I«. Jahrgang Nr. 296 ecbeint tägli», -über Juntags und feiertags Beilagen: /tuhener »>amilienblätter ÄimSBilb DieScbolle Be-ugsvreis: N-natlick,.,.. .RM.1.80 8$ebei Nichterscheinen NLN'-MenN—rn L^nsvrechanschlutz 2251 S^tanschrift:„Anzeiger" Mckeck1168k Granit. M. SaittsM13. Somtf6ci,14 Dezember l94l Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' »Ubr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvl-ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Nialstaffel I AbschlüsieNiengenstanelS Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr jnwa & • Samstaa jö.^om GiehenerAnzeiger BrühlfditUniDtrfitätsbrudereiH. lange General-Anzeiger für Oberhessen 6ie6en®$d)nlftra6e 7-9 £ S° kam daß Ichon in den letzten 2°hr-n vor ^^n Wünsche für den Sieg der japanischen m wrie>ne> Ana ’Kamirtnia n nm einpr n p II P TI _ 12.De,. (6uropapre6.) «9- nehmen. Vordergrund drängenden sozialen Fragen als treibende Kraft zu wirken. Sie wurde aus einem Organismus zur bloßen Organisation und vertrat an Stelle einer lebendigen Idee ein papierenes Parteiprogramm, bei welchem sich niemand mehr recht etwas dachte, sondern welches allenfalls noch Gegenstand gelegentlicher Debatten im Kreise einiger 'Theoretiker war. dem Kriege das Bedürfnis nach einer neuen,’ lebendigen Arbeiterbewegung, nach einem echten Sozialismus, fühlbar heroortrat. Das führte zu schließen, sende ich Ihnen, Duce, meine herzlichsten Grüße. Ich weiß mich mit Ihnen einig tn der Gewißheit, daß dieser Akt sich als s i ch e r e B u r g- schaft des gemeinsamen Sieges der drei Mächte erweisen wird." Das Telegramm, das der Führer aus dem gleichen Anlaß dem Tenno übermittelte, lautet: „An dem heutigen bedeutsamen Tage, an dem sich die Achsenmächte mit dem Kaiserreich Japan zu gemeinsamer Kriegführung bis zum gemeinsamen Siege verbunden haben, sende ich Eurer Majestät mit den aufrichtigsten Grüßen meine Glückwünsche zu den bisherigen großen Erfolgen der japanischen Wehrmacht sowie meine und des deutschen Volkes f o n g treffen. Unterrichtete kreise weisen darauf hin, daß die (Eroberung kauluns durch die Japaner, die den vollständigen Rückzug der britischen Streitkräfte vom chinesischen Festland bedeu- tet, innerhalb von 82 Stunden nach Beginn der ja- panischen Aktionen vom 8. Dezember erfolgte, nachdem die japanischen Streitkräfte an diesem Tage über die Grenzzone südlich von Tschungtschun eindrangen. Bei blitzschnellem Vormarsch besetzten die ja- panischen Truppen am Mittag des 10. Dezember Inschan, einen wichtigen Punkt der britischen Verteidigungslinie, wodurch der Weg für die am Freitag erfolgte Besetzung Kauluns freiaelegt wurde. Bei dem Angriff der Marineluftwaffe auf Hongkong wurde ein britisches Torpedoboot von den Japanern v e r s e n k l, ein Kanonenboot sowie drei Handelsschiffe wurden schwer getroffen. Tokio, 13. Dez. (DRV. Funkspruch.) wie die Marineabteilung des Kaiserlichen Hauptguartiers am Samstag um 15 Uhr japanischer Zeit bekanntgab, hat es sich jetzt b e st ä t i g t. daß ein w e i l e - res nordamerikanisches Schlachtschiff, die „Arizona" (32 600 Tonnen), in der Schlacht oop hawai versenkt wurde, und zwar außer den beiden bereits früher gemeldeten Schlachtschiffen ..West Virginia" (31 800 Tonnen) und ,-Oklahoma" (29 000 Tonnen). Außerdem wurde bestätigt, daß ein großer britischer Zerstörer außer den Schlachtschiffen „Prince of Wales" und „Repulse" in der Schlacht aufderhöhevonMalayaver- senkt wurde. Das 118^.-Schlachtschiff „Arizona" ist im Jahre 1915 vom Stapel gelaufen, jedoch bei einem Umbau unter anderem durch Anbringung von Tor- pedowulslen und Entfernung der Gittermasten er- heblich modernisiert worden. Bei einer Wasserverdrängung von 32 600 Tonnen entwickelte es eine Gelchwindigkeit von 21 Knoten. Seine Bestückung setzte sich aus zwölf 35,6-cm-Geschützen, zwölf 12.7- cm-Geschühen, acht 12,7-cm-Flakgeschühen, vier 4,7- und acht 4-em-Flakgeschühen zusammen. Ferner Tokio, Iw. -----, -- v Angaben der britischen Marine sowie nach verläßlichen Informationen aus Singapur gehörten zur britischen Fernostflotte kurz vor Ausbruch des Fernostkrieges nur zwei Großkampfschiffe. Nach der Versenkung der „Prince of Wales" und der „Repulse" umfaßt demnach die britische Fern- ostslotte vermutlich nur noch Kreuzer und leichtere Streitkräfte. In Tokio spricht man nach den japanischen Erfolgen gegen die englische und die nordamerikanische Flotte in vollem Bewußtsein der Tragweite dieser Worte von einer entscheidenden Veränderung d e s maritimen Gleichgewichts zugunsten Japans. Englands Stellung im Südwest-Pazifik könne als endgültig erschüttert bezeichnet werden. Die japanischen Erfolge bewiesen überzeugend, daß auch die modernen britischen Schlachtschiffe Luftangriffen nicht gew ach- s e n seien. Sachverständige weisen auf das ralche Erliegen der „Prince of Wales" im Vergleich mit dem tagelangen Aushalten des ähnlichen deutschen Schlachtschiffes „Bismarck" gegenüber Bomben-, Torpedo- und Artilleriewirkung hin. Ein Ueberlebenber des britischen Schlachtkreuzers Repulfe" berichtete, man habe am Abend vor dem Angriff ein japanisches Aufklärungsflugzeug beobachtet, woraufhin die an der Ostküste von Malaya in nördlicher Richtung fahrende Flotte während der Nacht den Kurs änderte. Um 11 Uhr vormittags am nächsten Tage erschienen dann acht japanische Flugzeuge in gro- Auch das WA.-Sch!achtsW „Arizona" versenkt Oie Ll^A -Marine ver'or bei Hawai insgesamt drei Schlachtschiffe Keine britischen Großkampsschiffe mehr im Kernen Osten. Grundlegende Veränderung des maritimen Gleichgewichts im Südwestpaz'fik dazu läßt. Als daher im Juni dieses Jahres als Folge des englisch-sowjetischen Bündnisses die b o l s ch e w i - ftische Propaganda neue Wirkungsmöglichkeiten in England bekam, fand sie auch ein Feld vor, welches durch langjährige Vernachlässigung dem Unkraut üppige Wachstumsmöglichkeiten bot. So schossen denn auch die Werk-Klubs überall rasch empor und sind inzwischen schon zu einem Faktor geworden, mit dem die Gewerkschaften ernsthaft rechnen müssen. Die Führung der Labour- Partei sieht diese Entwicklung mit Mißvergnügen', kann sich aber aus ihrer Verkalkung nicht mehr aui-, raffen, um noch irgend etwas dagegen zu unternehmen. Bezeichnend war die jüngste Debatte im Unterhaus, in deren Verlauf 45 Mitglieder der Labour-Fraktion einen Antrag auf Verstaatlichung der Rüstungsindustrie, Gruben und Transportmittel stellten. Die einzige Antwort Attlees war, daß er erklärte, dies sei eine Aktion gegen die Regierung und daher zu verwerfen. Als trotzdem 40 Abgeordnete für den Antrag stimmten, hatte dies lediglich ein Stirnrunzeln Attlees zur Folge. Die Debatte und der Antrag auf Verstaatlichung der Industrie verdieyen beachtet zu werden. Allerdings nicht wegen des Antrages an sich, wohl aber wegen der Tatsache, daß hier zum erstenmal seit Ausbruch des Krieges über ein wichtiges Kriegsgesetz namentlich abgestimmt wurde, und weiter ivegen des Umstandes, daß 40 Abgeordnete der La- bour-Partei entgegen dem Willen der Parteiführung eine eigene Meinung vertreten Haden. Es ist oorläufig noch zu früh, um beurteilen 3U formen, wer hinter diesen 40 Abtrünnigen steht. Sollte es ich aber nicht nur um ein letztes Aufflackern alten theoretischen Geistes handeln, sondern um die ersten unbeholfenen Schritte einer neuen Bewegung so kommt dem Vorgang vielleicht größere Bedeutung zu als viele Mitglieder des Unterhauses bei dieser „Edinburghs als Ersatz für „prince of Wales-. Stockholm, 12. Dez. (DNB.) Wie aus London gemeldet wird, hat die britische Admiralität beschlossen, den Kreuzer „Edinburgh" (10000 Tonnen) als Ersatz für den versenkten „Prince of Wales" (35 000 Tonnen) zum Flaggschiff der britischen Fernostflotte zu machen. Waffen." Britischer Rückzug bei Hongkong. Tokio, 13. Dezember. (DRV. Funkspruch.) Die heeresobteilung des kaiserlichen Hauptquartiers gab bekannt, daß die japanischen Streitkräfte am 12. Dezember das britische Pachkgebiet k a u l u n an der äußersten Spitze der Halbinsel kaulun gegenüber Hongkong und damit die Hauptverteidigungsstellung der britischen Zwingburg beseht haben. Außerdem wird gemeldet, daß die Japaner Vorbereitungen für einen Angriff auf Hong- knqland viele Folgen gehabt. 'Manche dieser Erscheinungen wirken nur komisO), erobere abstoßend. Ueber diese wird am meisten gestochen» Wichtiger und wirksamer ist der tzmsiutz bs Bündnisses auf die soziologischen Erscheinungen ub Einrichtungen, von denen nach anfänglichem 8ufmerfen nur noch wenig gesprochen tpirb. Für die englische Arbeiterpartei ergibt sich -Jt die Frage, wie sie sich zu den neuen Dingen -Uen soll. Sie war bisher die Tragenn des typi- wn englischen Sozialismus, einer geistigen -öe- t$gung, die stärker als in anderen Landern von c-istlichen Gedankengängen beeinflußt worden war- Sls die Labour-Bewegung gegen Ende des vorigen Khrhunderts von Männern wie Burns, Lansbury vnb Ramfan Macdonald allmählich aus der Enge Marner Stuben und theoretischer Debatten m Die txiten Räume der praktischen Politik geleitet wurde tjurbe sie von vielen Vertretern der beiden alten Parteien als eine ernste Gefahr für das traditionelle »Mische System betrachtet. In einem knappen 25 lAjahrhundert gelang es jedoch, diese vermeinst ch Gefahr dadurch zu bannen, daß man die ßabou Regung einfach dem vorhandenen System emg - i -rte, was teils durch dessen immer noch vorhandene ! foaft, teils durch die (Eigenart des englischen \ Mismus und teils durch die Zeitumstande ermog licht wurde. So geschah es, daß die Labourbewegung [ 2u Amt und Würden kam und geradezu eme «vt ß [ kr englischen Gesellschaftsordnung wurde, öugieiaj \ Allerdings verlor die Bewegung mehr und wehr Möglichkeit, bei der Lösung der immer starker in oe Abstimmung ahnten. .. - . Es ist immerhin denkbar, daß sich hier die Keime einer neuen englischen Arbeiterbewegung zeigten, welche, genährt von kommunistischem Gedankengut und getrieben von den harten Notwendigkeiten der Kriegszeit, versuchen will, den plutokratiichen Feudalstaat des 18. Jahrhunderts der Wirklichkeit unserer Taae anzupassen. Immerhin sind dies nur Möglichkeiten, die sich vorläufig sehr fern und Wiat« tenhast am englischen Horizont abzeichnen. Mars und Churchill regieren die Stunde, und wenn auch beide nicht die richstgen Aerzte fein dursten, Großbritannien von der „englischen Krankheit zu hei- len, so glauben sie doch, mit Gewaltkuren unb Blutübertragungen aus West und Ost den Pastenten noch eine Weile recht lebenskräftig erhalten zu können Das (Ergebnis dieser Behandlung konnte aller- dings fern, daß schließlich mehr fremdes Blut m den Batienten hineingepumpt wird, als ihm zuträglich ist. und daß dann die Krankheit n-ue und g»- fqhrliche Formen annimmt, denen Churchill mit leinen Quacksalbereien nicht mehr gewachsen wäre. hatte das Schlachtschiff drei Flugzeuge an Vard und verfügte über eine Vesahung van 1365 TUanm Panik in Kalifornien. Lissabon, 12. Dez. (Europapreß.) Auf Anordnung der Washingtoner Militärstellen müssen an der kalifornischen Küste alle Personen evakuiert werden, die innerhalb einer Zone von tausend Parbs längs der pazifischen Küste wohnen. Eine weitere Anordnung verfügt die vollständige Verdunkelung des Bezirks von Santa Cruz. Diese behördlichen Maßnahmen steigern die unter der Bevölkerung Kaliforniens ohnehin schon bestehende Panikstimmung, da sie im Sinne einer unmittelbar drohenden Gefahr gedeutet werden. Der Haushalts-Ausschuß des nordamerikanischen Senats hat einen Kredit von zehn Milliarden Dollar bewilligt. Sechseinhalb Mil- liarben sind davon für das Heer — vor allem für dessen Mechanisierung — bestimmt. Der USA-Tla- rineminifter Oberst Knox traf am Donnerstagabend in Honolulu auf Hawai em. Weite Kreise in den USA. fordern durch eine amtliche Untersuchung festzustellen, inwieweit ungenügende Vorsichtsmaßnahmen auf Hawai die großen Erfolge der Japaner ermöglichten. KriegsschaWoh Zernoff. In einem riesenhaften Bogen, der von der sub- polaren bis in die subtropische Zone reicht, erstreckt sich das eigentliche Japan mit seinen fast 4000 Inseln längs der ostasiatischen Küste. Die vier Hauptinseln Hondo, Kiushu, Shikoku und Hokkaido ebenso wie die Inselketten der Kurilen im Norden und der Riukiu-Jnseln im Süden sind durchweg gebirgig; einige Gipfel erreichen die Dreitausendmetergrenze, der heilige Berg des Landes, der vulkanische Fuji- yama, steigt bis fast 3800 Meter Höhe auf. Infolge der zahlreichen, noch tätigen Vulkane und bei der Lage Japans in der Nähe der größten bisher gemessenen Meerestiefen sind Erd- und Seebeben mit oftmals verheerenden Wirkungen häufige daher erklärt sich vielfach auch die leichte Bauweise der Häuser. , . Die japanische Bevölkerung macht auf Den insgesamt 382 000 Quadratkilometern des alten Jnselreiches gegenwärtig etwa 70 Millionen aus; tatsächlich gehören aber zum Staatsgebiet noch die Außenbesitzungen Korea, Formosa, Kwantunq und Südsachalin, wodurch das Hoheitsgebiet rd. 680 OOO Quadratkilometer und seine Einwohnerzahl mehr als 100 Millionen erreicht. Die Japaner haben sich zu einem sehr einheitlichen Menschentypus entwickelt, der nach Einwanderung über Korea die ursprünglich eingesessenen Ainu aufsog oder verdrängte, wahrscheinlich auch im Laufe der Zeit malaiische und andere Bestandteile eingeschmolzen hat. Der Geburtenüberschuß ist bei der gesunden sozialen (Bliebe- rung — die Landwirtschaft ist trotz rascher Industrialisierung des Landes die Grundlage der Wirtschaft geblieben; sehr starke Fischerei — sehr hoch, und man bemißt ihn zutreffend mit jährlich etwa einer Million. So sind die Inseln praktisch übervölkert; trotz niedrigen Lebensstandards des Volkes und sorgfältigster Ausnutzung des anbaufähigen Bodens ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte von mehr als 180 je Quadratkilometer — sie steigt stellenweise bis auf über 500 Menschen auf den Quadratkilometer — zu stark, und dieser unaufhörliche Bevölkerungsdruck nach außen ist wohl das stärkste Moment für Japans Drang nach R a u m für sein Volk. Hinzu kommt, daß auch G e • ' werbe und Wirtschaft des Jnselreiches längst nicht mehr die alljährlich zuwachsenden Hunderttausende aufnehmen können, weil das Land r o h st o s f- i arm ist. Die alten Vorkommen von Kupfer, Chrom, dazu Gold, Kohlen usw. sind großenteils erschöpft. Oie „englische Krankheit" Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Stockholm, Dezember 1941. >er Ausspruch, daß Englund nicht ohne tief- ... stnde Veränderungen seiner soziale Struktur aus diesem Kriege hervorgehen Jpi-'be, ist in den letzten zwei Jahren in England Efft und in anderen Ländern so oft getan wor- L daß er heute schon zu einer Binsenwahrheit korben ist. Auch die Behauptung ist nicht mehr ,;c.,daß diese Veränderung die Richtung einer ftär» fr 'n Beteiligung der weniger bemittelten Bevölke- ri'^sschichten und vor allem der Arbeiterschaft an Je Entscheidung über das politische Schicksal des L^des nehmen wird. Soweit sich soziolozsische (Ent- Ölungen überhaupt voraussagen lassen, ist das für ßqianö geschehen, und zwar, wie man angesichts i grundsätzlichen Uebereinstimmung der Doraus- fc>n annehmen darf, mit einem Anspruch auf Rich- fleit der Diagnose. Es ist vielleicht wirklich nicht v!sehlt, medizinische Bilder und Begriffe zur 93er- «uchaulichung von Vorgängen zu benutzen, die im vtgrößerten Maßstab am lebendigen Körper einer : fltion den Funktionen des menschlichen Organis- ; jtjs entsprechen. Man kann daher sagen, daß zwar g-jgfeit über das Wesen der „englischen Krankheit" ef)t, daß aber über Verlauf und Ausgang der $ |e nicht nur feine Uebereinstimmung herrscht, leidem daß bisher in dieser Richtung kaum eine ' jignofe gestellt wurde. Bürgschaft des gemeinsamen Sieges. Der Führer an den König von Italien und den Tenno. Berlin. 12. Dez. iDNB.) Am Tage des Ein- tritts Deutichlands und Italiens in den Krieg gegen die USA. sandte der Führer an den König nnn Italien und Kaiser non Aethwp.en das °°chst°h-nde Telegramme .Ius Anlas, der Unter. Zeichnung des Vertrages, durch den d,° Achsen- Mächte sich mit dem Kaiserreich Japan gemein- Vamet Kriegführung und Zusammenarbeit zur Sicherstellung einer gerechten Neuordnung Der- haben sende ich Eurer Mai-stat zugleich mit^rneinen aufrichtigsten Grähen die herzlichsten tm.'mfrhe für den weiteren Kampf der nunmehr eng v^bundenen Waffen der drei Mächte^ - D e m Duce sandte der Führer folgendes Telegramme Am heutigen Tage des Abschlulies des Abkom- Ens durch Las die Achsenmächte und Japan sich gemeinlamer WaHenbruderfchajt zusammen. __________, beide Schstse trafen.'' Eine Bombe durchschlug die Flugzeughalle der „Repulse" und verursachte einen Brand. Unbekümmert um bas gewaltige Flaksperrfeuer der bei- den Kriegsschiffe schossen die Japaner ihre Lufttorpedos ab. Ein Torpobo traf die „Prince os Wales" am Heck. Etwas später folgten Treffer ber „von allen Richtungen heranbröhnenben Flugzeuge auf ber „Repulse", zuerst am Bug und bann auf der Backbordseite wie am Heck, fiangfamfantbas Schl f f. Als es sich zur Seite legte, sprang die Be> satzung von den steilen Decks in das dick mit Del überzogene Wasser Unterdessen fliegen große Rauchwolken von ber „Prince of Wales" in bie Höhe. Es dauerte einige Zeit, bis auch dieses Schiff versank, nachdem es eine Weile kiel 'n gelegen hatte. Britische Flugzeuge erschienen erst, als alles vorüber war. Noch später kamen Z e r ft ö r e r, um die Ueberfebenben an Bord zu Das KrankheitsbiVd ist leicht zu umreißen: Eng- IrL hat eine Gesellschaftsform, die ihre Prägung v: allem im 18. Jahrhundert erhielt, in un- L» Gegenwart hineingerettet, die weder in ihren t.alen Bedingungen, noch in ihren geistigen und , ischen Möglichkeiten dieser Blütezeit aristokra- t5er Lebensführung entspricht. Aus diesem Wider- sfiuch ergaben sich Spannungen, bie allmählich im» ur stärker wurden und beshalb noch nicht zum r-sbruch der Krankheit führten, weil beträchtlicher Zvhlstand und äußere Ruhe dem Patienten eine cßergewöhnliche Widerstandskraft verliehen. Gleich- t hl lagen schon seit längerem Anzeichen dafür vor, Üg auf bie Dauer das Auftreten der Krise nicht § verhindern sein würde. Der Krieg hat die Entwicklung beschleunigt. Heftige Anspannung aller Kräfte ließ die Krankheit s üher ausbrechen, und zwar unter Bedingungen, vllche ihre Behandlung sehr erschweren, wenn nicht 6i verhindern muhten. Es ist die Art des Krie- -s, nicht nur die guten kämpferischen Eigenschaf- tiu zu steigern und hervorzukehren, sondern zugleich d Untugenden und Fehler Au vergröbern. Die Un- arechtigkeiten und Unmögllchkeiten des englischen istllschaftsfystems in der Welt des mittleren ? Jahrhunderts, der seltsame Anachronismus des 6üf)eriqen Gemeinschaftslebens auf der britischen 5 sei, wurden im Flammenschein des brennenden 5 ndons unheimlich beleuchtet. Damals bildete Qiurd)ill einen besonderen Kabinettsausschuß „für di Wiederaufbau nach dem Kriege". Was immer tn Aufgaben dieses Ausschusses sein mögen, er ift siyerlich nicht zuletzt deshalb gebildet worden, um eien Ausweg aus der inneren sozialen Krise zu f1ben. . Noch bis vor kurzer Zeit hatte man tn England He Krise zwar mit Aufmerksamkeit, aber ohne snderliche Besorgnis verfolgt. Man glaubte, man Inne sich auch diesmal wieder auf seinen guten (em verlassen, den Stern, der England und das Htische Reich schon durch so viele Krisen geführt litte. Der Gedanke an die Möglichkeit einer revo- 1 ionären Entwicklung lag so fern, daß bisher kaum I ls Wort Revolution in diesem Zusammenhänge L'sgesprochen ober geschrieben würbe. Gewiß gab * auch innerhalb Englands Beobachter, die sich öier den Ernst ber Krankheit durchaus klar waren, Gier auch sie neigten vielfach, wenn nicht alle, zu dir Auffassung, daß auch diesmal aufreoo- I L tionärem Wege bie Heilung gefunden wer- dm könne. , I »Es ift heute müßig, darüber zu ftreiten ob vor Monaten eine evolutionäre Entwicklung Der I kLsellfchaftskrise in England möglich war ober nicht, l bann in der Zwischenzeit finb Ereignisse und Um- s inde eingetreten, welche der Krankheit em neue! Men und wahrscheinlich auch einen neuen -versau zuveisen. Entscheidend war hierfür Churchills Bund- bs mit dem Bolschewismus. Die „unheilige Allianz , i' welcher sich der Enkel des Herzogs von Marl- b rougl) mit dem Eisenbahnräuber und Weltrevo- tiionär aus dem Kaukasus zusammenfand, hat m allerlei Gruppenbildungen, bie jeboch burchweg nur vorübergehenber Natur waren unb alle an bem gleichen Mangel litten wie die offizielle Arbeiterpartei: Dem Mangel an Ideen Und an Männern. So kam es auch, daß die englischen Arbeiter ohne wirkliche Führung in ben Krieg hineingingen. Eine lebendige sozialistische Partei wäre vielleicht im September 1939 gar nicht in die Regierung eingetreten, sondern hätte sich als inner- politische Opposition eine selbständige Stellung bewahrt, ohne deshalb hinsichtlich der Kriegführung an sich im Gegensatz zur Regierung stehen zu müssen. Ein Beispiel hierfür hat Australien geboten, wenngleich bie Verschiedenheit der Voraussetzungen auch nicht übersehen werde» kann. Herr Attlee ift aber nicht der Mann, eine selbständige Politik zu verfolgen oder gar mitten im Kriege eine Renaissance des Sozialismus in England zu betreiben. Der einzige Mann jedoch, von dem sich weite Kreise der englischen Linken eine neue Arbeiterbewegung erhofft hatten, Ernest Senin, steht heute als Arbeitsminister in den Reihen der Regierung unb kann, ganz abgesehen von seinem Ansehen unb feinen Plänen, diese Rolle nicht übernehmen, weil seine tägliche Arbeit ihm keine Zeit Die Lustherrschafi über dem Südwefi-Pazifik in japanischen Händen. und besonders mangelt es an Eisenerz. Dazu kommt der Bedarf an wichtigen Rohstoffen, wie Baumwolle, Del, Gummi, anderen Erzen, Wolle usw. Es lag nahe, Siedlungsraum und Rohstoffquellen in Dem immer deutlicher zerfallenden C h i n a der Kaiserzeit zu suchen. Da sich die fremden Mächte, voran die USA., bereits vor dem Weltkrieg zunehmend gegen eine weitere Aufnahme japanischer Einwanderer wehrten, lag die Expansion auf dem asiatischen Festland? auf der Hand. Durch die Kriege gegen China 1894/95 und gegen das zaristische Rußland 1904/05, dann auch infolge des Weltkrieges wurden die Bedingungen verwirklicht, die für Japans Vordringen in den chinesischen Raum zu erfüllen waren; in Korea, Mandschukuo und in Mittelchina sind sehr reiche R o h sto f f v o r k o m- m e n der mannigfachsten Art in japanische Hand oder wenigstens unter japanische Kontrolle gekommen, womit dem Ausbau vor allem der Schwer- rrrdustrie in Japan neuer Auftrieb gegeben wurde. Aus dem Welktrieg trug Japan in der Südsee die bis dahin deutschen Inselgruppen als Döl- kerbundsmandat davon. Auf diese Weise kam es bald zu einer bedrohlichen Zuspitzung des Verhältnisses zu England und der Beziehungen zu den USA., der beider Interessen dahin gingen, sich selbst nicht nur in der Südsee um seden Preis zu behaupten, sondern namentlich auch Südostasien, die Philippinen und Holländisch-Jndien für japanische Einwanderung hermetisch zu sperren und japanische Rohstoffbezüge (an Del, Baumwolle, Kopra, Zmn usw.) zu hemmen, um auf diese Weise die Faust an Japans Gurgel nach Belieben zu lockern oder zuzudrücken. Londons Politik strebte insbesondere nach einer Verschließung des menschenleeren Kontinents Australien vor dem überquellenden Menschenreichtum Japans. Daneben galt es, durch eine Stärkung des Widerstandes Tschiangkaischeks dahin zu wirken, daß die japanische Kraft möglichst lange im Innern Chinas gebunden blieb. Denn die Briten fürchteten und fürchten wohl zutreffend für ihre Machtpositionen vor allem in Indien, wenn es den Ja- panern gelingen sollte, festen Fuß im reichen Südostasien zu fassen. Daher gingen die Briten gerade in neuester Zeit daran, Singapur so stark wie möglich auszubauen, die strategische Schlüsselstellung für' Vorder- wie Hinterindien, sie verstärkten die Befestigungen Hongkongs und planten, P ort Darwin in Nordaustralien zu einem neuen Gi- braltar 311 entwickeln. , Washingtons pazifische Bestrebungen beruhen m erster Linie auf H a w a i, einer stark ausaebauten Marine- und Luftbasis, im Zentrum des Pazifiks. Im Bereich des nördlichen Stillen Dzeans greifen die Inseln der Aleuten von Alaska aus weit in die endlose See hinaus. Wichtiger aber ist die große Route, die von San Franzisko über Hawai und die Stützpunkte Midway, Wate und Guam — letztere bereits in japanischer Hand — nach Manila auf den Philippinen führt. Sie ist durch das blitzschnelle Zupacken Japans schon jetzt unterbrochen, und damit haben die strategischen Ueber- legungen recht behalten, es würde im Ernstfälle unmöglich sein, z. B. Guam zu halten, das 5500 Seemeilen von San Franzisko entfernt liegt, aber nur wenige Flugminuten von den japanischen Stützpunkten auf den Marianeninseln, zu denen Guam gehört. Db und wieweit es den USA. gelingen wird, von Hawai aus über Samoa und Neuguinea die Tausende „fester Flugzeugträger", wie Japans In- selbesitz in der Südsee zutreffend genannt worden ist, in weitem Bogen nach Süden zu umgehen, bleibt dahingestellt. Hier kreuzen sich die feindlichen Lebenslmien. Washington bezieht aus Südostasien (Malaya, Nie- derländisch-Jndien, Thailand, Französisch-Jndochina und Teilen des unter Tschiangkaischek lebenden chinesischen Gebiets) unentbehrliche Rohstoffe für die eigene Ausrüstung, vor allem Kautschuk und Zinn, dazu Wolfram und verschiedenes andere mehr. Und nicht nur zur Sicherung dieser Einfuhren, sondern erst recht zu offensivem Vor- gehen gegen Japans natürliches und berechtigtes Streben nach Süden hat Roosevelt das feierliche Versprechen, die Philippinen 3ug um Zug selbständig werden zu lassen, gebrochen und dort zahlreiche starke Positionen für Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe geschaffen. Und aus denselben Gründen trachtet der USA.-Präsident nach Singapur, und wiederum aus den gleichen Beweggründen hat man Niederländisch-Jndien mit seinen gewaltigen Rohstoffvorkommen aller Art — und einer keineswegs restlos befriedeten (Eingeborenen- beoölkerung! — gezwungen, sich in die antijapanische Front einzureihen. Sie hat aber bereits in den ersten wenigen Kampftagen harte Schläge und beträchtliche Einbußen hinnehmen müssen, vor allem infolge der Eroberung der gegen Südostasien hin vorgeschobenen Jnselfestungen der USA. durch die japanische Kriegsmarine. Der von Roosevelt angestiftete Krieg im Fernen Dsten hat die pazifischen Probleme in ihrer Gesamtheit aufgeworfen und ihre Lösung unter die Entscheidung der Waffen gestellt. —ow. Ganz Japan betet für den (Sieg. Tokio, 13. Dez. (DNB. Funkspruch.) In über HO 000 Tempeln des ganzen Landes beginnen am Sonntag religiöse Feiern, bei denen für den Sieg gebetet und dem alten japanischen Brauche entsprechend den Ahnen die Kriegserklä- runa an die USA. und das britische Empire rnft- geteut wird. Der Tenno wird aus diesem Anlaß zu den großen Nationalheiligtümern Sonderbeauftragte entsenden. LlSA.-Staatsbürger verlassen Europa Lissabon, 12. Dez. (Europapreß.) Die Ab- fahrt der USA.-Staatsbürger von der Iberischen Halbinsel hat schlagartig eingesetzt. Am Freitag trafen aus Spanien zahlreiche Amerikaner in Lissabon ein, um mit dem letzten regulären Dampfer der American Export Line, „E r c a tn b i 0 n", Lissabon zu verlassen. Die Export Line wird den Dienst nicht mehr versehen, denn auch ihr Lissaboner Vertreter Callock begibt sich mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten zurück. Die „Ex- carnbion" läuft bereits am Freitag mit Hunderten von Passagieren nach den Vereinigten Staaten aus. Neutralitätsabkommen der ABC-Staaten. Buenos Aires, 12. Dez. (Europapreß.) Die ABC-Staaten (Argentinien, Srafilien und Chile) haben ein Abkommen getroffen, wonach ihre absolute Neutralität auch auf der für nächsten Monat in Aussicht genommenen amerikanischen Außenministerkonferenz in Rio de Janeiro aufrechterhalten werden soll. Paraguay und Kolumbien vertreten die gleiche Einstellung, ebenso Ecuador, das allerdings unter starkem USA- Druck steht und die Besetzung der Galapagos-Jnseln durch die Vereinigten Staaten befürchtet. Tokio, 12. Dez. (Europapreß.) Die japanischen Angriffe auf Hawai, Singapur, die Philippinen und Wake Island sowie Guam waren nicht nur gegen die englische und nordamerikanische Flotte gerichtet, sondern sie hatten als wichtiges Ziel die weitgehende Vernichtung der feindlichen Luftwaffe. Als Erfolg dieser Angriffe ist feft- zustellen, daß die Luftherrschaft im südwestlichen Raum des Pazifik sich b e r e i t s in j a p a n i s H e n Händen befindet. Diese Beherrschung des Lustraumes bietet, wie in Marinekreisen Tokios betont wird, für anschließende japanische Operationen zu Lande und zur See zum mindesten einen wertvollen Gewinn an Zeit. lieber den japanischen Angriff auf Hawai teilte Kapitän Saijiro Furuhashi mit: Als der erste Angriff auf Hawai erfolgte, herrschte ein ft a r t e r Regensturrn. Trotz des schlechten Wetters aber wurde der Angriff zur festgesetzten Zeit unternommen, und zwar in zwei Formationen, von denen eine mit Torpedos und die andere mit Heftige Landkämpfe auf Luzon und Malaya. Tokio, 12. Dezember. (Europapreß.) Die Insel Luzon und die malaiische Halbinsel sind weiterhin der Mittelpunkt heftiger Landkämpfe. Die auf Luzon, der nördlichsten der großen Phi-, lippinen-Jnseln, gelandeten Truppen befinden sich in erfolgreichem Vormarsch. Die japanische Luftwaffe führte Freitag morgen einen neuen Großangriff gegen die Philippinen durch. Im Laufe des Tages ist eine neue japanische Abteilung imSüden der Insel an Land gegangen. Sn.Femandol j tvBUSUAN6A: Jba ioa< \ Ja. Fernande Bcnroc II LA' >a* WWDUANES S AM* B Berlin, 12.Dez. (DNB.) Der Leiter der Nationalsozialistischen Bewegung in den Niederlanden. Dipl.-Jng. A. A. Bluffert, hat an der letzten Reichstagssihung teilgenommen. Am 12.12. wurde Blufferf zusammen mit dem Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Reichsminister Dr. Seyß-Jnquart, und Generalkommissar Schmidt vom Führer in Anwesenheit des Reichsministers und Lhess der Reichskanzlei Dr. Lammers und des Leiters der Parteikanzlei. Reichs- leitet Bormann, empfangen. * Am 14. Dezember 1941 kann die Nationalfozia- listifche Bewegung in den Niederlanden auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Dieser Tag fällt in eine für die Niederlande politisch und weltan- «sehr bedeutungsvolle Zeit. Die Bewegung ie jetzt ihr erstes Jahrzehnt vollendet hat, kann mit Stolz von sich sagen, daß es in erster Linie ihr Verdienst ist, wenn der niederländische Mensch schon vor den Kriegslagen des Jahre 1940 gezwungen wurde, zu den politischen Problemen der Neugestaltung Europas und zu den weltanschaulichen Fragen des Nationalsozialismus Stellung zu nehmen. Mufsert hatte erkannt, daß die völkische Bindung aus gemeinsamem Blut und gemeinsam erlebter Geschichte für den germanischen Men- schen die tiefste und festeste ist, und war entschlossen, auf der Grundlage dieser Anstauung den Kampf für die Neuaeburt des niederländischen Volkes zu wagen. Mitläufer, Geldmangel sowie Schwierig- Bomben ausgerüstet war. Die japanische Luft- waffe hat bei Hawai etwa 30 Maschinen verloren, was im Vergleich zu dem riesigen Erfolg als eine geringe Einbuße angesehen werden müsse. Die Bombenflugzeuge hätten bei dem Angriff auf Hawai Bomben schweren Kaliber s verwandt. Der N ach t a n g r i f f auf S i n - g a p u r fei anscheinend für den Feind sehr überraschend gewesen, da trotz des schon seit Wochen bestehenden Alarmzustandes noch k e i n e Verdunkelung durchgeführt war, als der Angriff begann. Erst gegen Ende des Angriffs wurde die Verdunkelung allmählich norgenommen. Die Abwehr war sehr ungenau, fo daß auf japanischer Seite keine Maschine verloren ging. Auf den Philippinen seien im Verlaufe der bisherigen Luftangriffe 202 nordamerikanische Flugzeuge zerstört worden, dagegen gingen nur neun japanische Marineflugzeuge verloren, und ein Flugzeug wird vermißt. Neue Truppenlandungen sind auch auf der Malaiischen Halbinsel durchgeführt worden. Die bri- tischen Truppen haben örtliche Rückzüge angetreten. Das Ziel des japanischen Vormarsches ist Singapur. Auf der Westseite der Malaiischen Halbinsel haben japanische Flugzeuge im Hafen von Penang einen dort ankernden englischen G e l e i t x u g angegriffen. Sie versenkten ein Schiff unid beschädigten ein weiteres schwer. Andere Formationen griffen öle Kaianlagen an und bewarfen Lagerhallen und Hafeneinrichtungen mit Bomben. An der chinesischen Küste haben die Japaner örtliche Erfolge zu verzeichnen. Gegenüber von Amoy wurde die Insel Kulangsu besetzt. LlGA.-Admiral gibt schwere Zerstörung Caviies zu. Madrid, 12. Dez. (DNB.) Konteradmiral Hart gab auf der Pressekonferenz in Manila bekannt, daß die Docks des USA.-Flottenstützpunktes Cavite auf den Philippinen, der am Montaa und den nachfolgenden Tagen von japanischen Flugzeugen bombardiert wurde, am Freitagmorgen immer noch brannten. Die Brände wären noch derart stark, daß es für die Rettungsmannschaften unmöglich sei, sich den Brandherden zu nähern. Erhebliche Verluste seien besonders unter dem Marinepersonal zu verzeichnen. Ein großer Teil von Cavite sei zerstört. Die nordamerikani- schen Flugzeuge seien in den Luftkämpfen mit den Japanern schwer mitgenommen worden und kämen häufig vollkommen durchlöchert zurück. „Alles in allem", so meint Hart, „muß man sagen, daß vom japanischen Standpunkt aus der Angrif auf Cavite als erfolgreich angesehen werden kann." Die Pressekonferenz mußte infolge erneuten Luftalarms vorzeitig abgebrochen werden teilen aller Art sind die Begleiter der Bewegung in den ersten Jahren. Mustert war der bestgehaßte Mann in den Niederlanden und feine Bewegung in stärkstem Maße behördlichen Unterdrückungsmaßnahmen ausgesetzt. Als Mustert bei der Rhein- landbefetzung, dem Anschluß Oesterreichs und der Eingliederung des Sudetenlandes für das nationalsozialistische Deutschland Stellung nahm, verstärkte sich der Druck immer mehr. Alle Warnungen Musserts, die er besonders nach dem Kriegsbeginn 1939 veröffentlichte, wurden m den Wind geschlagen. Die englandhörigen Regierungskreise glaubten, sie ebenso leichtsinnig überhören zu können, wie sie die wachsende politische und militärische Macht Deutschlands übersehen zu können glaubten. Der 10. Mai 1940 brachte für alle diese Kreise em jähes Erwachen. Die niederländischen Nationalsozialisten taten als Soldaten genau so ihre Pflicht gegenüber dem Gesetze des Staates wie jeder andere Bürger. Trotzdem wurden rund 5000 verhaftet. Der Bruder Musserts und noch zwölf andere Nationalsozialisten wurden ermordet; andere, wie z. B. Rost von Tonningen, dis Calais verschleppt. Schon auf dem Hagesprak (Parteitag) im Sommer 1940 erklärte Mustert, daß er entschlossen sei, mit dem nationalsozialistischen Deutschland zusammenzuarbeiten und daß er den Sieg des Führers tm Interesse ganz Europas wünsche. Seit jenen Tagen sind immer mehr niederländische Nationalsozialisten freiwillig in den Dienst der deutschen Wehrmacht getreten. Mustert selbst aber wurde schon An. Friedrich Ratzel Über Sfmertfo Bon Dr. E. Waltarn. Der Geograph FriedrichRatzel (1844—M rechnet zu den verdienten Vertretern seiner Wissen chast in dem verflossenen Jahrhundert. Viele feine Werke weisen eine besondere Note auf. Ratzel wer | ich wie wenige Gelehrte der schwerwiegenden lj ammenhänge zwischen Mensch und Erd bewußt. Er empfand sie als eine aktive Auf gab: । des Menschen und fühlte' sich verpflichtet, babii 1 einen Volksgenossen ein Führer zu sein. Er wollt ie lehren, auf Grund der Kenntnis der Beziehun ;en von Volk und Boden raumpolitisch & denken und durch ihre Führerschicht vor allen raumpolitisch zu handeln. Don Ratzels geopolitische , Werken fand eines, die 1897 zuerst erschienen! ] „Politische Geographie", sogar den Weg in b'j j kleine Bücherei des Festungsaefängnisses in Land«: 1 berg am Lech, wo es auf Adolf Hitler tiefq ] Einoruck machte und fein politisches Denken roefem I lich beeinflußte. Dieser Umstand gibt Deranlassmu I heute der Aeußerungen zu gedenken, die er vc- I Jahrzehnten über Amerika getan hat und bie I heute eine ähnliche Erfüllung finden. Ratzel hat in den Jahren 1873—1875 die Bei- 1 einigten Staaten und Mittelamerika bereift. 1878/6) I. legte er die Ergebnisse seiner Forschungen und J obachtungen in dem zweibändigen Werk „Die Ve:. | einigten Staaten von Nordamerika" der Deffentlkt, j feit vor. Trotz einer späteren Neuauflage ist bq I Werk im einzelnen von der Entwicklung überhol^ ! im ganzen aber, besonders nach der grundsätzlich« i | Seite, erscheint es von außerordentlicher Frisch ! und Lebendigkeit. Land wie Leute können doi II einem volksbewußten Deutschen heute nicht and«-» i geschaut werden, als es Ratzel getan. Wohl erleid er die Landschaft in der ganzen Tiefe ihres Wesen-, ; er zollt ihren Schönheiten und Reizen seine Dole । Bewunderung und bemerkt trotzdem: „Wir sir) nun einmal Kulturmenschen, ob wir in Europa oder in Amerika wohnen, und die Würze unseres Natu:. ; genusses ist eben die Kultur, die die Landschaft eintj I alten geschichtlichen Gebietes wie mit einem fein« | Duft durchdringt, den man nicht immer genau tu j stimmen kann, dessen Fehlen aber bald em GefA j Der Entbehrung weckt. Der geschichtliche Hauch, dr i durch alle unsere Lande weht und in jedem Dore und um jedes alte Gemäuer webt, macht uns | Aristokraten. Er erinnert uns daran, wie alt vr als Volk auf diesem Boden sind, dessen Mitbesitzir | wir uns nennen können, wie unsere Väter dess« Miterwerber waren. Es quillt ein warmes GeM; der Beheimatung bafaus hervor." Von derartig gesichertem Boden betrachtet er de ; Verhältnisse in der neuen Welt. Voran bie Ra- 1 f e n f r a g e : „Der Präsident der Serelnighn Staaten kann zwar Neger zu Gesandten ernenn«, er kann es aber nicht durchsetzen, daß sie in derselben Eisenbahnwagen mit Weißen fahren!... Des heißt zu einer Kastengliederung zurückkehren, de j der altindischen im Grunde nichts nachaibt. Auh: dieser lagen ja ursprünglich Rassenunterschiede zp- > gründe ... Zwei Gefahren werden aber damit niqt I beschworen sein: die Mischung, welche langsam Ke \ Gegensätze auszugleichen strebt, und der Verlust bür ! unmittelbaren Berührung mit der Erde und bannt | all der heilsamen Einflüsse eines gefunden Bauen- stand es, mit dem ein Volk in seinem Boden gleich sam wurzelt." Und nun mitten hinein in die Gegenwartsbetrach j hing über den politischen und wirtschaftlichen Im« ' fang September 1940 vom Fift -er empfangen, der i mit ihm die politischen Verhältnisse in den Niedm- landen im Beisein des Reichskommissars Sech Jnquart besprach. Damit war von höchster deutscher I Stelle dokumentiert, daß Mussert auch in Zukost als Sprecher des niederländischen Volkes angefeirn i werden muß. Seit dieser Zeit hat Mussert in w \ len Reden und schriftlichen Verlautbarungen 11 und offen den Kurs feftgelegt: Mit Deutschland gen den Bolschewismus — mit Deutschland g«W I den Kapitalismus. Darüber hinaus aber hat Al I NSB. seit den Maitagen des Jahres 1940 ibrt Mitgliederzahl verdreifacht, es ist ihr gelungen, n tue breiten Schichten des niederländischen Volle- 11 heranzukommen. Mustert wurde vom Sprecher V* 11 nes Volkes zum miederländischen Vertreter und $wt' | kämpfer einer politischen europäischen NeuordnM I die sich um den engen kameradschaftlichen Bms I aller germanischen Völker gruppieren muß. Fluchtartiger Mckzug der Sowjets bei Kontupohja. Helsinki, 1Z.Dez. (DNB. Funkspruch.) ®i Bolschewisten haben sich bei den Kämpfen von Jton1 R tupohja am Onegasee in nördlicher RichtM 8 fluchtartig zurückgezogen. Bis auf das Dorf LisM blieben die Ortschaften in diesen Gebieten vollste big unversehrt. Die Sowjets hatten auch keine 3^ |j gehabt, die Anlagen der Murrnanbahn fortffl schleppen, sondern mußten sich mit stellenweise^ M (Sprengungen begnügen. In Nahkämpfen aufgerieben oder zersprengt. Berlin, 12. Dez. (DNB.) An der Einsch^W ßungsfront von Sewastopol wurden in M Nacht zum 11. Dezember hartnäckige bolschewisM i| Vorstöße von den deutschen Truppen zurückgewie|ir- — Trotz schwerster Verluste wiederholte der Fe-uv in Reaimentsstärke mehrfach seine Durchbruchstal suche. An einzelnen Stellen entwickelten sich heW ] Nahkämpfe, in deren Verlauf die feindlichen heften aufgerieben oder zerschlagen wurden. Art^ | lerie nahm trotz starker Regenfälle und teilweise pv | dichten Nebels wirksam bolschewistische Feldstellilk'» gen und Bunker unter Feuer. Das Ritterkreuz. Berlin, 12. Dez^ (DNB.) Der Führer U] I Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh w ■ Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gern' I ralfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkrri) ■ des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Pf Ei' p; f e r, Kommandeur einer Infanterie-Division, ’M u neralleutnant vonBöckman, Kommandeur een» ‘ Infanterie-Division, Generalmajor Bert h o >c, I Kommandeur einer Infanterie-Division, Iaschke, Kommandeur eines Infanterie»w ments, Oberleutnant Mondabon, Bataillon" ; sichrer in einem Schützen-Regiment, Feldmark-' Leutnant Vftez Miklos, Kommandeur des .? ungarischen Schnellkorps, ferner an Generali«^ nant Hoefl, Kommandeur einer Jnfantea-' , divifion, Oberstleutnant Die11en, Kommando eines Kradfchützen-Bataillons, Oberleutnant witz, Kompaniechef in einem Infanterieregiment Oberleutnant Tolsdorff, Kompaniechef in eine Infanterieregiment, und Leutnant Evers, Ts* ; panieführer in einem Infanterieregiment. Der Hasen von Honolvln, der Hanplstadl Hawais. M Eine interessante Luftaufnahme des Hafens von Honolulu, der Hauptstadt von Hawai auf der Insel Oahu. Honolulu ist ein militärisch wie auch wirtschaftlich wichtiger Hafenplatz und wurde bereits mehrfach von den fapanifchen Kampfflugzeugen bombardiert. — (Scherl-Archw-M.) Zehn Zahre nationalsozialistische Bewegung in den AiedeNanden. Mussert vom Führer empfangen. perialismus der Vereinigten Staaten! Ratzel legt feine Wurzeln bloß in der altväterlichen Mahnung: „Öo west, young man, and gros up with the country!“ Doch kann er sich nicht enthalten, sogleich die Frage aufzuwerfen: „Nun, dieses 'Aufwachsen mit dem Land, was ist es als ein innigeres Zusammenwachsen mit dem Land? Das kann aber nur stattfinden, wenn die Seele sich ausweitet, um fähig zu sein, die weiten Räume zu umfassen." Für diese Forderung beruft er sich auf den Philosophen Ralph Waldo Emerson, der offenbar von ähnlichen Sorgen erfüllt war, wenn er verlangte: „Sorget, daß die Größe dieser Natur in euren Werken sei!" Das bedeutet, daß die Seelen nicht mit Territorien, Gold oder Weizen abzuspei- sen sind. Klagt nicht heute die verantwortungsbewußte Presse Amerikas ein ähnliches Leid?! Ratzel hat schon damals den tieferen Grund für diese Entwicklung erkannt: „Vor die Aufgabe der Erfüllung und Ausbeutung eines weiten Raumes gestellt, droht ein Volk ein großer wirtschaftlicher Ausbeutungsorganismus zu werden, dessen Lebensäußerungen das wirtschaftliche Bestreben ganz durchdringen. Von den Nordamerikanern hat man gesagt, nur die Religion teile sich mit der Erwerbsarbeit in die Interessen des Volkes." Kann man heute anders oder zutreffender urteilen? Die letzte Deutung des Wesens der Amerikaner gibt Ratzel in Ziner Aeußerung, die beinahe jeden Tag jetzt ihre Bestätigung erfährt: „Es ist die alte Völker- krankheit der «elbstbelügung, an der sie leiden. Den Keim dazu in einer Stärke, die sonst selten vorkommt, haben die Engländer auf sie übertragen. Sie täuschen sich mit einer solchen Hartnäckigkeit und mit soviel Scharfsinn über ihre Fehler weg, daß diese auf Selbstbelügen beruhende Selbstgerechtigkeit ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Und da sie in demselben Maße andere Völker tiefer stellen, wie sie sich selbst erheben, laden sie den Haß aller nahen und fernen Nachbarn auf sich-' Mer britische Schiffe mit 27700 MT. versenkt. Oer Wehrmachiberichi. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront fanden auch gestern nur örtliche Kampfhandlungen statt. 3m Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier britische Schiffe mit zusam- men 27 700 BRT.» darunter einen großen Tanker. Außerdem wurden zwei Dewachungsfahrzeuge und ein Tanker durch Torpedotreffer schwer beschädigt. wirkungslose Störangriffe der britischen Luftwaffe richteten sich am gestrigen Tage gegen den Raum der Deutschen Bucht, in der vergangenen Rächt gegen Rord- und Westdeutschland, hierbei wurden zwei feindliche Bombenflugzeuge abgeschossen. 3n Rordafrlka gehen die Kämpfe weiter. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe zersprengten Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen der Briten. Bei den sich entwickelnden Luftkämpfen schossen deutsche Jäger sechs feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt den Hafen von Tobruk und Lisenbahn- ziele bei S i d i B a r a n i. 3n der Zeit vom 3. bis 9.12. verlor die britische Luftwaffe 69 Flugzeuge, davon 34 im Mitte l m e e r und Rordafrika. 3n der gleichen Zelt gingen im Kampf gegen Großbritannien achtzehn eigene Flugzeuge verloren. Diese Arbeit und dieses Waschpulver Hilst die Nacht Ihnen sparen. Das kurze Einweichen genügt nämlich nicht, um den Schmutz gründlich zu lockern. Deshalb ist es wichtig, daß die Wäsche die ganze Nacht über in der Einweichlösung liegt. Fe gründlicher und je länger eingeweicht wird, um so bester quillt die Sewebefaser auf. Dadurch zerspringt die Schmutzkruste, und der größte Teil des Schmutzes löst sich aus der Wäsche. Da- Hevcde wird dabei weit- gehend geschont» Nian soll auch die Wäsche niemals gleich au» dem Einweichwasser in den Waschkessel tun* Spülen Sie sie erst in klarem Wasser aus, damit der noch lose daran hängende Schmus sich entfernt 1 Fe besser gespült wird, um ffr weniger Waschpulver brauchen Sie zunv Kkurwaschen. Nach so gründlichem Einweichen genügt eö übrigens, die Wäsche langsam zum Kochen zu bringen und sie dann etwa 15 Minuten ziehen zu lassen. Geheime Kräfte in der Nacht? Warum wollen Sie nicht die Nacht zu Ihrer Helferin machen? Während Sie schlafen, kann die Nacht für Sie arbeiten, heimliche Kräfte können beim Waschen für Sie wirken. Schon nachts kann sich viel Schmutz in der Wäsche lockern. Diele Frauen wissen bas nicht. Sie weichen erst am frühen Morgen ein, rubbeln und bürsten die Wäsche vnd lvasKevsuch noH yüt velt seine angeblich „freie jüdische Presse jahrelang in Freiheit dressiert, hemmungslos auf die Volker losgelassen hat, um sie durch eine maßlose Lügenslut zu täuschen und in den Krieg zu Hetzen, fängt dieser wilde Freiheitsapostel jetzt, wo ihm selbst das Wasser am Halse steht, damit an, seiner Presse den Maulkorb umzuhängen. reien. Die Chinesen behaupten aber, daß es unter den Miaotzu noch Stämme gibt, die sich von Rohkost nähren und in Höhlen wohnen. Die Kultur des Fernen Ostens ist also aus einer Mischung verschiedener Kulturrichtungen entstanden, wobei der Norden in Philosophie und Schrifttum der gebende Teil wurde, die Mitte in Dichtkunst und Malerei und der Süden im Kunsthandwerk. Ueber- dies tritt die höhere Kultur dort am stärksten hervor, wo die Menschen am dichtesten siedeln und die Verkehrsmöglichkeiten am leichtesten sind. Mit dem Europäer sind westliche Strömungen eingedrungen. Daß diese in ihrer Auswirkung ganz bedeutende Ausmaße angenommen haben, sieht schon jeder Durchreisende an dem eigenartigen Gegensatz des modernen, europäisierten Baustils in den Großstädten Ostasiens zu dem alten einheimischen, der viel schroffer ist als der in Europa sichtbare zwischen Mittelalter und Neuzeit. Diesen sichtbaren Zeugen fremder Kultureinslüsse entspricht auch eine Umbildung der geistigen Schulung, wobei man sich bemüht, das alte geistige Erbgut beizubehalten und möglichst nur dem zivilisatorischen Teil der westlichen Gesamtkultur Eingang zu gewähren; also Sitten, Gebräuche, überkommene Religionsformen und Anschauungen gegen Zersetzungsversuche zu ver- leidigen und fremde Einflüsse abzuweisen, die praktische Anpassung an eine neue Umwelt aber vorwärtszutreiben. stehen! Denn mir 1 Presse frei von all den „Lieber der Freiheit -ie Verantwortung." Reichspreffechef Or. Dietrich hielt eineRede bei Eröffnung des neuen Instituts zur Erforschung des internationalen Pressewesens in Wien. Kulturgestaltung Ostasiens. ' Von Dr. Friedrich Otte, ehem. Professor an der Reichsuniversität Peking. Hmiptsckrtftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Etellvertreter M PmwtschriftleiierS: Ernst Blumichetn. Berantwortlich für PoltM und Bilver: Dr. ftt. W. Lange: für da« Feuilleton: Dr. Han« Thyriot, für Stabt Glesien, Provin», Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumsüietn^ Druck und Verlag: Brühlsche Universttütsdruckerei R. Lange K.G. Ber aaSletter- Dr.-Fng. Erich Hamann: An,eigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. Wirklichkeitssinn man ehemals rühmte, heute In einem Wahn und einer Wolke von Illusionen lebe. In England wird die Nachrichtenpolitik nicht nach dem Maßstab der Wahrheit gemessen, sondern in England gilt das Wort: Die Nachrichtenpolitik ist eine Funktion der britischen Kriegführung. Eine Untersuchung der Nachrichtengebuna der englischen Pu- blikationsorgane in den letzten Jahren hat die ungeheuerliche Tatsache ergeben, daß 7 2 v. H. aller in Englandausgegebenen Nachrichten auf politischem und militärischem Gebiet Falsch- melbun ge n'firtb. Die 28 v. H. damit vermischten Nachrichten dienen nur dazu, die 72 o. H. Lügen dem Publikum glaubwürdig erscheinen #u lassen. Die wenigen wahren Nachrichten, soweit sie günstig für die Gegner Englands sind, werden nur einmal verbreitet. Der Lügen dagegen bemächtigt sich ein Heer von sogenannten „militärischen Sachverständigen", ..politischen Kommentatoren" und „diploma- tischen Mitarbeitern", die eine einmal durch irgendeinen Kanal in die Welt gesetzte Lüge nach allen Regeln der jüdischen Regie auswalzen und br.eit- treten. Das Volk der Vereinigten Staaten ist das jüngste Opfer auf der Schlachtbank der jüdischen hehpresse. Roosevelt hätte sein blutbeflecktes Werk der Völkerverhehung nicht vollbringen können, wenn ihm nicht die sogenannte „freieste presse" der well ein allzu williges Werkzeug für seine Lügen, feine Fälschungen und Täuschungen gewesen wäre. Mit den unsaubersten Methoden und verderblichsten poll- tischen Mitteln haben die pressejuden Roosevelts die öffentliche Meinung in den USA. fast bis zur Hysterie emporgcpeitfchk, politische Unwissenheit und Wahnvorstellungen erzeugt und die Vernunft des amerikanischen Volkes in einem Meer von Phrasen ertränkt, bis es gegen feinen willen nun endlich auch im Kriege steht. 3n dieser Tragik des Volkes der Vereinigten Siaaten findet das völkerverderbende wirken der „sogenannten Pressefreiheit" seinen beispielhaftesten Ausdruck. Und nun erleben wir ein Schauspiel, das verdient, lestgehalten zu werden. Roosevelt, der zu einer Zeit,' als er selbst noch außerhalb des Krieges stand und die anderen mit seiner „freien Presse bineinhekte und uns unaufhörlich der Unterdrückung der Pressefreiheit beschuldigte, tritt jetzt, nachdem er selbst im Kriege steht, als Verkünder der schärfsten ^ff£<^£nfur jOntiifw niif Norhdem Roose- Rach mehr als einer dieser Richtungen hin bildet das ganze Ostasien seit 1200 Jahren etwa ein immer einheitlicher gewordenes Kulturgebiet. Es steht fest, daß der Wesenskern dieser Kultur die chinesische Schrift- und Benehmenskultur war und ist. Soweit nachweisbar, hatte sie ihren Ursprung im Weitale in Scheust in Nordchina. Der Wei-Ho fließt in den Hoang-Ho, den Gelben Fluß. Diese Kultur war Bauernkultur mit tiefernstem Untergrund an Sitten und Gebräuchen. Sie übertrug sich auf die nordchinesische Loeßebene, die bereits um 200 v. Ehr. kultiviert wurde, und verlagerte ihren Schwerpunkt mehr nach dem Osten, nach Schantung. Demnach ist das Becken des Hoang-Ho der Ursitz der ostasiatischen Geisteskultur. Dann wurde das Tal des Pangt- jeliang einbezogen. Seit der Sungzeit, ab 1000 v. Ehr., wird es der Hauptsitz der ostasiatischen Kulturwelt mit dem Schwerpunkt an der Pangtsemün- bung. Dom Hoang- und Pangtsegebiet wandert diese Kultur um 800 n. Ehr. nach Japan hinüber, nachdem schon ab 400 die Bilderschrift der Chinesen dort übernommen war. Auch Korea und die Südmandschurei gerieten früh schon in ihren Bann. Nach Süden hin weitet sie ihren Geltungsbereich ab 200 v. Chr., langsam bis Tongking hin aus. In die übrigen Teile Hinterindiens, nach Tibet und der nördlichen Mongolei hin, ist sie jedoch nicht gedrungen. Im Süden und Westen stieß sie auf die völlig anders geartete indische Kultur, die sich vermutlich bereits ab 100 v. Chr. in Ausstrahlungen bis nach China hin bemerkbar gemacht hatte, und zwar in der Form der religiös gebundenen buddhistischen Lehre; das sichtbarste Zeichen dieser Lehre ist der mit ihr langsam eindringende steinerne Baustil der Tempel und die Bildhauerei. Hierdurch entstehen ^Schichtungen und Verschmelzungen, wobei das Fremde, wie auch anderswo in der Welt, das Einheimische vorübergehend, zum mindesten in den Oberschichten der Bevölkerung, gefangen nahm. Das war auch in Japan der Fall. Auch der Buddhismus, in der Abart des Mahayana wirkt verbindend in Ostasien. Die Nordmongolen verfielen völlig dem Lamakult. Die Blütezeit dieser übernommenen Kulturrichtung fallt in das 7. und 8. Jahrhundert. In diese Zeit fallt aber auch die Blüte der einheimischen chinesischen Lyrik, Malerei und Musik. Ihre Heimat ist das Banqtsetal, der Norden hatte 1200 Jahre früher die ittenlehre hervorgebracht. Die Kultur dieser Zeit hat richtunggebend nach Japan hinübergewirkt. Kurssturz indischer Papiere in London. Stockholm, 12. Dez. (DNB.) Unauffällig ver- breitete der Londoner Nachrichtendienst ausschließlich in hindostanischer Sprache die Meldung, daß in London die Preise der ostindischen Aktien gefallen und an der Londoner Börse weder Käufe noch Verkäufe in solchen Papieren stattgefunden hätten, so daß viele Besitzer solcher Papiere um eine Kursstabilisierung besorgt seien. Meine politische Nachrichten. In der Notiz: „D i e. j a p a n i s ch e Zeit" im Gießener Anzeiger vom Donnerstag hat sich em Fehler eingeschlichen. Es muß heißen: die japa- nische Zeit geht acht Stunden hinter unserer mitteleuropäischen Zeit zurück. Dem Leiter der Fachgruppe Beherbergungsgewerbe, Fritz Gabler, wurde anläßlich des Arbeitsbeginns des unter seiner Mitwirkung errichteten Instituts für Betriebswirtschaftslehre des Fremdenverkehrs die Würde eines .Ehrenbürgers der Universität Heidelberg verliehen. Arthur Charles Wellesley, ter vierte Herzog von Wellington, Ururenkel des bekannten britischen Feld- Herrn der Napoleon-Zeit, starb. Der Herzog besah neben einer Reihe von Titeln, die seinem Vorfahren von Spanien und Portugal als Dank für Sieg über Napoleons Truppen auf der Iberischen Halbinsel verliehen worben waren, zwei große Güter in der Nähe von Granada. Aus alter Wett wegen Beleidigung eines Luftfchuhwarkes bestraft. Eine als Blockwart des Reichsluftschutzbundes ehrenamtlich tätige Frau mußte feststellen, daß m einem Grundstück ihres Dienstbereichs die Der- dunkelungseinrichtungen mangelhaft waren. Dies, teilte sie dem Hausbesitzer mit. Anstatt die Fehler abzustellen, schrieb dieser an die Frau einen Bries, in dem er behauptete, die Beanstandungen seien nur „aus persönlicher Schikane" erfolgt, und an den Lerdunkelungsoorrichtungen seien von ihr selbst Aenderungen vorgenommen worden, um dadurch Grund zu neuen Vorwürfen gegen ihn zu erhalten. Derartige durch nichts begründete Anschuldigungen stellen eine Beleidigung dar, der Reichsluftschutzbund beantragte Strafverfolgung. Im Hinblick auf die Schwere der Vorwürfe, die gegen eine Frau gerichtet waren, die im Dienste der Allgemeinheit nur ihre Pflicht getan hatte, verurteilte der Amtsrichter den Angeklagten zu 600 RM. Geldstrafe. Reue Stücke für das Solinger Schwerlermufeum. Durch den Sieg in Frankreich konnten Watten und Ausrüstungsgegenstände den deutschen TIufeen zurückgewannen werden, die in den Kriegen mit Frankreich geraubt wurden. Der Ches des Heeres- museums in Berlin übermies dem Solinger Waffenmuseum, in dem eine Serie kostbarer Schwerter aufbewahrt wird, drei Klingen von besonderem Wert: einen Degen von Clemens Pöter-Solingen mit der Jahreszahl 1635, ein Richtschwert von Hann Hoppe aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, einen Degen von Johannes Wundes aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, mit Wolfszeichen und Königskopf, den Werkstattmarken des berühmten Klingenschmieds. Jedes Schwert, das nach jahrhundertelanger Irrfahrt den Weg in feine Heimat zurückgefunden hat, ist ein Ergebnis edler deutscher Schwertschmiedekunst, das den Bestand der Solinger Sammlung bereichert. Wien, 12. Dez. (DNB.) Im Schönborn-Palais auf der Wieden wurde das Institut zur Er - forschung des internationalen Presse« wesens durch den Reichspressechef Dr. Dietrich eröffnet. Der Reichspressechef beglückwünschte die Delegationen ter Presse zahlreicher Lander zu der soeben erfolgten Gründung der „Union nationaler Journaliftenoerbänd e". In dieser Vereinigung habe der Entschluß, durch gemem- same Arbeit an der inneren (Erneuerung der Presse zum Wohle der Menschheit zu wirken, vor aller Welt seinen Ausdruck gefunden. Dr. Dietrich mm- riß sodann die Entwicklung der Presse, ihre Arbeit und ihre Zukunftsaufgaben im neuen Europa. Sie fei im Zeitalter des sozialen Aufstieges die unsichtbare Herrscherin im Reiche der Gedanken, die Herrin über Erkenntnis und Willensbildung der Mas- sen und damit über das Schicksal der Volker. Es stehe fest, daß unter der Herrschaft der liberalen Demokratie aus einer ter wichtigsten öffentlichen Einrichtungen, die ein Hort der allgemeinen Jnter- ef en ein sollte, ein Tummelplatz verbrecherischer politischer (Elemente geworden fei. Durch ihre Ehe mit dem Seite wurde die sogenannte öffentliche Meinung käuflich gemacht. Durch den jüdischen Mißbrauch des Nachrichtenwesens sei die Presse l u g e in das Leben der Völker eingeführt worden, durch ein System organisierter Nachrichtenfälschung wur- den die internationalen Beziehunyen vergiftet, unter dem Deckmantel der Freiheit ließ sich die demo- kratische Presse zu gewissenlosester Kriegshetze mißbrauchen. , ~ . ... .. Dr. Dietrich zitterte zahlreiche Dokumente für die ungeheure Schuld, die die französische Presse unter der Fahne der „Freiheit" im Dienste der Kriegshetzer auf sich geladen habe. Wo eine Zeitung es gewagt habe, für den Frieden einzutreten fei sie gezwungen worden, die Wahrheit zu verschweigen Vielleicht", so erklärte Dr. Dietrich, „ist es ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, daß Frankreich zuerst dem Wirken dieser verlogenen Pressefreiheit zum Opfer gefallen ist, die es selbst hervorgebracht urtd mit der es die Welt beglückt hall" Seitdem seien zahlreiche andere europäische Lander auf dem „Altar der Pressefreiheit" geopfert worden. Es seien jene „Neutralen", die sich durch die angelsächsische Hetz- und Lügenpresse auf falsche Wege bringen ließen. Die Presselüge sei das Schlachfte d auf^dem der Jude kämpfe. Auf diesem Schlachtfeld sei England sein bester Bundesgenosse. Die überaus stark verjudete englische Presse habe es m ihrem seit Jahrhunderten entwickelten System der organisierten Lüge und der Völkerverdummung so weit gebracht^daß das englische Volk, dessen nüchternen Zieht man eine gerade Linie von Tokio nach Schanghai, so gruppieren sich um diese Achse herum die Stätten, wo heute das Schwergewicht der ostasiatischen Kultur lagert, mit einer in Baustil, Großschiffahrt und modernen Anlagen bereits stark sichtbaren Beimischung westlicher Kultur und Zivilisation. Das war nicht immer so. Kultivieren heißt pflegen. Man spricht von Boden- fultur und meint damit, daß man den Boden, und was er trägt, pflegt. Im übertragenen Sinne versieht man unter Kultur gemeinhin die Pflege der edleren geistigen Eigenschaften des Menschen. Die Ausstrahlungen solcher Geisteszucht werden sichtbar in schöpferischen Taten: — in einer Benehmenskultur der Menschen durch die Art, wie sie sich begegnen, das Gemeine in den Hintergrund drängen und dem Edleren den Vorzug gewähren; dann in Literatur, Bildwerk und Tonkunst, also in Kunst und Können. In weiterem Sinne bedeutet Kultur aljo: — höhere Zielsetzungen für das menschliche Wollen. Das reine Kunsthandwerk ist zwar auch im Nangtsetale zu Hause, jedoch heute mehr noch an der Küste bis Kanton hinab, vor allem aber auch tn Japan, und zwar in stärkerem Maße als tm chinesischen Norden. (Es scheint also als ob bie Form des höheren künstlerischen Schaffens nicht in Nordchina zu Hause war, daß also der Nordchinese in dieser Hinsicht der empfangende Teil war. Man muh auch annehmen, daß die Japaner, als sie tn der sagenhaften Zeit vielleicht um 1000 v. Ehr. m die üdjapanische Inselwelt eindrangen, bereits Trager einer hochentwickelten Handwerkerkultur waren, da sie sonst die Ainu und sonstige plaeo-asiattsche Volker nicht hätten zurückdrängen können. Man grabt heute auch in China nach Altertümern, die mehr Klarheit auf diesem Gebiete fchaf en sollen. Vermut lich war aber die japanische Urkultur malansch-in disches Gut. Mit der chinesischen Kunst "sid Hand werkerkultur verbindet sie die außerordentliche u und Kleinarbeit im Schaffen, wenn auch der' Stt ein anderer ist. Sowohl in Japan, wie °»ch belon dcrs im Süden und Westen Chinas, kann man die Kulturwanderunq auch noch an dem Gegensatz der Japaner, bzw. Chinesen zu den noch vorhandenen Urftämmen nachweisen, an deren durchaus verschi denen Sitten und Gebräuchen. Sie Chmesen sind zwar bis an die Grenze non Burma lSchanstaaten, vorgedrungen, überall in den Bergen s ch .. Vangtsekiapg findet man Splittergruppen der Ur einwohner, die z. T. ihre eigene Schriftkultur haben in Verbindung mit eigenen Sprachen. Der Unterbau der chinesischen Kultur ist Täler- und (Ebencntultur, die Chinesen meiden die Berge, wo sie können, auch die Japaner möglichst. Die sichtbarsten Zeugen der Kultur der Ureinwohner sind hochwerttge Sticke- Deutschland und Italien haben als die Pioniere einer neuen geistigen Haltung Europas auch der Presse die Grundelemente einer moralischen (Erneuerung aufgezeigt. Das Wesen dieser Erneuerung besteht nicht darin, die Pressefreiheit zu beseitigen, sondern die wahre Freiheit der Presse wieder herzu st eilen und sie aus den verderblichen Fesseln zu lösen, in die sie geschlagen worden ist. Freiheit ohne innere Bindung fuhrt zur Anarchie, Pressefreiheit ohne moralische Hemmungen führt zum Verbrechen an der Menschheit! lieber der Freiheit muß die Verantwortung als kategorischer Imperativ der Presse • * durch Verantwortung wird die wnv _______den Fesseln unlauterer Einflüsse. Nur durch sie gewinnt die Presse die Freiheit zu schöpferischer Arbeit am großen Werk der Wohlfahrt der Völker. Dazu bedarf es keiner Eingriffe von außen tn ihre Freiheit, sondern das Ziel kann erreicht werden durch Selbsterziehu n g und Selbstkontrolle des journalistischen Berufsstandes. Die Presse selbst muß ihrer Freiheit die Bedingungen auferlegen, die sich aus den schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit als notwendig erwiesen haben. Ein internationaler Zusammenschluß derjenigen nationalen Berufsver- bände, die diese Grundsätze anerkennen, wird auf berufsständischer Basis der geistige Sammelpunkt für die Journalisten aller Länder fein, die den Willen haben, die Presse mit einem neuen Glauben einem neuen Idealismus und einem neuen Ethos zu erfüllen. Durch die hier in Wien gegründete berufsständische internationale Vereinigung nationaler Jouristenverbände wird die Presse zu fruchtbarer Entfaltung für das neue Europa kom- men Das Gesetz des neuen Europa ist Ordnung. Wenn sich die Presse, mitfühlend und mitaeftaltenb, dieser Aufgabe verpflichtet, dann wird sie die Fahne der neuen Zeit tragen und Pionierarbeit leisten am geistigen Neubau Europas! Matratzen eingetroffen Reese-Rat zum Advent! Möbel-Sommerlad Gießen Bahnhofstraße 65. 50880 SchaMchbW MeistMbmnS Ge- 5006 V ■lllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllg | ■IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIllilllllllllllllllllllillllllinilllHIlf 275 A sucht. 5087D Büromaschinen pflege Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Wohn- oder Geschäftshaus aus Silber 5075 A Parfümerie Doll Parfümerie Doll Allpulz juutya/tM Ranzen (Knaben) zu 9.45 (^rbauunnsflunbe; ,11 Sonn- verkaufen. 9.45 ürrbnitunndilitnüe; 11 Lonn- tagschule; 16 Predigt, H. Hosner^ 04311 5069 A Stephanstr. 421. Dillenburg. Vogt&Vo Beim Beinhalten der Waschküche tut ALLPUTZ gute Dienste Warum sich mit langwierigem Schrubben und Bürsten mit Seife und Wasser plagen? 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Jph'g-nie spricht es aus: L _ 1 . * n-■ ec____...,sTQio mnn hpn tfnntn an deir facL Volks- löhem a- oder ondtrt ißner- .10 W Schulzeit im estr.3; Derdunkelungszeii 13.12. von 17.06 bis 9.23 Uhr. 14.12. von 17.06 bis 9.23 Uhr. „Wie man den König an dem Uebermaß der Gaben kennt, denn ihm muß wenig scheinen, was Tausenden schoO Reichtum ist, so kennt man euch,'ihr Götter, an gesparten, lang und weise zubereiteten Geschenken —" lasst jährig, n auch zeitige ie Auf. Osten re Auf- Dirnen Und das Schönste, was je über das Schenken gesagt ward und zugleich das schönste Schenken fesselnden Vortrages faßte der Redner in folgende Sätze zusammen: In Politik, Wirtschaft, Levens- aewohnheiten, im Kunstwollen und im Denken verblaßt das Mittealter. Es findet keine Revolution, kein Bruch, keine Empörung gegen dasjenige statt, was zutiefst das Mittelalter bestimmt hatte: die Bin- duna an das Ueberweltliche und das von ihr bestimmte System der Werte. Nie findet ein radikales Fragen nach der Wahrheit dieser Werte statt. Sie sind so selbstverständlich, so überreif, so sehr ebenfalls beim Schwätzchen zusammen, andere letzen die Hände still im Schoß ruhen und lauschten der Rundfunkmusik oder hingen still ihren Gedanken nach. Ueberall ein Bild der beschaulichen Ruhe und des Friedens eines angenehmen Lebensabends. Und soweit wir einige Männer bei leichter HUssar- beit sahen, merkte man ohne weiteres, daß sie diese Beschäftigung als willkommenen Zeitvertteib gerne m». flhntc ioEtn tn t- oetbc Ib, M "Ito Dies ist der Sinn des hohen Wortes: ein Göttergeschenk! Wir begrüßen es in'unserer Torheit gewiß oft genug mit unzufriedener Miene. Und es ist doch das Herrlichste, was einem Menschen beschieden ein kann: das gesparte, lang und weise zubereitete Geschenk? Aus der Stadt Gießen. Oer Tannenbaum. Immer wieder haben sie davon gesprochen. Zu- ,-st nur ganz schüchtern, weil Weihnachten noch Hit entfernt schien. Damals machte Peter den An- fing, als er eine Klassenarbeit über unsere Wald- fäume schreiben mußte. Ein Gedankenaustausch -her den Weihnachtsbaum war durchaus nahe- hegenb, und zu Haus nahm Hermann, der jüngere Kruder, ebenso frohgestimmt daran teil wie die f eine Ursula. „Ob wir in diesem Jahre auch einen £annenbaum haben werden?" fragten sie alle drei jte Mutter, die dem Gespräch interessiert gefolgt riar. Aber die Mutter zog nur die Schultern hoch: Wer weiß?" Dabei lächelte sie allerdings vielver- brechend, was eine beruhigende Wirkung auslöste. Zeit jenem Tage war der Tannenbaum immer -nieder Gesprächsstoff gewesen, vor allem in den Dämmerstunden, wenn Mutter ab und zu eine 5eine Geschichte erzählte, die meist zum Weihnachts- sst irgendwie in Beziehung stand. Am letzten Sonntag nach dem Essen gab es eine egelrechte Aufregung. Mutter entwickelte einen Jan, der mit großer Begeisterung ausgenommen Er steht allein da und wartet. . Wann hat man so etwas je erlebt: ein Gaul allein mitten im Verkehr der Großstadt. Jeder sieht es ihm an: es ist ein Soldatenpferd. Und schon deshalb gehört ihm untere Sympathie. Als erster ist der alte Mann njit dem eingefallenen Gesicht und dem krummen Rücken bei dem Gaul. Wer weiß, dieser Mann mit seinem schlabbrigen Anzug, mit dem struppigen Schnauzbart und der ausaeweiteten nchlagermutze war vielleicht einmal ein stolzer Reiter, jedenfalls ist er gleich zur Stelle, kramt ein dickes Ende Brot aus der Rocktasche, bricht Stücke davon ab und fut- tert das Pferd trotz Brotkarten. Er weiß Bescheid, wie man ein Pferd füttert; man legt das Brot auf die flache Hand, und die weichen warmen Lippen des Pferdes saugen es gleichsam ein. Natürlich finden sich bald mehr Leute ern. Einer fragt den Alten, wem das Pferd gehört, und> der Alte deutet mit dem Daumen auf die Wirtschaft an Am gestrigen Freitagabend fand im Saale des Kunstwissenschaftlichen Instituts der zweite Vortragsabend der Kreisgruppe Wetterau des NS.- Rechtswahrerbundes statt. Nach der kurzen Begrüßungsansprache des Kreisgruppenfuhrers Oberstaatsanwalt K n a u ß , hielt der Inhaber des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte an der Unwer- sität Gießen, Professor Dr. Tellenbach, emen kulturhistorischen Vortrag über das Thema „Italien an der Schwelle der Neuzeit". Der Vortragende ging von dem Italien des 14. und 15. Jahrhunderts aus und gab zunächst einen Ueberblick über die politischen und staatlichen Kräfte jener Zeit. Vor allem ließ er das Wirken Machla- vellis als Humanist und politischer Theoretiker wie als Bahnbrechek einer neuen Zeit vor dem geistigen Auge der Hörer erscheinen. Nach der Betrachtung der politischen Zusttinde bot der Vortragende einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse und tn die damals entstehende neue Wirtschaftsgesinnung, die von Italien aus ihre.n Weg nahm. Sodann stellte er das kulturelle Leben in den Vordergrund, wobei er vor allem die kulturellen Exponenten zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Florenz und Rom hervorhob und die Florentiner und die römische Kunst auf den verschiedensten Gebieten in großen Umrissen schilderte. Das Ergebnis seines etwa anderthalbstundigen Lieber bas Schenken. Von Wilhelm von Scholz. Wahrscheinlich ist unser heutiges Schenken ein den verstandesmäßigen, zeitentsprechenden Anschau- ungen angeglichenes altes Mysterium der Verbindung zweier Menschen durch Geben und Nehmen. Em Symbol, nicht notwendig weit ab von der Bluts- brüderschaft der wilden Völker. ♦ Man schenkte in alten Zeiten etwas vom eigenen vom eigenen Besitz, das mit dem Wesen des Gebers durchtränkt war, und dies Wesen dem Empfangenden einen sollte. Man schenkte nicht, wie wir, neugekauste Dinge, so daß Schenken heute oft nur noch hecht- Den Gegenstand für den anderen bezahlen. Aber selbst wir ehren noch das Symbol des Schen kens, in dem wir die Gabe berühren, m die Hand nehmen und dadurch sinnbildlich erst zu un erem Besitz machen, ehe wir. sie dem zu Beschenkenden reichen. * Das Wort „Geben ist. seliger denn Nehmen" >(' schon spät gesagt, als der Ursinn vergessen war. Ans der frühesten Stufe muß beides 9l^crma&?" !el ® gewesen ein — das Geben und Nehmen schuf 1« Gleichheit zwischen Schenkendem und Empfangendem. Auch wurde Gabe mit Gegengabe, Wesen um Wesen getauscht. Unser Rundgang durch die Gebäude des Heims brachte uns viele interessante Wahrnehmungen. Ue- beraU trat klar zutage, daß die Verwaltung und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen alles tun, um ihren Schutzbefohlenen dos Leben in dem S)nm so aut und angenehm wie möglich zu gestalten. Die Schlafräume und Gemeinschaftssäle der Pfleglinge sahen wir in guter Verfassung: tue allen Manner, soweit sie sich der Ruhe Hingaben, trafen mr beim geselligen Kartenspiel, beim stillvergnügten Schmauchen der Pfeife, beim Lauschen auf die Darbietun- aen des Rundfunks, beim Schwätzchen oder beim Blick auf die schöne landschaftliche Umgebung an; die Frauen saßen bei kleinen Handarbeiten und der Ecke „Der ist da drm!" sagt er. Es kommt ein Schulmädchen des Wegs. Ah, ein Pferd! Es lauft, was es kann. Es stellt sich vor das Pferd und schaut zu, wie der Alte es füttert. Es hat auch noch em Stückchen Brotkruste vom Schulbrot in der Schürzentasche. Es hält dem Pferd die Kruste hm, aber der Alte zeigt ihm, wie man's macht. So " Vorsichtig versucht das Mädchen. Tatsächlich, es'geht. Der Alte bricht Stück für Stück ab, gibt es dem Mädchen, und das Mädchen hält seine Tintenhand flach hin. Es schmeckt dem Pferd. Es kommt ein Mann. Ende vierzig, Angestelltentyp. Er geht kritisch prüfend um den Gaul herum, betrachtet ihn gewissermaßen fachmännisch, jeder sieht gleich, daß er etwas versteht von der Sache; wohlmeinend klopft er endlich dem Pferd auf den Hals und sagt, daß alle es hören: n Artilleriepferd!" Na ja, er wird es ja wohl beurteilen können. Sie sehen ihn bewundernd an, und er geht befriedigt weiter. Es kommen noch viele, viele Leute, Die eigentlich oorbeirafen wollen, um in die Tram zu steigen; die Mittagspause hat gerade begonnen. Aber mitten in ihrem Lauf bleiben sie stehen, sobald sie das Pferd sehen. Das Fräulein mit dem Jager- hütchen ttappt ihre Tasche auf und entnimmt ihr Zuckerstückchen. Sie steckt ihn im Cafö immef em, weil sie keinen im Kaffee trinkt. Sie gibt den Zucker dem kleinen Jungen, der natürlich viel mutiger ist als das Schulmädchen und sich unmittelbar vornhin Es gibt Unglück bringende, tückische Geschenke, Danaergeschenke. Sie find das Symbol des Häßlichsten b in der Menschenseele der Bosheit und Falschheit, die heuchlerisch den Vorgang der Liebesbezeugung duxch eine Gabe entweiht; die unter Blumen die Viper verbirgt. Auch dies verräterische Geben reicht in alle Zellen zurück. Selbst das Wort „Gift heißt wie m „Mll- oift" hur- das Gegebene; und noch ist im Sprach- gebrauch da und dvri die Wendung „i-manbem vergeben" für „ihn vergiften- erhalten. * Ich wende davon den Blick zum Geschenk der Liebe bei dem der Geber, wenn es em echtes Geschenk der Liebe ist, sich selbst unO sogar seine Verbindung zu dem Beschenkten unterordnet; bei dem er nichts will, als mit der Gabe in dem geliebten Menschen Freude erwecken. Solches Schenken beruht auf liebender Wesenserkenntn.s des anderen, auf dem Wissen, wo dem anderen Freude ent- springt. . Seit wir durch den siegreichen Krieg wieder die Volksaemeinschaft aller Deutschen geworden sind und das Gefühl der völkischen Derbundenhell durch alle Kerzen geht, ist das namenlose Geschenk, bei öcm sich Geber und Empfänger nicht kennen d'° Beisteuer zum Kriegs-Winterhüsswerk. qlei*mel ob in Geld oder Gegenständen, auch ein Geschenk her Liebe bei dem der Schenkende nur an die Freude b« anderen denkt. Aber es ut auch em Ge- schenk der mit dem Herzen zu -Nullenden vater- ländischen Pflicht. w Hürde. „Früher hat immer der Water den Weih- lachtsbaum besorgt und geschmückt. Jetzt, wo er Soldat ist, kann er das natürlich nicht mehr. Da Bieter aber nun ein großer Junge ist, und auch der nermann schon etwas leisten will, sollen beide, wenn es so weit ist, den Weihnachtsbaum besorgen, and mir alle zusammen wollen ihn dann vor dem Fest schmücken. Was meint ihr dazu?" Es gab ein sin großes Hallo. Der Jubel nahm geradezu üben 3anfr, so daß Mutter beschwichtigend eingreifen muhte. Das wäre wirklich eine Sache, die sich hören assen könnte, meinte Peter. Seit jenem Sonntag gab es für Peter und Hermann nichts anderes mehr nls den Tannenbaum. Endlich ist nun die Zeit des Abwartens vorbei. Peter und Hermann können sich ihren Weihnachtsbaum erstehen. Sie tun es mit Bedacht und befrachten die Bäume wie gewiegte Sachkenner. Eine bestimmte Größe schwebt ihnen vor, gradliniger Wuchs soll es fein, nicht zu breit und nicht zu Ichmal: kurz: sie sind nicht so leicht zu befriedigen, tbie jungen Einkäufer. Schließlich haben sie jedoch ihre Wahl getroffen und tragen den Baum beglückt mach Hause, wo Mutter und Ursula freigebig Bewunderung zollen. Immer wieder wird der grüne Dole aus dem Walde von allen Seiten betrachtet mnb bestaunt, bis er bann seinen Platz im Keller jsindet. Und nun gibt es für die Kinder ein weiteres «leuchtendes Ziel: die Stunde, wenn der Weihnachts- ldaum in die Stube geholt wird, um fein festliches »Gewand anzulegen. Diese schöne Stunde lockt fast »ebenso wie jener Augenblick, an dem die Lichter »an ihm erstrahlen werden. H. W. Sch. Polizeipräsident Mensel t- Als Pfleglinge, die im allgemeinen von den So- I zialämtern zugewiesen werden, sind gegenwärtig ' etwa 145 Männer und Frauen in dem Heim untergebracht. Für etwa 35 Männer und ebensoviele । Frauen ist zur Zeit noch Platz frei. Die Pfleglinge 1 sind Männer und Frauen mit kleinen Renten, die 1 es vorziehen, an Stelle eines eigenen Hauswesens ' mit allen möglichen Umständen und Schwierigkeiten sich in das Heim zu begeben. Das Sozialamt bestreitet mit der Rente und einem Zuschuß den Lebensunterhalt des Pfleglings und gewährt ihm auch ein monatliches Taschengeld. Die Pfleglinge, Männer und Frauen, kommen aus der Stadt Gießen und aus allen Teilen Oberhessens. Für die Männer bzw. die Frauen ist je ein großes, langgestrecktes Gebäude als Wohnhaus bestimmt. Die Pfleglinge schlafen zum großen Teil in Zimmern mit in der Regel 2 Betten, in einigen Zimmern mit 3 Betten, gute Lagerstätten ermöglichen ihnen eine stärkende Nachtruhe, hinsichtlich der weiteren Ausstattung ihrer Schlafräume nach eigenen Wünschen wird ihnen nichts versagt. Ein Teil der Pfleglinge schläft in einem großen gemeinsamen Schlafsaal, in dem ebenfalls gute Lagerstätten vorhanden sind. Für die Tagesstunden stehen im Männerbau sowohl als auch im Frauenbau je ein großer Gemeinschaftssaal zur Verfügung, in dem Tische, Stühle und Bänke in großer Zahl sowie Radio den Bewohnern dienen. Die Pensionäre und Pensionärinnen bewohnen Einzelzimmer, die ihnen leer überlassen werden und die sie sich mit eigenen Möbeln ausstatten können. Das geschieht vor allem in der Erwägung, daß sich die Bewohner auf diese Weise ein eigenes Heim mit persönlichem Charakter schaffen sollen, m dem sie ihrer Eigenart, ihrer Gewohnheit und ihren Liebhabereien entsprechend zu leben vermögen. Ne- 1 den den eigenen Möbeln ist auch eigene Wasche zu stellen. Gegenwärtig wohnen etwa 20 Männer und 40 Frauen als Pensionäre in dem Heim, selbstverständlich völlig auf eigene Kosten. In dem verhältnismäßig bescheidenen Preis sind die Zimmermiete und die Kosten für die volle Verpflegung einbegriffen, ebenso Licht und Heizung; alle Zimmer sind an die Zentralheizung angeschlossen. Der tiefsinnige Spötter ® H m f o r t fad) m (einer Zeit den einst geheiligten Vorgang alles Geheimnisses entkleidet, belachte ihn, wenn er a die Menschen dachte, die er als Schenkende kannte^ „Geben ist seliger denn Nehmen! Da-mutz wab^ fein. Die Erinnerung ist, wie man sagt, d T auf den Genuh. Nun, ich habe beobachtet doh -Y der Geber fehr viel langer und genauer an Schenken erinnert als der andere. Ich kenne Leute - zu denen selbst ^ gehören ich glauben möchte die einen Gegenstand dan^ verschenken, wenn er bei einem anderen '%e, seine Bestimmung mehr erfüllt alsi heim alte B sitzer. So schenkt Conrad Ferdinand Meyer m einem schönen Gedicht die Schlittschuhe tr tz Suchte Zimmer der Pensionäre und Pensionärinnen waren wir besonders gespannt. Was wir hier bei vielfachen Besuchen der alten Männer und Frauen zu sehen bekamen, erfüllte uns mit Den besten Eindrücken. Alle Zimmer, die uns von Den Bewohnern in gastfreier Weise gezeigt wurden, wie- sen eine durchaus persönliche Note auf; man jay ohne weiteres, daß sich der Mann hier sein bzw. die Frau ihr eigenes Reich auf- und ausgebaut hatte. Voll berechtigtem und in seiner Schlichtheit besonders sympathischen Stolz zeigte uns ein siebzigjähriger alter Soldat, ein bekanntes Mtglied einer Gießener Kameradschaft des Ns.-Reichs° triegetbunbes, seine vielfältigen soldatischen Erinnerungen, seine Familien- und Berufsandenken und noch vieles andere mehr, die jetzt in dem hübschen Zimmer „seine Welt" sind, in der er sich glücklich und zufrieden fühlt; mit dankbarer Anerkennung sprachen auch alte Frauen über Das schöne Heim, in dem sie sich für ihren Lebensabend gut aufgehoben wissen, wo sie sich die Zeit nut leichten fraulichen Handarbeiten (Stricken, «topfen usw.), mit liebevoller Pflege der Vögel, die sogar bis in das Zimmer hereinkommen, ober beim Lau- schen auf den Rundfunk, beim Lesen usw. vertreiben. Gegenseitige Besuche zu einem Plauderstündchen werben namentlich im Frauenbau sehr gepflegt, aber auch die Männer in ihrem Haus halten gute Nachbarschaft und wissen ein Besuchsstundchen zu schätzen. Jedermann hat „seine Welt" und lebt doch in und mit der Gemeinschaft der Umwelt, mit der er sich in guter Nachbarschaft verbunden weih. Und die Kleinsten und Kleinen sind bet ihren „Tanten" wohlgeborgen. Umhegt von viel Liebe und Güte verbringen sie ihre Tage beim Spiel im Haus und beim Spazierengehen im Heimgarten. Sie sind die „Sonnenscheinchen", an denen alle ihre Freude haben, die sich selbst im Herzen noch jung i fühlen. Im Alter von 60 Jahren ist der Polizeipräsident :oon Wesermünde, Korvettenkapitän z. V. Karl Meusel, gestorben. Meusel, ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant des Weltkrieges, war nach Wesermünde gekommen, um nach der Zusammenlegung der beiden Unterweserstädte Wesermünde und Bremerhaven auf dem Gebiete der Polizei die notwendige Neuorganisation vorzunehmen Vorher war er Kommandeur der Schutzpolizei in Bielefeld, Abteilungsführer und Kommandeur der Landes- polizei in Essen, Polizeidirektor in Gießen und Polizeipräsident in Mainz.; über das Eis fliegen werden. Dies ist ein Schenken, bei dem das Wesen des verschenkten Dinges wichtiger ist als die Beziehung zwischen Gebendem und Nehmendem. „Er kann es besser brauchen als ich!" So schenkt der Räuber Moor sein Leben in der Gestalt des Preises der auf Moors Kopf gesetzt ist, dem armen Manne dem Leben noch etwas bedeutet, der es besser brauchen kann als der innerlich vernichtete tragische Held. Italien an der Schwelle der Neuzeit Kulturhistorischer Dortrag im NS.-Nechtswahrerbund. ante ;hemi eheine I frist ig oTiW erweg sr»v W Das Pferd. Von Otto Grnelin f. Es ist ein Ereignis! Und obwohl es ein Krieas- ereignis ist, bleibt es ein erfreuliches Ereignis: An der Straßenecke, am Derkehrsrnittelpunkt der Groh- tabt, wo sonst Auto hinter Auto saust, wo bie Tramwagen von rechts unb links unb vorn und hinten heranrattern, nahe der Haltestelle, steht an dem kümmerlichen Alleebäumchen angebunden em Pferd. Es ist ein kleiner, fester Heller Fuchs mit chön gepflegtem, glänzendem Fell; er trägt keinen Sattel. Aber der Gurt hält eine tarierte Satteldecke. Ein großes Grundstück mit zahlreichen Gebäuden an der Licher Straße — das Landes- i Alters- unb Pflegeheim mit Kinberheim — dient der Betreuung alter Männer und i Frauen sowie der fürsorglichen Behütung kleiner Kinder bis zum Beginn des schulpflichtigen Alters. Unter Führung des stellvertretenden Verwalters, Derwaltungsober- infpettor Fischer, der den zur Wehrmacht eingerückten Verwalter, Derwaltungsober- inspektor K l ö ß, vertritt, und der Oberschwester H o r r a s machten mir einen Rund- gang durch die Gebäude des Heims. Das Heim soll alten Männern'und Frauen, die im langen Lebenskampf müde oder Invalide geworden sind, und solchen, die ihren Lebensabend als kleine Rentner in beschaulicher Ruhe verbringen wollen, eine Heimstatt sein. Bei diesen Männern und Frauen handelt es sich um gesunde Menschen, die nur von der Last der Jahre und der schweren Arbeit mitgenommen sind, bie sich im Heim und auch außerhalb frei bewegen können, deren Bindung nur in der selbstverständlichen Hausordnung unb ber pünktlichen Einhaltung der Essenszeiten besteht. Zum Teil kommen sie aus freiem eigenen Ent- schluß in bas Heim, zum Teil werben sie von ben Sozialämtern als Pfleglinge bem Heim zugeführt. Wer diese Männer unb Frauen sieht und sich mit ihnen unterhält, kann die Feststellung machen, daß sie sich in dem Heim wohlfühlen unb vor den Stürmen des Lebens gut geborgen wissen, ihren Lebensabend hier bei leichter, den Körperkräften und dem eigenen Willen entsprechender Beschäftigung derbringen können unb biese leichte Mithilfe als eine willkommene Ausfüllung ihrer Stunben empfinden; die Pensionäre, die aus eigenen Mitteln sich einae- mietet haben, sind hinsichtlich ihrer Tagesbeschäftigung völlig frei. ,60 feieiN bmieuß rin- ■ 15^ rieruc? [Ul* - ?5 gedrängelt hat. Manche entdecken das Pferd schon von weitem von der anderen Straßenseite her, und lächelnd steuern sie darauf zu. Es sammelt sich em ganzer Raufen. Die meisten haben nicht viel Zeit, stellen sich hin, schauen den Gaul eine Weile an wie eine Sehenswürdigkeit, bis ihre Tramnummer klinge^ unb sie rennen weiter. Aber die Lucken füllen sich wieder Es ist eine Dame in einer Pelzjacke da, und eine alte Frau in einem geerbten Mantel der em- mal rosa war. Ein Intellektueller mit runden Brillengläsern, ein rundlich gepflegter Herr, der m anderen Zeiten hier in seinem Wagen vorüber- flitzte, Primaner mit schweren Mappen, em Lehrling mit einer grünen Schürze. Meine Tram kommt; ich muß emfteigen, es ist schade. Alle Fahrgäste drehen die. Köpfe nach dem Pferd an ber Haltestelle. Noch niemals hat da em Pferd gestanden. Es ist wirklich ein erfreuliche, Ereignis, das Artilleriepferd im Derkehrszentrum. Im Kinderheim sind zur Zeit fast 50 Kinder untergebracht, und zwar rund 30 Säuglinge, Die übrigen im Alter bis zu 4 bis 5 Jahren. Auch Gastkmder b. h. solche, Deren Vater z. B. bei ber Wehrmach^ ist unb die Mutter krank daniederliegt oder durch Arbeit voll in Anspruch genommen wird, finden hier liebevolle Ausnahme. Die Kleinen werden von Kinderschwestern und Schwesterschülerinnen betreut, außerdem von einem Kinderarzt ständig ärztlich überwacht. _ ,. Ein eigenes Krankenhaus ist dem Heim angegliedert. Nicht nur bie Kleinen unb. Kleinsten, sondern auch die Erwachsenen werden" ständig von einem Arzt betreut. Das Krankenhaus hat schöne Helle und luftige Krankensäle und -zimmer, Behandlungsräume unb Gemeinschaftsräume für bie Äranten. Bei schweren Erkrankungen unb operativen Notwendigkeiten werben Die Kliniken in Anspruch genommen. Die Kleinen sind im Krankheitsfalls natürlich auch von Den Erwachsenen getrennt unter- 9CDer^Wirtschaftsbetrieb umfaßt: eine große Zentralküche mit modernen Koch- und Brateinnchtun- qen, neuzeitlichen Spül- und Borratsräumen und der großen eigenen Gärtnerei für Den umiangrci- eben Gemüseanbau zur weitgehenden Deckung des Küchenbedarfs; Die mit modernen Maschinen und Anlagen ausgestattete Wäscherei mit ^stsiluft'Trok- Eenraum, Heißmangel, Bügelzimmer, Näherei und Wäschelager: eine große Heizungsanlage mit wer Heizkesseln: schließlich Den Verwallungsapparat bei dem allerdings nur wenige Kräfte Die ganze Arbeit Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! nack jeder Richtung hin ausgeschöpft, daß man sich einfach nicht mehr viel um sie kümmert. Demgegenüber strahlt in grellem Glanz das diesseitige Leben auf, der Mensch genießt sich selbst und die Welt, in die er hineingeboren ist, mit einer Hingabe, einem Eifer, einer Liebe, daß der Stil des Daseins sich von Grund aus verwandelt. Don Italien aus verbreitet sich das neue Licht und zündet bei anderen Nationen je nach ihrer eigenen Art. So ist Italien einer der Bahnbrecher der neuen Zeit geworden, ein Schöpfer der Grundlagen, auf denen das neue Europa beruhte. Der andere aber ist Deutschland mit seiner Reformation, die gleichfalls wieder auf die Länder gewirkt hat, ob sie nun protestantisch wurden oder beim alten Glauben verharrten. Das Mittelalter wurde von den Deutschen viel revolutionärer und radikaler, wenn auch einseitiger in Frage gestellt als von den Italienern, und es ist an den von ihnen geweckten Zweifeln noch sichtbarer zerbrochen. Die Zuhörer dankten dem Vortragenden für seine interessante, lehrreiche Führung über eine große Wegstrecke der Geschichte Italiens jener Zeit mit herzlichem Beifall, den Oberstaatsanwalt Knauß in seinem Schlußwort noch unterstrich. Oer Preis der Weihnachtsbaume. NSG. Die Stelle für Preisbildung bei der Hessischen Landesregierung weist darauf hin, daß hinsichtlich der Preise für Weihnachtsbäume gegenüber dem Vorjahr keine Aenderung eingetreten ist. Die Festsetzung von Groß- und Kleinhandelspreisen für Weihnachtsbäume des Jahres 1940 behält also auch für dieses Jahr volle Gültigkeit. Oie preise für Gänse. NSG. Da aus den Kreisen der Bevölkerung wiederholt die Frage nach den Preisen für Schlachtgeflügel auftaucht, weist der Reichsstatthalter in Hessen, Stelle für die Preisbildung, darauf hin, daß die in der Anordnung betr. Preisbildung für in- und ausländisches Schlachtgeflügel und dessen Einzeltelle vom 5. Mai 1941 bekanntgegebenen Gänsepreise unverändert in Gültigkeit find. Bei Abgabe durch den Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher darf folgender Preis nicht überschritten werden.' Gänse, Mastgänse, Mindestgewicht 3,5 kg 1. Güte. 1,30 RM. je % kg. Für Tiere, die den Anforderungen der Güteklasse I nicht entsprechen, ist ein Preisnachlaß von mindestens —,10 RM. je Vi kg, und für Gänse, die älter als ein Jahr sind, ein weiterer Preisnachlaß von mindestens —,20 RM. je Vi kg zu gewähren. Das Fordern und Gewähren höherer als der angegebenen Preise ist unzulässig und wird mit den schärfsten Strafen geahndet. Für Summier kein Weihnachtsgeld. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen weist auf folgendes hin: Weihnachtsgelder sind eine Anerkennung des Betrieb s führe rs an feine Gefolgschaft für treue und erfolgreiche Mitarbeit im ab gelaufenen Jahke. Es ist selbstverständlich, daß ein Gefolgsmann, der durch Bummeln, Zuspätkommen ober andere Disziplinlosigkeiten den geordneten Betriebs ab laus gestört hat, nicht die Zuwendung erwarten kann, die seine verantwortungsbewußten und pflichttreuen Kameraden erhalten. Für solche Gefolgschaftsmitglieder ist eine Kürzung und in schweren Fällen ein gänzlicher Wegfall der Weihnachtsgelder nicht nur zulässig, sondern auch ein Gebot der Gerechtigkeit und Billigkeit. In Zweifelsfällen empfiehlt es sich, meine vorherige Entscheidung einzuholen. Oie Ladenzeit am 24. Dezember. Auch zum Weihnachtsfest 1941 verbleibt es hinsichtlich der Verkaufszeit am 24. Dezember bei den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen über die Arbeitszeit. Danach schließen die Einzelhandelsgeschäfte am 24. Dezember einheitlich um 17 Uhr. Ausnahmen davon sind für Apotheken und für den Weihnachtsbaumhandel möglich. Wo eine örtliche Regelung über den Mittaas-Ladenschluß vorliegt, hängt es von den örtlich ooer bezirklich erlassenen Bestimmungen ab, ob die Einzelhandelsgeschäfte auch am 24. Dezember mittags schließen können. Sofern die örtliche ober bezirkliche Regelung bestimmt, baß vor Sonn- unb Feiertagen ber Mittagslabenschluß ausfällt, müssen die Geschäfte auch am 24. Dezember burchgehend bis 17 Uhr geöffnet.bleiben. Im übrigen dürfen die um 17 Uhr in ben Läden befindlichen Kunden fertig bedient werden. ADOX Förderung der Oorskuliur. Bon Oberstudiendirektor Dr. Hans Roloff. (Fortsetzung.) Um die Ergebnisse aus den einzelnen Sach- gebieten in die praktische volkhafte Gestaltung überzuleiten und bei der Fülle der zu erwartenden Gestaltungen ihre Durchführung nach der verpflichtenden Anordnung zu gewährleisten, ist das gesamte Kreisgebiet in nach ihrem Volkstum zusarn- mengehöritze Bezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk umfaßt eine m sich geschlossene Anzahl von Dörfern, d. h. Ortsgruppen. Die praktische Volkstumsarbeit innerhalb dieser Bezirke wird vom Bezirksbeauftragten betreut, der so der Treuhänder der Gestaltungen ist. Er hat bei allen zur Durchführung kommenden Vorhaben mit dem Ortsgruppenleiter zusammenzuarbeiten, der die Verantwortung trägt. Heber das Aufgabengebiet der einzelnen Sachbearbeiter ist folgendes zu sagen: Heimatliche Vorgeschichte (Studienassessor Dr. Roth, Friedberg): Der Dorfbewohner soll aus den gewaltigen Kulturleistungen des Bauerntums in der Vergangenheit das Bewußtsein seiner eigenen schöpferischen Kraft erleben, den Hochwert seines eigenen Lebenskreises erkennen und damit eine klare Vorstellung von der.bäuerlichen Kulturhaltung für unsere ganze Volkskultur erwerben. Dieses Ziel wird erreicht durch Lichtbildervorträge etwa folgender Art: aus der Dor-'und Frühgeschichte unserer Heimat, bäuerliche Pioniertaten unserer germanischen Vorfahren, der Freiheitskampf der germanischen Bauern gegen die Römer und durch volkskundliche Ausstellungen, wie: Sonderschau aus der Wetterauer Volkskunde (Brauchtumserscheinungen usw.), Sonderfchau Wetterauer Siedlungs- und Hausformen, vor allem des Wetterauer Fachwerksbaues. Heimatgeschichte (Lehrer Messer- schmidt, Öber-Rosbach v. d. H): Das geschichtliche Werden der einzelnen Dörfer des Kreises ist nach den verschiedenen Quellen und bereits getätigten Veröffentlichungen zusammenfassend darzu- stellen: Entwicklung des Dorfes und der in ihm wohnenden Familien und Sippen, Entwicklung der Feldmark und ihre Folgen für das Dorf, Entwicklung des Bauernstandes und Handwerkerstandes usw., des Obstbaues, die Flurnamen, Auswanderungen, Kriegszeiten irfw. Durchzuführen sind Vorträge mit und ohne Lichtbilder, Dorftage mit Ausstellungen, die ausschließlich von der Dorfgemeinschast zu bestreiten sind. Sippenforschung und Ahnenkunde (Lehrer Stumpf, Garbenteich): Das Ziel ist die Erarbeitung des Dorfsippenbuches auf Grund aller die Ahnenfolge erschließenden Gegebenheiten (Kirchenbücher, Standesamtsregister, Kirchen-, Gemeinde- und Staatliche Archive, Familienhinter- lasienschaften). Einführen in die Arbeitsweise und Gründung einer Arbeitsgemeinschaft für Sippenforschung und -Pflege für den Kreis Wetterau. Vorttäge im Rahmen von Dorfgemeinschaftsabenden vermitteln das Erarbeitete. Dorf - undHausbuch, Fe st- und Feier- gestaltung, Dorfverschönerung (Ortsgruppenletter Anton Link, Harheim, und Lehrer Möser, Södel): Das Ziel ist die Schaffung des Dorf- und Hausbuches für jedes Dorf des Kreises, das als wertvolle Grundlage zu dienen hat für die gesamte Dorfgemeinschaftsarbeit und das die Ergebnisse sämtlicher Sachgebiete zusammenfaßt. Beratung bei der Fest- und Feiergestaltung und der Dorsoerschönerung unter Auswertung bereits vorhandener brauchbarer Formen. Veranstaltung von Dorfgemeinfchastsabenden unter Einbeziehung sämtlicher Gestaltungsmittel. Schulung verantwortlicher Persönlichkeiten. Volkstum und Brauchtum, Heimatliches Schrifttum, Volks-Laienspiel (Oberstudiendirektor W. K. P h il i p p s , Friedberg): Ziel ist die Darstellung des heimatlichen Volkstums als sinnfällige Wiedergabe der Inhalte und Aeußerungen der Volksseele. Das heimatliche Brauchtum in Jahreskreis und Lebenslauf ift zu sammeln und oolkhaft schriftstellerisch zu bearbeiten. Ebenso das gesamte Volkstumsmaterial und feine Einrichtung für die praktische Volkstumsarbeit. Vorschläge für die Gestattungsarten innerhalb der Dorfgemeinschaftsarbeit und deren Einkleidung in die volkhafttdorfliche Form unferer Heimat. Vorttäge: Das heimatliche Brauchtum im Jahres kreis und Lebenslauf, Humor im heimatlichen Volkstum lmtt Lichtblidern), Sagen und Märchen unserer Heimat. Laienspielarbeit: Aufstellung von Volksund Laienspielgruppen, die der Spielfreudigkeit unserer Bevölkerung entsprechen. Schulungen für ßaienfpMarbeit sowie für sämtliche Gebiete dsr praktischen Volkstumsarbeit. Heimatliche Pflanzenkunde und Do l ks b o ta ni k, L an d sch a f ts p fle ge und Naturschutz. (Lehrer Obwald, Dad-Nau- heim): Das Gebiet umschließt unseren Landbewohner und die ihn umgebende Natur, wobei die Wechselbeziehungen zwischen Pflanze und Klima, Pflanze und Boden, wie überhaupt die Befonderheiten der heimifchen Flora herauszustellen sind. Wildfrüchte, WWgemüse, Heilkräuter. Beziehungen der Pflanzen zu Glaube und Aberglaube, Sprache und Sitte, Brauchtum und Volksmedizin stehen im Mittelpunkt. Wanderungen führen in die verschiedenen Gebiete ein, eine Pilzküche unterrichtet über Pilzverwertung, Lichtbildervorttäge vermitteln notwendige Kenntnisse, Arbeitsgemeinschaften schulen und trägen die Ergebnisse in die Dorfgemeinschaften. Der Bauerngarten, der dörfliche Friedhof wird in diefen Bereich gezogen. (Schluß folgt.) Front und Heimat in der neuen Wochenschau. Den ergreifendsten Eindruck dieser Wochenschau bringen uns Bilder vom Heimaturlaub des jüngsten Ritterkreuzträgers des ^-Sturmmanns C h r t- ft e n. Die Kamera ist diesem jungen, kaum zwanzigjährigen Helden, der mit seinem Flakgeschütz dreizehn Sowjet-Panzer zur Strecke brachte, nachgegangen bis in sein Heimatdorf. Bald darauf sehen wir Kapitänleutnant Guggenberger, dessen U-Boot mit seiner tapferen Mannschaft nach der Versenkung des britischen Flugzeugträgers im Mittelmeer in einen italienischen Hafen einläuft. Wir erleben weiter ein Gespräch mit General Dietl am Kartentisch des Führers, erblicken Reichsmar- sckall Göring in herzlicher Unterredung mit Marschall P 61ain und haben Anteil cyn Empfang des Großmüfti von Jerusalem in der Reichskanzlei. Bilder von Heimat, Urlaub, Erholung ergänzen die Frontaufnahmen. So wird bildlich veranschaulicht, was uns stolz macht: Die Haltung der Heimat verdoppelt die Kräfte unserer Soldaten vor dem Feind. Die besten Bilder von Lustkämpfen über dem Kanal, von Stoßtruppangriffen an der Ostfront und Kämpfen in Nordafrika stehen bei uns nicht für sich selbst. Immer wieder zeigt sich die innige Verbundenheit von Heimat und Front. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 13. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 41, Wirsing, % kg 6 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bjs 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 30 bis 35, Meerrettich 50 bis 60, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, Endivien, das Stück 12 bis 17, Rettich 8 bis 10 Rpf. Aus der engeren Heimat. Bezirkssparkaffe Laubach. □ Laubach, 12. Dez. Dieser Tage fand die alljährliche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Laubach statt. Direktor Linde- m a i) e r konnte feststellen, daß die Entwicklung der Sparkasse alle Erwartungen übertroffen hat. Während sich die Spareinlagen im Jahre 1939 auf rund 166 000 RM. beliefen, haben sie sich im folgenden Jahr um 400 000 RM. erhöht und betrugen Ende 1940: 2 510 352,12 RM Eine noch größere Zunahme der Spareinlagen wird für 1941 zu erwarten sein, denn es wurden bis heute schon 550 000 RM. mehr eingezahtt als abgehoben wurden. Für die beiden letzten Jahre 1939 und 1940 stehen 1130 000 RM. an Einzahlungen nur 566 000 RM. Abhebungen gegenüber. Es entfällt somit auf jeden zweiten Einwohner des Bezirks ein Sparkassenbuch. Die Sparsunupe im Jahre 1940 beträgt pro Kopf der Bevölkerung 331.70 RM., während her hessische Durchschnitt mit 330,24 RM. etwas niedriger liegt. Seit dem Bestehen der Sparkasse vom Jahre 1833 bis zum Ausbruch des Weltkrieges 1914 wurden im ganzen rund 2,5 Millionen Mark gespart. Auch die Spareinlagenentwicklung seit dem Jahre 1932 zeigt eine erfreuliche Aufwärtsentwirk- lung. Ende 1932 war ein Spareinlagenbestand vor 1325 000 RM., eine Summe, die bis heute auf 3 035 000 RM. anwuchs. Es sind also in den letzter zehn Jahren rund 1,7 Millionen gespart morben Eine gute Entwicklung nehmen auch die Schulspar- kästen; auch hier sind die Einzahlungen bedeutend höher als in der Vorkriegszeit. Die von der Ve- zirkssparkasse gewährten Geschenksparbücher für Neugeborene haben sich gut eingeführt, wobei sich scststellen ließ, daß auf die meisten dieser Spar bücher regelmäßig weitergespart wird. Zu diesem Zweck wurden neuerdings besondere Gutscheine air- geschasst, die den Bürgermeistern zur Verfügung 1 stehen. Trotz der durch den Krieg bedingten Verhält. nisse hat sich auch der Spargiroverkehr auf der Höhr gehalten. Der Gesamtumsatz betrug Ende 1939 3,9 Millionen RM., Ende 1940 3,6 Millionen RM, während im letzten Friedensjahr ein Gesamtumsoh von 3,7 Millionen RM. zu verzeichnen war. De: Darlehensverkehr hat indessen etwas nachgelassen: es wurden im Jahre 1939 an Darlehen 131570 RM und 1940 23 263 RM. ausgeliehen. Die Zinsrück- stände sind nur noch geringfügig. Sie belaufen sich für das Jahr 1939 aus 1966,85 RM., für das Jahr 1940 auf 2081,13 RM. Das Rechnungsjahr 1941 wird mit noch weniger Rückständen schließen. Der Grundsatz der Bezirksspdrkasse, zum Wohle des Dol. kes gemeinnützig zu arbeiten, geht sowohl aus der niedrigen Soll-Zinsen, als auch aus dem kleiner Reingewinn hervor, her für das Jahr 1939 mit 4489,75 RM. und für das Jahr 1940 mit 9679,6( RM. zu Buch steht. Die Rücklagen und sonstiger Reserven betragen nach Zuführung der Reingewinne für 1939 und 1940 178 586 RM. Hinzu kommen noch das Dienstgebäude und die Einrichtungsgegenstände, die in der Bilanz nur mit je 1 RM verbucht sind. Die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung ist durch den Verwaltungsrat, sowie die Verbandsrevision des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes Darmstadt geprüft und durch die oberste Aufsichtsbehörde genehmigt. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1939 ist den Mitgliedern im vergangenen Jahr zugestellt worden. Der Geschäfts- bericht für 1940 wurde in der Versammlung über- re'cht. Anschließend an die Ausführungen von Direktor ßinbemaper gab Direktor MachoU als Vertreter der Hess. Sparkassen- und Giroverbandes und der Hess. Landesbank in Darmstadt noch einen kurzen Ueberblick über die allgemeine Finanzlage des Reiches und über das anwachsende Sparwesen im Kriege. Landkreis Gießen. * Großen-Buseck, 12. Dez. Der Unteroffi- I zier Karl Reinschmidt und der Unteroffizier Heinrich Reinschmidt, beide von hier, die an der Ostfront kämpfen, wurden mit dem Eisernen Kre uz II. Klasse ausgezeichnet, Kar! Reinschmidt erhielt außerdem noch das Infanterie- Sturmabzeichen. Kreis Ai-seid. Homberg, 11. Dez. Die NSG. »Kraft durch Freude" veranstaltete am Mittwoch in der Stadthalle einen Unterhaltungsa b end mit der Surnaris-Zauberschau. Die Darbietungen wurden mit großem - Interesse ausgenommen und bereiteten deck Besuchern einige schöne unterhaltende Stunden. Reicher Beifall belohnte den Künstler des Abends. Päckchenmarder sind Lolksfchädlincie. Lpd. Frankfurt a. M, 10. Dez. Die 36jährigs Postfacharbeiterin Marie Luise Frank begann schon wenige Tage nach ihrem Dt nftantritt mit der Beseitigung von Feldpostsendunge.r, sie vergriff sitz aber auch an anderen ihr anvertrauten Sendungen und verkaufte einen Teil des erbeuteten Inhalts.. Die Angeklagte wurde zu 2% Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Daß auch schwere Strafe denjenigen trifft, der nicht in der Eigenschaft als Postbeamter oder Post- angestellter Feldpostsendungen unterschlägt, bewies der Fall des 27jährigen Otto Krämer aus Wiesbaden, der Botendienste tat und von Arbeitskameraden Sendungen ins Feld anoertraut erhielt, um sie bei der Post aufzuliefern. Den Päckchen entnahm er Süßigkeitm, Geld und andere Sachen. Einmal Vanillinzucker Reese-GesellsdiaftHameln Man verlange beim Einkauf Explosion in Raum5 Roman von H.C. Hansen Copyright by Prometheue-Verlag Dr.EldiadteyCröbenxell b.MOndion 12 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ist das wirklich nötig?" fragte die Mutter. Karla wartete die Antwort nicht ab. Sie warf hastig ein: „Selbstverständlich kommen wir, wenn es nötig ist. Du kannst dick doch nicht dagegen sperren, wenn die Polizei dich einlädt, Mutti!" meinte sie mit einem kleinen Versuch zu scherzen. „Dann ist meine Mission für heute beendet. Ich bitte um Entschuldigung für die späte Störung." Kommissar Kammin stand auf, machte vor Frau Kobelt eine gemessene Verbeugung, reichte ihr die Hand, verbeugte sich einigermaßen unsicher im Schein der spöttisch und lächelnd zugleich leuchtenden Augen des Mädchens vor Karla und ließ sich vom Hausherrn bis zur Tür geleiten. „Scheußlich, die Polizei im Hause!" klagte Frau Kobelt. ,Hch fände es ganz amüsant, wenn der Anlaß nicht so traurig wäre." Karla lachte hell auf. „So habe ich mir wahrhaftig keinen Kriminalkommissar vorgestellt. Er sieht eher aus wie ein großer Bär. Das heißt", verbesserte sie ihr Urteil nachdenklich, „er wirkt bei aller Grobheit und Plumpheit klug. Der Kopf ist beinahe imponierend." * „Da ist, mit Verlaub gesagt, ein haarsträubender Mist herausgekommen." Theo Kammin stand um die Mittagsstunde des folgenden Tages betrübt, zweifelnd und wütend vor feinem Chef, Kriminal- oireftor Doktor Ball. „Unter uns höheren Töchtern brauchen Sie nicht erst Erlaubnis einzuholen, wenn Sie sich freundlich aussprechen wollen", lachte Ball und nahm feine Zigarrentasche heraus. „Stecken Sie sich erst eine zur Beruhigung an und erzählen Sie richtig, was los ist!" Der Sessel ächzte, als Kammin sich niederließ. Sein frisches, energisches Gesicht zeigte einen bekümmerten Ausdruck. „Abgesehen von den Kobelts, habe ich sechs Menschen, alles sehr angesehene, reputierliche ßeute, nach dem Geburtstagsabend bei Kaspars gefragt, und alle sagten übereinstimmend, daß unser Verhafteter von seiner Ankunft bis zu dem Telephonanruf, der um halb acht Uhr die Explosion meldete, nicht aus dem Hause gegangen ist. Auch das Dienstmädchen, das sich beständig in der Diele aufhielt, betont das. Ich glaube nicht, daß es Zweck hat, auch noch die weiteren fünf Gäste zu hören. Die Antworten sind zu gleichlautend und bestimmt." „Was ziehen Sie daraus für Schlüsse?" „Daß Kaspar ein einwandfreies Alibi für die Tat-Zeit hat. Es besteht ja noch die Möglichkeit, daß er einen Anschlag schon vor einhalb sechs Uhr vorbereitete, aber das ist mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen, als daß man darauf fußen könnte. Und der nächste Schluß: Wir müssen den Mann wieder laufen lasten/ „Richtig. Alles, was wir sonst an verdächtigen Momenten wissen, reicht nicht für eine Anklage aus. Immerhin können wir die Ueberwachung noch einige Zeit fortsetzen." „Diese Blamage!" knirschte Kammin. „Es kann uns keiner Übelnehmen, wenn wir einmal danebengreifen. Wir sind ja schließlich auch nur Menschen." „Dann lassen wir Kaspar laufen." „Ich veranlasse bas selbst. Gehen Sie jetzt essen und schlagen Sie sich alle dummen Gedanken aus dem Kopf!" „Und der Fall Wand? Irgend etwas steckt doch dahinter." „Wir haben bisher nicht den geringsten Beweis." „Diese Geschichte mit den Tischen gefällt mir nicht. Moller macht einen zuverlässigen Eindruck. Wenn er sagt, daß er die Flasche mit dem Nitto —" „Weiß ich alles, aber lieber Herr Kammin, was hilft uns das? Eine Spekulation ist es, nicht mehr, beinahe ein Phantom, aber nicht die geringste Realität Wand kann mit der Flasche in der Hand gestolpert sein. Was wissen wir? Möller, ist unschuldig, Kaspar meiner Ueberzeugung nach auch." „Uno die Geschichte mit dem Apparat vor zwei Jahren?" ' , „Könnte bedenklich erscheinen, braucht es aber nicht Au sein." „Meinetwegen!" Kammin stemmte sich mit beiden Fäusten auf die ßehne des Sessels und wuchtete, sich hoch. Vorläufig müssen wir es wohl aufgeben. Aber eines Tages ..." Der Rest ging unter in einem unverständlichen Murren und Brummen. Er verabschiedete sich förmlich und ging aus dem Zimmer. Der Hunger fiel jetzt über ihn her und trieb ihn zu dem ßokal, in dem er seit mehr als zehn Jahren zu essen pflegte. Doktor Ball erledigte die notwendigen Formalitäten zur Entlassung des verhafteten Fabrikanten Kaspar und machte sich ebenfalls auf den Heimweg. Draußen auf dem Gang traf er Michel Cru- fius. Er winkte Michel zu sich und kehrte mit ihm wieder in fein Zimmer zurück. „Wir haben Kaspar freilassen müssen, Herr Crusius." Michel machte große Augen und fragte ganz tonlos: „Warum denn?" „Weil der Mann unschuldig ist." Ball gab eine kurze Darstellung des Ermittungsergebnisses. Den Schluß seiner Ausführungen bildete ein Satz, der trösten sollte und verletzend wirkte, ohne daß er es ahnte. „Ihr Fräulein Braut hat mir gefallen, aber sie hat sich eben um eine Stunde in der Zeit geirrt. Das passiert Frauen leicht, zumal wenn sie jung und verliebt sind. Grüßen Sie Fräulein Eberhard von mir und sagen Sie ihr, daß ich ihr nicht gram bin und sie sich keine Vorwürfe zu machen braucht!" Michel verbeugte sich und sagte ein ziemlich sinnloses „Danke", während in seinem Schädel einige Hämmer dröhnten, die ihm taktmäßig klarmachten, welcher Esel er selbst, welche Gans Bärbel und wie bodenlos blamiert sie beide seien. Dann gingen die beiden Männer zum Esten. Michel war ganz niedergeschlagen, als er vor Bärbels Haustür stand und langsam hinauf ging. • Bärbel war noch nicht da, und er setzte sich einstweilen in eine Sofaecke und brütete vor sich hin, bis Bärbel kam. Wie immer beim Eintreten in die elterliche Wohnung, befreit vom Dienst, von Schreibmaschine und Diktaten, trällerte sie fröhlich vor sich hin, sah kurz in den Spiegel der Garderobe und lief sofort zum Wohnzimmer, als die Mutter sagte, Michel fei schon da. „lag, Michcl", rief das Mädchen, setzte sich auf seinen Schoß und küßte ihn voller Freude. „Aber, was machst du denn für ein Gesicht?" Sie nahm seinen Kopf zwischen beide Hände und hielt ihn zur besseren Betrachtung von sich. „Gesicht? Da soll man kein Gesicht machen? Du hast uns fürchterlich hereingeritten!" Er war voller Ingrimm und durchaus nicht aufgelegt zu den verliebten Tändeleien, die ihn sonst immer entzückten. Mit einem energischen Ruck glitt-fie von seinen» Schoß und setzte sich neben ihn aufs Sofa. Sie war schnell gekränkt, wenn man ihre ßiebtofungen nichi bantbar hinnahm. „Was meinst du? Und wie sprichst du überhaupt mit mir?" „Kaspar ist unschuldig, schon, wieder entlaßen- Es steht fest, daß er am 11. Mai von viertel vor sechs bis halb acht Uhr in seiner Wohnung war." „Unsinn!" fuhr es ihr heraus. Ihr ganzes Blut: kam in Wallung. Jetzt wurde sie als dumm hinge- steltt. „Ich weiß ganz genau, daß er noch um halb» sieben Uhr im Betrieb war. Dann kann er nicht zm Hause gewesen fein." „Acht Menschen haben es bezeugt, und weitere- sechs oder sieben stehen noch für dieses Zeugnis zur Verfügung. Das genügt. Doktor Ball hat es- mir zwar sehr fein und nett beigebracht, aber es» hat mich doch schwer getroffen." Nun brach der ganze angestaute Aerger aus ihm hervor, und er ließ sich nicht eher im Sprechen abstoppen, bi* Bärbel in Weinen ausbrach. Zum erstenmal, seit sie sich kannten, meinte sie, und er vergaß dabei: allen Aerger. Sobald er jedoch versuchte, den Arm tröstend um ihre Schultern zu legen, wurde er zurückgestoßen. „Wenn du mich für so dumm hältst, kannst du. dich nach einer anderen Frau umsehen!" Zwischen: Tränen und Schluchzen schwoll ihre Empörung an. „Ich weiß, daß Herr Kaspar um halb sieben Uhr noch im Büro war, und dabei bleibe ich, auch wenn, hundert Zeugen etwas anderes erklären!" (Fortsetzung folgt.) Renten waren durch die Marktenge mrnlfl ner* * um 162,50 wenig verändert. 9 Jl.-Spott li* II wohl erwarten, Sinner auf eigenem Handball-Vorschau. aut den knappen Gießen. FÄ nach Sinn °ntr-h^Sinn^ioÄ schon »ar ^nma, die Rcich.b.dncr au° den 1ch.cn Spielen Mehr Freude an der Natur durch Äermühler.Äücherl Mffll Krioblauc nobiauch Beeren (lü* kt so ^weflaricbfiftSsraischt^ £uXex/vyc' Fußpflegemittel |M Hainq eit 2QOO Jahren bekannt < iMMl 66t Jnli i ttwoA' saimj 'bitter imtn p1' Untirrt ttroRiif . bin, 6i|u «t fr nfante zogen hat. Grünlngen — Luftwaffe II f)3.-$plel Im Bann 116. Oeschmack-und geruchfrei. Graue Haare verschwinden I durch di» waerhella Flttsalgkalt ..Nie-«rau“ von Apotheker Walter Ulbricht. Vollkommen nniohldlioh l Einfache, »mrticre Anwendung I Wirkung schon nach wenigen Tagen! Erstklassigeßnt- achten! 1 Orig.-Flasche, lange ausreichend, HM. 8.60. Allcinvcrk.: Oermanla-Drog. 0. Seibel, Gießen, Frankfurter Straße 89, Telephon 3593. Mehl Ist tJi Nahrung!- mittel wichtig, well es neben der Kartoffel der beste Kohlehy di atspen- der Ist, von denen wir täglich etwa 500g brauchen. 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Erstmals mutz die Spielvercinigung 1900 die Lehren gezogen haben sollten. Wir erwarten einen ritterlichen Kampf, den der Bessere gewannen soll. Die Rcichsbahner haben einige neue Spieler tn ihren Reihen, die endgültige Aufstellung der Mannschaft steht aber noch nicht fest. VL. Sinn — 1900. allerdings In den Sonderwerten zu einem sd>lag, da die nunmehr herausgekommene C tigunasvcrardnung zur Akticnregistrierpfltcht weit über ole bisherigen Annahmen hinaus geht und praktisch die Möglichkeiten gibt, jeden Aktien!)/ zur Anmeldung zu veranlchsen (wenn auch o! Lpd. Darmftadt, 12. Dez. Bor dem Darrn- ädter Sondcrgericht batte sid) der 60jährige Tho- -1Q5 Bach aus Offenbach a. M. zu verantworten. =r hatte bisher ein einwandfreies Leben aeführt nd in feiner Firma großes Vertrauen genossen. Er rächte jeden Tag die Postsendungen aufs Postamt. iort wurde er eines Tages ertappt, als er ein Feld- ostpackchen, das auf der nahe am Postschalter '-egenden Waage lag, an sich nahm. Nach auf äug- ädiem Leugnen und nadjbcm man ihn durch Auf- inden von anderen Verpackungen in feiner Woh- ^ung überführt hatte, gestand er ein, etwa 4 0 zeldpo st Päckchen g e st o h l e n zu haben, intzerdem ein Paket einer Ossenbacher Seifenfirma rit 48 Stück Teerseise. Der Angeklagte erhielt als Äolksschädling drei Jahre Zuchthaus: außer- | wem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf I sret Jahre aberkannt. Da er geständig war, wurden i ^chs Wochen der Untersuchungshaft angerechnet. Gießen-Dehlar gegen Eintracht. Arbeitstagung In Gießen. Am 4. Januar wird in Gießen eine große Arbeitstagung für die Vereine von Gießen, Wetzlar und Dillenburg ftattfinben, bei der der stellvcrtre tende Gausportführer, SA.-Obersturmbannführer Rieke, wie vorher bereits in Hanau und Limburg, über die Aufgaben des R^>RL.-Sportgaues .Hesten-Nassau sprechen wird. Sportliche Wettbewerbe werden diese Arbeitstagung umrahmen. Vorgesehen ist. u. a. ein Fußballspiel zwischen der Frankfurter Eintracht und einer Auswahlmann- schuft von Gießen/Wetzlar auf dem Gießener Universitäts-Sportplatz. Die Auswahlelf würbe bereits wie folgt aufgestellt: Kersten (Wetzlar 05); Schlitz (VfB.-RSG Gießen), Weiß (WL): Rose (WL), Drdlapp (Wetzlar 05), Weniger (Gießen 1900); Straft, f)ornauer (beide Gießen 1900), Meermann (WL), Mobs, Bode (beide Wetzlar 05). Fußball-Meisterschastsspicle. Sinn — 1900. VfB.-R. — Watzenborn-Steinberg.' Luftwaffe — Ehringshausen. uni Io®« s iitii' fbtni 3. Mts OR 1011 c i 'M och (-■ ’nenj?: ■Par»?" nterschlug er auch einen Geldbetrag, den er einem Zimten schicken sollte. Der erblich belastete, ge- -siitsstumpfe, vorbestrafte Angeklagte wurde zu z Monaten Zuchthaus und 3 Jahren Ehr- ^rlust verurteilt. Drei Jahre Zuchthaus. ei/iw festCic/ve cTcrfte / Rezept: Z0 8 FeN, 175 3ucfrr, 1 Eigelb, 1 Et. weiß, Ei-Ersahentsprechend\ Ei, 175g^4^2Tee» löffel Mondamtn-Dackpulver, 1 Päckchen Monda. min-Danillinzucker, 100 g Haferflocken. — Fett, 3uA Fahrrart-ABmann (Niesten, Neustadt 20. Großkampf auf dem Valdsportplaß. Am kommenden Sonntag treffen sich Zwei alte Rivalen zum fälligen Derbandvspiel. In dem letzten Berbandsfpiel konnten die Reichsbahner trotz Er atz mit 4:2 gewinnen und den Teutonen die Ausfickst auf die Meisterschaft nehmen. In dem jetzigen Spiel kann keine Voraussage über den Ausgang gemacht werden, da beide Vereine fo ziemlid) gleichwertig in der Spielftärke find. Wenn auch die Reilbsbahner ihre bisherigen Spiele verloren haben, fo wäre ihnen, der Papierform nach, ein Sieg zuzutrauen. Jedenfalls, haben beide Vereine Sorgen bei den MannschaftsauffteNungen. Trotzdem haben sie schon öfters bewiesen, daß mit zunehmenden Schwierig- feiten her Wille her Mannschaft zum Siege wud)s. L a n g - G ö n s — Lv a tz e n b o r n - © t e I n b e r g Mit diesem Spiel wird die Vorrunde der HI.- Klasse abgeschlossen. Lang-Göns ist auf eigenem Boden ein schwer zu schlagender Gegner. Da ble Mannschaft auch weiterhin die zweite Stelle in der Tabelle clnncbmcn will, wird sie alles ocrfudicn, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden Dis Gäste zeigten in den letzten Spielen unterfchiedlichs Leistungen. Auch ein kleines Meisterstück der Mischkuns Warum sdimedd der Aornfronet *o gut, so rund und angenehm ausgeglichen? Wei) er aus gut gewählten und ordentlich ^°"deiienkSs'err-ug- nlssen besteht? Gewih. aber vor allem, weil dtoe Rö' tprodukte \mJtornfnnctio trefflich rusammen- gesiellt und glüdtUdtgemischt sind. ohne unbescheiden tu sein: er ist ein kleines Meisterstück der Mischkunst I Büdo-Luxus Schuhcreme Büdo-Steinbock Lederfett BUDO verbürgt QualltMt BUdo-Werk Wolfgang Schott Chem. Fabrik, 8chwennlngen/N @ie n^ll war W“1'! u ben w;i| eniMI ion i. 6it ;nflen Ilii? - Gauklasse. Luftwaffe Gießen — Dietzenbach. Dietzenbach steht nach den beiden Frankfurter Mannschaften an der Spitze der Gauklasse Gegen die Frankfurter Polizei verlor diese Mannschaft nur mit 4:7 Toren. Dieses Resultat beweist schon, daß die Gäste über beträchtliches Können verfügen. Für die Luftwaffe wird die Lage allmäblid) ernst. Will sie sich in der höchsten Klasse behaupten, so müssen ganz besonders auf Gießener Boden Punkte ge- sammelt werden. Rach der am Sonntag zeitweise gezeigten Leistung könnte ein Sieg der voldaten gelingen. Voraussetzung ist jedock), bah man endlich aus den knappen Niederlagen die Lehr« ge« 1 -TlLazk । Jlchten Sie auf diß azan PxichLuw. 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Hof, 20 Uhr KONZERT der Kammermusik - Vereinigung des Orchesters der Stadt Gießen AUSFÜHRENDE: Luise Schmidt-Frank, Harfe Konzertmeister Franz Kerzisnik, Violine Ernst Schneider, Violoncello Paul Kirschmann, Flöte Eintritt: RM. 1-, 1.20. Karten im Vorverkauf in der Oberschule am Montag, 15. Dezember, von 17 bis 20 Uhr 5086 D Am Sonntag, dem 14. Dezember 1941, um 16Ubr Vortrag in der Turnhalle der „Schillerschule". — Thema: durch Körperpflege - vitaminreiche Ernährung - auch im Kriegswinter 1941 usw. Rednerin: Frau Annemarie Fung, Frankfurt a.M. Unkostenbeitrag 30 Pfennig Mi«4 Naturheilverein - Kneippverein PFLANZENSÄFTE RMt.35 RM 1«44 RM 1.35 RM 4.40 Haflattichsaft « Spitzwegerich saft Zinnkrauttaft . Kurpackung • . fo ollen Reformhäusern tu haben» Prospekte such von der Herstellfinne WALTHER SCHOENENBERGER PflaUMUsaftwerk t Magst ad! bei Stuttgart ? Katarrh? 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