hl* Wnfckeck 1168« krankt. M h iil |9I- Jahrgang Nr. 38 Wcheini täglich, außer Svimtags und feiertags ycilnnen: Die.Illustrierte n Wiener ftninilienblätter > Heimat unBild DieScholle Mmato-Be^ugsvreis: Silit 4 Beilngen NM. 1.95 L'dne Illustrierte 1.80 Ke; £iliitellpebübr.. „ -.25 Qüdi bei ')en (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Washington, im Februar 1941. M Das Repräsentantenhaus hat in feiner Absttm- mung vom 8. Februar die Rooseveltsche Vorlage über die Englandhilfe mit ungefähr der Stimmenmehrheit angenommen, die auf Grund des Parteienver- hältnisses vorauszusehen war. Dafür stimmten 236 Demokraten und 24 Republikaner, dagegen 25 Demokraten, 135 Republikaner. 3 Progressive und je ein Vertreter der American Labour Party und der Farmer Labour Party. Das Gesetz geht nunmehr dem Senat zu, aber in unterrichteten Kreisen rechnet man damit, daß die Endabstimmung nicht vor drei Wochen statttinden wird, da man auch hier sehr lebhafte Aussprachen erwartet Diese Debatten sind ein bezeichnendes Symptom für die sogenannte , Bill 1776", die durch eine seltsame Fügung die historische Jahreszahl des Beginns des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges trägt der mit der Befreiung von englischer Vor- mun^'chaft endete. Das nüchtern^ Geg-nwa^sd<'nken fügen Bedingungen als 1917, denn die deutschen U-Boote verfügen heute über bessere Stützpunkte und haben auch einen ausge- Obtrfommanbo der Wehrmacht gibt bekannt: 3n Fortsetzung der vernichtenden Schläge, die -ön Unterseebooten nnd Fernkampf- bii^ O, Ui iS' jfib, J' wy els'. [in y 100 000 Tonnen monatlich." Großes Interesse in Genf und Vichy E ■ L ch ff 4, Ä1 1 F-. $ nal de Genöoe" schreibt: „Diese Bedrohung Verluste durch Neubauten zu ersetzen und letztere zu » voll beladen waren. Durch den Angriff erhöhen." Bei Angriffen gegen militärische Ziele an der Oie englischen Gchiffsverluste. n k! erfc.» itä Oer Wehrmachtbericht. Berlin, 13. Febr. (DNB. Fvnkfpruch.) Das Unser Bildtelegramm zeigt den spanischen Staatschef mit dem Duce nach ihren Besprechungen in Bordighera. Links der spanische Außenminister Serano Suner. — (Scherl-Bilderdienst, Berlin.) daß die Lage für England so lange so schwierig bleiben wird, wie die Schiffsoerluste durch entsprechende Neubauten nicht ausgeglichen werden. Zwar lägen die Tonnageverluste im Monat Januar nicht so hoch, wie man erwartet habe Daraus dürfe man jedoch nicht den Rückschluß ziehen, daß die englische Verteidigung gegen U-Boote habe verbessert werden können Ü-Boote hätten naturgemäß in den Stürmen unb während der kurzen Tage eines nordatlantischen Winters eine geringere Leistung aufzuweisen. Die Zahlen von heute könnten auch nicht ohne weiteres mit denen von 1917/18 verglichen werden, denn der Gesamtbetrag des verfügbaren Schiffsraumes fei heute kleiner als damals, die Strecken für die im Handelsverkehr und für Kriegszwecke verwendbaren Schiffe länger, und die militärischen Expeditionen in Uebersee verschlingen mehr Schiffsraum. Man müsse darauf vorbereitet fein, daß die Derfenkungskurve mit dem Längerwerden der Tage und dem Abflauen der Winter- ftürme wieder ansteige. Neben den U-Booten verwende der Feind nunmehr in größerem Umfange Fernbomber die bei ihren Angriffen gegen die britische Schiffahrt „eine Technik entwickelt zu haben scheinen, die viel größere Vernichtungen ermögliche, als es früher in den von England weit abgelegenen Gebieten der Fall war" Das Blatt schließt mit folgendem Einge- ibbtr liii-k ann inen-' IfC itfoP loiuß; enta1 duä’; in y Gaste verabschiedet. Der Abschied war sehr herzlich. In den Unterredungen wurde Die Ueberein sti turn u n g der Ansichten der italienischen und der spanischen Regierung über die Probleme von europäischer Bedeutung sowie über die im gegenwärtigen geschichtlichen Augenblick die beiden Länder interessierenden Fragen festgestelU. Die spanische EFE.-Aaentur teilt zur Reife der spanischen Politiker mit, daß sie am Montag in den frühen Morgenstunden Madrid im Kraftwagen verließen und in einem kleinen Ort in der Provinz Gerona übernachteten. Am Dienstagvormittag wurde französisches Gebiet bei Le Perthus erreicht. Die beiden spanischen Politiker wurden unter den Klängen der spanischen und der französischen Hymne von den französischen Behörden empfangen und begrüßt. Sie machten in Arles eine Mittagspause und setzten dann die Fahrt zur italienischen Grenze fort. Während der ganzen Fahrt durch das französische Gebiet brachte die Bevölkerung ihren Respekt und ihre Sympathie für den Caudillo zum Ausdruck. trafen Bomben abgestellte Flugzeuge, firaftroagen- lolonnen wurden durch MG-Feuer unb Bombenwurf zersprengt. Kampfflugzeuge griffen ben Flug- yla tz Luca auf der Insel Malta erfolgreich an. 3d Luflkämpfen über der Insel verlor der Feind )rei Flugzeuge vom Muster hurricane. Seit Mitte )Mfunqen Bombentreffer erzielt. Wie bereits ßes Gewicht bei, aber die von der Regierung inszenierten Verhöre vor den verschiedenen Ausschüssen haben doch gezeigt, daß der Widerstand gegen das Hilfsgesetz leidenschaftlicher ist, als man in Regierungskreisen angenommen hatte. Jedenfalls hat es der eindringliche Appell des Abgeordneten Wads- worth an die Opposition, die „nationale Einheit" nicht zu gefährden, nicht in allen Stücken vermocht, diese Einheit nach außen hin überzeugend zu dokumentieren. Was der Oberst Lindbergh, Major Williams, der Verleger Hearst, der Journalist Clapper, der Student Brewster ausführten — ganz zu schweigen von den bekannten Jsolattonistenführern Nye Hamilton Fish und vor allem Wheeler —, war nicht geeignet, in die zwiespältige Stimmung, in die das Land durch die Roofeveltvorlage gebracht wurde, Klarheit zu bringen wohl aber sprach aus den Ausführungen dieser Männer das Verantwoxtungsge- fühl derjenigen deren Hirne die Unaufrichttgkeit der amerikanischen Kriegspropaganda durchschaut haben und noch nicht von dem Phrafenschwoll des Weißen Hauses vernebelt wurden. Die Umfrage des be- ständnis: „Neue Angriffsmethoden fordern unbarmherzig entsprechende Verteidigungsmaßnahmen, treten, aber dazu braucht man immer etwas Zeit. Diese werden zweifellos in Kürze in Erscheinung von der „Times" geteilt. Das Blatt bezieht sich Deswegen hat der Angreifer einen Vorausdrücklich auf Schiffahrtskreife und spricht davon,»f p ru n g vor der Verteidigung." 3n der nördlichen Cyrenaika erzielte die beut- bisf lifjt Luftwaffe Bombentreffer schweren Kalibers in ji* britischen T r u p p e n l a g e r n unb militari- toifc Ichen Anlagen. Auf einem Flugplatz bei Bengasi USA. im Zeichen des Lnglandhilsegesehes Von unserem Bk.-Benchterstatler Rom, 13. Febr. (DNB.) Zu einem Treffen mit dem Duce in Bordighera traf der Caudillo am 11. Februar in Italien ein. Er war begleitet von Außenminister Serrano Suner, dem Chef des Militarkabinetts, General M o s c a r d o , und anderen spanischen Persönlichkeiten. Der Caudillo wurde um 20 Uhr an der italienischen Grenze von einer italienischen Sonderabordnung empfangen. In Bordighera schritt er in Begleitung des Duce die Front der Ehrenkompanie ab. Am 12. Februar begab sich der Caudillo in Begleitung von Minister Suner um 10 Uhr lum Duce. Sie blieben im Gespräch bis 13.30 Uhr zusammen. Nach der Unterredung gab der Duce dem Caudillo ein Frühstück, zu dem auch Suner, General Moscardo sowie weitere Persönlichkeiten zugezogen waren. Am Nachmittag haben der Caudillo und der Duce in einer Villa am Meer in der Gegend von Grimaldi bei Ventimiglia ihre Besprechungen fortgesetzt. Abends nahm der Caudillo an einem vom Duce gegebenen Abendessen teil. Heute vormittag hat sich der Duce in der Villa Regina Margherita von feinem Ml irt hl die Möglichkeiten der Versorgung Großbritanniens mit Kriegsmaterial wird die Tatsache-bezeichnet, daß Isich unter den von deutschen Flotteneinheiten ver- I senkten Schiffen, große Transporter mit riesigen i Kriegsmateriallieferungen befinden Das .I o u r ■- liog । engen bem britischen Geleitzugsystem west- Großbritanniens ist ernst,'denn der Ersatz von Tom iich von Portugal in den letzten Tagen zugefügt nage ist feine leichte Sache. Großbritannien kämpjt würben, haben in ben atlantischen Gcwällern ope-| gegen die U-Bootsdrohung unter weniger, nnenbe deutsche Kriegsschiffe einen großen f e i n b- j g ü n ft ig e n Bedingungen als 1917, denn lidjen Geleitzvg anaegriffen. Es gelang 13 4 bewaffnete feindliche et ss ch i t fe r e n Aktionsradius. England "hat i ■ )° 0 e r - c e n ' darunter mehrere große Hebet-1 cin doppeltes Problem zu lösen: Die unvermeidlichen ir^l feit stennt« nis von dem Angriff deutscher Streitkräfte auf nntn britischen Geleitzug im Atlantik gegeben, llch'r den Erfolg dieses Anariffs schweigt das tfbnmunique jedoch Es erklärt vielmehr es ;ei | i'todi nichts über die in dem Geleitzug eingetretenen üBer ufte bekannt . ! ti? .Daily Mail" greift ben Schiffahrts- I tiinifter Ronald Croß an, er fei nicht Der ritMige Mann für lebenswichtige Aufgaben. I ,llnfere Schiffahrt wird nidjt qenügenb aus« }tr utzt". lagt das Blatt. „Es herrschen Unorv- • i u i g und Verwirrung in bezug auf bte va' )uni und in bezug auf die Ausnutzung der Ton- Iliog E5 jst kein wirkliches Zusammenarbeiten zu- tonieqefommen zwischen ben beiben wichtigsten Re- | |i?rjngsabteiliinaen bem Beschaffungsmmistenum , ird dem Ernährungsministerium In der üwiten- chii'ahrt verschwendet man Tonnage. Die B er- icfunqen . n den Häfen sind skandalös Item ein lOOM-Tonnen-Schiff si» nicht eine wn- Derr drei Wochen in einem Hafen aufhalt verliert Land irn Laufe von 14 Tagen 10 000 Tonnen | feiffsraum wöchentlich Solche ^^^otungen re^ I Mieren in einem durchschnittlichen Gesamtverlust . . Mmeldet, stellte die Luftaufklärung außerdem zwei i M Ü^funkene Handelsschiffe mitten in der Wrlrinne als Ergebnis des kampfeinfahes fest. 'r die Lustbildauswertung ergab gleichzeitig bedeu- ,mk leit'e Schiffsansammlungen nördlich und südlich der « Spirrstellen. Die auf Grund gelaufenen Schiffe Oie erste (Sperre im Guezkanal. Schon im Weltkrieg waren die Engländer im allgemeinen und die in Aegypten stehenden britischen Streitkräfte im besonderen ständig von der Angst erfüllt, daß der Suez-Kanal einmal durch feindliche Einwirkung gesperrt werden könnte. Sprichwörtlich aeradezu war damals ihre Angst vor dem oft beschworenen „Z e m e n t f d) i f f" geworden: sie waren immer in größter Sorge, baß eip bestochener Kapitän sein mit Zement belaßenes Schiff irgendwo im Suez-Kanal versenken würde. Ein solcher riesiger Betonblock würbe den Kanal auf lange Zeit völlig gesperrt haben. Daher sahen schon bie Friedensbestimmungen für ben Suez- Kanal vor, daß ein Schiff, das im Kanal festlief unb nicht binnen 24 Stunden freizubekommen war, ohne Rücksicht auf Nationalität und Ladung i n bie Luft gesprengt werben sollte. Die Befürchtung der Engländer, die damals im Weltkriege noch gegenstandslos war, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Es ist zwar kein „Zementschiff". Aber wie deutsche Aufklärer festgestellt haben, sind im Suez-Kanal zwei größere Handelsschiffe infolge von Luftangriffen halb gesun- k e n. Da bas Kanalbett auf ber Sohle nur 60 m breit ist, kann ber Kanal jetzt nur noch von kleinen Fahrzeugen passiert werben. Da ber Kanal heute für bie Versorgung der Armee Wavells in Aegypten von geradezu ledenswichttger Bedeutung ist, so haben die Engländer Sprengkommandos angesetzt. Aber nach einer Sprengung ber beiben halbgesunkenen Schiffe wirb man zweifellos noch einige Zeit mit der Hebung der Wracks bzw. der Beseitigung der großen Krümmer zu tun haben. Unterdessen haben sich am Nordende des Suez- Kanals, also in Port Said, bereits eine Anzahl größerer Schiffe angefammelt. Es ist also schon eine Stockung eingetreten. Diese Schiffe kann man infolge ber Unsicherheit im Mittelmeer nicht mehr birekt nach England zum Heranschaffen des Nachschubes schicken. Sie müssen aber, bevor sie den 4400 km langen Entfernungsunterschieb burch den Kanal unb um Afrika herum überwinden können, jetzt so lange warten, bis die Durchfahrt durch den Kanal wieder frei wird. Es rächt sich jetzt, daß bie eigentlichen Besitzer unb die Verwalter bes Kanals, Engländer und Franzosen, trotz ber ungeheuren Einnahmen niemals etwas für bie von der internationalen Schiffahrt längst geforderte Verbreiterung des Suez-Kanals getan haben, der ohnehin ständig ausgebaggert werden muß. Dr. Ho. kannten Gallup Institutes über die Stellungnahme des Landes zu der Roosevelt-Vorlage zeigt weiter, baß bie Bejaher mit 54 v. H. zwar bie Mehrheit haben, baß aber immerhin 22 v. H. sich für Nein entschieden, 9 v. H. unentschlossen waren und 15 o. H. derart viel Vorbehalte machten, daß sie ebenfalls zu den Verneinern gerechnet werden können. Und in den Agrarstaaten, aus denen die rein isolationistischen Senatoren stammen, ist das Verhältnis für Roosevelt noch ungünstiger. So ergab eine Umfrage im mittleren Westen, also in den Staaten Michigan, Ohio, Jirdiana und Illinois nur 39 v. H. Bejaher, während 35 v. H. dagegen waren und der Rest mehr ober minder indifferent antwortete. Aber dieses ganze Spiel, das mit aller Wahrscheinlichkeit noch mit der Annahme des Gesetzes enden wird, ist nur Orchestermusik vor verschlossenem Vorhang, hinter dem die Wissenden die Szene für ein ganz anderes Schauspiel aufbauen, von dessen Inhalt zwar überhaupt kaum gesprochen wird, das aber aus historischen Erinnerungen ohne weiteres zu beuten ist. Außerdem war ber jüdische Kommentator ber „Washington Post", Lippman, so freundlich, ein wenig den Vorhang zu lüften, als er schrieb, daß das Hilfegesetz zwar das Ziel ber Rettung Englands habe, bas Hauptziel aber vielmehr fei, eine Art „Auffangvorrichtung" für den Fall zu schaffen, falls England falle. Man muß ein wenig weiter zurückgreifen, um das ganze Schwergewicht dieser Worte zu erfassen. Als öie Alliierten im Weltkrieg die Vereinigten Staaten gegen das kaiserliche Deutschland auf den Plan riefen, war man sich in Kreisen der englischen Konservativen vollauf darüber klar, daß nach Beendigung dieses Krieges USA. niemals wieder jene Rotte der Beschränkung auf die eigene Hemisphäre übernehmen, sondern Geschmack an einer Weltmachtspolitik finden würde, die gerade England unbequem werden müsse. Diese voraus- schauenden englischen Befürchtungen wurden damals aus ber Not der Stunde zurückgedrängt, aber die Tatsache ist geblieben: Washingtons erster außenpolitischer Programmpunkt wurde der Imperialismus. Zwar wurde 1935 aus der bitteren Erinnerung an unbezahlte Dollarmilliarden und ein Jahr später, als der Senatsausschuß die Weltkriegsgeschäfte des Hauses Morgan prüfte, der Versuch zu einer Rück- kewr in die reine NeutralitcitsPraxis gemacht. Es hämmerte damals vielen einsichtigen Ämerikanern, daß eine Demokratie, die sich der Finanzdiktatur von 20 Dollar-Milliarden beugt, schlecht mit den Begriffen von der „heiligen Freiheit" und ber „Würde demokratischen Menschentums" hausieren gehen kann. So kam es zu bem Gesetz, in bem bestimmt wurde, daß der Verkauf von Waffen, die Beförderung von Kriegsmitteln burch amerikanische Transporter nicht gestattet sei, und daß weiter den bewaffneten Handelsschiffen der kriegsführenden Mächte, ihren Flugzeugen unb U-Booten amerikanische Häfen verschlossen bleiben, wie auch keine Anleihen gegeben werden sollten. In Zusätzen zu bem Gesetzentwurf wurde weiter beftimmt, daß im Kriege der Reingewinn der Rüstungswerke mit 3 v. H. zu begrenzen sei und bei Privateinkommen von 10 000 Dollar aufwärts 94 v. H. ber Mehreinnahmen ber Steuer verfallen sollten. Die Entwicklung der nächsten Jahre ist noch frisch in Erinnerung. Sie brachte die völlige Umkehrung dieses Neutralitätsversuches. Kanada und Lateinamerika wurden aus dem Neutralitätsgesetz ausgenommen, es folgte die Cash-and-Carry-Klausel mit ihren vielen Hintertüren, die schließlich zu der jetzigen „Land-and-Lease-Bill" führten, in der jeder Schein einer Neutralität zugunsten eines unoerhüll- ten Imperialismus aufgegeben wurde, der das — unausgesprochene aber nicht weniger deutliche — Ziel hat, jene „Auffangvorrichtung" zu schaffen, die es den Vereinigten Staaten ermöglicht, nach dem Zusammenbruch Englands als Erbe aufzutreten. Mit den Stützpunktgeschäften wurde ein vielversprechender Anfang gemacht. Alles das geschieht natürlich unter der dürftigen Maske der Bedrohung Amerikas durch den Weltherrschaftsanspruch Deutschlands. Wenn in den Aussagen vor den Außenausschüssen wiederholt die Erkenntnis ausgesprochen wurde, daß Roosevelt in den Spuren englischer Politiker wandelte, die andere Nationen zu einem aussichtslosen Kampf aufstackelten, so sind sich die Sprecher wohl kaum dessen bewußt geworden, daß Roosevelt in einem viel tieferen Sinne diese Politik bewußt übernommen hat, um die Ziele des amerikanischen Imperialismus zu verwirklichen. Die „Bill 1776" trägt also ihre Zahl, wenn auch in bedeutend erweitertem Sinn, nicht ganz mit Unrecht, denn offensichtlich geht es Washington bei dem Englandhilfegesetz überhaupt nicht mehr um Erhaltung eines unhaltbar gewordenen Weltreiches, sondern um die Erbschaft. Daß dabei das nationalsozialistische Deutschland als Prügelknabe und abschreckendes Beispiel in der Phraseologie der amerikanischen Politiker herhalten muß, ändert nichts an dem großen Ziel, das sich Washington offensichtlich gesetzt hat: die englische Flotte in amerikanische Häfen zu überführen, Englands Welthandel zumindest auf dem gesamten amerikanischen Kontinent an sich zu reißen, gewisse Kolonien zu Überpehmen und seine Machtstellung im Pazifik weiter auszubauen. Es hieße die eiskalten Rechner im Weißen Haus zu unterschätzen, wenn man sie mit ihren Phrasen zur „Rettung der Demokratie, als der einzig möglichen Regierungsform für freie Menschen" identt- fizieren wollte. Die Aussagen von militärischen Fachkennern wie Lindbergh und Williams haben gezeigt, wie es in Wahrheit um die amerikanische Rüstung steht. Sollte Roosevelt wirklich die Absicht haben, diese an sich schon völlig unzulängliche Rüstung noch weiter zu schwächen, um Ame- rika ,chesser verteidigen" zu können? Nein, sein Hilfegesetz ist der großangelegte Plan, mit Hilfe einer aufgepeitschten Stimmungsmache gegen die „Diktaturen" den Machtbereich der USA. zuerweitern, was natürlich nur auf dem Wege über eine Beseitigung des englischen Empires geht, an der Roosevelt entgegen seinen Worten zielbewußt arbeitet. Die Erinnerung an Gestalten wie Morgan, den bezeichnenderweise jetzt wieder auftauchenden Lamont, einen der Inhaber des berüchtigten Bankhauses in der Wallstreet 23, und an die Untersuchungen des Jahres 1936 über die Riesengeschäfte dieser allbeherrschenden Bankengruppe, sollte dem amerikanischen Volk eigentlich die Augen darüber öffnen, wie es um die Diktatur im eigenen Lande bestellt ist. In einem Lande jedoch, in dem alle öffentlichen Propagandamittel, wie Film, Preffe und Rundfunk unter der herrschenden Leitung von Juden stehen, kann diese Stimme, die sich vereinzelt regt, natürlich nicht durchdringen, und so erleben wir jetzt, wie Roosevelt und seine Anhänger in einem aigantischen Hetzfeldzug und unter dem Vorwand selbstloser Hilfe das große Geschäft landen wollen, das gleichzeitig die völlig verfahrene innerpolitische Situation Amerikas — die innere Staatsschuld beträgt bereits 45 Milliarden Dollar und soll nach Morgenthau bis auf 60 Milliarden ansteigen dürfen! — retten soll. Im Namen der schrankenlosen Freiheit des USA.-Kapitalismus ist Roosevelt im Begriff, seine verfehlte Politik zu sanieren, wobei kaltlächelnd England auf der Strecke zu bleiben hat. Ebenfalls natürlich im Namen der Demokratie! Churchill weigert sich, Englands Kriegsziele zu nennen. Stockholm, 13. Febr. (Europapreß.) Die britische Regierung lehnt nach wie vor eine klare Stellungnahme zu ihren Kriegszielen ab. Ministerpräsident Churchill wurde im Unterhaus befragt, ob Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die Kriegsziele und den Wiederaufbau nach dem Kriege geführt worden feien. Der Ministerpräsident wurde um die Zusicherung gebeten, daß die britische Regierung dem Parlament über ihre Politik Rechenschaft ablegen werde, bevor irgendwelche Erklärungen in der Frage der Krieasziele außerhalb Großbritanniens abgegeben würden. Churchill antwortete ausweichend. Er versicherte, daß man in den Vereinigten Staaten volles Verständnis dafür habe, wofür Großbritannien kämpfe und wogegen es sich verteidige. Er könne sich nicht erinnern, daß Fragen der Kriegs- 3iele oder des nach dem Kriege zu erfolgenden Wiederaufbaus von der amerikanischen Regierung aufgeworfen worden seien. Er könne jedoch dem Unterhaus keine Garantte dafür geben, daß nicht Erklärungen über die Kriegsziele außerhalb Großbritanniens oder von außerhalb der brittschen Regierung stehenden Personen abgegeben würden. Erklärungen über die britische Politik würden von britischen Ministern zu dem Zeitpunkt abgegeben werden, da dies im allgemeinen Interesse erforderlich erscheine. • Als der Führer am 30. Januar im Berliner Sportpalast das deutsche Programm für das geschichtliche Jahr 1941 aufstellte und als seine Hauptpunkte Erschließung der Welt für alle, Brechung der Vorrechte einzelner und Brechung der Tyrannei gewisser Völker und ihrer finanziellen Machthaber bezeichnete, da wußte das deutsche Volk, wofür es kämpft! Und nun erleben wir das groteske Schauspiel, daß der Leiter der britischen Politik, der schon 1936 es als sein Ziel bezeichnete, das wiedererstarkte Deutsche Reich zu vernichten, sich öfientlich weigert, die englischen Kriegsziele zu nennen. Unendliche Opfer verlangt er täglich von jedem einzelnen Engländer, er, der durch seine heimtückischen Luftangriffe auf Deutschlands Zivilbevölkerung die Vergeltung heraufbeschwor, aber er ist nicht in der Lage, dem englischen Volk zu sagen, wofür es diese Leidenszeit durchmachen soll. Wir wissen es aus unzähligen Äußerungen enalischer Politiker, daß man Deutschland zerstückeln, knechten und aushungern möchte, daß ganz Europa den brittschen Beherrschungsplänen dienstbar gemacht, daß die Ausbeutung aller kleineren Völker der Welt ihren Fortgang nehmen soll zum Nutzen einer plutokrattschen Clique, die ihr Drohnendasein weiterführen will, während den arbeitenden Schichten jegliche soziale Fürsorge versagt bleibt. Churchill braucht uns das alles nicht noch einmal zu erzählen. Wir wissen, daß wir zum Lebenskampf angetreten sind, wir wissen aber auch, daß Englands und der Plutokratte Niederlage noch in diesem Jahre entschieden wird. Das Englandhilfe-Gesetz. Moderne englische Schlachtschiffe gegen veraltete USA-Zerstörer. Washington, 13. Febr. (Europapreß.) Die Englandhilfe-Vorlage wird vom Auswärtigen Ausschuß des Senats nun dem Senatsplenum überwiesen werden. Der Beginn der allgemeinen Aussprache im Senat, deren Dauer auf zwei bis drei Wochen angenommen wird, ist für Montag nächster Woche vorgesehen. Da der Außenausschuß des Senats mit durchschnittlicher Mehrheit von 7 Stimmen die Anträge der Opposition ablehnte, rechnet man damit, daß die Annahme der Vorlage auf Grund der Mehrheitsverhältnisse im Plenum m der von der Regierung gewünschten Form erfolgen wird. Der Außenausschuh des Senats gab seine Zustimmung, daß der Kongreß ermächtigt wird, bei gleichzeitigem Beschluß beider Hällstr die in der Englandhilfe-Vorlage vorgesehenen Ermächti - gungen des Präsidenten auf Lebenszeit zurückzunehmen, verwarf jedoch mit 13:10 Stimmen den republikanischen Vorschlag, daß die Zustimmung der Chefs der Wehrmachtsteile erst erforderlich sei, falls Roofevelt amerikanisches Rüstungsmaterial anderen Ländern aushändigen wolle. Nach der bisherigen Fassung der Vorlage haben die Wehrchefs lediglich beratende Stimme. Marineminister Knox erklärte in der Pressekonferenz nachdrücklich, daß die USA.-Marine keine weiteren Zerstörer abgeben könne, ohne damit gleichzeitig das Gleichgewicht der Flotte zu erschüttern. Er wolle damit nicht direkt zu Willkies Vorschlag Stellung nehmen, als Marineminister sei er jedoch gegen eine weitere Schwächung der Flotte. Die Flotte baue zwar weitere Zerstörer, aber auch andere Kriegsschiffe, was wiederum eine stärkere Zerstörerflotte bedinge. Willkie, der die Auslieferung weiterer Zerstörer an England vor dem Senatsausschuß gefordert hatte, sagte, er sei überrascht durch die Erklärung des Marineministers. Nach feinen Informationen seien die USA. in der Lage, England soforttge und wirksame Hilfe durch Lieferung weiterer Zerstörer zuteil werden zu lassen, ohne der nationalen Verteidigung Schaden zuzufügen. Roosevelt soll sich sogar mit dem Gedanken tragen, weitere 75 veraltete Zerstörer und 10 leichte Kreuzer an England abzutreten. Die Schifte, die man in den USA. bereits zum alten Eisen geworfen hat, wären, wie die amerikanische Telegraphenagentur ankündigt, immer noch flut genug für Konvoidienste und Kampfhandlungen im Aermelkanal und im Mittelmeer Die USA. seien bereit, so heißt es, die Zerstörer gegen moderne englis che Schlachtschi f f e wie beispielsweise den „fting Georg" ein- zutaufchen. Die Gesamtkosten der USA-Aufrüstung bezifferte Schatzsekretär Henry Morgenthau auf 2 8,5 Milliarden Dollar. Morgenthau umriß fein umfangreiches Anleiheprogramm, durch das besonders die Guthaben der kleinen Sparer „für die Verteidigung des Landes und ihre Ägem Sicherheit" mobilisiert werden sollen. Japan und die Lage im Kernen Osten. Tokio, 13. Febr. (Eurovapreß.) Mit zunehmendem Mißtrauen verfolgt die japanische Presse die amerikanische Aktivität im Fernen Osten. „9)omiuri" spricht von einer Störung der ostasiatischen Neuordnung durch die Marine der Vereinigten Staaten und verweist auf die Entsendung amerikanischer Sachverständiger nach Port Darwin und nach Singapore sowie auf die Besprechungen des australischen Gesandten in Washington, die den Schluß zulasten, daß ein Abkommen über die Bereitstellung australischer und neuseeländischer Häfen für die amerikanische Marine und von Flugplätzen für die amerikanische Luftwaffe getroffen fei. Der Londoner Korrespondent von „Asahi Shimbun" meldet, Londoner politische Kreise zeigten sich zunehmend nervös wegen der Lage im Fernen Osten und rechneten mit einer Zuspitzung der Lage im Monat März. Nicht anders fei es in Australien. Der amtierende australifche Premierminister F a d d i n habe unerwartet eine Sondersitzung des Kriegskabinetts zur Besprechung der australischen Fernostpolitik einberufen. Die Zuspitzung der Lage im Pazifik mache dies notwendig. In Tokio fand am Mittwoch die Gründung des „N a t i o n a l v e r b a n d e s" statt, dem viele taufend Mitglieder, darunter 200 Angehörige des Unterhauses, frühere Minister, Generale und Admirale, ferner bekannte Politiker und Publizisten beigetreten sind. Die Eröffnungsverfammlung faßte eine Entschließung gegen b i e USA., .n der erklärt wird, daß der „Nationalverband" sich gegen die arroganten Versuche der Vereinigten Staaten, sich in japanische Angelegenheiten einzu- mischen und Japans Lebensraum zu bedrohen, wende. Durch die feindselige Haltung der USA werde der China-Konflikt verlängert Die Nation müsse sich auf äußerste Möglichkeiten vordereiten Ministerpräsident Konoye wird aufgefordert, die Nation ständig gerüstet zu halten. England verstärkt seine Lustwaffe in Malaya. Stockholm, 13. Febr. (Europapreß.) Im Zusammenhang mit den Ereignissen in Thailand und der Verschärfung der englisch japanischen Beziehungen hat der Oberkommandierende in Singapur, Lustmarschall Sir Robert Brooke-Popham, eine Umgruppierung der Luftstreitkräfte auf der malayischen Halbinsel angeordnet. Es sind mehrere mit modernen Kampfmaschinen ausgerüstete auftra- lische Fliegerverbände, welche erst kürzlich Singapur erreicht haben, in den nördlichen Teilen der malayischen Staaten ftationiert worden. Blenheim-Bomber der englischen Luftwaffe sind von Singapur in die gleiche Gegend verlegt worden. Das Ritterkreuz für schneidige Panzerkommandeure. Berlin, 13. Febr. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des (Eifernen Kreuzes an: Oberst Streich, Kommandeur eines Panzerregiments und Tfiajor Christern, Bataillonskommandeur in einem Panzerregiment. Oberst Streich hat in rückhaltlosem Einsatz fein Regiment von Sieg zu Sieg geführt. Besonderen Anteil hatte das Regiment an dem Gefecht bei L e Quesney am 19. und 20. 5. sowie am 27. 5. bei L a B a s f e e. Am 8. Juni führte Oberst Streich sein Regiment auf Rouen vor. Am darauffolgenden Tage besetzte er die Stadt bis zur Seine! Auch in den Kämpfen bei S t. Valery hat fein Regiment in ausschlaggebender Weife mitgewirkt. Als Bataillonskommandeur eines Panzerregiments hat Major Christern am 18. Mai 1940 mit größtem Wagemut und Schneid die Zitadelle von Maubeuge in heftigem Kampf gegen feindliche Panzer, Panzerabwehrwaffen und Infanterie in Besitz genommen. Durch rücksichtsloses Eingreifen gelang es ihm, die Sprengung der Sambre-Brücke zu verhindern, die Zitadelle gegenüber den feindlichen Gegenangriffen zu halten und die vollständige Besetzung der Festung durch die herbeigeholten Um terstützungstruppen zu sichern. Auch bei den Kämp- fen des Panzerregiments in der Flandernschlacht zeichnete sich Major Christern durch fein mutiges Vorgehen aus Oer italienische Bericht. Hom, 13. Febr. (DRB. Funkspruch.) Der ttalie- nlsche Wehrmachkberlcht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Spähtrupp- und Ariillerietätigkett. Feindliche Stützpunkte, Berbin- dungsstraßen und Artilleriestellungen wurden von verbänden unserer Luftwaffe wirksam bombardiert. Truppen, Lager und Nachschubkolonnen wurden im Tiefflug angegriffen und mit Splitterbomben belegt. (Ein Verband von Jagdflugzeugen hat am 11. Je- Hauptmann Oesau nach seinem 40. Lufisieg Febr. (DNB ) Deutsche Kampf-! drauf, was irgend hinaus will. Dann einen kurzen allen Himmelsrichtungen über Bogen und noch zwei Bomben hinunter, um die 14. par e« Straße aufzureihen Mächtige Sprengstücke reiften mir da! Delphine tummeln sich im Meer, und der igtn A furjjen: Neue Explosionen donnern in die morgendliche Stille der Wüste. Jeder Treffer vergrößert die Verwirrung, und unaufhörlich greifen die deutschen Maschinen an. Die Bomben reißen tiefe Lücken in die Wagenkolonnen der (Snglänber. Hier und da fläffem wütend einige MG s zu den Wolken hinauf, ohne jedoch zu treffen. verbände flogen in allen Himmelsrichtungen : die blauen Fluten des Mittelmeeres. Nun sind Ritterkreuzträger Hauptmann Oesau konnte — wie schon gemeldet — vor wenigen Tagen feinen 40. Luftsieg erringen und wurde dafür vom Führer mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet Hier erzählt Hauptmann Oesau kurz nach seinem Kampf einem Kriegsberichter den Verlauf seines letzten Lusftieges. — (PK.-Melichar-Scherl-M.) M 3nbei j|ie in ine 2 Di aus *n sehr Ä M ung । ibeifP nnen ihinrafenben Kampfflugzeug. Immer neue Bomber speit die Wolkendecke aus. i Nm ? hin toi! Sine: W 21.! ihm ,.pgig do »fieresgi Mg ur ihr in ! Mich« M Di chn zn !!.Mai kWch L'mflam trän. N . jlzle m | hr s i :r Div -Mrtil r-i» ;i*L , Hf“ >1 ,r LQutf ojrm be A fjjjrte.21 tfelben Roy; ifltry. DeuMeVomberüberdernordafrikamschenMste Von Kriegsberichter R. W.Billhardt. beobachtet die über das Wasser springenden Fis«, aus seiner Wanne. Neben ihm hängt eingezurrtt das Maschinengewehr, das vor ein paar Viertel tun» den nach Tod und Verderben spie. Die deut chein Kamvftluazeuge streben im klarblauen Morgenhim» mel des Südens ihrem Hafen zu. fetf "«ft *.! «it» ■tonöui Rm ! Mn R u taten ^Inhili fterei kmit '"d bie die Asphaltdecke auf. Bomben auf englisches Wüstenlager bei Bengasi. Bon Kriegsberichter Karlheinz Holzhausen. PK. Zu so früher Morgenstunde hatten die Engländer kein deutsches Flugzeug über ihren Lagern in der Wüste vor Bengasi erwartet. Trotz schwammiger Wolkenschichten finden die Stukas ihre Ziele. Hier in der Cyrenaika, meilenweit vor Bengasi, haben sie die Zelte und die Truppenkolonne, der Engländer im fahlen Wüstensand entdeckt unb stoßen zu jähem Angriff herab. Das ist ein schreckliches Erwachen für den völlig überraschten Feind. Entsetzt lassen die Köche ihre qualmenden Feldküche« im Stich. Es wird heute nichts mit dem Morgentee. Die schweren Brocken der Stukas prasseln auf das Lager herab. Krachend bersten Detonationen, untz grell leuchtender Flammenschein bricht auf. Zwei der großen Zelte in dem einen Kamp sind bereits getroffen, und auf die anderen beiden hagelt das MG.-Feuer des Heckschützen aus dem im Tieffluz l!r: .,51 .Mfi ■Sn Si ä! Its I fonie 6 A K, •C’i : i'M i«s '*8 i lp'^n bruar einen feindlichen Flugplatz angegriffen flnN zahlreiche Flugzeuge am Boden mit Maschinengewehrfeuer beschossen und schwer beschädigt. 3tn Cuftfampf wurde ein feindliches zweimolorlgeii Flugzeug abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist! nicht zurückgekehrt. Auf Malta wurde der Flugplatt von M i c a b a von unseren Bombern angegriffen.. 3n Nordafrika haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps Angriffsfluge auf Truppenzusom-- men Ziehungen, Marschkolonnen und auf einen feindlichen Flugplatz durchgeführt. 3n^0ffafrifa wurden sämtliche Angrifte deo Feindes im Abschnitt von Keren, die durch Bombenangriffe aus der Lust unterstützt wurden, durch unsere Gegenangriffe glatt abgewiesen. Die Cuft- waffe hat unsere Truppen in ihrem heldenhaften Abwehrkamps tatkräftig unterstützt. 3m unteren Sudan haben unsere Truppen im Gebiet des Omo- Flusses feindliche Kolonnen zurückgewiesen, die zahlreiche Tote und Verwundete auf dem Kampsplatt ließen. 3n der Nacht zum 12. Februar haben feindliche Flugzeuge einige Bomben und zahlreiche Leucht- rafeten über Rhodos abgeworfen. Es wurdevi zwei Frauen und ein junger Mann getötet und« einiger Sachschaden an Wohnhäusern angerichtet. Kleine politische Rachrichten. Ein Minensuchboot hat an der atlantischem Küste den Angriff eines feindlichen Unterseebootes« durch geschicktes Ausweichen von drei Torpedo» taufbahnen vereitelt und das Unterseeboot mitt Wasserbomben bekämpft. Der Reichsjugendführer übergab auf Burgi Stocken bei Eupen 150 Heime und Unterkünfte, die in kurzer Zeit erstellt worden sind, an: die Jugend der beiden Kreise Eupen und Mairn e d y In Malmedy wird er in einer öffentliche" Kundgebung der NSDAP sprechen. * Der neuernannte japanische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Admiral Nomura, kam in Washington an und wurde von Mitgliedern des Staatsdepartements, Vertretern der japanischen, der deutschen und der italienischen Botschaft empfange»" Itn Net k» e Krtillerii hüt hum i wn ! IWom to?n 3 whfcn Die Sonne steigt im Osten auf, als die Ftt wieder über das Meer nach Hause streichen trag erfüllt!", melden die Funker aus dem zum Gefechtsstand. Weit unten huscht der Schatten! * des Stukas über helle Wellenkämme. Uebermüfigt! i ■........ " »Ui über Afrikas Wüste gegen marschierende englische Kolonnen geflogen, gegen Zeltlager, Fahrzeuge und englische Vortrupps. Der Anmarschweg mar weit, lieber uns glänzten die Sterne wie in der Heimat, der Große Bär, der Orion, die Kassiopeia. An den Motoren glühten rote Auspufföffnungen. Als am Osthimmel die erste Dämmerung stand, waren wir bereit. Wir standen über Afrikas Wüste, auf Südkurs ausgerichtet. Dann stießen wir vor. Noch herrschte da unten völlige Dunkelheit; noch war nichts zu erkennen. Flackert da nichts? Sind das Wachtfeuer? Tiefer geht die Maschine, langsamer und leiser werden die Motoren. Da schimmern Zelte, englische Truppenlager, Rauch! Jäh neigt sich die Maschine nach vorn. "Ein Ruck, zwei B o m b en fallen, ein dröhnender Morgengruß Wir kreisen eine Weite. Die Wüste erhellt, immer deutlicher werden da unten Sandhügel, spärliches Gestrüpp- tiefe, ausgewaschene Gräben und Abhänge. Die Strafte liegt unter uns, schreit der Heckschütze. Wir haben unser Ziel gefunden. Doppelt heißt es jetzt auf der Hut fein. Hier unten müssen Engländer und Italiener einander gegenüberstehen. „Achtung, ein Wagen an der Strafte" und „dort noch einer". Wir gehen noch tiefer, sehen das Kampffeld der Wüste unter uns. Nichts als ein schmales, schwarzes Band die-Strafte und zu beiden Seite in endloser Weite Sand, Sand, Sand. Kein Baum, fein Haus, kein Acker, fein Feld, nichts, nicht einmal Steine. Die Strafte war mit Hindernissen gegen vorstoßende Panzerwagen gesperrt. Alle Hindernisse sind linfs und rechts an den Stra- ßenrand gezogen, in den Sand geschoben. Leise pfeift der Heckschütze durch die Zähne. „Aha, da ist der Tommy an der Arbeit, hier will er sich freien Weg schaffen. Na wartet, wir wollen euch dabei helfen!" Unser Vogel jagt dicht über das schwarze Straßenband dahin, das da unten liegt. Die Sonne, die eben über den Horizont tritt, schiebt lange Lichtbündel darüber hin. — „Der Tommy an den Hindernissen, Feue r!" Da springen sie von der Straße weg, werfen sich in den Sand, laufen in die Wüste hinein, gejagt von jähem Schrecken, gepackt von den Feuerstößen, die aus Bug und Heck auf sie niederprasseln. Trommelwechsel und noch einmal «MMche 19. ' I rwit NSG. und in «M I6Ä uf Iii°« 1. 2. 3. Der Femi> greift an! ’tufljflr vorbildliche Erziehung durch allgemein bild Unterricht und vormilitärische Ausbildung. bildenden A Der der raß. Ergänzungsaml der IBaffen-ff Ergänzungsstelle Rhein (XII) Wiesbaden Hlndenburgallee 59 ^-verfügungslruppen (einschließlich Leibstandarle ff „Adolf Hiller"). Mindestgrök«. 170 cm. ---Tolenkopfstandarlen2 a) mit Dienslzeitverpflichlung (12 Zahre, Lebensberuf.- Polizei oder Wehr- bauer). Windestgröße 168 cm mit 17 Jahren: b) ohne Dienslzeitverpflichlung (bevorzugt SA.-Wänner und Parteigenossen). Schutzpolizei: Ungediente Männer. Der Tod kam ihm zuvor. Infanteriestoßtrupp bringt Hilfe en Ium m cke itiju bedrängt. Die Einschläge „ verdammt gut. Die Männer am Geschütz hatten trotz V o l k s s ch u l p f l i ch t in die Heeres-Unteroffizier- vorschule ein, als Soldat besucht er im 18. und 19. Lebensjahr die Heeres-Unteroffizierschule, dann tritt er in den Truppendienst über. Am Ende der 12jährigen Dienstzeit wechselt er seinen Arbeit», platz nach vorausgegangenem erfolgreichen Besuch der Heeresfachschule und dient der Gemein, schäft als vorbildlicher Typ des soldatischen Beam» ten. Die cheeresfachschule schafft ihm die Möglichkeit, je nach Leistung in die gehobene oder mittlere Beamtenlaufbahn einzutreten. itz hinter dem Pakgeschütz den Durchbruch eng- scher Panzer bei Berneville zu verhindern. let tq Stillos ti Jugendliche tritt nach Vollendung |en, irer nen Dunkelhett zu verdanken, daß sie mit dem Leben davonkamen. Sie blieben bei ihren toten Kameraden liegen und warteten; sie wußten nicht, ob der am brechende Tag ober die nächsten Stunden das Ende, die Gefangenschaft oder die ersehnte Hilfe bringen würden. Nach drei Stunden war sie da. Ein In- fanteriestoßtrupp kämpfte sich in die Ortschaft hinein. Endlich konnten sie ihren Zugführer und die gefallenen Kameraden in einer Toreinfahrt niederlegen. Ihre besten Männer waren tot! Ringsum brannten die Gehöfte, das Meh irrte brüllend umher, noch lange wird das grauenhafte Bild des noch immer brennenden Fahrzeuges vor ihren Augen stehen, in dessen Glut vier Kameraden umkommen mußten. Dann gingen sie noch einmal mit den Infanteristen an den Feind und schlugen sich beim Morgengrauen au ihrer Kompanie durch. Die Kameraden begruben sie am nächsten Tage. (Fortsetzung folgt.) r<>' Tk Im Straßenkampf gegen englische Panzer. Sie fuhren mit ihren Geschützen keilförmig ind«- »«schast hinein. Plötzlich knallt <$ von allen Setten Wo melde ich mich zur Waffen---? Es wird nochmals darauf hingewiesen. Ai"; ch vor mlolo itöerfl ein sh ten Feldlü DlOTflcTi: n aut le onen. auf. Z« inb ben: Hage!!!: Oer Bildungsgang des Unteroffiz ers. Auf der Führertagun'g des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten sprach u. a. der Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres über den Wiederaufbau der Heeres-Unter- offizieroorschulen und Heeres-Unter- offizierfchulen. Diese Schulen sollen durch ihren Ausbildungsgang sicherstellen, daß dem besten Heer der Welt der beste Unteroffizier der Welt gegeben wird. Der Besuch der Heeres-Unteroffizier. Vorschulen ist kostenlos, die Schule gewährleistet eine daß freiwillige Meldungen zur Waffen--- jederzeit von folgenden Dienststellen entgegengenommen werden: aiw e der n einen Mauer aus Blut und Stahl. Erlebnisbericht von den Kämpfen einer Division der Waffen-^ in der Pa rzerabwehrfchlacht bei Arras. Von H Kriegsberichter Hein Schlecht. kindlichen Armee zu vollenden und gleichzeitig den Durchbruchsversuch der Engländer und Fran- osen zu verhindern. Noch in der Nacht zum 1. Mai wird gemeldet, daß der Feind beabsichtigt, pestlich Arras nach Süden durchzubrechen und die i Umklammerung der deutschen Armee zu durch- Mit jagenden Herzschlägen lauschen sie den peit- sehenden Abschüssen der Pak. Hier können sie nickt liegenbleiben. Die Kameraden brauchen Hilfe. Sie schleichen sich mit dem Maschinengewehr an den schmutzigen Häuserfronten einer engen Gasse entlang. In der Hauptstraße steht eine feuernde Pak. Sie wird von i Der Kompaniechef hat sich mit den Führern seines ersten Pakzuges im Straßengraben niederge- Ilcssen. Die Ortschaften sind zerschossen, die Brunnen verseucht, frisches Wasser ist rar. Bei der glühenden 5itze quält der Durst. Auf der staubigen Chaussee liegt bewegungslos und träge der kilometerlange fieerrourm der ---Division, die in tage- und nächte- kngen Vormärschen bis in die Gegend von Arras virgedrungen ist. Die erschöpften Männer liegen beuz und quer an der Straßenböschung und strecken alle Vier Lrgänzungsamt der Waffen--- Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX) Kassel-Wllhelmshöhe Löwenburgstrahe 10. Angenommen werden Freiwillige für: des rasenden Feuers aus —- Granate auf Granate fliegt aus dem Rohr. Jetzt haut ein Volltreffer in Die kleine Kanone. Das zersplitterte Panzerschild erschlägt den Schützen 1, der mit gespaltetem Schädel aufs Pflaster sinkt und tot liegenbleibt. In diesem Augenblick springt der Zugführer durch den Qualm ans Geschütz an die Stelle des gefallenen Kameraden. Die Pak schießt wieder — schießt noch immer. Sie hat jetzt schon den zweiten Panzer erledigt und geht nun dem dritten und vierten Ungetüm zu Leibe. Wieder schäumt an der Kanone eine Woge von Feuer und Rauch hoch. Stahlfetzen zerschmettern dem Geschützführer das Antlitz. Er hat davon nichts mehr gespürt. Der Zugführer will zusammen mit dem letzten Mann das Geschütz weiter bedienen, die MG.-Schützen wollen hinzuspringr" vergeblich, die Pak ist zertrümmert. Der Zugsühi schreit noch den Deckungsbefehl, taumelt, läuft mit uns zum Garten hinüber in Deckung. Erst jetzt läßt sich erkennen, daß ihm von der Stirn herunter ein Blutstrom über das Gesicht läuft. Einer will ihn verbinden. Er winkt ab: „Es hat keinen Zweck mehr, das Sterben ist so leichter." Die Männer können es nicht fassen und sind wie vor den Kopf geschlagen. Er hält sich noch eine ganze Weile aufrecht in den Knien und legt sich bann auf die Seite. Sie stehen und hocken schweigsam um ihn und können ihrem sterbenden Zugführer nicht Helsen. Das Geschoß zerschlug seine Stirn und steckt im Kopf. Er ist noch immer bei vollem Bewußtsein und will ihnen Mut zusprechen: ,Hch danke euch, baß ihr mir bis zuletzt die Stellung gehalten habt. Mich laßt liegen. Seht zu, daß ihr heil heraus- kommt." Dann übergibt er ihnen sein Eisernes Kreuz und die Brieftasche. Seine letzten Worte waren: „Grüßt mir die Kameraden, die Heimat, meine Braut — Heil Adolf ..." Den Namen des Führers konnte er nicht mehr zu Ende sprechen. Willt? durch £ uM V l r»^ heldr^ uniert". en, Wj, W •» ei y er «.>*. — ----w-- -■ - _ ".... strecken alle Biere von sich. Der junge Zugführer ist sichtlich mißgelaunt. Er möckte wissen weshalb tusgerechnet feine Panzerjägerkompanie das Pech htt, mitten in der Kolonne fahren zu müssen, wah- nnb die Kameraden die Spitzensicherung der Dwi- (bn übernommen haben. Es heißt: „Aufsitzen. Die Fahrt geht weiter. Der Kompanieführer klopft sei- ne m jungen Untersturmführer noch auf die Schul- Itr: „Nur Geduld, mein Lieber, auch wir sehen nod) feindliche Panzer!" Er will den Draufgänger biruhigen und hat keine Ahnung, wie schnell feine ' tbrausfage in Erfüllung gehen wird. . Eine knappe Stunde später. Die Kolonnen sind im Italien. Das v-Krab des Kommandeurs der Panzer- iozerabteilung überhott. Ein kurzer aufruttehwer I WtyV „Feindliche Panzer von vorn, zweite xom- penie Stellung!" Er kommt völlig überraschend und re ßt mit einem Schlage die in ermüdendem -vor- jtmrsch dahindösenden Gemüter hoch. Die Strotzen fifb mit Fahrzeugen verstopft, ermattet und abge- Icmpft schleppen sich am Straßenrand abgenlfene t 0 ftalten demoralisierter Franzosen und verdisien ; tteinschauender Tommies nach hinten in die deutsche Afangenschaft. Die Fahrer reißen ihre schweren Kigkraftwagen mit den Geschützen rechts und Imre i oen der Straße, die Kanonen springen und holpern 1 werfe Ibein und gehen bald darauf in Stellung. Die ; ge-netbeten Panzereinheiten sind unterdessen ausge- vchen. Der Führer des ersten Zuges nimmt nut leinen vier Geschützen ihre Verfolgung auf. Er ragt |it aus der Ortschaft Beaumetz, wo ein Geschütz zur kcherung zurückblerbt. Die übrigen Paks besetzen jii'arnmen mit dem MG.-Fahrzeug eine Anhöhe, utä da weit und breit keine Panzer mehr zu er- ‘ jpjhen fmb, rückt der Zug in den Ort Berneville em. Vorwort von Werner Jansen. Bei Hinges liegt ein Soldatenfriedhof von 1918, reinlich sauber und stilvoll langweilig, die Namen [er besten Regimenter Englands sind da in Stein cegraben: The Royal Welsh Füsiliers, the Royal icots, the Norfolks, the Durham Light Infantry, the Queen’s Own Cameron Highlanders. Ich las sie gedankenlos, ganz dem erregenden Lärm des Kampfes hingegeben, den unsere Division nit der Nachhut der flüchtenden englischen Armee ihrte. Anderntags erfuhr ick von Gefangenen, daß tiefeiben Regimenter, the Royal Welsh Füsiliers, the Royal Scots, the Norfolks, the Durham Light Infantry, the Queen’s Own Cameron Highlanders, ins gestern gegenüber gestanden seien, Söhne tnblBrüber der Toten von 1918. Zufall? Schicksal? — Ich glaube nicht an Zufall. In dem eisernen Gürtel, der die riesigen Feind- Iröfte in Nordfrankreich einschließen sollte, war noch «ine Lücke, ein gefährliches, ein unheimliches Loch. Die jüngste Division des deutschen Heeres par ausersehen, diese Lücke auszufüllen, und dieser üngsten Division wurde das Glück zuteil, bei der Wwehr des gewaltigen Panzerdurchbruchversuchs intscheidend mitzuwirken. Zufall? Schicksal? — Die geistige Stoßkraft poli- fschen Soldatentums vereint mit einer harten Aus- jildung in den Schneewochen des Winters 1939/40, He beispielhafte Einsatzbereitschaft von Führer und Mnnern — das alles verlangte nach einer Prüfung, und das Schicksal hat sie uns nicht versagt. Die folgenden Berichte nun wollen richtig verlanden sein. Sie gehören nicht zu jenen gutgläubigen Nacherzählungen, die heute entstehen und noraen vergehen, sie beruhen auf sorgfältigem Vergleich sehr vieler vorhandener Augenzeugenberichte tnb haben Anspruch auf bleibenden Wert: S o Dar es I L Go brachten sie !>en Durchbruch zum Stehen. sacke muß auch unser Geschichtsbild aerecht werden. Ohne in Einzelheiten ein^utreten, kann jetzt schon gesagt werden, bah diese Aufgabe, die mit ftrena wissenschaftlicher Methode durchgeführt werden soll, nicht in kurzer Zeit bewältigt werden soll, sondern sehr lange Zeit erfordern wird. Zahlreiche Vorarbeiten, Tatsachenforschunden und Problemformungen werden noch notmenbig sein. Ein solches Ziel wird nicht durch ein gleichsam als Dogma hingestelltes Werk oder eine Vorschrift erreicht, sondern kann nur bewußt durch Generationen erarbeitet werden. Darin liegt geradezu der Sinn des Planes, der eine dauernde Ausrichtung der Geschichtswissenschaft auf das große Gesamtziel bewirken soll, eine gesamtgermanische Geschichtsauffassung. Es ist daher auch klar, daß die Durchführung einer solchen Ausgabe nicht ohne weiteres abgeschlossen werden kann und soll. Es soll nicht eine Aufgabe für die jetzige Generation von Historikern fein, sondern für länger Geltung haben; es soll jederzeit jungen Historikern die Möglichkeit geboten fein, mit eigenen Arbeiten in den Plan einzutreten, neue Problemstellungen und neue Gesichtspunkte hereinzubringen, also den Plan weiter zu gestalten und ihn dadurch lebendig zu erhalten. Es soll also eine g e f a mt g er m a n i f da Uh nauf, ch ... Eine Division der Waffen-^/ marschiert \ m 21. Mai 1940 auf zwei Marschstraßen südwest- । ch von Arras. Ihre Kolonnen kommen schnell und > i ügig vorwärts. Die Division hat im Rahmen ih^er Heeresgruppe den Auftrag erhalten, den eife-.nen King um Arras zu schließen, die Umklammerung er in Belgien und Frankreich eingeschlossenen oßen. Nach einem Marsch von etwa 25 Kilometern er- rügte nordwestlich von Arras der erste Angriff eng- ischer Panzerkampfwagen auf die Spitzengruppe |?r Division, er wurde von der Dorhutbatterie ber t --Artillerie unb von den ---Panzerjägern blutig urückgeschlagen, gleichzeitig machten von Franzolen ?rstärkte englische Panzerverbände den verzweifel- ?n Versuch, in die Flanke der marschierenden Di- rifion einzubrechen. Im Verlauf der Panzer-Ab- vehrschlacht bei Arras fiel den Batterien ber --- Krtiüerie, den ---Panzerjägern unb ---Pionieren ie für die militärischen Operationen in diesem ::aum überaus bedeutsame Aufgabe zu, die eng- sehen Panzerangriffe oei Mercatel, Fischeux, Sie- nencourt und Berneville abzuwehren, den in meh- ?ren Wellen erbittert vorgetragenen feindlichen ^urchbruchsversuch zu verhindern und den weiteren hnellen Vormarsch der Division zu ermöglichen. Ein im Gros ber Division marschierender Zug er ---Panzerjäger wurde bei der rücksichtslosen Verfolgung englischer Panzerkräfte aufgerieben. Bührer unb Mannschaft kämpften bis zum letzten Itemzuge, unb es gelang ihrem heldenhaften Ein- Das Moselland an der Ost-West-Linie dabei durchweg Maschinen- und einer kurzen vergleichenden Betrachtung. Nach der rhein- und moselfränkiscben Gebieten gesessen hat. einer kurzen vergleichen Durch Jahrhunderte ist sowohl die stammesmäßige französischen Revolution wurden sämtliche alten wie die verkehrstechnische Verbundenheit dieser Provinzen Frankreichs abgeschafft und die neuen der Umtaufe der neuen deutschen Verwaltungseiw Aus -em Reich ganz moderne Verkehrs-Bildung findet eine eigenartige Ergänzung in der uralten Bevölkerungsverteilung. Es war der deutsch-fränkische Stamm, der an dieser West-Ost-Linie seit urdenklichen Zeiten vom Frankenwald über Unterfranken bis zu den Der Gau Koblenz-Trier, dem jetzt auch | Moselland im Sinn der West-Ost-Linie ist minde- Luxemburg anaeschlossen ist, ist soeben in Gau stens auch wichtig. Die alten Römer haben schon n ( a f t n n X" iimnAlnuh huivXhh >iii* nomiiül mnmm (in Trior 51t O tHOttl finiinffinllllWrf FWD. Frankfurt a. M., 13. Febr. Die A k - tienmärkte verkehrten in der Berichtszeit in Haupuchrtstieller- Dr Friedrich Wudeim Lange Etellvettreter vas HavPtichrt'vetlers' Ernst Blumschein. Beraniwortiich ßr foitH, uni Bilder Dr. ffr. $B. Lange für bat fteir leton: Dr. Han- r-vriotx rör Stadi Gießen. Provuv, titrndioii u. Sport: Ecnu B-um,che n. Druck imo Verlag Brühl>che UniverirttN-oruckerei l)L Lange r S. BertaadieNer: Dr. - Ing. Ertch Hamann AnzenbaN derSn-rtaen' DbeovorKümmel bürg und schließlich das Eifelgebirge. Durch die Eingliederung Luxemburgs verstärkt sich der industriewirtschaftliche Charakter des Mosellandes Neuordnung des Geologiestudiums. Die Anforderungen, die Staat und Wehrmacht an die Geologen stellen, machen es erforderlich, das Geologiestudium auf eine feste und allgemeine Grundlage zu stellen. Der Reichserziehungsminister hat daher das Geologiestudium reichseinheitlich geregelt. Danach wird das Studium der Geologie künftig mit der Diplom-Geologen-Haupt- Prüfung abgeschlossen. Das Studium erfordert mindestens sieben Halbjahre. Für das Studium sind die Universitäten, die Technischen Hochschulen mit Bergbaufakultät und die Berghochschulen zuständig. Es ist erwünscht, wenn das Studium einige Semester an der Technischen Hochschule durchgeführt wird. Das Studium gliedert sich in zwei Abschnitte, die Zeit vor der Vorprüfung, die frühestens nach dem Ende des dritten Semesters abgelegt werden kann, und die Zeit zwischen Vorprüfung und Diplomprüfung. Der erste Studienabschnitt soll die allgemeine naturwissenschaftliche Grundlage für das eigentliche Studium der Geologie schaffen, dem der zweite Studienabschnitt gewidmet ist. Die Diplomprüfung gilt gleichzeitig als erste Staatsprüfung für den Uebergang in den höheren Staatsund Verwaltungsdienst. Auf Grund der Prüfung wird der akademische Grad eines Diplom-Geologen verliehen. Prüfungsämter werden in Berlin, Bonn, Halle, München, Stuttgart und Wien ganz wesentlich. In der Landwirtschaft stellt die Zusammenlegung des Splitterbesitzes, wie im ganzen deutschen Südwesten, besondere Aufgaben. Der neue Name „Moselland" reizt schließlich zu West-Ost-Linie, die die viel mehr genannte Nord- Departements zur Austilgung jeder Erinnerung an Süd-Linie des Rheines schneidet, durch die,.Vielheit die Vergangenheit nach den Flüssen benannt. Bei der staatlichen Territorien fast aus der Erinnerung der Umtaufe der neuen deutschen Verwaltungsein- errichtet. Für die gegenwärtig Studierenden sind Uebergangsbestimmungen erlassen. Ehevermittlung für Erbkranke. Der Reichsminister des Innern hat die Gesundheitsämter hingewiesen, daß keine Bedenken beständen, wenn die Ehe-Vermittlung von den einzelnen Gesundheitsämtern auch auf Ehen mit einer natürlich unfruchtbaren oder in der Fortpflanzungsfähigkeit beschränkten Person oder mit einem Partner, auf dessen Nachwuchs die Volksgemein, schäft verzichten kann, ausgedehnt werden, sofern diese Personen zur Führung einer geordneten Ehe imstande sind. Um die auf diesem Gebiet noch be- steyenden Schwierigkeiten zu beheben, hat der Mini- ster den Oberbürgermeister der Reichshauptstadt veranlaßt, eine in Berlin bereits bestehende Vermittlungsstelle für Personen, denen nach dem Ehe- gesundheitsgesetz das Ehetauglichkeitszeugnis versagt werden mußte, zu einer Reichsste 1 le für Eheberatung und Ehevermittlung beim Hauptge- sundheitsamt der Stadt Berlin auszubauen. Diese sowie die Ehevermittlungsstelle bei der Gauleitung Sachsen der NSDAP., Dresden, sind mit Reichs. Mitteln in die Lage versetzt, allen im Reich in Frage kommenden Personen bei der Wahl eines passenden Lebensgefährten behilflich zu sein. VI. 3m Aonnenkloster am Ohrider See. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Struga, im Februar 1941. Das einzige Nonnenkloster in dex klosterreichen Umgebung Ohrids ist das Kloster der Soeta Bogo- rodica Precista, gewöhnlich nach dem unfern gelegenen Dorf „Kaliste" genannt. Es liegt unmittelbar am Ufer des Ohrider Sees, unweit der albanischen Grenze, fünf Kilometer südlich von Stru- g a, dem kleinen, gewerbefleißigen Städtchen, das sich an beiden Ufern des Schwarzen Drim ausbreitet, dort, wo der Fluß aus dem See austritt. Stru- ga ist in ganz Mazedonien durch [eine Aale, die in primitiven Reusen gefangen werden, und durch seine geschickten Gold- und Silberschmiede bekannt. Die heute kleine, nicht sehr ansehnliche Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück und muß in früheren Jahrhunderten eine viel bedeutendere Rolle ge- spielt haben als heute. In byzantinischen Quellen wird Struga schon zu Anfang des 11. Jahrhunderts erwähnt, später häufig als wichtiger Getreideum- fchlagplatz genannt, von dem aus lange Karawanen mit Getreide nach den albanischen Städten zogen. Die Frauen von Struga gelten als die schönsten Frauen Mazedoniens. Und die Bürger von Struga haben sich stets daraus nicht wenig eingebildet. Die Fahrt von Ohrid nach Struga führt zunächst durch ausgedehnte Melonenfelder, auf denen jetzt, am frühen Morgen, Männer und Frauen mit dem Ernten der köstlichen Früchte beschäftigt sind. Ueber die heißen Mittagsstunden flüchten die Ar- beiter in den Schatten von Strohdächern oder Strohhäuschen, die auf jedem Felde errichtet sind. Später nähert sich die Bahnstrecke — es ist die von den deutschen Truppen im Weltkrieg erbaute Bahn — dem Ufer des Sees, das, zwischen Ohrid und Struga Flachufer, stellenweise von breiten Schilfrohrfeldern gesäumt ist. Schwarze Büffel plantschen im seichten Wasser. Manche Tiere haben sich so weit in den See hineingewagt, daß nur ihre plumpen Köpfe mit den mächtigen Hörnern aus dem Wasser ragen. Bevor der Zug noch auf die weite fruchtbare Ebene hinausrollt, die sich beiderseits des Schwarzen Drim hinbreitet, kommen wir am Fuß einer Felswand vorbei, an die sich in beträchtlicher Höhe, auf einem schmalen Felsband erbaut, das Kloster des hl. Erasmus lehnt. Wie Schwalbennester kleben die beiden turmartigen Häuser des Klosters an der steilabfallenden Felswand. Don Struga gelangen wir nach einstündiqem Fußmarsch längs des Seeufers nach dem Kloster verdrängt worden. Denn gerade die fränkischen Ge-1 biete litten unter der Zersplitterung in Fürsten-1 tümer, Grafschaften, Reichsstädte, Bistümer und Reichsabteien. Nur wenigen Deutschen ist es bewußt, daß die moselländischen Franken ihre Erlösung von der Vielstaaterei erst erfuhren, als das Land 1815, nach den napoleonischen Kriegen, an Preußen gekommen ist. Aber jene Vielstaaterei hat! doch tiefe Spuren zuruckgelassen, besonders weil \\d>, in altüberlieferten (Erinnerungen auch konfessionelle Gegensätze verbanden. Die letzten 70 Jahre deutscher Geschichte, also seit der Reichseinigung im Jahre 1870, haben in einem stetigen, häufig unter der Oberfläche wirkenden Prozeß diese alten Gegensätzlichkeiten weit in den Hintergrund gedrängt. Und diese Entwicklung hat sich seit 1914 trotz mancher Erscheinungen der Tagespolitik noch unendlich intensiviert. Es ist ganz falsch, dem Gau Moselland aus dem Gesichtspunkt des Naturbetrachters oder vielleicht des Weintrinkers zu beurteilen, der sich an der gefangenen Sonnenglut freut, die aus der Blume des Weines lieblich iütftet. Der Durchgangscharakter des Gaues Wirtschaft. Zurückhaltende Aktienmärkte. heiten kommen Flußnamen auch vor. Wir sprechen von Unter, und Ober-Donau, vom Warthegau, von dem Wirtschaftsgebiet Mittelelbe oder Rhein-Main und jetzt auch vom Gau-Mofelland. Aber bei dieser Namensgebung waltet nicht ein mechanisches, sondern ein charakteristisches Prinzip. Flußnamen werden zu Taufnamen für Wirtschaftsgebiete oder 23er» waltungseinheiten, wenn der Fluß im allgemeinen Volksbewußtsein als die beherrschende (Eigenart des jeweiligen Gebietes wirksam ist. Daneben bleiben die alten geschichtlichen Namen erhalten, wo sich eben mit der historischen Bezeichnung einer Landschaft ein scharf umgrenzter, eigenartiger und all- gemein anerkannter Begriff verbindet, wie z. B. mit Brandenburg, Ostpreußen, Steiermark oder Tirol. Das mag eine Kleinigkeit fein, die scheinbar am Rande der Entwicklung liegt. Aber sie ist so unendlich bezeichnend für den gegensätzlichen Charakter der französischen Revolution und der deut- scheu Revolution. Kurz formuliert heißt diese Gegensätzlichkeit: die französische Revolution brach ab, die deutsche Revolution setzt fort. Dr. Ho Mazedonische Skizzen Von unserem Dr. I. B.-Sonderberichterstatter günstigeren Kleinbahnabschlüssen und Verreich, ttchungserwartungen zeitweise stärker erhöht. In diesem Zusammenhang konnten am Kassamarkt auch Kahlgrund-Eisenbahn erhebliche Gewinne oerzeich neu, sie fliegen im Tagesdurchschnitt etwa 2 v. H. und erreichten am 13. 2. den Stand von 79,75 nach 45 vor etwa einem Vierteljahr. In Brauereiwerien ließ das Interesse stark nach, mehrprozenttge Abschläge waren hier nicht selten. Am Rentenmarkt erfreuen sich Reichsschätze stetiger Nachfrage. Bei Pfandbriefen konzentrierte sich Die Nachfrage bei kleinstem Angebot mehr aus noch nicht kündbare Serien, während kündbare Ausgaben in 4'/2proz. Ausstattung eher erhältlich waren und daher meist zu einer Notierung kamen. 4proz. Pfandbriefe find kaum erhältlich. In Städteanleihen zeigte sich bei im allgemeinen sehr kleinen Umsätzen auf erhöhter Basis etwas Interesse, so Mainzer und Wiesbadener. Im Rentenfreiverkehr sind Steuergut. scheine I mit 110 bis 110,65 weiter gefragt läge des Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebietes ge-' (im Osten) zu der anderen Nord-Süd-Linie von der sprachen, das ein Derkehrskreuz darstellt. Die nord- Burgundischen Pforte bei Belfort über biß obere südliche Linie wird bestimmt durch den Rhein, die Mosel und die Maas (im Westen). Dazwischen liegt West-Ost-Linie durch den Main und die Mosel als I als Uebergang das Tafelland Lothringen, Luxem- Flüsse. Aber ungleich wichtiger für die West-Ost- — -k *-w*-*«a k— k:- Linie dieses.Verkehrskreuzes ist die Eisenbahn. Diese Kaliste. Das Kloster erhebt sich unmittelbar am Gestade des Sees und ist von einer steil empor- ragenden Felswand schützend umschlossen. Als wir nach der Aebtissin fragen, erfahren wir zu unserem Erstaunen, daß das friedliche Reich der Nonnen von einem Abte regiert wird. Dieser, ein noch rüstiger Herr mit wallenden blonden Locken, empfängt uns freundlich. Das erste.ist, daß er eigen« händig das dicke Gedenkbuch des Klosters herbeischleppt und bittet, uns darin einzutragen. Obwohl das Kloster arm ist — man merkt es vor allem an dem baufälligen Zustand der Gebäude —, läßt der Abt auftischen, was das Kloster bieten kann. (Eine Nonne bewirtet uns an einem im Schatten uralter Platanen stehenden Tisch mit Branntwein und starkgesüßtem Kaffee. Uebrigens war diese unsere freundliche Wirttn die einzige Nonne, die wir in Kaliste von Angesicht zu Angesicht schauen durften. Die anderen wag.- ten sich nur für Augenblicke aus ihren Zellen und entflohen eilends, wenn ich Anstalten machte, den Photoapparat aus der Ledertasche zu ziehen. Auch der Abt lehnte kategorisch meine Bitte ab, mir zu erlauben, eine Gruppe von Nonnen (die er „feine Täubchen" nannte) aufzunehmen. Hierzu sei, wie er sagte, die Genehmigung des Ohrider Bischofs erforderlich. Dagegen erklärte er sich selbst gern bereit, sich photographieren zu lassen, und der alte Klosterdiener eilte gar, so rasch ihn die Beine tragen wollten, an die Seite des Abtes, um auch auf die Platte zu kommen. Die größte Sehenswürdigkeit des Klosters ist eine uralte in den Fels hineingebaute Kirche, zu der man auf ausgetretenen Holztreppen emporsteigt. Ein düsteres Gewölbe, roh aus dem Fels gehauen. Beim Schein eines Wachslichtes unterscheiden wir an den rauchgeschwärzten Wänden Spuren von Fresken, die durch Säbel- und Arthiebe barbarisch verstümmelt sind — Zeugnisse türkischer Bilderstürmerei. Bildnisse der Slawenapostel Cyrill und Me- thod sind in unbeholfener Weise dem byzantinischen Stil nachgebildet, und heben sich kaum noch vom dunklen Hintergrund ab. Unmittelbar unter diesem Gewölbe ist ein zweites in den Felsen gehauen — eine zweite Kirche. Man macht uns auf den allen Ikonostas aufmerksam, der zweifellos aus der chrift« lich-flawischen Frühzeit stammt. „Mo se ll a n d^ umgetauft worden. Ungefähr zur gewußt, warum sie Trier zu einem Hauptbollwerk , , ftiIkr ÄaItunfl ,eigt€ sich seitens der Kund- glcichen Zeit hat der Leiter der Wirtschaftskammer ihrer Herrschaft gemacht haben. Denn hier beginnt ZJ a;ud) ö”s Börsenhanbäs.stärkere Zurück- He.sen, Pros-s'or Dr. ßüer, über die Mittelpunkt- der Uebergang von der Nord-Süd-Lime des Rheins lhAUng Montanaktien waren dabei dmchweg freundlicher gestimmt, wahrend bei Maschinen- unö Autowerken die Kursgestaltung eher nach unten zeigte. Bauaktien weniger beachtet und eher etwas leichter. Chemieaktten wurden nur zeitweise etwas stärker gehandelt, so Scheideanstalt, die mit 304 schlossen, während die Farbenaktie unverändert zwischen 204 und 205 pendelte. Arn Elektromarkt ergaben sich meist leichte Kursabschläge, mir RWE. und von heimischen Werten Mainkraft fester, letztere bis 121 25 gehandelt. Don Verkehrswerten hat das Interesse für Hapag und Lloyd etwas nachgelassen, AG. fiir Verkehrswesen im Zusammenhang mit Waschpulver und Seife muß man klug ein teilen und auf Wäsche und Körperpflege beschränken. Bei den meisten anderen Reinigungsarbeiten leistet ATA die gleichen Dienste. I Am 10. Februar 1941, nachmittags 12% Uhr, wurde unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Marie Noll, geb. Kehm im 87. Lebensjahr durch den Tod aus unserer Mitte gerissen. Die Leidtragenden: Karl Noll Berta Noll, geb. Serresse Gießen (Bahnnofstraße 6), Ilse leroch, geb. Noll den 13. Februar 1941. Karl-Heinz Noll. Die Beisetzung fand am 12. Februar 1941 in der Stille statt _____________________________________________________________________________________0542 -Beeren „Immer JUnger“ machen froh and frisch' Sie enthalt alle wirksamen Bestandteile des reinen unverfälschten Knoblauche in leicht löslicher, gut verdaulicher Form. hohen Blutdruck Magen-, Darm- Störungen, Alterflerscheinungen. StoffweoLaelbesohwerden. Oeeohmaok- und geruchfrei Monatspackung L— Achtes Sie nf £• grün-weiße Psdnmf! Drog. Winterhof f, Kreuzplatz 10; Drog. C. Seibel, krankt. Str. 39 Drog. E. Karn, Schulstr. 238V Löwen-Drog. W. Kilbinger Nacht Drog. Bornemann, Bahnhofstr.l 7 Drog. Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 Drog. H. Noll, Ludwigsplatz Viktoria-Drog., Marktstraße 1. Mietgesuche Suche zum 1. März, evtl. 1. Avril 1941 und ' später eine schöne sonnige 4'5-3imniet- WoOoung mit Bad und Zubehör in guter Lage zu mieten. Schr. Ang. unt. 0535 a. d. G^A. [Stellenangebote Mr gesucht. 785D Ed. Klinke' Bahnhofstraße 8. Für Arzthaushalt a. d. Lande zuverlässiges Mädchen sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unt.783D an den Gieß. Anz. erbet. Ordentliches Nita für sofort gesucht H. Heyne Walltorstraße 5. | Verkäufe | Wochenend- Herd zu verkaufen, (srfrischurrgs- halle Watttor- strake. 053? Lflammiger Gaskocher fast neu zu verkaufen. 0544 Liebigstrasie 97 H., 2. St. tzen.'Wnlel fürschlankeFigur gut erhalten zu verkaufen. 0mo Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers. Kaufgesuche Wenig gebraucht. Personenwagen sofort zu kaufen gesucht. Schriftl. Ängeb.unt. 0534 an d. Gieß. Anz. Der echte „WohldorlefBlolreiniWsTee aus bewährten Kräutern, hält das Blut rein und frisch und verjüngt den Körper. Blutreinigungs- Tee ab 65 Pf., Blutsaft zur Blutbildung Mk. 3.-. KneippsKräuterhausJunq/Oießen Fachgeschäft für Naturheilmittel. > der Mäusburg Betr.: Die Zustellung der Steuerbescheide über die Bürgersteuer für Kj. 1941. Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der Steuerbescheide über die Bürgersteuer 1941 an die Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem sämtliche Steuerbescheide als zugestellt zu gelten haben, der 10. Februar 1941 festgesetzt. 781C Gießen, den 7. Februar 1941. Der Oberbürgermeister: Ritter. SeschmacXvoh 3 -•■•"ti.on.n e.g.n.oyn.....guten Vornehm Familien-Drucksache °ersönlleh oietet innen in xenireienen neuzeitlichen Aue- -ührungaerten ecnneii uns zu mMGlgen Preisen BrOhi'acho Druckerei. SchuletreO# 7, Anruf &2S1 durch das nicht fettende Köhlmeiers Naturhaaröl (Pflanzenauszug) wirkt wie ein Wunder. Schuppen verschwinden sofort. Haarausfall hört auf. Zahlr. Dankschreiben. Originalfl. 2.20, Doppelfl. 8.90. Alleinverkauf: Löwendrogerie W. Kilbinger Macht, Seitenweg 69. i18d «W Gesunden ■■ Haarwuchs UfEDDC DRUCKSACHEN VVCnDC Brühl. GieSen Das scheint nur so, denn es ist längstens kein Geheimnis mehr, dafj nunmehr Hühneraugen und Hornhaut rasch sicher und schmerzlos durch die bewährte und erprobte entfernt werden.-Verwenden Sie Eidechse Fufjcreme und FuljbacL Niederlage: 780a 'Doll Marktstraße 28 sie hot ouch Grund dazu, denn def Familie Hustig ist überglücklich wochenlang die ganze Familie quälende Husten ist wie weggeblai sen Husta-Glycin half in wenigen Tagen. Husta-Glycin löst den hart^ nöcklgen Husten und beugt Erkfllj tungskrankheiten vor. Fl. nur RMt.j Drog. Wlnterhofl, Kreuzplats s Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69 Drog. Elges, Seltersweg 66 Drog. Seibel, Frankfurter Straße 89' Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Lieh: Drog. Zimmer. tiev’ WNhiderttr H Whlrtür! Operette von Dostal. se von RM. 0.90 bis 8.60 20. Freitag 19 bis 22 Hr.38 Swettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffenf ringeleilt, den Lichttag von Sonnenauf- bis Son- 779D Die sechs zwischen 1782 und 1785 entstandenen Quartette Mozarts, die er Joseph Haydn zu- eignet, bestätigen die individuelle Vertiefung, die er ge- das Landes beim Erwachen des Lichtes, die Prim bei Son ne nausgang, die Terz in der Mitte des Vormittags, die Sext zu Mittag, die Non am frühen rachmittag, die Vesper eine Stunde vor Sonnen- intergang und die Komplet am Tagesschluß. Damit oaren dem Menschen des Mittelalters die Ein- chnitte seines täglichen Lebens gegeben. Als aber dann in den crutblühenden Städten Han- el und Wandel in die Breite wuchsen, als eine enaue Zeitangabe, ein geordnetes regelmäßiges meinandergreifen aller Betätigungen zur Grund- ed'ngung der städtischen Organisation und ihres ^»d'ihens wurde, genügten die Horen nicht mehr. Dbm griff aus die antike Stundeneinteilung zurück: ock Sonnenuhr und Schattenweiser waren nur un- joNfommene Zeitmesser. Die wirtschaftliche Ent- Oie aktive Beterinäroffizierslaufbahn. Schüler höherer Lehranstalten, die bei Eintritt in das Heer das Reifezeugnis erhalten und den Beruf des aktiven Deterinäroffiziers erstreben, können noch bis 31. 3. 1941 Gesuche um Einstellung als „Bewerber für die Veterinäroffizierslaufbahn" bei dem für ihren Wohnort zuständigen Wehrkreisveterinär einreichen. Die näheren Bedingungen über Bewerbung, Einstellung und Ausbildung sind aus „Ja. Und deines Großvaters kleines Haus und seinen Garten, deine Sandburg und deiner Großmutter Blumen am Fenster, das alles werden wir vor den Feinden schützen, damit wir beiden, du und ich, eines Sommertages wieder unser Glück dort finden. Verstehst du das, Elke?" „O ja." Sie nickte eifrig und sprang und lief neben ihm her. Als er sich am Bahnhofseingang noch einmal nach ihr umwandte, sah er ihre weißblonden Haare im Winde flattern. rächten, kündete die mittelalterliche Kirche die Horen m: die Matutin im dritten Viertel der Nacht, die VerdunkelungszeU 14. Februar von 18.32 bis 8.42 Uhr. KdF. Sportamt. Jeden Freitag, von 16 bis 17 Uhr: üindergymnaflik Schillerschule, Schillerstraße. Kleines Glück an der Tür Von Hilde Fürstenberg. v'cklung forderte eine neue Zeiteinteilung. Waren i» Klosteruhren des Mittelalters ganz nach antikem Httufter gefertigt, so treten seit dem 14. Jahrhundert Räber und Gewickstsuhren auf. Aber sie waren noch umm, während die Glockenzeichen das Volk daran lemohnt hatten, sich durch sie zur Arbeit und zum Feierabend, 3ur Ra t sv" r s ammlung und zur Feuers- nmft, ja selbst zum Steuerzahlen rufen zu lassen. ’p>'e neuen Uhren konnten also erst Bedeutung ge- :V»'nnen, wenn sie sprachen, und so ward denn die Schlaguhr geschaffen, zuerst noch als eine Glocke neben der Uhr, die von M"nlchenhand zum Tönen gebracht wurde, bald als Schlagwerk in der Uhr, in echtes Erzeugnis eines mächtig erstarkten B'tt- ertums. Die ersten Schlaguhren wurden um die .1 Ritte des 14. Jahrhunderts in Italien eingerichtet. I) ie früheste in Mailand 1336, und dieser Neuerung olate die Einführung der modernen, stets gleichen, i nveränderlichen Stunde auf dem Fuße, denn wir nden die eyste derartige Angabe aus dem Jahre 339. Einige Jahrzehnte sväter treten die neuen ihren und die neue Tageseinteilung in den Hauvt- utturlänbern diesseits der Alven auf: in Deutsch- rnd, Frankreich, den Niederlanden. England und »erden im 15. Jahrhundert immer allgemeiner, je- och noch in keiner einheitlichen Form, sondern in Unnnigfachen B"Sonderheiten So haben z. B. die Italiener eine eigene Stunden- ?irMuna ausgebildet, die noch zu Goethes Zeit in Geftunn war und der er in seiner „Italienischen Die Partei rüst alle Volksgenossen! Lieber 100 Kundgebungen im KreUe Wetterau. faßte prüfend die Zöpfe an und nickte zu den Worten seiner Wirtin, — es mochte ihm bei der Berührung eine Erinnerung an andere Mädchenhaare gekommen sein, denn er lächelte verwirrt und mit der Unruhe eines jungen Herzens. „Wie heißt du?" fragte er wie aus einem Traum. „Elke!" antwortete die Kleine. „Ach —." Der Leutnant hob erstaunt die Augenlider. „Also wirklich vom Meere", sagte er. „Vom Meere?" wunderte sich die Wirtin. „Nein, Herr Leutnant, Elke wohnt in der Güterstraße, ihr Vater arbeitet auf den Riemann-Werken." „Aber mein Großvater wohnt auf den Inseln im Meer und ist Fischer", sagte die Kleine mit ihrer hellen Stimme, „und meine Großmutter heißt auch Elke." „Aha —." Der Leutnant lachte ein wenig, es war eine jungenhafte Freude in seinem Gesicht. Die Frau schüttelte den Kopf und ließ des Kindes neugeordneten Zöpfe los. „Wart einen Augenblick, Elke", sagte Rusch und eilte in sein Zimmer. Einen Apfel und ein Stück Kuchen nahm er aus seinem Schrank, und als die Kleine ob dieser Gaben leuchtende Augen bekam, fühlte er sich so beschenkt wie sie. „Besuchst du denn deinen Großvater auf den Inseln manchmal?" fragte er, indem er ihr half, die kleinen Geschenke in ihrer Manteltasche unterzubringen. „Früher", antwortete sie. „Jetzt ist ja Krieg." „Jetzt ist Krieg", wiederholte er langsam. „Ja, Elke, da müssen wir beide wohl noch eine Zeitlang warten, ehe wir wieder am Strand in der Sonne liegen oder in einem Boot auf dem Wasser schaukeln können." Er sah sie an und verlor sich ganz in versonnene Betrachtung ihrer weißblonden Haare und ihrer Augen. Sie lächelte und tappte eilig die Treppenstufen abwärts, — er stand still und lauschte diesem kleinen harten Kinderschritt. Wenige Tage später lief sie auf der Straße neben ihm her, als er mit dem Koffer in der Hand zum Bahnhof eilte, — der Wind drängte ihre Kleidung dicht um ihren kleinen Körper. „Elke", sagte der Leutnant froh, „nun komme ich mit meinen Soldaten nach den Inseln im Meer." „Zu meinem Großvater?" „Ja" „Und zu meiner Sandburg?" den berufenen Rednern diese Aufklärung unmittelbar zu hören, ist für jeden Mann und für jede Frau besonders bedeutungsvoll, denn das selbst gehörte Wort ist natürlich viel eindrucksvoller als die mehr oder minder zutreffende Wiedergabe des Gesagten durch zweite oder dritte Personen. Darum versäume niemand in Stadt und Land den Besuch dieser wichtigen neuen Kundgebungen der Partei, Die neben der Aufklärung aller Volksgenossen erneut unsere vorbehaltlose Gefolgschaftstreue zum Führer dokumentieren werden! Heute Kreitag um 20 Llhr finden in den nachgenannten Orten die ersten Kundgebungen statt: In Bad-Nauheim: Turnhalle, Gauredner Christ, Langenselbold. — Butzbach: Hotel „Hessischer Hof". SA.-Obersturmbannführer D Müller, Frankfurt a. M — Friedberg: Hotel Trapp, Gauobmann Becker, Frankfurt a M —Gießen- Mitte, Gießen-Nord: Neue Aula der Universität, Gauredner Schäfer, Vadenrod. — Grün- berg: Turnhalle Gaupersonalamtsleiter Holländer, Frankfurt aM — Hungen: Gasthaus „Darmstädter Hof". Gauredner Schnellrieder, Frankfurt a. M. — Laubach: Gasthaus „Solmser Hof". Kreisleiter Zürtz, Lauterbach. — Lich: Lichtspielhaus, Gauredner Mütter, Idstein. — Nückes. „ .. s Einmal, als er in seine Wohnung kam, stand di> Kleine in der Korridortür, den Packen Ze^ lingen fest unter den Arm geklemmt, und ließ ich Dtn feiner Wirtin die Zöpfe flechten, die sich pelost bitten „Dein Band hält schlecht", sagte die Frau, .»eil dein Haar zu glatt und zu weich ist." Die Kleine antwortete nicht und machte em Ge- W. als gestehe sie in ihrem Innern, daß dies iLerbings eine ungehörige Sache sei. Der Leutnant Klassische Quartette. Zum Konzert des Strotz-Quartetts. Drei Höhenwerke von ausgeprägter Persönlichkeitsgeltung bindet das Programm des Stroß- Quartetts. Schuberts letztes Quartett G-dur op. 161 (1826) ist ein Dokument seiner ureigensten Schaffensweise. Wenn wir den Ablauf des ersten Satzes verfolgen, so fällt uns auf, daß er weniger auf scharfe Profilierung des Themattfchen ausgeht, sondern eine Entwicklung besonders aus den rhythmischen und harmonischen Grundelementen darstellt: Tremolo und Akkordbrechungen helfen, das rhythmisch gezackte themattsche Material zu durchdringen. Daß für Schubert die Durchführung ein wirklicher Werdensprozeß ist, bestätigt die Wiederkehr der Themen am Schluß durch Ausgleich und Bereiche- rung. Daß es hier auf eine Auseinandersetzung, ob Dur oder Moll, ankommt, beträftigen die Schlußtakte, das melodische Moment tritt mit der Cello- ka.ttilene des Andante in den Vordergrund, aber auch dieser Satz hebt sich im Aufwallen zu dramatischen Höhepunkten voll Unerbittlichkeit. Während der Hauptteil im Scherzo aus dem Rhythmischen erwächst, schwelgt fein Trio in reizvoller Kantilene, vertieft durch eine eigenartige Instrumentation und natürlich fließende konttapunktische Bildungen. Die rhythmischen Spannungen des Kopfsatzes finden ihre Erfüllung in dem schwingenden Finale mit durchlaufendem «Zs-Takt. Am heutigen Freitag abend beginnt eine große Versammlungswelle der Partei im Kreise Wetterau, die am morgigen Samstag abend und am Sonntag nachmittag und abend ihre Fortsetzung finden wird. In über hundert Versammlungen in Stadt und Land werden namhafte und bekannte Redner der Partei sprechen. Alle Kundgebungen stehen unter dem Leitgedanken „M i t unseren Fahnen i ft der Sieg!" Die Redner werden unter diesem Leitwort alle Fragen und Aufgaben erörtern, die besonders jetzt im Kriege und namentlich auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung für alle Volksgenossen von größter Bedeutung sind. Jedermann wird in diesen Versammlungen ein Bild gewinnen können, das ihm die Größe und Bedeutung des Einsatzes unserer Volksgemeinschaft im Ringen für Großdeutschlands Freiheit und Zukunft und damit auch für die bessere Lebensgestaltung jedes einzelnen aufzeigen wird. Zugleich werden alle Männer und Frauen aber auch erkennen können, welche Leistungen von unserer ganzen Volksgemeinschaft und in ihrem Rahmen von jedem einzelnen noch zu vollbringen sind, um in dem Abwehrkampf gegen die Plutokraten und Kriegshetzer in England und ihr« geistesverwandte Sippschaft in anderen Ländern den vollen deutschen Sieg zu sichern. Daß diese Kundgebungen wieder eine breite Welle von Aufklärung und klarer Ausrichtung auf die berechtigten deutschen Ziele in alle Bevölkerungsschichten bringen werden, ist von vornherein gewiß. Von Jeden Nachmittag, wenn der junge Leutnant Hans N-usch vom Dienst kam, begegnete ihm auf der 2reppe das kleine Mädchen, das seine Zeitung brachte. In den ersten Wochen, da Rusch von daheim fort war, hatte er sich immer auf die Zeitung freut, — nun war es so, daß er sich auch auf h ine Mädchen freute. Sie mochte etwa acht Jahre alt fein, hatte ganz weißblonde Härchen und blickte, । denn sie mit ihrer hellen Stimme „Heil Hitler!" legte, mit verträumten hellblauen Augen zu ihm auf. Anfangs dachte er, die Kleine müsse irgendeinen k-Heimen Kummer haben, weil ihre Augen so ver- fqlossen und still waren, aber nach einiger Zeit werkte er, daß sie so fröhlich war wie andere Kinder. Tiefe Augen waren wohl ein Erbe, waren die Er- ! irnerung an einen Vorfahren, der irgendwo unter Hillern Himmel, vielleicht am Meere, gelebt und |i immer ins Weite geschaut hatte. ! Hans Rusch, der aus einer mitteldeutschen Hügel- lvndfchaft durch den Krieg in die Nordwestecke des Üi-iches gekommen war, blieb an dieser Vorstellung mit einer gewissen Liebe hängen. Er war nur ein j enziges Mal in seinem Leben am Meer gewesen, ur b in seinem Jünglingstagebuch fanden sich schwärmerische Aufzeichnungen über diese „Sommertage in der Nordseemarsch" Wenn er auch inzwischen ül er diese allzu große Begeisterung lächeln gelernt beite, so war ihm doch im Herzen die Vorliebe für l leies lichte, stille Land mit dem weiten, niedrigen | Horizont, den wortkargen, schwerfälligen Männern ui d den herben und kühlen Mädchen geblieben, und j n empfand des Kindes Augen und Blick als einen i lebendigen Gruß aus der Welt jenes sommerlichen war, wie die Chronik Frossarls beweist, der zunächst noch ganz mittelalterliche Zeitangaben macht, aber feit 1389 zur neuen Stundenbezeichnung übergeht. Diese Rechnung der Stunden von Mitternacht bis Mittag ist dann langsam in der ganzen zivilisierten Welt heimisch geworden, und erst heute beginnen wir uns von ihr frei zu machen und wieder zur „ganzen Uhr" zurückzukehren, wenigstens im amtlichen Verkehr. Als Privattnenschen rechnen wir noch immer den Volltag mit 12 Doppelstunden, wie er von den Babyloniern geschaffen wurde. Doch die veränderliche antike Stunde, noch heute bei Persern und Arabern in Brauch, ist unterlegen; die stets gleiche moderne Stunde, ein Symbol der neuen exakten Zeit, hat triumphiert. W. Äorrwtizen. Tageskalender für Freitag. NSDAP. Kreis Wetterau, Gießen-Mitte und Gießen-Nord: 20 Uhr Kundgebung in der Großen Aula der Universität, Gauredner Schäfer, Vadenrod. — Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Die ungarische Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Am Abend auf der Heide". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alarm". Stadltheater Gießen. Am heutigen Freitag wird die erfolgreiche Operette „Die ungarische Hochzeit" von Nico Dostal wiederholt. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. 20. Freitag- Miete. Ortszeit für den 15. Februar. Sonnenaufgang 8.43 Uhr, Sonnenuntergang 18.36 Uhr. — Monduntergang 10.10 Uhr, Mondaufgang 0.30 Uhr. BMeliMuft M Statt vuMlküSk Reise" eine ausführliche Betrachtung widmet. Sie begannen ihren Tag mit dem Einbruch der Dunkelheit und zählten von 1 bis 24 die Stunden durch, wobei sich natürlich mit dem Länger- und Kürzerwerden her Tage der Mitternachts- und Mittagspunkt ständig verschob, und zwar rückte er in den Monaten Februar bis Mai je eine Stunde hinaus, bljeb dann Juni und Juli über, also um die Zeit des Sommersolstttiums, konstant, verfrühte sich in den Monaten August bis November wieder um je eine Stunde, um während Dezember und Januar, während des Wintersolstittums, wieder konstant zu bleiben. Goethe erklärt uns diese so verworren erscheinende Zeiteinteilung mit der Naturverbundenheit des italienischen Volkes: „Wie hier die Nacht eintritt, ist der Tag entschieden vorbei, der aus Abend und Morgen bestand; vierundzwanzig Stunden sind verlebt, eine neue Rechnung geht an, die Glocken läuten, der Rosenkranz wird gebetet, mit brennender Lampe tritt die Magd in das Zimmer und spricht: Felicissima notte! Diese Epoche verändert sich mit jeder Jahreszeit, und der Mensch, der hier lebendig lebt, kann nicht irre werden, weil jeder Genuß seines Daseins sich nicht auf die Stunde, sondern auf die Tageszeit bezieht. Zwänge man dem Volk einen deutschen Zeiger auf, so würde man es verwirrt machen, denn der [einige ist innigft mit feiner Natur verwebt." Die italienische Uhr war auch in Deutschland weit verbreitet; sie wirkte als „böhmische" und „türkische" Uhr fort, nur daß die Türken die ersten 12 Stunden als Nacht- und die zweiten 12 als Tagstunden bezeichneten. In Deutschland trat ihr als eine weit verbreitete Eigentümlichkeit die „Nürnberger Uhr" zur Seite, die genau zwischen Tag- und Nachtstunden unterschied und auch an den natürlichen beweglichen Anfängen des Svnnenaus- und -Untergangs festhielt, also ganz dem antiken Muster folgte, mit Ausnahme der „ungleichen Stunden", die sie natürlich nicht annahm. Di« Dauer der einzelnen Tage- längen war im voraus durch Ratsverordnungen für das ganze Jahr festgesetzt, doch dursten die Tagesstunden bis Sonnenuntergang höchstens 16, die Nachtstunden bis Sonnenaufgang höchstens 12 betragen. Bei ihrer Verpflanzung über die Alpen erlitt die italienische Uhr, die als „ganze Uhr" bis 24 zählte, im Westen' und Norden Deutschlands, in Frankreich, England und Holland früh eine wichtige Veränderung. Man gab den natürlichen, stets veränderlichen Anfangspunkt der antiken Stunden auf, begann die Einteilung mit Mitternacht und zählte zwei Reihen van je 12 Stunden. Das war die „halbe Uhr", die schon mit der Einführung der Schlaguhren aufkam und um 1400 in Frankreich bereits Gang und gäbe nenuntergang, und die Nacht von -Untergang bis Aufgang. Jede dieser Perioden hatte 12 Stunden, iie natürlich ungleich fein mußten, da ja Tag und Nacht nur zweimal im Jahre gleich find. Daneben ?ab es im Römischen Reich eine Vierteilung von Lag und Nacht, die Horen, von denen die wichtig- len durch schallende Trompetensignale verkündet ourben und den Menschen als Zeitangabe dienten. Das Christentum übernahm diese Einteilung, die £ag und Nacht in ungleich große Abschnitte zerlegte, mb wandelte sie dadurch ins Kultisch-Religiöse um, faß aus diese Zeitpunkte regelmäßig wiederkehrende Oebete gelegt wurden. Durch den ehernen Klang ter Glocken, die nicht nur zum Gottesdienst riefen, andern zugleich Ordnung in das bürgerliche Leben - - ------------- Aus der Stadt Gießen. Was schlägt die Stunde? Das Alltägliche betrachten wir meist als das -Selbstverständliche. So gehört es zu den gleichsam ,angeborenen" Vorstellungen unseres Lebens, daß >er Tag 24 Stunden hat und mit der Mitternacht beginnt. Die Welt würde für uns beinahe auf den Kopf gestellt werden, wenn uns dies festgefügte Ge- -üst der lautlos dahinfließenden Zeit verrückt würde Inb doch gehörte die Entwicklung langer Jahrhunderte dazu, bis sich unsere moderne Art der Shin« denzählung herausbildete, und auf einer wie will- sittlichen und beweglichen Grundlage diese ganze [Einteilung ruht, dafür liefert uns die Tatsache der ' seit Kriegsbeginn angenommenen „Sommerzeit" ein anschauliches Beispiel, in der alle Uhren eine Stunde aorgestellt sind Die Völker des Altertums hatten nach dem Vor- gange der großen Astronomen der Antike, der Baby- Ionier und Aegypter, den Tag in zwei Perivden Freitag, 14. Sebruar 1941 dem „Merkblatt für die aktive Deterinäroffizierslauf. bahn im Heere" (Ausgabe Dezember 1940, frühere find ungültig), welches bei dem zuständigen Wehrkreisveterinär (Wehrkreiskommando) erhältlich ist, ersichtlich. Die Einstellung der angenommenen Bewerber erfolgt am 1.10.1941. Ausgleichsvienst für Abitur enten. Arbeitsdiensttaugliche Abiturienten, die zu studieren beabsichtigen, melden sich bis zum 15. März 1941 beim Sozialpolitischen Amt der Reichsstuden- tenführung, Berlin-Charlottenburg 2, Hardenberg- straße 34. Mitzusenden sind: Lebenslauf, Lichtbild, beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses, ehren- wörtliche Versicherung der arischen Abstammung, Freistellungsschein vom RAD. Zeitlich untaugliche Abiturienten können laut Erlaß des Reichs- erziehungsministeriums vom 10. 1. 40 zunächst für zwei Semester immatrikuliert werden. 63 500 VM für bas Kriegs-WSW. Das Ergebnis der Sammlung für das Kriegs- WHW. am 6. Opfersonntag beläuft sich im gesamten Kreise Wetterau auf rund 63 500 RM In her Stadt Gießen mit den Vororten Wieseck und Klein- Linden wurden rund 15 600 RM. aufgebracht. Wehrniachl-Konien im (Safe Leib Am gestrigen Dynnerstagabend veranstaltete die NSG. „Kraft durch Freude" im Saale des Cafä Leib ein Wehrmachtkvnzert. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Zum Vortrag kamen Militärmärsche, Soldatenlieder-Potpourris, Volksweisen und Ausschnitte aus bekannten Operetten. Schon bald nach Beginn hatte sich das Musikkorps durch seine flotte Spielweise die Anerkennung her Besucher erworben, die immer wieder durch langan- haltenden Beifall zum Ausdruck kam. Oft mußten die Musiker eine Zugabe spielen als Dank für die herzliche Anerkennung ihrer musikalischen Leistung. Das Musikkorps bereitete den Besuchern zwei genußreiche Stunden. Eine besondere Leistung, die durch außerordentlich stürmischen Beifall anerkannt wurde, waren drei Heeresmärsche „Preußens Gloria", „Regimentsgruß" und „Revuemarfch", Borge tragen zusammen mit Spielleuten. Zwischendurch brachten Männer einer Kompanie eines Landes- schützen-Bataillons einige Soldatenlieder zu Gehör, die ebenfalls dankbar ausgenommen wurden. Durch diese unvorhergesehene Mitwirkung des Soldatenchors wurde die frohe Stimmung weiter gefördert. Es war ein genußreicher Unterhaltungsabend, an den man sich gerne erinnern wird. Nach den musikalischen Darbietungen blieb man noch einige Zeit in kameradschaftlicher Geselligkeit beisammen, die im Verein mit den Soldaten des Landesschützen- Bataillons nur zu schnell verging. DHE. Gießen. Der Zweigverein Gießen des Vogelsberger Höhen« flubs hielt seine Monatsoersammlung im Vereinslokal „Hotel Hopfeld" ab. Rechtsanwalt und Notar Dr. Spohr überbrachte Grüße des Deutschen Alpenvereins, Gießen-Oberhessen. Er hatte es auch freundlicherweise übernommen, einen Lichtbildervor- trag über eine von ihm durchgeführte Wanderung durch Tirol zu halten. Ausgehend von Feichten im Kaunsertal (1273 m ü. M.) führte er seine Zuhörer durch das Pitztal, Oetztal, Stubaital nach Innsbruck und weiter durch das Zillertal, Grimmlertal über Kleine Ursachen — Grvtze Wirkung! Kleine Verletzungen aller Art gehören im Haushalt wie im Berufsleben und beim Sport zu den Alltäglichkeiten. Meist beachtet man solche kleine Schädigungen wenig oder gar nicht. Wie häufig hat aber diese Vernachlässigung schwere und schwerste Folgen! Denn das Eindringen von Schmutz in eine an sich harmlose Wunde bedeutet fast stets eine Wundinfektion, die Entzündungen und Eiterungen und bisweilen eine Gefährdung des ganzen Organismus zur Folge haben kann. Es ist deshalb geboten, Wunden jeder Art rechtzeitig zu desinfi- zieren, um auf diese Weise zu verhindern, daß schädliche Bakterien in das Blut gelangen. Hierzu empfiehlt sich der Gebrauch der bewährten Sepso-Tinktur, die wie Jod- Tinktur desinfiziert und genau so angewandt wird. Sie ist in allen Apotheken und Drogerien in Fläschchen zu fünfundfünfzig Pfennigen und in handlichen Tupf- rohrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich. Infolge ihrer großen Tiefenwirkung desinfiziert Sepso- Tinktur rasch und gründlich und verhindert Entzündungen. her von Haydn übernommenen äußeren Gestalt zu geben vermag. Gerade in den Einzelzügen, mit der er die Quartettform bereichert, in der Belebung und melo-hischen Durchdringung her einzelnen Stimmen und der Einbeziehung der Ausdruckswelt des Chromatischen beruht sein Sonderverdienst. Das bestätigt der Kopfsatz (Allegro vivace assai) mit seinem fast ans Tänzerische gemuhnenden zweiten Thema. Selbst in der melodischen Linie verweist das folgende Menuett auf hie chromatische Tonleiter; bas Trio beleuchtet von der Moll-Seite her. Das Andante strömt Gesanglichkeit in allen Instrumenten aus bei fein gegliedertem Verzierungswerk der ersten Violine; im Finale bindet er die Form her Fuge unb im weiteren Verlauf sogar der Doppelfuge mit einem Seitengedanken von schäumender Fröhlichkeit; schärfste Gegensätze, wie wir sie auch in seinen Opern erkennen. ♦ Das zweite der drei, dem russischen Gesandten Rasoumoffsky gewidmeten Quartette (op. 59) in e - m o 11 gehört zu den empfindungsstärksten Werken Beethovens. Die verschleierte Moll- Sphäre des ersten Themas hellt sich wohl mit dem Seitengedanken auf, aber seine Problematik findet nicht in dem Tiefschürfenden der Durchführung fein« Erfüllung, sondern erst mit her durchführungsartig geweiteten Coda. Diesem dunklen Grundton gegenüber wird bas E - d u r« Adagio zu einer Jnnen- schau; sein choralartiges Thema soll beim Anblick des gestirnten Himmels entstanden fein; vom Spieler fordert Beethoven con molto di sentimento. Den Grunbgebanken erschöpft Beethoven durch Beleben von Gegenstimmen in rhythmischer Geprägtheit, bis sich der Satz zu hymnischer, fast heroischer Klanghöhe erhebt. In den Mittelteil des britten Satzes webt Beethoven ein russisches Lied hinein, eine Aufmerksamkeit seinem Gönner gegenüber; eine Auf^ lichtung inmitten des gedämpften Allear„ nyr Rahmens. Das Finale führt mit gespannteste ^a5 po. gieentlabung bas Ganze her Losung 3Uj*te foroie C-dur nach e-moll sich wendender UIf0 unaus- wird bas Zentrum für mannigfachst zu ziehen Die mit intensivierender Verknüpfung,,en Ttu-ffolini unb Angleichung motivischer Kräfte, .'Fragen crschöpftnü hem Piu presto her Coda. Dr .jtein in das Gebiet der vom Zweig Gießen-Ober» liessen des Deutschen Alpenvereins erbauten und unterhaltenen 2300 m hoch gelegenen Gießener Hütte. Er zeigte außerdem den bequemen Aufstieg zur Hütte durch das Gönstal. In den vielen Bildern, vom Vortragenden durch persönliche Erlebnisse recht lebendig aestaltet, erschloß sich den Zuhörern die herrliche Alpenwelt mit ihren Bergen, Schluchten und Gletschern. Sie sahen dazwischen lieblich eingebettete kleine Täler mit wildromantischen Gebirgsbächen, steil abfallenden Wasserfällen und Seen. Da alle Bilder mit Farbfilm ausgenommen waren, kam die Schönheit der Tiroler Berge, wie überhaupt des ganzen Landes recht zur Geltung, und mancher DHCer hatte gewiß den Wunsch, diese Schönheiten einmal an Ort und Stelle kennenzulernen. Für den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Dortrag stattete der Zweigvereinsführer dem Vor- tragenden den herzlichen Dank der Zuhörer ab. Nach dem Vortrag wurden noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt, sowie die Grüße unD Mitteilungen der im Felde stehenden Wanderkameraden übermittelt. Bitaminaktion für das Gemeinschastslager. NSG. Die Aemter für Arbeitseinsatz und Gesundheit und Volksschutz in der Deutschen Arbeitsfront führen eine bedeutungsvolle Vitaminaktion durch. In den von der DAF. betreuten Gemeinschafts- lagern werden in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai den deutschen und ausländischen Arbeitern Ditamin- tabletten verabreicht werden, die in der sonnen- armen Zeit dem Körper die nötigen Wirk- und Schutzstoffe zuführen. Die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Steigerung der Leistungskraft durch Vitamingaben sind hinreichend bekannt. Zur Verteilung gelangt das von Professor Dr. Morell angegebene Vitamultin, das nicht nur Vitamin C, sondern auch Vitamin B und andere wichtige Wirkstoffe enthält. Die Arbeitskameraden in den Lagern werden durch einen Appell auf die Bedeutung dieser Aktton hingewiesen werden. Die Verteilung erfolgt durch die Lagersührer. ßen, dessen Ertrag dem Kriegs-WHW. zugute kam. Das Schießen stand unter der Leitung des Kameradschaftsführers Weber und des Schieß- warts K. Loh. Geschossen wurde mit vier Kleinkalibergewehren. Die interessante Schießveranstal- hing fand bei der Bevölkerung, insbesondere bei der Jugend, großen Anklang, so daß vom Beginn bis zum Ende reger Schießbetrieb herrschte. Die vier besten Schützen konnten mit gestifteten Preisen ausgezeichnet werden. Dem Kriegs-WHW. konnte der Nettoerlös von 85,— RM. überwiesen werden. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Febr. Es notierten je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 42,5; Bullen a) 43,5 bis 44,5, b) 40 bis 40,5; Kühe 43,5 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 23 bis 25; Färsen a) 44 bis 45,5, b) 40 bis 41,5; Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 35 bis 40; HäMmel b2) 48 bis 51, c) 38 bis 44; Schafe a) 36 bis 40; Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5; gl) Sauen 57,5. Marktverkauf: alles zugeteilt. Die Versorgungsiage im Mein-Min-Gebiet. Der Bedarf an Milch und Milcherzeugnissen war auch in dieser Woche wieder hinreichend gedeckt. Die Verteilung von Aepfeln auf Karten läuft am 15. 2. 41 ab. Es ist beabsichttgt, die weitere Ausgabe von Aepfeln nicht mehr an Karten zu binden. Näheres wird in Kürze in der Presse bekanntgegeben. Kleinere Posten italienischer Apfelsinen wurden an Krankenhäuser usw. verteilt. Zitronen sind ausreichend am Markt. Das schneefreie milde Wetter hat stärkere Anfuhren der Erzeuger bewirkt, die namentlich Feldsalat und Grünkohl in großen Mengen zum Verkauf brachten. Der sonstige Gemüsebedarf wurde durch Auslagerung von Kopfkohl und reichlich vorhandenen Erdkohlrabi gedeckt. Da die Wehrmacht nun auch Erdkohlrabi in größerem Umfange ver- wnedet, hat die Lage auf dem Gemüsemartt eine Entspannung erfahren. Die Verladetätigkeit in der Berichtswoche war äußerst rege. Rund 1000 Tonnen Kartoffeln mürben während dieser Zeit an Empfangsverteiler in dre Saarpfalz bzw. Lothringen geliefert. Der einheimische Empfangsgroßhandel füllte den ßagerbe- stand auf. Das Angebot seitens der Erzeuger ist ver- hältnismäßig groß, da der Wille besteht, alle noch verfügbaren Mengen jetzt abzusetzen, um später ein Abkeimen der Kartoffeln zu ersparen. Die Versorgung der Bevölkerung und des Klein- Handels war nach wie vor gut. Ein Fleifchzufchuß war auf allen Märkten und Verteilungsstellen des gesamten Verbandsgebietes nicht erforderlich. Die Voranmeldungen waren überall größer als der Bedarf und erlaubten, besonders auf dem Frankfurter Markt, Herausnahme und Umleitungen. Die Kälberzufuhren waren wiederum recht reichlich. Für die Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse fand eine Herausnahme von 1000 Kälbern statt, und es wurden für gleiche Herausnahmen noch 500 Schweine über den Bedarf zugelassen. Ebenso wurden vom Frankfurter Markt 225 Rinder umgeleitet. Der Schafaustrieb belief sich auf die Stückzahl von 179. Wiederum kann man die Fleischqualitäten der einzelnen Tierarten als recht befriedigend bezeichnen. SJtxfport Vorbereitungen für die Deutsche Machtvoller Aufmarsch der Jugend. ** Beförderung. Der Soldat Wilhelm Heinrich Brück von hier, Seltersweg 55 wohnhaft, wurde zum Gefreiten befördert. Aus der engeren Heimat. Beim Spiel ertrunken. * ß i d), 13. ftebjr. Ein schwerer Unglücksfall, dem leider ein blühendes Kind zum Opfer fiel, ereignete sich am heutigen Donnerstagmittag an der Wetter. Dort spielten mehrere Kinder, darunter auch das 3% Jahre alte Söhnchen Erich des Landwirts Karl Walz. Das bedauernswerte Bübchen fiel beim Spiel in die Wetter und wurde abgetrieben, bevor Hilfe zur Stelle war. Als man das Kind einige Zeit später auffand, war es bereits t o t. Landkreis Gießen. 4- Grünberg, 13. Febr. Die sechste Veranstaltung des Feierabendringes brachte den Vortrag eines Offiziers der Wehrmacht, der einen anschaulichen Bericht über die Kämpfe seines Trup- venteils im Westen gab. Die Veranstaltung, die in Der Turnhalle stattfand, war gut besucht. Kreis Alsfeld. Deckenbach, 14. Februar. Am morgigen Samstag, 15. Februar, begehen die Eheleute Johannes Steinbrecher und Frau Marianne, geb. Feyh, im Kreise iyrer 5 Kinder, 13 Enkel und 6 Urenkel das Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilarin ist 75, der Jubilar 74 Jahre alt. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. Kreis Wetzlar. > Dutenhofen, 13. Febr. Die hiesige Kriegerkameradschaft veranstaltete am Sonntag im „Gambrinus" ein öffentliches O p f e r f ch i e - Bereichömeisterschastsvorrunde. In einer Laguna der Bezirksfachwarte und Mitarbeiter des Bezirks 8 Gießen im NS.-Reichsbund für Leibesübungen wurden nach kurzer Begrüßung durch Bezirksführer Stein Berichte über das Turnen der Meisterklasse Jahrgang 1918 bis 22 in Kassel (Heller) und über die Deutsche Meisterschaft im Gerätturnen in Karlsruhe (Dr. Pfeffer) gegeben. Nach dem Bericht des Bezirkssportwarts wird schon seit dem Herbst eine sehr rege Schulungsarbeit durchgeführt, an der hauptsächlich die Fachämter Turnen (Uebungsleiter und Uebungslelterin- neu), Skilauf, Radfahren, Leichtathletik, Schwerathletik und Handball beteiligt find. Auch in den nächsten Monaten wird diese Schulungsarbeit fortgesetzt. Einen breiten Raum der Besprechung nahmen die Vorbereitungen zur Durchführung der Deutschen Bereichsmeisterschaftsvorrunde im Gerätturnen am 9. März in Gießen ein. Bezirksführer Stein gab einen Ueberblick über die von ihm bis jetzt durchgeführten Arbeiten und stellte den gesamten Organisationsplan auf. Die einzelnen Ausschüsse wurden ernannt und die Arbeiten so verteilt, daß eine reibungslose Durchführung gewährleistet ist. Durch Hinweise in der Presse ist die Öffentlichkeit auf diese für Gießen einmalige Veranstaltung schon aufmerksam gemacht worden. In Gießen turnen die Mannschaften aus 4 Sportbereichen. Es ist anzunehmen, daß unter diesen auch der Deutsche Meister sein wird. Der Kartenvorverkauf beginnt in den nächsten Tagen, da große Nachfrage besteht. Nicht nur die Einwohner der Stadt Gießen, auch die Freunde des Gerätturnens in der näheren und weiteren Umgebung werden die Gelegenheit wahrnehmen, die an der Spitze der deutschen Rangliste stehenden Gerätturner turnen zu sehen. Die 8. MnlerkampfspleK in Garmisch-Partenkirchen. Für die 6. Wintertampfspiele der Hitler-Jugend, die nach Abschluß der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen beginnen, lief jetzt die Meldefrist ab. Zu den skisportlichen Wettbewerben sind aus allen Gebieten und Obergauen 610 Jungen und 185 Mädel gemeldet worden. Da noch die Meldungen aus einigen Hochgebirgsgebieten und Obergauen ausstehen, werden sich diese Zahlen auf 700 Jungen und 250 Madel erhöhen. Dazu kommen zwölf Eishockey-Mannschaften, die bereits am 20., 21. und 22. Februar in München zur Vorrunde antreten. Die hier ermittelten acht besten Mannschaften, also weitere 90 Hitlerjungen, nehmen an den Endspielen der Jugendmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen teil. Die Meisterschaften und Reichssiegerwettbewerbe im Eiskunstlauf werden in allen ausgeschriebenen Jugendklassen von 90 Mädeln und 45 Jungen bestritten. V. Internationale Mintersportwoche. Alpine Wettbewerbe und Springen stark beseht. Nach dem 18-Kilometer-Langlauf werden am Wochenende auf der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen der AbfahrtS- und der Torlauf entschieden. Für den internationalen Wettbewerb liegen über 100 Meldungen vor. Deutschland ist mit 80 Bewerbern um die Deutsche Meisterschaft am stärksten vertteten, aber die Italiener Marcellin und Sertorelli, die Finnen Van- ninen, Penttilä, die Schweden Hansson, Larsson, Persson und Jsderg, sowie der Japa«r Sugawara bilden selbst für Weltmeister Josef Jennewein, Heli Lantschner, Albert Pfeifer usw. eine starke Gegnerschaft. Die Deutschen gehen mit den besten Aussichten in den nationalen Titelkampf; auf einen der ersten Plätze sollte auch der Jugendmeister Engelbert Haider kommen. Wie bei den Männern Jennewein, so hat bei den Frauen Christel Cranz die drei (Nachdruck verboten.) 25 Fortsetzung. Umwege -es Herzens Roman von h.H. hänfen Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eidiadter • Grobeneed „Schön. Nehmen wir an, daß Sie zwischen zwölf Uhr zwanzig und ein Uhr in der Nacht an der Lichtung angelangt sind, dort sich Ihren Standort aus» suchten und auf dem Boden sitzend und an einen Daum gelehnt etwas geschlafen haben. Wann sind Sie denn wach geworden?" „Es wurde gerade ein bißchen dämmrig. Also muß es wohl so um drei Uhr herum gewesen sein." „Was haben Sie dann gemacht?" „Ich habe das Gewehr schußfertig gehalten und neben mich gelegt. Dann kontrollierte ich den Waldrand, um zu sehen, wenn Rehe heraustraten." „Wie lange haben Sie aesessen?" „Ungefähr eine Stunde? „Und was geschah Dann?" „Ungefähr um vier Uhr herum, ich weiß nicht genau wann, aber der Sonne nach muß es ungefähr vier gewesen sein, habe ich plötzlich aus der Richtung des Jagdhauses her drei Schüsse gehört." „Wie weit von Ihnen entfernt sollen die gefallen fein9" „Das ist schwer zu sagen. Wenn alles so still ist und man plötzlich Schüsse hört, kann man das nicht schätzen. Es können zweihundert, aber auch tausend Meter gewesen sein/ „Die Jagdhütte liegt in der Luftlinie gemessen genau 1,9 Kilometer von der Stelle an der Lichtung entfernt, an der Sie gesessen haben wollen. Die Mordstelle ist aber nur zweihundertsiebzig Meter weit weg." „Das weiß ick. Aber das ist ja kein Widerspruch zu meiner Darstellung." „Was wollen Sie Dann gemacht haben, als die Schüsse gefallen waren?" „Ich dacyte, die Pächter wären in der Nähe und hätten auf Rehe geschossen. Deshalb bin ich schnell am Waldrand entlanggelaufen bis zu den Aeckern und bann durch einen Graben geduckt bis zur Landstraße. Von da hatte ich nur noch ein paar Minuten nachHause." „Wann waren Sie m Haufe?" OroDielleicht um halb fünf Uhr." Droö.l. haben bei der Voruntersuchung Angaben Drog^E. der Schüsse gemacht, die Sie gehört Löwen-Dri^. . ■ Drog.Bornema^ft war bestimmt ein Schrotschutz Drog. Aug. Noll n Klang. Der zweite muß von einer. Drog. H Noll Lu’?a^en- $cr klang anders als Viktoria-Drog., Maroie Schuß aus einem Mili- „Diese Angaben stimmen auffallend mit den tatsächlich abgegebenen Schüssen überein. Kühlitz hat aus seinem Drilling einen Schrotschuß und einen Kugelschuß abgegeben. Dann wurde er mit einem Schüh aus einem früheren Militärkarabiner ermordet." ,L)ann stimmt es doch, was ich gesagt habe." „Natürlich, aber es ist auffallend, daß es so haargenau stimmt. Man könnte es auch fo auffajfen, als ob Sie die Schüsse unmittelbar erlebt haben, die zwei ersten als die Person, auf die geschossen wurde, den letzten als der Schutze selbst. Später haben Sie diese Angaben gemacht, um Den Anschein Der Glaub- Würdigkeit xu erwecken, weil Sie damit rechnen mußten, daß vielleicht noch jemand anders Die Schüsse gehört hatte." „Nein, so ist das nicht. Jeder Jäger kann beftätigen, daß man Schrot- und Kugelschüsse am Klang unterscheiden kann." „Wir werden nachher noch Den Waffensachverständigen hören." Staatsanwalt und Verteidiger hatten keine Fragen an den Angeklagten, und Der Vorsitzende schloß nach einigen weiteren unwesentlichen Befragungen Die Vernehmung. Als erster Zeuge erschien Der Gendarm von Neudorf. Er berichtete knapp, was er nach der Meldung von der Auffindung des erschossenen Mannes unternommen hatte. Seine Aussage wurde ergänzt durch die Bekundungen des Ortsvorstehers, Der an der Leiche Wache stand, und Der Spaziergänger, die Kühlitz aufgefunden hatten. Dann gab Kriminal rat Doktor Bruchhausen einen aufschlußreichen Bericht über Die angestellten Ermittlungen, Das anfängliche Leugnen Des Verhafteten, und die nur mühsam aus ihm herausgeholten Geständnisse, die sich aber lediglich auf Das Schlingenstellen, den Versuch, einen Rehbock zu schießen und seinen Aufenthalt an der Lichtung bezogen. Der Waffen sachverständige wiederholte die Angaben, die er bereits gegenüber Der Kriminalpolizei gemacht hatte und bestätigte auf ausdrückliches Be- ragen Des Vorsitzenden und des Verteidigers, daß eher Kundige leicht in einer Entfernung von knapp rreihundert Meter Kugel- und Schroffchüffe auseinanderhalten könne. Als Belastungszeugen, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft geladen waren, erschienen Der Gendarmerie-meister des Bezirks, Der Ortsbauernfuhrer, Der Förster und Der Arbeitgeber Des Angeklagten, die übereinstimmend berichteten, daß Korn zu Gewalt- taten neige, ständig im Verdacht der Wilderei stehe, ohne daß man ihm etwas nachweisen könne und nach dm allgemeinen Vermutungen auch an zahl- reidjen Felddiebstählen beteiligt sei. lieber fein Verhalten gegen Frau Korn, Arbeitskameraden und Stammti schge nassen wurden eine Menge Einzelheiten erzählt, die em schlechtes Licht auf Den Angeklagten warfen. Schließlich wurden noch einige we- senttiche Darlegungen aus Den Strafakten gegen Korn über Die früheren Wilddiebereien verlesen. Die ihn als rücksichtslosen WiDschlächter kennzeichneten. Der Verteidiger stellte eine Reihe von Fragen an die Zeugen, Deren Antworten auch erkennen ließen, daß Korn fleißig und zuverlässig in feinem Beruf sei und niemals bei der Durchführung Der ihm übertragenen Arbeiten beaufsichtigt werden müsse. Be- sondere Entlastungszeugen hatte die Verteidigung nicht beigebracht. Nach Der Mittagspause wurde der Obduktionsbefund von dem Gerichtsarzt erläutert Dann erhob sich der Staatsanwalt zu feinem Plädoyer, nachdem alle Versuche, den Anaeklagten zu einem Geständnis zu bewegen, vergeblich gewesen waren. Einleitend gab der Staatsanwalt ein Bild vom Charakt-er des Wild-erers Korn, den er als völlig asoziales Element kennzeichnete, als einen Mann, der immer und immer wieder zum Verbrechen neige, sicher Deren viel mehr begangen habe, als jemals festgestellt werden könne, weil er mit bemerkenswerter Schlauheit feine Spuren zu verwischen imstande sei. Sein brutaler, auch vor einer Bluttat nicht Hurückschreckender Charakter werde offenbar aus feiner Beteiligung an Den Greueln Der Spartakisten in Der Nachkriegszeit, seiner Bestrafung wegen Widerstandes gegen Die Staatsgewalt, seiner Roheit gegenüber Mensch und Vieh, seinem Verhalten gegenüber seiner Frau und der jeder Menschlichkeit hohn- sprechenden Art, mit Schlingen zu wildern. Dann wandte sich Der Vertreter Der Anklage Den einzelnen Deweifen aegen Korn zu. „Charakteristisch ist es für Den Angeklagten, Daß er nur Das zugibt, was er überhaupt nicht mehr abzustteiten in Der Lage ist. Erst nach Dem Fund des Gewehres gab er zu, eine Waffe zu besitzen. Erft als durch Das Sach- oerständigengutachten einwandfrei erwiesen war. Daß Die Waffe nicht feit Monaten in ihrem Versteck liegt, sondern kürzlich erst gereinigt und gefettet wurde, bat er auch Das zu gestanden. Seine ursprünglichen Angaben, nur von fünf bis sieben Uhr früh außerhalb feines Grundstücks geweilt zu haben, ließ er erst in dem Moment fallen, als seine Lüge durch Zeugenaussagen offenkundig geworden war. Er hat Schritt für Schritt zurückweichen müssen, bis wir endlich alles wußten, was er uns heute hier erzählt hat. Der Tatbestand des WUderns und des Vergehens gegen die Schonzeitbesttmmungen ist erwiesen. Ich brauche darauf nicht weiter einzugehen. Die Mordtat hat keinen unmittelbaren Zeugen. Das weiß der Angeklagte genau. Er bestreitet sie deshalb ebenso wie alles andere, da? -- ^leugnet hat, bis es ihm nachgewiesen wurde a mten wir einen Zeugen für den Mord beibrinqen, würde er auch diesen zugeben. Das ist nach Lage der Dinge aber nicht möglich. Die Tat geschah In früher Morgendeutschen Meistertitel der alpinen Kombinatton n verteidigen. Es wird ihr wohl erneut gelingen, Rosemarie Proxauf, Hildesuse Gärtner, Lisa Resch Liesel Roth und Käthe Grasegger, die von Den 2(i Mitbewerberinnen Der Weltmeisterin am stärksten einzuschätzen sind, auf Die Plätze zu verweisen. Im internationalen Wettstreit kommen noch die Torlaufweltmeisterin Cellina Seghi und Die Schwedin May Nilsson hinzu, falls diese von ihrer Fußvcr- letzung wiederhergestellt sein wird. Für den Sprunglauf am Sonntag sind 65 Springer gemeldet. Deutschland stellt auch hier das größt« Aufgebot. Den 52 Deutschen stehen 8 Finnen, Drei Schweden und je ein Slowake und Rumäne gegenüber. Auf der Großen Olympiaschanze wird es wohl zu einem großen Kampf zwischen Dem neuen Weltmeister Paavo Vierto (Finnlands seinem LanDsmann Leo Laakso, dem Schweden Sven Se- Mll" Li^ Wei So ve> Liikfien langer und den beiden Deutschen Josef Bradl unb Josef Weiler kommen. Allgemein rechnet man mit einem anderen Ausgang als in Cortina. Es werden aber weiterhin noch Die Finnen Murarna, Mae- kinen, Nikanen sowie die SchweDen Lindsttöm unb Westberg und einige Deutsche Springer zu beachte«, sein. 0er kommende Handballsonntag. Die schlechten Platzverhältnisse, die am vorige«, Sonntag vorherrschten, zwangen dazu, einen große«, Teil der angesetzten Spiele, darunter auch die entscheidende Begegnung der Bereichsklasse, Tv. Katzen- furt gegen Tv. Hochelheim, abzufagen. Zum Austrag kamen lediglich zwei Jugendspiele. Der Tv. Lich holte sich überraschenderweise in Wiefeck eine 11:8- (6:2) Niederlage, die ihn etwas zurückgeworfen hat. und Oberkleen verlor gegen die verstärkt antreten» den Hochelheimer 22:3. Der nächste Sonntag bringt nunmehr enDgülüg, die Paarung Katzenfurt gegen Hochelheim, weil eine Verlegung nicht mehr möglich ift Die weiteren Spiele sollen noch in diesem Monat beginnen; es gilt, wie int letzten Jahre, den Sieger der Grupp« Süd zwischen Gießen und Hanau zu ermitteln, Der dann mit Dem Vertreter Nord (Kassel) zum Kamps um die Bereichsmeisterschaft antreten muß. sti dem Spiel ist nichts mehr zu sagen. Gewinnt hochel- heim, steht der Staffelsieger fest, nachdem der vor einiger Zeit erwähnte Protest des Tv. Garbenheim keine Aussicht auf Erfolg verspricht. Zugendspiele. Tv. Lich — SpG. Garbenteich Spvg. 1900 Gießen — Tv. Heuchelheim Mtv. Gießen — SpG. Großen-Buseck Tv. Oberkleen — Tv. Lützellinden. ffnßbatt Mendorf Jgd. — Daabringen 3gb. OJ (0:5). Am Sonntag trug die 1. Jugend von Daubrtn« gen ihr vorletztes Spiel um Die Bannmeisterschaft । in Ihrer Gruppe aus. Daubringen befand sich in ! guter Form und siegte nach Belieben. Mit 9:0 mußte sich Mendorf geschlagen bekennen. Das Spiel wurde fair Durchgeführt. Fußball in Lollar. Am Sonntag treffen sich auf dem Waldsportplatz in Lollar zum fälligen Pokalspiel „Teutonia- Watzenborn-Steinberg und Die erste Mannschaft des VfL. Lollar. Beide Mannschaften lieferten sich in Den letzten Jahren immer -spannende Kämpfe.. Lollar ist zwar bedeutend geschwächt, wird aber trotzdem bemüht sein, gegen den Meister der Bezirksklasse ehrenvoll abzuschneiden. Vorher werden beide Jugendmannschaften im Freundschaftsspiel ihre Kräfte messen. Briefkasten der Redaktion. H.H. In Gießen. Deutsche Briefmarken mit Pferden sind von der Reichspost im Verlaufe des vorigen Jahres als Sondermarken ausgegeben worden. Wegen des Kaufes wenden Sie sich an eine der nachgenannten Stellen: Reichsbund der Philatelisten, Geschäftsstelle Berlin-Lichterfelde-West, Hör- tensienstraße 15, oder KdF.-Sammlergruppe und Reichssammlerwart Pg. Ernst Overmann, Berlin- Martendorf, Marienhöherweg 41. stunde, als weit und breit kein anderer Mensch in der Nähe war. Nicht einmal Zeugen, die die Schüsse hörten, haben sich gefunden. Der Angeklagte hat nun geglaubt, besonders schlau zu sein, indem er uns Die Art Der drei Schüsse beschrieb. Aber selbst wenn der Herr Sachverständige hier bekundete, daß jeder Kundige Schrot- und Kugelschüsfe am Klang unterscheiden könne, ist das kein Beweis dafür, daß die Darstellung des Angeklagten richtig ift Diel näher liegt die Annahme, daß Der Angeklagte Die Schüsse unmittelbar kennengelernt hat, indem Die beiden von ihm zuerst geschilderten auf ihn selbst, der Dritte aber auf den Ermordeten von Korn abgegeben wurde. Diese Annahme wird zur Gewißheit, wenn man Die einzelnen Umstände aneinanderreiht. Der Ange- klagte ist ein geübter Wilderer. Er revidierte in der Mordnacht zuerst seine Hasenschlingen und ging dann zum Anstand auf Rehe. Um Mitternacht war einer der Pächter der Jagd, der Kapellmeister Küh« litz, in seiner. Jagdhütte eingetroffen, hat sich Dort umgezogen, Kaffee getrunken, Zigaretten geraucht, auch etwas auf dem Feldbett geruht. Das alles geht aus dem Zustand einwandfrei hervor, in Dem ole Hütte gefunden worden ist. Herr Kühlitz wird als erfahrener Jäger in Den Wald gegangen sein, um sich auf Rehe anzustellen oder einen Pirschgang anzutreten. Bei diesem Gang ist er auf der Schneise, die sich zwischen der Hütte und der Lichtung befindet, und zwar knapp Dreihundert Meter von der Stelle entfernt, an der Der Angeklagte gesessen haben will, auf jemand gestoßen. Es ist völlig unwahrscheinlich, daß zu gleü cher Zeit außer Dem Pächter gleich zwei Wilderer in demselben kleinen Waldbezirk von dreihunDett Meter Durchmesser gewesen sein sollen. Das müßte aber nach Der Darstellung des Angeklagten der Fall fein, um eine Erklärung für Die beiden von dem Ermordeten abgegebenen Schüsse zu geben. Es ist nicht glaubhaft, daß Herr Kühlitz bei dem herrschenden klaren Wetter zweimal beim Beschießen von Wild nicht getroffen haben soll. Er war dafür ein zu guter Schütze. Außerdem ist Die Schneise an dieser Stelle sechzehn Meter breit. Die Sicht nach einer Seite betrug rund einhundertvierzig Meter, die nach der andern nur sechzig Meter, da die Bodenerhebungen und Senkungen keine weitere Sicht gestatteten. Zudem lag die Leiche so, daß aus ihrer Stellung klar hervorgeht, daß Herr Kühlitz vor seiner Ermordung das Gesicht der oberen Grenze der Schneise zugekehrt haben muß, also vor sich nur eine Schneisenlänge von sechzig Meter hatte. Dahinter senkte sich also der Boden wieder so stark, daß er kein Wild in größerer Entfernung erblicken konnte. Auf so kurze Strecke aber zweimal zu verfehlen, ist völlig unglaubhaft. (Fortsetzung folgt) gnben b tnDerunj litäfblc Fvl! Mts' 13!)r lii Inte Des fcr allen fe lalle jf Veseh fung 1 Ilkan e Einsal fcrorö Da" stärken l'cht, ifcentlid) H bem n Irin Dun rst tynt V»n Enl giorojetur rfiidj ealogild ■ Illast e 2as bi Itütn. 2as Gc irioldjen b Dem U, sande hr Varl i:ionoler cmietan ,ter Den 1 welche lsmdege ieberigen Reiben ne Art ilen bzn sropax eldjer E Dnbeiir M'bem'l • Imp *4 oor Q!fn bä MieG ?eN “ Die ii Preten | - band j Iw N mir J Einsi st-t •ireiifn fronen jener c Iwrunfli upt je sackung eini Mon). Je) u(tt Je übe Jor, q Fund | Eh !er dein W'tn ru *>n; Ä 5 .h ln,lo« fr gerate fe1" 16» (Der m .aschen ziehen I -bisher ■ Jas 3° VW1 ji inner