U I i Dienstag. 14.3aittfpri9^ General-Anzeiger für Oberhessen 0:15 I fci'idwrf 11ß#w$Vrnntf. M Sdirlftkihmg und GeschLstrstelle: Rieften. S(hulftrafte 7-0 Druck und Verlag: vrühlsche Untverfttätrdruckerei H. tauge Einnahme von An;einnr für die Miiwnsnummer bisS'/.llbr besBormittagS An^eiaen-Preile: An^eigeuleil 7 Rvf te mm bei 22 mm Beilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Hrilenbrette Nacbläsie: Wiederlwluna 'JOtolftaffeH 8ib(d)lüne Meugenfianel B VhWüorfdinft < norberme Vereinbarung 125' .mehr ■ Gietzener Anzeiger j fcn entAelncn '.hummern ‘^-r ■ hiijine boberer (Meivalt - -* *"** ftrnriurcdmnidilnfi 2251 ■ Hm btamcbrnt:,,Anzeiger" Schweden in der Miitellage kriegerischen Vorgänge im italienisch-ägyp« D.-Benchterstatter !" nm) enaeteilt zwilchen dem deutschen und russticyen Be» ti 0) ohne unveausgchugten Ö^intt jum Ibeltmccr lttii Die Beziehung 3u Finnland kann biet außer hi rächt bleiben. Da sie nicht gestört ist. außerdem aiKr beide Landet zu gleichartige Witt,a-asts,armen Hilden und ,id) daher nur unbedingt ergänzen ton- * ~ mit iompn 91 5 4 ! v. f). ju* ngen. 3» Erie M'f ifortobfl , die > ünkt wir- l heran." )es Äntek- ?fferungtn lahnakti« Kis einift erfuhr im i auf Scho. ^rieten obwohl die Feuerlöschabteilungen schnell eingriffen GetrelGerviceorganisiertHerschwörung gegen Führer des Araveriums. Auch gegen König Faruk von Aegypten und die Königinmutter war ein Anschlag vorbereitet. und geregelt betrachtet. . Die in der Thronrede gemachte Andeutung über die Verlängerung der Wehrdienst- pflicht in Schweden wird in einem Rechenschafts, bericht über die Ausgaben der Wehrmacht dahingehend ergänzt, daß die Militördienftpsticht von sechs bzw. neun Monaten auf zwölf Monate ausgedehnt mürben soll Das neue Gesetz wird erstmalig auf di- Altersklasse 1940 Anwendung finden und alle Waffengattungen berühren In die zwölf Monate sind Reserveübungen nicht eingerechnet. tritt. :eswenbt un. Lj, f lerhitüa der au4 TM bewirb, . trte auf» n btfriii ocker w ieau Ä. der -h ie, wem . lerwogm Iten. Mb ichstslch M uni )ußen p schenM lich. Üor legen zu- ren meist )en man- . n Reich;- pt Bant- abe btr* Verwundbarkeit Londons — Mit welcher Rhetorik die durch die Brandbomben angerichteten Schäden von den englischen Stellen fortgeleuanet werden, geht aus den Schilderungen des Rundfunkreporters Robin Deff hervor der erklärte, ..nicht ein einziges Feuer konnte sich entwickeln, und wo sich eines entwickelte. war es schnell unter Kontrolle gebracht." Lustangriffe auf kriegswichtige Ziele Londons. Der Wehrmacktberichk vom Moiriaa. Berlin, 13. Jan. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am gestrigen Tage klärte die Luftwaffe über dem britischen Raum auf. In der Rächt zum 13. Januar griffen stärkere ftampffliegeroerbärbe kriegswichtige Ziele in London an Die Beobach- eintnt ? Zenits JJ t bin- 5 ttl f '2 , s-s- rijr» iitgi«®* lin. N ir vorA eine W 1 aitNk Die kriegerischen Vorgänge im italienisch-agyp* tischen Grenzgebiet in Nordairiko haben diese dis vor kurzem noch sehr weltentlegene Region für uns interessant gemacht Dabei darf gleich bemerkt werden. daß es für das militärische und politische Urteil weniger au' augenblickliche Erfolge und Mißerfolge der Streitkräfte auf beiden Seiten ankommt, als 1 । Ul6[ fr; pann ■ sMchbruck. Stockholm Antang Januar 1941. ‘ «(ott ■ui) nii; Do hl noch nie hat Schweden so sehr lerne Mittel» loie empiunben wie in diesem Kriege ’Bistjei sah x sich |iets um Rande der europäische^ ureig- n |e gelegen Deshalb konnte es zu diesen Stellung n^men. wie es seinen lemeihgen Bcdurinissen em» |r .ich Belanm ist, wie es w a y r e n d d e s W e 11» |n egee> den Vermittler zwischen oer neuiraien Sell sowohl mit Deutichland als auch mit Rügland Wie, davet wenigstens bis Ende 1^17 RieseNsum- v n verdiente und damit den Grund zu dem Woi)l- i ftnb legte, der Schweden heute noch auszeichnet, leier Weg ist |ur Schweden wahrend dieses jreges tlicht möglich. Dasur waren ichon vorher i i Berhaunisje enisä-eidenü verändert, erst recht i Lt üurch den bisherigen Verlaus. Infolgedessen i x,ßle eine grundlegende wirtschailliä-e Neuord - lugzeuge. die an d e r K a n a l k ü st e Vorposten- und 5)afenschutzboote anzugreifen suchten. Zwei Zzurricane wurden hierbei abgeschossen. - ♦ Die Verluste, die die englische Luftwaffe bei ihrem Anflug gegen die nordfranzo fisch« K ü st e am 10 Januar erlitten hat, erhöhen sich noch um eine weitere Maschine, die d-urch fDlirineortiUme obqeschossen wurde. Der Gesamtverlust der britischen Luftwaffe bei diesem Unternehmen erreicht damit neun Maschinen Bei einem nm Sonntag unternommenen Versuch, die deutsche Nordseeküste anzufliegen, gerieten kindliche F'ugzeuge in heftiges Abwehrfeuer und wurden zum Abdrehen gezwungen Marineartillerie und Bewachunasfahr« ieuge der Kriegsmarine schossen je ein feindliches Flugzeug ab. Die letzten enri schen SchiffSyerluffe im M ttrinwr. Rom. 14 Ian. (Euröpapreß) „Giornale d'Ita- lia" stellt die in den letzten fünf Tagen den Eng- ländern im Mittelmeer ^gefügten Schiffsverluste zusammen Getroffen wurden Das Schlachtschiff . M a l a y a" (31 100 Tonnen), das von italieni check Torpedoflugzeugen torpediert wurde Eine große Einheit im westlichen Mittelmeer torpediert: ein Kreuzer vom „Birmingham-Typ"' (10 000 Tonnen) von deutschen Flugzeugen bombardiert; zwei englische Torpedobootsjäger von 'talienifchen Torpedobooten toroediert: ein.Flug zeugträger torpediert und von deutschen Bomben getrogen: ein Kreuzer von Bomben der itn- lienischen Picchiatellis schwer beschädigt. Schließlich mürbe ein englischer Torpedobootsfager o^n Bomben des deutschen Fliegerkorps getroffen, während zwei Dampfer in den G"wäsiern von Molto belchädigt und zwei Dampfer im westlichen M'llelmeer torpediert wurden Ve-fenkt wurden ein Kreuzer (der in finkendem Zustand be« ohorh^et werden konnte), zwei U-Boote und schli"^l'ch zwei Dampfer im Atlantik , Messaggero" sagt, die Bilanz der englifchen Verluste lasse ohne w-iferes -rk-nnen daß d'" Schlüffel- llellung des britiffhen W"ltreiches bas Mittelmeer, von bem die englische Vrgpag mdo weiterhin he- hnun^et daß es non England beherrscht werde 'N Wirklichkeit das M'er fei. wo dos Kostbarste U"d Teu-rste, bas bie Engländer besitzen nämlich ihre Flotte, allmählich der Vernichtung entlegenste. . Vopolo di Roma" b<-tont, di- Luftwaffe der Achse hohe die englifchen Vläne^im Mittelm°er völlig ü^er h?n Kaufen geworfen Schon die Totfoche daß die Ahmii-glftnt bch in tiellt^s Schw"ia*n hüllt bemeHe, boß der Schlog sihe und man sich 'N London nnch überlegen wolle wie man es der öffentlichen Meinung in England beibringen solle. Ein Schlachtschiff der »Malaya^-Klaffe ,^meuenBi|ireinntianD Don 448 953 QuaOrattilo. Äier Dber|lad)e. das ist soviel wie das VeciaiUes» 1 micbianO oyne die Provinz WeUialen. Docy be» Kx es nur 1 Million Einwohner mehr als West» Len d Y 8,3 Millionen, al|O auf 1 Üuaoratulo» t ier nur 14 Dieser Umstand sowie der allgemeine S Khium Schwedens bedingen bzw. ermöglichen ti.e weligeyLNde Vorratswirtschast zu der |i:i) oie Vcooilerung. nicht zuletzt auch aus kliman» Ic.n Gründen, schon von seher versleyen mutzte^ Lvtzdem, unerschopiliche ist kein ^orrai. Deshalb hi oer Voltsversorgungsminister Erikson Wege b chritten, die den ponniajen wie wirtschastua)en 2 rnaiimhen des eigenen Landes wie der umliegeiv d i Siaaien Rechnung tragen und überdies ver» zwischen ihnen einen alle Teile besnedigenden ‘s^50?n96Upuntl"ift' Die latjadje. dah Schwein . .. _____u..- xo.itirhun iinih nii innen Be» mit «* Wv", Kann jault’ in» 5 r-ä ItÜ 11 in mH Der englische Innenminister Morrison wandte sich in einem neuen Ausruf an die Oeffentlichkett des Landes und insbesondere der Hauptstadt. Er 'orderte sie auf, sich mehr als bisher den ^F e u e r - bekörnpfungs Kolonnen" zur Verfügung zu stellen Diese Kolonnen wurden vor vierzehn Tagen gegründet Jetzt stellt sich heraus, daß m manchen Stadtteilen Londons die Meldungen die Erwartungen durchaus nicht er'ullen In leber Familie müsse mindestens ein Freiwilliger Mitglied dieser Kolonne sein Inzwischen ist in London mit der Verteilung von Sandlöcken begonnen worden Die Sandsäcke tollen in der Feuerbekamp- fung eine wichtige Rolle spielen Man glaubt daß die deutsche Luitwaffe sich in Zukunft noch starker auf den Abwurf von Brandbomben konzentneren werde und erblickt in dem letzten Angrstf einen B-w-i« für bie Richtigkeit dieser Ansicht Die zahl losen Brande waren ein erneutes Anzeichen für die engeftellt sind So konnte es sich in Öen umsasien- bin yandrisvertragsoerhandlungen dieses Arbstes hijju verstehen, als Gegenleistung 80 o. S) des Frie« didSbedans Schwedens an K o h le und o k s Zu binneöigen Das noch Fehlende kann den gewalN- Ain Reichtümern des Landes an Holz entnommen ll rden Da Holz, holzmaste und die aus beiden ge- lvHNnenen Erzeugnisse • beinahe die Halste der ge- icmien schwedischen Ausfuhr ausmachen hat sch dis Reich bereit erklärt, seinerseits von diesen wie- br wesentliche Mengen auszunehmen, abwohl ihm ir eigenen Bereich setzt größere %^ung&gebi U ir- Bersugung stehen als früher. Als Ausgleich ii nen oom Reich zu liefernde bestlmmte M^ngen !>lR, Eiten und E h e m i k a 11 e n sowie erheblichere Snnng'nte an Z-Ilw°u° Damit -rlcheml ü,- i it-gangoallung Der ,chwedi|chen Industrie im 9™ unO ganzen gesichert, natürlich nur wenn sre )ie staatüche Senkung fluß auf die politische Einstellung des Landes aus Es geht um harte, unabwendbare Tatsachen Deshalb ist es em Erfordernis realpolitischer Erkenntnis mit ihnen zu rechnen d. h vor allem Deutschland gegenüber einen freundschaftlichen Standpunkt zu gewinnen Der bedeutende Asien- forscher Sven e b i n hat ihn ja Zeit seines Lebens vertreten und in seiner Heimat sich dafür ein- liche Belastung erweisen. , . „ f f „ - Sie Frage der ßc b e n 9 m 111 e l b c sch aff »«« fl Nicht jo einfach zu lasen wie der nrdus rieste A ,1 Ich Mit Deutschland wo die Dingeselbst sich ge absermahen schon gegenseitig die Hand re chten Der idroebiiche Ackerbau ist allerdings im legten r hrzednt auberordentlich intensiviert wowew ISW n.chte die Ein'uhr an Getreide. ®«mulc I,d Fleisch noch IS v ch. der TesarnteiNiubr dem kt'rte nach aus. sie sank bis zum Kneosausbruch 111 iaft ein Drittel davon Trotzitem wird aus den B-reini gun Staaten von Nordamenka im- n t noch ein beträchtlicher Posten an ®elr^ bun6 »21)1 eingeführt. Um diesen Mangel zu beheben sich das Bersorgungsmimsterium zu einem neuen ^nLvertrag mit R u h I a n d °°rst°ndenwobei 15 gleichzeitig einen ebenfalls aus ^M"ika ki m ti nden wichtigen Einfuhrartikel embezieher . >i Baumwolle! Än umfassinder W-tse ist Cor io ge getroffen worden datz Schweden von Rutz^ laib her mit Getreide. Futtermitteln Baumwal e. -iwissen Mineralien und Velen beliefert w^rd Als 3 genleiftung liefert es Erzeugmsse feiner M “) Diese hat^sich °z T mit chtlfe staatlicher Zuschüsse »Nchtlich entwickelt Sterbe, spiest die El-'trizita^ ■)i aus den zahlreichen Wo,jenallen gewonnen '.ort' eine bedeutende Roste, weil s>e HU t. Kohle !i sparen An Rußland wird vor «"en Dingen all te Material geliefert was zum Lau und zur L Ik-bs'ührung der Etlenbabnen notwendig ist Do lü Sowienmwn nach dieser Richtung noch uw ■klirr Ansprüche in ihrem Land zu erfüllen bat |lo«n auch dieier Handelsvertrag als m d-n . nter If-n beider Länder liegend betrachtet werden An Isi-erieits daist man nicht übersehen daß leine Durch Irrung von schwedischer Seite wieder stark ab jiinfliQ von bem Bezug deutscher Kohle ist 5>anbelsverirage greifen also gewissermaßen m lii naher . m I Diese wirtschaftlichen B-dingtheiten «nd Nvtrnen i* .teilen üben natürlich auch einen gewissen Un in Schweben glaubt nun mu seinen Vorräten aus i.tn Gebieten bei planmäßiger Bewirtlchastun-g bis Aim herbit 1941 ausiommen zu können Am onng^ leiten sind bie Aniorberungen der Änbustne unb h- von ihr abhängigen Hanoels biezusainmenlap s>! M'ilrte bei Bevölkerung sur ftd) in Zimpriic^ niirnen. hier galt es hauptsächlich, Kohle und Hebe ns mittel sicherzustellen r Mr Den ersten Fc^l ergänzen sich De u t s ch 1 a n o s Schweden ausgezeichnei. Deunchland hat trog b-,5 An:alls der reichen sranzösischen. belgischen und br miebergetDonnenen lothringischen Erzgruben im» it^r noch BeVars an schwebischen Erzen 0 i oie übrigens bie meisten deutschen Hüttenwerke 0 1 .. ii* m bpn ummiien» Stockholm, 14 Ian (Euröpapreß.) lieber ben letzten beuischen Nachtangriff auf bie englische Hauptstabt berichtet bie Londoner Korresponbentin von ..Allehanba" am Montagabenb u. a. .,T a u - sende von Brandbomben oerwanbelten in den frühen Abendstunben bes Samstags große Teile hee verbunkelten Lonbons zu einer b 1 itzheN leudjtenben Szenerie mit weißen, inten» fiven Blitzlichtern überall Die Deutschen hatten sich offensichtlich zu einem Angriff in grobem Stile konzentriert Sofort nachdem bie ersten Sirenen ertönten, raffen die Brandbomben in dichtem Hagelschauer weder Tausende von Brandbomben- Wächtern waren bereit, konnten aber nicht das Entstehen einer ansehnlichen Anzahl von Bränden verhindern Bald glühte der Londoner Himmel wieder m bem nunmehr wohlbekannten Feuerschein. Gleichzeitig ließ eine Welle nach der anderen von Bombenmaschlnen Mafien von Soreng- bomben vom Himmel regnen In ganzen Stadt- - - teilen schien die Erde zu beben Eine Stunde nach , tuna ergab mehrere große B^nbe im Zielraum beginn bes Angriffs hörte ^as Lut'ubwebrf-"er nördlich und südlich des Themsebogens sowie einen auf wahrscheinlich, um ben Nachtjägern Ge° nr0^» Nach *' wird in “ merben. » ten auf.®? Sereimd» SW”® ben®.1'' itärfinl rOir!l*l lollat. tthunfl J lProv'^ beinahe J Ä n Nach den Feststellungen der Reichskriminalstatistik ist auch 1939 in Deutschland — das Material be. . zieht sich auf das Altreich — eine w e i t e r e K ri - ' minalitätsbesserung erzielt worden. Die । Zahl der rechtskräftig verurteilten Personen hat ch von 335 665 in 1938 um 38 312 oder 11,4 vH. vermindert auf 297 353 in 1939. Der Anteil der weiblichen Derureilten ist von 15,8 auf 15,5 v. H. zurückgegangen, obwohl die letzten vier Monate 1939 als Kriegsmonate eine stärkere Heranziehung der Frauen zur männlichen Berufsarbeit erbrach, ten. Bemerkenswert ist ferner der Rückgang der Zahl der kriminellen Jugendlichen (von 14 bis un» ter 18 Jahren) von 19 302 in 1938 auf 17 445 in 1939, obwohl 1939 ein ziemlich stark besetzter Ge° burteniahrgang von über 1,1 Millionen Kopien in das strafmündige Alter einrückte. Ihr Anteil an den Verurteilten betrug 1939 nur 5,9 v. H. gegenüber 10,2 v. H. im ersten Weltkriegsjahr. Die Aufgliederung der Kriminalität nach den wichtigsten strafbaren Handlungen zeigt einen abermaligen erfreulichen Rückgang der schweren Kriminalität. So gingen zurück: Mord und Totschlag um 4,3 v. H., Zuhälterei um 25,1, einfacher Diebstahl im wieder, holten Rückfall um 10,5, versätzliche Brandstiftung sogar um 40,7 v. H. Im Vergleich von 1939 mit dem letzten Jahr vor der Machtübernahme, 1932, gingen zurück Mord und Totschlag um 48,5, Zuhal- terei um 28,1, einfacher Diebstahl im wiederholten Rückfall um 40,5, schwerer Diebstahl um 63,0, vorsätzliche Brandstiftung um 67,5 v. H. Da früher jährlich viele Millionen deutschen Volksvermögens durch vorsätzliche Brandstiftung vernichtet wurden, ist der starke Rückgang gerade hier in wirtschaftlicher Hinsicht sehr beachtenswert. Ohne Beispiel ist der Rückgang bei den Geldfälschungen-, hier hat sich die Zahl der Verurteilten gegenüber 1933 um 96 v H. vermindert. Die Zahl der wegen Diebstahls Bestraften ging seit 1933 um 42,6 v. H. .zurück, bei Hehlerei um nind 60 v.H. Entscheidend für diese Besierung der Kriminalität ist der gewaltige Wirtschaftsaufschwung der die Notdelikte beseitigte und die kriminell „Schwachen" festigte, dazu die entschiedene Be- ■ kämpfung des Gewohnheitsverbrechertums, die vor : allem mit der Sicherungsverwahrung den für die i Volksgemeinschaft erwünschten Zustand einer mog- , lichst geringen Zahl von Verbrechen erstrebt. des hühnerreichen Dänemarks und Hollands erleichterte dann die Situation — ganz abgesehen, daß durch die planmäßige Entwicklung des deut, schen Hühnerstandes und durch die Hoch,zücht lege- freudiger Hennen die volle Auswirkung des späten Frühjahrs abgedämpft wurde. Interessant ist, daß etwa eine halbe Milliarde Eier an gewerbliche Be. triebe wie Bäckereien, Teigwarenfabriken, Kantinen und Gaststätten außerhalb der allgemeinen Karten. Verteilung ausgegeben werden konnte. Jede Hausfrau, die einmal die Tücken des eigenen „Em. legens" von Eiern, um sich im Spätsommer eine Winterreserve zu schaffen, kennen gelernt hat, weiß es außerdem wohl zu würdigen, daß die Güte der zur Verteilung kommenden Eier im Durchschnitt sehr gut ist — abgesehen davon, daß für „faule Eier" ein Ersatzanspruch eingeräumt ist. Oie Preisauszeichnung. Der Vorsitzende der hauptvereimgung für deutsche (Sierroirlfdjait hat soeben nntgete.lt, datz 1941 die Eierversorgung mindestens in dem gleichen Umfange erfolgen wird rote 1940 Insgesamt wurden in dem ersten vollen Kriegs,ahr ledern Nichtselbst- verforger 80 Eier zugeteilt. (Das 'st sogar etwas mehr, als nach der ziemlich genauen Gierftattf t im Frieden auf den Kopf der Bevölkerung entfielen wobei selbstverständlich die allgemeine Beschränkung im Speisezettel zu beachten .st, d,e,e,n ,.Aus. weichen" unmöglich macht.) Die Eierversorgungf das Vorjahr begann unter einem ungluttlichen Stern. Infolge des langen und schweren Winters verzögerte sich die Eierlegeperwde um ganze acht «rx L--1 Oft,cfnH »in h<>r lM ,hah = Gummi! Das vorteilhafte Zusammenwirken von kleinem Gewicht und geringem Luftwiderstand läßt sich danach auf die Formel bringen: Beide ergänzen sich, bei Langsamfahrt, Beschleunigungen und Stei- gungen tritt der Leichtbau, bei Schnellfahrt die „Stromlinie" in den Vordergrund. Vereinigt man beide Maßnahmen, so spart man daher mehr als die Summe der Einzelwirtungen. Andererseits jäßt sich im Bedarfsfall das ersparte Gewicht durch vermehrte Nutzlast ersetzen. Dies ist um so wesentlicher, als ein richtig gebauter Wagen kleinen Luftwiderstandes geräumiger ist als die herkömmlichen Aufbauten mit ihrem großen Luftwiderstand. Beispielsweise hat der Leichtmetallforschungswagen von Everling Platz für sechs statt für vier Personen und außerdem für die dreifache Menge Gepäck. Da aber auch dieses Fahr, zeug, wie die meisten Wagen, über große Strecken ein. oder zweisitzig betrieben wird, so macht sich die Gewichtsverminderung auch im Durchschnitts- verbrauch bemerkbar. Dieser ist um ein Viertel geringer als beim üblichen Aufbau auf dem glei- chen Fahrgestell. Bei gleichförmiger Geschwindigkeit von 50 km/h werden sogar 39 v. H. gespart. Das Leichtmetall hat aber noch andere schätzens, werte Eigenschaften. Dor allem ist es b e st ä n d i g gegen Verwitterung, braucht daher keinen empfindlichen Lack oder sonstigen Oberflächenschutz. Der Everling-Wagen hat beispielsweise Kotflügel aus blankem Leichtmetall. Diese lassen sich bei Beschädigungen leicht ausbessern und machen außerdem die Wagenbreite dem Nachbarfahrer besser sichtbar. Bemerkenswert ist endlich, daß Stoß, {langen aus Alumiumlegierung viel mehr aus. halten und abfangen als gleichschwere Stoßstan. gen aus Stahl. Wenn die Erfahrungen mit_ den Forschungs- wagen dazu führen, daß im künftigen Kraftfahrzeugbau die richtige Stromlinie, d. h. ein außen völlig glatter, gut gerundeter Aufbau, das Feld be. ■ herrschen wird, bann möge das Leichtmetall den i wirtschaftlichen Erfolg verbessern helfen! Wecken und Flaggenparade. Daran schließt sich eine Ehrung der gefallenen Offiziere und Männer der Polizei an. Platzkonzerte der Polizeimufikkorps, Der- anstaltungen in den Polizeiunterkünften, Polizeiaus- stellungen, sportliche und musikalische Veranstaltungen der Polizei, Vorträge über Aufgaben und Einsatz der Polizei sorgen für Abwechslung. Die Polizei und ihre Hilfsorganisationen werden besondere Änsteckabzeichen verkaufen. Plakate bekannter Künstler werden für die Polizei werben. Außerdem wird die gesamte Polizei mit einer Sonderspende aus eigenen Leistungen mit gutem Beispiel vorangehen. Verbummelte Arbeitstage bei Jugendlichen mitZugendarrest beflraff. Während bisher allgemein die Anrechnung pflicht» widrig versäumter Arbeitszeit auf den Urlaub vorgesehen ist, hat der Reichsarbeitsminister bestimmt, daß -eine solche Anrechnung bei Jugendlichen nicht mehr erfolgen soll. Der Minister hat die Reichstreuhänder vielmehr angewiesen, in derartigen Fällen Maßnahmen einzuleiten, um eine Bestrafung durch Jugendarrest zu erreichen. Oer große Kriegsfilm des Heeres. Große Deutsche Kunstausstellung auch im Jahre 1941. München, 12. Jan. (DNB.) Das Haus der deutschen Kunst erläßt einen Aufruf» an die deut, chen Künstler, in dem es heißt: Die gegenwärtig im Haus der deutschen Kunst gezeigte „Großdeutsche Kunstausstellung" ist in Der gesamten deutschen Presse als eindrucksvolle Demonstration des schöpferischen Lebenswillens des deutschen Volkes bezeichnet worden. Seit Eröffnung der Ausstellung, also innerhalb von Inapp 5 Monaten, haben mehr als 500 000 Menschen die Schau besucht. Don den ausgestellten 1700 Werken der Malerei, Graphik und Plastik wurden mehr als die Hälfte verkauft. Der ausstellenden Künstlerschaft sind aus den 93er» kaufen annähernd 2 Millionen Reichsmark zugeflossen. So wird.das gesamte kulturelle Schaffen während tes uns aufgezwungenen Krieges in vollem Umfange weitergeführt wird, soll nach dem Willen des Führers die repräsentative Großschau der deutschen bildenden Künste auch in diesem Jahre wieder stottfinden. Sie wird unter Mitwirkung des Beauftragten des Führers für die künstlerische Betreuung der Ausstellung, Professor Heinrich Hoff- m a n n, als „Große Deutsche Kunstausstellung 1041 im Haus der deutschen Kunst in München", und voraussichtlich im Juli 1941 eröffnet^werden. Mögen alle Künstler, die sich zur Beteiligung berufen fühlen, ihr Bestes geben. Die „Große Deutsche Kunst» ausstellung 1941" muß auch in diesem Jahre das überwältigende Kunstereignis des Reiches werden und zugleich den schlagenden Beweis für die unqe» hemmte schöpferische Kraft und den starken kulturellen Willen unseres Volkes liefern. Altershilfe des Handwerks wird zusätzlich gewährt. Soweit unterstützte Kleinrentner die Altershilfe des Handwerks erhalten, weist der Reichsstand des deutschen Handwerks daraufhin, daß die Altershilfe den bedürftigen nicht mehr versicherungsfähigen Handwerkern eine zusätzliche Unterstützung neben ihrem bisherigen Ein» k o m m e n , das sich ausschließlich auf das Existenz» Minimum beschränkt, gewähren soll. Diese fteiwillige zusätzliche Leistung wird entzogen, wenn eine öffentliche Fürsorgeleistung auf sie angerechnet werden । soll. Andernfalls wäre der Sinn der Altershilfe, dem Handwerker feinen Lebensabend leichter und sorgloser zu gestalten, nicht mehr gewährleistet. Das Geschäft geht. Von unterer Berliner Schriftleitung Die Umsatztätigkeit in der deutschen Wirtschaft »einschließlich der Verbrauchsgüter-Jndustrien halt jsich auf einem erstaunlich hohen Niveau. Dieser Tage wurde das Ergebnis der Umsatzsteuer vom März bis einschließlich November 1940 veröffentlicht und dem Ertrag der Umsatzsteuer in der Wergleichezeit von 1939 gegenübergestellt. Es ergab »ich, daß sie noch 47 Millionen NM. mehr gebracht chatte. Dabei ist das Reich in unendlich vielen Wirt- ßchaftszweigen als Großabnehmer aufgetreten, wo- mit der Güterumlauf wesentlich verkürzt worden ßst. Jetzt werden ab 1. Februar die Handelsspannen im Textileinz^lhandel gesenkt. Der Textilemzelhan- Idel schien gegenüber den wirtschaftlichen Folgen des Krieges besonders anfäUig. Man gewährte ihm also «ursprünglich Handelsspannen, die ihm das Durch- chatten erleichtern sollen. Es stellte sich aber heraus, «daß auch im Textileinzelhandel die Umsatzzisfern so fstattlich blieben, daß eine Herabsetzung der Handels- Ifpannen ein Gebot der Billigkeit wurde Das hatte miemanb von uns geglaubt, als Ende August 1J3J Die Einführung erst der Bezugscheinpflicht und dann 'später auch die Ausgabe der Kleiderkarte angekun- Digt wurden. In der Süßwarenindustrie stehen mir vor dem verblüffenden Tatbestand, daß die Er- .zeugunq 70 v.H. eines guten Friedensjahres aus- macht. Der einzelne sieh! sich vor Grenzen seines Kaufwillens durch das Kartensystem gesetzt, aber er nützt innerhalb den gesetzten Grenzen m der Regel seinen Spielraum voll aus und das ergibt eben diese erstaunlichen Umsatzzahlen auch m Wirt- schaftszweigen, von denen man das 311 Ärieg5be= ginn nicht hoffen durfte. Selbstverständlich gibt es einige „Branchen", die ganz besonders schwer getroffen werden, aber sie sind für die Gesamtheit des „Verbrauchsgüter-Sektors" der Wirtschaft nicht charakteristisch. 1941: ein gutes Eierjahr. Bon unterer Berliner Schriftleitung. ischer Form den Westfeldzug vom 10. Mai ... Waffenstillstand von Compiögne und läßt owohl die einzelnen Kampfhandlungen in ihrer einmaligen Größe wie den ganzen Zusammenhang der Operationen in Erscheinung treten. Die Darstellung fußt auf bisher nicht gezeigte Frontauf- naymen der Filmberichter des Heeres. Erstmalig konnten auch die französischen und englischen Filme ausgewertet werden, die von unseren Truppen beim Vormarsch erbeutet wurden. Tag der Deutschen Polizei. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Po- lizei hat wie alljährlich die Polizeit und ihre Hilfs- Organisationen zur Durchführung des Tages ttr Deutschen Polizei aufgerusen, um das Äriegsrointer- hilfswerk des Führers durch eigene und besondere Leistungen der Polizei zu unterstützen. Der Reichsführer ff erklärt, daß er von der Polizei in Er- innerung an den stolzen Erfolg des Vorjahres vorbildlichen persönlichen Einsatz und Opserberettfchaft erwartet. Der Tag der Deutschen Polizei wird am 15 und 16. Februar durchgefuhrt. Der Tag beginnt in den Standorten der Polizei mit 1)|W7 Nach dem Kriege: Leichimeiall für Kraftwagen Bon Dr. Emil Everling, Professor an der Technischen Hochschule Berlin. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat er- qästzende Bestimmungen zur Preisauszeichnungs- Verordnung getroffen. Die Preisauszeichnung dient einem klaren Preisangebot und ist zugleich ein Mittel zur Preisdisziplin. Grundsätzlich wird verlangt, daß für jede auszeichnungspflichtige Ware oder Leistung der geforderte Preis stets einwandfrei erkennbar ist. Zu den auszeichnungspflichtigen Nahrungs- und Genußmitteln gehören auch Tabakwaren und Getränke jeder Art, soweit es sich nicht um bloße Heilwasser oder sonstige mebizini- chen Zwecken dienende Getränke handelt. Bei Blumen sind auch Kränze, Sträuße, Blumenkörbe aus- zeichnungspflichtig. Auf Blumen und Zierpflanzen, die in Gärtnereien vom Freiland oder Treibhaus verkauft werden, bezieht sich die Auszeichnungspflicht nicht. Zu dem auszeichnungspflichtigen Schreibpapier gehören auch Briefumschläge, Briesblocks, Durchschlagspapier. Nicht nur fertige Bekleidungsstücke sind auszeichnungspflichtig, sondern auch alle Zutaten, ferner Hüte, Handschuhe, Taschentücher, Schirme, Schuhe. Eine Fülle von Warengruppen fällt unter die Auszeichnungspflicht für die Waren, die dem Haushalt dienen, alle Möbel, Teppiche und Läufer, Gardinen, Küchengeräte, Tisch- und Bettwäsche, Geschirr, Bestecke, Beleuchtungskörper Radio- und Musikapparate, Bilder, Bucher, Schalen und Vasen, Nähmaschinen, Staubsauger, Vogelkäfige, Blumenständer, Kinderwagen, Wasch- und Putz- mittel, Uhren, Einholtaschen, Schreibmappen und einfaches Werkzeug. Alle sichtbar ausgestellten Waren müssen stets ein Preisschild tragen. Menge des Gewichts abgegeben Schweins, köpfe, Eisbeine, Kalbshaxen, ganze Geschlinge, Rinderschwänze, Lungen, Euter, Brägen, Herz, Ochsenmaulsalat, Sülze sowie Gänseleberwurst, so- fern bei ihrer Herstellung bewirtschaftetes Fleisch verwendet worden ist. In vierfacher Gewichtsmenge sind abzugeben Rindertopse, Kalbsköpfe, Schafsköpfe, Schweineschwanze, Spitzbeine Fleischsalat, Fleck, Schwarten, Schweinekamm- knochen, Speerknochen und Bauchrippen, Rindermarkknochen, ohne Anrechnung auf die Karten können nachgeputzte Knochen mit Aus- nähme der Rindermarkknochen abgegeben werden. Im übrigen gilt weiterhin die Bestimmung, daß Fleisch grundsätzlich mit eingewachsenen Knochen abzugeben ist. Soweit Fleisch Handels- üblich ohne Knochen verkauft wird, ist auf Verlangen des Käufers eine Knochenbeilage hin- zuzusügen. Sie darf beim Schweinefleisch 20 v. H-, beim Rindfleisch 25 v. H. und bei Kalbfleisch 30 v. H. der Fleischmenge nicht übersteigen, die aus den Kartenabschnitt abzugeben ist. Wird die Abgabe von Fleisch ohne Knochenbeilage verlangt, so vermindert sich die festgesetzte Gewichtsmenge um den angegebenen Prozentsatz. Hammelfleisch ist nur mit eingewachsenen Knochen abzugeben. Für. die Abgabe frischer Wurst gelten die örtlichen Bestimmungen. Erfolgreiche Abwehr der Verbrechen. so geringerer Geschwindigkeit machen sich die Dor» züge verminderten Luftwiderstandes bemerkbar. Ferner braucht man, je leichter ein Wagen ist, desto weniger Motorleistung, also Kraftstoff und Del, zum Anfahren und Beschleunigen, und um so weniger Energie wird beim Bremsen vernichtet. Ein leichterer Wagen verliert auch bei Steigungen nicht soviel Geschwindigkeit. Je leichter ein Wagen ist, desto kleiner ist schließlich der Reifenverschleiß durch äußeren Abrieb und innere Wärme. Leichtmetall spart also nicht nur Benzin, sondern auch Die Stürme am Kanal haben hier einen zerstörten englischen Tank völlig mit Flugsand eingehüllt. Der Tank bient heute lediglich noch als Blickfang für ^ Wachtposten die an einsamer Kanalkuste ihren Dienst versehen. — (PK.-Elle-Scherl-Bilderdienst-M.) fe an. ) ®enH sche W j beiniw »epeben. fr urf von w der 2Infü» USA. tH !de poliO ?n das Lk i Auge»' and zu "n- erungen J“ jchr Urteils- "gen, m • und ÖC4 r gleit«. mit M ' Es ist kein Geheimnis, daß die großen Kultur- oufgaben, die nach dem Kriege unser harren, die lüsen- und Stahlerzeugung stark beanspruchen wer- '.uuti. ~ drn. Beim Leichmetall werden die Dinge günstiger icht, > liegen. Man wird sich zwar den Kopf nicht darüber zerbrechen brauchen: Wohin mit dem Leicht- iffennetoU nach dem Kriege? Dagegen muß man sich n fragen: Welches Wirtschaftsgebiet läßt sich von ötahl auf Leichtmetall umschalten, hatijJ ,nd in welchem technischen Bezirk bringt das den - M -rößten Nutzen? itaripp' Die Technik selbst kann uns daraus am besten bie CV antworten: Leichtmetall verwendet man bei Flug- bösjT i’ugcn und Luftschiffen, bei Schnellbahnen und re|tQUt. . Rennwagen, also bei raschen Fahrzeugen. >as nächste Glied in dieser Kette ist der Kraft» unai vagen. Gleichzeitig ist er Gegenstand der Massen- im Derk lertigung. Jede wirtschaftliche Maßnahme am Kraft- Qegeb»- 'chrzeug, die Werkstoffwahl, Benzinverbrauch ober or,|ulen.r sieifenverschleiß betrifft, muß sich baher auf die öofunir »esarntwirtschast beutlich auswirken. _ q nQ^ Tii» srik-densmäkiae Entwicklung ' ~ Laich' ; den er$-. ■ abgen^ i denn k- 1 I Das neue _ Die Meldung über die Vereinheitlichung des Schuljahrsbeginns in Grobdeutschland leitet einen für das deutsche Schulwesen ebenso wichtigen wie erfreulichen neuen Abschnitt ein. Während bisher die Arbeit in der Schule notwendig an der Un- emheitlichkeit und der Zersplitterung in zahlreiche kleinere Schulabschnitte leiden mußle, w;ruen durch die Neuordnung die Zeiten der Arbeiten in der Schule, also die eigentlichen Schulzeiten, aber aud) die Zeiten der notwendigen Erholung der Kinder straff zusammenqefabt. Zum erstenmal wird bereits 1941 die Neuerung der drei geschlossenen. längeren Abschnitte für die Unterrichtszeit praktisch wirksam werden. Zum erstenmal werden wir 1941 die neuen, verlängerten Sommerferien haben. Entsprechend werden natürlich auch bereits 19 4 1 d i e Oster- und die Pfingstferien verkürzt werden. Doch wird Näheres über die Gestaltung der Ferien noch bekanntgemacht werden. Wenn bereits das Schuljahr 1940/41 nach den neuen Bestimmungen gestaltet worden wäre, also im Herbst 1940 begonnen hätte, so würde es, was als ein Beispiel für die zukünftige Gestaltung besonders interessant ist. voraussichtlich so ausgesehen^ haben: S o mm e r f e r i e n vom 9. Juli bis 2. September. 1. Schulobschnitt vom 3. September bis 21. Dezember - 109 Tage: 2. Schulabschnitt von Weihnachten bis Ostern = 91 Tage: 3. Schulabschnitt von Ostern bis Schuljahrende = 77 Tage. Der letzte Schulabschnitt würde eine viertägige Unterbrechung zu Pfingsten gehabt haben. Man beachte demgegenüber die Zerreibung des Schuljahres nach der bisherigen Regelung. Zwischen den Osterund Pfingstferien des Schuljahres 1939/40 lagen normalerweise nur 30 Schultage, zwischen den Pfingst- und Grotzen Ferien nur 20, zwischen den Groben Ferien und den Herbstferien 40. Zusätzliche schulfreie Tag? wirken sich in dieser kurzen Schulspanne viel schädlicher aus als in größeren geschlossenen Schulabschnitten, zvie wir sie nunmehr bekommen werden. Der Zeitpunkt für die Einführung des neuen einheitlichen Schuljahres, das im gesamten groß- deutschen Gebiet, einschließlich der neuen Ost- und Weftgebiete gilt, ist besonders günstig gewählt roor- dem Bei der Elternschaft wie bei den Schülern wird große Befriedigung darüber bestehen, daß gerade jetzt, wo die schulischen Leistungen der Fugend stark unter den erschwerten Schulverhältnissen des Krieges gelitten haben, die Frage der Versetzung 1941 über Ostern hinaus bis Ende Juni, dem Schluß des neuen, vereinheitlichten Schuljahres vertagt wird. Das bedeutet jedoch keine Verlängerung der vorgesehenen achtjährigen Schulzeit. Denn die Zeit, um die das laufende Schuljahr auf diese Weise verlängert wird, wird den betrogenen Schulkindern am Ende ihrer Schul- zeit durch vorzeitige Entlassung gewissermaßen erstattet werden. Im übrigen werden die für Ostern zur Schulentlassung vorgesehenen Schüler, die zum größten Teil bereits für ben Eintritt in das Berufsleben usw. disponiert haben, auch zu Ostern aus der Schule entlassen werden, wie es nach der alten Regelung erfolgt wäre. Durch die Neurege, lung wenden jetzt allerdings mehr Kinder schulpflichtig, als es zum Oftertermin der Fall gewesen wäre. Auch hier ist ein Ausgleich ae- plant, der z. B. dadurch möglich wäre, daß begabte Schüler ein Schuljahr überspringen könnten. Auch hier werden nähere Bestimmungen noch folgen. e Hervorzuheben ist ferner die große erzieherische Bedeutung der Neuordnung. Die schulischen und außerschulischen Pflichten der Schuljugend können nun besser als bisher zeitlich gegeneinander abge- grenzt werden. Die Zersplitterung der Kräfte wird Der Führer hat dem ordentlichen Professor Dr. Max Nonne in Hamburg aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die medizinische Wissenschaft, insbesondere auf dem Gebiete der Neurologie, d i e G o e t h e - M e d a ill e für Kunst und Wissenschaft verliehen. ♦ In Berlin begann eine Tagung der Amtsleiterin, nen der Reichsteitung und der Bezirksführerinnen des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Der Reichsarbeitsführer benutzte die Gelegenheit, Generalarbeitsführer Dr. Decker und dem Inspektor für Verwaltung und Wirtschaft, Generalarbeitssührer Dr. Schmeidler, für ihre großen Verdienste an der Durchsetzung der Aufgaben zu danken, die sich aus der Einführung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht ergeben haben. * Obergruppenführer von Bülow, der kürzlich zum Oberst befördert und mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, ist von der Luftwaffe beurlaubt worden, um seine Tätigkeit als Inspekteur des NS.» Fliegerkorps wieder aufzunehmen. beseitigt, wodurch es möglich wird, den Jugend- ] liehen zu jener inneren Konzentration zu führen, die , die Voraussetzung jeder echten Bildung ist. Ein Teil der Klagen über einen Rückgang der schulischen Sei- \ stungen ist im Fehlen dieser Konzentration begrün-1 det. Lange Sommerferien geben der Ju- gend vor allem auch bessere Erholllngs- Möglichkeit in ..schulfreier" Luft. Die Möglich- feiten der lagermäßigen Erfassung durch die HI. und des sonstigen außerschulischen Einsatzes werden gleichfalls gebessert. Nicht zuletzt wird sich die Neuregelung fruchtbar auswirken für eine günstige Urlaubslegung bei allen Vätern, denn nun stehen zwei Monate, der Juli und August, für die Urlaubsreise mit Schulkindern zur Verfügung. Das bedeutet gerade auch für den Fremdenverkehr selbst eine Befreiung von der bisherigen Uebervölkerung Der Kur- und Erholungsgebiete im Juli. Die Verteilung dürfte mit ihrer Entlastung des Fremden- Verkehrs im Effekt den Reifenden selbst zugute kom- men. Eine besondere Regelung ist für die land- liche Volksschule verfügt worden. Hier muß für die Ferienlage im Sommer und Herbst die ländliche Wirtschaft entscheidend bleiben. Zwar gilt auch für das Land das neue Schuljahr. Die Dauer der Sommer- und Herbstferien wirb aber je nach den örtlichen Terminen der Ernten festgelegt werden. Die finnische Regierung hat die nordamerikanische Regierung um einen Kredit von 1,75 Millionen Dollar gebeten, um die Einfuhr von Lebensmitteln nach Finnland zu ermöglichen. Aus aller Wett. Der irische Schriftsteller James Joyce f- In einem Züricher Krankenhaus starb nach einer Operation der irische Schriftsteller James Joyce, der lange Zeit in Paris. Rom. Triest und Zürich gelebt hat. Er wurde 1882 in Dublin geboren und ist durch seinen Roman „Ulysses" bekannt geworden. Eisenbahnunglück in Spanien. Infolge eines Brückeneinsturzes in der Nähe von Vinaros bei Valencia hat sich ein Eisenbahnunglück ereignet. Der Gepäckwagen und sieben Personenwagen eines Zuges stürzten in den Fluß. Ärei Eisenbahner und vier Polizeibamte fanden den Tod. Weitere vier Polizisten wurden schwer verletzt. Die Lokomotive war noch über die Brücke gekommen, bevor der Einsturz erfolgte. Eine Anzahl Wagen blieb auf der anderen Seite der Brücke stehen. Infolge des Brückeneinsturzes ist der Eisenbahnverkehr zwischen Barcelona und Valencia un- terbrochen. Diese Unterbrechung ist für die spanische Wirtschaft besonders nachteilig infolge der Stockung des Schiffsverkehrs im Mittelmeer und der gegenwärtig großen Südfrüchtetransporte, die besonders für Frankreich über diese Strecke geleitet werden. Schwere Unwetter in der südamerikanischen Eordlllere. Die in den Bergen an der Grenze Boliviens und Argentiniens gelegene Ortschaft V o l c a n , die erst kürzlich durch ein Hochwasser zur Hälfte zer. stört worden war. wunde von einem heftigen (9 e. mitten und schweren Hagelschauern heimgesucht, so daß die Bewohner angsterfüllt ihre Häuser ocr. ließen und in Berahöhlen Zuflucht suchten. Plötz, lich ging von den Bergen eine riesige Geröll- Lawine nieder und legte den von der lieber- schwemmung verschont gebliebenen Teil der Ort. schäft in Trümmer. Auch die Bahn st recke wurde rund einen Kilometer weiter unter meterhohen Schuttmassen begraben, so daß der Verkehr zwischen Argentinien und Bolivien unterbrochen wurde. 16 Tote bei einem Augzeugunfall in Tanganylka. Nach einem Bericht des „Corriere della Sera" sind bei einem Flugzeugunfall inMbeyain Tanganyika (Deutsch-Ostafrika) 16 Offiziere und Sel- baten der südafrikanischen Luftwaffe ums Leben gekommen. Unter den Opfern habe sich auch ein Neffe des Generals Botha befunden. Grohfeuer in Neuyork. Durch ein Großfeuer in dem Neuyorker Stadtteil Queens wurden sechs Häuser völlig zerstört und neun schwer beschädigt. 18 Familien sind obdachlos geworden. Auch ein Todesopfer wird beklagt. Graz baut sieben neue Schulen. Aus einem Leistungsbericht der Stadt Graz ergibt sich, daß die Geburtenziffer in Graz von 800 im Jahre 1937 auf rund 5000 im Jahre 1940 g e ft i e g e n ist. Dadurch haben sich dem Stadtschulamt neue wichtige Aufgaben ergeben. Für die nächsten Jahre ist die Errichtung von mindestens sieben neuen Schulen geplant. Weiter wird berichtet, daß die Stadt Graz allein 1940 zweieinhalbmal soviel an neuen Wohnungen errichtet hat als in der ganzen Systemzeit vorher. oaupudjcrtieuei D> .tne6nd> Allhelm l'anw Sielivenreier oH vaupNchri'ttetierr (Frnft Blumschein. Weiüninrortlirh (ir FoitH und Ziider Dr Ri. W. Xiange für Mi Neu- letun: Dr. Han» Thrrtot; ür <£tab Gießen. Provinz Alll.cha-. u. Sport: licni. H-um,che n. Druck uno ü er- raiivruckere> 9i. Lange f! (H, tteruKi» leitet Dr.-In«. Hamann einzeigen.e ter Han« veck, ftt bMi 'tniirti'her-Hn ewn Tberbnr Rfimmei HLW-.6 Unsere liebe, treu sorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Luise Fromme ist gestern für immer von uns gegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Marie Fromme Familie Ph Eisenhardt Gießen (Lieblgstraße 75), den 14 Januar 1941. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 15. Januar, 14 30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 199 D Die Beerdigung findet Donnerstag, 14 Uhr, in Darmstadt statt. 0147 Am 12. Januar 1041 ist meine liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Hainbach geb. Becker im 78. Lebensjahr für, immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Hainbach. Darmstadt, den 12. Januar 1041. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme, die uns bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Heinrich Emrich bewiesen wurde, danken wir herzlich. Emilie Emrich und Angehörige. Gießen, den 11. Januar 1041. _________________________________________________________________0139 Bekanntmachung. Delr.: Pferderäude in Gießen. Unter dem Pferdebestand des Landwirts Hans Cornus, Gießen, Am Riegelpfad 56, ist der Ausbruch der Räude amtstierärztlich festgestellt worden. Die Schutzmaßregeln sind angeordnet. 202C Gießen, den 13. Januar 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. __ I. D : gez. Nicolaus.___________ li! ■johlnoon von d Dis 20 v H ertialtrm Sie Dal wtetfsr liUUlHClSSu Dollen Veröfteotlicbuoflto em« Jtaiwgei Vermietungen I Abgeschlossene khiMwohnung möb.iert Mlt Küche, gute Cage,rtnb’ittAel» verton abzngeb Preis 60 NM Sehr. Ang. unt. 0143 a. ü. Ä. A. £qöcd zu vermieten, auch für Friseur geeignet, ohs Sonnenftrasie 9. Anmtreffen nach 17 Uhr. | Mietgesuche| Junges Beamtenebevaar sucht schöne 2-Zimmer- Wohnung mit Kiiche, sofort oder fVäter zu mieten Schr Ang. unt. 0148jt. d. Ä. A 1-2-Zimmer- Wohnung mit Küche sofort zu mieten gesucht Sckriftl. Angeb. u. 0140 an d. Gieß. 81 na. Keine Ursprungszeugnisse, unhem nur Zeugnis ab'chriften dem Be vrrbung-'ck'reiben bei egen! - LMditbllbei undBewerbungsunler agen mühen Mir Bn iieidung non Verluden ruf brr Hüd'ritc -J?a um und Anichryi bet ^rmeibere «ragen l Gut empfohlene Hause gehilfin Aum Lob lä.Ac- binar gesucht tür /% ober % Tage. 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Dienstag-Miete TIEFLAND Oper von d'Albert. Preise: RM. 1.20 bis 4.10. t»vD Nr.tt Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhelfen) Dienstag, U. Januar vm T Hans Thyriot wurde. beratet des zungsart in zurichten ist. bienung des übernimmt. rohrkesfel in torsbeheizten Hochleistungselettrizitäts- roerlen/ Der Urlaub. Von Hans Riebau So soll der Luftschutzraum in der kalten Jahreszeit natürlich geheizt werden wie jeder andere Ausenthaltsraum. Entweder schließt man Der Luftschutzwart veranlaßt die Be- Ofens, falls dies nicht der Hauswart Der Roman „Kora Terry" von Hans Caspar Zabeltitz, dessen Roman „Zwei Schwestern zurichten. Rur eins ist st reng st ens verboten: ins Freie zu gehen (auf den Hof oder gar auf die Straße), auch nicht, um nur mal schnell „einen Zug" zu machen! Denn dann würde ein Teppich aus Tausenden kleiner Glühlichter alle Der» dunkelungsmaßnahmen zunichte machen. Aehnlich ist es mit dem Trinken im Luft« s ch u tz r a u m. Natürlich ist der Lustschutzraum keine Schenke, und unter Alkohol stehende Menschen stören zumeist andere und können auch durch ihr Verhalten die Einsatzbereitschaft einer Luftschutzgemeinschaft ganz erheblich stören. Das kann nicht geduldet werden. Aber die Einnahme eines wärmenden Schlucks Grog ober Kognak ist noch kein Trinkgelage uni) stört auch nicht in jedem Falle. Also auch hier muß das Verhalten der Situation angepaßt werden. Es soll im Luftfchutzraum auch so wenig wie mög. lich gesprochen werden, heißt es in den Luftschutz, anweisungen. Auch das ist unbedingt richtig, wenn mit der vorhandenen Luft im Luftschutzraum haus- gehalten werden soll. Auch „lärmen" sollen wir nicht, denn andere wollen lesen oder schlafen oder auch nur „dösen". Darauf haben wir Rücksicht zu nehmen. Es ist dabei selbstverständlich, daß das Schlafbedürfnis dem Unterhaltungsbedürf. nis einzelner vorgeht, insbesondere in den eigent- lichen Nachtstunden, die nun einmal zum Schlafen ober mindestens zum Ruhen da sind. Darüber hinaus müssen überhaupt alle Luftschutzräume noch viel bequemer eingerichtet werden. Sie sollen so wohnlich ausgestattet sein, daß auch der längste nächtliche Alarm „keine Qual", sondern Höch, stens die Unbequemlichkeit des „Hinabsteigens" und „Wiederhinaufsteigens" bedeutet. Um den Schützen Bick beginnt sich die Welt zu drehen. „Weil ich Urlaub haben möchte", sagt er, Hornemann schüttelt verwundert den Kopf. „Ach!" ruft er, „und warum sind Sie dann erst zu mir gekommen?" bar bedeutende Mittel zur Verfügung standen, hat aus der bewegten Fabel alles herausgeholt und „Kora Terry." Ein Ufa-Film im Gloria-Palast. Einen Augenblick ist es ganz still. „Da haben Sie aber Glück gehabt", sagt der Turbinen-Jnqenieur Hornemann dann und nimmt ein Urlaubsformular vom Schreibtisch. „Glück?" haucht Bick ein wenig unmilitärisch, „wieso Glück, Herr Feldwebel?" „Na, aber!" ruft Hornemann, und nunmehr sind die Lachfalten links und rechts der Augenwinkel wieder da, „daß die Trojaner noch keine torfbe. heizten Hochleistungselektrizitätswerke hatten!" Wo es die Raumverhältnisse irgendwie gestatten, ist ferner ein Raum für Mütter mit Klein« k indem und gegebenenfalls auch für Kranke einzurichten, falls sotche zur Luftschutzgemeinschaft gehören. Die Parole des Hauswirts und des Luft, fchutzwartes ist also: wohnlichste Ausgestaltung der Luftschutzräume. Der Luftschutzraum ist noch immer der bestge- schützte, Raum im Hause. Jedes Verlassen des Luftschutzraumes bei Fliegeralarm, zum Beispiel in einer Feuerpause, kann Gefahr bringen und geschieht auf eigene Gefahr. Auch hier ist es Ausgabe des Luftschutzwarts, in diesem Sinne auf die Hausgenossen einzuwirken: irgendwelchen Zwang auszuüben, ist er jedoch nicht berechtigt. Nach jedem Angriff, beziehungsweise nach jedem Flakbeschuß, also in jeder Feuerpause, soll das Haus nach Schaden st ellen abgesucht werden. Die Leitung übernimmt am zweckmäßigsten der Luftschutzwart, zur Unterstützung bedarf es weder der Herausgabe eines Befehls noch der Abgabe von Kommandos. Es genügt, wenn der Luft, schutzwart die Hausgenossen von der Absicht des Absüchens des Hauses unterrichtet und zur Mithilfe auffovdert. Es werden sich immer Hausge. nassen finden, die sich ganz selbstverständlich und ohne weiteres zur Mitarbeit anbieten. Erst wenn ihm offensichtlich und bösartig Schwierigkeiten ge- macht werden, so daß die Durchführung des Absuchens ernstlich dadurch in Frage gestellt wird, wird er es nötig haben, von seinem Recht, alle Hausbewohner einsetzen zu können, Gebrauch zu machen. Seinen diesbezüglichen Anordnungen muß dann Folge geleistet werden: ihre Nichtbefol, g u n g kann nach Anzeige bei dem zuständigen Polizeirevier bestraft werden. Bestimmungsgemäß soll nach der Entwarnung der Lustschutzraum erst verlassen werden, wenn der Luftschutzwart durch Absuchen des Hauses festgestellt hat, daß keinerlei Gefahren für die Bewohner bestehen. Dies heißt nun nicht, daß in jedem Falle nach der Entwarnung das Haus abgesucht wird und die Luftschutzgemeinschaft so lange im Luftschutzraum warten muß. Ist zum Beispiel seit dem letzten Absuchen kein weiterer An. griff ober Flakbeschuß erfolgt, so erübrigt sich s"lbst« verständlich ein nochmalige^ Absuchen nach der Ent- wamung. Das letztere wird sogar die Regel sein, wenn nämlich in jeder Feuerpause schnell einmal has Haus abgesucht wurde. Der 'Luftschutzraum kann bann natürlich sofort verlassen roetiben. Im Interesse der Erhaltung der Arbeitskraft der Hau. bewohner ist dies natürlich erwünscht. Im übrigen gilt auch hier, daß, wer den Luftschutzraum auf eigene Faust und zu früh verläßt, auch auf eigene Gefahr handelt und gewärtigen muß, daß er für einen Schaden, den er an feiner Person spielgebend in der Stunde der Gefahr! Wir anderen Abschließend sei also nachmals betont: Der Luftschutzwart bandle verständig und fürsorglich als Betreuer seiner Hausgenossen und bei. spielgebend in der Ssunde der Gefahr' Wir anderen aber unterstützen ihn durch stete Hilfsbereit« schäft, rechten uns im Luftschutzraum so häuslich wie möglich ein und nehmen im übrigen aufcin« nnder Rücksicht. Nur so erhalten wir die Einsatzbereitschaft unserer Luftschutzgemeinschaft und helfen mit an der Erringung des großen Zieles: Sieg über England. Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag w>rd die Oper „Tiefland" wiederholt. Musikalische Leitung Otto Söllner. Spielleitung Hans Albert Sckcwe. Bühnenbild Karl Löffler. Es wirken mit: Anni Affion. Valeska Lange, Aenne Mayr-Ellg, Lifel Schröter-Beckers, Gute Unterhaltung für unsere Soldaten Auch dazu kann die Heimat beitrogen. vorher fachmännisch hat feststellen lassen, daß die Leitung dadurch nickt überlastet wird, ober man läßt einen kleinen Kanonenofen einbauen (natürlich auch wieder durch Fachleute — Töpfer —). In Häusern mit Zentralheizung kann man vielleicht die Isolierschicht von den durchlaufenden Hei- zungs- ober Warmwasserrohren entfernen, so baß Wärme in ben Luftschutzraum abgegeben wird. Jebenf alls muß geheizt werden. In Fällen, wo über bie Art ber Beheizung Unklarheiten ober Unstimmigkeiten bestehen, bestimmt ber Bau- Reichslustschutzbundes, welche Behei- bem betreffenben Luftschutzraum ein* Berater und Beschützer der Hausgemeinschaft Oie pflichten und Befugnisse des Luftschutzwartes. Von Hauptmann der Schutzpolizei Riebe. Varietes. , . Dle Gefahr, bie feit je her, auch auf Dem Theater, in ber Einführung zweier zum -verwechseln ähnlicher Gestalten liegt, zumal bann, wenn beide an der Entwicklung der flanMimg gleichmäßig beteiligt sind, wird, wie eine alte Erfahrung lehrt, wohl nie ganz gebannt werden. Ein Feldwebel ist ein Feldwebel, und ein Schütze ist ein Schütze; auch wenn er Student und beinahe schon ein Doktor ist. Als er — der Schütze Bick — neulich zum Feldwebel der Reserve Hornemann (Beruf: Ingenieur für Turbinenwesen) kommt, die Hacken zusammenschlägt und um drei Tage Urlaub bittet, da rollt der gewaltig mit den Augen. Er stellt sich vor, was wohl ein richtiger, aktiver Spieß zu solch einem Ansinnen sagen würde, dann versucht er, die kleinen Lachrunzeln links und rechts der Augenwinkel durch strenge Vorgesetztenfalten Aus reinen Prestigegründen allerdings wird ihm dieses Recht allgemein nicht zuzusprechen sein. Auch stehen ihm hierbei keinerlei Zwangsmittel zur Verfügung. Werden sie in schwierigen Fällen erforderlich, so kann er bie Hilfe des zuständigen Polizeireviers in Anspruch nehmen. Aber auch das darf und muß sich nur auf Ausnahmefälle beschränken. Der Luftschutzwart, ber von feinen Mitbewohnern nur bas verlangt, was bie vernünftige Einschätzung ber gegebenen Situation und der handelnden Per- , , . Jonen sowie der Schutz der Luftschutzgemeinschaft also einen elektrischen Heizkörper an, nachdem man dem Schaubedürfnis wie den gefühlsmäßigen Erwartungen des Besuchers vollauf Rechnung getragen. Die Titelrolle der Maria Rökk ist eine Paraderolle, schon deshalb, weil sie als Dovvelrolle in einer Weise ausgespielt werben kann, die auf ber Bühne nicht möglich märe: sie ist Kora und Mara .. ----- - - ■ ~ . - .... Terry in einer Person, sie steht sich, man hat bas zu ersetzen, bann stemmt er bie Fauste in bie Huf- im Film ja öfters mit Staunen erlebt, selbst gegen- ten, und bann hält er bem Schutzen Bick eine mili- über sie sckießt als Mara am Enbe Kora über ben tärische Gardinenpredigt. „Herr!" schmettert er, „Sie Haufen und spielt bereu Leben und Rolle weiter: sind Student, haben demzufolge eme gewisse Ah- sie vereinigt in schnell wechselnden ober sogar nung vom Trojanischen Krieg wi sen zum Beispiel, Gleichzeitigen Auftritten die W-sensg-gen,ätze der daft er zehn Jadre gedauert hat Sie haben die । Ä S h°t,^nd'ich°r°?° Sie nmlmehr: ssää» -r äs . 7 ' orriiftiF Tnn/ foin- das heißt so vle wie nem. Ich aber werde nicht >- kann, es tft nicht w°nig Artist k, Tanz (em- ° 1 („rtfabren: Sebn Sabre waren Will Qu abf lie g (früher in Gießen) den von Kora fast zugrundegerichteten, begabten Musiker Varany, Franz Schafheitlin einen eiskalt- erpresserischen Schuft, Will Dohm einen Agenten mit Gemüt. — Peter K r e u b e r macht stilgereckt Bremer Geschichten. Entsrembung. Als Tante Mieles Neffe „Dschohann" — er war, um es genauer zu bezeichnen, ber Sohn von Tante Mieles Vetter Daniel — nach Amerika ging, sagte Tante Miele: „No, mein Dschunq, denn halt dich man hart, un schreibt auch mal." Als er dahingegen nach vier Jahren wiederkam, sagte sie: „No, sünd Sie d'r wieder? Wie gehts Ihnen denn noch so?" „Aber Tante Miele", sagte Dschohann verblüfft. „Was is denn nu los? Früher hast du doch Hu zu mir gesagt, un nun sagst bu mit ’n mal ,Sie'?" „Ochott", versetzte Tante Miele, „wenn Eins brühen gewesen is, dann weiß ’n das dscha nid); denn steckt man ’r dscha nid) mehr so in. Die Perfekte. Als meine gute Mutter ein „Mädchen für altes* suchte, kam Gesche Dubbels und sagte, sie wollte das wohl annehmen. „5)m", sagte meine Mutter und betrachtete Gesche sachkundig. .Können Sie kochen?" „Och", versetzte Gesche, „bas ischa nich weit her," „Können Sie mit Kindern umgehen?" „Och, da weiß ich dscha nid) viel von ab." „Aber Sie können waschen —?" „Och, da hab ich dscha noch nicht viel Gelegenheit zu gehabt." „So", sagte meine Mutter" „was können Sie denn eigentlich?" „Och", versetzte Gesche, „Sie suchten dscha en Mädchen, bas bei sich zu Hause schlafen kann; und ba$ könnt ich denn dscha wohl. Kari Lerbs, - Aus -er Stadt Gießen. Zwischen Oreikönigstag und Lichtmeß. Mit dem Dreikönigstag (6. Januar) sind die „Zwölften", die Julzeit der Wintersonnenwende, zu Ende gegangen. Der erste Monat des Jahres ist bedeutsam für das Wetter des ganzen Jahres. Der alte deutsche Name des Monats Januar ist Har- hing. Der Hartung hat einige Lostage, die nach dem Volksglauben für die künftige Witterung bestimmend sind. Als solche gelten der 20. und der 21. Januar: für diese Tage lautet die Losung: „Fabian und Sebastian lassen den Saft in die Bäume gähn". Von nun an darf man kein Holz mehr fällen. An diesen Tagen erproben ber Bauer und der Gärtner an ben Obstbäumen durch einen Schnitt in die Baumrinde das Wiedererwachen der Natur, und die Dorfjungen versuchen, sich Weidenflöten anzufertigen. Als Wintersmitte gilt der 25. Januar: Pauli Bekehrung. Helles Wetter an diesem Tage bedeutet ein gutes Jahr. Des Apostels Bekehrungstag hot im Volksglauben eine eigenartige Deutung veranlaßt dahingehend, baß man an biefem Termin das Haus „kehren" soll, und zwar „verkehrt": Hausflur und Stuben von außen nach innen, Treppen von unten nach oben! In einigen Gegenden Schwabens und der Schweiz wurde ehedem „Weiberfeiertag" abgehalten, an dem die Frauen allein feiern und sich gütlich tun durften. Sie nahmen zu dieser Feier im Wirtshaus ihre Kehrbesen mit, und rocitfi ein „Mannsbild" sich ins Wirtshaus wagen sollte, dann wird er von den Evastöchtern in seltener Gesinnungsgemeinschaft „herausgekehrt". Die Zeit vom Dreikönigstag bis zu Maria Lichtmeß (2. Februar) ist auf dem Lande bie beste Zeit zu Hochzeitsfeiern. Im Bauernhause ist jetzt eine gewisse Arbeitspause. Wer im Dorfe heiraten will und kann, soll biefe Zeit wahrnehmen. Wenn in diesen Wochen keine Hochzeit ober Verlobung im Dorf zustanbekommt, werben in manchen Gegenden alle lebigen Mädchen — vom jüngsten bis zum ältesten Semester — vor eine mit Dornengestrüpp umflochtene Egge gespannt. Dem „Jungferngespann" voran stolziert in altertümlicher Tracht ein Sämann, der jüngste Ehemann des Dorfes, und streut „Samen" (in Wirklichkeit aber Spreu) aus. Diese Aussaat wird von dem „Jungferngespann" eingeeggt. Männer für bie lebigen Mädchen sollen daraus wachsen! Die Dorfkavaliere, nämlich die ledigen Burschen, die in Masken an ber Belustigung teilnehmen, treiben bas eble Gespann an, unb unter tollstem Peitschenknallen und Juchheißa geht ber Zug zurück ins Dorf. Ein berb germanischer Antrieb zum Heiraten! Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stabttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Tiefland". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Kora Terry". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Zwischen Hamburg und Haiti". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung „Deutsche Graphik der Gegenwart^ im Foyer des Stadttheaters. Ortszeit für den 15. Januar. Sonnenaufgang 9.30 Uhr, Sonnenuntergang 17.40 Uhr. — Monduntergang 10.12 Uhr, Mondaufgang 20.26 Uhr. Verdunkelungszeiten im Januar, Der Luftschutzwart hat im Alltag des Lebens im Kriege einen besonders wichtigen und verantwortungsvollen Platz. Meist in der Stille wirkt er umsichtig und zuverlässig als der Beauftragte ber Polizei und ber Vertrauensmann der Hausbewohner für alle Schutzmaßnahmen gegen Kriegsgefahren — eingebenf besten, baß alles, was er schafft, für seine Hausgenossen geschieht. Ihnen unb ber Polizeibehörbe gegenüber, bie ihn eingesetzt hat, trägt er bie Verantwortung bafür, daß alle erforderlichen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Aber auch nur bie erforberlichen; unnötige unb überflüssige Maßnahmen erschweren bas ohnehin schon beengte Leben des einzelnen im Kriege. Die Gefahren, bie hierdurch entstehen können, sind durchaus nicht geringer anzusehen als solche, die durch Unterlassungen entstehen können. Jedes kleinliche ober gar parteiische Auslegen von Bestimmungen unb Weisungen muß er ebenso vermeiden wie etwa die „sture" Anwendung der ihm — ja doch nur für den Notfall — übertragenen Anordnungsbefugnisse. Er soll der stets hilfsbereite Berater und Betreuer seiner Hausgenossen, in Stunden ber Gefahr aber berjenige sein, ber mit bestem Beispiel vorangeht und alle anberen durch fein vernunftsgemäßes Handeln und Auftreten — nicht durch .Kommandieren" — mit- reißt, ihm helfend zu folgen; er soll Beschützer fein, nicht Befehlshaber. Das schließt nicht aus, daß er sich Personen gegenüber, die durch böswilliges und luftfchutzwidriges Verhalten die Einsatzbereitschaft seiner Luftschutzgemeinschaft ernstlich beeinträchtigen, selbstverständlich durchsetzen muß, soweit dies eben zum Schutze ber Angehörigen ber Luftschutzgemeinschaft ober der getroffenen Schutzmaßnahmen ersorberlich ist. Hierzu muß ihm aber der Einsatz feiner Autorität und ber Achtung, die er sich durch feine Tätigkeit unter den Hausbewohnern verschafft hat, genügen.^ Musik dazu: der Architekt Erich K e f t e lhut fand ^be nur noch ein paar Seiten an meiner mehrfach dankbare Aufgaben. 3m Vorprogramm Dissertation zu schreiben, dann bin ich fertig. Ich läuft die Deutsche Wochenschau, die schon angezeigt ar^ej(e über „Niederdruckturbincn unb Flammen- Wiederum hat die Partei eine Sammel- aktion in bie Wege geleitet, die unseren Soldaten, wo sie auch immer stehen mögen, das Lesen eines guten Buches ermöglichen soll. Nach dem Grundsatz, daß für sie das Beste aeraöe gut genug ist, nimmt die Heimat die Gelegenheit, burch biefe Bücherspende bie Front bankbar zu grüßen. NSG. Reichsleiter Rosenberg hat erneut einen Ausruf erlassen, Bücher für unsere Solbaten zu sammeln, unb bamit bie Gemeinschaft ber Heimat geschlossen hinter bie Kameradschaft ber Front zu stellen. Der Gau Hessen-Nassau, ber bie beiben vorausgegangenen Büchersammlungen bereits mit hervor- ragenbem Erfolg durchführte unb vielen taufenb Solbaten mit ausgesuchten Frontbüchereien große Freude bereitete, hat die Arbeiten sofort wieder mit Begeisterung aufgenommen. Bereits in diesen lagen werden Politische Leiter und Angehörige der Gliederungen in den Haushaltungen vorsprechen, um die gespendeten Bücher in Empfang zu nehmen. Jeder Volksgenosse bedenke dabei, daß feine Gabe zur Unterhaltung, Belehrung unb Erbauung unserer Solbaten bienen soll, bie in jobesmutigem Einsatz unb ihrer Einrichtungen nötig macht, wirb stets auch ohne frembe Hilfe auskommen. Alle Schutzbestimmungen müssen sinngemäß angewendet werden, sonst verwandeln sie sich in das Gegenteil. Hin und wieder eine Zigarette im Gang ober in einem Nebenraum bes Schutz, raumes geraucht, wirb meist nicht als ftörenb emp- funben werden und den passionierten Raucher in seinem Wohlbefinden erhalten. Voraussetzung bleibt immer, daß für eine ausreichende Belüftung gesorgt ist. Wo Räume zur Verfügung stehen, ist es erforderlich, einen besonderen Raum für Raucher ein» bie Heimat vor ben Schrecken bes Krieges bewahren und für das deutsche Volk die Freiheit unb einen dauernden Frieden erkämpfen. Das Veste ist daher gerade gut genug. Erwünscht sind gute Romane, historische Erzählungen, Bücher über Forschungsreisen unb Abenteuer, gute Kriegsbücher, aber auch Werke deutschen Humors. Ls ist selbstverständlich, daß sich die Bücher in sauberem und gut erhaltenem Zustand befinden sollen. Abgelehnt werden auf jeden Fall ungebundene, beschmutzte und zerrissene Bücher, sowie alte Zeitschriftenjahrgänge, Lehrmittetbücher und Bände aus Leihbüchereien. Die Leiter der Kreisschulungsämter und die Kreisschrifttumsbeauftragten der ?^DAP. werden die eingegangenen Bücher forgfältiy auf ihre Güte prüfen und bie zweckmäßige Zusammenstellung ber Truppenbüchereien überwachen. Jeber Volksgenosse ! spende gern und schnell, damit bie Büchereien in reicher Ausstattung sofort an bie Einheiten bes Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe ab» 'gehen können! L ÄnÄ'tASMSÄ ” »•?' H -x: s.iÄSr&sKie «$:£.,£•' binfeit findet man nicht häufig. — Hans ßeibelt, m .. 0 , , spielt mit Humor einen betriebsam-nervösen Va-1 Darauf nimmt der Schutze Bick bie Knochen noch riets-Direktor, Joses Sieber ben väterlichen Be- wehr als bisher^ zusammen unb antwortet: „Nein, treuer ber Terrys, eine rechte Seele von Mensch, $crr Feldwebel. Aber die Filmkamera ist ein Zauberkasten, der keine technischen Schwierigkeiten kennt, und hat in Fällen wie diesem einen Vorsprung, der mit bem Möglichkeiten bes Theaters nie aufzuholen ist. (Dem Photographen Konstantin Jrmen-Tschet bot von sich hier eine schwierige, aber auch interessante und ßoceiriR oepen inoman „Zwei und j lohnende Aufgabe, die technisch einwandfrei gelöst Tom" aeqenroärtig in der Unterhaltungsbeilage des wurde.) Der Regisseur Georg Ja c o b y , dem offen- Gießener Anzeigers erscheint, gab bie Anregung zu $n°rHinun'1 hn' bem Drehbuch, bas Walter Wassermann und C.H. Di Iler für die Ufa schrieben. Das Motiv ber ungleichen Schwestern — ein Film von Luise Ullrich behandelte vor etlichen Jahren Aehnliches auf einer anderen Ebene — verbindet sich mit der Geschichte einer internationalen Varietenummer zu einem an Sensationen innerer und äußerer Art, an Handlung, Spannung, Verwicklungen und Steigerungen reichen Roman in Bildern. Das Thema Variete, vom Film in den letzten Jahren immer wieder aufgegriffen, hat, wie es scheint, noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Schwestern Kora unb Mara Terry machen eine akrobatische Tanznummer, deren ungewöhnliche Ersmgs- mögftchkeiten durch die vollkommene charakterliche Gegensätzlichkeit der beiden Schwestern schon untergraben sind, ehe die Nummer durch den selbstver-1 schuldeten gewaltsamen Tod der Kora endgültig vom Programm abgesetzt werden muß: um die Tradition zu retten, vor allem aber um des KinDes willen, um das sich die oberflächliche, gewissenlose Schwester nie gekümmert hat, übernimmt Mara mit dem Namen auch die Rolle der Schwester, was zu einem neuen Aufstieg und einem auch menschlich befriedigenden Ausklang der bewegten Ereignisse führt. Der Reiz ber Verwandlung des Ro!^ lentausches und Doppelgängertums verbindet sich mit einer Liebesgeschichte, einer Spionageaffare mit Erpressung und Gerichtsverhandlung, uns außerdem mit bem immer wieder gern gesehenen, farbig wechselnden Leben und Treiben auf Der Bühne und hinter den Kulissen bes internationalen (Ausschneiden und aufbewahren!) 15. Januar von 17.38 bis 9.26 Uhr 16. 17.39 9.25 e« 17. 17.41 M 9.24 t. 18. 17.42 .. 9.23 • • 19. 17.44 M 9.22 ■ e 20. 17.45 M 9.21 • • 21. 17.47 M 9.20 f* 22. 17.49 fj 9.19 4» 23. 17.51 9.18 24. 17.52 9.16 ff 25. 17.54 9.15 4« 26. 17.56 9.14 27. 17.58 A4 9.12 • • 28. 17.59 9.11 ff 29. 18.01 9.10 ff 30. * 18.03 M 9.08 ie 31. 18.05 M 9.07 e» Göns, fg 1 3, sg 1, g; 3of sg LFE, g; Allendürfer, Kleine Lin- Gießen-Wieseck, sg 1, sg 2, Klein-Linden, sg RFC, sg, E, $.Opori Ergebnisse der Kreisgeflügelausfiellung sprechen. yugendspiele. sg 1 Z, sg, g. — Altsteierer, wildfavbig: Georg i, äifc, Klein-Linden, sg RFC, sg; August Lenz, Klein. Fußball um die KriegSmeisterschast. Watzenborn-Steinberg I. — Tuspo. Naunheim L7:L Linden, dreimal sg; Karl Eise, Lich, sg E, sg 3, g; Otto Eckhardt, Lang-Göns, sg E, sg 1 3' f9 2. als Mutter von 9 Kindern ist Trägerin des gol. denen Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter (erste Stufe). Klein-Linden, sg, g. — Abteilung III: Zwerghühner. birkenfarbig: Karl Philipp, Watzendorn-Steinberg. sg KFE, sg 1, zweimal g. Abteilung IV: Tauben. Lollar, sg 1, zweimal g. ----- . ... . . Lollar, sg 3, 8- ~ Neuenglische 3wergkampfer, Landkreis Gießen. + Grünberg, 13. Jan. Am Samstagabend veranstaltete die 5) i t l e r - I u g e n d einen Volks- gemeinschaftsabend in der Turnhalle. Der Abend, der eine Fülle der verschiedenartigsten Darbietungen, wie Schwänke, Schattenspiele, Musik- vorträge, gemeinsame Lieder u. a. brachte, bereitete den zahlreichen Besuchern, worunter sich auch viele auswärtige Gäste befanden, viel Freude und befriedigte allseits. Nach dem Seitenwechsel gestalteten die Gäste das Spiel zunächst ca. V« Stunde überlegen, doch ihr Sturm vermochte sich nicht gegen die einhel- mische Hintermannschaft durchzusetzen. Als jedoch Naunheims Verteidiger an der Strafraumgrenze Heil zu hart anging, verhängte der Schiedsrichter einen Strafstoß, den Fett zum 4:1 verwandelte. Dieser Treffer war die Entscheidung. Die Watzen- born-Steinverger waren nun stets leicht feldüber- legen. Harnisch erhöhte auf 5:1 und wechselte dann mit Fischer den Platz. Nochmals war er in Tores- nähe gekommen, doch wiederum traf er nur die Querlatte, den folgenden Nachschuß wehrte der- Tor- Hüter zum Eckball aus. Dieser wurde von Fischer schön vor das Tor gegeben, und dem Halbrechten Heil blieb es vorbehalten, zum 6:1 einzuschießen. — Rheinländer, schwarz: Wilhelm Hantel, Lang- Göns, sg 1 3, sg 1, g; Losevh Stork, Gießen, sg LFE, g; Allendürfer, Klein-Linden, sg 2, zwei- mal q, Heinrich Reinhardt, Allendorf, sg 1 Westfälische Totleger: Wilhelm Jung, Großen-Lm- den, dreimal g, zweimal b. — Kraienköpse, golo: Friedrich Mandler, Lollar, sg LFE, sg 1 3» fg 2, sg 3, sg. — Weiße Leghorn: Heinrich Leun, Gro- hen-Linden, sg 2 3. !g 1- sg: Hermann Rau, Klein- Linden, sg KFE, sg 3, sg; Ludwig Stumpf, Großen- Linden, sg KFE, dreimal sg, g; Hermann Lung, Italiener, goldfarbig: Wilhelm Dechert, Lana-Göns, sg 1, sg 2, dreimal g, b; Karl Dorsfeld, Wieseck, sg 1 3- — Italiener, rebhuhnfarbig: Heinrich Reitz, Watzenborn, zweimal g, b; Otto Weiß, Wieseck, sg RFC. — Italiener, schwarz: Otto Müller, Lang- Göns sg 1 3, sg 1, sg 3, sg, zweimal g; Wilhelm Walther, Großen-Linden, sg 2, sg, g; Heinrich Grü- ßer, Großen-Linden, sg LFE, sg 2, sa. — Italiener* silberfarbig: Otto* Heß, Lang-Göns, sg E, sg 1, b; Neinhold Weigel, Klein-Linden, sg 1 3- sg 2, dreimal sg; Karl Römer, Allendorf, sg E, sg 2, g; Philipp Birkonstock, Gießen, sg 3, viermal g. — Italiener, gestreift: Ludwig Heß, Watzenborn-Stein- berg, sg E, zweimal sg. — Ehr. Ranft, Allendorf, sg 1 3' sg: Willi Steinmüller, Klein-Linden, sg, b. — Italiener, gescheckt: Ernst Jünger, Klein-Linden, Ilje Winhold; Gustav Bley, Kurt Bosny, Gustav Brunn, Heinrich Durst, Bernhard Schmitz. 16. Dienstag-Miete. — In der Spielplan-Borschau war irrtümlich für Freitag, 17. Januar, die „17. Mittwoch Miete" angegeben. Es muß natürlich 17. Freitag Miete heißen. Die wegen des Georg-Alexander- Gastspieles ausfallende 16. Mittwoch-Miete wird später nachgeholt. ** Goldene Hochzeit feierten die Eheleute Justiz-Oberwachtmeister a. D. Franz Andres und Maria, geborene Aßmuth, in B ngen, Adolf-Hitler- Straße 16. Das Jubelpaar war über 50 Jahre in Gießen ansässig, es ist Inhaber des Ehrenkreuzes für zwei im Weltkrieg gefallene Söhne, die Frau Hauptversammlung Der 3weigverein Gießen des VHE. hielt im Hotel Hopfeid lerne gut besuchte Hauptversammlung ab. Rach dem Bericht des Wandermecsters Plank wurdeil 13 Wanderungen mit durchfchnittllch 39 Wanderern durchgeführt. In großer 3ahl beteiiigie sich der 3weigverein an der Hauptver|ammlung des Gefamt-BHE. auf dem Hoherodskopf und mit 48 Wanderern an der Sternwanderung zum Deutschen Kriegswandertag in Marburg. Für fleißiges Wandern werden 19 Wanderer ausgezeichnet werden, darunter Wanderkamerad Ehr. Georg für 407 Wanderungen. Bier Kinder werden für eifriges Wandern eine Anerkennung erhalten. Trotz des Krieges wurde die umfangreiche Wegebezeichnung unterhalten, 9 Wanderstrecken wurden ausgebessert und erneuert. ~.. r, v Nach dem Bericht des Rechners Forster sind die Kasseroerhältnifse geordnet, auf Vorschlag der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Vereinsführer Hardt hob in seinem zusammen- fassenden Rückblick über das verflossene Jahr hervor, daß die Tätigkeit des Vereins auf allen Gebieten trotz des Krieges uneingeschränkt fortgeführt wurde. Die Wanderungen fanden regelmäßig statt, die Monatsverfammlungen wurden planmäßig ab- gehalten, und wie früher, teilweise besonders unterhaltend ausgestaltet. Drei Mitglieder (Reichsbankdirektor E ihn er ^Kaiserslautern), Hutmachermeister Richter (Gießen) und Gastwirt Wagner (Großen-Buseck) erhielten für 25jährige treue Mit- gliedschaft die Ehrennadel des Haupt- und Zweig- Vereins. 3wei Wanderkameraden (Anton Betz und Karl Plank) wurden zum Mitglied der Bergwacht des Gesamt-BHE. ernannt. Der 3weigoerein hat auch an den Aufgaben des NSRL. teilgenommen. Seine Mitglieder haben für die 2. Geldlotterie des NSRL. Lose verkauft und sich eifrig an der ersten Straßensammlung des NSRL. für das WHW. beteiligt. Zahlreiche Wanderer sind zum Heeresdienst eingezogen, mit ihnen steht der 3weigverein in reger schriftlicher Verbindung. 3ur Metallspende des D Großen-Linden, 14. Jan. Das Ergebnis der Bewertung der ausgestellten Tiere auf der Kreisgeflüaelausstellung, über die wir gestern bereits berichteten, ist folgendes. Es bcdeu- ten RFC = Reichsfachgruppenehrenpreis; LFE = Landesfachgruppenehrenpreis: KFE = Kreisfach, gruppenehrenpreis; E - Ehrenpreis; 3 = Zuschlags» preis; sg 1, fg 2, sg3 -- sehr gut; 1., 2. und 3. Klas- senpreis; sg = sehr gut; g --- gut; b = befriedigend. Abteilung I: Zuchlstämme. Wyandotten, silber: Alfr. Jung, Großen-Linden, sg KFE, sa 1. — Plymouth Rocks, gestreift: Otto Weiß. Wieseck, sa E. — Rhvdeländer, rot: Friedrich Bauor, Gießen, sgE; Karl Stoll, Lang-Göns, g.— Italiener, goldfarbig: Wilhelm Deckert, Lang-Göns, g; Karl Dorfeld, Wieseck, sgE; Heinrich Meyer, Wieseck, sg 1 3- Abteilung II: Hühner: Wyandotten, silber: Alfred Jung, Großen-Linden, sg RFE, zweimal fgl 3, zweimal sg 2, sg3, sg, dreimal g. — Wyandotten, gold: Aug. Bierau, Wieseck, fg E, sg, g. — Wyandotten, schwarz, 3roerfle: W. Brauer, Gießen, sa 13» fg 1- — Plymouth Rocks, gestreift: Otto Weiß, Wieseck, sg KFE, zweimal sg 1, sg. — Rhodeländer, rot: Karl Stoll, Lang-Göns, sg E, sg l, sg 2, zweimal sg, g; Friedrich Bauer, Gießen, sgLFE, sgl, sg2, fg3, sg, g; Heinrich des VHE. Gießen. deutschen Volkes hat der Zweigverein Erinnerungsstücke und Metalltcile seiner Standarte abgeliefert. Aus dem Ausblick des Vereinsführers für das kommende Jahr ging hervor, daß die Wanderungen und Monatsversammlungen für das erste Halbjahr 1941 fcftgelegt und die finanziellen Verhältnisse des Zweigvereins, trotz jährlich hoher Ausgaben im Interesse der Allgemeinheit, geordnet sind. Die Wanderkarte des Zweigvereins wird in Kürze wieder in neuer Auflage erscheinen. . Mit Gruß und Dank, an den Führer und seine Soldaten sowie dem Gelöbnis zu opferbereiter Treue schloß der Bereinssührer die Hauptversammlung. Die erste Wanderung in diesem Jahre. Am Sonntag veranstaltete der DHC. seine erste diesjährige Vereinswanderung. Eine -unentwegte Wanderschar fand sich am Treffpunkt bei der Persiluhr ein. Dann ging es unter freundlicher Begleitung der Sonne durch die Eichgärten am Phno- sophenwald her zur Grünberger Straße und auf dieser am Wasserbehälter vorbei nach der unter Naturschutz stehenden dicken Eiche am Bergwald. Nachdem dor mächtige Baum, der von dem Rödgener Ge meindeförster in dankenswerter Weise mit einer Umzäunung und einem sinnigen Spruch versehen ist, gebührend bewundert war, ging es der Markierung „Rund um Gießen" nach. Beim Austritt aus dem Wald bot sich den Teilnehmern ein herrliches Bild des Bufccker Tals mit seinen Dörfern. Dann ging es an Rödgen vorbei zur Mittagsrast nach Trohe, wo eine kräftige Suppe willkommen war. Der weitere Weg führte durch Alten-Bufeck hinauf zum Daubringer Paß, wo man sich wieder an dem reizvollen Blick über die Landschaft erfreute, und hierauf quer durch den Hangelstein unter Um- gehung seines Gipfels, u. a. an der Gnauthelche vorbei zur Daubringer bzw. Marburger Straße. Auf der „Karlsruh", wo die Schlußrast erfolgte, gab man sich bei guter Verpflegung bis zum Heimmarsch der wohlverdienten Ruhe hin. Größer, Großen-Linden, sgRFE; Albert Weber, Großen-Linden, sg 1, zweimal g; Wilhelm Hankel, Lang-Göns, g. — Reichshühner, schwarz - weiß: Arthur Bechthold, Großen-Linden, sg 13» ffl 1, fg- Orloff: Albert Junker, Großen-Linden, sa 13. zweimal sg 1, sg. — Minorka, schwarz: May, Lang- Göns, sgE, sgl3, zweimal sgl. — Sussex, bunt: Otto May, Lang-Göns, sg KFE, sgl, sg2, g. — Wohl keiner der 3uschauer hätte bei Beginn des Spiels an diesen überzeugenden Sieg der „Teutonen" geglaubt. In der Aufstellung: Mohr; K. Schmandt, Fett; O. Burger, Hedrich, Stumpf; Becker, Heil, Brückel, Fischer, Harnisch boten die Platzbesitzer eine sarnose Mannschaftsleistung. Nach anfangs verteiltem Feldspiel setzten sich die Gäste kurze Zeit vor dem Tor der Einheimischen fest. Selbst Harnisch ging noch zurück. Einen ihm zuge- spielten Ball gab er an den kaum auf der Mittel- Linie wartenden Mittelstürmer Brückel weiter, der im Alleingang an den ihm entaegeneilenden gegnerischen Spielern vorbeiging und zum 1. Tor ein- sandte. Dies gab der Platzmannschaft einen merk- lichen Antrieb. Sie gestaltete das Spiel überlegen. Nur wenige Minuten vergingen, da erzielte Brückel auf feine Vorlage des Rechtsaußen Becker das zweite Tor. Dies war Naunheim zu viel. Im technischen Spiel hatten sie zwar ein Plus, es war ihnen jedoch nicht vergönnt, bei der schlagsicheren Verteidigung der Platzbesitzer durchzubrechen. Die Weitschüsse wurden von Steinbergs Torhüter gehalten. Nach halbstündiger Spielzeit wurde abermals Becker fein eingesetzt, er umging einen Verteidiger, gab dann leicht vor das Gästetor, und abermals war Brückel zur Stelle und schoß, den Ball direkt aus der Lust nehmend, unhaltbar zu Nr. 3 ein. Naunheim griff unentwegt weiter an. Der einzige Ball, der in diesem Spiel von Fett übertreten wurde, brachte prompt den Gästen den Ehrentreffer ein. Unheimlich scharf schoß der nach innen ge- furpte Rechtsaußen der Naunheimer roeniae Minuten vor Halbzeit den von Fett versehlten Ball zum 3:1 ein. 3wei Strafstöße von Naunheim an der Strafraumgrenze der „Teutonen" wurden über das Tor geschossen. Dann ging Hämisch nochmals gefährlich durch, doch sein Schuh traf nur die Querlatte. Der Nachschuß wurde abgewehrt. SpG. Gr.-Buseck — Spvg. 1900 Gießen 3:7 (1:2). Tv. Klein-Linden — Tv. Heuchelheim kampflos für Heuchelheim. Tv. Hausen — Tv. Lich 6:3 (4:2). Tv. Wieseck — Tv. W.-Steinberg 5:1 (4:1). Großen-Buseck kam diesmal nur in der ersten Halbzeit an seine sonstige Form heran. Nach der Pause waren die Gießener mehr und mehr überlegen und gewannen klar. — Klein-Linden trat auf .eigenem Platz nicht an. — Hausen «bat das Vertrauen gerechtfertigt. Die Mannschaft siegte verdient und hält damit auch weiterhin die Spitze. — Gut entwickelt hat sich vor allem die junge Elf von Wieseck, die auch diesmal wieder klar die Oberhand behalten konnte. ' Wyandotten, gold: Friedrich Riehm, Lollar, sg KFE, sg 1, sg 2. — Wyandotten, weiß: Otto Heß, Lang-Göns, KFE, sg 1 3, fg 1. fg' 0- - Wyan- hotten, schwarz: Egon Henke, Gießen: sg E, sg 2, sg 3; Wilhelm Rau, Gießen-Wieseck sg E, sg. — Wyandotten, dunkel: Heinrich Größer, Großen-Lin- den sg 1 3, fg 2 LFE, zweimal g. — Wyandotten, gestreift: Heinrich Geiß, Lollar, sg E, fg 2, fg; Alfred Röhrn, Lollar, zweimal g; Wilhelm Rau, Gießen-Wieseck, sg 1, sg 2, g; Georg Lutz, Gießen- Klein-Linden, sg RFE, sg, a. - Rhodeländer, rot: Ludwig Sommer, Gießen, sg E, sg 1, sg 2, dreimal g. — Wyandotten, gestreift: Otto Lippert, Gießen-Klein-Linden, sg 3» 9- — Italiener, filber- halsig: Reinhold Weigel, Gießen-Klein-Linden, sg Ein schönes 3usammenspiel de« einheimischen 6turw mes führte 4 Minuten vor Spielende zum 7. Ei> folg. Dieser eindrucksvolle Sieg der „Teutonen" sicherte ihnen den 2. Tabellenplatz. Oer Handballsonntag. Am Wochenende hat auch der Mtv. Gießen seine Mannschaft zurückgezogen. Spielermangel soll zu dem Entschluß geführt haben. Damit ist Gießen wieder einmal ohne Vertretung in den aktiven Handballklassen. Die Bereichsklassenstaffel Gießen besteht nunmehr noch aus sechs Mannschaften, die ohne Ausnahme in Ordnung gehen, und die allesamt Garanten dafür sind, daß die Endspiele die nötige Spannung nicht vermissen lassen. Das beweist mehr als deutlich der letzte Sonntag. Gleich zwei Ueberraschungen gab es: Hochelheim wurde auf eigenem Platze von Dornholzhausen geschlagen; Garbenheim zeigte in Katzenfurt eine hervorragende Leistung, die dazu führte, daß ein einwandfreier Sieg errungen wurde. Die Ergebnisse: Tv. Hochelheim — To. Dornholzhausen 7:9 (4:4) Tv. Kaßenfurt — Tv. Garbenheim 8:14 (2:8). Pei Hochelheim klappte es diesmal nicht so recht. Die Mannschaft ist durch Abgänge etwas auseinandergerissen. Ganz im Gegensatz dgzu waren die Gäste nicht wiederzuerkennen. Sie spielten wie aus einem Guß und waren trotz des unentschiedenen Halbzeitstandes stets leicht überlegen. Die lieber« legenheit genügte, um zum Schluß einen knappen Sieg sicherzustellen. Obgleich Garbenheim nicht komplett antreten konnte, so zeigte die Mannschaft ttotzdem ein großes Spiel. Nur kurze 3eit kam Katzenfurt, das ebenfalls Ersatz in feinen Reihen hatte, etwas auf, konnte aber an dem Endergebnis nichts ändern. Garbenheim kam im richtigen Augenblick in Schwung. Mit dieser Leistung wird die Mannschaft in der Entscheidung sicherlich noch ein Wort mit- Hessische Kröpfer, rot: F. Wiedemann, Lich, sg 3, dreimal g. — Hessische Kröpfer, blau: Wilhelm Becker V., Lollar, sg LFE. - Hessilche Kröpfer, gehämmert: Wilhelm Becker V., Lollar, sg 1, sg 2, zweimal g. — Strasser, blau: Wilhelm Becker V., Lollar, sg E, sg 1, zweimal g. — Lahore, rott Karl 3immermann, Lollar, sg 3 — Thüringer Flugel- tauben: Reinhold Weigel, Gießen-Klein-Linden, sg 3, sg 1, zweimal g. — Karl 3immermann, Lollar, 10 KFE, sg 2, sg 3. — Süddeutsche Schilder, blau, hohl: Heinrich Größer, Großen-Linden, sa 3, sg 1, sg 3, dreimal g. — Eisetauben, belatscht, hohl: Heinrich Meyer, Wieseck, sg 3. 0- — Kupfergimpel: Hermann Jung, Gießen-Klein-Linden, fg 1, g; Franz Rathenow, Gießen-Klein-Linden, fg E, g. — Deutsche Schautauben, rot: Ludw. Heß, Watzenborn- Steinberg, sg 2, g; Wilhelm Sommeriad, Großen« Linden, sg KFE, sa 1, sg, g; August Geiß, Lollar, fg 3, g. — Deutsche Schautauben, dunkel: August Geiß, Lollar, sg 3- fg t fg 2, sg, zweimal g; Wilhelm Sommerlad, Großen-Linden, g. — Deutsche Schautauben, gelb: August Geiß, Lollar, sg RFE, fg 3, fg 1, fg; August Lenz, Gießen-Klein-Linden, zweimal g. — Deutsche Schautauben, blau: Wil- .... ........ heim Sommerlad, Großen-Linden, sg 3, zweimal —^Rheinländer', schwarz: Ludwig Frank, fg 1; August Geiß, Lollar, sg 2, a. — [ 1 zweimal g. - Sebright, silber: Spuck, Lerchen, gelatscht: Hemnch Geiß II., Lollar, sg E, " "" ~ r , sg 1, sg 2, sg, zweimal g. — Än zilWImg auf Korsika Homan von Heinz Lorenz-Lambrecht 41. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Thea sagt leise: „Schöne Gedanken, Viktor ..." „Du möchtest ein Aber hinzufügen, ich fühle es. Ich weiß auch, was du sagen willst. Schöne Gedanken, aber sie bergen für den einzelnen doch Leid in sich. Jawohl, ohne das geht es nicht ab. Ohne Leid keine Größe! Auch ich habe gelitten, Thea. Du kannst nicht wissen, wie sehr. Du kannst nicht ahnen, was es mich kostete, dis ich mich glücklich durchgerungen hatte und ein Ziel erreichte." Seine Stimme dringt herzlich in sie: „Laß uns um Beates willen gute Freunde fein, Thea." Er reicht ihr die Hand über den Tisch. Da legt sie die ihre hinein: „Ick; freu mich, Viktor, daß du doch noch das Glück gefunden hast. Ich freue mich von ganzem Herzen." Beate und Enzio kommen zurück. Heber Beates Augen liegt ein feuchter Schmelz, der ihnen etwas Entrücktes gibt. Was alles mag ihr Enzio wäh. rend des Tanzes zugeflüstert haben. Beide sitzen jetzt still und in sich gekehrt am Tisch. Sie sind ganz in ihr Glück eingesponnen. Bei einem neuen Tanz fordert Enzio Thea auf. Jetzt ist Viktor mit Beate allein. Sicher ist ihr das qualvoll in ihrem vermeintlichen Schuldbewußtsein ihm gegenüber. Aber mit einer leichten Unterhaltung bringt er sie über ihre Befangenheit hinweg. Enzio und Beate werden aus ihrer völligen Versunkenheit erst wieder aufgescheucht, als einer von Enzios Kameraden erscheint und ihm bedeutet, daß sie aufdrechen müßten, um die Barkasse zu erreichen, die sie nach ihrem Schiff zurückbringt. ,T)H, so spät schon!" ruft Enzio klagend und sieht Beate an. Viktor lächelt: „Morgen ist auch ein Tag, Enzio. Die Damen bleiben noch eine Woche in Venedig." „Wirklich? Und ich darf Sie Wiedersehen?" Enzio fragt Thea und Beate zugleich. „Gewiß, antwortet Viktor für sie. „Sie werden sich sogar sehr freuen. Wenn es dir recht Ist, begleite Ich dich jetzt zur Barkasse." „Das wäre sehr nett vor dir, Viktor." Enzio er» hebt sich, um sich zu verabschieden. Auch Viktor steht auf: „Sehe ich dich nachher noch?" fragt er Thea, während Enzio mit Beate spricht. „Es ist schon spät", meint sie zögernd. „Wir haben uns heute ja auch reichlich betätigt." Sie möchte wohl allein sein jetzt. „Also bann morgen früh, Thea, ja?" Viktor schüt. telt ihr herzlich die Hand. Er geht mit Enzio langsam über den einsamen Markusplah. Die Kameraden sind schon voraus. Die vergoldete Quadriga über der Markuskirche und höher noch die Engelstatue auf dem Kampanlle und ganz an der Mole der Markuslöwe schimmern im sanften Glanz der Frühlingsnacht wie unwirkliche Phantasiegebilde. Viktor beginnt die Unterhaltung: „Du bist ganz verwandelt, Enzio, ich kenne dich nicht mehr. Enzio macht eine gestoßene Bewegung. Er schiebt seine Hand unter Viktors Arm: „Sag Viktor, hältst du mich für einen Windhund?" „Bei Gott nicht, Junge." „Also!" nickt Enzio befriedigt. „Nicht wahr, du weißt, daß ich noch nie geliebt und geflirtet habe?" „Mna, Celeste (Saliern, die heutige Pallavicini?" „Ach, Unsinn! Sei, bitte, ernsthaft. Beate ... ich bin besessen von diesem wunderbaren Mädchen." „Das habe ich wohl gemerkt." „Woher kennst du sie und ihre Mutter?" „Das ist eine lange Geschichte, Enzio. Die Mutter kannte ich schon vor. dem Krieg. Sie war damals, wie heute Beate ift/Unb, mein Junge, sie war mir bamals, was bir heute Beate ist." Enzio überlegt bie Worte. Nach einer Weile sagt er zögernd, mit vielen Gedanken: „Dann war es vielleicht doch nicht richtig von mir, dich zu stören?" Viktor fällt ihm fast in seine Worte: „Im Gegen- teil, Enzio, ich bin sehr froh, daß wir uns heute getroffen haben. Du bist gerade zur rechten Stunde gekommen." Enzio fühlt, daß Viktor bewegt ist, und daß hinter feinen Worten eine tiefere Bedeutung steckt. Aber er stellt keine Frage. Viktor sogt: „Ja. es ist eine lange und seltsame Geschichte, Enzio. Ich werde sie dir einmal erzählen. Nicht heute. Jetzt sage mir, was hast du morgen für Dienst?" „Schießübung. Wir sind gegen Abend wieder zurück. Ich bin bann frei." „So frühzeitig, baß bu mit Beate unb ihrer Mut- ter in bie Oper gehen rtannst?" „Ganz sicher. Viktor ...?;' „Wir haben nämlich schon ausgemacht, daß wir morgen abenb in die Oper gehen wollen. Die „Butterfly" wird gegeben. Du könntest die Damen begleiten." „Ich? Unb bu?" „Ich, mein Junge? Ich fahre zurück nach Genua zu Ancia Maria. Jetzt bist bu ja ba unb wirst mich glänzenb ersetzen." „O Viktor ...!" „Ich weiß, Ich weiß. Stürmischer Dank! Mer bedenke eines, Enzio, Beate Ist erst sechzehn." „Ich werbe warten, bis sie achtzehn tft „Wirst bu das auch können?' „Traust bu es mir nicht zu?" „Doch, Enzio", sagt Viktor ernst. „An dich glaube ich, wie ich an Ancia Maria geglaubt habe. Unb ich glaube auch an Beate. Sei sicher, bu kannst auf ber ganzen Erbe keine bessere Frau finden für bich." Sie sind an den Platz gelangt, an bem bie Barkasse liegt. Enzios Kameraben warten schon unge- baldig, der Motor läuft. Enzio hält Viktors Hand: „Seh' ich dich morgen noch?" „Ich- bringe euch zum Theater, bevor ich fahre." Als Viktor allein wieder über den Markusplatz zurückgeht, bricht eine starke Bewegung in ihm durch. Wie klar auf einmal alles wieder ist! Er richtet sich steil auf, sein Blick ist den Sternen zu- gekehrt. „Ancia Maria ...!" sagt er leise vor sich hin. Ein stürmisches Verlangen überkommt chn, bei Ancia Maria zu fein. Am folgenden Morgen erwacht Viktor zu einer sehr frühen Stunde. Er fühlt sich wie neugeboren. Nichts mehr von ber gestrigen Unsicherheit unb haltlosen Gefühlsverwirrung ist in ihm. Das erste, was er tut, ist, bah er sich im Büro bes Hotels nach einem günstigen Nachtzug nach Genua erkundigt und einen Schlafwagenplatz be- fteüt Dann gibt er ein Telegramm an Ancia Maria auf, bas ihr feine Ankunft mitteilt. Da Theo unb Beate noch nicht unten sind, macht er einen kleinen Spaziergang an ber Lagune entlang. Nach feiner Rückkehr sind bie beiben noch immer unsichtbar. Er geht auf bie Hotelterrafse, deren eine Längsseite von einer schmalen Wasserstraße begrenzt wirb, bie an ber oorberen Seite ber Terrasse in ben Canäle Granbe münbet. Aus der gegenüber« liegenben Landspitze erhebt sich S. Maria bella Salute mit ihrer formschönen gewaltigen Kuppel, unb weiter nach links, schon im breiteren, dem offenen Meer zuströmenben Fahrwasser ragt auf einer Insel der schlanke Glockenturm von S. Giorgio Mag« giore empor. Den will er mit Thea unb Beate heute morgen besteigen, bamit sie bie ganze Pracht ber ßagunenftabt zu ihren Füßen ausgebreitet liegen sehen mögen. In feinen Gebauten, bie sich um vielerlei unb zumeist um Ancia Maria bewegen, wird er durch Beates Erscheinen unterbrochen. Immer war sie etwas früher fertig als bie Mutter, um Viktor ein Weilchen für sich allein zu haben. Ein wenig zögernb unb unsicher kommt sie durch die Morgensonne auf ihn zu. Sie streift den Magnolienbaum, unb einige ber blaßvioletten Blütenblätter schaukeln hinter ihr drein. Er genießt bas anmutvolle Bilb, doch nicht, wie er es gestern getan hatte. Es ist eine stille, klare Frsube in ihm, bie aus bem Bewußtsein stammt, daß es in seine Hanb gegeben ist, biefem liebenswerten Menschen- kinb zu einem Glück zu verhelfen, an dem er selbst keinen unmittelbaren Anteil hat. Ob sie wohl schon burch ihre Mutter weiß, bah er mit Enzios Schwester verlobt ist? Eigentlich müßte das ihr Schulb- bewußtsein beschwichtigen. Aber wie sie so zögernd und befangen auf ihn zukommt, macht es durchaus ben Eindruck, als ob sie sich vor ihm schäme. Er nimmt gleich einen kraftvollen, fröhlichen Ton, um sie zu ermuntern: „Hallo, Beate! Schon auf? Heute nacht hast bu sicher wundervoll geschlafen, was? Sicher hast bu einen guten Traum gehabt?" „Ich habe überhaupt nicht geträumt." „Nicht? Auch nicht mit offenen Augen, Beate? Von einem unerhört herrlichen Prinzen, wie man ihn sich nur in seinen allerbesten wachen Traum- ftunben ersinnt?" (Schluß folgtI)