Donnerstag, 13 März |
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ft seiner Heimatstadt Linz über Großdeutschlands Bewährung im Kampf um sein Lebensrecht
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hier fei die erste und vielleicht entscheidend st e Etappe in der langen Reihe !der Erfolge die Schaffung des Groh- deutschen Reiches gewesen. Denn Damit habe die endgültige Zerschlagung des Versailler Systems auch nach außen hin ihren sichtbaren Ausdruck gesunden. Die Folge dieser damaligen Proklamation des Großdeutschen Reiches fei seitdem eine einzige Entwicklung nach vorwärts gewesen, eine Festigung des Reiches, Stärkung der Ration und im Zusammenhang Damit eine Kette großer außenpolitischer Erfolge.
„Heute stehen wir nun" — so erklärte der Füh- !*r — „vor Der Bewährung dessen, bas wir tamals begonnen haben, well genau so, wie die rfte Einigung 1870/71 die Mißgunst der anderen Gelt fand, auch die zweite große Einigung des putschen Volkes, die Bildung des Großdeutschen k eiches, sich heute durchsetzen muß gegenüber dem fafe, dem Neid, der Eifersucht, der Habgier, aber tud) der Trägheit anderer Volker und der anderen Staaten. Ich sehe darin einen geschichtlichen Hin- r eis. der uns stolz, aber auch zuversichtlich machen Unn. Damals ging dieser Kampf mit einem ge» t altigen geschichtlichen Erfolg zu Ende. Der heu ige t«mpf wird nicht um ein Haar anders verlausen, 1- wird zum gleichen Erfolg führen!"__
Der Führer sprach davon, wie selbstverständlich tnb natürlich uns allen heute der Sieg des Groß- Kutschen Reiches erscheine. Als er vor drei Jahren h diese Stadt eingezogen sei, da habe er nicht em L Softem zum erstenmal angeschlagen, sondern einen Plereits geschlagenen Zustand endgültig beseitigt Wenn .taber heute die andere Welt glaube, für diesen über- r undenen Zustand noch kämpfen zu können, so fechte I fs damit für eine verlorene Sache.
K 3n feinem unbändigen willen und unerschütterlichen Lnlfchluh, Den Kampf zum siegreichen L Ende zu führen, stehe er heute nicht allein Da, T sondern hinter ihm stehe Die national- —j-o zial ist Ische Partei, Die heute genau so die Trägerin Des politischen Sie- .L geswillens Der Deutschen Ration sei. fV wie sie Die Trägerin Des Willens zur Erhebung wax. An der Seite dieser Bewegung stehe Die \x unterdes geschaffene Wehrmacht de« neuen Ar Reiches, Die genau so hart und unerbittlich sei.
Die Welt werbe erkennen. Daß man alles eher
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beugen könne, als Die Wehrmacht Des Dritten Reiches. 3n Der Partei aber unD in Der Wehrmacht und hinter beiDen stehe Das Deutsche Volk, Dem heute eine Fahne voranschwebe. Das ein Wille beseele, ein Entschluß beherrsche unD eine Tapferkeit erfülle. Er freue sich, bas gerade hier auf Dem BoDen seiner engeren Heimat aussprechen zu können.
„Dor etwa einem Jahre noch" — so fuhr der Führer fort — „da war Churchill sich noch nicht ganz im klaren über die Standfestigkeit der Volksgenossen meiner Heimat. Ich habe ihm damals versichert, daß hoffentlich bald die Zeit,kommen wird, wo er sich dafür eine bessere Belehrung wird holen können. Diese Zeit ist unterdes eingetreten England hat sich die Belehrung geholt, und ich habe nicht den Eindruck gehabt, daß die Standfestigkeit der britischen Brigaden eine größere gewesen toäre, als die der ostmärkischen Bataillone in Norwegen und Frankreich."
Der Führer sprach von unserem Kampf gegen die alte Welt Des Goldes und des Ka-
Oer Volksschuttehrer von morgen.
NSK Die Lehrernachwuchsfrage ist in den vergangenen Jahren zu einem offensichtlichen Problem geworden, das sowohl dem dafür zuständigen Reichsministerium wie auch Den vordringlich daran interessierten Parteistellen, dem NS.-Lehrerbund und der Hitler-Jugend erhebliches Kopfzerbrechen gemacht hat. Man kann es nicht im Zusammenhang mit der allgemein auftauchenden Menschenverknappung und Nachwuchssorge in einem Atemzuge nennen, denn es wurde bereits akut, bevor noch in anderen Berufen Die letzte Arbeitslosigkeit beseitigt war.
Die besondere Schwierigkeit des Nachwuchsproblems für den Volksschullehrer liegt auf der Hand. Wenn es Auffassungen gibt, nach denen der deutsche Volksschullehrer den Deutsch - Französischen Krieg 1870/71 - gewonnen, Den Weltkrieg aber verloren habe, so spricht daraus bei aller Strittigkeit um Die Wahrheit dieser These doch eine hohe Anerkennung der Bedeutung dieses Schlüsselberufes, durch dessen Hand die ganze junge Generation eines Volkes geht, und die bereits in der altdeutschen Dreiteilung des Volkes in Nährstand, Wehrstand und Lehr st and ausgedrückt ist. Der Lehrstand war in einer Zeit ohne politische Volksorganisation der erste und, man möchte sagen, der einzige Volkserzieher.
Die Sckmle hat lange Jahrzehnte hindurch die alleinige Verantwortung für Die Erhaltung des Volks- und Nationalbewußtseins tragen müssen, und wenn sie sich dieser Verantwortung, wie der deutsche Zusammenbruch 1918 bewies, nicht gewach- sen gezeigt hat, so kann man wohl weniger den Lehrerstand als die Zusammenfassung aller Lehrerpersönlichkeiten bafür verantwortlich machen, als vielmehr das Staatssystem, das diese seine Waffe der Volkserziehung nicht so geschärft hat, wie es notwendig gewesen märe. Oberflächliche Undankbarkeit gegenüber Schule und Lehrerschaft war lange Zeit Mode geworden, unzulängliche Sorgfalt in Der Auswahl des Lehrernachwuchses hingegen der Nährboden für eine berechtigte Kritik am deutschen Lehrer.' Ein Zeitalter, das über die sittliche Berufung zur Jugenderziehung in der Lehrerauswahl den Brotberuf stellte und diesem Perus dann gleichzeitig den Brotkorb so hoch hängte, daß er für zahllose an sich geeignete Kräfte keinen Anreiz mehr bot, konnte sich nicht wundern, wenn ein solcher „Lehrstand" nicht hielt, nicht halten konnte, was man ,.ch von ihm versprach.
Die wahren und begeisterten Jugenderzieher litten natürlich unter diesem Zustand, konnten sie es
hqtjnt, die Erfüllung einer jahrhundertelangen Sehnsucht, die gerade in Diesem Gau mit ihre stärken und tapfersten Vertreter gesunden habe. In -inen Ausführungen legte der Führer dann im linzelnen dar, wie gegenüber der Auflösung unsres Volkskörpers im Innern und Der Ohnmacht »es deutschen Lebenswillens nach außen die natio- -alsozialistische Bewegung Das deutscheDolk innerlich zusammensaßte und damit seine Eraft auch nach außen mobilisierte.
Helten, Jer|ap
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es auf Zerfall bei uns Deutschland sei ernährunas- mäßig und wirtschaftlich gesichert. Die beste Wehrmacht der Well stehe bereit, um des Führers Befehl zu folgen. Vor allem aber wisse jeder Deutsche, worum es m diesem Kneg gehe, der ein Volkskrieg in des Wortes wahrster Bedeutung fei. Leere Drohungen und Prahlereien des Feindes könnten uns nicht schrecken. In entschlossener Stimmung wartet das deutsche Volk auf die Befehle des Führers. Mit festem Vertrauen auf ihn der den rechten Weg weise, gehe es der Entscheidung entgegen Die Parole laute: „Vertrauen, gehorchen, kämpfen und arbeiten!" 1 Fubelstürme um Den Führer.
Wenige Minuten vor Abschluß dieser großen Manifestation ter Treue Der Linzer Pevölkerung zu Führer unD Reich oerkünDete Gauleiter E i g r u - b e r : „D e r F ü h r e r hat mir versprochen, heute AbenD nach Linz zu kommen unD Der Kundgebung beizuwohnen. In einer Minute dürfen wir den Führer erwarten!" In diesem Augenblick erklangen bereits die ersten Takte des Padenweiler Marsches, die aber sofort in Den grenzenlosen Jubelstürmen Der überraschten unD unvorstellbar glücklichen Menschen unterging. Der Führer war im Saal, war wieder in seiner alten Heimatstadt, Der Jubel, mit dem die 40 000 den Führer grüßten Die die Halle und den weiten Platz davor füllten, war unbeschreiblich. Immer wieder brandeten Die Sprechchöre hi zum Führer: „Wir Danken unserem Führer! Wir grüßen unseren Führer!" Immer tosender wurde der Jubel, der den Führer umgab. Ein spontaner Ausbruch Der FreuDe und des Dankes, der Ergriffenheit und der Begeisterung für Den Führer, Der mit seinem überraschenden Kommen der Linzer Bevölkerung und darüber hinaus Der ganzen deutschen Ostmark die schönste Freude gemacht hat. (Bauleiter (Eigruber gab Dann Dem Führer des Wort. Und nun stand der Führer vor der Rednerfanzel. Don neuem raste ein Jubelsturm durch den weiten Saal. Nur langsam verebbten die Judelruse. Dann sprach Der Führer.
len Tag, an Dem vor Drei Jahren Der Führer von kinz aus Die Wiedervereinigung Oesterreichs mit lern Reich verkündet hat, veranstaltete der Gau HerDonau Der NSDAP, am Mittwochabend in Der Festhalle am Südbahnhos in Linz eine Massenkundgebung Gauleiter (Eigruber latte sie mit einer kurzen Ansprache, in Der ir die Bedeutung des Tages darlegte, eröffnet, wor- ruf Reichsrnmifber Dr Goebbels den tieferen Binn der gegenwärtigen kriegerischen Auseinander- »tzung zweier Weltanschauungen kennzeichnete unD loraus die unzerstörbare Siegesgewißheit der beut» chen Nation ableitete. Zum ersten Male in unsrer Geschichte, so führte er aus, sei Das ganze Deutschtum angetreten, um für Das deut- |f)e Volk nun endgültig Den Platz an Der Sonne |u erkämpfen, Den Die Weltplutokratie ihm bisher itrroeigert habe. Es sei gut, daß Die ostmärkischen Baue noch vor dieser historischen Auseinander- l>tzung ins Reich heimgekehrt seien, denn nun erlebten auch sie im Kriege ihre große Bewährung. Während die Welt immer noch auf Streit unh Aruderzwist bei uns ihre Hoffnungen fetze, werde -i Wahrheit das deutsche Volk in allen seinen Stämmen in diesem Kampf z u einer unlösbaren Einheit zusammengeschweißt.
Dr Goebbels schilderte Dann, wie Dieser Krieg
In seiner Ansprache rief Der Führer die uerung wach an jenen 12 März vor v u v i c >i, an Dem er zum ersten Male in l-iner Jugendstadt habe sprechen können. Damals Zusammenschluß aller Deutschen ange- (Erfüüung einer jahrhundertelangen . _____K ru«.. ikr» UÄrt.
vrüdttche Un toerfttätsDnid eret R. taugt General-Anzeiger für Oberhessen Ließen. Schvlftraße 7-9
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mroTb euHch7 Reich' ve'rkünd'e'te"-"Ünser Bild zeigt den Führer während dieser Ansprache am belegt, wobei Brände entstanden Feindliche
Tage der Wiedervereini^mg. Dor ihm die riesige Volksmenge auf dem Heldenplatz vor Der Wiener j Flugzeuge haben einige Ort chasben Eritreas bom- .tage oer jsteoerue u u Hofburg. — (SH-rl-Bilderdienst-M.) 'barbiert, ohne nennenswerten Schaden anjurichten.
und Der Steigerung Der deutschen Produktionskraft. be9 grtzh„es Handelsschiff, das nach Volltreffer In keiner Zeit der deutschen Geschichte sei in weni- (( b(ieb Erfolgreiche Angriffe richteten sich bei
Tn"ri^nren®l?eVän^^ber““-VC"rief der"W Tage gegen I.ngP.ähe 'n Sübenglaab unb bie aus — „auch mit Stolz auf diese drei letzten hafenaulagen von porlsmoulh. Fernkampf
ofteten Welt zu Boden werfe. In diesem .Llassen- limpf zwischen reichen und armen Nationen" habe !( hurchi11 die Partie bereits verloren
darüber sei keinerlei Zweifel mehr möglich. Vergeb- Ich warte London auf Hilfe und vergeblich warte
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-och nicht verhindern, mit den „Paukern" in einen, Topf geworfen zu werden. Sie erkannten aber auch frühzeitig, daß das Problem der Volks- und Jugenderziehung nicht mehr vom Lehrer.,stände" her gelöst werden könne, sondern nur durch die erzieherische, sittliche Gewalt einer das ganze Volk erfassenden weltanschaulichen und politischen Bewe- nung. So ist es kein Zufall, daß sich unter den führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus eine große Anzahl früherer Lehrer befindet.
Aber das Lehrerproblem ist aufgeworfen und wird durch den Nationalsozialismus g e l ü st werden. Dabei ist es auf keinem Gebiet so schwer, die Fehler der Vergangenheit auszumerzen wie auf diesem. Es sind im Laufe der Zeit von mehr oder weniger berufener Seite Reformpläne aufgeworfen worden, die von den verschiedensten Gesichtspunkten ausgingen. Die.einen meinten, man müsse den Lehrerberuf mit einem neuen Idealismus durchtränken, die anderen glaubten das Problem fei allein von der Besoldungsseite her zu lösen, wieder andere wollten resignierend auf die Bereinigung gegenwärtiger Schwierigkeiten verzichten und erhofften sich alles vom Nachwuchs in der deutschen Lehrerschaft. Einleuchtend ist, daß alle solche Gesichtspunkte zusammengefaßt erst des Wesens Kern ergründen. Man kann das Lehrerproblem eben nicht unabhängig von ben_ sonstigen Problemen unserer völkischen Existenz lösen, sondern nur im engsten Zusammenhang damit. Richtig ist, daß ein neuer Lehr- und Erziehungs- gedanke die deutsche Schule erfassen mußte.
Das konnte nur die nationalsozialistische Lehre sein. Aus der ungeheuren erzieherischen Gewalt der nationalsozialistischen Bewegung mußte auch der Lehrer seine pädagogische Kraft schöpfen. Er muß diesen Grundgedanken heute auf seinem Einsatzgebiet, dem der schulischen Erziehung, verwirklichen. Richtig ist ferner, daß auch in der Lehrerbe- foldungsfrage noch nicht das letzte Wort ge- sprachen ist und daß, gemessen an seiner Verantwortung und seinem Auftrag und verglichen mit manchem anderen Beruf, der Lehrer sich zurückge- setzt vorkommen muß. Aber ebenso, wie in der bevorstehenden Reichslohnordnung die willkürliche Be- Wertung der menschlichen Arbeitskraft in den verschiedenen Berufen ihr Ende finden wird, ist nicht daran zu zweifeln, daß auch der Lehrerberuf im kommenden sozialen Deutschland seine ihm angemessene wirtschaftliche Bewertung finden wird.
3n der Nachwuchsfrage sind in letzter Zeit entscheidende Schritte vorwärts getan worden, und zwar unter dem Gesichtspunkt, daß für den kommenden Lehrer nicht mehr eine mehr oder weniger mechanische „Bildung" allein ausschlaggebend sein kann, sondern die tatsächliche Eignung, die nun einmal unabhängig von Herkommen und Schul- ausbildung ist. Ganz ohne Zweifel sind Tausende von hervorragenden pädagogischen Befähigungen heute nur deshalb nicht im Lehrerberuf tätig, weil ihnen der Weg dazu nicht erschlossen wurde. Gerade die Systemzeit, die eine Revolution des sozialen Lebens verhieß, hat diesen natürlichen Lehrbefähigungen den Weg zum Schulfach versperrt, indem sie durch ihre pädagogischen Akademien, in denen oie Reifeprüfung vorausgesetzt wurde, einen Wall vor die Pforte des Lehrerberufes baute. Sie wechselte damit die erforderliche Lebensnähe im Volks- jchullehrerberuf gegen eine theoretische Bildungs- Maschine aus, ganz abgesehen davon, daß die Mehr- zahl der Abiturienten, einmal zur Hochschulreife ge- langt, natürlich einen aussichtsreicheren akademischen „Vollberuf" dem des damals scheel angesehenen Dolksschullehrers' vorzog.
Die kürzlich veröffentlichte zusammenfasiend« Bekanntgabe des Reichserziehungsministeriums läßt erkennen, daß heute schon ungezählten geeigneten Kräften der Weg zum Lehrerberuf of- sen steht. Die Reifeprüfung ist nicht mehr Voraussetzung, sondern die Schwenkung zur Be- ru'sausbildung des Lehrers, die in fünf Jahren gründlich und zweckbestimmt vorgenommen wird, erfolgt künftig nach Absolvierung der Hauptschule. Für die Gegenwart und die bevorstehende lieber- aangszeit sind weitere Möglichkeiten geschaffen wor- oen, um die Lücken im Lehrerberuf über die Schul- helferausbildung zu schließen.
Damit zeichnet sich eine Tatsache bereits deutlich ab: die Frage des künftigen Lehrernachwuchses wird ausfchließlich nach dem Gesichtspunkt der E i g - nung und keinesfalls nach wirtschaftlichen.Möglichkeiten des Bewerbers beantwortet. Da die Eignung gleichzeitig die Neigung zum Lehrerberuf voraussetzt, wird die kommende Lehrergeneration, erzogen im Geist des Nationalsozialismus, auch jenen beruflichen Idealismus mitbringen, der durch verfehlte Experimente und verminderte öffentliche Achtung in der Vergangenheit in so manchem anfänglich begeisterten Lehrer erstickt wurde. Daß schließlich die wirtschaftliche Existenz des Lehrers zukünftig in einem gefunden Verhältnis zu der ihm anvertrauten Verantwortung für die Schulerziehung junger deutscher Menschen stehen wird, da^ür steht das Wort des Führers ein, nach dem Kriege ein soziales Deutschland zu schaffen, tieften Grundlage die Leistung und die gerechte Bewertung jedes Einsatzes für das Volk fein wird.
E.G.Dickmann.
Das Ritterkreuz für den Führer der Schnellboote.
Verdiente Auszeichnung des Kapitäns zur See Buetow.
Berlin, 12. Rlärz. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, das Ril- terkreu; des Eisernen Kreuzes an Kapttän zur See Buetow- Als Führer der Torpedoboote Hal er sich wahrend der Norwegen-Unternehmungen durch persönlichen Einsatz und Schneid bei der Besatzung und insbesondere durch schnelles Anlandsehen der Landungstruppen trotz starker Gegenwehr große Verdienste erworben. Seit dem Frühjahr 1940 leitet er den Einsatz der Schnellboote Im Westraum und Hal damit enlfcheidenden Anteil an den großen Erfolgen unserer Schnellboote. Kapitän 5. Buetow hat eine Anzahl erfolgreicher Feindfahrten persöntich geführt.
Das Ritterkreuz für Hauptmann Daser
Berlin. 12. März (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Ooerbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Daser in einem Kampfgeschwader. Hauptmann Daser hat in zahlreichen Fernkampfeinsätzen bedeutende Erfolge errungen. Alle Sonderaufträge hat er auf Grund seines meisterhaften fliegerischen Könnens, feiner Kaltblütigkeit und seiner vorbildlichen Tapferkeit zielsicher durchgeführt. Im Norwegen-Feldzug flog er bewaffnete Aufklärung
Matsuokas Abreise nach Berlin
Roosevelt unterzeichnet das EnOndhilsegefeh
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melfeuer hatte man in London wie in Washington nenb die Spc die Annahme und Unterjeidyiung des Gesetzes, das len. Die Zah! sofort in Kraft tritt, als eine weltbewegende Haupt» wird mit 13i
Beservisteneinberusungen aus den Philippinen.
sagen exerziert wurden.
Nach diesem vorbereitenden agitatorischen Trom-
im Widerspruch mit ihrem Sohne Josef Wilhelm, dem Großvater Mr Willkies, von dem Juden Bernhard Gerson, der 1857 nach Aschersleben gekommen war, begaunern und verkaufte i h m
Geschäft und Anwesen um den Preis von 3600 Talern. Sie sah aber keinen Pfennig bares Geld Der Jude zahlte ihr 1750 Taler aus. mit den-n sie sofort die Belastung abdecken mußte. 1850 Taler ließ er für die Witwe hypolhe-
grober Vertreters mit dem jugoslawischen Außenminister Cincar-Markowltsch. der erklärte, der wichtigste Zweck der außenpolitischen Tätigkeit Jugoslawiens sei es. den Frieden zu bewahren und die Sicherheit des Landes zu verstärken. Jugoslawien wolle besonders die Beziehungen festigen im Verhältnis zu seinen Nachbarn. Die politische Devise sei Verständnis und Zusammenarbeit. eine Zusammenarbeit mit allen Mächten, um Südosteuropa von einer neuen Aus«
Badioteleion-DerPindung Born- Ztalienisch-Offafrika.
Rom, 12. März. (Europapreß.) Rach einer TW teilung des italienischen Rundfunks ist zwischen Rom und Italienisch-Ostafrika der radio-telephonische Verkehr ausgenommen worden.
Washington, 12. INärz. (DNB.) kurz vor Beginn der heutigen Pressekonferenz unterzeichnete Präsident Roosevelt das Englandhilsegeseh und setzte nach Rücksprache mit Vertretern der Armee und Kriegsmarine die erste Li st e de s Kriegsmat e r i a t s fest, das — wie, er In der anschließenden Pressekonferenz mitteilte — zum größten Teil für England, zu einem kleinen Teil für G r i e- chenland bestimmt ist. Roosevelt lehnte es ab, die Liste der Materialien bckanntzugebcn, so lange sie nicht im Besitze der Empfänger seien, da sonst andere Stellen davon profitieren könnten. Er deutete jedoch an, daß auch Kriegsschiffe dazu gehör- teil. Roosevelt kleidete das in die Form, daß „Armee und Marine bei dieser Liste beteiligt waren, nicht aber die handelsschiffsbehörde". Er erklärte, daß der insolvierte Betrag nicht sehr groß fei. Genaue Preise feien noch nicht festgesetzt worden, da es sich teils nm veraltetes, teils um überflüssiges Material handele und man natürlich dafür nicht die vollen Ursprungskoslen berechnen könne. Zu angemessener Zeit würden sowohl die Warenlisten wie der festzusehende Wert bekanntgegeben werden. Heber eine Hilfe für Ehina erklärte Roosevelt, daß er den Bericht feines soeben zurückgekehrten Sonderagenten Lurrie abwarten werde.
ftai)t der Willkie, hat an Hand der Dokumente dies den Vertretern der in- und ausländischen Presse mit
aufflärungsflüge bis in den hohen Norden,46 000 DRT. Handelsschifsraum zu Der* brachten für die Führung wichtige Erkundungen. | senken.
Luftangriffe auf Berlin, Hamburg und Bremen.
Vorwiegend auf Wohnviertel. — Bisher acht Abschüsse.
B er lin, 13. März. (DRV. Funkspruch.) In der vergangenen Rächt griffen britische Kampfflugzeuge die Reichshaupt st adt sowie hamburgund Bremen an. Die Angriffe richteten sich, wie üb- tich, mit Schwerkraft gegen Wohnviertel. Brände konnten in den meisten Fällen schon im Eni- stehen gelöscht werden. Einzelne Wohnhäuser wurden beschädigt. Der militärische und Wehrwirtschaft, liche Schaden ist bedeutungslos. Rach den vorliegenden Meldungen wurde eine Anzahl Personen getötet und verletzt.
Nachtjäger mnd Flakartillerie zwangen den Geg. ner an mehreren Stellen um Abdrehen oder zu un- gezieltem vorzeitigen Bombenabwurf. Bisher wurde der Abschuß von acht feindlichen Flugzeugen gemeldet.
gestern von Tokio abfuhr, das Tagesgespräch in der ganzen politischen Welt bildet. Die ständige starke Aktivität der Achse einerseits und die so deutlich demonstrierte praktische Wirksamkeit des Dreierpaktes anderseits Haden den Angelsachsen gründlich das Konzept verdorben. Wenn jetzt gleichwohl die Amerikaner ganze Schiffsladungen von Rüstungsmaterial nach England schicken, dann werden sie sich ia wohl daran erinnern, daß laut Ankündigung des Führers jedes Schiff, das vor ein deutsches Lancier* rohr kommt, torpediert wird und daß im übrigen jede Möglichkeit einkalkuliert ist.
Die Kehrseite.
Roosevelt fordert sieben Milliarden Dollar für Rüstnngszwecke.^
Washington, 12. März. (Europapreß.) In einem Schreiben an den Sprecher des Abgeordnetenhauses forderte Roosevelt die Bewilligung von sieben Milliarden Dollar für Rüstungszwecke, um „die von der Regierung festgelegte Poli- tik" durchzuführen. Der demokratische Senator Burton W h e e l e r erklärte zu Roosevelts Forderung, die angekündigte Mittiarden-Forderung sei nur der Anson- dessen, was der Steuerzahler aufzubringen haben werde, um den europäischen Krieg zu finanzieren. Das USA.-Bolt müsse sich daher auf eine erhebliche Erhöhung der Einkommensteuer sowie der indirekten
Abgaben gefaßt machen. In ähnlichem Sinne äußerte sich der republikanische Senator Gerald P. Nye, befürwortete aber im übrigen die Finanzierung des Englandhilfe-Programms durch eine Sonder st euer, welche der Erhöhung der allgemeinen Einkommensteuer vorzuziehen sei.
Die Wahrheit über Willkies Großeltern
Durch jüdische Raffgier zur Auswanderung gezwungen. .
s Im Westseldzug richteten sich seine Angriffe gegen Handelsschiffe in der Gironde-Mündung und der Biskaya. Im Krieg gegen England gelang es ihm, im Atlantik, dem Nordkanal und der Irischen See
T o k I o. 12. März. (DRV.) Der japanische Außenminister Matsuoka ist am Mittwoch um 22.35 Uhr (15.35 Uhr deutscher Zeit) von Tokio nach Europa a'ogereist. Das gesamte k a bi n e t t mit dem Ministerpräsidenten Fürst konoye an der Spitze, zahlreiche Angehörige des Diplomatischen Korps, darunter der deutsche Geschäftsträger V o l h e, die deutschen Wehrmachtattaches und der Italienische Botschafter In dell! sowie der rumänische Geschäftsträger, die Direktoren des japanischen Anhen- amts, der Lhef des Generalstabes, General S u- giyama, und zahlreiche weitere führende Persönlichkeiten bereiteten Matsuoka bei seiner Abfahrt aus dem Tokioter Bahnhof einen herzlichen Abschied. 3m ganzen Bahnhofsgebäude und auf dem weiten Bahn- hofsplah hatte sich neben den nationalen Vereinigungen einerlesigeMenschenmenge eingefun- den, die Matsuoka mit begeisterten Banzai-Rufen begrüßte und ihm Kundgebungen barbradjle. In der Begleitung Matsuokas befinden sich neun führende Persönlichkeiten des Auhenarnts und je ein Vertreter der Wehrmachtteile.
„Ich fahre nicht nach Europa, um den Dreierpakt zu festigen, denn der Dreimächtepakt steht so fest, daß eine Steigerung nicht mehr möglich ist. In diesem Punkte kann und wird Japan niemals chwankend werden", erklärte Matsuoka kurz vor einer Abreise auf einem Presfe-Empfang für deut- che und italienische Journalisten. Er brachte weiter zum Ausdruck, daß er seit der Einladung zum Be- such Deutschlands und Italiens durch die Führer der Achsenmächte am 27. September 1940 ständig auf die Gelegenheit gewartet habe, den Achsenländern einen Besuch abzustatten. Diese Gelegenheit scheine ihm mit der erfolgreichen Lösung der japa- Nischen Vermittlungsaktion zwischen Frankreich und Thailand gegeben. „Ich bin", fuhr Matsuoka fort, „es meinem Lande schuldig, daß ich als verantwortlicher Leiter der japanischen Außenpolitik die führenden Männer der mit uns verbündeten Län*
karisch einfragen. Darauf bekam die Witwe, die un» ter den kümmerlichsten Verhältnissen als Näherin ihr Leben fristen muflte eine Rente von 7 -A Tatern. Der Jude Gerson selbst, der mit 7000 Talern nach Aschersleben gekommen war, erwarb Haus und Geschäft mit ganzen 600 Talern. Zur Ablösung der 1750 Taler borgte er sich noch 1000 Taler, und aus dem Verkauf einer Diehweidegerechtsame machte er 150 Taler flüssig.
Der Großvater Mr. Willkies konnte diese Gaunerei nicht mehr mit ansehen. Er schiffte sich am 14. August 1860 auf den Dampfer „Bavaria" der Hamburg - Amerika > Linie nach Neuyork ein (laut vorliegenden Schifsslisten). Seine Frau und seine beiden Söhne, die ebenfalls noch in Aschers* leben geboren waren, folgten ihm erst im Jahre 1865. Die Tyrannei kann also bqn alten Vater Willkie doch nicht so sehr auf dem Herzen gebrannt haben, wie Mr. Willkie glauben machen will. Im übrigen leben heute noch verschiedene Verwandte Willkies in Aschersleben, es kann also keinerlei Zweifel sein, daß der Großvater Mr. Willkies der Heimatstadt Aschersleben und dem deutschen Vater* land nur den Rücken gekehrt hat, weil ihm di» Raffgier eines Juden Haus und Geschäft, die ihm einst gehört hatten, und wo er fein Brot hätte finden können, weggegaunert hatte. Und der Enkel redet von deutscher Tyrannei, wo er von jüdischer Gaunerei sprechen sollte. Wohl weil er, dem Judentum hörig, den Dienst für die Juden und das jüdische Kapital als den Inbegriff der echten Freiheit betrachtet.
Bomben im englischen Diplomaiengepä'ck.
Explosion in einem Hotel in Istanbul nach Ankunft Rendells.
Istanbul, 12. März. (DRV.) Kurz nach bet Ankunft des bisherigen englischen Gesandten in Sofia, Rendell, upd seiner aus 70 Personen bestehenden Begleitung im Hotel „Para-Palast" in Istanbul ereignete sich in der Vorhalle, wo das Gepäck stand, eine starke Explosion. Zwei für- kksche Polizisten in Zimt und eine Engländerin mürben getötet, zahlreiche andere Personen, meist Engländer aus Sofia, wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Durch den Lustdruck wurde d i e Vorhalle v e r w ü st e t. Die Fenster und ein Teil der gegenüberliegenden Häuser und ein osr- beifahrender Straßenbahnwagen wurden eingedrückt. Der entstandene Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach war ein Sprengkörper explodiert, der in einem Reifekoffer der Engländer verpackt war.
Die Anatolische Telegraphenagentur meldete, es seien zwei fremde Koffer aus dem Bahnhof Sofia unter das Gepäck des Personals der englischen Gesandtschaft vor der Abreise des Sonderzuges gemengt worden. Dazu erklärt die bulgarisch« Telegraphenagentur: Die Verladung und Beförderung des Gepäcks der englischen Mission vor ihrem Verlassen Sofias ist vom Gesandtschaftsgebäude in zwei Kraftwagen, die d o n bet Gesandtschaft gemietet worden waren, ausschließlich vom Personal der Gesandtschaft uno unter seiner Kontrolle erfolgt. Die Unterbringung bes Gepäcks in die Wagen des Zuges erfolgte durch die Beamten,der englischen Gesandtschaft, die felbft'bie Plätze und das Gepäck un'er sich verteilten. In derselben Weise wurde das Gepäck auf der letzten Grenzstation Swilengard um« geladen. Die englischen Beamten erklärten den He begleitenden bulgarischen Beamten, daß alle Gepäckstücke genau der Zahl nach übernommen wurden.
„Verständnis und Zusammenarbeit."
Die politische Devise Jugoslawiens.
Bukarest, 12. März. (DNB.) Das Blatt .Ae- tiuena" veröffentlicht eine Unterredung seines Bel-
gegen Kirkenes, wobei es ihm gelang, den 6 e n • | der Vatsözu zerstören. Er griff erfolgreich Ge-1 leitzüge und Truppenausladungen b e i Haar*, ftabt und ein englisches Schlachtschiff an. Fern- § aufflärungsflüge bis in den hohen Norden
unwiderleglichem Beweismaterial belegt.
Danach wanderte der Urgroßvater W i 11* ....
kies, ein Keftelführer Friedrich Willcke, oon! n>eitung des Krieges zu verschonen, eine Derstar- Wichenberg nach Aschersleben zu. Dort wurde ihm \ fUng der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die durch am 25. 2. 1826 ein Sohn Josef Wilhelm geboren, I gegenwärtigen Krieg schwer gelitten habe, linder Großvater von Mr. Willkie. Am 6. April 1859 ter dem Zeichen einer positiven Zusammenarbeit machte Friedrich Willcke ein Testament, nach dem werde Europa die Grundlage einer Neuordnung die Witwe die Aufgabe hatte, das Unternehmen für ^gen können. Diele Friedenspolitik Jugoslawiens die Kinder fortzuführen Nach dem Tode dieses, entspreche vollauf feinen ßebensintereffen und dem Friedrich Willcke ließ sich die Witwe Willcke — der ( Gefühl der Nation. Per Gedanke einer dauerhaften Verstorbene hatte inzwischen eine zweite Frau ge-; und friedlichen Zusammenarbeit zwischen allen Döl- heiratet —auf Grund eines Testamentsparagraphen fern des Balkan- und Donauraumes sei in der
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aus. Da gibt es eben nur eins: Hindurch. Handelt man beim Anflug nur mit dem. einen Ziel. „Erfüllung des Auftrages" und ergreift Maßnahmen gegen die Abwehr mehr gewohnheitsmäßig und instinktiv, so will man nach geglückter Erledigung der Aufgabe „mit Ueberlegung weiterleben". Man kann zur Not — es bleibt ja auch gar nichts anderes übrig — riskieren, die Sperre zu durch flieg en. Eine kurze Weile geht es an der Sperrwand entlang und dann, mit einer starken Seitenwendung, geht es glücklich zwischen zwei Ballonen hindurch, und ähnstch müssen sie es noch zweimal machen, denn rechtzeitig genug konnten sie eben noch gerade jeweils eine weitere Sperrwand von Ballonen erkennen. Im nächtlichen Dunkel landet bann glücklich die Ma- sch'ne auf unserem Hafen, den sie unter schlechtesten Witterunasvcihäfin'ssen im Blindflug erreichte. Bei unseren Glückwünschen spricht Oberleutnant Hollinde
Oer schlimmste Angriff seit Monaten.
Stockholm, 13. März. (Europapreß.) Die deutschen Angriffe in der Nacht zum Mittwoch auf verschiedene Teile Englands werden in englischen Meldungen ausführlich geschildert. Der Angriff auf die We st midlands sei der schlimmste feit Monaten gewesen, sagt der britische Nachrichtendienst. Gebäudeschäden leien angerichtet worden. Die entstandenen Brände seien bei Tagesanbruch nur zum Teil gelöscht worden, zum Teil unter Kontrolle gewesen. Ferner wird mitgeteilt, daß bei einem der jüngsten Angriffe aus Landon der Buckingham - P a l a st aufs neue beschädigt worden ist. Drei Bomben sind in den Dorhof gefallen, in dem sich die Ablösuna der Wache vollzieht. Durch eine weitere Bombe ist der Nordpavillon vollständig zer-
Ja billigen Kapitalquelle'und währungspolitisch die Abichöpfün-g der durch Lagerabbau, Erzeugungs- und Verbrauchs- einschränkung freigesetzten Kaufkraft.
Reichsbankpräsident Funk befaßte sich sodann mit den Aufgaben der Börse, um dann die Zins- frage zu behandeln. Alle Maßnahmen im vergangenen Jahr hatten nur das eine Ziel: Senkung der Kriegskosten des Reiches, denn für das Reich als den großen Kreditnehmer im Kriege ist der Zins naturgemäß ein bedeutender Kostenfaktor. Jede Million an ersparten Zinsen ermöglicht es dem Reich. 25 bis 30 Millionen Reichsmark neue Kredite aufzunehmen ohne daß hierdurch eine zusätzliche Haushaltsbelastung eintritt. Die staatlichen Zinssenkungsbestrebungen waren daher ein unbedingtes finanzpolitisches Erfordernis, sie waren darüber hinaus auch volkswirtschaftlich gerechtfertigt. Auch künftighin werden zinspolitische Entscheidungen nur dann getroffen werden, wenn sie unbedingt notwendig sind, und wenn alle Faktoren, die mit der Zinsfrage zusammenhängen, genaü geprüft worden find.
Alle Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, wurden von dem unerschütterlichen Vertrauen des Volkes zu der Führung und von einem unbeirrbaren Zukunftsglauben getragen Das beweist am besten die bisherige Entwicklung der Spareinlagen Das deutsche Volk hat in 16 Kriegsmonaten so viel gespart wie auoor in rund 6 Jahren! Ende 1940 hatten allein die bei den ousweispflich- Ligen Sparkassen und Kreditbanken erfaßten Spareinlagen eine Summe von über 30 Milliarden RM. Wir haben es daher nicht nötig, uns mit dem Problem des Zwangssparens zu beschäftigen, das den Engländern so große Sorge macht und das bis heute noch nicht gelöst ist. Der wirtschaftliche Vorsprung kann uns nicht mehr genommen werden. D"r Führer hat Deutschland von Sieg zu Sieg geführt. Er wird uns auch zum Endsiieq führen für ein starkes mächtiges Reich und eine gesicherte glückliche Zukunft des deutschen Volkes.
Der deutsche Botschafter in Tokio ist dem japam- 1d?n Außenminister — vorläufig bis zur russischen 1 Henze — oorausgefahren Moskau selbst hat be- Jn fets erklärt, daß alles geschehen wird, um die Reise lu93euc| japanischen Staatsmannes zu beschleunigen Es c Q utip ls! auch eine Reise, die es in sich hat. Sie führt wie t > r ch d 1 e ganze Breite des größten Ietfci Festlandes her Welt. Insgesamt hat Mat- im, ! fu>ta etwa 11 000 Kilometer von Tokio zurückzu- lecen. Im Flugzeug ginge es selbstverständlich be- i ^tend rascher Allein die Strecke führt durch Si- : Juien. wo der transkontinentale Flugdienst noch ’tliW M zu einer Gewohnheitserscheinuna geworden teilt., |i obwohl eine mehrmals in der Woche beflogene ijilitärlinie von Moskau nach Wladiwostok führt.
Der japanische Auhenminister überquert zunächst «innr hpr h'ihlifhpn innnnifchen Inleln d i e
von der Leistung seines Flugzeugführers, drei Monaten Lazarett und Genesungsurlaub heute seinen ersten Feindflug wieder gemacht hat, und von der überlegenen Haltung feiner Besatzung. Ober- ftlbroebel Leduda aber und die übrigen Männer sind begeistert von ihrem Komandanten.
ent iw} und Z»
Am zweiten Jahrestage der slowakischen Staatsgründung fand vor dem Preßburger Nativ- naltheater eine Kundgebung statt. Innenminister Mach (links) würdigte in einer Gedenkrede das Opfer der für die Freiheit ihrer Heimat in den letzten Jahrzehnten gefallenen Slowaken. Im Vorder- gründ sitzend Ministerpräsident und Außenminister Professor Dr. T u k a. — (Associated-Preß-M.)
sammlung der Deutschen ------......
bankpräsident Reichswirtschaftsminister Funk eine I rund 66 0. i). etyuyi. znqe p<
Ansprache, in der er im wesentlichen ausführte: j wandfrei, daß unsere Produktionskapazität Wenn die Deutsche Reichsbank ihre Iahresrückschau Kriege bedeutend erhöht hab. _ hält, so kommen wir zu der Feststellung, daß lich f ~ * c '
unjere Währung und unser Geldwesen im kriegs-1 mäßigen Einsatz voll bewährt haben. — Im; zwischenstaatlichen Verkehr hat sich die Reichsmark im Laufe des vergangenen Jahres jo durchgesetzt, daß sie heute in Europa praktisch dominiert, während der Sterling feinen Charakter als inter- w « .
nationales Zahlungsmittel weitgehend eingebüßt Wahrung ab, da die Goldwährung nach dem Welt- hat Was nützt ein Goldstandard, wenn er praktisch kriege als Instrument machtpolitischer Unter- außer Kraft ist und den internationalen Kursrück-: drückungsbestrebungen mißbraucht worden ist und ging einer Währung nicht aufhalten kann. Wäh- infolgedessen derartig abgewirtschaftet hat, daß ihre rund*- und Deckungsgrundsätze, die in Krieg-zeiten, Wiederherstellung völlig unmöglich ist. Das Gold also bann, wenn sie am notwendigsten sind, suspen-garantiert heute nicht mehr den Wert des Geldes, diert werden müssen, bedeuten eine Gefahr für die und der Goldstandard stabilisiert nur sein Verhalt- Währung, also auch für die Wirtschaft, für Staat, nis zum Gold. Eine Stabilifierung des Geldwertes und Volk. Die äußere Währungsstabilität kann nur ist überhaupt nur möglich, wenn die Waren- erhalten bleiben, wenn sich die Leistungen im zwl-greise ft a bi 1 if i e r t roerbeni unb wenn die Ar- schenstaatlichen Geld- und Güterverkehr ausgleichen, beit des Volkes der Ausgleich der Wirfichasts- Deoifenbewirtschaftung und Clearing sichern bei uns bilanzen und tue Autorität des Staates die Stabil!- den geldmäßigen, die Außenhandelskontrolle den tät der Währung gewährleisten
gutermäßigen Ausgleich im Auslandsverkehr. Selbst- Währungspolitisch eraeben sich hierbei zwei wlch- verständlich ist die Devisenbewirtschaftung in der tige Folgerungen: Preise und Lohne sich nicht mehr heutigen Form kein Idealtyp für die staatliche Öen- ein Instrument der Produktionslenkung: sie Wertung sie ist aber unentbehrlich. Ähnliches gilt auch den vielmehr stabil gehalten und sichern damit auch für bas Clearingsystem, durch das die Geld- und dis Stabilität unserer Wahrung. Die Aufgaben der Güterströme hindurchgeschleust werden. Hier haben Kriegs^inanzierung haben sich entsprechend verein- wir schon-Ansatzpunkte für eine Auflockerung der sacht: «.e hat für die Auchringung der erforderlichen L. 1 ' ? V, .• , .rr. x -1 ..litrth Jur hi» hirfinnf11nn hpr frfmflph Ptl
jm einer der südlichen japanischen Inseln d i e girafee von Korea etwa unter dem 35 Breiten- flLib. was etwa der Breite von Tanger oder Zypern «f-ipricht. Dann fährt er durch Korea und das ihm ais feiner früheren Tätigkeit als Direktor der fsindfchurifchen Eisenbahn wohlvertrauten Man- dhukuo fast 2000 Kilometer nach Nordwesten und iifft bei der Station Mandschuria, etwa unter du 50. Breitengrad — also dem Breitengrad von Fcinkfurt a. M — auf die transsibirische tz: s e n b a h n . die ihn um den Baikalsee herum , fird) eine großartige Gebirgsszenerie noch etwas jung 6;.' iter nach Norden und dann fast geradlinig nach unb aij $rften durch die weite sibirische Tiefebene führt, ladfo j Die transsibirische Eisenbahn, die Moskau mit Wladiwostok verbindet und eine Abzweigung in die §n ho! • hf*r ■•in ■ f*at ift unö fie die Postkarte gerade an dein ?LLen Tanzlust bar k e i t e n allem be= f£ag schrieb, an dem er nach seinem Urlaub wieder suchten, jjriff zu einer brastischen Erziehungsmaß- , |e,nem Truppenteil zurückkehren mußte. — Das nähme. Sieben bei einer Polizeistreife im 7—r—r 0 1 0
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Amerika und der Imperialismus
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zösisch und englisch sprechenden Kanadiern, der den Engländern höchst unangenehm wurde. Selbst amerikanische Historiker haben zugegeben, daß diese Aufruhrbewegung unter völliger Mißachtung aller Neutralitätsb'egriste ins Leben gerufen warben feit England mußte schließlich nachgeben und Oregon an die Vereinigten Staaten abtreten. Der Krimkrieg (1853/54) bot dann den Amerikanern wieder einmal Gelegenheit, die Engländer aus Grey- town in Nicaragua hinauszudrängen Um diese Zeit batte sich auch Amerika den Zugang zu den japanischen f>ä*en erzwungen, um seinem ftan* del neue Absatzgebiete zu erschließen. Ferner gelang es ihm durch Krieasdrohungen an Frankreich und Nmvland das Protektorat über die Sandwich-
Inseln zu erlangen.
(Schluß folgt!)
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Knochen enthalten auch nach Der Haushalts- Verwertung noch Ausgangspunkte für 80 wichtige Jnvuftriepunkte. Datum: nicht verbrennen ober verfüttern, fanvern Dem nächsten Schulkind mitgebenl
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Krieg Die Amerikaner rückten in Kanada ein, bas 1763 im Frieden von Pans an England gefallen war wurden aber von den Engländern zuruckgedrängt, die togar bis Washington vorstießen und das dortige Kapitol zerstörten Erst als die Engländer bei der Landung in New-Orleans (1815> geschlagen wurden, kam es zum Frieden, in dem die eroberten Gebiete gegenseitig zurückgegeben wurden.
Der Staat Louisiana wurde in diesem Frieden an Spanien abgetreten Da sich dieses aber von den Vereinigten Staaten durch Grenzstreitigkelten bedrängt fühlte, treu es das Gebiet westlich des Mississippi an Frankreich ab, um dadurch einen Pufferstaat zwischen seinen Besitzungen und den Vereinigten Staaten zu bilden Der damalige Präsident 0esse r s o n erblickte in dem Uebergang Louisianas an Frankreich eine schwere Schädigung seines Landes, was in dem Folgenden, charakteristischen Schreiben an den nordamerikanischen Gesandten in Paris zum Ausdruck kommt. Das Schreiben lautete: „Auf der ganzen Erde gibt es nur einen einzigen Ort, dessen Besitzer unser natürlicher und ständiger Feind ist. Das ist New-Orleans durch das die Produkte von drei Achtel unseres Gebietes zu Markte gehen müssen, und infolge ihrer Fruchtbarkeit werden diele Gebietsteile binnen kurzem mehr als die ftälrte unserer Einwohner enthalten Wenn Frankreich sich m jene Tür stellt, nimmt es uns gegenüber eine herausfordernde Haltung em. An dem Tage, an welchem Frankreich von New-Orleans Besitz ergreift, wird aber auch der Zusammenschluß zweier Nationen besiegelt, die zusammenhaltend, den alle anderen ausschließenden Besitz des Ozeans behaupten können Von jenem Moment an müssen wir uns der britischen Flotte und Nation vermählen." —
Der hierin liegenden Drohung mußte Napoleon L, der in Europa stark in Anspruch genommen war und einen Zusammenschluß Amerikas mit England fürchten mußte, nachgeben. Er verkaufte Louisiana für 16 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten (1803).
schützt und pflegt dieHauT
Was den Film „Kampfgeschwader Lutzow mit hm eben hier gelaufenen Heeresdokumentarlilm .Lieg im Westen" verbindet, ist einmal das Dokumentarische, seine Funktion als Bildbericht der jung- sLN, schon Geschichte gewordenen Ereignisse dieses .'irieges; ferner der Umstand, daß hier wie dort ler Geist und die inneren Voraussetzungen zum (irlebnis werden. Mit denen die deutsche Wehr r acht an allen Fronten zum entscheidenden Einsatz naetreten ist. Der Unterschied beruht einmal dar- iuf daß, wie dort beim Heer. der Nachdruck hier cif bem Kampf der Luftwaffe liegt: ferner darauf, toß sich das Dokumentarische mit den Handlungs- k.ementen des Spielfilms - übrigens auf eine sehr r^lkstümliche, zeitnahe und einleuchtende Weife tsrbinbet
kulturellen Höhe entspricht.
Wie steht es aber nun mit der Gegenfrage: Ist Amerika im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte etwa frei von imperialistischen Ideen geblieben? Wenn wir uns den Werdegang dieses Staatengebildes etwas genauer ansehen bann müssen wir feststellen, daß durch seine ganze Geschichte und Politik der Imperialismus, den man uns vorwirst, sich wie ein roter Faden hindurchzieht. Es sind erst 165 Jahre, das muß man sich bei der Betrachtung dieser Frage Vorhalten, daß die Vereinigten Staaten durch ihre Unabhängigkeitserklärung vom 4. Februar 1776, die bamals von 13 englischen Kolonialgebieten auf bem amerikanischen Kontinent erlassen wurde, als selbständiges Staatengebilde in die Geschichte eintrat. Bis dahin oab es auf dem amerikanischen Kontinent nur Kolonien der Engländer, Franzosen, ©panier. Holländer und Schweden, aber, das muß hier besonders betont werden, keine deutschen Besitzungen Deutschland hat während der vergangenen etwa 200 Jahre nur Einwanderer nach Amerika geschickt die wie die Geschichte dieses Erdteils beweist, nicht 'den schlechtesten Bestandteil der Bevölkerung abgegeben haben, sind doch allein von 1821 bks 1900 rund 5 Millionen Deutsche nach Nordamerika ausgewandert, eine Zahl, die von keiner anderen europäischen Nation erreicht wird
Die Franzosen hatten hauptsächlich das Gebiet von Kanada im Norden und Louisiana im Su- ben die Engländer den Osten des amerikanischen Kontinents besetzt Der Streit zwischen diesen beiden Nationen um die Oberherrschaft in diesen Gebieten führte zu mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen, von denen der Krieg von 1754 bis 1763 die größte Bedeutung erlangte.
Zu dieser Zeit tobte auf den Gestlden unseres Vaterlandes der Siebenjährige Krieg (1756 bis 1763). Da der damalige König Georg II. von England gleichzeitig Kurfürst von Hannover war. hatten die Franzosen die Absicht, den Engländern Hannover zu entreißen, sie dadurch in dem Kolonialkrieg ; in Nordamerika zur Nachgiebigkeit zu zwingen und ihre Machtstellung in Europa zu sichern Da Friedrich der Große im Bunde mit England dauernd eine starke französische Truppenmacht im Westen Deutsch । lanbs fesselte und die französischen Absichten zunichte
Die Ehronik des Feldzuges der 18 Tage in Polen. , tiie sie sich im militärischen Einsatz eines Kampf- । x-schwaders und in den persönlichen Crlebmtfen und Kriegsabenteuern etlicher Besatzun- en spiegelt. Nach dem soldatischen Eingangsbilde hr Uebernahme des Geschwaders durch einen neuen Kommodore wechselt die Szene schnell in das stim- riungsvoll-volkstümliche und heitere Idyll einer Flie- csrhöchzeit, bei der der Kommodore als guter Kame- tnb neben der strahlenden Braut mitten unter Den Ingen Soldaten Fitzt. Aber dann wird es ernft, innn kommt der Befehl zum Einsatz, und das Geschwader braust gegen Polen Man erlebt wieder einmal die furchtbare, zerschmetternde Angriffs- t acht der auf feindliche Stellungen und marschie- t: nbe Truppen herabstoßenden Bomber Man w'rd OF SrOtt&gefäpr.
bau unseres Kolonialreiches vor dem Kriege 1914/18.
Dann umriß er in großen Zügen das Schwinden
Allianz mit Frankreich führte und seitdem alle Hebel in Bewegung setzte, um Deutschland einzu- kreisen und zu vernichten. Hierauf weckte er die Erinnerung an die politischen Ereignisse unmittelbar vor Ausbruch des Krieges 1914 und an den Verlauf jener Kriegsjahre mit ihrem furchtbaren Ende für das deutsche Volk im November 1918. Jenes Bild des Niederganis der deutschen Macht durch schwache Führung, Zwietracht und Uneinigkeit :m Volke selbst wurde von dem Redner noch erweitert durch die Hinweise auf die schmähliche politische Entwicklung der Nachkriegsjahre, auf das Auftau-
Adolf Hitler, die in unverbrüchlicher Eini-crkeit im Geiste des Nationalsozialismus nach dem Willen des Führers in die Zukunst marschieren und ein großes Deutsches Reich und ein neues Europa schaffen werden, die dem Glück unserer deutschen Nation und der anderen Völker Europas und der Welt dienen werden.
Die Versammlung dankte dem Redner mit starkem Beifall und bekundete damit die volle llebereinftim» mimg der Hümat mit den Gedanken und dem Empfinden der Front. Dann schloß der Ortsgruppen-Pro- pagandaleiter von Gießen-Süd,. K i r ch n e r, die Kundgebung in üblicher Weise.
geschichte gezeigt hat, beleuchtete der Redner in interessanter Weise noch eine Reihe von Abschnitten der
werden. Jedermann ist zur Hilfeleistung bei Wald» bränben gesetzlich verpflichtet. Im Weigerungsfälle tritt ebenfalls Bestrafung ein.
trauender rür (Generalmajor 3iealer.
Sepso-Tinklur
gehört in Ihre Kans-Apotheke Warum? Weil Sie immer ein zuverlässiges und rasch wirkendes Desinfektionsmittel -jur Hand haben müssen. Denn kleine Verletzungen, wie sie durch Schnitte, Stiche, Nisse, Bisse und dergleichen verursacht werden, kommen ja im täglichen Leben so oft vor! Und alle, auch kleine offene Wunden sind der Gefahr der Infektion durch Bakterien ausgesetzt. DcLh .rlb soll man auch geringfügig erscheinende Verletzungen nicht unbeachtet lassen, sondern sie rechtzeitig mit Sepso-Tinktur desinfizieren. Sepso- Tinktur, die in allen Apotheken und Drogerien in Flaschen zu fünfundfünfzig Pfennigen und in handlichen Tupfröhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist, wirkt genau so desinfizierend wie Jod-Tinktur und ruft keine unerwünschten Nebenerscheinungen hervor. Sie hat weiterhin die angenehme Eigenschaft, keine Flecken, m der Wäsche zu hinterlassen. Auch kann sie von der Haut leicht abgewaschen werden.
In den Frühjahrsmonaten besteht erfahrungs- gemäß die größte Waldbrandgefahr. In der Regel werden Waldbrände durch Fahrlässigkeit und Un»
„Siebenbürgischen Flausen", die 1926 als eines seiner ersten Werke erschienen sind .
Volksgenossen — Achtung!
3n jedem Haushalt häuft sich Altpapier! Bitte nicht wegwerfen oder verbrennen!, sondern sammeln und aufheben!
Altpapier sammeln hilft den deutschen Wald erhalten! 20 Tonnen Altpapier ersparen 63 Raummeter Hol).
Sammelt daher Altpapier und haltet es bereit. 3m Kreise Detlerau wird in der
Woche vom 17. bis 23. Wär) 1941 eine umfassende Sammelaktion durchgeführt und das Alkpapier
in jedem Haufe abgeholt!
zähem Kampfe immer mehr durchsetzen konnte und heute der Führer aller Deutschen ist. Der Redner kennzeichnete dann die wichtigsten Stationen des unter der Führung Adolf Hitlers ständig aufwärts
Oie Front spricht zur Heimat.
Ein Felbsoldat spricht über politische Grund- und Zeiterforderniffe.
Diesen Jahren der völlig negativen deutschen Entwicklung stellte er das Wirken der ausbauenden Kraft gegenüber, die von dem Frontsoldaten aus» ;ing, der sich schon im Jahre 1923 gegen den beut» >en Niedergang gestemmt und damals mit nur
des Entschlafenen. Zu beiden Seiten des mit der Ncichskriegsflagge bedeckten Sarges hielten vier Unteroffiziere Die Ehrenwache zahlreiche Atn nz- spenden, die zu Füßen des Toten niederg-legt waren, legten Zeugnis ab von der großen Wert- schätzung, die dem Verewigten im Leben dargebracht
. . ---------,, ----------,v.i im Walde,
Wegwerfen von Streichhölzern, Abkochen, Abbren» nen von Feldrainen usw. Wer einen Waldbrand verschuldet, macht sich nicht nur strafbar, sondern ist auch zivilrechtlich sch-adenersatzpflichtig. Bei Strafe ist ferner das Rauchen im W.'lde, auch auf öffentlichen Wegen, sowie das Fortwerfen brennender und glimmender Gegenstände und das Anzünden von Feuer an gefährlichen Stellen verboten §310 des StGB bestimmt: ..Wer Wald-, Heide- ober Moorflächen durch verbotenes Rauchen oder An» zünden von Feuer, durch ungenügende Beaufsichtigung angezündeten Feuers, durch Fortwerfen brennenber ober gUmmenber Gegenstände ober in sonstiger Weise in Brandgefahr bringt, wird mit Gefängnis bis zu drei Monaten und mit Geldstrafe ober mit einer dieser Strafen belegt." Ein entflan- denes Waldfeuer ist sofort und energifd) auszusckln» gen. Ist der Brandherd schon zu groß, so muß so schnell als möglich die nächstgeleaene Försterei obör audj &ie nächstgelegene Ortspolizei benachrichtigt
Weltkrieg und in der Nachkriegszeit auseinander» setzt, wurde 1937 von der Stadt Berlin preisgekrönt.
Soin-G-d!chtIommlunq Komme, was will" l w-rd-n Waldbrand- durch Fdbr,ä,siqk° ^ch auch als Lyriker bekannt a-mach. Auch b-tter- achtsamkeit oeruriacht, durch Rauchen Geschichten weiß Zillich zu erzählen, so z. B. in ben ?n-------c- ...... — -
mat" in biefen Tagen in unserem Kreise Wetterau in einer Reihe von Orten durchgeführt wird, sprach am gestrigen Mittwocyabend habe und was ihm nützlich gewesen sei. Don dieser Plattform aus lenkte der Redner bann bie Gedanken zurück bis in
der beutschen Regierungen in der Systemzeit gegen» Freunde des in einem Reseroelazarett nach kurzer über ben haßerfüllten Forderungen ber sog. Welt- Krankheit verstorbenen Generalmajors z. V. Her- friegsfieger England und Frankreich und ähnliche : mann Ziegler Abschied von ber sterblichen Hüll» Vorgänge, bie das deutsche Volk auf allen ®ebie^ *-■ "*° ten seines Lebens nieberbrüdten.
weltpolitischen Entwicklung in ben letzten Wochen „ . _ _ und deren Einkalkulierung in den voraussichtlichen
der politischen Kraft und Geltung des Deutschen Verlauf ber künftigen Auseinandersetzung. Am Reiches nach der Entlassung Bismarcks unter der i Schlüsse seiner etwa anberthalbstünbigen Aussüh- schwachen, staatsmännisch unzulänglichen Führung! rungen betonte er das vertrauensvolle Zusammen» der nachdismarckschen Zeit. Auf der anderen Seite I stehen der Front und der Heimat unter unferm kennzeichnete er das damals schon deutlchfeindlickfe Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht Wirken der englischen Politik, die 1903 zu der,?" ......
Deutschen Ritterordens und den Dreißigjährigen unserer Nation sich auswirken, wenn alle Deutschen Krieg mit seinen furchtbaren Verwüstungen für das einheitlichen Geistes und einheitlichen Willens ge» deutsche Volk und Land machte er in überzeugen» j schlossen unter einer kraftvollen, von fanatischer der Weise deutlich, daß immer nur die Un<>i ugkeit Liebe zum deutschen Volke beseelten Führung ihr der deutschen Stämme untereinander zum Nieder- i Gewicht in die Waagschale der Weltgeschichte werfen, amg des deutschen Volkstums geführt und damit Daß diesem deutschen Aufstieg unter unserem Füy» fremde Herrschaftsgelüste über deutsches Gebiet erst rer der alte Feind alles Deutschen, Engiand, aus ermöglicht habe Jenen Zeiten stellte er dann ben ; rein egoistischen Beweggründen sich wieder in den wunderbaren Aufstieg Preußens aus der kleinen > Weg stellte, mit dem Ziel, das deutsche Volk weiter» Mark Brandenburg gegenüber. Damit verband er hin niederzuhalten, konnte der Redner an vielen den Hinweis auf ben hohen Wert ber soldatischen Beispielen überzeugend belegen.
Tradition und ihrer Auswirkungen auf die Fäh-1 Nach einem kurzen Rückblick auf die großen poli- rung und das Leben des Volkes. Er erinnerte tischen und militärischen Ereignisse der füngften Der- dabei an den großen Preußenkönig, an den Frei» j gan-genheit, die vor der ganzen Welt das'durch un» Herrn vom Stein und an Bismarck, sowie an bie , fern Führer geeinte beutsche Volk in eindrucksvoll» Entstehung des Zweiten Reiches durch die Kraft fter Kraft als richtungweisenden Faktor ber Welt-
zu ben mit großer Spannung louschenben Volksge- ain nassen und Volksgenojsinnen. Der Redner betonte sch: einleitend, er werde keine Fronterlebnisse schildern, wenigen Getreuen einen anderen und besseren Weg sondern mit den Hörern gemeinsam in einer 2lrt; gemieden hatte, unfern Führer Adolf Hitler. Instruktionsstunde einen Gang durch die deutscl^e In jener trüben deutschen Zeit war er bereits ber m .. j.i.i.1 . _____i-___ ___v v _ i__: ___— - - x «««miIa fYY3 aUm a«* Sa/» X a • (f a m hnr fi rU , w
maschinen-Weltmarktes.
„Ja, ja, wie es so manchmal geht", nickte bann Tante Laura, „das alles hättest du schon mit fünfundzwanzig Jahren haben können, aber du alter Simpel mußt in bie Welt — und ich bin alt geworden, eh' du wiederkommst, Ja, ja."
Dom Federkiel jur Schreibmaschine.
Der Mensch hat ben Fernsprecher und ben Fern» fdjretber eriunben, um sich das Leben so bequem ix)ie möglich zu machen. Er ist sogar noch weiter gegangen, er hat sich ein mechanisches Gehirn zu» gelegt, bas für ihn mitdenkt. Und ber Erwägung, bajj die Arbeit bes Schreibens, Zählens unb Rechnens, des Ordnens und Buchens erleichtert werben kann, wenn eine von Irrtümern und Zufällen freie Maschinerie sie besorgt, verdanken alle unsere modernen Büromaschinen ihre Entstehung. Alle diese ^a^ne-n Wunderwerke neuzeitlicher Technik und Musterleistungen hoher Ingenieurkunst. Gerade Deutschland hat in ber Büromaschinen-Industrie es währenb ber letzten Jahrzehnte zu einer führen» wn Stllung in der Welt gebracht, nachdem es beut» fchem technischen Pioniergeist gelungen war, bie Vormachtstellung Amerikas zu brechen. So ist die Entwicklung der Büromaschinen nicht nur ein spannendes Kapitel der Wirtschaftsgeschichte, sondern ebensogut der allgemeinen Kulturgeschichte.
Ueberraschenderweise liegt zwischen Gänsekiel unb Schreibmaschine nur ber verhältnismäßig kurze Zeitabschnitt von etwa fünfzig Jahren. Das erste Schreibmaschinenpatent bes Engländers Mill geht zurück auf das Jahr 1714. Doch feine Erfindung wie auch bie „Schreibkugeln" bes bänifchen Taub- stummenlehrers Hansen fanden wenig praktische Beratung. Entscheidend für bie technische (Entfaltung der Schreibmaschine ist der Zeitraum zwischen 1855 unb 1865. Anfänglich brauchte man auch in deutschen Büros Maschinen amerikanischer Herkunft.
Manchmal trat er ans Fenster unb schob die Gardine zurück. Drüben, über der Gasse, stand ein rotes Ziegelsteinhaus. An einem Fenster des Unterstocks saß eine Frau, eine Witwe, noch jung an Jahren, Kopf auf ihre Näherei gesenkt, Fingerhut auf dem Mittelfinger, und stichelte. Tagein, tagaus war bas so. Höchstens, daß er sie einmal mit ihrem kleinen Mädchen spazieren gehen sah.
Es war einer jener Frühsommertage, an denen die Rosen schon blühen, die Hyazinthen noch unb bie Himbeeren unb Erdbeeren schon Früchte werden. Onkel Rudolf kam durch den Garten gegangen, sah scharfen Blickes über alles hin. Ist Örb» nun? Nein! Mitten im Hyazinthenbeet lag ein dicker, knallroter Gummiball!
„Na, na, na", murmelte er unwirsch, „wer hat mir denn da meine Blüten abgeknickt?" Ging näher, betrachtete das Spielzeug und nahm es in bie Hand. Ganz rund, ganz bunt, ganz prall. Er wog ihn auf dem Handteller, schubste ihn ein wenig, warf ihn in bie Luft unb sah hinterher scheu um sich, ob es einer gesehen haben könnte.
Kurz und gut, Onkel Rudolf nahm den Ball mit ins Haus. Nun lag er auf seinem Schreibtisch. Wie hübsch so ein Ding aussieht, dachte er und sah öfter von der Arbeit auf. Dieser Spielball lenkte ihn ab, erweckte allerlei schnurrige Gedanken: An die wm» zige Hand, die ihn fing unb warf, an die Augen, bie seinem Flug gespannt nachsahen. Ach, hatte Onkel Rubolf nicht auf einmal recht tief im Herzen eine ordentliche Sehnsucht nach einer kleinen Tochter bekommen? Nun, da er alterte und gar keine Frau abbekommen hatte vor lauter Brückenbau und Tal- sperren! Als dann am dritten Tag ein blasses Ding schüchtern an seiner Haustüre klingelte und anfragte, ob denn vielleicht ein Ball ... ? Da faßte er’s bei ber Hand, führte es in die Stube und plauderte mit ihm. Er soll ja sogar Ball mit ihm gefangen haben. Aber bas sagte Tante Laura, der er ein andauerndes Aergernis war. Unb so kann man es nicht mit Sicherheit glauben.
Wie es weiterging? Rudolf Werner lernte die Näherin kennen, weil er ihre Tochter ins Haus zog und zärtelte wie eine eigene, und wie das im Leben fo häufig Heht — bald wurde sie seine liebe Frau.
Nun sitzt sie im Garten und näht bunte, niedliche Kleider für ihre Tochter und noch kleinere Höschen für ihr neugeborenes Söhnchen, das im Korbwägei- cden liegt unb kräht.
Fabrrad- unb Nähmaschinenfabrikation eine heftige Absatzkrise hereinbrach, bie bie Fabrikanten zu einer Konjunktur überbrüdenben Beschäftigung zwang, wurde auch bie Jnlanbserzeugung bei uns in größerem Maßstab ausgenommen. Heute ist die deutsche Schrcibmaschinen-Jndustrie vollkommen unabhängig vom Ausland. Im Gegenteil, sie beherrscht jetzt einen riesigen Sektor des gesamten Schreib»
Oer Batt.
Von Gertrude-Else Meixner.
„Ja, ja — wie's so geht", pflegte Tante Laura häufig zu sagen, „ber eine bleibt sein Leben lang in seinem Dorf sitzen, und ber anbere schlägt einen Dogen um die halbe Erde, um auch wieder nur in seinem Heimatort anzukommen! Jetzt frag ich mich bloß, warum geht er erst fort?" Tante Laura sah keinen Sinn in solchen Unternehmungen, denn ihr Verstand war von derber Mittelmäßigkeit, und das Städtchen ihrer Geburt hatt sie niemals länger verlassen, als für einige Tage. „WeUsehnsucht" oder „Fernweh" standen nicht in ihrem Wörterbuch.
Wir alle wußten, daß sie an Rudolf Werner dachte, wenn sie so sprach. Ihren Vetter. Unfern Onkel.
Er hatte einen Bogen um ben halben Erdball geschlagen, in Amerika Brücken gebaut, in Australien Talsperren, in Brasilien Fabriken — und eines Tages besah er sich im Spiegel, gewahrte das graue Haar an den Schläfen und daß es auf dem Kopf schon schütter wurde und fühlte zum ersten Male Heimweh so heiß, wie er vorher Fernweh gespürt hatte. Don diesem Tage an trieb es ihn heim. In die kleine, süddeutsche Stabt, wo die Murg hellgrün durch Wiesen unb wohlbestellte Aecker murmelte, wo sich irgenbroo über einen halbzerfallenen Zaun em üppig blühenber Weißborn neigte.
Rudolf Werner war allezeit ein Mann ber Tat gewesen. So auch jetzt. Wäre er ein Ritter gewesen, er hätte sich in ben Sattel geschwungen, bem Roß die Sporen eingesetzt und wäre losgaloppiert. So aber war er ein deutscher Ingenieur. Ein solcher erwirbt in solchem Falle eine Fahrkarte. Auch auf diese Art kommt man heim.
Die Stadt war sehr verändert. Kein Gebilde aus Traum und Sehnsucht, sondern eine saubere, eng» gewinkelte, klappernde Kleinstadt. Waren bie beiben Geschäftsstraßen denn immer so furchtbar schmal, der Uferpfad so zerstampft von schifteziehenben Pferden?
Er mietete das schönste Haus in ber Spindlergasse. Weiter Garten drum: Rasen, Rosen, Obstbäume. Himbeersträucher von verwirrend süßem Duft, wenn die Beeren reiften. In ber Tat, jetzt besaß er alles, was er sich nur wünschen konnte, — und dock) fehlte ihm etwas. Es war nicht vollkommen.
„Eigentlich war es ein roter Ball, ber mir nichts. Doch als um bie Iahrhunderwenbe über bie deutsche bir nichts zwischen meine Hyazinthen fiel", pflegte v - -.........- -•
Onkel Rudolf immer zu sagen, „aber es ist auch sehr aut möglich, daß es die gläserne Kugel der Göttin Fortuna war, bie eine Verwandlung angenommen batte; um mich zu belehren, daß man ben weiten Kreis um die Erde nur bann schlagen kann unb soll, roenn man hinterher einem Sohn ftunbenlang von Reisen und Abenteuern erzählen kann!"
Neben ber Schreib- hat sich bisher nur die Rechenmaschine in ben beutschen Büros wirklich eingebürgert. Und bas auch erst in ben beiben letzten Jahrzehnten, wo bie Rechenmaschine bereits auf ein ehrwürdiges Alter zurückblicken kann. Zwei weltbekannte Philosophen zählt sie zu ihren Ahn- Herren: ben Franzosen Pascal und ben Hannoveraner Leibniz, ber die 1642 von Pascal erfundene Addiermaschine im Jahre 1675 zu einer vierdimensionalen Rechenmaschine für alle vier Rechenoperationen erweiterte. Heute ist auch die amerikanische Rechenmaschine bom deutschen Markt völlig verschwunden, nachdem unsere Industrie bie überseeische Konkurrenz überflügelt hat. Unzähligen kleinen Kaufleuten und Handwerkern ist die mit ber Tageskasse verbundene Rechenmaschine längst ein unentbehrliches Hilfsmittel geworden.
Eine große Zukunft hat die im Jahre 1905 aus der Schreib» und Reckenmaschine entwickelte automatische Buchungsmaschine vor sich, bie man in Verbinbung mit einer Registrierkasse, mit einer Adbitions- ober auch mit einer Schreibmaschine konstruiert. Zwar steht bei vielen Stellen heute ber Anschaffung einer Buchungsmaschine noch die lieber« legunjj entgegen, daß ihre Einführung eine Neuorganisation ber Buchhaltung erforbert, bie auf die Arbeitsart ber Maschine abgestellt werden muß. Doch ist schon heute bei uns in Deutschland die Zeit abzusehen, wo man es allgemein ablehnen wird, weiterhin beim Rechnen und Buchen gewissermaßen nach Großväterart „mit bem Feberkiel" zu arbeiten.
Der Weltmarkt, auf bem praktisch in Bezug auf die Büro'maschinen-Inbustrie nur noch Amerika mit Deutschland konkurriert, bietet unserer Industrie ein weites Absatzfeld. So ist es erklärlich, daß die deutsche Büromaschinen-Industrie nach wie vor eine beachtliche Exportquote erzielt, bie unserer Handelsbilanz jetzt zugute kommt. V. A*
Vergünstigungen bei der Kriegstrauung
Um Montagnachmittag wurde die Ehrung von
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inb schafft einheitliche Bestimmungen für alle in t^sen Betrieben belchäftigten gewerblichen Arbetts-
Amtlichen Mitteilungen" des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen vom 10. März
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Aus der engeren Heimat
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(Nachdruck verboten >
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sie selber Geld herbeischaffen und den Jungen deshalb zu Bekannten aufs Land geben. Er hatte es dort sehr gut gehabt, beteuerte sie. Man sehe es ihm doch an, nicht wahr? So rote Bäckchen und so stramme Beinchen! Bon ihrem Mann sprach sie merkwürdigerweise nichts. Es stimmte irgendetwas nicht in dieser Ehe, dachte Charlotte. Armes Kerb
für unsere Dolksernährung besonders wichtige Vollkornbrot Auch er konnte beste Erfolge melden, trotzdem sich seiner Arbeit gewisse Kriegsumstande hindernd in den Weg stellten. Er gab den Kreis- amtsleitern weitere wichtige Anregungen für die Verbreitung dieses Volksnahrungsmittels.
Zum Schluß erlaubte Dr. Zöckler verschie- bene grundsätzliche Anordnungen und Entscheidungen des Reichsgesundheitssührers.
sen und sich mit ihr auf seine Weise zu unterhalten. Charlotte lernte rasch, ihn zu verstehen und wurde besser aus seinem Gelall klug als seine Mutter.
Er erzählte von einem Dackel, der ebenfalls Jockele hieße, und es stellte sich heraus, daß er ge- wisfermaßen von diesem Dackel seinen Spitznamen hatte, auf den er nun hörte. Er berichtete auch von einem zahmen Reh und von weißen Kanin- chen. Seine Mutter halte er völlig vergessen, und sie schien keineswegs darunter zu leiden.
Auch sie erzählte ober stellte plump neugierige Fragen, die Charlotte überhörte ober ausweichend beantwortete. Sie wollte zum Beispiel wissen, wohin Charlotte reife, und was sie in Berlin wolle. Sie erkundigte sich sogar ziemlich unverblümt, ob Charlotte „viel Geld" habe. Das alles war töricht und kindlich Sie begriff allmählich, daß Charlotte nicht geneigt war, Auskünfte über sich zu geben und wurde etwas zurückhaltender. Dafür begann sie, Charlotte mit der Unterwürfigkeit eines Dienst-
Der Gaubeauftragte für die Heilpflanzensammlung, Apotheker Ripperger, gab einen kurzen Ueberblid über die im vergangenen Jahre gelei- stete Arbeit, die zu einem ungeahnten Erfolg führte, der durch die kaum vorstellbaren Mengen nachgewiesen wird, die sich in den Sammellagern befinden.
Der Gaubeauftragte für die Dollkornbrotaktion, Professor Dr. H e u p k e, sprach eingehend über das
Eine Weile später gab Jockele zu verstehen, daß er Hunger habe. Seine Mutter kramte einige Brotschnitten hervor, die vertrocknet, aber dick mit Wurst
Arbeiten der Slaatsanwalt'schaft und Kriminal- Polizei noch nicht abgeschlossen sind. Der Täter befinde sich auf Grund eines richterlichen Haftbefehls in Untersuchungshaft.
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übrigens Klaus, aber genannt wird er Jockele.
„Guten Tag, Jockele!" sagte Charlotte und nahm
Sturz aus dem Fenster.
LPD. Erbach (Odenwald), 12. März. Aus dem oberen Stock des Erbacher Grafenschlosses stürzte ein 1 8 j ä h r i g e s Mädchen aus einem offenen Fenster der elterlichen Wohnung in die Tiefe. Das Mädchen war krank gewesen, hatte nach mehreren Tagen Bettruhe zum erstenmal wieder aufstehen können und sich am Fenster gesonnt. Dabei stürzte es in einem Schwächeanfall aus beträchtlicher Höhe in den Schloßhof a b. Glücklicherweise wurde es von den Zweigen eines Zierstrauches aufgefangen, der den Sturz milderte. Das Mädchen
ihn auf ihre Knie.
Er nickte befriedigt und preßte seine kleinen strammen Schenkel fest um ihre Knie.
Wie gefällt dir denn das Reisen f
''Hach!" rief er und strahlte über das ganze Ge-
^,Und wo geht's denn hin?" erkundigte sich Char- lo^u (einem Vater", antwortete seine Mutter für
(Sfddtfuni) im Waloe.
Lpd. Friedberg, 12. März. In einer dichten Tannenschonung am Lichten Berg im Nau - Heimer Wald fand man durch Zumll em Ske - leit. Die Kriminalpolizei ist noch mit der Klärung bes Fundes beschäftigt. Vermutlich handelt es sich um die Ueberrefte eines Friedberger Einwohners, der seitzweiJahren vermißt wird.
Bluttat in Darmstadt.
Lpb. Darmstadt, 12. März. Die Justizpresie- stelle teilt mit: In den Abendstunden des 10. März
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Der Junge war inzwischen munter geworden, und sein erster Blick siel auf Charlotte. Er musterte sie eingehend, ernst, aufmerksam. Dann lächelte er ein wenig, und sie lächelte zurück. Er war aschblond wie seine Mutter, hatte aber dunkle Augen, was einen reizvollen Gegensatz bildete. Als Charlotte ihm die Hand hinstreckte, griff er sofort danach und hielt sie fest. „Na, du? fragte er.
Um seine Mutter kümmerte er sich kaum. Aller- dings betrachtete er sie mit Argwohn. Als Charlotte ihm auch die andere Hand hinhielt, drängte er sich von dem Schoß seiner Mutter zu ihr hinüber und
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Roman von (Otto lleOldl.
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— Wolfgang Förster und Dr. Heinz George: I a h r e s - A b s ch l u ß m a p p e für den Einzelhandelsbetrieb. (Zweite überarbeitete und verbesserte Auflage.) Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden. (Preis 3,80 RM.) — Der Einzelhandelskaufmann hat neben der Arbeit mit Marken und Bezugscheinen seinen Duchabschluß als Unterlage für die Einkorn- menfteuerertlärung fertigzustellen. Die Einführung der Mindestbuchführung und des Kontenplanes für den Einzelhandel hat noch einige Uebergangsschwie- rigfeiten entstehen lassen. So wird ihm eine Jahres- Abschlußmappe für den Einzelhandelsbetrieb willkommen sein, deren Verfasser die Referenten für Steuer und Betriebswirtschaft bei der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Berlin, sind. Sowohl der kleine Geschäftsmann mit Mindestbuchführung wie ber Betrieb mit Kontenplanbuchführung finden in der Abschlußmappe durchgeführte Zahlenbeisviele und geeignete Vordrucke (u. a. Abschlußtabelle, Rohbilanz nebst Bilanz und Gewinn- und V^rlustrechnunq). Vor ollem interessieren auch die Winke für die Steuerbilanz, die u. a. eine Abschreibungstabelle und eine Liste ber abzugsfähigen Ausgaben aufweisen.
belegt waren.
„Wollen wir ihm nicht lieber etwas Obst geben? fragte Charlotte.
Die junge Frau machte ein ratloses Gesicht. An Obst hatte sie nicht gebucht. Die paar Aepfel, die man ihr mitgegeben hatte, hatte sie selbst gegessen.
Charlotte hob Jockeles Gesicht zu sich empor: Dann gehen wir beide in den Speisewagen, Jockele, nicht wahr? Dort gibt es bestimmt eine Banane für dich. Kommst du mit?" ,
Zockele war sofort bereit. Seine Mutter schloß sich jedoch nicht an und blieb im Abteil zurück, um hier ihr Frühstück zu beenden.
Charlotte ging mit Jockele an ber Hand durch die Gänge und fühlte sich wunderlich beglückt durch den kleinen Burschen, dessen warme Hand sie in ber ihren hielt. Er schwankte hin unb her, stieß sich auch manchmal, wenn ber Zug allzu sehr schaukelte, aber er war nicht empfinblich. Er schimpfte nur, wenn er
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Wäsche mit scharfen Waschmitteln. Abhilfe ist leicht: pflegen Sie Ihr Haar so, da 11 kein Alkali und keine Kalkselfe Im Haar Zurückbleiben, also mit
1905 * eit« irt.,
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Schon bei den Dokumenten, die zur Heirat zu erbringen sind, bieten sich Vereinfachungen: Es genügt, wenn das Brautpaar den eigenen Geburtsschein, den Trauschein ber Eltern unb das Gesundheitsattest oorlegt. Letzteres kommt meist nur für die Braut in Frage, da ber Wehrmachtangehörige in den meisten Fällen davon befreit ist. Jedoch ist eine Aufenthaltsbescheinigung über das Verbleiben der Braut im letzten halben Jahr notwendig: hat sie während dieser Zeit an mehreren Orten gewohnt, so ist von jedem die Bescheinigung zu erbringen. Diese Dokumente genügen, um die standesamtliche Trauung vornehmen zu können. Zum Zwecke der Verehelichung erhält der Bräutigam von seinem Regiment einen dreitägigen Urlaub zugebilligt. Anders liegt der Fall, wenn aus wichtigen militari« schen Gründen im Augenblick keine Urlaubsgenehmigung erteilt werden kann. Dann gibt es zwei Möglichkeiten für das junge Paar: Entweder bis zum ersehnten Urlaub des Bräutigams zu warten oder eine Ferntrauung einzugehen. Zu dieser sind folgende Vorbedingungen nötig: Der Verlobte legt bei seinem Bataillonskommandeur schriftlich seine Eheabsicht nieder. Dieses Schreiben, bas Rechtskraft besitzt, wird an das Standesamt am Wohnort ber Braut weitergeleitet, unb von hier aus erhält bie Braut die Aufforderung, nun auch ihrerseits eine Eheerklärung abzugeben. Sie erscheint daraufhin mit zwei Trauzeugen vor ihrem zuständigen Standesamt unb unterzeichnet in deren Gegenwart die Eheerklärung. Damit ist die Trauung beendet. Die jungen Leute sind rechtsgültig verheiratet, und als Heirats- datum gilt der Unterzeichnungstag der Braut. Sollte in der Zwischenzeit der angehende junge Ehemann gefallen oder gestorben sein, so gilt der Tag als Trautermin, an dem er im Felde seine Eheerklä- rung abgab. Jedoch kommen Ferntrauungen selten
aß mit großem Hunger, was Charlotte ihm geben ließ, unb seine dunklen Augen, auf deren Grunde es wie Gold chimmerte, strahlten sie dankerfüllt an. Als sie ihn ragte, ob cs geschmeckt habe und er nun satt sei, treidelte er sich feinen kleinen, runden Bauch. Er durfte noch seine Orangeade austrinken, die ihm anscheinend neu war, denn er trank sie voller Andacht, wobei er bie Augen schloß.
Darauf kehrten sie in ihr Abteil zurück. Seine Muster hatte sich inzwischen mit dem jungen, blassen Mann angefreundet, ber neben ihr saß und plauderte lebhaft mit ihm. Als sie Charlotte bemerkte, brach sie das Gespräch mit einiger Verlegenheit ab unb nahm ihren Sohn in Empfang. Ihre Freude, ihn wiederzuhaben, klang unecht und übertrieben.
Jockele war müde geworden. Er ließ bie Zärtlichkeiten seiner Mutter ohne sonderliche Freude über sich ergehen, hielt sich sehr bald wieder an Charlotte und schlief schließlich auf ihrem Schoß ein.
„Don mir will er gar nichts wissen", klagte die junge Frau. „Woran liegt das nur? Bin ich etwa nicht nett zu ihm? Mache ich etwas falsch?"
„Er hat sich vielleicht nur noch nicht an Sie gewöhnt", tröstete Charlotte.
„Warum hat er sich aber so rasch an Sie gewöhnt?"
Darauf wußte Charlotte feine Antwort. Sie nahm Jockele von ihrem Schoß unb bettete ihn auf bie Dank, wo er sofort weiterschlief. Die junge Frau stand auf unb reckte sich ein wenig. Als sie auf den Gang hinaustrat, folgte ihr Charlotte.
Sie bemerkte, daß die junge Frau Tränen in den Augen hatte.
„Was ist Ihnen denn?" erkundigte sich Charlotte bestürzt. jRann ich Ihnen helfen?"
Die andere schüttelte den Kopf. „Oh, es ist nichts. Ich frage mich nur, warum Jockele Sie so sehr mag und mich nicht. Kann ich dafür, daß ich mich nicht um ihn habe kümmern können? Die Wahrheit ist, daß ich überhaupt nicht verheiratet bin. Ich mag Sie nicht belügen. Ich habe den Ring nur auf- gesetzt, weil ich den Jungen bei mir habe und — und jetzt heiraten werde. Sein Vater hat mir den R S?e Äzählte ihre ganze Lebensgeschichte, eine All- tagsgeschichte, bie Charlotte dennoch ergriff.
(Fortsetzung folgt.)
Charlotte fühlte sich sehr glücklich, unb es war iwr unmöglich, immerfort schweigend m der Ecke zu ßtzen.
Sie bemerkte, daß bas junge Mädchen ihr gegenüber die grauen Stoffhandschuhe abgeftreift hotte mb einen Trauring trug. Sie stellte ihn sogar m li.ner Art zur Schau, als wolle sie Charlottes Auf- nerksamkeit darauf lenken. Es war ein funkelnagelneuer Ring. Charlotte lächelte. Die junge Frau lächelte etwas kokett zurück.
„Welch prächtigen Jungen Sie haben!" sagte Charlotte. „Es ist doch Ihr Junge nicht wahr?
Die Fremde nickte. „3a, finden Sie, daß er nied- ,K6iet?felber betrachtete ihn prüfend und roieber [mb Charlotte, daß etwas Unmutterliches m diesem 8lick lag. .... x
Sie bestätigte, daß sie den Jungen reizend sande.
„Sie haben Kinder gern?"
„Sehr gern", bestätigte Charlotte. „Wenn Sie sich hadi der langen Fahrt ein bißchen Bewegung nadien wollen, dürfen Sie ihn mir ruhig anver- i-auen. Ich verstehe mich auf den Umgang mit fliehen kleinen Kerlen, hoffe ich."
„Das ist sehr nett von Ihnen.
„Vorausgesetzt, daß Sie sich überhaupt von ihm kennen wollen."
Die junge Frau seufzte. .LH, wir sind io tag «trennt gewesen, daß er mich faum mehr erkannt int unb nichts von mir wißen wollte.
Charlotte unterbrückte bie Frage, weshalb sie sich tnn ihrem Söhnchen hatte trennen müssen. Ader sie brauchte gar nicht 3U fragen. Die junge Fra Mar außerordentlich mitteilsam unb sA'e" nur auf < ne Gelegenheit gewartet zu haben, sich jemanbem emoertrauen zu können. . . K
Sie war noch nicht verheiratet gewesen, als der •runqe gekommen war, und da der Vater weder fir sie noch für ihn hatte sorgen können, mußte
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„M M finöerreicoen Müttern der Ortsgruppe Klein- fnben der NSDAP, vorgenommen. Ortsgruppen«
h, ' fier (Jung wies auf die Bedeutung dieser oom ^u“i9iu|uticn fei JDrer aeldjaffenen Ehrung hin. Bie Ehrung '°'Lw.°.S°st°tt-n I°^I-n. nt turbe folgenden Frauen zuteil: 2. Stufe: Katha-
Gie^en-Meseck.
Die uns nachträglich bekannt wird, wurde ber Werkmeister Philipp Völzel IX. am vergangenen (Sonntag bei bester Gesundheit 7 5 Iahre alt. Herr gIzel, der noch heute trotz seines hohen Alters sinen Beruf ausübt, konnte bereits im vergangen Jahr sein SOjähriges Arbeitsjubiläum feiern. $>m Vorstand des Spar- und Vorschußoereins ge- Hirte er lange Jahre an. Wir wünschen dem all- sils geachteten Mitbürger und treuen Leser seines fcimatblattes einen schönen Lebensabend.
(^ieen^lemstinben.
Wege zur Gesundherlsführung
NSG. Unter diesem Leitgedanken stand die Mr- l-ilstagung, zu der der Leiter bes Amtes für Bolks- <-fundheit der NSDAP, und der Hauptabteilung Gesundheit und Volksschutz" ber Deutschen Arbeits- hont im Gau Hessen-Nassau, Dr. Zöckler, seine Nitarbeiter und Mitarbeiterinnen m den Kreisen susammengerusen hatte.
Den breitesten Raum in der Tagesordnung nahm I e gesundheitliche Betreuung der schaffenden deut- chen Menschen in den Betrieben ein. Mtt beson- lerer Genugtuung konnte Dr. Zöckler feststellen, l-lß trotz Krieg und starkem Aerztemangel auf die- m so außerordentlich wichtigen Gebiet weitere her- toorragenbe Fortschritte erzielt werben konnten. Er txib seinen Mitarbeitern für bas Jahr ber Rutschei- iung umfangreiche neue Richtlinien, damit alle -oor» leereitungen getroffen werden, daß mit Kriegsende l e gesundheitliche Betreuung ber Schassenden m i”n Betrieben schlagartig einsctzen kann.
Das nationalsozialistische Großdeutfchland hat für liegt werden muß. Nicht nur bei der Beschaffung der den Fall einer Kriegstrauung weitgehende Erleich- Festtagslebensmittel, sondern auch bei dem Dean- terungen und Sondergenehmigungen erteilt, bie den tragen der ä f ch e a u s st e u e r und den dazuge- Heiratslustigen den Schritt in die Ehe bequem unb höriaen Nahmitteln. Das Wirtschaftsamt erteilt De-
Garnitur.
Was das Ehestanbsdarlehen anbetnsst, so hat das meist Zeit, bis das junge Baar sich nach dem Kriege sein eigenes Nest einrichtet und man die Möbel dann gemeinsam anschasst. Jedoch darf die Braut allein das Darlehen in Höhe von 500 RM. beantragen, wenn sie eine Vollmacht ihres Ehepartners oorlegt. Sind bie drei glücklichen Tage vorüber, so geht der Alltag seinen Lauf weiter. D-e junge Frau kann im Beruf bleiben, erhält sogar einen Mietbeitrag, ihrer Stellung angemessen. Man trägt ihrem Alleinsein Rechnung und erleichtert der Frau des Wehrmachtangehörigen die Rückzahlung des Ehestandsdarlehens, ja man stundet es vollkommen, falls die junge Frau lediglich von Un> terftützungen lebt. Sollte sich Familien zuwachs einstellen, so darf die junge angehende Mutter sechs Wochen vor der Entbindung zu Hause bleiben und Krankengeld beziehen. Erst sechs Wochen nach ber Ankunft des Kindes beginnt sie wieder, ihrem Beruf nachzugehen. Inzwischen erhält sie Wochengeld, zu dem sich das Stillgeld gesellt. Sie kann bis zum endlichen Heimkommen ihres Mannes im Beruf bleiben und braucht sich um die Betreuung ihres Säuglings keine Sorge zu machen, denn die NSV. nimmt sich in vorbildlicher Weise der P'lege der Kinder von Wehrmachtangehörigen an, besonders natürlich, wenn bie Frau im Beruf steht. H. v. L.
ll)n,Ünt> freust du dich darauf, Jockele?" '
Er antwortete etwas, was wie „toll klang, und Charlotte mußte lachen. Er lachte mit, unb in einem jähen Anfall von wilder Zärtlichkeit, bie sie überragte, umschlang er sie mit beiden Armen und preßte seinen Kopf gegen ihre Brust.
„So zärtlich ist er zu mir nie gewesen , sagte seine Mutter verwundert. „Er scheint Sie sofort ins Herz geschossen zu haben. Fall ber Dame nicht
...... W .. M I»-w
hörigen Nähmitteln. Das Wirtschaftsamt erteilt Be- zugsscheine für zwei Betten mit allem Zubehör, für Jnlettstoff für die Matratzen, die Keilkissen, zwei Kopfkissen und Oberbetten. Wer Steppdecken oor- zieht, kann sie auch beantragen, erhält uoer statt der Oberbetteninletts den gleichen Stoss für zwei große Fußkifsen. Bettwäsche gibt es zweimal zum Wechseln, außerdem noch eine einzelne Bettwäschegarnitur, die für besondere Fälle gedacht ist. Auch für die Haus- wäsche ist Sorge getragen worden: 8 Stubenhandtücher, bei denen Die Frottierhandtücher inbegriffen find, genügen einem jungen Ehepaar genau so wie 8 Geschirrtücher nach Wahl, 6 Küchenhandtücher und 2 Staubtücher. Unb mit der Tischwäsche hat es ebenfalls keine Not. Man kann entweder 2 Kaffeedecken ohne Mundtücher sich anschaffen, oder eines mit 6 Mundtüchern. 2 weiße Tischtücher mit 6 Mundtüchern vervollständigen die Tischwäsche der jungen grau. Soll im Hause selbst einiges genäht werden, so darf man sich, ebenfalls an Hand des standes- amtlichen Aufgebots, für 50 Rpf. Nähmittel kaufen. Ferner gibt es für jedes Fenster eine vollständige
vor.
Meist wartet bas Brautpaar natürlich lieber Den Heiratsurlaub bes Feldgrauen ab, um gemeinsam zum Standesamt gehen zu können und um eine schöne, unvergeßliche Hochzeit zu feiern. Denh auch in dieser Richtung hat der Staat ein Einsehen: Er bewilligt zu einem Festfchmaus eine Tagessonderzuteilung von allen Lebensmitteln für höchstens zwölf Personen. Dabei muß gesagt werden, daß zu allen Vergünstigungen einer Kriegstrauung stets bas standesamtliche Aufgebot als Dokument vorge-
wurde ins Krankenhaus überführt. Lebensgefahr besteht nicht.
Omnibusse statt <^>tra^-nbahn.
Lpb. Marburg, 12. März. Wie die „Oberh. Ztg." erfährt, ist eine Umstellung bes Marburger Straßenbahnbetriebes aeplant. Es laufen zur Zeit Derhanblungen, bie fchienengebunbenen Straßenbahnwagen durch elektrifcheOberleitungs. omnibuffe zu ersetzen. Damit dürste eine weitere erhebliche Verbesserung der Verkehrsverhältniffe in Marburg zu erwarten sein.
Itiieöec jjergtfhina durch Bohnen.
Lpb. Limburg, 12. März. Bei einer hiesigen Familie, Mann, Frau unb Kind, stellten sich nach bem Genuß selb ft eingemachter Bohnen, die nicht mehr erneut gekocht worden waren, Vergiftungserscheinungcn ein. Die Familie liegt schwer krank darnieder. — Werden eingemachte Bohnen vor der Mahlzeit nochmals gekocht oder bis zu 80 Grad erhitzt, ist ihr Genuß unbedenklich.
kre's Dehlar
£ Robhelm a. Bieber, 12. März. Samstag hielt ber hiesige O b ft - und Gartenbau- verein bei Gastwirt Schlierbach seine diesjährige Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst ber im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in üblicher Weise geehrt wurden. In bem Jahresbericht gab ber Dorsitzenbe einen Rückblick über die Tätigkeit im vergangenen Jahre. Sodann wurde daraus hingewiesen, daß in Kürze für sämtliche Vereine im Kreise Wctzlar Einheitsstatuten herausgegeben würden, um eine einheitliche Führung der Vereins zu gewährleisten. Der Rechner erstattete hieraus Bericht über die Kassenlage. Die Prüfung der Kasse ergab deren einwandfreie Führung, so daß bem Rechner Entlastung erteilt werden konnte. Mitglied Schlierbach sprach dann über bie kommenden Frühjahrsarbeiten in den Gärten unb im Obstbau. Er schllberte bie richtige Bodenbearbeitung unb zweckmäßige Düngung. Er yiies weiter Darauf hin, daß Der Gemüseanbau in der heutigen Zeit mehr denn je gefördert werden müsse. Im Laufe des Sommers sollen an verschiedenen Sonntagnachmittagen Rundgänge in Den Gärten stattfinden, um die gesammelten Erfahrungen auszutauschen und die Belehrungen über zweckmäßigen Gartenbau fortzusetzen. Für Den Herbst ist eine Obstschau in kleinerem Rahmen vorgesehen. Auch sollen in diesem Jahre wieder Bäume unb Sträucher zur Verteilung an bie Mitglieder gelangen. Nach Erledigung der Tagesordnung schloß Der DorsitzenDe Die anregenD verlaufene Versammlung unD forderte zur weiteren regen Mitarbeit
51SO. Der Reichstreuhänder Der Arbeit für bas riri|chaftsgebiet Hessen heu für zwei bedeutsame ^werbezweige neue Tarifordnungen erlasfen, Die in. Reichsarbeitsblatt vom 25.2.1941 veröffentlicht IDrDen und. Die eine Iari;orDnung regelt Die Lohn- ntb SlrbeitsbeDingungen Der in leDerherstellenden 5’trieben, insbefonbere Gerbereien unb Zurichte- Eten beschäftigten Gefolajchaftsmitalieder. Die Ta- t orbnung bringt auch für Diese Arbeitskräfte Die tute üblichen Vorschriften über Arbeitszeit, Weiter- Ölung Des Lohnes in Krankheitsfällen, Urlaub [ib Kunbigung. Die Lohnordnung vereinfacht Das tsher unübersichtliche Ortsklaffenfyftem unD legt für be - in einzelne Tätigkeitsgruppen einaeftellten Ge- UgfchaftsmitglieDer wirklichkeitsnahe Löhne fest.
Die TariforDnung für Die in Der Elfenbein-, Kunst- bf-e-, ZelluloiDwaren- unb Füllfederhaltermbuftne t schöftigten Gefolgfchaftsmitglieber tritt an Stelle rn bisher fechs geltenbcn tariflichen Regelungen
fie' ""n^ttug" bawus 'werd"e/^ — ' '
tsurbe folgenben Frauen zuteil: 2. Stufe: Katha- ., - । rna Schepp, geb. Jung- Marie Jung, geb. Scheid' JQ“'| Z Stufe: Anna Klöppel, qeb. Zunre Lni|e Mand- .nö W ||Cr geb. Lenz-, Elisabeky Thörner, geb. Schleuning-, pr°t( Stacie Weit?rshous, geb. Weigel: Marie Müller, rn" j,b. Seibel; Wilhelmine Löhner, geb. Jung.
Jüdischer E-erhamster festaenommen. ber ®X.n9BeT1ortf»o^^ W«
Lpd. Butzbach, 12. März. Auf bem hiesigen Groh tötete im Verlaufe einer Auseinander- Bahnhof wurde ber Jude Israel Elias S i m o n | fefeung einen 26jährigen ausländischen S t u • aus Frankfurt a. M., der außer einer größeren denken. Urber Die Motive ber Tat und die Aus- Menge Eier auch noch andere Lebensmittel g e - j einandersetzung sowie den Tathergang können hamstert hatte, von der Polizei in Schutzhast nähere Angaben noch nicht gemacht werden, da die genommen. Simon, der aus Pohl-Göns ge- v “**** '
bärtig ist, gab bei seiner Vernehmung die Lieferanten der Lebensmittel bekannt. Unerklärlich ist es, baß es aud) heute noch sogenannte „deutsche Volksgenossen" gibt, Die sich auf Derlei Geschäfte einlassen.
$41 zum AbDruck.
Der ReichstreuhänDer Der Arbeit für Das Wirt- fiaftsgebiet Hessen, Dr. Schmetter, hat als SonDer- t^uhänDer für Die Natursteinindustrie im Deutschen je ich burch eine Reichstarifordnung Die Arbeitsbe- imgungen Der in Der NatursteininDuftrie befchäftia- —•'l m GeiolgfchaftsmitglieDer neu geregelt. Durch Diese ™ ‘ariforDnung ist endlich eine Vereinheitlichung Der netrf21' rhllosen tariflichen Bestimmungen erfolgt. Neben „ , Urschriften über Arbeitszeit, Zuschläge für Mehr- s H c beit, Nacht- unD Sonntagsarbeit, AkkorDbestim-
rungen, Urlaub, KünDigung, Erschwerniszusckläge i bie Einführung einer Einteilung Der Gefolgschaft ii sechs Tätigkeitsgruppen bemerkenswert. Durch sie DirD je nach Der Vorbildung und Der ausgeübten Migkeit eine Austeilung als Grundlage für eure I$:f;eren3ierung Der Löhne geschaffen. Die eine bes- Ijire Berücksichtigung Des Leistungsgedankens erwog- l;fi)t. Die Reichstarliordnung wird durch bezirkliche lohnorDnungen ergänzt. Die in Kürze veröffentlicht csrDen. Die Bezirkstari^ordnung für Hessen erscheint voraussichtlich im Reichsarbeitsblatt vom 15.3.41.
Neue Xartforöitutucn im Wirtschastsgebiet Hessen.
Stiefkind der Mode ...
All die herrlichen Dinge Die Fran Mode in jebem Frühjahr in jedem Herbst erhnbei. und im Grunde berechnet tür jene Jdeqlgestalt mit schmalen Hüften, langen Beinen, breiten Schultern und schmaler Mute, Du wir immer so voll Bewunderung in den Schaufenstern und ach leider nur selten im Leben betrachten Aber jene anderen mit zu großer Fülle zu kurzen Beinen zu geringer Größe — was sollen sie nun anziehen um so vorteilhaft wie möglich und doch auch,modern angezogen zu jein9 Sie diese Stiefkinder der Mode wirken ja oft genug geradezu lächerlich wenn sie sich die Herrlichkeiten der neuen Saison zulegen und sie bedenkenlos spa- zterentragen .. Nun von diesen Benachteiligten verlangt Frau Mode noch anderes als die neuen Modelle, um gut. ja sogar elegant zu wirken Die Stiefkinder der Mode brauchen noch etwas mehr, nämlich Einsicht in ihre Unzulängl/hkeilen Geschmack um das für sie passende auszuwählen und richtig zusarnrnenzuslellen und Bescheidenheit, um aut alles das zu verzichten was an den andern so wunderschön aussieht was ihnen aber so gar nicht steht Was steht ihnen nicht'? Grundsätzlich siegt ihnen nie ein großes Stoffmuster nie ein breitrandiger Hut überhaupt fein sehr großer Modegegen- sland also auch keine große Handtasche keine überlangen Handschuhstulpen und so weiter Keiner vollschlanken Frau, wenn sie nicht vorbildlich schöne, straffe Formen hat. steht em fest auf Figur gearbeitetes Kleid Vorsicht bei allen Arten von gestrickten ober gehäkelten Kleibern ober Pullovern! Sie kleiden nur bann wenn sie locker sitzen bann aber machen sie eine untersetzte Figur zu pummelig". Vorsicht bei allen bitten derben Stoffen!
Und was steht ihnen gut. den Stiefkindern der Mode'? Kleine Hüte mit nicht zu niedrigem Kopf, kleine Stoffmuster gedeckte Farben, weich fallende, ferne Stoffe, lose Jacken und Mäntel Möglichst äurtellofe Kleider. Jacken und Mäntel Em ganzes Kleid oder Komplet, denn die Aufteilung in Bluse und Rock verkleinert jede Figur durch ..optische Täuschung" Aus dem gleichen Grunde bevorzuge die untersetzt gebaute Frau Überhaupt einen einheitlichen Anzug. Hut Anzug und Schuhe seien von gleicher Farbe. Das klingt 'vielleicht anspruchsvoll, ist es aber nicht Man hat nur etwas bescheiden n der Farbenwahl zu sein und. beim neuen Einkauf an die alten Bestände zu denken Haben wir einen braunen Mantel oder ein braunes Kostüm das wir vorzugsweise tragen, dann werden wir eben die neuen Schuhe in passender Farbe wählen selbst wenn die blauen ober grauen Schuhe uns noch so gut gefallen Denn es kommt ja nicht barauf an, daß wir etwas kaufen, was uns gefällt — dies merke sich Überhaupt jede Frau, denn es wirb immer roieber dagegen gesündigt — sondern etwas, das uns steht und zu unseren anderen Sachen paßt. Selbstverständlich kann durch Kleinigkeiten, die manchmal den Hauptreiz ausmachen der Eintönigkeit oorgebeugt werden als da find bunte Taschentücher bunte Shawls, bunte Ketten. Besätze und anderes mehr Aber die Einheitlichkeit in der Farbe macht nicht nur einen eleganten Eindruck, sondern sie vergrößert dem Anschein nach auch die Figur und läßt sie schlanker erscheinen Und bas sinb zwei Punkte, auf bie Stie'kinber ber Mobe immer w e- der Einarbeiten müssen. Peka.
Daumenlutscher und Nagelkauer.
„Junge nimm ben Finger aus bem Munb? Pfui. Renate, du hast schon wieder an den Nägeln geknabbert! Sieht bas aber häßlich aus!" Wer kennt nicht biese Sorgen in ber Kinberstube? Immer schon hat es ben Daumenlullcher gegeben, im Struwelpeter hat ber Dr Hoffmann ihn verewigt, um seinem eigenen Buben ein warnendes Beispiel zu geben Und immer wieder begegnet man Kindern mit abgeknabberten Nageln Und was ist nicht schon alles dagegen versucht worden. Man hat den Finger mit Senf bestrichen, aber bie Kinber haben ihn nvt Begeisterung abgeleckt Man hat irgenbeine Salbe au'gestrlchen — es hat nichts geholfen. Man hat die chonsten Spiele, bie lockendsten Geschenke in Ansicht gestellt — ber Daumenlutscher ist geblieben. In ;anz hartnäckigen Fällen allerdings sinb Mütter Iwnn erfinbensch geworben unb haben bie Finger umwickelt in Handschuhe gesteckt und nachts Die Hände angebunden
So hart ba_> klingen mag, es gibt fein Mittel, das unversucht bleiben bars, um nicht bas schreckliche Daumenlutschen unb Nägelknabbern ben Kinbern abzugewöhnen Denn beibes ist gefährlich Das Dau- menlutschen ganz befonbers, weil burch ben stänbigen Druck bes kleinen Daumens aui die Zahne um) gegen ben Gaumen Mißbilbungen an bem noch weichen unb sich bilbenben Kinbergaumen zeigen könnten So verbanken z. B. manche „Raffzähne" ihre Entstehung bem Daumenlutschen Uno ber Daumen — manche Kinder lutschen übrigens manchmal gleichzeitig an zwei Fingern — bekommt eine so häßliche Form, die Dann auch im späteren Leben noch sichtbar bleibt Und vielleicht wird dann ber Junge ober das Model seine Mutter vorwurfsvoll fragen: Warum hast du mir als Kind bas nicht ab» gewöhnt?
Um wirklich helfen zu können, muß man die Ursachen dieser schlechten Angewohnheiten kennen Das Daumenlutschen ist in ben weitaus meisten Fällen auf die Schulb Der Mutter zurückzuführen Da hat das Kinb irgenbroann geschrien es soll aber still fein unb ba bie Mutter gerabe keine Zeit hat. sich mit bem Kmb zu beschäftigen steckt es ihm ben Finger in ben Munb Unb siehe ba bas Kind bas Langeweile hatte, ist still Aber es hat an biefer Beschäftigung auch Gefallen gefunben unb wirb es nun niemals roieber sein lassen Unb warum tauen bie K'nber an ben Nägeln? Durch vielfache Untersuchungen in ben Kinberklimken hat man herausge- funben baß fast allen nägelfauenben Kinbern bas Vitamin B fehlt Wenn biese Kinder richtig ernährt wurden legte sich das Nägelkauen von selbst
Solche Erkenntnisse weisen ben Müttern ben Weg um Abhilfe zu schaffen Das Daumenlutfck> n darf also niemals gezeigt werden im Gegenteil, kommt bas Kinb selbst auf bie schlechte Jbee bann muß es sofort bestraft werden Es ist ja eine alte Weisheit, daß die Kmbererziehunq eigentlich m ersten Lebensjahr vollendet fein soll Bei den nägeb kauenden Kindern muß man tue Kost so einrichten baß bem Körper viel Vitamin B zugeführt w'rb Dazu sinb alle Hefepräparate unb vor allem Tomaten bie man kleinen Kinbern als Saft ober Bre» neben kann einige Qnhlarten und Salate zu ge« brauchen. Hefe kann man ja jeher Speise zusetzen.
Aus dem Reiche der Krau.
Am bekömmlichsten ist Die Ege. wenn man |ie m ber P'anne mit ein wenig Butter schmelzen läßt Uebrigens können auch Erwachsene, die schlechte und bruchige Nägel haben, viel Hefe essen unb eine To- maientur machen Wenn nun aber bas Unglück polstert ist unb bie Mutter eines Tages bie abgeknabberten Nägel entbedt. Dann will sie ihrem Kind biese schlechte Angewohnheit nicht nur möglichst schnell abgewöhnen fonDern sie mochte auch bie häßlichen Spuren verwischen Wie aber kann man bafür sorgen baß abgeknabberte Nägel roieber gut unb gleichmäßig nachroachsen? Zuerst werden sie natürlich so weit wie möglich beschnitten Dann gibt man bem Kind ein lauwarmes Hanbbad. in bem
man em wenig Seife, auch Wasch- ober arune Seife aufgelöst hat unb läßt bie Hänbe etwa fünf Minuten haben Dann werben bie Nägel gut eingefettet, wozu man man besten Hautöl oerroenbet Damit Die Bettwäfche durch das Del nicht unnötig beschmutzt wirb, wartet man mit bem Schlafengehen so lange, bis bas Del gut eingezogen ist Wer em übriges tun will massiert bie Fingerspitzen leichi burch Bei allen Hilfsmitteln ist aber eine Dorbebmgung notroenbig- bie Mutter muß konsequent sein unb sich burch kein Bitten unb Schmeichel' verleiten lassen, bas Dau» menlutschen ober Nägeltnabbern burchgehen zu lassen. W.
Was follen wir tragen ?
Wie bereite ich Chicoree zu?
Ein wenig frembartig unb blaß liegt er m kleinen, mit Seibtnpapier ausgewogenen Holz, kistchen m ben Schaufenstern guter Gemüse- uni Delikatessengeschäfte, unb ber Kaufpreis ist für lein vornehmes Aussehen verhältnismäßig mebrig benn Chicoree wiegt nicht viel Unb boch wirb er wenig gekauft Man macht ihm ben Vorwurf baß er bitter fei. aber ist nicht auch ber Endiviensalat bitter? Unb ist nicht gerabe biese Bitterkeit bas Pikanteste baran?
Chicoree liebevoll zubereitet ist eine Delikatesse, unb seine Bewunderer mochten aus ben zarten, bitteren Geschmack nicht verzichten Natürlich muß man ihn gut zubereiten unb mit Zutaten vermischen, bie seinen Wohlgeschmack voll zur Geltung bringen, Zunächst höhlt mar bas Enbe jeder Chicorse mit einem spitzen Messer aus, dann verliert er schon viel von seiner Bitterkeit, denn dort sitzt sie. — Zu Salat wird der Chicoree recht feingeschnitten und
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Drei Kinderkleider aus gebrauchtem Herrenhemdenstoff, aus getupftem Gar- ö i n e n m u 11 und aus altem ß einen haben wir oben skizziert.
Aus hellblauem Popeline ist das Falten- k l e i d ch e n (links) mit dem Blusenteil aus weißem Popeline. Das starkgelesene, weiße Mullkleidchen mit dem gesm 0 ckten Mie -
3« jedem Garten eine Kräuterecke!
Schon in den ersten Frühlingstagen überlegt ber Gartenbesitzer, wie er in biesem Hahr- wohl am besten fein Gartenstück einteilen kann, denn jeher ist barauf bebacht, feinen Garten so ertragreich wie möglich zu gestalten. Trotzbem sollte aber auf keinen Fall bie Kräuterecke vergessen werben, bie uns im Sommer stänbig frisches Gewürzkraut liefert unb uns bie Möglichkeit gibt, für ben Winter einen Vorrat an getrockneten Kräutern zu schaffen.
Die gebräuchlichsten Kräuter sinb auch heute noch Petersilie und Schnittlauch Daneben gewinnen aber bas zarte Dillkraut, Borretsch unb Basilikum immer mehr an Beliebtheit. Während Dillkraut hauptsächlich für Gemüse-, Fleisch- oder Fischtunken (z. B Krabben mit Dilltunke) Verwendung findet, gilt Borretsch vornehmlich als Würzkraut für Salate. Jedoch kann man für Salate fast alle Kräuter allein oder auch verschieden gemischt verwenden. Rosmarin und B a s i l i - k u m werden gern für Fischgerichte genommen und Majoran hauptsächlich für Fleisch-, Wild- oder Geflügelgerichte. Während P i m p i n e l I e unb Gartenkresse roieberum für Salate bevorzugt werden, schmeckt man gekochte Gemüse gern mit Bohnenkaut ab. Daneben steht es natürlich jedem frei, alle genannten Gewürzkräuter nach eigenem Geschmack unb Belieben zusammenzustellen unb zu verwenben. Frischkostsalate unb Brotaufstriche lassen sich so immer neu im Geschmack auf ben Tisch bringen. Eine genügsame Pflanze haben mr ;m Gerbe! ber zur Herstellung einer frischen Vorsuppe gern genommen wirb.
Sicher wirb bas Kräutergärtlein bem Gartenbesitzer viel Freube bringen; aber auch in vielen Stabthaushalten wirb es möglich fein, sich ein solches Gärtlein anzulegen, vorausgesetzt, daß ein Balkon oorbanben ist Währenb Petersilie im Sommer reichlich beim Gemüsehänbler zu bekommen ist, sinb einige ber obengenannten Kräuter auch für den Balkonkasten ober für einen größeren Blumentopf geeignet Schnittlauch kann sich bie Stabthausfrau ebenfalls in einem Blumentopf beim Gemüsehänbler kaufen Der Schnittlauch wächst nach jebem Schnitt wieder frisch nach
Wie halten wir es nun mit bem Samenein- kauf? Weder auf dem Balkon noch im Garten wird soviel Platz zur Verfügung stehen, daß non feder aewünfchten Kräutersorte eine ganze Tüte voll ausgefät werden kann. Auch mit der geringsten Samenmenge muß sparsam umgegangen werden Jeder Gärtner od-r auch der Samenbändler wird uns gern raten welche Kräuter wir als Pflän'chen erhalten können und welche wir an Drt unb Stelle
verteil hat Pu f f ä r m e l, einen kleinen Kragen und einen schmalen, roten ßarfgürtel
Aus hellblauem unb weißem Leinen ist bas Kleibchen links. Seine Nähte sinb hellblau unb weiß ü b e r st i ck t, hellblau unb weiß ist auch die (Gürtel)-K 0 r b e l mit den Pompons. H.
aussäen müssen. Von den Sorten, die sehr schnell zur Blüte kommen, wie Dill, Borretsch unb Gartenkresse, empfiehlt es sich, etwas mehr Samen zu nehmen unb etwa in Abstänben. von vier Wochen regelmäßig kleine Mengen Samen auszustreuen Wieberholt man dieses ständig, so hat man bis zum späten Herbst frisches wohlschmeckendes Grün zur Verfügung. Blühender Borretsch in einer niedrigen, weiten Vase ist außerdem ein hübscher Zimmerschmuck. H. St.
Auch das Auge will mitessen!
Eine Tatsache, bie wir bestimmt schon oft beachtet haben, wenn wir z. B Kranke versorgt ober Gäste erwartet haben Die Speisen würben hübsch appetitlich in gutem Geschirr unb abgestimmten Farben angerichtet, bamit auch das Auge — zugunsten des Magens — auf feine Kosten kam. Haben mir aber schon einmal daran gedacht, daß auch Kinder, ja sogar Säuglinge schon auf die Art der Speisendarreichung reagieren? Wieviel lieber essen die Kleinen ihren Brei oder ihren Flammeri aus einem bunten Tellerchen mit luftigen Sternchen, Pünktchen ober Figuren. Auch eine weniger beliebte Speise gewinnt in ben Augen des Kindes durch eine hübsche Verzierung unb luftiges Geschirr Früchte unb Kekse, Tunke, Nüsse. Manbelstistchen ober Fruchtscheibchen, bas alles sind beliebte Zusätze zu solchen Kinderspeisen, deren Geschmack auch gleichzeitig dadurch reizvoller wird
Wichtig ist ferner, daß man dem Kind nicht z u v i e 1 in feinen Teller gibt Der Appetit wird dadurch oft von vornherein verdorben, so daß er nicht einmal, wie man fo sagt, „beim Essen kommt", wenn das Kind schon an sich zum Essen immer sehr gebeten fein will. Man sollte auch dafür sorgen, baß für jedes Gericht ein anderer Teller genommen wird. Viele Mütter vernachlässigen aus Bequemlichkeit diesen wichtigen Punkt, in dem Kinder noch v'el empfindlicher sind als Erwachsene. Manche Kinder mögen z B nicht einmal die Fruchttunke mit Dem Pudding zusammen Ehe wir ihnen eine fo nahrhafte Speise — Grießpudding, Flammeri, Reisauflauf .ufro. -r- verleiden, richten wir uns lieber nach den einzelnen kleinen Wünschen, die sich bei zunehmendem Alter ja sowieso verlieren. Auch die Abneigung vieler Kinder gegen Häutchen auf Milch oder Kakao gehört hierher Das Kind macht be stimmt keine Schwierigkeit beim Essen, wenn man immer in ber Erkenntnis handelt, daß das Kind mindestens doppelt fo empfindlich ist wie der Erwachsene Und zwar das nicht, weil es verwöhnt ist sondern weil der noch sehr zarte Drganimus sich instinktiv aeqen etwas sträubt, was er noch nicht vertragen kann. V. A.
mit viel Milch, etwas Zitronensaft ober Essig, nicht zu wenig Zucker, Salz, einer Spur Suppenwürze unb recht viel gehackten ober getrockneien, geriebenen Kräutern angemacht Das schmeckt wundervoll! Auch mit kleinen Apfelstücken zu Salat an» gemacht ist Chicoree ausgezeichnet.
Aber seine größten Vorzüge entfaltet er, wem, man ihn dämpft oder kocht und mit einer Tunke übergießt Mam nimmt für 4 Personen 750 g big 1 kg Chicoree, höhlt ihn aus, wäscht und kocht ober Dämpft ihn Nun bereitet man bie Tunke; man gibt etwas Fett in einen Topf, 2 bis 3 Eßlöffel Mehl bazu, verrührt beibes und gießt nach unb nach, ohne das Rühren zu vergessen, Milch dazu. Dag wird eine weiße, dicke und weichliche Tunke, eine gute Ergänzung zu dem etwas herben Chicoree. Man würzt die Tunke mit einer Prise Zucker, etwas Muskat unb ein wenig Suppenwürze, gibt ben Chicoree hinein, läßt bas Ganze etwas durchziehen, unb bas Gericht ist fertig. Wenn man ein wenig Reibkäse hätte, würbe man ihn noch barüberstreuen unb bas Gericht schnell im Backofen etwas über- krusten; nicht auszubenken wären solche Genüsse! —
Dber man übergießt ben Chicoree mit einer bunt« len Madeiratunke Man röstet Mehl ohne Fett in einem Schmortopf unter Rühren haselnußbraun und füllt mit Wasser auf. Man kocht die Tunke recht dick, denn wenn der gekochte ober gebämpfte Chicoröe hineinkommt, wirb sie von selbst bünner. Die Tunke wirb mit einem Guß Mabeira ober auch herbem Rotwein, etwas Zucker, Salz unb Suppen« würze gewürzt. Man gibt ein wenig Fett bazu und, wenn man will, auch schärfere Gewürze, z. $. Paprika.
Das Nonplusultra sind überkrustete Chicoröe- röllchen! Man gebraucht dazu auf 750 g Chicoree 100 g Plockwurst und wieder eine dicke, Helle Milch« tunke. Der Chicoree wird halbweich gekocht ober besser gebämpft, bann halbiert man ihn unb umwickelt bie Hälften mit einer Wurstscheibe, solange diese reichen In eine etwas ausgefettete, feuerfeste Form füllt man den Chicoree, den umwickelten unb den anderen Man gießt bie Tunke darüber streut etwas Paniermehl und ein paar Butterflöckchen darauf unb überfjruftet bas Ganze — Eine ganz einfache Art, Chicoree zuzubereiten ist bas Schmoren. Man gibt ben gewaschenen Chicoree mit etwas Fett unb Zucker in einen Topf, schmort ihn etwas an, gibt ein wenig Wasser bazu, beckt ben Topf gut zu unb läßt bas Gemüse bei schwachem Feuer langsam garschmoren.
Zum Schluß eine etwas derbere, aber schmackhafte unb praktische Zubereitungsart Man bereitet aus frisch gekochten, nicht ganz abgegossenen Salz« kartosseln einen Stampfbrei, gibt recht viel fein- geschnittenen Chicoree bazu. mischt bas Ganze gut burch unb gießt eine mit Mehl gebunbene Specktunke herüber Dieses Gericht mit Enbioien zubereitet ist vielleicht schon bekannt; mit Chicoröe schmeckt es ganz befonbers gut. I. M.
Rezepte.
Selleriekartoffeln. 1 große Sellerieknolle, 1% kg Pellkartoffeln, 20 g Mehl. Salz, Liter Milch. Der sauber gebürstete Sellerie wirb bünn geschält ober geschabt unb in Würfel geschnitten. Dann kocht man ihn in Salzwasser gar, aber nicht ZU weich, gibt bas ungerührte Mehl bazu, unb wenn alles gut burchgekocht hat, bie abgezogenen, noch warmen in Würfel geschnittenen Pellkartoffeln Ünd die heiße Milch. Das Gericht muß noch eine Weile Ziehen, man kann es auch noch mit ein paar Tropfen Cssiq abschmecken
Buttermilchgötzen. 1XA kg rohe Kartoffeln, V-z kg gekochte Kartoffeln, % Liter Buttermilch, S"lz, etwas Kümmel, Fett zum Backen Die Kar« toffeln werden roh gerieben, ausgedrückt und mit ben gekochten, geriebenen Kartoffeln und den übri« aen Zutaten vermischt, in eine Pfanne mit heißem Fett geschüttet und bei Mittelhitze in ber Rohre gebacken. Nicht roenben!
Klütermilch VA Liter Milch, 50 bis 60 g Mehl, 40 g Fett oder Speck, evtl 1 Eßlöffel Klimmet, etwas Essia, Salz unb Zucker nach Geschmack Als Einlaae geröstete Brot^ürfel Fett unb Mehl bräunen, Einbrenne mit Wasser ablöschen, anbere Zutaten hinzugeben
Kartoffelroaffeln 1 Teller rohe geriebene GartofHn, 1 Er etwas Salz, 2 Eßlöffel Mehl, etwas saure Mllch. Man läßt bie Kartoffeln auf einem Durchschlag abtropfen, gibt bas Ei. etwas Salz und saure Mffch unter Rühren dazu und hackt die Waffeln im Waffeleisen rote üblich (Der Teig muß ziemlich steif fein.) Man reicht sie mit Marmelade bestrichen.
KartoffelauflaufmitFleischeinlage: Fl.ejschteig: 1 bis 2 Zwiebeln oder Lauch Fleischreste (aekocht ober gebraten) ober 250 Gramm rohes Hackfleisch. 2 einaeweichte. ausgebrürfte Brötchen, 1 Kilogramm Pellkartoffeln, */2 Liter entrahmte Frischmilch, je nachdem mit Fleffch- ober Gemüse- brühe verdünnt (falls vorhanden Tunkenrestes 1 Ei, Salz — Die abgezogenen, in Scheiben geschnittenen Kartoffeln abwechselnd mit dem Fleischteig in eme gefettete Auflaufform schichten Die oberste Schicht müllen Kartoffeln sein, die mit dem Ei verquirlte Milch darübergießen und '/« Stunde überbacken —
Kartoffelplätzchen: 1 Kilogramm in her Schale gekochte Kartoffeln, falt gerieben, 1 Eßlöffel Del, Salz, 2 Eßlöffel gehackte Kräuter, 2 Eßlö'fel geriebene Semmel, wenn möglich 2 Eßlöffel geriebenen Käse, Backfett. Alle Zutaten werden schnell zu einem Teig verarbeitet, aus bem man eine läng- l'che 5 Zentimeter dicke Rolle formt, die man 'N 2 Zentimeter dicke Scheiben fchn-'-det. Diese werben in heißem Fett gelbbraun gebacken.