1-1. Jahrgang Nr. 112 Erickeim tdfllid), außer Sonntags und feiertags Veilanen: Die Illustrierte @ießenerftaniilienblätter Heimat «mBild DieScdolle Monats-Be-ugsvrers: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . i .80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanschluk 8851 Drahtanschrift.„Anzeige^ Von scheck 116«n I-rankf. M Gietzener Anzeiger vrühlsche UntiHrtttätsbniderd 8. tage General-Anzeiger für Oberhessen ^Gietzen.^chulftratze 7-9 Dienstag. 13. illai RI Annahme von Anreise« für die MittaaSnunnner 6iSHl/»UbT desBormlttagL An-reiaen-Pretker ÜtMementeil 7 Nvi le mm bei 22 mm Meilenbreite/ Wertteil 50 Nvl. te mm bei 70 mm Heilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstafsell Abschlüsse Mengenüanel B Plavvorschrifi ( vorherige Bereinbarung»25'/» mehr Rudolf Heß verunglückt der Nacht zum 11. Mal zeichneten sich zwei Besatzungen Berlin, 12.Mai. (DNB.) Parteiamtlich wird mitgeteilt: Parteigenosse Heß, dem es aus Grund einer seit Zähren sortschreitenden Krankheit vom Jührer strengstens verboten war, sich noch weiter fliegerisch zu betätigen, hat entgegen diesem vorliegenden Befehl es vermocht, sich in letzter Zelt wieder in den Besitz eines Alug- zeuges zu bringen. Am Samstag, dem 10. Mai, gegen IS Uhr, startete Parteigenosse Hetz in Augsburg wieder zu einem Flug, von dem er bis zum heutigen Tage nicht mehr zurückgekehrt ist. Lin zurückgelassener Bries zeigte in seiner Verworrenheit leider die Spuren einer geistigen Zerrüttung, die befürchten läßt, daß Parteigenosse Hetz das Opfer von Wahnvorstellungen wurde. Der Führer hat sofort angeordnet, dah die Adjutanten des Parteigenossen Hetz, die von diesen Flügen allein Kenntnis hatten und sie entgegen dem ihnen bekannten Verbot des Führers nicht verhinderten bzw. sofort meldeten, verhaftet wurden. Unter diesen Umständen muh also leider die nationalsozialistische Bewegung damit rechnen, daß Parteigenosse heh aus seinem Flug irgendwo abgestürzt bzw. verunglückt ist. ftreitkräfke schossen drei, Marineartillerie vier tische Flugzeuge ab. Während der gleichen gingen 18 eigene Flugzeuge verloren. Bei dem Großangriff auf London in bri- Zeit Der Wehrmachtbericht. Berlin, 12. Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht zahlreiche Flugplätze in Süd- und Mittelengland mit guter Wirkung an. In hallen, Unterkünften, technischen Anlagen und Treibstofflagern entstanden starke Brände. Auf mehreren Flugplätzen wurden Bombentreffer zwischen abgestellten schweren Kampfflugzeugen erzielt. Bei weiteren Luftangriffen gegen Jndustriezlele in den Küstengebieten Süd- und Mittelengtauds entstanden in einem kriegswichtigen Derk von Middles- b o r o u g h fowie in den Dockanlageu von Pembroke große Brände. Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet des St.-Georgs-Kanals aus zwei durch Kriegsschiffe gesicherten Geleitzügen heraus zwei Handelsschiffe mit zusammen 16 000 BRT. und einen Tanker von 8000 BRT. Außerdem wurden drei große Handelsschiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt. Bei einem Vorstoß gegen die britische Südküste schossen deutsche Jäger fünf britische Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire ab. In Nordafrika beiderseitige ArÜllerietällg- feit Deutsche Sturzkampfflugzeuge erzielten in der Nacht zum 11. Mai Bombenvolltreffer schwersten Kalibers aus drei Einheiten eines britischen Flottenverbandes vor Bengasi und zwangen ihn zum Rückzug. Auf der Insel Malta erzielten in der letzten Nacht deutsche Kampffliegerverbände Bombentreffer in den Flugplahanlagen von Luca sowie in einem Torpedolager und in der Slaatswerft des Hafens La Valetta. Es entstanden große Brände und heftige Erplosionen. Der Feind warf in der letzten Nacht mit stärkeren Kräften Bomben vorwiegend auf Hamburg und Bremen. In Judustriewerken ist der Sachschaden gering: sonstige Schäden entstanden besonders in Wohnvierteln. Die Zivilbevölkerung hat Verluste au Toten und verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen sieben der angreifenden britischen Flugzeuge ab. 3n der Zeit vom 9. bis 11. Mai verlor der Feind zusammen 36 Flugzeuge, hiervon wurden 19 Flugzeuge durch Nachtjäger, weitere sechs hi Tagesluftkämvfen, drei durch Flakartillerie vernichtet und eines am Boden zerstört. Leichte See- folg. Es wurden Bolltreffer in Hochofenanlagen und Stahlwerken beobachtet, durch die Zwei gewaltige Flächenbrände hervorgerufen wurden. Inhalt m umgekehrtem Verhältnis zur Überschrift 'tand, weshalb sie vor versammelter Klasse zur Rechenschaft gezogen wurde), dann kann man stch rme ungefähre Vorstellung von dem Grad der Hetze und der vielen Nötigungsoersuche machen, denen weite Schichten der amerikanischen Bevölkerung ausgesetzt sind. Andererseits ist der Englandhllfsrummel auch reid) an grotesken, geschmacklosen und manchmal «uch schamlosen Beispielen. Ende April veranstaltete Oie Hollywooder Filmwelt, um nur t-inen Fall zu nennen, eine Auktion, auf der der v , nur eine Minderheit dar, aber sie sind gut organi- Wimper zu zucken,[fiert und fest eingenistet ... Berlin, 12. Mai. (DNB.) Das Schwergewicht der Angriffe der deutschen Luftwaffe in der Nacht vom 11. zum 12. Mai tag auf den britischen Flugplätzen, von denen aus die Flüge nach Deutschland unternommen werden. 45 Flugplätze wurden von diesen Angriffen erfaßt und teilweise sehr schwer getroffen. Die deutschen Flugzeuge näherten sich ihren Zielen vielfach i m Tiefflug und warfen ihre Bomben aus geringer höhe ab. Diese überfallarttgen Angriffe hatten bedeutenden Erfolg, da in der rnond- Hellen Nacht auf diese Weise auch die abge- steilten und getarnten Flugzeuge erkannt werden konnten. Auf dem Flugplatz Grlffield wurden 12 freistehende, offenbar für den Abflug bereite Flug zeuge zerstört, in Boscornbedown 5 Flugzeuge, auf anderen Plätzen wurden mehrere Flugzeuge und Flugzeugboxen getroffen. Auf fast allen Flugplätzen trafen Bomben in hallen, wo mehrfach Brände und starke Explosionen hervorgerufen wurden. Große Brände entstanden beispielsweise auf den Flugplätzen Exeter, lang, m e r e und Linton, wo Benzin - und Munitionslager in Brand gerieten und unter großen und anhaltenden Explosionserfcheinungen ausbrannten. Auch Nüstungsbeiriebe schwer getroffen. Berlin, 12. Mai. (DNB.) Deutsche Kampf- irkungsvolle Angriffe auf 45 Kritische Flugplätze. Oie Startplätze der RAF. für ihre Oeutschlandflüge schwer mitgenommen. Leichtmetallwerk Slough ist das zweitgrößte Werk in England und Hauptlieferant von M o - torteilen für die Bristol- und Armstrona-Flua- zeugwerke. Sein Ausfall bildet für die britische Flugzeugindustrie einen empfindlichen Verlust In der vergangenen Nacht führte ein Angriff auf ein großes Werk der englischen Schwerindustrie in Middlesborough gleichfalls zu vollem Er- einer vornehmen Veranstaltung, wo zehn Dollar Eintritt für Englandhllfe verlangt wurden. Die Peereß stellte am Eingang jedoch fest, daß sie kein Geld bei sich hatte, und nachdem sie dem Türhüter ihre hohe Abstammung enthüllt und versprochen hatte, am folgenden Morgen einen Scheck zu schicken, wurde sie anstandslos hereingelassen. Aber ein Scheck zur Wahrung des britrschen Ansehens ist bis jetzt nicht eingegangen, und ihre Ladyschaft bat sich inzwischen nordwärts begeben." So weit die „Chicago Tribuns. Aber man braucht gar nicht nach Florida zu gehen, um sich zu überzeugen, zu welchem „Racket'' der „British Relief"-Rummel ausgeartet ist. In Neuyork fordern Lehrer und Lehrerinnen ihre Kinder auf. Wolle und anderes Material mitzubringen, damit in gemeinschaftlicher Arbeit Liebesgaben für England angefertigt werden können. Daß sich unter ihren Pflegebefohlenen Kinder deutscher Abstam- Kriegssrühling in USA Von unserem A. L.-Berichterstatter. flugzeuge haben in den letzten Nächten kühne Einzelaktionen gegen hochwertige britische Rüstungswerke durchgeführt. So griffen mehrere Kampfflugzeuge die Werkgruppe Slough Trading Estate, in der eine Anzahl wichtiger F lu g z e u g - Rüstungsbetriebe zusammcngefaßt ist, mit hervorragender Wirkung an. Trotz. stärksten Abwehrfeuers gingen die Flugzeuae zum Tiefangriff über und setzten aus .50 bis 100 Meter Höhe I eine Anzahl Volltreffer mitten in die Werkhallen. ...... ......... __! Mehrere Fabrikgebäude des Leichtmetall- klafse mit zehnjährigen Kindern das Aufsatzthema .wertes Slough stürzten unter den Volltreffern Worum ich Hitler haste" gestellt wurde (ein deutsch- ! der schweren Bomben zusammen, während starke stämmiges Mädchen schrieb einen Aufsatz, dessen | Brände das Zerstörungswerk vollendeten. _ Das daß sie jedesmal, wenn sie sich ausziehe, den Engländern einen Dienst erweise. Die Zahl dieser Beispiele könnte beliebig vermehrt werden. Sie ist Legion und beweist vielleicht mehr als alles andere, westen eine durch sinnlose und maßlose Verhetzung krank gewordene Phantasie fähig ist. Daß ein ständig größer werdender Teil der sogenannten Liebesgaben auf dem Meeresgrund landet, wird nur in den seltensten Fällen bekannt. Eine Veröffentlichung würde natürlich den mühsam angekurbelten Opfergeist der proenglischen Amerikaner stören, der keineswegs Selbstzweck ist, sondern zum Feldzugsplan der interventionistischen Clique gehört, die sich bemüht, aus dem von England angezettelten Krieg eine persönliche Angelegenheit der einzelnen Amerikaner zu machen und hiermit die psychologischen Voraussetzungen für ein Verlangen nach weitergesteckten Zielen zu schaffen. Bei Würdigung aller Umstände muß man allerdings auch heute noch zu dem Ergebnis kommen, daß der schrankenlose Aufwand an Energie bisher in keinem Verhältnis zu den Resultaten steht. Auch Amerika hat seine Hundertfünftigprozentigen. Sie sind englischer als die Engländer. Auf den Windscheiben ihrer Auto^ klebt ein Zettel „I am a real American“ (Ich bin ein echter Amerikaner). Das Land ihrer Abstammung ist meistens Galizien oder Palästina! Sie und ihre Gesinnungsgenossen stellen (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, Ende April 1941. Wer in den Atlantikstaaten von Maine bis Neuyork zu den feinen Leuten oder zu denjenigen zählt, die es fein wollen, fährt im Winter und Frühjahr nach Florida. In den feudalen Kurorten dieser amerikanischen Provinz, die wegen der Nähe des Golfstroms auch in den Wintermonaten ein angenehmes Klima hat, gibt sich jahraus, jahrein die Hautevolee der Neu-Englandfta.aten ein Stelldichein. Reiche Bankiers, die sich eine längere Abwesenheit leisten können, weil chre Tätigkeit in der Hauptsache im Coupon-Abschneiden besteht; Mütter, die. glauben, der Welt gegenüber geradezu eine moralische Verpflichtung für einen mehrwöchigen Aufenthalt in Palm Beach zu haben, weil hinter den Namen chror Töchter im „Social Register" vermerkt iftrin welchem Jahre sie „Ihren Majestäten am Hofe von St. James" oorgestellt wurden; Leute mit gesellschaftlichen und finanziellen Bindungen nach England und anderen Teilen des britischen Reiches; Familien, deren Ernährer Tantiemen aus Oelfeldern in Arabien, aus Tabakplantagen in Mazedonien, aus Kupfergruben in Peru, aus Kriegs- lieferungen nach China und aus vielen anderen Quellen in aller Herren Länder beziehen, das ist ungefähr die Soziologie der Gäste, die auch heuer wieder in Miami Beach, Palm Bach und wie die schönen Stätten alle heißen, zusammenkamen. Außerdem waren — als ob tiefer Frieden sei — auch in diesem Frühjahr viele ,chlaublütige" Engländer vertreten. Niemand weiß, wie sie es fertigbrachten, die Ausreil'evorschriften der englischen Regierung zu umgehen, die nach ameritani|cgen und kanadischen Zeitungsmeldungen außerordentlich scharf sind und nur kriegswichtige Gründe zulassen. Einige von ihnen gehören sicherlich den über tausend Köpfe zählenden britischen Einkaufskommissionen an (die übrigens jetzt nach Verabschiedung der Rooseveltschen Schenkungsurkunde ihren Namen änderten, weil nichts mehr gekauft wird, sondern nur noch .Geschenke" angenommen werden), aber dic große Mehrheit zahlt zu der breiten Schicht der professionellen britischen Nichtstuer, die unter Berufung auf Stammbaum und Bankkonto schon seit Generationen dem Müßiggang ergeben ist und die in diesem Kriege in Amenka Ihre vornehmste Ausgabe darin sieht, durch ihre bloße Anwesenheit dem verblastenden britischen Nimbus zu neuem Glanz zu verhelfen und damit vor ihrem Gewissen bestehen zu können. Es wäre allerdings irrig, anzunehmen, als ergingen sich die Kurgäste in Florida auch in diesem Jahre lediglich in Spiel und Erholung, verbunden mit mehr oder weniger frivolen Lustbarkeiten und gelegentlichen Rennbahnbesuchen Weit gefehlt! Englands Not drückte auch Florida diesmal feinen Stempel auf. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend wurde in „British Relief" gemacht, dem das Badeleben in diesen gottgesegneten Gestaden seine besondere Note gab. Lassen wir statt aller weiteren Worte den Gesellschaftsteil einer großen amerikanischen Zeitung sprechen, die sich neben ihrer finanziellen auch die geistige Unabhängigkeit bewahrt hat. Die „Chicago Tribüne" berichtete dieser Tage aus Palm Beach wörtlich wie folgt: „Die Englandhilfe hat in Palm Beach und Miami solche Ausmaße erreicht, daß örtliche Wohltätigkeitsorganisationen, die für notleidende Amerikaner sammeln, überhaupt nicht mehr zu ihrem Recht kommen. Die Bewohner Floridas machen kein Hehl aus ihrem Unmut über chre Gäste, die mit ihren Kotaus vor den englischen Lords und Ladies viel zu beschäftigt sind, als daß sie sich ihrer Verpflichtungen gegenüber amerikanischen Hospitälern und Heimstätten noch erinnern. (Eine der amüsantesten Geschichten, die in Palm Beach die Runde macht, betrifft eine adlige Lady, die niemals müde wird, sich selbst eine „Peereß" (höchste englische Ädelsstufe) zu nennen, was sie zweifellos ist.» Im Everglades Club kam sie eines Tages zu mung oder gor reichsdeutsche Mädchen und Jungen befinden, ist den vielfach jüdischen Lehrkräften gleichgültig. Aber gerade in den Schulen kennt Die Verhetzung kaum noch Grenzen Wenn man bedenkt, daß neulich in einer Chikagoer Schul- Filmschauspieler Douglas Fairbanks Jr. (öen Roosevelt kürzlich beauftragte, eine zweimonatige Propagandareise' nach Südamerika zu unternehmen) zu Gunsten des britischen Nothilfefonds die gebrauchten Strümpfe aller anwesenden Filmsterne versteigerte. Die „Entkleidungskünstlerin" (das sind junge Damen, die heutzutage in allen amerikanischen Nachtklubs, aber auch in vielen volkstümlichen Varietes auftreten und dabei unter dem Beifall eines animierten Publikums ein Kleidungsstück nach dem andern fallen lasten) Gipsy Lee Rose stellte vor einiger Zeit ihre weiblichen Reize ebenfalls in den Dienst der Demokratie, indem sie, nur mit einigen Dutzend aufgeklebten Paviersternen bekleidet, den im Frack erschienen Besuchern auf einem Engandhilfsball gestattete, die einzelnen Sterne gegen Bezahlung abzunehmen. Der Erlöß floß dem britischen Hilfsfond zu. Je diskreter der Sitz der Sterne war, umso mehr wurde gefordert. Eine andere Vertreterin dieses echt amerikanischen Berufs, die sich aus chren Ersparnissen eine Pferdezucht gekauft hatte, mit der sie England beistehen will, erklärte in einer Und terredung, die die große amerikanische Zeitschrift „Life" wiedergab, ohne mit der Wimper zu zucken,! Der Friede Thailand-Indochina. Thailand und Frankreich haben sich über dis strittigen Grenz fragen in Indochma geeinigt. Der im März 1941 unter Vermittlung Japans zustande gekommene Ausgleich ist durch den Frieden von Tokio vom 9. Mai endgültig geworden. Dieser Frieden beseitigt Reibungen zwischen der französischen Kolonie Indochina und Thailand, dem einzigen unabhängigen Staat Südostasiens, und läßt Japan als den gegebenen Führer und Sachwalter der Nationen in Ostasien erscheinen. Damit ist die onglo-amerikanische Vormachtstellung im Fernen Osten in einem entscheidenden Punkt durchbrochen worden, ja, sie kann heute schon als wesenlos bezeichnet werden. Siam, oder wie es seit 1937 sich nennt, Land der Tais, das heißt der Freien, war im vorigen Jahrhundert Gegenstand einer Rivalität zwischen England und Frankreich in Fernost, die auf seine Kosten ausgetragen wurde. Als die Engländer sich an der Küste des Bengalischen Meerbusens breitgemacht und die Malaienstaaten vom damaligen Siam abtrennten, richtete Frankreich seinen Blick auf das indochinesische Gebiet. Bereits im Jahre 1847 und 1858 hatte Frankreich Strafexpeditionen für Christenverfolgungen nach Cochinchina gesandt und Saigon erobert. Im Jahre 1885 geriet Ännam endgültig unter französische Herrschaft und nach Beendigung des französisch-chinesischen Krieges mußte 1858 China auf Tongking verzichten. Siam war nun regelrecht zwischen französische und englische Besitzungen eingekeilt, es hatte abwechselnd französischen ober englischen Druck zu erdulden. Diesem Druck mußte es gegenüber England in der Abtretung von Malaya weichen. Frankreich nahm ihm 1893 das östliche Ufer des Mekong, im Jahre 1904 und 1907 mußte es die Provinzen Battam- bang und Angkor an Frankreich abtreten. Frankreich hatte damit ein fernöstliches Kolonialgebiet aufgebaut, das sehr fruchtbar ist und um fast 200 000 qkm den Umfang des französischen Mutterlandes übertrifft. Thailand war bis 1935 eine absolute Monarchie, der König Maha Tschulalongkorn (1868 bis 1910) von Kampfflugzeugen besonders aus: 1) Oberleutnant Ihrig, Feldwebel Lenger, Unteroffizier von (E < h r, Unteroffizier Wolf und 2) Leutnant fiornblum, Unteroffizier Lichtinger, Unteroffizier Sprenger, Gefreiter Schäfer. 13 Sch'ffe mit 76248 DRT. aus Geleitzug versenkt. Berlin, 12. 2ttaL (DNB.) Aus einem durch Zerstörer stark gesicherten G e l e l t z u g, aus dem bereits 20 000 BRT. versenkt worden waren, haben deutsche Unterseeboote weitere 56 000 BRT. versenkt. Damit sind im zähen mehrtägigen Angriff aus diesem Geleitzug 13 Schiffe mit 76 248 BRT. versenkt worden. Oer Führer empfing Admiral Oarlan. Berlin, 13. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Führer empfing In Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen den Bizepräfidenten des französischen Ministerrats, Admiral Darlan. Oie Partei-Kanzlei dem Führer persönlich unterstellt. Berlin. 13. Mai. (DNB. Aunkspruch.) Der Führer hak folgende Verfügung erlassen: Die bisherige Dienststelle des Stellvertreters des Führers führt von jetzt ab die Bezeichnung Partei-Kanzlei. Sie ist mir persönlich unterstellt. Ihr Leiter ist, wie bisher, Pg. ReichÄeiter Martin Bormann. Den 12. Mai 1941. gez. Adolf Hitler. Generals.ldmarschall von Brauchilsch in Athen. Bei feinem Aufenthalt in Athen stattete der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Drouchitsch, in Begleitung des Landesgruppenleiters der NSDAP., Dr. W r e d e, auch der Akropolis einen Besuch ab. (PK.-Schlickum-Scherl-M.) versuchte, die Unabhängigkeit seines Staates zu retten und modernisierte ihn nach europäischem Vorbild. Der Druck der rivalisierenden Franzosen und Engländer war aber doch so groß, daß Siam sich in den Weltkrieg stürzen mußte. Seine Soldaten haben damals für England und Frankreich gefochten. Qm Lande aber wuchs die franzosen- und englandfeindliche Bewegung. Ein Dolksaufstand im Jahre 1932 brachte eine Kursänderung mit sich. Die Siamesen richteten ihre Blicke nach Japan, und im Jahre 1937 nahmen sie den Namen Thai wieder auf, um sich als fkei von jedem Druck auch äußerlich schon zu bezeichnen. Die Bewegung wuchs und kräftigte sich, und die Regierung von Thailand stand trotz aller Versuche der Westplutokratien fest zu Japan. Als im Vorjahre Frankreich niederbrach, richtete Thailand sein Bestreben auf die Wiedergewinnung der ihm 1907 von den Franzosen geraubten Provinzen. Es kam zu einem heftigen Notenwechsel, dann zu kriegerischen Handlungen, England und die Rooseveltregierung versuchten, die französische Regierung und Thailand gegeneinander auszuputschen, es kam zu Gefechten an der Grenze von Thailand und Jndochina. Da griff Japan ein. Die französische Militärmacht in Jndochina stand um zweifehaft unter dem Druck Japans, das in Tong- king Truppen gelandet hatte. Beide Staaten fügten sich. Der unter japanischer Vermittlung zustande gekommene Ausgleich mochte das Unrecht von 1907 wieder gut und gab Thailand die drei Provinzen Batambang. Sifophon und Siemreap wieder, sowie den südlichen Laoszipfel um Pakse. Damit war auch hier die thailändische Grenze wieder an den Mekong vorgeschoben. Wenn Thailand nicht alles, was ihm 1907 entrissen worden war, zurückerhielt, so ist doch durch den jetzigen Friedensschluß viel Unrecht wieder beseitigt worden. Jndochina verliert zwar einige wichtige Reisgebiete, dafür ist aber jetzt durch Japan die indochinesisch - thailändische Grenze garantiert worden und damit der Friede dort eingezogen. Thailand ist ein wichtiger Baustein in der ostasiatischen Neuordnung geworden, und Frankreich hat diese Neuordnung anerkannt. Oer „bärbarische Feind". Stockholm, 12. Mai. (DNB.) Ausgerechnet den Tag, an dem Frankreich alljährlich seines Kampfes gegen England unter der Fahne der Jungfrau von Orleans gedenkt, benutzt DufsCooper.um dem verratenen Freunde von gestern Trostworte zuzuruien. „Vor 500 Jahren", so führte der britische Informations-Minister dabei aus, „sei es in Frankreich ähnlich gewesen, wie jetzt im 20. Jahrhundert. Auch damals hätte es Franzosen gegeben, die infam genug gewesen seien, mit dem »Feinde* zusammen^uarbelten. Aber die Flammen Jeanne d'Arcs hätten ein Feuer entzündet, das das Land gereinigt und den barbarischen Feind' von demheiligen französischen Boden vertrieben hätte." Den Worten ist nichts hinzuMfügen, wenn man sesthält, was Duff Cooper in seinen Ausführungen verlogen umgeht, daß nämlich der Feind Frankreichs in den Tagen der Jungfrau von Orleans — England war. Es gehört schon die Dummdreistigkett eines Duff Coopers dazu, gerade dieses Thema zu berühren, da auch in Frankreich die Erkenntnis durchgebrochen ist, wo gestern wie heute der'ewige „barbarische Feind" des Kontinents steht. Oie Verluste der griechischen Flotte. I st a n b u l, 12. Mai. (Europapreß.) Die Anato- Nsche Agentur meldet aus Kreta die Verluste der griechischen Flotte: Der Torpedobootszerstörer „M a r e a", der am 15. April nach heftigen Angriffen eines Stuka-Geschwaders versenkt wurde; der Zerstörer „König Georg" wurde in der Nacht zum 12. April im Golf von Saloniki von Stukas angegriffen. Eine Bombe fiel auf Deck und richtete dort schwere Zerstörungen an. Das Schiff wurde in die Docks geschleppt und dort später versenkt; der Zerstörer „H y d r a" wurde am 23. April im Goli von Saloniki von Bombenflugzeugen angegriffen, das Schiff sank sofort; die kleinen Torp- d o b o o t e „Thyella", „Kyzikos", „Kidonia", „Kios" „Proussa", „Pergamos", „Alkiont", „Arethousa", „Doris", „Thetis , die zwischen dem 27. und 28. April in den griechischen Gewässern, wo sie Transporte begleiteten, durch Bombenabwürfe versenkt wurden. Diele sind mit der gesamten Mannschaft untergegangen; der alte Kreuzer „Kilkis" sank Der deutsche Luftangriff auf London. Stockholm, 12. Mai. (Europapreß.) Der Sitzungssaal des englischen Unterhauses liegt in Trümmern, so berichtet der Londoner Rundfunk. Das Dachgeschoß des Sitzungsgebäudes fei in seiner ganzen Länge von den Flammen erfaßt und der Jnnenraum des Sitzungssaales durch heftige Feuer mitgenommen worden. Die Wandelhalle existtece nicht mehr. Die Sitze der Abgeordneten, die Diplomatenlogen usw. seien nur nocq ein Trümmerhaufen. An der Stelle dieser Räume befinde sich jetzt ein über 15 Meter hoher Schuttberg. Ein Schutzraum, in dem sich Churchill oft aufgehalten habe, sei übel zugerichtet. In langen Telegrammen berichten die Londoner Korrespondenten der schwedischen Blätter von dem Angriff der deutschen Luftwaffe auf London in der Nacht zum Sonntag, dem schwersten seit Kriegsausbruch. Der Korrespondent von „Soenska Dagbladet" schreibt, im Nu seien unzählige Feuer entstanden, der Vollmond sei durch die dicken Rauchwolken verdunkelt worden, während immer neue Jjagel von Bomben mederbrausten. Die Funken, die vom Himmel fielen, seien durch den Wind Über die ganze Stadt getrieben worden. Der Korrespondent von „Stockholms Tidningen" schreibt: „Während sieben Stunden donnerten die Bombenflugzeuge Über der Stadt ohne Pause. Man muß wissen, was es heißt, während sieben Stunden sich zwischen Mauern von geuerbränben, zu befinden, während Steine und Granaten auf einen niederprasseln und das furchtbare Motorengeräusch die Nerven aufpeitscht." Das gesamte Personal der Londoner Feuerwehr, rund 124 000 Männer, habe, wie der Londoner Korrespondent von „Socialdemo- traten" berichtet, während der ganzen Zeit auf das Angespannteste arbeiten müssen, um das Feuer zu bekämpfen. „Exchange Telegraph" meldet, daß am ©onntagDor mittag zwei große öffentliche Gebäude §esp rengt werden mußten, die in der Nacht urch Feuer gelitten hatten. Reuter verzeichnet, daß noch am Montag die Angestellten, die in chre Büros gingen, sich ihren Weg durch einzelne enge Durchgänge bahnen mußten, wo der Rauch noch aus den nassen Kohlen- besser'Schutthaufen aufstieg. Oie Lage im Irak. Beirut, 13. Mai. (Europapreß.) Der Rund- funtfenber Bagdab hat die von auslänbischer Seite verbreitete Meldung über die angebliche Eroberung der Wüstenfestung R u t b a h durch bie Englänber bementiert. Die irakische Fahne wehe, wie ber Sprecher bes Senders betonte, nach wie vor über ber Festung. Der Kammerpräsident Moukhles, der gleichzeitig Präsident des palästinensischen Derteidi- gungsausichusses im Irak und ein einflußreicher Stammesführer ist, hat an den Präsidenten des irakischen Staates, Kailani, ein Telegramm gerichtet mit der Mitteilung, seine Leute warteten mit hundert Lastwagen ungeduldig auf den Befehl, sich an die Front zu begeben. Moukhles werbe perfönlid) bie Kosten ber Unternehmung tragen. Kailani antwortete, baß er zu gegebener Zeit bie notwendigen Befehle erteilen würde. Der Gesandte von Saudi- Arabien in Kairo hat tendenziöse Nachrichten über den Zweck der saudisch-arabischtzn Truppenzusammenziehungen an der irakischen Grenze bementiert. Diese Maßnahme sei lettgllch zur Aufrechterhaltung ber Sicherheit ergriffen woroen. In Bagdab treffen weiterhin ftänbig Telegramme ein, in denen die Zustimmung ber irakischen Bevölkerung zu den Maßnamen der Regierung ausgesprochen und ihr jede Hilfe für ihren Kampf gegen England zugesagt wird. In Bagdad erklärt man, diese Sympathieerklärungen bewiesen die nationale Einigung im Zeichen ber von Präsibent Kailani verkündeten Ziele. Diese nationale Einigung stelle eine ungeheure Kraft bar, bie den Irak in die Lage versetzen werbe, den Krieg ohne Furcht vor einer Niederlage oder vor den Folgen einer Blockade fort« zufuhren, da der Irak über genügend Vorräte an Lebensmitteln ü er füge. Die britischen ©treitfräfte könnten vielleicht lokale Erfolge erzielen und sogar einige irakische Städte besetzen; es werde ihnen aber niemals gelingen, die nationale Einigung des irakischen Volkes zu zerstören. Der irakische Heeresbericht vom 12. Mai lautet: „Im Süden hat unsere Armee die feinblicken Kräfte angegriffen. Unsere Luftwaffe hat Aufklä- rungsflüge über den feindlichen Stellungen unternommen. Alle Flugzeuge sind zuruckgekehrt. Einige enalische Flugzeuge haben heute früh 5.30 Uhr unsere Stellungen überflogen und haben, ohne Schaden zu verursachen, Bomben abgeworfen. Ebenso hat ein feinbliches Flugzeug bie Norbarmee überflogen und Bomben abgeworfen, die ihr Ziel nicht getroffen haben. Die Armee des Stabes uni) die Nationalarmee arbeiten in der Wüste zusammen. Unerträgliche Litze in Syrien. Beirut, 12. Mai. (DNB.) Syrien wird gegenwärtig von einer großen Hitzewelle heimgesuckt. So wurden am Montag Temperaturen bis 3U 50 Grad Celsius gemessen. Zahlreiche Per» fonen bekamen Hitzsckläge. Man glaubt, daß durch die Hitze die irakisch-vrittschen Auseinandersetzungen in der Wüste beeinflußt werden. Oer irakische Knegsminister in Ankara. Istanbul, 12. Mai. (DNB.) Der Kriegsminister des Irak traf mit einer Reihe türkischer Persönlichkeiten zusammen, denen er bie Lage in seinem Heimatlande auseinandersetzte. Es heißt, daß die Darlegungen des Kriegsministers tiefen Eindruck gemacht haben. Eine Zusammenkunft zwischen dem Kriegsminister des Irak und dem britischen Botschafter H u g e s s e n sand dagegen bisher nicht statt, obwohl sich ber britische Botschafter mehrmals um eine solche bemühte. Diplomatische Beziehungen Zrat-Gowjetunion. Berlin, 12. Mai. (DNB.) Wie die sowjetrussische Telegraphenagentur meldet, unterbreitete die Regierung des Irak Ende 1940 der Sowjet- Union mehrere Male den Vorschlag, diplomatische Beziehungen zwischen beiden Ländern herzustellen. Am 3. Mai d. I. erneuerte die Regierung des Irak durch Vermittlung des russischen Botschafters in Ankara diesen Vorschlag, den bie Regierung ber Sowjetunion nunmehr angenommen bat im Arsenal nach einem Brand, der von Bombentreffern heroorgerufen wurde. Die versengten Zerstörer „König Georg" und „Hydra" hatten eine Größe von 1414 bzw. 1329 Tonnen. Sie sind 1938 bzw. 1932 vom Stapel gelaufen. Bei den Torpedobooten, die als verloren gemeldet wurden, handelt es fick um Schiffe zwischen 145 und 305 Tonnen. Särntlicye stammten aus der Zeit vor dem Weltkrieg mit Ausnahme von zweien, die 1915 in Dienst gestellt wurden. Die griechische Marine hat also von 136 Torpedobooten 10 und von 10 Zerstörern 3 verloren. Weiter sind tediglich einige U-Boote, Minenleger und der 9450-Ionnen- Panzerkreuzer „Georgius Averofs" gerettet worden. Oie Insel MiloS von deutschen Truppen beseht. Berlin, 12, Mai, tDNB.) Deutsch« Truppen haben in kühnem Zugriff die Insel Milos besetzt. Die Besatzung der Insel wurde vollständig überrumpelt, wobei 118 Engländer sowie 200 Kreter gefangengenommen wurden. Die Insel Milos liegt am Südrand der Kykladen-Gruppe und ist von der Nordwestecke von Kreta nur 120 Kilometer entfernt. Die Insel ist bie Heimat ber berühmten Statue ber Venus von Milo, bie man hier in den Ruinen der alten Stadt Melos fanb. Heute ist ber Hauptort das Städtchen Plaka. Insgesamt zählt bie Insel nur etwa 6000 Einwohner, die Schiffahrt und Fifchfang treiben. Wer es werden auch Schwefel, Mangan und Bleierz ausgeführt. Im Weltkrieg war Milos ein britischer Flottenstützpunkt zur Bedrohung Athens. Neuer Generalstabschef in Spanien. Madrid, 12. Mai. (Europapreß.) Durch ein Dekret des Caudillo wird neuer Generalstabschef General Carlss Asensio Cabanilas an Stelle von General Carlos Martinez Cantos Serrano, Dor einem Jahr. 5n Holland gelang es, den Einbruch in Me Grebbe-Linie südostwärts Amersfoort zu ermeUern und in Richtung Utrecht Raum zu gewinnen. Un* sere Truppen stießen bis Rotterdam durch und drangen weiter südlich über Breda ge-gen die Schelde- Mündung vor, Rotterdam fapjtulierte, Rosendaal wurde genommen. In Belgien fiel Lüttich vollständig in deutsche Hand, ber Turnhout-Kanal würbe überschritten und weiter süblich die Gwße Gette erreicht. Nordostwärts Namur wurden im Zusammenwirken deutscher Panzerkräfte mit Kampsver- bänden der Luftwaffe französische Panzerverbände, die bie beut sch en Panzer in ihrem Vorbringen auf die Dyle-Stellung hindern sollten, geschlagen und zurückgeworfen. Nach gewaltigen Marschleistungen drangen die deutschen Truppen durch Südbelgien bis an die Maas vor. Dinant und Givet wurden genommen. Bei Sedan gelang es, den Uebergang über die Maas zu erzwingen. der zum Chef der Artilleriereserve ernannt wurde. Generalleutnant Luis Organz Poldi wurde Oberkommissar in Marokko. Neu besetzt wurden weiter der Posten des Befehlshabers auf den Balearen und des Befehlshabers der zweiten militärischen Region, Andalusien, mit Juan Battista Sanchez Gonzalez und Generalleutnant Miguel Ponte Mansa de Zuniga. Zum neuen Befehlsnaber von Katalonien wurde Generalleutnant Alfredo Kindelas D u a n l ernannt. Einr flämische Einheitspartei. Brüssel; 12.Mai. (Europapreß.) Durch den Leiter des Dlaamsch Nationaal Derbond (DND.), Staf De Clercq, und den Chef der Rexisten, L6on D e g r e 11 e, wurde ein Abkommen bekannt- gegeben, das VNV., Rex und Verdinaso (Derbond van dietsche Nationaalsolidaristen) zu einer flämischen Einheitsorganisation zusammenschließt und ber Leitung von Staf De Clercq unterstellt. Don ben Rexisten wird biefe Organisation als bie Einheitspartei für bas flämische Volk anerkannt. Der Vlaamsch Nationaal Verband wird dafür seinerseits in den Rexisten die Träger einer wallonischen Einheitspartei erblicken. Wie dazu unser Brüsseler Korrespondent erfährt, sind mit dieser Verschmelzung von VNV., Verdinaso in Flandern sowie der Beschränkung der Rex-Bewegung auf ben französischen Sprackteil bes Laubes bie Einflußbereiche ber brei Parteien, bie auch nach den Kriegsereignissen ihre Erneuerungsarbeiten fortsetzen konnten, abgegrenzt. In Flandern ist damit ber VNV. erneut befestigt, und der nach dem Tode seines Begründers Joris van Severen per- chiedenen Wandlungen unterworfene Verdinaso hat m Rahmen des nach dem Weltkrieg aus den Kreien der flämischen Aktivisten hervorgegangenen DND. seinen Platz gefunden. Als politisches Programm erklärte der Leiter der neuen flämischen Einheitspartei die Befestigung ber nationalsozialistischen Ordnung in Flander n , die auf stärkerem völkischen Bewußtsein und 5em Gefühl einer großgermanischen Zugehörigkeit beruhe. Die politische Ordnung srÄe einerseits auf dem Führerprinzip, andererseits auf der Ausschließung aller Einrichtungen, Gruppen und Aeußerungen beruhen, die ber organischen Einheit : ber Volksgemeinschaft zuwiderlaufen. Zur Kenn' Zeichnung seiner Stellung zu Deutschland sagte Staf De Clercq: „Als freie Männer bekunden wir unser Vertrauen in das nationalsozialistische »and und in seinen Führer Adolf Hitler, mit Stolz als den Führer aller Germanen anerkennen " Läon Degrelle betonte, daß bie Rexistenpartei überzeugt sei, nach dem neuen Abkommen in einer stärkeren Konzentration arbeiten zu können und trotz ber Trennung ber flämischen und wallonischen Dolksrechte eine tatsächliche Gemeinschaft ber beiden Lanbesteile als ihr politisches Ziel behaupte. Nationalsozialistischer Zusammenschluß in Dänemark. Kopenhagen, 12. Mai. (Europapreß.) Die „Dani che Einheitspartei" hat sich der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Fritz Clausens ange« schlossen. Nach bem Anschluß der rassenpolittsch aus- gerichteten NSAP., die vor kurzem ihre Eingliederung in die Bewegung Fritz Clausens vornahm, ist. dies im Laufe von zwei Monaten ber zweite kor- , poratioe Ucbertritt zur Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Dänemarks. Man rechnet mit einer fort- SjeZSMimWtz. Nomon von Elisabeth Holt. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) In der Halle wartete Polas gesamtes Haus- personal auf die Vernehmung durch Kommissar Schweiger, der sich in einem Nebenzimmer inzwischen eingerichtet hatte. Der alte Portier wußte rein gar nichts, aus dem Stubenmädchen Milli kriegte man kein vernünfttges Wort heraus. Schweiger schickte sie sofort weg. Von der Köchin wollte er nur wissen, wie das damals gewesen sei, als Frau Maurer sich einbilbeie, ein frember Mann stehe in der Halle. Als Gerda branfam, war ber große Löschpapverbogen auf ber Schreibunterlage des Kommissars über und über mit traubenartigen Gebilden bedeckt, der Notizblock mit höchst unbefriedigenden, einander widersprechenden Aussagen vollgekritzelt und Schweigers anfänglicher Eifer stark im Abflauen. Vier Zeugen, die nichts wissen und geheimnisvoll tun, das kann einen matt machen. Schweiger beschloß jedenfalls, Polas Sekretärin, die nervös und neugierig eintrat, keine Gelegenheit zu Weitschweifig- feiten zu geben. Gerda gab ihre Personalien an, legte ihre Dokumente vor und berichtete über ihre frühere Tätigkeit. „Seit wann sind Sie bei Frau Luckner?" „Seit drei Monaten." „tfennt Sie Frau Luckner von früher?" „Nein. Aber Herr Gredler kennt mich seit vielen Jahren." „Woher?" „Mein verstorbener Mann und er waren Kollegen." „Aha! Do hat er Ihnen wahrscheinlich die Stelle verschafft?" „Nicht direkt", antwortete Gerda. „Er hat mich nur ein bißchen bei der Frau Kammersängerin protegiert." Sie zögerte; verschwommen und fern erinnerte sie sich an die sonderbare Art, wie sie zu Pola Luckner gekommen war. Durch das Der- mtttlimgsbüro Schmitz! Durch eine anonyme Mit- den ich bette der mit beu- bas Schwelger zweifelte nicht daran, aber er inte- ressierte sich nicht für den Schatten eines toten Musikers. - „es war nur ber undeutliche Umriß einer Gestatt im Spiegel." Und damit geriet Schweiger auf ein totes Gleis. Das alles war ja schon im Erstprotokoll festgelegt worden. Gestern abend, noch unter bem unmittelbaren Einbruck bes Einbruchs, hatte Gerda Maurer ihren mertmürbigen Ausspruch: „Es war schon neulich einer ba, und das Radio hat gespielt", am überzeugendsten erklärt. „Es war alles genau so rote damals", versicherte sie. Peter Schiffs Eigenart, sich zu wiederholen! Das „Sie waren bie einzige, die den Mann gesehen hat. Weiß schon", redete er ihre Einwände nieder, unbehaglich an. .Lst das sehr wesenllich, daß nicht zum Apparat ging?" „Sie hätten vielleicht bie Stimme erkannt." „Durchs Telephon erkennt man nicht einmal kannte Stimmen", widersprach sie. „Er ist Komponist", antwortete Gerda und tete mit einer reglosen Bewegung an, daß alles sei, was sie von ihm wiffe. „Opernkomponist?" Sie konnte es nicht mit Sicherheit Migrtey, ben Fall Maxwell und die Mordsache Rosie Barker, zu der Schiff mtt einem Orchideenstrauß gekommen war. Dann wurde die Zeugin Gerda Maurer plötzlich durch eine wunderliche Frage aufyesckeuckt: „Hat Frau Luckner in letzter Zett vielleicht Orchideen bekommen?" .Orchideen?" Gerda fand es einigermaßen schwie- rig, diese Frage zu beantworten. Orchideen! Baron Das wußte Schweiger schon langst. „Tarter? ging er weiter. Schweiger sah sich veranlaßt zu erklären, Polizei erwarte gerabe von ihr genauere Angaben. „Warum gerade von mir?" fragte Gerda überrascht. tcllung an das Institut Schmitz, die auf Gerda aufmerksam gemacht hatte. Sollte sie das erwähnen? Der Kommissar war sehr zufrieden mit den knappen, klaren Antworten der jungen Frau, und feine innere Stimme belehrte' ihn, daß er just in dieser 2Rinute die Spur des Verbrechens streifte. Durch eine neue Frage unterbrach er Gerdas Gedanken- gang. „Haben Sie von der Eristenz dieses Safes gewußt?" „Spricht Herr Carter gut deutsch?" „Ziemlich. Es klingt ein bißchen drollig, aber man versteht ihn ganz gut." „Er kommt aus Neuyork, nicht wckhr?" Gerda dachte nack. „Ich weiß nicht, woher er jetzt gerade kommt, ich glaube, er ist in Baltimore daheim. Seine Mutter ist Deuffche." „Aha!" sagte der Kommissar, und der Bleisttst schob sich weiter. Aber Gerda wußte über die anderen Gäste nicht mehr viel mitzuteilen. „Und wie war die Sache mit dem Telephon?" „Gott ja", meinte Gerda mißmutig, „es schrillte wie verrückt, aber ich mußte mich doch schließlich umkleiden, nicht wahr — und oben im ersten Stock, wo mein Zimmer ist, gibt es keinen Anschluß. Ich hätte damals hinunterlaufen.sollen." Sie sah ihn „3a, ich war einmal im Schlafzimmer, als die Frau Kammersänaerin gerade ihren Schmuck hin- eintat. Dabei hat sie mir den Safe gezeigt." „Und wem haben Sie davon erzählt?" „Niemand", wehrte Gerda lebhaft ab. „Keinem Menschen! Aber jeder im Haus hat davon gewußt." „Hat Ihnen Frau Luckner erzählt, daß sie Schmuck wieder zur Bank schickte?" „Nein, das tft nicht der Fall gewesen." Der Kommissar seufzte. Er nahm bie Liste Gäste in die Hand, bie sie ihm, übersichtlich ..... ber Maschine untereinander geschrieben, vorgelegt hatte — die saubere Aufstellung tat seinem Beamtenherzen wohl. Mit dem Bleisttst fuhr er bie Liste entlang, er wollte wissen, wen Frau Maurer längere Zeit kenne und wer ihr fremd sei. Sie kannte eine ganze Menge. Da war zuerst Gredler, Professor Brix, ber Kammersänger Korn- beißer, die Solotänzerin Pasiettt. „Mein Mann hat oft Im Staatsopernorchester mitgespielt, wissen Sie", erklärte Gerda eifrig, „er war ein sehr guter Geiger. alle hatten chn gern." Birinsky schickte jeden Donnerstag Blumen, das war unumstößlich. Und wenn Pola in ber Oper so na, bekam sie immer ein paar Sträuße. Manchmal brachte auch ein Bote ein paar lose gebundene Rosen oder einen Tuff Parmaveilchen. Diese kleinen Sträuße, findet Gerda, sehen ziemlich intim aus, aber es ist nie eine Karte dabei, und Pola fucht auch nicht danach. Mit demselben stillen, nach innen gerichteten Lächeln, mit dem sie damals nr ihrem Schlafzimmer die roten Rosen in Empfang nahm, bringt Pola diese Blumen in ihr Zimmer. Schweiger fand, daß die Antwort sehr lange auf sich warten lasse. „Na?" half er erwartungsvoll nach. „Frau Luckner kriegt doch sicher eine Menge Blumen?" „Gewiß, aber Sie haben nach Orchideen gefragt* »Orchideen waren nicht dabei?" „Nein", antwortete Gerda streng, „ich erinnere mich nicht." Der Mann ihr gegenüber war hartnäckiger, als sie ann-ahm. „Oder Sie? Sie haben auch nichts dergleichen bekommen?" Gerda wiberstand bem jähen Verlangen, ihn anzusehen. Es war bester, die Liber gesenkt zu lassen und die ftrenge Miene beizubehalten. Nein, auch sie hatte keine Orchideen bekommen. Es geht diesen Polizeimann nichts an, daß irgend jemand einen Strauß Orchideen In der Garderobe des Ringhotels abgegeben hatte — sie hat die Blumen ja auch damals nicht erhalten. Es war drei Uhr nachmittags, als die Beamten endlich das Haus verließen. Pola kleidete sich eilends um, nabnv da sich Schütz weiter zur Verfügung der Polizei halten mußte, ein Mietauto und fuhr ins Astoria. wo ihr amerikanischer Agent Leiermann sie zum Mittagesten erwartete. Als ihm Pola von dem Einbruch erzählte, kniff er ein Auge zu und behauptete, das sei ein Schlager erster GÄe — „Pola Luckners Juwelen geraubt — zehntausend Dollar Belohnung"--— „Geheimnisvoller Raub einer orientalischen Per» lenkette." ,J)örcn Sie auf", unterbrach Pola gefangroefft „Sagen Sie mir lieber, wieviel Austrittsabende in der Mettopolitan werden Sie mir verschaffen können? Ich will unter allen Umstanden die ßeo- nore singen." „Architekt Paul Bürger?" erkundigte er sich Auch Paul bekam fein Eichzeichen. Wie lange sie ______________„ o........... ihn kenne? Sie dachte nach. „Acht Jahre", erwiderte! batte Mühsam ausgeschnüffelt. Aus fünf fümmer- sie, ein wenig verwundert, daß das schon so lange llchen Druckseiten schnüffelte er es heraus — — ber sei. „Architekt Bürger soll eine Garage bei uns ' ~ ~ '*'** ~ — - ... . bauen." wurde. 16 Ober. \ weiter «koren tarnen OtUUfui l,« )lsnaber Alfredo xdlii,. iS; "W wurde ° Tette Mm. M«» ■roonbc, 9en auf Su,iaen Belgien wurden ber9ang »rtei. r6 den (M), Stiften, bekannt- Verband r flami- $ und llt. Von die Ein- cnt. Der feiner« konischen erfahrt, ierbinn|o Rex-Be« les Lan- die auch arbeiten n ist danach dem ren ver- maso hat len ftrei- jan^’nen )es Pn. lamt'chen natto« Flau- tfein und chöriakeit feits auf er Aus- en und t Einheit t Kenn' lchland bekunden ialistische Hitler, er ®er« betonte, em neuen on arbei« er flami- ^sächliche hr politi* nslhiuß e6.) Die National« ns ange« itisch aus- Eingliede« mahm, ist ■ oeite kor« len Arbei- trter fort» men, das der Oper e Manch» ife g-bu«' hen. Diese W W und Pols illen, nach damls rn Empfang . Ziminer. lange auf rtungsvou ne Menge i gefragt* ) erinnert mch inchv ngen, Aenkt zv lten. i. Es A n» ^robe btt Je Llumev ©efliflten de stch £ * - U DtN •#tV U, tniff > t ‘Slff Aus der Stadt Gießen Marsch in ein neues Jahrtausend der Ordnung Oer Gauleiter sprach beim Kreisappett in Darmstadt. schäft Adolf Hitlers. Des Gauleiters Dank segenüberzutreten. ommen fein, der in der Heimat fo eingesetzt ist, !aß er trotzdem durch feine Leistung ein Bestand« eil unserer deutschen Wehrmacht ist. Dieser Krieg den -h. fr 8k 'S •'n 4 I 7 Dehrre fer Waffe mb damit ch t Gebrauch zu machen, um mit m der Hand die Zukunft seines Volkes «ukunst der Seinen dem Feinde Rur der kann hiervon ausge- Verdunkelungszeit 13. Mat von 21.07 bis 5.30 Uhr. sorgenvollsten Menschen aufschauen: Nun armes Herz, vergiß der Qual! Nun muß sich alles, alles wenden. DornotUen. Tageskalender für Dienstag. Glatte,,Reise nach Amerika1 gleich so günstig liegt wie hier, passiert nicht allzuoft. Ein Glück schon, wenn man unverhofft gleich zwei, drei MAGGI5SUPPEN kriegt! men einer Panzerdivision besonders ausgezeichnet. Generalleutnant Hengen und Generalmajor Kunze legten Kränze des Führers und des Oberbefehlshabers des Heeres nieder. Für die Reichsstudentenführung ehrte Dr. Gmelin den Gefallenen. Der Führer hat dem Oberstudiendirektor i. R. Profesior Dietrich M ü l d e r in Stade aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Homer-Forscbung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Aus dem Reich. Im Herbst Einführung der dritten Reichskleiderkarie. Die „Textil-Zeitung" teilt von zuständiger Stelle mit, daß die dritte Reichskleiderkarte im September ausgegeben wird. Eine Verkürzung des vorgesehenen Zeitraumes, für den die zweite Reichskleiderkarte ausgegeben worden ist, wird nicht erfolgen. Ebenso werden auch keine Aenderungen in der Punktzahl und Punktbewertung der zweiten Reichskleiderkarte vorgenommen. Die Gültigkeit der zweiten Reichskleiderkarte wird verlängert werden, sie behält also auch über den 31. August hinaus ihre Gültigkeit. Wenn auch die dritte Reichskleiderkarte bereits im September zur Ausgabe gelangt, so wird dennoch die Inanspruchnahme der einzelnen Bezugsabschnitte der dritten Reichskleiderkarte nicht vor dem 1. O k- t o b e r erfolgen können. Es empfiehlt sich daher, mit den restlichen Punkten der zweiten Reichskleiderkarte sparsam zu wirtschaften. Oie Auskämmung der Betriebe. Der Sachbearbeiter des Reichsarbeitsministeriums berichtet über die Erfolge der Prüfungskommissionen zur Freistellung von Facharbeitern für die Rüstungswirtschaft. Insgesamt wurden 1940 auf Grund dieser Betriebsprüfungen rund 480 000 Arbeitskräfte freigestellt. Dieses Ergebnis wurde erreicht, ohne daß Totalstillegungen erfolgten. In zahlreichen Fällen zeigte sich, daß die Freistellung von Facharbeitern an dem Mangel an angelernten Kräften scheiterte. Deshalb wurde auf eine vermehrte Anler - nung von Metallarbeitern Einfluß genommen. Auf diese Weise wurden im vorigen Jahre über 175 000 Anlernkräfte eingeroiefen, von denen die Mehrzahl heute bereits bei produktiver Arbeit beschäftigt ist. Seit März 1941 ist nunmehr die Ueberprufung von Betrieben noch erheblich verstärkt worden. Für die Freistellung von Arbeitskräften kom. men im wesentlichen Betriebe mit zivilen Ferti- gungsausgaben in Frage. Es handelt sich nicht nur um einfache Stillegungen und Auskämmunaen, sondern soweit wie möglich sollen durch die Verlagerung von Fertigungsaufgaben in weniger angespannte Bezirke und innerhalb der Betriebe durch Aus- gleichsmahnahmen für vordringliche Aufgaben Stadttheater: 19 Uhr „Wandlungen der Siebe*. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die schwedische Nachtigall". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heber alles in der Welt". Stadllhealer Gießen. Am heutigen Dienstag wird zum erstenmal die Komödie „Wandlungen der Liebe" von Paul v. d. Hurk aufgeführt. Die Spielleitung hat Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Hilde Heinrich, Luise Prasser: Joachim Ernst, Raoul La- porte. 31. Dienstag-Miete. Frohe Stunden für unsereDerwundeten Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht vermittelte dre NSG. ,Lraft durch Freude" den Verwundeten und Kranken in unseren Gießener Lazaretten in der verflosienen Woche wiederum einige genußreiche Veranstaltungen. Unter dem Motto „Schöne Melodien aus Opern und Operetten" brachten Hanni vom Scheiot (Sopran), Hamburg, Julius vom Scheidt (Bariton) Hamburg, Robert vom Scheidt (Baß), Frankfurt a. M., Eugen Imhoff (Pianist), Frankfurt a. M., den freudig lauschenden Hörem eine reichhaltige Auslese aus Kompositionen von Mozart, Nicolai, Lori- zing, Lehär und Linke zu Gehör, die den Künsllern mit herzlichem Beifall gedankt wurden. Am folgenden Tage wurde das gleiche Konzert in einem anderen Lazaret gegeben und dort von den Verwundeten ebenfalls mit großer Freude angehört. Obersturmführer Dr. Klein und Feldwebel Stumpf dankten den Künstlern mit herzlichen Worten im Namen der verwundeten Kameraden für die schönen Stunden. Weiter wurde den Verwundeten in einem Lazarett ein „Meisterkonzert bulgarischer Künstler" geboten, bei dem Wassil Tschernaev vor allem den tapferen und mutigen deutschen Frauen, die sich seither in so großer Zahl für den Kriegseinsatz zur Verfügung gestellt gaben. Der erneute Appell an die deutschen Frauen und Mädchen werde die Lücken schließen, die der Anspruch der Front entstehen ließ. Jetzt sei der Augenblick gekommen, wo die Frau ohne Kinder und jedes Mädchen, welches bisher noch nicht produktiv eingesetzt war, sich einrechen lassen müsie. „So sehr wir der Entscheidung entgegen und der Führer kann gewiß sein, daß wir diesen Kampf siegreich bestehen werden, weil mit ihm und mit uns bas Recht ist. Wir werden deshalb siegen, well unser Volk in seiner ganzen Hal- tung vor sich selbst, seinem Führer und seinem Herrgott bestehen kann, weil es durch seine Arbeit, sein Können, seine Leistung und seinen Kampfes- mut bewiesen hat, daß es ein Vorbild aller Völker ist." Oer (Sauletter zeichnet BOM -Gruppen aus. NSG. In der Winterarbeit 1940/41 der Mädel- und Jungmädeleinheiten des BDM.°Obergaues Hessen-Nassau wurden diejenigen Gruppen ermittelt, die ttotz oft sehr schwieriger Verhältnisse die im Kriegsleistungswettkampf gestellten Aufgaben vorbildlich erfüllten. Die Führerin des BDM.-Ober- gaues, Gertrud Samper, hatte die Gruppenführerinnen der 36 besten Gruppen nach Frankfurt a. M. einberufen, wo Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger jeder einzelnen Glückwunsch und Anerkennung aussprach. Der Gauleiter gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich unter Den Gruppen Orte befinden, die im Gau einen guten Klang haben. Der Samen, der schon von Anbeginn des Kampfes um die Idee des Führers gesät worden sei, habe gute Früchte getragen. So seien die ausgezeichneten Gruppen nun schon Vorbild geworden, und wer in seiner Arbeit Vorbild sei, sei es gewöhnlich auch im Leben. Es gelte nun, weiter zu wetteifern, um den anderen Ansporn zu sein. maße, und nur das Volk werde siegen, besten Volksgemeinschaft die beste ist. An der Spitze dieser Ge- meinschaft aber müßten d i e besten Waffenträger stehen, die wiederum die b e ft e n Was- fe n besitzen — geschmiedet von der herrlichsten Volksgemeinschaft aller Zetten — der Dolksgemein- schäft Adolf Hillers. Des Gauleiters Dank galt »Das Drüben will nickt enden.. Wett hat der Frühling seine Pforten geöffnet, und mit frohen Augen schauen wir in das erwachende Leben. Jubilierender Dogelgesang beherrscht das Feld. Auch im Wald brechen die Knospen auf. Schon stehen Lärchen und Birken im grünen Kleide da. Aus dem welken Laub, das den Waldboden bedeckt, schauen die weißen Blütensterne der Anemonen. Ihre Dlütenblätter sind zartrosa angehaucht, als ob sie sich der Auferstehung freuten. An der Brombeer- yecke schwebt schon der erste Zttronenfalter. Das Bächlein mit seinen silbernen Wellen rauscht vorüber an den alten knorrigen Weidenbäumen, deren goldgelbe Blütenkätzchen hell in der Sonne leuchten und mit ihrem süßen Duft die Bienen anlocken und ihnen Blütenstaub in Hülle und Fülle schenken. Schwerbeladen summen die Tierchen zu ihrem Bienenstock, um aus Honig und Blütenstaub eine nahr- l-l ein totaler wie nie zuvor im gleichen Aus- chrettenden Konzentrierung aller nationalsoziali- tisch eingestellten Gruppen um die führende Organisation des Landes. Kleine politische Nachrichten. Der Erste Stellvertretend« Kommistar für den Lußenhandel der HdSSR., Krutikow, hat nach nehrwöchigem Aufenthalt Berlin verlassen, im nach Moskau zurückzukehren. Er hat, abge- shen von laufenden Fragen des Wirtschaftsver- leyrs, zwischen Deutschland und der UdSSR., die in den deutsch-sowjetischen Wirtschaftsverträgen vor- i jesehenen vierteljährlichen Regierungsbesprechun- {en mit den zuständigen, Stellen geführt. In O ft a f r i f a hat der Feind im Abschnitt von Kmba Alagi mit starken Kräfte angegriffen, wurde tber überall glatt abgewiesen. In London wurde bekanntgegeben, daß General- kutnant Maitland-Wilson das Kommando iber die britischen Streitkräfte in Palästina ’-inb Transjordanien übernommen hat. Wil- bn befehligte die britischen Streitkräfte in Libyen mb Griechenland. Wie bie Deutsche Lufthansa mittelst, wirb ab Dienstag die Luftverkehrsstrecke Berlin—Wien— Tubapest—Belgrad—Sofia—Saloniki—Achen wieder planmäßig werktäglich beflogen. itanb strauchele. Gegenüber den Mächten, die mit )em Liberalismus Hand in Hand gehen und auch feilte noch eine Front bilden — Judentum, Pluto- ?ratie und heuchlerischer Klerikalismus — stellte )er Gauletter den wahren inneren Glauben, der xHe Nationalsozialisten beseelt, an die Vorsehung gegenüber, jener Allmacht, die Führer, Volk und §eer bis heute so sichtoarlich gesegnet hat. Wer könnte dagegen mit kleingeistiger Dogmatik noch be- üben? — Der Gauleiter schloß seinen Appell an die Politischen Leiter mit den begeisternden Worten: Meine lieben Parteigenossen! Erfüllt als 5Obrer eure Pflicht und erfüllt sie täglich ieu und unermüdlich an Euren Volksgenossen. Die nationalsozialistische Revolution wird vorangetragen i»urch bie nationalsozialistische revolutionäre Armee. Dir alle zusammen aber marschieren in unvergleichlicher Geschlossenheit und ohne Zeitverlust in in neues Jahrtausend der Ordnung, !»as endlich allen Völkern den Frieden in einem dlen Wettstreit der Arbeit sichert." 3m Ansckluß an den Appell des Führerkorps caren auf dem Marktplatz in Darmstad die Politi- chen Leiter, die Giederungen und angeschlossenen verbände angetreten. Darüber hinaus standen rings- im auf den Bürgersteigen dichtgedrängt die Volks- lienoffen aus dem Kreis Darmstadt, um aus dem Nunde des Gauleiters die Marschrichtung ür bie torrimenbe Zeit entgegenzunehmen, gegeisternd und zwingend erhärtete der Gauleiter jedem deutschen Mann die unerbittliche und zugleich auch so unendlich schöne Forderung, nicht etwa :on der Wehrpflicht, sondern von feinem hafte Speise für die jungen Bienchen zu bereiten. Die Zauberkraft des Frühlings hat die Erde verwandelt. Die Pflugschar blitzte, und die goldenen Körner wurden der willigen Erde anvertraut. Heber- oll zeigt sich emporsteigendes Leben. Die Winterfrucht schießt in die Höhe, bald folgt das zarte Grün von Hafer und Gerste. Von einem Tag zum andern ändern die Wiesen ihr Gesicht. Kahl und braun lagen sie da, dann erschienen die ersten grünen Spitzchen, noch scheu und ängstlich, denn die Nächte waren kall. Aber oald drängte das Leben mit Macht hervor. Gänseblümchen und Löwenzahn entfalteten ihre Blü- ten, Schlüsselblumen und Wiesenschaumkraut folgten. Ein bunter Blütenteppich ist im Entstehen. Einmal leuchtet er goldgelb, dann wieder in purpurnen Tönen, eine Freude für das Auge. Unb erst bie blühenden Obst- und Zierbäume! Heberall leuchten die Blüten der Kirschen, Pflaumen und Pfirsiche. Die Bäume feiern ihr schönstes Fest, und unzählige Freunde kommen zu Besuch. Berauschender Duft strömt von den feinen Blüten aus und lockt und ruft: Kommt alle zu uns! Unb sie kommen, die Insekten, die Bienen, Käfer und Schmetterlinge und finden alle einen gedeckten Tisch. Die ganze Landschaft schimmert wie ein Blüten- meer. Zwischen Wäldern, Wiesen und Feldern heben sich die blühenden Bäume wie weißleuchtende Flecken von der grünen Fläche ab. Dort aber, wo die Obstbäume dicht beieinanderstehen, beherrschen sie bie ganze Landschaft mit ihrem Blütenschnee. Das junge Grün, das sich ringsum hervordrängt, nimmt sich nur noch wie eine Hmrahmung aus wie in die Landschaft gestellt, um die weißen und rosenfarbigen Blüten nur noch mehr hervortreten zu lasten. An Eisenbahndämmen finden wir lange Strecken mit blühenden Obstbäumen. Zum Greisen nahe grüßen sie zum Eisenbahnfenster hinein. Unb wie schön sind die kleinen Bahnwärterhäuschen, die oft ganz versteckt aus dem Blütenkranz von Obstbäumen unb Blumen hervorschauen! Blühende Obstbäume überall! Sie grüßen von alten Ruinen, aus Friedhöfen neben alten Dorf- kirchen, sie leuchten in den kleinsten Schrebergärten und schimmern aus den Anlagen der großen Städte. Sogar in den Wäldern, unter dunklen Tannen und zarten Dirken, blühen wilde Kirschbäume. Jedes Jahr kehrt die Baumblüte wieder, und doch erscheint sie uns immer wieder wie ein Wunder. Die Blütentage des Frühlings erguicken unb lasten auch (Violine) Kompositionen von Tartini, Fiokko, be Sarafate, Bartok, Paaanini und Ries spielte, wobei der Künstler von Frau Nedelka Pantschen- koo am Flügel begleitet wurde. Die feine musikalische Unterhaltung sand bei den Verwundeten unb Kranken stärkstes Interesse unb veranlaßte sie als äußeres Zeichen ihres Dankes zu lebhaftem Beifall. Unterarzt Dr. P e i p e r t brachte den Dank der Hörer den Künstlern in herzlichen Worten zum Ausdruck. — Am Sonntag brachte der Gesangverein „Eintracht" Steinbach unter Leitung seines Ehor- meisters Heinrich Sommer den Insassen eines Lazaretts ein Gesangskonzert, bei dem Volks- unb Soldatenlieder zum Vortrag kamen. Auch diese Darbietung erfreute die Soldaten in hohem Maße und veranlaßte sie zu lebhaftem Beifall. Oberstabsarzt Professor Dr. Brüning sprach den Sängern und ihrem Chormeister den herzlichen Dank der Verwundeten und Kranken aus. Annohmeuntersuckungen für Waffen-und Sckutzpolizei. NSG. In den kommenden Tagen finden wiederum Annahmeuntersuchungen für die ©affen-ff unb Schutzpolizei statt, und zwar am 16. 5., 14 Uhr, in Friedberg, Stadtkasino: 17.5., 7.30 Uhr, inWindecken, Gasthaus Merz; 18.5., 7.30 Uhr, in Büdingen, Volksschule, Brunostraße: 20.5., 7.30 Uhr, in Lauterbach, Restaurant Johannisberg, Bahnhofstraße: 20.5., 14 Uhr, inAlsfeld , ff-Dienststelle. Angenommen werden Freiwillige für: 1. Wasfen - ff (einschließlich Leibstandarte ff „Adolf Hitler"), Jahrgänge 1900 — 1924, Mindestgröße 168 cm mit 17 Jahren. 2. Sch u tz p o l i z e i: Ungediente Männer der Jahrgänge 1905—1912. Mindestgröße 170 cm, in Ausnahmefällen 168 cm. Die Freiwilligen dürfen noch nicht von der Wehrmacht angenommen fein. Don der Wehrmacht Gemusterte können sich jedoch melden. Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahmeuntersuchung. Ferner erteilt Auskunft: Ergänzungsamt der Waffen-ff. Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilhelmshöhe„ Löwenburgstr. 10, Fernruf 36 683, sowie sämtliche ff- unb Polizeidienststellen. Von der Universität Kiesten. Es wurden ernannt: zum Dozenten für die Facher Römisches Recht, Antike Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht unb Vergleichendes Bürgerliches Recht an der Universität Gießen der Dr. jur. habil. Fritz Freiherr von Schwind: zum Dozenten für die Fächer Zivilprozeßrecht und Büraer- liches Recht mit Nebengebieten an der Universität Gießen der Landgerichtsrat Dr. jur. habil. Friedrich Weber. Einsatz von ausländischen Hausgehilfinnen. NSG. Infolge des großen Mangels an Hausgehilfinnen werden in beschränktem Umfange ausländische Hausgehilfinnen in Famllienhaushalten eingesetzt. Die Hausfrauen werden über die Haltung, die sie diesen Arbeitskräften gegenüber einzunehmen haben, laufend durch Vertrauensfrauen des Deutschen Frauenwerks aufgeklärt. Zu diesem Zweck meldet das Arbeitsamt der zuständigen Dienststelle des Deutschen Frauenwerkes jeden Haushalt, der die Genehmigung zur Beschäftigung einer ausländi-. schen Hausgehilfin erhält. Die Beratung der Hausfrauen erfolgt dann in enger Zusammenarbeit der Abteilungen Volkswirtschaft —Hauswirtschaft unb Grenzland — Ausland des Deutschen Frauenwerkes. EieroerwertungS Genossenschaft eGmbH. G eßen. Dieser Tage hielt die Eierverwertungs-Genosten- schäft e. G m. b. H. Gießen im „Württemberger Hof" ihre Generalversammlung ab. Geschäftsführer Stahl erstattete den Geschäftsbericht, Vorstandsmitglied Hartmann erläuterte die Bilanz. Die Genossenschaft erfaßte in ihrem Geschäftsbezirk im Jahre 1940 insgesamt 951000 Stück Frischeier. Durch die Reichseierstelle wurden ihr 5 474 000 Eier zugeteilt, die zur Belieferung des weiten Kundenkreises noch erforderlich waren. Der Gesamtumsatz im Jahre 1940 betrug 6 425 000 Stück aegen 5 800 000 Stück Eier im Jahre 1939. Die Verdienstspanne war etwas geringer als im Vorjahr. Bei der Erfastung und der Verteilung, waren erhöhte sachliche Hnkosten zu - verzeichnen. Infolgedessen blieb bas finanzielle Ergebnis des Jahres 1940 Hinter dem des Vorjahres zurück. Die. Bilanz schließt mit 336 RM. Gewinn ob, die Reserven belaufen sich auf 26 000 RM Es sind setzt »m Bereich der Genostenschaft in 162 Orten Sammelstellen eingerichtet. Infolge der umfangreichen Eiererfassung im neuen Jahre ist Herr Dittmar wieder in die Ge- Mchtige Zahnpflege Hilst sparen Sie ist eine Forderung der Klugheit, denn bei geringstem Kostenaufwand wird der höchste Nutzen erzielt, weil die Zahngesundheit eine wichtige Voraussetzung für die Gesundhett des ganzen Körpers ist. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Bürste eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorodout weist deu Weg zur richtigen Zahnpflege NSG. Wie verschiedene Kreise des Gaues Hesten- Nassau, so stand auch der Kreis Darmstadt am Sonntag im Zeichen eines Kreisappells der NSDAP. ; Gauleiter uno Leichsstatthalter Sprenger wies hie Politischen Leiter darauf hin, daß es unbedingte Pflicht des Führerkorps der Partei ist, das Ge- cvisten jedes Dolksgenosten immer wieder aufs neue zu wecken und darüber zu wachen, daß nie- König und Kaiser Viktor Emanuel stattete auf ’slner Albanienreise dem Dorf Kraja einen Besuch cb, wo der albanische Nationalheld Skander- leg feinen Freiheitskampf gegen die Türkenherr- chast geführt hat. Dann 6egab er sich nach D u- razzo, von wo er ins ehemalige Kampfgebiet meiste. Der Dizegespan des Pester Komttates hat den Silben den Besuch der öffentlichen Heil- und Er- holungsbäder des Komttates verboten. Das Ko- nitat Pest ist bas größte Komitctt Ungarns, zwischen Donau und Theitz gelegen, mit zahlreichen Heil- II lodern. e Das „Centre Cultural Alernan" übergab in La Laz ein neues Schulgebäude feiner Bestimmung, . ias aufs modernste eingerichtet und für 800 bolivianische Schulkinder beftijnmt ist. • Anläßlich eines Besuches des Reichspostministers $r. Ohnesorge fand im Saal des Haager Tiergartens eine Kundgebung der Deutschen Dienstpost- xefolgschaft in den Niederlanden statt. In Schmölln bei Erfurt wurde unter Glocken- alfiut unb Anteilnahme ber ganzenStadt ber Rtt- «rkreuzträger Oberleutnant Etzo 1 b, der feinen schweren Verwundungen in einem Heimatlazarett erlegen war, beigesetzt. Oberleutnant Etzold hatte sch tm Westfeldzug mit seinen Kradschützen im Rah- eit." neue Wochenschau: Bilder Seestrektkräfte im Atlantik. Hans Thyriot. K. entscheid vertreten. paddeln verbunden ist. mann für Kinderturnen Helle r-Wieseck und Jdel So vereinte sich denn am «Sonntag ^ine stattliche Zahl Kanuten zum Anpaddeln, dem offiziellen Be- und wirken wie aus der Film „Sieg im Westen" Die Bezirkssparkasse Gießen wird nun mit ihrer Frauensnortgrupve den Kreis Wetterau bei dem am 25. Mai in Frankfurt a. M. stattfindenden Gau- hing des Krieges 1940 Wochenschau oder dem herausgeschnitten. — ffir Ä nd r^rnen Am Sonntag führte der Bezirk 8 Gießen des 9000 Offiziersanwärtern Rudolf Heß in Augsburg: der Führer in Marburg und Klagenfurt: die letzten Kämpfe in Griechenland: Kampf um Tobruk: schwere Hartmann als Staffelkapitän, H. A. E. Böhme, Bertha D r e w s . Carl John, Marina v. Dilmar: auf der Gegenseite Oscar Sima als jübi- fcher Emigrantenhäuptling, Maria Bard als französische Agentin, Andrews Engelmann als Drahtzieher vom Secret Service. — Vorzügliche Arbeit leistete auch der Kameramann Werner K r i e n , besonders in den Aufnahmen vom großen Luftkamvf über der Nordsee am 18. Dezember. Die letzten Bilder, nicht mehr zur eigentlichen Handlung gehörig, geben den Anschluß an die Entwick- steller, die rollen" in zeichneten Raddatz Monteur, sich hier, ohne Stars und ohne „Haupt- herkömmlichem Sinne, zu einer ausge- Gemeinschaftsarbeit verbanden: Carl als Zeitungsmann, Kämpers als Stelzer als Fliegerleutnant. Paul „ileber alles in der T Ein Ufa-Hilm im Lichtspielhaus. Im Beigrogramm die , . von der letzten Reichstagssitzung: der Führer vor die an der Front stehen und die die zum Appell Angetretencn verpflichten, mit gleicher Tatkraft und Begeisterung sich einzusetzen, um jenen nicht nach- zustchen. Flaggen und Wimpel wurden auf Boote und Bootshäuser gesetzt, gleichzeitig begann nach einer kurzen Auffahrt die traditionelle Fahrt zur Baden- bura. die die fröhliche Schar erst am Spätabend zurückkehren ließ. Für Pfingsten ist eine Wanderfahrt Marburg— Gießen vorgesehen. Am 13.7. findet die Bereichs- könnte, setzt im September 1939 ein, zu Begi les Krieges also, und zwar gleichezitig diesse------- jenseits unserer Grenzen. In Paris fällt ein deutscher Monteur, ehe er fliehen kann, der französischen Polizei in die Hände: ein deutscher Zeitungsmann wird knapp vor der Grenze aus dem Auto verhaftet; in London werden die Mitglieder einer Tiroler Bauernkapelle vom Podium geholt mit roher Gewalt: ein deutscher Dampfer wird auf hoher See Agenten ein und findet schließlich einen glück- lichen Augenblick, sick feiner Widersacher zu entledigen; blei einem Luftangriff auf Paris gelingt es dem Monteur, in der Panik zu entfliehen. Die Tiroler Musikanten entwischen auf dem Umwege über eine „österreichische Legion"; die Schiffsbesatzung kommt über Spanien und Italien in die Heimat — es geht nicht an, ihre abenteuerlichen Fluchtwege im einzelnen zu verfolgen: aber sie führen alle in die gleiche Richtung, und es ist so, als ob sie alle unhörbar von der Melodie begleitet wären, die dem Film den Namen gab. Mau fühlt sich in manchen Szenen an den Film „Wunschkonzert" erinnert, man kann nicht alle Einzelheiten festhalten, aber das Unisono des Schicksale und Gestalten wirkt unwiderstehlich. Außerdem wird man an den unvergeßlichen Film „Urlaub auf Ehrenwort" denken müssen: Professor Ritter knüpft hier an den Jnszenierungsstil an, der dort zu kaum je wieder erreichten Höhepunkten filmischer Menschengestaltung führte. „Wir stehen", bemerkt er dazu, „erst am Anfang der ungeheuren Möglichkeiten, welche der Film bietet. Eine Stilart aber, eine unter den vielen, wird dann diese Art des Querschnittfilms sein, der Weg zur filmischen Gestaltung des Schicksals einer Gesamtheit." Diesem Stil und dem Aufbau des Drehbuches von Felix Lützkendorf entspricht auch der Einsatz der Dar- Zur Desinfektion und Wundversorgung gebraucht man die seit über 10 Jcchren ärztlich erprobte und bewährte Sepso-Tinktur, die in allen Apotheken unb Drogerien in Fläschchen zu sünsundfünfzig Pfennigen und in Tupfröhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist. Sie desinfiziert wie Jod-Tinktur und wird genau so angewandt. Sepso-Tinktur findet nicht nur bei Hieb-, Stich-, Biß-, Schnitt- und Schürfwunden An- lucnbung, sondern auch bei Entzündungen in der Mundhöhle und oeS Zahnfleisches sowie zur Desinfektion von Pickeln und Insektenstichen. Infolge ihrer großen Tiefenwirkung erweist sie sich ferner bei Prellungen, Quetschungen und in allen Fällen, in denen eine gesteigerte Durchblutung deS Gewebes erwünscht ist, als sehr brauchbares Behandlungsmittel. ** Zum Wettbewerb „Brunnenanlage am S e l t e r s t o r" ist ergänzend zu berichten, daß der Oberbürgermeister außer den bereits angekauften Entwürfen auch noch einen Entwurf des Gießener Bildhauers G ü n g e r i ch angekauft Hot. Der Entwurf stellt eine Figurengruppe dar. ** Vorsicht bei Annahme beschädigter R e i ch s b a n k n o t e n. In letzter Zeit wurden erneut Noten in den Äerkehr gebracht, die in betrügerischer Absicht aus Teilen echter Reichsbank' not en oer gleichen Werthöhe zusammengesetzt sind. Diese Noten sind daran zu erkennen, daß die einzelnen Teile durch Klebestreifen verbunden sind und zum Teil verschiedene Nummern aufweisen. Cs wird vor der Annahme zerschnittener, wieder zu- sammengeklebter und in der Beschriftung verstümmelter Noten gewarnt, da stets die Möglichkeit besteht, daß ev sich um Fälschungen handelt, und der Empfänger Gefahr läuft, sie bei der Reichs- dank nicht umgetaufcht zu erhalten. Wenn fid) die Zahlung mit derartigen Noten unter verdächtigen Umständen vollzieht, ist die Kriminalpolizei zu benachrichtigen. AUgemem empfiehlt es sich, zusam- mengcklebte Noten nicht anzunehmen, sondern die Inhaber an die Neichsbank zu verweise^. E ch w e i n e in a r f t waren 225 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 22 bis 25 RM., 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 30 RM., 8 bis 10 Wochen alte 30 bis 35 NM. das Stück. Bei stottern Geschäftsgang wurde der gesamte Auftrieb verkauft. G A-Sport. Kreisentscheid im Sportgruppenwettbewerb 1941. vezlrkssparkassc Gießen ist Kreisfieger. Der 2. Wettbewerb des vom Neichssportamt der DAF. angesetzten Sportappells der Betriebe, der in diesem Jahr in drei Teilen, dem Frühsahrslauf, dem Sportgruppenwettbewerb und dem Sommer- svorttag der Betriebe, durchgeführt wird, fand am Sonntag im Turnsaal der Adolf-Hiller-Schule in Wetzlar statt. Der Kreis Wetterap war mit drei Sportgruppen vertreten, und zwar den Frauengruvpen der Bezirkssparkasse Gießen, I. B. Noll, Großen-Buseck, sowie der Männergruppe der Didierwerke Mainzlar. Die Frauensportgruppe der Bezirkssparkasse Gießen konnte hierbei mit 119,5 Punkten den Kreissiegei; des Kreises Wetterau stellen. In der Gcsamtwer- von der Kriegserklärung überrascht und von der Besatzung versenkt, während die Männer im Boot von den Engländern unter Feuer genommen und gefangengesetzt werden. Der Film schildert nun, auf eine echt film'lche Weise, umspringend, überblendend, verbindend, das Schicksal dieser Handvoll deutscher Landsleute, die, versprengt und verschlagen in die vier Winde Europas, auf sich selber gestellt, alle nur von dem einen Gedanken beseelt sind, einen Weg nach Deutschland zu finden aus der Gefangenschaft unb sich in die Front einzureihen, die siegreich für die Zukunft des Reiches kämpft. Dadurch, daß der Film auch die Heimat und auch den Feldzug in Polen, in Frankreich, gegen England, zur See und in der Luft mit ein paar markanten Bildausschnitten einbezieht/ wird auch das Schicksal dieser Wenigen in das große und all- acmeine einbezogen. Es ist ein schwerer Kampf, den Ne zu bestehen haben: es handelt sich nicht bloß darum, den Weg zu einer fast aussichtslos erscheinenden Flucht aus dem Konzentrationslager, durch fremdes Land, über die Grenze, durch die kämpfende Front zu finden — es gilt auch den nicht leichteren Kampf gegen die lügnerische Hetze der Emi-grantenclique im Ausland, gegen die ebenso verlogene Propaganda der fremden Sender und die Bersührungskünste französischer Agenten upd des Secret Service zu bestehen. (Die Szene vom Kampf um Warschau ist in diesem Zusammenhang von ungenviner Bildkraft.) Der deutsche Journalist göht zum Schein auf die Zumutungen der fremden fchäftsführung clngetreten, er wurde zum gefchäfts- führenden Direktor gewählt. Als Vertreter des Kreiles Wetzlar traten Bezirksbauernführer Langsdorf (Groß-Rechtenbach) und Bürgermeister Engel (Lützellinden) neu in den Aufsichtsrat ein. Gießener wochenmarkipretje. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen fid) für A-Waro ftür 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * Gießen, 13. Mai. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, A kg 1,80 NM., Matte 30 Npf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, rote Nüben, V» kg 10, Spinat 9 bis Iß, Zwiebeln 18, Meerrettich 50 bis 65, Rhabarber 16, Feldsalat, Vio 10, Lauch, % kg 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 21 bis 25 Npf. „Dieser Film will einen Querschnitt durch die Bereitschaft der ganzen deutschen Nation geben, den letzten ihr aufgezwungenen Krieg siegreich au bestehen." Das war, mit den Worten des Spielleiters Professor Karl Ritter, die Aufgabe, und die Worte au9 dem Kehrreim des Deutschlandliedes (in der Ueberschrift) bringen die Vielfalt der Ereignisse und Schicksale mit vollkommener Klarheit und Volkstümlichkeit auf «inen gemeinsamen Nenner. Volkstümlichkeit, Gegenwärtigkeit, nationaler Schwung, Dramatik und Spannung sind überhaupt, um es gleich zu sagen, die Merkmale des Werkes. Die Handlung, im einzelnen so verzweigt, daß man sie mit der üblichen Inhaltsangabe kaum erschöpfen könnte, setzt im September 1939 ein, zu Beginn die- ...... " 'dtö und nehmern eine Uebungsstunde für 6—10jährige Kinder durch, die Laus, Partnerübungen in Spielformen, Laufspiele, Nachahmungsübungen als Körperschule und ein Singspiel brachte. Anschließend zeigte Jdel Hauck mit etwa 30 Kindern der Kinder- abteilung des Turnvereins 1846 Gießen, wie eine Uebungsstunde mit Kindern gestaltet wird. Sie zeigte sehr lebhaften und abwechslungsreichen Uebungsbetrieb, dem die Kinder mit Begeisterung folgten, und der viel Anregung für die zuschauenden Lehrgangsteilnehmer brachte. Nach Entlassung der Kinder wurden mit den Turnerinnen Sing- fpiele, die für verschiedene Altersaruppen geeignet sind, geübt, anschließend eine Körperschule für Sportdienstgruppen, Tanzschritte und ihre Anwendung -in verschiedenen Volkstänzen erarbeitet. Nach der kurzen Mittagspause wurden Lauf- und Ballspiele und Staffeln in vielen Formen und Abänderungen gezeigt und zuletzt nod) die Grundübungen an den Geräten durchgeturnt. Der Lehrgangsleiter legte Wert darauf, nicht nur den für unsere Kinderabteilungen in Betracht kommenden Uebungsstoff zu zeigen, sondern auch Anregungen für die Gestaltung der Vereinsübungs- stunden zu geben. Die anschließende Aussprache brachte noch einmal eine Zusammenfassung der Arbeit, Hinweise auf die Kinderversicherung des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen und auf den Reichswerbetag für Kinderturnen. Mit dem Dank an die Lehrgangsteilnehmer für ihren freudigen Einsatz, trotz großer Anforderungen, und dem Gruß an den Führer wurde der Lehrgang geschlossen. H. Wiesecker Kanuten beim 3. Marburger Kaiak-Glalom. Mehrere Juaendmitglieder des Wiesecker Kanu- Clubs unternahmen am Sonntag eine Fahrt nach Marburg, um dort an dem diesjährigen Kajak- Slalom aktiv teilzunehmen. Der Wettbewerb, der reichsoffen ausgeschrieben war, zeigte sehr gute Fahrer aus größeren Städten Deutschlands am Start, sodaß die Wiesecker ihr ganzes Können auf- bieten muhten, um nicht ins Hintertreffen zu kommen. Wenn der erste Sieg ihnen auch nicht vergönnt war, so konnten sie doch mit dem Gefühl der Genugtuung nach Hduse ziehen, sich in der starken Konkurrenz gut gehalten zu haben. Die Strecke erwies sich gegenüber der vorjährigen noch als schwieriger und stellte daher höchste Anforderungen an die Kanuten. In der HJ.-Klasse B konnte Willi Briegel 3. und Kurt Weller 4. werden. In der HJ.-Klasse A wurde Hans Schmitt 5. und Walter Schmidt 7. Sieger. Heinz Weller schlug an einer der letzten Schlingen der Wettkampfftrecke das Paddel entzwei und mußte daher das von ihm sonst gut gefahrene Rennen aufgeben. Italien bat aewonn-n Frauen-Tenniskampf Italien — Deutschland 3:0. Im deutsch-italienischen Frauen-Tennisländerkampf in Florenz stellten die Gastgeberinnen bereits im Doppelspiel ihren Gesamtsieg sicher. Nach dem Gewinn der beiden Einzelspiele sicherten sich die Italienerinnen Tonolli-San Donnino das Doppel mit 6:2, 6:3 gegen das Berliner Paar Rosen- thal-Käppel. Dem Kampf wohnten auch die italienische Kronprinzessin und Italiens Sportführer Exc. Manganiello bei. Nach Beendigung des zweiten Tages stand der Länderkampf 3.-0 für Italien. Geiieralappell 1941 bei der Paddlergilde «Sichen. In den letzten Wochen war es aufi dem Boots- Hausplatz der Paddlerailde Gießen wieder lebendig geworden, um den Staub und die Spinnweben aus dcn fiaHcncdcn und den Booten verschwinden kuMrecken-Kanu-Regotta des Bereiches XII (fieflen) ju faf(en um neu zu streichen und ju lädieren in Qic6en mit deren Durchsührung die Podd- und um die Bootsstege wieder an ihren allen Platz (eraitbe beauftragt wurde. 3m Slupuft wird eine ju bringen. Denn es galt Borbereitungen zu tret en; größere Wanderfahrt auf der unteren Lahn statt- für den Generalappell, der jeweils mit dem An- fi^n. lung errang sie den 3. Platz vor Buderus Hauptverwaltung, Didierwerke Mainzlar, I. B Noll Der Wettbewerb bestand aus einer sportlichen Leistungsprüfung, dem Auftakt, einer Vorführung „Kraft burd) Freude", Hebungen unter dem Motto „Leistung und Gestaltung" und dem Ausklang. Insbesondere durch die musikalische Gestaltung ber _ , _ „ . , „ Vorführungen hatten die Darbietungen der ein- ginn des Padd:ljahres. War auch ihre Zahl in NS.-Reichsbundes für Leibesübungen in der Turn- zelnen Sportgruppcu einen außerordentlich ein- diesem Jahre geringer als in früheren Jahren, fo Halle des TV. 1846 unter Leitung von Bezirksoo- drucksvollen Erfolg. Der Wettbewerb gab einen herrschte dock) gleich große Freude unter den 2(n- [ i . ' s. 7 . 7- Einblick in die Tätigkeit der Sportgruppen, welche' getretenen, als der stellvertretende Gemeinschafts- Hauck-Gießen einen Lehrgang für Kinderturnen heute trotz der tnird) den Krieg bedingten Schwie- führer H. N a g e l zu einer kurzen Ansprache das durch, der von 28 Ucbungsleiterinnen, die in den rigkeiten an der Ausgestaltung ihres llebungsbc» Wort ergriff. Sein Gruß galt all denen, die in Vereinen des NS.-Reichsbundes als Kinderturn- triebes arbeiten und dem beruflich angespannten der Leibesübung mehr sehen, als nur einen Zeit-! wartinnen eingesetzt sind, besucht war. Zu Beginn Menschen Kraft und Lebensfreude vermitteln. । vertreib, fein Gruß galt aber auch den Kameraden,1 des Lehrgangs führte der Leiter mit den Teil- t. Z. im Felde »■ Rudern! WERB F DRUCKSACHEN VV C H D C Brühl. Gießen Dienstag Forst (Lausitz) Cottbuser Straße 26 12. Mai 1941 Ihre Vermählung geben bekannt Kurt Schlaudraff Hildegard Schlaudraff, geb Holtz IIImMIII Ettrvoch, den 14. Mai 1941, 20 Mir M Vortrags-Abend Donnerstag, den 15. Mai 1941, 19.30 Uhr Filni-AbenS Crti Unteres Bootshaus der G.R.G. 1877, e.B. ES spricht: H S A.L 'Auderlkhrer Wert, Seriin. Mitglieder der beiden Gießener Nudervereine und Freunde sind eingeladen. Für Aktive, Frauen- und Jugend-Ruderer Teilnahme Psticht. 8ie5o N.S.N.L.-BczirkSfiihrung Gießen. Gesichtshaare, alle (fistle. Haare werd, nur durch d. von mirangew. einzig sichere Meth. unt. Garant, für Immer mit d. Wurzel entfernt Frau !<.<■ ulden.seit35Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: (ließen, Am RiegeIpfad 32, 9-17 Uhr._______,330p 81. 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