W Gießener Anzeiger : von einzelnen dummem ^fttoTrfTir6««ftrnnti°W 8rfl6Hitt UulDerRtäti6rndtreiH ta«9t General-Anzeiger für Oberhessen ^•ithte’sdUlllrat« 1-» Im Schlafwagen durch Sibirien. KTLSÄWSs- r . ««-' rllHio Qnnhfi-knf# hi<* ti'inoAiYWrta In i’llllünlfl ist wie O Oll ZVVCHO * iOllinpltt Amerika hils! BonFregattonknpitü n z. B. H a ioPa d) b a in in er Bon unserem nach Tokio entsandten Dr. A.-Berichterstatter. > Ql?t ?es Wer schreit und stöhnt und ächzt da in der Nacht? etn -h , Lus unruhigem Schlaf wache ich auf. Die Leucht- freuhi Ziffern des Reiseweckers geben die Zeit mit 2 Uhr ,L an. Schlaftrunken frage ich mich: Wo bin ich eigent. offen m lich? Eine Zeitlang dauert es, bis mir aufgeht, ' daß ich im Schlafwagen des S i b i r i e n-E x v r e tz lieae, der gestern früh die fowjetruffifche Grenz- reß »loin. Die Aufklärung des Kalles Heß Änforde- st gut fle. I not Mv/ loltz usitz) traße 26 Berlin, 13. Mal (DJIB. Funkspruch.) Die na ttonalsozlalistische Parldforrcfponben) feilt mit: \ Soweit die bisher vorgenommene Durchsicht der von Rudolf Heß zurückgelassenen Papiere ergibt, scheint Heß in dem Wahn gelebt zu haben, durch einen persönlichen Schritt bei ihm von früher her bekannten Engländern doch noch eine Verständigung zwischen Deutschland und England herbeiführen zu können. Tatsächlich Ist er auch, wie unterdes durch eine Mitteilung aus London bestätigt wurde, in Schottland vom Flugzeug In der Nähe des Ortes, den er aufsuchen wollte, abgesprungen und wurde dort anscheinend verletzt aufgefunden. Rudolf Heß, der seit Jahren, wie es in der Partei bekannt war, körperlich schwer litt, nahm In letzter Zeit steigend seine Zuflucht zu beit verschiedensten Hilfen, Magnetiseuren, Astrologen usw. Inwieweit auch diese Personen eine Schuld trifft in der Herbeiführung einer geistigen Verwirrung, die ihn zu diesem Schritt veranlaßte, wird ebenfalls zu klären versucht. Ls wäre aber auch denkbar, daß Heß am Ende von englischer Selle bewußt in eine Falle gelockt wurde. kriegswichtige Anlagen, u. a. den Flugplatz Lucca und den Hasen La Valetta, mit guter wir- kung an. Dct Feind warf In der letzten Rächt mit schwachen Kräften Bomben in West- und Südwestdeutschtand. In einigen Städten, darunter in Mannheim und in Köln entstanden Brände in Wohnvierteln und Industrieanlagen. Der Sachschaden und die Verluste an loten und Verletzten sind gering. Line Sturzkampfstasfel unter Führung von Oberleutnant Rieger zeichnete sich bei dem erfolgreichen Angriff auf einen britlfchen Flottenverband vor Bengasi in der Rächt zum ll.IHpl besonders aus. Ll-Booie sagen die Briten. h erprobte treten und Pfennigen innigen er» : und foirb icht nur bei mben An» ber Mund» Mion von ;en liefen» jen, Quet- gesteigerte ehr brauch« Die ganze Ar! seines Vorgehens bestätigt seden- soll» die schon In der ersten Mitteilung gegebene Tatsache, daß er unter Wahnvorstellungen gelitten habe. Er kannte die zahlreichen, aus ehrlichstem Herzen gekommenen Friedensvorschläge des Führers besser als irgend ein anderer. Anscheinend lebte er sich nun in die Vorstellung hinein, durch ein persönliches Opfer einer Entwicklung vorbeugen zu können, die in feinen Augen nur mit der vollkommenen Vernichtung des britischen Imperiums enden würde. Heß, dessen Aufgabenbereich wie bekannt, ausschließlich in der Partei lag, hat daher auch, so weit cs aus seinen Auszeichnungen her- vorgeht, irgend eine klare Vorstellung über die Durchführung oder gar über die Folgen feines Schrittes nicht gehabt. Die natlonalfozialistlsche Partei bedauert, daß dieser Idealist einer so verhängnisvollen Wahnvorstellung zum Opfer fiel, An der dem deutschen Volk aufgezwungenen Fortführung des Krieges gegen England ändert sich dadurch nichts. Lr wird fo lange geführt, bis — wie der Führer auch In feiner letzten Rede erklärte — die britischen Machthaber gestürzt bzw. friedensbereit sind. 13 feindliche Handelsschiffe miizusammen7S218MT.vonLl-Voolenversenki büros „Intourist", der den Zug begleitet, zu den Mahlzeiten im „benachbarten" Speisewagen einlädt. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ... r> Gefühl , *) m ber I iben. Die '*■ Mich j Schmidt! r ber Ich. abbel ent- L L Z. Z. Harbin, im Mai 1941. Berlin, 14.Mal. (DRV.) Amtlich wird bekanntgegeben: Infolge der Entwicklung des Krieges im östlichen Mittelmeer ist in Zukunft auch mit Kampfhandlungen der deutschen Streitkräfte im Roten Meer zu rechnen. Jedes Schiff, das dieses damit zum Operationsgebiet gewordene Seegebiet befährt, fetzt sich der Vernichtung durch Minen und andere Kriegsmittel aus. Die deutsche Regierung warnt daher dringend vor dem Befahren des gefährdeten Gebietes, das wie folgt begrenzt ist: der nördliche Teil des Boten Meeres einschließlich des Golfs von Suez und des Golfs von Akaba bis zum nördlichen Wendekreis. Ausgenommen bleiben die hoheltsgewässer von Sau- dlsch-Arabien. Eine Regelung für das Befahren des bezeichneten Operationsgebietes durch besondere gekennzeichnete Pilgerschiffe bleibt Vorbehalten. Die Reichs- und Gauleiter beim Führer. Berlin, 13.Mal. (DRV.) Vie Rationalsozta- liftlsche Parteikorrespondenz teilt mit: Beim Führer fand heute eine Zusammen kunfI sämtlicher Reich steiler und Gauleiter der RSDAP. statt, au der auch Reichsmarschall Hermann Göring teilnahm. Die Parteisührerschast bereitete dem Führer, der zu den versammelten sprach, eine von entschlossenem SicgcstviUcn getragene überwältigende Kundgebung. j*y flirte Hu*io. Rotes Meer Operationsgebiet Die Reichsregierung warnt vor dem Befahren. können. v In besonders hohem Maße gelten Rat und Hilfe ben br ei Bräuten, bie in unserem Wogen ihrer baldigen Eheschließung entgegenreUen, drei hoffende und sehnende junge deutsche Mädchen, von denen zwei ihre Erwählten in Eharbin treffen sollen, während die Dritte noch den weiten Weg über Japan nach Südamerika vor sich hat. Wie mir später in Mandlchuli von einem deutschen Kaufmann hören, find solche Brautreifen mit ber sibirischen Bahn trotz ber Kriegs,eit keine Ausnahmen, ein Zeichen für die Zuversicht, mit ber gerade die jüngere Generation unter den Deutschen in fernen Ernten die Zuknnstsaussichten für Deutsche in aHer Welt beurteilt. Ein erfreulicher Beweis auch dafür, daß die Neigung, sich die Frau im Auslände zu wählen, dem Streben nach einer Ehegenossrn aus dem eigenen Volke Platz macht. Zwei Familien deutscher Kaufleute in Thina und ein junger Kaufmann, der nach seinem ersten Heimaturlaub in sieben Jahren auf seinen Posten nach Schanghai zurückkehrt, bilden Zusammen mit uns Neulingen in fernöstlichen Dmgen den Rest der eigentlichen Wagenfamilie, die atlerbings noch einige „korrespondierende Mitglieder" in einem anderen Wagen hat, darunter auch einen rtaueiujchen aarewerd-^ gsichere»; Lzelen^ 5: *5 !'S 141,20® ribeni 16t nl> 1877, e,® ,Prei* j ^uen' uni ji mE cr Rann. °brf nach n Sajab fl »erb, der Wt gute 1 anb5 am M nnen auf. 1 Zu fotn. nicht v?r« „Canopus helpl* fünfte ber englische Abmlral EradIock wahrend der Coronel-Schlacht dem weit zurückstehenben alten Linienschiff, als ber Sieg sich Mn Deutschen zunelgte. „Canopus" konnte aber nicht helfen, er war viel zu langsam und chnaufto mit feiner zusammenbrechenden Maschine, die seine Seele war, gewaltig in der aufgewühlten See. „Amerika — Hits!" ruft nun der Brite, da der Sieg sich auf die deutsche Seite neigt, aber— kommt Uncle Sam nicht a n d> z u j p ä t? Er hätte gern weiter im stillen geliesert und gute Geschäfte ac> macht. Nun fordert die verzweifelte Lage Englands von ihm, aus feiner Neutralität offen yervorzuirc- ten, dies unter der Begründung, er mülle solchen Ländern helfen, deren Verteidigung von vitaler Bedeutung für die Verteidigung ber USA. sei! Damit bricht er feierlich gegebene Versprechen, wie bas rische Landschaft, die keineswegs so eintönig ist, wie man vielleicht annehmen könnte. Man steigt an den Stationen, an denen alle zwei ober drei Stunden ein längerer Aufenthalt gemacht werden muß, weil die Maschine Wasser nimmt ober gewechselt wird, aus und schnappt frische Lust. Dies ist besonders wichtig, denn die Doppelfenster des Wagens sind überhaupt nicht zu öffnen, und auch die sonstige Ventilation ist nur dürftig. Man trinkt Tee, den die Schlafwagenschaffner zu den meisten Tageszeiten mit.tyilfe eines Samovars in recht anständiger Qualität bereiten. Und dann kommt morgens, mittags und abends auch die Zeit, da der Beamte des Reise- unsere U-Bootmänner auch in diesem Kriege sammeln können, nicht minder leuchtend wie im vor- ganaenen. Wie einst so zeigen sie auch setzt, daß sie nicht nur den Gegner angreifen, wo er sich stellt, sondern, daß sie ihn unermüdlich verfolgen und auch zu packen wissen, mag er sieh noch so sehr nach allen Richtungen der Windrose hin sichern. Schwere Verluste der britischen Kriegsstolle. Berlin, 13.Mai. (DRV.) Die Verluste ber britischen Kriegsflotte, die Im vergangenen Monat bei der Flucht der englischen Expeditionsarmee aus Griechenland sehr hoch gewesen waren, haben auch im Mal angehalten. Vom 1. bis 12. Mai büßte die englische Flotte durch Versenkungen sechs Einheiten ein, während fünf weitere Einheiten bei Kampfhandlungen schwer beschädigt wurden. Durch Bombenangriffe deutscher Kampsflugzeuge wurden in diesem Zeitabschnitt 1 m SeegebietumLng- I a n b versenkt : ein Zerstörer, ein etwa 1000 BBI. großes Wachschiff, ein Schnellboot und zwei Vorpostenboote. Ferner wurde bei Malta gleichfalls durch Luftangriff ein englisches Unterseeboot versenkt. Durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt wurden ein englischer Kreuzer In ber Suda bucht bei Kreta und drei englische Kreuzerund Zerslörereinhelten durch Gegenangriff deutscher Sturzkampfflieger während der Befchleßung des fjafens von Bengali durch einen englifchen Flöt- fenoerbanb. Außerdem wurde eine englische ll-Boots-Falle von einem deutschen Unterseeboot torpediert. Vie englische Admiralität hat von allen diesen Verlusten, die bereits zum Teil acht bis zehn Tage zurückliegen, bisher erst die i Versenkung der beiden Vorpostenboote zugegeben. Tagesangriffe in Glwostengiand. Berlin, IS. Mal. (DND.) Deutsche Kompfflug- zeuge flogen im Laufe des 12. Mai in Dübosteng- Innb ein und griffen am Hellen Tage kriegswichtige Ziele an der ü ft e und im Hinterland mit guter Wirkung an. kSi«.! 'M«. Sif & s JMe. Zungen ’S nu,l frucht I dsil du* ! Mittwoch. fq.MaUSU tlnnnbmr von flnulnf« für die Mlitanönummer blOH'/.llbr beflV »tüt. ie mm bei 70 mm Bcilcnbreite WndtläRei Wieberhaiung Malstallei I Ablckilllle Mengenitallei 8 tMntioorWtfl 1 vorherige Vereinbarung i 25 ’/n mehr stöhnt in feinem Gefüge, seine Spanten und seine Planken biegen und dehnen sich unter dem Druck des Wassers und dem Zuge des Windes; unh so stöhnt und ächzt und schreit unser guter alter iL.ngen, wenn er den Zug und Druck der Loko> motiöc und des langen Wagenzugcs, den er hinter ber N rung b(5 1 > auf Haager Abkommen von 1907 oder die Abmachungen von Havanna und Panama. Zn Wirklichkeit tat Roosevelt bas schon seil langem, wenn auch unter dem Schutz des ante- \ rikonischen „Neutralitatsgesetzes" von I9;I5 (mit der Sperrzone für amerikanische Schisse vor der Nord west-Küste Europas) und der „Cash- und (Zarry"• Klausel von 1989, mit der das Wassenausfuhrverbot aufgehoben wurde. „Cash downl“ Bezahle bar aus den Tisch und hol dir deine Kanonen selbst über den Ozean! heißt bas. Mit dem Hilfsgesetz von 1941 fällt schon die „Cash“-Sl'laufel — ein tonjritl weiter ans dem Wege der Unneutralität. Bleibt noch die „Carrv"-Klauscl", der Zwang der Selbstver>chifsung durch den Besteller, einseitig zugurrsten Englands ge- dacht, denn wir oder 3 t al len könnten keinen Gebrauch davon machen. Aber wie lange kann England noch sein eigener Fuhrmann sein? Schon ruft man drüben nach amerikanischen Gele itzü gen und auch noch Geleit durch amerika- nißhe Kriegsschiffe und achtet der Gefahren nicht, die den europäischen Krieg zu einem neuen Welt- brand machen können Zwei Fragen melden sich da: Was will Roosevelt? Will er wirklich nur England helfen, weil das für die Verteidigung Amerikas lebenswichtig ist? Dann hätte er früher kommen müssen. Oder glaubt er noch an den Kinderschreck, das kleine Europa wolle das große Amerika bekriegen? Seine Ucbcrlegungen find kühler. Er rechnet. Er denkt an Washington 1922, wo die USA. sich die Gleichberechtigung auf dem Meer, die gleiche Flat- trnftäne mit England vertraglich bestätigen ließen: Dieser Einbruch in die britisck)e Vormachtstellung war der große Sieg Amerikas im Weltkriege und eine glatte englische Niederlage, wenn sic sich auch jetzt erst auswirkl. Nun kommt der Endsieg über das ge- Ein neuer schöner U-Booterfolg liegt vor, zustande gekommen nach zweitägiger Jagd eines stark gesicherten britischen Geleitziwes. Was eine derartige Jagd bedeutet, mit welchen Gefahren sie ver- knüpft ist, wie viel an Elnsatzfreudigkeit von jedem einzelnen U-Bootmann verlangt wird — das kann im deutschen Hinterland kaum jemand voll ermessen und würdigen. Denn die Sicherung, die um die englischen Geleitzüge gelegt wird, setzt sich in jedem Falle aus Schissen zusammen, die den U-Booten überlegen sind. Dennoch wird dadurch der Angriffs- getst unserer blauen Jungeno nicht im mindesten beeinträchtigt, im Gegenteil, immer wieder fallen die Boote die Geleitzüge an, Immer wieder fahren sie in den Schwarm der von der Meute der Zerstörer zusammengehaltenen Transporter hinein, holen unter den denkbar schwierigsten Umstanden ihre Beute aus dem feindlichen Pferch und lauen - > sie ihren letzten Torpedo verschossen :eicht haben. Ehre und Ruhm haben 'liege, der aeftern früh die sowjetrussische Grenz- jtation Ts chr, daß hat, oder der Dank- wird Ich Kammer- meinte er ,natürlich 'il si- biete die in. Leim lfen, Mld Was war , eine .E tehe naw' ie Wenge .. tritt dillo zur tierenden 6 s«t O«'- bi‘ n-cht-v" 'S? an» muß' 41er Wohnküche ausgejtattei waren. Wiesbaden ecbantt Opel das Opelbad auf dem Neroberg. Auf fon Gebiet ber Kunst machte sich Wilhelm von Opel fcrd) bie Bayreuther Tannhäuserspende verbient. Im Vorstanb bes Hauses ber Deutschen Kunst unb bin Deutschen Museum in München gehört er als trftanbsmitgüeb an, 1933 würbe er vom Führer h die Akabemie bes deutschen Rechts berufen. JRk *^^^Alleinhersteller:PJos.Möbs Seifenfabriken.Giessen Das Motiv der Brüder, die einander so ähnlich sehen, daß man sie nur mit Hilfe äußerer Kennzeichen unterscheiden kann, hat die literarische Phantasie immer wieder beschäftigt; ein gefährliches Motiv, wenn es sich dabei um Liebe handelt, weil dann nicht nur die Liebe, sondern auch die Vorstellungskraft oder Gutgläubigkeit des Lesers ober Zuschauers einer harten Belastungsprobe unterworfen wirb. Wenn beispielsweise einer ber Brüder auf einer Expedition ober währenb eines Felbzuges ums Leden kommt, unb ber anbere Bruber übernimmt besten „Rolle", spielt sie weiter und heiratet am Enbe bie Frau, bie jener schon gar nicht mehr geliebt hat —: eine gewagte Konstellation, wenn ber Ueberlebenbe es nicht über sich gewinnt, der Frau die Wahrheit zu sagen, die ja den Verstorbenen geheiratet zu haben glaubt unb nun ben anderen ganz aufrichtig liebgewinnt. Die an unb für sich schon nicht gerade alltägliche und übersichtliche Beziehung wird erst recht gefährdet, wenn eines Tages die verlassene, ehemalige Geliebte des lieber* lebende« auftaucht, in die auf falschen Voraus- setzungen beruhende Gemeinschaft einbricht, ihre Ansprüche geltend macht, mit der Vergangenheit spielt und, weil sie den Mann noch immer liebt, dessen Glück und natürlich auch bas seiner Frau zu zerstören droht. Dies scheint nur die radikale und meistens nicht einmal tödliche, jedenfalls kaum endgültige Lösung mit Hilfe eines Revolvers zuzulassen, wobei für die Wahl des unglücklichen Opfers mehrere Möglichkeiten offenstehen. Paul van der Hurt hat es sich nicht nehmen lasten, diese Losung mindestens handgreiflich anzu- beuten unb zum Schluß, nachdem der unheimliche Gast sich schon zu unblutigem Rückzüge unb stiller Resignation entschlossen zu haben scheint, es wenigstens braufeen im Garten knallen lassen: bie Aufregung ist aber wieber umsonst, benn zum Glück war es diesmal nur ber Gärtner, ber einer wil- bernben Katze (wenn man Lust hat, kann man sie sinnbildlich verstehen) bas* Handwerk gelegt hat. Das Stück wird leider nur an einer abseitigen Stelle des Programmheftes als das bezeichnet, was es offenbar fein soll, nämlich als Schauspiel: auf | bem Personenzettel wie auf dem Spielplan findet ! sich die irreführende Bezeichnung als Komödie. Die Wirkung der Aufführung wird naturgemäß beeinträchtigt durch bas Mißverhältnis zwischen bem, was ber Zuschauer nach ber Ankündigung erwartet, und bem, was er bann erlebt. Der Spielleiter, Herr x s »ie. n ?i. ■ 8on. .«Nif, *1 aus. Nfsfrift S 4 |Q6 ni*t ie sowie ; Damit er eng, £einen lien, ber m Al. r 76 000 )□ lvich^ ne Kennt' 1 beluU rengelernl lmbau 1, unb dec teheimnlm Hauptmann JarnesRoosevelt ist, wie Reuter melbet, von einem kurzen Besuch auf Kreta zurückgekehrt, wo er auch bem griechische König einen Brief seines Vaters, bes Präsibenten Roosevelt, aushänbigte. Aufsehen erregte in Buenos Aires eine Melbung ber llniteb Preß aus Washington, nach ber 10 000 USA.-Fliegeroffiziere Spanifch 1 ernen sollen. Die ersten Kurse sollen unter ber Leitung bes Chefs der Luftwaffe, Generalmajor Harnolb, bereits be- gönnen haben. 3uf sozialem Gebiet begann Opel frühzeitig mit d n Dau von Werkswohnungen, die erstmals mit Kleine politische Nachrichten. Am Tage des Heeres und des Imperiums hat der König und Kaiser General Rommel, dem Befehlshaber des deutschen Panzerkorps in Libyen, das Komturkrcuz des Militärordens von Savoyen und dem Chef des Stabes Dberftleutnant vondem Borne das Ritterkreuz des gleichen Ordens verliehen. Die italienischen Truppen haben östlich von Albanien Pec, Prizren, Tetovo, Bostioar und Kiceoo erreicht. In Griechenland wurde die Besetzung des Epirus und der Landschaften Akarnanien und Aeto- lien zum Abschluß gebracht, Missolungi unb ßepanto im Golf von Patras würben erreicht. * König und Kaiser Viktor Emanuel III., her seine Besichtigungsreise ber Frontabschnitte fortsetzte, traf in Kortsch a ein, wo ihm ber Regierungskommis- far für bie Wiebervereinigung der Gebiete von Kossovo unb (Siamurien mit dem albanischen Mutterlande dankte. In D stasrika setzen die italienischen Truppen trotz der größten Schwierigkeiten ihren heldenhaften Widerstand fort, beseelt und angespornt durch die Tat und bas Beispiel bes Herzogs von Aosta. Eröffnung der Lehrerbildungsanstalt in Darmstadt NSG. In Darmstadt fand bie Eröffnung her Lehrerbildungsanstalt durch Staatssekretär Reiner statt. Er gab einen Uob erb lick über die oer- Wehrten Formen, nach denen man in den letzten khren eine geeignete Möglichkeit suchte, die besten $üfte im Volk zur Erziehung der Heranwachsenden ).gend zu mobilisieren. Beim besten Willen geriet mm dabei aber sehr oft ins Uferlose und versorgte bn Nachwuchs mit einem Ballast unb einer Höhenluft", in der der zukünftige Dolksschullehrer rchts mehr zu suchen hatte. Der Führer zeigte auch h' r ben Weg zur Verbindung von fachlichem Wis- M, sauberem Charakter unb einbeutig klarer Welt- vschauung. Gauschulungsleiter Ruber stellte heraus. baß bie NSDAP, zwei Hoheitsrechte ihr eigen Jmnt, die sie niemals abtreten kann: das Recht per Zchrung und der Erziehung. Das nationalsozia- Hi'ische Ideal moderner Dolksführung bestehe nicht in ber Beherrschung einer Masse burch eine Mm- berbeit, sondern durch die Führung der Besten, bte r eberum aufgebaut sei auf bem Wissen bes Volkes -m bie Richtigkeit bes beschrittenen Weges. Fuh- ning unb Volk müsse bieses Wissen und jenes enge Einoevnehmen oerbihben, bas aus bem klaren Jbeal ber nationalsozialistischen Weltanschauung unb Le- btnshaltung erwachse. Dies gleiche Jbeal aber werde «er allem durch den Erzieher in die jungen, auf- nchmebereiten Herzen gepflanzt. Führung und Er- jungen blieben deshalb eine untrennbare Einheit [£■ Der Stellvertretende Direktor ber Hochschule für Lehrerbildung, Professor Dr. Weigand, beenbete bii Feier mit einer Rebe über bie Erziehungs- Tageskalender für Alittwoch. Oeffenllicher Vortrag ber Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Lichtbildervortrag Professor Dr. Glöckner über „Malerei unb Dichtung". — Stabttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Zweimal klopfen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die schwebische Nachtigall". — Lichtspielhaus, Bahn- Hofstraße: „lieber alles in der Welt". — NSRL.- Bezirksführung Giefeen: 20 Uhr Vortragsabend übet Rudern von NSRL.-Ruderlehrer Ehlert (Berlin) im Unteren Bootshaus. v Lietzener Schlachtviehmarkt. »r--V Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmartt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 42 bis 49,5, Kühe 13,5 bis 43,5, Färsen 34 bis 44,5, Kälber 31 bis 57, Schafe 20 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (100 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 99,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11 g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. -1900 — Luftwaffen Sp.-D. Die Blau-Weißen bestreiten am heutigen Mittwochabend ein Gesellschaftsspiel gegen die Luftwaffe. Hierbei sind die Platzbesitzer — entgegen den beiden Meisterschaftsspielen, wo sie jedesmal mit stark ersatzgeschwächten Mannschaften antreten mußten — in der günstigen Sage, mit bester Besetzung antreten zu können. Jrn Vergleich zu der Mannschaft, die den überraschenden Sieg gegen Wetzlar erfocht, ist die diesmalige Vertretung als noch stärker anzusehen, da zwei evtl, drei roeitere Posten mit neuen Gastspielern besetzt werden. Für die Luftwaffe ist es also weit schwieriger wie gegen VfB.-R. am vergangenen Sonntag. Da jedoch auch hier andere Kräfte eingesetzt werden, darf man mit einem spannenden Kampf rechnen, der infolge seines lokalen Einschlags über den sonstigen Rahmen ' der Gesellschaftsspiele hinausgehen wird. Ziegenmchtverein G eßen. Unter Leitung seines Dereinsvorsitzenden Theis hielt her Ziegenzuchtverein Gießen im „Frankfurter Host' feine Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden ging hervor, daß sich die Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr durch den Beitritt von Züchtern aus Heuchelheim erhöht hat. Weiter erstattete der Vorsitzende Berichts über die Beschaffung von Kraftfutter für die Bocke svw'o über die wiederholte Anpflanzung von jungen Obst- bäumen auf dem Gelände der Bockstation. Der Zie- genzuchtverein wurde Im Vereinsregister des Amtsgerichts gelöscht, er ist also nun kein „eingetragener Verein" mehr. Bei der vorjährigen Verlosung von Zuchtlämmern gewannen die Mitglieder Adam, Becker, Fächer und Schmidt je ein angeförtes Zucht- lamm, die sich gut entwickelt haben. Bei den Bock- auktionen wurden von den Mitgliedern Decker, Fischer, Mitsch unb Schmidt fünf Jungbocke zu teilweise sehr hohen Preisen verkauft, ein Ansporn für die Züchter, in diesem Jahre noch mehr Jungbocke aufzuzrehen. Rechner Ommert erstattete den Bericht über die Kassen- und Dermoaensverhaltnisse bes Vereins, der Zeugnis für die sparsame Wirtschaft des Vorstandes ablegte. Dem Rechner und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt Unter „Verschiedenes" berichtete der Dereinsvorsitzende u, a. Probleme des Nationalsozialismus und mit der 23er= pflichtung der Schülerschar. / Oer Landesbauernführer gibt die wertere Kampfparole. \ NSG. Vor den Bauernführern und ihren Mitarbeitern sowie den Vertretern der dem Reichsnährstand angeschlossenen Verbände gab Landesbauernführer Dr. Wagner einen Ueberblüf über die weiterhin zu lösenden Aufgaben. Er- stellte den einzigartigen Leistungen des deutschen Soldaten die Anforderungen gegenüber, die auf wirtschaftlichem Gebiete gestellt werden. Ausgehend von der deutschen Ernährungswirtschaft zeigte er die großen raumpolitischen Zusammenhänge und deren Gestaltung in der Zukunft auf. Er nahm dabei Gelegenheit, an das Bauerntum von neuem den Appell zu richten, mit gleich zäher Entschlossenheit wie die Kämpfer an der militärischen Front ihre Pflicht erfüllen, in der Heimat der Erzeugung der Nahrungsmittel und R o h st o f f e für bas deutsche Volk zu'dienen. Es gilt für jenen einzelnen, persönlich im letzten Einsatz seine Pflicht zu erfüllen und gleichzeitig die anderen mit fortzureißen, damit im geschlossenen Gemeinschaftseinsatz weiterhin die dem Bauerntum gestellten Aufgaben gelost werden. mutung. Eine Atmosphäre der Freude wehte aus und ein. Im nächsten Augenblick wurde die Melodie von einem Klavier ausgenommen und, phantastisch mit Läufen und anderm schmückenden Beiwerk ausgestattet, in wechselnden Variationen weitergesponnen. Dann verstummte die Stimme und die beiden Hände spielten dafür um so hingebungsvoller, was aus dem frohgelaunten Herzen drängte. Es mußte schon glückliche Liebe sein, die so überströmte. Die neue Melodie, die mit einem Mal überraschend aus der vielfach abgewandelten auf» blühte, verriet es deutlich: Es war das entzückende Liebeslied des Pagen Cherubin aus Mozarts „Figaro". Da konnte sich die Stimme nicht länger zurückhalten, und während die Hände in ein zart getupftes Piano übergingen, fang jie die holde Frage „ist es Liebe, was hier so brennt?", mit schelmischer Ausgelassenheit. Ganz von dem Wohllaut des Spiels und Gesangs gefangen, die in meinem Innern weiterwogten, merkte ich gar nicht, daß beides abgeschlossen hatte'und eine junge hübsche Frau im offenen Fenster stand. Ihr von der inneren Bewegung her sanft gerötetes Gesicht lächelte glücklich. Ihre Augen sahen über den Vorgarten weg in die Ferne. Die Arme hielt sie, wohl mit verschränkten Händen, hinter sich. Und doch hatte ich die Vorstellung, als seien sie mit einer innigen Gebärde weit ausgebreitet wie die beiden nach außen aufstehenden —..... ~ - P.B. Eine Offensive der japanischen Armee in China hat gleichzeitig in fünf verschiedenen Provinzen be- gönnen. In Südschansi wurden 200 000 Chinesen umzingelt. In der Provigz Hupeh smd Kampfe zwischen Hankau unb Jtschang im Gange gegen eine zwi chen nanrau uno •öqajang uh fast 250 000 Mann starke Armee, die von General Litsunje befehligt wird. In Tschekiang griffen japa-1 nische Truppen zehn chinesische Divisionen bei Tschuki an. In ber Umgebung von Hongkong sollen Operationen den Warenverkehr zwischen Hongkong | und Tschungking unterbinden. Das offene Kenster. Es fiel mir auf, weil es besonders breit mar und seine Flügel nach außen aufgingen. Sie standen in den Garten hinein wie gebreitete Arme, um recht viel von dem schonen Tag in sich aufnehmen, seinem warmen Sonnenherzen alle Stuben unb Kammern offen halten und seinen köstlichen Düfteatem mtt vollen Zügen trinken zu können. Goldlack und Maiglöckchen gaben jedem Windhauch ihren Wohlgeruch mit, und ein roeifeer Fliederstrauch stand in vollem Blütenglück wie eine Braut, deren Anmut die Liebe schöner und reicher entfaltete. Ein Buchfink schmetterte, angesteckt von seiner lieblichen Umgebung, aus überschwenglichem Herzen, und ein Rotschwänzchenpaar huschte in unermüdlichem Liebesspiel umher, von dem eifrigen Zwitschern und Locken des Männchens befeuert Das Fensterzimmer mufete von der überströmenden Freude des prangenden Gartens, die er dem heiteren blauen Himmel verdankte, bis in alle Geißler, brachte die hier gebotene Steigerung vom leichten Konversationston zur theattalisch entzündeten Szene nicht unwirksam heraus, doch hätte einige Konzentration des Handlungsablaufes nichts geschadet. Die Sensationseffekte mit dem Revolver und der wilden Katze wirkten mit der Präzision eines echten Kriminalreißers. Den Mann zwischen beiden Frauen spielte Herr Ernst mit der beweglichen Phantasie und den Stimmungstönen, die einem erstaunlich wohlsituierten Schriftsteller anstehen, und auch mit der auf schlechtes Gewissen deutenden, gemachten Unbefangenheit, die drohendes Unheil schon zeitig ankündigt. Den reinen Gefühlston, auch im Flusse spielerisch leichter und lächelnder Unterhaltung, wahrte am einheitlichsten Luise Prasser in der Rolle der Frau Ise. Hilde Heinrich (Komtesia Maria) schöpfte mit sicherem Theaterinstinkt die zwischen Salondame, Liebhaberin und Intrigantin schwankenden Möglichkeiten ihrer Rolle aus. Herr ß a ■ porte gab den leicht humoristisch aufgezogenen Diener John. Eine nicht unwichtige Rolle spielte auch das Telephon. Herr L o f s l e r hatte einen üppig ausgestatteten Jnnenraum mit schönem Ausblick beigesteuert. — Es gab sehr freundlichen Beifall. Hans Thyriot Wilhelm von Opel 70 Lahre alt. gm 15. Mai 1941 begeht ein Pionier des beub Wen Kraftwagenbaues, Geheimer Kommerzienrat Di'-Jng. e. h. Wilhelm von Opel seinen 70. Ge- fcutstag. Gleichzeitig kann er das 55jährige Ar» bklsjubiläurn feiern. Wilhelm von Opel, einer der bkühmten „Fünf Rüsselsheimer" und ber letzte Sohne des Begründers der Opelwerke, stand ch löjahriger im väterlichen betrieb an Werkstatt jirj Schraubstock, unb heule, nach sieben Jahrzehn- le:, ist er noch immer aktiv in ber Wirtschaft Mg. Daß Abam Opel von der Nährnaschinenher- ssMng zur Fahrraderzeugung überging, war eine «:(ge oes Drängens seiner 5 Söhne, die selbst auf ^ Radrennbahn von Erfolg zu Erfolg eilten. Misgecüftet mit den notwendigen Fachkenntnissen ht5ch den Besuch ber Technischen Hochschule in D:rmstadt unb längere Tätigkeit als Arbeiter in aphen Maschinenfabriken Nordamerikas, stand A lhelm Opel stets seinen Mann, sei es im Betrieb, k es auf der Rennbahn. 1895 schloß der Vater die Augen, und mit Mut- unb Brüder übernahm Wilhelm Opel die ßei- fug des väterlichen Werkes. Frühzeitig hatte er die gkvaltige Zukunft des Automobils erkannt, aber 1898 der erste Opel^Motorwagen erstand, ahnte «ch niemand, daß in wenigen Jahrzehnten aus dm kleinen Werk die größte Krastwaaenfabrik E.ropas werden würde. Wie zur Zeit des Fahrrad- 6tjes, fuhren und gewannen Wilhelm und seine Düder Rennen auf Rennen. In zielbewußter Ar- feit, steter Verbesserung der Konstruktion und Aus- Ii ber Fabrikationsanlagen wurde der Fortschritt et mungen. Wilhelm erkannte frühzeitig die Not- Zuchthaus für Abhören feindlicher Gender. Berlin, 13. Mai. (DNB.) Noch immer lasten fr einzelne Volksgenossen verführen, ausländische Inder abzuhören. Sie lähmen dadurch chre eigene fanere Widerstandskraft. Lassen sich solche Rund- srnkverdrecher gar dazu verleiten, die abgehörten isländischen Lugenmeldungen im deutschen Volke Iiterzuverbreiten, so treiben sie damit eine lanbes- irrräterische Unterstützung der Feindpropaganda, ii mit schweren Zuchthausstrafen gesühnt wird. Lrr der im entscheidenden Kampf um ihre Lebenslichte stehenden Volksgemeinschaft in den Rücken silt, schließt sich selbst aus dieser Volksgemeinschaft M3 und wird von der ganzen Härte bes Gesetzes Droffen werben. Eine Anzahl solcher Rundsunk- Wbredjer wurde in ber letzten Zeit von ben Son- Ätsgerichten abgeurteilt. So verurteilte bas Son- l^gericht Eger den Wenzl Stowasser zu vier Iah- Ni Zuchthaus. Zu sechs Jahren Zuchthaus wurde fern Sondergericht Wien der Franz Pelikan verteilt. Der 1911 geborene Herbert Strittle aus Magdeburg erhielt vier Jahre Zuchthaus. Dies- Wteile zeigen, daß die Sondergerichte die deutsche dlksgemeinschaft vor allen Verbrechern zu schützen tflen, bie heute noch durch Abhören ausländischer Btnber dem Feind ihre Hilfe leihen, obwohl sich b:i absolute Zuverlässigkeit ber deutschen Nachrich- tngebung immer wieder erwiesen hat. 4 ndigkeit, den Motorwagen weiten Volksschichten gänglich zu machen. Der 1909 erstandene ,Lok- wagen", bas „Opel-Puppchen'' ifer einer Richtung, die 15 Jahre später unter ’ljrung von Opel einen großen Aufstieg nehmen ,_'te. 1924 begann die Herstellung des „Laub- rsches" in großer Serien in Fließfabrikation und mit ber gewaltige Aufschwung der Opelwerke. Die 113 machtvoll einsetzende Motorisierung Deutsch- ftibs wurde von Opel entscheidend geföroert. von der Zuteilung von Riete für die Ziegen und die Jungtiere und von der Körung der Jungböcke und Zuchtlämmer. Vorstandsmitalled P h i li p p i gab dem Bedauern darüber Ausdruck, daß es noch Immer Mitglieder gibt, die ungekörte Tiere halten: er forderte restlose Beseitigung der nicht anflekärten Tiere. Alle verkäuflichen Tiere sind dem Tierzuchtamt (ließen zwecks Deckung der großen Nachfrage nach Zuchtmaterial in den neueingegliederten Gebieten zu melden. Der Verein meldete sieben Jungtiere und einige ältere Ziegen, die für die westlichen Aufbaugebiete bestimmt sind. ♦ ♦* NS.-F rauen schäft—Deutsches Frauen- w e r k. Der Gemeinschaftsabend der Ortsgruppe Gießen-Mitte findet nicht am morgigen Donners- tag. 15. Mai. sondern am kommenden Montag. 19. Mai, um 20 Uhr im „Burghof- statt. ** Ein Siebzigjähriger. Am morgigen Donnerstag, 15. Mai, begeht der Schuhmachermeister Valentin Röhrig. Auf der Bach wohnhaft, in n;r und körperlicher Frische seinen 70. Geburts- em Jubilar gilt auch unser herzlicher Glück- wunfch zu seinem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. Amtsgericht Gießen. Am 9. Dezember v. I. transportierte ein Mann aus G. zusammen mit einem Polen ein Rind von Bettenhausen bei Lich. um es nach Lana-Güns zu bringen. Offenbar infolge Ermiidung durch den weiten Weg blieb das Tier bei Grünlngen stehen und war nicht zum Weitermarsch zu bewegen. Anstatt mit dem Tier Geduld zu haben und ihm Zeit zur Erholung zu geben, schlugen der jetzige Angeklagte G. Sch. aus G. und der Pole so rücksichtslos auf das arme Tier ein, daß noch nach der Schlachtung Blutungen im Unterhautfettgewebe und in der Muskulatur von dem Beschau-Tierarzt festgestellt wurden. Durch diese Mißhandlungen war das Rind gequält und ihm erhebliche, unnötige Schmerzen bereitet worden. Deshalb wurde gegen den G. Sch. aus G. ein Strafbefehl über 2 Wochen Gefängnis erlassen. Diese Strafe erschien ihm zu hoch, so daß er dagegen Einspruch einlegte. In der gestrigen Verhandlung vor dem Amtsgericht Gießen hatte er damit aber kein Glück. Der Anklagevertreter be- zeichnete ihn auf Grund der Beweisaufnahme als der Tierquälerei schuldig. Er beantragte als Strafe zwei Wochen Gefängnis, auf die das Ge« rieht auch erkannte. Für die Beteiligung des Polen an den Mißhandlungen des Tieres war der Angeklagte mit verantwortlich.__________________________ Oie letzte Kartoffel ist auszunutzen! Em Appell des Landesbauernführers. Der Leiter des Landesernährungsamtes Hessen-Nassau, Landesbauernführer Dr. Wagner, richtet an die Verbraucher Nachfolgen- den Appell: Die Kartoffeleinkellerung seitens der Verbraucher, die vor allem in den Großstädten in den zurückli- genden Jahren sehr zu wünschen übrig ließ, kam erfreulicherweise im verflossenen Herbst wieder zur Geltung. Um größere Verluste zu vermeiden, sind die Kar« löffeln nunmehr abzukeimen und ordnungsgemäß auszulesen. Weiter ist zu überprüfen, ob Der vor- hanbene Vorrat bis zum Beginn der Frühkartoffelernte. die in diesem Jahr vor dem 1. Juli kaum einsetzen dürfte, ausreicht. Werden noch Kartoffeln benötigt, so ist es jetzt die höchste Zeit, die fehlenden Mengen sofort zu besorgen. Von einem späte- ren Bezug ist mit dem Fortschreiten der wärmeren Witterung unbedingt abzuraten, da bei späterem Bezug die Grau- oder Schwarzfleckigkeit kaum zu vermeiden ist. Diese Krankheit, die ein Verfärbung der Kartoffel hervorruft, die äußerlich jedoch nicht feststellbar ist, macht sich vor allem beim Kochen unangenehm bemerkbar. Da zur Zeit Kartoffeln genügend zur Verfügung stehen, liegt es also im ureigensten Interesse des Verbrauchers, entweder bei dem zuständigen Handel, oder aber unmittelbar bei dem Erzeuger die noch fehlenden Mengen zu besorgen. Dringend ist jedoch davor zu warnen, über den Bedarf hinausgebende Mengen zu lagern, da es unoerantroort- lich wäre, auch nur ein Pfund Kartoffeln verderben zu lassen. Um die über den bis zur neuen Ernte bestehenden Bedarf beim Verbraucher eingelagerten Kar- toffelmengen vor dem Verderb zu bewahren, wird empfohlen, diese Mengen jetzt an Nachbarn ober Gaststätten zum Verkauf zu bringen. Eine Mahnung an die Heimat. Warum unzustellbare und unanbringliche Feldpostsendungen? In den Nachforschungsstellen der Postsammei, stellen ist täglich zu beobachten, daß eine sehr große Anzahl von Feldpostsendungen unzustellbar und unanbringlich wird. Oft ist in erster Lmie der Absender selbst daran schuld, daß seine Sendungen den Empfänger nicht erreichen können, indem er die Vorschriften über die Beschaffenheit der Feld- postfendungen nicht gehörig beachtet. Hin und wieder fehlt ble Anschrift ganz, oft ist sie unvollständig ober unrichtig, ober es fehlt die Angabe bes Dienstgrabes. Die Anschrift ist mit Bleistift, blassem Tinten- ober Farbstift nieberge- schrieben, besonders auf Päckchen ist sie deshalb oft undeutlich und nicht lesbar, weil sie leicht verwischt wild. In vielen Fällen fehlt Die Feldpostnummer ganz, sie ist unvollständig ober falsch, besteht aus weniger ober aus mehr als 5 Ziffern; ble Zahlen sinb umgestellt, bie Nullen stehen an unrichtiger Stelle. Dann sinb die Zahlen sehr unbeut- lich geschrieben Im weiteren fehlen bei Einheiten die Zusätze L ober M, während bei anderen Sendungen diese Zusäs^ unrichtig hinzugefügt werden. Auf Sendungen an Ersatztruppenteile ober Landes- schützen. und Grenzschutzeinheiten fehlen die An- gaben der Abholämter, die Namen dieser Aemter sind oft unvollständig oder auch falsch abgekürzt. Oft ist auch die schlechte Verpackung an der Un- zustellbarkeit der Sendungen schuld. So sieht man ehr häufig dünne Briefumschläge, bie Zigaretten, chachteln enthalten. Auch Päckchen sinb oft mit so chwachem Derpackungsstoff verpackt, baß bie Um- hüüungen zerbrückt werden ober zerreißen, ber In- yalt herausfällt unb sich nicht mehr feststellen läßt, in welche Sendung er gehört. Nicht selten gehen Teile ber Umhüllung verloren, so baß hierdurch bie Anschrift unvollstänDig wird. Bei Zeitungen und Zeitschriften werben leicht zerreihbare Streifbänder so schlecht umgelegt, baß sie entzwei unb Teile der Anscyrift verloren gehen. Durch Derwenbung von zuviel Kleister kleben einzelne Zeitungen zusammen, und beim Auseinandernehmen werden die An- schriften abgerissen unb undeutlich. Sendungen werben unanbringlid), wenn sie weber bem Empfänger infolge ber geschilderten Mängel zugestellt, noch bem Absender zurückgegeben werben können, weil er nicht seine genaue Anschrift angegeben hat. Um bie Unzustellbarkeit unb Unanbringlichkeit der Päckchen zu verhindern, ist den Absendern immer wieder empfohlen worden, Zettel oder Feldvostkar- ten mit der vollständigen und deutlichen Angabtz des Empfängers und Absenders einzulegen. Vorschußverein Grünberg. Orünberg, 12. Mai. Der Vorschuß, verein Grünberg hielt am Samstaa im „Hessischen Hof" seine Hauptversammluna ab. Vorstandsmitglied Müller erstattete den Geschäftsbericht für das Jahr 1940. Er konnte auf eine weitere günstige Entwicklung der Kasse Hinweisen. So weisen die wich, tigsten Posten durchweg Erhöhungen gegenüber bem Vorjahre auf: Bilanzsumme 1 292 745,62 RM. (1 076131,21 RM ), Umsatz 14 Mill. (13 Mill.), Spareinlagen unb Gelber in laufenber Rechnung 1 054 664,34 RM. (840 545,04 RM.), bie flüssigen Mittel 752 435,35 RM. (484 020,62 RM). Der starke Zugang an Spargelbern konnte wegen ber geringen Krebitansprüche burchweg in Wertpapieren angelegt werben, bie einen Stand von 626 277,24 RM. (370 576,24 RM.) aufweifen. Als Zeichen ber besseren wirtschaftlichen Lage ist ber Rückgang ber Krebite von 594 723,45 RM. auf 535 990,17 RM. anzusehen. Der Vorsitzenbe bes Aufsichtsrats, Fabrikant Heinrich S ch m i b t II., berichtete über bis Tätigkeit bes Aufsichtsrates. Der Jahresabschluß würbe genehmigt unb Vorstanb unb Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die Verteilung bes Reingewinns von 5010,73 RM. würbe in ber vorgeschlagenen Weise gutgeheißen. Danach gelangen, wie im Vorjahre, wieber 5 v. H. Dioibenbe auf die berechtigten Guthaben mit 4132,40 RM. zur Verteilung, wäh- renb 470 RM. zur gesetzlichen Rücklage kommen unb 408,33 RM. auf neue Rechnung ooraetragen werben. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder bes Aufsichtsrates, Karl Büttel, Heinrich Ehr. S ch m i b t unb Julius Von-Eiff würben roieber- gewählt. Es würbe beschlossen, in Zukunft von neu- elntretenben Genossen kein Eintrittsgelb — seither 5 RM. — zu erheben. Vorstanbsmitglieb Müller wies noch barauf hin, baß auf Wunsch ber Deutschen Genossenschaftsbank in nächster Zeit wohl eine Na- mensänberung ber Kasse in „Volksbank" erfolgen werbe. Nach cmschließenben Worten des Ortsgruppenleiters Schütz, ber bie Bebeutung ber Kasse für bie wirtschaftliche Entwicklung (Brünbergs hervorhod und ihre gute Leitung würdigte, schloß Vorstandsmitglied M ü.I l e r die Versammlung mit dem Gedenken an den Führer. Verdunkelungszett 14. Mai von 21.09 bis 5.28 Uhr. 4 Fehler in einem Haushalt Welche siud's? tonnen (Sie beurteilen, um welche Fehler es sich hier handelt? Ditte, sehen Sie da» Bild an. Würden Sie so, wie in diese» 9311b, von oben in manche Haushalte hineinsehen, so würben Sie häufig folgenbe» entdecken: ee gibt deute immer noch Frauen, die glauben, sie könnten Schmutzflecke auf Fußböden, an Türen ober Fensterbrettern nur mit Seife wegdringen, so wie bei Bild l. Andere Frauen bearbeiten stark verschmutzte Acbeit»- sochen auf dem Waschbrett mit Bürste und Seife (Bild 2), obwohl e» dafür viel einfachere Mittel gibt. Und wa» macht der Mann in Bild 3? Gedankenvoll hat er die Badewanne volllaufen lassen und merkt gar nicht, bah da» Wasser da» Selftinäpfchen überflutet. Außer- dem hat er schon •/» Stück Seife verbraucht, um den Olschmutz von feinen Fingern zu kriegen, und er wlll gar nicht weggehen. 6ft e» auch notwendig, für stark verschmutzte Derufssachen unbedingt Seife zu verwenden? Bein, viel schneller geht'» mit einem guten, fettlösenden Reini gungvmittel, da» den zähen, festgekitteten und fetthaltigen Schmutz, wie er sich in Fleischer- unb Däckerwäsche, in Monteur- unb Schlosseranzügen befinbet, viel besser löst. Selbst ganz hartnäckig haftender Schmutz wird auf diese Weise viel schneller gelöst al» mit Seife, unb babei schont man noch das Gewebe. Man braucht keine Wurzelbürste und kein Waschbrett. Man weicht zunächst gründlich ein (Metzger- unb Bäckersachen mit blut- und eiweißhaltigen Flecken werden In lauwarmer Lösung eingeweicht), hinterher wird In frischer Lösung gekocht. So spart man Seife unb Waschpulver für die bessere tzauvhaltwäsche! Schäumt Ohre Waschlauge schlecht? Dann verbrauchen Sie zuviel Seife, denn Sie müssen zu lange reiben, bi» t» Schaum gibt. Aber meist liegt die Ursache gar nicht an der Seife, fonbetff am Wasser. Da» Wasser enthält zu viels Kalk. Kalk läßt bie Seife schwev schäumen. Kalk vernichtet Seife. Beß hartem, kalkhaltigem Wasser werbet» In einem mittelgroßen Kessel bi» i/4 93funb Seife unwirksam. Wem» Sie also Seife unb Waschpulver sparet« wollen, machen Sie bo» Wasser vorher weich. Man verrührt dazu am Aden- vor dem Waschen einige Hantwolß Dleichsoda im Kessel und läßt das Wasser bis zum nächsten Morgen stehen. So wird e» über Nacht wundervoll weich. 2lm nächsten Morgen brauch» man nur noch einen Teil der Waschpuloermenge, die man sonst nötig hat. Mit anderen Worten: man kommt mit der gleichen Menge Waschpulver viel weiter al» sonst! Nachruf, Unser Senior und Ehrenmitglied Oekonomierat Karl Hoffmann ist nm 12. d. M. in die ewigen Jagdgründe hin tibergewechselt. Mit ihm ist einer unserer Besten von uns gegangen. Seit vielen Jahren hat er in treuer Mitarbeit an dem Aufbau unseres „Hubertus-Gießen“ und jetzigen Gcbr.-Hundeverein Oberhessen den verdienstvollsten Anteil bewiesen. Wir werden ihn nie vergessen. Gebr.'Hundeverein Oberhessen. A. Pascoe, Obmann. 2204D Kaufe ständig gut genährte *01 d ^ScMIpHe Bel Notachlachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlächterei Schilling Gleiten, Wetzateingasse 10 Telephon 2168 Mietgesuche Wut mH. Zimmer oli sofort ZU mieten nefuebt. Sckr. Ving. uni. V1Ü61) a.d.G.A. Kleinere oder größere Woliming mit Bad und Heizung in guter Lage gesucht. Angebote unter 01671 a.d.G A. MH. Zimmer sucht nllciitileb./ älterer Witwer, per 1. 6. 41 oder später. Angeh. mit Preis (evtl, ryid) für einfach biirgerl.MittagS' tifch)unterO1678 an donGieß.Anz. Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Klaviere weiden laoh .remäU reparier! und pe.stimmt G. Ebert K laviermacher DIOlChstr.17.TOI.3403 Verk v neuen u. gebrauchten Klavieren eflllL) Mietklaviere Aelt., aber noch sehr rüstiger Kanlmaon früh. Vcitcreiner Jndustriesirnia, sucht nässende BeiätiM münl. nur vor- mittag». Sehr. 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