verfolgt und von unseren Jägern mit MG.-Feuer belegt. Im Gebiet von Galla und <5tb am o nehmen die Bewegungen unserer Truppen ihren Fortgang, die mit beweglichen Kolonnen bei Gegenangriffen dem Feind beträchtliche Verluste zufügten. Antonescu beim Führer. Bier Handelsschiffe mit 28000 BRT. versenkt Der Feind verlor vom 9. bis 42. Zum 37 Flugzeuge. Postscheck 11686 Frankk^M. vrühlsche UniversttAsdruckerei 8. Lange Sieg an allen Fronten. Der zusammenfassende Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über die deutsche Kriegführung gegen England in den ersten Monaten des Kriegsjahres 1941, den der Führer in seiner letzten großen Rede vor dem Reichstag am 4. Mai anae- kündigt hatte, liegt nun der Öffentlichkeit vor. In der harten, knappen Sprache des Soldaten gibt er ein klares Bild der großen deutschen Waffenerfolge auch in diesem Abschnitt des Krieges- Er vermeidet bei allem berechtigten Stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht und bei allem nicht minder berechtigten Selbstbewußtsein ebenso die großen Worte wie er auch keine Ausflüchte und Beschäm, gungen kennt. So wird seine phrasenlose Sachlichkeit, der überzeugendste Beweis für die deutsche Wahrheitsliebe, auch dort ihren Eindruck nicht verfehlen, wo man sich am liebsten die Ohren zuhalten möchte vor allem, was aus Deutschland durch den Aether dringt, aber nicht hindern kann, daß die Sprache der Wahrheit ihre Hörer findet und sie zum Nachdenken darüber anregt, ob die Flut von Lügen und Verleumdungen, mit denen Churchill und seine Sendboten in USA. die neuesten Niederlagen Englands zu entschuldigen und zu verschleiern suchten, wirklich vor den Tatsachen standhält, die der Bericht des deutschen Oberkommandos mit zwingender Logik vor der Weltöffentlichkeit ausbreitet. Der erste Teil des Berichts, soweit er sich auf den Kampf der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe gegen die britische Insel und ihre Verfor- gungswege in den ersten vier Monaten des Kriegs, jahres 1941 bezieht, schließt unmittelbar an den Halbjahresbericht an, den das Oberkommando der Wehrmacht am 2. Januar 1941 über den Kampf der See- und Luftstreitkräfte gegen England in der Zeit vom Waffenstillstand mit Frankreich bis zum Jahresende erstattet hat. Churchill hat von dieser Zeitspanne einst stohlockend als von der „Pause" gesprochen, die es England ermöglichen werde, dem deutschen U-Bootkrieg wirkungsvoll zu begegnen und die Schrecken der deutschen Luftangriffe auf die Häfen und Werften, Rüstungs- und Versorgungszentren der Insel erträglich zu gestalten. Aber die Entwicklung der Schlacht im Atlantik wie des Luftkrieges über der Insel hat ihn bald eines anderen belehrt. Churchill ist immer klein» lauter geworden. Immer häufiger mischt sich in die bombastischen Prahlereien seiner Unterhausreden das Eingeständnis, daß sich Englands Lage auf diesen entscheidenden Kriegsschauplätzen immer mehr zuspitzt. Er befindet sich dabei in einer peinlichen Zwickmühle, die das nervöse Hin und Her der bri- genügt; - i»!? e « i ilN fr*1“* n, iE holl t'-i Dir 1^ WM ich «z , zliM n, ijl _ frlP5 in b« W*- * % wi der U-Bootwaffe, er gehört also zu den Männern, die über eine vieljährige Erfahrung in dieser Spezialwaffe verfügen. Die ihm jetzt zuteil gewordene Auszeichnung ist der Lohn für die kühnen Taten, die er in vielen Fahrten gegen den Feind mit seiner Besatzung vollbracht hat. Der neue Flottenchef. s stRack^Mck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, im Juni 1941. Die kürzlich erfolgte Einweihung des d e u t- |oen Kulturin st ituts in Madrid ist ein Sisdruck der deutsch-spanischen Verbundenheit, nicht ntr im politischen Geschehen, sondern auch im kul- tretten Leben der beiden Völker. Seit Jahrhun- tyrten besteht ein ununterbrochener Strom des Aus- 51(4)65 zwischen Deutschland und Spanien. Unter einem Kaiser vereint, fanden schon im 16. Jahr- jlnbert spanische Sprache und spanische Philosophie Eigang in Deutschland, und im 17. Jahrhundert [itanD bereits eine enge Studienverbindung zwi- tten den Universitäten Gießen und Witten- i> r g und Salamanca. Im 18. Jahrhundert »r Spanien für die Deutschen in Dichtung und jilerei das Land der romantischen Sehnsucht und »füllung. Schon Wolfram von Eschenbach hatte it Parsival die Burg der Gralsritter nach Spa- ri n verlegt. Diese Gedanken werden nun wieder Hendig. I“daneben setzt die philologische Erforschung Spa- 15 ein. Tieck übersetzte zum erstenmal den Don ljote, Schlegel übertrug Calderon, Grillparzer b eingehende Studien über Lope de Vega. Her- sammelte in feinen Stimmen der Völker spani- Volkslieder und E. Th. A. Hoffmann bemühte um die Aufführung spanischer Klassiker auf tschen Bühnen und sogar Goethe inszenierte mit höpsender Mühe Calderon im Hoftheater von imar. Später halfen Humboldt und Schack für Verbreitung der Kenntnis Spaniens in Deutsch- d. -Mi der heutigen Zeit haben die Arbeiten deut- schr Romanisten, wie Schulten, Jessen, Kehrer, firiger und Voßler, um nur einige der bekannteren zu nennen, wertvollste Arbeit auf dem Gebiet lr spanischen Vorgeschichte, der Literatur, der Lauche und der Kunst geleistet. Die großen spanisch ii Dramatiker Calderon und Lope de Vega er- IMen eine Renaissance auf deutschen Bühnen, wie ||t die spanischen Theater selbst nicht aufzuweisen IM en. Die von Hans Schlegel übertragenen und Itoirarbeiteten Stücke wurden in den vergangenen rr Jahren über tausend Mal aufgeführt — das ist ine Zahl, die in der Welt ohne Beispiel da- l'e t Ja, es ist sogar so, daß die deutschen Büh- rÄiÜberarbeitungen spanischer Klassiker von den intern für spanische Ausführungen rückübernom- Mii wurden. » Umgekehrt hat auch Spanien stets einen Strom htjdjer Kultur in sich ausgenommen. Er zeigt sich, & ein Beispiel aus der Architektur zu nennen, im Morial, dem Paläste Philipps II. und der heutigen ^ionalen Weihestätte Spaniens, der im Stil und ■Dieberung oberdeutsches Renaissancegepräge zeigt, ihr in der Kathedrale von Burgos, der schönsten Mischen Kirche Spaniens, die von dem deutschen Mister Hans von Köln gebaut wurde. Zur Zeit M Romantik wurden die romantischen Ideen General-Anzeiger für Oberhessen ch «ieSen^ulfitaW-« fvet n Besitz großen gesteln- t wurde, -rzgt' ; tfy -n 00 M Mita«' waren, : iin wei> Schwein Rondten i L nf n einem || tu einen | auf die I ei einem I ; zu und» k in heu | rische und libanesische Bevölkerung, worin er sie auffordert, Frankreich treu zu bleiben, ganz gleich, wie der Kampf ausgeht. Syrien und der Libanon erlitten jetzt die Schrecken eines ungerechten Krieges, der unter allerlei falschen Voraussetzungen entfesselt worden sei. Trotz des großen Mißverhältnisses zwischen Angreifern und Verteidigern leisteten die französischen Truppen mutig Widerstand gegen einen Eindringling, der unter allen möglichen Versprechen nur Gewalt und Elend bringe. Angesichts der Ereignisse könne er die Bevölkerung der Levante nur auffordern, ihren Glauben an Frankreich zu bewahren. Frontkämpferlegion Madagaskars hinter petain. Vichy, 13. Juni. (DNB.) ,/Die Legion Madagaskar versichert, schrankenlos zu der Person und 3um Werk des Marschalls zu stehen und verurteill jede Dissidenz. Sie bestätigt ihren festen Vorsatz, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zur Verteidigung der Jntegrität des französischen Kolonialreiches beantragen." Diese Botschaft übermittelte der Präsident der französischen Frontkämpferlegion auf Madagaskar dem Generalgouverneur Madagaskars, Armand L4on Anet. Oer italienische Bericht. Rom, 13. Juni. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Unsere Jäger haben am Donnerstag in heftigen Luftkämpfen über Malta acht Hurricane ab» geschossen. Ein Sanitätswasserflugzeug wurde, obwohl es deutlich sichtbar die internationalen Abzeichen des Roten Kreuzes trug, von fünf englischen Jägern angegriffen, zum Wassern gezwungen und noch nachttäglich mit MG.-Feuer belegt. Außer dem Sanitätsflugzeug fehlen zwei unserer Jagdflugzeuge. Im Aegä.ischeu Meer haben englische Flugzeuge die Insel Rhodos bombardier^ Ein feindliches Hh ichtheit seiner Linien. Die Innenausstattung ist deutschen Entwürfen in Spanien aus spa- irci.en Hölzern und anderen spanischen Materialien arg-fertigt worden. In ihrer schlichten Formschon- h i Zweckmäßigkeit und Gemütlichkeit^ erweckt )ie bi> unverhohlene Bewunderung der Spanier, Die bcs deutsche Kulturinstitut bereits das Des ghn Geschmacks" nennen. Im unteren Geschoß ve- ftii-t sich eine Halle, in der Zeitschriften ausliegen e die Arbeitsräume der Leiter des lln Gang mit Glasoitrinen zeigt laufend Ausstei- iiB;.en deutscher Kunst, sei es nun Graphik, Ma- fll. Jahrgang Ur. 159 ! -Erscheint täglich, außer z «Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter ; Heimat unBild DieScholle Bezugspreis: Aüschlands durch Die Zeitschrift „Der Europäer" n Spanien verbreitet, die viel gelesen wurde, und in Valencia erschien eine Sammlung der besten dr.tschen Romane und Novellen. Freilich war die Wrchdringung Spaniens mit deutschem Geistesgut bflials nicht so eingehend wie umgekehrt. In der )i lsiten Zeit jedoch haben der Rekordbesuch der eschen Buchausstellung und Der kurz Darauf« st! enden deutschen Presseausstellung in Madrid Barcelona das außerordentüche Interesse Der sanier am deutschen Geistesleben bewiesen. Der i^tausch von Professoren und die regelmäßigen le-anftaltungen deutscher Musik sind im letzten , »hr zu einer festen Einrichtung geworden. Zahl- «»rinneöI jfee Studienreisen der Jugend, der Studenten und I Air Kreise Des tätigen Lebens vertiefen weiterhin nraert gegenseitige Kenntnis. ■ J !||2He diese Arbeiten der kulturellen Durchdringung Itr beiden Länder sollen von nun an von dem Datschen Kultur in st itut in Madrid !jb Zentralstelle geleitet werden. Das Institut glic- Ir. sich in Drei Abteilungen, eine wissenschaftliche, für Den Austausch unD eine sprachliche. Die Wenschaftliche Abteilung hat Die Aufgabe, alle Ingen Der deutsch-spanischen Kulturbeziehungen L untersuchen und Die Spanier m allen Fragen ife Studiums deutscher Wissenschaften zu beraten. $ I löst und kommt heute Nacht zurück." Der Kommandeur erzählt weiter: „Eine S unter 11 n t e umgibt Tobruk. Es sind kleine Bunker,! die erst einige Meter vorher sichtbar werden. Sie l ragen nur wenig aus dem Erdboden heraus untj sind aus größerer Entfernung nicht auszumachenA Einige von ihnen haben wir in erbitterten EinzesiZ gefechten geknackt und sind in die Verteidigungslinie eingedrungen. Unter schwerstem feindlichen 2lrl tilleriefeuer, das mich in seiner schnellen Schußfolge,V Stärke und^Präzision fast an die großen Material«I schlachten des Weltkrieges erinnerte, gelang es uns,! dem Gegner Wüstenfestungen zu entreißen. Jetzil liegen wir vor ihnen. Meine Männer erfüllen zum Teil infanteristisch, „Gut so! Dann laufe und melde meiner Schwestc daß ich einen großen Sieg bei Roßbach errungt Habel". Sturmbann tt 1910 in pril 1941 b Woria au jndigem E ibenben B ria geleiste Nordfli hnitten rot hatte Sti lorousabtei g? ber Le chldwebel 1917 in i 5 in den S t Späh- i ' Hilst über jede schwierige Situation hinist die Kameradschaft der Front, die es dieser Reinheit und Vollendung nur dort Nach aus bm auf Kreta gefallen. trat oor i! f'T) r nationalsozialistischen Bewegung. Als Acht- E! es in und auf Ge- die Maginot-Linie und in den Verfolgungs- ren des Westfeldzuges bewiesen. Beim Kampf ie Rupel-Befestigimgen des Strumatales am d 7. April 1941 führte er seinen Stoßtrupp nellem Entschluß dicht an die feindlichen Belingen heran und brach trotz des heftigen Ab- MMrbi zweimal schwer verwundet und mit dem • und in ,men 6 Verluste , meldet ein soeben eintreten- Kompaniechef. Kommandeur und Kompanie- i, zwei Soldatengenerationen stehen sich hier -nuder. - Las ist der Oberleutnant meint der Kom- u«i au* v 1äJ !°ch bieg 'Wer Einb rbetn Scherl'^^ 'N s V des Eisernen Kreuzes an: -Sturmbannführer Meyer, Kommandeur Aufklärungsabteilung der Leibstandarte Adolf Vt, lerfeldwebel Meyer, Stoßtruppführer in Sturmbannführer Meyer wurde am 23. De- icr 1910 in Herxheim geboren. Er erhielt am ^vril 1941 den Auftrag, über den Klisura-Paß Kastoria aufzuklären. Er hat mit seinem auf Ündigem Entschluß beruhenden Erfolg einen leidenden Beitrag zur schnellen Einnahme von njü>eur zu uns gewandt. „Die Feldzüge in Polen inl Frankreich liegen schon hinter ihm. Als ,blü- kt)en‘ Jüngling lernte ich ihn kennen und schätzen. Dii Härte des jetzigen Einsatzes und der entbeh- ^ßpreiche Kamps hier unten haben ihn beinahe m ünem »alten Krieger' gemacht." r3i der Nacht packte der Kommandeur seine ßchen und zog wieder zu seinen Männern hinaus, fr verabschiedete sich von üns: ,Hch bleibe drau- toj bis die Kompanie abgelöst wird, lassen Sie iid) gut ergehen". Vorher hatte er uns mit ,, N echten Wüstenessen beehrt. Es gab Gazellen- ' ftHh. Die Küche hatte erst heute das selten« Fleisch sichre „Speisefolge" ausgenommen. In Pfiff schallte durch die Nacht. „Unser Fami- kipfiff, mein Bruder kommt aus der Stellung!" fict Staffelkapitän war aus feinem Halbschlaf auf- balh uden Hitz me Aue ne W »erben.; heraus q »szuinlüt, ■ten blichen f SchuW, 1 Maten, lng ez 13 ißen. ty fanteM >t in ih mische ki lrchzuftz ner an,; > ausflc? HMen o : jeher $ m, wahra r Vorausabteilung sich große Verdienste um die 11 ge der Leibstandarte Adolf Hitler erworben. iIÄerfeldwebel Walter Meyer wurde am 1. Feb- Mor 1917 in Freiburg i. B. geboren. Er hat sich eh in den Kämpfen des Westfeldzuges als ener- Mr Späh- und Stoßtruppführer ausgezeichnet., ■Item Durchbruch durch die Rupel-Befestigungen ifetrumatales am 6. und 7. April 1941 hat er 'des im feindlichen Feuer festliegenden Angriffs ilikr Kompanie aus eigenem Entschluß seinen Zug rissen und die feindliche Befestigungsfront stoßen. Ohne Rücksicht auf die schwachen ihm jsLerfügung stehenden Kräfte entschloß er sich, ifcv anzugreifen und schlug sich unter schwierig- 1- Geländeverhältnissen bis zur entscheidenden ohe 520 durch Durch hervorragende persönlich ..prfeit hat Oberfeldwebel Meyer rücksichtslos Mn schweren Auftrag ausgeführt und damit ent- eit.'nden Anteil an dem Durchbruchserfolg seines llons. »rfeldwebel Peter D e e f e r rourbr am 25. Juni in Dietsteig geboren. Seine Tapferkeit hat ieldwebel Veeser wiederholt beim Durchbruch u w* t T^nateid)- "St euers in die feindlichen Stellungen ein. Mit !!’®fyen Männern seines Stoßtrupps nahm er niedere feindliche Widerstandsnester und Feldbe- 1 »gingen, brach gemeinsam mit dem Stoßtrupp W Oberfeldwebels Meyer in das stark befestigte .,vr, Mt Klidi ein und nahm zusammen mit seinen yttylk. Tiraden die beherrschende Höhenstellung 520. kämpferischer Mut sowie sein Wille, den be- • schweren Auftrag auszuführen, haben in 10 .f ff?; Zusammenwirken mit den anderen Durch- k oui b'rh,,jtzen seines Bataillons den Fall der feind- ? pdp*। T ^kfestigungen vorbereitet. Mu?'! ^.-Obergruppenführer Schramme Reue Träger des Ritterkreuzes. Berlin, 13. Juni. (DNB.) Der Führer )b« fte Befehlshaber der Wehrmacht verlieh lhter rDrjlhren und schon durch die Zelttür gesaust. UigdHiiiin Augenblick später kam er mit seinem Bruder ^ijck. „Halte deinen Kopf erst einmal richtig über Eeßampe, damit ich dich genau identifizieren kann. Bo, du bist tatsächlich der richtige, ich sehe es an feiern merkwürdigen Zahn, den du auch in der feirte noch nicht verloren hast. Ahr sonst, mein liier, hatte ich starke Zweifel. Bart und Wüsten- hnl decken dich fest ein, deine Stimme ist anders heipröen. Ja, wir haben uns eben verflucht lange fjch mehr gesehen". I jum erzählt der Bruder von seinem Einsatz, Staffelkapitän von seiyen Feindflügen. Sie hinten sich einst im tiefsten Frieden, jetzt trafen [ie i'd) wieder als Soldaten an der gleichen Front, feit herrliche Kameradschaft umspannt hier vorne chlag des Oberbefehlshabers des Heeres, feldmarschall von Brauchitfch, das Ritter- j.i .mc i Infanterie-Regiment, J 0 erfeldwebel Veeser, Stoßtruppführer In Jieberfiij®^ 3 n a n t e r i c e g i men t. ientiemi ist fast fr en, wie i dnähe a ?n her 5 4ir’a geleistet, womit großen Teilen des grie- iWrn Nordflügels der Rückzug über Kastoria wurde. Schon während des Weftfeld- 11 ze- hatte Sturmbannführer Meyer als Führer 'l iio ill'! Ll^len-Nord beauftragt. 1934 übertrug ihm der lel 4 niinr die Führung der SA.-Gruppe Westfalen. 1l -Il wurde SA.-Obergruppenführer Schramme, rk i: Nt Träger des Goldenen Ehrenzeichens der De- ^2 ist, Polizeipräsident in Dortmund. Bei des Krieges meldete sich der 41jährige frei- ' WM m zur Fallschirmtruppe. Bei Rotterdam wurde föt jdjitjer verwundet. Damals erhielt er die Spange iesle" %. 3li-.it cjt. II. und das EK. I. Kaum wiederhergestellt, iWrJj Mi'e er zu seiner Truppe zurück. Bei dem kühnen der Fallschirmjäger auf Kreta fand er den FtievA' S^i-. entod. -Iftanö Kameradschaft mit der Achse. , 13. Juni. (Europapreß.) „Giornale d'Jta- te. L i^röffentlicht einen Bericht über den Besuch ' vM spanischen Heeres- und Marineabordnung. In In Trinkspruch bei dem den italienischen Mill- Förden von den beiden japanischen Abord- m einem römischen Hotel gegebenen irrutz- ltM. 5;rlin, 14. Juni. (DNB. Funkspruch.) Beim 5 auf Kreta fiel als Hauptmann in einem ^hirmjäger-Regiment der SA.-Obcrgruppen- chat [Wr Otto Schramme, Führer der SA.-Gruppe - e'i(en, einer der ältesten und tapfersten Kämp- -eiftm K-* Bcwcgung. Al- Acht' aß Wi-hriger stand er während des Weltkrieges in b'-in roßen Abwehrschlachten in Frankreich. Er I - ausgezeichnet. An Rhein und Ruhr ,o9 Nullen wirkte er am Aufbau der SA. mit. . .,n Io 11-31/-'2 war er mit der Führung der Untergruppe Dai ySeiifilpn^nrh hpmtHrnnf 1934 übertrua ihm der Oer Gt.-Georgs-Kanal. Der Wchvmachtbericht vom 13. Juni hat die Versenkung von vier bewaffneten feindUchen Handelsschiffen von zusammen 28 000 BRT. und die Beschädigung von vier weiteren großen Frachtern an derselben Stelle und an der schottischen Ostküste gemeldet. Der St.-Georgs-Kanal ist der knapp 100 Kilometer breite Eingang vom Atlantischen Ozean in die Irische See; er liegt zwischen der nach Westen oorgestreckten Nase von Wales und Irland. Durch ihn führt die an sich kürzeste Route von Ostasien, Afrika sowie von Nord- und Südamerika zu den englischen Westhäfen Bristol, Liverpool und Manchester bis hinauf nach dem schottischen Glasgow. Inzwischen aber wurden die Schifssrouten nach Norden verlegt. Zum Teil machten die im eng- loschen Dienst fahrenden Schiffe Riesenumwege, um aus dem Bereich der verhältnismäßig nahen deutschen Flugstützpunkte in Westfrankreich herauszukommen. Der große Teil des Verkehrs vollzog sich also westlich der Hebriden und dann an der zerklüfteten und von den deudschen Stützpunkten ziemlich abgelegenen schottischen Westküste. In den letzten Wochen haben deutsche Fernkampffluigzeuge aber auch hier die feindlichen Transporter aufgespürt und zusammen mit den U-Booten eine konzentrische Jagd veranstaltet. In Erinnerung sind noch die Wehrmachtberichte, die das Aufstöbern großer englischer Schiffe in den versteckten Fjorden Schottlands meldeten. Wenn jetzt von der deutschen Luftwaffe vier verhältnismäßig große Dampfer rm St.-Georgs-Kanal versenkt wurden, so darf man annehmen, daß das englische Schiffahrtsmrnisterium den Südkurs wieder einmal ausprobieren wollte. Es wird wenig Freude daran gehabt haben. stück habe der Führer der japanischen Abordnung erklärt, Japan werde Beweise seiner Kameradschaft mit den Soldaten der Achse geben. Es werde dies beweisen durch sein gegenwärtiges wachsames und mahnendes Einwir- ken gegen iedes Eingreifen des Feindes in die Interessengebiete des Dreiervertrages. Auf diesen Trinkspruch hat der italienische Generalstabschef Cavallero erwidert, indem er die Aufgaben Japans im gemeinsamen Ringen um die neue und gerechte Ordnung in der Welt hervorhob. Verhandlungen zwischen Tokio und Nangking-Regierung N a n g k i n g , 13. Juni. (DNB.) Präsident Wangtschingwei, Finanzminister Ehowfuha, Außenminister Hsuliang, Propagandaminister Ling- paishen sowie andere Nangkinger Regierungsbeamte reiften nach Tokio ab, wo der japanische Botschaf- ter Honda bereits seit mehreren Wochen Verhandlungen zur Klärung des Verhältnisses zwischen Tokio und der Regierung Wangtschingwei führt. Die Reise hängt mit der Frage der Machtbefugnisse der Nankinger Regierung zusammen. Den Verhandlungen wird große Bedeutung im Hinblick auf die Zukunft der Nankinger Negierung bel- gemessen. Militärfeier in Agram. Agram, 13. Juni. (DNB.) Eine große Militär- parade bildete den Höhepunkt der Agramer Festlichkeiten zum Gedenken an den Ahnherrn der kroatischen Freiheitsbewegung, Dr. Ante Starcevic. Der Poglavnik würdigte die nationalen Verdienste des Marschalls K v a t e r n i k und überreichte ihm den Marschallstab. Hierauf erfolgte die Vereidigung der ersten Absolventen der Agramer Kriegsakademie im selbständigen Kroatien. Nach der Eioesleistung umriß der Poglavnik die Aufgaben der kroatischen Offiziere als Verteidiger der kroatischen Rechte und Erzieher der kroatischen Jugend. Beim Vorbeimarsch vor dem Poglavnik trugen unter den Klängen des Prinz-Eugen-Marsches Weltkriegsteilnehmer die alten kroatischen Fahnen voran, die im Kampfe gegen die Osmanen im 16. und 17. Jahrhundert und später gegen Napoleon die kroatischen Regimenter zum Siege führten. Es folgten kroatische Infanterie, Kavallerie, Artillerie und Flieger. Weiter marschierte viel bejubelt auch eine Ehrenkompanie der deutschen Wehrmacht vorbei, während eine Ehrenstaffel der deutschen Luftwaffe durch die Lüfte brauste. Auch wirtschastliche Neutralität Argentiniens. Rom, 13. Juni. (Europapreß.) Die militövifche Neutralität Argentiniens finde ihre Ergänzung in einer gleichen Haltung auf wirtschaftlichem Gebiet, schreibt „Tribuna" auf Grund einer Meldung der argentinischen Zeitung „Notioias Grafika". Dte in Washington geplante wirtschaftliche Einheitsfront, die in Wirklichkeit nach Aeußerungen der führenden Männer in USA. nur dazu, bestimmt sei, eine Front gegen die Achse zu bilden, könne Argentinien nicht befürworten. Argentinien wolle die vollste Neutralität gegenüber allen kriegführenden Saaten wahren. Einer einzigeen Macht, die schon in dem Konflikt Partei ergriffen habe, die gesamte Wirtschaft des Staates anzuvertrauen, fei völlig unzulässig. Die Solidarität der amerikamfchen Staaten auch auf wirtschaftlichem Gebiet sei in der Theorie eine schöne Absicht, aber in Wirklichkeit böten die USA. die gleichen Erzeugnisse auf dem Weltmarkt an wie Argentinien. Das bedeute aber in der Praxis, daß Argentinien sich ins eigene Fleisch schneiden würde, wenn es sich von seinen natürlichen europäischen Kunden trennen würde. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels empfing die zu einer Arbeitstagung in Berlin weilenden (Bauringleiter und Mitglieder des Reichsringes für national- sozialistische Propaganda und Dolksaufklärung und die Verbindungsmänner der Organisationen zum Reichsring, die ihm durch den Leiter des Reichsringes, Reichsamtsleiter Tießler, vorgestellt wurden. * Reichspressechef Dr. Dietrich gab im Kaiserhof zu Ehren des Pressechefs der bulgarischen Regierung einen Empfang, der im Zeichen der deutschbulgarischen Freundschaft und der Zusammenarbeit beider Völker auf dem Gebiet der Presse stand. An dem Empfang nahm auch der bulgarische Gesandte in Berlin teil. Die englische Tankerflotte hat einen neuen schweren Verlust erlitten. Ein 5000 KRT. großer Tank- damvser, dessen Name noch nicht festgestellt ist, wurde in den letzten Tagen im Seegebiet des Nord- atlantik auf der Fahrt nach England durch einen Torpedotrejser versenkt. 010 Es stimmt: schmeckt immer! Mischen, richtig Mischen ist eine Kunst. Und wenn es sich darum handelt, an einem schönen Sommertag mal eine Bowle zu brauen, dann macht sich der Hausherr selbst daran, sie zu mischen, nach seinem eigenen Rezept. Nun, alle Tage ist nicht Sonntag und gibt es keinen Wein. Aber alle Tage kann man sich die kleinen Freuden des Gaumens gönnen, die mit dem Genuß einer wohlabgestimmten und sauber ausgewogenen Mischung verbunden sind. Schon frühmorgens am Kaffee» tisch. Wer den Jtornfrancfi kennengelemt hat, wird das bestätigen. Derist auch gemischt - und zwar richtig gemischt! Und das richtig Gemischte wollen die Menschen haben, auch in der Kaffeetasse. Es schmeckt ihnen immer wieder. Und darauf kommt es an bei einem Kaffeegetränk, das man alle Tage trinken will. 2579 A 2602 D Verkäufe 275< (2628V sofort gesucht. 01952 a. d. G.A. j [Stellenangebote] [Wohnungstausch RM. Ober- um um kenbach, aus sprachen hatzr mit Bebaue» Qm « um K.inb Dorb Monatskarte für das gesamte Netz kostet Die Samstag / Sonntag 2601A 10. 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Juni 1941. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Im übrigen verwendet jeder Fahrgast das Heftchen mit Vorteil, weil damit ein Preisnachlaß gegenüber dem Einzelfahrschein verbunden ist. Die Heftchen gelten nur für den hestcheninhaber. Mit Wirkung vom 30. Juni 1941 kommen die bisherigen Monatskarten außer Verkehr. Vom 1. Juli 1P41 ab werden nur noch Teilstrecken-Monatskarten verausgabt zum Preise von Person fürBuchhaltung, auch halbtags, gesucht. Schr. Ang. unt. 2622V a.d.G.A. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. In der Zeit vom 12. Juni bis 22. Juni 1941 werden auf den Bestellschein 24 der Reichseierkarte vier Lier ausgegeben, und zwar auf die Abschnitte a und b je zwei Eier. 2600C Gießen, den 13. Juni 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, RM. 1,— „ 1,50 , 2 — „ 2,50 „ 3 — „ 3,50 Photo - Kino, Kreuzplata g Fernruf 3153 Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift deS Bewerbers tragen I Alleinsteh., Z Dame nimml gerne bis Krieg ende eine Dam auf, d. fick gep! kleine Pens« etwas im Hau halt betätio Hilfe Vorhände Kleiner Badea (Hessen). Schr. Ang. un 2612va.d.G,i Nehme hie dieBeleidig welche ich gegn Frau Elms - Häuser, in der WirtsÄt Geller, Fra Intelligenter Lunge oder Mädel zur gründlichen Büroausbildung Heer. Zimmer zum Aufstellen einer Zirnrner- einricht. gesucht. Schr. Ang. unt. 02021 a.d. G.A. 2 Flßischerpllen sofort gesucht AMTS ID IDEM IE )R Die Stelle des Amtsdieners ist sofort zu besetzen. Zur Verfügung stehen eine Dreizimmerwohnung mit Zubehör, evtl, gegen Tauschwohnung, u. 340 qm Garten. Schr. 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Bewerbung mit Lichtbild und den erforderlichen Unterlagen sind baldmöglichst erbeten an den Direktor derGewerbeschule Gießen Liebigstraße 16, Fernruf 2912. Wohnnngstaoseh Geboten: In Franks. a.M. herrschaftliche 7-Zimm.-Wohn. mit eingerichtet. Bad und Heiz., 185,— RM. Gesucht: In Gießen: Geräumige Jung. Ehepaar sucht ab sofort oder zum 1. Juli 2 Zimmer mil Wohnküche. Schr. Ang. unt. 02030 a.d. G.A. Fräulein oder Frau für den Verkauf gesucht, ganze oder halbe Tage. Parfümerie Doll Marktstraße 28. 26isA Eine in Krankenpflege etwas bewanderte Hrau zu leidend.Dame für sofort oder später gesucht. Schr. Ang. unt. 2546V a.d.G.A. Bekanntmachung. Betr.: Stadt. Nahoerkehrsbettiebe. Mit Wirkung vom Sonntag, dem 15. Juni 1941, ab wird auf den Städtischen Nahverkehrsmitteln die Fahrpreisberechnung nach Teilstrecken eingeführt. Die Preise sind wie folgt: Mmeimemm ooiSeoftttnoiiöilm (Baracken). Material kann gestellt werden, Dampfsägewerk Lolla, B. 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G Heinrich kehrte baraüfhin zum i|fitsftanb des Generalkommandos zurück Auf zum Gedern Mnsprech- und Funkwege wurde das Oberkorn- der Wehrmacht eine gewisse Klärung der Lage. b’ französischen Kraftfahrer erkennen, da müssen die Ab. alles oorbereiten. en ideri Arterienverkalkung Imt den sionen sailles Herstellen!" unter den ersten erreichen. Der Platz d'Etoile zu den Divi- sein, die Verist überquert, alten Korpsgefechtsstand war Paris, durch dessen und die sein euzpiet 153 , 'eit Augen 12 neue Verbindungen zu dem Presles Herstellen Damit gewaltiges Häusermeer er Artillerie-Aufmarsch begann, auf den Flug- tzen standen die Fliegerformaticmen startbereit alles harrte nur des Befehls zum Antreten, um ch die Festung Paris, den Schlüsselpunkt der azen Seine-Stellung, mit stürmender Hand zu inten. So verging der Tag, ohne daß er eine end- tige Klärung der Lage brachte Am Abend wurde annt, daß sich das Oberkommando der Wehr- cht, um die Stadt vor gänzlicher Vernichtung zu ahren, zu einem letzten Versuch entschlossen te. Ein Parlamentär sollte noch einmal fragen, sich die Stadt ohne Kampf ergeben wollte, an- nfalls mit dem Augriff begonnen werde. Der rlamentär, der diese Aufforderung überbringen te, war der Mafor i. G Heinrich. Er durch- itt gegen 20 Uhr die vordersten Linien des ^vs, erhielt aber dann aus den französischen llungen heraus Feuer, trotz Parlamentärflagge einem Schlag sämtliche Verbindungen getrennt. Es erhebt sich ein wüstes Geklingel an Hunderten von Leitungen, aber die Pariser bekommen vorerst keine Anschlüsse. Jetzt wird der ganze Gebäudekomplex planmäßig durchsucht. Vorbereitete Sprengladungen, die man allenthalben an den maschinellen Einrichtungen vorfindet, werden sorgfältig entfernt und unschädlich gemacht; angstvoll zitternde Beamte werden hinter den Pulten hervorgeholt und in einem Saal unter Bewachung gestellt. Um 11 Uhr trifft der neu ernannte Nachrichtenkommandant von Paris, Oberst Schrader, mit seinem Stabe von Offizieren und Beamten ein. Ihm können Fernsprechamt und Verstärkeramt unbeschädigt übergeben werden. Die Nachrichten-Abteilung 48 hat ihren Auftrag ausgeführt. Währenddessen jagen die Panzerspähwagen in Richtung Versailles; bei ihnen beenden sich die für den Ausbau des neuen Korpsgefechtsstandes befohlenen Funk- und Fernsprecheinheiten unter Führung von Leutnant Roske. Der zu diesen Einheiten gehörige FF-Kabelzug unter Führung von Leutnant Teusner hat sich ganz vorn eingeglie- Es waren vielseitige Aufgaben, die an die Nachrichtenabteilung 48 herantraten, und es bedurfte der ganzen Tatkraft aller, um diesen Aufgaben gerecht ZU werden. Um 4 Uhr meldet die Funkkompanie, daß Leutnant Fritsche mit der Funkstelle in Sar- celles funkbereit für den deutschen Parlamentär stehe. Hier mußte die Entscheidung fallen. Von hier aus wird der Funk die Nachricht hinaustragen, ob Paris, gegen das 1914 die deutschen Heere vergeblich anmarschiert waren, jetzt in deutsche Hand fallen würde. Es ist 5 Uhr morgens und damit die Zeit, zu der verabredungsgemäß der Kommandant von Paris in Sarcelles eintreffen sollte. Aber die Zeit geht weiter, der Kommandant kommt nicht. Sollten sich die Franzosen anders entschlossen haben? Sollten sie wirklich die Millionenstadt verteidigen und so der Vernichtung preisqeben wollen? Der deutsche Parlamentär, Major i. G. Heinrich, übergibt Leutnant Fritsche einen Funkspruch für die Armee mit dem Inhalt: „Französische Unterhändler 05.20 Uhr noch nicht eingetroffen." Die Funkverbindung klappt ausgezeichnet. Schnell wird der Spruch — auf besonderen Befehl im Klartext — durchgetastet.Wieder wartet alles, obwohl in den nächsten Minuten die deutschen Geschütze ihre harte Sprache sprechen ober ob neue Weisungen vom Oberkommando der Wehrmacht eintreffen werden. Da — es schlägt 6 Uhr — wird von der Straße gemeldet, daß ein großer Personenkraftwagen qiit weißer Flagge sich den deutschen Linien langsam nähere. Es ist der Kommandant von Paris! Und jetzt klärt sich auch die Verzögerung auf. Man hatte den Kommandanten von Paris nach deutscher Zeit, d. h. nach der Sommerzeit, erwartet? während die Franzosen ihre Zeit dem Zusammentreffen zugrunde gelegt hatten. Unverzüglich beginnen die Verhandlungen. Und während drinnen in dem kleinen Chateau verhandelt wird, ziehen draußen auf der Straße ober- schlesische Regimenter vorüber. Die frischen Soldatenlieder haben wohl die letzten Zweifel der Franzosen beseitigt. Als die braven Schlesier den französischen Kraftwagen mit weißer Flagge und die ni'ibo der Wehrmacht von dem Ausgang des Un- Wehmens unterrichtet. In den späten Abend- stsden brachte ein Fernschreiben des Oberkomman- 'M ?L*w Generalleutnant von Apell nimmt auf dem Konkordienplatz den Vorbeimarsch ab. Neben ihm Oberstleutnant Lyncker. — (Teschenüorf-PK.-Weltbild.) Leib lind ruebbänd Einlagen ifertigun; L Werksti Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! französischen Offiziere durch die geöffneten Fenster manch harten Witz mit anhören. Fast hat man den Eindruck, als ob es den Soldaten gar nicht lieb fei, wenn Paris. zur offenen Stadt erklärt würde. Immer wieder hört man Aeußerungen wie ,Heute noch sind wir brinn, fo ober fo", ober ,Zhr habt wohl gewußt, baß bie Schlesier kommen." Um 7.55 Uhr finb bie Verhanblungen beenbet. Leutnant Fritsche erhält zur Weitergabe ben Funkspruch: „7.45 Uhr abgeschlossen, Gouverneur Paris garantiert für Ruhe im mitgeteilten engen Raum unb versucht Verbinbung mit bem fränzösischen Generalstab, um unsere Bebingungen auf geforberten Raum auszubehnen." Im Klartext wird auch dieser Spruch mit der Annahme der Bedingungen dem Oberbefehlshaber übermittelt. Jetzt ist der Weg nach Paris frei. Der Kommandeur der Aufklärungsabteilung, der den Verhandlungen beigewohnt hat, erscheint auf der Freitreppe und ruft dem wartenden Offizierskorps feiner Abteilung zu: „Motor! Ab nach Paris!" Wie ein Lauffeuer pflanzen sich diese Worte fort. Ein Jubel- schrei und ein dreifaches Hurra! Krachend fliegen die Straßensperren beiseite, die Männer springen auf ihre Fahrzeuge, die Motoren heulen auf — und hinein geht es nach Paris! — Hinter den vordersten Panzerspähwagen folgt gleich die Vorausabteilung des Hauptmanns Kammerer. Schnell find die Vorstädte durchquert. Nach dem Wege braucht man nicht zu fragen, kaum braucht man auf ben Stabtplan zu sehen, man hat ihn in ber Nacht fast auswendig gelernt Dann öffnet sich ein weiter Platz, dann noch eine Straße und — schon steht man vor dem großen Gebäudekomplex des Fernsprechamtes und Derstärkeramtes Die Tore werden aufgestoßen, deutsche Soldaten stürmen die Treppen empor, krachend fliegt die Tür zu dem großen Femsprechsoal auf, ein Angstschrei aus Hunderten von Mädchenkehlen ertönt — deutsche Nachrichtenmänner haben das Pariser Fernsprechamt in der Hand! Erschrocken eilt der Direktor herbei: .Aber, meine Herren, die Deutschen wollten doch erst morgen kommen." Einer Erklärung bedarf es nicht Der ganze Mädchenschwarm wird in den Gängen zusammengetrieben — Tränen können zunächst nicht berücksichtigt werden — und während die geöffneten Fenster bie Parfümwolken hinauslassen, werden mit , , Fernsprechverbindungen nicht zu erbringen waren, in seiner ganzen Ausdehnung funkerisch überbrückt Die Betriebskompanie sollte zunächst den Fernsprechbetrieb vom Korpsgefechtsstand Presles weiterhin abwickeln, gleichzeitig aber Betriebseinheiten nach vorn schicken, um den neuen Korpsgefechtsstand Versailles einzu- richten. dert, denn er muß zur Erfüllung seines Auftrages: „Rechtzeitig Fernsprechverbindungen die Hakenkreuzflagge hißt. Das Bild, das sich von. oben bietet, ist unfaßbar schön. Zur selben Zeit, als Hie Vorbereitungen für die Parade am Arc de Tkwmphe getroffen werden, macht sich aijch die Nachrichtenabteilung 48 zum Einmarsch fertig. Die Monturen werden in Ordnung gebracht, und ein gewaltiges Schrubben an den Fahrzeugen hebt an. Währenddessen fährt der Kommandeur nach Paris hinein. Unterwegs trifft er Leutnant Schulte, der als Nachrichtenoffizier bem vorausgesandten Personal bes Generalkommandos zugeteilt ist. Leutnant Schulte berichtet, baß ihn nichtsahnende Pariser als Englänber begrübt hätten unb gar nicht glauben wollten, tatsächlich einen beutschen Offizier vor sich zu haben. Als ber Kommandeur bie Front abschreitet, sieht er trotz aller zurückliegenden Anstrengungen kein mißmutiges Auge, fonbern froh unb stolz schauen ihn seine Männer an, in bem Bewußtsein, baß es für sie einen großen Vorzug betreutet, ben Tag bes Einzuges in Paris miterleben zu können. — Allmählich werden bie Straßen breiter, man erreicht bie großen Boulevards, bann öffnet sich ber Place be l'Etoile in feiner ganzen Große vor ben jetzt boch erstaunten Augen ber Nachrichtenmänner, mau erlebt bie Straße ber Chnmps Elysees in ihrer strah» lenben Breite unb erblickt alles überragenb bis kühne Silhouette bes Eiffelturms. Unb als man bann unter ben Augen bes Kommanbierenben Generals an bem gewaltigen Triumphbogen, von besten Dach herab jetzt bie Hakenkreuzfahne über ber bezwungenen Stabt weht, vorbeifährt und der Blick weithin Über Kirchen und Paläste schweift, da gibt es wohl niemanden, ber nicht von ber Größe bes historischen Augenblicks gepackt wird. omph e". Stolz kann jetzt Oberleutnant Osterroth feinem Kommandeur melden: Paris ist in seiner gewaltigen Ausdehnung funkerisch überbrückt dem Kommandierenden General außerdem Möglichkeit gegeben, vom Arc be Triumphe Korps burch Funk zu führen. Am Arc be Triumphe herrscht Hochbetrieb __ fperrposten ziehen aus, Panzerabwehrgefchütze gehen auf bem Platz in Stellung, Musikkorps ber Wehrmacht treffen ein — jetzt kommt auch ber Korn- manbierenbe General mit feinem Stabe und nimmt am Triumphbogen Aufstellung. Dis Funkzentrale bekommt tüchtig zu tun. Die Armee will über bie Lage unterrichtet werben. Die Aufklärungsabteilung melbet Kämpfe am Rande von Versailles. Antworten werben auf bem Funkwege hin- ausgefanbt, neue Sprüche empfangen und ent« schlüsselt. Währenddessen beginnt ber Vorbeimarsch. — Der Truppführer eines Funktrupps entdeckt einen Fahrstuhl, mit dessen Hilfe dienstfreie Männer auf das Dach des Triumphbogens gelangen, wo ein Schütze der Panzerjäger an der höchsten Stelle )D SUpP^ J . 0.90 Wj» lietßl tu—- ? i ben7>' Mr' out:; et Blutdruck Mik Herzunruhe, Echwindelgefübl, o^ervositäk, Ohrar- Mv.^Zirkulationsstörungen werden durck Aniisklerosin rrirtfam ve» u. a. Llutsalze und Kreislaufbormone. Greift die ^^wwee- verschiedenen Richtungen her an. padhinfl 60 £abL I bn m •**5«'en. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt feder Packung ve, Wenn auch die Kapitulation und Besetzung von >aris nicht die Entscheidung des Feldzuges gegen irankreich brachte, so war doch der Fall von Paris ir das Empfinden des deutschen Volkes von sym- ühaster Bedeutung und wird so als einer der pbepunfte des ganzen Krieges m der Erinnerung «Heben Die Nachrichten-Abteilung 48 ' stolz darauf, daß sie in diesen Tagen dort ge- inben hat, wo bie Entscheidung fiel, und ;.ß sie im Rühmen des Armeekorps das leisten rfte, was bei der Vorbereitung unb Durchfüh- ,na der Besetzung von Paris auf dem Gebiete des ichrichtenwefens gefordert wurde Am 12. Juni tte das Korps in harten Kämpfen den Uebergang er bie Oise erzwungen. Damit war zwar bie hutzstellung von Paris burchbrochen, Paris selbst er noch nicht bezwungen. Auslänbische Nach- hten besagten, daß sich Paris bis zum letzten ;ann oerteibigen würde unb baß, falls bie beuten Truppen in bie Stabt einrücken sollten, sie r noch einen Trümmerhaufen vorsinben würben, derseits verachteten sich bie Gerüchte immer hr, baß bie Franzosen ihre Hauptftabt boch nicht r Vernichtung preisgeben wollten, fonbern sie 7 offenen Stadt zu erklären beabsichtigten. Dies ren Fragen, bie alle bewegten, als bie Abteilung Presles, fast schon am Stadtrand von Paris, terkunft bezog. weiter geht es entlang ber Seine. Der Führer der Panzerspähwagen macht Leutnant Teusner barauf aufmerksam, baß es für ihn unb feine Jänner jetzt bester sei, zurückzubleiben, ba er sonst Gefahr liefe, in Kämpfe verwickelt zu werben. „Das weiß ich", lautete bie einfache Antwort, „aber bafur ist es nun mal Krieg!" So barf er auch weiterhin mit feinen Einheiten dicht hinter ber Spitze folgen. Man hat jetzt bie große Straße erreicht, bie breit ausgebaut schnurgerade nach Versailles führt. Plötzlich ein Stopp. Hinter einer Straßensperre erkennt man französische Infanterie, bie sich zur Verteidigung eingerichtet hat. Als ber Panzerspähwagen auf sie zurollt, kommen sie mit hocherhobenen Armen aus ihrer Deckung heraus und geben sich gefangen. Sie hatten keine Ahnung baoon, baß Paris zur offenen Stabt erklärt worben war, unb vermuteten bie Deutschen noch an ben Ufern ber Oise. Auch in bem neben ber Straße liegenben großen Park erkennt man jetzt Franzosen Währenb ber Panzerspähwagen mitten in ben Park hineinfährt, kämmt Leutnant Teusner mit feinen Männern bas buschige Ge- länbe aus. Ein Kradmelder kommt von ber Seine her an« gebraust unb meldet französische Panzer. Mit hoher Fahrt geht die Panzerjägerkompanie nach vorn. Da hört man schon heftiges Schießen. Dann kommt die Meldung: „Französische Panzerwagen zurückgeschlagen, Versailles vom Feind frei!" Nun geht es wieder vorwärts, und bald sieht man vor sich als Abschluß ber Straße bas riesige K^nigslchloß von Versailles. Ein unvergeßlicher Anblick! Die Nachrichteneinheiten marschieren auf bem Schloßhof auf. Der letzte deutsche Posten staub hier im Januar 1871, als das Zweite Reich gegründet wurde unb König Wilhelm von Preußen in Begleitung von Bismarck und Roon unb sämtlichen beutschen Fürsten bieses Schloß betrat, um es als Deutscher Kaiser roieber zu verlassen. In bem berühmten Spiegelsaal läßt ein geschichtskundiger Unteroffizier in leidenschaftlichen Worten bas Bild ber beutschen Kailerkrönung, so wie wir es von bem Gemälbe Anton v. Werners her kennen, vor ben ergriffen lauschenben Nachrichtenmännern lebendig werden. Das Innere bes Schlosses selbst macht sonst einen oben Einbruck. Troßdem bleibt bre großartige Wirkung ber weiten Säle bestehen. Inzwischen sind bie Kabeltrommeln ab geladen, es rschied ütüiefc ame ' ne bis ft? ie eine;, ' d. sich ne P >as int t 6 tevorü iner lHessenj.1 jt.atw.il l2Da.h( Der Tag von Paris Von Oberstleutnant von Etzdorf. Links: Ein unvergeßliches kleines Erlebnis an der nördlichen Stadtgrenze von Paris (Le Bourget), das den Soldaten unseres Gießener Regiments dort begegnete: Die erste Pariserin — eine kleine, etwa sechsjährige Französin in leuchtend weißem Kleidchen — begrüßt die einrückenden Soldaten vor ben in aller Eile unb doch vergebens errichteten Straßenbarrikaden, die Paris zur befestigten Stadt machen sollten (und damit unzähligen solchen Kindern und Zivilpersonen das Leben gekostet hätten). — (Zeichnung aus dem Hauptarchiv der NSDAP.) — Rechts: Die 5./116 beim Vorbeimarsch. — (Aufnahme: Woweries.) ^4 ichen W | 022 A»W 1| . s-Mi föi&i limar gelungen, sich auf funktelegraphifchem Wege n;$ dem Kommandanten von Paris in Verbindung Z egen, und dieser hatte um Einleitung von Ver- •»MttunNl*^Iun9en gebeten. Major i. G. Heinrich erhielt te , J 'bin Auftrag, sich am nächsten Morgen um 5 Uhr V•ij’l dem Kommandanten von Paris in Sarcelles, ehreriD. 1)) Meter hinter der Straßensperre von St. Denis, tte-,'i treffen Das Ergebnis sollte sofort auf dem Funk- igenSie^, n:c dem Oberkommando der Wehrmacht gemeldet SnejR n .ien. Also anscheinend doch Kapitulation! ic'Veleid^ M 6 eg en 1 Uhr nachts wird der Kommandeur der lelche Üchrichten-Abteilung, Oberstleutnant v. Etzdorf, Chef des Stabes, Oberstleutnant i. G Stein- *&[ gerufen. „Voraussichtlich kapituliert morgen Lnet/ ThP Paris, Einmarsch des Armeekorps über St. iitbacfr *4 Ms. Kommandierender General wird den Dor- iöiocbe111') b inarfd) am Arc de Triomphe abnehmen. Dorthin iHit toerbinbung zur Armee unb zur Aufklärungs- Mlk. ,,, Talung, bie ben Einmarfchweg frei macht unb Wert. Nächster Korpsgefechtsftanb Versailles. Dort un^ Fernsprechverbinbung wie bisher. Lasten kann mit bem Bau ber FF-Kabelleitungen be« gönnen werben. Ein Unterwachtmeifter eilt seinem Trupp voraus, um bie Baustrecke zu erkunden. Eine bem Schloß gegenüber liegende Kaserne muß durchquert werden. Er betritt das erste Gebäude, macht eine Tür auf und prallt überrascht zurück. Vor ihm in der Wachstube fitzen braune tunesische Schützen, die ihn unbeweglich anftarren. Schnell sind bie Männer bes Bautrupps herbeigerufen. Den Söhnen afrikanischer Erbe, bie ber beutjche Vormarsch nichtsahnenb in ihrer Kaserne überrascht hat, wirb bebeutet, sich auf ber Straße zu sammeln. Willig lassen sie alles mit sich geschehen und werben oon Männern ber Aufklärungsabteilung abtrans« portiert. Dann geht der Bau weiter. Umsichtig organisiert währenddessen Leutnant Roske die Funk- und Fernsprechzentrale, für den Korpsgefechtsstand. Eine Funkstelle baut auf und sendet ihren Spruch über Paris hinweg zum Korps- gefechtsstand Presles. Dort wartet schon seit den frühen Morgenstunden der Funkkompanie-Chef, Oberleutnant Osterroth, auf das Zustandekommen ber Funkverbindungen. Erleichtert atmet ep auf, als bie Funkzentrale Versailles sich melbet und gleich barauf auch von Leutnant Fritsche ber Spruch burchgetastet wirb: „Stehen am Arc be tri- rnLflBier! ödifiuteic! arktstr ieferant 4 ankenk« men-Bedien Tie ums! )« ?amToitn gen 16 it beiSto bnvomd: f Gießen, arktnlabkk n, banne 1 zumH gangen n g.blauen^ I trug. - iflichst ur : Erkennum ■ trauten erwarten die Kompaniechefs ihren Kom- prfceur zur Befeblsausgabe Zunächst nur ein brt, aber bieses Wort zünbet: „Nächster Korps« tosftnnb Versailles!" Die Funkkompanie hat .^Funkbetrieb oon bem Korpsgefechtsstanb Pres- Sonntag I le* ^as zunächst noch aufrecht zu erhalten, gleich- eine Funkverbinbung für ben beutschen Par- il l(8n ntär in Sarcelles ficherzustellen und, nachbem l3(p22.3° brje einzurichten. Weiterhin sollten Funkeinheiten , Wch Versailles voraus fahren unb von bort Funk- iccio £ WleseckO Wald (Enda) Prof.-Eck Q VolkahalleQ Marktpl.®- Pl. H. Waasel-W. O Schubertatr. Ö Klein-Linden ife besser/ Haben Sie verstanden, meine Herren? enn icy iyn jeger iiuyie . ‘Tu. ,^Ich habe keine. Deranlas- rasch ein paar Zeilen auf diesen Tisch da drinnen -'ütze zu bestellen!" sagte sie. legen, — damit niemand mit dem Lunch auf mich Marianne errötete. jung, Herrn Droste Grüße zu best wartet! W KWWMZ. Graud. Str. 9n Äonint Orabenstr. O Friedh. \ Ende Rödgener Str. O St» laufen! Don Francesco schaute chr lächelnd ins Gesicht. „Soll ich... Herrn Droste vielleicht einen Gruß von Ihnen bestellen, wenn ich ihn sehe?" fragte er. U/vLLvll L/Vill W v-iyv u i i v i vi l|fc lw | gewissen Droste, deutscher Nationalität. Die AdreW befindet sich' bei unseren Akten. Droste wird o1' la tcktheater Gloria-Pali i*. — Lich ßiebe". Ta iadtcheaser .er Insel". )chen von '): „Mel, Bahnük Wetzlor-s Verdunkelungszett 14. Juni von 21.45 bis 4.58 Uhr. 15. Juni von 21.46 'bis 4.58 Uhr. Jversen ging in den Speisesaal. Er trat an den Tisch, an dem er mit Manuela zu sitzen pflegte. Sein Blick fiel auf die Speisekarte neben seinem Don Ricardo ging die Treppe hinauf, die zu den Amtsräumen des Polizeipräsidenten führte. Natürlich war Herr Calvo auch diesmal telephonisch gemeldet. Der Zuckerkönig von Tucuman hatte kaum das Vorzimmer betreten, als auch schon der Sekretär erschien und meldete, der Herr Präsident ließe bitten. fraudanten Swann gewesen ist. Im Weigerung falle ist Droste hier vorzuführen. Auch nach Ak* heutige ch eine । i Äuffiih . e, statt. ! Leitung: statt a. G Am kommenden Mittwoch, 12. Juni, wird die Be. triebseröffnung der Oberleitung - Omnibusanlage stattfinden. Die Erüffnungsfahrt wird in den Nach- Mittagsstunden des Mittwoch erfolgen. Damit wird dieses neue Verkehrsmittel unserer Stadt in den Derkehrsdienst eingeschaltet werden. , Der Betrieb der Obus-Linien wird sich zunächst auf die Linien Bahnhof —Ludwigsplatz — U, in eim in eine len. Daß ' Äe zum' ohne weitere f als eine | Aus der Stadt Gießen. Lebensbejahung. Es können Augenblicke in unserem Leben kommen, in denen wir an allem öerzweifeln möchten. Da gilt es, sich auf die eigene Lebenskraft zu besinnen, damit wir Sieger Kleiden. Schwach und matt kann jeder einmal werden, aber alles aufzugeben und es laufen zu lassen, wie es kommt, das ist unmännlich, das ist Feigheit. Das will nicht besagen, daß wir das Leben leicht nehmen oder gar leichtsinnig in den Tag hineinleben sollen. Wir dürfen es uns nur nicht zu schwer machen. Das Leben in uns, das Leben um uns ist ja so unermeßlich reich. Es liegt nur an dem einzelnen, sich dieses Reichtums bewußt zu werden und seinen Teil zu beanspruchen. Das bedeutet gewiß nicht, alles dem Schicksal zu überlassen. Die Geschichte lehrt uns, daß jeder große Mensch sein Schicksal tapfer in seine Hand nahm und selber formte. Das deutsche Volk hat alles, was es geworden ist, durch Arbeit aus sich selbst schaffen müssen. Darum hat sich wohl der ernste Charakterzug bei vielen so stark ausgeprägt. Wleeeek. Ö Weg Eröffnung des Obus-Beiriebs Fahrpreisberechnung nach Teilstrecken. Da lachte Jversen. Und schrieb die gelassenen Worte unter die Manuelas: „Auch ich habe anderweitig zu tun! Viel Der- 1 gnügen! Kaj." Dann nahm er Adas Arm und verließ mit ihr das Hotel. Das Gefühl fröhlicher Zusammengehörigkeit erfüllte beide. ,^Ich war so glücklich, als Madame Hallström mich nach Buenos schickte. Ich habe mir gleich ausgerechnet, daß ich dabei Gelegenheit hätte, Sie zu sehen, Kaj!" Er drückte ihre Hände. „Und was war hier Dringendes zu besorgen?" fragte. Jversen. „Ach, — dcks alte Lied! Die Liebe! Madame Hallström sehnt sich nach einem Herrn, der -sich hier in Buenos aufhält und bis jetzt keine Eile zeigte, ihr nach San Isidro zu folgen. Er ist übrigens ein Deutscher. Vermutlich fehlt es ihm an Geld, — und deshalb sollte ich ihm welches bringen. Er hat es aber rundweg abgeschlagen. Er nähme kein Geld von Frauen, hieß er mich ausrichtcn. Ein reizender Mensch. Er ist Ingenieur und he'ßl Heinz Droste..." Jversen starrte die Wienerin an. „Wie — heißt dieser Deutsche? Heinz Droste? Habe ich recht gehört?" „Heinz Droste, ja! Kennen Sie. ihn am Ende auch?" rief Ada. „Und ob ich ihn kenne! Ich muß sofort zu ihm hin! Er war mein Kamerad in den Kupsergruben am Aconquija. Ich habe wichtige Neuigkeiten Für ihn!" Die Wienerin schien^ traurig. „Nun haben Sie wohl gar keine Zeit mehr für mich?" Jversen griff sogleich nach ihren Händen. „Ada!" sagte er. „Sie werden natürlich mitkommen zu Herrn Droste. Er wird Sie gewiß ganz anders als zuvor willkommen heißen, wenn ich mit Ihnen komme!" . Da nickte Ada und schmiegte sich glücklich an ihn. Von nun an sagten sie „hu" zueinander. sS •Ä V'u Kft«1 i, At?°i des unverhofften Wiedersehens. ,Lch denke, Sie sind in San Isidro? Vielen Dank auch für Ihren freundlichen Brief!" „Ich bin nur für einige Stunden hier!^ antwortete sie. „Geschäftlich! Zum Abend muß ich zu» 1 rück. Haben Sie ein wenig Zeit?" ..Selbstverständlich!" nickte Kaj. „Ich muß nur Ife s? jA oerabre Ml es d A OnbeZ'/ Süf W Ne nach Idf-inW Lleblgetr. idjung zu galten, oamir u,euna i/coveuo mer von ihm gewarnt werden kann. Die Frau y sofort festgenommen und zum Verhör hier einge4 liefert. Bei der Verhaftung ist Vorsicht geboten Swann könnte zufällig gerade zugegen fein. -.7 iyo diesem Falle zugreifen! Bei Widerstand schieße«' Mfyit Qaffkystr. O straße — Curtmcnrnstraße — Volkschalle — Stra- ßenaabelung am Professoreneck — Rödgener Straße (Ende). Die Strecke Bahnhof — Waldende an der Landstraße nach Steinbach führt Dom Ludwigsplatz aus durch die Licher Straße mit Haltepunkten am Alten Friedhof, Bergkasern^ Graudenzer Straße und dann am Ende der Strecke im Wald. Für die Berechnung des Fahrpreises gibt öit nebenstehende Skizze klare Anhaltspunkte. Wer z. 2. über zwei Teilstrecken fährt, also vom Bahnhof über Selterstor bis Ludwigsplatz, hat 10 Rpf. 311 zahlen, bis zur Volkshalle über 3 Teilstrecke» 15 Rpf., bis Professoreneck über 4 Teilstrecken 2Ö Rpf., bis Ende Rödgener Straße über 5 Teilstrecken 25 Rpf. Die analoge Preisberechnung gilt für die Strecke über die Graudenzer Straße bis zmn Wald-Ende an der Straße nach Steinbach, ebensa für die Straßenbahn Bahnhof—Wieseck. Selbstverständlich kann man an jedem Haltepunkt in den Obus bzw. die Straßenbahn einsteigen, wobei angefangene Teilstrecken voll bezahlt werden müffen. Mit der neuen Fahrpreisberechnung treten einige weitere Neuerungen in Kraft. Näheres darüber ist in der heutigen Bekanntmachung der Stadtwerk, Abteilung Nahverkehrsbetriebe, gesagt. Die herpost stechendste Neuerung besteht in der Einführung von Fahrscheinheftchen zu je 12 Fahrten, bei denen der Heftcheninhaber an keinen Abnahmetermin gebunden ist und die er auf der Grundlage von zehn Teilstreckenbenutzungen bezahlt, dafür aber die Berechtigung zu 12 Fahrten erwirbt, b: h. praktisch, der Heftcheninhaber bezahlt mit dem Kauf des Heftchens 10 Fahrten und kann dafür 12 Fahrt«« machen. Gegenüber dem Fahre« mit Einzelfahrscheinen genießt man also beim FahrscheinhestcheV einen Preisnachlaß und ist außerdem an keine bestimmte Linie gebunden.__ Sätzen festgehalten. Die Gemeinschaftsküche zur Versorgung der Betriebsangehörigen mit gutem warmen Mittagessen ist — die Beteiligung daran bleibt völlig in das •freie Ermessen jedes Gefolgschaftsmitglieds gestellt — eine Einrichtting, ohne die man sich künftighin einen Betrieb mit einer zahlreichen oder gar großen Gefolgschaft nicht mehr wird denken können, besonders dann nicht, wenn ein erheblicher Teil' der Schäftenden des Betriebs auf dem Lande feinen Wohnsitz hat und daher vom Morgen bis zum Abend dem Zuhause fernbleiben muß. Das gemeinfame Essen „aus einem Topf" — dieses Wort ist natürlich nur als symbolische Bezeichnung aufzufassen — ist nicht als eine „Massenabfütterung" an» zusehen, sondern es ist ein Weg, auf dem auch die Ardeitsgemeinschaft und die Kameradschaft gestärkt und vertieft werden, genau wie einst und heute draußen im Felde. Ein tägliches warmes Essen zur Mittagszeit ist aber auch für die Stärkung und Erneuerung der Arbeitskraft des Schaffenden von größtem Wert, indem es ihn zu höheren Leistungen gegenüber einem abgekämpften und durch kälte Kost nur unzulänglich erfrischten Körper befähigt. An dieser Leistungssteigerung, die nicht im Sinne des Aussaugens der Kräfte zu verstehen ist, haben aber nicht nur der einzelne und der Betrieb großes 'Interesse, sondern sie ist auch für die Volksgemein- fchaft von höchstem Wert. Daher ist die Gemeinschaftsverpflegung in mancherlei Hinsicht ein gutes 'Instrument für die Umsetzung des sozialen Gedankens in die Tat und damit des guten Dienstes für das Volksganze. In den beiden besuchten Gemeinschaftsküchen wird gute Arbeit im Dienste dieses hohen Gedankens geleistet. Den schaffenden Männern und Frauen — Angestellten und Arbeitern, die sich kameradschaftlich in den Weiten Speiseräumen, in Lollar z. B. in einem großen Saale, der in seiner Ausgestaltung und Einrichtung jeder größeren Gaststätte zur Ehre gereichen würde, zusammenfinden — wird an beiden Plätzen in großen Kochkesseln bzw. in modernen Brätern ein gutes und schmackhaftes Mittagessen bereitet, das alltäglich zur festgesetzten Zeit ausgabebereit zur Verfügung steht. Vielseitig erfahrene Küchenkräfte, im Besitze zahlreicher Kochkunstkenntnisse, bereiten unter Benutzung der verschiedensten modernen und maschinellen Kücheneinrichtungen und Hilfsmittel das Essen. In den Küchen blitzt und blinkt alles in größter Sauberkeit, eine selbstverständliche und doch auch anerkennenswerte Leistung in einem solchen Großbetrieb. Von besonderem Wert bei der Zu- fie plötzlich wieder stehen. Sie sah durch die Glastür hinaus auf bje Straße. Dort war eben ein Auto vorgefahren. Dem Wagen entstieg ein junger Mensch, der rasch auf die Tür zukam und gleich darauf die Schwelle überschritt, ein junger Herr. Perez Castillo. „Welch ein Zufall!" rief er lachend, als er Manuelas ansichtig wurde. „Man könnte glauben, wir hätten uns verabredet!" Manuela lächelte. „Sie wünschen, Herr Castillo?" fragte sie obenhin. „Ich kam, Sie abzuholen, Manuela!" erwiderte der junge Mann mit großer Selbstverständlichkeit. „Im Fremdenklub pflege ich von zwölf bis ein Uhr Florett zu fechten. Es gibt dort einen ausgezeichneten italienischen Fechtmeister." „Nimmt dieser Italiener auch Schülerinnen an?" fragte Manuela, sogleich begeistert. „Ohne Frage! Wollen Sie mitkommen?" „Gerne! Ich will nur rasch... einen Zettel auf meinen Tisch da drinnen legen. Damit dieser blonde Junge Bescheid weiß und nicht mit dem Lunch auf mich wartet." — Etwa eine Viertelstunde verstrich. Da kam Kaj Jversen die gleiche Treppe herunter, wie zuvor Manuela. Er war schon am Vormittag bei der Agentur einer griechischen Schiftahrtslinie gewesen, well er gehört hatte, daß man auf einem der demnächst Buenos anlaufenden Schüfe einen Maschinisten suche. Da wirbelte plötzlich eine Mädchengestalt in die Halle. „Guten Tag, Herr Jversen!" lachte eine Stimme. Es war Ada, die Zofe vom Donaustrand, die schon manches Jahr hier lebte. Jversen sand, daß Ada hübscher denn je aussähe in dieser Minute Der Gedanke der Gemeinschaftsverpflegung am Mittagstisch in den Betrieben hat in den letzten Jahren auch im Gießener Wirtschaftsbezirk starke Förderung erfahren. Die Deutsche Arbeitsfront läßt sich in guter Zusammenarbeit mit den Betriebsführunaen diese Seite der Betreuung der schaffenden Menschen ganz besonders angelegen fein. Ihre Anregungen und Ratschläge zur Einrichtung von Gemeinschaftsküchen und zum weiteren Ausbau bereits bestehender Anlagen dieser Art finden bei den BetriebsführunHen immer mehr Anklang. So sind denn auch zu den Betrieben im Gießener Wirtschaftsbezirk, die bereits feit zwei Jahrzehnten und noch langer diesen Teil der Sozialarbeit für ihre Betriebs- gemeinfchaft pflegen, im Laufe der letzten Jahre eine Anzahl weitere hinzugekommen, und immer noch mehr werden diesen Weg zum Besten des schaffenden Menschen beschreiten. Wir haben die Gemeinschaftsküchen zweier Betriebe, die schon aus der Zeit des vorigen Krieges bzw. unmittelbar danach der täglichen Beköstigung der Betriebsangehörigen mit gutem Mittagessen dienen — nämlich bei den Firmen Bänninger in Gießen und Buderus in Lollar — und damit ein vorbildliches Stück praktischer Sozialarbeit leisten, besucht. Unsere vielseitigen Eindrücke und Erkenntnisse sind in den nachstehenden „Des Lebens Ernst" drückt vielen den Stempel auf. " Aber eine gesunde Lebensbejahuna sollte doch die eigentliche seelische Verfassung fein; Denn nur dann sind vernünftige Ziele erreichbar, nur bann wird das Dasein wirklich bereichert. Es gibt viele Menschen, die wohl fleißig und ehrenwert sind, die je- doch den ganzen Inhalt ihres Lebens darin sehen, nur ihre Pflicht zu erfüllen. Mehr nicht. Daß es daneben noch das Wörtchen Glück gibt, wissen sie nicht. Wer aber überzeugt ist, daß es der Sinn des Lebens ist, zu einer tieferen inneren Sefriebiaung zu kommen, der wird an die ihm gestellten Aufgaben mit ganz anderer geistiger Verfassung Herangehen, als der andere, der weder an einen Sinn noch an einen Gehalt des Daseins glaubt. Lebensbejahung ist nichts anderes als das Bekenntnis des Telles zum Ganzen. Heber der Alltagsarbeit sollten immer die drei Worte stehen: „Glaube, Liebe, Hoffnung". Kein Mensch steht außerhalb des Lebens, jeder steht mitten darin, er ist ein lebendiger Teil von ihm und nur, wenn er es bejaht, wenn er sich ihm dienend hingibt, wird es ihn tragen und mit Kraft und Zuversicht erfüllen, mit Glauben und Hoffnung. _ Freilich dürfen wir nicht vergessen, daß mir auch gelegentlich Anfällen von Kleinmut und Verzagtheit anheimfallen. Auch der gesündeste Mensch kann sich manchmal nicht der Trauer über die Vergänglichkeit und die Unvollkommenheit des Lebens erwehren. Gegen diese Stimmung gibt es keinen besseren Trost als das Bewußtsein, daß der Mensch nicht eine im Zeitenstrom versinkende Welle ist, sondern das Glied einer langen, unzerstörbaren Kette. In diesem Sinne sollen wir das Leben bejahen und unsere Kraft und unseren Arbeitswillen dem Vaterlande geben. Nach den Jahren des Umschwungs, nach den stolzen Taten unserer Wehrmacht ist die Lebens- bejahung wie ein Springbrunnen auf gebrochen, und nun gilt es, den starken schöpferischen Mut auch in der Zukunft zu erhalten und zu festigen. —h. Son her Universität Gießen. Ernannt wurde der Dozent Dr. med. habil. S^ans Schaefer in Gießen zum außerplanmäßigen Professor. Pros. vr. Schaefer gehört feit 1. April 1940 zur medizinischen Fakultät der Univerptät Gießen und wirkt an dem mit unserer Universität verbundenen Kerckhoff-Institut in Bad Nauheim. „Mein lieber Calvo, — ich kann Ihnen zu mein Freude mitteilen, daß mir auf dem besten Weg sind, diesen Everett Swann festzunehmen. Er wir keine vierundzwanzig Stunden mehr auf freien Fuße sein. Unser Geheimdienst hat ganz vorzüglii, gearbeitet. Wenn nicht alle Zeichen trügen, si« mir auf der rechten Spur." Ricardo lächelte etwas skeptisch. „Es ist erfreulich, daß S'' diese Spur haben, meine Herren! Abel ich nehme an, daß die Informationen, die ich Ihnei geben kann, förderlicher fein werden als die Aus« lagen Ihres Gärtners. Ich werde Ihnen eines Mann nennen, der Ihnen den Aufenthalt jene* Celina Novello verraten kann, die mit Eveim Swann ünd meinem Gelde gefluchtet ist. Dieser Mann heißt Heinz Droste, dessen Adresse IHM bekannt ist. Wenn nicht, können Sie sie bei deutschen Konsulat erfragen. Nur so werden N schnell zu einem Resultat kommen?" Der Polizeichef ging zu seinem Schreibtisch ur» drückte auf eine Anzahl Klingelknöpfe. Dienstb^ flissene, höfliche Herren erschienen. Ende Rödgener Straße bzw. Bahnhof — Ludwigsplatz — Wald-Ende an der Landstraße nach Steinbach erstrecken. Die Linie Bahnhof — Ende Rödgener Straße führt über folgende Haltepunkte: Ab Bahnhof — Liebigstraße (Polizeirevier) — Selterstor —-Goethe- straße — Stadttheater — Ludwigsplatz — Wolf- Die Gemeinschaftsküche in der Gozialarbeii Guie Erfahrungen ermutigen zum weiteren Ausbau. bereitung des Essens ist die Tatsache, daß die großen Kochkessel vom Augenblick ihrer Beschickung mit dem Kochgut bis zum Zeitpunkt der Essenausgabe nicht geöffnet werden, so daß alle wertvollen Ergebnisse des Kochvorgangs in dem Essen erhalten bleiben mkd dieses dadurch an Gehalt gewinnt. Schon bei der Zubereitung des Rohmaterials für die Speisen, z. B. Kartoffeln, Gemüse usw., kommt die in den Großküchen unentbehrliche moderne Helferin Ma chine weitgehend zur Anwendung, denn ohne sie wäre die tägliche große Arbeitsleistung des Kochens nie pünktlich zp vollbringen. Und wenn dann der Zeitpunkt der Essenausgabe gekommen ist, teht eine Unmenge an Material und Sefcbirr in der Küche bereit. Das von der Deutschen Arbeits- ront empfohlene normierte Geschirr, das zweckmäßiger als das bisher gebräuchliche Emalllege- schirr ist, ermöglicht es, den Speisenden die Suppe in schönen Tellern und die Hauptspeise Fleisch. Gemüse und Kartoffeln auf praktischen dreiteiligen Geschirrplatten vorzusetzen, oder den Emtops m einem Gefäß zu verabreichen, das in feinem Umfang ein Mittelding zwischen tiefen Teller und Suppenterrine darstellt. Dazu kommt das ebenfalls von der DAF. empfohlene schöne Besteck. Mit diesem guten „Schanzzeug" bewaffnet wird in dem großen Gemeinschafts-Speiseraum allmittaglich em tüchtiger „Schlag" verdrückt und damit der Koch- kunst der Köchinnen bzw. des Küchenchefs alle Ehre erwiesen. Schüsse in Tucuman. ; Roman von Heinrich Lang. Wir setzen hier die Veröffentlichung des Romans aus der Illustrierten des Gießener Anzeigers fort, deren Erscheinen, wie bereits mitgeteUt, aus kriegswirtschaftlichen Gründen eingestellt werden mußte. 21. Fortsetzung. „Der Mann, den ich bei Celina Novello sah, hat nichts mit Herrn Calvos Geld zu tun, Herr Gal- vez!" sagte Marianne. Quälen Sie mich nicht länger, bitte!" Don Francesco lächelte. „Sie scheinen nicht zu missen, daß Sie mir durch Ihre hartnäckige Wei- gerung den Namen bereits unfreiwillig gesagt haben! Es ist Ihr Landsmann Droste. Wollen Sie es abftreiten?" „Und was wäre, wenn Sie richtig geraten hätten?"fragte Marianne. ,Lch habe richtig geraten!" lachte Francesco. „Das Nächste wird fein, daß wir ganz einfach zu Herrn Droste hingehen und ihn in strengstem Vertrauen bitten, uns den Aufenthaltsort dieser Celina anzugeben!" „Sie wissen demnach, wo... Herr Droste sich aufhält?" „Einige unserer Freunde vom Präsidium wissen es!" lächelte Francesco. „Herr Droste war mehrfach in eigener Sache bei der Polizei vorstellig!" Marianne starrte Don Francesco an. War das denn möglich? Man konnte einfach... zu ihm hingehen? • Freilich. Francesco Galvez zum Beispiel konnte das. Oder jemand vom Polizeipräsidium. Aber... ein Mädchen durfte niemals einem Manne nach- Es war ungefähr um die Stunde, zu der man den Lunch zu nehmen pflegte, als Manuela Calvo ihr Hotelzimmer verließ. Ihr Ziel war der Speise-. . saal. Kaj Jversen war noch nicht da. Unpünktlich' Teller. Mit Bleistift waren über den Rand em schien er auch zu werden! Das hatte gerade noch paar Satze gemalt. . acfeblt» „Bin mit Perez Castillo zum Florettfechten! Aber noch ehe Manuela den Saal erreichte, blieb 1 Habe leider keine Zeit! Diel Vergnügen! Manuela." i werden, Ürjen in stMen lh hilf «erden tneb kostet Der Speiseplan in den beiden Großküchen, die wir als die größten ihrer Art im Gießener Wirt- schaftsbezirk kennen, ist auf reiche Abwechslung der Kost und selbstverständlich auf größte Gute und Nahrhaftigkeit der Lebensrnittel bedacht. Eintopf gibts natürlich auch, wie in jedem Privathaushalt, und an Schmackhaftigkeit läßt er gar nichts zu wünschen übrig. Wir hatten z. B. in einer Gemeinschaftsküche, in die wir ganz überraschend als Besucher hineinkamen, Gelegenheit, die als Eintopf gegebene Erbsensuppe zu probieren, und mir fanden, daß diese Suppe auch vor der strengsten Prüfung durch die kritischste Hausfrau hatte bestehen können; an dieser Speise, der als Nachtisch noch ein delikater Reispudding mit Himbeersaft folgte, mar — wie der Soldat sagt, wenn er zufrieden ist — „alles dran". Fleischmahlzeiten der verschiedensten Art, Gemüseaerichte, fleischlose Mahlzeiten, Nährmittelspeisen usw. lösen in beiden Küchen einander in abwechslungsreicher Folge ab, dazwischen gibt es Eintopf mancher Art, kurzum: es ist gute, schmackhafte und kräftige Hausmannskost, die den Arbeitskameraden und -kameradinnen aus den Werkstätten, vom Versandlager, vom Büro usw. geboten wird und allen täglich in bester Wesse schmeckt. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir be haupten, daß in vielen Haushaltsküchen nicht so gut, kräftig und reichhaltig, aber auch so ab- wechslungsreich gekocht werden kann wie in dielen Gemeinschaftsküchen. Dies ermöglicht nicht nur die Menge des Materials, sondern auch die mannig- BahnhofÖ A Fried|rich8tr. Stadt;-_^LudWi. Theater' pi, Sel-y/ters < /Tor wartete dieser kühl.-- Vierzig Minuten später langten zwei Geheiß , Polizisten im Hause der geschäftstüchtigen Dante tj 3 .. die am La Plata ein „Boarding-Haus" betn« Aber als die Herren nach dem Senor Droste freß’ W 1° siny ten, wurde Ihnen der Bescheid, daß dieser w anwesend sei. Sie konnten nur erfahren, daß ^tej Droste vor etwa einer Stunde den Besuch elvs Dame und eines Herrn empfangen habe, mit denkt er fortgegangen fei. (Fortsetzung folgt) 1 ein etzi kfurt a.M. Citrovin• Fabrik G.nibJI. Fr i nidjl ! tnaiity Donnokizen. Stadtm^. jy» hetei HL Tageskalender für Samstag. ffinführ t StaMtyeater: 19.30 bis 22.30 Uhr ..Boccaccio-. Gloria-Palast (Seltersweg): „Das Mädchen von ,25»; A.er/j^r/;uA.; ^UvA Fotofilm für die B. Die Dominiks. Roman von yellmuth M. Böttcher. ith Vater hat ihn vergessen. * Sie Arbeitsmethode Mattheus ßtnbs hat schon 1 »eher an amerikanische Vorbilder erinnert. int Kejif«1 I ts gar schon bei dem iranischen Auftrag ver- ttn. Der Dreißigtausendtonner wird sowieso die lrsen technischen Errungenschaften des deutschen sfbaues zeigen. Die Herren in Teheran sollen » Freude daran haben." Ir läßt sich unvermitteU auf seinen Schreibstuhl l-r Ein neuer Gedanke blitzt chm durchs Hirn, , y3 fß fort festgehalten werden mutz. vwaM £ ischuldige' Eine Sekunde!" t, bei bin eteimin | ;e von $ der die $ h. pM i Kauf!< 12 W Emzel^ HeinW an keim V B. Mb -Ml I 1 ach, ebi . Selb inrft in , wobei:■ den tnüfa iden eins bariibii! W Auswahl an Vorräten bzw. an Gartenerzeua« rissen. Eine der Kuchen beispielsweise sorgt von linaer Hand in den Wochen und Monaten der G-" püsezeit dafür, daß reiche Vorräte an Gemüse aller Xrt Im Anschluß an die tägliche Mittagessenberei- tma in großen Behältern eingekocht bzw. einge- pacht werden, die später vom Dorratslager aus in he Kochkessel wandern; eine andere Küche hat un- pittelbar neben dem großen Küchenhaus einen lcnggestreckten Gemüsegarten, in dem ein Gärtner pchts anderes zu tun hat als das Gewürzgemüse tir den Kuchenbetrieb heranzuziehen und damit vor km erfahrenen Küchenchef zu bestehen. Daß ba= tvben auch andere Lebensmittelvorräte, z. B durch he Sonderzuweisungen an Nährmitteln je nach Maßgabe des Bedarfs vorhanden sind, damit stets -les für die Zubereitung einer guten Kost getan -erden kann, versteht sich von selbst. Kühlraume uid -Einrichtungen ermöglichen die gute Ausbe- «ahrung der Vorräte, ebenso dienen luftige Lagcr- kcume in den Kellern diesem Zwecke. Und so können Ijutn die Männer und Frauen, die aus diesen Ge- »einschaftsküchen essen, an jedem Morgen die Ge- Vßheit haben, daß ihnen zur Mittagszeit ein gutes und kräftiges Mahl am Ausgabeschalter der jsiche verabreicht wird. Bevor es aber dazu kommen kann, sind seitens ter Essenbezieher an jedem Wochenbeginn zwei tüchtige Verplichtungen zu erfüllen: erstens müssen ft die nach den Richtlinien der Deutschen Arbeits- spnt festgesetzte Menge an Fleisch- und Fettmarken ätgeben — wobei aber durchaus ,chie Kirche im $)ife bleibt", so daß sich keiner beschweren kann —, -reitens müssen die Eßmarken für die Woche be- »hlt werden, wobei es aber ebenfalls für niemand -hmerzen in der Geldtasche gibt. In den Gemein- ijaftsküchen der Betriebe im Gießener Wirischafts- «ssrk werden nämlich für jedes Mittagessen täglich «ir zwischen 20 bis 60 Pfg. bezahlt, d. h. in einem J trieb kostet jedes Mittagessen den Bezieher IPfg., in einem anderen Betrieb kostet es 40 Pfg., feder in einem anderen Betrieb lind 60 Pfg. zu llen. Daß bei diesen Essenpreisen die Firmen schösse zum täglichen Küchenbetrieb leisten müssen, ohne weiteres klar; sie sehen diese Zuschußleistung >r als eine soziale Verpflichtung gegenüber ihrer 'olgschaft an, die sie im Geiste der echten Arbeits- eradschaft gern erfüllen. Damit vollbringen sie lich ein Stück Sozialismus der Tat! Beides, die einschaftsverpflegung sowohl als auch die be- ibene Höhe des Essenpreises des Schaffenden, d von diesen den Betriebsführungen mit An- eßrnnung und Zufriedenheit angemerkt; dabei wird dem löblichen Wirken der Kameraden und Ka- rabinnen in der Küche mit freundlicher Gesinnung ankt. ner Sty Qlbeni rachH Ltrchü Wafm der An! M^^irdrich Dominik beginnt zu zeichnen. Linien, ,Aei Maschinenelemente erscheinen in kritzeligen ^nf° sinnvollem Wirrwarr auf seinem Lösch- lvartet eine Weile. Dann geht er still nu ist/l )ie u.ij finde es schon noch. Vielleicht können hör ------" ' * " !—Qr”u“...... «X ist-l'd In iiH jjerr«! tiic ich die v Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ir Irtr alte Herr kommt nicht zur Antwort. Denn f -AS1 !t plötzlich einen neuen Gedanken im Sinn. kr -Tebrigens... ich zerbreche mir in den letzten iet ,L wieder den Kopf über ein Problem, das r schon seit zehn, seit zwanzig Jahren beschäf- e fie ° \ - ty, nämlich, ob es nicht möglich wäre, die Pro- , merot - ;*jEern>eUen an unseren Schiffen besser zu schützen. nfJi« 5er jetzigen Anordnung, wo bas hintere Ende i Eweit aus dem Steven heraussieht, kann die ipse. -0' llitnte Beschädigung das gättze Schiff manövrier- 'Eng machen. Man müßte sehen, einen Weg zu >«Wer, auch während der Fahrt jederzeit Repara- os^-d oom Schiff aus vorzunehmen." ^mir^ ^ens U1 Ä11 Lr trogen zu Haben. Die Anklageschrift umfaßt 240 Seiten und erfaßt nur 105 Millionen Franken, ba der Verbleib der übrigen Beträge nicht mehr ju ermitteln war. Das Sündenregister des Judin Tannenzapf umfaßt Betrügereien, Bestechungen,! Fälschungen, Unterschlagungen und Wortbrüche. Ter Finanzskandal Tannenzapf zog weiteste Kreise und erregte die französische Öffentlichkeit sehr. Tau« sende von kleinen Leuten hatten ihr erspartes Vermögen in die Unternehmungen des jüdischen Be.z trügers gesteckt und sahen ihr Geld niemals roiebitJ Roch bis 1938 blieb Tannenzapf in Freiheit, da dir! Untersuchungsarbeiten nur sehr langsam vonstatmr! gingen, was unter den früheren Machthabers Frankreichs nur verständlich war, die Korruption blühte, die Juden in höchst einflußreichen Steden saßen und ihre Rassegenosjen gegen jeden Angriffs! schützten. Durch den Kriegsbeginn wurde die Durch, führung des Prozesses hinausgezögert. M öW: vorlv ötnen H bargen, an! MN S* in L-nck * ich MM-/ Oraler die Marsch in i Her wird „Die Sestch i ihn mach' cs Mes chlossenheii uni, nicht e> Sie alt Die Am Mittwoch, dem 18. Juni 1941, um 20,30 Uhr, beginnt im Landschulheim in Kesselbach/Lda. ein Grundausbildungslehrgang des Deutschen Roten Kreuzes in erster Hilfeleistung bei Unglücksfüllen. Hierzu können noch Anmeldungen von mänplichen und weiblichen Personen über 18 Jahren aus den benachbarten Gemeinden bis zum 18. Juni 1941 bei DRK.-Wacht- und Bereitschaftsführer Georg Schmelz in Kesselbach, Steingasse 6, sowie bei den DRK.-Gruppenführerinnen Gertrud Bergen in Allendorf/Lda., Treiser Straße 46, Tilly Wissner in Londorf, Steinstraße 19, und Anna Theis in Rüddingshausen, Haus Nr. 39, sowie am 18. Juni 1941, um 20.30 Uhr, im Landschulheim in Kesselbach erfol= n Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen 2607 D Ca. 158 □Kildikuhü, und Rin.dLv auf Öet 153. Milchvieh - Versteigerung In Münster i.W., Westf. Zuchtviehmarki Donnerstag,'den 19. Juni 1941, 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieter und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Heute noen sollten Sie sich über den Wed und die Noiwendgkee einer Krankenversicherung informieren Morgen kann es zu s O ä t sein. — Schon ein Betrag von 4.- M jeden Monat bei F a m i I i e n ve r $ I che r u n g schützt Sc gegen die Gefanr, auf^er den Krankheitssorgen auch noch finanzielle Schwlerigkei en in Kauf nehmen zu müssen. Wir zahlen dann für Sie im Rahmen unserer Tarife: die Arztkosten die Arzneien die Operationskosten die tiCrankenhauskosten und gewähren daneben Geburishilfen, hohes Sterbegeld, Zuschüsse zur Zahnbehandlung, Hü Imit el. Massage, Beha idlung als r'nvat-Pdtient (kein Krankenschein). B)i Niti.iir.aniprudt- na'vna 'HJtkroril um elngezahller hräm en gemäfj unseren Bestimmungen. Fordern Sie also Heut® H O C n unver- . bindlich und ohne Kosten unsere Leistungs-Tarife an. Hier ausshneidet und, falls ke'ne Mar s zur Hand, auch unfrank. sofort einsenden laßeirjBSf von kdi,'Z- in der Geschichte Frankfurts eine große Rolle spielenden Staatsrats Simon Moritz von Bethmann trägt, mit dem Borkenhäuschen, das im Anfang des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild eines ähnlichen Häuschens im kaiserlichen Park von Zars- koje-Selo bei Petersburg gestaltet wurde. Ferner hat Baron von Bethmann der Stadt auch einen Teil des Parks an der Friedberger Anlage verkauft, einschließlich des Ariadne-Museums am Hessendenkmal und des Saalbaues. Gleichzeitig hat Baron von Bethmann durch besondere Schenkung der Stadt die Kunstwerke übertragen, die sich innerhalb des verkauften Geländebesitzes befinden. Dazu gehört vor alle das Ariadne-Bildwerk, das auf Veranlassung von Simon Moritz von Bethmann 1816 von Darnieder geschaffen worden ist. Die Stadt wird dieses Kunstwerk nach Friedensschluß wieder zur algemeinen Besichtigung an der bisherigen Stelle ausstellen. Jüdischer Großbetrüger in Paris vor Gericht. Vor der Pariser Strafkammer beginnt am Freitag der Betrugsprozeß gegen den I u d e n R a t h a- nael Tannenzapf. Tannenzapf ist beschuldigt, eine Summe zwischen 500 bis 800 Millionen Franken unterschlagen, die Filmgesellschaft Pathe zugrunde gerichtet und zahlreiche kleine Sparer be- Erleichterung bei MML Büdo-Luxus Schuhcreme Büdo-Steinbock Lederfett Der Name BUDO verbürgt Qualität ßüdo-Werk Wolfgang Schott Chem. Fabrik, Schwennlngen/N Die Ratsherren der Stadt Frankfurt am Main befaßten sich mit einer. Vorlage des Oberbürgermeisters, die eine erhebliche Erweiterung des städtischen Grundbesitzes vorsieht. Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters hat sich nämlich Baron von Bethmann bereit erklärt, einen Teil des schon seit über 150 Jahren der Bethmann- schen Familie gehörenden Liegenschaftsbesitzes an die Stadt zu veräußern. Dazu gehört das Riedhofgelände, südlich der Mörfelder Landstraße bis zum Lerchesberg. Einbegriffen ist der Riedhof selbst, eine ausgedehnte Gebäudeanlage, die von dem berühmten Salins de Montfort stammt und die als Baudenkmal erhalten bleiben soll. Mitver- erner der größte Teil des Parkes der seinen Namen nach der Frau des 1^ |n vollem Umfange zu erledigen. Sollte daher in den Der- z kaufsstellen „Nährbier" vorübergehend nicht zu haben fein, W so bitten wir um freundliche Rücksichtnahme auf die vor' p| geschilderten Umstände, I Hackerbräu München LIllelnhersteller des diätetischen Malzgetränkes M Marke „Jlährbier" ' ZEICHNUNG ^nebio - Vnenstadt ’n einzige im $ Wands, dem 5 Wrliche - KM v ^gemäldei Een Sc Jb di? U ”nen5 in JWaft 31 N Mene, m ;QI Cian '"Nitsch uä Uebereinstimmung mit der deutschen Kraftfahrzeugindustrie, vertreten durch den Leiter der Wcr^ichafls- gruppe Fahrzeugindustrie, Direktor Egger, der italienischen Krastfahrzeugindustrie, vertreten durch den Präsidenten der Anfia, A c u t i s, der französischen Kraftfahrzeugindustrie, vertreten durch den Präsidenten des Coa, Minister Lehideux, ergab sich eine einheitliche Auffassung über die zukünftige ' Zusammenarbeit, sodaß für die Motorisierung Europas weitgehende Auswirkungen zu erwarten sind. Großer Grunderwerb der Stabt Frankfurt. Ilte1’*™, : ä Jr urj) c.?, 8 sMnbe ■ ’fc "« Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Juni nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Bachstraße 63, aus statt. 02033 Statt Karten Ihre Verlobung zeigen an Anneliese Krieger Willi Höhl [bien unter Wltzuziehen i r sie zu ve g I jiinner, die i 11'16 des Etc । k chen wäre [li niemand i [liehen, wem i :ie bedürsei ü ■ Kampfes Gestern abend verschied plötzlich unser lieber Vater, Großvater und Bruder der Lokomotivführer Adam Ebele || I ine Freiheit i i; kroatische Mtiigen alle sichten Uni W, das der c; neue, sm iifjQt I Die Führer m Europ r-rterholt bi Iiaatsleben n ! erwerben ■ he 6d)met; r-opäischen ihrhast pr Pahren. Je san Bund d p Lehrzeit noatien miii khren der 1 sin Preis 3, B9