für die Nttttcrgsnummer bidSViUbt des Vormittags *2ltueioen<13retfe: jlmeigenteil 7 Rpf le mm bei 22 mm Beilenbrette# Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Beilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüße Mengenstaffel B Plavvorfchritt (vorherige Vereinbarung) 25°/» mebr (91. Jahrgang Nr. 218 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftamilienblätter Heimat unBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1L0 Lustellgebühr... „ -L5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschluß 2251 Drahtanschrift:,,Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M. vrühlsche Uniötrfhateb ruderet 8. Lauge General-Anzeiger sürOberhessen * 6ic6e*^Sd)eIftra6e 7-» jw« v? A Samstag, 13./Sonntag,14-September 1941 Gießener Anzeiger Schwere Schläge für Englands Schiffahrt. 134 000 BRT. durch Ll-Boote versenkt. — 21000 BRT. durch die Luftwaffe vernichtet. — Drei britische Schnellboote durch Dorpostenboote versenkt. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im O st e n gehen die Angriffsoperationen trotz schlechter Wetterlage und schwieriger Geländeverhältnisse gut vorwärts. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben. griffen Unterseeboote im Nordatlantik einen großen durch Korvetten und Zerstörer stark gesicherten feindlichen Geleitzug an. der aus über vierzig Schissen bestand. In zähen und mehrtägigen Kämpfen versenkten die Unterseeboote bisher 22 Dampfer mit zusammen 134000 BRT. Zwei weitere Schiffe mit 11 000 BRT. wurden torpediert. Auch mit ihrem Verlust ist zu rechnen. Der feindliche Geleitzug wird weiter angegriffen. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschlff- fahrt versenkte die Luftwaffe in der letzten Nacht südostwärts Great Zarmouth aus einem gesicherten Geleitzug heraus drei Frachter mit zusammen 21 000 BRT. 3m gleichen Seegebiet wurde ein leichter britischer Kreuzer und nordwärts Alnwick ein weiteres Handelsschiff durch Bombenwurf beschädigt. Andere Kampfflugzeuge erzielten im Tiefangriff Bombentreffer schweren Kalibers in einem Hochofenwerk bei Middlesborough und in Hafenanlagen an der O ft k ü ft e der Insel. 3m Geleitdienst stehende vorposkenboote wehrten im Kanal wiederholte Angriffe eines britischen Schnellbootverbandes auf das ihnen anvertraute Geleit ab. Sie versenkten drei der angreifenden Schnellboote. Küstenbatterien der Kriegsmarine griffen in das Gefecht ein und vertrieben die übrigen Boote. Alle Fahrzeuge des Geleits erreichten unbeschädigt ihren Bestimmungsort. Britische Flugzeuge griffen in der letzten Nacht mit geringer Wirkung das norddeutsche Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und verletzten. Flakartillerie schoh zwei feindliche Bomber ab. Ll-Boote voraus! Deutsche U-Boote haben im Nordatlantik aus einem Geleitzug von über 40 Schiffen „in zähen, mehrtägigen Kämpfen" bisher 22 Dampfer mit zusammen 134 000 BRT. versenkt. Dann fährt die Sondermeldung fort: „Zwei weitere Schiffe mit 11 000 BRT^ wurden torpediert. Auch mit ihrem Berlust ist zu rechnen. Der feindliche Geleitzug wird weiter angegriffen." Warum diese Unterscheidung? Als versenkt werden nur jene Schiffe gemeldet, deren Absacken beobachtet wurde, als torpediert jene, bei denen wohl die Torpedoexplosionen, aber nicht deren Untergang festgestellt werden konnten. Die Geleitzüge werden durch Zerstörer, Korvetten, U-Bootfallen 'und Hilfskreuzer sehr stark gesichert. Es kann daher wohl vorkommen, daß ein U-Boot- kommandant sich mit der Feststellung des Torpedotreffers begnügt, ohne fein Schiff und feine Mannschaft einer zusätzlichen Gefahr auszusetzen. Die Geleitzüge sind immer riesiger geworden. Im Weltkrieg galt ein Geleitzug von 10 bis 20 Schiffen schon als eine „große Sache". Ein Geleitzug von 40 Schiffen, wie er jetzt angegriffen worden ist, ist schon kein Geleitzug mehr, sondern eine Geleitflotte. Die Leistungen der U-Boote sind schlechthin bewundernswert. Erst die Lauerstelkstng und dann der Einsatz in „zähen mehrtägigen Kämpfen"! Aehnliche große Ergebnisse konnten unter dem 31. Juli berichtet werden: Damals waren es 140 500 BRT., oder am 25. August, an dem 21 Handelsschiffe mit 122 000 BRT. aus einem von England nach Gibraltar bestimmten Geleitzug herausaefchosfen wurden. Den besten Kommentar zu diesen Erfolgen unsere U-Boote hat General Auchinlock, der britische Oberkommandierende im Nahen Osten, geschrieben, indem er seine Verbände zur äußersten Sparsamkeit mit Rücksicht auf die Schiffsraumnot aufforderte. schule Hannover. 1931 wurde er Kommandeur des Potsdamer Jnfanterie-Regimenks 9, ein Jahr später Kommandeur der 2. Kavallerie-Division. Im Oktober 1933 übernahm er den Aufbau eines neuge- bildeten Armeekorps. 1938 schied er als General der Kavallerie aus dem aktiven Dienst. Mit Ausbruch des Krieges führte General von Kleist im Feldzug gegen Polen ein Armeekorps, mit welchem er den Südflügel des polnischen Heeres durchbrach. Im Westfeldzug zeichnete er sich aus. 1941 nahm er am 9. April die alte serbische Hauptstadt Nisch. Im Ostfeldzug stieß er tief in die Ukraine vor, kämpfte in der Vernichtungsschlacht bei Uman und erkämpfte die Brückenköpfe und die Stadt Dnjepropetrowsk. Oer Führer bei seinen Soldaten. Unser Bild zeigt den Führer und Obersten Befehls- fjqber während eines Besuches bei den Soldaten an der Front, hier verabschiedet er sich von dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, Generalfeldmarschall v. Rundstedt. (PK.-Fischer-Scherl.) Oie Geburtsfiätte -es Bolschewismus. Was die Einschließung einer Millionenarmee der Bolschewisten in der Stadt Leningrad bedeutet, braucht auch einem militärischen Laien nicht gesagt zu werden. Für wie entscheidend man diese neue, glänzende Waffentat der deutschen Wehrmacht und der mit vorbildlicher Tapferkeit fechtenden finnischen Truppen auch bei unseren Gegnern hält, zeigen am besten die krampfhaften Versuche, die Kunde davon ihren Völkern so lange rote möglich zu verbergen. Es ist indessen nicht die bevor- stehende Vernichtung einer Millionenarmee allein, die den entscheidenden Wert der Einkreisung Lenin- grabe ausmacht, sondern es ist darüber hinaus die Tatsache, daß mit Leningrad einer der stärksten Stützpunkte des bolschewistischen Verteidi- g u n gs s y st e m s zusammenbrechen muß. Die noch in den Händen der Sowjets befindlichen Positionen im Finnischen Meerbusen und in der Ostsee (hangö einerseits und die Inseln Oesel, Dagö und Moon andererseits) hängen damit ebenso in der Luft und sind von jeder Zufuhr abgeschnitten, wie auch die gesamte sowjetische Front im nördlichen Karelien und auf der Halbinsel Kola. Die Unterbrechung der Murmanbahn bedeutet für diesen nördlichsten Teil der bolschewistischen Front die Unterbrechung jeder leistungsfähigen Verbindung mit den politischen und wirtschaftlichen Machtzentren des Landes. Für kurze Zeit steht allerdings noch der Seeweg von Archangelsk nach der Kandalakschabucht und weiterhin nach dem Hafen Murmansk offen. Die Vereisung des Hafens von Archangelsk wird aber in Kürze auch diese Verbindung für lange Monate ausschalten. So ist durch die Einkreisung von Leningrad gleichzeitig auch die durchgehende bolschewistische Front an einer Stelle endgültig zerbrochen. Nicht so in die Augen fallend, aber auf den weiteren Verlauf des Krieges von vielleicht noch schwerer wiegendem Einfluß ist die ro ir t s ch a f t l i ch e Bedeutung dieses militärischen Erfolges. Um diese richtig würdigen zu können, muß man sich die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Sowjetunion seit dem Jahre 1917 noch einmal vergegenwärtigen. Das zaristische Rußland war im wesentlichen ein Agrar st aat mit verhältnismäßig schwach entwickelte Industrie, und es war eigenartig genug, daß gerade in diesem größten Agrar- floate der Welt jene Revolution zum Siege geführt werden konnte, die ihren Keim in dem In d u - Trotz Minensperren erfolgreiche Kämpfe im Nordabschnitt. Die Heimat der Heldentaten ihrer Söhne würdig. Berlin, 12. September. (DNB.) In heftigen Kämpfen erzielten die deutschen Truppen während der letzten Tage im Nord ab schnitt der Ostfront weitere gute Erfolge. Sie kämpften sich gegen zähen bolschewistischen Widerstand und durch ausgedehnte Minenfelder gegen die feindlichen Feldstellungen und Bunker vor. In dem Abschnitt eines deutschen Armeekorps wurden am 9. und 10. September insgesamt 6700 Minen weggeräumt. Trotz der Minensperren wurden die sowjetischen Feldstellungen und eine Ortschaft erobert. Die Bolschewisten verloren 1200 Gefangene, 12 Panzerkampfwagen, 60 Geschütze und große Mengen sonsttgen Kriegsgeräts. An einer anderen Stelle erzielten die deutschen Truppen weitere Geländegewinne und machten 1920 Gefangene. Im Raume nördlich Nowgorod unternahmen sowjetische Truppen in der Nacht zum 11. September an drei Stellen Uebersetzversuche über den W o l- ch o w. Si^ wurden jedoch unter schweren blutigen Verlusten für die Bolschewisten abgeschlagen. Als bei den Kämpfen u m den Luga-Fluß deutsche Truppen einen Brückenkopf gebildet hatten, setzten die Bolschewisten am nächsten Tage starke Infanterie- und Panzerkräfte ein, um diese deutsche Stellung in ihre Hand zu bringen. Im Schutze der Dämmerung war es einem schweren Sowjet-Panzer gelungen, bis auf 150 Meter an einen deutschen Regimentsgefechtsstand heranzukommen und chn unter direkten Beschuß zu nehmen. Angesichts der drohenden Gefahr ergriff der Leutnant eines Pan- zer-Pionier-Bataillons einen Kraftstoifkanister und einige Handgranaten und arbeitete sich an den großen bolschewistischen Panzerkampfwagen heran. Ohne bemerkt zu werden, hatte er den stählernen Koloß erreicht und übergaß ihn mit Benzin, das er durch eine Handgranate anzündete. In wenigen Sekunden stand der ganze Panzerkampfwagen in Flammen. Die Besatzung, die keine Möglichkeit zur Flucht sah, erschoß sich selbst. Bomben auf militärische Werke Leningrads. Kolonnen mit zahlreichen Lastkraftwagen, Panzern und Geschützen. Sowjetische Artilleriestellungen und Munitionslager wurden zerstört. Jrn Raum Neshin —Tschakow wurden 29 Eisenbahnzüge zerstört. Vier Kampfflugzeuge erzielten im südlichen Kampfabschnitt Volltreffer in sieben Transportzügen, die sämtlich schwer beschädigt wurden. Ein Transportzug wurde durch Feuer vernichtet. Durch drei Kampfflugzeuge wurden auf einem Bahnhof zehn abgestellte Transportzüge schwer beschädigt. Ein Güterzug wurde aus 30 Meter höhe durch Bombentreffer aus den Gleisen geworfen. Die Lokomotive wurde mit Bordwaffen vernichtet. Einige Tankwagen brannten aus. Kampfflugzeuge griffen die Hafenanlagen von Odessa an. Zahlreiche Treffer und große Brände wurden beim Abflug beobachtet. In der Nacht zum 12. September bombardierten deutsche Kampfflugzeuge Suez und die großen hafenanlaqen von Port läufig. Es wurden zahlreiche Brände in Lagerhäusern und hallen hervorgerufen. , Mit dem Ritterkreuz ausaereichnet. Berlin. 12. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der 3nfanterie Kienitz. Kommandierender General eines Armeekorps. Oberstleutnant von L enger ke. Abteilungskommandeur in einem Reiter- Regiment. Oberleutnant Treffer. Kompaniechef in einem Kraftsahrbataillon. Leutnant Brandt. Kompaniechef in einem 3nfanterie-Regiment. Cctif- nant Ewald. Zugführer in einem Pionierbataillon und Oberfeldwebel Axt mann. Führer eines Kompanietrupps in einem 3nfanterie-Regiment. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Hauptmann Schmidt in einem Jagdgeschwader. Er hat im Einsatz an der Kanalküste bisher 25 Abschüsse erzielt, davon 13 in Berlin. 13. September. (DNB. Funkspruch.) Verbände der Luftwaffe führten am 12. 9. zur Unterstützung der Operationen des Heeres vernichtende Schläge gegen bolschewistische Stellungen und kriegswichtige Ziele durch. In der Nacht zum 1- wurden durch gutgezielte ^Bombentreffer in militärischen Werken Leningrads große Brände erzielt. Im mittleren Kampfabschnitt führten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge 27 Angriffe auf sowjetische Stellungen durch. Drei Geschütze uno acht Panzerwagen wurden vernichtet, fünf weitere In der Ukraine richteten sich die Operationen der Luftwaffe auf die Gebiete Zwischen dem Unterlauf des Dnjepr und der Krim und dem mittleren Dnjepr und der Desna. Während schnelle Verbände des Heeres an einzelnen Stellen schon wett über die deutschen Linien hinaus vorstießen führte die Luftwaffe rollende Einsätze auf Feldstellun gen und Verbindungslinien der Sowjets durch. Kampfflugzeuge vernichteten motorisierte den letzten Monaten. Generaloberst von Kleist 40 Jahre immer noi allein die ft r I e p r o t e t a r a t hatte. Lenin, der Führer dieser Revolution, behauptete, daß er die Gedanken des Juden Karl Marx zu Ende führe. Marx hat aber seine Theorie von der zwangsläufigen Entt Wicklung des Kapitalismus über die immer weitergehende Verelendung der Massen bis zum automatisch sicheren Siege des Proletariats im Klassenkampf aus den Erfahrungen geschöpft, die er in den englischen Slums gewonnen hatte. Dort, im England des Manchestertums, bestanden jene Verhältnisse, von denen Marx vorauszusehen glaubte, daß sie schließlich zur Diktatur des Proletariats führen müßten. In dem Rußland der Vorkriegszeit waren solche Verhältnisse nur in wenigen Großstädten zu finden, wie beispielsweise in Moskau und vor allem in Petersburg. Petersburg wurde daher auch ganz folgerichtig die G eb u r t s- ftätte des Bolschewismus. Von hier aus begann die sogenannte Oktober-Revolution, die den Sieg der Bolschewisten über die Menfchewisten, den Sieg Lenins über Kerenski brachte. Aus diesem Grunde wurde Petersburg auch in Leningrad umgetauft. Von Leningrad aus nahm auch die Katastrophe des Bauerntums dieser Sowjetunion ihren Ausgang. Es war den bolschewistischen Machthabern von vornherein klar, daß. chre, dem bäuerlichen Menschen des Vorknegsrußlands völlig wesensfremde Revolution niemals Aussicht auf Dauer hatte, wenn es nicht gelang, den Charakter der Bevölkerung weitgehend au wandeln. Aus dem Agrarlands mußte ein Arbeiterland im Sinne des Klassenkampfes werden, denn nur so konnte es ein marxistisches Land werden. Geworden ist es freilich ein S k l a v e n l a n d. Die Umwandlung der bäuerlichen Bevölkerung in eine marxistische Arbeiterbevölkerung ist den Bolschewisten auch heute noch nicht gelungen. Eie Erfolge blieben im wesentlichen auf die Großstädte und auf die Industriezentren beschränkt. Dieses Mißlingen der politischen Absicht führte auf wirtschaftlichem Gebiete zu schweren Störungen. Es fehlte den Sowjets während ihrer ganzen Geschichte immer an einer guten Industrie- a rb eit erschüft. Wohl gelang es, die wenig Sachkenntnisse und manuelle Fertigkeiten erfordernden Urproduktionen durch den Masseneinsatz von Zwangsarbeitern, d. h. von Arbeitssklaven zu sichern. Wie unglücklich sich dabei die im Grunve - -1(^ bäuerliche Bevölkerung fühlt, zeigt Tatsache, daß im Donezkohlenbecken im Lause eines einzigen Jahres die gesamte Belegschaft gewechselt hat, wie denn überhaupt die Fluktuation der Arbeiterschaft eine ständige Sorge der Sowjets war. Kein Wunder, denn die entwurzelte Bevölkerung konnte eben in den proletarischen Lebensoerhältnissen der Jndustriezentten nicht heimisch werden. Dieses Uebel des Fehlens einer, europäischen Begriffen auch nur einigermaßen entsprechenden Facharbeiterschaft ist die Hauptursache dafür, daß alle Fünfjahrespläne der Sowjets ihr Ziel nicht erreichten. Auch das Zurückbleiben der verarbeitenden und insbesondere der Feinindustrie hinter den Leistungen der Rohstoffindustrien läßt diesen Grundfehler in der sowjetischen Wirt chafts- struktur erkennen. Um so wertvoller mußte für die sowjetische Staatsführung die in den Industriezentren von altersher vorhandene, erfahrene und geschulte Facharbeiterschaft sein. Auf sie stützte sich die kommunistische Partei polittsch sowohl wie auch wirtschaftlich. Während man sonst mit der gewaltsamen Verpflanzung der Bevölkerung ganzer Länder sehr großzügig war, erwies es sich als unmöglich, die verarbeitende und Feinindustrie zu verpflanzen. Wohl konnte man für die neuen Roh- st o f f g e b i e t e im Ural und in Sibirien zwangsweise Arbeitssklaven beschaffen. Dagegen ist es noch nicht gelungen, in diesen Gebieten eine ausreichende Verarbeitungs - und Feininüuftrie aufzubauen. Diese Industrien, die ja auch für die Rüstungs- industtie von entscheidender Bedeutung sind, haben nach wie vor ihren Sitz hauptsächlich in den Gebieten um Moskau und um Leningrad Leningrad besitzt etwa800 Fabrikbetriebe mit fast 300 000 Mann Belegschaft, das sind 1 2v. H. der gesamten Sowjet-Industrie. Werften, Maschinen- und mechanische sowie chemische Werke stehen im Vordergrund. Nimmt man die Industrie der Umgebung Leningrads hinzu, die ja auch in deutschfinnischer Hand oder von der Sowjetunion abgeschnitten ist, so sind durch die Einschließung von Leningrad rund 25 v. H. der Maschinenbaupro- duknon und Nichteisenmetallerzeugnisssse, rund 5 0 d. H. der elektrotechnischen und rund 7 5 v. H. des Schiffsbaues der Sowjetunion lahmgelegt. Die Leningrader Industrie fertigt im übrigen komplizierte Maschinen an, wie Textil- und Druckerei- maschinen, Verbrennungsmotore, Dampfturbinen, Hochspannungskessel u. a. mehr, die einen hochqualifizierten Arbeiterstamm notwendig machen. Eine Industriestadt wie Leningrad stellt natürlich auch ein wichtiges Rüstungszentrum dar, dessen Verlust die Sowjets nicht verschmerzen können. Die Elek- tromaschinensabrik „Elektrosil" hat 10 000, die Kirow-Werke, bekannter unter dem alten Namen Puti- low, 30 000, die Newsky-Maschinenfabrik (Lenin), eine Kanal- und Turbinenbaufabrik, mehrere tausend Arbeiter, die Telephonfabrik Kraswaja (Sarja) 5000, die Baltische Werft und Gummiwerft Kras- neye 32 000, die Textilmaschinenfabrik Karl Marx 5000 Arbeiter. So geht es weiter mit den Fabriken für Elektrowesen und Schweißmaschinen, Dieselmotoren, Preßluftwerkzeuge und Schleifsteine, Draht, Nägel und Kleineisenzeug. Dazu kommen Schiffswerften, Schwermaschinenbauanstalten, Rüstungsbetriebe aller Art, Superphosphat- und sonstige chemische Werke. Sie alle fallen schon seit Wochen, da der deutsch-finnische Vormarsch die Zufuhr an Rohstoffen und die Versorgung mit Kraftstrom unterbrach, das Wasser- und Wärmekraftwerk am Wolchow und die Swir-Kraftwerke abschnitt, für die Sowjets aus, erleiden also Bne Lücke in ihrer Rüstungsindustrie, die sie nicht mehr ausfüllen können. Neben der Rüstungsindustrie des Leningrader Bezirks verlieren die Sowjets jetzt aber auch eine Armee von wertvollen Facharbeitern, die weder aus dem Lande selbst noch auch von ^England oder von den USA. zu ersetzen sind. Von Leningrad aus nahm die blutige Tragödie des Bolschewismus im Jahre 1917 ihren Ausgang. Von Leningrad aus wird eines Tages auch der Zusammenbruch beginnen. V. A. Frankreich gegen die Kommunisten. Vichy, 12. Sept. (Europapreß.) Das Sondergericht von Clermont-Ferrand hat sechzehn Kommunisten, darunter eine Frau, abgeurteilt. Die beiden kommunistischen Agitatoren Machandier und Lem»ine würben zum Tode verurteilt. Der Erstere hatte schon im Jahre 1938 eine Streikbewegung im Gebiet von Clermont-Ferrand angezettelt, während der Letztere ein Komplott gegen Oie nationale Verteidigung Japans. Tokio, 12. Sept. (Europapreß.) Die Schaffung eines „Großen Hauptquartiers für die Heimatverteidiguna" begründet die japanische Presse mit der Verschärfung der Situation leit dem 13. Juli. Die Organisation der Verteidigung wird reformiert. Vier Derteidigungs- kommandos werden geschaffen. Die Neuregelung unterstellt diese vier Kommandos und damit sämtliche in Japan, Korea, Formosa und Südsachalin stehenden Heeresverbände und Fliegereinheiten hinsichtlich der Verteidigungsfragen dem neuen Großen Hauptquartier, dessen Befehlshaber wiederum unmittelbar dem Tenno untersteht. Auf diese Weise ist eine Rahmenorganisation geschaffen worden, die im Ernstfall sofort funktionieren kann. Der 'neuernannte Oberbefehlshaber des Großen Hauptquartiers für die Heimatverteidigung, General Otozo Pamada, behält den Posten des Generalinspekteurs des Milttärbildungswefen auch weiter bei. Er wird praktisch Generalissimus mit umfassenden Befugnissen über den Generalstab selbst fein. Die Neuordnung soll die enge Zusammenarbeit zwischen dem Heer und der Regierungs- politif sichern. Sie ist nach einer mehr als einstün- digen Unterredung des Kriegsministers mit dem Tenno imb nach einer Konferenz der Chefs des Heeres und der Marine im kaiserlichen Palast bekanntgegeben worden. Die japanische Presse erörtert weiterhin das Problem der Erhaltung des Friedens im Pazifik, wobei die Zeitung „Chugaifhogyo" hervorhebt, daß Japan bisher keine Opfer gescheut habe, um eine Friedenspolitik im Pazifik zu führen. Japan werde dies auch in Zukunft tun. Demgegenüber weist das Blatt auf die fortdauernden nord- amerikanifch-britischen Störungsversuche hin, die in der letzten Zeit deutlich erkennbar geworden seien. Hierbei hätten die USA. d i e politische Führung übernommen. Wörtlich heißt es dann weiter: „Wenn England und die USA. glauben, gewisse Rechte in Ostasien zu haben, so ist es begreiflich, daß sie daran hängen und sie festhaltcn wollen. Aber Japan kann keinerlei Eingriff dulden bei seiner Aufgabe, die Beziehungen mit den Ländern des südlichen Pazifik herzustellen." Abschließend betont „Chugaifhogyo", niemand könne annehmen, daß Japan müßig zusehen werde, wenn die Briten und Nordamerikaner den Japanern alle möglichen Hindernisse in den Weg legten und die Einkreisung Japans vollzögen. ♦ Ein zweiter Transport japanischer Frauen und Kinder verläßt am 19. September Niederlän - disch-Jndien, um nach Japan heimzukehren. Die Reise erfolgt an Bord des japanischen Dampfers „Kitano Maru". 115 Bürger der Vereinigten Staaten verließen Schanghai an Bord des von der USA.-Regierung zur Rückführung von USA.» Bürgern aus dem Fernen Osten beschlagnahmten „President Cleveland". Ein weiterer USA.-Damp- fer wird für die nächste Woche erwartet. Der Kriegshetzer Roosevelt am Werk. Berlin, 12. Sept. (DNB. Funkspruch.) In einer Ansprache an das amerikanische Volk versuchte Roosevelt wiederum, der von ihm und seinen Helfershelfern so sorgsam geschürten Kriegspsychose in den USA. neue Nahrung zuzuführen. Dabei tischte der Präsident abermals dem USA.-Volk d i e Lüge von dem deutschen U-Boot-An- griff auf den nord amerikanischen Zerstörer „Greer" auf. Trotz der einwandfrei bewiesenen Tatsache, daß der Zerstörer „Greer" den ersten Schuß abfeuerte, beharrte Roosevelt auf seiner Lüge. Man muß sich die Frage vorlegen, wem denn am meisten an der Provozierung eines Zwischenfalles gelegen sein könnte. Doch sicherlich Herrn Roosevelt, dessen berüchtigter Schießbefehl an d i e U S A.» FI o 11 e beweist, wie krampfhaft er bemüht ist, dem USA.-Wolk durch einen solchen Zwischenfall die No t w e nd i a k e i t des Kriegseintritts der Vereinigten Staaten beizubringen. Die Behauptung, diese deutsche Handlungsweise sei Piraterie im rechtlichen und moralischen Sinne, löst lediglich Erinnerungen aus an das Piratentum Englands auf allen Weltmeeren und allen Kontinenten. Roosevelt, der kein Mittel scheut, um mit heuchlerischen und verlogenen Argumenten das amerikanische Volk in den Krieg zu zwingen und zugleich Deutschland 'die Schuld dafür zu unterschieben, versteigt sich zu der grotesken Behauptung, schon im Juli 1941 sei ein amerikanisches Kriegsschiff von einem deutschen U-Boot, dessen Periskop deutlich hätte ausgemacht werden können, verfolgt worden. Wir sind überzeugt, daß, wenn Roosevelt damals das Periskop eines deutschen U-Bootes wirklich so deutlich gesehen hätte, er es nicht übers Herz gebracht hätte, diese Tatsache auch nur einen Tag ZU verschweigen, er hätte mit Posaunentönen der Welt davon Mitteilung gemacht. „Trotzdem werden mir nicht hysterisch und behalten die Füße auf der Erde." Mit dieser Feststellung hat der Präsident, was das USA.-Volk angeht, zweifellos recht, ob er persönlich so fest mit den Füßen auf der Erde steht, erscheint mehr als fraglich und seine Nerven scheinen, an seinen hysterischen Ausfällen gemessen, nicht die besten zu sein. Es sei das Ziel der bösen Nazis, so sasette Roosevelt weiter, die Freiheit der Meere abzuschaffen und sie für sich zu erringen. Was Roosevelt und sein Kumpan Churchill unter „Freiheit der Meere" verstehen, kennt die Welt bisher nur unter dem Begriff „Hungerblockade". Die „Freiheit der Meere" ist nach Ansicht Roosevelts das ideale Mittel, um durch die Lieferung von Waffen einem Krieg nachzulaufen, der die USA. nichts angeht. Im übrigen scheint Roosevelt mit dieser Forderung nach der Freiheit der Meere die Behauptung Englands, es beherrsche die Meere, in Zweifel zu sein. „Wir haben keinen Krieg mit Hitler gesucht und suchen ihn auch jetzt nicht." Mit diesen-Worten straft sich Roosevelt nicht nur selbst Lügen, sondern sie kennzeichnet auch die hinterlistige Weise, mit der er sein Ziel, den Kriegseintritt, beim USA.» Volk zu propagieren sich müht. Wir erinnern nur an die Tätigkeit der persönlichen Abgesandten Roosevelts in Paris, Warschau, London und auf dem Balkan, für die dokumentarische Beweise mehr als genug geliefert wurden. Der Präsident schickt auch heute noch seine Vertrauensmänner durch alle Länder, um den Krieg zu suchen! Wir erinnern weiter an die Äußerungen offizieller Persönlichkeiten der USA., die offen .den Wunsch nach dem Zwischenfall aussprachen, wie beispielsweise der Marineminister Knox. Wenn Roosevelt dann noch erklärt, daß von jetzt ab gtle deutschen oder italienischen Kriegsschiffe in den Gewässern, deren Schutz für die Verteidigung der USA. wichtig sei, nur auf eigene Gefahr einliefen, ohne aber diese Gewässer genau zu umschreiben, so liegt in diesem Anspruch auf die Beherrschung eines nicht näher umgrenzten Seegebietes der unendlich anmaßende USA.» Weltbeherrschungsanspruch schon allein begründet. Roosevelt, einer der Hauptschuldigen an diesem Kriege, hetzt und schürt weiter. Ihm liegt nichts an Menschen und Völkern, das Schicksal von Millionen ist ihm gleichgültig; er kennt nur ein Ziel: die politische und wirtschaftliche Beherrschung der Welt. Oie (Sanierung Oberschlesiens. Umfassende Aktion -er NSDAP. Kattowitz, 12. Sept. (DNB.) Kaum zwei Jahre sind erst vergangen, daß nach einer scheinbar nicht endenwollenden Leidenszeit unter der Polenherrschaft dem Deutschtum im ehemaligen Ostoberschlesien mit dem Einmarsch der nationalsoziok listischen Wehrmacht die Befreiungsstunde schlug. Wie in allen heimgekehrten, Gebieten nahm sich auch in Oberschlesien unmittelbar nach dem Einmarscy der deutschen Soldaten die Partei der deutschen Volksgenossen an. Sie linderte die erste Not und lenkte das Leben in neue Bahnen. Wenn auch die Erfüllung der großen sozialen Aufgaben, die hier in diesem Grenzgau so ungeheuere Ausmaße beißen, der Zeit nach dem siegreich beendeten Kriege Vorbehalten bleiben muß, ist doch die Bewegung in großzügiger Weise dabei, die Folgen der polnischen Mißwirtschaft, insbesondere das Wohnunas- elend, die Unterernährung weiter Volkskreise, die Säuglingssterblichkeit des kinderfreudigen Volkes, die Volksseuchen zu beseitigen, um den Grundstein ür eine restlose Sanierung in einer kommenden ruhigen Zeit zu legen. In der laufenden Betreuung in verwaltungsmäßiger Hinsicht und vor allem durch die erweiterten Hilfsmaßnahmen des WHW. und der NSV. überhaupt ist schon die größte Not beseitigt worden. Gauleiter Bracht hat jedoch darüber hinaus dem Amt _ für Dolkswohlsahrt den Auftrag erteilt, eine umfassende Sanierungsaktion der NSDAP, in die Wege zu leiten, die er am Freitag zu Beginn des ersten G audi en stoppel ls der NSDAP, im Gau Oberschlesien lerkündete. Dieser Sanierungsplan sieht vor: Jn- tandsetzung von rund 21 000 Wohnungen im Werte von über 1,5 Millionen RM., die Beschaffung von über 66 000 Stück Möbeln aller Art im Werte von 2,8 Millionen RM. sowie die Deckung eines Kleidunas - und Wäschebedarfs im Werte von 4 Millionen RM. Hinzu kommt noch die Beschaffung von 1000 Kinderwagen und ebenso vielen Säuglingsausstattungen. Der Plan umfaßt ferner eine Betreuung von 40 000 Müttern und Kindern sowie 20000 Säuglingen mit Milch. Weiterhin wird an 60 000 Kinder ein halbes Jahr hindurch je ein Kilogramm O b st wöchentlich zusätzlich ausgegeben. 60 000 Mütter, Säuglinge und Kleinkinder erhalten S t ä r k e m i t- tel und weitere 11000 Volksgenossen werden zahnärztlich untersucht werden. Insgesamt erfordert diese Sanierungsaktion, die auch einen Teil des alten beim Reich verbliebenen Oberschle- stens umfaßt, über 16 Millionen RM. Eine „(Stiftung Oberschlesien" DKD. Kattowitz, 12. September. Im Rahmen einer ^uhrertagung der NSDAP, des Gaues Oberschlesien verkündete Gauleiter Bracht die Gründung $iner „Stiftung Oberschlesien". Sie soll die produktiven Kräfte Oberschlesiens auf allen kulturellen Gelten, der Musik, des Theaters, der bildenden Künste, des Museumswesens, der Landesforschung, der Heimatgestaltung, des Schrifttums, des Büchereiwesens, fördern. Im besonderen wird sie kulturelle Veranstaltungen einrichten, die sich jährlich wiederholen sollen, wie das Oberschlesische Musik- fest, die Oberschlesische Kunstausstellung und die Oberschlesischen Heimattage. Außerdem beabsichtigt sie die Durchführung von Oberschlesischen Kunstwochen im übrigen Reichsgebiet. He Präfektur von Clermont-Ferrand in Gang ge- egt hatte. Von den anderen wurden gegen je zwei auf lebenslängliche Zwangsarbeit, auf fünfzehn ■öaljre dzw. zehn Jahre Zwangsarbeit erkannt Die übrigen erhielten Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren. v 1 1 Jüdische Vermögensabgabe in der Slowakei. Preß bürg, 12. Sept. (DNB.) Die slowakische Regierung erließ eine Verordnung, wonach die xWbenDermögen in der Slowakei, das nahezu drei Milliarden netto beträgt, durch eine Vermögensabgabe von 20 v. H. belastet wird. Dem Judentum des Landes war es innerhalb weniger Jahrzehnte gelungen, mehr als die Hälfte des gesamten slowakischen Vermögens in seine Hände zu bringen. Zur Deckung der Vermögensabgabe werden, die Besitzungen der Juden herangezogen werden, darunter auch 40"v. H. der jüdischen Bankeinlagen. Sowjet-Drohung in Sofia. Stockholm, 12. September (Europapreß.) Der sowjetische Außenkommissar Molotow forderte am Mittwoch in einer Note an den bulgarischen Gesandten in Moskau, Stamenow, Bulgarien auf, „im Interesse des bulgarischen Volkes die sowjet.feindliche Einstellung" zu ändern, wie der sowjetische Rundfunk am Donnerstagabend meldet. In der Note wird die bulgarische Regierung auf ihre sowjetfeindliche Ein- stellung aufmerksam gemacht und „vor wetteren feindseligen Schritten gewarnt". Die sowjetfelndtlchr Einstellung der bulgarischen Regierung sieht die Sowjetunion in dem Verhalten Bulgariens gegenüber Deutschland. Eine Erklärung des bulgarischen Innenministers Gabrowski betont den entschlossenen Willen der bulgarischen Regierung, jede antibulgarische Tätigkeit der Agenten Moskaus und Londons mit größter Härte zunichte zu machen. In diesem Willen zeigten sich alle Abgeordneten und der überwiegende Teil des Volkes mit der Regierung einig. Alle Bulgaren feien sich bewußt, daß sie mit dem deutschen V o^l k e schicksalhaft verbunden seien und sein Sieg auch ihr Sieg fei. Gabrowski bezeichnete den bulgarischen Bauer als einen traditionellen Todfeind des Kommunismus, der das Privateigentum verneine und den Bauer der Früchte seiner Arbeit beraube. Heute stehe ganz Europa im Kampf gegen den Kommunismus. Es fei die Zeit, in der sich das Schicksal auch des bulgarischen Bauern für Jahrzehnte entscheide. Middlesborough. Middlesborough, das in der Nacht zum 12.9. mit Bomben belegt wurde, ist das größte Zentrum der britischen Eisenindusttie. Mehr als ein Drittel der gesamten englischen Erzeugung an Roheisen und mehr als ein Viertel der englischen Stahlerzeugung ist in und um Middlesborough massiert. Aufgebaut auf Erzvorkommen reicht die Industrie von Middlesborough von der Verhüttung über die Roheiscn- und Rohstahlerzeugung bis zum Walzwerkerzeugnis. Middlesborough stellt so eine der größten Basen der englischen Rüstungsindustrie dar. Der Hafen von Middlesborough war einer der größten Einfuhrhäfen für Eisenerz. In normalen Zeiten wurden von den durchschnittlich sieben Millionen Tonnen ErZ, die England im Jahre einführen mußte. 2,5 Millionen Tonnen im Hafen von Middlesborough umgeschlagen. Gleichschaltung der angelsächsischen Kriegsindustrie. Stockholm, 12. September. (Europapreß.) Der Direktor des nordamerikanischen Rüstungsamtes (cffice of production management), John D. Bigge r s, ist in England eingetroffen mit der besonderen Aufgabe, zu untersuchen, wie die vielfach beanstandete Zusammenarbeit zwischen der englischen und der nordamerikanischen Industrie verbessert werden könne. Biggers äußerte, daß eine Arbeitsteilung zwischen der englischen und der nord- amerikanischen Industrie erstrebt werde. Nordamerikanische Sachverständigenkommissionen würden in Kürze nach England kommen, um die Einzelheiten des Planes einer Gleichschaltung der Kriegsindustrie zu studieren. Acht Briten heruntergeholt. Berlin. 13. September. (DRV. Funkspruch.) Die Versuche britischer Flugzeuge, in der Nacht zum 12.9. deutsches Reichsgebiet anzu- greifen, stießen auf wirksame deutsche Abwehr. Außer zwei Britenbombern, die durch Flak abgeschossen worden sind, wurden zwei weitere Bomber durch Marineartillerie und Flak vernichtet, sodaß insgesamt vier, britische Bombenflugzeuge abgeschossen wurden. In den Nachmiltagsstunden des 12.9. wurden bei einem Einflugsversuch in das besetzte Gebiet vier' bri'tifche Jagdflugzeuge vom Muster Spit- fire durch deutsche Jäger abgeschosfen. * Italienische und deutsche Flugzeuge haben Depots und Verteidigungsanlagen von T o b r u k^und Marsa Matruk angegriffen und vorgeschobene Flugplätze und die Eisenbahnanlagen von Fuka bombardiert, wodurch beträchtliche Zerstörungen angerichtet wurden. Oie Fmanzkrast des Reiches. In der Zeitschrift „Die Deutsche Volkswirtschaft" kündigt Staatssekretär Reinhardt vom Reichsfinanzministerium die Weiterführung der Erleichterung der Familienlasten mit dem Ziel des wollständigen Ausgleichs an. Er hebt das auch während des Krieges fortgesetzt st e i g e n b e Steueraufkommen hervor, das im Rechnungsjahr 1941 mindestens 31 Milliarden RM. erreichen werde. Mit Verwaltungseinnahmen, Besatzungskosten usw. ergibt sich eine Gesamteinnahme de» Reichs von über 40 Milliarden RM. Die Ausgaben für nichtmilitärische Zwecke betragen rund 20 Milliarden RM., die Aufwendungen für den Familienunterhalt der Angehörigen der Einberufenen belaufen sich auf rund 5 Milliarden RM. Zu gegebenen Zeitpunkten nach dem Kriege wird entweder eine Senkung von Steuern, der Ausbau von sozialen Einrichtungen oder eine echte Schuldentilgung Dorgenommen werden. Es steht außer Zweifel, daß die Finanzkräft des Reiches stärker als je ist und ihren Höhepunkt noch längst nicht erreicht hat. Kennzeichnung der Juden. Berlin, 12.Sept. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird eine Polizeiverordnuna veröffentlicht, die bestimmt, daß Juden sich in der Öffentlichkeit nur mit eitlem gelben Judenstern zeigen dürfen. Er besteht aus einem handtellergroßen, schwarz ausgezogenen Sechsstern aus gelbem Stoff mit der schwarzen Aufschrift ,Hude". Er ist sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstückes fest aufgenäht zu tragen. Weiterhin dürfen Juden ohne eine schriftliche Erlaubnis der Ortspolizeibehörde ihre Wohngemeinde nicht mehr verlassen und keine Orden, Ehrenzeichen oder sonstige Abzeichen tragen. In einer Mischehe lebende jüdische Ehegatten sind unter bestimmten Voraussetzungen ausgenommen. Die Verordnung tritt am 19. September in Kraft. — Der deutsche Soldat hat im Oftfeldzua den Juden in seiner ganzen Widerwärtigkeit und Grausamkeit tennengelernt. Er hat die Folgen der GPU.-Greuel und die Verelendung der Massen gesehen: das Werk der Juden. Dieses Erlebnis läßt den deutschen Sol- baten und das deutsche Volk in seiner Gesamtheit fordern, daß dem Juden die Möglichkeit genommen wird, sich zu tarnen und damit jene Bestimmungen zu durchbrechen, die dem deutschen Volksgenossen die Berührung mit dem Juden ersparen. ^aupfjtfirfftieiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stestvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brüblsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6« !/////////,„ > xxxXXXWXXXXx < '////✓/, z##l\ s. x .y\V'\X\\\' . /zZ>/,/<■// ‘ XX\*^\ S*Ä-X\\V?VX iPlLttiCmV wie manche alte Tabakpackung war früher auch die Behandlung, die der Orienttabak während der Verarbeitung erfuhr; sie ließ jedes Gefühl für den hochwertigen Rohstoff vermissen. Die Tabakballen wurden aufgebrochen und die harten, trockenen Tabakblätter mit Wasser bespritzt, um sie für die Fabrikation gefügig zu machen. An die Stelle dieser primitiven Methode trat das neue, umwälzende Verfahren, das HAUS NEUERBURG seiner im Orient betriebenen Forschungsarbeit verdankt. GÜLDENRING 4 Pfg. mit ö* Mundstück OVER STOLZ 4^6 Pfg. ohne Mundstück Haus Neuerburg Beide Marken jetzt wieder in der fugendichten Frischhalte-Packung! MMSM NEUERBURGI AN e 20,—RM. 30,— 1,20 c) Andere Sachbezüge. 30 36 36 42 ge 42 48 40. . 140,— 12. freie Sommerwcide für eine Kuh jährl. 40,— 67 63 mit mit mit 1,60 1,25 8,— 5,— 1,50 3,50 2,50 den der 20,— 2,— 8/— —,14 —,05 1,30 Lebendgewicht......... 11. freie Kuhhaltung jährlich 80 v. H. 30 v. H- 40 v. H. Station 30,— —,80 —,60 60,— 30,— 2. freie Feuerung: a) Steinkohlen für den Zentner .... b) Briketts für den Zentner ....... c) Hartholz für den Raummeter ... d) Wcichholz für den Raummeter .. e) Reisig (Buschholz) für eine Fuhre f) Prcßtorf für 1000 Stück........ g) Stechtorf für 1000 Stück 1. für die Ehefrau um................ 2. für jedes Kind bis zum 6. Lebensjahr um 3. für jedes Kind im Alter von mehr als 6 Jahren um...................... 18. freie GraSnutzung für den Morgen (25 Ar) jährlich.................... 19. freies Klceland für den Morgen (25Ar) jährlich ..........-............... 20. freies Getreideland für den Morgen (25 Ar) jährlich.................... 21. eine Gespannstunde: a) mit Pferden................... b) mit Öchsen c) mit Gespannführcr: Erhöhung um den tarifmäßigen Stundenlohn. 22. Schnitterkost mit Wohnung täglich ... 2. Heizung und Beleuchtung .. 3. erstes und zweites Frühstück 4. Mittagessen.............. 5. Nachmittagskaffee . 6. Abendessen............... der in Absatz 1 bezeichneten Sätze. 20 v. H. 7. Kartoffeln: a) sortierte Speisekartoffeln für den Zentner....................- - - b) unsortierte Kartoffeln für den Ztr. 8. Milch: a) Bollmilch für das Liter b) Magermilch für das Liter 9. Butter für das Pfund 10. ein Schlachtschwci« für den Zentner (2) Die Deputate find zur Lohnsteuer und zu Sozialverficherungsbeiträgen grundsätzlich in Weife heranzuziehen, daß der Arbeitgeber bei jeder Leistung an den Arbeitnehmer die Lohnsteuer einzubehalten und die Sozialversicherungsbeiträge entrichten hat. Die Deputate fließen dem Arbeitnehmer in der Regel nicht gleichmäßig in den einzelnen Lohnzahlungszeiträumen zu. Es ist deshalb zweckmäßig, zunächst den Wert der Deputate für ein ganzes Jahr zu ermitteln und ohne Rücksicht darauf, wann die Deputate geliefert werden, die gesamten Sachbezüge auf die einzelnen Lohnzahlungszeiträume zu verteilen und die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge danach zu berechnen. Dieses Verfahren gilt nur, wenn die ordnungsmäßige Besteuerung der Deputate und die ordnungsmäßige Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge für die Deputate dadurch nicht gefährdet wird. (1) Für Dienstkleidung, die dem Arbeitnehmer auch außerhalb des Dienstes zur Verfügung steht, gelten die folgenden Werte: a) für einen Rock monatlich 2,— RM. b) für eine Hose ... c) für eine Weste .. d) für einen Mantel 2,—RM. 1,50 ,, ’/io •X/10 a/io 3. Getreide: der durchschnittliche Erzeugerpreis maß §§ 13 und 14 der Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft vom 10. Juli 1935 (Reichs- (4) Wird die volle oder teilweise freie tageweise oder wochenweise gewährt, so sind für den Tag 1I3o und für die Woche 7/a0 der in den Absätzen 1 bis 3 bezeichneten Beträge anzusetzen. 1,60 „ -40 „ 2,— „ ej für eine Mütze.........< „ —,30 „ Der Wert der Dienstkleidung für Krankenpflege- gesetzbl. 1935 I S. 1006) abzüglich 5 v. H. 4. Hülsenfrüchte: Erzeugerpreis ab Station abzüglich 15 v. H. . 5. Mehl: der unter Ziffer 3 bezeichnete Getretdeprets zuzüglich 25 v. H. 6. Brot: der in dem Gebiet übliche Satz abzüglich (3) Wird die freie Station nicht nur dem Arbeitnehmer allein, sondern auch seinen Familienangehörigen gewährt, so erhöhen sich die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Beträge (2) Bei teilweiser Gewährung von freier Station hb anzusetzen: , 1. Wohnung (ohne Heizung und Be- ................................. mU mit '/zo mit je il10 schüler und Krankenpflegeschülerinnen beträgt mo natlich 1,— RM. (2) Für freie Wohnung wird der ortsübliche Mietpreis abzüglich 25 v. H. festgesetzt. (3) Die freie Lieferung von Braunkohlen im Bergbau wird mit —,50 RM. für einen Zentner bewertet. (4) Die Werte für Tabakwaren betragen: Freizigarren für ein Stück..... 5 Rpf. Freizigarillos für ein Stück 3 „ Freizigaretten für ein Stück ... 2 „ Freitabak für 100 g........... 40 „ Die vorstehenden Bewertungssätze gelten auch dann, wenn in einer Tarifordnung, einer Anordnung eines Reichs- oder Sondertreuhänders der Arbeit, einer Betriebs- oder Dienstordnung oder in einem Arbeitsvertrag für die Sachbezüge höhere oder niedrigere Werte festgesetzt worden sind. Sie gelten nicht, wenn an Stelle der vorgesehenen Sachbezüge die in der Tarifordnung, der Anordnung eines Reichsoder Sondertreuhänders der Arbeit, der Betriebs- oder Dienstordnung oder in dem Arbeitsvertrag fest- ge'etzten Werte nicht nur gelegentlich oder vorübergehend (z. B. bei tageweiser auswärtiger Beschäftig gung, bei Urlaub) bar ausgezahlt werden. Die neuen Sachbezugswerte gelten bei laufendem Arbeitslohn erstmalig für den Arbeitslohn, der für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 30. September 1941 endet, und bei fonstigen Bezügen erstmalig für die Bezüge, die dem Arbeit- nehmer nach dem 30. September 1941 zufließen. Darmstadt, 6. September 1941. 3805D Der Lberfinanzpräsident Hessen: Dr. Werth. Der Direktor des Hess. LberversicherurrgSanUS: In Vertretung: Kröll, b) Deputate in der Land- und Forstwirtschaft. (1) Für die Bewertung der Deputate in der Land- und Forstwirtschaft gelten die folgenden Sätze: 1. freie Wohnung: a) für verheiratete Deputatempfänger, die nicht der Angcstelltenversicherungspflicht unterliegen, jährlich........................ 60,— RM. b) für verheiratete Deputatempfänger, die der Angestelltenversicherungspflicht unterliegen oder der Angestelltenversicherungspflicht nur wegen Ueberschreitung der Jahresarbeitsverdienstgrenze (§ 3 des Angestelltenversicherungsgesetzes) nicht unterliegen, jährlich.............120,— „ 13. freie Ziegen- u. Schafhaltung jährlich 14. freie Weide für eine ZuchtganS jährlich 15. ein freies Ferkel 16. Stroh und Heu: Erzeugerpreis abzüglich 25 v. H. 17. freies Kartoffelland: a) bearbeitet und gedüngt für den Morgen (25 Ar) jährlich....... b) unbearbeitet und ungedüngt für ,1 den Morgen (25 Ar) jährlich...... L'ür weibliche Arbeitnehmer, die nicht der Ange- itelltenve rsiche rungsp flicht unterliegen und für Lehr- Mädchen.............. l. ür männliche Arbeitnehmer, die nicht der Ange- itelltenversicherungspflicht I [unterliegen 1 Ar männliche und für »leibliche Arbeitnehmer, >ie der Angestelltenver- ■ sicherungspflicht unterließen, soweit sie nicht unter bie Ziffern 1 u. 4 fallen, -nd für das gesamte auf Seeschiffen und auf Bin- i uenschiffen beschäftigte Personal, soweit es nicht mter Ziffer 4 fällt 4 ür Angestellte höherer Ordnung, z. B. Aerzte, Apotheker, Hauslehrer, dausdamen,Werkmeister, löutsinspektoren, Kapitäne, Erste Offiziere, Erste Ingenieure, Schiffsärzte ! und die auf Passagiertampfern über 6000 brutto - Register- Tonnen in transatlantischer Fahrt leschäftigten Zahlmeister und für alle Angestellten, tie nur wegen lieber* shreitung der Jahres- crbeitsverdienstgrenze (§ 3 ied Angestelltenversicherungsgesetzes) der Angestelltenversicherungspflicht nicht unterliegen....... Bekanntmachung. Achtlinien für die Bewertung der Sachbezüge st die Zwecke des Steuerabzugs vom Arbeitslohn und für die Zwecke der Soziaiversicherung. Uuf Grund des § 3 Absatz 2 der Lohnsteuer-Durch- fal rungdbeflimmungen 1939 in der Fassung des § 1 fc’ Ersten Verordnung über die Vereinfachung des inabzugs vorn l.Juli 1941 — Erste Lohnabzugs- Sirorbnung, Erste LAB. — (Reichsgesetzbl. 1941 I E. 362, Reichssteuerbl. 1941 S. 465, Reichsarbeitsbl. IM S. II 266) und auf Grund des § 160 Absatz 2 der Nuchsversicherungsordnung in der Fassung des § 10 dk Ersten LAB. werden zur Schaffung einer einheit- litcn Bemessungsgrundlage für den Steuerabzug vom Atoeitslohn und für die Sozialversicherung die folgen- bti Bewertungssätze festgesetzt: a) $reie Station. 1) Für die Bewertung der vollen freien Station itnschl. Wohnung, Heizung und Beleuchtung) gelten Hi folgenden Sätze: ____________ fürd.Städte für alle Darmstadt, übrigen Gießen, Gemeinden Mainz, Os- des fenbach/M., Landes Worms ' Hessen monatlich monatlich RM. RM. Bekanntmachung. Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 28. BcrsorgungSabschnitt. I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Montag, den 15. Sept. 1941, 2. Ausgabetag: Dienstag, den 16. Sept. 1941, 3. Ausgabetag: Mittwoch, den 17. Sept. 1941, 4. Ausgabetag: Donnerstag, den 18. Sept. 1941, 5. Ausgabetag: Freitag, den 19. Sept. 1941. Ausgabezeiten: Von 8—13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem Vermerk auf dem Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur au Erwachsene ausgehändigt. Die Reste der Karten des 20.Bersorgungs- abschnitteS müssen bei der KartcnauSgabcstello vorgelcgt und zurückgeliefert werden. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karte« hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Altersstufen nachzuprüsen; spätere Beanstandungen sind zwecklos. III. Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Ordnungsgebühr von 1,— RM. erhoben. IV. Die Verbraucher müssen die Bestellscheine der Eier-,Fett- und Marmeladekartcn bis spätestens SamStag, 20. September 1941 M den Waren- Verteilern abgegeben haben. Bei verspäteter Einreichung tritt eine Kürzung der auf de« Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. V. Es wird darauf hingcwiesen, daß Lebensmittelkarten ohne Namcnveintragung ungültig sind. Die Abgabe und der Bezug von Ware« auf Lebensmittelkarten, die nicht mit Name und Wohnung des Inhabers versehen sind, sind unzulässig. VI. Die Warenvcrteiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß bei den Rcichscierkarte« jeweils nur ein Bestellschein, nämlich der für den nächsten Verforgungsabschnitt gültige, abgetrennt werden darf. VII. Während der Ausgabetage werden Bezugsscheinanträge nicht entgegcngcnommen. Gießen, den 13. September 1941. 3806D Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. 8 und Wirtschaftsamt. Licher Kirchweihmarkt Schweine- und Krämermarkt ZHontag, den 15. September 1941, auf dem Sportplatz hinter der Turnhalle. Auftriebszeit von 8 bis 8% Uhr. Bei Beschickung des Viehmarktes sind die feuchen- polizeilichen Vorschriften zu beachten. 37960 Lich, den 10. September 1941. Per Bürgermeister: Geil. tlllllllllllllllllllllllHIIH Ihre Geschäfts- Drucksachen •teilen dleVerblndung her zu Ihren Erzeug- niesen.Man eteilt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor, wie man Briefbogen, Brief umechlÄge,Poetkarten, Rechnungen, Beech&ftekarten Ihree Haueee beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druck- eachen I Wir bieten sie Ihnen prelewert I Brübrsche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllll Zn kaufen KeRucht: 1 War M erhall. Zugskiesel (für lange Unisormbose, Borcalf, tröste 43), möglichst mit festen Sporen. 87mD Johann Genne, Giellen, Sandkauterweg 25 Wohnungstausch! Eine7-Uirnmer-Wohnung mit eingebauter Zentralheizung in bet Vndwigstrahe gegen eine 4—5-:!iinin.-Wohnung zu tauschen gesucht. Umgehende Nachricht an Hessisch. Hochbauamt Gießen Stevbanstrabe 18. Im»d WM«UM>W sowie Einzelmarken zu kaufen gesucht. Komme nach dort. 03018 Wiily Hahn (tacbring) Lieh. Kirchliche Anzeigen. (G. --Gottesdienst, KG.---Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gieffen. Sonntag, 14. September. Tag der inneren Mission, Kollekte für die Innere Mission. Stadtkirche. 8, Li;. Dr. Jost; 10, Beckeri 11 KG., Mark.-Gem. Johanneskirche. 10, Ludwig,- 11 KG., Luk.- u. Joh.-Gem.; 20, Liz. Trommershausen. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther-11 KG. 51 adelte Wetzlarer Weg. 10, Li;. Dr. Jost; 11 KG. Gieffen-Klein-Linden. 10, Ludwig; 11 KG. Gieffen-Wieseck. 10 G.; 11 KG. Kirchberg. 10 G.; 11 Christenlehre lweibl. Jugend); 11.20 KG. Mainzlar. 13.30 G.; 14.15 KG. Lich. 9.30, Kahn; 13 KG.; 14, Naumann. Gvang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonnt., 14. 9., 8.30 Andacht; 20 Predigt. - Mittwoch, 17. 9., 20.30 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gieffen, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 14. 9., 0.45 Erbauungsstunde; 11 Sonntagschule ; 20.15 Missionsbericht: Schwester Elly Debus. - Dienstag, 16. 9., 20.30 Bibel- und Gebetttunde. 0 3 Verkäufe zusammen, so 3807 D 03016 Apotheken. 6OSMC WA 2,20 275 A Todes-Anzeige. ! Des Herrn Wege sind'unerforschlich. kaust [03038 03042 links. [03008 schrank u. a. m. 03001 381QD DIE HAUSFRAU HILFT SICH WEITERI Verschiedenes Juwelen GER REX - Einkochgläser 11 Verlangen Sie SUBTIL- Hefe - Rezepte bei Ihrem Händler. Hersteller: SUBTI L-Nährmittel G. m. b. H., Frankfurt (M.) 17 Tüchtiger Kraftfahrer für Saurer-Dieselwagen gesucht. Schriftl. Angebote unter 3793D an den Gießener Anzeiger erb. Schriftliche Arbeiten: Tiss.,Habil.usw. werden exakt u. schnell angesert. Schr. Ang. unt. 3618D a.d.G.A. Suche für sofort oder später kleinere Wohnung Schr. Ang. unt. 03022 a.d.G.A. TOI IE AMTIER der Universitätsstadt Gießen Für die Heimat, die er so sehr liebte, starb am 3. August 1941 bei den Kämpfen im Osten in höchster soldatischer Pflichterfüllung im Alter von 28% Jahr, unser lieber guter einzig. Sohn In tiefer Trauer: Wilhelm Rabenau. Lehrer Wilhelmine Rabenau, geb. Merz KAISERS GESCHÄFT Leib binden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vonn. Heger Nacht ßandaßistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Automobil- Schlosserlehrling möglichst aus hiesiger Stadt, für Ostern 1942, gesucht. Schriftliche Angebote unter 3798D an den Gießener Anzeiger erbeten steht mir immer im Gesicht geschrieben, auch wenn’s mir manchmal garnichtso um’sHerz ist. Der Kunde kann ja nichts dafür! An gute Bedienung in knappen Zeiten wird man sich gern später erinnern. Sein bestes gibt in Krieg und Frieden Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. September 1941, um 14.30 Uhr statt. Großen-Linden, Moltkestr. 15, Lang-Göns, den 11. September 1Ö41. Mit oifeoeo Augen Drei Jungen uno ein Mädel ewdecken ihre WaldHeimai. Don. Warner Siebold 135 Seiten lert unt 8 Kunsidrucktaseln Leinen RM. 2,85 Hugo Bermühler Verlag Berlin.Lichterfelde Spielplan vom 16. bis21. Sept. Dienstag, 16. Sept., 19.30 Uhr 3. Dienstagmiete u. HalbmieteA Die Zauberflöte. Mittwoch, 17. Septbr., 19 Uhr 3. Mittwochmiete u. HalbmieteA Zigeunerllebe. Freitag, 19. Septbr., 19.30 Uhr 3. Freitagmiete und HalbmieteA Ich bin kein Casanova. Sonntag, 21. Septbr., 11.15 Uhr 1. Morgenveranstaltung Deutsche Romantik. Sonntag, 21. September, 19 Uhr Sondergastspiel Mario Parlo Das Land des Lächelns. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Heldentodes meines lieben, unvergeßlichenMannes, unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwiegersohnes Leutnant Rudolf Lotz danken wir herzlichst. Insbesondere danken wir Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte, der Wehrmacht, dem Hauptzollamt Gießen und den Berufskameeaden, der Partei und SA., den Schulkameraden und allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen aller Angehörigen: Erna Lotz, geb. Knaus. Borsdorf (Hessen), Gießen-Wieseck, den 12. September «1941. Guter Nebenverdienst! Zur Belieferung fester Bezieher einer wöchentlich einmal erscheinenden Zeitschrift wird für Gießen gewissenhafter Austräger(in) gesucht. Meldung bei Schriever, Bismarckstr. 6 II Sonntag, 14. September 15.15 bis 17.30 Uhr Alles für Dich Bunter Bilderbogen mit Musik und Tanz. Preise von RM. 0.80 bis 2.60. ------- 3803D 19 bis 22 Uhr. - Außer Miete! Zigeunerliebe Romantische Operette in 3 Akten von Franz Lehär. Preise von RM. 0.90 bis 3.60. Wenig gebrauchte Personenwagen gesucht. OPEL« Automobile Gießen L Ruf 2847 » Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 297/ A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Nachlässe von 3 bla 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Ver- öffentHchungen einer Anzeige) Warum SPALT-TABLETTEN? 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Infolge Besitzwechsels werden freihändig verkauft: Einrichtung«' gegenstände für Hausgeräte (Verkaufsständer) wie: Schüsselständer — Löffelhaller oul Eisen — Hackmaschinenständer — S ervierbrettstä nd er — Holzlöffel' Tieferschüttert erhielten wir die kaum faßbare Nachricht, daß unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, unser herzensguter Enkel, Cousin und Neffe Wilhelm Hedrich Schlosserlehrling in Ausübung seines Berufes am 11. 9. 41 in Büdingen, im fast vollendeten 17. Lebensjahre, tödlich verunglückt ist. In tiefem Schmerz: x -rnilie Wilhelm Hedrich und alle Angehörige» 3Ml Zimmer Küche, evtl, mit Bad, zu mieten gesucht.-Schriftl. Angebote unter '03003 an den Gieffen. Anzeig. Gold u.Silber alte 5ilt?ermarken kauft Alfred Wilhelm Rabenau Feldwebel einer MG.-Kompanie Inhaber des E. K. II. Kl. und des Westwall- Ehrenzeichens. Unsere ganze Hoffnung und Freude ging mit ihm dahin. Er starb, damit wir leben sollen. Unser lieber hoffnungsvoller Sohn, unser guter einziger Bruder Walter wurde uns durch einen Unglücksfall im blühenden Alter von 17 Jahren genommen. In tiefem Schmerz: Karl Frey Anna Frey, geb. Schäfer Gerda Frey Anni Frey Else Frey. Gießen-Wieseck, Heuchelheim, Alt.-Buseck, Gießen,z.Z.imFelde,den 13. September 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. September 1941, um 14 Uhr vom Trauerhause Gießen-Wieseck, Rabenauer Str. 66 aus statt. Tüchtiger Kraftfahrerund Beifahrer gesucht. Schriftl. Angebote unt. 3792D an d. Gießener Anzeiger Für gepflegten Haushalt wird per bald oder später zuverlässige selbständige Haushälterin gesucht. Schriftl. Angebote unt. 3801D an d. Gießener Anzeiger Universitäts-Institut sucht saubere und zuverlässige Putzfrau fürtägl. 2 Stunden. Vorzustellen Bismarckstr. 241, Fernspr. 2527 Gießen, Kreuzplatz 9 3780A Ms-heß^ Effolderbach, den 9. September 1941. 3814 D |Wohnungstausch| Wohnungstausch Geboten wird: 2-Zimm.-Wohn. in ruhiger Lage. 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In tiefer Trauer: Familie Hermann Reichler Ewald Haas, z.Z. im Felde, und Familie Familie Peter Enzinger Karl Becker, z.Z. im Felde, und Familie Heinrich Becker, z.Z. im Felde Familie Karl Hofmann Familie Ludwig Daubertshäuser und alle Angehörigen. Gießen, im September 1941. KONTORISTIN und FRAUEN für leichte, sitz. Beschäftigung gesucht. HOLLMANN WERKE Wetzlar i735D Zeitscbriftenbofe f. Donnerstag u. ' Freitag nebenberuflich gesucht. [03019 Walltorstr. 21. Zu alt. Ehepaar WirtWerln bis Ende 50, bei gutem Lohn ges. Gröhe Wäsche auher d. Hause. Stundenfrau, Gartensrau Vorhand. Schr. Ang. mit Gehaltsford. u. Lichtbild unt. 3797Da.d.G.A. Mädchen oder junge Frau au leichten Arbeiten f. unseren Buchbindereibetrieb gesucht. ßrühlsche Universitätsdruckerei Schulstrahe 7/9 S783d 20SMc RM-.Sf I OlOSttkRM-Sl _______Gieffen. Seltersweg 12., Durch Umstellung freiwerdende ] Gleichstrom-Motoren jed. Größe u. Spann, ges. Wir liefern! 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Die 0 n°ei neugewonnenen Gebiete, die ins Reich zurückkehr- yni) gemeindliche Wohlfahrtspflege besteht weiter. Diese großen Leistungen unserer Nation für die der Kulturarbeiten auf den fernen vulkanischen Inseln Pazifik treibend. Das nächste, was ioots- S»* 19.30J [alboi«1'1 Zeiischriffen. te Bootsmann nicht, denn auf der Jolle, naß und wirr« zig, faß unsere Katze, mutterseelenallein durch den wieder. Wir haben chn sehr gefeiert. Das dient, nicht wahr? Der Käpten hat Er hat dem Bootsmann seine letzte geschenkt. GER- n Bee- emüse rwahrl irderb. sind iliefjen lässig! 'ER |t 6ieöer ls roein lrichw- Durch Opfer zum (Sieg. Wenn das Erntejahr zu Ende geht, rüstet sich das deutsche Volk zum großen Winterhilfswerk. Das ist seit 1933 in jedem Herbst geschehen, aber seit zwei Jahren ist aus dem WHW. das Kriegs- winterhilfswerk geworden. In diesem Ausdruck allein schon ist die Verbundenheit zwischen Front und Heimat hervorgehoben. Die Soldaten an der kämpfenden Front stehen in Sturm und Wetter gegen jeden Feind in kameradschaftlicher Gesinnung. So soll auch in der Heimat einer für den anderen einstehen, damit jede unverschuldete Notlage bekämpft und überwun- Nach einer amtlichen Liste sind bei dem britischen Luftangriff auf Palermo in der Nacht zum 8. September 41 Tote und 56 Verwundete zu beklagen. Bei einem neuen Angriff am 11. September gab es 4 Tote und 12 Verletzte. Wasser schlecht war, faul oder verpestet, dann ging höchstens die Katze ein. Wir näherten uns dem Wrack, das tief im Wasser lag, ein uralter Frachter, verrostet und halb zerfallen. Also gut, wir enterten hinauf. Oben auf Deck sah es bös aus, Sturm und Salzwasser hatten alles zerschlagen. Der Mast war umgebrochen, das Ruderhaus eingefallen, die Scheiben zersplittert. Es mar totenstill, wir sahen uns an. Es war uns allen nicht wohl zumute, wir hatten das Gefühl, als wenn das Wrack unter unseren Sohlen schwankte. Der Bootsmann ließ den Jungen an Deck, tim aufzupassen. Dann nahm er die Katze unter den Arm, und wir stiegen einen Niedergang hinab, wir suchten Trinkwasser. Das Logis war verlassen, aber noch in Ordnung. Tassen standen auf der Back, Kaffee war darin. Wir schlichen wachsam durch den Maschinenraum. Dann gelangten wir in die Kapitänskajüte. Plüschdecke, Karten, Gläser, ein Strohhut. Hein stieß die Uhr an, sie begann zu ttcken. Es war unheimlich, wir erschraken. Der Bootsmann hielt sie wieder an. Die Katze unter seinem Arm wollte hinunter, vielleicht wollte sie mit dem Strohhut spielen. „Pütt" spielte mit allem was es gab, wir hatten das Tier gern. Aber jetzt hielt es der Bootsmann fest. Wir sprachen kein Wort, aber wir wären lieber wieder an Deck gewesen als hier in dieser bösartigen verfaulten Luft. Im Provianttaum fanden wir Reis und Erbsen. Auch ein Wasserkanister stand du, halbooll. Der Bootsmann, ein junger, verschlossener Schleswiger, ließ uns die Säcke mitnehmen. Dann setzte er unsere Katze auf den Kanister, damit sie trinken sollte. Aber sie sträubte sich, sie war merkwürdig unruhig geworden, als hätte sie furchtbare Angst. Fauchend stand sie auf den Kanister geduckt und glühte uns mit ihren Augen an. Was war in das Tier gefahren? So war es niemals gewesen. Im selben Augenblick hörten wir die eiserne Tür zum Proviantraum gellend aufkreischen, wir fuhren entsetzt herum. Krachend schlug die Tür zu. Mit einem Fluch sprang der Bootsmann hin und stieß sie wieder auf. Aber die Katze schrie so sonderbar, wie wir sie nie gehört hatten. Wir hatten genug, wir luden uns die Säcke auf und den Wasserkanister und wollten so schnell wie möglich an die frische Luft nach oben. Der Bootsmann griff nach der Katze, aber sie fuhr wie gejagt zur Tür hinaus. In diesem Augenblick war es uns, als ob durch das Wrack ein merkwürdiges Zittern gehe, das immer stärker, wurde, bahn begann der Boden unter hatte er vernicht geflucht. Flasche Korn mmrm-m losyw-g Jerven fcnheit ? daß , wer i Ger . ■an . mann tat, war, daß er den Käpten nach den Haien fragte. Der Käpten hatte keine gesehen, aber er hatte uns vor ihnen warnen wollen, denn wenn man sie sieht, ist es meist zu spät. Das genügte dem Bootsmann. Er zog sich aus, stteg das Fallreep hinab und sprang in das Wasser. Dann schwamm er hinaus mit dem Kurs auf die Jolle. „Er hat recht", sagte der Alte, „die Jolle müssen wir wiederhab-en." Damit holte er sein Gewehr und suchte das Wasser nach Haien ab. Der Bootsmann hatte die Jolle erreicht. Vorsichtig schlich die Katze auf ihn zu. Aber als er sie fassen wollte, floh sie vor ihm den Kiel hinauf. Es half nichts, er mußte erst hinauf klettern und die Katze ins Wasser stoßen. Als sie wieder auf die Jolle zuschwimmen wollte, faßt er sie, setzte sie auf seine Schulter, hielt sie dort fest und schwamm mit einem Arm zurück. „Die Jolle!" brüllte der Kapitän, aber der Bootsmann kam ohne Jolle ■r Kopf, | zwar in glichen | gen mit w einer liebtheit i in allen Theken. rtewde! Uhr Dich mit Mos* jede >erette, nzW 0 bis W unseren eiligen Füßen zu schwanken. Mein Gott, es wird ernst! Wir rannten die eisernen Leitern hinauf, als wenn der Satan Hinter uns her wäre. Die Lasten hatten wir längst abgeworfen. Plötzlich hörten wir die gellende Signalpfeife des Jungen, der an Deck stand. Während ich die Leiter hinaufeilte, hatte ich das Gefühl, als wenn das ganze Schiff sich drehte, ich verlor mit den Füßen die Leiter und hing schräg im leeren Raum. Ich war der letzte und plötzlich hatte ich eine grauenhafte Angst. Ich schwang mich hinauf und erreichte im letzten Augenblick das Deck. Da erkannte ich, was geschah. Das Deck drehte sich nach der Steuerborüseite. Mein Gott, das Wrack kenterte! Wir waren verloren! Ich sah, daß der Bootsmann und die anderen zum Vorschiff rannten/ wo unsere Jolle liegen mußte. Ich rannte hinterher. Ich bin nie in meinem Leben so gerannt wie über dieses Schiff des Todes. Würden mir unser Boot noch erreichen, bevor das Wrack umschlug? Würde es unsere kleine Jolle nicht mit hinunterziehen? Auf jeden Fall rannten wir. Aber es war zu spät! Es war plötzlich, als ginge ein Aufstöhnen durch den Schiffsrumpf, dann drehte sich alles vor meinen Augen. Ich versank in einem ohrenbetäubenden Lärm, glasgrün trat der Tod vor meine Augen. Als ich wieder erkannte, was geschehen war, schwamm ich in 'einem kochenden Wirbel von Wasser. Planken und Ruhen schossen aus der Tiefe herauf. Ich ergriff eine Planke und begann auf unsere „Serena" zuzuschwimmen, auf der die Leute sich wie verrückt anstellten. Plötzlich, als ich von einer Woge etwas gehoben wurde, sah ich drei Köpfe im Wasser. „Hallo!" schrie ich, und „Hallo!" antworteten sie. Das Wasser war nicht besonders kalt und ziemlich ruhig. Don unserer „Serena" brüllten sie aufgeregt herab. Ich verstand es nicht. Zuerst mal da sein, dachte ich und schwamm. Aber plötzlich verstand ich, was sie schrien. Es wurde mir eiskalt, denn sie hatten von Bord „Haie!" geschrien. Ich schwamm aus Leibeskräften und wurde erschöpft an Deck gezogen. Ich war gerettet, ebenso meine Kameraden. Wir wurden ab- gerieben und tranken Branntwein. Als wir umge-- zogen waren uitirroieber frisch waren, standen wir alle zusammen mit dem Alten und berichteten. Da fiel uns der Bootsmann auf, der immer noch nach der Stelle hinausblickte, wo das Wrack unter- .gegangen war. Und wir erkannten, daß unsere einzige Jolle kieloben trieb. Aber danach blickte der äte iroie: Ibalteic- litänber Holzlcn 0 WegL [werdet lotorei Wir liefe' .gebraut! ;enburg lephonj den wird. Das ist der Sinn der Volksgemeinschaft, die der Nationalsozialismus im Großdeutschen Reich ausaerichtet hat. -iui4 r Als im Jahr 1933/34 der erste Aufruf zum WHW. iasau^ erging, erbrachte die Sammlung die imposante Summe von 350 Millionen RM.; die Summe war ganz geheuer. Unterseeische Ausbrüche, die auf kurze Zeit neue Inseln entstehen lassen, bringen oft die Schiffahrt in Gefahr. Die letzte Insel, die wie eine Wundererscheinung im Jahre 1811 aus dem Meere auftauchte, war das Eiland Sabrina. Der Helden- Es sind Forscher von Ruf, ernste Männer der Wissenschaft, Pioniere des Fortschritts. Wenn sie ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dann hat es erfolgreich die schwierigsten Prüfun- gen überstanden. Dafür bürgt BAYERi das . Kreuz. VrV Das Wrack und die Katze. Von Christian Munk. Wir lagen damals mit dem Segler „Serena" mitten im Pazifischen Ozean. Keine Mütze voll ■ Wind ringsum, nur glasklares, Himmelblaues Walser, das sich hob und senkte. Wir waren alle nervös, . die Segel hingen schlaff, der Alte fluchte von morgens bis abends, und wir wischten uns den Schweiß von der Stirn, denn es war glühend heiß. Der einzige, der sich wohlfühlte, war unse^ Bordkater „Pütt". Wir Männer hingen an der Reling und pähten hinaus, ob nirgends eine Böe im Anzug war. Nichts, mein Junge. Als wir eines Nachts Rufe hörten, sprangen wir auf, und rannten an Deck. Es mußte irgend etwas Dajfiert fein. Der Alte stand am Ruder und rief In die Nacht hinaus, und da sahen wir plötzlich einen riesigen, schwarzen Schatten nicht weit von uns im Wasser. ,Hallo! 'hoi!" schrie unser Käpten, aber niemand antwortete drüben. Totenstille. Kem • Licht. Der Alte blickte sich verdutzt um. Was bedeutete das? Jetzt schrien wir alle. Keine Antwort. Hier standen acht Männer mitten im Pazifik und chrien in die Nacht hinein, aber es blieb still. Es wurde uns unheimlich, unsere „Serena" lag still, das fremde Schiff nicht weit davon. Unsere Nerven waren nicht mehr die besten, denn wir lagen seit elf Tagen hier, und wir verzogen uns in unsere Iojen. Aber wir sprachen auffallend roemg, mutz i man sagen. ., , __ . e Wir hatten gedacht, daß mir endlich unser Trmk- wasser auffüllen konnten, denn es ging zur Neige, mb der Herr bernahre einen Segler in der Flaute ,or Trinkwassermangel. Aber dieses verdammte Schiff schmieg, der Teufel sollte es holen. Am Morgen standen mir alle an Deck und erkannten, daß es eins von diesen treibenden Wracks Dar, die verlassen sind und nicht den Weg m Die Liefe finden können. Leise und gespenstifch treiben • sie dahin, und ehrliche Fahrensmänner schlagen em Treuz, rnenn sie vorbei sind. „Hallo, Jungens!" rief der Alte, "setzt die Jolle cus und pullt man hin, ob Süßmasser an Bord ist. tßir blickten uns an, dann fierten mir die Jolle unD kletterten hinein, drei Mann und der Bootsmann. „Nehmt die Katze mit!" schrie der Alte, „laßt sie zuersl trinken!7 Wir nahmen die Katze mit. Un rrfahrener Mann, unser Käpten^ denn wenn das L i s s a b d n, im September 1941. Seit Wochen steht die Inselgruppe der Azoren im Mittelpunkt der politischen Gespräche in Portugal. Ich lernte in Lissabon die Liebe und die Sorgen der Portugiesen um ihre Provinz im Meer kennen. Dor zrnei Jahren noch lagen die Azoren nicht sehr fern von der Mündung des Tejo. Flugzeuge vermittelten eine schnelle Verbindung. Eillinien vieler Schiffahrtsgesellschaften bildeten fast eine Brücke zwischen dem Festland und den Inseln. Die Zeppeline nahmen regelmäßig Kurs auf die kleine Welt im Atlantik. Sie mar gar nicht so abgeschieden, roie man allgemein annahm. Das ist heute anders geroorben. Man fühlt auf einmal in Portugal, daß die Inseln rneit draußen im Ozean liegen. Aber die Azoren sind dem Mutterland immer noch näher als irgendeinem anderen Staat. Es mußte deshalb die Portugiesen empören, als sie eines Tages aus amerikanischem Munde hörten, ihre Inseln lägen mitten im Ozean und gehörten zur mestlichen Hemisphäre. Da erschienen überall in Lissabon in den großen Nachrichtenfenstern und in den Schaukästen der Läden Karten des Atlantik. Auf ihnen erhoben die Entfernungsmarkierungen Protest geaen die amerikanischen Behauptungen von der Lage der Azoren „mitten im Ozean". Da sah man, roie weit dagegen die USA. noch von den Inseln entfernt sind, über 3500 Kilometer. Und wie nahe rücken sie gegenüber dieser Entfernung an die Westküste Europas heran: Bis auf 1500 Kilometer! Auf der Weltkarte erscheinen die Azoren wie kleine ins Meer hinausgelaufene Kinder des Mutterlandes. Wenn es heute auch viel schwerer ist, zu den Habichtsinseln, wie man diese Gruppe ebenfalls nennt, zu kommen — viele Linien sind eingestellt und die wenigen noch verbleibenden Schiffe sind stark mit Militärtransporten beansprucht —, so spürt man die Azoren in Lissabon und ganx Portugal doch unmittelbar. Die Wogen des Atlantik drängen fast in gerader Richtung von den Inseln in die breite Mündung des Tejo, vorbei an dem Denkmal für Heinrich den Seefahrer, der die ersten großen Entdeckungsexpeditionen aus- sandte und damit die Kolonialbewegungen der europäischen Völker einleitete, entlang der schimmernden Fassade des Klosters und Palastes von Belem, die an der Stelle des Seemannshauses errichtet wurden, in dem Vasco da Gama die Nacht vor dem Antritt seiner kühnen Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung und Indien verbrachte. Diese Wogen werden begleitet von den vielen Triumphzeichen portugiesischer Großtaten, die mit der Eroberung halb Afrikas, Indiens und Jbero- amerikas dem kleinen Territorium in Europa zu Die Provinz im Ozean Von unserem R. G.-Korrespondenten. wirtschaftlich schwächeren Teile des Volkes stehen einzig in der Welt. Vergeblich suchen die plutokra- tischen Mächte in England und Amerika das WHW. nachzuahmen oder etwas ähnliches auf die Beine zu stellen. Im großen und ganzen werden in England die gesammelten Gelder dazu 'benutzt, um die unzulänglichen Unterstützungen für die Familien der Kriegsteilnehmer zu ergänzen. Etwas derartiges ist in Deutschland nicht nötig. Der Führer als der erste Soldat der Nation hat den Aufruf zum Kriegswinterhilfswerk 1941/42 ergehen lassen. Das deutsche Volk wird ihm freudig Folge leisten. Mitten im Kampf gegen den Bolschewismus ist es bereit, alles einzusetzen für feine . .. ... . , , . m . nationale Einigkeit und seine wirtschaftliche Wohl- taten ihrer Seefahrer, die sich durch keine Naturfahrt Daraus mag die Welt ersehen, daß Front gemalten abschrecken ließen, der kühnen Unter- unb Heimat nach dem Führermort eine in Treue nehmungen auf primitiven kleinen Schiffen und verschmorens unbesiegbare Einheit bilden. v — Im Septemberheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW. 68) finden mir u. a. einen interessant bebilderten Bericht „Auf den ©tragen des Sieges im Osten" von Hellmuth Unger, der hier aus eigener Anschauung bezeichnende Einblicke in das „Somjetparadies" vermittelt. Einen beachtlichen ^Beitrag zur modernen Zwillingsfor- schung liefert der ebenfalls von Aufnahmen begleitete Artikel von Dr. Piebenga über das „Dorf der Zrnillinge", Schernom in der Mark, mo im Zeiträume von noch nicht einem Jahre die Hälfte aller Geburten Zmillingsgeburten mären, lieber die vielseitigen Aufgaben der meiblichen Kriminalpolizei unterrichtet ein mit charakteristischen Momentaufnahmen illustrierter Beitrag. Sehr gute Bilder und kurze, humorvoll treffende „Steckbriefe" veranschaulichen eine Stubenkameradschaft unserer Wehrmacht. Beachtliches Material bringt ferner die „Kleine Vererbungslehre" und die Spalte „Völkische Lebensfragen", in der das Rassenpolitische Amt öffentlich Auskunft erteilt, im letzten Winterhilfswerk vor dem Kriege, also im Jahre 1938/39, auf 553 601347 RM. gestiegen. Dann kam der von England Uns ausgezmungene Krieg. Die Leistungen der deutschen Volksgemein- schaft fliegen noch höher. Im ersten Kriegswinter- hilfswerk, also 1939/40, mürben nicht meniger als 641 912 519 RM. aufgebracht, und das 2. Kriegs- winterhilfsmerk bürste diese freimütigen Stiftungen um fast ein Drittel gesteigert haben. Eicke ungeheure Summe von Arbeit, freiwilliger Gebelust und Erkenntnis dessen, worauf es ankommt, liegt in diesen Ziffern. Das Winterhilfswerk begann, als mir rund 7 Millionen Arbeitslose hatten. Sie waren jahrelang aus dem Produktionsprozeß ausgeschaltet gewesen. Die Arbeitslosenunterstützung diente nur zur Fristung des Lebens. Man hätte zur Abhilfe dieser himmelschreienden Not einfach neue Steuern wählen können, aber der Nationalsozialismus faßte das unlösbar scheinende Problem neuartig an. Er schuf zunächst Arbeitsgelegenheit, er brachte die gezwungen feiernden Hände wieder in Tätigkeit und damit -verschwand nicht nur die Arbeitslosigkeit, die jetzt, mitten im Kriege, in England nach der Aussage eines Gewerkschaftsführers noch chronisch ist, sondern jeder einzelne Notleidende empfand eben durch die Leistungen des Winterhilfswerks, daß er von der Gesamtheit nicht vergessen worden war. Seitdem haben sich die Aufgaben des WHW. vielfach geändert. Die Arbeitslosigkeit ist beseitigt worden, dafür kann in großem Umfang vorbeugend Hilfe geleistet werden, sei es in der Form von Mütterheimen, in der Säuglingspflege, durch ten, stellten unsere freiwillige Wohlfahrtspflege vor große Aufgaben. Hier war d-ie Not in großem Umfang zu lindern, hier mußte für deutsche Rückwanderer Heim und Herd betreut werden. Die großen und geschichtlich bedeutsamen Wanderzüge der deutschen Volksgruppen aus dem Osten und Südosten in die deutschen Gaue wären nicht denkbar gewesen ohne den Einsatz der NSV. und der Organe der NSDAP. Wir wissen, daß das WHW. nicht die einzige soziale Leistung des deutschen Volkes ist. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet auf den ihm eigenen Gebieten in hervorragender Weise, auch die staatliche einem Weltreich und der damals größten Seemacht verhalfen. Das alles vergessen die Portugiesen nie. Täglich erleben sie diese Geschichte von neuem, wenn ihre Schiffe aus den Häfen in den Ozean fahren. Auf dem Wege zu diesem Glanz und der historischen Große liegen die Azoren, die bereits 1432 von Goncalo Del ho (Tabral für Europa neu entdeckt und 1446 vollständig besetzt wurden. Die Seefahrer, die das kleine Jnselland unbewohnt vorfanden, wußten nicht mehr, daß vor ihnen schon einmal Karthager, Araber und Normannen kleine Flotten in die Azoren-Buchten einlaufen ließen. Sie erschraken vor den ungeheuerlichen Bildern, denen sie an der Küste und im Innern des Landes begegneten, vor den feuerspeienden Bergen und dampfenden Geysiren, den mächtigen Springquellen und hohen Meerfontänen. Auf den Inseln mit ihren über zweitausend Meter aufragenden Vulkanen und Kraterkesseln ist es auch heute noch nicht erinnern sich wieder die Portugiesen, wenn sie die bedrohlichen Worte aus USA. hören, daß die Azoren Vorposten der westlichen Halbkugel seien. Eine merkwürdige Geographie, bei der man das Entfernungsverhältnis von 1500 zu 3500 Kilometer einfach umdrehen will! Den Azoren begegnet man in Lissabon aber nicht nur in den historischen und geographischen Belehrungen, die man mit Vorträgen, in den Auslagen- der Buchhandlungen und auf öffentlich ausgehängten Karten den Amerikanern und Engländern gibt, sondern an vielen Stellen im Alltagsleben. Man braucht nur über die Märkte und in die Handelsstraße zu gehen. Der Reichtum der Inseln wächst hier zu Bergen an. Drangen und Bananen, die fast zu jeder Mahlzeit gehören, kommen von den Pflanzungen der gepflegten Azoren-Kulturen. Die goldgelben Ananas bringen den Duft der fruchtbaren ozeanischen Gefilde mit. Wertvolle Kolonialgüter, wie Tee und Kaffee, würzen die großen Lager der Hauptstadt. Der Tabak aus dem Atlantik wird zur Herstellung feiner Rauchwaren bevorzugt. Wenn heute die Handelshäuser in Lissabon noch gut bestellt sind, dann verdanken sie das nicht zuletzt den Azoren. Die Inseln haben an landwirtschaftlichen Produkten einen solchen Ueberfluß, daß fie ihre Erzeugnisse in großen Mengen exportieren können. England war bisher einer der Hauptabnehmer. Eicke starke wirtschaftliche Stütze der Inseln ist heute noch der ausgedehnte Walfischfang. Fayal wurde zum Zentrum der Tran- und Fettgewinnung. Um diesen Erwerbszweig haben Engländer und Amerikaner die Bevölkerung des kleinen Inselreiches von jeher beneidet. Doch alle Versuche, den Walfang in ihre Hände zu bekommen, scheiterten an der selbstbewußten Haltung der Azoraner, die zwar gerne von ihrem Reichtum und der Fülle ihrer üppigen subtropischen Welt abgeben, aber ebenso darauf bedacht sind, die Herren auf ihren Inseln zu bleiben. Diese Azoraner sind trotz ihrer schweren Arbeit und häufigen Notzeiten wirkliche Herren geblieben. Man sieht es ihnen an, wenn sie die Hauptstadt besuchen. Sie werden von den Lissabonern sofort erkannt. Die prächtigen und gut gewachsenen Menschen fallen im Straßenbild durch ihre Lebhaftigkeit und Gewandtheit auf. Das will bei dem Temperament der Portugiesen schon sehr viel heißen. Man möchte die Azoraner für Besitzer großer Viehfarmen und Plantagen in Jberoamerika halten. Gold und Schmuck spielen bei ihnen eine große Rolle. Aber sie gehen mit diesen funkelnden Dingen wie Grandseigneure um, zurückhaltend und selbstverständlich. Das Gingeborenenblut Jbero- amerifas und maurische Züge schlagen bei vielen durch. Doch ihre Sprache ist ein schönes Portugiesisch. Niemals ift auf den Inseln seit der Entdeckung durch Cabral eine andere Sprache gesprochen worden. Szenen der Freude und Herzlichkeit sieht man, wenn die Bevölkerung der Azoren Portugal besucht. Die Menschen von den Inseln werden umringt und mit Fragen bestürmt, besonders in diesen Tagen, in denen wilde Gerüchte durch die Hauptstadt liefen. „Sind wirklich schon Amerikaner in Horta und Ponta Delgada?" „Haben sie euer Schiff kontrolliert?" „Siegen in den Buchten tatsächlich fremde Flugzeuge und getarnte Boote?" Die Azoraner lachen über diese Gerüchte, die man als Versuchsballons von amerikanischer und englischer Seite in Portugal aufsteigen ließ. Sie erzählen bann, daß zu den nichtstuenden Engländern und Amerikanern, die scbpn immer auf den schönen Inseln ihr Geld verzehrten, in letzter Zeit zwar auffällig viele neue Gäste hinzugekommen sind, die für ihren Auf euch alt keinen Grund angeben können und sich recht breit machen, daß man mit diesen Besuchen aber schon fertig werden könne. Hin und wieder näherten sich auch bewaffnete Fahrzeuge den Inseln. Aber diese Neugier sei man auf den Azoren gewohnt. Im übrigen solle man der Bevölkerung vertrauen und alles Notwendige den Soldaten überlassen. Jeder neue Truppentransport würde von der Jnselbevolkerung bei seiner Ankunft mit lautem Jubel begrüßt. Ein ebenso großer Jubel umbraust die portugiesischen Soldaten, wenn sie in Sissabon die Schiffe zur Fahrt in den Ozean besteigen. Das sind immer große Tage für die Hauptstadt. Die Bevölkerung drängt sich vor den aufmarschierenden Soldaten zu- ammen. Der Praca do Commercio mit seinem mächtigen Trumphbogen kann die Menschenmenge nicht fassen. Auf dem Tejo warten die Transporter und kleine portugiesische Kriegsschiffe. Niemand beachtet den schon seit Wochen vor Anker liegenden Amerikaner, der im Falle irgendwelcher Zuspitzungen die in Europa lebenden Angehörigen der USA. aufnehmen soll. Die Soldaten werden mit Geschenken jund Blumen überhäuft. Nirgendwo ein wehmütiges Abschiednehmen, sondern überall nur begeisterte Zurufe: „Es lebe Portugal! Glück den Azoren!" Diese Paraden vor der Einschiffung der Truppen werden zu gewaltigen Kundgebungen gegen die Absichten Amerikas. Es fällt amar fein Wort, das verletzend wirken könnte. Aber jeder weiß, wie diese Kundgebungen gedacht sind, für die Freiheit Portugals und die Unantastbarkeit seiner Besitzungen. Dann kommt Ministerpräsident Dr. Oliveira S a l a z a r. Straffe Kommandoworte. Die Truppe präsentiert. Eine feierliche Stille liegt auf dem Platz am Meer. Die ernsten Worte des großen Staatsmannes werden schweigend angehört. Neuer Jubel braust durch die Menge. Die Portugiesen wissen, daß es der heutigen Staatsführuna ernst ift mit dem Artikel der Verfassung, nach Dem kein Stück des nationalen Territoriums von einer fremden Regierung oder von einer ausländischen Gesellschaft erworben werden kann. Freiwillig wird die heutige portugiesische Regierung niemals Konzessionen im nationalen Territorium vergeben. Die gerade in den letzten Monaten verstärkten Bewaffnungen sollen dafür bürgen. Trompetenfignale er- tönen. Marschmusik schallt bis zu den Zinnen der hochgelegenen alten Festung hinauf. Nochmals Winken und Jubelrufe. Die Nacht hüllt Portugal in einen bläulichen, weichen Schimmer. Drüben liegen die Azoren, ein anderes Stück Mutterland. Denn die Inseln sind keine Kolonie. Sie gehören zum kontinentalen Portugal und sind eine eigene Provinz wie die Verwaltungsbezirke auf der iberischen Halbinsel. Dort singt man die gleichen Heimatlieder und spielt dieselben Melodien, wie fie am Tejo erklingen, wenn die Soldaten ausziehen, um in der Provinz im Meer mit Bauern und Fischern die Heimat zu verteidigen. Doch Amerika ist weit. Zwischen Den fernen Küsten des anderen Kontinents und den Riffen der Inseln sinkt mehrmals die Nacht, ehe Schiffe sie erreichen. löte. r, I9 V\ -de- 19-30 P lalbn^ 11.Hl* taltun? hrt lgt Zcve>" «ep; t nannten schaffen ' Z n” sind I Lieber einem Feldflugplatz. Von Kriegsberichter Bruno Köster. (PK.) Mit dem Flugzeug fliegen wir von dem alten zu dem neuen Platz eines Geschwaders. Die Fahrzeuae kommen in Kolonne nach. Für die Strecke, Die wir in nicht einer Stunde überbrücken, werden die Fahrzeuge bei den überaus schlechten Straßenverhältnissen mindestens 24 Stunden, wenn nicht mehr benötigen. Mit unserer Me 108 fliegen wir den Platz an, der nur wenige Kilometer hinter der kämpfenden Truppe liegt. In den verflossenen 24 Stunden versuchten die Sowjets bereits dreimal, den Platz mit ihren Bombern anzugreifen. Die Wachsamkeit unserer Flak und Jäger vereitelte die Angriffe, lieber ein Dutzend Flugzeuge haben die Gegner bei diesen Versuchen verloren. Jetzt liegt der weite Platz unter uns. Wir sehen das übliche geschäftige Leben und Treiben eines Feldflughafens mit seinen Hunderten Flugzeugen, Zelten und Kraftwagen. Die „Taifun" setzt aur Landung an. Urplötzlich stehen über uns in der Sonne zahlreiche dunkelgraue Flakwolken. Nanu, ist das etwa auf uns gemünzt? Wir setzen zur Landung an, immer noch schießt die Flak, aber mehr und mehr entfernen sich die Sprengwolken. Wer erfahren denn auch, daß es eine Rata war, die sich neugerig den Platz ansehen wollte. Sowjetischer Besuch, erzählen dann die Kameraden von der Staffel, sei nichts besonderes. Das stört uns nicht in unserem Nachmittagsskat. Munter fließt das Spiel, nur dann und wann mal wirft jeder einen prüfenden Blick zum Himmel. Plötzlich bleiben die Augen des Oberfeldwebels St. gebannt am Horizont. Mit seinen scharfen Augen, die ihm bereits zu 26 Abschüssen verhalfen haben, muß er etwas besonderes entdeckt haben. Er springt auf, die Karten fliegen auf den Tisch: „Das ist toll — ein ganzer Haufen Ratas über uns in der Sonne!" Schon geht auch das Alarmsignal über den Platz. Im Augenblick startet eine Rotte mit heulenden Motoren. „In Deckung", ruft einer über den Platz; „die Sowjets setzen zum Tiefangriff an". Im gleichen Augenblick zwingt sie das gut liegende Flakfeuer zum Abdrehen. Schon ist der Zwischenfall vergessen. Eine dunkle Wolkenbank schiebt sich über dem Horizont heran. Wieder gellt Alarm. Bolschewistische Bomber sind im Anflug. Was sich jetzt abspielt, ist das Werk weniger Sekunden. Schon donnern die Motoren, mit einem durchdringenden hellen Singen jagt eine Rotte nach der anderen über die Startbahn. In geschlossener Formation fliegen die Sowjets unseren Flughafen an. Da nähert sich ihnen mit Windeseile die erste Me 109. Der zweiten und dritten folgen die anderen. Jetzt greifen sie an. Unablässig zuckt auf beiden Seiten das Mündungsfeuer auf. Das Motorengedröhn wird übertönt von dem Rattern der MG.s und dem Grollen der Bordkanonen. Da, der erste bolschewistische Bomber stürzt senkrecht in die Tiefe. Zwei Fallschirme stehen plötzlich neben seiner Bahn in der Luft. In scharfer Kurve zieht der Sowjetbomber wie von Raketen getrieben steil nach oben, zuckend steht er einen Sekundenbruchteil in der klaren Luft. Dann sieht man nur noch einen glühendroten Schein, von fern her hallen die Detonationen, und es regnet nur noch Splitter, die führerlose Maschine ist mit ihren Bomben in der Luft explodiert und buchstäblich zersprengt. Zwischendurch haben unsere Jäger die geschlossene Ordnung der Sowjets gesprengt. Nach allen Seiten versuchen sie zu entwischen. Da fällt auch schon die zweite und dritte Maschine zu Boden. Wie Kometen sausen hintereinander die vierte und fünfte brennend in die Tiefe. Dicke schwarze Rauchfahnen kennzeichnen ihren Weg. Zwischendurch erschüttern heftige Detonationen die Luft: die Bomben explodieren in den brennenden Maschinen. Acht dicke schwarze Rauchwolken stehen um den Feldflugplatz über den Aufschlagstellen. Acht sowjetische Bomber wurden von unseren Jägern abgeschossen, bevor sie überhaupt angreifen und eine Bombe abwerfen konnten. Wackelnd zieht eine Me 109 nach der anderen über unseren Köpfen weg. Nur wenige Minuten sind zwischen Alarm, Start, Angriff und Landung verstrichen. Ohne Verlust, ohne eine Verletzung und gar ohne einen einzigen Treffer der heftigen gegnerischen Abwehr, sind wir Sieger geworden. Neues für -en Bücheriych. — Edzard Schaper: Der Henker, Roman. Im Jnselverlag, Leipzig. Preis in Seinen geb. RM. 7.50. — Die Tragödie des baltischen Adels, der an dem Zwiespalt zwischen Volkstreue und Stoatstreue zerbricht, spiegelt sich hier in dem Schicksal eines russischen Gardeoffiziers aus baltischem Hause, den der Zufall in dem Revolutions- wirrter des Jahres 1905 als Richter über estnische Aufständische auf das Gut seiner Ahnen führt. Er ist der Erbe des ermordeten Gutsherrn und wird nun im Volksmund zum „Henker", dessen Spruch als Richter in eigener Sache drei Unschuldige zu furchtbaren Strafen verurteilte. Einer seiner Offiziere hat den Grafen auf das Zwielicht feiner Rolle im Baltenland als Richter des russischen Staates und Gutsherrn hingewiesen. Aber der Graf sah nur seine Pflicht und geht nun den Weg des Märtyrers, der, von Petersburg, wo inzwischen ein anderer Wind aufgekommen ist, verleugnet, und von der baltischen Ritterschaft um des Zieles der Versöhnung mit dem estnischen Volke willen im Stich gelassen, sich allein der Rache der Esten gegenüber® sieht. Fast ganz vereinsamt nimmt er mit beharrlichem Mut im tiefen Bewußtsein feiner Unschuld sein schweres Geschick auf sich. Auch die Liebe zu einer tapferen Frau kann ihn nicht von den dunklen Schatten der Vergangenheit erlösen, die Geliebte fällt von der Mörderkugel, die ihm selbst gegolten hatte. Erst der Weg an das Sterbebett des Vaters der. von ihm einst unschuldig-schuldig Verurteilten bringt ihm Entsühnung. — Der Dichter hat sich in die eigenartige Atmosphäre des Balten- tums während dieser kritischen Jahre wunderbar emgefühlt, mit großer Liebe sich in die Weite der baltischen Landschaft versenkt und den geschichtlichen Vorgängen nachgespürt, die den Hintergrund geben Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! für die Hefe Deutung der Seelenkämpfe eines einsamen Mannes. Es ist ein großartiges und trotz der zuchtvoll straffen Sprache leidenschaftliches Buch, das wir zu den wertvollsten Romanen der letzten Jahrzehnte zählen dürfen. Fr. W. Lange. — Max Metzger: D as nieoerlorene Paradies. Verlag Rütten 8z ßoening ht Potsdam. Preis in Seinen geb. RM. 4.80. — Was der Verfasser unter dem nteoerloreneh Paradies verstanden haben will, besagt schon der Untertitel „Aus deutschen Wäldern, Wiesen und Gärten". Zu ihnen führt er duch die Menschen wieder hin, die in den Steinwüsten der Städte, im Getriebe der Zeit den Sinn für das große Wunder der Natur in ihrem ewigen Wandel der Erneuerung verloren haben. Er erzählt mit der Siebe des Kenners, aber in der Sprache des plaudernden Freundes vom Seben der Pflanze in Äald, Wiese und Garten und erschließt uns auf eine höchst anmutige Art ein geheimnisvolles Reich, zu dem wir die engsten Beziehungen haben. Fr. W. Lange. — Meno Holst: Löberitz erkämpft Süd west. 241 Seiten. Mit 16 Aufnahmen und 2 Karten. Kart. RM. 2.—, geb. RM. 2.85. Im Deutschen Verlag, Berlin. — (67.) — Das Buch, heute besonders aktuell, dient dem Kolonialgedanken und will dem deutschen Volke die Gestalt des hervorragenden deutschen Kolonialpioniers Adolf Süderitz und feiner Mitarbeiter lebendig und vertraut machen. Als Quellen konnten vorzüglich die Unterlagen benutzt werden, die dem Verfasser von Konsul Carl Süderitz in München, dem Sohne des Bremer Tabakhändlers Adolf Süderitz, zur Verfügung gestellt wurden. So entstand, in romanhafter und leicht lesbarer Form, ein sachlich gerechtes und zuverlässiges Sebensbild des Mannes, der der Gründer Der Kolonie Deutsch-Südwestafrika wurde; seine Geschichte, ähnlich wie die des in letzter Zeit oft genannten Carl Peters, darf als ein nicht unwichtiges Stück allgemeiner deutscher Geschichte und Kolonialpolittk im Zeitalter Bismarcks gelten. — Gute Bilder und Karten veranschaulichen den Text in willkommener Weise. Hans Thyriot. Aus der Gia di Gießen. Geduld. Der Geduldige ist stark, denn er weiß, daß alles seine Zeit braucht; daß alles seine Art hat, die man ihm lassen muß; daß alles seinen Gang geht, den niemand stören kann noch darf. Denn Geduld ist Einsicht in den gesetzmäßigen Ablauf des Lebens, ist Sichfügen ins tägliche Geschehen, das uns mitnimmt auf feinen Wellen und außerhalb dessen wir uns gar nicht stellen können. Wer erfährt es nicht täglich, daß alles um uns zur Geduld mahnt, vOr allem die große Künderin der Geduld: die Zeit? Da ist der Tag, der vergeht, und die Nacht, die verrinnt, da sind die Wochen, die einander folgen und die Monate, deren Wechsel sich wiederholt, da sind die Jahre, die Jahrzehnte, da ist die kurze Spanne eines ganzen Menschenlebens über sieben Jahrzehnte, und wenn es köstlich gewesen ist, dann ist es Mühe und Arbeit und Ge- duld gewesen. Und doch, wie schwer ist es, Geduld zu lernen! Ja ist das Lernen selber nicht Geduld haben mit Verbunkelungszeit 13. September von 19.42 bis 6.50 Uhr. 14. September von 19.39 bis 6.52 Uhr. sich selbst und allen Widerständen, die dem Lernenden begegnen? Tausende Beispiele und Vorbilder zeigen uns, daß nur Geduld vermag, was weder Eifer noch Hast noch Zorn erreichen, aber sonderbarerweise übersehen wir diese Vorbilder, wir mißverstehen sie, wir wollen es besser wissen als sie. Alles, was wird und wächst, hat Geduld und braucht Geduld. Und wo wir ungeduldig dazwischenpfuschen, beschleunigend und vermeintlich verbessernd, da rächt sich das vergewaltigte Leben durch Mißbildung und Siechtum. Verwundert, bestürzt stehen wir vor dem beschämenden Ergebnis unserer Ungeduld und müssen es auf uns nehmen, wieder von vorne anzufangen mit unseren Mühen. Ja, das ist der Geduld eigentlicher Sinn und Urgrund: immer wieder von vom anfangen können und müssen. Wer wüßte das besser als die Frau und Mutter? Liebe, was ist sie anders als täglich im kleinen und im großen geübte Geduld? Denn Liebe, die aufflammt und verlodert, ist zwar ein Aufschwung im Leben, wie er nur in wenigen Augenblicken den Menschen in Vollkommenheit geschenkt wird; aber Geduld ist die Form der Liebe, die immer bereit ist, wärmend, schützend, fröhlich und stark. Wieviel Geduld umfaßt das Wort Erziehung! Und zwar nicht nur Geduld mit dem Zögling, sondern auch Geduld mit sich selbst; denn wer hätte nicht schon an sich selbst die Erfahrung machen müssen, daß nicht nur der Zögling, sondern auch der Erzieher erzogen wird durch seinen Aus- trag?Wir sind nicht vollkommen, wir werden es nie sein; aber die Geduld gibt unseren Bemühungen die Stetigkeit, die nötig ist, um unserem Tun Wert und Sinn zu leihen. Und ist nicht Stetigkeit das gleiche wie Geduld? Nur daß wir dieses Wort nicht einseitig auffassen sollen als müßige Gottergebenheit und Lammsgeduld. Nicht leidende, sondern tätige Geduld wollen wir üben, eine Geduld, die immer bereit ist zum Handeln, zu Tat und Entscheidung. Gerade weil Geduld zeit- und kräftehaltig ist, stellt sie den seelischen Urgrund dar, aus dem Entscheidungen emporwachsen. H. G. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frühlingsluft". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 15.15 bis 17.30 Uhr „Alles für Dich" und 19 bis 22 Uhr „Zigeunerliebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frühlingsluft". Gießen-Klein-Linden. Frohes Wiedersehen in der Film-Wochenschau. Frau Luise M a n D l e r von hier, die Austrägerin des Gießener Anzeigers im Stadtteil Klein- Linden, konnte jetzt in der Wochenschau im Gießener Lichtspielhaus ihren seit 10 Monaten wieder im Felde stehenden Mann wiedersehen, der als Fahrer bei der Artillerie an der Ostfront eingesetzt ist. Eine Nachbarin der Frau Mandler, die im Lichtspielhaus tätig ist, hatte ihren Landsmann und Nachbarn Heinrich Mandler zuerst erkannt und der Frau ihre Beobachtung mitgeteilt. Auch das, achtjährige Söhnchen des im Felde weilenden Soldaten besuchte am gestrigen Freitagnachmittag das Lichtspielhaus, um seinen Vater im Film zu sehen. Da dem Vater der „Gießener Anzeiger" regelmäßig ins Feld zugesandt wird, so wird seine Freude sicher groß sein, wenn er durch diese Zeilen von dem frohen Erlebnis seiner Frau und seines Sohnes Kenntnis erhält, die ihm zugleich mit diesen Zeilen auch herzliche Grüße übermitteln. Fettverbilligung für die minder- bemittel-e Bevölkerung. Zur Verbilligung der Speisefette für die minder- bemittelte Bevölkerung werden Reichsverbilligungsscheine auch für die Monate Oktober, November und Dezember 1941 ausgegeben. Gießener Ivochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ä-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware sowie für Seldsterzeuger liegen die Preise Niedriger. * G i e ß e n, 13. Sept. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln 5 kg 53, Wirsing, grün, kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen,grün, 25 bis 30, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 25 bis 35, Schwarzwurzeln 40, Rhabarber 15, Kürbis 10, Frühäpfel 40, Birnen 30 bis 40, Salat, das Stück 10 bis 12, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 2 bis 6, Endivien 12 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 12, Rettich 8 bis 10, Radieschen, Bund 10 bis 12 Rpf. * ** Goldene Hochzeit. Der Invalide Julius D i ck o r e und Ehefrau Anna, geb. Krieger, wohnhaft in Gießen, Bleichstraße 12, können am nächsten Montag, 15. September, bei bester Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Herr Dickore war lange Jahre bei der Firma Schaffstaedt in Gießen als Magazinverwalter tätig. Dem Jubilar bringen auch wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. ** 75 Jahre alt. Der Spenglermeister Christian Arnold, Asterweg 48 wohnhaft, kann am morgigen Sonntag in bester Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Trotz seines hohen Alters arbeitet der Jubilar täglich noch in dem Betrieb der Jnstallationsfirma Rudolf Rüdiger, Walltor straße, wo er schon seit 25 Jahren ein geschätzter Arbeits- kamerad ist. Dem Jubilar gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Kreisleiter e. h. Landrat Grills, Wehlar f. NSG. Am 11. September starb in Wetzlar im Alter von 66 Jahren Kreisleiter ehrenhalber, SA,« Standartenführer und Landrat Grillo. Der Kreis Wetzlar hat in ihm einen der aktivsten Vorkämpfer des Führers verloren, zu dem er sich bereits im Jahre 1930 bekannte. Im Jahre 1931 beheimatete Parteigenosse Grillo in feiner Besitzung in Braunfels eine SA.-Führer- Vorschule, die er persönlich leitete und betreute. Im gleichen Jahr wurde Grillo stellvertretender Kreis- leiter, um ein Jahr später mit der Leitung des Kreises Wetzlar beauftragt zu werden. 1933 wurde Kreisleiter Grillo zunächst mit der vertretungsweisen und dann mit der komm. Verwaltung des Land- ratsamtes Wetzlar beauftragt, dessen endgültige Uebertragung ihm das Jahr 1934 brachte. Parteigenosse Grillo, der als aktiver Offizier bereits im Jahre 1913 zum Rittmeister befördert war- den war, zog zu Beginn des Weltkrieges ins Feld und war bis zum Ende des Krieges an der Westfront, wo er sich höchste Auszeichnungen erwarb. In den Reihen der Bewegung wird fein Name lebendig bleiben. Mabelhaut Mar&MHiße 29/30 - 2/U. MöreiWVllNgMöer Boman von -Sjorft Nernath 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Kathi war nicht in der Küche. Kathi zog im Kinderzimmer Söhnchen die stolzen Krachledernen an, als Fräulein Zögling heranrauschte. Kathi sah ihre weiße Nasenspitze und die flackernden Augen und wußte sofort, daß der Wetterbericht Sturm meldete. Beim Anblick der gewaltigen Arme aber, an denen die Hände rot wie Schmiedezangen hingen, und im Angesicht der steinernen Ruhe, mit der Kathi sich aufrichtete, um den Stoß abzufangen, bekam der Grimm von Fräulein Zögling einen erheblichen Dämpfer. Sie amete tief, sie zwang sich dazu, die Luft dreimal tief und ruhig in die Lungen zu saugen und in langen Stößen auszuatmen. Dann erst warf sie den Kopf zurück. „Wie ich soeben aus den Reden der Kinder ent- nehmsn mußte, haben Sie sich unterstanden, an meinen Erziehungsmaßnahmen vor den Kindern Kritik zu üben. Ich muß mir das ganz energisch verbitten? Für die Erziehung der Kinder bin ich verantwortlich, ich allein, und ich muß Sie dringend ersuchen, sich nicht in Angelegenheiten einzumischen, die Sie nichts angehen und von denen Sie auch nichts verstehen! Und ebenso dringend warne ich Sie, die Kinder gegen mich aufzuhetzen!" Sie sprach schnell und. immer schneller, auf ihren Wangen glühten rote Flecke und ihre Hände zappelten nervös in der Lust herum. Kathi hatte die Hände in die Seite gestemmt. Sie hielt den Kopf ein wenig vorgestreckt und musterte das Fräulein langsam von oben bis unten. Und von unten kroch dieser unbarmherzig prüfende Blick zollweise wieder nach oben und verhielt genau auf der Nasenspitze von Fräulein Zögling. Söhnchen saß stumm dabei und Derfolgte die Szene mit großen runden Augen. Ihm schien um Kathi nicht bange zu fein. „Ich habe lange genug Geduld gehabt", fuhr Fräulein Zögling mit schriller hoher Stimme fort, „lange genug, hören Sie?! Aber das sage ich Ihnen, wenn Sie es sich noch einmal erlauben sollten, die Kinder gegen mich aufzuwiegeln, dann werde ich nicht eine Sekunde länger zögern, Herrn Doktor Hellwang über Ihr Verhalten aufzuklären!" Kathi fuhr sich mit dem Finger unter der Nase weg. Es geschah mit einem lauten Schnarchgeräusch, bäs unsägliche Verachtung ausdrückte. „Ja, das tun Sie nur, Fräulein — aber vergessen Sie dabei bittschön nicht, dem Herrn Doktor auch zu erklären, warum die Kinder allweil über dem Schulkrampf hocken müssen. Damit Sie nämlich Zeit haben, Romane zu lesen und Locken zu drohen, und Fingernägel zu feulen, und dem lieben Gott den Tag zu stöhlen. Das vergessen Sie ja nicht, dem Herrn Doktor zu sagen. Und weshalb Sie auf einmal auf Ihr wertes Aeußeres so viel Wert legen — denn wie Sie hergekommen sind, da haben Sie nämlich ausgeschaut wie eine vom Dritten Orden —, das können Sie ja dem Herrn Doktor nebenbei auch gleich ertjären. — So, und jetzt muß ich an die Arbeit, haben Sie verstanden?" Und das alles sagte Kathi ganz ruhig, fast heiter, und in sauberem, zierlichem Schriftdeutsch, damit dem Fräulein ja nicht auch nur eine Silbe ver- lorenainge. Und als sie fertig war, ging sie an dem Fräulein vorbei, und es war, als wehe der Luftzug, den sie verursachte, das Fräulein zur Seite, und es war ferner, als ließe ihr Abgang ein Vakuum zurück, in dem das Fräulein mühsam nach Luft ringen mußte. Die Kinder sahen Fräulein Zögling ins Eßzimmer stürzen, nach ihrer Tasche greifen und eiligst aus dem Hause verschwinden. — „Du, sie hat vergessen, uns Aufgaben zu geben", flüsterte Lydia, als könne sie das Wunder noch nicht recht glauben. Britta kratzte sich die Wange und machte ein unbehagliches Gesicht. „Hast sie dir angeschaut? Ganz weiß ist sie gewesen und gezittert hat sie, als ob sie ein Gespenst gesehen hat." „Ob die Kathi ihr eine Watschen geben hat?" rätselte Lydia hoffnungsvoll. Sie schlichen gemeinsein zur Tür und horchten auf den Flur hinaus. Das Haus war totenftilt Sie tappten durch die Diele und öffneten leise die Küchentür. Da saß Kathi am Tisch, das Gesicht in die Hände gestützt, und rührte und regte sich nicht. Aber sie sah die Kinder aus kalten, bösen Augen an. „Was hast, Kathi?" fragte Lydia ängstlich. „Was ist dir, Kathi?" forschte Britta bang. Kathi sah durch die Kinder hindurch wie durch Glas. „Mit Ratschen mag i nix zu tun haben! sagte sie kurz und warf das Kinn mit einem kurzen Ruck empor, „schrnust's euch weiter bei eurem Fräulein an und erzählt ihr vielleicht noch was, was ich zu euch gesagt hab'". Und als sie dieses Mal das Kinn vorstreckte, da hatte die Bewegung nur einen Sinn, und der hieß: 'raus! 'raus, jedes weitere Wort ist überflüssig und Zeitverschwendung. Die Kinder schlichen wie geprügelte Hunde da- -üon. Stumm und ohne Widerrede und ohne ein Wort zu ihrer Entschuldigung zu sagen. In ihrem Zimmer saß Söhnchen auf dem Fußboden und hatte sich die Sandalen verkehrt angezogen. Er streckte Britta gebieterisch die Füße entgegen, und sie kniete neben ihm nieder und brachte die Sache in Ordnung. . „Hat's was gegeben zwischen der Kathi und der Sieglinda, Söhnchen?" ..Wie meinst?" „Ob die Kathi und die Sieglinda miteinander gestritten haben ...", flüsterte Britta. „Das Fräulein hat gestritten — aber die Kathi nid)", antwortete Söhnchen, und mehr wußte er auch nicht zu sagen. „Pfüeti Gott, i weiß schon alles, roie’s fimmt, wenn die Kathi an Zorn auf uns hat", jammerte Lydia; „kein Pudding und keine Mehlspeis, kein Kompott und kein Kuchen ..." Britta fühlte eine leise Verachtung für Lydia; die dachte an nichts als an ihren Bauch. „Und du allein bist schuld daran", plärrte Lydia. Sie sah den Ferientraum in Nacht und Nebel versinken, denn sie kannte Kathis Hartnäckigkeit und unverjonlichen Charakter. Britta ließ die Vorwürfe stumm über sich ergehen. Kein Kompott und kein Kuchen ... als ob das schon das Schlimmste war! Sie wußte jetzt, worauf es die Sieglinda abgesehen hatte und weshalb sie sich so wunderbar verwandelte und liebenswürdig wurde, wenn der Konni ins Zimmer trat. Ach, viel schlimmer als der Verlust von Kuchen und Kompott war der Verlust von Kathis Freundschaft und Beistand. Die bekam es fertig und ließ sie aus reiner Rachsucht und Bosheit in ihrer gemeinsamen Front gegen die Sieglinda im Stich. Und dann war alles verloren ... Es mußte etwas geschehen, um Kathis Wohlwollen und ihre Hilfe zurückzuerobern, und es gab nur einen Weg dazu, und der erforderte Furchtlosigkeit und ein starkes Herz. Sie gab Lydia einen Wink, ihr zu folgen und erlaubte Söhnchen großzügig, mit ihrer Puppe Sabine zu Spielen. Das war das erste Opfer. Denn Sabine war eine Prinzessin mit goldblonden echten Haaren und knisternden Atlaskleidern; und Söhnchen war ein kleiner Barbar und entsetzlich wißbegierig und spürte schon seit langer Zeit dem Geheimnis nach, wie wohl Puppen die Augen bewegten und wie sie sogar Mama krähen konnten. Britta und Lydia schlüpften aus dem Zimmer. Das Auto in der Garage war der einzige Ort, wo sie vor Späherblicken und Lauscherohren sicher zu sein glaubten. „Weißt", flüsterte Britta, „ich mein', der ganze Fehler war der, daß wir viel zu anständig und folgsam gegen die Sieglinda gewesen sind. Und deshalb denkt die Kathi, wir wollen uns bei der Sieglinda einschmeicheln. Wenn wir haben wollen, daß die Kathi wieder gut zu uns ist, dann müssen wir ihr zeigen, daß wir die Sieglinda überhaupt nicht ausstehen mögen. Recht wie die Teufel müssen wir uns zur Sieglinda benehmen und sie trotzen und sekkieren, bis fie’s nimmer aushält und narrisch wird vor Wut und zum Haus 'nausläuft!" „Du!" sagte Lydia mitgerissen, „bas ist ja genau bas, was ich mir schon bie ganze Zeit überlegt hab’. Und ich hätt' auch gleich was für den Anfang, ganz was Raffiniertes, wo sie teufelswild wird, die Sieglinda ..." „Los, los, fag's schon!" drängte Britta. Die letzte Viertelstunde hatte sie wunderbar verwandelt. Nichts Verträumtes war mehr an ihr. Ihre Augen blitzten vor Unternehmungslust und Kühnheit. „Also gib mal Obacht, ob das was ist: die Sieglinda wäscht sich doch jede Woche das Haar, und hinterher, wenn fie’s gewaschen hat, gießt sie aus einer Flasche, wo Blondirol oben steht, etwas in eine Untertasse und verstreicht das Zeug mit einem alten Zahnbürschtl auf den Kopf, überall hin, damit sie blonder wird ..." „Woher weißt das?" fragte Britta erstaunt. „Weil ich ihr heimlich zugeschaut hab' und die Flasche in ihrer Kommode gesehen hab', gab Lydia etwas zögernd zu. (Fortsetzung folgt.) öJ.-fpori (üHGndcr te za 6 JahrxD—2PaBcte ä 250g in der Periode ’♦< wor> i Feld W rb. t Name Börsengeschäft mit Waterloo. Oer Ufa-Film »Oie Rothschilds« im Gloria-Palast. Kßlichen Erfordernissen. . Für die Berufswahl der Schüler sind acht Grund- sitze aufgestellt, die bei dieser entscheidunqsschweren 'age große Bedeutung haben. In diesen gründ- L Im Beiprogramm sieht man außer der Wochenschau auf der Bühne eine artistische Darbietung im Kunstradfahren, die viel Anklang findet. Hans Thyriot. zubilden. 8. Jeder Beruf ist Dienst am Volksganzen. 4. Die meisten Aussichten bieten die Berufe, die von besonderer staatspolitischer Bedeutung sind. Dazu gehören: Landwirtschaft, Bergbau und Bauberufe für die Jungen, die Berufe der Hauswirtschaft, soweit sie die Bäuerin oder kinderreiche Mutter entlasten, wie die pflegerischen, sozialen und erzieherischen Berufe für die Mädchen. v 5. Wenn in dem einen oder anderen die er Berufe noch manches verbesserungsbedürftig ist, besonders nach der sozialen Seite und der Lohnseite hin, so wird die nationalsozialistische Staatsführung dafür sorgen, daß diese Berufe nach allen Seiten hin so gestaltet werden, daß derjenige, der sich einem dieser Berufe zuwendet, in ihm auch volle innere und äußere Befriedigung finden wird, wenn er etwas leistet. 3. Am meisten leistet man in dem Beruf, für den man am besten geeignet ist. I. Wer sich einem landwirtschaftlichen Berus zuwenden will, tritt zweckmäßig in den Landdienst der HI. ein. v ?. Zu den Berufen, die immer dauernd von staats- Gtädtekampf Gießen-Kaffel. Wie sind die Aussichten? Die Gießener Mannschaft für den morgigen Leicht- athletik-Städtekampf steht nunmehr fest. Leider mußten die Ausscheidungen am Mittwochabend ausfallen, so daß man gezwungen war, auf die bekannten Kräfte des DfB.-R. und der Luftwaffe zurückzugreifen. Es starten: 100 m Oblt. Wagler (Luftwaffe), Hptwm. Weiler (VfB.-R.), ebenso im 200 m; 400 m Grasmann (DfB.-R.), Moos (Lollar): ROO m Becker (Luftwaffe), Grasmann (DfB.-R.): 1500 m Becker; 5000 m Rother, Ockftedt (bde. Luftwaffe): 4X100 m Möll oder Dietrich, Dr. Luh, Weiler, Wagler; Weitsprung: Weiler. Möll (bde. DfB.-R.); Hoch- sprunq: Decher (DfB.-R.), Lagemann (Luftwaffe); Dreisprung: Decher, Engel (bde. DfB.-R.): Kugel: Dr. Luh (DfB.-R.),. Lagemann (Luftwaffe): Diskus: Dr. Luh, Braun (Luftwaffe); Speer: Dr. Luh, Engel (bde. DfB.-R.). Im 100-m-Lauf ist We-iler wohl etwas starker als Wagler, während über 200 m Wagler der bes- sere ist, doch wird es kaum zu einem Siege über die Kasseler Sprinter reichen, die ohne Schäfer und Kölbel laufen müssen, da beide zum Jugendländerkampf gegen Italien aufgestellt sind, doch sind tue übrigen Sprinter auch sehr stark. Der Sieger erhält 5 Punkte, der Zweite 3, der Dritte 2, der Vierte einen Punkt. Wir tippen für beide Strecken 7:4 Punkte für Kassel. Die 400 m werden wohl eine sichere Beute von Mennikheim (Kassel), doch müßte Grasmann den 2. Platz halten können. 7:4 für Kassel. Die Kasseler würden also nach Beendigung der Kurzstrecken eine 21:12-Punkteführung herausgcholt haben. lieber 800 m erwarten wir einen rassigen Kampf zwischen dem Olympialäufer Becker und dem Gaumeister Zehnter, dessen Ausgang sehr ungewiß ist, doch hofft man in Gießen, daß Becker stark genug ist, alle Angriffe abzuschlagen, wenn er seine Kräfte klug einteilt. Grasmann kann Dritter werden. Wir tippen 7:4 für Gießen. lieber 1500 m kommt es wiederum zu einem Treffen Becker-Zehnter, doch ist hier Becker ein- Claus hat schulfrei, weü sein Lehrer die Lebensmittelkarten ausgeben tfltiß. Mutter: Claus, du bist 6 Jahre alt und groß, hilf mir und geh mit Rena zumAffik um die Karten zu holen. Claus: Ja, Mutter, gern, ich weiß wo, das ist ja in unserer Turnhalle. Rena: Mutti, kann man da so viele Karten holen, wie man haben möchte?Dann will ich ganz viel MAIZENA-Karten. Mutter: Nein, Rena, jetzt gibt es nicht so viel MAIZENA» wie man haben will» weil Krieg ist, da muß sich jede Mutter einrichten mit dem» was sie be» kommt, aber MAIZENA ist noch genau so gutwie früher und das ist ja die Hauptsache, denn MAIZENA ist sehr ergiebig. politischer Bedeutung bleiben, gehören die Berufe des deutschen Handwerks. Gerade in den - handwerklichen Berufen kann es ein junger Mann zu etwas bringen, wenn er fleißig ist und etwas Tüchtiges gelernt hat. Und im deutschen Handwerk kann er etwas Tüchtiges lernen. Wie reichhaltig Irak der planmäßigen Lenkung des Einsatzes die Berufsauswahl immer noch ist, beweist die Tatsache, daß für den Arbeitsamtsbezirk Gießen viele Berufe außerhalb der „Modeberufe" 1 ßrage große Bedeutung haben. In t ligenden Richtlinien wird festgestellt: Zucht' i einen j gA i. Prin' listen" kleiner ; efW! ! wohl ! I; sogar । si immer- )rt, o" her^ ga^ ig us Im übrigen seien unseren Knaben und Mädchen zwei Schriften empfohlen, die ihnen eine Fülle von Berufsmöglichkeiten offenbaren: 1. Die Schrift „Landwirtschaftliche Berufe für Jungen" und 2. die Schrift „Landwirtschaftlfiche Berufe für Mädel, beide von Dr. Hans H a j e k, im Verlag der „Reichs- Heinrich Beenken, Berlin C 2, er» unseren schulentlassenen Knaben und Mädchen offenstehen. Die Knaben werden z. B. auf folgende Berufe hingewiesen: Alle landwirtschaftlichen Berufe (einschließlich Landarbeitslehre und Landdienst der HI.), Melker, Schäfer, Gärtner, Waldarbeiterlehre, Bergjungmann, Bergmaschinenjungmann, Former,Schmied, Gerber, Färber, Gummifachwerker, Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Glaser, Steinmetz, Pflasterer, Betonbauer, Fliesen- und Plattenleger, Buchdrucker, Schriftsetzer, Kellner, Einzelhandelskaufmann „Verkäufer", Drogist, Zahntechniker, Dentist, Volksschullehrer, Gewerbelehrer. Für die Mädchen bieten sich reiche Betätigungsmöglichkeiten beispielsweise in folgenden Berufen: Alle landwirtschaftlichen Berufe (einschließlich Landdienst der HI.), Geprüfte Hausgehilfin, Ländliche Wirtschaftsgehilfin, Städtische Haushaltspflegerin, Ländliche Haushaltspflegerin, Putzmacherin, Wäsche- rin, Büglerin, Blumenbinderin, Volkspflegerin, RS.- Elternwarte Schwester, Krankenschwester, Säuglingsschwester, | erschienen. Richtige Berufswahl unserer Lugend Oie Berufsberatung des Arbeitsamtes als guter Helfer. oand^ S>eS' °r, - >s K Kindergärtnerin, Kinderpflegerin, Volksschullehrerin, Gewerbelehrerin, Technische Lehrerin, Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde. Wenn vielleicht auch mancher Junge auf einen sogenannten „Modeberufe" verzichten muß, weil ihm darin keine guten Fortkommensmöglichkeiten vorausgesagt werden können, so bieten sich ihm doch noch viele Berufe an, in denen er es bei Eignung, gutem Willen und Arbeitssreudigkeit zu etwas bringen kann, so daß ihm hier eine befriedigende Lebensgrundlage gegeben wird. Die gleichen Gesichtspunkte gelten für unsere Mädchen, denen man im übrigen nur wünschen kann, daß es ihnen vergönnt sein möge, nach befriedigender Berufsarbeit ihr Leben mit der Erfüllung ihrer natürlichen Aufgabe gekrönt zu sehen. Beiden ist dringend anzuraten, sich die aus reicher Erfahrung und umfangreichem Wissen um die wirtschaftlichen Möglichkeiten beruhenden Ratschläge des Berufsberaters zunutze zu machen, da sie in ihm einen guten Förderer in der Frage der Berufswahl an ihrer Seite haben. B. Die Stoßrichtung dieses Films wird in einem einer letzten Bilder in einem Symbol von unübertrefflicher Sinnfälligkeit bezeichnet, wenn der Londoner Rothschild über der Landkarte die Verbindungslinien zwischen den Häusern der jüdischen Bankierfamilie in Frankfurt, London, Paris, Wien und Neapel und der „Zentrale" in Jerusalem zieht: die Linien vereinigen sich zu einem riesigen, schimmernden Davidstern, yinter dem die Umrisse der britischen Insel auftauchen. Es sollte hier ,Hie Der- ilzung der führenden Schichten Großbritanniens mit dem Judentum bis zur Quelle zurückverfolgt werden"; es werden also die Ursprünge der skrupellosen Vermischung von Politik und Geschäft aufgedeckt und dargetan, wie das aus obskuren Quellen zur internationalen Großmacht emporgewachsene Finanzjudentum seine Fäden gleich einem Spinnennetz über die Weltkarte legt. Eine dieser Quellen ist die gleiche wie im „Jud Süß", die Frankfurter Judengasse, wo der alte Mayer Amschel Rothschild mit dem hessischen Landgrafen ein gutes Geschäft macht und über dieses Geschäft den Weg nach London findet, wo Nathan Rothschild langsam, schlau, zäh und unwiderstehlich an der Börse, in der Gesellschaft und in der Politik Boden gewinnt und Fuß faßt. Die Krönung dieses unheimlichen Aufstieges ist der tolle Börsencoup hinter den Kulissen der Schlacht bei Waterloo, aus der der raffinierte Hebräer mit Hilfe eines glänzend organisierten Nachrichtendienstes und 'einer nicht minder geschickt entfesselten Panik in den Londoner Finanzkreisen das größte Geschäft seines Lebens macht. Es kann hier nicht darauf ankommen, den Inhalt des Films Szene für Szene zu verfolgen, sondern darauf, das Grundsätzliche an dieser Geschichte der Rothschilds aufzuweisen. Der Spielleiter Erich Waschneck gab dem Film von Anfang an eine unüberhörbare politische Aktualität und ag-gressive Stoßkraft, in dem er die geschichtlichen Voraussetzungen einer Entwicklung aufzeigte, mit deren Liquidierung wir heute beschäftiat sind; es werden dabei ebenso die Methoden des Judentums wie die Methoden des britischen Imperiums aufgezeigt und getroffen; als Resultat ergab sich: „Die Juden und die Vertreter der englischen Plutokratie sind einander wert." Das drückt sich in dem eingangs beschriebenen symbolischen Schlußbilde nicht minder eindringlich aus als in den Londoner Szenen zwischen Nathan Rothschild und den Vertretern der englischen Börse und der englischen Regierung. Eine der charakteristischsten Szenenfolgen vor der Katastrophe nach Waterloo schildert die Finanzierungsaktion für Wellington, deren dunkler Weg über die Landkarte Europas auf eine bildhaft einleuchtende Weise verfolgt wird. Die Wirkung beruht insgesamt ebensosehr auf der Komposition der Fabel wie auf der (von Robert Bab erste geschaffenen) Photographie und auf der Darstellung der wichtigsten Gestalten im äußerst figurenreichen Ensemble. Neben dem Dresdener Erich P o n t o , der den Mayer Amfchel mit einer hintergründigen Schlauheit und einem kühl rechnenden Weitblick ausftattet, ist im jüdischen Finanzblock vor allem Carl Kuhlmann zu nennen, der in dem Londoner Nathan mit einer penetranten Schärfe und nonchalanten Selbstverständlichkeit die elementaren Rasseneigenschaften des wurzellos und skrupellos zur Macht strebenden Judentums entwickelt; in der feisten Gestalt und der brutalen Maske prägen sich bedenkenlose Raffgier, kaltblütiges Spekulantentum, schäbige Angst und rachgieriger Triumph über die „Gois" vollendet aus. Auch Ludwig L i n t m a n n , den Gießenern gut bekannt, und Hans S t i e b n e r zeigen jüdische Typen von fataler Echtheit. Dem Oberkommissar des britischen Schatzamtes und Napoleons Polizeiminister Fouchö geben Walter Franck und Bernhard Minetti jeweils ein scharf umrissenes Profil. Herbert Hübner gibt schroff und kalt den Londoner Bankier Turner. Sonst seien vom großen Aufgebot noch Gisela Uhlen (Phyllis), Albert Lippert (James Rothschild), Herbert Wilk (Crayton), Michael Bohnen (Landgraf von Hessen), Hilde Meißner (Sylvia) und Waldemar L e i t g e b in der nicht sehr ergiebigen Rolle des Lord Wellington genannt. — Das Drehbuch schrieben C. M. Köhn und Gerhard T. Buchholz nach einer Idee von Mirko I e l u s i ch. heutig der Bessere, und sein Luftwaffenkamerav kann den 3. Platz halten. 7:4 für Gießen. Der 5000-m-Lauf ist vollkommen offen, doch sollte Rother in der Lage sein, den Sieger zu stellen, während Ockftedt über den letzten Platz wohl nicht hinauskommen wird. Eine Ueberraschung ist aber nicht ausgeschlossen. 6:5 für Gießen. Somit wurde nach Abschluß der Laufwettbewerbe Kassel knapp mit 34:32 Punkten vor Gießen führen. In den Sprungwettbewerben ist Kassel etwas stärker als Gießen. Im Weitfprung muß allerdings mit einem Siege von Weiler gerechnet werden, während Möll den 3. Platz sicher halten wird. 7:4 für Gießen. Im Hochfprung ist Gonnermann (Kassel) ein hervorragender Springer, der 1,70 m sicher hat. Hier werden Decher und Lagemann den kürzeren ziehen. 7:4 für Kassel. Im Dreisprung ist Gonnermann wiederum kaum zu schlagen, so daß Decher und Engel schwer um den 2. und 3. Platz kämpfen müssen. 7:4 für Kassel. Kassel führt nunmehr mit 52:47 Punkten. In den Wurfübungen ist Gießen etwas überlegen. Dr. Luh gewinnt sicher Kugel und Diskus, während Lagemann im Kugelstoß den 3. Platz erreichen kann, Braun könnte beim Diskuswurf ebenfalls den 3. Platz halten. Wir tippen jeweils 7:4 für Gießen. Nach Abschluß der Wurfübungen steht der Städtekampf auf dem Papier unentschieden 66:66. Uebcr Sieg oder Niederlage entscheidet die abschließende 4X100 m-Staffel. Die Gießener Vertretung ist jedoch sehr stark und wohl in der Lage, die Kasseler zu schlagen. Ein Gießener Sieg ist also nicht ausgeschlossen, jedoch wird der harte Kampf auf dem grünen Rasen entscheiden. . Wie schon erwähnt, starten die beiden besten deuffchen Kugelstoßer Trippe und Bongen gegen unseren Dr. Luh. Nach den letzten Trainihgsergeb- nissen scheint Dr. Luh etwas schwächer zu sein als in den vergangenen Wochen, doch auch hier entscheidet erst der Kampf. Gießen Stadt—Gießen Land. Im Rahmen des leichtathletischen Städtewett- kampfes Gießen — Kassel kommt dieses Spiel zum Austrag. Beide Mannschaften sind als sehr stark zu bezeichnen. Die Landmannschaft stützt sich auf die Mehrzahl der Spieler von Grüningen und Holzheim. Kommt diese Einheit schnell ins Spiel, so muß sich die Vertretung der Sadt sehr anstrengen, um ein günstiges Resultat zu erzielen. Die Stadtmann- schäft, gebildet von der Luftwaffe und Mtv., wird jedoch zeigen, daß ein Spiel erst mit dem Schlußpfiff gewonnen ist. , , , Die Aufstellung der Landmannschaft lautet: Mohn (Grüningen); Plitsch (Grüningen), Mehl (Holz- heim); Ulm (Heuchelheim), Schwind! (Grüningen), Wissig (Lang-Göns); Laux (Holzheim), Sann (Holtheim), Becker (Grüningen), Fey (Grüningen), Semmler (Holzheim), -r Schiedsrichter: Schmidt (Hörnsheim). x Die Aufstellung der Stadtmannschaft: Becker (Mtv.); Bracker (LSV.), Trautwein (LSD.): Joost (LSV.), Kümmel (Mtv.), Pfann (Mtv.); Brenner (Mtv.), Bentljeim (Mtv.), Wagler (LSV.), Schlüter (LSV., Sonnabend (LSV.) Ersatz: Rebischke (LSV.). VfB. Reichsbahn Gießen. Die 1. Jugend von DfB.-R., die durch Jugendspieler von 1900 verstärkt ist, bestreitet am kommenden Sonntag ihr erstes Derbandsspiel gegen die 1. Jugend von Heuchelheim. Da Heuchelheim als sehr spielstark gilt und DfB.-R. mit Ersatz antreten muß, wird DfB.-R. sich sehr anstrengen müssen, um einen Sieg zu erringen. Die 2. Jugend spielt als Gast in Muschenhelw. Die Spielstärke der dortigen Jugend ist hier wenig bekannt. Die 3. Jugend muß ihr erstes Spiel in Allendorf (Lda.) bestreiten. Da es das erste Spiel der 3. Jugend ist, ist eine Vorhersage nicht möglich. Sportgemeinde Steinbach. Die Sportgemeinde Steinbach bestreitet die kommenden Rundenspiele mit zwei Jugendmannfchaf- ten. Die 1. Jugend trifft in Garbenteich wohl auf ihren stärksten Rivalen. Auf eigenem Platz ist Garbenteich nur schwer zu schlagen. Die Gäste, die mit Ersatz antreten müssen, werden alles daransetzen, um ein günstiges Resultat zu erzielen. — Die 2. Jugend bestreitet in Heuchelheim gegen die dortige 2. Jugend ihr erstes Rundenspiel. Den Gästen fehlt jedoch noch die nötige Spielerfahrung. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am kommenden Sonntag beginnen die Verbands- spiele der Gruppe Gießen. Leihgestern hat gleich zu Anfang einen starken Gegner zu Gast. VfR. Lich ; stellt zur Zeit eine recht kampfkräftige Elf ins Feld. , Da Leihgestern gezwungen ist, für das erste 23er- ■ bandsspiel mit Ersatz anzutreten, muß es auf der , Hut fein, um keine bittere Ueberraschung zu erleben. Die zweite Jugend spiell in Garbenteich, um i ebenfalls das erste Derbandsspiel auszutragen. Rack . Abgabe ihrer besten Spieler an die erste Jugend ' rrtuß sie sich anstrengen, um in Garbenteich ehren- ! voll bestehen zu können. Bis zum 1. Oktober 1941 müssen von allen Betrieben und Lehrherren, die zu Ostern 1942 Lehrlinge oder Anlernlinge einfteUen wollen, die entsprechenden Anträge auf einem vorgeschriebenen Formular beim Arbeitsamt gestellt werden. Näheres hierüber haben wir im „Gießener Anzeiger" vom Mittwoch, 10. September, berichtet, lieber die Berufswahl und die Berufsaussichten haben wir uns mit dem Arbeitsamt Gießen unterhalten, das uns zahlreiche beherzigenswerte Ratschläge für die Eltern und ihre in das Berufsleben eintretenden Kinder gegeben hat. Bei der gegenwärtigen Lage unseres Wirtschafts- frbens ist das Verlangen nach Nachwuchskräften in Alen Berufszweigen sehr groß. Daher eröffnen frh unseren Jungens und Mädels vielfältige Aus- phten für ihr berufliches Fortkommen. Nach dem L greifen Ende des Krieges ist für die deutsche Wirtschaft ein bedeutender Aufschwung zu erwarten, fr den heute schon bei der Berufswahl des Nach- ßuchfes die erforderlichen Kräfte bereitgestellt wer- fen müssen. Dabei steht die st a a t s p o l i t i s ch e Dichtigkeit der Berufe naturgemäß im lorbergrunb, weil nur unter diesem Gesichtspunkt infere Wirtschaft den gewaltigen Aufgaben der jutunft gewachsen fein kann. Soweit es in diesem -ahmen möglich ist, die persönlichen Wünsche der tzltern und ihres berufswählenden Kindes zu berück- shtigen, wird die Berufsberatung des Arbeits- üntes hierzu gern bereit fein. Jedoch müssen diese persönlichen Wünsche in ein gesundes, tragbares Verhältnis zu dem tatsächlichen Nachwuchsbedarf fcr staatspolitisch wichtigen Berufe gebracht werfen, und hierzu bedarf es der planvollen Nach- vuchslenkung, da leider immer noch viele Jugendliche sehr stark auf sog. Modeberufe, in denen der ßkotor eine große Rolle spielt, scharf sind. Im Bezirk des Arbeitsamts Gießen stehen jetzt lieber mehrere taufenb Knaben unb Mädels vor ?r Berufswahl. Da bie Mäbchen, bie Ostern 1942 e Schule verlassen werben, zunächst ihr Pflicht- ihr abzuleisten haben, kommt für sie bie Berufs- kahl im Augenblick noch nicht so stark in Betracht, Sie für bie Knaben. Die zu Ostern 1941 schulent- Lssenen Mäbchen werben inzwischen über ihre Be- kffswünsche wohl schon schlüssig geworben sein, lie Eltern und ihre Jungen müssen sich bei der Berufswahl von vornherein darüber klar sein, daß d-r Gesichtspunkt des Gemeinschaftsinter- ef f e 5 den persönlichen Wünschen voranzustellen ist. fie Eignung des Jungen zu einem Beruf wird natürlich mit ausschlaggebend sein für seinen Ein- ctz. Dabei ist immer noch ein weiter Spielraum fir die Berufswünsche gegeben. Das Arbeitsamt sieht durch seine Berufsberatung den Jungen und liren Eltern verständnisvoll und mit aller Bereitest zu weitgehendem Entgegenkommen zur Seite. Gegenwärtig ist der Berufsberater dabei, die Ostern 1942 zur Entlassung kommenden Schüler zu beraten. In den Landorten findet, diese Beratung entweder für die Schule eines größeren Ortes an Crt und Stelle, oder für mehrere kleinere Orte in einem zentral gelegenen Mittelpunkt statt. Diese kinzelberatung der Schüler in Stadt und Land be- zveckt, bie persönlichen Berufswünsche der Jungen nach bester Möglichkeit in Einklang zu bringen mit bm vom Standpunkt der Allgemeinheit aus uner- L Niemand, vor allem aber kein Jugendlicher, hat im heutigen Deutschland ein Recht, untätig ober halbbeschäftigt zu Hause zu bleiben. 8. Wer das Zeug dazu hat, tritt in eine Lehre, um später Facharbeiter oder Spezialarbeiter zu werden; die ungelernte Arbeit ist nicht dazu angetan, die in einem jungen Menschen liegenden Begabungen zu entwickeln und aus- Man verlange k ▲ I beim Ei n k a jflLffrV» Batkwunder \ V Reese-Gesellschaft Hameln ADOX Fotofi Irn^ ■0« ■ fld GEWINNEN I." listig Semesterbeginn: 1. April u.15. Okt. «in Pram wieder ni Bremen Gießen Die Deatsche Arbeilslront NSG. „Krall darchFreade Dr. Ploch Wetterau Kreisdienststelle 03031 3788 D Donnerstag, 25. Sept., 19.30 Uhr, im Stadttheater 3815 D II :p: 3713V Tanz-Unterricht Bausparkasse Mainz, A.-G., Mainz ,ES wurden mir andere Mittel angeboten, die aber bei »eitern 3543 D Kaufe Achtung! Achtung! SWWWk zu den höchsten Tagespreisen! £ Eoöiolo joMnoeoroö, kreis Alsfelv. ZenlNl! AlsfelS 371 wenden zu wollen. rn-*: q, .» Ni X Mi, 11 ’ 33 150 □nachkuhe, und 156. Milchvieh - Versteigerung in Münster i.W., Westf. Zuchtviehmarkt Donnerstag, den 19. Sept. 1941, 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): lllePmtoiiler von Musiklehrer Hans Nnrlsch werden gebeten, am Sonntag, dem 14.9.1941, in der [3812D Schillersmule zu erscheinen. Mündlich können SieeSnurwenigen sagen, schriftlich mehreren, hurch eine Kleinanzeige sagen «Sie e§ allen Ilmenauer Str. 6 Bahnhofstr. 43 Gießen, 13. September 1941 Trauung Sonntag, 14.30 Uhr. Stadtkirche \03000/ 100 Eigenheime mit Beschreibungen, Kostenberechnungen usw. finden Sie in unserer Baumappe, Ein-, Zwei- u. Mehrfamilienhäuser. Alle veröffentlichten Häuser sind ausgeführte Bausparerheime. GegenVoreins.endung von RM. 1.40 erhalten Sie die Mappe sowie auf besondere Anforderung .......L „.der« Das große, ir MM IVni Sinne 81: m goldener Humor und aufrechtes Wesen haben ihm viele Freunde geschaffen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. Briefkasten der Redaktion. L. p. in G. Es handelt sich in beiden Fällen um die französische Königin Marie Antoinette, die als Tochter Kaiser Franz I. und Maria Theresias am 2. November 1755 in Wien geboren, 1770 mit dem nachmaligen König Ludwig XVI. vermählt und am 16. Oktober 1793 in Paris enthauptet wurde. Nach dem Sturm auf die Tuilerien war sie im August 1792 zunächst im Temple gefangengesetzt und später in die Conciergerie gebracht worden, das aus dem Mittelalter stammende Pariser Untersuchungsgefängnis, das während der Französischen Revolution als „Vorhalle der Guillotine" diente; M. A. war hier, ehe sie das Schafott bestieg, mit den gleich ihr zum Tode verurteilten Danton und Robespierre eingekerkert. — Trianon ist der Name zweier Lust- , schlösset in Versailles: Le Grand-Trianon, von Ludwig XIV. für Frau von Maintenon erbaut; Le Petit-Trianon, von Ludwig XV. erbaut, der Lieblingsaufenthalt der Marie Antoinette. nitfit so brauchbar sind wie Kukident — es gibt kein gleichwertige- Mittel, das Kukident auch nur annähernd erfetzeo könnte", M □OOlpoO 0 0 n